Wörterbuch zu Dr. Martin uthers deutschen Schriften Philipp Dietz 1 r VA Digitized by Google I 1 Diriiti.?nri hv C'onnlr WÖRTERBÜCH ZU DR. MARTIN LUTHERS VON PH. PIETZ, Vr- ~ IN MAHUUKG. £R8TfiR BAND. (A-F) . . wwrf»^ a usf ährliehtn, di,r Eigenheit der Spraehf LtJk*s bgktmdtinden Vorworte ^ ^'V\f^^,n V^^rn^chnUu dn bmut^un zahlreichen O riginalintflu Uietehtr Schriften und Handschriften, LEIPZIG, VEKLAü VON F. C. W. VOGEU 1870. Digitized by Google I Dmek vm J> B. 1IirBehf*14 U Lmpiiv, — ^ üy Google im Seit Diederich von Stade hai man es zwar wiederhoU uniemonunen, dne anzM „aUerthOmSeker und teUaur autdrücke if. MarHn Imikars hl^eHtherseitunff" bolä in MdbtUMigm nfSrterb&chem bald in abhmdhmgm zw ^etehe Luihert bdffeffehenm wärterverzeiehnitsen zu erkiSrm,*) aber noch nicht ist e$ bis jetzt versucht worden^ dm gesamnUen spraehsehaiz L*s zu verzeiehntn^ wie verdiautUch auch ein solches unternehmen ßir die sprach- forsrhrtng {jfwesen rrrirc, tnmnl L.'s Schriften in den nhd. n'Örlerhücheni hin nvf Crlmm fast gar keine herücksichtigung aefvnrhm hatten, nas allerdings rtnii'j hr/r''!niini darf, dn z. b. Adching Luthers hibel ßir nichts weniger als classtsch gehalten wissen wollte {vgl. Ichrgebäude 1, 66), und in seinem gram- matisch-kritischen wörterbuche" beispiele aus dieser mir deshalb nahm^ weil dieselbe in jedermans Händen und steBen aus denken den meisten bekatmt *) feh /tihre Itter nur folgend« an : ffieJfrieh von Sladf, erläuler- und erkläruni; der vornfhmalrn (Ipulscticn frörlrr, deren sieh dooL Martin Luther in überastsung der bibel in diedeuttc/te spracfie gebraucltet, Brtmm, 17». Teller, vofUtäitiige dartfellung und ht>urlh*tlufig dtr iwOtektn »prseh« in Lutktn tSMäkertettung. 2 tfieile. Berlin, 1794. 1795. Piaehon, erklärung der hauptsächlichMten veralietm deutschen Wörter in dr. Lullter'g kMMtntttwtig. tintodimgttehrift der preiuaiaekeH kmtpt' UMgetelteekafll sw SOJSkr, iftyfan^jr/ki'M* der gesell whaft am 9- Ott. iSH. Berlin^ bei Trowiitsch und eohn. Beck, wörlerbucfi zu Lufhrr.t bibelührrnetzunf^. Siefen u. ff'ivsbttdfn. IRf^. Hop ff Würdigung der Luthersctien bittelverdeutschung mit rüc/isicht auf ältere und uemer« MeMtwtmgmu IfBrmitrg* iW. Mönc keberg, MtrBg* «M* wUr^gwn h«r$lelbmg iet Lulkuieehen biMUiwwttung. Bambttrg, 1855. Beelii*, lexilogut zur Lutherischen bittet - itbersetzitng des n. lest, für gymnasien. «nMM Programm dm fymjtavAniw wu Stendal von 1857. ffetsel, die spräche Luthers tri seiner tiif/elfibfrsefzunii . Sfidf^'nrt. Bitt», über die arclurismen in Luthers bibelübertettung. in einem programm derstäd- IbdUit realtehuU tn Pottdam von lS6t. Jütiing, bibUsehes wIMm-tmdi enthMÜMtd «fiw wkUumitf der oUerihäädiehM und mUeamt mmadraak» in JT. iMlhrnfM UMüUnvtnmg, Uipittg, iBßl. A* Digrtized by Google TV VORWORT. seien (t» wtb* i, XV), erst in dem „deutschen wSrterhnchtS" der geMder Grimm kmmt, wie sieh nickt anders erwarten iiesx, Ltdher als ein/er „äer sprachgewaliiffsten und wichHgsten ' sckrifMeUer" der nhd. Sprachperiode zu seinem recht, indem belege aus seinen schHften reichlich beigebracht werden, diese belege sind Jrrhchy wie es auch kaum anders sein konnte, fast atts- schtieszHch einer splUercn, nirht hlosz sprachlich unzuveiUhzigen, sonrlern auch unvüllutätidigcn gesnmmluusgabe von Lnthers werken enlnomtnen,*) wo- her es gekommen, dasz eine ganze reihe von Wörtern, die doch zum (heil wiederholt bei Luther begegnen, theils der belege aus L.'s scUriften entbehrt, theits gar nicht einmal zur Verzeichnung gelangt ist.**} diese Hkcke des *] Hin und wieder sind zwar anch im Grtmm'schen wtb, einsrldrtteke L'te/ier uctirijlen iugeiogen. die aber zum iheii o/fmltare nachdrücke ggtoetm sein miusen, welche aujtfcaben, deren r«4golafm gm»lt Mau» or^gin^äntvk« v^rtagm {9gt. m. di» m'HM aapel, enlbitten, furkor). *•) Alt beteg liierfür diene ein nur die bucfuiaben A und B umfauendei Verzeichnis, w»M df» M Grimm fithtmden wSrter mit tim^m 9t»mekM tmrtsteAnet gindt aal imguitta\, a;!"^. .'ibarhfilpn (demerrrf), *:iMi;inin'ii, nMniszcii, alibililfii, aliliindiMi. ntiMallcti, ;iti!)org<»n, ab- bringen. :)liderkcr, abiiieiien, abdrürkeii, abcndbrod, 'abpruibHlle, *abendfreii«rr, ^abendmahhtexl, abendo^ir« r, *abpndswolf, ^ubeudwache, *abcndwerk, abculeurer, ^abergdsUichkeil, aberglaubc, «bcrgUubif , abergliubiwh, abmmls. *abenrater« aberwitEif;, abesMo, abfordm, abfrmeo, ab- frof/rn. nliacl cn. nhu'ci/f ri. nliu'ii >>n. ubIiatH-u, ablinllen, abhalUiiig, abheben, abjai^cn, abkaufen, abkratzen, abkandigrii, «ablai^zbapst, «ablaszhiibe, *ablaszbulle, «ablasikiurer, ''ablasz- krtmer, *ablaszpredigfr, '^ablaszt<*iir<-l, ^ablaszverreehter, *abhuiTOft, abUlateni, abtegung, Ab- lehnung, ablernen, ablesen. *,ibleser. ablitlmen, ablÖM-n, iilifiiffcn. abmnhiieii. ahiiiHen, abmessen, abitBgeu, abaOUiigeu, ubpQückcu, ^abpoltem, abrechneu, abreden, abreiben, abreikn, absägen, abachabcn, ab«ehaffen, AbsehafTnng, abschätzen, abaHiaumni, abacheren, ahgcheu f., abachiesaen, abi^chiiiden, absrhreiben, abschrifl. ab<«ehä|lelDt *sbsrhwitzen. al)HieKen,abaoiideittng,abspeiaeD, abstechen, abslellcn. abslrei. heu. iitif.itizen. ablhiinng. äblis?*!», abirennen, ablrockneti. *;)b- trOunigkeil, aburlbeileu, *abverlilgen, abwägen, *dbwiirügkeiL, abwaiicben, abwaschung, ab- wechadn, abwf f. abweichen, abwendig, abweudnng, abwetzen, abwickeln, abwinden, abwurhern, abwürgen, alizielen, abzirkeln, abzuchl ( - ahzuff). abz\«'ingen, aehlbnr. fu-litigen, ariitsam, ächzen, aekerban. *arkerbnl»(*. lu kerknerlil. *ail:Hn:inl, *adaiiiruifisrh, adeln, *alfi'ol>ticM('iTi. *aUengeM.'U, ^uirenltaufe, *ulteninaiil, ätllM-h, atlerglaube, afterkoseu, aflennontag, afterrede, aAeraabbat, agiasirr, agtstein, able, abne, ahnen, ahnlierr. aMÜnziseh, *atterachtbantt, *aller31teat («. I». a. ziis tmmenseliuiiffen mit aller), *i)lpliabel>< lifiler, allratin, ♦allarijote. allarlein. allar- liclit, allar«:leiii. tiirli. nU'if'ru'chi rieht, al berkoniniend. alMieli. nuillians. ruiiticin. :niits\ iT- walter, anbetialten, ^antiekleben. anbilden, anbisz, aublieken, *andaeliligUcli, '''anderwo, ^atniers- woher, andrehen, anererlit, anfahrt, anfjngfich, anFeimlen, anführen, angaifenf angelolten. angift (arrb'i), aiiglanzeii. *ansjsll»ad. •aitk'stlieichle, *.jni;sler, *ait(,'sterzliure, angslherz. *aiigs(hnre. ängs(ig;lieli. ängstlich an^'s'si li\\ eisi!, ^ariirstuerk, antialten, auhan^er. ^anltangung. aiilianchen, anheimisch, ^anherdkuufl, auliel/.en, ani.s, *auklager, *anUlebig, ankleiben, anlachen, anleguug, anleitang, anmalen, annnazen« annageln, annahen, anname (unintmi' , anregen, anregung, an- reizuhg. anriifuns;. nunilulirli. an-rlil;ii;ii;. aiisi-hnaiien. aitsi lmnii^eti. afisi liiiren. *iiiisrlnirzen, anselinng. aitspiinien, ans|irurli, aiispruheu, anstellen, auslinimen. nnsheirlicii. *antui>tung. an- wachsen, anwail. anwai'uug, anweitier, anweisung, anwerben, anzapfeti, anzeirhnen, anziig, apfelbiaz, Apostelstand, *apa8teltag.*apoatoUaeh,apotheke,apolheker,*apQlhekerknaat, aprilleu- wctter, ai^heii, argliatig, annbmat, armbraatbogen, armbnBlschasZt armen, armeiikaslen, *armsal| Digitized by Google VORWORT. V « GHmm'schm ü^örterhuchs möglichst muzußtlen, so»i6 einiges auf wort' und ßexians/brmen siek beziehendes nachzutragen, mr ein gedanke, mit dem ich mich schon seit längerer zeit umtrug^ als ich von verschiedenen selten bestimmt «rniidig, an^elig^keit, *arresl, *arsi [ihumiud, aiscbloch, arten, ärüg, artland^ as, asch, aschen- kndKO, *aacheiiplatz, 'asdH^iitupf, aMhemittwoch , aufkeisieii, aalbieten, ■ttfl>orgen, <^ttf> bresten, aufbrüsten, aufdringen, oiifdnuken, anfiinporcn, ^uferholion, aafcnt|Ddiiig, ^aufer- strhiTi. niifpfwachen, *anfpnv»Tk('r. ♦auf» rn <'! kniiif. •auirüliniT)-/, nufflirkt'ii. aiif'.'fl'nf luf 'ii -^zi-ti aufgumpi?!!, *aufhang, aufliHfer, aufhciiktii, aiifkauren, aulkolirt- it, ^autlag, auilösuiig, auliuahiuii, aufiMritan^, aufinantcni, adfiiageo, aufrecht, aalnchligkeit, *«iifrichtigHrh, aolHcbtung. auf- rühri^r. *aufruhrteufel. aufsagen C— aitß-ündigen), aufscharren, aufsrheiirhcn, ■ufsrlireiben, aufsehet, aufspaltmi. aufst('rkf»n, aufstellen, anfwisrlifn tni/fahren). rtiifzämtH'n, aiifzcicfincii. auüüehung, ""augenhild, augeiiklicklicli, augeuacbein, augeuscheiulirh, üuglein, ausbauncn, aus- bdcblai, ftnabdleD, *iiiwbllsenieren, ausUOhen, ambolwen, ausbreiler, aitsbreiliuig, ausbrach, *ausIi;in(Jflu, aus- harren, ausherrnpnlum\, ausschiie^zen, ausschnulrken. aussclireilmn«,'. niissdiwä- reo, au6:>cbwiuuneu, aui»!$cbwitz«'ii, auüscngen, aussinnen, ausspähen, aus^peculiereii, ausspotten, aii9spmg»o, ausspringcQ, amepriMgen, aussprach, auaspfimn, «üiwlnichung, auaslreM«D, aus- studieren, "ausverachten. *ausverdeutscheu, *au»verhoir;ilIirii. auHWaeltseu, niisw chen, ausweiden, ausM eisung. ausMisrhen, nuswürlling. answüigen. auszünieu, auszwacken; ^bachantisch, backen- schiag, badeknecbt, *baderknccht, *badertaufe, badcstube, *badewcrk, badchut (badhut), bad- «tüblrin, «badtoch, bihDcn, haixcn (beben), halbieren, ballnerer, *balUef«albc, balgen, ^balken> dfK-t'ir. *balkenrichler, *balkenfr;i2('r. t'nll. |i;iN.inii>Tfti, *baUamzwei(if. bankart. *l)ankrten, bauki-tieren, *baukpfül. baimbrief. bännuch, *'l)anuz<-tl«>I, *bapstei, ^iNipalerei, *bapslesel {u.v. a. mii bapi»t gehHi0t0 tompotfla). bärenfusz, *bärenzahn, baretlein, 'liarfBsziafh, barhiiupt, banu- hernglirfa, birligt, ^bärwolfisch, base, *bästen. bnilen, balze, ^bauchdieb, bauchfülle, *bauch- polt, *baurhlehn\ *li;>iirli|u nlijfi. ♦bau< r;iiifni!ir. *l»aMcrhoirart. bant riv, ii. bauerknechl, 'Itniur Uno, *l>auerlebeu, bäucrlein, *bauen)klüppel, ^baueniknecht, bauersfrau, *bauerskiieriit, baucrs- Ifule, *baaerslenlleui, hauersmann, ^Itauersrock, bauerstdx, baoersrotk, bauik'eld, hauherr, bmi* hob. bäulicti, bauroblatt . bnunigarten , *banu)kipfe. bäumlein, baiiwerk, br.iits.'-^len, being- sfi'.." II !n r(ntworteu. *ht rhtlcin. beck, beckerli:ni-. b«i-kin, bedäclilifrki it. bedenken {— zu- denken), beding, bedingung, bedüugeu, bedunk. bedünken, bedürftig, ^hceilern, beet, befalireu befehden^ ^befehder, befesligtinf; befreunden, begabun^c. bearaukeln, begehrig, *be«rei)nin^. *be- srirrdloh. begierlicbki it. ♦iicffieriuitf. ''Iiegieszer, begiifi^en, begrilf, besrifli^. begrflszen, behauen, li' li.'itiiiri'»'. bi'ttrimui:.'. iM lK-iMliirlirli. bflirrziiff n. ln'ln'r/l . *I>i'I( liltii*ni;st. ]>t'irhtkind. l)eichlpfeiuiigt, *beichlralb, *t»eicbltyrann, bcichtvater, beiderlei, *beibin, beilager, bciniaun, *beiniei^ter, •bei- messe, beinahend, bdnehe», beinhaos, beisats, betseliljrerin, beischiag, beiseit, beiseits, *bei- slehfr. beiweg. beiweib. beiwolinung. beizen, *bejclicn. '•'bejichlen, bekenner, ♦bcki>nnunff. be- klaarf*' m . fifkommeruntr. *hrkirirtmiir, bekräiiken. *bekrinini«*run(f. fi«*ln«t*'rn. Jtdfttiifu. *l)ele- gf rnng. beb-huen, lu'leurlilrn, *l)elferleiH, belletschier, bebduier, bennuitriii, benu-iden, brndel, beneben, Iteoedigen, benehmen, bedien, bequemlirh, bequemlicbkeil, ^bequingen, beraubung, beriurbern, berecbiien. bereiten (obcffititare), lnTgal). bergauf. ber«icfit, berglein, *b«Tgprane, •lieryslriu. hergwrrk, bmcliter, *b« rr»!i'-tfn, beropH-n, *|iesrh;idiger. I»>sch;1digung. bescliairung, brscliauuug, brsclieidlich , bescherting , bescbiruitT, ^beschlafuiig . beschmerzeu , besi'huüe- ren, beschreibnng , besehrrilen, beschweniis, beseligen, besichUgnng, besiegeln, besingen, f ' ^it/i-r, bfsobluiiz. ViP'-f nili iticb, bescirguiig (= bfsorffni^). besserer. *beslankmi , bcsliitigor, b«»Uiiguog, i>e»lelier, bestellung, besüreilett (pdf-em euej, beslurmen, bestürzen, besucliung, VI VORWORT. wurde, das mährend einer mehrjährigen beeehäft^fung mit den deiUschen sthrifteyi L.'f; gen'oimenc mtiteria! zv einem den gesammUm n'ortt'orrnlh Z.'.v aufnefunendeyi H'orterbi/chr zu bearbeiten, indem irh nun hiermit den ersten band dieser arbeit der Öffentlichkeit übergebe^ scheint es mir nicht übcrflüszifj, eine kurze Charakteristik der wesentlichsten eigenthümlichkeiten der spräche L,'s vorauszuschicken, wobei jedoch von grammatischer Vollständigkeit ganz und gar abgeeehen ist, IHe Sprache Luthere, nach J, Grimm amdntek (gramm, 1\ XI) „kern und grundlage der neuhochdeuttehen tpraehn$ederseizung*\ ist uns bekannUich in einer ansehnlichen reihe von schripen ilherliefert, welche theils vtm ihm selbst, theils {ttnd zwar zu einem nichi geringen theile) »cn andern herausgegeben sind, vuf/ i's kann daher wenig befremden, wenn einzelne nnxfjaben L.'srher srhriften srhnn aus diesem gründe nicht selten sprachlich bedeutend von einander abstehen, dl, er auch die von L. seihst besorgten ausgäbet} seiner Schriften, worauf es hier vornehmlich ankommt, lassen selbst bei einer nur oberflächlichen betrachtung eine nicht unbedeutende sprachliche Verschiedenheit erkennen, welche zwischen den seiner früheren schriftstellerischen periode ungehörigen werken und den späteren Schriften stattfindet, auf diesen sprachHehen unterschied der firüheren und späte- ren Schriften L,*s, den ich hier zunächst darzustdkn habe, ist zwar schon wiederholt aufinerksam gemacht worden (man vgl, z. b. Hop f Würdigung der hetbiich, beCcr, belhörung, ♦hoticin, bi'lpsalm, briraclit m., beirieb m., beliii i;fi. Im-ii iilmis, b«*tKtrrtt1l<''ri. \u-\U \m., ♦bcllclbaiirli, !i»Ml(»lI(rot. ItHlclbniilrr. be(toll)ubo, *li«>tt( ll>nrh. Iirltclkiud, *beUelkiiitll»'ui, betteikloüter, beltelkönig, bctl^'lmöuch, l>«Udordcn, *bplteln'rht, *bcUelreich, *lielt(j»eh1ost, b«Uel9reut«nli«ml, beltelvolk, beUgenoMe, brttldn, bettlmi, b«tt]«rich, ^«ttlera- Volk, bettwerk, •betweise, beiitelein. brnl<>l8<'btieifler, l»i'utl»>r. beiitpfennig. bewahrUDg, bewäl- lijTi!, Iiowegniü, »bf ^nhhrbadoii. b»'7ri2rf*n, berichlisrfn. iril)iauer, bierfasz, Itiorhaiis, biericlien, bierkanne, bierkeller, bicrknig, *hierritt(T, bieri^chnik, *bil(lli«««!hliwr, bildkin, biMmhnilver, bildunir, *bildicicheD, *lNlf«in, bilgram, billidikdt, binde- s, ' I. *l iiiilrerht. binnen, biret, *biretlein, birken, birnbanm, birnsliel, bisani. bischoferei, *biMiii»r;;i>lzr, ♦bisrhofin, bischoflirb, *bisrbofmnntH. bisrbnfsbnl, bischorthiiin. bi«»wfil»Hi, bisz (=> gebiMz). bitsrhier, bitler (petitor), bittening, blank, bläslein, blatten, blatlerirbt, blalteriein, bUUUein, blecbfra, bMehroth, Ueieni, bldgewichl, bleiholx, *btHktainTie, blendung, ^leode- scbhlssel, *hlind';rhirmrr. Mitulsrhb'irhe, blinzcn, Idöiliirkfil, liirw/ürli, Mölzliiisjcii, blulbad, bbitdurst, bluirarbr. *bluli(-hl, *blu(kind. blüllein, blntHaugiT, bbitrbatts, bflehs^, bOrbsenMhfltse, bfichsldn, budMtatnmn, badiatäbidn, bnflbii, bubierei, buhlschaft, •bullenkrämi-r. *bullenlräger. *bullist, bfinünis, *buntkrdU!t, burgemeisler, burgenieiHloiiii, biiiKfiin, bürgtrlirli. liflri;»'rn, bfirenrrerhf. hfirgfrschaft, bürgerssohn. Ijfir'Tfr- tochter, bnrggrat, buschichl, buäzfaiiig, *butterfu9z, *buttergeld, *butterig, buttermilch, bulter- weck, btttaenbut Digitized by Googb VORWORT. VII iMtkenclulibibeherdeuiielumg. s,230; und Mönekeberg beitrüge ete.s.38^.); üm Angehendsten aber hat sieh darüber erst in neuester zeit Opitz m «einem sehriflehen: über die spräche Luthers* Halte 1869, ausgelassen tmä als sicheres ergebrUs einer eingehenden itntersuchung ausgesprochen, auch durch zahlreiche beispieie und proben nachgewiesen, 'das: die spräche L.'s bis in die mitte der zwanziger Jahre hinter dem vorn altenden einflusze seines heimathlichen dialectes {Thüringen} gcjilundeu habe, folglich fvesenflich ^/nHr^/irutsches gepriige (rage, nachher aber eine durchgreifende umyesiaitung der sprachUchm fo inen nmhr- genomtnen /lerde, üis deren wesentliches merkmai die conse^uentere durch- /Uhrung des umktuts anzusehen sei. An diese im ailgemdmen unbestrett- baren sätse knüpfe ich folgende theils ergänzende iheils berichtigende be- mertungen. Was zuerst das vorkommen des sog. mittddeutschm tocalismus in den denkmalen der L.'schen spräche betrifft^ so musz bemerkt werden, dasz daffSar aus den bis zum anfmg der zwanziger Jahre erschienenen Schriften allerdings zahlreiche belege beigebracht nn-fien können, aber schon von 1521 an ein successives schn indett desselben wa Ii r zunehmen ist. so erscheint z. b. a fiir o m den schrifien wie eigenhändigen briefen L.s bis zum Jahre 1520 ziemlich regelmäszig^ von da an aber in den nianuscripläberresten, so viel ich sehe, gar nicht mehr und in den drucken nur tutch ausnahmsweise, denn wenn auch, um nur ein beispia anzuflthren, die Septemberausgabe des n, test. van iö22 noch an vier stellen du evangeliums Matthdi (nemüch cap, IS, '6. iß, 36. 21, 25. 25, 39) adder aufweist, so begegnet daneben doch mehr als 40 mal odäitr. Anders verhält es sich mit a stidt e: während einige hierher gehörige Wärter nur anfangs hin und wieder des umlnnts entbehren, nie z. b. laugst [laogistj, lare dorfrina, gelart, hocbgelart, imgeiart, vorkart, schmähen, verdolmatschen, andere dagegen, z. h. walzen, prachtij; [n-elche beide noch in der hihel v. 1545 neben welaeii und prechtig vorkommen) langer schwanken, läszt L. bei einigen den wntaut e nie zu, wie z. b. in gartner, weiogartner und dem pL von saal, flud, Baebt. umgekehrt stehf e för a regelmäszig in den spätren wie firüheren Schriften in «fbeit (das ein par mal begegnende arbeit rührt sicher nicht von L, her), amiai, ebentonr und den davon gebildeten Wörtern, schwankend in gsweUig, werlicli, offoiberlicb, senftmtttig etc. e für i kommt selten vor; zu den von Opitz a. a. o. s. 9. 13. IS angeführten Wörtern, wovon sendt ■= sind und enthalt iyihnli zu streichen sind, füge ich noch breiigen, wesel mustela, und dessen diminutiv weät4ia. noch seltener ist e statt ei, auszer lewenzig {mhd. zweinzic, heute zwanzig) und wegern (= weigern), welche bei L. ausschlieszlirh gelten, können nur einige vereinzelt begegnende formen {wie z. b. enzul für «inxel, eiDiiies /9r eimmeii ameise, erbes för erfads erbse, leb ßr leib [in eia leb bfod. /er. 37, 2i nach der ausg. der propheten v. J. ±632, wo jedoch Ls manuscr, \«fb hat, in den bibelausgg, steht seit iS39: leblin], Tortefiacher ßr wrCeilifleher, das letzte beispiel nur in der bibel v. iSdS, denn die früheren bibelausgg. haben gleich der ersten ausg. der propheten an der entsprechenden steile {Mai, i, 14] Torteiliecher) angefahrt werden; Opitz bringt zwar noch bigiiized by Google vm VORWORT, varaweffeln wid schm^^er bei, die ich Uber /ieher ß'ir dnirlcfchler hafim möchte, desto häufiger ist der gebrauch des i für e, ein charactt'ristischcs merkmal md. spräche, rroßir man hei Opitz eine reiche ausnalil von bei- spielen fandet, denen nf^-h n eitere hcizußujen iiber/Iüszig sein dürfle. ^'ur habe ich ZV hetnerken, ddsz üu^ei ycbraueh im allaemeincn bis zum Jahr 1025 un- dauert, cinzciheitcn auch noch später vorkommen; durciiieucbtigist finde ich noch In 4er auftchrift eines briefet mu dem j, 1533, auch wkrA 4at bis Heule Mbe^ haliene nniDfarbe hierher zu rechnen sein, i /tir d. obgleich L. seinem mutter, der kaiserlichen und sächsischen canzki^rdchCf*) ent^echend mhd, t von onfang an durch ei ausdrückt, mithin fSer mhd. bt, blt, dit, vrt, min, diD, stn etc. stets bei, blei, drei, frei, mein, dein, sein schreibt (nur vereinzelt erscheinende formen wie erdrlcli, byniclrich können dagegen nicht in anschlag gebracht nerden], so weicht er d>}ch /?• einigen füllen von dieser retjel ent- schieden ab. so tautet z. b. die bitdanf/ssiilw für diminutiva , abgesehen von dem in den frühesten schrieen vorkommenden le, nur anfangs bistreiJen leiu, später aber inu/tcr Im. ein anderes hier/ier gehöriges beispiel ist jcusoit (jen- 86id)^ »oßr lange {einige mal noch inderhibelv,i53B) jensid begegnet, während doch diflSMfl M L. von anfimg an feststeht, gitig und geizig wechsein nur an- fangs, för aint («ind seif), ainteiaal begcffnei anfimffs bisweUen Mint, seintenal. Die bei^iele des i (y) /lir ie sind theifs solche, die nur in den /Hiheren schriflen vorkotfunen^ theils solche» welche den spiUeren wie früheren angehören, bei- spiele der ersten art sind: öpil ludus, fTPspiit, hilt, gribe, siben, yder {doch I 'j23 auch schon yeder), yderman {noch i^ 'il i, fiV\d nebeti geiidf frido (erscheint bis zum j. 1530 noch vorhetrschend ohne e), sich aegrotus, diser etc.; beispiele der letzten: begir, begirde, girig, beging, begirlidi, papir, über neben fieber, wider [widder], fidern, gefidert [fiddern, gefiddertj, unzifer, stifebi [aüffolnj, sibe, igliobi itzt, itzig, itsimd* bei der endung ierai sehwankt L. zwischen Iren und ieren. o /Sr a. hierfür hat bereits Opitz aus bis zum fahr 1620 erschienenen Schriften genügende belege beigebracht, wovon Jedoch golfen, weil druckfehler . /Ur hoffen, zu sireichen ist. ich gebe noch einige aus späteren drucketi etit- nommene: stolen {fwr staleu stahlen), sprocheo {/Ur spracluMi i, eracbrockon ( für erschraken), woffen, wage {die beiden letztem noch in der bihel v. 1545 öper neben waffen und woge), o statt e, bis in den aufang der zn anziger jähre schreibt Z., wie schon Opitz bemerkt luit, die vorsilbe ver fast ausnahmsios vor, welche Schreibung seit dem j. 1522 bei ihm verschwindet {schon in der sepfendferausgabe des n. test. v. 1522 erscheint vor — vor nur noch vereinzelt), während andere md. Sprachdenkmale sie noch weit länger festhalten, £in»ge mal begegnet auch swolff /Ur iwelff. o füru kommt auszer in den von Opitz bereits aufge/Uhrten wärterm hai^tsächäch noch vor ä^: bekommenii goost (gonztig, missgonstig), maulworff, worfschaaffel, Erfort, Frankfort, ton, worst (brsfe- worst), Bclios jaculatiOy bösen (bösem] ^smttf, moacliel, botter, welche wort formen sich nicht etwa biosz auf die früheren schriflen beschränken, sondern zum *i man tgl. den artikel canzolei. bigiiized by Google VORWORT. IX Ikeil, wie die belege hei dm diese fvörier hehmdelnden arülrnrt. kund, kuiidte, ial sogar in den späteren schriften noch die hrrrschouit /fr/m, gewuuncn, gespiinneii, i»UHf. »il wolt vorachten, pynes armen l>eUelerK Rebecl. Bill ich wolts. vinb Kottt-j. willen, iiil laszen daiiyun kiiiTKn. rlann myrs von hrrlxrn ey4 iäzl vimd vielen, e. t. g. giitisligeuü. lUis auch diüze sclu lzüii|j. i-. I. leUlea tagcun. szo Till gutes gerachls flaiuen tnnd giutst beranbl ImU. GoU b«L e. f. g. woi mit hoher ror- nnrfffl begnadet, das sie ynn di.szen suclit-n wryler «lebl. danT» ich adder villetchl allf e. f. s; vitdtTlIianen. Aber mag dueh wol s< yiiii. .1» goK will e« »in haben, das ^ro«£ vnrminlll zru weylcu durch weniger voruuuill gewi»zcu weide, aud das niciuaud auff sich selb sich vorlasse. suiideroD allcyne auff gott vnsicnin kern. wUcher spar e. f. g. gesund mm sc« ^Mifr. Viiml iliinincli *>. f. k. Sidni zcuT selirkeit. Ameu (aus tintm britfe v.J. 1St7 im ges. archiv zu /f 'ttirnar i\. lOS. 4 t). DamnlT goedigslcr herr, K C G ich Tiilerlheuiger uicynug nicht will verhalten, das ich lolchs EGO aasachen, alledlhalben su vntertbcnigeni dandi, angenomcn 'hak. Vnd ma^ E C 0 mit pittom 'j^nuid schreybeu, das» niiyii -p^cniull vnd nieynüg, ou rhüm zn>ehreyben lault« auch eltUcher uieyuer vorigen erbieiun(,' uflenlUcb gescbehcu, uyc gcwcsl, auch noch nidit isl. yemands von hoben odder nyden slcndcfl «tsehmdien, odder lehts sitschrcyben odder leren odder |iredigen. das tn kewcgUDg. vngehorsant, vneynickeyt vud antrrnr yni heyl. Reich odder dir ("lirislt iirnt tisclicii ytin yrrntigi znfurcn vnjach geben nmge da widdt r i< li Miieh oillmahi tiarl gesciiricben vud geprcdi^jl halte, sondern meyn rurnrnieu ye vud ye alleyu gewessen vnd noch ist nichts anders tuachreybcti, Irren, predigen, Ireyben vnd fioddero, dann was zn sterckung guKis wort(e>» vnd ehre, iuicli des heyligen warliiiltigen gUiubens vnd der lii'fic (los rifliisJrii vird aWn In yl u'cfiifyticr rini<-fi'nfieyll dienstlich notlig vnd mitrlirb. wie ich mich anek mit guttiieiirr hiiit , lur ii|y.'ynem (jott mit gullcut gewissen zu cntschnliligen weyss. (n»f «Amhi Mtf v. J. 1S2$ im gm. areki» sti ^mm». 0. pag. 74 FF. 3.\ Ich merke aber, das der selben iiigent viel, »olch geschrey der pestilentz gern gehört. llrrTu rOlicIir den schweren anff riem SihiilMick. rtlliche die Colie» ytiii den bnchern, eHliclie den grind an den feddern, eltliciie die giciii am papir kriegen. Vielen i^l die liudleu «chini* Kehl worden. So haben ancb sonst etliche die nntterfarieae gefifvssen dauon sie das hertoe wehe vnd schne«ncht zam vnterland gewonnen. Vnd nnigen vileicht der gleichen schwacb- lickeit mehr »ein denn ich erzclfti kittin. Vnd isl wtil die fahr dabey, wo die herro vnd Uberherrn, solchen krauckheiien nictil nül nnsl vndaUerley ertzucy hclflcu vud »teuren werden soll wol ein land sterben drans werden, bis man weder prediger noch pfarhcr oder Schul- niripnrg ntchlig \nd vergeblich CoIIoquinm. d;) kHiie hoffnung isl. denn sie haben keiucu man auO ihrer tmleü , der ichlc» werd &cy. Vyd U. Alaier bl mehr denn gnng dazu, wenn er gHch nichts kundle. denn, Kern oder Ja daan sagen. Vud ist Schoepp vnd Breul ins auch da. die ylinen nichts lassen uemen, vud ob sie wollen eliwas lassen nenien So i^t isl ikkIi «In iiiiMtoi ^j^n^' da, das man vns fragen niAS» (oWS sinsm V. j. i546 ün gel. archiv s« lyeimar U ful. 6&J x\o. läJo.) uiyiii^ed by VORWIWT. tiiiniysrripf. *) Ks mangelt den hohai geistern dns sie dip mlc knnit griUUQiatica i>ü tiuan Tun 4er kind«r Scholen lerety tMtA reeht aRMben INe Mlbiee knwt lerat wie ein kMbe solle um eineiii «oii swey odder drey tnachcD, odder wie er einerley wort, ncwcn brauch vud mehr dcutunK^ groben muge, Als das iefas mit ettliciien exerop«ln be- weite Das wort, blume aaeli seteer ^nd «1- tea d0ftttt«geyhei«itei,6iM 1060% liliMiy fiolen vnd der gleiclie«, die ans der .erden wf»chst vnd blnhet, Wonn ich iifl Christum woit mit eym feinen lobe preisen, vnd sehe wie er von dor Jungiraw Maria kompl so ein sduNi Idady mag Mi das wort bUnae aenflo, Tnd olaen tmpn« aadien odder eine newc dontnnge vnd brauch geben, vnd sogen riiristus eine binmo. W'tv sjtrt chen alle gratn- matiei "ilder redemeißter, Das blume ^ey ein new wart wotdoB vad liabe «■e uewe 'denlnag/ Vnd iMMta BB aMit melir) die blaiae anfT dett felde, (■(indem dsB kind Jhesns, Vnd mitSiie tiirlit hie das wort (lat) zur deutoley ffnfrf: v. J. f.") 2^.' mangelt den höiien goiateni, dns sie die rede knnot graiuiuuiica, uküj ynn der kinder achnlen leret ideht reeht aaiehen. IHe selbige kvnat leret» wie «n kaabe solle aus ctaem wott swey odder drey machen, odder wie er einerley wort, newen brauch viid mehr deutunge geben mUge. AU das ichs mit etlichen exempeln bo- weisc. Das woil, blume, naeh seiaer erstea Tnd al' ten deutoage, heist es eine rasen, ülien, TieleB vnd der gleichen, die au« der erden wechst vnd blühet. WcTMi ich IUI Chnstuni wnlt Tiiit eym leinen IoIh" |uriscn, vnd sehe, wie er von der innglraweu Maria kompt, so ein adiön Und, mag ich des vort blame, neuen, md einen tevi|Nim maohea 'odder eiae newe deatange vad braue]) ^eben, Tad sagen, Christum ist eine blume. Hie spreelien alle gram- matiei cd (irr redenuKMHler, Das biiinu« ^'.y ein new wort worden vnd iiabe eine newe deatung, Vnd heisse nn niebt mehr, die biomo aaif dem Mde, sondern des kind Jhosns, Vnd mllsse nicht hie das wort (Istj 2U1' dcuteley fh '^rl r. J. 1534. Es nian^n^H den iiuiieu «reistei ii, da.s .sie die rede iiuii^l graitunatica, ao mtui Jnn der kinder schulen leret, niofat reeht sasehen. Die selbige knnsl leret, wie ein knabe solle aas einem wort swey odd«r drey machen, odder wie er einerley wort, lu wcn brauch vnd mehr deiituiige geben möge. Als das ichs mit etiiclieu exeuipeiii be- weise. DsB wort, blume, nsefa seiner ersten rnd äl- ten daatnage, heist es ein« rosen, lilien, violen, vnd der gleichen, die aus der erde wechst vnd blühet. Wenn ich nn Christü wolt mit liuem feinen lobe pi"ei(M»n. vnd »elie wie er v«)U dt r jungfrawen Maria kompt, t>o ein Mcküu kind, mag ich dsa wort binme, nemen, md ewen lro|n»B maohea odder eine newe deutango vad brauch geben, vnd sogen, Christus ist eine blume. llic sprechen alb' ^rum- niatici oddt'r r('(it*juuf'ii?ter. Das blume avy ein new w zur dcntelcy ♦) hniehttürkf (fpt manvtcrifit^ zn (Irr schrip : mm ahntdmni ('fm'sli befinden tirh im drr kersMglifhen bibliothfk zu II ollmbUlld und in der landrtUiUiolhek zu Fulda. xn VOWOBT. werden, Üf»nn Christus bcdfütut «iclit »Miic bliimp, boudern er ibt eine bliluiu (luch ein ander blume denn die naturlidie. Denn so spricht dw poet HoTstinSy DUerii egregie) notmn si callida verbnm, reddiderit iun- ctitra notlflra, das iat, Gar lein ists 'jr'M-t'dt, wenn du ein gemein wuil kaasl \s ul verneweii. Durauü mau hat das einerley wort, zwnj odder vieleriey wort wirdy wenn ea yber seine gemeine deutnnge andere newe dentuiige krisgt» AU Blume, ist ein ander wort, wenn es Christum heisst, vnd ein anders wenn es die natürliche rosen vnd der gleichen heisat Item ein anders, wenn es ehie gnlden, aylbem odder httltieni rosen heisst, Also wenn man von einem kargen man spricht, Er ist ein hnnd, Hie heisst hiind den kargen liUtz, rnd ist nu.s dem allten wort eiii ut w wort worden nach der lere Horaty Vnd mos nicht hie Ist eine dante- ley sein denn der Icarge bedeutet nieht einenHand. Also redet man nu ynn allen sprachen, vnd Ver- ne wct dii" worter, jiIs, wriiii wir üugen Marin i^t eine murgeurodte ( 'hl i^tll.s ist eine frucht des leibes, der teflffel ist ein Gott werden. Denn l^hrlstns bedeutet nicht eine blitmr, sondern er ist eine bliune, Doch ein ander blnme denn die natttrUche, Denn so spricht der Poet Horatitts, Dixeris ^re^e» notum si callida verbnm , reddiderit iun- etura nonnm, das ist, (Jar Ii in ists giTodt, wenn du ein gemeyu wurt kan^t wul vernewen. Darauä uum hat| das einerley wort, swey odder vieleriey wort wird, wenn es v1>er SMoe gemeyne deutnnge andere uewe deutunge kriegt, Als blume, ist ein ander wort, wenn es Christum hpist, vnd ein anders wenn es die natürliche rosen vnd der gleichen heiat, Item ein anders, wenn es eine gttlden, qrlbem odder haitaem tosen heist. Also wenn mau von einem kai*gen man spricht. Er ist ein hund. Hie heist hund den kargen filtz, vnd ist aus dem alten wort ein lu w wort worden, nach der lere Horatij, Vnd mas nicht hie (Ist) ehie dente- ley sein, denn der karge bedentet nicht einen hnnd. Also redet man nn ynn allen sprachen, vnd ver- hi'WiA die wOrter, als, wenn wir sa^en, Maria ist eine morgenrüdte, Cinistus ist eine frudit des leibe», der tenffel ist ein Gott werden. Dmn riiristna bedeutet nicht eine blume, sondern et i^l eine blume, Doch eine ander blume denn die natürliche. Denn so spricht der poet Horatina , Dixeris egregie, notmn si callida verbum , reddiderit iuu- ctura nouum, das ist, Gar fein his trm dpt. wnin du ein gemein win t k^uA wol vernewen. Daruujs man hat, das einerley wort, swey odder vieleriey wort wird wenn es vber seine gemeine dentnnge andere newe deutunge kriegt, Als blume, ist ein ander wort, wenn es Christum heist, vnd ein anders, wenn es die natfirliche rosen vnd der gleichen beist. Item ein anders wenn es eine gttlden, silbem odder hfiltsem rosen heist Also wenn man von einem kargen man spricht, Er ist ein hund. Hie heist hund den kargen filtz, vnd ist aus dem alten wort ei« new wort worden, nach der lere Horatij, Vnd mus nicht hie (Ist) eine dente- ley sein, denn der kaige bedentet nicht einen band. Also redet man nn jnn allen sprachen, vnd ver- newet die Wörter, als weil wir sagen, Maria ist i-ine ftiorgenrudt, Christus ist eine frucht des leibs, Der Teiniel ist ein Gott Digitized by Goor«»ph(!ten vnter viel v(jlcker. Ich aber sprach Ah HErr, HERR, toh taflg nicht m predigen, denn ich bin cu inng der HERB «ptncli aber so mir Sage ntclit Ich bin zn inng sondern du solt gfhfn wo hin ich dich scndo vnd predigen, wa» ich dicli heisse furcht dich nicht Air yhnen, denn teh bin bey dir vnd wii dich erretten, spricht der HERR vnd der HB8R recket seine band aus vnd rürtit infni- nen miind, vnd sprach ZM mir, 8ihe, ic!i lofjo iiicinc wort ynn deincii oiiind Sihe ich netze dich iiente dieses tages vber vGlckof vnd konig- r^che, das dn ans roissen anbrechen verstoren vnd verderben sott vnd bawen vnd pflantien. Vnd 08 gescliaeh des IIKKRN wort zu mir vwd «prach, Jereniisi, was aihestu? Icli sprach, Ich ja res Zedekin des sons Josia desKrmiges.TiHl.i Iiis anfFs gefengnis Jerusalem, im fnnfftcn moiidon. Vnd des lIEKli>i wort goschacb au mir, vnd sprach, lefa kandte dich ehe dm ich didi jnn mntlar leibe ttcreitet, vnd enpeleto dich, ehe denn dn von drr mntter »f»borpn ■wurdest , zrwn Propheten vnter viel vöicker. Ich aber sprach, Ah UErr HERR, lob taug nicht wa predigen , dem ich bin in Jnng, Der ESXR aptach aber an mir, Sage nicht, Ich bin sn jnng, aondem du solt gehen , wo hin ich dicli sende, vnd predigen, w.ih ich dich heibjie, Furcht dicli nicht für jnen, Denn ich bin bey dir vnd wil dich erretten, aprwht der HERB. Vnd der HESR reoket seine band aas, vndrtret mei' nen rannd, vnd sprach zn mir, Sihe, ich lege mnine wort jnn deinen muud, Sihe, ich set/x' dich houte dieses tages vber vMcker vnd KOnig- reiche, daadn ans rteen, anbrechen, versUlren, vnd verderben sdt, vndbawen vnd pdantaen. Vnd es gesciiauh dus HERRN wort zu mir vud spracli, Jcrcmia, was sihcstu? Ich sprach, Ich jars Zedekia, des soub J(i>i:i des königs Juda, bis Äufl's Gefenpnif! Jerusalesa, im fünrtten nKniden. Vnd des iii'.KHN wort gesohaeh au mii', vnd sprach ich kandte dich ehe denn idi dich in Hntterleibe bemitet, vnd sonderte dich ans, elie denn du von der Mutter ^••♦'börn wurdest, und stellet dich zum prophctcJi vnter die völcker. Ich aber sprach, Ah HBrr HBRB, Ich tang nicht sn predigen, Denn ich bin an jnsig. Dnr HERR* aprach aber m mir, Sage niclit, ich bin zu jung, sondern du solt }?rhen , wo hin ich dieh st nde, vnd predigren, was ich dich hcissj-, Filrcht dich nicht iui juen, Denn ich bin l>ey dir, vnd wil didi erretten, spricht der BSRR. Vnd der HBRR recket aebe liand ans. vnd rfiret mei- nen Mund, vnd sprach an mir, Sihe, Ich lege meine wort in deinen inund. Sihe, Ich setac dich bßuU- diobcs tagcs vber vMcker vnd Ktaig" reishe, Dna dn ausraisseat sttbre^^, versttfren, vnd verderben solt, vndbawen vnd pflMisen, Vnd es gesehach des HERRN wort zu mir, vnd sprach, Jercniin, w;i« tfihestuV Ich sprach, ich Digrtized by Google •dl», einen wiidkera atab Vnd der HERR sprieh XQ ndr da hsLsi rocht gesehen denn ich wil wacker t*f^iu vhcr mein wort iU» icJis Umu. ■ Vnd <«8 geschacli des lIElUiN wort zum an- dern mal iB mir vnd epnsk, was nheitn? Ich Bpnoh Ich sehe «■ beie Bwdeud topffen von mitt(3macbt her, vnd der HEHR nprach zu mir Von mittt'rnaclit wird (I-h vn^lüi-k komcii vber a\k* dk ym lande woiiisu, dcnnSihc, ich wU rUffen all« hnten ynn den ko* ugraebeD g^;en mitter- udrt» qnieht der HERR ^sic koinon sollen vnd jrhre stuelc setzen für den thoren zn Jerusalem vnd riugs vmb ilii! maureu her, \iid fiir alle stedte Jada Viid ich wil doB nett hueen vber sie idieii mli alle ylirer boa- Mt «Uten, das sie adeli miara vnd reneheni «ndern ^^ottem vnd beten u yhrer hende werck So bopurto nu deine lenih'ii vnd mache dicli aijff vnd predige yJui ulltn waä Ich dich heisse ftudite dich nicht für Xlmen als aolt ich dieh aiMelirecken, denn ieb wU dich beute snr feston fltod, anr eifsera aenle vnd aor ebenen mauren machen jm gantaen lande VORWORT. sehe, einen waokem itab, Vnd der HERR sprach an ndr, Da hast recht gesehen^ Denn ich wil wacker sein vber mein wert, dsH iclis thue. Vnd es j^escliHeli de« liEKKN Wort 2uui an- detn mal au mir, vnd spraoh, Waa aihestu? Ich sprach, Ich sehe eui heia siedend töpflfon von mitternacht hör, Vnd der HEHR sprach zu mir, Von mittemaelit wird das^ vn^rlflck komen vb«r alle die im lande wonen, Düua üihu, icli wil rUffcu alle Forsten jnn d«i Kd- lugreiehett gegen mittor» nacht, spricht der HERR, dsa sie komen sollen^ vnd jre stttle setzen fttr den tlioron zu Jerusalem, vnd rings vmb die man reu her, vnd für alle stedte Juda. Vnd ich wil da^:; recht lassen vber öie gehen, vmb alle Jrer boa^ heit willen, das sie mich verlassen, vnd rendiem andeitt Göttern, vnd beton an jrer heiide werck. So begUrte nu deine lejiden, vnd luaclie dich au IV, vnd predige» jn, alles wan ich dich heisse, Furchte dicli nicht für jucn, als seit ich dich abschrecken. Denn ieb wil dich hento aar festen sted^ aar eisern seale, vnd snr ehernen mauren nuMshen im gänteen lande, XV sehe einen waokera stob. Vnd der HERR sprach an nur, Da hast recht gesehen, Denn ieli wil wacker sein vber mein wort , das ichs thue. Vud m Aeschach dos HERRN wurt «um an- dern mal an mir, vnd sprach. Was sibestn? Ich sprach, Ich sehe ein heia siedend TöpITen Mm Mitternacht her. Vnd der HEUK sprach zu mir, Voll Mitternacht wird das • Viiglück aubbrelieu vber alle die im lande woncn. Denn sihe, Ich wil ruffcn alle Fürsten in den Kd- nigreichen gegen Bfittor- nacht, apriobt der HERR, Das ttc kernen sollen, vnd jre Stttele setaen (tu den Tlioren zu Jerusalem, vnd rings vmb die mauren her, ^riid für alle »tedto Juda. Vnd ich wil das Hecht Ui^m vber sie gehen, vmb alle jre bes- beit willen, Das sie mich verlassen, vnd renchem andern Gdttem, vnd beten an jrer hende werck. 80 begtlrte nu deine Lenden, vnd mache dieli aufF, vnd predige jnen, alles was ieb dich hciböc. Fürchte dich nicht für jnen, als seit ich dich abschrecken, Denn ich wil dich bento snr festen stad, anr eisern seule, vnd zur ehernen Mauren maohen im gantaen lande, « bigiiized by Google XVI Volt W( UVF. Widder die konige JodA, Widder yhre fursten, Widder 3'lire priestor, Widder dHS volckymlAnde, da:*, wenn sie gleieh Widder dich str^-itcii, den noch nicht äolleii wider dich wegen, denn ich bin bey dir, spricht der HBRR du ich dich er- rette. Vnd des HERBN wort geschacli zu mir vnd Hpracli Gehe hin vnd predige oflfentliclt zti Je rusalt'm vnd sprich, bo spricht der HLKK leb ge- dencke der wolthat so dir ynndeineriugent gcsehmh vnd der liebe die ich dir orsrigt, da dn tohon wä- rest, da du mir folgetest ynn der wüsten ym lande da niMii nieltts soot , da Israel dcH IIEKHN fiircii wHid vnd seine crsie frucht, wer sie fressen wolt mflste herhatten vnd vnglttck vber yhn komen spricht der HERB. Widder die Könige Juda, Widder jrc fUrsten, Widder Jre l^riester, widderdas volck im l;inde, das, wenn »ic gleich Widder dich streiten, den- noch nicht sollen widder dich siegen, Denn ich bin bey dir, spridit der HERR, das ich dieh er- rette. Vnd des HERRN wort geschieh zu mir, vnd sprucli, (iclie liiii vnd predige otlentlicli zu Je- rusalem vnd »ipricli , So spricht derllERR, Ich gc- dcncke der wolthat, so dir jnn deiner jugent gescbaeb, vnd der liebe, die ich dir eracflgti da du schfio wa- rest, da du mir folgotcst jnn der wüsten, im lande, da man nichts aeet, da brael des HERRN eigen ward , vnd seine erete frucht| wer sie fressen wott| mOflte herhalten, vnd vnglflck vber jn komen spricht der wider die KAnige Jnda, wider jre Fürsten, wider jre Priester, wider das Volk im lande. Das, wenn aic gleich wider dich streiten, den- noch niclit sollen wider dieh siegen, Denn ich bin bey dir, spricht der H£RR, das ich dieh er- rette. Vnd des HERRN wort geschach zu mir, vnd «prach , (Jclie liiu vnd predifre öffentlich zu .le- l usalem , vnd spi ich, So spriclit der lihKU, ich gedeucke da dti ein frenndliche junge Dir- ne, vnd ein liebe brant wärest, da dn mir folgetest, in der wüsten, im Lande, da man nichts soet. Da Israel des HERRN eigen war, vnd seine erste Frucht, wer sie lie»«en wolt, moste schult haben, vnd vnglflck vber jn komen, spricht der HERR. Diese btiden probm so wie die in der note mUgetheiUeii stellen ans briefen L.'s werden, wie ich glanbe , genihjcnd ühcrzengt haben y dasz, wenigstens in den manuscrißlen L.'s, dns fahlen der nmldfife ö tmd tJ regel ist, die nntfnufs- hezeichymng dnffcgen die rnisnahme hiidt'f. lüiflrcrsriis aber wird es auch nirhl taihciiifrkt f/chHeben sein, dasz hin imd nieder, n'ie z. h. i)i ml [nun), zu, rhün» iruhm), blüme, rüfien, toüffel, deutünge, bedeutet, denen ich mis an- dern eigenhändigen sehri/tsiü^en t.*s noch thfl, frflm (— fl^omm), bapstüm, nflr (nur), wQnn (wurm), ausrflfliBn, rüge {ruhe), vnrüge, iügent, die iüngen knaben, gflt gut), bIQten (bhOen), armfltt, demfltt, leflten bei/Üge, ein stnui myewöhfMcher umImU erseheint, da Jedoch L das Zeichen 11 nicht selten auch da penvendel, wo an einen twtlaui gar nicht gedacht werden kann, wie z. B. in novum, Universität, frevel, nnntium, welche bei L. noüüro, vniücraitet, freüel, nüntiam geschrieben vorkommen, so mag es auch bei den vorhin angC' Digitized by Google VORWORT. XVll führten Wörtern oft zweifelhaft sein, ob L, mit fl den umiaut hol bezeichnen woUen oder rächt, Mcht minder bedeutend nis hei den vocalen sind die schn^ankungcnf welchen man bei den consonanlen begegnet, zu deren dnrstelhing ich nunmehr übergehe, vor nlfcm i^t in den früheren schripen eine bevorzugung rfer fCNuis hmcrlJxir , an deren sitile später die mcdid tritt, (un eiifsr/i irdensten >/i patl| pataen, pintsen, puech, pttschel; auch schreibt L. Aogspnrg, Ifuparg (neben Uuekpntg), Bf^enspturg, Salxpnrg, Strwpnrg, und zwar nicht btosz anfangs, sondenif wie das in einem brief r. 15iß vorkom- mende Regcuspurg beweist^ auch später noch, umgcJ.e/irt steht b ftir heußges p in baiiit r, b.uikc , breiig berlc, bilger, blapporn, buchen, bosaune (basauno), brangi'ii, brausen, neben welchen jedoch auch die form mit p erscheint; nur in Lenbt [rapHl) imd seifirn zahlreichen zusummensetznngen hat L., wie mhd.y stets b statt des Jetzt geltenden p , wie er auch ditrchfjängig bapst schrieb. p ßr f begegnet in wappen (wupcn) pir wiiO\'ii nur noch anfangs, wapucu mSMn dagegen hat noch die bibet v, i54ö, pf für einfaches f bietet das noch in deri52$ erschienenen msgdbe des ersten theils des a. fest, wiederholt vor- Umwende pflasclke, welche Variante zu fluche s, 67S* nachzutragen ist, vereinzelt kommt noch vor entpfremden ßr entfremden, entpflielien /5r wtfliehen, harpffe för hirfe, scharpff fl'/r ?j( hai f, scherpffe für scborfe schärfe» Oeber den verhall des b zu f (v) vgl. F2) s. 62 P. md. w für b kommt vor in wase, neben welchem baso mir selten erscheint. Für den Wechsel zwischen media und tenuis der äcnialrn ii'i'i, nie ich glaube, genügende beispiele unter D s. S^O. 3^1 hei gebracht ; liier nur noch die hemerkmig , dasz L. zwar noch nfi einfaches t hat , wo heute th in gebrauch ist, nie z. h. in tal, teil und den davon stammenden Wörtern, schwankend auch in taw {ros)j tawen, auftawcn und der endung tum {vgt»htpsÜam, bisthum, eigcnthtiDi; fBisteDthntiii, heiligthum, reichtimm u. s. w.), ^Snfiger jedoch schon tii verwendet, z, b. in that, thewr (thewrung)) thier, tbon orgiUa, (bor porta und thor stultus (doch torbeiti Mricht), tbnjn, thOre, tharm, eher auch in tbam agger, thiim dorn (thiimberr^ thumkirche, tbumpfaff, tbum- probst) und thum stupidus (thiimkUn, UmmkQhnbcit) , in welchen wertem heute nur d gilt, noch verdient erwähnt zu werden, dasz Luther seinen namen bis ^'oii j. 1317 Liidpr schrieb. Mit k (gk, ck) ßr g kommt vor kmckeln, kegcii (uixk, .schwaiick, »priiuek, hitzick, barm- bcRieklich, emtnohlieklicb) kerklicb (kärglich), wilUcklich u. s, w. schwanken findet auch statt in der Schreibung der substantiva auf keit; während L osKfmgs. 2. b, bttmhenickeit, eiDickeii, gerechtickelt, geaehwindickeit, beilickeit, leichtfer- tiekeit, aeUckeit, TOtertheniekeit , ferlickeit, Arenndliokeit, herrlickeit, aebwaeh« XVUf VORWORT. lickoit, zim!irk(Mt rtc. srhrrihf , bieten die späleren schriflen baruiherzi^rkcit, <'iiiif,'kcit, <:f r( r litigk( it clc, aber auch ferli{?keit, freundligkeit , herrlif^- kcit etc. p; /'enso hat flielien das pmet. HucL, heute floh, andere heispielc des cli statt des heutigen h sind »chuch (schucli- riracn), rauch, gcachach, geschieht (geschieht), getichmecht , anfangs auch noch »ich für tsieh, viuch für \\ah, höcher ffkr höher, für ach dagegen begegnet in den späteren Schriften h&ußg «h* In den mit heit empmierten mbst, ver- schmilzt mhd. das h der endung mit dem voraufgehenden eh (Mfa); ebenso bei Ihf me z, b. in fredieit, gleiehei^ schwaeheit, faleeheity keuacheit tu s. w, h fehlt in den späteren wie früheren Schriften in bitten {nebeti blühen), glüen» frftey ktte (vaccae), welchen Wörtern mhd. j zustand, das fehlen der spiratis h in der pnrtihel er ßir her {z. h. in orab, orauf, crnach, orzu) ist ehenfnlls eine der sprach'' f . 's überhaupt eignende cigenthimlichkeit. Schliesziich noch ein paar bemerkungen in betreff der liquiden, den Wechsel zwischen m und n belegen bcsem und besen, bo»om und boscu, fadem und laden, tburn und thurm. gewöhnlich gebraucht L. schon pfenuig, wie könig und honig, doch hat er einige med auch noch ohne syncope des n pfenniug. für hier bietet er, einige Zusammensetzungen ausgenommen, stets apocopiertes hie. für weit kommt m den frühesten schriflen {z. b. in den sieben buszpsahnen) bisweilen noch werft (aM. weralt) vor. Die Verschiedenheiten, p^elche eine vergteichung der aus dem anfange der schriftstellerischen thätigla il L.'s stantmenden werke mit dcfi späteren schripen in bezug atif die flexi un ergibt, sind im ganzen mn nur geringer bedeu- tung ; als das hftnptsHchUchste beispiel , worauf auch Opitz a. a. O. s. 2,5 besonders aufmcrksiun macht, wird das b(s zum j. 1524 fast regchnaszige fehlen der vorpartikel ge bei dem part. cuizusehen sein. Desto erheblicher sind die fälle, in denen t's flexion von den heutiges tages geltenden regeln abweicht, ich beschränke mich hier auf eine Zusammenstellung nur der wesentlichsten dieser abweichungen. Was zunächst die declination der subst. betriff so ist vor allem bemerkenswerth, dasz bei L. zwar schon mehrere Wörter schwache form statt der allen starken angenommen hohen, wie z. b, hold {doch hegegnet noch der pl. beide), hirto, schatte [n], andere dagegen, die heute gleichfalls zur schwachen dcelinalion i'daTgetreten sind, w// noch sUu'k declinieren. so deciinierl er z, b. fast uustuihmlos; Digitized by Google VORWORT. fum» der frit^du gen. de» fri('d68 (frieds) dal. dorn friede acc. den triedo. ri/enso herfegnel von rabp(n) noch der ycn. rabens. schwanken zmiachen sfarAer und schn ucher /hrm findet sUill bei Tel«, wovon der yen. sing, bald feUes bald i'eUen Uiuiel. Auf der andern seile sind ehemals schmiche nomtna heule I heil- weise oder ganz in die starke decHnalUm omgenncheny »ährend £, auch hier- bei noch oft an der tmprüingUehen decänation festhält, wie z, 6. bei nond, weichet er regetimzig decUniert: nm. der mond gen* des monden dnf. dem monden (icr. rn(ii neben doruen, vugel neben vuf^il, liürtcn neben hurten, aber auch eiupte neben ampto denn« neb^ ditino, anfangs auch noch banme (allerley ,bawni. 1 Mos. 2^ V m dem iö23 erschienenen ersten theil des a, test.) neben beume. Einzelne maseulina he^en zwar bei L, schon die dem neutrvm zugehörige pluralendung er nebst dem damit verbundenen umlaut angenommen, z, >. mann menner, gott gOtter, geist gmster, bfisewicht bösewichter, doch gelten daneben auch noch die pl. man {d. i. manne), gotte (gölte), geiste, böaewichte, wie er auch noch weide, (onDflnde, wttrme, ieibe hat, ebenso bietet Z» neben den heute aliein geltenden Digitized by Google 4 XX VORWORT. neutralen />/. bilder, dörfcr, ni^st r, frldcr, iiätipter, lander, Hfdor, sclnverter, -thümer, weiber etc. in der reget noch bilde, dorfe, fas-^c, iVldc, lit Hjit*', laude, liede, sclnv tili.,, -thUnie, weihe etc. nicht selten finden sich noch die jetzt imye- bräuchUchen pL eugcle, büfjüle, brüdere, jUiigere, töclitere tieben engel, liül^^l; brüder, jünger, töeUter, doch erscheint hdufiy auch apocope des e da, wo die heutige Schriftsprache in gewöhnlicher prosa dieselbe nicht geslatM, wie z, h. arm ßr arme, iss ßr ässe» bret ßr breto (welcher pL 2. Mm, 26, 20, 22, 23, 27 u, öfl&r neben bretter varkonmtt/f brot för brote, ding fär dmge^ fau ßr fasse ^ frUeeb ßr frOache, frttcht ßr frflcbte n. s. f. Ueherhaupt ist bei l, ein nicht geringes schmmken in bezug mf die bei der deciinatim (»ie conjuyution) in anwendung kommende apocope und ^t/ncope zu bemerken, nobei er sich, rrie Ml'nickeberg trohl mit recht bemerkt, einzig und ullcin durch sein ge/uhi (eilen liesz. diesz tjilt namentlich nm dem tj im gen. und dat. sing, der starken declination , welches L. bald setzt bald auch neyläszt. so steht, um auch hierfür ein paar beispiele anzu/uhren, 1 Mos. 2, 17: welches tAges da da von isBeat, tmd eup. S, 5: welcbs tugu jr da tod esset; 2, 17: des todes sterben, dagegen H, 4i des tods sterben; /er. 36, 12 um kOniges liaus, 4»y>. 38, 7: ins kOnigs hause; cap, i, 3 in der bibel v, 1545: des eillRen ja», in der ersten ausgäbe der propheien wie in L*s mamiscripl aber: des eilffteii jares; — 1 .Mos. ^, 5: am ersten tag, v. i'i: am ersten tage; Jes. 23, t5i wir haben mit dem tod einen biind, v. 18: ewer bund mit dem tode; / Thess, I, 2: wir diuicken gott, cap. 2, 13: darumb aueli wir on vnterlati gotte dauckeu. bei den auf Zischlaut (s, sch, z) ausgehenden n örlern ist die sijncope des e im gen. sing, eigentlich unstatthaft , doch L. läszt sie öfter zu; er hat z. b. des tiächs. 4 .Mos. 3, 31; eiu stück llcistlia. l chruu. 17, 3; deti eitZö. 2 Mos, 3H, 29; des gesetss. €al, 3,2, die nwira auf -uis entbehren sogar im gen. sing, der flexicn ganz, es keiszt: fels des ergemis. Jes, 8, 14; im ▼orhofe des gefengnis. Jer, 32, 2; tafeln des aeognis. 2 Mos. 31, 18; ebenso begegnet baw des hana. 2 ckron, 24, 27; vmb hass vnd badders willen. Phil, i, lö; doch vol hassea. HOm. 1, 20, wo die erste» ousgg. des n, lest, voll h:isz (hass) hatten, noch mag bemerkt »rrden, dasz der van Grimm gratnm. P, (JfJ9 mishilligfe gen. ^oh ßr gotcs bei L. häufig erscheint, dasselbe ichirankoi zwischen den volleren und syucopta tcn Utpocopierten) flexions formen herrscht nun auch hei der declination der adjecliva. und anderer declinierbarer Wörter, hier nur weniyc beispiele: mein armsz vntertheniga gopect. oriyimdbr. V, J, 1619; mein armes gebet. Jud. 9, 14; guts muU. 1 kön. 8, 60; gutes mttts. 21, 7; was gutes. 2 cHron, 12, 12; wat> gutä. 19, 3; eyn gautis creutx. originalbr. v. J, 1622, die gen, meine, deine, seins, yfa», ewrs statt mein», deines, seines, yhrea, ewres sind ganz gew&hnlich, ebenso die gen, von ein und kein, z. b. eins mana sibie. i Mos. 42 y 11; « r n un sich kclns dings an. 39, so wie die neutralen nom, iacc,) siny. welch» und solchs. ßlr meinem, deinem, Heiiiem, einem, keinem gebraucht L. häufty und zwar nicht bfnsz im unftuig , dein inhd. entsprechend, die abyekürzten formen nieim, dciui, seim, eim, keim, n ofiir beispiele bei den betreffeHden n örlern gebracht n erden. uiyiiized by Google VORWORT. XXf seHerifT sind dagegen die accusaliv/hrmen inoin, (It in, sein, ein, kein /ür meinen, deincij, »einen, «M*nen, kein»'n. Das der l-declimiiKin zuslelirmle bildungs-e er- leidet oflf wie schun tnhd., apocopc , doch hal L. nicht seilen auch auch die v9Ue form wie z. b. aiigeneUmo, dicke, dünne, dürre, feste u. s. n>., Ja an- * fiags begegnet sogar noch das a^, aanft, wie mhd,, mit dem umlaute wie Mnftmatig mH aanftmfltig noch in der bibel v. 1545 wechselt. Auch im gebrauche der Uarken und schwachen declinaiion der atO'ectiva weicht L, v;*. 27, 1 ; die sprenkiiche vnd bnndte bücke. / Mos. 30, 3ü : die beilige kleider. 2 Mos. 40, 13; die schöne gotlesdienst. ^.v. 27, 4; die du ke voleken. 77, 18. fulyaijnchrere a4i.i so stehen oft schwache mid starke ft^rm Nctoi dnmder, wie z, b* die sieben sehdnen fette ktte. i Mos, 40, 4; die ueben dieke vnd volle ehern. 4t^, 7; die sieben magere vnd hesliehe klle. 40, 20, häufiger noch begegne die starke form nach all {vgl, all 6 s, 52**) und dieser (a'eA dieser II. 3 s. 439^), starke form verleiht Z. auch den einem sahst, ohne artihl vorausgehenden adj., z. b. heutiges tage«, i Mos. 22, ff: die au- brochens hertzen sind. ps. 34, tH; nidriges stummes. Ezeeh. 17, G; treffliches hohes geystos. das iindtT leyl triddiT d. hgnd. prophelm (1525) BiiiJ^; über ziisclilagi-ns vnd demütigen -reists. /cv. .'57. /.;>. drr attrilmdre vocativ hal bei L. im gct/cnsatz zu der heufigeti srhnftspraehe stets die organische ichmtche form, z. b. lieben herrn. ps. 4, 3; lieben söne. 1 Macc. 2, 50; liebeo kindlin. Joh, i3, 33; lieben mener. apost, gesch. 2, 14, allein stehende sehsanken zwischen starker und schwacher decünaiion, z* b» beide genehte vnd vngereehte. Ezeeh, 2i, 3; beiden gerechten vnd vngereehten. 2/, 4; nieht viel weisen nach dem fidsch, nicht viel gewaltige, nicht viel edl« nnd bcruffen. l Cor. 1, 26. oft ist die flexion gänzlich abgelegt, ZMSuU nach dem unbestimmten artikel, z. b. ein from man. i Mos. 0, 9; ein schwecr man. 1 Sam. 4, / ein gros man. 1 chron. 21, 0; ein eben ■ Und, 1 Mos. 11, 2; ein zart gut kalb, f^, 7; doch auch nach dem he- stimmteti artikel , z. b. der ewig gott. originalhr. v. j. 1523; für den blind maulworffen. au/f das vbirchristlich buch {1521 ) Ciif . Bei der compiu alion fiectieren die adj. werUg anders als Jetzt, als besonders bemerkenswerth mag (tngeföhrt werden, dasz im superlaHv das e vor dem st sich oft findet, z. b, ftiaeat, kleinest, ergeat, höhest, nehest (der neheste nächste) u. s, w. Bedeutender noch als €Ue decHnaüon steht L*s confagalion von der Jetzt üblichen ab, doch werde ich ndch bei der darsteUung dieser abwdchungen noch fnekr als bisher nur auf das allerwesentlichste beschränken mlisseti, utn nicht zu lästiger n iederholung des bereits im wtb. selbst bemerkten geid/thigt zu sein. In hetreffdcr apocope und atßicopc begegnet bei der conjvgndrm dasselbe schwanken »TU' lifi tkr ilccfrnalion. im alhjrnit'incti gilt bei L. die nhd. reget, das "»s/autende * der enten persm praes. ituiic. überall zu setzen (Jbeispiele bietet die bibel ._^ kj i^ -o i.y Google XXII VÖBWORT. Hilf fitlen bfättern), doch fehlt es auch nicht an heiajnflru pir das abgeworfene c dei' endung, z. b. icli dauck fnnf/ viitcrthenigliclu origmaihr. r. j. /.'5.7.> ; ich bitt vntcrthonip:lioh. rhr/id.: soh Iis .st laeib ich. orighiafhr. v. j. J/i4(Jy ich kemi on rec^tev iiiDirfc^ci^b | önb mftanb, luaö b€T I alt nett) menfci^c Wa9 Sbame | r>n \» ^/rvf.s- bnchfcw, welches die cap. 7 — 2t und 23 — 2^) der später unier dem tUel: cyii di iitscli theolo^'ia etc. herausge- gebenen sciu iß endtidt, ist das erste deutsche product, welches L. hcrausfjnh, und gehört deswegen zu den vorzügUehen Seltenheiten, es /ludet steh in dir k. bibi. zu Berlin, mhin es aus der an Seltenheiten reichen Meusebach'schen tibi, gekommen ist 1517. 2". Tni ©ttlien pu^jijfalnt mit | beiUjd^er auöjleflunfl nac^ | bem fc^tifftUc^eit ' f^itne I tyi (S^tifti »nto gotttd gnobeit, ne^n | fe^n« fetben. loate erünttitif). | gnmtlk^ flctk^ am ende: d^udt t^u Stttenbctg! I^n bet d^^fitftttftlk^it ftab i btirt^ 3oannem ^nmcn&ery^f ^oäf (S^rift | flcturt !3:auf«nb ^in|f^unM «nb im fibentjen jar. | Sluguftinern. //; f>f. isig. 91— hf/. A 4 hl., hg. Ii—H je H hl.), das letzte blatt ist leer, die auf der rücksettc des titelhlattes siehende kurze vorrede ist unter- zetchtiei: f, Martinas Luder Augustiner \ izu 14^'ittmberg. \ 1Ö17, *\ Indem ich mich /irischfrAt' , die i-on mir lu niit-iten origi'ifildriickr T.uthoi scher Mfkriflen tutamvtfmui teilen ^ fühle ich mich verpflichtet , vor allem der tiberatitäl, mit iptlektr mir von dm jwteht«den$t»n hibtioih^ktn oß die sattmutm nnd tif«rtkvotl»ten äekMt*e i-ur benutzung überlasten wurden, rühmend und dankbar zu gedenken. **) Da* formal dieser cimeldrucke itt itt dtt rpffvt quart, W9»hal6 doMttbt nur dann c7ig9g«h€H üif wenn et davon abweicht Dan, WMvteck. D Digitized by Google XX¥I OÜELLENV£lkZEicilins. in tirr /. . hihi, rw StiKigtuu. eine andere, nur im lUci ela^m abweichende originiUausf/of>f hrsiizf dir k. Mhl. zu Rerlin. 2''. t:io hieben i-niijpialm mit i tnitiAcr 011^5(031'^ bcm jd^riÜÜidKii j l^nne tju ß^riftt tn aotti« gnabcn, neben | jei^nö ielbiii. n>ave (tlentnifj. fltüo* lid) I gerichtet. | 1517. bogemoM unä signaiwr der bogm me nr, 2*. 1518. 3. '(5l^nn vScrmon öon bem %h\o\\ \ »nnb j\nabc, birn^ bin ujttbtflen bcc^ tor« I ^JOZvirtimi Vut^t Slufluftincr | tju Sitten6cr<^f . om en4c : (^cbrudt tju ©It- tenberg burc^ Scanne | (^runcnberäf. Jiac^ ^^ni'i flcbuvt jlau» | [cnt funnff ^un* bert bnb vnt ac^tje^^enben } ^ar. 4 hl, letzte eelte leer, in der herz, tibi, zu GaihtL dieser serman scheint nach einer stelle in einem Briefe L*s an Spalatin, den de Ivette i, 70 in den november i5i7 setzt, damals schon erschienen gewesen zu sein, dasz d&'selbe b&'cHs im j. iSil ausgegangen sei, bczeuyt L. selbst in der praefatio 2U dem i. theii seiner Int. schripen. dasselbe gilt nach einer hanerkung in der .Ich. nusg. der deutschen schritten L.'s 1 {1555), 588^ nnch von der scfni/'l: ,,em frrihrii 7!rs srmMns bnpst/ichcn iihlds: nid gnad belangefid^'. da mir von tlit^Li schrifl nur nachdrücke zu yebutt >h'iidvn, so benutzte ich lieber fidijcndc sfiükre, beide scbri/'lot vcrt'i)iigende (lu.'^t/n/if: 4. (ii^n Scrmen cen bem 'ilblaö j on gnab. burd^ bcii iiHic^^e j I^'Octote SKattinn ^ut^er ( ^luguftincr c^i \ tcnbergt. | (^tfti ^tt}i^\)t M ®entt9tt§ | Set»ftlt(^n «Q>Ia6 gnab Be> | taitfl^tib 2)oct WlaxM Sut^ ] lotbber tie tou Icgufts. fio )utr Idfmaäf fein, »nb bcffcU | beit ^txm cttiö^ am ende: bnuft c}u SMmnbetot. | na(^ iSfyt\\t fl^itrt a;attfeitb gunff^iutbeit | »nb Svtnt« ttgften tat. .y hf;. (sif/. ?(-(5K M:tes bhtt leer. her:, bibl. zu Gotha. 5. (5^n beutfc^ X^eoloAta. baö ift | cii;n eble^ iBut^Ie^n, ccn rcd^tcm tcr* ftanb, loaö | 3lbam oub ß^iiftiiö ici), m\\> unc ?lbam t^n | i>nd ficvbni, rnb (5^ri« ftud cifteen faU. {darunter ein yroszer Uoizsckniii : Cbrislus mil der sii gisfa/ine ron engein und mtlken umgeben), am ende: ^ctrucft ilUttcnbuvg burc^ 3can= nem | (^rüncbctg. 92a(l^ (S^rtft ge^ntt Säufcnt | funff^unbert, onb t^m Stc^qe^n« ben 3(it. (hierunier noch ein holzschnitt, »eleher einen grünenden berg darstelli), iO bg. {sig. % — $t}, letzte seile leer, au f der rUckseite des tiielblattes und AiJ* steht L.'s vorrede; den übrigen theil des bogens A ßllt das register, 0. 3(uöjlc0üg bcnt[(^ bfö f 53attcr bnnfcr für bie | {5i;nfcltiflcn l'ei^en , Dcc- tcriö I 'a)hrtini Vutf^er , | lui t\\{ SittemNvg. | 3iic^t für bk fl^lmen. (m ende steht: £cU beo ^cncv et i^lovi^u der titef diisrr H bogen {.sig. — 3, letzte seife leer) slark^u schn/i steht in einer etufui^ung mit der um das Areuz gvnundcnen schlänge, oben das zwischen znei ihürmen ruhende sächsische wappcn. in der kurzen vorrede, bigiiized by Google QUELLENVfiRZRICHNIS. XXVU Kelche auf der rückscUc tlci; titelhlattes steht, henm kl L., äasz diesz pater noster vorhin durch seine guten freunde ausgegangen sei. gemeini ist damii fügende, von einem seiner schaler, Johann Sneiäer, vermsiaUete ausgäbe: »nnb I $oc^eIarten f/em iRasttii*8iii^, ber (eUigi ft^ri^fft I !X)octorn, etiifibtcv rcfonnttrt (sich Stufluftiner x^rbc«, in fac^ | fjoi )6icatüt9, ju ^Bittcbcrgf. 3ni a)i. 3). enb ^mj, jar | flc^Jtebiflct^, in bcr faftcn, t?nnb fct^ncr jc^ulcr eignen, tyi j fawmfn ^cfa^t. am ende: (^cbrucft t',u i^d^l?'^ Xaufcntf; funff ^unbctt uni> ad^tl^fhniDcn 3at. ^ 0 bl., ncvon dn-s li lTic rinoi ijroszen hoh.evt m\> ncünb | ten pfatmcn. £)t|it bo | nttnitö boDiino meo, | ^Doctov affattiiti bt | t^er Stuguftincr j IBUks^g, ya ^cnr (ic»n]^ I ntttS ®tier | Sofungcr 1 Wxa \ krg. am ende: 40^tib im ad^t^fycnbcn iar. 1519. ^\ l^cftrr a>?artiuue l*iitf;cr ^u- | .ytftinerö ^l^ntcrrtdit ouff ctlidi | "ärtidcU öie Uli ocii jeöncii ab' j ^\unncvn aufjgcicgt onb 511 flc= | mcjiou "lauerten. | 15i9. ^ hl., letzte seile leer, die schrifi beginnt auf der rücAseUe des liüU- UtUles. diese cmsgabe, n eJcke sich auf der k. bibl. zu iierlin findet, scl^inl mir efR dmcit Gronenbergs zu sein, wogegen folgende amgabe jeden faUs ctte le^siger drvek ist: n «ö 1 fdpiini abflmiient ouff ge« | legt Mb t^v gfnineit | Skcben. | 1519. die schrifi erschien ende februar. vgl. de ff ette br. 1, 235. 9*. 6i?n (Sermon öon ban ölic^n | ftvinbt t>or«nbcrt »nb corrigirct. | burc^ i^. Dtartimi Stvd^n ?lu* | guftiner 5BtttcnbuT>";f. darunter noch eine kurze rorf'h- i.'s, norin er sagt ,,es ist ci/n sennon voiit elichen slnndl ausztfegtirigen eiLirr iiu'ijnein nntnni , das mifr viel lieber nit geschehen v ere^*. der sernuHt idbst beginnt mif der rückseite des litels. am ende findrt sich auch folgende ngobe: ^bvudt 4Bittenburgf 3iad^ ^\)xi\t gcburt | laufcnt funff ^unbert t)nb V I StoH^ifetibcit tor. xxnu QU£LL£MV£KZ£1CHN1S. 4 bl. diete, in der lanäesbihl. zu Cfassel sich findende Wiitenberger tjriginal- mugabe, tveiche ich ßr einen druck Grünenbergt halte, sümnU nicht ganz mit der von Panzer zus, 155 932. s, verzeichneten. ^ ohne L.*s vonvissen veranetaltete autgabe dieses sermons ßhrt den tiiel: gilt Sermon bon bcm cfic^cn [tanbt j J)ocloriö SRatttm 8tttter 9tu* j fluftiner )tt iDittenbuTgt ge« | ^vct^igt ün taufciU fünf | ^unbert bQ neun^ | ^nbcn 3v-it. {(inrnnter <^/irfLsr^< //r nuppnx). am ende: i^f^ftÜlU Sei^f jgt tOtn^ j^Olff« gaiiA I '2tMü tu Der i.^ni?mt)id>on cs/s;/(i/n- r. J. J '>2(J benutzt: 9''. (Jtjn Seimon öon bem (Slid)oii I [tabt i^oreiiDtTt öii corrigiret J burc^ UJkiUiium i Sut^cr ^ugufliiKV \ iLiUiU | krgf. {darunter die kurze vorrede). am ende: (^bnuft ^ SNttenBetfit burc^ 3o^anne (S/tSanm^ \ krgl dkc^ S^rift Saufentfiinff^nbett | vnnb 3n><^"^$idft€n tat. 4 bl., letzte seile leer. 10'. iEl^it ©crmon »on bcm gc^eet | »nb ^>rocc)fion. V" '^^ I njoc^m, ^cbrutft |u IS^ittenfterdt nad^ iSfyn\t gcbiitt | ^unff^eitfätert On im ncunjc^cnben 3ar. 4 bl. der sermon beginnt artf di-r ri/c/,sril<' di-s litelblaUes. in der k. bibl. zu Berlin, n o aich auch noch /hh/ende aus Joan. GrüneH- bergs officin hervorgegangene ausgäbe v. j. io'JO /iudi t: 10''. (iV" ^«-'tMwn ton bcm gcpcct , oil i)rocc]fion. in bev ^rcu^j | lüocfwn. JDoctott« Wtn I Äni ^aUfytx )(ugufti« | ncr }u Sitten:^ \ Bergt am ende: teudt 2tt Sdittenkvflt bitt^ 3oan. tSTünncn« j betgl, naii^ 4S^t getwrt Safcnt («tcl) fnnff I bnb )ff)ettt»tgftm dat. 4 bl. 11*. ß^n töcrmon Don bcm ^cl^ttgcn | ^cc^unrbtgc« «Sactn | mcnt bcr Xauffc.] 2). I («w/* der rückseite des titelblattes ein gnt^zn- hnl:sehni(f). um ende die dntchrwigabe: (^txndt ju SÖittcnbcvc^ tmd) M\mnc (shunciibcrg. Jfad) ii^rift .^cburt. gunff^^cn l^uubcvt, bnb | im -Jicunic^cntcn iar^ i %m Mit^ msif i^ot iUiavtiuL a bg.f letzte seile leer* k. bibl. zu ßaiin. OMSzer Meter von mir benutzten ausgäbe finden sich in der k, bibl. zu Berlin noch folgende späteren drucke: ll^ Si^n ©ctmon bon bem | ^lisitn ftedfnM^n \ ©ocnunit ber tX^attffe.; ?Docto. SDhrtini i*u* \ t^cr Ktignftuut c)U ©itten* j bcrgf. um ende c^\^brudt c|u Wittenberg! burd^ | 3oanncm (S^nnenbetgf, m6i (^nft ge^^it | ^oufent funff ^unbcrt »nb tjttjcnfeigftcrt | lAR. 2 bg.y letzte seile leer, die lili lcin/hssiiiiij zviyl auf Jeder seile einen musicierenden entjef, oben das Icursäebslsche n-ti/ijH'tt mit den zn ei schti erfern in schwarze/n latd weiszem fehle, unten ein n nppenschild mit zwei ihitrmen und dein dazniacheti ruhenden sächsischen wappen. 1 1'. 6vh ®ennon Son | bem ^cvligcn vod^^ i n>irbigcn ott bm f>Di!^iDttbt | gen Sacramcnt, bc^ ^ct^ltgen mun dttfc^naml (^rifti. | l^nb ton bcu S3niberf(^ftcn. | 5). M, 2. 3C. (^/"ru/^r^r monstranz). ^üx öic ^ct^cn. noch f/rnszcre mnns^frfftn fiUU die rücksede des tilelbUittes . am ende: (^Ncbrucft ju iBiltcllbcrgt burc^ 3o^an^ nein | ^runcnberg i)!ac^ (^rift gebutt S^aufeut 1 duuff^unbect oub ^tnnytfß^ m I 3ar. ^V* by. isiy. a — c). in der univ. bibl. zu Gieszen, auch in der lundes- biU zu Casself in deren exempkar jedoch das rotkgedruckie titelblait fehit, befand sich am 29» ww* i5i9 unter der presse, vgl. de Wette kr. 1,3€8. im feifienden Jahre erschien eine zmeite „anderweyt geeorrigirte" ausgäbe äiete termons: 13 . (itfn Scnnon öon bcm |)0<^tDir^ | bigcii ^acramct, bc« ^et^Iigcii n>aren Vtn)ifnam§ (^^rifti. ( iönb tcii bcn ©rubcrfd^afftcii. !D. 3)?. 21. | ^nbcrtpci^t jicccniiVTt. (darunter rine kleine monsfranz). '^ux bie Vc^cn. {auf der riick- Kfth' (Jis fi(r/hfaf/es. fi if hri rir. I.V. rine bfaftf/roszr w<»ns(ranz). 'im riirfr' ^txudt ju ih?itkubcvöt tuxd) 3ol;auiicui (SJrüncn [ iKrgf, 9iac^ ^i)xi\i gcpurt Jaui'cnt funff^unbert | bnb >iiücii^igftett iar. 3 hg. {sig. 9— (S), letzte seile leer, der sermen schHeszt auf hl, €i(f'; Ca^f folgt eine kurze nachschri/l l:*s: es aeyn ettlich die diasen sennon on tUe Mt forworffeu heben etc. kSnigl. hihi, zu Berlin. W. öfin Sermon ton bot I 33iTct)tf((\ yim [ Sterben 1 1'. j % am ende: ^^tudt tL^ittenbcTgt tm^ 3ol^; ^vuiieubeigt j uoc^ ii^^vift gcpurt 1519. 2 hg. {xig. a — bK herzogt, hihi, zn Gotha, der hrief (de If dte i, 383) ^ mit welchem L. diesen sermon Situ/aii)i übryscndet, »st undatiert. l4^ öi^n Sermon »on bcr krcl^tung ( cjum «Sterben ^J)oct. a)iar ) tini 8«^« »ugufti- 1 ncr su IBitteit | betgf. 1 Sittenbergf. | ANMf | M. i>. XJC. um enäei (Sebruift tpt SKtttnbergf biird^ | dpfanitcnt. OMrOnenbeTgt { tta(^ G^iift gc 8 hL in der k. hibl zu Berlin. XXX QUELLENV'ERZCICIINIS. IS*. (Sl^tt ^kmen Mit toct (ettoc^^ | tung bc^ ^*v^iä<'" let^bcn^ | ^^rifti tD. SRofttttt Suti^ I tßtttcnbefQ. (darunter ein ffroezer holzsc/mitt: Christvs ftm kreuzi. 6 hl die_ ichrift begmnf auf der rSekteiie des HielhUülee und eehlieszi bL A 5^ auf dem letzten hlati die angäbe des drurkortes und Jahres: <9c« jt^cn« I bcn jar. seife leer. in der k. hibL zu Berlin^ wo auch folgende spätere ausgäbe! 15''. (ii^n Sermon Don bct iöettac^ | tunfl bc« ^lyltgm ^ct^tcnö (S^rifti I)cctcvt3 ! ^3)iaithti l'itt^^cr ^luiiiftincr | Sittcmbergf. nm ende: C^ebrudt ^ui ^iHttomlHvc\ tuvcti 3ol^n. ij^vuucnbetgl j silaü^ (5^ft g^UYt S^aujent funff^unbfTt ünb e^a iMib jiiHMiyif^ftcn 3at. 4 bl. auf (h'in tllrlhhilt drrsr/hi' hofzsrhmff wie nr, lö*. 16. 2cvmcii wu bcm iliHidKV | T. 3}?. | V. darunter ein yroszer hidrschnitt, ivrlclicr rinen Juden ilin slelll . nud dtniehen die irorfe: bc^aU, ObDcr I flib ^iuü. da- sermon Inujinnt auf der rückseile di s uleihlaUes mit der Überschrift: JHESUS. am ende eine correctur und darunter: (^ctaudi yn SBtttenBcvD nac^ (S^rift gc^utt 1519. 4 bl. Ar. bibl. zu Berlin. es ist dies der sog. kleine sermon von dem mtcher. vgl. nr. 32. 17. (Sin ®etmon ^SfiM^ l» ^Bfllt | i»ffiit ^lot oat tag ^ßctn »Ü )>oi^ I (t t^m. ifiitti^ 3«, burd^ ben tvirbigcn itaier jDoctotem | SRtttttnH Sut^ auguftincr ju SUtciiburgl, mit j entjt^ülbigung c^Iicfccr articfot, fjp t^m Wn = tijltd)cn feiner alviiiiiftic^fn ^Uvicmeffen | fet^ii, in ber ^it bcr $)i6^utacion ju { ^^'i^f^v^t c\c^altcn. (darunter L. 's ersfes- htld in medfullonform mit der um- sehrifl: DtWTOfi. MAHTINTIS. LÜTTER. AUGUSTINER: W]TTEM:\ brucft 5U ßci^^flf burd? iBolffgang ©törfct im iav 1519. 4 bl. letzte seile leer, ich benutzte diesen Leipziger druek^ da mir eine Wittenberger ausgäbe dieses sermons nicht zur, Iiand war, auch dBr/le dies- mal gerade der Leipziger druck das original sein, 1520.* 1 ^\ ^^ordening ^t'octorid ] DiarHni ^ttt^ c&Ofn | Kniismngj welche oben dus särhsi.sche Wappenschild mit den znri u hirerlern trägt, in der FYankenberger kirchenbibliothek. eine andere Originalausgabe dieser schrifl, Vielehe im Januar i520 erschien {unter dem 26. Jan. sendet sie L. an Job. Lange, vgl, de Wette br. i, 39$), findet sich in der k. bibl zu Berlin: 18^ tSoicIeruns !£)0€t^« | SRattint 8tt4ev ettif | SlttideL lyn fd^ne ^ ©eniwn. i»on ton | ligoi ^oanuiif nt Digitized by Google QUELLEffVEBZElCUKIS. XXXI 4 bl. der tilci sieht in Lothars ein/assung nUl der uia das kreuz gewun- denen schlänge. 19*. X^cctor iDJartinu« Vut^ct« ic feo ontcr | bc0 OffidaH ^ 8to^ I pen figel ift au^ 1 gangen. i 6^. ItYtf/ tfi einfhmmg* die t^pen weisen auf Lothers dtuekerei. foh sende, bei Panzer fehlende mtsgäbe scheint ein Leipziger druck zu sein: 19'. I)octor 'mramtd $iit^ antkwTt | anff bie tcbcl, §0 «ntet bed OffU *cialö I |}u ©tolpcn figcl ift auggangen. 4 bl. rückseite des titelhlattes und letzte sehe leer, beide ausgeben finden sieh in der k. bibl. zu Berlin. l. schrieb diese „(tntnorl'' tic. den 7. fcfnnar, den 12, februar war sie schon im druck, vgl. flc H'rltc hr. 1, Uli u. i, 412. 20. I)octori« ajiartini vutl;er \ Mim obber bcruffung an | cl^n G^^rift* frei^ viü* 1 cUiü J?on tciu 45apit [ 'vCO diiD jcvucui | Duvet^tciu [iC' j ueli \>ox* «ipe I ott S). | MoxM | S. | ®^ti bitca fem fee| I ^UaibM, | (Si^n futq fomt bc| | Sßattet Dtigni«. | 3)}. ^. am encfe: Mmdt tu Sittcmbergf biird^ 3Q^nnem <9tunenbcrg | Tia^i) (S^rift gc)>uTt U 5* 21. bogenzuhl und iiteleitifassung wie nr. 2in. königl. bibl, zu Berlin, 12', 33Dn ben ernten 1 Scrdcü ; 1 T*. 59?. ! V. iMntrcnKn\v ^'m ende: (^c- tnidt tu Wittenberg bei? beul langen älkld^iot 1 tott^r, 3in taufent funfl^unbert pmtfc mvc^iiiAigiften iar. /#' •» hg. (.v/ bl.). (kr liicl aUlil tu Lolihers einfu)>sHng mit der um das kreuz gewundenen schlänge, die vorletzte seile füllt ein holz- schnifl: Christus am kreuz, die letzte seite ist leer, in der kirchenbibl. zu Frankenherg, eine davon verschiedene original' tatsgobe besitzt die k, bibl, zu Berlin : 22^. 3Son bcrt guten | tocrdenn: [ T}. V. | ^JutttniKvj]. (un ende: truc! iso!) ju Sittenberg bei; beut iungcn | 3ßet<^ioT t^ott^ Om ^^aufettt funff« • 1 bcrt tnnb jKH'i)n|igi"ten 3ar. hogcHzahl und tilelein/hssutig fi ic nr. 22'. /.. n idtnclr diese schrift dem „dm t hli uclitigen liocli^eboruen lurütcn viiii lit neii, larren JuLaiiscn hertzog tzu Saclijs-icii. Inndt^j-raff ty, '. niiringen ,inarg- graff tzu Mcißseu." datiert ist die Widmung: :i3uutciilH'Vg am ^^i^. tag Dtavtij. XXXII QUELLENVfiRZBICUKIS. (lie achrifi seihst wurde aber crsl im r/iai /?r(if/, denn in einem hriefe an Spatatin v. i3. mai {de Wette br. 1, 447} wird sie als bald fcrlig cnvahnt. 23. l^on bcm iöapftum 9?omc: toib | ter bcn ^oc^bcrumptcn 9lo | ma* 8 hg* {Hg* H— letztes blatt leer, in meiner eignen hibUothek* der drueker dieser ausg* ist Lotther* am 31. mai iÖ30 befimd sieh diese gegen Meki den hochberühmten romanisicn, yerichtetc schriß L**s unter der presse, und den IS. aug. war sie schon in 4000 exemplnren vergriffen. 21*. (5t?n 'Sermon ivmi tcm | nctvcn ^^cftamciU. fca« | ift ton bcr bc^Itge \ a)Jcffc Dort, i iUfar. 1 V. | iHii^v I ^IHttcnbcryif. am mdv : OActvitdt ju mitten- bergf buTc^ 3o^an. (^ruucubcva | Müä) ^xi\t flcbun taü\mt> funfj ^uitbevt ))nb i 4 bg. {sig. 21 - !D), letzte seile leer, der titet in derselben einfassung wie nr* i^. herzogt* bibl* zu Wot/etUfüttel* eine davon verschiedene, gleichfalts aus Cronenbergs officm l^rvorgegcMgene ausgäbe desselben Jahres findet sich in der k. bibl. zu Berlin: 24''. Qrfn Sermon oon bcm | neiwn Xeftamct. baö | ift wn b* ^cvligen : .UJZeffe Xoct. | 'Max. i*. | 9lu0. | Sföittenberaf. [ 5Hnno. m. \ fj'. am ende: i^^tc brucft III 'W\tt\:mhcxf\l burc^ 3o^ancm (ämnett^ | bergt Uwtf ^^tift flcbittt taitfent funff f^miccit I iMib 3*i>c"Wtcn 3ar. bogmznhl n ie nr. 24*. fitrleinfass'ienf/ mit piltjcr i/nd irinker. eine drille U'iitcuhergcr ausgäbe bc^iizl dtc uiiiv. hihi, zu Marburg: 24". &)n v^eviuou üo bem | nctocn Xcftamet. baö \ ift t>on ber ^ei;Ugc üD^cffe i:oct. I Wlw* i* I 1 ^UtenBergf. am ende: (S^ebnuft tpi SMttenfeiKal ^e((^ior Sptti^ t ber mng, SRod^ (S^rifti gefrurt Sau^ | fent ^infnunbevt, »itttb im 1 ^tvcit^igfbtit lax. 5 bg. (sig. (5), letzte seife leer, titeleinfassufig mit der um das kreu^ gennmdenen sehlange, dieser druck Lotfhers ist ein nachdruck von nr. 24% wie dies die beibehaltnng eines offenbaren druekfehd rs jener ausgebe beweist. unter dem ü* mg. sendet L* diesen sermm m J»h, Voigt, s. de IVette br* 1, 475. 2ö\ 2ln teil (5(;vi)tlid)on ?lbel { bniiid^cv ^Kation : oou bc^( | Ci^vifilid^n [tau- be« I beficrunfl: r. | iliartiimö j Vutl^cr. j i)uiULUbaö. 12 bg. [sig. letztes blatt leer, in der kUrchenbibl* zu Franken- ^ berg* ^ gewinnet Hai L, diese sehriß seinem fremde Jfieolaus von Amsdorfs dam- herrn zu Wittaibng. die Widmung ist datiert: 3u Sittenberg, t^nt SuflUftUteY Ciloftcr, am abent ^ic^nm« bfMttt^toe. %m\tvtX fnitff^unbert Dnb ymL* iifliten 3ai. noch in demselben jnhre erschien riiw n> mehrte ausg. dieser sehr ift: 25''. 2ln bcn (5§vi)t(idHMni | ^Itcl bmitfd^cr i)iattcn: j t>cii tcö CSbrif!ltdvon | \umm beijcrunö: j 5). ütavtinuö i ^^ut^er. | I^iiv* \}i}n iclbö ^e^ 1 mehret »nb corrigirt. I !i3mttcmbcrg. am ende nur: ^nttcmbcrg, 3m 3ar. 3)^. 2). ff. Digitizea by Google QUELLENVERZEICHNIS. XXXlil i^i s bg. iaig. X— äR, ^ 6 hf\ letzte seite leer, der tifeittekt in Loitkers einfwmg mit der tm tttts kreuz gemmdeiitn sfihftmge, neu zuge/Ugt ist der in 'Irr her:, hihi. Zt/ Wutfeiihiiflrt. 26. ZiOitQX "JU^arttiiud Vut^^cv | ^aufluftiiievö l^t* | bieten. '2 hl., li'tz/t' sfiff icn; die Si'hri/t heginiU auf der rückseile des iiielblaitei. hihi, zu yyoifi'iihülh'l. 27. (iöii ieuBbrim an tcii 45apii | Vco teti Cäe^en^fII. X". ! iDiavtiuu^i Yu- t^r [ au$ rem latev» | V'n> ^i'nt|cl) [ öomau^ | tt*U. ; 5h.niUinbcv8t | i5*io. 3 (avV/. ;ll r//>' riickseitr des titeUtk^es und das letzte blatt sind leer, dieser sendhrieff dessen verdefdsch*mg von seihst herr&hrly ist datiert : 8ii €$ttten(eri|f Sfjrta S^temStti». tr>20. 28. "»Ott tvii itfiwn (£uittcmber>if. ! .\av. l>i. fy. 2' j hff. {siff. ^1— iö. $J 6* ///.I. lelzic seile leer, in der hihi, zu Wolfen hiUtel. erschien im nnmnhrr iS20; nach einem hrief v. 4 ww. {de Wette br, /, .52<>) n*ar sie eben ftnter der pressei 30. IBütum^ M 6a)>ft0 {ti^f | ntx 3ungrtil biK^ i»0ti ( ^oct äRcnrltiio 1 tifytx Dorbrat j fet^nlL | ^at au(^ anc^el^dt im te \ mit. nTarumb fie !D. Vtt* 1 1^« bucbfT üov; I ^)rciinot l)a | ben. | Sittcinber>^f. 1 ÜW. D. | {|. «« «irfr; (Sebrudt ;;u Sittemberflt ^liad> i lit^rift flepin t, I r)20. | MiH. 2 V/.. //-/r/^-y h'rr. srlwint ein dniel; (irfmenherga zu sein, in der khrchenhihlinihf}, :ii l'niiil. rnhr) »j. tembergoc. ( Jlmie i cuuiu ( 152». d bg. x\idi %u Sittembetftf Wc^ \ do^lt. (9rU' noibfXgt 1521. ' 9 bg, {sig, a — C), letzte seile leer* die IHekinfasiung nde nr, ii**. !8f»it bcr $Tei^t<»t | tUfm «Soften | mcnf^. [ iD. affarttnii« \^u(^. «irittmbetg I aüt !D. 3EJfiü. Dim, Wactattaalk £ Digitized by Google 3UCX1V ^0' (**ff' — C ^ f»l*)t f^^^^^ ^ ^ sehuMTZf/ruadUrtm emfassung, unten zwei läwen mit m ehtunder venchhm' yenen schwänzen. beide mugaben m der k\ hibl, zu BefHn. 32*. Sermon t>oii f&vuSfix. \ X^DCtort« ^torttni Mvsü^ \ lu' guftiner ju ilUttenberöt. domnter ein httlzschuift , einen jnäeu vwüiellenä, neben ne/cfieni die iroriv: iöejal ottcr .liib | jiiiij | TaMI id) t>c \ c\crc ^^cirinfj. am en- : iSS rnnft jii -iiUttiubctöf , iMiiM) 3oan. t^rüiiciibergt | :)iad? iS^^iifi üqpurt laujeut fuitu buiiccvt imI i jn>cn^tg|teii 3av. i by. {siy. a Di. riickseite des titeibittHes um/ ietzie aeile leer, iu der Mtivers. bihl. :n (Hfszcn. dieser suy. grosze sennirn vim dem inuhi-i- rrsfhir>t ijlrich th'in A/n/ten nt . /6') ha'eits ifu j. l.'tlH, doch konnte ieit eine ausyuOe ans diesem jähre yUcht erlangen. eine .'spätere nnsgiüte fnsU::/ die /.. />m Coui | ^ii^iutev Tai. üJiav. j VuH>cr ^ugufti* , x\tv iiUtte- I bcvgt. 1 liöittcmbcrftt ] ilJi. r. to» ende: CAotrucft ju JliUtteup hetgf bisfc^ ^l^an. #rfiitatbcvgt | :}(adp (it^rift ^e^urtt taufeiit funfj ifuntm tonb 4 bg, (sig. %—^), letzte neite leer, tiiel m ein fastung; unten haHen zwei engel ein teeret wappentchUd. 1521. Ü3. (ihuuD ciiiib erfüll) al j Im vuiidcl iD. .üiaiti. | Vut|pcv: Duvcb | Sif^ mifcl^c ^uUe »n^ | ved?tUc^ oov i Mwi^t | jcijn. | iBiimcmbcrg. 14 6^. («f^. 0—0), fetzte teite leer, typen untl HteHufitttung {mit der um das kreuz gewundenen schlänge) kennzeiehnen diese ausgäbe, welche sich in der bibl. zu Wolfenbüitel findet, alt einen druck Lotihers. nach Roter mund rerzeichnisz von den verschiedenen iiKSi/nfien der sämmliichen Schriften th\ Martin Luthers s. 24 nr. übereinstimmend mit der Hltlenb. ye.sammtausg. der deutschen n'crkr L., f/i. 7 t !.'/.')}) fJ. lo.j und der Jen. yes. amg. th. t il.'t.'t.'t) fht. 3(17 .soll dirsr srhrifl lö'AO erschtcnm sein, rieh- tiytT weis! sir jcilocfi die Jen. au.sy. I il.'j'iO) />»/. i(J(J dt^n Jahre i52i zu, denn unter dem 21. jan. 1321 übet sendet L. Sjndntm den un/ang dieser schrift {.vgl. de Wette br, i, 044), meldet dann unter dem 29. Jan. (de Wette br. i, 569), dasz täglich mehr fertig werde und erst unier dem 27. febr. und 6'. merz übersendet er die letzten bogen derselben (de Wette br. 1, 661), 34*. iSxn tntmu^t btx 6et}(^ ] Knbev: »Mr Die wtpot | trn bväftt t>. SK. | )iiit^v. I ^^uittcmberg. | 3m 3aT äR. Ib. Je^i. 4 bl. Lotlher i*v«n tntl^rTiAt | für ric bei^t finlvr, Pbir lic 1 oc^Tpcttran b«cbfr I»,; ^ed by doogie QL'ELLENVKRZEHJLNJS. xxw .Ü^itüit Vut^cr. {tktrunter ein hohscknitt: ein heichthärender mäneh,) ißuit« tnnbecgf. | 1521. 4 hl., ieizte seifr fcrr. Gnmenherff (?). k'hiii/f. hihi. T1I fterlin. Uu'^c scltri/i sendet ^L. an SpaitiUn unter ilem 17. fehr, iö2i {de Wette hr. 1, 569). 35. Än Den ^Öocf l'c^p^cf j X)cctor >J)fartinu6 | vut^cr. l SJuittcmberg. * bL, letzte wile und rückteite des fUelhlnttett leer, in der WoifenÖ&Hekr bibhothek. auf diese srhri/i nntnmrtete Hieronymm Emser mit der tehrift'. ,,€M den stier :u Wiftenberff-, worauf f.. nieder folgert liesz: :ttuff De« bL^tf« ju vct)^>qicf ^tnt mort ü)?. Viit(;a'. ©ittembcrö. 1521. ^ hl. der titel sieht in fimr uns rrrsehiedenn/ fitfiiren zusammcfigesffTteff ''in/ussufif/ . trrfrhe in ilin ni unirrcH f heile die in einander rerschlungeneti hHchstaheu JO {Joh. iirüneuhei y} trägt. gleich falls in der bihl. zu ffolfenhüttet. 37. Suff 9ttt«^nft 1 (ic^ obirget^ftUcb , i^nb'Dfrhflmf^ | Uc^ biid^ ^odd ^§et9 |u I V>d^t>(t(t XntiDottt | ^. SK. | sbovl^itn aiid^ SDhintam fe^n§ | gc« feüit flctoac^ rmxt. ( VHelct 9od fto| vaSOf ntt am^ende: <9e^r«(b T). V'u- 1 leJ^uiö i^rrbm"; cv | c^UMin^uni birrcb Wn ttl» i IcT l;üd>gclati)tcu pvic|tev gotti« { $)crrn ^pietouviuo ^inifev, j 'i^uarien ^ii Slft?f 1 fem • • ß hi., letzte seile leer, in der herz. bibl. zu WdlfailMdtel, bei Panzer wmde» 2, S2 nr. 1186 ungemiu nach Waidaus naehricht rom leben Em- sers, s. 45. 39. (^Xfu ^rmcn »on j bet n>trDigfn cmpfa^ung bc« ^ci^ligcnn | waren ?eic^== b«« ruT(bicud)tigitcn >:»cd! [ gcfcoiiiü ,vuvncn omiD iüiavggran i \\i :6ranben- 4 hl., letzte seile lar. liteleinfassung inii iriui^er und pi/ger. ,,ohne Zweifel der erste e^^hte druck und zwar von Johann Gronenberg zu Witten- berg besorgt, wie ^ lettern und die /udzsehmitmnfastimff des fitels beweisen." P' Meus^ach in seinem exemptnr dieses senmns, weichet sich Jetzt in der k, bibl. zu Berlin findet. 40*. Zaß Wla^m^at. bot« ) teutf<^ bnitb ait|gt« | legt huxdf t^. 9]8avo ( tt* Wim Vut^ I 9lugufti. 11 hg. {sig. a — Ii. f/f fetzte .»/Vr leer, der titel steht in Metch, Lot- ihas eu^furnng »üt der lun das kreuz ycimndenen schttmge. XXXVI OUELLENVBRZEIGHKIS. diese in der Umdeshiltl. zu fossc/ ^n-h fnnletidr. tmsf}nhc , ncfchr mit /tcinri der bei Pnnzer 2, // nt\ iiis.'i idh.^ i crzeirhnt'ten nxstj'ihnt stimmt . nird vonBindst'il All' pr,f/rn rielerdtu tu tjelnanchlen scitifiiitnisni, in»' sie in originnidnu'/u'H h. selu-i s» hi i/'ten nicht rorznk*ttMmrn pfleyeu, für einen ntichdntck gehatteuo 4n jedoch njn-ohl die lUetrmftmuny uts euch die lypni dicteibe als einm druck Lotthers kemxeiehnen, m vermag ich «lietem Urthal 9inäseU$ ftichl beizustimmen: die von uwlem origitudamgahen ahufeichendm Sreihweiem fassfH sich teicki m» dem umstände erklären, dtvsz der grasttr AI dieser schrifi trährend L.'s ohwesenheil von H'ithtthtTg gedruckt trunfc. in der herzoijl. bihl. zti H'itlfeubüllel und der könif/l. hihi, zu Bertht findef sich rnn h folgende u'isijnhe ohne titcteinfassung , die ich ebenfails ßr einen IVitteuherf/er drncL halle: 10''. INi^ iüfa<^iiificat st5orteut|\^t i i>nt> au^gclcflt twrcl? 2). J O^jattinum lut^ If hg. {siy. a — l), letzte Seite ieer. die ersten bogen dieser schrifi, teeiefte L'dem herzog Johmm FHedrich von Sachsen widmete {die »idmung ist dtdiert: SHttdllbetg, om 2^^teil tOfl ÜRacc^. flnno. ^. 3C|t) nrurden twch vor Ws reise nach Worms gedruckt iwder dem .V/, merz über sende! sie h. d&n herio;/ Joh. Friedrich, s» de Wette hr. 1, .'ist), vo//endel aber wurde dieselbe ersi an/ der lynrihiirt/, ron wn aus L» das manuarripl den 10. jinii an Sjt'tlitfni s<-hiti,ie [de Helfe hr. 2, lö). 41'. IVutfd? ^dif^ltaiia mficbeii | im jfdJtjiflite iJfalmf * x^otm ! rftcrta^ * .^i^mclfart | OUb ^^^finftfUil * i ^ÜiavtillM« V » {dar unter ein hidzaehmlt: iHu ai tnit der har/e . ^^it hg. {sig. A— (i, 2 b/h m der kSnigl, bibh zu Bertin, wo noch /olgende spätere ausgäbe: At\ {Dctt^d^ I Hu^lcftung bc« fie« i beit i»tib fe<^)igften | Walmcn, i»on tctn XXIUl. atn ende: O^brucfl Stttmkrfl a)teUi^iot Öotter | bet jünger. 3)1 T. ^^h,bg. {sig. % — ^ 6 hl.), letztes blatt leer, der litel in einer ein- fiissung: links ein sad/r mil eselsohren, rechts eine nackte fr an. diese aiislegung des 07. {üH). psutms smulle L. den 2G. mai au Mehmch- llwn {de Welle hr. 2, H). 42. 5>v (cd^d ofi fcmjf- I \uy\\{ vMalm ramö j c^neu el;viitlid>oii l'/oiifi^en (ercn triften wibbcr bio j UJiutlcvou Per bönonn I ^1111? fvcucln | issioit^ncv. f 3u\x tinuö X.üi^a. i 1521. am ende: ^^Htiudt itnuciuKiöf 1 lÜiciUüi^ iiad; VauViii- tij. I 1521. 4 bg* (sig, Ü—^), letzte seile leer, titeleinfusstoig wie nr, i9\ auf der rückseile des tUeb steht ein groszer holzschnifl: die ßmgfruu Maria mit dem Jesuskind. 43'. $on bcT i&c\^t ob ! bic bcv ^ttapft ma« | dft fftAt )U fle» | pttltn, | ^* in 3l)2artuiuö ! Vutf^rr. | -Iniittembetg. •V'/t hg. {sig. a— b. f) 0 hl.), fiinjehätuji nuf tlrri nwiteren hoiim {sig. i— l), wovon die letzte seile leer: iDej j^untcvt mit aä}V^ct}ci(ö | ^\nlm mtdiidf Digitized by Google QÜElXErrVBRZElOHNIS. xxxvu JÖopft Dil I menfdjcn lere, lunteutidn't \ iuxd} 4 . U)uuiiiin | Vutl^cr. (ikvc ausgäbe , nclclu- ohne zu ei Je! an drud* MeUhior Lutlhcrs ist itkr iUtiitthl tu der ewfimuuff mt Oer tm tias kreuz gewundenen srManyi ), findet ikh m der H'ulfenbüUeler hihlintkek. eine rmdere, Jedenfitfh aus Grünenbergs «giein hervorgegaftgene wtsguhe besitzt die k. hiM, zu If er/in: 43^ ^on bcr ^ic^t Db | bic ^cr )Ba|>ft ma« l äft IfaU }u | aet)tet(ti. ) IDoc» dieser litcl sirht in Hrüncnlterys eiHfUSsum/ ////'/ fiUyer und hinher. die sehr i ff: von «Jcr bricht isl in dieser itusy. nitr 7 hy. (siy. "}[ — t>V wovon die li't:tc ..t psahn dayet/rtt pilh nie hei dei' vor- herge/toidcu nieder -J hy. p-ili. inunn die letzte seite »hen/h/Zs leer isl. L. dedicierle diese- selni/l ..dem ^'«sfrfn^rcn vmi vll<■^u•ll Framiseo von äiekiiigeD'^ ^tnd datierte diese zueiyunny.: ^ ^iH'r t>ie lere rectov | Vut^erö. ; felb iJarifif* ortevl für VutlHn'. hfl. isiy 51 — tV, $ 0 bl.\, letzte seile leer, an/' der rih Lsrde des Ulelhlnttes fftf kurze vurrede Luthers. Mehmchthuns .sehulzrede beginnt imf hl. liD iij''. m da- Wulfcnbüttcler bibl. Digitized by Google XXWUl Ol EIXENVERZKICHMS. 46. i^afftonal C^riftt »nb | Äntic^riftt. {in einrr einfouttwig.) 14 hl. Jede seile Irn/jl einen holzschnill tmi einer wUemchrifl ^ und :wnr .Ko . daxz die fignr Christi jedesf/ml auf folio verso nnd die mtsprfrhnxdr ftff'tr des anlichrisfs mif foliu rerfn des fnlfjnide» hin lies sieht, dif fujurrv sind von /.nrtfs Vrttnoeh zkiffn n hiri . dir intirrsrhriften von L. tjesteUt nordni. die schrtfl soll lö'Ai zu H lUenhn y otisyetjangen sein. vgl. Eisl. stippl. i, 42'. in der ttniv. hihi, zti Giefzen, 1522. 17. tluFU'Aitnj'^ tct I (ipiftcU onnt [ (JiutnActt I i'cv^ | \llDucntc*. f SOJartinu^ Vutl?cr. I ^UMncmbcrn- ! 'i?. 1^. ' xrn- ' "'i* - ^^V'M-ucft \\\ ^iiMitcmbcrg Mir* 3ü^ann dHmuiibcrg, nad^ ^il?n|t gepurt Xau- | jcnt funff^unt>crt »>nnfc ennt) 2$ hg. {sig, fetzte »eUe feer, die i. 3, 5. 7. und 9. zeite den /Hefe *mä rnth gedruckt, derselbe steht in einer holzschnitieinfiissmgi tporin eng^, blumen, weiniaub, imeeten u. a. imd zwei wappen, von denen das im obem thhiie b^Smfficke «ü« zwei schwerter in weiszem und schwwzem feld, das im untern theile zwei th&rme mit dazwischen stehendem sächs. wap' pen enthfiU. t*^. iHuploAiiiiA j Der ^i^JtftcUn j \>n (suanflclicn Die iiarl^ [ bvoucb Der firdH-n I Icßcn n>crD€ oom i ^i^rifta^ bi^ | auff | ton Sonta^ nacb j (i*^>ip^inic. ] Mnn md»-: (SSoMiidf iMJ ilPtth'mboTA ^ltrd' *v>c^Ttn \ (S^nuicnbcrgf, luid^ 'K>\)t\\x y^epitvtt iaujcut | fuufjl^uiiDevt »uc \j»uaj^ ml aHx^n^ | i^ftcn ^Wü, 66 by. ^sig. >l— 3, Jla— ^ aoft— ttl, die hg. II wnd ttt je 6 bl,\ ieUtes hfatt leer. Der titel sieht in einem holzschnitt, welcher in den vier ecken die vfm kreisen umschhssenen embleme der 4 evangelisten enthält, zwischen den beiden nhemt Lucas und Johatines, ist der gekreuzigte Christus^ zwischen den beiden 'Odern, )fiircfis nnd Maithäus, das säehs. trappen mit den zwei h'euzweis ge- pfeilten st'htrertern in n-eiszem nnd si hnuirzem feld . nehsf der Jnhrzahl 1522 nnd dm iti i-iiniiidrr rrrsehlHnocnrn hnehslahen fli. iin linken seitrntheile der nposfei l'efrus, im rechien Ihinlns. htide mit hedujeiuicUein , ilunjeslellt. auf der rückseite des titeUdattes beginnl Lnthers zusehrifl an Aibrecht gra/en zu JUttns/eld, welche bL Aiif schlieszt: „y:,v^hm ynn der wüsten {d, i. auf der Warthttrg) am tag« iiaiict BliMhcth. 1521.^' hierauf folgt {Mif* — Äff'): ffiyn kloyn vntorrieht wa« man ynn dfn «^uangems snohen nnd gewartten mII/* die postille selltst beginnt mit bg. S. diese beiden theile der kirehenposti/le ^ welche sich in dir bihl zu ff'ol fenbiiHel befinden, gehören an/s engste znsatmnen^ wie diesz der srhtnsz der auszl<^g. der <*p. vti eyiiein ehrifttoii menacheii vbrig giiug K^'^^ot ^«'J» ylun tonr xoüekeyit nott ist. unter den swelf Apiftteln vnd f'VAiigelieu sinti aber die der rier näpenU^OHniage utilbeffnffm. die dedictuhu und klein unterriehf ele."' hätten demnach schun der nuszle^. der ep. viid («u«ng. (1<^b nduento vt/r- grdnickt nerden sollen, nie dmn nueh gleich eitufnnijs der mistetj ovDcu I t|d?t fcurd? | üJcavtin | Maii). \ Tom aller bct?- liflftnt 9totittf(^ I {tuet ^unt nctoen 3are. | ^et^n maul tft i^oU flutend, trtr^cnB XftSb ii^^ I !6ntcr feinet jungen tft mu^ »nb erbest j ^falmo. |. am rmlr: ^Sctnidl %a SBUtembcTg, 9l(ittb i^m | »incl^nb^tixn^tgftcn 3aT. 5' j hf/. Isig. 2t — (S fi hl.)^ wovon das letzte hlnti leer Ist. diese aus- galte, N t'lrfi'' >ff der Uiudeshihl . Cnssel isf, srhein/ ein drnrf: l.tiKhers zu seiu. 51. (i^ii t'^'^ft' DoruuitninA ^JJiav^ | tint viitbov i.mi alle« liljurif | teil. 3id) mbuteit I für auffru^ir iMuit | (Empörung. | 4>uittoiubcv>^. 2 1/2 ////. isig. 21— 4Ö, fi hl.u letzte seite lerr. in der If'olfenhütteier hihi. 52. v | *ilMtttMnl»crA ' ''-'t T. .I.V. ii / ////. f.v/V/. 'Jl — D), /t'tztrs htfUf /rff. /iU'/t'm/ussttni/ mii ftUijet uitä tritif.tr. iliese si hrtft hultr A. tien -fo. mrr: unter händen Jf rtfr hr. 2, ITh'u 54". !Öon iiicii)cl?iMi j imn ^ii mei^tcii | D.^vtl Vuttjcv. j -.äJitteiikrg. 1 iW. I>. ;^ tu n/» ende: (^ctnnft Sittrabetji. | ^ttd^U ^nt | (wd; Dnt 3'i ft^. {aig. W.J. *ins letzle Matt teer, der liiet steht fi* ihwr portiUeinfatsuuff j in tfoni ohcm thvi/e rechts ein cntjfl die flöte bliisl. finks ein anderer die tronwtel sehhitjt. initerlnilh der irötUumj xehweheu 2 engelslJipfi'. (ff> rechten seitenfhei/r hält ein uackles Littd ein n>ftpjfenschi/d mit dem l.in/ürstlirh suehsisr/ir/i /injtjx'N t:irri seh^rer/rr in ireiszem und schtfffirzim /eld), im Unken ein andires dns herzoglich Hucit^iache. irappen. im untern Iheilc hängt eine kugcl, nehm n e/cher rechts die jahrzahl 1522 in dem hotzschnitt steht, die rüdtseite de* titefbfattes enthält eine kurze vorrede, noch in demethenjalw erschien folgende vermehrte ausgäbe dieser schrifi : 54^ men« | fc^it ler« }u | me^brn. | i(nttu>Dttt auff | f)»rüc^ |o man ftttet meii« | fd^cn Im ntel^beii. tso statt ftevifen) ( t>, Watt, ^iit^. | ©tttfm- H hg. isig. 51 — iS.t. h'lzle, seile leer, der fite! dieser nusgahe steht in der holzschnittcin/'asstnifj mit p/tf/rr und Irinker und den t,eiden sächsischen n-ft/i pen, oben dm km /Tnsilirh sächsische , unten dus hcrzntiHch sächsische, die neu hinzugcl.iunincnc aiitwurt auf Hjiniclir etc. heginnt ouf hg. hcide ttusgahcn he/inden sich in der Inndeshihl. zu Cassel. 55. (ipiftcl obber ^ntxt^ \ ric^t üon ben ^culi^cn , an bie | firc^ |ju (Irffurrt Villi gctt j iMTV^amlet. | D.. ^JRatttit ^ut^ { (gccieftafted ^ Sittenu \ berg. am ende nur die angaffe: d^fbnuft ftu SUtmbetd. | 1522. 4 hi,f fetzte Seite teer, diese epistet ist datiert: Sittembcir^ am tag t>t^ ^mnonttf. 1**22, der titel steht in Gr&nenhergs einfitssung mit irinker und pilger. in der herz. lähl. ??/ ('mthd. r>H. '4Bibcv t)eii j falfrt^ j^caaiiltc «KVltlul^cn iKiiiD | ocö :ÖaL>it rft | t>cr biict)- offon ' r. '^Jfavt. I ViiKior | (^ccloiiai'tLii i t»u SitUMllbcvg. am ende: IJ^brucft ^jü 5 hg. {sig. ü — fetzte seife leer, titeleinfassung wie nr, W\ 57. fCtitiooltt . bcutfd^ I SRart. l>u^ | tfyti^ auff | Höitig ^eitTit^ bon { (^ngcl^ kinb haäf, \ tfügen t^uit ml^r mä^t, | Sar^l fdlidv väf mäftf (in derselben holzschmtteinfassung wie nr. .v/ i. am ende die druckmgnhe: @iebvuc(t %VL a hg, {sig. 0), letzte seile leer. Digitized by Google QVELLENVERZeiClINlS. XU 58. $om (Sdtc^n ] Sieben. | üßattinu« ^üut^r. | SUtembeva. | m, 'S). {| ij. {iilekin/'assung wie nr. 49 ). 4 hg. {sig. 31 — '5^). letzte Seite leer, k. bibi. zu Berlin. 59. 'üMldw ^.Tfcit ivr^pten 1 fitib i?'.t cl^lict^en >?nn bei ^ev^id«?"" i<^^in^ I ^^'V^'^ Der fivuiiDid^vant i^iiD | üJi4>g)tVa[}i. | vcuu. IS. nur 2 hl., wovon die erste und letzte seite leer sind, tm ende ttehi: 3Rar. iBut^. i %mi> m u H> herz, bibl zu Wolfenbüttel, 60. (Sl^n fefmon } X). 9»aTtini j 6nt^. | SSJUtembetfl. | 3». ^. emer einfiissung wie tir. il*/. Ol. <5tin ScriiKMi Den | tcm imrcd^tcu [ lüuimiitpii | V'u. pt. ] 5)oct, MarU Vfutt^cr. I ix>iltcmlHnA '^Hniie. | ^iV. T. rjii. {einfassung wie ttr. Ö2). 6 hl. in der IVoIfcnhuiirlci hihf. 62*. C2^n bell biidjUn. | %a CaClpon ^cpci. j Xcc* vjiaiübciiö. 1 ^cö üatcv m\ixi. «tte 3Rartcit. | (5tlid^ tteTbcut|cl?tc | i^ialmcn. | Die (ipiftcll [aiict | i^aulö ^ju Xito, ei^n ^riftlic^ leben Qu | ontcmc^ten. | Ü). SD^at. £ut^. i O^bntdt Sit» (cmbeigt I 1522. am <^ia9 »attet »nfer. | 91ue äRatta. | (Sttltc^ mbetitf^tc ^folmen. } i>orT^cbc yaa 9lomem. j IDie dpiftel jun Ütomern. | !£)ie (g)nfteCn ^imo>' iSfcon. \ Qp\)\d in Xiton. | Tic iip'i]kUi *^3ctti, | ünt» 3ube. m dieses ver* zeichnis ist nicht nnfgenommen der hl. 2it|'' beginnende sennon von der be- (rffchfung des heiligen leidens Christi, tref ehern Xij' ftdgender ftte! roraufgeht : Cr^ii Sermon uen l tcr betvacl^tuu^ | ^cö ^ct^U^cii le^ | benö ii^rifti. \ ^. 3)iatt. tvx^a I iBuUtcmbcrg. von der dritten einrichlung des betbuchieins benutzte ich folgende, ebcn- faHs in der Ar. bibl. zu Berlin sich findende ausgäbe: 62*. Ontt I Setbiu^lin { mit etm Miiber imb | ^afftonal, ^übfcb | m ^exidfL X). fSftütt 9uÜf. I 1538 die i, 2. 6. und 7. zeile dieses titels, welcher in einer einfassung sfeht, sind roth gedruckt. kl. octav, 32 bg. {sig. §1—3» ^'-i\ fi*t>cter 51}?arttn9 | l'uti^cr. | ibittcmbcr^. i Di. X). üj. 6' bl., letzte seile leer, der titel dieser, von B iuäseil 4, XÄX sehr. ♦ff. 1 als ein zuverlässig echter druck bezeichneten ausgäbe steht in einem holzschnüt, dessen beide seiterrtheile Je dne kantige säule enthalten, aus deren oberem rundem theileje drei engel hmrorsehen, 8 andere oben zwischen beiden Säulen stehende halten 3 h^e Schilde vor sieh. die Zueignung an Leonhard Koppeiii bttrger zu Torg«w ist datiert: SB^tt* temberg am t^tft^tafl i?itn bcr äDftcrtDo^e. %nnc. 1523. 08. ©ibbcr bic Ucrrc- | tcr iMit fclfd^cr | ^tcl^fcrlic^^ ' nuinbatö. | a)Jartinu« . Qut^r. ' Sittcmbcrg. | 9W. i>. ^ iij. (in derselben ein/assung nie nr. 07.) 1 ' • hg. (sig. 91 — JÖ, wovon 5i3 nur 2 bl.), letzte seile leer, befindet sich tn der kirehenbibl. zu Ftankenberg. diese sehr iß war den ii. Juli i523 vollendet {de Wette br. 2, .?.50). 69*. 'S>bA ^^vA ^x\- I ftu^ et^n ^cbor« 1 ner ^bc | |cl^. | ^octor SUdtti« Digrtized by Google QreLUENveRzeicifNis. zliu nud I ^ut^T. 1 a3mttembeTg. j SDl. 2). {| tij. (m lotthert Hielehifautmff mit nOnch und nonne). 4*h («ertxutf(^t l \>uxnb mad^t ^abe: al* I If Im )u DTtc^lcn: ttnb \t* \ ter $u bcniffcn: ci^n ont | ab^ufe|}(it: <^nb | wib xffM au« b(v ) f^tifft 9ßadl | Sut^er. | Sittmbeiar dm 3av | SR. !X>. {]nti. [titelcinfassung mit mönch und wmneu am ende: ^cbtuit )U ®UtembeC0 htS^ a»fld?ier | Votter 3ni 3ar 3^. D. j( Uj. 2 ^f/. (sig. 31, iÖI, letztes hlatt leer, diese, in der kirchenbibl. zu Frnn- kenherg sich /hidende itusgahe. stimmt mit keiner der Panzer 2, iöi, 162 nr. i711 — i7i5 va'zriehneien * f( iii. (m dner weisz-^ grundierten eif^atsung, worin unien zwei löwen mit verschlungenen schwänzen), 4 bg. (sig. % — %)U f^'l^ «eiie leer, die von der gememäe zu Leisnick aufgestellte, von L. mit einer vorrede herausgegebene „ordmmg eines gemeinen kastens^* beginnt auf bogen IBj*. L.*s vorrede fidlt den bg, % 1\\ (5i?n ©cnbbriff | a^ar. iSut^er^ »bcr bie ( frage. Ob au(^ t^cmant on Alaiibcu I Dcvftevbcn jclic^ [ wrbcn mugc. | %\\ I5r JpanBcn »en | red^nbetg }ut irqjtact: j ^membcvg. | Jliinc. ^. (in ein/assung), 4 hl., .letzte seile leer. 74\ (j^n bcr bie fTa^e. | Cb aiut | tjciitaiirt cn c^lau)* I Ben i\nitcrb.ii jeli;! lüer* I bcn mnc\c jc. | 2ln (5r pan)cii | boii rcd^ciiberg iut I ftäfiaDt Ii. I 'iJuitlciubirö. {in ylciehcr einfassung wie nr. 64, wodurch sich diese ausgäbe als eine von Schyrlcntz gedruckte erweist). 4 fr/., letzte Seite leer. in der k. bibl. zu Berlin. 75. (Ein fenbe^rieff | X). fDlaxL iSut j an 3^n »on | f(^let^ni^ ^u— Oan^V^^u« Digitized by Google QIELLENVKUZEICIINIS. gen I t^nn tf^at^ \ ^((eti. | Snlttemieva. i^etelbe portai/Örmiffe einfimung wie nr, 64). S J'h'Uter. 76. (Sin fcnbebricff | D. 3)iart. ^3iit. | an bic brct^ (?off | 3ungfratocn bic anfe bcm I flauten '^tjmincr fro^^ i bcrg mnb be^ (Stian t ^cluim »ilteit »er | trieben fein. I iBuittiMUbcr^V {eht/fiamnf; rr/e mr.). 2 hl., die letzte seile leer. Oeiäe sendbrie/e sind datiert: am dortistag nach Vitt. 3». 5^. H iii. 77. (5J?n bricff an bic \ CS^viftcn t?m 'Jiib^ | bcrianc i vutl)cv. / bg*, das letzte blait leer» der titel hat eine einfatsung, in deren unterm iheile zwei nackte reitende figuren eine seMUsel mit darauf liegender kugel emporhalten. die nr, 75, 76. 77 befanden sieh in Vilmars bibl. 78. t>cn Slußcrmrttcn : licfccn ^teunben | gotti«, aUcn (^ttften ju 9li | 9?oucU Pitb Iatbt(>o | t^iin IMcfflanb, mct?- 1 ncn lieben ^crrcn j tnb brubcrn t^nn (5^Tiftc. I 3)kT. l^f fdicn tro | \i['\d) |ciibbricif 9)?arti VHitl^cvo \ (icclf|ia|icn | iuittcn* bciij. I iOi. .Ii; uj. {schtvurzgrundierte tifeleinfassung.] 4 bl., letzte seife leer. 80. Qi)n troft bricfj an [ bic c^riftcn ju j ^ua!>uva | SRartimi« 8utl)cr | Sit* tcmBetg. am ende: i^^miit }tt SStttemberg bnrc^ | $and ^fft / bg*, letzte seile leer, die titeleinfassvng zeigt unten eine männliche und eine nfeibliehe gestnlt mit fisch leih. dieser hrief ist datiert: froyt.aj; n;ich Nicolai, iö23, 81. e^n 33cbftUcO 4)rcuc | bcm rabt cju ©am« 1 bcr^ ßcfanb tmbbet | bcn l'nt^cT. I 9)^r tor^i^t tol^rtt ^berman offinbar | i»ctbcn. 2. Ximot^. 3. tm ende: 3»» D. f5 iij. ß hl., letzte seife hur. dns mn L. mit (flössen versehene hiipstliche brerv schlieszl hl. Aüij\ worauf noch eine kurze naclischrift L.'s folgt, in der k. hihi, zu lierlin. 82. I^cuttiinci, tcr ^luc .^vciuliiücn , ("si^urcu Aikvüof'l^ >u ^Jiom cuD Dimiii>^ MH I 5U frci^bcvö \\\ Mt\i\\m funbcn | iJl^ili)>pud aJiclancbt^cn | Dort. Wortinn« lut^cr l IBittemberft | ^. \\\ 8 bl, letzte seile leer, auf der rückseite des tiletblnttes steht ein grosser holzsehnitt: der bapstesel zu Rom; ebenso hl, : dm munchkalb zu Fireiberg. h,*s deuiung des munehkalbs hef/mnt hh Bf. 83. ficbcb Cabitd | 5. ToiiH tcn I (E^erint^ctn | «uffldcgt \ buvd> j aWartinnm mx^sx. | ilßittcmbctA. 1 'M. ^. n "I- 10 hfj. {sifj. 51— fi), dir -7 fetzten selten leer, der titel dieser ffiis'f/ft>>/', welche ich selbst besitzet Ital dieselbe tilcleinfassung wie nr. 67- die rückseite Digitized by Google QUELLEXVXRZEICHNIS. des titefs ist leer, bi. A ij enfhaJl L/s dedicntion an dm ngeetrengMi vnd vhesten IlaiL-« Lnszer zn PrctiMcli crbniMrsiliakk zu Sacbsen." iJuituniibcrö. l üJi. D. H iij. {einfnssimif trie nr. 70). 26* hg. (siff. 3( — ^, na — cc), fefzfe .swffe /cer. auf der vnrlrizicn sriie stehen iO correcinren und darunter die dnicLvrangabe : (^riufi ^tlstlcui* bcrij burc^ Wiefel | Sdj^rlcnt} t>rcJ? tnb jnjcnöiiiiten iar. in der landetbibl. zu Cassel, S5. -«^'^«^ öVf/ In Jf. Lotthtrt schmwzgrundierter tmfmsung mit fhni 2 }<'>tr,'>< i^iiiltembcri^. | 152;i. u'infan.^ioi'i >rh- „r, H')). am ende: ^Vfcru.ft ^HttCQl'^ berö bci^ iü?clcf)ipr | Vottcr, 'Jiac^ urt, | iÜi. J). iij. i ^^7-, /etzle .seite feer. S7. (5i;n Sermon | auff bcn i^fiiif^« 1 \tac\ • [ ^JDhrt * ^^ut^cr * | JL^uittcm^ berg ♦ I '3)?. 3). XX iij [ar. {titeleinfassung wie nr. 70). 3 bg. isig. 31— ß), die 3 letzten seifen teer, 8S. (itftt Sermon | auff M dmn^ i ^ciien i>oii bem | Stef^d^n man | t>nb atmen Safato. | $uct am pl | SRart Vut^er. | S^uUtemberf). {dieselbe einfassung nk w, ß4). am ende: @ebru ^ ^ ^^'^ f'l^f^ ^^1^ f^^' ^ nickseit§ dieses sermns steht folgende warnw^ L.*s m die huehdrueker: „ich bitt vmb Christus willen nllo dio do mejne Beimon scliroyben oder faasen, wollten sicTi dpr solbf'n Tin flrncknn nind ansz 7m Ir\sf»«'n ontliallton, o« 8oy denn, das dTin-li ineyiK liaiid gcfcrtigot odder liic zii Wittemberg durch meyn bcfolli zuuor ge- druckt sind."' s*j. ^Vfn ©ermon »bei- | Daß (5jtaT!j\clium | 3c^an. 4. (Sö wwx ci^n fonic^i^ | id)CT bc^ fcn Irtii fmi!(f I (SaV»tniiainn etc. j {darunter eine kleine Verzierung) iDtaninuö Vutl^er. i ? XX \\\. ysn-^ j ilii^ttcm. (titcleinpissiing wie nr. 77). 3 bg., letztes blatt feer. 90. Za^ M I tc lefia j nicut toutfd^. i a)t. Vutf;cr. 1 23toitttmbcvö. in fol. der titei dieses nur die 5 bücker Mösts enthaftenden ersten theils des allen testaments steht in einem portafförmigen holzsehnitt, welchen Panzer tnimarf emer vottstänidiffen gesehiehte der deutschen bibel&bersetzung. Nümb, t7fi3 s. i47 heseliriehen hat. auf der ruckseiie des titelb/attcs sffht ein rerzeichnis der bücher des alten te.^taments. dann folgt auf pinf fdättem (l'>f vorrede, am ende derselben steht Lotthers trappen : die um das Irreitz inH uudene schlänge, hierauf beginnt mit fth J. das erst buch jV/^av, laid flns fünfte endet fol. CXXXX^'. das folgende nicht numerierle blalt ist ganz mit druckfehlern gefüllt. XLTI QUELLBNVERZE1CRNIS. 1524. 91. jCaö 'ilnbcr \ tci/l öcö vUun | tifiauieiUö. [darunter ein holzschnitt^ ^nen sitzenden geharmtchten krieyer, vermuthüeh Josm^ Geleitend). foL auf der rOckseite des iUelbiattes steht ,,daB regbter vber die bndier diMseB teylls." mit fol. I hetjinnt fffis buch Josita, und d,t'i),t) rorrrcli/rc/i und untej" denseihni sfehr/t die hridi'n trup- pcn Luthers: (ins in //im tnil der .sir//rsf//trie und die weisze rose mit dem kreuz im herzen, hieranler nird bemerkt: dm zeichen 8ey zeuge, da» buiohe bucher durch meine band gangen sind, den des falsche druukcs vnd bucber vorderbons, vleyssigen sieli ytst viel, worauf noch folgt: Gedraclit su Wittemberg. die tetzte Seite ist leer. 92. Dad !t)ritte | tet}l bcd aUten i 2;eftaiiteitt9. {darunter eine kleine ver- ziermtg) tBittcmbcvfl. ^JJt X^. üii. dieser titel steht in einem bei l'anzer n. a. o. s. iöS beschriebenen hotzsehniii. auf der rürkseite steht das regisler vber die buclier di.se.s teyl», fte/rhes tihrr /lirht bio.sz die in diesem fhcil sich /h/derfden hilcher (f/iob — hohetied .Sa/nmonis), sondern auch wc/t dir /irnidic/i'n otikült. die rrste scite des folgenden blattes enthüll die Vorrede auf das buch /Hob, und auf der rückseite steht ein die ganze seile einnehmender holzschnitt , n elcher die ge- schichte Hiohs vorstellt, mit fol. II beginnt das buch Hieb selbst und endet auf fol. XX*^, wovon die rückseite leer ist. mit fol. XXI beginnt der psalter^^ welche in gespaltenen eohwmen gedruckt ist, er endet auf der ersten seife des LXXI. blattes mit €brei eorrecturen. auf den 3 folgenden Seiten steht die vorrede auf den psalter uml die rorrede auf die Sprüche üa/omo, welche fol, L.WV/II beginitcn und vun cajt. 10 an ebenfalls in fjr.fpaltnien rtilumnen ge- druckt sind, auf dtr ersten seile von blatt IC endet daa hohe lied Salomo, di^ letzte seile ist leer. 1)3. (5i)u vUKlnrf)t mic j (^ot ct;uer (frbarn | floficr ^ungfraioc | auSgol^olftcn i)ikL 1 üJ^it ci;iuiu 3ciii>c^ | bricff Vutl^crö | au tic ^raffc« 1 aJittiißfctt. , mtemkrg. | 1524. 2 bg. letztes blati leer, der titel steht in einer einfassung, worin oben ^ enget ein leeres Wappenschild halten, unten ruhen zwei hirsche. rückseite des titelblattes leer. hl. Aij* bis Aii/' enthalten die am mitwuchen nach oculi» 1521 datierte ZUschrifl nn die edeln vnd wolgebornen licriii herrn Gunther, Krnst, Hoyer, Gebhard vnd Albi i i !i( i,^i;it. u zu Manszfelt. ///. Aiiij* hcgitiut cn* [ ^i^Ü \^)a\m aiiöflc^ | legt an t'ic iihn I ftcn Siigcn | ynn ^iff' | lanb. a)jaTtinud l'u%r. j i^tttcmbetg. i M, AÄIJ/l. i ^^g- (•■^tg- — (5, ß 6' />/.), lelzU's biaU leer, der titel sieht in einer lempehu tigen einf issung, in welcher unten 2 engel L*s Wappenschild (die tveisze rose mit dem kreuz) kalten, neben welchem die buchsiaben ML stehen, in der bibl zu fFoifenbOtfel. 96. anber | (Sptftd ^. | Dnb et^se ®. | ^vM gt« | l^ebtgt | ünb aii9{)c(igt I buTcb 'JJIart. ^nt^er. | 'Btttcmberg. j D. XXIIIL tun ende: <äebnuft ^ k^ürmbcta burd? | ^nä ^ufft 1524. /2 /y// sig. a — ini, drei letzten Seiten leer., die tileleinfassmg siinmt mit der von nr. 77 ühtrei?/. in der univcr.ici^fcilid)e »n | einic^e iMit n?^t) ( bcwertiöc gc j ^oii bcn j t^r ictcc I ffenb. [ 3m 3ar 1521. [einfiLssung wie nr* 93)* 4* 2 (.v^//. (S* ^ S ^Z-)/ blatt leer, auf der rückseite des titelblaites begimd L.'» drei seilen Imge vorrede; hierauf folgt f^3' — )cr. j 3tcm bux Sienin:v 1 ^Urtidel ttJtbbct 'j>aulum | S|)ciaimii jan^jt jc^^ \ nct anteort. am ende: SBittcmbcrg. 15^4. ^ bg- {sig. % — letzte seife leer. Speratus schrifl beginnt bl. der titel dieser ausgäbe steht in derselben dnfassung wie nr. 93. 99; 5Da« (Slltern Wc | ftnber ^ur Qf^ \ ntc^t fingen nodf | ^l^nbcm, Snbbic ) finbcT on ber | etttcrn iinUen | ftc^ nicbt | lYtlobcn | foUcn. | fD^^tttnuft ^ut^cr. | (Sr ft^uff fic ct^n mcnitn onb frcrolin [ ^Matt. 19. Uiteleinfassung wie nr. 96). f) hf. in tler nniv. hihi, zu Marhurg, Witter I ben neiucn ^Ib^ott | »iib aUten Xenffel | ber Hfci^jien | fol a^abiii I Horben. | 9.Vartinud i'ut^er | SittcmbervV | M. D. .Wlflf. {in (t,r hei nr. 77 heschriehenea tUeleinfassung). (Wi mde: (^cbrudt p tiJittembei^ Durd^ | fWttö tu^U 1524. 3 bg, {sig. a— c), letzte seile leer, in der bibl. zu Wolfenbüttel. loO''. ©tbber bcn nch)^ | en ^Ibgott, bnb j aflten Zm^d ber j ju aWe^ffcit jol I txfidbtn I loetben. attartinu« ^utfyn. \ SUtemberfl. | M. D. XXiUI. (m der- XLVUl giiELLENVEllZKIClIMS. selben einfamang wie nr, 95), am ende: Oüe^udt Stttcmberg hird^ | Qü\tpf^ 1524. 3 hg. (sig. ^ — 6), letzte seite leer, in der k. hihf. zu Berlin. 101. iiiifT an ttc ^\iX'^ i ftcii ju ©ac^ien | »on bcm ( aurftutiit^cn gc^ft , aJiartituio ViitlH'V. t 4iMttcnU\n\v | 1524. 2 hg. {sig. % iÖi, letzte seite leer. Itk/cin/assung wie tu. U'^. 102. 5(n btc ^Kab^>crrn | aller ftctte beiitfd^ j cö lanbö: taö fio | cil^riitUcbf [djutcii i auffiul^tcii j inib J l^vilUcu foUcii. j ^Diavtimiö ^utlper. j iiiMticmbciß. SDi. X. iiij. I Vai'jt bte finber mir fernen | bitb tocret ^^nm itic^t SRott 19. (t'n dSer tempelarüffen einfimung mit L/s moppen). & hg. letztes blatt leer. 103. $on tauff^^attb' | (uttfl t>nb tvu« | äftt. \ 'Mmimt^ ^utftcx. \ iBttittcnt' bcTg. I 1524. leinfassunff wie nr. 77). am ende: ^brucft }U Sittcinberft tux6f $)anö Vufft. .9 (i-<^. ^i— v!ij, leizic Si tte leer, in der herz. hibl. zu Gotha. 10 1*. C^t^ii Scrincn ocn bor | 6in)rtM iMib bcm | Sactvimcnt. | 3icm tNom braud? tub bcfcnt^ | niö (5l^vi)HicViv |ici;l;cit. ; lUavamiö Vut^cv | l>bitlcmbcrg. \ 1524. [dieser titel steht in derselben einfussung wie nr. 80). am ende die druekerangabe: O^bTudt burcü ^an^S It^ufft 4V« 6^. M Ic | >tiuiI|,^ wr« | b.'ficvt biivd^) I aJ^artin t'utl^cr. i ^m. 1525. vkr ende: (^bructtju ^Utcmbcv^i buvcV m oc/at^, .'^V^ [sig, 9( — 3^ 3 9 bl.). der iUel steht in eifter ein/assung, welche auf Jeder seite eine säulet oben David mit der harfe, unten L's wappen nebst den buchstaben ML zeigt, auf der rückseite des titelblattes steht L/s vorrede: Vnler moyiien ersten büchUo Uea icb dazu mal auch auBgehen die sie- ben bnfpsalmen mit einer anslegnngo etc.- lOö. 4^011 s^enrico t?tin | Dicbmar berbranb, | \ampi bem ^V<^*it' | bcu 4 Ixj. \sig. % — 'D, wovon 31 6'. 2 ///. Jutt}. der fi/el in einer cinfhs- sung, deren seilctUheile je. eine emjach verzier te säutt enthalten, der obere Digitized by Google QUELLENVERZEICIIMS. XLIX (keil links eine mäntUiche, rechts eine n eihliche ßgur mit flägehl tmd in em- ander verschhmgenem pschüknHch&n hinterleib zeigt. Wis Vilmars hihi. KU', il^t^^cr t^ic ^^me^' | (ifAni prcpbeten, | tcii t>cn bilhnii | i>ub iSacva? mem ic. | iiiaidniic^ viiti;cr. 1 )')bv aul^ci^t unr& i^berman ojiiu j bar ipcrbcn. 2. limct^, 3. I ©CDiudt ju lüiuciiibirfl. ^in ^/tr Icinpelurligen cinfassuny mit L.'s Kappen), ii bff, {sig, die letzte seite leer* die schrifl beginnt auf der rück- tdte des HtelblaUet, tan ende stehen mehrere correcturen, 107''. Da« anber tc^I tt>it | tcr bte ^t^mliutcn | ^>rot)^tcn | üom | ©acra* ment | Ü)iartinu« ?ut^ct. | 3I)v tot^cDt mirb J^bcrman oniii | bar Jocrbcn. 2. SCimot^. 3. 1 CVbrucf {sie') IM S5>ittcmbovc^. [m tlerselhen einfnsximfi tvic tir. 107*.) l'-> h(j. {$ig. % — UUle seile leer, auf der vorletzten nette stehen 3 corrertiirm. in der wolfenhütleler bihl. unter dem Ii. Jan. 1525 meldet L, dasz er wider Carlstadt sehreibe und zmr schon am 2. abschnitt, tmd unter dem 2. febr, zeigt er M, Hausmann at, dasz er fertig sei, 108. (SVn (S^ftTtc^ f(^nfft | an ^ctttt Solffgang | 92ct{fen(uf4 ber ^Riäfti j tmx titb ^h«ce|)toT | ju l'ic(itcmbcr»^ | 5anct ?liito* | niuö | Orbcnö, | fid? ^nit (^^Uc^cn fianb ^aJM&ebttu | ^tottittud l^ut^er. | SBittcmbcva. (titelein/assung wie nr. 73). 4 bl. der hrit'f ist datiert: zu H'iHemherg u/n nionldt/ um lt Icfarr. 152^. 109. (Spti bricff D. üJJar* \ tmt Vut^cr §ln | bic ^Iniftcu ! ^ii ^^liiti^rff. \ifc^cn | tcm Icblid^cii Öunb ju 2dnra | bon, mX) bcti gw^cn 1 ffeit tnb DiTivimfunc^ | bt'v iöamrn am | iöobcnfce j Ditb %.{^ ) <^m. \ 9)?. 2). 1306. ) iL-tuembti^. «ijwj ende-, ©ct-vucft ^nitcmbcrA turc^ ) 3o|'c))l^ iiiuß. 2 (K, &/ m^rbifdjcn rcttcii \ bcr anfccrii bam^ ICH. I iDtart. i*ut^cr. t iiMttcmbcV;]. | fialm. 7. | 3cl^nc tM tPitbcn bim fclbc trcficn j uiic )c\^n mutiuiu, ivuo ebcv J^^u auo^il^cn. | 1525. [dicseWc eui/nssuny wie nr. iiS*). B hg. (tig. ^ ^^^^^ 113. (Bü^n ^enbMeff oon 1 tont Ratten buc^^ | Vin »ibb» bie | Uaam, \ Wlüt< (titu0 %ut^ i SUtcmBetfl. | 9ft t> XXV. 4 6^. (M|r. a — b)> letzte Seite ieet* der titel in Melchior LoUhers schwarz- grundierten einfussung mit den 2 föfven. in der universitütsbifjl. zu Marburg. 114. (51)11 Sdjnnflid) >v 1 \^n^t mt> gerieft (l^otc^ »bcr | I^omaS 2)?uitfecr, bar^nn | #ott offcntUd^ bejjcibi* | gen flevi* lüt^cnftrafft | üiib »crbam» | nct. {eintf kleine ver:rierung) SWciTt. ^ut^Ct. (m dem nr. III Iti-srhriefmtm hnhsrhiiitl\. 2 bg. \sig. % SB), letztes blatt teer, diese schri/i cnihnli hyu:fe Th"- mos Münzers und einen hrief der cbmtUciicu versamlunge zu i raukonhauscii, w^he L, mit einer vorrede und einm naehwori herausgab. in der k. Mbl, zu BerHn, 115. f$on bem STemd j ber @tiame)jc, fo | man ben | non itnt' | net. {darunter eine kleine Verzierung) SßaYtiitud Sut^ | SßUtembrrg. | SOI ^. to. {in eifMT portatßrmigen einfassung; auf Jeder seite eine runde sätde). 4 fjg. isig. die schrift schlieszt hl. bl' 'S^vCi^ enthält nvr die (inicktraugnbe : (^^cbrucft SittcmbcTfl biird? ^aiiö I SSk^ß Xaufcnt [unff ^unbert iMib I fun[f tnb ^trcntjif^' | ficn iar. das fetzte blatt, welches aber in dem ejcern- plw der k. lütfl. zu Berlin fehlt, ist leer. 116. ?tu^(cj]iiTt^"^c bcr I t£|)i|tcln iMib ciikiii | gelten mow ber ^el?' | Ugcii i^rev töni* I flc fc|t bis | auff | Cftcrn gcbcjicrt | burd> SDiar. Vut^cr. | (iVbrucff jii Hxx- tembcrg. j 3)i. ü). jp. (dieser titel steht in dm tempelartigen huizschniu, i7i dessen unterm theile 2 engel L**e Wappen halten» 51 bg, {sig. % — ^3/ ^ — Ji Äa— €c, wovon bg. % 6 bL. JDb dagegen nur ' 2 bL hat)* bl Wii enthält L/s „vorrbede ^nd vermanunge an die drueker'S woraus sich ergibt, dasz das mamtscrlpt zu diesem theile der postille noch vor Vollendung des druckes {von einem setz er i entwetidet und darnach ohne L*s wissoi und willen „auszer land" iin Mirnberg, vgl. de llette br. 6, 70) tjedrnchl n'nrden war. atts diesem umstfindf erklärt sich anrfi, dasz derselbe, obgleich den t4 merz iö24 bereits unter der presse {vgl. de Wette br, 2, 48^), erst 1Ö20 esschieti. diese ausgäbe Itefindci sich in der kirchmlnhl. zu Frankmberg. 117. jDaö 45cncbictu0 *, obbcr locVliaflung | bcö ^ci^Ugen 3«^?* I ^"»vic, vucc. j, bUTd; 1 5D. Mit' \ tembcrg. 1535. am ende: (8ebvil(ft )ö ^ttembcvg | butd^ vUn\^ Jilpaa\ , ic 1525. 5^lt bg» (tig* H — (S nur 2 bl,), letzte seile leer, deir titel dieser, in Digitizea by Google LI der Htuv, biM^ zu Halle sieh findenden prcduji steht in einem holzschniit mekher berge und bäume, nebst 13 paamteise geordneten männam darstellt. 118. (Slytte t>iebtgt am | funfftcn Montage | nat^ Dfient | do^n. | |Dt. | ^D^ \\\ \ initiMi für fa(fd>en ''Prcpbcton, | aitff trae euangclimt. | 9)?att^ci. Vll. | \ ^luo Lnfad;, iravuiiib öimt rotten | unt: fa-ti'n «nter öiiö fdjicfct. | 2 5$cn yin vcrlci^ kriiffima ym prc' | bißam})t. i 3 Sic man bif geölter ouff brcvcrict? | n>c»?fe, ;>robiten uitb brüfon [oU. | a»art Öut^cr. | ®lt* tnnbcrg. 1525. (etn/Hssrng wie nr. 117). am ende: ^icbtftitt )u Sittembctg haxdf { 9l^ti>. Kn. ». 1525. •:?''2 8— ^D, 6 n;/r 2 ft/.), die 3 letzten seifen leer. (S\n Scmoii i>oii I /^iirifdH'n reicfri? t^nb | bcr mit enbc. [ li??att^. •21. t^Vcprcuigt am I. t^toti | Sciuag nad) ; ^^finöfteii. | aWar. i^nt^. | ©Utemberg. WM (TMrA'r (%brurft -ii^ttcmbcrft burcb ] ^nö V'ufft. 1525. 2V'2 ''/i^. ^ — (5 ^ einer einfft.ssn/u/ , in trelelu^r zwischen sänlcn 2 personen hervortreten , wovon Jede eine andere auf der Schulter trägt. 121. (Si^n ^ttmx i»pn I bnb ^itncmeit bee gtat» [ bcttd »nb bev liebe. ^ \ bcr iSfiftel ®. | )un [ 1S)>^ | fctn. | 9Ravttni]« Sut^ • | Stttem<' brrg. I 1. 5. 25. (d'ie /iteleinfassung wie nr. 85). am ende: (§>ebmift )U ®tt^ tembcTfl fcuT(^ $onö | ScJ^ß. 1. 5. 25. 2' : ?( (5. 33 2 /('/r^- ,vn7r /r^r. 122. KYX SEK | mon ihmi ra' s^n- 1 (ilnuufl 3cru' | falcm. i Daö tmitfcf) lantt I aitcf) alfo jcrftßrt ©er^, iro | cö öie jcl^t ieiiier ^et>m= | fiic^iin^ nia-t j er* im. 1 Sas &cr tempcl | ©ottiö \c\}. | ^J)iartinuÖ Vut^. | Sittembcvß. | S^HiB. (//< der pttrtalformigni einfassung mif fliitcnblmer und trommler). 2^li hg. isig. ® 2 OL), letzte seife leer, bl, «ii* sieht der text: 123. 3mo ))tcbt0t auff | bte 2r» 'm einfnssnng: in rfen rrer eekeu die sm/ihnle der vier erangelisleu , zinschen den beiden untern der aposlel l'mdus, Zivi sehen dm hetden ohcrn Petrus). J'i hg. (sig. % — (ä, 2) nur 2 hl.}, letztes hlatt leer. Spaluüns iröstung hegimt bl (^'. UI QUELLCNVEUZLiGiLMS. 1526. 124. Die e^iftcl I be« iJrc^j^tcn | 3cfaia, fo mau | \)im x^x (S^rtftnuffc lif^ fct, I au«<^etof\t onb öe^iebißt i burd^ | SWart. i'ut^ct 1 äJu.ttcmberft. | 1520 {fUcsrr tilcl steht in eine/n holzschnill , welcher die yehuK Jeau durstelU). am ende: (^brudt iVL ©ittemBera burc^ itttcotaum | 5cl^irten|}, itac^ ß^tlfii flcpurt, Xau« 1 jcnt funff ^uttbflrt, t»itb Vnt I »nü jioenijtdften dar. 7 A^. (#1^. 91- (9)} A?«r. bh fAifinihäH die efiistel {Jes. 9). 125. Vtx '^xcpifct 3ona, aii^ t flftcgt bim^ Äart g«t^. {dartmier ein groszer, die geschickte des Jonas dnrsteüetider holzschmU), am ende: d^ebtudt itt aMttcmbftfl, l ^id^l gottcru^t. 3m | lO?. r. XXVI. tar. ii'/-2 ft^. 15/V7. 2t — ÜW, wovon SSfl iii'r 2 hf.], letzte nette leer. riO. X)er i?rc^^t .fKtbocitc ' au5, clcjU tiivd) 'JJiart. l*ut(^. / /n/tr cm /f>/^- schnUt , der den f/rophcten vor einem au/ einem throne sitzenden kimige und vor einer groszen versamndung redend dtirstelU). tun ende: (^brudt JU 3Öit* tmux^ I m. üiit. n'i- ! (Sapitcl V»» bcr j , [c^ic^te. ( ^iiavtinud Sut^r. | ^ittcmber^ { 1520. fi/n ende: (^brudt burc^ ^an« . in octav, 4 bg. {sig. 21— X>», die 2 letzten bldtter leer, der Htel sieht in einer einfitsswiff, mrin unten 2 enget das kurßrstlich sächsische wappen halten, 128. tro I ftlid^ ^\almm \ %n bie 9&n\^ )u $uii« | flerit oit^ltgt bufi!^ I ^attinum iatfytt ] SttttniBoft. | !&• 26. (in einfitssunif: auf Jeder seile eine ruiule säule, worauf die wölhung ruht, unten hält ein nigel ein Wappen- schild mit kreuz und anker vor sich), am endei %b(Udt ifi ^tttaJkt^ butd^ ! ^n« iöartf;. 1. 5. 26. octav, 7 />;/. {sig, % — (^V). /ef:(e seite teer, die znsehr iß an die kmifjin Marin von f/ngarn {hl. %\\* — 2iiij") ist daiieri: iÜJittcmbcrg am iriteil bid Mntev monbö. 1. 5. 20. 129. 8erttton von | bet ^eubtfum | ma (^ottc0 0otd, | bar^u bom ittidbtaucfy l Dttb ttSi\m ibtaut^ | bed ^efc^d, %vi» beT | lftc( I 1. XvbmL | 1. 1 SDlar. tüutf. I 9QittemBe(B* I. 5. 26. m octax>» 5 bg, (sig» a — e), die drei letzten seilen leer, der titet dieses, bei Panzer fehlenden sermnns steht in einer ein/iutsungt in deren unterm theil ein engel ein Wappenschild mit den in einamler versrhhmgenen huchstaben IlW {Hans If^eisz) hi'ilt. hl bS' //. enthalten: ,,d»n- spnich sant Pauli ausge- lebt, (lot wil, diU) alle nimiDchcii guni^n viid zu crkontnis der warheit komen, i. Timo. 2." ^ed by dooQle .QUELLENV£RZElCilMS. LllI 130. ®t!mm I fßon bem (Sa | aamctit ha MM | onb UuM (S$n« | ftt, mtb« bct toie I (^loanit^ | gcifttt. | SDZwtmii^ ^uüfftt. ) ^ttembetfl. t 1526. (tf/e/ein- fatmmg: auf jeder «eile «ftfÄ/ n^fren einer nmdeu säule eine dieselbe tanfiU' eenäe nackte person). am ende: ^brucft biird? | Öufft. oc/ov, 4 hg. (sif/. i[—T)y hizli's blaff leer. en ijiprctij^n | Diird) | üJtvU. Viit^. ; ilBittcmbcrg. 1. 5. 20. am ende. (^'l)rudt ^jjittcuibecd j Jp^»^ iBfi^B- 1. 5. 26. «K 06109, ifi {sig. D, wouMi IC 9> i> ^ vnd t> 2 bi. zählt}, letzte seUe leer» der tUel in einer einfamung: tmf jeder seUe eine ver- zierte iHule, oben halten i engel ein leeret »appenMchild. 1 32. jÖeT ^fang { v^imeoitt^ obber | 92unc bimit^ | tid ge^rc« | btgt | tottb 0116^ I ^-^elegt burd^ | 9ttat. Sut|. | fl^ttemtorg. 1. 5. 26. {titekmfammg wie w, 131). in octnr. H hg. (sig. 21 — (S, (5 Z'/. i, fefzfe .vr//<' Avr. r/ir wr. 127 his 132 befinden sit h tn ihr hihi. :u If'al/hiim Ut ! . !ä3. 2)eubic^c i 'Mt\\t oiib orb* i imiig ^üttid | bicm'tö. \ ilBluciubci^. '///♦ au/e; (^btucft ju ^tttember^ j SIL D. 3^3£^i. darunter noch eine correctur. 6 hg. {sig. 3( — /eTzte «dte i^er. der titel In dnem holzsehniilt worin unten 4 hirsche stehen* auf der rüekteife dee titelblaitet beginnt die „vorrhede lluünr Luther.« 134. SD« ^unWtt | üiib jmclffte pfalm üDa ( uib«, »on rcic^t^umb, | e^r t>nb luft, ©ic bie <\(^ \ redeten, bcr ©ol ge» | braud^cu, bnb btc gct^ | lofeu mi6braud)cii. c\c I ^religt tiird) | 'Slav. l^ut^. | ©ittcmbcrg 1. 5. 20. {einfassung t>ie w, i29) am ende: <.sV'brüdt yt ©ittcinberg | burcb ^ün€ ^Beif« ) 1526. in ociai', .5 ' » />i/. (a*/^. a — f, f 4 bi.), die J letzten seilen leer. ff'ol/enbülleier bihl. 1527. 135. Ob ftiegö Iciittc aud) j i^mi feliaeiii ftnn I fcl^ii fün [ bcn. | Ü)^ai*. l'ut^. I (j^cbrudt ju Sitkmb^rg. | 3)?. T^. .liL>ij. {äurunter die zwei wappen L.'s, rechts: die rose mit dem kreuz im furzen, links: das Itunm mit der Sieges- fahne), tun ende: ©ebrudt ju ^tUtkmbevg | burd? iÜart. 1. 5, 27. ^Vs bg^ i^*!/- ^—^^ ^ ^ bl.), dat letzte bkUt leer, diese sehri/t, welche sich schon den - 14. od* iÖ26 unter der presse befand (»gl, de fFette br, 3,* i2S), hat L, ,»deai gestrengen vnd eni ▼besten Aeea von Kram ritter'' zti^e- eiyiwt ^ 2 selten lange zueignmg beginnt auf der rückseiie des titelblaites in meiner eignen bihl VM\. }(uff m I fönig« jit {ixi* I fleUanb leftev | f(^rifft | titel, | ä)lait i^u^ t^^«. i ilntWölt 1 M. D. XXVIL UV 2 hg. (K, d), wovon die leitte seile leer, iüe iiteleinftutung wie bei «r. 133. ht (Irr hihi. :// Golhu. V.M. ^uMc i iDcrt ^ihtiftt r.v:^ ' tft mein leib etc.) j ncct> feft [tf^>cn trit- tie ^c^tiHniu ' aciftcr. i *Q}i\in. vuiI^it, j M. I). XXV II. {liit'lciiifngsunfj me tir. 133). am aulc: o)cDntctt V« ^h^ittcmbcrc^ | lUitduicl Vctt^'t | £>. XXVll, lü^ß hg. {siij. nrff, einen sitzenden nackten mann und einen dftruntvr slcln'iiih n hnr'io . (■nthnlh'it. hefihili'i sir/t tti 'It r lit i z. hthl. : f/ (to/Jot. Cb mau | für fccm (tcr [ bcii fliegen | muflc, | l^iart. Lutger j itvitcm- ber^]. j ^. XXVIL (gleiche einfassung mit w. 120). am ende: i^ebrutft SU SBtttemberg. i burc^ $>ait« l^nfft H^k hg. (sig, K— , t> 2 hl,), letzte seile leer. 140. :BBeT M (srft | M üDIofe, pxt^ | bigete | Wlwct i^t^. | fampt einer Mitenini kreuz h/h/f/rit^ffn Christum zi'if/f. für ^rifmtheile heslehtn '(US iuertu kihis lamm und die rose, und hier auf dir druckeranf/'thr: {SSm'mit ]u 'ilMrtoinl'ovA | t^nrd^ C^'S^pt^i ^^aiim | 3W. .V.V^ij. cf/i/r en el;ii|üiö rcid) | tiib liJ^riftUc^r frcv* j Veit, jKpvetiöt Mivd? | iWar. l^tl>er, | Sittmbcvd 1 1. 5. 27. (porlttlfSrmige tifeleinfassung t in deren unterem f heile 2 enget ein wappen-' Schild mit einer eine bltme httlf enden hand halten), am endet (S©X>t ^^52). in octav, 4 bg. (sig 9( — ^). die epistel: Jeremie am. xxüj. capitel sieht auf der rüelcseite des titrihinttes. ! 12. '?(iK'*U\iinij\ I tev iSiianflelicn, | iH>rt Oftern biö | auffö ^buent, j ^re* Digt tw^ I MiixL tfu^ 1 I )ijt^ttteuibe¥g. | 1. ö. 2. 7. (tn einfassung). bigiiized by Google 0UELLENVEBZE1CHNIS. LV kl. octav, 58 htj. (sig. 31- Jä» — h 8la— ÜJiUi). mif der rückseitr des iitelhlalles foffl hl. sWhf L.'s vorrede, hierauf fiilyl die vorrede Stephan liodt's, den /tt-raxst/rJurs dieser evantfeltmnush'f/umf, das regislei' über die pre- digten und aidtich auf den 3 letzten selten »Ich bogens % eine „V( riunnuji}^ md kurtze deutiuig des vater vnaer«." mit by, iB beginnt dann die postille selbst, mrm Jedesmal zwischen dm text und die auslegung die von Rodt verdeutsch' tm fjsammn Johann -Bngenluigen PomerB" eingeschoben sind, diese ausgäbe des sOfmnertheHs, welche sich in dar biil, zu Wolfenb^iel findet, ist jedenfalls^ gleich dm hernach unter w. i4S angefahrten fesfiheil ein druck Schirl enfz. 1 13. "^luSICjUng j tix i^-'-ura^i^dkn | an bcn füvncmiftcn Avftcn | t)m gativ^cu iarc, ^ipTc^ j tigt Durc^ | ^lax. l'utl;. t (Ji^cbrücft ju ti>ittcmbcrg. | 1527 am ende; fcnirft lü 'ii^iUmhcx^ \ turd> ^Vtcolaum | Sc^irlcii^. | 1527 kl. octuv, fjl hg. der iilei die.sir ausgäbe^ welche sich glfu hfalls tu der W6?. zu Wolfenbüttel findet^ steht in einem holzschnitt, welcher in den 4 ecken die syn^le der eoangeiisten enthält, zwischen den bdden oberen zeigt sie Christus mit der erdkugel, im rechten seitentheil Petrus und darunter L,*s wap^ pen mit der rose, im linken Pauhts und darunter das kmm mit der fahne. mtcn hält ein engel 2 Wappenschilder, von welchen das eine die buchstaben /. A', das andere zwei steme trägt, die rückseite des tiielbiatles ist h rr. mif dem '2. hlniie des ersten mit aa signierten tnujens steht die „vorrliodt* Martin iiiitlM i'', *pif flcn 6* folgenden hhUtern die vorrede des herfn(sy;eh(Ts , Stephanus Itodt^ i'iul iliis „iT^rigter vbi r die ^ — }i ÜS-^-CC) signiert,, auf bt. %\ beginnt die postille selbst und zu- gleich die römischen blattzahlen, welche von I^CCCCL VI fortlaufen, die rück' sdte dieses letzten bluties ist leer, die hiermf folgenden 24 ungezählten blätter nHhdten das alphabetische Sachregister, tmter d< ssen ende die oben verzeich- nete drnckerangabe steht, zwischen te.vf and auslegung stehen, wie bei der süumerpostille, die sitmmarien liagenhagens. 144. IHe tDcifja* j ^^iino^c v^cl;aiuiiö Sl\6^ \ tnibcv^^cvc* bcut>ic^, I jui^criAt mit ölcj^. I ®amvt einer maui | cinn t^orvebe i>nb iMiteniitt j D. iDiartiu vutl^cvö, ©tt 1 man tie i'elfciäe uiit biv i ^icitbc iucijjaöunge \ mnemcn jol. | iinilcmbcra. ^ ^. fpii. {titeleinfassung wie nr. 138). am ende: Derbeutfc^t burc^ @te» lAomm itobt und darunter 'die drucker angäbe: ®et¥Udt 31t StttemBerft btt¥nb luibberd^riftt- | )d)cn lere t>cii tcr ^a^^ifti^c^>c^ | Ü)icficn, fo i>cr i^arfuffcr i^- \ furt T. iionrab Hliiiö \yti}nn, j U>et:legunfl Durd) Ouftum I üJiemum am Sontafl \ 9ieuüiiijcere gc- | |>rebiöet | 1527. (rinfassung mc nr. 77). ain etule: (i^cbVUcJt ißjittembcvg tüXfS} ^ail« tü\\i, \ 1527. QUKLLBIWERZEIClfNIS, 5 hg. (siff. %-^), letzte seite leer» äie rückseUe des tUelbUUtea mthält eine vorrede L's. 1528. 146. *S>tx fvo^^t Scu^ 3a, aii^«' ) (egt bwr^ 9RaTt Sittl^. (darunier der bei Bindseil 4, XÄI beschriebene /lolzschnitti. am ende: ®Afiuft JU «HttcOTberg. | WViä^d «Otter, | XXVIU. bff. isiff. 9la— Äf, Srt h/., wovon dm lelzle hinti her ist). .Hij'— Ättij* enthalten flic vorrede L's. ist leer, begiimt die über" seizung des propheteti, ivelche Xinj' schlieszt. diese (msgabe, die einzige Originalausgabe dieser schriff, besitze ich selbst. obgleieh sehen den iO, Jan. 1527 unier der presse {de Wette br> 3, i54\ ist der prophet Socharja den 2. sept. doch erst zur hälfie fertig (de Wette br, 3f i99); den 28» dec, i527 sendet L, ihn an Spalatin (de Wette br. S, 248). 147V 23omaknbmaI I (5^rifti,i0efcnbm« ! ü)iartA'ut^t't. SBittcrabetg. 1528. 3rf^lc(^t mt> recht hc^mit niicft. | "^falnt. 25. {ein/assung nie nr. ^ft). am e/ule: {^&xiidt ju iCnttcmbcrii | UJiid^cI Vcttber. | T>. XXVIU. (siel). HO Oy. isig. o — J, Ü — letzte seite leer, ^iii* umi ^iüj* enlUiUlcn cotrccturen. neben dieser ersten ausgäbe, welche L. unter dem 28, märz 1528 an Wen' ceslaus lAnk sendet (de Wette hr, 3, 296 \, wurde zumeHen auch benutzt 147^ nm Wüb I mal (Sl^ftt, 9t* ) kuMib \ SRat. | (9ebni^ an tott* tem« I Ut^ hwcdf l^ata Sßeiffen ) 1. 5. 34. 35 bg. {sig. a— 91— der titcl Steht In einem holzschnitti Damder* sticht den riesen Goliath. ein czemplnr der ersten ausgäbe /hulel sich in der Jcirchenbibl, zuDrofh kenberg, letztere in dtr i/nir. hibl. zu Marburg. \ \^. Gitic bc* t rid^t an einen 1 pten fronnb I t»on iöeibcv f^cftalt bc^ | ^a^- crauiciue aufjö iÜi* | fd^offd ju i'^ci)|cu j uiauCat. \ iiiavt. l'ut^. am ende: (Sc&iudt SUtcmbcrg | burc^ 3o[c)>^ j^Hug. | .1. 5. 28. 8 bg. {sig* %—^\f letzte seite leer, pertalßrmige titeleinfassungt worin auf Jeder seite 2 krieger stehen, unten 2 enget das Wappenschild mit den 2 sehwertem halten. in meiner bibl, 149. ^iuMt Ter I SBibbcrtauffc | an -^twen ^favt^erm, | ein bricff i iüiart Lutger, j roittcmbtrc^. | 9)?. D. XXVIU. (in der hei nr. 120 beschriebenen ein- /assmg), i,cfi*tc üöru^ ( ber ^laufen i^nn 5cI?tDCt^^ | t>nb feine beu* i tuitflc (finn/Hf'-r r/n ho/zschnitl^ welcher in einetn kreise ein haupt mit der dreipicficn kipsUu hrii hriinc flarütelff, von n^efchem 3 xrhivertspilzen ausgehen und rhen so viele hnifinijrhn,. diese/he /if/rtr kehrt />/. j'' n ieder), ^l^iiinfmbcrfl MDXXVIU. am ende: O^trudt iöJUteiubctg buvcl) i Oiirfel ^d^ivleiife, \ 152S. 2 ög, {$ig. % Mzie seite leer, hibl. XU WolfenbatteL 152. S)et ^to|)^ 3cfoia | X)fttbf(^. | SütanBetg. 1528. darunter sieht ein grüner,' auf Jes. (f ach beziehender holzsehnitt. iS^fi 6g, {Bindseil 4, ÄlJf werden irrthümlich nur iJ^ji hg.nngegehm)^ letzte hlatt leer, die rückseite des titelhlattcs und die 3 folgenden hlätter cnUhiltrn rVir vnrrede Luthers, auf dem .'>. J/latte ticijitDil der prophct selbst, m ende sieht eine correciur und äarunier die druckcrangabc: ^blPUCttt 2Jittcmbk:rA ! tuvc^ .^aiid l*ufft den 26. mni iö2H wtw L. noch mit der Übersetzung des proph. Jesuiu he- ichäfiigt ide 9Felte br. 326), und den 20, ocf, »ar diese ausgäbe sehm Hrgriffen. 153. 9u«lcsiiii0 I ber gefeit ge^ot, ISycx \ SDtoit. Snl^ \ bigt }|t fficttfinterfl, | bem. i»nb. |f^. ] (S(M>itet be« anbcrn | bud)d 9}?ofv I X^'^ Hntt taterrid^ | tote aKofc« gu | fcten ift. j SKart. l'ut^er. j ©ittcmbcrö 1. 5. 28. (tiiekinfmsung wie nr. 129), am ende: d^btudt }U StUembetg j bim^ J^it« fBtif«. I T. mn. ocfav, 12^.1 hg. {sifj. ^Jl— lW. 1W i hf.). nr, 151 — iö'i in der f»il>/. zu IVulfetihnttet. 154. ^xi bell furfäritiii ju ; iöranbctibuiö iJtavggvaue« i 3oafi^iin, (i^vifiltc^c iwinanung. | D. aWartin Uxi^x. i bg, der brief^ welcher vom montag nach fVaneisei, 1528 datiert ist, be- ginnt auf der rückseite des titetbluttes und schHeszt auf der vorletzten seite, ^ letzte Seite ist /«er. befindet sich in der k. bibl. zu Berlin. l.'f). rcr. I)urc^(eu(fctigcn ^c(^gcbörnen ^. 2?rfiilcn, icg etc. S^rifiiic^ i ovioc^ tce berfaffen flo \ [totö ^.^bcTf^. um ende: (s^ctritcft ju aöittom(>a>i | burc^ ^\ bcr Crpt* | ftcln Mm UriiaiiAcUni i?cm Vlt>< I ucnt viu bi« auff 0|tcrri. i ^Il^e^•uvl^^ i^ortt^vvt tiivd) | lUZartin lUitbcr. I Bavukr ein \\m \ JÄfjvftcT. M. D. xxviii. ( Sittcmbii^i. w/i ende: (^'briKft ^Wittcmberg j üjac^acl l'i>t!?ct. 2». XXVIII. m /olio. der HIel eBeser ausgäbe, weiche ich selbst besitze, sieht in einem hohschnitt, in dessen mitte oben der heil, geist in taubengestalt schwebt, rechts da»cn Christus mit der domenkrone, links gott der vaier, beide wm engeM umgeben, unten wird ein zug gerüsteter krieger dargestellt, die rückseite des titcis ist leer, die folgenden 12 hl. enlUalteii nutzer der zuscltrip an Alhreeht grafen zu ytansfeld, und „ein kloin viit«^rru5ht rtr.^* ein nfpfiahrthrhes Sachregister, hieran f fnt gl die poslitle seihst, die fiogni ilrrsclhoi siml mit $1- 3» — 35» %^{(\ ^TcYkU sifinicrl : die hfntter tragen die mmisi hfu hiattzahlcn l — CCCXLHII {druck fehler für CCCLiiU). die letzte saie ist leer. 1529. 15S. 35on ^eim | t»nb geftctcn 1 bricffcn, 2amy>t einem | ^fatm ait^c^clegt, | totofcer ipcr^oö I ^corflcn ju 5ad>ffn. | "iOlaxt. Liitb. [ 'M. D. XXIX. ( lueirin- fussung wie nr. i'iOu am ende: i^ebnictt :!U)ittcuU>cTd , tut(^ | >t\x^i, 1. 5. 2. y. 5» 2 hfj. isig. 31—^5), letzte seife leer, diese schrift erschien jedenfalls gleich im anfange des Jahres 1^29, da L. bereits im dec* des J, i528 dtaran schrieb. 159*. {Deubjc^ | (Sateij^tf« | mu«. | ^mxt ^ntl^t. (dieselbe tUelemfassung wie bei nr. 140), am ende: ^xMt }u ffitttem^ tmdf { i^m^n SR. xm. 25»/« f^ff- (^'0- B- 3 ^' '^''•l' die :j letzten seilen leer, die blätter %\\~^ f) hahrn die romischen llatt zahlen l -XCII. hl. I—III enthalten die rorrede, hl. \\\V XLVU'' die nmirtpmij der 10 gfhnfe. hl. XLVIir—lJ'It dir ans- legung des glnnhens, hl. Lt'JP'—LÄÄJ/I' ron dem gebcte und die auslegung des vater unsers, hl. LXXIIf'—LXAXli ioh dein sacramait der taufe, bl. LXXXUr—XCIP von äan saaiunent des a/tars. diese ausgäbe findet sich in der univ, bibl. zu Marburg, noch m rfem- selben Jahre erschien folgende^ in der bibl, zu JFolfenbUttel sich findende nug- gäbe: ISQ*». jDci^fd^ (Sft' I ted^ifmu«. | (^cmc^rct mit cinot ittlwit 1 ontcrric^t önb Dcvma^ I nung ju ber ©ric^t. | aWort. m\). \ 1529. am ende: Ocbtücft bigiiized by Google QUElXEiSVmElCILNiS. LIX i» ocia», iö hg. {si{/. % — letzte seife leer, der tUel, dessen i. 3. Ö. und $, seile roth gedruckt ist, sieht in einer parialförmigen einfasstinff, »orin tmAn ein o/ISmes buch Hegt, die Mütter ha^ die romischen btaUzohlen 1— CXyill. im text sind 24 thcih gruszere thei/s kleinere Holzschnitte angebracht, 159*. 2)cui>fc^ I (Satec^if* [ mu«. | ©ciwe^ret mit einer nrt» | eit wtt^cbf , »nb Der* I maniinöc ju bcr | S?cid)t. \ iffiittomkra. 'chifans^mg wie nr. i48J. am ende: ^Vtrüttt ju Sittcmkvjj | burc^ 6H'cr^cti Mifaw | ü)l. 2). XXX. 21 hij. (sig. % — jEj, die 3 tetzten seilen leer, die neue vorrede slelu bl, bis Siüii". von den späteren ausgaben nmrde noch folgende benutzt: 159*. X)eiibf(^ I (Sotec^if^ 1 mud. | 8ut^. [ ^luffd itdo (Sonifiitt «nb | gc« leffnl I IBittemBcyfl. 1542. {in einer einfassung, welche unten m der mitte das säehsisehe mppen, rechts davon ein »€^pensehild mit der um das kreuz gewundenen schlänge^ links L,'s Wappen [tUe «eise rose] zagt.) am ende: (9(bTu(!t yix WiiXiWiUx^ burd^ | (Georgen W^iln* in octav. ^Vt bg, (sig, a, wovon h nur 4 bl, hat), die letzte seite ist ker. nr. iöd" u. 159^ finden sich in der k. hibl. zu />rr/i)i. 160. 33otn $tricgc n>ib* I ber bie Xür* | den, ! Waitinuö X'nthcr. | (SSi-briuft M\t' I terabcrg. | 3K. S). XXIX. a/n ende: (^iliudi ibUiLiubtig Duiü/ j ^aiiö Seif« 9R. Sb, XXIX. I «m. XVL toA bc9 WptXL 8 bg. {sig, $)j die vorletzte s^te ist leer, auf der letzten seite stehm tße beiden wappen L,'s, Snks das lamm mii der fahne, rechts die rose mit dem kreuz im Gerzen, der titel hat eine einfasstmg, deren seilentheile durch Je eine runde säule gebildet werden, auf weicher neben der obeni Wölbung eine nackte pfrmi steht (rech f. < i'hie weibliche, links eine männliche), im untern theile baitcn znci nackte kinder L.'s wappen, die weisze rose mU dem kreuz, in der laudesf/ihl rv Cassel. diese Schrift n-idiictic A. ,,deni dnrchleuelitigen lioch^ebornen fUrstcn vnd herrn, herni riiilippä laudgrauen m Hessen, grauen zu Katzenelliugeii, Zjgen* bm vnd NiddA**. die dedicaäon ist datiert: am neonden oetobrii IS28. 1dl. IGk tvei« I ^kilomo | niö, 9bt bte SÜ^xan \ nen, IBefbeubfd^t | biirc^ Vi 8litl|. I fBlttcillcis. I 1. 5. 2. 9. (m derselben einfassung wie nr. 138), am oide: (Schfilft )u Sittemi&cra, tmdf j ^n» 8itfft l. 5. % 9. ^V> ^9* ("fH' % ^ bL), letzte seife leer, bl. Kij* bis ^mi^ steht L,*s vorrede. in iler nnir >>ibl. zu Marburg. nach einem hrief JL's an IV, Link den 2ö. tnai unter der presse {s. de fVette ftr. 3. 4r>U). 162. Dtcfer i^criuid; ! mjvubnicn 9lrti^ | fein, ^bcii fid^ t^ic ^iv \>\u j tcv befcfatiebcn, ju SKaT" | ^jurg ccralic^cu, %ix- \ tia OdoBri« ic. | Ü)J X) XXIX. I tMkttCiu« M I fliaiiben«. | 2). SRoit Lut^erd | ISNtlniiBerg. | Jüc!. ^c^ivL d bg, {% in octav, k, bibL SU BerHn, il' Digitized by Google I.X QUELLENvenzEicinns. 163'. (ihic ^tcx^ I prebiflt i»it>bcr i bcn Xiirde«. j aWott' Lut^. ( ©ittcm* bnroi. 1 MDXXIX. (dieser titel steht in cintr rinfnssung, in deren nhereni tJieile die heilige dreieinigkeit von wölken und cnt/vtn umgehen dargcstrlli ist. im uniern Iheile stehen zn-ei grosze trappenschilde^ wovon das rechts stehende die um ein freut gminidoif schlänge, das littks stehende Luthers wappen [die weisse rose mit dem kreuz] trägt, zwischen beiden wappenschilden die gehurt Jesu), a$n mde: ^t^cicüät ait Sittemi^ bitt^ | Wtd ^\xim\i, %mo | WH !£) XXIX. 7* Ii bg, (siff. ^—fy bei nur Ü hl,), des UUte blatt leer, in der Umdabibl, zu Cassel. den 30. oct. 1629 arheifcfc L noch an dieser, schrip {de Welte hr. 3, 516) und den 3. Jan. 1Ö30 sendet er schon die 2. aufi. derselben an Aic- Uaxwnann (de Welle hr. 3, 5 '18). neben dieser ersten ist liisueilen noch folgende ansg. ritiert: IGii''. läinc ipccv* I |>Tcbic\t, iiUtor | Den lüuicii. 1 lU^art. ViUb. | ihJittcmberg. j 1542. ojn ende: ©cbrüdt ÜxJil» 1 tcmbcrö, tutd^ | 9iutil ^d^ir* ( kntj. Süino j g», JD. XLH. 9 hg» {sig. ti~3), letzte seile leer, der titel hat eine holzsehnitteinfas- snng, in deren unierm theile David und GoHaih dargestellt sind. 164*. ißon ber fun^ | l>e lotbber ( bcn f)ct%n O^ft | . I "-U^- XXIX. 4" 2 hg. \sig. (i. nuron hg, iö nur 3 bL hol), letzte seile leer. in der Wolfenhiiiteler hild. oft tst auch fügende^ spätere ausgäbe dieses sermons, welche sich in der univ. bibL zu Marburg findet, bejiutzt worden: 164"; $3oii ber fun« | be | beii ^eiligen gcift, dxn \ ^mon. I Slott (Sit^tta hxüUtn »nt ] jc^tDeftenir (Ein an* | bet ^vmon. | ^wtt, HutSi, \ H. D. XXXiUI. am ende: orrcbc | X). l^cartini Vutlicv. | iiiJittembcra. | XXIX. [titeleinfassung wie nr. 77.) um aide: ^bnirft ^ Sittemberg | bUTC^ jpand VJufIt. I 3are, j i)^ X). XXIX. i^Vs ^j^- i^'^ff- ^— C> ^ 2 fr/.), letztes blatt leer, Us vorrede^ welche zugleich znsehriß an „Hans Metaeh henbtmm su Wittembei^' ist, steht bL bis nitti". in der univ. bibl. zu Marburg. 160. !lMe (SpU I )tel ®. "^auU juit j ^olofjern burd^ ^^tti^ | ^um ä){clan(i^ ton i^m la* | tein jum anbern mal | aii^^jideflt. j i>evbcubid}t burd> Ouftuni | 3oiiüat mit eiiMT HtlMicn ihh' | ibobc iiliartiiu vuttKV j an bic beubfc^ii | fejet j ötfbruCEt l 1529. um ende: gcbrurft aJüc^cl l'ottcr. 1529. Digitizedby Google QLCLLENVEKZfilCUNiS. 25 hg, {Hg. % — die 3 hizten mien teer. L,*s vorrede steht auf irt|. der Utel dieter sekrift steht in einhn holzschiitt, marin unten zwei enget ein n-appenschilfi mit der um dn^ fcreuz geimmäenen seMonge lutlien, befindet sich in iler k. bihl. zu, firrlin. 'i67. ©n fur^ iMi I tcrridjt bcii 5tet | benbcn menfcöcn ! gani« treftlid) iMib jeliä' 1 tic^ fiiTju^alten an [ vcin leiUfii ciiDc, j mit einet iBom | t>c 5). iükrt. \ ' Vut^. I liBittcmbcig. I 1529. {in einfmmng). am ende: (^t>xudt burd^ 3o* oeta», i3 bl*, letzte seite leer, L,'s vmrede bl. bis %\\^. in der k, bibl, zu Berlin, 1530. {einfussuny n ie nr. 120). nm ende: #obnicft jii iBitteinberyi, J butc^ Jpanß Viifft. // hy. isiy. ii — letzte .seite teet\ bl. ^}\Ä\" bis ^litti' enthalten die Wid- mung an den kur/Srsten ,yJito! i c^icl i>om | ©oß. | 35cr- bfubfd^t buvd) 1 ^Tmt. Liit^or. Söittcmberg. i MüXXX. um ende: ^xwü ya. fijittcwbcrg biir* ^^^itfcl | Sc^irlcng. ÜJ^t)m*. der titfi ätrst-i 2 hy. (siff. % ÜÖ) starketi ,'ichn/t steht in demselben holz- schutii, nie nr. lUJ. die rückscitc des iiielhlaltes ist leer, die /olgenden 3 bl. des bogens % enthalten die vorrede Luthers, nr, 168 u, i69 in der bibl, zu fTolfenbüttel, 170. (Sine Bcfonb | mb (g^riftUc^er le | xt onb gloiiBenf, X)un( | SRart ^u« t^, I ^nn fteBctij^ j ftrtilel Der» | faffct. | SOt. 'S), WL (gleiche einfassung mU NT. 123). (un ende: (^bTUdt su Stttembetg bun^ 3ofe))^ flUft. nur 4 bl. wovon die letzte seite leer, k. bibl. zu fit^lifi 171. (5in I ;I^iuif au j ben (Sarbiual (irt^^ \ bifd^off iüicn^. iDJart. Vut^. {einfassung wie nr. 140). am ende: i^btudt ©Uttflttberg | bUK^ C^OJgcn 2 bg. \sig. %, SJ), die 3 letzten seilen sind leer, dieser brief ist datiert : » erano (dL I. 4ft> /ivle Coburg), feria 4. pont visitationis, anno 1530. 172*. ieernianüg | an tote gnftlUl^u | rserfamlet auff bem | iRetd^tog $(ugd« j Inno. 1530. 1 IKtttt. 8ui^er. | SNttemberg. | Psai. 2. \ Et nunc Reges tn- lelHffite, | fimdMi/ Judices terrae, {in derselben einfasstmg nie nr. 120). endci <9(brinfl )» föittembecgr bim^ $an0 Lnfft | SR X) XXX. Lxn gi; ELLEIS VÜJIZEICHKIS. 9 hg. (siff. 3), tiif 2 letzten hlätter leer. 172''. ^rmanöf^ ! an bic flciitlicbcn ! öcrfamlct auff bcm | 9?cid>«tafl ju Hugd* | burfl, ftnno. 1530. | 4}^irt. Lutger. | iiMttcmbfra. i Psaf. 2. f Et nunc Rerjes m- li'lUyite, I Erudimini Ja dir m hrrar. \lileleinfassun(j wie nr i72*). am ende: (äcbrurft ©tttcmberg, | tuxdf 3cic^?f; Uug. 1 Sß. 5). 7 (sig. 31 — /etzte seile leer. unler dem 12. mai setidel L. das mamisa'ipt dieser schrift zum druc/c nach muenberg {de Wette br. 4, U), 173. f<^aiic I ttrc^ ^ufft j m ü) XXX. 10 hg. (sig. "ä—U), letzte seife leer. nr. 17.5 und 17G in der univ. hihi, zu Marburg. 177'. A)a ^un-' \ Wni viiö 2tc- | bcn^c^cnb | "^falm. | ?liiv5^iclcgt burt^ \ T>. Maxt. ViU(i. j M. Ü. XXX. [eifi/ftssu/ig wie ttr. 120). am ende, iä^tüdt ^it I tcmberg but(^ ) Georgen ( iütfm. bigiiizeo by <^OOg QUCLLENVERZEICUNIS. LXIU «Vs f*d' im- 9—0, $ 2 bL\ dU 3 letztm seitm teer. M, 9ltl* bU Uni)« 9tthi die „ans der wosten am aoonabent naeh Baitholomei. 15d0'' datierte »id- nmg an den „geBtrengen md ern vhesten Hans von Sternberg ritter/' ilie /b/- pou/c ist leer. dieser misgahc des 117. psnims, fvelche sich in der bibl. zu IVolfenbiltlel, uuch in der meiniijen. ßndi-t. iji^'riq fnlarnde 2v Cohurff, wo sich L. trährend des reielisliujes zu AniishHro\mcU | \ä)cn, onb gttrbit* | tc ber 4)ei* | Uflcn. i S>. ^att 8iit]^r. I SUtembcTg. | M. D. XXX. (emf issung wie nr, 96), am emk: (Scbr&tt | tmhn^ bimf | Vorfielt 9t^. 4 bg, (siff. H—ÜD)« letztes blatt teer, mf bh i^f nur die druckerangabe. diesen von L. „ex crcmo octauA septembris 1530" geschriebenen sendbrief hat We n r e s l a r(s L i n c k herausgegeben. 179*. iikrnivi j nung jum Sacra | mcnt fcoe* fcibo enb j felutö cnicvö 1 ^3?fH5?. I m, ^0* /er/?/^' blatt leer der titel in einer einfassung mit der dnhobmg der bundeslade durch David. ' ISO. SXt ^pini I bert Pub eilfftc | ^^falm aii%'' ' (cc^t biirA T^. | OJtavtin ^Ut^r. I SEßUtcuibiv^. | JJi. X. ^dieselbe einfassung nie nr. IGü). mt en- de: ©ebrudt ya mttmhcx^ \>üXiS) \ 5>anö mi^ Slnno ic | 9)?. 2). XXX. A bg. (sig» %^^), dße letzte seile leer, in meiner eignen bibl, diese auslegung des iU. psaHms dedicierte Z. „dem gestrengen vnd vhesten Caspar von Kokeritz zum Sees.'' die dedtcation, welche den ersten bogen ßlUtt ist datiert: ju SBittcmbcrg ÜJJoiUag nac^ «at^atine. !D. XXX. m\ tS^ I fac^. I moxL Lut^. | XBittembetg. | m, XXX. («in- LUV QUELLENVEBZEICRNIS. fassutig wie nr, 138), am endei (Üktnutt fS^HUmbn%, \ bun^ {Kin< Lufft ■ SW. T^. XXX. i(> ////. (,v//7. ^^l— M», /('fzh's hlatt leer, diese (n/st/ahc besitze ich sefhsf. diese sehr iß L.'s t-r schien später nochmals mü einer schrift J 0 h. B u g c a- hagens zusmnmm unter dem fifcl: 18l^ 35oii cVi.iad^n. | X. i^iaU. j ^uti?. | 3tcnt. | ©om (S^cbrud^ | imid i^ö' lauffen | 3). 3o^an ©u^en^a- 1 gen ferner, an Königli(^e | ÜRaieftat Dcnnc»= \ wtttUn tc I Pe arbore eensan- 1 gukdtaH» et affhUtati», tiue de gradi- 1 6m#. f PM/t>»pi Mekaühenit. (eich \ V^üaBübtx^ \ %,WM, Wt. t>. XL. am ende; Mmdl itt SUtentberg, burc^ 3ofcp^ ftCug. | m. ®. XXXX. 2/ bg, isig, tt^I/ Z.'« dbhandlnng reicht bis bi* 3RüiA ^ der mhf* bibl. zu Marburg. 182. l^oit ct^o I iti't At-'^i'd^tiflffit. I <5tn Sermon. 1 JJtart. Lut^. | ^ßittembevg. i "Üi. T). XXX. {einfassmg wie nr. 138). am enäe: (^trutit ^tt Sittembecfl^ 1 burd? |)aii0 t\i\\t 3 bg. (sig. % — Ii), k-lzte seife leer. 183. LXXXU. 1 ^falm, Slud- j actcgt. j aRort. Lut^r. | ffiittcmbcta. , MOXXX. {titekinfastutng nne nr. i€S), am ende: fScbtiKtt Sittemfectg bim^ Wkl W^tiias^ I a» !D XXX. 8 bg. {sig, 9^$), leutes biatt leer. 184. I)ad @ifbcn)e^ | ^nb (Sa^ttei | 3o^nnid, l ton bm geBp- | te (i^rifti. I ©eprcbigt tnb auögelcflt | burc^ t).ÜKaT. mffcx | SiitembctA. ' T>. a», XXX. Ol» m«/^': Cftcbni(ft ',u '^Btttnnbcrc^ f biirrf? ^an« ^Dcict. ^litiio. :c. | 3J?. T». IIX". //y. {sig. "-ä Z. 2 :^ ///-s /elzle seife leer, der titel steht in der- selben einfassung nie nr. KU), nuf der riuLseile des titels L.'s „vorrhed»*.'* woraus sich ergibt, dmz nicht L. seihst, sondern C. Cr eutziyer der herutia- geber dieser predigten ist. die nr. 183 und 184 sind in meiner eignen bibl. 185. !Der Wiibrc* \ loitffet lere »8 g^m^ | iti0, au« $et%r f^fft tmbbct«* [ legt, mt emev f(^itnt S$ombe, | aRavtim Lutl^. | Psam. LXin. j @te ccttd^tm fi^Id^U. . . I »nb alle menf<^n eif^taden. | Sittembcrg. | M D XXX {tueiein- fassimg: Johannes eiithamptmg), am ende: ^bnt(ft Sittem^vg butt^ | 9hfle( @(^irlenfe. | a)J!rxxx. 2^V« bg. {fig. leUtes blali letr. Us vorrede steht bl. Äij* bis 186. ettli(^c offentUd^c ( not brieffe. | ÜRortini Lut^r« \ iln btn Äurfürften Öranbenburg ' *• )tt Omit I bcnlbuTg. 1 %n bk ^ifc^offc ^auelbcrg . %n bie Stitterfd^fft ber 3Ra«t I Sil ffat^vuta|>onittnfl€. | Sittemberg. | 9R!3DXXX. . XXXL {äanmier noch ehe kleine verzie- rmg). S hg. {sig. §( — .Y)i, ilk letzte seile leer. in flcr miir. })ihl. zu iiit'szm. auch m der mtir. hihi, zu Martmrgf deren cjcempiar aber unf dein titelhlatt die jähr zahl VJ'il hat. ISS. "^luf taiJ '-ba^ i meint ÄciffTltc^ (iWct, | Sluö.^aiivjcu jin 1531 iarc, nad? Dem »fu^taöc I te«1530.iar«. | (SJlofa, | D. aKart. Lutger«. | ©ittembcTg. | DÜ}iXXXI. (tief), am ende: ^^Mt )U fötttentBerg burc^ | Wkl ®^trM}. 7 bg. (nff. K— letzte seite leer, die titeleinfiissitnif wie w* 185. nr. 187 it. 188 mduen vor dem 16, e^nil 1531 erschienen sein (vgl. de ifette hr. 4; 23H). ISO. ^Btbtcr I ton ^JJ?inid)lcr | '5U X)re[en [ c^ebrncft. ( ".^J^art. Vittficr. f Stttcm» betA. { 1531. am aide: (^Drudt ^OiHttembecg j £ittid^ tufft. \ ""M. 0(l^ | yat i^iebigt^tBet | ben f^mnl^ pm | ent om. ifiijl. iSa« | Ijilel. I (^^jrebtget bttnl^ 3). | 2Rar. Ünt^x. \ ©ittcmbctg | l. 5. 3. 1. (einfdssung wie nr. 160). am ende: O^Tttift (tt Stttcmbecg \ :llkt« ^. Wl XXXI. .3 hg. {sig. a — c), die letzte seile leer, in der univ. hibl. zu Gieszen. 191'. (Sin ^rc | biflt oon bcn | ^Sngdn. | »Jart. Vutf). | Sittcmbcr^v | 1031. t tilelein/ussung wie nr. 120). (un ende: (S^biuitt Ü3ittemberg | burc^ ^anÄ t'ufft. 1 M *Jb XXXL I91^ €iit ^ I btflt »9tt ben | (Sttgelit. | 3Rait 8ut$. | 8Htteinlc. '»Slaxt Vut6. | ilMttem* bexp,. I XXXl. {in ein/assung). ittembcrg i t'md» Oitcfcl ^(l>u> , lentj. il'ii hg. ist ff. 'ä—m, 2 2 bl), die letzte teite leer, hl. Iii* bis m\* enthalten (He „yonho^e** L**, nr. m u, 194 «nd in der hibl zu fVolfenhmel. 195. iStn Sermon | »oit ber (Sbrlft | ßc^cn ^tc^, bimi^ | lüe^tum C^Yofner i^on | (EoIt>i^ auff bcm 6c^(od ju | ^efben jnn Ü}2et)feit, gf^nr^gt. | ü)ht einet torrcbe | ^»Kirt. ?ittf>cr. | SittembetiV | 1531. {emfassung me nr, 13%), am ende: (»ctrucft SBittcinberA burc!^ ipanö Viifft. i.j hg. \sig. %-~^}, /ffzfc seile leer, die rorrr//r /,. .<: s/i'/ii luif thi/i 2 und 3. blatte des ersten buyen.^ {%), Slitij ein kert.s hind. üö' mriintn he- gbmt auf dem 5. blatte welches nochmals mit % sif/nitTt ist. 196. €tit Sermon } »wn ^oAtoirb^en | t^eiligen Socromcnt, | be« leiM onb Uui& I (E^riftu nixö) ^He|tunt | (^rofner Don (&»lti% aitff beut ^ 1 lod jDrcfben tntt SDZeiffen | gf^nrabiet | 9Rtt etnct »ovr^e | SDtott. ^hi^CT. | «Bttemk^ ( M. D- XXXI. {einpismng wie nr. 189), am endet (&ehmät )tt ffiittmiBerg | hia6f $an« Sitfft I J}^ t>. XXXI. ^ (sig. St— |)). m «fer />/7*/. zu Gotha. 197. Si?to l^ii iSfe« ) fa*cn, tnb jnn Den | feilen, h ber* | ^►altfn trafen, n.nl) b\H j liefen biUicben iRecbten, i (Sbrtftcnltcb i^an^ | cdn fe^. | Jct^an- iöventiuö. | l'Jiit einer üßorr^^ebc j lüton. vut^Knd. ieinfnssung nie nr. ißO). am ende: rS(ft )U l^SHttcnt)* | Berg biirt^ Jorgen | d^^otv. I 3)2. T), XXXi. ^V* i — 3f & ^ '^^^^ vorrede bl, %Sc( hie Wi\ nr, 19$ u. 197 in der k. bibL zu Berlin, 1532. 11>^. X\t 'l^re^Jljieten | aüc Ä::€iiM'cb. | T. ^J^art. 9nt6. | 3«ittcmborNV | iäi. T^. XXXII. am emlei ®cbrucft ju sSßittembcrg bnrd? \ ^an« \!unt, Jm jar. j il)?. !D. XXXII. die genauere bescHreibunff dieter au.. iKRott V'ut^r. | Sittcmberq. | 1532. HHeieinfassung . wie nr, i48). am ende: ^cbrudt )U iSMttembera | ;)ofe^^ fiiug. | S). 3PPgu (daninler noch fünf correcturen . 60\i hg. {sig. ?l— Bf ft— Jr öa— 00 2 bl.h letzte seite leer, Sliji' bis iiij* */ Stiefel S rf?iv* 1 lent. 3 A^. äl— t5 i, die o ietzten sciten leer, dieser hrief ist Eberhard von der Tanneu amptman zu Wartburg zugeschrieben. in meiner bibL 203. Sin bell ^buxdf I ku(!^tigcit ^oc^^cbor ] nen dürften Dnb $»ernt, fymt Kbml^tai, iD{arfl0taffen |u | ^anbctibutg, inn $tcii | flen tc ^er^jog^n tc i (S\n Benbbrieff ^oct | SRaTt Lut^f. SMb* | ber fttluj^c mtkn^ | geifter. | ^eSUtemberg. ! I^?X)XXXII. (in derselben einfassung wie nr. 202). am ende: (Scbifidt }U ^k^toembcrg | burcb ^ttfcl «Scfair» | Icntj. 2 hg. (sig. % ^Ö), /e/«/t? Seite leer, auf der vorletzten seile steht nur die druckerini/jnbe. in der bibl. zu Wolf< nl>iittel. ■ 204. 3»o ^rcbtflt i>bcr £)cr I Lctcbc iX'öi iiniiui , |icu .v^cti^ug v'^C- \ .^ilOio ju I ^at^i'jcn. I D. iDhrt Lutger« | ©tttcmBcvö. | MDXXXII. (dieselbe einfas _ Mtg wie nr. 202), am ende: (Scbnicft ^tttcmbcrg, burc^ j Wlti ^öfitUnl^^ m im I aiJDxxxn. ^ bg. (sig. %—^), dos letzte blatt leer. landesbibl. zu Cassel. 2o5. Söic baö I J?nb iiua>-jcliiMi rccbt f^vüitb | lic^ juontcridboibcn finb. '< mvct. ^ut^tö 1 {»rebigt. i 3tein, ^tfx.\m^ onb | fein ^tfuigicid^ [c^, M ; r Digitized by Google Lzvm QUELLERVEBZ^CÜNIS. bei ftr\ 160 beschrichcitcn i'ifi/'asmng). tun eiulei Ü^bltuÜ ^ j£i^ittemberg | burc^ 5)anö T': XXXI I. SKt by. (sig. %—X)f ^ hi.),jUe letzle Seite ker. univ. bibl. zu Marbwy. 206. CHn I lU^ 1)Xf!Hgt oon 1 Der juhiiifft (E^rifti, tMib j ben borge^ntocn ^eui^n I be« 3fitieftett togf. 1 1b* Wbsxt Lut^. | fflitifmfectfl. | 1532. ißmfiutma wie w. iaOf, am ende: UScbnuft )u Sittemberfl | butd^ f)an« ^uffi, | fD^. t). 4 bg. {sig. ^—3)), /e/z/e «f fr^. (W^. 9—^. /e/zre «e/fe /«r. der titel ttehi in einem hoiz- schnitt: Simson zerreiszt den löwen. in der wm, bibh zu ßieszen. in der Jen. ausg. der deutschen schriflen L.*s 6, ÖOS^ werden diete pre~ digtai ins Jahr 1532 gesetzt. 20S. i^crantivor | tuiui bor auffgetc^tcn ' 'Jliifftitr, ihmi Syx\^i'^^ ' (^Vorc\cn, (SanH)t ei' | nem Iroftbrioff an ric (ibri ( ften, dou ibin VcivtuA I iMiic^ülci^ wrtac^t. I gWart. Lutger ; JWittcmbetfl. | MDXXXllI. i nufrissung u ic tir. 202). am aidf. (s^cbrürft ju ©ütcmbcTfl | burc^ ^Jiicfcl (Sd;ir^ | Icn^^. 8 by. {wovon der erste bogen mit f, die sieben folgenden mit (ä sig- nierl sind), die letzte seite ist leer, in der k. bibh zu Berlin, auch in der minigen, 209. T)k Keine | Wmmt auff | ^ i^mstn | ite^efM iMf, \ ^wtotiOlaxl \ £ut^cr. I Sittcmbctrt. (dieser titel in derselben einfass>rnofc Xoigm ge))TC« I bigt. | SUtembetg. i MDXXXUI (m dem nr, lß3 beschriebenen hoizschnitth am ende eine ewreetur und darunter: ®ebrudt }tt iE^itteintorg | lam^ mü Bäj^ \ lettl». | fDia)XZXm. iOt/s bg. {tig. H— 2 M.)» letzte seite leer, hibL ZU Gieszen. 213*. SScT! U)in* I (felmeffe onb | ^Jfaffen ©ei^e. | S). 3)Javt. Lutger. ' ©itterabcrg | DMXXXIII. {einfaumyuj nie nr. 202), am ende: (^Tiutt aßittcmbfTii I burd> ^dü ^c^ir» | leu^. | m T XXXUI. /y//. (A///. Ä— O), /e/z/« ^^<7^ /«?tr, an/ der vorletzten seile nur die druckerangube. • in einem briefe 9, 17, dec. 1533 an Hausmann (de Wette br. 4, 494) er^ mähni L, diese sehrift ai$ neu erschienen, neben diesar ausgäbe, welche ich selbst besitze, ist noch folgende benutzt: 21 3''. Sßon ber 31Mn* | delmcffc i>nb | pfaffcn n>ci^ | D. Wart. Lutger, j ^ittembetd. | MDXXXIUL am ende: (^rfltft £$ittrmk(0 I bim^^Jütfel B^ix* \ len«. I m. T. xxxmi. boi/ftiziihl und titeleinfasstmg (junz nif nr. 2f.H*. 214. ^iii bricu I an bie ju | övandiovt i am 'JJicnn. | Watt l'u* | tbcx. iLniumKrg. \ M. Li. XX.XIll. (die einfassung wie.nr. 138), am ende: ^cbrucft lu Mticnibcrg | burd^ |>aH« Vufft. j Wi. 2). XXXUII. 4\i bg. {sig. iD ^ bl,), die letzte seite leer, auf der vorletzten seife nur die druekerangabe, dieser brief ist datiert i zu Weimar am sontag assumpäoms Marie SDL in der hihi, zu Gotha. 215. (S'xm %^xc^ I bi^t, 5Bom m* | tcrcn ®dmf. l^ucc. jrö. | 3). SDiavt. Vutl;. 3u :4^itiembcvc\, für | bem (i^urfurftcii ju | ©ad^fcn, ^rjog 3o* | tyribrid) 2C. I geprebtgt. | M. D. XXXUI. a/n aide: (^bvudt Sitt<;mbcrg, buvc^ :pau<> ^fft I M. D. XXXllI. 6 /^j^. (sig. K — letzte seite leer, der tit^ dieser predigt hat eine holz* sehnittehißssung, in deren unterm theile Jesus, ein lamm auf den schultern tragend, UehL auszerdem enthält dieser hohschnitt noch 5 von kränzen um- schloszene wappen: oben links die weisze rose mit dem kreuz im herzen und darüber die buchsfaben ML {Martin Luther)^ rechts die um das kreuz gewun- 1 LXX ' Ol KLl-KNVtHZEICHMS. dene sehlange, doHlber PM {Fhtfipp Melanchthan), im rechten seitentheile eine harfe und darüber die huchsiaben I.B (.f<>hn,tn niißenhagen\, im linken: Jih tKis wird von einem fisch versch/nngen, darüber \.\ {Justus Jomis), unteti die taube mit dem oelzweig der arche zufliegend und darüber C.C {Caspar Creu- ziger). in fJrr univ. bibl. zu Gieszen. 2lo. :>icc^c)ci^iit bc« glau | htm: Icr t;icn|"t ünt» | vScvcmcauu, ber 45vuDeT }n I i^c^cmcn oitt 3)2c^Ten, ] »dd^e Don ctltdbcn ^id ar« | ten , onb Mit ettii^ Ü^tben jer genant | toerbcn. | ®ain|)t einer nüt^Uc^n t^en^cbc | !Doct. 9Ratt Lut^. \ !i)cn seijpt bem|>ffet nid^t, bte »etffa^mg | toerad^tet ittd^i, prüfet a^t attc«, Dnb = toad gute (eiltet. \. X^falo- | Stttcmbcrg. | Wi, ^. Hatü). am ende: ®ebTiictt }tt SSittemkrg I burd? .pan? Viifft. 1 'JJi. X^. XHiii. i {sig. M bl.), letzte Seite leer, l/s vorrede steht öl Slij* bin Slüij*, ffic fnfficnffe sfite ist leer. in der k. bibl. zu Berlin. 217. i^ctt ^Itmcteti I AJb:it, (5^n S:rinpit, I (Safpcrd ^kx iz. mit D. iUuiu. Lutt^eiö I l^orrctc. [ Sittcmkvg. üJfi XXXIll. \einfajisnng nie )ir» 202h om ende: (^brudt ^Utemkrg | butc^ ^c^ir- | leii^. ^ bg. (sig, 9—% ög. % 6 bl, 3 i bl), die leUte seite leer, cüe vorrede L,*s Sieht bl. mi und «nj. 218. i^cn biMU falf* 1 en blut iMib 3l6gott im 1 Zifum ju ®(^»erin. | iDKt einer jc^ijncn l'orrcbc ( D. >D?art. Loit^. | X)»rc^ '^l. (Sflibium t5abntm. | Sittcm^ bctij. I IDijDiXl'iil. i'firsrlhr i'/iipis\ ^vinc viifjt. M D. XXXilT. in octav. 2 htj. iÖ), lefzfe scifr leer. L. s vorrede sieht hl. — 5lüi*» hierauf folgen SUiij* -216" iüti). | l>cu ftniicm j iöiuü Dev ::ü>indel | iue)jen, an einen ] guten freunt). j SKttemberg. | M. D. XXXIIII, (einfassung wie nr. Siö). am ende: O^brudt )U ^iUmhet^ tvtx6 ^pviitd \>ufft. | ü)}. X). XXXlilL J ft^. (sig* ^—4), letzte Seite her. 222. "l^a LXV | «ßfatm, bim^ | D. ÜRart. «ut^. | p JDeffa», für be« | Pr* fun }u ^ii^alt I gcpretiigt. | 1. 5. 3. 1. (tiieieinfimung wie nr. tiO). am ende (Irtrucft ju 2Bit' I tembcrg tuvd? 1 (S^orgcn | ?R^anj. «Vi 9J 3, ^Z), /^^"/'' nette leer, auf bL tlij* steht L.'s kurze „vorrhedc", ^ij** tmä Vüiji' der pstihn. 223. Der \ CI. ^^jalin, 1 J)urc^ | D. iUfav. ^'utt;. | ^2lue.^cU\^t. ( Sirtembcv.^. ; M. D. XX XI III. {die ein fassang wie tu: 215). am ende: ^cbnirft ^Mittcm* trrs, I burc^ :pan^ l'ufft. | 9ß. XXXV. i9 («t^. %--^)> imte seile leer. nr. 222 u. 2dd /fiutoi sieh in der landesbibl zu Cassel. 224. S)fl« XV. 1 eq)itot ber | ©Pften Cpiftcf. S 5tn He ^ovititb.r. i 3^on ber •^iuncrftc* j ^ung ber tobten, j ®c^rebigt onb audgetcgt butd^ | T). 4Äar. Vm^. I SBittemberg I M. n. XXXIIII. {gleiche einfnssunn mit nr. 2if>). am nide: ©ctnictt yt wittcwbctg ( buvc^ OoK^)^ «lug. | M. 2). Jb'3li3^;30i)^. idarunUr weh > correcturen). S6 hg. die rvckseite des tUelbUmcs und die nüchslfoigviidc acite eulhniien de» herausgehers {Caspar Creutziyer) dedication an. den kur/iirslen van Sachsen, Johann fi-ieärieh. auf dm folgenden 5 selten dieses ersten nicht signierten bogens sieht die übers^zmg von i Cor. 15, die folgenden mit 91 — a m (( nur 2 hl.) signierten bogen enthalten die auslegung mit vorange' stellter vorrede, die auslegtmg endigt auf bl. mnji''. in der univ. bihl. zu Mt/rburg. 22.1. (5in ScTTTicn I ober bciö (5iiaiui:lton ' 5n?arci am lij. Üa)). ,ju \ SBittcnt* 2ad?* \ jcn H'. I X). a)iart. LutlHn- | ihJittcmbcr^v t 1534. \enifn.ssuiuj nie iu\ 202). nm ende: (^'ebrugt [sie!) jU Sittcmbcrg buvav | 9ii(fel 5d?irlen^ l 1534. 4 by. {sig. i)), seile leer. f^'ifenbmteler bibi. Digitized by GoogI( yiiLLLLiNVEUZtiICUNIS. 1535. 226. 9$on ber ^fi« | seit Zauffc: [ prebigtcn. | 9ßart $iit$. | SBUtemkis. . "M* ÜD. X2LXV. (m einftusimg wie nr. 207), am ende: <9ctoVuA )U Wt^ I temkrg tmä^ | (Seorgen | W^m, iV 1 hfj. der erste mit a signierte bogen enihcUt (tuf dem zweiten bleute L.'s vorrede, auf dem dritten den text: cuantjeHim Matthei tun \\\ (r. i3 — il); das 4. ht. fehlt in dem von mir henutztm ci fm/fiar der landeshihl zv Cassel, die ffdijenden 13^ i hg., welche die predigten enthaUeHt sind mit wovon 9J nur 2 hl. hat, signiert. 227. Hin 3crmon | 35on bcui ^eubtman [ ju Cojjernauui, 1 iUiauV- inij. | T). MkL ^ut^cr. I M. D. XXXV. [einfauung wie nr. 207 \. am ende: (^ebvuift }tt SHt* I tanbng burc^ | (Georgen 9^^. S bg. (sig, dat letzte blatt leer, 2->S'. (Sin 3ermon auff | IDtatt^ jf|ti. 8om | itn0groffc(>cn. [ ^. IDtavt t^. I StttembcTg. i M. D. XXXV. am ende: ®^xudt |tt iS^itteitberg. | twtä^ ^\tpi) ^lug. 1 Sinne. | M. D. XXXV. 4'/2 bg. (sig. "iH — (5 2 bi). der titfl hat keine änfassmg, nr, 227 u. tu der univ. hihi, zu Cicszen. 228''. (5in ^Scr | mon iiuff ajiat | ti^d ^pj. i^om ^in«= j rtVoifAcn. l 2). ÜÄat* tini i ^utl^cr. | SöittcmbCTö. I M. D. XXXV. {tuclänfusuny wie nr. 138), am ende: O^btuift p fölttenBcrg. | burd) 3o)>^ fing. | ^nno. | M. D. XXXV. S bg, {sig, die zwei letzten blätter sind teer, 229. 3100 ipm* I bigt, eine oim bef | l^rtgeti ^Dvetfattiatnt, | iDie mhet, oon bem ) grcffcn abenb^ | mal. | ^T). 3Rart. Sut^. | 1535. (- ttftcri bcfcnmu^i, an &tc | (i^riftcii ju £iiiabruc|f, | \\\v. ^l'hM^^Un, \ burd) | T. iHv laniim ^Xcgiiim j ^JJHt einer SJorrebe Doctor j SDiartuii \!ut|^cw. j Sittembcta. Iä35. \in derselbai t'i)i/'iissH)tg wie nr. 230). 17 hg. {sig. 21 — di), letzte seite leer, die vorrede L.'s bl. Slij' bis Sliiij'", 234. ^ff«bte 92eiK jqt* i tung von äRünftev | URaftuii igut^er ] '3ot> r^f. I IBtanbcvfl. | H. D. XXXV. 1 hl, beffintu mf der rückmte des Htelbtaites. 235. I5tli4ie Ärtitfel fo | t>on ton %\\>\)[cn i^t neto* | lic^ ivrforfitt imb bd^ lidj I öcr^ümet U)it>bcr »nd | Jruc^e J)üc. j iUi\utiiü müKX, mibcr | bad ßonrilium Cbftan* tifnje, 1 (u»oli fagcu) ^^onftantien* | ]e, ©ittcmberg gc* | fteUet dud d^^alten, j tNib tto man ) no(^ toit i SOI. 3EnS3. (t» einfiusung). am ende: (Sebnidt p Ott* I tembina bnn^ | (Kin« Sufft ocHof, 3 bff' {tagt, %. — ^ die drei iettten seilen leer. die nr. 231 bis 23S finden sich in der k. hihi, zu Berlin. 2 57. 53cfenbni« ^ia^axi \ Bptn^icx ton ] lanb Ä^n^ici I 8tat)t ähmn» btrg. I iDiit JBorr^be. | D. OJJart. i^iit^. [ ^ilUttcmbejg. | M. ü. XXXV. am ende: «jterudt |u iiJittembcrfl burcb 3eic;>l; | s^lug. | M. D. XXXV. 21 1 (aV/;, 'il— (S, iö 2 bL), letzte seite leer. in tia l irchenbihl. zu Franketiberg. 238. Z^x CIX "^^i'alm | Den« laubcm. | Wm ben iBen^ter | 3uba. | ilJnb tribet ade, bie 3ub(K «rt | an fic^ ^ben, aU ba ftnb, alte j ^krfolgev onb tRodnt, 1» I bct ^ftud »ort 1 Sbtfgel^t bnr^ | SRatt. ikjut^. | SittomBcig. 1535. {tiMeinfasstmg wie nr* 2Ü7), am ende: (gktonNft JU fEiittemBecg | ^mdf i&wt* ß bg» (ßig. ü—^), letztes blati leet\ 239. Ä)er XXUI ^\QXm, \ ^u|f an obcnb ober | Itfcb, nacb bem (^ra= 1 tia«, «iM(9^ I bttnb i X). aOQturt. Lut^. { ®itteihbetg. | MDXXXVI (rin/itssung wie am ende: <8cMnriotc [ Z. Ü)iartini @itt^. am eiu/e: (^cbtiutt }U Sittembc¥0 | bim^ jpanö ^ufft. I M. D. XXXVI. 24 hff., das 2. und 3. blaff des ersten, unstgn. bogens enthnftm L 's vor- rede, das 4. hlaft ist leer, die übrigen bogen sind mit 31 — 3 {f^ovoji das letzte bl. leer) signiert, der tilel siehi m einem hoUschnitl, welcher unteti einen cia»ienpiekiiden Juden äaretettt. iibf. zu Berlin, 24K 3100 t ^ec^^eit | ^Kbtfllen [ «Rar. | i SStttembeig. | 1536. {in der hei nr, 216 beschriebenen exnftmung). am ende: (S^tndt ^ QKttail' fet9 I l»I«cl^ C)an« Lufft. | m. T^. XXXVI. 7»/i bg. (sig. 21— ® 2 bl.) , letztes blatt leer, die zweite, auf dem eehiosz Eilenburg gehaltene predigt beginnt bl. mit einer kleinen vorrede. in der bibi. zu Gotha. 1537. 242. ^ Sflgenb »on j ®. do^anne <&ffx\f* | |oftomo, att bie |)eiltaen | ter Inn bcm mmetnten | (Sondito )tt Sßontua, j burc!^ JD. 9RaTtL | Vitt^cT gcfanb. ffitttembevg* | SR. XXXVn. am ende: Mcfiftt }n { tembet^ hmdf ( |>aii« ^ I m. 2). XXXVII. 4 bf/. {siff. 2t— 'M. (einftis- suiKj : flu f jeder sritc cinf nwlirfnch zusammengescfzfe säule). atn ende: brütfi 3u ^iMtem 1 berg buni^ ^pand | gufft | 2K. XXXV Ii. 9 d^. (a/^. — j^); au/* (iter fetzten seite steht Lufis drucker zeichen: das mit 2 sehUmgen ummtndene schiert 244. m\äfe I Mciie do^n* | m» (ufd be« f^tflcit | 3)Ieftem«, oiK bem ge» I fengntd^ufSoftenl, | Knbte IDä^nnen j flefd^iutoi. | SVHt einer S3on^ebe j l^od. 3Wart. i. mm. Diglized by GoogL QU£LLfiNV£RZ£lCUKlS. ucxv j>/s bff, (sig. 1—$, a 2 ÖL), letztes bkut leer, die vwrede l/t steht bl 9q* bis itif , sein naehmrt beginnt bf, (Sf. -245. (Sin H(t (E^Ük^ I (SoitcUütm, für ^miff ^ittu | bett taten }u iSangta jnn ^o^^Ia« j gonia gehalten, tDi&er t>ie t^oc^ | genante ^eitigtett t>cT | m Si' I Dertcuffcr. | 3tem ein alt toun» i bctbarlic^c (SVi'c^idjt önt) | auffr^ur, oon üfnen. fcic (S^rijium j viii 3ürcn »nb :pciben recihon 1 moltcn. Unc t»cn ticlcn | an« ^erIl ivod^en, am nfl^i)lcii ^^lot | »erjcic^ent. | T^mö^ iüi. 3c^anncm sipmeuui, ^farr» l«r I iU y)cmberg imi y)cffcn , »er^ t^iHiDidu i>nt au^p;oU\^t. | lUht einer 53er« r^te 1 Z. ÜJiart. «ut^eri. am ende: t^cbructi i:t>ittemberg \ t>üxd) y^i>\Gpi} illug. m. D. XXXVII. 91/3 f'ff- i^iff' d ^ bL), ktzte Seite teer. l,*s vorrede steht bL bis iHj^ das 4, blatt dieses ersten bogens ist teer, 246. ^ ^lui^ I aSZanbat 3^fu | iS^ttfti m\tx» fyvm | onb ^lanbe« I (^^et ifQi Inn bic | gan^ tfxlt, onb )>Tebiflet bad (Suangelt« i um etc. ÜDlaxd p\. Zmn ju einem m- \ terric&t, \o baö ^rebigamt »nb bie | Sacramcnt ß^rifti fiir unnftig | jur [eelen t)itl ad)ten möllen, | ge^anbelt. | J5urc^ 5lmbrofiuni 'Wo'i' banuoi l^far^Tr ju iöreflaib, | SWit einer 3Sorrc^:bc | Wtaxt. ] iilHttcnv bn% 'im ende: ©ebrudi ju iöittem« j bcrg burc^ (Si* | otgcn Öi^au). j 'M. A). XXXVII. dj^. die ersten 6 unstgnierten blätier enthalten die vorrede L.'8 md Moibans mdmung, die folgenden, die sehrift selbst enthaltenden bogen sind mit X-Hi signiert, das letzte blatt ist leer, der titel dieser sehrift steht in mtm holxschmttf in dessen rechtem seitentheil Christus am kreuz hängt, im finkm der sündenftUl dargestellt ist. unten steht in der mitte ein bäum, links darunter Moses mit den gesetf tafeln, rechts Christus, mit dem drachen käm^ pfenf/. die nr. 243 his 246 beftndi n sich in der k. hihf. :i/ Berlin. 247". 3n>of(^öne | trÖfttirfH^ free igt | ju Smalfaltcn | ^ctl^aii, Mud? | D. ÜJhrt. Lutt^CT. 1 ©ittemberg. | 1537. {emfassung ivic nr. 202). out ende: ®cbruc£t Qitttmfcerg | burd^ WM ©c^irlent j "M. T). XXX Vii. ^ bg. (sig. K— 1$), letzte säte 'leer. diese ausgäbe besitze ich selbst, ein anderer originaldruck findet sich in Ar k. bibl. zu Berlin: 24 7^ 3mo I fd^dne tr&ft« { lic^ ^tiflt )U | ^malfattoen | ^tXffan, j bun^ | 'S), 2)?ar. 'M. [ M. 1). XXXVII. {einfassung wie nr. t48u am ende: ®ebru(tt )U «Httcnibcrg | burd? 3oiq>^) Älug. | ÜK. I). XXXVIL 6* bg. (sig. 1— g), letzte seite leer. 1538. 248. %xÄM, I fo bft ^tten fol | (en auff6 o , XXXVIII. 8 bg, {iig* ^k-—^), Mzie seite leer, bogen % enthält die auf der rück' Seite des tHeiblaties beginnende „vomde 0. Murtioi Lather.*' 249. ^te bret^ | ^^itiBota ober | fentntö bcd glau' | hcni (S^rtfti \nn bcr Üti^n etnm(^% i iu^8<^tau(^^ I MuxtLutftnX). | QJtttembetfl ^. i V. XXVill. (in ff er selben einfttsmng wie nr, 24$), am ende: (^txüdk ||t toUtcmbevg burd^ ! 3©^. »ei« 9)? T XXXVIII. 6* hff. {si(j. ^l— ("51, /t'lzlf seile Ictr. dit' rHcksfiff flrs- fil' ls ts/ nuhrdruekt. fite 3 folgnificn sritrH cHij'- -^ui") nilhallrtt L. s „VürrluHli-'*, /;/. täüj'' das nposfo/ischc tjhnihenisln kenntma ala diu erale^ hl. und das atliun/msrhe als diis zu fi/c und iBij den arnbros. lobgesang als das dritte symbolum; das nicäische folgt erst am ende der sehriß als mhang. nr. 348 und 349 in der herz, bibh zu Gotha. # 250. ?Rat^fc^lag cinö au«* I ic^u«J etlicher (Sarbiiicl, Ji3ap)t | ^ttb U9 nameit« bem bittteit, auff \ feinen befel^ gejc^riebeit Dnb | xikianimtitL | SRit einet wttM Sßatt. Sut^. {darunter ein huizsehnitt, das innere einer kirehe darsielleud), Sophiama Chrymppi. j 8i raentim , etiam quod vernm dieis, mentirb. am en- de: i^tudt }it Stt- 1 temtorfl t^utc^ t^n« ( Siifft. | 9)2. 5D. XXXVlil. 5 bg. (sig. letztes blatt im-. L's rorrrdr steht hl. «if— die Übersetzung des l/". riginals, welches den titel führt: \S IL/ LM DKLECTORUM CARDL\ÄL1UM ( rt afinnim Praelutorum, de emen- \ dandn Ecrfesin" rührt von f.. setlist her und nurde von ihm mit rnndf;f"!>sf'7> versfhen. 251. C^n iörieft 4?. | iWiart. Vutl^er | ■^Bt^^crt^ic Sabbat^'V | %\\ ctmni vpitcn ; jrcunb. | i^ittcmberß. | {tiic/cix/assunf/ /tif nr. '>0'2\. atn ende: \k)(t>XüAt \VL ^lUttembetg, | öurd) >)acfel ^ittvlonu j M D XXXVlil. Ä bg. isig. 3t — letztes ttiutt leer, in meiner hibl. unter dem 37, merz 1638 schickt L, diese schrift nebst dem ^^ratselilag eines ansacbun*' (nr, 3S0) an Nie. Hantsmam (s. de Wette br, i04), 252. Dad I Xm. bitb XV. ) i^apM ®. Oo^an*» | ni«, burd^ 1 ÜKoTt ^ut^. I ßcpTerigt onb | viu(>geleflt j i^BittemKT^. | 1538. (einfassting wie nr, 3i6u fm ende: igkebcudt XBittemterfl | tmdf 3of 1 r. ^yian. | ^'lUl^cv. | M. D. XXX vi n. | Mttembeift. am ende: iäkbtudt 2b hg. \si(f. Ül— 3/ ^« — Iffife seile leer, der tiiel dieser ausgäbe, welche ich seihst besitze, steht in einem ludzschnift , in dessen unlnm theile Üigiiized by Google QUELLENVm£iCUNlS. LXXYl l ä» fettHehar aufzuff von kriegem dargetUUi mird, der obere theU enthälf eine täiUenhaUe, em wdeher zuechmter hmaheehen. 254'. (^tne ®c^5nc | Ofterprcbigt, %\xt \ bem Ct^itrfjfacfieit | ^c^cn ( ^ t^ii. I a)2art Lutger , Sittembetg | M D XXXVIII. {ehtfassimff wie nr, 202), m ende: (^obrucft }u )2lMttemberg buT(| Mväei (^trUnt}. 4 bg. (sin ^ptu I <^ €S. ^ua. i. I ((S^ttftud ^at fu^ felM für | »nfet Sante geben, SDa« ec | on« emtttt Don Mefev flcgen | iDctttfltn otflot Seit) k. lib I len betrübten »nb engftiden j gciDiffcn ^cilfarn onb trOft« | lu^. ^Durd^ X>. ülart. j ^:^iit^ aufgelegt. | ^ittemberg. ü)^ X. jr^^onj. (der titel in demselben huizsrhnilt nie nr, 24HJ. am ende: Okbnuft SittenbCTg bllK^ | 1. 5. HS. 256. ^ftotta I (^aieaui (SapeUc, a>ic | bfr ^x%^ \\x SWetlanb, | ^anrifcuö, R?i^f^ oiii- I o,<:kMi ift, Pom 21. | iar bi«5 jini | tvi«5 H(i. | 35crbfubfcf)ct burc^ ( iiMiulaum mtea. i üJät einer ülhicDc | X. iiavt \jut^. ( äöiiunibcrg- | 15:i8. {änfiiisimg wie nr. 241)), am ende: i^hxudt Sit« | temberg bur(^ |)and 1 9». xxxvni. iS bg. {sig. 1—3, a—e)^ teMe seite her. L's vorrede steht 9lif— 9[mt^ 257. ®ctf oltff I bcm jRet^ftog 3^ | ißinanberg, bon oegen | 0q>ftlu|er ^ ligfeit, an ftctfer(t(^ | aKaieftat Gtat^llet bnb ©tenbe, l^u» | t^erif(^ fac^ ^Iben belangt, onb | barauff geanttoort motben t[t, | 'äud) etlid^e bing, tvie bie jolgcnbe furtje 35or* | rcbe onb 9iegtfter | anjeigt. | SDZit einer JBorreb | jD. iÜiart. brtt. I 2öittembcrg. 1538. "/'T /^Vc/ in einetn hohschnift , in dessen ohtrm (half -i engel ein leeres n appenschild huiten, unten in jeder ecke ein hirsch, in der mitte ein engel auf einem seil sitzend.) am ende-, (^bnidt ^^ittent: berg, bur* ( ^anö ^rifc^mut. 18 bg. {a'tg. % — letztes biatl leer, auf der rückseite des titelUluUes tiekt ein regitter, die folgenden ö seifen mthattm In't vorrede, bl, 14" ist mbedruckt. 258. Wk ein t^fiäjex | ^^rtft gegen atterUl^ Ic» | te, gut unb B5fe, na^ | Igotte« Mcl^ifi^grbfi«» I Ik^^n foL | «KU einer Sonfcbe | 2). ÜRatt Lut^. | 3ufm< SNÜtf. I Sittemberg | MDXXXVllI {einfassung wie 7ir. 202). am ende: nndt ju SBittemberg | burc^ mdd @<^r(enbr | SR ^ XXXVIIl 6 bg. {sig. 31—3), ^^f^^'' ^ '*'^'' ^-'^ vorrede steht auf dem 2. imd S, bliut des ersten bogens. hl. %\ ist nnbedruckt. dte nr. 255 bis 2'iM finden sich in dir k. hibl. zu iJerlin. 259. i^nter« | rid^t ber ^\\v \ tatorn, an bie ^far^rn } im Iturfürjtejit^uni uiyiii^ed by Google J LXXyiU QUELLEN veaZEICHMS. SU I moäf^, tdt biml j muxL | cmiftfett. | OUtembcrft. | 1538. («H« Hlelemfaasung wie nr. 2i5). am ende: iMmdt }U ®tt* | temktg tnxtäf \ I üR. X). xxxvm. ftjjr- Sl — /e/2/e Seite leer, auf der rüekseite des tUeU ein kurzes vom'nrt L.'s ^ worin er die vorgenommenen änderuuffen recktferdgL bi. %\\* ffis ibi'' /(tffft seine vorrrde. in der univ. bibl. zu Gieszeii, 1539. 260.Sim brn I . XXXIX. 9 6^. {ng, %—^), letzte seite leer, auf der vorletzten seile nur die druckerangabe. landesbihl. zu Cassel. 2f->2 ^ibcr bic | ^ittitiontCT | max, l^tt^. ( Sittentberg. j 15^9. {ein faisung wie nr. 123). V hg. {sig. % — die schrift ist Caspar U Uttel, prediger zu Eis- leben, yetvidmt't. herz. hihi. :u ihitha. 2Ü3. iinc mau bie 1 eiiifduöcn, onb fon* | terlicU bie itrancfon, im j (i^n|ien" t^umb I terrid^ten [ol, ( X)ut(i^ ^. ( lyriberic^ aj^ecum. } :il$ittembeTg. | Anao XXXIX. {einfassung wie nr. am ende: du ^[lorlam. \ Witumbn^. f M. D. XXXIX. uw einfassung \. am ende: (j^rudt ^ ^lUiUibcrg burcV | (Jorgen ^f)m. | Wit. XXX IX. in folio. üigitized by Google QUKiLE^iVeRZeiCUiNlS. LXXIX das ganze hueh zerßttt in 3 iheile, wopon der erste tkeil ^ bogen, dir j»HH theii fft hg, und der dritte m bogen zühiu jeder theii hat eSnen be- sondern titel. die 3 enten seifen des ersten theües enthalten 2 vorreden L/s. nr. 263 und 364 in der k. biU. zu Berlin. 265. ENflllRIDlON | !3:cr fteinc (Sotn^mu« fiK | X)ic flcmetne ^far^cr [ »itb ^letiflrr. j äRwct \ MltlaaBbtt^, ^ | touft mi. ®dfa, \ 1539 in oelav. dieser fite/, wovon rfU' 2. 3. 4. 5. und 7. reife rofh oedrnckf sind, steht 1« einer einfassung. die rückseite dts titeiblattes ist leer, die fohjeuden H Matter enthalten L.'x varredr. auf bl. §18* folgt ein neuer . ebenfalls in em- fammg stehender litel, n r/rher wieder mit nn.snuhme der iahresz'ihl rofh ge- druckt iai: Die ^c^u 1 gebet, iKic jie | ein ^auö üatct | jemcm gejiiicc ein * feiti^ füt I galten | foL | 1539. bei jedem gebot steht ein holzsehmtt, ebenso bä jedem der drei artikel, bei jeder der 7 bitten, der taufe und dem abend- mal. auszer der auf bl. Qi** beginnenden haustafel enthält diese ausgäbe des Id. chatech. noch „em trawbnchlm fnr die emfeltigen pfinrherr"« bis mSf") und „dis tonürbflelitiii verdendaclif ' bis auf bl. beginnt das te deum laudanm. 'bl, ^Iff. fehlen in dem von mir benutzten exemplar der k. bibl. zu Berlin, 2hrt. Lutkr. I ^Mttcmbcrj^ | 1539. {einfassung wie nr. 202). am ende: Qk* biudl äu mu j temberg burc^ | mdti ^ — ft- ^ ^'•^» letzte seile leer. landesbibl. zu Cassel. 267. ;Do« LIII. ^ J uc iSermoii am folgen» ^it I ©ontag, Quasi «odo g«iiiti. X) . | iSUatt. i^mtf. Hibtt ben ®pnic^ ^oif. \ am 20. tak mvdf bet iSater | gi [anb ^at. @o fenbe tij^ | ni<^ ic | Ottttm^ M. D. XL. am ende stehen 4 eorrecluren und darunter: i$^miiA |ii flKttm« berg I WiM | &äfvc\en^. I m, XLI. /21/i /yjf. (sig. nur Sl W.)» 'W«'* Wolfenmteler bibL (Sin Sermon | D. ßafpar #uttcl, ! tluff bcm (5^ott«a icr | ju (Sidleubfn Uiü/J get^on. I m\t einer SBorrcbe ®. | SWart. Öirt^. | ffiittemberg | MDXLI. (der- selbe holzschnill nfs lUefeinfassrnu! feie hei nr. 202). am ende: ^t^BtXtdt )U ©ittem j bcrg Duvcl? 'Jiicfd | ^Sc^irlcinj. i iüi, XJJ. .5 hg. isig. 21 — ßy, letzte seile leer. A,.',? vorred»' —%\\\\*\ 'v/ ie ztischrip an .fohann Bttgenhnge n, dein er diesen sermun (tutfe/s zum durch- lesen zuschickt, da er keine zeit habe dtia hüchlein mit musze zu lesen, in der k. hihi, zu Berlin. ©ibcr bie (^cttlofcn | btouifiiv^cii 5auliteu ühc i Xivgiun £;cki ic^» ten fcrlid^n jcitcn, Der. lij. | ^)alm aufge^ i legt. | Durd^ D. Urbanum StRegium. i QOGLLBNVERZEIGHNIS. aXit fincT iöorrcbc X). \ ÜJtoini Viitbcri. ( l^tttcmbcrg. 1 Slnno. 1. 5. H. fun en- de: ©etriitft SBittcm* | berg, ßurd? 3o|cpI? | illitg. | Anno. M. D. XLI. 7 6^/. {stg. 31—®), ^/f«»/ letzten hlätler leer, die vorrede L.'s steht U «ij*— 3liüj%- bl. mi" ist leer, in der biöL zu WoirenbOHel 274. SDer JDmbfc^e | ^faltet | Wt tcn (Summatten. | ^. 9ß. {da- nmter ein holzschnitt, »elcher den könig David betend darstelit). 3^ teinberg | <8etnicft buvc^ (Jorgen | ^f^w. ANNO. | M. D. XLI. am ende: iS^Mdt in ^Httent | berg burc^ <^cot' | gen 9{^tü. | 'ilnno iD'{. ^XLII. leer. m der herzogl, bibl. zu Gotha. 1542. 275. (Sienqse^ iSi« | tten Sect^teit (g^rti> | üc^n SifcMf I I ®e« )iiT 'JQemtiBitrfl, | «ttno 1542. | 20. 3anuatti. | IDZaTt. 8ut^. | SEßU« tmÄerg. ieinftLsmmg : David tind Colint/i). am ende: iSebtUift )tt Ö^it« | teot« beig, bstd^ I (fei Sc^irlen^, | m. T>. XLII. 5 ft^r. {sig. 3( — 3), '//V? letzte seite teer. m imiv. hihi, zu (rieszc» 276. 'JÖerleqinui Dilcoran [ ^öriiDer ^Hicbarbi, *^Jrc^ | biger Crbciio, %\\' \ no. 130(K I ;^5erDcu^ld^t öurd? I T). lükr. ^u. \ ^^öittembera. | M. I>. Xl.ll. {der tilel in der einfussunt/ mil dem rhu iiTupielenden Juden), am ende: (^bvucft iu Gittern* I bcr^i; Duid^ :pauö ^ tuift. | AI. D. XLü, 2i (5i<7. X), letzte eeUe leer. mit dieter »chrifl war L, beschäßigi den 26» merz 1542 {s. de Wette br, 462), 277. 3)ev evtfu | fct Watäft (Sakn\^ ( gel onb Hlcoratt. | !D{it einer Sßoti* wbc D. I SJ^artint ^ut^. | Verstcu. Franciscanorum. \ Franciscus est in coeto, \ Hesponso. | Quis dubiUU de Ülo? \ Antipho. \ Tolus mundus. | M. H. XLII. [ein- ffusung wie nr. 71), am ende: <^mft |u ätBittembeifl, 'im^ | ^tt^ ^fft [ M. ü. XLII. 20' -. fjg. (die '2 crstrit ipg. sind mit * sign., die fnUifudtm ntil :?! — X, % hat nur 2 bl.), die letzte seite ist leer. L.'s rnrrcdr stth( auf bl. bis 4*. 278. X)eT jryty. | *I?fviIrtt aiids^e* I legt, 5)iiri-l) j Doctov Jol^viti JÖiiv^en^aqcn, ^ßowerw. I Darinnen vuid) i ueii itinber ivtujio. | 3tcm ucii Den imi j jv^born ftn^, onb I oon ben tobern bic man | nic^t teuffcn fan. | (Sin trojt I). | üÄar* titit $ii%rd für bic | XBeiietn, tocliteti cd »ngetat | gegangen ift mit jtinbet | ^ fem. I Anno M. D. XLII. am ende: . XLn. Üigiiizeü by i^üOgle 9 hg. {siy. %—% ietzie teiie leer. Us „frott" 9iehi SJ"— 3i8J'. ftr. 276—276 befinden sieh m der Inbl zu Wolfenbmtl, 1543. 279. ii?on K-n | i)cn onö iren | l'ügen. | '5). M. ^uU^. | i^&rücft gu SU* tcmbiTg, I Durd; ^aiie l^ufft. | 9)?. 55. XLIU. {einfnssntng wie m. 276). 31} hg. [sig. % — 3» — ^^"^ Jetzte hlatl leer, am ende stehen zwei curreclwreti, die rücksetiv des tilelhlailcs t-nthäli eine kurze vorrede L.'s, wo- rin er die herausgäbe dieser sckrift rechtferligt. geschrieben morde dieselbe . noch im J. 1542, wie aus mehreren stellen ^selben hervorgeht und durch einen brief v. 2i. dee, 1642 {de Wette' br, 517) bestätigt wird. 280. ^om $)am>' | p^ettoü: Snb oom | <9ef(I^I(^ (S^tv* | ftt. | SD^at^ tt^ct am ). i&oupM. J T). iälaxt mff. \ StttcmBetg. | tVL S>. XLIII. am ende: <8cbrucft jU tBittcmbcTö, | burc^ borgen 9i^to. 16' bg. (sig. ^— G), /elzie seife leer. 281. iHMt bcn I ten Sorten | rauitvi. | T- 'Maxt. Vutl?cr. 5li>ittcmb€r>j .MIjXLUI, (t'in/(Uisung : Si/ftsoti zerreiszi den lauen), am ende: i^bviuft 'Mttniv I bctA bitrd? i)acfcl | Sd^irlcn^j. | 1«. 2). XLIU. 21 hg. isig. a — X), fetzte seife teer, die nr. 279 — '2fH in meiner eignen hibl. 282. SLudleguiti} t>cr j (S)}tftclit »nb ) (Suangetten, oom SlbuctU | an (tft auff Cftetn. I üDurc^ ^Doctonm aRap« | tbium ^t^er. i ^uff^ nen> cotriflitt i»nb etiDO 0^ I beffett I 3RU dttem nüt^lttl^ S^efliftet. | S^tttembeig. | M. D. XLUl. am en- de: «Scbnutt Sil Stttembecft bun^ | {ian« Igufft | 9R. 2). XL t» foHo, der Ittel dieser wisgahe steht in einem holzschnilt, welcher im rechten seitent heile die Opferung Isaaks, im Unken )f" mit den ff c setz tafeln dar- stellt, die rückseite des titelblattes ist leer, die darauf folgenden -5 hl «Itter enthalten L.'s dedication an den yrafnt von Mansfeld und ,,nnteni(/it'' etc. donn ffi/f/l ein ^ hl. langes regtsftT. dir foh/cuilcn l/ogeii, n r/rhr dir /»redif/ ten CHthulU'ii. sind sign. ^ — ^ ü — ^ %A — Ji. die uheren blailzahlen laujen von 1 bis CCCÄXXTL muv. bibi. zu Gieszen. 1544. '28;?. ÄuöIcy^uuA ^cr | ti^^iftcln ent? ! ($uan<^cltcn , üen Cftcrii bid auff Ki^ ^auö I M. U. XLlIll. atn ende; i^icDviidi :h.Hucmbcrg Durc^ ^anö X}X\\if Anno M. D. XLllU. Digitized by Google QUKLL£NVfiRZElGHN18. LXXXII fier liiel dieser von Creuziger hcsorylm poslii/e steht in einem holz- sekHittf dessen oberer theil goit den vater von wölken und engein umgehen vmMU. die rüekseite des (itels ist leer, die drei folgenden seifen bis liii') enihnifen die dedieaHon Creuziger s an Georg först zu Anhalt, welcher sich auf den 4 folgenden seiten (ä^^—fS^') l/s vorrede ansehlieszt. auf bl. 95^ stehen mehrere carrecturen, bl, 86 ist leer, hierauf folgen iO bl register, die predigten enthaltenden bogen sind sign, mit 91—3, <»— fc* Sb» ^ und tragen die oberen blatizahlen I—CCCCLXJIIL Gieszen 2S4. (iinc iUcrivV L^bcr bie (it>i]tc(, fo I man Itejet »on beu ^cilif^en | i:rnflclii :^cc. I Xli. I MqxL ^ut^. 1 Momberg, j MUXLIill. (in derselben einfassung wie nr. 202). 4 bg. {sig. 31 -D), letzte seile leer. in der landesbibl. zu Cassel, 285. Stax% k&itt' [ ni0 ^. SRort tnit^crd, Mm \ ^eiligen ^cta«« | ment 1 %6abak tu ÜBBitMBerg, } !C>im^ ^onx^ Vufft. | M. D. XLIUL (einfassung wie nr. 369), am ende nur: M. D. XLUII. 7 bg, (sig, K— (S^), letzte seile leer, Wolfenhütteier hibl 286. SSon bem ®cift | bct SBtberteiiffct, ' ^iiftu« SÖZentu«. | ü)Ht einer 35or* tctc. ' gWort. Lut^. I 5BittombctyV I M. l). XLUII. {einfnssunr) »r. 2021 IM ende steht eine corrccfur und flnrvnter die druckerwigohe : (^bruclt ötttcm 1 berg, ^)ur(^ Oiicfct 5d^it(en0 j m T> XLUII. 19 /;j7. {sig. 1). 5 torrc^fc hl. bis Wif. m der k. hihi, zu Berlin. 1545. 2S7. iSm ®dltf<^ I Sägenf^vifft, t»on !t)octo« ( tt« maxtxni ^ut^ { tc»bt, 3lein I OUtgangen. | A///'/ f/uid aegroto sua fata precare f.uthcro, \ yn melius, Hiuat seu morialur. tiahrs. j /*• tua dum uiuil, peslis te ad/ligif et urit, \ Mors *m tmr cerfc aun m >rietia\ erit. ' f>r'rn Ines pestis , sed mors- est durior il' 'v I ^Öittcmbcrfl. «//» ende 2 i nner- turtn und (ha unter: oktvutlt in hcx l^l^urfuijUi' 1 (^cn '^tat üt^Utcmberg Durc^ 3oi'cp^ Älufl. I Stitno Ü)?. $5. XÄPß. ^ ^i^. 21— (äj. nr. 299 tm 3)?. 3o^aii övcber, 5ln ] bic X)uvc^leu(^tig|ie ^oc^cbor 1 nc Jütjun, gratre X)üioi^ia, 1 itonigin IVitKxito I mattfK. I iDht einet 9}inn;ebe^.| ^attLnt^. | Sttlmbctg. M. D.XLV. [ein/asenng wie nr. 202). am ende: (gcbruift )U Wb^ | tembefg Ibotdf | 9ltdU ®#r« I len«. | SO^. fS>. XLV. /^V« ^—^f O 2 H). vorrede ßilt die biätier tli|* bis »if. nr. 2,9i w. 252 in der k. bihl. zu Berlin. 293. .<>viufpD|"tiUa I »bcr bti^ SoiitaAÖ tut [ bcv fiirnfmcftm Jvcftc (5nan>-\c- ! Ita, I^urc^ ta€i gait^e iar. j ^. JJt\\v. Vcr feinem abfc^ieb | au^ btefem leben | flet^aii. | Oi^ebrucft jii fjittim- berg ( CHT* pvin^ Vitfft, ! 1546. (einfmsmig wie nr. 269). am ende: (j^t>X\kdt iu Sit' j tcmberg Durd? j .pon« ^"fft. | I54G. 18 hg. (siff. 21— S), die lei2t€ seile leer, au/ der vorletzten seile sieht Hur die druckerangabe. in meiner eignen hihi. 295. (Srflctung | !D. SWart. iut^m | oon bet fraae, bie ^fleU \ mtfx belon* (KXb. . SRtt Sorvetoen $^iliv)}i 9)ltcton4oittd | Dnb !Doct 3t»^. ^u^^enl^a« M ^an« I 8ufft ^ 1547. 20 6/., mowm L,'s erkiürung die 4 letzten bUUier ßllt, dieselbe ist von fi. Rörer an lag gegeben. in der bibl. zu fVolffnIinilel. 'äu^U'flun«^ , e^lidjeT | Xrofif|)rn(*c , fe ber (5^ninrbiv-\c i «pcrr, Doctor Üliarhnuö §u» ! t^cr, jnn feiner lieben i^crrn, i>nb | ^wii^w ivreunben ibibeln »nr iPeitiUen, mit eigener | ^anbt (ju feinem ^t- | bccJ?tniöj ge* | fc^rieben. j ^falm. ril. I Xu wptteft .... beinc (5^re. 7 bg. {iig. letzte seile teer. diese smnmhmg wurde vm Aurifitber »ermulattet, eine andere sammhmg gith G. Rorarius heraus unter dem tUel: ^96^ SKMelei; f<4j^ | nen tüd^ bon anbetn | f)erTn »iii^Ai'lL'At, finb aud) mit ein- | aomciuKt. | ^?it t)leid »iberumb burc^ fe^^n, | »nb äCine^rct. | C^bvucft ju gittern* j berfl burd^ ^anö l^ufft. | 1549. in octav. 'Jf! hfl. isif/. a-c/, letzte seile leer, die i. 6*. und 14, zeile des Uleh si)itl roth gedritckl. in der hibl. zu Weimar . 207. ^auöpcftiU ( »ber bieSrnta v^ t>nb ber für ! ncmoftcn ^oftc ic er bie oon jar iar aud feinem be« ^odoi« 9Ruttb auffgefafft t>nb Infanten bracht, Xteiv ' fi^ on alle (Snberung, ^HiinH^r Ober 3)ifn, '2lud^ tiMi beben 2tü(fon, «vrciAcn lmiiid i'liinrort; ^txm, \ »iel mercf liefen .^iftcrij^, »nb lonfi üon allcrloi) Vobro, Xrpfi, ^Kat6, | föciffaftung, Söarnung, »nb ccrmauunfl, söeric^t, | onnb ontoniAt, jh finbt'n. i Änfcnfllic^« »on 3)i. Stnt^cnio tautcrba* j^ufamcn c^etraqen, ^ciiiad?in in ^iXo\\\t \ Locos Commimcs j)crfrtffet, au& üil aiiberer (^Vcle^rur Veutc Collecinncis j^eme^rct | $)urt^ 3o^nncm iliinia (ent. I ®inl&totniite. 3o^ii. 6. {darunter ein hohiehrntty eine Usckgetellsehaß von S personen darsleilend). f^ttmSt ju Statidfurt am SRai^n, im 3« 1574. Fol. auf der rückseite des titelblattet steht ein grosxer, die taufe Jesu darsteilender holzschnilt mit der ühcrschrip : diese ist mein liobcr »on an welchem ich ein wohlgefalleu habe. M.ittluM 3. die folgenden 9 bl. enthalten die vom 7. Juli 1569 datierte vorrede Atirifabers und das regisler. hierauf folgen auf 446 foU bl, ((fie<« bff.) die tuchreden. in der hiesiffen yyttmasialbibliolhek. lull dt'fi his Jetzt cxUtiercnäen gcsamtniemgaben d&r deutschen sehr t/Ken Luthers wurften benutzt: 1) die Wittenbei'ger ausgäbe von löJÜ — 1558. 12 foliobände. 2) die Jenaer ausgäbe, und zwar th. i von 1555. 2, 1555, 3, 1556. 4, im. 5, 1575. e, 1557. 7, 1558. 8, 1558. 3) die Eisleber ausgäbe von 1564 — 1565. 2 foUobände, welche als sup- filemenfbände zu den zwei vorhergehenden ausgaben anzusehen und. 4) die ffallesche (Walch*sche) ausgäbe v. 1740—1753. 24 bdnde in quart. 5) die ErlangtT ausgäbe. 1826 — 1856 in 67 octavbänden erschienen. Die biblischen belege wurden in der regel liindseils ausgäbe von Lu- thers bibeUibersetzung entnommen, nclche den text von 1S45 zu gründe legt, öfters sind jedoch auch frnhcrr drui-Lc , znmai die ersten ausgaben der ei»- zclnen Iheite der hihel herungrziKjoi nnrden. Luthers briefe nach ilrr rmt dr If'cfte 1825 — l82s in :'i hmidm her- ausgegebenen Sammlung, iixlchcr Seide mann 1856 norh ri/irn sechsten hin- zupigte, und D urkhardt, dr. .Varlin Luther s brie/mehsel. Lcipz. 1866. Digitized by Googl Abkttrzimgen. es ffenUgi hier nur die in der grammatik ÜbHchen zu vtrzHchnen» alfe übrigen erkiärm sich leicht von selbst ace. acct4sa.tio^ a^. (uijectiv. adv. fiffverb. ahti. aithochdeutsch. comp. compariUh*. eor^', conjtsncHon^ an^funetip» d(it. datir. f. fern in hl f/ ff i. gen. gcmtir. goth, gothisch* gr. griechisch. imp. imperttliv* irui. inäieatitK inf. Infinitiv. mir. Mransiiiv, intransHirum. tat, lateinisch. m. masadinnm. md, mitleldetitsrh. mhd. mittelhochdeutsch, n. neutrurn. nd. niederdeutsch, nhd. neuhochdeutsch, nom. nominaiiv. part. participium. pl. pluralis. praes. praesens, praet. praeteritvm. refl. reflexiv^ reflexiimm. sing, singuiaris. subst. Substantiv, sup, superlatio. tr, transiOit, transiiimm. A. k, üt edelstt^ und ursprüngHchste aller rocallaule, stehl in den ältpstm nritpnnl- drucken der deulschen aümjlen LuUiers, «w in 4HHn »odk vmhmnämen eigadtän» diiji'n hriefen aus den Jahre» 1517 6» 1519 hiiufiij für o. so begegnen z. h. dem wlid. iautsiand enlsprecfuud an (d. i. aiio ) für ohne, angerehr für oinigcßilir, argwahn (arg- mi) ßr argwöhn, ksl für koth, stram iBeynslram, wasserslrani ) /^iir slrom , lachl pir lochl; daneben erftchehien aber auch af» für ob, adiler (ädert für oder, nach ßir ■ocli , sali für soll , welche letztere formen itr »og. mittetieuUdie» mmiart anj^«- hören. mit dem Jt^n 1520 verschwinden die den mitield. rocalismus repräsentieren- den a bei Lulh. gänzlich, während beispiele Wier ort sich länger erhalten haben ; arg- kommt »ogar »oeA in 4er hibel t. j. I"T45 neben «rgwon vor.*) V'/n ilf'm dehnzfichen all marht Luth. nur uli^R gebrauch u$iä noch sellener erscheint «u Mcsfc hierfür einige beispiele , die ror* migtmeite moniwcr^lfifrerrMfcii wnd de» die '^nhngraphie L.s am treuesten wiedergeben- df'n. hix zum j; er(d«rcar- dinal Cajetan) dachte er helle mich in der kliipfM'n, so hat er den ahl bey dem srJiwnn- Ue. KUl.ausg. 1,3''; ich besorge, ich werde suleUl den ah! bei dem sclnvaulze niohl hnl- ten. Bnrkkardt LulKen knefw, 293. — Für den pl. von aal , welcher mhd, aele lautet, bietet Luther keinen beleg. Die eiymologie des wortes aal ist norh «luieher; GrimM vermuthei {wtb. 1, 5), dasx aal aus ahal, der Verkleinerung oder ableitung einet verlornen aha {tcMange} en^/»rti>(f/»'n sft und glaubt diese rermu- Utung durch die bei Luth. vorkommende «cArdfrNiiDi ahl iHiterrfilUen su können, wnn wir nun aiicA diese kerteümtff 4m Wortes aal nicht bestreiten {in der von J. Jonas verdeutschten schrift Ls: das der freie IVille niciUs sey. Witlemb. 1526. begegnet sogar iUe tehreibui^ ahel), «o glauben wir doch, datx das h in ahl bei L, nur dehnteichi n /sf. — ahd. und mhd. gilt nur ;'l (firaff i. 224. //-/(. I. 1\) Aas (iisz, ass», 'as^, «. cadaver, todter körpevt weichet worl Weigand {wtb, d. d. aynon. 3, 11$7) u. a. von aa«x esea, sppffp, fhifrfrasz als unrertrandt gänzlich (ji s' Uii-dvn wissen wollen und nur letzleres von eszen ableiten, während Grimm wtb. 1« 6 (v^. oiMsA deMen geseh. d. d. spräche 2. aM/l. 701) beiden Wörtern ¥un als Wur- zel suiceist. (jpf) raucht Luth. «oiaoA/ für esca als auch für carlavci . 1 ) ßir esca : du wirst aiiirs land Tallcn \ n*i niehl wider ausgelesen noch genmlel wer- den, sondern den tliieren aulT dem land mhI den vogeln liiiiicK znm n {1*122: asz i ist, da sanileu sieli die adliT ( I 522 : n'lf If i ). Matth 21. 'iS. 3) für die menschliche leiche: ,i[^o \v:inl das ass hebel wie kol aufl* dem felde. 2 kön. 9 » 37 ; Itcin «cheodlicher, vnleidlicher ass aolT erden isi, denn des menschen, zwo pre* digt vber der leiche des kürfurslen herlzog Johans zu Sachssen. Hlltemb. 1 532. Fiij*. den gebraudt det wories aas für den eada^ rer det menschen vor iMther belegt Ben. 1, 61: einen beleg aus neueter zeit gibt Wei ga n d wlb. d. d. xj/nnn. \ , 2. hier slehi' noch ein solclter aus der ersten deuLuhen bibel; 1 Jlfos.50, 3 Aeistf et vondertatbung det teuAnamt Jaeobt: dila was die gewon* heil der bewarten eser (vutg. : iste qnippe mos pr,il cadaverum conditorum), der pl. von aas lauiei bei Luüier { 1 Mos. 15, Ii; (He ass d, i. atte. die Nürnberger bibel V. 14 S3 Aal an der betreffenden ttetk dy osse, während sie sonst auch dertialb tu und ab» hin widar lieben, «debe stund er wolt. «üm. 1, 181*; der il«D hämisch anlegt, sol sich nicht rhttmcn (fer jn liat ahgelegl. l kön. 20, 1 1. vgl. auch ah- und zugehen, ab- und zureilen» UqmP «Md faimbiilirMi «. a. iltlMtia (aberbeiien), kübwrando coti- iwiier«, in mehrfacher antoendung. 1) trerkzeuge durch arheit abnützen: die schueilea an den senseu vud haweu und gaiteln fsdbeilen waren abgeerbeitet 1 Sam. 1 3.2 1 . 2) e(N« tdkuld rnitUl* atimt abtragen : «lie andern XX (sc. guidni) soll er mir ab- arheilen. de Welte br. ü. 327. 3j ende bringen, erledigen: itzl las^l tau dme worl David suuor abarbeiten, von dea leisten teorlen Dauid, (1543.) Ci^j^ ktVrh das sie bey dem ersten mOgc bleiben, so sie je grosse lusl tu ihm hat, mag sie wol thnn. SM. 1, Abblatten (abblaten) , blätter aMrsdkM.* vnd heisset das worl hasaph. (C|^n, Jü. 29» 9) ahhlaten. Eisl. 2, 96". AbbergeUf u'tu das einfache borgen, $o fem ee auf borg nehmen bcdeufel, UHKumf, entlehnen: wende dich nicht von dem, der dir abborgen wil (erste ausg. des n. test. r. j. 1522: der von dyr borj^en wdli Matth, b, 42; alsu haben wir auch ynii deuUchen landen den namen, das eltUcfaeheissea Krallt odder KrtllUnann, wUchs dem ebreischea nach gemacht odder abgoborget ist. die epi- siel des propheten Jesaia. (i52GK Güij*; solche weise die schriffi zu fureii ht;t!»st ka- taehresis, abusiuns modus KMiuendi, ein mis- versland, das man der schrilfl zu weüen ci- iMM! xfiriK-b abborgel und reissi't tbnuf »'inen bu5bcu. ein widderruff vom fegejeur, (1530) Diij''. AbbfMhM (abebrecben)» ahd, apap(b)re- chan (Graff 3, 264), Mtieammengehöriges oder auch nur zusammenhängendes (durrh brechen) trennen; die abgezogneren be- de*Uungen ergeben sieh MdU aus der sUm' Hdsen, I. transitiver gebrauch. \) sinnlifhfs nlthn^rhen. a) Früchte, bläl- ler, zweige {vom 6aum} abbrechen: ich wd Ihun wie ein guter bäum wenn man die rrttchte abbricht, die er heur getragen hat. hauS' post. fVittemb. 1545, sommerlheil 71"; vnd sihe ein oleldal Iiaüe si»« fdie l onSodh aus- geschickte (uu&tfjabgebrucheu. 1 Mos. 6, 11 ; wenn sie dyr nu eyn Idatt abbrechen, «so wollen sie den gansen wallt gewonnen haben. von beider gestalt (1 522) Ciij'". b) glie- der {vom leibe) abbrecf»»n: vnd sol seine Hügel spalten, aber nicht abbrechen. '^Mos. 1,17; vnd jr (der op/arfatiAe) den kopfl kneipen hinder dem genick, vnd nicht aln brechen. 5,8. c) das hebt abbrechen» d. i. einen butzen vom licht brechen, es putzen, weshalb die lichtputse früher (s. b. bei Alberne dicL KKif) aucAabbreche hiesz: was sind die zweige der Olebewmer wtdi'Iif stehen bey den zwo giiblon soliiieu- Izen damit man abbricht? der prophet Sa- charja. (1528J üiij''. sputer fügte Luth. an Digitized by Googb ABBBCCÜ£N 5 ABBRUCH ier bHnffimdem Stelle {Saeh, 4, 12) noch hinzu: oben von den giflden ieucliler. d) bildsaiileii. mntiern,gebäucle abbreclion «= nipderreiszrji: s\ as ists abrr, gülzen ciisser- bcii üiiitreciteu vuii ynuorlicli viel gOlzen yiu kcrtsea aaflHchten? der prophet Satharja. (1&28X Bhiij' ; viul (^.(i'i brachen abc die fflaureo zu Jerusalem. 2 chron. HC. 19; ich wi! meine scliru neu {früher ächcurcn) abbrechen. Luc. 12, 18. 2) eiDe rede oder schrift abbrechen d. •'. plötzlich inne hatten, ohne dtese^ tu ende yi'füJirl zu haben, tcodurch dann der susamnu'tthang zu einander gehüriger theite geslörl wird: das heyssl nicht leren, bo lui fftxeil, tdclusdi vnd kartz die rede ab- btfechcD vnd mversehens vnd vnuerwar- nel auff anders fnllen. das ander leyl tcidäer die hyml. prophelen. (I525i. Fj': (las bat bisher viel yrrc getuachl ynn dea prephete», das, wenn sie vom jadischen reich reden, kurlz abbrechen vnd von Chrislo Jsil unter reden, der prophet Habarur. {152Cjl)j''; ich luus abbrechen und da!> ktiU slQck Uaggai andern lassen, von den jUm vnd jrm lügen. (1543). Viij*. ein «Ortvordrai muud abbrechen: wie leicht kann man einen v.-iler überreden, (iberlaiibeii, oder eiti wort für dem maul abbreclien dureii Mieodigkeil unzähUger weise, de iVeite br, 617. 3) icenn nbbrocben die bedeutung von rerkürztn , enlziehen, schaden, abhnirh th»n hal, so verbindet es Lulh. gewöhnlich edr dem däHv der pereon oder «acAe; La- ban auch seynen ej^enen bindern abebricht, rnd das yhre Airlielt. r&er das erst buch Mme. (1527). Yyij'; s. ßernhftrdus ist auc h eyn zeyiUng ynn solcher lorheil gewesen, wie wol er sonst eyn heyliger man war. das er deni leyb so viel abbrach, das yhm der oddem »tyncken wart, epistel sanct Petri. (1523' Küj' ; h.ib ich nil dem bapsl, bisschoF- fea, jiUÜcu vnnd uiunciien alUyn mit dem nend an allenn svhwerdschlag mehr abbre- chen, denn yhm biazher alle kcyszer vnnd konige vnd fursten mit alte \br j,'e\\ali ha- b«n abbriM-bef), egn Irew rormanung sieh M torhuien jur auffruhr. (I522j. Bij' ; ich habe (M elbeneUentg der heik «cftH/f ) ehe vrDtten der deutschen spräche abbrechen, denn von dem worl weichen, ein sendbrieff von dolmetschen. (1530). Cj''; ob sie jm nicht alle gcborciieii nach dem euangeUp bricht seiner herrschaiU vher alle crealuren nichts abe. von den lebten warten ikntidi, (1543). Ciiij''. II. intransitiv steht abbrechen in folgen- der stelle: diszc epistel (am 2. sonnlag nach eyiph.j Lrichl um ende alzu vuzeyllig abe. mwl. d. ep, end evnn^. von der hegl. dregisSnige feei Ine auff osiem. { \ 525). Eij\ Abbrechen , n., der inj. abbrechen sub- stantivisch: ich hab aiuli mit yhm viid an- dern heundlicbgercdt des abbreciieiis au der stadmaur halber. Bnrkhardt Mefw, 193. Ibbrcnnen, abbrann, (r. brinneu). vom fetter verzehrt werden: wo ein haus rtltliren- nel, da silzl ahveg ein teiiniin tiabey. haus- posl. Wittemb. 154C>. (esilheil 7b ; nach solchem ist jm (£eonA«rd JTeifer) hende vnd Tuss vnd der kopff abgebmnnen. Jen. 3, -151''. Abbrennen» abbrannte, (r. brennen, dem factÜiv von brinneu) machent dass etwas eem fever vertUgi wird: lieber bruder. wilt du nicht ein Christ sein, so wollen wir dein haus abbrennen. Eisl.ausg. 1,317\ figür- lich: wen nit eyn glaub da wcre, sollen warlich solch feurig spiesz eynem das herlz abbroinen. ai^ das vhirehniÜU^ buch bocks Emszers. Wittemb. 1521. Aüj". Abbringen» wegschaffen, entfernen, auszer gebrauch kommen lassen: vnd (Manasse) bawet die Mhen, die sein val^ Hiskta hatte abgebracht.' 2 kön, 21,3; gemeine frawen- heuszer sind schwerlich ahlzubringen. VOn den guten tcercken (1520) Aiij''. .ibbrnch, m., von abbrechen, steht bei Imther gewÖhnUch fUr verlutt, schaden, naehtheil (vgl. abbrechen 3.) : es hat wyder Silber, goll, edelgcstcin, iiüch kein köstlich ding szo niauchfclligc tzusetzc vnd abbruch, als die guten weick. ron den guten wer- dten, (1520) Aij"; weyl das ablass abgehet vnd viel mehr abbruchs geschieht dem aller bt'vlii^slcn Sinei zn Rum. ein sendebrieff an Jhan von Schleguilz. {l'o'2'.i) Aij''; so hl nn das mchl allem ein diehstahl, so man zu nachts ynn die heusser bricht vnd eynem oiy ii^uo uy Google AUBUÜCUIG 6 ABüC.NKEL d« sayne heymlkh bey Mchi nympt, suii- de D ein yglicher abbruoh oddnr scliade, liur da ge^i'hirbl deinem ncbistcn am gut. amley. der Jiehen gepoL (152&i). Mvj"; wen {(Unn} diu 'ul vnchrisüicli » ji auch vaiuilurlicii ge- nieyos nuts» vod schuUimge genissen, vnd doch nicbl aui:h gomeino l>ist vnd ;ilili(ii<-]i tragen, vnterrichi dem ralh zcu allen Stel- Im. ( 152;()U im der zeilichnfl für heu. gesch. und landcs- Jtwtde 8. 255. bei Grimm fehteni, Abe (abece), n. l ) die ecAon mhd. vor- handene {Ben. 1, 3l, mn den ihf! ersten buchslaben entnommene bem nixtny dvr gan- zen reihe derselben: ein frunier sobul- meisler wenn jm ein jnnger knabe sol das a b c auffsagen, iian seer wo! gedtilt haben. das 16. cap. s. Jnhnnnis. (1538). Ddj ; wie man die kuuiei jun der schulen Icrel die buchslaben kciincn, daü sie raQssen das a b c Air sich vnd hinder sich sagen, vom acftem hamphwrae. V'f ; diszer romanisl das alM-i <' >-i li!r k.inii l)isz atif das b. von dem bajinlum zu Hvme, U52U). Bij\ 2) so- dann beseiehnet abc auch den anfang, die elemente einer eaehe iUterhauft: jenes eus- seriwh leiden ist noch kinder werck» vnd nur das a b c vom elend vml leiden dt i irhrislen. das 15. cap. der [. ep. an die Corinther. (1534). Kiiij'; vnd da wir viel darinnen (m der heil, eehriß) ktfnnen vnd venUeben, so klinnen wir kanm das abc tischr. 2'-. Abcteufi'l, »H »v'n If'ufel , der noch nii fil über die aulangsyianäe der teufeiiicheh hünete Hinauegelmmen iet, dem die Hti und schtauheil des „rechtem giderten Im- /t'/i" noch abgehl: ab das isl enlwedcr ein junger a. 1». c. IciiIpI oder schiidlPiifTelin, eines, das noch uiciii i ecbl burlislabeu kao. Hillen». 2» 4I6I' (Jen, 6.341": sehael tca- felin, der). Grimm meint (wtb. I, 18), d(U2 di'f namP- .ilicUMiff^ 'rahrsihcinlirh aas ei' nrm ^r'ff'r: iiUcr schul fcsle zu deiUvn sfi. Abdecker (abedecker;, m. tischr. 401'* name de* eekindere, ron abdecken, den fr- fitllnen tieh die haut (decke) abziehen. Abdienen, etwas durch dienslleislung er- langen, bezahlen, abverdienen : irh wil für helOeu, vnd das aus lauter gnaden, daiUU ülirs nicht abdienen, anafijfr. der sehen gt- poi. (I52S}. Pv ; als mOsse er jhm sotchs (das eirii/,' leben} ersl aufls new durch vnser vvf'K k all dienen lassen, dus I 7. rap. s. Johannis. (1530). Fij' ; {Christus hat) aoi creulae Tur dieselbigen (unsere «ümlenj dnreb sein tod und leiden genug gelban, und sie dein \,(irr iIiLM-ditMiel. Eisl. I.94\ Abdriugeu, 1) einem eltcas abzwingen, abnöthigen: wie mir Emszer will abdringen, mi( gantaeni slunn. auff dae vhtrdtriitüdk buch bocke Bmezer, (1521. niiij"; die zu Hl Miidenburg haben vns einen feinen ruplan iiiiL hoher hille ahgcdrungen. Burcklturdt briefw.'d'h ; Simei (ßand) schuld gab, er iietle Saul das kdnigrmch mit gewait abgedran- gen. derprophelHabacuc. (1 7)20 ) nj'"; durch u tu lier ahgedrungenc giltor. Jen. 3, 185". 2) einen abdringen, ron eii%ei stelle weg- drängen: 31. Holsleiu nichl bcgebrl die gil* kisch Icction, noch H. Veit als den Sltem :iLzuilrii)i..'i'ii. de Welte br. 5, 387. Abdrflrkrn . tlm-rh drncL absondt vf». fupir- lich in der l eäeimirl ^ii)anl. abunl (Graff \, 98, 99). be- mdmH t) die xeU kun vör md «oeA tm- nenunlergang t aUwiUMts des tages und ÜHbruch der nachl: p«? wil alieiid wvr- ian. hic, 24, 20; in ilrr (inniiuit iiiifr am abciii. r.tj'. 2) die gegend des sonnenKiüeiyangs : vnd (il6nUka«i) ncblcl seine hilllen aufT, das> er Bethel gegen abend vnd Ai gegen dem mor- gen hatte. Ilfaa. t2.B: vi(>I \\r\;h^n komen vom m"ir?fn villi vom nlx'iitl vinl iiiil Alira- bam vrnl isaair %imI Jacoli nn himelrcicii sil- aen. Kauh. S, 1 1 ; gölte» worl isl wie ein pült» der ynn einem huy von morgen gehet bis zum abend, austeg. d. euang,v»n oUem bis auffs aduenl. f l ö27 1. q vij''. B'iftt die etymologie des icortes abend be- (rt|t, sodeuiet es Grimm itclb. 1,22) aufi emem verlornen ^olA. iban, af, 4^huii mi*( der praetensbedeuiung aeque pendere ttcoron ihn-i nhd. ('pan\ dessen praet. die hedfu- tuag ton aus äem gieiciufewicht kommen, m He neige gemiken, angenmnmen {«o> herdie jMrtütelaf» aftd. apa), und also Apant die neige, Senkung des lages wäre, mö- gen diesir rntijfrfutm auch noch weitere be- 9nindu$tg crloriUrn, so darf doch die rer- i»andtsehaß mit ah teoJU kaum hesweifell werden. thendbret f n. , ein für den abend be- ttimtnles ieinfachex\ fs'!t iiprilis\di:s juhn-^ 1521, welche Lulh. utUvr den keliern aufführt und als solchen verdammt, irunkcnc abend" bulle heiszt sielMth., weil er annimmt, dasx dieselbe vom papaf in trunkenem zustande abgefas-i <;ri. Abeude>seu, n. »i/»rf. i\benie3;7,cn (Ut^n. \, 759, mysl. J , 1S9, IU>, abendmahUeit, rerwendei Luther m der übersetsung des «. tesi. zweimal {Joh. t3. 2; 21, 2<>) für die rom herrn am ro ruhend seim^s Iridfus mit den jungem yekullene passahinahl wil, »rä/i- rend er sonst das gr. wort dtinyor, welches wie das lal. eoena die gegen abend ge^ haltene hauptmahlzeit bezeichnet, durdi abendtnahl (ä. d ) ülirrscizif. in den ror- luth. bibeln steht überall, auch da, wo iMth. abendmabl hat, abenlessen. dass abendesaen wie abendmabl fttrdUtcA aiieA das sacrament des altars beziichm', liissi sich »'•!> Grimm Ihui aus der wtb. 1,2 3 geführten stelle (J^n. 157, tu dem enten Jenaerdruck 3, 16b'i nicht folgern; nhme tweifel bexeidimet hier, wie auch Jen. \, 479' ; 2,21'' u.a.a. st. ahendessenjtnes pas- xahmnhl überhaupt, wobei das heil, afn-nd- inahl eingesetzt wurde, evidentere belege fUr den gebraudi des Wortes abendessen — heil, abendmahl sind wUUtommen. Abendfrrssen , ». üppiges prassen zu abend: so gibt es dir kiiiisl desabcndfressens. Jen.ausg. 2,83''. häufig in der von LuUi.mit glossen, vor' undnaehwört herausgegebenen «nfer abendbulle eniMiAnfeN Nilfa do- mini; die hochbernmpte vnd liefT bcfurcbte vnd weyf vorporgene biilia vom abrntfressen deynes Herrn. buUa cene domini. (i522). Üigiiizeü by nusz «lern wcge \veych«»n, schweygc dftin Ülinslus und s. Pcler dem abcnlfresscr. buUa cene ilom^Mj. (1522). Bj\ Abcndnahl (abendnial) , n. co«tMi, he- zeichnet I i dem griechischen iunvftr^ lat^ coena entsprechend eine am abend gehaltene moA/self, besonders gastmahl {gemma gern- manm rij'* obMnor*. abeolmal essen) : nach dem abondm.il rurcten sie denjungon Tubiam zu der jiingfrawen in die l»nmi*r. Tob. 8, 1 ; vod es kam ein gelegener lag. das Herodes atlir seinen jartag ein abendmal gab. Marc. 6. 21 ; sechs tage vor osletn kam Jbesns gen Belbanicn. daselbs macblcn sie jm ein abendinnl. Joh. 12, 1. 2; es war ein mensch, der machte ein gros abendmal. Luc. 14, 16. die warte „nach dem abendmal" ^Ht. 22» 20 erklärt Imlh, telbet Mmch dem sie zu abend gegessen halten", wie er auch in den erxten ausgg. de.< n. (est. übersetzte. 2) das sacramcnt des allars: wenn ilir nn znsamen koinct, so hell man da nicht des heim abendmal. I Cor. 11, 20 ; icli lasse CS Villi Iiortzon ^orne zu. das dis aliondmal ein sacrainont scy, obs wol m<-}\\. ynn der iicbrifH so genennet wird, vom abendmal Ghmtf. (1528). q iiij"; nu wollen wir jhn (den Itl.ptatm) widder Turn anfaben vnd anfl \Tispr nslerf. st, das ist, aufls abendmal odder messe ziIilmi. der III. psalm. Wit- lemb. 1530. Cuj''; so sind doch die andern abendmal nach der himelfart dawidder. «om abendmal ChrUU baftenfnia. (1534) büj*. — Nach Grimm {wtb. 1, 25) u. a. $eU al)cndina]il trü* naclilinahl als bezeichnvtng des sacramenls erst mit der reformaUm aufgekommen sein, jenes bei den LiUhera' nem. dieeee bei den Reformierten; iodh würde man irren, wollte man hieraus sfhlie- szen. al)»Midinalil sei der speeifvtch lutheri- sche, narlilnialil dagegen der aussrfilieszUch reformierte ausdruck für cummunio, da Lu' fher eelbH des toortee nachUnahl wieder^ holt sich bediente vnd umgekehrt in streng reformirten hehenntnisschriften abendOMU neben nachlmaht gebraucht irird. Abendaablsteit, m., die einseizungsicorle des heil. abendmahU: vnd hab die oren ge- wassehen, das ich wol htfre wie ym abends^ mallexl (sie) das folgende sKlcke (der für euch gcpolipn ist) soll»» vork!oicri das u23 ; epr. 5al. 1 6, 1 5: Jac. 5, 7) jedoch Übersetzung von d^pbn und vfTog nt!'ifincund steht mithin /lir spiftre- gen (s.d.f, was Luther uHch sonst verwandte. Abends, vespere, adverbialischer gern- Htf} abents wem es fein» das man drey ves- pcr psalinen sOnge. vnlerridu d. vieHaloren. I 153S) Kij ; abnnls wenn die kinder zu bans jjtt'hen. ebend. Mj'' ; der Phili 8. 8. JTot. 28, 5 ti. o. «f.) miigte 9ig$nt- lick heiszen zwischen den beiden abenden, womit nach Ger lach (die heil, schrifl l, 146 SU 2 Mos. 12, ö> die zeil des mmtmmtargangs gemeint ist, indem nem- ikkä§riml0rgw^ der tcmte Jto MtU, eke man unbestimmt abmtä lUimf, m Mwd kiUften theill. äktniiW^itf m. die erkim-ung dieses trorles jOl iAUher ieik$i im der auslegung des j^o- fketen Betbaaie su eap. I, 8 »beiMigtr denn dte wolffe des abends" : abcndswülflc venlol- roelzen elliche wolfle aus der wüsten, denn «s beydes ym ebreischcn mag aus den buch- sttben genomen Wflrden, doeh icb halts, das abeoikwiMfllB teyen, das die neyauiige aey, der Wiilir, Weichs von nalur ein reyssend, raubwrh. juonHscb Ihier isl, aber am abend vwl rtuliiicher isl, weil er den tag vi»er niclil lehalfa, md also auf den abend hungerig tft, das ^eich so vjd gesagt s«, abendswflUfe alsbiingerige wölfTe, die lange nicht gessen haben, dt-r prophel Habacur. (1326). diiij''. Alroitwaciiej f., gegensatx su morgen- «iche. der mie tluU der in vier ahechmiue gHkeilien naeM. Jen. 1. 88\ .Ufad^ärts, adv. gegen abend, toest- warts. bei Luth. noch gelrennt ■ viid hielten iH-isciien Bethel und Ai g^en abend werts aa Ai. /m. 8. 9 ; der für den Id Bfenam Ugt von abend werls. Jos. 19, 1 1. wirls {^rt. vafrjti';, vnfr|)s, ahd. \v?rlos , wartes, mhd. wt-riisi /.s( die adverbiale genilivform von dem nur noch in zusammemetsungen terkemdenen adj. wAi (wart) ^vMn ge- richtei, ije wendet, vgl. Grimm gr, 8, 89 jf. Grnff' 1. 'HS ff. Ben. 3. 596. 597. A^endwerkf n. am abend verrichtete ar- die ersten inugeu hcyssen die abenl- wmk, die andemiidie nioffen werek. mif«- ^gwig der epiet. «. musng, vms ehriektg ele. n'>-2? Onj»., morgenwerk. ibenieier, rebcnteur, ebentheur), ». mhd. iwaliure f., aus dem romanischen adven- aveatan, avenlnre, eeaker es ediom die «Ad. dichter enUeknlm wnd häufig to ver- tdnedenen bedeuiunfjei} rfncandten. vgl. 1, 67— 72. mm /,/. w/n. 1,84 ff. ^ 1, 27. aud» Luther gebraucht ^ wert e^ Mir iMdU in der MM. Onm. WAitertaolb i ) svmaflftil beeeidmet abcntcuer seinem Ursprünge gerndte etwae dae nikeemt, ge- schieht, ein ereignis. ein Vorfall überhaupt, in diesem sinne steht es noch bei Luther in folgender stelle: nicht das ich sorge, kei- seHiehe maiesut werde solchen gimblasero rolges, vnd solchen uobUlicbeii krieg anfe* hon, somlorii dns ich das meine nicht vei*- seuiiip, vimI nü^'niluilben aufT alle ebenihour Jj= au/ jeden möglichen fall) mein gewissen eBtsehOldigl vnd vnbeschweret erhalten wil. wamunge an seine Hede» dendidien. WH- temk» 1531. Dij«. 2) gewSknüeh «erkn^i/lt tteh oder mll abenteuer die Vorstellung eines ereignieee, wagnises , Unternehmens mit ungetrissem, unsicherm ausgang, und so ist auch bei Luih, auf abenteuer « tn et ^n^um. auf ge- ralhewohl, auf geA fföele, amf eigne gefakr: wer din t.mffe aufl* den glauben gründet vnd leiiffl auiT ebentheur, vnd niclil gfwis ist, ob glauhe da sey, der Ihut nichts besscrs, denn der on glaube teutTet. Jen. 4, 323**; die erzte sol man loben, die da wol vnd ge« wis wissen, was die seuche sey, so können sie dem knnrkeii deste bas hclflen, sonst wenn sie aull ebenlhewer einhin geben, so gerets auch wie es kan. ausUgung d. epist. und euang. von oeiem Mi auff dae adnent, (1544). DDj'-; wer da zweilTclt odder auff cbentcür bellet, da were besser, er lies es anstehen, vom kriege widder die türcken. (1529). Gj'' ; das heissel das gebele ynn die sehantz geschlagen vnd aull ebentheur hyn gemurrel. deudsch catechismus. (1529). Piiij*; als uii aucli on e. c. rat wis- sen vnd willen mich ci-sllich gen VVittemberg aiitr meyn ebenteur widderumb gerügt habe. Jen. 2, 265». de Welte br. 2, 837. wir geben die stelle nach dem im gesammtar^ ■hiv zu Weimar Reg. üpag. 74 FF. 2 beßnd- Ucluin original, wovon beide drucke abwei' chen, 3) vereinMelt begegnet aucA abenleur wa- gen «Nulabeoleor stehen /Qr^/Ubr^rn^feiulte unternehmen, bestehen: er wage sein eben- theur. Jen. 2. SS**, wenn eyn kaulTinan den beuücl vol gellts hat vnd nicht mehr will mil soynen gdtem vber land odder meer j y Google ABEKTEIEKÜCU 10 ABER ebenteur lUhen. von kwffdumihmg vmt Wucher. (1524). Dj\ Abentfierliehi adj. teundcrhnr, gelUam gotl ist eliPiUewrlich iii den hohen (sprich i der 93 psalm). Jen. 5, 2\ keine der psal- mtnSbeneUimgen Lu^en tief«! «war an der betreffenden stelle (ps. 93, 4) ebenleur- Itch, die vulg. aber hat: inirabilis in allis dominus, traf die Nümb. bibel von 1483 übersetzt: der herr ist wunderlich in de% KOhen. das ist eine ebentenerliche rede, mn MtUUktrteMMr IrotL (1535). Ej''; es hl ohn Zweifel mein nl»<'nih(nier!ir|] gcschrcy für euch koinen» al.n t>oUl ich ein ehemann worden sein. d§ WeUt kr, Z, U ; das wil ein wunderbarlicher ebenlewerlicber herr sein , der seine hcrrschafll oben aufT seinem halse ltf^i,'t hauspost. Jhena. J559. &/.433\ ibcntetterllrlif adv. seltsam, ungereimt: es scheinet ji su vnbHKeh vnd vngcrcimpi, das gell das spiet so ebenlhenrlich angreiflen, vnd sich so lüriich zur sache stellen sol inii seinem porii hi, das weil Adam jnn einen apllei hcissci. sol er souiel ausgerichlel ha- ben , das alle menschen nach jm bis sn end der well müssen des lods sein, das 1 5. cap. der erstert ep. s. Pauli an die CorinOter. fl534). daraufT fehcl s. Thomas an lu wundern vnd isl jm ebenihcurhch geredl* das er (CMslnf ) sagl , sie wissen wo er hin wolle, diu 11. und 15. cap. s. Johannis. (1538). Fiij"; (Ircilalli^'kcil laulel ebenlewr- Ucb. hausposi Jhena. 1559. bl 464\ Abentcnern; »sohl gleichviel mit gaukeln : was ists nu wunder, das leichtferüge schwer- mer mit (ien Worten des ahendninls nach yhrem iliinckel gaiickeln vnd ebcntheuren. das die worl Chrisli elc. fl527). h iiij''. Abcntearer, m. mhd. dcenliuraere {Ben. U 72). 1) isl es (Jacob) nicht ein hOrischer ^eniewrcr, das yhm nicht genügt an zwcycn (fC. weibern), sniirlpni noch zwo da/u Imhen mus? vber das entle buch Mose. (1527). Ssiij*. 2) ein mit blendwerk tmgehenderf Hn gavMer: das der Mahroet sampl seinen gesellen, auch ein solcher ehenlheurer ge- west sey, wie den (denn) bey »Tii, i^eiueu landsleulen, solche schwarUkunsl alle zeit gewest vnd noch heutiges lages ist. ver- figwfl^ 49t olcoron. (t 542). Ty». AkartMM.aber. aver (0en. 1,72), oM. aver, avar, afar, avur (öra/f 1, 177 ff.), goth. afar. ilif'Sf parfikf'l, welche ohne zwei fei fort* bUäung der einfachen partikel ab {»() ist, und nieht, ide Adelung (wtb. 1 . 24. 27) meAil, «Ml ober oder aber Aerkommf, mardt im goth. stets nur als praep. mit dtr be- deutung nach, hinler gebraucht; im ahd. avar erlosch die natur der praep., es ward Notset «beerbt Wt endKcib «itcft Jfaeor ai> verMofe febratieft oUmäMidk tfuär obft* zogenen conjunction weichen muste. vgl. Grimm gr. 3, 259. 4, 787. 788. Uftb. l, 29. 30. 1) aber als adv erb ßr wieder, wiede* mm hegegoH im Lje eekr^Ua noch oß: ich armer brudor hab aber einn new fewT antzundl. euangelium von den izehen ausz* selzigen. (1521). aij"; es ist aber etwas oews aoir den plan kmumen. vom dem b^elkmaMa Rome. (1520). Aij*; erbeyle ein yglicher lies taps, den er lohi, morgen weys er nicht, oll fr k'he, leliel er so erlieiie er aher. vber das erste buch Mose. (1527) Niiij^; Abram einen altar bawel tu Sichern , darnach aber einen als er gen Bethel kompL ebend. hiij*; ^vcnn f's aber offenbar isl, das es yederman wcys, vnd nicht mehr vertlerkl hb^ih* n Knn. soUen wir es aber eins hclfl'un sciiuiucken vnd besdiOnen, biiij''; mit diesem andern ttura ist aber eins die bepslräche messe '~—> zu Boden pcstossen. Jen. 2, 11''; es stund (Ii*' i'hrislenliehe warheyii eyn mall alleyn au II saucl Pauel, aber eyn iiiil aud' s. Alha- nasij. mwNitcr. der bibHofbdi^ x« Galka cod. Chart. 379 pag. 9 {Erl. aaeg. 24, 13); da sehen wir aber ein mal W3<: gott von uns helf. Jen. 1 , 525". gern venrendel Lulh. aber bei Wiederholungen: nüszliQ beysz royr aulT Heyntz von Engelland, trots vnd aber trotz, antwortt deutsch auff könig Henrichs von Engelland buch. ( \ 522). Eiiij* ; 0 weh %'nd aber weh eu( h verdamplen fal- schen pruphcteo. Jen. 3, 1Ü5'; amen vnd aber amen. Jen. 6, 122*; vnselig vnd aber vnselig sind die , so diesen schätz {das wort gottes) reichlich für fi'T (fntr h:\hn] vnd jnen doch verachten, der 23. psa(m. (1536). Biij'' ; es tragen sich täglich neuwe vnnd aber neuwe jmbumb in. fitehredtn da Ly Google ABER 11 AB£&GUU0£ »HS IM tausent vni aber Uosrat cchckAe bescbeinen. em cAmtf. «dUfiMr Iroff. ( 1 535). lliüj^ Sicht minder zahlreich sind die beirrjp für d(U adterbiale aber in Luthers btb' Um^Mimg, in nmertn HbetmugtAen je- ioth häMf^ mil abermal vertauscht : vnd ei- lel vnd tross deu knig aus in die troncko mkI lieff aber {hebr. liy, LXX nuhv) zum bruu iu schepflen. l Mos. 24, 20 ; und sie ward aber (Mk*. wdg. vwnumque) schwan- ger. 38, 4 ; zum andern mal gieng er aber liin. MaUh. 26, 42 ; pcn Tlic!:>;ilrfi$ter (iraU der achLierkiarung , conscriptio superior, wiewohl Friath (wfb. i, 9) «. «. aberachl und oberachl Irennen. dieses, gewöhnlich in der formet acht vnd aberadit gebrauchte wort ist uns /trnr in den von Luther selbst verfaszten schrillen nicht begegnet, gleicK- teoM fuhren wir e$ Mer auf, daeein dm von Luther mit randgtossen herauigegi^e-' nen liaiserlirheu edict vom 8. mag 1521 wiederhotl vurkomml. zwei keyserliche tn- einige tnä wydderwerüge gepvll. (1524). Cj>'; Cij-; GUü*. die bei Grimm wfb. I, 32 Mn(er aberachl angeplhrte stelle ist der 1 520 unter dem namen des hapsls Leo X. wider LuUmr ausgegangenen bulle entnommen, uo jedoch der Jenaer druck v. j. 1555 (1, 352*») vberacht hat. Aberichtfr, m. ein mit der oberachl öe- /e^(er: verseil riehen en cchteiti viidaherech- lern. in dem „vertrag zwischen dem löb' liehen band zu Schwaben vnd den zweien hauffen der vereamiung der bawren am Bodensee vnd Algew," dessen naehdrudt Lutht r besorgte, .h-n. ,f 104''. AbergeUtlich, jedcnfalU. wie aberachl, aberglaube u. a. gebildet un4 ultrageistUch amdrikkend: auch das ich nicht der niei- nung bin , das durchs etiaogcliam solteo alle künsle zu boden geschlagen werden vnd vergehen, wie etliche ahergeistliche (Eist. \, 187" abcrgeisllichen) furgeben, Jen. 8, 392*. AberglanbCj m. ein erst im 15. jh. auf- tretendes, dem tat. superstitio nachgebilde- tes wort , in welchem aber icie in aberachl, ahergeistlich «tue miibilduny aui ober, Ober itt, wie auch das hoM. overgdAf bestätigt, und es kann hein zwei fei dar- über obwalten, dasz man ursprünglich mU demselben einen unchristlicheti, widerchrist- Hehen tnyimiften hat beMeichnen woHen Digitized by Google ABEßOUliilÜ 12 ABERWITZ {v^dtm mrÜM abcrglauben in Wa gener 's Haati' und gesellschaßs -iexirnn I 102 /f. vnd Vilmar pastoral - (heu i. biallvr 4, 169 ff') in diesem sinn verwendet auch lASlkw dtu «ort; ich hab geschrieben und gelerel — — zu ausrotlung der fchrttchen misbreach vnd aberglauben. Jen. 1 , 4SI; das haben die arme leulc von »ulchcii lerem, das sie weg gelrieben werden vnd surstrewet wie ene herd. yon mniclier* ley aberglauben und rollen, der prophet Saeharja. (1528). f><'i'; /.»leUl haben auch die kriegsleulu viel aberglaubens ym slreyl. ob kriegtleute awh in sei, stände MkikMm, (1527). 0^^; du mm keinen abeigtanbeo draus maeho, vnd halle solche geistcritlr menschen * I« n. hauspost. Jhena. 1559. bl. 197K aposl. yejich. 25, 19 ist aberglaube übersetiung von 6um9mt^ov(u (mig, Bttpentilio), wddki9 toorf Mer nach Zeller bibl. wtb. I. 9 rettgion, glau- ben überhattpl hfZHirhnf» so//, da Fcstus ja sonst seinen gasly den judenkonig Agnppa, miisst€ h^MdigH hohen, inian §r $§$ne rriigfym aberglanhen namnU* da$9 Jedoch iMther es so nicht verstanden hat, be- tpeist seine randglosse xu dieser stelle : wie 8|>dlüscli vnd vereciillicb redcl der sloiUe beide von Gbristo vnd vnierni glauben, vor-' Mh. kibeln haben: toq seines imeligcn gelnubens wogen. ibcrgiäobig; superstiliosus : ich sehe euch, das jr lu allen slUcken allzu abergieu- big seid. Act. 22. Abcrgl&lbiseb^ was abergUbMg: ich habe niii?Ii nichb anders beulisscn an tag zu brin- gen, denn die euangclisclit' warlioit, wider die abei^leubischen opinion oder wahn menschlicher tradition. Jen, t, 220^; 6r»- gorius ist ein iieili;;er man, aber an viel or- ten allzu abergleiiluscli. 2, 32' : das yhr mir nidil aberglcubisch oclil< i fnlsclie heuchler vnd gleiüner werdet, der prophel Saeharja. (1528). Ziij'. ibenMl , ade, naeh ein mal, tcieder ein mal, zusfimmt'nfetsung des adverbialrn dhn tcieder) mildemacc. mal, bei Luüt. noch getrennt: ich sage aber mal gnade vuiid gluck von gott Unm newen hej^igthnm. original- bnef in dem geeamtuwihi» m Wemair Aey. N. 108. 42; hie werdel ybr aber mal sagen, das ist warlich beymlich geballcn. vrsach vnd anlwort. (1523). Aij* ; Adam crkandle aber uidi sein weib. 1 Mos. 4, 25 ; (iVM) lies aber mal eine laube Siegen. 8. 10. — abwechselnd mit abemial« docA «eile- ner gebraucht Luth. auch Abermais, adv. Verbindung der partikel aber mi dem gen. males: da hub sich aber- niab ein tnmuU nnd wurde wider wd abeiw mab Rf r den Ecicen erfcant md gesprochen, /bn. t. 146"; damit abermals die jfiden gelrOstel werden, der praphet Saehaffja {lb2S). Tij'*. Aberraler, m. groszrater : wenn ichaulfer- stche, so stehet ziif Ifirh nipiri woih auch aufT, meine kiuder auch, ja luciu vaicr viid muUer, vnd dessdben vatcr vnd gm»vater vnd so Ton an, item» mein hei r odder landsAlrst vnd desselben valer vnd aliervalcr. das 15. Cfltjl. der ersten epist. an die Corinllier. (1534). Iiiij'. vgl. Friich wlb. l, 4 abercnc, Sehmelter w(h, l» 1 0 aberuranherr. Abcnrlti, f(?), verttandloeigkeü, ««rrfidU- heit, icahntcili: allhie da man entweder geh- \\narwfts oder ich* Naeh Weigand wtb, l,Aiei aberwiti m* summensetzung aus aber und witz, ahd. die wizze, mhd. die vvitze, rersfand, einsieht; Grimm meint , dasz aber in diesem fall sich am dem ä des ahd. awizzi, mhd. iwiUe entfallet habe, — Dasypodin» dieL 460^ alicrWiue» wanwitie^ Google ABERWITZIG 13 1^%)wim§r»tändig ; in dem kaiserlichen edicl rom 8. merx 1521 (:tct'i key^ertiche gepoU. Wütemh. 1524. ßj**) werden Luthers Schrif- ten aU abei wiuige bezeichneL Ikmim, voH ttwat kenmttr euen, einen iMOffl abessen, die frOchte dmWNn ki$ auf He lelxle ver:f'hr''n: du wilt 'p. c^^cn vnd nasscben von ciucui bauro, ich wii dir einen ToUen zurichten, den du niueroiehr kaust ibesMit. Jen, 5, 264^ Abfall, m. 1 ) für die sintUiehe Mkuiung d(*> niffltT- Hitd wegfnllens einer sacke wovon sklu uru aui Luih. kein beleg zugebvl, desto käufiger begegnet die abgezognere iet HtK^ imagens, frennene von einer penon oder iodie, an die man gebunden war: diese stad von ahers her wider die königc sich cinpf^rel bat, und auflrhur vnd abfall drinnen geschieht. Bira 4,19; er kompl nicht, es sey denn, dastunor der abblle (1522: abbll) kome. 2 Thesi. 2, 3; vnd wollet vnsenu eiiangclio, das goU tob jtzt wideruuib blühet , jn kein vnefare aufllhun durch ewcrn abfall. Jen. 2. t32-. 2) elbgang, verfall, veraehiung: (der kai- ser) Sülle den bapst vermögen. d.T« er IvLin ablas mehr jnn deudscliland scliicken wolle, aogeseheo dass er jnn abldli vnd Verachtung kmiea wen. von dertoinekelmesse. (1 534). Aq**; ich bin in so grossen abfiül vnd terach- tang komen durch diese meine beirat. Jen. ibfaiien (alictaUen) , sich wovon ablösen mi medef/tellen» mhd. abevallen (Ben. 3. 218). 1 ) iinnltrhr^ abfallen, blätter und früchtc fallen (rom bauai) ab: gleich wie die grflnon blelter aulT einem schonen hawm etliche abfal- kaedicbeifider wachsen. Sir, 14, 19; durch ngcwiuer alszo viel hluei vortirbt, Jhicht »bpfclt. euangelium vnn rfrn iz,lien ausz- ttiügen. (1521 I. Fiij". — die blunie falll .ib (com Stengel f : das gra<» ial verdorret und die Uwe abf ebilea. l Af. I > 24. die kröne ^t ab (rom haupt): die krön vnsers heubts »st al)gef.dlif»ii. klagt. Jer. 5, 16. — der kalk Cüll Uort der mauer) ab: sprich zu den liln- ebern, die luit lo&eiu kalck tünchen, das iMaOm wird. Jbceh. 13» II. — in key- serihunen mdkOnigreichen sihet notn nidits mehr, denn abfallen vnd auffsitzcn, gerade als sey fif" gantze well mit ybrer öberkeit, gotu tuniyr vnd reulerey, da siebs vnlcrnan- dcr sticht vnd bricht, der prophet Habacuc. (1526). ciif. 2 ) ßgiirUch. seinem irdischen und himm- lischen lierni .ihrnllcn, ihm untreu werden. Nimrod hetsset auH' deudsch ein abtrünniger, als wenn einer seinem herrn, dem er geschwo- ren vnd gehuldet bat, abfeit, vker da» erete buch Mose. ( 1 527 ). c iij'' ; owr veter hatten niicli vr?ac!ie vnd aiifecliliinpe von vhren nachbani, das mir abtielen. der prophet Saeharja. (1528). Eüij\ einer meinung ab- fallen : ja wenn gleich alle wellt vnser mei- nunge abfiele, das ander teyl widder hyml. Propheten. (1 525). .fiiij''. das gewis- sen l^lil uns ab , wenn es uns anstatt su enUd^digen anklagt: sihe, hie wttrde dir die weit su enge werden, sönderlicb» wenn das gewissen dir auch abfiele. Jen. 1, IVO**. 3) abfallen = entfallen: es sind ein ar- tikel oddcr sechs autt's ander examen mir durch sie fürgc halten worden, wilche nur mehres teils abgefallen, von er Lenhard Keiser. (1528). Bj\ in einem dieser eehriß L.'s einverleibten briefe h'>'is> r< Abfällige adj, bei LuUi. huu/u/ für ab- trünnig, freu/oa: aulT wen verlessesta denn dich , das du mir bisi abfellig worden ? Jei. 30, 5; der tenfel verfürel sie (Eva) \iu\ luacbt sie zu h\\ , das >ie von golt abfellii; ward, zwo hudiicil predigten. (153ö;. Gij''; ( Judo» an» GaHlaea) machet viel volcks ab- fellig jm nach, apost. gesch. 5, 37* Ahfeimeu , den feim {schäum, obenauf sich setzende unreiniykeit) abnehmen, ab- schäumen, abklären: diss wort (Tnjl M( gemeint) aber heiaset nicht allein lauter, son- dern aucb auserlesen, das abgefeimet ist anfl dn^ Inrterste, Eist. ausg. 2, 73'; widde- niuib ists tröstlich, wenn viel einerlei leiden, da feilet docii nicht su eui schrecklicher ge- denken ein, als sey er allein abgefeimet vnd verworffeu. das schöne conßlemini. i 1 530). Uiij*. f/rfs' von Luth. h'iufu} gebrauchte pari, praei. hat die bedeutuiig von ausge- zeidinel böse: die verzweiuelle vnd abge- lieimete rotten der sopbisten. Jen. 6, 344* ; AUFEUTIGEN 14 ABGEBE» ein ahfs'cfeirablcr bube vber alle buben. G, 522''; die losen abtrünnigen, .il)gefeinielen chrislen. 8, 133"; ein retiiter abgefeym- ler sacrilcgus. von der beycht, (1521). eif ; (David) dtn ncidliartvnd schmeichl«r forn an setzl als den abgefcimplen schaick. der im. psalm. M r>M4 1. Piiij*'. Adelung, welcher abn»uraen schreibt, erklärt {wlb. 1, 32) (Ue zulelzt angeführt« rgdeniort „ein dbgeßimm»«r «ofcott d. i* der au^midvon i^Un Schälken , ein listiger, durchtriebener mensch, der zu allen schelmereyen gMekiam verft'hifri ist." — vgl. ausfcimen. Abfertigeuj 1 ) zum absenden {zur Jährt) btnit «tacftm iinil «HHUiefc enttenden: wie Christus seinen Jüngern die lelze gäbe vnd sie abffTlipol. dcudsch catechismus. (1529). Aiij'',' tlasz man auf;? rodderlichsi bollschafl abfertiget, de Wette br. 3, 336; als nu iüsau Mhe, ibs Isiac Jacob gesegnet hatte vnd ab- geferligel in Mesopotamien. 1 Mos. 28, 6 ; da fcrtigeten die brdder Paalttm alao balde ab. apost, gcfich. 17, 14. 2j weil er aber von iN. mit .\X lloreii ab- geferligel« so andere 100 lloreii kriegen. Jm* 6, 540\ 3) SU ende hringen: {ich) ta weilen des Iicnht§L V. 14. Abgang} m. nihd. abeganc (Ben. 1. 475). 1) entferwmg, wegfaU: ich hab gehört wie dasz e. f. g. nach abgang dieszes aufT^tses wolle rvnc andere vnnd villeiclif ^r-hwerer antt'selzen. de Wette br. \ , TS. hier nach dem original, wovon d. W. nur in der Ortho- graphie abteeidtt, 2) für tod d, i, abgang aus diesem lebw: es hat mich ewer son N. I t r rhi des jnmers vnd vnfalls. so eueli zntfeslaiKien durch cwers lieben lierru aliganj.'. Jen. 4, 384''. Abgankeln, „einem durch blendweHt enl- ziehem'* (Grimm wtb. 1 , 44); weuD sie aber dir gleich alle euangclisten abgegaockell haben, vnd den kclch allein an ff siib gezogen, so werden sie dir s. Paulus niolil abgauckeln. eine bericht an einen guten freund. (1 528). Bij^ Abgeben, von sich geben , fahren lassen, uie mhd. noch mit gen. der sache: vnser lieublman Hans Met2sch ist viel vnd oftmals von mir gatlicb vnd enstlich vermanei, er soHle der bnrerey vnd buberef mit weibem abgeben. Bmrkhardtbri^, 192. üiyiiizea by Google ABGEFEIMT 15 AB6UUBE \l>^efeimt ^. abfi>imeri. ikgetieii, davon gehn. 1) von lebendi- gen itt gnngs machligen Wien: jrer war vid, die abe vnd xtt giengen. Marc, 6, 3 ! ; \nil dl LT (der prophet) von jin abgieng Und jn ein lewo vnd sclilnp»' jn. 1 hön. 20 , 36. mil loil abgehen . aus dem leben ' gtbu, lief de» («. abgaiig 2): sich betrflben nitäDem guten freunde der mii (od abge- gangen isl. ziro predig! vber der leiche des kirfurslen herliog JoUans. (1532). Aiij»,- wom ein lieber freuiui, weib, kind elc. mit ledUtalgangcu. /la Kaposi. WtUemh» 1545. MmturUfL H. 156*. Grimm denkt bei die' ser schon vor l.uih. nhlivfu^n redensari an eingehen im geUnie des abhoienden todes. 2) von «aclien, die $ich ablösen: wenn sidi inenner haddern vod verletzen ein schwaagor weib, das jr die fhicbl abgehet. 2 Mos. 21, 22; o der mörderischen slad, die ein solcli»'! ioi>n* i>.t, da das angcbranle drin- nen klt'l»! \m\ nicht abgehen wil. Ezech. 24, 6; daü jm alle zccn, nqgcl vnd har des ganUen leibes abgiengen. Jen. 6* 525\ 3) /8rbinabgeben, «i'eft nieäerw&rlt he- wegen: gehll eyne wage schussel aull die .inikr alte, auslegung der episl. vnd euong. vomchiiidig elc. (1522). Rrij''. 4) tou stalten gehn, er gehn, hingehn: du wint «in fein vernflnflUg mensch werden, dem* alles wol anslehet vnd abgehet, was du angreiffe^t. randgl. zu spr. Sal. 3. 4 ; solche predigt L'chet on frilchle iiiclil abe. zico predig- t€n auff derkinderlauffe etc. (154Ü). Ciij'; wo vid wert sind, da gelieta on sfinde ntchl ab. spr. Sal. 10, 19; es sol keinem ge- schenckt werden, noch vngestraiU abgeben. deudtch caiechismu 36. 6) hat ibj^ehen die bedeutung von sich ent- halten, soterMnielei «tdk mit dem gen. : das ich aber scbarffer md hittiger byn, vber die schriin zuerhallen, wen {denn) ctlich ley^ten niugen, sol mir niemand billieb vorw<>ysen, ich Wils auch nil abgab», von dem bapslum zu Mme. (1520). iliij\ vnd ward ofll ge- warnet von aeincm nachbar, das er des worts abgienge. das 15. cap. d«rentenefi.an4ie Corinther. (1534). aif. AbgeilCD; einem durch geiz entziehen : da- mit zeigt er an, wie der künig zu Babylon sein gebew nicht gelban habe mit rechtem gut, sondern hais landen vnd leulen abgegeilzt. der prophet Uabacuc. (1520 :. kiij"; dns man diesem reirliPtt hecrn tiii lit m?c nlij^'eilzen ^nd abwucheru. an die pjarrherm iciderden wu^er mt predigen. (1540). Lij\ Abgcmesaei «. abmessen. Abgesagt s. absagen. 4b:;csr!iieden v .ibscbeidcu. Abgesondert ä. absondern. Abgesterben s. absterben. Abgewinen (abcgewinnen)» von einem (»ni JMmj)/* im boMlelf verfcebr) j^eielnnen, erton> gen: der zuuor nicht menschen kund vber- winden, ytzund engcln abegcwynnet. vber das erste buch Mose. (1527). bbj^; die well ynn dem wahn stehet, du sie mit goll wil kauff sehlagen, verdienen vnd abgewynnen. auslegung der euang. an den fürnemisten festen. W/K'-mh. 1527. sij"**. wie diese und andere bei Grimm (wlb. l, 4S) angeführten Stetten »eigen, conitrwterte Lvüh., dem mkd. (erwAnde im abe gewinnen. Trist. 158, 10) entsprechend, .ibgcwinnen uocfi ohne acc. der Sache, doch fehlt es bei ihm auch nicht an steilen, in äeneu der sächliche acc. zugefügt ist: hendel, dadurch man Aimimpt dem nehistcn etwas abzugewinnen, deudeeh eale^ c^mi». ( 1 529). Liirj'; vnd Dnvid gewan jm ab tausent wagen, sieben lauseiU reuiot vud zwenzig tauscnt man zu ru- göltern allenthalben, die drey sgmbola. (153S). Giij*. Abgötter, m., gölzendiener {Frisch wtb. \, 362): wie ein erlzlesterlieher geucklcr, reo- berer vnd ahgötter. Je«. 8, 114". Grimm tadeil diese form, weil sie sich mit dem pl, van abgott ndeeht, und tfeht abgüttO" rer vor. Abgötterei ( abegötterei , ahtpmterei ) f. götzendienst , falscher gotlesdienst über- haupt : wir lesen nicht, das bey den Juden Digrtized by Google ABGUTT£U1^U1 tehaft) sey abgiUterey gewesen, aber an slat der vorigen abgüUerey koropl liie das bucli die kunst, Weisheit vod lere, welche die rechte •bgfflteMy yv herlioi anrichtet , das ut, den «igen dondtel vnd idmmcImii gebot äer prophel Sacharja. Qiiij'"; vber daii alles hat diosor irachenschwaiitzdic messe, fiel vnzifers vnd geschmeis luanchorley ah- gMterey gezedgel. avUdkel io da htttm 400(11 m/f« eone. mu Manlua vbermUwtrM •cmf^. n538). Biiij''; solohor abcgiUlnrcy isl die weit vol vol. dasyliin ein yglirh^r trolt abmalet oacb seiucm walm vnd giildüuckeu, nd wil yfan ehren milfelbserdachlem dienst. tber das ernte buch Mote. (1527). Yyj''; ilaliLT iili flirclit, . vgl. Brim m gr, % 96) com pl. abgOUer gebildet , «t«M miUteUt der nbMlm^ibt -ieeh da$ folgende adj. abgölteriscb. il|öttfri«!rh fnltgoUerisohl. der abfjötte- ret ergeben, a) adj,: e« ist keyn zweylltil, du alle priesler vnd ninnich disier tieyt mit hiKboflto vnd «Uen ybren vbrern abgölte^ ri^ch sind, eyn vrlay^ der Iheohgen txu Pari$: ft52l). Bj". lubHantivUch : weii aiic aligulierische eben ancii also sagen, die propheien alle inueh. (1532). bl. 4**. später dafür das r'/m -tn/j ::\t'_'nil gebildete nhgiUliscIi. Ak^öttin, /., iias femininum von abgoll: da» wir sie (Maria) wöUen machen zu einer abglHttB, das woHen noeh tollen wir nicht Ihnen, ausleg. der euang. an den fümemi- if^t. fxien. { 15271. CCiiij'". .ihgöttlKrh f alicgiillisclil . ndj. von yott ebgeteandt und den göden ergeben, der ab- §SUerei dienend: wer geiing ist der ist abe- gdtiisch. tber das erste bueh Mose (.1527). ^ Iii]' , abtrdnnige abegültissche leute. der pToithet Saeharja. (1528). Eiiij''; er {Pau- bii) sähe die slad so gar abgöttisch, apost. fMb. 17, 16 (JVärnbevyw Mdel «• j. 1483 . ii Jhesnni Christum ausr, rth^^rnnfl- helieni reychlKiiin seyner gnad hat erketiiien vnd aiulercaucii leren lassen. xoidtrdetkfaUch jitRanaen ^afAieAen «loiid. (1522). Aij*. iignnst (abgonst), f., ,.di§ vom jemand nhgptcandie fifundliche gesinnung" {Wei- ga nd u;ib. 1, b): der legal e. k. f. durcb- ieuchtigkeil — ein lehandfleek gern weit anhengen vnd in ahgnnsl bei bepsüicher heilig, bringen. Jen. 1, 130' ; das sie die Schmach, Verachtung, hass vml abfrunsi iiiclii erlragen mUgen. 4, 460": so hai ihn der leidig neid und abgonst Widder vertrieben unschttldlllich. de WeUe br. 3. 33S; (la> ers thu, wie sichs gchdrt vnd recht ist, nicht nach eigener gonst udder abgonst, sün(h3rn nach licm recht, das isl, nach guUes worl. der 82. pmlm* (1530). Cijv — mM. kmlete ^ $u^U abgflnste f. (Ben. l, 34), ahd. dagegen ohne das praeßx rede steilen. Grimm wtb. 1, 87. AbhMfn (ebhawen), dnreb JkMen «eeveir sondern. 1) «Amifci. den köpf (k«la) mm tnmpfe, glieder «eei leibe abbaoen: wenn Digitized by Google ABHEBEN 19 ABKEHREN ich s«he, wie ein reuber oder mOrder finotn deukojiT alihawc(, so ist daswerck eben dem gleich du xiuieheu, üo der fürsl oder ricU- t«r «Mm ImI* abiiaweii lest «m» Ao«ft- M&U fniSglen. (1536). Aiiij*; vod hieben juen i^en mördem Isboselhs) heiule vnd füsAe abe. 2 Sam^A, 12; vod iPelrm) hieb jm (ifaicAus) sein recht obr ab. XpIic. 22. 50. — gras, hob, Maint (vom Mm) iIh Immmi: (gras, das) des ahends abgehauen wird. ps. 90. 0 ; welcher bawm nicht gute fruclu bringet winl abgdiaweii vnd ins fewr geworiTen. MalfA. 3. 10. 2) fifMiik: das ich die vrsMbe aliiiawa. 2 Cor. 1 1 . 12 i&chon m der Nümb. bibel [1 iSl'll: icli abhawe ir vrsaeh). den alr ten adjui abhauen. Jen. 1, 37''. ibklee («beheben), Mbmid mUftmim! Jheras »prteh, hebl den stein abe. 1 1, 30 , hüben sie den stein a!). 1 1, 41. AbhrlffB, wovon hei ff n. erledigen: a) mU dat. der persQn, gen, der saehe: ImlftitafideriBsriarab. de IFelleftr. 187. I) wUtderfraep, too slaU des gen. : esdie» nel d.izii, (las vns von dfingilTl vnd den .Sün- den abgebulilen werde. hauspo*L WiUwb. 1545. ioauMTiKeU 56\ c) «II def. der $aehe: solch vrleil heb ■eh aussen der sachen abzaheiren s]ireche&. Burkhardt briefw. 410. Abbrr, ton — htr: die von Jerusalem «bber iiouicn waren. Marc. 3, 22. nach Ofimm (wtb. 1 . 56) Ut aMer eine Am 15. tmd \B. ßt. übliche Umstellung von herab, Vfie abhin nm hinab („vnd manet jn er soll »ie abhin nach des wasscrs lauU' suchen". S. Brandt bei Sleinhöwel Esop {Freiburger dmek«./. 1545) H 125"], anhervmi heran, angliin von hinaus U. S. W. aber warum hal n»r in*'ft <»i I cr.-th gesetzt »cur, tri f der her? ibjigeii, I ) jaqend itc/i ablösen: es kan eiiSfia ein rad abjagen vom wagen. Bui. 2, i) einem etwas abjagen, jagend neh- mn; alsio haben wyr die tiween namen [ ^^ itlder abiagl (a&j^e/U(;f)denkircben revvbern, das sie nit kirch nocli pnesler siinl inelir denn «die Christen, tyn widdenpruch d. iMlhtm, (1521). bl. vj"; wir wollens euch durch goUes worl abgexwungen wi 1 als den leslerern, vcrrolpcrn v!)(! niönlcru abgeiagt haben. vermanungantUegeistUchen, (1530). Fj". AhhMftB (abkenffen, abeken0en), durch kauf von einem erlangem: vnd wSder bapat keinen lassen Christen sein, er sey yhm den voierworitcu, vnnd keuif yhmbley vnd wachs abe. «0» dem ba^tum zu Rome. U520). Eüij* ; sie wollen durch den freien willen so viel Ibun, das sie gotles gnade jhm abver- dienen vnd abkeußen mfigen. der 117. ]*salm. (1530). Fj"; gol sein huld gleich abkaullen ah wer er dn Iroedler ader tagloner, der sein gnad vnd hnld nil vmhsnwl geben wolu von den guten wercken. (1520). Biij**; dem allerheihgsten vater , dem papsl , solltet ihr geld gegeben haben vnd demselben fraueu- krlmer solche Draue al^c kauft vnd beiahlec haben, de Wette br, 3» 83. — «her die furtii keiifen vyl. kaufen. Abkehren, 1 j wegfegen: so ist v ns der teufel feind, er wil vns rein abkeren. Jeu. ö, 4^ 2) einem abkehren, Iftn horl «njlnehmen, übel behandeln : was thut nu dieser schriQt- gelerle darzu, die weil yfnii (irr herr su ab* gekeret hat? ausleg. der euang. rou oslem bis auffs aduent. (1527). rvij''; gelerleleule, die drai bapst Jobonni redidi abkereten. vorr. vber den propheten Daniel. Bindseil L.'s bibetiifn'r:^ptzung 7, f?S5. Grimm zieht auch die unter 1 ) angeführte Stelle hierher, aber nUl unrecht. Ahhehm^ «oerlere« «refieenden. 1 ) die äugen, das gesiebt (von einem) ab- irlirefi- wo «7o!t zürnet vnd die aiigen ah- ki^rcL auil. der episl. vnd euang.vonoilern 9U. (1544). Lv^ 2) einen abkehren, ohteendei».' Lucas hie nicht schreibt, wie die priester abgekoret haben die neune. Eisl. ausg. l, 37*. 3) sich abkehren: so isls ein Ireilliche uiK lige predigt gewest, das voldc su erhaltea, das si^s nicht abkeret von gotl* der ^ro* phet Sacharja. (1528). Eiif. 4} abkehren •-•uifweAden, zurücMtehrm; 3* uiyiiizcü üy Google ABkMbll>Ei\ 20 . ABLASSEN •ietind m tielT vml zu ferne TOngoU. in das jre ihVcTPliabgekeret) vnd ge^anppn. Jen 4'' 5) suhstontiiisch renrendeler inf.: abe- keren gutlis das ist ynnewendJg enlsagcn, vorianen. ü« H^m puiwp$ttlm. (1517). Aiij**; es iüt auch keine ander vrsache jrcs ab- kerens on alk-in, das sie der ^arheit vberdrüs- sig worden, der psalm miserere. (1531). AiJ''. Abkehren rerrere und abkehren atwUre HnA, ohwiM jeUt inadM/il wnd fmufrotke völlig ein», ganz r erschieden, indem ersterem mhd. ki^rou . korn nhd. cherran foherian), letzterem dagegen mhd. k^ten, ahd. ch^rian 2« gründe Hegt. AkkMipMy ^wmUken, abpfetten^müden fingemägeln oder einer xange absondern : den kopflT (der opferiatUte) abkneipen. 3 Jfo«. 1, 15; 5, 8. Abkneipen iet nid. aflnipen (tofe anek Bugenhagens Übertragung det MbeL Über- setzung Luthers ins niedi'rjeutsche au den betreffenden stellen hat), daher hochdeutscher abkneifen; von kncip kurzes gekrümmtes meeier), weldtet ndd. kneif Imilel, abknei- pen völlig verschieden. — Albernt dkd» hl. Oinj'' ni'iiilo, ich kncip ab. AbkaniBieU; 1) \xfeg-, loskommen, frei und ledig werden, aj ohne object: vnd kan nicht abkomen (von haue) denn sein weib kranck ligl. Burkhardt briefw. 124. — h) wie mhd '.,H<'s stn'tps nhf kr»n>en") mit gen. statt der heule üblichen praep. : danimb bittet er (JiHUi)abemial vmb den lod, das er der vnlntt abkeme. der prophet Jon«. fl526). Kiiij"; damit wir aller yrrung ah- komen, verdeiidsche ich den lexl Lm o lülfs deudliclisl vnd kUrtzesl «ilso. vom abendmul ChtrieU, (1528). ziijS- (manoftolMito) beken- nen vnrecht, damit sie der marter abkomen. trider den hisrhoff zu Magdeburg. (1539). Kj^ ; h Ii wil jr hclfTcn . r erla.fs, nacMa$tm»g der genug- (huMrii'/ für die Sünde (ums oh di»^ chrisLcnliche kirch noch heut besciilus?. vnnd atm ercleret, dass der ablass mehr dann die wefck der § enagthang hyn ndiine, «so werc es dennocbt tauszcnlmal besser, das koyti cliristc?! nxTiscli (}«>n ablas loszett addcr (o«ier) begeret. eynn sermon von demablasx tmd (fnade. (1518). Aij'*; der ablas ist aiebl geboten auch niebc geraten, suDdemn von <]pr (lifigcr tzall, die tzu gelaszen Tod er- leuhi werden, ebnid. Aiij''; von dem ablasz ist gBug einem gemeynen man zu wyssen, da» idoM) ebiM sey enlledigung der genug- thnttng für die tuiide. «nlerrjcAf auff etiieh arU'rkel. ( 1 f> 1 9. Aij' ; (cardinal SancliSixti) furgab, wenn it l> nur das ablas widderriefl", szo bell das äuder kein nolt. grund vnd vr- Mtk «Her arüdiel (1530). biiij" ; der sel- bige Detzet Türet (fSreU) tto das al)las vmb ber vTiJ vftrkaiifn (e) pnnde vml)s f^t-ll . so Ihewr oder wul veil er aus allen krefFleii vcr- tnochU loider Harn Worst. ( 1 54 1 ). Lj''. Abhrtiiitj m. mn tMoiz eriheiknd»r: ich beb grondtidi beweyssel, das die eblas- bepste If ic-i ?i''r tro\vp>^7cn siiul. ntihrortt deudsch auff könig Henrichs von Engeiland buch. (1522). Gj\ AMMibrIlf» fcneve fnM^enftomtn: die eblen briefTynn der bcyutzen kirdian. aiU- %rftrtt d'-HfUch etc. Fij'; wie die ablas bnuc zu sLulien vnd (logen sind, von der winckel' messe. (1534). Aiij\ AUatibibCy in. mtOtg^ier ep, mieiuM^. «em heyl. dreyköm'ge fest. (1525). Sf. AbliH7.ball«>, f. Urkunde, in welcher ab- imz ertheilt wird: sie lassen predigen yon den dihssbnlbni. die tni Born sejnd eiua- gangen, das die lentt milgen vnreeht gntl fx'lialten , wo sie eyn leyl des selbigen ybn geben, wider den falsch getumUen geifsl- Uchensiand. (1522). Üiiij*. Akhllbtlfery OT. 4er aMass IftsI ; solch ver- legen soll DieiiienCgeftllen, denn allein den ab- bnk«tftrp.asilfM»rtt4e«4lieftefe.(l 522).€ii*. Ablasskram, m. ablaszhandel : damit ha- ben sie jren jannarck miiI ablaskram der Wen k Iiesielipen wollen. KisL amg.1, 154*. Abliuixkräsier j m. einer der mit ablasz htmdeit: vnnd solls lenger wereb itu lettt auch die gensse vttd derkukuck bullenUneger M! 1 ablaszkrcmcr - - werden niusten [miiizlen). bulla cene dvnuni. (1522). Aj**. Ablatuniarkt, m. was abla&zkraui : du bist ein kelser vnd hast diegeisUiehen ordeoi den ablas - vnd messenroarckl nider gel^. da9 14. vnd 15. f-np Johannis. i l538>. auu]**. Ablnsipredigcr^ m. ein den ablasz rer- ktmäigender: sie geben mir selbs allesampl getteugniss darynn, das ieh rocht than habe, das ich den ablasz predigern widderstanden habe. Widder die buUen des endchriHi* (1520). Aiiif. Ablaaitenfelj m. t» der iäutß: von dsn eoneiüieeMlMreben. (1539). eij\ woi^nfb. mehrere arten von leufeln auffahrt. Ablnsiverfec hier, «i. der den ablasz ver- ihcidigi: die sach durch etlich ablas vor- feebter — — sso weyl eingeriseen. tridder die bullen des endeknsis. (1520). Af. Ablasirof t, m. eommiuariui indutgenUa* ram. Jm. 1,4**. Ablanfen (abelaufeu), decurrere, mhd. abe httfen (J^en. f , 1045). an« iMth, sfebl mr der Iransitire gebrauch zu belegen: a) das sie damit vns aulls aller höhisl foddern rwm hyroel vnd ybn selbst den hals aufls eylen- desl ablaufleu. der prophet Jona. ( 1 5 2G>. Aij'*. h) sich ablaufen , dnreb tanfen ermlMeM: hui IxH-k sey Uomig md stosz mich ein mal, hol al pr üii zu weyl aus, dz {dasz) du dich nit ablau rtist. auff das vbirchrisUich Imch boeki Emtxers. (1521). Hiiij''; was haben sie aber ausgeriditY on das sie sich alle haben an r]ins(o abgelauffen. der t lO.fWnbn. (1539). Hüj'' • wie lue der leufel mit seinem Sturmwind vnd wellen an dem herm Christo sich aMeulliet vnd stdaaet. Jen, 8« 220*. e) einem etwas ablaufen, leefncbme», „durcA hurlitjheit oder lisl einem zuuor kommen vnd das begehrte erlangen" [ Frisch 1. 586>; also kund der teufel den Christen yhre walfen, wehre vod burck (das ist die schrillt) aUanffen. das diese wort Christi noeb fe$l sieben. (1527). a^"; der spmch Digitized by Google ABUCrriG 22 ABLESBIÜ ist euch abelauflen. grundwmivnadnUler urtirh'l I ! 5201. kHij**. Ablau fUg: den verschlossenen bnef bab kb darumb so ablSuftig(?) gestflUct. obs e. f. gefiel dttasdbigeD lassen lesoi oder «ich wegschicken . dasz die drei fUrslen meine ineiniin(< iiiciken sollten, de WeHe hr. 3, 503. die von Grimm wlb. \, Oy geye- kene, «MilAMMMJidbe erktärmg JeUht darüber hingl«it§ind" Uri^ß J«d9i»fßtt» nSefu das richtige. Ablänteru, aH/ären: also wird uiau der ge- brcchligkeil vergessen vnd wird das gute abgc- leutert. mm» freüft vbmr darttiehe d*i cMr- furalen heriKOg Friederichs. (1525l. Biij\ Ableckeri(abe!cck( I II i, helrüglicherweis*' ablocken : der römisch iNiiurod vnnd sundle- rer aller well sund vnd helle vorlieaft vad olle yhr gell vmb solchen mseglHdiea «cha- deu anszseugl vnd abeleokcrt. grund vnnd rrsach (liier arttchel. (1520). iiiij'',- man sol den deulscbenn narren das goll ableckern wie mm kau (tprü^teort der Börner), «on dem bapitwmMu Rom»» (1520). «iüj*.— ob- IfckL'iii ist zusammengesetzt aus ab und IcckfiM {Jltentiaig vncab. lickeren, /o/ien mit iisi) von lecker betrüget . AUegea (abelegen), oiM.«be legen [Ben. 1, Ü9 1 1. deponere, nieder laeflffsn. 1 ) ftinnlirh, !;lei)Ier, waflcn elc. (rom leibe oder von ihaien dei leihes) ahlegpii : (Tlia- inui) legldeutuaulelab. iMus.db, Id; {iuiti Pfarrer) frageten ybn aus was vreacb er das heylige Ueyd abgidegl bette, von b. Hen- riro fjfifi Ihedmar verbrand. 11525). Ciiij''; ut'sl or diis uiordmesscr Uegl viul nicht ab- legt, so trawe ich ybm nichU teider die h!/melü€hen Propheten. (1525). Eitj^ 2) ßgiirlirh. das an - vndo/l^Uegende von sich ivcgschafftn, beseitigen. <>igenschaften, lasier t^lc. ablegen : o. t. g. szal einen frcyen freydigen mulh schopren vnd die blodigkeyt ablegeno. dat mafftüfieat vorleuiieM. (1521). liij^; l('|jft diclilgenab viiilrcdol die warheil. Eph. 1, 25; so leget nu ab alle hofilieil vnd allen betrug vnd beucbeley vnd neid vnd alles aflUerreden. 1 Pel. 2» 1. — eine scbold ab- legen, sie abtragen: dasEsie die schuld, so ich noch schuldig bin, wo ich sie nitbei leben ab- lege, aulsich nehmen soll, de ff >lle br, 5^ 423. 3) ablegen in der hedeutung von erlassen . nachlassen: (das ablaszi vnsz ein naszen macht, es lege das drille leil {sc. der busxe) die genugihuijg abe. ^fiii iftmdvrtaek ol- ler artickel. (1520). eij''; gollisworlmag niemandt altleprcn ( ililer ^van(ie]n. eyn yer- mon von dem ablas. (1520). Hj''; die.se gütliche gebut durch Gregonum angezeigt, teucbl er mil den baren, das jm die scbwar- ten krachen zu der busse, die der bapst^ab- legen km. Jen. 1, I>1\ rr;/. ablassen 2). 4> neben diesen conslruclionen des transi- Uven ablegen mit acc. erscheint bei Lmth. €meh «odi die'verbindemg mit dem d&tht es gerate mit meioen spruchen wie es wolle,, '-o viel sie auch dem ablas ablegen (abbruch iViuft) , veriuane ich dich doch , das du der mal einsl nioht in mmn lorheil geralesU Jen. I, lObi*. Ablegnngf f. in verschiedenen bedeulun- gen des ahlegens: durch ablegung des süntl- licheu Icibes. Co/. 2, 1 1 ; nu ist niemant nerriach (auszgenummen derbapsi vnd seine sclinicichler) der do halt, das ableguag oder nachlaNsiing ilerslran yemand bessere, grund vnnd vrsarh aller nrlickel. (1520). i iiij*. Ablehuangj /. decUnaliu, abwendang : zu ablehnung der pein (sc. im fegfeuer) ■— — — ein dmuscn in diekaslen, so in s. Peters nninstcr stehen einigen. Jetu 3, 186*. vgt. altleiiHing. Akleibicht , adj. vom leib kovmenä, ab- elerbeni anno 38 den 15. lag Aug. fiel ein leiner, geschickler studenl in wabnwilz, ar- beite vnd machte sich ma(( vnd ableibicht mit stetem wachen vnd reden, tischr. 4 1 6". Ableinenj ablehnen, ablenken, susanmen- gee, au» ab «nd leinen , mM. leinen (üen. 1. 964). ahd. bleinan {Gra/f 4, 1095): sie rhümen forn an jmcdiit, wie das der vn- sern bekcntnis so zu Augsburg ist vberaiil- worl, sey verlegt vnd abgeleynel durch die beiligMi euangelia. an^ dae vermeint keieer» lieh edict. (1531). Aij''. Abiffniing, f. von ableincn, was ahloh- nung : so in die rhUmliche slad Rom i\x ab- leinung ihrer sttnden komen. Jen. 3, 1S7^ Ableachea e, ablfisdien. Ablesen, durch lesen t c oll igere) abson- dern; X. &.federu(vemJUetd);dumttsiest laiige uiyiii^ed by Google ABLESEH 23 ABMESSEN die schu wisschen, fedder ab leszcn vnd dich crausz putzen, das »liit in (»^stament erlangi< ich bin ein knchirt, der maiilheer ablieset. Amot 7, 11. anstatt tlio irnuhcii von dem slork heiszi es auch den Weinberg ablesen: vnd lasen ab jre weiobergc. rieht. 9, 27. lUeser» m,derdatiMeieHder weinberye wrrichtet : die iblMer werden sie ablesen. Abli^^^en, Jifßteri s. abldgen. Ablohnfii, verdienten lohti zahlen, bei MmAer «Mo» nill pwiSidithem aee,: wie dan got die knecht ablöset» md nit die kin-' der. auszlegvmg ieuHek de» vaUer wiuer. (15181. AijK AblÖ!>rk«n , bei Luth. noch die alle nc/t- f^e ttkrd^mng ablescben, in der figürUehen ftedmiMif »finde abieschen , tilgen : wilm genug thnn vnd lU'vnp srlml? helralon, deyne siindc abieschen, höre nieinmi radt. ausle- gung dMltdk des v. u. (1518). Giij*'; ver- nnnffl kan es nicht hoher brengen denn da- bin, das sie {^encket, ich habe gesundiget mit wercken, so mus ich widder mit wcrcken gnuglhuen« die sunde ablescben vnd beza- len. ausUg. d. eudng. von oHem hu aufft Qduent. (1527). MnijK ibiesen, h» machen: vnd als bald wenn jr hin ein kompt, werdet jr finden ein füllen angebunden Idset es ab vnd füret es her. Mwt, 11,2'. vnd Itfsetens ab. 11, 4 ; was machet jr, das jr das füllen abltfsett 1 1« 5. Abligen , hei Luth. richtiger aldicgen («. lügen», ahlduffnen: du %virsl mir auch nit abliegen das buch Thome Hadini, lieber kige- ner. «njf dta hodtt sw Leypcxkh antwort. 0521). aiiij*-. Abaihncn falunnncn), zur herausgäbe ♦fOrtrti mahnen, ubforflent : ist siarck gnug, ders jnen wirU aljiuaiieii (daa durch in tbkus unreMiiättig erworbene getd). leider Hans Warst. (1541). Mij". AbMalfo (;»heinalcn ) , pingere. 1) fhirrh umieu ein bild tcovon enlwerfen : weiche die /eute nicht kundten vnter äugen ehren, dinrAibdEas sie tu ferne woneten, liesscn m «09 /eme landen des angcsieht abmalen. wA. 14, 17. 2 ) geistiges abmalen , beschreiben , dar- stellen, vorstellen: gleych wie die euaiif,'oIi Christum abemalen. awsslg.d.epist. vnd euang. wm ehritlag-He. (1522j. Hiiij"; das yhin ein yglidher gotl abmalet nach seinem walm vnd gutdüncken. t'6er das erste bui h Mose. { 1 527). Yyj*"; sie f Juden) Iiabeii jren messia bey jnen scibs abgciualet. von den Juden vnd jren lügen. ( 1 543). Bj'' ; o bapsl wiebistn hie mit deynerkirchensowolabgemaletin der parnholen oder gleychnis. von der beyehL (1521). biij»; mich dunckt der meisler er Just Nenius hab darynnen ewres hertzen ein gros stnck wol gcirolTen vnd ewer nolturA (wie wol blintsUng) fein vnd eben abgemalet. rorr. su der srhrifi .]. Menü von thrisUfcher hamhaltung. |152*J). Aij". 3j abgrenzen: wie die adeler yhn kein ort abmalen, we sie hin fliegen wollen, sondern wo ein ass ist, da finden sie sich hiu.^ ein sermon von 'h's judisclipit reirhs ende. ( 1 r>25). Cij''. AbmeleHj abmähen: da sprach d. M. L. sie meyen aufl* allen enden aulTs reinste ab» fisebredeti 6P; der faawren arbeit ist am frölichsien vnnd voller hoffirnng* denn aeren, pilügen, siicn, pn.inizen, pfroplTon, abmeyen, einscbneyden. (iriisclien , holtzhauweu. das hat alles grosse hoirnuiig. eftend. 389^ — «ebo» mhd. begegnet meigen »eften macjen, mähen [Ben. 2, 20). vgl. auch grasmcider. Abmcrgeln (,.ilf*Mn< bis aufs mark entkrajten, vom mark kommen iMeen** (Grimm wtb. {, IS) : (der Türke) macht seine Widersacher vnd feinde also matt vnd müde vnd mergelt sie abe. tischr. 127' ; aitff das sie (rfie kinder Israel) durch «legel- stem streichen vnd andere frondteusle an den festnngen abgcmorgdt wurden. JEtsl. ausg. 1, 281**. — vgl. zermergeln. Abmessen (nbinnessen i. 1) ein bestimmtes masz zutbeilen, masz und ziel stecken: du stund er (gott) zwischen Israel vnd denEgyp> tem vnd mas das land also abe» das dieEgyp- ter nicht weiter kundten, denn er yhn ab- gemessen halte, der prr>phet Habacuc, (I526i. niiij"; die göttliche gewall aber mag vnd kan nicht also beschlossen vnd ab- gemessen sein, da« di««e werl CkrieU noch fest tUhOk, (1527). riiij^; die weil welt- lich gebot keinen nutz ym hyrael scbaifen ^ kj i^uo uy Google ABNAOBN 24 ABQUETSCHEN so ist dennoch sein (goHes) gebot vnd bcfeih da, das weltlich gebot also abgemessen tiTfii. tb< jre (der gekreuzigten) gebeine gc- bruilicn vud sie abgenomen wurden. Joh. 19, 31 ; {Sauls diener) musten wol das h(il- lin fdr yhm (David) abnemen, da er bei gna- den war. vier (rof llidke jMaAnen. (1526). cvj^ 2) die Sünden abnehmen; zum ersten aehretbt er (Eck) ich mackel das sacramenl der laulT, das ich sage, es neme nii alle sund abe. von den newenE^Ui^aHbidlm, VmH- umb. 1520. Aj^ 3) figürlich i>i abnehmen wovon ak er- kemMu* xifhmt, mOnthmen: {Gorgias) sähe denraneh, dauon konde er abnemen. was geschehen war. l Marc. 4. 20; yhr kund wol abnehmen, wie ein helle grosse slymm es hat miissen seyn. amUg.äaruketigfot. fl52S;., Hvj'. II. miratutUves abucluiicu bezeidmei ein aUmShli^es «elMite, verminilani, eine bedeutung, die «mA am der lra$uÜi»»H /ffV/if i'rijifit , denn wan abgenommen ist, fehll und gebricht: vnd das gewesscr ver— lieCr sich von der erden Juier hin vnd oaio abe. l Mm. 8, 3; nach dem mond recfaent man die feste, es ist ein liecht das abnimpL vnd nieder 7fimni[)i. Sir. 43, 7; die heili- gen haben abgenomen. ps. 12, 2; (Abra- ham) nam ab vnd starb. 1 Mos. 25, 8; ein Irawrig Ifaier aboimpt vnd mager wird. vorr. auf den psa!(er. Binätail L.'sbtb^Sher^ Setzung 7, 322. Abnehmen) n. der subsiantn isch gesetzte infitäUv: das dir lu hmlsen gehe aller Christen vnd der ganUen gemetii abnemen oder fall. Jen. I, 212^ Syllogismus ist ein nlmenimen wie man spricht: das könnet jr bcy euch selbs wul abuemmcn. ituchr. 409''. Atoithigen, MHngen, abzwingen: keui gcseizwerek gehel mit liist vnd liebe abe, es ist alles erzwniigen vnd abgenriligel, rorr. auf das a. lest. Ii i n d s e i l hil)elüben>etxnng 7, 308. — gebildet lon.nOlhig, wie ab- mdszigen von rottszig. Ab|Mllckc«> mit den ßngerspitxen (de* (laumens und zeigeßngers) abbrechen: es gebet im lande \nd nn voick eben als wenn ein ulebawm abge|dloi-kl i^l. Jes. 24, 13. abpflocken carpere «c9kon in der eralon deutsch, bibel. pilockeii ist eine nebenform von pl1(lcken(Da«j/p. pflneken), wie mittelndd, plocken von phickcn (vgl. I}iut. 2, 204, 210). Abp«ehen| eig. losschlagen, losklopfen (vgl. pochen), in folgmuhr statte figMiek ßr abtwbugen, abnöthigen : vnd wollen gott mit solchnm lesferlichem Verdampfern ofhci seine gnade abpochen, von den jüden vnd Jren lügen. (1543). Biiij''. Abpoltcra« was obpochen: als da leider sind der mehrteil im geistlichen stand, die da golt mit jren hiibscbet) wtTckcn wollen den himel abpollern. Eist. ausg. l, 23*. Abqnetachra (abe!erge«sen vnd vergeben. hau^o$L WiUmb. 1545. sommertheil. 1 4 2'' i)m ende rechnen, ausrechnen: (weiche) fielst das 4ie xdl gewis ebrecfaenl vnd «tiniBMl, wie laoge vnd wie viel iar dahin sein sollen, der prophet Daniel. (1530). Eij''; ah das sie ((Ue Juden) doch einen guten asironomoQ hellen hie gehabt, der es ein weuig ^enawer liette abgereciinet {nemUA wie viel jähre der xieefte leni^ feiger ft- ftanden als dt^r erste), vom dem jSden «nd Jreniugen. 0543). Hij*. i^rcden gebraitchl Lulh. /ur das steifer hümgende verabreden, ««re^ftoreii: fifrder >^t aiigcredt. dasz die Häuser so jetzo an kirchen vnd schulen gebracht worden, sie gehilren welchem hcnn si« wollen, forlhiii bey den schulen vnd Lirclien bleiben sollen. dt Wetu br, 796. Ibvedig, vgl. abhandig. Abrtibea, durch reiben wovon absondern, wegschaffen: wolt gern seinen bösen grind ▼nd gnatz an mir abreiben, die kleine ant- WON mff Oeorgem buch. (1533.) Gj«; mit eim Ziegelstein die liaul abreiben. All. i. 92^ Abrtlsxen (ahrcissen, abereisscn^, mhd. abe tl^en {Ben, 2. 756). UriU im swei haupl- ktdememgem auf: 1) inrek reUnem dbtrem» nen, intrantUie und transitiv, a) imtransi- L"n, wie das wasser des Jorduis aligerissen sey für der lade des bun- km, W&rtorbach. des des herrn. Jos. 4, 7. b) gewöhnlicher transitiv und zwar sowohl sinnlich: reissei ab die gttlden obrenringe. 2 Mos. 32, 2 ; vnd die heoblieute Hessen jnen die kleider ab- reissen. a/)o'^^f g>'^rh. 1 6, 22 ; ich wil hingehen vnd jm deu koj)!) abreisscn. 2 Sam. 1 6, 9. als auch f^ürlich entziehen, hinwegreiszen: der nam (ee. prtcs ler) ist mss allen gemein n)it aller seyner gewaUt, redit vnd zuhorung, wilcbs vnsz disze rewber vnd goüsdiebe gemn ahreyssen wollten vnd yhn selb alleyn tzu eygen. eyn widderspruch, (1521). bl. 5^; so aob doch daran nicht mangeh (ob goU wil) das ich die warheit hell vnd dürre gnug wtl Tur yhre äugen stellen vtul «Mlit-he ybrer schuler abretssen. das diese wort Ckrita »Mk feu iMiem, (1527). hf. 2) eim bäd wnwm {im dem Aai^Huiten) entwerfen: das etwa ein gelerler ehrlicher man solch bild h^t angeben vnd abreisscn lassen, vom seinem hamphoras. (1543). Eüj* ; vnd mir vMekht Ibst feind shid, das ich sie bisher nicht recht vnd gnug gemalet habe, sondern allein aulT ein piipier schlecht abgerissen, ein widderruff vom fegefewr» ikniUm, teegreilemi da ist ein solch xn- vnd abreiten. Jem, 5, 21*. Abrennen, sich, vom rosze stürzen, un- terliegen: das wir nur dunste mehr yhien falschen vnlucbligen gruQii ündcu und sehen sollen, (iotdd, affrichten hatte (he riehtote «e Ond ail t Sam, 25» 14 tM, W^el v.J, 1561 ; Xüllk. : er ichnaubele sie an), jetzt frloschen. — vgl. ausriclilen. AbrnpfVn, durch rttpfen absondern: wenn ilu in (tic saat lieines oeheslcn ^eiieüt, $o inagBltt mit der band ehren abnipifeiu 5 Jfot. 23. 25. — rupfen wl au» iem nd. einge- drungene intensive nehenform von raiifcn, vgl. Weigand tvtb. der d. sgnon. 2, 517. Absagen (n besagen), mAd. abcsagen (Ben. 2\ 1 8). in mehrfacher emweAdung. 1) fUtahwhiagmt gegensalxvon zusagen : (hizn sagl er widrler (tvcd'er] nlir nodi tzu, oh er vnsz avoIIo loynigni. euang. ron den Uehen amzselsigen. (1521). Fiij'' ; der driUC enlschaldiget sieh gar nichts, saget schlecht abe, er künnc nicht komen. uro predigt. (1585). Eiij'-. 2) aufkündigen : darauf ich yhm abgesagt für meiue person alle gemeioschan. Burk' hat 4t hriefie, 192. 3) rer^aj^en, im stich latten: weil men- schen IifllfTp \Tt< ,-ilgi. <;n wird ficwisl-rh 4{0Ues hQlH'e Itcy vns sein, die Weisheit Salo- «tOMM. (1529). Aij''; wenn ich wei«. das einem sein gewissen absagt md widerstehet, so kan ich mich für jni nicht furchten, ein brief ton », buch der winekelmesee, (1534). VA}'. 4) entsagen, «teA immmni Uasagem der nicht absaget afom das er hat, fcan er nicht mein jünger sein. Luc. 14, 33; darnach lasz der priesler das ktnd durch spvnf yMcn dem teullel absagen, das tauffbuchlm (1523). biij''. 5) Aernnaso^, erlUiren : so ists knrtsOmb abgesagt mit dem spriirJi, das wir allo ster- ben müssen, vber das erste buch Mose, 1 1527^ Oj\ 6) das part. praet. abgesagt ^ öffentlich eH^Srt: Syluester meyn abgesagter widder- sachcr. appellalion. (1520). \\y i hvriog (Jcor^ ist mein alif^esagler Feind, vun heim- lichen vnd geslolen brieffen. ^i529j. Hiij'. doneift« MAtfottliowcA; als «nen (yrannen vnd abgesagten des euaiifielii. Jen. 3, 160^. Absägen (abse,?en), milleist dersngewnvnn irennen: wie er \der arzt) die liand nlj- hcwet odder d^s bem äbsegel. ob kriegs- leule auch ynn seligem stände seyn bänden. (1527) . Aiiij*. Absats, m. „lier orl, wo eAie ^emads Urne oder fläche unterbrochen icird" (Campe irtb. 1, 45); absalz des allars. £seeA. 43, 14. AbtchifcfB, Abreiben: vnd so11«i den ab- geschabcnen leimen hin aus für die Stadt an einen tinreinen ort schdtten. 3 Mos. t4, 41. späli re ousgg. der bibel änderu^n das starke j>ar<.abgesohabeotn abgeschabt, schaben. AbaclMfei (abescbairen),«0«^«cAa/fen,ba- seitigen: hie schaffet er stracks abe vnd wirlU zurUcke das ganlze alle tcslament. Eist. aM.<(^. 2, 22"; wir haben alliie das aittf- hebcn des »acrameiUs abgeschalTl. Jen. 8. Abschalen (abschclen), eig. HeedmieW' von ablösen, figürlich absondern, (rennen'. also kanslu auch mclil die goUhcil von der loenschheilabschelcn. com abendmal ChrisU. (1528) . iij". AbschaCMtt^ alt «letier oder Schätzung fregnehmen : ein gcitzwansl dem filrsten mehr abschätzen, denn eine ganlze stad ge- ben kan, amleg. der episL vnd euang. von ostemele, (1544). AaiQ*. .Ibschinmen (abscheumen), eig. den schäum wovon tcegnehmm, figürlieh das beste wovon nehmen: nun scheumet oben ab von den bistamen, klostem wnd lehnen, an den ehrtHl, adet. (verm. weg. 1520). Ciij'-. Abscheid s. abschied. Abscheiden^ mhd. absclieiiicn (Ben. 2% 98), teotfon IrauM». absondern, «oieoM in- transitiv als transitiv. \] intransitiv a) für vundannengehn : ym absebeiden saj^en wir, gehabt eucii \vo\, habt gute nacht, lasis euch uol gehen, titer Irosl- liehe pealmen, (1526). Cij\ b) für out die- sem leben eeheiden, sterben: ich habe tust abzuscheiden \rii! bei Cfiti«lo zu sein. Phil. 1, 23. ei das pari, praet. erscheint schon in der form abgeschieden : abgeschiedene See- len, sermon tron der AettptaiMiiMi gottae ge- pols. ( 1 526). Avii]\ 2) transilirrs' f rennen: die capcrnaitcn seheideten aiuii das werck vom worl vnd heleit autr das leibheb fleiscii essen, gleich Digitized by Google ABSCHEIDEN 27 ABSGUlNDfiN -wie vn^er schwermer thun, sch«'ideii die W(M( nh vn><-l).-iilotc undiMC, 16, 18 abgesdiei- dene jur Utmüsa. 3) ioiE iMh* abidieidiin wush für fertig werden, «i ciule kwmmm «eneMd«, we Grimm xctb. 1, 97 anffibt. können wir nicht bfsfntigm. die von Grimm hierfür angefüiirte stelle gehört aicA< Luth^ sondern im kurf, V. Sa^en herxög FtUäiiä^ an, vnd hat abscheiden hier wU muh J«n. 1, 131' und \ , 134" die bedeutung von schliesi- Udi festsli'llen, verabreden, vfil. abschied 4). Abcbciden, n. weggang aus diesem leben, lad: die seil meines abscheidens ist Airban- den. 2 Tim. 4, 6.; ibifheren, mhd. .»be schcni (Ben. 2-, 149), mit der scfieere abschneiden: der all hohe pnester tuusi {durfte) sein bar nil bssen abscheren, von dem hapttum xu Rome. TitiUenb. (1520). Eiij''; und am sie- benden l.ipr sni fr alle seine li.ir .iIiscIktcu anCTdcm heubt, am barl, an doii aughi uii«-i), da& alle liar abgeschoren si ieii, '^JUos. 14, 9 ; und (Deiäa) rieff einem, der jm {SimtM) die sieben locke seines heubls abscMtre. richi. IC, 19. die abgeschome -wolle. Btndsfil 1, 492. Ab»cb<*H, f. gegenständ vor dem man su- HkketkretklL: hdUcn aoeh vnsem herren gelt mir ab einen sirobpotzen, der im hanfT den vogeln zur abscbew gesteckt wird. £t<^. l, 498". ibschencbeii davon-, vpeg-, fortscheu- eben: »ie werden ibene abscbeucben tnd abhallcn, ilas der baw mus fort geben, der prophet Sacharja. (152S). Hij''; vom leben vnd bimol abgcsclieucht. Eisl. 1, 261\ Abscbeuig, adj. von abtcben: gehässig vnd abscbeuig machen, de WeUe br, 5, 28. Crimm erklärt ,,verabscheuenswerth'*. Abschied, abscheid, m. leizlerci die ältere, rechte geslalt, ersteres die jüngere form üeeeM «eoHes. in laUh. tduifien laufen beide formen neben einander her; doiM da- «dt, wie Irr »mm vemuilAen mSehfe, ein mtlers chied der bedevlu ng angedeutet werde, müsien wir bezire^eln, da für ein und die- selbe bedeutung des Wortes bald abscheid bald absehied veneandi wird. 1) ßr weg$angt enifenamg, namemHeh wie auch abscheiden für das scheiden aus diesem leben, den ('kI: ikuIi meinem ab- schied (A'ümb. 6(6 loh I4b3: uach mei- ner abscheydung) werden vnler euch kernen grewliche woUTe. opoaf. ge$eh, 20. 29 ; ich wil abung: welcher ilJtl gen Tor- gau zum eaplan bei ufen wird vnd sein abüchieil wird nehmcif. Bnrkhardt briefte» 329. 4) enditdk ist abschied auch der beim ausgang einer Verhandlung gefaszte 6e» schlusii den abschied zu Augspurg . . . hat mir mein gn. herr hertiog Emsl von Lüne- burg mündlich vnd scbrilllirh oflenbarl. Burkhardt briefw. 331; der slende ab- srliif'd vnd bp«clilirs. brief an churf Frie^l- rich V. freitag nach Pfingsten 1 h 2 3 . nach dem orig. im ardUt» *» Weimar, Opag. 74FF.2. AbscUcswM («beschiessen ), wegschietxen, losschiesxen : als wenn ein pfeii .ibgcschossen wird lum ziel, weish. 5. 12; lieber, wie la- det man diese bUchse? oddci wiescheussl man sieabeT^naacMneeon/ifemtni. {I&3U). (üj*. AbSfUldten labeschinden), mA(/. iilic t^chin- den (J^en. 2*, 140), die haut obMiehen: jr 4» ^ kj i^uo uy Google ABSGHU6EN ABSCHRECKSM scliindel jnen die haut ^\\aslalian (Graff G. 7 6 Co, davon MchU' geUf in vielfacher anicrndung. i) den köpf VOM nmpfe^ den staub vMi 4Mi Meiiem, die Mite «wi 4er ähre schla- gen: da nu der brautUg ansz w.ir, Hrs? rr dem man di'ii kcipH* ahschlaheu. ton irW/t- Ucher vberkeyli. (1323j. Fv"*; auch den fliaob, der sieh an vns gehenget hat vott ewer sudt, scfaltfaeii wir abe. Imo, 10, 11: wie die erste lilflet an don eiiern werden sie ab- gffsclihgen werden. Hwb 14, 24. 2; lui krieg abschlagen, scMagettä abneh- mm, abgewimntni der könig Jerabeam so gluckselig war vnd gewsn slle^ widder, was Ilasaol der KOnig tu Syrien liailc dLUi kö- iiigreich Israel abgeschlagen . der prophet Jona. (1526). Bij''; Jas wir dem teuflel viel leute abschlagen vnd am seim rächen jcisspu. die epistel des propheten Jesaia. (1^2* K Fj''; (Pelrwi) durch eine predigt dem leulTcl •ibschliig drey lausint seelen. hausposUUe Jhena. (1559). hl. 44 1^ 3) figMkk iH etwas abschlagen von ncA weisen, verweigern, rtrsagen: wilchs yb» alles abgesriilu'on vnd v^t'^d'jI vmarh vnd anltcorU das lunghlruicvn hlo&ler goUich verlauen mugen. (1523). Aiij*; die bitte des denden Schlahe nicht ab. Sir. 4» 4; das e. f. g. dem elenden man yn des eyn gnodiuo .inf\vr>r( oder Vertröstung nicht gar absciitalto. Burk Hardt briefw. 99; dasz wir vns selbe nicht im licht stehen vnd sol- chen (Heden abschlagen, de WetU hr. 4, 37 1. 4 ) al«s( hiagen « im preise fallen : wenn das korn oder der wein ab^chlegt. hau^^post. WilUmb. 1545. winUrtheil 92^; «ias der arm mau soigen mns. die wahre weDe ab- schlagen. Jen. 2* 477^ 5) ans der art abschlagen, degenerare: wenn die Christen ausz der art absrblagcn vnnd abrallcn, so sind sie viel ürger vnd gott- loser denn die heyden. Uitl». 393*. in die» sem fall settemiair heule einfügt schlagen. Abacbiagng v'^^^^^^s)* f' terwäge- rung : zu di^m fnHli, rtril geeilel wor- den, em gemetin ! lM >rlilus der sach be- schehen mil abschiahuog [Jen. 3, 450^ a}>- »><.-hlagung) weiters fUrbringets. wm er Lenhard Meieer. (152S). Diij*. Abschneiden fabscbneilon, abesclineilen), mhd. aho Hutdeß {Ben, 2*» 438), davo» schneiden. 1 ) etmnlMk: den hart vom Wn», die haare vom Haupt, das liaupt vom rümpfe, glieder mm leibe, don zi|»rel vom kleide, die rebe vom ueiytstock u s.w. abschneiden: aller bat! ist ftbgescbntUeu. Je*. 15, 2; wU sie sieh nicht bedecken» so schneite man jr aucii das bar abe. 1 Cor. II, 6; darnach srhnciL svhnill) vio jni d«'n k()[ tf :i' Jud. 13» 9; (f//f juden\ doni kniddin ilie vorbaut ab- schnellen, ton den Juden und ihren lügen. (1548). Diij*; haslu gnug gesogen md bist slarck worden, willu drumb die aitzen ab- sclmfiten , das die andern nicht saugen können? Jen. 2, 55'; da er (David) den zipflel Saul halte abgeschniltcn, schlug er in sich. 1 Sam. 24, 6; vnd sie kamen bin an den bach Escol vnd scIniiUtMi daselbt eine reben ab. 4 Jlfos. 13, 24; das man die Stengel mus mit sicheln abschneiden. Jet, 18. 5. 2) /lyftritcb: 4t) mlf blossem «ce. wo mao aber alle werck so rein abschneil, da mus in die meiniinjr >^''in. allein der f,'laube pe- recht mat he. einnendbrieff tondoimeiscHen. (1530). CiJ'; ich berste schier für zom vud Widerwillen vnd bitte, schnrit die sache nur abe, hdK aufl weiter mit jnen zn handeln. aus einem rerdeuischten brirff Lulh. an J. Jonas. Jen. 3, 147. 6) mit acc. der sacHe und persönHdkem dativ : das ist auch secr ein gemein laster, das da heisat dem nehe- slcn sein ehre >iid leumnod abschneiden. auxL d. episl. vnd ennng. von osl^rn r(r. (1544). yiij*. die ere abschneiden begegnet adboN In der iVümfr. bibei. 2 Jfos. 22. Abacbifcb«i(abeschrecken), ei^.absprtn- gen inueben {vgl. schrecken). 1) einen ahs( lircrkcn, ..einen auffahren machen, in furcht jagen i nd von etwa* ab- halten** {Grimm wlb. 1, 109) : da hinderte das Volk im lande die hand des voiks Jnda vnd schfeckten sie ab im bawen. JSsr« 4* 4 ^ uiyi ii^ed by Googl AfiSCllMlB£N 29 AbSEUFZEN so sanA« dem Tebi« brmMi mich abni- schrecken. Üfdk. 6, 19; du drewiftt aucli, vil liucher zu rt^jili( i<'ren vnd Irolzist mit grossem vorradl deyncr ktmsi, dnmil du mich abescbreckeu will, auff das vbirchrüüich Weh Mu BmtMen. (1521). Jiüf; noch vns lassen sein« grosse gewalt, ehre, eieg, gliiok vnd gut angleissen vnd locken, noch 51 III jrrcwlich sehwert vns abschrecken, ver- UguHf/ des aUoran. (I542j. Bj*. 2) mm etwM abichrecken, „dnrdt dro- Im wnd emgeßStwie fi»rcht abnehmen" (Grimm a. a. o.): so weis ich doch auch »idertimh, das Christus noch lebet vnd re- girl, vnd Liii det>. gewis, und las mirs auch bkehiem weg ab9ebreckeii,.ea sein jm vn- terworflen alle ding. Jen, I, 214''. Ab^rhrelbf n, Jescribere : mein J^n«nlig^le^ berr Uertiog Fridericli folch liilrliliti las nb- sdireibeD. vom kriege widder die Türcken. (1529). Anj*-; dasselbig bttcMeia mir beim- lieh, Ivcmer rechten weis, abgelrogen oder abf r ? n ben Ul. de Welle br. 3, 121. ib&rlirlfll, f. eopie: daraiifT !*rhicke ich c. L t. g. hieujit die abschnfl des anl^^orls, su idi hermg Georgen gegeben, de Wttte hr. ä, 404; ich meiner bricfe keiner abschrifi behaltf-. ebthd. 5, 4 11; vnd Lille j^.iiili de- mütig e. l. g. wollen mich mit suklien ze- deb odderabschrtfflen vnuersuchl lassen, t-on kemUekemmdgestoUn Mtffen. ( 1 529). kii^. kktAüfttm, wovon wegslotsen, enlfer- nen: (lunikl > da»lnrf !i man furnimpl, dem nekesleu etwas abzugewinnen vnd jn von dem seinen abxuscbupffen. d«uäteh Cale- tMmtu, (1 529). tiiij". tgl. acbSpfen. IbscknttelB (abeschatleln). durch schüt' tdn absondern : vnd schüttelt (1522: scliui- icU; auch ab den staub von ewern russeii. ^ 9» 5. lli^witttB (abachwetien), imrt^ ge- sehwälz enlnefken, abnehmen : sollen sie nu Wich werden, so mfis'^en ^i^ os den leulen mit lu^^enpredigen ah»* iiwiuiMi vndabstelen. irr j>ropAef Saeharja. { 1 528). Rij'*. Ahada (abe sein), mkd, ab« sin, abe we- MQ. ahd. apa wesan, gebraui^t Lulh. »ehr oft 1 1 in d^^ bedeutung von abgethan , zu ende sein, auftwren: wo die vom geseU er- ben and» so ist der glaitbe .nichts, vnd die verbeissung ist abe. Ahn. 4, 14; die gepul» dem volck brael gegeben, die das eusserlicbe wc??en betrefTon, las iclifaren. . . die ;_'t'sctzc sind lod vnd abe. vber das ersle buch Mose. (1627j. BJ"; es sol nicht heimlich noch jiin einm winckel geMheben, das hie einer vnd dort einer aulTerslehe, sondern ein oOeutlich wcscn sein für .iller weit, da beide tod, sUnd vnd alle vn^^lück sh soin wird, das 15. cap. der ersten ep. s. i^auii, an die Corinlher. ( 1 534). Pj**; weil das geblUrh regtmeol des Worts vnd glaubens auflhOren sgi'- «spannan, spien. somlert. separalus : ilie ;ibgeso»iderle lienl. j Abspei.sen, .s«/<<. Kkv^; darumb gehet ati5 von jncn viul sdiKlt rl euch abc, spricht der licrr. 2 Cur G. 17. Absonderung (ali^underung), /*., (rennuit^, eeheidung : sybe nu vorsleeslu was hcyligeuu beyst, was beilig ist* dan es ist nit anders dan einabsundeniDg von dem mbsprauch tau potl. Wiltemb, (1545.) vsmertheü 91*. Abspielen» heimlich verabreden, was dae heutige abkarten : der kaiser gleichwohl dem pap«tniif die>t'iu c,'»'s|ir;i< lif eiiu' LM us/f schilk- heit lliul, dtecr im iii^'eiu liai wäre dcitu also zuuor abgespielei). de WetHe dr. 5» 864. Absprechen, mhd. abe sprechen (Ben. 2*. 52C), ubjudicare, ,,durch entschiedene er- klärung entziehen" ( W eig and tcfb. 1 . S - habt yhr des auth bewcisung aus doj ^^rhnÜU die gotls allmechtickeit dis stuck abspreche? das diese wort Christi noch fest stehen.. (1527). eiij*; ich Heber die metze dem ZuU- dorf ab- denn /.ii^esproi'hen helle. Murk~ hardt briefw. 416. Abaifchcii 1) dmth stecken absondern: wenn ich ein Christen were» so were ich ge-- Digitized by Google ABSTEHEN 31 ABSTlllMEir synnet, das mir 6iii€r lieber den hels «1>- •teche, denn solch tfleklio beweiset, da ich inil meinem biicli rrnis den scelcu ^ilTl fiir tragen, das diesp tcfirt Christi noch fest 4teheH. (1527j. s my -, iicruües luil ralschein lierlxeB sieb voteniebel Christiuii insttbeten tnd wil jhni doch deo hab abetechcD. EM, -awy. 1, 29V 2i durch graben ableiten: ein suKli rlitl- tueii, (las nicht eim bach vol wassers gleich nj, welchen man aaatrockeo odder ab- j^tecbeii (geär.: abschrecken) kan, sondern mppr vnl wnss^r gleich, Weichs niemand »iistrflrkeo noch .ilj^^rahen k.in. der prophet äabacuc. (I52ü>. liiij' {Jen. 3, 276''). JlelihM^ wotom (aateit, auf eUoa$ ver- 0» mit gen.: «üsz die aller ailcliohist vnnd lewri^le lugenl des glaubcns isl, das er in diszem Tal seyn äugen Izulhui vnnd eynrel- tielNcben selicher Porftchaog abstehet eyn iendbrieff' ob auch yemanl on glauben elc. M523i. Alj''; weil sie der Sachen nichl ab- sieiieo. de i^'ette br. 4, 142. I) mlierpraep. von: stehe ab vom zonit ft, 31» 8 ; er ntuste von seinem freudn Air- oemeii abslehen. 2 Jfacc. 5,18; d;«s kan die vemnnm nichl lassen vmhjrflion. iIt-; stelen), Aeim/jV' ^rf^qnehmen. 1) einem absleblen: vnd wii itioiric hcnde fewascben habeo von aller bliit, der seelen «ie {Jen, 3, 378* ändert: von aller bliil der sfelen. die sie) roil solcher gillt Christo ah- sidcn. das diese wort Christi noch fest iUken, (1527). bj''; gleich nis wenn ich vmm seine walbn mit lisiigeu werten ab- «me. ^benA. ciij* ; die Obrigkeit solle straiTe gehen lassen vh»'r die, so einem sein kind bennhch abslclen mit Verlöbnis, von ehe- 4acAei».(t530). Dj''; es were allis Ireglicher. WQ sie das gnt allein vns alsso ahslolen (ad- faMeMsii). an dm ehrxsüiekemi adel. (1520. 'frm. ausg.) Ciiij*; vn-< rf wort abgestolen. «OTT. auf den psaller. bind seil 7, 327. 2) sich absteiilen, sich heimlich enlfer- mn: dasi ich itxt mit gewalt heb mdssen mich abstelen von den Unten. 4« Wut§ br. 5. 83. (Jen. 6, 542'). Abstelgen (ahesleigpn), niederxteigen, gc' gensalx von aufsteigen: da steig (stieg) er ab {sc, vom wagen). 2 hon. 5, 1 4 ; ihr werdet noch sehen den hymell ofllen slehn vnd die engell aniT vnd absteygenn vbtr den tnn des menschen, von der freyheyt eines ehristtn menschen. (1620). Ciiij'' (aulTstPvtjf'n vnd ah- steygen auiTden sun des mensciica Joh. 1,51, In der Kfimd. Mbel v. j. 1 483 : erste aiisy^. des n. lest. : aulT vnd nydder sleygen) ; die leitor hedLMitet .mrh CIiri<;fiim, atif würliPiu die pro|»liL'ten vnd die g.inUc sclirilll auff vnd abc sici^jot. vber das erste buch Mose, (1527). Qqiij'. figiMtehr ist derhalb kein wunder, das die kranckheit vom heubt in die glicdfT, vMfi hr>|»sten in andere niedere preis* teil abgi'sln'gt'ü isl. Jen. 2, t?!**. Abstellen; figürlich für aufheben: das solch vbel vnd ergernis in der sliflikirehen abgestellet werden. Jen. 2, 276^; o Hebe kindtT I (>.f vn'i gott ernstlich bitten, das vns golt wiiler sein l^endige wort zuschick, vnd seinen som abstelle. EisL 1, 29''. AhtlMhM, \) imrek tod oJbgthmn, iakhs sterben: das allein Jnn sirich Airslenthttm, bey den vicrtansenl golerlerpersonen pcltnrpn, der leghch jnn zehcn jaren wol das drille led ab- sterben, dos man Mnder xw tdiulen hallen solle. (1530). Diiij^: dasu so bin ich auch alt vnd schier abgestorben, de Wette br. 5, 8. 2) ßgürUrh <'ini, von dem aus dem aramäischen abba (s. 4.) in 4i9 toi. kireheiupraehe amfgmm' .abbas. iMiher apneM sieh asiftal über den Ursprung des vrortes aus: abba Ik'vsI auf heljroisch eyn valler, dalicr kom- inou ii>l, da;» elllicber klosicr prelalen abt heyssen. muxleg, d^ epltl. vnd euang. vom christag etc. (1522). Kkiij''; ein kloster ist ein bellt', tlaiinn dtT teulTel abt vnd |>rior ist, müuch .vnd nuiHicii die verdampitMi si'i'len. die kleine anlworl. (1533;. Cj' . — der pl. lautet getoßknlieh ibLe(eble): die wird er zu grossen reichen cardincleu, bisschouen. eh- ten . . . machen, rorr. vber den propheten Daniel. Bindseil bibei 7, 383. doch be- gegnet auch able z. b. bulla cene domini. mttemb. 1522. Aj^ Abtaaieil, diircft lawKe» enfaicheii: (Jo- hannes) von einer bübin der hals abgetantzet ward, ausleg. der ep. vnd eiwMf. VOM ad>» uenl etc. ( 1 543). p vj^ Abthäler fabethcler). m. abrogalor^ von abthun, oftseho^e», tilgm: so mutt man den bapsl nennen ein vorstorer der chrtateBheit vnd abnthpfer potlis dienst, an den chriit» liehen adef M r>2()). rerm. ausg. niiijv Abtheilen lalitcilenl absondern, ablren^ nen, {) Irans.: dis stück, so abgeleilet ist, beugen sie an das vorige stück, von «bis ßiden und jren lügen. (1 543). ZiJ*; wefl na der todalloin die » ho ^r-hcidet vnd losm.-?' lif^i. so ist ein eljcbrciclier aucli schon gpschcidpn, nicht durch menschen, sondern von gott s^lbs, vnd nicht allein von seinem gemaUp son loin von diesem leben abgeleilet Jota. 5, 3S2''. 2| refi.: es sind wol viel Christen, dic gern milerben wnltcn sein vnd Jnn gcsamleten leben mit dem herm Christo sitzen, aber sie wollen nicht mit jm leiden» sondern teilem 33 ABTAAG£M akk ah von jm joo diesem stddu ein dWitf- ücfcer «c^ner Irofl. (153ü). Aiij*. .Uiiiau (iiliclhun) , m/k/. abc tuon (£en. 3, 140), in mehreren bedeulungen. l) zunächst für sinnliches davon-, weg- lh«ii» «AfMlMm, ablegen, abn9hm: man aittsz «Jas scbamhailin ablhun. hautposUUe. W'illemh. 1545. winlertheil. 78*; ilarumi) wolici! wir Cbrislo die ehre gebei^ . , jm zuu fiLssen iälka, für jm das parel aülhua. Jen. 8, 288^; md wenn er (Moses) hin ein gieng hr den lierrn niil jm zu reden, Ihet er die decke alie. 2 Mos. 34, 34 ; der küiiig lliel abo seinen tingerreifr Esih. 8, 2 ; jr nbcr scnl jelrosl vnd ibul ewre heude iiiclil abe. 2 cftrm. 15. 7; thu nicht vnn mir die hand ib, gol mein heil. ps. 27, 9. 2; fisr beseitigen, abschaffen : die gülzcn jrei gouer ihul ob. 5 Mos. 12, 3; wptmi das lej*ltch o|ifler abgclbau wird. Dan. l 'i, 11 ; CS ist wol der grosten not eine, das tlle Itetleley ablhan wurden in aller cbrisU'iibeil. M den christlichen adel. verm.amg. • ia]^; «!ie grey>ilicb vnd weUIich vlirkeit sol- len yu ^reui aoipl nil vnformUcb haudeliiu, no ne alle betteieeek abtbeten, eyn «ermon Mn iem Mmcher. (1520). bj**; o woll gol »em hjoel, das » vn mril rtuch eyn solch re- gi'ment wnnl angefangen , die gcmeynen fraweclieuser abUulhuu. von den guten wnkm. (1520). Hig*. 3) wird abtbim M bedeutung des (il> gtriK nif hören machens auf lebendifj*' \r>>- itn angewandt, so steht es für hinrichten, icMadÜen; es worden aber auch hin gefurl meen ander vbdtheler, das sie mit jm ab< geiban wurden. Luc. 23 , 32 ; willlu inich a'ii'h ablhun» wie du gistern fb'n El-viiKt ileilialist? apost, gesch. 1, 28 nach der er- ku ausg. des n, leiL v.J. 1522; die armen Inte, die man richtet vnd abthnt vmb jhrer mishethal willen, ein widderruffvomfegefeur. (1530). Ciij" ; — wirstu sehen was die hochzeit ist da j^oil sein ochsen vnd niasl- ihe abeihan hat , wie ym euangelio siebet, im lennan «on dem AnebwMifen foern* «««f. (1519). biij"; was ist yhqi daran ge- legen, das ntan keyn zickleyn soll ab (hun ^«yl es noch mdch seugt? epistel sanct Pe- iri gepredigt. (1523). Jüj*. ton, W«rt«ibMiu 4) sich abtbun» wie mhd, mit gen. der Sachs, etwas aufgeben, sich eines dingst entäuszem: diejenigen, so sich der lulhcri- sdicü b re abUiun. de Wette br. 2, 416. Grimm scheint alles le, noch ins heiden- fbnm reiehende bedeutung vom «blbun die des schlachtens der epferlkiere xusein; fte- lege hierfür bieten Jeioch weder oM. HOek miid. d^ythmälrr. ihihnu, u. substanUvtsch gesetiter inf. des vorigen : das ablhun des unflats am fleisch« 1 Pet. 3.21; allein sein {des sinskaufe) ab- ibiin das einige vnd beste niiilel isl jm zu- T tliUii. Jen. 2, 275''; ob man doch mil ilie:>tiu diensl des ablhuos solcbs unaus* sprechlichen greweb der messen mfldite den zom lindem. Jen. 1, 35 1^ Abthnung, f. abschaffung : die kunige in Jnda gepreisel werden \on ;tblliuitng der ido- lolaUie. de Helle br. Ü, 2iJ (Jen. 7,391"). Abiilgen» mhd, abetilgen «. «be lUigen (Ben. 3, 37), wegtilgen: tilge d> meyne vn- fTorcchlickeil. die sieben puszpsalmen ffTl- lemb, 1517. Diiij*; vnd tilgcte die allen ehr- bcUen geselz ab. 2 Macc. 4,11. Abtfesin (ebtissio), f, wntekerin einte kloslers oder Stifts: sonst wird der tcuflel (sorge icli) abl vnd seine multer cbtissin werden, vermaming an die geistlichen. (1530j. Füij'. alid. abalissa {Graff 1, 'J2), mhd, eppetisse, mwb epUschtn (Ben. 1, 2), voe. ex qua: eyn ebtyn. AMrwf», m. ]) ay» viel als aiistrag, ende, abschlusz: äoichc:> schreibe ich darum, dasz ihr wollet dazu ihun vnd diese bitee sache cum ende oder gfltliehen abtrage filrdem. de Wellä frr. 4, 658. 2} genuglhuung : so hal müssen der einige son goltes an vnser slat Irelten, für vnser Sünde ein opffer werden, dadurch gotles roro versBnet würde vnd abtrag geschehe, ans- leg. der ep. vnd euang. von ostern etc, (lü4Ij. Jiv\ — in dieser letzten bedeutung nüid. abpirac {Ben. 3, 76. OberUn Uj. Abtragtii, mM. ibe tragen {Ben. 3, 71), «eovon Mmecffri^en, enfsifAen» gegemau zutragen : es mussl nicht klein zutragen die teil dem, «br die wahr allzeit vberkomen mag, gleich wie sie nicht wenig ablregl dem, der nicht kan der wahr los werden oder & Digitized by Google ABTREIBEN 34 ABTRLNNISCH vbcrkomen. Jen. 1, 199*; wo die messe so viel abliiJg als sie riilregl, sie liaM wer- den, w;is der licutH nur wolle. Jen. 2, 143. — /ur die diesem enlziehen ganz eulgegen- guHMU bedeuHmg dt* gutma^em, enkUUn» (•009011 das vorherige uhlrd'^ 2) können wir aus Luth.'s :^u'hriflenheinenbelt'g beibringen. Abtreibcu, mhd. abe Irllion iHen. 3, 87), treibend wovon entfernen, a) mit acc. der jpoMon: Minden vnd lamen werden dich ab- treiben. 2 Sam, 5» 6. b)mil iaUv der person: vnd Ihun aus dem geisl ;iMes frcy wtUig, was das gcsclz vns ablreiben vud ab- xwingen wolle, die epislel des propheten AblrfBuen, n. substantivisch gesetzter inf.: sie judcnchrislen) sin'l ,i!»pr be- richt worden wubler dich, das du eyn ab- trennen lerisl von Mose, opoal. geteh. 21, 21 {tuwh dem n. tetL «. 1522). Abtreten fabelretlen), wovon hinte^nlen, iinnlich und ßgiirlich : gleich als wenn einer von einem hohen berge suirzct, da er meioel, er gienge auff einem gulcn wege vnd Irelle bey seit abe in die lullt vod fiele hhranler jns lal odder meer. wamunge an seine lie- ben deudschen. (1531). Flij"*; liieraufl gc- scliaclis, das der eine bapsl , Gregorius gc- . nannl, willigiicii abtrat vnd sein bapsium dem concilio vbergab.. toider dM haptlum zu Rom. (1545). Bj"; werc das ^chwerd nii.iil cyii gulllichcr >t.iiit1 , s<.!( or su^ (Jo- hannes d. t. die ihn fragenden krugiUnechle) heysaen abtretlen. mm weMleJker vherkeit. (1523). Aiiij*; wer alsso wolt leben modus thun, vn'hend, abgefallen, untreu. 1) adj.: Seruhabcl bat n)iissen auch mit seiiu eigen volck fecblen, das sie nicht durch vnnolze. monier verzagt, ablrannig, vnd lata ztuu bawen wnrden. der prophet Sachorfü, (152S). Piiij''; Pelms hntle den herm vor- letiyiiel viitl \ cr^ehworcn mhI >it;li selbs ver- üucbl vud diu andern ws -Hcti. Jen. 1, 23. ablrünnig, tnhä. abuunnig, abtrünnig, abetrOnnec (Ben. 8, 96). M. ablniiinig ( 6'ra/f 5, 533) ist von der praelaHuUform eines verlornen ahd. rerhums Irinnan (praet. sing. Iran, pl, trunnuo^ henmUiten, tgL trennen. Abtrinnlghelt (abtrinnigkeit) . f. ahfaU, Irenloiighcii: die bliadenfreuel richter solch» aulT erden für kelzcrey vnd abtrinnigkeit sdiellen. vrsach vnd antwort etc. (1523/. Aij'; Talsclie lerer vnd roltengeister müssen durch jie abtrttnnigkeit auch erkennet wer- den, yvi.f/. 2, 2 1 r.\ Abtrünnlsch, adj. was abtrünnig: solchs sage ich iinlsscn die prcdi^'cr vnd pfarhpr bey solchen ablrunniscben leulen ihun. vom kriege mdäer die TSreken. (1529;. Gj\ AblrSiBlich, Ado. «oeft dar laoiae aft- iJigiiizeü by Google ABTRÜfiMMG 35 ABW£1$£N MmHiger: aber da feret «wer bitchoff aller erst redit erans, da er vennanet vod gebeat. da* man das sacranient nirlit solle von yrri- geu villi al)irilnnin;en prifsipm noch ahlrUn- niscli reichen tasseu. eine beridU an einen gulen frtftnä. n&28). Gij'*. AMrdBBong (abtrinnung). f, abfoü: {der tapsl) allein isl aller abliiiiniing vnd pnr- leyeii heupt vrs.ich vnd aiilioher. grund vnnd trsach aUer ariickei. (1530). AlvlhellcBj eht endgUliffn miktU spre- ehen: dieser sprinh giili nicht alleyn dem leiiffel, sondern auch «Ion leslerern, wildio er hie mtl ahvrloylpt vnd vcrdnmpl. ausleg. der ep. vnd euang. von der heyl. dreykö- nige feei ele. (1525). sij*. IbffffdlcMl (ab«nrerdietteii), durch dienst ro» jemand crrrrrb^n : so ('rl)eilpn sie (die Juden nitlit. v iTiiiotieri vns tiii'lits aht' . . . noch liabeu sie vnser geltl vud gut. von den jßäen vnd jren lügen. (1 543). Sij' ; goit hal nicbt gedacht, das solche grosse heiUgen komen '^Mtrf!<>n, die jm den mcssia würden abverdicueii. ebend. Viij*; das is! prsl citi rechl heilig werck, damit sie uieiaeii, guU den himel abverdienet zu haben, das td.eop. «. Jo^aimü. (153S). Diiij*.— vgf/. abdienen. ibwägea (ab wegen'», ,,tcogegen nach schwere u. [bildi. ) geholt prüfen"{ IV ei g and Wl^. 1, 11): alles zelcn vnd abwegen. Sir. 42» 7; dis ül der brOffsleyn, das ricfatscheyd vnd die wage, damit yhr alle lere soU ab w< - gen. eyn predigt vnd tcamttng. (1525. Biiij''; da oauicu wir eine gold wage^ das wir» ia gewit treffen vnd gnaw abwegeten. diu Mut »oH ChruU noch fnt $lehen, (1527) eiif. wffgen hl das .iturkbiegfinde mlid. wijgen, «Ad. w^^an und wird daher richtiger wägen, wiegst, wiegt, praet. wog sUM wagen, «nrutm>. llinb 1 2, 21. Abweichen, sich wovon entfernen : »o ich ducit aiiü' *«eyner ban meynea fuss setzt; vnd seynen weg halHe vnd nicht abweychcifjob 23. II nach der Übersetzung v. j. 1524; »las einer empfahc diesen dienst vnd a[)'i\i( I- ainpf, dniion .ludas abgewichen ist. apost. gesch. i, 25 {die ersten ausgg. des n. test. haben abtretten); er (Hitkia) hieng dem herrn an, vnd weich (wich) nicht binden von jm al f- '2 hUn. 18. 6; sie sind alle ab- gewichen, lioiii. 'A. 1 '2. Abweichen, n. subslanuiisch gesetzter inf. de$ torigen verbtuns; was sol man wei- ter an euch schbhen, so jr des abweichens nur dcsle mehr machet. Jet. 1. 5. Abweisen faficwcison) , mhd. nlic wiseii {Ben. 3, 750), wvg~ , zurücluet'isen : wer also den tcullel kan abweisen aiiü den lierrii Chrislnm, an welchem er das maul verbren- 5* uiLjiiizuü Dy Google ABW'ENDEiN 36 ABWESENDS nei hat, der nt genesen, kamtpo^ Wil- lemb. 1 545. ."SoTOi7if'rf^r?7 r." ; Till w^i«i>t er s«ie jhe vefreuiullich al)e, von der sunde md- der den heil. geül. (1534). Oj''; hiemil will ich karttUch abgeweyset vnd vnlerriclit ge- ben haben yderman. von kauffskandlung vnd icucher. fl521). Cij" ; ila iM-- kindcr nirht rechte erhen waren, s(»nd* r n wiinlon uul eiin genannten {^iner hestimnüen aumme} abgeweiset. fiieM*. 313'*.—' das part. ab- gereist enUpricht der oAd. und mhd. allein geltenden sch¥MU!h§m eonj. 4$t verbums weisen d.). Abweadeu (abewemleu), wovon tcegwen- äeHj aitpbaileiH verkMern, «ie wenden mii kehren, OMCh gleichviel mit abkehren , wes- halb es dem zukelirr>n migegenslehen liann. \) Irans, äj {Jerobeam) wand Israel bin- den ab vom hcrrn. 2 hon. 17» 21 ; solcher dottckel vns abforet von goU vnd abwendet von rechtem gottsdicnsl. der pr9fhH Jona. (lö'^r,) Fjv 6) inf. mit zu: wer sein obre abwendet zu iiören d;i8 gcsctz, des gebet ist ein grewel. spr. 28, 9. c) das , wovon ah- gewndM wifd» tMH oß ovch mMvt$g«- driichl, kann aber leicht ergänzt werden: er {der känig) sol auch nicht viel weiber iic- inen, das sein hertz nicht abgewand werde. 5 Mm, 17, 17; diesen finden wir das er das votck abwendeL Luc» 23» 2; ich wireke» wer Wils abwenden. Jes. 43, 13; anllilz ahwcn«?<»n ist oin i/oiclifn ilos /nrns, zuke- renii aber ein ucichcn der gnade, die sieben jpuszpsa^m. (t5t7). Evj'-. 2) r^, : da die Obersten renter sahen» das er nicht der künig Israel war, wandten sie sich von jm abe. 2 chron. IS, 35; welche sich von der warheil abwenden. Tit. 1, 14; lassen sich auch von solcher jbrerlrendlerey durch kdncricy vcrmanungvnnd schrifll nicht abwfn'l.-n. ti'ichr. 20 1''. Abwendig; nbwomlig machen, entfremden, abspenstig, abtrünnig machen : hcisscts nicht geslolen noch betrogen, so heisset es den- noch des neheslen ^rtils bcgeret, das ist, dar- nnch gestanden vn(! jm nl)wpiidig gemacht. Jen. i, 107*'; wir «.oüen gotl fürchten vnd lieben, das wir vnscrm neheslen nicht sein weih, gesinde oder vihe abspannen, abdrin- gen oder abwendig machen. Jen. 8» 383^ Abwendung, f. aversio : vetbergui^ odcp n))w»^ni!nTip Ir :? nnllitzs ist, wenn das wort der verheiHsiin^^ lilnwotr ist. Eist. 2. 53". Abwerfen^ uüid. abe werfen ( /ien. 3,735), ahd. abt werfen (Notker ps. 2, 3), werfend absondern: wie ein olebawni seine blflet ab- wirfTl. Hiob 15, 33; da sie abrr ^rtirien vnd jre kletder ahworlfen. npost. gesch. 22,23; .«zo last vns abwerffeu dte werck der fiosler- niss vnd an legen die wapen des lio^ls. Aöm. t3, 12 in der auszleg. der tf. vimi e>ifinl, so ftndcslu «iuc/i iiiclib auiiers. vondersundewidderden MUgeH gebt, (i529XAiif . vgL wickela, Ibwlade«, ^cheiel ndl abwickeln, mhd. ab winden {Ben. 9« 678): was man nicht schlKlitm Linn ohne verstörung des fric- •dens, &oU man es auf ein knebel winden, bis «s geU selbst einmal abwinde, de fVetU br. &, im. iMscfcea (abwflsehenK durch weehen entfernfn: w^nn mnn jnen ein ptirpiirkleid anzeticlit, so raus man jnen den staub ab- wisclten. bar. 6, 12; (das gohl) gleisset niebt, wenn man den rost nicbt abwflschei. 6, 28; gott wird abwischen alle threncn von jrpn anpen. offenh. Jnh. 21,4; die rol- t<'tigpi dnreh würgen eÜnSädgen: er wurde es nicht leiden in gleichem fidl, das man jm snlt vnuerhorl durch marter eiae vrgichl abwürgen, tcider den bischoff su Magdeburg. (1539j. Diiij*. AhllhlcB (abcelen\ löMend aheondem: vnd iSalomo) lelet ab siebcnzig tausent man zur 1 2 thron. 2, 2 imUj. inini*'ravil sepluaginla millia virorum porlaHUum hu- merie, woneu^ die Nümb. hCbel v. 1483: vnd xalt sibenlzigtaus4»t mann auf den ach- scln tragende); zele es ab, was du zu geben gedenrkesl, vom nndern gut, wi«' Miim'»; leret die sehenden beylegen vnd Mbsundern. randgi, suSiraeh 29, 15. AbiiaaieBy den zatm abnehmen: also fillircl er den m.m ins haus vnd zeumet die kamel ab. I Mos. 24, 32; macht, vnd das meine abgeieumeU Sßch 30, 1 1 , wozu Luih. in einer rand^oeee 6e- merht : id ef Bindseir s bibelhat: domino, was wohl äruckfehler isl). Alllahm, abaihen, abezihen» mhd, abe ziehen (Jten. 3» 926), ahd, abaziahan {Gr^ 5, 60 G\ wovon wegziehen. I. iramilive hedeutungen. 1) angelegte kleidungsstücke, waffen etc. «jeh «elAtI iNitfr einem anibm abziehen : es were eine kleine ehre, wenn ich den huel für meinen ehern abzugc vnd licsse sie gleich wol darneben hnnjrer leiden, auszleg. der zehen gepot. {\i>2S). Kvij''; damit dem sehalck seine laruen abgezogen werden, an die pfarrherm wider den vmeher zu predi' gen.(\hi\). Aij''; nn mm hie ein fleisch- licher mensch seine schuhe uiizihen. vber das erste buch Mose. (1527). Dij^; vnd lies jm das purpuriileid, sampt dem andern sehmnck abziehen. 2 Mace. 4, 3S ; \ n l so- gen jm seine warten ab. 1 Sam. 31,9. 2) die haut abziehen, schinden: m.m sol dem brandopOer die baut abziehen. 3 Mos. 1, 6; vnd sogen jm baat md bar ab. 2 Macc. 7, 7. 3"! die band wo\ on al)ziehen, zurückziehen: Josua aber zoch nicht wider ab seine band, damit er die lantze ausreckL Jet, 8, 26; vnd Sani sprach som priester, sench deine ABZiBkELN 3b ACU hand abe. 1 Sani. 14, 19: das jr innen I werdet, was scy, wenn ich die haiid abziehe, i 4 Mm. 14, 34; das wir greilTcn hei ««o] eben groben stUcken. wie from die nalur isl, ^ wenn goU die hand abzeucht von seinen groaseo lieben beiltgen. «fter das ervfe hueh Mose, (1527). iij*. 4) eine nnszipkeil ahzielicn. nhznpft'ti: vnd den wein sol er auch zur zeit abzihen. Surkhardl briefw. 358. 5) figSrUeh für enlsiflken, tee^neAmen: er {ffoft) wil sie (die obrigkeil) absetzen vnd die gotlheit abzihen. der ^1. psalm.( \ " "^O i j Hij"; das ist aber bey vns niclil seilzaiu, das dner dem andern sein knecht oder diensl- inagd abspannet vnd enirrdmbdecodder sonst mit guten worlen abzeucht, dmidseh cate- chismus. fl529). Liiij''; abziehen (Wo sprisc, die galt geben hat den gleubigen zu geuic- sen. /an. 1. 4 ; da er cni Hoch vber sie gibt, seucbt er das wort ab» vnd lessl sie in jrcr nalur. Jen. 4, 7^ //. intransitiv steht nbziphfn, trr> das einjache zieben für davon gehn, abgehn. tieh wm mnem ort entftrnm: da lodi er (Basael) ahe von Jerusalem. 2 hSn, 12, IS; die ('haliJpin*. so für Jerii-ialnm gplogcii, da sie solch gericht gehört hnilcii, \v;ir zirckelt. r&er das ersle buch Mose. (1527), n iiij^'. daher bildlich, genau erforschen, be- summen: daruinb lasse die klüger solches abe sirkeln vnd messen, wir aber woUen jan der einfalt des glaubens bleiben, «on Jhetu Christo eine predigt. (1533). Fij^ Abznrht, f. abzvg, weggang: u:\rh li^r aiizuciit der magi. auszleg. d,ep. vnd euang. tem ekrittag el«, (1522). QqiiiJ*. — nM. abezucht (Ben. 3, 939). Abtwarken (abezwacken), bei Luth. nur bildUrh. enfzifh'-n, nhdringen: zwackt >Tld reissel er (der inrke) cUvas den grentzeu vnd nachtbam (sie) abe. efne heer^edigt Widder den türcken. (1529). Cij*; haben sie ietzi liei ircii |)rnrro[i ein fleck hell» SO zwackt man es mich iih. lischr. 1 I*". AbswageUj abwaschen ^ wegspülen: ich wil jhm die bnien, srbmindt vnd nanc« oder schein, abziehen vnd abzw.igcn. lischr» 282". — abzw.igcn ist das mhd. al)p tw.ilicn (£^«71. n, l')?) ron twaheii, ahd. llifd;\valian (Graff b. 267), goth. Jjvahan {Joh. 13, I4,i wasdien. Abiwingen (abeswingen), einemmitgewaU fit(ca.^ abnehmen: vermisset sich gott den liinii'I ahe zn zwingen, deudsch catechismus. (1529). Uiij'; wir Wullens euch durch gel- tes worl abgezwangen vnd als den lesterem, Verfolgern vnd raördem abgeiagl Ii i! > n. rer- inn'nififf nn dif geistlichen i ! 530). Fj**. Ach, in späteren drucken, nament(i( h in der bibel fast nur ah, ahd. ah [Graff 1, 1 05), mM.ach (Ben. I, 5), er- wandfer empßndungen , aber nicht ist es uns als ausruf der freuäe bei Luth. begeg- net: ah, au, vsch, das slücklin schmertxl sie. ipuier das bapstum m Rom, (1545). Aiiij*; ah, ich hab viel ein erg^rs gcthan. ebend. Pj''; ach es ist buberey vfnl di-s icuffcls nml- wille mit vns. trostunge an die Christen zu Halle. (1 527). Biiij^ vnd er legt den leich- nam in sein grab vnd klagten jn, ah brader. 1 kön. 13t 80; ich httre ein gcschrcy der (oiJit^T Zion, die da klagt, vnd «lic luntlc auswirUl, ah web mir. Jer. i, 31. einmal auch wie M, «. mhd, mit gen.: ah mei- nes jamers vnd herUenleids. Jer, 10, 19. üiyiiizea by Google ACH 39 ACUT \) MvfSycff- auMärudt iet ßthentlUhm hit- leM, wofttr Luih. es selbst erklärii so heisi.i t»i hospa InVflT oder thti hflllTe, das na Iiinilen t\nn lauiel tlehlich vnd bedeul ein herzlich b«gkr, wie wir zu deudscli sagen : ach hilQ, X/in httir, hOir «loch, gleich wie wir mit Idittdibigeii ach odder doch «aieigt^^n vn^er flelüich herlz. das schötw rnnfilemmi. (1530). Nij"; ach goll lasz lurtiu ti priniz gesujid. de Welle br. t>, 149 ; ah ht-i i slradc nieh nicht in deinem torn. ps. ü, 2; ach Chrisle mein her sich hend», lasz her bre- cbennd einen iiingsien lag. an den chrisl- tichen adel. renn, ausfj. (1520). Kj'"; ah lieben brUder Ihul iiichl »o vLel. 1 üoji. 1 Ü, 7; ah mein herr gebet jr das kind lebciuhg. 1 kön. 3, 26. c) als ausdruck des unwilligen abfceisens steht ach in folgender stelle: «ih was r.hnstiis? Christus? das sind hitheriürh«» bosseo. xvn den schlüsseln. (1530). Cij . dieser letOe von Grimm nlcAl oti^emenfcie gehrMsek üt noch volksüblich. Ach; n. (fie substantivisch gesetzte intev' jeelion \ odergieng dassubst. der inier j. vor- aus?) : vnd sluud drinnen gtschnehtii, klage, ah vnd webe. Ezeek. 2» 10; vnd gehen eitel eh vnd weh vnd schrecken vhcrjn. etliche schöne prediglm nm der 1. ep. Joh. (t533j. Jüj' ; »o ciatza mai nichts denn ach vnd awe singen kundten. das schöne confitemini.[ 1 530 J.Biiij' . icfcie, /. die elan^ (finie), um die $kh eitcas im kfei$9 bewe^ so am wagen das querholz, um welches sich die rüder bena- gen: vnd war£n reder wie die vviigeiireder, vnd jr achsen. nahen, Speichen und Teigen (vulg. et «res earwn, ei radit, et cantki, et modioli) war aHes gegossen, l Arm. 7, 33. die erste deutsche bibel ( 1 1 Ci ■ nud ebenso die Nümb. bibel v. 14ä3 haben luer itid eemsldenpt. echten vem sing, echi, wie er ^ im der enlen .deuUeh, bibet Sir. 33, 5 fwbemmt. Mhd. ahsc {Ben. 1. 14), ahd. ;ihsa (Graff 1, ist ohne iweifel eins mit Int. «Iis, gr. aiiüv, melehe a«/ «b'e loiirsel *^ imleL agere, fir,^yu»leviesefL, mriickp gehen, vgl. Weigand wid. 1, 13. Grimm i, 1Ö3. Jlekscl, /. schuUer, mhd. absei stall ah^clc (Ben. 1, 14;, ahd, ahaala {Graff {, I39j, wie axilla fortbüdtmg von «xis, so aclisel von achse: Rebeca trug einen krog aulTjrer achselii. l Mos. 24, lo; vnd wenn ers fuu- den hal, so leget ers aud' seine achsrlt? üiit Treuden. Luc. 15, 5 ; so falle meine »chulter von der achseln. Biob 31, 32. «edMrend Luther sonsl sdiuller mit achsel jrleicMe^ deutend gebraucht, unterscheidet er es hier, zwar kann nicht mit Sicherheit ungegeben werden, wie Luth. diese Unterscheidung meittl, doch läiet Jtefc «ermnlft«», daeM achsel hier in seiner eig. bedeniwitg („die sti-ll", wo sich der oberarm an der schütter dreht, " Grimm \r(b. 1, 103) gebraucht sei. ebenso auch m julgender stelle: lege diese luriasen vertragene alle lumpen vnter deine uchsci. Jer. 3S. 12. — vgl. schuller. Eine bei Luth. u^iederholt vorkommende sprüchwörtliche redensart ist .iiif beiden ach- teln tragen, den bäum aurbeiden achsein tragen aid^ sweideuUg benehmen, nm et mal ket* nemzu verderben (Weigandwtb. 1,13): ea h> >^tr'!i THilit also vermrntcln.verploichcn vnd aull Iteidea achseln Ira^cn, ik-s I)a|islsk»re vnil das cuangehum Christi zugleich vud mit ein- ander wollen haben vnd beide su frenn- den behalten. Jen. 3, 189"; aber christlich leben ist nicht priscillianisch, das den bäum also auil beitieU'achsseln trage, sondern ein- fellig, schlecht vud recht, wie es im herlzeu glaubt, so redet es mit dem munde vnd lebt rail dem leibe. Jen. 3, 434*"; ich achte aber, cwcr rrUchlUn vnd kreutlin zu Halle hal nu ausgclieuchelt vnd lange gnug den bäum auflT beiden achseln getragen, wird nu seiner nes- setart sich vieissigen das frOmichen. £S^I, ausg. 2. 328*. Arft! , die cardinalsahl. in der altem spräche wesentlich sweisilbig, goth. ahlau, ahd, ahlbt mM. ahie, laui w^kreehektHeh dnai/brm, so daes acht Messe gteeimal vier {SC. finger). die xweirilbige form begegnet bei Luth. nur noch vereinzelt: wenn er igott) oben crab sagte, nein, es (sc. 2 u. 5) sind achte, so solle ichs gleuben. Jen. 6, 68^ gewöhnlich nUl abgelegtem e: diese acht gebar Milca dem Nahor. 1 Mos. 22, 23; Josia war acht jar all 2 Aön '22. I ; inwendig acht lagen, von den judtin cnd jren lügen. (1543). kj\ Digitized by Google ACHT 40 ACaT£N AcU, aclilc, f, lU^^Wßg, wfmerUamkeil, beachlung, mhd. alite, ahl [Ben. 1, 15i: a/irf. nlita (Graffl, lOS», irohl an^ riner wurzei nut goth. alia ventand, und älijau MIaH» maiwH: •) das gebet ym wheyne vod leyplich ist das ousserlich mummeln vnd plt'lipern inil dom imitnlc, on alle .irht. ausz- leg. deudsch des v. u. l Ti ! S i Aij' ; viul wic- wol dis buch (die Offenbarung Joiutnnü) niclit solcher acht isl, das es sttm sireil die- nel« hab ich doch dem widerteil etliche riMig- nis liaratis wiJlIcn ffirlialtcu. Jen. 2, 12*'; icli hiü nicht enbchlairon vnd an nipin selbs acht gegangen. Jen. 3, 21. — bj häufiger im den no^ jeizi gangbaren rtdtntaH$n: acht haben, acht geben, acht nehmen, ans der acht lassen, ans der achl stillagen, aa) d;i sie lanf^e Ik'IcI für dorn licrrn halle Ell äolil duU jlircn muiid. 1 Sam. 1. 12; ha^u nicht acht gehabt auff meinen knecht Hiob. Hiob I, 8; habt acht auff cwor almnsen. Matth. 6, I ; ein iglicher sol d u rnff .m lile hahenn, was goU mit \ Inn wirekl. (/«i ma^ju- fieat vordeulschl. (1521). ilinj''. auch mit dem gm. sfaM der praep. avh gteichwol woU ich dennucli, das sein adel vnd laml- schafl dos Spiels ein acht hellen. Jen. 6, S**; bb) niust achi drauff gehen vnd von hcrlzeti vleissig sein, randgl. zu spr. 2, 2. — cc) acht nehmen hat in der regel den gen. bei sich: nii gehen sie hin sicher vnd nenien derselben l'nl.h niehl aelit. Jen. 1, 24"; das man für allen dingen der sunden achl ncme. der prophel Jona, (1526). Fij*. doch ameh einmal mit der praep. auf: ach das deine oren achl nehmen wollten auff das ge- schrey meines lM((f>ns. ps. 130, 2 nach den iieben pwizpsalmen ». j. 1517. — dd) dar- umb wU ichs nicht aus der acht lassen, euch alleseil solches zu erinnern. 2 Peir, 1, 12 nach der ersten ausg. des n. test. — ee) das wort poii. 'v fclli licy \vctlen aiifl* die, die es nicht auuonien vnd gar aus der acht schlagen. Jen. 3, 172\ icUi „ouiUtkHeexmg *n SffentHcher Verfolgung und ludtung": wiewol ich nu wol drcy jar verbannei vml in die acht gc- tltan. Jen. 2, 459'*; vher das acht ich, das lentis dies ntndatts ich Martinus Lnther solle hillicb aus bepstlicheoi vnd keyserlicheni bann vnd acht seyn bis auffs kOnAtig eoa<- eilinm. widder die verhehrer vnd feischer keyserlicfis mandais. ilö23). Dj^; ein auff- rhünscher mensch, den man des bezeugen kan, sdion in gotles vnd keiserlicher acht ist, das, wer am ersten kan vnd mag densel-^ l)en er\vOrg:en, recht und wul ihat. Jen. 3^ 129'"; es sfv zum lüde oder in die acht.. {t'uig, »ive in mortem, sive inexihum, ^'ürnb.. 6Ael.* es sey su dem lod oder tu dem eilend^ Esra 7, 26. Mhd. hhlp, arli[-- liffn 1, IS), ahd. idila [Graff 1, t'i'M jn-iiz;ichtparer 2S2. Aehtbarkcit, f. würde, amehen, t un dtm vorigen undebenfaUs als anrede : »oklies ums ich mit cwer acblbarkeit freundlicher weise schertzcD. Jen. 5. 120'; ewr acbtbarkeit halle mir mein .'e« liwelze tu gut. 5, 120". .trMe, die Ordinalzahl, lautete goih. ah- ludd {Luc. I,59j, o/id. ahtodo(6ra/f 1, 138), mM. ablode, able {Ben, 1, 14), etdu mOkiw für achl'tc, achtete.- der achte tag SOl aueh heilig hcissrn. 3 Mvs. 23, 36; am aehlen tage kaiiieu mc zu beschneiten |tias kindtm. Lim. i, 59 ; bul das ist der achl mund. 1 kön. 6,as. Acktckalh (achlhalb), «teAe» wed ein Aol- bes: gerade als werc der engcl sogar ein narr oderkind, der nicht?, zclen künde, vn^l spreche sieben, da er achlehalbe sprecheu soll, von denfdden vnd jren lügen, (1543)* aj''. achthalb wochen. ebend. Achtm^ mhd. ahtcn {Den 1, \(\\. ahd. ahton {Graff 1, 106;, von dem subst. achl, wefcftet maii aehe* die vnprünglid^e be^ deakusg d»$ teoriea achten iai vfohl »einem Ursprünge gemäss den geist, die sinne teo- rauf rirhien , ttoraui dnnn emersfjf? die Ibedeuiungen des aufmerkens, wahrnehmem, beaehletu, beobaehtens, sorgelragens vpofmr, andereneHe He de» eraehleiia, «eiMnf^ Digiiizuü Dy Google ACHTEN 41 ACHTEN 4la/Sr luMent, iehaUem mUfrangen. doeA teM/Sm Mde Iuui^eieiii»ng9n in eüuMitr über, teeu man nichl beadtiel^ hMM «M» üuck nicht und umgekehrt. \) ichlen, putafe, opinari. ai imi in^n.: du adil ich nicht geschebeii au»i vnwitseo. M7a cra« dbmnrf. (1S22). Ay^; ich achte « billicii slti,ir!ii fnr ein mclirliii ertichtel. ron deta bapstum zu Uume. il52Ü). Aij**; CSam funfllca soll man yhe zu sehen mit *ö«n erasl vnd vleysa, das man die heyligen **craflBent gtoai acht, eyn sermon von der bereylung zum si^^rffu. M rSl9). aij"; ah (ob) ^ yre gcrethlJtkeil luclits achtenn. die ^ifben putspaUm. (1517). Hv ; nun aeynd clüch den disse wort der gnaden alsso leycht geachtet *eyo. ebend.; jr hliil wini thewr geadii werden für jm. ps. 72, 14; vnd soll M TareiQ aebleu. 3 Mos. 11, 24 , zum an- ^era «chreybl doctor Eck mehr, das ich die rew vomiehte vnnd vnnottig achte, von den n»w9n BMekmi butUn. (1520). Af : nmb der werck willen, die man sUnde achtet, toid- der die verkerer vnd feischer keyxerlichs mandats. ( 1 523). Aiiij'* ; das goit soll lUriun sein volck achten, «oh denjüden vndjren lü- gen. (1543). Hj^. b) mit der praep. Ulr: wan ciichvHanfecli- tting ansiosscn soll yrd isKclh Tiir prosz freud achten, ausxleg. deutsch des v. u. (1518). üiiij''; dammb acht es ntchtfur eyn schywpiT lediog. ej/n preügt vnd tpamiMf. (1525). Bj"; er achtet mich für seinen feiud. Hiob 1 ! ; der lempel der fjrosa. seiig, so ii li iiiich lieiUte fnr dyr verautwortlen soll, apoit. yeach. 26, 2 im n. te$t. 9.J. 1522; darumb ich auch mich selbs nicht wirdig geachtet heb, das ich zu dir kemc. Luc. 1. 7 ; mvI m luet euch HPlbs niehf werd des ewigen leheus. apost. yesdi. l.i, 4G ; vnd sich doch (rome leul ach- ten vnd achten lassen. Jen, 1,259^. .3 ) achten, worauf merken,bea( hleit. .sorge wofür tragen, a) mit dem gf'n : sIs r üsse geyster, die die hymiische stymme alleyiie haben, achten Treylich meyuer dolmetschuiig nichts {beatMen He nicM). widäer üe Ay- mefürAen propAele». (1525). Ilj' ; sie ach- ten keines reelileti, spricht der heir. Arnos 3. 10; der miedlitig achtel der schafe nicht. Joh. 10, 13; wo kein geset» ist, da achtet man der stinde nicht. Röm, 5, 1 3 ; gros sind die werck des herrn, wer jr achtet, der hal eitel Inst dran. p«. 1 1 1, 2; was solider hö- hest jr achten? ps. 73, II. 6j mt( acc.i du achtest nicht das ansehen i^iyui^uo uy Google ACHTEN 42 ACÜER der mcDscben. Matlh. 22, 16; goll achtet das ansehen der menschen nicht. GaL 2, 6 ; vnd achten das anseiien der person vrabe niiiz willen. Judä 16. c) mtL der praep. auf: jr soll niclil auf TOgel gcschrey achleo. 3 Mos. 19, 26; ich habe einen bund gemacht mit meinen äugen, das ich nicht achtet auff eine Jungfrau. Hiob 31, 1 ; wer .iiiff den wind achtel, der scet nicht, pred. 11,4; cm böser aciitct aufr hüsc mettler. spr. 17, 4; aber sie gehorchten Bidit vnd achten nicht auS* mich» spricht der herr. Sach. 1 , 4 (in der ausig. dieses pro- pheten: vnd metklPti nicht aufT mich. h!. Emj'); daran lernen die nachkomuien, dns nichts besser sey, denn goit furchten, vnd nichts sussers, denn auffgottes gd)Oi aditen. Sir. 23, 37. AflifPH, n. das subslantirisrh verwandle verbuin, auwoM im sinne von beachten : weil ich solches Standes (das maniMcr. slands) und achten« bin. de Welte br. 3, 98; als von erachten : er redet nicht (mcins achtens) vom gcwürm auti dem l.niile. Jen. 3, 263; das ist meines achtens, d.is der tcxt spricht. randgl. su 1 kSn. 6, 4. iffbtigcn ) ächten . in die acht erkiärtm den cxbunnitis vnd pe.f rliliplen ist schon ;re- rionimcn ihr sland und würdi'. <(r dneh nicht alle feinde für geaeiiUgel m liallea. dcWetle hr, 6, 224. Achtaanif adj, aitenlus : wo das herlz also achtsam der sr«eh jrewisz, beslendig vnd auszgefcget ist, das ist ein rein fein herlz. haiuposl. Willemb. 1545. winlertheil 67". AcMnig, f M. achtunga {Graf 1.108), hei LuÜter wie acht nur in der bedeuluny von anfmerksamkeit , beachlung, obnchi: das wcyttleudtige lasier der afllcrrcde vnd achluug Trcmder siiiitie ist fast die vnscligst snndt aull erden, amüeg. deiMeeh de» v. u. (1518). llj*'; solche achtung vnd auITwar- len 1i«M«<[ hie die htri des herrn. der prophel üachuija. (1528). Niij''; vuler andern sagt er zu jhoen {PaiUus zu den ältetlen von Bfhetu») habt achtung aulT euch vnd aoffs volck {apost. pesch. 20, 28: so habt nn acht aufTcueli selt)s). Jt'n. 2. 17''; soll sich golt die hohe maiestet also herunter lassen, das er aull midi armen madensack solt achtung haben, auszleg. der zehen gepotl. ( 1 528). Evij*; vnd hatte hertsog Friederieh mich an nth alda (zu Augsburg) verschrieben, das sie gilt aclitiaig aulT micli li.ilK-n -oImm!. Eisi 1,2''; wenn Christus redet, so i>ul man heyde obren fegen vnd mit hohem flei&z daraof achtung haben was er redet. Heehrl ST*"* Aehtiehcn , zmammenaelsvmg von adit und '/.eben, die nicht tn h- achthundert acfcl- mal hundert, achtlau>eud achlnuil tausend} achtmal zehn bedeutet , sondern acht pliis zehn ; bei Lnlher ttocft «rie mM. adnehao: die kinder Israel dienelen EgUm* der Ncsbi^ ll sul «r ilir fori seio TennOgen nicht geben (nL hibd : als gij den aardbodeni bouwen i nlt, hij u zijn vonnngeii niel mecr geven). \ üüJt. 4 . 12; dein acker sol durch die schaur ausgetcilel werden {rU. bibel: uw fand zd door bet snoer oitgedeeld worden). Jmot 7,17; bittet fitr mich gegen Ephron son Zolinr, d.i^ er mir gebe seine 7.\vi- facfae hüle. die er hat am ende seines ackcrs. 1 Jini. 23. Ü ; ich schencke dir den acker. e. 1 1 ; vod basi vns ecker vnd Weinberge zu erbieil gegeben. 4 Mos. 16, 14; aulF hilgehi ^Tid aufT o(4:'M r(. Jt-r. 13, 27. sprürhirnrt : des lierru lu.>lajip( ii tiirigen den acker wol. dat 14.«. 15. cap.Johannis.iibiS). Qqiiij'*. icfccrbn, m. feUbau, tamUat»: weil das volck weg gefurt ist, so ist das land wfistc vriti '\%\ fcr'iri rt'fliitT ;ickorba\v noch vich- mlit. der propl^el Habacuc, «1526). oiij''; die jdden aber warteten jres ackerbawes. 2 Jfoce. 12, 1. — in der älierm spräche kommt acVerhau kaum vor; mhd. ist dafür aiktr; iiiL (ß^n I, 457) üblich, tcas in /JeistH Hurh \f tlmar idioticon s. 7 bis tumsrnsgange de$ 16. /A. m gehraueh ge- veten ist. Grimm hat dot worf meAf, ob- gleich noch bri Atberui A'el. Lij^ acker- gang treilicM r/trkt>niinl . irkerliMueu, zujuiuuncnluguity des inj. mII dtm object : meinstu, das daruitib ange- fangen scy, wie tnandichawero swinge. land vnd Icut regirc, Ii.iijsli.ilten und ackerhnuen lerne? das 15. cap. dt r ersten ep, s, J*auii •n die Corinther (1534). Kj' . iderbibe« m. aekerjunge, adkerineebt: der bapst {säU) seyneg stand auch vnler^ werfleri firni ackt-rfmlien. amzleg. ihr ep. twleuang. des nduents. (1522». Sirj''; vvaj> were es für ein rhuin , wenn er einen stal- bnecbl oder ackerbnben bette vertilget? der iOl.psalm. (1534). Oiiij". itkrri^rUi, n. ackerlohn: die böck gehen dir (I is ackf'rt,'»rld {vulg. agri pretium). spr. 27,2G. in der schrifivonder beicht : das lohn- frfb snm ackerbau. Binäteit M6«l3,d87. Adccrhnfcbf, m. wo* ackeri>ube: mus ' docb eyn ackerknecht fntter vnd lohn von , M'yner rrlicyt haben, von kauff.shandtung \^ vtid u tirher. (1 524 ). Aiiij^ ; der geringste aokeikneclit kan für dir besser sein, denn ich. /m. 8. 221*. Acktrlenfc (n acker bawen. 1 Sam. 8» 12. Arkermann, m. ackerbauer, mhd. nt I t r- nian (Ben. 2, 34). ahd. accharman {Uraff 2, 73^): Kaio aber ward ein ackcrman. 1 Jloa. 4p 2 ; Noah ward ein aekemian. 9,20 ; pflüget oder brächet oder erbeitet auch ein ! .»ckcrman seinon arker jnimlar zur .saal? Jes. 28. 24 ; ich bin kein |M-ophct, sondern ein ackerman. Sach, 1 3, 4 , teelcheg lAtlh* in der amteg. diese» ftoj^eten erklärt: ein ackerman , das ist ein schlechter mensch gleich den andern, der prophel Sacharja» (1528). Jij\ . Ackern, von acker, nath H^eigand lelb. I» 15 eni mtf 1400 außommend (im Uber ordinis rerum v.J. 1429 bl. 20*^: akt lnTen == lat. ararc und colere). unsere ältere spräche gebrauchte dafür cren {s. d.), wel- ches noar nocfc bei Lulh. «oHkoimnl, aber nirjii in der bibei. hier nur ackern und mehr noch gleichbedeutend damit pflflj:pn, wiewohl er beide undenrUrts uiedir unterscheidet: wir sollen ackern, pdiigen, seen, erndlen. hauspost. Jhena. 1559. bt. 138'*; wie kan der der lere warh-ii. der ]inilgcri ums er mns denrkt'ii, \\\e w ackoni sul. Sir. 38, 26. 27; es ki)iii|ii dii' zcii, spnclii der herr. das man zogieieh ackern vnd erndten winl. .^oa 9. 1 3 ; die pfidger haben aulT meinem rocken geackert (derpsaller deutsch. Hlttemh, 1 52 t : gepfl(lget) ps. 1 29, 3. — vgl. pddgen. Ackffwf rk, n. l) acfcerftau: das weysz ich wol, das viel göttlicher wecrc ackerwerck mehren, vnd kaoOmanschallt myndem. an den ckrUtlkhen adel. verm. ausg. { I 520), Miiij''; was sol ich mit der vnldstipeti liaus- crlit ii oder ackerwerck vnd schweren diensl mich zu plagen ? ausleg. der ep. vnd euattg» «Ott of«m. (1544). Nvj"; darorob haben 6* . j . > y Google ADAM 44 die weisen aller menscbeo werek gefimet vtlil geteilt in zwcy stildl, j^ciilluinin mmI militiam, das ist, in ackerwerck >n(l knegs- werck, wie sichs dcDU selbs ualiliin li aUu teilet, ackerwerck solneeren, kricgswcrcksal wehreo. Jen. 3, 356* ; jr seid gotte» ecker- werrk f ru/^. (Iciagriculluraeslis). I Cor. 3,9. '2 \ f/'i.v besilzlhum an ärker: ticnn or sein ackerwerk und vieite so etlciid tiiclil ver- ItuRMi kau. ie WiMe »r. 4. 209. — in bei- den beieiUungen m Beaen ilAUeh. Adam , der alle adam . gebraucht Luth. oft für die nns ron Adam aufgeerbte siind- Uche tialuri der t'aiilculzcr aller adani, en lilslei) .h-n. 8, i^SU, 4damant, m. mhd. und aitü. ebenio, von ätm Lal.'gr. adauias (gen. adauiaitlKS), ein edelslelii (denuml?): die sluck, die den hcy- Kgen römischen stuel halten, die sind alleyn yn adamant gegraben, von der begeht. ( 1 521 j. cj' . davon d. Rij'-. sub- stantivisch: vod geben vns dauiil ade zu gntler nacht. vomabendmatCkriitL (1528). Diij' ; tnr leite vnd ade. Jen, t58^ — heute durch wiederhenteUung de$ vollen frau, iilieu verdrängt. Adel, m. mhd. adcl n. selten m. Ben. I. 7). a/td. adal n. {Graff 1, 142j. l) pmo- neu hevorsugten getdUedUt und ifendw: vnsere junker vom adcl haben bisher gaug gebrassel. eine heerpredigt wider den lür- cken. (1542). Fj"; es wirls doch die len(;e nicht Iragen cyllel adcl nul adel heyraUen. leider «Itn fited^ ^«noimfeii yc^^f/icA«» staud. ( 1 522). Hiij** ; auch voniunlllige er- f;ii»'n«lc rarsten, adel vnd leyen mocblen uiit • tu r,ul >ilzcn. ron den neicnt Eckischen üuUen. (1520). liij'; der deutsche adel. ebend. AiJ"; der frenekisch adel. /eii,3,S52*; der adel gcmeynigUch lewen, bercn, wolfTe vnd andere wible thier yin sclidilc furel* der prnphet Uabacuc. ( l r)2t> i d liij'. 2) dann würde und hohen uüerlMupl: sie ist herlichs adels. weieh, 8, 3 ; gefaersaoi ist aller werck adcl vnd gflle. vorr. auf dat a. tes(. bei Uiiidst-il 7, HOG; Abraham .im .idtd des i,M'l)lills odi !■ _ i Iturl nie Iiis gefcüfl iial. tun den jüden vnd jren lügen. ( 1 543).Bitii''- Die aMeUung des viortet adel isf neck nichi skher feetgeeleiU; die endsilbe el iH ableitungssilbf f Grimm gr. 2, 101), der stamm dürfle tcuhl mit dem alls part. odaa geboren und aiid. uodal valerianü, trbgtU, eir nem wurssJeerfrumadan» nod an^eftfran. Grimm wth* 1,177. Weigand wih, 1. 15. Adfirr s. ndlrr. Adclichj adj. nobilis, dem adcl gemäsz: er weysz, das cbcnn disz die aller adelicbist vnnd tewrste tugent des glaubens ist. ek auch yemaui on glauben veretorben selig trerden muge. fl.'')23). Aij''; sew vnd wililc Uucre sind docii wir deulschen, da:» j^o gar kein adehche gcdancken oder mul in vns isl. Jen, 3, 327 ; Tur welchen sie sich rhnmettr jrcr fleischlichen gehurt vnd adelichcni ge- der vet«»r. von deu jüden vnd jren lür- (jt'n. (1543). l^iiij^ — die Schreibung»^ lieh (fl. adeilich), nichi adelig teie bei de Weiu br, 2, 454. wl die der bOdmg de$ Wortes allein entsprechende, da es nicht von adel durch ig abgeleitet, sondern :u- sammenselÄung von adel und lieh ist. mhd. adellich (Ben. \,S),ahd. adalUb (Graff IJ 4 3). Ideliich) «erlNinl adelsch, nach an der uiyili^Cü üy Google Al»ELN 45 AFFE MbU: E. von S. treibet alle bendel vnd kre- merev mit ander leiite schaden, iist das auch aJelischt Uschr. 394'*; das ich aufl'adclsch dauDO rede, ob kriegsleuUe auch ynn seli- fm ttande «eyn kündm, [ 1 527). Dij'*. Adeln, adel erlheilen: mit ilcin Idiil Glun»ii geadelt seyn. de WeUe br. 5, 417. MeUch s. adeliäch. kitm 9. alheni und odem. licr (sdtler),Md./bm/tir oder aHl, wie ab f«r ob, nD( i) für iiOv)i,begegmel bis zum jähr nichl allein iu li^n originaldrucken der i(hn[Un huUiers, aunäern auch iu seimu ägeüh&nügtn briefen. btlege unter oder. Aicr, «mdi mU ver4mJUwng de» a in o odder, vie noch landschaftlich gesprochen wird, istbeiLuUi.. wie in der alleren spräche übtthaupl, sowohl nervus als vena. Ij die kedeulmtg wm netvui hat ader dmgm^ste (y*i)9tmasM in »UmMtHehen sltUen der bibel: mit beincii vnd aderii ba*lii mirli ziisanimeii ^'offlget {LXX: 6att'~ i ^erschlungen|. Uiob In, \2. t-inmai auch von der sehne der annürun gebraucht : der huugcr {bei der belagetung wm Jeru- iülem durch Titus) so gros war, das sie die offrlcrn von annhnislbogen rr.isscn. ein ser- m(>n lon jmli.frhen reidui vnd der weit ende. { 1 525j. Aiiij''. 2)ßurvma: da jm [Uakomet) etuc ju- dmne die ader hat gelassen. Verlegung des alroran. f 1 5 12). Ilij". auf das innere Uber- haupt angewandt: werc andtrs v\\\ ^ulK^ oddcr ynu dyr. tcider den falsch genaHlleu gtttmehen ttand, WiUetitb, 1522. HiJ\ — ider {Ben. 1.0), ahd. ädera (Graff 1. 1' ' " pt dunkler herkunft. Aderu «edertil . entnerven, der ädern be- nuben: mil der oder jener sundc haslus ver- dint, das man dich soll redern vnd edem. d« 14. IMUI 15. Clip. $, JoAaiuitf. (1538). AAj'; wenn ich ricliter were, so wolt ich «oe soklit' frantiöiichte (lischr. 325" Iran- ttöiisclitj giUU^c hure rcdcm vud edera las- m.Jtn, 8, liS^ Idler (adeler/ m. einbtkannUr nmbttogel. aquUm, mM. adeUr, adlar (Ben. \, 40), 2M- sammengeselzt aus ahd. edel uut! iro aar, also ~ edier aar. die bei LuUi. m btn adler vorkommende form adeler, welclie sich in der bibel bis int n.jh. eHUeU, begegnet später nur noch dichterisch (z.b. „Ii>1m' den horrf'ii 'I*'!- ;tlk's so herrlich regieret, derii> aulfaren mit fflflgeln w ie udelcr. Jes. 40, 31 ; wo aber ein ass ist, da sanilen sich die adler. MaUh. 24, hierzu bemerkt Luther in der randgtoue : das bt ein sprich- worl vnd wU sagen so viel, wir werden vns wol züsamen finden. wo ich bin,wordct jr auch sein. j;lcicli wie ass vnd adler siclMVolzvisamen fin- den, vud darir kein ur( sonderlich anzeigen. ilim (eucrni begegnet bei iMh. nur epr. 17, 9: wer sUnde suileckl, der nuicfat ft iMindschaiR. wer aber die sache cucrt (in früheren nusfiy. iibi-r vnd abertii.il meldet) der üiachl rursicu uueins {vvdg. qui altero sermone repelit, separal loederatos). wie Luth. äfern verslanden wissen will, sa^ er selbst in der zu dieser stelle gegebenen rand- ijlos.M' : K.'uern) witlerhojpii, w ider nnzirfien, wulcr regen etc., woraus iuyieieJt ersicht- lich ist, dasx er et nichts me Grimm meint, mit eifern zelare mengte, wat allerdings später geschah , u ie nicht allein dir nnch J nli i n tj hibl. wtb. schon I 575 corfco/zuneiuie cerballhornisieruug des Wortes «iferu in ei- fern zeigt, «4Mid^ auch Stiel er teulteher Sprachschatz s. 4 beweist. — mhd. afern lUen. 1. 73 1, ahd. iivaion iGraff l, ISO) von aviir - wieder, wie ilerare von iieruni. Affe, m. simius: der aflc wil alle ding nach thun. der 101. ptalm. (1434); also wil der teufel yraerdar golles äffe sein, vber da» erste buch Mose. { 1 527). Zz j" ; wo etwa ein geugler kompl. der aulT dem scylu gehet od> der ailcQ veyl hat, des kan man sich vwwun- dem. der 1 1 Upsakn. (1530).Dtij*.'- mhd. äffe {Ben. 1, 10), ahd. affb {Graff U 159), Digi by Google ArFEN 46 AMhUBÜRDE toie es scIteiiU mit verlornem hl In nie su anfange des worles dasgleicMeä.gr.xrjnog, xtüiog, skr. kapi. t'^f^. Grimm u4b. 1,182. Weiganü iclb. l, 17. iffci ieffen), mhd. effen (Ben, I. 11). von «flep Mum äffen machen, zum besten ha- ben, vempiittf n in'hu'ijt'n [vocab, incipiens leut. ante laiinum bl. aä'': allen, vexare. i. Iribulare); bei Luther häufig: vnd circlen seine prophelen {iUuikbmUfiiM profhHU), 2 chron. 30, 16; dor eaiiliiial mit {;cnso|ire- tliu't well dlfl. wider den hisrhdff tti Magdeburg. (153S). Eiiij'': also gclietü de- nen, die da vvullcn goli tcusclien vad eflbn, dn sie sich selbs effen vnd nerrcn. efn ter- moH auff MaUkHxia}. (1535). Bj^; vnd vd' t inrm selion, vviV sie die well mit falscliem lieucitlischcu äclicin der iieilickcit eilen vnd verlureo. deudick ßolechumm, (1529). Hij* ; vnd isl mir schwer, dasi mein Uscli- ginger sollt vnsre bttrgcrtochler Xffeii. de Wetle br. 5. AilenburbiciUj n. airenbuclilenemUJLu(/t. m «etiler «cArtyi : von dem hapstwn mu Borne undder den hochberumpten romaHUten xu Leiptzi!,. Viiiltenb. (Id20|. lliij" eine zu Leipzig er.si liifnt^nc anoni/nw schrift^ welche die ebengenannte hervorrief. UMnttmwn, n. betriigerei: (bapst, cardi- nal) SSO vnvorst'hampt sind, das sie solche yliren Inmrkcn peyfler vnil nflViirrnizcti diirflen dfin du isllichen \iil3 l". AUcuhaute, m. vnd isl eyn rechter afleu- ha%vtre, der da alles naeh IhuU was er sihel. auszleg. der ep.rnd euang.von dni$tagetc. Willem b. 1 Vvüj'. Affenmaul, m. was maulalTe (s.d.): die falschen prophelen %verden euch zu afleu- meulem machen. Aaattji. IK»Uemd. 1545« sommertheU BT"* Affensfhwani) m. in der redensart: nnf einen allenschwanlz führen =^ läuschen, be- trügen: das heysl roeyn icii recht aufl' eynen auffienschwaiitt gefürt, wie fraw putst die naiur pflegt iiu ihiin. amüeg. der €p, vnd euatuj. von chrisuuj etc. (1522). hhhiij'', vud habe {sc r/iW.s/uv) seine braut, die chrislenbeil, aull einen affenschwanlz geni- rei, als ein leuscher odder blaslUcker. ton den aeMüMebi. (1530). Kj\ Affeaaplet« n. potsen, gaukelspiel, fMu^ seherni : was nieynstn sollen solch leuU von dir bock Emser ballen, der du eyttcll lugen vnnd das aller vngeschickislalTenspiellfurlre- gist ausz deynem «ygen kopIT ertrewnel? , auff das rberchrlstVah buch bocks Emtten* i f 1 52 1 ). Kiij'' ; on dz {dasz i künig Hcyntz sevTi I alfenlzen vud ail'enspiel (reiben mnsz. antuiort deuttch. (1522). Eiij"; der teulFel slimetalle winekel vol kirchen, da man tag vnd nacht pler« ret vud lit iil' i. vnd des afl'enspielsvnselich viel mehr, rhrr dax 4'rste fntch Mose. ( I527>. mmj ; em reclit aüVnspiel vnd nnrrenwirck. der prophel Saeharja. (1528). Yiij ; das iüt nichts denn des teiiffeh affenspiel vnd be> Ibiirung. das 14. tt. 15. vap. Johmtnis. (I5HS). Rj'-; das bild so des Uufeh affea» spiel gewescu. tischr. 92". \Wtniff,w»$ affenspiel : haben nurlustnid i gefallen zu dem narrenwerckvndeffimiendes verdnniptt n cardinuls. Jen. ^,211^ bei Grimm. ! Aflisch. iiärnsrh oder betriigtirh'f vn»! belreugl nur christtu ii gewissen mit scyuon ] nichtigen, effischen gepoiien. vonderh^fdd.. \ (1521). f iiij". I Affer, fortbilduiig der iKirfihel :ilt fgotb. afi, crsiluint zuur hei Luth. nirhl m>'f\r tcie ahd. ailar ifirafj' \, 185), mhä. aUcr | (Jten. 1, l\) als praep. , leoM ober td$ ad- t?er6 in mehreren inuammenselxungen, in ^ denen es die lii diudmgrnnnarh. hinlerhat, \ — das goth. 1 rrhii-li .sirh auth im hoch- ' deutschen in folge des nachlretenden I. Aflerbirde (alterbnrt). f. a/ti-rgebwU nachgeburt : gleich wie «las kiudlein in uMJl- lerleibe \nil>pt ben vud gevvickcll isl mit ci- • nem ddnneii lit iillin, d;«s di«» (iriei ben cii»- rion nennen, wir Tciii.scben heisscns die afllerkarde. iVfcAr. 172"; die aflkerbnrt, die zwischen jr eigen bcinen sind ausgiin^uMi. 5 Mos. '2H, T)?. sptilerc nnxgg. setzen afliT- geburl. — häufiger als alterbürde ist aller- tütd, einfacl%es bürde, bürd {Alberus diel. Rriilj*) für eeemtdae; das dkmn. burdlin »ehon in der ersten denlaefcen bibel. AFXfiRGLAUfiE 47 AGTSTEIN Allifglube, Kl. «0M Aberglaube, irrgtwtbe, fakdier fUnhe: es ist gar ein klep ding vmb Löse silten viid werck Riegen falschen leren vun«l alUpr^^faiihen. auff doHrbirrhriftt' Uck buch bocks Enuizers. (152t). Jiij ' ; l'au- Iw Gal. S. den «lllerglaaben vpd kelzerey mrek des fleyschs ncnneL aM$leg. der ep. tnd euatig, von der heyi dreykönige fest tW fl5*i5i. Ar»''. — davon tii-hihlet ist das adj. aUoi gia II bisch, das u;u ncar mchl bei IsA, tetiM vorgekommen t«l, aber in den MM Rodi verdeulschlen tummarien Joh» Bugenhaffenx, wrU he dem festlheil dt-r kir- chenpusdilr Luthers b^igerf^bm wurden, begtgacl: alles li^l WKidiT liie nuiriiche tmi aStergloiibischen leyhenbrUder. austeg. inemang. andenßmemislenfe9len.{\^21 }. Riij'. da dieses wnrt bei firimm trth. 1, IbÖ nicht l erzt it'hnt't ixt, sogt hni wirnoch emen beleg atm der rejormaUoHSieil : die «Ites keisertseh aAergkiubMche weis. Bai' tatar Siranberger ein dieUagnt das tcori ti„fi,'s hidangt't. n. j. Aiij''. Aflerko^eB. n. a/lerreäen , verleumden : fcie soll ich auch sagen von dem grossen vnd •diedlwlieii lasier des afllerkosens, so einer | den andern verleilinpl, richl yhn aus vnd re- det yliiM vbel nach, ausleg. der eiaamg, ton ostem etc. (1527). p viij'*. Koseo, mhd. kosen {Ben. 1, 863h ahd. ^tMo {Graft 4, 501), spree^, piandem tiC enüehnt aus lal. caiisan eine rechts- iarhe oder cirt-n rechilhandel (uhrfa . vor gerichi tpredn-nü verlheidigen. vgl, iVei- iondwtb. 1.626. AfkeuMpatag. m. wie tmth. selbst erklärt äer dinstag: gleich wie wir den dinslag nen- nen den airiermonlag, also nennelen die jfl- i im tind machen. in der erklaruug des h.gebots. ./en. 8. 383**. Aftcrrtier, m. Verleumder, eaiumnittlor: das heissen du aflterreder, die es nicbt bey dem wissen bleiben lassen, sondern fori fa- rfti, vnd yns porirhl greilTen, vnd wfnn «ie eiü ^.lücklin von einem andern wissen, tra- gen sie es ynn alle wincbel, bulzeln vnd krawea sich, das sie mflgen eins andern vnhisl rügen. drudsrli tatrrh. fl5'29). Kiij'"; hi»' i^t .ibor eint' \ nlcrsi liey !, /wisi lioti den alllerredcm vnd Iromen, denn der fruuui Joseph hat sie («et'na brdder) nicht ausgetraf;en noch ein bOae geschrey von yhn gemacht, sondern wpiin er von andern ein böse gpscluov lifl- rete, sagt eis iloni vnter boyndicli \ihI bnnfits nicht weiter aus. vber das erste buch :Vose. (1&27). hhjK Aftcrsabbatb , m, nach Luthers eigner rrhfär^tng ts. unter rincrinonJairi der tag nach dem hohen sabbath : es be^;ab sich auff einen aiTersabbalh. Luc. 0, 1. Aglatlcr* f. dte efoler, ein bdtamUer schwarxundweiezgeßt'di'rter. langeschwänz- ler, zum rabengeschlecht gehöriger mgt'l: also reden sie die woi l, gleich wie der pa- pagoy oder die agiasler, die sie nicht ver^ slehen. der 130. paoAn. (1539). Dij^ fver- deulschung der tat* auslegung. Luth.'s durdi (ji. Major); wie es vnmdplieh ist, ilnsz die agiastcr jr hdplTen vnd geizen lässet, die schlänge ihr siechen, so wenig läsil derjflde von seinem sinn ebristen vuihzubringen. tischr. 423K Apliislrr. mhd. agelsler {Ben. 1, 12), ahd. agabstra {Uraffl, 131), ist nach Wacker- nagel wlfr. 6 md Weigand «ald. t, 288 gusammemeUung dee ahd. A ^ oAne und i,':i!siar (r. galan singen) gesaug. Agtstein, m. sucrinum, in der rnndgl. zu £sech, 1, 4: (licchl licile) in ebroo siebet, wie die gestalt hasmal (VsatdrA, das wil nie- mand wissen, was es aey. ' wir laasens sein d.i Tv'' : subula. eyn scüel oder ael, ist dunkel; mit lat. aeus und aculens ist et unver- wandt, denn das h im hetUigen able ist nur dehnseiehen (bei Dasyp. 235*. 295* wie bei Luih. die eekreibmg aal). Ahmen/ obmen, oinen. nnicn. Hn tms heute nur noch in drr zusnmmensefzung nnchahmen „nach maszgabe ähnlich sich mudrOdsen oder daret^iend wieder^ geben" Weigand tefft. 2, 226; „eonor exprimere alinrnm fartn seu rnnren , irh om nach" Alber u n dict. VjC]^'), taurkt bei Luth. einigemal als einfaches verbuiu auf: hnie dich Air ohmen vnd nacliapieleir. vier das erste buch Mose. (1527). inmj*; das i«t -oUes bilde, das eben .ilso gesynnel ist, sol- cln ri vfrsland vnd liechl hal vnd solche werrk (biil wie gou vnd sich yuicr nach yhm omet. ebd. Hj^ i die lieben veter, weyl sie on sprachen gewesen sind, haben sie zuweilen mit vielen wnrlen an cynem spnirh prei licilot vnd den- iiiii'l] iturkaiiin bytinni li t^comtM vml lialbgera- li'ii, halb gcfeylcl. an die radher maller sledie denfscftea laiids, da$ «le ^ritUid*e admlen auffrichten vnd halten «<»fleii.(l 524 ). Ciiij^; im t'hri'isclit'n Inutcn lüc zwry wort fkorl» vtid ende) fast gleich knil/ vii< rf/c zminrnmengezogenc form /nr afs'fii, //i/ui. ii^jeti»; (ßeM. I, 13), alut. ü^jiM ( (f fü//" l, 1 32 1, yü(/i. ahaua (X.uc. 3, l 7 j mdAaCoJbnejrwei/'d mil alter (ühre) ei'ii« und äettlbe umrsel. Ahnen, „dunkel vortinpßiulfn" lAlbc- ruir did. Vij' prafsnj^io. uli imTck ziiuor. esanelmirj: ps isl w). Aiij\ Ähnlichen, ähneln, eben so von gleichen verschieden wti' ähnlich von j^lcali ; \ii.ser (ifarhcr er Johann l'omer nieyuel, {vvm kikajon Jonat itt die rede) htfysse bei sey» uen Pomtm lieyli^e wurizel» vnd wachse so gros, das vlier ein haus fiin gehe, wilch der nacht sciiaüeii chnUihl. der propheiJona. (1526). Kiiij''. Hkum, m. de» harten loMSUem ange^ höriger bäum, den man an dem weinblältern ähnlichen laub und seinen ßiii/rlfi itrhten kennt \ Linne acer): icii bni auirgewachscn wie ahürucn. Sir. 24, 19. ihn, epiea e. iher. • ihm (ärcn, ehren), arare, ackern, pflü- g*'n : es isl iim li \ icl l.imull, (l.iHnilvmblrieben vnd geclircl isl. an den christlichen adel. WiUemb. 1520. Uij". vermehrU aatgake Miiiji- (die ertte Jen. autg. hat l, Z41^ ge- herei anstatt geehrel, was u ohl hlos druck- fehler ist); der bawren arbeil ist am frö- helislen, vnnd voller hoflnung, denn aeren, pllugcn (also Iren and ptltigen «ftlerteftt'«- den). Sien, pflantien, pfroplTen, abmeyen. einschneyden, drüschen, hollzhaiien, das hal iilles grosse hoflnung. fl, blus staU blies. guQg statt gicDg u. a. «ekr wtjwt w^rfmiy irt'e «cAetnl, «m «Oft andern miC ei zu unterscheiden, z.b. ain (ahne), linin, laib ipanis}, waibel, waisc; dagegen schreibt er kciser, Icic , roei » seile (dborAi), seitenspiel, weiien. «ini^e tMn^ff ai, die auszer den oben aufgeführten in den ältesten drucken der srhriften Luth. begegnen, sind wohl auf rechnung süddeutscher setzer XU schreiben. aSktf fo das ufeiixe dkotAemit der gn$t' liehen: nu isl aiiflhobcn des sarr.imcDl», pla- ten tragen, kasel vnil aUton anlrgi^n elc. ein thun, «la goU nit Iiis von geboton noch ver- boten hal. Jen* 3. 62\ io der pbnr haben wir nAcb kaKoU »Iben» altar. ehend, 62^ mhd. albe 'Ben. 1, 22) von tat. alba. Alber, ein nnrh fitrm und bedeutung gro- sxem Wechsel unterlegenes wort, gebraucht Imäter noch im ekate wn selUicht, einfach, WMrfahren. unkvndig, dumm und stellt es dem witzig f-=^ ventSnüg), weise» klu^, listig entgegen. l) belege für den adj. gebrauch: ciufciiig vnd alber sind die wort, das machet aiicii das die klugen gcister ilarüber ranschen vnd vrrnflilon, als hedoti sie os I.mgc nti kindcr scliiiln'ii zulnUlen. das \1. cap. s. Johan- nis. Wittemb. 1530. Itij''; das ist uicia ein schleeht alber aehlengelin das froschlin Ma- sel, sondern die ganlzcn writ verschlinget, itfl(lic lisligo ntd vnergrttndliche, wolffische klugheil fnr war schlechte, albere srlicflin. Jen, S, 1*" ; wer albcr isl, der mache sich hiidier. spr. 9, 4; verlasset das alber wesen, so werdi i jr leben (ndd. bibel v. j. 1561 : vorlalel dal altteme wesent). apr. 9, 6 ; ob ich alber bin mit reden, so bin ich doch nicht alber in dem erltentnis indd. bibel: wowol yck aluem liyn myt redende, so byn yck doch nicht al- iit-rn vn der erkentenisse). 2 Cor. 11,6. es mocht viUtMcbleyn albcr mensch solch (l jtfD«. 49, 1 1 ) verstehen, als sott diser Silo «nao reicher konig werden, das der weyn liu sei* ner tzeit so woifcyl als wasser seyn Mnirde. das Jhesus Christus eyn gebomer Jude sey» Vuittemb. 1523. Ciiij*'; os ist niemand so alber, der nicht fcttnde gottes worl jnn nraid n«nen aa einer creatnr vnd etwas diaiit tnarlipn. wir die zciiberer vnd leulTelshuren. von der heiligen tauffe. Wittemb. 1 535. Ciij"; OS sind fiirwahr nicht alber Icute, sondert greifeos sehr weislich an. de IKeffebr.4,240. 2) für die snbtUKnUeiadie verwendest ein nihor ^'l(Mil»f alles, aber ein witziger mcrckl auU' seinen gang. spr. 14, 15; der willige sihel das vnglUck vnd verbirgt sich, die al- bern geben durch bin vnd werden beschedigU spr. 22, 3 ; ilas zengn» des herm ist gewis vnd macht die albern weise, ps. 19. 8; fli^ ist die sehrifll. die alle weisen vnd klugen TO narren macht, vnd allein den kleinen vnd albern olTen stehet, «orr. enf dee o. teaf. Bindseil bibel 7. 304. 3) alher ah ndverb: ach kindisch vnd al- bcr reden sie vom himcl. vom abendmal OiritL Wittemt. 1&34. viiij\ solchs hab ich so grob md alber daher müssen sagen vmb der groben, faulen Christen willen, ter- manung zumsarrament. Wittemb. 1 537.Hj''. Was die etymotogie dieses Wortes betrifft, so gicng ddjfiM. alher {eeU dem ende des \ 7. jk. der fedenfaüs ans dm ndd. eingedrun- gene nom. aing. ;ilf>crn , den jedorh noch Frisch ictb. 1 , 17 verwirft) ntil icrs^r^r- Uuny des w zu b aitifnAii. alewaere, dlwacrö, alwftre >'/nip/cjT (Ben. 1, 27; 3, 52t) to^ vor, fottehem ahd. alawAri (einmal in der bedeutung benignus emelwinend , ala\>Sr i zusammengesetzt aus dem den begriff ver- stärkenden ala und wür, vertu ^ ganz wahr) zu gmnde Hegt. vgl. Waeksrn agel laib. s. 9. Grimm wtb. I, 20t. die Aedenfmi^ (/■v irortes gieng hiernach von der des irahren, offenen iit die des einf, narren, fnktHnt etwas iwrhringen, vorspiegeln, um :v läuschen, zu betriegen, gebraucht Lulh. sehr häuf'Kj. doch nicht in der bibel: icli mikhl auch ^omc hören eyncn lexl aus den propheleu, die vuu eyui leyhe vud hlut vcr- Undigen, das fitrdie sOnde soll« geben wer- den, wie luUCen vnnd aUenl?»*n. was sie wollen, soll nie nifiiianl richleu. auszleg. d. episi. vnd euang. com «ftniftoj/ etc. (1522). MiiJ"; wen sie ihainar- lea md alüenlxen widten, theUen das ynn yhreu gfillem vnd lieasen goUis werek vnd der Seelen gcscheffl mil friden. i'on heyder jKiteil des sacramenls. (1522). B/; ein Sutydies mtfcht alfenizcn , nein Petrus isl nicht gelert» sondern seine sede. twnden concilijt cnd kirchen. (1539J, Vüj«; ja es hl ^nt Mückeln mit roncilrjs vml velern, wenn man mil den bucbslaben alfenlzcl. «*«Mt Bij». suManÜmMeh: atfenUen vnd ganckelwerck» da nichts binden isl. wuUg. 4er ep, vnd euang. von der heyl. dreykSnige fest etc. [ 1525 ). Oiij''; ich htin? lejrlich solch s alUaalzen, das der Icuird hyu vnd her gc- «rieiwft bat vnd noch treybi. tsMUer den netcen abgott, (1524). bij'*; wissen sie selbs lic s. liclcke gar wol, das es ein laulcr al- ffolztii jvt , die vngelerlen jnn cLreischcn sprachen zu cITcn. ein brieff wider die sab- ^oAer. (tS38). Uiiij" ; wer nu ein Christen iii, der mache nur solches allfenlzen nichl •i' l. ich bin ficy vom grselz, darumh mag ich tluin, was tnioh grlüsiel. ausley. d. ep. cnä euauy. von os lern etc. (1511;. Aaiiij : daniinb sey den alfenlsens dis mal ^uw^ zum enien teil Jen. 2. 154*-. Ein anscheinend undeutsches, gleichwohl aber in unsrer alten spräche begi und* le^ uort. zwar kann au* den aUd. und niiid. ] denkmttlem weder das einfache feuzen, itoc4 das mit al«omjMH ranzen i einerlei sein. ffT/'n aber entspringt aus fauzjun , dus ein ahd. iaii/. voraussetzt, welchem das alln. fanlr schalk entsprechen würde, wnd woran« das »hd. aUun, aiefiuu, alenraiiz {die fünfzehn Vmi^enoszen. 9. hundtynosz aiij') hervorgegangen ist, vgl. Orimm icib. l, 203. 204. Alfnnierei i alfenlzcrey) , f. gaukelei, be- Iriegerei: das isl die hObscbe enlgrobung, sludirung, Verwunderung, llDgweyl vnd des yl'^M Immi tf uflels allfenlzcrey. widder die hy- meUschen prophelen. (1525). Giij ; daruiub isls eitel alfenlxerey vnd lose teding mit jbren gedancken. tiversus, cunctus^ quilibeli mlid. und ahd. al, golh. a\U, nach Grimm wlb. 1 . 206 aus frOhe-^ rem sali, salv, aarv eniSfnmgen. 1 ) die formen mit den gescfUechtsendun' gen (m. aller, f. alle, n. alles [im an fang bei Lulh. noch die md. form allisz, allisj, mhd. aller, alliu [elliu]. allez, iiAd.aUlr, aUiu [elliu, ellu], allaz), dulden einen bestimmenden ar- tikel nichl vor sich, auch entziehen sie sich der schwachen flexion. vfj!. Grimm (jr. 4f 301. 516. es ist daher tudt ihaji, wenn s. b. Stau „mit diesem altem" (jesagt wird „mü diesem alten", wiewohl bei Xutik. in diesem fall die schtcache flexion schon gen läufig ist: wie dem allen, es isi viel guls ilingcs drinnen, die weisheU 6alomonis. ( 1529j. Aiij^; in diesem allen sttndigelHiob nicht. Hiob l, 22; in dem allen lesscl sein zorn nicht ahe. Jes. 5 , 2 ") ; 9 , 12. 1 und öfter; vor tiiosein allen werden sie die heude lan euch le^jen. Luc. 21, 12; nach solchem 7* Digitized by Google ALL 52 ALL allen tmcblen die beiden. Mafffc. 6, 32. Inr. 12» SO. der g«n. kiegi jt doch auch bei L. nur slarh: auffs erst, daiickc ich meinotn golt durch Jhcsimi Chrisl cwer aller halben. Rom. 1, 8j welcher ist unser aller valer. 4, 16; die ist unser aller matter. <7al. 4. 2t) ; ein goU vnd valer vnser aller. 4, (i ; die rrgcslf feinde virtfr«: li^-rrn \ndvnspr aller, von denjüdenvndjren lügen. (1543). 2) iiaUdeinod^heute wlernJULvoraidikel und possessiva tretenden flexionslosen ge- braucht Luth. in der rerjcl unveränderlirfws title: linde ich riindkig gerechten zu Sodont in der stad, so >vil ich vuih jrer willen alle den orlen vergeben. 1 Mo$. 1 8, 26 ; nlle liasland. das du siliol. wil ich dir geben* 13. 15; alle das ßer*»rf>ie hinl, das vergossen is! null erden. Matth. 23. 35; du hasl alle mein hausral hclaslct. 1 Mos. 31, 37 ; goU hat mich las- sen vergessen alle meines vaiers hauset. 41, 51 ; der du vormals hasl nlle deinen zorn .•infrL'fliahcn. 85, 4 ; alle sein tlmn isl waHunt. Dan. 1, 34 ; so sol alle seiner li oai- keil nichi gedacht werden. Euch, 33, 1 8 ; da gebot Pharao alle seinem volek. 2 Jfo«. 1» 22. doch fehlt es auch nicht an beispie- len fiir d^n g^'hraurh des all : fler liimfl h{ durchs wori des licrrn gemacht vnd all sein lieer durch den geisl seines mnndes. jm. 38, 0; darumb szo ist den wercken der kopff ab, vnd all yr leben vnd gute nichts, von den guten tcercken. (1520). Aiij''; vnange- sehcn ob der bapsl vnd all sein recht odder vnrecht dawidder sey. an den cAmlltcften aäet. (1520). 3) nach den praepositionen auf, für, in mit, samt, (Iber, xii ti. n. scheint alle vor arlikel oder possessiv Überrest des allen in- strumentaK» (oAd. allu, mJM. alle) Sit sein «md es ist möglich, dofx aus äiesem von der praep. abhängigen nllo jpnfx unorganische alle statt all herrorgimg: er hat spinca cn- geln befohlen vher dir, das sie dich hchiUcn auffalle deinen wegen, pt. 9.1, 11; ich wil einen bund machen für alle deinem voick. 2 Mos. rU, 10; auch sollen sie rteiln'ii ha- ben in olle mcitiom ktMiigreicrh. 1 Marc, in, 34; was vviiiunul alle dem beere. 1 i/u$. 33, 8 ; also kam Jacob gen Lus sampl alle dem voIck, das mit jm war. I Ifos. 85, 6; die heuhtleute vher alle sein beer. 2Jfof. 14» 7; zu alle seinem diniivt. ?,'■}, 21. 4) doch erscheinl tn den unter 2. 3 auf- geführten fällen nicht selten auch fiecüerte* all : sihestu wol allen diesen grossen baw? Jfarc. 13, 2 ; alles sein feit aber sol er ha- ben. ;^ Mns. 4, 19; ebenso r. 20, dagegen: alle sein fett. r. 31 ; sonst wunien alle blas- beige vnd alles vnser bauchen kcineu scbuee snrsehmeltaen. der 147. psabm. (1532). Eij** ; auch Salonion in aller seiner berrlig- keil iiii lii !'eU»M()(>i gewesen ist, als dersel- bigen eins. Matth, 29; der nam (priesler) ist vnss allen gemein, mit aller scyner gewallt, recht vnd zuhorung. «yn wUienfnuÄ» (1521). Av''; errette mich von aller nieiDer Sünde, ps. 39. 9. 5) namentlich siehl volle (lexion, tcenn all gani ((oliw) auadrilekl; solcher vnrat flenssl aller daher* das man Christum ver> leugnet hat. von den schlUssetn, (1530). Üiyi snlrher jaiiH'i- aller aus diesem ahoT- glaubeu erstanden, hauapost. fViUemb, 1 545* sommerfeit 8^; das er seynen son ChrisUiai hat sein blut alles vergtossen lassen. efistH sancl Petri. (1523). Gij"; bett man meyn sclireihrn laszen frey gehn , c« we«»r langst alis geschwigen vnnd auszgcsUngen. de ^''eUe dr. I, 207 (Ater nocA ImA:s kasidsehrifl); vnd dis geschieht ward alles rttchtbar. Imc. \, 65. 0) während in der alten .tprarhi^ dn< anf all oder aWe /algende aäj. überwiegend starke form kekani, neigt die hnUigs mehr xut sehwaehen fteadon; Luth. zieht Üe starke form vor: alle fleckete vnd bundte ziegen. 1 Moa.'?,^, 3n ; da p;ibf>n <;ie jm alle frembdc gOtter. 35, 4 ; dem werden alle frome herl- sen tnfbllen. jw. 94, 15; da regen sich all« wilde Ihicr. 104, 20; alle heilige engcl mil jm, Matth. 25. 31 ; diese rode von jin er— seliall III nlle vmhhegende lemler. Luc. 7, 17. auch oblique stark: seid unlcrlhan al- ler menschlicher Ordnung. 1 Ptt. 2, 1 3 ; ciii hehellnis aller unreiner geister, vnd ein be-* Iiellnis aller vnreiner feindseliger vngcl . offcnb. Joh, 18, 2. doch auch schwach: zu allemgulen wcrckgesctuekt. 2 Tim. 3, 17. dbt aiMn au/hvlemie oäj, dagegen sekeinl Digitized by Google ALL 53 ALLULUEIT g. 119« 119. 1) att dHldlil fowo/W ganzheit wi« aUfcfil «M. tMlclbe feistere btägutung, ^ 4m ßt»- gen, sich aus der ersleren entfallet haben mag; dat. unversehrte, unserstückle ist, tceil «tn gamei, iugleich ein all. der allheii ist 9m*pL aHfmiWMii. der ganiheU vorzuys- «fftw $g. d«m pt. aXiestehi tintg, jeder lur teite, doch verwendet LuUi. auch den sing, ton all im sinne von jeder; so in folgenden stellen: du suchest jn legltch heim, vnd ver- fiMliesl jn alle alund. Biob 7* 18; meine siralTe ist alle morgen da. fw. 73» Ii; seine 1 inithcrlzigkeil hat norh kein ende, sondern MC Ist alle niDiLM H r;eiDai jali lis nlfai gahugdai J>cinai jali US aihi mabtai jiciuai. 8) olf meiiswUrdige eigeiAeU vnterer spräche, «coro» otic^ Luth. häufigen ge- brauch macht, ist endlich noch hervorzuhe- ' Itfit ein pra'dicaiii er gebrauch des all im iinae ton erschöpft, beendigt, vernichtet: die aisielhal der Amoritcr ist noch nicht I alle. 1 Mos, 1 5. 16; nu die gesichte alle sind vnd ein ende haben, der prophet Sochujo, Witlemb 1 '>2S. Tiij''; ih lassen wyr die messegewaiul, allar, liechler noch bleyben bis sie alle werden, dewitefte mMae. WUten^, 1526. Biij*; bis das ewre leibe alle werden in der wüsten [ndd. bibel: belli dalh yawe lyue Iho nichte werden yn der wti'ilfuyc). 4 Mos. 14,33; es sol das drille leU von dir .III der peslilents sterben vnd dur^ faunger all werden {ndd. bibet: dorch hunger tha nichic werden). Ezech. 5, 1 2 ; dennoch müs- sen sie nntpfpohen , ja vergehen vnd alle werden, de Wette br. 2, 72; hie mil wirsiu die Syrer stossen , bis du sie alle machest, t Jkön. 22. U tn der bibel v,j, 1534 ; zwar goll selbs betihk'ts, d.is si»^ sich nislen sol- len TAun slroit vnJ also stellen, pleieh nis wollen sie Amalok mil dem .schwerl gar til- gen vod schlagen, vnd sie sollen jn doch nicht mit dem schwerl allinachen. Eisl, 1, 3Sl'': •illi'; allmai'hf'ns liab ich ein cikI ^q- sphf'u. Übersetzung von ps. l 19, in d>'r Schrift: von derbeidU. VuiUemb. 1521. kiij'. Adelung erkiäri {teib, 1, 178j diee alters dings selisufuf, ahd. und mhd. noch nicht aufzuivi'isi'iiiU' all für gemein und ein adrtrb ' nebenicurl ), dc.^s en man sich in der (utsiiindi' gern schreib' und sprechart lieber enihaite. dodi aioerb kann et nickt eein, da der begriff all das adverh ausschlieszt, auch die Verbin- dung init sein, werden, iii.ilIicii noihwendig ein adj. fordert, über den Ursprung dieses praedicalivtn all vgl. Grimm tcib. 1,211. 9j seine tteUung kann ßectiertee wie «m» ßectiertes all Mvoohl hinter ah vor dem no- Hirn einnehmen, wie die wr. 4,6. Allbereit, durch all verstärktes bereit: wie denn allbcrcil etlichen geschehen ist. 4er dardUenehUgen hedtgebwmen f* Urtu- ^ kj .1^ uy Google AULÜA 54 ALLLU hn vnaeh eic. WUlemb. 1528. Fig**; denn sie allifi< ;i L«?Mnitl'ii <^irid. zwo predigten auff der kinät'riaulJi'. Willemb. 1540. Iliiij*; wer an Cbnülum gleubel (sagten sie) der were allbereit auffenUndeii. omI^. der epist. vnd euang. von Ottern e. AlUa (alda), anfangs auch milunler mit wrdnudt^tem a aldo» den durdi da auege- drüekten orUbegriff verttärimä, daselbst: vnd er predigt alda den n;(MM n ilt s lurrn. 1 Mos. 1 3, 4 ; vnd bleib (hltt-Oj vbcr »atlil alda. 24, 54; vnd legi jn ins gefcngnis, da des königs uefimgene inne lagen, vnd er lag alda im gerengnis. 39> 21 ; vnnd wenn sie hyri cynkoinfn wnncn siealdo. Matth. 12/15 in der ersten ausg. des n. test. v.j. 1 522 ; es Ist auch gleiehwol die not alda, sieben kin- der vnd keine inuUer dazu. Burkhardt briefw. 269; vnd Hatto ht rlzog Friederieh micli an ralh alda versebnehen A'/ /. 1. 2''. — heule wird diese wohliaulenäe ^artikel aii tteif gemeden. AUeia (alleiae). 04/. eolut, für sieh abge- sondert, ohne ein anderes, Verstärkung von ein, eine, das schon dasselbe attsdrückt; bei Lulh. häußg noch die schwache form al- Icine, welche mAtf. «o^ar vorfterraefteiHi lear {Ben. ]. 420): WQ ein solcher (ein vertag" ter) in ist in oitier kaincr. zivo predigten auff der kinderlau ffe. (1540). Mj"; rs h\ nicht gut, das der mensch allein sey. 1 Mm. 2» 18; vnd (Jaco5) hieib atlHn. 32, 24; warumb silsest du allein? 2 Mos. 18, 14 ; so 1.1111(0 das mal an jin ist, sol er vnrein sein, alleine wom n. 3 . !/><>, 13,46; (Petrus) »ahc die leinen tUclior alkme ligcn. Luc. 24, 12; fJhesus) weidi von dannen aulT einem scbilTin eine wüsten alieine. Matth. 14, 13; viid ffliol sio ;iulT finon liolicii bory beson- ders olli'iiie. il/^rc. y, 2; i< ii UiMiii euch nicht allein ertragen, b Mos. \, 9; wie kau leti allein solche mdhe vnd last vnd badder von euch ertragen? v. 12; als weren sie alleine eitel hehlen und risen. eine heerprcdUß wi- der den türchen. Wittemb. 1512. Ihj ; vrnl wülle allcvne klug scynn. anlioorll deutsch. (1522). Bij^ Allel* y ad», und eanj, aussehüetdi^. nur: (der satanjbat biszber mitl myralleyne gernngfn durch cytlcl grolni lt der sller hesle srhnll. einbrieflan die zu Franck- {ori am Meyn. Cj'*; viid gibl yhui die aller besten wort. derjiropAel Satharja. (1528). Giij*; das allerbeste scheadei er mfls IhHio^I. Sir. 11, 32. Allrrrbri.sllirh^t : dennoch sind es die al- leitlifisihchi^ten leult. das Jhesus Chrislus «iaieftomer juäe $ey. (1&23). Aiij". lilflVdMIflligtt : die kiiider ziiuom seihs ybr fldern vnd fi eiindseliafll aiilTs allor de- BiMfistt ( t^ik IiI vrid ^elioleii hnhf» voib liliiH' mm Uu kuiiieu. vrsach md antwortl etc. (tS23). AHj*; das will ich. wie gesagt e. f. 9«(gollgdbe nit zur letae) aufs »llcrdeniii- iht?(>stn v\v] treulichst geschriebeobabco. de Weue br. 3, 57. AUfrdcitlicbst : >vill ich elUich worl lue kUrlzheh aulTs aller deuUichsl ich mag, aiis> streichen, vorr. auff dl« Sprüche So/oaio. Bindseil 7, 333. (Ilcnllngc, adr. in allen shh-l.i'n, ganz und gar, gewisztirh, bei LulU. noch uneer- knüpfl aller dinge : wo warhalllige Christen sind die sind aller di^gn eintrechlig. vbtr das erste buch Mose. (1527)* eüj"; oh sie {•li'M !i jt 'S H lie dlor dinge gcwiiunen lietten. vom aOcndmal Christi. (1534). bij''; so sol- len wir seine wort nicht ehe leuckeo» wir wissen denn lu beweinen gewts, das Chrislns leih aller dinge nieht mügc sein wo goli ist. ebend. lij''; es sol aller dinge kein beider vnler euch sein. öMos. 15,4; vnd cc{Ahab) macht sich aun grossen grcwel , (bs er den gOtaen nacbwandelt aller dinge, wie die Arno- riler gclhan hatten. 1 kön. 21, 26; vnd ge- boten jnen, das sie sieh .dlcr din^-e tiiclil InV ren liessen. apost. geah. 14, i>; es war idier dinge sein wille nicht, das er jlzt kerne. 1 Cor. 16* 12. Qß ancft «lil a^eiegtem e: das sichs aller ding stellen wird als werde nichts draus, rber das erste buch Mose. (1527). niiij'*; da machet er ilie, den er solchen befelh gilii jm aller ding gleich in der Sendung, sieo predigten auff der JUnder- tauffe. (1540). Jij"; sei nur gelrosl vnd seer fn iditr, das du hallest vnd ihusl allrr ding lucli dem gcsetz. Jos. 1, 7; also naoi Josua alles land ein , aller ding wie der berr an Mose geredt halte. 11, 23; ich aber sage euch, das jr aller ding nii ht scinveren solt. }fat(h. 5, 31 : ich nms nller ding das kilniUig Icsl m Jerü!ialem hallen, apost, gesch. 18, 21 ; daher mnst er aller ding seinen brttdem gleich werden. Hebr. 2, 17. — heutzutage durch die form allerdings verdrängt, welche den schon im gen. pl. ausgedrückten adver- bialbegriff nochmals durch das s des gen, sg. hervorsuheben tncM* Alirrcdrist: gleich dem alleredleslen stein einem hellen ja>i|)is. offenb. Juh. 21, 1 1 ; die ;dler edlisle vnd niiesle lierey hing zur messe. eyn sermon von dtm n. teal. ( 1 520). Bij" ; das erste vnnd höchste aller edelsl gut werck ist der glaube in ChrisloiD. ron den guten werclien. (1520). Aiij». Allereittfülligst: der hcyhg geysl ist der dller eynfelligst schrcyber vnd reiher. auff uiyui^ed by Google ALLLUEIMGST 56 4m vbirdirülUeh buch ftociw Bmxers. (1521). Bij^; 'das schaf) ein fasl nerrisch viul das üIKt fMiTrliiuicsi ihicr isl. ausl. der enaiui rmi usinrn elc. (1527). Hviij\ ill(Tciuig!>t : ilas giuilich wescn isl «las alkr eiDfgslweseu. diedreyiymbola. (153S). Allerrlea^Mt: vn). Eij'-. AllcrerusUiarUg: wenn wollen wir doch ein mal des teulTeis alier enulhaflligs äffen" spiel yni hapsi erkeoueiiT ^imI mmdwwdk (1520). niij\ Allf rerst : adj. umnmin primut: vnd diese schai£iJii2{ war die allererslc. tue, 2, 2. AUert rs(» a4», tnM. alfer dresi, allererst, alr^rste» air^^rsl, alreste, alre$l.a]rest(Aeil. I, 438\ vt^r>liirl;h'>f, niihfr hf-dmind'X flrsi, dn erst, dann ersi, eben erjit, gerade ersl, jelzl erst: ich halle mich schier zu rüge geslellel md meynet es were ausgestrillen, so hehl Miclis aller crsl. wi449r die hymt. prophelen, (lö?.')!. Aij ; mi Ihiin sii h riUer ersl die tapfteii) iieile erfur zu Leyjilzck aufT dem roarcki. von dem bapstum »uRome, (1520J. Aij* ; dieser lölpc geysl will noch aller erst alle Krii'chon zur schulen Airen. das ander teyl Widder die hyml. prophelen. (1525). Diiij"; o wie sollen sie aller ersl rechlschwer- mcn, dattmeln vnil pollern, wenn sie bie her koment kunx bdtennUidt vom heü* «ocns- ment. (1544). Ej''; di wird sich allererst die not anheben. Matth. 2 1, S. Alierfeilidsclig&t : dazu ehren sie auch die dierreindseligslen Ihier. «e^Jk. 15, 18. Allerfielut: die dich die aller feynest ge- dauchl hall, auff das rbirchristlich buch borhs Emszft >;. ( 1521). Jiiij''; vnd vorsorijol also seui vokk i>eide mit geseUen vnd Iculeu auffs allerfeinesU vorr. anjf 4a» aU» U$t. Bind seil 7, 305. Allerfcstrfit : vnd wird nach den aller feslen stedlcn Irachlrn. Dmt. 1 1, 24. Allerfreindllchst: man lind wol die sich gegen frembde avffs aller freundlichsl vnd gelindisl hallten, auszleg. der eptil. tmnd euanf}. f/'»: nrlnruts. { ir)22(. Zj . AUvrfrömnist : fliTuhard der allcrfri)- rocsl münch. Jen. H, 24. AlkrIIrttlichit: die am aller Airsüichstenl geberden wollen, der prophHDameL ( 1 530). Aiii]". Allerf;riitlirhot : welche mich ynu r fiabeo Wüllen hohe dinj; vnd den alb r geistlichsten geisl leren, d. proph.Sacliarja. (Ihl^j.Xiiy, Allergclehrtett: weil er der alleigelebi^ tisi, IIlmv/.i^'I, rriimmest, Irewste ebrUisl ist. dt' W'riti' br :i, 1S4. Allergemcinsi ; wildior loufTt l hat ylm //A- mnj doch gesagt, das die wui l die die aller- gemeynslen, aller öffentlichsten sein sollen . . sollen aller heymlichst vorporgeu sein? ey» sermnn von 'h-m n. (i'st. i l52(M. Rüj". Allergcriag.st : ich li:tl(p ;)lM'r. -«-ii habe vns aposlel fUr ilie allciycnngsltu daijj'cslel- lel. t Cor. 4, 9. AllergewisiCBt: vnd wüste aulTs allerge- wi<;si>si. da<« was goU verhetssel, das kan er auch ihun. Rom. 4. 21. AUergifligst : ja wenn alles lauh vnd gra» Widder uns auffs altergifUgesl und bitterst schündliclisi und liigenhafUgst schrieben, de WVf/e br. \, 210. AUerguÄUigüt: wie denn zu hochgenan- ler kay. may. vnd e. k. f. g. ich mich dieser vnd aller andern chrisllichen , kay. vnd l&r. lugenl vnd gnaden, als zu meinen allergne- digsten vnd gnedigslen herm Irüstlich ver- sehe. Jen, 1, 4bü'-. Allergränlichst : der aller grewiichst Audi so ynn deudseher sprach isl. von heUUidun vnd gestoten brieffen. (1529). Dij''. AllersifrSsicst : «lic tewre vnd aller grpn aiifls .illorln IHigsl. rorr. vber d. Propheten Daniel, liiiidseil 7,3S7. AUerhriligst : wenn im hapslum kein ]r« ihum were denn das der bapst der allerhoi- Digitized by Google ALUtHBlUGSTE 57 AIXERMAfflnOLICH ii(:i>si hiess^, so wolt i'-li jn lireiroal den allerlieiligslen heissen. em bneff an die lu VnmtikfoH am M^. f1533). Cj*; den Ifrtit'iligstcn vaier doin pap^t solllel jhr gcld gegeben haben. herrn an jren ort in den chor de« ii.iuses, m das allerheil igsU S. 6. AllerlellaunI : ob wol solch peidit ds (das) aller heilsamst dinck ist. em vnUrri^t der ftr-i/rhfkindfr. f 1 521). aiiij'. illerkeialicilät : wir halten ein laierne vnd einen dielhch mit vns, brachen yhm yon das aller Hejwliclisl kemerlia vnd schlosaen alle Listen vnd laden auflT. das di€»e wort Chrnf! noch fest st^hfu ' 1 527 ). 0 iij'". AiJf riieJliit : jr (der sonne) liechl ist das «Uerfaellest liechl. Sir. 42, 16. AUoieiilicktt: so danke ichvoserm allere hfrzliebsien viter im himel. Ja». 3, 389'' bei Grimm illfrhoehfelebrtest : dem aller hochge- tertislen trefliicben gnUis pnesler. eyn wid- ienprueh, (1521). Aij*. AllerborliMHthisst : was sollen die aller- hfldrmftligslt'n ffpi^itPf df»m arnipn Luther nicht ihno ? kurU ttekentnis vom keil, sacra' «mt fl544). Diij'-. Alletliiint: aber woh gott, das wirdeut- sHien mesz zu d»^iitsrh leszen vnllerbdbestett cdiicUtcn heiligtlmtn. oorr. *»f das a. lest, ttindseil 7, H'M. MlfrbÖcllste. w». •»» f^äußge be- i*ickHung gottes : da der allerhoheäl die vul- cker zerteilet. 5 Mos. 32. 8; vnd 1«>Kp «l'^inen namen du allerhdhester. p$. 0. 3 mit bei- stand des allerhdhesten. wtrlfgun ein jeder, jedermann: tuyr solle auch vuucrboUen vnd vnoerweysz- 8 ;d by Google ALLERNASZE 58 ALLBS lieh seyn gegen üUcrmcnuigUcii. so in dem Jen. 2, 264 ff. zum iheil abgedrudUen ori- ghu^tderJm. 4nidthtajwa aUermeniglich. ein altes gutes tcort, das jedoch heute wie mäoniglich steif und kan:;l*'fmä^zig klingt, ahd, allero inanno gallh (e&liorlaUo ad |>le- bezQ christianaiu). AUerwune, i» Jeder weii§: das ich das kinülin sehe in der mutier schos , das ^^iclt lessl hanJIoii, sotigen , Iic^t'd \nd warten, aller iiiasse wie ein ander kiiid. Jen. 6, 7 OK kUmmM, M» all«ro meist (Graff 2. 884) : so lasset vns gutes than an jedennan, allermcisl ahcr an des glaubcns genossen. Oal. 6, 1 0 ; die fürsten vnd herrcn , so das worl golles sollen iordeni, die weren, ver- bieten vnd rerfolgens am aller meisten, der 82. ptalm. (1530). Ej\ Allermat willigst: ein aller inutwdlig.-iler bube. Wider d. bapslum suRomeJ 1 545).Oiiij'. Allcra&rriacht : ich bin der aller neüisclil. tfr. 30» 2. AUeniltMst: welche das aller nützest sind im meris'^li'Mi fn-ish. S, 7. Allcrnätslicbst : dis weick (leren) aehest dem predig atnpt das aller nfllzlichst, grOssesl vn4 beste isU «tot wum fciiuler iwr acJMn halten soll. (1530). Ilj'-. Allcr6iestUcbst> beleg i. unter allerge- meiost. AUemichliehit: das gihi vns der psalter aufls aller reichlichst, vorr. üuff den ptaUer. Bindseil 7, 319. Allem» fehst : ein aller reyclnsl ewiges gul- les Icstauient. egn semwn t on dem n. test. (1520). Bij*; von dw allerrcichstett fnnd- gruben, vorr. tn^ iat o* tett. Bindeeil bibel 7, ;?0 1. Alierrein&t: das allerreinest lauter üle, 2 Mos. 21, 20. Ulemlalget na«b (MflunpromKaalimif : ich meine» dus .sey ein recht erlztücklin vnd das al!erreys««igfNl >tiff k!in, (h"; mir Hfr leidige leii- lel beweiseu könne, auff des hünigs zu Engel- lanä.lesterschrifft. (1527). Biij*. vgl. reisig. AllcncUldlidnl: die Juden aufb atter schendliehsl wurden mit lasterschHRlen \nd schmadirotlen jjeselipnHt'f, rorr. auff die Weisheit Saiomoms. Uindseil 1, 414. Allcrsrbinsl: gou liehen, du ist die iI- lerschOnste weisheil. Sir. 1, 14; deine baw- leut haben dich aufls aUersehönsle zugerichl. Eiedh, 27, 4; idi bin die WenchOnsle. «.3. Allersleherst: darumb isl dis das aller sicherste, von Jhesn Christo. (1533). Hiiij'. AUen|öttiHchst : aufla aller spölUschst ausstreicheD. Aw 15. eap. .der%enl9% «f. «. Pauli an die Corinther. (1534). ZiijK Allerstoliest : die knnsl kan er (der tod) das er die alier stollzeslen vnd freidigslen verzagt vnd feig machet, ebend. Yüjj'*. Allfniiieal: die biene ist ein Ueins vö- gelin vnd gibt doch die allersüsseste ihicht. Sir. 11.3. Alierthenerst : ich setze gleich, da» s. Augiistin, der aller levvrest lerer, ein solcher escl gewesen were» wie sie sind. Jen. 3.51 1 ; aller tewerster Felix, apost. gesch. 24, 3. Allertlefst: die geistliche hoOart ist ds^ leUie vtind üllertyfleste laszier, die sieben pusspsalm. (1517j. Hv". Allertiefllcbst: in der allertreHicbsten Sachen, vorr. auf d.psalt. BindseilT.Zl^. Allernn^flehrf^'st : «1er aller vngeler»tmnni^. Bindseil bibel 7, 3"^! .Allere ntertbänigst: dank ich e. k. 1. g. aufs atteninterthänigst. de Weite ftr. 5, 348. AllmcnMeUnet: er war der aller verach- test. Jes. 53, 3. Allerferächtl5«*t : Jio juden wurden fiir das aller vcreciuigsie vulck gehalten, ausleg. der emmg. von otlem efe. (1527). oij^ Allerireis, wae allermasze und auch wie dieses gebildet: sonst sind sie aller weis gleich den vcrdani|)ten. Jen. I, 16' , Allerwenigst : die am allerwenigsten belen, die da scheinen am aHerroeisten beten, /et». 1, 7l\ Allerwnnderüchst: das war das allerwtin- derlichsie, das fewr am meisten im vmaer hrand. weish. t6, 17. Alleiiimlicbat: vnd der selben seiner artickel viel meltr, dye aufls aller zymUchst wol an'«te1ien der l)G|)s{lichen kirchen. ^miMi vnd vrsach aller arUkel. { 1 520). 1 liij*'. Alles, mhd. alle; (Ben. i, 20), MloerMo* Digitized by Google ALLESAHNT 59 ALLMÄCHTIG kr arcusatir, in der bedeuiung von aUezeit, ^Händig, immer, erscheint auch bei Lulh.. doch SU eimilbigem ab gekürzt: nieiti lieber $alom macbl sieb alst des morgens frUe auf att i§t weg bey den thor. 2 Sem. 1 5, 3miA ätr wag. von tö45; spätere aus- gaben setzen al< oder also , velches letztere schon in einigen bei Lulh.'s lebzeiten er- $chenenen ausgg. steht, die ndd. bibel t\ j. 1561 ubeneM alit dmnh alle tydt. Allesuiat (aUeaampt), aUe gmammm, tämmilirh: sie scyn alle sampt schriflfl- Josie, nacketc. vugelcretc schreyber. der 36. psalm. (l&21j. DiiiJ": die machen aOcaaDpt mit sdiien md töehleni drey vnd drassig seelcn. 1 Moi, 46, 1 5 ; sie sind alle abgewichen vnd alle sampt vntUchlig. ps. 14, 3 -, die rechte des herrn sind warhafTlig, aUesampl gerecht. 19, 3; alle sampt seid vitenandeir voterthan. 1 PHr. 5. 5. mM. alle samt, .ille samet, alle samenl (Ben. 2^ 47 L nhd. aJ samcnt, snmaul f 6'rH/f G, 4.3 1. Allewege, an allen orten, überall, alle- Stil: ml trage das ampl di^ kinder larael anir »eiaeiii hertsen Air dem herrn alle wege. 2 Mos. 28, 30 ; es sol alle weg an seiner «lirn sfm. v. 38; herr gib vns allewege ;«olch brot. Joh. 6, 34 ; mgae zeit ist noch nicht Ue, ewcr seit aber ist alle wege. 7, 6. — sMaDew^e. alwege. allcwec (aOiwec), Hen. 3, P)31). rg!. nI1wt<-. illeseity zu jeder zett , immer, ahd. allo ziÜ {Graff b, 634). tnhd. aUu dl {Trüt. 32. I): das ne das volek alleieit richten. 2 Mos. 18, 22 : ich wil den herrn loben aUe seit. J»* 34. 2 : jr hiht alle zeit armen bcy euch, iutch aber habt jr uichl alle zeit. Matth. 20, 11. aucft ««rftüril allzeit (altzeit) : sund ist dii beise der natur das de blcTben iat md allzeit bleybl. die sieben puszpsaltn. Wit- lemb. 1517. Rinj''; alszo ist an viel«^n ortten ieatiches Uadla noch allzeit blieben das iDummrli! von TA^ian llusz. von den neu;en Eckischenn bullen. Vmttemb. 1520. Biij*; die golloszcD fallen vnd scblipOern allzeyt hyn vnd her. dtrZ%.piQlm. WUlemk, t52I.Güj". .illeinma! (alle zumal, alle zu mal), mÜ. ;»!!»' 7 0 raSle (Ben. 2', 22), all zusammen: aliezuuia) heibg vnd rein, der prophei Sßehßfja. (152S). Kkij*; damit heben wir nn des bapats tyranney, gepol vnd swang allezumal aiifT. deudsch catechismus. verm, ausfl. n ri!>9 I'ij"; wenn wir sollen alle zuiual so jtic gcbora sind, widder auffeilte- ben. das 15* e«p. der erHi» sp. a. PamU an die Corinthor, (1534). Aj''; jr seid alle sn- mal leidij^c IrHster. Hiob 10, 2; sondern üttisien alle lu mal -«o viel jhc auff erden icoiuen sind, ewiglich doriune |m der höUe) bleiben, von Jkuu Christo. (1 533). Jiiij'. Allgfbef, adv. immer, sM$: wer da spielt, der kans nicht , aber wer zusihet , N r kans allgebot besser. Eist. 2. 163''. vgl. Schmel'' ler wtb. \, 223. Grimm wlb. l, 215. Allhfr (alher), wntMtte» her, Mtrfter: sie wollen etwa den Dohken oder sonst je- mand allher lassen komm<'n Wette br. 3, 29 : da er seine secte zu Lisleben gestilT- let vnd vergifltet, kompt er alher gen Wii- temberg. 6, 248. in 4er vorrede xnr deiif- schen theologie Witlemb. 1518. Aij* auch alt seitadrerb : ich danck golt, das ich yn deut- scher Zungen meynen gott alszo höre vnd finde, alss ick vndsiemitmyralhcrnilfnnden haben, oder ist eidruätfe^erßr anher, wie die Eisl. ausg. \, r hat? Allhie (alhie), verstärktes lue (hieri, ^ler- selbst: dazu hab ich auch allhie nichts ge- ihan, das sie mich eingesetst haben. 1 Jfoa.* 40, 15; sind nicht auch seine Schwestern alliie bey vns? Mnrr H, 3; ja wenn wir solchs kündten, so weren wir Ixreit alhie selig, eine schöne osterpredigt. ( 1 538). Aiiij'' ; wir hdien euer Uebe nilkel und kinder allhier angenommen, de Wette br. 5, 674; weil «ler selli hv' Mpütt, kin ich nirhl gleu- beu, das ciDc pcsUientz alhic scy. Qriginal- brief im archiv zu Weimar. N. pag, 109.H, Ail«lebtfg(almechtig), onmljMlen«, ahd, alamahllc {Graffl, 618), mhd. almehlec f//en. 2, 9): ich bin der allmer!i!!i7P goii. 1 Mos. n, 1 ; ich gleube an goU vaicr all- j y Google ALLNACHTIGKEIT 60 ALMOSEN Ttircliiigeri, höpfTer hymels vnd der erden. äeud^ch calerhti>mus. ( 1 529). Aiij* ; »ler mani- luoit lül ein allinechliger goU. «in widder' rmff wm ftgefmtr. ( 1 580). Oj'* ; itU oA Bichl eyn allmechtig vnaussprechUcfi diigirmb den glanlfon? nusl'^'fj. drr ep >nd euang. rutn heiligen dreykOnige {esl etc. {Ib2b). Tij". tubstantivisch, eine getcöhtUidte bezeichnung foNi«: der ■llmechlige bat mich seer be- tfHbt. Ruth l. 20 ; weger dich der zücbti- ^•ung dei. über herleittmg, bedeulnny mni iji'iirnuch detvcQt' tes spricht »ich Lulh. seiOsl uui : MaUk. 6. spricht Christus habt acht auffewer wolihat etc. welch wirnach der allen gewonheilaln><>- seii n*'nnenaus dem griccliisclu n eleeraosyne {t/.tr^^iavytj), wie wol das wotl aluio:»eii aucli mil der zeit jnn den misbrauch kcNBcnislf das man almosen nicht anders betssltdoia ein slUcfc brods, dem bettlor für der lliflr ge- geben, so es doch eigentlich eleemosyne, beseü (non). wollliat oder guuiial UäsaL ia$ »chSiU MtfilmüiL (1530J. Bij*\ ia» genm «rg^m dMMekfoIgmä^ afcUsn; wie das Wassel ein brennend fcwr lesschl.also lüget das almosen die sdnde. Sir. 3, 33; er beltclle das almoseu von denen, die in den tempel giengen. apost. gesch. 3, 2 ; der and» das almosen gesessen hatte. «. 1 0. nur ein- mal (apost. gesch. 24, 17) erscheint cku f' •'iiH' ahnoscn, an welcher stelle die ersten ausgg. des n. lest, ein almosen {sept. ausg. v.J. 1522: almossen) Anden, fatf Ifnnfe Aier ein druckfehler angenmnmen xoerden, doch begegnet das f. auch in der älteren spräche (eyne alninse. urk. v.j. 1370; vwl» solicher almusze wilu. urk. v. j. 1 467)> ' — die «eftreidnnf abnusen (almusBnn)M«c, unridmig eibeo, itooA mntich- liger clfen heiszen* Aifkahtt, n. ätrvmtdmbeidmentengrie' ekiteke» ^uchttaben hergenommene name ßr das abece: im cbreiscbcn alpliabrtli. I i all«- biM-li>i.ilH>() ziplireii odur zahliiuciis(.ilien suiii. vom «c/Hfüt hamphoras, (i54ii}. Uij^'. Atplw>cttcMter> m, 4er noch mU eiier- MN^ 4e$ a6aee 4« ihm hat : gegen jn (den teufd\ 7.(1 rechnen sind wir alphabetschfller. Hahr. 2lü\ Alrann lallnini, /. name einer pflanze wtÜrMfgarHgert infarmwndMlnkUrbeine ftepmllener wurset, WUmdragora , ahd. al- ruoa [Groff 2, 523), mhd. alrüne {lien. 1. 25). von Luih. in den 1523 -1528 er- scktenenen amgg. des erslen Iheiles des aii. lest, nb Übersetzung des I Moe. 30, 14 ff. ^oeekemmenden dunklen toartee fe- hraucMl , mit welcher Übersetzung er frühe- ren d*>imeUchern jolgle {vultj. mandragora, wus die Nümb. bibel v.J. 14i>3 beibehält, die $og. ente deulsehe Wdel aher ältreA al- rujo, pl. alruinen. und die ndd. v. j. 1522 dtircA aJruDcn überfmfffu). f.uth. hielt je- doch ipüler diene ubeiselzung für falsch, «NtkoJfr er AHcA in der amgabe der ganzen Miel e. J. 1S34 Ulic venlenfscAle und end^ lieh gar das hebr. worl wieder herstellte. *cAon in Jen predigten über das erste buch Mose sagt er: die aliiuii, vvilcbeaulTebrei&cb h»ma dudaän, hallen eüiche es aeyen vio- leagewest, aber es mdgen nichl die bbw odtler gelc violen sein, denn hie sagt der Iwt, Rüben habe sie ynn «ler wcitzpn ersdie gefunden, wie auch Salomen ynn sei- nem iiehenlied (c. 7, 13j spricht, dudatm die geben yhren ruch. ans dein schänel es, das e» sind feine blumen gewcst, die vmh die seit der erndte vrol riechen, als bey vns die neylichen, bbcn vnd ros(>n. aber was für blu- men sind, wpys lu.ui nirhl k^^^^'^*' '^«'"^ ain r alle duluiel£scber haben allruii Urau:* ge- macht» wilchen ieh gefolget habe, weil sonst kein gewisse binnen zu nennen war, halt ich für nichls, was soll allrun riechen vnd so wol gefallen den weiborn ? ich nenie ney- bchea odder weisse lilien dafür, es scheinet, weil ni«nand gewis gewnst hat, was dudaim bcist, das elwa ein jilde lialie vnser gespoll, hcisse allrun. vber das erste buch Mose, Wiltemb. 1527. Tlij'' — iij". Ueberden aberglävUiitchen gebrauch^ den man von dieser ffImtMB nmoAle, «eoAer nncA ihr name, vgi. Orimm mglk, 3. amtg, t* 376. 1153 /T. AUi vergleichende j demonstrative und conse&OiM parükel, leeiehe an« dtd» «IkA (d. t. s6 mü ventäiritendem al), «Ad. alse, als herxorgieng. die kraft von .iIm) ruhte mithin im so, nicht im al . gleichwohl aber ist unserm als von dem so nur das s geblieben. /. ver^lejfAendeialsvfnMttdef /«lA. nocA oft da, u o für das heulig» «prnc^f e/üM «i«r wie stehen darf, und ticar 1 1 neben d«m verhum • Adrnn i>l worden als Vilser einer. 1 Mus. S, Ii ; hal es vns doch gehalten ab die frembden. 91, 15 ; du soll deinen nehesteo lieben als dich selbs. Matth. 22, 3y ; wer d.is hmcIi {jotles nichl enipfebet als ein ktudlin, der wird uidil hm ein konien. Marc. 10, 15; vud haben jn nicht gepreiset als einen gott. Bffm. I. 21 ; ermanejn als einen vaier. 1 Tifll. 5,1; zubeieil als eine fresrliiutw-kte braut. offmb.Joh. 2 1.2. 2) neben dem subsl.: ich sehe des ersten lauflt, als den laulf Ahimaas. 1 Snm. lb.27 ; ein geschrey als eins getttmels. Jes. 13, 4; glauben als ein senflkorn. Matth. 17, 20. 3) neben dem positiv des »djeetivs : ehe der herr budoiua vnd (joiuuiia verderiieL war sie wasserreich als ein Garten des herrn. 1 JÜM. 13, 10; weis als der schnee. JfaflA. 28, 3; weis als ein liechl. 17, 2; so dürr ,-il< ein scluMt. klag. Jer. 4, 8; so sttase aU honig. £zech. 3, 3. 4) Atdetaen ^6raveAl «noA «cAon £«lA. in allen diesen lagen fast überwiegend das nr<;prvnfj(irh nur fragende wie: es ii»nn junger gnug, das er sey wie sein uieisier ALS 62 ALSBALD vnd 2! ) Hij"; das wirl er bey keynem ding alsz woll erkennen, alsz bey /len werckenn der Mehe. euange- iUm wm den Isefte» aMsaefsjjfäi. (1521). Eij''; als o(l als eine ehesache vorfallen winl. de Wette br. 5, 795. rerHnzelt nogarnoch also — als ; ich wil auch biscboue vnd jirc- diger vnler yhn erw^en» also wol als ynn iuda. der proffAel SoAarfa.iX 528). Aa iiij\ doch fehlt es auch nicht an beispielen für so — als : es war aber in iiaiü/. hracl kein man so acliün al^» Absalom. 2 Sam. 14, 25; ich bin gotles eben so wol , als dn. Biob 33» 6; er war so schön als kein bawnt un garten p'n(tf<. Ezech. 31, 8: rinrn ^tlun^ii 7,11 reellen last so lang als ein ulbogeti. der prophel Uabacuc. (1526). kij". 6) neben den adv, fem, oft, viel lätat L, die eine der beiden ewrektUofartUs^ a«»- fnllpn: iMos-ps) vns nlchl weiter angehet, denn als lern er mit dem natürlichen geselz vbereiu kompt. auszleg. der sehen gepott. t528. BHij^; alst olft idi weniger yn der schrifTl dan Christum Funden Ii.il) , bin ich TT.ieh {noch) nie sat wurden, die nieben pusz- psalm. (15l7j. Uv; das ist die rechte weise tu trOslen, du man den tod, den wir leiden, aus den angen reissen, als viel es janmer müglich ist. zwo predigt vberderMehedes kiirfurslen. (1532). Aiiif. 7) vergleichendes als in einem zwischen- aaff: ab ich achte, als ich sorge, als ich sage, als vor gesagt ist sind bei Luth. häufig vorkommende formein. als gesehriehcn ste- het in den prophelea. Marc, l, 2 ; Ephraim, als ich es aiivrh«', isl gepflanzt vnd hubscb. Ho.s. 9, auch hei die-^er consümcHon; brach später wie stall als durcA. /I. ßewumetratwei als. 1 ) das im nom. »td^ende prädicat toini durch ein als hervorgehoben : wir sind stets als ein fluch der weit. 1 Cor. 4. 13. doch atieA taie ahd. und mhd. noch ohne als : bistu ein knechl bemflhn, sor^« dir nichL 7, 21 ; darumb müssen alle heiligen vnd cfafisicn sich Sünder erkenix'fi. Jen. 1, 1 5**. 2) ebenso der acc: hall jij als einen bei- den vnd zOlncr. Matth, 1 b, 1 7 ; mit solchem vnglauben macheslu deinen goU als einen Ifigner. Jen, 1, 66*. bei nnführvnrjen , nvfzählungen steht als im sinne von nemiich: kom\>\ aher das yhn hart bcytsel odder sUchl. aU ein bömis odder wnrm , so wisscbl er aus dem schlsff. der prophel Uabacuc. { 1 526). i iiij\ 4) dem relativ pronomen tritt als hervor^ hebend bei: ich wil des meoscbefi leben re- chen an einem jglichen menaehei, als der sein bnider isl. 1 Mos. 9, 5 ; der sol deablnls schuldig sein . als der hltii vergossen hat. 3 Mos. 17, 4 ; jr habt diesen menschen zu mir braelii, als der das volck abwende. Imc. 23, 14. 5) eben so tHU als in der bedentnng von nemiich auch vor die conjunction ^asi: solch vcrbunlnis ninsz sich gründen vnd sieben auff dem gewis.seu dtre. sn sieh verbunden, ah dasz sie alle wollen eiuli üdiUglicb gifluben. de Welte br, 3. 465. (i) endlich steht demonslraUvee als mtdk in der bedeutung dc.^ heutigen sn, trenn ifirh ein folgendes da.*>z darauf bezieht: welelis ab öffentlich am läge Jedermann bewust ist, dass nit wol tu denken isL de Wettet, 1, 508. ///. Consecutives als. Wie hinler comp, vergleichendes als on die stelle des dann (denn; getreten, so con- secutives als öfi ^ de* da : ab» DU Noah er^ wacht v' ; i-u nii'hl also? 1 Mos. i, 1 i vvaruiuh Uiusiu Anot l kön. I, 6; tbnn nicht die zOlner auch also? JfallA. 5. 47; rnd es geschach also. 1 ifo«. 1, 9. II. 15. 24. 30; t's ist nicht uUo , du hast pebrlii. IS, 15; \vi>lt jr leben, so Ihut also. ii, LS; vnd mache ja {den kasleni also. 6, 15; dammb'solt jr also beten. Mailh, 6, 9; der phariseer beloi bey sich selbs also. Luc. IS, II; ^dte kund.fch(ifi''r) fucssen also. 4 Mos. 13, 5: .ilso sollu zu den kindcrn Israel sagen. 2 üoü .3, 14; daucke^lu also dem berm detnem golt 5M(M.S2,6; diescblang betrog midi also, das ich ass. 1 Mos. 3, 1 3 ; ^ gpliel auch pfmpyMij^üch mit allen strafung gutls ah»o, das die uberkcil am meysten ge- sMaft, vird. der prophet Habacuc. ( 1 526j. ciij"; nu hah ich dysseu arlickel niit aiszo gesetzt, das wydder den Turcken nit zu streit- ten sey. ^niiMl whI vr««eA. (1520). nitj^; also hat golt die weit geliebet, das er seinen eingeboren s<»n . Joh. 3, IG. 2l als folgernde conjunction für itaque gue Üa: also ward voleodel himel vnd erden. 1 Jfoa . 2, 1 ; also gieiig Xaia von dem angesichl des herm. 4. 16; also ward w- tdget alles was aulTdem erdboden wnr 7, 23 ; wie der weise stirbt, also auch der narr. pred. 2. 16 ; wie hycna mit dem bunde sieh gesellet, also auch der reiche mit dem armen. Sir. 13, 22 : yleicb wie n)an an dem beer- panier erkennet, als bey eyui gewissen zei- chen , was für eyn herr vnd heer zu felde ligt, also erkennet man auch gewiss an dem euangelio wo Christus vnd seyn beere ligt. das eyn christliche versamlung maehi hahe all'' h'Tc zu vrleyleti. i 15231. a ij". Aisubnid (alno bald , abo bahlej, vollere form fibr akbald; also balde stunden seine sebeiickel vnd knöchel feste, apost.gesch. 3,7; vnd also bald schied der cn;j:el vonjm. 12, 10 ; also bald für ich zu vnd besprach mich nicht darüber mit fleisch vnd blut. Gal. 1, 1 6 ; da zer> berste also bald der basiUseus vndtersprang. ausleg. der euang, vo» oüem. (1527). Rvj". Alst s. alle.s. Alt, velus. wie wir noch heute jung und neu «nlertcAel^, so «liltradhi'etf dfe «A« tpraeke oncA Mwittkem alt mtd Arne vmd setzte alt dem jung, ßrne dem neu entgegen, allmählich aber wurde der gebrauch des Wortes firne {s. d.) immer besctn-änkter und all« am »eht» ttelte tretend, dieMe tntnmsAr ßr bddo bedeutungen. 1) alt sowohl in hin-irht auf lebenszeit überhaupt, als besonders im yegensatz zu jung: eiu jglich kneblin wens acht lag alt ist, soll jr beschneiden. 1 Ifo«. 17, 12; ein kind eins vierteil oder halben jars all. von den jüdeti vnd jren lügen. f!543). Qij"; ei- nes jars all. 3 .}Ios. 9. 3; ich bin jung ge- wesen vnd all worden, ps. 37, 25; sorge macht alt vor der zeit. Sir. 60, 26; von groszem äugest deynes gerichts bin ich alt vnnd graw worden, die sieben pusxpsalm. ( 1 5 1 7). Bv^ ; dazu so bin ich auch alt und schier abgestorben, de Wette ^. 5, 28; je uiyui^ed by Google ALTAR 94 ALm eher, je kerger (sprüchu!.).haiuposl.Jken4i. IW, M. 1$^; »ihn hau« geharret, bis das sie mit Hieb geredt hatten, weil sie oller waren denn or. Hiob 32, 4 ; da roildort Si- mon seine zween elteslen süne für sich. I Jfaee. IK, 2. alt und jung >»alle; vnd umh- gabes dashaofl, jung vnd all, dasganlietidcfc. 1 iUos. 19, 4; wir wollen ziehen inil jung vnd all. 2 Mos. Iti. Ij ; vnd verhanlen alles was in der »lad war beide man vnd weib, jung vnd alt. Joi, 6, 2 1 ; da kam weib vnd man, juDg vnd alt SU Osia. Jmd* 7, 13. 2) all im gegennatze zu noti: wor Imt daran gezwcillell, das das nll ßcsctz vnd seine figuren müssen yra newen erfüllet werden, von 4leai bapiUm x« Ihme. (1520). Ej*; alles was ym alten hohen priestcr ist figurirt. musz im newen erfullel werden, ebend.; szo folgen wirdcm allen vnd prewonÜchera brauch. buUa cene domini. (1522). Aug*; vnd sich erfindet, das sie die altekirche vnd jren alten breutgam als ein erlzteufelshiirc verlassen. wider Hans Wor^t. (1541). Kiij'' ; ziehet den allen oienschen mit seinen wercken aus vnd xiehet den newen an. Col. 3,9. 10; niemand flickt ein alt kleid mit einem läppen von newem luch. lUalth. 9, 10; man fasset audi nicht roosl in alle schleuche. v. 17; d.is alle ist vergangen , sihe es ist alles new worden. 2 Cor. 5, 1 7 ; der aus seinem sehals newes vnd alles erfttr tregl. Mailh, 13, 52. Nach Grimm igr. 2. 8. \clb. \, 262) s^lammt all, mhd. u. ahd. nll i.is, von alan, -iljan, laL alerc nähren, des- sen pari/ alttts AoeA (4, i, m^g«ni^) int bnUverschiebungnaehgAh. al))eiaeiilipHcAl. rgl. aurh W'eigand trth. 1, 32. Altar, m. opfertisch, ron tat. ahiu p : Xnoli aber bawet dem hcrrn einen allar. i /I/o«. 9. 20; (Abraham) bawet daselbs dem herrn einen altar. 12,7; das creulz isi vosers hohenprieslers vnd bischofls altar. hausposl. Jhena. 1559. 6/. 159''. der pl. von altar isl nllar (d. i. allare): Assa Ibei weg die Trembden altar. 2 cAron. 14. S ; vnd lies Air jm abhreehen die altar baalim. 34. 4 ; ich woll es wpren kt-yiu; (bilder) auffdon altaren. von beider gesiall. (1522). Ciij' .^ — mhd. sajrfe man deuucher alter (Ben. 1, 26), icas einigemal ameh bei I«(A. tiocA encÄeinl; dan saltu geben, szo du will, zu der kirchen, altem, schmück, kilch. vonabUusvndpnaie. (1518). Aiij*'. v ir haben mit der lal. fofm aurh (Up uns fremdarUg« b^MMmg aUär fw- rückgalührt. Allarbnie» m.: eapellenboten, alter boten, gioeken holen, lom boten. buUa cene do- mini. (1522). Aj^ Allnrlieht. « • messegew.itxl , kirclien- schmück , allcrliechl vnd der gleichen, vom abendmat ChrisU. (1528). Giij-. Altnrlin, n. arula : nach dem dureb Kains lioslH'it der gollesdionsl gefallpn wnr, ward er mal wider aiiffgmrhl, vnd jrgend ein aluriin gebawel, dabin sie sich versam- leten. das gottes wort suliOren vnd subelen. randgt. zu 1 Mos. 4, 26. Altarstein, m. Jen (1, Altartneb , n. die decke des altars : man findet auch elbob die vntcr dem altertoch lassen mess halten, ein sertnon von dem n. lest. (1520). Dij^ Alte, m. senex, die xchiearhe form des adj.: ein frech volck, das nicht ansiliel die person des alten. 5 Jlfo<. 28. 50 ; gehet es ewram vater dem alten woL t Ifot. 43, 27 ; einen alten schelte nicht. 1 Tim. 5, I ; für i'im grawpn heubl sollu auflstehen vnd die alten ehren. 3 Mos. 19, 32 ; wiewol gol tu seilen wunderlich eisem iungcn mehr wiu vnd verstand gibt denn eim alten, ab Timo- tlico \ n(I Sainmon, so ist dorh dir? natürlich onleiiiiriir , das die witz bey den alten ist. ausleg. der sehen gepot. (152S). Cv**. Dan. 7, 9 deselebnef der alte goU alt dm emgen (antiquus dieromi. Alter, n. mhd. alter (Ben. !, 26). ahd. allar {Graff l, 19SI ist 1 i aevum, zei(alt''r. in welcher bedeutung es sich jedoch nur m den adeerbiea vor alters, von allers eln/aeA erAaflen Aal, wirrend man «on«l die s«- sammensetzungen 7fMf:ilter, wp|l.ilfpr vor- zieht; so auch bei Luth. : darnüch sollu be- wonct werden wie vor allers. Jer. 46. 26; vemewe vnser tage, wie vor allers. Ateff . Jer. 5, 21; wed es von alter her also ^m-- werel hat. epiatel sanct Petri gepredigt. (1523). Gij'; d.i» war aber von alter her gewonheyl ynn Israel. Ruth. 4, 7 nocA der erefen amg. dee andern tkeilu det a. tetL iJiyiiizea by Google ÄLTESTE 65 AMBOSZ (1524?) später hier # oiuf von alters her ; ime waren »lie einAvoner von < )i er die- ses lands. t Sam. 27, 8; goU i>L mein koöig von allen her. jis. 74, 12. Älberus dict. ttttij^: vor allen, aber von aller her. 2) aetas, lebensaller, auf jeder stufe, zu- mal aber das höhere aller: (Ailams) gatilzes aller wartl neunhundert vnd dreissig jar. 1 JIm. 5, 5 ; Jesus nam zu au webbeil, aller viid gnade liey gott vnd den menschen. Luc, 2. .')2; Sara j:e! rir Altrahara einen son in »eineiu aller, 1 Mos. 21, 2; in f^'iiirm nllcr begraben wertlen. 15, 15; Ai>ral»aui starb m einem rogigem alUr. 25, 8; da» alller ein Kinvrer \ii selig wesen vnd leben ist. der frophet Habacuc. f I ' 2^ i. cj'' ; das aller ist vergessen vnd wesscliichl. tcider das baps- iMmjtt Rome. (1545). Vi^^ iUctfc^ «t. #. eliesie. Altkcfgchnichl, von allers hergebracht: »nw althorgcliraclile religio. Jen. 8, 292''; der altliergol.raclile glauhe. B, 295^ .UliierktaiMendj von allen zeilen her 'Hurnmi: ihr voriges altherkommend un- Clirisüieh wesen. de Welte br. 3, 1 6. AlUlfb, ;>frf Sltlicli , adv. senililer : der ^elen angsi vnd leiden eislrcckcl ^ich vnd greifiel auch an den leib, das daä anililz ver- blasset, die äugen stnmplTvnd inncltel wer- «len, die stirn verruntzelt, vnd alles was am geberde ist, alllich gestall(el) wird. Eis(. 1. 36". — früher allig (gemma gemmarum flSlSJ bl. zij^), allledilig {Dasyp. diel. 221% 259^ 297-)» aitefc alteehtig [ehend. S6%- 2«7'). Ahrater, m. \ ) palriarch, erzvnler: der Allaaier Jacob. J(?n.4,2 1 4' ; die altuplt r Adaiu, Kosh, Scn au0 demieihen berge (iJorija) fall geebret, gefnrehl, gedienel haben. nndgl. zu l Jlfo*. 22, 2. 2/ bezeichnung der ersten christlichen eüuiedler: also hal ein .illvaterin der wüsten 5« guten Spruch gesagt. Jen, 3, 175"; es ist ancb voraeilen ein fromer altvater gewe- ^n, An gfrailicn hat, sich des aacraneuis w»:hl zu entli?!!f II Eis{. 1, 7'. Altretteli&cli (aiiveltclsch, wte adelsch ßr «ddisck), oUweibUtk, onittt: der vngeislli- cfien aber vnd altuetlclschen fabeln enlsclilahc dtch. 1 Tim. 4. 7 ; der vngeweyheten aber vnd allveltliscIicCii) fabeln enlscltlahe dich. von menschen leren (zu meydcn. il522). Aiiij", bei Ii ind seil fehlende varianle zu 1 Jim. 4, 7 ; aUtvcllelsche merlin. ebend. Bj^ ; altveltelsch geachweta. ebeiul. hei ikuifp. allvetlisch, alluettlisch ; Aiberus: alt vcle- lisch ; von vetlel und dieaea eom laL vetula, alles frauenummer. . Ani| venehm^ung derpraep. an mt dem dat. eg. dee mAtmliefteii imtf netOn^en or» likels, mhd. anme, ame, weil an deme : da am ersten seine hüllen war. 1 Jfos. 13, 3 ; da df-r lag am beisseslen war. 18,1; vnd hub am grüs- seslen an bis aolT den jüngsten. 44, 12 ; anff der straase durch der philiater land, die am neheslen war. 2 Mos. 1 3. 1 7 ; ara letzten tage des Tesles der am herrlichsten war. Joh. 1, 37. AaiücbUg, schwach, kraftlos, ahd. ämah- tig (Graff 2,6\S), mhd. «mehtec (0eii.2,9): gedachten o der bapst hat kdnige, fiirslen vnd hisrliofl gedempni, sollt er nirhl aucli eynen anicchligen nulnch dempilen ? anlworl d^uU(^. {1022}. Anij*'; vmb eines amcchligen mflnchs willoi. taldder den meudUer tu Dresen. (1531). Biij"; aitf derselben seile aber auch ein ammerltliger müneh ; vndfris- set dicii ein arneelitif^o ihu$ oder |tesldpntz dahin, eine heerpredigl widäer den Türchen, (1529). Dj*; ein amechiige peaUIenls. ob man für dem sterben fliehen muge. ( \ 527). Biij''; du amcchtiger toller Luther soll ich dir antworten vnd deine sprtlche verlegen? vom abendmal Christi, (1534). niij*; der amechiige geist ebend. f i^*. hät^iger^iioeh und in der bibel ausschUesxUch die «cArit- bung ammechti^' ^ür anmlfrliiit' (s. d ). AmboitZ (am hos, anfangs auch noch an- hosz, anUosi, m. «lar eiaeme Mimaierblocfc der eehmiede: sie fuleusz weniger den der anbosz des Schmidts die li< rninersrhlef,' rnlot. {\n% magniftrat. f 152 I i. pij''. auf dem fol- genden blall nmbosz; eyn hertz wir cyn an- bos haben. auUeg, der ep. vnd euai^, v. d, heyl. dreyftö'n^e/ealele.(1525).qig^; (goU) darir Keiner essen, hamcr, amhos noch zan- geii. der 147. psalm. (1532). Dj ; ein schmid, der mus bei seinem ambos sein. Sir. 38, 29. den pl bieUt folg. siettes es ahul grobe verstockte herlzen, die widd^(WMbr) selbs fulen noch yhn von aadem sagen las- 9 I iJigiiizeü by Google AMEISE 66 AMT sen. wie der schmid amliossc. an die herm deutsch^ Ordens. \] ititmb. 1023. Cij". Grimm jueltt {vieUeichl durch den gen, pl. der adunid «f. sekmtde img^M) in iKe- $em ambosse ein ver^m mII dw beieiUmg eudere. Ambosz. mhd. .ineho^ {Ben. 1,191), ahd. anapo^ ((t raff ^,232), ist zusammensetzy. aus MB wid Ml schlag l ön^^i^n, bd2;cn schlagen, klopfen, wobei das n vor b in m übergieng. obgleich die form anbosz {bei Alber u s diel. 11 ij'' aiihii«7 neben ambosz) noch öfter im jh. rorkommi, so begegnet aiulios;$ doch «dkon tm 15. jh. {t. b, in dir ersten äeut- sehen bibel Hiob 40, 15). Aaicise; f „das als mnster des fleis:ies hekannle insect", mhd. atitei^e (Ben. 1,2^*, ahd. aiuc'i^ä {Graff 1 , 254), höchsltcahr- «eft€tnlieA vtm der vmrst^ am, tum der eiueh aUn. ami arbeil, mülie und ahd. emA7,k (un- ier em^^iv:) abtji'leilel sind. vgl. Grimm wib. l,2Sl. iVeigandwtb. 1,35. die äller-nhä. formen dieses toortes sind auszerordentlich mannigfaUig; voe, ex quo : amesz» ooe. I»- dp. leul. ante laL: amais, Keisertberg onieis , Afherus diel omo-s, 'm Imgoth. fehlenden, aber altn. , all^. und angeU. tr- haiUnMn bah * rOcIwn, won««Jk andbahls «r- sprüngt. den im rücken, hinter einem ttehen" drft li 'Z'irhnel. vgl. Grimm wtb. 1, 2S0. Amtbaiis, n. uiohnung des amtmanns : \nn süleliem sein die schergcn lur das amblbaus gerilten vnd die swen heoger vndybrknecht ynn das ambihaus gegangen, von erLenhart A'eiser. f 1 '>'2s Oiiij'. Imtli'in leuip(ltn), n. diminutiv von in>( jtzt ist ktiia empllin so klein, da nicht ein jgli- cberwil recht vnd macbl haben, xulhun vnd an heissen wasjn gelüstet, ein serrn. auff MatthH SXij. { 1 5^rj). Diiij' ; (Ins/. >ie m Zwii kau volllcn hckouifii eui auiptliii. de Heile br. 4, -175. Antlcnte> pL ton aiutmanu, beamte, vor^ eldttr: wir haben sio einen fntmen redli- chen landtafiirsten vnd ampticut. das die entschuldigunp kein I < I r ItV m.i;,' haben, von den uetßeu Eckischenn (juiUn. ( 1 52U). Biiii** ; ich sol vnd wil nicht mich des weltKchen re- giments annemen, noch e. k. f. g. amptlenle veninglimpfen. Burkhardt briefw. 192; die amptleittp vrsarhen nemen aus dieser schwinden zeit, selbst fursten zu Sachsen zu sein, efrend. ; schaffe, das er amptlente ver- ordne im lande. 1 üfos. 41. 3 1 ; richter vnd an)i>(lnitr V dm dir setzen. 5 Mos. IC, IS. Anitiiiiiiiii, m. mfkd. ainlieiTiiaiiri f//en. 2, 34 j, akd. aiiipahtmaii {Graff '6, 26): das were mir ein w^Vneramptman» der da weite im lorstenUium sitsen vnd sagen, ich bin des 9» Digitized by Google AMTSCHlLDLEIN 68 ANBETEN fürülen votcrthan, vnd halte jn für meinen hcrni) aber was er mich heisset, das wil idi lassen, das 14. vnd 15. cap. t, JohamUs, (1538). Ecilij"*; der amplman vbcr das ge- fengnis. 1 Mot. 39» 23 ; amplman vber die schencken amplman vber die Becker. 40, 2. Amtscbildlein, n. eine vom aUtfStament- Uchen hohenpriesler auf derbrmlgi lrafj^nt- vWTeckige lasche, in weldur sich das urim «ml AüNMiiMi de/M. viß» 2 Mo». 2, 15 tf- iHtiUcli« ». einvmibtamtelen zur aus- Zeichnung getragenes: die anilskleidcr vnd die heiligen kloidcr des pricslers Aaron. 2 Mos. 31, 10. mil Wegfall des gemlivischen f.* machten sie Aaron amplUeider. 89, 1. 4 1 . itttaergi (mefti ants^orge), f. die milder venraltung eines amls verbundene : von die- ser sorge rede! hie i3fatlh. G i (lliri.stiis nu ljl, denn es ist eine auiplsorge. das 5. ti. vnd 7. e^. a. JfolAci. (1532). rüij«. AnUverwaUer, m. administrator prae- fecturae: die well ist sonsl nichl wert, das sie soleiie amUuerwaller haben solle. Eist. 1, 391''. im, waUe porlftei» goA. ioa, «M. ana {Graffl,21Zff.),mhd. ane {Ben. l,38if.), nach Grimm wlb. 1 , 2^'\ d"m auch Weiga n <1 wtb. l, 37 betxiiimnt, einer wurxel mit dem in dtr bedeulung verwandten in angehörig. 4i«nt 1) ah praeposition mit dat. oder occ, je nachdem ruhe oder b a egung be- zeichnet werden soU. mil dem fulgenden dal. de» männUeKen mi neutralen artikel» hmn an zu am {s. d.), mildem ace. des neutralen tWlikets zu nns (s. d.) rerschniofzf^n werden, belege für die einzelnen (uyiunji-ii hier «n- zufiUiren, dürfle wol überfluiztg sein. 2) als adverb eneheint an hanplsädk- Ud^ in Musammenselxungen, dann auch Ptn- selnen suhsianliven oder parlikf!n »nmifff/ bar nachlretend und zu adverbialen redens- arten sich m«l denselben verbindend, dieses nadifotgende an ietjedoeh bwÜMther inder re§et tiodb ^renn( gesckiieben. fff'her den verhalt der partikel an zu den verwandlen parlikeln in, bei, zu u. a. vgl, Grimm gr. 4, 771 if. Ailegln, m. unfmtg, der &nte ht^mt: habt jrs nicht veraiaaden von «nbegin der erden? Jes. 40, 21; von anbegtn aber ist» nichl also gewesen. Matth. 19, 8; nadidem ichs alles von anltepinne erkundet liabc. Lue. 1,3. — ahd. sagte man dafür anakin, ana- ginni und bigin {Graff 4,215), mhd. anegis und begin (Ben» 1, 529), ous welelbeii bei- den zusammen anln-giini entsprang, doch nichl erst im l(\.jh.; schon in der ersten deutschen btbel: herre bistu denn nit von an- begin mein heyligergott. Jla^. 1, 12; von dem anbegind. ebend. Zach. 12, 7* mhd. anbe> ginne 7!. ! Ben. 1 , 529 Anbehalten: nicht das er nacket gewesen sey, sondern hat «he kuoigliclie kleider abge- legt vnd nur gemeine kieider an beballen. randgl. zu 1 Stun. 19, 24. Anbeisfcn, an, in elttas beiszen, um es zu kosten: vnd als er(Pt?lrM4) hungerig ward, woUe er anbetssen (yitaaad^at, vutg. gu- stare). ajMWC ^etcA. 10, 1 0; brach das brod vndbeis {bisx) an. 20, 1 1 ; wir haben vnshart verbannet niolils an zu heissen. 23, 14. — ahd. sagte man für f^'ustare nicht anapi^an, sondern anlpb^an, in^l^an, fnAd.enbt:(eni wo» ton umor imbiaa noch OiMg itf . Anbebicben, ums ankleben: meyne gc- Itcyne seyn anlifclebet meiner bauU die w- t)en puszpsalm. ( i 5 1 7j. Byj**. Anbellen, aUatrare» beilwUk. «oeA etaek cwjugierti vnd vnrd nicht ein hund dich llidren anbellen. Jud. 11, 13; silien auf unser misl vnd uns anbellen ist ein fsrblech- Icr geisl. de Wette br. 2, 521; da sie nu das trew htindlin der kirchen, Johannes Hu«, in solcbcm dicbstal crrand, anbalh nd vorrlol, fnren sie zu vnd niadilen aus dem diebslal einen oflenberlichcn raub. Jen. 6, 348"; als er nu aus dem lempel gieng, bullen die eherne bände jhn an« vomseAemAamp/ioro«. (1543). Aiiij". Anbeten (anbetten), adorare, die ho(h. der zu euch komen. 1 Mos. 22, 4 ; ^-nsor veler haben aufl* diesem berge angi held vnd jr saget zu Jerusalem sey die siele, da man anbeten solle. Joh. 4, 20. b) md dem «ee. derjierfMi pderaacAc: uiLjiiizuü Dy Google ANBETEN 69 ANBILDEN du soll anLelen gott tlciiKii lierrn. Mallh. 4, 10; vnd {Manasse jheliei an allcrley hcer an hhori. 2 ehron, «^3, 3; BaÜneba neiget $ich riut hellet den kttnig an. 1 ^*6'fi. 1.16; ili« IciiU' III Kj^'yptcn holen hoidft thior, lUni rrocodil vnud deu igoeumoa für güUer an. tuchr. 92^ t) du objeet m einem oMiäitgifen fa(f : sie meinen, was sie lesen vnd jmaginiren, • ffas mfi'i'ip ilso sein vnd alle wrlt anbeten ton diu conrilfjn rndkirchen. ( 1 ; im bapsiuiii da haben wir den leufel hüren Bttasn» vnd Khi«r angebetet« was tün jeder mOoch, mit vriaiib, g<-n>teii vrnl geraiixethaL hauspost. Jh*>nn T ').')!.). bl. 31-1''. d) mit praepostlionen: du soll aiibelen (ordern herrn deinem goit. 5 Mos. 26. 10; Abiaaai betet an für dem kOnige. 2 San». 18» 28; ich wil anbelen gegen deinem hei> ligen lempol. ps. 5, 8 ; da fiel sif f Ruth) auff jr angesiclil vnd betet an zur erdeo. RuÜi 2, 10; sie (Abigail) stand «ull md bettet an «Uli jr angesiebl xnr erden. 1 Sam. 25, 41. Ueber die bedeulung des tcories anbeten o» und für sich erklärt sich Luther selbst in der sehrifl: von anbeten des sacramenls. WtUtmb. 1523. Ci^j^ teelehe erlsiärung hier toUiiäMig wttigelheilt su «eerden verdient: anbellen ist nicht mundwerck, szomti rn des ^aofzeo loih< werrk, ncmlich niii dfiii lifulii neygen, sich Inirlien rail dem leybc, auü' die iioye fallen, aulT die erden lallen etc* vnd Uiun izuro tzeycben vnd bekentnis der Uitrkeyt vtid gcw.dl , glt-irli wie man den weltlichen lursien vnd heim .nah sliü- ichweygendt sich neygel vnd wie die bepsl, binetio^, ept vnd das voick sich lassen eh- ren vnnd ebrbietcii mit bücken vnd knyen elc. solclie cnsfr liehe ehrbieliingo lipyst ey- genüich ynn der sehrifll anbeieii vad ist ausz lauiter vnverslandt das wortlin adorarc ver- iMlschl aaff anbeten, wilchs von betten des BDads iiu atnrck lault, vnd weni nicht szo gar were geraeyn worden, wereesnocbgutt, man nicht spreche anbeten, szonderii dubieten, oddcr wie das ebreisch gibt ney- ge» f^emiuu tat ia» hithp. von rrnö . tcel- die LXX Siefs durch n^wntvvth^iibsr- ttUt}. nbeleo erscheint zwar schon ahd. {Graff 3, 60 anapelön). weit häufiger aber sieht für adorare das einfache mil dem acc. der perscn instruierte pet6n» wiktthA mM. beten Im siuM von adorare stets mit der praep m verbunden wird. Anbeten, n. der in f. des vurifjen verbums substantivisch'^ solch vertrawen vnd beifallen ist das recht anbeten. Jen. 1, 501)'' ; es macht siedaseusserliLli anbeten jrre. 2,278*« diszes riTihoUens ist jtzl h^dor alle wpllf, ynn allen \v Mick ein voll, von anbeten des sacraments. (1523). Clj^ Anbcitr» n». adoratar: es kompt die zeit vnd ist schon jtzt, das die warhaiTtigen an- Ix ti r werden den valer anbeten ira geisl vnd 111 der Wahrheit. Joh. 4,23; eine ton Bind- seil nicht angegebene var. dieser stelle: es kompt aber die Iseytt, vnnd ist schon iltt» das rechtscbalTene anbeter den vatler anbe« ton werden geystlich vnd rechtschafTcn. ron anbeten des sacraments. ( 1 523). Cy" ; mau wird mir meine anheter . . . h«4>ringen zum gesehenck. ZepA. 3, 1 0. — das ahd. ana- pelari {.Graft 3, 60) hat die bedeutung vm liariolus. Anbetiscb: das sage ich nicht darumb, das ich die hflder verleydingen wttUe odder dievrteylen, so sie zubrechen, sonderlich die, die goltes vnd anbettiscbe liiltler' [hilder, dii' angebetet werden] hrerhcii. widder d, hgml. Propheten. (I525j. Cij*. AiUetf ■ , offerre» mhd, ane biulen {Ben. t , 1 82) : wenn du für eine Stadt zeuchst sie zu I)eslreilen, SO soitu jr den friede ;uibie- teii. :> Mos. 20, 10; wenn die füislen recht anbieten, so isls fast an dem kucufllin, da das bembd anhenget. der 1 0 1 . p«ahn. ( 1 534). Biiij"; das ist das gedingvnd der vertrag, den gr)ii seinem voick anbeut, ausleg. der zehi'n gepot. (1528). Cv; da aber Simon sähe, das der heilige geisl gegeben ward, wenn die apostel die hende aufDegten, boter jnen gdt an. apost. gesch. 8, ISj ybr habt die grosse ;nnd nicht verdienet, «nnilern is! eiu Ii lautier viiiiisonvl angepollen. epistels. i*elri. {Ib2'd). Eiiij^. vgl. bieten, AaUMeiy in einem büd vorstellen: die juden gott schuld geben, er habe Dauid nicht trcw noch glauben f^'ohalten, weil er den messias nicht geschickt hat, welcherlcy weise oiy ii^uo uy Google ANBINDEN 70 ANBRECRGN sie CS gerne helten, vnd wie sie es jm für malen vnd anbilden, ein brieff wider die MaUur. (t538). Dij*. Alktaieif durch binden an eticas be- festigen, mhd. ane biiMleii iBen. \, 130). \} sinnlieh: halde wenU't jr eiue osdin finden angebunden. AfaUA. 21,2; den {kahn) hiiben wir aulT vn«! bnuchten der boKTe vnd banden jn vnlea an das schiif. aposl. yesi-h. 27, 17: fla wil keiner da? maul aullllnin Oi\"v iHii' in.m sagti der Katzen die scht-llen aiii'iiiilcn. das 14. vnd [b. cap. s. Johannis. (1538). 2) figürlich ; wenn man yhn (gott) so wil hellten vnd anbinden an leit, persnn vnd stelo ... so hat man sein gefeylel. rber das ersle buch Mose. (1527). Uiij''; darumb Ha- bens die apostel auch selb« für nOlig ange- sehen, das sie das newe testament in die griprhisrhe spr.T* Ii Tasselon vnd anbundvn. Jen. 2, 464". iwnmm meint, Lalher ver- wende hier anbinden ßr Hbmrtßfim, ioeh ku»n «fol VW einer überulMmg it* %. tett. in die griechische tprüche dmth Me apMtel keine rede sein. '6) sich anbinden: es sey denn, das ersieh dir anbinde vnd beseheide dich zu einem son- derlichen lissch durrh sein wurl. das diese icorl Christi noch fest stehen. i l527). liij''. Anbisi) 'f'f'A iiiiliisz : ktniler liiilil ylir cyu anbisz? Juh. 21, nach der stpi.auay. des n» fe«l.v.y. 1522 ; später: habt jr nichts KU essen? — voc. v. 1429 bei Schmeller u th. 1,201*: jfiit.H nlitni, morgenprnt. anpis ; voc. yemma gcmmarum (1513). bl. Üiij'': vcsca. ein spysz oder ein arabysz. ABblibea (anblehen) » «mbtörren, anbtS' cken: wo dis (sc. da» amlegen) nichl gc- scliiclit, >o ist ilieppmeyn«» der leclion nichts gebcssort, wie ins her ynn kluslefh vnd still- ten geschehen , da sie nur die wende ha- ben angeblebet, von ordennnj^ goftU dienst, ( 1 523).Aij^ - von m/td.blachen {Ben. 1 , 1 9G ). AnblasfUf an etwas lilnst-n, ahd. anaplä- san {OraffZ, 236): wiud koni herzu aus den winden vnd blase diese gelödlen an. Jbecfc. 37, 9; vnd da er das saget» blies er sie an. Joh. 20, 22; mit einem bPsen odeiu anblasen, ob man für (fem xfrrhrn f^ithen muge. (1527). Biij''; mau mus vn:> ansingen vnd anblasen, da^ wir :!'n>i! Christi. (1&26). liij'; der glatih knn nichts leihlich«! znni .inhlirk haben, ebend.; vber der tnnll'e Christi i^lntcbt ein solcher schrcckliciier anblick m sehen gc- west, wie am berge Sinay. meo predtgten anff der hindertauffe. (1540). Eiitj*^; wie lang s>dl ;inbli(k {das uns vor augfn Stehende göttliche gericiu i«'}f^ 2) der auf ettcas gerichtete blick : li euiid- licfaer anblick erfrewet das herts. spr. 15, 30 ; nu isla ia einerley kimllin, einerley beilAnd» vnd wird doch zweierley weise angesehen, gpi«lhrh durchs worl, leiblicli durch den an- blick. das diese UH^rl Christi noch fest stehen. (lS27j. lj^ 3) einmal aneh «eie das einfache blUk für momenlum: das wir plülzlicli \ii i, ahd. an- dar {Graff I, 370), goth. an|>ar, comparativ von einem poiUiv, welcher »kr, anja labtet und mü 9ker$nng de« n tu I lat alius, ^flV. alis, a/»d. all, olilCra//' 1,223). vgl. Grimm gr. 3, 635. 636. trth. 1, 305. bei Luther begegnet statt der mit den geschlechtsen- ^Mgen vendtenfn formen im nom. sing, bei- «ohe wuner im/lec(ier((;t ander; wir ertau- ben uns kaum noch zu sagen nndcr i'Hi ander herz, Luth. unterdrückt auch die männliche flexion : ein ander weihe es ein. 5 Jfof. 20, 4 ; kein ander boI von dem heil igen essen. 3 Jlfo«. 2^,1 0 ; bis da.s ein ander kOnig aiifri::nii. apost. gcsch. 7, 18; Lullier i^l fin ander llus. Zsviugcl ist (.'in amlcr (^liure. vom abendmal Christi. i \ b2b). biiij' . nochhäuß- ger ist dieses unßectierte ander imarttkuHer>- len nom. sing, aller gescMechter , wie über' haupt Luth. das ,,üher!cngc e" gern ausfallen Uesz. die obliquen casus fordern selbstver- ständlich auch bei iMth. diefiesUm. Stander wMeren form anderes (ahd. andarai;« «nM. an- dere^) bedient sich Luth. der gekürzten an- ders {mhd. andere;): ellicbc »cbrien sonst, etliche ein anders, apost. gesch. 1 9, 32 ; viel anders mehr vermanet vnd verkUndigei er dem volck. Luc, 3^ 18; Helen sie auCT ein anders IhOilich ftraemcn. «peMk. 19. 3. Was die bedeutung wm ander betrifft, so ist es 1) zunächst das ordnungszahlwort der zweizahl. Luther zahlt stets der crsle, der andere» zum ersten» tum andern und nüht der zweite« zum zweiten : da wnrd aus abend vnd morgen der andor lag. 1 Mos. l, 8; so er kom|U in der aiulrrn wache vnd in der drillen wache. Luc. 12, 38; das ander weh. ist dahin, sihe das dritte weh kompt sclinel. offenbtJeh, lt. 14; vnd der hahn krehet • /imi nnd»>rn naal. Marc. 14,72; e6eii«o: da-? ander buch Mose, das ander buch Samuelis, die ander cpislel an die Corinther. hsMB xiehsn wir zweile dem ander vor, doeh vor- i'inzell haftet es noch. vgl. anderlhalb. 2) die bedeutung von aller behauptet an- der in allen sätzen, wo eins daneben steht: darein bewUligl sie , docli mil dem bedinge, das der eine sie terel in den himel faren. der ander, das sie wider herab farcn künde. Ver- legung des nkoran. (1542). Kj" : ein nach- bar {gedruckt nachlbar) isl dem andern einen brand sdiüldig. der 147. jmoIni. (1532). Biiij!*; ein woUT beschreyl den andern niu die sieben puszpsalm. Willemb. 1517. Cliij''; t'S wird srhiildifj vnd \ nsehiildifr einer mil dem andern leydüu müssen, der prophet Ha- baeue, (152ü). ej''. 3) ander = alius: ob sie \ die irunden- male Christi} nncli frisvii. nlVi !) mk) roll sol- len gewesl sein, wie die malcr m iVi n, l.i I \2, mhd. andcrhalp (Ben. 1 , 614): Mdster d« etwa anderhtib hundert personcD jnnen g<»lcl)l. auff das vermeint keherfifh edict. (1531). Fiiij"; ein jglich rad war anderhalb eilen hoch. 1 Aon. 1, 32 ; mMalbe eilen lan^ und breit. Eweeh. 40, 42 ; vnd ich ward mit jr eins ymh funflsehen $ilberlinge vnd anderhalben Iiomer gcrslen. Hos, 3, 2. in der bibel kommf Jedoch auch diff dtm ilritiiiaib, vierllialli nachgeahmte form aadertban» vor: anderthalb eilen die breite Will milerlialb eilen diehfthe. 2Jfo«.2&, 10. inderleij anderer nvi. verschieden : das du dein vich nicitl iassosl mii andcriey [vulg. alierias generis) Ihier tu achalTeo haben. 3 tfttf. 19» 19; ich naeyn yhe das sey klar pnii^ hfweysscl , d.ii wir alle priesler sein vnd diese priesler nU anderley priesler, son- der koechl vnd nrapl leult sein, oujf das tHinAritlHeh buch »odU BauMW. (1521). €]*; erstlich isl das'gewis, das Zwingel vnd Frolimpad ym verstand eiiilrc( lilig sind, wio wol die worl anderley sind, das diese wort CkrUü noth fetf «feAen. (1527;. ciiij*'; c!« were doch die Ittgen nicht so gros vnd die «vpr es menschen wort, kurtz bekenlna vom heil. «acrameHf. (1544). FiJ''; das vierde thier, Weichs gar änderst war, denn die andern alle. Dan. 7. 19. Anderiswo, adv. an einem andern ort, zusammengeschobenes anders wo: kan er dich do auch nicht stOrtzcn, so greyill er dich aber anderswo an. epti^l t. PMri. (15231. crj"; dnrli liab ichs sonst anderswo sidii fide f:;ol)raiirlil. ein sendbrieff lou dol- metschen. (1530). Bij ; das icli wol geneigt, jn anderswo hellTen au verbitten. Jen. 8, 425' ; sondern steiget anderswo hin ein. Joh. U\ 1. Ander!»Hoher^ adv. von einem andern ort her: vnd es gewis dafttrhieUeD, er warde nirgend anders woher komeo, denn von dem stamme Dauid. Jen. 3, 462'*; ein fremdlmg heissl ein einkömling oder nnsicnder, der an dem ort da er wonel nicht bUrger ist von ankunlit vnd gehurt, sondern anderswoher sein aoknnin hau BM. 2, 137*'. Anderswobin, ndv. an einen andern ort hin: yliren kindeni vii'DtftTUALB 74 ANEINANDER "(1523). Anj'*; ehe denn wir genannlea do- clorcm ander$«woliiu ordnen. Burkhardl hrt>'fu\ 300; wo solt dis bilde andcr<\M> Iiin gehüreu, denn voier dielhierc in apücdl)|>äi? Jen. 3, 34 f. Jüiderihalli «. anderhalb. Xnderiing, f. mulalio: \mh des lands sunde willr-n werden viel cndminpr» der farslCQlliUme. «|>r. 28, 2 ; bcy jnen isi kein vntersefaeid der seit, siete, werk oder der eoderungen. rani^ «« S»»d^ 26, 20. Bind seil bibel 1, 527. Audrrwcit, adv. hal bei Lulh, noch du- bedeuiuny von ilerum, zum ztceilen male: darumb hall Christus wollen geporn werden, auir das wyr durch yhn anderweylt gepornn wurden, auszleg. d. ep. vnd enang. von chrislag etc. (1522). Fiij"; der alhneclilige gol vud vallcr vuszcrs licrrn Jhcsu CUrisli, der dich ander weyt gepom halt durdis wasKcr vnd den iieyligen geysL das tauff- huchlin verdeutscht. (I523L h lüj'". im n. tesl, übersetzt Luth. yt^yr^t/f^ytu uvut&ty „von nmum geboren weräem/' üb ttaUe Gal. 4, 19: meine lieben kind«r, wdebe ich abonnnl mit engsten gcberc, wird in der nualcij. des propheten Sacharja Cciij'' ci- iierl: weiclie ich auderweyl gcporc. — mhd, anderweil, anderweide {Ben» 3, 552), gtei^viel mU anderweit, anderweide ist an- dcrwcrhe (toe. «X quo vgl. Grimm gr. 3. 232. .iudcrwoj wa* anderswo : dann aller erst, sxo du will, niagslu geben tn dem gebewde s. Pein s addor anderwo. sermon «Oü dem abltm vnd gnade. fl5lSi. Aiij''. Andrehen, drehend anlügen, in der figür- lichen redensart: den rechten eine wcchs- serne naseu andrehen. Biet» l, 392*. Ane (an), nhne, praep. mit acc, ahd. Ann, Aiio (Grafl 1. 2S:)), mhd. Ane, an {Ben. 1, 40j: an forchl vnd dcmul mag goll nieinanl behagen, dl« at'e^en j^spseUm. WUtenb. 1517. Bij'* ; es wirl wol mebrdingaan grundl vnnd bcwerung gesagt, eyn sermon von dem abla^z. (151S). Aiij ; das nu wcni^ muglich, vnd an suiid»Te güUis gnaden vniiiuglicli ist (nem/ieA keutchheil tu halten), eyn termon von dem ehelichen eland, (1519). Aij** ; Ge- deon an all »cliwertschlag die feynd verjagt. eyii «ermoA von der hereiflung xmn alerten. (1519). bj"; das ist nit an sonderliche orde- nung gottis gcschehfii. eyn kttrcz form der ezehen gepoU. Hb'Iii). Aj''; alsto niagk ein ylzlicher dewten an aHe ferligkeil. euang. VOM d. tsthen auszsetzigen. (1521). Kj^; da hat er :m tzweylTel gcwoUel, das man nit srhiechl hyn glewbe den singentenJ/.ernn. der '66, psalm. (1521;. Dnj''. später on{d.i. one), e. ohne. Ane (am, erseheint wie mhd. (Ben. 1,40) ]nifl ahd. \ Graff'\,2%^' amh noch bei Lulh. m Verbindung mit sriii luid werden im iinne ton los, ledig, frei, der ton ane abhängige gen. geht aleli voran«. a) iiitl sein: die bOsce fleyscUiche Inst, der nicmaiil an ist. eyn sermon von rfwi eli' liehen siandl. (1519). AiJ''; die Schmeichler der kein herr magk an sein {ohne die kein herr sein kann), dai wtagnifkaL (1521). I ij''. in der septemiberauig, die n. ie«l. v. jf. 1522 statt an sein schon on sein: der Bun- den on üeyn. 1 Pelr. 2, 24. b) nut werden : ao man ansicbl acheynet es wol, das ybre tichler lo vR iseyt vnd pai- pyr gehabt, derselben nit batt wiszt pasz an zu w'crdpn, d.inn das er mit vnsawcren Wor- ten die warheyt angrißeu. egn sermon von dem afrte« vnd ^nod. (1520). Aiiy''; alle» bringen wir also vmh vnd werdens vnnttts an. (iüchr. 429"; alle jr gut niii f m orlztpn w.ir .inworden, lischr. 31*>'. m der verbind dung mit werden erhielt «ich aUo alleres an längevt wiewekl bei ff. Snefts auch on wer- den begegnet: man fmdt aber . . . vil irun- ckener pöltz, spieler, hürer, dif il i I.v; jr vnniitz on wenlen. ein dialogus . . . den geyU auch ander offenlich laster etc. betreffend. (1524). Bij^ «l«0o seit dem 19. jh. erheeh anwcrden in der schrißeprache. Anelnandrr, contimtm. jugiler, znsam- menschiebungder vorgesetzten praep. an mit einander: wiiche spräche hal solche weyse odder art in reden, das sie awisschcn aweyeii werten die aneynander gehOren eynen sol* eben baufTen wort vnAUR£N ueoBtar aneioander. vferirot^ehep$ttlmen. (1526). Cv^. in der bibel die praep. auch gesondert: fünfle (teppiche) sollu an cinan- aader fügen. 2 Mos. 26, 9 ; &ie (die gotUo- MR) hengen sieh an anandw. ps, 10, 2; Tnd sind an einander erhitzet In jren ltl»ten. Rüm. 1, 27. f^L aufeinander. Aiirrcrbt, durch erb ^rhafl überkommen : da sie inil einander sitzen in der ordenllKlien laererblen gewalL üusieg. d.ep.vnd euang. ton ostern etc. (1544). Mij*'. vgt. ererben. Anfafaen , anheben, beginnrn, rnhd. an valit ti, zmaiinnengt'z. ane Ni'in i Ben. 3, 203), ahd. aitafärliaii {Oraff 394. 3ü5j. da» hatte Muh hu prau, vofgedfw»gen» anfan- gen Aal Lnth. nach nicht, doch iogt er An praet. nur .inrieni,' ttnd im part. prttHw MÜ- gefaug^n, nie antic und angefallen. t) transitiv, a) mit acc: die Römer fahen das jar an ealendis Januarij. hauspoit, Jhena. 1559. 67*; so wUsen wir das ale sol- chen krieg niclu luiij^'* n jnu L'Olies naoicn anfallen, uarnunge am.l. ütuduchen. (1531). Bij*; wer sol für uns hin auff ziehen den airat aozafahen mit den kindern AeDjamin. rieht. 20, IS; Judas fieng einen gesang an. 2 Jtfacc. 12. 37 : Jlicsus Heng an eine lange predigt. Marc. t>, 34 ; das ding iii nit yn goUis aamen angefangen, auff des hocke tu Leypcxick anlteorl. ( 1 52 1 ). a ij*. b mit praepositionalem infin. : licxite wil ich anfaiicu dich gros zu machen. Jos. 3, 7 ; er wird aoEahcn Israel zu erlüsen. ricA(. 1 3, 5 ; ui den ich aber anfieng su reden, fiel der liciUge gList auir sie. apost. gesch. 11, 15; fieng an Toriulhis zu verklagen, 24. 2; vnd Sengen an zu piedi^'iii mit aiuicrn zungcn. 2, 4; als wen mau anlicngu Izuleren es wcre «ind des kflohs fnller antzururen. roa Mder gestalt. (1522). Rj^: ich Hab angef.ir^en ni geben für dir den Sihoti niil «einem laude. 5 Bios. 2, 31 j es haben viele adch ding zuslralTen angefangen. buUa cene iemM. (1522). Kiij^ den biotJten inf, ohne zo gebrauehi Luth, bei anfkogen nidU, käu- fiff Heht aber cj statt des inf. ein angereihtes und: Keafa aber fieng an vnd ward ein ackennan. 1 Moe, 9, 20 ; Beltsazer fieng an vnd sprach. ^nt, d, 16 r vnd sie fiengen an vnd haten jn (tml ^QjßatfTO netgeatttXtt^ ewi6y), Maro. 5. 1 7 ; da ßeng er an vnd saget (^^loTO AA yuy). Luc. 1 1, 29. d) bei anfangen finden sich die praep. an, mit. von: fahel aber an an meinem heilig- ihurn. vnd sie fiengen an an den alten leaten. Ezech.9, 6; wenn man anfehel mit der ■«irhel in der saat. 5 üfo«. 16, 9; vnd (Jhe- sus) fieng an von Mose vnd allen prophclcn. Lue. 24, 27. e) part. praet. : ich ttbenchicke e. f. g. Iiicrrnit das nTigefangenc magnifical. de Wette br. 1, 582; gott stfirkc puch im festen glau- ben vnd verbring iii euch scm angefangen werck seligltcb. ebend, 4» 532. 2} intransitives anfangen: von der tzeyt an, da die sLluiIilieuloiiiL' , das ist die trie- ^isi lie thcolugic hatt angefangen, ist die theo- iugie des crcutzis ausgelcdigt. ein vrteyl der lAeo^en txu Paries, (1521). Ciüi*'; arme fibelisten vnd anfohende schdlcr. vo» den concilijs tnd kirrhni. (1539). Cj". 3) sich anfabcn : wie dasz rotten vnd zweiuiig sich suilen auch unter euch anfabcn. de WeUe br, Z, 4. vgl. fahen. Anfahen, n. : das anfahcn haben sie wv- schen, das liaboii dir» [»apisten zuuor. Jen. 5, 307"; es ist noch alles das aufahen. de Wette br. 2, 136. Anlhhif ■ (anfareo), inlraneitiv und traii' sitiv. 1) intramilif . faliiciiff rr» einen ort /ur- ankomment mit dem sclulj a;u land fahren, ianden: wir mflssen aber anfaren an eine insulcn. apost, gw^ 27. 26; sie kamen in das land Genesaretb vnd furcn an. .Ware. C, 53; Japbo i^t die stad Joppe da man ilzt anlt'i'cl, wenn man zu Jerusalem fercl. der prophet Jena. (1526). Cij*. 2) transiHt, einen anfahren, a) jeman- den :u dass die»ser psaloi vod seyns gleychen nymer mehr wir! pnintllirlt vfir- sundcn adcr gebctt, »•^^ ^^c lio d.iri dem men- schen der anfal vnder die äugen (es ist von dem gehrecken vor der göUUehen strafe «tt'e rede), die sieben puszpsalm. (lol7j. Aiij'; vrrd |.Mjll sich mit :Mi]rIii'ii lu.iiicherloy husta aiiiellen als wull er die leul schlechls Ireihcu vonderhureroy zum ehelichen leben. Jen, 2. 159^ 2) für heimfuU eines lehens: es hat auch der liclte t ninholie geyir, »Ion |»raucli crdarhl, das mau die (»freunden vnd lehcu vurkculU \nd leyhet auf solchen vorteil, das der vor^ keuITer odder hanüthierer draufl IrhAi den anfal vnd Zuspruch, das szo der hesilzcr slirbl das lehon frcy witlilcr hovn« slerhe dem der es vorhyn vorkanlii, vorhiien odder vorlassen hat. an den dmsttichenn adeL i 1520). venn. ausg. Diiij''. ;? I im n. lest. itb> rsrtz( T.idh. x/.r^ndg < ru!g. sors) durch anfall : du w irsl weder lud noch anfal haben an diesem wort, apost. getch. 8* 21 ; vnd {Judas Iseharioih) hatte vbir^ komen den anfal di»v .iiii|iis. 1, 17 iMieft der er.*(ett ausg. dts ti. 1522. Anfangi m. das crsd uovon, gegensatz ron ende: am anl.nii; ^Lilu^' goU himel vnd erden. 1 Jtfo«. 1, 1 ; im anfang war dasworl. Joh. 1 , 1 ; ynn yhcnent leben ist anfang, mitlel vnd viulv (Irr wrili ganlz aufl' eynem klumpeu. epistcl s. Petri. (1523). Xy'i vn- geschaffen, des wescn kein anfang noch ende hal. d/e oto.(1538).Aiiij'' ; eshiini ijit (I.is ni.iM wil .Tiiflitlaszen es hab ein gullen aiil.iiig \ 1111(1 -l y ein gut werck, anden christl. atlvi. \ iö20i. venn. ausg. llmi^ ; ym anfange, ehe die kranckeit vbcrhand nympt. ob man für dem sterben fliehen mii9e.(1527). CiiiJ\ nnfanjr pß' gl » «> »'ndc gern drm abhän- gigen gen, nachzufolgen: die furchl des herrn isl der Weisheit anfang. ps. III, 10; den sthcndlichen götzen dienen ist alles liu- sen anfaug. weish. 14, 27; das ist der uul anfang. Jlfarc. 19, 8. mhd. anevanc (Ben, 3. 210), oM. «Da- fanc {druff 3, 41 Ij. Anfnn;;en s. nnfabpn. Anfänger j m. auclur, Urheber: auQsehen auff Jhesum den anfeoger vnd volender des glauben«. Hebr. 12,2; wcd er solchs spicis aiifcnpor vnd meister ist tcidfr di'' anfino- mer. il53ü). Aij^; aoleuger vnd vrsacher. Je». 1. 144^ Alfllglidi für anfangend iai uns nur in den ersten ausg ahm des n. test. begegnet; nposl. gtich. 1, 22 uht-rs^ tzt Ln(h. an das griechische genau sich anschlieszend : an- fenglich von der tauffe Johann» {dgiöfti^ ¥oq &nh tev ßaniiafmsos'Jwäww), itp«> ter : yon itor laulle Johannis an. Anfeehten, mhd. ane vehlcm//'» Ii, 310), ahd. anaiebtan [Graff 3, 444j, t<('rn,t deutsch. (1522). Hj»; besorge auch, »o die- sem mittel nicht folge geschieht, vnd weiter werde angefochten mit gewalt odder Worten* • so wird das ding allererst re< hi « raus fahren, vnd aus dem srhmiprein ernsl w ei den. de Wette br. 1,20S; vud ob wir damit angefothleo w ür- den, das wir doch endlich gewinnen vnd den sieg behalten. Jen.%,'d^h^ ; es fleht mich nichts an, das cllich inyr schuil gebenn, ich wolt inicl) anmaszen gröszer ktinst, dfiiti alle welll halt, manuscr. d. bibliothek zu Gotha cod. Chart. 379 pag. 9 {Erl 24, 13). das praei. lautet bei Lulh. Mch anfacht : das der satan zu seiner rechten stund vnd facht yhn an. der prnphet Sncharja. { 1 528). Mlj'; dieses facht luicli auch au, das ablas gering zu achten» Jen, 1, 115''. oder ist es hier anfacbea impellarc, incetidere? InferbttT, m. In zeichiittng des Knifels als Versucher: dazu wund^ch vnd biete ich e. f. üigitized by Google AIiFECHTL£ili 77 ANGEBEI« g. glack vnd heil, das es zur gesundheit 4ia€ nid zur veriechungdes anfechlen. «len. 6. 179". — mhd. anevöhlaere (Ben. 3, 312). Aaferbtleio j n. eine leichte anfechlung: er Uii-hel hat eio kleines auieclitlein bekoiu- ■wi. it WtlU br, 4, 490. Alüechtllg, f, v&nudiunff, mhd, anvi^h- tonge (fien. 3. 312.1: die anfeehliing lerel auff? wnrf nicrckcn. Je.?. 28, 19; wacliel vud htM, das jr iiiciil in aoTecblung fallel. MatA, 26, 4 1 ; zu der zeit der aoreebtung falkn sie abc. Luc. 8» 13; wiiMei iliiil' hal Lm andi tiiiL' wtiliischc aiirechlung. vber das ente buch Mose. (1527). Tlj"; ich bab wul 50 harllc anrechluugc da erUUcn vnd ■ich geroDgen vnd gewuodeo, das ich gerne eraus gewesen wcre. eyn brieff an die chri- tkn zu Struspurg. (I52r)i. Aiiij' ; ilio dem anfi'ctUungen vndleyctcn i»ind alles nucii üidisiehweou dar gegen, amil^. der ep. «ad mutg. vcn der heit, drey könige tag. (J525). Ciij"«. .iafeiaden, hassen: was km (1527|. KüJ - ; sie trcden aufi der vernunltl duackd» der solsie wo! rf Olli anfiiren. das diese vfWi Chrüli Hoch fest stehen. ( 1 52 7 J. fij". Aafart, wie das einfache furl bald m. Md /*., ort xwn anlanden» Hafen: Sebulon wird am ainfttrt des mh eis wooen vnd am »nfurl der st hifTr. 1 Mos. i\) , 13; gegen d«u aafurl des nieers. 5 Alos, 1, 7; eines Mfnrts aber wurden sicgewar. apost.gesch. 27, 39; da ist der anfurt an das jttdisehe Und. der prophet Jona. ( 1 526). Cij". iceib- lich: Asser sass an der anftirt des ineers. ritht, 5, 17; {Simon) erobcri die sladJopiJe md die anftirt dabey. 1 Maee» 1 4, 5 ; da die aalort «gelegen war zu wintern, opotf. gesch. 27, 12* j»!.: 6as auch die anfurt er- beben werden. Exeeh, 21 1 28i au alten an- furlen des grossen meers. Jos. 9, 1 . die ndd. Übersetzung Bugenhagen's hat mit aus- nähme von 1 JUos. 49, 13. wo anfarl stellt have, u>ae £«th. nur an einer stelle {E*. 25. 16) braucht, in den meieten dieser stellen ist jedoch nach dem hebt, (qin) dat gestade, die mpcrp.vfrti-ffp gemeint. weder ahd. anafurt noch m/id. anevurt bß' gegnetp aucJk m den «ocad. dee anegehenden 15. und angehenden 16.jA. habe ich anfurt nicht finden können ; erst AI he nix fhrt.Zij': jiorliis, n,m;il<'. slalio. srliiniiMid, ^iiiluil. Augalfeü} mit yeöjlnelem munde und ueil aufgeritsenen äugen beumndemd anttarren, mhd. anekafTen, an kaphen, an kaprcn (Ben. 1, TSfl): die scheinenden heiligen aber gaf- Icl cm jeder an. Jen. 3, 28'*. vgl. gaffen. Angeben^ in mehrfacher anwendung, 1) andeiilefi, anteigen: dammb ich auch yin vorigen capitel die allegorieu odderbeyin- lidi' II (ti'iitiingen hieber gespart baln«, weil sie derpi uphel hie üelbsleiTur zeucht vnd angibt. der prophet Stt^rja. (152S). llüj'. 2) ftexeiefenen, nennen, wofür autgeben: den kurisser wie er mich angab, eyn widder- spnirh. (1521). was gotl für wunder ihet, das waren keine wunder bey jnen (den pharisäem) , was sie aber lUr wunder an- gaben vnd slimpten, das solten wunder sein. Jen. 2, 37S^ 3) besehuldtiien , anklagen: das erden- ckistu, nnch anlzugeben, wie du scbreybisl, e ynen hochtragenden,hochmfliigen menschen. auffdes borks zu Leypczick anttcort. (1521). aiij'* ; tlaniiiil) li.il der leiill't l viitteinbube zu samen gethan.rnicii für dt^r well an zugeben, als belle ich bcrlzog Georgen auU's aller ergeste gtQuchl. von heimlidten vnd geelolen Mef' fen* (J529). Uiij^; da zu bat erdeinen knecbt .Tfif^eprben (vulg. accusaviti für meinem berru kuiiige. 2 Sam. 19, 27; für dem keiser aulls allergill\igsl angegeben vnd verklagt, l orr. auff die weitheit SaUmonie, Bindseil 7, 414. 4) sich angeben, sich wofür ausgeben : er (der {eufeO knn aiioh die ktitt«t. ikis or sich iii deruiaiestet für golt angibt, ausl. der ep. rnd euang. von ostem ete. (tS44). bij*. ABgfb«i| n. Ij vorseMag, raih: zum Digitized by Google ÄiNGEBER 78 Ai\G£U£N vierten hal roagister SpalatiDUt durch an* geben herr Fabian von Feililz das voi^e> schlagen, de Welte br. 1 , 203 ; man halle auch aus des Plolemei angehen ein gebol lassen aüigehen. % M^cc. 6i 8; hatte mir fttrgenomen, durch framer laute ange- ben, e. k. m. diese vier psalmen zu zuschrei- ben, vier Iroslliche psalmen. (1526). Aij'. 2) anzeige, beschuldigung : die lugen vnd falsch angehen der boszwlchl. auffdasifbir- ehrisUich Imek bcekt Bm»er$. (1521). Aij'*. Angrber, m. anzeiger: sif ist der heim- lichtr Till im erkenlni'? troUos vud ein angc- bcr hoiiier wcrck. iceUh. S, 1. Angebarea (augcporn, angebom), mhd, an geborn (Ben. 1, 157)» durch gehurt tnil- getheilt: es niusz allis auszgefegl werden«, was vnsz angeporn isl von Adam, tcidder die bullen des endchrists. (1520). fiij''; ich mus wol ein sunder sein , es isl mir ange- boren* termon von dem »üerament. (152C). Cviij''; das sie böser art waren vttd jr lios- heil Jücu angeborn. weish. 12, 10; das erb- lich angeborn vbel. aHideet to da heUen 9oUen ete, (1538). Fij**; es kOmpt aber alles von (Irr leidigen angebornen |dage vnd vbcl, das da lit'i^Nl die eibsünde. ausleg. d. ep. vnd tuaug. cuii oslem etc. (1544|. Rrv''. Angefähr (angcfchr, angefer), adv. für ohngeDihr is. d.} begegnet nur noch in den ältpsten dnirl.vn Lulh.'srher Schriften: das er (Eck) mirh vnvorseheiis rysse ynn eyn dispuUlion vnd ergriffe bey eynem wurlie von dem hapstum gesagl, das myr angefehr empfallen war. egn scndbrieff an den bapst Leo X. (1520). Aiiij''; es hognb sii li nlit r angefer. Luc. 10, 3t t» der ersten ausg. äet n, lest. v.j. 1522. AigeMei» gleid^bedwlend mtl anheben» do^ förmlich davon verschieden und nach Grimm tttb. 1, 339 rondem subst. anhab, angchab anfang ab zuteilen: deraiigehahende getst vnd das erste stuck der gnaden hai al- lein die arl, das es Widder die vbrigen sunde crbcitlol grund vnd vrsach. (1520). ciiij'. Angehahen,/Hjr/.prf?("f. nm anheben (s.d.). Angehen ; mhd. ane gCu. ane g;1n (Ben. 1,467), oM. ana-gin, anagen (Graff mit trans. und intrans. bedeutungenj die jedoch ßrimm wl6. 1» 3U— 343 dadurch QUizm^ehen $ueht, dau er für die füüe anecheimi^er inlranailtoii emem weg^euH' neu acc. annimmt. i. transitive beät niuagen, 1} einen angehn, an einen herankommen, heianwümehnngen towoM von heil aU ameh von Unheil: so müsse dich auch ein gul jar aiiy* heil. Jen. 2, iri""; pfu ilas euch dis oder itii ni's angehe, aiwi. der zehen gepol. (152%}». Fiiij'. öhkHt^ verwfknsehvmgen hei Agri- cola tprichw.: das dich ein bös jar an- gehe, rr 172; «las Falbel {fallend ubvh gi ho dich an. n. 475; die dnis gclic tluh an. n. 4ä2. ohne xweifel reiilten diete fortneln m höhet alterthm surficfc, wo man eidt w»- heil, Seuchen» krankheiten noch als leben- dige, den menschen feindlich anfallende Wesen dachte, vgl. Grimm miglh, 3. autg. s. 1106. . 2) eine ^leCeft uMe pJkraae üt QOth geht einen an, welche bei Luth. einen wom «o- ihigen, bestimmen ausdrückl: \\n< utrc Uin&lum not angaogen, das er solciic woi l so eben soHt vber dem darreichen vnd da er heysst essen, sagen, so er wol ander seyt dazu halle, das ander teyl tcidder d. hyml. Propheten. (1525). Fj*; was wol den euangeUslen not angehen, das er eben hieher setzet, wie des herrn Christi mntter vnd brdder draussen gestanden sind vnd mii jui haben wollt n rt-tlcii. Jen. 1, 151''; vnd wMs gicnpc IHM Ii no(h an in eins andern Sachen ? de YVeUe br. 4, IS6. 3 ) häufiger isi angrhn mit ettea* tu ithaffen hab< II, ddinitin Verbindung stehen, betreffen : was ürlici dich der fried an? 2 kön. 9, 18; was gcliel VHS das an? Matth. 27, 5; was gehen mich die drayssen an? 1 Cor. 5. 12; er (JVoses) vns nichl weiter angehet, denn als fern er mil dem natürlichen geselz vber- ein kompl. ausl. der zehen gepott. fI528) Biiij''; ellwas das göUerey odder golles dtensl nicht angehet, toidder d. hyml. propheten. (1 52b) Bij'* ; was angehet dis xeiüich leben. ztco predigt auff der Hindertauff, (1540)IIij*. //. intransitive bedeulungen. 1) beginnen, anheben, das Icuer geht an. beginnt m» brennen: man sola fceinenf fiBrstm verargen, wo er merckt bey seynem naehlMir» das es rancben wU, ob er friede vnd sidiefw- ANGEUÖKEM 79 ANGEL lieil begerd» ehe das fear ansehe. M» Meine antwort. ( ! 533) Hij'' ; d.is fcwr isl angangen durch meinen forn. 5 Mos. 32, 22. füur ^ieog aa io Jacob, ps. 78, 21; wenn das hans der hultxera. vergUlüelen md vbcrsil- lerten gjilien vom fewr angehet, ao lauJIen «lie pfaffen dauon. Bar, 6, 54 ; dasz der wald Lei VWnl.T rnicli .uiLvni^rii'n sei vml vii-l orten mehr, Inlfi kein iusi hen. de WeUe br. 5. 200. jWek im ßwr enihrmmi amd^ der grimm wiiurn: dammb giengauch meinsom vnd frimni nn. Jer, 44,6. der zoni gieng an vber tlie %ngleubigen. Sir. 16, 7. vom einirelen er$chr eckender wie froher ereignisse: die pbge «arangangeii vnler dem vokk. 4 Jfoi. 16, 47; wo iler recht hewbtstreytt angehet mit Afm tfiiffrl vntrr vns splhs, miisscn wvr gewarten. d.is auch die fallen, dio ilzl ilic «pUxen rureri. ro« 6etder getlalt. (1522). J^i bnüger noasen wyr tau erst werden, vnd new fasz machen, ehe die weyo emd an- gelicl. elend. Biiij''; vnd storhen zur zoil der «*len enidlen wenn die gerslenerndle an- 2 Sam. 21.0; Christus reich gieng an, dl Josna al«m vod prieaierllium noch atund. der profribei Saeharja. (1 528) Oq'>. 2t glnrke^n, iflhiqtn: Iriegen ist, wen die lu^tu •ifraieo viul angehen, wie den bapsls- Jo^en gesehehen ist. Mto cene domtm. <1522). Eij*; (JnuMl) wird ein gewaltiger meclitiger herr, gehet yhm glücklich an nach »fineni rurncmen. vber das erste buch Mose, il527). HUj"». 3) «ndüdkfrroiicMZMlAw angehn imgegen- Mz SU abgehn auch ßr da» mUrtlMi eines amlei!, (Ueitstes : vnil die nliorsten vber hun- «l«rl Uiele» alles, wie jricii Joinda ilcr prifstcr ße^ten balle vnd naoien zu sich jrc iiienner, die des aabbaths angiengen mit deneo sie des 'sbhaths abgiengen. 2 kön. 11,9; wenn ein teji ilijncng, so j^iong d.is ;inder an. randg. 2 knn. II, 5. // / n äs e i l bibel 7, 497. Angeboren, an einen gehören^ zugeMren, hemmen, bei LtUk. tete mhd. (vgL Ben. h 713 ) und äUer-nhd. slets mit acc: wer angehöret in der stad, den füre aus Wiener «lel. l ifo*. 19, 12; meine toehler. Wen gehürcsl du an? 24, 23; wer ledig ist, der sofget, ffkt den herm angehöret» wie er den herfn gefalle, wer aber freiet, der aoi^ get, was die well angehttret 1 Cor. 7, 32. 33. ebenso v. 34.; welche aber Chri&tom aii;^fli(iron, die crci!t7ii''Mi jr fleisch sampt den lUsten vnd hegirdcn. Gal. 5, 24 ; wenn es zeit sein wird, sol er aulT einen lag alle die jn angeboren widdererfur heissen komen, das cap. der ersien ep. s. Pauli an die Cnrinther. (1531). Pj\ im 17 jh. trai an stelle des acc. der heule allgemein giltige daliv ; eine WtUen^, bib^mug. t. j. 1664 heU noch beide caens «eben eiiMiiidef, s. b» 1 Mos. 19, 12: wer dich angchnrel, da- gegen 24, 23; wem gehörest du an? 1 Cor. 7, 32 : was dem herrn angehöret, und v. 33 : was die weit angehöret. Angel gebraucht Lullt. 1) als masc. in der bedeulung von hamus. fischangel: yderman hels gerne verschlungen, aber der ist yhii i/u hart vnd tzu scharirj,'ewr«t. uniwart deutsch. (1522). Aj**; gehe Inn an das meer vnd wirfl* deu angel. Malllt. 17, 27 ; wer nun nicht tust hat xur klaren, ge> wissen wahrheil, kann skli loiclit verdrehen tind idiswirckcn, ob er gleich das maul clwa reiszen musz wie der hechl, wenn er sich vom angel rciszt. de Welle br. 5, 2 1 5 ; da hat der mensch angd, nette, garn, körbe, reuscn vnd allerluy gerüst, das man sicfehet. derprophel Iluhncuc { t ')2Ct). f iiij*' ; alle die, so angel ins wasser wcrllen. Jes. 19, 8 ; das man euch wird eraus rücken mit angeln, ilmoa 4, 2. 2) als f. in der bedeulung von eardo» Ihüranget: ein fauler wendet sich im hettc. wie die itiür in der .iiigid. npr. 2'». I J. auch in dieser Bedeutung slt'ht In-i JaUH. der starke pL angel, tcofür jedoch schon bibel- ausgg. desM.jh. angeln eetxem auch waren die angel an der thür am banse . . . gfllden. I ki'in. 7. 50; das ein jgliche Ihör zwey blal hatte an einander hangen in jren angeln. 6, 34. — eine bei Lutit. häufig begegnende sprUehwörtHche redenwrt ist : swisehen thOr und angel kommen , stecken in die klemme gerafheu, bedrängt sein: danimh wnrdnn die jüden, weil sie so zwischen tlnii vml angel steckten, zu beiden seilen wol geplagU der ^phei DanieL (1330). Cij*; die Pro- pheten haben allielt «wyiichen thOr vnd angel i^iyui^uo uy Google AXGELANGEX 80 AXGESICUT stehen müssen vnd sich klemmen lassen. Uschr. 34S''. rj^^ ihUraiigehi. Nach Grimm wUt. 1, 344 i<( angel, mhd. angel {Ben. l. ib) ahd, angul (Gra ff 1» 345) forttiUhmg ie$ giHeMedeutendm ahd. ango, mtid. anj^e, was vielleicht mit lal. iiiinis haken tpurzelverttandt ist, vgl, da- geyvn Adelung wlb. \, 2üS. AngclangeB s, anlangen. Angelegen «. anliegen. Angeleben; versprechen: vnd Horodi an- gelobt hellen wider zu jm zukoincD. haus- poiL WiUenb. feslUieil 19^ AngeliMe, n . liieriiehe§ versprechen :vni wird c. f. g. nichts helFun, dasz er aus seinem angf liilMl pcschrillen isl. de Wette br. 5, 31. Angeuehni (angcncm, angenheni), adj. acceptus, gralus, tco* gern angenommen wird, wohlgefällig, bei Lulh. KSufi0t nieht selten noch in der vollen geUeM angeneine : wenn du fron) bisi, so bistii angencnie. 1 Mus. 1, 7| keinjirophel isiangenem in seinem v<)ter- lande. Luc. 4,24; Sarauel war angeoeme bey dem lieirn vnd bey den menschen. 1 5am. 2, 2G; alles was einen feil ha(, soll jr nichl oplTern, denn es wird für eiirh iriolit nngc- iieme scm. 'dlUos. 22,20; cwer brando|)irt>r sind mir nicht angeneroe. Jer, 6t 20 ; das gftbei der rromen ist jm angeneme. spr. 15, 8; auffridilipkoil ist dir anpcnrm. 1 rhron. 30, 1 7 ; zu lobe seiner herrlichen gnade, durch welche er vns hat angcnciu gemacht in dem gelieblen. £pA«t. 1,6; (der glaube) alle andere werck vorgnllet, angenem vnd wirdig macht, von den guten wercken. (1520). Aiii]**; aulV das m\ (Iii i ist u-» yhm hereyUei eyn angenbeiu liebes vulok. eyn sermon von dem n, leit (1&20). Aij**; er sucht, das er fünde angeneme wori. pred. 1 2, 1 ü ; zu predi- pen di»s angeneme jar des herni l.ur. 1, 19; ich habe dich in der angeuemen zeil erhüret. 2e<»r.6,2. — ahd. $agl«wtttn ohne an n4mi, groAmi {Grüff 2. 1073), mki, genaeme (nM. genehm) und annaeme (Uen. 2, 370). Anger, m. mhd. anger ( Ifen. 1 ,4 5)aAd.angnr (Graff \,'Sb{)),giasplaiz, „wisenfleck" (foc. ineip. teuf. bl. hj'') , „pratum , viridarimn*' (Alb er US dict. Vuj''): die anger sind vol scfiäfen, vnd die awon stoben di( k mit Vorn. 1». .65, 14; Ifebucad Keiar lies eia gülden hild machen . . « vnd lies es setsen im lande zu habe! aulT einen srbnnrn anger. Dan. 3, 1. — die herkunfl des wories isl dunkel; Frisch 1, 28 leAel et von eng ab. Angfsthca, adie. in belraehlrnng. a) mitdemacc : habdoch, mein vorrougen aiif-isoben, mief» alle tzeil tzu geringe er- funden, elwa& für izuncmen, das wirdig sey e. r. g. tsu erbieten, vom den guten wercken. (1520). Aj^; also wird ftir^goll das herU rein vnd das gewissen gut vnd sicher, im ht angesohen mein eigfn reintpkeit oder leben für der well, sondern angesehen den lieben schätz, den mein herlceergreilTet./efi. 6, A2\ b) mit nachfolgendem dasz: angesehen, das sie mich darüber für einen kflzer . . . sciieldcn. Luthers erbieten (1521 ). bL ly ; c. w. wird sich hierin christlich vnd ehrbarlich wissen su halten, angesehen, dass sie brüflerhäuser) weder dem pfarrherr, noch ili'iii kiidispiel schüdlitli. snndt'rn fast nützlich vnd bes.scrhch sind, de Wette br. 4, 334. Angesicht, n. mhd. angesihle n. angesihl f. {Ben, 2\ 288. 284) , ahi. ohne ge «na^ sibt [Graff 6, 124) vorMugsweise mit der bedeututig von ansehen, anschauen, anbUck, während nhd. die von facies, anlliu vor- herrsehi und angesicht nur fUrisdIer flll als das einfache gesichU 1) im sittnp von axpectu.i, ronspertus, blick, gegenu arl des sehenden, gegenvart, steht angesiclii in folgenden stellen: sie {die aposteh giengen aber frOlich von des raU angesicble (vulg.a conspeclu coneilii). oposl. yt'nrh. j, 41 ; nai-h defii wir ewer eine weil lierauiicl gewesen siml, naoli lioiii aiigesiclile, nicht nach dem herizen {t ulg. aspeclu, non corde). I 7%ess.2, 17; stellen Air das anfre- sichte seiner herrligkeit iconstitiiti c ante conspecltiin gloriae suae), br. Jud. 24 ; e-^ i an odereonemem jrewinnen, ohgeu innen. 0/ titil dat. der person, acc. der sncitc : Aiwa jaget Jerolieam nach vnd gewan jm stedtean (nd. Mbelt vnede gewan ein siede ifi). 2 chron. 13, 19; Sihoo hatte zuuor am il< II) kuntge der Moahiter gestrillen vnd jtn alle .sein land angewonnen (nd. bibel: %ewunnen). 4 Mos. 21, 26; solche worl loben den fromen bind ein rOte angewonnen. WpMf. IfMemb. l^ib.fesllheil. 32''; die wil vnscrm herrn gotl mil redii den iitmel angewinnen. 1, 5Uü^; em weiser Dorn, WirtctkucU. gewynnel eym . nach der ausg. des driUen theils des a. lest, v.j, 1524. fr) flau des aee. ein anhängiger eatxi wo er {der ieufel) mir das angewönnc, das ich Christum ah einen lautern mensclien fiir mich gekreuuiget vnd gestorben ansciie, so were ich verloren, dat 1 4. vnd 1 5. cap. s. Jo- *a«inia. (1538). Bbiy*. c) mit blossem dat. drückt angewinncn besiegen, iibertcindm aus: die kncehip des künigs zu Syrien sprachen zu jm, jre güller sind berge göiicr, danjmb haben sie vna an-> gewannen, o das wirmitjnen auflT der ebene .streillen mflsten, wn> gills wir wollen jnen angewinncn? 1 kün. 20, 23; wie isi es denn inUglich das man gol kuune angewynncn? vber dat erste hueh Mose. (1527). hbj<-; Jacob ist genennel ein man der goi ange- wonnen Imt. rnn der heicht. (]\>2\). h ij''. .di ohne jegtirheu ca^us: Israel iheiszt) ein ffirsl oder kenipller gollcs, das isl der mit gott ringet vnd angewinnet {nd. übel : aiierwinl). rondgl. im 1 Mos. 32, 2S. — mhd. an(e) gewinnen (Iteu. 3, 712), ahd. anagawinnan (Graff 1, SSO), später wurde dies von L. noch häufig verwendete „gute, kräftige" teoH teUener; Frieeh führt e» nicht auf. inghszen, gieszend v^n-an be festigen. - vnd CS waren zwo rigeii kiiolcn vmb das meer her die mit angegossen waren, lehren, 4, 3. Angifl, f. anijdil. angäbe, arrha: anno 1536 halff ich (Iregi r Tyselien sein heUslin keilH'en vmb huiulerl gtildeii, die cr^le an- giin gab ich fiir yhn. de Wettehr* 6, 336* — «cAon ahd. erscheint anagifl {Groff 4» 125), aber in allgemeinerem sinn. Grimm trtb. 1, 351 wird auch nngift, m. für venettum, veneftcium aufgestellt und eine eteUe aus L,'s sehriflendafUr tUs beleg an 240. 3^ feindlich nnpreifen, bestreiten, be- kämpfen . (Ins er rail vnsaweren worlen die warheyl angi iüen. cyn sermon von dem ab' laes, (1518). Aiuj' das ich bepstlichen pracht hab angriffenn tbut meynem hem dorior wehe, ron den ne^ren Erkisrhenn bullen. I 15)20 !. Aij'"; wer luicli fcyp iiiai-lir'ii Vr'il, nmsz nil mit lugen niicii aiigreillen. au// des bocks zu Leyprzick antwort. (1521). a lij' ; der heisst ein auH'rarer, der die obcr- keit vnd redilnicht leiden wU, sondern greift sie an vnd streit Widder sie. wamunge an e. l. deudschen. (1531). Biiij*; also li.il der leiiilel zu thun vfi«! fi'rpKTl rhri«;lain an iiiil drey beer spiucn. die ärey symbola. ( I53bj. Cj*; das sind nu solche »nieuflte, damit er ider teufel) die^an'/i ■ In istenheil anpreiffet. das 6. cap. der episiel Pauli an d. Epheser. (l533). Diij^; da er also ausgeredt hatte, greitr er die feinde an, ehe sie sichs ver- sahen. 1 Ifaee. 3, 23. 1) geld, schätze angreiren, davon nehmen: AiiliiK iiiH prcifT seine srhelzc an vnd ordnet soUl i»uU" ein jar. l Macc. 3, 28. 5) sich angreifen, alle kräfte aufbielen, sein dmxeretei thuni es ihuls nicht lieber mensch, das du gedenckcsl, du wollest dich hart angreiJTen ... so werde golt solche harte busse vnd blulpeilzsehen ansehen, zwo predigt au ff der Umäertauffe. (1540). Biij*; wo er sich würde angreifen mit betalunge. Burkhardl briefw. 200, Angst i.ingest, angist), zuersi m., dann f., sowohl das beengende {bedrangnis, nolh, gefahr), alt OMch den durcA dfe beengung hervorgen^enen eeelenzustand (beklommen- heit, bange erwartuni}, furchl) awidriickrnd : vor groszem anpesl deynes gerii lils Ityn ich alt vnd graw wurden, die sieben puszpsalm. 1 1 5 1 7). Bv* ; dcrhalben geschichls such, das denen, die nit vnfidl haben odder an (ohne) anfrist seyn, odder \ ii^IHi k iiil fillrii. <]}.f«li«>n jrnni;st. wie sie die Egypter engsten {in den ersten ausgg. der fünf büdurmoeit: ylir besebwe- rung da mit sie die Egypter beschwereo). 2 ^fos, 3. 9; der berr sähe vnser elend. nnp'<:i vnil !iot. 5 Mos. 26. 7. einigemal begegnet 6,'i Luih. jar angst schatYen, inacheD auch angst üigitized by Googl A.NGST£R Uwn, «gie «dboii Otfried {IV, %, 29; 18. I9)ja^: es wird wol ein ander mflde {mhd» müede «= miiäigkeitj sein, die jnen angst ihul. Jes. 9, 1 ; diese (liegen waren schier Mä vnd sal, das sie mir uickl mehr so angst ihelCB. /m. 3, 340*. der pl. ffo» «igst to«- kte da. angusti, fi^^kk «Ad. mil um/auf Snjrsle. ai»er «/cÄI Ungstea; Luther scheint togar nocU den pl. angst (rf. i, angsle) ge- brüHchl zu haben : augsl (l«.>r liellcu i*^*;)^!^ b^t, tulg. periemla infenU) hatten nucli IroOen. ps. 116, 3. später nahm man angsl für den ag. und änderte deshalb den pl. des rerltums. Jonas in der Übersetzung der apo- logie: die cngslc der hellen, sonst kommt oiKfc M iMtik, dff WMfoitfmde pl, vor: wenn mein berU in engsten ist, so rede ich. pi. 77, 4; er sie errettet aus jreit engsten. 107. 6; uicine heben kinder, welche ich abcfiuliuil engsten gcbcre, Gal, A, 19. Aagsi, fshd. angest (Bm. 1, 43), ahd. aogust {Graff 1, 342) mI mitteUt der ab- leUxtngnsilbc ust von ahd. aiigi fun^erm enge) gebüdet. diese herleitung von enge nimmt idm IiHlA, «»: aiigtl im direiscben laui das eogtt ist« wie ich aeht, das ini deud- scb«n auch angst daher konie, das enge sey, darin einem bange vnd welie wird, vnd gleicli geJüeouDet, gcdruclit vud gepresset wird, wie dem die anfechtitogea vnd vnglttcft than, saeh dem sprich wort» es war mir die weite wdt tu enge. 4a» *ehSne confilmm, (1 530 ). Aagst, adjectivische vertcendung des Mtol.: David sprach zv Gad, es bt mir fast angst. 2 Sam» 24» 14; es wird vns augsl vnd weh won?«'!!, wie einer geliereiia. Jer. 6. 24: Sm sol jng^t vnd hange werden. Ezech. 30, lü; also viel engster sul dir werden, wenn du Christus leiden hedenckest. Jen. 1, ITO''. — über den übergong aus dem mbu. in das o^, vgl, Grimm gr. 4, 24^. 244. ingsthadj n.; vud ich dersclbigcn einer geweal, der in diesem schwets ja angstbade wol gebadet habe. ausl. d, ep. vnd euang. ton oxtern. (1544). Tliiij'. Ai^lbeiclite, in der angst geschehene Mehle.* die grosse plage, marter vnd gewalt, die sie aller weit haben angethan mit jrer angst beichl. loormm^e an «. I. deudsehen. (1531). G.ij . Angstbösewirht, erzbösexticht : da weiser selbs wol, der ongstbOsewicht, wa?; der Lu- ther vom gehorsam schreibt. Jen. b, 303''; der angslbteewicht vnd meuehebnordbrett'- ner, der zu Wolllenhüttel den mordbraud habe angericiit. u ider Hans Worsl. ( 1 511). Oiiij'. Alberus dict. iiiiij'': rnioxuiuTJTiaoi. 1. tribus morlibus diguus, ein angslhoszwichl. vgl. angsterahure. Ängsten (engsten j, 1) kedrängvn, bekhn^ men machen, in angst versetzen, ahd. an- guslau [Graff l, 343): liab auch dazu ge- scheu jr angst, wie sie die Egypler engsten. 2 Mo». 8, 9 ; dammh gabestu sie in die hand jrer Teinde, die sie engslelcn. Neh. 9. 27; ich allenthalben geengslet werde, ps. 6, 8 ; mein geisl ist in mir geengstet. 143, 4 ; ich wil dich engsten mit bolwerg. Jes. 29, 3 ; die, so durch satsungen geengstet waren. Zeph. 3. 18. 2) auch intr. /Urängsten, angi, ahd. an- gusteu (Graff 1, 343): vnd heng an zu er- izittem vnd au engsten. Afare. 14> 33 naeh dem n. feal. v*J, 1522 (septemberamg.), 3) sich engsten : da wir haben müst schwit- zen vi\d vns engsten, ein sendhrieff von dol- metschen. { 1 530 ). liij" ; Wir haheu alieiilhalhcn trubsal, aber wir engsten vns nicht. 2 Cor. 4,8; mein hertz engstet sich in meinem leihe. pi. 55, 5 ; allecreatursehnol sich mit vns vnd cngstel «ich noch jmer dar. Itöm. S, 22. zu dieser sit ile Lulh. in der predigt über die ep. am i. Sonntag nach trmitaHs {ausl. d. ep. vnd euang. von ostem etc. Wittemb. 1544. rj"): CS hrauoiiet aber hie Paiihis ein sonderlich wort, welches wir nicht anders haben geben künnen, denn engsten, es heissei aber eigent- liche sohslM schmertzen vnd wehe» wie sie ein weih in kiudsnöten hat. — ängstcn g«' '{'üt^'H sich jetzt nur nnrh dickter, in der prosa ist ängstigen gebrauchlicher, welches spätere Ubelausgaben hin und wieder auch in Luth.'i Obertetxung einiekwäntten, .lngster> m. treiber, bedränger: spitsen» spicsse, slreilbogen vnd alle engster sollen von ybn geuomcn werden, das ist, es sol nicht leiblich zugehen, da sol kein heerspit- len« kein preil noch apies, kein bogen sein, 11* JlNGSTEliZUüAE 84 AiNÜANG auch kein feidhenbunm der sie treibe xu streiten, der frvp9M Saeharj^, Wütemb. 1528. Üdj'-. An^tenhiirej f. wag erzhure : die kunst ktn «uch ein angsl erUhnre aoff der gasten. Mer Hang WonL (1541). Bj*. vgl. aogil- liure tt. anjrstbösewicht. Angstglosse, /. srh(prhlt' (jhsse, wozu in der atigsl gegriffen tcird: müssen hicIi iiiil solchen angst glosieo vnd nodreden so lansx- sich vnd bettclisch hchelOcn. von der beychl. (1521). diij'. Grimm las durch einen druck- oder schrt^ibfehler veranl(uzt angst- lu^eu und stellte wib. i, 303 das unerfyid' üeAe worl angsllose « auntde auf. Aagdkeit» Caynss ding ist enge ding vnd in.iclit eyteil verlra^tc anf^slln'ii/fn auszleg. der ep. vnd euang. vom chruitay efc. (1522). Ekij''. Aaptkiief f. erdwn: einer tolcben angst- buren solls nicht sawr werden, ein solcli buch zu reden, wie ll;ins Worsl hie von Woin'enbüllel geschnebcii hat. Jen. 7. 410". ingstigj adj. angst empfindend, mit angst erßUUi, ahd, aagosüe {Graff 1 . 342): der bobepriester su engstig war. 2 Macc. 3,21 ; soiHcni nphc<;t<'ii , dor cnp'stig ist vnd trost begeil. zwo predigt auff der Kinder tau ffe. (1540). Kij*. Aenl« fo^l man Heber ängst- licb. In^stiglirh, mittch( Wdi von Jingslij.' gi-bil(lflc:i luli:. und niclil unuölhige icrlun- gerung für ängstlich, wie Campe {wlb. i, 147) meint: wenn du sie attchtigest, so ruf- fen sie engstiglich. Je$, 26« 16* Ingstlicfa, dasselbe was ang«;!!^, ahd. anguslh'li (Uraff 1, 3121: d.is cngsiliche harren der crealur. Rom. b, 11) ; ylu iiiacbl euch ewr brod vnd nsrung hart vnd aaur vnd ist docbnichtder crbeyt schuld, sondern ewers enf^sllieben vngicubigen herlaen. der .127. psaim. (1524). Gij''. Anhaben, in zweifacher bedeutang. 1) an sich haben» an sich trafen: ab nu Joseph zu seinen briidem kam, sogen sie jm seinen rook mit dem bundtenrock ;n)<, donpr aubalte. 1 üo«. 37, 23 ; lange her den uiauiei, den duanbast. Biaih. 3, 1 5 ; Golialh halle ein schappicht panlter an. 1 Sam. 17» 5; so .werde er jm, wie ein kleid, des er anhabe. p$. 109, 19; naneheriey vnjg^cfc ist mir angt tliati gewnitiglicb . . . vnd mus es an- hnlu'ii, wie einen rock am halse, randgl. la Uiub 30, 18. 2) einem etwas anhaben » an tfcm erfam- gen : ob sie wider dich streiten, sollen sie dir doch nichts tniliaben. Jer. 15, 20; er {der tettfel) kan ylmi nu nichts- mehr an- haben, traslunge an die chrialen zu Halle, (1527). Ciiij'. iBbrite^t an etwa« hallen » nicht davon lassen, andauern, fortwähren: Iiall«*t an am gehet. liiim. 12, 12; aull' das sie küiullfa deslc herler anhalten au gcselz des htm. 2 d^nm. 31,4; halt an mit lesen, mit cr- manen, mit leren, bis ichkoiue. 1 rmi. 4,13; liiilict an mit dem streit wi«ler die slad. 2 Harn. 11, 25; ballet aber nur an mit viei$, das jr thut nach dem gebot vuJ geselxe» Joe. 22, 5; sur vermanung,' das e. k. oi* solle friscii vnd rrdlicb aohallcn, das heilige gottes worl in Hungertrland ?.u fiinlorn. Jen. 3, 304' i ab sie uu anhieUen jn zu fragen, richtet er sich auffl Joh. S, 7 ; eins gerech- im gebet vermag viel wenn es anhelL rem kriege widder die türcken. ( 1529). Cij" {bei Bindseil fehlende var. zu Jac. 5, 1 G >; h»'r- renbufe haben viel zu Ihun vnd islnolb, da- sclhfl anhalten, wie man sagt, de Wette br. 3, 38; vnser lioi r i:oii hat sotebegeÜer gern, die gnlrost aiihallni. AaMJNWf. Wtttemb, l.')4 5, wintert heil TS'. 2j einen wozu anhalten, wozu nothigen, dringen: auflbeher, die das voick sum dienst anhielten. 2 eftron. 2, 18. Anhalten, n. anJauer, sliitifjkeit, dringen^ des bitten: wachet dazu mit allem anhalten vnd flehen. Eph. i>, li>; nu bitten wir dar- nmb, klagen vnd foddern mit allem anhaliett. wamunge an s. l. deadi^en. (1531 ). Cj\ Anhalter, m. der wozu anhaltende, trei- bende {tgl. anhalten 2;: so hat er auch dar- neben eingesetzt slockmeysler, treybcr vnd anhalter. dergeeangSimeonit. ( 1 526). Aviij^ Anhang , m. was anhängt, mhd. anebaae («t'/i. l, 611). 1 ) von pertmen : weil der hauO'e vnd an- bang gros ... das machet sie kedce. der 110. fiokn, (1539). Piy''; wenn der bapst nit 810 grosaenn tnhang vnnd scheyo heitcw Digitized by Googb Amil6£H ANHEBEN szo kuuii er uyoier eadcbrisl seyn. auff das cMrdfirtlfdb buch bwki EmtMen. (1521). Gij^; da es morgen ward . . . findet sich Ariijs zeitlic h f= heilig) mil seirifiin anhang. Zic't jiredujt. ( 1535). Ciiij" ; vrul lies allent- kalLeiidcb JuUu auliang suchen. 1 Macc. 9,20. . 2) /ür angehängte bedingung, datuel: 4u lim ich wol verba de riiluro heissen. wenn ein conditio, aniiaiig oddor aiiszug da bey gesellt würde, von ehe'^nrhcyh (1530). fiuij'; das Stipendium nocii ein Jahr zu las- tet, doch mit den anhing, wo er bey der tlieologie wolt bleiben, de Wette br, 5, 27. Anhaigcn , praH. anhieng, icoran han- gen: teil hange an deinen zeugnisst^ti. ps. 119, 31 ; meine seele hanget dir an. ü3,ü , M finde ich mir na ein gesetx, der ich wil das gule (hun, das mir das hOse alkhanget. Böm, 7, 21 ; ein jglicher hange an seinem erbe. 4 Mos. 30, 9 ; hanget dem guten au. tAn. 12, 9 ; er wird einem (Aerm) anhan- gen vnd den andern veraehien. Matth, 6,24 ; bis das der helt kome, vnd demselben wer- den die vüickcr anhangen. 1 Mos. 4*^, 10; ila j(^rli<;h der oslerlag mil seinen anlLincontl* !! testen lich endert. von den concilijs ind ktfcMn. (1539). Lij*; (Hiskia) hicng dem hcrrn an. 2 kö'n. 18, 6 ; alles voick liieDi: jm f/r*«) an. Luc. 19, 4S: ctüclic iinMiiit r aber üiengen jm {Paulo) an. aposL yentU. 17, 34; alle sein« fillchtigen, die jm an- hiengen, sollen durchs schwerlfallen. Ezech. 17, 21. dnm/brn auch niihütipcn /tir anlian- gca: der alle sciiljni iRiigcl mir so scfiwcr an. run Jht»u Chrulo. (1533). Üij ; kueiilt- lia, da das hembd anbenget. der 101. ^ahn. (1534)1 fiuij«. 4ahän;i;f n , prnff. anhüngtc, anhaitijtnt machen, Iram. und nßexiv: gnade vnd irew werden dich nicht lassen, hengc sie an dei- aen hals vnd schreib« sie in die lafel deines bertzen. spr. 3, 3 ; am ende mus ich auch da- 3!'heiigL'n. kurtz belientnis vom keil, sa- crament. Fiij"; vnd schlug seme feinde im bindern vnd henget(e) jnen eine ewige sdiande an. |W. 78 > 60. neben diesem richtigen praet. hängte auch das praet. von hangen , mit tcelrhcm liünproii im gebrauch sich mischt: dein hertz hicng sich an die weiter vnd üessett dich sie bethOren vad hiengest deiner ehre ein schandllecken an. Sir. 47, 21 ; sie hiengen sich an Baal Peor. p«. 106, 28. da« pari* von anhängeiw »st angeliSngt: darifmf) hnt poU diesem gepot ancli Olli enisllicli (Irciiwort angehenget. deudiich caiechisniua. (U52i)j. Ciiij"; mit au- gehcngter bitu w^ine^Mef im arehiv tu W't'imar. Opag.lA.FF2. doch daneben auch aiii;tlian<,'pn sfaff angehängt : vnd den rcisi^jeu zeug m bcidt u seilen angehanj^'cii hatten. 2 Macc. 1 5, 20. neuere ausgaben änderten idieama^ rÜMg) angebSnget. Anbängefj nt. der einer person zu;/e(hone: (Inrnit ftirkontfn worde , das idi >n(l moyn aitlieuger nichts ncwcs, bis aull' das kunütig concilium, schreybeo odder drucken lassen. de Weite tr, 2, 336 (Mer nach dem im Weimarer archiv befindlichen oriyinalj; diesen psalm wil ich widder herlzog Georgen gebettet vnd gesetzt haben, sampt allen sei- nen brieOs dieben vnd anhengem. von heim* liehen vnd gestolen brieffen. (1529). Fiiij*. .4nhüngig, adj. zugelhan, beistimmend: lip Irpfllirhc hocJigolarle loulc in fremh- dm nntiun, die keinem teil anhengig sind, ein gefallen dran haben vnd sich fast vber mir frewen. Jen. 1. 225''; wie es die erfa<- riinp zetiprt , das jr Icidoi- allzuuiel an gotl IriMilds, viid dtMii It'idi^Hii Irnfel nur des gar- stigen wansls iiaiben anhengig werden. Eisl. 1, 372^; weil sie dem euangelto anhengig sind, de Welte br, 4, 561. eine anhängige sac'lic ist eine vor grrirht schwi hrnde : iiunlil alszo villeiclit die sach anhengig wer- denii vitnd ynn yhr selbs vorgehu. de Welle br. 1, 208 {hier nad^ dem In Gotha sieh findenden original). Anhan*nns;, .* die hpilip-cn drfv knnr^ auü die verlrawung golies vnd anhanguug der prophecey Micheac 5. des heiligen w orls gottes gen Bethlehem sihen. EUl. I» 28*. Anhaocheni den aus dem mund kommen- den athem woran sfHmen lassen : nlsbald sie von den schlangen angehauchet wurden, ward jnen die haut fewerrot. Ikittfpoal. JheiM, 1559. bl. 266^ bildlieh: on das ich sie sa weilen auch ein wenig angehaucht, wider die anliuotner. (1 530). Cj". Anheben, prael. anhub, pari, angehaben, vereku^ auch angehebt (s. b, Jfn, 3, 448'' : Digitized by Google ANUEB£N 86 AMH£UI£N angehebt md g«Mgl)> (hi/Sm^wn, begiimem, ^ansitiv und intransitiv. 1) Irans fli mit acc: die Juden heben den lag wii der nachl an vnd ist jacn nachl vnd tag ein gantier tag. htmpoiL Wittemh, 1545. sommerÜ^eü 1'*; da luib er {BUeam} an seinen sprach. 4 Mos. 23, 7 ; darüber haben die Meinlzischen tcmpelknechl vnd secUeger (seeljäger) den slreyl vber euch angehabcn. ej/n ekriiUitherfroitMeff nn die JKIteii^er^r. (t524). Büj*; «lanuni) hab ich an 7,11 hoben vnszer kiindschafll vnd freunl- sch.ilU, ilisz traftaicll vmid sernion euch wol- len zuftclireybcu. tun «ien angehabcn zu lu f^en. auff das rbir- chriitlich buch bocksEmszers. ( 1 52 1 ). Hij' . e) tiaU def inßn* eieht wie bei anfangen oueh ein anreihendes und : so liebe nu an vnd segcne das Iiaiis deines Kulm IiIs. 2 Sam. 7, 20; vnd dur biisewiclil liiib an Mid Lflet zu dem heiin. 2 Mate. [), 13; Pelius abei hub an vnd erzdets joen. «|N)tl. gee^ 1 1,4 ; da» nil der mensch anfaeb vnd den ersten sleyn lege, «yn termo» von dem n, tett. (1520). Aiij'-. 2) die intransilion wird gewöhnlidt durch Bich hetwrgeho^: die kircfaenfest sich am abend zuuor anheben, hauspost. Wiltemb. 1545. sommertheil. da wirl sit li aller- erst die not anheben. Matth. 24, 8 ; da alles bereit ist, wai lum volck gotles gehöret, hebt sich das werde vnd vbong an. vorr. auf das a. lest. Bindseil bibel 7, 305; lani dieses ersten frebots» das sich anhebet ouHii:». Jen. I, 525^ 3) jNirC ; siha so war isla, das ich Air dir «in sttnder bin, das auch sflnUe mein nalur, mein anhebendes wesen, mein empfengnis ist. Jen. t, 2d"; disem göitlicbeo, aogehir benen wi'ik zu folgen, de Welle br. 2, 498. Anheben, n. an/ang, beginn: furcht ist nicht anders, denn ein anheben des verzwei- uebi, vnd boflnunge ein anheben des genesen. Jen. 3, 25". Anbeber, m. anßnger, urheber: es ligl (sj»riclit man) an eyin fjuien anheher, vnd ein guter aiilieber ist aller chieu werd. der pn^het Stu^rjü, (1528). (4er tepsl) der erst vnd allein ist aller ablriunung vnd parleyen heupt vrsach vnd anbeber« gnmd vnd x'raaeh. ( 1 520). i ij*. Anheften, tcoran befestigen: vnd soliden furhang mit beOlen anhefllen. 2 JVe«. 26»38 ; dieses Hessen sie aull* mcssinge tafel schrei- ben, das maus an die pfeiler .luflT dem lH r_'»» Siou anheiHeu solt. 1 Macc. 14,20; {Jcjiuin) habt jr genomen durch die bende der vnge- rechten vnd jn angehefltet vnd erwürget. apost. gesch. 2, 23 ; vnd ist nit eynangeheff- tersternn gewes/4>ti, wie astronomi die «ternn nennen, szuudermi cyu freyer slcro, der sich beben vnd seocken ynn alle ortt wencken hatt mugenn. auuUeg. d. ep. vnd euang. «o» christag. ( 1 522). iilili ij'. das pari, hat auch die bedeutung von angehürigi : mit aller de- ami vnd ehrerbietuug vnib vcrgebuog vnd giiad bäte, so ich etwas Avnelidb gehanddl oder gcredt bette, mit angeheilter antttgUdg, das ich j^antr willig \nd bereit werc, mich zti weisen vnd It'reii lassen. Jen. 1, 124''; luil augehcüier bill. brief v. freitag nach pfingeien 1523. Anhelm, accusativisches aiv^nadikaiue z naclideni ieh du ein zeillang albic gewesen vnd eucli gepredigt habe, auch nu anheim inus. Jen. 8, 340"; {Zipora) kerel wider zurücke anheim mit den ktndera. BiH. 1* 310\ gewöhnlicher ist das einfache \innk (s. rf.). — im 16. jA. begegnet auch anheim (ür daheim (Petrus ist vber feit, Paulus ist nil auheym. Bodenstein appellation. VuiUemb. t520.aiyi*), dach nSOa bei Imh, f' die bei Grimm wlb. 1 , 372 dafür ange» ßihrte aleUe ist einem bricf leorhart ATet— sers etUnommen. — ■ Albe ras dut. Uj**s domum, heym, anheym, ad locum. ABheInci > wae anhdm : wir hoflßnt imd bitten, dass golt vns vnsem lieben tandcsv»^ uiyiii^ed by Google ANHCilUSCH 87 ANKER ter \nd gnäiiigslcn herni aufls schierst froli- tich wieder «nheimen bellTe. de Wette ftr. 5, 64S« wex« Gritnm irlb. 1.372 bemerkt: ..venrt rffirhf form, falls rich(i(/ yole.sen ist." doch hat auch Ai berus dict. . ich ker Diich beymen zu. vgl. auch daheniieii. ilbelBlscb« 2« hauie anwtend, daheim : die teale ntchl eoheymisch gcwcsl. origi- natbr. v, 2. aug. \ 513 auf derlandesbibl. zu Cauel; solch vrtcil hab ich müssen der sa- cken ebiuhelfen sprechen, weil vnser pfarr- licr nirhl anheymisch vnd das consistorium .il)Uf'sf der person atteh nichts Ihun kund. liurkhardi hriefw. 419. Grimm crkliiri ^ib. 1, 373 anheiniisch wie anheimscli /ur enMdltet anbeims. imker, ad». hieHker: ewr frage , ao yhr anhfr gen WitloiiiI)^ zu vns geschickt li.ilu't. ob man für dem sterben fliehen muge. (I527 i. Aij-; CS hat nur herr Johann Poni- tter, «nser pfarrer. gesdirieben aus HaifH* kiirg, wie er sich gcriistet, wieder SDher su lommcn. de HVfff hr. ^, 452. auch aU ztiladverb : jr soll dein vulck nicht mehr Stro .säoilen vnd geiieii , das sie ziegcl brcn- MB« wie bb anber. 2 Mo». 5> 7 ; es sol auch keinen kein leid widerfaren, vmb des wil- len, so l)is an her \\'u\"r vns gelhan ist. 2 Macc. II, 31. — erst nlul. eoManden und keMe weiäg mehr üblich. ialUnkmtSt, f.: dass es mücbie aufge- scliobcn werden bis zu der anherokunft ihro rurstl. gnaden, de W*-Up br. C. 288. — zu- MmmenseUung des subst. kunfl mit dem wndtetem ai». anbcro statt anher. o tR an- bero» ibro iei noeMkalf eines iUteren a, denn ber lautet ahd. hera. tnhrtifn, anreizen, antreiben irnzu: das jiui (lif frawym hause des koiiigs horemeislcrs, heb gewinnet vnd anhetael beyylir tu scblar- Ten. vber das erste buch Mose. (15271. ikü!]' (hn'iin das foUjmde subüt. Aohfixfr, m. an ri fz i,antreiber, wofür unr ober aiM Lulh. 's Schriften keinen beleg bei- bfingea kSnnen, denn die bei Grimm wtb. 1. 375 aus Jen. 5« 17* angeführte StMe (vil biJser Ihaten, der er nllor anhelzcr, 7.n- schürer vnd vrsachcr gewesl) gehört Luth. taUt» «ertlMifclef bis od» nmgMtrte» hinan: tohelt ymer anhinn man soll frnm Royn. auszleg. d. ep. vnd euang. ton chris- tag ele. f 1522). Sij"; (Noah) lest sich aber nicht erschrecken, [»roilifjel ymoranhyn. rfter das erstr buch Mose. (152 7). Vij\ Ankören, wil ich nu zum drilten mnl sie in ewer gegenwart vnd anhören ermaneu. Jen. 2, 279% Ankörrndj angehörig, part. von anhören /ttranpohnrcn : vnd nifin .'in hörende sind ferne von mir gestanden. Jen. 1, 25". kmhf m. efne fteJbawUe gewürzpflanze : die yhr vcrzehendel die mynts, anys vnd ky- nicl. Ufa Ith. 23, 2^ nach der septemberausg. des n.test. v.j. 1522. später {mehr dem gr, uyifi/^oy entsprechend) tili. neben anis, anisz, W«/. anl?, ». (Ben. 1, 46) aus lat. anisnm, welkes aus gr. Syttro^, galt früher auch enis (erste d. bibcl Matth. 23. 23). cnisz (Dasyp. lOS 320% Albe- rus dict. CCiij»), Ankckren> anwenden, bei Luth. stets mit Heiss verftwulai; nu musz man yn diszcm handell allen vleisi ankebren, das man dysier dreyer bild keyns zu hausz lade, eyn sermon von der bereytung zum sterben, f 1 5 1 9). a iij" ; lieber keret vieisz an vnd suchet , . . das yhr das schwerd ia findet, auffdasvbirchristiich buch bodss Emsxers, (1521). Gj^; doctor F.vk ytin soyner disputation allen vleyss an*- kerel liKt mich vnnd meyn matery besssig zcu maclien. de Wette br. 6, 1 S ; ich solle vleys ankeren, e. c. f. g. einen predigcr gen der Ncwstad anzuzeigen. Burkardt briefw. 12 } ; (Simon) in alle wop' vicis ankeret, sei- nem \ol( k f,MiIs ziillinii. 1 }lftrr. ! -J . 35. Anker, »». ein eisernes, mtt uuderhaken vers^enes Werkzeug, welches ausgeworfen wird^ wenn das schiff stiU halten sollt vnd worfTen binden vom schüre vier anckcr. apost. gesch. 27, 29; da sie die .mcker auO'gehubcn, Hessen sie sich dem iiieor. 40. bmUeh: vnd hallen an der angeboten hoil- nung, welche wir beben als einen sichern vnd festen ancker vnser seele. Bebr. 0, 19.« nnVrr. vor. ex quo encker, Dasyp. Hn- cki'i. mhd. anker, enkcr I lietr 1, l(i>. /ihd anchcr {Graff 1, 350j, ist enilehni aus lal. ancora und diese aus gr. ayxvQu, dessen uiyui^ed by Google ANKLAGE 88 ANKOMMEN grundbegrif^ das giMmmie (äytt^Xoi, ge- krümmt) isL vgl. Weigand u>tb. 1, 43. Anklage, f. accu.safio, besrhuldiyung : du soll talscher anklage nicht gleuben. 2 Mos. 23, 1 ; iu) aufaiif; seines künigreiclis schrieben sie eine anklage %vider die von Jude vad Je- rusalem. Egra 4* 6 ; vnd raom empfahe, sich der anklage 211 veratilwortcn. aposl. ffpsch. 25, 16; wo solch anklag nur fclschlich auü- gclcgU würden e. k. f. g. nicht eben in so grosser Talir stehen als ich, der ich nichls bin? Jen. \. 22iK Anklagen, (iccu«are, beschfilüirjfn 1 Macca- bcus) brachiedie heuhtleutezusaiiicu vnd klag- te siean, das siejrcbrüdervmbsgeld verkauffl vnd die feinde danon hellen komen lassen. 2Macc. 10, 21 ; ich werde angeklagel vuihdcr hofrntinp vnd anfTerslolHnig willen dcrlodlen. apost. gesch 23, 6; vnd werdo angeklagt vberderhoflTnnng an die verheissnn^o. 20, ti. AlUageF) aecusator, rerkläger: stille den gransamm nfncrrodfr, .inclager vnd frntsz- mafhrr viisz* r sunde den höszen gcysl. eyn kunz furin der czehm gepoU. ( 1 520). Cv" ; ich wil herltog Georgen Widder zum richler» rechlsprecher, mt isier noch herm haben, sondern zum fcniili', ankln;2rpr vni! w- lfloi- saoher. von heimlichen vnd gesloien bne/en. (1529j. Diiij'. — heule gilt nur anklüger; Grimm sUlU die «imfauftos« form gar nidU avf. Ankleben; eig. mitle!iil p?np,? klebrigt'n Stoffes woran haften, meist aber figikrlich, anhangen: allerley hOse laste, so vns von natur ankleben, deuäsdi eatadrimus. ( 1 521> 1. Siij'*; er klebl an, wiekot am rad. das 1-1. vikI ! 5. rap. s. Johannis. (15381. bbbiiij ; lasset vns ablegen die sündc, so vns jmer anklebt. Hebr. 12, 1 . — «cfton ahd, anaclilepßn (Graff 4, 545). Auklebig, anklebend, fest anhaftend : zum andern ist der au«!zsal7. ein surhlipro, ankicbige plage, euangelium von den tzehen aiuztetHgeH. (1521). Lij*. — M Grimm nicht verzeichnet. Anklebisrh, d'taxelbe was anklehig: noch fule ich jinerdar den alten anklehischen vnllat. iumma 4e$ ehrisüiehen iebens. (1533). Fij'; die anklehische sunde. Helfr. 12, In. letl. «.i. 1522. Aaklchnng; f, a^eiio, anhaiujung: also auch wcre es vnDui^'licli, wyr moch- ten reyn werden von der .inlsIrlMin- i]t'v zni- lichcn guter, von kauffshandlung vnd wucher. (1524). Eiiif. AihJdh«!, anMefren: sie haben auch frembde feddem (das ist spräche der scbrilR) ^rostnlen vnd mit wachse anfrekleibt. vom abendmal Christi. (1534). kiiij''. — ahd. anakleibcn {G raff 4, 544). AaliUpfcn, woron JUop/en: ich stehe für der thdr vnd klopflfe an. off!enb, Joh. 3, 20; ih : I iln' st im meines frcHndes, der an- klufdlcl. hoheUeä 5, 2; klopnet an, so wird euch aufTgetbao* Jfolli. 7, 7 ; man Ihurste nicht anklopffen oder hinein geben in des nirsItMi zu Assyrien kamer. Jud. 14, 9. /i- gürlich: waruiiih itli ge^chriobon vnd ange- klupfll, vnd jtzl ütl'entlich anklupH'e vnd schreibe. Jen, 4» 47 1 ; sie wollten aach solt^hes anklopfTen unser gottes unslnvitg auriielimt'M. de Wette br. 3, 336. Anknüpfen^ knüpfend woran befestigen: CS gilt aber, wer dem andern die schellen ankuupfli. an den ^iHlieHen add, «erm. ausg. ( 1 520). Aij" ; sie werden Wdl gehengt werden, vnd schcndllrluT, denn wenn ^ic vom henger angeknliplFl würden, ausl. der zehen gepol. (152S). Miiij%' kauslu Jm {dem Hnhom) dein joch anknUplTea die furchen zu machen. Hiob 39, 10. ahd, anng*> chntiph.in fGraff A, 582). Anköken^ anspeim: sie {die fatscJ^nhei^ ligen) sind der gerechligkeit so vol, das sie die andern armen sunder an koken, dat 5. 6 vnd 7. cap. «. MaUhH, (1532). Fiy*. v^l. koken. Aukommenj intransitiv und Iran^tiv, in mehrfacher bedeutung. I. intransitiv, wohin kommen, wafur die älteresprache einfai heftVommon gebraurhtp : wirkruiicn an zu Jyroivuig. veniutus Tyrum, erste d. bibel: kamen zu ihyri). apvsl. gesch. 21. 3; vnd kamen des andern tages an tu Sidon. 27« 3» Judas vernam, das Oemeiiius Srleuci «;on /m Tripoli mit grossem volck vnd viel schiiren ankörnen. 2 Macc. 14, 1. in folgender stelle seheint ankommen die 6e<- ileufun; von antXromiRen, ansreiehent fori' kommen sn Aaden: d^st arme gesellen in Digitized by Google 89 ANLAUF ^mte idiwcren zeit mit solcher besoldung, 711 Rratinschweig nichim^geiiaiikonuneii. fekommen. 2"! «■inen ankommen ,.an ji'nmnd heran kummtn", auf ihn &tüsztn. ihn anireffen: irnd «rvrorgelen alles, was sich aufl* den mamieD tor gegen wehr stellet vnd was hie sonst ankamen. 2 Macc. \% \1\ wenn mich ein mOrder auff der stmsscn aukeme. Jen. 6, 12'. dieter gebrauch von ankommen im AnkBifly f. 1) origo, wprm»§, aMsunß. afijitammung : dcrgottisdienst, der itzl allont- hdJii'i) j^clitM, (i.ui cvn ( hnstlichc ft'vne nn- kunfn. tun ordenuny gouu dienst. (Iö2l^). Atj* ; was sein anknidlt aos der schrifll nicht hrti. das ist gewislich vom leufTcl scibs. Jen. 2, IS**; warurob soIten wir nicht Tragen Bach ankunin v.iMier gewonhcil. 2, 175'': di^es namens, du er Jchouah genaudl wird (apredieo die jaden selbs) weis man keine ^nach aoch ankimft anzuzeigen. 3» 470". 2l atfvftitii"? : nach dem alicr myr auf n*eyn aiiknnn j4cstern zrwfiv slilck seyn für gebaUeti. Burkhardt briefw. 39. Aalackdny iiU^M «nuthen: wenn er ^ein ledarfl, kan er (Im Ii H in eflcn vnd lechell 4bch an. Sir. 13,7; doch bub er ybren Schleyer auflT vnnd IcchcIl sie freunllieh an. 4m$ mo- gnifxcai. ' 1 r>"2 ! < ij''. Anlarbeu, gegen, an einen lachen : weil man dich frcuntlich anlachet vod dich lieber freund beyssel» so bistu wol tum. mui. dar zehen gepot. (1528). Lviij'. tropisch: alle creaturn vns frölich anlachen. au.ff^' { Weigand wlü. 1, 43): er {Paulus} htMisel aber sein slrcilten vnd kriegakunst einea listigen anlanlT. dat 6. eap. der q^, a. d. Epheser. (1533). Ciiij"; das ich im ersten anlaulT schier aomig ward vber s. Hilahuou 12 Digitized by Google ANUVPEN 90 ANLEGEN von den concilijs rnd kirchen. (1539). Oiij**. pl. mU und ohne umlaut: was aber und wie mancheriey »eine Uslige ankufle siod, wer- den wir nicht enden noch erdenken kttnnen. Jen. 5, 515'; das jr hestetien künd gegen die lUligen anlauff des teufels. Eph. 6, II. — o^. analouf (Graff 4, 1120)» mhd. an- lonf (Ben. 1, 1046). AnlMfMi» mhd. ane loufen (Ben. 1, 1045), ahd. anahlaurau {Graff i, 1117), an einen, an etwas laufen. 1) eioen anlaufen, „um Uuije und beisianä bei einem anhalten": welche jn ansehen vnd anlauffen, der angesicht wird nichl zu sclinndon. ps. 34, 6. dazu die randiß. : die j.icli zu ihm (Iringpii viid gicicii vberfallen, wie die geilende IVaw den richtcr. Luc. 1 8. . . . denn er bals gern, das man sudie, klopITe vnd pollcii; inii beten on ablassen. Bind- geil bibel 7, 504; wyr :>eyues listigen ^nd schalckiiaÜ\igcu aiilnulUs warnemen. der prophet Jona. (1526). Aij*. pl.: das sind nn solche anleufTle, damit er die ,t:anlze clirislcnlirit anjirt.iÜVt. das 6* eap» der ep. an die Kph*'-^er. I>iij''. Anlegen^ nütä. anlegen {Ben. 1, d^l), ahd. analeckan (Graff 2, 91), golh. uot- lagjan. 1 ) iinnlich, h! iduni/ssliicke, tcaffen etc. an den leib oder iheile des leibes legen: vnd legt jm den leiuenrocL an. 3 Mos. 8, 7; lege dein Ueid an. Ruth 3, 3; vnd legten jm einen purpur nianUd an. Matth. 27. 2S; wer xhiTwindet, d< t il mit weissen kieidern ungelegt w crdeu. olßnb. Joh. 3, 5 ; (Abab) legt einen sack an seinen leib. 1 Jbo». 21, 27; du soit deinen schmuck anlegen. Ezech. 24, 17 ; man wird dir stricke nnlogcn. 3, 25 ; vntf einen lügen: wa«; ists wunder das dw mich anlongist vnd si limehiüt. von den newen Eckischen bullen. (1520). Aiiij"; das er flugs forn an im titd vnd im anfang mich vnd mein hu(hschendlich anleitet vnd lasiert. Widder den meuchler zu Dresen. (1531). Ai]**; wir machen auch seinen leih nicht aus dem brod, wie vos der geist anlcugl. vom aftenAnarCiMsfj. (1534). eiij"; sie stehen alita \ nd liegen gott an. ron den Juden vnd jren lilgen. (1543). Dj"; sie fhiin vns gewall vnd liegen vns an. zwo predigt. { I 535), Aiiij' ; jizt mus ich abbrechen vnd aulTs ooncilium» so der bapsl mit den seinen angelogen vnd villeirht auch ausgelogen hat. die drey sum- bola. (I53S). Fj". Anmacht^ Luth. assimilierend ammaeiit /. deliquium: da er mit mir redet, sanck ich in eine aromacht. Dan. 8. IS; noch muszlen sie leben vnd solchen vberdnisz mit aller macht vn«! ammacbt tran-en. de Welle br. 4, 415. sonst auch anmacht: funllzcdin mal in anmacht fiel. fiscAr. 2^0^ und onmacht a* Ohnmacht. — mhd. /kmabt (Ben. 2, 9), ebenio . Alheru.i diel. rrij''. Anmärhtig, ebenfalls gewöhnlich am- machtig geschrieben, kraßlos, s<^wa^: so mechtig als yhr gewesen seyt, so anmechtig 12* ^ kj .1^ uy Google ANMALEN * 92 ANMUTEN «eit yhr an. 4fo «p. der fr^phefm JtMia. (1S26). Cij''; der alber ammcchli^e leiiHel ineyncl, mnn «nllf vlin nicht sehen, da« an- der Iheyl Widder ü. hyml, propheten. ( I525j. Jij*; ewr glaube steht aaffeym^mechligen, vngewissen piincl vnd btichsuben. ebend. Dj**; CS i&l ylie fin sclilocliie ammcchtige krain vnhl in Luthers schrillen häufig vor. aua den zalU- reieh wrU^ende» belegen nur folgende: a) mit dal. der person und acc der sache : tvöllvn Sodoina vnd Guinorrlia vns nnrh be- schuldigen, »las wir uns den umm huI der schrilU aUetu aumassua? Jen. 2, 2 mit dat, der pereon aiw/k det Alberue diel, eeij**: arrogo mihi, ich inas mir en. b} häufiger mit acc. drr perxon und gen. der Sache: seine (C^mUigerechückcil, Weis- heit, Icbcu und alle tagend die sind wein, der meg ich mich vntenieben und anmessen wie meins eygcnen gute, austeg. der euan- geUen an den fumemtslen festen. Wittemb. 1527. oij"; es ücht mich uiclil« an, das ell- lich rayr lehnlt gebenn ich well mich an- messen grosser kuna denn alle weUt halt. manuxc. der bibtiothek zu Gotha cod. chart. 370 pag. 9 (Erl. ausg. 2 1. 13); du Eniser hast dich dieser machen niuttwüligaDgemasset, die dich nichtn anhinget, auff de» boeiks m LeypesU^ antworl. }Vitlemb. 1521. biiij'*; so man gcyslliclie freyheyl lerel, mnst sich das lley^ch der ftfvlu'vl an zu seyiiem imiit- wUlcn. raitüyluise zu Matth. 9, IG nach der eeptew^eroMtg, des n, letC v.J. 1522; wenn ichs merckt oder htfret* das sie sich meiner gemeinschafll anmassclen. Ipitrls 6e« kentnis rem heUigm eaermmeni, (1544). niitj\ c) einigemal stall des gen. der sache ein inf. mit zu: wo seyt yhr lunckem die yhr euch anmaeset die scbrifll ansssnlegen. das vbirchristUch buch bodis Emszen. ttlttemh. iri2l. Kij'; der sich mit Lucifcr anniast vl)(}r st-yti «Iruirl vnd nmpl yiin potles gerichl zu faHeu. ein tnlctTicht der beycM- jUnder. Fujlleai*. 1521. aijK d) dM pari, prael. hat die bedeutunf von usurpiert: hieraus frilj^'t'i, das alle das- jenige, so der bapsl aus sutciier falscher, Treueler, lesterlichcr, angemaster gewali ge- than nnd Aiiigenoronien bat» eitel tenfdiseh geschieht und gcschefllgewestund noch scL Jen. ausg. 6, 549''. Sich anmaszen ist nach ti rimm tetb. 1» 406 ein an sich messen, aioft siMitff em bei- iegen, erti w gvOem» nlhndüdi üs mketm sinn; auch Weigand hält (tr(&. 1, 44) die bedeutung: ,,über das ma.tz des xustehemdem in anspruch nehmen" f ür die jüngere, AaiiftiÜeM. efuMM die tShne weitem: nicht das ich den schwermcrn diese sfirtlche for lege, denn sie soUlmi die selhigon wol an nuMiIeii vnd (lux vber huptfcn. da.s diae wort Chi uU noch fest stehen. (1527 J. mij"; die biMer haben sie {die eehwermer) ein we- nig angemeulet, aber doch nicht gcbisaen* vom ahf}uhnnl Christi. (1534). liiij''; rrn- meulcu viul {ilaudern heisse ich nicht beisseu. e&end. viüj*. — Campe wlb. 1, 162 Aal einen anmanlentaa. mU jJ^^Uen» fegenüm das maul hängen kueen* awsk, gegen, th» das maul verziehen. Annnten, an einem begehren, iiUMUenp onsttmen: vnd ihOren vm anmntea» ja intt drewen vnd gewall daraulT treiben, das wir jren menschen land für iin(i^ halten, das 5. 6. rnd 7. cap. s. Mailhei. (1532). Piüj*': sonst sollen sie vnser hiüich auch verschonen vnd solche torbeil oder hindbeit niclit an- muten. «ottdencoitm(i)[t«ndMrclteii. ( l S39). Jj**; er i der leuft l^ miisz ein bos/haflliger, gin\if?er, dUrsliger ^oist seyn, dasz er dem son goUcs darll anmuten, dasz er für jm sol niderfallen vnd jn anbetlen. titehr* 200**. Anrnntcn^ n. ttsbttanlivisch gebrauchter inf. det vorigen: es isl nicht ein vni^ck ANNAUEN 93 ANNEHMEN uaum anwerbeo. tiidkr. 370^: des Miiltrisilichen wesens vnd amnuten*. Bu^l: h a rdl hrifftr •»<♦. Anulien, für herannahm: auch mich Bunmehr mil goU resolvirel, aniuheuden hdL chriBlabend bey euch ta seyi. vnr(>n. (kmtkcii^ m«s$e. nö2(i). Aiiij"; vicli'ii Iii wird er mich anncmcu. ) Mus. '62, 20; viul «9 each annemen aum votek. 2 Jfot. 6, 7 ; werden iwecn aulT dem Tclde sein, einer wird angcnomen, vnil der ander wird verlas<(eii werden, zwo werden malen auU der nUile, eine wird aogenomen, vnd die ander wird verlaaacii werden. Jf aUA. 24. 41. 42. bl das ohjert ixt eine sache: nim docli den segeu von mir an. l Mos. 33, II; da aaBea die heublknle jre speiae an. Ja» 9, 14; nemei an meine gnade. 2 Jfcffn. 18, 31 ; gel ntmpl der harr an. jm. 6» 10; daromb fug ich e. f. g. au wissen, das mein gnediger berr ineh vher lisch mein bitte ffneditrlK Ii angenomen. de Welle br. 6, 209; Ulm au weisheil, mm an verstand, spr. 4,5; wer ahm' straOe anniai|)l, der wird klug wer- den. 16, 5; (Onsaa) nam die Dreundtchaffl vnd den bund an. 1 Macc. 12, 8; wenn sie es hitren, nemen sie das wort mil freudeu au. Luc. 8, 13; sein zeugui» nimpl niemand an. JoA. 3, 82; niemand wird niichs bereden, das ein vemuniriig mensch solch buch emsU Hell annemen vnd filciibon künne. Verlegung des aUoran. { 1542). Tj*; er natu die erma- nung au. 2 Cor. 8, 17; darin er grosse griimpen Tilrgibt, er habe die walh angeno» men. ejrenipei ^nen rechten christtiehen M* schaff zu weihen. (1542). Ej"; vnd ylin vor- inancl solchs ampl anzunehmen, de Wette br. 6, 101. 2) sich eitiea dinges, einer person anneh* men, al. Fij'*; ich sol vnd \vd nidil niirli i\ps well Iii Iteu l egimcnls annemen. Burkhardt ^ > /< /(/>. 192; solche leute, die so gar nichts fulen noch sich annemen, die heyssen rechte bogdim vnd npllgicolcs. der j»ropAe< fla^o- cuc. (1526j. fiij". b) das ohject ist durch um (umh, m/wi. umbej angeknüpft : das jr euch vmb diti r«>- deknnst so ernstlich annemeL Je». 4, 877"; mit ernst vmb golt vnd sein worl annemen. 6, 146^ j y Google ANNEHMEN 94 ANBEGEN AlMliMay bey dem hmm niMenn gott ist kein vnrecht, noch ansehen der per- son, noch aDnebmeadesgescbeDclu. 2«ftnm. 19, 7. AiBchMvig, f. annähme: di««r aidiMiiI ven s«gt voD üer anncmiing «Itr beiden. Jen. 1,99*; annemung »ler schweren, vn- tropliclien menschon hilrdcn. 2, 52"; on- nemung sonderlicher kleidung oder orden. ma. u 101*. AapfcNin, «fditare, auHniare: wenn man jncn (l.ivnn snpet, sn ist jnen als wenn sie eine gans aniififle. Eisi. 2, 2ü'': wie kl.ir, hell vnd gewaUig sie golts wori wulder sich bOren, ao hilflis nicbt , es ist als pfiffe sie eine gans an. der proph^i Sacharja. ( 1 528). Yj" (;^>>rfihtilirft ,,»n/< pffifcn ttud zischen Schimpjcn" iFriich wib. 2, 50 >, pfeifend spotlen, verhöhnen: vnd hat sie gegeben in turslrewung vnd verwttttODg» das man sie anpfeiflt. 2 chron. 29, 8 ; alle die für vber {j>'hou, klappen mit hcnden , pfeiffen dich nn ^vulg. sibilaverunt, erste d. bibei: wispelienj fnd scbflUeln den kopffvber der toebier Je- rusalem. JUapl. Jer. 2. 15; sie werden an dir komcn . . . vnd werden deine worle h;])o(teii. randgi. zu Ezech. 33, 32. Bind- seil 7, 527. imfMaf daiselbe was anpreilTen: wenn ich hic widemmb spreche , ich las mir den leib Christi vom wort nicht st heiden, so sol- len sie mich wol anpleiden vnd pfisten. das diese wwrt ChrüU noch fest siehst (1527). q tiij*'. pßsten von einem verlomenafarken pfisen. pleis {voc. gemma gemmatim liiij": sibilare : pfysen. l>axyp. pfeisen). Anplatien lanhiatzcn), anreden: da sie {Maria Magdalena) des berm Cbrisli ab des gertners gewar wird, denckt sie nicht weiter, hiatzt jhn an vnd meinet a!te vvctl sey iml jhr f:l»'irh pr-sinnel. t-in sermon rber das euang. Juh. elc. (1531 ). Aiij '. — von platten plaudern (Alberue dict, HBiij": ich blatz, blalero). Aaredc, f* aUoaUio: kei. mai. bat ver^ heissen, s. e. f. g. gn«diger benr in Min vnd nichts wider s. c. 1. g. ftlrznnemetl on vor- gehende anrede. Jen. 7, 3S4''. Anreden, an einen reden, einen an- tpreehen, angehen wm efwwi.* als Tinnasv ich michsnhoeb, das Ich vorachter, begebner mensch, solche hohe vnnd grosze slende Ihar anreden, an den chriAdichen adpl. (1520(. Aij* ; sie waren nider geschlagen vnd lagen auff der erden, vnd wenn sie Christus nidrt widertlmb angeredt hette. legen sie noch miir den heutigen lag. Eist, l, 135''; der nn- meehlif?c vnd elende meiskopü'aliein dawider {wider Lulhers iehrc) leslert vnd sie vnrcin schendet, mevchlings vnd hinterlistig, ehe er vns darumh angeredet oder ^>>r^v.1rnet. Jen. 7, .378*^; es Ii.ilien e. g. zu Torgaw mich angeredt vuib ein schrillt. 3, 433"; vn- ser Schwester ist klein vnd hat keine brüste, was sollen wir vnser Schwester thnn, wen» nian sie nu soll anreden (wn sie wtrbam)f hdht'l. s, K ivii!(j. ijuid TaciemtK sorori nostn-^e in die, ^uaiiilu alloqucnda est? und darnach die erste d, tibel : an dem tag so sie ist an^ reredeo). Anregen, l) nn etwas regen, rühren, be- wegen, wozu antreiben, reisen, veranlassen: auffrur vnd vngeliorsam, so ynn aller men- schen herlten steckt vnd dnrcb den teoffel angeregt wird, der pniphet Sacharja. ( 1 52S). Niiij''; ich hin dem hadder feynd wij nien)antt es zeit, kom|iL, ilzl wird man anricliteii. sm predigt. (1535). Eij^ dann aueft das awM aarieblen, anordnMi: gleich als hcite dieser hausuater ein tnpiif^n mal angerichtet VDÜ allein zu e^siii, aber nichts zu Iriucken gcjcLcn. ebend. Üiij*. 2) vonpersoiMn, «KetDOZu inflnrferl wer- den : bis er {der teufet) zu letzt eine alte wet- t'irfiiire .Mincliii-t. das 14. vnd 15. cap. s. Jokumu». W'ittt'mb. 1538. nimniiiij''. 3) einrichien, herrichten: wo die eitern 9kr Verweser der tugent diese muhe durch sich selhs odder andere nicht wollen mit yhn haben, so wird nymer mehr keya catechis- uius angerichtet werden, deudsche messe. (1:'"2')). Aiiij''; das er die schulen ^^ 'I l an iniL lesen vnd singen hellTen aniichleii und erhalten, de Wette br. G, b2; das er midi audi auffii lungsl gericht lad, vber der Schweriner messe, die er (Cardfadf) daiu mal (hilfl* gül) wie mit grossem hoyligen geyst hatte angerichlt. widder die hyml. Propheten. (1525). Eiij*'; derhalbeu lies ich dich in Greta, das du sottest voUend anridi* ten, da ichs gelassen habe. Tit. 2. 5; {Sa* muel) richtet ein königreich an. Sir. 46,16; da richten sie zu Jerusalem heidaij>cke spielr heuser an. 1 Ifaee. 1, 15 ; vnd richten den lempel gaotx wider an. 4, 51; vnd ward dieses opfler wider angerichtet, v. 54. 4) anstellen, anstiften: die nichts thun, denn alle vnglUck anriuhleu, gibt man vherig genug, vber das erste kudi Mos«. ( 1 527). rriiij*; der teuilcl versucht allerlcy volust vnd vneinigkeit jnn dein Ausland anzurich- ten, zwo hochzeilprediijd'ii. (1536). Biiij"' ; haben also viel ein gr«iwlicheru wüst iu der Christenheit angericht, denn die pbariseer vnd schrliHgelcrten. zwo jiredüEyl auff der kindtrlauffe. (1540). Cj'"; sein Zungen rieht mühe vnd erheil an. ps. 1 0, 7 ; der badder zwischen brüdern anrieht, spr, 6, 19; ein hart wort richtet grim an. 1 5, 1 ; das ge- setz richtet nur zom an. Rom. A, 15; vnd richteten eine aufTrhiir in der >lad an. apost. gesrh. 17, 5 j vnd nclilen ruUeu an. der praphet Ikteharja. (1528). aiij". Anriechen, 1 j an einm rieben: im Ni- derlandc ist ein sellzain prowlich vngehewr vrabpfpl.tiiircn , so hocli ;ils ein nion^rh vnnd IU gestail eines iiundes, das hat die leule an- gerochen» die da haben sollen sterben. Hsehr* 217". 2) daurhi'n auch passiv, otlnre in faire: der eine |>iitikl, welcher iincU WilzeJiäcU an- reucht. de Welte br. 5, 233. Airichtig» in üblem r«f{gerwih) »tehenä: da sind sieben kinder mit valer vnd mutier vprsioszen fdas aclit isl in (ksz gestorben) vnd müssen dazu anrüciiiig vnd vnlüchtig vor icdermau seyn. de Wette br, 5, 30. Annifen, das rufen an einen richten, um hälfe anipred^en: rufle mich an in der not. uiLjiiizcü üy Google ( ANRUFEN 96 ANSAGER so wU ich dich erretten, pi . 50, 15; da du mich in der nol anrießcsl, halir ich dir :uis. 81, 8; der herr ist nahe allen, die jn annif- fcn, allen die jii mit crnsl anrufTen. 115, 1 R : der dem vich !»eiü fuilergibt, den Jungen l a- IwD die jn anruffen. t47, 9: ich niffiB aber gotl an zum zeugen. 2 Cor. 1, 23; Muriam zur furliittprin anrilflen. da* 14. vud Ij. cap. s, Johannis. (1538). Oj* ; rullVt der- halb die jungfraw Maria an, das sie . . . mein rllekhallerin wolte sein. hoMtport. WiUemb. 1545. mnfarfell, 3^; da man die liehe mut- ier Maria an *eine slal gesetxt , vnd als eine millierin angeruOl. Jen. 6, 74'* ; die heiligen aoUca für sich selbs nicht angemlli wwden. 6,354'*. aHcAvottfocftei»: ich werd soll lieyn Christen für sich vnd seyne sache füren noch anruflen. von tceltlirher rberkeü. (1523)- Ciiij" ; rUlU holtz vnd stein an , bawet vnd festet sich mit den selbigen, die sollen ylni behflten. derprapket Habaeuc. ( 1 526). kiij'*. Anrnfen , n.invocatin: daniiul) kiiimen Avir aus dem nue Maria weiler ein gebet Doch anruflcn machen. Jen. 2, 510'*. Annifcr, m. inweaUtr: danimb hetasi er noch heutes tags des anrUir* i-s i frühere ausgg. anruirers) brun, der im kinbacken ward. rtV/tl. 15. 19. Anruf iiug, f. invocalio: vnd damit den kaiser aller erst recht enOrnel vnd gleich alle hohe ursach gegeben, siel) zur nolrache zu begeben fnilanrufTungdesreicbs. de Welle br. G, 107. Anrühren y an efioa«, em einen rühren, herühreHr tsomn heranreichen: euet nksht da von, nirets auch nicht an. 1 JI/05. 3,3; VfuI d.1 er sähe, das v.v jn nicht vhcrmochl, rUrct er das gelenck seiner liiilllau. 32,25; wer den berg anrflret* sol des tods sterben. 2 Hot. 19, 12; wer nu jrgend einen lodteo mpiischcn anrtlret, der wird siilion tage vn- reni si-in. 4 Mo$. 19, 11; da tr.ii E^^lhor erzu vnd nirul die spitzen des seoplers an. E$lh. 5, 2; einer gleich dnem menschen rOret meine lippen an. Don. 10,10; vnd rü- ret seines kleidcs sawm an. Matth. H, 20; da rilrete er jrc augcn an. v. 29 ; es hat mich jemand angerUret. Luc. 8, 46; vnd sie brachten kindlin zu jm, das er sie anrarete. Jfare. 10, 13 ; kein quäl rUret sie an. «eelth. 3, 1 ; jr bdadet die menschen mit «ntreg lieben laslenf vnd jr rüret sie nicht mit einem lincror rtn Lur. ] t, 46. früher auch ohne umiaui : iilt mein lieber IMiili[)|ius yhn woU lueisterltch lial geantworllet, hat er sie doch tsn senllle angerurt. esrn wteU der IkeobfMi tzu Pariss. (1521). Dij"; vnnd ruret den < \w\i. an. Luc. 1, 14 nach der st-pi, ausg. des n. iest. v. j. I 522. — mhd. anniorea (Ben. 2, 814j. vgL auch rtthren. Aafikrllchy adb.ai^lOa(harewe: m>n sage an, vnler welchem bauni iiaslu sie bey einander ergrilFcn? Sus. 58 ; Simoo, ick habe dir etwas tu sagen, er aber sprach, meister, sage an. Luc. 7, 40; lieben brfldcr, woltjr etwas reden vnd das voick ermanen, SO saget an. apost. gesch. 13, 15. 2) nMen,WfkHndigen, anzeigen : ätkm einer der enirunnen war, vnd aagets Ahm an. 1 Mos. 14, 13; da wurden Rebeca an- gesagt dise Worte jrcs gr«5s<;ern sons Esau. 27, 42; am dritten tage waids Laban ange- sagt, das Jacob flOhe, 31. 22; wer b9ret nuchcn vnd saget» nicht an, der hasset sein leiten, spr. 29, 24 ; wenn man tihcr ia der eaplan odder Seelsorger begerd das man sie foddere odder lasse die kranckcn ansagen bcy zeit, e/b man fmr dem sterben ßi^ten mi^i. (1527). Ciiij\ — ahd. anasag^n {GraffS» lüO). mhd. .insagcii (Ben. 2', IS). Ansagen; n.-. dis/es Idal vnsers l>annc<. maledeyung, nblltunsz, ansageus. bulla cene domwi. (1522). Cij*. AiMgWi m. nuntint, verkikidiger: diese I Üigiiizeü by eliaweD. das \ 5. cap. d. ersten «f. t. PomH an üt Cerfnffter. (1534).Tiij\ iisebaicr^ m. mM. ansrbouwaere {Ben. 2*, ?Ot) i: wyr sind anschancr gewesen sey- oer maiesteu 2 Petr. 1, 16 nach ^ ersten Mff. de« ». lerl. v. /. 1522. ImckriacBt aj»por«rt; das niiebs otlt ändert hat, wie ein mensch niöcht solchen hass tragen vnd leben, wiewol es deinem Uibe nicht wenig aDi»cheinet. Jen. 1, 360^ Aasehlagy m. mhd. anslac (ff«n. 2*, 382). ^ ^ ' fjrhahen, absieht, plan in gxtlem und t^fjitm tinn: es ist goU kein sclicrtz uocl» ver- geblicher anschlag gewesl, das er vn.s incn- aeben dis sacrament gestifliel vnd eingesetzt bat. vemanung zum sacrnmtnt. (1537). fciij'; da aber Paulus Schwester son den an- stblag höret, kam er dar. apost. gesch. 23, 1 6 ; da ich ein kind war, da redet ich wie ein kind, vnd war klug wie ein kind vnd halle kindische anschlege. 1 Cor. 13, 11; solch rotlische vnd Uuge aosvhlcgc denckt der geyst nicht, dasgoitsehe odderwercnktfade. iridder die hyml. propheten. (1525). Gij'j (Jes teuTels list, anschlege vnd titig. etil ter^ mon vom creuts. (1531). Cj% 2) eonet. tcinterteil. 90'. Anschnauben^ heßig anfahren, schnau- hmi amtimi: Oauki halt boten gcsand aus der wflslen vnsern herrn cusegenen, er aber schnauhol sie an, t Sam. 25, 11; die iuii- per ah»^r sclinauhlen sio an. SlatUi. 19, 13. ausg. des n. teni. v.J. 1522; one has zu sein, nicht zornig zu sein« freundlich gebcrd geben« nteht an zu schnawben, der ist kei* ner nichl. aust. der euang. von osfem etc. (1527). gj*. — mhd. an snonwen (Ben. 2^ 450). Aiechiamn» eine hei Keiienberg (pe$L 1, 31) vorkommende nebenform von an- schnatilcti, ersrheinl t'inmal auch bei Luth.: er aber scimauel sie an. 1 Harn. 25, 14 in den beiden oekivatugg, «Ist andern IheiU 4e»ü, te$L f>,j. 1524«. 1527; die ersfe (folio)nusg. hat :insrlinauben. An«irhnttnfiCB, tca:^ anschnauben : dysze Wort [Jüh. 2, 4) handeil Johannes Crisosto- mus faeflUg warumb Christus seyn muuer also angesehnautxt hab. ein sermon von dem elichen slnndt. Lei/pszyk. 1519. Aiiil"*. — frequenlativum von anscbnaulicn fan- schnauen), und nichi auf sciinaulze zurück" MvifSSuren, vgL Grimm tellb, t, 447. Aiscivfilici, 1) an (in) ettoat tehreiben. anmerken, nolieren: wul da«; paniz Israol ward gerechnet, vnd sihe, sie sind au ge- schrieben im buch der kOnige., 1 chron. 10, I ; schreibet an diesen man flir einen ver- dorben. Jcr. 22, 30; schreib diesen lag an. Bieih. 24, 2; zu dergemoin*' 'l^^r fMsffM'lior- nen, die im hiroel angeschrieben sind. Uebr. 12. 23; alle eingäbe vnd etnname anschrei- ben. Sfr. 47.. 8; ich weis, das du sie (die thränen) alle in deinem r^ster anschreibest. Jen. 6. 122". 2) einen anschreiben « einen schriftlich angehen: lieb wXre m?r«; gewesen, dasr hochgenannier fursi micti selbs hatte vmh solche rede lassen «men geringem, denndeu knrfllrsten an^Nrecben oder ansdtreiben. de Weite br. 4, 577. Ansfhrflon. praeL ansoltiri, dai^ schreien icoran rictUen: gleich wie wir iilcrde vnd ochsen anschreien. Jen, 3, 440*; eine uw kennet doch die fraw odder magd von vrel- eher sie die Irester. kleyen vnd gestfod zu frosson krigl, leufft jr narh vtid schreiel sie an. der 147. pialm. (1d32j. Aüj''. i$t das tchreieHangSUer oder wientehen gerichtet, »9 hexeiehnet es getcöhntich das ßehentOehe anrufen um hülfe: gehet hin vnd schreiet die güdor an ; ein seer gros vnd hoch bilde stund gegen dir, das war scfarsdtheb «azuseheo. Dmn. 2. 3 1 ; thier» die Ml aniasehen sind, ueitk, 14* 19; vnd war schrecklich anzusehen, stüdse inEttheri.B. d) dieselbe fiigung mit wie : e« war aber iuan wie coriander samen vnd anzusebeo wie iMddfioi. 4 Mo*. 1 1, 7 ; seine geslalt war anzusehen wie ein enget goltM. riehL 13,6; die thiere waren anzusehen wie feurige ho- fcn. Ezech. 1,13. 2) M( golt der amcKauetide^ so verbindet sM auf ansehen häufig d§r begriff des er- huwuHS, gnädigseins: du wolUisl dieszen 5. fTTiediiiliLli ansehen, das lauff buchlin terd^ulsrht. flf)23i. aiij''; der herr sähe gnedi^iicii au Habel vnd sein optfer, aber Ssia vad sein opITer sähe nicht gnediglich an. 1 Mos. 4, 4. 5 ; vnd der herr sähe an Hiob. Hiob. 4 2, 9; ich hah mein volrk an- gesehen vnd sein ge:$chrey ist für mich komen. 1 Soa». 9, 1 6 ; der herr hat angesehen mein ikmdit. 1 JTo«. 29»82; loahas bat de» herm •'^HL-esicht. viul der Iierr crhörel jn, denn er sähe den j.nner Israel an. 2 kön. 13, 4; vnd ersähe jre not an. ps. 106, 44; gedenck bor, wie es vns gehet, sdiaw vnd sibe an «ner schoiaeli. klagt, 6, 1. 3) einem etwas ansehen: was einer im Hiin hat das sihet man jm an den äugen an. •^r. 13. 31 : man sibels einem wol an. Id, 2S; oian sabe es jm an. weil er sich so jm sag^webt entferiiei hatte, das erio grossen «sgHten war. 2 Macc. 3, 16. 4) einen, etwas tro/ur ansehen, hailen: <»■ »olt bald sprechen, wo für sihcslu mich ^ hdtcstu micfa Rir einen solchen? onafiy. der Mim (1538). Mij-, habe icfas auch Air gut angesehen» nach dem icbs alles von anbeginne erbuidet habe, das idis tu dir, mein guter Theophile, mit vleis ordent- lichen schriebe. Luc. 1, 3; die diesz wesen für teuUiseh ding ansehen, de Welle br. 2. 148; ja meine schrift kann man fUr scharf vnd heilig ansehen. 4, 239 ; du sihest die sr)i,Tj(pn fler lierpe für !eu(e .iii. rieht. 9,36. doch auch noch ohne ztcischenyeschobenes für : seine liebcu chriiilen lauter kiuder, nar- ren wid bettler gegen sie ansnsehen sind. Jen. 6. 159''. 5) beachten, berücksichtigen: evie er den Connliium vnd seinen hauflen isl an> sichüg worden, hat er «ich iiiii den seinen bald danon gemacht. ebetUL &2*. mhd. aiisilaic {Ben. 2\ 285), ahd. ana* sihli - (»raff f3, t 23). Ansingen^ an einen singen: nun miis vns ansingen viid anblaaen, das wir den herrn adlen preisen, der 147. jMatei.{1582). Aüj<> • muss mir zu mttla seyn, ab wen »ich eja Digitized by Google 101 ANSPfi£CH£;K nttQers tbier ange^ungeo bell, serwuni von 4m Mßu vnd gttade. (1&18). Cg*. Aisiiien, anmuten, zumuten, gebildet nach mkd. an cinon sinnen, «inen um etwas angehen [ohd. sinnan ^ gehen), doch statt 4e* persönlUhen aee. mit daUv inr penwn: sind es papisien, die euch solcbs aasinaca. Me^ von seinem buch der icinckelmessen. 0534(. Aij'"; es hat mir Cuspar Milllt-r aus 'C. g. befelh aull' zwey siUck aniwort ange- iimt«a,Jen, 3, 165": es htt mein lieber Iwrr ni ffeund, duclor Brück an mir gti- sonaen, das Ich mich liiiifiiri des scharfleo schreihrns tMiUialtcii wolt. 5, 332\ AatijMiuueU; mhd. aae spauneu (lien. 2', 481). wtn spannen, spien, bei Lulk, nur tm spannen des xugvMue am dm wagen gebraucht: spannet rosse an. Jer. -IG, 4; du stad Lachiü spaii leuUer an vnd iare da von. Mkka 1, 13. aber auch den wa^^eii aupaanen: da spannet Joseph seinen wagen sn. 1 Mos. 46, 29; vnd er (Pharao) span- net seinen wagen an. 2 Mos. 14, G. -ihsi ^se einen acc.: sage Aliali, 6|»an an vnd ttre bin ab. l kSn, 18, 44 ; da sprach Jo- tan, spannet an. 2 Mn. 9, 2t. Ansppirn^ mhd. an sptwen (Ben. 2", 5 1 3 u an einm,an etwas {zum zeichen d.verachlung) speien : so soi setue schwegcnn zu jui trcl- len für den eltestcn vnd Jm einen schuch ausziehen von seinen fUssen vnd jn anspeien, d Mos. 25, 9 ; vnd speielen jn an. Matth. 27, 30; vnd ein solch arm crealur seynen goU schüpüer ttio erschrecklich» grewhch anape^et vnd sprflet» dns «nch ontsetslicb ist danon zu Iiiii eii vnnd reden* au(f das rbir- fhrisüicU buch bocksEmszers M .'»2 l ). Ginj'' ; 0 ddi wäre ein küner heill, dci> man soll ^aspeyeu vnd mit lungen lum dorQ auswcrf- len, da» diese wwrt QwisH noch fest sUAen. {lS»27f. cüj\ 4tt den vnd nach dem jrdischeu regimenl gegen denen, Widder die er gesundiget hat, das «r da mit bezalet md niemand kein anspräche mehr su jm hat. von Jhesu Christo. 1 1 f :l3). GiijK was bexeichnet aber der pl. anspra- chen in folgender ttdlet einlagen, zunfTige- rechligkeitten, ansprtehen, bussen, straften, vnd koren . . . sollen allenihalh ynu gemei- nen kaslon gesciilagon vnd mit einirid>raohl wertlen. ordenung eyns gemeynen kaslens, (1623). Biij». Ansprechen, mhd. an sprechen (Bm. 2, 526), ahd. anasprcdilian {Graff fS, 376). 1) v>orU' an jemand richten, anreden, be- yriissen: vud spracii sie freundheh an. st. in Esther 4, S; du hast mich getröstet vnd deine magd AreandUch angesprochen. Ruth 2, 13; we wo! er sie anrh sonst mehr niii harten worlen angesprochen hat. von der aunde wider den Keit. geist. (1529). Dj''; wer bat vngewdnücher, vngeschickter ding jemals gesehen oder gehört, denn das der küniff der königen vnd herr der herrn auff erden sol von |dem geringsten, verachlesleu mensdion angesprochen werden, ^e». 1, 220^ ; darttmb fehet nu an , mit eitel sol- chen Worten, damit man pQegt kr'egsleute anzusprechen vnd zuermauen, das sie ritter- lich stehen vnd kempllen. das 6.cap. Ephes. ( 1 533). Aiij'' ; also kam Nicaaor su Juda vnd sie empfiengen vnd sprachen einander fried* hch an (vulg. salutavcnint se). 1 Macc. 7, 29; da sprachen sie einander an. 11, 6. auch figürlich : ich mus hic yhr gewissen ein we- nig ansprechen, das diese umrt ChrisU noch feM Stehen. (1527). nij'. 2) um elicasansprerhm, bittend anreden : sprich deinen neliesleii druoib ao. Sir. 1 9, 1 3 ; sprich deinen freund danimh an. v. 15. s. ttuek anschreiben 2. 3) fordern, verlangen, als das seine in * anspruch nehmen: das seine anspn rhen vnd fodderu*. das 5. G. vnd 7. cap. s. Matütei. (1532). Zij": der mich vnd dich fiir das sein«: ansprechen vnd als die seinen vom teuilVd ahrnddorn wülle. Aanspofl. Wittemb» I 34 trinter(>-il. 20*'. -i j anj echten, vurkiagen: wo sichs be- gibt ym sank, das ein öffentliche verlObnis odd«: hochzeit durch ein heimlich vertöbnis Digitizea by Google 102 ANSTECKEN wird angesprochen vimI infeliMÜileR, wie bis,- h» ofll geschehen iitl, beide mit Iflgen vnd inil warhcit, sol man hinfiirt das lioiinlirhe vi'rl«tl>tMs wiildor sehen nocli huren viitl den au&linuli iiichl gestaten. von ehesachen. (153U). Dj* ; was will« deim gewissen ent- worteD, wenn Uicbs ansprechen wird, das du dir wort Chrisli vom kelch Irin ken nichl gclinltcn hnrl:nirl soll ein anstand sein zwischen den llurguadcrn vud herzogen von Juhch. de Welle br. 5» 558. — Dasyp. dict. 58': indueiae* ein anstal oder ir|de, der aufl* ge- wisse seft bcstimpt ist. Anstatt) diiirh •usamtnenrückung der praep. an mt d«m mbst. %laH enUprungene praepoMtion mit von stall abhängigem gfn., bei iMik. noch gelrennt an etat: ich wÜ dir an stat alle deines leides zwyfeltigen trost vnd puls gehen, der prophet Sacharja. ( I52b). Hbiij''; uzt stvh gebürl zu predigen an slat der braut messe, swo ftocMeü jn*«- digten. (1536). Ej*; darum sage ich noch, das jch jnn dem gantzcn bapslnm mein leb- tage nie keine fasten gesehen habe, die reclit cbrisUich gefastet were, sondern eitel üchand- faaten vnd fras an etat dee fitatens. da« 6. 6. vnd 7. eap. $, MtMkäi. (1532). kigi*; daia er (Jfelaiidklfte«)ansUtt seiner griken lection der heiligen schrifl lecliott aich vnterwunde. de tt'elte br. 2. 4in ; lipsptzt die siedle in Sauiatia an slal der kinder Israel. 2kon. 17, 24", an stat deiner v eler wirstu kinder kriegen. p9, 45, 1 7. häufig ertelMM der tMkängige gen* siaiMshen an und stnt t : vnd opffert jn an seines snns ^irrf \ Mos. 22, 13; 1^^ deinen knechl hxf. ideihen an des knaben .slat. 44, 33. jr üeid aulfgetreten an ewr veter stal. 4 Afoa. 82> 14; vnd woneten an jrer etat daselba. 5 Jfot. 2. 33; ich wolle jn hcy mir behalten, das er mir an deiner sUl dieoet» Philmnon Iii. vgl. stall. Anstecke «ooron afeehen. Udenwrin anstechen ßr dat ftux ntwfedhen, i«n «pmul dtfrc^ stechen öffnen, anzapfen: den aller hesten wein ansterhen, der 1!2. psalnt, (152t};. avjK figürlich: meinen gnadigen herra dorfl ich nicht analechen. WM» br. 4, 523. 2) anrühren, berühren, zur spräche bringen: uU will«; mir ilzt kitrizheh an siechen vnd tzeyjj,.n, was von der ganlzen lleyntKensehriiri viin den andera saeramenten tzu halten sey. aniworl deutsch { \b'22) Fj^; also (hnn die npostel allwegen, das sie zu rück lanfl'enynn das allle leslamenl. wie irhs droben auch anstaeb. tlas beHediclm. i l o2b). Dj* ; nach dem der jdde, so mich bewegt hat, nebest mal von den jaden zu schreiben, auch dis ift' k rmstach, CS kdndle nicht beweiset werden, das Jhesns vom Slam Juda were. vom schem hamphoias. (1543). Gii^j*; (icA) wü dis mal diese eaehen allein angestochen vnd entworflen haben, die drey symbola. { 1 53S I. Fj ' ; drohen hab ich auch angestochen, ob man mit gutem gewissen mUge solche stücke lassen verfallen sein, von den concilijs vnä Mr(Afpc^:r'Ti, rlas die heu'icr zu Jein>;n!(»Tii ver/eren, Mui nirhl !?e- lescbt werden sol. Jer. 17, 27; das man jre synagoga oder schale mit feuer anstecke, «on dtn ßiden wnd fren II^pm. (1 543).e iq* ; üigitized by Ggogle AMSTEBEN 103 ANSTOSZEN d« sdtet zu das das dorff nicht werde ange- Hedt fnüfg tMm 4$m engein. (1 535). Cg" ; die sprew aber, das ist, den grossen golt- Iftson 113110"»'»!, *\or verstockt Ii! , vnd jm DKht sagen lusst. wird er auslecken \mi mii «frigeni fear verbrämen, jrwo predig auff krkmdertauffe. (1540). Bij''; wariirob ha- ben (tf'ine kncrtiio mein stdck (aoiker) mit fewr angestockt ? 2 Snm. 14, 31. mhd. anstecken und anstechen {Ben, 2^, 623. 626). iHtehen. 1) sinnliches stehen wenn: vn ! weien lieber vber hundert moil gewesen, denn vnden am berge an gestanden, ausleg. 4tr zehen gepolt. (1528). Cvij\ 2) puuen, stemeii.- vod werden mirmetne Ueider scheusUch anstehen. Hiob 9,3 1 ; denn alsa heisren die priei anflehen. 7er. 10, 1. wM. anc sien, ane &lin und ane »landen (Im. 2>, 575), «M. anastln, anastandan. (tfmf 9, 591. S99). Anstellen, anordnen : das eyn frey conci- lium angestellei vnd ynn des die sadie ge- stillet werde, toidder die verkerer vnd feh scher keynel weiber gdiabt habai, das niehrerleyl daher, das sie yhn angeslorben sind, vber das erste buch Mose. (1527). iiiij''. — mAd. an sterben und an ersterben (J^en. 2S, 642. 643|. Anstimmen, anfallen erschallen jcw lassen: sol vnser iicrr goLt biemit die po- saunen wider sie nngestttnmel haben, an kurßurslen zu Sachsen. (1545j. Eiiij^ Aiitost (anslas), m. oefio und paetiv, 1) gegenständ, woran ges fassen wird, bindernis, ärgernis: du soll für dem Mirulen kein anstos setzen. 3 J#o«. 19, 14; reutuel den weg, bebt die anstOsse aus den wegen mei- nes vdeks. Jee* 57, 14; das niemand seinem bruder einen anstos oder ergernis darstelle. Rom. 14, 13: sehet aber zu, das diese ewre freiheit nicht gerate zu einem anstos der schwachen. 1 Cer* 8, 9. 2) anfaU, mngrift* anfeehtungt manicher gehet dahin zwcnizig iar hat keinen anstoss, wenn emuial ein heber kOmpt, das vher drey tage werel, so wil er aus der band faren. muleg. der eehen jwpoO. (1528). Gvij**; wir viel ansltlsse vnd büffe darüber müssen leiden. deudschcaterhi^m '( I 529 1. Uij"; vnd zappeln sogar feichilicli ynn geringen anslössen. vier Irösll. psalmen. ( l ^ 2i»). Ciij '. —mhd. anestö;; (0en.2i.668), akd, anastft; (Graff 6, 786). Ansfessen. 1 ) sinnHeh an efwo« sioszen : da lurchlen sie sich, sie würden an harte orte anstossen. apost. getch, 27, 29 ; slies sieh das schiff an. 27, 41 ; ich wQ dieb null rechter bahn leiten, das, wenn dn gehest, dein gang dir nicht saur werde, vnd wenn du leullc^L (hs du dich nicht anstossest. spr.4, 1 2. figürlich: wirt uu der beiehtvaller yemand forsefaen, ob er meine bnehle hsb odder lest^ vnnd da mit aein blodikeit ansiossen, sol er yhm antworten, ein «nlerriekl der beffdU' kinder. ( 152 1 1. a ij'. 2) befallen, zusiossen: iurwar die christ- lich kireh auff erden niebt grosser nacht, nticb werck bat, dan solch gemeyn gebet Digitized by Google ANSTREICHEN 104 ANT1CURJSTI8CH wider aU<», was sie aBstosteii mag. vom 4em I guten wercken. (1520). Hij*; 0 bnider, w»n | euch vil anTechtung anslossen, seit vr «l;t' greifen, anpacken, vornehmlich in feind' licher absieht: wer diesen man oder sein weib anlastet, der sol des tods sterben. 1 Jfet. 26, i 1 ; ich habe mdnen knaben gc- holen, das dich . niemand antasle. Ruth 2, 9; ta«te an alles waü er hat. Ifiob 1, tl; tastet meine gesalbeleri nx lit an. t chron. 17, 22; auff das nil bey eihchen wolmey- Bcnden hertsen werde angesehen, alsc thu ich yhm tzu viel, das ich die grossen hermn antaste, «otder den f<ü§ch genantim gtf^ \ \MeniUind. (1622). Aij^; md sie das alles sie Dil belfTon mag. richten sie tzu ellicb b>sze gesellen, die mit lasterschriiricu vnd büszen huchem vns antasten. derZ^.psidm, (1521). Aiij* ; solche tyraanen die das mit gesellen wollen fUien wid ertiwingen. muss. man scharflT vnd hart anlasten, von beider (jestaU. i l5'?'2 i. rj^ ; i< h bynn alleyn vnnd szoUieli wulilcrsaclit r um U szo grcwlicb an- lasten. wrighMHef auf der NU. w Gctha* cod. chaH. 379. pag» 9. — fM. asetasten» II Den. 3. 17). Antasterj m. aitreciaior: mich zu weren vnd schützen gegen meine lugeohafllige vnd ho!«zwillige aniaster. amff des ftoefa am Leyp* tsick antwort. (1521). aij^. Antastung, f. angriff: soll man auff alle aniastung streuten vnd gar nichts vbt rseheo» were nymmer keyn fHd. das magnifictsL (1521). hj^ Anthnn^ mhd. ane liion (Ben. 3, 140),. ahd. nntiiKMi. (Graff 5, 315). 1) induere, ankleiden, anlegen: scm eigen Ueider an- thuo. 3 ICo«. 16,24 ; eis man sol nicht weiber- kleider anlhun. 5 Mae, 22, 5; vnd (Datutf) thet andere kleider an. 2 Sam. 12, 20 ; auflT einen Ix^^iimpten tag thet Herndes das kö- nigliche klcid an. aposL gesch. 12, 21 ; liiu deine schnch an. apatt, getdt, 12, 8; der war aogethan mit einem kiltd* Offenb. Johm. 1, 13. auch ohnr nhji'ct ist es ankleiden: sortret nicht fiir e\Aern leib was jr anthun sollet. Luc. 12, 22. figürlich: jr aber soll in der slad Jcntsaiem bleiben, bbdas jr ange» than werdet mit krafll ans der höhe. 24,'49. 2) einem etwas anthun braucA^ f.u(h. nur in der bedeutung ühics anthun : die grosse plage, marter vnd gewalt, die sie alier wdt haben aogethan mit jrer angstbeiehl. umst^ nuR^ an e. l. deudschen. (1531). Giij'; dieser is| ancli (br «pnlrh einer der den jüdc'U das gehraiidle leid auUiui. von den Ju- den vnd Uvren lügen. (1543). Qüj''; dieser sprach thut den joden das gabrant« leid m. ein brieff wider die sabbather. (153S) ; ob sie vn<; tndten oder alles vngittcks anlhuD. da tVette br. 2, 165. Anlidiriitisrh, adj. widerekrieUlehi so gar öSenllieb vnd unverscbimt ist die bulle |in ihrem anlichrisilichen verdamniren« da ANTLITZ 105 AiNTa£lfi£N Wen» kr, l, — «Oll dm «m dem gr. entlehntem «ntichrist, hei LvOh* endecbrisi. (j. i.) Anllili fandlitz), ti. angesicht. zahlreiche belege l/ielel die lubeiuberselzung i es slehl Mir wi& da* ghkMe^knimie angesicht Dfür tulius: da nu seine billder xu jm kamen, fielen sie für jm Dieder zur erden aufl* jr andlUz. I Mos. 42, 6; Dauid neigt sein udlitz zur erden vnd betet ao. 1 Sam. 24, 9 ; da da» Elia hAret verhaDet er sein andliU mit seinem manlel. 1 kön. 19, 13; lege mei- n«o Stab aiifT des knaben andlitz. 2 kön. 4, 29 ; vnd jre andiitz (j)/.)stiiiideD gegen ander. 2lfoi.37. 9. 2) /fir Äe maiUfettatiMf gegenwart got- I«: M»d ich wil mein andlilz wider ciicli »teilen. Ler. 26, 17; ich aber werde mein aadlilz verbergen zu der zeit. 5 Mos. 31, 18; beff erbebe vbcr ms das liecht detnes andliizs. pf . 4, 7 ; jr solt mein andlitz siulien. 27, S; las leuchten dein andUts vber deinen knecfit. 31, 17. Amlilz {Luihers Schreibung audiiu ist mMiieuUeh) i$i mhd, anUitie. anütttae {Ben. 1, lOGO) und anüutz (erste deutsche bibel z. b. 1 Mos. 4. 14. 16; [), 23; 17. 3. u. oß), ahü. anlluzi, assimiliert annuzi. {Graff 2f 322). golh. würde andavlits enl- ipreeAem wofibr after oAne anda (oM. ant =-gegen) blosz \\'ds und mit anda andavicizes, beide t on vleiiaii blicken, anblicken, erschein ntn. die formen anlluzt, auilUlze, anllulz msttprangen jedenfeMs inrdb termengung wU dem Mwar ^eMUtedeutenden, oder for- mell verschiedenen ahd. anllulli, mhd. ant- lulie, deren lulli, lülle auf tjath. Indja ^e- iicht iuruckgeht. vgl. G r tmm wib. i, 501. W§igand «016. 1, 48. anüilx wf aiiM der wenigen «oAler, in denen sich die alte Partikel ant erhalten half während M tenst «t enl g»*<:rfnv:ie!)i wurde, intragcn^ mhd. antragen (Ben. 3, 71). I) an snh IrofM, mJhodefi: Afaia trug den '^ilro(k an. 1 Sam. 14, 3; also haben sie «diesen Johannem auch gelobet, dnrflnih das er eyn rauche caroels haut angetragen, das lowdtcda. (1525). Aüj"; die propbeten tragen sedte an. der fropAei Sßdkaijn, slo|t'ii vrid geraubet haben. von den juätn und jren lügen. (1543j. Zj**; weil er (dermenaei^) das fleisch antrat, mua er >chmenen haben. Aod 14« 23. 2 i cliras nn eiru'n (ragen, vortragen, vor- stellen, vorbringen, anbringen: wollen wir recht mesz halten vnd vorslau, so uiui»sen wir alles Ikren lassen, was die äugen vnd alle sinn in dyszem hemäeH mngen tieygen vnd antragen. ei;n sermon von dem n. lest. (152t);. Aiij^'; das ich den selben Bun be- wegt belt» meyn nodt vnd gewerb dem for- sten anuulrsgen. eftend. Ciij* ; da nu Mose dem volcke angelragen, das yhm der herr befohlen hatte, ausleg. der sehen gepoU, (1528). Dv^ iniragcn, n. rortlettam tiUen: (aema tnu(fer) begcrd auch hülff vnd rad von ybn mit demütigem vnd sidigern antragen, amleg. der ep. vnd ettang. von der heil, dreykönige fest (1525). Ltj^; deriialben wolt ewer hci-- ligkeil jre veterlidie obren, so an Chrislaa stat, dis mein antragen hören. Jen. 1, 144". Antreffet!, ahd. analn-Cui '(iraff 527). IJ «M einen treffen, ihm begegnen, ihn /in- den : jlzl werdet jr jn eben autrcflen. 1 Sam. 9, 13; daselbs werden dich antrdfien drey menner. 10, 3; vnd es traffjn ao derpriH phel Ahia von Silo auff den) wege. l kön. II, 29 ; vnd sie Iraflen jn au aufl' dem ackcr Naboth. 2 kön. 9. 2t ; (/oAMin Kolbe) hat mich hie zu Torgaw antroflen. Bnrkhardt briefw. 229. doch auch von sacJ^en: alles was sie aiilrair, dn« fTis»; sie. Jer. 50, 7. 2) betreffen, angehen: dis verbot Irilll alle ander an, aber dich nicht, et. in Alfter 4. S; weniis den glauben vnd gottes wort antrilll, da gills iiiohl melir Yu-lvu odder gc- düUig sein, vier trostliche jtsalmen. (1526). Dv'' ; du must autf das wort sehen, das dich belriflt, das zu dir geredt wird, vnd nicht was einen andern antrifft. r5er das erste buch Mose. (1 527). Blij*"; es Irim nichl ilaa kbeu, sondern die lere an. ebend. aiiij''. Antreiben, ettoas fortwährend, an* dauernd treiben, wiedetheien: was jr bittet, glenbet das jrs haben werdet, so iaitl jre u ANTRETEN 106 ANWALT gewis, sonst wo mta mkh gebel jioerzu vmb ein sach antreibet, ists ein zeichen, das wir gott nicht gleuben. Jen, 2, 459". Antreten j xdoMh treten (sich begeben), um ein mnl, einen Menei xu ilkerndlmen: ewer du dritte teil, die des sabbaths an- treten (zum tfmpeldienst). 2 chron. 23, 4; vnd 11 iru rii] j:r1irher seine lonte, die des sab- bats atilraUcn mit denen, die des sahbatlis abtratten. 23, 8. Antwort^ durch tcorle einee «ndem, 6e- •fo?if/>>r,? (hirrh deiten frage, vcranlaszte rede, responsum, beseheid, enlgegnuHg, ver- antworiung. tcas das genus belri/ft, so 6e- gegne^ in LnOkU edufiflen wie mM. haid f. bald n., doch mU beeorsugmig ie» Msteren. Ifilefjp für das neutrum: ein richtiges ant- wori lül wie ein Heblicher kus. spr. 24t 26 ; aber was sagt jm das göttliche antwort. RSm. 1 1 , 4 ; das antwort des heiligen geists, Weichs hcrr Simeon vhorkomen hatte, das diese icorf Chri-^li noc/» fest slehfn. f ] n*?7 i. Ij''; sulctis autwort mus jch vnd iiu> luciacu vns jtzt auch lassen gelten vnd gesagt sein. wamunge an t. I. deudschen. (1531). Aij'*; bin derhalben vnterthSniglich, wo seine bitte ziemlich und e. k. f. g. zu thun ist, wolle ihu ein gnadigs guls anlworl lassen widder- fabren. de Wetu br, 3. 184; ich bit vmb ein gnedigs richtiges antwort. von dem baps' tum zu Rome. fl520). Eiij\ entschieden f. tc< es in folgenden steUen: der kdnig gab dem vokk eine hart« antwort. 1 MTn. 12, 13; auch ward er somig vber seine drey freunde, das sie keine antwort fundcu. Hiob 32, 3 ; man wartet der antwort von dir. 34, 33 ; vnd verwunderten sich seiner antwort. Imc. 20, 26; sein gegcnpart lassen daselbs zur verhör vnd zur antwort (Verantwortung) komcn. wider den bischoff zu Magdeburg. ("1539). Cij". in der bibel führten spätere ausgaben das f. noch weiter ein; in einer WUtenb. UM 9.j, 1664 iti dos f, tehon kieanfdte eimige üsUs fleN% 8. 5 imrek- gedrungen. Antwort, im 16. jA. noch haußg antwurt (voe. tue. teuL ante lat., voc. gemma-gem- mamni, Da^fp, dlet. «. /. 1537, doeft 1540 daneben auch antwort), mhd, antwurt f. und antwflrte n, (Ben. 3, 810), ahd. anlwurii n. | tttid antwnrtl f. (Graff I > 1023), foük, «nda- vaurdi n. ist xus ammengeselst aus andsL' (int-) » gegen und einer ableitung ron wort, oitQ gegcnwort. vgl. Weigand wlb. 1. 48. Iitworteii mhd. antworten (ITen. 3, 8 1 1 ), ahd. anlwurian (Gra/f 1, 1023), gtäk. and» vourdjan, respondere, mtgfgfien, erwidern, enlgegenreden, nnmentlich durch fragen eine6 andern veranlasst : da sprachen sie zu jm, wo ist dein weib Sarat er antwortet, drinnen in der hUllc. 1 Mos. 1 8, 9 ; er sprach, wie It^i-isestu? er antwortet, Jacob. 32, 27; irage ich aber, so antwortet jr nicht. Luc. 22, 68. antwortete vnd sprach begegnet in der HM io Mnfig» dnas belege inßr an««- fuhren ^Sberflusiig erscheint, die sache, iror- auf man antwortet, wurde ahd. und mhd. in den gen, gesetzt, bei Luth, gelten eUe praep. lu wn4 auf; antwortestn oiclrts la dem, das diese wider dich zeigen. MnUk, 2G, 62; nu wollen wyr tzü iles königs idgen vnnd allcntzen anlworltcn. antwort deutsch. (1522J. Bj"; woU ich gern richtig vnd klar SU dieser frag antworten, de Wette br. i, 381; — hat er lost mit jm zu bnddem, so kan er jm auff lausend nicht eins antworten. Hiob 9, 3: vnd er antwortet jm nicht mil ein wort. Matth. 27, 14; hie luil i>ey geant- wortet auir alle bOcher d. Carislads. da» m- der teyl widder die hyml. propheten. ( 1 525) Piij* ; daraufr mus ich antworten. Hiob 20 2 ; es ist nicht not, das wir dir drauff ant« Worten. IN». 3, 16. Bi^ ine 16. ^ hatte antworten «neb die hedeutung von überliefern, übergeben, Lmth* gebrauchtin diesePi sinn «MrüberanlworteTi ; die beiden bei Grimm wtb. 1, 51 U dafür gebrachten belege ans der Jenaer amsg. vo» Luthers Schriften gekSnn Lnth, nickt nn. Antwertnng, f. Verantwortung : vher das vermag «ie niemand, das sie ans liclil wolle» vud zur autworlung stehen on bcy jres glei~ eben. Jen* 2, 451*. Anwacbseiy teoron ieaditen: wenn er sich solcher gaben vherhebel, als weren sie jm angewachsen vnd hctte sie nicht ein— pfangcn, der machet jm ein abgoll draus. mtiemb. (1539). 1, 222«. ^ «M. anawah* san. {Graff I, 685). 1 Anwalt, M. «aebteoiler, ^meiiralor, An> uiyiii^ed by GoQgle AKWABTtJNG 107 AN2ei6S!C einem bei bur khardt brie/wechiel «. 4 1 5 j »ach einer abtchrifl milgetheitten brief Labien Md «lorfc« bald «d^aeft« fvrm: nsaU geuosch vtul holhypeley desanwaldes Simon Blick; des rmwilden elslergesrhrftv. — oM. aaawaUo [Graß' l, 813) von ana- wall potestcu, gewall. tpruch auf künftigen besitz": (Jfom) halle zaili korns vnd crbciss. ordniWjr ^pu ge» meynen kaslens. (1523) Hj' . 2) im sinne von frohndienjit^ in welcher bedeuHmg Luth, anzahl wUbmUeh «erwen- det : vnd Salomo legt einen anzal (hebr. OO, LXX rf oooi;, rulg. indictio, Lulh. in früheren ausgg. aussclios) aufT ganlzes Israel, vnd der aiizal war drei^si^ lauseul man. 1 kun. b, 18; vnd Adoniram war vber solehen anud {nd, Mbel: anlal). v. 14. — bedeutung vnd genus scheint sich aus dem niederdeutschen antall — zukommender theil {Urem, tclb, b, l O)demhochd. loorfe nUtgelheiU tu haben, vgt.FrommannwndUiiee.n. -^ieeder mhd. anezal, noch ahd. anazala begegnet. Aniiipfpn (anzcpren), „mittelst eines Zapfens die erste fliissigkeit auslassen** {W^eigand »tb, 1, 49): vnd haben jre reden also getautet, bette man das hier wider im fasse so würde nians nicht ansf^lEen. Eisl. 1, 529". r^f. anstechen 1). AnieicJinenj bei Lulh. auzeichen d. t. anseiehenen (e. teichnen), «ofare, anmerken; so aber jemand nicht gehorsam ist vnserm wort, den zeichenl an »Iure!! einen LrielT. 2 Thess. 3, 14; (die judenj vliessen sich da- mit das sie fast alle mans bilder vnlcr yba anseichneten. sermon von der kenbUnmma goltes gepots. (1526). Aviij''. Anzeigen, indirare, kund thun, melden, offenbaren, bei Luth. sehr häufig : Christus fodden hie (/eh. 31» 15 IT.) von sanct Petra drey mal die lieb, ehe er yhm die sehafT be- filliet, damit er klcrlich antzeigt, wo nit liebe ist, dr) tr^hort (Iis schafTweyden nit hynn. grunä mä vrsacii aller artickel, (1520). Ij*; solche ausflOchlige rede leigen an, das vuul 14* uiLjiiizcü üy Google AKZEIGEN 108 ANZIEHEN das liecbl schewet. auff das vermeint kei$er- Ueh mKcI. (1S31). Ciij . damil ist also an- geteigl, das wir hoben yhn der haut sind. aiul. der zehen gepotl. fI52S i. Bvij' ; c. k. f. g, wollen sich lose inäulfT nicht l.isscn Widder mich hcwegeo vnd aus angezeigten vnachen bedenken die hohe uimieidlich« RoUi, die mich gedrungen hat »chArf BU schreihcn. de Welte br. 240; man musz grund aulzeygon, tlie widdersachcr zu- scliweygca. von dem newen Eckischen bullen vnä Utgen. (1520). Bnj*; daa mtlgtjri wo es euch anders gcldslet, denen anseigen» die vielctchl der Stf'nckcfoUl wiilor mich be- stcnckcrl vnd hcsehiuei^:>t. kurtz bekentnis iHMiiftetl. Sacrament. (1544). Diij'* ; scheuen ist hie, das cyn iglicber hau müssen an sey- gen wie viel er vermocht am gut. randgl. zu Luc. 2, 1; dasz ihr dem pulen herrn unti freund wollet anzeigen, dasz er nicht schul- dig scy, solche weise fiirtunehmen sich und sein hausvolcklein zu communicirn. de Wette br. r>, 39; ilu liast mir IhmUc nnjrczeigel, wie du gutes an mir gothan hast. I Sam. 24, 1 9 ; der berr hat mirs verborgen vnd nicht angexeigei. 2 JMfn. 4, 37 ; herr, aller hertzen kundiger, zeige an» weldicn du erwdet hast vntcr die'jcn zweeti nptxt. rjesrh. 1, 21. Anseigen^ n. inäictum, ameige^ merkmal^ «UMceidben; das doctor Eck von Rom sey kttoimen, wirt mir dnrch viele tappere an- tteygen bekundigl. von den newen Eckischen bttWen. (1520). Aj'': es fodm die noddiirin eyn antzeygen vnd vorrhede zu stellen, vorr. Quf ia$ ». IctI. In der tf^^mhwmug. v. j. 1522. bl. 2*; das gilt otcbl, hat auch key- nen grund noch anzeygen ynn der srlnilll. der \21.psalm. fl524). Aiiij": vnd i.st gc- wis ein anzeygen des gcylz odder fawihcyl. «0» kamfftikmiiung vnd wueher. (1524). Jiij*; fürwar es musz der zinszkouß' ein figur lind nntzeyjren sein, das die w<'ll mit schwe- ren Sünden dem leulTcl vorkanttt scy. an den christlichen adel. (1521). Mj''; wclchs ist ein anzeigen jnen der verdamnis, euch aber der scliglceit. PML U 28. die ndd. Ubel hat hier hewyss. Anieigefi m.person oder sarhe die etwas ßHxeifft: viUeicht seind die orgcicn der seihen seoger vnd beler (die nur mit dem mwid singen vnd beten) flgurvmi .ini/cyger. auszieg. imaseh dts «. «. (1520). Dj*. ' Anzeigung, f. anweUm^t mueige, kund- gebung, xeichen: wolan, so denn der hohe geysl erstummet vnd keine anzeygunp gibt, so bitten wyr vmb gnade, das ander theil teadder die Ayml. jwvjiAeteii. (1 525). Cij*; wer den heiligen propbetcn Jesaiam wfl nützlich lesen vnd desle has verstehen, der lasse yhm (so ers niclit besser hat odiier weis) diesen meinen nt vnd aozeigung (Bngenhügent Übertragung im ndd.: anwysinge) nicht veracht sein, der prophet Jesnias. (152S). bl. nlsn i^t das nu eine heile klare anzeygung, das diese wort, damil gotl hie drawet vnd verheyssei, ailetn die Juden helreflcn. ausleg. der seben gepoU. (1528). Fvij'; S7.0 hin ich eyn glid der Christenheit nacli laut \nd .inzcygnn^ dis/e« sacrauienls. eyn sermon t on der bereyiung tum sierben. (t510). büj*; der seepter em olTenllieli anzeigung vnd vrkund ist einer küniglichen oder richterlichen herrsilialTl vnd gewall. der 1 10. psalm. ( I531i). Kiiij'. Anilehcn (anzibcn), mhd. ane ziuben, an sien (Ben. 8, 924. 026.). ^ebmncbl £mA, 1 ) vom anlegen von kMdungsstücken aller art, sich oder andern : am dritten tage zog sieb Esther königlich an. Esth. b, 1 ; sorget nicht Ihr ewreii leib, was jr anziehen werdet. Jfaflik. 0. 25; vnd gotl der herr machet Ad.im vnd seinem weihe röcke von feilen vnd zog sie an. 1 Mo."?. 3, 21 ; brod zu e$scn geben vnd kleidcr an zu ziehen. 28, 20; (Itaiar) legt den maniel ab vnd zoch jre widwenkleider wider an. 88» 19; vnd deo seinen Aarnn soltu r(5cke, gftrtel vnd hniihen machen, die licrrlich vnd sciiiin sL-ien, vnJ solt sie deinem bruder Aaron sarapt seinen sttnen anziehen. 2 Jfot. 25* 40. 41 ; daruinb zihct secke an, klagt vnd beulet, /er. 4t 8; villi «^rillen nicht mehr ein raiiclien mnntrl anziehen. 6'ocÄ. 13,4; es grcyflen ni.incli> mal zwcy zur ehe, die kaum eya heoiLü au- zuzihen iiaben. 4er 127. ptaim, (1534). Bj*; so w undert mich, das solcher kluger kitnig nii ht n di noch die kindor s< )iMr!i rrn- tzeuchi. aniicort deutsch. ( 1 522). Bij'. hieran sehHetfl «icb 2) ein häufiger fyUrU^er gekraut-: vnd iJiyiiizea by Google 109 ANZVVEIFEL xoch n den Oiicb wie Mio hein1>d* ^f. 109, JS; zeuch macht an du arm des herrn. Jes. 51,9: zeuch deine stcrrkc .in. 52, 1; er xeucht gerecbligkeit an wie ein panlzer. 59. 17; liehet «o den herrn Jhesum Christ Affm. 13, 14; siefeet dea newen menschen an, Efh. 4. 24 ; so ziehel nu an . . . Iierlzlichos erbarmen, fremidlij:ikpil, «Ipinul. snniniuut, gedulU Cio durch mich der ro- Bti^ea Urchen icugerugl. originalbrieff der hihi lu Gotha cod. Chart. 379 fol. 2. de Wette br. 1, 207; tlartmili i~t das mrlil ein wunder, das sie ih% für ein wunder nnzdicn. nemlich das jm ein gros leü der well ge- tiBta ist. «erUgung det tUeoran* (1542). Füj'; alhie {ML 16, 9) wird der vnglaub fiir «tind angezogen, ausleg. der ec, von ostem etc. (1527). Niij'; golics narae, worl vfid Ulel, soll ntchl vergeblich noch vnnUlze aeiogen werden, efmanmige stMi frUe. (I&25). Bij'': drunil) bleiben wir auff Chri- stus Worten dif ich ani/ogen Ii;ib. anlicorl deuUch. (1522j. Ciuj"; diszer arlickell isl der heobUrtickell, vnd das er ia wel eyn- MMe, ttt er gar dvrch vidi capitell . . . rmmer an vnd angetzogcn. warumb des bapsts bucher varbrant. (1520). Aiij''; wie die ilzt angezogen psalmen anzeigen, von «^ner gereehtigkeit. (1530). Biiij^ 4) einmal erscheint auch sich anzielion i /iir si< h aniieluiien : d.is ihun nu die mied- hnp'iih lil, die ziehen sic h der schpfllin nicht an. awtl. der ev. va» oHer^n etc. (1527^. Aningf ». Aie Keranzieheni es haben vns bi» daher so nancherley newe aeilang vnd geschrey von des TUrchen ansog endlich jrre gem.icht. Ji'ti. 7. 392. Anzünden (nnzundcn), \) brennbare Stoffe in flamme setzen, entxünden': wenn ein fewr ansfcompt vnd ergreifll die dornen vnd ver- brcnd die garhen oder gelreide . . . sol d«r widorslatten, der das fewr angf^zfln-b t lial. 2 Mos. 22, 6; vnd (seit) den j-Tinzen wider anzünden auti dem altar. 29, i 3 ; das fewr aulT dem aller sol brennen vnd nimer ver- lesscboi, der priesler sol alle morgen holtz drntifr anzünden. 3 Mos. 6,12; das liecht Israel wird ein fewr sein vnd «soin heiliger wird ein flamme sein, vnd wird seine dornen vnd hecken ansitnden* Je$. 10, 17; man zfindel auch nichl ein lierhl an vnd setzt es viiter einen scbefTel. Mallh. ,'>. 1."); da das der könig hürel ward er zornig vnd schiekele seine beere ans vnd brachte diese mürdcr vmb vnd tOndei jre sUd an. 22, 7 ; was ists wiindnr das blick vnd donner offlkirchen an- Izutidci. dipvvril wir aus dem li»Mh,Tisz ;il<:o ein spulU.iusz niarhcu.t'ondcn guten ucrcken. (1520). Ilij'-. 2i oft auch figütUeh: ich armer hruder Ii.ili idier einn now ff^wr nnlzundt. euange- Uum von den tzehen auHfetzigen. (1521). aij*; richten auch an alle bindernis zum gu- ten vnd alle foddemis zum bOsen, hetzen die leute zQ samen, zünden hie vnd d.i fewr an» wo sie können, derprophet Snrharju. (1 528). Gij* ; ein zorniger mensch zUndel hadder an. Sir. 2S, II; die zungc zündet an allen vn- sem wandel, wenn sie von der helle enlzfln- det ist. Joe. 3. 6. die frühere .spräche verttendet für incen- dtre wie accendei e nur entzünden (s. d.), erst im 1 5. /b. begegnet anzünden (s. 5. m der ersten deutsch, bibel: der do anzündet da:; fewr, der gell den schaden, 2 Ifos. 22, 6 u. oft ff). Anzweifele adv. ohne zwei/el: e.f. g.wolt sich aller giinal vnnd trew zcu ym vorsehen, I wie dann anzcweyfell e. f. g. die selbe olTt an ym erfundenn. Originalbrief aus dem j. 1517; begere vorpehnng lauiteriicli vmb gottis willen von allen menschen, deren wir vill antsweyffel beleydigel haben, ejyneermot» von der hereytung zum iterben. (1519). ajK später on tweifei. — «oe. tne. teut» biij*: Digltized by Google AKZVVLNGEN 110 APOST£LTAG£ anzwMfel «dteilimta proculdabio . . . sine Aniwiilgei) durch zwang an einen &rin- gen: so jemand tun gcbolcu vvuUaazwiiijjeii. Ktdbr. 31 Apfel, m. Hne beiuuuUe obilaH, mhd. apfel, aphel {Ben. 1, 47), ahd. aphttl, apbol {tiraff 1,173). derpL igt beiLuth f/ftro/»»- Uch wie tnhd. epfel , doch erscheint in eini- orighuUdrueken seiner tehriften auch Me hn 15. 16. tuul 17. jh. käitfige Schrei- bung üpfel , wozu das vocab. ine. teut. bl. rvij*' sogar den sing, opfel bietet. HeHeicht ist apfel , dessen I von der würzet ausge- Khlossen hieiken wmn', mit obsl wrwtmdt. vgl. Grimm wib, I, 533. Weifandwtb. 1. 50. a) beispiele fiir dm sfng.: das machfi aber das er deu apüel ass, er hatte eine iicwe brauU von der sünde wider den heil, yeist. (I&34). Bij*; wdl Adim jnn daen apflel faeissel toi er souil aofgerichlet liaben , das n1lp meiTschen nach jm bis zu pn;! der weit iuu>äen des lods sein, das 15. cap. der er- tm ep. s. Pauli an die Cwinther. (1534). Ny''. b) pkr den pl.: er erquickcl micb mit bluQicn vnd labet mich mit cplleln. hohe lied 2, 5; wenn man einen b.iwm schiillelt vnd zwceii odder drcy epU'el darauü' bleiben, das 15. eap, der ersten ep. e. PauU an tfle Co- rinlher. Oij''; fJer wucberer) crbeil nicht, silzl hinder dem ofen vnd brett o()fk'l. an die pfanherrn wider den wucher zu predi- gen. (15-10). Ej\ kauslu bic uichl hüber noch mian dencken, so bleib .binder dem ofeu vnd brad die weil birn vnd dplTeL tom ttbendmal Christi. (1528). iij''. c i eine beiLulh. wiederholt vorkommende redensart ist in einco sauren apfel beiszcn ithwem mrOemehmen, unangenehmes gestehen lassen: das mflssen wir lassen geliPT! vnd als jnn einen sawern apfr! 1 bis- sen, ein tröstliche predigt von der zukunfft Christi. (1532). Cj'; e. k. f. g. em wenig bat müssen weraiulb essen und in einen sauren apfel beitsen. tfe Wette 5r. 4« 347. ipfelbaanii m. malus: aus einem kleinen kern einen solchen schonen apifelbawm odder kirsciibawoi su machen, das 1 5. eap. i§r ersten ep. s. Pauli an die Cnrinther.{ \ 534). diij'; vnler dem npllVII> iwm weckt ich dich. hohe lied S, 5 ; Granaibeume , palmbeume, epirelbenme. Joel 1, 12. afnil dieeer an* sammensetzung galt ahd. aprullri, aflallri (draff 1, 1 74. 175), mhd. niriKer i Hen. 3, 'A l ). voc. inc. teut. h iij'': alfallem wo( druck' fehler (ur allalleru, heute nur noch in ortS" iMima» eiMfe». «fl. Grimm i9lb, 1,534. Weigand mtb. 1. 18. Himer idiot. s. 5. Apffibhi, m.: der apflelbisz, so S'hm vnd iieua gethan, ist ein schwer dinggewest, wir müssen des noch aUe eolgellen. litcAr. 44^ Apfelgelt, m. : was ist das anders, denn aus gotl einen ''•»i^en, h einen apfelgotl ^eniacbel. deudsch cateciusmus. (1529). I Apfelkönig, m.: was werens sonsl ffelr kümge odder lienn? apfTelkilnigc oder ge» malle herrn mtistens sein, der 1 17. psalm, (1530). Ciij". bei Franck chron. 515* auch apfelkaiser. — apid ^ienf in dlasen zusammenseiamgen als beMeiehmng dm geringfügigen. Apostel (apostol), m. abgesandter, vom gr. dnoctoXoQ, goth. apau!»laulus, aM. bei Tat. 154, 16 posiul, «üktf. apostel: apostd ist eben so viel gesagt als ein gesandter, ausl. der er. an den furnemisten festen. ( 15271. Aüij'*; zu den zeylen der aposlulen. et/n ser- iRonvoniiflii NeiMn tesl. (1520). Cj'. die äUere spradu verdentidUe twdibole. Apostflamt, n. unocrroXi^: das einer em- pbahe die«en dienst vnd apostelampt, dauon Judas abgewichca isU apost. gesch. Ij 25; damit leigi er selbs, das das apostel ampi nichts anders ist, denn das ami eines iireiefa oder hrniiiilipners. iiao Aochaetl ipred^ieii. (1536). Euj' ApestelsUmd, m.: Judas musl auch kei- nen geringen, sondern den apoolelslant be* schedigen. vcarumh de» frajMla ^mAot ror> branl. i 1520j. Biij\ Apaüteltage) die den aposleln geiridmu- len feiertage: dasz obngefahr eiu bcfelil ko- men sey die swey stttcke Widder auffsorich- ten, nXmlich das wetterleulen und die apo- sleitage au feyren. de WeUe br. 3, 44ö. uiyiii^ed by Google i APOSrOLlSCil III ARBEIT mi: die epistel Jacoiii keyn rechte apostlo- Ksch episte! ist. epütets. Felri. { 1 523). Biiij'' ; es mosz eyn apostolischer odder euaugeli- wlier geyst kk i eyn. himI. ätr «p. mA mmg. vo» ekriMtag «le. (1522). ee•Hj^ auch die vom bapst ausgehenden sehreiben bekommen dieses aUribul: vorfplscher der bullen odder apo&iolischen brieß'en. de cene iMMU. (1522). Bj^ Bliij^ A^thcke, f*mkd. apoleke. appot^ke(Aen. 1, 48l, roc. ex quo Biiij» gekürzt ajitliek, ro» gr. uno^r,i(r. fiyenUich magazin, Spei- cher tUierhaupt, im milielaUer eingeschrätücl mtfÜB wMM^ mm spwreim «rnd ors« Mdm l^mmagemmarutn b vij* tpotheca: da specery gadcii : fvler apolerk), so auch bei Lulh.: der natne Josias ist ein eddel reuch- werg aus der apoteken. Sir. 49, 1 ; lieber was lind alle ertste» «peleken vod warter gegen goU? ob man für dem sterben fUehe» mn^e. n">27i. Ifiiij''; ich liahc da^'C^pn ein ku&Uicb tinack vnd apoleckcn, so der siiudc }T knft md gifll nimpt. owlcf , der «f>. vnd imm§, eo» Miem ele. (1 544). Xx j* ; Chri- stus ^^1ser Herr gebe c.k. f.g. . . . eine slarrke erUney vnd apoteken i^e^'en sn!<'l!e kr.^nck- hetl zu erhaUtii. ortginaibnel tm archw zu IFeteer. N. pag. 109. H. Äiim. 42. I.e. — heute ist apoiheke nur »JheUmiUeUaden.** Apotheker, m. roc. er quo apteckcr, aus miUellat. apotlieciniis, inhaber üiner apo- iheke, pigmentarius , speciartus {voc. inc. IMC.): der messeD ist die aueb, dai da mieh gleychisl dem apoleker, die aufTyhr buchsen pm liipH «rlirpvhenn vnd giffl drynnrn ha- ben, auff das vbir christlich buch hocks Em- tun. (1521). Jy"; allerley puluer eines apetckers {^näg, pigmentarius). kehO, 9, 6; seine backen ^mi wie die wachsende wurlz- ptrllin der apoleker. 5, 13; der apoleker {tuig. ungucntariusj macht ertzney draus. Är. 38, 7. IpiMMffiB, f.: ewre töcitter aber wird nemen, das sie apolekcrin, kÖchin md beck^^nn 'ioien. 1 Sam. 8, 13. ip«thckfrknMt^ f.: die kusul wohlrie- «kenie oHe, faifren, räuditnmit n herein ttaf: ^nd mache ein heiliges salbole nach dtr apeteker kimat. 2 ifoe. 30, 25; md macbe reachwerg drans nach apoteker kunst ge- mengt. 30, 35; allerley siteooroy nach ape- Hikor kunsl gemacht. 2 chron. 16, 14. April, m. der vierte monat im jähr, bei Dasyp* fie5en aprill «mth aprel, tote noeJk mumäarUiAt mM. abriile, aberdle (Ben. I , 4. 5), welches schwach biegt, von lat. aprU Iis: hey yhn (den Juden) ist dor orste mond Tod des jani anfang der april. der prophet Atdborja. (1528). FijK — imuhwMkm gen. tcahrl die folgende xmammeneeimng* Aprillenwetfer, n. veränderliches, unhe- ständiges weiter, daher die frprürhtcöriliche redensart: herrn gunst vnd apnllenwelter verkeren sich bald. Aampetl. Jhena, 1 559. 476^ doch aucA aprillwetter:. (Dartd) muste auch errarcn, das fflrsfm hnlt!»' april- weiter were. riertrösliiche psaimen. { 1 526). Ciiij'' ; fürslen gnad aprill welter. ebend. — mhd* aberdien weler {Ben, 1, 5). Arbeit; /. hei Lulh. nur erbeit, dialectisch noch (z. b. in Obethetien, der IFetfera«) «'r«et, ist 1 ) jede auf einen needk jmrfdklele IMU^ keif, 5eidUi/ll^iiiijr, dU «Öke «nd «melren- gung fordert: (die Egypler) machten jnen (den Israeliten) jr leben saur mit schworer erbeit im thon vod zigeln vnd mit allerley fronen auflT dem felde vnd mit alleriey erbeit, die sie jnen aufTleglen. 2 Mos. 1, 14; vnd die kindcr Israel siifl'zclen vber jrc crheil. 2, 23; sie liürelen jn niclil für seiifTlzon vnd angst vnd harter erbeit. 6, 9 ; wer ein er- beit ibut am sabbatb tage, sei des todes sterben. 31, 15; drauben so on deine er- beit wachsen soUu nicht lesen. 3 Mos. 25, 5; die hellll theten die erbeit, die ander IteltR hielten spiesse, schilde, bogen vnd pantaer. JVek. 4, r6; feyren das ist massig stehen von der erbeit dendteh ealedWmiia. (1529). Dif. 2) molestia^ mühsal, beschwerde: md wens köstlich gewesen ist, so i^ mflhe md erbeit gewesen, fe. 90, 10; do sihest die erbevt der vntcrdrilcklcn, was sie levdon müssen von den tyrannen. bulla cene do- mini. (1522). Eiiij^ /n arbeit, mhd, arbeit, arebeit {Ben, t, 53), ahd. arap b)eil {Graff \, 407). goth. arbai^, f^H arh dar wurse^ ett der ad- Digitized by Google ARBEITEN 112 AfiCUE Mtung XU, diesem wurzelhaften arb Ikgl aber nichls miher als das goih. .itfn, (in,< erbe «=• [nachgelaaenes) grundeij/enlhum, und arbeit könnte ursprün0d^ teMsen auf uimm grmiägifuUktim» feUlbeHeUuugief»; doch hat schon das goth. arbii))s die bedeu- tung bedrängnis.noth. vgl. Weigand wtb. l, 52 tt. 299. Grimm wtb. 1. 539. Arbeiten« goth* arbaidjan, oML tnpeitaii tnui «npeitdn* mhd. »rebeiten, arbeiten, bei Luth. erbeiten, me erbeit ßr arlieil. 1) intransiiir>:< iirhiiU u, tcirken, schaff fen: der faulciiuer alter Adam, der nicht gerne ertieylet vmb seyn brodi tu erwerben. von kauffihttnälmtg vud muh», (1524). Jij"; ettlirh vngchcwr crbrytcn vnd luilfn doch kaum hrocl zu ossfii. der 121 . psalm. (1524j. Bij'; erbeyle ein ygUchcr des tags, den er lebt» morgen weys er nicht, ob er lebe» lebet er, so crboyie or aber, vber das erste buch Mose. il527). Niiij" ; das erste stuck der guatlcu hat allein die art, das es Widder die vbrigen suode erbeytlel. grund «niul'erMM^. (1520). ctiij*; uehs ugesolto erbeiten vnd alle dein ding beschicken. 2 Mos. 20, y ; wo haslu heul gelesen vnd wo haslu geerbeitct ? Huth 2. 19; wo der herr nicht das haus biwet, so erbeiten vBibsonst, die dran bawen. ps. 127, 1 ; die da baweteti vnd crboiton niii Iiauso lU's licrrn. 2 kön. 12, l 1 ; kilnsilii-h zu erbeiten otn gold , Sil- ber, erlz. 2 Mos. 31, 4; su sende nur nu einen weisen man su erbeUeo mit goM , Sil- ber, erti» eisen. 2 chron, 2, 7 ; sie {die tu- gentsame hausfrau) erbeilel gerne mit jren hendcn. spr. 31,13; Hie da erbeileu im Wüi t vnd in der lere, l Tim. 5, 1 7 ; vmb meines namens willen erbeitesta. offenb. Joh* 2. 3. 2) transitives arbeilen , bearbeiten , mit acc. der sache : die vil besser tliuu, die der selttifll naeh die erden erbeytten. an den MtUieK9it«49l.(\b2 1 ). Mij« ; erbeite deinen acber, 'l;irnach bawc dein haus. spr. 24, 27. 3) sich arhcilLMi, sich anstrengen, mühen: hab doch ich selbs wol drey jar mich gc- ertieitel, ehe ich aus des hapsis geseizen mein gewissen erlflsel heb. Jtm. 2, 75*^ ; ich erbeyle mich nnt mcyncm siiflzen. pg. B, 7 nach der übersetiung in den sieben busx' pnUmen v. 1 525 ; s. Augustin de consensu »u.Tiiü'clistanim vil sich drinnen ♦rbeilel. vom abendmal Christi. (1528). ynij'. irhdtea (erbeiten), n. tuikiUmtMtd^ ge» 5ftttioMer inf. : wo der heir nicht das faetm bawet, da ist ilas erbeiten vmb sonst, der prophet Sacharja. (152S). nj"* ; es ist f^in einzeler vnd nicht selb ander vnd bat weder Itind noch brOder, noch ist seines erbeüea» kein ende. pred. 4, 8. Arbeiter («Thciipr) , m. Operator , opera- rius: lievleis.'iij^'e dich gölte zucrzcigcn euifu rechbchaHeu vnd vustrefllicheu crhcilcr. 2 21m. 2» 15 ; was von epem leybeygen tue Paulus sagt, das ist auch von alle gemiedleu 1 Ti( liff-n, Inflation, lagldner, erbcylter vnd yc.siud gegen yluca berrn \Tid Trawen zu ballten. ^ 7. cap. der ersten epistel «. FauHan die Cormffter. (I52S). hi}*; an siebenden lag aber sollen knecbl, tagiOMT vnd allerley eiht-ylcr . . . rüge haben, aus- leg, der xehen gepoU. (1528j. Jv; ein er- beyter ist seiner spnse werd. JlnUft. 10,10; das himelretch ist gleich einem hansvater, der am morgen ausgieng erbeiler zu mieten in seinen Weinberg. 20, !*. also machten alle weise menner vuicr den erheitern am werck die wonung. 2 M&t. 36, 8. Arhcllmi (erbeitsam), voe. ex quo erbet* sam, mhd. und ahd. arbeilsani. \ \ nPTumnosus, beschwerlich , mühselig: es will lijyr sauer vnd erblsaui {sicl} tneiu leben. üeHebenpusspsalmen. (1517). Aiiij'* ; das gantz puszende leben vnnd erhtstme casteyung des flcischs. ebend. Fj^ 2) laboriosus: aiu siebenden tag sollen prerd, ochssen vnd ander erbeytsam viehc rüge haben. muL der sdbe» i^epofl. (1 &28). Jv. Arbeitslente, pL des «tnf. arbeilaoiaiui» Jen. 1, 2S3^ Arche (arcba), f. kosten, älttr wM. vmeh »ch {erste deuUehebibel, NUmb, bib.), «iM. arche, ahd. arrha, aika. goth. arka, entlehnt aus lat. arca. 1) rorzugsiieise für das kaslenartige schiff JSoahs gebraucht: das man die archa nennet ist ein latiaiseh wort ynn die deudsche sprach geraten, als wir sonst \iel mehr latiniscli \iid welsche worl haben, wir heis«ea$ aufl' vnsere sprach eigent* ARG 1 13 ÄRGERN beb eisen kasien odder ein lange laden, vber das erste buch Mose. ^1527^ Tiiij''; Ins nii (li'u liig, il.i Mix! zu (Ilt an lu'ii ciii^'u ng. MaUk. 24, 38; zu ti«Mi Zeilen rsue, mao ilie iftiia lurttttel. 1 Petr. 9» 20; es war (rar evtl iierrUc!! reilc für (l«;n niunsichen. da iNoe die arca kawcl vnd soj-t i die wt-IIi wiii de vdntiai'ken. ausleg. der vp. vnd euang. von Chrislag etc. (1522). Vyij' . 2) 4orh «ndk» ftUt 1» den vorliitik. bib»im mctmtrgung der v%äg., vonderkundesiade : die prifvh'r siuiulcn iiui der arr.1 ym Jordan, «ytt sermoH con dtm hochwtrüigen sacra- maa, (15 19). cj"; waran lial es ücn gufvh- lelf was {wturi doch die archen odder laden di, da goU so ge%vi<( war »U vni sacraiuenl. aiu/. der euang. von ostem fir. f\b21). vod der icmpel golles ward aiiilgellian ua Umel fod die archaaeioesleaUmenls ward ia sdaen lempel geaelieii. olfei^. Joh» 11,19. er/. erpest. o> au/' pertonen aHgewaHä^ . dis ist eine aii^ alt. Mmc. 1 1 , 29; das wir etidsel wer- den Ton den Miariiftcn vnd argen manschen. 2Thett.3,2; dniiiil) iiistii ein dich vnd rcUhfr. u viel tTiirr denn ein siratichdielt. auil. der zehen gepot. { Iö2b). Mvij^; yiie erger sehikk ybe besser gtvck (aprtieftioorl). d0r 1 12. ptalm.( 152(>|. aiij^; das si« mus- aeo darüber sterben iilsilie crgeslenschecher ^ »ctiendliclisten buiiWK-lite. das lü. cop. a. JbjkmtiM. ( 1 53S). Eij\ b) amf eatAen kewogem: ein fauler bawm bnngel arge frOrhte. Maüh. 7. 17 ; aus dorn hTf fpn komen arge gedancken. 15, 19; was au5 fincm argen schalckliaßligen her(zen kihopt, du ist aichl gut. vfterdat ertiefrud^ Mote, (1S27). Ziiij*^; flats mir gestern vnd Aitif nacht mein hals ürger worden ist. de Wette 6r. 5. 330; dis stück lesst niolil allein keioe kirche bleiben, sondern inacbl das er- geste stanck gemach des teurds draus, wider Bern WonL ( 1 54 1 ). Düij". n ohne beigoßU/les tubst.: icli linl) nirlits arge» an tlir gespürt. I Smn. "29, 0 ; jr Inssel das gute vod liebet das argn. Micha 3, 2 ; die gaoue weit tigi im argen. 1 JoJk. 1fr, 19; sie |k«n mir aiges vmb guls. ^.95, 12; ah ick hab viel ein ci^rs geüian. wider dtu liimm. Wdiiertrach. haptUm Mu Rome» (1545). Bj^; (alle crea* tiiren' . . . den Irnnipri dienen zum besten, den Ixisen zum ergisten. vber das rrstebuch Mose.{ lD27).Giiij''; esistnurdasdaserge^le, dass man yrre wird wnd das volck yn sweifel geret. Burkl^ardl briefw. 32S. Ar«r, mhd. arc iBen. 1, "> }). ahd. arr, arac ifjralf 1,41 1). halte in der älteren spräche vonugswetse die Uedeuiung von geizig, fetg, mrom He «aAr eiü^mMinem hede^ii^em§em von bose, übel, schlimm Aervorgjang^e». tfC (irimfn trfh. I, 515 ff. Arg; ade. ahd. argo [Graff I, 413): uu ich Wils nicht so arg auslegen, das dieee wert Ckriiti noeik feet stehen. (1&27). biij^ Arge, m. dient als bexeiehnung des t es hin, was da geseet istinsetnberU. Alallh. 13.19; der arge wirdjn nicht anlasten. lJoh.h,iS. ifgerildiy «4/. anetSexig: beb dich sataa von mir, du bist mir crgerlich ivulg. scanda- lum es mihi). Matth. K», 23; seid nirbi er- gerlicb (in den ersten ausgg. seyt vuanslus- sig) weder den jtlden noch den griecheo. t Cor. 10. 32; er wult gern nicht viel kosi lassen drauf gehen , damit er nicht ergerhch werc den frenekis«!rhen knabcn vodkoappen. üurkhardl briefw . 151. irgerlleh« ai». : ja sprechen sie, es laut är- gerlich, einsendbr.v^do^mete^. ( 1 5H0K €ij''. Irgern, tnhd. argem, erpern {Ben. 1, ahd. argirt^n , ergtiruu {Graff' 1, 414) von dem compar. argiro , daher eigentUeh ärger «acften, verreM^dh^em, vertdUtinmem, ge* « gensatx von bessern. \ ) Irans, veranlassung sur siinde geben : so eia priesler der ge»albet ist, sündigen warde , das er das volck ergerl («ulf . delin- queere fiicienspopulum). 3 Jfoa. 4, 3 ; ergcrt. das ist, mit leren oder lolien on^jcfelir 7.ur •«find vnd «sehnlfl vrsaelie |»'<'l)eti. vandgl. zu vorstehender steile; ergert dich aber dein rechts auge. so reis es aus. MaUk, 5, 29 ; wer aber ergcrt diesw geringsten einen , die an micli pleiibcn, dem were besser, das ein niülsUiit an seinen hals gehcngel würde vnd erseuDl würde im 'raecr. 1 S, 0 ; wer wird ge- ergert vnd ich brenne nicht? 2 Cor. 1 1, 29. 2 1 reß. , ansiost woran neAmen ; selig ist der sieb nicht an mir ergert. Ifaltft. 11, 6; 15 j y Google 114 AllOWÄlLNIG in dieser nacht werdet jr euch alle ergern 1 an mir. 2H, '^ \ ; wenn sie auch alle sich [ dir ergcrten, so wtl tch doch midi niiner mehr ergcm. 26, 31; du eidi viel vber dir «rgem werden. Jet. 52, 14; widdenimb slrstrt er die liochüunckenden menschen, die sich oh denselben eynfeUigen sloszcn viid ergern. eyn deulsch Iheologia. (1518). AJ**; das sag ich daromb, das i^forwarnet haben will eynen iglichen , der diss buchleyn listt, das er spvnrn srhaden nit vnrwirckn vtid sich «Tf^rre yn den) *^r)i!ei:hten deulscli. ebtnä. — der gegemtand den argemisses tcurde früher durch den gen. auigedrS^ (my$L 1, IO»U)» ttelche fi'tfjting jedoch bei Lutk. ntcftf f^thr erscheint; (iwstetli', welche Grimm ictb. 1, 54b ilafur aas Lulhers Schriften bei- bringt, ial einem bnef Th. Münsers enl- nommen. v^. Jen* 3, 145\ ilgernis (ergernis), anfangs f., später vorherrschend n., o/fendiculum. scandalum. anslosz: wo du jrengüUcru dienest, wn d dii^ zum ergernis geraten. 2 Jfos. 23 » 33 ; ein stein des anstossens vnd ein fds des erger- nis. Jen. H, 14 (in der paraUelttette Rom. 8, 33: fels der ergernis) ; das crffernis des creuUes. Gal. b, 1 1 (in den ersten ausgg. dei n. lesf. vnd der biM: die ergernis)'; das rede ich darumb , das freylich die grosseste ergernis ih-T S( hwcrmor ist . sn iWp vnvvirth- gon leutlcn. vom abendmal < fu hii. ( 1 ö'iS). ej'; drurob lieber lugcnor liüh ich ml ge- sagt, wie du mir aulllegist, die ergernis ^ der einfeltigen sein mir so voracht, das ich liesz den IcufTol drein sehlahen. auff des bock^ zu Lejfpczirk anUrnrL <152!). niij'*; vnd üie {die enyelf worden !>audeu au» sei- nem reich alle ergemisse. MaUh. 13*41* Ärgcrng» f, vtndUmmerm^, «ersdUec/i- tentng, fjfigensnt: von besserung : das man sie iiiti dcui munde nur gemuuimeil oder ge- idapperl hat, od alle (rucht vnd besserung, ja mit ergemng des Iiertsen. Jen. 1 , 71'*; hah ich doch in dem seihen buch nichts von dem Iiansthumh geschrieben, sondern nnr von seiner besserung vud ergeruog. 1, 42b : es mOst m btfszwicbt sän, auch erger den Emser selbe, dem nicht berldich leydt were des armen voicks ergerung. au(f des bocks MU Leypcxik antworl. (152ij. aiij''. ifi/id. ergerunge, arg i muf; iDen. 1, 56), «Ad. ar'j'^runga {GmfJ i, U5), doch mthr im sume vor scandalum, wie auch noch äfter-uMi (nit lege die ergerung für den bünden. 3 Mot, 19, 14 erste d. Mbel). Argheit) argkeit, f. mhd. arkheil {Ben. 1, 55), mnliiin, nequitia : nicht im sawrtcyg der boszhcyi vnd argheyt. 1 Cor. 5, 8 nach den en(en auggg, dei n. lesl.; i» der «ep^ lemberausg. v. j. 1 522 : argkeyL Arglistif , r nitidus : die arglistigen So- phisten. Jen. 3, 360*. Arglistigkeit, f. sc^uh^t: arglistigkeit ist nicht Weisheit Sir. 19, 19.'— mhd. aro- listekeil (&en. l. 1012); genma^emmmrwm eij'' aij^flislikfil . Ar^wahn, aud mt( Verdunkelung des ,i sit o, argsvühn, m., itble meinungy r erdacht, mis- trauen: hslt keinen rat mit den, ein argwon zu dir hat. Sir. 37, tl; sagen» er IteMf «s nicht beschlnssnn, das so sey, son- dern einen argwöhn gehabt, tcider Hans Worst. (1541).Nj'; das man soll schlechtem ai^waha vnd bösem dlinckel oder auch btf* sen meulern, so eine dirne heimlich ver- leumhden, folgen, das wiiMer gotl vnd recht, von ehesachen. (l 5;iO(. üj "; worl- kriegen, aus weichen entspringet neid, bad'« der, lesleruag, bOse argwahn. 1 Tim. 6, 4. — mhd. und tcohl schon ahd. arcw^n , zu» .tammengf Sitzt nttf; nvc nrq und whn fcahn. die Verdunkelung des organischen i :u 6 begegnet «c/bon imlb.jh. (z.b. in der ersten d, Mftel, 100 anclk arekwonnng neben arck- won vorkommt K Arfjwühncn Cirpwonen i , mhd. arcwacnen [llen. '6,4^Jb), ahd. arcvv änan (6Va/f 1, S65), arjwoAit, wrdtuM haben: aull das myr nit not sey zu argwennen er hah sein gehirn ym ketzsehpprg vorloren. anticort auff die Izedel. (1520). Aij''. auch unperf^nnfich : solch gesuche argwöhnet mir fast seiir. de WeUe br, 5, 205. ArgWähnig (argwchnig, argwonig), ad^, von argwabn, in ocfteer und paeeiver be^ deulung 1 ) argte^n habend: {die Hebe) dciicLt nicht arges, das ist, sie ist nicht argwehmg. ausl. der ep. vnd euang. von derheyl.dre^ könige fest. ( i 525>. ii ij'' ; das sind aber feyne uiLjiiizuü Dy Google AAGWUUMGkClT 115 ARMBRUST lentl. die alt« ding smn besten ausstegen vtid sieht argwonig sein, epistet s. PHli gepre- %''/.f 1523».Sij^; dfii iJüHigeii, argwenigen tieulern. ein brieff an den cardkuU erUbi- Hh9ff SU Mentz. (1530). Aii\ 2) OfywoAi» emgntd, wriätMg: ich rede iizl als ein argwoniger v(!rlaufrenni0nch. di« kkine antttort. ( 1 533 1. Iliij'. mhd. arcwaemc (Ben. 3, 495). Argnölinigkcit. f. wi$ aiijwobn : dadoreh «nier sie «in vordaehl vnd argwanigkeit als vDgehorsauieD vnd wiiierslrebern der heil, kirchen crwachspn. bei ^rtmiii«D(6. l»551t gthäri tcohl Luth. nicht an. Im, m. broMmn, inJM.arni(llen. 57). tkd. aram {Grttff \, 425), golh. anns (arm and eltt-nboffeni, mit dunkler tcurzel. I i ,.. iil ohne Zweifel nichts anden ati das deutsch geformlp mittellal. arcubalista, arbalista. vgl. (traff 1,475. Schmeller wlb. 1,118. Grimm wth. Weigandwtb. l^^h. Arabrattbage, der bunger so gros war, das sie die oddem von armhruslbngen frasscn, sermon van d§i JHäisehen rächs ende. ( I52ä>. Aiüj\ ArMbfwtscbiiif cynarmbrusl schosz weil, var, xm I JTot. 21.16. Bittd«#p.ingen vnd armrioge an seiner schvvcster hende. 24, 30. * Anüsal^ II. «nmilft, elend: in all seiner nol vnd armsol. hantpost. (1545). sommer- theil. 59\ — mfid. nrmsal ( Ben. I . nS i. davon Arm^i'li^, wi/vcr: Clirislns ist g.iiiU vn«l gar iirtuüelig. luiuspost. (154ö). winter' IheiL M. 12* ; ao hater(£noa) mttssen heiseen, das er ein hetrfiht armselig mensch i.m> lifissen Marcol- phitm im arsz lecken, ebend. 330''; den kopir für den arsz legen enthaupten, ebend. 317''; filafT gülden crse. 1 Sain. b, 4 ; so luUsscl jr an OMclieD gleiche gealalt ewren ersen. 6, 5. EUfinologiach am näduten Hegt diesem. Actff-» !!f< nit'drig gellenden und darum in amldncUg^r yeaeilschaft gemiedenen, worle dtu gr. o^Qog für ogaog slei»:. biirzel, mit wüekm wartet mmaelM von vogefn md vierfüssigen thieren gebraucht, falls es auf uoYvui ich rege, bewege i%trückfjeht , sich der begriff reger beweglichkeit terbindet. vgf. Qtimm «alft. L h^i. WeiganA i0f6. I, 57. db'e me im MrteAei», MneA« «. a. vorgegangene icandlung des rs in rscli be- gtifnei schon bei Atberus dict. rij'' (arsch, arurbbacken, diinnarscli, dickarsch). AvAmaely f. dn» oufdem heimUt^ gemach «iefc gern aufhaltende grosze fliege : der scheispoct I.i-tiii-hcii. der mich einaolchc »rshummel gewesl isi. Jen. 8. 284''. Artdüech (arslochi.n. mAd. arsloch, ahd. mlob. «Hct, ««Im.* wir aind bald gesciii<>- iea, u ie nri reifer dreck nnd ein weil an- loirb. df Wetif br. ö, '^Ms irsckninrh, m. anUergtum: weil denn e. c h. dem keiscr in sein kamcrgcrichle Mliciaat, der »lad Halle die flnpiheil vnd dem srhwerd zu Sachsen s< in recht nimpi , diuu alle well vnd TernunlU filr fatilr arscliwithe btU (so lauten fast die reden) vnd alle ding 90 |ar bepsiltcii, rOmitch vnd canlioaliseh hndell, so wtrda, ob gotl wil, vnaer berr gott dordi maer gebet schicken einmal, das e. c. h. den dreck selbst wird massen au»> fegen. Jett. 6,386'K — Alkeruä äSeU Hj'' anilergiuin ars7.\vt?fh , gemma gemmarum bvj'' aDUlerginiii. ein arszwisch, vocmc. leul. biiij** arawisch padiscus podiscius verpus. äHf f. m mtkrfaeher beiemnmg. 1 ) generatio, getcMecht : Tod nichl wor- den wie jre vetcr, ein iliirünnige vnd vnge- liursame arl {erile ausgy. ein ablrttnig vnd vngeborsara gesehledit). pt. 78» 8; die bOse vnd chebrechersche art suchet ein seichen. 3Ialth. 12,39; n du \ iiglfiilii^'O vnd verkeile art. 17, 17 nn der paralleUtitle Marc» II, 19: o du vngleubiges gcschiechl). 2) ^eniif. ffaUwng: diese art feret nicht aus, denn durch belen vnd Tasten. JUallh. I 7» 21; die beste art {deradier) pflegt seine jungpn mit den llflpreln zu ^rhlalicn vnd wa- cker zu inaclieii, ; vnglaube vnd bOse lost ist Digitized by Google ARTEN IIS ARZNEI von r vnd artiger, deni» koin aruler sprarli) nach dem worllin i,mM. di'udsch calechismus. (1529). Biij'*. einmal auch noch wie mhd. mit umlaut: das mau den lattnischen lext verdolmetscht vnd tinischcn don odder nolen behellt, las ici» gesch»"lM'n. -tl^f^r os laut rm lil »Tlif^ noch rechl- schanen. u idäer die hyml. prophttlen. ( 1 5 2 5 Lij''. die WiUenb. gesanmlausg. (2,24^) ftot ertig beibehalteH, der Jem. druck (3» 66^) ändert in artig. Artikclsbrfff, m. Urkunde, welche kriegs* Ordnungen enthält, statuta tnilitaria: die kriegszleot in kriegen sagen : gehoraam vnd sich nach dem ariickelsbrielT halten sey der sie^;. lischr. 9^^. vgl. Frisch tctb. \, 37*. Arlland. n. pßu^land, tfira arabilis: viub HnU, iiaiiiursiadt vnd hey vns ists gar eben, dass man drey melJen lang vber eitel heydc zeucht, da vorseiten «rüand vnd Idter gcwcsl. lischr. 132''. ahd. all bcpßüqnng von der trurzel ar in aran, goth. arjan arare, pflügen, daher audi arlbar «rdär. artbaft, aiMHb arthaft% (artbaltig gudes iand. Qeret«9Uf* dbron. monum. Ilass. \, 102). Arsuei) Luth. nur ertzney, /. UeilmUlei: jrc fruchl wird zur speise dienen vnd jre bletter xur ertxney. £M«fc. '47. 12 ; der herr lesst die wUney aus (!< r erden wachsen* Sir. 38, 4; ein<^n in ilzwaiisl k.in n>an trüsteo aul gelt, einen ki aaken mit ertzucy. das 1 5. cap. der I. ep. «, BamH ms dl« Corfmher. (1534). Iii]*; wo die berm vnd vberherm solchen kranckheilen nicht mit ernst vnd aller» ley ertzney heliren vnd slcuren werden wol ein Iand sterben tiraus werden, original- brief det Weim. ardbte». Reg. A. pag. 109. //. Nim. 42, ie; anflk erst las ich das die dnriorps (|pr crfznny vrloilcn. ob man für (Ifiu slerlnii flichrn muye. fl.T27t. V,v*. mhd. »vmuw. u. iTzenie {Ben. i,ti4; nac/» IKci^and iel6. 1, 58 mtl mAd. ertine» heilen nicht von arzt, woher vielmehr da» mhd. arzalie, älter-nhd. artzlei (ob es mit dem gebrechen die arlztoy jhe lenger jhe erger macht? Jonas apologia^Aw^ \, iondens iMiArteAeinlieA, dd arx arci- d. t archi- v.laU*^. archfgenes (d. Dafresne), dann arvhienes arsf (voc. o|rt. 33S 3>». AaZM£i£N 119 ASCHE «■enf öfter hH Jwenatii S0I. 6, 285 «t- genname «met »ehr berühmten, au$ Apamea ga^iiirli'ivn nrztes \yfnyty{vrig). — Davon knutitn (erl:neien\ , vihd. cizenljeu llttrihuld 245 vtirerzeiiigcu), inil arznei MmM»: mm tnlea leugt er» das ich der Itfdiea den kopff wolle «bhawen vnnd dar- nach den körpM" rrlzneycn. antwort di'utsrh. ^1522). Diij''; es i^^t vinhsonüt, das üu viel erUDcicst, (Ben. \, 65), ahd. a-seA, 3sg;\ (Graff 1, 492), goth. Ugo ist dunhlei- Abstanmung. Aschenbrödel ( aschcnproddcl , aschen- prttdd, asehenbrodel» asebenbrSdel), m. em XU alterlei schmutsigen Verrichtungen im hause verxloszener mfnsrh : ein gering gnnlz euaogcliscii voracht asschen proddel. ausl. der ep. vnd euang, wm ehristag ele. (1522). Aiij*; was suche ich rflssicbier asschenprddel zu ktinii;s viiil fiirsten hnfe? auff des königs zu Enyeüand lesterschriffl. fl527). ßj" ; {gott) wil das heriz rein haben, ob es gleich auswendig ein asschenbrodel jnn der kuchen, schwarts, rnsing vti«! bestoben ist. das 5. 6. 7. eaf, $, MaUhei, (1532). Qüi*", wer an seinem Mrorl banget, sol kein aschenbrMd hinder . ntzon Ab, ein schmerzensruf, geinthnUch mU weh verhtndm, einfach in folgende tiefte: ah, .au, vsch, das slückUn schmerzt sie. tndet das bapstum zu Rom». (1545), Aiig*. — vgl. auch awc. IH} Umlaut des diphlh. au, bei Lulh. nur eu, wie e «laM t. Aich, Vermehrung anzeigende conjuni» tion, mhd. oucl», ahd. ouh, goth. duk, offen- bar zusammengehörig mit ahd. ouchdoy ouhh6n (Graff 1, 119), goth. iukon ver- mehren, welche der lautvertehiehung und der bedeutung nach mit lat. augere, gr. av^tty sdmmen. belege für den gebrauch des aucli bieten sich überall. Ane (awc), f. niedrig gelegenes, feuchtes, geicächsreichee ^Mnde, tomehmlidiweide^ reicher tciesengrund, doch auch frucht' bares ackerfeld: jnn der awe oddcr yra gründe nicht aull eytn berge, der prophet Sücharja. (1528). Jj"; ein land da boehe. vnd brdnncn vnd seen innen sind, die an des bergen vnd in den awen nipssen. 5 Mos. 8, 7 ; es hat bei^e vnd awen, die der regen von himel Ircncken nius. 11, 1 1 ; er weidet n]ich auir einer grOnen awen.jw. 23, 2; die anger siui] vol scliafcn vnd die awen stehen dick mit korn. 05. l } ; die tochler Zion ist wi* eine schüne viid lustige awe. Jer. 6, 2. Aue, abgek^nU au, mhd. ouwe {Ben. 2', 454). ahd. onwa (Graff 1, 504) hdngt deutlich mit goth. ahv.i, ahd. aha «» fiutXt lat. aqna traaser zusammen. Anerecbsj s. uroelis. Alf, adver^ und praepoHÜon, I. alt adverb mit der bedeutut^ In äie hohe, empor, steht 3!?f I) zumal trenn ^.>', tcie oft in Lulh.'s btbelübersetzung, ermun^ temden ausruf bildet: aulT vnd jage den menBem nach. I Jfoe. 44, 4; auJFvnd mache vns göiler. 2 3fos. 32, 1 ; aolT laast vnn Dieben. 2 Sam. 15, 14. 2) oder mit ab verbunden: andere bis- thnm geben geringer auiT vnd ab. Jen. 6, 524^ auf und ab drückt eß aneA hloex hin und her aus (z. b. bei Albe ras: ah wir viel vff vnd ab geredl hatten), vgl. ab. atuüA 16 AUF 122 ALFARBEITEN nieder bildet einen ftgmuU M» waL 9gl. luf- und niedorslmgcn. 3) folgt aul einem subst,, welchem von vorausgeht, so sieht es gleidibedeutend mit u: das hab ich all« gttbaltaa von meiner jugcDt auff. Marc. 10, 20; weil du von kiD'J ( 1 522 : kiiullicyt) aufl die heilige schnfll weissest. 2 Tim, 3. 15. 4) in 4m auammmuelgmigm mü tmrbis «erMmlel »ieh wM. auf ofl auch die beden- iung des öffnens (vgl. anrbciszpn, anfberslcn, aufljreclicn, atifdecken u. o.) und de« voUen- dens {vgl. aufarbeiten, auOressen u. a.). U,diepraepo$* auf, «eelMbe tidt entiMeh und luiefc out demadverh entwickelte (goth. iu|t ist nuT adv.), fordert auf die frage too? den dativ. anf die frage wohin't den accu- saüv. mit dem acc. des sächlichen artihels vendmüxi auf ItkM w anb» seUenw toird auf dem zu iuUu imhd. Afem) ^aftiret: jrcn trovt nnfls ablas seUen. tcamunge an s. l. deudscbeu. (1531). Fij^'; von einem auits ander, wider die sabbolher, (1538). Bij"; der mir anlfm fnese folget, swo preiigi auff der kindertauffe. (\^iO), Bj^; aulTni loppel spiel. Jen. 8, 112*'; auffm prcdigsliiel. tischt. 95''. — der gebrauch, den Luth. von derpraep, auf nuieAl, Ml, wie uhd, Mberhavpt, cm muMigfaltiger, I) vor n!(<-m dient sie zur bezeichnuny räumliciti r rerliältnisse. a) mit datir: dcr- selbige [Johannes) lag auif {später: au) der bmt Jhestt. Joh. 13, 25 n, teff. v./. 1522 ; der aufl* dem atncl aass sprach, sihc, ich machs alle?: npw. offenh. Joh. 21, 5 \s(af.f auf dem i^tuhl »iuen sagte man ahd. sizaii ana sluole, goth. silan ana stula) ; Paulus aber stund roiUen anlTdem ricbtplaU. apotUgtsch. 17i 22; füre mich aulF dem steige deiner geböte, p«. 119, 35; »ler ieh nn auff der gruben gehe, kurtz bekenlnis. (1544). Aij*; er hat seinen engein befolhen Tber dir, das sie dich behüten auff alle deinen wegen, das sie dich aiilTdcn liendon tragen, ps. 91, 12. b) mit acc. : den vergleiche ich einem k!n oii man, der sein haus aufl* einen feb bawei. JfofUW 7. 24; vnd woHTen jre Ueider auff das füllen. Luc. 19, 35 ; da er nn bin zoeh, breiteten sio jrekleidcr auff den weg;. i\ 3G; entweich {entiPich) er abermal aufl den berg. JoA. 6, 1 5 ; steig (stieg) Petrus hinauff aidl doii süller zu beten, apnsi. gesch. 10, 9; ein jgticher sähe auff &eiuen weg. Je*, 53, 6. 2) itt MeilMimmmgen: anlT den abend kam eioer von den burgermaistern, Lucas Cranach zu jm. tischr. 60*^; auffmontag nach s. Nieolai. tcarumb des bapsls buch^r ror- brant. (1520). Aj*"; Uerodes autfscmen jar- tag ein abendmal gab. Jfare. 6, 21 ; lasst vns aufl dis mal weichen. 1 Jfoee. 9, 9 ; vnd stehe bis aiiH diesen tag. apost. gesch. 26, 22 ; er {der erbe) ist vnter den fiirniiliiden vud pUegera bis aufl die bestimple xeil vom vater. Gal. 4, 2. 3 ) rur bildung von weise, art, beschaffen- heit ausdrückend i'n adverbien: gleieh wie wir des worls vnglück audi auff zwo weyse brauchen, der prophet Uabacuc. (152G). eij' (oM. gaU bei wls* ivlsa die fraep. in. vgl. Graff \, 1074); der ich mich auff solche iM'letronlH'il vnd leuflte nicht;* versiehe, eine /iet?»^i t;d»yHl542). Fiij''; er aber antwortet aufl* sräie sprach. 2 Jfaec. 7, 8; vnti es war geschrieben anlf ebreiscb, griechisch vnd latinische sprach. Joh. 19. 20; lieber rede mit deinen knechten auff syrisrli, denn wir verstehens wol. Mid rede nicht auü' ju- disch mit vns. Je», 36, 11; Uabacnc heysC auS dendsch ein hertzer. der prophet Ha~ bacuc. ( 1 526). b iiij\ a«db tu diesen faUen galt ahd. in statt anf. III. endlich begegnet bei Luth. äu:szerst häufig wrbindnng der con/imello» daas wU auf mil der bedenimg „Mu dem zwecke dass*% jedenfall. bibel allenthalben. Als stamm /lir ««t*'r auf, mhd. A(, ahd. öf, goth. setzt Grtmm gr. 1, 49 [vgl. wtb. 1, G02j an: goth. iupan aup upuu, aAd. iofan ouf ufun mU dmn pari, praet. ofkn (unArr offeiO. Anfarbeiten^ ffriig arbeiten: damit ich meine bclller vnd geiler, die drücker «uff den Leipziger marekt nicht versenmete» das ich alle andere briefi in ein hachlin bittdien vnd neben niieli legen mussU^ bia ick noff- gearbeil baue. Jen, 5^ 528^ uiLjiiizuü Dy Google AUFBAUEN 123 AUFALASfilf idiMCl, «rftauen, aufrichten, in die k&ußhren: vnd haben feste thflrm drin- »cn auflgenclitcl vt\d pall.i%'en vnl aaflnebten. Hsehr. iHV. ' AtftiMen, sich. eig. sich (baumähnlich) «mporrichten , erheben, dann figürlich sich tuffhnen: beuniple vrtd Irgte er sidi auch Inder den künig auU. lischr. 418''. ausxer äe$*rttetk IstfnneH vHr mu Lutk,'* ietinf- ttn für das icntt so geläufige tcort keinen Meg beibringptt ; fiurh hpi G rim n\ fr(h. 1 , ölb til nur eine slflle aus Lulh. ange(ü}irl, düf (Ast gerade wieder einer Luöv. nicht »Hörige» sehriß (die swStf arÜhBl der huerfchaffl) entnommen wurde. mhd. nur das eüifache, gieirhhfdeutiqt' botiiut'ii : da;; ors hcguade sich bountei). Lo- Ae^gr. 130. als einfaches verhwm in Hessen tn* gewöhmHch, fekUfsdoeh hei Vilmar Wodkon. AiflM^iuen, mit den zähnen öffnen: es hat mir noch keynn papisl disz nU:»zle aulT- ImseQ vnd sola auch keyner nymer aulTlieys- m. «ttf das vbirchrisUid^ buch koekt Em- s:«*ry. (1521). Kij'' ; wenn du hapsl mil al- len den deinen disz nuszlin üufriirMssf'st . . . wiNicli alles widderruüeu. yrunäindvrsavU. (1520). Iiiij^; dtsc nasdin bat noch niemanl anirgeiussen. t on d. baptltuimRome.i 1 520). ff : «las iMlv/lin (H-ysz myr anfT ffoinlz von Engelidnd. aiUicorl deuUch. ( 1 522). Kiiij". ilfWrsten^ aufbrechen : Judas sidi scibs crheiicket vnd der bauch jm auOberstel. AVAr. ?,Oii', vgl, aufl)reslen. Aufbieten^ 1) zum kämpf aufrufen, wofür ^rt Luih. auch aufgebielcn {&. d.) : wo der kcUer dorch seine teuffel die papisten v«»^ bttti^aoHbieten wurde su kriegen, wamunge an 1. 1. äeudschen. (1531). Dij' ; {Anliochus) be» auffbieleo imganlzenköoigreich. t Macc. 8, 27. 2) di> terle^ung wm der kanxel öffmU lieh bfkannt machen, prodamleren.* man- clipf li ii sciiu' liraiJl aus seinrn armfn müs- sen lassen we^r furfii vnil \viililrr(u?crfer) ver- JW»«us, noch zenj?cn, noch auilhielcn gchoKcn bau ton ehesaehem. (1530). EijK MMcte^y n. jrroetoinallp; weil er so lang still geschwigen hat nach dein aufibie* tan bis man sieb allerding geschickt bis aulT den linrlizcin.ig. Burkhardt briefte.Ai^, Ayfltindon, mehrfacher amcendunfj. 1) in die höhe binden: darumb donckeii s>ic voHendleusejnn den pelts xu setzen vnd den hunern den schwanlz aufl zubindtti. ein brieff an die zu Franckfort am 3feyn. f 1 533). Ej'". 2) durrfi binden unrauf befestigen: vnd jnen {Aaron und seinen söhnen) die bauben anObinden. 2 Mos. 29» 9. hUdüeh: darunb inus vns der bapst geselze anlf binden. tMW den schlüsseln. (1530). Bij" ; da hat s. Paulus vns pfarhcm vnd predigem vnser arapl hart genug aufTgcbundcn. zwo predigt. ( 1 535). Bj^ 3) aufinS^fen, öffkem: so wirsttt sehen, wie er wird sack vnd seil aufT binden, das schöne confitemini. ( 1 530). Üij''. mhd. uf binden in alle» drei bedeutungen {Ben. \, 130). AiAllheij aufMasen, ditreA te/l am» dehnen, bfi Lulh. nur fxijürlkh : fjute werck blehen null vrul machen stollz. der prophet Sacharja. { 1 528). Fj'' ; der bauer ist so niui- willig vnd aulTgeblebet (übermUthig, sU>ls), als were er herr vber alle herrn. einebericht an einen guten freund. ( I 528). Aiij". sich mtfTIvlHhen: es Ijkhcii sich clliche aufl. 1 Cor. 4, 18. — tgl. hiahfii und auHilasen. AlfiliheB, «..* das nicht hadder, neid» zom, sanck, ulTlerreden, ohrcnhlasen, anf- blehen, ;iiilTrhur da sey. 2 Cor. 12, 20. Anfblanen; infiare, sufßare. 1 j sinnlich. Teuer (koleni aufblasen , durch Mosen an» fachen: gleich wie die amem .. . wider fowr geben vnd anzünden , so man rürel vnd aulV lih'st't. auslcg. der ep. vnd euang. von ostern etc. (1544). biij"; der schraid. so die kolen im fewr auflblesel. Jes. 54, 1 6 ; es wird jn ein fewr verzeren . das nicht auffge- hlasen ist. Hiob 20, 20; ii Ii wil dus fewr meines grimmr"^ vher dicli .iuiri>la er die backen so lieHtig nuHblcset, das er gleich rol wil l, irlderdie andnnmer. (1539), — durch blauen wozu auffordern {zum heerzug, zum aufbruch derkrieger) : versehen I sie es, das er die posaunen auRblesct vnd in die drnnimel slosset, so wird bapst, teuffd 16* oiy ii^uo uy Google AÜFBORtiEN 124 AlFßRECUEN aampt jr«iii anbang vber einen hanffm ligen. an kurßrtlen zu SsdkfM. (1545). Eiiij''; so soll jr doch den son , der an dem wege siebet, da ein jederman fur vber geben miis, Ternemen vnd hOrMi, vml gleicherweis, ja noch viel hellUger jn hOren rulTen, der mit einem grossen gedüiif , nls einer gewalligen posaunen auflblcset. ! , 4 I S**. G ri m m s beleg drumb blies mau auü isl einer schrifl MHanehthont enfnommefi. 2) vom aufblasen des feutrt «itMi d$r backen ist bei Lulh. ein häußg rnrliommen- der figürlicher gebrauch eninommen : ge- bet oa eusseiiicb worl nicbl zu, welcbeü der heilige geiat wo! weis Im berUen su erin- Dem vnd auflzublascn, obs gleicb Tür »ehen jaren gclirtret wcre. Jen. 5, 50''; ich weysz woi, das der romiscbc bauü'e wird furwen- 4eii vnd hocb auffblaszenu , wie der bapsl habe das heyltge romisehe reich von. dem kriecbscben kcyscr genummen vnd an die deulscbenn bracbt- an den christl. adel. (1520. veroi. ausg,). Liiij'*; wo ybiu {dem ieufel) gotl ranm lessl, da ist er ein meister mit sanden aufT blasen vnd goUes com an- zeigen, das schöne ton/iZemiiii. (i530)..Iiij»; 4ler bOsc geisl knn aucb die leule aufl1)i;ison, keck vnd mulig macbcn. das 14. vnd 15. cop. «. Johannü. (1538). Ddiiij''; das vvis- scn bläscl auf. 1 Cor. $, 1. dat pari, prael. hat zumeist die bedeutung von slolz, ii'wr- mülhig: der hocbniUlige, auIT geblasene Ule). Jen. 1, 344"; es sind aber nicbl denn ver- gebliche» schwulsiige vndaufTgeblasene wort. a» anier «f». Petri. (1524). bij''; sol ein wt'isor man so auflgoblasen wort reden. //i ob 1 5, 2 ; wenn es (das tcorl goUes) io solche weltherUeo feilet, macbu nur eyiel auffge- blasen hertsen. Mla eene domtni. (1522). Dbij**; ich wil erlernen nicbl die worl der aufigeblasenen, sondern die krafiL 1 Cor, 4, 19. 3) aich aufblasen: ein viheroagd« die ein «ehön har bat, blesel sieb aufTvnd wirdstoltz. hausposl. Jhena. (1559). bl. 179''; nidii ein newlins?, aulT das er sich nicbl aullblase. .1 Tim. a, 6. Alfhergen, wat das ein/beike borgen: ich biiie aber ihsz die kircben» da er seyn soll» ihm wollte sehrung scliickony oder wo ers hie anfborgen muss» dort wieder enUtlen. de Welte br. 3, 345. Anfboti n. aufgebet zur heerfolge: sihe zu, was du für sieg erlangen werdest vnd mit waserley gewissen dn dem heiseiltehen aufl1)ol gehorsam seiest, «oamunj^e an «. L deud^chen. (1531). Hüj''; du soll . liroi licn halten, auff das vbirchrisilich buch bocks Etnszers. (1521r. Giij'; das er mit eynem langen spicss vnd kurtzea degen drewet» den kurisser (wie er mich angab) ablzusU>ssen vnnd aufltzuprcchcn. eyn wU^ derspruch d. Luthers:. n521 '.'). Aij''. 2) scheinbar tnlransitiv , sich erheben inm weUergehen: darnach brach er {Abrtm) auff von dannen an einen berg« 1 ifof. 12, 8; wenn das beer aiifllitichl. 1 Mos. 1. 5: wenn jr aber droraelet, so '^hIIoh die Inger auirbrecben. 1 0, 5 ; Saobei ib iiracii aufl, zocb weg vnd keret wider heim. Jet. 87, 37; wenn er auffbrechen wird von der hocbzeiU Luc. 12, 36; man soll mir gehorchet vnd uichl vuii Greta auirgehrot-heii hahcit. apnst. gesch. 27, 21 ; da brach ur auU' aus eyguem frevel vnd tocb gen Orlamande. tvidtff r die hyml. Propheten. (1525). Fig*. 3) intransitiv , sich öffnen : da«? ist der lag, da autlbracheu alle brUnne der grossen tieOen. 1 Mos, 7, 1 1. 4) III ^o^emler «lalle ist auffbrechen «ooM gleichviel mit sich erheben , sich brüstct% : sibe wie rein tregl sie (Maria) ^\\e thiy^ \u golt» wie gar niuipl sie sieb kciucs vvercks» keiner ehre, keines rbomens an» ihnl doch eben wie vorbin» da sie der keines hnttc^ fragt atieli iiiolil mehr nacli ehren denn vf»r- iiin, brüst sich iiielu, bricht nicht auff. nifTt nicht aus, wie sie gottes muller worden sey. Jen* 1, 463. Mether wird anoh sieb «nF- brecben in folgender stelle xu ziehen sein : das ist freylieb der tiiel aller keysertbum auff AUFfiR£STEN 125 AUFDBUCKEN «da, sooderlich die sich mil krieg aufl*« Irerhpn. der propliet llabacuc. {\b26}. ej''. iiArestenj was aufberslen (wie auch /m. l,S1* da» auibrctteo des ariginaU ge- MM wf): es wirt dir yhe Bit der bauch djQuon auiTbrcslen. MMlcf . dniltd^ dM v. •.(1518). Hf. jiuajnmen^e«6U( au« auf und liresteu, «M.bresleo 1, 256), ahd. breslan. prMan ((rra/f 3, 271). «päler tcurde bre- iten im «in von frangere dmrch 4m nd. /orm hcisU'u verdrmujt. AifbringeB) 1 f in dit hiilie bi iugen, auf" Heble»: sie werdeo die alten wastungbawen Tnd was vorzeilea suslArel isi, auObriDgen. Je$.£i\, 4; wer nit von Cliri>ltis py|;riii excmpel crvvartubl, eiuiantici vail gLrcyUl wirll, wer will den selbigcu rcytzen vnü wflbringeiiY nuixieg, der ep. vnd «mmg, Üt a4iiento. ( 1 522). Cj^ hierher gehört auch: so (liL- r«'inilc eine stad Nboifielcn, da verdieoel der eliru vnd danck, der die andern IK ersten «uSbringt (aiu demtMaf eneeeftl eed jmr verlheidigmff auf die Mna Mngt, abernicht, wie Grimm wtb. l,G29erJk|ar(, gefangen nehmen). Jen. 1, 321. 2) auf die bahn, in gany, in iibung drin- gen: fynantzer, die Tid newer fundle aofT» hmgta, rendgi. Ma BSm. 1, 30 in der er- sten ausg. des n. lest. v. j. 1522; kein lia- chanl nncfi cso] ist so grob, wenn er nur Üur was iiewt's auirbrlugen, j>o Icuül jdcr- nae xa Tnd glcubts. da» 5. 6 vnd 7. cap. a. jrel(lhei.(l&32).Nij*-; solch verkcrl mis- brauch der men^^chen vnd der dinge lial aulV- bracht das pf?i5iilirh rechl. Jen. 1,295''; men- KbeD aus eigenem guldüncken .solches aull- fdbncbt habeo. xwo pr»di0 auff derftjnder- W<*(1540). Fiij*. 3) ror^rtfi^en, anßihren: wenn sie denn au eynen sprufh der veller widder wich aull- bringen,-szo lauten sie alle glucken, auff das tkinhrütlieh hueh hwdt» Em»»»ir», Ciij'; wollen jn (Christum) schlechls tod halten vml koinlion doch kein vrsacli atilT- bringen. ein sermon auff Matth. 22. (1535;. Aij^; vnd brachten anff viel vnd schwere lläge vrider Pauiuni, welche sie nicht moch- Ifn hcweisen. apost. gesrh, 25, 7; . Aiij*. Aufbrttsten (aufbruslenj, herawistreidten, hervofhehen: dnunb bmstel vnd mutsl er solche wort aufl. das ander ieyl widder die hyml Propheten. (1 525). Miij\ sich auf- briblen. sich in die brusl werfen, sich auf- blasen: wenn die nonucn im dosier ein sölcb wert helten , das jr stand hiesse ein !>eli;.:er sLinil. wie sollen sie sich auffbrdSten vnd rhümen? 1, 214". vgt brüsten. Anfdecken^ die decke wegnehmen, eiu- blSten, aalkiUlen. 1) HmUich: vnd da sie nicht kundten bey jn komcn für dem voick, deckten sie das dach auff. Marc. 2, 4 ; du soll aneh nicht aufl slufeu zu metneujallar steigen, das nicht deine schäme auflgedeckt werde. 2 Mo». 20, 20: decke aull zu seinen füssen vml lege dieh. Rath 3, 4 ; hilckl sich vnd (Icekei den hinilern aull. wider da» baptthum iu üome. (1545). Iluij\ 2) figürHeh : ddne missethat, du tochter Edoni, wird er heimzueilen, viid deine SUndtt ■.niiWU'cken. klagl. Jer.A, 22 : "Ins enange-' lion die geystcrcy also auffdeckel. an die herm deuUeh» ordern. (1523).Aij'; ich will dyr, ob golt will, den teuflel au0 decken ynn diesen prophelen. das ander teyl widder d. hl/ml. propheten. ff '>'2'>i, Aiij''. Aufdringen, au^noiUiycn, aufzwingen: denn so das folscb vnd eriogen ist, das sie mir aulTdringen, kan niemand demselben on grosse tilir f,'liiu!»en geben. Jen. 1, 224''; noch ist er für mir scheuchsam, dasz ielis ihm musz aufdringen, was er bcdärl. de Wetie br. 6, 92 ; der lieben christenheil mit gewalt aulTgedrungen. ein »endbrieff wm dolmctsrhcn. fir)30). Diij*. Anfdrnckenj imprimere: bitte derhalbcu AUFDRÜCKEN 120 AlFKRSTEUEK gar freuDdUcli, wo es nicht Ix'schwprlictj ist, woIIpI mirh (rnilirh heratUM» mit eim will- prel unti sctbs daliey seyn und helffeo das si^el aurdrucken. 4« WHU hr. 9, 11. AiMrickfi. dasselbe: ancli die büclier halxMi iäie paputeti) schm;)o1i iMichtTgeiuMi- nel, Ma (lorh die n;imt'ii der Uehler auffge- driirkl gewesen, utdder den meuchlet su Dmen. (1531). Aij\ Aifeinandfr, bei Lulh. nocA maverbuH' den niirein ninlfr, ;iiif einander, entsprungen au* ein auf da» aiidt-r, ein auf den andern : vnd sliesscn aufT einander aui Iciclt zu beon. 2 Sam, 2» 13 ; sie waren schieclil au IT ein ander gesetzt. Ezech. 42, 6; wie sie die Schwert zuckten vnd auS eintDdcr schössen. 2 Macc. 5, 3. AKfenlhalt, m. ibr on« 4is stäM wo ei- ner woftnf, «t'cA aufhäUt geborgen ist: Aa- ' hin liefTiM) die alilrUnnigen , denn dascibs hritU'ü sie ßpn ;niflrr'tilfialt. I Macc. 1 d. I 4 ; da er verhotlle einen auflenliiatt zu tiadeu. 2 Maee. 5,9. I0«i7 der auffgenomaune auch genährl und unterhalten wird, so KaUe frü' her aiirrnili.ili auch die bedeutung von aus- tcnltK Hlum , aliuifidum , wofür uns jedurh ein beleg aus Luih.'s Schriften abgeht; die von G rimm wtb. 1 , 637 dafür beigebrachte stelle ist den ,*svPÖlf aHikeln der hnuer- srhafft" i'iihtmfimen. auch die die bedeu- tung erhallung, Unterhaltung belegende stelle : aufeulhall und handhabung des chrisllichen glauiieas begegnet nicht in LnUi**s sdmften. doch steht aufentbalt in diesem sinne in fol- 'gender stelle: rs idai treltlich reffimef^lt i<\ imr eyn schütz vnd auftcuthail der iutNlieyi. strmon am 23* Sonntag nach j^lingiten. {lh2M) Aiij«', Auferben, gleichviel mit anerben, durch gebart miltheilen, als erbschaft "n. auf ei- nen bringen: siiiche bo^zc tutk wid slurk seind vns von Adam aulTgcerliel. aussleg. deudsch des v. u. (1518). Diij''; sio hals ybm Inämlich dem papxt das groszc gut) (Ihrislns vnd sanct f'elor ain li iiit aiiff^'pprbel. an den chrisllichen adel. Kij' ; wie vna vnser vorfaren haben auffgcerbel dis ge- heimnis . . . s« erben wir* jnen auch aufT. Jen. 8. 49\ Alferhcbeij durch auf verstärktes erhe- ben : daii ich mein seel aufTerhaben hab Uta dir. ps. 1 43, S in der ausi, der »ieben psalmen. (1517). Aifentnd, einige mal noch bH Lulh, für auTerstehung, doch nUht wie mhd. üf- i'rsl;iiil {Heu. 2", r»90i m., sondern f.: er {Christus) ist das lebendig vnd vnsterbhch bild Widder den tod, den er erlillea vnd doch mit seyiier aulTerstand von todten vbirwnn- den. egn sermon von der bereytung Müsm sterben. (1519). bj''; diszer wind das fewr ist nach Christus aufTersland in die weit vom himcl komcn. deutsch auszlegung des 67. (66.) jwalmeii. (1531). Aq«; ich glewb eyn olBrstand (sie!) des fleyschsz. auszleg. der ef, xnA euanjjf. vom ehristag elc. ( 1 522). spätat ansser gebrauch gekoammt sehon die Jen. ansg, der sdw^len ImO^*» svlal (1, 1S3') für auferstand der ersten stelle ;iiifpr«;lehung; dor/t bringt Grimm teib. 1, üli9 noch einen beleg aus der 2. häl/le des 16 jh. ABfentilinis, f. di^elbe im« aufer- st.Tii(l: musto doch Christus szo lang mit >oi- iK'ii iiiii^Mrn innbgahn vnd yhren vnglaubco iragenn bisz sie (jlcublcu seiner viTcrsleal- nist (siet in der Jen, ausg, t, 342^ aufer- stehung), noch einmal begegnet aulTersIcnl- * IIIS in ih r auszletj. der ep. vnd euang. vom chrtslag elc. (i522|. tjgiiij", später immer aiiferstehung. — ahd. ustauloissi <=— resur- reell« {Graff 6* 609). AnferttehCB, sieh erheben, gehraucht Ijiih ptur riiti der resurrectio der todten: /II seiiit r zukuuiU iiiUsseu alle meonchen auS*- erstehen mit jren eigen leibfin. (Ue drey sym^ bola. { 1 53S). Bj** ; deine lodten werden le- ben vnd mit dem Iciclinain auiTerslehen. Jes, 26. 10; irh wil nach (Irrini l.'itrfn siiflfr- siehen. Matth. 27, 63; Johannes der leultcr ist von den todten huflerslAndcn. Marc 6» 1 4 ; dein bnider sol auflerstehen. Joh» 1 1. 23 u. öfter. Anferstl-heB; n. 1) re«urref/tehfr,m. ; darüDiistsjtn (dem Aerm) zu lliuii, il;is Thomas nur glcuhig vnd auch ein auüersicher voq seineiu halslarrigen vn- ^uben vnd sande werde, mvo predigt auff der kinderlaufe. ( 1 540). Miiij"». - Atff retehing . /. tras aurerstaml , aurer- sllndnts: ich Ijiii die aiiffcntchiin^' vnd das leben. Joh. 11, 25; ein zeuge seiner aulT- eRlebaii§. apoit, ge$^. 1, 22 ; dnreh einen menschen die auUerslchuagder todien koiiipt. 1 Cor. 1 5, 2 1 ; dis »idieenleaufferslehuiig. nfmb. Joh. 20, 5. ikte* tcort, wofür in der aussleg. der ep. t»d nunff, vom ehrislag ele. (1522) auch einigemat vflersieh ung U. Kiij') be- gegnet, gehürl zu ih-n neuprpn bildungen ; iek finde es zuerst m der ersten deudschen WM (1462). lifienrackeB« Atnh auf ventäHttei ci^ wachen : ich bin der letzt aufT erwachet, wie einer der im herbst narhlicsct. Sir. 33. IT; leb bin ein mal zu mittler nai Iii auül'rwac hl. w» ier mndselmeite. (1534 j. Aiiij^ daher auch etliche valer den kaunieuleoaafferwacbl vnd gewir wonlrn sind, das vnlcr yhmn bandel iii.iiith hoscr grifl' vnd scInMÜ-cfio fv- ailliie yiii brauch sind, von kaujl^handel Wirf I««*«-. (1524). Aij\ iafenrcckea, was ia* einfache erwecken, fncaihm tünchen, vrifui.tweise vom er- vecken der todlen gebraucht: gott wird vn- wre sterbliche leichnam auilerwcckcn. das ouin kinäer mt iehuien hatten solle. ( 1 530). Cij"*: wie der vatcr die todlen aufT erweckt vn«! macht sie lebendig, al^Jo fi dt r son. Joh. 5, 21; welcher ist vmb vnser sdnde «üleD da hin gegeben vnd vmb vnser ge- reebtigkeil willen auiTerwecket. RÖm, 4,25. — wenn dorm dnr herr ricliler auiTerwecket, , 17 ; ort nicht verzeichnet. Anflkigf exc^pere, üUtreipere, ergrei- fm, amfnehmen: solche predigte sind durch an*l»v<^ jrf.!prte auffgefangen vnd nlliie zu sa- mcii bt uclil. vber das erste buch Mose. (1527). Aj**; des aber diese meine hauspre- digten von magistro Vilo Dieterich» der zeit meinen lischgesellen, auffgefangen vnd be- halfon, habe ich nicht gewusl. forr. Luth's zur hausposliile, mttemb. 1545. Aij*. . im jproefene nocft auihhen: wer eine solche mcnimc ist, das er alle wort wil aofikhcn. ob kriegsleute e(c. f 1527).Ej'' ; aber wer isi der grossist meer rewber vnd meer morclor, denn der gotze mit scynem malcdeyen, der alle Seelen aulTehet, lehnet vnnd vmbbriogt. buHa cene domini. ( 1 522). Dj*. vgl. fahen. Aufflicken, einen ßick (fleck) aufsetzen : vnd hat eyne sonderliche mcynung zu dem gantzcn völligen iexi hynzu gesetzt vnd auß« geflickt, wie eyne mosschel aufl eym Jacobs mantcl. das ander teyl vnditr die hyml. Propheten. (1525). Ciij». AttffrMacn> verzehren, wird gebraucht 1) von vieh wie von gierigen mentehen: vnd die sieben magere vnd hesUche kOe, firassen auff die sieben ersten fette kile. 1 Mos. 41, 20; (die hcuschrecken) frassen al- les kraut im lande aufl. 2 Mos. 1 0, 1 2 ; da kamen dis vdgel vnd frasaens auffL Matth. 13t 4; ynn des fressen sie Imd vnd leuic anfll der profhet Sachasja, (1528). Xii"; die lieben idnger waren so geringes ansehen» gegen yhre feinde, das die jfiden dacblevr «(p wollen sie nicht allcinc auffressen vnd verschlingen, sondern so leicht als einer ei- nen becber odder leffel ausseuflt, verscbün- gen vnd vmbbringen* eftentf. Ggij*; ich sehe das wol, das der teuffcl, so er mich bisher Tfidit hat mügen vmbrinpt'ii durch den bapst, sucht er mich durch die bliiidiiirsligen mord- Propheten vnd rotten gcyster so vnter evch sind tu vertilgen vnd auffressen. ermamiNfn zum friede auff die ztcelff arlikel der baicr- schaft. (1525). nj"; so wenig sie Chrisiurn auffgefressen vtid vcrzcri haben, so wenig sollen sie vns auch versehren. das 16. eap, s. Johannis. (1538). Eeiij". 2) auf feuer, zom angewandt : Ins mich, das mein zom vber sie ergrimme vnd ^ie auffresse. 2 Mos. 32« 10; durchs feuer auü- gefressen worden, «eetsft. 16, 16. Auffretien, welehee sich zh sufliressen r erhält wie aufetzen zu aufessen, erscheint nur einmal in Luth.'s bibelüberselzung : na wird dieser hauffe aufifrelzen (die trsfet» aiMfjf. des alle» tesU hohem anflhagen) wns vmU vns ist, wie ein ochs kraut aulT den fehle nunTretzct. 4 Mos. 22, 4. Aufführen (aumiren), tn die höhe fuhren, aufnchiem ich wil dich engsten mitbolwer^ vnd wil wallen vmb dich aoffilren lassen. Je*. 29, 3; er so! aufTilren den ersten stein. SnrÄ. 4, 7; vnd ilen grund noch eins (einmal) so hoch riullTilret. Sir. 50, 2. Aufgang, m. mhi. Afganc (Ben, I, 476), oAd. dfkanc (Irrejf 4, 1 00) besetcftraet. «^ie das lat. orti!«;, ffr. (n'c.To')?', rorz^f^sWfise das hervor kommen von sonne, mond, Sternen über den horizontf dann auch die gegend des ä^ganffi, I) aeeensits: vnd jre helllle hielt die spies von dem aurTg.mg der morgen- röle bis die sierne luM fiir l.Tnicti. Neh^ 5. 21 . 2j die gegend des sonnenaulgang, orient : die kinder Israd lagerten eich gegen der sonnen anffgang. 4 Jfoe. 21, 11; gleich wie der Iditz nusgehet vom auffgnng vnd scheinet bis zum nidergang, also wird ,T»irh sein die zuknnfll des menschen sons. MaUh. 24, 27. 3) der anffgang aus der hohe. Luc l, 7S- ist „dh m Christo nufgeffmgenehimsiiUBch» sonne,** uiLjiiizuü Dy Google AUFGEBEN 129 AUFGEOSN AlfgrbfD; in mehrfacher anwendung. \) proptmert, vorttgen: ieb wil «ucb «io reUel »ufTgcbm. ritkt. 14, 12; gib dein fCUel aulT. r. 13. 2) ausgeben: seid keine pfafTpii noch oiünche viul halt des bapsls geseUe ja iiichl, glciibi jm nudi nicht» das es sOndeodergewis- :>eiisey, waserlttrsandaufTgibl. Jen. 2, 100\ 3) tradere, übergeben: das wir euch gebe- ten haben, die sind dem Holofcrni aulT zugeben. Jud. 7, 1 7 ; darumb, das er die insel Cypern, wetcbejm Pbilometor befohlen hatte, Anlioeho dem edlen aufTgegeben halle. 2 Macc. 10,13. 4) den geisl aufgehen .sterben : Chri$lus wird mein leben sein, wenn ich nu den geisl ittl^ebeD floL tftts 1 4. vnd 1 5. cap. s. Jo^ hammi» (1538). Lij"; da Ananias aber diese worl höret, fiel er nider \ nA g.ili den gcistaufl. apost. gesch. 5, 5 ; {Herodes) ward gefressen von den Würmern vnd gab den geisl auff. 1 2,23. wM. iHgeben (Ben. 1, 502. 503). Anfgf biete«) leoe aufbielen 1 ) : da nu Bac- chides «il.-lis vcrnam, wnr er avilT mil seinem gaulzoM lierr vnd lies den jüdcn auch aulfge- biclen. i Macc. ^, 63; als nu Judas höret, trie grewUch man mit seinen hindern gc- li.ini\tU iialte, gebot er seinen Icuten auff. 2 3lticc. 12, 5; wo es kerne, das ein fdrst ym iande odder öberkeil sich wcren vnd schOlzen mus, viid aufTgebeut ynn die heer- fnt, so gehe hyn ym namen gottes. oder ia9 eriU hieb Mote. (1 :> 2 7 ). 1 j«. . inf^pbln^en « Mifblasen. AefgeiHit, n. was aufbot: vnlcrthanen, wvlche on das jrou oberherm verpflichl sind mit ieib vnd gnt bey lusiehen vnd jrem aufl- gebni zu folgen. Jen. 3, 355*. .lofgchahen ^ nnflieljen. AifgebfB enckeinl auch bei Luther, wie nM. iUrhaupl, i» diur menge von „ein- fadm, ithSnen hed^utungen.** 1 i sinnliche bedeutungen. a) der same cfht auf, der daraus sicti mhrichelnde heim {pflanze^ kommt zum vorschem : gleich wie d» enireich keine rrachl bringen noeb tra- Sen Lin, on den saroen, ob wol der same r^iHii .illzfil bokleibct vnd auflgehct. das 17. Cüf. s. Johannis. ( 1530). Qiiij" ; eiliHi< rid in das sleinichle, da es nicht viel erden ii.itie, ^ gieiig bald aall. Jfarc. 4, 5. — b) gras, krniit gehl auf, enUprieszl der erde, aleigt empor: so lesst er ymlentten gras irndkram auflachen, das es alles grflnet vnd bifiel. vber das erste buch Mose. (1 527). Eiiij*; es l.isse die erde -iti^t^lien gras vnd kraul, das sich besame, vnd fruchtbare bewrae. 1 Mos. 1, 1 1 ; demach sähe er sieben donne vnd ver- sengetc ehern aiiffgehen. 41,0. — c) blumeii, bldten g(di(»n auf, entfalten, öffnen sieh: nu ist ilie zeit wider komen, das wir der dortel- taubcn slim hürcn, vnd die bluinen aufl'gehen in vnserm iand. Jm. 2, 271"; (der mensch) gehet auff wie eine Uumc vnd feilet ab. Hiob n, 2; de?5 morgen«; fand er den stecken Aaron des hauses l.eiii grünen vnd die blüeC auffgangen. 4 Mos. I G, S ; sein rand war wie eines bechers rand, wie ein anflgegangen rosen. I kon. 7, 26. — d) die sonne geht auf, wenn sie über den horizont hervor- kommt: da nu die sonne auügicng. Marc. 4. G ; vnd die sonne war auffgegangen anff erden* t Mos. 19, 23; sie {die sonne\ gehet auff an einem ende des himels vnd leiifl\ vml' bis wider an das selbe ernle. ps. 19, 7. ebt-nso innrgeurölhe, lichl: da nu die morgenrüie aiill'gieng. l Jfot. 19. 15; die da sassen aro ort vnd schatten des tods, den ist ein liccht atiHgingen. Mallh. 4, 16. — c) foiier und flamme gehen auf, brechen aus und schlagen empor: desgleichen i>l auch zu reden vom fenr, so jm walde odder jnn der beide vnd gchültzc aiiflgehet. äa$ schöne eonfiuminL fl530). Gj*; wcre das nicht ein vnnalfirlich filrnemcn, so ein fcwr in einer slad autlgicnge, vnd jederman soll stille stehen. Jen* 1, 324* ; da gieng auch eine Hamme auff. 2 JVoec 1, 32; wo ein fewer auffgehel, das ein dortf oder ein haus abbrennet, da sitzt alweg ein teuflin dabey. hauspost. WillembAbAb, fest' theil U. 78^. ancb von der rom /euer «er» seArl werdenden eladf beirsf ee sie gebt auf: da fieng an sich zurheben von der stad ein rauch slrael y Google Al'FGERiCUT 130 AUFHALTEN 2) abgezogene bedeutungen : zeitlich (:;ei- tig) nach den aposteln ist sc-lioti (icr yrilunn aufTgangcn, da von hie Chrisius nagl. sermou von des jüdischen reichs ende. (1525). Cij*; alsso auch tzu vnszernii tzeytten. . • . sind auirgangcn, leyder, böszc kinder. ein rrteil der lheolo(j^n zu Paris, f 1 r)2 1 ). Aij' bald goUes worl auilgehct durch dich, so wird dicli der teuGd heiHttuelini. WUumA, 1, N. üj* ; da aber das euaagdien auflf gieng, hal er das leipliche prieslerlhunib aiifTge- Iiabcn. ausleg. der sehen g^poi. (I"»2S). iliiij^; sein euangchon mit macht wünli i)i>y euch anffgehen, wo yhr znuor auslydd« (. ermanunge zum friede. (ib2b). CiiJ*; wie sie leydtT lol vnd töricht worden sein für gros- .sciu tTschrerkcn der mifTgehfnflen warhcit. Widder die bullen des endchrisU. [Ib20). Bg". 3) anziehen m eofuwni, wrthan wer^ dtHt draufgehen : was jtzt auflgchct vnd ver- zerrt winl. der ab. psalm. (IhlU ). üinj' . Aefgerirbt, adj. und adv., 6inceru6, sin- cere, heule aurrichtig: (Joseph) hat allein gott flir äugen vnd die trew seiees h«mi, ist ein llronior aungfrii-Iilel f^'cist ynn yhm. vfter das erste buch Mose. (I527 i. kkiiij''; sie mcy- nens aber gut, heuchUn nicht, »onderu han- dln aufl'gerichu recht vnd sdilcebt. ehmd. ttiij'* ; vnd sonderlich ist hiemit vnsern herm Juristen ein ziel gesteckt, das sie zusehen, recht vnd auil'gericht mit den sachen vmb- geheu. deudsch catechismus. (1529j. Kij^ ebewio gebramdU auch Ägricola da$ tcorl : damit ervriset vrflrde, dz vnserc vor- faliren stlilccht vnd frcrocht vml aungorirht mii allt'M «liii^'on soiiul vnibgangen. sprüch- tciirter {Wiltenb. ausg, v,j. 1592). vorr. bl. 3*. vgi, aulricht. Anfgiesieni M^tchüHen: nu lasz sie hcisz criiufj auirgiessen, das mc «Icste mehr zu schwitzen haben, hausposl. WiUemb. 1Ö45. sommerteil bl. 63''. Alf|p«feei, dvreÄ graben öffkm: vnd lies die wasserbrUnne wider auffgrabcn. 1 Mos. 26, 18: vnd ilci^ktiMi das <1:)<')i niilT, da er war, vnd grubens auÜ. Marc. 2, 4. erde, die auffgegraben ist — lockere erde, vber das ente buchMote. (1527). Hüj*. Aufgnmpenj calcitrare, ausstMagen: so wdlleii die bliudeo leut juit den fassen da- wider auflgumpcn. hausposl. Willemh. 1515. fesUheil bl. 20*'. — mhd. lifguinpf^n 11egt zu sagen, du mQsstest dich hoeh anffhebeo (um im teu- fen nichl von dem «Ke Mne schlagenden gewande gehindert zu werden), das du sol- lest einem schaick eullauflen. Jen. 5, 523'; gleich ab wenn ein grober Ulespiegel mitten aufl dem marckl fUr ydennan sich auffbflbe (entblöste) vnd seinen mist machet, vorr. iMlher's XU der schrifl Klingebeil's: ton priesurehe, WUtemb. 1528. A^^^ 6) sich aufheben =■ aufsteigen, tkh er- heben: vnd wenn die wolcke sich aufThub von der wonung, so Mgen die lunder Israel. 2 Mos. 40, 36. 7 ) gcld, Zinse, abgaben aufheben, erheben : es hat je der bapst solch gros ^ater nicht fcaufll, das er von seinen olBciVi nia^ anlf- hehen bei zelicii fmndcrt ta':<;cnt dncalen. an dm chiistluhen adet. {152Uj. Eij''; wie etliche geizige blasen ihun, die auir be- nanlc tage xinse auff heben* Jem, l, 195" bei Grimm. S i die siiinine atilf IioIh^d, erheben, hören lassen; {Msau) hub auU .seine stimme vud wetneU t Jfot. 27, 38 ; da der engel des berm solche wort geredt hatte sn aUen hin- dern Israel, hub das voick seine stimme aulT vnd wcineteo. rieht. 2, 4; da trat peirus auff mit den eiJflca, hub aufl' seme stimme vnd I redete zu jlmen. apost. gesch. 2, 14; du predigeriu heb deine sluu aufl' mit macht. Jes. 40, 9. 9) aufheben « ^len, abaehajfeii» je«f- nehmen, enliiehen: da aber das euangelion aullgieng, h^l er das ler|difh j^ric-ierlliuinb auflgehabcn. ausieg. d€riehengepoU,{^lb2%}, Ciiij" ; vnd wird also mit diesen wort das alle teslament vnd priesterlhuni getaddell wid auflgehaben. der prophet Sacharja. { 1 52S)> Oiiij*; golt hub das alte leslauient nicht aufT, bis er an seine &tal das uewe lestameiil t-ia- ■eist, vom aftendNial ChritH. (1534). biij^ ; wo aber die vberkeit auflgehaben würdt* dn werden die ergisten hüben rcgircri. riro pre- digt auff 1 Thess. 4. (1525). biij' ; das luan den jüdeu das geleid vnd Strasse gaiiU vnd gar auffhebe. «on den ßdenvnd jren lügen, (1543). eiiij*; hat er damit nit die slrafl aiifVgr-hofif'n, ^-znrnlern bestelligett. ttidvr den falsch genanten geistlichen stand. 11522). Ai^**; ich werde jr gedechlnis auflhebea vaier den menschen. 5 Jfot. 32, 26; vnd wird auff heben die schmacb seines volcks in allen landen. J*'s. 25. S ; der lelzln frind, d^r auflgehaben wn d, ist der tod. 1 Cor. 15, 2ü. 1 0) gegenseitig aufbeben : auch so kompls wol widderumb, das du fhV dein« muhe ett- wa zu wenig nemest, da las ynn die welle sclibhen vnd gegen ander aoffheben, wo du zu viel genomen hast, von kauffstuindiuHg vnd wucAer. (1524). ßj*; sie (die papisten) ja so grobe sittck auff jnen hab»» als aie vns schuld gehen, das sie wol mf5gcn mit vns gleich auH hehen. das 14. vnd 15, cop. «. Johannis. (L53Sj. F^lj^ 1 1 ) einem etwas auf hd»en bedemete früher auch einem etwas vorrücken, sum vonourf mnrhcn [riß. Ben. 3, 644), so in folgender stelle: sie hel)enn rayr auff, das ich eyniger allein mich erfur Ihue yderuiaa zu lereuu. ^rund «nd wmeh «tter erfieftel. (1520).. aij**; du vnd Murner mit vielen andern auff^ hebt mir fast, das ich der gcisdirhen l;istt»r allein rure vnd schweyge des adch vQud der welllichen gewalt strkOich lasier, »uff da* «WreAfim. bncAbocAa AMiM«.(t52l).J«^« 12) aufheben = behalten, aufbewahren ; ein gufer Ihnisvater so soUu dich nicht von jtii «oliiehcn, sondern soll jm auffhelffen. 5 Mot, %2, 4; die jongfraw Israel ist zu lioden geslossen vnd isl niem.md der jr auiTheilVe. ^üno< 5. 2; er denckel der barmhertzi{;keii «id hiUR seinem dieuer Israel auif. Luc. 1, 54; vnd tretten yhn wUends sn fhsteo, dem sie biilicher sollen auffheMIte. viertrotUieke f$«Umen. ( I52ti ). Cvj*'. MktittT, m. adminiculalor : dargcgeu aber haben sin einen auff beUTer, den heiligen geisi, der sie ireslM vnd sterckm. nnifey. ier euang. Mjf die /Wmwwiilen fmlen. (1527. Tv"', Aiftcnkm, teot aufhangen: die furslcn smd ynt yliren b«Mle» erbeackt, Iren. 4, das iat bey den btaden auffgebenebL noMoben^- mnl ( hruU. (1528). z üj"- Aafttfi» MV im 16. Jb. bän^ verfconw- meuJe umtellung von herauf, begegnet ein- mal aucli bei Lulh., der er für her schrieb, in der form aufer {vgl. erauf): dea ersten fisch, der aufferferet, den nim. Jfollb. 17, 27. in den ausgg. an« dem anfang des 17. jh. sieht noch auflier, «pAfer anffber, neuer« sei^it'n lifrniir. AufttüreH (auiliurüii/. davon ablassen, zu ende gehen t «) ich wil mich an euch selbe rechen vnd darnach aufThürcn. rieht. 15,7; meine cing<'wpide sieden vnd hört ii nicht auir. Uiob 30, 27 ; das sind die drey sluck, wie man sagt, so zu einem guten prediger geboren» sum ersten das er anfllrette, zum andern« das er das manl aulTthu vnd etwas sage, zum dritten, das er auch könne null- horen. das 5. 6. vnd 7. cap. s, Malüiei. (1532). Bj*; so lob ich bisher mit meinem schreiben schon alzu viel vnd starcke Luthe- rischen gemacht, das ich wol mus aulThüren. e}ne betichi an einen gnten /rennd. (1528). Aiij\ 6) sin mniüm aaffbOren die stadiabawmi. 1 Mos, 11, B; (Lea) hUrel aniT kinder su- geberen, 20, 35 ; das land IkhcI aiiitzu krie- gen. Jos. II, 23; vnit als er halle auffge- hürl zu reden. Luc. 5, 4 ; wir hören niclil auff Alf euch su beten. Col. 1, 9; wil er {der teufet) nicht aufThöreu zu sOmen vnd schrecken i spreihe ich , so gehe er von der wand, das 14. rnd 15. eap, ».Johannis, l,i53Sj. Ücuij". c) vnd das land hatte anfl^ehtfret milkrieijen. Jos. 14, 15; {Basea) lies ab Rama zu bawen \nd hürel aulTvon seinem werek. 2 chron. lt>, 5 ; vnd höre auiV vom büsen. Sir. 17,22. d) so lange die erde slehel» sol nicht anff bOren samen vnd emd, frosl vnd hilt» som~ incr vnd winler, lag vnd nacht. 1 JIm. 8« 22 ; die liebe wird nicht müde (neuere bUtel- ausgaben: hörel nimmer auf), es mflssea anffb4N«n die Weissagungen, vad autThf^aa die sprachen vnd das erbcalaia wird auch auIThÖrcn. 1 Cor. 13. 8; das doch auffhorc- len schedliclii! kel/f riselie, yrrisclie vnd alle nienscltlii hi lere, ausleg. deuiscii des v. u. (1518). Uij . St iti aUerikigt nidU leicht, die Men- tung des ablasscns, endigens mit liören au- düre Stt vereinigen, gleichwoM aber wird mit Digitized by Google I AUFHÖREN I7rimill (vgt. Wtb. 1, G70) «. a. dieser Zu- sammenhang fextzuhalfen sein, damhd.nicht alU'hi fifliocrcii (s. b. Ürtntt 5, 70) ganz in derselben bedeulung tcie nhd. auf hoffen VO^- fcomml. Mondem awh dof Motte hoeren schon cessare, desinere tuudrüekt (vgl. Ben. 1 , 712. 713), tcie dies in d>^r srhu•ähi.^ichen, bainschen undschu:eizerUcheH Volkssprache nochheute der fall isl{vgl. SehmiAt^wäb. io<6. 286. SehmtfUr «0I». 2. 283. 5(al- der üioi, 2, 54). AlfhÖrCü) " substantivisch grhrauchter infiniliv : also blossen sich die jmlcn nocU heuU ni ug m den tleyn vnil ist keyn aufl* hdren ab laig bUs der jungst tag wirl kö- rnen, epistel s. Petri. (1523). Lüj' ; vnd isl kein mas noch atifhorcn ilcs versihwcntlcns vnd verscIllaUdcrns. ßurkhardi briefw. 289. iM^tkM^IVBi aufspringt n :u willen sein: (In gottloser vnglcubigcr itfalV stehosl ifa aU Iciii vnd uiritiest Christus habs {das sacra- ment) vuib deiiten willen gcordeui vnd solle dir allein anffhopITeii vnd seinen leib vnd biat wandeln lassen, so du doch nicht sein glied, sondern seni fcnnl l»isl. Jen. F>, 88". AlifluiHfeu, bei Luih. aurkeurcn (vgl. kau- Ten), coemere; ellliche eyn gut odder wahr ynn eym lande odder ynn eyner aud gantz vnd gar aufTkeuflcn, aulT das sie alleync solch init g.inf? vih! t':\r in yhrer gewalt liahcn. von kaulliimnälung vnd wucher. (1524). Ciij'. Alftibffl) ganz und gar wegkehren: wie rein liat der (enlTel s wnrt ^tnd dnfuT rrohl fflcifhhedeu- lend mit auHinüplcii, erscheint bei Luth. nur in der Verbindung die obren aufkncufcln « mm hSrm, an/bierjken Sffmem: noch eyns, lieber Peter Rültz, der Gemser soll vcrsu- f'lion, *>!) *'r wegen got loboi vnnd dancken, der alle ding wol gemacht vnnd jnen als den tauben der- mausen jro or^n auirgckncuffeU hat. vgl. auih /.iikneuTHn. Anfkomnieni 1 ) aufsiehn, auferslehn, «r- empor, tu He höhehmmem: da kam ein newcr künig aulf in i^ypten. 2 Jfof. !• S ; da atiili alle die zu der zeit gelebt hatten zu jn-n velci ri vcrsamlet worden, kam nach jnen ein ander (jeticlileciil aufl'. rieht. 2.10; an banren gebracha in Israel bis das ich De^ tiora aafkam, 5, 7 ; ehe denn Zwingeis name .lufTkam. vom abendmal Christi. (1528). ciij*; nach dir wird ein ander königreicli aoffkommen. Dan, 2, 39; wenn sie {die kinder) anffkemen, das sie es auch jren kin- dern verkündigetcn. ps. 78. 6; jre süne ko- ui*'n piuW. «/);-. ;u, 28; jr saat sol nicht auff- komcii. //''^. S, 7. 2) vomiirankenlagerm(kommen, genesen : kompt er aulT, das er ausgebet an seinem Stahe, so sol der jn schlug vnscbttldig sein« 2 JI#o«. 21, 19. 3) ro« leren und hräuchen: so hat der Icufel das vorteil, «las keine lere nochtrawm so vngescbickl kau aulTkouien, erfindelschu- ler daitt. dat diete worl QuitU moeh fett stehen. (1527). bj*; ist ein aller hrauch ge- wesen vilicirht von Adam her aulT können. vber das erste buch Mose. (1527) iiij". tdum ehd. «fqttlhnan (Graff 4, 667). illtdei, alt last auflegen: wenn da et- was heiligen will von dem deinen oder ge- loben, so snitn CS aufnadon vnd !)ringcn an vor), das die zu Orla- inUnde yhn haben vuu Wuiembcrg gcfoddcrl. wiMer üe hyml. propheien. (1 525). Fiiij''. b}ftgMidi: vnd lasse sie jjr brot verdie- nen im .«.cbweis der nascn, wie Adams kiii- •li-tt) .«nfnjclrgl ist. von den jiiden vnd jren lugtH. (1043). fij*; da ist kein vrsache der wehelage gewesen, so gott den weibem zur stralT« aufl^elegl. wn Jhesu Christo. {\bZ3). Cj";al!- wns pntl aunio^'t isl besserlich vnd zutregli' li den i lirislcn. ein sennon von dem ablas: rnd gnade. (151&). Aij^; solch ge- bot bal der pap^^i vnsem kindelbetterin auch auir^degt. ftaiMpOSl. WiHemb. 1545. trtn- trrteit. CO"; so sn! mnn jn vmb ^'cld straffen. Wie Mi'l des wetbs man jm aull legt. 2 Mos. 21, 22; wenn jemand wider seinen nehcstcu sandigen wird» vnd wird jm ein eid aulTge- 1^ den er schweren sol. 2 ehron. r, 22. 2\ imjnttarf, schitid geben, zur last legen : QU iiab ich dpsen arlickcl uitt alszo gesetzt, das wi<1dcr den Turcken nit zu slreilteii scy, ^ ie da* belüge ketzermeclier der bapsl myr olbie auOScgt. grund vnd vnad^ aller ar- Ukel, ( 1 520). n üj^ ; dmmb lieber Ingener hab ich nit gesagt wie du mir aufllegist. auff des boclxs zu Ceyptzick anlicort. ( 1 52 i ). a iij'' : der autlrhur halben, die vns der meuchler aufll4^t vnd bOsKeh ortichtet, /en. 5, 307''. 3 ) sich anliegen, tieh auftehnmt empören : es wiidoii si( Ii (spricht er) wider jn auffliegen nicht enier oiler zwoen bawern oder geringe vnd lose Icule, sondern die ordeulichc gewall anff erden, der 110. fsalm'. (1539). dig**. Anflcgen, n. imposiiio : so ist der verstand dieses toxtcs kliir, das J.irobns aufliegen nicht das brubslilck ist. Jen. 3, 290''. AuflegUDg, f. dasselbe: das du erweckest die gäbe gultes, die in dir isl, durrbdieaulT- legung meiner hende. 2 Tim* \, 6; aulOe- gung der strafl" map wol yemand bessern. grund vnd trsacli. (1520). iiiij'; aus dem allen sol erfunden werden, das mir mit bil- ligkeil von ntemands einige aufflcgung (be- schutdigung) geschehen sol. Jen. I,2t0 bcj Grimm. Anflcbnen, sich, sich entgegensetzen, em- pören: bis so lang, das mein herz sich als ein steinern ufer wider i^fi wellen «uflehni. i» HV»e br. 2. 107; der hcrr wird deine feinde, die sich wider dich .nifflehnon für dir schla- gen. 5 Mos. 28, 7 ; die künige im lande leh- nen sich anlTvnd die herni ratschlagen mit einander wider den herm vnd seinen ge- salbten, ps. 2, 2; Absalom der sieh wider seinen vnter F)3uid aiifflehnct , crhieng zu letzt an einer eiclieii. vnterricht der visila- lom, fl538). DjV — vgl. lehnen. AnflesfB, (vom 6oden) einzeln sammelnd aufnehmen : wie nun steine and' lie.sel vnd aus dent garten wirH). üei prophet Sacharja. (1528). Ggiij'; leset steine aull*. 1 Mos. 1, 46; also auch soltn deinen weinbei^ nicht genavv lesen, noch die abgefallen beer au IT lesen 3 Mos. 19, 10; las mich aulfs feld gehen vnd ehern aufDesen. Ruth 2, 2; da las der knabe Jonathan diepfeilcauff. 15ain. 20» 3S; sihe da war eine widwen vnd las lioUz auff. 1 kön. 17. 10; ich hab ein holtz oder zwry ntiflgelesen. 17, 12; das wir die liUudleiu scm müchtcu, so die brosamlen auin«ien, die von der herm tische fallen, von- den eoneiUJe vnd kirehen, (1539). Jij*. JMkgtm, «. auflagen. AUFLOSEA' 136 AUFMUTZEN AifliM fauOonen), toivtre, mh4. Afloe- sen iParx. 511, 30). \) sinnlich: vttH l^aMe werdet jr eine eselia finiicii arigebuiidcti, vnd ein füllen bei jr, lOsel .sie auiT vnil TUrct sie zu mir. Matth. 21« 2 ; des ich nichl weril bin, tUs ich seine »sc. Jnh. 1, 28; vnd 1»")- scten die ruderhaiKl aiill". aposl. gesch. 27, 40; kaostu die bände der sieben Sterne zu- samen binden? oder das band des Orion aufl> lösen? fliod 33, 31. 2) biUUkh: sie versiebet sich atiflT ver- deckte worl viul weis ilie rclzel auirzuliiscn. ireish. 8, 8; jr soll nicht Wehnen, das ich kuiiitiu liin, das gesetz oder die prophclen auflsulttsen, sondern zu erltUlen. Matth, 5, 1 7 ; aus diesem verstand hat man die frage leiclitlich aufligelosel. deudsdi aUechifmus. (1529). Dj\ Anflösuttf, lod: üie zeit meyncr auü- losung ist furhandcn. 2 Tim. 4, 6 nach der entern mug, det n. IMI. v.J. 1522; tpätert mugg. habei^: die zeit meines absebeidens. Anlligcn, Luth. aydiegen, aiinon^r>t, .-iiif- loiiL'cl, liifjenhaftaußürden: rhi lichtest eync Ircuibde lere ynn vns an, die du vns aufl- iegest vnd aufneugcsi, vnd Bichl vnser isL 4as ander leil widder d. /»i/mf. propheten. (152.')!. Niij''; der aiiHViir hallten, ilio vii< iiK ucliel auir If'Mgel vnd liiislich orlii'lilel. tridder den mewhler zu Üresen. er haiio seyn bilde zu seynen ehren auffgcniüiiizt. u idder die hyml, jiropftelen. (1 525). Dj^ Aufmutzen, em heute selten gewordenes, bei Luth. aber, frie im 1 '» jh. ühfrhn'ipt. häufig gebraurhlrs wori, dessen ttrsprung- liche bedeiUuug „reines JUlAsebst «waMets geben, aufputsen", scbmilelEeii ist (in dem zu Basel 1523 nachgedruckten n. test. wird schmneken als ein unbekanntes wort durch zieren und aufmutzen cr&iärl, bei Das yp. Qv iij" : uiangonizo, ich ziere, schmucke, muts auff* zu dem kauff). aus welcher die abffe* zofiene hedeulung des hcrvorhcbens, prfiseiis. heramstreichens htrrorgieug : da wai-l er Izornig vnd kuudc nicht Icydeu, lius ich f^ov- ner kreyen die pfawen feddem anaznipfft, darcyn er sie geschmOckl hatte vnnd Air vicarius Christi aufTgemutzt. onlwort deutsch. ( 1 522). Aiiii**; sihc also kan s. Paulus dca hcrrn Christum predigen, picisseo vnd auff- mulzen* das 15. eap. der ersten ep. s. P««i|f an die CoWttlber. (1534). Sij^; aber weil . j . I y GoOgl ALFNAGEN 137 AUF.NESTELX \ber vnd vor diesem allen hai er diesen dienst (göltet xcort hören) «njitlt^rlicli pppreispt vnd auflgemulzet. summa den chrisll. iebens. (1533). Aiij*; aber also hat man golles ge- pol nicht mfisten auffinulzeBp sondern Ugen lassen oder vberhin rausschcn. deudsch ea> tefhimus. {1529). Eiij**; menschliche wris- biil ttffk nichts von dem, so man niclil nul prachügen, hocfalrabenden Worten furgibi ^nd auITmutiet. das 17. eap. 9. Johannis. (15301. Aiij"; darunih mm Lomoi h freilich eine grosse hosslieil an ylim ljoj.'aiig<'ii haben, wed es die schnlil so hoch audinulzcl für aadem. vfter dat erst« hwsh Mose. (1 527). Rij'; wie kOmptS aber, das du dein leiden so brich aiiflfTiiil7»' nehmen nach hebreischer weysze. a«asl.der ep. vnd euang. vom christag etc. (1522). Nnij**; in allen leiden vnd anfechtung sol der mensch m aller ersten zu gott lauffen vnd erkennen vnd aothemeo, das alles von gott sogesdiickt werde. Jen. i, 15*; 3» IK. Aufnesteln, solvere oderccmslringere Ugu- las: wo da? ni'lii helffcnwoll, sowoltichdio hosen auff ne:>luhi vnd vber hin springen, das mir die rieben sollen krachen, das di^e worl Christi noch feststehen. ( 1 52 7 ) . c j^*. absiraet für aufdecken, enthlUlen steht das tcort in folgender sieliei d. Carlstad wirds ihun, der 18 Digitized by Google AITPFEIFEH 138 AUFBECHT wevs den ba|i>t vorhl ntifT zti ncslolln. das ander teyi icidder die hyml. prophelen. (I525j. Liy\ von Destel* Wnde, WeM«» mM. neslet (Ben. 1. :nO). ahd» nctlik, neslilo (Gruff 2, 1 1 rfi stellen aus Luth. angeführt, doch begegnet das wort nicht bei ihm ausschiiesslich, auch J. Jonas ftedM Hd^ deudben: wie sie es auffraffeln azo musz eynartickel des glaubens sein, von den gnjstlichen vnd hloster gelubden. Wit- temb. 1522. Kiiij'* {Versetzung der tat. 9ehrift Lutiiers: de voiis monasticis. 1521). ivfriffei, hoittg (grSuwe poHhnen xu- «ammei^Mseild) m^ehmen. I) eigentlich: vnd ein reiner man sol die asschen von der kuc auflraffcD» vnd ;>ie schulten ausser dem bger an eine reine stt^ic. } Mo.<. 10. 9: vnd meiue hiitiU hat funtleii die vükiier, wie em Vogelnest, das ich habe alle land zusamen geraflt, wie man eyer auffraJR« die verfassen sind. Je». 10, 14; da wird man eiscft uilf- raflen als ein raiil», wie man die hewscliri>cken auffraiU. 33. 4. aufralleu — wegraffen: der gerechte kompl vmb vnd niemand Jsl, der en zu hertzen ocuie, vnd heilige leuie werden auff- gerain vnd niemand achtel dratifT. Jes.^l, 1. 2) bilflfirh: man soll der lerer wurl nidit so vuiie die hü- ben vnd altar aus ganlzeni Juda, Uenjamin, Ephraim vnd Manasse, bis sie sie gar aulTreu- meten. 2 cAron. 31,1; meine seit ist dahin vnd von mir anffgereumet, wie eins birten hatte. Jes. 38, 12 ; machet ban, machet ban. reumet die steine auff, 62, 1 0. — b) mit acc. der person: weichet vnd ziehet er ab von den Amalekitem, das ich euch nicht mit jm auff- renme.. 1 Sam. 1 5, G ; hie mit wirstn die Syrer stossen I)is ilii sie anfTicumcst. 1 kön. 12, II; vnil wenn ich büse lliiere »n das land bringen wurde, die die letite auffrcu» meten. Ezedi. 14, 15; {die Juden) rtteteten sich starck vnd wollen beide chnsten vnd rümcr aii^ der weit aunVeumen. von. dem jüden vnd jren iugeit. ( 1 5 13). Xiij\ mhd. ür i äiuen (ü^e». 2. 792). AnfKcb«, mhd. Arrebt(ffen. 2, 618), oM. tüfrebi {Graffl, 405), in die höhe gerichtet z ida.'i herz) so steifF, aufTrecht vnd hart wird wider alle anfeelilinig, leuflel, tod >'nd wie es heisseu mag, das es trötzlich vnd hoch— mttliglicb alles verachtet vnd spottet, was zweiueln, zagen, bOsc vnd zornig sein wll. ton den letzten Worten Dauidi, (1543J. Bij'*. — vgl. aufnchl. üiyilizcü L m AUFBICHTEN llAfcftei, empomekm, emporslrecken, cufrichtt',, , i) von kani tmä pkgtr: recke fleinc linn.l .nin-oii lilniol (ndd.hibel: strecke dync hindt up na dein licmmrl». 2 Mos. 9. 22; die pricsler aber reckten jre hende auff {CO bimd Tndrieflen den an. der alltieil vn> ser voick beschnut hat. 2 JTae«. 14, 34; licnde auOrecken zu gntt bodoiit gebet zu golLJen. 1,41"; 3, 29''; darmiih mnstc JdiaBiies komen mit dem eusserlichen wort «dfrgeietigois vnd seine fingerauflHcken vnd »««B, da gehet er. Eisl 2. 4 1 0». 2) ron thieren, die sirh aufrichten: wie ein aullgcreckler lewe jagesfu midi (ndd. We/: geljck alse cyn v^gericblel loiiwe va- IMIiiBiy). aUiib 10, 16, 3^ vom attfgeriehtt tcn herscherslab und panin: eim-n auflgcrecklen stecken, drn ein nelUer in der band hat» wenn er sitzet zu S^te* VOM Ifen Jüdm tnd jren lügen. (I543|. Kij^; er (ier apasM Pauiut) redet nach frcmeinor weise von der saclien mit solchen worhni, die man pflf»pt zn liratirhen, WeuD man saget vndriiümct von cuiejugros- prerbtigen beerzug eines gewaltigen, roechiigen köiiiys oiler keisers. der »i fehle zenrht milauffgercckicm panier. Jen. 2, 520''. mAd. ürrerkfn ilien. 2, 590. 59!>. yani und gar Ulyen, veniirh- ten: da wirst die Syrer scblaben tu Aplick bis sie auffgerieben sind. 2 kSn, 18, 17; x«f"hfi?:c mu-h herr, doch mit masse. vnd flfchi in deinem grim, aulT das du mich nicht «effrcibest. Jer. 10, 24; ich wil sie mit arhwcrt. hnnger vad pesülenlx aoflVdben. n, 12; wenn raans wil rechnen, so hat er (der (nd) die well schon fast annVorit ltcn. 15. cap. der ersten ep. s. PauU an die ^M*iÄ«r. (1534). Oij«; ich hah jr souiel gewiirgei Tnd gefressen (sprichl der tod vnd t^'iir*']) nu ffist sechs lausenl jar, ja vielUU- *''nl otU in einem Inp anfr;,'rriliün , was ist von denn vmb einen menschen? das 16. . f. JohannU. (1538). Eeij''; da wir *f hcn werden , wie er den tod so gar aull^ reiben wird. Jen. G, 2r)S\ iafreisieni I i mit gemiU (durch einen öffnen: icii habs bisher wol crrarcn, , ^0 ich den teoffel ein maul stoplle, da reis- **t er sehen meuler zur selten aufl*. von der widdertauffe. (1528). Aij»; wer hadder an- fehet, ist gleich als der dem waaser den ihau auflreisst. spr. 17, 14; wo eneh der teoffel ellwa eine s( h . ii oder fenster ausstosse, Ibur oder d.irli aiill' reisso. irider die Anti» nomer. (I539j. Cij"; das heuthu au seinem schwentslin surOck anflreissen. tmienß^ den vndjrtn lügen. (1543). DiiJ«. 2) SU gründe richten, remirhten : was ist die pestilentz anders denn ein fewr, das nicht holtz vnd slro , sondern leib vnd leben auff- reissei. ob man fkrdmitmbMfiMttnmiige» (1527). Cij\ Anfrirht, tcas aufgericht, «Ineenit, oAn« falsch : dazu emes crbarn lebens vnd trewen aullrifhlcn herlzcDs. Jen. 8, 11''. gewöhn- li^er ist tehm ftelZnA. aufrichtig/ wekhes man sehe. Aufrichten, mhd. üf rihteu (Ben. 2, 636)» ahd. '}U '.h[im (G raff 2. -ilS) . in die höhe, empor ridUen, tirridilen , in tielfmiter an- wei^ung. das part, geteöhnlich aufgericht statt aufgerichtet. 1) vnd er trat su jr vnd richtet sie aufl; Marc. 1, 31; er aber pnb jr dio band vnd Helltet sie auff. apost. gesch. 9, 11 ; du herr j bist der Schild für mich vnd der mich zu eh- ren setset vnd mein heubl auflHchtet. p«. 3, 4 ; silie deine feiiulc loben vnd die dich has* son richten den kopff aulT. S3, 3; vnd gehen mit aungcriclitem halse. Jes. 3, 16. 2) mache dir eine eherne schlänge vnd richte sie'anm «eichen auf. 4 Mos. 2\, S; vnd jro ward angesagt, das Sau! gen Carmel knmen wore vnd bette jm ein siegzeichen T!iirt,M'ri chet diesen tempel ab vnd am dritten tage wil idi jn auffrichton. Joh. 2, 19; verflucht sey der man für dem hcrru, der diese stad Jeriho aufflricblet vnd bawet. Jas. 6. 26; das man die stad Sihon bawe vnd anffiichte. 4 Mos. 21, 27. 5) aber zur zeit solcher künigreir hp, wird golt von himel ein küuigrcich autlrichlcn, das nimer mehr tuslSrel wird. Dan, 2, 44 ; herr wirst du auiT diese seit wider aullrich- ten das rei( Ii Israel? aposl. gesch. 1,G; dasz ohngcHihr um bcfchl komen sey, die zwpy stücke Widder auszurichten, nümlich das wettcrleuten vnd die aposleltage zu feyren. de Welte 5r. 3» 4<15 ; golt behüte ja gnädi- glicli c. f. £r. . . . für den) iitirnth, dasz o. f. g. sülllcti die winkt'iinessen lassen wieder aufrichten. 4, 307; so gar vleyssig hall Christus farkummen vnd geweeret* das nie- manl menschen gcsctz auffrichti t yn .^cyner kirrlion. auff das vbirchrüüieh buch boeks iiOT«erJ. (1521). Dij»». 6) aber mit dir wil ich einen liund aulT- richtcn. 1 Ifos. 6* 18; vnd der kdnig schi- cket zu jnen, einen frieden mit jnoii aiilT zu- richten. 1 Macc. G, GO: zu oinom i'cdcchl- nis des auflgenchtcn fricdpos xiui bunds. S, 22 ; der vertrag, so in neulichkeit aulgttich- tat. df Welle br, 5, 796. 7 ) aufrichten —, rrmuthigen, (rfhtnt : vnd küm|)t in solch angst vnd za^'Li), das jn nic- niaud trOslcu noch aulTrichlcn kau. «u-o j>re- digt au/t der khtietlauffe. (1540). Mj' ; so wird dein hcrtz gewis zu frieden gestellel, aiin'gt'richl vnd gclrnstct. efteiid. Jij'" ; silio. was koslets, ein blOdc erschrocken ImmIz «uibnrichten vnd cu trösten, der prophei Sßekafja, (1528). Yiij*'; es gleubt kein mensch was Ihr mUhe data gehöret, das man ehi vertagt b1(h1c gewissen widderumbtrOsle vnd auflnililo. ebend. Tiij''. S ) sicli aiiHVu lit(M) : da er sulchs mit mir redet, riclilel idi mich auff. Dan. lO, II; Jhcsius bücket sich nider vud sclireib mit den Gngem auff die erden, als sie nu anhielten jn zu fragen, richtet er sich auff. Joh. S, 6. 7 ; vnd nu'ine ^arlic richtet sich auff vnd sluiid. l 3!us. 37, 7. Aufricbleu, der inf. des vorigen sub- Hanimidt: so mus es zugehen ym reich Christi, das {da$x) da eytcl auflrichten. yiner sich bessern vnd bessern, vber das er»ie buch Mose. (1527). viiy\ Aufrichtig, bei iMth, noeft, me mh4. tkW rihtic (Ben. % 630). 1) gerade in die höhe gerichtet, aufrecht: siebe auflrichlig anfr deine fUssc. apost. gesch. 14, 10: al^^n bald ward sie auQridilig. Luc. 13. 13 nach der sept. ausg. det n. tesU v.j. 1522, später: also bablc richtet sie sich aulf. 2) geradsinnig, ohne falsrh: anfPrit lili^^ odder rccti bcissen cigcnlhch die, so nicht iieuchcln, sondern ihun, was reciii ist, keine person, gunsl. gelt. ehre, noch icbtiges an* gesehen, der III. psalm. ( 1 530). Bij'' ; das worl aber, jasar(— w'), das man zu laiin, cquilas, recliludo vnd iciizudeudschaulfrich- lig heisse. ist so viel, das ein Christ nicht aus gunst, noch vmb lohn, noch vmb einiger person ansehen willen guls Ihut, sondmi aus Trevom, reinen, ri liii^cn, einfeltigem herlzcn. ebend. Giij''; du konipsl nicht er ein jr land ein sunemen vmb deiner gerech- tigkeit vnd deines auflHchligen hertzens wil* len. f) 9, "; darilmb zwingt die histori, das Altrani j^ar einen hohen nufTrichligen geisl ynn dem gehabt habe, gar nicht seinen nutz gesucht, sondern alleine seines uehisten* Hfber das erste buch Mose. (1527). miUj**; golt hilOt den aullrichtigcn von hertzcn vnd nicht den falschhorlrifjon. von heieUichem vnd yejilolen brie/fen. (Iä29j. Fij''. AiMchtig^ ade. rede, eineere, eandidet iih'e liebe) thut niemand koyn buh«nisluck odder lieyndiclien liilsen tiick vnd hini!- rli -^i, sundern itaiidcil redlich vnd auflrichlig viiicr äugen, ausl. der ep. vnd euang. vom heil., dreykSnige fesi ele, (1525). hy*; vnd gilt hie nicht heuehelns vnd meuchelns, sondern. Google AUFfilCUTlGKEil 141 AUFRUHR mi» redlieb vnd auflrichlig gehandelt sein. muk§. ier itp. mti enang. von off«ni He. (!r.m. Eftvj'-. Aifriebti^krit, sinceritas , lauterkeit, «infälUgkeit : auflrichtigkcit isl dir angenem >'. 10, 9j. von B. Uennco ynn Diedmar ver- fehlt in den meisien tcörterbüchern, auch bfi Grimiu, dorb nirh( bfi D enzler. Alfritt, m. narh G rim m irfft. 1,712 fi- S^nUich besuch zu pfcrä, zumal der fünlen wH Aerm nüt «Arem ge folg im MoHer, dann besuch überhat^ Lulh. tehHnt e» jedoch n^efirims'nnp von Herberge, ort, iro man torreiten und absteigen kann, gebraucht zu Aotfli; dieser (der sein gemahl muthtciUig ctriiwf) treibt seinen laoler nulwillen mit der ehe, holt auch sein weib vnd kind nirlii il;iriif iiriK f r « Im Ik Ii Iipy jn woncn vnd blei- i>cü solle, äuiulero das er einen gewissen «chem anliritt wisse, wenns jn gelüste wid- dflmdunBcn. da$ 5. 6, vnd 7. cop. «. Mal- ihn. M532). Xij*. Aufrack, rn. was aufgerückt wird , ror- ' auch jrc kinder wUrdcus {der mutier *i^mide] etneo ewigen anOhiek heben müs- scii. lischr. 326". später veraUend, Aufrürkrn, einem aiirnlrkcn, vnrrückfn, roncetfen: es heis^t liclio aus riMiiorii licr- lien vnd guten gewissen, das Jn niemand Mhehen nocb etwis bOses seihen vnd aull- rucken \i.iü.summade$chnsil. IclmsJ 1 533). Dj"*; wo ilio lirrrn so wo] gcstralfl werden ila di'r iHifel vnd der j*ofd so wol als die berrn (wie die {»ropiielen lliunj da kan kcins den andern etwas auIVHtcken. der S2.psalm. (1530). Cij*; so wirslu sehen, wie er wird sack vnd i^pW aiifT bindon vnd lifrlitcr lohe brennen, schellen, riciiU n, andrücken, das »Aone eonfUemini^il 530j. Oij'> ; es wundert mich, das du dich nicht achemist in dein herlz, das du mir aulfruckist, wie ich wolt ?ern kein beitpl ordcn sein, ron den-neioen Eckuchen bullen vnd lügen. (1520). AHf; iUcke dem nicht «uff seine sOnde» der sich ^«sert Sfr. 7 ; er {der narr) gibt wenig vnd rttckel einem viel auff. 20, 15. doch »ehtiesxt aullrttcken nacht immer einen «or- wurf ein, oft ist erhluszes vorhalten: sie können rech! wuelen (sehe ich wol) wenn sie recht Iroiieu werden , lÜe sonst yderman gediih, silttcfceit vnd senfile leren vnd auiT- rücken, auff det kSidg» MuEnff^ndleiier- schlifft. ri527). Äiiij''; rücke yhm also sein wori aiill. vber das erste buch Mose. {Ib21}. Xmj'' ; so uympt er (der ßr Sodom fürlnlte einlegende Ahraham) nti zum ersten fnrsich goites gute aiifls hertiste, sagt nicht, das sie nicht gesundigel haben, sondern nifTel seinen n.imen an, rttckt yliin seine ehre auff. ebend. s lij''. sehm ahd. (kfirucchan gegeni^er dem ni- derrucchan (Graff 2» 434), mh± ftf rucken {Ben. 2, 781). Anfrnhr (aufrur), lumullus, auistand. em- pörung, ist bei Lulh., wie überhaupt in der Siteren epraehe (meU mhd, die rnor, ahd, die hruora, bewegung) , meist f.: die anfTrur stinckl jn zum hnUv heraus, ein brieff an die SU Franckjorl am Mein. (1533). Ej*; da die aulfimr anfieng. einsendbrieff vondem harten büehtein* (1525). cj'': ich nnis der aiillrur schuht tragen, vom krieg widder die türcken. (1529). Aij"; es frci.üf . . . zum krieg odder zur auflrur. wamunge an s. l. deudsehen. (1531). Aiiij'; isu nicht so auch gangen itzt ynn der nchislen attHhirT der priiph. llahacuc. { \ 526). k iij ' ; diejlznml n\%o s( Ii. II reu, poclicn vnd trotzen, die waren jnn der heurischen auürur so verzagt, das sie nicht wüsten, wo sie solten bleiben, einter» mon vom creutz. Bj". eh'-nso in der bibi'ltibfrst'izHng: da aber die auttrur gros ward, apont. gesch, 23, 10; da es nu also bestellet war, richteten die Tarscr vnd Mal- loter eine auffrhur an. 2 Jisec. 4, 30; wel- clirT wnr Mv.h rinn- aulrhnr» die in derstad gesi liai li, viid vinb eines mords willen ins gervngnis gcworflen. Ltic. 23, 19; vnd kamen vuib iu der aullriiar Kote, br» Jod, 1 1. doch begegnet neben mehreren etelten^ in denen da» genus unentschieden ist, auch enl«eftie» denes m. : da aber der aulTriihr gros ward. aposl. gesch. 23, 10 in den ersten ausgg. de» n. da machte sichderkttnig eilends «uir, das er den anlTrhor ttillete. 2 Jtfacc. j y Google AUFRCURER 142 ALFSATZ 4, 3t ; vmbs aolTrhurt vnd mords willen. Imc. 23, 25 ; vns kein schuM noch vrsacli %veder kriegs nocli aufTnirs mag aiilTfTf^lcfrl werden, itamunge an s. l. deudschen. { 1531) Aiiij' ; jiin solcticm bepsUschen vnd pfeffis- tchen auflhir. eheni. Bj"*, die im auffirbar einen niord begangen hnlleii. Marc. 15» 7. — dem f. entspricht der pl. die aulTruhrcn : in scliiegcn, in gefengnissen, in auflrhuren. 2 Cor. 6, 5; in den ersten ausgg. de$ n. fetl. mit aufirubren. AnfkvhMTf m. rebellaior , empörer: der hoisst ein aulTrdrcr, tler die oherkeil vnd rcchl nichl leiden wil. tcarnunge an $. L deudtehen. (1531). Biiij ; liierans k«n man nu wolveralehen, wasjrlleinUenvndHeiniz- linge niachel, wenn jr vns auffrliurer sdn l- tPl, lins wir nirht mit rnrli Aom kciserlirlion ediclen gehorchen, widerllam tVorH.^ I 54 1 >• Kij"; nacli d«n mir etliche anffrarer mein erbkdnigreich genoroen haben. 1 Maec. 15, Aufruhrii;, seditiosus, rebelli!?, ein in der Schriftsprache ungebräuchlich gewordenes adj.: die auflrhttrige vnd bOse stad. JEmi 4, 12 {noch im 16. jh. in aurrUhrisch ge- ändert); vbpr eynen ofTenlliclirn .lufTrtiripfti (Jen. 3, 121)'' setzt auHrhurischen) isl ein iglicher menscb beydeoberrichlervnd scharflT- richter* «mvmmge mm finde ovffdiexwelff artiekdder bawrtchtifft, ( 1 525.verm, autg.). Eiiij^ Aufrüikriack^ was aufruhrig: das pllcgl man aulTrharisch lu heisaen, wenn man die herrn mit goUes wort slraflct vnd lesscl sie nicht frey ibun, was sie wollen. Jon. 3, 253'*; gl«Mrli wio sie mich nii niillViinsili schelten, vom kriege widder die Turcken. (1529). Aiij*'; isla nicht anfrflbriscb, dascdie pFarren wollen selbst prarrcr wühlen vnd enlwithlen. de Welle br. 6, 60 ; man l.in d'i rlt'in land einernlesl, solln es nicht au Jen enden vmbhcrahschncitcn, auch ntdil allea gnaw auffsamlen. 3 Mo», 19, 9. vgl. aammeln. Anfsati, m. mhd. ftf$ats (San. 2*, 343. 344), gebraucht Luth. 1) ßr naQfidoati, traditio, statuium, »aUungt geb^: zu dem so ist dieser artikel nicht eine lere odcrauirsatz-iusscrdcrschrillt von menschen crlichfct. Jen. 5, 490"; da<> war ein vbeijjeltol vnd aullsalz, da mit vns goll vber seine gebot beschweret vnd braud- schetzet die Meine tmtwoH. (1533). EHij* ; lesen wir doch , das die aposlel haben der kirchen anffselte vnd gebot gegeben vbcrdie, so SIC von Christo empfangen hatten. Jen. h, 563* ; alles was .sie leben oder ihun« isl allea mit rabinischen vnOetigen anilietseii vnd misglauben beschmcisst. von den jüden rnd jrt'fi /»gren. (1543). biij*; wanimli v!><»r" ircllen deine jünger der ehesten aulFselze? Matth. 15,2; vnd bebt auir guiics wort durch ewer aulbetze, die jr attfl||;eaet«t habt* Marc. 7» 13. Digitizr AUFSCHABREN 143 AlFSCillB 3) Mfioge, «dUftom;: ich habgohöri wie im «. f. g. nach abgan^ disses aolbttzes wolle eyne andfrf r^fV/ icohl scliül/.nng zu ertfänien) vijiul vUlcichl schwerer auüscUcn. ongimlbnef im fVeim. ges. arcMv.N. 108. 41 (4» Wetle ftr. t, 7S) ; sondern hat aolT sie gelegt stewrgell, bawgell, hie geschelzl vnJ ilt geschelzl mit mancherley aiifTsctzoii. Jen. 3, 073""; vinh meiner tyranney, j^t-ilz vml lolbatz« willen, ebend. ; durcli aulfseU vml wdgen gewonnen. 3. 27 5». Grimm, tpift. \, HS legt in den beiden zuleVU anijefähr- len tMlen aii^ ih- dir h^dtuUmg von in^iitUae «Itter, was jedoch dem smammenhang nicht mspritkL 3) tmfydd, ximeH: wenn dein Imitier darbet, so leihe jra ori anJEtaUc. Jen. 1,62"; der {di^'Ue grad) ist. das wir wüli^' vml gerne Uiheo oder borgen sollen ou allen auCDsau vod aase. 1, 196'. lllb^iireB, durch icharre» hervarbrin- gen: wird man die amniern widder aufT scharren vml vil drcyn blasen, so nitlgen sie gewarlen wem die funcken jnn die äugen ■tieba wttden. Im^, in der vorr. tu der tdur^ Ballh. Raida's: mdder daslesli r md lügen büäMn J^cole Pht^, fVittemb. 1533, iifaciieaclieu, scUtuchcnd aufjagen: da- her man die iaghunde ülcuber nennet, die diebaaea md wUd aulT scheuchen, vierirosl- UekepiaUnn. (1526). iafftrhieben, procratUnare, verschieben : die anflor '•erhs -.M raniont nitisz ich itzl niifT- ichtehtn. anlu ort diiuUch. (I522j. Kj ; «Iis wilich itit anflschiebcn. «in ttnältrieff ton iabndscben. (1530). Ciiij^; die hoclizcii lang iiiffzicben vnd auflschieben isisehr fclir- üch. iischr. 307^; {goH) schcubel noch den tro»i ymer aufl*. vber das erste buch Mose. (1527). Liiij* ; mit au&chieben ... den hulffe- ^g haben lassen gehen, d« Weile br, 3, 95. iiftcUfttei» empor, m die häkeielUe- 1 ^ schlank und schnell aufwachsen : er »cbeiKsi aufl" für jm wie ein reiss vnd w ie «■an wurtzel ans dnirem etdreich. Jm. 53.2. 2) aufiaud^en: als die noch nichl ver- «tocki vnd versnncben sind« sondern noch auffiichiesaen vnd schwimmen, vnd gerne zum vfcr wollen. Jen. 3, 164*. Aufschlagen, bei Lulh. noch aufscblahcn, mhd. üf slalieti, üf (Ben. 2 ', 372). 1) aufschlagen, ui die höhe scJtlagen, auf- rithHHt •rrfcAfen: da zoeh tsaac von dan- nen vnd schlug sein gezelt aulT im gründe Gerar. li/o«. 20 . 17; ^^n•nh alter halle seine hüllen aullgesciii.iiicti anfl ilcm bcrf^-e. 31, 25; wenn aber dds iieer zu iagern ist» sollen sie {die Leviten) die wonung auS> schlaben. 4 Mos. 1,51 ; das auch die Araber keine hüllen daseihs machen vnd die hirten keine hurlen da aulT schlaben. Jes. 13. 20 ; lesst jm ein solchen reichen jarmarckl ver- gebens auiTgesehlagen sein. Jen. l,530i^; vnd allenthalben klaftperbencklin »s.d.) auflschlegl. hau.fposl. Witlemb. fesltheil. 55^ 2 ) durch schlagen auf etwas befestigen : müssen eynem iglidien eyn hulTeysen auflT schlahen. ein predigt sieh jra hüten ßr fai' schi'u Propheten. ( l 525). Dj\ eine sprach- wörUiclie redensari «— memand ungetadelt lassen. 3) teuer anfschlagen, dwreh sehlagen an rinen stein hervorbrit^en : vnd nauienfewr- stein vnd srhbi^^pn fcwcr .itill. 2 Macc. 10, 3; Olli ^'ul j.'<'l)ol nii lil laug sein ... ist giiug, weiiii du ein slück oder ein iialbes banal hriegcn, daran dn in deinem horlxen ein fcwLrlin kaust auOschtalif ii. ien. 6, 336% Aufschi lesien , durch schlies^en öffnen: da nanien 5if> den Schlüssel utd schlössen auir (sc. die Ihür der sommerleube). rieht. 3, 25. Anfschrccken, aufjagen, aufspringen ma* chen: vnd würdi!>i ( iirilll einen rechten bisscholf, der da ist ein auffseher oder hfller vnd wechter. auf/. der ep. vnd euang. von ostem ete. (1544). Lv**; eigenilicli lioisst ein bisschrdf ein aulT- seher oder visitalor. tnterricht der rmto- torn, (153Sj. Ai]**; vnd Samuel war jr auff» seher. f Som. 19, 20: drey tiusent sechs- linndert auiTselier, die das volck tum dienst aiiliiellen. 2 ihron. IS. Attfseiu, hcttie wuhre zusammeusetzung^ sondern mit noch fülUüar loser parlikel, bei Luth. in folgendem ameendungen: 1) sich erheben, aufmachen, auf die beine machen: vnd alles volck war fruc aufl* zu yhm yin teinpel. Luc. 2 1 > 38 nach der ersten ausg. des n. lest.; web de- nen, die des morgens frae auff sind, des satillens sich zu vieissigen. Jes. 5, 1 1 ; iassl vns auir sein vnd pen Ht tli El ziehen. 1 Mos, 35, 3. sumal sich trhebent auf die beine mn^en xu kämpf «mI empörung: wolan, >so lassl vns auff sem vnd sotten wir bei nacht hin auH' ziehen vnd jre pallast ver- derben. Jer. G, 5 ; Bacehides war auff mit s«inem ganlzen beer. 1 Macc. 9, 63 ; wenn CS golt nicht geheissen bette, bette ers ny- uier mehr gethan, noch sich thüren vnler- slelicn auf! zu sein widder so merlitige k<"t- nigc. tber das vrate buch Mose.{lb21}. Ij*; niehls dc;»le weniger faren die im Brissgaw vnd in der graneschafft Tyrol jmer fort mit eiiipürung vnd auflrhur also vnd dern>assen» diis alles von Inssbriick an bis gen Trient rege vnd aiiif ist. Jen. 3, 160'; wenn goltes wort konipt, da ist alle well auff, da hebt sich toben vnd • tvQten an allen enden. b, 5 1^ 2j verzehrt sein: da alicr das fleisch nocl» viiler jreu zeeneu war, vnd che es auff wajr» da ergrimmet der som des berra. 4 Jfot* 1 1,33; vnd lies jm des lages ein leblin brol geben ans der beckergassen, bis Au^ alles limt in der stad auff war. ./er. 37, 21 ; Ju- dith anttcorleti ich iiah ein wenig ant mir genomen, danon wil ich essen, da sprach Holorerncs selb, wenn das auff ist, das da mit dir bracht hast, wo her sollen wir anders- schaffen? Jud, 12. 2. 3. Digitizer' AUFSETZEN 145 ADFSITZER .4if<»dff n, »fiV mhd. nf setzen (Bern, 2^, 351) m vielfachen bedeuutngen, 1) tüuiUeh, {dem kauple) baobe, heim. Iront, (4§r nai$) die brille , (iem Uuehter) dielampe aufsclzen: Judith setzet eine Hau- ben autT. Jud. 10, 3 J wenn sie die spende nadel l>as stecken odder die iiauben bas aiUl- Mtten kaiu «w«l. 4er «p. vni nuing, wm heil, drey kSrngefett etc. (1525). Jüj*; das hirotlin auösetzen. das 11. vnd 15. cap. s. Johannis. 0538». AAy'*; vnd er lies des kö- nigs son erfür komen vnd setzet jm eine kroB aoir. 21tSn, 1 1, 12; vndhflUle Ja nichts, ob er jro die keiser krön aufT setzt, wider Hans Worsl. (1541). Oiij"'; setzt die heim aaff. Jer. 46, 4 ; vnd wird das ernste gcricht entbelsen zum heim, weish. 5, 1 9 ; heysse Tim frßen anflkctsen, das er sehen Ininde. epittel t, Petti gepredigt. ( 1 523). Kj'' ; wenn da die laropen aufl^etzcst, st^ltn sie also se- tzen, das sie alle sieben fürwerls dem leucb- tcr scheinen. 4 Mos. 8, 2. 2) den köpf aufsetsen •» AarfnMk^« ei- gensinnig sein : weil hcrtzog Georg seinen top(T ;>»j(T-etzt. Jen. 4, 315"; da wir sollen den ko{>t| anfTsetzen vnd nicht hören noch folgen, eine predigt vom «erlomfii echaf. 0^33). Ciiij*'; noch setzet S.Thomas seinen IrjifT mir vnd wils nicht glcnbcn. ztco predigt auff der kindertauffe. (1540 ). Liij'", ebenso die humer aufsetzen : vnd setzten jren kiipd ynA bOreer aofl, wollen jren eigen messia haben, v.d.jüden vnd/ren fi|9m.(l 543). X^j*'. 3) aufs spiel setzen, einsetzen, wagen: denn wie wir gehört hnlifn, sind wir alle- •saiopl schuldig der gitU zn weren, wo mit ■an vennag, weil goit vns befolhen hat vn- sers Icibs also zn pflegen, das wir sein scho- T\fn \vA warfen, SO crvns nicht nol zuschickt, vnd widderumb auch den selbigen getrost wa- gen vnd auflselzen, wo es die not foddert. ob Ml fter 4. »ier^ /KeAen «^9«. ( 1 527). Cv^. 4) hslituerey einsetzen, anoriiun: es nHtost auch dem l),i[»'^t verboten werden, Wtht solcher orden aulizusclzca oder be- •tetigen. Jen. U 334''} nu hat gott im allen teslament den siehenden tag anagesondert "^d aoflgcftetzt zu feiern, deudsch catechis- "WM f \ 52!) ). Dj"* ; das mehrer teil menschen- iere vnd werck predigen, die sie selb erdacht vnnd auff gesetzt haben, das magnißcal icr- deutscht. (1521). ciiij*; die liehen heyligen zu gelt kotzen «offaelxenn. an den christ- Uehenadel. (1520). Jij-; ich hah gehört, wie dasz e. f. g. nach abgang diszes aulT- s.it/es wolle eyne andorp vnnd villeicht schwerer auflselzen. de Helte br, 1, 78» Mar itoe^ dmn «righuU. auÜMto 2. 5) steigern» wuchern im ättfMmimdhtt»-' del (vgl. aufsntz 3): viel doctores diese worl daliin ziehen, als helle der herr Chrislus drin geboten also zu leihen, das nieiuaod nichts aulKielzt oder gewinst dann sucht, sondern frey hin leihen soll. Jen. i, 196**^ w;i1(cn. von dm jüdm vnd Jren lügen. (1543* ',*!]''. Alls^BneBy sursuin eilender e: vnd zu ■ einem wehrd im meer darauJT man die fisch- gam aurünnel. £zec/i.26. 5 : von foGeddi zu En Kf^lnim wird man die fiscligarn aiiff- spannon. 47, 10. — mhd. spaoncn {Ben. 2\ 481;. . AiftfiNrmi, well amfOwn, Sffnen : glcych wie ein crwegcn chbrccherjn die äugen aufTsperret vnnd mit vollen angpn ymh sich wirlll. triderd. falsdi genanllengeystl. stand. (1522). BiiiJ''; wir jungen mttnchc sassen fnd sperreten maul vnd nasenanff. dhkMne mUwort. ( 1 r)33). Cj**; da er (der texi) nicht stehet, da f^lotzen sie, sperren maul vnd na- ^cn autt', vnd suchen solchen text. vom abend- iWuU ChrisU. (1528). Cij"; sie haben jren mnn^ anffgesperret wid«r mich. Hiob 16, ; f 0 ; alle die mich sehen, spotten mein, sper- .ren das maul anfT vnd schdttfln den koplT. p*. 22, 8 ; jren rächen sperren sie auil* wi- der mich, wie ein brttllender vnd reissender lewe. 22, 14; da niemand eine fedder regt, -oder den schnnbel aufTsperret, oder zisschel. Jes. 10, 14; o dis wore ein trefflich dins. -das gleissel vnd kan äugen auflsperrcn. Jen. '5t 1 53 ; vnd sperrt dem volcfc das manl auflT mit solchen fawlcn fratzen. tJon der beychl. (15?n Hj''; damit sie nichts thiin , denn sperren dem furwilrigen p(jl)el das m^n] nxilX. der prophei Sacharja. (1528). Auj\ das Mtfgpwrm dmr wfm, d$i «Mmiet kaMi «0- tcohl zeichen des spoUes alt der verwunde' rung tein. mhd. iit sperren (Ben. 2\ 4S7). Aufsprechen: e? ist, gotl lob vnd danck, des haiitl'polzeas zu Horn furcht vnd schew ein mal weniger worden, vnd wil das capitel si quis siutdenle nicht mehr die leute beaav- bern, diewelikan jtzt densegenaulTsprechen. Jen. 1, 513. offenbar s. r n. /i* n Zauber^ Spruch unkräftig machen, aulloscn, wofia- «onslaiidkdens^enauflhun. Ädeiung wtb. 1 , 483. SeAmeKer i9lft. I, 211. Aafsprlngen, mhd. M springen (Ben, 2*» 541), oAd. nfsprin^'<'n Graff^, 397). Ii in diehöhespi ihyt n : sprang auflT, kuad gehen vnd stehen, apnsi. geseh. 3, 8; vnd er sprang aulTvnd wandelte. 14, 10; sprin- get er für frcudcn aiifT. J^n. 5. 6S^'; I.ueas sagt, wie sich der herr erfrewet h.ili im geisle, das er gleich für frewden aull^e- sprangen ist* £isl. I« 401^ 2) wie aufhüpfen, mu dienH stehen : md spottet abermal des \\nri< Lotls, oh riirislus mUssc atifTspringen iimi) cyns siinckenden odems willen eyas Iruuckcn jjfaü'en. das an- der teyl lofdder d. hipnl. propheten. (1525). Oij**. hierher gehSrtauch einem aufspringen s sonst mdsst man einem jgltehen anfTsprin^ren. tischr. 260 , was Grimm tctb. 1, 743 er- klärl „einem :u ehre sich erheben.** ilftf iaici, eig, den epmnd Sffinen, dann fflPienllMbaiif f.- meinschretben wird wenig^ ncwes brin;_'Of!. on da< irh jm creflencke »lic nasen aulTzuspiiuden , die er so fest zuge- spundet hat, und nicht riechen wil, wie er slinckt auir das ers riedien mOsse. /«». 6» 384^ de Wette br. 5, 35, wo «nfsuspuB- d<'n und 7ti?('spundel. inf^tanbern, s, aorsteubcm. Alfstechen, dttroA flecken öffnen: wenn dyr eyn dorn dienet, das du ein schweer da- mit autTstechesl. auszleg. der ep. rnd eunn§» vom chrislag etc. { 1 522). iiij''. bildlich, an den tag bringen, offenbaren: ich will gerne alls Uinn alles leyden, das idi nur nit wey* (er anfTzcustechen vorursacht werde, origi^ nalbr. auf der bibl. zu Gotha cod. chari, 379. de Wefte br. 1.208; wie wol der hiv^r* geisl ein anders drin angesehen hat, daran jm mehr gelegen, dem an des bapsU getts^ AUF&T£CKfiN i4Z AÜFSTEUBEBK er bei es sonst leogcU selbs auflgestochen. Jen. U 519>. AllUcckiB» »teäten umf aheat: vod er slcckf des Nicanors kopff aufr. 2 Marc. 15. 35; kcrizcn aiinviooken. das 5. 6. vnd 7, cap. s.. Manhn f 1 532j. nnij*. Aufstehen^ mhä. ik{ sleo, AT sUa {Ben. &75. 576), ahd, Afst&i, ^stin wbm Of- siandiB (Gra/f 6, 594. 606). wnfaing* h€-^ grqnH hei Luth. noch der imp. stand auf : anfr Ins dicli »■HciulidMi llierusalcni. auil. der ep. vnd euang. von christag elc. (1522). Zziij*; da erscfaeyn (enehien) iid Hell diooiL Siuanna 39 ; das er ist hin gangen vad di« fidme gtnmneB eio siigeDder bdlt vud dl mit die llior aüfl gestOMW* von Jhesu Christo. (1533). Jiijv Aafstatligy swUUg, uneiM: {der teufel) macht, dM man i»d weih ollt mit einander «iilliUUiig WMdao, der lieb lergesaea, wer- den vber einander vngedüUig vnd mUsseo doch bey einaiulor Idciben. Jen. 5, 340''. Aift^;cB, an den tag bringen, offenba- ren: damit sein vnd seiBer verwaadloi ten- felisciien irthumb, gotledestening, verxwei- ucll sclialcklieil vnd boslieil nicht fur den Icuten onViiUicher aufl'geiagel vnd er zu der reformalion gedrungen werde. Jen. 6, 357''. AlflbttMl (aidllawen) , regelari, lique- ftefi. I) Hgentlich: oo kao ia nienuiDd sa- gen, das goU ein frwr mhtcr hitzc dazu ge- brauche, wie wir iliiin riiilssen, wenn wir etwas woUeu auüuvvcu lassen, der 147. jmaIri. (1532).Eij*; vom odetn golles konipt frosl vnd grosse wasser, wenn er aulTthawen lessf. Hiob 37, 10; er lessl seinen wind wehen, so thawcts aufT. ps. 147, 18. 2) bildlich: durch den geisl goltes er* weidit md anl^Uwet /«n. h, 470^; wir sind auflgclawcl von dein graw^amen frost der bepstlichen tyranney. ebend. Aifthaiii bei Luth. in zwei hauptbedeu- tmngen, wovon die du öffnen»» wie nM. iAeHtanptt bei weitem «orftemdkl. l ) da auflhun Sffnen in d. bibel wohl an sit'pihunderlmal begegnet, so genügt es hier nur aus ihr belege für die hauplsächlichtten anwendnngen aunnudtreiben: a) fOrdn» Öffnen von Ikmr, UUir, feneter: als sie Petrus stimme erkandle, thal sie das tiior nicht r^ifV für freuden. aposl. gesch. 12, 14; man sol die thor Jerusalem nicht ittllUiun, bii das die sonne heia werde. iVeft. 7, 3 ; niemand tlict die thttr der lenben aufl*. rieft f. 3, IT); Samnrl ihet die Ihtlr auff am hause des herrn. ! Sam. 3, 15; vnt! Üicten sich auir die Tenslcr des hiroels. 1 Mos. 1, 1 1 ; nach vierzig tagen thet Noah das feosler wS an dem kästen. 8, 6. ilatt die tbore der stad auAhuB keSeMt ee «neb die siad auff- thun: da that man jm alle tledteaiA IMacc. 11,2. auch kann der acc. ganz ausblet- ben: Ihu mir aufT hebe freundiD. Ao^elted 5, 2; da stund ich aulT, das ich meinem freunde aoAbet. 5, 5; Uoptirt an, so wird euch auffgelhan. MatUt, 7, 7. b) des niundcs ^drrlippen), um zureden'. darnach Ihet Ilioh sciueu mund auff vnd ver- flacht seinen tag. Hlob 3, 1 ; ah das gotl mit mir redet vnd thet seine Uppen auff. 1 1, 5 ; thu deinen mund aufT für die stummen. spr. 31,8; vnd er that seinen mund aulT, leret sie vnd sprach. Matth. 5, 2 ; da wil bdner das manl aullUiun oder (wie min sagt) der katae die schellen anbinden, das 1 4 . vnd 1 5. cap. s. Johannis. (1 53S). Ilh iiij**. oder um zu verschlingen: vcrOucht seistu auff der erden, die jr maul hat auffgelhan vod deines bruden Uut von demen benden empfangen. 1 Jfof. 4 11 ; vnd als er diese wnrt halte alle aus^^rrrlt, Turcis die erden vnler jnen, vnd ih^i jrcu uiuudaull^ vnd ver- schlang sie. 4 Mos. 16, 31. 32. c) äugen und obren aullhu»; wdchs tags jr da von esset, so werden cwre äugen aaff gethan. 1 Mos. 3, 5 ; darnach thet der knabe seine anj^en auH". 2 kön. 4, 35; wie «sind deine augeu aufTgethan? Joh. 9« 10; alsbald thaten sich seine obren auff. Mnre. 7. 35 ; die obren hastu mir aulTgethan. ps. 40. 7. d) die liändc auflhiin, zum geben offnen : wenn deiner brUder jrgend einer arm ist . . so soitu dein hertz nicht verherten, noch deine band zubalten gegen ddnem armen bruder, sondern soll sie jm auffthun, vnd jm leihen narh dem er mangelt. 5 Mos. 15. 7. 8; du ihust deine band aufl* vnd erfüllest alles, was lebet mit wolge&Uen. ps. 1 4 5, 1 6. e) das bm auftbun, «s für die wfkakme df's Wortes goltes erschlieszen : (Lydia) Ihat der herr das hertz auff, das sie ihvinO nrhi hatte, was von Paulo gcrodl ward, apo^l. gesch. 16, 14. ß die schrill auAhun ist sie auslegem: Paulus redet mit jnen aufT drey saliballien aus der schfilft, thet sie jin'» vnd Iriret-^ jnen für, das Christus muslc leiden \ud aull- enlehen von den todten. ajmtf.^ob. 17» 2. S. Digitized by Google AUFTAAGEN 149 AUFWACUIN |j eiD buch auRtiun» aufschlagen: vnd Em tfaet das buch luff Air dem ganUen volck . . . vnd da ers aulIUiet, stund alles vokk. Aeft. 8, 5 ; das gcricht ward gebalten \od die bachei- wurden auifgelhun. Dan. 7, 10; wer ist wirdig das buch aui&ulhun? «|SmI. /oA. 5y 2. h) hmA ekUge gmUdM heitpiele: als au im gantzen Ifinde Ihewrung war, \hci h^- s«ph alleiilhalbeu koniheiiser aull'. 1 Mos. 41, j6; da aber einer seinen sack auü\hel, dacrMinem uA futtcr gebe in der hei^ hnffif ward er gewar seines geldes, das oben im sack lag. 42, 27; vnd da sie es {iat käiüüdn) auüllhet, sähe sie das kind. 2 Mu. 2, 6 ; da Ihet sie auIT einen milchloplT «wlg*b ja sa trincken. riehu 4» 19; vnd IteteB jra schelie auff vnd sclieneklen jiu g<^d wovrancli vnd uiyrrlieii. Matth. 2, 11. 2) einigemal gebraucht Luüv. auflhuu «HCl Mii tinne vom anlbun, zufügen, berei- te», wafefte bedeuUmg je4enfaU* out der des auflegens, aufselzens oben auf etwas tnUprangen ist: vnd wollet vnsprm cnangc- bo, das, goti lob, jlzl widuruuib blühet, ja kern undire aiiflUinn dordi ewern abftll. Jen. 2, 132*; warttfflb thut er yhm die schände auff? vber das erste buch Mose. (1527). yiiij''; one das der loufol vud seine Rheder aus solchem fuucken gern ein gros km aolTblieaeo, vnd abo den feinden eine frtide, dem TUrcken ein gelechler, dem euangeliü eine aonderlicheachandeaiaflUielen. Jen. 8, 45\ AuIlhuD, miid. uf luou (Üen. 3, 14ij, er- acAemf suirtt in dm Winiberger ps. des 12 jh. {Graff 5, 315); oM. galt für ape- rire das mit untrennbarer partikel gebildete anlloan, inloan {Graff :> , 317. 3 IS), mhd. ealuon st. eutluon {Ben. 6, ilij, was nhd, «altinni toiileii vrittit, aber iängitetUnken ist. Aaftragen^ imponere, aufsetzen, 1) vom tragen der speisen auf den tisch: vud er ttag auff buller vnd milch vnd von dem kalbe, du er xoberttilel balle, vnd ntat» joen für. l Mos. IS, 8; vnd man trug jm besonders auiT, vnd jenen auch besonders. 43, 32; vnd da er wider heim kam, tües er jm Lroi aull- tc^gen. 2 S«m, 12, 20; vnd trug jren weiu auir. spr. 9,2; wo tier wirl reich, uiilde vnd koslfrey ist, gnug aufftragen leait vnd vmbsonst speiael. Aotiapoal. JAana. (1559). W. 279*. 2)goHe auiu i^cn^ opfern, zu eigengeben : wenig vnd guuu hoch geislhehe menschen mflaacta das aein, di« in ehre vnd lob bloa gelassen vnd gleicb bleiben, das sie sieh der- selben nicht anncmen, pnt ldncken vnd ge- Tallen darinnen liaben, :»oudcrn gauiz frcy vnd ledig bleiben, alle jre ehre vnd namen gutt zu rechnen, jm allein aulltragen. Jen. 1, 264. analoge beisp. aus Peiffer myst. bei Ben. 3, 72. vgl, auch S c hmeller wtb. 1, 4S2. Anflrdben^ 1) aufjagen: triebe uian sie (eine «au) auff, soll sie wol krochtzeu. von den >84lM vnd fren iügem. (1543). küij\ 2) ausfindig madien, herbeischaffen: wer sichynn gottfrewenvnd lindigHch leben %vill, dem wirt der teuffd eyn creulz autftreyben, das er yhn von der meynung jage vnd weifde seyn faerta vmb. «aiuieg, d» ap. vnd enang. des aduenls. (1522). AAj\ 3) abstract: alle die solchen glauben nicht Ijaben, sondern vermessen sich die mess als ein oplfer auff zu Ireifaen, vnd jr ampt gott furtragcn, das suid olgdlzen. Jen. \, 315*. Auftreten; eigentlich emportreten, woraus die bedeutung des hervortretens aich leicht entwickelte: vnd alle seine söne vnd USchler Iralen auff, das sie jn IrOslen. 1 Jfo*. 37» 35 ; aber am letzten tage . . . trat Jhesus auff, neff vnd sprach. Joh. 1,1 \ da trat Pe- trus auff mit den eflffen, hub aiiH" seine stiuiuie vud i'edcte zu jneu. apost. gesch. 2, 14; wenn elwa ein sebuster woll in der kirchcn aufftreten vnd die leute straffen, das sie nicht alle suklie schulic tnlf^-eM, die er gemacht, ausl. der ep. vndeuang.vonostem etc. (1544J. niUj'*; die königin von mittag wird auArelen am jungatan gertchte mit diesem gcsclilecht vnd wird es verdammen« Matth. 12, 42; es soI kein cinzeler zeuge wider jemand aufflrelen. 5 Mos. 19» 15; der herr ist auilgetrelleu die vdlcker aurlcb- len. J«t. Z, 13; jr seid aufflrelen an ewr veter sUt. 4 Mos. 32, 14. Anfwachen, erwachen, ]) von schlaf und lod: da nu Jacob vuu scmem schlaff auff- fwachle. 1 Jfoa. 28» 16; (5iawon) wacbel oiy ii^uo uy Google 150 •uiT von seinem scbbff. ridU, 1 6. 1 4 ; wache «ttfl; der du scMefftsl. ^he$, 5, 14 ; vnd viele« so vnler der erden schlaffen ligen wer- den auffwacheii. Dan. 12, 2; der kuabe ist nicht auffgewachl. 2 kön. 4, 31. iyhiUUek: wach auff meine ehre, wach aaffpseker vBd harffe. |m. 57, 9; weh dem. der zu» holU sprichl, wadi auff. Ha 6. 2, 15. vgl. auferwacheu. ämtnAMitm, in die Mke» empor utaehien : wilde reblin, so da wollen mit aufTwachsen. das 11. vnd \ 'j.cnp. s. Johannis. fl53S). dililij ■ ; f;oii der liori hes au(rvviu li>L'n ms der erden alleriey bcwinc. 1 Mos. 2, 9 ; wie w»l den an vemunlik md sonderlieb christliehe liebe das Icydcn, das sie {die kinder) vngc- aogen auffwaohsen. an die rn(1herru.(\ 521). Bij''; vnd hielt einen rat mil »kii jungtni, die ual jui auil gewachsen wai eu. 1 kön. 12, S. %lfwnrtMf n. dnenbal^^.tmferachtung. Aafwärts, bei ImIK. HdUiger anfwcrls, in die höhe: wer weis, oli tl*'r udem der menschen auff Werls fare, vnd der odcm des vihes vulcrwcrls vnler die erden fere? prei, 3, 2 1 . — Matt de$ gttUtMtchem Werls äller-nhd. accusalivisches wcrl ; noch bei U. Sachs aufwert, mAd. ätmri {Ben. 3, 59 S). ilff ecken, mhd. Arwecken(Beii.3,451). «xeitare, Macltor«, 1 ) aw dam $cMafe we- cken, munter, tcach machen: {Jesus) schliefl' aiifT rmcin kdsscn, vnd sie weckten jn aiitV. Harc. 4, 3b ; Lazarus vMser Trcund schlcffl, aber idi gtHte hin, das ich ja auffWeeke. /oft. 11, 11; der eogel kam wider vnd wecket mich miff, wie einer vom schlaff erweckt wird. üavh. 1, 1. 2) vomiode: wcckel die lodtcn auff. il/aUA. 10, 8> vfi. aufferwecken. 3) fMcifare : ich werde hirlen im lande anflWecken, die das vcrsclunachle nicht be- suchen. Sach. 11, 16; der hcrr wini aiis- zihcn wie ein rise, er wird den eiuer auff- wecken wie em kriegsman. Jos. 42, 13. AnfwerJieBi n. sttbslantivisch vinaondfar iuf.: Iiicratisz ist Icyclillioli tzu niercken, das eyu spugnis£ i2>l geweszen mit Samuels auffvveckeu. aussleg. der ep. vnd euang. vom dmttag alc. (1 522)* ÜTiq*. AiArcrfMi In dje hSke loerfen, «mfrstik- ten, erheben, eigenüii^ mi hiUUich, 1 1 sinnliche bedeutungen. n) das mn\i\ aiilVvvtM h'n : seinen kojiff wird t r scliüiiolii, viid in die faust lachen, dem spotten vnd das maul auffwerffen. Str. 12, 19; was ieh re- det oder Ihet, das musl verspottet sein, da rilniitfLen sie ilie nascn, sehflflelten •! ri:":>lV vnd worflen das maul auff. der lUO. psaim. (1535). Fj'' : darüber sulleo kOnige, lürslen vnd herm billieh toll vnd vnsaraig werden, das ein armer sünder sie so gAr hoch Ncr- acht, vnd >k allosani|it in einen liauffen wirlTl vnd irii, gciiei vnd sihet vber sie hin, ah legen nichts anders , denn strobelmer da in wege, «virill das maul auff vnd spricht, wer ligl da? Jen. 5, 51"; ich woll xnm wenig- slen den nl^srl anlTuorfren vnd >a2en. das diese uurl Chrisli noch feHslehen. ( lb2l). c]''; wenn solche llirasonea jre meuchdey begangen, werffen sie den rOsael auff vnd sind kune eisenlresaer. Wider Ifati« IForM. fl54!). Niij'-. b) erde, iiiJgel, wall aulwcrieu: aphar das heisst solche erden, die lose ist, als wem ne lumalmet, %vie die maulworlT auHWerffen. vber das erste buch Muse. (1527). Eej',- vnd hügel auffgcworffen waren am vvege, darunter man die erschlagenen mil hauirea begraben halle. 1 Jfaec. Ii, 4; wenn man die schüti (erdwall, vut0. aggeren) auff- worfTeii wird. Ezech. 17, 17. c) paiuer aufweiTen, errichten, aufrich' ten: im nameu vnscrs goltes werlfen wir panier auff. ps. 20, 6; er wird ein panir auffwerffen, ferne vnler den hciden. Jea. 5, 26. 2) einen zum gotl, haupl aufwerfen, ^r- It^ben: diese wort sind eben geredl aulTs allergewalligsl wider die Arrianer md alle ki t/.er, jaden vnd vnchrislen, die da sagenr vnd rhllmen, sie gleuben nur an einen g«>lt, der liimel vnd erden geschaffen hat vnd vrab des arlikeU willen vns Christen verdammen, als die wir einen andern (awatfen) gotl auff» werffen. Je». 6, 188"; die beiden, die yhr dalum auff gewalt vnd liyrschafTl sielleten, wurffen yhren Juppiler zum hohisteu golt auff. deudsch cate^ismui. (1529). Bij'* ; last: vns einen hjtuhtmaii auffwerffen. 4 Jfo«. 14»' . j . I y GoOgl ACrWERFEN. .151 AUFZIEHEN 4; sie wiinten haisiamg vnd wurtien ein bcabt auS, das »e wendeten tu jrer lüeMtliarkeit. AV/i. 9, 17 ; wenn fou einem Tolrt hat wfilh'n hflircri, Iint pr wcrffen. 3, 261"; vnser leiden imd rrculz nifhl ahn sol auflgeworfTen werden, das wir dadurch seiig werden. Jen. 5, 311''. - 4> hififyir noch gebraudU Luther auf- werfen flir ttußtttien^ hinfMUm» wtiegen, (InHcgen, für welche bedeutungen Grimm ifif>. f, 777 zahlreiche hrlcge gibt, wovon jedoch einige besser zu 3 gezogen werden : an aotworl Panlns auff eine frage , die er aocii yn andern epist. aulTwirflt sermon von der heuf)i.ilic das ist j?e<;chriehen in den gc^selsichten Jehu, des sons Hanani, die er auiTgezeichent hat ins buch der kCnige Israel. 2 cJkron« 20, 84. Aaftleh«!« M di$ hShe xiehen, groex' stehen, erziehen (vgl. auferziehen). 1) vnd da die thor zu Jerusalem aufTgczngen waren. Neh, 13, 19. tßie iMth. das aufstehen der thore verstanden hat, können wir nicht Digiii^uu by G(.)0^1c AUFZIEHEN 152 AUGE tagen, bemerken aber, datx äU «feO« mad^ itm heknUtd^ keüMm muu: „da et «font- hel getcorien ww 1» ie» Üwren Jenu«- lems." 2) elevare: er (jjfoU) zeucht die nebel autl von ewle d«r erden. Jer. 10, 13. 51, 16. 3) eAieer«, edticare, erziehen: einer htm mnlter gebflrt kinder gcbercn, seligen viul auffzu/ichrii . int- da^ fjesetze vnd eran- gelion rechl grui\iiitch zu vnterscheiden sind. (1532). Aiij*; ha solcher leute seifdit man viel atiff mit einem kübel voll milch, tcider Hans Worst. (1511). Niiij'; wie ein frumfr weiser valer sein kitul auflkeuciil, so bat gotl mit dicseui volck auch gefarca. der prophel Saehaiia, (152B). ab er (Mwee) ober hin gewoHTcii ward, nam jn die tochler Pha- raonis aufT vnd zoch jn aiiff zu einem snn. apost. geseh. 7, 21; jr veler reitzet ewre kinder nicht zu zorn, sondern ziehet sie aufT in der sucht vnd vemanmig in dem herm. Bphet» 6, 4 ; wo ein vater nicht allein vor- mag sein kind auff/ifhen, nimpl er ein selml- nieisler dazu, deuäsch calechismus. (1529). Fiij* ; c. k. f. g. selbs alUu wol vrissen, das jnngc leule aubusihen sind dea grossen mangels halben bin vnd wider zum predigt- amt. Burkhardl briefvD. 317. 4) einen aufziehen, hinhaUen; da aber Pela solch» hdret. zoch er sie auff* apati. gcsch. 24, 22; kOmpl es nicht so bald wie du sihesl. da<; gotl Abraham aiilfgezogon hat, so las nicht abe. vber das erste buch Mose. (1527). g iij* ; alle weit ou lange zeit her mit reichstagen vnd ccncilijs vertrtotet vnd mfS" gezogen, vermammg an die geistlichen. (1530). AjJ^ etwas anTzichen, aufschieben: dazu hat er >'ns das selien auch nicht ver- sagt, sondern zugesagt, alleinc das es auHgc- sogen vnd gespart wird bis iuffden jdngsten tag. das diese tcorte Christi noch fest stehen. (1527). liij*'; die hochzeit lang m ir/inlicn vnd aufTschiebcn ist sehr fehrlich. lischr. 307'; vor Zeiten jr viel die lauOe der kinder gesparet vnd anfl^etogen. ebend, 1 59''. 5) aufziehen im gegensalz zu abziehen: was nu e. k. f. g. schalH beyde mit dem vo- rigen pfarrer abzuziehen vnd luii diesem ge- nannten «ttbutieben, lasz idi gotl walten. 4le IFirtle frr. 3> 49. tekom oM. A6iuban (Oraffh, 607). mhd, Afzluhen (Ben, 3, 924. 925). ilafilehungj f. er Ziehung: dasselb (goUes tcorl) bcHFen mit allem fleis erhallen fUr vns vnd vnser nachkomen, sonderlich durch er- haltiing guter Bchnlen vnd tnflziefaung der jugent. Je». 6, 296'*. Aurzng, m. mhd. lUznc (Ben. 3, 931). rer- zug, aufschub: das macht der auflzug güll- liclier gnaden vnd hülfl', das die seel sorget, sie sey verlassen vnd verdampL Jim. I» 44; nu ist der aulzitg die IXnge fthrtieh. de WMe hr. r^SO. Auj^apfrl, augenapfel, m. mhd. ongeapfxl (Sumerl. 30, 31), a/ni ougapbul {Graff 1, 174), He MaUge, dafUeekt empfangende kugel im auge: las tag vnd nacht tbrenen herah fliessen wie ein )i.Trb, lifire anch nicht autr, vnd dein angapflel lasse nicht alte, kiagl. Jer* 2, 1 8. figüHUk andk Uebsles^ ums man eorgfiUUg adUilsf, teCe das angei er befafliel jn wie sein augapITcl. 5 3fo«. 32» 10; wer euch antastet, der tastet seinen angcn.ipfTfl an. Sach. 2, 8* die bibein des [fj.jh. be- halten an diuer tieße augenaplel bei, wie aufh die nd, kibel v.J. 1561 Mir ogen- appel, sonst aber ngeappel hat. .4aghrane s. augenbrannc. inge, n. mhd. ouge {Ben. 2, 451), oAd, ongft {Graff 1 , 1 22), goth. iiigh (Mauh. 6; 22). jedenfaüe mU ekr. akshi, gr, omc, toL ociiliis ru einer und derselben teurzel, die sich aber nichl beslimmt nach^ceisen UUst» Bedeutungen und redensarlen. 1 ) teie die heU, eehrifi gett MFndc, mme, ohren ele. nuehreibt, eo redet sie auch von dem 3upp und tan den nngcn de ; hrrrn : des herrn auge sieht aufi' die so jn furchten, ps. 33, IS; die äugen des herrn sehen aulT die gerechten. 34. 16: herr neige deine -ahreii vnd biire. ihu deine äugen auffvod silitt. 2 kön. 19, K> ; «o h-i riTi nifin gott, deine äu- gen offen sein, vnd li* inc obren auflmeretccn aulTs gebet an dieser stet. 2 chron. 6. 40; aber die erde war verderbet für gottes avigeii» 1 Mos. 6. 11. 2) daa auqp nh Sehorgan de.f mensch- Hcheti und Ihterischen körpers : vnd es begab sich, da Isaac alt war worden, das aeine au^ea tunckel worden an aeben. 1 Jfet. 27» 1 ^ AUGE 153. AUG£ darin ich mit euch einen LutiJ inacheu, (la^ ich euch allen das rechte auge aussteche. 1 Sam. il, 2; {David} war brauuhchl mit schOiCB angeD. 16, 12; seine («ietwUer«) äugen s-ehcn ferne. Hiob 39, 29 ; wenn aber der lauin der frilelinf;i' herde war, legte er «lie^e slüLc in (he riuuen für die AUg«tt Uer iimle. 1 Mos. 30, 41. 3) /^SrüeA g^audU LtUh, aHcJk augu «M den knospeH det tetinStocJu : der fcigcn- bawot hat knoten gewonnen, die wcinstöckc haben äugen gewonnen, hohel. 2, 1 3 ; das nir i*iU*iii, oh der weiu^luck hlühet vad »U' gea gewoaneii habe. 7, 12. ebento schon «W. (Ben. 2, 452.) \'\ häußfj bedient sich Lalh. in der biliel- itbenelzung wie in seinen schrillen noch der l^ndifen formet unter augcn, du ujü wir Ami» tot avgen oder ins geaichl, ins ange- sicht $agen: das ist auch seer ein geniL'in Ja«ter. das da heissl dem neheslen sein ehre vnd leumuud abschneiden, es geschehe hin- ilenreris im rnckeu oder vnler augcn. aml. ierep.inid mang, von ostem efe. (1544). yiij ' : ich wil dich straffen vnd wÜ dirs vnter äugen stellen. ^. 50, 21 ; jre eigen sUuden werden ,vnler äugen schelten, weish. 4, 20 ; CS las dir weder künige noch tyranueu vnler äugen irellen für die, so du straffest. 12. 1-1 ; etliche worfTen sie mit asschen vnler eD, darauf arhien • ••, k. f. g. wolIcn . . . eben so wol auU jr eigen vnd anderer viel, als auff mein heil ein auge haben. Jen. 1, 222**; e. k. f. g. wollen ein christliches auge md einsehen haben auff den hochbeschwereten stand der g3nt7.f'n Christenheit. 1, 481*; ist wol zu denckeii| das Ueua vnd auch Adam ein auge auff den ersten son gehabt haben, vber das ersu kaeh Jfost. (1527). Oiiij"; also auch sind die veter versamlet zu yhrem volck, als aufT (he gotl ein aupe hat. ebend. xsij"; da- raus oian bilhch bewegt wird, ein vlctssigs auge aufl dis sUicke su haben. Jem» 4, 349*. 12) die äugen auAhun, aufsperren: vnd als er (Saulus) seine augcn auflhat, sähe er niemand, apost. gesch. 9, S; gleich wie ein erwegen ehbrecbcryn die äugen auflsperrel vnd mit vollen äugen vrob sidh wiiflL wuter den falsch genanlUm geyeU, etand, (1522). Biiij^; da ich zum ersten das ablas angreUT {angriff) vnd alle weit die augcn au(!<:perre(e. das schone confitemini. (^1530;. Euy''. 13) die augcu aullheben, ntederschl^^: ich hebe meine augcn auff cn den bergen» von welchen mir hulffe kompt. ps. 121, 1 ; vnd der zölncr stund von ferne wolte auch seine augeu uichl aullheben. Luc. 18, 13; die sich demttUgen, die erhöhet er, vnd wer seine augcn nidecschlegt, der wird genesen. Hiob 22, 29 ; er schleget die äugen nidcr vnd horchet mit schalcks obren. Sir. 19, 24. audi heisu es die augcn hoch tragen: eine art, die jre äugen hoch Iregt. spr. 30, 13. 1 4) die äugen wenden (ab wenden), ridrtciib w I iT»'tf, fliegen lassen; wende deine an^en von uur, denn sie machen mich brünstig, hohel. 6, 4 ; wende meine augcn ab, das sie nidit sehen nach vnnfltser lere. jm. 119, 37 ; wer dem armen gibt, dem wird nicht mangeln, wer aber seine äugen abwendet, der wird secr ver- derben, spr. 28, 27; jre augcn richten sie dahin, das sie vns sur erden stOrlien. ps. 1 7f 11; es begab sich, das sehies herm weib jre augcn auff Joseph warff. 1 9ios. 39, 7 ; vnd worffen die augcn so gar auft sie, das sie nicht kondlen gen himei sehen» SmoMa 9; ein versteodigergdienlel weis- lich, ein narr wirfll die äugen hin und her» spr. 17, 21; las deine äugen nicht fli^^fc dahin, das du nicht haben kansL 23, 5. Google « Ä0CE1I 155 AQGENIIUGE \%) ein auge oasz machen, weinen: wel- "^n poni'an die äugen v!ior. Joh. 1 1, 35. die äugen brechen, wenn bei annäherung des todes ihr gianx erlischt: meine äugen wellen nr brechen, /w. 88» 14. 16) eines enge sein: lieber verlas vns Dicht, denn du weissest wo wir in die wüsten vns lagern sollen, vnd solt vnser auge sein. 4 ifoj. 10, 31; ich war des blinden auge vnd des lauen füsee. flito^ 29» 16. 1 7) nodk «in^« ander» jprSeJke «Mid re- ientarten: ange vnib auge, zaan vmh znan. 3 Mos. 24, 20; das auge siiteL sii-li nimer sal. pred. 1, S; der menschen äugen sind ancb vnseUig. fpr. 27» 20; sidi xnsamen reymen wiefaust vnd auge. ividder diehyml. Propheten. W'y : dorl reimcl sichs denn also hin gleich wie eine fausl autf ein enge. EUL 1» 287*. 18) od/tefiva wmI jiarüd^ iatuben: die wcU mit yhren vbersichtigen äugen, das magnificat Torte%ttschet. f 152 t). aiiij''; das wirl aber scheel augcn machen, das 7. cap. «. Aralt JM den CorMem. (1523). Jüj^ des ist nn mil sehenden augcn niclil gesehen. tttue sermon au/f das 15. vnd 16. cap. der apostelgesch. (1526). Dvj^ ; verschmachte äugen, ä Mos. 28, 65; lebendig auge. Hiob 7» 8; Icisebttche äugen. 10. 4 ; hohe augcn. ^r. 6, 17 ; hoflertige äugen. 21,4; hflrische augcn. Ezech. G, 9 ; scliakkalUig auge. Jen. 1, 457^ friilK-lic äugen, Är. 35, 10; rote engen, spr. 23, 29. Ingen, o^slendert» inm* dos mtgt hringen, *ehen lasten, setzen» bei Lulh. stets engen /}»%thrifhfn und nur r^fl>'iivisch gebraucht: auch sind ellirh psaliuen mil dem wörtlin (das isl rüge) viUer»cheiden, vnd wird ^«der gelesen noeh gesungen» tu remancn, das wo ein sonderlich stuck sich engrt in B'^M, da? man da still halt vnd ruge, die BciQung wol zu betrachten vnd die wort so l>nge (aren lasse. Jen. 1. 70* ; welcher wiUe vnd neigung (dem nächsten schaden zu thun etc.) in einem jeglichen sich enget» sonder- lich wenn er gereizt wird dun. I, 79 (mü unrecht ßhrl Grimm ttth. 3, 96 dtete slelie als beleg aus Luth. für die aus äugen, cugen vererbte form eigen an) ; es enget sich jr scheldtheit hierin weiter. 1, 362; sintemal sich die art gSlÜichs werte vnd wcrcks hif piijot, wilclis allzeyt denn am meysten zuniaipl, wenn mans aulls höhlst verfolget vnd 4empn'en will, an die rad- Kerm aller eiedle denfsebet Inndf. (1524). Aij" ; allein das einige stack bey uns in die obren getragen, als sollte sich ungehorsam, anfruhr vnd frf^vo! wider die oberkeil bey euch eugen. de ifeH'j br. ö, 464. iehon jMMb. aagjan, obd. ongan {Graff 1, 124. 125). mhd. ougcn [Ben. 2, 453). später verschwindet dieses ..trpfßtrhe wort"; Frisch wlb. \ , führt es unter den ver^ altelen wörtem auf Algenbnd, n. anbUek, angente^ein (?): diser amptroann hette auch wol eyn solch augenhild gehabt, das er hette mugen deucken, er will mich nicht erboren, eyn sermon vber dof enonfellnm Ich. 4. (1523). Bj*. AngeMblleky m. mhd, oagenblic (Ben. 1. 207), blick der äugen, doch schon im 1 5. jh. auch kleinste, einem blick der äugen gleiche Zeitdauer, momentum (voc. ex quo), voofir golh. brahv iugins ( I Cor. 15, 52), obd. in slaga dero briwo (Notk. ps, 2» 12)» mbd. e icli die li.mt unbkerte oder zuo gcilflegp die I r't (Fr>'c 5173), und in der legende von s. Joh. Chrysostomo : ich bin als läng nie on pcin gewesen, als eine eugenbraw zu der andern möcht komcn. die lügend von s. Johanne Chrysnstnmo. Witlemb. 1537. Aiiij*. I) die iHnnliche bedeulung, welche nhd. nur selten vorkommt, erscheint bei Luth. in fol- gender tt^: da* die romisrhekirche von gott für allen andern gceret sey ist keyn zweylell, dann dosclb sanol Pelcr vnd Paul, xlvj. bebsle, darzu vil hundert tausent martyrer yhr blut vorgossen, die hei vnd weit vUrwunden» des nianwo1greyirenroag,vrie gar einen besondern aus» iili i:oi aulT die seihe kirchen habe. vntertK ht mtff ellich artickel. (1519^. Aitj''. 2i häaliger ist die abgesogene anwew dung: es ist nicht ans su seien» was gott 20* AUGEKBLICRLICH 156 AUGfiNLUST alle stund vnd augenblick durch die sonne Air woltbat gibt. 4a$ ö. 6. vnd 7. eap. t. Jfoldbn. (1 532). ciiij^; (etil leiblicher vater) mag wol ein augcnMirk vatcr heissen, denn er niclit5 mehr arL (1521). aij*. AlgraUIckllch^ adj.wum»ntanm9: an- gesehen das sein reichthum vnd schätz ewig ist, vnd sein vngemach zeitlich, ja angen- bücklich. Jen. 2, 276^ bUdt: gleich yn ein ander wesen angenbück- lirh klimmen, jrrundvn«! vrsach aller artickel. (1520). ej''; sahen aber nicht, rl^t« da? tulo bey dem kilch wurde sie augenblicklich ynn dreclc tretten. «tot anier ^ wUder die Ayml. Propheten. (1525). Eij». — mr be- UUtxen diese strffr , em gewis sellenes adr. des IQ, jh. zu Grimm's tclb. nachzutragen : augenblickling ist er rain wonlcii. Wolfg. Mw, ein guOe nütxliehe predig von dem rechten gttttn Rauben, o. o. 1523. atiy*. Angenbrannf, angenbrnTin. fiifrbran, aug- branc, f. eininforvi und bedeutuug sehwan- kendes wort, zuerst begegnet es bei LulJi. nie acc. Ai der form angpran in der 1 52 1 erschienenen schriß „da$ magnißcat vorteut- sehet vnnd nxtszgelegl" , tco die betreffende Stelle bl. aiiij" lautet: es ist ein volek dem sein äugen in die hohe sehen, vnnd seine augpran (p^feibrme) in die hohe gerieht. Je^ denfalls steht augbran /ur augbranen (wie die Jen. ausg. 1, 45T' an der entsprechen- den stelle setzt, und auc/» die ndd. bibel v. J. 1561 M. h, ZMoe. 14, 9 hat) mit d»m sing, augbran, augbrtne; oder darf noch ein dem mhd. oncbr.l, ougcbra {Ben. 1,231) analoger sing, aiigbra angenommen tcerdent der sing, erscheint in Luth.'s Schriften nur an Hner HeU§, nmUd^ in der tduifi: die lügend von s. Johanne Chrysosttmo. Wtuemb» 1537 {vgl. augenblick) vnd swoir wiederum im sinne von jMi^reftnte. die dort rorkon^ mende form angcnbraw ent3''. — n^^ben dem adj. rui- gerscheinlii h im 16. jA. auch augenschtinig, arte mhd. schinic neben scbinlich {Ben. 2\ 147): an derselben tngensebeinigen Ittnle- mog vnd niitzbarkeit. kleglich ansudtm 4tr flnff nideröstemiehüekem lande* o» o. (1540). aij*. iageistem. m. pupula : vnd geschieht dir «bea, wie man sagt, das da dich furchtest lUr deinen eigen augenstem. Jen. 1, 526^ Aegfnthräne, f. was das einfache ihr^ne: jr Würdet die bette vnd lustige lager mit äugen threnen wasdien. Jm. t, 17*. ilgIclB (oiglin)* äimm. von auge : es gehet nicht so schwinde zu, das i>in kinti in mutterleibe bald zur weit geboren Avorde, sondern wird langsam gebildet, cugiin.ohren, irndaHe ^iedmas nadi einander. Jen. 0, 324'. Aus, mhd. und ahd. golh. tU ?r/f r^uf nnprangUrh *im gnfh.) nur adverb und all- mikHch zur praeposUion enluickelt. 1. ßU aSvtrh {und interjeetion) sUht ans 1) im sinne von fort, weg- nn«? mit euch grohrri p^fln vml ii irren, von den COncHijs tnd kirchen. {IböM). gj '; aus mit dem hü- ben. «0M «cAent AoMpAoriM. (1643). Müij"; aus zum lenfel mit den gniea wercken. Jen. 4, 521*; aus teufel, ich raus jtzl meinem berm Christo singen vnd spielen. 6, 221*. 2) aus und aus onuuno, gänxUch, von enfnaf m emies ifMi» allesi damnb ge- wbehen, das er Christnm ansz vnd ausz be^ w»v«?f» ein waren «jott. ausxieg, der ep. vnd ^ng. von christag etc. (1522). Riij". 3) aus und ein : wer die («jrroeAe) nicht Weys, der wird sich sulen vnd brechen, lias er nicht weys, wo et- ein odder aus sol. «btr da« erste bncA Mote, (1527). Btj''. 4) aus und an; oben aus vnd nyrgen {so im original, Jen. 3, 259» nirgend) an. der propkel Habacuc. ( 1 52ß). e ij" : nb^a aus md nirgent an. wm keMiehen vnd gestoien Briefen. (1529). Ej\ der befconnfe «pmeA zum ausfahren fJf'r hexen. 5) ati"? hinter Substantiven: Ih'I«! e\n:h zum lande aus. eyn brieff an die fursten zu SaeheeH. (1524). Cij^; mit der stauppen tnr slad aus (Ainau«). de IFctte br. 6. 53; goU wird darein blasen, so zersteubt os tum fen >;cliafT, orh-^7pn, laubcn vnd wpr-hszlcr .luszeni ffm- pcU iricben. passionai Christi vnd atUi- fsArlsli. (1521?) Ciiij"; wer äussern schilT feilt. iMcAr. 1 5S^ 1) am häufigsten dient aus zur be:t>irh' nung räumtieher Verhältnisse {von innen hervor, von etwas weg), wofür Jedoch 6e- lege eatfweßknn überf^leeig erscAelnt, dn fast jedes blatt der kibel sie bietet. 7' iraU nh-ftammHng , herkunft . heimath ausgedruckt werden , so bedient sich Jjuth. neben von gleichfalls häufig aus : weis ich denn nicfal, du dein bmder Aaron, ans dem stam Leui. beredt ist? 2 Mos. 4, 14; ich bin auch ein Isra^liKT, von dem snmon Ahr.i- haro, aus dem gesclileclit Benjamm {umge- Aebrf die nl. übereeltimf: een lsra€liet» Üigiiiztiü by <-3ÜOgIe AUS 158 AUS uii liel zoaJ Abrahams, van den sUm Ben- jamin). BAn* 1 1, I. M land und ort v«r- igendel Luth. in äerrtgel ßr land die praep. sm, ßr den ort von: sind nicht diese alle, die da reden, aus GaUlea? aposl. gesch. 2,7; das war ein mm ans Macedonia. 1 6 , 9, teo die erUe» wugg, du «. fest, von Macedonia hallen; der gehurt aus Poiito. 18, 2; da- gegen : der gcburt von Aleinndria. 18, 24 ; dai ist der Jbesus der prophet von Nazarelh ans Gililea. UaUh. 21,11; der könig aus Syrien. 2 kSn» 6, 8. doek mtdn der könig von Assyrien. 1 chron. 6, G; aiilT künig Heinrichs von Engellaml Inh li tiiel einer 1522 erschienenen schrtjt LuUiers; der chnrftinl von Sachssen* de Wette dr. 1,77. ^me^Aiiiid^ itt im letsien fall zu und in : meinem gnodigslcnn vnnd lieben herm her- tzitg Friedrich chiirfurslcn rxn Sachszen. aufschrift eines briefes aus dem j, 1517 {de Wette \, 77); dem durchleuehtigsien horl^ebornca forsten vnd horni hcrrn Jo- hans hert'/og tti Sachsen churfurstcn vnd landgralfen yan Düringen vnd marggrallen zu Mcysscn. desgl. aus dem j. 1525. 3) ebeneo weeheein aut wtd von M an- gäbe des sin ff es, woraus elwoM gewuMMUti \ni\ goli der liorr machet den menschen aus dem erdcnklos. 1 Mos. 2, 7; vnd goll der herr bawet ein weib ans der riebe. 2. 22; vnd sie buchen aus dem rohen teig vnge- sewrle kuclien. 2 Afos. 12. 39 ; du soll auch seine Schüsseln, bechcr, kannen, schalen aus feinem gohle machen. 25, 29; dagegen: du aoU auch einen lenchter von feinem ticbten golde machen. 25, 31 ; das von feilen ge- mnrhi isi. 3 Bios. 13, 40; und«. &| We- der: das man ans feilen nnriit. 4) Überhaupi gebraucht Lulh. die praep. ans ftodt oß da, «eo toir heule andere prae- positionen voniehem; CeA habe foligeuäe fälle angemerkt: a) für auf, nach, gemü^z ; aus hefelh des herrn. Jos. 22, 9 ; vnd lies aus schreien vnd sagen so Ninene ans befdbdeskVniges. Jon. 3, 7 ; aus befclh des ewigen goUcs. IV'm. 16, 26; also nahmen Isaac vnd Jacob n eiber aus vüierhchem befehL de Welle br. 2, hXb.käu/iger jedeth nach dem befebl. 1 JTot. 45.21. 3 M9$. 83, 2. 38; Joe. 17« 4; 19, 50 ; 21, 3 u. o/ler. aus ral seines bru- ders Nendai. 2 Mace. 4. 39; droben ist ge- sagt, wie Mose aus dem rade seines schwe- hers Jelliro vc^rorflTi"» lintie hauplleut nu^L der zehen gepoL (152^}. Cv. doch auch nacb dem ralh. ;£beite, f. „dem feinde im kriege ab" genommenes" : vnd es war der vbrigen ans- beute, die das kriegsuolck geraubel lialle, sechs md hundert vnd UbifT vnd debenzig tausenl schafe, zwey vnd siebenzig tauseot ritiilfv, ein vnd sechzig tausenl esel, vnd der wc'ibsbilde, die nicht mcniier eikand noch beygclegen hallen, zwey vnd drcissig tauscnt seden. 4 JVoe. 31,82 — 85; sollen sie denn nicht finden vnd austeilen den raub, einem jglichen man eine metzen oder zwo 7ur aus- beule, vnd Sissera bündle gestickte kieider zur ausbeule, rieiu. 5, 30 ; die hauszczihrd ' Wirt teilen die anstbeut. |it. 68, 13 in der ausl. des 67. (68.) |)«a/men. (1521 J ; so viel der streit lerlicher ist vnd sawrcr wird, yhe lieblicher vnd frOhcber sieg vnd ausbeule. tUe ep. des jproj)Aelen«l«Ml«.(152C).hiij''; da bebt sich dn nimoni bis er vberwunden, seinen harnsch vnd ausbeule geben mus. die drey symhoJa. fl538). Cüj". heute giU in diesem sinne nicht mehr ausbeute, «on^em dos einfache beute (f.d.). Aasbentea: vnd wirds also ausrichten, das seine vcler, noch seine Voreltern nicht iliun kundten, mit rauben, plündern vnd ausbeulen. Dan. 1 1, 24, nach Grimm u/lb, I, 831 praedmn dieidere, Ansbieten, 1) feil bieten: als were er dn knapsack, der faule vnnotige wahr vnd>h»>r trüge vnd ausbdte. vermahnung xwn Sacra- ment. (1537). Üj"*. 2) sieb ausbielen, tieh wo/Sr oniyebe»: dis sage ich darumb, meyn lieber Icser, das du den leidigen teuffel, der sich ynn d. CaH- siad für eynon geysl ausbeul, kennen sollt. das andere ieyl widder d. hyml, propheten, (1525). Küj*. iisbitten, losVitten: als aber Mendaus oiy ii^uo uy Google AUSBLASKN 160 AUSBREITEN vberweisul ward verllies er (fem Piolcineo viel gel(lt>, wenn er jn beim könig möclii ausbiUeu. 2 Macc. 4, 45. inUateSy figürUeh für: itberaU bekannt machen von der sinnlichen bßimtktng: durch blasen verhünJif/en in folgender stelle: die vvorl kann er feyn sagen vnd luil schrifiten ausblasen, er wolle sich lassen weysen. tcid' ier dU hjgwU. profhelm. (1 S25). EiijK AisbliiSenlereii , (ausblcscniren), aus- schmücken: dar/ji «lic t*i<;i'ho(re ablas geben vnd diu prediger lioch rliiluien vnd ausklese- niren. awl. der «iiosi^. an den fümeuusten /ir«!«». (1527). HBviij*. Blüsenieren, bei If. Sa e/kf bleseuiieren, mhd, bicsenicrcn und blasen ieroii \lien. 1, 201) isl aus dem frans. UUbomm- {itul. bluonire) — wappen malm emMnnl, AmUelWflf ^MgbMben, tUda kämmen : war es yhn zuuorniUllen . . . icb wurd micb fnr soIrln'iM vvidilorparliscbcm richler cnt- seixen, auszbleybeu. appeUalion. (152ÜJ. Aij'*; darmnb miis auch der Anregen aus> bleiben vad kein spalregen konien. Jer. 3, 3. häußgfr hei Luth. nuszeiiLlLÜtL'H ft^. m. s.). AusblatrU; sanguiuvm cffundere : vnd snii blul ausblulen lassen an der wand des aUars. 3 JCoi« 1, 15; vnd lasse das vbrige blut aus- bluten an des ^oUeD docb rail kleidern vnd tiscb t sscn weren, das sie nil vbirgebeu oder auszbrecbeu soU ^atu den ikr geeetUen eekrasUtm eekreUen). minder den falsch genantten geystl. stand» (1522). Dj'': liif hrirlit nusz {kommt zum Vorschein) ybre fuhche deuiuU. auszleg. der epist. vnd euang. des aiuents. ( 1 522). BBüij'' ; so vber> schwencklich wird die erkenloisa gottis ms- brecben. die ander epistel Petri. { 1 524). aiij''; von initteniacht wird das vriL-hi'k aiis- brocben vber alle, die im laude vvuu<;u. Jer, i, 14; an allen orten ist auch ewer glaube an gott ausgebrochen (MMMim feiBordenV 1 Thess. 1, 8; vnd Dauids namen brach aus in all'Mi l iiiilen. 1 chron. 15, 17: als der icb meiuci b<>äen scliaade biUicb soll zudecken, wo sie wolt ausbrechen, von den Juden wi jren lügen. (1543). ciig'; wenn das lasier beymlirli i>t, das es niemand schaden Ihul denn ylirii allein, sol icb scinvf igen vnd heym- iicb strail'en, heraus belffen otldorzu scbarren, das es nicht weiter ausbreche, vber da* enl* buch Mose. (1527 i. biiij^ Auäbrellfn, pandere. expandere, «jrten* den. prupatjare, dirnlgare. \) dl« iiaiidti ausbreileu, aunireckeui wenn ich sur stad bin aus kome, wil ich meine liendc ausbreilen gegen dem bern* 2 Mos. 9. 20; bio breitet jre hende ans lU den aniii'U. Sfir. 31, 20. 2) Hügel, lillicbe, federn au:>bretlcn, aui- s|»retltfn.* vnd die Cherubim sollen jre flitgel ausbreilen oben vber her. 2 Jfoa. 25, 20; fladderne odder ausgcbreilc flugei. der prophet Sacharja. (152S). Sij" ; er breilel seine filticb aus. 5 Mos. 32, 11; {gott) ab eine gluckhenne seine filtich vber vns au^ breitet, ausl. der ep. vnd euang. von ostem etc. (1544). Ttiiij'; litlt slill. ich will dir deyne feddcrn ein vveiu^ auszbrcylten. aujf des docJlw sv Leyptxidt amtwort. ( 1 52 1). a ij\ 3) twcige ausbreiten : ich breilel meine zweige aus wie eine eiche. Sir. 24» 22; ein ausgebreiteter weinstock. Esech» 11, uiLjiiizuü üy Google AUSBREITCR 161 AUSBlBEiN 4) kleider, leppiche, decken ausbreiten: vnd hroilen ('in Ivleid aus vnd ein jglicher vvarü üie sUrnbande draufl". rieht. 8, 25; gMeh wie man die kindlin gewcnet, das sie fosten vnd beten vnd jr kleiderlin des naehles ausbreiten, das jn das cliristkindlin odder sanct Nicolas bescheren sol. der lAl. psalm. (1532). Bj**; — breite aus die teppich dei- Mr wohBong. /e«. 54, 2 ; — er breitet eine urolcken aus znr decke, pt» 105» 39. 5) briefe ausbreilen, zum lesen entfallen: vnd da Hi'^ki,! die bricue gelesen halle, gieng er bm auli zum hause des berru vnd breitet lie aus ftir dem herm. 2 feffn. 19, 14. 6) propagare: golt brtite Japhelh äiis. 1 Mos. 9, 27 ; rlnher sind an*;p;' breitet die geschlechl der Cananiter. 16, Ib. 7) offenbaren, bekauhl machen, ver- Mm: da sie ca aber ^ehen hatten brei- teten sie das weit ans. Luc. 2,17; disze vorheyssung gollis ist darnach durch die Propheten fast wol getrieben vnd weylter anubreyltel. auszleg. der ep. vnd euang. d« «hieiils. (1522). Aiij**; die propheten alda an der Saal räum vnd loch suchten yhren eeysi vnd crifTl aus tu brcytten. letdder dte ii\iWiL proptieien. (1525). Kiij»". 8) re/l.: je mebr sie das volck druckten, Je mehr sieb es nehret vnd ausbreite 2 Mos. 1. 12; wie sich die bcchc ausbreiten. AMos. 24, 6; vnd sein gut bat sieb ausgebreitet im Uttde. Biob l, 10. Aiabieiteri m. offenbarer^ in. juigender UtlU bexeichnimg iiS hetU ^tiHes : der aus- breiler vnd crnccrcr . . . war noch nicht ge- geben. Je«. 1, 557*. iisbreitmg) f. verbreilung : szo yemand neya prediget fahen will, messig sich scyner eyle vnd bss mich auch tu meiner wort ausz- breyiang raten, eyn temm VM^demeliehen Uandt. (1519). Aj». Aubrcnnen^ 1) inlrans.: wenn ein liechl edder atrohabn gar ausgebraDd itxt verletscben ^il, so gibts eine flamme von lich ab wolls aller cr^t reelit rrnhronnen. der prophet Da- *brUen( 1524 : ausbruen). A'o^39,14. brflen ßr brflten erfoedl später In der Schriftsprache (UtndschafUieh toU es z. b. in der Weüerau noch vorkommen, vgl. iVe i- rc.deudsch calechismus. (1529J. Mj**; also iiaben wir diesen schönen paabnen (ps. HO) ab einen sonderlichen kern vnd ausbund der gantzen schrifH. der 110. psalm. (1530^. hij''; solchs solt ein ambund sein vbcr alle seine vorige hdclier. Jl:tir(* bekenlnis vomabendnuil.{löii). Ahj , so mtts nu dis ganlie land des Josephs ge- niessen, also das es ein ausbund für allen landen worden ist. «fter das arale bwh Mose. (1527). nnf. Eigentlich bezeichnet ausbund wie mhd. Oberbnnt (Ben. 1, 135) dm aw protze» a«m muster ßr den käufer herausgebwidene Schaustück einer waare, das immer das beste zu sein pflegt, vgl. Grimm wtb. 1, 841. Weigandwib. 1. 76. Anbindf g (aastbnndig), w^, vmvS^uk» ausgezeichnet : eyn nuszbundige gelerte epi- stel. vorr.auff die pp. an die Ebrecr ; dns l>c- weyazel kOnig Heyniz mit scynem buch alsz mit eynem aussbnndigen exempeL onfteori dnusch. (1522).Fiij"; ich wil doch ein doe- Inr, iri auch ein ausbUiidiger doctor sein, ein sendbrieff % achrifl geAnet haben, sermon auff das eMMf. Luc. IR. (1523^. Aj^; Mdhumetb gibt Tor. es {das evangelium) scy auch wol recht, aber es habe lengestausgedienet. «omfttie^ laidder die Türcken. (1529). fiij ; vnd hat jn also gesliin, das er nimer mehr kan .Mi^^'odienel noch gnug gehalten werden, vermanung zum eaeram§nL (1537). Cj^ Aiadlngfli oiiabedAi^an, äsiAäiiems vnd müclilen solchs noch wol ausdingco, oder mit feinen worleo ver waren. Jen, 318^ Digitizea by Goü^l AläÜOUHfiN 163 AUSEaiULÄREN kuHntm, arefiteerefMlMOk, ansdorren : ndMlIcD aUe felJbewme crforen, das ich «fpn p^lnen hawmüusgedorrcl rnd den dürren bawm{ iuuütii dich nicht so ausdi eben vnii »gen. die ganUe weit tfalit also, an die pfarrherm wider den vndter tu predigen. (1540). Aiiij* ; ahcr das gill nicht, das sie ahn wollen den lext des abendmals vngewis ntacheii vnd sich als die diebe lieioiiich aus- drfben.i>oai abeaamuU CkHsti. (1 528). b iij^ iisdfftckci» dMTth.AmAtn Jbaraiw- hringen: wenn mnns mit wagenradcn v»d pferdeo atisdrcssclil {für .lusdrischl i. Jes. 28, 28; da der weiUeri auj-gedrosclicu vnd in die tdieaDe geaamlet war. mm predigt au ff derMidertei^e. (1540). Cij'. Aiftdrlagen, herausdringen, 1) intransi- tiv: (Chm(UÄ) hal dieson frrossrn schreck- llcbM zorn %o slarck geiiilel vnd ansgcstan- da, das jnie der bluUchweia dral>er aus- ^aoge. Eul. 2, 433''. 2) transitiv: (Jona) lest die amien leule ▼mb seynen willen solch schrecken vnd fahr md iacaer leydeo bis yluu goU die sunde aus- driaget. der preph»tJ«na, (1526). Eiij*. iisdrvrkcB (ausdrnckcn ) , aa^prlmara. WfinnUeh : vnd da er des andern morgens fnic auflsiund, drucket er den Inw aus vom M «nd üPllet eine schale vol des wassers. 6, 28 ; eio mal von feit, von marck von aasgedruckton hefen. tfrr fropAal JetaSa. (1528). FiMj\ 2) andvuien, bezeichnen: es war nicht Utr ausgedruckt, was man mit jm tbuo solte. 2 Mos. 15, 34; es (das wSriMn amen) ''nicll aus den glauben, den man haben soll >B allen bitten, auszleg. deuUrh des v. u. (1518). Jj''; vnd sind hie ein teyl namen aoiied^ckl. übw da» mU huh mose. (iS27). e ; das ist recbi md duistUcb ge- dacht, die rechte warheit vnd dieses artikek Qieinung troflen, ob w(d nicht nach der siherff da von gered, noch so eben ausge- druckt wie es geschehen ist. «o» Jhen Christo. (1533). Jj^ 3) das pari» ausgedmckt §UH häu/ig für deutlich. Mm* muffMproehen: es mflssen an- gedruckte, slmcke wort dazwischen komsil, die es vnlerschcyden. das ander teyl teidder die hgml. Propheten. (1525). Eiiy'*; es ist yhe verboten mit an^edrflcklen Worten, man sol sich nicht rechen, vber da» mfe kudk Mose. (1527). biij'' ; herzog neorg wolle aus- ^'<'d r tickte antworl haben. deiVetlebr. 3, 273. Aii8Üricklicb, adv. exprcsse, deutlich, be^ atfnml? warOmb sagts aber gott nicht ans- driicklicb, wir WoUcn kurzümb daruoo vnd vns trollen in ein nti l'-r land ! Eisl. I, 33 Ansdrnckuug; /. uas das heuliye aus- druck: das man denselben in keintin wcge, oder je nicht ander wege, massen vnd wdse, der hegreiir vnd ausdruckung der worl eini- gen aMtnudi tluni mni'o. Je«. 3, ISS''. Attsccken^ eig. alle ecken wovon ermes- sen, figürU^ »argtam imtenuchen, erör- tern, erforschen: yhrwoitM suTorausedten vnd vber klügeln, ausleg. der evang, an den fürnemisten festen. (1527). Ij*; wie aber das zugehe, das sollen wir nicht ausecken. e6«iid. AAv** ; ob wir nicht aUea kflnnen aus- ecken, ligl nichts an. vber da» sni« budk iVü.vc. I 1 527.) Oij''; aber ein wenig dauon zu f.i.ssen isi lur die leyen gnug, das ujan ein wenig rohe erkcnlnis dauoii lumc, nicht so scharfl ausgeeckt. ebend cij''; gott inn seiner maiestet so eigentlich Tassen vnd ausecken. zwo predigt. (1535). Biij*. ron nusecken, welches schon im 1 5. jh. erscheint, das in Uaiern noch übliche üimtn. auscckeln (ScAmellar 1, 25). md»r»ehrifi»pradte»ind heute beide ung»brSMMth, Anserkiesen, ausertrühlen. hei T.nth. nur im pari, auserkurcu, das auch oft nuch aus- crkorn [mhä. ä^erkom] lautet : ich weis wol, das dtt den son Isai anserkoni hast. 1 Sam. 20, 30; mein freund ist weis vnd rot, aus- erkoren vnter viel lausent. hohel. 5, 10; er ijgoU) hal jn auserkom zum heiligen stand. Str. 45, 4. AitarUlfra» «rUrMren, miMprisefteii.' ob 21* . j . I y Google AUSEfiLES£N 164 AL'SFAUBT die ckrislenlielie kirch Doch heat bescUttn nmd «tt> erderet, da» der «blass tndir, dann die werck der gnugthung hyti nemc, sto were es dennochl lauszenlinal besser, das keyn Christen mensch den ablas loszetl adder begeret. eyn i§rm€n von dem aUMx vnä gMde. (1518). Aij^ Aascrlesen, auslesen, aussuchen, zumeist im pari, praet.; vnd i^l nicht"- mehr im allen vnd newen tesUmenl wariiallUgs blieben, ou Mn» er in ilon alconn gesamlet vnd ausarte' sen hat. verligHHg de» oleoran. (t542). Ciij'' ; vnd nam sechshundert ntisserl»"^~ fart oder des auszugs ans Fey|iten. Eist, 2t 223*. — ahd. ü^fart {Grafl 3. 583j. 2) tod: s. HOarion bcguntc, als er jtsi sterben seit, ein bOse wort in entbren, mein Google AUSFALLEN 165 AUSFLieSZEN licke seele (sjtracli er) warumb fürchslu dieh für der ansflirlT /m. 6, 191*. «fl* ms- bliren 6). Aisfallei, exciderp, eJahi, effluere. 1) sinnlich: wenn einem man die iieubthar «nfaUeo, das er kalh wird, der isl reio, fallen «e jn foncn am beabt aus, vnd wird eine {lalze, so ist er rein. 3 Mos. 13, 40. 41. 2) figürlich, entfallen: fallen sie [böse SedanUn) eia, so la:>!>l sie wider ausfallen. /M. 5, 487^ 3) ßr am/Mflf Alkn: tob der wariieyt aaszgefallen. vriheii 4ar thnhgM Um Paruz. i\:>-2]\. AijV AufaHen, aus den fallen legen, eni/ai- U»: {die papisUn) spredien der gemeyn man babden eyngebllteten ghwben, sie aber alsi \-nsrcr «iioystorc den aiiszgpfalUen, vnd isl beydisz erlogen, der ZQ» ptalm, (1521). Biij'. kutUUmt miUäUt fuUn entfernen: die- MT vaflat klebt nicht am kleid oder auswen- <1ig .tti der baiil, lias man jn ktinnc ab Wassilien vnd kralzcn oder aiisr.isicii vnt! tasleieii. ausleg. der ep, vnd euany. von 9Uemete. (1544). Giiij^ MUkMf eemputrcscere, von ßulnisz verzehret werden: der pobet, so des allen Wesens gewohnet, mvsz also versaufen vnd •ich auHniuleu. de Weile br. 4, 307. UAdkttm, U$ an enäe federn, enfteftei^ eb dicae atraffe noch werel vbcr alle p'^Ulosc , Wunen wir bio niehl ansfechten. töer das erste buch Mose. (1527). Qij*; du hs ich die griechsverslcndigca aasfecli- lea. VOM üHnimai ChritU. (1528). Aiiij*; weliiis tns nicht von nölcn isl Iiic auszu- (erhUfn. von den jOden vnd jren lügen. (1543). Viiij«. iaafcgeij (fegend) wegschaffen, vertilgen, fekugen: es rausz aUes aasigefegl werden» ^»i vnsz angeporn ist von Adam, widder dif buHen des endekriels. (1 520). Bif ; aber (l;irDacb mus durcb vieifeltig crculz vnd sterbasge lo lang er lebt die aünde ausgc- fegi werden, em^eg. der enemg, an den /ur- f^'miilen festen. (1527). Ciiij''; aulT das er ylire vniugcnd aiisfegcte. der prophel Sa- ^rja. (1528> Giij"; vnd wd die nach- ^9m» dei hansca Jerobeam aasfegen, wie man kot auifegel. 1 kün. 14, 10; das du die hajne hast ausgeregt ans dem lande. 2 eftrofi. 19, 3; darumb feget den allen sawrleig aus. 1 Conn(A. 5, 7; wo das hcrlr abo achtsam, der sach gewisz. hestendig vnd auszgefeget ist, das ist ein rein fein hertz. Hauepott. WUtemb. 1545. winterteiL M. 67*; essen, trinckeo, dewcn, ausfegen. Jas 15. eap. der ersten ep. s. Pauli an die Co- rinther, (1534). biiij*; sol essen vnd Irinckcn da ewn, ao wird auch des leibs ausfegen da sem mflssen. verltgimg det aleoran. (t 542). Hiiij*. Ansfeimen, tcas abfeimen \fi. d]: e« sol keiner bapst worden, er sey denn ein ausz- gofeymeter, vbertrefTlicber acbalck vnd bOse- wicbl. fisefcr. 239*. — ausgefeimt für ab- fiefoiinl begegnet auch bei Arnim schaub. 2, 16. vgl. Schmeller wtb. 1, 531. (U^ feimon. Amllietty derb «vuteheHen : das ein gro- ber cscl auch aulT der canlzcl mncbt künig vnd fürstPii nr^nUzen vnd seine lusl an yhtt bUssen. der S2. psalm. 1 1530). Aij''. Ansflattera (austladdern) , ausfliegen: zur Seiten anslladdem aulT andere teidung. xcidder die sabbalher. (1538). Dij\ Ansfleehten, aufflechten: flicht deine zöpIFo aus. Jes. 47, 2. Ansflicgen^ evulare: Noab lies einen ra- ben anslhegen. t Mos. 8, 7 ; muss doch ein vdgelein erbeiten vnd nach seiner weide .Tit^/fliegen. Aou#po>n ,'^nsnuclii, I) fugiiivus: also silieslu vnd ucrckc.sl abermal. wie die- ser ausflOchUge leuOel keioeo andern bebeliT bat, denn den eynigen, das er geyalliA macht (wie seyne art ist) was gotl leyblich macht, das ander t^l vddder 4. hj/ml. pro- ji/Mf/en. (1525). B[i». 2) praetenAtt: wer lidi des ergeben wil, das gottis rcych in yn komme, vnd gotlis wille gesrliclic, der mache nur nil viel ausz- Izugc, suche nur nil ansiflnchtigc wepe. auszleg. deutsch des v. u. (151äj. Eiij''; solch wild rencke vnd ansfluchlige wort, die scliriin zuuorsiellen, nennet sancl Paulus aufTkriegsch kybia vnd pantirgin. grund vnd vrsach aller nrlickcl. (1520). dj^; solche ausflüciiligc rude zeigen au, das man das liecht scbewet md die warheit fleagl. auff diu termcintlUh keyserlich edict. (1531). Ciij^ Inslagf M., in foigenier tteUe der tnu venudi tu schriftstellerischer Ihätigkeits wie denn pfleget zu geschehen am ersten ausUug allen lercrn. Jen. 3. 1*. mM, t^v\üc {Ben. 3, 344), Musammett' gesetMt ame (out) und vlne Ansfersrhcn, durcA^iicAen, erforeehen, ergründen: wie sollen sie denn Esau aus- lurschen vnd seine schetze suchen 7 Obadja 6 ; sollistn ein kOmlin anff dem feld ans- Torschen, du aollist dieh verwnndem, das du sliirhest. sermon von dem sacramnil des Iribes elc. (1526). liiiij''; solchen lohnsollen empfahen die golls wort nicht gleuben, son- dern ausforschen wollen. tNNn tbeitdmmi Christi. ( 1 528). eiiij^; die gewissen ausz- zuforsi l ri i !i vormessen, eyn vnlarrteM der hfychikinder. ( I 52 1 ). aj**. Attsftrsehlich, scruiabiUs: wie das zu- gehe sollen wir glauben , denn es ist auch den engcln nicht ausfofsehlicb. die itray symhola. ( 1 53S). niij\ Ausfressen, exedere , leer fressen: wie der jlzige legalz nalz zu Mentz seine stilTi, sonderltch Magdeburg, aasgefressen, ausg^ soflcn II ! uisgcsogen hat. Jm. 6» einen topff aiisfres-^i-n. S, I44\ Aasführeu, in doppelter bedeuiung. 1) fdttcere, aus einem orte fahren: a) von meneeken: vnd bin emider gebhren, das icb sie errette von der Egypter band, vnd sie aufffilre aus diesem lande in ein gut vnd weit land. 2Jio<. 3, 8; vnd füreten den flucher aus für das lager vnd sleinigeteu Jn. 3 Um. 24» 23 ; vnd fttrelen jn aus, das sie jn crentsig- tcn. Marc. 15. 20. — b) von thieren: der nl'v^r den ledigen bock hat ausgeftlrt, sol seine kleider wasschen. 3 Mos. 16, 26 ; wie ein adeler ausflBret leiBe jungen, h Jfaa. 32,1 1 ; er mffel seinen scbafen mit namen vnd fllret sie aus. Joh. 10, 3. — c) von sacken: du wirst viel Samens ansfiiren aufr das feld vnd wenig einsammelen. 5 Mos. 28, 38; du soli aber siebt meinen , das das allein gestolen heisae, wenn du deinem neheaten das seine aiisfdrcst. /^n.4,527*; wenn er dem knechte durch den son befihlel, das er roislladeavttd ausfuren solle. Eisl. 2, 179^ 2) perdütMirtt Ue JW mde /uAran, «oU- fUhren, OMtrichlen: wenn du deine band an jn legest, sogedencke, das ein streitaef. dem a AISFIHREN 167 AUSGEBEN du Dicht ausfureo wirsL Hhb 40, 27; der )i rr Miß drein vnd Türe loeine saclie aus. 1 Harn. 24, 16: vnit machten anschlege, dje sie Dicht kandten ausfuren. ps. 21, 12; vnd bedinge, das ich disze appdiation will auss- furenn. appellalion, (1520). Aiij*; sie wer- deos niclii ausfuren, somlern yliie lorlieil wird yilerninii nifenbar werden, der prophet SacKarJa. (1528). Rüj*. der «Tffan («listiliiii^ «cfto» oM. tk^- fim {Graff 8, 505). inifaliren, n. eductin: vmb ein seligs ausfürcii onlrtiilH-l, J,.„. t, 3G7*. iltflhrHBg> /. das icegjuhren aua einem •rt«; die ausßlning dea voldt» Israel aus Egypten. EisL 1, 316*. An.sfüllfn, implere: vnd wil dein ass auir die berge werfTen vnd mit deiner hülio die UlausruUcn. Esech. 32, 5; der zu nichts aOU noch gut gewest wer«, denn das man ein wehr da mit helle geschillzl oder graben aii^f-MliM, der 101. psalm. (1534). Jf. Atüfttrcblen, aulhören zu ßirchten: da an mich für solchem sprUen des tcuflels fdiier auageltlrchtet halte, bricht mir der teuffei ein ander loch herein, tcidcr die an- tinomer. ! ' 3*» de Welte br. 5, 155. AattiUcrn (äu^rulleru), mit reichlichem fiUf» teneAen; auszgerulterles leybes. die «Mai pmxpioimm, (1517). Fj^ U$;abe, f. expenia» gegttualx von ein- nähme . alle au^abc vnd einname anschrei- bi-Q. Sir. 42,7; nach der reclumug der ausgab (1522: auszgabe) vnd einnam. ^it, 4, 15; wo nicht, so wtrds nicht ein feine rechniiTig worden, das ylir allein die «iisgaLe wollet ber'^cficii vnd die einnauie vcr t l;!,tgcii. termanung an die geislUchen. (Ib.iO) .lu\n f . insgang (auszgang), mAd. A;;ganc {Ben. l,470),aA4l. A^g(k)anc(&fa/f4,102). IW, ejTttu«. finis. I ) PXTtu.f, eyressus : des heiligen geisls aasgiing heisscn sie ein jnnblcibcnden aus- gang. üe drey sytnbola, (1538). Ditj*; nach dem ausf;ang der kinder Israel aus Egyplen- land. 2 Mos. 19, l ; der herr behüte deinen lusgaog vnd eingang. p*. 121, 8 ; so zeige jnen die weise vnU musler des liauses viui •cince au^gang vnd eingang. Bxech. 43* 11 ; nlle aaigcnge des heDigthum». 44, 5. 2) autleerwt0 de» leibu: derbapstsokhs nit macht hat zupietten, als wenig er macht hat zuuorpielen essen, trincken vnd den na- turlichen auszgang. an den christlichen adel. (1520). Bij\ 3) evenlii«, fmiit tnie. a) du ding bt nit yn gotlis namen angefangen, es wirl auch nil ynn gottis namen auszgahn, wie datidas' selb der auszgang beweyssct halt, nuff des ftocJks 3BH Uyyizek otifworl. (1521). aij'; der prophet aihet weiter wie es ein anfang vnd ein ausgang lial mit denen, die also on alle fdrclil gollcs gcitzen. der 112. psalm. (152G). aij^'; es sey auch niemand, dem sein rnmemen so gar lurttck gehe, daztt auch ein büser ausgang werde nemen. Jen. 6, 284'. — b) er wird mir auch zum seligen ansgang lielHen. regisler alier bücher. (Iö33(. Aiij'". c) im ausgang des jars. 2 Mos.2d, dazu mathU LtOh. He glost«: des jars ausgang heisst er den weinmond, das als denn aus ist mit frucht wachsen vnd sanilen. Bind- seil bibel 7, 485. — d) sein ausgang sey die grcntze Zedada. 4 Mos. 34, 8. in den ersten atugg» des ersten Uuils des a. fetl. steht auch c. 34, 4. 9. 12 ausgang, wo dfe späteren auigg. der ganxen bütel ende haben. Ansgangcr^ m.: vad heisst (der heilige geisi) hie auch ein an^enger odergesandter. die drey symbola. (1538). Diij'*. Aasgaten (ausgetten), unkrnut ausziehen, ausrdszen: wiltu denn, das wir hm gehen vnd es ausgelten. JtfallA. 13, 28; er .sprach, nein, auffdas jr nicht zu gleich den weitxeo mit aiisrcnnot, so jr das \nl;rii:l .'iiisgettel. I 3, 29 -= mhd. \\/, jeten (Ben. 1,538), oAd. diyetan [draff I, 595). Ansgeben, mAd. geben (Ben. 1. 503), ahd. i^geban {Graff i, 117), bei Luth. in folgenden bedeutungen: !) eine loehter ausgehen = rerÄeiVaf/ipii. • Laban antwortet, c:» ist nicht sille in vnserm lande, das man die jtingstc ausgebe vor der eltesleii. l Mos. 29, 2, 6. 2) ein hueh ausgeben, Aerau^^eften : ich tiab niirs gefallen lassen diesen catalogum oder register durch den druck auszugeben, register aUer McAer. (IS83). Aij*. 3) geld ausgeben: was dir IVirfelt aue lu- j y Google AUSGEBEN 168 AUSGEHEN geben, >las las geben aus der kamer des Kö- niges. Esra 7, 20. 4) solü, geschenke aungeben — au^ihei- l0n: md gab königliche gescheiicke au. EtA, 2, 18 ; da er sold vnd gaben «usgege« ben hatte, mehr denn alle kOnige vor jn. I Macc. 3, 30. 5) Worte, trosl ausgeben, t on sieh geben, omAeUen: wo niemand luhttret, da geh ich Dtchl aus das wort* sprach Salomou. Jen. 1 , 25''; ilas golt muge seine kraOl vnd Irost ausgeben vud vns inilleilcn. Jen. \, 15''. 6) sich, eUvas wofür ausgeben, dar- iMtenaU: welcher sich Air einen prieslcr aus (lern stam Leui ausgab, fl. 1» £tlik. 5,1 ; ich gcb niicf) Für keynen enget ausz. auff des bocks zu Leiptzck anltcorl. (1521 i. a iij^ ; polller geyslcr. die sich für der nien- achen seden ausgaben, egn hrieff an die ekriiten zu Antorff. (1525). Aüj"; das er meyn M)on strall^ , das iili selb noi l) ni»" habe fut bedig ausz gcbcu. antworl deuUch. (1522). Biy% knpktm, n, rnftslanUticcA «eneamifer inf, von ausgehen: man mflslcia den pracht einzihen vnd das ausgeben slopftMi, ilns ein arm man auch was behalltcn kümle. erma- nunge tum friede. (1525). Bj\ Ansgeckcnt nu sie mit der schriOl vnd bilclietn nicht mehr künnen, vnd die ft ilsche ausgegeckt (einige ausgg. des u. lesl. itnd der bibel haben ausgekcckt; haben, greül'en sie mit «nst datu , vnd woUens mil gewall ansftlren. lorr. auff die Offenbarung «. Jo' hanni"! U l ndseil Luth.'s bibelübersctzu n q 7, 47,!. inj anmerk. 34 aus^^ot'krn crhlärl wird: „aufhören gecketüiajtes , ihörichies Mu reden'*, gecken Isl hUr jedoch n£cAl narren, „thörichtes reden", sondemquaken, tehreien iigl. -«-t kon). Bugenh'ag en's iUtertragung der bibelüberselzung Lulh.'s im nd. gibl ausgecken durch ulhquarcken. Aisgf heiy egredi, esir», prodire, interiro, mhd. ü7, f^-^n {Ben. 1, IGS), ahd. i^^gan {Graff 4, 86), auch Lulh. gebraucht an- fangs nocfc^uszgahn, da« par^ ausgegangen Imilef Käufig ausgnugcn. 1) Aeronis MnanajreAen, ge^Wber dem eingehen, von lebendigen, des gangee mätk» Ugen wete»; der herr isl denn auagegangen für dir Ii er. 2 Sam. 5, 24 ; ifli bin vom va- ter ausgegan;Tfn vnd konienin die well. Joh. 16. 28; da gicug saian aus von dem herm. Jfioft t, 12 ; die enget werden ausgehen vnd die bOsen von den geredilen «cheideu. 5fauh, 13, 4f); Isaac war ausgeg^angcn zu bcteo. 1 Mos. 24, 63; es gicng ein sceman aus zu seeu. Matth. 1 3. 3 ; da lies er oiil dem ab- las elliche benicldrescherauageben» derleete geld zu erheben, wider doik^UnMiu Rem. (1545). I'}^; jre jnniron gehen aus vnd ke- rnen niilit wider zu jncn. Iliob 39, 7. 2) tun dt;- beim sterben vom leibe »ich trennenden eeele: da jr aber die seeie aus- gieng, das sie sterben muste. 1 Afo«. 35.18; wer nu dieseui verlogor folget, der hab acht darntflT, das er niclil ehe .speise den bunge- ngcu, klctde den DackcDilcn, sie komcn denn in die teUle not, das jnen die sed ausgebet. Jen. U 62". 3) von belebt gedachten dementen : a giciig aus vun eden ein älrom zu wessem den garten. 1 Mos.2, 10; wo nicht, so gehe fewr aus von Abi Nelech. WcAf. 9, 20; vnd ist ein fewr airsgangcn von jren slarcken re- hcn. Ezt'ch. i'J, 14; gleich wie der bUtz ausgehet vom auli'gang. Matth. 24, 27 ; vod von den rtuel gicngen ans blits, donner vnd stimme, ojfenfr. JoA^ 4, 5. 4) von leblosen sacl^en: ilas [schicert] gieng gerne aus vnd ein. 2 Sam. 20 S; der zapfle odücr bane, da dutcli der wem aus gehl, der prophet Saeharja. (1528). Qij"; die laier mügen glat eingehen, müssen aber riucb wiiloi- ausgtdien. ictder den Wtcko^ zu Magdeburg. (1539). Jij^ b) eine rede, eine lüge gehl aus: da gieng eine rede aus vnler den brOdem. JoAb 21» 23 ; eyn newe lugen isl aber vber mich aus- gangen, das Jhesus ChrUüu ein gebemer Jude sey. (I 523). Aij*. ü; urtheil, befehl, gebot ausgehen lassen, beikannl nutthen: vnd das vrleil gieng ans» (las man die weisen tüdten soll. Dan. 2, 13 ; .so ausgehet der befelh. das Jerusalem
    iUicli, da* «1» buch os tUe vorrhede vMd fremb- 4m MUDen ausigieog. mit. amffieu n. lest, itptemberausg. v.j. 1522. bl. 2». S) ausgehen über einen : thut jrs nicht, so fflügt jr wol ein vnglui-k anrichten» aber CS wird fber eocli endlich ausgehen. Jen. 3. 133'. 9) ausgclicn procedere: der goisl der warbeit, der vom vater ausgehet, «/o/i. 15,! 26. 10) ausgehen t^m9tide gehen, aufhören, segtntati vo» angehen, 5«ftNiMii, anfangen : i/a< (fing ist nit yn goltis namen angefangen wirl auch nit ynu golli:« nanipn .inszgahn. auff dei bocks iuLeyplzickaniworl.([b2\). ti^; das wird zti letzt nieht wol anstehen (sieht gul ablaufen), vemummtg an die geUtlicheH. (\ 530 i. Fj'; .icli, gott gelic, das so bleU)« vnd l»i:.sieiic, das wol .insgehe. das »chöne confUemini. {ibiHj. iNij' ; ich habe aidil mdnt exemplar» ich wollte eueh sonst «iis oder drey geschickt haben ; auch so sind sie Jhir ni.^fi«niHieu (ausgenuninien), nichf mit' begriffen, spaleilens im 14. jh. [vor 1 3 7 7 J am im jmH. prael. von ausnehmen enl- tfrukgene parUkel, verWndel luih. bald mii dem nom.: auszgcnummen dt r lta[ist »nd seine Schmeichler, grund vnd rrsach. (1520). iiiij' ; bald mit dem at-c. .- ausgcuu- ■nden kttnig Danid. Je«. 1. 398*; ausgc- wmtn (Caleb den son Jephunne des Kenilei^s »ruf J.^in d^n s-tn N(in. 4 Mos. 32, 12; den iiirsku ausgerjoiriincu. Ezech, 44, 3. bei f. MdN. SO wie bei dem pl. aller geschiechler McAl der eanss utbetcentändtieh xweifel- ^1: man kan alles venflnen, ausgenonjen «lie Schmach, verarhfniK?, Offenbarung der beioüigkeil vnd büse lUck. Sir. 22, 27 : aus- gcoomen was die juoglinge verzeret haben. Itfof. 14,24; ausgenommen die gtttter. 0«n. 2. U . ias^fsien, effundere, mhd. hr, gingen {Ben^l^bil}, ahd. äi^iu^an {Graffi, 284). i)ß^Migß» «HiafcMillen; geus die brühet SioiB. W«rl«rWdk aua. rieht, 6, 20; schepften wasser vnd gossens aus fm dem herrn. 1 Sam. 7, 9, I ein gel^sz ausgieszen die darin enlh^ tene fiüszigkeit atuschüUen : eilel vnd goss den krug aus ia die trencke. 1 Mos. 24, 20* 2) gcist, liebe ausgieszen: der herr bat einen sehwinddgeist vnter sie ausgössen. Jt's. 19, 14; vnd nach diesem wil ich mei- nen geisl ausgiessen vber alles Oeis ?]. Joel 3> 1 ; die liebe goites ist ausgegossen hi vn> ser bertt. JNfiii. 5. 3; sich ausfieszen: nu aber geusset sicli aus meine seeh' vLor mirli. Iliob 30, 16. 4 I ;»n*;iMf"./eii =i verbreiten, ausbreilen, kanti auÄ LuUk. nichl belegt werden ^ der Grimm «alft. 1, 379 da/ur ycbtwkte be» leg gehört einer edur^ Bek'e an. Ausglnnben) ganz und gar glauben: so bald kan diesen vcrs niemand spreehen, sie ^die papisteni haben jho Juu eineoi äugen- blick ausge{{laubt. dat tehSne eon/flemlni. (1530). Mihj'. Grimm telb. I, 893 kringt diese stelle mit unrecht unter au:»klauben. Ausgruben^ in doppeller bedeulung. 1) scuipcre, ejcctiipere, wofür guü*. us- graban, ahd. argrapan [Graff 4, 303), «M. ergraben [lien. 1, 5G1): du soll auch ein stirnblat machen von reinem goldc vnd aus- graben, wie mnn die siegel ansgrobt. 2 Mn^, 28, 30; SU seiulc lutr iiu einen weisi^u inuu, der da wb»e auszugraben. 2 ehrem* % 7. 2) effodere, ahd. Ü5grapan((7n//f 1. .301): vnd liesscii die erden mit der aschcn so tietl aus/graben vnd in Reyn vverffcn. von den newen Eekischen builen cnd lügen. (1520). Bij'- : wil man Christum recht einpflantaen in die hertzen der Christen menschen, so miia innn vor mit enist ausreulen vnd ausgraben den l);i|ist vnd sein rcgiinenl. Eist. I, 29**. Ansgränden^ ergründen, bis auf den grund erfoTtehwM warttnb ee aber gotthiraeinper- ^gebenhab^ao doch Adam also geschalFen war, das er keiii>; i,">|to['; iliirfHc, kifmuMi yw\ Wüllen wir nicht ausgrilmlen. xber dan erste buch Mose. (1527). Jj'*; die welll itzt v^il klug sein jnns teuffels namens (afol)« nid jnn den artickeln des glaubens nach jrem kopIT meistern vnd alles ausgründen. t<.ri Jhesn Christo. (1533). Jij*; e^ Icssl auch Christus die ewige gerechtigkcil sich mit einer pre- 32 AUSGUCKEN 170 * AU$U£RRSCUEN djgt od«r gedancken aidit bum oder ms- glUodea. JRfl. 2, 171''; er ist nie gewcst, der es ausgelernet helle, vnd wird nimcr- mehr werden, der es ausgrttndea möchte. Sir, 24. 38. AMgiekcB (anskiieken), htrmugitdtm: diefe trachcnküpffe, die dem bapsiesel tum hindern auskurken. Jen. fi, 313*'. ANshackeu, mttteisl hacken herausholen: ein auge das den vater verspollct vnd veracUl der mutter xngehorchen, das mOssen die ra- ben am bach aushMheo. spr. 30, 17. Awhnhen, his zu ende halten, aushar- ren. 1 j inlransiliv : las vom wort nicht vnd begib dich nicht zu den gottlosen, sondern bleib bestendig vod halt aus. EUk 2, 29*. 2) IroMlfM»: bdte mit dieser die woehen aus. 1 Mos. 29, 27 ; das er dem herrn die seit seines gelubds aushaltc. 4 Mos. G, 12; vod lies sich sehen, wie er au^iticlte die läge der reinigung. apost. geseh. 21, 2G. Aisfalldek, ferlig hehanMn: da hangen ein capitel odder drey an einander, die wöl- len wir nac]i dßi- liislurion aushandeln, ehe wir die dciitung darvmip zeigen, tbvt dcu erste buch Mose. (1527). kkj '. AiskarreDi aushalten: wer die liebe zn Ghrislo nichl bat, der kan des tenffels vnd der wdt bosheit nicht ausharren, das 14. tnd Ifi. rop. S.Johannis, (1538). Uhiij''. — heutf: just nur intransitiv, Aaühaaen (aushawen), 1) excidere: ich bawe iuDgc specht aos. wm aftembnal CMl». (1528). niij"; w du aus dem ol- bawm, der von nntur wilde war, bist ausge- bawen. 1 1, 24. 2) durch hauen zurichten : vnd die ba\V' leute Salome vnd die bawleute Uirauivnddie Giblim bieben ans {vvUg, dolaverunt) vnd be- reiten SU hollz vnd steine zuhawendashaus. 1 ^*ön. 5* 18; denn sihe, auff dorn einigen stein, den ich für Josua gelegt habe, sollen sieben augeu sein, aber sihe ich wii jn auß- bawen. SaeJk. 3, 9; Ai der oual^. 4ie$tt Propheten sagt Luth. zu dieser tfeUe; die- sen stein polieren nicht die steinmelzt^n, snti dem auch gotl selbs, ich ich (spricht er) wil mir den stein recht zurichten, polieren, aus- bawen, das ein scbSner» liein«r, wolgescbtck- ter stein sol sein, der prophet Saekarja, (1528). Oiij-. Ausheben, h^^musheben. 1 ) sinnUrh: Sini- son ergreiff [ergnff) beide thür an der stad- lkor, saropt den beiden pfosten vnd hub sie aus mit denrigebi. rlebf. 16,3; das schwerd ist euch auff dem halse, nocb raeynet yhr, yhr sitzt so feste yni satel, man \vor<\o euch nicht mUgeu ausheben, ermanunge zum fride, (1525). Aüj«. 2) figMieh: sihe was wort mnss icb vor^ schütten, das ich diszen frcmbden vorslmd aiiszhebe (fn(ferfu^). ausleg. der ep. vnd euang. vom chrislag etc. (1522). Stiij' ; auf e. k. f. g. schreiben eines pfarrhers halbea gen Gera xu nemen, geb ich des mein voler- thenige antworl, das ich yn der eile ilzt kei- nen weis, on tias man mflsste etwa einen ausheben (an einem andern ort wegnehmen)^ Burkhurdt hriefw. 375. AisbeckiB (ausheggen), UMHüien: der Igel wird auch daselbs nisten vndl^en, brflteo vnd ausheggen vnter jr ; ynn den selbigen icaüern ein landrechl ist, des jars drey mal sie {di9 hmudundte») sa- uertilgen mit mens kraflt, ein mal wenn sie eier legen, zum andern wenn sie ausgeheckt bal)en, zum dritten wenn sie erwachsen sind, vter tröstliche pstUmen. (1526). Gv*; vnd heckt eitel junge teufd aus. Jen. 2, 3€^ — vgl. hedten. Aashelfen, aus einer noth, hedrängnis etc, heifm, erretten, zu hülfe kommen : vn— ser vetcr hoflcten aulT dich, vnrt da sie hoITe— ten lialilesttt jnen aus. pt. 22, 5; er klags dem herrn, der hcIfTo jin aus. 22, 9; da du mich in der not anrielVesl, hallT ich dir aus. 81, 8; ich wil diese slad schlitzen, das ich jr aushelffe. Je«. 37, 35; der jm von dem tode künde aushdffen. JEIh^. 5, 7 ; er hilflli mir aus von meinen feinden. 2 Sam. 22, 49 {in der parallelsteUe ps\ IS, 49 der mich errettet von meinen feinden); dardnib inus ich uieiucni uehisleu also helffen, aiä liiel ich mirs selbs, vnd mus von meiner vt^beit seiner noltUrin aushelffen. atalSf. der etusn- gcUen o» den fümmitien fttten, (1527). Ov«. Anskerr&chen , auflUiren iu herrschen : also hat auch der lod fest sein wflrgen uns* uiLjiiizuü Dy Google AUSHETZEll 171 AUSiCLOPm gerichtet, vn»! mi bald aiisgelierscfiel. das 15. cap. der ersten ep. c, PatUi an dl« CO' ritUJter. (1534). Oij^ Inldiei, khum JkaUm: solt min boI- cbei .Schelmen nicht uiil liunden ausbeizen. r Orr. auf die schrifi Klingehey l' s : von priester ehe. \yHlemb. 1 528. Aiiij'' ; man solle einen uiil liunden ausheizen, wer zu lUeser leit nicht liegen noch lesteni wdte. SitL 1, 452^ Auhencheln, aufluiren xu heucheln: kh achle aber ewer frttchllin vnd krcutiiti zu Halle hat im ausgelieuclielL Jen. 6, 171*; ieb hdre m«in lieben frennde in Christo, wie ewer tyrann so bisher sich anfgeheocfaell hii. rin fort {ifTeoUich Snj enus feret zu wüleii. 3, 47 5^ AuhöUen. hohl machen: da sie den kern leigit «he sie geborn sind* ausgehdiel» md die schal«! weggeworflen haben. Jen. 8, 48^ von ansgeholeten Cherubim. 1 kSn. 6, 29. iishelen, 1) ^tim Aseb ausholen, Hehand mU dm t^iit«Ülew§rkMMi0 wU ansreekett.- vDil holet mit der band die axtans» das bolli abzubawen. 5 Mos. 19, 5. 2) sm» tlosxt Sprunge ausholen» einen «mlonf ndbofii.* boi bock sey tionig vnd sUMs mich einmal, hol aber nit lu weyisnsx. auff das vbirchrUÜich buch bocks Emssers. (1521). Hiiij**; der lewe holet tim, sprang vberbin. wie ein vogel vl>orbia Uüge. Ek$l. 3) aw/brtcJkm: mit seinen freundlichen g«V?ri!fn holet er dich .ins. Sir. 13, 11. .4ind wucher. (1524). Diüj*. — troo. inc. leul. bl. h\\\^ aiiskann'en eximere. Anskf rken s. nusgecken. Aii»kchr«n (roit mhd. kern), ausfegen: wie auch solliebs suToraniworlen sein werde, wird man im nuskehren linden, de WsU« br. 3, 508. AnskehreOj mhd. A< k^rn {Ben. \. 797), ausgehen, auslrsffu: ich bin eiugekerel in mein jamer, das ist, vorbin war ich ausge- kcrel von ineim jamer. Jen. 1, 20\ Anikehrich) n. das hinausgekehrte : zu letzt hat sicbs dennoch ymer fiinden yiti aus- keridi. ob kriegilmstU ameh ynn seligem Stande ssyn künden. (1527). Cj*; aber es hat sich gefunden jm ausken'ch {Jen. 5, 4S9'' : auskericht», was für ein geist gewesen sey. Widder etüiche roUengeister. (1532). bj* ; denn beginneis war suwerden vnd sich im auskerig su linden. Ei$i, 1 , 498'. — von auskehren rerrere. Auskchrirht •'«. auskehm h. AnsklalTenj ausschreieti: iur bewerte vnd gcgrundle warbeyt auaidaffen. «yn sermon eori dem ablas vnd fnod. (1520). Dj*. Ausklauben, herausklauben: Vergiliusaus den drecknersen des poeten Ennij goll ge- lesen vnd ausgeklaubel hat. Eist. 1, 109''. A«8U«ffen,pNltandd ««eufers.' ja dir da- zu die haut wol ausgeklopffiet wird. Bisi 1. r ^ kj .1^ uy Google AU8KLCGELN 172 AUSLÄNDISCH Al»kIägelB, aufs genauste a»<;forschen : «r kau DicliU fursagen, das sie nicht aus- klUgela woUeo. EM. 2, 21 5^ AitkMlMy firii§ tmim: w«ni er hal aiisgeknciei vn>l lessi de« teig dttrctisenreo vnd uitT.'plion. Hos. 7, 4. lH&k«BiiiiCB (auäkoTDcn), mhd. tu^ komen {Üen. 1, 903). 1) heratlMmm, hmuus' kommen, tnngthn: Jerih« aber war ver- schlossen vnd vcrwaret fiir den kindern Is- rarf, das niemand au< «Mlf^r einkomen kiinilff». Jos. 6, 1 : vod Ab Jalliar iral empor bis das alles TOlck xur sUd am kan. 3 Smm. 1 5, 24 : was abw aaikompl vnd enfleullt» das wird so yrre vnd sehewe, das mans gar scliwcr- lich widdor l)fdptiton vnd zu slal briogen kan. der prophet Sacharja. (152S). £j\ 2) herkommen, henoryehn: von welchen aind attskomen die Phiiistiin vnd Caphlho- lim. 1 chron. 1,12; von ilio!^pn sind atn- komcn dir Zrrri ;_ iiliiter vnd Esihaolilcr. 2, 03. 3j au&kuiiiiaea von dem gleichsam au« Hinen handen ftredbeiMies fnurfebrmidU; wenn ein Tewr auskompt vndcrgrelindiedor^ nen. 2 JI#o#. 22, fi ; von dorn sol ein fcwr am- komf n vbcrdas ^'nTilzr haus hriol. Ezech. 5,4. 4) auskomme!), unter iUt: Uuie kommen, MmsoU, wrhrmMwrdm: vnd es kam ans, das diese weiker geslrafTt wcren. Bsech. 23. 10: vnd wo es würde auskörnen bei dem landpfk\t,'or, wtillcn wir jn stillen. Matth. 2S, 14; vnd sein gerüciil kam weil aus. 2 chron. 26, es kam aber die sage von jm je weiter aus. Luc. 5, 15; es war aber dor namp noi h m lit auskomen. bie ab« r wird er ausgeschrien vnd latitbar, rher r/a« ernte buch Mose. (1527). eeiiij'; ich helle wol lieber heimlieb vnd mit meiner handschrilh diesen brieir an 0. k. f. y,. gt'Hchricben, so bcsorgnt ich mich dieser siMiwinden zeit, das er mOchl etwa verruckt auskotucn. ein brieff an den eardtnoi erUbisehoff xu Ment:. (tS30). Aij*; so sehreibt sanctus Hierony- mus, wenns (.deich srhmacbbtldier wären, wo .iher doch im li.TJlon heimlich bleiben, bulleu!» nicht vor scliuiachbiicber gereclinet werden, ob sie durdi buchdieb heimhch eot- sogen werden oder auskörnen, de Wette br. 3. 121. 5) mit einem auskommen, mit ihm fertig werden, „friedlich leben" : wenn einer im datier) nurzwey eyer hatodder zweybültier, macht er sich so beschissen da mil» das nie- mand mit yhm aus kan komen. der 1 12. paal». (1526). dv*i>; wenn gotl nicht zürnet noch strain, sondern gibt gnug vnd ihut vns wol, i»ü äind wyr so frech. kUoe, stullz vmi ihtir- stig. das nieaund kan mit vns auskörnen, der propket Jon«. (1526). Güf . Anskemmen, n. da« swn lebensuKlerhalt nölhige: jnen ein ziemliche«« ausikomen &cbaü't'U, da SIC sich mit betragen können. hauspost.Witlemb» l54S.«onMiei4ia.M.84*. Aislimlsen, dnrcA Arolsen AeramWa^, u-eg>ichaffen: darumb kratzet kein kra der niiilcrn ein aiig aus. ausle^, der sehen gepot. {Ib'iS). Hv*'; ich vvil gerne sehen, ob sie den vers wollen auskraUen. EM. % 45^ AuskAndigen, rer&ündi^en , aiurufen: d.irnmb wird hie durch den heiligen geilt aiis!j;ekündigct sem reich. Eisl. 2. 23^ AnslagCi f. begegnet an drei steUen der Obenettung des 1 1 0. psaims, weieM AnA. d. 1521 erschienenen schriß „wm d. beydkf ob die der hapst macht habe zu gepielen" hfi/ugte, nouilirh r. S'i: »lio vrcrhpri hibon uiir duszlage aulllrageii, wilch uil vvai' nach deinem gesetz; «. 97 t wie bab ieh dock sie lieb deyn geseis, den ganUen tag ist (et) mein au^^zlag; r. 99: deyn tzetijjni^z «ind mein ausT.hpe. in den beiden !''l:ten sieliea isl atislage iiberselsuny von Tirt^XZ gedanke (LXX fuXhr}, rulg. medltatio),'«eird «dtM» s. V. a. auslegung dodeHteii; aber auch ts der er'^h'ti "(eile kann es nur die^c beieti' tung haben, icietrohl hier im hebr. r'T.^'S Stehlt Luth. später richtig durch gruben iikerselsle. die Obenetnag auslege ist eftns Zweifel durch die vulg. hervorgerufen, teekbe rirfo dmrck fabulalione8(XJLj:a4)oA«oj^1 ausdrüeki. AnsUnder, m. fremdling : Trcmbdlii^ siad die wyr beyssen nuslender. efieM e. Frtri gepredigt. (1523). Aiij''; vnd sagets abram an dem austeiider t Mos. 14, 13; auslender von Rom. apost. gesch. 2, 10. — voe. es 9^9 bl. Gvij'*: extranctts. eyn auszlendcr. Aialteilicb. f^rmMmdieeh: der fcoaig Salorao liebele viel ausländischer weiher. l kö'n. 11, 1; attsleadische beltler. nn die ^ kj i^uo uy GüOgl AUSLASSEN 173 AUSLAUFT pfarrherm wider den tDucher zu predigen. (1540 ). Gj'' ; kandlen wori vnd namen. der pnphH JßtaSa, (I&S8), M. 2*. lnlaiiePy emiltere, diwäUere, heraus iätsen, enllassenj Inah^r^fn, ausgehe» lassen. \) axtf personen aityiwandt: da sluiid Abraham des luorgeus früe aulT, vnd tiani Im»! eioe Auch« mil wasier, vnd Icgts Bagar auf! jrc Schüller vnd den knaben mit vnd hes s'n) aus. 1 Mos. 21, 24; wenn du aher niclil Inst zu jr hast, so snlfti sie «nns- lassen, wo sie Inn wü. 5 Mos. 2t, 14; ; derhalben jm warlich wol von nöten ist, vnd eranch scholdig war, solche erklcnm^'c aus zulassen. Je«. 3, 1G4*. schon ahd. ii/.la^an {Graff 2, 3oG), mhd. ik^ läi^en, iusammengez. üi{ Ün {Ben. 1,949). tetluify «. i) gelegenhein nnn enllm»- men; darumb suchen sie ausflucht, auslinfl vnd allcrlcy renckc. Eist. 2, 259''. 2) excursus einer ach riß: den auslauft musle ich thun, das ich nicht slercktc der papisten verslandt. muleg, dereuang, von osiern etc. (1527). eij''. Auslanfen, 1) herauslaufen: wie ein wasser ausleuffl aus dem sce vnd wie ein Strom versieget vnd vertrocknet. Hiob 14, U. 2) enlton/en: war ists. ab ich sorge, e» werden cttlich sich bewcyben odder vuoh laufTen rin Iii ausz christlicher nieynung. ton beyd^ gestall. ( 1 522). Ciiij''. 3) s« ende laufen, ablaufen: da stehets alles auffd^ stflndlin, ehe denn es kOmel, vnd das zcigerlin ausleulll, sol der teufet vnd !I uclt nichts ausrichion. Eist. 2, 240*. ähnlich Gryphius teulsche ged. 2, 276: wenn nu meine stand auslauft. 4) AtrelU«i/Sni; das foule, vnntttte, ma- sige betlcrs voick, das niemand zu keiner arheit bringen kan, vnd alle land anszlciifTt. hausposl. Willemb. 1 545.ol v\\\c erfulltinp vnd lifctit sein gcgi'U cJ.is alle leslauienl, aber du kere!»l es vmb, das das newe tcstaraenl wol eine aus- leerong vnd flnsternis ist g^en das alte testa- menl. vom abendmal Christi. (1528). püj''. An!^lep;fn, 1 ) t orschicszen, darleihen : oder soll das geh, das versolTen wird, zusamen legen, vnd einen gemeinen sdialz samlen, ein jglidi handwerck Ihr sich» daa man in der not einem dUrfTtigen mithandwercksman auszulegen (doa or^fimU „egn semon «on dem hochu iy<1i^>'yi fiarram^nL" n')!0*. ij* Aal aazulegea), belUeu vnd leihen konde* Jen. 1, 211'. 2) iiUefprotari,ef1Mren, dontem: ersdidi das man die nicht verachte, so die iichrifft MKlegen. der prophei Sacharja. f1528). Aiij* ; dazu wil ich euch diesen 1 1 9. psalmen zu deutsch schencken vnd kurtzlich auslegen« ein ditrielHeher trotOHeg a« die JftttM- berger. (1524). Aiiij^; dat WOrtlein t^cll hcyssel in kricliischor tzungen cxiiKir»!), das hat man maucherley auszgelegl. auszUg, denltehdOi v.u. (1518). Ff; auch Chri- stus bald darauf! die weydong sdhs ansslegt grund vndvnach alter artikel. (1520). Ij**; wie er ( Neburadnezar) seinen tmwrn geraten vnd ausgelegt h.-iben. der prophei Jfafraene. (1526). liiij''; hat vns getreu- met vnd haben niemand, der es vns aualeg«, 1 JUos. 40, S; Gabriel lege diesem das ge- siebt aus, dai crs verstehe. Dan. 8, 16; einem andeni {unrä gegeben die gäbe) die sprachen aostuiegen. 1 Cor. 12. 10; wer alles zum besten auslegt, der machet jm vid rr30). Tiif; (eine lehre) die aoch kein pruph^ l. ducIi Moses selbst, kein *po»telp ja kein nv^d jm himel ausgelernt odder ausgestudiici liai. au^leyuni/ vberdas UedMoee, (1532). Bj". Anslcaei. 1) Aeraiitieaefi, amtwoMen, düligere. eligere: leset aus vnd ncinct srhafe, jedernian lür sein pesindc. 2 Mos. 12, 2i; ich wil zwelff tauseul man auslesen vnd micbaufinaehen vodOtnid nachiagen. 25am. 17, t. 2) XU ende b'sf», perligere: wpnn du das buch hast ausgelesen, so liitide LMnen stein • dran vnd wirffs in den Phraih. Jer. 51, 63; ehe der ander ein wort bncbslabet, hat er den gantzen brieff ausgelesen, von den letx- ten tportm Dauid4i. (1543). Aiiij^ iih zwar hab fiu etliche jar her die bibel jerlich zwey mal auszgelesen. lischr. 1 1^ AnIcMbteB, heknleuehten, enOatten, austreiben, a) mit dativ der person: der hübe Eneas Siliiius bette wol verdienet, «las jm die gelerten ausleuchteten, wider das bapstum *u Bern. (1545). Giij^ b) mü aee. derpenan oder Mdle; seit man den nicht als toll vnd tOricht zum land ausleuchten, das 5. G. vnd 1 . cap. s. .Mniihfi. (1532). sj''; soll man solchen bclnirncn nicht mit bunden ausbeizen oder mit ruien ausleuchten? wrr. auff die eekriß XHnge^ hei/rs: von priester ehe. Widemb. 1528. Anij''; so sol man das euangclitini ausleuch- ten. EisL 1, 454^ mit den liebten vieler ge- pol bat man dem laggotlichs gepols gar nah die äugen ausz gelaucht (so beide on^'nol- ausgg. v. 1519 u. 1520; Jen. 1, 168'': ausgeleuchtet), vnterrichl auff eüich ar» Uckel. (1519.) Aiij\ Auslohen, fertig loben: wenn man gott selbs ausloben wird, so wird man sein wort vnd piv'ÜL'i aiicb auslohen, das man kinder zur schule hallen solle. (1530). riitj''. Auslöschen ^ausleschen), 1) mirans. er- ISsehen: die leuchte der gottlosen wird ans- leschen, ipr, Sal. 1 3, 9. '2' h-fins. erlöschen inachen, tilgen: vnd wollen meim [i finirkeii auslesclien, der noch vbng ist. 2 i>am. 14, 7; das glimmend tocbl wird er nicht ansieschen. Ie$, 42. 3 ; wie man das naturlich \kchl ansslescht, wonn der lag anbricht, die ander ep. Petri gepredigt. (152 I). dij''; mein grnii sol an- gezündet werden vber diesen ort vnd nicht Digitized by Google AlSLlGEN 176 AÜSORDKEN ausgeIcsscJiet werden. 2 cAnm. 34* 2&; das auch viel wasser nicht mUgen die 1iel)c axis)<"^sr!ien. hohel. 8, 7; damit bin ich siolior vnil enlscIulUligl, das sie nichts mehr zu fuiUlern haben, vnd das regisler aus- tesschen mausen. Jen. 6, 4 t*; die geysl> liehen prelalen vnnd welllich fursteii tctleii nil vIk'1, ilasz sie alle bf H rl-ci ke aiisz- lessclieleii. (frund vnd vrsach uiier arlickei (1Ü20). otiij'; vnd die reine lere aubloschc Tod wegnenie. 4a» 15. eap. der enten ep. $, Pauli an die Corinlher. (1534). Bij^ Anslügen, emenim: jtzt nms ich ab- brechen vnd aulls conciliuin so der bapst mit den seinen angelogen vnd viileichi. auch aus- gelogen hal. ütire^ symMa, (1538). Pj*. AuMcbeii 1) etwas ausmacben, ahsol- wre, :n de bringen : nn wdlcn wir Abra- ham be^ralaen vnd seine lebende ausaiaclien. vber da» erste buch Alose. (1527j. Ggij*; wollen itxt )ln slflek von heimlicben gdab" den vollend ausinacbcn. von eAatacAen. (1530). t'ij''; goU wird lorirahren vnd nns- machcn, was er angefangen liaU de iVette br, 4, 347. 2) eonmmmare. pei^ieere: das gantie land sol wüste werden vnd wils doch nicht gar aus machen. Jer. 4, 27; slUrmct jre maureu vnd werllel sie vwb, vnd machts nicht gar ans. 5, 10; bis die Rdmer bald bcmaeb drein kamen, die maeblens gar aus. «on den jüden vnd jren lügen. (1543). Tj°. 3) es mit einem ausmachen, seinem leben ein ende machen: du machest es mit mir aus den tag vor abend. Jiw. 38» 13; ich Wils mit allen denen ausmacben tur selbigen zeit, die flieh beleidigen. Zeph. 3, 19. nemct jr jn an. wrd euch, wo nicht, so wird ers kurU mit euch ausmachcj). zwo predigt au/f derUnder tauffe. (1540). Bif. 4) ausmachen, ermittafn: so macht jener einen ans von seinen wegen, der diesem die wahr abkcullVii sol. Jen. 2, 477*. Ansmahlen i-iusniaicuj, bei Luüi. in dop- petUrbedenimng, l) Uhutnre^heieknihen: hie feret er fort vnsern Teind ans an malen, Vttter welchem wir liie bgen. das fi. cap. der ep. an die Epheser. (1533j. Diiij''. 2) autwähUn, amsondem: das heisst noch hngo nicht liebe» das ich einen men- schen odder sween aus male, welche mir gefallen, vnd ihun was ich wil, vnd den set* Ligen frr'HTirlürli vnd giinsiig Lin vnd soust niemand, sumtna des christl. lebens. (1533). Uiiij' ; das heisst eine rechlsciiaU'ene göttliche gantze vnd vollige liebe, die niemand n» malet, ebend. Biiii'*; das sol der Christen kunsl sein, das wir im Cliris(um) recht ken- nen lernen vnd ausmalen von allen ge- üanckeu. das 14. vnd 15. cap. s. Johannis, (t538). Nij"; wenn jm (idamj gott viel beumc ausgemalet vnd vetholen bette, so bette er in 'tL^iM! klagen, es werc schwer vnd febrlicli. tbend, jjjipj". vgl. aliin.ilen. AnsmeiikeH) emeliri. 1) au6 messen iai gegeneat» tu einmessen : weil man des schel* fels lümemlidi braucht korn aus vnd ein zu messen, der prophel Saeharja. (1528). Riiij^ 2) ausmessen «i«! ermes verkündigen: viiiui iasz mt freudeo ansspredigen meinn tinngc dfvn gerechückeit. ps. b \ , 16 nach der Übersetzung in den stehen huszp/ialmen T. j. 1517; da aber das eoang»;Iioij aull{.'ioiip. hil er das leipliche priestcrlliuiab auflgc- baben vnd ist das gebtliche priestertbumb aossfepredigt worden ynn die ganlxe %velt dnrch Hie aposlcln. au^lrrj. der xehen gepot. (15281. Ciiij**; wcddeniio .Mdnlzerischen noch Zwingelisclien gicuben wuilcn» das sie vongoU fMtntt.tiiid, sondern hallen sie vnd predigen sie aas flir mcricrcr. ein sendbrieff wüder ettiiche rrjifPT}fjt'ts-(i'r ( 1 532). Bj*. 2| aufhören zu predigen: da er {Christus) ausgepredigct, warnet er vnd verroanet sie, to sie bleiben ynn dem, das er yhn geiugel halle, eyn predigt vnd ttamung sich zu hü~ t^ für falschen propheten. ( 1 525). iaspntsen. ausschmücken: olszo soll got- Iis wort getrieben vnd aoszgeschelel, ausz- gcpnttt vbir die menschen lere erfurtsogen werden, das sie tu schänden werden, von der begeht. (152!). iij*; es rausle der hei- lige siinckeodc crcseni mit lügen vnd belrieg- liebem schein also aus geputzt werden, der bdligen iniire tu sehmach vnd vnehre. von ßer tcinrkefmesse. (1534). Kij*; ich will surl\ rorir.iiircM die Wahrheit aasmpulzen. äe Wette br. 2, 1 5. Aasroffn, AerMW-, AtreorrofM.* gleich als wenn ein stroaack vol stro stechet vnd oben vnd vntrn donnoch ausraget, vom abendmal Christi, (1528.) kij**; der c.irdi- nal zu Menlz nimpt viel tucbs zum rock, aber er ncme wie viel er %vil, so raget doch ein sdialck vnten vnd oben aus. wider den bischoff SU UagMmr§. (1539). Giij*. Ansmnbcn, das rauben einstellen : wnm du nu ausgeraubt hast, wirst du beraubt werden. Jen. 2, 176*. Awraifea (aosreiifctt), ausrupfen: ich wil sie pflantaen vnd nicht ausreuflen. /er. 24, 6; vnd sf ine jfinycr fiengen an ehren auszureiiffen. Matth. 12, 1 ; aii dns sie müs- sen sein wie das gras aufl den dccbcrn, wel- ches verdorret ehe man es ausreullt jif. 129, 6; vnd niemand sich vber sie reisse odder Imr mis rfufTc. Jer. 1 f), C nach der auf der bxbl. zu Gothe im mauuscr. vorhandenen Übersetzung dieses propheten ; da ich solcbs höret, sureis ich meine kleider vnd meinen rock, vnd rauflt mein heublhar viui hart aus. Esra 9, 3 : ieli snhe tu, bis das jni di<- fliigel ausgpraufn wurdeu. Dan. 7, 4. — im roc. ejc quo bl. (i v* : euellerc. auszi eylTcn. Amrftimai, aiMiseren: das haus auareu- men. 3 Mos. 14. 36. Ansransrhen. aufhören surau.tchen: vnd das ich wider aull d. H. rat kume, so acht ichs auch, ji- lüssl eine weile rauschen was da rauscht, bis es aosgcrauschthabe. £'lal.2,33&*. Anrechiea, teormw oli reaiiliai enfneA- men : :in«; dii veni V:\n nu yderman seihs wol ausrcciiiieu, wenn Mid wie mancherley got- tes namen misbrauchl wird, deudseh caU» cMtmiif. (1629). GSij*. Ausrecken, extendere. ausstrecken: vnd (Abraham) recket ^eine band aus vnd fasset das raesser. t Mos. 22, 10; recke deinen Stab aas vnd schlag in den slanb auff erden. 2 Jfoa. 8, 16; aber wir reden nicht also, sondern sagen, das gott nicht ein solch aus- goret kl, litic. hreil, dick, hoch, lieff wesen scy. vom abenämal Christi. (1528). kiij*. — mAd. ta^ recken. (Ben. 2, 591). Ansredt, f, amßmehi, enUehuldiguHg: docli iiiiisz irh zuiior ein ausrede tlitin .■iiilT ellicli*' In^tvifiiiiirung, »zo sie auil" mich irey- ben. yrund vnd vrsach. (1520). aij"; wen der leyt lenge soll genugsam sein sur ausi- rede, heilen die Juden die aller besten Sachen wider Christum gehabt, ebend liij''; es gilU hie nit loszc faule viigegrundle au.sz- rede lichten, ausleg. der ep. vnd euang. 28 Digitized by Google AUSREDEN 178 Ai'SREISZEK vom christay rir. (1522). q<[q iiij* ; es hiilfl keyn auäzrede. von kau/fshandtung vnd woher. (1524). Eiij*: bleib daheiiiicn mit dieser Mtrerfe. an die pfatrherm wider den umeher s« predigen. (1540). Aiiij*. AHsreden, 1) aussprechen, ausdrücken: hosiana heyst autf deulscli ach gib heyl, odder i\Atr hilff, odder lieber madi heyl» odder wie dy sonit aolchen wünsch will aussreden. amsltg. der ep. vnd euang. df^ advents. ri522)." Hj''; wilchc sjjraclic hat djc art, (laü sie dis stucke, das ist meyii leyb der für euch geben wird, also versiehe oder ausrede, das brot wird für euch gegeben. da» ander teyl tctddcr d hyml. prnpheteti. n525>. Kj''; man wird auch niclil sngen, sihc hie, sihe da isls, wilchs die andern euangelislen also ausreden, hie odder dt ist Christus, ehend. Pj' ; es ist ein arguoieni. das jnpn vbrr die iiiass sclnveer r,u nrmcn Mul aus zu rt'don ist. dai 1(1. cap. Johan~ nis. (1538). Biij*; wer kau die grossen ihatten des berm ausreden? pt, 106» 2. 2) JN» ende reden: vnd der berr gieng hin, da er inil Abraham ausgercdt halte, l Mos. 19, 33; vnd ehe er aus gcredt halle, «ibc da kam craus Hehcca. 24, 15; nach «lern er aber hir dem volck ausgeredl hatte, gieng er gen Capemauni. I«e. 7, 1. 0) jjch durch reden heraushelfen j ent- schuldigen: haben sich darnach mit dem fcilsrhhH'scl ausgcn-dl, als scy es jhr schuld nicht, das sie jrrcu vnd kdcn. von den edkittetdn. (1530). Fiiij^; niemand isl da- mit entschühhgel, das jm seine übciktit su hart den kcb b verbeul, als soll lue der ge- horsam vnd fiin lu der slrall'e vns ausreden niügen. Jen. 5, 263'; das ist der erste grad oder slulRe tum (ode, doch ist das vrteil noc i. nicht gangen, das er noch mag rauu haben sich auszureden vnd los zu werden. 5, 375''. Aasrfdrn. n \) Verkündigung : polt wirl geben das aas7.re«len, das der euangelislen wird seyn eyn grosz heerschar, ps. 68, 1 2 n«eh der mteneumg in der auiteg, Meses ptaim» 9,J* 1521. 2) ausspräche : da zu (trnr Pauius\ niebl ein ansehelicbe person, gering vnd mager von Icibp. wie sie jm auch die stimme vnd sein ausreden furworflcn. das 1 5. cap. der ersten ep. f. PimH ft» die CmrkUher, (1534). Fii^*. 3) ameßudu, enfscJhwWjMwyi eshillllnuch keyn auszr<»den, ob man wollt sagen, diszer »prucb rede nii von ]m'hien. teider den falsch genanUen gegsUuhen stand. (1522). Aiij\ iwNgifPMy Ms en ende regieren : gotl lies bfittig Herodes nicht ausregieren, Chri- stus war ppprif) -^ebon geboren. Eisl. 1, 27''. Aisreinigen , au^ff-qen: gleych wie das vvasser der Uiiüc. wan das der priestcr vber das Icindl geust bedeul die heylige golllieh vnd ewige gnade, die du neben wirl gössen in die seel vnd leyb desscllf n Isinds \nd rpvni^ei ausz die erbsunde. eyn servMn von dem eiiü^en slandl. (1520). Aij*'. AMreiacB, l)profieieei,ahreiten,wegrei'- sen: vnd reiset aus vnd durchwmidelte nach einander das galatischUnd vnd Plirygian. apost. gesch. 1 8, 23 ; Paulus wolle des andeni lages ausreisen. 20, 7. 2) die retee beendigen : also verioge er die beschneiltung bis das sie ausgereyhset hatten. ausleg. d*>r i'xfämj.von oslem etc.( 1 527 ). z vij*', Ansrcisien, eveliere, rumpi, discedere. 1) transitiv: nach dem man die steine aosgerissen vnd das haus anders beworfloD bat. 3 Jfos. 14, 43; willu den leuten auch die augcn ausreissen? A Mos. 16, 14: der lordersien hörncr drey ausgerissen wurden. Dan. 7, 8; aber du Teiudsebgcr Luther reis* sest mir hie dem ganckeliadt den boden aus. vom abendmat Christi. (1528). Ij*; als nher (Christus das loch aurb >.r-Iiler verstoplTl, rcisset er mir ellJiciie scheihen aus dem fenster durch GarlsUd. wider die «hÜmmmt. (1539). Cj^; wird man aber di« bUtlom ausreissen mit vnharmherlzigkeit, so wird d"n schraerizen vnd schaden niemand bas lüleu, denn solche kluge halblerer, die den schweren lieber aosreissen, denn heilen woW len. 40r 101. ptolm. (1534). K}\ 2) reflexiv: wenn jr glauben habt als ein senflkom vnd saget zu diesem maulboer- bawm, reis dich aus vnd versetze dich ins meer, so wird er euch gehorsam sein, ime, 17, 6: da er {Simeon) nun von seinem seblalT erwachte, gedacht er, ieli wd aus- geiiuu. wie ich mehr mal gethan hab, ich wil mich ausreissen. rieht. 1 6, 20. - ij-'' ' ^-^J'^ '^ic 179 AISK1CUT£N %) tnlrotuMti: durch sem worl wehret CT (lfm tneer, Has nu lil ausroi><>('. Sir. 43,25; als er nu limein konieii. I)in» li tind ttiii er ans zu allen »eileit. Jen. '6, MBrimm; darnmb ist HerUfaeiiDer tu Ilten ilas er bey zeit vnd mit ehren ausreisse. 6. 171*. fd«ilcti aiiüreishel mü' litt; sriinapflecken vnd da laiircl auff die Wanderer. EUl. 2, Ü2". enreilen : vnd möchte villeicht Paulus Ter- tia« zu Tri(U>nt n!s ein hapst einreilen. aher inrideruuih ais ein armer tropfT ausreilcn. wider das bap*lhum su Rom. (1545j. Bj**; ind ordenen, das all« seine uachkomeD b(»d> deriich solcher weissen hauben brauchen. vftm sie ansrciten. Jen. 6, 521*': vnd ilie reilende bulen auff deo meulern nlten aus schnell vnd eilend. Eslh. 8, 14. «M. t% itlen (Ben» 2, 733). Ansreiter, m. apparitor rqnesier: da er mir keine anlworl drauü' yaUe, verschafl'tp mir d. StaupiU ein prerd, vnd gab mir der nth daen. allen ausreiUer tu» der die wcge wüste. Bi$l. It d-\ vgl. Fritth 2. lOS**. AisrcnleB; ausrollen, tilgen: alle pQan- Izen. Aw iiK'iii himbscber vater nicht pHan- Uel. die vvtirden ausgereut. Malik. 15, 13; kh «ril die menschen ausreuten aus dem lande, spricht der herr. Zeph. 1, 3; wer wil Emseni die grinde g:olieii, das er solchen jrlhntnh vnd liigen seines Lilcldin wider aus- reuiie. Jen. I, 433; wil man Christum recht einpflantaen io die hertzen der cbri> ^B menschen, so mus man vor mit ernsi ausreuien vnd insgraben den hapet vnd sein regimenl. Eis(. I. 29''. Assrichlen, mhd. richten (lien. 2\ 635. 696.), et» M LtUh. häufig vorkam- mertdes und vieldeutiges Werl. 1 1 zumeist ist ausrichten ausführen, be- sorgen, vollbringen, verrichlen, ihun fz. h. befelil. gescbitU, auu elc): vud der itncchl endet Imsc alle sacbe, die er ausgerichtet kette. 1 Mos. 24, 66; das geschefTle ist dir SU schweer, d(i kan«t^ allein nicht ausricii- len. 2 Uof. 18, ib; lobet den herrn jr teiae eogel, jr slarcken beide, die jr seine Weih auaricbleL ps. 103, 20; richte dein *npt redlich aus. 2 Tiwt, 4. 5;* wenn sie idie mägde) etwas ausrichten sollen das sie diis kliipiiLTiiKiiil aiilTihun vnd nicht wider lieiin ^'odonckcu. hamposl. Jhenn. 1559. bl. 466''; die nichts aiideis am iejertd^e aussrichten, denn Aussen, sanfTen, tag vnd nacht Schweigern, ausltg, der ze^en gepot. M528). Jv"; die buhen vnd iMihm Inn vnd wider laulTen. weiber vnd uieiun r nenien. allein das sie jre büberey ausrichleo. von eftesaehen. (1540). Gj^; bitl aher g. b.» wie vormals, szo der Pfeftinger das auszrichteo sali, dasz er esz mit der Ih'itt vnnd nii mti frumliclier zcusagung ausznchle. origmal- brief V. j. 1517 im ges. ütchiv tu Wemuw., rcy. N* 1 08. 4 1 ; wir haben vbrig gnog ge> Iben, wenn wir dawider predigen vnd die gewissen lOsen, die that lasse gott ausrich- ten. Jen. 2, 80* ; da ein kind mit lucbl vnd heimlich seine not ausrichtet («eine mA- dttrß vtmdUet). 4, 383\ 2) ausrichten, nichts, viel ausrichten, be- wirken, zu wege bringen: imi schlagen winiu nichts aussrichten, das du eyn weyb fnim vnd hendig machst, ep. «. Pelri pepre* digt. (1523). Qü^; wenn das heilig enan- geliou sonst nichts belt ausgericht, wer es doch ein gros niere kliclis ding, das es solche goltes lesterung rein hatl ausgespülel. ein Meman vber iu euang. Joh. 20. (1531/. Aiiij''; es ist doch mit den papislen nicht viel auszurichten, nhn dasz sie vns mit vnknsl auszehren vnd den beulel ledig inachen, de Wette br. 5, 645 ; weil Adam Jim einen appfel heisietp iol er so uil susgericbtel ha* ben, das alle nach jm I)is zu end der weit» innssrn dps tnds sein, das 1 5. cap. der ersten episiel s. Pauii an die Corinther. ( i ^34). M ij'' ; viel küuige vnd prophelen, die durch jr gebete vnbegreiffHche. vnmoglicbe ding ausgericht haben, ein Irost für die wei» ber etc. in der ausleg. des 29. psalm von Joh. Bugenhagen. (1523). Jüj"; du liiöclilest sonst sagen in deinem hertzen, meine kreflle vnd meiner hende stercke ha- ben mir die vermögen ausgericht* 5 Ifoe. 8. 17. 3) ausriciilen, abhalten : daher auch der brauch komen ist ynn aller well, da^ die hoehMytten odder winlschslllen Oflbnilkh mit woi leben \nd freuden ausgericht 23* Digitized by Google ALSRiUlTER 180 AUSRUFEN 4as eitern die kinder zur ehe nidU MwirngtH noch hyndem. (1521). Aiiij''. 4) ausrichten, xu ende bringen : jr werdet die siedle Israel nicht ausrichten, bis des inen» sehen son komet. MaUk. 10, 23. 5) ausrichten» enfrtcAlen, hezMm: da er da<* gflil, Jas er «l<'ni könig^e vorsprechen halle, nicht kunile ausrichten. 2 JUacc. 4, 27. 6) einen ausHchlen, üMna^eden, v«iw iMMMieft: so scheinet sich Moses nicht seine grosueter so zu schinehcn. das gnug were, wenn er seine feinde vnd licirli»!! so ausrich- tet, vber das erste buch Mose, (1527). iij"; bxe solt ich auch sagen ton rfem grossen vnd sebedlichen lasier des allleritosens, so einer den andern verleUmpt, rieht yhn aus vnd redet yhm vbel nach. a\uleg. der euang. von ostem etc. (1527). pviij'*; alUerreder haben sonst nichts zu schichen, . denn das sie die leute ausrichten. Jen. 4, 530^ Ani^ricbter, m. Vollstrecker, exerutor: also gar viel eines l)esserti leslauienls niis- richter ist Jtiesus wurcien. Uebr. 7, 22; sie sind ezecutom, ausricbter vnd treiber des euangclij. «o» den sdUüsitln. (1530). Jiiij^. Ansrichllf, erpeditus. anstellig, gewandt, geschickt elu a.s auszurn hien : da [Rom. 12, 1 1 : seid int hl (i Jige etc.) will y.l'uulus, das wyr wacker, ansrichlig vnd schefllig sein sollen. ansleg. der ep. vnd euang. vom Aayl. drey- könige fest. ( 1525). Giiij''; da Saloino sähe, das der knabe ausrichtig war, salzt er jn vber alle lasl des hauses Joseph. I kun. 1 1, 28 ; Dauid wer der schleunigst vnd aus* richtigst vnter allen die an S.iuls iiof waren. Jen* 3, 464**; heidpii siiul viel weiser erfun- den wonlcn denn chriüteii, sie haben viel leufltiger, ausricbliger vnd gcschickler welt- sachen ordenen vnd sn jrer endschalll brin* gen -können. Eisl. I, 3S9^ jeUiwraUei, mhd. üjrrihtic (i^e». 2', 630), «oc.WfMO: ausznchlig. Amlcbtang, f. 1 ) axußihruny, vem'cA- tung: sollen dieselbigen (obr^eilen) mit bhiltiergiossen vnd ausrichtung jrs ampts nicht wo! thim, so rmlsste Samson, Samuel, ' Dauid auch nicht wol gclhan haben, da sie j die jrbellheter stralilen vnd Mut vergossen.) ein sendeMeffvon imn hartenbuehlinwid- , der die bamren, ( 1 525). d(i^ \ 2) schmaust das madit« du thust jncn gute ausrielilung, wie ein reicher wird sei- nen gesleii zu Ihun pfleget, der 23. psalm. (153Ö). Jj*. vgl. ausrichleo. Aurottc«. foot ansrent«!, m4 me düa- ses sowohl sinnlich als auch bildlieh für auslih/en: (]|'ri«;lii.s wolt nil tl.is hedderioh auszrolleii lassen, das nil auch der weisz mit auszgerotlel wurde. Aainfn^ienf vordenisdbl. (1521). hj^; den wald vnd die stücke aus- rotten vnd den acker zurichten, da wil nie- mand an. ein sendbrieff von dolmetschen. ( 1 530j. Bij" ; jre aliar soitu vmbslUrlzen vnd ihre gtflten anbrechen, vnd jre haine aus- rotten. 2 Jfo«.34»13; man wird seine wur» Izel ausrotten vnd seine frndite .ilnei^sen. Esech. 17. 0. — keiser vnd furntcn kein grosser golts lohn verdienen kondlen, dcQU so sie diese ketierey ansrotten. das 16. cap. Johannis. (1538). Ej^; wie rein hat der teufTel das euangcÜuni vnd den chri'^^iltf^hen f:laiil)eri anffgckeret vnd aii55 gerodet jiin (iricclitiiilaiid durch SLihoiueth vml Türcken. der 110. psalm. (1539). bj**; weil denn nn jre Schlüssel so wahn vnd lehr >ind, so si» hesin ja \v(d, wie rein vn< licrrn fest. 2 ^ff><. 32, 5. oder in mdirecter: vnd sie Uelsen ansruflen durch Juda vnd Jerusalem zu allen kindern die ge- bogen wareo gowesoDf das sie sich gen Je- rasalciii versamlotOD. Btra 10, 1; vnd er picnjr hin vnd fioi>'^' ,ui niiszurulTen in den xeheti Stedten, wie grus.se woUhaljm Jhesu!> gethan hatle. Marc. 5, 20. 3) flir elwas aosrufen, amgßkmz da seyo MC [die ablasxprediger) vviillend aufl* mich erhplrt. vnd nach vielen Icslorijnfjen, da mit sie mich voa den cancellu oU'cnilich vud fre- udlch oyaen keliw aifitsdornlfen. appellation . (lUO). Aij*; das abbs» das die prediger für die grössestc gnad ausrulTen. Jen. \, 5'*. AisTiffr , m. proclamalor, amschreier: daher jhn [Aoah) Petrus nennet, prcconem iosüde, ein oasrilffer fnd ausschreyer odder predtger der gereehlickeiL vher dßt erete kmh Mose. ( 1 527). Vij\ iisrapfea, etellere, aussieben: dn wart er Izoroig, vnU kunds nicht leyden, das ich «ejDer kreyeo die pfawen feddem anstrupflt. mtu^ort de%tUeh. (1522). Ai^ij^ ilssien, samen ausstrettm: pfldgcn. ackern vnd atisscm kann uh, ;il>cr wu goU uichi dabcy ist vnd segeuet, so werde ich sieht ein kOmlin wider dauonbekomcn.£u/. 2. t49^ hiidUeh: ind wird gar sawerseoflT siifl'gchpn. wenn sie nu vlu- lionnig aus ge- ^eet habea. der prophel üabacuc. (1526). eiiij*. Alsiagea, aunpreehen: wer kans aoa« ^ageo vnd erlragen, so er richtet. Sir. 16, 20; d.i,s ist das heubtstück allt-r hosijoit vnd feio «lOiche <.« hendliche vnuersoli;un|>le leste- ruage, das iiicht auszusagen tsl. Jen. 5, Jtiiafi, m. lepra, «tue jm aUerihuM weil verbreilele ansteckende hautkrankheUr in der bibel, ico das uuil häufig vorkommt, heiszt atiss'dlT ..al/''rlt'y grind vnd btallcrn oder mai, da uimalz aui tcerden kan oder dem ««Mals gleich itl" [ran^L su 1 Jfoe. 13, 4): wenn einem meDscbeo an der haut <^( in«'s fleischcs etwas aufTeret oder sclidticht udcr eitcrwcis wird, als wolt eiji aii.ssalz werden an der haut seines lleischs. 3 Mos. td» 2; da er mit den prieslem murret, lühr der aussalz aus an seiner stirn. 2cAroii. 27, 19: vnd nl^ IkiIiI wrirt! '»r von seinem .Ti>;';,it/ rein. Malili. 8, 3; sihe da war ein man \ol aussatzs. Jjuc. 5,12; zum andern ist der auKCMts ein süchtige, anktebige plage, «umg, von dtn zehen aussetzigen. (1521). Kiiij\ das wart auss.ilz ist icahrs( htinli'^h *'rst im 1 5. jh. gebildet {in der ersten deutsch, bibel noch misclsucht für lepraj, sei(ut im 1 6. jh. MtheitU ei noch mrAl äfterott dwrdb- jgedrungen {Bugenhagen' s ndd. bibel gibt aiissaiz stets rfurc/i ulhscizisrhcit). zu diesem neuen toorte leitete das mhd. die öi^setze {tiaup$ulUehr.Ut 13. 48. 99j von dem peroöii/ieAeiimhd. der li^setse (Ben. 2\ 346), ahd. der ä:;sazco {Graff 6. 305), der aus- sätzige, Ifiiruüus, eig. der ausgesetzte, von der menschluhen gesellschaft abgesondert teoAnonde. die behauptung Grimm*» (v>(b. 1, 943). d^Mdb fVeigand («elfr. t, 81) sich ansrhlicszt, dass Luth. an das in dem Ursprünge unseres aussatz liegende aus- setzen fem von den andern menschen ntchl mehr gedadu Aabe, wird dmxh folgettd» $telh wideHäffti sintemal niemand mutwillig anssctzia wird, noch hloilil, j.i ntts pantrem herlzcn hasset vnd fleucht, das man sie aiioli darumL aussclzig nennet, das sie von der geroein ausgelhan vnd ausgesetst werden in sonderliche hcuser. Jen. t, 568*. Anssätzig i Luth. richtiger :\m^ct7.\g), mhd. A?;s»'l/.ic {lien. 2*. 34Üi, mit dem aussatz behaftet : vnd der herr sprach weiter zu jiu, stecke deine band in deinen basen, vnd er steckt sie in seinen hosen, vnd zoch sie errtits, siJip, dawar sie aussetzig wie schncc. 2 i/oA. 4, G; vnd es waren vier aussetzige meuner an der Ihdi . 2 kön. 1, 3 ; ein aus- setsig fleisch, dendieb oafedUemue. (1529). Züij'; weil sie wol gofalet, das jr saebe 10- Digiii^uu by G(.)0^1c ALSSATZMAL 182 AUSSCliEISZELN eherichi, ausselzig vnd VDÜelig war. Jm, 5» 290": vnti silip ein aussätziger iiinrr kamvnd belei jii an. Matth. 8, 2 : ili«' bliiHica .sehen, vnd ilit* latiieii gehen, die aiissetxigen wer- den rein. 11,5. Aissatsaal. n. mattUa l«prM. 3JiM. 13. iO. 2:y: 15. :n. Aussalxung. f. insUiuUo, anurdnung, Ver- ordnung: vnbchinderl was hie vorslehel vml Aft bestisehen aossatzung vnd Ordnung vnd alles anders, das dein entgegen ist. J«». 3, l'^s''; \n(l tili! It'iilc mit den heiligen sacra- iiicnlen n.uti ausselziing Chriült seliglich werden. 4, 349"; weil sie doch sclbs nichl mehr die fiisteii halten nach aussaltiiDg der canonnm. 5» 114*. — später veraltend. AiissHnfen, 1 * similtrh, dfn ßüs.s-igfH m- hall eines gejaszes saujend awiletrcn: wo man beim wein ligt. vnd kompl austusauifen, «aa ein gesehenckt ist. tpr. 23, 30; vnd leyder viel schon alUu gehni worden sind,, vnd weis niclil , wie viol Imhler nio>»ls >if' bereit »lern iieiiigen geist haben ausgcsoUen. avuleg. der euang. von a$tem ele. (1527). W. «nefonyrntaeft; das eye atissauiren. iermon von dem sacrament. (1526). Aiij*; wfh'he (i^Mir in allen sprarhrn ppmetn ist, als wenn wir sagen, der kan ein fass anasaiiffen » einen toplT ansfiressen » so man doeh nicht Riss noch tOpIRen, sondern das driniKMi i-I seulTl vnd frisst. Jen. 8, 144'. 2) bildlich für gänzlich rerlilgm : hie ro- del er ia vom belagern wie die feinde ihun, dnimh müssen diese vjflcker vmbher eitel feinde sein, die nicht aUeine leniaalem (das ist die aposlel vml fiirnrmosten) sondern nnch Jnda |da8 im den ganlzen iiautlcn der Chri- sten) verfolgelen vnd anssanflen wollen, der prophetSaehmJa. (152S). Gg i]'*; sihenudie wort» wie gewallig er aus der schrillt redet vom lode vnd jn so Tiirinnh'! als sev er pnr verschlungen vnd rem aus f^csollt n, düs nitiils mebrdauou bleiben sol. da* 1 .'>. cap. der ersten ep. s. PauU an üe CortnfAer. (1534). kij\ Ans«n;;cn, exsugere, bei Luth. oft figür- lich: idi'' fiir'ilen) lassen sieh selhs vnd jr vulerllianeu durrh der jflden Avtirher schin- den vnd aussaugen, von dttn Juden vnd jren iügen. (1543). Sij*; der {leuftl) da mit vmh gehet, das er stedte vnd furstenthvn wil so heimlich aussaugen vnd von lüchligen pei^ snnen leer machen, das man kinder zur schulen hallen solle. | lö.'iO). Jij"; vnd alle yhr gell vmb solchen vnsegliehen schade» anssseogt vnd abcleekert. grtmä vn4 mmek aiUr arUM, (1520). iiiij''; der narckl scugel (gedr -^t'-iiget) die pfarrcr. von der schnilr lehen iniilssen, hh atiff" den find aus yo dieser schwinden zeit. Burk hur 4 briefw, 375; nu welsch laodt auszgesogcn isl, kommen sie ynsz deulsch landl. «n dm christlichen adel. (1.520). Ciij''. Aubttcbaben, eradere: ich hotfe jr soll ein samlung anrirltten, das jr so wenig behalten sollet, als wir, die jr vns alle garausdiabe» vnd ausschinden wollet. AM. % U8^ Anssrhilen, eTrorticare: er kan sich wol ausschclen. das du die schale daunti knegMl vnd den kerne nicbl ergreilTesl. doi diw WöH Ckriili iio gepulst vber die menschen lere erlüittogcn werden, von der teyeM. (1527). iij*. Ansscharfen, genau erörtern: ob «irs gleich nichl alles ausschcrrcn können, wie es mil den heyligen zugebe yin iiymel. ausl. der eumng» and. ßmtmiiteH festen. (1527). AAv'' ; weil aber wider der widertei^er jr- thumlt in vorigen pnslillen vnd sonst otli giiug geschrieben ist. wollen wir jcUl sol- ches nichl ausscherfl'en. ausleg. der ep. euang. von ottom efc ( 1 544). Vj''. Autckiimcn, exspumare: wilde wellen des meers, die jr eigen schände aussdico' ineii. Jud. 1 3. Aissfhrtfeln. mit scheffeln ausgeben: wo grosse gtiter sind, als zu kdnigen vnd lllrstofl hören, da man einleflcll vnd ausseheielt. dsr 101 psnhtt. ' 1531). Giiij\ Aussrbeiszon, alvo egerere: ich uierckc wol, woher der papsi isl kunimen, denn die rauleUt massigen herrn vnd fürsleii hahsa ji^ aungesehiasen. liacAr. 52^ ci by Co9gj AUSSCHBNKBIf 183 AUSSCHLAGEN 4i»srbfnken. I'i ff andere, ausgieszen: cinl!»!>elii, becher. kan~ aen, Mh«l(iln!r( vnd nusschprf^' \gedr. au»cherelj alle pfaücn \u«l iiiünch, yuu dem, daschrverdampt alle orden vand klosler. von menschen leren tzumeyden. (1522). B5"; Odas bies slilTt vnii klöslcr auiTgclIhin, uiöncli vnd pfalTm .itisgosclicrel. Eisl. l, <)S'". in der ansileg. der ep. ind euatkg. vomchrtälag elc. 41522). pppiiij': manch vnd pbflen ausge- sehoreo. knt^fhtvirrn, ausfegen, reinifp-u: (Icisdi vnd bliit durch gilTlet. das sichä nu hl le^sl rän macheo, noch ausi^cbwiUen mit einem bad edder mit einem läppen aus schearen. rofi Jhesu Ckrisio, ( 1 533). 6j*. .4»ssfhirkfn, aussenden: Pharao schi<'ket aus vnd lies ruHen alle warsager in Egypten, t Mo$, -11,8; lasst vns allenlhalben aus- sdücken za den andern vnsem brfldem. I rArofu 14. 2; da das d^ kOnig huret, ward pr zornig vnd sohickeie seine liecic an$ vnd brachte diese mürder vuih. UaUh. 22. 7 ; dis send«i A» apostel ist nichts an- ders, «lenn das wir anff dendsch sagen, freier aas schicken, die vrab die braut werben sol- len, zwo hochxeitprediylen i I 53f)). Eiij*. An»&chicsMB9 1) ejaculari: vnd wenn irb bbse pfeil des hangers nit«r sie scfaies- sen werde, die da sdiedlich setn sotten, vnd ich sie ausscbiessen werde, euch zu verder- ben. Ezech. 5,16; ider teufe!) svhi'u-i^i'i niT?? p^ttlentz. frantzosen, über etc. lischr. 2U4 -. 2) aeeemere, ahitmdgm, omMoniem, muwähUn: durch menschen geaetx sich ■^f'IIw .inszschioszcn, auszley. der ep. vnd eaoAj^. vom ciuistap etc. (1522)* Cj''; pba- f risei die ansrije^eliosscn oder abgesondert en. t bend.; aber weil es der haulfe nicht warten kan, mus man ye sum wenigsten einen tag ym der woche datu (sum folfeadfenal) aus* schiessen. deudsch calechismus . (1529). Diij'" ; da sind etliche vom reich ausgesc}ioscliin(len. ausleg. der epist. nid euang. von oslem elc. (1544). tvi''. f. auch ausschaben. Aliichllg. m. üe neigung des wageM» kens nach einer seile : es ist kttndig gnug, wenn man dich nach dcyner Jinngen wiegen srdl. wo der ausxschlag hynn fallen wurdl. antwori deulsch, (1622). Jiiij'' ; alle !>achen jetzt in der vrage stehen vnd niemand weis» wu hin gntt den ausschlog wil geraten lassen. Jen, 4, 46.'". r(j>. ausschlagen //, 4. .4a!(8rhla^cn(ausschlahcn), nWt«/. slahen {Ben. 2-, 372), ahd. ujjslahan (GraffQ, 771). m vie^ocAen aniecMlttniren. /. transitiv. 1 ^ sinnlich, ?u< fülen wir allzu wol. t^tdi^r den falsch gcuaulUH geystlichen stand. (1522). Ciiij'; (derbapsti für sich vnd seine beschome mastsew der well gell vpd gut ans scbqklTele. ausleg. der epist, vnd euang* von oafem efe. (1&4I)> K vj*. Ansschrei, m. prooloaMilto, amnf: snt das aber disce vnsser process bracht «eidm zu gemeynem aller gewissen, wnllcn wir lassen anlicfton vnd langen Izeddeln "dJ^r blellcr au die thure der kircheo des fursten der apostd vnd san^ Johannis lateranea tsn Rom, darynnen sie begriflen sind, wildie sollen vorkundigen als mit yhrem laiitbarn ausz Mos. 31, 21. 2) f/rnr/j au^'igeschickie schreiben hfkankl machen : nacii dein der junge kOiug iii Egyi*- ten seinen ersten reichslag ansgeschriebea hatte. 2 Jfoee. 4, 21; eyn Frey chrisÜiek concilium an gclngon nialsial drnf ncIht nali'^n ans7tisrhi'i'yl)en. onginalbriej nn i^/esanmi- archiv zu Weimar, ü pag. 7 4. FF. 2 {ät Weue br. 2, 835). 3) öff entlieh wsgeben : nw da selber dich ciTTtMin ]>0( k atisTschreybest, szomag ich dich wol, lioir ich, auch mit deyncl)irk«n, die sie ausschroten (ndd. biM: «ihfsch roden) sollen. Jer. 18, 12. schroten wälzen {zu&rst in einer Mainzer whmde V. j, 12S9: die wfnschrMere solen •emen vter phennii^^e von einie ftkdere üt lu ''Hirodine vnddrtphenninge nider zu 8chr6- dine. Böfer amwahl 47. 48) Ut mU schro- ten roder« JedenfaUt nfdU verwaniL -^v^» Schröter. Ansschnpfen (ausächüpfen), aussioszen: ob sie {die gottlosen) itzt eyu Ueyllang vbtr- flttssig habe», sso werden sie doch vorlerben vnd nit ym land vnd gut bleyben sitzen, sie werden gewislich auszgesf Imjiin vnd eyn an- der dreyn gesetzt d. '^Q.^salm. (1521). Cj*. in d. ichrift: viertr9iUidufMimen,{lh2Q). Biij'' ausgcschapllt« — «fl. abschflpfen. Anssrhosi (nt]<;sclius), m. eine anzahl ausgetcähKer personen , welche im namen anderer handeln : die iandsdiailt oder aus- schus. wider den hisdutff xu Magäelbwrg, (1539). Pj\ aveft von der tereammlMn^ \dieser personen: der ausscliiis i>l gchnitcn, »Iiis ist war, aber w.i<; hat man tiriimeii ge- liaiidell ? uiarnungeans. 1. deudschen.{ 1 53 1 Ciiij''; darnach fodderl man mich in sween kleine sonderliche ausschoss. £m(, 1,39*.*» von nusschicszen — = auswählen. Anssrhättcln) ejccutere: dis cbreisrhe würtcin uaar heyst aussteuben oddcr aus- schHUdo, wie man einen mantel ausschfitldt ncUIcr aussteubet. Her trostliche jNW/men. 1 l'i'2n' Gv*; da sie aber widerstroltton vnd legierten, sciniiieli er (Paulus) die kleidcr aus. aposi. ycsch. 1 S, G ; auch achtttlelt ich meinen bösen aus, vnd sprach : also schailde golt aus, jderman von seinem hause, vnd von seiner crhcit, der dip wori nicht handhabet, das er seyausgesi hiittcU vndleer.iVeA. 5, 13. Anischillen. effmtiere» 1 ) sinnlieh : ich bin aasgeschtlll wie Wasser« ps. 22, 1 5 ; vnd ist mitten cnlzwey geborsten j vnd alle sein cingpweide au^geschUt. apost. ',ge8ch. 1, lä; vnd da sie die sccke aus- schütten, fand ein jglicher sein bflndlin gelds in scineol sack. 1 Mo». 42, 35 ; vnd wil Je- rusalem ausschütten, wie man schUssel aus- schüttet. 2 kön. 21, 13; vnd schuUeo die laden aus. 2 chron. 24, 11. I 2) HUUiehi ich heb mein herts für dem Jicrrn ausgeschut. 1 Sam. 1, 15; Jacob ist so blöde vnd vcrzapi, das er ni«*Iil anders Imeynel, denn er werde seinen groll auU' ) hn vnd sein gesinde auasdiiilteb. vfter dte ersfe . HeA Jfoie. (1527). aaij^; solche freude vnd ^ trotz wolle er gerne aussditttten vnd jeder- 24 Digitized by Google AUSSCHWAOERN )86 AUSSIECU£N man r.iUeileo. iar tlO. ^.salm. (1539). Eiy* ; dieser (XvringH^ bringet keio buch er- fur, er schdltcl newe yrlhutn ma* vom ahendmal Christi fl52S). giij^ AMMkwadern , wegen überfiUlung aus- ßnsen, aMlMf«»: da scbmets vnd sprflUt er (der leii/ei) sie Hwfmdm) auch so vol. lins PS an .illpti f5rtcn von jhnen ans«;ch\va- deii vn(! liwiMiimot eitel Icuflelsdreck. vom Schern hamphoras. (1543). Biij", — vgl. schwadern bei Fri$e% 2, 239* und Schmeller 3, 529. Aissrhwrirrn ''nii^ischwprfn), fertig schwä- ren: snl innn «iii- {die schwären) aus- sclineilen, auU' das man jr los werde, vnd das hftse hinweg komet nein trawen» denn damit solieslu wol den gantzen leib verder- ben vnf! tiidtori. snnilern Iiis • lo flohen vnd aus<;chweren bis zu seiner zt'il. Jen. B, 336*. Aissckwcnncn s. ausschwadem. ikmschirtMaci, malare, mu dem waaer schwimmen: sanct nicronyroiis gcscbriebcn bat, die bussc sey die andere tafTcl, ibinit wir mttssen ausschwymen vod vbcrkomcn nach den das schiff gebrochen ist. indtdt catechUmm9, ( 1 529). Xiij* ; wer anssem sebilT fi'lU, (It'i- firgrcini pin brot, daraulT er ausz- scbwiinnif' ;hi< iifi r kouimc. Uschr. ISS**. AiBscbwitxen, essudare, 1) intransitiv: das jnra der ehrgeils fein ausschwitzet. hauspost. Witleml). 1 515. /"««Äei'/ 70*. 2 transitiv: fleisch vnd bliil ist durrli pilPoi^ (!.! l.nle i]r"i Ininds t'cu/an, erspähen, aunkund- *ckaften: alle uie)uewegespelie>Luaus. var. «tpt, 1 39» 3 ; vnd bat mir eynen weg aus» gespebct. var. zu 2 5«iii.22* 33. beide var. ßindieil. auch das tvUfSt. ausspäher mWne ich bei Lulh, eiumal gelesen xu haken. .4n8spannen. in doppelter bedeutg. l ) los- spannen : sie haben meine scelen ausges]>an- nen vud micii zuuichlgemacbl. I/to6 3Ö, 1 1. 2) anadcftnai», aHSflreeimi: ein ausge- [)sannel nelx. Hos. 5, l ; die andern aber sind auszgespanncn {auf Ji,' foUer gespannt) vnnd haben keyu erlu^zung aogenoiumen. Hebr. 11,35 nach der ersten ausg. des n. tett. luipeeiUerfiy erfonehem also hie» wenn sie {die well) hdret, dU Christus xur helle gcrarcn isl, feret sie zu vud wils so baUl ausspecuUren, wie es zugangen sey. von Jhnu Ckriito. ( 1 533J. Jy" ; sie wolleas mit jrer vernunllk ausspeculirai vnd erfor^ seilen. Eis!. \, 202''. Ansspe ien, esspuere^ eigentlich und bild- lich: da speieien sie aus in sein angesichle. MaUh. 26, 67; vnd der selb (der fisch) speiet Jona aus ans land. Jon. 2, 11; liie t^ills nichl den hrey im maul welUen — sondern den hroy ansspeien. ein brh'ff an die iu Franckjurl am JUegn. (io'A'^). Uj" ; das das bind seine einwoner auäspeie. 3 Mos. 18, 25; ein truucken haus speyel den Wirt aus {Sprichwort), der prophet IIa- bacuc. (1526). iij'; so lasse er mich mit seinen bUchüu, die der teufel auszspeiet vnd sdieissel, vngebeieL liicAr. JAK AnsspciMB, uUgemein für ausstatten, versehen: zu dieser zeit sind alle kUnste reichlich ausgespeisel. hauspost. Jhena. 1559. bl. 131\ iwMftUn* f9rlig tpoUtui aotebe spoUer las faren bis sie aus gespottet haben, das 14. rnd 1 5. rap. s Johannis < 1 538). f'ee ij*. Aussprechen, mu wurten ausdrucken, effarii ich wH meinen rannd aufthun au sprachen vnd alle gesdiichle ausspredieii. ps. 7S, 2 ; vnd Tiengen an zu predigen mit andern zungen, nach dem dor jnen g.iU aus zusprechen, apost. gesch. 2, i ; geisl vnd wind wird ynn der ebrtiscben sprach mit einem wort ( ruha [nn*i] ) ausgesprochen. der prophet Sacharja. (152S). Ddiij''; die es auff griechische weise ausgesprochen haben, vom abendmal Christi. (1528). ziiij' ; wer wil aussprechen, was der liebe fride hw ein vnaussprechlicli gut ist? das man kinder zur srhfih^ti halten solle. (1530). Fj'; nie- mand kaua nknix wcrck aussprechen. Sir. lö,2* 2A* j y Google AUSSPRECHEN 188 AUSSTEHEN iu^isprCfbfB, n. ausspräche: PS grliiirl zu dem gcist, wor iircdi^cri wil. oiii <^u[o stim» ein gut ausi^prcchen, ein gul gedechl- nis md ander natorliche gaben. Jen. % 16**. Anspierilich, e(fabiH»: dts geschrey ist vnmeüsHch vnd mit keiner tQDgen aiisaprech- Jich. Jen. !, 10\ Anssprcngen, ausspringen machen, ßgür- Uek vergreifen, «nfer dfe leiife kiringen'. ans dem icurel erdacht» vnd in die rlirislm- heit mit Ificfn :ni er (gott) auch so viel man k jnn seinen h enden noch helle, das er einen garstigen creeem, bindet seinem wiHen dnreh hater menschen getichl eingefUrt» kOndte aussicu- bem? von der trincfielmesse. (1534). Aüj": w'olirn die Idgcn vollcnd aiissteubem. von den Juden vnd Jren lügen. (1543). aiüi^ darnach alle kelzerey vnd jrthumb amge- steubcri. ebend. liiij*; da Jesus CbriMitt kommet, den wiillm sie iiiclii h»iden, doch hat er sie atisge-Kieuiteri. tischr. S5'. Ani>ütec]ken, durch siechen heraus bringen : aber die Philister grilTen jn (Sieuen) vad stachen jm die äugen aus. rfejbl* 16, 21; d;)^ trh euch allen das rechte enge ansilecbe. 1 Harn. 11.2. Aaaatecken, erigere : also werden sie auch das fenlen nicht aiilT den mastbanm stecken. Jes. 23. in folgender »teile s. r. a. anstorkoii : wHrhes ie eine unfreund- lirhe nachbarschafl ist, so nahe ein bier dem andern zu trotz und schaden »iMsleckeD. de ^yette br. 6, 71. iusstchen. pcrsistere, perüurare, aushal- len, erdulden: iiw-vn (lofz soll \|iren trotz aiisslehen. ermanujiye zum friede. (1525). B 1]** ; ob man gleich itzt stolze, gewaltig«^ vnd reiche wenate Andtl, di« «nff jhren inJtmmon lroi7(^ii. \nc'f>r(r?f(pf gntt z Arne od- der lache, .ils die ^niion zorn wol Irawen auszusieben, deuä^ch catechismus. i 1 529.^. Cj*; die bedifrlTen seer wol eines trOsler«» der sie stercke vnd erhalte, das sie sidchs ertrnpen vnd .Tn^^tfolion knnnen. das 14. md 15. cap. Johannis. (1538j. Ccj*; vod das AISSTEHLEN 189 AlSSTlt£iCU£N wtl «kr grOHen x«iehen cinei bl» das nie it'm ander golt soIcIipti harten widerstand hat 3i!ine Scheiben oder fensler 3n"5s!os5C. teuUr die antinomer. (1539). häufig Ui Inlft. muh du tpn€hw9rlHeh9 reden«- «rf; dem ftss den iKHlcn aus$tossen — > der iache ein ende machi n, z. h. durl aher wird fr üiilT ein ni;il dem fass den boden ans stossen vod t>.s alles ein eude machen, das 15. top. der enten epiU. 9, PauH an die\ Corinlher, fl534). Qii^ 2) einen ci^-stnisren, aus dem haus, dfr\ Sladi, dem lattd, eiiwr gesellschaft «sIoszjmi, rertretben, verjagen: hU wd sie nicht anü' ein j»r aiusiiHisen Ibr dir» lulTdas nirht das bnd wtist werde. 2 Jf«e. S3t 20; wird sie alwr eine wid wen oder attsgestns'ien. 3 Mos. 22, 13; da aber das weib Gilead jm kinder gebar, vnd desselben wcibs kinder gros wur- den» sliessen sie Jeplilhali aus. WeM. 11,2; ii$ «bei ist grösser denn das ander, das du an mir gelhan Iiast, i\na du mich ausslüsscsl. 2 Sem. 13, 1 1> ; es kam Tur Jhesum, das sie jn ausgestossen halten. JoJb. 9» 35. itisfrafcs, aufhSrm m» straftn: wenn ^er valer das kind ausgestratTt hat, wirflt er üe rute yns Xewer. der prophei Uabacuc. (1526). fj». iiieirtckea» egltniere, oMredten. «na- ddknen. 1) timnlich: nu aber, das er nicht ansstrecke seine harjd, vnd lireclie anrli von •i'-m bawni »les lebens. i Mos. 3, 22 ; da sprach er zu dem menschen, strecke deuie haid ans» vn4 erstrecket sie ans. JfaKft. 12» 13 (m der fOraS^Uielle Marc. 3,5: vnd er stndtte sie aus); slreclie aus deinen arm. Jud. 9, 9; ia strecke die ann getrost ausa. originalhrief r. /. iri22 im ges. arch. zu Weimar, reg. M. pag. 109. 42; der xvoin- slock streckt seine reben aus gegen jm. Ese^, t7f 7; sie wollten ancker aus dem hynderschilf ausstrecken, apofl. ^eteJI, 27» 30 in der ersten ausg. des n. lest. 2j abstract: das wyr mit hrflnsdücr liilze vnd (wie ybr tüipische wort lauten^ um aus- gestreckter lust sollen auch also vns todtea. das ander teyl tcidder die hyml. prophelen, (1525). Bj»; (Carlslad) gihl fnr, das die de» leyhs Christi gemeinschaftl iiaben , die mit ausgeslrackler lust das Icyden Christi be- dencken. ehinä, Giij". 3) sieh ansslreekcn: denn s. Gregorius sprielil, das prtlllieli !i''lto 1,'e^en sich selb nicht bestehen kan, sondern sie musz sich ansstreeken sn einem andern. Jim. 1, 50** bei G rirnm. Ansstrelrhen, 1) mich dUnckt wol, kOnig Heinrich habe ein eile grobs tuch oder zwo dazu geben, vnd der gitTlige buhe Leus, der wider Eraomum geschrieben hat, oder seines gleichen, habe die kappen geschnitten vnd mit Initer vnterzogen, aber ich wil sie jncn aus- streichen {glatt streichen?) vnd schellen da- ran schdrlzen. Jen. 2, 2) mit Farbe ansstreichen, aiisnMien: die Sophisten mir villeicht fast feind sind» das ieli sie bis her nicht recht vnd gnug gemalct bab, sondern allein aulf ein papir schlecht abgerissen, vnd derbalben begeren, ich solle sie auch mit der färben ansstreichen. ein widderruff vom fegefeur. (1530). Aij''; da habt jr jn (den teufel) mi» s«'iner färbe aufl* das meisterlichst abgemalel vnd ausgestrichen. Jen. 5, 334^ 3) mit Worten ausstreichen» keranuetrei» chen, hervorheben, ausführen, da bereiti Grimm tctb. 1 . 992 für die.se, a us der sinn^ liehen bedeulung des färbens, malens enl- tpruiiijcne afttfrocltofi du ausStreichens te- lege in überflunt Mngt, 40 fShre ich «itr noch icenige aus meiner Sammlung an: wenn ieli snit vnd kunde die creaturen aus- luessen vnd mit w orten ausstreichen, sollestu eben so groese, ia noch grossere wunder darinne sehen» als ynn diesem sacrament. «ermofi von dem •acFonienl lie« leibt vnd Digitized by Google ÄlSSTRElCHüNG 190 AUSTILGEN hUtit ChrUti. (152G). Av^; die worl sind so feyn vnd gewaltig, t\:^< wvr sie nirhl iiulssen so vberlaiiflen, sondern bas ausstreichen. amleg. der epUl. vnd euang. vom heyl. drty WtdffuleU, (1525). miiy^; ilas mos ich ein wenig grob aussireicben. das mans ver- slebe, deudsch hilechhmus. fl529). Bj*'; darilmb liedarir er sccr ivoi. der Iksbe goU. das man sc iu worl vnd werck wol lob« vnd aafls besle auMlreiche. von d«tr he^. tauffe. (1534). Alf. AtsstreichiDg. f. von aiisslroiclien :<>\: hie sihct man den emsigen vleis Mosi in au$- slreicbung dieses erälcngeboU. Sisl. 1»520''. Aittlrälei» ddttlrm'l btmidmi idi baue nicK sebir xu rugc ge^lellel vnd meyncl, es were lusgeslriltcn. sii diesen blnisrliwoi haben wollen anrOtcn. vom abenämal LhruU. (1531). xiij*; wcislu wie aidi die wolcfcett ausstrewen ? lKoft37, 1 6; alrewe ana den zorn deinea grimtttea. 40, 6. Auataiicrta« abaofoera sindia a. aus- lernen. AnstbcilcU; dislnbuere, ausspenden, ver- IbaiVeii: die chrislen luseminen trogen essen, gellt, vnd noUdurin, wilcbs neben der mcsz ■wart auszprleyllLl den ilUrfTligen. ein ser- mon von dt in n. lest. { 1 r<;iOi. Cj*; ein armer belller, su «t hürel, ihs man au einem orl ein reiche spende,* gelt oderkleider austeilet, da durin man keines büUcls, der ybn Iriebo vnd schlüge. deud4ch calechismus. (1529. rerm. aufläge). Pvj''; vnd er tHIel das volck aus in die siedle, von einem uri tlgypleu bis ans ander. I Ifoa. 47* 2i; diesen sollu das land austeilen suro erbe. 4 Mo$, 26, 53 ; die hansflirf icilel den raub ans. ps. GS, 13; wie iium rrolich ist, wenn man. beute auslcilcl. Jes. 9, 3. Alllbtllei, n. auribuUo : vnd vollendeten also das ansleflen des lands. Joi. 19, 51. Anstheilcr, m, dislribuior : herr vnd leiltT fies lebens vnd aller lodlen aufler- weder, die epislel des profheUn Jetaia^ (1526J. EU'. Autbeiliig. f* vwihtikmg, dlMrONiio; die gUler leyden nicht gleiche auszleybia^ irtder den faUch genantU'n geyHlirkm ilund. (1522). lliij*; mil auslcilung tie^ Ei- ligen geisles. Hehr, 2, 4 ; die erwerbuuge (4ar ailMlanver^cdwii^) ist eyn malgcsebeheii am creulze, aber die ausleylunge isl ofli ge- «icliolien. das ander teyl tcidder die hyml. propheten. (1525). Niiij'*; weil deoa der icxi ynn Paulo ao vom bro'd odder leibe Chrisli redet, von der anaieiluog vber tiscbe vnii nicbl von dem hingeben an dem creuU vcrslanden wird, .vom abemdmcA CMitt. (1528) . Aiij^ ^■atbnn. 1) tilgmi was er {HakmA) im euangelio Tuttden hat, daa an sehweer \ti(l hoch zu yleiibcn gcwcsl, das hal eraus- gelh.ni. f ine heerpredigl. (134 2). C'y. 2) auükJien, verpachten: du soUjin deia gdd nicht anff wneber Ihun, noeli ddae speise aufTvbersati ansthun. 3 Jfo*. 25, 37; I CS war ein hausvatcr, der pdaulzcl oinrn MvriniM'i j:. ilict jii den vveinpartncrn aus. Maiih. 21, 33; solche hauser doch rausjen ausgeiban werden, de IFelle br. 4, 522. Austilgen, delere, vertilgen, abschaffen, ablhun: ich wil dou Auialek vnlcr dco liimel atislilgen, das man sein iiit ia mehr gedenckt*. 2 Mos. 17, 14; der herr wird seinen u^mcu austilgen vnier dem bimeL 5 Jfoi. 29, 20; das nichl ein Slam ausgelilget werde von !•- rail. rieht. 21, 17; seiner muller sündc mUsse nichl aubgctilgel wcrticn. ps. lO'J, 14; vnd äu.sgelilgel die handscbriÜX so wider «iu» war. Col. 2, 14; vnd suuor aolle man die kircbweye ganlz auszlilgen. an den tikrUli' liehen add. (152lj. Hiiij''; ich sag lun» eislcu, das ts gut wert-, das {dmz^ geisüich recbl von dem ersleo buchslaben bisz an den letzten wurd aa grund auszgeiilgeL a^nd. l ij*; vnd sieb vnlerslehen das euangeUoa ganlz auszulilgen. deud^ch catechismus (1529) . Riij^; vnd sol alles sciilcchl >n.l absein, vergessen vud au.sgclilgetj was onr durch diesen bridTiu Icyde geschoben ist. eon MmL wnd gtitoUn biiafan. (1529). Diiq*. Digitjzecl byGqOgl^l AUSTaAG 191 AUSTROCKGN Uüngf ». ßr dietet im tinne von end- fitügi «tltcAntfim^, ichhutwriheü, auch vertrag im 15. und 16. jA. «eAr gangbare Wort hnht'n unx in den deutsch fn ftrhriflcn Luih. s belege nickl begegnen woUen. von 4t» ini «Mlfen, welche Orimm totb. 1 1000 üu» iMlk, unter «ualrag hringt^ nnd die beiden ersten dem „vertrag iWiuchen dnn (nbüchen bund zu Srhtr alten rnd den sveien hauffen vnd versamlung der batcren 4m IMeiuee vnd Algete", 4ie driUe einem terdnOtehlm MeflMlh.'t entnommen. Austragen, mhd. Ö7, Iragen {Ben. 3, 72), ahd. fl;; tragau (Grajf ^, 497), egpQrtare, 1) vnd etliche aus jnen waren vber das ^le des ampu, denn sie Inigens gndet »s vnd ein. I chron. 10, 28. 2) etwas, einen n!i^ir.ilt j" ; wo dir ein vnnvtz naul rui koinpt, das ein andern anstregi vnd verleumbdet. rrile yhm friscli vnter äugen. deudsrh enlechisnim.(\b29). Küij'; ich hah denen ihoirc ich) dasmnnl (^esloplFl, diemich anlmpinervertraweleM j t ; TrawCatharina von Bora auftragen vndherOchtigen.Jen.3, 159". 4ii!»träglirh, fntriuosm, so wenig wie austrag [$. d.) von Lulh. selbst in seinen *chrißen gebraucht i die stelle: damit auf dem kflnftigen condlio deste Idrderlieher, stadicher md ansinglieber von der neuen lere g oral schlaget, wa«; pnt nngcnomen vnd was ]iüK g#>mi(Mt'ii wrrde. Jen. 2, 433** bei Grimm gehört Luth. nicht an. Autmseni, die Iraner aUejren: nachdem iada aasgetranret halte, giengerhinauflfseine schaff zu ^rhcrcn. 1 .Vo«.3S.l2; da sie (Dalh- ^?6o;au^gelrawrel hniu», sessene zn jm, vnd er treib die geisler ans inil Worten. S, 16. u. t, o. im n h'tt. ■ der atisgoiriolion satnti. ein sendbrieff an die fürsten su Sachsen. (1524). Aij^ 3) das vieb austreiben. aufdiewHde tret" hen: morgens wenn die leut auA Teld gehen zu erbeiien, oder das vieb austreiben, d. 65. p.v. (!5nn. Gitij'. 4) furcht ist nicht in der Ucbc, sondern die völlige liebe treibet die Airebt ans. I M, 4,18. Ai8tret€i, aus dem uhiff, aus dem wege treten, herausschreiten: die fischer aber wa- ren ausgelrellPii, vnd Yviisrhen jrf nelze. Luc. 5, 2 ; vnd als er austrat auil das land. 8. 27 ; denn die rinder tratten beseit aus. 2 Sam. 6, G ; die mittel Strasse wil er, vnd wedrr 7.tir reclifi'ti mu-b zur lincken seilen aus getreten haben, cermanung zum gebet wider d. TürcAen. (1541). Biij*. — aus dem Moaler Irefen. ee «erloMen: wie ich denn fOr mich selbs bishergegen alle ausgetrelten personen gebranchl. Jen. 1, IfiT; vmb sey- ner ehe odder ausiretlens willen, widderdie verkerer vnd felscher keyserlichs mandats. (1523). Aiiij«'. Austrinken, ebibere: wo du soltesl Chri- sfiim b)bf'n, i«o Irinckfsiu Iii !i r ein kandel biors aus. eine predigt vom rerlrimenschaf. (1533). Cij'; sie sagen auch von Tboma HOntter, das er ein halb siflhtchen aulTeinen trunok habe ausgctruncken. Ei$l, 2, 81*; die liefe II des d:iunielkelcbs bastu ausge> Iruncken. Jos. 51, 17. Anstreckcn (austrucken), austrocknen, beides /lir suslrockenen, eanieeare. l)lr ticden putxpsalm, (1517).Cv'. — ionvndig vnd auswendig Rom. wider das bapsiuin zu Rom. (1545). Eij*; die werck, »0 viiQ goli auswendig der goLllieit gcoiacbt, tiid nicht leleOeii (opera li^i'laltt ad eMra natt indiuUa. «. .^v^itfliii). Jen. 8» 165*. 2) m€morit$rt aus dem geäädmUi: ich folf'e Jivrynn s. Bernliard ynn spynnn hu(-h lu dt in l. ipsi Eugcniuin, wilehs biJlieh sol- len nile bepst au»zwcndig kuoden (können). cyn seniMe/f «n den bapit Xea X (1620). Kl*. ahd. galt für In hedeulungen von aus- wendig ujrana {(jiraff 1 ü'M). erst mkd. hc- gegnet iV^ewendic, u^jt'Wfink'o . i^wN-mlof {Ben. 3, 695;, worin weiidec iiacA Grimm «Ib. 1« 1014, Weigand wtb, 1, 83 ttne ton wand, weniger wahrseKeinlich von nTndrn oder von ahd. die wanla « das wenden {Graff I, 762j ist. ^flswcrfcBf ejieere, in vielfacher anwen- ijl etncn auswericri, hinauswerfen: vnd f WfKt'mb. 1 545, festtheil. bl. 5SV — ^Kti ausvNLifett : das sie sich also sclbs von £011, Cbn5io vod seiner chrialenheit aondern vnd auswcrtTen. das 16. eüf, Manmit. (15381. 2) fensler auswerfen, emirer/e»; dictoicli- koccUle, die mir die feusler auswerfen. Üurk- Hardt Mefvo, 404; wenn ein liurger^ ineistcr oder richler slrafTl, so wirft man inen die ffiistcr aus. Üschr. 401*. 3i kolii, uiirath elc. [vun innen) auswer- fen : ausz der speise wirl vuflal, so durch den natürlichen gang wird auaageworUhn. üschr. 32''; so der leib iol also essen vnd liincken, spiilzcn vnd ans vvcrflcn. das 15. cap. der ersten ep. s, Pauli an die Corln- ther. (1534). biiij*; alles was zuui muude eingehel, das gehel in den handi vnd wird durch den naMrlichen gang ausgeworffen. Matth. 15, 17; die gotlloscn sind wie ein vng«*si(tHi niner. das nichl 5fi!lo s«»in kan. vnd .Heine wellen kul vud vntlal auswerflen. Jes. 57. 20 ; das gespey, das d. Caristad von dem erfcentnis des leibs Christi ynn dieser Sachen nuswirin. das ander leyl ufidder die hffeü, Propheten. (1525). .Miij'. 4j ntiUe auswerfen, expandere: es isl vergeblich, das netze ^uswerfnm Tor den en- gen der vogel. spr» 1, 17; ich wil mein nelz vber dich auswerflen. Ezech. 32,3; farc aiitl die hübe vod werffet ewre nelse aus. Luc. 5, 4. 5) die hlnde auswerfen, auaslreeiketi, ave* breiten: ich kOre ein gescbrey der lochter Zion, die da klagt vnd die hende auswirflt Jer. 4, 31. Aaswestcrn^ nur einaißl in den tuchreden begegnend» wo es s*v. a. entfernen bedenk' tet: wir wollen sie aussweslern aus dem sluel, darin sie sieben, iischr. 398'. darf irohl an das ausstehen des westerhemdes gedacht werden ? Aiawickclni herauswii^n, miadrehen. loMetiuleii.* ein gottloser, so er bürge ist worden, vnd gehel niil rencken vmb, das er sirli atHwicki'le. Sir. 29, 20. AttswirkeB> sich auswirken, wovon ios wMtm: wtf nn nicht Inst hat aar Uanm, gewissen warheil, kann sich leicht verdre- hen vnd auswirken, de Wette br. 5, 215. Aaswisfhrn, 1) ausloschen, tilgen: wcyll ficb dich hie ym hewbsluck falsch erfunden, Iwirslu keyosz glaubenax werd seynn, bisz 25 Üigiiizeü by i^üOgle 1 AUSWOfiiNEN 194 ALSZEN disze lugen werd «ungewisscb«t. unlworf deutsch. (1522). Kiij". 2) abwischen, reinigen : Maria hal seiner müssen warten vnd pllegen, jn seugeo, eUeo, ausz wischen* ÜlcAr. 72*; er mtts ein tflrcken düe sli0el auswisschen. «Cn dkmflieft «c)Ufii«r InMi. (1&35). Ej'*; einen alten lum- pen, da man vnrcine schlich mit auswischt. hausposL WUlemb. 1 545. vcinierüieü. bi. \ 3'*. Aiswohnci, autxerhaib iroAnen, gegen- Matt von einwobneo: so mttsst man auch dafilr sein» dat man nidlt in einer slad allen fri"iit1»il''fi , .iii^wnnciKlcn polH>, Jert I. ?02*'. Attswucheru. durch wacht r aussauyen : alle Und vud stedte mil siosen beschwerel vnd ausgewuchert sind, von kauffskandlung vnd Wucher. (1524). Aiij^; ein rcirbcr jüde wiiiMicrl rilr>1rii, hfrrn, lanJ vnd leule aus. von ditn Juden %nd jren lügen. (1543). eiüj''; dazu jncn vnscr geld vml gut lassen zu lohn auswufhem. ebend, h üij*. Avsvirf, m. von auswerrcn : da wir gros vngewiltcr criitleii liallen, da ilioliMi sie des neheslen lagtiH einen aus'.vuHV [ix/iokr^y inotovyfo, vulg. Jaclliui fecerunl). apost. geteK 27, 18. Aiavirf lig. m. verworfene, untaugliche j>erson: «;rhi'^'it> ilin- inen aussen am hause vnihbcr. ! hön. (i. 6. c) auszeo für auswendig, memoriler, nur in dem „vntetrit^t der vieiiatom eUt.", dessen herausgäbe Luih. besorgte, nicht in l.'s schrißen aelbst: daneben sol virl so lang bis er gar aussen bleihef. vbfr daa rrste buch mo$f. (1527). Yiiij'", \\oui\ d*e wideihnlfl' aussen bleibt, so versieget die wollhal. hau4- poiU WUtemb, 1545. iommertheU 72'; jnii webheo reden die artiekel besser aussen bleiben, denn das sie dahcv slündcn. \vi'h!i>r- (imb st«'hr>n aiMlofMn, wi^astm: gleich als wenn leb wollt eyer wiegen ynn fvnf r wage, vnd wii|re ?5ie nricli , ahd. ösjar (Graff \, 536; von aus mit ableitendem ar, wie infter «. inn> nieder «. nied «. a. I) aasxer— ex, estra: da mirh aber gotl aüsser (m den predigten „vber das erste buch Mose" : aus t meines valcrs bausp wan- dern hies. 1 Mos.20, 13; — den liscli iihcr icfse ausser dem forfaang. 2 Met. 20, 35; dieganUe gemeloe sei jn steinigen ausser dmbger. 4 Mos. 15, 35; es ist nichts ausser «lem menschen, das jn künde <;emcin machen. Marc. 7,15; vnd reiäsct dich hin» wie der veihe das huchle aoMer der glucbhenne nugcl. das 17. cap. yoAaiiiiif.(1530).lüij''; ausser Wiileraberg weisz man alles besser, weder wir selbst in der sladf. de Wette br. 4, t>35; es sey ausser oder inner e. f. g. herrschalt. 5, 31. 2) auszer a praeter: vnd bracht er zu das speisopfftT vnd iiani seine Iiand vol, vnd zdndets an auü' dem .illni-, iiusscr des mor- gens brandopfl'er. 3 Mos. 9,17; vnd hat je- mand dirh besebkilRni ausser deinem umn. 4 Mee, 5, 20; ausser dem, was er sonst vermag. G, 21 ; es ist ein golt, vod ist kein ander niisser jm. Marc. 1 2, 32. 3) auszer <>» ausher, Umstellung von ber- aus. me ahher «. herab, auffer aufher) V. herauf: was »oltislu gullis schreyben, wenn du szo vnuleyssig vnbodrchlig anszer sjieyesr, wms dyr ynf:r maul! iVlIel. auff das rbirchristlich buch bocks Emasers. (1521). Jij' ; vnd da er ausser gieng, kuml «r nä mit yhn reden. Lue. 1, 22. nach der entern ausg. des n, 1 08)^ «JM, Ai^ro» rt3;aroslo {Graff 1, 539. 540), wonach der seit Luth. herrschende umlanl unorganisch erscheint. 1) sein eusscr wand. Ikön.üpb; der eusser vorhof. ffsedk. 4 2, 7 ; vom eus- sem thor. 47, 2. 2) äuszerslc — entfernteste, hinterste: vnd zündet das fewr herrn vntcr jnen an, das verzerel die eusscrslen lager. 4 Mos. \\, 1 ; an der ewserslen greotse. 22, 3G; darnach bawet er die eus^vlen mauern a« der slad Dauid. 2 chron. 33, Ii ; neme ich flügel der raorgenrüle vnd bliebe am eusscr- slen mecr. ps, 139, 9; sende Lazarum, das er das eusserst« {die spitze) seines Ingen ins Wasser tauche* Ine. 16, 24. Ansxerbalb, extra, praeter. 1) praep. mit gen.: will das rumpeln ynt» den vvinckeln ausserhalb des Icybs nicht hel- Ucii, so belffe du mmpeln ynn den schwer^ mer kflpflen. eyn hrieff an die duri^n s« Antorff. (1525). Aiij"; ausserhalb der stacl gegen mittag ein brun war. Judith 7, ß. 2) auszerhalb "^ausgenommen: aber die andern personen in der kirchen, auszerbalh 25* Digitizea by i^üOgle AUSZERUALBEN t96 AlSZiEHCN ilie tclittlpmonm sollen gnt Philipps und gr»r Hans George za bestellen haben, de Wette br. 5, T'Ki. mhä. ü^erliajji [Ben. \, GIO), ahd. ö^ar- halb und A^aninhalh (Graff 4, 884), wenn halb dos gekSnlä sMtef. dh halbl «eile UL mit dem dal. pl. halben iti itu fnlgen4$ ad- verb gebil : ausser- halben Wittenberg zn UeibeD. de Weil» kr, % 14$. _mM. fti^erhalben (Ifen. 1, 6t5). XuMerlirb, mhd. A;;crlili (Hen. 3, 198). bei Ke is e r < f' r ff noch usserlich, .Tisver- lich, doch diesmal der uvUatU in dem folgenden lieh begrHnd»L {)adj,: dardmb leren wir allexeit, man solle die «(«tcrarncnt vnd alle cusserlirh ding, so goll ordnel mhI oliisclzot, nirlii an-^flif^ii nach d<>r groben eusHet lichett lariieii. deudsch e^tchismus. (1529). Tiiij*'; das du ansehisl deyn eoszeriich wessen, von beyiier gntttüt. (1522). Oij"; oh vnser eusserlicher mensch vcrwescl, so wird doch der iimeilirhe von läge zu läge veriiewerl. 2 Cor. 4, 16; das Ttiicli golles koinpt nichl niil eusserlichcn ge- bertlen. £Me.l7,20; wenn das berlz traurig ist» so hilfn kein cusserliche Trctide. ipr. I4tl 1 * eiM^orliili pcfallorschafl. welrhp pcrsnnen verboten sind zu ehlichen. ( 1522.) Aij'. 2 ) adv. : wer wil sagen, was er verdienet, wenn mans eusserilch ansihel. fliofrSI, 31. Inssera. sich Haszem, sich enthalten, von sich abthun: \t ]\ raus M< i!)fMi vk der Iheolo- gischen eiiirali vnd der krtuDiiieii vnd ihcuren worl, so auf der golt wagen ligen inu&scn, mich eussem. Bnrkhardt hriefw. 362; solche leul für keine Christen zuhalten sind, dif so l.iiifjf zfil des sacrnnifuN ons^prn vml eiiUtehen. deudsch catecfUsmus. ( tä2Uj. Yiiij'' ; weil sie doch der lji$schoflhchcn auipl sich eussem. von den «cMüsseln. (1530). Piiij'; sondern eussert sich seihs vnd nsm kncchts geslall an. Phil. 2, 7 : nm Ii szo wa- ren sie auszsclzig, das er sie l>illich vormy- den bette nach dem gcsclz vnd sich yhr ge- euszert. ewin^. von den Iseften «nsf eisten. (1 52 1 ). Diij*'. — die narren wissen nicht» das ehrn in dem sie anffgehcn vnd slarfk wenlcn, das sie von goU gecwssert (verlaissein scin«l. da4 magnifical vortetUscht. { 1 521). h iij''. imenrnf . f. huagung, Irennung : nu isU klar, das die ensserliche einickeit romischer vorsumlung machl nit chrislenn. ^ro mncfil ybr euszernung {sict} gewiszlich auch km kotier odder abtrünniger, «o» den bnpslwn SU Rome. (1520). Cj*. Anszirhen (auszihen). in vielfadien |e> deulungen und anwendungen. 1 ) kleider ausziehen, gegenüber dem aa- ziehen : als nu Joseph so seinen brfideni kam. sogen sie jm seinen roch mit dem bundlenrock aus, den er an halte. 1 Mos. 37, 23; vnd so! sein«^ kleider darnach aus- ziehen vnd ander kleider anzielten. 3 Mos. 6, 1 1 : vnd heissot dem Josna die Inmpes auszihen vnd herlieb« kleider ansihen. dar prophet Aiebarfa. (I52S). Miij"; das wir jm {dem in einen engel des Hechts «V/» ver- stellenden teufet) sein engel<»kleul nns/ilieo. das 16. cap. Johannis. (1538). Dnj'; irit ! nicht bersu, zeuch deine schnch ans. 2 Jfot. 3, 5; d«i must mit Mose hie die allen srlmrh ;ni«57ioli*»M vom abmdmal Christi, k inj\ auch emen ausziehen, lAi» des gewan- des enüedigen, hermAm: des andern ugs kamen die Philister die erschlagene ansss- ziehen (vulg. ut spoliarmt intci fei !•->!«). l Snm. 31. ; vnd zogen jn aus vnd leglen jm einen purpur manlcl an. Matth. 27, 2S; ein mensch fiel vnler die mOrdcr, die zogen jn aus (golk, birsubMIdon in«). Ine. 10* 30; ich will eynoii lo.Ucn (iolinUi wol ausz- IziVicn. attff das vbirihristUch buch bocfcs Emszers. (J52Ij. Fiiij '. ■ 2) daher fig^rlkhfür ablegen, enlxiihmi ziehet den idten menschen mit seinen wev^ cken aus. Coloss. 3, 9 ; es rousz ein gro«ser ernst vnd ti'-H WMf'lliiinf,' r!i •^cin. «n| r aU mensch auszlzogen werdoii. grund vnni vrsach aller artickel. (1520). fij**; sondern auch auszihen alles was vns angeboren isL | das 15. cap. der erslm epist, s. Amb* nn die Corinther. (1534). iiij*'; er hat meine ehre mir ausgezogen. Uiob 19, 9. 3) Schwert ausziehen {aus der scheide): ich wU mein sebwert ausziehen, md meine h.md sol sie verderben. 2 Jfos. 15« 9; tinif \ aus denen, die mit Jhesn waren, recket die . hand aus vnd zocli sein schwert aus. Matth. 26, 51 ; mil blossen auszgetzognen scbwerd Digitized bv AUSZ1E[1£N 197 AISZCRNEN IQ fiircytten. auff itu tbirehruUirii fnu^ bwks Emssers. (1521). Ciiij*. •1) nepcl ausziehen: eine hdUo. die nicht waggefflrl winl, welcher negel sollen nimer- mfcr aasgezogen, vnd jre seile keniM luris- iM irerdeii. Je$, 33, 20. 5) gleich wie da;; fcwr aiiszzeugl als (altesi feysl vnd macht eyn dürre griben. die sieben pusspsalm. (1517). £ vj^ 6) ausneheii » mmf&Uen, aiitii«Aiiien, ifaft torbehtüten: Israel hatte sweUT sOne* von wih-hen goU den einen , neinlicli Lcui sonderlti It ,ins7og zum prieslerthumb. vber iae ersie buch Mose. (1527). ooiiij'*; ynn dem altenn lestanienl goll yhin ausztzog vnd Jirliehilt alte enie meDliehe gepnrl. von der freyheyt eyniss Christen mmiihen. (1520). Bij*; das sich ydorm.in vnrwundcrl, wi^ (loch das inochien für sunde sein, die in «Icr aDerheyligsien bulla de« abenlfressens au:iz- tiogen vnd fnrbehalten weren. buUa eew domini. ( 1 522). A ij' ; von solchen leyblichen stfUtM!, vnn «'uiilorhr-vt fur andern atis- getO}{ca vnd iiülLi^ zur »eitgkeil gemaciu werden durch falsche propheleu. das ander te^l Widder die AynU. propheteit, (1525). Pij*: deagleichen .sie atich etliche bücher mehr au<(gezogen hahen, fflr iiinire Ifiitt- nicht zu lesen, vber das ersie buch Muse. C|*. — phariseer das ist die abgesonderten odder ansgezognen. aueleg* der efum§, wh Osten. (t&27), fviij*. — sich wovon aus- ziehen, aufnehmen, enlsiehcn: haben sich auszogen von allem schos, zinseu vrul readleii. die ander ep. s. Petri. (1 524). lu j\ 7) am$ einem erte» lande ele. riehen: da zo(h Ahrani aus, wie der horr zu jm gesagt hHle. I Mos. 1 2, 4 ; Jacob zoch aus von Ber Salm. 2S, 10; da nu das volck au<«zog aus seinen hüllen. Jos. 3, 14', zum lando aosxiehen. 3 Jipt. 1» tO; solt eyn haasherr nicht recht vnd naclit haben eynen gast od- dpr knerhl lieyssen ans zihen. widder die hymi. Propheten. (1525). Gil''; wenn aher krieg ist, so mus man ausziehen vnd zu felde Ilgen, der prophet Saeharfa. ( 1 528). 0 iiij*. mhd. di^ siuben {Ben. 3, 925). AnsiffbeD; n. der snh-iUintivisch gesetzte inf. des vorigen verhums: da nu Saiil ange- sagt ward da» Üauid von Kegila enlrunnen war. lies er sein ausziehen anstehra. t 23. 13. An^^zirkeln, mit dem zirkel autHiM^p;», genau ermessen: vnd wollens nitl der ver- nanfll vnd eigene klogheit «oszirckeln, wie sichs wolte reimen, wenn wir sotten alle zumal, so jhc gebom sind, widder aufrerste^ hen vn«I lebendig znsamen kinnpri. das ! 5. cap. der ersten epist. s, Pauli an die Co- rinther. (1534). Aj''. rj^/. abzirkdn. Aiafigy m. t) eseünt: vnd Mose beschrieb jren aiisziig. 4 üsf. 33» 2 ; auf! das du des lages deines auszugs aus Egyplenland ^e- denckest dein leben lang, b Mos. 16, 4; der auszug der kinder Israel aus Egipten. der 117. piobn, (1530). B iiij'. 2) exfroeliw; die epislel aber saact Judas kan niemant leugnen, das eyn austzog oder ahschriül isl aus sancl Peters ander epislel. t'orr. auff d.briefe Jacobiu. Judas; dcrcate- chismus, weleher der gantten heiligen schrillt kurlzer auszug vnd abschrilTl ist. Jen. 4, 387*. 3) conditio, exceptio, ausrede, nuxffucht, ausnähme, vorbehält: wer sich des ergeben wil, das goltis reych in yn kumnie, vnd gotlis Wille geschehe, der mache nur nit viel ausz^ Iznge. auetleg. deutsch des v. ti. (1518). Eiij''; wie pult vnd billich die rechte sind, so liabeu ;>ic do( h allesampt eyn auszzug. das sie widder die nott nicht treyben künden, von teeUHeher vberlteyl. ( 1 523). Eiiij'* ; das lies ich wol verba de futuro heiasen, wenn ein conditio, anhang odder auszug da bey ;,t'seizi wfirde. von ehesachen. (1530). Uüij^; da isl keine regel so gemeine vnd sehnnrgleich, die nicht jre anszsUge bat. lischr. 102*; im judenlhum mustc yderman f hlirh -?eyn, vnd galll die keuschheyl nicht^ on sonder vrlaiih vnd auszzng golti. aiiij*. Äsiiwingf erzicingen, atiswingen : «bnn das doctor Eck solch an e. t g. vinb meyuen willen schreybe, kan jrh nit avsascwiogen. de Welte hr. 0, 1 7 ; so vii>l sohrcibeos, lie- ber hpiT vii*l piitfr freuTTfl. Iinfit jr mir .ius- gezwuiigon. von den Juden vnd jren lügen. (1543). niijK hmwtk (awe), iiOerf. dotoilia» doch meAr /Ür den inneren, geitH^ tehlMr*: md «r sclircy vnd '^prncli, awp nifin liprr, tlazu ists enlldinet. 2 kön, t», 5; awo, es ist gaiukel- wcrck vod keyn grund da. mder lUe hyml. Propheten, (1525). Oj*; awe, er seuffi au secx VDd madit sii-h zu vol. derpro^MHa- ßflcur. ( 1 525). nj ': n Ii und awi» vin'rr'n. das schihie conltteinini. ( 1 530 ). B iiij*'; awi» schreien. Uschr. 209''; auweh, icb sehe wol, das gott das wort nicht hat von mir gcred. vber das erste buch Möge» (1527). Ss iüj*. häußfj vrrliinilel Lulh. awe mit ja, zumal trenn ja ironische f zugesländtus nusdnirl.t H sollf in wekhem sin» wir ach j», u ja ^aycn. Pharao sprach zu jnen, awe ia, der herr tty mit euch. 2 Alos. 10, 10; isls nirht reyn? awe ia, ganlz feyn. tridder die hyml. pro- phelen. (1525). Ciij''; hieraus folgert er, das Christus Ton seinem Ociscli rudo, da er sagt, fleisch ist kein nfltae. awe ia, schttne folge, vom ahendmal ChriiU. ( 1 528). n j' : dnrunib xverdm /u der rril vi«d grspottol vud gesagt habcn^ awe la, zihcl hin vnd; bawet. der inophel Sut harja. f ir)2S). Ij*; wo ist IUI dem ^tti['! las ilir jhn hcllTen, .tw? ja, Elias wini koniea uid dich abnemen. äas schöne conßieinini. (1530). Kiij*; weoniliir bapst kOnige vnd filrsten verflucht bis ins neunde gdied (wie man sa;.'l) gilU vnd lioIU aurh solciicr tlin li gowis ? so doch gollexodi am XX. allein jus vu;rde gelicd drcwct zu straffen vud doch niemand verOuchl, ane ja, er gilltgewislich. «o«4enadUfi«ae{n.(t&30t. Dj'"; awe ja, du bist ein fein gesell. Eisl. \, 32''. in den tischreden hl 2 11^ ericheird auch awe nein, welche iHgung z. b, aurk bei Albenu begegnet („Crotus: welchen lu- therischen artieul wolt ihr xom erstfnaa- greiffen, derprifslerehc? Wied: aweneyn." Alherus widdcr Jüry Wilzcln mammeiHkin. 1539. bl, Lb' bei iVeiyand trlö. l, Söj. vgl. auch Alb er US diel. Kkiiij\ Auweb enlspricAl mM. ouwl «nd (aiit Verengung des au iU 4) Aw£ {Ben. 3, 541). Liither's iirhreihung awc gleidU dSf W» traw«', bawen, iiawen u. a. Xxtf f. pl. cxle, bekannles hauu^erkieuß: eine nistige schartige aitt. «on JAefuCkriiio. (1533). Gij"; mag sich auch eine axt rlill- men widr r dfn. sn damit liawet? Jet. 10, 15; es iivl schon die axl dou bev^mcn an die wurlzel gelegt. Matth. 3,10; man »ibel die eite oben her blicken, wie man ia daen wild bawet. ps. 74, 5. Axl ifit mhd. ackes, später ax (Ben. 1,6). ahd. achiis, acchus, accus [Graff l, 131)), goth. aijizi, gebildet nach lat. ascia /ir actia VON der wtrtel ae, ak, die attcAdmwi^rMim acus, acios u. a, zu gründe liegt, vgl. abn^*' vereinzelt beg^gnot das wort im 16.;*- noch ohne das seil dem 1 5. jh. angelrttent U R Bf der u eivhe lippenlaul , u irä in den äUeeten Schriften L.*e häufig durch p ver- treten ^ tet'e übei^upt die harten taute m denselben bevorzugt erscheinen, als bei- xpiflf dieser oberdeufsi hcn färhung di r spräche L's. dienen: par {in dauckpar, danckjiarkeit, fruchlpar, rructitparlicb.schaDd- par), peichl, peichten, peissig, pergen (ver- pergen), pcsie superl. v. gut, pcsseroag, gepet (gepetl gebet), gepie'en (gepol), Vfr- pieten (verpol), gepirge, poden, gepom(hacli- geporn), prauchen (praiich, mispiancbeo', ficiirerh, gepreehltt likeil . verprenncn, puinl (i» bund), gepur {-^ gebühr), pUrde, gc- purt, pusz, puttcr, auch auslautet^: bnip, leip (Iciplich), da$t dfese bta gegen des Digitized by Googl fiAAR 199 BACKE Jdkr 1S22 hemdtenif (dodi audk später noch V or tauchende I rigenthümUehkeit nicht etwa auf rechnung der setzer zu schreiben ist , sondern von Luth. selbst herrührt , be- ituyen seine eigenhändigen briefe aus jener i$n«m «in ffroixer theil der vorhin an- gtßkrten beispiele entnommen ist. umge- lehrt schrieb Luth. stets bapsl, nie jia|is( oder p.ib^i; ebenso nur ribe (riebe) costa, nicht rip|>e. iH» im 1 6. Jh. {aher üudt iekan frSher) rorhandene neigung nach tu vor d und t ein h f|i) t'ittzusrhicben , (heilt auch Luther ; er irftneb z. b. Irenilul ( bpfrcnilxJen , fremlMl- iiogj, beiubd, seliaiubii schäm); <>au}|)l, «onbinpt, nimpt, bestiinpt, kompt (kiuuj'i), lenimpt. Ba.ir 'nudtts), s. l»3r. B;i( h rivus , kleines fiiessendi':i tcasser. geic^ihniich m.: vud esgescbach iiücIi oUicbeu tagen, das der bach nrtrocknet. 1 k6n* 17, 7; VB(1 er trank des bachs. 17, 6; Jhesus gieng vlior den li.icli Kidron. Joh. 18, 1 ; ein iaaili {^'oljel hindurch als durch einen seichten bach. hauspost. Jhena. 1 ^fiD bl. 195^. nmgtmal awh f,: wie ttne bach. Uiob 6. 15; jenseid der bach. l Jfoec* 5, 37 ; \\>t-i die hach. 5, 11. nthd. bach <,H"rt. I, 7") ', ah'l. [tai li , pah (Graff 3, 21}, yolU. letUcnä, ist dunklen Blduuity m. tM 15. — 17. jh. ein nicht mehrzuden untersten schiih rn (Jen schiHzen), aber aurh noch nicht zu den eigentlichfn studenttn gehörender junger menscit , der SeUeMumKeritri^, nn iogenaniUer fah- render tehSHer [vgl. Schmeller tctb. 1, 145. Grimm tctb. 1. 1000. Weif/and *Ptb. 1, 90>; bei L. auch s. r. a. t ncerstun- diger, ungeechtiffener, roher mensch über- hm^: tut »chule vnd t\m rocabulario eiqiio mil den groben baclianlen. widder das hlind vnd toll rerdamnis der sieben- zeh'n ardckel etc. i l.")24). Kiij''; so sollen Me dü Tur kncgcn locatcn, bacbanlcn, grobe esd vnd tOlpeL das man länder zur tekule hatten soUe, (1530). Bj''; ich wil aair di.s mal den schnuppen haben vnd Aij^; kein bachant noch eael tsl so grob, wenn er nur thar was newes auflbringen , so leu0l jder- ni ui 711 \rid gleubts. das 5. ß. rnd 7. rap, s. MalUiei. (1532;. Nij'": wer dich e>el, schülzcQ vnd bachanlen mit rulen slriciie, das dir das blol vom arse fltfsse. wider dae bapstum XU Rom. (1545). Tj*'; f/^r iiame kommt von hacchari — tcild umherschweifen, eig. das baerhmfesl ft-iem. BadlMtisch^ unverständig, tölpiich : und wollen nur fursten vnd alle well mit ihren geistlosen bacbantiscben rechten vcrdauinieii oder iieilig machen, de Weite 6r. 4, 410. — Frisch 1, 4 5'. Bachlein (bticbbu), n. rivulm: s, Bernhard setzet ein solche vrsadi vnd gleichniss, er wolle lieber aus dein born selbs weder aus Aeok bechlin trinckcn, wie d«Min alle menschen Ibun, wo sie ans der quelle iniij^eii Irinckcn, der becblin wul vergessen , un das sie des becblins tum bom sa konien nOlxlich brauchen, von den cwMÜjis vnd kirchen. (1539 ). Ciij ; es (Wessen von mir viel bech- lin in ilie frarleii. Sir. 2 1. 41, — mhd. beeheiin {iien. l, 75), aUä. baiiiuii ( 6 ru//* 3, 29). Bachweidc» /. salix helix: nieyen von dichten bevvmen vnd bachweiden. 3 Bios, 23, 40: die bachweideii bedecken ju (den behemolh). Uiob 17. Baeke^ m. der geeiehttüteH unter den äugen zu beiden Seiten der nase und des mundes bis zu den ohren : sie weinel des tiaolits, das jr die Ihrenen vber die b.uken lauüen. klag. Jerem. 1,2) so dir jemand einen streich gibt auff deinen rechten backen, dem biete den andern auch dar. Matth. 5. 31) ; ich ^elie dort von fernen, wie er die backen so iieli'lig auUblesct. tcider die an- tinomer. (153U). Cy". häufig gebraucht L, die redensart sich in die backen hauen — aieft «el6«( ins gesicht siegen: der Schweriner geist liewel sicli selbs ynn die bnckcn. vom abendmal Chi isU. ( 1 02^). aiiij*'; bcisst sieb das nicht fein jun die backen gehawen vnd sich jno der Weisheit beschissen? auff das vermm^ch keiserlich edict. (1531). Aiij"; Irawen hie solt i« h niicb selbs jnn die backen gehawen haben. der IQl.psalm. (1534). 31j*'; wie bewet üigitized by Google BACKEN 20Ü BAULKLEID sich der canliiMl hit io die backeD. «r/der den bUchoff zu Magdeburg. (1530). Fj''; (Jas lM'iachan, doch atieft seho* pacchan, packen {Graff 3, 24) ; süddeuisrh nocft h$uU bachen {SchvicUer xrfb. 1, 144). Baekensehlag; m. schlag auf den backen, alapa: gleycU wie Christus für dem bischolT Annas, da er den backenschUg emplieng. SffH sermon von dem icucher. (1520). a^*. — mhd. !)ackciislac (Ben. 2-, 3b2). Barkenstreif h , m. dasselbe: als er aber solchs redet, gab der diener einer ibesu einen backen sUreicb (ml. bibel: backen sdilack). Job. 1$, 22; vnd gaben jm backensireicbt (nd. bibel : b.irkensclil.-t'o). 10, 3. Backcniahn (backcuzaauj, m. deiu maiü' Inrtr; da spaltet gott einen backmain in dem kinbacken. rfaftl. 15, 19; aeslMseherr die backenseene der jungen lewen. p«. 5S, 7. — mitd. hackznii, liakzaiil fßea.3, S4Sl« ahd. bacchozau (Oraff b, üb 4). Backer «. bedter. Bftrkcrgaü« «. beckergasae. Bäckerkans s. beckerfaau's. Barkerin s. beckerin. Backefen^ m. ofen sum backen: gleich ww ein backofeu, den der becker hoiMt. Bat* 7, 4; firOsche sollen komen in deine backnroii. 2 Mos. $, 3. wthd. bacfaorea ili-n. '2^, 455), Dasyp. diel, bachofeiu . Bad. Ii. tavacrum, balneum : so bin ich auch newlich ym bade gewesen vnd bab die om gewasschen , das ich wol bflre. «om abend' mal CftrilK. (t528).eiij*; las sie heis geaag auflgie««s(>n. w er weiss, wer txM b jnn diesem bade schwitzen wird, steo pnütgt. (15351. Eiij^ ; auch was ist das für eine sebgkeil, da man ewiglich alle stunde on auffiillm schwitzen, schwcnslon vnd stincken mui, wie in einem bade. rerl''^!ut>*f des akoran. (1542). Hiiij\ in geiallichem siun di^ hei- lige taufe: so bald wir die kinder schuch ausgesogen vnd kaum aas dem seligen bade komen sind, von derkt^en Utuffe. (1535). Kiij''; ein ln l A^-r newen geburt ebend. Eiiij'' ; das bad üur widergeburl. Tit. 3, 5. bildlich gefahr, noth, bedrüngniss: ^ns I die wir ynn dem bade ntcbt geweeen sind, • bewegen solche worl nicbls. der prophet < Stirharja. il')2Si. Ej"; wenn die lieluMi engel üuhi xwrcn gewesen, soll dir «ier teufel cm iiad haben zugenckt. Je», 5, 3S6*; aber das bad wird ausgehen Aber ne. de Wette 6r. 5, 417. | mAd. bat(Ben. 1, 77^ nhd. p(b)ad : ^r^'F^ 3, iO. 4 7). — in zusavimenselzvngin er- j schcinl bei Luüi. ineist bade - [mhd. bade ahd. bada pada tfoeb MnwtUtn aneh hi\i\ - . B»dekleid; n. veslis balneans: lliul jnii ewr l);ulckleid vnd licn^'Cts an den hab. wamunge an s. l. deudschen. (1531). i^tj * Digitized by Google BAD£KN£CUT 201 BAHN Mihmtt» fli. UuMUntr: lie seyi aOe sampt schnllllosze, nackele, vngelerele schreybcr, wilcbe viol hesspr badeknecht {Jtn. 1, 551'': baderkDecht) wcrcno, denn kricf sieaU der ^Q.psalm. (1521). Diiij*. MiM^ ^. MtdiciMriN; da er näDem enogelio nicht kund widmtehen, schreib er, ich helt*' «Un teufel, werc ein wcchsel- hikk, meine muller eiue hure vnd bademagd. fmimjüden vnd ihren li^en, ( 1 543J. b ü^K IiIwmM (iMdoneyd), f, ituulU: kk sich wol , solt ich den grolMa kopffeo alle yhren mulwillcn gestalten, wurden lolelzt tack die bademeyd widder mich schreyben. Mii im baptUm tu Rome. (1520). Uiij^ tfl ndd. Bad«a, fnM. btdete, tu flütsigkeit {toaS' ser) tauchen zu reiniffung, erfrischung cic: vYorlUn laufen bringet mit sich wa&ser, diBo es heiszel baden oder eintauchen oder MM macfaen mit wassar. de Wette br. 5, 393 ; das es billich heist ein bad der newcn geburt, vnd das rechte jUngelbad , das wer «Urin badet, wird wider jung vnd new ge- krai. von der heUigen tauffe. (1535). Eöy^; die loclitcr Pharao gieng emider vnd ^tk baden im wasser. 2 Mos. 2, 5 ; der. gcnjaigf'ti^ <;o| sich mit wasser baden. HMos. 14, 8; iiade «lieh vnd salbe dich. Ruth 3, 3 ; ^gerecht wird sich frewen, wenn er solche ncbesiliet, vad wird seine filsae liaden in d« gottlosen blut. ps. 58, 11. mhd. liailen (ÜM. 1, 7^)» oM. |»(b)ad^n (öra/f 3. 47). Badenj n. der inf. des vorigen verb. sub' MeaüeUth: ein jglicher Uea das bades an- gaben. JVelb. 4, 23. lader, m. balnealor, der badende he- ter^: da will eyn becl*4er bader. vom krtt'ije u idäer die lürcken. (1529). Ciij^ — nüui. bader (Uen. l, 77). tan. WMMtadb Bndtttiecbt, m, «Kmer de« boJara, #. badeknecht. — Alberus diel, Jiij'': der allerky bosselaibeyt tbut, aUibenknedit, baderknecht. Baderaasd» er heiszt mich einen wecbadbalg nid badennagds son. Kaebr. 259*. vgl, bademagd. Badertaife, wo man das wort dauon sondert, so Isis (das wauer der heil, taufe) oicfat ander wasser, denn damit die magd kodiet, TBd oaag wol ein bader tanlfe heisaen. deudsch c€Uechismus. (1529). Vj"; du wirst. Hie gesagt, Christus tauffe weit mttssen sclieiden von der bader taull'e. ebend. Vij^ ladenrnaaer^ n. : weil aber gottes namen vnd wört darinne iat, so nusltt es nicbt Air schlecht vnd ledig wasser halten, ab daa nicht mehr ausrichte, denn das bader wasaer. von der heiL tauffe. (1535). Diij*; oder (wie es die rotten heissen) ein bader wasser vttdhttndabad. ebend, E^, ladestnb« (badstnbe), /. bahuürkm: der liebe s. Jobannes mit etlichen seiner jdngern jnn eine ofTenthche bade sluben i&l gangen. zwo predigt. (1535). Ciij*; bom, rhörkasten, badsioben. Jen, 8, 437*. — mbd. bats^obe (Ben. 22, 705). B«dfwerk| n.; da durch auch bedeul ist, das solch all badewerck solte mit der zetl aulThören. der prophet Sacharja. (152S). Hhiij*. ladhena« ». hmu, in wHehem gebadet wird: da er cran«? iionimen ist, sey das bad- hausz eyugefalleoo. auszleg. der ep. vnd euang. von christag etc. (1522). Biij*. ilibfdl» II. induiium bedneare: er halte aber kein badhembd an. der 101. j^tdm, fln3l). Diiij*. )ladhatj in. pileus balneans : wie er von dem iiamer oder ausz der schmidle herlautft in «einen langen hembd, in etm badbut. hauspost. Wittemb. 1545. aommarAeil 135*. Badstnbe s. }iric!rn- ders gangbarer teeg, erscheint in folgenden redensarlen. 2S üigitized by Google BAUÜ 202 BALBlfiRER 1) vnd wird eine bau Kin dem Tbngen lemcs vdck«. /«t. II« 16; vnd m wird da- scibs eine bane sein vnd ein weg. 35, 8. 2) bahn machen, bahn brechen: machet ban, machel ban, reuinet dea weg. Jes. 57. 14 ; der im meer weg vnd in starcken was- sern ban machet. 43, 16; tolcha foddert die Ordnung, das er der erst wcre, der die bahn brerhp. das ! 5. cap. der ernten ep. s. Pauli an die Vonnliier. ( 1 534). P]'' ; daher heiast er (dhrtafu«) jnA der tchrllR primo genitus ex mortuit, der erfttjjfebome von den todten, als der vns die bahn ge- brochen vnd vorgangen ist znm owigcn leben. von Jhesu Chrislo. (1533). Ji>j\ 3) aaf der bahn sein, Hth imt€noeg$ be- finden y heratmohen, im gang tei»: er (der teufel) bereit jtit auflT der bahn ist durch s»>inp vnrliufTl, das 6. cap. der ep. Panli an die Epheser. (1533). üiij^; Johannes dm* letiffer prediget vom herrn, er sey nicht aHein gebom, sondern vnier jsen aolf der ban. zu regircn bald nach jm. von den jüden vndjren lüg*-n. 1 1 T) 1 3). Xj* ; darnach mflssen denn folgen solche ral sondern mil iOsilichem wasser vnd balsam. Eist, 2,470*. lald; bslff«^ , adv. in kurzer zeit, schnell, togleich: solls aber jemand aufahco vud ver- lacbea, wurde jm balde kunst, wert vnd www aerinnea. ioi 17. eajk a. Johaimit. (1530). Aiiij'; einem stillen vnzenckischen gcisl ist balde gesagt, das die worl Luce aufT deudsch so viel woUen, die;>er becher ist ein newe tcstaaiMiU wm abetiänuU Christi. (1538) w siii*; ^* *B* *i> en^»Meo. tber das er»U buch Mose. (1527). Si}^; wie er den Orinlhiim vnd seinen hanflTcii isl aaucüti^ worden, hat er sich mit den seinen biU dauon gemacht. ha*upo$l. W^enb. «aMMerIhWI 52*; wenn ich dich an^ nffe. so erhüre mich bald. p$. 102, 3 ; vnd du Seher verlies sie bald. JUarc. 1, 31 : bald am morgen hielten die hohenpriester Mti rat 15, 1. adbd. baMe(ffMi. 1,81), ohApaldo (Groff 3i 109), goih. bal])aba kühn, dreist. IbIs fbalcki, m. fjehrauchi L. 1) für die ihunnche wie für üte menschliche haut: {das kälxlein) bat ein vberaus glatten Wiek, teider dm 6ifdbo^ an Magdthurg, (1539) . Aij**; ihr Iialt aber noch nicht ge- Mhen, wie man eucli Jen sfliöiien b.ilrk ab- Uciiffea kaa. vermanung an die geistlichen. (U30). Giy* ; wir nOssen vna abo mit dem allen bälge achleppen vnd marlern, his wir an Jenen lag« gar geistlich fleisch werden. Jen. 6, 374^ 2) unsüchtige, schlechte wetbiperson: mancher sich lasset so blenden, der ein recht schon frnn» weih hal, das er jr gram wird vnd sich henget an einen scheuslicben, schcmliicheu balg, dos 5. 6. vnd 7. cap. s. Mallhei. (1532). Tj''; vnd Ual sich fun- den, das sie eine besclüni»s«ue braut, ja eine venweiuelle hure vnd bVser balck gewesl ist. von den ßldem vndjn» (1543). Giij''; er nimpls wo ers fin-let , ofli einen garsligeu balck für sein sciiuncs weib. rmdgl» SU Hir. 23, 24 ; wenns eine heydiu ab die Aenea Sylnia oder aonst ein bdser balck gewesen, tischt. 25**; eine erzburo, vcrzwcirdter balg vnd lOgensack. de H^eOe br. 5, 025. neben dem gewöhnlichen pL beige: acht ich solche feinde wie die langen nisae, wekhe che denn lense dnms werden , ledige, dorre beige sein rnfJ^sen. auff des königs zu Engelland leslersckriffl. (1527). Bij\ tm- mol auch balgen: wenn zwen balgen sich siechen, hawapoff. Wültnib, 1545. «em- mertheil IbSK mhd. balc, pl. beige, selten balge {Ben. I, t24j, aiid. pale, pl. pelgi ti. palgd {Graff 3, 107), von ahd. piügan, inAd. bälgen aujf- sdtweUm, Balgen. 1 ) einen balgen, (balgjschelten : die kunsl kan aiicli ein angst crtzhure auIT der ga:>äen , wo sie eine ehrliche jungfraw balget, seckel, huret vud bubet. wid«rEan» WonL (1541). Bj*. 2) sich mil einem balgen , mil einem rin» f/*'n : mit der {hure) sich goll jnier hat müs- sen reuflen, balgen vnd schlahtn. ron den jüdenimd^rmiügen. (1543). Giij^ Bitt «. halg. Belke, m. trabs. tigmim: wenn er Iioret einen bnl -ken krachen, so erschrickt er. der prophet iJabacuc. (1526). Ij**. die scharflen zecne vmbhcr gestanden wie spitzige sculen odder balcken. d^ jMnejihelJona. (1526). Fiiij**; er bawet eine halle mit seulen vnd dicken baickcn. 1 feön. 7, 6; — ßgürlich: was siheülu aber den Splitter in deines bru- ders auge, vnd wirst nicht gewar den balcken 26* Digrtized by Google BALR£NDOCTOR 204 BANK in ddneni «ige. JArtA* 7, 8; diM ing« den balken, ia vil ballten yn yren äugen vnd sehen yr niU auszieg deutsch des v. u. (1518). Güij'. — redensarien : liegen, das die balcken krachen. Jen. 3, 561*; sdiweren md cMen, das die bdeken kradieB. der iOt.piotm. (1534). Rüj" ; aas einer split- ler oder kleinem st^nhlm einen grossen balcken machen, austeg. der ep. vnd evang, wmoiUmetc, (1544). Aj'. mM. bafte (Bm, \, 70) > «M. balko, palcbo {Graff 3, 108). Balkendecter, m. pin jnrisl ist ein balckenlreger, ein theologus cm spüUer- treger, fnd ein doctor Jims ift ein bälcken- deetor. Ifieftr. 307*. BillieirfcUcr, m*gBgen»atx von splitter- richtPr: wanimb heben sie nicht an, werden auch einmal balkenricbter. de Wette br. i, 410. ■■llMidiger» m.; aber dieie balckeii> treger vnd splitterrichter wollen diesen artikf»! nirhi loiden. das 5. 6. vnd 7. cap «. Maithei. (1532). zj^ s. auch balken- docior. Bftlly fpall)» m. fiwi «pMe ^(rAieMfebe kugel: goU hal den palriarchen (Isaak) hyn vnd hör geworffen wie einen pallen. vber das erste buch Mose, (1527). Lliij*; mil einem gTOoen bergs|Hdeiit wie die kinder mit einem peUen. dat 15. eop. der erMe» ep. ». PmM an die Corinther. (1534). fij^ — mhd. bal balles und halle ballen (Ben. I, 117. 118), ahd. palio m. und palld f. das worl iil nad^ We ig and wtb. 1 , 9S ä6erke«men Qu$ rMMmeefc {üai.) die palk^M, hugH. BallspIflcR; n. bringen sie (die ktnd«r) doch sonst wol zehen niül so vi(»I zeyt tu mit keulichen scbiesscn, bail spielen, lauflen vnd nunaellii. andüerodkerr». elc. (1524). Düj''; itliMi, m. dw aiM der baleasnetande flieszende harz . wie der kilsilich balsam ist, der vom heubt Aaron herab floiist in meinen gantzen hart. ps. 133, 2; er {der teufei)\ bell aeitten vnflat für bisam vnd balsam. hampoit, Willenh. 1545. wtnferlbeil 6t'. der leib war nicht geweidet , weil man nit baisam vnd aronaU kondle heben, titehr. BalMMBleren, durcA haisam vor Verwesung ! edUMsm^/alileiiibaliaiiiierMi, mM. dmlaclir balsemen, balsmen {Ben. \ , SO): anvf^ weidet vnd bakamirt« lifcAr. ^45^ Buipeli s. pampeln. lud, n. was Mum Unden dient, Ua- ämtstmiua, tkmikh und flgMIdu iOm offen gerete, das kein deckel noch hm\ hat, 4 Mos. 19, 15: ''in Io-^p bnnd frjr ein gttrtel. Jes. 3, 24 ; das band des Inedes. Ephes. 4, 3 ; die liebe ist das band der vot- komenbeit. Cohn, S, 14. dtr pl bände (bünder gebraucht Luth. nie) hat getcöKn- lich die bedeutun<^ rm fesseln : die stricke au seiuen armen wurden wie faden , die da» fewr versenget hat, das die band an seioen beoden suechnoltien. Hebf. tb, 14; bMde vnd trObsal warten mein, apost. gesch. 20, 23; dieser mensch hnt niclils gethan, das des todes oder der bände wen! sey. 26,31; ein will wuttend ihier mag niemaol mit bao- des •eemeii. gnmdvndvnadk. (1(20). oj*. mhd. bant {Ben. l, 131). aAd. p(b)ait {Graff 3, 1 3G), v. dempntet» «4Hi bilideiu Bändel s. bendel. Bandig s. bendig. iiag«» bang, ansti«, emp, beiiger (mM. 17, gebraucht InlA. »«r oti ed0.tR der n rbindung mil "^ein , werden, machen, Üum und dem dat. der person: da furcht sich Jacob scer vnd jm ward bange. 1 Mos. 99, 7; es wird joen bang seio, wie einer gebererin. Jes. 13, S; vns ist bange, aber wir verzagen lucht. ? Tor. 4, 8; die vnsin- nigen narren wollen wchnen , vns sey so bange vnd jach nach jrem conciiiu. vider das kapHUm mu Bern. (1545). Diff ; du voick macht mir bang. 2 Stm. 14, 15; so der reit, spricht der fiprr, wil ich alle rosse schew vnd jren reult'rn bang machen. Saeh. 12, 4 ; ein chrisl mus ju {den tod) aocli tragen vnd leiden wie die andern , vnd Ibal jm wol bang vnd wehe , scbreyet aber allein 711 i^ott. das 1 5. cap. der ersten ep^ä» Fueä I an die Corinther. (15341. Oij'. um beange d. i. be-auge, dessen ange dw oJe. von eng« fti. Banler s. panier* Bank, f. langer erhöhter sitz: niemand uhfT 7(infh>l ein liecht an \Tid bedeckls Biil emrm gcfess, oder selzls voler eine banck. Digitized by Gopgle BANK 205 BAiNN £«c B, 16; die bcscka waren gfllden md silbern. £siA«r f, B; ab die kiader an den bencken gehen, von im «tmiUfi 99id Mr- ehen. (1039). Cij*. Von üetem teorte gibt es eine wtenge fedMMWfMi^ iiicM fttwifß d^MWM eweBeliMii iWskBelliilBk «nter der bank liegen, verhor^m, verachtet, vernachlässigt hegen : da Wir sahen, das die sclirilll vnicr der banck ]»f^. da* Mese wori Chritli noch fest stehen. (1527). aüj*; das he^ig wert gotlis nit aüeio Ynder der bangk gelegen» anndm von ^\mh vnd mutlen nahend voriiveszel. ein (kuUck theoloffia, (1518). Aij'; d^n lolin haben wyr, das wyr das euangeli haben vnier der baek ligen laaaen. mmOtg, der «|». «tid twutg. des advents. (1522). Fij*. — unter ^rcbank legen, heiiHtc legen: solchs sol- len wir nu mit allem vi eis ireihen, rnd wo! ins herU bdden , den glauben zu erwecken vnd 4«reken, nieht abo wie bialMr a«a dem wege leUen, oder ein wefle vnler die banck l^en. /«i.6,l89v — iinterdiebankstoszcn: so last ?ie id4e /». sehriß) vns vnter die banck stosseti vnd an jrer slai die concilia vnd veter aBein enffden pvlt legen, von ien coltetHJ» mdkirchen. (1539). Hiüf ; es hat die hei- lige sclinin vnter die banck frrstossen. ebend. kj*; so sol man das onangeliuni recht vnter die banck slusseu. Jen. &, Ii''. — unter die bank atecken: dkm wil ich aber VeNn behalten vnd nicht vnter den banck slefkon. ein vntcrrirhtnng ipie sich die ehristen ynn Miisrn sollt n schicken. (I52Ki. ATÜj^;dtepapii»icu wuliensich wol genipuucu, wd aelehe grewel vnler die beeek stecken. wtmmgBQm§,Li9udschen, (153t). Eiij' ; dfc im ampt «^il^en \t\(\ i'^t jhcti hrfnlbcn, (hs sie der cbnsteniieii fuislthen vnd oirenllich kachten sollen mit jrer lere, so stecken sie IS vnler die banck. /afi.5, B69^ — unter der bank hervor sieben: noch mus dis alles heisscn des Luthers euangelium vnter der banck crfilr gf^ropTn. Jen. 6, 1 1**. - — durch di e b a Q k, ohne unterschied, ohne ausnähme : Avch die gemeyne banck hyn iata beediloe- WD, das dtt solat kinder zeugen vnd des mans gehülffen scyn. axtsleg. der euang. an den fHmcmisfen festen. (1527*. Rd*. — einen luriiaukiiauen etnamseitic ehre aöschnei' den, einen verleninden; daher gehören auch die vnnBlaen wesschigen meuler, die die leat gerne r.nr hanr4: hawen vnd austragen. ausleg. der zehen gepott. (1528 ). Nj''; yhr menner, wo yhr zusamme kompt, so hawt die lentte nieht snn bencken» vnd aaacht dem nicht eine eelche nasen, dem andern ein andere, analcf. 4er ewn^. «en etlem efe. (1527). diljV mbd. banc /. und {wie noch landschufüich t. B. im Beu0n) m. (ITen. 1, 88)« oM. pancb in raff 3. 131). Bankart, m. spurius , uneheliches kind, eig. auf der bank {nicht im ehebett) erzeug- tes kinä , in folgender stelle übertragen auf imaeBle, wUd» reben: nn wachsen daran etliche reben , so man heisset wasscr reben oder wilde reben, das sind vnarli^'C banckart vnd beysclilege , kcinf' fruclit tragen. das 14. vnd 15. cap, s. Johannis. (1538). bbbf. bankart, gewöhnlieh mit tonlosem zweitem iheile bankert, ist gekürzt aus l^nnkluirt, tcelches tcort zuer^it im } 5, jh. rrsr/n'inl {z. b. tn der ersten deutschen btüei. 1 Sam. 17,4: vnd ein man bandchart [vulg, vir spurius, iVBmb.NBel: ein mann ein baslhart] der gieng aus von den herhergen der phi- lisü'ner). Banketen^ ein banket (convivium} haltem, festlUA §^maH9em: handtelen, rennen vnd stechen, von den concilijs vnd kirchen. { 1539). c iij* ; denn wo yhrs mit ernst gleub- Icl, (las yhr von gol gesetzt vnd geordenl wcrel zu keyser vnd filrsleu, yhr wurdet dea hancketen vnd hadderns vntb das hohe sitzen vnd andere vnnfitzcr bracht eine weile bssen. vovx Ar^ yi» u-td^ierd. iiireken. (1529). Eiiij'. — Daneben auch. Banketieren^ aus franz. banqucler, ital. banchetüire: es stehen bnclntabeo dran, wer die lesen w^ird , dem sol der kutzel vnd das bancketicrcn wol vergehen, ebend. Fj'. Bankpfiil, rn. bankpolster: das sie jm jrgend ein multcrn zur wiegen oder ein banckpftil fnr ein kflsse leihet, hauspost, Wiltenb, (1545). w«<70]ii!*'rn vnd (Ins lifvst ann" flenHoh yn deu bau ituin. eyn sennon von äemhoch- wirdigen sacrawienlM (1519). aij*'; das w bey bann vnd snnd gcfMutt» eltiich lag nit flayich, eyer, bulter, Jilz fidl das zuesszen. warumb des bapsU bucher vorprani. ( ! 520 ). Aiiij'' ; 0 wen wir hye fniiu wereu, wie oül mu^leu Ute official buflen yren babslUcken vsd biadiollicfaen bann vorgaben» Mlen. «im den guten wercken. (1520). Fij*; wU ein bi- sschoir odder oiBcial jcmnnd jnn bann ihim, so gclic oddcr schicke er Inn jiiti die gemeiae vnd für deu pfariier, da der !»elbige sol jnn bann getban werden, vndtbue jbm» wieredil ist. von den schlüsteln. (1530). Jiij* ti Hl mir den odder den jm bann, ebend. inj . ebenso steht das wori im n. lest. : denn die jüden ballen sicit scbon veretuigel, so jemand jn lar Chrtatuni bekennete, das deraeUuge in bann gelhan würde. Joh. 9, 22: sie wer- den euch in den bann Ihun. 16, 2. 2) ff fr altfrstamfnfiche bann dagegen en(- tprichl mehr der acht, welche :u der aiw- schliessung noch die Verfolgung hinzu fügte; der oder dat nath dm mötmUeken gettU» gehanf^ iMf atiafc dem lode , der vemieh' tung verfallen, vf^» 3 Mos, 27« 29. Jo$. 7, ! r> H. a. sL Baaobriefi m. ein den bann androhen- de od»r aumpnehendu ««brejie« ; vor wei- ten da bepsle, bi^achofTe» pfaffenvndmOiiche ynn solchem rcgiment sasscn, das sie mit kleinen bannbriefen kOnige vnd ffirsten zwingen vnd treiben künden, wo sie hin wolten. der 82. psalm. (1530). Aij\ Bannen, 1 ; m den bann Uiun, excommu- nieterm: die rechten scMosselsind . . . sflnde binden vnd sUnde lösen , das ist bannen vnd absoluieren, odder jnii den Iinim vnd aus dem bann tliim. von den schlwisein. (1530). Gij'' ; bannen ist nicht , wie etliche meinen, ein seeie dem teufel geben vnd berauben der furbitte vnd aller guten werck der Christen- heit, /an. 1, 2^9^ 2) swingen: wie koinpslu denn dazu, das er soll jin brod vnd wein sein vnd sich iierab lassen bannen durch cm ziäscheu eines men- achen vber deoft aller, dtu 6. e«f . a. JM an die Epheser. (1533). Dij*. über den muthmaKilichen zusnmmenhM^ mit binden vgl, tirimm tclb. 1 , 1115. lanner, m. dar den bamn verhäsigli ab ee nn wel war iat, der bann ist an AliditeBy er sey recht oder vnrechl , so ist doch attzeit des banners siond in ijnHsern fehrligkälen, denn des verbanateti. Jen. l, 24 1'*; diebao- OMt kein vrsach liaben die verbannlea la InMsen. abend. Banniacb (bennisch), mit dem banne be- hfjt, in defn banne befindlich : hie wollt ich gerne einen cauonislen doclor liüren, der nur woll anzeigen , wie viel mal nach den csea- nibna vnd geiatlicben rechten der baint, Cardinal, biaadioue , pfaffen, stilll vnd kidster rior simonev vnd ander vntugcnt halben jnn Jiann verdampt vnd verflucht sind, wer bell sie aber bennisch? vermanung an die geitl^ Man. (1580). ; die gemehie^ ao selchsB sol bennisch halten , sol wissen vnd gewiss sein, wie der den bann verdienet vnd drein komen ist. von den schlüssein. (1530). Jü]"*. — bei Gerstenberger ehrsa. beenscb: doasen brant doden (dUMs») des keiszers dynere , darumbe das sie die paffeo vnfle tlip nioncbe bcensoh bilden von des bo- bisls weyn (wegen). Schmincke tMnim. Boss. U 192. Ittniiiiy Mlol. bannatia (JhMmge U 666) : den (dann) ichs bischer gehalten habe, wer die yrlhuuib vbir dir w.irhcil setzt , der leugne gol vnd bell den leuUel an, vnod das wil vnü die&se bochberumple (hewre bttBe mitbanlichea drewen heyaeen vnad awingeBi. irtddar die »nilin dca andebHalt. (I^SOK BftunMeiüifr, m.: dnirnb fuget sieb dcr dreyer spruch keiner izur gewall des bapits vbir die ganu chriateabeal, man weit daa nur einen beichtvatter od«r penilentiarien, odder bainneister drausz machen. «0» dm* biip'^iuin zu Home. (1520). Fij''. BMUBseUei ibannzeddeij, m. wa$ bann- brief : die weit mu haben geistliciie tyiaa- nen, die sie mil bannzeddeln« brienen vnd gesetzen anasangen vnd baachwtfen. /an. 1. 243\ Bajipeln päppeln. Digitized by Googlq BAPST 207 . BAPSTSCHÜRLING l^ll; (babst), m. 4m überhaupt der rö- baHBen. 1, 75), aus dem roman. papes. nur in einigten der ältetten drucke Luther- scher schrillen begegnei die Schreibung bähst, fMMl immtr bapst, nie after papst , une de Wim w den brUfan hto, MnUih Hnd bH L. mmmmwu- ietiungen mit bapst. lapttdi ^opjdciirde, austeg. der ep. mdwuang.detaiimnU, (1522). Piiif. — ffi fHM* 2p 35«. tiytterel) f.: ich lasse die jhenigen disze •wrltc a(trianisrfip liop-fierey verleydingen, die den bapsl zu üctiUizen aicb vnterstanden ka- bea. «yi» sendebrieff a» Jibm von SdUey- •Ai. (1523). Aij^; keyn christlich len noch McR hat man yhn (den jnden) beweysel, «»onHerTJ tmr der bepslerey vnd miiMch(^rey mterworiren. das Jhesus Chrülm ein ge- bomer Jude sey. (1523). Aij^ Biprtaael« m. hänjjlg wM^rkehrmäe bt- uieknung des bapstes vnd seiner anhänger : er rf'i (ptifr! . n if linl '^vh dor bapslesel be- schissen, wider das baps tum SU Rom (1545). Diüj*; so gar grosse vinmesliche luathat der icrdampt bapstesel and seine verfluchte hnben- sdtule 7.U Rom , den armen Christen man zu pfTcti. ebend. Nij^; sie sind thcnr solche liir- ten vnd nicht so gemein als die zweyfüssigti poffei Tod bapstesel zu Rom. ebend. Tiiij*. BipatMcIcktB f M* dbnin* in vwnftm ah liebs bapsteselchen lecke {^fing«) nicht. ebend. niiij". lapstfan : nein, sagt esel bapslfartz, glaube Ihots nicht, sondern dein eigen rew vnd gangthnn. »bmtd. Qq*. Ba^tgesind, n. das verfluchte bapslge- sind aber lestert noch. Amapotl. WüUnb. 1545, tcintertheil 45'. Bafathenchlerj m. der dem bapst heuchelt : ej dtt fejner (Mpstheochler Benno, wol hastu dcyne erfaebung verdienet. wiMtrMnnmcen eft^off cir f ! 52 1 1 n iiij". Bäpalin , /. : fi»r der hciügen junpfrawen s. Pwla terltus, fraw bepstiu autF die knie Uen. wMer da» kiptUm mu Born, (1545). Cii\ BipstUrh. papalis: vorhyn hatt ervnsal- tiu hepatisch gemacht, nu wü er vns allzu eüaogelisch machen, «on beider geOaU eie, (1522). AJ^; wir sind Widder («cder) bepstisch noch Carlsladisch. widder die hjmf. Propheten. fl525). Jiij''; bepstische tyrannen. der 36. psaUn. (1521). Ai]**; bepstische flndenweiher, eon ilerheU.tamff0, (1585). CKf . iiihtlMiMscA: herlxn nn alle yhr bepstisch cn nufT einen baaffen. gnmi tmd vrsach. (1520). kiiij''; ist aber das nicht ein sellzame newzeitung, das bepstisselte wol- len nicht bepstisch sein? verMannn^ an dte ^eiMliehen. (1590). Eij*. Ba|istkcticr, m. wer den bapst wil zum göt7Pfl behalten, (1»'r hlf^ifio oin l>ap<=l-^golzer vnd bafislkelzer. troslung an die Christen zu Halle. (1527). Ciif. Mfidfr, m^müiänger 4ei b9ftU: wol- len, das wir die weisen der bepstler annemen. Eisl. J, 494". BäpstUeh) pontificius: niyr der bestien cbaracter mit szo viel bullen ist abgewaschen, da ich nymer doctor der heyiigen schriflt noch etwas bepstlicher creatur heissen nmsz. wider den falsch genannten geistlichen stand. (1522). Aj''; die bcpslbche kirche. wider Hans Worst. (1541). Fj*; mit schriill vnd hepstlichen drecketen. «^cmI. LHii''; acnm andern wolt ich bepstlicher heylickeit schrey- benn. originalbr. anf der bibl, xu Gotha cod. Chart. 379 fol. 2. Bäpstlickkelt, f. die heilige bepsllickeit. Lulh, in ier «orr. au der borßeter mihiefte Mnkiupiegei. (1542) 5(. *tj*. Bäpstleln (bepstlin), n. diminutiv von bapst: hehes jungHTlin bepstlin, wie ver- slehestu es deun ? wider das bapstum su Jlom. (1545). Vij^ Bäpstling, m. ein mnlwiliiger bepstling. ausleg. der ep» vnd enang, von oafem elc. (1544). Riif. Bapstniaul, n.: die bapsimetilcr nicht rü- gen kiinnen. auff das vermeinlUch keyserUch edict. (1531). Fiiij^ BapsUchrciher , m..- es sein mehr dan drey Unsen! hapatachreyber allein, an den chriilUäken adel (1520). Gtiq**. Bapalichirling, m. ein kalhoUteher geist- licher, wegen der (onsur sogenannt: keiner sucht des andern geld oder gut, wie die bap&t- Digitized by Google BAPSTSbULLk . 20$ Bauden sehdrling Ibun. zwo pniigi muff der kinder- taufte, f 15401. Kij". vgl. bapstsplelling. Bupstsdrf rk, m, ; inengel vns die esels- furuc vQÜ bapsudreck nicht ia die kirchen. Jifdbr. 405^ iiHligtiito, n. Au VOM teptt : ebea abo auch ist zu sagen von allen bapsts- gesetzen vnd klOsterey. EM. ! , 1 39 lapstsgdlier, m. «. bapsikeUer. BapstiirtBe, weDo da «du« kaue bapsttkron« nodi bisichoib hut haben kratt von den cancitijs vnd kirchen, (1539). cij*. iapstslarre, f. : h.^f»sts]aruen vnd nicklas- bischoue. der 1 10. psaim (1539). Sj*. Bapstslöge. f. : Iriegen ist, wem ltt<* gen geraten vnd angehen, «iedenbapstalngen geschehen ist bvUa «me ^omUd. (1SS2). Eij-. BapstsplcUlttgj m. was bapsUchttrling: diegeschmirlen bapslspletüng vnd adifliÜoge. wätg, der «p, wul mhm^. wm oflem «fe. (1544). X 5". BHp obd. pirida ißnff B. 150); mit heiligen kleidern, bcrden, wercken. grundvndcrsach. (1520) aj'': auch alle andere eusserhch weisen vnd herden, dientcht anders wollen, denn das der gleichen inner« li«b goll sprenge. /an. 1, 29^; 3, 16*; auch so es von n»'Slon ist, wollrn wir gleich so wal als- fr pfllian lini, ein zedel vol sammlen sei- ner hesäigcn, :>pjLzigon , verdrieslichea wort vnd berden. 1, 151 " (d« WeUe br. t, 309); er wird nicht nadi gcechrei md berden er- kannt, de WeUMbr, 1. 319. Bardel^ geslire. gebärden, sich ansfeUen, benehmen: fein were e*, wo ynn cyner i^- bchen hirschaOl der gottsdiensl aull' eyuerley weyse gienge, md die vadUiegende aledlia vnd dörffer mit eyner stad gleych bardeHn. deud'^rhr mc^s'p (1526). Aij*. BÄrden (berden), dasselbe: gleich vi)f. nicht Zwietracht machen sol, das die priester Digitized by Google BAREN BARMUEUZIG Inder weil sieb kleiden vnd berden, denn ilie feien. Jen. 1,342'; wer fUr sciinicrlzen (runckcii ist, Jer sltllcl .sich auch wie ein Iruncken irimscii, (Liuinell . . . vnd benicl so vbei, das auch nichts deno schände an jni 7u »eben ist. 3, 277'; also haben die a]Mis(( i Iwide jüdisch vnd heidnisch geberdcl. zxi ut- itrmon auf das 15. vnd 16. cap. in der npmtelgesrh *152ri). I'iiij'; vml dilt lVen .iiu li Ulli dein, dcii sie woiluu vx>i tcriicn, auti's tO^r frenndliebst reden vudberden> «ferlrogf- Heke psalmen. (1526). C 7"; wie eine braiil in jrera geschmeide berdel {nd. bibel: alse eine l»ruracli, gehe hin vjid /ejicli ab den sack von deinen Icndenvmlzeucli deine schuchausviin deinen fassen* vnderthet also, ^it ii^^ nacket vnd barfus. Jei. 20, 2. Burfu.szf r , m. discalcealtis : so sni sein .sclivvegenii zu jni Irrtlen ftir den Hifsten vnd jui einen »ciiucii ausziehen von seinen fassen vnd jn anspeieo, .... vnd sein name sol in Israel hcissen des barfussers bans. 5 .I/o.«. 25, 9. lü. gewöhnlich monachus dis- cukeatus: das Luch ist bey den barfussern Tur das euangcliuui gchaitcn. LuÜt. in der vorr. XU Alberus der barfueer mSndte Eulempiegel. (1542). M. «iif. Bnrfisiiscb : das fcyne barfiissischc biichle v«Hi l.oypizck. 00» dem baptium su Jtome. (1520) . Aiij''. fiarhäupl (barhcupl,barheubl), barhaupt, eapitenudo: ich sehe nichts ymgantsen buch den(d^nn) cy ttell lange spiesz vnd kurlze degen cyns barli('U|ileii, iiackcleu, ld(»x Eimiers. (1521) . Aiij^; vbir das sclircybl Moses Ic- vili. xiij. wie die ausssetzigcn sollen erken- net werden, vnd wie sie sullen zttrscbnilen kleyilf r irigeii \nd iMi ln-iilit f^ehn. euange- littm von den Izehen auszselzigen. (1521). kiiij''; (Jubunues) hat einen kamelspellz au, gehet barfus vndbarheubt. hautposl. Jkena, (1559). bl. 2l\ Barhäapfig (ItarlieuIttiL*), das.M'lbc: so linsseliiii l'lMftio ein sulclier re^nil oder k«i- ttig, der vns b^rhcublig inacliel. Eisl. 1,2:>6' . Bimhcnig. „miUeidenj erbarmen im herzen tragend, fühlend", schmfi in derbi' bei. a) adjecdrisrh : daruinl» seid iMniilier- Izi^ , wie aiicli ewr \nler l»arinlierl/ig ist. Luv. G, 3ü; der Iicit dein gult ist ein liarra- hcrlziger golt. 5 Jfo«. 4, 31; wir haben g' Iiörcl, das die konigc des bauses Israel barmherzige konigc sind. 1 hön. 20, ; es haben ilie barinlHTlzigstc wciber jre kni- dcr scibs müssen kochen, das sie zu essen hellen, klagl. Jer. 4, 10. b) subslanlitisch : selig sind die bann- IierUigtMi , denn sie werden bannlierUigkeit ei'laogeu. Matth, 5« 7. il Digitized by Google BAEMliKRZlG&ElT 2lO BART mhd, bannhenec (Ben. 1, 674) v, dem fßeuMed, barmhüne, ahä. barmheni, Hiur xuiommeiuetnmg barm, goth. barm -i« Schoos:, und ahd. hörzi, goth. Imfrls ==! Ätfr- Nic/(( aber aus der parlikel he (bi, pi, b') und dem älter als barniherzi erschei- nenden oAtf. armhiru, jroü^. amahafrla .-« barmherzig, vgl. Grimm wlb. 1, 1134. 1 IM-, Weijand wtb. l, 106. Barniherxigkeit (harmlierlzirkerlj, /. mi- sericordia, gralia, ttJkd. lurmlii^rziclieil (ffeit. 1* 674): das ebreiache wOrllin besed, das aull griechisch clcemosync viid bis her jni (Ii iidscht-n lutmlit'rt/.iij'kcil geheisscn, icli abcrgedeudsciil habegUlo, heisslauirdcudsch «igtfitlUch das wir wollhal odder gultltal nennen, daa tdiäne eon/Uemitil. (1530) Bij ' ; das w<(rdta alraosen ist von dem grie- chischen Wort eicemosyna gemacht, weli hes hoist Ii.iriulierlzigkeit , wie wirs .luili sonsl nennen wcrcke der barmhertzigkeil. duji 5. 6. vnd 7. caji. a. MeOihei, (1S32). ej"; die barmberlxigkeit Ihu an mir, das, wo wir hin komen , du von mir ?ngC5;t, ich scy dein hruili-r. 1 Mos. 20, 13. da«u sagt L. in den predigten über das erste buch Mose (1527) yi]**: also heisl na ein gut wcrck, das wir rreundschafflk nennen, aulTyhraprach. harniherlzickeit, so wirslu es durch vnd durch Hndfn, dafür wir sagen, thn mir die Ireund- schalll vnd liebe, odder tliu mir so viel zu gttl* daher heisl nu die gnade, die goU yno vnser hertz geussel vnd vns from macht, auch aulfyhre sprach, hesed, barrohertzickeil, darünib slus vnser liebeu herr bck<'ri' >io (die juden) li M rnlierlziglich. ron den jOden vnd Jren luyfH. (1543). niij''. ftarn^ m. krippe. in seiner einfachen ge- stall Mi mir dUsei, nur noeA fmulaeha/Ulefc erhaltene, mhd. harn, harne (Ben. 1 , S9), ahd. parno (Uaupl 3* 462) lautende wort bei Luth, nichl begegnet {der bei Grimm wib, ly 1137 wugdioken^b^antJen.U 163* g^rt L. nicht an), tcohl aber in der zusammenspizufiij Vf\hhfirv fv. (f ). Barsebafty f. baares yeld. vennoijen , he- sits angüter überhaupt: zu dem «leraiitiuil den gutem akt seinen eigen vrobgehe, bar- schaflt entwende, vrul erbgüler verkaolleelc; de Wette br. 6, 232; wir sehen nur auff die giihlen , die ynn liarsch.ifft sind, derl\2. psalm. (152G). aitij''; nidil kaslcnreuber noch meuchddiebe« die aus der barscbalR zwacken. deuiiA Cttiediietnus. (1529).. Jij''; ich hah barschafft gnug dich zu li'5?pn villi liir dich zu bezalen. ein sermon tber das euang. Joh.XX. (1531). Bij"; daruiub auch alle gelflbd ynn der sehrilH allein so be- schrieben stchfni , das sie sind ynn menack- Hchcr ii:irs('h;ifTl lioroit golt geben, ah itchsfii. sch;)ir, haus, fckcr, leihe, erjn rhr jni «nich f'iin> ftMiM' n;i"^on drelien, vnd ciucii süiciicn soliünen, ströern lurl Hechten? Jen. 5, 55''. dem lodlen lüwcn den barl rcu- fen, ;(*ine tafohvpn'k mit IhmI villi barteil. ps. 7 4, 6; zu eirirr liartcn oi- cb€0 ffluss man barlcn, bciic vnd exle iia- bea. titekr. 37*. i» 1$. fli^miri« Mehrte audi aUwmfioaffe gehnmeht: da man mit biirteß wirfTl vnd sipcken vnd slnngcn ficbl. Bill. I. 419'' ( nin Ix-cr- WüIfT. an die pfarrherm icider den wucher Pt predigen. (1540). lliiij''; gotl gebe dSB blathunde vnd blrwolf {Faber brief- fmmlung s. 35: beerwolf) seinen lohn, de Wette br. 5, Si^). — Alberus dict. aj\- u^xioXvxo^. i. ursinus lupu.s. einn beerwuUr, weerwolfT, Birwiüich, «0»f/b//«nr%:da9lesleiiiche. fressende, beerwOllBsch monstrum zu Rom. trider das hapstum zu Rnm. ( 1 545). Aa iij' ; viel nielir isls r>inc beerwoinische kirchc de«? liapsts. wider die 32. artikel der iheoiogen MmLSuen. (1545) Bij*. Basnnner s. posauner. Base. f. eigendirh mu} ursprünglich des r^Urs schfrester , dann auch (h^r muKer Schwester [h'eiser sberg), endlich, wie «cAon im voe. indp, leiil. mUe lal. [pasen rtil. immipn consanguined] und bei Luth., veruandlin überhaupt: wenn ich eine basen oder nahe blul freundin bette, ton demjüden fmd jren lügen. (1543). cilj«'; der Iropff ist nicht werd, das er ein solch fein, clir licli wtüisIiiMo sol zur basen haben, ein lalndtn oder wullhu sidl simh basc sein. ebcT^. in der bibel und sonst gebraucht L. da$ miUeld, was«, weU^ee man sehe. mhd. Ii.iso (Den. 1, 02), ahd. f ti isa (Graff. 3, 215). über die sehr wahrsdiein- Hrhe, aber noch nicht genügend aufgehellte veru andlichafl mit vdler tgl. Grimm uHb. t. 1147. Bnsillske, m. fabelhafte schlänge, die köpf ßügel und fü.sze des hahnes hat, ueil ron einer hrutf aus einem hahnenei ausge- brütet, und mit ihret^ blick tödlet: der ba> siliscus tOdlet alleine aus dem gesiebte. ausleg. der euang. von ostem ete. ( 1 527). Rvj\ in der bibel iJes. 11. S; 14, 29, tro die bibel v. j. l 54.') dan f. e\\\e hasilisko hat; Jer. 8, 17) ist es wahrscheinlich die ge- kSrni» viper, ceraitei eomniiu. Bnit» m. oder n.7 4ie tmfer der äuexeren harten rinde (schale) liegende feste kaut, deren man sich zum binden bedient: wenn man mich bunde luil sieben seilen von ftisschein hast» die noeh nicht v^orret sind, so würde ich schwach. ricAC. 16. 7. mAd. Iwsf )n. und n. ilien. 1, 02), oAd, |,,-,s(, fYr ri///":;, 2 1 D ), wahrscheinlich von \>\m\enal)zuieiien.tgl. G rimmwtb. \, 1 148. Bästen (besten), von baU: das gerflste von Stangen vnd bestehnen stricken sugerichl. (ischr. 44*. Bitstarf^ inu-heliche.i hind : dar/u war er (pabsl Clemens) ein baslarl oder liuren- kiiidl. tischr. 237''; seid jr aber on Züch- tigung ... so seid jr bastarte {p6&ot) vnd nicht kinder. llebr. 12, 8; dauon diese n»'we jfldnn l»aslartp gar nichts wissen, j OH den Juden vnd jren lügen. (l543)Lij\ älter~nhd. basthail (tue. tncip. teul. ante tat cy*; Nümb» Übet v. j. 1482). rri/iif.bastart, basthert (Ben. 1, 93). das wart ist uns zwar aux dem mman. zugeführt. niehtstU'sloueniger aber niit.ts es für ur- deulsch erklärt werden, indem aUn. baalardr, 27* Digltized by Google BASZ 212 BAT2E bastharttr (—hart wie basl d, i. tmecM) der name eines ichwertet itL vgl Grimm tctb. \, 1150. la»S (bas), der jetzt veraltete comparativ lu dem aiverb. wohl , also gteiehbedmUmd mit dem Jkeufe aUgem^ daßr gebrawshlen besser, comp, des adj. gut. t) in bemg auf das verbum des Satzes : wol.m, wir wollen ilicli hiis plngoii. I Mos. 10, 0; \h:\\) hat Baal wenig gcdiencl , Jeliti wil jra bas die- nen. 2 kSn, tO, 18; die matter haben alle sSncliel), viul gcrcl dorh 7,u wimIpii eine tocli- Icr bas, denn der son. Sir. 23; nU wol- let jr jn bas verhtiroii. npost. gesvh. 23, 15 ; {es Jicht'inei), das ylutr licbler zu viel Izcyl vnd papyr gehabt»* derselben nil halt wistl pasz an zu werden, dan das er mit vnsawe- ren wortcn die wnrltcyl angrilTen. et/n ser- mon vou (1cm ablas. (1520). Aiiij'': seyn«! CS docli «laliyn kuiuuicn ist, das «'hlicite Wey- her mehr bibiren künden vnd christliche sache basz vorslahn, dan doclor Eck. von den newen Eckhrhfn hüllen rnri lugen. (1520). Bij'; cyne kw wenn sie kalltel isl basz bekand, denn diszcr kunig. atiszleg. der ep. tnd euang. vom efwUtag ele. (1522). hhhiij*; o das die propheicn vorliyn has slndirtcn . clio sie hücher atislicssen. das ander teyl tcidderd. In/ml. prnpheten. ( 1 525 1. Miiij*; dis kan luan niciil bas alimalen, denn bey den ezenipcln zu vnsem zeyiien gang- haülig. ausleg. der ep. vnd euang, vom heyl, dreylionige fest etc, (1 525). Biiij* ; die spende nadcl bas «stecken, ebend. Üij*; bas ans- slreichcu. ebend. nniij''; cm apostel isl hoher denn ein prophet, laut bas, denn apostel ist bober denn prophet. vom o&erni- mal Christi. (1528.) raij'; kiawcl mirli je- mand, so knn ii'I) •'>; wnl Ims jucken vtul kutzeln. das vctmcinliich keyserlich ediel. (1531). Cütj*; dein weih wird dich so lieb nimer haben , das jhr nieht da neben ein ander l»as gefallen werde, eine hochzcif predigt. ( 1 53 1 ). b iiij^; wie wnl sie ( die rrrhei- gzung) yn des durch Dauid vnd vil propbeten yiiier basz vnd basz voniewel vnd vorklerel isl. egn «ennon von dem n. lest. (1520). Aüij\ 2) von den ahd. und mhd. zahlreich vor- handenen rerbindungni der pnrfilicln lifi- hcr nieder näher ferner u. s, w. mit baz be- gegnen nM. nur noch wenige, am längäen dauerte ftirbasz (s. d.) ; bei Luth. kommt vor hinüber bas: p^tron miUcrnachl ligt der bcrg Libanon, vnd iiinüber bas Damascus vnd Syria. vorr. oi^ den propkHen Jt- totam. Binde eil 7, 343. bas enhtadcr: wie aber das war scy, das vns Christus yn srtmmenl die sflnde vergebe, Wüllen wyr lias enliyndern spat en, das ander theil md- der d. hyml. propheten. (1525). Liij''; reich Arabien ist has enhyndem (^edr. erhyndan) gegen dem morgen, vher dat etile bncb 5fose. (1527) ciijV 3) die mit dem alten instrumentalis gt' bildete partikel des diu paz eo melius {der reranegd^de gen. des hängt von dem in- strumental diu ab) lautet bei L., ine schon mltd., in der rvgel doslc Imsz (bas): an!T das mirs desie bas gelic. 1 Moa. 12, 13; aull das sie deslcbasz sludiet-eien. an den chritl' Hdten adel ( 1 520). Giiij** ; anff das sie dis not zum gebet deste bas ffilon. vom kriegt triddt'f d. lürcken. (1529). Ciij' ; d.is raati aber sohlis deste bas versti'lir. der IIO psalm. (158Ü). Viiij*; t'cretn. Baten, li.uioii, hrlfen, nützen: shidiim, ich niacbts .ihit . das jr goiies dienst sie nichts batet, vnd jre lere sie nichts hallT. Aeeft. 20. 25 in den ertten anegg. der propheten, später: dasjr gutlesdienst jnen nichlsniUzotf. nach n vi mm wtb, 1,11 r>9 f. nicht, «fi< man gemeint hat, aus der nteäeräewtschen spraäte erborgt, tcndem mU atter^M. badmen gedeihen von tthd, pata hUfe (in nn- paU! leniuB Graff 3, 327). in der schrift- sjirarhe ist das irorl icahrend der zweiten Ualjte des 11 . jh. erloschen, vgl. Vilmar tdtof. 22, wo ttodk batiich « nUuHd^ (an welche kein arbeit, kein nachpaurscbsflt ett- was bathch werc. Ferrari us von dem (jrm''iru'u riuf:e. Mnrfmrg. 1533. Gj**) AdM« amjcluhil ic erden können. Batengeld, n.palhengeld(1): dergeistaber ist das kleine bentelein , da das baiengdd, d;is unf;<^rischegold innen lif-gel. tischr. 198'. Batip ([inlzo), m. kleiui: mürtzf im tr^rth» von 4 kreusern, welche zuerst gegen enäe Digitized byJ^G|]^ BAU m BAUCHKtaSCHT de$ 1 5. jh. SU Bern tnil dessen wtippen, dem j bann [bat:, beU) geprägt wurde, w^urderl Mm: il«r peleri pfenning ist bey vns ein halber palzen. Jen. G, 52 r. Bai, m. 1) die handlung des baucns: rtn sagten wir jneii wie die iriHiiiuT liics.sci), die «Gfseo baw tbctCD. Esra 5. 1. 2) a«iN/iaKm, gtbäude: sihe, welche steüie, vnri welch ein baw »Idas? Marc. 13, I ; wir wissen aber, so vnser jr bis an den biiiicii {findet reiih- äehweide), ftanepotf. Wittemb. (1545). Aij\ 2) (nncAarf^ vorfrttemle wolbwg: an dem reifle, der vmb dtti bauch des kn^nfTs bcrgicng. l kän. 7, 20; beide beuche der knenffe. t ehron, 4. 12. mhd. bikli {Ben. I. 275), ahd. bAcb, pucli (Craff 3, 42), der lautvfr.trhiehung geinäsz stimmend mit gr. qdyog esser von (f uytry essen, verzehren, und also Ursprung" lieh der speise in sich aufh^mende leibes" ihvil. vgl. Weigandwtb. 1, il2. Grimm wtb. I, 1103. Banchdieb, m. ; das beisscn ni( hl scbleciilo bain h dicbc, sondern gottcs vnd des hiiuel- reich» diebe. sermon auff Malthei xxij. (1535). Ej''; aush-tj. dei ep.vndenang*von n--l''rn fh-. ( 1 r)4 I \. 1)05*. fitluchdieuer, »*. ventri dedifns : die bnuclidiener vnd fressliiige, die siiul diin-h den raben bedeutet, die durch das predigen nichts suchen, denn das sie genug haben i vbrcn wanst fülleir. rbcr das erste buch Mose. (1527). ^iiij''; yrm allon prophclcn werden .sie geyi/ig vnd biiiahditiuT geschol- ten, der prophet Sncharja. (I528j. Hij*; tvie retllich vnd hrom der herr ist , so sind auch seine bnuchdicner. Jen. 3, 188; e.s {die mönche) sind banchdieuer vnd sew» rangen, tischr, 266*. Baiehdiensl« m. viiagulaedsdiSlla: somns freylicb damit golt nichts gedienet, noch vnseriii ^'lauben gehollTen sein, sondern ein Intiler banchdiensl vnd £rpfrp baur, bawr). m. agricoia, IndMOim: hat dieser bawr nicht licrlicb gnug venlicnet, ibs tfiati ybm ilcn yWv^ rei bt wol keylele? widder d. hyml. propftfli'n. (1525). Kiij''; eyn bawr were gnug ge- sehiBiichl, wenn er lor hochseyt noch eins M gntte kleyder trage» ab er leglieh ynn seyner erbeyl Iregt. ausleg. der ep. rnrf fwng. vom heyl. drey hönifff- fest. rtc. (1525). LJ*; da er einen bauru halle ^cben da gros holls spalten, der 101. psalm. 0534). Diiij**; ist doch nirgend kein bawer, der aulT der sackpfeifTen kan . er hals gern, das man jn tobet. Aou>7>o>f. ]Villemb. ( 1 f»45). mnterüieil23*'. der pi. isi hmreti ti. baiteni: da die bawren nur anklopfllen , giengen sie dafaiiL ierprofhetBabaew. (1526). kiij"; bnodert tödte sollt eyn rrunicr cin ist leyden. e^ie er eyn linrlu»" i n tni fln Im vrt'n saclie bewilliget, ermanuniji' zum friede. (1525). Fiij*; die groben bauren. ausleg, d. ep, vnd «MMf. vom keil, dreyft^ii^ feH, (1525). Jij^; an bawren gebrachs in Israel, rieht, 5, 7: icli wil deine bauren vn»? j n h zer- »diüieisien. Jer. 51, 23; difsinln, so vnser Uwero toll graet heusen. von den leUten mtkmihmUi, (1543). Xiif. «Ad. bAr {Ben. U 290), wü äMeittndem t fon bauen. laier (Ijaur l, kaf%(j : dafiir gL'l)eii sie yhni, «Us er silxe an ciucut sondern cinUelen ort, vis ein vogcl ym banr. 4m iKase wort CkfM noch fest stehen, (1527). hiiif. Baurrnufrahr, m. liipratis würde ntclit ein i>awr,iuiirliur, soodcrn eiu fUrsUa auflrhur. Jen. 7, 38 5^ Inacrgalrede, f. baiMmdreck; die kost* kdicB bauigalreden vnler den aennen. auff ichreien. an die pfarrherr wider den teneherxnprediffen, (1543). Efij*. lauerkfiBdlgy ade,: die da bawcrkdndtg viid stolzip:It( h ander verachten, ranägl. w Marc. 1. 22. iaucrkündigkeit^ f. frechheil, wildtts tce- aen, ferodat der adel tu bore vnd auch sonst von jugent auff sich verderbet mit schwelgen, spielen, baurkandigkeiietc. der 101. ^«fm. (1534). Qiüi*. Üigiiizeü by i^üOgle fiAlEBLÄRM 21G BAULEUTE Baverlam, m. hauemaufruiir : wieder adcl im baweiienueu der aller versagste war. EüL 2, BflK Baiierlebettj n. : hcrlzog Friedericfa sprach, das bOrgeriiche leben oder das liawerleben were das beste leben. Eisl. 1, 487*. BinerlelB) n. dimin. von li uior, agricota: ilprifirck weis fein, beide die .stoUzeti Ix urlin villi jüiickerliii zu reuITen, dassiedcmiilig vuil gehorsam wurden, das 14. vn4 15. eap. t.Johanms» (I53S). t(ij'>. lävrrleln^ n. dimin. von liniicr •= fca/i^; was tr g<>tiio li.tt, die sclzel er in ein hewr- lin, dasz sie seine iockvOgcI seien. iischr.2Ql^. kairlicllein,«. sihe, das isldas bawrlied- iin, das alle gcii/wenstc singen, das 5. 6. Vtifl 7 rnp, s. Mniihri. 11532). liiiij'. Rauf rnkloppel, m.(jrober,unges> hUffener mciiüch: meine keliia liiszl auch treuitdlicii warnen, das« ihr ja bei Leib kein banem- Uop|>el zur ehe nehmet, de Welle 6r. 6» 410. — alt seheUe noch «» Hestern ge^ bräuchlich. BaHemknecbt, m. was baucrknechl: da«: predig anipt ist nicht ein hofe diencr odder baumknei-hi. der S2, ptahn» (1530). Cij*. Rauersrbaft, f. communio rusticorum : es Ital ilif bnwrsrhairt, so sich jUl ynn Schwa- bcnland zusauien gevvorflcQ. zwellF arlickcl von yhren mlrcglichen beschwcrungcn gegen die vberkeit gestellel. ermanun^e stm früe auff die zwel/f artikel der hawrschaffl ynn Schwaben. (1525). Aij*. — mftd. bärscbaft {Ben. \. 290). Bauersfrau, f. bäuerin: bawers- vnd bargers frawen sind heuligs tags stoltznr, denn grcfin vnd fürstin. kmuj^Oit* Jhena. 1551). bl. 487'. Bauersknecht , m. tcas luucrkncchl, bauernkuechl : so niü)[»l goll elvvo einen bawers knecht, der in demut daher gehet» vnd sol jn wol ansehen vnd erheben vber alle kf'is'M- Mid köntpp. Jen. 8, 220*". Bauerüleat«, rujtUci, äoi ( bewohner : aufl dem dorll'e bey den baucrsleulcn. Eisl. 1 ,2U9*. Baienleitlda: darttmb sie sich auch als arme einrcUigc baucrslenUin . . . gehalten hah-Mi. Fisl. 1. 209''. BauiTsmanii, m. rusticus: nticti der hnml- wercks- vnd baurs man Jiaben su lauge her mit TberseUen» schinden« stelen vnd ran- lien . . . pinerpdlich buss»^ wol verdienet, eine hcerprediyt iciddfrden lürclien. ( 1 .'>29). Ej*. Baaerürack , m. vnd gicngen alle ynu grawen bauresrOcken. laidder die kyml, prnphelen. (1525). AÜj*. Baufrstoli, m. was liaiierhoflart: mit (;ri)l»eni baiirslollz, Jm. 8, 220''. Baaer»f«lk, n. imu sihel was frewd mul- willens das liaursvolk allenlhalb treibt, haus- post. Il^((emb. 1545. sommerllbeaf kl. 71*. Baufrierhe, f. srin sfligo«; intsiIiclifN sacranicnl f!(Mif»'n vnd vcrkeren in eine bawr- zeche. kuriz bekeninis vom heil. sacrameiU. (1544). Diif. Banfeld, n. camptis arabilis, aefceiiand: vnd sihe, das bawfeld war eine wüste. Jer» 1. 2fi. BaHfellig^ den fall drohend, hinfällig: dauon sollen sie bessern, was bawfellig ist am hause des herrn. 2 kSn, 12, 5; es ge- manet mich der weit wie eines bawrelhgen Iniiscs. tischr. SS*"; darauff solch si in Imu- fellig giOslin sich gründet, vom abeHämui ChrüU. (152S). Diij^ ym glauben baw- fellig. vnlerrtcAl avf etliek arlieM eie, (1519). Aj"*; derteufel sihel, wo du baw- (('lliL' \n l vrivprwnrot , da er könne ein luckfii liutteu, dasij.rdp. (1 ä^dj.Ctiy". Bangcld, n. in folgender tUUe die slener Sil kßMgtidien bauten: der k9nig von Babel hat aiilTsie gelegt, stewrgelt, bawgell, bi<> goM'Iiefzi vnd da geschelzl. der prophel Uahdcur. (1520). kiij". Bauherr, m. acdificator; es feilet an dem rechten bawherra vnd scbnttherrn. ebenda klij*; es sey denn das in.ui Cliristum alteioe habe für den bawherm. vber dos enie buch Mose. (1527). eij\ Bauhvls. )i. de Welle br. G, 330 in L'e hansreehuung. f^mktf lympanum s. pauke. Bauleute, pl. von baiimann, hri L nur aedtlicanles , baueudr : vnd die bawleul«» Salomo vnd die bawicule iliraiii viid die Giblim bieben aus vnd bereiten xu hollt md steine zu bawen d^s bans. 1 kön. 5, 18; der stein, den die bawlcutc vcrworflen haben, tlcr ist zum eckslnin worden. MaUh. 21, •12; scliimde beisl ym cbreischeii nicht allein Digitizer BlUUGH 217 BEÄNGSTBII schmide, sondern allcrlev Lawleule , tlie zti bawcn gehdrun. der prophel Sacharja. (152S). Uij^ {der heil, geiit) öOenllich vnd gewaltJglich geweissagt, das in der heiligen ktrehen wfirdcn mit vnter sein liUlUero» «Ir/iern, hewern Itnwieule, das ist leriT. von den conciiijs vnd kirrhen. ( 1 53!) !. Hinj'-. BälUcb^ too/ erhalini, in gutem ziulande : m fromb golUfttrchiig weib hell jr heusz ih beolieheiD wesen* luehr» 813'; es ist ein all hausz, wenn es nicht ein hauszuatcr hat, der es in hcultchcin wescn erhell. Eisl. l, 492*. — heute ohne umlaul baulich. Baia. m. aHwr: vnd goU sprach, es lasse die erde auffgehen gras vnd kraut, das sich besame vnd rnichlbare bewme. 1 Mos, 1, I f : vnd p:oll dcT hf-rr lios niilTw.ichsen aus der erdea allerley bewine, lüstig au zusehen md gut zu essen, den bawm des lebens mil- len in garten vnd den bawm des erkentnis gutes vnd bOsea. 2> 9 ; es ist sdion die axl den bewnicn an die wurtzcl gcippt , d.irtinil) welcher bawm nicht pnte fruchi briuget, itird abgciiawen vod inü lewr geworfTeo. Jfottfc. 3, 1 0 ; ein jglicher guter bawm brin- get gnte früchle, aber oiii fanler bawm inin- gel arge Trüchte. 7, 17; man spricht, den bäum sol man beugen, weil er jung isl, wird er alt, so wil er vngebogcn sein, der 101. pfoftn. (1534). Sij\ den bäum auf beiden achscin tragen, xtcei herren dienen wollen: hin-kcndc. das isl die den Itawin ntilT hridcn achseln tragen lienen goU vnd dienen ducii auch dein leutci. randgl. tu ps, 35, 15. vgl. acbiel. «M. bonm, jrf. boome {Ben, 1, 227). oAd.boum, poum,p/. poiunä (6rra/^ 3, 1 1 5 ff), goth. b3g\i)< pl. bagmös. nach Qrimm mit bauen zusammfugehörig, ImibUtt f n. foUnm oHnnrU: wenn ein berts verzagt vnd erscbrocfcen 'wird, so isla reicher denn kein wasser noch Öle, das sichs ;ir)r!i fiircl^fet i wie die schrifll sag!» fiir em rau^chciidon li iiiinblal. swo predigt auff ^thdertaulfe. (154Üj. Mj^; oieynslu das >elcli wem von gensxfedem vnnd bawm- Meliera gesagt sind? wider den faUeh ff9- nanUen geystlichen staxd fl'>'22). Eiiij''. — mhd. boujublal, p/. buuuiblaleu {Den. 1, 202). Banmelsterj m. \) architeclus: ich von golles gnaden, die mir gegehen isl, Iiali den gruud gclegl als ciu weiser bawmeisler. 1 Cor. 3, 10. der man mit dermesschnnr isl Christus vnscr brrr, der einige bawmeisler des ncwcn Jerusalems, der prophet Sacharja. (152S). UIIJ^ 2) aedilts : (der bapst) nenucl dm guli hauszballler yuu gollis gultoni, die izu nichts nutz sind, denn das sie welUlicher bcrrn rendmeysier, schosser, pOeger, vogte, l)awnicysh 1 .... weren. ausxleg. der ep. vnd euang. des aduenls. (1522). (>iiij'': da lies cyn wcyscr radl aufT solch ansuciien fur- fordern die baumeysler vnd Obersten der si lbigen pCirre. wmb,Henrieo. (1525). Bj*. mhd. bdnicistcr (£en.2*119)> &ter-^nM. auch bilwctneisler. Banmgarlen , m. ynn einer lilsligcn awe odder bawm garten, der prophet Sacharja. (1528). Fif. Ranmbipfe, f. tcipfel, ifAie de* bautfu; die dl) hin vnd herr weben vnd laren wie die bawm kipü'en von wind, t'oit der beichL (1521). kiiij^ vgl. kipfe. BiiHleia (beumiin), n. Adwneften: wie die sditinen jungen beumiin. der 10\. psatm, (1531). niiij'; ein pfarrbcr vnd Schulmeister jdlanl/en vnd /fuyeii eitel jinif^c liciuulin. von den conciiijn t nd kirchtu. (1539). bij*. Innniil, n. olhenSl: gebeut den kindem Israel, das sie zu dir bringen geslossen lau- ter bawniOlc zu lierlilon. 3 Mos. 24. 2 ; wie denn des bawmüls art ist, das es dem leibe scer nulzlich ist, uiacbt gerade, storcke, ge- sunde , schone vnd geschickte glteder. Jen. 3. 32S'. Bnnmwelle, f. lana arhorea, gossipium : solche ieute soll man dazu mit baumwollen ' angreifen {sarl behandeln)» de iVeile br. 4, 241 {im originali bawm wollen). laiiabncke e. pausbacke. Bansen s. pausen. Bauwerk, n. der tcuird üchl &»-h nho an vnd macht dir bdse gewissen vad wil dis bawwerk hindern, der prophet Sacharja* (1528). Miij*. Beangsteu (beengsten)^ was das einfache «ngsi' Ti ; das sind alles wcrck der gedreng- leu vnd bcengstcn gewissen, auszleg. der ep. vnd euang. des aduents. (1522). Mj'*. Digitized by Google BEÄNGSTIGEN 218 BECKEN BeingsligCtt, dasselbe: koiiiinonl Uu mir alle die yr beengst iget scyt vnd beschweret seyl, ich wil (Mich erquicken, auszleg. deutsch des v.u. (15181. Ciij*. hei Bind* eil feh- lende rar. zu Mailh. 1 1, 28. Beantwerieiij anlwort, bescheideriheilen : herr doctor ich wolte eoch gern etwas fragen, wenn jr mich redit beantworlen woltcl. lischr. lß2K Bearbeiten, sieh, sich mühen, beßeisziijt'n : des allein bcarbeil er sich, das die gOliich barmher^ijjkoit durch ire sacraraent, die sie bat woUen tein kreflige arsneien der »ande. die verwundeten in iren kirchen nicht heil t vnd gesund machet. Jen, 2, 286* bei Grimm wlb. 1, 1207. BebeOi tremere, $ich Mn vnd her hevegen. ot» getduoinder neUenliidenibewgm^ tein** {Weigand tclb. \, 115), häufig mit zittern verbundt n. l) hehni der natur: vnd sein rauch gieng auÜ, wie ein rauch vom ofen, das der gantze herg scer bebete. 2 Mos. 10» 18; die erde bebete vnd ward bewegt, die grundfeste des liimels regten si( h vnd licbelcn. 2 Sam. 22, 8; das ordreicli regele sich vnd hehele dauori. ps. 77, 19; wie die bewnie im waldc beben vom winde. Jes. 7, 2 ; die cardinel . . . filiren ein solch grewlich wesen, das himel vnd erden daflir beben vnd zittern, widrr dfis bapatum zu Rom. ( | 54 7)). Fj''; das alle crcaluren für ylim wonioii onl- zitlern vud beben, eyn vnlerrichluny wie ndk die ekritten ynn Moeen eitlen tdtfeken. (1526). Aijj% 2) beben von andern sarhen gebraucht: das die vbtTSL'li wellen helielen mhi der -(im jrcs ruITcns. ./e«. G, 4 ; Schlahe an den knaulV, das die pfosten beben. Arnos. 9, 1 ; jre spiesse beben. Nahum 2. 4 ; er spottet der beben- den lantzrn. Iliob 11, 20; singen, das die kirche vnd gewelhe beben, von den c 13. vgl. beckin. le^li /. hädurin, vor. an 1 Som. 8, 13 Ui Bindseil, fieieh beck apäler er- loschen. Bedacht; consideralus, mhd. bedähl (Ben. i, '6H. 345), pari, praet. von bedenken: aas bedachtem ral vnd venehnng goues. «foH, ^«eb. 2, 23 ; da im d. Gochleiis her* iir, der sachen zu helffen ak ein tiefl be- dacfater man. wmmnge an «. l, dewiicAen. (1531). Cj'-. Bedacht« ecmidemtio , Überlegung, bei LUIdm,: wie viel mit grOaserm bedacht n'chtestu deine kinder. weish. Sal. 12, 21 ; iiiemönrke) ein vulck sind, das kr:n lvfn vprrmfefn, wenn vnd welchem buhen er eine zcdic liorgen soll*» odfr miissc. IQl, psalm. (1534). CJ' ; «bzu lerelen sie allMn die schupen, die gemeinen groben Sünde bcdcncken. von den schlüsseln, (t 530 ). Kiij"; das ui! ich euch am ende zu bc- dcncken geben, ein hrieff von seinem buch der winckelmesse. (1534). Cj''; lere vns bedeneken, das wir sterben mflssen. ]»t. 90, 12: was du tbust, so bedencke das ende. Sir. 1, 40; zu Ihun, w.is deine h.ind viul | deutet. Sir. \, 3; d.uiiinlj muste Zwinge! fiir die kalten vnd nachlcssigcn , das sie sich selbs bedeneken vnd erwecken, deudsch ca- lechixmus. (1529). Zj'*; e, k. f. p wollen sich wol bedeneken , ob m. Miiii|ipus zu scliicke» sey. ori|iNialftr. o. 9. /m. 1546 im archiv SU Weimar, Bedenlicn, n. cogitatio, deliberatio: <,. Paulus slrafTl die (lorinllier niclil vin)) des vn- vvirdigen bedeuckens willen am leiden Chnsu. vom «bendmül CkrteH, (1528). CüiJ*; i$ isi auch on meiD bedeneken vnd radschlagen szo ferne kernen, eyn trew vermanung sich tzu Vorhuten für auffruhr. (1522). Biij": es were meynis bedenckeus ein notuge Ord- nung ... das stHII Tmd klosicr widdemodi wurden auir die weisse verordnet, wie sie waren im aohug. an den christlichen adel. (1520). Gii]**; nu bill iclie. f. g. wolt mcyne bedeneken beschlahenn, die ich liiemit zu er- kennen geb. origineUbrief auf der biblioIhA MU Gotha cod. ehaH. 379. fol, 2 (de WeUe br. 1, 207); darum zimel es sich seubottcli in der <:achcn 7m faren vnd in bedeneken an nemen. de WeUe br. 4, 477. Bedenten, signi/icare, beiei(^nen , an- seichen woxu $em: gleichwie daswasserder lauffe . . . bedeut die heylige gottlich vod ewt^e gnade, die do neben wirl prossen in «lif^ b.ecl vnd leib desselben kinds, n/n .^icrmvu von dem ehliehen slandi. (1519). Aij\ das na binden dran (am «eorf hosianna) faii' tel lieblich vnd bedeut ein herlzlich begir, wie wir zu deutsch sagen, ach hilft, !i !vm liilf, lullT dodi. das schöne conß^uuni. (153ÖJ. hiy; vnd iclt beralh, dds alle Wei- sen so Babel ftlr mich faeratiflr bradit wer- den, das sie mir sagten, was der Irauin be- dein raizuuor bedacht hol. rrpnsl.gosch. \, 2S. 2) einem etwas bcdeukeii, zudenken, be- itimme»: wie wol er (AttUaehut der edle) auch vngeacbt vnd ybm das reich nicht be- dacbl war. der prophet Daniel. (1530). Diiij'; es ist dyr hedaehi, aber nicht besclie- rel. bindseil 7, 333. 8) sich bedenken: das auch wol die oott win foddcrn, das sich die bedendien vod beschicken, die ilzt die letzten sind vnd seyn lexl .»IsD stehen ,d3s brod so wir breche» 1^1 die gemciuscbaU\ des bcdeulondeu Icibe» Chrisü'. wm adeninurf ChfUÜ, (152S). Ej^ — mhd. bediolen {Ben, I, 327 f,) BedenlHrh, gebraucht L. , wie auch an- dere st-iner Zeitgenossen , für iicdeiitend, sigmiicanst gegensais ist wcsen(ljhch: das menschlich wort bringt nit wessenlich oder die natnr 6» halsen mit sidi, saondenn nur bedcullicb. aus leg. der ep. vnd euang. worden, an die herrn deutsch Ordens, i \ ^'23). \nyn christag etc. (1522). : der bapsl Aij'; das soi nu das erste seiu, somU i heil I macht dreierleyvnlerscheid der kirchen, ersl- Digitized by Qfidgle BEDEITNIS 221 BEDÜNGEK lieb ein« wttenfüdM, d. Lder kirchencürper Tod leib, sum andern eine bedeiiüidie, das MBii die cardinjil. lischr. 191*. Kfdeadfs (bcdeiitnis^c) , f. signißraUo : Villi» der ehr willen, das vorniist-liUiig mans fad weybs ein sxo gross ding bcdcul, musz der cefoh sUnd »nlclM bedentaitt graieuen. tffn termon von dem elichen standl. (1519). Aij*; hie bricht !mi crriir auch die geysl- üchc bedeulnissc. auslcg, derep.vnd euang. 9§m dmtlag He, (1522). Umj''; vud deu- ten »den, »It das im abendinaf nicht aey der wäre leib vnd blul Christi* sondern nur ceichen vnd lie»!e(ilnis desselben. 1,49 l''. Bedentnng (iKülpultinge), f. dassvibe: sie liaben den s^ruch aulT alle sunder iriebeii md bekennen selbs, das er nur daa weniger ia|i sandt belreUb, auch ynn seiner bcdeu- Innge. euang. von den tzehen ausselsigm. (1521). Cj*; vnd es treumet jnen beiden .. . meiner nacht, einem jglichea ein eigen träum, tnd eines j glichen tranm hatte aeine hedeu« trag. 1 Mo$. 40» 5. — mM. bediutungc (Ben. i. 328). Ifdfn^. tx'dingc, n. bedingung, pactum: (Ur«iQ bewilligt sie, doch wit dem bedinge, daa der eine sie leret in den liinwl hren. «iflafwif d€$ ofonran. (1542). Kj\ BflJIngen. pacisd, aushallen , vorbehal- len: irh hcdingc aber alhie, das ich dieszcn arliclieli nil darumb halte, das ich den bapst «ottevo^^verflen. grundimdwtach. (1520). lij^; vnd bedinge, das ich diesM appeiiation will aiisznircnn vnd bewepixen. app^Uffum. n 520). Aiij' ; i' li bedinge tuiiomii. !- heissuug auff unserm llum. t on den juden vndjren lügen. (1543 ). Liij''. nach Gr im m 101». I, 1235 wf da« «oow ersMn den feto- ten Jahrhundert in üblich geworden; ich fittd" f-s srhnn 1 520 bei Ä, Bodenetein (ipp'll'ilt'ni hl. ö**. Bedrängen (bedrengeu), aiUeilig, seht drängen: dammb gebiete ich dir vnd sage, das du deine band sufTlhusl deinem bnider, dor bcdrrngpt vnd arm hl. 5 Mos. 15, 11; Iril zu mir vnd \iu\ie mich, denn icli bin bedrcnget umbher. 2 Sam. 1,9; einer sol des andern fleisch fressen in der not md angst, damit siejrc feinde vnd die, aonachjrem en slrlim, hedrengrn werdt^n. Jer. 19, 9. Bedrauen (bcdrawcn), mhd. bedrouwen (Ben. 1, 399), bedrohen: vnd stund aulT vnd bedrawetfl den wind vnd das mner. Maitis. 8, 26; md bedrawete sie, das sie jn nicht meldeten. 1 2, 1 6. vnd Jhesus be- drawete jn, vnd d(hh'f frirbcrewcl — rgl. draitcn, Bedrauung (bedrawunge) , /. drohung: nu setzet er dazu eine bedrawunge wider die gottlosen. Ei»L 2, 21*. Mingen, bei L», der noeh tOagen flungcn) srAnV?j, Ix'lflngcn fhctiingen) , 1) stercorare : hon , las jn noch dis jar, bis diis tch umb jn grabe vnd bctUoge [1522: betunge] jn. Ltte, 13, 8. 2) coneaearef bescheissen (v^l. dflngen); der teufel hat vns durch goltes lom vl»cr üigitized by Google fi£DUNK 222 BEERBEN raser stfnde mil grossen * bOsen onrreii vnd grossen, groben «Win zu Rom bclüngel. wider das bapxtum :u Htm. (1545). Ziiij''. 3) sicli iied(lnj{(Mi glen-hviel mit sich bc- Ihun : damit ich den leuIFcI aufs narren seyl ftire, das er sich selbs yn seiner klugbeil be- tungen mus. t on heiwUUshM tmA ^«lolsM hrit'ff- n. ( I529)- Bij". Itrdiinkj m. oder n.? opimo, mtinuntj: wiicii.s icii (loch (als) ein wahn vnd ineyuä^ beduncks {Jw, 1, SGi** meines bedcinekcns) nil halszslerrick gesagt hahe. tcidder die bullen des emichrisls. (1520). Biij". tpäUr nur noch beduiikni (5. d.). Bedunken, sich hcdUnkeo lasseO| sibi vi- ieri,8ichdaßrh9l(9m: ^er{dermeMeh) jo nimmer nichl SU dem sacraroenl roil dieser mei* nnnggehe, das er sich lasse hcddnckcn, erscy wirdig:, vnd alsowoHc cr|:!Otlcin reines herlz hringen, welches ein mensch viel mehr hey dem sacrsiDcnt soll siidieD vnd erfragen. Bisl. 1,5''. mhd* bedonckc« {Ben, 1, 360), aM. pi- dunclisn {Gtaff h, 176). Bcdnnken, n. was hcdunk: fnr mein hofTereclil sage ich, das auch meines he- dunckens (nocfc metner meinung) Lucas vnd Psulus slarek anll diese meinung lauten, vom abendmnlClmsa. (1531). Eiii** (in der amgnhe (finer srhrifl v. j. ] "2S s(t'h( an der enlsprechenden stelle ; meines dunckensj ; meins kcdunkens lunll ich, er sey noch nit flagg noeb seiüg. de Wette br. 2. 521 ; vnd ob ich hiszhcr zuwcyln yhres hedunckens zu ern5:tli(;h oddcr schimfifluii (geschrieben bell. Luthers erbieten. (1 520). Hij*. Bedürfen, egere, indigere, nöilng haben, a) mü parlitivem gem. der penen oder eache: nim zu dir von des ilsehes gallen, denn du wirst jr Iiedürflen. Tob. 11.1; nl o wird auch freude im himel sein vber einen sUudcr der bussc ihul , für neuu vnd neunzig gerecbten, die der busse niehl bedOrfTen. Imc. 15, 7; sind nicht ferlicher seit gnug jtzl, die wol hedilrffen einrr redliclicn, onde- lieben rilsdin-ren an .iMen orieu ? tridderden meuchler zu Dreien. (1531J. Ailij''; die bcdorifen seer wol eines iriMters. liot 14. md 15. eap. s. Johanme* (1538). Cej*; du {bapsi) hedarflsl hynfurt keynsz bocks, keynsz bolbeyplerss« keynsz lollerbubenst. leynvrfeyiderlbeolo^lfliiAMits. (1521). Dj* ; eyn gesunder glawh , der an yhm sdb gnug liat vnd nit liedarfT der spitniischen ge- reclitickcil. der psalm. (1521). Ciiij''. b ) mil acc, der suche : ewer vater weis, was jrbedOriTet, ehe denn jrjn hiltet. JlBllk.6^ 8 ; die trostvnd sierek bedurffen. eyn semo» von dem hochrv. ^armmmt. (1519). aiiij\ f) mit folgendem infimiit: hat docli got VHS wie andern landen gnug geben ... das wir Bit bedttrilten, sto grewlichen gross« schätz für seydcn, sammet, guldenslock vnd was derauszlendisclien wahr ist, szo gciidisdi vorschütten, an den chrüüif^n odci. (1520). Mj*. d) mit folgendem dass: idi bedaiff das ich von dir gelauilt werde, vnd do kö- rnest zn mir? Mallh. 3, 14; darUmb bc- darir er seer wol, der liebe goll, das inaa sein wort vnd wctik wol lobe, von da heil, lauffe. (1535) Aij*. e) wupertSnUeh: dennoch bedarf es, ge- dachten , ja alle prediger treulich zn ver- mahnen vnd warnen, de Wette br. 4, 425. mhd. bedürfen (Ben. \, 363J, ahd. pl- durfan {Graff 5. 207). Beiirftig, benSlkigi, nSthig Mend: der gnaden bcdurfRig. die thhm pw^sefü* 11517). Fiiij'. Beeitern, mit eiter versehen : gleich ab wenn ein kttrsncr soll eineu bOscn pelU flicken, da weder baut noch har gut kU dazu bespeichelt vnd beeilen, teäer dat bafffum zn Rom. (1545). Dj'. Kecrben, 1) r^'m fiereditate ohnnrre: wiiiu es (da« sluckjeLdi) iieerbeii, so keutf es ftir den bflrgem vnd für den dleslen mei- nes volcks. willu es aber nidil beerben, so sirrr mirs, das iclis wisse, denn es isl kein ert)C on du, vnd leb nach dir. er sprach, id» Wils beerben. Huth. 4, 4 ; vnd wisset, das jr dazu beruffen seid, das jr deo segen be- erbet. 1 PeL 3, 9. 2) hered^taie in alium Irans ferre» Mf einen erben: aufl das jr besiiri das pule Und vnd beerbet auff cwre kmder nach eueb ewiglich. 1 dknm. 29, 8 ; aufl* das jr mechiig werdet vnd esset dns gat im lande vnd beerbet es auff ewre kinder ewigfich. Eira 9, 12. Digitized by Google SEERS BBPBHLKN Bei-re, f. bacra, bei Luth. in der reget iouohl im sing, ais im pl. beer : yhre beer bt eyn ga!l beere, var, mh 5 Afo«. 32. 32 hä Bimdteil; vml ich halle den bechcr Phnrao in meiner liand, vn«! nam die beer vml zmlriifkl sie in den beelirr. 1 Mos. 40, 11; ah weon man einen olbavvm schiitlcU, ihs iwo oder drej beer blieben obea in dem wipfle. Jet. 17, 6; der sommervnd herbst {bringen) allericy gelrcide vnd schöne beer. Trüchte, wein vnd obsU der 65.pr inf. des vorigen: es isl nur ein beferbcu fiir gol angesehen, ebend. ItMin (beoehden, befbeden), beJkrfe- gen, feindlich überziehen:' sondern ihun recht, das wir eucli bevhcden vnd rauben, von den eoneiBjs vnd khrhen. { 1 539). Eiij'* ; ein reutcr thul einem mordbrenncr grossen rciiterdieiisf, dns er jni liilfll aulTder stra^^sen rauhen, latid \iul leiitc hetiehdci). an die pfarr- herm wider d.wucherzu preäigcn.( 154 0).Bi''. Icfebicr (beuheder), m. der fefndUdi^ «ber/SItt MJid bdsrie^: so man die Strassen-* reubcr, mtirder oder beuheder redert vnd küpfel. ebend. Lij'\ Befehl (befclh), mandalum, praeceptum, jussum, auf trag, gebot, geheies: vnd Joseph Ihet befeih , das nsn jre seeke mit geireidc fttUeU 1 Mos. 42, 25 ; vnd Joseph gab jTion wagen nach dem beleih Pharao. 45, 21; vnd Mose bcschrieli jreu auszug, wie sie zogen nach dem bereih des hcrrn. 4 Mos. 32, 2; also kehreten vmb dieRubeniter, Ga- diter vnd der halbe Slam Hanasse . . . /uin Linde jres erhes, das sie erbten aus beleih des herni. Jos. 22, 9 ; die bcfelh des herrn sind richlig. 19, 9; auch die weil well- lich gebot keinen nuts ym hymcl sehalTen, so isl dennoch sein gebot vnd befeih da. eine bericht an einen guten freund. (10281. Fj**; gaugkeln also mit dem berelli vnd worl goUes. von den schlüsseln. (1530). Giii"; es bat kein gcwcyheler winckel priesler ihuren der gemeine das sacrament reichen oder predigen , wie es doch Christus befeih vnd einsctzung fudderl. ron der icinckel- messe. (1534). Kij"; goU wil nichts aus eigener wal odder andacbt, sondere alles ans befeih vnd beruff getban haben, der 82. psalm. (1530). Fij"; do ich gen Orlaraunde vnter seyne Christen kam aus rursllichem befeih. eyn brieff an die Christen :u Stras' purg. (1525). A 5*; da machet er die, den er solchen befeih gibt, jm aller ding gleich in der sendung. zwo predigt auff der hin' dertauffe. (1510). Jij"; der h.inn hertzige valer yiu limiel Irüstc vud .slercise e. k. f. g. ynn seinem wort vnd befeih bis zu seligem ende, de IFeUe br. 4, 24 1 (ihler naeb dem original). von hi>h'h\en , doch icohl nichtvor dem \ v).jh. Refehlen (betelhen), in doppelter beäeu' lang, i) mandure, commendare, commitlere, mü aee» der Mdke, dat, der ferwn, a) von üigitized by Google BErEUL£N 224 BEFBSTUNG pcrsoneH: das er jiit vitler seine barnl bc- ßiUi alle gerangepen im gerengnis. t Mm. 39, 22; szo feret der narr Uu, lest weyb viind kynd >ilzon, die ylim von goll hcfolben sind, aush'fj. der ep. vjid euang. vom christag. (iä22j. UdiiJ'*; keyscr Siegnaund eripreiff jn {den bapst) vnlerwegen vnd ward «lern pfaltzgrauen befolhen. tcider das baps- ' tum zu Rom. (1545). Kj''; erbcgehrl c T. g. von mir bcfolib'n zu scjti. de Welle br. 5, 732. sich befehlen: zu leUl haben auch lU« faricgsleiile viel abergfaubens ym slrcyi, da lieh einer sanct Georgen, der ander sancl Chrislorcl berelhl (/tir bcliebll). oh kriegsteule auch in seligem etande sein kOnden, (1 527). 6) wm saehen: an walch«r stat Header kttnig Rehabeara eherne achOde maehen vnd beleih sie den obersten der drabantcn. 2 chro«. 12, 10; berdh (befiehl) dem hcrrn deine wege. ps. 37, 5; valer, ich bcrtUt meinen gcisl in deine hende* Luc, 23, 46; Christnt foddert hie von sancl Peiro drey mal die lieb, ehe er yhni die schall bcfilhei. grund vnd vrsarh aller arückel. (1520). Ij"; vnd l»er<»lh dem lieben wind (der auch müsziger isl) die vbrigen vorgeben wort, eyn seman von dem ablast vnd gnad. (1520). Aiiij**; Willcnbcrg ist mein bürden, mir von gotl berohlcn. de Welle br.2, 148; wir lassen solchs den theidin{»f?bprrn vnd scbcidsfurslen bcrohlen seyn. 3, 3 1 S ; das selbige concilium(sttJVieea) seUt, das der rO* mische bischoiTsolle, nach alter gc wonheil, die subtirbioarien Ixirclieii jm lassen licfolhoii sein. vondenconciiijsvnd kirchen. (1539). Gij''. 2) praecipere, gebielent meist ohne acc, mit fidgendiem abhängigen saU: vnd JoKe|>b bebih seinem haushalter vnd sprach , rulte den racnncrn ihre socke niil speise (befahl seinem haushaller den tnennem die sacke zu füllen). 1 Mos. 44, 1 ; vnd Joseph bc> Talh seinen knechten den erliten, das sie seinen valer salbelen. 50, 2; vnser herr gotl bat dir nicht befohlen , das du soltesl sitzen vnd vppisrli (nrliii'n v nii Iivinelliynauff. amleg. der eu; 1 r>. cap. der ersten ef. s. l*auU an die CurinUker, (I534j. Qj''; die schuld ist aber der bcfehlhaber, die dce gnten mann veraXomeL 4e Wetta br, 3* 95' lefehHchbabcr, m. dasselbe: amiicite oder befchlicbbaber. ebend. 5, 7'JG. Befrhlnngi f. anbefehlung : lirurub musz man es nenneu ein commendenn oddcr be* rchinng das fclosler anbehalten, asidenthrish liehen adel. (1520). Diiij-. — Demltr: |)(Ti'li!rm;: drmandatio. BefeHtigeHj firmare, cunfirmare : viul üsia bawel Ibiiruic na Jerusalem ara eokllior . . . vnd befestiget sie. 2 eftron. 26, 9 ; jt wer' det die beiiser abbrechen, die inauren zu be- fcstif^eii. Jes. 22, 10; polt ists aber, der VMS befeslif^el sanipt euch in ("dirislo. 2 Cor. 1,21; sie (die doctores scholasiici) siod allsampt nicht gnug mit jren opinieo, das sie eine predigt befestigen sollen. Jen. l.SS**; gleicli wenn man einen briefl schreibet viv! druckt cm bilscbier daraulT, die achhfll vt befestigen. Eisl. ], 136\ Btfcsfignng, f.mimitio, confirmatiß:» ehre, lob vnd preis Jhesn Cbriati vnd befesti* gung vnd bekrclTtigung seiner heiligen ciirist* liehen kirchen. ein wellische lügenschrifi, (1545). Aiiij". — von befestigen. Befeatnngy f. dasselbe : befeslung dcsgha- bens* Jen» % 20" ; vnd sich in sicher beCBUmg disier dreyer mawr geselzL an den durisfü- Digltized by Google BEFINDEN 225 B&FBAGEN dmadel. (1520). Aiüj* ; die waOSen vnMr rii- lerschafll siiui nicht (leischlicli. sonilcrn raech- tigfi/i goll. zu verstörcn 'Ii*' l>ercstungen.2C'or. 1U,4. neuere bibetausgabeu bcfcstiguDgen. — «M beiMien. MiJei^ wu das «lnfodbe flades, doeft nachdrüciUichnalBiieiet, simtUen «mj»/ifi- de% fühlen. 1} mi'l aec.: ich liofle aber» jr werdet m «ich bis ans ende aIm befinden , gleich wie jr fue tun teil beßinden bebt. 2 Cor, 1, 13; do goll Ail.nn geschalTen hell vnd alle liir*' fnr vlm braclil, vnfer wcichoii Aduiii nit liefaiitlt, das ylim ebeo vnd gleych ge- sellig were. eyn eermofi von im Dieken ifmidl. (1519). Aj"; ich beand drey sUrcke grum), ansz wilchenn mich angreiflet das fnu hl har, edle bnrhic des romanisten von Uyptzick. von dem bapstum zu Rome. (1520). Bj''; die harlmUligcii aber, die neeh nicht begeren iroit des gewinen, ha* f>«n aach die selben marter nie beftindeti. Jen. 1, G'< : wie wol viel Ulgen drinnen hc- faot!i leglich befinde, das gar wenig prediger ütl sind, die das vater vnser . . . reiibt vod wolversielion. der prophet Sacharja. i 1528). Aij''; szo du bcnmlis!, das l )iin dpr ziiunrsiclil Chrisli. eyn sermnn von dem hockwirdigeti sac ameut. (1519). ciij''. 4) sieh befinden: daromb ich mich be* sehwerei md heleydigt befinde, oippotta- tfan. fl520). Aiij*. h) unperaonlich : vnd e.^ befand sich, das Jas gebot nur zum lode reichet, dan inii- docli tmn leben gegeben war. ttSm» 7« 10. NiAd. bevinden {Ben, 3» 319), ahd. pi^ find.tM 'Grnff :i, 537). 3ellecli«a,maru^i ri«. rontamtnare, /Jerki-n woraaMacAeA, besckmuUtn, verunreinigm: heyligk heist, das abgesondert, gnt tzuge- cygent ist, dasz niemant angreyfTen vnd be- flecken sal. das magnificat. fl520i. fiiij*; alles kleid vnd alles feil, das mit solclieui sa- men befleckt ist, arf»r-( lien. Jos. 2, 3 n (IC Ii der Übersetzung in den 1524 — 1527 erschienenen ausgaben des andern teiles des alten lottnmenit, später erkunden, in der ausleg. der ep. vnd euang. vom christag etc. ilr'^iM Avj" erscheint herorschcn einmal sutfar I eßexivisch: von diszero ewrem hcyll babi'U die prnpheteu sich beforschet, var. zu 1 J>ei. 1. 10. Bcftn^<'ii i'li. untereinander fragen, sich trechselstveise fragen, sich erkundigen : vnd sie onlsalzton ■sirb alle, aUo, «las sie vnternauder »ich beftaglen vnd sprachen, 39 üigitized by Google fi£FBEl£N 226 BEGABEN was ist das? Jfare. 1,27; da stundtoD et- liche auff von der sdmte . . • vnd befragten sich mil Siephano. apost. gesch. 6,9; fr redet auch vod hefrairol sich uiil di'n (jiie- cheo. 9. 29 ; wo aber die plarher Jon sol- chen feUen jrrig odw vngewts weren« sollea na sich bei andera fdwtai nis befragen. vnterricht der vUitalom. ( 1 538)* W^K — mkd, \^eyr^^'C1\ iHen. 3, 392). BefrciCBj hctreilieu, tfiÄ4. befrigen {Ben. Z, frtimadien, /Mloacen, frei ge- bt»: so basiahat wi in der llreUieit, da mii vns Christus befreiet hat. GcU. 5, 1 ; üiszer dirij,' rü'irlift kfviiisz Msz an die seelcn , sie zu bcfrcy hcn udcr fahen , fruiii oder bösze KU machen, von der freyheyt eymuekritteu menschtn. (1520). Aüj*; auch ao bin ich auff dem reichstage zu Speyr durch ein of- feniUchs keiserlichs rrichs dfcrel widdcniml» befraihel [Jeu. 4, 530" befreibeil, wonach Grimm vib, 1, 1270 diataalalla mtlerbe- fireibeilen prwUegUrtm Irinfl] odder sam wenipten befriste, das man mirh nicht kan einen kolrj-r schellen, von heimlichen rnd getlohn brieffen. (1529). Cj'*; das solche laater nicht gebOsiat noch gebessert, son- dern gtsterckt befireifaei vnd gelobt werden. wamunge an s. L deud$chen. (1531). Eiiij^; mil grossem ernst hilic, Hn«. ich vom lere- ampt befreibet, in einem vvitickel möge ver- bolzen aein. Jen. 1. 222*. MMum, mäh Htkwrheirßtt» : ea mochte aber wol yemand verdriesaen, dia erC/oaa^) nicht ein weib von seinem gehUit nympl, sondern befreyet sich mit den hcyden. r6er das ersle buch Mose. (1527). nn j^ — a. freien. BaMhdtes a. befireien. Befrelhcn s. befreien. Beflreniden(befrembden),/reinchler vnd nemel jr vnsere lüchter. 1 Jloa. 34, 9; «od Salomo befrenndu licb mit Pharao, den kOnig in ^pten, vnd nam Pharao lochlcr. l kön. 3, 1 ; wir haben dein gebot lassen faren , das wir vns mit den völckern dieser grcwel befreundet haben. Esra 9» 14; nacii etlichen jareo aber werden aie akb mit aia- ander behreunden. Aon. 11, 6. Befrieden, einhegen, umzäune zumschuu gegen feinde und Schädiger, daher ab$tract schützen, jcVunne», beruhigen : da verstichets der kOn% auch md liea den ort anasondera vnd befrieden. 2 Mace. 1, 34; ich lerae auch, das goll durch solche gebot (du toUtt nichl stehlen) mir mein gut befriedet vnd verheget. Jen. 6, 335**; darnach vnter dem kmaer Gonslanlino ward die kircb brfricdd, vnd das euangelium on verfolgimg gefNwKgl. (). 511''; es ist nit gnog gesagt . das coa- cilium hahs than, m.m mnsz gnind antzey^en, die widdei^acher zuschweygeu vnd vns seil» zu belriden. «atder die naioafifcMacftanM- len. (1520). Biij^ vndaumma, wil er hicoHt ein ighchen beschirmet, befreyet vnd befri- 'let haben für vdeemans frenrl vnd gewall. deudsch catechismus, (1529j. Uiiij*; dauon das hertz getrflslet wird vnd befriedet, iaa. I. 65^ mbd. bevriden {Ben. 3. 406). Jk^fristeu, frist ertheilen: am li so bin ich ... widderumb hefreihel odder zum wt- nigsten befrialet. von heimlichen vnd ft- aiolan »riefm. (1529). Gf. Bcf&rchlen, sich, tcas das einfädle sich rdrohfi'n : auch die, szo da sich nit befürch- ten, sulchs . . . tzu voltzthen. bulla cent demitä. (1522). Bij>>; denn man sieb be- idrehten mnas. de Wette br. 5, 708. heu» nur noch blosxes befürchten, ohne sich, ob' schon da.'? einfache sich fürchten fortdnuerl. Begaben, beschenken: vnd halle bey sid» zehen pfund silbers , damit ju der kunig be- gabt hatte. Tab. 1, 16; sie wird jnaül ewi- gem namen be^'aben. Sir. 15, 6; mit gOtt- licli*^r ijrn(}i I c^Mhct. ntisleg. der eu^ntj an den fümemisien festen. (1527> Fvj"; Digltized by Gqpgle| BEGABUNG 227 BEGEBEN mit dem leben begabel tein. wie «hu feeeCie vnd euangelion lu vnierscheiden sind. (1532). Cj"; (goU den Daniel) mit Weis- heit vnd vprstand \her alle mensclien begabt. der proph. Daniel. (1530). Rj\ Befftbeagy f. donatio^ Schenkung: e. k. 1. f. begibaisg. Burkhardt Mef», 285; vnd nidits lassen ansehen, den solchs ro- mischs. rcychs begalninp^on an den rhrist- ücftffi adet. (1520. rmn. ausg.) Luij*. iegängiis (bogoni kin^i, begengnis), n.wa$ fnerUch begangen wird, bei L. namenUitk die tm ««efoiMI «ere fofftener geiHfUte mme. 20). Hüj*; da die pf.tireii i!en liegenj^nissen vntl kirchweyhung oddcr pa- Iron festen so leichtfertig mit dem sacra- aait handelten, wantuni^e an a. L deud- tdten. (1531)- Fiiij' ; vnter dem bapstum »ind viel ewiger begengnis fiir dio loiitcn ge- ■Miflt. ein brieff wider die Sabbather. ^1538). Ej'. vgl. hpgelien 1. icgaakcin (begeukeln), fasctnare, teu- «dke», dmrch fOMMH bekriegen : besanberl vnd begauckelt werden, grund vnd crtacA. (1520). dj**; o yhr tollen G.'iialern , wer bat euch bezaubert vnd begenckelct, das yhi dw Wahrheit nit boret? ehend. dij\ M Bind99U fehUmde «nr. a« M. 3, K — mM. begoukeln (Ven. I, 540). lieben, hingeben, übergeben, aufgeben, 9hd. begehen (Ben. I, 503), oM. bigebau, pdieban (Graff 4, 117). 1 ) transitiv, mü nee. dtrpenm oJeraacAe. •)kbigt^m» Metywben, ei^bfn, widmen : aach begebet nicht der sünde ewre glieder lu wafTen d^r vngerechtigkeit. Rom. 6, 13; gleich wie jr ewre glieder begeben habet CO dienst« der Tnreinigkeii . . • also begebet auch nu ewre glieder su dienste der gc- rechtigkeil 6, 19; ich ermane euch, da« jr ewre leihe begebet zum opfer. 12, l ; dalzu meyn sach ynn disputalion vimd ettlicher vninersitelten vrteyll begebenn. numiiae. der btftl. MU Gotha cod. chart. 379 pag. 9 {Erl. ausg. 24, 12); das nicht yemand weych wurdp ynn disen Irubsalln, wilchen (yhr wisset) das wyr begeben sind. 1 Thess. 3* 3, iefi.*amg, de* n, ImLv.J. 1522. b) aufgeben, fahren lasten: man solle kein vorteil hegeben, es scy wie klein es sey. Jen. 3, 354''; das sie bedinget, sie wollen nichts von der confession begeben haben, de IFelle kr. 5, 954. c) das pari, praei. begeben drUd» enf- iceder hintjt-gehen, aufgegeben aus, oder es ge^ hört zu dem folgenden sich begeben: das hat noch nie kcai hapsl getfaan, das dieser ha pst thnt, der das vrteil ans der band gibt den zu Bamberg» tlaa sie richten sollen . . . vnd ich hitte anch vntertheniglieh , nicht allein die clirislen zu Bamherg, sondern allent- halben wollen solch begeben vrlheil an- nenen* Jen. 2, 175*. ein begebner «enacb« bezeichnete mkd. (vgl. Ben. 1 , 305^) einen der sich der well begehen , ihr entsagt vnd sich d(*m dienste gottes ausschliesslich ge- toidmeihai; so auch noch be^L.: eyn ver- lobt vnd begeben mensch. aneUg. der ep, imdeuang.mmehrislagete,(\b22), pppiij"; alsz vorniesz ich mich zu hoch, das ich vor- ftchler, hegebner mensch, solche hohe vnnd grosse stende thar anreden, an den ehrisl- Ueimadel, (1520). Aij (nach Grimm an dieser eleile begebner » «erlsatener, a«^- gebener); vnd nye nichts serer vnd merer begert vnd gewünscht, dann das ich als ein begebner man, in eynem winckell beymiich vnnd vnbekant Meyhen moeht. L/a erbi'e* fen.. (1521). M. )■>; das sie (die iMne Sät) vnuerschampt ehebruch trieben mit begebe- nen widwcn. trider dat bafttmm an Rom, , (1545). Eiiif. 2) reflexiv, sich begeben. a) rätmUehat sieh wohin b^ben: vnd Bacchides voick war nicht so ktlne, das sie sieh ins w.ivsor hegeben hetlen. 1 Maee. 9, 48; da das ünias erfur, begäbe er sich an 79* e ^ üigitized by Google BEGEBEN 22S BEGEHEN chwD befreielen ort. 2 Jfoe«. 4, 33; da er ider baptl) sich in Deubcliland begeben halle, wider das bap$lum zu Rom. (1545). Bj''; er sich iii IreinUdu fur:iieoUiuiU uichl dar {orig. ihar) begeben, WUU tr, 3* 76; gen Hembiirig sich ni begeben. 8. 346. h) häuliger abskract: vnd vns nichl zu weil begeben ynn sey?! kI^'s teufds) zauck- .spiel. der prophelJvna. |^152(>J. Aij"; das der bapsl mit den seinen sieb würde oder mOsle eucb in solcbe refonnalion begeben. WM dem conmUjs vnd kirchen. { 1 539). BiJ** ; widweo, die nach jrer uHMincr tu»! «^ich be- gaben zum diensl des slillU. wider das bapstum XU Rom. (1545). Eiiij''; die mau dainrbell, das sie sonst au nichlelflgen. bege- ben sich zu kIrcIicn(ticn>lcn.fiaiwpo£l.irt((en6. ( I 515, fejillheil 7 1'); viid damit den kaisor aller ei-»t leclil erzUrnl vnd gleich alte huhe mach gegeben , sich sur ootracbe zu be- geben, de WeUe »r. 6, 107. c) sich begeh (II mit gen, der taehe eagß heute aus auf cirr^is- rfrzichten, es auf- geben, bei L.%\c\\ in clv\a:> begeben, sichwozu hergeben : da soUcu sie nichl sich des bege- ben, seiner solcher lyranney eaeeutorts vnd also leilhaflUg seiner vnlugenl au sein. Jen, 4, 314^ Sich eiut'iii l»e^'cben, ergeben: Wissel jr nichl, welchem jr euch begebet au knech- ten in gehorsam, des knechte seid jr. Wim. 6, 16. p] ^ir!i begehen, sirh zutragen, sich er- eignen, geschehen: \vu sich dieser fall be- gibt, vonehesat^n. (1530). Uiij^ swneist unpenönUeh: wenn aicbs begebe, daa du (gefangen wereiil. das b., 6. und 7. cap. s. Malthri. (1532). Yj''; es begab sich abei nach cüicheu lagen. 1 üfof. 4, 3; >n(i rs bcgaJ) sich, da sie aufT deiu feldc waren. 4, 6 «. a. m der bi6el «elkr oß. Beigeben, n« casus, eueulus: aii;^'oschen, das derselben dinge begeben, ralir vnd vcr- lusl zu der seligkeil uaschcülich sei. de Welle br. l, 59S. icgegnen (begegcneo, begegen), Mf anm zusammentreffen enlg^fenkommen. 1) /ej^/ZcAe^ begegnen : vnd künden pon, geLüD. ebend. liiij'*; vud es gescliach des Jritlctt läge«, da begM-ni: Pharao seinen jar- 1 Jfof. 40, 2Ui villi gebol, das man diacn Lag jerlich mil freiideii befehen soll, l Jfoce. 13» 52. 2) b^ehen «* volttriN^en. ausüben, zu- iceilen in gulem sinn : o es ist gros tlinfj ynn lieiu herUen begaugen durch gulU liäüX, da« er ul blieben vnd eilialten. der prophet JoM, (1526). Füg*; {Chn§lm hat) einen herrlicbcii sivn am lod vnd helle begangen. Jen. 6, 83'*; das jr die wollhat an im bo,- gangen voliruren wullleU de Welte br. b, 10. bei voeitem häufiger aber in übler be- dnifiMf : vnd wurden seer lomigp dM er ein turriieil an Israel begangen vnd Jacohs Iwr hier beschlalleii lirilfe. l Mos. 34, 7; >\r liabeo eine schaude begangen. 3 Mos. 2ü, 12; \üd zogen an den freuel an den siebcuzig sOtten Jenibbaal begangen, ritht, 9, 24; ilarUmb mus Lemech freilich eine grosse kissbeil an yhm begangen haben, vber das tr»tf hw-h Mose. (1527). Kij" ; das isi der lägen luüacli einer, die xu Iteru äükb lavier ■Hl dem sacramenl begangen biben. eine berkht an eine» guten freund. ( 1 528). Aij** ; vn r2). Aij '. 'm «.ich begehen ^ zmammen leben, mil tmanckr uotgehn; wenn brildcr eins umd, vnd die nsehbam sieb liebbaben , vnd man vnd weib sich milcmandcr wul begeben. Sir. 25. 2; wenn iler luil man vnd weib, die sich wol begangen vud lieh eiiKUHli-r ^'ehaltl Itabea, oder aousl gule vud hebe heundu von einander scbeidol, so ist des Irawrens «ad klagens vnler jnen (den Aetden) kein was noch ende. Jen. 2, 5ir»": es ist ein »oQJerliche, grosse gnad, wen« diü ebelcul >icli wul begehen, üsihr. 314'. legebr (beger)» n. biue» hegten, ter* langen: also geschehe denn cwcr beger. t t rmanung an die geiulirhen. < 1 530). Eii j* • icli w ill ihun nnch alle deinem beger. l kön; 5,8; auir euer bitl vnd begdir tsl widdertimb mein bilt vnd begebr, wollet niicb vmUfn* digcn, wer euch geheiszeu vnd beweget hat, solelien hrief an mich SU scbreibcn? de \yeUt br. 4. 44G. mhd. begL'r, neben dem einfaditn diu g£r {Ben. U 531), legcbrci (begeren), cupere, verionfen, wünschen. 1) mil gen. der saclte: wenn ich die bei- den Tur dir ausslosaon vnd deine grentse weitem werde, sol niemand deines laudes begehren. 2 Mos. 34, 24 ; du soll nicht be- geren deines nehcslen bans. 5 Mos. 5, 2 1 ; ich begcru keines lebens mein . Uiob 9,21; wer ein weib ausihet jr zu begeren. der hat schon mit jr die ehe gebrochen in seinem liertzcn. Mallh. 5, 28; wer des lebens satt ist vnd des lüdcs begeei t. die sieben jNiaa« psaltn. (1517). Fvj'' ; wa.s sull es {das saera- ment ) bey deoireyen sichern ge ysten wirckeu, die seyn nil durlfon noch begeren? egn ser- mon tMm dem hochwirdigen eaeramemi. f 1 5 1 9 > 1 iiij'' ; ich lia!i ewer schrilU emprao- j^'en mil den zwo i|ueslen odder fragen, darin jlir meine:» bcrichls bcgcrU ein sendbrieff m deiHMiteben. (1530). Aüj*. 2) mil acc. der sacke: das keyn Christen mensch den ah!:i- ln-^zell aihh'r )i"i'eret. eyn sermon von di'tn aOiass vnd gnade. (1518). Aij''; vud waü habl jr selbs gethan, das jr jizi ein condlium begert wider Hone Wont. ( 1 54 1 ). Jij^ ; weil sie denn dis alles meine furbill bepern. Burkhardt briefw. 121. 3) mil inj. : ich hegerc nicht mehr zu leben, lltob 7, IG; vud alle.s volck begerel jn aniurflren. Lnc. 6, 19; es ist landrucb* tig, das die Keu>sen habcnn begeret vnler die rimiis( li«-n sanduug ^iikonmien. von dem hapslum zu liotne. (1j20i. llij''; wir sollen iviia nicht tu lecben begeren. vber das erste bu^ Moee, { 1 527 ). Qüj* ; da sie nu truncken waren, begerien sie bey jr m scblafen. oer- legung des akoran. (154 2). Ej". 4) mit abhängigem salz: ich wil dyr la.s- seu den cardinalbut vnd begere tnl, ddä du Üigiiizeü by i^üOgle BEGEÜUIG 230 BEGIERUNG luir etwM gib»t. huUa um iomini. ( 1 522). Ainj**; auch begehren, dasz ich wollt ein hdchleiu lasien ausgeheD. d» WbU§ br. b, 724. 5) der dem abbegehrl wird, hai diepraep. an oder von vor «jefc; es bai Philippus an wir hegen, de Wette br. 2, 16S; i eine WtttUer) hcgcril «iiich liillfT vnd rnd \on vlim. ausleg. der ep. vnd euang. vom heiL drey- könige fest etc. (1525j. Lij% mM. beg«tii (lUn. 1, 534), tfoe^ ent .spril, getcöhnlicher das einfache gi'rn {Ben. \, 532. 5:^3). ahd. gürAn, kdrin {Graff 4» 22^), goth. gafrnjan. ■cgchrig (begerig), cupidus, begierig: der gnaden bednrllUg vnd begerig. üe Jt'eden pusxpsalm. (1517). Fiiij*. RfSfhrung fhegerunp). f. trns hcgclir: p. j. Hill myr nul vleys hantlelii vnti r«deii lassen, (las ylir bcgerung scy, mich yon dem, dergepurvndvnneKwiefcra) weysdich auhall- ten . originalbr.im gesammtarchh fH Weimar. O pay. 7 1 FF2. — hei G rim unvfrzcirh- nel (jcblifbi'n , weshalb ich dem belege aus L. noch folgenden beifüge: datii aber eillich widercbrislcn vnd feynd des euangelij wiilcr stiliche anroulung vnd begerung sich leynen vnd aii(T|)(UTif'n, isl (f.is euangelioii iiil vrsach. arlickei der baurschafft. (1525). Aj*", mhd. begi^riiuge {iien. I. 534). legier (begir), n. heg^nn, vvriamf^: gescbrei ist nicht anders, denn einaeer sUrcks, em^^lliflis; licgir der gnadon f.'of!f's. Jen. 1, 37"; 3, 25'; wol !n»irlit k Ii . wo es sein wolt, gerne sehen, das man uiiL gulen ftlg- liehen worten vnd weiae. bei. niaie. hegier vnd fflmemen kündle wenden mit «lemut. 5, 22 ; iiipyn begir. rar. zu lliob 31, 35. Begierdi begierde (bcgird, hegirde), ge- wöhiUich II., selten f.. dasselbe: herrfiir dir i»l alle nein hegird. ps, 38» 10; vnd aol kö- rnen henibdaih aller beiden , das ist, meaaia, aller lioidcn bcgird. wclrlios wir trost vcr- deudsrhl haben , denn bcgird ist nicht ver- slendlich gnug, weil es im deudschen heisst. die innefiirbenlastvndbegiNim berlien, ac- Itue, aber hie heisst es begird, dasensserlichc, |i.is«inc, des ein hertz hegerd. von den jiiden vnd jren lügpn. (1543). Hiij"; liah icb den dürOUgeo jr begirJe vcrsagul. iiwb 31, 16; wer gibl mir einen verbOrer, das meine bcgirde der aDmechlige erhöre. 31. 35; das begirde derannen hnsiu herr erhöret, var.zupt, 10, 17 in butla cene domini. (1522). C«*; also ilndl man auch eins leyls priesler vnd geiatlicben die ybre gelseite ob alles inwoH diges begirde schlappem vber hyn. ausleg. deutsch des v.u. ( 1 5 ! SV Aiiij" ; dye begynlc des mans zum weyb. sermon von dem elichen slandt. (1519). Aij*; ich hab mit grossen begirden begert dyst oaterlamb nüt euch Heu essen , ehe ich sterb. eyn sermon von dem n. lest. (1520). Riij'; n(l linll golt e. f. g. hegirrt erhöret, ortgmalbr. im get» arckiis zu Weimar. X. pag. 109. 42. mhd. begirde, wU dat tkißdte ginit. nur f. {Ben. 1, 532). if gicrdle«) cupidilaiis ejtpers .* wie könd- ten denn die sacramcnl gnad geben .solchen vngleubigen, vnberewelen, vngutigen, begird- loeen berUenf /m. 1. 370^. Begierig (beging), htgUr haben, cupUsu, a) ohne ^reiifm zutat:: jr seid b^irig vnd erlangte ilnmit nicijt. Jac. 1, 2. b) mitgemiu ; des euangelij beging. Jen. 3, 28* bH Orimm, c) mü praeposilionen: vnd sind bagirig nncli jren sflndcn. Hos. 1, 6; wenn es seyn jamer fdlet, da i.sl es begyrig darnach. epistel s. Petri gepredigt. (1523). hiiy. Bfgirrlieb, expeübäu, aafraeAm: n iai nit heblicber, begirfieb dbigb au fcdren» dann den fnil, ^mid, 1if!l ?ii vortilgcn. eyn »eruum von der bereitung zum sterben. (I 519).biij*. Bcgierlicbi adv. eupide : vnd nach diesem tsugeaaglen samen der gebenedeyung datier hitziger vnd begirlicher vorlangett aolten. iat magnificat. (1521). Ij". Bei^lerlirhkfit, f. cupiditas, mhd. bpgir- lichetl: errürelaber bic dieliühesle luslvnd begirligkcil im nMoaeben. BUL 2, 7 3^; belade« niil viel bdsen begiriigkeiten. ebend. 1, 7*. Begffrung, f.: wenn icb nti den biitbslaben nach aus der esel kuii.st soll des engeb wort vcrdeudschen , mUsle ich also sagen , Dam»*! dtt man der beginingen , odder Daniel dN man der Itlste , o das were schön dandM^« ein deud.scbcr man liörot wol, das bJsle odder bcgirungen dnifl^ffte wort sind , wiewol e& nicht eitel reine üeu MBCfli Richen meiner worl attHhir, kelaerey, ja eitel heilischfewer machen woll. /m.6,^^ mhd. begiii/,eii (Ben. 1, 541). Bp?;!fsirr, m. der begieszi: wedder ücrpUanlzer noch hegiesser elwaü. der 147. ftaim, (1532). Bij*. Beginea» mi/aiig«ii.iirael.beguttde, häu- figer, wie schon ahd. bei Isidor, mit euphu- iiüdiemsbegunst(begoiisi i : morgen sol euch bolffe geschehen , wenn die sonne beginnet iMit XU acheinen. 1 Sam, 11, 9; ich weis irai* nrie bOse gewissen thun. wenn sie sich mit feygen bleltorn hcgynnen zu schürtzen. rf ^ fjIrirhfalU vorherrsrhend inii öchu ucher form desprael. über äte ur- iprikngliche bedeulung von beginnen vgl, Grimm m Hüupt» »eütdwiß. 8, 18 /T- ItMf gnädig b^aben: daromb hcissi (hs worl so viel als lief^naden odder [rncdi^lieli j,'('i>pn. der segen so man nach der messe spricht. (1532). Bj'; nu wyr aber ausz ab- gninllichem reychlnm der barmhertsickeit gnitis vnszers vaters widemmb begnadet sind mit dem hcylsamen lautier worl des euan- gelion. von beyder gestalt. (I522|. Aj''; mit allerley segen vnd wollhat begnadet. von eigener gere€ht^fteiL (1530). Biiij''; mit aeinem worl vnd verheissiingen begnadet. der 1 10. psalm. ( 1 539 1. Küj* ; dasz e. k. f. p. den!;eli)igeu aruien kästen mit solchem lehen begnaden wolle, de Wette br. 3, 497; mit einem flirwereklin des fchwlera Buche auf dreyjar begnadet. Bnrkh9rdtbriefio.214; gotl hat e. f. g. wol mit hoher vornunffl be- gnadet, originalbr. m ge». ardUv iu Wei- mar, reg. N. 108. 41. mhd. begniden (Am. 2. 34S). Bep»dnng. f, gratia: weil ewer hoch- wird durch göttliche begnadung mit bcrr- liclien . schonen , grossen galipii , sonderlich mit hohem verstand begabt ist. Jen. 1 , 1 lU** ; daa er aie vnterweiset den beaton weg, welches denn daa emle'priuilegium, hegnadnng vnd gäbe ist, dereraojre attnde erhennen. ^t. 2, 93^ Bc|;ttügCjl^ genügen, genug iuiben: da begnüget vna an. fmtenieht der vieitaions. (1538). Aj^ ; herlaog George nicht kegnflget, mich durch seine gesandten zu verklagen, die kleine anticort. (1533). Aij'. vgl. bemiKfu iO|mbon|mM.begraben {ßen.l,^Q 1 ),aiui. Digitized by Google BEGRÄBNIS 232 BEGREIFEN pikrapan (Graft 4, 304)» iefelke, heerdigeiL I) eigentlich: was ist das alte Rom amliTs «tenn ein kirchhoff, ja ein lauter scIiimlehMch, da die grossen heim der well hogralirn Ilgen, der WO.psatm, (1539). rüj'*; Ins nie es zaielst dahin bracht, das sie die leute beredl haben am lodhct, die kappen anzu- zioltpn , vnd sich darin hrgr.ilipn zu In-^^pn. ebend. Itiiij'; vnd du soll t'aron zu deinen veiern mit frieden vnd in gutem alter begra- ben werden. 1 Mog, 15, 15; darnach be- grob Abraham Sara soin woii». 23, 10. auf die praeposilioneii folgt bald 'irr daiiv : t\Uo starb Kahcl vnd ward iM^^tahen nn ^\em wegc. I Mos. 35, 19 ; vnd Samuel starb . . . vnd begruben ja in seinem hanse an Rama. I Sam. 25, 1. bald der acc. : vnd namcn jre gebeine vnd begruben sie vnter den bawm zu Jahps. 31, 13; vinl lip^'ntlion sii» bey jren mau. aposi. yesch. .'>, 10; aull' den schindeleich begraben, vermanwug imn ge- bet wider d. Turckm. (1541). C^ij^ 2 ) bildürh : oh solclip frorac U)cnner in siilrluMi jrrij^cn feilen gleich ein w<»nifr jrre- ten . . . wird gnlt an jrcm jrrlhum zu fneden sein vnd alles ins vatervnser begraben, da wir sagen vergib \m vnser srbuMo. Jen. 5,246'. Begräbnis ibffjrelmitl . meist n., doch auch, wie mhd. grebnus, begrebous {Ben. 1» r.b2;. f. 1) A> hanäimig da begrabn$: sie iat tunor keimen meinen leichnam zu salben zu mninpm l>P2rel)iiis. ^farr. 1-1, S; «nlchs bat sie behalten /um l.ipe meiner i)Of?rol)nis. Joh. 12, 7 i man eylctc abor mit dem begrebniss so viel mOglidi war^ Htehr, 34 5^ 2) tHMteisf or( der hegtattimg: ich wil Ilgen bey meinen vetern . vnd du soll mich aus Egypten fdren vnd in jrrm hnprchni^ begraben. 1 Mos. 47, 30; sie haben yhii ein tag odder hundert mflssen fiBren, ehe «ie zum begrebnis komcn siml. «Aer Au erale buch Mose. (1527). xxij"; bey den alten der brauch gewesen, rln>i bepreimis ;itisser der slad zu haben, ob man für dem sterben fliehen nü§9. (1527). Cv''; als bald sein leib ins begrebnis tsl gelegel wonten, ist als bald ein ersclirorklich rumor vnd gelbHmel geliort worden, ein irelli. FFvj*. .Begrasen, sieh, «rsprunyliclt vom rieh, »eft a«lf ^rofcn, gedeihen, xm^en, M L, nur bUdtiek ßr nek bekommen» an «mM- stand : u n ehmen : wo einer oder xween (p/iw^ rer) sicli begrn«rn, fh< «ie jren ^vil^\v(•n vnd waisen etwa cm lunislui keullrn. da $ml ilic andern alle eitel bcllcr. an die pfarrherm wider den.wuefcer an fredigen» ftMOi. .liiij''; waren r«*ich worden vnd ballen sieli bejiraset vnd fett goniesle). U'st , . . . vnd auch den so an den herrn Christ glciibel. wider das bapstum zu Horn. (1545^ Liij''; wir ^iml aiirh vnlcr dem wort nehester begritl'eu. äeuüsch cale- 'ekitmut. (1529). Cj^; vnter dem frawen Toleh sind vnser aller iinltter,schwealer,weiber . aucli IjcgrifTeij. von ehesachen.{ 1 530 ).Giij . \)- reden odder schrpjrben. da» mnder leil Wid- der d. Aysil. fropheUH* {I&25). Pig'; isl das ewer oewe kunsl vnd bober geisl , die dpr v.»rblendle Liilher nicht Ix Lrolflen kau*? «id« «^tfje icorte ChrUli noch fesutehen. (1527^ kiij\ 5) sich begreifen, «£db kefuteH» baehäf' tigen iPomil: dasz er sich mit andcrm thuu «r üchulendienst derweil begreifen mag. H>//i' hr. 5. 35S. Bcgreiig, capaas t sie haben fnnacht durch die selbe predigt, d» li« deiner barmhertzig- im lif greiflig sind vnd begeren derselben. Jfn. l. 34^ Brgreillich, mhd. bcgrillicU » Ifen, i, 57 1), 1) ocitr genommen, capax, habilis, fähig, Mebf fwmA: werdet nil wie die pferd vnd nietller, die do keynes vorstandf begreyflicb seyn. ps, 32, 1 l in ,,die ziehen puszpsalm." »(1517). Biij'', in der auiUyung Cy : seU nil liiedie pferde vod meuler. die nil begriftig iey« des Vorstands; junge knaben, welche zu der scholc wol geschickt vnd begreill'Uch be< in dojppeltBt beäeutung, 1 ) tmnma, MBgriff : vnd ist also das kleyn wortloin tostanicnt cyn kurtzer begrilT aller u iiuiler \ m\ gnaden frnttp«;. «^v" *nen, die aus eygnem fürnemen ein sach aufahen , fragen den, der ob vns ist, nieht ein mal darnmb, so doch alle ding sein sind, vnd werc wo! billich, das man yhn daruinh hcf^-nlsset. f/^r 112. psalm. (I52G). av^ vnd goll kemaiai drttmb begrttsset. dendscA eateeftismtt«. • 1529). Eiiij*; sein (ChritH) bhit nicht gellen sol, man bcgrüsse denn des bapst heiliffkeit darumh , da< er darein verwillige. von dem falschen blul vnd abgoU. ( 1 533).Aij^. Begörtrnj cingere , umgürtont mhd. be- gürten tBen. 1 , 593), ahd. picurlan (Oraff 4, 254): vnd (Dauid) ward begürlel mit einem leinen leihrock. 2 Sam. . 1 l : so begUrle nu deine leuden, vnd tnaclie dich auir. Jer. 1 , 17; darumb so begürtel die lenden ewres gemQtes. 1 Pel. t. 13. Behaft. mhd. behalt, altes rückumlautm- des par(. praet. von behcften . der neuen form bvkeftei: vud sie brachten zu jm 30 Üigiiizeü by i^üOgle B£HAG£N 234 BEHALTEN alleiiey kranckcn mil mancherley seuchen vnd quil behtlR. Malth, 4, 24 ; vnd Simoois schwiger war mil einem harlcn fieber bc- hafn. Imc. i, 38 ; vnd hal vliir Hie aiinaten vnil iiiuiiai ein solch fuud erdacht , das die tehen vnd pfrund noch dreyerlcy weysse tu Rom behain (futgth^m) werden, an dtm christlichen adel. (1520). Dij'; las los, wfirhc dir mit vnrecbt beh«fll {verhaftel\ sind. Jen. b, 311^. lebagriij placere, gefiMefn: an {ohne) forcht vnd demiil mag got iiieinaiit behagen. die sieben puszpsalm. (1517). Bij»; eyn helriibler gey^t viiml nirhi iM inibt flcysch behaget dyr. eyn andechuye betrachfung vber pitUm, (1S24). Füf ; es gehe mir darinne wie du will, so aol es mir alles gefallen vnd beh.igen. Eist, i, 210. eine niiilhntn^izung über (Ji'n Ursprung dieses, goih. und ahd. unvorhaHÜtmen, auch mhd, NocA nielU überaU durdigeirunsenen, wofiet M. Grimm t, 1318. Bf häglfcb (bebeglich) , mhd. behegcUch (Ifen. ! . fiOS), wohlgefällig: dan deine knechte haben behcgiich gemacht die steyne denelben. var. si» jm. 102. \biniiit Heben pvttpsalm» (1517). Ev^; dan sie {dieanfech- tungen) vhen den menschen vnd machen injin «lic demut vnd gedull volkommen, vnnd gotte behcgiich, ab die allerliebsten kinder. auszleg. deuduhdu V. «. ( 1 5 1 8). Hüij''; riehlel ewr le- ben alsso, ... das yhr allen menschen beheglich seytl. auszleg. der ep. rnd euang. des ad- uents. fl")'?"}). Yij'*: eyn solrli opITcr inI «h r beheglich. eyn undechiige belrachlung tbvr llen 51. psalm. (1524), Fiif . — heule be- liaglidi, liodk Ut der «mlaiii in dem t der Mibe lieh begründet. Behalten^ mhd. hplmltcn (Dm. 1, 620. 62 1 ), ahd. piliailan (6ra/f 4, Üü4j, »m mehr- facher anwendmg, 1 ) etwas behauen, ititie Aaften, nicht von sich lassen , zurücHehalten u. dgl. : jeder- m.TJi zum prstcn gulen wein, vnd wenn sie Ii uiickeii worden sind, als denn den ge- ringem , du hast den guten weio bisher be- halten. Jeh. 2, 10; sie lassen predigen» das dielenlt mflgen vnrechlgutl behallten, wider drn falsch genanften geystl. stand (15221. Uiiij'; wo vos Christus nicht mehr helle wollen geben mit den schlttsseln, denn ge> wall eusserliche gesetae vnd gebot an stdlen, hc[U> sie wol mügen behalten, ron den schlus.u'ln. (1530). Bij''; ich wil eben sri mehr mein gelt, körn, gaier behailen vnd niemand nichts leihen, an die ffarrherm trider den muher zu predigen. (1540). Ahij**: ih< man allr fest abetlicl vnJ allein den soiitag behielt, an den christlichen adel. (1520). Uiiij'; so hal ers doch ver- hcysscn ynn der schrillt» er wOUe die ehre aliein behalten, da» henedielm», (1525). Dij''. «l.t< ft'M lifhalten ^ sieger sein: wir wollen dt«' weil zu sehen, welcher den an- üei ii \bei |jochcu vnd das feld behalten werde. wamunge an eeine (. deudsehen. (1531). Hiij^ 2) erhalten, bewahren, au/ behalten: wie- wnl onrh polt bisher einen festen harten leib gegeben vnd behalten. Jen. 5, 12''; sihe das ist vberblieben, lege fnr dich vnd iss, denn es ist auff dich behalten. 1 Sasi. 9, 24 ; der bn>^.- Ix hallen auff den Ug des Verderbens. Uiob 21 , 30. die «finde behalten =-= nicht vergeben: welchen jr die Sünde erlasset, den sind sie erlassen, vad welchen jr sie behaltet , den sind säe befall- icn. Joh. 20, 23: lit-rr h. l.alt jnen diese siliidc nicht, apast. //f,>(7i. 7, 59. 3) behalten, bewahren in etwas: {die sprachen) sind die kOrbe, darinnen man diese brot vnd fische vnd brocken behelt. Jen, % 464". uhstrart: so füret goll seine werck, (las er vns ym glauben belialto. rher das vrHc buch Mose. (1527). ^^y '; das sie die leuie ynn i^oltes furcht behielten, ebeni, v ij\ 4) geistig festhalten, im gedachlnis . iiu herlzen behalion: aber sein vator bcftirlt diese wort. 1 Mos. 37, 11; ich behalte dem wort in meinem hertsen. ps, 119, 11. 5) behalten und adje^iva: so wolt ich dich aiu li jlzl erwürget vnd dio o<;eIin leben- dig bchalien habei*. 1 Mos. 22, 33; sioh von der well nibelleckl behalten. Jac. 1, » 27 ; wOtu rein bdialten dein haus, so lasse pfaflen vnd mtlnche draus (spffieAtoorf). eon der winckelmesse. (1534). Cj*; aber den- noch wo! sieben tausent fanden wurden, die gott vhm behalten halle Irum vod heilig. Üigiiizeü by i^OOgle BEllALiL.NÜ 235 eiHhetrpnäi§tmdieräie tiirdi€n, (1529). BehallUDg^ /. Ik'Ii.iIiiuii^ . vnd vergohnng der Sünden, wider äaa bapslum zu Rom. (1545). Mj«. Bfliiltiif (bfhellnis), n. orl, wo etwas aufhehaUen teird: ein !)f In Uiiis aller vnrei- ner geisler, vnd ein Iii'|ioiiiii> nllnr vnreiner feindseliger vogel. offenb. Ib, 2. — voc. ex quo: bebeltiiiuse. BeUltflgCiy etuhmUtigen, teird von L. in der vorr. rum ersten theil des a. test. r. t55l unter den tcörlern a\if(jt'lühri, irelrlie „t on dti* herni der canceleyen, den lumpeH- predigem vnd puppen tehreybem** neu er- tichlel tind. vgl. Uindseil bibel 1, 315. frühi'r in demselben sinn hchälulen. Behaiigt'ii , praet. Iieliicnp, (estltangen: viiil da diiä uidul viiler eine j^roasc litcke eickc kam, behieng sein henbt an der eichen. 2 Sam, 18, 9. auch behangen, hangen blei- bot! : wenn ilif klt-iiioii lüpgen drein komen, yeil/en sK- ilaiiu liehatigcii. Jen. l, 529''. Behängen (bcliengen), praei. beh^ugle, am etwas hängen: du man sie so breiten blech schühc vnd den sltar damit behenge. 4 Mos. 1 fi, 3S; mit «^pnngrn vnd kclrii beheiiLion. vennanung zum sacrameul. (1537). Ciij''; bebengel den armen Job in il so viel btfser firantiosen. tUätt, 210*; mit dickem staube vnd spinnewcben vnd allerley vnzirers geschmr is Li hcugU da* 16. COp. S. Johannis, fir>;iSi. Kij\ Beharren; verbleiben, ausharren, aus- imtem : (die papisten) beharren miitvrillig- lieb jna jrem greweL von der winckelmesse. (1534). Niiij*,- wer aber l»is an das cmle bebarrel, der %viril «ii-lii,'. Mallh. 10, 22; es jamerl mich des volvk>, denn »le nu \\o\ drey läge I)cy mir beharren, vnd haben nichts ZQ essen. 15, 32 ; sollen wir denn in der sündf beharren? Rom. 6, 1. Beharrung, f. slabilitas, dauer: nu be- scbleussl er den psaini uul einem gebet» da- mit er bittet vmb bestoidiglieit vnd bebar^ mng derselbea reidien gttter des worts. Eist. 2. SSV Behauen; bchcwen, durch hauen zurich^ ten : allar von ganuen steinen . die mit kei- nen eiMD bebawen waren. Joe. 8* Bl ; der ander zimert holtz . . . vnd behewel c , ml «irkeU-; abe. Jes. 44, 13. bildlich: welche tlie kIiif,'sU'n sind, kiinnen die andern behawen (wohi: tadeln, tgl. zur bank hauen) vnd reformiren. EUL \, 490'. Behanscn, 1) transitiv t ina hau* au/'-' nehmen: darin die kranken behauset nnd versorget werden, de Wette br. 5, G9i. 2) sich behausen, sich ansäitsig machen^ niederloaten: wolle sich ewer einer entsetzen vnd der enden bduttsen, da jiu das wort gottc? kl.ir I.Tiiler gepredigt. Jen. 3, 454*. n,hd heUu^e. {Ben. 1, 740). ücbuuiiUttg; behausuuge, /. uuhnuny: vnd wird eine behausnnge sein der drachen. Jes. 34, 13; jrc belKm>inig mQsse wttste werden. \im1 sey niemand iln drinnen wone. apost. gesell. 1 , 20 ; sie ist gelalien \n<\ eine beltausung der icuilel worden, offenb. Joh. 18, 2. Beheflen, anheften, befestigen: dasz sie viclleii'lif iredt iK keil , ihn nül der zeit also bey SK Ii beheAcn und behalten, de H'ieKe br. 3, 37tj. Bebelf» m. vorwand, ana/fnehf, ausrede, uamit man sühin ennungelung eines besse- reu behilfc wn stnid isl, da ist schon kein Iji ltelll" mehr wulder die stralV. an den chriH- Uchen adel. (1520;. Büj''; dieser au&flUch- tigc tenffet keynen andern bebeUT hat, denn den eynigen das er gcysllicb macht (wie seine arl isl) was goti U ylilali macht, das ander teyl tridder d. hyml. prophetcn. ( 1 525). Hj' ; auÜ das niemand ein bclielH aus diesem exempel neme, vater vnd mnlter zulassen oder verachten, von der SHMle widder d. Iteifl. (/eist. (1531). Diij*; SO ist jr behelff villi Iluchlrede niclil.s p^egeu solche öffentliche waiiieil. wider die sabbather. (Ib'^b). Cj\ Behelfen, mhd. beb|p(/f Ti, «ich be- Iiclircn aus den Luchstabcii oder büchern. ebend. Eij*; so wil daraus folgen, das sie ynn dem kästen ymer lieebt gebrennel haben, sintemal sie sich nicht kiindcn von der son- nen Hecht behelffen. vber da.i erste buch Mose. (1527). Vj"; die Strauchdiebe, die sich i n hecken bchellfen. hausposi. WiUemb. aommerffreil 93*. Bebelflelni (bdiellKn), n. ein Meiner be- helf: ob aber ypmand pin hetifiniin ^vol! suchen vnd furgeben. VQmabendtnalChriHi. (1528). Aij'*. MÜ«! WAmen, mM. B4heim (Ben. 1, 97): Hungern. IMirni, [*oIn, Pnnckreich. randgl. zu offb. Job. 17. 12. Behrme; m. bvhme, mhd, bclicini : die Behemen beider ge»laU niesend seyu uil keiser. ffnutA enntf «noeb. (1520). hiij"; der bapsl lest den Behemen zu beyder ge- stall des sacraments. eine bericht an einen guten freund, ( 1 528). Biij* ; gieictt wie dre Behemen yhre buchalaben korix verbawee. «Kim abendmal ChriilL (1528). mii^. vnd bin Behemer land in Breaien am nehstea pevveszcn mcyn lebtag. vortUr%ng etikker arlikel. (1520/. Aiiij*. Behend, behende, m/»d. behende {Ben, 1, 632), l)4ebiiefl, b«rtf^: lllase die be- hende sind schaden zu Ihun. spr. 6, 18; seynf> rnsso sind schneller denn die parden vnd Itcheuder denn die wolfTe aui abend, der prophet Habacuc. (1526). aij*. 2) befnem, pauend : ein fein behend stro- bendliu, damit bindet er jn. Eii>l. I, 213*. 3) geistig gewandt, klug, lisiig, schUm: es ist in jr der geisl, der versleiidig ist, . . . scharff, behend, beredt, weish. 7, 22: wir auch noch teglich erfaren, wie gesdiwiod, listig , klug , bclipnd der weit kinder sind. der 101. psalm. fir :U), Miiij'; suchen vnd dichten so belieudc fUtidlin vnd schwinde griOe. deudsch caleckismus. (1529). Liij'': sonderhcli weis der pofel von splcher be- hender gramniiitica uichtSt das accipio vnd accipiani zweyerley sei. «en cbeMctoi. (1540). Cj' . 4) behend von dersprache^ geläuf^: \tA auir behend eigentlich deudseh also lantet. vom abendmal Christi. (1528). nliiij^ Nach Grimm trth. 1 . 1336 ist bdiend nichl unmittelbar aus dem pra*:poüUonakn bei der band abzuleiten f sondern auf einwer' bum hantln otfer hentan xmMtwiißkmL Behendi adn.ßiim, eebaeU: mache M\ behend von Jerusal«»m hin ;tn^. apnst. gesck. 22. 18; ich acht aber solli^iu mit scbhff* ten handeln, es wurd dyr das Iripliciem be- hend vorgahn. anjf ioi «birebrifflieb bwA bocks Emsersz. (1521). Jüij" : ^ie soUsns nioht abo eilends essen vnd behende kewcn. Eiil. 1. 346'. Behendigkeit (.behendickeil), f. mhd. be» hendebeit(«eii. 1,632). barl^beM^^eicMeb- /icbbeif, ecbfonbetl: die romanisten haben drey maurcn mif i^ynosor fx^lu n lirkeil umb sich zogen. audenchrisliicheHadet. (1520). Aiüj'; weil sie noch nit alle» ikuren gar vorscheinden, wie sie den welschen than ha- Üigiiiztiü by <-3ÜOgIe BEHEKDIGLICH 237 BEI boi. knueboi sie die weil folch heylige be- beodideit. das (sie) zehen odcrzwenlzigpre- lalnren zusammen koppeln, pftenrf. Ciiij* ; ha- ben sie widderufflh braucht ylirer groben MeodicfcejC appeltathm, (1520). Aij^ 4nels oMer kramn, wasteriej behendickcit vmi farhe Has geieliebe. Mla Mne demiiij. J^eiifBiliglicli, gejsclUcUl^ HiUy. mhd. bc- kaMtcbe (Ben, 1, 632): es ist oSl durch eoadiia etwas furgewanl, aber durch et- licher mensrhen lisl beheodiglich vorhynderl. OB den christlirht'fi ndel. ( I 520). Aiij' ; weAO &ie es nur iiciiulich vnd behendiglich ■acbea. das 5, 6. vnd 7. eap, s. MeUihei. (IS52Kddj*; wo einer dem aodern elwai behcndiglicli aus der band rUcket. diUdiCh irgcn {Ben. l, lüh: ich bin ein gast gewesen vnd jr habl mich bcher- bei^eL Matth. 25, 35; gastfreysu seinver- smel oicbl, denn durch dasselbigc haben etliche on jr wissen engel beherberget. Bebr. 13. 2. Ickcnigen. :u herzen nehmen, wie bc- MigeB «Oll L. in der vorr, tum entm Aeü dei a. lest, von 1524 als neubUdung tmpoiiei und flahpr nurh n^eudi intei' %t» sehriflen erscheinend. lebcnt, pari, prael. von bcbcrzcu, uner- «*fock««i hersens, mulhig: sihe solch Irrlffieb erleuchte slarcke bcberlzle leule bat er eentsflit diircli die \ltiiiig Acs riiMilzcs, nuileg. der ep. vnd euang. von oslern etc. ()ä44). EKj''; darunib seid behcrlzt vnd iMnatig jr prediger. EUl 1, 29^ — fee. ftw^. leut. ante lat. ciij'': behertsctt ttHNROtti« rordalus, cordax, andax. BeMinicb . i)rhUinich, hälfe Uistend: c. g. wurden als eyn ehrlicher churfurst sadi aller tymliekeyt tu solchem behilfilich »eyn. Originalbrief im ges. archiv tu Wei^ •wr. 0 pag. 74. FK, 2; das sie guks thun, • .. behülfflirh s^ien. l lYiR. 6. IS; e. f. g. weltea doch yhr guedigUch diesen winler aus «il brotung beholfliicb sein, de Wette br. n. 211. lehat, f be Wahrung : vv;is ist denn wun- der, das einer aller weit gut zu sich bringe, da bereitsehtlft der wahr vnd leglich Sicher- heit, weniger llibr. mit behut der heubtsum- men zuuor hat muh sonst? Jen. 1, 195''. BfhfMi'n, hcliiielpn, hf»hiil<'ion . mhd. be- iiüeleu {ßen. I. 731), ahd. piliuulan [tiraff" 4, 802), ciwtodtre, bewahren, beschützen: sihe ich bin mil dir vnd wil dich behttten wo du bin seuchst. l Jfos. 28, 15: sihe ich sende einen engel fnr dir her , der dich bebUle auff dem wege. 2 Mos. 23. 20 ; be- hüte mich virie einen augapflel ih auge. ps. 17, 8; behate* deine lunge für hflien. 34, 14; so es doch alles ligt an ^'olles segenen vnd lif'hiielen. der 1 27. psalm. ( 1 524 ). Aiiij*; das nicht mflglich ist aus vn^^er macht . . . ein kümlin oddcr helrolin zu erhalten odder behdeten. der eegem, aonum na^der «esse spricht. (1532). Aiij\ Bei (hey). mhd. h\ iÜen. 1, \\2ff.), ahd. bi, pi (Graff 3, 5), go(h. hi, „nähe vnd an- wesenheii im bereich und umkreis von per- sonen wmd »m^tem** üutirüdtende partifcel. I. die praeposition bei eonslruiert L. A. auf die fratjc ^rohin? mil dem nrr. : begrabt mich bey aieiiie velei. I Uos. 49. 29 ; setze dich bey den stein Asel. 1 Sam. 20, 1 9 ; vnd trat bey das rad. Eteeh. 10, 6 : vnd er kam hart bey mich. Dan. 8. 1 7 ; da er kam bey dir stni. f ür. 1 o, 31; die phi- lisler lagerten Mch bey den lidtlcnslein. vber das erste buch Mose. (1527). Jj\ Frieeh 1, »!' «ml Adetung wl6. I, 878 erklären diese accttsativconslruction für unhochdeulxch. doch bedienen sich derselben auch andere mustergittige nhd. schrifl' steller. B, bei mü daUv. 1) neben dem verbumsubitmUhum: aller» ley thier das bey dir ist. 1 Jlfo«. 8, 17 ; es ist auch viel slro vnd futterbey vns. 24, 25; der jüngste ist noch hey vnserm vatcr. 42, 13; da er beim leben war (da er Mte). 2 chron. 10, 6. 2) ne6en den verbix |«lr>il»ofi , wohnen, stehen, sitzen, liegen, scliialen : viid s[»racheB, bleib bey vns, denn es wil abend ' üigiiizeü by Google BEI 238 Bi:iBHlNGEN vnd «r gieny bin ein bey jnen zu bleiben. Luc. 24, 29; {Mose) biell sieh im l;nide Midian vnd wonele bey einem bninnon. 2 Mos. 2, 15; sihe, ich siehe hie bey dem wasserbrun. 1 Hat. 24, 13; in meiner er- sten Verantwortung stund niemand bey mir. 2 Tim. 4» 16; ich sitze nicht bey den eilein leuten. ps. 26, 4 ; lieber, las mich bey du- ligen. l Mos. 38, 16; vnd sprach, schlaffe bey mir. 39, 7 ; dt ich iung war, schlieiren wir den bürgern bej ihren weibem vndtOch- lern, auff das vemdni keiterli^ edict. (15:^'. Küij\ 3) neben lassen, ergreifen, nehmen, er- wischen utSl ähmUdieH: vnd sie erwischt jn bey seinem kleid. 1 Mot. So. 12; strecke deine band *au'^ vnd erhasschc sie bei dem us, dem des künigs valcr Anliochus den jungen kiinig vnd das reich bey leben befollien hatte. 1 Jfoee. 6, 55. ebenso bei leibe, bei leibe nicht, j'fi uichl : litii-^ dich bei If ilio , dns die deudscbc spräche von andern anders ge- red wird . das sichs nahe bey hundert nil vercndcrt. r&er das erste buch Mose. (152Ti. dii]"; vnd jrer war bey vier taiisent, die iH'iliriii'jf'tf, es oiiiPin Ix'thringCD, enceuieH, wahr nunhen: alxi sulien die Schweriner yhre Iropu^ auch machen vod beweiieo vnd b«y bringeo, das Cbrisltta leib vnd blul leibs vnü hluls zeichen wcren. vom obfndmal Christi. (1528j. Eiij*; vnd Lille vidiTman wolle solch Immlnis fiir iiichlig ballen, als das freylich miL keiner oüeal* lieben bcweisQDge bisher ist beybracbL von hämlichen vnd geHolen bricffen. (1529). Dj': sie kt'nnen mir auch nicht beyl)rir>gpn ul mirs auch nicht bcy hnngeu, Ue:» bieie iefa jm trots vnd recht, sondern ich wittirse Iiigen jin beybringen mit alle niei- nen hücbero vnd lesem in der wdt. Jtn. 2« leicht (peichlj,heichlc, l.iundeHbekenni- Mt: etlidi new lerer . . . geben der pusz drey teyll, nemlich die rew, die peychi , die fjfin:rfliuung. eyn sermon von dem nhlasz r«d gnade. (151 8 1. Aj'' ; vnd da:» das ergstc iit|^e\vesl, oiewaad geleret noch gen ast hat, was die beichte were. derndtth enieeftiniHW. ^Shl^ vtnu. ausg.) Piij''; wer nicht willig ^nii vnib der absolulion willen zur beichl ^eliel, der lasse es nur anstehen, tbend. P vj\ fteieht, mhd. btht, bthle (Heu. 1» 516) in rerdichlung des älteren pijichl (von ahd, pi- ji'han bek''Hrien) , tcie dies L. selbst in dem „hrief an die zu Frankfort am Met/n" Uä33j tiiij* auü/ührt: vnd solchs gibl auch du alte deudsch wort bejicht, da her man liie befligen hischouc nennet confessores, be- Jf'fiter. (las ist iH-kiMiiuT, (Iciiii I»ojirhU'ii heissl bfkeiiiifri wie am h im geiiclit da> wuri noch ]an viiung isl, vrjicht, vnd man sagt« das jicht er, das hat er begicbt etc. vnd sind zwey »terschicdlichj jnn dem worl bejicht. Weichs nnt ^It'i Zeil ]>[ jnii ein j verwandelt, vnd tiuri'li üii>](rancli lieicitt als mit r>inem j geschrieben vnd geredl , wie >ici andere alte deadache Wörter also verderbet sind. f. ameh beichten. leicblbrief; m. icas ablashrier: die leren »BchH^llich, t]\c ffirgeben, das die, so da see- Icn aus dem fegfewr oder beichlbneue wol- len Utaen, keiner rew noch leides bedOrffen. Jen. 1, 4"; mit beichlbriencii, butterbrieflen vnd ander confcssionaUhus. an den Christ^ liehen adel. (1520 verm. ausg.) Eij\ Beiehlbüchleln(beicblbUchhn>,n.:das sind die sehen gebot vierfeltig gehandelt, nemlich als ein lerehüchhn, als ein sanghlichlin , als ein beichtbachlin» als ein beitbacblin. Jen, 6, 336\ leichten j bekennen, beiondem con^eri pweala, mhd. bthten (Ben. t» 516): dar^ umb sol man die leul mit frieden lassen vnnd nit l reiben alle yhr sund zurforschtMi. sciiUe- inal (la> \tmniflich ist, vnd si<> lussea beich- ten , die yliii zui Zeil eyufallen odder be- wust sein, grund vnd maeft tMer orUkei. (1520). fiiij' ; wyr sind arme sunder, die nit gerne beychlen. euangelium von den tzehen auszsetzigen. (1521). Aiij ; zum eiäleu iialle ich, das wurl beichten kome von dem worUin jähen, daruon gemacht wird beifchlet, beiehet. das ist« bekennet. eyn seman van dem Maerament, (1526). Cviij\ Beicbtbengst, »i. unname für den beichl hSrendm prieHer: die der schriSi vnd war» heil niiszprauchen tzu yhrer Ingen, eben wie (liNzc lifulitbiugsle Ihun. euang. von de» i^thfti auszsetzigen. (152li. lliiij*'. Beichtiger j m. 1) confeasov , bekennen als man auch etliche heiligen genennel hat zu latia eonlessores, aitff deutsch beichtiger. sermon von dem sacramenl. f!r)2G). Cviij'. 2) der geisilirhe , dem gebeichtet inrd: der piüdiger vnd beichtigcr aiupt. an den ehristiieken adeL (1520). Bij\ mAil. bihtigaer« (ürn. 1, 517) in betden be(^i'iU(ngen. ßeirhtkiud, n. di'i beichtende : alszo soll man die cluislou leren, das ein beichtkind Wiste, wie für got kein rew wirdtg ist vnnd guugsain. grund vnnd vrsach. 1 520). hij*; Miit so! sich das selb liei( litkind nit mehr niiih dii' ab^nliition bekümmern, ein vnter" rieht der bi n hikinder. (1521). aiij^. Belehtpfcauig, bcichtpfi-nning, ffl. 6eicAl- geld: wenn wir nn widderumb fragen, war- umb (Ulm s\c szo gcrnn beycht horenn vnd die beyciil als/u prcysscn, die wir scbewoti. so find sich die redliche vrsach, der beylige iJigiiizeü by Google B£lUUiaATU 240 BClDERSeiTS beycliipfeniiiag. «MtifeliMN von dem Uuhm w*u€twigen. {Ih2l). Aiiij'; abtr wo das gesrhelie , szo wurde den secl monlcrn vml geysl ciigslern dt-r l)ov< liipfcimif^ eiii|»r.ill»'Ti, ausleg. der ep, vnd euang. vom chrialay. (1522>. nniimj*. Utlckinihjtn.der vom beichüger gegebene : ni. g. herr der |jiid{j:r;iir solle ia liedencken. das s. r. g. giiug dtiian hellen, das sie die lueUco hcymlich mil guLeoi gewissen babcu mugen hüls viisers beichUrato. d» W0U» 6r. 6. 273. BcIchtljraMli , m. die bt ycliilynnnon vnd grossen lieyligen. mauy. von den Uehen atuzseUiyvn. (1521). An j''. BcichlTatcr (beiclilvallen , m. der beich~ Üg^r, gegeiutUt beichtkind: wird nn der bcu'lilvatier yemand forschen , ol) er meine liiichle halt o2l). aij*; es isl für ntirli klim- men, wie elhch ht'ichluettcr liil bcuuyl, das das arm voick mil oflentliebem vorpielen yrrc geniachl wird meiner bucher halben, ehi'nd. aj'': alM) kmnlten wir s theologen odfr lieu hl- iit'ii-i liilllen für gotl verlheidigeu. de WeUe bt . t,, 2G5. Bride) eins vnd zwei zusammenfassendes tahiwori, awdo. 1) für diV /fesioN gilt «larft« form, auch nach demonstraliv' u. possessiv-protiomen : vnd picngen di*> Iindc mit einander, l Mos. 22, ü; da ging Laban in die hüucn Jacob vnd Lea vnd der beide niegde. 31. 33; vnd Pharao ward tomig vber seine beide kemme- rer. 40» 2. 2) obgleich beide naturgemäsz nur pl. i.ff, so ht'i}>>quei jedoch bei L. häufig, wie schon MtAd., wtewohl spärlich , ein neutrum im fing. : vnd isl beydisz erlogen. ^36. p«a/fR. (1521). Diij*; das ist dem hem doineni goll beides ein grewel. 5 Mos. 23, I S ; ein hrtrond ohr vnd sehend auge , die machl beides der herr. spr. 20. 12; lassei beides mit einander wacfasoi bis xn der emie. Mauh, la, 30. 3) nicht selten ist bei L. oticA pleonotti" sches allt' IhmiIl' : mc waren aber alle beide from für goll. Imc. 1, (>; werden sie nicht allo beide in die gruben Tallen. 6. 39 ; durch jn I haben wir den zugaug alle beide. Mfhtt. 2, 18. 4 ) beide mit folgendem und drückt , u-iV mhd. [vgl. Ifen. I. 99. 99), „sou:ohl ah aucli" aus : die zweeu litol gehören ei|$eul- lich Christo tu, das er ist beide ein ktlaig der gereclilickeil vnd des frids. rber du ersle hui'h mnse. (1527/ m ij' ; üIm) »er- daaine ich auch beydi- iicw mkI nlie |»cU- gianer. vom abendmai ChruU. 1 1 d2Sj. Fiij'; wie er (QurüUu) warhafllig beide gesterboi vnd Widder von den Lodien auflerstandcn ist. das 1 5. cap. der ersten ep. s. Pauli an He Corinliier. (1531). Diij^; blNhcr i^t gnug gesagt beide was die lauile isl vnd was »e für krallt vnd nots hat. «0» der keil. (ai#(. (1535). Lij*; beide klein vnd gross. 1 JIn. 19, 11 ; beide wir vnd vnsere veler. 48, 34, tt. so noch oft in der bibel. 5) bemerkenswerth ist endlich noch, da*: nach beide meht tmt iteef, twidem ewA drei vnd mehr sadmn aufgeführt uierden: da beide lod, siind vnd alle viiglijck ab -('in wird, das 15. cap. der ersten ep. s. Ptiuli an die Corinther. (1534). Pj''; er winl hinder sie komen . • . beide mit peslilentz, Iheur zeit , krieg vnd inord. ebend. Iii' : crsilicb ><>lll die heylige schrifft beyde aufl laleinisch , kiierbis< b, ebrcisch vnd deutsch . . . dryuiicti [in einer guten bibUothek) s«ya. an die rbadJkemn. (1524). Bij**; «ras ich von der vnter person sage , das sol tretto beyde baiii . bilrger, eddclhorm, graHcn vtul fürst en. 06 hriegsh'ui auch ynM sei, Stande sein mugeH. (1527). Üij*. mM. beide, n. beidiu, eig. b^de, bMie (Ben. 1, 97 ff.), aML p4d4 m., p^d^ f., \m\iu n. {Graff 3, 83), goth. bai (bajo|)si. bös 1ki , icelche geschlechtmntersrhu'd« nur noch rolksdialecle bewahrt haben {rgL Sehmelttrwlb. 1, 154» mwidnrtenf 774. Schmid ictb. 52). Beiderlei , utriusque generis : das btioh isl daniinb geschrieben, das man beyderipy volck lerne kennen, vber das true buch Mate. (1527). diij"; also thut gott mit vns, das er vns beyderiej AirlegU du dtm worl ChrisH noch fM ttektn. (1527). lif. i Beiderseits»; adv. mhd. beiderait, btdff- I Digitized by Google 1 241 B£1LAG£R iil(Bm. 2', 327), ««^»«M^MÜm; von diesem gaatzen abgesonderten leti, so beider- seits jnn die lenge vn willige vnb gewisser not willen bsltage, r.,.ri<^e ... ein seilbng auflsuselsen. Jen. 5, 10''. lelfalleBj ». zufaiien: solch verlravve« «ad beifalien ist das reebl anbeten. Jeu. 1. nur in den alleren srhriften L.'s ^ntketnende nebenfarm von beugen : ynii dem namcn Jbesu sich beygeo sollen alle der \ knye. die ym hymel vnnd auf erden vnd vn- ter der erden sind. Phü, 2» 10. Iii tfsr aap* temberausg. des n. test. vom j. 1522; da ist keyn feslnisz, szoudem eyttel beygen vnd vnlerbgen. ausleg. der ep. vnd euang. vom ehrislagele, (1522). Cciiij^ awh Albe- rne eekreibt ich beig die iuie; -«»eiwo: das sich nit boi-on lassi. dict. AXüijK Beihin j ade. nebenhin, gebildet wie bei- her: bis sie erfaren, das neben der leiche auch ein weg beybiu gehet, der 1 01.»«a/«i. (Ib34). Aiiy^ leiknwmj aneiaenheraiikwmmen: wie er mit list vnsbeykome, dae 6. eap. Bpkee, (1533). Ciiif. Beil (beielj, n. seruris. kursgestieltes werkseug zum hauen: (joltes) gcwalt ist nicht ein bcyl. axl, segen odder Teylen, da- durch er wircke. doe dieee «oorfe CAHsH nocA /e«( slafteii. (1527). gij ; gleichwie aus einerley ftiscn wird hie eiti beiel, da ein nagel, hie ein ichiüssel, da ein schlos. dhl bigil, bilial [Uralf. 3, 43 j. üUcr-nhd. noch die Schreibung bihel {Dasyp. 14^ Stein' höwel E$op 66^ wo das wert als m. er- eehemt), beihel (i. ft. Alberu» di'ef.). Beilage^ f depositum : die priesler rioffeii goll im huuel an. der selbs geboten hal, das man die bcylage nicht sol veruntrewen, das er den leuien das jre, ho sie an den ort zu trewen banden beygelegt hatten, weit er» hallen. 2 Maec, 3, 15; vnd bin gewis, das- cr kan mir meine l>oylage bewaren. 2 77mi. 1. 12. einmal auch als m.: diesen gute» beylag beware durch den lieiliyen geisl. 1, 14. Mltgßsr, n, nupHae: ich ratbe, venns Verlöbnis geschehen ist, dasz man auir> aller erste das beylager vnd oflenllicben kirch- gang halte, denn die hochzeit lang auffzichen 31 Üigiiizeü by i^üOgle BEILXIFTIG 242 BEUNAfle vnd auffsebteben ist sebr febrlicb. liidkr Bellänftig fbeilctiftiir), adv. beiläußg, un- gefähr, beinahe : vou dem selbigen iiefelh oder worl, so durch Haggeun ausgieng bis anfi Cbristas lauffi» .... sind beylenflüg cccchxxiij iar. der prophet Daniel. (1530). Ciiij*: wie ich iin Itoykufnig droy iar mich crboiten iiab. mauuscr. auf der bibl. su Golka. cod. Chart. 379 pag. 9. t) an eines seile legen, nammm^ mm beischlaf, verphelicben : ich bah meine magd dir beygeU'gl , uu .sie aber sihel, das sie schwanger worden isl, raus ich geringe ge- acbtet sein grgen ir. 1 Jfo«. 16* 5; icb bitte aucb ganli demütig, wo e. f. g. so viel vbrigs betten, wolten mir ein frisschling oflor «ohweinskojirr schenken, denn ich sei bisMIUewochcD mein waisUn, meiner Schwe- ster lochter bevlegen. de Wette 6r. 6. 217. 2i licilogon heifiigen, eintffjfn: will solche man^el sie in bcygelegler zeddel e. k. l. g. dar.slelleu. de Welle br. 4, 179. 3) hH »eile legen : ich habe den Hesekiel bcigolcgi, doch verdeudscbe ich die weil die kb'tin'M |)ro{)heteii. Je«. 5, 121'; lni(!c ;ittc vnd newe sadieu aullkeben vnd beilegen. G, 5()7*. 4) deponere, reponere^ hinterlegen: das erden leulen .las jre, so sie an d«'ii i . n treuen henden beigclefM li.iltcn, woll erlial- ten. '2 ^^acc, 3, 15; vinb der hoflnung wil- len, die euch beygclcgl ist im himcl. Coli. 1, 5; hinfurt ist mir beygo]( gt die krön der gercchligkeit. 2 Tim. 4, S. 5) nufhfht-n , hio'Uhji'n '\v(ß. 3): es ist ein zcddi'I nn-prmjjcii, ^'cliirliMitl iiwiiicfi ^rr- mon von dem liciligen ».icmmenl aiiüicuheben vnd beizulegen. Jen. t. 2 IS*. Bfüekre (beilere),/"., nebentehre, falsche lehre: das m^ii keinr Im ylcre füre odder ein ander werck , denn Clnisliis gelerfl li.it. ausleg. der euany. von oslem. {Ib'IlK Yiij'; vnd m.ig nit vorfuret werden dureh niensclien gesetz vnd beyleren. ('ii uml nicht mit zweien beinen auil' erden hUpttcl. 3 Mos. 11,21; du gretesl mit deinen beinen. ßseek 16, 25; an beinen gestifTell. Ephee. 6, 15; den flusz im linken bein. de WeUe kr. 6* 144. redensarlen: es miislen gar sUrtke beyne seyn, die gute tage soUen tragen, lier pro* phet Ilabacuc. (152ü). cij*^; bitte, dujr weiter \v.dli>l liolfien fördern, damit er auch ninrlii iiiiir die Ix'iii komen. Jen. 4. :^T3^ Beinake (^bey nahe), adv. prope, fast» Digrtized by Google 243 UEISORGE Mt ftaut: bey nahe in ballMr ImflSni ukota, die ein joch (reibet. 1 Som, 14, 14* — ahd. ])\ nM\ nji jttn. 243) leiaaAieBd (liey natiendj, dasselbe: vdü bty iMhend 'meli die Mturiiche ««rnnsfft y«ri«r«n liabtn. am äie radkenen (dttr inOifhoHStedte. rl524).Cj^ auch were mir bey nahmt (I r ^rlif^nrllichc Mahomelh zum Propheten vnd l>euie türcken vod jUden eitel heilige worden, äer 1 1 7. jit«lm. (1530). Jj''. MiekcB» j»nMp.fMtoi: iii«ii»pflre(aach kinrltori diesen, so jizt vom «wleyflD ge* sagt ist, das sie sind geiuig gewtioi* As/- BciacrB j ossnu , von dem sellenen mhd. ]^ beiner: Jsasehsr wird ein beioern eitel 9^(vutg. asinus Tortis). 1 Jfo«. 49. 14, ron L. erklärt: ein beyncrn das ist, der grosse last tragen vnd vnterdrückt wer- den ntiisie, mehr bUrden tragen, denn er jwmflgefl wurde, «ber iat ers ft lfe«e. (1527). ¥»j*. BciBbaraiscbj m. oerea : vnd hatte ehern beinliarntscb an seinen acheockeln. 1 Sam. n. 6. lefaihMW. n. hanu auf dem kMk»f mm* w/kobme der ausgegrabenen todienbeine, OMuanwm; fdlcstti iltMi tod nicht, so pclie iiTmbcinhniisc villi zun f:ri"l)eni aiifTdoni kircli- hofe. termanung iumsacrameni. i 1 .'>37).llj'. . BebiitUg, neeesssniiff, innffmd «rfar^ itfikkil): weil euch denn wohl hewuszt, wie heynütliig f»s ilzt .Tl!rni!T:illi('n wird iimb persofif^ii , (üp zu kirrdciiiuiipi vnd andern Mmpteni Kichtig vnd nülzlicii. de Welte br. 5, 380. wM wmOrimmwIk, \, 1387 auf da* ahd. pl nuti , necessarh Minrikdtge fuhrt. Beirede, f. deverticulum , ausrede: der satLan suclif'l jmmerdar winckelhöltzor vnnd beyreile, bolizwegc wider goltes oninuui;. «teftr. 31 2-. Belreiter, m. beireiUr, ^quet adjunehu: >l"'r t iiliche tage hat man yhn auff dos nar- ren pfenl gesetzt vnd mit pim heireiilcr als Widder beim za ziben abgefertigt. Iröslunge die Mim Halle. (1527). Bj*; hat «ein beircntcr aber nicht geweit ebenil. Belgsniiea (bei snmen) , susammen. ohd. pt samana: vnd hes sie bey soinon »crwaren drey läge lang. 1 Mos. 42, 17; es ist' besser woneo in windiel aoff dem dach, denn bey eim zenckischen weibe in einem hrnne heysarnen. spr. 21,9; das leib vnd seel nicht so einhch beysamcn sind, als gott einig ist. Mwo predigt. {Ibdh). ^ij*. IcilBllyiN. a^dUamenltMi, siitafx; dar* umb kan vmb solcbs beisatss willen leolam nicjjt so ewig heisren, wie eü sonst heisst* Widder die sabbaüter. (1538). Ej*. Beiscbafj im Wortspiel für bischof: sonst wirds «rsprilnglidi nil vDbeqncoM verdol« netsdiet bisd r l * iscliaf, der bei den sehn- fcnseinsol, sieb i IV hen. tisehr. 269". Beischlaf^ m. concubUtiS, beilager: kin* der, so aus vneheUcbem bcyschUff geborn werden. wbUH, 4, 6. BeiicUal» (beischlafTcn) , conetmlerej ^ ich bin ein fleisch gebddet zehen mand lang im blut. znsamen geronnen ans mans samen durch lusl im beysclibüen. weish» 7,a. Bcischllferiiii f. xuhäHerin , cmcuhina ; jTjo diesem text haben wir wa«^ (Ii - schrifft heissct concubinas, das ist, kcbs\veib*r, nicht beiscblclTerin odder zuhelteryn. vber das ertU buch Mae, (1527). Ggij*; er (Mahomet) Icsst zu, viel ehehche weiher zu Iialieti, (1.17.11 beyscblefferin vnd megde. rer- Itgung des alcoran. f!542). Cj*; jr (der Türken) gesetze zules^l, da» einer mag zwelii ebeweiber beben vnd dann megde oder bei- scblefTerin , wie viel er wil. elnf heerpm- digt. (15421. fiiiij'' Beisrhlag, m. unechte rcbe, icasscrrebet da& sind vnarlige bauckart vnd bcysclUege, die keine fracfat bringen, iat 14. wd 16. cap s Johannis. (1538). bbbj^ Beiseit (bey seil), adv. zur seile: vnd trctiü licy seil .die jim die lufft. trnmunge an l. deudschm. (I531j. Fiij''. sonst beseil, «eeldket eian «eÄe. Bcisclfs (bey seids), dasselbe, mit mehr adi erbinles a ussehen gebendem genitivischen s • sniebe uevVe heiliirt'n , «o Iiev seids aus wactiscn. ron den concilijs vnd hirchen. (1539). Ziij"; es gebel bey seits quer aus« dem holizweg in das lerchenfdd. Ktc^.Bl*. S. hr^f'its. Be 1 sorge , /. hesorgnis: halle vielleicht auch ein beisorge, es were nu au dem. Jen, •31* Üigiiizeü by i^üOgle BEISPIEL 244 BEISZEN 3, 402^ bei Grimm; dM Bettor^ noch gar stark ist, dasz irer etliche vnsenn na- tnen vnd glauben felod sein. 4e Welie br. 4, 589. 1) tuuh 1» «(fIU ist (denn m/r s[)iol ludtis hat 4ias Korl nichts m schaffen), ähnlichen be- dmUung in fotgendtH »UUtm: da naefast vas lam beyspiel (lf«y«r «. O^rlaeh: Sprichwort) vnter den heiilen. ps. 44, 15; das ist der, welchen wir p»\va für ein spotl halten vnd furcin hOnisch bcyspicl. weish.b, 3. 2) exemplum, vorlfüd: ein beyspiel habe ich euch gegeben, das jr thut, wie ich euch gelbanhabe. Joh. 13, 15; {Christus) die- sen Jonam anzpuchl als eyn beyspiel sein^'ü todes viid auirerstehunge. der prophet Jona. (1526). Aiij\ BMtmi, m. 1) hUife, mUntätnmg: dn aoU falscher ankl:i^'c nicht gleuben, das du einem goülosen hry^i-HiiI ilitist. 2 Mos. 23, 1 ; schall vuü beyslaud in der not, denn menschen hUlflc ist kein nutz. ps. 60, 13; dramb aey IKsch vnd getrost, du sireyüst nit allefa, gross hulff \nd beistand umb dich ist. eyn sermon von dem hochwirdigen sa- crament. (1519). aiij''; ich wil euch nicht OD Iroi^l vnd beistand lassen, das 14. vnd IS. eap, ». JoKmmii. (U38). Ziij^: durch goltes gnad vnd bejstiiMl wunderbarlich er- hallen, dos 17. eap. §. Johminü. (1538). Biiij^ ' 2) der sächliche begriff geht in einen penSnHehen über: paradetus heiaset ein adnocit, Tursprccher oder beystand ftir ge- richt, der den schuldigen IrOstet, slerckt vnd hiint. randgl. zu Joh. 11, 16; aduocatus oder palronii!» ticisül erneu solchen man, der da ist des beschflldigten oder beklagten bey- stand, der sich seiner anniinpt, jn tu ver> leidingen. ausleg. der ep. vnd mang, von ostem etc. (I544j. Ziiij''; ich will euch senden den heiligen gcisl zu einem bey- stand vnd verteydinger. eftend. Ziiij^ BclstcheB. mkd. bt stehen (0^.2^ 575), hülfe /f ;>ff'rj , unterstützfji • vnd der horr wird jiii u Ii' yslchcn vnd wird sie erreltcn. ps. 37, 4ü ; ein Irewer freund hebet mehr vnd stehet fester bey. denn ein brader. «pr. 18, 24; ich Lille auch dich, mein Irewer geselle, stehe jnen Ley. Phil. 4, 3; yrin dem toben der gottlosen war sonst niemand der oair bey alvnde. vhr IrpsIfc'cfceyialaMii. (1526). Eiiij*; mdDSttt gotl woUe dir ho- fieren vnd hierin dir beystehen? 9tri$gim§ des alcoran. (1542). (Jiij^ Beistehen, n. der substaHtivisch gesetzte in f. dea vor^pm: vad iai auch ynn dem ae^ bigen beyatehen wunderbar, die «y. 4n Propheten Jesaia. (1526). Eiij*. Bfisteher, m. der dabei stehende: lassets dainil bestrichen t»eiü, das der beysteher habe die veease gesehen, vefmnntin^ an die getstuaun. (IÖ30>. Diif. Beisic, f. Qltercatio (?); ich wil mich mit jnen {den Juristen ) in die beisse vnd ni recht einlegen vnd (ob gotl wüj mit goltes wort auszftlren. Üichr, 400*. BciiMB (betaaen), jrrsef. beiss (b«iä), mordere. !) intransitiv: aber dar nach liei«^! er wie eine schlänge, spr. 23, 32; gleich wie man eyn wild bOszc thier mit kelen vnd ban» den fesset, das es ait beyssen noch reissen kan. von treltlieher oberkeit. (1523). Bj^; es sollt \lir Itüliob nit wiiii l- i «pvnn, das szoutell reyssende wollt cynca hund bellen auch beysszen zcwungen. manuscr. der bibL gm flolha. eodL Chart 379 pof. 9; daa mOaaen w ir lassen gehen vnd als jnn eUun sawem apfTcl beisscn. predigt von der tu- kunfft Christi. (1532). CjV Abstraet: die weit gibt den predigern schuld , sie künneu nichts denn achelten vnd beisscn. üns. 5» 366**; diaio acht folgend capitel nuledeyen vnd beyssen vnuorschampt. bulla eene do- mini. (1522). Dij*; ich mag nil seyii ein cardinal allein vom tullcl odder vum buch- staben, es muss baai bevssen mit mir vnnd mehr da aein. ebend. Aij**; o es mus bas lifn-^Hfn, VV3S flifspm fr\f soll Was abbrechen das ander teyl iciäder d. hymL propheten. (1525). Gj''; das beis vnd erbitterte die recht, so gen Babel aich ergeboi hatleo. rorr. den prophefen Hcaeftiai. Bind-' seil 7. 350. 2) transilir: Dan wird eine scblango wer- den auiV dem wege vnd ein otter auü' dem Digitized by Google BEISZCN 245 BEIWEG steige, vnd das pferd in die fersen beissen. 1 Mos. 49, 17; da sandle der herr fewrigc wbbDgtii mtw d«s volek, die bissen das vnick. 4 Mos. 2i, 6; hie sollt eyn eysz i fresser die Izcptt hlnrkenn vnnd myr eyn locii ya ileü hani^z heyssen. auff das vbirchHst' lieh buch bockt EtMxers. (1521). Iliiij*; idi htb ein gross loch in der papisien taschen icbissen. 4eWeUebr.2,h^, AbsiraeHtm9ni no vns vnser herU slralTet ader beisset, sso ist got grosser dan vnser hertz. von den guiten wercken. (1520). Aiiij*; weuo du das wOl ansehen, wie front vnd rein du seiest, vnd darnach erbeilen, das dich nichts beisse, so miisstu nimer mehr hinzu komcn. Jen. 4, 429*; Sünden, so dns kerU beissen vnd Tordgig machen. 5, 1 5''. 3) sich beissen: und doch der geist hie «üderamb sieh jnn die zungen heysset vtnl lu lesset , pr <» v nicht widder (!ie schriUl. rnm abendmal Christi. (1528;. dnj''; Klie payUien) sind vnleruander selbs noch nie CMS gewest, werden auch nimer mehr jBins, was der frcy wille solle sein, hacken vnd beissen sich st ll flniber, wie die loIUii sew. auff da& veniwint keiserlich edicl. (1531). DiiiJ*. sich mit einem , mit etwas beissen: die elÜch mal sieh mit der snnd »ad tod gcrautll vnd gefressen oder mit dem teulTcl ireliisscn vml i^'ekeiiipfi Ii.iIumi. das 14. vnd 15. vnp. s. Johannis. (1538). Bbiüj'; mit dem litibs^l heysseu vnd fres- sen, der propket JmM. (1526). GiJ"; das uiarfict alles, das sie sich selbs mit jren eigen JC'daiickon bois«en vnd fressen, eine pre- digt vom verlornen schaf. (1533). Fiiij" : oiu dte^fiii nüsliH las sich die Juden beissen vnd dispuliren, so lange sie wollen, eon den ßden vnd frth lügen. (tbAZ). Aij''. mhd. Uzen (Ben. 1, 192), oML pt^an [Graff 3. 228), golh. heilan. leisten, n. subslantivisch gebrauchter imf.: dss ist »och feiner, das der liebe kün ig. der dem beyssen vnd schelten sso feynd ist, luicfi mehr vnd gifftiger schilt« «nfisorl deiKidi. (1522). Hiij\ Icisier) m. bissiger, zänkischer mensch: ^ sind aber die ergesten beisser md schel- Ur? int diese wort ^/ritU nodk fut ikhen. (1 527). r itj*; scheiter vnd beisser. tbenäj» ifij^. Beisiig (beissig, peissig) , mordax, bissig, mhd. bizic (Ben. 1, 193): jre ros^se ^nd beissiger , denn die wolffis des abends. JSintae. 1,8; der hamster erwnrgel das grosse pferd, es sey so freudig, reisig oder heissig, als es wölle. tischr. 58"; sie gehen mir schuld , ich sey peyssig vnd rachselig, von dem baps Mm im Aome. (1520). Hj'; wen die weychen tzarten oren solche hol- ten gehüret , sollen sie auch wol sagen , es were niemant szo peyssig vnd vngednliip als 8. Paulus, vnd wer ist peyssiger den die pro- pheten? eyn seNdbriejf on bapH Leo JT. (1520). Aij'*; was dienet das Izur sache, das ich beyssig, hessig, hofferlip' Inn? ant- wort deutsch. f!522). ßiij* ; vnd trey- ben sich uiit meynem spitzigen beyssigem schreyben. OMff dos vhir^rttUMi buch bocks Emszers. (1521). Bj'. Bfisiigkeit, f, mvrdariffit : eriichtc vrs.ich der peyssifkeyt. eyn sendbrief an bapsl LeoÄ. (1520>. Aiij» {de Wette br. 1,507). MUmf harrm, wartm: da bies jn der bapst bereiten zu der ersten messe vnd vjvr.ich, man soll niclil lengrer beitten. die liiyenä vovi s. Chrislaphorus. (15.^7). Bij" ; da sprach aber das kind. mein lieber herr was beilestut ebend. Cij*; ich hab gottis gewartet vnd mein seel hat gewartet vnd äuff seyn wort hab ich gebeytet. die ateben f ims- psalm. (1517). erste deutsche bibel i».iiiten (o herr icli bailte deiner behaltsam. 1 Jfos. 49 , 18; Lulh.: herr ich warte auff dein heili, mhd. blten (Ben. 1, 173), ahd. pilan tGraff 3, 62), gnfh. heidan. seit dt-m 17. 18.jV*. in der s ehr ij Isprache erloschen, während es üe voIfcttpraeAe hm und wieder nodk be* toahrt (vgl. Schmeller I, 218. Stalder l, 15n ffiifer 1. 72. Vi Im ar 29). Beithan, abschaffen, entfernen: solch ergemis were nötiger bey zulhun , denn die bilder siurmen. wm abendmal (Miff. (I.V28). bj*. Bflthun, Tl. lar. zu 3. Mos. 15, 25. 26. Bei weg; m. nebenuteg: sie lerrfon bey- wege. ausleg. der euang. von osiem etc. (1537). Yiij": kommen sie aber aolT holts- wege oder beywege , so sind sie sorgfcltig, welchen weg sie geben wollen, fisebr. 4"; Digitized by Google BEIWEIB 246 BEKANNT liOtei cncfa für den hollzwegen tnä fiir bey- wcj,' n Eisi, l, 495*. B( iH('ib, n. nehenweib, kebsiceih, con- cubina. mhd. litwip (Ben. 3, 719): so lesrn wir geil XXV. « Uü'f. — vgl. baiscn. Bejebcit} bekennen, zusammenges. aus be- «mmI jähen (sofen): beiehet das ist bn* kennet, termon von dem «aeromsnf Jas leih>^^ rnd hlutng(»n sie aber, sie sciens fjewis. da^ es die rechte warheit sey, frage ich sie weiter, ob si« es denn auch bekand {geetänUff) Wüllen sein ollenllich Ihr jrer oberfceit. Jen. 6. 16**; weil er vngewis oder des nicht bekand wil sein, ebend. 2) hauliger im sinne von notus. aj be~ kennt sein : gott ist in jren pallasten bekand. jp«. 48, 4 : sein name war nu bekand. Mure. 6. 14 ; ich hin ein guter hirte, vnd erkenno die meinen vnd bin boknnd den meioeo. Joh. 10, 14; ich i>iu euch alientbalben wol bekand. 2 Cor. It, 6; ein igUcher habe, der mir nicht bekand. von ehetadien. (1530). Bj"; darnach hat er wollen einen ane- krtndien wef? durchs Imliz reiten. Iröilunge an die Christen zu UaUe, (1527j. Dtj"; ein Digitized by Google B£kA4Ni\T£ 247 fcandte vttd genge ipraebe. üuU^. der ep. md euang. von ottem eU. 1 1544> LvJ*'. b) i)ok^ruil werden, zur kennlnis gelangen: lier hei r w ird den Egyplern hekaud werdeu. JSti. 19» 21 ; Tod fril bcy jiieo bekind wei^ den. SE9ek, B5, 15. e) bekannt bleiben : ja das uueh der iiainc Chriüli elwo bek;>nl die frucht der Uppen . die seinen namen be- kennen. Ilebr. 13, 15. 2 ) da werden sie denn bekennen jre misse- thai. 3 Mos. 26, 40; vnd die prieslcr vnd leuilen bekaodlen jre schände. 2 ehron. 30, 15; ich wil dem herrn meine vbertrellung bekennen, ps. 32, 5; bekenne einer dem juidcrn «eine silnde. Jac. 5, K!; Hin eraus dauiil vnd ü ey bekand. der prophel Jona. (1526) . Fij*; abo soll Arius seinen jrlbum bekennet viMlihatlich wiiler sich selbe geleret haben. «ondeneonet'li/tvndktre/beii. (1539). I'iij''. 3) wir wollen gerne das keerich vnd scbabab sein, aulTdas sie birschen, allein das vns frey bleybe vnsern glauben zu bekennen. das dieee leorfe ChrieU noch fett stehen» (1527) . bü**; si^eme dich nicht für deine seele das recbt zu bekennen. Sir. 4, 24, 4) auf einen bekennen: da snl denn Aa- roD seine beide hende aulT sein {des bochs) henbl legen, vnd bekamen auffjn alle loisse* ihal der kinder Israel. 3 Mos. 16, 21 ; wiltu aber nicht, so Wüllen wir auff dich beken- nen , das wir einen jungen gesellen allein bey dir fiinden haben. Susanna 2) . 5) bekennen fUr: üo jemand jn lur Chri- stum bekennete, das derselbige in bann ge- than wQrde. JoA. 9, 22. ()) mit inf.: ai u ketzert yhr, wenn yhr uns ketzert, iln' ylie mII» bekennet niil der schrillt einliellip' seyn? au ff das rhinlniU- lich buch bocks Etnszers. (152.;. Hj\ ich bekenn billig sein, de Wette br, 1)411. oder mit abhängigem salz: so wil ich doch hiemit für goll, vnd aller well bezeuget vnd bekand halii-n, dasiehs inil(lie»;en saeranienls- lesteru vnd scbwermeni nicht halle, das diese worte ChrisÜ ndh fest stehen. (1527). bj^; bekennen , das Maria gotles mutier heisse. von den mncilijs vnd kirclien. ( lr>3''). Riij"; ich M. L. d. hekeniic mit dic- :>er meiner eigenen handschrill, dasz ich mei- ner lieben vnd treu«! hansfraiien Katherin gegeben habe sum wipgeding. de Wette br. 5, 422. 7) sicii bekennen: vnd stund kein mensch I bey jin , da sich .1 oseph mit setneu brttdern ^bekeuncic. 1 tMon. 45, 1. B£Ü£N.N£R 248 BElUJi;iB£K mhd, bekennen {Ben. 1, 807)» oM. be- chenncn, pichenntA (Graf 4, 433) . jedoch mehr im sinne mn erkennen, wich« b9- devtung nhd. erloach Bekenner, m. conjessor: eyn solcher be- kenner vn": wird or aber be- klagt, ii) kuu er je reicliUch beweren, das s. k. f. g. mir allzeit wider gewest isU 2« 187*; vnd ieh billich daraus als die vnge- horsanen dem reich vnd auflrhflri.schen be- kbtgt'H morhl aUe die, so mich einen kelzer scliellci). von heimlichen vnd gestoien brieffen. (1529). Cij*; das jn biniurt nie» mands kOnne beklagen. eUieke t€hene pre^ diglen. (1533). Fiij'. 2) Schmerzgefühl über etitas ämzem : sie sollen an kranckbeiten sterben vnd weder Iteklägt noch begraben werden. Jer. 16. 4. r. 6 eteht nicht begraben noeb geklagt wer- den , und so hat auch das «mf der bibL su Gotha sich befindende mamucrij»! tn dtetem Propheten. 3) stcli beklagen: vnd es werden sie be- weinen vnd sieh vber sie beklagen die kdnige aulT erden, offenh. Joh. 18, 9; das man sich niohl zu beklagen hett, das ynn den dingen eUwa«; vnbilljfh!^ fnrgennmen wurde. orifjinalbr. im gesammiardUv zu Weimar. 0 pag. 74. FF. 2; das ieh billieber vcsnch bette mich sttb^lagen der iiynrien. Jen, 2, IS6''. Beklagte) m. angeklagte : paraclelus hfisst einen solchen man, der da ist dea beschul- digten oder beklagten beysland. ausleg. der ep. vnd euang. von ostem etc. ( 1 544) Züy**; ib.T I icbter kan solche kl.igc vnd schuld bey t\eni (»cklafilcn niclil fiiition. Eist. 1. 455'. Bekleben , adhaerere , fest kleben : vud ist etwas in meinen henden beklebt. Biob 31,7; mein gebein sind beklebet an meiner lijut. Jen. 3, 20''. Bekieibenj mfiJ. bekiibea [Ben. I, S 11 ). haften bleiben , festhängen, vom same irur- ieln, naheeneandt mit bekleben : mein ge- beyne isl becliben an meym ßcisch. die sie- heu puszpzalm. fI517). Kv''; sinil srllisl dran bokliebcn. deuilsche messe. (1526). Aij''; als denn so kömpL der heilige geist, der rechte Schulmeister, und gibt dem wart krafft, das es bekleibeL nmeleg, der ewu^. an den fümemisten festen. (1527). x 5*" ; da kUnde etwas ^uis bekietben , aufigehen vnd frucht schaflen. deudsch C€UechisMMSm Digitized fcy GflOgl B£;kL£iü£N 249 B£KOR£N (1529). Dij*; ob wol der same nicht allzeit Mdeibet vmI anll^et. iaa t7. cap, 9, Jo- hannig. (15301, Oiiij'; das der name Nah- mt: illi .11 dran bekliebeo isU terUgnng des öekleiilea, tnhd. heliläden {Ben. 1. 840), mitMrpermÜlUeidmtgwneheH: to oder sonst bekleidel seia. das 14. rnd 15. rap. f. Johannis. (1538). .Mmij'; wol hckU'ulel seiu. Jes. 23, 18; »cl» sage euch, «las aiu li Saloiuoii Ii) alliT seiaer herrligkeil iiichl be- kleidet gewesen ist, als der selbigen eins. Matth. 6, 29 ; ich bin nackct gewesen, vnd jrli:il)l micli Inkl'M'lfi , 3ü; — es konipt ein .illcr man craull vrnl ist bckieidel iiiil ei- nem seidenrock, l ^am. 28, 14; Johduiies «her war bekleiilel mit kamedharen vnd mit einem leddern guriel vnib seine leaden. Marc. I. 6; ein engel, der war mit einer wolckcn bekleidet, o/fenb. Jvh. 10, I ; — die teuff- lioge acht tage nach ik'r laulFe in eiiu weissen WGsterhembde sind bekleidel einher gegangen. Ütchr. I5S''. Bcklieken, maculare, bpxrhmieren, be- klecksen : vnd Nlellt'ii ylir j>acheii nur aull" viel bUcher schreiben vnil jiapyr bekhcken. das dtas« worf ChrüH noch ful stehen. (1527). aiiij^; du beklickest das papir mit tniiöligen Worten, wider den meuchler zu Dresen. (1531). Uj''; vl)pr das , so ist die chrisleiiiicil nnl so viel grewhclien erger- aissen bekfiekt vnd beschmeisl. der 23. palm. (1536). Bj«. Bekomnien (liikiHiien) , mhd. hrkomen {Ben. 1, 904 , iihd. piquäniau {Graff 668j, golh. biqinian. i. «0» dm vie^adien intranntivhedeu- lai^m, wetdte bekommen in der alten Sprache zustehen, erscheiMH bei L, nur noch geringt' spttren. 1) zustehen, zukommen: dz bekuinpl nti snnderiieh der heyligcn matter der khtshen. ienUthmusItgisngde* 67. paalmeii. ( 1 S2 1 ). Biij-. -I begegnen, zustoszeii : nicht das leiden, das du crdcnckest, suudern das dir wider deinerwrien, deneken, begirden bekflninet. //. häufiger ist transitives bekommen, kriegen, erhalten, erlangen: vnd sind frölich, DiETz, W&ttetbneli. das sie das grab bekooien. Afo6 3, 22; w ol dem meoscheo, der verstand bekompt. spr. 3, 13; du bekämest das königreicli. Exech. 16, 13; ich woll zehen gülden dar- uinb geben, das hertzog George meine band- schriflk md siege! bekomen httte. «o» Aetmliehrn vnd ge^olem hrtejfen. (1529). Aii]**; der Mahmel sieg, glück, gewall vnd ehre der well hokomcn dnrch goltes zom oder verheiigriis. Verlegung des alcoran, (1542;. Aiij"; wo nicht mehr an einer scho- nen frawen in heknmen ist, denn das pAi dich an. de Wette br» 6> 277 ; daruinb sol ilie tnem-lilinpe , c'O'Jiolen, h<*iniliche vnd vn- ehrharh« Ii bckoiuen ehe weichen der oflen- berhchcn, die mit gott vnd ehren redlich be- komen ist. von eAefochen. ( 1 530). Dij^ BekMüneni (bekSmmem, bekOmem), bep/ rin von bekümmrrn, welches man sehe : solche vnil Hfr pleifhi n Tragen bekonimern mich nicht hoch, der prophei Sacharja. ( 1 52S). Ggj"; md fand sie hbch bekoroert {aueg.v.J. 1534 bekömert) eben ynn die- ser Sachen vom sacramenl. com abeudmal Christi. (1528). pj'; das das iierlz klt in- laul, belrUbl vnd bekünierl wird, haus- posU WiUenb* (t545Jsonmerfheil35*. refl., er fanlwita achtel seines thuns vnd befelhs nicht vnd bekünicrl sich für gros«pr kliigheil mit andern s.ifhpn. der 1 fi 1 , psalm. ( 1 534). üiij'' ; inocht sich jinaiid hekoiuern vnd fra- gen, wie es denn zugehen werde mit denen, so noch lebendig erfunden werden , wenn ' der jüngste tag komen wird, das 1 5. cap. der ersten ep. s. Pauli an die Corinther. (1534). ij**; das weder bapst noch wir nicht vns daramb bekOmern dtlrlTen. von den emeiliji vnd iirehen. (1539). Gitf. lekMlMcraftg (bekomernng), f. verküm» merung{% Schädigung: denn e. k. f. g. ha- ben zu bedencken gnedigiirli , «las yhm die Icnge vnd verzug auf andere künftige vcr- ledigung e. k. f. g. guedige vcrlrOsluiig eine stehruug vnd seines wesens bekonierung ge- pcren wurde. Burkhurdt briefw, 402. MufHM , «erstieften.* o vater, dz ist ge- wisz ein anfechlung vbermich verhen^l, hilil das sie mich nitl vnrrurc vnd bekorc. ausjcieg. deuUch des v. u. (lölS). Hü/. — 32 Digitized by Google BKKORÜKG 250 B£klMM£RN mM. liekorn (Bm* 1, 830), oML piebo^ rön [Graff 4, 522). Brkorun;^, f. Versuchung, mhd. bekorunge (lien. 1, S3U): wan dz worileiii vorsiichung oder bekorung tiil so gemein vvere, sluud es vi] bau. ebend, mj" ; die verstichuDg aber Oller (wie es vnsere Sachssen von allers Imt nenneit bckürungc ist «treicrley« dewUch culechidutas. (1529). Siij''. B«krafligen (bekreiUigen) » beslätigen, kräftig, fe$$ maehen: so bekrelllLiget er alle sein giliiini vnd vcrbttndnis. 4 Jfoi. 30, 15; so liekrcITiigo nti Iierr goll das worl in ewig- keil. 2 Sam. 7, 25; vir«! fiokrcfUignl jm dds kOnigreich. 2 köu. 15, 19; tU aber das kOnigreich Rehabeam beatetiget vnd bekreff- tigel ward, viMiies er das gesetz des lierrn. 2 chron. 12, t ; vnd vher eine ne ilc hc- krefTiigels em aiitl< r. f.ur. 22, 5!» ; mil si- gilleu vnd zeugeu liekiellligel. Jen. 2. 25'. BekrenigiBg (bekreflVigung). f. confimia- tio: zur bckrefUigiing dieses arlickels. zwo predigt. ( I53r» i. Ai]** ; zu brfV-.tü.^iini? vnd bekrolUigiiiij^' sfiiur lu'iligeji clirisllichen kirchen. einweiliicht lüyemchrifft. (1545). Aiiij*. Bekräftmg (bekrelHiuigi. f, dasselbe: gleicb wie l iii bieget eioe» brieues bekreff- lun- i>l. Jen. 2, 32\ Bekruukcn vbekrenken;, &uU, aich kran- ken, mhd, bekrenkeii (Jim. ! , 875): was mcislcr N. jlzl g«'denekl, vnd harl sich wider jn bekrönt- kl. Jen. S, .106*. BekriegeNj mil kriey üUerzithtn: du .sull die Moabiter nicht beleidigen noch bekriegen. 5 Mo.on der bereitung (zum sierhen. (1519). ai]**; ich wil die müden seclen er- quicken vnd die bdiamerten seden seU^en. Jet. 31, 25. 2 1 %kh bekamraem, tich iotyend mmkin, sich eines dinges annehmen, sich tromii bescltäfligen, a) mit gen. : noch so! di<' bebe da lu schaffen habeo nid sich bekümmern des nehislen armul vnd anderer noi. eker doiertUlmehMote, (1527). Ddiiij^ b) mit praep. : vmb die esciinncn . . . be* kümmere dich jtzt tiirht, sie sind gcfiindea. 1 Sam, 9, 2U; was jsl der mensch, das da jn gros achtest vnd bekamerst dich mit jn! Hiob 7, 17; auch vjll mehr mit den sacn* monten vnd yhren lugenden sieb bekumroem, (Linn niil di'n stniilon. eyn sermon ron der üereitung zum sterben. (1519). aij*; das yrre siben mus auch beschrieben werden» da mus sich Moses mil bekttmmern* vier das erste buch Mose. (I527j. xiij'; damit sieb viel lerer bekümert haben, deudsch ca- techismus. (1529). Dj*j wenn da zu kom|>t , d»i der mensch sich mU guit bekfl- liiem sei. dae 14. tmd \b,eap.t. Jfdumm$» (153S|. Oiij^ — wiewol icb gern sehe, das man sicli yn diesen dingen niehl f;i^I boknm- mercl. de Wette br. 6, 33. — bic babcn der heyden meislere die philosophi klug wollen sein vnd sich fast daraber bekdmmeK Mid gebrocben, was der Regenbogen sey. vber das erste buch ifose. (1527 ;. aiij''. — da bekümmert sie sich vor, ebend. üiiij*. 3; bekümmert sein, in ftummer, *orge sein: denn er war bekammerl vmb Oanid. l Sam. 20 34. ' 4) unpersönlich : da rcwet e% jn, datb. !, 1432 undeut.'Sfhes , dem (ranz, enc omlirt'r , prow encomlirar, iial. ingunibrare nachgebildetes , also auf tat. cu- Üigitizeü by Google BCKCM^EEUN 251 BELEGEN miibre rariidkffAnuie« wert, v^. a«cA | ret sie nicht mit einem finger an. Im. 1 1, Weigand wtb. 1, 130. ' Icküninifrn, n..* da ich viel boküiTimcrns halle ynnweadig. var. zu 94, 19. Bind- teild, 226. IckiwMrait, f. nolh, Mbrängnü: da es aber tag ward, ward nicht eine kleine hc- kütiiniernis vnlcr den kricgskncrhten. apost. gesch. 12, 18; ich halte viel LekUraincr- aitseio meinem herlzen. pt. 94, 19. lekiMieniBf» f. hßtehäflistmg, arMt» mM. bekiimbcrungo (Ben. \, 910): Jüü vn> lero werckfMi '.mi ynn der bekumenmg (in den predigten uöer d. erste buch Mose: be- katnerung u. bekUmmcruug) vnscr heude. mir. n 1 ÜMt 5» 29. lekandigen, kund thun, verkUndigm: Jas doctor Eck von Rom sny kmnni'^n , wirl iBir durch viele tapperc antzcygcu bekuiidigl. V9n den neusen Eckischen bullen vnd lügen, (1520>. Aj**; (Snuer) die römischen ge^ wonlieit vnd geselz wil nit weniger gelinlu n ' denn ah «iliindcn sie ynn der schritn, sie (Ifu li iiil gemcynor ganlzcr chrislon- lieil bekundtgl noch gehalten sein, aujf das i^MiHmUU^ bwsh Msi Bmistrt. (1521). IKIj*; der vns bekandigt, was vns gehen sey. «tMjtw m Harlmiith wm Oron^trg. ( 1 522). IcUclica, auslachen, verlachen: Ü€i da inblmd ist, wird sie belachen, vnd gou wird jr spotten. Jen. l, 100^ «ar. Ml pB. 2, I. - ßolh. hililalijnn, leUdcn, eine last auflegen, betafiten, niAd. beladen {Ben. \, 92öj, ahd. bihlalan (Graft 1114). I| sinnlich: beladet cwr thiere, ziehet hin. I .Vo.>\ 45, 17; cscl l)ebdpii mit wein, drauben, feigen vnd alkrh v Inst. Meh. 13, 17; das ist das rechte p;il(ucn bawtn holz. wUches yhe mehr man es beladet vnd druckt, yke flMhr sieh« dawidder erhebt, ausleg. der ep. tnd euang. vom keffl, dreji HSnige fest (1525). eiij'. 2> abslract: kompl her zu mir, alle die jr mflbeselig vnd beladen seid, ich wil euch "I ii kai. Matth. 11,28; vnd er halff vie- len kranken, die mit mancherlcy seuchen be- laden waren. Jlarc. I, ^ \ ; jr hpladcl die ffleoscbeo mit unlreglicbeo lasten, vnd jr rü- 46; vnd füren die weibhn h'cHingen, die mit sfindnn boladon -ind. 2 Tim. 3,6' szo eyn frum pfarrer gcprecliiu Ii mit weyh vnd kyndt beladen wcre. auff das vbir- ehritlUA hueh boekt Bmxer, (1521). Iliiij* ; die rotten vnd schwarmgeysler, die \u-i ri)!t Mnsov L'psetz wollen beladen, der prophet Jona. {lb2Q}. Hiiij''; ztim aiid.'rn beladen vnd verbiudeu sie sitli uui zwo gresser mttbe vnd erbeil. wm ttbenOmal Christi. (1528). xj''. Belagern, durcÄ ein tager einschtieszen: belagere die stad vnd gewinne sie, 2 Sam. 12, 28 ; wenn sein feind im lande seine thore belagert. 1 MFn. 8» 37; Nadah vnd das ganue Israel belagerten Gibethon. 15, 27, s. belrgpni Belaugeo, an einen (ettras) langen, ihn anlangen, angehn, betreffen: das es geschehe den vnsern au schutt, wileben die not be- langet, vber 4a» enU b}»icih Mw. (1527). lij''; not, so vns on vnterlas belanget. deudsch catechismus. (1529). Oij''; das SIC manclierley arlickel erzclen, weiciar das mehrer teil vns nicht belangen, auff das vermeint keyserlich edict. (1631). Aiöj*; jnn dem handcl vn.l gescheine, so gotl vnd sein werek Ijelanget. von der Sünde tcider d. heiligen geist. (1534). Diij'; so sein wort bebnget. abend. Dilj"»; also das man yhe mit dem selbs bandle, den es belanget. (Ifudsrh cntechismus. (1529). Lj». Beljutern (beleslern), Itüiern: halt er mich doch szo grewlich drob belogen vnd beleslert. eyn vdddartpru^. (1521). Aiiij\ BcIniffB: wenn die teutschen ein ein- tzeln Wort haben, so haben sie bef SWenlxig composita . . . als huffep , enllaiiffen . vrr- laullen, unblaullen, belanlFen, zulauüen, ab- lauffen, weglaulTcn, einlauffen. tischt. 4 1 2'. Belänten (beleuien), I) eampanae sonitu celebrare: wie man bey vns beleulet vnd be- smg«'l dif' UhUvu. randgl. :u Matth. 0. 23. 2) durch geläule den über einen ausge- spro^enen bann verkündigen: dainach lies jii der bapst mit glocken beleuten. wiäer das bapsium »u Rom, (1545). Jij^ vgl. belfuchten. Beiegen, belagern: ab Ileliscus frae aulT- 32* Digitized by Google BELEGERiN 252 BEUEGEN sliinil mit seinem knab«n vnd sahen» des die stait hologl war. erschrack der knabe. vber das erste huch Mose. (1527). Ooiiij''; Abi Melccli aiivr zocli gen Tüebez vod bdegl sie vnd gewen sie. ridU, 9, 50; deniech tocfa l0i»ua vnd das ganlz Israel mit jm von Libna gCtt Lachis vnd lH'l<\LMrri vtir! Iif^^fritfon «if\ Jo». 10, 31. — ebemo mitü. belegen (Üen. telegen > doitelde; wfl rie eber nieiit fricdUeh mil dir heDdlen vnd wil mit dir kriegen , so belegene sie. 5 Mos. 20, 1 2 ; im zphrndcn monden kam Nebucad Nezar (\er kümg zu Babel vnd alle sein beer fiir ieru- Hleia vad bdegerten die sdlNgen. /er. 39, 1 ; das deine feinde werden umb dich vnd deine kindtT mil dir eine wapcnhiirg^ sclila- hen, «lit Ii bcleporn vnlibeoen {Ben^ 1, 997). Beleidigen, ein leid xufügen. betrüben: das andere gebot (sc. der ztretten tafel \ Ii - Beleidiger, m. der beleidigt: denn sie ucnlon 7.iim Iiorrn schreien für den bcUndi- gern. Jeu. 19, 20; vns cbrisipti lerct 0\n- slus. das wir feinde lieben, für die Verfolger beten, vnd den beteidigem gnto Ibnn boOou verleg, des aleoran. (1542). Liiij*. Bflf'tdi^un*, 1tnl' iiiini' , f. verleimitg: icli seine, da^ die sclallarl vvil mit hHeidigURg ( 1 522 : beleydung) vnd grossem schaden er- gehen, aposl. gudt, 27, 10. Beielten, der ältere atudruck \mkd. be- leilen , nhd. pil 'irr n] für licgifiieii d. i. be- prelpilfii, erscheint nur in den von .li*ri- Jaber herausgegebenen Schriften Luthers: enllieh bei mich der keiser Carol euff den reich«tag gofoddert vnd mir geleit vnd eisfn licroU zuf^cscliickel , der mirh biss gen \V(iruil)s holi'ilcl. Eist. l. 3S': vnd wur- den mir zween zugegeben, die uik-Ii fiireten vnd breiteten, ekend. 39*; nn hatte lie M. Franc. Burbardna von Weinnar bekileU tisrhr. l'^T . Heleaditci: idi bin beleuchlel vnd bc- leuict. fMc^r. 1S3^ tcenn jesnand in den bann gtihm «wrde, warf der pfimw sm tcacKslichl von dem predUgtstuhl und läutete dazu mit einer kleinen gloche. rgt. lK'liiiilt n2. Belfern ibeluern, peluerni. fjnmure: vnd die weil lassen doctor Saw, Wilzcl, Tölpel . . . jmer hin bdlen, bdnem, Ondian fnd ztJrncnl esenij»e< einen rechlen dmstU^m bischoff zu weihen. (154*21. Fiij'; da* fleisch heircrl dawider, ausleg. der ep. tnd rel, wie mau sich halt gegen seyntui gky- | euanj^. von o«(erM etc. (I544J. xü)'*; das chen odder nehsteo , seyner cygen pcrsunen jPaber, Schoddl, Eck, Goehleus wider ms halben, das man dieselbe nttbeleydige, szon- peluern, die achten wir nicht, fiiebr. 371*; der wo sie dariT, fuddere vnd hellTe. eyn kurcz form der czehen gepott. f 1 520 1. Aij'*; (die Corinther) bermotcn sieb , das sie den aposlel beleydigt halten, ram^f. s« 2 Cor. 6, 12; es muss aao gross tzaluog der snnd hie seyn, alsz gott scllts isl, der durch die sUnd beleydigt ist. aunl. der ep. md euang. vom chrUtag. (1522). Oij' ; menscheo, de- ren wir yjU antaweyff«*! beleydiget haben« eyn aermoti «on der bereiiung zum «(er- ben. (1519). aj*"; jr ><>li kein widwen vnd Waisen beleidigen. 2 -l/os. 22. 22; bittet für die, so euch beleidigen vnd verfolgen. 1 selbs als einen abgotU ebei*d. Lj' : diis ist obwohl euer vpriinnft dawider atrebl wd pälfert. de Wette br. 6, 221. Beilegen^ richtige alte schreibwig ttaU des hemkge» behtgcn , mM. beliogen (Bm. 1, 1025)» lUgen von jemand sagen, vsr» leumden: sie geben vns schuld ^T»d beliegeo vns bey den jren, das wir chris(*'n mdir denn einen einigen gott anbeten, von den juden vnd jren Ogen. (1543). iii^j^* denn wer vns in diesem articbnl abgöttisch beienget (als abgSUkeh verleumdet) viid lrri.r ! sehimpfwort in der bi'di-uluny grober mensch: sie Wüllen doctor Pommern richlen, der fromb isl, da sie doch die aller vndanckbarsten bengel sind* titehr, 58 ^ Bcnuisrh liünfiiscli. Beuölhigeu, nölhigen, zwingen: e. hoch- wirdigc vclerliche liebe wolle guedigUch oiil mir banddn .... vnd mich nicht dringen» noch benötigen, diesen arlickel ... zu wider- rnflen. Jen. 1, llf)''; also das irh eiitllif!i benOligl (genöthigt) von Wonnbs abzuschei- den. 1, 501"; dasz man es aufl keinerley weise soll mit gesets benOihtgen oder ver- fiisson. de Welte br. 2, 155. Benölhigt, 6»'(/in(legen [Ben. 2, 360): fBS- bcndgel, das sie /n lassen >olhs, eeish. 11, 22; lasset euehbcnflgeD an ewreni solde. Luc. 3, 15; er hat yhm nicht lassen bendgcn an dem biUictien vnd zymlichcu einkomcn. der prophet Uaba" ctic. (1526) kiij*; vnd Uess jhm benOgea an eyns izimlichen burgers (gedr, buifen) gutl? wider den fahch genantten geijat— liehen niand. (152?). Hiij"; ila liiUich sicli drey niechligc kunige liessen an benugon. an denchrUtHdtenadel. ( 1 520 verm.ausg.). Eij*; vnd ybn (i^cn) nit haben bssen be- Hilgen an den fignrn. euangelium von de^it Izehen auszse(zigen. (1521). Bij' ; las in pflicht nehmen, verpflich- te»: {solchen knaheu) iiirlii basz pi-S' heben kann, dann dasz »le im lande beballeu vnd bcpfliclilcl werden, de. Welte br. 5, 1. Bcfredigc«, eondone Aorfan, doeere; man musz Izu nor das voick W(»I In'iu eiligen, von beider (j^sinli etc. (1522*. binj''; f Pau- lis) ball deiiitlbeu slni b der bncken seyl- len des mebrisz (meerea) bcprcdigl. av^ileg. dar «p.vmieMafi^.vom efcrj^^efe. (1522). bbb iij* ; elie sie sclirieben, lialteD sie Izuuor die leiill niil Icyplieber slyrame beirrcdif,-! villi bekeret. ebend. kkkj"*; wie viel läge er (Jonas) aber li.ibe zn bracbl, bis er den orl f nd strich beprediget habe» ist vnbewusl. der frvphet Jona. (1526). Iij**; daninib mag er ao(b wol rbiimcn, d.i^ er i P'iulus) babe mehr geerbeilel, denn sie rille, ilii> isi, durcb sein a)to$telau)pl weiter gefdi en, oddcriuebr Und vnd leut« bepredigeU das 1 5. cap. der ertten ep. s. Pauti an die Corinther. ( i ö34 ). Giiij*' ; er nidsle zuuor sueben vnd gewis macben, welch p kirchcn s. Petrus in der well bepredigt. wider da^ bapslum iu Rom. Nj"'*. Beqaem, en(£j)recfteiid,jNi«teiid» j^elej^en.* siioi drillen beger ich zu wissen» wo s. Au> jrnstinns sapie, (!n<; golt bec|neine gnnglhiiunp fntbb'ie. Jen. 1, Gl"; H;is land isl bequeniK zum vieb. 4 Mos. 32, 1 ; vnd oain ein die be- quemsten ort. 2 Mace, 8» 6 ; vnd da sie einen bequemeiilagbeslimpt hstlen. Susan na 15. mhd. In'qiirjpinf Itten. 1, 90 5», ahd. bi- qnJnii iGraff 4, 072), aus dem pL praet. bitjtumiuuies von ahd. bi(|uönian bekommen. Beqirmiglieit, f. bequemlU^e^t: nicht allein aus vrsacb der vnmögligkeit, sondern «och der bcquemigkeit. Bisl, 1, 72*. BeqneniHchj ade. bequem: vnd küiuilen nicht bequemlich alle wider auflgerichl wer- den. vnlsrrieM der «titlalon». Ü^ZS). Iij% BeqvcMllchlMH,/li luntitievnd bequem- Jigkeit der armen, ordensmg eyns gemeynen kaslens. (1523). Riij''. BequingcO; bezwingen : so soll ein jgUcbcr haiiswtrt sein schal haben, vnd da ers alleine nicbl bequingen kondt neben dem hausge- sinde, raust er seinen nachher dazu nemen. Eist. 1. 336\ quingen miUeUt Übergang des mkd. tw in qu aus mhd, twingen, ahd» dwingan. Vfl. quiiifzer. Rentlh fberad). m, consilium, rath: weyl man ym los nicbl slyiiunei, wilcbem ers ge- ben sob sondern slellels frey dabyn aulT gols beredt vnd ists zu Ariden, der frropJlel Jona. (1520). Eiiij' ; frey aulTgoUs berad vnd enl- hiill. ebend. Fiij' ; hab ich^ miT gut gollcs beralb uiclil Wüllen lassen, de ^VeUe br. 453, Beralhen (beraten), «de mhd. berlien dien. 2, 579), 1 1 ht'ijahrn. versehen, ausstatten: das ich wul berate, tUa iiiR-b lieben vnd jre scbelze vül macbe. spr. S, 2 1 ; goii berate euch. Jos. 2, 16; weil» nu ein solch geselz war, das man nicht halten kundte, b.ii goll die WL'll beraten nitl dem geselz der Seligkeit, rer/e^^un^^ a/tüf ti». ( 1 542). Stj^^; wollet micb treulich bcratlen mit eim willprel. de Wette 6r. 3> 1 1 ; dasz er wobl wirdig wSre, so ihm e. k. f. g. ein jabr odder zwey einen sold ndder mannpehl ^Hhc, bis ibn golt mit eim dienst berielbe. ebend. 3, 76; nacbdem goll euer löbliche Stadt gnüdiglicb beralbcu bat mit seinem heiligen euangelio. ebend, 3> 4 19. eine locbter beralhen « sie verheira' ten und zur Verheiratung ausfUaflen : berate deine loebtfr, so haslu eiii pro's wen-k jre- tliiin, vnd gib sie einem vcrniiutllig man. spr. 7, 27 ; man soll die geiüichen gOter brau- chen , . . arme jungfrawen vnd kinder zu be- raten, auff das vermeint heiserlich edict. (I5;^l !. Fiiij'': darfimb aucb die iuj,'etit {bei den Juden) aufls zcitlicbste bcraleu ward. deudsch cateehismms, (IS29). Hif. 2) sieb beralben, mit sich oder andern zu rathe gehen: ich mercke wol, das goll sich Digrtized by Google BERATHSCULAGEN 256 BEREDEN beraten hat dich cu verderben. 2 dtron. 25, 16; die auff mein« seele ballen, beraten sich mil « iiiander. ps. 71, 10; waninib lehnen sich auiT die künige aull' Pi «!»'n vnd «lit» Fiir- slcn beraten sich widdcrden Ijcmi vnd seinen denn nur laruen vnd kindcrbischoll^ on da$ sie iteyn Tod holu (golt lob) können be- sprengen vnd bereachern. wider den faUch genanlten g<^slNrh^>n stand. (1522). Bj*; wo wolt er igoU) für dem U-ndVl lilo\l)en, gesalbten? der l ll.ptalm. ( 1530) DJ", beii wenn die heyUgcn bi&chofl'e ml die sleyu be- Bindaeil ftMmL var. xi» jw. 2, 2 3) beralhen sein: gol ist szo beraten, das er die srlircyondon vnd klagende gerne bort. dif Sil ben pmzpsalm. (1517). Bij". Beratbscbla^cn (beraUichlagcn , bcrad- schlagen), einm mtikAallM» ftemlAm» «on- #tilere, deliberare: vnd der künig von Syrien bcrritsclil.rjjpi sieh mit seinen kiu rlili ii. 2 hön. t), b; icli WHstf» nirlit, tl;is si« wider nucli beratschlagt tiailfu. Jer. 11, 10; die jtinik- hem hsbenn vntemsnder drob beradsrhlagt. wider die neuen Eckischen bullen vnd lügen. I l '>20). Biij* : ordentlicher weise beratschlagt. d! jn. 2 Mucc. 4, 34 ; vnd er lerel m der schule auir alle sabhaiher vnd beredet (¥mt9tf sna- debat) beide Jaden vnd Griechen, apost.gesch. \ S, 4 ; dcrhallu-n er begeret. niirii mit rinh bekonnel zu maclieii, byn i{^h gar It-yi liilicb willig vnd frülicii des beredt, vnn der (re^ hegt eyniss chiieimmenedten, (1520). Aij*: so were es die grösteliescbeisserev vnter der .«:onnp, die leiile desz zu bereden, tischr. gehen iauen: wolan was sind es aber auch,l 180^; nieoiand wird micbs bereden, das cm » Digitized by Googl 257 BEHEITEN tcnMUifllig meDscfa snleh bnch ernstlich an- oemen vod gleiibeii kitnne. Verlegung des akoran. (1542). Tj*; das sio Ii ul« he- rcdl li.il>en gm lodbct, die k.ipiirn .iri/.dziclieti. der WO. psalm. (1539). binj'; die heillo- sen barfusser rotte haben die leute dttrffen bereden, das. wenn man einen todleo mit jrer raön( Iis kaii|M'ii begrübe, so würde er selig, ausleg. der ep. vnd euang. von oslern HC. (1544). H5\ 3) sinh bereden lassen : lasst encb solcbs nicht bereden. 2 cbron. 32, 15; laut eoch Hiskia niilii Ix'redeii. J<'.«.30. 18; dascrgesle were, das er gelli.in lietle, im- helle sich bis- sen bereden, von Horn vber das welsche ge- birge in deitdschland stt kernen, wider das hapslum zu Rom. (1545). Bij'. 4) ^irl: NtTodcii : er kan sicli i!f>- I'Mclillich «(•Iiis wnl bereden, das doclur LuUkm- vnn guUes gnaden wol so viel deudscbs vnd la- temisch üchreiben kan. ton knmlMken vnd gtilolen brieffen. (1529). Bj'*; beredet sich ?t n>>- fein, er kiiiidr ps im alles besser. (Iciiii alledu'jliii Ificii. der 1 1 1 .psalm. f ! 530 i. Hj' . 5j sicli iiiit einem bereden, besprechen, «icA verabreden; beredet eneh and es be- {ilohe nicht. Je«. 8, 10; vnd beredeten sich rait einander, wns sin jin llnin wollen. Luc. 11 : K Ii hall»- mich mit raein^m lieben h<>rn vnd trcumlc d. Jonas allerlei, soncicrlicli VOD kirchensachen beredt, do WeUe br. 5, 7 3S . Icffedt (^>ered), redefbrUg» redegewandt, terkürzt st. licn'ilt-t, pnrt. pract. v. bereden: NcHiorius war eins strengen kciisclion lebend, wol gestimmel vnd bored. von den concilijs tnd kirehen. (tS30). Hij - ; ich bin je vnd je ttifht wol beredt gewe.«l . . . denn ich bab finp »jchwere sprnrho vnd oino schwere Zun- gen. 2 ^fos. 4, Kl; weis ich denn nifli!, dns dein iiiuiier Aaron beredt ist? 4, 14; die Weisheit machet der vnniandigcn zungen be- redt. weUk. 10, 21; ein beredter man. apost. ge.^rh. 1 S, 24. Beregnen, oomp/u^re.wAd.beregenenfffen. 2, öl l), ahd. pireganun (Graff'l, 442): ein arli^ ward lieregenl vnd der ander acker,,der nicht beregent ward, verdorrete. Ämoe 4, 7. iereit, paratus, gerüstet, fertig, willfäh- rig: das jr<^ kleider waschen und bercil seien auil di ii diiiieu lag. 2 Mos. 19, 11; Dnra, Wftrtartaek seid alle samp^ bereit. Jos. 8, 4 ; aolT das sie deste basz sludiereten vnd bereyt weren .in(T .illo stund /tnTi ?nd vnd zum streyt. an den christlichen utlel. (1520). Ciiij'': gleych wie ein erwegen ebbrecheryn die augeii aufl- sperret vnd mit vollen äugen vmb sich wirlTl eyncm yderman bereytt tiu seyn. wider den falsch genanUm geystlt^hen Stand. (1522 . Hiiij''; iMicli zu loddeni bin ich willig \ud bereyt. de Helle br. 6, 90 ; /.ii £ura'liifii dem herm ein bereit volrb. imei 1. 17, dVe ersten ausgg. des n. (est hohen eyn gerust voick. — Oft ist bereit nur das äbgt^wrxt» pari, prael. ton bereiten. Bereitj udv. jam, schon, bereits : man hO- rel, das jre rosse bereit schnauben au Dan. Jer. 8, 16; ich habe gehöret, das sie bereit sieben mcnner zuuor vcrtrrfwel ist. Tob. t>, 15; es re^'ol sich schon lirrtMl die bosheil heimlich. 2 Thess. 2, 7 ; d.is büse, da.s schon geschehen vnd bereyt da ist. amieg. der ep* und euang. vom heil, dreykönigefest etc. 11525). lliiij^'; damit Mi)s<'s ,iii/cip'l, wie diis |.M'si'iz bereit ynn viel stuckt u ;.Mii^'hi»IUig ist gewesen bey den eliislt ii velein. vber das erste bud^ Mose, (1527). Vj<'; gottlob, solche Itigen hebt bereit an oflTenbar zu wer- den, von der winckelmesse. (1534). Finj' . bemerkenswert ist noch die bei L. häufig vorkommende Verstärkung durch folgendes an : der teufel bereit an durch vnsere feinde viel drinnen zu meislern vnd su verdammen hat. rorr. au/f den vnterricht der visitatoru. i1n38>. Aiiij'' ; ein rom ilmni ih(il\ keine macht newc gute werck zu gebieten, denn da sind bereit an alle gute werck in der hei- ligen schrifll geboten, von den concilijs vnd kirchen. (1 539). Zj**; wie wir bereit an auch mi bapstum vnd Mahmei wol LiTdien haben, i'on den jüden vnd jren lügen. (1543). bij**; wie er denn bereit an mit der that vorge- nommen bat. de Wette br. 4. 352. mhd. gilt neben bereit, Ix-reile auch ein' faches reit, reite iHen. 2, 670), welches dia- leciisch [s. Ii. in Hessen) erhalten ist. vgL Fl/mar tdtol. 320. Bereite!, zureeht maehen, su richten, vor" bereiten: zu deinem heiligthumb, berr, das deine band bereitet hat. 2 .}fos. 15, 17; ists nicht er allem, der dich gemacht vnd be- 33 Digitized by Google , 258 BERG rcilet hat? 5 Mtu. 32. 6; er (Haman) sähe, jrii (»in vngh'Irk vorn kiinijrp schon hcrri- U'L war. Es(h. 7, 7 ; <»s isi ciue stimme eines jirciligers in der Wilsten, bereitet dem hcrrn den weg* /«. 40. 3 ; gehet hin. bereitet vrts das 0»terl.imh. Luc, 22, S: %vic von s. Jo- haiinc^ ^esohriehcn stett, das «t Chri«lo «las vdlck herpyltpl mil prcdigfun^' der (»iiiz. nuff dan fbirchruLlich buch bocks Emszeis. (I52t). Fiij''; gottis rad vnd will auch ist, das er vnsz mit szo vill hunden ingt vnd trcyl)! vml allcnlhaliii'ii tiitler lacIuckiMi be- leydt. eyn sermon von dem huchwirdigen sacrament. (1519). Uy ; das ein iglicher »ich »elbs seilHch schicke vnd sum slertten bereite mit beichten vnd sacrament nemen. ob man für dem sterben fliehen muge. ( 1527). Ciiij'. inhd. liereilcn ilten. >, (KiTi. Bereiten, obequilare, mhd. borilen {Ben. 2t 735) : vnd {ein ßnt) nicht sicher sey noch schalTe (jedenfalls druckfehler für schlafe |, sznndornn 7u sehe vnn«l das himli fwii- Jo- saplmi tlielt) bereyllc vnd .Tlh'nili.illicti be- sehe, wie man rcgirt vnd richtet, von weil- lieher vberkeit. (1523). Fij*. Bcreitscbafti f. 1 ) wie mhA» bcreitschaft (Ben. 2, 071 1, ffcrnlh, rli30). lliiij''. Bcreefca, heranfen : das alle beobter kalb vnd .ille Seiten bereuiTt waren. Esech,29, 18. Brrj. m. hedeuirrtrJp crderhöhung, gegen- xnlz ron ihal ttndanschnlicher als hdgel: anlT bergen vnd in gründen. 5 Mos. I, 7; es hat berge vnd awen. II, II; beug vnd tal sit- tern. Sir. Iii, 19; so spricht der herr herr beide zu den liprpfn vnd bügeln. Kzevh. 0,3. redensarlen : die h ;i ;i r e s l Ii r- n . ;^ o- hen zu berge, richten sich empor: wem soUe nu nicht grawen? wem solten nn nicht die har gen berge stehen? Jen, 6, 1 1" ; das jm wol njoi lilcM die bnr gen borge stehen. der WO. psalm. (1539). ej'*; da der geisl Tnr mir vbergieng. stunden mir die har zu berge. Hieb 4, 15; wo man viel schweren hilret, da gehen einem dieharstt ber^e. Sir. 27. 15. am l»erge stehen, nicht ireiter können: vnd wirs fillon mfls^cii im werck, wenn die ochsen am berge stehen, das wir vns selber nicht beUTen können. Biel, I* 325\ hinter dem berge halten, iM'eM hrrvnrtreten : nhnr sip hallen hindcr dem hei his sie hiill vnd raum kriegen, so ne- ben sie daher wie Arius. ron den concUijs vnd larehen, (1 539). OIq'* ; ttas sie nicht er^ Digitized by Google B£KGAB 259 filr Irellcn vud das maul iufllhun, sontlerii triecbeo tu winekel, hallen Itiniler dem berge vnd rihen die preilTeii ein. Jen. 5, 369'' ; ich hain' ilcn kc'vser allzoit vt-i doclili;!' ffdinlleii, wiewul er weidiicii siiimhieii vnd IiiiiIlt dem berge hallen kann. lUchr. 344*. ilher den berg kointnen, seilt, Hne $d»wierigkeH \gefahr) überstanden haben: hhi keusch, d^ru k f,'ott, siht^ nur wie lange, du hisl iio< h nil\l>ii ri IttM i^k. auf da.t rbirrhrisilirh but U bocks Lnmieri. (lä'Zlj. lij''; wtv hleibeu dennoch leider alzufaul vnd lass vnd smd noch nirlii Hill ihiMien neun vnd neuntzig so fern vher den berg komen, als sie sich lassen düncken. vom kriege iriddcr d. T. (1529). Cj'*; sie geiu'ij daiier, äli wcren siü im gewiss vnd vber alle berge gesprungen, lier prophei Babacuc. (1&26). eiij*. »nAd. IiiMT (Ben. 1, !(i4j, ahd. börg, pe- rac {(iraff 184'. golh. li.ifrgs (m l>airf.'a- hci, berggegenä, gebtrge. Luc. l, 'Mi. t>5), MWf tm höchsten aUer^mme, unegoA. fafr- gtmi n. berg^ aUn. Piörgyn, name der mul- ter des donnerrfoUes , bcwHsen, mit f attge- laulet haben, vgl. 0 rimm wtb. 1, 1052. das wurzelverbum aber für berg ui hcigta (I. d.), aber nicM itt, wie Adelung wib. 1, 774 will, bergen von l>er§ übiUleiteH, Bergab, abwärts, nieder, gegensalz von beijiaul : dorh niaehl < r < s also, das ts »II- zcu gehel bergaulT, Iterg üb, babi wider berg «uir. hautfoeU Jhena. orle Christi floeft fiut etehen. ( 1 &27 ). c ij* ; wenna aber vbelgehet, so kau sich der feind auch nicht bergen. Sir. 12, 7. nüid. börgen (lien. 1, 15S. 151)1, ahd. bärgiin, pPrkan {Gra/f 3, l(i9), goth. bair- gan, ursp}-üngii€h wcM^wie berg, mit anfoii- u ndem f, das sich schon frühe in b, aftd. p forlijrM liitben hahrn miisz. BerggoU, in. deus imtHtanus : jrc guUer sind l»erfregöttei. l küit. 20, 23. Borghaner, m. betgmann: darnach isi mein vatter gen Nanssfeld gesogen vnd da- selbst ein bergkhauvver wonlen. tisrhr. 4 1 4 '. Bergicbt, monfuoA'u« ; dem lainle das ganlz Ih i>'i('hl ist. derprophelUabacuc.{ 1 52bj.üj*. hcr^igfdastelbe : es( C*atises vnd trocken lanil. vber das erste buch JI/o4e. ( I 527 ). LI iij* ; Sihweilz ist ein dürr vnti hcrpi^' laudt. tischr. 432'; diese insel (Lttlü) stlw bergig ist. ebetid. 433''. Bergkirr he, /. eig. eeelesia monlana, Ezech. 1 (). 24. 3 1 . 3!) aber sind bergkircheii geicönn-, die der tnii dem ifil(:endicnst rerhundenen hurerei dienleu. /eile r bibl. wOrlt-rbuch \, 140. Ger lach die heil, tehriß übenetst buhlhluser. Berglcin (iterglin), n. diminutiv v. berg: das lua^' t ili stedlin heissen, vnd ein berglin» d.iraiiir sie Uindncil 7, 357. Bergpfaffe, m. .- die allen inUnchc vnd ein- sidler sind bergiifafTttn. Jen, 2» 421*. BrrgstriU) m. rupee: ein Telss. da man «in schloss niilT hawen mag, ein bergslein. Eist. 2. H.'. . Bergwerk, n. ort, tco man bergbau treibt: vnd die bergwerck eröberl, da man gold vnd Silber grebet. 1 Jfacc. 8» 3; welch ein ar^ mer Ix ih r soll er werden, wenn solch bcrg- werck, funügrub voü handel . . . luUstcu zu 33* üigitized by Google BERiaiT 260 BEKSIEN grun«l gehen, von den (1539). Fj' . Bericht, f. und m., bclehrung, untfirrichl, tniid. iM'rilit [iit'n. 'l, 1)13;. das f. erscheint in folgenden sleilen : also lidli ich nu viel jar her gcilian, meine berichl gegel»eii. exempel eiuen bifchoff XU iceihm, (1512). Fitj"; es ist mir viel lielier eioe vergebiii Ii I i richl gellian, denn r1a<; jrhs vprsciimcl, uarnunge an s. i. deudscJien. (1531;. Üij'; ebenso in 4em tUei einer 1528 ereißkienenen sehriß: eine berichl an einen guten Treund (Jen. 3, 558% ein lif-riclit t. belftje für das m.: vnH bat jn, (las er mir vun dem allen gewissen beriebt gebe. Üan, 7, 16; darnach helleich gerne g«wusl gewissen herieht voA dem Vier- den Ihier. 7* 19; weil sie doch den guten gtnvis^cn, so rechten hericlrt vnd verstand lialii'ii, nichts srhadeii. Jen. 5, '?-'.f)'*; ich hab ewrn hencht gelesen, origtnaiör. v. j. 1539 an/* der bmolhek m Wolfenmtel. lerirbtcn, mAd.bprihten(irm.2, 639 ff.), eig. richl ii] moeken, M X. tn folge$täem de- deulungen : Ij m die richte bringen: da würde man .keiner rechlbikher, noch gericht. noch klage dQHTiMi. j.i .illf Sachen wUrden schnell berichl vnd schlerhl. Jen. l. 197*. 2» untt'nif'isen, belehren, in kcnnlnis setzen, aj uhne casus: ein narr kan vvul mehr plaudern, weder sehen weisen berich« ten (6eanltPorten) mOgen. Jen. 6» 17". b) mit acc. der sacke: das wo arme kin- dcr, nonnen oilcr miinrli «ind, die ^erue erausi wereiiri, yhr gewissen berichten raU- gcn, wie sie mit goll vnd on firerensz kom* neu. t on menschen lere tu mejfden, (1 522). Aj'' ; Nolchs sage irh filr die gewissen, diesel- bigpfi tu hcncttii rt. Jen. 5, 25<>''; wnr mit guiem wo! h27). kij'' ; vnd er lienrlMol mu h vnd redet mit mir vnd sjirach, l»aniel, jtil bin ich ausgo-imgen, dich su berichten. Dan. 9, 22; alter wie sie vns faerieblel ha» !ion, hnlion >.i'' k> in fcwr. sondern ein dickes wasstr tun. 1. Ml. 2 Marc. I, 20: setze dich her zu vns vnd berichte vns. Susanna 50. d} mit aee. ilerperfim, gen. der em^: vnd ich Daniel verwunderte mich des ge- sic)it$, vnd niemand war, der michs berich- tet. Dan. 8, 27 ; das wir sie nicht zeitlich derdisputation berichtet, de H elte br. 1, 308. e) berichtet sein, werden: nn bin ick * gläublich beruht, dasz. de Welle br. 4, 377; sind aber berichtet worden wider dich, tl.is du lernst v(in Mose ahfnllcn. oposl. gesch. 21, Ii. auch mit gen. der sache: das sie so vberflassiglicbder warheit berichl sind. Jen. 4, 357*. 3) berichten — cnmmunicnre : wilcheni nu die gnade vnd /.«'il >urlihen ist, das er beycht, ahsoluirl, hencht vnd beulet wiri, der bat wol grosx vrsach gou Ixn lieben, lo- ben vnd daneken. eyn eermon von der 6e- reylung zum sterben. (1519). hj' : warumb jp^spstn rli'ine kirchr, da du gelaiiirt. LTlcrct. Itemlit bist? von den Schleichern. ^532». A I i ij* ; dieweil keiner vberall Christo vnd seiner einsalzungnachfolget, on die welche den kran- eken das sacrament bringen, oder die die Iciit (inVnllirh her i< lilcn. Jen. '2, 21'; gleirh wif man die kranckon oitizeiii in heusern beucht. Eisl. 2, 125". sich berichten: er wolt lur andachl sich seihs berichlen. arflkel, so da hetten sollen auffs concilion zu Maniua efter- anttcitrtpt werden. (153S I. Riiij" ; solchs hat auch den kurfürslen zu Sachsen bewegt, tU» er sich berichlen lies ftlr seinen ende nach Christus Ordnung vnd bereib. Jen. 3, 575K Berichten, n. bitte demnach e. k. f. g. wolton jenem faKcljen hei'irhter ein gebiir- lich aulwoi t auir sein lalsch berichlen geben lassen. Burkhardt kriefw, 419. Bcrichter» «. berichten, «. Brric, nur Hiob 28, IS vorkommende Schreibung statt pcrif margarita,mkd. berle {ben. 1 , I Oti), s. perle. Beröbsten (?): also mus man jn bertfhslen vnd Taben. BisL 1,91". der «tnn iet verßnjf»^ liehe fragen vorlegen. Beropfen , berupfen, federn ausrupfen: wenn man sie gleicli beropflt vnd die fedem auszreuin, so kielet sie doch bald wider. tisehr, 365*. BmM€B| prael. barst, part. geborsten. an.neinanderbrechcn: nochkunipt di»« w ir heil ei lux vud solle allen papislen die bla»eu ber- Digitized by Google BERlCUTlGCN ^61 BERlFEiN stea. roN itn im»en E€lu*chen btMen vnd lügen. (1520). Dij*'; das «len papisUMi die olirrn klini'-'H vnd das IutIzp l>err(ickel sie feiu luil ganlzen bei- m.EUl. I, 509' . 2) ii6erjM(e», dalne^e» : vnd ob er schwach iüi dir schaden au Ihun, so winl < r dich dieh. wenn er seine zeit süict, Ij* iilckcn. Ä»". 1D,25; gute freund, mein eigen gesiiifi. ich mu h guls versehe, die mich am iHcrersten berücken, detidaefc cnlecAumus. Berürkuiig. f. caplio, deceplio: jn n li^ Ii zu •■iin>in slrick werden vnd /u nin r , naylUa, xor f/c ^1»«^» m/^. fial uensa eo- I rum in laqueuni et in caplionem). Rom. 1 1, 9 : zur ln'nickun;j!e, rar. zu riebt. 2. 3. Bcraf^ m. 1) vocaUo, beruf ung, ruf: sehet an, lieben brüder, ewren bernS'. I Cor. 1, 26; das jr erkennen mdget, welche da aey die liofTnung cwrcs beriifTs. Ephcs. 1, 18; ihul d«'.s((' luclir sleis cwern henifT vnd er- welung fesl zu machen. 2 Pel. 1,10; kleine concilia, so on der keiser benilTdie bisschoue selbs vntemander gehalten haben, von de» concUijx vnd kirchen. 1 1 539). von der jUden fall vnd der beiden tx-riin'. ton den jüden vndjren lügen. (15 4 3>. Lij ' ; ich halte ewer schrifft cni|ifaugen, dariane jr mich Traget» ob jr sollet den berulT zum predig- amt gen anneincn. Jen. 5, 485''; ehe er seinen berulT e. f. g. wider auffsagel. de IVeUe br. C. 348. 2j officium, Verpflichtung, am(, tteUung: wer da ffliet, das er nicht innckfraw kan sein, der hal seinen heriifl', das er ehelich werde. rhn- (/fi.v ersle buch Hose. (1527). xüj''; goll wil nichts aus eigener wal odder an- dachl, sondern alles aus hefeih vnd beriill getban haben, der 82. p$alm, { 1 530). Fi]** ; so bleiben wir doch nichts de>lo weniger sfhiiltlip f^nti zu ehren vnd zu gleuhcn, der vns heisst vnsers berutls warten, rermananye zum gebet wider d. T. (I54lj. Cij"; wir können mit gnitem gewissen aus vnsemi be-> nifl nicht I reiten, ebend. Cj^; beharre in deinem herull. Sir. 1 I. 20. Berafen; prae(. Lenef, mhd. bei uoi'ea^ßf/i. 2, 805) mit überwiegend starker flejcion, wel- che einigemal au^ bei L, entcheint: niemand sol zum glauben gezwungen, szondern nur berufU wenlt ii. vntt rrichl der beichlkinder» (1521). aij^ r^//. üMtT» anrufen. 1/ vocare , wozu einladen, auffordern, bestimmen: ja lieber herr pfarrberr wenn jr ein r.isz hier in die kirche schroten vnd vns darzu berullen liessei, wollen wir gerne krtinpn. lischr. 4" ; die selbigen propheten pe- Iiou für. sie reden mil gotl vnd goll mil yhnen, vnd seyeu beruffen zu predigen, wid- di'r die h^metisehen propheten. 1525). K)''; Moses wjr von goll dalzu gefoddert vnd Im nifTiMr. dns t r dhs V(dck soll aus Egypten . luieii. die ander ep. Petri. (1524,. lij'; Digltized by Google BERUFEN 262 BEHÜUMEiN hubMonäere xur (AMbrnAma am Mmmel- reieh einladen: viel sind berufliMi, aber we- nig sind nuscrwelcl. Matlh. 20, IG; welche er aber vcronliicl hal, die Ital er aucii be- rttlTeii. Rom. 8. 30 ; das ]r wandeln solici winliglicb ftir golt. der euch berulTen hal zu Reinem reit h viid zu seiner hcrrligkeit. 1 Thess. 2, 12; der lioilif^e gei^t Ital mich durchs euangelium berull'en. Jen, b, 384**. 2) convocare, zxuammenrufen: mache dir two dromeleo von tichleoi ailber, das du jr brauchest, die gemeine zuberuilcn. 4 Mus. iO, 2; bericITer das ganlz Israel. Jos. 2'.i, 2; da aber alle Jiloabiler hOreli n, (l:i> die künige er auff zogen wider sie zu älreileii, herielTen sie alle, die lur rOslong alt gnug vnd drüber waren. 2 kün. 3, 21; das bc- rumptislc conciltum Nicrniini hal der liofT zu Rom norh (wedfri Ijciiiflen noch bcsh li- geU an den tUt iillivhen aäel. (1520). Cj' . 8) berttfea — » benennen: da stehet Ire- neus vnd s]»richt, das brod sey nicht »dilecbi gfMirciii Ijiod, iiacli dorn es von golt ppnen- riel uddtf lifiiiHVii i>t. das diese worlChriili noch feit ilehen. (1527). oiij*. 4) berufen ^ appetlare: so sage ich Mailinus Luther genanl Augusliner, doclor der heiligen scIuilTl zu Wilinnilierg elc. fiii etii h lirrr nntaric .ds für <'iiier OlTenllichen, glaubwiniigeti personcn neben diesen gegea- wertigen seugcn willens vnd filmemens zn appeliren vnd benilTctt. Jen, l, 231*. t^'- bcnirung 2. 5) sich worauf heruren, provocarc, up- pellare : ich berulTe mich aufl' den keiser... auir den keiser hast» dich beruflen, zum kei- ser soliu ziehen, apost. gesch. 25, 11. 12; das aber Zwingel sich aulT clliche Icici lu - rüflll. bdll't ylin nichts, vom abendmnl Christi. (1528). mij' ; vnd alle wclll mus ju da zu sagen, das sich ein jgliclier Christ für goU daraull iauf seine guten toer&e) beruflen K t: i!r ' f.'/f /(r .sf /iö/irpred*^(eM. (t 533). (liij*. iS( rufen, pari, praet. des t^origi^n. l) localus: allen die zu Rom sind, den liebesten gelles vnd berufenen heiligen. Jl uamcu yn aller weil be- rutfen. eyn sendbrieff an den bapsl Leo A'. (1520). Aij^ Bernfcr, m. vocator: aus gnade des be^ nifr. is. Wim. !). 12. Berufung, licniriingf*, f. 1} vocalto : got- les gaben vnd beruiliiug mOgeu jn nichl ge- rewen. Rom. 11, 29? die himlisdie beruf-> funge. Phil. 3. 14. 2) appeüalio: appellation odder bcrufliin^ nn pyn chrisllich frey concüinni. tilel einer 1520 erschienenen schrijt Luihtrs. Icrahra» bei £. berngeo, feie rügen «lojl ruhen, mhd. beruowen, dauernd ruhen, ru- heit blfiben: wo ji in ein haus kompl, d« s(ir(Hlil zu erst, friede sey in «lipscm hause, vnd so da selbst wird ein kiud des fnedes^ sein, so wird ewer friede auff jm berugeo ivulg. requiescet). Lmt, 10,5.6; der gaotse li.indcl jiuirdfin pcslanden vnd benifret, das lUiiii (!ii'jrn;,'ii ;ir(ikel, die ui meinen btlchlin sollen sem, inil der heiligen sihrifli uichL hal wollen noch können beweisen. Jen, 1, 498^. Beruhig, Z.. beriigig, gmetus: nemlich ist die sach, ob das liiipsium zu Rom, wie es iti bentgigor besylzuri}^' der j^ewall isl vlicr die gaiiU cliMslciilieil(wie sie sagcnj herkuniiiieii sey von golUcher odder men^cblicher ord> niiiig . r «n dem bapsiumtuRome.{ 1 520). Aig*. Bernbncn (berhUmen), rühmen, 1 j Irans. : so wird er (Christus) hie vom valer selbs berilinbl \n. Dij''; alsz het die lunckfraw Maria Digitized by Google 263 BESCHÄDIGL'iNTi jhr demal angezogen vad sich der bentmct dte mag$dfieaL < 1 521 ). c mM. beruomcD. iKidiMiu n (0«n. 2*809). pilininni.m (Graff 4, 1 142). Kerülint ibcrhilmpt, heriiUinblj, ruitm kabend, etarus, iltunrit : jr man ist berhfimpl M den ihoreD. ipr. 31*23; wenn einer gleich hoch berhOmbl ist, so weis man dncli. das er ein mensch i«t. pr-d. G, 10 ; ihirrhleiich- lige, (las isl, üic liocli lieriiinpl vmi für nn- dern ejnen grossen scheyn vnil namen haben. muiltg, 4er ep. mA euan§, des aiuenU. 11522). Rij ; ioli mcyn, er liah dem miinch «ohfn vnntl inil dorn licnimplen fechler eyn gengiin ihan. auff das vbirchrislUch buch. (1^21). Aiij''; sihe, es ist ein bcrUmpler man Holtcs in die»er stad. t Sam, 9, 6 ; lassl vm Iftbcn die herfUuhlen leuli». Sir. 44, 1 ; wel- fhf s. Hagg. 2, 14. b) vnti (liT fleischlichen berührung einer «ei7*>;.Tmpn. 18, 20. Besauigen, salurare: sein heiligkeil wolle dis schcflin güllich vnd gnediglich anucmen vnd sich an berftrlen erbietungen lassen be* s( _ ri Jen. 1. 123'' fcei örimm. Besatjnni <. boseiziiti?:. Ueath&bta, abgeschabt, kahl, part.praet. • von bcschaben deradere , dessen st. form heute erloidten iai: denn es {das mal am hleid} isl liefT eingefresscri muI hals bcscha- ben gemmlit. 3 .Wo>\ 13, 55; alle odder heschabene, vertragene klcidcr. der prophel Sacharja. (1528). .Mij"; darumb mus er gesehen werden ynn besehahen bOsen klei« . dem, wie ein armer dorir|ir.i(T«' ynn i'intT be- srlinbon vnti schebiclilcii kaseln. ebend. Mij''; es ist Iteschabcn dmg vad eitel lumpen werck. ebend. BctcUiigea (beschedigen). eehaden sU' ffigen: wo ich herüber f;ire zu dir, oder du herüber fere. !iOiiwen (Ben. 2*. 199), oM. biscüuWüii, jdscawnn idraff G, 555). Beacluinlich> coniempLuiirus : die geist- lichen, sonderlich die ynu den kldeiero siiecfcen, berhOmen sich, das sie ein besebaw» lieh leben niH ii. austeg. der euang. an den fürnemiilen festen. (1527). Uvj''; was heissl idter guU schawctt? die müachen ha- ben hie aberuial jre irewme» das es slv ui der cellen siuen, vnd hinauflT dencken gen himel vnd ein beschnwlicii leben füren, wie sie es genertncJ. Jen. 5, 359"; ein beschau- lich leben anfangen. Eisl. 1, 376*. — mhd. beschawlich (ßen. 22, 201). BesehauUchkch , f. cuniempietht ein mffnch im klosler, wenn er in seiner hflhe- sten beschawligkeit silzel vnd an seinen "ir rrgott denckel. Jen. 5. S57''; las sie jmpr anliin speculieren vnd reden von der bescliau- ligkciL Eist. 1,376\ die ffofcrM^imf be- schauligkeil anc* bei Alberu» der 6ar- ßss9r münehe Eulenspiegel f 1 5 12 1 niitj': zu solchem vnaussprechlichen lieclil kam er durch das tichleo, durch die beschauligkeit, langeweil , heulen vnd weinen, — mhd. be* schottWelicheit {Ben, 2\ 201). ftcsioliMmg, f' anicfconen, aspectus: btsz das er am iiingslen lap zur hellen bc- srhawtiti? gellis koine. eyn sermon anff das eiumg. Lue. IQ. (1523!. Bij''. Bfsrhehcn. ye^efteften: wie da« anll^ beste mag besHiehn (die Jen. 4Mntg. 1. 2H2' setsi geschehen), oppe/ktiow. (1 520). .\iij';bf- srhichl sollichs im grünen hollz in den fmm- men, die da sollen selig werden, was wirt Digitized by Google BESCHEID 265 BESCÜElDEiNUElT hn darren boIU beachehcii. eyn sermon rmi der tmtd He, (1523). Aitij*; die vcr- miillliclie vnd verselicnliclie zusage dem liehen originalbr. v. j. 1523 im yuammlarchiv zu Weimar, 0 pay. 74. KF. 2; e.kJ.g. schrill» »n mich beschehea, bab ieh erhaliea. de Weiu br. I, 444. ip&ter nur gcschchea. iescheid, m. in verschiedenen hedeu- tungen von I>»>sclieiche'n\ kriegen: er wird seinen he- srlnnd aiicli kriegen, awleg, der iehm*ge- poiL (J528j. Fj''. 2) be:>clicid haben: die pn'digl hat ihren bMcheid. de Wette »r. 2, 620; aber das bat sein beselieid, dasz nichts draus winl auf dio<:zii)al {original: auffi» dis mal), ebend. 3, 70. 3 f hesciieid wissen : findet euch nicht zu einem andern . der des wegs bescbeid nicht wflsle. Biel. 1, 419\ 4) bescheid llmii . trie noch heute ntchon von dem trunk auf zii(runlc getiraucht : c'wer hat dem andern gatilze halbe slUbichenskan- dea voll beschcid thun müssen. Usdtr. 437'. ■eachtMcBt bei L. noch imf dem riehU' gen pari bescheiden. 1 1 InKf'liri'l' n , m>( dat. der person, acc. der Sache, einem überweisen , zuweisen, wnUheüen, nmai Ueiamentariieh: ich wtl euch dss reich bescheiden, wie mir mein Mler bescheiden bat. Luc. 22, 29; die wort liiiiii dem erben das pul bescheydenn i>l. LÜH dem^bapslum tu Rome. (I520J. Fiii]' ; sihe da mensch ich sag dir tsu vnd bescbeyde dir mit disen werten vorgebung aller deiner snnrf. eyn sermon mn dem newentesi. (\h'2(U. Rj'-; ein nllor rcychist ewiges gulles leslameul, von Cbnslo selb vns bescheiden, ebend. Dg'; Vergebung der Sonden vad ewigs leben von Chriaito vns er- worben vnd ym sacraraent bescheyden. das and^r leyl widder die hyml. propheien. (1525). Oiij*^; doch mil dein geding, das I>lBTt, Würtorbaok. sie jneii gells gnng dafar bescbeidM vnd geben musten. der 1 10. ^olm. (1539). b iiij". 2) besclieiden, mH acc, der person, einen unierweisen, unUrnd^: doch wider sol- chen ^ahn hat mich mein grosse suuersicht bescheiden , das e. k. f. g. mein hertz wol besser erkennet. Jen. 2, 78'' bei Grimm* 3) wollin bescheiden , weisen, bestellen, a) mil dem dat. der person: ich hab auch meinen knaben (jyneris mei») etwa hie oder d l her bescheiden. I Sam. 21,2; die cilfT jünger gtengen in Galilea auff einen borg, dabin Jhesus jnen bescheiden halle. Matth. 2S, IG. fr)mllaee.derf»eraoii: weil sie [die rechte goUes] auch nirgent ist, kansln sie werlich nir- jentergrcilTen, sie binde sich denn inn !'>-srhfid ihun, nachessen. ryl. S c hmetier 3 , 3 2 3. Orimmwlb. 1, 155S. l JUos. 43, 34 ver- deutsdtte L. anfangt: vnd man trug yhnen l)(>s( lit>ydessen für von seinem lisch« welche ülh i^r tzvng auch in die ersten ausgrj. der yanztn bibel au/tjetiummt'n wurde, erst bei der 1541 vorgenommenen groszen revision teuu man hiots essen. Bci^MIMiy Odo, was bcscheidenlicb : güUlicli vnd ItesclR'ydlicli diu yrrigcn wey- sj.eu. Widder die verk^ rrr. fir.23i. Aiiij'. Bcscheinenf den schetn worauf werfen: die sonne dienet das weniger teil den fro- men, wo sie einen iromen bescheinel, da tnus sie tausent vnd aber tausont sclielckc bcscbcincn. ein christlich schöner trost. (1535). Buij^i die cürij»len müssen in Uiür- nen sitzen , da sie weder sonn noch nond bescheinet. Uuthr. 24^; die hohen sdiute Izu Parisz isl die grossist geystbure, iV.<^ vnn der sonnen Ix^srhynen isl. vrleyl dvr theo- logen tsu Vansz. (1521). Dij*; der groszl bosewicbt, den die sonnen beschienen haL dt Wettt 6r. 5, 345. mhd. bescbnicn {Ben. 2^, 143). ahd. piscinan {Graff 6* 505). Bescheisien, concarare, mhd. bescbi^en {Ben. 2', 177). «ftrf. |»i>Li/,aii \(iraffQ, 560). 1 ) leiblich, von menschen und ihieren, sich bescheissen : cy pfu teufeU wie hat sich der bapslcsel bcscbissen. wider da* bapttwn » Rom. (1545). Diiij'; lieix<«t sirli iht nicht feim jnn der weisht ii Im'scIii>scii auff das vermeint keyserliche edict. ( 1 53 i ). Anj' ; wenn die laus in grind komet, so machl m sich beschissen. Jen. 5. 272". 2) beschmieren überhaupt: da wil keiner ht'rzu. ila rbliih . . . nicht war wcre, so were es die grösle bescheissprcy vnter der sonne» die leute desE zu Uercdeu. Utckr. t80^ Bescheren, (ondere, praet. beschor (he- schnr), pt e iten so viel als were sie bcscliu- ren. 1 Cor. II, 5; ist oil luuglich, das s. Pelcr von dem plallischen beschomen prie- sterthum rede, euang. von den tzehen auss- telzigen. fl521). Ciij''; (h% er (der bapsi) dafür für sich vnd spjne ltes( liornc maslsew der weit gelt vnd gut ausschepHele. ausleg. ier tmng. vonotfem He, (1527). Kvj*. 2) den hart, das haupl bescheren: da natu Ranon die knechte Dauid vnd beschm- jtH ii den hart halb. 2 Snm. 10. 4; nlh'r iuMil»! ist bcscbüreu. Jeg. 15, 2; wage die ko^l an sie, das sie jr heubt bescheren, apott. geteh. 21, 24; darff mir niemandl eine kappen laulTenn, no' ?t knmp bescheren, an den chn$Uichen adcl. ( 1 5 2 U ) . A i j\ 3j sich bescheren: das man weine vnd Uage vnd sieb beschere vnd secke ansihe. Ju. 22, 12; sie werden sich kalh besche- ren vlM>r dit vnd secke vmb sich gürten. Bzech. 27. 31. 4) ihiere bescheren: du soil nicl^l be- Kbercn die erstling deiner scbaf.. 5 Mo«* 15» 19; vnd es begab sich eben, das er ?einc Schaf bcschur. 1 Sam. 27). 2; dein Jiar ieit6fiwar , wdg. curavenint) aber Slephanuu) froiirdi* blige menner. apost. gesch. S, 2; wirll' all doyn anligen aulT goll vnnd er wirt dich wol! beschicken ndilcr Vorsorgen, der psalm. (1521). Cij' ; weil es ihm grosse besehwernng ist, sein weih und kindlin so plötzlich zu besciiicken. de Welte hr. 1, 552; weih vnd kind zii m- lirli bcscbirki'ii. ebend,; ein knccht die [ifcrd beschickt, audeg.der zehen gepott. (152S). Jvi^j». 84« Üigiiizeü by i^üOgle DESCilIRMeN 268 BESCULElCnCN 2) ou/ Sachen bezotjru. a) ilrts li.nis liesi liirken , beslellen. vnr dem lodf seine sacheit ordnen: Ahilojilul zog li€iu) in seine stad viid beschickl »ein h«ns viid hieng sieh vo«l starb. 2 Sam. 1 7, 23 ; tu der zeit ward liiskia lod krank, vml der propliel Jcs.ija kam zu jm vnd sprach zu jm , so sprit lii der hprr. I)p ^ouissett.s kouunen vnd sich beachiek«! indge. Jmn, 4* 471''; das auch wol die noit will fnddem, da» sich die bedenckcn vnd beschicken , die jlzl die ktzlpti sind viul scyn werden, an die Kerren deulschs oriiens. (1523). Aij*. ieschirnenj beschützen, eig, mit ävm «cMime iichüd) äeeken: ich bin dein schild vnd schulzherr. der dich beschirmen wil all- enlhallK'ii. vber das erste buch Mose. (1527 ). Dj'' ; ich wil dif»'r prnphet Sacharja. f1f)2S i. Ec ij*". Bescbiss, m. betrug [vgi. Lcsciieiszen 3) : vnd war das nicht ein suuderlicber meister- licher beschisa mit vnsers herra rock nu Trier? venN«tMm;A»A>friifbVkM.(l 530j» Ciiij" . Besehlafen, beiiiegen, nhwängerH, mftd, besläfen (Ben. 2^, 364): vnser valer ist alt, vnd ist kein man mehr aulT erden., der vns l)e$chlarett mlige. 1 Mos. 19, 31: da sie ««ahe Sichern, nam er sie viul bfsclili«?!! sie vnd schwechet sie. 34, 2; wer ein vivh besclilellt, der sol des tods sterben. 2 Mos. 22, 10; eine beschlalTene dime kompl schwerlich mehren, «mi eAetocAen. (1530)«. Eii.i':. Beschlafcn, ». da.s lioiuiliche besrbl.illVii. von ehesachen. (1530). Dj*; vnd kaii ducli ia nichl solch heimlich besclilalfen anQs ver^ l(ibiii>^ für eine hurerey gerechnet werden. ebend. Eiiij''. Bcseklafer (beschlener). wi. l/ei<>rfiln/t r : sie weren wol werd , beide beschieller vnd liescbleflerinn , das sie siim wenigsten eine Zeitlang das bind mtlstcn rcumen. ebemd, Eiiij'; die lit-iiiilichen beschleffer vnddimeii- schender. ebend. IcscklÄferin , f. beischUiferin. beleg s, vorher, Bescklnfnngy f» die heimliche beschlafuiif. eh*' ml Tirj' Kcsrhiagen , noch liesclilalic» , W«I. treish. 13, 11. 2t abstract, in erwägung ziehen, 6e- denken, Uberieffen: nu bin ich e. f. g. wolt nieyne bedenckenn (de i^'etle br. 1 , 207 mein bedenken' lieselil.ilieini. die ich hiemit r.eiirrkonnetiii ufli. uriifinalhr. v. j. 1519 auj der itibl. zu Gotha cod. chart. '.il^ /ol. 2; meyn geyst ist nit weyi von yfao gewe- >/(>ri, da sie den klugen rad beschhigen war» iimb sie nit grund tzcyecn wollen, egn rr- teyl der theologen t:u l'arisz. (l.")2lf. Oj**. vgl. berathschlagen u. raiiischiagen. Bcichletchen , heimiich, nncermeHtl nm^ Digitized by Google BESCHLIESZ 260 Am: ao bwlu doch leglich vnler des leufTcl» wich, der wider tag noch nachl rugel dich nt be0ehleichen.iieiubcA ca<«cA«fimw.( 1 5 29 j . l geoien« verdriesx : detu femeinen vnsern berolTetien« erweiten seel- soi^er oder pfiiiThor, zu saitipt oinpin ntirh »nserni liertinV'Tirn [irrdiger sollen .''l!ii^i'ii Ort U'sclilosüen vnd aL^'L-uicsien sein, da« diue Wort Christi noch fest stehen. ( 1527j. fiüi*; so niis dich gewislich viel mehr an fechten wie die vnendliche vnbegreimiche gollheil, so allenllialhen weseiitluli ist, vnd teilt rouH, Irihlich hesclilossen vnd begrilTen Werde in der inensclieil vud in der jung- Imien leihe, ftekenim'a oom heil, «aera- (1544). il'i^ ; das sey au0 dis mal von •li'*pm artikcl gepredigt, von vK<»rni hcrrn Jiie$u Chrislo, das mau sehe, wie darian be- schlossen (etUhaUen) vnd begriflen ist alle vns< t Weisheit vnd kuost. «o» ^Aeau CArif to. (1533). Kiij-, ^) roncludere, verschlieszen : gotl liats alles beschlossen voler dein vnglauben. Rom. 11, 32; ehe denn der ginub kam, waren wir from vnter dem gesett beschlossen (GaL 23 : vntor dem gezctz vcrwarel vnd ver- ^^llI<»sen). wie das gesell vnd euangelium zu unterscheiden. ( 1 532). Biiij" ; sie {Maria) weis von keinem man vnd ist yhr gantxer leib beschlossen, aermon von dem aaera- mt'ul di:s leibc:i vnd blutes, (1526). Bj'j dem ist der hiiiirl tinrh hesrhlossen vn*l hat Christum nochniehl ei^nüen. Eisl. 1, lO^**; spricht er, es scy nichts , denn wol andere Wege sind , das Uhristos durch beschlossene ihdr kam. vom abendmat Christi. (152S). riij''; Christus ist ihirrh das lipschlossen grab on alle Verletzung abschtieszen , endigen: das icli ynn solrhem glauben feste möge beslclicrt s'm\ mein ende besehlicssen. vom abenämal Christi. (1528). Giij*; damit sie bald retlT werden sur siralTe vnd yhre bosheit volenden vnd das regisler bescliliessen. dfr82. JMalm. f 1530), Hj*; vnd das wir diese droy vers he- schliesseii. fbcnd. Diiij*; vnd beschlciisl mit tliesen vvoiion. eiUdu ichSne predigten. (1533). Fiiy«: wie a. Paulus hernach be- schliessen wird, das 15. cap. der ersien ep. s. Pauli an die Corinlher 5) f entsetzen, bestimmen, slalucre: wenn golt ein mal etwas beschicussct, ao beüenckt crs nicht erst hernach. Hieb 33, 14; be- schliesset einen ral vnd werde nichts draus. \Jes. S, 10; vnd /wnr 'If^ riH-nsrlicn son ge- iiel hin, wie es liescliiosscit ist. jLuc. 22,22; obdiechrislcnliche kirch noch heut be^chlusz vnd anstcrcleret , dass der ablasz mehr dann diewerckdergniigthung sie !)liyn neme, szo vvpre es dennnttit taiiszenlninl Iic schmi'vvsel. ebend. hh i'y , nlles was sie If^ ben udcr ikuu ist alles mit rabiniscben vu- flctigen auflsetzen vnd miüglauben also be- schmeisst, das Mose nicht wol mehr keodNdi bey jnen isU von den jüden md jren lügen. (1513). hiij*; <'ine beschmisscne hiaiil. ebend. tiiij' ; du vnzeiliger klilgling nut dei- ner beschniissen klugheit. von Jhesu Christo. (1533). Jiij\ 2) mit böser krankheil anstecken: wer 3hfr oms krauckcn warlet niiih geilzs vnd erbleil willen , vnd sucht das seine ynn sol- chem wcrck, da isls auch niclit wunder, das er SU letzt vergilll werde vnd beschmeist, das er hinnach Tare vnd auch sterbe, ob man für dem sterben fliehen müge. ( 1 '. Bnij'. 3) wie bescheiszen , auch btirUgt:n , teu- schen: vnd gilt nicht, das du sagest, der tut mich geteuscbl, so mus ich jnen (ihn) wider bescbmeissen. Jen. 5, 440; daraus sie be- sorgen, dasz sie viel vnirks werden des orH beschmeiszen vnd groszen sciiadcn Ibua. de Wette br. 3, 528. BcMhmCRM, betrüben: am allemeysten heschmertzet vber dem wort, das er sagete» sie wurden seyn angesichl nif melir sehen. var. zu opost. gesch. 2f>, 'SS nach der sepl. ausg. des n. lest. v. j. 1522. icsdiBiereiy vforan «cAmteren, >e- schmulzen, besudeln: mit leuITels kot Ix- seliniirl. zwo hochzeit predigtfii. '1536). (lij''; das soy gesagt wider der ji.i|ii>teii l«gen- leiding vnd esels kuQst, damit mc diesen schtfnen tat besuddeln vnd beschmieren. Digitized by Google BESCUMITZEN 271 BESCUBÄlNiii!;» ausleg. der ep. vnd euaHg. von oslem elc. p<;rhiiciien), bosrlnü'id, bc- scbniyen, circumcidere, mhd, busiiiden (i/(;it. 2^ 439)» ahd, pisnidan (Graff 6« 842). 1 ) die vorhaul beschneiden : jr solt aber die vorbei ut nn owrem fleiscb bescimeilen. 1 Mos. 17, II; wo ein kneblin nifhl wird LeschniUcn au der vorbaut semes llcischs, des seele sol aosgeroUel werden aus seinem yartl odiier linlt besciinylie ye- mand zu liebe ynd dienst» der (het keyn «unde. 'autUg. der ep. vnd euang. tom christag etc. (1522). Zzj''; deine zcenc 'icodemum. Eist. 2, 259* Bfsdirukcn(beschrencken),mtl«6Jbr Üigiiizeü by i^üOgle 272 BESCHULDIGEN ■nacht oder ein Und beschreockl h>b. «6er das erste buch Mose, (15*27). liUij**. 2) hiidlich :. . It srhri'iben, ah fassen, aufzeichnen: viitl Mose liesclirieh jren auszug. wie »ic zo- gen nach dem befelh des herm. 1 Jfoa. 33, 2: ein Volk, d^ts niemand zelen ntirli l>o- Si-lireilten kan. l kön. 'S, 8; diejlzl niil n* l.iii'l SixIimii vnti .ij>i>ien recht wol beschreicn vnd in nlle srh.imle für golt vnd (Um wi Ii hnngen. Jen. b, 323'. 3) besclireien =» anschreien. M'erfcer die redensart: ein woUT beschreyl den ao- dern nit. die sieben pusspsatm, (1517). Ciiij". • Beschreiten, cm prml lirschreiten, be- steigen: &o mUsle kein edelnian kein pferd beschreiten, xwohoehzeit predigten. (1536). OjV mhd. hoMdirlion {Ben. 2*, 218), tgL II n ti p ( Z'-ii-^rhr. 5, 425. Bcüciluidigen ^bcschuhügen) , accusare. Digitized by Google B£SCUCTZEN 273 ' BESCHWOREN anklagen, zeihen: wer wil die ausserweleten ifitiU» beschaldig«a ? BSm» 8. 33 ; vnd die li(i1ii'n|inester besclittldigelen jn li;iri. Marc. 15, 3 ; vnH finfle an «lern nicnschvn Her saohe keine, der jr jii lieschttldigel. Luc. '2'.i, 14; «las ieh loicli heule für dir venuilvvorlcii sul, «lle« des ich von den jaden bescboldiget wenle. apo$t. gesch. 26, 2 ; das geselz be- solitildtgct mich, ich lial» di- ^rl^l ilri< nicht f;i ilian. irie das geseU vnd euangelium tu icUeiden. (ld^2j. Bj''; das %\i£ (die Juden) betchaldigi gcweit. ids bellen sie wasser vnd brttan vei^fltet . . . von ien jüden vnd jren lügen. (1513). diiij". Besrhütien ( lieschtitzon), srhulz gewähren, vertheiäiyen : wer >u-h «her an 11' den hcrrn ▼erlesset, wird hesebflUt spr. 29, 25; de- nen , so das jinU-iiilnim rollicti hesrhiKzet lialinn. 2 .tfncc. 2. 22; vnnd cnihu-li' alliio tniiz alltMi den, the disz lesierlich, v(irdaiii|it, kelzencii huchleou geinachl oder hcschiilzun «'Allen, von dem bapittm m Jlome. ( 1 520). Cij''; wie ich deyu vnsohuhl szo vleyssig hahe hcschiilzl \vid<'r deyncii schendler Syl- iieslrum , mn^ evii ij^fn fifi- *lt;r es ü^ziH, vhirittissig vorslehcii. tymcudüi ieff an bapst Uo X. (1520). Aij'>. Bctcfcwmi, belmten, MätUgen, mhä, beswaeren (Iten. 2-, 813). I ) die be$chwerende suche bleibt häufig unau^gedrückl: las vns nicbl allc^jehen, das wir dich nicht beschweren. 2 Sam, 1 3, 25 ; die vorigen landpflegcr hallen das volek he« Schweröl. Neh. 5 , 15; vnd lasse tltc gp- Tneine nirlii lM'»rhwprnt werden. 1 Tim. 16; konimeiti izu mir aüc, die yr bccngstigel vnd bmhwerel seyl, ich wil euch erqnicken. ümtxteg. deut$tk det v.u. ( 1 5 1 8 1. Ciij^ e. f. g. müssen licdencken, wo sie soh'he rollengeisler w(lrd<*n zulassen vnd leiden, . • • würden »ie jrc gewissen grewiich be- schweren. Widder eOUdu roUeiif eitler. (1532). Bilj*. 2) mU ^enitfv der sache : das also e. k. f. gn. vnd iWo vnivcrsitftt seinelhalhen der hun- üert gülden nicht beschwerel werden, de WhU br. 5, 387. 3) mti praepotUionm: auch bab ich ge- höret die wehklage der kindcr Israel, welche die EgyiiUT mit fii'Un^n beschweren. 2 Mo«. I>iXTS, W&rterbucli. 6, suchen. Sir. 7, 39; er Simon N., der sieh doch on mein bewilligunge beschweret stt eti«li ziil)('gf'l)pn. Jen. 5, 50S"; nii lio- «irliwiTct Sich der mensch solchs zu uehmen. de WeUe br. H, 91. icMhwerlich^ lätUg: fnd da ich bey euch war gegenwirlig vnd mangel halle, war iili iiicrnnnd hpsrhwfrlich. 2 Cor. 11, i) ; l.ij,' vnd naclit erbeilcn wir. das wir nie- mand vnter euch bcscliwerlic Ii weren. l Tkes. % 9 ; bilte derbatben gar freundlicb, wo es nicht beschwerlich ist, woUel mich treulich l»eraten. de Welte br. 3, 11. Beschwernis j /. molesiia: wilt du im ge- setigt vnd erquicket werden, so erkenne dei- nen jamer, deine besehwemisse. £lfl. 1, 406*. * Beichwemg, last, ^«inle: es gefeit dem heiligen geisle vnd uns, euch keine hesrliwe- rung fTiehr autf zu lehren, apost. gesch. I 5, 2S; dicaiulern ariu-kei. so leiidichebescliwu- runge anzeigen, . . sind ia auch billich vnd recht, emanimjjre s%m fmde, (1525). Bf; auen, dus ist, mühe vnd heschwerunz. der prnphel Sacharja. (1528). Sj''; weil es ihm grosse heschwurung ist, sem weih vnd kmd- lin so plOUUdi XU beschicken, de WHte hr. 4, 552. Bcsckweslem, sich, sich verheirathen : es ist auch froy, sich zu heschwe^lern oder ohne dieseilieii zu leben, de W^eUebr. d, 139. Beschwören, heiL» «odi beschweren ge» sehrUben, in EwHfaeKer bedemtm^, 1 ) ad/urare, i^eerare. zu eidlicher be- iheuerung auffordern: vnd (der pnc«(er) sol das weih beschweren vnd zu jr ^agen, bat kein man dich beschlaflen. 4 Jtfo«.5, 10 ; vnd da die menner Israel iial waren dessel* beu tags, beschwur Saul das voick. 1 Sam. 14, 24; ich beschwere dich bey dem leben- 35 Üigiiiztiü by <-3ÜOgIe BESUÜWURER ' 274 BESEN digen goU, das du vns sagesl, ob da seiest Christus, der son goUos? Matth. 26, 63; ich l)«"-i livverf Ptich lici i1. lap. $. Jolmnuis. f 1 538). Rj' ; exor- cisla hies, der de» leuird beschwercl für der tauHe. von der vnndtelmesge, (1534). Oiy*. NiAd. beswern ilien. 2-, 772), oM. pi- Sii^'f i Mi. |ii-ii''f r .iii \(iraffG, S94). Beschwörer (hesciiwerer), m. zauberer: die stimme des beschwerers. ps. 58, 6 ; das nit erfonden werde ynn dyr eyn beschweerer. auüzhy. der ep. vnd euangm vomehristag. (1522^ rriiij": dio licsrhwerer, die das filie vnd leutl segen. ebetiü. Üfiiij*. — voc. inrip. teut. ante tat. cvij* hcschwercr exorcisla, eotijurator. Besebea» tu der nähe, genau sehen, de- trachten. 1) Icule liL-soIicn : Sani alicr saiullo holen Dauid zu besehen. 1 Sam. 19. lö; nicister, ich bitte dich, besibe doch meioeii söhn. Lne. 9, 3S; da '/n^nj^ di>r künig hinein, die j.'elen kamen zusamen, diese rede zu besehen, opoal. geith, 1 5, 6 ; so wil ich den Ecolam- pad auch hiemil faren lassen vnd allein noch das Stücke zur letze besehen, vom ahendmtU Chrisu i irrjSi. siij'-. Immmi ürhi l,csclien, genau ansehen, betrachten : weiiu nians heim liecht besihet, so sinds doch nicht anders denn solche leule. «on Jheen Chrieto. { 1 533). ÜiijV 3) besehen, zusehen, auskundschaften : jr seid kernen zu besehen, wn das bind oflea ist. 1 Mos. 42, 12; da schickt Judas kund- scbalTer hin vnd lies besehen, wie starck die feinde wercn, vnd wie sie legen. 1 Macc. 5, 38 ; darnarh Iiosilie, wie du den spliller aus deines bruders auge ziehest. Slatth. 7, 5; ich habe ihm verbeiszen, wo crsichuollie lassen ftvundlich weisen, . . wollte ich be- sehen, ob ich iliii) ( in geleit erwerben mocht. de iVette br. 2, 629. mhd. besehen (Ben. 2-, 275) . ahd. |»i- seban {üraff 6, goüi. bisaihvan. ■ca«ll, ad«. heiieUe: die rinder tralten bescil aus. 2 Sam. G. 6 ; vnd legis beseit im hause. 2 kön. 5, 24 ; vnd ihcion j» be- seit. apost. gesch. 5, 6; die altt ii inusscii bcscyt ihan werden, von beider gestalt. (1522). Bilif. «.beiseil. Bescits, adv. dasselbe mit genitivischm s : >nd fiircl sie hrseit'; .lulT einen bohfii borg. Mallh. 17, l; val< liiirfn, thc anfT luick vriil bcszcii rcyUen. auslry. der ep, vnd euang. vom christag. (I522j. ITTiiij". locMei» pari, wn besilieii, 1) in aclirbedetUmi^ iOvM o wnnlcn sie sich fifi %veiiig «jchcnu'ii. warnunge an s. l. deudschen. Fiij"; es war in jrer schule ein mensch be- sessen mit einem vnsaubem getst. Marc, l, 23; vnd ab er aus dem schifTlrat, iielf jm als liald entgegen aus den grebcrn ein be- sessen mfnsch. 5, 2; da«! sind nicht wort eines besessenen. Joh. 10,21; die vnsau- bem geister füren aus vielen besessenen. apost, geteh. 8, 7 ; mil ninmenschUchcm hnrimtii vnd Ireuel besessen, «om abendmal Chrhil ( 1 r>'>S). n ij^ BcäcLzeu, mhä. besetzen {Ben. 2-, 352. 353 1, tfM. pisextan (Grafj^e, 299;, goih. bisaijan, occupare : a\ «las sind die drey söiio Nn.ili, von df- nen ist alles land besetzt. 1 Mos. 9, 19; der künig aber besetzt die sledte inSamaria. 2fcffir. 17, 24; vnd besatzten die feslungen auffdeu beiigen. Jud, 4, 3. 6) vnd jl»eselzt sir (die bürg) mit einem gottlosen haufleu. 1 Macc. 1,36; vnd be- setzen die stedle hin vnd iicr mit elteslcn. 3^. f , 5 ; alle weit mil bullen von Rom be- setzen, von dembaftHmMuRome. (1520«. Oij : mit allt'ii laslern beselit. äeudteh ea' techi s in ifs ' 1 ')29). Xij». BciiiciiUgeUj invisere, besehen, in augen- «eftetN neAmen: der gesand war, die schalt- kiiii, nur XU besichtigen. 2 Macc. 5, 18; iidch der zal der vierzig Ingen , so die kund- schaffer hatten zu hrn la zu besichtigen das laud. wider die saübalher. (1538). Cii]"; die mtthle xu besichtigen, de Wette br. 3« 95 ; vnd auch weyttcr nichts newes gedruckt ndih r ff yl ;:'<'!i;ilii werde, es scy dann zuuor diücli gcierte |)iTsnn ... licsichtiget vnd zu- gelassen, originalbr. r. j. 1523 im archiv XU fVefmar, 0 pag. 74. FP. 2. — •« 6We- fen £. MHien» welche in die 1528 von L. herausgegebene srfn-ift „von er Lenhard Keiser" aufgenommen wurden begegnet ei' nigemal besichteii /ui hcsichligco , doch nie bei L, aeibtl. Bciichtignng, f. itupwUo: solche hesich- tigung mochte also geschehen. Jen, 3, 184'. Besiegeln (besigeln), versiegeln, mhd. bc- sigelen (Jlen. 2^270). ahd. pisigilan (Graff 6, 145): Christus kam aus seinem grabe auch diinli luv-^ifrclicn stein, das diese wortChrieli iiorh feil stilten. (1527). giiij''. Besingen^ euieu ludloii besijigcu, ihn un- ter gesang bettaUen: wie man bey vns be- ItMilct vnd besinget die todten. randgl, XM Matth. 9, 23 : dahin audi gelit'irf , was die Christen bisher vnd noch Ihun an ikii Ici- clioü vnd grebcru, das man sie herrhch ircgt, achmOckt, besinget, vorr. xu den begri^it^ gesängen v. j. 1542. ITaeJk^rfia^e I kirchenl. 802. mhd. besingen (Ben. 2-, Besinnen j worüber nachdenken, u6er- legen, 1 ) trantitiv : vnd wenn matis gründlich besinnet , so sind aus den historien vnd ge- schichten fast alle rechte, ktinst, guter rath, w.iruuiig, dicwcn . . . als aus einem leben- digen brunnen gequollen. Jen, 6. 567*. 2) refl. in dem aber Petrus sich besinnet vlii r dem gesiebte. apo.?(. geseh. 10, 19; vnd kan sich nicht bcsymieii, das er nicht herr, sondern feind sey. von heimlichen t nd ge9t«len briefen. (1529). Biiij"; ich bitte aber gar deroflltgllcb vnd frenndlich, wölket euch bas besynnen. erMamcnfe xnm friede. (1525i. nj\ mhd. besuiucn [Ben. 2-, 308). Bcalli, m. posseeeiOt besitMung: gegen abend vnd mittag wird sein besitz {nd.bibel: besytlinge) sein. 5 Mos. 33, 23. mhd. (fn/tir ho^P/, (lien. 2^, 338), ahd. jiisc/, [Graff ti, 3ü3j, was üUer-nhd. noch in der form beseaz, bescs (jk. b, hat itxolleintx 85* Digitized by Google BESITZEN 276 BESOiXDERS flcs Mcnclicti'^ (f,i>if'!lM>.i In I»c«cs, regi- sler ü6er einnähme u. au,-i(jabe der Capelle zu W^ehrÜMUien v.j. \:>20) forldauerie, ■ctltievy in besilz nehmen, einnehmen, inne haben. ! I mit sachHchem objecl : gotl, iler himH viiil Killen he^iUl. 1 Mos. 14, III; das ich dir clis bnd su kesiUcn gebe. 15,7; alle titobteri die erbteil bcsitteo. 4 Mo9» 36* 8 ; goll wini Zion heliren vnd dio siedle Juda ItawtMT, das man dasellis wonpvud sie bo«!i7<». ps. »iy,3(>; wer aiiir niicli irawel, wir«! das land erben vnd meinen heiligen bcrg bcsiueu. Jet. 57, t3; ein jeder be$a$ seinen Wein- berg vnd aeinen garten mit frieden. 1 Macc. 14, 12; sie werden be^^ilzen w.is'^'rrcii iM' garten, francn vntl iit-liciifniwen. rerleynny des alcorau. { 1042«. Hij' ; also das er Uiut- gern vnd deudsche Und wol zausen mag, aber iiiclii rügclii-h besiUcn. etil« Aeerprt- ditji fl52S). Cif. 2) dus object ist der mensch, der be~ tiUendeein daemon: also isl auch der salhaii. wenn er einen menschen besiUet. ItaeAr. 58' ; die seinen^ die er g.ir besessen bat» flcb- lel er gar iiiclil an. rher f/a.? erste buch Hfnse. (1527). Kij''; solche leuii" Mild Hill vit'Ucliock leufelu besessen, hausposl. Jhena {\'ob[ij. U. 3^ meJ^r beUpieie $. unter besesaen. mhd. besitzen {Ben. 2-, 332 /f,)* pisi^m iftrnß' G, 2S'i , golh. bi>itan. Bcsitxer^ fn. possessor: d.T^IiatisJaon!» sol seine besilzer hesilzcii. Übadja. l 7 ; das aio der besilzer stirbt, das leben frey Wid- der heym sterbe, an den ^rittiicheu adel. (verm. ausg. 1520). Unij'': tu vtiiilierwind- hcliein schaden vnd nuchteii seines Herrn oddet besilzcrs. t on heiuUichen vnd geslo- fen brieffen. 1 1529 h Itj*'. BetMlWm, f- possessio, besilzlhum : mhd. lK'<;ilz«in.v'o (//ch. 2-, J^34): ii li \\\\ dir das land geben zu ewiger iHMiziiPi:. 1 i}fns. 17, 8 ; so sull jr denn wider kereti zu ewr be- sitziing. 5 kwt, 3, 20; foddere von uiyr, szo will i(-li dyr ^'•>]k>ii, die heyden Izu eyncm erbe vnnd die t ud der cnlcn Izn doyncr be- sitziinL' trnr. zu ps. 2. bf. auszleg. der ep. tnd mang, vom chriafag elc, (1522). Onj^* ici«14M, S4ild geben : der sold vnd pro- nant, damit er sein beer vnd kriegsuolek be- soldet vnd speiscu eermanwi^ zwn aoera- ment. (1537). Hij*. Beseldnngj f. sald, salarium: uu zeigl er vtts an, das, ob er wol zunor vom capilel ein besoldung gehabt, so ist im doch diesel- big aiisz hasz des heiligen euangelij abge- kündigt. Burkhardl brieftc.HS; eindreissig gUldtiU zur besoldung zulegen. Eisl. 1,501*'. iei#Bier» aeti dem M. jh, att^relendea adj., bei t. in folgenden bed/euUingen : 1) abgesondert: vnd verwarten diese steine an einein besondern ort. l Jlacc. 4, 46. 2) als eigenthümlich von anderem sUh abicheidenä: vnd der herr wird ein beson- ders thun. 2 Mos. 9, 4 ; wenn jemand dein iM-rrn ein besonder ptdiilide thut. 3 Mos. 27, 2; es war nit eyne beszondere esel- lyiie, die draulT crtzogen werc. aussleg. der ep. vnd euang. 4e$ advenU. (1522). Elj^ 3) tor anderem herconuhebend, rorztif- lich , amgezeirhnet : das nun wol gn ^flrn mag, wie gar einen besiuulcrn angenldick gol auil' die selbe kircbcn habe, vnlerrichl auff etUth arüekel. (15l9j. Aiij"; dasas vber tische d. Ilenriui^ K ine ein barfusser» den sie fifr «'iiicii -'n iern man hielten* die l:l.>'i"e an((corl (153;<). Cj**. Besuuderlirb, adt\ tHsbesondere, corzüg- Heh, mM. bcsundorliefae <0«n. 2>, 742): es ist, golt lob. so ferne komen, das man mein nit Iii besonderlich darlT (öedar/"i. das ander Icil u idderd. h/ml. prapheten. > 1525). Aij''. Besondern, ade. praecipue, besundrrs, tomekmlieh: czum dritten ist eyn weyb ge- scIialTen dein man zu einem geselligen hidiTeo in nlli'ii dingen, besondoi n kiiider zu brinj^en. eyu scnuon vnii demelicheu .s(iui(l.l \ 520 i.Aij*. Besonders, adr. besonder mU geniUti- aeftem, adrerbiatUchem s , tete aebon mM- sunders neben siindcr, seursum, sitiijuluiim, sigillalim, allein : sihe das voick wird beson- ders woncn. 1 3fns. 23. 9; die konige aber die komen waren, hielten im fehle besonder*. 1 cbf Ott. 20, 9 ; da Irtten zu jm seine jtto- ger besonders. Jfallft. 17. 19; bs&et vns besonders in eine wfl'^le jichrn. Marc. 6, 31: ich bcspracli niicli inil jiicn vber dem euaiigeho, das ich predige vnlcr den beiden^ besonders aber mit denen , die das ansehen hatten. GaL 2, 2. Digitized by Google BESONNEN 277 BESSEB BeMBiea. bedächtig. par(. v. hcsinnon: wo irli liisi geh;l scii[n.ichbrit'U'e zu stlirei- ben, wero ich wol so besouuen gewest, nichls voD ni«iaeiD sehreiben e. k. f. g. lausen an- zuieigen. a» dm kutfintM su Branden- ^rg. (1528). Aij'; wer k«n denckeii, das von piiu besonnon iriiin mag gesagt werden, das bie Ecolampnd sagl. tont abendmal ChnttL (152S). qiij**. Bcttfg, f, buwrgnü : wo ylire banuher- tzigkeil warde feyleti vnd meine besorg alzu war werden, so were ich enlsi IiiiMigt. originalbr. im yes. archiv zu Weimar, ü pag. 143. E£E. 9. {ä9 WetU hr, b, 72.) BfMffgra^ mhd, besorgen {Ben. 2^ 47 1 ). ahd. iiisorg^n {Gruff 6» 277), in dopfitUer bedeulu»o ii tden. wider die Aiilino- mer. (I53i>j. Anj''; zu besorgen ist, es sey des endlchrisis spiel oilder sein nebster ?or- lanfn. an den christüehen adcL (1520). Biij''; isl doch zu besorgen, die scyen norli nicht so fern enlgrol>et. widder die hym- lischtn Propheten. ( I525j. Biiij" ; wir dan- eben dir Herr da goU Israel, das es nicht ge- schehen ist, wie wir besoiiglen* Tob. 8, 17. b) reflexiv, einmal mit dat.: vnd besorge luir >bcl, es werde jm auch also gelingen, iler 1 1 7. ptalm. (1 530). AijS sonal «berall mit acc. ; beszorgc mich , sao diszeui mittel nic bl Tolgc geschieht . . . szo wirt das ding aller « rst recht eraussz f;«rpn. originalbr. v. J. 1 r> l U auf der bibliolhek zu Guiha cod. dkarl. 379 fot, 2; ich besorge mich aber, (l.is ich den jüden niucbl vliergeben werden. Jir. 38, 10; so darlTcstu dich nicl)( besor- gen, das er dicii tudie. Sir.Q, 18; besorgen sie sich keines Schadens. wmsA. 14. 2U ; vnd besorgen sich Air abgüllerey. das »chone confitemini. ( 1 530 ). Niiij'' ; wir sind die bei- den , die sich für vnsenu fleisch vnd ge- dancken nicht besorgen > viul S;\von vnd .seine kleider, seine süuc vml jrc kloider be- sprengen. 2 Mos. 29, 21; ein reiner man sol isopen nemen vnd ins waaser tuncken vnd die hiltten besprengen. vnd alle gerete. 4 Mos. 19. !S; ich habe mein lat^er mit myrren, alocs \ nd cinnamen besprenget, spr. 7, 1 7 ; also wird er viel beiden besprengen. Jee, 52, 15. mhd. besprengen (Ben. 2-, 545). Bcsprc ngan^ , f. aspersio : zur bespren- giing des bliiis .Iliosii Christi. 1 Pet. 1,2; jr seid kouien zu dem blut vnd der besprcn- gunge. Hebr. 12, 24. Bcsprilien (besfirUlzen), aepergere: vnd {liesz) die cleplianicn tnil roten wein vnd maulbeersafll bespi iit/.en. 1 Macc. 6, 34. Besser^ der übliche comparativ de$ be^ griffes gut, mAd. bester {Ben. l, 94. 95.) Üigiiiztiü by <-3ÜOgIe BESSER 278 BESSERLICH aM. be;iro, pe^ro (rg dafilr geben. 21.2; ich kans nicht ioben, das jr nicht auff heuer weise, sondern auff erger weise zukamen kompl. 1 Cer.ll» 17; nn nitt r Ii;it er ein besser ampt rrlangel. Hebr. 6,6; eine bessfro liofl'nuiig. 7, 10: besser opflcr. 23; (eheUute) yhren kin- deni keyn besser werck vnd nutz schaffen mugen, dan das sie yhre kinder wol aulT- izyhen. eyn sermon «Ott dem dicken stttndt. (1520'. Aiif. 2) praedicativ : ich bin aicUl besser ilenn meine veler. 1 kSn. 19, 4; meincslu du seiest besser denn die siad ffo? Nah. 3. 8 ; jr seid ItPSHrr. drnn viel .s|iorlingf. Maüh. 10, 31 ; gelinrsom ist besser denn Ojdlcrii, vnd auflmercken besser, denn das fett von widern. 1 5am. 15, 22; sind nicht die Wasser Amana vnd Pharphar zu Damascon besser, denn all«' w.isser in Israel. 2 hiln. 5, 12; weislini isi besser denn peilen, spr. 8,11; ein anner ist besser denn ein lOgener. 19, 22. dl unpersönlich, es ist besser, ai mil folgendem inf. {doch ohne zu): es i'^t besser firn Iirren belegen, dem die jungen gcratibi smd, denn eini narren in sei- ner oarrheil. «pr. 17, 12; e;« ist besser im winokel auff dem dache sitzen, denn bey etm zcnckischcn weihe in einem hause beysanien. 25, 24; es isl besser sterben, denn belleln. Sir. 40, 29; es isl besser freien, denn brunst leiden. 1 Cor, 7, 9. b} mit naehfolgendmtatt: es hl besser, ich iiiaehc ylini eyne nasen wie ich kan. das ander teyl icidder d. hyml. pmpheten. (1525J. Giij**; Laban anlworlel, es isl bes- ser, ich gebe dir sie, denn einem andem. 1 Jfoa. 29, 1 9 ; is(s nicht besser , wir sie* lien wider in Ep'vfden? 4 Mus. 14, 3; c» i»l besser , das sich der vnweise verkrieche, denn der weise. Sir. 20, 33 ; es were besser, das alle bischoff ermordet worden, denn das oytie seele verterbcn soll, wider den fatcshgenantteng^ftUiehen tiand, (1522). Aiiij''. 4 ; mir isl besser, expedil mihi : isl dirs besser, das dn in des einigen mans bans priester seiest, oder vnler einem ganlicu st.irn vnd pesrhlcchl in Israel? rieht. 18, Ib; es v^ere mir besser, das ieli norli da were. 2 Sam. 14, 32; ists nu nichl bcssvr dem menschen, essen vnd trincken vnd seine seele guter dinge sein in seiner erbcitf pred. 2, 2 1 5) besser werden: su erquiekt suh Snul vnd ward besser mil jm. 1 Sam. 2;^; berr schlelll er, so wirds besser mit jm. Joh. II, 12. //. der adverbiale comp, fatttel bei f.. zwar für gewöhnlich norh l>;is/ i.<. d.,,duch ersciteini hin und wieder auch schon besser alt adverb: vill sicherer vnnd besserer {hier besser aU positiv gefaszt) thel der, der lauler vmb goftis willen '^vhv, i/u dorn gebewe «. Petri. eyn sermon vom itblasz vnd gnade. (151 8 1. Aiij* ; der Zwingel ist erger denn der Ecotampad lautet besser, denn also, Zwingel ieiiich sind, de WcUe br, 4, 334 ; wie es dem ar- Digitized by Goog^i 279* BESTÄ.NÜlü men volck leidlicli vnd besserlich y. Jen. 3, 162*; 0 wie soll es so gar ein feine, bcssarliclic, vncrgcrlidie lere si iii, wenn ilte ißiite lernlcn, das sie neben liein glauben aticb tturcli werck froin inücliteu werden, dfii andMeff vtm MmeUehen. (1530). Gij*. Bessern, besser machen, ausbessern, ver- öt's.sern , mhd. beij^ern (Ifrn. 1, 1)5), ahd. pe^irun (tiraff. '6, 223), in meinfacher an- mndung. t) den weg. ein llic»i , ein heus, die sUdt c\c. hessern: der die hieken verzeiinel vnd die uegc besscri. Jes. 5S, 12; desgleichen >vii ich mein brawtlior, das jr mir zu ver- drie» mil sieinen gern verderbet hellet » wi« der von euch gebessert haben. Burkhardt brifftr. 101 ; dauon sollen sie bessern, was bawffllig isl am liause des berrn. 2 kön. 1 2, 5; schepfTe dir weisser , denn du wirsl be- legen werden , bessere deine festen. Hab, 3» 14; kinder zeugen vnd slad bessern, machet ein ewig gedcchtnis. Sir. 40, 19; solche lasier tiiehi gHiftssel noch gebessert, soodern geslerckl werden, warnunge an s. Ldgudteken. (1531). Eiiij''. 2) einen bessern t nu ist niemand sso ner- risch auszgenummen der bapsl vnd seine .«rfiineirlilfT) der do hnll, das jiblogung nddcr n.icidassung der slrall" yemand bessere, szon- deran auOlegung der straff mag wol yemand bessern, grund vnd vrta^, (1520). iiiij"*; das wissen blesel anfT, aber ilic liebe bessert. I Cor. S, ! ; tr.niiiei (l.ini.it b, th« jr die ge- meine bessert. 14, 12; du daucksagesl wol fein, aber der antta* wird nicht dauon ge- bessert. 14. 17. 3) gebessert werden, jumri, proßcere, mi dem gen.: was sind wirs gebessert» so wir ju auruilen. £fiafm. (1526). dvij\ einmal auch noch mit dem gen,: nu halte ich bereit den c.ile("lii>mnm geleret. des sich viel itMite gebessert hallen. Jen. 1 , 5* G r 1 m )H. Icstenls» n. emendafio. eorrecito: ynn gnler holTnung des bcszernisz. eynsendhrieff an bap^l Leo X. (1 520). .\iiij*. Besserung (pesserungi, f. dasselbe : mhd. bc;(;erunge {Den. 1, 95;, ahd. pes^irunga {Graff^, 224): vnd die erbeiter erbeiten das die besserung im werck (die reitaufa- lion des (empcls) zunam. 2 chron. 21, 13; wollün .iiit h nil der kirrlien pesnerung lü^di- ficaltoi suchen, eyn sermon ton dem hoch- wirdigen eoerament, (1519). l>j''; su nutz vnd besserunge der Christenheit, der pro- phet Sacharja. (lo2S). Aüij*; vnge.Tela ub besseriin': odder ergerung fidget. rer- mauung an die geuUichen. (1530). Jij*; es mus sich alles an Christo Stessen , etliche zur besserung, etliche zur ergerung. randgl, zu Matth. 21, 44 ; was zurbesserung vuleirn- anlI bringet , dem wU ich nioineii 1ki1> geben, ebend. nij**. 3) beslündig ron personen, Ireu, beharr- lich: sey beslendig in deinem wort vnd bleibe bei einertey rede. Sir. 5» 12; da fie- len viel vühi volck Israel zu jneii, ;i!ier Mala- fliias vnd seine söne blieben beslendig. l Macc. 2, IG; sie blieben aber bestendig in der aposieln lere vnd in der gemeiuscbafli vnd im brotbreclien vnd im gebet, apoif. gesch. 2, 42. 1) ijf'sländig — geständig: ob ich mei- ner Uüchcr beslendig {Jen. I, 502' steht gcsleiidig) oder widerrufen wolle. de Wette hr, \» e02. BestandigUch (bcslendiglieh , beslendig- licliPiit, ade. \) rrintinuo. d'int'ynrJ: xm? isl ein recliler fastnachlsriiin, das sich etnor rumen Ihar, es sey yhm bUebcnn beslcndig- licht das er noch nie gehabt hat. vtm dem bapstum zu Rome. < 1 Fj*; mit einem ritterlic lioii festen glauben bestendiglichen fei'hleii. Jen. I, 255*; so wil nu Moses sa- gen, las sie einsitzen vnd im lande eiuwur- tzeln vnd bestendiglich dasselbige einnemen. Eisl. 1, 36G^ 2) ßrmiter: denn er vberwand die jüdcn bestendigiicb. aposl. gesch. 18, 28 ; so ist Zwingel sdiuldig» das er seinen verstand vnd lexl gewis mache vnd bcslendiglieh beweise. vom abendmal Christi. (1528). bij*; wer kiui eine Iflgen {^pwis vnd bcslendiglieh stralTen, der nielit ilie widderwerlige warheil kan aultbringenT ebend. b^j^ lestänkem (bestencfceni),^oel(»re rep/ere ; woli vr vieleichl gern, das it iiirlit ;ill»Mne fnr antiprn so scbeiisslich stiinckc, sondi'rn auch andere btblichc fürslen heslenckern. wider Hont Wäret, (1541). Nij*; wieviel mehr ««olle s. Antonius mit seinen mttncheu nicht solche Ordnung gntlcs mit seiner ncwon V iid eignen hedi^keil heslenckert haben, von den concilijs vnd kirchen. (1539). Gj**; das milgl jr denen anzeigen, die vjeleicbt der Sienckcfeld {Sehwenkfeld} wider mieh be- slenckert vnd heschmeisst. kurt: bekentnis vom heil, sacrament. (1544). Üiij''. — bei Log au bestänken. lestitigei (besiettgen, besictiigen). 1) firmare, confirmare, fest und bettäindig machen» mhd. besletigen {Ben. 2-, 611), älter-nhd. daneben noch hcsl.lieu [mhd. be- slxlen, ahd. |)i$tätenj, doch nicht mehr bei L. : wie die schrilH sonst auch (iflegt zu re- den, als von Ittfnig Salomn» das vnler jm das reich isl bestetigl oder fest vnd beslendig worden, confirmatum vcl consolidatum . das es nicht wanckel noch schlotlcrl. der 65. psalm. (1534). Gj' ; denn er belle dein reich besleligel vber Israel fbr vnd für. 1 Sam. IB, 13; vnd ich wil seinen stuel besletigen ewiplicli. 1 chron. 18, 12; nho wnrd Epli- rons a« ker Abraham zum eigen gut besleli- gel. 1 Mos. 23, 17 ; der herr wird das haus der hofferltgen lubrechen, vnd die grenize der widwen besletigen. spr. 15, 25; vnd iijeinen cid bestetigen, den ioli deinem vater Abraham geschworen habe, l JIoü. 26, 3; zu besletigen die vcrheissung den vetern geschehen (in den ertten amegg. dee n. teeL. zu befestigen die verbcrssung). Rom. 15,8; dysf'r briefl mit Christi wuii't' n ^oll»t -vor- siglel vnd durch seinen tndhcsitii^»;!. ausleg. deutsch des v. u. (1518). Giij' ; üinnU hat er ntl die slrafTauffgehaben , siondemn be- steltigcll. wider den falstih genannten geystt. stand. (1522). Aiij^: wo er (der bapstt sie {die heil, schriß) nicht bcsletigt belle. Digitized by Goog BESTÄTIGER 281 BESTEHEN so würde sie nidits gelten, von den schiüs- «in. (tSBOj. Biiij''; wi« wol 4cr tdb nna- kanff HU i$t besleUgel als eyn cimlicber kaufT vnd zugelassener handel. vonkaMffdumäkMg vnd iPucher. (1524). Gliij^ 2) besleügen — bestaUen, begraben: als ibaderdlelewt fturbvBd berluib bwletigct wird, wie iiiebs eim kttni{r«geb(irl.£if 1 1.42 1*. mhd. besUilegen (Ben. 2^, 604), bei Al- berus diel. S'nj" : jwUingerehoslMm, be- steUigcii und polUnclura i. curatio funerii 4ie beiteiiigung. BMtifiger I bestellter), m. emfnbalor: ein zeuge, besteUg^, vberhelOer alle der lügen, vom Schern hamphoran. (1543h Fi]''. iestäligang (besteügung), /. confirmaUo: «s »t am tag , das durcb biscbofT vnd prie- eter besteügnng nur ein vnnvU gewalt vnd gell gesucht Wirt, t on dem bapsIwmMitBome. (1 520'. Aiij'': esiaieii), nefelire: mein kind wenn einer slirbl, so beweine |n, vnd kbge jn, als sey dir gros leid geschdi«!» vnd ver- hülle seinen leib gebürlicher weise . vnd bc- slate jn ehrlich zum grabe. Str. 38, Iti; vnd liessen sie ehdich zur erden bestatten. 2 Jfaee. 4. 49. mAd. bestaten {Ben, 2^ 603). Brs1e , oniimuü , dem inmji. |ip«.iv7i zunt'Kf Gehender guperlaliv, mhd. bc4/,islc, mil ausgeworfnem Z beste, ahd. pczistO| §olh. batisU. 1) thuslu des (die fürbitte) mit Ocysz, so bisz (liei) gcwisz, d)i bist der l>f>'^tf^!i slreyior ^nil hcrtzog eyner. von den gullen tvercken. {\b20). Iliiij^; neroel von dcslandes besten fruchten. 1 Mas. 43, 11; las sie am besten ort des lands wonen. 47, 6; der könig S.iiomo hes nia< Ii n n\c'\ htindcrt schilde vom besten f^nlde. 1 kun. 10, IG; vnd seltigel dich Ulli dein hesleu wetzen, ps. 147, 14; wur wttUen ms mit dem beslen wein vnd salben fUllen. WMih, 2, 7 ; fur dir lu rr ist mfiiii be«;ter sammat vrul pülilen stück erger denn kein ba(ler]iim|)c. hampoU, WiUenb. 1545. winlerlheil 13^. 2) das beste; danimb acht iebs für dt lieste, dos w yr solche oygcn frenihde prie» stcrschafft hynfurt nit prtesler heyssen. Dom, WActarbadk eynuidderspruch. (1521). Aiiij'; weswird sein alles was das beste ist in Israel. 1 Sam, 9, 20. das beste thnn, reden, soeben: ein bund slro hat da müssen das beste Ibun. hausposi. WiUenb. 1 5 4 5. winthertheil 1 Q* ; so koin uu mit vus, so wdleii wir das beste bey dir Üum. 4 ITm. 10, 29 ; prttüeatil was das beste SU thun aey. RSm, 2, 18; vnd Jo> nalhan redet das beste von Dauid. 1 Sam, 19, 4 ; vvor d.is bosic rnr sacb« redet, von dem redet luan widerunib das beste. Sir. 6, 5 ; ^ ich wfl deio bestes suchen, p». 122, 9; sucht der stad bestes. Jer. 29, 7; ich wil auch gerne dem künigc gehorsam seyn, ylini (lioiifTi, sein besio« vucben \nd foddem. vier it oilitche psalnun. { 1 52ü). Cliij^ 3) BUm besten, am besten, aufs beste: wir wissen aber, das denen, die gott lieben, alle dinge zum besten dienen. Rom. 8, 28 ; alles zum beslen kercn. Jen. 8, 383''; alle ding zum besten auslegen, epislel s. Petri gepredigt. (I523j. Sij"; die sacken zum besten foddem. ie Wette hr, 5, 55 ; — wie viel er mir zu Epheso gedienet hat, weis- scstu am besten. 2 Tim. 1 , 18; — wie auch du auü'i^ beste wcisscst. aposl. gesch. 25, 10 ; der gcist seih vcrtril vns aufls beste. RSm, 8, 26; auffs beste ausstreichen, «on der heil, tauffe. (I535j. Aij". Bestecken, mhd. bestecken (fien. 2'. 626), 1) Irans., woran stecken: lieber rnmauist, szo wil ich dich mil meyen bestecken, von dem 5ap«fiMi SU llome. (1520). Eiiij*. 2) intransitiv, stecken bleiben . ein meuse- fiill, d.nin rr besteckt vnd gefangen wird, • tiauspost. Jhena 1559. 330*; da ein jrc- sandlerim anfang seiner rede erschrack vnd i>e- stacbl, also das er still schwi^. Uetkr. 840^ Bestehen^ nM beslen. bc$ün (Ben* 2*, 57 0 ff.), ahd. h\-, pist^n, nicht zusammen-' gezogen bi-, pislaiUan iGrnffV», üü2i, (ptth. bislandan , mit intransitiver und transiUver beäeutung. 1. intransitives bestehen, «leAen, ftefceii bleiben, stand halten, au^dnufm, beharren. 1 ) vnd also bald bestund jr der blulgaog. Luc. 8, 44. 2) hat das voick von Israel rangen be- atmen on solchen vnibg, wie soll das cbri* stenvolck nit mögen audi szouiel thun? an 36 Digitized by B£$TEU£M 282 B£$T£U£N äen christlichen adel. (1520). Mi]**; aber HU wird deiD reich nicht bestehen. 1 5ain. 13, 14; der golllosen hUlte wird nicht be<- slehcn. Iliob S, 22; il^r t'rttllos ist ^^if^ weller, d.is vbor hin yelicl vnd nicljl mel^r ist, der gerechte alier beziehet ewiglich, spr. 10, 25; antehlege bestehen, wenn man sie mit rat (tirel. 20» 18; aufT das sein Inind gehalleD würde vnd bestünde. Ezech. 1 7, 1-1 : nber der feste grtind fjottes bcslchct. 2 Jim. 2, 19; aber es bestellt uit ybr ding. Muleg. dmr ep. vnd euang» vmn Atittag ete, (1622). oyj^ 3) diebogcnsehUlzen sollen nicbl bestehen. Arnos 2, 15; wer kan wieder die kinder Enak bestehen? 5 lUos. 9, 2; ziehet an den hämisch gottes, das jr bestehen kUnd gegen die listigen anlauffdesteufels. Bphei. 6, 11; Widder solch tcglich reytzen vnd geylen zu bestehen, vberdat erste tntchMote, {lh21). kkiiij'. 4) mit schänden bestehen» aus einem hampf. einer prüfung mit tehM^ien Aervw^ gehen: weil er nu fttlel» das er zu Woiwbs so mit schänden bestund . .. hat er synt der 7Pit her mit viel buchern wi.tih nimb ehre erlangen wollen, diekleine anlvcori. (1533). Gj** ; es werden mit schänden bestehen, die da gute gam wircken. /««. 19» 9; mebie feiiidin wirds sehen müssen vnd mit aller schände l)c«;lehen. Micha 1 . 10; i!er mond wird sicii sclienien vnd di« sonne mit schän- den bestehen. Jes, 24, 23. 5) anf etwas botehen» worauf feststehen, dflftarren: aber Heliodorus bestund auA dem befelh (h > königs. 2 JUacc. 3, 13; aulT das «wer glaube itestehe nicht auf!* menschen Weisheit, sondern auffgollcs krallt. 1 Cor. 2, 5 ; sie aber bestünde draulT, es wer also, apoaf. feaci^. 12» 15. €) bestdien in (durch) etwas : ein iglicbe ssche sol bestehen durch den mund sweer odder dreyer getzeugnn. von dem bopstum SU Bome. (1 520). Fij" ; in dem round /weit r oder dreier zeugen sol die sache bestellen. 5 Jfoff. 19, 15; der gottlose bestehet nicht in seinem vngliick. spr. 14, 32; so beste- het nn in der freihcit. Gal. 5, 1 ; es beste- het alles in jm. Ephes, 1, 7. //. transitives bestehen. 1) /Wiuiiidk angreifen» bekämpfen: da gedacht er {der jäger) jm, nu bislu also grewlich gcslalt, das ich dich nicht darffbe- {»lau , du müchlest nuch leicht zerrei.s<.en, darnach gedacht er jui, kom ich meinem berm leer heim» so wird er gar lomig, vnd nam gott zu einem helfler vnd bestund das ihier allein, in der legende von Johanne Chrysosiomo. Jen. C, 537''; yderman mit streyl bcsleen. von üetn bapslum zu Rome. (1520). Aij*; ists nu nicht eyn allmeehlig vnaussprcchlich ding vmb den glauben , der solche mechtige fcynde alle bestehen kan vnd rlen sieg erlangen, ausleg. der ep. rnd euang. vom heil, drey könige fest etc. ( 1 525). Tij"; das sie sidi mit dem teuffei kOnnen scblafaen vnd jn bestehen (Mn kämpf mit ihm aufnehmen}, wenn er vns angreiffet. eine predigt vom verloren srhnf (1533 ). Cuj^. 2) überfallen, ankommen, besonders von krankheilien, leidensdtüflen , begUrden ge- Armc/ii: I S t u Licht eym (mit vrlanb) die stranguria liesleben vber den groben narren köpflenn. anttcorl deutsch. (1522). Cij''; sonst soll dich wol ein lachen bestehen, wie doch die Sophisten wasser jns fegfeur bringen können, ein miderruff vom fegeftnr* (1530). niij''; man wolle denn «sagen, das die kirche atill ein rhor gebawel werc, das der wind hm vnd her webet, darnach den bapst oder menschen die laun bestünde, von den conciUJe vnd kirchen. (1539). Ei'ij*; wie die losen ziingendrescher für gericht Ihun, wenn sie die silbersiK lit vnd d.is gül- den fiber bestehet, von den juäen vnd Jren lügen. (1543j. biiij*; hoflkrt rnd dll||eiU sind der kirchen schedUchsie gifll^ wenn sie einen prcdiger beziehen, tischr, 190*. no- tnenllich ist dies bestehen bei verwünschun' gen üblich : der bapst spricht , wer myr ein heller nympt, der sey des tevdTds mit leyp vnd seel, ein ketzer, ein abtrinniger vnd id* les vni;Uick besiehe vhn. buUa cene domini. f 1 522). Ciij''; llhristus schilt vnd stralTt die Juden) . . . aber üucht nicht» das sie solch vbel bestehen solL aiMley.tfer«p.««Nl«iMMif. vom heil, drey könite fett ele, (1535). fliiij^ ach (las den bubcn die pestilentz, Veitstanz vnd alle flache bestehen, vier trattliche Digitized by Google BESTELLEN 283 eesummen psalmen. (1520). Cvj^; das «lieh olle plage besiehe, ebend. vij*; das difH hnp«;? vnd jenes besiehe, wider das bapstum zu Horn. (1545). Tj*. 3) bestehen -<> pachten: zoUner heyssen latinisch pulilii'.mi vml sind gewesen die der Romer rendle vnnd zoll bcslandcti halten. ran^L zu Matlh. 5, 40. (i522j; zOiner biMse mm datu mal die leut hin vnd her jnn bnden , so von den Rttmern eine »lad , lol odder sonst eine pflege od(h^r ampl beslnn- deti villi inen ein gciKiiil gell dauon gaben. eine preäiyi vom verloren schaf. (1533;. Bcitelltn> in mehrfaeker anwendung. 1) acker beslclb n, bearbeiten, autstellen: vnd woll ins iand Benjamin gehen, ackcr zn beslellcn vnterdem volck. Jer. 37, 12. 2) sein haus bestellen, wie beschicken, vor dem sterben seine angeUgenheiten auf den todesfall ordnen: beslelle dein haus, denn du wirst sterben. Jes. 38, 1. anders eine wobnung beslelleu: da gebot mir der Khepffer aller dinge , besldlet mir eine wo- nnnge. Sir. 24, 12, d. i. paravit mihi ee- dem; ebenso einem herbergc bestellen , pa- rare hospitium : die jdngcr giengen hin, vnd kamen in einen niarckl der Sauariler, das sie ]m berberge beslelleUD. lue. 9, 52. 3) bestellen, mfl(50ioaj^efer)ma»n«db«/]r besetzen: bestelle einen liitideih.dt liinder der slad. Jos. 8, 2 : vml die kinder hnifl bestelicten einen huilcrhaU autV liibca vmb her. rieht. 20. 2U; seliel wecbler , bestel- let die hm. Jer. 51, 12. 4) bestellen, anordnen: es hcissen aber des \erslorben«'n wprck . dnrdmb dns er sie bestellet vnii ge^ttitll hat. eintcidderrujfvom fegefeur. (1530). Cj*"; mancberley bestel- lete vnd befolhene «rerek. austeg. der ep. tnd eumng, i<>n ottem etc. (1544). V(i}\ 5» ein .mit heslellen, besetzen: der prie- ster aber bestellet die empter im iiause des herm. 2 kön. 11. 18; die regiment zu be- sehen vnd zu bestellen, t Jface. 16, 14; ich lache, dasz gotl seine beide regiment 3l«io xvnl bestellet bnt. tischr. l S2" ; die predigslule dazu mit vnnülzea schedlichen Predigern bestellet, das 15. cap. der ersten ep. #. PüisU an die Cor^nlher. (1534). Aiiij\ 6) bestellen aufpersonen angeirandt, an eine stelle verordnen , anxlellen, tcohin be- scl^iden : vnd er bestellet richter mi lande. 2 ekron. 19, 5; vnd worden bestellet die IhorbUler , senger vnd leuiten. Neh. 7, I ; eine sind, ein fdrst kann auch einen |>rediger bestellen, vermanttng an die geisilidken. (1530j. G|j*; das ich dich bestelle eynen diener vnd zeugen, apost. 26, 16. ertle antg. des n. lest, (1522). — der kdnig bestellet den ritler, aulTdes band ersieh leh- net, vnler dos ihor. 2Aö«. 7, 17; ich wurd eynen buttiger bestellea (kommen liissen), der dir ein reyS odder tzween vmb den kopff legt, auff das vbirehrtetUdi AiieJk boeks Emszers. (1521). Giij*; auIT das er den be- stelleten strauebtniinltTii ia nicht aus den henden kerne. Iroiluny an die Christen zu Halle. (1527). Bj«. 7) einem etwas bestellen, amtellen. zu- richten: ja dns müstc man jnen bestellen» das sie sollen \vir nieistcr sein, wm dm condUJt tndkirchen. (I5;<9i. Sj\ Beslreirhea j praei. licsireich, oblinere, beschmieren: vnd soltscins bluls nemcn vnd beide pfosten an der Ihflr ¥Dd die Obenie aehvreUe da mit beslreiohcn. 2 Mos. 1 2. 7 ; vngesewrle fladeii mil lilo boslriclicn. 3 3/os. 2, 4; sie (Judith) heslreicli (l/eslrich) i-iili mil köstlichem Wasser. Jud. 16, 10. bild- Ueh: jhr lerel vnd vermanet nicht zum glau- ben • wie es Chrisins eingesetzt hat , lasseis damit heslricheii sein, da< iH-yslchcr habe die nirsso gesehen, vennanung an die geistlichen. (1530). Diii"*. fliftd. bestrichen (Uen. 2^ 68 6), ahd. pi- strfcban {Gtaff 6, 743). lettfcitei. praet. bestreit, 1) tm^vipMnt u] loiile heslroilcn: da wir hin aiiff zie- hen zum vn!rk, das mis hosireilet. Hab. 4, 16; (der leufel) vns mit den hohen geist- lichen aofeebinogen bestreiten kan. nmg nm MMTtmnU, (1537). Hj**; wir vorbaritipn vnil vorraaledeyen alle, die darosz. walTeo, eyszemi, holtzwerck vnd andere vor- polten ding brmgen den saraccner vnd lur- cken damit sie iKe Christen beslreylten. buUa unedaminL (1522). Bj**; das sage ich nicht alleyne vinh tier Juden willen, sie damit zu bestreytten. . Kj*; ein jiirisl oder nicdions kan wul eine slad oder mciir vnd zuweilen ein gants fand bestreiten. auUeg, der tp. tnd euang. von ostern eU. (1544). ziiij*. Brstreilrr, m. impugnatnr , hekävipfer : herr, linildere mit meinen ha(Merii , streite wider meine besireiiter. ps. 35, 1. Beslreieij auf ehvüi »treuen: als nu Judas vnd die seinen httreten» das Nicaoor wider sie zöge , bestrcwelen sie sich mit asschen. 2 Mnrr, 14, 15. m/*o<:tricken. 5, 253. Bestricken^ ; . hafl, gefangemnehmung ; e. k. r. g. befehl nach nimpt er die band von Digltized by GQjOg BESTÜRHER 285 BETßUCH ihm zur bcstrickDog »iifs schlosc 4$ Wette br. ^. 91. roc inrip. teut- anl« taU Cfij" bestrick iJiig tiiaquealiu. Sestüruieu, mit stürm angreifen : inge- sehen , das e. k. vnd f. g. gar mrl »latlicber gewalliger furhil berandt, besluraiet, versucht xn<] aun nllo weis ersucht werden mUssen. an kurlUrsft'H ZH Srtchsm. (1545). Aiij". Bcfltürxeu (lic^lorzeiij, mhd. besltirzeii (Seil. 647). M bi-, pislonan {Graff 6, 726}, kHL, mrinaktiracter bedeutung. eonstemarc , ansze^r fnsxung bringen: idiomala liahcjijn hrsiorlzt vnd jrre poni.nohl. von dencoHcilijs vndkirchen. (l939). XaiJ''. BeiiehCB, mhd. besnochen (Ben, 2*. tO), akd. ^isüochan{G ralfßS4),ti*itare, scrutari. 1) einen ort licsuchen: zu besiiclion Jiida vnd Jerusalem. Eira 7, 14: zu scluiwcn die si Itöne gollesdiensl des herm vnd seinen icrnpel ZU besuchen, jw. 27» 4; die be- suchte vnd vnueriassene stad. Jes. 62. 12. 2» Iciitc bcsufhon: es begab sirh alicr nach elhchen tagen, dos Sinison sein weib besucht, ficht. 1 5, 1 ; ich bin kranck ge- wesen vnd jr habt mich besucht. Matth. 25, 36 ; die waisen vnd widweli in jrem IrOb- sal licsiiclion. Jac. 1, 27. 3) hesiiclicn durchsuchen j t isiliren : so wii ich morgen vnib diese zeit meine knecfale zu dir senden, das sie dein haus vnd deiner vntprlhanen heuscr besuchen, vnd was dir lieblich isl , sollen sie in jn- licnde nemen vnd wpgir;ij;on. 1 Aö/i. 20. 6 ; hie ge- het er aus seinem hofc vndvisitirt oder besucht das ganize land. der 1 0 1 , j»«alm.( 1 534 ). Jiiij*. IctichlBg» /l viiitatio : das ist vnser er- losunfT vnd vnser bcsuchnng. das benedic- tu». (1525). Rj'' ; mit andcchtiger besii- cbung gedachter mUnstci . Jen. 3, 1 86*. ieilitlH (besuddelnj. be/fecfte», be* tKhmmtxe»t be$«hm$eren: du bist anlT deines* vaters lager gestiegen , dasclbs haslu mein bette besudelt mit dem anflstcigcn. 1 Mos. 49, 4} ich habe meine fUsse gewasschen, wie sol ieh sie wider beauddefaif MeHed 5, S; du hast auch wenig namen zu Sarden, die nicht jrc kleider hcsuddell haben, offenb. Jnh. 4 : das pnpyr vnnfitzc zu hesuddelen. tom abendtnai CUrisli. (1528) aij*; hab ich miclis doch auch mit meinem namen vnd vorrede zu besuddeln vnterwunden. vorr. xu Justi Menij oeconomia. \Vi((emh. 1529. Aij*; vnd die reine lere haben besuddell mit jrem garstigen vnd madichlen, ja teufllischem suaau. das 5. 6. vnd 7. eap. «. MatlheL (1532). Pij*. — sicli besudeln: wer pech angretin, der hesmlf lt >ir|i damit. Sir. 13, 1 ; diegollfilivhUgcü fliehen solchsvtKi l)C.sud- deln sich nicht m'it dieser sünde. 23, 16. Bd, n.gtMt ahd, pet {Graff 9, 57j: soll aber alszo bitten , das er nit zweyffelt }it'\[ ^vpffl rrfi iret. eyn sermon von der bereyiuny zum sterben. (1519). biiij"; nit ein gut beet {Jen. I, 84* gebetj isl, da einer fuer sich allein bittet* auafey. denfscil^ des t\ u. (1518). Gj\ Betagt^ betaget, annostis, in hohem alter stehend, pari, praet. von beladen = alt werden: Abraham war all vud wol betaget. 1 Jfof. 24, t ; laai war betaget vnter den mennern. 1 Sam, 17, 12; ich bin alt vnd mein wcib isl betagot. Luc. 1, 18; einbe- laglor nun. 2 ^fncc. 6, Ib. Bctaütea^ befühlen, begreifen: Laban aber betastet die ganize butte vnd fiind nichts. I Jfoa. 31, 34; du ha^l alle mein hausrat l)eta5;lel. 31, 37; daselbst Hessen sie jre iinlslc l)e;,Meiiren vnd die zilzen jrerjung- rrawsdiairi belasten. Esech. 23, 3; das wir geliOret haben, das wir gesehen haben mit vnsern äugen, das wir beschawet haben vnd vnsere bende betastet haben. 1 JoA. 1» 1. — mM. belasten (Äen. 3, 18). Betsnben (beleuben), mhd. betouben (Heil. 3,61). taMb d. i. empfindvmg$los, stumpfsinnig machen : ich bei eube meinen leib vnd zeine jn. 1 Cor. 9, 27; {der teu~ fei) den j^'enx'inrn man also beteubel vnd betretiget, das sicjbre kinder nicht zur schu- len hallen, dos ManfttttdersttrseftKfenJhtfl- leiiaoll. (1524). Bj*; sie haben damit, als mit gntics wort die well betcubet. der pro- phei Sacharja. (1528). Ziiij*. Retbttch^ n. gebetbtich: das biUich ein jglich mensch, so from zu werden gedenckt, solch buch wol mOcht fiir sein teglich band» buch oder betbuch hallen; von*, auff die bücher Salamonis. Bind s eil 7, 331; zum andern , das man jncn alle jre bucher neme, belbttcher, thalmudislen, auch di« Digitized by Google BETBOGBLEIN 266 BETRACHTEN gantze bibel. ron den jüden vnd jren lügen. (1543). ij'*; auch üadet num in jren sciiriff- tev vnd btlbachttrii gMbgoug. ebmi, 8 j^ IdUcklda» n. d^amuHiv 4m wuriftn: man dtuh'i uxim* iiifiniin^'c im betbflcfalin. Jen. 3, 3U2' ; bettbilclilin. MamiM^« an s. i deudschen. {Ib'Sii. Ü^K Heien (bellen j, orare, «nämnt i» ieiner imlroMiiUv. htänOm^ hämfig in der bibH, s. 6. Isaac war ausgegangen zu beten. 1 Mos, 24, (iii; llanna holtet ztini herni. 1 Sfim. 1,10; vnd llanna bclel vnd sprach. 2. 1 ; vnd Samuel beUel für dem herrn. 8, 6y «. f. f. eine jerklibna^ wn beten L. seUfsl in der schrifl von »nbelen des sacru' menls (1522). (-iij'': hrien 1i»>\kv( eygenl- hch die worl des gepelts her reien. mAd. beten {Ben. l, 172), ahd. peiüu (Irrajf 3, 68), von piHa bitte, gOet, Beten ) n. das du erhOresl das hillen vnd belen, das «Irin knci lM Hii" dir lliiil. 2chroh. (J, 19; er isl doi bcUus milde worden. Ver- legung des alcoran. (1542). Vy. Beter ^ m. preeant, eM. betare, oAdL pelari : wind villeichl seind die oi^elen der selben sMiger vnnd beler figur vnd anlzeigcr. ausleg. deutsch des V. u. (1518). Dj\ Betfahrl. / . procession, wallfahrt: wollen eine procession vnd bSUkrl haiteD, also ward eine leichrart daraus. Usehr. 262**. Bfthnus, fi. dnmus orationis: mein lirriijs liei!>iset ein h«uhaus allen vülckcrn. Jcs. 5Ü, 7 ; wein haus sul ein belhaus hcissen , jr aber babt eine mürdergroben draus feniacbt. Matth. 21. 13. mh'.i. Itelehus, ahd. petahus. Betheren, sich, conrarnre fe: docli lud! ich, solch iiirsichlickeil soUith selber hubisch in der klugheil bellerco (Jen» 1, 362 betbtf- ren>. tcider die bullen det endehrisls. (1520). Aiij''; wie il.i-; pidiotf, so isl auctt das rcuchwcrck, ^|lr,u•ll drr kMillfl m-IIk, da ein pfafle jni belle cuuiplel belel und Mch betheret. etne warh^Uge hiitona geeche^ hen SU Stasfart. (1535). Rj*. Bethören, brtliorpfi , mhd. bela;ren {Ben. 3, 51), zum ihoren machen, tcusclu-n: dciirj schüne weiber haben niaiicheii belhoret. Sir, 9*9; wein vnd weiber belhOren die weisen. 19» 2; die scbOne bat dich beihO- rcl. Shs. 5G ; la lieber man, es isl wol be- Ihorel vod ernarret dazu. vorr. auff das n. (est. in der emg. v,j. 1524. Bindteit 7, 315; daromb meinen sie, er (Cibri«fiM> snl sich auch also fcutxeln vnd mit dem fal» sehen rhUmen belhoren lassen, ausleg. der ep. vnd euang. von ostem etc. (1544). CC vj ■ ; der teufcl aber hat jn also belhöreu ebend, sj^ Bethörang, f. teuschung: das ist nichts, tlcnii (Ii" tr-iifrt ls nfft'O'ipicl vrul hclhörung. das U. vnd 15. cap. s. Johannis. (1538). Bj^ Bethen, sich, concacare te: ja sihc, wie feitt sich dieser geysl ynn seiner klugheit be- ihut. das ander teyl tcidder d. hgml pro- pheten. (1525). Fij"; wie belhut sieb «loch der geyst ynn allen seynen worlcn. ebend. Mij' ; das heisl mit vrlaub sich wol betha» vnd den leuffel nackt an den pranger ge- soldagcn. vom abendmal Christi. (1 528). aiiij*; sihe, so sti'bet denn der j^cist vnd hat sich vnn die iiende beihau nu( all seiner kunsl. ebend. giiij**; da sihe abcrtual, wie golt die weisen in jrer klugheit erhasebet» das sie sich in jrer Weisheit bethun mUssen. widt r fhi-i hnp-^futn :u Rom. (1545). Tiij'. Betk'iu^ n. gcbeiU-in: wye sie Christum kegcnwcrlig furchlen vnd eercn uiit yrcn betllyn vnd andacht. cyn termen von dem hochwirdigen sacrament, {ibl9). hiiij^; vber das a!l<"J wil ein jederman mit viel betbu, beichten mhI audcru werckeu sich bereiten. Jen. 2, 27'. Betpsnlm, m. sum Vierden sind etliche betpsaliui-ii, darinnen mso gott anrullt vnd helel in nllerley nol. vorr. a«/f den ftoUer. Hindseil 7. 328. Ifielrucht, m. mhd. iraiile /. , betraek^ tung: es geschieht auch , das solch falsehe puszcr, ynn belrachl (Jen, I. 379* belrach- "litntr) yhrer siind , widdeniiii!» empfinden ll.iMinten vnd [iinrkell (h^r lusl voriger sund. grund vnd vrsach. {Ib'lO). c iiij'. BdrachteSf ^denAen, Uberfegen, er^ wägen: vnd als dann vnscr vndanckbarkeit Itewifjen vnnd alj/o ;(iisz hcrlzlir.Iicr pnuid- licher gunnt zu (;hri->i clrahtun. pitraht6a (Graff 5. 515. 516). Betrarhtrn , n..- dus lu lrachlcn des lei- den^.vtrmanung xumsacramenl. ( 1 537). Ej''. Betncbtug, f. erwägung: darumb ists €ytel erli^en, erslttnckeo md vorAiriscb heucblerey, das man rew bereiten leret durch Ijclr.ichlung allein der sztind vnd yhres sciiadensz. grund vnd vrsarU. i 1520)« fj". mhd. bclralilungc {Ben. 3, i^inigen, sich, mkä. beir.igcn {Ben. 3. 77), \) ernähren, behelfen: jnen ein sim- liches .m-izkunieu sehaflen , da sie sich mit l)rlr,>gen können. ht (Ionen zn Thessalonicli , das sie vlier den (oiJlcn sich nicht sollen beli Ubeu wie diu andern , so keine befbung beben. 49n, 8* 409*. Belrübery m. der in traurigkeU verselxt: der IcufTfil ist «"in srhreckgeisl vnd belrübcr, der heil, geisl füret den namen, das2 er ein trösler beistet «nd nicht ein belrflber. tk^r. 97*. voe.indp^teuLttuletat. e^. belmber tribulalor tristalor. Betribnis(belrUhlni!>j, lrt4UUa, aegrUudo, gewohntiA n.: vnd wil er aus sagen vom hetrUbnis {vor. das hetrübnis) meiner seelen. Jlinb 7, 11 ; ich wil sie erfrewen nncli jren) LL'lrill)nis. Jer. 31, 13; so ahrr jftiiand ein beirübnis hat augcriclil. 2 Cor. 2, 6. doch ameh, lei'e mM. betrOebenisse {Ben, 3, 120), ich wenl midi schewen all mein lebelage fnr solcher bctrubnis. Jes. 3S, I '» — ein- wuU begegnet inder bibelverdeuuchung auch die »ebm/brm beirObtnis: du schreibest mir an belrablnis. Hiob 13, 26. Betrog, tn. fr aus , fallacia, taaschurtq : habe ich gewandelt lu eilelkeit, oder hat uiem flu geeilet cum betrug. UM 31» es ist eitel betrug mit b (igeln vnd mit allen bergen. Jer. 3, 23 : weither keine sunde gethan li.it. ist auch kcwi betrug in seinem munde errun- den. 1 Pet. 2t 22; solch vngeschwnngener, grewtieher, grosser betrug vnsdiger aeden . . . ligt den papisten aufT der seelen. tO% der winckelmesge. (1534). Fiiij*. nach Weigand tetb. 1, 143 erst zu au- fang des 16. jh. igemma genmtumm); mu der pluralform 4e$ proel. v. helrie^'en. welche wiM. betrt!'^'»M!. ahd. pitriikiunes/fiiifff Betüüuhf n. sigillum: als were es eiua leichtfert^en haben beisehaA vnd kein ffurst- lich wapen. die jklem« onlieerf. fl533). 6ij''. vgl. petschier. i>nv1^ WArtwtaeh. BeMMleta) n. dteijmitf« «o» beCstunde» gebeUxeit: jtzl ist das rechte betstündletn. hausposl. WiUemb. 1545, »ommertheil. 25''. Bett^ bette, n. iecltu, ,ylager- und »clUaf- itaW: sein (4«« kSnigs Og zu Bosau) bette ist alhie zu Rabbath neun eilen lang vnd vier eilen breit. 5 Mos. 3, 1 1 ; im finstcmis ist mein bette gemacht. Uiob 17. 13. es heiszt aur dem bette, im bette, zu bette liegen» frOker muk am bette, doeb nMU «wftr bei L., die hierpir bei Grimm idfi. 1, 1724 ang<'fiihrie stelle ist einer schriji Mclnnrh' thans enmommen: da sie ins haus kamen, lag er auff seinem bette. 2 Sem. 4, 7 ; lege dich aulT dein bette vnd mach dich branck. 13, 5; er aber lag zu belle. 1 3, 8 ; wenn ich mich zu bette lege, so denck ich an dich« p9. 63, 7 ; da nn Holofemes im bette lag, Jud. 13, 3. — lisch vnd bett: den man hat mir polt pepelien, bey dem miI ich zn bette vnd zu lisch woneu. swo hochzeit predigten. (1536). Aitj**; das scheiden von bette vnd tische ein recht ebescheiden ist. wm dte- sachen. (1530). Cj*'. — der pl. latdet bei L. ItcUen: vnd hulten an die kr.inckuu vmbher zufürea auÜ' betten. Marc. 6. 55. mM. het, bette, p<. bette {Bern, !. lOB), ahd. betti, petli. pl. petti { Graff 3. 49. 50), golh. badi. eine vermulhung über die ab- slammung des Wortes s. Grimm gr. 2, 25. Beitel, m. «eiMHead'o, 6elf«M; das eyn ygliche stad vnd flegk yhre kirchen baweten vnd yhre arme Iciit seih versorgcfcn. d is dop t)eUei gar abe gtiige. von kauffshandlung vndwwiker. (1524). Fiiij\ BettelbMch» m. (der bai)i{ \ hat vnter dem schein der kirchen dem liellelhauch, Timmara von Aquinas, Scoiium vndBonrtuenturamautr- gesellet als heilige leute. Eisl. 2. 490''. Bcttettrat» n. pnnis mendiealiia; eine elende parleken vnd beilelbrot. ausleg. der e/1. vnd euang. von ostem etc. (\ 544). Pj'' ; wilUliio vmhherschweiren und ehe dasbeUel- brod essen, ehe ich mein arm alte leiste tage mit dem uuordigen weseo tu Wittembcrg mar- tern und vpninrnjjigen will, de Wette br. b, 753. — mhd. betclhroU (Bsn. \, 264). Beltelbrnder, m, b^bnönt^: e. k. (» g. wollen mich geringen verachten armen bel- telbruder gnediglich baren. Jen. 1, 123''. 31 Digitized by Google 0 OETTCLBUBE 290 BtTTtLOROEN wenn vnser teil eilel bcttelbubeii gewesl weren , were es doch mehr denn zu viel ge- webt, wamunge an s. l. deuäschen. (1531). AtfiJ*; dieermesten, dendesten bedelbnbeB die ergcstcn, rertweiaeblen scheick sind. dasb.C'.rnd 1 rap.t.Matthei. (1532>. Cij''. BcttclbHcbj n. so fiodel mau auch in dem beltdbueh , das dieselbigeB ratwdtcb reden, da viel ebreisch vnier ist. vom »ehern kam- ph«rn<;. l]^iV. niiij'. Bettelei, f. mentUcalio: es isi vvol der prosten not eine, das alle beltcley ablhan wnrdeo ia aller christenheil. an dm duiit* liehen adel (1520. verm. au/y.) Jiij''; es sollt Inlliper st^yn, das ynn der christenlieyl ytu iiewen leslamcol keyn belleley were. vo» km^ihanihinff imd um^er. (1524). Fj**; betteley schmeckt wo! düu vnuer- schnnifdori ni ni!. Sir. 40, 3^; das ist beltcley vnd Üickwcrck. der \0\.psalm. (1534). Eij*. BtUtltr, $. beider. Bettelhölfc, f. wie wol aiieh solche bel- icUnillTt' (hei haiser vnd ßrslen erbetteUe) jbn iden bapst) wenig hilOt. das schöne con- jttemin/. (153Ü). Ktij*. tdtelisch» armtUg, elend, hettelhaß: diese btisso i>l nicht slfUklich vnri bellelisch. crUrhrl so da hellen sollen ele, f1IS3S>. G}^ ; ImiT vber gelles volck, vnd deich so lieildiach arm, elend vnd verachl auff erden. Jen. 5, 477''; des heirn Christi einzug zu Jerii>rtlpm ist s^ar ein leppischcr, schreibc- rischervnüd bedlischer einzug gewebt. Üschr. 7&\ a..bellelach. ietitlltcfc (bedlisch^ adv, «ore tnsndi- corltm: mii-v'^n siih imi sülchcn nngst glotzen vnd uodredeu so lauszich vnnd beüeli>cli behelffen. von der 6eyrA<. (1521). diij'; alle yhre trage läppen , da sie sich so belle« lisch mit plclzen vnd llickon. das dief;e wort Chrisli noch fest slehen. ( l 527). ni nij ; vmi sind vber alle luasse viel bOser sciielcke, die sich arm, noidOrffUg vnd beltlisch stellen. an die pfarrherm wider den wndbef *tt preili'j^n. f l 540). Gj\ Bettcikind. n. das ist kein küuig, sondern ein bellelkind. ha u^posLJhena 1 559. U.4&4*. ietlelUMIcIly n. diminutiv des vorigen : ein senfltes, annei beUelkindlin. m« das gueti wi ewn^tÜhm aw vnfertelMdeN* (1532). Cj\ iettelklesteri n. ein hloster^ worin bei- telmonche sind: aus den bettelklüstern ynn Stedten weren guUe schulen fiir knaben vnd meydiin zu machen, ord^nunj^« eynes gem^ nen Kastens. (1523). Aiiii**; das aber die beltelkloslcr abgehen, das isl natzlich vnd not. eawmpel «jnen ekHitL kisehoff^ xm weihen. ( 1 542). Hi}\ Rdtrlkonig, armseliger verächtlicher künig: vud ist doch dieser bellelkünig , der auir eim escl einreilet. der könig Israel. hauipotl. Jhena 1559. 61. 139*; arme bei- lelkönige vnd fiirslen. Eisl. 2, 292''. Betteln, mhd. bölelen {Ben. 1, 172', ahd. p«lol»in für peial6n {G raff 3, 60, 61j. „an- liegend dmMiig kitten", nmal im armen* gaben, mendicare. 1 ) inlransitiv : wer b^Mifln m i1 , 'I't raus sich nicht scheinen, vennanung iutn sacra- ment. (1537). Ihij**; es ist besser sleri»en, ilfnn bc'Ueln. Sir. 10,29; seine kinder wer- den bclleln gehen. Iliob 20, 10; gr.tben mag ich nicht, so scheme ich mich zu bellein. Luc. 16, 3; isl die.scr nicht, der da sass vnd beltellT Je*. 9, 8. 2) transitiv, erbetteln: vriil sie s,iI/.ton jn iden blinden) leglicli Air des iciiipt'ls ihör, das er betlellc das alino!«t>n vun denen, die in den lempel giengen. a|»o«f. ^«seb. 3, 2; alles was wir jlzl siacklichl mussen beulen bie von valer, da von kel^ier o>i<\<>r fursicn . . . das wird man dort alles zugleich aull' einem hauffen haben, doa 1 S. eap, der errlen ep. s. Pauli am dS« Coriniher. (1534). Piiij^ mitfeht -p\ (-all r, ahd. pßla, tnhd. böle, bitte, gebet, vgl. Weigand wtb. I, 144. Betteln^ n. der evibetantiviseh gesebUe inf des vorigen: bruder Slallhes , dem anif sein beiden {anhaUendes dringcndei bitten] vtid geilen der churfttrst halto oiirmi pnllz zugeben verheL n. geringes recht : vngeaclitet, das man mit solchm schebicliteni bettel recht mehr denn hunderlfeUig vnrecht thut. ausleg. der ep. tnd enang. von o$tem etc. (1544). xG**; goU wii nicht, das vnih deines bettelrechU wülm der ganlien well recht vnlergebe. etend, yj*. Bettflffiflij n. ein reclit arm elend betlel reich, der 1 1 0. ptaim. ( 1 539). Dj^ Betlelsack, m, mendki pera: noch Kit fursten , hischoflc vnd herrn sind , die gegen dem kdnig zu Ninene rechte betler sind, den- noch aud' yhren beKeisack sich so hoch ver- lassen , das sie nicht alleyne das wort gotts verachten, sondern auch verfolgen, iler pro- phet Jona. (1526). Aiij''; die gcyslHcheu prclaten vnnd welllich fursten teilen nit vhcl, dasz sie alle betlekecke {betteleij auszlcs- sdietlen. gnmdvnd wtaeh, (1520). oiiij^; die gey^tlich vud weltlich vbirkeyt sollon yn yrcin aniiit nit vnformhch ^inn lrln , sie alle bettdseck abthcten. eyn sertmu von dem tMieJbfr. (1520). hj' ; das taalüMi byn vad 4ier anff den beitelsack. von ftiMjfirJkomdtenf Vnf^ trttrhrr. (1524). Fiiij'. Bettchtb , u as bellelisch («. d.) : noch baben Me keinen golt, sondern mOsseo eioen hettelscheii lansichlea goll selbe machen, der 147. jwa/m. (1532). Fif. Bcttdseblosi) n. geringes, unbedeulendes tdUois: das bcllcischlos zu Jerusalem, der 110.jp«a oM. ]icttAll iGra/f 3. 51) r. bett. BcttgenossCj m. schlafgenosz in äemseiben dell, btiitMäfer: vnd sich an eynem hott- genoszcn gnugcn lest, eyn snmon WM dem dlchen stand. (1519). Aiij'. Bettlein (betbn), n. beuchen, leciulm: vnd Itessen jo dordi die slcgd^ emider ndt dem betüin. Luc. 5, 19; hebe dein betlin aufT vnd gehe heim. 5, 24 ; ah, mein hertzhebes Jhesuhn, mach dir ein rein sanffl betlelin. Wacketnagel, tirdunl* 147. Bettler (belleler), mendtcus, armer, dürf- tiger, mhd. l»PlekBrc(öen. 1, 172), ahd. bcta- iäii, |ii>lalari [(rraff3,Ql): es sol aller dinge kein bettler vnler euch sein. ^Mo$. 15,4; wer gewall vnd vnrecht thut , mus ZU lelsl tum heüler werden. Sir. 21, 5; eynes armen beltelers gcbeel. origmaibr. v. j. 1517 tn» gesammtarcMv nt Weimar, reg. iV^ 108. 4 1 ; es soll yhc kein betkler noch darhloszer vnter euch seyn. bei Bindseil fehlende var. zu 5 Mos. 1 5, 4 in eyn sermon von dem toucher. (1520). bj^; da müst man verarmen vnd zu beider werden, dar 127. f Mim. (1524). Aiij*; wie man die bcUler vnd Juden an den gelen rincken kennet, das diese wort Christi noch fest stehen. (1527). riiij^ 87» Digitized by Google BBTTLEAEl 292 BEULE Beulerei, f. mendicUas, beUelei: da Qn- den sie nichts deon armut vnd beUerey. ham$pott. Wütemh. 1545, wM^rtkeü 40\ Dasijp. Itiiiili Tf I. Bettlerisch, tcas Ijollclisch : wo nicht glaulie ist an lilimiuiu, fuigcl der kurlzeii, elenden * betieriscben tnwh der ewige lod vnd verdatuiiis. WiUemb. a%ug. 1, 175'*; im •ndeni sttick von dem blinden lerel vns der euaogelist eine rechle betlleriscbe kunsl (bafflersfeiHwO, das man Tür goii wol geilen lernen, vnuerschempt sein vnd jmer anhaken icUl«rpeli| m. scMechler peU : wer einen btfseo pellz hat, der wird lUdit sHe lUcher cu plelsen . . . regiment aber ist ein solcher beüler jultz. der lOl. psalm. (1534). Oiiij». BettlerHuantel j m. cento: nicht alleine sage ich von der gerechiigkeil, die (ür goll gilt, sondern auch w>n der weltliche» ensser- lieben gerechtigkeit , die da ist ein lauter bettlersmantel. Jen. 3, 464*; vnd ist ein jemerlich getlicke, nicht anders denn als eins betlelere raantd (Jen. 5« 291* ein betlers- ninntel i . auf doi vemeiM k^fuHkh «dM. (15311. Ailij^ BettlersTelk , n. das faule, vnnuize, inüs- sige betlersvolck, das niemand in keiner iribeitbringen kan. hampotL IRlt«ii6. 1 545, sommerlheil 97*. BettlertMi, m. chorea mendicorum fulcro incedenUum (Grimm tclb. 1 , 1737): viel- leicht wird Wittemberg . wie sichs anllsst, mit seinem rcgimenl nidit s. Veits lanz, noch S.Johannis tan?., sondern den hetllertanz oder Belxebubs tanz kriegen, de Weilebr. 753. lettogM *» bedangen. Betweise« odo* betend: darumb sihe ja zu. das du sarramcnl nirltt nndcrs Acnn difi- scr zwo weise hiäucitcsi, neuilich auil daok- weis« vnd helwmse. vermmmg tum «oer»- ment. (1529). Hiiij*. BcBge, f, biege, krümmung, mhi!. l iuge (Ben. I, 177): machet eine gerade lauen on alle beuge vad krümme, der 110. psaim. ( 1 539). Li^j^ ; jieur steigern sie den yngber» vber eyn iar den snfTran , oddcr widdcrnmb, das yhe allezeyt die kiiiniine ynii die bcut-'f kome {et nichl bester wtrde }. von der kaußjs- ikanitfimf «NMi «mieAer. (1524). Diiij". Bengen. praei. beugte, mhd. bou^en {Uen, l, 177), ahd. p(b)ougan {Gra/f 3, 31), am dem sing, praei. des starken verbumt biegen^ mM. hieben bonc, oM. piegen (piokan) povc» 1) für sinnUches biegen, fieciere: den bäum ad man beugen wäl er jung ist. 4er 101. psalm. (1534). Sij'; da er xu jm hin .m(T kam , boriLn-i er seine knie pf-pon Elia. 2 kun. it lA; vud beugelen die knie vor jm* Matth, 27, 29 (die ertfe amg. des «. test. r. j. 1522 Aal Mer blegelen); mir sollen alln knie gebenget wcnien. Rom. 14, 11; haslll kiuder, so zeuch sie. vnd beuge jreu hals von jugeni anfll Str. 7, 25; da halH« sie eim hangende wand vnd gebeugeten laun ftinden» Jen. 3, 327*. 2) für die abslracte bedeu(ung , tcofür beugen allein angemessen erscheint, nichl biegen : ein voick, das nicht tu lencken neck zu beugen ist. vber das erste buch Mose. f 1 527 » II iij'' ; nh, mein tochler, wie bewfreslu niieii vnd betrübest mich, rieht. 11, 35; denn vnser seelen ist gebenget sur erden! |M.44.26; vnd wird die hohe fesiunge ewer inauren benf,'«'n. Jes. 25, 12; der Bei ist gebeugel, der Nebo ist gefallen. 4ö, 1 ; mit solchem Wahn lu der schrilll laufllsn vml die selbige beugen, reyssen vnd martern auf solchen spynon diinckel, das ander teyl tnd- der die hymi. Propheten. (1525). BiiiJ*. 3) das recht beugen, drehen, verdrehen: du soU das recht deines armen nicht bengen in seiner sache. 2 Mos. 23, 6; namen ge» srhenck vnd beugeten das recht. 1 kön. 8. .3 ; zu beugen den weg des rechts. «j»r. SaU 17, 23. 4 ) sich beugen , sinnikh und ^j^fiokr sie beugen {winden) sich, wenn si»- iifberen. Uiob 39, 3; da beuget sich Jusa|)bai mit seinem ^andlils tur erden. 2 ohron« 20, 18; viller jm mQ.ssen sich beugen die sloltae» jliorrn. ffinh 9, 13. rrjl. hir/cii. BenlCj f. ist 1) die infolge eines sclUages, stoszes etc. entstandene geschwulstt imgegen^ «all MUT tfH$ehn«i4mdent UtU /Vsesen- machenden wunde : ich hab einen man er> Sö llingen mir zur wnnden vnd einen jfingliug 1U1U zur beulen. 1 j1#o«. 4, 23 ; wund vmU wunde, beule vmb beule. 2 Um. 21» 25. Digitized byHoL^lg BEUNEHR£iN 393 BEVOR 2) eine von innen her, aus bösartiger Slwknnfj der siifte enlsleht'nde geschwutst, ptuiula, papula, blaller, ahd. piuUi (Graff 96. 97): du isi dut gesetx vber allerley ■lal des aussalu vnd grinds . . . vbcr die bfideB, gneU vnd eilerweis. 3 JfM. 14, 54 — 56. mM. biule {Ben. 1. 18U>, ahd. pUi- {in pdKslac Graff 6, 77S|, pAl (7). BeHUflireii, dehoneslare. heule verunehreii: r|i 7 ifT: lieiligr cvanpplium durch solche haaiiiuug heuneltrel vnd verhaszl wird, de Wauhr, 4, 501. Beate (beulte), f. praeda, spolium, dem feinde im kriege abgenommenes (vgl. aiis- beutej: weil über das voick heute nicht hat mdsten essen von der beule setner feinde, die es runden hat. I Sam, 14, 30; ich frewc iiiicli vhcr deinem wort, wie einer der eine grosse heule kriegt, ps. 119, 162; wie man frttlich ist, wenn man beute aus- täflet. Jm. 9, 8; dem aueb Abraham den zehendeii gibt von der erVberlen beute. Bebr. 7. 4. das wortf welches im 1 6. jh. auch in der ledralw^ «erlMunf frorjkomml, fMM iidi mt im 15. A vgl, Weigand lef». 1, 145 und ficntpn. icalel (bcutlel), in. säckdien, lasche, iu- mal geldbeatel, mhd. bintel (Ben. 1. 190). «Ad. piilil (6>a/f 3,86), vielleicht abzuleiten t!onbii>fpri nfferre {vgl.G r i m m xclb. 1,1750): vnd Will zuiior kästen, beullci, keücr vnd boden voll haben, der \21.psalm. (1524). Gij^; vnd band «ween eentner Silbers in iween boulel. 2 kön. 5, 23 ; wcldifr gcid verdienet, diT Ir^'N in (Mtieii IticluTlcn beiilol. ii^g. 1. 6; {Juäus Ischariolhf halle den bevtcl vnd trug was g<^en ward. Jok» 1 2, 6; es ist doch mit den f^apisU» nicht viel auszurichten . oliti ilasz sie vn«5 mit vnkosl aoszehrea vnd den beule! ledig machen, de Wm br. 5, 645. Bfulflrin (benUiff)» «. UMekm, «ae> cufus fhv sind zween rf>yni>;r!ie gtildcn ynn das beullm, inn das ander bcullin gehen die VBgerischen gülden, deudsche messe. (1526). Beateid rcticker , m. excmsor marsupü: da erfand nu der bisscholT dis fandlia vud gedacht daa paffittm den fockern zu bezalen mit des gemeinen mans benid , vnd schickt diesen grossen beuleldrescher in die lender. trtder Haut WonU (1541). Liij*; da Ues er mit dem ablas etliche beuteldrescher aus- gehen, dor Io'itF< zu erbeben. lOHlar da» bapstum zu. Horn. (1545). Zj^ Bentekcbneiderj m. crumeniseca: dis ist der erste redite gründliche anfing des Lti- ihcrisclieii lenuens, den niclil herlzog Frid- reich, sondern der bisschol! zu Meintz durch seinen beutteldreschcr oder beulteUchneider DeUel . . . angefangen hat. wider Hans WonL (1541). Liif. Beuten hal bei L. flic hrdeuiutig von tau- schen, wechseln: {dieser psaliu) lüi luir lieber, denn des bapsis, Tfircken, heiser vnd aller weit ehre, gut vnd gewalt, wolt auch gar vngern vuib diesen psaliiion mit jhn alle sampt beuten, das schöne con^emim. ( I 530). Aij'';aber dennoch bin ich ein parlekenhengst gewest vnd nach diesem psalm durch die schreibfcddcr so fern komcn, das ich jlzl nicht woll mit dem ttfrckischen keiser betilr^n, das ich sein gut sult haben vnd meiner kttttst em|ieren* da$ man Mnder rar aeftnlMi haitensoUe, (1530). f.iiij"; köndteicbsthun» so wolt ich mit euch beuton, dasz jr mpinrn Schwindel nemmeu, so ich im kopff bab. vnd ich behielte euwem fcrals. fMr. 350*. in dieser beileHfim^, wddie auch im voc. tbt^ut. bl. angegeben wird, erscht'ivf dns wort seil dem beginn des 1 5. jh. häufig in hessischen Urkunden und schrißen, xumal in den composfllonai verbeulen vmA abbeu- ton. vgl. Vilmar idiot. 's. 34. 35. das mhd. [mf/ J buien d, i. hinten bedeutel erbeuten und auslheilen. Bcaticr« m. heutetmadket, kmmt in £.'a hausrechnung vor. de Welte dr. 6, 330. Routpfennig fhoiifprennirff) , m. beutean- theU: gull behell drunter sein icil vnd sei- nen sinspfennig odder beulpfennig. der 117. psalm. (1530). Aiij^; er vnd seine geseHen wcren in willens gewesen, dem Hlrslen solch meerwnnder zu schencken als zum beulpfen- ning. tischr. 40^. ie?«?« ad», 1) tmior, «orana, öfter im eingang der briefe : meyn arinsz votcrllu niL:- gepeet i»l e. c. L g. «bceyt beuohr. originalbr. BEVOKAN 294 BEWAHREN r. 1 '-' 1 0 auf der bibl. zu Gotha cod. chart. 379 pag. ä; meyn vnlerlhenigs artnsz ge- •peel vQüd demUUgs vormügen seynd ewrnn f. g. akceyt lieuobr. 4« ü^fle Ir. 6» 11; ewern fursllidien gnaden soin mein viUtcr- thenige dicri'tt« ui»! .irnt'. pebct alle tzeil Leuor. ton d^n ^ua^n icercken. (1520). Aj''. vgl, bevor». 2) prOiWrUm, uumal: auch hat er in die lenge von m'in^n bUchlin mit mir geredl, l»euor von dem valer voser. Jen. 1, 147"; denuoeh ist es noch nicht Bflode oder kelze- rei anderer meinung sein* bevor in einem ding, djs nirhi von nölen ist zu der pHigkpil. 1, 20^" bei Grimm; als mocht daraus cl- licheo andern , und bevor mir selbs , groszc fobr enUlehen. tfe Weite hr. 2, 147. mhd. Iic\or [lien. 3, 374), ahd. pifora und i'ifuri idraff 3, 020. 621). Beitrattj u>as bevor 1 : e. f. gn. sein meine vBierthlaigste gebet und vermögen allzeit be voran, de Welle br. 1,518. e^betUO ge- braucht L. zminran (s. d.). Bewacbsen, ton wachsendem überzogen werden : das der plalx vmbber mit gru be- waclisi-n war» wie ein wald oder gebirg«;. 1 Uder. 4, 39: der (herg) war mit grossem dicken hollz bewachsen. deuUch autleg. des tl.pealmen. (1521). B^iij^ Bewahren (bewarcn), tnhd. bewarn {Ben. 3. bOl ff.), ahd. piwardn (Grafel, 912), fM^lodire, servare, 1) einen bewahren: a) vnd sind auch die Ihimen Juristen die rechten kUrbser, die den keisor vnd fürslen bewaren. das man kinder zur schulen hallen sol. fl530j. Fiiij' ; iie- ware mich gott, deoo ich Iraw auU' dich, p«. 16» I ; der herr wird jn bewaren vnd beim leben erhalten. 41» 3; aber der heubl- man vnd die boy ]m waren vnd bewarpten Jhesum* MaUh. 21, 54 ; vnd bat nicht ver- schonet der vorigen weit, sondern bewsrete ^ }(. 2 Pel. 2,5. — h) für, uider elicas bewahren : beware mich hcrr für der band der gottlosen, p*. 1 40. 5 ; beware mich für dem stricke, den sie mir gelegt haben. 141, 9 ; als einer, der für dem winde bewaret ist. Jes. 32, 2; ich \nUc, das du sie bewarcsi für dem vliel. Joh. 17, IT»; sich bewaren für dem gulzeuojtfler. aposl. geach. 21, 25; damit wir vii'« bcwnrfn fnr df^n eathusiasten, arlickel so da hellen sollen elc. (1537). Giij''; die vnscrn zu bewaren widder der geister geplender. vom •bendmal CArMi, (152S). diiif. 2) Sachen liewahren : vnd Iep:Pl Vriogsvolck dareiii, die slad zu bewaren. 1 i/ucc. 12^ 34; vnd der kSnig lies sehen kebsweiber das haus zu bewaren. 2 Sam. 15, 16; da Sau! hin sandte \m\ lies sein (Davids) haus hinvarcn, das er ju lüdtel. ps, 59, 1 ; wenn ein starcker gewapneier seinen paUasI be- waret, so bleibet das seine mit frieden. Zve. 11,21; vnd gott der herr nam den menschen vnd setzt jo in den garten Eden , das er ja bawet vnd bewaret. 1 Mos» 2. 15; vnd lagert fiir den garten Eden den cherobim mit einem Müssen hawcnden schwer! zu bewaren den weg zu dem liaiim des lebcns. 3, 24 ; der fi'ouien weg meidet düs arge, vnd v%er seinen weg bewaret, der behelt sein leben. spr. 16, 17; wer seinen mund vnd zungen bewaret, der bewaret seine «eele fitr anpst. 21. 23; beware deinen fus, wenn du zum hause goltes gehest, pred, 4, 17. - warun v. ahd, wara, mM. war aäu, a u fm p rk 5 ^ r?t fr f i f . Benahren (hcweren, beweeren), mhd. be- wahren, {Ben. 3, 523), ahd. biwSran {Graff" 1, 924). 1) xcahr machen, darlhun, beteeisen: vnd mocht wol gerne boren, wer das anders be- weeren soll, eyn sermon von dem abbuM vnd gnode. (1518). Ay-; ich hab bisiber gehallen , wo ntan etwas mit der sohriffl sol bcweren, uiu^'le die seih sclirifll eygeiillirh zur sach dienenn. ton dem bapsium zu Rme, (1520). Bij^; ein biscboflTvnd pfar ist ein ding bej^ saoci Paul, wie das auch sanft Hieronymus bewerel. an den christ- lichen adel. (1520). Giiij''; hab ich vbel geredt, so bewere dasselb. wm kauffsharndF- lung vndvmeher. (1524 ). Ej^ rar. lu JoA. IS, !2 !^ lir^^-ri^r ps ; die gedenck bil- Ucr odder zeugen Lilder, wie die crucifix vnd heyligen bilder sind, ist droben auch aus Mose bewerd , das sie wol su dulden sind. tcidder die hgtnl. Propheten. (1525). Cij*; m oKtti , wer vvil mieli IiJgpn slraflcn vnd he- wereu, das meine rede »iciil» sey? JJiob Digitized _by Qoggjf BEWÄURLICU 295 BEWEGEN ^4, 25; Paulas beweiis. das dieser ist der «brist, apost. gesch. 9, 22. 2) prüfen, erproben: vr vvil euch bc- MTcreu , wie fesl jr liällei «in der lere. Jen. 5, 456^; vnser veter auch Tersucfal wurden, das sie bewerd würden , ob sie golt von hertien dirnetcn, Jud. 8, 18; vnd weloher- ley eines jylichen werck sey, wird da fewr liewereD. 1 Cor.* 3, 1 3 : selig ist der man, der die anfechlung erduldet, denn narh dem tr l)ew<>roi i^i. wird er die krone des lebeDs empfahen. Jac. \, 12. Benihrllfffc (bäweriich). prohuHlü: es ist bewerlicb» dz alle gelubd Izu disser (zoyt nicbts tugen. eyn rrteyl der theologen. ( 1 520). Bij\ — mhd. bewierlich. {Utn. 3, 521). Bewäkrt (bewcri), probalus, erprobl, in 4er pritfmn§ als edU hifmitn: ftlr bewerte vnJ gi'gruniite warlieyt .luszrlitfftn. eyn ser- mon von dem abiaaz vnd gnade. (1520). Bj"; befleysz dich golle zuerlzeygcn cyneo bewerten vod vnuerladdelicben erbeiter. «ar. 41» 2 Tim. 2f 15; sihe. ich l^gc in Zion ctnan gnmdslein, einen hnwerlen stein, einen köstlichen eckstein. Je$. 28, 16; griissct Apellen, den bewerten in Christo. AAn. 1 6 J 0. lewahrMg (bewarung), f. servatio: setze THcynoni munde eyne Jiuel vnd an die tlmr nicviier Uppen eyne bewarung. var. zu p«. 141, 3 M Binditit. Bevilmng (bewening. bewemnge), f. probatio, beweis, mhd. bewaerunge {Ben. 3. 523): vnd ob solch gleichnisz vnd be- weruDg den stich nil hieltenn. von dem hapUwm gmRMM. (1520). Ciiij''; es wirt wol mehr dings an (oAne) grundt vnnd be- werung gesagt, eyn sermon rom abfasz vnd gnade. (1518,'. Auj^; dasist myr beweruage ^nug. dat ander : lipwc^cn , antreiben, bestimmen : sihe zu , i\ns dich nicht vieleicht zom bewegt habe jemand zuplagcn. liiob 36, 1 8 ; las deine seele nicbt bewegt werden jn 711 Irfdten. spr. \9, 18: dnrumh wil iili aus der sclnilTl ortzoh-ii «lic vrsach, die uucli bewegen zu glauben, das Christus ein jude sey. da$ Jhenu ein ^ejromer /nde tey. (I52;i). Aij'; ich hallt, der iungst tag sey nitl ft rne, datzii bewegen mich eben di^ze tzeyohcn. auszleg. der ep. vnd euang. des aduents, (1522). Muj' ; damit sie desle bas bewegt vnd gereilct werden vlei^sig vnd mii ernst m beten, vom kriege mdder d. T. (1529). Ciij''; Sancl Hieronymus schreibet, es habe jn bewegt die biblia aus dem ebrei- schen auffs new in didmeltschen jus laiin, d.is die feinde Christi, die Juden, vns chrislcti vcrspott4'n nls hetlen \\\r niclit die umIiIi- biblia. von den letzten worten üauids. (1543). Aq*; wollet mich verständigen, wer euch gcheiszen und beweget bat, solchen brief mich tu schreiben? de Weite br. 4, 446. e) etwas bewegen, emSgen: Maria aber behielt alle diese wert vnd bewi^et (avfi- fitiD.ovaa) sie in jrem hertien. Ltte. TL» 19. hier Hände richtiger bewog. 3) sich bewegen: vnd die kreffle der himel werden sich bewegen. Marc. 13, 25; die warteten, wenn sich das wasser bewegeU Joh. 5, 3; vnd da sie gebetet hatten, bew^et sich die stete, da sie versamlet waren, oposf. gesch. 4. 31. Beweglich ^ mobiUt, was bewegt »erden kann, verAutsrNdk: das das bewegliebe sei verenden werden als das f,'emacht ist, auff da;, ila hlfilip ilns viihewegliche. Hebr. 12, 27. iewegnis, /. bewegung: das bündnis der gottlosen fürslcD, das sie leugnen, sibcsl du was für beweis es genaeht. EUd, 1,424^ Bewegug, f. mbd. bewügunge (Ben. 3, 636). 1) aufstand, aufrühr t es erbub sieb aber vmb diesdbige zeit nicht eine lleine be* wegung vber diesem wege. «immI. gtu^k, 19, 23; meyn genuitt vnd meynunp nye gewesl, auch noch nicht ist, ichts {etwas) tttttbreyben odder leren odder predigen, das fu bewegung vnd auffmr yoi heyl. reich vrsach gehen mnpe. originatbr. im gexammU archiv zu Weimar. 0 pag. 74 FF. 2. 2) innere bewegung.regung : wie du sihest, das Abraham so ein grosser heilige ist, noch lessei er die iinlfirlielic affeot vml bewefrnng lielV ynn ylini sticken, vber doS erste buch Mose. (I527^ Aaij'. 3) aufrief, heveg^nrnd: das ist die vraach vndbew^UDg. wanunli ich szo hartt widder diszerii! |>osi()h'fiii';rli( rui >. mhd. beweinen {Ben. 3, 558), oM. bi-, piwpinon (Grnff 1 , SSO). Bfweigei, probare, demonsirare, biegl bei L. noch schwach {prael. bcwciscle, pari, be- wcMcl), MM.bewlsen bewikte {Ben. 3» 760). 1) thäiUch zeigen, darlhun, erweisen: seid jr Tin die, so an meinem bcrrn frennd- scbaffl vnd irewe beweisen woll, so sagt min. 1 Jlot. 24, 49; vnd wil meine sunfle beweisen an allen güllern der Egypler. 2 Mos. 12, 12; der du Ix ufisesl gnade in lausenl gelied. 34, 7 ; sie wOilea mir einen tüek beweisen, ps. 55, 4 ; beweise vns deine hdlRe. 106, 4; kcyn cbrisilich lere nocb leben hat man ylui (divi getauften Juden) beweyset, sondern nur tler bcpstcrey vnd 0unchercy vnterworlTen. das Jbesus ein fftomer jitde e«y. (1523). Aiii**; die mar- tcrbanscn mit (lucben jbre manheil beweisen. das schöne confitemini. (15301 Rj''; bobe dcmut, gedull vnd flehen ist da beweiset, war- «mge an $eiH9fMe4«isdt^en. (153t). Aij'*. 2) begründend darthnn: das evn fegfewr scv, 1.nfi m.in nit ansz der schriflt hew*»VRPn. gruHÜ vndvrsach. (1520). oij"; vttd Ireybl mir mich ich solle dt Neyn bewcyszen vnd er will das Ya nicht beweyszen. antwort deuUch. (1522j. Dj' ; ich bah gründlich beweyszel, das die aiilas bepsle teiischer geweszen sind, ebend. Cij'* ; ich wil beweisen, das Sara, die heilige erltmulter. sey iongAraw blieben aiiflT Zwin^'filiM'lie wimsp. dax dirse wort Christi noch fi-sl stohon. i 1527). dij'; er soll beweisen, wie yni abendinal wesen SO viel hiesse als denten. ebend, dj"; sie sagen, es sey widdem ander, das Christus leib yin hvintl vnd ym aben;!in"l -'^v , ntier sie bcweist ns nicht, vom abendmai Lhrijili. (1528). gj'' ; so wollen wir seine wert nicht ehe Icucken , wir wissen denn zubeweiscn gewis, das Christus W\h alhir dinjre^nicht milge sein, wo goU ist. ebend. iiiij'*. 3) sich beweben, «leb mäßigen, zeigen: Dnrs, WSrttxtaehu in allen dingen lasset vns beweisen nls- die diener goUes. 2 Cor. 6, 4; jr habt euch beweiset in alkn eiacken . das jr rein seid an der Ihat. 7, 11 ; noch kllmpts offl dso, das, wo man am meisten ertz hofTet, vnd sich beweiset (anläszl) als wolts eitel goli wer- den, da findet sich nichts. Jen. 5, 426^. BewelacB, n«: so slreiLet audi yhr be- weisen nichts, vomobeiufauil C!hrt^,(t 528). III iij\ BeweisUcbj was sich beweisen läszt : ynn yhren schulen schreibt eard. Camo«. adbe» es sey bcweyslicher, das brol nicht verwan- dili vvt'rde. antwort deutsch. fl522). Dj*. Bfweisnng, f. mhd. beuisunge (Ben. 3, 762). \)ostensio,olfenbarung: inbeweisting desgeists vnd der krallt. 1 Cor. 2, 4 ; erzeiget nu die Iieweisiing ewer iielie, 2 Cor. 3, 24. 2) probatio, beweis: wilchs bereit an ein grosse beweisung ist . das kein geseiz nicht Troro machen kan. vber den erste bueh Jfeea. (1527). Jj'"; wir ,il)er foddcrn gewisse lio- wcisungo soirlicr gleiclinus. vom abendmal Christi. (1528). piiij*; so bald sie (die väler im eon/ttUo JViceno) der arianer lere lesen hüreten , zisscheten sie alle eintrcch- tiglich vnd wollen sie audi nii lii hüron itoch zur beweisung odder vuraniworUin^' kuinen lassen, der 82. jwaAn. (1530). Eiij>'; vnd doch das man seine beweisung niclit mögn taddcin, fcrct er zti vnd machet das arguinent starck. das 1 5. cap. der ersten ep. s. PaM an die CwrinAer. (1534). Hiiij''. Bewerbeif eon^uirere, werben, forschen, aufsuchen: e. f. g. hall nU lange iar nach heyligthuu) ynn alle laad bewerben lassen. originalbr. im geewemOarehiv zu Weimar, de Wette br. 2, 136. Bewiesen , ifns liewegen liowng , er- wägen: wollen nu die worll ynn szonder- heyl bcwiegenn. auszleg. der ep. vnd euang. wm eArUtag ete. (1522). Diijj'*; wie gross aber vnnd vbersrhwencklich solch gab sey kan nieroant genuirsani bowiff^en. egn mis- siue an Uarlmul von Cronberg. (1522j. Aj'' ; Maria aber behielt alle diso worll wid bewiget sie ynn yhrem hertaen. Luc. 2, 19 in f]"r sf'jil. ausg. n. (> s(. d, j, 1522> später aurh bei L. erlöschend. Bewilligen, einwilligen, in§UiWiB^gent 98 üigiiized by Google BEWILLIGEN 2d8 BEZAULEK du boh iiiolil gehorcbeo noch huwilligcu. 1 kon. 20, 8 ; vnd Hose bewtUigci bei dem IDM tu bleib». 2 Mos. 2, 21 ; vnd die prie- slcr licwilligclcii . vom voick »iclil gell zu nemen. 2 kvn. 12, 8; hr^wiMijrlen '-i»^ in ileu verlnig. 2 3Iacc. 14. 20 ; iltr halle Bichl bewUligel in jren rat vnd bundeU Imc. 23, 5! ; damit si< nicht Jon jhr Instcrlti ht< grcwel el\ja heu illii^^n. ein widderruff vom fegefewr. (1530). inj"; vnA oh er (herzog Georg) sn grob vnd thdrslig sein wdt, das er (hirch den kurrilrsten als durch miUel odiler kiK i'lil \]n T iiiif h hirschfn , so Will iclis aber nichl halten nodi lhnf ziCPiffl eine woril/Uäung L.'s: hal Hallzcr die hundert gülden aulT Michaelis nicht wider gegeben, -vnd Bans hat darüber rntteaen betalen vnd schaden gelidden, so sol jm Bullzor den be- zaliich.tdt n wider erslniton. wider äen Wucher XVk predtyfn. (1540). Cj' . Bcttblmg (bezalung), f. aoluHo: denn anch des menschen soo ist nicht kninen» das er jni dienen lasse, sondern das er diene vnd gebe sein leben zur bezaluog für viele. Marc, 10, 45; beiahing fordern, de Welte hr. 32«.. Beiühmen h^'/emm. Bciaaheni) zauber anthuri, fascinare, virbtenden, nütd. bezoubern {Ben. 3, U4S), «M. pizonpar6n (Gra/f 5, 581): es war aber ein man, der heraulKTff ilns sitii.iri- liscbe voirk. apost.gesch. S. ^» ; o jr vnuci- slendtgen Ijalator, wer hal euch bezaubert, das jr der warheit nicht gehorchet? Güt. 3, 1 ; warumb der geisl solch aircnlzen treibt, kan ich nicht wissen, on das mich duttckt, er wolle ... die leute bezaubern, d.i-; sie grosser kunst der griccbiscben spräche ynn seinem knpfl sich verwnndorn solb'n, vom abendmai Christi. (l.")2b). mj*; wir mOnche sind anch die rechten zeuberer vnd geuckter des teuffels gewesl, die wir alle wflt mit vnsfTtii falschen gauckelspiel bezau- bert vnd vorbleiidct haben. diV kleine ant- ut&rt, (1533). Biij''; vnd bringet andere rencke, damit er vns bezeubere. das 6. eap, Ephes. (1533). Dj' ; die gollhcil irn *irra- menl bezaubern {zaubarn). Jen. 2, 2 IS". Bexeichcn sc^retM £. pkr bezeichnen, signifieare : denn das leiblich brnd were gnog bezeicht mit dem worl (das teglich l>rnd gib vns heule). Jen. 1.81''; alle zeichen geringer sind, denn das ding, su sie bezeicben. vom abendmai Ckritti. (1528). ej\ mhd. bezeichenen {Ben. 3. S65), akd. be- zeichonen, pis'eiohannn Hiraff 5, 597. 598), Bctcigcn; anzeigen, vorbilden: da die kinder von Israel waren durchs rote mehr gangen, darynne die tauflTbetzeygt (Jen. I. 2|o'* liprfirlmet) wart, sermon mm h(>< Ii- vcirdigen mcrament. (151 ü). c j*. — mhd. bezeigen (Ben. 3, 866). BcMMca, bei L. häufig in der formet oinoii lic/t^niPii li^ven, ihn thun ln<"^en, rras er f ür ziemend hält, iras ihm ansteht, ge^ fällt: lassl jn bczcmen, das er Quclie. denn der herr hats jn geheissen. 2 Sam. 16, II; spricht Jacob, wir wollen lassen bezemengott vnd dii- ii.Uur, was moin vnd »lein sein solle. t'6er dm erste buch Mose. (1527j. Ttiiij'*; wie seer nu solche schuM golt verdriesse» zeigt er an, das er hie spricht, er W(dleftO€h die band ahtliiin vnd sie bezcmen lassen, der prophet Sacharja. (1528). EeiiiJ'*; aber den Itfae schlttssel kennet er (der heil, geisi) nicht, da lesset er den bapst allein mil bc- 7fmen. ron den schlüsseln. flTj^ni. Oiij''; lulle wer da bitten kan, «las gotl die liand nicht abtbue vnd vns bezcmen lasse. Jen. 7, 392^ das tcorl bezemen {nicht zu xrhreihi'K l»o- zühmen. irj> schon bibehu^gg. aus dem an' fange des 11 . jh. haben), erscheint zwar m tcM/len des 16.^., waleke a«s mitteldeulsrhland stammen (wie z. b. in des Burkhard Waldit toerken). noch öfter» aber 38* Digitized by Google BEZEUGEN 300 BlÜEL In üe hevaigB MdliiifUpracKe i$t€S nicht ein- gedrungen, im voHismunde niederdeulsch- iands i«t d;-! 1 t. Vf. Bieuächwarm, m. esavwn: sihc, da war ein bicnschwarni m dem ass des Icwen.i. ridn. 14, 8; fleugt vnd schwermel daher wie ein bienächwarm. derprophetSaeharja, fl529K Qiiij», Bier^ n. mhd. bicr (Ben, 1, 116), ahd. bior. pior, (Graff 9,iOB), aus gelreide und hopfen gebrauits tjetriink: kondle er {der bürger) seinen kofcnd für hier mh knniren, . . so machl er jm kein gewissen dauun. eitliche schöne predigten. (1533). Dj''; wittenber- gisch vnd lergisch (torgauisch) hier, tischr. 421^ redentarten: sie handeln ancli mit so Digitized by Google BIERAMSCL 302 BILD blddcai verzagleoigewisscn, «l.isiniclidunckt, sie wollen, es wcrc ihs liier widdrr vm fasse, vnd hellen sie es niclil angefangen, hall ich, sie soUens nu wol la!>sen aoslchcn. iat A>«« worl QirUH noeh fest ttehen. (1527). aiiij"*: vnd gleuhc sicher, were das hier widrr im fasse, sie he«i«f ns jt/t wrd ;m- slehen. Jen. 5, Ii' ; o dem hier isi recht gegeben, darumb gichrl vnd sclieumpt so u ol. teamwtge an $. I. deudschen, (1531). Kiiij'; wpirlips \n eine nnfreiiritllM li«^ nni h- barschait i^l, so nahe ein hier dem andern lU irolx «tnd schalen aq$»t«eitei». «Ee Weue hr, 6, 7 1 . nach W. Warkemagi'f.t rrnnuihung {Uaupl zeilschr. C. 201) aus roman. iiere, bevere, d. i. tat. bibere Irinkeu, oder ge- nauer au$ einem davon gebüdelen »übst. hilter, hiver. doch vgl, auch Grimm w^. 2» ^^?2 und )- brauen. Bierani>vly /'. lechbruder : darnach ciwa «in volle bleramsel au« eim krage da her lauffen. ron e^eiehem. (1532). Bij'*. ßkrbrancr, ni. cocior eereeüiae, bei L. Jen. 5. IM t In ewcr, wie s. b. auelt Alberug iuhreihl. Bierftt.si, n. dolium terccistanum: dazu darir icb keines geistes. das ich ein bierfas anders mache denn I in w rifif.is. Etsl. 1 , 3S9''. Bierhaus, n, f>ii rx henke : die jiiii ilcii bieriieussrrn jieslilcnizen. der 109. psalm. (1535). Dg*. Iterbcld. m. Heid im biertrinken: «renn der iruiK'kenhohl Irolzig islvnd seins saull'cn.s als ein I irrlinll odder uf^inrith r wil gerhil- iiiel sein, der projthel UaOacuc. (1521)). ij\ iiericbea, n. ich wil iKeweil mein bieri- chen Irincken. hampost. Jhena (1559). 10*. -iclifn het hänftj i iirliotiniiendediminuUi)'' enduny für verkurlzh M < lu ir. Blerkaunc, /. w o er so uell in die bUcher als vtelcicht in die bierkannen gesehen, solchs wol helle gelesen oder gesehen. Jen. 7, 380*. de Welle br. 6, 251. ücrkellerj m. cella cerevisiaria: wein- vnd byrkeHer. tfewl^ caleehiimui, (1529). Jj". Bierkrug, m. im.i liicrlmus: kansin lag vnd narhl sitzen jm bierkrug ... so kanstu ja auch eine stunde jnn der kircfaea sitsen, dr< rhriitliihen lebens. (1533). Bj''. BicrriUer, m. tcas liicrhcld : liirr- \nd weiurillcr. auileg. der ep. vnd euang. von- oetemele, (1544). V5^ Biersrheak, m. caupo orerisiarius t orelzniar und hi»M'''i'ln'nekpn. tischr. 60*. Bieten, mhd. bieten (üen. 1, 181), ahä^ piotan (Graff 3, OS), go(h, biodan. «m prä^ .«r /(>. tut}, bei L* du heuUI, er beul. I I offerre, anhirtm, darreicht u, gebenx briiigel den dursligcn wasser entgegen, lue» (et brod den fla«ditigen. Jet» 21. 14; wer ist vnler encli menschen, so jn sein son bittet vnil»s ImiiI, der jin einen sletii Meie? }falih, 7, 9; icli iiidi olft mit pelachet, wo ich ge- sehen, das man den hunden au dem ine^er einen bissen brol geboten vnd wenn si« dar- nach gesrhuappi mit dem hcffl aufl die srhnaussc geschlagen hal. von den cnnrHijs i nd Kirchen. ( 153ÜJ. Aij" : wenn man eineto das fercklein beut, so sol er den sack auff- holien. UnAr. 436^ 2i » iiK'ni, f'iwi*! trotz bieten, den kämpf md 4hm nichl scheuen: weranjhnt {Chrüio) hanget, all« seiner {des teufels) macht vod ^ewalt wol kan entsilzcn vnd trotz bieten. das (■». cap. di'r rp. s. Pauli au die Ephes. (1533). Hij'; vnd beul vns Irotz anIT vnser misten. Verlegung des alcoran. (1542). Uiij''. 3) einen guten morgen bieten, winedten: goit iiiclii einen guten morgen darOmb bieten. der 1 12. psalm. M' t>fil rj'". i) als lohn trofur zu geben erklaren: was wolt jr mir geben, ich wil jn euch ver- rli.itfn? vnd sie boten jm dreissig aÜberting* 3/««/*. 20, 15. 5) bieten enlbielen : das er mir aber zom stock, kercker, wasser vnd fewr beutet» kan ich armer brnder ml wegeren. eynser- mon von dem ablas vnil gnad. ( I 52^). Cij*. 0) bieten ^ gebieten : der bapst solchs {dV ilhn. |, 120), aAd. bt- Jidi, pilidi, pilutli. {Graff d, U7. ÜSJ- 1) vorzugnteise üt l»»lil «in ptasUsehes kunslwerk, wodurch ein gegenständ sinti- lich dargestellt irt'rden soll, stalua, bitd- säule: ein liiiiimaclicr eben yu üeui er wog oyniet vnd tiawet was am liollz Iznm bilde nil sali, vn «lern rurdcrt er auch din foriT) des I)Üdcs. die sieben puszpsfilm. ( I 5 I 7 ji. (Jiij' *, ein hüllzeru, slt^ineni, lilchern Itildc. die drey symbola. (153S). Ej' ; das ke«tlin mil den bilden Jrer orsc. I Sam. G, i 1 ; also mii« man Air liiMi r oll ablirecln'n. tcidder die hymi. propUt'lcn. (1525i. Oiiij''. in der bibel wird bild häufig für gdlzcnbild ge- braucht: jr soll euch keinen güUen machen noch bilde. 3 Hos. 26, 1 ; vnd soll alle jre seulcn vnd alle jre t!0{;o2', i. l'iiij'. i) blid siehl auch für die erscheinung eine« dingei norJk teiuer äuszeren gesttUt 19Ü nach idnem innnen wesen : Adam zeu- l7ot einen son, der seinem bild ebniicb war. l Mos. 5, 3 ; wie wir gelragon haben das bilde de.s irdiscben, abo werden wir auch tragen das bilde des himlisehen. 1 Cor. 1 5, 49; das licissl das bilde des jrdischen uicn- scbens, das wir allzumal daher geben jnn der selben gesialt vnd wesen vud aller dinge leben vnd Ihun wie Adam vnd Beoa gelebt vnd getban haben, das 15. cap. der ersten ep. s. Pauli an die Corintlier. (1534 i. Inj*. 5) bild, tifpus, vorbitd: biemit verwirA er vnd bebt nnfF alle oplFer des allen tesla^ nienls, welche hilder vnd tigur gewesen dieser danckojiüer. Jen. 5, 65''. 6) bild, exftnplum, beispiel, gleichnis: dazu pflegt man gleirlmis vnd bilde zu fUren, das man die lere i\r<[i> h;is f;i>sc. f/^;< i 5. mp. der ersten ep. s. Pauli an die ( oriniher. (153 J i. ciij"; das sey kurU von den bilden od.1. r -Ifii liiiivsen gesagt, ebend, eiiij'. Bildbesrbürmer , biblebesehirnier, in. Schützer, vertheidiger der bilder: Carlslad luigihl, das ich nichts denn bilde besehirnier sey. teidderd,h!/mL Propheten, (1525). Bij'. Bildbrrehm, »1. wir sind chrisien. leider mit bildhrccheii, neischessen \iid andern iiu- szci liehen dingen, de Welte br. 2, 189. Bilden, mhd. bilden {Ben. 1, 121), ahd. pdidAn Graff'i, %u einem bild einer geslall mruhen, ijrlti 1) icie [nUi selbst, auf erhabene, plusti- teh« arbHl: was wird denn heMTen das bilde, da.4 sein meister gebildet hat. ffab. 3, IS; ein nioiiv( Ii Ii.iI sie die yötzenbilder) ge- niachi, vnd der den odein von eini andern bat. hat sie gebildet, weish. 15, IG. 2) seltner sieht bilden fikr malen: vor- zeiten da die nialer das jüngste gerichlc ma- leten, bihleten sie die hell« 11 . im-t! j^nxsen I rächen kopll'uiit seer weitem rariien. wider Uans Wor$t. (1541). Eüif. 3) bilden von der formaU'on des mfn- schen im niutler\rlinr trostltrhe psatmen. (l52fi). Cvj''; es üoli inllicli einen jglidicn deuiiscliengerewen, A99 er Heudsch gehören were. warmnge an l. (h-u'n : soll ich die vurcchle wage vnil falsche ge- wiebte im sefcel billielien? JHfeJb. 6. 1 1 ; innn iiiilichl ofll, diis man nirhl liillichen soll. Sir. 41, 19; vnreclil wollen wir \ nn rnrh Ifiyden, wollen» aber nyninuT tiillirlion ? auff däi vhird^ri»^^ buch bock* Emtserg. wol billicben» wo %vil er hin, der unne in«n? von den »dUMS' sein. (1530). tiihd. billichcn (Uen. I, 120). ■llUcbkcll fhillickeit. billlcheii. biUig- k<'ii), f. aequiias: wo trelT ich das reehi vnd ilif liillii kt'vt, «las ich nieynrn nehislen nicht viicrseize. ron kaufftitatidlung vnd weher, (1524). Aiiij'; vnter dem namen Tnd schein der hillirli«>i(. ob kriegsleutc auch in »eligem stände ?»'m mügen. ( 1 527 i Hnj'' ; grossen vnd roecliligen schein der bdligkeil haben, an 4en kurfürslen «tt Sofien. (1545). Aiij''. Eilsen, hfinsri/amus, in folgcnih-r stdti\ wie es scheint, m. ; Chrisliis soet nicht titMi raten vnd bilsen. hauspost. Jheaa. 1 559 bt. 99^. — 4nM. bitae f, {Ben, M26), aM. hil-, |»ilis.i (Graff Ii. 102). Bin, die ersfe per$. »g, de» praes. verb. iubst. i. s<>in. Bilde, f. faseia, Knteolum: ieb wilden acut (Mi.irMii /ulir im Iicii vnil sihe, er sol nicht \i r liiiiiilfii werden, das er heilen nn'^go. noch nnt binden zugebunden werden. Esech. 30. 21. Binde«» prae(. band» pL bnnden. ßgare, Tincire. I ) tinnlicht aneinander, ineinanderf zu- sammen fügen: mich dauchlc, wir bunden garben aulT dem fetde. 1 Mat, 37, 7 ; stmlel znnor das vnkr,iul vnd bindet CS in bdndlin. Matth. !3. 30. ÜiETZ, W6rt«rbucb. 2) an elwas binden, befeUigen': er wird sein filllcMi nn Aon weinslock binden. I Mos. 49, 11; wir iMiiiilcn jn (rien kahn) vnlen an das schdl. apost. yesch. 27. 17; vud fnnden das fdlleo gebunden an der tbflr. Marc. 11,4. 3i nni ftwas liind»»n: vnd als sif* jirt ge- bar, that sich eine band heraus, da nam die wehmniter vnd band einen roten faden da- rumb. 1 Mos. 3S, 28 ; das schweisluch, das .Iii ( SU vnib das heubi gebanden war. Joh» 20, 7. 4) in etwas binden: nim aber ehi Mein wenig danon, vnd binde es in deinen mantel- /iplfi l. Ezech. 5, 3; il.i nanu'n «^ir don leich- nam Jliesu vnd bunden jn in leinen tOcheru. Joh. 19, 39. 5j binden, vom meneeken gdtrauda, be« rft»ii/e( fesseln, gefangen legen: vnd (.46ra- ham) band seinen snn Isa.ir. f ^o*. ? 9; da nam er aus jncn Sniifiui vmt band jn i'ur jren äugen. 42, 24 ; lieber sage mir, womit man dich binden rndge, das man dich zwinge. Simson spr.irh 711 jr. wonn man mich biOule luil sieben seilen von li-i.s«-tiein hast, so würde ich schwach. ridU, 16, 6. 7 ; es ist ern man von Felix hytider gelassen gc|ninden. apoeU ge sich selb^ tnit siimlen in die ni.iIrdfyiHi^' stecken, butla cene domini. (1522), Ciiij . iindrrei, f. hanJ^bung dethiHdetehlü.i- gels: das sey kUrlzlich gesagt vom andern schaden durch des bapsls binderey. widu das bnpilum (1515). llj'. BiBd«8€bluüsel, m. die getcalt sünde zu he^uUten: der bindescbiflssel ist die macht odder nmpl den sünder, so nicht bdssen nil, zu slraden mit einem olFtMidichen vrteil rtiin ' ewigen lud durch absonderung von der chri- stenbeit. ton dm schlüsseln. (1530). Jiiij". ■vgl. auch lüscschlilssel. Bindrerbt, n. rfas' recht sünde zu hehal- ten; wo bleibt nu hie d^. 25. 2'); das reych gotiis ist byniieu euch, ausiieg. der ep. vnd euang. VOM ehristag eie. (1522). Jiiij*; das reich j:i»ltis slehcl bynnen euch, von menschen Irren tzu ufn/fl,'n. (1522). R 5^ beiUind- £ ei l fehlende Varianten iu Luc. 17, 21. binnen, mhd, binnen (Ben. U 750). ist (f findet am Lp- innen, wie liafler aus be- alier (z. />. vnd wers daz daz vorgenant se- legerede beaflter vnszin loide nit gehalden. vrkwudev.j. 1409 im archiv der central- iinnen-commisiion zu Marburg, abgedr. in „über die artnen •■ anslallen zu Marburg." 2. hefi. 1 S 1 6. «. 2 1. MO abercraOlst. beaOler gelesen mIi, bansten ana be-auszettt bober aus Ix'-dher (ober ühen. Bim, m. (?), mhä. bin/. (Ben. 1, 137), ahd. pineij, pmu^ {(ira/f 3, 130>, ein« flechtpßanze, Juneus: da ist nichts den« rollt , M liitlT vnd binlzcn zu sehen. Biel» I, 2'*4\ — heute giU nur die entstäUe form ifinsc f. BIret (birret), n. was barel : weysen vnn nj(! \lire birret. ausleg. der ep. vnd euang. von der heil, drey königefest. (1525). Oj*. atis millellat. biretuw. s. Itarel. BtretldH (-lin). n. dindn. des vorigen : .il->Q wirdereuch machen nicht aliein kt niplIiT >if^'tneiirTt'r, sondern auch d.is lurfllin auÜsi'tzen vnd heissen doctofes vud uieisler sein, das 11. vnd 15. cap. s. Johannes. iI53S). AAiJ^ Birken, betulaceus, ahd. pirchin : scheuet f>|,reisch liei^ti-ii|H>t. von den Ji^den vnd Jren IngetL, Kij'. Birnbaum, m. pirus,mhd. birboum (Heu* I, 227). wi« noch tandtehaßüeh: die bilder zur eichen, ym Grimmetb.il, zum birnbaura. iridd' t' dif> hyml. piiiphften. i I52r>i. byru vud cpfel bewiuc. der propliet Sacharja. 115291. Pij'«. Birne, f. bAanmte obstarl, pirum: so wol als eyn b iwtn geschaflen ist UytTi ] »tUoT byin zu trafen, da* eitern die kimier zur ehe nicht zwingen sollen. (1524 t. Aiiij''. der sg., wieker mhd. bir, ahd. pira ten* tet, ist bei L. nirht ersichtlich; Dasyp., Alberus hnhen noch ein bir. rr»? dem ro~ man. {it., s^)an. pera birne) itberkomnienes »ort. Birnstirl, m. pediculus piri: ieb wolt nicht ein birnstiel (nicht das geringste) drauff geben. Eist. I, &7'. Bit, esto, seeundasg.imp.desverb,$ubsi.. 9 bis M bin und bist gehörig ; in der bibet nicht, trohl aber nnderirärts bot L. für ^l i xor- kommend: bisz keusch, auffda* vOinhrisllich kwekhock$Em*ser9. (1521;. Jij' : LUs guus mulhs. el. vber das erste buch Muse. (1527)* Yyiiij*; bis wiUekoiD, du «dlergssU Wa ckernagel kirchenlied s. 1 46. Biü (biszK prnep. und conj I. diepraeposition bis, den sietpunki Ml rmm oder uH bexeithnmd, wird, wU iat gteichbedeutenä» (Ad, ffAd, van, unze, gewöhnlich mit einer andern praep. rerhun- ib»; wassor vmbgaLeu mich bis an tiK in kbeD. Jon. 2. 6; wenn der b«p»t kOnigc vnd Ittrslcn verflucht bis jus neonde gelied, glitt vn>l lifili .luc'h solcher tlui'hgeWM? Vtm den schlüsseln. (1530). Oj''; vnd ub CS vvcrd b'ui in die nadit vnd wider an den morgen. Jen. S. ^02^ II. r>]< als c 0 nj u nc l i 0 n, donec, dum. 1} ohne nachjuigendes dasz: weyll ich dieh hie falsch erfunden, wirslu keynss gbu-I baiHS werd seynn» bisz disze lugeu werd auszgewisschet. auffdas vbirchristUch buch bock* Emssert. ( 1 52 1 ). Kiij ' ; solche spoltcr las faren bis sie ausgespottet haben, da« 14. ! vnd 15. cap. S.Johannis. (1538). cceij"; der (rabi ) flo^' jmer hin vnd wider her, bis das gewesscr vcrirockel aufl erden. 1 Mos. 8. 7 ; vnd erkennet sie nicht, bis sie jren ersten son gebar. Jfallft. I, 25: das volck wird nicht esse», bis er kome. 1 Sain. 9, 13. 2j bis dasz: so wi] irli tiulil inne hallen, bis das jre gerechtigketi aiifgehe. Jes. 62, 1 ; vnd wil das scfawetl hinder sie schicken, bis das aus mit jnen scy. Jer. 9. 16; auch hab ich den regen vber euch verhallen bis das noch drey monden waren zur crndien. Arnos 4*7; bisdasbimel vnd erde zurgehe, wird nicht zurgeben der kleinesl buchslab noch ein ttltel vom gesetze, bis das es alles ge- schehe. Matth, b, 18. 3) atoll de« Keutigm so lange bis heisst «I bei L, bis so lang : so sind wir auch ynn dem fluch vn ri'hliycr hisi gesclihrhrn. BlsaUi m. moschus, muscus: (der ieufvl) seinen vnOat ftlr bisam vnd balsam* hauspost. WUtemb. 1545, «mnlerl/iet/ 6t*. »(/((/. I'i^ciii Ben. I, 168*. nhd, bisam, pisamo {üraff 3, 218), ton mitteUat. bi- samuiu. welches aus hebt, cisa, wohlge» ruch. t gl. fVtigünd wUb* 1, 15V Blsauhrr) adv. bisher: alles hallen, wir; es bisanher in brauch ist komen. von den concilijs vnd kirchen. (1539). Aij**. auch getrennt bis anher, bis an her. heiipiele «. unter anher. Bisrhof, m. mhd. bischor {Ben. 1, 167), ahd. biscor, piscof (Graff 3, 353), episco- pu$, woraui e$ gekünt Ut. 1 ) im n. tesl. bezeichnet bischof (tntay.o- rrrtg- den Vorsteher [litfr, fuhrcr) liner Christengemeinde: vnter welche euth der heilige geisi geselst hat tu bischonen. apost, gesch. 20, 28; es sol aber ein In (F vn- >irfrnicli >rin. 1 Tim. 3, 2; das heissl die sclirilli eiiit'ii ret hlen btscholF, der 21j. mj'; kUnd auch noch wol leiden» das bapsl vnd bisschoue wclllirhe lierrn we- reu. von den scJUüsseln. (1530). Fiuj*; das S9« 307 üigiiized by Google DlSCHOFEftfil 308 BISSEN nifi^ipn »-iL' dvm ni-M-Intir /.n Me'miz danckeu. ' wider Uans i^vrsl. i lö Uj. Liiij*. i llick»flntly f so böge jhr vaser «he nicht ! lu friecteu last, »oll jhr auch nicht viel freuile vn»l fitie von ewcr liiirercy viul riMl' lirisli- »schur btösclioltvrey Ijabeu. verimnung an 4ie f/eUtiiehen. (1530). Giij». Bisehefgötie^ m. sonderlich ist izu mey- den der bisschoH'gcilzcn liigctili Hll! ' ganckel- werek, die fermelung. mlchepcnon vei^ten [ sind Im ehlichvu. (1522). Aij". MsdMiiB} f, die frmH in küdtofg: der Sfll> [•!ic>lcr oilili'i' lii>srliolT lial im eine hr tui, eine priesiurin oder bisschoHiu. von der mnckeimtue. (1533). Jj^ WiuMtnftf Irischorslarve, f. w&m mm sie nnb schrill i vnnd gnind yhrs dings Tragt, thun sie nil mehr denn weyszenn vnsz yhren rodlen cardiualhull vad biaclioillarueo. widtr da» fokch genantltn geytUkSem $lanä, (J&22)« Gj^; ilas Irinc wort bisschoO von vnsern giJlzeiipfancii vnd Lissolinflslarocn scheudUch verdutickcll vtui verderbt ist. €mite§. der tp. vnd euang. vo» otfem efe. (1544). lh\ Bischeflich. episcnpaiis : o wenn wir hye fniin weren, wi»« olll iituslcn die oHicial buli'eu yreu babstiicben viid bischunicheii baaft vorgebcoB feBen. w» d$n guuen «eer- c&eH.(l52üj. Fij*; die hohen reuilervndgne- dijren herni nichts von bischolllichcu) thand haben deua den blossen naiueo vnnd die kley- der. Mrider den ftUteh genantten geyiüiehen ttand. (1522). Ff; durch bisschomichc liriorie aus Halle gen As>clienburg gefoddert. Irosiunge aneUe Christen zu Jlalle. (1527). Bj; weil sie doch derbiascliolllicheD smpt sieb eussern. von den seMütteln. { 1 530). Fiiij*. Bisehefaiaatfl) m. pallium: Mcnt/er bis- luni hat bey lueuscben gedenckenn fast acht bi^chofr tnenlel ausz Bum kauilt. von dem hapslum zu Home. (1520), Ahij''. Bischofsamt, n. Inin/.oTtTi, episcopatus: so j<'iii;ui(l ein liischolYsaiii;>i hegcii, der be- gerl ein kü^lbcli werck. I Tim. 3, I. Bis^lbbaty m. infuta : wenn du schon kein bapslkrone noch hissdiolUhut haben kanst. von den concilijs vnd kirchen. ( 1 539). e j**. Bisebofslarre «. bisiltullarve. ÜMhnftbm ibischofllhnnibj, ü. iv««bi-< -fholsanU: das i«?t yhe war, wer ein bischofl- Ibutiib begerdt, der sucht ein gut werck. wider dm faliekgenmMe» geyttUdtem stand. (1522). Ainj'', bei Bindseil fehlßnde var, zu 1 Tiin. .(. I. — toc. 1482 d 8* bisckot- lum oder des bisciiol». Bbfmpfel. m. die Qiuero, diegebrene» die hchnürlin, die bi.semc|ifrel. Jes. 3, 20. ip'meinl sind mit liis.iniüi'n i babambüchs- chen, riech/löschen, weiche die hebräischen damen als puUsliicke am yürlel trugen, vgl. Zetler 6tM. wörtertmek t, l99. — EisL I, 2'>* auch bisenapflel. vgl. bisain. Bbher {btszber). adv. adimc, hucusque: denn ichs biszher gehalten habe, wer die yrlhumb vbir die warbeit seist, der leugne gou. «euider die buUm dn endehritu. { 1 520). Bj* ; wyr Incrulien sind noch biszher nicht wirdig geweszen Clinslo eyn solchs Iheurea werde« opfler zu werden, eyn 6nejf an die Christen ym Nidderland. (1523). Aiij"; «^hctirpcluTcy vnd \nztitlil so jnn den thUioen vnd sUflleu bisher vnd noch geUbel sind. tDammge an f. I. deNdselben. (1531). E)iij'' ; bisher ist gnug gesagt beide was die laufle i-«t villi was sie für kralH vnd nul/. hat. roll der heil, laujfe. (1535). Lij*. in der bibel auch getrennt bi$ her: vnd liab jn nicht gesehen bis her. 1 Moi, 44, 28; sint der zeit sie gegrundel ist bis lier. 2 Jfof. 9, 19 und Hfl fr. Hih^tiüfSusurrare, wiipein : datzu brauclil s. Paul das wort ruffim, sso er doch wott helt mugcn sagen, der geyst bispell odder redet, odder singt, ausleg. de r >'p. rnd euang. vom chrislag etc. 1 1522). Kk ny. s. wimmln. BiHmif m* offa . frustum , so {viV/ auf einmal gebissen wird, mundi oU, tnhd. hint {Ben. I. \^JTj. ahd. {G raff 3, 230): vnd ich wil euch ein bissen hrots bringen. 1 Mos. t S. 5 ; tuncke deinen bissen in den essig. KmIH 2, 14; der isla, den ich den hissen eintjurhe vnd gebe. Joh. 13, 26; wenn du gleich des Uirckcn pAi vnd <;nt bettest vnd scssesl yni vurnedc, küudie dir alle dein gut nicht so vie^ schaflbn, das du einen frölichen bissen, einen rdgclichen truudt wnsMTs hettesl. dfrS'y psatm. (1530). Dj"*; cm fromer artzt aicrcket, das dem kranckeu wol SU beUTen were niil einer bttner briüm BlSTUlill 309 BITTEN oOer h'mcu fleisschü. von den eowiiiji tnä kirchin. (I53?l). bj''. alt tetilarkung der negauun äienl bisM>ii in folgender tiette: [der weihbU^f) fragt lein bisMD d»niadi* wki vixi was man pre- digen solle, vermtummg an die geüUiehen. (1530). Gj*. liiÄai (bwlhumb). n. I ) ami «mm» fri- eth»ft: sein bist um emphahe ein ander. apos(. gesrh. I, 20; bissthofl* hcyst pygcnl- licli nichl ancUcun)tl oben ab von den bb- tumrD, kloslern vnd leboen. an den ehritt" liehen adeti I r.20, verm.ausg.) Ciij''; Menlier bisium. von dem ^p»tnm tu Home, (I520j. Aiii/. «Ad. biHvoin (Ben .1.108t, ahd. biscluom {Gtaff 3» 354)» gekürtt aus biscoriiiom. liaWfKen, adr. inlertlum: Iiiireii vnd bu- ken bleiben biszn eilen ein» vnd vnf;«'s( li(!idfn. Kldir. 28". — weileo, mkd. wilen, ist dat. J»f.t «Mfefcer von der m bis {*. d.) stedtenden fraep. 37^ regiert wird. Bisilein (bislin), n. offula, biszchen: i\er weUfUrsl sucbet nur uiedbcbe btöliu. vber dof tnte bMch Mete, (1527). ddiiij*; du edle zarh! well, wie ein II'Mirli, niedlicb bislin bisUi doch Jen. 'A, .'^ti 1' ; ah niilTptn solch bisliu soll eiiu ja ein trunck scbmccken. 3,365"; idi Inibe noch etliche süsse binzlin. die icb gerne* u oIUr auIVdir roseDfOth ni.uilichoii. de iVette br. 5. fiOf). litiehier^ n. sigillum: der regenbngcn Boe vnd vns allen gleich cu einem wappen vnd bitschier ist» gleich wenn man einen brielT scbreibet vnd druekl ein bilstbier da- raulT, die schrilR zu befesligen. Eiti, i, 136*. vgl. petsrhier. IM« (bin), f, preeef. peHHc: in diesem gebet (dem valer vnser) findet man sieben bitte. Jer. 1,72"; r<% iihi^ uHrilein nmerv druckt aus den giaubcu, ; der gott Israel wird dir geben deine bitte, die du von jiu ge- boten hast 1 Sam. 1,17; er aber gab ineo jie bitfp. ps. ]0i], IT); t'tlalus aber vrleilet» das jr biUe gesclnihe, Luc. 23, 24. m/bd. haio (Ben. l, 171), aM. pGU und pita «7fajfS,56.57K ^olft. bida. von bitten. Bitten, rogare, petere, mhd. bilen, bitten tüen. 1, lüSir.), ahd. bittan, piltan (.(ira/f 3, 51fr.„ goth. bidjan. l ) «oron aiefte L,'* definition von bitten : bitten beysi, wenn ich ynn vnd mit sukbeiu gcpell odder wtirtlen ineyno nott vnd sarlie für trage, die »elbige nenne vnd deulte, aU wie das vater vnser der selben bitte «idien ynn sieb bat. toi» nnfteien des ioeramentt. 11522). Ciif. 2i bitten ohne weder die person zu er- wähnen, an welche die bitte gerichiet wird, noch die eaehe, um die gebeten eoird: bittet, Sil wird eucb gegeben. Matth. 7, 7; wer da bittet, der emiiff hcf. 7, 8; jr habt nicbt, daruiub das jr uu lil lullet, jr bittet vnd krie- get nicht, daramb das jr vbcl bittet. Jae. A, 2. H; yho mehr du bittost, ybe lieber er ij'/ll) dich börft. vier tröstliche psalmen. (^I520j. Dj"; man lache oder weyne, bit(te) odder drawe, bleiben sie mit dem kopIT her* ter denn k« in anipos. vber da* ente buch Mose. ( 1 ,')"2 7 I. piij*. 3 ) mit acc. der per*on und einigemal auch der taehe: so jr den valer etwas bitten wer- det in meinem namen. i/eA. 16. 23. gewöhn^ licher mit der praep. um: weKlicr ist vnler eucb nieiischen, so jn sein sun bittet vmbs brul, der jm einen stein biete? Jfollft. 7, 9; Joseph gieng so Pilato vnd bat jn vmb den leib Jlii'sii. 27, 58; vnd Imt jn vinli lu icue pfu Oamaseon. npost. gesch. 2; er bittet dich vmbs leben, j;«. 21,5; der leuflel bilto sie drumb. von der «oindfcefmeMe. (1534). Kii j . 1 person irird mit der praep. von au^g<.'äimkt : ich bitte eine kluiuc bitte von BITTEN 310 BITTRIGKEIT dir. I fiön. 2, 20; wpnn hab ich pinpn son gebeten von meiuem licrrn? 4, 28; ein» lulle ich vonk heiTD. das bell« i<>h gern. ps. 27, 4 ; so biltel nu vom lieirn >|iaii egen. Sack. 10, 1 . 5) nicht selten bleibt die person, an welche die bitte gerichtet wirdt unausge- dritekf: diichvinbdi(>senkoabeii bsU I Sam. If 27; vpd h»st im hl vnih rekhlhuni, noeh vmh ctM, noch vml) ehre, noch viub «leiner feinde scelen, noch vuib langes leben f^ebelen. 1 dkro». 1,11; er hii vmb ein aliuuücn. apott. ges€h, 3, 3. fll der qffjensiand der tillp steht in einem ahhünj/igen salz: biUel aber den lierrn, da*; aulUiöre solch donnern vnd hageln golle». 2 Mo». 9. 28 ; bitte den berrn» das er die schlangen von vns neme. 4 Mos. 21, 7 ; bille goil, ob dir vergeben werden müchle der luck dcincü berizca. apost. S, 22; ich bin daher gebclen worden, an eüeb tu schrei- ben. 4» Wett$ Ar. 6. 288 ; es haben niirb die fromen fiirslen zti Anli.ilt scbririlicb ge- beten, ich solle yhr f. g. billc . . . helfen Airdern. Bmrkhardt Mefw. 298; so btlt ieli nun für gut aufnemen. de IVflte br. 2, 7) filr einen liiücii : l.is jn liir dich billen. 1 Mos. 20, 7 ; bitlel den berrn für mich. 2 Mos. S, S ; Mose bat für das volck. 4 Mos. 21*7 und *o «ocfc in der bibel, statt bei einrrn I)itlon hraurhl L. gegen einen billen: das jr wulli'l Innen pp^cri meine •:n9i:!ii'«;lrn berren vmb gulen ral. de Welle br. 2, ; die gute B%vei leullin , dafür irh gegen e. b. f. g. in VVitleniberg bat. 4, 475. rificii \vo7ii hiltcn, einladen: vnd Imt jn zur büchzeit. Job. 9, 7 ; zu gcvaltcrn bitten, de Wette »r. 3. 322. BHirn, n. das du erbürest das l)illen vnd belen, «las dein knecbl fur dirthut. 2cAroM 6, 19; wer etwas ausricbl durch eines an- dern rat, hetsseo odder bitten, das achlel man n.x h nllom reehl, »Is habe es derheisser, ratgrlM'i- vnd tutii-r geiban. da§ schöne eon- fitemini. < lä^iO.) Gij\ Bitter^ m. rogalor, precator. beleg s, vofhef» Bitter, amarus. scharf beiszend, I) com geschmacli : .iIht sio kiindicn d««s wn":srr.s zu Mara nubl irincken, denn es war fast bitter. 2 Mos. I ^23; jre drauben sind galt. sie haben billere beere. 5 Mos. 32. biUer wie werniul. spr. 5, 4; quillel aucU ein brun ans einem loch sOsse vnd bitlert Jac. 3. 1 1. 2i häufifj bildlich: ein biller mensch iracblel schaden zu Ibun. spr. 17, 11} eil» bitter vnd schnell voick. tfa6. 1,6; Juden) sind gjlRige» bittere, racbgirigc, he- mische schlangen, von dm Juden vnd Jrett lägen. (1543). gii/i vnd isl kein zorn so bittet, als der fk^wen zorn. Sir. 25, 21; habt jr aber bittem neid vnd zaock in ewena hertzin. Jac. 3, 14; da hielten sie ein seer ^jrosse vnd billere klagp. ! Mos. fjO, 10; Christus sclbs uius wanch biller mjUU«.» uid engsten lassen eraus faren. ron der wineMel^ messe. (1534). Cj^ mhd. bitter {Ben. 1. 17G), ahd. biliar, (iillar (Graff. 3, äSj, goth, bailr», v. der Wurzel beiszen, goth. beitanl t^. Grimm ijr. 2, 14.^ Blllerböse. S' /n lx-sc: so ein liillor lii'ispr leullel Isis, ob man jur dem Sterben fliehen muge. (1S27). Biij'; soosl ist er (tf^r feit- fei) wol SO billcr bose. das er sie schlachtet uid xviuprt .ill.' ,ii;fr eiiifn linunfii. das 15. cap. der ersten ep. s. Pauli an die Corinthir» (1534). Lüf. iltterfeM, infensistimts: dann Nicanor sich erzeigen w(di, wie bitter fcind er dea jildrii vv( f<-. '2 Macr. M, 39. BiUerkeit, /. umartludo : also luus luaii des loda bitterkeit verlreiben. 1 So». IS, 32; jr iiiund isl vol llucbens vnd biilerkeil. Röm. 3, 14; nllc iiilteikeil vnd grtm vn«l zoru . . . SC) lerne von euefa. Ephes. 4, 31 > — ' mhd. bitterkeit (Ben. 1, 176). B{llerlirh> adr. amare: ich weine vnd Hi-h' IhIUmIhIi. (»9, 1 1 ; vnd pciv^ aus vnd weincl billcrlich. Matth. 2Ü, 75. — mhd. billcriiche, bitterlichen {Ben, l, 176). BifIrraBg» f. exacerbation erbilterungi liU üesrltncli ynn der billernnge. //e5r, 3« 8* in dt r sept. ausg. des n. lest. v. j. 1 522. Bittlieb; supplex: weil es eine demütige,, biltliehe scbrifl isl. de Wette br, 5, 623. Bittrigkeit (biilrickein, f. was billerkeit: wen ein snnder mil billrickeit (Jen. 1. 365" biilerkeil) .seyuis hcrUeo seine zeil bedcuckt.. Widder die buHen des endeMsts. (I520> BlTTliNG 311 BLilSL£IN Big'*; sie kundtca de b wanen nicht trinclteh for hiltiickeit. aurieg, der etuutg, an den ßr- nemisten festen. (1527). niiij"; wehlior vosiigliilic Liitrigkrif gegeu mii gescliöpfeU 4e WeUe br. 1, äib. Ilttllg, f* tuppKeaÜo: darumb sol die furbtl nicht gent^.lich hinweg gele{), mkd. blachmAt (Ben. 2, 23), «m/oeik h€i Heibling und Boner {Ben, BUchfold, n. pfanilien: alles lilachfehl jenseid dem jordan. ä Mus. 4, 49; die auir dem blacbrelde woncn. II» 30 ; vnd seine nienner giengeD dieselbe ganize naihl vher f!^. { I .^27,1. Xnuij"'; jd.inek vnd jjleissend. ebend. iigj'*; Libanon hei»l btanck odder weyss. Mer prophet Sacharja. ( I f»2S). Kfj". mild. M;uic [Ben. 1, l*H">:, ahd. blanch, |>Jju25). Kj'. Blappcrn s. pUppern. llasbnlg (blasbalck), m, folUs: der blas- lialck ist verbf and. Jer. 6. 29; sonst wurden alle blasbelge vnd alles vnser bauchen keinen schuee zur srbmellsen. der 147. petUm. (1532|. I•:rj^ Blase. /. mhd. blase {Ben. 1, 201). ahd. LBsa {Graff 3, 236). 1) dtilto, woaaerblaae: bulla beyst ein blasze aulf dem wasser. bulla cene domini. (1522). Diiij' ; die blasie ferel auff dem wasser. ebend. 2) vesiea, hamblate: noch kumpl die warlieit erfur vnd tolle aUen papislen die hl.Kcn l»or>t»'n. von den netcen Hdiuht'n bullen tnd iugen. (1520). Bij''; das heyst Treylieh einen mitderdarren blasen (aeAiectfna- blase) vnd mit dreyen erhessm iagen. der prophet llabacuc. fl'-*' - Ij 3) figürlich: wie ellicbe geilzigc blasen thun. Jen. I, 199\ Binsen, ßare, mM. bliesen {Ven. t, 200), ahd. hlasan. ph^san {Graff 230). 1 ( intransitiv : a \ da liessesln deinen wind hliscn. 2 JUos. 15, 10; der wind blesel wu er wil, vnd du hörest sein sausen wol. J<^, 3. S : anir das kein wind vher die erde bliese. üffffib. Job. 7, 1 ; dif weit wehd vrnl Idi ^et so l inge bis sie es (da« ecangelium) veriagl. vter (rof lA'cAe paa/men. (1526). tiiitj''; das heissl aiiiT deudsch kalt vnd wann aii< • inoin (iiaul blasen, teamunge an s. L deudtehen. t ir>3ij. Di\ b) es ist wol ein schwere anfechlnng einem jungen mensrhen. wenn jro der leufel in "^riii n. iich blesel. .An. I, SS**; jnn die asi hen blasen , das jnen die filneken vml asclien jn die äugen slieben. vorr. L.'s auf Urb, Regü buch wider die g(Mloeen biut» durstigen Sauliten. (151 Ii. Aiij''; hiesestu ins filnrklin , so wird ein gros fmvr d?r>iis. 5oüauoea. l kön. 1, 34. 2) transiUe : da solto die posaunen bissen blasen durrb alle ewer land. 3 Jfoa. 25, 9; wtMin in.iri d.is li.illi.ii slnu ii Idesel. Joi. 0, 5. Blasen, n. ßntus: dun-h dein blasen Iheten sieh die wasscrauflT. 2 Mw. 1 5, S ; den beili.uen sahbalh des bla^tens. 3 Mo$. 23. 24. Blislfili 1«. buUiUa: nu hab ich wol Digitized by Google bLASZTLCKER 312 BLATTCßlCHT crislallen odder edel^fstoin gesehen, da ynn* wendi-' ein fuiirklm odiler n.imiiif. oddei » Hl vvukkliri oildor sonst ein l)lr>liii isl. vom alcndmal ChiistL (Ia2S). Kj , M^MtMuKt, m. aU «ynon. mü leuscber in folgender sielte : \iu\ habe {Christus} seine j ImmiiI, die cliristonlii'it, aulT einen afVcn- scUwanU g rurcl als ein leu^clicr «xhiri bla» Iflcker. von den «cAlütftWii. (1530). Ej\ da t'on Bliisitüekerei , f. asiuiin . hike //y vnd lanl»T M.Hztuckerey vnd eyn t;.iiiik<'I wj'n'k für goli. nuszlcg. der ep. vnd euattg. des adcents. (1522). Zj''. ilMiticklsfhi b0triej^ieh: die btass- (nrkisclie naliir llmt gli-ych als wenn das pulll yn s. Pi'lers liind tittll Mi»d»e. \nil wurde yn Judas hand a^srlion. ausztey. der ep. vnd euang, de$ aduenis. (1522;. Zj^ Blaszlilrkcr , Idaszldt kcrt'i , Idaszlikkiseh sind jedenfall'^ nirhl frerntlen (fii imm denkt z. b. bei hlaslilcker an |daslicus, jtXuoHfi, fietor), tonderu tiHheimisiAen Ursprungs (hlasz-Uk-k('). .Blatl Id ti, Ma«lji, H. fi)iiuni. t ) dn dänne, ebene pflanzvnlheil , der sich aus wunel oder Stengel entfatiet: ja wer ein recht Mat iidder Idilhel ibtülhe) auffdufll baaui luaiiien kfliiillf. i/er 1 1 1 . p^a/iH. ilfir^r»:. 1>iij':!l;it am wcinslork. Jes. 31 , 4 ; Idat am feificn- liauiu. ebend.; die gerechten werden grünen wie ein Mal. 'i i) liie drürker il.i^ tfiini diindis buch, das icii nur aui ersten Matt ihu. auff das vl^rchristUek buch ftndl» Emssers. UÖ21). Jij-; du magst im 12. buch. in|>:ii. 4. ein M.il oder 7\v»>v b'^cn . .... daselb.s slehcls alles, was man gnlndiich vom Neslnrio vnd diesem concilio wi»*»eu kau. ton den emtdlijs vnd kirehen. (1 539). Sj*; die kür- Her am roseiikranlz gezelet , bieller vmbge- schlagen . . . «las beissei freiiick ntclit gcbelei. das 17. eap. Johannis. (1530). Rj*; md Ihmis;«'!! Izeddcln fuMi r Mrfier an die (liorv der kirehen. butta cene domini. ( I 522). Cj . 3j die Scheibe, das sieiblall der schülzek : drewel mit Irefliichen worlen den eisern na^'c! yiii M.ul z'i spnilon. vom abendmal rhristl. il.')'2s;. fij''; vnd wil Wehnen. e< aey ein |deii yuwesi, vnd habe den nagcl yni hiad SU schössen, «dend. ; man mos den auch einen guten scbtttaen sein lassen , der nahe d ilifv «idder das nielirinal yns bJdt scheiMSI. von ehesuihen. (1530). Ej'. 4) Ihürflügel: da* ein jpliehe tbUr iwej blat balle ati i'iri.-iii lcr li iii^en in jren angeln. ! J,r"u. (■), wul die iliiir li.iftp zwey Mei- ler, die man aull' vnd zuthal. Ezech. 41,24. 5l «etat an den hui oben au seiner stirn das galden btal (^XJTTr/reiXoK, vulg. lamtni) der hedif^en krön. ^ Mos. S. 9. üt redensart : kriri \<}Mi vor den mnnd nehmen, freimülhig, offen reden: aber Dauitl ferel heraus vnd nimpl kern blat für das maul, machls grob vnd viniernunlTlig gnug, vnd'wil niebls vt*rb»»i*«f'n. der ini. p^nfm. i 1534). Sj''; so niinpt Cbnslus kein blad fiir den mund. Aauapoaf. Wittemb^ 1545, fesU" heil ich meine s. Pkulus hat «Ihie kein Idat fiii- iltMi diiiitI e^Miomcn. Eisl. I, hV'. mhü. Idai, pl. Mal u. bieler (tfew. 1,201). ahd. pUl. pl. pletir (Graff 3, 24 S). Rlalle} f. cttlritium s. platte. Blatten ddntrrO. ühf'rpihzige blätter ab- brechi-n, mhd. blaleii Uten. 1. 202 1: weiiB er (der weinslock) wol geerl>eitcl, pclungct, hesrbnitlen vnd geMatel wird, das 14. rnd l.'i. rap. s. Johannis. (I.')3SK Zz iij'. Blatter, f. eitfrnilfx gpsrhiriir. ^rhiceren: lege jtflaster vnd scliweden auir die blallern. der 101. psalm, (1534). Rj^; da loren aulT jtiis»' scilwarize Idallern lu-rrle an ineBSCheB vnd an vtrh. 2 Mnx. 9, 10; mcnsrlienmi«! heilet wunden vnd schwarze bljllern. tisehr. 2S\ mhd. bl.ilere iDen. I, 203), ahd. bl.ii« r«. j.l ilar.i Graff'^, 235), jedf blii<>' h,vh»f>'nd. tcif in Haiem und Schwaben noch he^tt^ {vgl. Schmeller \, 240). ■laKcrickt, mU blaHembehafM: regi- menl aber ist ein solcher betiler pellz blallerirhles kind. der lOl. psaim. (1534)- Digitized by Google bLATTEULEIN 313 BLEIBEN Oiiij'; Maitcriclu odcT giindidit. «Ar. M 3 Mos. 22. 22. iUUerleii, n. puslula: wenn vns nur m hän wehe Ihul odder ein klein blalleriin »ufl ÜBnl, so kflniien wir hioMl vml «rden toI sclircien. das schöne roufitemini. f 1 530). Rj' . Ilattero, blaterare, plaudern: wie hisdi denn nu szo kilne bniszer. das du sagenn tha- mt. disier tcbrillllieh Rynn sey todtlich, blal* terst einher, selbe nit wissend was du sagist. auff das vbirchrittKch buch bocks Emszern. (1521). £ij\ — Demler: bladcren. INUtlffai (bletdin. bledin), «. fM»lum, bläUchen: nicht eyn hietllin, nicblejn buch- s!rjl)eii sollen sie vberanllwortlcn. von welt- licher vberkeit. (1523). Ej"; wer lial je cnehen «der «agep kttoaen , wie es xugelict, dat du btelÜD au» eineni bawn wecbsei. ausleg. der ep. nul etfanf . von oilem Hc (1544). fij\ llaa (blaw), lividus, mhd. bla, gen. blawcs (»nt, 1 . t9&)» ahd, pllo pliwes (Graffi, T.]S]: also heissel nach der srhrilH alles liyriiol, wMs vl>er vnd vnlcr vns ist, alles das Itlaw sihei , nahe vnd fern, vber das erste twhMose, (1527). diij''; bis zum bbwen hynd. «bend,; «n ander (predigt) von bUw enlen, ein ander vnn haner milcb. von ier winckelmesse. (1534;. Jiij''. dea «0orl stimml der kn^vergi^^ng tnUUxmÜ ffFtipXufTy quetschen, druckt dem- nach urspr. die farbp th^r hnui in [nlge einer quelschungaus. vgl. Weigandwlb. 1, 158. Blavel s. bleuel. Ilaien, MXuen «. bleuen. BIfch , n. dünn geschlageue metaUplatte: rfie plannen solrlicr .'«iliHler siml fzelipiligpl durch jre seeie, das man .<>ie zu breilen blecli •ehlahe vnd den aller damit bebenge . . . vnd Elcasar nain die ehernen pfannoii muI schhifT <'w zu blechen. 4 Mox. 1 6, 38. 39 ; auch vberzog er deu bodcn des hau&es mit gdldeii blecben. 1 Mn. 6, 30; silbern blech bringet man aull dem uit/fr Iht. Jcr. 10, 9. mhd. blech {Ben. 1. 20.^), ohd. plili {Graff 3, 243), von blichen splendere, also ^äntendei melaU. Biecbern, von blech: aus dem guldeu konigrcir!i r in blechern Königreich ist wor> den. de MVrre hr. 5, 515. Dan, W<>rt«riittc]i. BleckeB^bUdken» erscheinen, sehen lasum, besonders die zähne: olle deine frinilr s|»er- ren jr maul aufi wider dich, ])feiircn dich an, blecken die zeene. klagt. Jer. 2, 1 6 ; hie soUt ejnB eyssenflresMr die tseen bleckenn ; vniul inyr cyn locli ynn ilon li.inisz (hämisch) . hcysscnn. auff das rbirchrisllich buch bocks Emssers. (1521;. Hiiij'; inesser slUrLzen, leen blecken, maul einbeissen. da» seMne confitemini. {IbZÜ). Di^g^ wiÄd. blecken {Ben. 1,207),a^(/. plccchen, plcchön {Graff 245). von plilihan glämem s. Iileeb. Blecken (bicken), balare. blöken, vom schreien der schüfe, ziegen, des rindviehes: das blecken der herde. riehi. 5, 16; was ist denn das für ein blecken der schare in nei« nen obren ? 1 Sam. 15, 14; wo nicht friede ist, il.i hnrel man nicht viel singen noch (rö- lieh sein, noch ths vieh aulTdein feldc blecken, der Qb.psalm. (1534). Giii]**; da singen die vOget, da hiebet das vieb. «err. at^ dm psaller bei Bindseil 7, 323. auch von menschen: nho auch falsche lerer haben nicht gnug, das sie cthcbe leule vcrfurcn, sondern wollen sie alle sumal gaats vnd gar haben nid rügen nicht, weil (so lange) sie einen rruinon menschen hören blecken, der Widder si(> \si. der prophet Sacharja. (1528). Eciiij'; Christen vnd goltsflirchtige liertsen koainien nicht darumb in der kin;hen zii.«:.-)mn)cn . ibsz man bleken vnd mnrmcln solle, tischr. 1 87'. s. blöken. Bleii n. mkd. bll, gen, bltwes (Ben. I, 204), akd. pH, pito (Oroff 3, 239). 1 1 sehr treiches, schweres, bläulieh wei- sses tnelall, plumbum : gold (ist) besser denn bicy. das 1 5. cap. der ersten ep. «. Pauli an die Qtrinther. ( 1 534). e iij* ; sie suncken vnler wie bley im mechtigen wasser. 2 Mos. 15, 10; was ist schwerer denn blej? üir. 22, 17. 2) Mei — WcMdlel; so nur die heuplnaiir nach dem mas vnd bley sutrilft; der 110. psalm. (1530). Liij\ 3) da schlag blei zu. tischr. 217* Ml ein alter fluth. $. Grimm irtb, 2, 89. Bleiben, praef. bleib, part. praeL blieben» in mehrfacher antrendutuf 1) an ort und stelle bleiben, lerharrcn, 40 Digitized by Google BLEIBBK 314 BLEIBEN von personen und sacken : fleach in Egyplen- laud vod bleib alda , bis ich dir sage. Matth. 2, 13; vnd gieng zur ited hinaus gen Be- Ihanicn vnd bleib daselbsl. 21, 17; wo jr in ein haus ^chfn ncrdel, <1a bleibet innen bis jr von datuiin ziehet. Marc. 6, 10; Tnwen sollen in jren heuscrn bleiben, haui- po$L Wiltenb. 1544, feiUheil bb*", bleibe l»py mir, du soll mein vater vnd nu'in priester sein, rieht. 17, 10; bleib bcy vus, denn es wil abend werden. Luc. 24, 29 ; kerel doch ein sum hiiase ewers knechte vnd Ueibal vber nndit . . . nein , sondern wir wollen vlipr iiarlil aiifV drr gasson hloibcn. 1 Mos. 19, 2; vnd Maria bleib bey jr bey dreyen monden. Imc, 1,56; ich nhe, das der geisl IT ab fuhr wie eine taube vom himel vnd bicili .Till im. Job. 1, 32; an welchem orl die wukkc lileib, da lagerten sich die kioder Israel. 4 Jfot. 9, 1 7 ; vnd sollen (düe sfow gm) in den rincken hioiben vtid nicht her ans gethsn wprden. 2 Mos. 2 ' 1 ' wir ! hie nicht ein stein auff dem audern bkiben. Motlh. 24 , 2. — rar näh«m be$Uwmung irefen verfta hinzu: szo werden sie doch vorterhen vnd nit ym land vnd gut Meyhen sitzen, der psalm. (1521). Cf; >rhfr^ , vtukommen: das sie [Rebecca) sicii hai uiUi^sen cnvegen yhres lebens vnd gefurcht , sie mflste mit den kin- dern bleiben, vber das erste buch Mose. (1527). Hhiij\ andere moZ Modi blei- ben: das drey hundert vnd sechzig man waren tod blieben. 2 Sam. 2, 3 1 : vnd blie- ben tod bey drey lausent man. I Jfn«e. 4, 1 S. 6) bleiben mit pracposiiionen. a) auf et- was bleiben, darauf beharren, bestehen: da bleib ich ault, da lebe vnd ^t erbe ich aufi*. oh kriegtlntU amh ytm »eUgm $ttmi» ieim künden. (1527). GiiJ*; die ud«ii tacra- iDf'Mtr r Ideihen doch aulT einem yrthun. «MM abeiutmal Christi. (1528). giij^; wer ym der heiligen sehriOt studieren wil , sol yhe dranff sehen, das er auff den einfeltigen wor- ten bleibe, vber dat ersfe ^ncA Jfose. (1527). Cj". 6) an, in etwas bleiben , dabormi; so jr bleiben werdet an meiner rede, so seid jr ineine rechte jfln^er. Joh. 8, 31; utd er bli'ili vber nacht in dem gebet zu goti. Luc. G, 1 2 ; ich mus bleiben yn der theologischen einfalt. Bnrkbarif ( brUfw. 362. r) bei etwas bleiben: er aber bleib bey seiner taufTe vnd glatil^en vnd lies sich dar» über maiiorn. Jen. 6, 106*. d) vor (fiir) etwas bleiben, betfeAen, ans» hallen: wer kan bleiben für seinem frost? ps. 147, 17; Ciirislns wird sich für dir nicht lürchtcn vnd wird auch für dir bleiben. Jen. 5, 2S9*; so sol er for aller wdt wol bleiben, der llO.fwabn. (1539). Oiq^. 1) fragendes bleiben: wenn d.T gantse leib auge werc, wo bliebe das geliOre ? so er gantz das gehöre were, wo Miebe der 9«vcfat 1 Cor. 12, 17; wo woll jr Luthe* risrhcn Ideiben? wider den meuekler xm Dn-sen. (1531). Bij''. Ö) bleibend, manens: vnd jr wisset, das ein lodschleger hat nicht das ew^ Idkea bey jm bleibend. 1 Joh. 3, 1 5 ; dazu wirst du vnter den selben völckern kein bb'iltend wesen haben. 5 Mos. 28, 65; denu wir haben hie kein bleibende slad. Hebt, 10, Digltizer' i ^' BLEIBEN 315 BLEUEL 14; wie? wenn wir vnlergcngliche kirchej wtlor die bleibenden hi-rrn s»'||js ein cori- cüium liieUcn. v Wnd maehent «t^enltfcA und bitdiich. 1) der äugen •eroii^: sie blendeten Zidekia seine äugen vnd hunden jn mit ket« tpn. 1 kön. 25, 7. t;/l. Jrr. 7. 2) des gebrauchs der äugen auf eine kurac Meii berauben: die sonne gibt so hei- len glanll von sich, das sie die augcn blendet. Sir. 13, 1; der schnee ist 80 weis, das er die aiigrn blendet. 43, 20. 3) bildlich, verblenden: ob ich von je- mands band ein geschenck genomen habe» \nd mir die ailgt-n lileiidt'n lassen. 1 5oi»i. 12, 3; pwcr |tro|dielcii vnd fürslt-n, s.impl den Sehern bat er geblendet. Jes. 2U, 1 0 ; golt blendet sie abo. auffdaevermHnt hep" serlich edict. (1531). Fiij*. mhd. Menden, praet. blante, p>if ( -^eblant tt. gebleadel {Ben. 1 , 210), ahd. blentan» plentan (Graff^. 257), facHUt eine» «er- lomen starken blinden bland. Blcndang, f. fallacia: bringet die war- sagerin aus dem grabe ein gespenst, das dem Propheten Samuel an gestalt vnd kleidern ebniteh war durch des leulUs Uenditng md be»rt!- Fis-(. 1, 320». Bierren (plerren)» schreien: vnnd seind gleich den pleyem orgelpfeifTen , die plerren vnnd schreyen fast in der kirchen. autdeg, deutsch des r. u. (151S). Dj'. inÄd. Ideren, |dercii, plerren l Ifen. 1,204). Blclicnj bei L. plelzeu geschrieben^ mhd. Metten {Ben. 1, 204), einen Metz, fedt, läppen an eine schadhafte stelle setzen, flicken : alle yhre frage !appen , da sie sirb so betleli&cb mit plelzen vnd ilicken. das dteee woH ChritU «oeft fut stehen. (1 527). miiij'; wie läppen, flicken vnd plelzen sie Mchnün/rit. hauspost. Jhena IbT^^ , M. 165". Bleuel, m. flaches hoU mit stiel zum 40* Digitized by Google BLBUfiN 316 BLICK tehlagen: die vberlreUer oirhen liahe. ausieg. der ep. vttd euang. vom htni. ämkSnige fest etc. (1525). cij^; weaa er {(UrfUuki) reiff ist, so reuffet, röstet, dOrrel, plewet, pr^f-bt tii.tti jn. tixchr. 221''. 2} bildlich für oblundere, repeiere: es sind aber nicht denn vergebliche, schwülstige vmi «ol^eblasene wort, daaait sie dem armen hauden die oren vol blewen. die ander ep. Petri. (1524). liij^; da gilt es slarck sein vnd kempOeus , weil wir einen solchen feind haben, der vns allenlbalben angreübt rnd zusetzet mft alle aeiner macht vnd kreflten, vnd on ^TJterlas zuschUrct mit bösen ge- dancken vnd giflUgen, schedlichen zungen beide oren md berli vol blewet, das wir des Heben woi ts nicht achten sollen, das 6. cap. Ephex. f1'):^;^). Aiiij*: wpü lüe Ari;infr vnd sunurdersl Eusebius von .Nicomedia vuiti den keiacr sieh an namen, jm die obren vol Meawtmi vnd Arium schmückten, «on den concüijs tnd kirehen. (1539). Pij^; < wer- den da viel hunde bellen vnd die uhien so voll blauwen, dasz er möchte taub werden. Mkr. 347*; eo haben die prophelen das cx€m|»el {von Sodom und Gomorra} ange- zogen vnd wol geblewet vnd fiirgehallen. vthtr das erste buch Mose. (1527;. vij"; dämm idi oft gnog gesagt habe, ist aber noch not , das mans gar wol blewe bis mans fasse, ebend. x ij''. in diesem sinn verbindet L ancft treiben tnul bleuen: solchs seit mm nu treiben vnd blewen. dendfcb ealeeMs- mus. (1529). Hij": dns haben sie geUewel. gebrewen vnd getnebeu on vnterlaa. «xm d^««M«ifcln. (1530). Biij'»; das ist eben die vnach, warunb auch die heben apesld diesen .irtikel so getrieben vnd geblewet haben, von Jhesu Christo. (1533). Oij'; wir haben jhc gnug gesagt, gesungen, ge- nalt vnd auff allerley weise getrieben vnd geblewet. ein sermon von dem hevAtmtm SU Capemaum. (1535). Ciij''. ' 3) sich mit etwas bleuen, sich damit henmieMagms, «bmfib«».' wo die r^atcn, wie es ylzt leyder gal. mit den selbigen cere- monien vnd sinlich^n wercken sich treiben vnnd blewen, als wcren das die rechten i werdt. «on den $Men «eerefcen. (1S20}. | Cij''; sich nur blewen vnd trejben mit i rnr'nschcn geselzen vnd wercken. mach ' vnd antwortt. (1523). Aiij''; ireyben, blewen Vttd schleppen sich mit huren tag vnd naebU dtu 7. oaji, der ersten ep. a. PetuH an die Corinther. ('1.523). Aiij^; wo der geist ist, ' lindel er so viel hHfse last yra fleisch, das sich nicht wd zemeu lassen, das, wenn er sich lange mit blewet, doch nidts hilft. vber das erste buch Mose. ( 1 527). Nij' : die leut warens nu gewonct. das er (Noah) sich so lang mit yhn blewele , das es nicht hallT. i ebend. Yj*; es ist voser allte, dtdie. lebe | vnd deniseho bant, die sich nirbl wil ab- ziehen lassen, wie man sich mii vln hlewet vnd schlegl. von eigener gerechtigkeit. ( 1 530). Aiij* ; also bat Daniel der bOheslen prophelen einer sieh mit den kttnigen gebUnwet. liieftr. tnhd. bliuwea (üen. 1,211), ahd. bliuwao, pUuwan ((irra/f3, 257), goth. bliggvan, flofft conjugierende verba. Blick; m. mhd. blic (Ben. t. 206). ahd. blic, plic, biig, plig, plich {Graff 3. 244). i 1) für fu^r, bliU kommt bUck nur neeb ' in dien SUeren edieiflen L.'e vor.* was ists , wunder das blick vnnd donnor offl kircben anlzundct. von den qu(en icercken. (1520). j Hij'* ; das dich der blick vnd douncr erschlag. bnUa eene dominL (1522;. Ciij". Digitized by Google BLICRO 317 BLINDELNLBITBH 2) splendor, gkuu: wenn nur das ge> schlagene silber einen froliclien Mick «nl» vod yhre Uschen rreunUich angleoUel. buila MM äomkä. (1522). Aij*; deine pfeile Aih* ren mil glenlzen da hin vnd deine ^| li rc mit li!tcl^r>n bunden tindf nadi «uulem haidUt schU^t, 3) figikU^ mcktigt falsch, «nrteftl: jhr seyl mir yhe wunderliclie kriegslenit, das yhr nil zu mir ynsz feül wnllof sp||iessel vil • blinder vorgcbuer schUsz. au// das vbir- eAfialKeb biMb bockt Aiasan. ( 1 52 1). iiif ; damit ein yglicher sich selb muge srhttlsen widtler die Mitideti schyrmsclile}^. j*zn solche gauckeltii pflegen TurUuwenüen. grund vnnd vraaebb (1520). aij'; ist alles eitel spiegel fechten vnd blinde schirmschlegc gcwest. von den vnd i^reben. (1S39). Aiij*; blindlieil isl Israel eines teils widerferen. Rom. W, 25; was kati frrevJ h, rs spyn. denn tdind- heyl dcü heitren vtui vnwisscn ynn göttlichen tachen? episleldes prophetenJeutia. ( 1 526). Aii^* ; bleiben jner jnn der blindheit, das sie nimer verslchon , was gotl von jneo foddert. der l lU. ysalm. (153^1. Qij*. iiindiu; f. blinde fram den blinden vnd die Mindin gebe ich snsaaen. de IFette br. 3, IU3. Blindscblracr^ m. sihe solche bUndscbir- mer vnd verflirer sind vnsere klugen ilsundef, Eist. 1, 100''; wider solche blindschimier stehet Christus, ebend. 101''. Blindscbleicb, m. caecitiOt inhd. bhui' sliche (ßen.2« 398). ahd. piinUUcho (firof 6. 785): der igel, der moleh, die aydei, der blindsclileich. 3 Mos. II, 30. spätere ausgaben setzen die blindschleich, so schon eine Fnmkfurter hiM v. j. 1562; in den Wittenb. bibeln erscheint das (, ieit dem n.jh. eil [ I nischleich bol «ebon die erele deutsche bibel. BUadtilich s. blioxKch. BllalMla, bfinben, «icore; da blinckellt eyn mal scyn scharfl srhneydens schwerdi, nlsz wrre er mevsler Loronls vnler den Schwiixcrnn. ein widderspruch. (1520). Aiij". Bllnkei} hellen schein von sich geben^ glänzen: c nomia chrisliana. ( 1 529). Aij*. Bllli (pl r^ , m. ist 1) vorzugiweise der bei einem gewiUer idmell durch die lufi «cMtiMMb ferner' *lr*IU, fkUgur, fnlmem: gleich wie der bliiz (1522: bli\l ausgehet vom anffgang vnd scheinet bis ziini itiHergang. Mallh. 24, 27 ; deine pleile fuhiun mit glentzen da hin vud deine spbere mit blicken des Miltes. Hak. 4* 1 1 ; md elles voick sähe den donner vnd Milz. 21/01.20,18; so meinet er, es srhlahe blitz vnü donner jn jm ein. zwo predigi auff der kmderlauffe. (1540). Mj'; solt nichl billich ein mal gott mit phtz vnd donner drein sdilahen. der 6'>. psalm. (1534). Diij''; sie UiGken wie fackeln vnil farcn vntcr eioander her wie die blitsen. iVioK. 2.5; Unstu die blitzen aueUsseo, das sie hin faren vnd spre> eben, hie sind wir. Uiob 38, 35. 2) t on glänzenden tcaffen : wenn ich den btiU meines scbwerts wetzen werde. 5 Mos. 32. 41. Ilitt, eig. hlitzf, icorauf noch der von L. gebrauchte pl. Idit/.eii himreisl. ist am mhd. Idrkze, blicze (Ben. 1, 20 bj mUltU maftoftim^ dci k kervorgeganffen, Blifsen (ph'tzen), fulgurare^ 1 ) vom trfUi'rstrahl : er schos ??cine stralc vndzusUuvvcUie, erlies blitzen vnd schrecket sie. 2 5aiii.22, 15; wie der Mtlioben vom bimel blitzet. Luc. 17, 24; wenn er ynier plitzet vnd donnerte ..... wUrdo ylitn yi dcr- man feind werden, vier das erste buch Mose. (1527). xUj*'; es donnert, blitscl, regen l. von den ittxUn wtrtm Dmddi, (1543). Vüij". 2) VON tcaffen: er bringt reuler eraulT, mit glentzcnden sc h wertem vnd mit blitKeii> den spiesscn. \ahum Z, 3. mhd. blitzen {Üen. \, 208), aus dem fre- quenlaliv bliczcn (blik-zen), bleczen, ahd". blecchezen, pleechaun. Blltien, n. da huh sich ein donnern \nd blitzen. 2 Mos. 19, 16; ich wil jn mit mei- nem donnern vnd blitzen alüo zum grabe leuten. wider den meuekler eu Dreien, (15311. Diij\ Blli (plix), m. was hhlz, mhd. hlicze: bricbl erfUr vnd leuchtet wie ein bii.\. ton der «finde wider den heil, geiet. (1534). Bj* ; der blix vnd donner Mosi. t un den jüden vnd jren lugen 1 1 fi r' i ! fij*; so loben sie vnd drewen mit blixeii viul donner. ton dem bapstum s« Rome, ( 1 520 ). Gij* ; vnd werden drey plizen geseheben. ÜHhr, 359^. Bliten, tf a.? hlilzcn : wir leszen exo. 19. wie der herck Sinaiiiiixet, donnert vnd (Itister wart, ausleg. deutsch des Hl. psaltnen. (1521). Bj'; darumb ist d^ebemb vnd des schwerd da, das da blixt vnd schreckt, vber das erste buch Mose. fl527). Oij'; Sylue- ster Sacri Pallalij magister blixte vnd don- nerte widef mi(^. Üidbr. 377'*. — tee. ese quo bl. D 6* : blygsen. Bloch, m. block, klotz, mhd. Lh)rh, pl. bleicher [Ben, 1, 211), ahd. bloch {Graff 246): solch wercfc der rew vod gnaden kennet mein Üelier bapst weniger denn der grosze bloch, der do ligt. grund mttd vr- sach. (1520). rij**; das kunigiich schlecht Dauid vor armut vnnd vorachl wäre wie ein todter blocb. dae mofeifkaU (1521). bj*; wie es vl)ernatiirlieh is^t ein rulle von einem tiultrn blüch waciiäzen. ehend. l>j": vnd warU dem bapsi einen bloch jnii den weg. termeamngeendiegei^idun, (1530). Bij*; wer ist hie so ein grob bloch, der nicht greille, was fnr eyn geyst den allerhev!if7«(fn vailer regirt? eyn sendbrieff an Jhan von SdUeinilf. (1523). Aij\ der pL ItuUHM L. blöche: vnü nicht anders denn für stoil vnd hlof'he hallten, fln'^ 7 rrtp. der ersten ep. s. Pauli zu den toriiU/iein. (1528). Diiij'*; was bat man gelernt ynn hohen schu- len vnd klöstern bisher, denn nUr esel, klOts vnd bloch werden? an die rhadherrn. (1524). Aüy^; oder kriegt soU'he scharten. 4 Dlgltlzed by Google BLOCKEN 320 BLOSZ »Ins es a»irli nicht butler IitiphI»-!! kau, ti.i es wol solle blüche vud klülzc sclieilern. *M9r ia$ hapstim im Bim, (1545). Cf. BlMkcB, blocken (plöcken), m «Im liloek legen: da licitt sich deiin ein siorkcn vnd blocken vber die guleii spriirlif'. iroslunge an die Christen zu Halle. ( 1 5^2 7 ^ Cij' ; es thttl wehe» sich laMoi jnn k«rcker weiffien, Stöcken vud plöckrn. da$ 14. vnd 15. cap. s. Johannis^ (1538]. Lliiij''; denn was wils für ein ende zu disputini Denen, wenn jr so fortraren wollet, die srilalwn mit gewalt luslöcken vnd blöekeu. Jen. 4, 376*. Hölle, vihd. Lld Je (Ben. t, 212), oM, bl6ili, t>ludi {(traff 3, 251;. 1) von ^ndU imii oii^; Lea halle ein blöde gesiebt, Rahel war hubscb vnd aehOo. 2 Mos. 29, 17; nicbl weys ich, ob er von blöden äugen oddcr vom gantzen angesicht redet, ah wir sagen, mager, dürr vnd bleich von aogesichL vber das ertfe hueh Mou. (1527). Rriiij''. 2) scheu, furchtsam, rer:agl: tianiil mo VDS blud vnd vurtzagt machen, das mayni- fieat. (1521). eig*'; Jacob ist so blfide vnd verzagt, dass er nicht amlers ntynelp dena er werde seinpii f;ro!l aiilTjn vnd sein gesinde ausschütten, vber das erste buch Mose. (1527). aaij'>; wer bitfde vnd vertagt ist, der kere vmb. rieht. 4. 3; Rehabeam war jung vnd eins blöden hertzen. dn<; (>r Nich fiir jnen nicht wehret. 2 chron. 13,1 ; wenn yemand noch iung ym glauben, eyn blöde, BChwach gewissen hat. ausley. der ep. vnd euang. vom heil, drei/könige fest etr. '152")», ej'; daniü sie d«e gewissen schrecken vnd binde machen, der 1 W.psalm. (1530). Fj*; die vngebrochene bUtde natur sieh schwcr- lirli e\ g\hi vnd auff got erwcget. vier tröst- liche psalmen. nr»26). B8"; meyn blöder vud armer geysi hüi mü^scu frey stehen alls eyne feilt blume. ein brieff an die ßrsten XU Sachsen. (1524). Bj". Blodigkeit fl'l.Ml!! * blodigkeil), f. Zag- haftigkeit, Jurchl^aiuUt ti : zum audern wia na der beiohtvatter yemand forschen, ob er meine buchie Hab oddcr lesie, vnnd da mit sein biodikeit anslnssen. eyn vnterrirht der bächtkinder. ( 1 52 1). a ij ; e. f. g. szal emen freycn Treydigcu mulb schopflco vnd die blo- tligki-it rthlpgenii. das mngnificat. (1521). Üiij ; so ist DU beide die verstockung vad blödigkeit HMBschlicius heitieB vnaasspredi- licb. aiso predijß amff der tiaderiaaie. (154 OK Mij*. mhd. l.liiHlekeil {Ben. 1, 212). Biüdlicli, adv. mit scheu: er redet gar bittdiich vnd sorgfelltig dauon. das T.eojpit. Pauli SU den Corinlhem. (1525). Üij*. — mhd. MH-(lelichcn. I.l.*..vnr! im mm\ vnd blöcken sie heraus, wie die groben esel. hauspost. Jhena 1559 bL 48 1^ vgl. blecken. Blosz iblos , mhd. blo^ {Ben. 1. 212. 2 IS), unbedeckt, unveriiiUÜ, Im L. in foi- yenden anvoendungen: 1) imdtfJtMiM, «ocild; wer nu auasetsig ist, des kleider sollen zurissen sein vnd du luMihl blos. 3 Mos. 13. 45 ; er aber lies den iinwad tareu vnd flöhe blos von jnen. Marc 14, 52. 2) ein blosze^ schwer! ist ein frtanftei^ aus der scheide gesogenes: mit blossen auss- gezognen schwcrd zu sLreylleo. auff das rbirehrfsOieh bwA ftocfcf Bmssen. (1521). Ciiij'; vnd la^'eii fiir den garten Eden den Cherubim iiiii einem blossen bawendea scbweri. 1 Mos. 3, 24 ; vnd hatte ein blos Schwert in seiner band. Jos. 5, 1 3 ; 3) ein blosser (MUer, nadUer) Mustz denn jr blut ist drinripn. flas sie aiilf einen blossen fcl^tMi vnd iiiclii aulldie onion ver- schUltel hat, da uians doch helle nul erden ktfnnen suscharren. Eseeh', 24, 7; ich wii auch den staub für jr weg fegen vnd w3 einen blos'^rn \cU nusjr machen. 2f», 4. 4) es isi aber alles blos vnd entdeckt ha seinen äugen. Hebr. 4, 18. 5) ila> die beicht scy das (zeigen der au.«- si'l/iircii fiir den priosiem, 151 ein blosz, nacket. selb erdacht deuten, euang. von den Isehen ausueUigen. (1521). Kj*; wirUtaneanielit Hin ^ .f)0 BLÜSZE 321 BLUT 4i« bellen, klaren worl ymh yhres blraten. ■aeketeo, schlechten ja sngon^ willen leucken. fom ahendmal Christi. (1528). pj''; wifldrr aokUc douuerschlege der schntfl Ihul er nicbl mehr* denn Mitt sdnea blossen tnd nadtelen getfler deber. edend. liij''. n ) die Vorstellung von nudus geht in die von Jiolas über: sihistu schier meyn Miimar, was dl wj mit blosser vornunffl oii schrilll ibeo- loginieni. mn^äas vkirtMtllkh bwh bodkf Emszers. (152!). Kj'' ; der glaube ist also gelhan, das er sich frey auffdas hln<;sp pniles worl ervvege. vber das erste buch Mose. <1527). ij^ 7) redemart, einen blnszcn legen: würde nii der hatifft' \nr glaube bangel vnd ^urlessil sich blot^zlich aufT die blossen vnaordiente gutte goUis. enon^. von den Izehen ausselzigen. (1521). Diij*; du wirsl mir keinen hcihgen zeigen , dnr auff seine wirdigkeit vnd nichl bbHlu h auf gotles verheissungp gebetet habe, ausleg. der mamj. von f ruelc. (1527). Of. BlotxliBgen^ adv.plöizUch : or kam bliHz- iingen vber sie. au$leg. der sehen gepott. (1528). 116*; ploizlingca ist er vber sie komcn. ebend. Mikw, bluen, fhnnt; gras, das da thsra. Wittwbacb. ArOe biflel vnd bald weick wird. p$. 90, 6 ; ein mensch ist in «eineni Idben wie gms, er Müel wie eine bhimp aufT dem Mdo. 103,15; ich bin hinab gegangen, zu sciiiiweo ob der wetnslock biflbet. Aofteffed 6. 1 0 ; das ge» filde wird Frölich stehen vnd wird blühen wie dio lilien. Jes. 35, 1 ; LHllien wie eino rose. Hos. 14, 6; so lesst er ym lentzcn gras vnd kraut auflgchcn, das es alles grilnel vnd blnet. «6er das tnU buch JVote. (1527). Eiiij" ; eine rosen, lilien, violcn vnd derglei- chen, die ans der oriien wechst vnd blühet (L.^ manuscr. hat blühet), vom abendmal ChrUa. (1528). biiij*. — wenn aber der aiissatz blühet in der haut. 3 Mos. 13, 12. mhd. blüf*jcn (Ben. t,2l5), ahd. bluojan, piuojan, pluohan (Graff 3, 239). Blnme. /*. flos: das worl blame nach seiner cr>irn vnd alten deulunge heist eine r' -i>M, lilien, violen vnd der gleichen. ro»?i ahendmal Christi. (1528). biiij'; Clirislus bedeutet oichl eine blume, sondern er ist eine blnme, doch ein ander blnroe denn die tnlflrlirlip. cbt^nd.; dor nifv Itrinüt prn< vnd .dli'rli'v Idmnen. der 6.1. psalm. (1534). Jij^ ; dir uMMiseh gehet auIT wie eine blume vnd feilet ab. HM 14, 2; die blumen sind crfür komen im lande, hohel. 2, 12; d is iiew verdorrri, dtp hbiine verweicket. Jes. lU, 7. mhd. bliioinc m. und f. (Ben. 1, 216), ahd. vwhemehend dat m. bluomo, pluomo, doch andb idkon doa f. bluama (Graff 3, 241). (jf^th. hioinn m. nach Grimm wlb. 2, Völ wahrscheinlich aus bl6sma ent' sprangen, weidbe tpofle form sieh ang^ächi» erhalten hat, Blümrn, mit blumen schmnrlien , dann schmücken überhaupt: noch lül es also feiti gcblümcl vnd gcziorct mit dem cusscrlicheD Wandel. Bist. 1, 192\ — mhi, blaemen [Ben. I, 217). Blnmwrrk; n, hlumenähnlicher zierrath: inwendig war das gantze haus eitel ccdern mit gedrelen knoten vnd blumwerg, das man keinen sii in sähe. 1 kön. 6, IS; an allen wenden des hauses lies er schnitzwcrg ma- chen vou ausgehülolea cberubim, palmca vnd blumwerg. 6, 29. Blnt (Iduet), ». die in den aderu dfs Oueriichea hSrpen rinnende fiiissigkeH, 41 üigiiized by Google BLUT 322 BLOTE mhd. bluol {Ben. 1.218), «M. pluot {Graff h, 252). goth. h\6\). 1) nim des wasseiü aus dem üUmu vnd geas» es »uff du trock«ii lanil, so wird d»fl- ' seil) Wasser Mul werdea. 2 Mos. 4, 9; vnd i\vv ilrittc engel gos aus seine schale in die \ya«a$scr her aus. Jbfc. 19. 34; vnd riUeteii sieh mit messern vnd pframen bis dss jr hlui her nach gieng. l knn. IS, 2S: vinl .l.is Mut Mns von den wunden nullen m den wagen. 22, 35 ; denn wo du lur gcrtcbl soll koiuea, vnd die weit sampt deinem eigen gevrissen dich vber- weisen kan d«>ines vnreinen lebens, so wird dir bald das blut vnler au^en .«chiessen. eUiohe schöne preßten. {ib.i'Af. Kiy, i 3) wer menschen blut vergcu^sel, des Mnlsnl auch durch menschen vergosstn wer- den. IJIoä. 0, r, ; vergiessel nicht b!nl. 'M.' 22 i Mul slürlzen. Execii. 14, 19; das sie. onauffiidren vnd on weren, on sehewe miigen | morden, bkit störtsen vnd die weit mit jamer €rfllllen. warnunge an s. I. dmdxchen. ' (1 53 1 ). Fij' ; vnd sein blul ausbluten lassen. ' 3 Mos. 1, 15; 5, 9; vnd alles blul gicssen an den bodeo des brandopITeraiUirs. 4. 7 ; vnd der priesler sol das blut aulT den .iltar d»-< herrn sprengen. 17, (\ : in der stPto, ). Eif. ; 5 i hh rttifs filiit n iib'rstehcn, den (imzer-^ Jtien widerstand ieisim: jr hall noch nichlj aufl's blul widersiiitiden vber dem kenipfcn wider die .sniuii'. Hfbr. 11, 4. — über das blul richten, über das leben su getickt »Uxen: das sich die leute entsetzt haben, vber das blut zu richten, gwo hodoHt pnüglm* (153(ii. Aiiij''. 6 ) böses blul machen : das vergebliche lang«; gaffen vngcdult vnd bOse blut machen. Jeji. 5. Tü''; das sie damit dem gemeinen man büsc liliil \\\(\ ari»*»» wahn ni.iclirii. 124". 1) Ueisch und blul: er ist smar bruder, vnser fleisch vnd Mut I Jfot. 37, 27 ; fleisch vnd Uat bat dir das nicht oirenbart. sondern mein valcr im hiniel. Matth. IG. 17: nisn bald für ich zu vnd bespiarli umh nicht damlier mit fleisch vnd blut. tial. 1,16. BlBlMktr, m. MtUth, 27, 8, der tgpfm- arkcr. welcher um die dreiszig silberHnge, intfur Jitdtj^ dm herm i^errieth, tum fre- yräbnis der ptiger gekauft wurde. illlbad, II. grasxe$ hUiivergie$*en: der bapst solclil durch seine plaltenbengst vod heurhler anrichtet, ott er vnler vn<; deinNi hen kundl«: cm hlutbad sliiilcu, das wir zu boden giengen. wamvmge an t. I. deiubdkm. 11531). F.j'. Blntbräntigam. m. du liivi niir vi» blui- brculigam .... sie sptiicb alier blulbreul- garo vrah der beschneidinig willen. 2 Mos. 4,2h. 26. Blutdurst, m.silis sanguinis, mnrdbegier: der Turcke keinem voick so feind ist aulf erden als den Christen, streitet auch wider niemand mit solchem blutdurst als wider die Christen. Jen. 4, 4 7.V'. BlnidürsÜ;;, nach blut dürstend: vnd was wäre den bluldursligen, vusetligen ty- rannen zu Gostnitcnot, dss sie mit dem todten vorpranten Johan lliisz sto grewliclr ftiren. ron den netcen l-'rlJs-rln-» bullen vud fügen. (1520). Bij''; {der ieujd\ sncbl micli durch die blutdürstigen inordpropliclen zuuertilgen. ermaNim^e sum /riede. (1525). Dj*; alle wercklieiligcn bluldifr^li? vnd wütrich sind. vber das erste buch Mose. (15271. iitiij' ; rair meine seelc nicht hin mit den siiudern. noch mein leben mit den bluldOrstigen. ps. 2*'., n. Blüte, f. ßns, hei L. Idflet *bUiPt> ^e- schriehen: wie die erste blüci an den eheru BLUTEN 323 BLUTHUND ^v erden sie abgeschlagen werden. Hiob 24, 21 ; viul pvhH Iiie {tn wie mit eynem scho- nen liawui, der voller bluelt ütebl, das uiana neittet, er werd die fruehl nitl alle ertragen, aber darnach durch vngewitter ^thio viel bluet vordrbl. euang. von den tzehen ausz- »etsigen. (1521). Fiij*. auch blubel für blflibe begegnet: ja wer ein recht Uatodder blühet auir dem bäum machea kOndte. der 111. psalm. (1530). Diij\ mhd. bluoi (Ben, l, 217), akd. pluot (Gralfä, 241). Blilti, biui fHe§Km la«Mm mhd. bluoien (Ben. 1, 2llh. 1) »innliclt : vml laacht sich in eim grim- men auO, wiewol er seer biulet. 2 Macc. 14» 45; ich v/'il dich auch hiolend machea. Ezech. 35, (>. 2^ ftfjurliih: zum erstenn wnit icli vor- beyszen dieszer malerien hyuiurler still lenateen vniid die aach aich «elb laaieil scu tode blutcnn. originalbr. v. j. 1510 auf der hihi, zu Gotha cod. charl. 379 fol. 2 ide Welle br. I, 207, wo lassen feMl); dariunb «ifl ich aie sich laatea mttde blttltmt tJen. I, &40'' bluten) vnd leatem. der 36. pMrfm. Anj". Bietern, sanguiufus, nach analoyie von Leiiierii, bleiein. »teiiitni u. s. w. gebildet: e des Deiecbera gölte, o dce hhilem gotta. das diese tcort ChriiU noeJ^ /ctl fleAeii. (1527). fij». Biutfarbe, f. damit jr das weisse kleid des letnlin goues rein vad vnbefleclil behal- let von der bluifarben der grosiCtt roten hu- ren. Jen. 6. 13". Blutflüaiigf aul dem bluifiuste bekaflel: dM blttlQflaaige wetb rtlreie ia kein geistlich ding an, da sie Christus saum anrUret. das diese MDorl Christi noch fest stehen. (1527). Ij''; da die bluitlu»5ige fraw Christus säum aurilrct. vom abendtnal Christi. (152S). mj". Blallieiy m. prnßmiue »angmnU, in ä»» folgenden alUesl. stellen die monatliche rei- nigung: wenn ein weih jrs loihs blulflus hat, die &ol üiebeu (ag bey seit gelban werden. 3 Jfoa. 15, 19. 25* 83. vffl. hlutgang. BIntfrennd. m. cimiamgmMm: ein pric- slfr so! sich an keinem lodton seins \()l(ks «eruoreinigen , on an seinem bluttreunde. der jn am nehcslen angehört. 3 Mos. 21,4; (die Juden) «sind blulthrcund. velteiii vnd Lrudfr vnsers hern. das Jhesus Chnisius ein gebomer Jude sey» (1523). Aiij». vgl. blul^frcmul. Blutfreundin, f. conxan geschrey vnd zetergeschrey . . . wider stillen. an den kurfürstenzuSachsi n. / l'»4 r> . rnj". BlntgiMig (blulgtrig), was hluidürsiig: die mdrdiseb« fnd bintgyrige papisten. tenr^ nunge an s. t. deudschen. (1531). Biij"^ blutgirigc miirder. ausleg. der ep. vnd eüang. vonoslernelc. ( 1 544).nj'';der herr hat grewel an den klutgirigen vnd Mschen. ps. 5, 7. Blntglessen, n. «lurch den glauben hielt er die ostprn vtid d.is Iiliilgicsen. Hehr. 1 I. 2S. iluthnaS) n. ein haus (geschlechl i , auf dem eine blulschuld lasiet: vmbSaub willen vnd vmb dea hluihattses willen, das er die Gibeoniter getödtel bat. 2 Sam. 21, 1. Blntbnnd, m ein blutdürstiger mensch, crudelissimus tyrannus: er aus. er aus du Idulhund, du loser nmn. 2 Sem. 16, 7; wer dem erbeiter seinen lohn nicht gibt, der ist ein Iilulliiitnl. Sir. 34.27; os ist kfiiu-r. er hat ein bluthuiul yin bösem, aasleg. der 41* Digitized by Google BLUTHÜTLEIN 324 BLUTSCflULD xehen gepotl. (1528). L8''; ein ori/mpu- chelraürder viid bludbund. wider Hans tVorsL (1541). Oiii^ — VOR Untlrattd iM M irrt mm fehlende adj. blulhuiHlbcb : vie> hi^^rlif, l)luiliiiii(lislürel blUlig iaud. nrnmimg« zwm ftUdt. (1525). Eiip. Bluthind, n. Abraham? blutkinder vnd Irilu ri rn. hawtpoH. WiUenb. 154&*wtnier- VMkA9%t VBd ist der blutkrieg vbcn« arm papir gangen. Ott/T' das vbircMätUA luch bncks Emnzers. (1521). BJ^ BiÜÜeiBy n. dimn. v. blUle: es ist ein achwich btatiin vmb ein wetb, kau aieb nicht aelb ballen uoeli regiriMi. vfter iat enfe huch Mose. Ffiij'. Bintpeitsrhf n , peilschen bis das blui läufi: so werde goU solche harte busse vnd blulpeitxsehen anaehen. jnoo preüffi a«^ der kindt-rtauffe. (1540 i. Biij*. Rlaträrlier, m. caedis vindex: vnd sollen vnter euch freisledle sein für dem blutrecher, 4 JCm. 35, 12 ; auff das nicht der blulreclier dem todschleger nachiage. 5 Jf(M. 19. 6. Blutretb; rothme blul: wenn ewersOndp gleich blutrot ist, sol sie doch schneweis werden, /ea. I, 18. BlaträUig (blulruslig), blutrünstig , blut- triefend: es soll vnd mos das wellilich schwerd rod vnd blulruslig seyn. tun kauffs- handlung und wucher. { 1 521). Gj'; die iner- fertT vv;iron voller wunden, bliitni«tip, mit äciiweis begossen, austeg. der xehen gepotU (1528). B 5>>; {der Htwe) reis dem esd die haut vber den koplf, das er blutrüslig da stund. Jen. 5, 271''; wer scilrhes lliul, der machet sich selber biulrilstig. Eist. 1, 282''; nichts desto weniger macht er {der teufet^ mich luuor blulrdstig. CiaeAr. 206*. Htstig (rüstig) entsprang jedenfalla dnrci^ aus/all df'-i n aus r'\u'i\\'^, v. rinnen. Biut&aner, J>uut:r bis aufs blut, sehr sauer: eim geiltfaals wird sein geitien blutsawer. et» christlich schon» inuL (1585). f^t widderiimb lesl ers einem fromen scliwer vnd blutsawer werden, ausleg. der iehen gepoU. (1528). Giij''; das du dir dein lebe» in sflndeji best blutsawer lassen werden. ausleg. der ep, vnd enomg, von otUm efe» (I544j. sj''. Blutsäufer, m. leer ft/iU »ämß: was bal zu vnsem Seiten den blntseufliDr JoKum se> ciindtirn szo Iiorli erhoben, an den christ- lichen adel. (15201. Atij''; da, da, ylir llt'tsclifressei' vud blulseuUVr. vom abend- mtU ChriHU (1528). fif ; vns hiesaen sie fleischfrcsser , blataeiiffer. htrlx bduntiäi» (1544). Bj". Blutanugcr, m. der das blut saugt: die vnersetliche Mntsauger wollen nicht rage haben, sie erfinden denn das deulschland mil blute befeuchtiget. Eisl. 1. 424^ Blntachude« f. 1} infiestus, hurerei mit bluUwtnMmdtm: wenn jemand seine seh we-- ftler nimpt, seins vatera tochier oder seiner inntter ti^cliler, vnd jre schanilul bcsrhawet vnd sie wider seine schaiiilid, das ist eine idulsoiiande. 3 Mos. 20, 1 7 ; slumnie sün~ den, blulachanden, ehebrueh. teeisb. 14, 26. 2) grosse schände überhaupt: ist es nu nichl eine bJutscIiande , das wir, den golL alle crcalurn geben vnd eingcliian liat, nicht können jm vnsern bauch vertnwen on sorge vnd gcitz? das 5. 6. vnd 7. cap. s. Jfafihej. (1532) stj*; blutschande ists, das wir v^s- der gaben gölte» also vberuemeo. hausposu Jhena 1559, W. 487*. BlutadMÜdy f* vergehen an dem blute det: nächsten, trodurch der tnd verdienet ist: auif das nicht vnschüidig blut in deinem lande vergossen werde, vnd kome blutschulden aulT Digitizc IILLTSCUVVÄUE 325 BOCK ■dich. 5 Mos. 19, 10; errette mich von den bhitschuIHen, polt. pi. 51, 16. hierzu macht X. die glosse: das ist von der schuld, damil ich den lotl verdienet habe. MilMlnrin (bluuchwere) , m. ulcus tang^iineum : da, iln, der arlickell bat den rechten idutscinvereii Irofleu. grund vnd vnocft. ( 1520 '. ({ iiij'' ; wn* hibea vDd balteo lie (ÜB Juden) gefiiDgeD» wie ich meinen caiculiiin. blulsclmcren vnd alle nmlere kraiM Uii'it n.lf>r vnglück gelangen habe, von den Juden vnd jren lügen. (1543). ej''. MMKeft; vod ynn so viel bttchern, ils sie aus slrcwen. noch nie mit einem buciistaben (li^'M fi li!ii(*ili\v«'rcn haben wollen anrüren. vom abciiämal Christi. (152b). siij''. Mitechweln. m. btuHger $^hvteitx: der herr ClirUlus selb solch zagen hat mflsscn fdlen jm garten, 'h'< der blut schweis ini!~ diglich von jni lloi-ä. eliiche schöne predigten. (1533). Jli^ llllsfrCMd, m. ioas blutfreund : vnd wa- Ten (locli seine MuisfrcMuide. von den jüden r»d jren lügen. (I54;i). gij*'. Ile(«lp|»cbift, f. consangvdnilas : die naluiiieh blutsippachaft. multg. der ep. vnd tiutng. vom chrislag etc. (1522). Viij^ tlutHfa«», m. origo sanguinis: drohen ich gesagt, wie sie {die Juden) jre be- whnetttung mit aiilbelsen verdeclien vnd jren blntstamn mit hulTarl zu nicht machen. von den jüden vnd jren lügen. (1543). h irj". IlltstMffe, m. gutta sanguinis : es war aAier sein schwei» wie blutstropITen. £iie. 22, 44 ; die meuchelniürder haben nicht so Vi**! rotilicher blutslropflen ynn yhrem leihe, das SIC yhrer gewalt vnd weltlicher vbcrkeil Iherstcn Truy brauchen, trostunge an die ehritten su Halt; (1527). Aiiij*. Illtsnchlig» blutgierig, bhttdürstig: weil ich mich nit dcmülige Dir ein h wdirichen, lilulsichligcn {so!} lyrannen. auff des bocks An Leyptiiek antnooH. (1521). »iij^; daa ^ir nicht blutsüchiig würden, vberdat er«» huchMose. (1527!. aj''. Ilttawein , m. vmum sanguinis : denn es ^ au nieht mehr »cbleehter wein ym keUcr. Modern blutswein , das ist ein wein, der mit blut Clui^'i Min » n 'irtcramentlich wesen '^otoenisl. vom abendmul Christi, {l 52S). xj*. lintsielchen , n. signum sanguinis : wol kan der schwcrmer hit^ ans dem blul, krlich, sacraoieul, em blulszeichen vnd. dcuteley machen, den He$e wori ChriiH nocA fest stehen. (1527). piij*. Bliiturlbell, n. urtheil über das leben, tvdtsurU^ei^: ich hab selbs viel feiner erbarer menner gesehen md gekand, wenn sie sollen gericbl sitzen vnd etwa ein Mulvrteilaprechen» ilas si*> da Air flohen. swoho^seHpreUgten, (I5aü). Blltvergiesien, n. effusio sanguinis : der gottlosen predigt richten blulvergieasen an. spr. 12, 6; on Mut vergiessen geschiebt keine verfielmnp. Hebr. 9, 22 ; mit blutver- giessen auf! beiden seilen, die epislel des Propheten Jesaiag. (1526). Dij*; der bapst iiiIh hleftirgriuiiu zuberslen» da es also abgehet olin presilge viid lilutvergicssen. tis-rhr. 371''. Bintvergiesserin, f. die blut vergiesjtt: vnd wil das recht der ehehrMherin vnd blutvo^ giesserin vber dich gehen lassen. £sffcA. 1 6,38. k BlntTerkänfrr, m. szo thustti doeh niih bessers dan die vorreter vnd bhiluorkeufler. ausleg. deutsch des y. u. (1518). Hj**. BlHtwint» f, eine wsnt, deren ßUe mal blut vermengt ist: vnd sonderlich müssen die htirger vnd hafjrn kein rot wurst oder biulwurst essen, von den concilijs vnd hinken. (1539). Ej*; er redet jt nicht von der Idtitwiirst oder schwartaen galreden. fbeud. Miiij*. Bochen s. pochen. Bidij m. 1) vorzuysweiee das mSnnehen der Miegep wnigemal auch des Schafes, doch gebraucht L. für den sihafbuck lieber Wid- der : vnd sonderte des tages die sprenckliche vnd liundle bOcke vnd alle ßeckete vnd bundta siegen. I Jfos. 30, 35 ; sweihundert siegen, zwcnzig böckc, 2WeiluirH!ert schnfe, znciizig wider. 32, 11 ; vnd er wird sie von eitinnder scheiden, gleich als cm hirle die schafe von den bocken scheidet. Matth, 25, 32; behut got Tur dem bock die geysse, die yhr horner in seyden geflochten tragen, an den bock zu LeypLUck. (1521). AiJ*. der bock zu Leipzig iH Bmter, dessen «ooffen disr köpf eines Ziegenbocks war. 2 < slurmbock, balken zum slosxen gegen die feindlichen mauern, tbore: mache eine ROCKEL 326 BODEN bolcpfirung drümb vnd Imwc ein bolwfrg^ drunib . . . vnd stelle bücke rings vmb sie ber. Buth, 4, 2 ; dn «r bQcke fflren solle wider die ihore. 2 1, 22 ; er wird mil bttckeo deint^ ni;Mir<'n 7M:*tossen. 26, 9. tn/id. tjuc [üen. 1 , 220), ahä. (»ucch (Graff ^, 30), nach Grimm wtb. 2, 201 aus boclic'ii itossen siammend, wie schon Wachitr und Frisch annahmen. Wei- gaHä\ wlb. 1 , 164) dagegen hiUt bock für ein aus dem romanischen aufgenommenes worl. ■tdicl, f. «an'olo, podse: regiment aber itl ein solcher beUlerpeUz vnd blatlcrichles kinil, (las dir' («oekiln vn«l nMsera bai* der lOl. psalm. (I534j. Uiiif. tMUlcb) nadk ort dtn bodttt: tu der zeil mir von dcioem bockischen {Jen. I. 4o:r inw-kisch) wpszen nichts brwusl war. an den bock :u LeypUck. (1521). AlJ^ Mckleta» n, dimi», wm bock: gehe bin zur lierd vnd hole mir «wey gute bOcklin, das ich deinem vnlor ein c^sen dnnnn iiKirhe. 1 Mos. 27, 9; vnd 2iirisse jn {den Unven), wie man ein bOcklin zureissel. rieht. 14. 6. ■•efcriMelf m, ieb wil dyr hyoftirt nit poslnttcn, die heyligc schriffl mit deynem borkiussel zu «^tiddeln. an den bodt iu LegpUck. (152lj. Aiij''. iockibwt, m. bort des bock»»: er word villeycht doch ertichtetl haben, vns zaJereD. •wie inen<;rhon lere bocküzlioriin vtid fjewnn- iieit bock.>>zbard Uiesze. auff das vbirchrisl- Keh htth boekt Emszerf. (1521). Oiiij*. liclwMll f n. tnaiusUi das ich ochsen- fleisrh essen wülle oder bocksblut tiiiikrn? p*. 50, 1 3 ; kelbcr- vnd bocksblut. Uebr. ü, 1 9. lockshorn, n. au$ter der eben unter bocksbart angeführten eteite in der redduarl in ein liMck.sImrn jagen — = in die en^rc nd.ini, podam [GraffZ, $6). die form mit älterem ui erseheint nur in solchen Schriften, deren herausgäbe L. nichi selbst beiorgte, wie z. b. die predigten über den trete btuA JfoM, dae 1 5. eap. der ersten ep. s. Pauli an die Coriniher u. a. der pL bei L. ohne und mit umlaut : ilrcy hodeo. 1 Mos. 6, 1(>; beide buden. 1 Aon. ?, 7; kssien vnd bttden. dos 15. cap. der enfs» ep. s. Pauli an die Corinther. (1534). Vq*. bedeutwtgen und r*'il''ns arten. Ij die erdoberfläche , erdboden: es p/erd) strampflTet null den boden. ifieft 99, 2 1 ; vnd war doeb aulT eim guten boden, an viel wns^or ■^'pf>n.intz!. Ezech. 17, 8. 2} grunUlage, basis, worauf ettcas r\ükt( vnd solt alles ander blut an des aliars boden .schatten. 2 Jfot. 29, 12; vnd alles btat giessen än den boden des brandopflieralurs. 3 Mos. 4. 7. 3) funsbodett; silie auü' den bodcu vnd merck , wes sind diese fuslapIliBO. ve» iem bei zu Babel 1 8. 1 i rftT grund eines gefäszes, behältnisses : las das fass auswendig schone tauben, boden vnd reife haben. elKcJke tehSne predigten, (1633». Biij*; nür rips raps ynn mein sack, da ist k<^in biitli ii). der 1 12. p^a^m. i l')"}'!). bij*; ehe sie aufl' den boden {tks löuen.- grabens] hinab hainen. ergrilTensie dielewed. Dan. 6, 24. redensarfen; aber du feind- seliger Liillier reisst sl mir Im? (Um ^'piukel- s.ick den hodon tum abendmai Christi. (1528). Ij' ; doli aber wird er auU ein aul dem fass den boden aus «lossen vnd es alle» ein ende machen, das 15. cap. der ersten ep. s. Pauli an die Cnrinihir. (1534'. Q'j''. 5) außewahruuynon . gewöhnlich der räum unter dem dache: {da» un^mih^ herz) wil zuuor kästen . beiittel , keller vnd hoden voll haben, der 127. psalm. i ir)M'- Cij''; wie (du) das koru auü dem boikiii odder jno dem sack sibest liegen, doi 15. eaf. der ersten ep, e, PmiH an die rorwlber» (15:^1). eij^ 6) verfia, soimhl inlransitiva %me (ran«- sitiva^ mit zu boden verbunden* Digitized by GpqgU BODENLOS ' 327 BUUUEN a) tu bodcn g«hen, perire, inierin: siet liahens vhcrmacht, dariimb inassen sie zu liodfin jjchcn. Jer. 48, 36; Nin«'iif winl l>.iM ' au liutieui ^dieo. Toh, 14, 6 ; vtid geiiet •«in leib»ceichen so boden. da» diese worf Christi noch fest stehen. (1527J. iiiiij*; da- itiil geliPl iUr •^\auho. zn liodilem. rher das -erste buch Mose. 0 527). Bbij"; des leulTels dinsl itahyn fiel vnd xa bodem gieng. ebend. &üj*; damit gehet der glaube vndder gantze ClinsiTi!; TU boden. vom JKesu Okristo. (1533|. Üj*. b) zu hoden fallen , sinken , niederfallen, »iedeniHken: vnd sollen alle roauren zu boden fallen. Ezeeh. 38, 20; wichen sie ziirflrkc vnd (iflcii /.ii liiMlrn. Jofi. IS, f» ; so nius der guie Jacoh inii aller seiner krall'i an bodem siBcken. vber das ercle bw^ Mose. (1527). Iil.j''. ' ' ni |MMli>ri reiszen, stoszen , sKIrzon. medei reiszen , tUederslossen , umsloszen : er wird deine «tarcken seulen au boden «eiwen. Ezeeh. 26, 11; also wil ich die wand vriiliurrffcn '. . . \nd wil sie rn liodfn siosseii. LM, 14; darum!) wil ich dich zu boden sliirlzcn. 28, 1 7 ; ehe sie sich vrab- seben, siüst er sie so boden. der 1 27. fsalm. <1524). Biiij'-. d| zn bodf'n werfen, niederwerfen: dn zuslüresl sein« rcinigkeil, vnd wtt ffesl seinen «tnel XU boden. ps, 89, 45; ich habe die einwoner zq boden geworiTen. Jes. 10, 13; wer am hOhisten sehw^lif» vtnl intinoi. er kiloue niclil sinken, wurlU er zu hoddeni. *ber das erste buch Mose, f 1 527). h iiij\ e) zu hoden schlagen. nied«r«cA/aj7tfn,lod^ srhliujen: wnninih wiltii . d;is ich dich ZU boden sciilalie? 2 Sam. 2, 22; es isl ein slircker Spruch , der alles zu bodem schlegl. vber das erste bath Mose. (1 527). Li^ii^ f f zu boden irelen : so vcrfol},'« mein feind meine sppIp vnd ergreifle sie, vnd IreUC mein Jcben zu boden. ps. 7, G. 9) m boden ventdrcn, bis auf den boden unidren; das die wilden Capellen vnd feli- khrhen wunlen tn poden vorttoreU an den €hri*tiichen adel. {1320). Jj^ MciUt (bodelos), ohne boden» grundtos: dns wir sehen, wie ganUvofwyrreltbodentosz nsrbosj, so weit man mit einem bogen sd^esxen kann: vnd gieng hin vnd sattle sieh gegen vber von fcrns eins hn^MMisfho« weit. 1 .Wos. 21, 16. Bogcnschülxe^ m. sagitlarius: vnd die bogenschfltzen kamen an jn. 1 eAron. 11,4; vnd die bogenschlltsen sollen nicht bestehen. Arnos 2. 15. Bohle (hole), /. breites, dickes brett: ist sie eine thür , so wöUen wir sie fesligcn mit cedern holen. hoM. 8, 9. Bohne (bone), f. bekannte svhiHenfrucht, faba: er weis, das die bone vnd rrbeis vor auch ein slcugel vnd schole gewesen isl. Eist. 2, 140''. dsrpl. honen 2 Sam. 17.28. mhd. bone (Ben, 1, 222), ahdi p6na {(int ff ! -'7). Bobreu ^boren), drehend durchstechen, I i intransitiv: vnd bore jm mit einer pfriinen durch sein obre. 2 Jtfo«. 21, G; vnd ' woU auch so gelerl sein , das ich gott durch Digitized by Google fiOLLWRBR 328 BOBGER den liimel woli boren vnd jnn sein kemcrlin vnd ersehen, was er drino machet, vom Jhesu Chrttlo. (1533). Biiij\ 2) transitiv: vnd bort« oben eio loch drein, 2 kön. 12, 9; ein ijrlirher horcl yhm ein loch, wo ylim seine sclinniissc liin slund. diu ditse tcorl Chrüli noch fem stehen. (1527). aij*'; ein loch durch den hymel Loren, ausleg. der ep. vnd euang. vom chrütag etc. fl 322i. (Jij'; ^i"' durch .iiesen arlikel wollten cm loch boren, der l lO.psalm. (1539). Cj^ mhd. lj.»ren (Ben. 1 , 222), ahd poran (Graff 3, 2ü5^, dn- taulversrhiebung gemäix mit dem gleickbed. tat, forare »Um- Hientf. Bollwerk (boUwerg. bolwerg), Ii. «in ant abijfliauenen baumslämmin etc. auffjeführ- les gerüst (werk), sowohl zur hclaycruug ais auch tertheidigung eines orles dienend: Weichs aber bewnte sind, die du weist, das man nicht dauon isscl, die sollu verderben nisrotlen vnd Ixilwersr draus bawen uiüer die slad, die mil dir krieget. 5 Mos. 20, 20; vnd kam ein grosser k«iiiig vnd bc- Isfl sie vnd bawet grosse bollwerg drumb. pred. Sat. !♦ , 14; vnd mache eine belf ge- ruiig lirümb vnd bawc ein bolwerg drurab vnd grabe eine schut drumb vnd mache ein beer drumb vnd stelle böcke rings uroh sie her. Estch. 4.2; von den lieinern dieser slad vnd von dfn hcusern der Uümge .Itirln, welche abj^eliroclicn sind, bolwerck zu machen snr wehre. Jer. 33 , 4 ; lieber so schickt yhra doch ziiiior einen vhedbriefT . . . vielleicht wird er sich rflsten mil ^chui vn<] bollwerg. ein brieff an den cardinal erlz- hUehoff xn Mentx. (1530). Aiiif. boll, hol iu Iiollwerk ist von holen werfen abzuleiten, dam d'is :>pnt-mhd. bolwörc (Ben . 3, &8S) bedeutet auch maschine sunt werfen. iolic, m. pl. bolzen, pfeil, in derredens- art nicht alles tu bolzen drehen ktfnnen, nicht alles gerade machen können: er hat niilii .ilies können zu bolucn drehen. iischr. 3sl''. mkd, bols, pt, bolse {Btn. l, 118), ahd. polz {Graffif 114),iiacft IFei'^and wib. \, 169 V. holen * tdUeudem, wtrfen, schietsen. Bombnrl, m. gebraucht L. I i vom tone der pauke: dreissig bombet von der pauckeo Mirjam, der sdiwcsier Mosi, am rolen meer gehöret, de WMIb br. 6, 322 m etneni Ver- zeichnis der zu Mainz gezeigten reliquien. 2) für rrt'pitus ventris : sie meinen, wenn einem canimul ein fauler botnbart entrüre, so were den deudschen ein newer articfcel des glaubensgeboren.ron denschlüsseln. 1530). Eilij**: im gebet speiet er vnd lips einffn grossen bombarl streichen, an kurfürsien su Soduen. (1545). Ej** ; ausz einem jeglicbea bomhiirt eint- sdnde machen, tischr. 101*. V. tat. borabus {omt fr, ß6ftßog) » Ans« pfer tiefer ton. Bomben y bomhitare, dumpf und tief IS- nen: su letst leuten sie au «amen, vnd bombt die grosse glock mit SU. der 101. ps«l«t. '. ir.34). Bj''. Bürde s. bnrdi. iorgy m. auf borg keaffen, mit derbe^ zaMung warten : wie denen geschieht , die melir aiifT l>nrg kenflTrn , (!f'fi?i sie beralen iiiiigen. ton kauffshandiung ind wucher, (15241. Dij". Borges Ml: l ) mutuum dare: wenn einer seinem nehcsten etwas borget, der sob jm erlassen vnd sols nicht einmanen von sdnem nehestea. 5 Jfos. 15, 2; wenn du deinem nebe$icn jrgend eine schuld horge«;». so sollu nicht in '^ein hniis £r('hpn vnd jiii ein |irandncmen.24,10. 2) mutuum accipere, entleihen: so wirsla vielen vDlckem leihen, vod da wirst von ni** mand borgen. 5 JTot. 15.6; der goltlose borget vnd bezalel nicht, ps. 37, 21; wer borgel, ist des lelieners knechU spr. 22, 7. 3) gegemaU von haar betahlen: darumb dis der nehisle rad ist. tias wer da vcrkeufll» ' i; hls borge, sonilern las jiii li.ir vlu'p In^tznlen. von kauffshandiung tnd wucher. ^Iä24). Cj''; golt mns es dem ftlnlen oder bwra selbs eingehen, das er bedencke, wo, weiiB vnd welchem Iinhen er eine zeche borgen solle oder nnisse. der 101. pxalm. (1534). Cj**. mhd. buigon {Ben. l, i62ff.) ahd. porgän, porik^n (u. ebend. 2) TDd gehet den verkeulTer wie dem kenffer, dem leih er wie dem borger, dem mancnden wie (lern schuldiger. Jes. 24, 2 ; besondern ist das geschenck vcrdechtig, so der borger dem leiber, oder der dUrlTligc dem babeoden xchencku Je», t, 197*. lern . rrt. pl. hiiniL», nun dem nd. aufge- nommene. durch bckannle verselzutig des r entsprungene form für das rein-hochd. hranne (a. i,): vnd kamen an den born Mispat. 1 Mo«. 14, 7; gleich wie ein born sein wasspr quillcL Jer. fi, 7 ; tu der zeit wird das haus Dauid einen frey oflenen born baben wider die sttnde vnd vnreinigkeii. SadL 13» I ; geneyn ding heisi des viel ynn geineyn geniessen, nll. Dj^; Idie böten geisler) las.ten sich auch olU sehen mit leiblicher geslalt, wie die flammi>n am himel daher zihen , jnn dracben gestall odder andi'r 6guren , item jnn weiden vnd bey dem wasser, da man sie sibel wie die bücke springen, oder hürnen wie die wissche. das 6. cap. der ep. Pauli an die Eflkeeer. {Ib'A'A). Giiij''. 2) trantiHv: ich gebe schwarts einher vnd bürnet mich doch keine sonne nicht* Iliob 30 , 28 ; als nich .sanct Augnstin spricht, ach gotl borne hie, hawe hie. schlag hie vnd schone vnsier dort die sieiei^ ftti*» psalm. (1517). Aij** ; weyl sich der gefst so In'!! wey>« hörnet, toidder d. hyml. pro- pheten. (1525^ Ej''; daher auch das sprich- wort kompt , so man von solchen entschttl- digern spricht , ey wie weis bomet er sich, L'v IiDFiif »Iii Ii nicht zu helle, von heim^ liehen vnd gentolen brieffen. M 529). Aiiij"; bis ich sehe, wie jhr eueii bessern odder euch pulsen vnd weis bttmen wttUel aolT diesem reicbslage. vermanung an die geitt- liehen. (1530). F>iij": wnl wir niemand bürnen, köpllen noch verjagen. Lisi. I, 462''. dae wort i$t einte nebenform ton dem nd. bernen = brennen. Bornqnelle, f. tcas das einfache quelle, eigenlUch und figürlich: gott bette eine bornquelle machen kOnnen. Biel, t, 368*; vmb des ehestandes willen, der Ah r stende bornquelle ist. 2, 426"; das sind die drey bornquelle, daraus allegrewel, vnrechl, list * vnd luck, so weyt vnd brcyl lleust. von kauffshamdbmg tnd wmeker, (1524). Cij** einmal auch m. : Adam (spricht er) ist auch ein bnrnijtipll gcwospn . der durch seinen vngeliurMain iiu parniiis die weit erfüllet hat mil sQnden vnd tod. ausleg. der ep. vnd euang. von Ottern etc. (!5M>. Jiittj\ Borsdorfrr, m. eine apfelart, welche ihren namen von dem meissnischen (oder vogt- landitehen) dorfe Bonäorf führt: gute borszdorfTcr oepffel. lischr. 136' ; ich komme freyÜrli litnpsnm gritipniit nifinor dankbarkeit, mein lieber guter Treund, für euer gutwil- liges herx, so ihr gegen mir erzeigt habt mit dem eanlico und den porsdorTern. de Welie br 1, 586. Bvrsgesell) m. genösse. wtirUich socius bursae: welches isl der teufrl vnd seine borsgesellen. BM. 1. 418' (de Wette br. 3. 356). — Datyp. Acl. 311': bnrsgesell con(u&ernfr/f>. Barste, /• sprang , risi , von bersten : iler 42 Digitized by Google BORSTE 330 BOSE ring, so er eine borsten oder ritz kriegt.' taugt er gaotz vod gar nicht mehr, kuriz dtfJwiMfiMff von dem sacrament. ( 1 544). Eij''. • imte» f. 4m »teife haar ä»* tehweint: da schreien nlle sew wiJer jn, streubten die borsten aull dem rilokon. Jen. Ü, öSl*"; so man doch der saw jre horsten lesset. da* f 5. eap. der entm ep. s. Pauti an dh Co- rinlher. (1534)* fj'; ich nmsz knmen vnd der fftrchtniitter auf der kanzel die borsten krauen, de Welte br. A, 635. fokd. börste f.f oM. bnnti. iMdM dm «I, ft. mhd. Iiorst (Ben. I, 22S)i, ahd. ponl, purst {(iraff :i 21^5 Martt, einfassuuy, besals, wie mhd. borte {Bm, l, 223), oM. porto (GraffZ, 213) hei L. nadk m.: vod aben mitten in sol ein loch sein vnd ein borte vnili dydern herein, ausleg. der zehen gepol. U528I. B5''; wer einen bösen peltz hatt der wird nicht die Whtr zu pletzen. «br 101. psalm. (1534). Oiiij*; der gest anfT dorn hrwcn byer. ausleg. der euang. an üen fürnemisten festen. (1527). tiGG"; iu «nen korbe waren seer gute feigen . . . im andern korbe waren seer böse Mgen, das man sie niclil e^s''n kiiiul, so Ixisi' waren sie. Jer. 24, 2; etwa aus eiueui buch vn- i kcndUcber schridt vnd von bösen (d. 1. 1 ' sehlech(fn, undeutlichen) buchslaben. randgL zu 2 Sam. 23, H; wenn dyr eyn dorn dienet, • das du eyn schweer damit auffsteGfiesl odder andemwo isn brauchist, woUtisiti eeyii darumb nil achten , das eyn bosz slachlich puseh ist. amleg. der ep. vnd euang. vom christag. (1522). liij*'; die grossen, böMa, stacblichen diestdo* «on dm Mtun teorte» Dauids. (1543). Xiif. 2) böse von krankheii gebraucht, schlimm, bösartig: so wird der herr wünderiich mit dir «ml^hen mit plagen anff dich vni deimo samen . . . mit bösen vnd langwerigen krancb- heilen. 5 Mos. 28, 59; der hnrr wini von dir Ihun alle kranckheil vnd wird keine büse senche der Egypter dir aufflegen. 7, 1 5 ; da füren aulT böse schwartze blättern beide an menschen vntl an vieh. 2 Mos. 9, 10; der herr wird dich sciilahen mit einer l)dsen driis an den knien vnd waden. 5 Mos. 28, 35; ntd schlug Hieb inil bL e>/n sermon von dem elichen slandL ( 1 5 1 U Aij'' ; aus dem bertzeii der mensclien gehen heraus böse gedancken. ifarc. 7, 21 ; wol dem, der nichl bösen ral l^ibt. Sir. 14, 1; vnd der knalie i Joseph) bracht für jren valer, wo em büse gescbrey wider sie war. 1 Jfos. 37, 2; da das vob k diese böse rede höret . trugen sie leide. 2 Mox. 3r<. 4; auch die junpe kindcr •^i hvn nichts aiül' mich, weuu ich micli widcr sie setze, so geben sie mir böse wort. Hiob 19, 18; sie schmdckoYi sicli iint*^rn:indcr &elbs, das sie jre bö^e sache lorderu. ps. 36, 3; wenn einer eme böse sache bat, vnd das gegentheil mit der hellen warheil ybm das hertzeleid thul vnd bange macht, sol ers mit der band von sich weisen vod das uiaul aatt werfen vnd sagen, es sey nichts, von abend" malChristL (I5S8,). xiij**; die Juristen haben ki'in gowisscii, nemmen ein th.drr n'lcr zelien vnd dienen liosen Sachen, lischr. 3!^b' ; o was yrtbumb, boszer luck vnnd stuck sein durch solch kauekd spiel vnter dem heyiigen namen der cliiistlichen kirchfu ynsz arm volck trie- ben. Widder die bullen des endchrists. (1520;. Aij': die liebe >>chalcket nicht, das ist, sie thul niemand keyn buben stuck odder heymUcben bösen tnckvnd hinderlist. ausleg. der ep. vnd euang. vom heyl. drey könige fest etc, (1525). hij*; ein jglicher bekere sich von seinem bösen wege. Jonas 3» 8; am guten tage sey guter dinge vnd den bösen lag nitn auch für gtit, pred. Sat. 7, 15; eyn frunimcr Christen, der ym glauben feret, der kan sich ynn bösze tage richten, dasl^cap. s. Pauli SU de» CorüUhem, (I&23). Biiq'; schicket euch in die zeit, denn C5 ist böse zeit Ephes. b, Hi : die vnporfclitt ii iiemcn i'iü b«*s eude. iveish. 3, lU. eiu buscs ge- wissen ist das Aeienalsem, bStes ge^a» su haben: wol dem. der kein böse gewissen hat. Sir. 14.2; \o<: vnn ilcni büscn powisscn. lieb. 10, 22; dei iculkl licht dich also an vnd macht dir böse gewissen, derprofhet Sacharja. (1528). Miij*. böses thun, reden, denken, finden, euiiifangen etc.: vnd wo sich der gerechte kerel von seiner gerechiigkeit vnd thut böses. Ezech. IS, 24 ; sol man am sabbatli ptiles (hun oder bes iluin? Marc. 3,4; das koinpt vom herrn, darunib können wir nichts wider dich reden, weder böses noch giits. 1 Jfos. 24, 50; der herr hat böses vber dich ^jeredt. l hön. 22, 23; da aber n.iiiid morckct, das Saul böses vber jn j;e- dachl. 1 Sam. 23, 9 ; wird aber böses an jni lUnden, so sol er sterben. 1 Mn. 1, 52; gcdcncke sott, das du dein gults empfangen hnsl in doiiM'in leben, vnd Lazarus dagegen hat böses cui)ifangeu. Luc. IG, 25; vcr- 42 • üiyiiized by Google BÖSEM 332 BOSHEIT geltet niemand bOses mit bifsem. RiSm. 12, 17. ■•iCKy m. hue«: greilT jnn deiDen eigen bos«m. da* 1 5. eap. der ersten tp* t, Pauii an die Coriniher. (1531). cj». rgi lios.im. Bmcb, m. dasselbe: greilTjon deio eigen bAsen vnt«r deine lincken lilien. «n sermon von dem heiibtman zu Capemaum. { 1 535). Diiij''; so wirslu wol finden, was fiir ein vngletrbiger sclialck jnn «Icinent I)ortzog George schilt einen verzwciuellcn, ehrlosi^n, meyneidigeu boscwicht, da .«preche ich deo gratias tn. von hernUiehen vnd gestolen hrieffen. (1529). Dij''; da redet ahcrmnl der vrrzwciiitllc spii/luiLc \ik1 liösewicht Paulus tiiit seinen herinaphrodilen sein rot- welsch, wider das bapslum tu Rom. ( 1 bib). Gj^; der bosewicht Luther gibt recht vod nimpt kein geld dafiir. de Wetle br. 3, 83; mit welchem jr auslesschen kittui alle fcwrige pfedc des Lüscwichlcs. Ephts. t>, 16; jr hallt den btfsewichl vberwunden. 1 Joh. 2, 13. der pl. lautet bOsewichte (bitte wichle) u. böscwichler: flie vcrzwoiuellen vorrellier. böse wicht, uiunlkT vnd lesterer. fi« tt'id- derruffvom fegefeur. (1530). Eij''; uiil den bOsewichlen. u idder den meuchler zu Dre- Sfn. 1 1 5.*? I >. Hiij" ; «>s kernen die grüssesteu scholcke vnd büsewtchler jns regimcnt. tcar- nunge an t. I. deudsehen. (1531). Ej' ; daruoih sind sie goschmeucht mit fewr, das sie solche Inivcwichler vnd jiclii'Ickc gewest. tt?cliie. das 16. eap. ». Jokannii. (153S). Eij'; wyr fechten nicht mit Ileysch vnd blut, sondern i!iti fl(Mi geystlichen böswicbit n ynn der luSt. das ander teyl widder d. hgml. propheietu (1525). Bj*. Blaewichliscb, baswidrtiteh, facinonh- sus: sein das nit feurige, boszwirbtische (Jen. 1, 419'' hösewirhlische) spies«, so wcysz ich nit was feui, boszheyl vud spicsze »ein. «iijf daa «dtreftrialtfefc baeh boäut Emszers. (1521). Aiiij\ Bösewicbtlach, hitswirbticch, adv. facino- ruae; diszcr arlivkel ist laisch, nerrisch vud bOexwichtisch gesetzt, eyn vrteytierUteotogen tzu Parisz. (1521). Ciiij''; das du aber mü sihcst, wie sie mit dem armen Arsatio sind verrhelemch vod höswichlisch vuibgangcn. idddcr dae büni «nd UM «erdomnür. (1524). Bij''. Bösewirhtlirh , böswichtlii-h , adv. das- selbe: bis sie jn iJoh. Hus, vci r lietei lich vnd büswichtlU'h vvrhranten. Jen. 6, 531*'. BMlurfUg) matitiotitt, improbuei der ma» aber war hart vnd boshalTtig in seinem Ihun. I Sam. 25, H; tiii ll(l^ll;lf^if•er mensch bringet hdscs erfUr aus dem hosen schal« seines hcrtxen. Lae. 6. 45; man sott die scbrin\gekrti'n hören die aiifT Moses SIuH viizcii. fil sie woll Iniv/.|),iii'iiM w.iren. au/f den üochi liu LeypUck antwort. (1521). bj'; er {der teufet) musa ein bostbaOliger, giffUger« durstiger geisl seyn. iitekr, 200^; — ein hnslinffliger zu>atz. ein widderruff vom Icgclfur. ( 1 5:UI). Eij'' ; ein boslia(Rig«'r, fursi'lziger lia»s vnd ueid. ein brieff an dte tu FranekfoH am Jfeyn. (1538). Ej*. an^ slantivisch : iob hasse die Versandung der hnsli.illligfn. ps. 26, 5; wer stehet bcy mir vMth r die boslialltigen? 94, 16; er ist gü- tig vher die vndanckbam vnd boshalliigen* Luc. 6, 35. Bosheit flKw/li.Mt, I .-,-luin /. V so- tcohi die böse, verderbte naiur de* men- acAmt, ob oiHsft die diaraM jKaaanidv ^a BOSLÜf 333 BUSSE Aat: bOsxheit» ilas ist gey^lliche knnckayl, dadurch wir nit lliun norli lassen nm«- \Mr woll scliuldig seyn. eyn kurcx form der ueken geputl, (lü2Uji. Aj' ; boülictl heissl alkrtey vaiugent vitd sOnde, da man Öffent- lich vnreclu Ihiit wirfcr j^oll vnd ilen nrlie- slcn. ausleg. h ktniie deine vcrmessenheil wol vnd deines herfren hnslicil. 1 Sain. 17, 28; das vn- kraiil sind die kmder der boshcit. Mallh. 1 3, 38; lasset vns ostem halten nicht im satir- lelg der boabeit vnd sriulckhcit. 1 Cor. 5, S; ;illf liiilit rcy vnd hoszheil zulrr\lit ii. au den christlichen adet. (1520). Aiiij'j nu ich Wils nicht so arg auslegen, das sie es ans bosheit ihun. ias diese wortChrUHnoch feststehen. (1527). biij' ; das wir beken- r»pn siillen vnser bosfuii vnd der mensch- lichen nalur, das sie nichts guls wil noch gedeockl lu thuen, vnd von der scbejlel an bis aufl den Tuy I i^i. vher 4a8 ertle buch Mose. (1527,*. Jij'; darUmb nius Lenieoh freibcb eine grosse bossbeil do ybiu begangen kiben. ebend. Bij*. 2) telfeti gebraucht L. bosheit fw «orn, furor, in u-t'li h> r b' deutung das wort unter dem toik aujischliehzlich verwandt wird: wiltu für bosheit bersten? Iliob IS, 4; sondern ward noch wfitiger nid brante für boüheit. 2 Macc. 9, 7. mhd. hfiAn-a ilifn. !,225), ahd. bösheil, pusheil {Graff 3, 2 1 doch mehr im sinne von niehU^tatt werihhrigkeitt edUeehte ei- genschaft jeder art. Bdslin fln'is/ün), n. kleine bosse: es ist woll szo eyn feyn büszlin von küniglleyolzen. antwoH devUch de. (1522). Ej"; daa ist »chier ein gleiebM bOslin, wie d. Carl!>(.i(I niil seinem ]<^^rc\ vn>! r-r.wvcn hnchslaben gelruUet kam. das än-se wori Christi noch fe$tMlehen. (1527). ij'. Ntliehy iid». maU, auf böse (d. i. schlechte, laddhnfte art und >r eine : dn dif beiden gleich im jrlbujii böslich lebeten. weish. Sal. 10, 5 ; das sie böslich ^ » - 1 mich gehigen haben. Smnnn. 4H; \n:i' \viiMi n liIH" k<'gel IrelFon viub^chiesseii aull tiiien worlT, iJa jrer uur nenne auff dem bosseletcb stehen. Eist. 1, 39 1**; die iwOlff ItPffH auf dem boslcich vmtiscli loben, (lajrnur netme darauff »leben. Uschr. 6''. bo&sel isi die kegelkugel, von itüid. bu/.eii B«S8erel, f. hosten ireiben: des teufels lust zu pos$erei vnd narrenwerck. iücAr. 211". litwfchlllch «. bdsewicbtlich. löswillig, bösen tcUlen tuibend: meyni ItigtMili.ifT^igc vnd linszwülige antasler. auf} des bocks zu Leypuck anlworl, (1521). aij*; Widder szo viel groxsze, geleite, bosi* willige menschen, manuser. der btU. Jtt Goth x r ? rharU 379 pag. n. BösHilliglich, adv. mit bi^sem tßillen: solch;» (litii aber die brpsUiche kirchc wisseul- lich vnd boswilliglich. Jen. 6. 344". %9if n. gebot, wie bei für gebet: gottcs gebot lassen «in (die päbslUchen) umbsonsl zureiszi-u, wer ifa reiszt, aber jr eigen bot muss niemand aoffheben einen lag lang, de WeUebr.2,3b(). — m/id, I.mi //en. I.1S2). B«(p '1'"' I)oH), m. (Irr mit Pinem nnf- Irage enlsendete: aposlolus auU' knciiescb beiat ein bot auff dentach. von dem hapttum tuRme. (1520). ; angeliis, wilobs wyr eyn cngel beysscn , ist eygcniliph szo viel gesagt als cyn buU*, nirhl cyu büte leiifl'er, der brieffe Iregl, szondern der gcsaad wirt mundlich zu werben die boltschafflt. auisleg. der ep. vnd euang. des adiients. (1522». Xij** ; {Johannes d. f.) kcyn propbel isi von kunUtigeu UeyUen» szoftUeru eyii boU von kegen werlligen dingen, ebend. Xij*: die tage Johannes des liolen vniul wcgfcrligen snynes tierrn. ebend. Xij''; Limb aber sdiickei buleri liir jm her zu seinem bruder Esau. I Jfof . 32, 3 ; vnd Israel sandte boten zn Sibon dem königc der Amoriler. 4 Mos. 21.21; ein chI.t ho\v. 2 Sum. 1 S. 2 leuffer, lier bneife trcgi. auszleg. der ep. vnd euang, des adMeats. (1522). Xij'*; da gehören n« botenlculTer zu. der 110. psaim. |153U|. Knij''; gleich uie ein boUcnlcuiri r stehet für dem lisch und is$el tlngs iuncin in einer eile, hauspost, Jhena. 1559 bl. 171''; die vom adel maeben ans jrem pfarriimr einen büücnloiifriT vnd briefltreger. ebend. 401*. Botenlobn^ m. belohnung für überbrachte bolschaft: vnd meinet, er were ein guU-r hole, dem ich soll bolenlohn geben. 2 Sam. 4. l'i. Botschaft (niK hin), f. in doppedfr bedeutung. l ) icikuniligiitig, meidung, nach' rieht: dauon heyst solch predigt cuungelioiD, 'his hi\l aufl deutsch szo viel alsz eyn Iru- liclic, L'tite, trostlich boltschall^, vkh wiIcIut botlscbain die apostclln genennel werden taweiff hotten, ausleg, der ep. vnd ennftjr. vom clinflayelc. (1522). Aiiij'*; eiiangelion ist oyii lirit'( lii-« Ii wni lt vfui lieisst aulTdeulsch gule bülschalll. vorr. auf das n lest, i 1 522). bl. ij ; du bringest heute Keine gule bol- schalll. 2 Sam, 18« 20; es kompl ein büse botschadt vom gcbirge Ephraim her. Jer. 4» 15; soll sie [Maria \ ein fimttcr goltes sein, n)u«zt sie ein iveybszbild sein . . . vnd der cngelischen botschafll gicwben. dat magiU' ficat. (1521;. lij^': der gesand wirt round- In h zu \\or!H'n du.' IioUscbaHt. auszk-g. der ep. vnd euang. des aduenls, (1522). Xi/* als nu die pompa aulT der gassen vecteubel vnd nach jm {Arbu) harrete, kompt bot- Digitized by. Qoogle BUITtL 335 BRA^O acbaflt, wra «r auird«» gemache gestorben. jttßo predigt. (15J^5). CiiijV 2 \ ehenüo häufig sli'ht linlsrh.ifi persön- 4ictl Jur Uta liuleu uäcr Liuisthaflei ; lUi iuiili lieben sie {Me tngel) auch einen feinen na» nen, das sie licissen angeli, holen oder bol- i>chalTl. eine predi'fi ri>n den engein. f 1 535). Cij*; ditriiach hl kuiumeii erCarol von J^ltUiu auch deyner h. (JMI^IIeet'f) boltschain. eyn ■staibfitff an haptt Leo X. (1520). Bj'; «T^ilifli Iial mich herlzop Georgen liolschalTt zu Aldenburg verklagt citieti vnwarbaflUgeo. Meine aniworf. ( 1 533). AHj*; vnd Mose «andle bol!tchafl\ aiuKades zu dem königc der Edomiter. 1 Mos. 20, 1 4 ; vnd ( d'd«on) sandte fintsrhafTi in gaotz Manasse ... er sandte ■aucb l>u(i>ciiani lu Asser vnd Sebulon. rieht. 6, 3S; so sind wir nu botsehaSten (nciMre ^ibelatugg. haben bulsch, der yhn triehe vnd schlüge, deudsch cnlechismus (152U. verm. 4iu$g.f. Pvj''^ welche alle nichts mehr widdcr vns ihon. denn das sie dem tod vnd belle •dienen, als seine hötte) vnd schergen. von Jhesu Christo. (1533). Jiiij''; da koni]i( Christus ins mittel aus gölten bereth, hei.s.si ricbter vnd bdllel inne balieo. authg. dar «p. vnd euang. von oslem etc. ( 1 544). c 6^ wie böget ßr bügel. steht bOttel ßr hfit- tel, mhd. butil (Ben. l, IS4I, ahd. hutil {GraffS, 82), miiU hole von bieten nbjadeiten, Botter huUry. Bdttichrr (bolUchcD, bultiger, m. küfer, vieior : becken. schusler vnd hotticbcr. or- 4knnnf «'nes jwmcynen koHmi. (1&23). diiij"; hölligfr. tisrhr. 22^ L schrieb hm- (iger (blutiger welches man sehe. mm botticb, «tnfrosset, MiMenu» ßn vtit mir einnn boden, Botz, s. |io(z. ioXf ein am dem gen. goiles (golts) ciU- $prmg9m0r mutmf: box marter. iUdir. 39 4 ^ vgl. potz. Brachen, L. mit Verdunkelung des a sit 0 brochen, ararej proscindere agrums kanstu jm dein joch anknapflen die Kirchen zu inachen, das es hinder dir hroche in f^i nml"fi fliob 39, l 0 ; |)nijget oder broihel oder erbeiiel auch ein ackenuan seinen acker jmerdar tur sut? J«$. 28, 24. — mhä. brächen {Ben. U244), nM. prichdn (Gra/f 3, 268), ton brache imildSc««» von brechen. vgl. brechen 9. inthif brachten, s. prachl, prachten. Brachfignly m. sin mitf tmehfeMem tkk gern aufhallender vogel, scolopax arquata oder sc. phaeopus : was man wachulri heisse, darüber streiten noch vnter sich die lerer, eins leib meinen es seien rsphUner, andere es seien brachuogel. Eisl. \, 373'. Bracke, m. hnnd: e?' (die mönche und Pfaffen) siud die brackeo, die aufl' den pol- stern ügen vnd pfeillen mit dem hindern, der 82. psalm. (1530). DijV ein altes, deutsches wort. mhd. bracke {Ben. 1, 231. 232), ahd. bracho [Graff 3. 277), dessen herleitung noch unsicher ist. Briditn (breckm), f. kOndim, mhd. breckin ( Ben. 1 . 232), in folgender stelle als schelte : >(<• sind iiiclit powcscn wie viisere gollloson. leuüisclieii zeubcrer vnd alti' bre«;kiii »ind. Bist. 1. 497". «yl. Sehmelter wtb, 1, 2 ' I . ßräcklcln flirorklin'i , «. Ideiner bracke, hunäieiH. mhd. breckelin {lien. 1, 232): hie ist es war, das eyn kleyn brecktin geschlagen wini den grossen hund zu schrecken, ausleff* d<'r ep. vnd mang, vom heyl. dreg komg« fest etc. (1525). Aa^j^ Bradem, m. mM. brldem {Ben. 1, 232). ahd, bridam (6rt4t 3, 299), dampf» Amsl, luft : darnach poti aussendet einon warmen oder kallnn [»radeni oder wind, .so folget wcrme, kelle oder »clmee. Eisl. 2. Iii". Bnadi m. 1) drenneiuiss ffidk ftols.* vnd Sinisun gteng hin vnd fii ng drcy hundert (ttchse, vnd nam brende, vnd kerel ja einen Digitized by Google BRANDKURN 336 BRAKDVERZEiCIINET schwantz tnm andern, vrnl ihd cinoti brand ja zwissclicn zwcpn scliwenlzo. rieht. 1 5, 4 ; ist dieser oicbt ein brand, der aus dem iewt- erretlel »17 Sacfr. 3, 2; es ist dem teuffei nur drumb zu thuo, das er vns die augeii von vnser lucern wende %'n(l ftirc vns inii seyneu fliegenden brenden vnd liechlen aus der ban. H» brieff an «Ks dbm fe» «u Sfras^ f»rg. (1525). A 5''. — tpriehwoit: ein naclibai ist lom andern ein brand schuldig. vber da* erale buch Mose. (1527)- lü**. 2) v«rmM$nä6i feuer, inemihm, com- hmtÜo: sage Elcasar, das er die pfsnoen aufriiebe aus dem brand. 4 Mo». 16. 37; man kundle keinen brand an jnen rieclu'n, Dan. 3, 27 ; vnd sie machten nicht vber jiu einen brand, wie sie seinen vetem gelhan ballen. 2 chron. 21. Id. 3) brand im getrai(}e, rubigo: wenn eine thewrung. oder dürre, oder brand (yip'^p.) im laude sein wird. 1 kön. S, 37. L. erfcUirl MlftsI In einer flösse m dk'essr sisllsr wenn d;i> ^'Otreide verscliioncn oder \on der sonnen vrrlir.uid isl. Alb fr US dict. llj' hat brand lu dfr fniclit, ein leer eer, schwarlz vnd verdort. tffi. brandkorn. mhd. brant pL brende {Ben. \, 253), ahd. J.rnnt. |.rnnt. pl. proiiti {Grajf?,, 309). Vitt ableitendem i von dem praet. pran des ahd. iourzelverbums prionan. Bmndkern, n. frwnentvm earfttmenK» perditum: ich pLigcl euch mit dUrrerzeil vnd mil lir.mdkorn. Arnos. 4, 9; ich plagt ciicti mit dürre, braadkoru vod hagel. Uagg. 2. 18. vgl. brand 3. Bmiml, n. 1 ) eigentlich, steUe am kSt' per, wo man sich verbraHnl hat: wenn sich jcmands ;ui der haut am lewr brennet, vnd das brauduial rüllicbl oder weis ist 3 Mos, 13. 24 fr. 2) bUäliA: die so in gletsnercy higcn- rcdcr sind vnd brandmal in jrein gcwis>eii Imlien. 1 Tim. 4,2; zum sechsten halii n SIC ein lirandinali in yhrcm gewis&cn, das ist, ein maalnrlicb gewissen, denn da keyne Blind vnod gewissen ist. da machen sie sund vnnd gewissen, gleiclnvic t-iri hrandnarlte ein vnnaturlich mal ist am leybe. ron menschen leren Uu meyden. (1522). Auij . Bmndmnlteiehen, n. tra^ lirandmal: vnnd haben ei» l(r;mlrn:i'l7etelien von ylironi ge- wissen, grunä vnnd vnach aUer artickel. (1520). eüjS M mnditil fehUnde vmr. zu I Tim. 4. 2. Brandnarike« dasselbe, beleg e. wder brandmal 2. Bnninpfer» n. nbi?. AoloennsMM, iwns^ opfer: Noab aber b.Twei dem herrn einen altar vnd opITert brandoptler auiT dem allar. l Mos. S. 20 ; vnd opdere jn da selb« zum brandoplTer. 22. 2; vnd spaltet bolts snn brandopffer. 22, 3 «. ößer im oll. ttit. Brandepfersaltar. m. der xum brand- opfer dienfitide : den lirandopffersaltar mtt alle seinem gerete. 2 Jlfos. '60, 28; vnd alles blut siessen an den bnden des bnnd- opfTersaitar. 9 Jfo«. 4, 7. 18. Bnindscbade, in folgeudtr tteth L. tcie braml (jebrauchi: ein narbbar ist dem andern einen brandschaden schuldig. vermanung s«m gebet vriderä. T, (tS4l). Biiij' . Brandsrhatzrn, L. lirandselioi^.'n, »^nf gehlaufiage atulatl feindlichen nied^irören- ncns feiUetsenf das war ein idiergebol mi aulTsals. da mit vns gott vber seine gebot be- sdnveret vnd brandschetset. dls J(Mm M^ worl. (1533). Eiiij*. Brandscbwnni, ai. mderwärUger, dia- botue: dss jbr euch nirbt farcht für dem grym des brandsobwanlzs, der noch cyn wenig raucht, epistel an diekirch tzu Erffordt. (1522). Aj''; das oiie zwciuel nicht !
      ' 337 BRATWIRST imdirickctt (brantxeichen), n, was fir,ni; (iencken, das gnlt eine sabea bey den braten gesetzt hat*» xwo Ka^zeitpredigten. (153fn. Biiij*. redetumH: den braten iif«li.Mi. ] sclnniM-ken, eine sarhr merhen: der tcullVI 1 roch den braten wol, wo die sprachen crfur lernen, würde seyn reich eyn fach gevvynnen, das er uicbt künde leicht wider zustopßen. an dif rhadherren etc. (1 524). Riüj'' ; niiis fredich keinen schnupppn hal»en, der solchen braten rieeben kan. exempei einen rechten cbftsd. Nseftojf SU weihen. (1542). Eiiij'': das hürel der bapsl gern, das ich sage, er Sülle sein er wil, das cr aber das euan- PlETS, W6it«ibucli. gelium setner pOieht nadi solle firey vnd rein lassen gclien. dazu audi ftWdern, das liiWct er nicht gerne, dcau er rciichet uieuse vnd schmeckt den braten wol, sorget er künde damit nicht bapst bleiben. Jen. 6, 355'*. tnAd. brate (Ifen. 1. 233). M, prAtO (Gra/f 3, 284), von braten. Inten, assare, iorrere, pra^, briet, «Ad. briten briet (Ben, i,*233), ahd. prA> tan priat {(irafl 3, 284): (die papisten) esel sind vnd esel bleiben nm-'^on, tmn ^'ede, brate, schinde, kere, giesse, bkvve, breche, wende sie, wie man wU. X.V vorr. g» der eekrifl KUngeheil» von priester eft«. n52S). Aiij'' ; i.'ib rair das lleisch dem prie- ster zu i; der wacherer er- beit nicht, «titzf Itinfer dem ofen vnd !«r«-(t öpITcl. an die pjairfifiTn wider den tcucher zu predigen. (1540). Ej'; der herr tira dir wie Zedekia vnd Abab, welche der konig zti 15 iIm I n-rlV IVn T braten lies. 7fr. 20. 22. firalhering, m. da trug man rostige vnd bratheriuge vnnd andere schlechte, geringe, gemeine speise auff. iisehr. 272*. Bratpfanne^ f. sartago, pfannf zum hra^ ten: werfTen alszo die seclen vnd jiewisbcn auszeyner hradpfannen yon die andere, ausi- leg. der ep. vnd euang, vom dmuag, ele. (1322). Xxj^ Brafspirsi. m. veru, spiesz, an tri'Irhen fleisch gesteckt vtrd, um es zu braten: haonen, schosseln, bratspies. groppen. de Wi tte br. r», 32'). — richtiger bratspisl. Rralwiirsl. / lumrira, dünne warst, welche gebraten gegessen wird: sich lassen sehenden vnd mit henden, maul vnd bauch gehandelt werden, als were er eine brat- wiirst. das diese worl Christi nnrh fest stehen. (1527). eij''; oder halte et sorge, wir würden ausgeteilet brod für ausgeteilte bradwarste verstehen? vom abendmed Christi. (1528). Diiij"; c. k. f. g. vvi>t brieffe. (1530». Aij*"; da wir vns müde luil groszcn vnkoslcn c. k. f. g. gcdispulircl hiiUen, war e« alles mit einer bralwursi ver> siegelt, ie Weite br. 5, 2 1 7. Brau, m, oin hraw hipr^. Eist. 2. M"'. irauch (praucli), m. ahd. prüli (OiaH 3, 281)» enchena bei L., ifiie nftd. öder- haupt, «n 210» bedtviungen : 1) usus, antpenilung. ri rfr,>n(Jttnff riiirr sacke, gebrauch: ein tu|»UVi, der dun wei- chen Ihon mit mOhe erbeHet, maeliet allerloy gefess zu vnserm brauch. teeisU. ir<. 7. desselhigen gleiclir-n nucli die man ImIilii vprlas«.('n drn nalurlidicn hranrh des weilics. Uöm. 1, 27 ; syhe nu vorsleeslu was heyli- genn lieysl» was heilig isl, dan es ist nit anders, dan ein alisnnderang von dem misz- pranch Izu dem golliclien prancli. anszieg. deutsch des v.u. (151 S). Miij' : es liat auch der liebe römische ^'oyiz den [iranch erdacht, das man die pfrennden viid leben vorkeulTl anfl' solchenn vorteil, an den christlichen adel. (1520). l>iiij''i der äclirilTl brauch isl. da» »te hnmiiidre heissct nydrigen vnnd zn niehl macheatt. das magnißcat. (1521). dj': wii" infHsen luccln'ii iiu'li! iliiitrn nnrli brauchen nach vnserm duackel, sondern nach der srliriin brauch, rom abendmal Christi. (1528). Bij^;hcy vielen derbrauch ist hlielten, das ninn den «;li>iln iiden das (Tucilix filrgehal- li-n. von derwmi kelmesse. i I 534 ». Hij* ; wol- len vns doch die papislen zu Augsburg lassen beider gestall brauch recht sein, wo wir bellen widerumb wollen lassen einer j^eslall hrancli nncli recht «sein. Jen. 6. 10": nntli heuliges lages im brauch ist das wesier- hembde. liichr. 158''; die spitzigen schabe, die nu nimmer im brauch sind, ebenä, 396*; derhalhcn wyr zu Willemberf; den or^intnon rad las^»en sub-hc {sc. el^ebrecher) stratl'en mit der staujipen zur stad aus, alls mit lyn- dcrer »trade, weyl die rechtschaflene nicht yni l»niir![ <^o]\L J.- ]Vcttc br. 0, 53. pl. auirdii'se drey braurli {Jen. 1, 154' breucb) odder nutz müssen wir den lobesang lassen gerichtet sein, daemagiufieat. (l 52 1 ). bilij*. 2) mos, Sitte, geu^oh'nheit: daher auch der brauch komen ist ynn aller wellt, das fdte hochzeytten odder wirdschaHien Affent- lirh mit wol lehn) vud rreiiden Diispfrirlii werden, das eitern die Kinder zur che nicht zunugen sollen. (1524j. AHij' ;beyden aheii der brauch gewesen ist, das begrcbnis ausser der stad zu haben, ob man für dem sterben fJichi'n mUge. (1527^. V.h*': i«t fiii .illci br.iucii gewesen vdleiciii von Adam lier aufl kernen. vftenfasersrefriiefcJfote.(l 527).ii ij*. Branchen , bei L. nur wie in der älterem siifdiht' in di'v bedeutung mn ufi. nnwetident t eru luden, gebrauchen, und ztcar a) mit dem aee.: ich mus hie erzelen «•iliclie psatnien vml texi, die sie braucheo Jim jbrt'ii viirilii'ii vinl «eflampt. ein trider- ruff vom fege/eur. (1530 ). Euj"; wenn man die klüsler noch brauchelc Tur zuchthcuser, das man junge knaben darin aoffcnnge. hauspost., Wittenb. 1545, tcintertheit 14*; woll jr polt vfrteifitprn mit vnrecht vnd ftir jn lissl brauclien? Uiob 13. 7; die spelm aber von solcher erbeit braucht er speise zu korben, tceish. 13, 12: trespen braiiobl man Tur das vibe. von den leisten warten Bauidt. 11543). Xiy''. b) mit dem gen.i anff deutsch heyst Mefilicb' das, was man leglicb zur bnndt hat Mu! yii iK rfiylscbaflri. ob man des mUm m m hon nil an vnderlas brancbl. ausxteg. deuuch dee t. u. (1518). Fij^ diesen ausKlaufTt will ich than haben tsu gutte wer seyn brau* i Iicii will, ausleg. der cp. vnd euang. rom christag etc. i'ir>'>2). sssj'*; gleich wie wir des Worts 'uiglikk' auch auff zwo weyse brauchen, der prof^et Babaeve. ( 1 52*6). cij'; wie eiu Schuster st iii'T n.ulel, aal vnd drat brauchet zur erbcil. dfud^rh catechis-' mus. (1529). Cij''; warumb hiret dena der bapsi sween schldssel jnn seinem wapeo, so er doch des einen nimer braucht, ttm dp» ftrhlüsseln. fI530). Cij'; der gerechte braucht scins guts zum leben, «pr. 10, IG: liebes kind, brauch der seit. 5fr. 4, 23; ich bitte aber, das mir nicht not sey, Aer kiinbeit /n 1 i irhen. 2 Cor. 10, 2. Rranrhlich, brlluchlirb (breuchlicb), nach den beiden bedeutungen von brauch, I) Mtilis, dienii^, braud^bor: dnimb sich zu, das dz sacrament dir sey eyn opus operanlis, das ist eyn prauchiich werck vnd itiuituLiai 939 BBALT goUe gefälte, nil vmb seyns westens willen, szouJernn viiih dcins plaiiheiis viul ;:(i(eii prauchs wiJlrn. eijn sent^ut^ ron dem hoch' vHrdigen 4acrament. (1519). Itiiij"; der wM etil geheiligct fas sein, tu den ebren, dem hauühcrii hrcucliiicli (1522: Lraiicli- hch). 2 Tim. 2.21; weyl hie ^. Paulus sagt, die govälU &cy goUU dieuerynn, ntusz man »ie laMen nit alleyne den heyden, sod- dernn allen meusclicn braue Ii lieh seyn« von weltlirher vfi' rl. iii ( 1 '<23). Cij" ; 2j gebräudUuh, aUkh: es i&( niL brauch- licb gewenen den romiscben keysern ein solche kröne tzuiragen. poiSional Chrisd elc. (152I'?>. Aiij*. Eisl.ausg. 1,40. icu bicudi- bch ; mil einem Zimmermann inusz ich in seinen terroinis vnd mil solchen worlcn reden, wie sie in jhrem handwerek genannt vnd breuchlii !i >inj. lischr. 377. Brnnrblich, adr. navh brdurli: wem 3uci) wul viitl hreuchhcli ^eredl. auszieg. der epttndeuang. iet Qduenti, (1522). Fiiij". rgl. unbrüuclilich. BmnrhHUg, /. gebrauch, anwendung^: brauchuiig goüicher natur. eyn geyslUch t^g hueMeynn tut. (15l6j. Aij\ Hrauen s. breuen. Brauer (brawer), m. bierbrauer : da man luclii tiab becker, brawer, kHclieraeisler. Eist. 2, US*. — t WC. theut, e3'' brüwer, mhd. brittwe (Ben. t, 260). Braugerälb, -n. dn^ zum hterbraven er>- forderliche gcrälh. de Wede hr. Ii, 3m. BrüilhauSj n. ham worin bitr gebraut »iri. Jen, 3, 437'. Braun, aui reHk wul ichwarz gemischte färbe: rote, braune vnd weisse pf<'nle. Such. 1. & ; uu Tragi der hcylig geyst nil nach rodl, brawn parethcn {gedr. (lanethen). an den ehH$mdten adel. (1520). Liij\ role, schnnrlrp oder liiatmn p.lrot. Eist, t, 103\ — mhd. brän ißen. l, 2G7). aiid, prün [Graff 3, 311). vielM^ wurselvenpanÜ mit brennen, vgl. Grimm wtb. 2, 323* 324. Braunlirhtj lu liiinli« tit • iMcunlicbl), eltcas braun: vnd er t David) war liLutnlrcItl mil ächünen äugen. 1 6am. 16, 12; brauuiicbl vnd acbOn. 17, 42 ; fein sehwarls breanlicht. vber das emlt' buch Mote, (1527). Ji j*. iräulcin (breunlin), n, wie der hirle j jglicbs! «ioliair besonders zeichel oder nennet, [ oin<'< lireiKilin, il.is-nmler schwcrlzlin. auS' Ittj. der cp. vnd euang, von oHem ete. ( 1541J. dG*. Bramlivg, m. wie man auch lieset von Dautd, (!n<; rr ein braunling war. vber dM erste buch ÜQse, (1527). Jij\ tgL braun- lichU Braiuinlb^ rüth i» braun icheinenä, 5e- leg s. unter bleichrolh. Brnnsen, in h> fiiij>>r bewegung stark Mr^ bar sein, mhd. brii:»en [tien. 1, 271). 1 ) vom itaner: das mecr brause vnd was drinnen ist. 1 rhnm. 17,32; deine flul rau- sclicii da her, das hie eine licfTe vnd da eine lielte brausen, ps. 42, 8; die wasserwogen im mccr sind gros vud brausen grewiicb. 93, 4 ; der dasmeer bewegt, das seine wdlen brausen. Jer. 31. 35. 2) fon daher ziehendem kriegsvolk : jie brausen daher wie ein vnge&Klme meer vnd reiten aulT rossen gerttst. Jer. 0, 23. Braiten, n. der eukttanlivisch gesetzte inf. des lorigen: vnd os go^chacli schni llo ein brausen vom himcl als eines gewaltigen Windes, apost. gesth. 2, 2; wUchs geists ntH'li brauscns vnd schwerniens allent- halben vbrig ist. r6er das erste bnek Mose* (1527). Aj'-. Braut, f. pl. breute, verlobte, sponta: die braut stehet zu deiner rechten in eitel küsllichcm pnlilo. ps. -io, 10; wordie brnul bat, der isl drr Lrcutgam. Joh. 3, 29: hc- tilli hieuitt euch sampl «wer lieben brault ynn gotiis gnade, das 7. eap, der ersten ep, s. Pauli zu den Corinthern. (1523). Aij'*; es ist nirlit siindc, ob man eine braut hübscher schuiUckt, denn sonsl eine magü. vber das erste bneh Mose. (1527). Pfij*; mancher hat. seine braut aus seinen armen müssen lassen weg fureu. ron pbfsarhen. (1530). Eij*' ; freier aus schicken, die vmb die braut werben sollen, vnd sie dem breulgam su filren. zwo hot^seit predigten. (1 536). Eitj**; wer< Liliitk hal, der furel die braut heim (Sprichwort), von ehemchen. (1530). Eij''; eitel welsche hochzeii vnd ilorenlzische breule bey yhn sind, «om kriege ttidder d. T. (1529). Giij*; lUrckische breule vnd llo- rentztscbe breutgam. termanungamUegeist' 43* Digitized by Google BRAUTBETTE 340 BRAUTRING liehen. (Ib^O). Giij». in geistlichem sinne: ein c'orponil tliar kein rhristen weiii, Ja keioe nonuc, die doch Cbrislus sonderliche braul sein sol, waschen, von den $dUüM«ln. (1530). mhd. 1)1111 {Ben. 1,273). alul. luiil \(Jtaf[ 3, 2d3), aucA neuvermühUt; äai yoth. bru)>s MaUkAQ,db übenetttymuf^r^f tumu, Irautbeitr, n. ehebetl, mhd. brAlbellc i'7fi ?i. 1, III), ahd [^rnfiielli {(rraff^, 50»: das i.sl die scltüuc dccku vbor das btaulbette oder chebelte gelegt, xwo hoekxdipredigtcn. (1536). Big». BrnQtdifBfr^ m. fiaranrjmphus r d.iinit zeigl er selbs, das das aposlelanu oicbls an- ders ist, dcon das ampt eines freier* oder brautdieners, so dem herm Christo leglich v. itic Iti aiit zurii litcl vlul zuflirot, ebrnd. Eüj^'. BrautfÜhriT, m. dasselbe: die giiUze hoi- lige dreifalügkeil Endui, die braul, füren vud leiten, vnd braalfUirer vnd letter sind. £lal. 1, 208'. Brantgang. m. die eheliche einscfjnxmg : lasse sie aucb keine genicinschail'i inil den Christen haben ... cur lanlTe nicht stehen» noch /.Uli) grabe oder btautgan)^ nicht leide. amleg. der ep. tnd tuang, von oslsm elc. (1540). Aiiij^ Branthor, n.^wambratAttus: desglei- chen wil ich mein brau l hör wider von euch j'ilip^^nrt liaboii. Burkhard I liriefic. 101. Brüutigan, getcöhnlicher ohne den su- sammenselzungsvocal i brcutgam, m. ver- tonter, sponnu: md dieselbe gehet heraus wie ein breuligaoi aus seiner kamer. ps. 19, 6; wie ;^ich ein brcnfgam frewct vber der braul, so wird sich dein gotl vber dir frcwen. Je«. 62, 5; wie k4)nnen die hodixeitleule fasten, die weil d< r IjK uiignm bey jnen isl? Marc. 2, 19; ila her tnus das auch iiiclit recht seyn, das man an elüichen orllen hrault vnd breiutgam von eynander reysset bisa ynn die drillc nacht, das 7. cap. der ersteferp.s. fanli zudenCorinlhern. (1523 . Oj*; nach dem ültenllichcn verlöbniss isl er nicht ledig, sondern ein breulgain vnd chc- man. roi» efceaachen. (I530), Ftiij*; wet> woll einem breulgam vmh seiner redlichen liebe vnd löhlichen bruusl willen solrhc seine varursichligkcii i\i gut halten, ebend. Ginj' ; begabt mit der ewigen gcreclitiokeii ylns breUdgam» Christi, von der freyh^l eynia dtrUten menschen. (1520). Bj''. mhd. briutegome (Ben. 1, 554), ahd, prt- tigomo (Grttff 4, 201); pome , gomn. ist das hntirerscfioben mit lal, liomo tUmma^de gulh. guma = murin, inidunuMr (braulkamer). f. ikalMm: sie ((Kr eonne) geht erfhr wie eyn breultgam aus? -iovnpr hranllkafiier. ausileg. der ep. vnd euang. des aduents. { 1 522). Bj'* ; dem herrn in seine brautkaner brechen md jn seine braut zur huren machen, wider Ben» )Vorsl. 11511). Kij^ Braatlnnfly m. hochieil: wie die wöUTe ihun. wenn sie hochaeit vnd brandlauflt {Je». 3, 456^: braullaufr) haben, von erLenhard k'eiser. (1528). Kij\ — mhd. brutlrtuft {Ben. 1, 1017^ ahd. brüllouO, brAlklouft \,Graff4. lliOJ. Bnidlebet f. die Hefte der hratdlente an einander: die braut liebe soll billich vnd n.itflrlich vertreiben alle ander böse liebe des ticisches, von ehesachen. (1530). Fiüj*; vnd ist die braut liebe odder ehewille ein nalUrlich ding, von golt eing'pnanlzt vnd ein^epehen. ebend. (üiij"; die hrun^l oder luauiliubc. zwo hochzeii prediglen, (1530). Dij''; es sind viel liebe, aber keine ist ab» brünstig vnd hilsigals die brauiliebc. auiteg. der euang. von ostcrn Iis aduent. (1527). Üdiiij^; zur brauUiebe kiui niemand ge- drungen vnd gezwungen werden, lischr. 3 1 O**. iniHtllclj n. epithalamimn, brma nnd bräuligam zu ehren gesungenes (Albe ruf diel. Si]*"): ein luMuilied vnd vnlcrweisung der kindcr Kornh. ps. 45. 1 ; damil ich auch eyn mal eyn christlich epilhalamion , das ist eyn hrnutlieti .stin:;o , wie man vor teilen an ihuu pflegte, das 7. cap, $, Pauli xm den CorinÜiern. (1523). Aij^ BrntaMise, f.: vnd itxt sich gebflrtra predigen an stai der braut messe, so man bisher gehalten. xtPO hodunl pred^len, ( I53G). Ej\ Braatring, m. trauring, annulus proB«- bne: sxo er denn der gläubigen seelen sund «Inrch yhren hnnidtring , das isl der glaub, ym sel!)s eygen niailil. von der freyhegl egnisi cbnslen menschen. (1520). ßi*'. . , y GQOgl BRAUT:>EGEN 341 BRECOEN Braitscgen. m. segenswunsvh über bmut- levte: h\c bey wil ich nicht cntelf»» die dcuil- schen lieder, braut segen vud viel guter heil- samer bttchliD. vermamMg an die geistlichen. (1530). Uiij*. BniuttaS) m, dies nuptialis, hochzeitstag : da DU der braut lag ausz war, licsz er dem maD den kopU abschbhen. von wellUicher vktrkeytL (1523). F5**; der bnuttag «vinl montags nach Barnabe angehen, tfe WetU br. 6, 265. Brecbelohnj m. lohn für da6 brechen dfs fiaehttM. de Wette br. 6, 327. Brechen, frangere, rumpere, mhd. bi {Schon (Ben. I, 239 /7*.), ahd. brechan, prcbhan (Oraff 3, 2G2). golh. brikan. i. intranriUvbedeutungen, 1) ton hulz , rohr , strick: jrn zweige WPrift'!! I'ilr (Idrif LrerlHMi. Jcs. 27, 11; vreun sie jn (den rohrstab) in die band fas- selea , so brach er vnd stach sie durch die Seiten. Etedk. 29, 7; wenn der strick am hcrlCFlcn hell, so bricht er (sprichtcort). der prophet Habarur. f I ri^G). b iij^ 2j von gtbäuden: ein all liaus, das schier einfallen vnd brechen will, ein trötaiehe predigt von der zukunffl Christi. (1532). Aiij*; vnd knacket die well an allen enden /asl, als woll sie schier brechen vud fallen. der prophet Daniel. (1530). Aij*. S) vom herzen: mein hertz wil mir in meinem kil)c bitnlion. Jer. '23. D; ilaninil) bricht mir mem hertz gegen jm, das ich mich sein erbarmen mus. 31 > 20. man nimmt an, dost dat herz berUe» kSnne. vgl. herzbrechen. 4) das augc lnu ht, erlischt: meine äugen wollen mir brechen. Jes. 38, 14. 5) da* praet, gebrochen ramieonu: der scheel ist, oder grindicht, oder schebichl, oder der gebrochen ist. 3 Mos. 2!, 20. G) das weller bricht, änderl sich: dürauU kan die vernunfH nicht antworten, denn also, ibs weiter bricht, wer es aber bricht, das kau sie nicht sagen, aber Dauid sagt, gotl breche es. Jen. 5, 46U^ 7) brechen abstraet, einbredun, endMi' nen; darumb wird vber dich. ein vnglfick koinon. das du nicht weissest, wenn es da- her bricht. Jes. 47 , Ii; es gehet schon attlT vnd bricht daher vber dich. Ezech. 7.7; dieser (der jüngste] lr>fi wird wie ein blix lieres iicr lii orlicii. ztco predigt auff i Jim. 4. (1525). Cij''. 8) in, durch, von etwas brechen: am neunden tage hrnch man in die slad. Jer. 39, 2} wenn ein hausuater wüste, w elche stunde der dieb komen weit, so wurde er ja wachen, vnd nicht in sein haus brechen lassen. MaUk. 24, 43; — durch den ncbel bricht sein liccIiL Hiob 37 , 11; am alirnd brach ich mit der band durch die wand. Ezech. 12, 7 ; so (alle raeine schulder von der achseln , vnd mein arm breche von der rOren. Hiob 31, 22. //. tramidrhedeutnngen. \ j das herz brechen : die schmach bricht mir mein herts. pe. 69, 21 ; was machet jr, da^ jr weinet \nd Itrechet mir mein herlz. apuAl. t/esch. 21, 1 ;5 ; nii ist doctor I.nlher ein wenig hoiTertig vnd gibt nit vil aulT der roinaniaten mntsen vnd gruntzen. das wil yhn das hertz brechen, «on dem baptUm zu Rome. (1520). nj\ 2) hals und bem, arme und beine brechen : er weis wol, das jhm dis stUck den hals bricht, der 117. peatni. (1530). Ji^*; straucheln bis man hals vnd bein bricht. auxleg. seh'iner Sprüche. (1519). Ciiij*; wo du es aber nicht lasest, so brich jm das genick.^ 2 JVos. 13, 13; da fiel er zn rttck vom stuel am thor vnd brach seinen hab entzwpy. l Sam. 4, 18; ich wil enlzwcy brechen deinen arm. 2,31; da kamen die kriegsknechte vnd brachen dem ersten die beine. Joh. 19,32; du möchtest fiillen vnd ein beul iM cchen. mder das bapsUm su Rom. (1545). Diiij'. 3) die mullerbrechen, vulvam aperire: 90 solttt aussondern dem herm alles was din muller bricht. 2 Mos. 1 ?<, 12; nllerley men- lin , das zum ersten die muUei briclit , sol dem lierrn gelieiligcl hebsen. Luc. 2, 23. 4) tupfe brechen, ser6recfteii: wehre, liehe Else, wehre, das wir nicht reich werden, brich du krügc, so breche ich töpITen. der IQl. psalm. (1534;. Kiij*. 5) blumen brechen. pßUekeni mein ftvnnd ist hin ab gegangen in seinen garten» das er roson breche, hoheded G, l. 6) briefe brechen, erbrechen: abwesens Digitized by Google BRECHEN 342 BRECHEN M, Philipp! hnli ich euer schrill niihscn brechen, de H elte br. 5, 27; es ist luir ja mein eigen haiidschriflt wider zu homcn ge- hrficlit n viid gi'li'srii. Jen. 3, 456 . 7i (las Itrul lu' ihpn, stachen und flus- Iht'ilen: nu hcisl la breclicn jnn der scIinlTl, sonderlich wo es vom brod odder essen ge- sagt wini, so viel als sdtcken oihler aus- leil'MT, vomahrndtiialChri.stt. i 1 r)2S . Uij'' ; Lrii Ii li>n lauf brechen : da ich jui (dem meer) den lautn brach mit meinem tham. Iliob 3S, 1 0. 12) den bund, das gesctz, den sabballi, die ehe etc. brechen : ich wd dir ihun t wie du gelhan hast , das du den cid verachtest vnd brichst den bund. Ezech. 16, 59; aulT das nicht das gcsclze Mose gebrochen werde. Jet* 7, 23; jr macht des zorns vber Israel noch mehr, das jr den sabbath brecht. Neh. 13, 18; wer sich von srinrm wi^ibe sdieidel. Matth. 5, 'i2: die scitrifll k;in docli nicht gfljiüc'lien werden. Joh. 10, 35; da< man drumb das geleyd nit hei durSl brechen, vom den newen Eckischen bullen vnd lügen, (1520). Bij''; tlorh liabcn sie, die Sarac^-nen, einen sondern eid, den sie nicht ieiclahch brechcpi. Jen. 8, 30*; sie scheweii sich nichts zu rauhen, zu belricgen, falsch zu schweren vnd t^I.mli n Iirrchm. ehenil. I3> tUu willen, den siua brechen : lulgc nicht deinen bOsen Iflslen, sondern brich deinen willen. Sir. 18, 30 ; dennoch musto er sein synn brechen, vher da* ente Inuh Hose. (1527). Viij". 14) einen brechen, niederdrücken, de- müäUgeni das er seine lieben heiligen hie in dieser zeit manigreltig brii ht, slralTt, demd- tigcl vnd in.irtcin lessi. Jen. 3, 23''; ob er micli vvül bricht vmi ilrückU ebend.; solcbe leuir, die zuuor wol durch die rolle gezogen« versucht vnd gebrochen sind, dai 15. cap, der ersten ep, f. PmUi an die CoriiU^r. (1534). Gj\ 15) spriehwortlidie rtdentarttu: ML bridil eisen, die lügend von a, Joh, Chiyao^ 37). Aij''; wie ninn eine sache von eim zäun bricht, das digse tcorl Christi noch fest stehen. (1527). bij''. Iii, r^lexivet sich brechen. 1) siel» [)i'*(lion, se cruciarc, sich den köpf brechen: da beilrnrkl vnd ijriclil man sich, wie mans wülle maciien. tber das enle tueh Mose, (1527}. Ftiij^; darob sich zwar viel hoher leul, aber sant Augustinus am ineyslcn gebrochen haben, ebcnd. Dij''; da- mit sich auch .Augustinus sclbs scer ge- brochen vnd zumarlert hat. 'Jen. 5» 450*. 2) sieb lirechen, vomere, tieh übergeben : (Hese nacht nirin iials Urger worden ist als zuvor, und mich beint vmb zwey fast «ehr (mit Urlaub) gebrocbcn. de Welte br. 5, 330. 3) unpersönlich: da vnlernander sticht vnd bricht, der prophet Habaeuc, (1526). ciij^ Brcf hiM in flachs brechen t^l da* faeHliv von dem vorhergehenden und hat schtcache flexion: wenn er {der ßaclis) reifl' ist, so der macht, das sie die ehe liricht, vud wcrj reull'el, rüstet, düiiel, plewct» prcchl . , , eine abgescheidete freiet« der bricht die ehe.| man jo. tie^r, 221''. Digitized by Google BBECU£;\UAFTIG 343 BREITEN iwdieaMllg} mit gebrechen behaß: iiH wendig in seinem haus war er ganlz In ocIk h- liailtig. da hei er kein glitrli. Fi«/. 1. 27''. — roc. inc. leul. ante tat. d ij' : hrcclicu- h«nig defeetMoetu. Bfcchhanig, dasselbe: wiewol wir vns vnsrr wfrrk iiicljl vcrlroslcn, vorn)cssf>n oder trhehcn sollen, denn sie an jneo seih nachgiiliig vnd brcchliainig sind. Jen, % 435'. Brrchllrh. gebrechlich: die l>I;!^7f frrrt aiiir dem wasser, .ilsz soll sie sagen, ich hin nichl wasser, szondcrn ich hingehe vnd fare auir dem wasser, vonil isl doch nielil» bmh- lichers in aller crealur. hulUi cene doniini. ' il:>22). nüij''. Jen. 2,^\^- steht (in d*'r enf- sprechenden stelle iirerliljii'hers , wonuth Grimm die etette «nler liredillicli ftm^f, jedoch bemerkt, wahrseheiidieh SU lesen brerl 1 1 i < ■ ! i r t ^ , 71 7/ rt rh l ii h eres. Brerbtiich, prächtig: darumb sammeln sie gfller, batven brechtlich, suchen alles was die wrli vermag gehen. Jen* 1, TC*. Brerkliii s. hrürklein. Brei, m. puls: Maria goU sciigel . gou wieget, gölte hrcy vnd snpjjen maihl. ton 4eH eoneilijs wtd kirehen. (1539). Siij*; wie «lie niiillor jiem kindün hrey für kcwel. auszleg. der ep. vnd euang. ron ostern etc. (1044). Aiiij'; wie gehl der geysl lue autl cyem, wie hat er brey jrm maul vnd mom- melt als ein halh todter, ^'i/ ^ior mensch. das ander leyl tcidder die hyml. prophclvn. (1525). rij"; hic gilU nicht den hrey im maul weitzen vnd niiiin mum sagen, sondern den hrey aasspeien vnd das mummen lassen. ein brieff an die zu FrnnvUfort am Meyn. 11533). ßj'; drumb gehet er vmhher wie die \Mz vmb den heissen bref. vom abend- malChneii. (1528). bij\ mhd. hri, gm. hvkn (Den. I , 230), tthd. prl und |»rlo {Graff 3, 2« 1 1. Brcimanl j n. os obscurius loquens : darumh müssen v/ir solch jhr vricil messen nach jhrem I ii/in vtnl nirlii iiiirli jln-cin !»rey- matil. jlir lii'il/ ,iImm i<[ min fniiil, (l.irumh wird iiTihrli jhr hi üvinaiii vnser lere meinen. OMjf dat vermeint keyserlieh edtef. (1531). Dtiij'. . Bieil» ausgedehni im gegeneats ier länge. mhä. breil (Ben. 1, 236), ahd. preit (Oraff 3, 294): das land isl weit vnd hreil. rieht. IS, 10; lenger denn die erde vnd hreil*»r dt'iiu das meer. liiob 11,9; nicht vl>er einen finger lang vnd breil. der 110. pealm. (1539). Miiij''; eine h.iini lüni ^nl saine lengc sein. 2 Mos. 2®. 1 ti ; vml p ih jm kein erhieil drinnen, auch nicht eines fusses breit. ojKUf. getch, 1, 5; vtid soH einen allar machen f^alT eilen lang vnd breit. 2 Mat. 27, 1. wrif vml luT-il : (!n<; ninn well xiid hreil von .seinen lliaieu .saget. 2 Alacc. S. 7 ; daraus alle grewel, vnrecht, lisl vnd luck so weyl vnd breyt fleusl. von kauffskandtung vnd Wucher. (1524). Cij". — yioh breit machen, sich hervnrthn» . hriisttn. liihmen: er hruslel sich vnd w;ir lurlircchlig , iholt sich erfar, war etwas sonderlich vor allen, macht sich hreylt vnd hoch, der 36. pialm. Ciiij'*. Breite I f. latUudu, mhd. hreiie [Üen. 1, 237). M. breit! (Graff 3, 295). 1) ote gegensalz der länge, dicke , hiihe: rin j:psp('iivt lini widdcr fnrhe, noch dicke, noch lenge, nnoh hreite. das diese tcort Chrieli noch fest stehen. (I527j. niiij ; gleicbwol empfinde ich, dasz ich von der höhe, liclTe vnd hreiie dieser vncndlichcn woi<:zheil kaum vnnd gar nf^lirlich ein ge- ringes schwaches anheben erreiche, lischr. SO''; welches da sey die breite, vnd die lenge, vnd die ticfle. vnd die Ii9be. Ephes. ?>, IS. 2) ebene, planities: die hreiie Pharau. 1 Mos. 14, 6; die breite Sittim. 4 Jlfo«.33, 49; die hnilo /u Mizpc. Jos. 11,8; die hei i!i> ticn hoch n liii vnd die breiten setzen sich lierunler. ps. 104, 8. Breiten, expandere, e^tendere, a) tnit trans. acc, : wer mit seinem nebesten heu- chelt, der l)reit(cl) ein nelz zu seinen fiiss- lappen. spr. 20, 5: vnd solhni ilrithcr liroi- len ein rosiniute decke. 4 Mus. 4, S; vud das weih nam vnd breitet eine decke vber des hrunnen loch vnd hrcitet grütze drilhcr. 2 Sam. 17. S; virl voicks breitet die kleider auir den weg. Mattli. 21, 8; so gicng nu Mose hin aus vnd breitet seine hende gegen dem Ik iiii. 2 Mos. 9, 33; fleiigei der babicbl durch deinen verstand vnd breitet Digitized by Google I BREITOPF sc'mc flilgel gegen miUag? Uioh 39, 2G; brcilc deine güle vber die, die dich kciiueii. ps. 36, 11. — ^) mii refiesc, aee.: vnd steig (flicy) liin aur vnd hrcilcl sich vber jn. 2 kön. 4, 35; ihr Lnwm breitet sich vbfx das gaaUc land. Van. i, 17. mM. breiten (Bm. 1, 237), oAd. breilaD, ) I I [ II [Graff 3, 296), goth. I)rdidj.in. Breitopf, m. pnUarim: eins sein l)aueh ein brevlopff vnd ein breylopft' sein bauch scy. t'OfA Schern hamphoras. (1543J. Cj^; so fcret gou anch pldlxlicb xu vnd schmeisl in den lireylopö, das beide sdurlion vnd hrv) jtu'ri vnfcr die nasen spnilzcn. an dm kurjürsien zu Sachsen etc. ( 1 545). Biii]**. Bnltpriciiltg: kampl eyn kleynisz wind- Icin, so vorwebt sich vnnd v<»sehwiiid der breytprechlige r.iurli , das nyemant weysz, wo er bleybl. deutsch auszteg. des ül.psal- men. (1521). Aij^ Breme. f. oder m., eine grosxe, pferäe und rinder plagende Stechfliege , oesfrus, labanug; es mücht die breiueu vnd biciien erzttrneii. £wl. 2, 335*. mhd. br8me, br^m (Ben, 1, 238). aM. brömo, pri'iDO {Graff3, 30^), r. ahd. prö- nian brummen, mithin S. r. a. hrnmiucntlis titierchen. heule ist in der «citri j isprat he nur bremse üblich, HiUeeUtdi d^ie§fen hat sich brcmc erhalten, vgl. Schweiler 1, 25S. auch in Flesten, nbtcohl bei Yittnar idiot. fehlend, ist breinc üblich, BrCMsen» fonhüdmig det ahä. prSman» mhd. brtroou, fremcre, in fixend' r stelle U'iihl frctidrrr : ilie gollosen, SO soli-b.s sflioii vnd huren, uiil den zceneu kyneu vnd brems- seo, aber doch nichts ausrichten, der dnreA- leuchtigen hochgebomen f. Vrsulen . . . christliche rrsarh. (1528). Fiij^ vgL er- breinsvn und erbrimmen. Brennen, praet. branie, pari, gebraut; mhd. brennen brante (Ben, 1 , 253}. ahd, prrnnnn prnnJa (fir27). Jj*" ; vnd sieben fackeln mit fewer brandlon Tur dem stuel. offenh. Joh. 4. 5; vnd er sähe, das der puseh mit fewr brandte vnd ward doch nicht vorzerol. 2 3fns. 3, 2; von dem glatitz für jm brandte imi hlitren. 2 Sam. 22, 13; in dem pfui, der mit fewr vnd Schwefel brennet offenb. JoJk. 21, 8. 2) bildlich: wer wird geergerl vnd ich brenne nicht. 2 Cor. 11, 29 ; wo nicht gollis sonder gäbe ist, da mus seyn enlt wedder brettDen odder frejen. dn 7. etp, «. BamH 344 Digitized by Goci^^Ic BBESILICN 345 MIEF XU den Corinthem. (1523). Eiij'*; Jas ist pvn brrjwi liebe, die lirinnet ic d.is rewcr. eyn sermoH von dem ehliehen slaudi. (1519). Aij* ; Abda Iretb fanrerey vnd brandte gegen jr« bulen. Ezech. 23, 5; des In im /( rn brcnnpl vn^! i?f ^ffr srlnvorr. Jvs. '.',\), 27; ja solch feur gOlÜichs zoru» Stetten wir an den jadeo, wie et brennet liechler lobe vnd beller glut. von den ßUUm vndjren lügen, ( 1 54 3). diij*; vnd brante fiir Ii islinit. 2 Macr. 9, 7 ; ob gleich der leufel hellUg brennet vnd lubui la schaden, eine fredigt von den engein. (1531). CiijV 31 das participium brennend als adj. ge- braucht: auff die brennende kue wcrOon. 4 Aiüs. 19, 6; wie ein brennend fewr ui meineo gebeinen vencbloeaen. /er. 20» 0 ; er war ein brennend vnd sebcinend liccht. Joh. 5, 35. Irciilien (presiliea) , f. eine (äu< brasi- KeiUMx gewmnene) n4he fm^e: die apoelel vnd euangelislcn sind villcichl so aitD west, das sie nicbt haben kund erzeugen so viel cinober oddcr bresilien, damit sie betten an den nnd em bcidlin malen können, das diese teorl OuritÜ noch feil stehen. ( 1 527). biiij''; ja, wenn jr so !?chreiben wollet, müsset ji auch zusehen, das euch nicht die preüilicn vnler die äugen spraizeU wider den McndUer xn Dr§een. (1531). Bj\ ■retl (brel), n. (abula, asser, mhd. bH'i (Ben. 1,238), altd. prül (Graff 3,2H9) : wir ein klang odder dehn durch luiTl vnd wa^iser odder brel vnd vrand farel. mm abenimtU Christi. (1528). iüij*; wer aussein schiff feilt, der orgreitR ein bret, darauff er ausz- schwinune. tischr. ISS**; der vnlerbeubt- man hies die da schwimmen ktlndten sich zuerst in das mccr lassen vnd entgehen an das land, die andern aber ellicho ;iiift' den brelem, etliche auff dem, das vom schiffe war. apost. geteh. 27, 43. 44 ; dn soll auch bfeUermaeben luder wonung. 2 Moe. 26,15; hflltzene hrotler. der fj^.psalm. rir>31). Dj". Brettern il)i ol«'rn), von brellem: ins vns jm eine kleiue bretlern kanier üben luaclien. 2 JU>n. 4 , 10 ; es ist besser gerinfe naniog vnter einem bretcm eigen dach, denn köstlicher tisch vntfT , 101; diesen hntlles-zt'tger, crSleban Greiz, ebend. 3, 2 1 1 . Bricftriger} lirieuelreger, tu. briefbote: das yhr denn bapsi wnll cinenn botlcn vnnd hriefUreger niachcnn? ron dem hapslum zu Rüme. tl520j. Oj^; ich bin (wie gesagt) nicht riehter» sondern ein Imenelreger des hoben richicrs. widerden bü^t^zultagde- hui'! ' 1 539|. Biiij'-. Mrill^ m. und f. augenglas: vnd haben sie so schariT gesichl, das sie wasser jm fet'r*tir snd stlinee jnn der helle auch ou iiiiU \nd laiern ersehen können, eyn wid- derrv^temfigcfeur. (1530). Cj';denbn1I auir die nasen selzci). ein brieff' an die christm zu Frtinchfort am Ueipi. (1533). ßiij' ; lieber Peler, ich hille euch, seUl die brill aufl' die na»en. das ander teyl ncidder d. hjfml, fPOpAefen. (1526). Ui^''; woitt wir gleich .die Inill , die ynn der well sind, auffscizlcn. das diese wori Chrisli noch fesi stehen. (I527j. ciiij*; las sie brill aulT- setzen, ebend. miiij*. rofi mhd. Iienlle, hardle (Ben. 1, lOG) aus tat. beiill-iv vr -h'in 'flog, dem MUnett eines durchsii huyen edelMeines. Bringen, praet. bracble, pari, praet, I»faclil, selten gebracht, imp. bring u. bringe* mhd. Itringen (J?en. l, 248), ahd. hriit^an. prinkan (Graff 3, 192). goth. hriggan. ein paar m«f begegnei In ithriften brengen ßir bringen, tcelche fcern fedoeh vom L, nicht herzurilhi eu . er wol helle künnen zweige bringen. Ezech. 17, S; ci wird yhr {der erde) ein krallt geben^das sie herausgdbe vnd von sieb brenge gras, kraul vnd bewme. vl^ dos erste buch Mose. fl527). Ej''; d.m mein buch , so ich dis lar Widder die schweimergeisl hab aus- gehen lassen, nicht geringe Gracht bracht hat. vom abendmal Christi. (I52S). aq*. 2) Iiririi/cii , fcrre, afferre, ftjtpnrtare: mau sol euch ein wenig Wassens hmigea \nd cwre rosse wasschcn. 1 üo«. 18, 4; ich Digitized by Goqgle BRINGEN 347 BRINGEN wil each einen Imseii brols briDgen.. 18, 5; mach mir ein eawn, uic i« hs gern habe, vnd bring mirs erein. 27, 4; brinfre mir ein wüdbrel. 27» 7 ; das inecrscUiü' bracht gold, »Iber, eUTenbein , äffen vnd pfonren. 1 jbffn. 10« 22; vnd brachten die eselin vnd da» füllen. Matth. 21, 7 ; du briiigt^s! Iieute keinr gute liotschaiTt. 2 Sam. IS, 20; die gesellen, so yhm diesen meinen bricfl* brach leii , solt er mit ftirsllichem enul angefiiren haben vnd gesagt, was bringt yhr daher? von heitiUidteH tnd gc.itoten bricffen. {1520i. I!m'', 3» ojtfer bnngeii, ufferre, durünngen: es begab »ich aber naeb ellicben lagcn^ das Kam dtm herrn oplTer bracht, t SIos. 4, 3; vnd opffcrten brandopffer vnd brarhien dazu tlaockuptrer. 2 Ho*. 32, 6; einen widder zum scbuldopfler bringen. 3 Mw» 19, 21. 41 bringen, verwrMOdien , herbeiführen, bvu irlrn : jr nirnenion wird den künigen SL-Inadea bringen. Esra 4, 13; grosser grini bringt schaden, spr, 19, 19; sie uierckt wie jr bandet fromen bringet. 31, 18; weil wir wissi n , itris trilfKnl ;;('r;Riii. an den Christ- fkheti M. (1520). Liiij^ das kOnigreich wider an Rehsbeam lu bringen. 1 kön. 1 2. 21 ; wo abor eino ••rnsi au IT mich vnd mem reich bruigeu. L Mos. 20, 9; vnd bettest aho eine schuld auff vns bracht. 26, 10; wider aufT die rechten erben zu bringen. 1 3facc. 15, 4; man bot Tiirhts auff jn bracht, das des todcs werd sey. Luc. 23, 15. e) wir haben« aas multerleibe gebracht. autleg. der xehen ge^oU. (t52S). Mij"; aus diesem berieht kan man ja nicht bringen, das wir einer gestalt brauch recht hallen Jen, 6, 16^ d) wenn jtn ein viifal aiilT dem wege be- gegnete, wtlrdcl jr meine grawc bar mit hertzeleide in die gruben bringen. 1 Mos, 42, 3S ; du wini dis volck ins land bringen. 5 Mos. 31. 7; die hohen schul lerer haben die weit yn den yrlhnm bracht, euang. von den tzehen auszsetzigen. (1521). Lij'; vnd bracht yhn widder ynn den gnaden stand. vbi'i das erste buch Mose. (1527). üj"*; sie Ihun mir arge«; vmb gutes, mich in hertz- leid zu bringen, ps. 35, 12. e) vnd breehte vber mich einen fluch vnd nicht einen scgeu. 1 Mos. 27, 12; was hat dir das vnli k gelhan , das du so eine grosse sUnde vber sie bracht hast? 2 Mos. 32. 21 ; vnd wil ein racbschwert ^r euch bringen. 3 Mos. 26, 25. /") ein man nu'? don kimliM-n Israel kam vnd bracht vnler seine brüder cMie .Midia- nilin. 4 Mos. 25, 6; ich wil euch wol vnier die ruten bringen, fisedk. 20. 37; also das er das grüsscsl teil der weit mit >:ein(»nt betru;; vnipr sich bracht hat. vet- Ityuug dtji alcoran. (1542). Bij''. jjr) eine hure bringt einen vmbs brol. spr. 6, 26 ; vermag ers aber nicht, so bringt er jenen vmbs geld. 5ir. 29, S ; so brechlet jr mich bei dem künige viub nteia leben. Dan. 1. 10 ; die leute so jemerlich vmb leib vnd scel zu bringen, der S2.j)$a/m.(l630).tijV /i) \n»l bracht Tur (cor) jren vatcr, wo ein böse geschrcy wider sie war. 1 Jfoe. 37, 2 ; so bring jn sein herr für die gOtter* 2 Mos. 21, 6. i} vnd SU- ln:u \\\(n kindlin zu jm , ftns nr sie anriIrcCe. Marc. 10, 13; er {ein yuler Pfarrer) kan sie durchs wort zu golt bringen. der 82. juabn. (1530). Ciij*; der teufet verfilret sie (Eca) vnd bracht sie zu fall. zwo hochieit predigten. (1536). Ilj*; da Mhe , welch ein mechliger schwärm kau zu wegen bringen der spmch 'fleisch ist kein nutze', das diese irort CArillf «locft fui stehen. (1527). kij*; man müsse es zu werk bringen, de Wette br. 2, 541; die blutgirigen vnd fabchen werden jr leben nulii zur helirie bringen, ps. 55»24j der recher des blnts sol den lodscitleger tum tod 44* uiyui^ed by Google BBlTSCUEfl 348 BROTOlEfi bringeii. 4 Mot. 35» 19; aber die hoben- priester vnd der gantie rat RucbtCD zcugDis wU\or Jhesum, auff das sie jn lum todc brcclueti. Marc. 14, 5!>. BrittchM «. pritachen. Breekes s. brachen. Brerkei, m. fragmenfum, ahrji'hnM'hencs Stück: also das aucU solch su brochen brod Mde ym grieehMeben, latiaiicbcn ▼nd dead- »eben klasma, fragmcntuin, brocken heisL vom abendmal Christi. (152S). Bij'*; vnd hüben auit' was vberig bleib von brocken zweier kürbe vol. MaUh. 14, 20. — mhd. brocke (Btn. 1 » 245). dWL brocco (Grmft Z, 270), ton brechen. Breekeij in slücke brechen . mhd. brocken {Ben. l, 245). a/Nl. proccbun (üraff d, 26»J : mit fingern brocken odder brechen* iat «»- der teyl widder diehyml. pro^Mm, (15S5). Cij**; spptsc odder körn, das man zum essen brocket, vom abenänial Chruti. (1528). Bij'' ; hatte weder n beiszen noch xn brocken (brecAen). titchr. 208''; weder zubeissen noch ruLrorkf'n. Fix!. 1, rill': Daniel feinde das uu^lcii selbs aus essen , das sie yhm halten gebrockt (etti||r«droekl). der pro- fhet Daniel. (1530). BüiiK Bröckleiu (hriicklin). n. fruslulum: [La- zarus \ hegeret niclits, denn inil den bnlckhn sich zu selligen, die man Tur die huude wirlll. elücA« sehSn» predigten. (1533). Gq*; vnd lesen mit freuden die brikklin, auff, die wir hinwpL' werffcn. Jen. C, 321": vnd kaum elbcho kleine slUlTliu vnd brOckliu ausz der •Her kssllidiilen vnd reichiten fhtndgmbe * hab crlangpii vnd ans liecht bringen mOgen. Üiihr. SO''. Breuune^ f. mca, brvckchenf krimciien: dber dodi essen die bandlm mier dem tisch von den brosamen (nd. biM: krtfmeken) der kinder. Marc. 7, 28; noch hat er (der reiche mann) nicht so viel barrahertzigkeit, das er jm (dem armen Laiarus) bette ein band stro gegeben odder die brosamen vnter seinem tisch gegonnet. das 5. ß. vnd 1. cap. s. Mdlihei. (1532). Gij"; l)rüs;iiiien. l>rort<'ri vnd grumpenso vbrigsind. hauspost. ii iUemü. 1545. wmlerMe^L Aij*. mhtJ. hroüam. broscm, brosme [Ben. l, 262), ahd. brosmA, prosamA (Graff 3, 315) «oftelnf Mwb 0rimm (Wtigttni) etil- Sprüngen aus prohsmi, probsamA, «seldbe« am brechen sich herleitet. Bresaalein (brosaiulin, brosamle)» a- «mdils, «M. brosmelbi : {der relebe wnnn) szo hart ist, dz er yhnt nicht die broszamlin seyn«; tischs gönnet, eyn sermon nuff das euang. Luc. 16. (1523). Aiiij*; das wir die hflndlen sein mOehlent wo die brosamlen aus- lesen, von den eomelHJt vnd kirchen. ( 1 539). Jij*; aber doch essen die hilndlin von den brossainlen , die von jrer herm lütcb fallen. Matth. 15, 27. Brat (brod), n. du tau msM «mI «MMter bereitete , im ofen gebackene , gemeine nah- rungsmittet des menschen: hrod yno kric- chischer vnd iaiciaisclier sjiracbe ist eio der vnd picht ejn das, denn sie sagen der artos , der panis , wyr deutschen aber sagen das brod. das ander teyl Widder d. hgml. Propheten. (1525). Diij**; ^ behielle zu letxt der arme nun kein ringen vom brod im hause. rermoniMf Mmfsbel. (1541)* Gij**; ini M'hweis deines angesichts soitu dein brot c&scn. 1 Mos. 3,19; ich wil euch einen bissen brots bringen, das jr evvr hertz labeU 18, 5; legt brat auff 1 43, 51 ; bistn gölten son , so spricli , das diese stein brot werden. MaUh. 4.3; vngescwrl brot. 2 Mos. 12, 15; gesewrl brul. 12, 15; das liebe broC aviHe§. dw emi^f. eon osfern. (1 544). Aaq^ $ das liebe treuge ((rodbie) brot. bÖiMpoef. Jhena. 1559. hl. (30*. Der pl. lautet, so fem brol den laib broies beieiebiMf, brot d. i. brote: vnd nam die fünir brot vnd die zween fisch, sähe auiT gca liimel vnd danckcl vn^i hrrtchs vnd gab die brot den jangem. Maiih. 14, 19. mAd. br6t (Ben, 1 , 263), ahd, pröt (GrafT 3, 291), goth. mangelnd, du MUnng du tr m. das sind nicht brot, fleisch üigiiized by Google BRÜT£R{( 349 BROCK£ 22. ( 1 535). Kj*. Iritera^ von brot: vnd lieissen ^uscrn goU den brtfdlero gott, den weinern golt. ioi Mt$» wüH (^ritU noch fnt tt^m, (1527). bij*; den brüdlerii golt , den flei- schern goU. ebend. fij*; wiewii er nti >;nlrli<; beybriageo, das Christus einen brüdtern leib habe? vom abenOmal CkriiU, (1526). oUij\ ■nMurlf , f. fwthe du hroH: szo gebe goll, ilas mflsscsl eytld brodfarb rs en vDd nymer mehr kein brod. anlwort deuuch. (1522). Diij^ IrtlftfiMPi m. «i» iMMM, «Ptffeftm L, im leugnem der leiblichen gegenwart ChrisU im taeratnent des altars gab: brotfresscr vnd weinseuffer. kurlz bekenlnif vom h. sacra- MM4. (1544). Biiij*. IttttaW) n. belli hoysi eyn h«wn» lehem heysl speysz oder brot, Uelblf^honi ovtt broii- bawsz. attsleg. der ep. vnd euung. vom dtrutagele. (1522). Gj*. Iftik^lfe; m, fomariwm: vnscr vernunin bic sich nprrisch slellet zu dencken, weil sie das württin *ynn' gewonet ist nicht anders zuuerslehen, denn aull' die eine leibliche, begreiflliehe weise, wie stro ym sacke nid brod yiu korl)0 , drunili wo sie bOrcl , dns goll sey ynn dem odder ynn diesem deiickt sie ymer des slrosacks vnd hrodkorbes. vum abenOmßi CkriM, (1528). kiiij*; zur not und brauch hatte Christus .sell>s gelt, beutel vnd brolkürbe. randgl. zu MaUh. 10, 9. bUdUch, der leib des menschen: das er nieiii nreble,der ttsdensack Tnd der brodkorb mtlsse schaden leiden, der 1 1 2. psalm. ( 1 526). d 6^ Brofknche, m, colf'jridn panis: vnd icdeto au» alletu volck euicui jgUcben ein brot- kuchen. 2 Sam. 6, 19. BNtHMMry «I. «Mtser simi drotrcftnn- den: c\n weidenos oder heseln rütlin kan icb mit I üi 'rn brolmesser zu schneitlm. (ischr.'il\ Mretreigea (brolreihen), m. in der redens- arf den brolreigcn singen — betUtitf ver- achte mir nicht die gesellen, die für der ihnr panom proptcr deum sagen vnd den brot reihen smgen. das mau kinder zur achten halten tüite. (1530). Giiij*. Bretrlnde) f. die rinde, kruste des brotes : dem yedennan feind ist vnd nicht die brod- riade gOnnet. «ber ios mfe bucifc Jfof r. (1527). Kkig*. Bretsack, m. pera panaria: dns sacra- ment ynn den hals geslo&sen als ynn einen brodsack, ob «mii /wr de» «lerben ßthen müge. (1527). Ciiij'*. 9f9inng , f. viclHS , nahnmgsmittrl : v. I. g. wollen doch yhr gnedigltclt dte&cu wiuler aus mit brotong behUllTlich sein, de IFeffe br. «. 211. Brotwam, m. blaila: das kihiige vnd ftlrsten keinen) münclie odder pfalTen, wie geringe der selbige brolvvunu war, Uiursleo em bar krflmnien. der 82.]MalM. ( 1 530). Aij^ Bretael, /. didm, Mfibende« «ddeften, s. protzel. Brack f m. fractura, risz, mhd. bruch (Ben. 1. 244), ahd. pruh {Graffd, 270): der du die erde bevrcgt vnd /.urissen hast, heile jrr brUclie, die so rurv-rli* H, i j^f p^, 00, 4. Bruch, f. lioie, mederkieiä . mhd. bruoch {Ben. 1, 270), ahd. pruoh (Graff 3, 277): die bruch ist nu oflt von vns zurissen. irider Hans Wor?f < Oj" , die spinnewebige bruch. ebend. Ütij' ; luil rücken, brUchea vnd schuhen, von den jüden vnd jren lügen. (1543). biiü*; mflgen in die brach Ihun vnd an den hals liencken. wider das bapstum zu Rom. (1545). Diij**; ich zwar helle in die bruch geschissen vnd were dauon gelauil'eu. fMr. 384K iricb» m. kramdh, $^rtuteh: wie ich pflege die cinoMf's, so keine bnich mehr liaben, worluos zu nennen, von den con» cilijt vnd kirdten, (1539). Eij". Bräcklg, tuitreu: weil nu liie goll schei- det, so wird das ander teil los vnd frey, das es nicht verbunden ist sein gemaheli so hrflchig an jm ist worden, in bdiall^ Jen, 5, 383*; das wir der zusag aicbt brOdiig wflrdcn. de Wette hr. 5, 03. — mhd. bnlcbif (Ben. \, 244). Bricke^ f. über ein wasser von holz oder itein genanter «wf; ta Präge aulT der brOrken. ein brieff an die zu Franckfort am Metfn. (1533). Bij**; wo ich kan vber eine brücken gehen, sol ich mich nicbl ferlicli wagen vnd waten in ein wasser, da ich er- sauffen raüchl. wider den bischoff zu Magde- burg. (1539). Diiii"; er bat lassen brücken j Digitized by Google BRÜDER 350 milpEHUECiil vher die wasser iMwea, darüber ein igliclier sicher gehen kflnnc. vber das erste buch Mose. (1527). Xiij'. bildlich: das worl isl die einige brück vud steig, durcli wilchc der hnltge geisl xa vns kOnipt. fennoii von dar heublsumma gnltes gppots. ( 1 52»')). c 7**. — mhd. brücke {ben. l . 24»6j» ahd, {»rucchä {Graff 3, 2Slj. Braier, m. pl. ntwMen bradere (s. b. Jfafift. 13 , r)r)). dieses durch alle unsen- sprachen gehende icort \ mhd. bruocier» ohd. pruo(lar«^o(A. bru^) yebrauchi L. \) ßr dfe $&im0 dmelbm vaterB » der- selben muller; vnd sie für fort vnd geiiar Hebel seinen brudcr. 1 Mos. 4, 2; zu band darnach kam er aus sein bruder. 25, 26; Joseph war siebeniehn jar all, da er ein hirte des viehs ward mit seinen brttdera. 37, 2 K. öfter in der h. schrifl. 2) für naher hlul.sveru andler : als nil Abrdrii iiürci, das i>eiii bruder {Lol, Abrahams brudertiohn) gefangen wir. t Mot» 14. 14. liaeh L's auffassung der hrüdcr des lierrii (vgl. rom xchem hnmphoras. 1543. Mij'M gehören hierher auch MaUh. 12, 46; 13, &5; Joh, 7. 5: apost. gesA, 1, 14. 3) ßr stamm- vnd voUtegenosse und in weiterem sinn fit r n ebenmensch überhaupt : da Mose war gros wordcu , gieug er aus zu sei- nen brttdem. 2 Jfoa. 2 , 11; gebeut dem volekvnd sprich, jr werdet lUirch diegrentze ewr brüdor lU-r kiii.lor f'snu ziehen. 5 Mos. 2, 4 ; ich wd des nienscbca leben reiben an einem jgUchen meoscben, als der sein bruder ist. 1 Jfoa. 0 , 5; wer mit seinem bruder zürnet , der ist des gericbta schQldig. MalUi. r>. 2'>. 4) fi*r kioslergenosse : er isl üsl von jogeot auf mein klostcrgcscil oder bruder gcwest. Darkhardt briefw. 457. ■y) bnitlor = freund: es isl mir leid vmb dich mein bruder Jonathan. 2Sam. 1,26; lebt er nocb, so ist er mein bnider. 1 fcon. 20, 32. 6) im lt. (e.st. heiszen brüder die durch ihi'< hitnd des glanbens und der liebe mit Christo und unter einander verbundenen: wer den willen Ihnt meines vaiers im himel, der selbige ist mein bruder. MaUh. 12, 50; da sie die brUder gesehen hatten vnd tröstet, zogen sie aus. apoiLgesch. IC, 40 ; darii.1t Ii hl er gesehen worden von mehr denn filnfl hiinilerlbrfidernauffeiniürtl ! <"or. I 5,6. 7 ) bruder Veit ist bezeichnung der lands' knechte: was sie yhren predigem vnd pfar- herm entzogen , das sollen sie bnider Veiten den landskncchlcn in s.nnon bracht haben. eine heerpredigl wider d. lürcken, (1529). Ej'': vutl sondethcii sollen die heerprcdiger das kriegsvolek- auch dem wilden, woaten» rohen bruder Veil , der viel marlems , wun- dens, frantzusens, pc^^lclcntzen? , sancl Vol- lens, s. Aolonius. n. Oniniius etc. kan, hart ermanen. vermanunge zum gebef vider i, Türcken. (1541). Ciiij«'. Brnderbaas, n. hnns einer geistlichen bruderschaft : solche kloster vnd brüdcr- hxnser mir aus der massen gefallen, de fVeUe br. 4, 334. Brüderlein i bniilcrlin ), n. dimin. r. bnider : meme zarten kindrr , iiu-mo hnhlerliii. nuff des königs zu Engeiland leslenchrifft. (1527). Biji>; die gOlden broderiin. lelder den icucher, (1540). GÜij*. ! Brüderlirli , fraternun: die brüderliche liebe vnlcrnander sey hcrlzhclj. Rom, 12» 10 ; von der brOderlichen liebe aber ist nicht not euch zu acbreibcn. 1 Thea, 4, 9. vgl, bruderlicbo. Bruderlieb, adv. frateme, ahd. prüder- liclio lOraff 3. 30 1 ) : ich habe, als mir mein gewissen zcugnis gibt, euch* allen ebristlich \nd brüderlich trew pnug geradten. er- manunge zum friede etc. (1525). Diiij*; haben sie denn mit vns Heyden so brüderlich gehandelt, so sollen wyr widdenimb broder« lieh mit den jinliti tumdeln. das Jhesus Christus ein gchorner Jude . roclit«' .liifii l ilurch seinen zorn, verdarb er von wogendes wütigt!u brudermords. tceiJsA. 10,3. Bradermörderi m. vnd mus jn gehen wie Cain dem brudermffnler. vom tdkem Aoin* phnras. finn). Iliiij''. Bridcrrcchtj n, jus Jratrum: das wir üigiiized by Gopgle BRCOEftSüUAFT 351 uclit allein »Mb kinds recfal* sondern auch nach Lrudcr rcclil pfafTeu viui priesler sind. von der winckt lmcsse. (!53!^1. .lij'. Bradei^cbaft; ItnidcrsoiiaR, /. mhd. bruo- derscliaft (Um. 1, 271)» oM, bruadersetf «?ra/f 3. 301). 1) fraiemilas, germanitas: vnii icli 211- liracb meinen anUera ^lab \> eh , das ich aul! habe die brudenclialR Ewisehen Joda vnd Israel. Suät, 11, 14; das sie diesen briefl vber anlwoiicn , vnser hruderschalll lu ver^ ncwen. 1 lliacc. 12, 17. 2) eine Verbindung su gemeintchafüiehen goUeidtenUlicken iUmngen: eyncn rechte» ^or>I.iiiil vnd piauch zu lernen iler Ijruder- schatricn, .soll ni.in wis^^en viui erkennen den rcchlcn vfiiersclieyd der iHuderschHiTlen. die erste ist die goiUcbe, die bymiisebe, die aller edlisle , die alle ander vberlrill ... die ge- tneynsfhniri aller heylipen . . . kcyn an^Wr bruderscliaffl ist szo tiell vnd , dan na- türlich kradersebafll ut woU eyn ileysch vnd blut, eyn erbe vnd eyn haiui, aber musz 5M1 doch teylen vnd mengen yn ander irebltid vnd erbe , die parleysche bruderschatlien die haben eyu rcgisler, eyn lucsz, cynerley gul- werck, eyn leyt» eyn gelt, vnd als nu gebt eyn bici , eyn fressen vnd eyn sanfTcn. eyn sermon von dem hochwirdigen sacrament. (1519). cij''. IrMefMkillbrtef , «. da vberaeugen sie alle jlirc slilTlbrieue, brUderscbalTilirioiie, da- rinnen sie versiegeln, verhiieiiiMi, vcili('i><5cn vnd verkeuiTeD alle jhre gute wcrck. der 117. pfAlm. (1630). Pj*. Brühe, f. jus, mhd. brilejc {Bm. 1, 267) : vnd (iideon kam vnd srhiaehtel ein rijren- bückhn . . . vnd le^l lieiscli in einen korb vnd ihet die brflh« in ein ttfpften. n'ehl. 6, 19; geus die brühe aus. 6, 20. Bribfsrhrnkr , m. gut juscutum regi vel principi m(m« 37, 4. Brnmmrn, dumpfen Ion von sich gebi'n: wir bruinnien ;j|le w ie die bcren vnd eclucn wie die lauben. Jen. 59, 1 1 ; vber die knile tu Kir Heres brummet mein hertt wie eine dromclc. Jer. AS, 30; darumb brummet mein hertz vber Moab wie eine hrirfTeii. Jes, 16, U; dort murret einer von kloster ge- lObden, da brummet einer von der heiligen dienst, corr. L.'t zu der schrifl Klinge' bei ('s von pn'csterehe. (152 51. Aiij'; die da murmelten vnd brummeten in der kirclien« wenn man die geistlichen lieder suoge« tischr. \S'\ schon mhd. brummen (Ben. 1, 2 IS , (lus dem pl. praet. des mhd. noch vorhandenen, nJid. aber erloschenen brimmcn. welches aus dmn ffieiehbed.äl§eren pHSman (GraffZ, 303) entsprang. Brunn flirun), m. fons, puiius , qcn. bninns, brutiiies, pL brUnne. neben dieser im 16. ß. herrs^enden slarke» form bei L. auch die organische schwache fiexion, mhd. bruiinc gen. brtinnen {Ben* 1, 268), ahd. prunno i Graff 3, 3 1 Ü). a) belege für die »tarke form: vnd sibe da war ein briin attff dem felde, vnd sibe drey herde scliafe Ligen da licy, denn von dem bniiinc ptle^'lcn sie die herde zu trcucken, vnd lag ein grosser stein fiir dem loch des bruns. I Jfo«. 29, -2; so sol jederman sei- nes brunnes Irincken. 2 A«n. 18, 31 ; da im .Ihesus niHrle war von der reise, salzte er sich also auir den lirun. Joh. 4, 6; das ist der lag, da aufibracben alle brOnne der grossen tielTen. 1 Mos. 7,11; da beide brünne vnd beche vcrlrocken. der 65. pso/m. Di'gitized by Google BRÜMLEIN 352 BRÜNSTIG (1534). Ilij*: das sie (die Juden) bescbül- digl gcwcsl, als hellen sie wa«iscr md brün (d. i. briinne) vergiiTlet. von den Juden vnd frmia99H, (1543). diiij*. h) für iU tdkwaehe ßexion: darumb hies si«> ilen brunnen ein bniDoen des leberuligen. 1 Mos. 16» 14; die steig hin ab zum brun- nen. 24, 16; bue aber kam vom bnronen des lebendigen vnd sehenden. 24, 62; tral er (Jarnb) hinzu vnd wallzel den stein von dem loch des brunnen. 29, 10; mich, die lebendige quelle, verlassen sie vnd machen jnen hie vnd da aa^hawene brannen , die (loch löcherichl sinJ. Jer. 2,13; ich wil jr meer aiistrocken vnd jre hninncn vfr-^ptlien lassen. 5t , 36; daher gibi man jucn [den jfiien) Olli in den historien schult, des sie die brunnen vergifft haben, von den Juden vnd jren lügen, f 154 31. Sj*. einigemal er- scheint in der bibel auch ein schwacher, umlautender pI. brtnnen , s. fr. S Mot. 6, 1 I , S, 7. 2 rhron. 26, 10. Brünnlfln (hnliiloiii), n. fonlicuius: den- noch sol die slad gottes Tciu lüstig bleiben mit jren brdnlin. p*. 46, 5; golles brfln- lein hat wasscrs die falle. 65, 10. Brannloch, n. die Öffnung des hrunnens nach oben: vnd sie pflegten den stein von dem brunlocb zu wellzen. 1 Mos. 29, 3. Bramf ttelle (branneqneUe), fmu: wo CS ddrre gevresen ist» sollen hninnequellcn sein. Jes. 35, 7. Brunnthery n. vnd gieug hinüber zu dem binnlhon JVe^ 2t 14« Brnnnwasser, ii. guittwaaer: tvir wollen auch des brunwassers nicht Irincken. 4 Mos. 21, 22; wie ein geiagler birscb be- gierig ist nach einem frischen brnnwasser. so verlangt auch meine scele nach dir, mdn gott. Jen. 1, 479^ Rrnnst, f. ardor, mhd. brumt {Ben. 1, 253), aUd. prunsl {GraffS.Z 1 0), ronbrinnen. 1) heftii«r {br$tmender) getchledUstrieb, ardor coeundi , von thkren und menschon : du leuflest vnibher wie eine camelin in der brunst, vnd wie ein wild in der wti»leii pUegt, wenn es Ihr grosser bronst lechUet vnd leufll, das niemand aulT hallen kan. Jer. 2; 24; vnd cntbrand gegen jre bulen, welcher brunsl war, wie der esel vnd der hcngste brunsl. Exeeh, 23, 20 ; als die hirschen vnd cberschweine in der hninst. Verlegung des cUcoran. (1542). Jj'; dis consilium {xu Nkua) settl, das, wdcbe sieh sdbs enif eOen wider die grosse vnleidUche brunst jrs (leischs, sollen nirlii zu clericken fxlerkirchen ampt gelassen werden, von den concUijt vnd MrelbeR. (1599). Giij'': die kemmerer vnd heschniltcne haben grösser lust vnd braust denn alle andere, denn die hisl vnnd hegierde vergehel nicht, sondern das vermögen, lischr. 323*; jr viel ausz grosser vugeduli, da sie die vttsncht vnd bronst so plagte, haben sich selhs mit gewalt gcgeilei. ebend. 329*; es isl hesser freien denn hriinst leiden. 1 Cor. 7, 9; hurerey, vnreiiiigkeil, schendiichc bronst, bOse lust Cot. 3, 5. 2) jede, durch eine htfH$e Imdtmitkßfll, besonders der liebe, hervorgerufene , innere glut: das er aber spricht 'heiliger vaicr' gehet ans grosser mechtiger brunst ehms feurigen hertzens. dMt 17. cap. s. JohMm», Liij*; wer moIi einem breutgain vmh seiner redlichen hebe vnd b'tblichen brunst wfllen solche seine vcfursicbligkeit zu gut halten, von ehesachen, (1530). Qii^; nicht also, das er die brunst oder hraulliebe weg ncme. zwo hochzeit predigten. { 1 536). Dij**; du weist,' das ichs Ihu aus bntast meines glaubens. «o» seftem Aampkera#. (ir)43). Fij'-. Brausten j fervere. sieden, teallen: disse nennet sanct Paulus Rom. xij. .spiriiu feruen- tes, die geysilicfa brunslen vnd schewmea. das magn^eaU (1521). fj**; vnd sie selb kann ym keinen namen geben für vber- schwengklicher grosze vnd musz lassen bley- ben dabey, das sie hmusi braustet vnd schewmet, es sein grosse ding, die nii ausz- tzuredcn sein no ■!) t zumessen, ebend. fijv Brnnstlg) aräens , voll brunst: wunde deine äugen von mir, denn sie machen mich brflnstig, hohdied 6, 4; seid brflnstig im geiste. Rom. 12, 11; vnd redet mit hrfln- sligem geist. aposl. gesch. IS. 25; fiir .lUen dingen aber liabl voteruaader eine hrUiistige lidie. 1 PH, 4, 8; es sind viel liebe, aber keine ist also brünstig vnd hitzig als die hraulliebe. ausleg. der ettang. von ostem etc. (1527). Udiiij"; brunstig gedechlnis. üigiiized by Google BBlNSTlG 353 BIIB£ liilstg erkenlDis. da$ ander teyt toiäd&r üe hffmf. praphe(en. (1525). Niiij\ lürüustig , aäv. ardenfer : vnd li.il)t cucb vtiiernautler brQuälig lieb uu» reiucMii lierliseti. I P«fr. 1 , 22 ; Chrislus am creutce mit alle :>cinvro leydcn vod toill hildl nichts, weiiiis aucli aulfs aller brUiisligest, liitzigest, hcrlz- licbsi orkaiil vnü bcilachl wird, das ander Ujß Widder d, hyml. prophtien» (1525). Wiij*. BrODiei (|irun(zt'n). minyere. pissen: der le&lerprediger zu LeipUig heulet wie ein ttrolir. CuhU D. Wimpiaa kmcblxet wie (atne) prunuemle saw. rorr. L.*s auf BingebeWs Schrift ron prif^lfrchp. (1528). Aiij*. mhd. iHuiueii {lien, l, 270). BrisiscberbtBj m. matuia, pissiopf: lioclorSaw, Wind» TMpel, Schnucl, Rotf- lefffl , Tt'llerlecker , BrUaUsrlit f In n , licinlz, Meinlz vnd wer sie tiuMir siiiu. crcffi/if/ einen rechlen btschojf iu weihen, [^l'oili. tiij'. s. seherbe. Brut, f. in doppelter bedeulung. 1) pectus ; liculit, l)rii>l, haurli vnd brin. das 15. cap. der ersten ep. s. Pauli an die €orinlh9r, (1534). Oij*; der ta lUche sass am der brusl (n. test. v. j. 1522 aulT dem « Vutjl dirsem uralten utorte breslcn, altd. preslan. ^o(l*. brisian i?), xugrunde. vgl,aud^ fVeigandiotb. \. 187. Brüsten, sieh, «tcA iii die brüst werfen^ sich aufbtasm, breitmachen, „stolz thun" : er liniviei silIi wie ein feiler wansU Uiob DiE-ns, Wört«Tbacb. 15, 27; {Maria) brnsl aidi nit, bricht nicht auf!, ruft nit nusz, wie sie gnltes muller worden sey. das magnificat. (1521). fiij^; tiäs machet sie kecke, älullz vnd freidig, das sie sich damit brasten, daraulT Verlanen vnd pochen, der HO. psalm. (1539). Fiij**; da sie [die Juden) vber jre angeborne sunde auch diei»e Ihelen, das aie sich nicht allein des brflsleten vnd erhüben, das sie Abrahams samcn waren, ztco predigt atiif der ji»'nder- tau/fe. I 1 r)4fO- Aiiij\ Bristlatii m. gen. brustlatzen , in den enten «mgg, der fünf büd^er Uvtet (2 Met, 2S, 4. 1 5. 22 ff. 3 Mee, 8. 8.) vorkommende Übersetzung des hebr. ^dn (vulg. ralionale), tcofür L. später ampUchilllin, ücbilllin setzte, tcährend er das wert sentt noch gebraudUe, s. b. das lieiügthum auflT dem bnistlalsen. randgl. zu .^i Mos. 3'), 8, iro Buge nha gens nd. bibson vber solcbe buben vud iue^iloi>( liender. ton i^e$a€ken. (1530). Ciüj^; müssen sie doch sonst souiel landlauffer vnd böser buffcn ^nior -tii \niiil brennen, ausleg. der ep. end euang. lom christag etc. (1522). iiqqiiij"; Treilich ists war, das der Imben nius , der nicht ehelich wird, wie Solls anders zugehen? Jen. 2. 160*; die weil du hurest vnd buhest, isls ein gewis xdeben. das du on glanben bist. ein horhzeilpredigt. (153P. riiij"; ein scliendlielier adel ist, der f,'ulles vvort \er- acht, iiurl \nd bubel. wider den bischoff zu Magd^rg. (1539). Bj*. 2) conviciari, lästern » &ube tdkeUen: ob hie jemand wird sagen, ich werflTe zu fast mit hüben vmb mich, könne nichl mehr denn buben vnd schellen. ieamNN|rc an $. I. deudschen. (1531). Pitü**; die kuast ksn ;mt |i ein aiif.'«;! erl/Iiiire nufT der gasscn , wo sie eine ehrhchu jungfraw bälget, seckel, huret vnd buhet, wider fliomt IForti. ( 1 54 1 ). Ilj*. Buhenhairh, m. da» sie ylire hiirenlH'lj.'c villi liiilienlMMirlie ynn frieden vnd Iiist iiiikli- len sicher erhallen. Iroslung an die Christen zu Halle. (1527). Aiif. Bubenhans, n. hurenhaus: {die römische kirrhe\ nii wurden ist eyn huliealiaiisz \lier alle buhen heuszer. eynscndbrieff an Leu .\. (1520). Aiij^; ins hflrhaus oder bubenhans. e.rempel einen rechten chrisÜ. bisekoff su iceih>'n. (15l2l. Kiiij^ Bübenleben, n. hei den judcn kein olleni* llf h huren vnd hubenlehen (wie itzt) gestadlet Wind, deudseh catechismus. (1529). Ilij''. ßnbrnsrhule, /. «lie weit ist ein n-ehie huhenschuie des icufels. Jen. 3, 40 1 ; ist ImiIm'- rcy vml des Iculleb niulwdie niil \ u». iroiluny an die ehrUlen tu Halte. (1527). Biiij*' ; es isl des teufels bilbci-oy. vom abendmal Christi. (1534). nüij''; vnd f incr rrcuol bUbcrey brauchl. ebend. diij''; elliclie (lieben goU) viub jres nutzes u illen . das isl aroor concupiseentiae vnd heissl aulT cleiid«cb eine hurnliebe, weiche einen andern liebt vmb jrrr Iidbcrcy willen, das \ (). rap. s. Johannis. (153bj. Aaij''; vnser hcublman llati;» .Meiz^cli isl viel VDil oftmals von mir gullieh vnd emslKch verniaiH i, er sollte der burercy vnd bnhercy mit weiberu abgeben. Burkhardi briefu. 192. äfter-ttM. buberie fvoc. ex quo), blibery. buhary {die 15 bundgenossen , 1521?^ statt Hihd. Iiiiliciiit', l)U(dient<' \ Ben. I, 27S). Bttbin^ /■. schledHe weibsperson, hure: goU bleibt nichts weniger goll , ob es gleich eine httbyn mit sOnden vnd schänden tregi. deudsch calfrkismux. M529). Xj' ; die jdden seine {Jesu\ iiiiiUer ein bilhin schellen, von der sünde u-idder d. heil, geist. (1 52dJ. Ciij* ; die bnben vnd bfflbinn hin vnd widder lauflcn. wciber vnd incnncr ncmcn, allein das sie yhre buberey ausrichten, von tKt$athen, (1530). Pj**; vnd apffert mit den bttliin. Uos. 1. 14. — vnie bei L. die Schreibung IiiiHV fiir liiihc, so begegnet bi'i andern auch iiuiUii /ur iiüliin (z. b. ciu liiire die ander cyn buflln schilt. MeekenlSrob alle idtriß tetw Christum allein erkennen. Leip:. 1531 Kij""). läbinwirtj m. hurentcirt: so l-m i. h golblä^klerer 1 5 jar gewest im baji^lhuui, da ich ein mSnch wäre, mit mesxhatlen. es wcre besser, dasz ich darrir ein bdbinwirt gcwcszl were. tischr. 104''. Btthitdkf tcelesluSfflagitiosus: cyn bubisch, iifiri.^ch Idien. vrider den falsch genantten geystUehen stand. (1522). Gij"; verslehcstu schier, wo i:;;t ili-r bübische geisl vnibgehet? vorn (ifii'ndmcü Lhrisli. fl52S). m iiij''. Bubiücil I adv. nach arl eines buben : koiiige pfleg«! nicht sxo bübisch sü liegen. antwort deutsch. (1522). Fiiij'; das heist fsoplti-stisch vnd hilhisch handeln ynn golts Worten, rom abendmal ChrisU. (1528). dij^ •ft%1dM ibflbltn), n. Jblejner kuUz du M Iii I< kÜn, du btiblin. das 38. «Ml 39. eap, Hesechiel. (1530i. Aij". Bncbj M. Uber, pt. büchjer, mhd. buocb, pl. buoch. erst spät bttech«" (Acn* 1, 278 1, ahd. buuch. biiali, |nioh. p6h (<7rajf 3, 32): dis isl das buch von des menschen gcseliU'rlii. 1 Mos. 5, I ; llilkia r.ind das buch des ge- selzs des herrn. 2 chron. 34, 14; vnd es ward zu der seit gelesen das buch Mose. Neh. 13, 1 ; da ward jni itns l)iirli des prn- pfu-li n Jcsaiiis gereiclil. Luc. l, 17; sclireilu' das /.iiai gcdecblnis in ein buch. 2 Mos. 1 7, 1 4 ; aulT ein buch schreiben lassen. 5 Ifo«. 1 7, IS ; das wird gut in ein buch zu drdcken. icider Hans Wor.it. (1541K Pj'; du sollest nicht ehe ein buch schreiben, du bellest denn ein fortz von einer alten saw gehöret. ebend. Oiiij''; dasgcrii lil waid ^'t li ilten, vnd die hdrhcr wiirdtMi aurgL'lh.m. Dan. 7, 10. Veber den Ursprung von buch aus buche S.Grimm utb, 2, 467. ■■ctttflicr, m. NftjiopsfKf . de WeUe br. G. :^-'.M Buchdrucker, m. lypographus: nicht allein den buchdruckern damit zu dienen. L.'s «orr. auf Menü ceeonomia duüUana. (15201. Aij\ Bichdicbj m. ob sie durch bucbdieb heim- «♦ üigiiized by Google BUCHE 356 BtCBSE holt cDi/n^cii wcrdeo oiller aitskomen. de FfVff^ 3, 121. Buclic y f. . bekantiltr icaldbaum , lagus : ich wil auffdem gefitde geben lennen, buchen vml liHclisbawm mit einamler. Jes. 41, 10; nhen .uifT den bergen opilero aie, vm! aiifl den hUjjcin reuchero sie rnler den ciclicn,* lioden vnd bachen. ffot. 4» 1 3. mAd. buodie (Ben. 1» 278), oM. buoch.i. punhha iß raff W, 35 . BacheM, schlagen s. pociicii. BBderlMH^ n. HbUoM: librareycn odilcr bücbcr bedser. an die rhadSierren. (1530). Difif. Bicbenebrelbca , n. tibrorum confectiu: vnd steUcD yhr sachen nur auiT viel bucber scbreiben. dat 4ü*e wort (^ritti nodk fesi stehen (1527). a iiij'* ; vnd wurde tlc^ lidrhei scbrcibeiis kfin ende, amieg. der ep. vnd mang, tom aduenl etc. (132S). Bä''. tncsbf8hr«r> m. Mieutel bei L. noch einen bndihändler: eben also entbieten vnd ver- mancn wir auch allen drflrk^rn, sctzorn, oor- rcclom , . . dazu allen buciifUrcrn, kculTern. mm heimUdten tnd getMen btieffen . (1520). Cij*; vod ich ziinor dem rath zu Nürnberg auch geschrieben . dasx die di ik ki r vnd bucliAlbrer einen karn vber vnscrc dnioker gemacht, de IfaMe 6r. 3. 4S. BnchlnJtf W. tabema libraria : vnd sol- cber boli» r ^visier scbrifll Teil sttinden jnn allen buchladen, wider die anlinwuer. (1539). Biij^ BicUdB (bachlin. buchle). n. Ubetlus: danimb tragen .si«> sii Ii mil Lilddryn , \ iid bürhleytu bricllon vnd fn iiizpn, ausleg. der ep. vnd tuang. den adieHis. (1522). Aa j" ; allen Christen menseben denn (d^nen) disi liUchle furkumitt wiinseb irb M.n linus Lntlier •(tiad vnd frid. eyn vnterricht der hpffch!- Under. (1521). aj'*; darumb sollt der heyiig priester gollia die brill anff die naaicn ge- setzt vnnd meynn burliU iV^n. 1,421'' b- des dcut- scben biirblins, von den ewrn aus gclüsscn, l^eslillel werde, von anbeten des sacramenls. (1523). Aij'; icb baVio vorbynn fvn !)iifliliu an den doutscbcn adel geschrieben, von tceltlicher vberkeit. (1523). Atj**; bald her- nach HÜ jrb jffl aein zartes büchtm weiter kemmen. tridder den mewMer an Dreien, (1531). Dij^ ffiAd. büecbcl , buecbelin, bUcchlin (Ben. I, 279). Birbifchl) n. das rnhi. uie es in schrifl yefasset ist: anrh vmb der aiidiin willen is(s besser jnn stclligem regicrn das gemciu bnchrecht halten. Au man fcinder inr aeftn- len hallen tolle. (1&30). Eiiij''. Burbsbaam . m. busus , mhd. ahd. bubs- boiim {üen. I. 227. Gr äff 2, 120): ich wil aiifl* dem gefd^le geben lennen, buchen vnd buchshaum. Jea. 41, 19. 60, 13; er grünet aber winters vnd <;nmmf'r<;, wir dip tannen, Iii Ii Ion vnd bnclisbawm. der propUct Sa- charja. (1528). Kij**. in tcnrmeren ländem erreit^ diu bei uns nur nie niedriges fS' Strauch vorkommende, immergrüne getniifis eine höhe von tO — 15 hat gelbliche bliÄthen und ein gelbes , hartes höh, das su allerlei fferäthsehaßen vnd instrumenten, auch prarhlbauten verwendet wir(f Burhsrhrelber. m.srriptrn libri, r('rf'.'»>»'» ttin's buchis : der bucb.scbrcyber zu I.fyjiUck. euang. ton den (ceAen ansxsetugen. (1521). Aij''; dem burbsrhreyber zu antworkn. auf- wort deutsch (1522). Ej'; nrli wolio \iid aber webe allen vnsern lerern vnd bucli- sclireibern. das diese u>orte Christi noch festsleken. (1&27). aiJij'; were der biip«t iioiii in dtr macht vnd furcht, da er znuor innen war, es sollen solche bucbsrbrribcr vnd gcistrhUmcr so stille sein al;« du* nieus- lin. Eist. 1. 394'*. Bnrhsr, f. l) {uralzenßrmiges) gefäss: der m35:<5pn i>t da- anrli . da« du mu h «b'V- chist dem apoteker, die autl yhr buchscn gult titell scbreylienn vnd gifll drynnen haben. auff das vbirchristUeh budt bocks Emszers. (1521). Jij'; also kan ein engol oddcr icuf- fel ynn cym gantzen hause oddcr slad sein» wtdderumb kan er ynn einer bamer, ladea odder biichsen. ia ynn einer nusschalcn tdn. vom abendmal Christi. fir)2S ). h 2) schieszwaffe : dantiub samlen siegrosse scbetzc. giesscn bürbssen, bawen Teste Ihflrn üiyiiized by Google BOCHSENSCIll'TZE 357 fil'CHSTADER Tod inaiircn. schaffeu hnriiiscli mmI grossen' vorrahd. der 127. psalm. i ir)2 1i. Diüj ; ' wenn ein berr da her zu frld zcuchl jnnj grossem Iriumph mit seinen dralianlen , pa- nier, dromclen vnd biirhscn. swo predigl auff der leUhc des hurf]u deulung erst in der 2. hiUfte de« 14. jh. \ Rur hsf nscbüf 10 , m. mit einer büchse {feuergewehr) schiesiender : vnd iiichl au> d«n draeken . denn als werde dis iar kein bauni bletltT Iragpn , sondern dafür eilcl I bilbprivclii- kill issclirr vnd b(lchsenscb(ftzen. midder den meuch(er zu Dresen. (1531}. Aiiij''. — voc. indp. teuL ante tat, An\)'\ bii(!hsenschutz iMniUutrdiau, | Bfichseiisteln) tn. hiirhsi ith%tgel : da niiisl| iii.iK vhn (den bauern ) dir* ohrrn annknendfln ' niii buchsonsicynen , das die küiiflu ynn der biin Sprüngen, eyn <«idetrt>/f von dem' harten buchlin icidder die bauren. (1525).] aiij'; wo isl nii Mdnf zcr«; ormc! , d.trynn er woll all«! bllrlissonsipvii fahon , die wnhler sein volck geschossen wurden? eyn t^reeit- ti^ geschieht vnd gericht goHtt vhtr r/io-| mas ttüntzer. (1525). A5''; wonn prliurrM eiueo baickcu krachen , so erschrickt er vnd meinet, es schneye mit bttchssteinen zn yhro hynein, der prophet Habacur. fl52G). Ij**; denn die sunde, die isl nichts denn eitel spies vnd bdrhsen steine, ja donner vnd bliu des' lodes. das 15. cap. der ersten ep. $. PauK [ an A> CoHnthw. (1584). Ij^ | Buchslein (huclis!in>, n. dimiu ron bdrhsc: der glaube mag wo! ein kl< in vinV gering nionslranlz oder bnchslin sein, uusiey. i der ep, tnäeuang. von oHem ete. ( 1 54 4 ). c 5". | Bichstah , bucli';i.ihc, m. Hiera, der nom.\ sg. buclislali . welchen L.'s Schriften fast ausschliesziich bieten, ist abgestumpfte /brmj det adbon mM. aufUtu^tenden tefctfacAen nom. <<7. bnehslahc , wofür einmal sogar] bnchslaben (2 Cor. 3, 6); alle obliquen ' casus gehen sehwach : das ist ein pronomen ' vnd lautet der l)iirhslab A ilriiiiicri stark vnd l.ing . . . aber das andtr M.is' l>iiitoi kiirtz verhawen, das man den buchstabcn A kawm hOret. vom o6^ndmal Christi. (1528). niiiij*; bis das hiniel vnd erde znrgehe, wird nicht zurgrluMi der kleinrst buclisl.'i!) nnrh ein lUtel vom gesetze. Mallh. 5, IS; der buchstaben [ausg. r. 1539 buch.siabu) lOdtel, aber der geist machet lebendig. 2 Cw. 3, 6 ; das ampl des oewen teslamenls, nicht dos bncbslabens. sondern des geisles. 3, 6 : ich sag zum ersten, dis es gut wcre, das geistlieh recht von dem ersten buchstaben bisz an den letzten {ganz und gar) vvurd zu grund auszgelilget. an den christlichen adel. (1520). Lij'; in allen bapsbrechlcn vnd concilien findet man nicht einen bochslaben danon. trostunge an ilie christm ni BaUe* (1527 . Riij''; w ie olli s( lireybt man den nanicn Chnslusmil grossen buchstaben durch vnd durch, das ander iheit widder d. hyml. Propheten, (1525). Cüij". 'mhd. btinrli«f:tp »i. bnorlislnlm fiten. 2', 5U3), ahd. biioIisl.nl., piinli^i;i[. {(^niff ('.,<) ! 1 ), d. i. Stab der buche, denn auf bücheite slabe wurden ursprünglich die nmenieiehen tu loos und trti.szagung eingerilxt. Adelung itctb. 1, 1119) (f'vgnil dm zu^nmntpnhfing dieses Wortes mit buiiic und erklärt buch- Stab — eehriftttab, geechriebener stetb. Buchsfabeu , die bv^Mahen ofuer «yl6«, f f?t> < leorles einxeln aussprechen und zu- sammeTtsetien , heute buchstabieren: da magen sie -knaben von sieben iaren vmb fragen, die solche wort buchstaben lernen ynn der si lnde. das diese wort Christi noch feststehen. (1527). ciiij"; las sie brill auflselzen odder einen knaben buchstaben diese wort, ebend. miiij"; ehe der ander ein worf biirh^tnlicl , I);it er den gnntzen hrifir aiHirrlpsoii. vr»i den letzten trorfCM DauitU. (iri4 3,i. Aiiij' ; au der kunsl lernen sie teglich vnd kSnnens nicht ergreiffen , viel weniger auslfnion , soinlcrn Mcilioii jmcr kinder vnd buchstaben a b c in dieser kunsl. Jen. 5. 529*. Biditli^, m. verSMiehe betei^ntmg eines gelehrten, der aUxu #«ftr an den buch- staben klebt: hoi disscr buclistabcr (buch- sebrciher soll ich sagen) verstanden, was ein Digitized by Google BUCHSTABIUST 358 BL'FFt.N chrisienlieit isl, er liet sich on zweifTel gc- schcniPt, sotdis (uichs zucfedenckcii. von dem bapstum zu Uome. (I52U). Cij*. ■■chtttblllit. m. woM dauelbe: folge ich ii 'o ist iter bdgcl am kranli cnUwey. fffdir. 367". vyi. bügel. Buhle (liuir). »I. amnlor uni WMiia, tnhd. Iniole i Hrn. l, "ibOj. 1 j tjc,>lüszni'm h hervorgegangen >"e/. Buhleu iliidi'iii, l) unerlaubter lirli^' pflegen, hurtn: koui, las vns gnug buleti bis an den morgen vnd las vns der liebe pflegen, denn der man ist nicht da heinie. spr. 7, IS. 19; vnd \Ahala\ bulet mit allen sr-büncn gcseilen iu Assyria. Esedi, 23, 7 ; Juda bu- Ie( mit eines fremden gotlcs tocblcr. Mal. 2.11; vnd jglicher bette gern mit Jr gebuleu Susanna 1 1 . 2) werften, freien: es war die seil vmb dich zu bulen (in den ausgg. vor 1 54 1 : du wärest manbarl. E:ecfi. \ V> , S; gr-bn nne!» eins (einmal) hin vnd bule vmb da^ biiK risch vnd ehebreeberisch weib. Hos. 3 , 1 ; vnd sollen hie lesen. Wie der narr vinb die metzc l)ulel, -hieben ganlze iar. rber das i'rste buch Mose. (1527). Rrij*; eme nictze. darumb ein geselle bulel zur che. von den jüden vnd jren lügen, (1543). Gij". Bithlcr (linier), m. nur in Uhlcm sinn, aduller, hurer: die slcrnkicter snpi-n, wil~ eher vnier der sunncn gcborn wird, der masse ein bfller odder weiser man werden. rber da* ersle buch Mose. (1527). Fj*; das jr wissen haben , das kein buler oder vnrciuer uder geilziger, welcher ii»t eiu gOlxendiener, erbe hat jna dem reich Christi \nd gnttes. rn(errtrA(d«rviljl4llom. (I53S|. ; liiiler vnd burn Ireibcr vnt-'orn ehc- iVavxtn nemcn. vermanung an die geisl- Üchen. f 1 530). Fiiij' ; du aber hast mit vielen bulcrri LtrliureU Jer,. 3. 1. Buhlerei. f. unznrfu , hurerei: all well vul isl fabeln vnd ivdbn von bulercv vnd hurrcrey. auszleg. deutsch des v. u. (I5ISj. Hiiij*. Buhlerin, f. hure: lleiM Ii die biilerin, daf (In nir lii in jre sirii-ke f.illf>t. Sir. 9, 3. Bnbleri»rb, hurisch: bnie vml> das bule- risch vnd ehebrecherisch weib. Ho$. 3. 1 . Bnhiliei* n. Uebeslied. in der vorr. zum Wittenb. geeangbueh v. j, 1524. Jen, 8, 392*. ■■bltrhtft, f, tieb$chaß, nUtd. buoUchaft [Ben. l, 2S0): die papisten fahen jlzt an sicli /.ii>'( IiniiieKen . wie man von dem ;dten man smget, das er seinen langen roanlel an- leget vod keret das beste end^ bcrfinr, da er auff die bubchafll gieng. Jen. 2, 1 62** ; mit e>sen, trincken, bulscballt kan man das bertz rtiilirli inachen, hauspotl. Jhena, 15&9. bl. 2.">'. Bnige, f. welle» teoge: szo er zweiflell. ist er gleich wie eynn welle odder bulge des mehrps?, die vom wind byii umd her ge- trieben wirl. grund vnd vmuih. (1520). BULLE 360 BUNOGENOSZ Itj''; vnil wcnlol ylir lol»en iiil andcrsz acli- loii, denn wie dvi fidsz des mcliris weilen vud bulgen acliLeU der '60. psalm. (1521). Oüij* ; wie der wind auff dem wasser die wellen vnd luilgen wnfll vnd Ircyhl. die ander ep. Pelri. (1524). I iij*; Chrislns, il is liiiiipt, wolle aubelxiu vud den winden uiut balgen ide WeUe 6r. 5, 708 mundbUgel!) eiuliall lliun. Letzn er chronica 122. nach Vi! mar idiul. s. (JO ein nifflrr- deuUchen {vgl. Urem. iclb. 1. 158) uuü nur- ^ehet «eorl (aUn, l>ylgja) . das in Besten novit im gebrauch ist. bei Bodenstein app' Untiun Aiij' c/i/' /i die Schreibung liiih lie. Bulle. /. ursprünglich, wie das lat. hiilla. au« welchem bulle entsprang, Wasserblase, (bulla heyst ein blatze auff dem wasser. bulla cene domini. 1522. h'\\\l^}. dann dn-i runde sifgt'l einer xtrhunde, wie die urLunde seihst, iumai wenn iie aus der biipsUichen kanxUi kertorgegangtn war, in dieser letuen bedeninng B(Ur hei L.: des l).i|)sis Itrk'fT <>V!i.NLn l)ulien. bulla cene domini. (1522). Dinj''; ich aber sage aaffs bapsl viuid dl^.ZL•r Itidleu drawen aLsn viel, wer dir (Ira wen siiiltl.den sol man niil fartzcn Izu grab leuUeu. ebend. Cij''; uiyr der beslieo cbiracLer mit sso vid bullen isl aligewascben. leider den falsch genanlten gnjsllivhen stand. (*|523). Aj'' ; jiiri ilcr >f!lii^i'n Imücii liallcn sie gesoi/.l, das kein kardinal sidic iiinrnrt so viel äcliandbubeo Ualluu. warnunge an s. l. dendtd^en. fl53l). Ellij^; bleibt mir etwas vbcr von krefllen, wil icli wi lor an seine bullen vnd hrieiic. tcider das bapslnm *u Horn. (l;">löj. Fiij*. Iiilcehrtaer, m. mereafor bnlhfum: nach tieiii w ir erliUen liabenn szo viel bullen krenier. hulla cene daiuini. Aj''. Bnllrnmnrit , m. mercaius buUarum: da nn solchs bcgunst (begann)' gelt tn trafen vnd der bullen m.iirkl ^miI ward, erdacbl er d.i^ ^nldi'ti jar. artiekei so da Helten ioUen etc. {IbSb). BuUentragrr. m. genänt bulUmtm: vnnd solle lenger woren, (zu letzt auch die gen.sze vnd der kukuck liiillfti !rci,'iT . . . werden inuslen. bulla erne domini. (irriii- Aj'". Bnlllst, m. Verfasser einer bulle: dtv lieben bullisicn. wider die buUen des end- rhrists. (1520). Aiij\ Bund, m. gen. buud». 1) fvedut,. eerlray: aber mit dir wil ich einen bund auflKchlen. 1 Mos. 6, 18; an dein läge roaclilc der berr (inen bund mit Abrani. 15, IS; werdcl jr uu meiner .slimme geboreben vnd ineioea bund hallen. 2 Mos. 19, 5; der da vbels lliul für den äugen des Ijt rrn deines golles. das er seinen bund vbeigebel. 5 Mos. 17. 2; vnd wild uiicb verlassen vnd den buuil Taren lassen, den ich mit jni gemacht habe .31, IG; also bal das baus Israel vnd das Iiaiis Jiid.i jmerdar meinen biiiiil ^^ibroriiin. den ich mit jren velern gcmarbt babe. Jer. II, 10; wiliu aber dein Uuflepllicbl vnd cbrisilichen bund mit Cbrisio gemaehl nicht Ii II. warnunije an s. l. deudschcn. { 153 I >. Kij''. eiiicri IjiiiiiI Wider einen inacben , sich gegen thn zu auliehnung , empörung etc. veirbinden: also macht iehu einen bund wider Joram. 2 kön. 9 , 14; es nuehlea .liier seine kneeble einen bund wider jn . . . vnd erwUrgtilea jit aulTüeiuem belle. 2chron. 24 , 25 ; denn sie haben sich mit einander verein igei vnd einen bund wider dich ge- inaclil. ps. S3, G. 2) fascis, gebund: nneh bal er nichl so viel barmlierlzigkeil. lUs er jm bette ein band »Ire gegeben, das 5. 0. vnd 7. caf». t. Hol- Ihei. (1532). Gij'; ein huml slrn Iinl f?.i nidssen das besle Ibun. hauspost, W^Utetab. 15 4 5 winlerlheil 1 ü*. mM. bunt, gen, bundes (0en. I, 135)^ von IiilHlrli. Buudrslude ( iinmlsladef, f. arca foederis: so sul man zur seihen zeit niebl mehr sagen von der bundsladen des hcrrn. Jer. 3, 16. gewühnlifher setzt L. Ude des hiinds: die l.ide des biinds des berrn lo-^ Tiir jnfn Iht. I Mos. 10,33; die lade des buiids de> berrn vnd Noxe banien nicht aus dem lagcr. 14, II u. öfter. Bnndrssfanil. humlcsLi^, zu-eibn (i vim >n wlb. 1,520 aus L. belegte, aber bei L. nicht vorlMmmenie Wörter. inigCMMt, m. socius, verbnndeUr: ein buudgenos des IculTels. die kleine aniwort, I 1533*. Hiij''; fkininih wiilh'ii nir jm siliici- l>eu , das er vuser Ireund vud buitdgeuuä Digltized by Google BÜifDLElN 361 BUNT werde. 1 Maee, 10. 16; die hocbferligen l)unundtschrihis( h ebend. Ciij'i ^ uufriUtHsch. Ruiit 1 1)1111(1, hiiiuli), mannigforbig t ge- deckt. CS wird gebraucht I) «oneldben, welche stMemoeisegesehäll 4ind» to da$x tie die tt^wnbleibende rinde tflt einband umwindet: Jacob schafletsouiel. das er iBr seine schaff bandle sl'>(limfiokt mil bnndlen (eppichen aus Ejjypien. spr. 7, 10; vnd Sisscra hiindle gcslickle kicidcr. rieht. 5, 30 ; vmh jre tenden gegürtet vnd bändle kogel aiiirjren köpllen. Ezcch.2^, IT), der bundtc loi k Jn) riehtig tnnica lA- laris übersetzt, wo L. wiederum den bundlen rock hat, vgL Vilmar past, theoL blätter. l, 100. 6) odsfrael: das man auch yhr daiu spot- tet vnd lachet mil spiltcen vnd bitndlen {ver- blUmti'n) liHnisclien Worten, der prophet liabacuc. (I52ü). iiij'; vnscr hcrr goll nacht seinen willen gegen den Christen sehr bund vnd krausz, dasz sich niemand darein schicken kan. tisdur. ilK 45 BüiXTFARB 362 BÜRUEMCISTER mhä. Itunl {Ben. 1, 135). 4M tieh nach Benecke, dem auch Weigand trib. I, 191 beislionn! ^ allmählich aus dem subal. das buiil, äie bundweise vtrkaußen veh- itawmm, gebildet hat, veelehe annähme Orimm tclb. 2, 525 abtveist. BlOtfarb flninrlfaH)), bunifarbig . (!as die vonn.lniing scy dcslc sleickvr vml licblicli eyngclie, bnocht er viel hubccher vorblttine- ter wori vixi macht ejn feyne buodrarhe reite, auszleg. der ep. vnd euang, 4e§ ad- uents. (I522i. Aij'. Bmtkransi huntwid kraus: da mageslu deine kaust beweisen vnd diese siückc so biindkraiis mriclicn ^ru1 so iiioisii-rlii-li di t licn als du kaDsl. der kleine calechismus. (153'J). BvBtwerk (bundwerck) . n. varhm opus (voe. 1482 aa2"), unpr. eine ort mannig' farbigen pelzwerkes, mhd. huMwcrc i Ifen 3, 5Sä): die chrislhclie kirrlic bal durch vnd dorcb nur ein wort glaube liebe vnd hoflhung vnd dnerley gut» doch bleibls buiid- wcrck ynn oussorlicbem wandel, da^ sir manchcricy ampt vnd gaben von gou haben, vber doi ente hneh Mose. (1527). Zzj'*; tler ghiiihe ist der arl, das ir bnndwcrek treibel. ebend. Zzij*; lialii-n dio kurg vnd mein er- rettcr. 2 Sam. 22, 2; meine tnuersichl vnd meine bürg. ps. 91, 2; ein fesle liurg i*l vnser ßoll. Jen. S , l'il''; al>o kund der leiilel den chrislen yhrc wairen, wehre «od biirck (das isl die schriBl) ablaaflWn. das diese tcort Christi noch fest «(eften. (1527). ag^ der pl., welcher mhd. bUrge tavUet, ist bei L. nicht ersichtlich. Bürge^ m. teer wofür gewähr leistet : ich wolt nicht borge da Älr sein , das der teuffei noch nie sey pFarrber oder prediger gewesl. von der trinrkctmpsfie. fl534). Mj' ; ich wil bdrge fiir jn sein. 1 Mos. 43, 9; ich bin bdrge worden für den bnaben ge^'en meinem vaU'r. 41, 32; für schuld bdrge werden. spr. 22, 20 : daniinb di< der tnditste r.id i'«l, das, wer ila verkedTi, nichls borge noch l>iirgen annerae, sondern las yhm bar vb«r Itei/alen. von kauffshan^tti^ «ni imiehtf» 1)2 Ii. Cj''; bur^ien soll man würgen [Sprichwort, vgl. Agricola sprichw. M. 136). c6end. Bij\ mhd. brirge {Ben. 1. 164. 165), ohd. Imrgo, purgt»o, purigo {Graff 3, 177), nbl' ilui)ij s. Weigand wtb. 1, 195. Bttrgrmcisleri m. nur im anfang bei L. erseheinende nebenform von bOrgermeister (g. d.i.* des burgemeislers hansi. an dM ehrUUiehen adel. (1520). Cf. BURGEMEfSTERIN 363 BORtiERSSOHN Birgf mristeria , f. die frau des ftürjcr- meislers : gleich als wen ich Icrcl Ia«l (hör vuU redlcn uiil deo bürgern der »lad. I tfoff. 34, 20 ; die barger von Icrilio. Jos. 24. 11; lUe bttrger zu (iibi a. rieht. 20, 5 ; di«' lidrgrr zu Jcni^alctn. Jcr. 11, 12; vnd hcnget sich an einen bUrgcr desselbigcn lan- des. Luc. 15, 15; so seid jr uu nicht mehr gesle vnd IVembdling«, sondern bflrger mil den hriügen. Ephes. 2, 19. Bärgcrin (bnrperin), f. das fem. des vo- rigen: was sthaUes {schadete es), eyu fiirsi nehme eyn bnrgerynn vnd liesz yhm benUgen an cyns tzyniiulien burgers (^eilr. bnrgc.*) guU? wider den futsch gcnanden geysllichen Hand. ( 1 522). Uiij" ; da isi eyn arm iungis weybie, Maria Izu Kazarelh. garoicbts goaclit vnnd vnier den gerin^isieno burgeryn der stall gebalUen. aaszleg. der ep. vnd euang. vom christag etc. { 1 522). Eiiij" ; auch einem ral vnd der gemeine gilt, was sie Tur einen bflrger odder bOrgerinn odder gelied ynn ybre gemeine bekome. von ebeeoeben. (1530). Fj'-. Birgeriirb \ bürgerlich), civilis: also schreibt auch s. Paulus Colo. 3 (mues bet- sxen MtiL 3 [v. 20]), vnser polileum.i, (las isl vnscr btirgcrM'liatl\ oiMpr iMlrgi ili* Ii wescii isl nicht hie, sondern ym hymel. vom abendmal Christi. (!529). sij"; heltoii wir diese güuliche, geringe, vrirclilüilio ludtr wie sie es vernichlenj bUrgeiliclie weick an- gericlil, so worden wir, ob goll wil, als denn auch jre geistlichen , kirchimhc werck . . . anTahcn zu (liun . . . dariimb ists billirti. sie vbcr solche vnsere civilisscbc werck stercker vnd höher werck nach der kirchen oder veler gehorsam furnemen. von den con- ciHjs vnd kirchen. ( l f)30V Tj'' : jr hal)l nichts von ihnen , so lassen »ie euch auch keine burgerliclie nahrung vnd seyd ihn nichts vereidet noch verpOichl. de WMe br. 4, ern Bürgermeister (biirgerm<'isi< r), m. Vor- steher einer sladtgemeinde : mm Micha vnd las jn bleiben bei Amon dem burgermmter. 1 kön. 22, 2r>; domnach sind auch alle die so ynn weltlichen ampten als biirgernipislrr vnd richter vnd dergleichen, scbüblig zu bicihon. ob man ßhr dem etet^n fliehen muge. ( 1 52 7). Aiij' ; in des burgermeislers ampt schlag ich micti ni< )i* rrü> das geselz vnd emangeliem zu VHierach^iden. (1532). Bij*. mbtf. burgenneister (Ben. 2. 1 19). Bilrgera, etrem ßeri in aUqna urbe (FWeeA !, ISO*"): es worift , hilrgcrt vnd herrscbol sich andi^rswo mit lUn rhristm, iiirlil in dieser well, ausleg. der ep. vnd euuug. von oeiemete. (1544>. N&\ Bürgerrecht j n. civilas: ich habe dis bflrjr<'rrrrlit mit grosser summa zu wegen gebracht, apost. gesch. 22, 28; ich habe hie kein bUrgerrecht, nere vnd gelebe auch der Wiiicmberger recht vnd gdler nicht. x^om abendmal Christi. (iri2SV sij'; bur- gerrecbt odder sladrecht. das 5. 6. vnd 7. eap. $, Matthei, (1532). Fj' . Börgcrsrhaflj f. civitasy bürgcrrcrlu : das soll ylim ImIücIi zi-hen mal lieber s» in , lit-nn das er ynn der Römer bürgerscbütU ge- schrieben wcie. der 82. psalm. 1^1530). Bifj*; das jr zu derselbigen zeit wäret on Cbrislo, Trembde vnd ausser der bürgerscbaffl (152-2: htir^,' rschalTl) Nracl. Ephex. \2 ; vnser burgersrhaflX aber isl ym hymel. rar. an Fhü. 3, 20. egt. hargcriich. Bnrgerssehn, m. fUius c/ct«; sibe, also knti goll sr'iiip L:.'f;inpn<' jdiloii fri'Htrn vnd ehren, das er aus tinem burgerssun des vcr- 4tt* üigiiized by Google BÜRGERTOCBTER 364 BUSEN sldreten Jerusalem tincn zwifeitigen keiser iiKciil zu Babel viid Wersen, der prophel Daniel. (1530). Eiij\ lirgcrtochtcr, /l viid isl mir schwer, dasz mein iivrhgÄngor sollt rnsrc bttrgerlochter anVn. de Welle br. 5, 195. tirggraf, m. eome« dufrmwlr, mM. burc- grive (iVen. 1, 567): dorn hurggrauen zu M.-)gfI«burg. in der auftdiriß eine* Mefes aus d. j, 1 54 G. Birrca, s. purren. tatMf A nnr einmal in ien briefen £.*« erscheinend, tco es. ir/t? bei den schriß- stcllrrri di": 1*' jfi. itbf'rhnupl, eine beisam- men wühnenäe geuvssvnscJiaji bedeulel: die burs« (tu WiUemberg) islann und hal nicht» sie mochte langen ventig criciden. ie Weile br. 3, 29. dat wort isl hervorgegangen aus mlal. biirsa « beutel, rfonn sliftungskatte xu ge- meinsamer wuterhallung, endlich susammen- Ifbchdi' genossenschafl. vgl. Weigand wlb. i, 190. Grimm wlb. 2, biQ ff. im lauffe des 1 7. Jh. entwickeUe «lefr aui dem f. ban« 4a* m. bursch mit der bedeuhmg miußied einer genostsensrhaft , icoßir früher das :usammciuje$ei:te bursge^ell gebraucht wurde, vgl. hursgaseti. Birltg — gebürtig: von Niemeck barlig: de Welle br. i, 346. — Alberus dict. iij": bfirtig, ariundus , mhd. bUrlic (Ben. 1, 155;, ahd. burtig \Graff 3, 161), von burl =- gebmi, Bnneln ** purzeln. Kosrh) m. gfsträuch, hr-i L. überall pustli geschrieben: vnd der ciigel de« lierru er- schein jni in einer fewrigen flammen ans dem pasch, vnd er sähe, das ilor pusch mit fewr branfitp. 2 Mos. 3, 2; vinl vbor vierzig jnr ersrhein jtn in der wüsleu ault dem berge Siaa der cngel des herrn in einer fewrflani- nien im pusch. apoet, ftaeftw 7, 30 ; ist auch nil t yii >;oJik'( litcr piiscb Oilcr nydrigcr liawm, des ni.'in niii'Ii warllen vüd pflegen oiiisz. der iü. psaiiH. (1521). C.iiij''; durch hecken vnd pllscb brechen. Widder iie hyml. pro- pheien. (152S). Gifj*; nandne sol hetssen ein schlecht geznine oder frolicire , \\io von po^ischen, slreuctieu, reiseru gemacbl wird.: VON de» eoncilijs mi kiif^en, (1539).! Ziij*". eine bei L. mederhoU begegnende redensarl isl 'allen bUschen zu ferne sein*, eiiu «ndl« nfdkl amßkren kSimen: das weis ich aber wol» wie fast der geist alles allcine tbul, were ich doch allen p(l?schcn zu ferne gewesl, wo mir nicht die spracheii gehoUTen vnd mich der schrUll sicher vnd gewis gemacht betten. Jen. 2» 4^5^; da» me\n rirmcr rotlengeysl, wo rr hynaus wifl. alica pilsschen zu fern ist. das ander leyl Widder die hyml. Propheten. (1525). £1/. mhd. husch . bosche (Ben. 1 , 223). Grimm iclb. 1, 556. 557 sucht das tcort auf eine deutsche icurzel zurückzuführen: richtiger ist jedenfalls mit We ig and tcib. t, 197 enilehmmg am dem romem, (itaL bosco, span. porL bosque, proven». böse, franz. höh) anzunehmen. Büschel (pitvdirl;, m. foicieutus, bündel: vnd nemei ein pusschel isopen vnd tünchet in das blul in dem becken. 2 Mos. 12, 22; mein freund ist mir ein büschel myrrhfn. das zwisschen meinen brasten hanget, hohe- Ued 1, 13; hat mich gebeten, e. ch. f. gn. dtesdhen brieve, so in einem paschel einge* macht wan'H, zuzufertigen.deFKe((e2>r.2,2S4. Bn2'2 !. M,i jj'-. Büschlein (bUscblin, püschliu)} n. fascica- lui : das ich alle andere briell in ein bflsch- lin binden vnd neben mich legen mussle, bis icli niiirgt'arlu-il Iiallc Jen. .=>, 52S'*; hie zu Willeoiberg. goll lob, »lebet jlzt ein klein bUscblin reines weitzeu. hausposl. Jhena, (1559) M. 98*; das liebe grane ptlschlin 0(1, r rüllin. Eisl. 1, 30 5\ Busrn, m. sinus, mhd. buoson \ficn. \» 2S0). ahd. puosum (Crajf 3, 2 1 8). obglei(^ diejenigendeuUdten eehriflent deren heran»' gäbe L. *elb*t besorgte, nur die formen ttosam, bösem, bösen bieten (busen begegnet meines Wissens nur in den Uschreden), n^gen Jedo^ fioch einige , xumal bWi*^ % BÜSERON redensarten hier eine sieiie finden: vnd ver- gilt vnsera oachbarn sieltepfeUig in jrem bmem jr« schnaeb. fit. 79. 12; nid ver- gütest die inissptbat der vplor in den bnsoin jrer kinder nach jiien. Jer. 32, IS: wil jnen zumessen jr vurigos Ihun lu jrea bosaui. 65, 7: er wird die leminer id seine arme sanilea vnd iu seinem bösem tragen. 40, 1 1. Böseren (puseron\ m. tcahrscheindch eine männliche perton , die zu den sog. stummen sibiden d^enfer der ein sechsig kOcbin und hei^ichläferin und ein zwensig puaeronen ge- habt hat. (ischr. 311*'. Bb8s> m. kuss: grUsse mumcn Lencn vml gib jr einen hw» von meinetwegen. Jtn. 5, 268^ Bnssen, küssen: puszt mir den jungen Hansen von meinen w- gen. de Welle hr. 4,H43. Bisse (busse, jiii>z, pus), /. dieses, mhd. btto^e (Ben. 1 , 282) » akd. hmi(ß puo^^a {Qraff 3, 227), auch verkürzt buoi lautende , durch ablaut ron hiv/, entsprungene t toori hat bei L. folgende bedeutungen: 1) jpoeno : der sol sein vrteit vmb der thal willen haben , es sei cum tod oder in die acht, oder zur busse am gut oder ins ge- fcngnis. Etra 7, 2C; roao musl vnrccbl haben , schweigen vnd busse vnd slraffe lei- den, eilte berichi an einen jfuten freund. (1528). Biiij"; auch der Iiandwercks vnd baursman haben so lange her mit vbersctzen, schinden, sielen vnd rauben . . . eine redlich bliese wol verdienet, eine h§»rjnr€digt leitfer die Tärcken. (1529). Ej"; darumb mag es auch nu solch «scheiden vnd schimpff zur busse annemcn. ron ehesachen. (1530j. Flj*; haben so viel handert tausent gdlden, so lange verkleidet, verlhan oder vcrsamict, sollen sif auch ein mal eine Im^se danon geben, eine heerpredigt. (1542t. Fj'. 2) fovütenüü: csam ersten seit yhr wis- sen, dass eiliili new lerer . . . geben der pusz drcy teyll, ncrolii li r1tn r^w, füc [tpiehl, die gnuglhuung. eynn sennon vun dem ab- UuM vnnd gnade. (1518). Aj''; das sacra- ment der taulT, der pusi , der ftlung. eyn sermon vun demn.tesl. (1520). Biiij*'; ich leiilleencii mit wassei zurbn^sp. Afa(f/». 3, 11 ; ich bin konien die sUadcr zur busse zu niiren. 0, 13; au gehen Israel busse (1522: pus) BÜSZBK vnd Vergebung der sunde. aposl.gesch. 5, 3 1. häufig im («fff. aueh bosze thun . jioeni» Unliam agere: thnt hasse, das htmelreidi ist jialic herliey komcn. Matlh. 3, 2; sie hellen vorzeiten im sack vnd in der asschen busse geihan. 1 1, 21 ; so lliul nu busse vnd bekeret euch. apMt. ffu^. 3, 19; vnd ich hab jr zeit gegeben , das sie solt busse thun für jre hurerey. offenb. Joh. 2. 21. es darf nicht unbemerkt bleiben, dass L. mit busse, poenitnUia, die futdrota det n. (etl. he- :e lehnet wüten woüle. Bijszrn, mhd. bUe^en {Ht^n. 1. 283), ahd. puoiran {Graff 3, 225), bieten L,'$ Schriften in folgenden bedetUungen: 1) ganz machen, ausbeetem: dl aber Sanehallal vnd Tobia . . . liörelen, das die rnauren zu Jerusalem zupemaelil waren vnd dns ste die lUcken angefangeu hallen zu bflssen. Ndi. 4,7; er sol mir nicht die lilcken btisson, noch einen fdllestcin geben. das schöne con/ifemtni. (1&30J. Mj*; vgl, lüekenbUszer. 2) beseitigen, heilen: man wOrde gewtsi- lieh nyszc wnrtz den gepielcrn su danck sctiencken, das sie das hyrn fegten vnnd den schnuppen busseten. von weltlicher vber- fceff. (1523). Dij**; das harUbel kan nicht gcbussci werden, es kome denn ein ander vhel dreyn. vber dM ersfe bMth Moi». (Ij27(. llj". '6) die lusl bUszeii, befriedigen: da assen sie vnd wurden all susat, er lies sie jren lust bUssen. ps. 78. 29; seinen mut zu knien odder Inst zu hüssen. vber das erste buch Mose, (1527). kinj*"; das ein grober esel auch auir der cantcel moehl kOnig vnd für^ sten ausfiUaen vnd seine lust an yhn bttssen nadi allem mutwillen. der 82. psalm. (1530). Aij^i mocbt jemand hie dencken, ich btlssete biemit die lust an dem 1^1. wider das bapstum zu Rom. (1545). Cij^ ebenso bei andern, ähnlichen trörlem: die Philister sich gerochen haben vnd den alten hass gebtlsset. Ezech. 25, 15 j aufl* das jr som gebOsset wttrde. Jen. 3* 41*; bUssen sie dieweil iren mutwillen an vnserm namen. de Wette br. 2, 6 1 . 4) bdszen, tn rechtlichem sinn, a) eine »tnfiuMung (husze) auftfUgin: 3e5 Digitized by Google BCsm m BUTTER so »olleu die t>lle£lcn der siad t?pn man ne- lueo vod zilchligen vnd um hundert sekei Silbers bttssco. & Mas. 22, 18. 19; denn der kUnig in Egyplen setsei jn ab zu Jeru- salem vnd bdsscl (!ns laml vtuL luiii(lt'rt ceiiliior silSers vnd ein centner goMs. 2 i hron. 'dü, auch bestrafen im aUgetneinen tinn: ist er vnrecht erwdet, so ist er simlich daramb gebUsset hh daber. /m. 5* 495^. fr) die auferlegte hn^zc beilreiben : «so der richlcr oder sladkncchl vmbgt'liet vnd einen liOrger hasset oder pfcndet. xm haehseH" predigten. (1536). Bj*. 5) bdszen, in kirchlichem sinn, a) inlransitiv, busze Uiun: es haben viel leule gelrcwinet vnd gesagt, Adsin habe die hundert vnd'dreissig iar gepOsset ynn einem loch ynn «lern h\ni\o. xber das erste buch Mose. ( 1027). Sj''; (l.iriiiiib wirt durch diS2 seuiUzen nit aileyn das Iciplicb vnd kurtz- werende schlucken vorstanden, sundem das gantz puszcnde lehen. die tiefen puasptafm. (1517). Fj^ b) Iransiiiv, sUnde bUszen: rousl nu dencken, das dn deine sttnde bttssesl vnd gnug llinesl. von der heil, tauffe. (1535). Ki'j'': (h r glaub hat die sundc aiisgoleschl, denn goll Icml die suodc nicbl mit wercken pllssen. vöai* das erste bud^ Jfoae. (1527). Si]'. Butler j m. der busze (genuglhuung für Sünde) übernimmt: TaUche puszcr. grund vnd vrsach. (1520). ciiij*; auQ'das er, der einige sllndenireger vnd basser vns also von sUndon reiniget, zwo pre^l oxtff der ftiJl- dertauffe. (15 10). Pj^ Bnsifälligj straf/ällig: die silnde sol dir nicht schaden , denn sie ist mir schuldig vnd husfellig. ausleg. der euang. an isn fUr- nsmislen festen. M527). 17'. Bissfertig« ad poeuitmiiam versus, eig. auf der bustfahrt heynffcn: dieser arUk«! ist falsch* dem hniuch vnd lere der kircluMi eritgf-jijcn vnd verlanicl die Imssferligc (6'riintR las buszfeliige) gouglhuung. Jm. 1, 577*. Blitlctciy ii.vffa poenilentis: welcher tod hebet an im bussleben. Jen. t , 40*. 3, 28". Busmcistcrt m. ordner der Oiuiubun- gen: nach der busmeister ontnniig. Je». 3» 184V BnsipsalM, m. einer der sieben psßimen 6. 32. 38. 51. 102. 130 und 143. die ste- hen pn^7.p^;llm ist der lUel der iuerst 1 T» I 7 ersrhienenen überselsung und auslegung der- ielben. Bttle, f. das hStxeme §efäss, welches m der iccinlfsf zum sammeln der trauben gS' braucht u iid: der weinlcser wird ein? n:irh dein andern in die bullen werllen. Jer. 6, 9. — n'tts mit dem re^elreefcf nmgetautetm hUlle. mhd. haue, hdit , hiilen {Ben. 1,286), tihd. pütina, auch schon gekui zl ptiiin, botin {(ßraff 3. 87), aus mitleUat. butina. Bnticl , m. freiife/; cyn baUel voll gclts. var. :u spr. 7, 20. Bfitfrl, s. hntlol. BttUcr (pullt'r), i) das aus milvhralim gewonnene fett, nach dem in originaldrucken. LuAeriseher Schriften einigemal corjkom- menden acc. bullern ist auf einen männ-- liehen gebrauch des tcortes b^'i f. :u .\rhlie^ szen, neben weichem jedoch UcuiUch auch das f. erseheint, wie folgende stelle seift: gute, frische, ineyrssche puller. von der winckelmesse. (1533). Kj''. d'» nrtikel ge- währt leider kiin einsiger der mir vorließ genden saMreidbe» belege ßr das wwt: vnd er trug- auff butlcr vnd milch. 1 Mos, 18, 8; liiittor vnn den kühen vnd milch von Schafen. 5 Mos. 32, 14; wenn man milch slOssl, so machet mau huller draus, spr, 30, 33 ; butlcr vnd honig vrird er essen , das er wisse hiiscs zu verwcrffcn vnd gutes zu er- welcn. Jes. 7, 15 (die au^g. des projihcten Jesaia v. j, 1528 hat hier: buttern vnd honing wird er rssen) ; dnimb hetlislu Bock den hleyfrn degen » ! i;(>><[iarct, M>z das du ljullernn oddcr wim In- ki^szo x lincydeii wur- dest, auff das rbirchrisHich buch bocks Bmsxers. (1521). Biiij*. nicht selten ge^ brauche L. die redensartt wie bulter an der sonne stehen , ralhlos stehen , sich nicht zu helfen wissen, nicht bestehen können: Mui wo ich gezwungen wurde grund zu zeygen, da stehen miiste wie hultcr an der sonne, da« ander teyl icidder die hyml. propheten, (1525). Ifj* ; dastehen j-ie wie Imiti i .iii der sonnen, das diese wort Christi nach fest Digitized by Google filTTERBAMME 367 Bl'TZEKMAiNiN sidten, ( 1 527). c iij^ ; sidi selber bereilen aus eignen kn-fflcn kan nicht bcslelien Tur gitlt, hell den slich niclil, wenn vns der iml vh!»t äugen !»cbuaubcl, so felU es alles daltin, &lelicl VW buUer an der sonnen. Jen* 4, 494\ 3) butter steht auch für schmierte, fette masse: (der IcichTiam) lesscl von sich eitel vaOal, rolz, sppirhcl, puller. Schweis, schwe- ren, blauem, $rmA^ gnatze, flUsse. cilcr, mist vikI faarin. Jen, 6, :^3S''. mhd. hutpr m. oder f..' (Ben. I, 2S6), entlehnt atu dem lat. hulyrum, gr. ■■IterlMUM f|»uUeq>omroe-, f, huttet^ brod: eym i^lichon (Ainrfi f.- Hllel seyne |»utl('r|iomnic am hcslrn. auslty. der ep. rnd «Hang, tom heiL dreykönige fest etc. (l 525j. Jüj\ llfterltlff ) tii. ein brief, tcodurch das butteressen in der fastenzeit erlaubt trurde : was sie mit ablas, bulleu, bekhlbrieOen, but- terbrieflen vnd ander confessiooaltbus haben in allen landen geslolen. an den christlichen adfl. n520). Kij*; also jmfi mit der dis- |iCn. m. nütMl. calefactor (warn- mache r) f irar ehedem bencnnung des ht'izrrf! in schulen, der zuglfirh von It'hrfrn und schulern zu allerlei niedrigen dienslen gtbrauekt wurde: die vom adel machen aus jrem pfarrherr einen cairacior vnd siubea- hcizt r. h'ju gcselz : aber gleich wie sit^ die veler vnd theologos verwerOen aus jren canonichen (gedr. eononidien), so vcrwerflen wir sie widerumh aus der kirchen vnd aus der sdiiim. von den conciUJi vnd IMwn* i 1 ». ^'iiij*. iuuoni.st, m. leUrer des kirchenrechts : im bapslum sind des hapslesels scbreiber oder .saphra die canonisten oder esciislen, die sein derreia vnd recht leren, von den jiidm vnd jren lägen, (1543). Kiij**. — aus ro- mam'tcfc (Hol.) canoniAta. Cantor, m. sangmeirttr in der hirch«: der eanlor henehen den zweyen rlioralen sollen der kirchen und gcsang fletszig warten, de Weite br. 5, 796. GantOTfi, f. eAoruj canenlium: zu erhallen die r.mtorei und die güuliche, löbliche konst mu»ica. de Welle.br. Q, 102. Digitized by Google CANZEL 369 CAPELLAN CmicI (canlzcl, anfangs cancell), f. pra- diglsluhl: da mil sie mich von (l< n ranrcHn ofTfnllirh vmt frcuclich eyri^n kclzer ausz- gtruHcti. appellalion. (1520). Aij"; das «in grobflr eiel auch aulT der canlzel mochl küdig vnd filrslen aiisnilzeii. der S2. psalm. fl530). Aij''; vnser lumpen prcHiger liislier aufl* der ranlzel nicht anders denn von fcg- fawr . . . ^'cgcilTeii hal»«ii. das 5. 6. vml 7. eaji. s. Matthei. (1532). nnij\ mhd. kanzel, kaiizclle {Ben. i, 7$G), nhd. chanzeila iGraff A, 4ül), aut lal. canccUi gitter, sckriuütm. Cftitelei (canceliei), caoUtei, f. Hg. mii- tdsl sihranhivi fcarinHi) nbgesrhlnsxnv'i orl, dann ,,(tcr orl , ti o die sthrifllii he aus- ferligung aiigemeiner angeiegenheiten einer arl geidtidtet, mnd w die dahin gehSrigtn Urkunden und schriflen aufhettahrt werden ; imgU>irh>'}\ dip dazu bestetlten pernonen deren haupl der kaiizler ist" {Adeiuny Wik 2» 1497); Uteh, offen md gcwcll» der cancollcy. auff des hoek* tu Leyptzick aniwort. (1521). nij''; ila beralh der künig Darius , das man suclien solt in der cantze- ley (K^nDO. n^n, tlißhotftfXt^). Evra t», 1 ; mil bnenen , schreiben vnd lesen jnn der cinlzflcy vnil) ^'rhen, das ist schreilic- riscli. der \u \ . psalm. (1531). Qüj''; saptira das sind nicht sdiiechte schreiher, die vmh lohn oder on gewaU schreiben . . . begreifTt auch wol mit sich die cancelley, |)orlamenl, liofc r»»lc vnd alles >v.is ddrcli vvi'i^Iicif vntt recht hiliri rfgiren. von den Juden rnd jren lügen. (1543). Kiij"; dammb fug ich e. f. g. zu wissen , das mein gnedigcr herr auch vher tisch mein hilft" Ii nn?;''nnmf'!i vnd in die canlzeloy helolheii. de Welte br. 6, 209; des tcufels canlzclty. tcider Hans WorsL (1541). Cj'. BekmumA haben die kanzicien an der ausbildung der nhd. schrifl' spräche einen wichtigen anlheil gehabt ; so bediente sich L. der spräche der sächsischen kawUei: ich habe keine gewisse, sonderliche, cigtme sprach im tf;utschen, sondern hratulie dt'f fTfmrinpn teutschon sprach, da^z midi beyde ühcr- vnd Niderländer verstehen mOgcu. ich red nach der sächsischen cantzeley, welcher ouchrolgcii alle ItlrStenvnd küuige im tculsch lande, alle reichsih'tte» fiDrsleobttfe schreiben nach der sächsischen vnnd vnsers fdrslen cantzelcy, dariimb ists auch die gemeinste leulsche sprach, tischr. 412*. mhd. canccUie {Ben, l, 786), ebenwohl am cancelli. Cuiclcr, canzlcr, m. mhd. kanzelsure \Ben. 1. ahd. rhnnzolrtri , rancellari {Graff 4, 4blj aus lat. cancflbrius, Vor- steher der (ßrtlUehen) kanxM, oft zugleich der oberste ralh des fürsten* *der eigeimkhe fnrhmnxtuje ßhrer der rertraltung und regierung' : es solt ynn einer fürstlichen canlzley nicht fin soldier esd cantzler sein. von heintUehenvnd gtetalenbrieffen. (1529). Dij'' ; kein fflr*t i-^t rr mus onnizeler, Juristen, P'lhc, gpU'rtf vnd ;;( lir< iIkt h-i!ipn. da^ man kinder zur schulen hallen solle. (1530). RUji*; ein cantzler mus keiserliche, könig- liche, fürstliche werck odder geschelTl aus- rirlilcn. vhi nd. Fiiij" ; ich linll, er wird yhn {Joseph) geheissen haben seintii caulzler vnd Abersien heyrolichsten rad. vber das enit buch Mose, (1527). noj*. in der bibri ver* deutscht L. mit canzlcr gemeiniglich T3T73 iindipb: Josaphat war cantzler. 2 5am. 8, 16; Jonathan war der ral vnd horemeisler vnd cantz- ler. 1 cArott. 28» 32 ; da aber der cantzler das voick j.'( siill('| halte, apost. gesch. 19, 35. Canieiscbrrllicr , m. kanzleischreiber: frage einen canlzelsciircil>er, predigcr vnd r^dner, was schreiben vnd reden Air Vbeit scy. das man kinder zur schiüen hallen solle. (1530). IJij'-. vgl. Frisch 1. 164''. Cnf ellan . zuanmmengez. caplan , m. dem Pfarrer unuigi-<,r^ter geistUd^er, eig. geistiSeher, der den gottesdienst an einer rrtpcllp zu versehen hat: der cipi'IIan sol vnler dem pfiirrer sein, der pfarror vnler dem bischoff. die ander ep. Petri gepredigt. (1524). mj**; es sol auch mit den leichen schicklich gehalten werden, das ein caplan vnd kirchner mitgehe, vnterriclil der visita- tom. (1538). Kiiij''^ also ist das worl, das der pTarherr prediget, nicht ein hesser wort, denn das der capplan prcthgct. hauspost. Jhriia. I ■>."/). hl. 277''; die caplan ipl.). origiitalbr. im gesammlarchiv zu Weimar 0 pag. 143. BBK. q. bis ins jähr 1521 «Mtf er setcAn«! licA L. «e(6tlcapeilan, cappcllsn. atss wtÜMIal. capeltanus. 47 Digitized by Google CAPELLE 370 CARNÖFFEL Capelle (capell', f. Jileine nebenkirche: wo goU eine kirchon bavvri . bawel er (der leufel) seine capel oder laberne daneben. ilM 5. 6. vnd 7. cap. s. Matthri, (1532). xiy*. tUckr. 169*; vnd fOre sie in des herni haus in der Capellen eine. Jer. 35, 2; uiil fttrel sie in des herra hau:> in die Capellen der itittder Baii«B, welche neben der fllnten Capellen ist vber der Capellen Müscja. 35* 4 ; zum zwenlzigslen , dns dir wilden rapellen vnd fellkirchen wurden zu poden vorslorel. an den chrisUichen adel. (1520). Jj'*; wenn wir einen finger odder heublsehedel vom hcdiglliumb vberkomen kundlen , richl man so bald allar vnd capeMrn riufT. vber diu erste buch Mose. (1527). (jqj . mhd. kaptflk kappSl (Ben. 1, 786), oM. chnp^lla {Graff' 4, 356), miUeWH, capclla. Capellenbele^ m. Mla eem» damini. (1522). Aj'. Capphahn (capphan), m. lundmfOiner, eunuch : die andern die Chrislus heyssel mil •ri'Mi-' lieiiluMtdt'n verschtivttrn , die rapp liaiieii üMid eyn vnselig volcli. vom eelichen leben. (1522). Aiij''. die «cJki»» im ib.Jk. ObUeke form kaphan (coc. ex quo), voofür bei Aliens la ig vocab. 7' cnppnn vorküm'itl ist nichts anders als äoi üardi anlehnung an iulm mehr deulsclt geformt* capaun. Caßltel, n. 1 ; theil, abschnitt eines buchs, einer schrift : das erst r.ipilel , das ander capilei, dos Vierde capilcl. die redensart Je- manden ein capilel lesen , ihm einen teneeis geben» ist aus der klösterlichen :ucht her- genommen, indi m slra (fälligen manchen das äbertretene capilel awt der Ordensregel vor- gelesen wurde: daruoib lehcl er an vnd lieset jnen ein capilel, einem nach dem andern, wie sie Voll IiofTiri vnd bnriiinnt stecken. auslc;/. der ep. cnd euang. von ostent etc. (1544j. Ij' . ebenso eiucw den Icxl lesen. 2) die gtie4er einer geeeUt^fl geist- licher personen: die pt ysUirben pereoncn capilel, cnnucnt vnd coUegia. buHa ame domni. (,1522). Biiij\ 3) der ver<4inimfttnfj^ Carlstadlsf h : wir «^i'- ! ^Milder liep>liseh norli Carlstadiseh. Widder d. hyml. propheteti. 1525). Jiij''; das CarUladische luto. vom abendmai CkrieU. (1528). tiüf. Carnöffel, m. cardinal : ab du vornucliter bäswichl vnd lenfelskopir, vv.i<5 ffpifprslu viel von deinem scbcndlichcn, leuUiscben, erlich- len ablas vnd Tegrewr, dauon dn doch sdlis mit deinen brildcrn den carnöflela vnd ear- naliscben messbisclionen vnd hc^chornen vnd bescliwornen bauflen nichU niclil hclbl. Jen, 3. 186^ Carnttflel htee* auch ein heUeblet fcarirl]iet)scr), mitgtiid lines wegen seiner :>(rengen askese sprirlttrörllich gewordenen mönciuiordenji , gesiUiel durch Bruno von EStn: solchs wer« golt Ange- neme vnd gefelliger denn kein clostericlien noch ('arlhcnser heiltgki-it. deudsch raie- chismus, (1529). Dij' ; vnd Ihetcsl noch eins souiel giile werclt alt alle Carlheuser, iae 5. 6. vnd 7. cap. s. Malthei. (1532). Bilij"; wer sich selb» mit grossem fasten vnd ca- stcyen zu marlcrl, wie die Carllieuser oder turckische heiligen, der ist schon von goii Tod Ghrislo abgeeondert. eine tdtSne osUT' predigt. (1538). nij\ Caselj f. meszhleid, casula: derhalben ningen wir nil rumen vns Widder die Ileussen ader Kriechen, di wir allein recht ineas hal- len, als wenig als ein priester, der eyn rote c ader üchwarlx anhul. eynsermon von dem n. lest. (1520). Aiij"; cresem. plalle, casel vnd des gleichen geprenge hilfTl nicht, von der wincUelmesse. (1533). .Mij*'; pnlliura i.sl ein henlTen oder nechsen faden, gestrickt vnd gewirckt als ein creulz , das man hindcn vnd fernen vber die caael werlTeu kan » wie die crcutzc an den caseln gemeiniglich sind. «ider das hapstum zu Rom. (1545). Zj''. Castanenbmin, braun wie eine kastanie: die ersten Isc. pferde) »ind rot, die amlern [»raun, welche Vcr^ilius nennet spadices, die castanenbraun. der prophet $aeftarfa» (1528). Fi.j^ Cnstelen, züchtigen, strafen: ach got slratr mich nil yn deinem zcorne vnd casley mich nil yn deinem grymme. die sieben puupealm. (1517). Aij*, «ar. an pa. 6. 2, iro .spätere ausgg. zUchlige mich haben, beionders heissl es den Ieil> t asteien: daraus/ denn ein yglicher kan scibs nehmen die niasx vnd beMheidenbeil den leyp su caateyen. von der freyhegi rinisx Christen menschen. I ir)21 1. Riiij''; wenn ich tzchen leybe helte \nnd mochl bcy got szo vil gnade erwerben» das er sie mit dyssem ruciisschwaDli des leyplichen lods oddcr aufTruhrias caateyet» szo Wüll ich sie doch alle ausz herlzen grund gerne dar strecken für den elenden bauOen. eyn trew vormanung afcft ISH Vor- huten für auffruhr. (1522). Aij*; am zeben- ilcn inpt> dos '^ielicndLMi iiiotidcn soll jr ewrn It'ib iMsk'icn. 3 Mos. IG, 29; 23. 27 sich caiileieii : pus licyssct er besseruiig , nicht wie wir haben pus genent , wenn man sich geyschiel vnd casteyel fiir die sunde gnug zu tluien. ausleg. der euang. von ostem etc. (1527). £8''; vnd dich casteietest. Dan. !0, 12. Casttiien ist die md. form des ant tat, t nsli^Mre entlehnten hd. \es[\i^en , kestegen {Uen. 1, b02.i, ebe.siigun, cbaslig6n \Graff 4, 531). dasi L. anfange noch die obcrd. form eastigen ^ftraHcM ht^, wie fVei' gand uth. der aynon. s. 1170 bdtm^ett vermag ich nirht zu be.släligen. CnateicBj H. wer sich selba uiil grossem fasten vnd casteyen zu martert, eine eeh9ne osterpredigt. (1538). Dij"". Casteiieg, f. castigalio, mM. k«^-^!o[:ungp, kestunge {Ben. l, 802) : das ganlz puszendc leben vnnd erbtsame casleyung des fleischs. die sieben puszpsalm. (1527). Fj*"; casteiung des leibs. eine bericht. firi2S). Cij*; vigi- lien , fasten , beten , wachen , casteiung. die kleine antwort. (1533). Ciiy". CnMchei (thvieUeieht canSnIchen («. &): dasz sich ctUche Juristen , auch die groszen, hallen hürea laaaen, sie kannten nicUl nach 47* Digitized by Google CAVAT 372 CHOR tinsern cntnntclicii f^o nrnnen sie unser büi'lifr) s|ircilifii. de Wcltf br. 5, 716. Cavat, /. allanaiUyer vorbau eines haU' ie$: das richthaus ist selcgen forne an der gassen vnd hat vorher eine hohe laden ge- habt , gleich wie ein eroker . . . die deii>I- schen habens von jüden genomen vnd lieis!.eu es eine caual oder eine erbohele trepiien. Eisl. 1, 460^ vgl. Vilmu i idiol. s. lin,. 1D7. Grimm t0lfr.4.21 kafliile und <. 372 kavele. Cedfr* cedern, eednu, bei L» nocjk wie mM. ceder (Ben. 3, 861), m.; er wird * waclisen wie ein rnler aufl* Libanon. ps.'Vl, 13; ich hin hdch gewachsen wie ein cedern auff dem Libaiiu. Sir. 24, 17; einen cederu /ea. 44, 14 ; vnd nam den wipflel van dem ceder. Ezedi. 17, 3 ; wie die cedern an den wassern \ Mas. 1\, {]. Cedcrbaanij m. dasselbe: Assur war wie ein Mderhaum aulT dem Libanon. iPseefc. 3 1 . 3; cedcrnhewme sur wund. 2 Sam. 5, 11. Ccdern j cedrimm: iili \v. t. seter. Ckaracieri m. 1) wie mhd. knracter {Ben. 1, 78S) merkmal, kennzeichcn : der endc- cbrisl verpoleo bat, das iiyemaud keuITen noch veriteuffen solte, er hett denn ein mal- seichen» Siegel vnd caracter der styrne vnd henden. rhrr das erste buch Mose. (1527). Ggj"; der caracter, dai geistliche maiseicben jnn der Seelen, von denoinckelmeue, (1533). Iliiij*. 2) betehaffenheit, nalur: myr der beslien character mit aso viel bnllen ist abgewaschen. wider den falsd^getumUengestUi^en ttand. ii.vri , Aj''. Cliarfrcitag (carfreitag), m. der nadale freitag vor oslem al$ tedeetag CbmU, awh der sldle Treilag genannt (t. freitag): es sol- len auch ihe Teier jnn (h-r carwochen, grün- durnstag vnd carfreitag geiialten werden. xmterrichi der vintalom. ( 1 5 3 S ). Kiij'*. mhd. karfrtlac (Ben. 3, 8), eig. klage frei* tiiQ , denn ahd. chara => A7«gp. bei Ger- stenberger (mon. hass. 1, lÖ4j heisU der charfreitag der gute freilag. Chafw«ch€> f, die wache vor oafem. fte- leg s. vorher. €hfn. diese in der heutigen schrißsprache ublicliste verkleinerungssylbe erscheint bei L. noch öfter tmverfcfirsi •ichen, s. b, bierichen, caninirlien, canonichen, frOtaicheu, Ilniisiclien, Lenichen, snlzirichcn , s(Miiel»»?n u. a. m. häufiger bildet er jedoch diminuiiva auf lein (Hn, le). Chika, schrei de* esets, «onaf ika («. d,): wfjin icli mein eselgcschrei chik.i, rhika lasse eischaUen. wider das (>ajw(vm £U Kom. (Iä45j. lliij''. Chimctai faMhaftet tmgduiter: ein chiinera, vngehewer (hier. Ueehr, 395K V. tat. cbimacr-i €hor, ni. Chorus, mhä. kor {Ben. 1, 861),' ahd» Chor {Graff 4, 4S0). 1} reiset^, «eftar: vnd sie sahen sween chor Propheten weissnpcn. 1 Sam. V), 20. 2 ) der hintere theil der kirdie, worin der altar steht , gegensatz des sciiiiles, daher aneft dae tMerheiUgile dee lempel»: vnd er bawet einen vmbgang an der wand des hau- ses rings vmbher , das er hehle vnib den tempel vnd clior hergieog. 1 hön. G, 5 ; aber den chor bereitet er inwendig im bans, das man die lade des bunds des herrn daselhs hin thel. 6, 19; jin chor geheulet vnd ge- dünet. das 17. cap, Joh. (1530). 0j*; das man jm chor vmb einander singet, mm isn Schleichern vnd winckelpredigern. (1532). Cj*'. statt im chor stehen sagt L. zu chor Sieben: sonüerUch kieitler tragen, sonder Digiiized by Google CHORAL 373 CUaiSTEll gebet vnd wcrck (hiin vnd mess hdten» itt chor stehen. Jen. 1, 294"'. 3) lieJei uii hüliern clior nennt L. die ptahun 120 — 131. die §og. slufenpsatmen, weldto ohn0 Mmt^el «al^ahruUeder «varen, die von den zu den hohen festen nach Jeru- salem tcaudcrnden Juden gesungen wurden. Cbortli m. Chorsänger: der caulür be- Deben den iweyeo Chorälen sollea der kir- chcn III hl geieng flejivg werten. d§ Wette br. b, 796. Cherbcrr« m. canonicus: wie die chor- berro vnd dioncfattler eolebe feine wort blöken vnd heulen jnn jiircn kircben. das Sehöne conßlemini. ( ir)30)- Aiij'". Cherreck; m. amlskleid der geisüichen: gliui, glaiu, giuriatn, die sew die bat ein ehorock an. tischt. 394". CbersrhQler, vi. 'disdpulus e choro sym- phoniacu . dm chorschulcr zu llalberstad vnd Hagdcburg. von den eoncHijs vnd kbr^ chen. (1539). Fj«. fhresem frlirisem, rrfsoiu), m. chrismn, am grundmnerstag geweihtes kirchliches »lUböl: mit ebresem die scheilel be^reicben. da$ taufbüchlin verdeutscht. (1523). Cij"; es muste der lioilige slinckendc creseni mit lUgen vnd betneghchein schein also hiis- geputzt werden, der heilige» laude lu scfamacb vnd vnebre. von der winekelmeeee. (1533). Kij*; machet vnd weihet jn hiemit zum doctor vnd priestcr . . . nicht mit (gar- stigem chresera , sondern durch den leben- digen heiligen geist. von der heUigen tauffe. (1535). Giiij*; gleich wie auch der bapsl mit seinen) cliresem, weich\va?ser vnd sallz geuckelt. eine predigt auff der kindertauffe. (1540). rij** ; das vns cbristns dazu gevreibet vnd den chriscm angestrichen hat. Jen. 5,369''. Chresf ni»blsrhof}m. weihbischoff: droht-n aber halieii wir angfzoifjt, wio tlic cresems- bisMcboue mit jrcr weylie keinen pfaner noch prediger bemiTen. «on der miuMmetee, (1533). Kij*. f'hrf nm: in deudscher spräche bcgreifft das wort Christ beides, den herrn solbsi, wie man singt *Cbrisi ist erstanden, Christ für g^n Himer, vnd auch den» so an den herrn Christ glouliol, wie man sprirlit , ilu bist ein cbrist, u^iäer das bafKslum zu Korn. (151:'). Liij"'. doch hat L. itn ersten falle in der reget die lal. ettdnng be^Katten, nur aposL geech. 9, 22 begegnet: Paiilns treib die jüdeo ein vnd bevvrTts, das dieser ist der Clirist, ebenso. IS, 5: zu bezeugen den judcu Jhesum« da» er der Christ sey. in der sweilen bedentung [chrisiianui) ist bei L, noch Christen ge- bräuchlich (s. d.). Christabend^ m. abi^nä lor Weihnachten: anch mich nunmehr mit goit resolviret , an- nähenden beil. Christabend bey euch* ver» leihet gott anders f^'C^uinllieil vnd leben , ^o- wisz zu seyn. de Welle br. 5, 231. — mM. kristübeut (mysL 1, 27, 3). Ckililcifuiger, m. *r««u^«r (^rieH: Carlätad liesz wider vns ein biichlin ausgehen, darin schall er vns Wittcmberger rliristmflr- der, cbristcreutzigcr , ncwe papisicn etc. Henris beftentaw. (1544). Fiiif. Christen, christianus, mhd. krislen iBen. ! svH, cihd. christÄni \(hn{[ |, 618), nr- sprünglich ein adj., dann subsl. 1 ) als adj. eneheint e$ bei X. noch oft: eyn Christen gemalh darfTsich nicht scbeyden, sondern kan wo! hlcyben bey seinem vncbristm {»emalli. das 7. rap. s. Pauli zu den Corin- tJiem. 1^1523). Fnij"; Izum ersten bill ich, man wolt meynes namen gesehweygen vnd sich nit lutherisch, sondern Christen beyssen. etfn (rew vormaming. (15221. Biiij*; wer nicht recht an Chnstum gleubt, der ist nicht christlich oder Christen, von den eondHJe vnd kirchen. (1539). dij*. — dieses adj. haftet noch in vi,'/,'n der nachher aufzufOh" renden Zusammensetzungen mit Christen. 2) häufiger afefci et MiMttnffeiieb: ee feilet nicht vtel, du vberredest mich, das ich ein tlii i>lrn wfinic. apost. gesch. 26, 28; leidet er aber al> ein Christen, so scheine er sicli nicht. 1 Pel. 4. 10; sprecb amen wer ein chriüten ist. Mla eene damini. (1522). £5**; da stehet, das Adam ein Christen ist gewest sclion so lang fnr Christus gcpurt. vber das erste bucit Mose. (1527). Mj'; denn on solche knnst kan man wol Christen sein vnd selig werden, der prophet Sacharja. (1528). Aig"; ein arme dienst magd, wenn Digitized by Google CHRISTENGLAUBE 374 CDRlSTENMOaDER sie llial was sie thun sol , vnd ein Christen dazu isl, so isi sie für gol jm liime! ein schone reine meU, das alle engel jr zu lachen, das 5. 6. vnd 7. cap. s. MattheL (1532). Giüf. CbrtsICIglailbe, m.der chrigflirhp glaube: wenn sich ein mamhich witldcr zum chrislen glauben von den Türckeii hckercle. dte kt. antwort. (1533). Büj". CkrlalCBgllei« n. das so weoig Christus kan vom valpr gelrennel odder gesondert werden, so wenig mUge die chrislcnheil vnd ein jglich Christen gelied ycn jhm geleilei werden, das 17.cap. JoAomiM. (1530). Büj*. Christenheer , n. ein aus rhrislen be~ stehendes heer: der könig Ludwig soll \il- Itiichl glückseliger geslrillen haben, wo er . nicht ein pfaflcnheer oder, wie sie rhdmen, ein christenhecr geftirt lietle widder den Türcken. vom kriege widder d. T, (1529). Bij'. Chrlltenhelti f. whä. Iiristenheit (Ben. 1, 884), ahd. chrislanheil {Graff 4, 619). 1) die ursprüngliche bedeutung ^chrisl- Uchkeit' tritt bei L. noch einmal in folgen^ der sfslfe oMf« denekt nur nicht, das solch» heisse Christenheit oder christlich wesen. der in. psafm. (1530). Eiii"*. 2) geaamlheit der Christen, die rhristliche kirdie: das isl yhe ein klarer Spruch , da- mit die Christenheit win «ttnge»mfen von allen weltlichen gcmcynen. von dem bapstum zu Home. (1520). Biiij*; die predigcr ynn der chnslenlieyl. epistel s. Petri gepredigt. (1523). Ji]*"; haben wir denn keine rechte pfafle noch sacramenl gchaht , so ist keine clirisioiilii'il oder kirche blieben, von der icinckelmesse. (1533). Fiiij"; sn heyl ge- meyner ehristenheytt diensilich. origintUbr. imgeeamlarchiv zu tVeimar. 0 pag. 7 1 FF. 2. Christenkmst; f. christliche hunst : das i>i, sage ich , ja nocli lang keine chrislenkunf^t, wenn man dauon sagt, was man thun odder lassen sol, odder was gut vnd bOse ist, sondern das isls, das man wisse, was Christus isl vnd lliiil. von Jht'su Chrish). 11033?. Diij''. ibrisltnland, u. em ianä mii chrisilichen einwehmem: weil aber das eaangeUum vnd sacramenl von Christo iMrnllitn in einem lande bleibt» so sind gewislich in dem selbigen lande viel Christen, vnd wie wenig denel- higen i^it, so wird doch dasselbipi' laiid . . . Christenland genant, eine heerpredigt widder d. T, (1542k Cij*. ChrblfMlicfc, M$meh, mhd. krislenitch \Ben. \, 884), ahd. cliristr.nl'li {Graff ßlO): dip rhrislcnlirhe kirch. eyn sermon vuH dem abiasi vnnd gnade. (15ib). Aij**; die chrislenliche lerer. e^e»4, Aiiij*; es stund die chrislenliche warheytt eyn mall alleyn aufT sancl P-ine!. manuscr. der bibl. zu Gotha cod. cliart. 37 Ö pag. 9. später schon bei L. chrisllich (s. d.). CkrIstenHch, adv. sie wurden chrislenlicb schlieszen. de Wette br. 1, 604. Ckristenniann I ». homo chriitianus: solch lere vnti spmch horisln eibar Christen man gem. von den newen Eekii^ten ImtUn lud lügen. (1520), Aiiij*; eyn Lhri»len man eyns andern Ifl'rn nrn h tliszoiii gewarllel. das 7. cap. s. Pauli zu den Corinthem. (1523)* Aiij* ; ein weg cum hymel, den der gemein Christen man nil gehl, euang. von den (sei^ auszsetzigen. (1521). Kij**, darunib sein alle Christen man pfaflen, alle weyber pfeflyn. eyn sermon mm dem n» fsff . ( 1 520). Dij''; so gar grosse vmmeslidie lost hat der verdampt bapslesel . . . den armen Christen man zu eflcn. ncrren, spotten, wider das bapstum zu Rom. (1545). ^jiJ^ Chrlstemrateli m. ich habe selbs gehört von rriinii ii getaufllen Juden , das, wenn sie nii hl bey vnscr tzeyt das euangelion gehört hellen, sie weren yhr leben lang judcn vnter dem cbristentnantel blieben. detsJbenuOlri' stus eyn gebomer Jude My. (1523). Aij**. Cbrlslf nmensrh, m. tpas christenmann: ein Trum chrisleu uiettsch. das diese wort Christi noch fest tieften. (1527). eij'; wie wot vns k> in Christen mensch also nötigen wird, vom abendmal Christi. (1528). bj*; es kan nie- mands einen Christen menschen vrtcilen. vber das erste buch Mose. (1527). büj''; alten Christen menschen, denn diss bnclile tw^ kumpl wünsch ich, Marlin Luther, gnade vnd fried. eynvnterriehtderbeychüsinder. (1521). aj'-, €hfi«te«M4rl"!. Hiiij*. Christcirecht f n. dieser arUktl muchl dicli sum christeo, das man dich von €hHslo auch einen Christen nennet, vnd du bekümcst auch christnnrechl dtin li jii. Eisl. 1, 187\ Cbrlstenstand , m. ordo chrUtianus : aber einen stand draus zu machen, der besser sey wederder gemein dirislenatand , daa ist ver- lieret ding. derXn.psalm. (1530 . Ej''; der chrislensland sol vber alUs vn l alle* schweben, ebend. Eij*; cliristenslaud tsi ein solcher stand, der nur willige hertsen foddert. daa5.«6.i'nd7.eap.a.jraflAet. (1532). Mij'. Chrlsfenthum , ?? (jchronchi /. noch in der nrspruuglkhen , suüJevUt en bedeulung *tlaadt iffirde des durülm» ehrUtUdur ifiaubeni^t ^/riitUehemieken' : catecbismus aber hcyst oync vnlcrrichl, dnniit mnn dif hcydcn, so cliristcn werden Wdlleri, Icrel vnd >Yeysel, was sie (iieulieii, ihun, lassen vnd wissen sollen yta cbrislenthom. deudseh« messe. (1520). Aiüj"; not vnd angsl zwingt vns d;oIm'U ii> fein jin chrislcnlbum. das schone confuemini. (1530). Dij''. — nhd. kriatentuom. {Bm. 1. 8S4.) Chrfstoiwclbi n. chrislliches weib: ein corporal Ihar kein rhrislenweib waschen. von den schlüsseln. (1530). Jij"; woll jm ein Christen weib geben, /en. 3, 174**. ürislfiniigy Ouritio conform: das »t nn ein chrisirorniig wahrhafltig men^iche, der innewendig voll vnlrosts vml hetnihie geisies ist. die sieben puszpsalm. {Ibil ). ilij ' . ChrlstglaiUg» der an Christum glaubt: ein christgleubigcr mensch, von der tcinckel- mease. (1533). Rij ; von dem glauben vnd keinem andern wcrckc liabcn wir den uamen, das wir chrislgleubige heyssen . ausle^. der gehen gepott. (1528). Hj**; darumb ist das sterben der cliHsigleubigen nil eyn sterben, szondcrti eyn schlafT. aussleg. der ep. vnd ewng. des aduents. (1522). Fj*'; Christus kOnigreieh, darin wir ilzt leben vnd alle cliristglcubtgcn liislicr gelebt liaben. i'orr. auff die Propheten bei Bindseil J, 335. Christin, f. christiana: so ists auch zu boflen, weil die mutier eine christin vnd gteuhig ist, das jr bcrtzlich scufTlzcn vnd grdoditch sehnen das kindzur laulTe su brin- gen, fiir i^in rocht gcbetc für gott angenomen. L.'s irost für dff rrrilifr. iretchrn es rvgerat (jettler- rieht der visitatom, (1538). Ji^\ Christlich, ad», wU ateMsfeniuJtomml, siemf.* kenffen vnd verkeuflen eyn noihg ding ist, des man nicht crnperon vr d il In^r- lich brauchen kan. von kauffshandiung vnd Digitized by Google CIIRISTMESSE 376 CISTEMIB trurher. f 1 524). Aij**; '^o mnii iV\o 1n'|i>;t- Itclit'ii ilp(Tc[,Tlen vnn forii .in l)is liindcn aus lie- sei, üo itüüel mau iiiciii einen bucliüLabcn, der da lere, was glaube sei oder wie man christlich glenbcn sol. wider das bapstum zu Rom. flfij5>. Fj'; e. w. wir»! sich hierin cbrisüicb vnd ebrbarlich wissen m iiallcD. it WeUe hr. 4, 334. Christmessf , f. messe, gotlesdiensl in der chrislnachl : difi rpisicl des [)rn|ili»'li'ii .lo<:iia, so man ynn der chrisimcsse lieseu liiel einer 1526 endnienmen nchrifl; yon der ftve chrisuncss. muUg. der ep, vnd euang, vwn aduenl etc. fi r»2S). PS**; yuD der hohe cbnslniefts. ebcnd. HG\ Christanöriler , m. Chrislusmörder. beley $. «nfer chrislcreosiger. Christnacht, f. die nacht unmittelbar vor dem ehristiag • ilio t'pi«;(pj zti der mess ynn der christnaclil. aiuleg. der ep. vnd euang. vom adnml «le. (1528). M6". Christof el , Giristophorus, Christträger : 0 bie reissl der grosse CbristofTel von Zürch eitel bcwroe vmb. vom abendmal Christi. (1528). oiij-. CIrlatttgf m. üu neOalü Clmsti, bei L. geschrieben christag, wie aurh mhd. VrisUv^ {myst. 1,27): ist nicht der rhristag auch dies domioica, des herro lag, das ist darin des herm sonderlich werg» als seine gehurt be- gangen wird, von dtn etmeUißtndkirdien. (15.39). Liij". Christasaartereri m. an biulseuge Chri- tH: es hat yhm geahnet odder vilicicht so viel gesehen vnd gehört hey seinen meoche)- mrtnlern . d.ts er mUste herhalten lUd! riiri- slusmerierer werden, trosiunge an diechri- jlen stt Halle. (1527). Bj\ Chronica (chronick), f. 'zeitbueh*, pl, Chro- niken (rroniki'ii I, tnhd. ciVmili" t Hen. 1, SSS), aus dem gr.-lat. pl. chronica : was mehr von Salomo zu sagen ist, vnd alles was er gclhati hat, vnd seine weisheil, das ist geschrieben in der chronica von Salomo. 1 kön. 11, 41 ; das erste hiirli der chronica; ihis ander buch der chronica ; man lasse suchen m den Chro- niken deiner veter. Etrait 15; das leret VHS die errarung. alle cronicken, darlstt die lieyligen srIinfTt. eyn sermon von dem n. fest. (I52U). Ay*i mit deu fümemsten fhüclwni fhii'r bibliolhek) alicr snllien smi die chroiucken vnd hisloriea. an die rod- herm. (1524). Eij'*. ChrtniUeiMy p, A'mIii. des vorigem i newe zeitung weis ich nicht, denn das ewer kleine cröniklin jr le.ngerje \varhafl\ij?or wimI. eine warhaffiige historia geschehen zu 6iusfart, (1535). Bj^ Chirförst^ m. tcahl fürst des denUdtmi reiches: der churfursl von Sachsien, ori- ginalbr. t>. 1517 tu» getamtarehiv su Wei- mar. N. 108. 41; stalhalter, churrwrslen. furstcn vnd slcnde. originalhr. «. J. 1523 ebend. 0 pag. 74 FF. 2. später auch bei L. die Schreibung kurfürst. das iroH ist xusammenges. mit kur wähl, mlid. kür, ahd. ohurf. Chirfirstlachf tlectoralis: so ein jede leihlielip pemei» einen nainen hat von jrem heubt, wie wir sagen , die slad ist churfür- sttsch, diese islhertsogiseh, sie ist firenckisch. Jen. 1 , -in I'. iiiiUTfQnÜitkf dasselbe: ewren clinrfiir'^l- lichenn gnaden Ihu ich volerlheniger mey- nung icu wissen. origiuiMr* v.j. 1519 auf der bibt. zu GoOM, cod. dtortä 379. Churheilio;e^ m. der mit xelbstenrählten •werken umgebt : iU^. werksr lieytlcr viimi rlnir- beyligcnn mit ybreu eikureu, erwelcien wercken, ihun kein gut werck. iml^. der ep. vnd euMgt vom dwietof 897)« avs lat. cinamiim. Cirkelj s. zirkel. Ciiferm* f. waseerb^älter: da hatten die von Bethulia kein wasscr melu , weder in cisternon. noch sonsL Jud. 7, 12. «PN lat. cislema. Digitized by Google CITRLN 377 COPie curia, f. calnme: pomeranlteo vnd ettrin. rand<]f. zn spr. 25, 1 1 . Clamant, m. schreier: ila kams; crfür, das bischüffAlbrccIil diesen UoUvi gudiogel halle, weil er ein grosser clamant war. wiäer Bant IKoftl. (1541). Lij''. CIbtIh, pl. olavos, taste der '>ri}i-l , deren windiade durch sie geöffnel uhü yachlossen mri {tat, tUms ^ s^lüueS): sie läppen vnd suchen wie ein vngclerler organisl die dauns oder orgelpfeinen suclil vnd fragt, liistiis, bislus. von den leUtenworlenDauids. (Ij43j. Oij'-. Clerlkcr^ m. geUiliAer: dis coDcilhim (Nieemm) selzl, das, welche sich sclhs cnl- geilcn wider die grosse vnloidÜfhe hrunsl jrs fleischs, sollen nicht zu cicncken oder kirclienampi gelassen werden, von de» eon- cmji vnd kirchen. (1530). Giij^ von tloricus {x).rjQix6g). CUakCj /. abiugskanal für die excremente, bn L. «Ml toi. mdung cloaca : im angcsichl des menschen liat er das si^meisstiausz , die cloaca, in die millen geselsl. tiidir. 42^ Clftstff 8. klosler. C«leciiia(e (coioquiiile), f. billergurke, purgiergurltB, euevmis eotoeynlhiSf xoXoxvv- d'if: da gi< rig einer aufis ft ld . das er krant lo««», vnd fand ^'.il'l'' rnnkrü vm! I:ts (Liiinn colochinten (var. kül«|uiiilt'n/ ^ciii kleid vol. 2 kBn. 4, 39 ; so sie im (ihm) kelleriiab vnd colochint hellen gehen können, hellen sie es onc zweifei girnc fi^cthan. Eist. 1, \V>(',\ — das qu statt des urspr. k auch im franz. coloquinle, ilal. coloquinla. CniCt> m. fdhwaRssfem. ausle^. der ep. rnd euang. vom diriiiag. (1522). eeej\ — aus lat.-gr. romela . y.ofir^x r^q, r. xom- haar. ConpaS) m. eine maynelnadel mit ein- fastung, bei L. comfiasl geschrieben: szo gar gewiss h«l>enn sie auch mit sandseygemn vnnd compasten {Icn Iieylij.'*»» pov«:? j^cmessen yni hapsl. auszleg. der ep. vnd euang. des Mfoenll. (1522). Riiij*. «Ne edtreSbung compast begegnet awh sonst noch im 16. jh., s. 6. Christus vfiit sein wnrt isi der conipaslini schiff / r (" nu CU8 aposlasia, ( l 57 3 '. M itij''. aus itul. couipasso. s. IVeigand wlb. 1. 217. OtM|nnlst, m. der eine AwdlcftlMn^ Ihm, Wtetoctaek. seköpferiteh xuMommensetxli daromb mflssl ihr ci)m|K)iiisten uns auch zu gut Imlten, oh Wir siiiio iiiachpii in ouren gesängen. de Welte br. 4, 5 SO. — ton cooiponiercn, lat. componere xneammeneeUen. Cnicilliick» conciiiscl), aus den concWen hervorgegangen , dm begrhliissen der con- cilien entsprechend: desgleichen babeu wir armen chrislen auch mit den geboien goUes zu ihun, so viel, das Wir ander hoher werck, die sie bey jnen geistlich, concilij«i Ii vnd volersch rhümiMi, iikIiI kennen gcwiirlcn. von den conciiijs vnd kirchen. (1539j. Cj"; wollen wir eonclKsch sein» so müssen wir (Iis conciliuni (das apostetconcil apost. gesch. 15) für allen andern hallen, ebend. Kij'. Condition^ f. die$ist, stelle: doclur Sle- phan, pfarrer xum hof, hat wohl Ittr etlichen jähren weg begehrt , aber ich wuszle keine condition vor ihn. de ]y'etle br. 5, 528. franz. condition^ aus UU. condiiio be- dingung. Crafecli n. Musdtmrgebadtenes : hie mit kan der arlzl allerley schinfitzon limlt'rn \fiil viel !pr guter conTcfl mai hoii. das man kinäer lur schulen halten solle. ^530j. llij" ; miristeurenwegenvberantworldascon« fecl in zwo schachteln, de Wette br. l, 17S. Centerfeien j conlrafeien, L. conlrofcien. abbilden: es mag cüuleifeit seyo oder ab- geguHsen. tfe Wette br. 4 , 631 ; das heyst vDsere bischolTvnnd geystlichejniickem recht l ontt ofeyel. miderden falsch genanU(*n gci/stl. stand. (1522). Bj''; die rede isl eyn elienbdd oddcr conlroreylt hild des hertzen. ausleg, der ep. vnd euang. vom cfcrtelajr. ( 1 1»22). Qitj\ die herleitung des lOOrtes ». bei Wei* ga F» 21). Gi*; das man so Rom nicht weis, wo die ctirper s. Peiri vnd Paiih hgg(M). uidtr das h(tp<;tum zu Rom. (1545). Nij''; CS smd hnnhsche cdrper vnd jrdischc cürper. 1 Cor. 15. 40; excommu- nicare heystvon dergeroeyn thunvndcingUed von disscm ("Ol [lor >il>3tiir rUslen zur räch vl>er die feinde, weish. b, 18; vnd den mcnachen durch deine Weisheit hereilet hast, das er herrschen solt vber die crcatur, so von dir gemacht ivt. 9, 2; vnd prediget das euaogelium aller crealurn. Uare. 16, 15; w^eher ist das cbcnhilde des vti>ichlbareil goltes, der erslgt hiHruT vor allen crealuron. Col. 1, 15: dü^z ich nymer docior der heyligen schridll, noch et- was bcpsllicher creatur heissen niusz. wider dm faUek getMoMtn geyttiidteH elemd* (1522). Aj^ schon mhd. cr^siitirp :,du her heute krystall geselmeben, Crislallcnseheni n. eine art Zauberei, in einem krystallspiegel abwesende und künjlige dinge sehen lassen: wider das erste gebot sflndigt, wer cristallensehen, mantelTaren, milchstelen vbct. eyn kweM fmn der Stehen gep»t, (1520). Aiij^ Cri&tallig, kryslallen, durchsichtig: vml yhr liechtslar war gleydb dem alleredlisten steyn , dem cristalligen Jaspis, offenb. Joh. 21, 11 in der ausg. des n. fest. v. j. !f^22. Crocodll , m. crocodilus , von gr. x()ox6~ dftXogi die leute in Egypten beten beide tbier, den crocodil vnnd den igneumon HHr giilter an. tischr. ^2*'. mild, lautete das wort der knkodrdle, co- calrille {Ben, l, b57). nhd. ist an die stelle des m, das n, getreten, wdehes Adelung iioeft tUs unridU^ be»eiehnete, 4S« Digiiized by Google CROCODILISCH 380 D Craeodiliscli : crocoditisclic m-hgir. tci- der den bischof :u Miujdt hurg. ( \ '>3fii). Giij". Cricifil» n. das bUd Christi am kreuz, aus miÜeUat. erucifisum (eig. ans krewi ge- keßeUt): bey vielen der hriiucli isl hlieben. (las raari ). Biij''. Cirtisai (corüsanj. m. aulicus, hofmann, frtmt. coortisan: manch, pfaflc, Ihuaiherr oder ciirtisan oder der gleichcD leute. Jen. 5, 259*; dif wird er zu gr(>s';iTr reichen car- dinctn , bissclioucn . clitcn , proiislcn , corli- saneo, Ihumberrn, pfafTen, oianchco machen. twr. vher den jpm^eten Daniel bei Bind* srH 7, nS3. ÜMrU&anilsch , tmcli arl der curli^anen : das sie nicht auch haben aiilT solch romissrhe vnd curüsanisscbe weise messe gehalten. von der tcinckelmesse. (1533). Ej*. Cfisler, cuslcr, m. kirch' iidiei^rr ■ rpjjinren alle ding, die beublhiiheii /.u Uuui, auch schier de» custer» vnnd glockners amp( in aSea kirchen. an den ekrittiid^en odeL (1520). Dig^; hostiarium licissen sie den so zum stranp^e gewi'yhol war, das ist der die kirchen schhessen vud gtockeu leuleo soll, wdcbe Weyhe ilit bey jnen selbs langes gefallen, vnd doch solch ampl on alle weyhe dercilütpr, svin wr'\h, ninfid, di r knecht aus- richten, von der wiuckeimesse. (1533 ). Oiij". mhd. kusler und guster (Ben, l, 920. 594), ahd. kiistor. gustir (Graffi, 534)» atis tat. ciistos. Cymbcl, cimbal, f. schallbecken zum nn- einanderschlagen: so! ich die speise alle zusemen acbmeltzen, so wil ich jm eine glocken gicssen , das ers !jnr<'ii sol, es sey keine schlechte cymht I iioi Ii si Ik IIh. Jen. 6, •1 ; mit paucken vnd ischellen vnd citubaln. 2 Sam. 6, 5; uiii paucken, mit ciwbeln vnd mit posaunen. 1 eftnm. 14» 8 «• Sßer noeJk im a. test. Cypre&se, m. (/; mhd, ciiucs m. Ben. 1, ^20), bekannter immergi^ner bäum: wie eyn cypressen auA dem gebirge hermon. .Sir. 2n, 17; vnsere lallfn sind cipressen. hohetied 1. 17. aus romanisch (ilat.) cipresso» wn kU. cyparissus, gr. xvnuQiaaoi. Wßigand wib, 1, 227. D. die media der denialen, zeigt sich hei L., theils dem mhd. entsprechend liteiis in folge niederdeuUdten etn/liMaes , nidu selten in Wörtern, denen wir heute l geben, wäfirend i er umgekehrt oft l hat, tco wir jetzt d schrei- ' ben. es mag geniigen, hier nur einig« der KauptMotAtUhtten abweiehnngen von dem heutigen schreibgebrauch su belegen, I j beispii'le für die media etaU der heu- tig vn tenuis sind a) anlautend: dapfer (N/(en noch dar (Ben. 1, 30.? t. ahd. dar. !har (Graff 'i, 53 >. 1; demonstrativ, ibi, an dem orte, bald nwf grösxerem batd mtf geringerem nadt- dnirk : da Ügt der knote, vom abendmed Christi. (1534). Iinij''; da findet man be- dellion vud den cddelstein onix. 1 Mos. 2, 1 2 ; sihe, da Ut eine slad. 10). so findeslu, das goU der horr isl, der da leidet, von den letzlen David, i 15 13;. Hiiij' ; das macht alles die viihesclteydciihtil, die do nie absondert die xuaelse des gesangs odder gepeta von der rechten natürlichen mcsz. etfn sermon von dem n. lest. (1520). DiJ^ gleich häufig nach wer der, welcher : wer da guls sucht, dem widerfercl guls. spr. 11, 27 ; wer da bittet , der empfehel, vnd wer da suchet, der findet, vnil wer da anklopfit, dem wird aiiir^'t-thiui. Malih. 7, 8; wer da gleubel vod gelaulU wird, der wird selig. Jfarc. 16. 16; wer do gerne clallel vnnd iffterredt, der ist keynem menschen höhlt. auszleg. deutsch dex v. u. floISt. llij*; lasz fallen wor do feilet, origiualhr. im gesamlarchiv zu ^^'eimar. N.pag. lui^. 42; Christo als einem lugener widdentrebt, wer do sagt, das die Christenheit su Rott odder an Rom gepuaden sey. von dfm bapslum zu Rom. (1520). Biiij"; werde weis, das sem trost vnd tuoersicht stehe aufl Christo, der kan das ablas noch keine ander »laersicht nicht leiden, tcarnunge an s. t. deudschen. (15,^1). Fiij': alles was do klug ist für der well, dm magnificat. (1521). dj\ 5) ali entichiedenes relativum heiext et wo, wat auehjetxtftmrgexogenteird . das nie- mand den andern sähe, noch au0slund von dem ort, da er war. 2 Mo». 10, 23} ich aber wtl eraus g^en vnd neben meinem vaier stehen aulTdem fehle, da du bist. 1 5ap. 3; vnd crM ufli würde im meer, da es am iii llsit ii isl. Mdiih. 18, ü; es ist aber vorhin gmi- angozoigel, wie Gog, derTflrcke, sein iKTkonien iiai aus den Tattern odder roloii judei>, da der grosse Cam kiinig ist. das 'AS. vnd 30. cnp. Ezech. (1530). Aiij*. duA demoHiltaUte da kann unaujsyedrücki bteUten: da ich bin, könnet jr nicht hin koraeii. Joh. 7, 34, dayf/jt-n v. 36: weich hin, d;» koniifl jr nicht Inn koincn. G; eigenUtamiich slehl da /ür trenn, falls, wofern: ich halle mein gnädiger herr bahe dem landvogt befohlen dich mir entgegen sa schicken, da ich ja unlerwegcn stürbe, dasz du zuvor mit mir reden mochtest, äe WetU br. 5, 59. 7 ) leenn da vor praepositi«mm oder od' verbien steht, so erscheint es bei L., wie im mhd. und ahd., in der rvgd iinzusammen- gesetst damit, Ja es kann auch durch die Stellung davon getrennt iccräen, welche tren- nung tehan Frieeh 1, 179' mUMuredU ta* delt, ebento Adelung wlb. l, 1231, e. Ol th — an : eio lamli , da kein feil an ist. 2 Mos. 12, 5; ein weih, da der man keine freud an hat. Sir. 25, 3 1 ; da w oll ich tausent hebe an verwetten, ermantm^ e zum fride. (1525). Cj**; da wil niemand an. vber das erste buch Mose. (1527). rr 4* ; wenn du an emem a|)oslel faslest odder beichtest ynn der baten, d« thnsbi nicht vbd an, widderumb ihuls ein ander nicht, der lliiil aiu'l) nicht vhel dran, ausleg.derep.rnd tuaug. loin udvent etc. ri.52S). Eij''; da isl mir kein zweifel jii. ebend. Fiij'*; annhoflarl, da wischet der leuTel seinen hindern an. der 101. psalm. (153 n. Piiij\ 6) da — auf: (las land da du auff lij^'ost, wil ich dir vnd deinem samen gehen. 1 Mos. 28, 13; der ort da du aulT stehest, isl ein heilig land. 2 Jfoa. 3, 5 ; gedenck an den herg Zion, da du aulT wonesl. pt. 74, 2} die na5:*»n dran wischen, fin Adams kinder auU sitzen, von den srhiiisseln. (1530). Hj*; da bleib ich auff, da lebe vnd sterbe ich auf!. ob kriegsleute auch yn» «ef. tkmde tein künden. (1527). niij\ c) da — aus; do^ predigen da oicb^ aus DA vnrii. Exeeh, 13, 9; disc »t der arlicbelt» da alle vnghick ausi ktiminen ist. tcarumb des bapsts burhPT vorprant. (1520). Aiiij*; welchen mund nicinslu? da die liirlzc ans Taren? wider das bapstum zu Rom (1515). Diiij''; sancken vber dem wort *gabnunim' [D'iSSail. da etliche oiis ni u Iion höcker auff einein rü ck r- n . B i n d ^eil 7 , 3 2 1 . d) da — Lei: da sol es bei bleiben. Jen. 45, 23; was die weit ztt scfaaSen hat, da musz ein intiach bey sein, an den ^ritl- Hchen adel (1520). Aij\ e'\ (Ii) — 4'in : eine niagd oddi-r kiiahi» einander Mir die '^o- nonieu haben, vber das er6ie buch Mone. (1527). Oüf. i) da — in: ein volck da kein rat in ist. 5 Mos. 32, 28. fc) da — innen: etii lanci, da tniich vnd bonig innen fleusst. 2 Mos. 13,5; Mose maeht sich hinsu ins tunckel, da golt innen war. 20 , 21; sacrament ist eyn glawben- geschflTt, cyllol gollis werrk -inllcn geben vnd geschehen, von anUelen des sa- crümtnti. (1522). Dj'; vod sehlossen alle kästen vnd laden auff. da seine gewali ynnen lag. das diese woH ChriiU nach ft9%Hehen. (1527). eiij^ l) da — niil: den lüscschlUs^^el keimet er nicht , da lesst er den bapst allein mit be- scmen. ton den schlüsseln. (1530). Ciij''. m) (Ja — nach: da fragt der hüho^-l n>h- tcr nichts nach, wider den bischoff zu Mag- deburg. (1539). Cj'; cndhch Ihel Jn der bapst in den bann, da traget er niebts nach. wider das bapstwn zu Rom. (1545). Dij\ n) da — Ober: da gruben sie einen an- DA dern brun, da zanekten sie auch vber. 1 Jlfoa. 26, 21; vnd grub einen andern brun, da zanekten sio siili nirlii \hcr. 20, 22. 0) da — Ulli tiinibj: da niilgen sie knaben von sieben iarcn vmb fragen, das diese taorl OurisU noch fett stdten. (1527). ciiij*. p] da — von: ich habe eine speise zu pssen . da wisset jr nicht von. Job. 1, 32; da wir aber von reden, das ist dennoch Weis- heit bei den volkomen* 1 Cor. 2. 6. 9> da zu : da gehOrt ein grUaser vnd starckerY'hiiilic zu, der 1 12. psalm. f 1 .'2fiK . Dij''; da gebe gotl seyne gnade zu. Bind' iieil 7, 333. S ) obgleich L. zumeist der in der heutigen spradut wie acAon mhd., gellenden regel folgt, wonach vor präposilionen mit vocal- futlaut dar, mtl ronxonanltinlnut aber da steht, so hat er jedoch auch darbei, dardurcb, darfUr, dargcgen , darbinder, darnach (»ocfc jetzt häufiger als dan.-ich), darneben, darnider, darvon, darwidder, dirzii, daizwischen. Da fdn) , inlndrorh , mhd. dn f Ben. 1, 37 4j, ahd. do, lliu, dhuo \Graffh, tiö i, vom voraufgehenden da dmr^aue verethieden nnd unpriü^flieh weht ein acc. sing, fem, von dem pronom. demonstr. diu , der im gotJ^. \)o lautet, vgl. Grimm gr. 3, 169. 1) demonstrativ^ tum, zu der seit: da ward ans abend vnd morgen der erste tag. 1 Mos. 1,5; da machet goll die feste 1,7; da lies ^oii der h^^rr einen tiefTcn «^c-lilafT fallen auU den menschen. 2, 2l und so noch häufig in der bib^verdeutsehui^. 2) relativis^, cum, wobei der nat^ats fnlyt od' V vorangeht. n) da |:;nt den menschen scliur, iiineliel er jii nach dein gieiciinis gulies. 1 Mos. 5, 1 ; vnd da sie gessen hallen, blieben sie auff dem berge vber nacht. 31, 54; vod da sie es hiirelen , vordros die iniinner. 31 , 7 ; da (1522: doj das der künig Hcrodes hörete, erschrak er. Matth. 2,3; do ich gen Orla- munde vnier seyne chrislen kam, Tand ich wol, was er DUr samcn da geseel hatte, ein bneff an die Christen suStra^urg, (1525). A5\ a83 DABEI 384 DACU b) Joiiepli \v.ir sieltoiizclin jar all , ila er ein Iiirt« des viehs war«). 1 Mos. 'M , 2; sie haben sich verwundert, da sie solch» saheo. ps. 48. 6. e) ihesus gehorn war su Bethlehem im jttdisebenlande . . . sihr, da kamen die wei- sen vom inorgenland sjrn Jerusalem. Matth. 2, Ij da sie aber liin weg gezogen waren, sihe t da erechein der enget des herrn dem ioscph vnd sprach. 2, 13; da ich ein kind war, da rcilct irh \\]p ein kiiul. 1 ^*or. 13, 11. hfutc lieber als, was auch L. tchon neben da brauchte. 3) nicht ntien tehl da bloix rdaUv ßr wo: zu den Zeiten, da Mose war gros w (ir- den. 2 Mos. 2, 11 ; tu der zril, da dfr herr mit Mose redet (redete) autl dem berge Sinai. 4 Mos. 3, 1 i bis aiilP den tag, da (an wel- dum) jr ewrem goU opffer bringet. 3 Mm. 23, 1 1. Dabei (dabei), dnrhi'i, ndr.demonstrativo' relaticum,. welches ein nahewin bedeutet, mhd, dl bt. derlit (Ben, 1. 306). ahd. dir hi (Gra/f 5, 63). 1 ) besieht sich dabei auf eine örllichkeit, so heiszt es daneben, juxta, prope: daniil sie betten an den rund ein hcndlin malen vnd dabey sehreiben können *hie stehet ein wun- der . das diese wori Christi noch fest stehen. (1527). ij'; man mus den auch einen gt?lon schlitzen sein lassen, der nahe dabey (die ttusg. v.j. 1540 hat darbey) odder das mehr- mal yns blal scheusst. von efteradWn. (1530). Ej"j wo ein fewer aiiflgeliel, das ein dorfT ndrr flu Iiaus abbrennet, da sitzl alwfg ein leuHin dabey. hausposl. Willenb. 1545. feMtOkeß 78^; da war ein brun auf! dem fehle vnd sihe , drey herde schafe lagen da !)fy. l Mos. 29, 2; d.ns lefjlicbe Itrnt lic- weysin sidclic sluck alle, das Arsacius nichi dabey gewesen noch rerhörel ist, da solch hoch bercmpie vnd wul beschissen vniucr- sitel ylin vrrdampl bal. ttiddcr daa hlind rnd toll i irddmnis. firi21). Cj'; weil alicr gulles sogen niciil durbey ist, zerscbleiäsls vnd verleurel es sich, ein dtritOieh tehSmr trost. |ir>3rj). Hiij''. 2; geht dabei auf verhäitiUsse und zu- *lSn4e, «bnm bc4eiilel m #o tiri «Is daran, damit, iugMeh: da l»ey soll jr roerdten, das mich der herr gesand hat. i Mos. IG. 2S; gedpnrlvt aiirh dnliey, das ic!i ewr gebein vnd ib'i.^i-li bm. rieht. U, 2; die kendt man da bey, das sie alles, was ein ander thutbc' reden, richten, vrteylen* auszleg. deutsch des V. u. (151SK Giiij''; es sey gleich ein vbcr- longs von ylim gpwesen , ist vns doch dabey idamil) angezeigl, das gnade lessei die natur bleiben, vber 4a$ ent« hudi Mote, (1527). * Rriij*; das es eine lauter halcoi sey, sihet man dabey (daran), das sie nicht dcncken darnacli zu leben, etliche schöne ^ediglen. (1533). Eiiii**: es ist besser dnerscyann vnd da bey (zugleich) frisch vnd gesund, denn ri'icli Mid vngestind. Sir. 30, 14; haben wir jnen dabey lieiollicn , d.is n'm auch za euch zibcn sollen. 1 Macc. 12, 17. 3) relaüviteh fUr «obti: vnd sollen auch jren teil am lande hallen, ein jplicher vnicr dem stnni, da boy er wonel. Ezech. 47, 23 ; es isl besser, das einer seines Ihnns warte, dabey er gedeicl. Sir. 10, 30; vnd sol kein ander eusseriicb seichen oder gemerck sdn, dabey [woran) man es kennen m(fge* der HO. p^o/m. ' I"i3?li. Kiiif. Dableiben^ verharren an einem ort: da aber der man aulTslund vnd wolt sieben, nötiget jn sein schweher, das er vber nacbl da bli-ili. rieht. 19,7; vnd er hlitdi zwecu tage ila. Joh. ], 40; vnd als wir mehr tage da blieben, reiset her ab ein pruphct aus Jadea. apost. getth, 21, 10. Dach, n. 1) die decke etnes gegenständes, ijvhäudes , z\mnl des hauses : dn thet Noab das dach von dem kästen. 1 Mos. S. 13; vnd sult jn (den rauchaltar) mit feinem goblc vbereiehen, «ein dach vnd seine wende ringes vmbber. 2 Mos. 30, 3; wenn du ein neiv li.iiH bnwf'st. so iturhe lehnen >l liclh!, das sd \u'l leuUel auir uiiclt gczilel bclen , alls 2igel aulf Digitizcd by Googl DACHLEIN 385 OAKCR den dechero waren lu Worms, wcre ich dennoch eyngerilten. eyn brieff an die /ttr* Sten zu Snrhxpn. [1.^24). Bj". 2> besondere reUeniarlen: herr ich hm Dwbt ward, das du vnler raein dach (m mein kaui) gehest. Matth. 8. 8. Luc. 7, 6; es ist liP'srr im wiiickel piilT dem (inehe ffin- sam und verlassen) sitzen, donn liey eirn zeuckt^iclieu wuihe iii eiaem hause beysatoeii. *pr, 25. 24; was jr bftret in das ohre, das predigt aiifT den dcchcni ' va kündigt öffent' tichi Mnith 10, 27. Luc. 12. 3; alle zic- geln aiiU ilciu lach , alle sperhng volcr dem tach seien (mUfiig gehen ). hauspoH. WiU«mb, 1545. fnltheil 55^ mM.d.T-li inen. 1,203), ahd. (1;k1. !Graff 5, 103 , von einem verlornen starken vrr- buni |iiküii, ])ak, ]j<}kun. Grimm yr, 2. Däcblfin (dechlin), n. dimin. von dach: er hrioget seine kinder auch vnter jr decblin. Ar. 14, 26. Dachmnnn^ m. (Jog ist ein nnmc :tiiis«>t cm diich, das Gog odder Magog so viel heissl als ein dach- man , oder der vnier dem dach woneU da» 38. vnd 39. eap» Uaekiel. (1530). Aij^ Bachrinne, f. wer tlii« ,li'l)iisiti^r scMcpi vnd erlanget die daclirinnen. 2 Sam. 5. stcar sind auch an den morgenländischen dadkem rinnen «um auffangen des regen' wiuen angebracht, doeft werden die dach- rinncn , deren erlangung David bei der ein- nähme Jerusalems nach 1 chron. 12, ü mit der hauptmannssleUe belohnte, von den er- Märem für die vasterleitung der ttadt ge- halten, deren getcinnung zur eroberung half, vgl. Zell er bibl. wärterbuch 1, 212. Dsflisfell, n.'d38j. Ccij^; was sind aller weit scheize gegen diesem scbals, der da heissl ver^ehung der sdnden, dadurch du von des tciilTt !«. tods vnd der hellen pcwalt wir>l jiefiTii i. zwo predigt auff der kinder- lauffe. (iri40). Kiij' ; solcher wust weret bis in 39. jaren, das slle well schrey vnd bat vmb eil) I iMieUium, dardurch widcruroh ein einiger hapst wfirdo. «oider das bapitum xm Rom. (1545). Alilj^ Pnfir (darur), dadbr, adv.. mhd. di vQr, derfdr (Ben* 1 . 306). ahd. dir, dara ftiri [Graff 5, 63). es bezieht sich 1 >' auf einen ijerjensland des achtens, der mvinung: dann ichs dai'ur aiiil, bell man mcyn schreiben lassen frey gehn , es weer langst alls geschwigcn. de Wette br. 1, 207; so .ichlcn wir's dennoch d.irnr, das h. Moritz vnrecht Ihet. 6, 311; hallet eucl» da für, das jr der sOnde gestorben seid. 49 DAFÜR 386 DAGEREIf Rüm. 6. 11 ; ich hidl mich nicht dafür, das ich otwas wdslc vntcr euch. 1 Cor. 2, 2; da fiir halle vns jedornian, nenilich für Chri- stus dicncr. 4, 1 ; halls iiiehl da für, das der glaabe cn Jhestum Christ «nschang der per- son leide. Jac. 2, 1 ; das ist das rechte er- kcntnisz, wenn tln l iiTtir hellist vnd weyst, das got vnd Chnslos deyn goU. vnd deyu Christus sey. dU ander «j». $. Ptlri gepre- digt, (1524). aiij''. 2) a«/' eimen gegenständ der biUe, der bemuhung, der hülfe: da für werden dich alle heiligen hillt-n. ps.32,V>; ilnfiir ich drey mal dem herrn gedehel habe, das er (der iotantengel) von mir wiche. 2 Cor. 12, S; aber deinen kindem kundlen auch der gidligen drachon zpcne niclit s« li.nh n , denn deine barmherizi;^kLii war da für vud machte sie gesund, tceish. It;, 10. 3 J au/ eineti gegemtand des tcerlhes, der wiederentaUung, ersetzung, Vergeltung etc., wo es 'statt dessen heiszl : gib mir deinen wcinherg, ich \\'\] ilir einen Iie<;S('rn Wein- berg dafür gehen, oilcr so dirs pofell, w il icli dir silhcr dafür geben, so viel er gilt. 1 kön. 21, 2; des narren geschenck %viird dir nicht viel fninicn. denn mit eiDem auge gil>t er. lind mit sieben äugen sihel er, \va«i er ilafur kriege. Sir. 20, 14; doch wollen wir dafür heaalen hundert centner. 1 Maee. 15, 35; es ist eyn grosxer yrtham das yemand meyne. er wolle j:niiirl!i'in vor seyne sund, so doch gol die si;ll>c'u aUlzeil \nih«iinst rttisz vn- schelzlicher gnad vortzeyiiel, nichts darfur begerend dan hynfurder woll leben, eyn sermon von dem uhJmz tnnd gnade. (1518). Aiij"; m.tn nemo die eliorüelmler zu Halber- slad vnd Magdeburg, wenn sie das quicunquc singen vnd lasse sie dafür schreien concilium, roncilium. von den eoneUijs vnd kirehen. nr)3D). Fj"; «Ins sie von solchem lesicrn lassen vnd dafiir (Ins vnter vn-ser vnd den glauben beten, vennanung zum gebet wider d. T. (1541). c^iy^ 4) auf ein ahmwendendes Übet, wo es auch* dagegen heiszen kann: sie khi'diiii, dd her ich bin. rieht. 19, IS; was bringt yhr daher? von KeimUehen vnd ge- stolen brieffen. (1.529). Rij»; ich danke Clirislo, der mich nNo gcfiihret hat bis ich daher kommen bin , da ich bin. Jen. 1, 4* bei Grimm, Ungegensats xu hierher: seue dich etwa hie oder da her. Rath 4, 1 ; ich lial) aucb meinen knalien etwa hie oder da her besclieiden. 1 Sam. 21, 2; gehe von dannen nicht craus weder hie noch da her. 1 ft^fi. 2, 36 ; dein knechl ist wider liie her nocli da her gegangen. 2 Aön. 5, 25 : das die liascn ntiffaren \imI dahyn wisschen hie vnd daher, vier trottliche psalmen. (1520). G5^ 2) als seitadverb geht es ae^ die fartbe^ \cegung der zeit: kh bab eine zeyl d,i|ier df'Ti [ n>|)l!f'ltMi Mosen alliif 711 Wiiiomhnrg gcjuedigU tber d diger, die «la her speien vnd geifern , dns mnn druluM vnlust vnd grewel gewinnet. randyi. zu Marc. 1, 22. MergUuMi: Kir glenlsct daher mii Schilden. Jes. 22, C. Saherj^ronen , grünend sich ausbreiten : da war es recht ym lentz, das es {tücht er wie bei &rimm) daher grnnel, nam aber bald hernach abe. «fter daa ertfa bmeh Jfoaa. (15^7). Sij". Baherhaueni ah wie glintzct fdas Schwert) vnd hewel daher zur scliiachu Bueh, 21, 15. MfriiinM : vad aahe daa kamd daher uiyiii^ed by DAU£RL£l'CUT£N 389 DAUIN kamen. 1 Jfat. 24, 63 ; sihe, der tag, sihe, er kompi tlahpr, er briclit nn. Ezeeh. 7,10; es schickt sich nicht, wenn einer predigen, leren oder Air gerichl reden soll, das er da- bcf ken« mit reimeo gefossi, ab woll tr ein lied singen, vmiegmug iu tütoron, (1542). Dij\ INÜlcrleickteB, das predigaropl vnd golles worl aol daher leucblen wie die sonne. 4a$ 5. 6. «ni 7. esp. ff. Jfalfkft. (1532). Bf. itherranseben , deine flui rauschen da her, das hic eine liefle vnd da eine tiefle brausen, ps. 42, S. . McRiiMll, ff. daberbrilslen. Hkcrscblelchen : sie wollen jnn des da- her schleichen vnd aus jhreni S( huKiloch crfur sich mutzen, ein widderruff vom jege- ftur. U530). Aij\ iaherschBnppern y wi§ sclmaitero ver- ächllich für schwätzen: wir haben vnter allen gliedern kein leichtfprligers gelied denn die zungen, die schnappen daher, acht gering, daa sie abo leichtfertig den nanen gotics nennet, awlfff. dar aaJhen gepölL (1528). Hiij'-. lakerscliwcrniea , vorgaukeln: sie wer- den vns daberacUwermen, wie man den kin- dern pflegt für tn bilden einen gauckel hymcl. das diete toorl CJ^It noch fest stehen. (1527). füf. laberspeien, s. daUergeireru. Menprcngei: sie sprengen da her oben auff den bergen. Joel 2, 5. Saherl reten , em^erlrefen , einhergehen : die hanscn vom add, so daher Irellen mil jren gelen keten. Hm $«mm vom xlnff* ffroschen. (1535). Dij**; wer für gell beten wil , der mtis nidil mit Iiohmul vnd liii^< n daher trelii-n. von dun jilden vnd jren lügen, (15 i.lJ. £ij'; wenn eine pegina vnd Uuncker nonne daher trit. hanupoiL Jhma 1659, bL 13n''. labertrollcn , daninch komen sie daher gelroUel m\i txonipclu vnd mit der IhaU einet htHdU, ( 1 528). Diiij'' : darnach komen sie (ififf jtabn) daher getrollet mit jrer be- schneiltung vnd andern ledigen . . . iiiililigcn weri ken. tan den jüden vnd jren lügen. ii'oU). Gj''. MwmchMli vnd weehst (^(aiMi) da her als were er gepQanat. Biob 14, 10; dawiT'IfMi iri:!it l! kinilcr gpporn vnd wachsen bey vus daher, un die radherm etc, (1524). Bij". iifcwilnhti; da Nebncadneiar der kOnig zu Babel daher soch Cgyplcnland zuschlaben. Jer. 4(), 13; vnd weinend daher tihen vnd den herrn jren gotl suchen. 50 » 4 ; (die bffffff» jriiifer) wie die flammen am bimel daher ziehen. Am 0. eap, Bphu. (1533). Gillj^ Daliin (da liio), adv, mhd. di bin (il«R. 1, Ob»;. 1) «ff tadCiC auf einen ori: dann aoitu dir drey siedle aussondern im lande ... das da hin fliehe, wer einen lodschlacr peihan hat. 5 Mos. 19, 3; sihe es ist ein bcrüuijuer man goltes In dieser stad, alles was er sagt , das geschieht, nv las vns dahin gehen. 1 Sam. 9, 6 ; so weis ich auch den weg nicht dahin. Tob. 5, 2 ; thul yemant der fusz wce, ia das deynbl Izinlcyn, szo sieht das aug darnach . . . vnd der gantx oorper hOget sich dafayn. eyn sermon von dem hednwirdigen sacra- ment. fl">19). aiij". relativ für wohin: vnd wild dich wider versamlen aus allen vOlckem, da hin dich der berr dein gott vor- sirewet hat. 5jlfoff. 30. 3; des morgens gieng Jünalhan hinaus rüifTV fehl, dahin er David besliiöpl hatte. 1 Sam. 20, 35 ; aiifl einen berg, «la hin Jiiesus jacn besciieiden hatte. MtMk. 28» 16. 2) ea drüdUiae Miel eines strebens. einer bemühung aus: vnd ist doch aberglauben vnd falsche iitirnsch demul, nur dahynii ge- riebt • das man dem ctfrper webeihne. M|f das vbirchristlich buch bodki Bmexer», I 1'21). Gj*; alles das Christus pn seinem reich wirckt, langet dahyn , das er die leule rechlschalTea mache, vber das ente buch Mote. (1527). m^^i bb sie (die mändte) es zuletzt dahin bradht, das sie die leute beredt haben , am lodbel die kappen anzu- zielien vnd sich darin begraben zu lassen. der 110. pf Olm. (1539). biiij*; vnd ver- manel sie , sie wolte doch den son da hin bprcilen {nemlich vom väterlichen gcsets aOzulrelen). 2 Macc. 1 , 25; vnd verhies jueu daneben, er wolle den küuig dahin ver- mdgen, das er jr gnter firennd wurde. 11, Digitizcd by G DAHINAUS 390 OAHINHABfiN 14; dabin docli gar vicitstg die papiiten erbeilerr. originalbr. im gesamtarchi» n gewand da hin füren, kamen wir slracks laufls gen Co. apo«l. gtsth. 21. 1. 2) «m«^«n(tfdl, dammb bren alle vnaer läge da hin duroh deinen znrn. ps. 00, 9; {vnser leben) fL'rcl schnell da hin, als itögen wir dauon. 10; ist doch der mensch gleich wie nicbl«, sein« teil feret da hin wie eine schatte. 144, 4« 3) ein ende nehmen, sterben: alle ver- genglich ding mus ein ende nemen , vnd die damil vmbgehen, faren auch mil dahin. Sir. 14.21; darumb sollen wir deate mehr wahrnemen des worts, das wir hören » das wir nicht d i hin faren. Hebr. 2, 1. DaUnfailen, 1 ) eigentlich , niederfallen, xur 9rde falten: da sie jn {den heimkehren' denedm) ansibel, felli sie far ft%udcn daliin vnd stirbet. von den leUUn teerten Dautde. (1543). Hj*. 2) bildlich, zu gründe gehen: Jerusalem llsllel dahin vnd Jnda ligt da. Je$» 3. 8; die prachl des hapsliimbs feilet daliin. der pro- phet Daniel. (1530). Aij»; ia icli werde fro, wenn mir gcdancken einfallen, das sie Widder dahin fidlen wie sie komeii sind, dat 17. cap. Johannis. (I53iii. Dij\ zu ende gehen: da i' im I ry Jehns kamen, fiel dar lag fasl il.iliii ricilt. 11), 11. Uaiiinüiegeu , avolare: wie ein vogel da hin flpugl, der ana dem nesl gelrieben wird. Jes. 16. 2. biUttieht meine tage sind leichter d;>hin geflogen denn ein weberspuel. Bio^ 1, G. Dahlnfliesxcnj defluere: sie werden aer> gehen wie waseer, das da hin fleuMt jtf. 58» 8. Dahlnfressen, /imtre^/re(«en : hie slirbstil alloine fiir tiich selbst viid frissel dich ein amccliiit: dnts oder pcslileniz dalitn. eine heerprcditji wider d. T. (1542). Diiij''. Dabingeben, 1) hingeben, überliefern, überantworten und xwar zur strafe: aber wie die büscri feigen so böfse sind, das man sie nichl caam kau. üprichl der herr, Asö wil ich dahin geben Zedckia, den könig Juda» sampt seinen Dursten ... ich wil jnen tn- glUck zufügen vnd in keinem königreich aufl erden bleiben lassen. Jer. 24, 8. 0 ; denn weti wir deine gebot nicht geballeu haben, so sind wir auch dahin gegeben vnsem fein- den, das sie vns berauben. Tob. 3,4; da- ninil) iT. 10, 7. 3) gestorben sein: da die pantze pemeine sähe, das Aarou da Inn war, bewcmelen sie jn dreissig tage. 4 Hot. 20. 29; wenn ein mensch dahin ist, SO isls gar aus mit jm, weish. 2, 1 ; in einer stunde war dahin was jr edelste geburt war. IS, 12. Minsterben I hinweg sterben: danimb lies er aie da hin sterbm* das sie nichts er- langeten. ps. 7S, 33; die erde (wird) wie ein kleid veralten vnd die draufl' woncn wer- den dahin sterben wie das {tulg. äicut liacc interibunt). Jet. 51, 6. thr iiirhl, so Idcil» es d;duii(hMi iyiichebe es nicht, unterbieibe cs). Jen, 1, Tu' ; gern bette ichs gesehen, das meiac bflcber aUesampt waren dahinden geblieben (nicht wieder zum vorsrheiii gekommen) vnd vnlcrpnnqt'»). Wiilenh. 1. *ij\ b) als er Joseph) nicht anders kan ilauun komen , leat er »einen mautel dabynden (sv- rück), vber dat erste buch Mose, (1527 f. kkiiij''; jr vcrztdictidt'l 4; es wer- den noch mehr schlcgc dahinilen seiii. der prophet Sacharja. (152S). Fiij". 3) ddhiolen — dahinier: sie haben ein geperde der fhinikeyl vnd ist nichts dahyn- deDB (et fehlt das toesen der frÖmmigkeU), auff da* vbirchristlich burh bnrf:<: Kmszers. (1521). rij*", bei Bindseil (chlende var. SU 2 Jim. 3, 5 ; geben gros ding für vnd ist doch nichts dahinden. wm den eoneiHjt v%d hirchen. (1539). aj''. vgl. dahinler. Bahinter, Harhinder, ado. Mnfer einem ort, einer sache. 1) eigenUidu Galatia ligt'darliynder [hin- ter Capaioeien). «pitlel s. p9tH gepredigt. (1523). Aiij''. T) xtneigmüir^h : die wcyl er (der geist- liche stand) sicli geysllich nennel vnd Tur- gibt vnd ist nichts darhynder {hat keinen gntnA], auff das vbirchristlich buch hnchs Emszers. (1521). niij''; viel wnrt , iiirliis dar hinder. randgl. zu spr. 14, 23; darumb anis eine fzöiiliche macht dahinder sem. der prophel Sacharja. (1528). Lij''. Dahinwischen, forteilen: das die hascn auffarcn vtkI d.iljyn wis'sphcn h'w vnd daher wie slaiib. vier truslUche psalmen. (152Ü;. G5''. Mlnwirgei» erwürgen: die man tcgUch da bin wUrget vnd gar auOteumen wU. randijl. :h ps. 70, 11. HablCj monedula, noch einigemal in L,'t *ehriften , gewöhnUdw Jedoch irdbon dohle (dolo), to. m. «. Danuisken f damasten , adj. von dninnsk, damasl : ich uil dirs wol sagen , wo deine damasekcn yndsammel scbauben herkommen. Hsehr, 400^ im 1 6. jh. galt ns^m damasken auch damaskf^l (bei G rimmemeerweUhnet): fmlmnlen in rolcn d.imaskclrii '.'rn>;son rnt lien vnnd wam&ssen. de» aüerdurchleuchliginUn vnd grossmäehli^ien ßreten vndherrenher- ren Karls . . . einxttg. a. (. el o« (1 520 ?). Aiij". Damasker, m. iHnwnhner von Damaskus: die stndl drr Dainaster. 2 Cor. 1 I, 32. Damit (da niil) , dnrmil, adv. und conj. mM. dA mit« dA mite, dcrmite [Ben. 2> 192 K ahd. dar mit. dor mili {Qtafftt 665)» ioch noch nicht als cotijunction. 1) es weist auf ein mittel, uierkseug: vnd soll seins blals nemen vnd beide prosieu an der thflr vnd die Oberste schwelle da mit I)Ostrcichen. 2 Hoi. 12, 7; vnd rnaclie ein hnü^T-; salbülo vnd soll da mil sallicn die iuiuoti des sliffls. 30. 2ö; vnd machl die Stangen von foem holts vnd vbersog sie mit golrl, das man den lisch da mit IrUge. 37i 15; vnd er fand einen faulen eselskinhnrken . . . vnd schlug damit tausenl man. rieht. 15, 15,' vnd Dam sein schwert vnd zogt ans der scheiden vnd tOdtet jn vnd hieb jm den kopfT damit abe. 1 Sam. 17, 51; gleich als wenn ich wolle eynen man darmit er- schrecken, das ich yhm seyn ro«z auüucumet vnd ylin daraulT reylten liesse. eyn mietine an llartlmutt vonn Cronberg. (1522). Aij^ 2) auf zustände, sacken: ih «sprachen die knechte Pharao zu jm, wie lange sollen wir da mit geplagt sein. 2 Mos. 10, 7 ; aber dis stocke bewegt bitlich alle redliche vemnnUt» weh'hs der Vigleph jnn seinen hüchem als das rnrnomest iroibt, auch die hohen schulen sich damit so lange geblewet haben, vom ahendmal ChrieU, (1534). es nt aber damit noch nicht aller tage abenL der 117. psalm. (1530). Gif. 3) relativ fitr womit häufig in der bibel, von Adelung nur dem gemeinen leben gugeteieeen: vnd Qsau war Jacob gram vmb des segen.s willen , da mit jn sein vater ge- «jp^nol halle. 1 Mos. 27, 41 ; auff das man selie das brot, da mit ich euch gcspeisel habe in der wflsten. 2 Jfoa. 16, 32; sehen pAmd Silbers, damit jn der könif: begabt hatlp. Tob. 1, Iß; dis ist der hnlfrsleyn, das riclilscheyd vnd die wa^o, damit yiir alle lere i>oil abwogen, eine predigt sich zu hüten ßr faUehen Propheten, (1525). Biiij^ I i für dadurch mit folgendem dass: vnd da wider »niirrcn machten die gantzc gemeine, da mit das sie dem lande ein geschrey mach- ten, das es böse were. 4 Mot, 14, 37 ; vnd entheiliget mich in meinem voick vrah einer liaiid \ol gorsten vnd hissen hrots willen, damit das jr die seeien zum lod verurtedei, die docii niciil sollen sterben. Esech. 13, 19; da mit geschidit es, das niemand hin- fiirt seinen vater odcr seine mutter ehret. Sfnlth. 15, n. 5) als conjunction steht es für dasz, auf dass: fliehet aus Babel, damit ein Jglicher Digitized by Google DAMM 39a DÄMPFEN sciot seelc 1 1 rr iie. /er. 51, 6; die gewal- tigen im )iinle natu er weg, dd mit das kiifii^'- reich licanui^ liliebe. Eiech, 17,14; {manciie ) bekeaoeo vnrecht« damit sie der raarler ab- komen. wider den bUchoff zu Magdeburg. (1539). Dj*; damit nu diü sachen duiinochl cyn ende gewpne. von anbeten des sacra- metU. (1522j. Aij\ Bwmm (tarn, iham), m, 1) em» erder- hShung, die gegen das ausirelen des wassert aufgeführt ist: ein ^^ a^serslram den ich mit keiaem lau ooch gcwerc kan schützen. ^TttiMl md vrteuh aUer orflfcel. (1S20). f ; da ich {der herr) jm {dem meer) den I.-)iilTl brach mit meinem Ihnm. Iliob 38, 10 ; wer liadder aiirchet isl gleich als der dem Wasser den tham außreis^l. spr. 17, 14; vnd die waaser werden verlauffen, daa die Seen an temroen worden geringe md Ireuge werden. Jes. 10, 6. 2) bildlich : da der grosse Iham bracli vnd goltes worl, die rechte meintmg der kirciien weg war , wie aolle da nicht einreissen eitel siiidflul allerli'Y mcnsihen lorc, das ist lügen, jrilitinil), al»gullcrey vnd prewel. von der icinckelmesse. (1533). Knj''. mM. Um {Btn. 3» 12) tn beiden bede»* (mgen. die heulige Schreibung dämm deniAl auf niederdeutschem einflusz. Bämmen (demmen^ leiumeo), prassen, edtwelgen , gewShs^^ mü schlemmen ver- bmden: es musa eyn scheltro aeyn, der sey- nni Iicrrn süiel fasten vnnd Iitmtrcr leydcn, erbeyien, wachen vnd milde werden, vnd it wollt schlemmen viid lemmcn. amüeg. der ep,mdemngn des oduenla. (1522). Cj''; ty wie gnln gesdlen wollen wyr da werden, sclilemmcn vnd temmen, das die liebe lieyde wagt, das ander leyl u:ider (üe hymi. pro- pheten. (1525). Miij'; waan sind sie geist- lich? das aie schlemmen vnd demmen. vber das erste buch Mn&e, nr)27 ). iniij'; wie die wi'iber bey vns gewonhoit liaben, das sie zuweilen zusammen geben schlemmen vnd demmen. ehend. xg"; wosu ist nutz geprcnge. pracht» schlemmen, demmen vnd villi OS l? tischr. 4 -1*. Bämmcr ^demmer). m. prasser, Schweiger : das dbrejsehe worl *auUi^, so hie stehet, beisset ein schlemmer vnd demmer, wie d. Dwn, WMwrbmA. Bek einer ist, vnd siebet eben dieses wort auch im Mose im fUninen hnch. das die eitern eioen solchen son, der cm schwelger isl, sollen anklagen. Biel. 2, 52'*. Dämmtrog (demmerunge) , f. das haJh* dunkel am morgen und nht-ud : in der dem- merun^' om ahend. spr. 7, i.) ; wir slossen vns im miLUigu als in der demmerunge. Jes. 59, 10. mhd. (mittetd.) dtmeronge {Jeroschin 137), wofür ahd. demenunga ifiraff 5, 141). iuuen, damnare, verdawuntn» vom L» nur im tmfang gebrmuskl, tpäter «Isis ver^ damnen. verdamnien : raeyn herrn vonn P.irisi streben darnach das sie alleyn ynn der well damneu, aclieu uid maelien mugen was sie wollen. ^ «rlq^ der theologen Isu Fariti. (1521). Du''; er damnel yhn nit. rfer 36. psalm. (1521). Ciij''; nodi hiltlt sie kein damnen, kein schreien, de Welle br, 2, 79. iamnla (dampnisz), /. ßr verdamnis, taCe das einfache damnen fär verdamnen: die vnrltist cwiper sciickeit vnnd gewtnsl c^viJ,'^^ dauipnis?. {.Ifii. 1 . 3ilic solches piWps sKick der liejichi (beichte} haben die paptstcn ganlz gedeinpin. ein brieff anMew F^vnekfort omjreyn. (1533). Cinf; dennsoU er(9olf) nimer mehr slraflen, so wflnlen wir vns haUl selhs vntcrnanth r wili^en vnd fressen vnd zu letzt sein reicli vnd alle seine wolthal verslOren Tnd dempflen. «tltfeA» «cAffne pre- digten. (1533). Cij^ mhd. ihmyU-n (Ifen, 1, 331)* oAd. dem- |»h.in iGraff b, li2), band s. ihand. inMbra (da neben), seilen daraeben» ni». 1) es bezieht sich auf etwas das in der näht Ufgt oder geschieht: wo polt eine kirchcn bawet, bawel er {der leufel) seine capel odder taberne daneben, da» 5. 3. vnd 7. cap. s. Matthei. (1532). xiij*; die teiehc vnd lachen danebtMi (neben {inn m^er) wcr- den nicht gesund werden, sondern gesaltzen bleiben. Ezech. 47, 11; da das blut Stc- pbani vergossen ward, atnnd ich auch da neben, apost. geseh. 22. 20 ; vnser Schwer- iner lluui widdor synnisch, sie zwacken etwa aus enn lexl ein luiickel waackel worl, das yhrem dunckcl gefeit, lassen dasn fhren, was daneben stellet, das diese toort Cbristf noch fest slehen. (1527). oj". 2) uneiyentlich hriszl es überdiesz, zu- gleich, nebenbei: aber nu verlasset jr eurli aufflogen, die kein nais sind, daneben seid jr diebe, mOnler, chcbi'ccher vnd meineidige, /er. 7, 8- 9; vnd verhics jnen daneben, er wolle den künig tiahin verwUgen , das er jr guler firenod wOrde. 2 Afaee. 11, H; eine fraw kan bei einem manne ehrlich vnd gttlt- lirh wonfin vnd mit gutem gewissen bausfraw sein , «ol aber darüber vnd darneben gott fUrcliien, gicuben vnd beten, randgl. luspr. 31, 80; es were eine kleine ehre, wenn ich den huel für meinen eitern abzuge vnd liesse sie gleich wol darneben hunger leiden, artsleg. der zehen gepol. (152S). K 7**; gleich wie Paulus allenlhtlben den joden znlies, das sie sich besdinilten vnd Mose geseiz daneben hielten, der 117. psalm. (15;i0). Hij"; bitte auch daneben goll, das er vns bey seinein liechl vod gnadenreichen wori erhalle, vorr. auf Alb trat der boffiuer mMndi» Eaim- spiegel. (1542). M. *3*; sie lieben ^ eigen rotten ^'"«■••hmeis, daneben <;inii sie vns spin- nen vnd luordlicli feind. das 5. 6. vnd 7. cap. s. IfaifAet. (1532). dij*; daneben ward begert, keis. maiesl. wolle bey dem bapst erl)eiten vnib ein gemein, frcy, christlich con- cilium. wider das bapttum iu Roa^ (1545). Aiij'-. iMdciai (da niden, da nidden), «uto. da unten, mhd. d& niden (Be^i. 2. 333^), ahd. dd nidana iGraff 2, 994): aber hagel w ird sein den wald hin ab, vnd die slad da niden vrird nidrig sein. Jes. 32, 19; vnd Petrus war da nidden [1522: nyden] in pallasl. Marc. M. 1)0. Danieder darnieder. ftaniscb tdcnischj, danicus: wendisch oder denisch (teftlecAl, nnvertlabuWcA) deudach. «ouft Sehern Aamphorits. (1543)* Dank, m. mhd, danc {Ben. 1, 351), ahd. dank , danc , danch {Graff 5 . 1 1>7 ) , goth, {lanks. 1 ) xcie mhd. noch für gedanke , doch nur im pl. viil der schwachen form: das sind allisz noch menschlich , platonische vnd phi- losophische dancken. «wslef. der ep, vnd enanff» vom chri$tag ete. (1522). Sj*; grösser dancken dauon haben, denn es an yhm selber ist. ausleg. der ep. vnd cuaug. von der heti. drey konige fest elc. (152öj. fiiij-. 2) in der äUeren spräche heiitt dank, zumnl in Verbindung mit einigen präposilio* nen, häufig absieht, wille, gefallen, in die- »em Jiiifi sieAf es noch kei L, in den redsns« Digitized by Google DANK 395 DA^KEN arfm olrae dank >— wUUr wüUh, sa dank thun —> 2U gefallen thun: sie miisscn on ylirn danck bekennen . . . tias ich mich nu zu (Ircymal geslellcl hab. der 36. psalm. (1521). Ay"; darOmb das der Luther bapst ist on yhren danck. eine berichl an einen guten freund. (1528). Aiij''; das sie {die tcell) sioii jres rhums beraubt am jüngülen tage vDÜ mir den selben lassen uius on jren danck. etHeht ««Mne preüffien* (1533). Hiij'; da («or gotte* gerichl) so! sie {die iceU) denn on jren danck vnd mit ewifjpr schänden vnd srhailrn jr eigen iesler cuaul Ulgen slrafRen md venlammen. ebend. Kiiij' ; also das nicht alzeit die beiden musicn die cbristen Tressen wie sie wollen , sondern on jren danck mussten sie leben lüssen. das 15. cap, der er$len ep. s. Pauli an die Corin- Iher. (1534). Yij". ^ thut mir tu daocke vnd gehet zu mir er aus. Jm.3G. 10. ebenso in der paralleUlelle 2 kön. 18, 31 in den ersien bibelatugg.» teil 1541 neroel an meine goade. 3) «odiinn ist es anerkennmder ausdruck der Verpflichtung ßr enc'n'^rnt' tpohllhaten. in dieser bedeulung gelten folgende redens- arten : a\ golt aber sey danck, der vns den sieg gegeben bat. 1 Cor. 15, 57. 2 Cor. 8, 16; danck habe du scbi(ne nacbligal. wider Hans Warst. (1541). Uiuf. b) mit dank, zu dank anndimen: ob man mttste mich angreilTen vnd Ihaddetn, der irh zu weilen jnn der dolmetsch ung jit reilel bette, da«! nil ich mit danek annenien. vom Schern hamphoras. (1513!. Qü]**; es hl besser frey straffen, denn heimlich hass tragen, vnd wers zu iliimk annimpt, dem bringt* froinen. Sir. 2i». '.i; «'fs ich solchs e. c. g. ansuchen allenlbalbeu zu vnlcr- ibenigem danck angenotnen hab. originalbr. V. i. 1523 in» ^etamnilarcfc»« su Weimar 0 pag. 74 FF. 2. c) einem dank wissen , sich ihm zu dank verpflichtet fühlen; ich wils yhn auch key- nen danck nicht wissen, an die Aerm deutsch Ordens. (1523). Bj^. d) dank sagen, opfern: opflere gotl ibntk vnd bczale dem liübeslen deine gelub«le. ps. 50, 14; wer danck opfferl , der preiset micli. 50, 23 ; vnd sagtl danck alle xeit ftir nllos. Ephes. 5, 20. Dankamt, n. Seh. 12, 8. «o heiszt die ablheUuny der levilen, welche bei dem got^ tesünut gesang vnd mtttfc betürgUit* i. dankcbor. Hankbnr; gratus: vnd seid in dem sct- biu'er) reicblicli dnnckltar. Co^. 2,7; seid (lancivbar in allen dingen. 1 Thess. 5. 18. mM. dancbaere (Bau, 1, 358) oM. dane- pdri {Graff 5, 160). Dankbarkeit , f was dank 3 : dns nemen wir an mit .iller ilanrkbarkeil. apost. 24. 3; daruinb ich mich also bemabel vnd gevlissen mit teren vnd veraianen nnr dtnckbarkeit» der 111. pMfm» (1530). Aiij^; ich komme freylii'b langsam gnng mit meiner «lenkbar- keil ftir euer gutwilliges herz, de Wette br. 4, 5S6. mkd. danchvrilteii (Ben. 1, 358). iankbtrildi ade. mit dank: wilchs allis vnd viel mehr iamer wol nach Miel), szo der furwit?. vns liesz an den guUcrn von gol pcben danckbarlicb benugen. an den Christ- liehen adei, (1520). Mj'. — wte. feut. 1482 bl. e 5^ dankperlich gratuiio, gratanter. Dankbttch, n. darumb er (der psaller) .iiich im ebrei«;rhen lieissl sepher lelullim, isi ein lobebucli oder danckbucb. vorr. üu([ den pioUer bei Bindieil 7, 328. itakcbori m. was dsnkarol: vnd (IcA) bestellet zween grosse danckchür. Sch. 12, 31; der ander dsnckckor gieng gegen jncn vbur. 12. 3S. Banken } gr alias agere, mAd. danken \Ben. 1, 358)t oM. dankAn {Graff 170}« t\ dank. I) im o. test. hat danken, dem hebr. r."]J entsprechend, häufig die sthon im oAd. vor- kommend» bedeutung von preieeu, rühmen, benedicere domino, oder, wie L. selbst ein- mal erklärt, ,Jem Herrn nachsayen, u-us er gelhan hat": vnd er (David) sieliel für die laden des herrn etliche leniten zu diener, das sie prciselen, danckten {vulg. glorificarent) vii.l lobten den bcrrn. 1 chron. 17,4 ; lliskia .ilji I st( l!( l die priestcr vnd Icuilen in jre ordnunge . . . das sie dienclcn, danckten vnd lobclen. 2 cAro». 31, 2; jr heUigen lob- 50* DANKEN 396 DARKWGISB nnget dem liemi, dindtet vnd fmisel sMne heiligkeit. ps. 50, 5. 2) in allgemeinerm sinn hfiszt es das gejühi der verpftichlung durch tcoHe oder ^Mm kund ^te». a) die person der gedankt wird sieht im dativ: nii wil i vnd opifeiten brandofÜBr vnd danckofiffer fnr dem lierrn. rieht. 20, 6 ; so mag ich auch cwre ffisle danciilicl)e danckpsalroeo, darinnen man golt Inbel vod preiset für allerley wohhat vnd hftlffe. vorr, au/f den psalter bei Bindseif 7» 32S. die Überschrift ein dauckpsalm h«U /edodk wur ps. 100. Baikt»agea, dank in worlen ausdrücken: daneksagen ist nirht anders denn bekennen die empfangen wollhat, vnd des wolibeters gUile vnd des ddrlTtigen vnwirdirk«>vt. aus- leg, der ep vnd euang, vom aduent etc. (152S). Gg2'; du dancksagest wol fein (m den ersten ausgg. des n. teet. noeft du sagest wol fcyn d.uii ke), aber der ander wird ni(ht daiion geltcssert. 1 Cor. 14, 17; vnd dant'ksagfl dtiu vaicr, der vns tüchtig ge> macht hat sn dem erbtell der heiligen im Hecht. Colos«. 1« 12. Banksnger j m. Juda hcisst ein bekennet ndfr danksager. randgl. zu 1 Mos. 20, 35. Danksagung, f. die abslallung des dauk.s-, dankgebel: (lasset nicht von euch getagt werden) schandbare wort md narrenteiding oder schertz, welche ench nicht zimcn, son- tlern viel mehr dancksagung. Ephcs. ö, 4 ; in allen dingen lasset ewre bitte im gebet vnd flehen mit dancksagung für gott kund werden. Phil. 4, 6; so ermanc ich nu, das man für allen dingen zu erst tlitie hitlc, gc hei, fiirhit vnd danek''agHng für alle men- schen. 1 7(0». 2, 1 ; aber wir baten in die<- sem gebet (der 4. kllto), das er vns erkennen lasse vod mit dancksagung cmpfaheu vnser leglich lirud. Jen. 8, 3S5'. fiankweise, ade mit (hmk: sihe ja zu, das du dis sacrament mciti anders denn dic> ser swo weise brauchest, nemlich auli ^ed by CjOOQie DAMKZEIGUEN 397 DANN daftelcwmse vnd beiweise. t§ma!Mmg mm gaeramenl. {1537). Hiüj'. Dankieichen, n. zeichen des danUs : alle ihre opOer sollen daackzeichen sein« tüchr. 275*. 'Hm, icn» «de. mi co»/.. «Ad. danne und (lenne, abgekürzt dan, den {Btm, 1, 300lf.l, a/t^f (Irtnnc, tl.mna, ihanna, «nd denoe au$ äilerem deiiiu [Graff 5, 44 IT.). den Aevie dnr tehrifispracKe j^eftenden «lUeridkled . 5; für nam , enim bietet die bibei unzäh- lige beispiele, hier mir einige aus den Mrigen «eAri/len L,'*, «eelcAe He form dann belegen : dann niyrs von hertzeu lt;yil iszl . . . das auch dis/.e sclielzniig e. f. g. letzten tagcnn szo vili gntes geruchls namen vnnd gunsl beraubt hat. or^mittr. rom j'. 1517 im gesamtarchiv im fKeimor. -Y. 108. 41 ; dann ich wolt yhr gerne eilwas thun. originalbr, aus d. j. 1519 auf der bibliothOt »u (roCAa eod. «Aarl. 379 fol. 2 ; din das ist hie angeUeygt, das Adam keynn eelich geiiialu! fand, eyn sermon von dem elichcn slahd. (1519). Aj**; gleich wie ich von der taulT gesagt das es fughcher were Digitized by Google DAiNaNGN 898 DARAN yoti wnser tia Uneben , dan da nil begis- •en. tjfm strmon von im hodmtir^geH ncrament. (1519). a ij**. Bannen, adv. mhä. daiinen, danne, daoe, dan (Ben. l, 302), ahd. daouAn. danin, daaa (CTrn/f 5* 42. 50), von «mem ort Aar, vo» flÜMtn ort weg. das einfache dannen kommt nur in folgender slelle vor: ilnnimb bii ich ynn Christo ewer prcdiger wollten sich der fragen von den heyügen ym liyroel vnd von den todlcn entschlahen vnnd das volck dann<'n wf^n it-n (von diesen fragen abtcen- den}. epistel an die kirch tzu Erffurdt. (1522). Aij'i deWeUebr. 2,221. tonst encJMnl et immer In der «elkm ahd. «ntf mM. nicht ieltenen Verbindung von dannen : jr sott nicht von dannen konoen, es kome denn her ewer jüngster bruder. 1 Mos. 42, 15; gehe, leuch von dannen du vnd das volck. 2 Mos. 33, 1 ; vnd wenn du dich von dannen furbas wendest. 1 Sam. 10, ^ : In wirst von dannen nicht her aus kouicu bis du den aller letzten scberff bezalest. Luc. 12, 59; einend inr reehten goltee dea ali- mecbligen valers, von dannen er komen wird SU richten die lehendigen vnd die todtcn. deudsch calechismus. (1529). Miiij*. Hnbiwcr e. UnnhXnser. Bnnnocht a. dennochl. Dapfer s. taprei Dar, räumliches adv. mhd. dare, dar (Ben. l, 307), ahd. dar«, tliara {Graff b, 59), eo, ftne, dahin t ein/adk nnr «mfani^ bei L. in hir (d. i. hieher , mhd. vml dar: alszo cn. SWeifeln : denn ifh doncke noch wol daran, was ich jm geredi i>abe, Jer, 31, 20: dar- umb seid wacker vnd dencket dir an > das ich nicht abgelassen habe , drey jsr tag vnd nacht einen jßlichen mitthrenen zmiermanen. aposl. gesch. 20, 21 ; er geilcnckel daran, das wir staub sind. ps. 103. 14; gedencket dran wie er euch aagcl, da er noch in Galiläa war. Luc. 24, 6; der eunuchus glewhl an das cuangelio von Philtppo gepredigt vnd wüste doch nicht ob viel oddcr wenig dran glewbtco. von «enaelken lere an meiden. (1522). Ciij^; ich schemc mich des euan- geüj von ('hrislo nicht, denn es Ist eine krallt golles , die drt r ist von golt. 1 Joh. 3, 9 ; da ich das saiie, nam icbs XU hertxen vnd tchawet vnd Icmete drao. spr, 24 , 32 ; daran wil ich mercken ob jr redlich seid. 1 Mos. 42. 30; daran jr, so jrs leset , mercken kUnd meinen verstand an dem geheimnis Christi. £pAM. 3,4; weil iie nicht gehen kennen, mna »an aie auS den achaeln tragen • dann die leute Mhen können, das es schendliche gOtlcr seien. Baruch 6. 25 ; daran wü ich euch prüfen. 1 Mos. 42. 15. d) bei einten anätm aeifieffrlem; vnd erkennet sich , das er daran gesUndiget hat. 3 Mos. 5, 5 ; daran ist erschienen die liebe golles gegen vns , das golt seinen eingebor- nen aon geaand bat in die weit 1 M^4. 9 ; ea geschieht golt, den heiligen vnd anch allen Christen prosz vneere daran, ft/n scr- mon von dem hochwir^gen sacrament, Uäiy). cj^ 3) dann afeM nur m atfjpemetner, mcM genau bestimmter beziehung bei dem zeit» wort: er gebet rrisch dran vnler den hew- men im vvalde , das er cedern abbawe. Jes. 44, 14; es lag dem kOnige viel daran. 2 Mau. 8.8; ein schmied mas dencken wie ers fertige vnd frde vnd spat dran sein, das ers fein auserbeile. Sir. 3$, 31; vnd gibls auch die vernunfTl, das viel daran ligi, das die etlem dran sein, damit jre kinder zUehlig erzogen werden, das 15. cnp. der erste» ep. «. Pauli an die Connther. (1534). Zij^; weil wirs nicht sehen, so solle drumb nichts dran sein {die rüstung gegen Üe £«» therischen keinen grund haben), wider dem meuchler zu Dresen. 'A'-^'-'W. Biiij''; wenn elir (der bapat) aber liiirisliis sladlhalter were, so wurde er autf seyne fusse IreKen, liyngehen vnd den TOreken das euangeli predigen, daran setzen leybvnd leben. buUa cene domini, (1522). Dj''; so wendet allen cwren vleis daran vnd reichet dar in cwrem glauben tugenl. 2i'. apost. gasch. 12, 15 ; — so Mind macht der bass diese gcysler, das sie nicht mügcn vmb sich sehen was vorher oder hernach geht bey diesen worlen, sondern falten drauff, wie sie es am ersten blick dunckt für sie seyn. das ander teyl tridder die hipnl propheten. (1525). Pj''; bereit ynn auswendigen len- dern ein grosse mennige darauf! feilet vnd helt, das Christus leib vnd blut nicht ym brod vnd wein sey. sermon von dem sacra- ment. (1520). Ai]"*; — so es aber der, so es \äas haus) gehedigel hui, wd iUscn, so sol er den fanfllen teil des gelds, vber das es ges^chetzt ist, draufl" gehen {zugehtn, mehr zahlen), «so sols sein sein. 3 Mos. 27, 15; wer sich aber daraufl {daran) gelten sol, das er das ge»etz des höhesten lerne, der mus die Weisheit aller allen erforschen vnd in den propheten sludircn. 5ir. .'iO , 1 ; vnd gab auch mein hertz drauff, das ic!» lernele wris- heil vnd torbeit vnd kliigheit. pred. 1, 17; — welcher anff die tage holt, der ihtits dem herrn, vnd welcher nichts draufl* hell, der ibtifs anch dem herrn. Rom. 11, G; — aber seine sorge slehet daraufl it«! darauf gerich- tel), nicht das er crbcite, noch das er so ein kurts leben hat» sondern das er vmb die welle i rliiMte mit den goldschroidcn vnd silhersciuiiiden. weish. 15, 9 : sagen wir aber 'voD menschen* [war die taufe Johan- nis) so wird vns alles vokk steinigen ^ denn sie stehen drauff (Aa/fen /sti daf^r), das DARAUS 401 DARBEN lohanDe« ein proplict scy. Luc. 20, 6 ; — als sey es .tllcs vnnflli, das er daiauR gewand, (las ewige leben zti rrwerboD. das 1 7. eap. Johannis. (1530). Kij»'. 5} bexeichnel darauf die zeUfolge^ so slehi et für hierauf» darnach : erstlich werden die lodlcn erstehn . . . vnd ia eynem hui fliu drauf! werden hynaus geruckt werden dip dj Clinsti sind, czwo predigt auff" die ep. s. Pauli 1 Thess. 4. {Erffurdt, 1525j. Ciüj'-; die obrigkeil solle straflb gehen lassen vber die, so einem sein kind heimlich abslelen mil Verlöbnis vnd dazu auch darauff tieschlaiTen. von ehesachen. (1530). Dj^ 6) fiir da$ relativt worauf: aUe lager darauff er li^t, \ nd alles darauff er sitzt wird vnrein werden. 3 Mos. 1 F> , 4 ; nllc iWcr, daraurr vwr Tussolen Iril, sol ewr sein. 5 Uus. 11, 24; wo sind jrc güUcr? jr feU darauff sie traweten? 32, 37; vnd ich wil wrgnelinien jre macht, darauff sie trotzet. Bar. 4, .'H ; sn nimpi er jra seinen bamiscb, darauff er sich verlies. Luc. 11, 22. ianni draus, adv. mhd. dar A;, dru;^ (Bau. I, 306), oAji. dir (Grüff 5, 62). es bezieht sich 1) auf einen ort, aus welchem etwas her- vorgehl, auf eine saehe, aus der etwas ge- nommen wird: vnd aolla («toi handfisx) setzen zwisschen der hatten des sliRls vnd doMi all.ir vnd wasser drein lliun, das Aarnn vnd seine soiio jro licndc vnd fn komen. Hiob 22 , 21; sihe , eben danns schlicsse ich wider dicli , das du nicht recht bist. 33, 12; tl.ir.uis kanstu nu vrtcilen. das \1 . cap. Jotia Ullis. (1530). Qj''; daraus man greilTcn mus, ihs me aus dem evvigeu leben ein lauter gehey vnd gespülte haben. wamunge an s. l. deudschen, (153! ). Eiiij". 4) für das relative woraus: das laad, daraus du vns gefuret hast. 5 Mos, 9, 29; ich wil wider vmb keren in mein haus , da- raus ich gegangen bin. JfullA. 12, 44. Darbe, f mangel, noth, armuih: dise aber hatt von yhrer darbe, alles was sie hatl, eingelegt. Marc. 12. 44 , in den ersten ausgg. det n. letl., später von jrem armal; da sihet er nicht auff die Wirde der wahr ndder auff den dienst seyner mtihe vnd far, sondern schlecht nnfT die iioit vnd darbe »cynes nehislen. von kauffshandlung vnd wwher, (1524). Auf. ahd. darba privatio {Graff b, 215), ^0(A. ))arlia. es stammt von dem verlorenen star^ keii verbum diJrben, das nur in verderben zu gründe gehn «tcA erhalten haL Uarbei, a. dabei. Darben ) des nolhwendigsten entbehren, mangel leiden: er speiset die hungerigen, das SIC frülich werden vnd lesst die reichen darben, «etiler dfe auf ^nomer. (1539). Bj^; die reichen müssen darben vnd linngern, aber die den herrn fürchten haben keinen manpel. ps. 34 , II; da er (der verlorne 6ohn) uu alle das seine verzeret balle, ward eine grosse thewmng dardh dasselbige gantze land, vnd er 6eng an zu darben. Luc, 15, . 14; machet euch freunde mil dem vnge- 51 DIgitized by Google DAfiBI£T£N DAREIN rechl«B oummoD, auli das, iwenn jr nu tlarlx't idt^r falsche mammon ausgeht, euch im stich läszt\, »le laah riiilliu iiieii in die ewigen hiltlcn. lü, 9; wenn aiicr juiuaml dieser well gdicr hat vad ühet seineD brn- der darben vnil schlcusst .sein hertz für jm KU, wie bletbel die liebe gölten bej jm? 1 Joh. 3. 1 7. mAd. darben {Bm, 1, 3U4). ahd. darböa, Iharhen, darpln {GraffSt 214}. DarbielCBj entgegen reichen, zum empfang hingeben: so dir jemantl rincn streich gibt auff deinen rechten backen , üeui tjiete den andern auch dar. jMalA..5, 39; auff das er zu diesen Zeilen darbOlc die gerechligkeit, die für jm gilt. H<">ni. 3, 26. HarlileS) des nothäürfligsten ermangelnd, dürfiiy : es sull yhe kein bellcler noclt darb- losur («tt^. indigens et .mendicus) voter euch scyn. bei BtniiaeK fMmit var. xu 5 Mos. 15, 1 im sermon ron dem wucher. (1&2Ü). bj''; vttd aUzo keyii belleler noch darblnsefTBUw'den Christen bliebe, ^fennon VOR liem M. lest. (Gr. inuk, 1520). Cj**. ilail) in dieser, bei Grimm fehlenden zu- sammenselzunfi fonsz, wie nd. darf (drt'm. ictb. i, ISUj, ayi. Alf {Grein sprachsalz 2, 583). dl« bedeulung „bedürfnit, notiuturft" haben. Darbreitfn , (Hirislus selbeygene peroch- lickeit vus dargebrcyltcl zu oinciu laber- nackcl vud fillich. ausleg. der ep. vndeuang. wmadueniele. (152&). RjS iirllringen (s drein {tH die wunde») ole vnd weio. Luc. 10, 34; — >- vnd golt Intte sie selbe gemach vnd selber die schriflft drein gegraben. 2 Jfoe. 32, 16; vnd grub eine kellcr drein. Jes. 5, 2; — vnd knnie nicht ilreiu {ins haus) et- was zu holen aus seinem liause. Marc. 13, 15; ~ macht sie ein kestlin von rhor vnd verkJeibets mit ihon vnd pcch vnd legt das kind drein. 2 Mos. 2, 3; — !is iln vom hadder, ehe du drem gemcngcl wirst. spr. 17, 14; — ich wfl meine schewncn abbrechen vnd grossere bawen, vnd wil drein saiiilen alles was mir gewachsen ist. Luc 12, IS; — die decke (ist) so kurlz, das iuau sich drem schffiigeuuus. Jes, 2%, 20; — ntro ein buch vnd sehreihe drein alle rede , die ich stt dir geredl habe. Jer. 36, 2; vnd trugen erfur die bili her des peselzs, welche die beiden suchen liessen, jre güUeu dar ein zu schreiben vud zuiualcu. 1 Jfocc. 3, 48 ; — vnd edle reben drein {in den Weinberg) geseuckt. /et. 5. 2» gleich wie man der i »uff«' wasser neust vnd dreyn senckl. eyn sermon vun dem hoch- wirdigen sacrament. (1519). a jj • ; — vnd gott der herr pflanlset einen garts heiligUioin war entheiliget mit dem gOtzen, der dar ein g c s l c 1 1 c l war. I Macc. 3, 45; — nim ein kHfjilin vnd tliu ein gomor vol man drein. 2 Mos. IG, 33; hart vnlcr der leisten sollen die ringe sein , das mm atangen drein thu. 25» 27 ; — vnd da er ein schtll fand, das auiTs mccr wolt faren, gab er felir{»*»ld vnd iral drein. Jon. 1,3; — vnd Ulli seinem Quger drein lunciien. 3 Mo«. 4. 17; — hie fehet er nu an mer luirnisoh vnd woOen mdi« rad- Af»rm etc. (1524). Aij''; — so sol Aaron vnd seiue süne hin ein gehen vnd den fut- hang abnemen* vnd die lade des teugnis drern winden. 4 Jlo«. 4. 5; — vnd zog iircin (in die bürg) nüi lohgcsang. 1 Marc. I 3, 51. dii"^e rrirhliche auswahl von bei- spielen war diesmai nöÜUgf da heute in den meiffen fäüen hinein geWäu^Ht^ Ut. 2) eiHi^ heiondcrf , meist uneigenlliche hf'dpnlufuj^'n frqeben sich bei der verditl- üung mil (olgenden Zeitwörtern, greifen, etnut'rÄcen: daramb bitte ich, woUet ewrem befolhen ampt nach drein greiffon. originalbr, v.j. 1 530 auf der bibl. Mm Wolfenbiilli l. (de Wette 4, 194). hauen, drauf los scMagen: hawe drein beide sitr rechten vnd Itncken. £!ceeh. 21,16. reden, mittcorten entgegenirett» : rvAv. mir nicht droin, das ic!i Ii' h verlassen soll. Ruth 1,16; e.s isl besser mein locliler, das du mit seinen dirnen auägeheül. auQ' duä niciil Jemand dir drein rede auff eim andern acker. 2» 22. lieh adlicken, tieh worin zurechtfinden : hieraus kan nu ein iglicher den prupheten {Jesaias) leichllich fassen vnd mdi drein sebick«!* der proph. JfMtria*. ( 1 528j. 4'. vnser berr gotl macht seinen willen gegen den Christen sclir Idind vnd kr.msz, dasz sieh schier ,niemanil darein srlneken km tischr. 37''. sclilagen (schlahen), a) wie hauen : gehcl (Kesem nach durch die Stadt vnd scblahet drein» ewer äugen sollen nicht sclionen noch vberaehw. E*«eh,9, 5; seucfa denn von ledder vnd Schlahe drein ynn goltes namen. 0b ferie^ieiMe onuh ym «el. «lande tecn mügen. (1527). GUj*; was sollen wir nw Ihun Iru solchem grc^v<•^? «jollt n wir mit feuslcnn drcyn schiaheit ? bulla ccne domini. (1522). Eiiij*) soll nicht biUich ein mal golt mit'plils vnd donner drein schlaben. der 65. psalm. (1534). Diif. {)) hereinbrechen: pott erbarme e«;, nder wo das nicht helf so scliiahe der jungst tag drein, de Wette br. 5, 254. c) nu aber hat golt sein werck darein ge> schlagen {es so geordnet), das cllirlie vn- ttlehlig sind, vber das ersle buch Mose. (1527). Gij'. schmeissen, wie schbgen a: foddert sie nu die oberkeit, sollen sie ziehen vnd drein sehmeissen. eine ketrpredigt wider d. T. (1542). Kiiij«. sehen , die äugen auf eUetu rleMeii «ff der abridU ehumgreifen; acli gott von hiuiel sich darein vnil las dich des erbarmen. Jen. 8, 100''; vnd er sähe drein vnd nani sich jrcr an. 2 JWm. 2, 25 ; 80 jr aber komel'anff list vnd mir wider zu sein, so doch kein fireuel an mir isl, so sehe der goll vnser vclcr drein vnd sliaffs. 1 cAron. 13, 17; sihc drein vnd schilt, das des brenncns vnd reisscus ein ende werde, pe» 80» 17. willigen, bewilligen, beistimmen, seine einwittigung wozu geben: vnd viel aus Israel willigten auch dar ein vnd opflerlen den gOtsen. 1 Jfaee. 1, 45; vnd Simon williget darein vnd ward hoherpriester vnd ftlrsl der jilden. 14, 47; da sie nu Iruncken waren» beserien sie hey jr ui Schladen, darein be- willigt sie. Verlegung des aUoran. (1542). Ej '. 3) relftfjv für worein: sihe da ist eine stad nahe, dar ein ich fliehen mag. 1 Jlfos. 19, 20; Canaan, dar ein icli fn^li fiiren wil. 3 Mos. 18» 3; sähe das vokk, da^ kein an- der scbilTdaaelbs war, denn das einige, darein seine jflnger getretten waren, /o^. 6, 22 ; ein lopir vnd gcfSsz, darein man pinckdloder sehmeis7t. tischr. 106''. A) einigemal auch für darm, icteäiier'nhd. Sfler, (m. b. bei Keieereberg) : vnd uns ge- wehnen, das wir allteit dis gPl>"'l Tin äugen haben vnd vns darein spiegeln. detidscA 61* OARFüUiltN 404 ealechismm. (t520!. Giiij''; der glaube uug wol ein klein vnic dem selbigen abgod tzu ehri"ii vlii 1(( Sil n weyber vnnd tOchter Iznr vnkeu:>chuyli Uargoben. wi^r den falsch genantten geystl. stand. (1522). Cij^; das du so vnuerschampl für aller weit Ibarst deine iih.muIioI \m\ M-Iiendlichc ltl;.'t'n il;>i- gcbeii {an (U n lag (jebcn). wider den tneuch- ler 2U Dreaen. (1531). liuij ; welche (Origenes unä HisrongmusY die wdl vol allegorien gemacht vnd doch wenig der gc- rii''iti"Ti iifiizlii'lifii IfMi"! (Inrgopeben haben. der propUet Üacharja. { lö2H). Aij'*. 2) preis geben, opfern, dem lod widmen : die {Sadrad^, JfeaacJk uad JUwbtego) des kOnigs gebot nicht gehalten , surulern jrcn Iri!» (I.u- i^egehen habon. Dan. 3. 'iS; welche liäbcit lur mein leben jrc helsc dargegeben. Born. 16, 4; der iDich geliebei hat vnd sieb selbs für mich dargegeben. Gal. 2, 20. 3) sich ilatj^'t htMi hat auch die bcdvuluny von sich :u erkennen geben, sich ausweisen: auff das sie sich selbs ja grcilTlich dargeben als den rechten grewel jnn der heiligen siele, von der wineketmesse. ( 1 533). Nij". 'A) darlegen, auspinandor setzen: will ich euch vnd yderman aulTs dcuthcltsl vud klcr- lichst ich mag disaen «rlikel dargeben , wie wyr deutschen glewben. von anbeien des Sacra tnen(.i. (1523). Aij" ; das niemand sei- nen grund dargebeii dorA. de WeUe br. 1. 309. 4) anschuldigen, anklageHi zum dritten slifht <*r tiinu htiiigs viiiI will viis dargeben, ails lereten wyi- scIiUm-Iüs das sarrament enipfahen un wurt vnd glauben, das ander Uyl Widder d» hymi. profkelen. ( 1 525). Mj'>; myr ist auch nicht zw< yflVj , et wird mich hfv .Mfli itii t,'i>bcn, alls habe irh geso'^l fioll wullo tlio Mtnde haben, eyn brieff an die dirislen su Antorff. (1525). AiiiJ'-; noch tiiarstu vnuerscharapter bttsewricht die vntem liir an ffril risse hf vnd friedebrecber öffentlich (hr^'clH'n. wider den meucMer *n Drese^ liiij''. Dargrsen, $. dagegen. Harhahen, hitihalten: ich hielt meinen i'irkfii (liir denen liie mich schlugen, vnd lueiuu wangcn denen die mich raulllen. Je$. 50, 6 ; stc aber ruUcleu einen schwam luil essig vnd legeten jn vmb einen isopen vnd Inotlen es jm dar zum munde. Joh. 19, 29. entgegenhalten zur abwehr: will er nicht vnd treibet mit der bulla , su noll mau den sprach s. Pelera darhalten, man musz goii mehr denn menschen gehorsam sein. Jen, l, li'^^'' fn'i . dahinter. Üariu di m, darinnc driane, darinnen drin- nen , ade. mAd. di-in . dar in und dA-inne, . Iii i. gibt ihnrinnen {doch nicht blos relativ), drinnen den vorsug, darin, darmne mcAmen bei weitemseUener, die Musammenges, fem dinnen Icommt mir in einem jedenfalls nicht von L. selbst her- ausin'ijt'hfHfn „sermon an dem 23. sontag nach Pfingsten" { 1 523 ?) vor. es besieht sich l ) auf den ranm, dnen ort: ein haus das do kracht vnd knackt, schrecki viul jagt den •■iiivvoner ait<. das er sich mehr für dem li.iiisf drynnen furcht denn haussen. der prophel Habacuc. (1520j. Ij"; iiie byn ich su Willemberg doclor Martinus Litlher vnd ist ctwo eyn keizermeister. der sich cyszcn zu fressen vnd felszcn ziircvsspM vordiinckt, den lasz ich wissen , das er bab üicher ge- leydl. offcne'thor, frey herberg vnd kost darynnen. eyn aertnon von dem abUtsx, 11520). Cij''; mich dunckl der meistcr er fii«;! M< niiis hab darynnen {in der oeconomia chniUana) cwres hertzen eyn gros stuck ._^ kj o^ -o i.y Google OARIN 405 DABM wol getroffen, «orr. L. aufJ.MeniJ weo' nom^ lehiHiaHa. (1529 ). Aij'; wenn das fass 7.11 fipor «Idlint'l vnd kl;n'_'f'l . so wiiil nicht viel (Irinueu ^eiii. etliche »chöne pre- iigte», (1583). Bij''; diese wdl taug oidil. iler buben isl lu viel vnd der rrfimen xu wenig (Irinnen, der \Q\.psalm, (15.34). Sj"; mache dir einen kaslen von (•Muion liollz vnd mache kamuiem drinnen. 1 Mos, 6, 14; wo isl dein weibSara? er antwortet, drinnen in der hüUen. IS. 9; vnd haben auch vor zeilen risen darinnen gewonet. 5 Moi. 2, 20; die gerechten erhcn das land vnd bleiben ewigUch drinnen, ps. 31, 29 ; es (dat ktnd) werde wUst Ilgen, das weder leate noch vieh drinne bleibe. Jer. 32, 13. 2) fiM^ einen zuatand , eine handlung: {der bapsiy szo welihch vnd preclillicb ferct, das yhn darinnen kein kunig, kein keyszer mag erlangen, an den ehrisUichen adel. (1 520). Ciij" ; JuilTs drille stehet die prüirung darynn, da.s du anschist deyn eii«!zorlich wetzen, von beider geslalt. (I522j. Üij"; bitten aber stehet darynne, das man etwas von gott hegert. atuleg. der etumg. an den fümemis tpn festen, i I 5 2 7 ) . V S ; <• rs 1 1 i d i i.st man dann ganu vtul gar eins, da.s liiere siebenzig vvochcn [Dan. 9.) nicht tage- wochcn, sondern jarwocfaen sind, tm den jiiden vnd jren lügen. (1543). Viiij"; wer solt euch darinnen gehorchen? I Sam. 30, 24; das der herr deinem knecltl darinnen weit gnedig sein. 2 ftiSn. 5, 18. \\t für worin: zn verderben alles fleisch, darin nin lebendiger odein isi. 1 Man. (5, 1 7 ; Ephrons aikcr , darin die zwifjdii; IkHc ist. 23 , 17; liaü du sie lercst den weg , darin Mft wandeln. 2 Jfot. 18. 20; es ist ilzt newlich em buchlin ausgangen , darynn ich werde anpef^nfTfn rinps l)rielVs h.dljpn. von heimlichen vnd gestolen brieffen. (I529j. Aij' ; das sind die rechten güldenen legenden, darynne vns gott lerel» wie er seine heiligen kochet vnd breit, vber das erste buch Mnne. (IPi27). ggiii""; vnd schendot das land nn lil. duiinnen jr woncl. 4 Mos. 35, 33 ; das du sie den guten weg lerest , darinnen sie wan- deln sollen. 2 chron. G, 27 ; die sprachen sind die scheyden, darynn dis messer des geysts stickt» sie sind der acUreyn, da rynnen i man dia kleynod ircgi. am die radkenn» (1524). Q". Darkommen , da hin kommen , sur stelle kommen: die diener alior kanicn dar vnd Ainden sie nicht im gefengm.s. apost. gesch. 5, 22; vnd als er dar komen war, flireien sie jn hin aufl aufl den süller. 9, 39; wenn ich .ther darkoinen bin, welche jr «liirch bricue da liir ansehet, die wil ich senden. 1 Cor. 16, 3. iarlei^en, t ) hinlegen, vorlegen : vnd sie lialn'ii dir niclil ^M'dionct in jrf'Ui kitiiii^reich vnd in deinen grossen güUern, die du jnen gäbest, vnd in dem weiten vnd fctlcn lande, das du jnen dargelegt {verUthen) hast. Neh. 9 , r?') ; \n(l oh er {der dieb) hegriiren wird, (M S siclx iifcllij,' wider vnd legt dar alles gul in seinem hause, spr. 6, 3! ; da trat crzu {herxu) der fdnff cenlner empfangen hatte vnd legete ander fttnff centner dar. Matth. 25, 20. 2> uiH'igi'nttirh , auneinanderselzeu , e.c- plicare: vnd aull das sichs deste leichter gebe vnd fosse, wil ich tuerst den verstand dar legen, den das volck IsiatI vber jrcm usterlamb haben gehabt, der III. fsalm* (153ü|. iJj''. Unrlegnng, f. ausgäbe: vnd einem erbam furstchtigcn rat eingegeben eine solche feine, herrliche schule zu slifflen vnd anzurichten mit grosser kost vnd diirlogung. das man kiuder zur schulen halten solle, (1530). Aij*'. iurlfilhcn, leihen, darlehnen: im hämisch fast !T^i<"tzi, den denn der filrst daigelihen. i^am, m, intestinum, pl. dariue, derme u. dermer, wM. darm|»l. denne (Bern, 1, 308), ahd. dann darmä {Graff 5, 226) : da Judas Ischarioth .«iich erhenckt halte, das jlim flie darme zurissen. vom Schern hamphoras. (1543). Niiij''; das der saw vod allen thie- ren jnn den dennen ist. ebend, Eiij'*; denn als bald er solclis <;(>redt hat, kam jn ein >olchs rcissen im leib an \nd m* ein i^rosses krimnien in den dermen, das man jm nicht helfen kund. 2 Ifoee. 9. 5 ; v«d da er gar verblutet hatte, nani er noch die ilenner aus dein leihe vnd warff sie vnter die kriegs- kaecbfe. 14, 46. DÄRMEN 406 DARNIE D£RU£GEN Biinca, ». dtrmeii. iamll, «. «lamil. Unrnarh , (idr. mhd. «lä iiäcli , d.ir ikm Ii {üen. 2, 2SS), (üul. dar nah, dara nah (Uraff 5, 62). ea bezieht sich 1) auf das riel nner bevegung, «tnct Lliii l«j,'e>l, wenn «lu gtdcli ewiglich darnach i.-tppcüt. doi diese «rorl CMfi noeft s(Men. ( 1 527). h ij^ ; liie goUlnscn ringen dirnnrh mach dem tod) lnjide mil worlen vnd mit ucicken. tpeish. \ , 16; ringel darnacli , 6asi jr slilic seid. 1 ThessaL 4, tl; sie stehen darnach» daa sie mir mein lehen ncinen. I kSn» 19. 10; vnd si« irachten darnach , wie sie jn trrinVn. Matth. 21, 46; Irachlel darnach, das jt gemrine bessert. 1 Cor., 14, 12; ich hegerc deine gebol, denn mich verlanget darnach. ps. III), 131; denn welche darnach v Tr- iangel, das sif !MTnf fronie chrislen worfii. dewisch calechmmwi. (1529. verm. ausg.) P7K 2) auf ein gesets, ein musUr: ilai i nh haltet mein gehol vnd Ihnl il irimt Ii. 3 Mos. 22, 31; hiirel die worl dieses bundes vnd ihui darnach. Jer. 1 1 , 6 ;do machesIdeniBon- den, das jar darnach au teilen. ]W. t04, 19; wenn die bleischnur oder winckeicisen falsch oder krum ^o!t ««f in , was woll oder kiindif der meisler darnach et heilen? wider üaiu fTor»!. (1&41). Hj'*; richte dich darnach. «0« den jUden vnd jren luffen. { 1 543). Sj''. 3) auf eine beschuffenfteil: darnach iloi- man ist, isl auch seine kiafTl. rieht. 8, 2 1 ; du soll hillerlich weinen vnd herlzlich be- trflht sein vnd leide tragen, darnach er (der gestorbene) gewest isl. Sfr. 38, 17. 4 ) auf eine Zeitfolge mit der bedeulung hernach, hieray^: vud lebet darnach acht hundert jar. 1 Jfes. 5,4; las doch die dtme einen tag oder sehen bey vna bleiben, darnach sollu ziehen. 24 , 55 ; vnd bald flarnach sahen sie viuh sich vnd sahen nio- niitnd mehr, denn Jhcsum allein. Marc. 9, b ; nicht lang darnach samlet der jüngste son alles tnsainnien. Luc. 15, 13; darnach etwa »her zwey inr, da sein liegen vnd hultt iisUlrk nicht mehr helfieo wolle, voterslund er sich mit gewah Egypten zu gcwhin«i. dar fn- phet Daniel. (IS30). Bj'; damadi, da der doctor hat solh-n slerhen, t Inedc. 2 Jfaec. 12, II; vnier einer peatäents odder fieher danider Ilgen, der 1 10. jMOtel. (1539). Uij '; iNo tik'vti f< li , Ai^^f erste jpapyr raaur lig daruyder. an den ckrist^ L.iyui<.LU Oy VjOOQle DARIflEDERSUULAGEN 407 DARSTEiLEN iiehmt ßM, (1520). Bij"; ilas bajistiiiii Kgt in dimen Worten üarnydcr odder got isl ein lugratir. von dem bapstwn zu Rome. 1 1 r>20 1. Gj'*; da helle keiner mügen messe hnilen, alle sacraneDt vnd geistliche ampt weren ilarniddcr j^cXegmläiuxiirgebrauehgeufesen). eine bericht an einen guten freund. 1 1 '>2S i Aiij''; das f^aurkelwen-k der scliwatiateu kunsl lag auch darniilcr. weUh. 17, 7. Baniteierwbligeii , tu ftodm teMagen^ iSdien: da kam der znrn goUes vber sie vnd erwürgcl die fUrncmcstcn vnter jiien, vnd schlug darnider die hesten in israel. ps. 78. 31; vnd schlug den stollzen CioUalh dar- nider. Sir. 47. 6; bis so lang der donner vnd Iditz sie dnniiderschlechl. zwo predigt aufj th r i;in(hTlau{fe. fl54Ü). Miij*. KarnicdcrsluriCD; SU mcA<«macAei»; wie wol nu gott solchen rbum vnd bobronl vtd mal darnider gestürzl hal sonderlich durch den kOnig zu Babel. eoiil, so sol man kein blutgerichl vber jenen geben lassen. 2 Mos. 22, 2; wie wil es ciirh znlotzt drob ^fclicii? Jer. 5, 'M : ^^«'r Iipilirkcil geblawct vnd getrieben, das stc drob toll vnd vnüynnig sind worden, oiislr^. der iseAen gepoL (1528). B?**; vnd ist daroh k«-in murmeln vntpr ybn nusgangen. ebcjui. A;i S' : das man uit Widder strebe noch vd^mmIuIii^' droh sey. eyn sermon von dem wucher. (1520). aij*: ^ub sicherNcb, wir wurdenn crniiden, das sie alle^anipt stercker wurden drob seyn {darüber aus sein, sich bemühen), das Dil gotUche Ordnung were. von dem bapsHMUM Jlome. (1520). AiiiJ*; Atrslen vnd ddcl sollen drob sein, das das geslolen trul werde wider gehen. Jen. 1. ■?2(>'*; lasst vns gotl daucken für das edel kleynod vnd fest drob hallten, das (doss es) vns nidit wider entzuckt werde, an die nufterm. DardheO) s. droben. UarrCj f. labes, schwindsucht , ausseh' rung: darumb wird der herr herr sebaolb vnter seine Tetten die darre (nd. bibet: qni^ nendo sdkp M-ndfii. Jes. 10, 1 (>. Darreichen , hinreichen , hiureichvtt sum empfang, geben: der bapsl niast sich an ilzÜcben tyrannen md heidnischen formten, S20 yre fucsz den leulen 12U ktiszeii dar ge- reicht, nach tzuuolgen. passional Christi vnd Än^christi. ( 1 52 1 ?) Aiiij" ; vnd (Hosea) niebl darreichet geschencke dem künig sn Assyrien. I kön. 17, 4; * weiset mir die zinsemUntze*. vnd 5;ie reichten jin einen groschen dar. Matth. 22, 19; su jemand ein ampl hal, das ers Ihu als aus dem ver- mttgen, das golt dsrreichet. 1 J^f. 4. II ; vnd also wird endi reichlich dargerricht werden der cingang SU dem ewigra reich. 2 PeL 1, 11. Bniftlcben; n. was were Chrhilaro not angangen, das er sokh worl so eben sollt vIiLT dem darrnicbfn sngeii. das ander (^1 Widder die fiffml proplwten. (15251. Fj*. farscbeuken, Lucas :i)>richl, der hechcr ym Mut werde ansgegossen auch hyper hyinon, das ist für euch for ewren .-tilgen dar gescheuckt zu trirtcken. ooNi abendmal Christi. « 152bj. Aiiij^ Darsetsen, deüiinsetzen, vorsetzen: wenn das teglich opffer abgethan vnd ein grewd der Wüstung dargesclzi un die heiUgtslätt» gesetzte wird. Dan. 12, 11; du, herr kiinijj, soll die speise vnd den tranck seibs dar setzen (dem Bti vcneUen). von dem Bei tu Babel 1 0. Darstellen, ddUntleilen, vorstellen, vor die äugen bringen: vnd Aliraliam sttlliM dar siebfn lenimer hrsdiidcr-;. d,i sprach Abi- iiielech zu Abraliaiii, ^wiis sollen die sieben lemmer, die dn besonders dai^estellet hast?' I Mo*. 2t, 28. 29; vnd soll den lisch dar bringen vnd jn znbcrptlen, vnd den leucliler darslellen vnd die lampcn drauff selten. Digitized by Google OAASTR£CKCI« 408 3 Jfot. 40, 4 ; aber der Philisler (GdkUh) trat er zu fnlc morgens vnd abends vnd slellol sich dar viorzip t.iffc. 1 Sam. 17, !6; brach- ten sie Jd {das kind Jvsum) gen Jerusülcni, auJTdai sie jn darstellelen dem herm. Iau . 2, 22; aber die schriiTlgclertoii vnd phari- serr brachten ein wcili zu jm, im cliclu urli hoprilTfn , vnd slelletcn sie ins inittfl (elielcn bbcbe sengen dar. apott, 6« 13; das sie gcdnrlil. were nie kein schedlicher lere auff ordcn koiiuMi vnd würde nimcr mehr »o freydig sein, das sie fnr dem keiser vnd reich sich thurste darsteUen vnd lassen ansehen, der llKpfoi». (1530). Aiij*; vnd hüten vns für dem tcuflel, der sicli kau MIdcn vml darstellen jnn Chrislus^gf^slall vnd nanion. da« 14. vnd 15. cap. Johannis. il5:iS/. Bij*; will aolche mangel bie in beygclegter zoddcl e. fc. t g. darstellen, de WeU9 br. 4. 179. liarstrerken , dahinslrecken , hingeben, opfern: vud da i>ie es von jin fodderlen, Mcbet er die lunge frey heraus vnd slrecket die hcnde dar. 2 Macc. 7, 10; Icyben von arL vnnd natur nil andersz ist, dan ctlwns vor eynen andern dar strecken vmbsunst ntii bedingen» dasselb odder des gleych messigeun vnd nil mehr vber weyl wtdder au nhemen. eyn sermon von dem tcucher, f 1 520). cj' ; womit bewciseslu, das die kirrho dir "«olobo roeinung dar strecke vnd icyhe zn deinem eigen winckel werekY von dertofutkeAnetae. (I5S3). Biiij''; wenn ich Izehen leybe hette, so wolt ich sie doch alle aus/, Iicrlzen prnnd gerne dar strecken fnr den elemlen iiauU'en. eyn trew vonnanung sich Uu corhuten für Mifhiftr. (1522). Aij'-; golt gebe vns» das wir seinem wort folgen zu lob vnd danck vnsenn lieben licrrn liir sein tlieur« Mut fnr vns so mildiglich dar gestreckt, das man kMär Sur tdmien Aatten *oUe. (1530). liij*. iarstrerkoD^ , f. hingäbe, aufopfnung : wie die cron zu Hungern als cbrisigiewl)ige meuschcQ sich lange zeyl deutscher naliuu vnd christenheyt tu gute mit schwerlichem yhniu liluivergisscn vnd darstreckung leybs vij.i j Iiis uiflgehallten. zwey keyserliche vn- eynige jfepoU, (1524). EJ*'; seinen glauben erhallen mit darslredtung seines lidbs vnd Icbcns. de Wette br. 3, 562. Parthun ; darreichen . leisten: vnd so du was mehr wirst darthun [auftcenden , aus- legen), wil ich dirs bezalen, wenn ich wider- kome. Lue. 10, 35; denn sie habees ni«hl jncn st'!!''-, sondern vn breitet ume decke vber des brunnen loch vnd breitet gruixe drdber. 2 ^mn. 1 7, 1 9 ; — so du mir einen steinern aller wilt machen, soltu jn nicht von geliawcn steinen bawen, denn wo dn rait deinem messer diillier feresl, so wirstu jn entweihen. 2 Mos. 20, 25; vnd werden weite wassofgraben aeni, das darflber kein sdiilTmil rudern faren (wird). Jes. 33, 21 ; — er Idiicl wie eine lilnme aull dem fehle, wenn der wind darüber gehet, so ist sie nimer da. ps. 103» 16; — Joab aber war gegttrtet vber seinem kleide das er an- lialte, vnd halte darüber ein schwort ge- j-'ttrtei. 2 Sam. 20. S; — vnd ist nichts dt^nn ein schwarlz bretliii viereckt» da heo> get ein khiretlin für, darttber ein anders klareüin. wider das bapstwn »u Rom, (1515). Nij''; — vml) des berges Zion wil- lea» das er so wUst ligl» das die füchse ^ kjui^ -o i.y Google DARÜBER 409 OARUII drflber I« äffen. Jkld^i. Jtr. 5» 18 ; — vnd die xwo itiereD mit dem fett dss drttber I i g i. 2 Mos. 20, 13; — er >nl sinne gezell ilrdher schrieben lind. an Mb mdhtrm ele. (1 524). (liij'*; wie auch etl liehe lerer darüber di»- putirt lialxMi, oll f>r (CAn'jfu«) persontif Ii vrnl (ildfr die 5(emt j s (• h 1 .1 h (• ti. Jt r. 13, 1 0 ; ' gegenwertig nach der scele odder allem — das Wasser war zu hoch, das man dniber seb wimmen muste. ü^secft. 47, 5; — alle gerele sollen sie nciiii^ii mkI {.'fcIe (^^e) dechi! i!rii!)fT thiii-, l Mox. 4, 12; — er wird eme uiusschiiur »Iritbifr zihcn, das sie fWsle werde. Jet. 34, II; oben drübfr (Mer 4er bumduMe) aber waren die Che- rubim. Hehr.^, 5. Uneigenllich sieht es neben komen in folgenden beispielen: ich wil roeiu ao^^esicbt dauon wdiniin , das sie meinen schätz Ja wol entheiligen , ja reuber sollen drüber komen (ihn uiegnehmen^. Etech. 1, 22; vnd nii D.inifl vcrliirfic tlicvc «ichrifTl vno froin wnr vntl <5o vleis»ig darüber bioli \darauf hivU, das: es beobachtet wurde). 2 Macc. 3, 1 ; denn er hat sein wort lieb vnd wil darflber haHten. das 17. cap. Johannis. (1530). Niij'-. 2) es bezieht sich auf eine handlutuj, ein ereignis, einen smland: da ward lias iieriz des kdniges zu Syrien vnmuls darüber. 2 kön. 6, II ; d«ne engen sehen mich an, darüber vei^ehe irli. Iliob 7, 8 ; vnd da sie die elte- älen sahen teghch darein (in den garten) gehen, wurden sie gegen jr enUiiud lail bttier tust vnd wurden drttber zu narren. Sutmma 8. 9 ; da murreten die juden darüber, das Pf sagte 'n li bin d«is Iirut, «Ins vom hitnel komen i.si.' Joh. ü, '1 1 , ine h.iheii dt'i liciden meislere, die pbilusupbi, klug Wüllen sein vnd sieh fast dartlber bekOmmerl vml ge- brochen wns der regenbogen sey. vber das erste buch älose. i'15'27) /(7t) hab darüber meine gedanckcu miSs {inpir gefasscl. 4att€höne conßendm. {I530j. Aij ; daher kompts, das sind {seit) der aposld seyt die schriffl so finstt^r isi blieben vnd nyrgcnl durch seine krafll vnd Wirkung hinunter ge- f^nsey. wm Jhef Chrttto. {Ib3%). Riiij-. 3) et j^ebl auf Hnen grundf eine wrsaehB, Veranlassung: f^o jemand eine pruhcn aiiff- Ihul oder grebl eine grübe vnd decket sie nicht zu vnd feilet dartlber ein ocbs oder escl hinein. 2 dfoe. 21, 33; ich dtncke dir darüber (da/ur) , das irh wflndcrtiarlich ge- macht hin. ps. 139, 14; da ward Daniel solch verborgen ding durch ein gesiebt dos nachts olTenbart. darüber lobte Daniel den goii von faimel. Dan. 2, 19, 20; darnach vtTsiindigetcn sie sich durch Baal vnd wur- den drüber j^elitdtel. Hos. I 3, 1 ; vnd wol- Icns warliob nicht leiden, das mdns biesse den abgottern gedienet . . . schlugen auch darüber tod vnd v iTidgeten alle rechte pro- phcton. rorr. auff die propheten in der ausg. der propheten v.J. 1532 bt. 4*; noch spricht die scbrilll, das gantz Israel hab da* mit hurerey getrieben vnd sey darOber sein haus 7.II gniiid ^nntjcn. ebend. ■\) es zeigt Überschreitung eines masses, eines xieles, einer grenze an: aber da nians (dos mantui) mit dem gomor mas, fond der nicht drflber der viel gesamlet hatte, vnd der ?iicht drunter der wenisr ßfesamliU batfe. 2 Jfo«. 16, 19. 19; von zweniiig jaren vod drüber. 30, 14; was er gesUndiget baten dem geweihelen, sol er widdergeben vnd das rUnlHe teyl darfllier geben. 3 Mos. fi, 15; ewer rede al)cr sey ja , ja. nein, nein, was drüber ist, das ist vom vhel. Matth. 5, 37 : das war nn die gemeine baten , die sie alle zugleich hidten, darüber (ödenttst, ausxerdem) hatten nu die phariseer jr son- derhche fasten. Jen. 5, 406*. 5) für worüber: ein steinern altarbawen, darüber kein eisen feret. 6lio#. 27, 5; sondern hast vmb Weisheit vnd erkentnis gebeten, das du mein volck richten mügest, darüber ich dich zum kdnige gemacht habe. 2 cArott. 1 , It ; jr seid wie verdeckte todten* greher, darüber die leute lauffen. Luc. 11,44. Daran j drum, adv. bei L. noch danimb gewisse bestendige auslegunge drttber ge-l^dar vmbj, drumb, auch mit dem umlaut li^m^*■^ WwiUibueb. Digltized by Google DARUM 410 DARUNTER darOmb, mM.dl dar umbe, derambe» drumbc (Ben. 1, 306)» ahd. dir umbi {Oraffb, 60). 1 ) als raumaüverb heiszl es um einen orl htrum . vnd als sie jlzt gebar, (hat sich eioe band heraus, da nain die wehinuller vnd band einen roten faden danimb. 1 Ma» 36, 28; wenu du ein now haus bawcsl, so luaclie ein lehuen drumh anfl deinem dache. 5 Mog. 22. 8; es war ein hausvater, der pflantxel einen wcinherg vnd Dlret einen zäun dnimb. Matth. 21, 33. 2) rs trrist auf den gegenständ einer be- muhuny, itnes ^irfbens, einer bille u. s. ir. : es isl deui leutl'el nur tiruuilt zu ihuu . iIm> er vns ynn diäter ferliehen nacht die äugen von vnser tucern wende, eyn brieff nn die chriiten zu Straspurg, (152,')l A" . I k^^I vas den {rock} nicht zuteilen, sondern (täi uuib los»en. Joh, 19, 24; wa« frageslu mich dammb? frage die dammb, die gehilret haben, was ich zu jnen geredt habe. 1 8, 21 ; sprich deinen neheslcn druinb an , vieleichl hat ers nicht gethan. Sir. 19, 13; so du mit vieis darnach {noch leetiAnl) niResl vnd daruinb belle«!, tpr. 2, 3 ; vbergib niemand deine gUtpr, (Ia< dirlis nicht gerewf vnd müssest sie darumb luUeu. Üir. 2U; wer ist vntcr euch, der seiner lenge einer eile auseUen mOge, ob er gleich darumb sorgelT Matth. 6, 27. 3) bei Ijringen zeigt es eine beraubung an: der arme hat nichts denn ein weuig broUi wer jn dannnb bringet, der isl ein mOrder. Sir. 34, 25. 4 noch einige besondere fälle, tco man gewöhnlich ein änderet, adv. gebraucht: Wtiuiel uiclil vber (he lodlen vnd gremel euch nicht darumb tdarü^), Jtr. 22, 10; vnd klagten jm, daa Onias vnschuldiglich er- iiiunl» ! wcrc, \m] Antioclius hckdinerl sich herizliclt darumb. 2 Uacc. i, 37 ; du ver- henfieHl dein volck vmbsonsl vnd nimpst niehia drumb (daßw). jw. 44, 13; sie schreyen , picrren vnnd plockcn yhe fast, ftljpr goü v\«'ysz nichts iJrumh (davanK ausileg. der ty. vnd euang. des aduenU. (I522J. Ziiij"'. 5) deaieftl es sich auf eine ursadte, so heiszt es so viel als t/r^/i //ö, deswegen, und iteht in dieser bedeutung häufig als con- junctiim, joWIow beupiele bieM Me UM, hier nur wenige: darumb wird ein man seinen vater vnd seine niutter verlassen vnd an seinem weihe hangen. 1 Mos. 2, 24; darumb &o\ inetu bogen in den wokken aein. 9, 16: du aoli ein vater vieler vttfefcer wer- den, darumb soitu nicht mehr Abram heissen, sondern Abraham sol dein name sfin. 17. 5; wiewol du mein bruder bist, soitestu mir darumb vmb sonst dien«i? 29, 15; wer seinen knecht oder magd schlegt mit einem Stahe, d.is it -itrhl vnler seiiK'ii lit nden, der sf>l dat iiiuli gi'>lriilll werden. 2 ifo«. 21. 20 ; «las sdg«.' ich alles darUmb , das man bcy den einreUigen Worten vnd verstand bleibe, vber das erste buch Mose: \ I 527). Eiiij*. , 24 ; vnd das mcer thet er von den ebrneo ochsen, die druoler waren. 2k6n, 16, It; mach ein fewr dmnder {unter den topf) inarrkstiick zu kochen. Ezfrh 21, 5; diT fflrsl sni darunter (unler dem ihor) silzcn das brol zu essen für dem herm. 44, 3; vnser sttnde vnd missetbat Ilgen aufl vns, das wir darunter vergelten. •13. 10. 2) bexiehl ei sich auf ein masz» eine d by GüOgl DARVON 411 DASZ Müht, $0 htiitt es weniger, minder: aber ila mans roit «lern gomor ina.s , fand der nicht drili>ri ilnr viel gesainlel lialle, vnd der nichl druiiitfr der wenig gesanilel halle. 2 Hos. 16, IS; vnd lies alle kindcr zu Beüilehein lOdten, die da iwey jerig vnd drnaler waren. MaUh. % 16. 3f für (fnzicischen: weh ilir, dor ilii tki- nem nclioslen «taschenckesl vnd uiischcsl deinen grim dninl«r. ITafr. 2, 1 5. 4j für da$ relative worunter: vnd alles volck, dar vntcr du hisl, sol sehen dos lierrn wcrck. 2 Aios. 34, 10; das ist dir ilocki-n, darunter er (£/o/o/mie«) lag. Jud. 13, lü. t. davon. li 'ier gefahr gegenüber aufs spiel setzen^ : ich habs müssen mit meinem leib und leben , bisher dargewagt, erlangen. de iVeUe br. 2, 544. iarwigni (darwegen), mtwiegm: wegen sich aber jr vaier sie jm zu geben, sol or f:ch dar wegen, wie viel einer jungfrawen zur niorgengabu gebUrt. 2 Mos. 22, 17; sie »chatten das goid aus dem beutel vnd wegen dar das silber mit der wagen. Jee. 46, G ; vnd wug das geld dar auff einer wage. Jer. 32, 10. tarwider s. da%vider. BmibleB, Muiählen, hmiäkten: aber Cores thel sie (die gefesse) er aus durch Miflinnlalli den Schatzmeister vnd zclel sie dar Sesbazar dem fUrsten Juda. Esra I, S; waruwb seiet jr gelt dar, da kein brol ist? Jes» 55, 2. Dann s. (Inzu. iwnwiRcJieM *. dazwischen. Vm «. der. itaellitj gewShUieher bei L. dasetbs, elmmal ottefc da selbest {ausieg. der ep. vnd euang mm aduent etc. 1528. T)ij\, adv. mhd. d4 selbes und d& selbes! (Ben. 2', 247). 1) et beimUet an dem orte: vnd es gieng aus von Eden ein sUom sn weiscrn den parten vnd teiloi sich I i spUk in vier heuhl- wasser. 1 Mos. 2, 1>>; wolaufl lasst vos craider bren vnd jre spräche da selbs ver* wirre«. 11» 7: vnd er bawct daselbs dem Jirrin oinen nllar. 12, 7; vnd soll seinen rechten oberherm den keiser hierin lassen | richler sein vnd sein gegcnpart lassen daselbs zur verhör vnd zur .iiilvvori koincn. tcidet den bischoff zu Magdeburg IT '59). Cij". 2) häufig slehi daselbs vor hin, her, durch tnit, von, zu «(all dahin , daher, dadurch, damit, davon, dasu: da sonderte Hose drey stedte aus jenseid dem Jordan . das daselbs hin fliihe, wTr seinen nehesten tod schlcgl vnuersehcus. 5 Jfos. 4, 41. 42; also llielen sie dem gantsen Israel, die daselbs hin kamen zu Silo. I Sam. 2, 1 4 ; es war aber im gar- ten ein new grab, in vvehMies niennind je ppippi war. da selbs hin legten sie Jhesum. JüA. ly, 41. 42; — er kotupl er auflf (hwrairf) wie ein lew vom stoltsen Jordan her wider die festen hürtcji, denn ich wil jn da selbs her eilends l.iiifTcn lassen. Jer. 19, 19; — vnd du soll durch die wand brechen für jren äugen vnd daselbs durch aus üben. Kseeh, 12, 5; — vnd daseUbsl mit be- woii^estu vnsern feinden, das du bist der lieinfer aus allem vbel. weish. tR. 8; — da- selbst machet er einen gott von. Jes, 44, 15; datton redet Christas vnd daselbst tu gibt er die schlflssel. «on den tdUiUeeetn, ^».««nal (lias mal), adv. von L. wie dies- mal gebrauckl: ich hab das mal mich ver- sündiget. 2 Ifot. 9, 27 ; aber der herr er- höret mich das mal auch. SMm.9, 19. 10, 10. Rasselbe s. dcrscllie, ftnsselbige s. derselbi^e. Baal, conj. die orlhograpMtche unler- eeheHang der eomj. dass will lief f»roiimnciw (Ins tcar L., wie der älterer, sprnrhe iiher- kaupt, noch fremd; er schrieb in beiden fällen gewöhnlich das, nur anfangs erscheint einigemal dass (dt) ßr da$ pfonomen täte für die conjunction. \] der abhängige satz , an dessen spitzf der sog. satzartikel steht, enthält den gegen- ständ des herrschenden verbums a) bei sehen, hören, ßthlen, glauben, wissen und ähnlichen: vnd gott sähe, das das hechl gut war. 1 Mos. 1,4; da wur- den jr beider augeu auOgelhan vnd wurden gewar, das sie narket waren. 3, 7; als nu Abram hörel, das sein bruder gefongen war, wapnct orjscino knechte. 14, 14; sie fulen wol, das mit jren lügen eynerley ort vnd 'Dlgitized by Google DASZ 412 DASZ worl anders stehet, vom abendmal Christi. 1 152S). bj*; wer ist so grob, der h\e nicht mercken künde, das es rechte teuITelsbolen sind? von den Schleichern vnd winckel- pnügim. (1532). Aij'*; dem naeh boff« ich attch> das die burj.'orM lialH werden solcher jfirpr lierni trcvv vad In- In- erkennen. das man kinder zur schulen halten solle. (1530). Aiij i ich lueyne nit, du ich uicyi) gaedigsten heim yhe encnrnel habe, origi- nalbr. v. f. 1517 im gesamlarchiv zu Wei- mar N. 108. 41 ; du glciibest, das ein ( inig weyszen, dz die «ichlange vom lenffel Ijc- sessen gcredl hat. du« Jhesus Chrislui> njn gebomer Jude sey. (I523j. Aiij' ; auch (tpolfle lefc) bekennen , das ich die wsrhcyi alzcu hitzig vnnd villeicht vnzccylig au tag bracht, origirvilbr. r j I 5 ! 0 auf der biblio- Ihek SU Golha coä. citari. 37 U fol. 2; wer ist ein lügeuer, on der da leugnet, das Jhesus der Christ sey? 1 Joh, 2, 22; es kan ia niemand leucken , das die ehe ein eusserlich weltlich ding ist. von ehesache», ( 1 530). Ay\ c) 5et befehlen, bitten, erlauben, gönnen irni ähnlichen: vnd gott befalh jnen im Irawm, das sie sich nicht sollen wider zu Uerodes lencken. Mallh. 2, 1 2 ; so bitte ich dich, valer, das du jn sendest in meines vaters haus. Luc. IG. 27; herr, erleube mir, da» ich Iiinprlie vnd zuuor meinen vater begrabe. Malti%. 8,21; es wird niemand gestattet, dos er mit gott rechte. Hioh 34, 23; so hats der keiser aueh verholten, das man einen wacherer solle für keinen from man halttni. wider den tcucker sn predigm. i 1 540). Kiiij' ; wir gönnen yhn wol, das sie auch anders wo vom sacraraent reden, wie sie Wüllen oddcr künnen. Mkcntalt von abfhdmal. { 1 52S ). d) bei ieiluürlfrn , die ein ereignis aus- drücken i weuii es konipt , das ich woicken vber die erden fllre. 1 Jfot. 9, 14 ; vnd es wird geschehen, das du auch «n herr md sein joch von deinem halse reissen wirst. 27, 40; es begab sich aber nach etlichen tagen . das Eatn dem herm opffer brachU 4, 3. n erscheint bri L. noch stall der coHj. ain acc. c. inf,; ich achte es biliich nein. 2 FH, i, 13; no ftiret gotl liit aast drasen banden , wens vns deuchl nnili seyn. a%uleg. deuUch des 67. psalmen (1521 . Aiiij*; wie es vhernatiJriich ist ein miir von einem (odton bloch wach^xen. das magni- ficat. (1521). bj-. 2) m Witialsälzen slehl da.«z für darum dasi, weil: sihe den wein nicht an, das »t so rot ist viiü im glase so schön slehel. apr. 23. 31 : die kaoffleat in lendern pfeifl^ dich IB. dii du M plttttüch vDt«rg«iig«D biit vnd nicht mehr aufl* komen kansl. Exech. 27, 36; vnd nirbt vn« vcnlainnen oilor spntipn, das wir so kindisch an den henckeu lirnoi) gehen, ton dime€meUij$vndkiirdun» (1539). Cij* ; wenn solche wUcherer ztimen wollen, das du sie nicht ahsnlnirfsl, noch das üarrn- mpnl reicliesl, nocli hegrahe?;t, so lieisse sie SU den Juristen geben, an die pfarrherm ^derdinwtdmsupitdifin, (1540). Eüij''. 8) im iwdM* md fi^gnäiun: das macht deinzorn, das wir so v»>rir»'!i'^n , vnd ilcin grini , das wir so piülzlich da hin müssen. ps. 00, 7; vnd {erj verfhiilel mit grossem seboMrtxen, das gaiitie sUck von seinem leihe fielen. 2 Slacc. 0, 9. in dem Haupt- satz stekl häußg ein dnnonntralit'es so, also: vod die Stangen waren so lang, das jrc kneuffe gesefae» worden in dem lieiligdium. 1 kön. 8, S ; ih% hHle ist so enge, das nichts vbrip^ > ist , vnd die decke so korts, das man sich drcin schmigen mus. Jes. 28, 20; er war so vcracht, das man das aogesichl für jm verbarg» 58, 8; es ist aber t» ein arm barrohertzige lugen, dz ich sye verachi. das Jhesus Christus ein geborner Jude sey. ( 1 523). Aij- : denckel er {der teufet) doch sie na also schmal in hallten, das sie von yhn selbs wider sollen vei^eben. o» die Tßdherren. flf»24). Bnif. 4) in ßnaUälzen sieht es für damit: dvr berr sprach zu Mose, recke deine band gen btrool» das so finster werde in Egyptenland, das mans greilTen mag. 2 Mos. 10,21; las das voick von dir, r!:t<; sie fiin t'phen in die mercku vmb her vnd m die di>rfler , das sie herberge vnd apeise finden. £«e. 9* 12; vnd ist mir vnter henden gewachsen vnd schier *'in hiirli wnrdon , wie wol ich mit gewallt iiab miisäen mich auilhaltcn, das (doia es) nicht aUtu gros wurde, dat man ÜMbr tut schulen hiUten mU§. (1530). Aij\ 5 i ohne das? — ausgenommen : kompt ftt aufT, das er ausgt>het an seinem sLabe, so sol der ju .schlug, vnschUldig sein, un das er jm betale, was er verseuroel hat. 2 Mos. 21, 19; Salomo aber hatte den herrn lieb vnd wandelt nacli den sitlrn ?pinps vaters Dauid, on das er aufl den liöhen opfferte vnd reu* cberte. 1 kön. 3, 3 ; darumb sind allu regi» mente sein vnd rechte gtfttltche regiment, on das er dazu braucht engel vnd menschen. der prophet Sacharja. fl52S Hj" ; vn^f• vnsbt^onien vnd mich nie kein auge geselicn helle. Uiob 10, 18i ach das euch verzwciuelte bfise- wirhUr etc. ich heite schier gefiucht «Mar den meucMer xu Dresen. (1531). Ciij''. S t endlich noch ein paar beispiele . in denen dasz (das; für dasz es steht: sie wüsten aber nicht das Joseph verstund, t Ifoi. 42, 23 ; vnd wit daa schwort hinder sie schicken, Iiis das ans mit jncn sey. Jer. 0, IG; daniml) isls auch sn vnördig gewachsen, das zu key- iieai t)aw, sondern nur zum fevvrwerg tüch- tig ist. Ott dto radhorriL (1524). Ciif ; wo sie mirs nicht beweisen durch die scbriflt oder vernunflt , das so sein mdsse. von doik coneiüjs vnd kirche», (1539). Di^S DATTEL 414 DAUING Blltely f, die tön^Ucft runde fruchl des dattelbdums: nemol von »l(»s l.indt's liestvn früeljtcii in vwrv. si'ck»; vn»l Itringel dorn uiaunc gc.sclicncke liiuali, ein vveiii^' baläain viid honig vnü wflrtz vnil myrrhen vnd dat- leto vnd mandeln. 1 Mos. i:t. 1 1. HatHm, n. hei L. br,/, tjiiet häufig die redensarl sein ilaliini \sein vertrauen, ssine hüffnang, Zuversicht) auf etwas setzftn : der drille son (Jubaf) bal sein daluot aulT giile lafelAt'l auü den son Esau. ebenä. Jij'*; du- beiden, die ylir daium anlT gewalt vnd liyr- üchaffl sU'IIcUmi. deudarh eoUiehismus. (1520). Hij''; ilso das wir vnscr da(uoi >elZL'ii ntifls /eilliL'lie. das ö. 6. vnd 7* cap. i. JUalihet. Iü32). luij''. Hlkc (taube), f. teilenbretl eine* hStxer' nen gefäszes: sonsl \\iil.^^/^'r und inlranaitiv: er lial tlit: aiigt ii :.cliall"eii zu .sehen, die hcnde zu crbeylen. den magcu ta dawen. vber das ersle iweh Moee. (1527) * ppj'*; der leybissel, irinckt, deuel. ausUg. der ep. vnd euang. vom ndumt (1528) . CcS''; der leib tuus zu vur leben, geäund vnd glardt sein, hilxe vnd krafft haben die speise xu dewen. das 15. cap. der ersten ep. s. Pauli an die Corinther. ( 1 534 I. Tij' . in di^n tischreden 319' ilntiwmi. tnhd. duuwen (Ben. ], 3S(>), ahd. dawjan, daujan (Graff 5. 233). inuem, durare. /ortfrcfteAen, Mir in der von V. Dt e tri r h h ernmrjegt'benen hatts- postille L.'s, \co Uiawren geschrieben ist: {der mensch i musi auch seine rugc haben, an {ohnsi welche niemand lang ihawren kan. hßuspost. nittemb. 1' 45, sommerlheil S5' . ■^tnhd. iliurn. lAn ii > n> n. 1. iOO). fattcrM; doiere, richtiger mit i, denn tnhd. liVcn {BeH. 3, 41) v. tiure theuer. kostbar, tlnher ursprünglich ,,virt f;n^tpn. koxtbar, zu kostbar sein", xrns dann in f//V hedruttingm des an - dein - herzen - Uegens und sof ort des sehmerMHek Seins MMerspiiUt: ob ieb sler- Iten In(J^^sc vher dorn, das ich euch zu goltes ilicii.'i vnd o|»n*fi Iii Ii.t!» durchs euan- ^ehum vud glauben, so sul michs nicht daureu (aHe nd. bibel: iruwrich maken), .sondern wib mil freuden thun. ramd^ tn l*hil. 2, 17; kanslu es (die kinder wohl ziehen) nif hit vnd such ander ]m\ die es kunaen vnd la:>z dich keyn gell, kost, mühe vnd erbeyi tawren (^edlr. trawren, was dies» mal Jen. ausg. 1, 174^ ritiUig m tawren geändi't i ist), eyn sermon von dem ehüchen stand. il519i. Aiiij'^; «las sie sieh nieht lassen ihauren was zum (iracht, vbcrQusz vnd wollusl gehttret. hansposL WUlenb. 1 545, sammerihetl 86**. Dtnne, m. der erstr ßnger: An winoket er dem moudeu mit swcen lingern, dem dau- men vud miUd ßngcr. vertegung des afeo> ran, (1542). Diiij". im o/f. tesL wwrd» bei der tceihe eines priesters der ihutme sein>*r ri'rhten hand mit dem blute des zum weib- opfer dienenden widders beslrichm. vgl. 2 Jfof. 29» 20. 9, 23. dasselbe gesehah bei der tciederaufnahme eines gereinigten a%u- uit-.iijrn. vgl. 3 Mos. 1 I , I 1. 17. in fol- gender itteiie unrd liiuuiie auch für die grosze zehe gebraucht: vnd da sie jn crgrifTen, ver- hieben sie jm die dauroen an seinen henden vnd fUsseii. rieht, l. 6. tnhd. di^me iftfn. I , 103), ahd, dftmo ((jiraff 5, 140), dunkler abkunß. HuicIb s. taumeln. iras (taua), n. die xwei auf dem to<'i /II sehepffen vnd fuUelen die rinnen, das sie jrcs valers scliafe trcnckclcn , di kamen die hirlen vnd sliessen sie dauon. 2 Mos. 2, 17; jr soll nichb dazu ihuii, das ich euch gebiete, vnd soll auch nichbt dauon Ihuii. 5 Mos. 4, 2; wie man einen bnaben gewehuel, so lessl er nicht ilatinn. wenn (i all wird. spr. 22, G; die maoiien die send SSO WU, SSO grosz, sxo atarck, das der mensch ym selb dar von nach (weder) helflen nach {noch} raten kann, die sieben puszpsalm. (1517k Ciiij' ; da« titrtn im i|(Mi rlir>iel, dauon ich singen vnd sagen wil. Wackernayel kircbeul. 140. 7) wird davon in af^emetner bexidtung, ohne nähere bestimmung , zu Zeitwörtern geseUtt so enispringen uneigetUUehe tu- uiyiii^Cü Ly google DAV0KBJ11NG£N 416 ÜAVOKllÜSSfiN ummenuiuettungen , die himftg biUMeh9 hedeulung anxunehmm pflegen, die haupt- gächliihsten in L.'s schrif(en tind folgende: Baronbringfn. l) erwerben, erlangen: hu jr euch freweo niil vnaussprech- Ikher vad hailiclier freuden, vod das end« ewen glaubens dauon bringen, nernlich di r Seelen seligkeil. 1 Pel. 1,9; vnd werden jn jreiu verdcrblie-lien wesen vmLkotucn vnd den Iftbli der vngereclitigkeil dauon bringen. 2 P«t, 2, 1 3 ; denn wer xweifell dran , wie lei< Iiilich er helle sein verdientr >lrrif indgen davon bringen, so der kei.ser, ilit- fiirsicn tl«»s willens gewesl weren. Jen, 2, 2u9'' bei Orimm, 2) reiten, erhallen: wer in dicaer stad bleibt. I(T wild slerben müssen, wer aber hinaus gehet zu den Cbaldeeni, der sol lebend bleiben, vnd wird aein leben wie eine beute daooB bringen. Jtr. 38» 2. 39, 18. HTanfnhrcn, sterben: kurlz. wenn ein inensrh in d«»r wirde ist vnd hat keinen ver- sUtiid. so ferel er dauon wie ein rieh. p». 49, 21. . DaronfiegMi, MntMg^lMf en ; du hasl mi'lir hendler, denn Siemen ani himel ainein femd vud seele vnkraul zwisschen den wcilzcn vnd gieng dauon. Jiallh. 13, 25; vnd Ihon oben ab wenn ich einen grttssel, vnd er sich viuhkerel vnd donnerte mit seinem hindern vnd gieng also dauon. vom abendnial Christi, (1534j. iy. inronheben, sich, sid^ entfernen: wenn aber die sonne aufl^ehel, beben sie {die thiere} sich dauou vnd legen sieh jn jrr lacher. pt, 104, 22; fliehel, Uebl eilei»ds dation . verkriecht euch (ieff, jr ein- wuhner in llazor. Jer. 49,30. VaTonhelfrn, befreien, retten: iig laui^ent gülden von jnen vod liexaen aie dauon komen. 2 Jfaee. 10, 20. uneigentlich, der strafe, dem verderben ent- gehen: nljer der*!«lbc fiel von jni ahc vnd sandle seine bolschafl\ in Egypten , das man jm rosae vnd vid voicka schicken solle, aolla dem geraten? soll er da von komen (Mf*- slraft bleiben) der sohhs Ihul? Exeeh. 17, 15; jlzl newlitli ii.il dich der könig vnib der »achc vvillt'ü lieisseii Itidieii vud bist kanna daoon komen. Tob. 2,8; mit dem leben davonkouD ii. 2 üacc. 3, 38> invonlanfeo, /7(>/ien .- etliche wnrfTcn ^ic mit asschen vnler die äugen , da« jr also viel vnind worden vnd oUiche gar in hodem go» schlagen, die andern alle dauon litfen. 2 Marc. 4. 41. 42. HaTOnmaeben) sieh, durchgehen , durch {heimlüAe) ßud%l einer gefahr entgehen: da eiigrimmet der kdnig aeer, Tryph«n aber macht sich dauon aufl" dem Wasser vnd flöhe gcu Orthosiii. 1 Macc. 15, 37; aber sie funden Tiuiuilieuiu uicht, denn er halte sich dauon gemachl. 2 Macc. 12, 18. iei «miMMi» ^vn^tikifl t«fii W9f»i§eken : daruinli maclil euch aufl', jr müsset dauon, jt Süll liic Idi'ihen. Micha 2, 10. häu- figer unctgeniüch für sterben: aber herr lere doch mich, daa ein ende mit mir haben mus vnd mein leben ein ziel hat, vnd ich (latioti Ullis, ps. 39, 5; geilenek an den zom, der am ende komen wird, vnd an die räche. DAVONSPRINCEN 417 DAZÜ wenn du dation rrnist. 5jr. 18,24; wenn dein ende kompl, das du dauon nnist. 33, 24. B«fttB8priv§CB . enUpriugen: aber des gesdien kandten wir nichl mechtig werden, deon er war vns xu »larck vnd siics die lliOr aulTvn«) s|*r.nii.' diiinti, Susanna 20. Barontiehrn, wegziehen, «/'•/i lui/empu: da iijiucn sie alle habe zu Soduia vnd do- morra vnd alle speise vnd sogen da von. 1 Mos. 14, 11; ilanimb, du monschenkind, nim dein wnTuIrri^orPlP vnd rouvh am |if'( Il- ten tage dauon liir jrcn äugen. Ezech. 12, \i. inrnr (da vor), adv. anie, mkd» di vor, dervor {Ben. i, 306). et 6eneAf sieh 1) auf den räum ah gegensutz von da- ?iinlcr: vnd waren auch sielM^n .sluflon Iiin auf]' Villi tiac hjUe da vor. Lzvch. jo, 2(1; vnd danor waren starcke ngel. 41» 25; vnd %var auch ein |dal7 da vor. 42» 11> 2) auf die zeit als gegrn'ralz von nni Mk r: llclhus.dah hal gelehet his ynn das solbige iar da die sindiluL kam, vnd iiit) bald danor {kurz vorher) g«ittorhen. vber das er*U Ifueh Mose. ( I r)27 I. Siiij". Gewiihnlicher ist bei L.>hfi\r, dafür is.d.K Bawiiler (da Widder), darwider, adv. da- gegen, contra, aäversuSf mAtf. dA wider, ihr wider, derwidor (Iten. I, tJOO. ahd. dar (lara widnr, dar dara wttlai-i i Graß" 5, G2 ). I ) eigenllich: da kam AMincIcrh zum Ihuin vnd slreil da wider, rieht. 1), 52. 2) uneigenttidi: da wider murren. 4 Mos. 14, 3l); aher fli r kiiriig Iliskia vnd dfi pliel Josaia lioll- ti «l iwidi r. 2 (7jroH.32, 2'» ; diesen alle^ sol trcwliili vnd fest gehalten werden vnm ganUcn volrk vnd allen pric*> Morn vnd sol »ich niemand da wider setzen. 1 Marc. 1 1. 1 1 : da wider han.. (ir>27!. rij'; sn pnHliu'ff ich darwui«Ur. vber das ersie buch Alose. i 1 527). (^* ; dartfmh ich auch nie darwidder habe wollen schreiben, ein sendbrieffvon dolmetschen. {\'>'A()}. Aiiij''. Hain 'da m], darzu, adv. mhd. d.'i /no, dar zud, derzuo {licn. 1, 30G. 307), ahd. dir dara zuo {Graff-b, 64). DiSTK» W4rt«rWch. I ) im gegensats zu davon bexeichnet dazu eine betcegung nach einem ort, eint'm zieh wenn aber das heer zu lagern ist , sollen sie die wohnnng aulfsclilabcn, vnd wo ei& Trembdcr sich da zu machet, der sot sierben. \ Mos. 1,51: vnd in dem er dem kifcnig ri /el»-"! , ^vie er iiiili.' einen Indien lebendig gemaclil) .«^lite da kam tiben ikun das weib, dH son er hatte lehemh'g gemacht. 2 kon. S, 5; in den letzten tagen aber wird der l-erfr, dar aulT ife« herrn haus .siebet, gcwis M-iii hoher denn alle berge vnd vber die hagcl erhaben sein, vnd die vOicker werden dazu laullen. Micha i; vnd die, denen es zu erst \ erkundiget ist, sind nicht dazu (zu der verh'eiszeuen ruhe) komen vrab 'sth'lfti i . (las Jacob \vuii?eln vnd l&rael l lnlirn \ii die dirnc ruflcff vnd Tragen , was sie da zu sagt. I Hot. 24, 57 ; wenn ein weibsbilde dem herrn ein gelQbde thttl vnd sich ver- liirnli i, weil sie in jrcs valers hause vnd im iii.i^'diljiiin vnd jr gelubdc vnd \erljiiiid- iiis, das sie Ihul vber jre seelc, kouijU fiir jren vater vnd er schweigt da zu, so gilt alle Jr geliibd vnd alle jre verbflndAis. 4 Jfo«. 30, 4. 5. 4) eine begleilung: pflanlzen wird man vnd dazu pfeiiTen. Jer. 31, 5; der feiod gibt wol gute wort vnd klaget dKch aeer vnd stellet sich rrcundlich, kan auch dazu weinen. Sir. 12, 15. 16. 5) ein« hinzufügung, Vermehrung : bring einen biichslaben odder tuttel ausz *der schriin dartzu, szo wil ich sagen du scycsl ein helt. von demhapstumiu Rome. (1520). Ej*; Cliristus da er den kilch gab, Ihct er das worllin 'alle' dartzu. grunä vnd vrsache aller arÜeluL (1520). hiig*; wer« versihet vnd sonst vnn dem heiligen issel, der sol das funllle led dazu ihun vnd dem pricsfer ^^ebeii saiujil dem heUigcn. 3 Mus. 22, 14; jr &oU nichts dazu ibuo, das ich euch gebiete, vnd soll auch nichts dauon thun. 5 JUos. 4, 2; vnd sprach 'der herr woltf mir not li einten sou dazu gebeji'. I JUos. 30, 24; wn du meine lOebler beleidigest oder andere weihet ihm nimpst vber meine tOcbter. 31« 50: vnd halte th?.n Soi Iio vnd das g.uilice Und Hepher. Ihiin. l. pl; die Icullflshiirrn der kuhe jus uiir blasen vnd sprechen auch golles vnd der heiligen namen dazu, to» der heil, tauffe. (1535). Cij''; da er solche lose teiding aulTbracht, ward ichs müde, vnd schlug iu des dazu {kam noch hinzu), das ich einen brieA vber kam, den er lu die SlIiI. >ig geschickt hatte. Jtn. 4. 374*. In dieser bedeutung nimmt vs oft die xlellf ctniT conjunrlinn fin mit d'-r bedfu- tung außerdem, überdies: vnd golt machet zwey grosse liechter, ein gros liecht das den lag regiere, vnd ein klein liecht das die nacht regiere, dnzii iiiith stcrnen. 1 Mt,s. 1, IG; voU Dauid halle einen leinen ruck .in. d.izn alle leuiten die die laden ii ugeii. I chron. 16, 27; denn ich bin ein mensch, da zu der oberkeil vnterthan. Matth. S. 9 «. Öfitr, G) es gehl auf einen zweck, eine urxadle; ich bin dazu geboren vud in die well komen, das ich diewarheit zeugen sol. M. 18. 37 ; das solches zu seiner zeit geprediget warde, dazu II I: L'cselzt bin ein prfdiger vnd apostel. 1 Jim. 2, Ü. 7 ; dazu ist erschienen der sol» goUes, das er die wcrck des leufels zurstüre. 1 8, 8. 7) für wozu: mein wort Wirt alles ausz- richten, dartzu ichs aussende, ausliy deutsch des v.u. (15 IS). Fiiij*; zu allerley zeichen vnd wunder, dazu jn der herr sandle. 5Jfot. 34, II; ergreiire das ewige leben, dazu du nucli lirrnn ti hisl. 1 Tim. fi, 12. 0ainnial (da zu mal, d;izu mal), damals, lUo tempore: vud bin iiucii beulcs lages so starek ab ich war des lages, da mich Mose aussandte, w ie meine krallt war dazumal, also ist sie auch jtzl zu streiten. Jos. 14, 11; Dauid aber war da zu mal in der bürg. 2 5am. 23, 14; wie wäret jr dazu mal so selig? GfU. 4, 15; itzl vergessen sie gottes» bigiiized by Google DAZWISCHEN 419 DECKEN r IC i?a/.ii iii.l1 erreltel. dü$ seJUrn« con- lili'mini. I 1 .jiMi). Biiij'. Dazwisches, darzwischen (da swischen, lUr «wischen), aio.mhd, dA dar iwiscbeii. der^wischen iBen. 3, 955). es bezeichnet I) eine hfw'tutng, ein zugegensein, wo- durch eine ichtidung bewirkt wird: eine rdrel an die ander, das nicht ein lOlRlin da twisschen gehet. Uiob 4 ! , 7 ; was aher da l\vi>st'li»rn \r^\, zni<;rlifMi tli-r loniten teil vnd zwi>« g^eutiiehi du aoU auch eine decke aus zigenliar machen zur bflttcn vbcr die wo- nungc von ciin' lepfüchen. 2 .l/o^. 2r>, 7 : vnd wcuii er »ulcbs alles uni jncn rcdlts legi er eine decke aulT sein angesicbt. 34, 33: vnd d.is ucdi nam vnd brciicl eine decke vber des brunnen huMi. 2 Sain. 17, 19; das kette ist so enge , das nichts vbrigs ist vnd die decke so kurlz, das man sich drein achmigen mus. Jet. 28« 20 ; gleich wie der so nacket vnler einem hell ligl. wprct, reisTt vnfl lobt, che er jm \es'^\ »lic deck nemcn. ausleg. der ep vnd euang. von oitem el>niili hie her vnd daher dencl iihnfn hnld diese, bald jene ausleyung gibt), eme Oc- rieht. (152S). llitj''; daher auch die Arria- ner sieh hie verdrehet haben vud diesen lext für sich widliii denen, vnd j^edrunpen auff" (ins will lim 'allein', das er ^piirlit *da« du allein vvarur guU bist', das 17. cap. JO' hannis. (1530). Dij^ Dehnisrby dehnbar: es ist vnser alUe» dicke, zclie vnd dcnissche Ii.iul. von eigener gerecluiykett. (1530). Aiij"; es ist ein alter denescher balck vnd schalck , der alle Adam. der III. jisa(m. (1530). Gj"; in diesem zehondeii capilcl sehen wir wie denisch der teil fei scy. Eis f. 1, :?30*. Deichiie'^ 6. deisiel. ifln, pronom. possen, ous dem genU. sing, des pronomens du, mhd. ahd. din, goth, jieins: icli Liti der lierr (lein j:«»tt. 2 .Wos. 20, 2; du soll den namen dos lierrn deines golles nicht mUhraucheii. v. 7 ; du soU dei- nen valer vnd deine mutter ehren, v. 12. der dat. sing. m. und n. erscheint zuweilen in dorn i mhd. dinie, d?in( gekürzt: w.is* wülu deiuj gewisseu iiniwurleu , wenn diclis an- sprechen wird , das du die wort Christi vom kelch trinrken nicht gchnllen hast« «ttie fra- rieht. (152S). Ilj ; ebenso der ncc. m. in dein: du soll dein v«ilcr vnd um Her ehren. deudseh calediismus. (1529). Eij\ ielMlhalbCB^ j»rD|»ler ie, detncttve^.* ich wil mit dem kttnige deinel halben reden« bigiiized by Google DEINETWILLEN 421 DEHÜTUIG 1 kön.'l, IS; wir ucilclien lieber odder leullselig» als da sind die bund» pferd, dclpliin. ausleg, der ep. vndewmg. vom yue (lu- nitvo^^mtvyr^) , auff lalininch affectiis vili~ talis seu sensus hurodium rerum, das ist • rill wil vnnd gonjut zu geringen vur.irliicnn diiigcnn. das mayni(icat. (1521). dij ; jr wieset, wie ich dem herrn gcdiencl mit aller demut. opoff. geseh, 20, 19; so ermane na euch ich gerangencr in dem herrn, das jr w,Tntli'!f wie sichs gehürl ewrera henill, da- rinnen jr heruiren seid, mit aller demut vud sanfRmut. Ephes. 4, 1. 2; gemachte demut. das magnificat. (1521). d ij' ; rechte denmU ebend. dij''; falsche demut. ebend. diij"; grosse demut. vber das erste buch Mose. (1527). pj'; hohe dcuiuL tcarnunge an s. Ideudsehen. (l&Sl). Aif. mhd. deniuot, diemuot { Ifen. 2, 251) , ahd. iIiHi-, itir-, diiimtmit Gruß' 2, GOT), iihcr die herleitung des worles vgl, W »ig and U.-16. 1, 239. BcMÜthig (demflUg), humitis: ich bin senfTimiltig vnd von lierlzen deuullig. .Matth. 1 1, 2!i: der if'li in d^r liöiie vud iin lieilig- lliuiii wune vud bey denen, so zuschlageuä vnd demütigen goista sind. Jes. 57, 15; er solte siith an soIgJier gfllig« t . «Ii miiiiger ant- wort hissf» heniigen. von heimlichen vnd geaioien brieffen. (1529). Aij'*; eine de- miithigu bitthchc sclirill. de Wette br, 5, 623. snbstttniiviseh: ein demaiiger erharret der zeit, die jo trösten wird. Sir. I. 2S; poti widerstehet den lHi(rerlii.'i'H , nhir den deniuiigeu gibt er gnade. 1 Pet. 5. 5. mhd, dieniflelec {Ben* 2, 2G0), ahd. dto- mttoüg (Graff % 697). Digitized by Google DEHÜrniGEN 422 DENKEN BcnülhlgfB rdfmfltiprpn) , fiumih'nre, de- frimere, /rundere, erniedrigen: vml jr soll ewra leib deoiflligeii. 3 Jfot . IG, 31; also wurden die Midianiler gedemfltigel für deu kindcrn Israel vml hüben jren kopfT iiirlil mehr «uipor. rieht. 8, 28; ich wil alle deine feiuile deinUligcn. 1 chron. 18, 10; ekc ich gedemttliget ward irret ich. pi. 119. 67; ich bin secr gedcmütigel, herr, erquicke mirh nnr!i (leitu'm wnrl. IH>, 107; wer i>U)lU isl, den kan er deuiUligeu. Dan. 4, 34 ; vnd du Btflsazar hasl dein herU nichi ge- denttttlget. 5, 22. sich dcmiuigcn, demillere, submittere se: dantiiili wil ich auch jni'n entgegen wandeln vnd wd !>ic in jrer feinde land wegtreiben, da wird sich ja jr vnbeschnitlens herlz de- nittligen, vnd denn werden sie jnen die slralFe jrer niisselhal g«'fallen In^st-n. 3 Mos. 2(5, 41; da deu3ülig*-U'n sich die Öber;)tcn in Israel mit dem küiugc vnd sprachen 'der hcrr ist gerecht', als aber der berr aahe» das sie sich dcmUligelen, kam das wort des herrn TU Som.tja vnd sprnrh , «ic linfirn >i( lt pp- detntlligel, drnnib wd ich sie niciil venh i ben. 2 dtrmi. 12, 6. 7; die weil ich mich nit demaitge lUr euch Willrichen, hlutsichiigcn tyrnniiPti vnd fwr lugen vnd giüTl nil iiuHiKMii. nius/. ich hnchinuug seyn. auff des bocks tzu Leypcsick antwort. (1521). aiij'*; so de- mdtiget euch nu vnler die gewaltige band goiies , das er euch erhtthe zu seiner zeit. 1 /Vf. G. mhd. diemUetegen (Ben. 2, 200). iemfbigkelt (demuligkLil), f. gleichviel mit deuuilh, mhd, dicmUelikeil » demttetekeil {lien. 2, 260): yn Cliristii'^ vvorlen vnd wiTckeii vnd leben limlet man nichts denn lauUcrc wäre demuligkeyl. eyn yeysU. edles bvcftfein. (1516). C5*; das ist wäre de- inutigkt it vnd seins stdbsl ernydening. ausi- ley. deutsch des v. u. (1518). Dij''. Dcmülhiglich (demUliglich) , adv. humi- Uter, mM. diemttetedtche, diemuctcciichoo tBen, 2, 260): er ktlssel einem die band, die weil man jm leihet , vnd redet so de- miHitilu'h vnib dos iieheslen gtdd. .Sir. 20, 5 ; stt wil ich e. f. g. demüliglich vnd vnib golles willen gebeteu haben e. f. g. wollen solchen artickel hinrnrt gölte zu lob vnd ehren lassen faren. originnlbr. v. j. 1532 auf d'T bibl. zu Wolfenbüttei ; ich bitte aber gar deniu- tiglicb vnd freundlich, wolltet euch bas be- synnen. ermaniMf e siiai /Wde* (1525). Pj'; dcmutiglirh ersuchen, widder d. hyml. pro- pheten. |152ni. Cj^ ; dem (itighch bekennen. eine berichi. (1528). Aij''. leMithigun;;, f. humituUio, ermeirigmig: (liiuiiib ist es nicht gott zu thun gewcseo «In- l>(.'S(Iiiif\ (hiii^r, sondern vtiili ihr- ,],■- mutliguiig der .stolizen nalur vnd vernuulU. ausleg. der ep, vnd euang. vom adiienl etc. (1528). Kkj'. ten, s. der. Benkbret, n. eine henennung der schau- brote, weil dabei d*^r wohUhaicn yoUes sich tvinneti werden »oHte: vnd solt semelmdh nemen vnd daiion zvvelff kuchen backen, zwo •/.flicihlo sol ein kuf ln^ li;ilit'ti , vnd soll sie k'gt'ii j.« sechs auir pine scliichl auirden fei- nen tisch für dem herrn , vnd soll autl die selben legen reinen wi>yrsttch, das es seien deackbrol zum fewr dem herrn. 3 Mos. 24* r> — 7. dasu die glosxe: das sind die schaw- lirol, w^elche hie kuchen heisscii, darumb das sie breit waren wie kuchen. vnd sind denckbrolp darumb das sie damit gotles ge- dt-iKktii vnd von jm pr«Mlif.'('n sollen, gleich wie üiai>tus vns belilhel, das wir sein ge- denckcn, das ist, meinen tod verkündigen vnd predigen sollen. Bindteil 7» 488. Denken, cogiiare, praet. dachte, pari, prart. frcdacltt , mhd. donkcn i Ben. 1, 311 //.j, ühd. denclian, llienkan (Graff 150), goth. jiagkjan, aui einem terl^men »t. verb, dinken dank dunken (Orimmf/r, 2, 60 I. CDijilnn' im ailgenitincn sinn, ohne angäbe der nchtung des dettlicits: nichl das wir tüchtig sind von vns selber etwas sa dencken. 2 Cor. 3, 5; das (dMS) «lies «a$ du redist, diMi ki^t, gehisl, summa deyn gaulzes leben gar golliscli sey. ein sermon von tterdtt wd nmeme» des ^limbeii«. ( 1 525). Ciiij*. in der keiL tdtriß wird du denken als eine thäligkeit des hersens be- zeichnet: sein fioriz d.it iii gar viel anders. 1 Mos. 45. 21) ; vnd daciiten alle in jreo hertten von Johanne, ob er vieleichl Christus wore. Lue. 8* 15; was dencket jr in ewren Google DENKEN 423 DENKEN lierlzen? 5, 22. stall im herzen heisil es nuch hei <;tch selbst denckcn : dachten sie Ley .sieh seihs. Matlh. 10, 7. Luc. 20, 14. 2) dfo riehtung des denkeni wird im all- gemeinen angedeutel durch ein St^ßigtes advet'bium: gleich wie ein zinimerman, wenn er ein newos haus hawel, niclil weiter (lenckl, denn daü crs also mache, das es einen besUad habe^ 2-Mace. 2, 30 : kanslu hie nicht hüher noch anders dencken, so hieih hitidpf dem ofen vnd lir.id die weil hirn vnd öj>Uel. vom abendmal Chrisd. (1528). iij''. 3) 4at gedadU», der $egmMemiA des detdum mrd auf mehrfadte weite hei' gefiigc ti) m dtr dircrten rede: er iielte Uiiifrou «lenikt'u, v.r will mich nichl erhuren. sermun 9ber dot euanff. Jok. 4. (1523). Bj*; vnd (hichtcsc, ii'li hin eine königin ewiglich. Jes. 4 7, 7; il(ni lvc ntdily ich habe gnug Air wich. dir. 5, I. &) in der indireeien rede: M^h ftirchte mich vnd dachte, du wttrdesl deine lOchto* von mir n i^s- n. 1 Mos. 31, ?>\. c) in einem luil dosz orf^r wie vrrhunde- nen abhängigen salz : wie kan ein .schiechlcr vnerforner geselle dencken . das ein cardinal solch ein hüser wum»h sein künd? wider den bischoff zu Magdebarij. (153!)). Fij' ; kund er wol dencken , d.is viel jiii wUnt«>it einreden vnd widersprechen« Verlegung des eileora», (1542). Liij''; sie dencken nnr wie tsie jn denipiTen. ps. 62, 5; er nius dencken, wie er ackern snl. .Vir. ^^S. 27; ich i kiunen; wfMtn «in aher das kiod gciioreu hat, dencket sie nicht mehr an die angst vmb der freude willen, das der mensch aur weit geboren ist. Jofc. 16, 21 ; sie sinr! jizt, meine liehe papi^iten, .ille f.Mit liilliciiscli worden, das jr keiner nicht mehr an die lasten dencket. das 5. 6. vnd 7. eap. t. MaUhei, (1532). kiij*; — sie (die lugendsame hamfrüu) dciickt nach •Min ncker viid koiilll jn, spr. ^ \ , \(): «ic deueken nicht darnach, das sip sich kerelen zu jrem golt. Hos. 5, 4; ellich die nicht darnach denken , kriegen das haus voll kin- der. de Welle br. 2. 590 ; — .ille die mich hassrn. rawnen mit einander wiiler niieh vnd dencken höscs» vhcr mich. ps. 41, S. 4) denken » glauben, dafür hatten i lieher hock, denck nil das du allein auITdem plan steh ist. an den h»rk zu Ln/ptzrf;. (1521). Aiiij*; vnd nu iMikiiinmert eiicli nicht vnd denckt nicht, das ich tiarümh zürne, d.is jr mich hie her verkaufll habt. I Jfos. 45, 5 ; ninin Iicrr dencke nichl, das alle knahen, dir kmilcr iIcs königs lod sind. 2 Sam. 13, 32; vnd daclit der künig were daraulL 1 Jfoee. 6, 43. 5) bedenken, erwägen, vkerlegen: nu niüget jr dencken wns eitrh zw thun ist. rieht. 18, 14; er (dt r Uipffr) mos dencken wie ers fein glasure. Sir. 3S. 34. 6) etwa terkehen, im mme haben, teil- Digitizcd by Lit.jv.'vi'^ DKNKMAL 424 OER 'lenf «dn.'.die gnltloson (lcnfI^l■ll nur üHiadrn zu tliun. spr. 21, 12; es sol gehen wn» irh deiicke, vnd sol liloil^pn wie ich:» im sinn bibe. Jes. 14, 24; da dacht ich mein4>n grim v1>«r «ie ausxusrlidiicn. Bs§eh. 20. S. 7) einem (iw.is diMikiii. zuthmlcn: Aas es kriegen die eisenfresser, den \denen) es nie gedacht ist. Jen. 5, 413''. ienlnialy 4». tnoiiHinaiitm: daruoib saI dirs sein ein zeichen tn deiner hond vnd ein diMK Isui.tl fiir deinen ancren. 2 Mot, 13, ü. 5 Mos. 0. 8. 11, IS. - rgl. mal. Üenkopfer, n. wollen sich gern schroOrken mit dem gtoslin, das die messe oder sacra- mt!nt so! ein mis|pri;ile oder memoriale sacri- liciinn, das isl ein »liMitofifffr vnd denri<- 0|i(lVr sein, n'iui. initny zum iacrameHl. (l.'V37). Eilj\ if nkti'irbrn, n. crinn^ngszeichen : dar- an«; 'fM/v (! -in abendmal) si*' wr.l|.»n ritcl ht od vnd wein zum nialzeirlicn otlder den< kzci< hen der chrislen machen. da& diese worl Christi noch fest Stehern. (1527). aiiij''; gedi'duuis heisi ein i-rii<-ili\ oddereiii ijnder dencinetclien. tom ahrndmal Christi. ( l.'tl'S-. (| liij". Denkxi'tlel tdenckzeddcl), bei L., tcie daa cjft/ae/ie zetlel, dem /aLsridula entsprechend, noek f. 1 i ririf srhriftlirhf aufzeii Imting dessen, icas Htvhi vergesaen tccrden soll: aher di<' gollfüichdi^en (rüsten »wii vnlernnnder also: iler hnri' mercbls vtid bSrels vnd ist fiir jm ein (easeiiie) d<> den iieiTfi rfi i liten. 3hi}. 3. IH : w i-W u irhciil von liiniien zu liaiis werden zo-iieti vnd jilei» h eine denkzeddel binlir vns lassen, de iVette hr. 3, 335. 33G. 2) der detü-iiemen der Juden, plnilacte- rium: sie it/jf Phnrisiien machen jr«- denek- zedfl breil vnd die ^eume an jrcn Kleiileni gro», Matth. 2Zt 5. ll<'i>n, s. d.-tnn. Uennftrh , den gegeni^at: nnchdrurhlich henorhi'tn nde conj., gleichwohi , dessen' ungeachtet, tarnen: wenn ich gewust helle, das so vM'l ii'iiir- 1 iiilf mich gexilei heilen alls zi^'<'! .nifl ili i! (Ii I liiTM waren zu Wurms, were irli dennoch eyn;:erillen. egn brteff an die fürslcn zu 5ac/we«. (1524). ßj*; die gotlheit gar vnleidlieh vnd vnslerbltch ist, dennoch isls \v;»r. das man sagt, potles son hiit gehllpn vnd i^l gesiorhen. vber das erste buch lUose. (1527). Cciij'; wenn du mir taiisenl sÜberlinge in meine hand gewogen bettest, so wolt ich di'nnorh meine hand niciit IvoniL'i's son gelegel halien. 2 Sam. Ib. 12 ; jr \\«'nlel keinen wind noch regen sehen, derinocii sol der hach vol Was- sers werden. 2 Jto». 3, 17. in folgender stelle tcird der sal: , auf den sieh dennoch bezieht. nif lU nusgt drui 1:1, .•^nmlern rnrnas- geseizi: isiael hal dennocii gotl zum irosl, wer nur reines berizen ist. ps, 73, 1. ieanneht, eine bei L. noch häufig «r> scheinünde neben form de.i vorigen : oh die chrislenliehe kireh noch hent he^ehhisz vnd au>2orileri'l , d.is> dir ahhi.sz nielir dann die wercfc der üniiKtbunng hyn neme, szo were es riennochl T^en. 1. 5S' dennoch) tauszent- Mi.il Ih vm t, d;is ki yn ehn-Ien mensch den altla^ loszelt. eijn sermon von dem ablas: vnd gnade. (1518). Aij''; wen der hapsl szo schedlich botn vnd banden fasset, das es nil lieys;sr?i l;,tn . . . dns doch eyn zam koire Huer loelil hcdarü. szondern on keten vnd hand dcnnochl vii- schedbch isl. von welltlither vberltejft. (1523 1. Bj''; wenn Ii. FritUich sein e^en wurl j-M) il' ttten nnind IplH vnd spjno gp- dancketi jnn dem licrlz sieckol, dennocia wordeslu damit nirbls ander;« denn das du liisl. der psalm. (1531 1. Diij' ; da»» er dennocht sol Tiir jnen bleiben, der HO. p.salm. (15H9i. llj '. ücr, die, da}», demonstratives u. relatives pronomen, sowie bestimmter arfiJkel, mhd. und ahd. dl'r, diu, da^. auch bei L. im an- fanq zutreilen vmh das n. dasz (da, dass|. vgl. die conj. dasz. In betreff der im uhd. eingctreUmen er- tceiterten ftexionsformeu des aUein stehen" den proriamnis gtn. i»«'/ il(S--i'n, (hMcn, di-sscn, gen. pl. deren und derer, dat. ]»<. denen DER 42& DER denen ausgenommen, noch vidU iedienl. so schreibt rr allezeit des slalt dessen, wie wes «la<( wessen: des hruder hies Jak(>lan. 1 Mot, 10. 25; wjirumb liehet des Sara? 18t 13 ; e*c. g. myr zu mehr nialen haltweren und eynreden lassen, micli des 7.11 cnili;illrn. originalbr. r. j. 1523 im ges. archiv :u Weimar O pag. 74 Ff. 2; des &ey gnug gesagt, an den dttitti. ad»L (1520). Mj"; das sind die Irt/o woi t als dfs, der da wil hin- wogscheiden. dcu 14. rnd 15. cap. Johannis. ( 1 53S t. Tl iij" ; wer menschen lilul vcrgciissel, des blul sol auch durch menschen vergossen werden. 1 Mot, 9. 6; wer mich aber ver- leugnet für den menschen, des wird ver- leugnet werden fiir den cngoln gnttcs. Luc. 12, 9. ebenso der und, wobei das ahd. derA naeliudrkt, teat einmal sogar bei Ir. nodk eneheint (t. Itiudeu n.), dcre statt deren M. derer: welche seele der eins an- rüret, die ist vnrein his aud ilon ahend. 3 äios. 22, G ; jr sull der keius Ihun. 5 Mos. 12» 8 ; der ist mehr, die bey vns sind denn der« die hey jnen sind. 2 kön. 6. 10; s. Paulus redet nicht von heymlichon sachcn, sondern von geineyneui ofleulhcheu fulen atter der, so on ehe keusch leben vnd doch die gnade {keusch zu leben) nicht hahen. das 7. cap. s. Pauli zu den Corinlhern (1523). Eiij'. beispiele für ilcre: es ist nicht ein gcschrey gegen auder dore die oh- ligen vnd vnlerilgen. 2 Mos, 32, 18; su- si lil.if^c den rUdten dcre, die sich wider jn aulHehncn, vnd dcre, die jn hassen. 5 Mos. 33, 11; da:» sind die uamen dcre, die jni SU Jerusalem geboren sind. 2 5nm. &, 14; wie hülisch sind die Risse derc, so das euan- geliiin verkündigen (rar. zuJes. 52, 7). der \\\. psutin. fl530'. Eij"; wo ein liciilliu litl d«;re, do dieses lierrn wnrt aiiuenien. der 110. psalm. (15391. Püi^' ««r einmal Sic hl lU'von rieht. 8, 10. dagegen erscheint /*(/u/, 7 ,/ r dat. pl. denen it inii/cmal soyar in verbmdung mU einem subst.: in dcuen wort- ten. «ondenftajislimistilKome. 1520. Fiiij '; ich hib erlernet allein denen bucher, die die Iicilipon schriin lieisson , die clirc zu lliiin. grund vnd vrsach. 1520. ainj*'). seilen das alle den : das sind die drey sünc Noah , von DiXTS, WMithmh. denen ist alles land beeetst. 1 Mos, 9. 19 ; so gehet es allen denen, die goltes vergessen. Hiob 8, 13 ; wol denen, die in deinem hauso wonen. ps. S4, 5 ; denn das lerei der christ- liche glaube niclil, eym andern das seine zu nemen, sondern vid mehr alle pflichl legten, nnch denen , den man nichts schuldig ist. das 7. cap. s. Pauli zu den Corinlhern. (1523). Uij'*. /(ir den : den geschieht denn recht, tbend. Jiüj'': vonderobietealhle troU allen den, die d I sterlich . . . buch- lenn gemach 1 ? r h dem bapstum su Rome. (1520). Cij''j vnd war hey yhra, da er vbcrfortcylel ward von den , die yhm gewalt thetctt . . . vnd maehel yhn sieher für den, so nach yhm stclletcn. tceish.Sal. 10, 11. 12 tn der augg. v.j. 1 529 ; die aber guls dencken, den wird trcw vnd gute widerfarcu. spr. 14, 22. Den untersdUed in der beumung des pronomen» und arliliels schildert L. mit falgfndi'H Worten: soklien vnlers<'Iiied der pronouien vnd artickcl haben wir deudschen auch an dem klang odder dohn, welches die tatinschen accent nennen, denn es stehet gar viel ein ander das da Christus spricht 'das ist mein leih* vnd viel ein anders d.i er siirichl 'das Ueiscli ist kein nütze', das erste das ist ein pronomen vnd lautet der bucbstab A dryniieii slarek vnd lang als were ps sclinclien ;d>i) 'd.ilias*, uie ein scIi vveliiseh üddei algawisch daas Innlel, vnd wer es lnu el. dem ist als siehe ein linger daliey, der di aull' seyge. aber das ander das lautet kurtt ver- hawen, d^is man den buchslahcn A kawm hfirel odder nicht weis, ohs A, E odder I iaule, vnd stehet kein finger dahey, der da zeige , das es lautet gleich wie die Bebemen ylire huchst.nljen kurls verhawen . . . wie ieli nn von dem das sapc, sn sol man ancli lialten von den andern arlickeln . . . wenn sie den millelbuchstahcn lang denen, als were er swyfeltig drynnen, so sind es pro- nomina, wo sie behend lanien, als ver- sclnvfitidc der iniltelbuchslabe, so sind es arlickel, als sprechslUy'dfraw, drhcrr.dskind, dshaus' auflk kflrtatat verhawen, da sinils «rltckel vnd seigcn nicht mit fingern, vom ahendn,al Christi. fl52S"). miiij*. Ik'deutung und gebrauch. I. des demonslrativums. 54 ._^ kj 0^ -0 i.y Google D£R 426 i) oAne nachfolgenden $att stdU ei wie dieser, fliese, dieses und wird betont. a) in Verbindung mit einem subst.: also gaben sie jrom valcr dio nndit atieh wein zu triücken. 1 Uos. 19, 35; ilas woi l gelicl Abraham aecr vbd. 21, 11 ; ich hab meine bfldiUn jnm dem siuck wol verwarel. wider den mfuchler zu Dreien. (1531). Aiij''; wenn ich sage dieser odder ebeo der man aol herr aein fod ntdtt diese odder eben die fraw, da scigt mirs an einen sonderiichen man vnt! writi von allen ausgrsiiilossen. tom abendmal Christi. (152S). miij'. h) alleinstehend, hierher gehörige bei» tpMe rind genügend oben bei beepteehung der form gegeben, hier nur noch einige für die rrrtnnduntj dies (dis, ditz) itml da*;: goU Ihu dir dis vnd das, wo du utir cUvas verschweigest. 1 Sam. 3, 17; das gcsetz beschuldiget mich, ich hab dis vnd das nicht gcllian. wie das geselz tnd euang. zu vnter- scheiden. < 1532). I^j''; das er lu'y Imtin vnd sund gepcutl, elllich lag nil fleyscli, eycr, buUer. dllx vnd das cuessxen. warwnb des baptU bucher vwrprant. (1520). Aiiij''; darnach seien so viel mpislrr didficr konien, da einer dis, der ander das dran gezimmert. Verlegung des aleoran. (1542). Vj\ 2} fotfft ein darauf bexidtender saiz, so hat es die bedeulmg von deijenige, die- jenige, dasjenige. o) mit einem .st. verbunden unter- tt^eldet ei iieh fa.si tjar mdkt von dem arlkkel: \m\ er zuch jmcr fort von mittag bis gen Bethel au die stet, da am ersten sciiiL- hiltle war, zwischen [{etliol vnd Ai, el)on oti den orl, da er vorhin den ail> ist die frawe, das ist die mng ! , d, s i-l die slad, das isl der geselle.* ich wcys keyn ander vrsache, denn das die arl der sprachen so gibt vnd haben will, wie sie gott gesrhalfett hat. das ander teyl widder d. hyml. pro- pheten. Diiij'' bis Ej\ auch ohne rücksicht auf den numerus: das sind die heublcr vnlcr den vclcm der Levtler gcschlechten. 2 JToa. 6. 25 ; das sind aber die kleidcr die sie machen xdlen. 2S, 4; das rfind deine pntter Tsrael, die dich aus E^plcalaodc gcfarel haben. 32, 4. 6) ^genlhümlidi tteht das (n folgender stelle: die erde (wird) wie ein kleid ver- alten vnd die dranff wAnen werden dahin sterben wie das {vulg. sicut hacc inleribunl). L.iyui<.LU Oy VjOOQie 1 427 DER • € J««. 51, 6. Grimm totb. 2, 806 Mngi dit stelle unter öasc breime^ oeslrus, und er- klärt *sie sterben dahin wie fliegen', aller- dmgs halten manche das hebr. wort utdeihei L. tfureft das ^wieUt, für den vmtl ungewöhnUehen sing. v. D^ppmädcen; dasz aber L. es so nicht verstanden hat, beweist seine randgl. zu dieser stelle: solch das' lous uiau uiii einem Üuger zeigen, als tchlttp man ein Miplin mit flngero, wie man sagt ich gebe niilii das druiul)'. so über- setzt er denn auch anderwärts b. von den letzten Worten Dauids. 1543. Fiiij"): vnd die draaff woneQ werden dahin sUrben wie ein nichts. //. des relalivums. 1) als bloszes relaliv sieht es für welcher, welche, welches : vnd er bawet daselbs dem henm einen altar» der jm erschienen war. 1 Mos. 12, 7; das land, das du sihesl, wil ich dir geben. 13, 15; das Iiciligo, das von dir geboren wird , wird goUes son geueunel werden. Luc. 1, 35. 2) guweiUn triu, wie im mhd, (Ben. 1, 319), eine Verschmelzung des relat. mit dem demonstr. ein, welches dann ausgelassen teheint: billel für die (die welche) euch achaiciuil thun. hMa eene ärnnhU. ( 1 522). Ciil*; gott hat ein wolgeMlen vber die sieb für ylim rttrrhtcn. ausleg. der ep. vnd euang* vom aduenl etc. (1528)* Aal". JiL des artikels. 1) vendUe^un§ iu arükeii »Ii dem vorangehenden worte (praeposttionen) be- gegnet bei L. häufiger als in der heuligen Schriftsprache; er hat nicht allein am, bciui, vom, suni, tur, aus. aufs, durchs» ins» «an- dern auch aurni (= auf dem), an an den 1 Mus. 10, 19) und zun (— zu den), belege s. bei den betreffenden wörtem. 2) der bestimmte artikel fordert die seftiMcfte form dn folffendm a«^«clt'vitins {vgl. Grimm gr. 4, 526), doch fehlt es schon in der allen spräche nicht an aus- nahmen, auch bei L, ftomnU nicht selten düB ttarke form vor, x. b, dieser ist der erst- gcborner. 1 Mos. 48, 18; du bi>L dor einiger Tremdbng hie. 19, 9; der zukiinlf- tiger bisschoIT. wider den meucMer zu Dro- sen. (1531). Biij*. 3) fiUgen zwei oder mehrere tubit. «er- schiedenen geschleehtes unmittelbar auf ein' ander , so sollte eigentlich der arlikel wie- derholt werden; L. setzt ihn häufig nur ztm ersten wort: mns yhm also lohnen vnd für das leid vnd vnlugenl an mir hcgang^» mein erben lassen sein, von ehesarhen. (1530). Bj"; wenn du meuchh-r hclUst wollen das luaul vnd uascu aufllbuu. wider den meueMer m Dreien, (1531). Biiq^; cwer geist gants sampt der aeele vnd leib. 1 The SIS 5, 2'?. 4) häufig auch gänzlicher Wegfall des artU^teU, tunuU hei formelhaften «erMn- ihm^en; ara anfang schulT gott himel vnd erden. 1 Mos. 1,1; vnd scheiden fag vnd naclit. 1, 14; vnd scheidetea iiceht vnd flnsterais. 1, 18; dorn vnd dislcl sei er dir tragen. 3, 18; ros vnd wagen hat er ins incer gestiirlzt. 2 Mos. 15, 1; wenn mir gleich leib vnd seele vcrschm.iclitot. ps. 73, 26 ; lod vnd leben stehet in der zungcn gc- walt. epr, 18» 21; bindet jm.heude vnd fttsse. MaUk. 22» 13. 5 ) hei eigennamen steht ztcar in der regel di'r nrdkel nicht, doch läszt ihn L. auch häufig zu: die ZiUa gebar auch, ncmlich den Thubalkain ... vnd die schwesler des Thuballcain war Naema. 1 Mos. 4, 22 ; ge- lobet s<»y goil der herr des Sems. 9, 20 ; also stal Jacob dem Laban zu Syrien das herlz. 31, 20; ja et'nmal it^ er sogar: der Zwinge! ist erger denn der Eeolampad lautet besser denn abo Zwinget ist erger denn Eeolampad. «om abendmal Chriiti, (152S). mij\ 6) i^erhaupt sagt er vom g^rauek dee artikels : vnd kan niemand gewisse mas noch regcl sIcHlmi, wenn sie (die artikel) riü. zu- lassen oddcr da bey zu setzen sind, äondcrn man muss auß den gemeinen brauch der sprachen solcbs stellen vnd lassen» denn es begibt sich zuweilen» das feiner laut, wenn aus! iene: n\\ ! ni in das iene, so ein eilel odder nichts freylich keine ge- slall fassen, ebend. niij'. itnnldn (der mal eins), ade. in xu- kunffl: auir das dich der Widersacher nicht der mal eins vhoranhvortc dem richtcr. Matth. 5, 25; vnd wenn du der mal eins dich bekerett» so stereke deine brOder. Luc. 22, 32. Bennassen (der mas5:cn), adv. in der teeise: welches heil beweiset sich, so jr lei- det mit gedult, der masseo wie wir leiden. 2 Cor. 1, 6; wie es denn mir bHUch nl» das ich der massen von eucli allen lialtc. Phil. 1,7; d;i er empfieng von gult dorn vater ehre vnd preis durch eine stimme, die zu jm gescbach von der grossen herriigkctt der massen *dis ist mein lieber son'. 2 Fet. i, 17; vnd gerne noch mehr mich der massen an e. c. f. g. versündigen wollte, originalbr. V. j. 1525 im ges. archic zu Weimar. O, paq. 124. EBE» n. 4. •ermngf s. dirmung. ^tTteMf dürr machen, auJitrochien: wdtu ai)er ein spcisopfier dem herrn thun von den ersten frOchttn . soUu die sangen , am feurr gedcrret, klein zuslossen. 3 Mos. 2, 14. vihd. ilerrcn, darrm (Uen. 1, 322), dkL tlorian, darran {Graff 5, l'JiJ i. 0erselbC| dieselbe, dasselbe , adjecUv' pron. it ea iä» Utem eaiem Mem, bei L. noch getrennt der die das selbe (selb). 1 ) mit einem subsl. verbunden : sihe das ist der hauff vnd das ist das mal, das ich auflgerichtet bah zwiscfaen mir vnd dir, der selb hanir sey senge vnd das mal scy auch zeuge. 1 Mos. 31, 51. 52; er bleib {bliebj die selbe tiatiil beim beer. 32,21; sific dasselb gcld ist bey mir. rieht, 17, 2; kein mensch gedacht des selben armen mans. pred. 0, 15; Zcpbanja der priestcr halte den sell)cn bnefV •Ifsfn. Jer. 29, 29. sur Verstärkung wird noch eben hinzugesetst: eben am selben tage gieng Koah in den kästen. 1 Jfos. 7, 13 ; vnd saget zu jm eben die selben wert. 39, 17; ich klaj; eben dasselb in ni*Mfi«'n btit hlin. von den MWtn Eckischen bullen vnd lugen. 2) alfein iiehend: vnd segnete den sie« benilen lag vnd heiliget jn, danimb das er an dem seilten peruget hatte VOD allen $nwn wcrcken. 1 Mos. 2, 3; vnd ich wil feind- schadt setzen zwischen dir vnd dem «reibe vnd swischen deinem samen vnd jrem samen, der selb sol dir den kopiT zntrelten vnd du wirst jn in die vcrsrhen stechen. 3, 15; gehet hin vnd schreiet die göUer an die jr erwelet habt, last euch dieselben hetlTen aar zeit OWTS IrQbsals. rieht, i n. 11; man kdnd (las Wasser mehr denn vmb drey hundert Igrosselieii verkatttll iiahen vnd dasselb den ' armen geben. Marc. 14j 5. Digitized by Gopgle, DERSEUlUi:: 429 0£STO PcraclMge« dimlbige, dauelbigc, mit dem vorherfekm^en f^eid^wiemlenäet ad- Jectivpron. und gebifdet xcie derjenige. 1) vor einfm subilantivum : viid zogen aus zu reisen in das land Canaan» vnd als sie komen waren in dmelbige land, zog Abram durcli. 1 Hos. 12. 5; vnd worfTcn jn in eine gruben, ahpr tlit? r^rlbigc grübe war leer. 37, 24; rnachel die ihorc weil vnd die IhQrc in der well lioch, das der kOnig der ehren einziehe, wer isldertdbigektfnig der elircn? ps. 24, 7. 8; auch wollen wir das selbige erste abcndmal mil gcwall vnd durch yhre eigen worl ybn alidringco. vom afremhiMi Gbrittf. (1528). dj«; Iis deinen weltlichen oberherm kriegen, vnler des- selliigeiT pnnier vnd n.nmcn sollu reisen, eine heerpredigl. (löTi. Dij'. auch mit vor- geseUtetn elica: vud l»c':»clincil (beschniU) die vorhaol in jrem fleisch eben desselbigen lages. 1 Mos. 17, 23. 2) fiUein sliht'tid: viitl nnm aus eurli zwelü' iTienner vtiri jgiicücm stain einen, da dieselbigen weg giengen ti* s. w. 5 Ma$. 1. 24; der aber zur ihur hin eingebet, der ist ein hirln tirr sibafe, deniscibigcn tliiit der tliflrliftitT jmIV. Joh. 10,2.3; willu dich alter uu lil lürciiiou lur der oberkeit, so (hue gutes , so wirstn lob von dorselbigen haben. Rom. 13, 3. ÄP«iSlP^**h*'n ) ""'^ (l'T;.;ley deste stercker. anexteg. der ap. vnd euang. des aduents. (1522). Aij*; dabey sie deste hessrr •Ir.iiiir morckten , wie es ein sonderlicher tianek wcre. vom abendmal Christi. (1528). yij'; der stein ist vcr- worlTen, beisstverworlbn, bleibt verworllbn, aber nichts deste weniger ist er vnd blcibl bey den gerechten vnd gleulufeii tlionr. eddel vnd werd. dassciuineconfilemini. { 1 530 ). MjK 6) /tir deaier: no ist myr meyn bachlin von der babylonischen gcFcnglinisz dester lieber. anUrort deutsch. fl522). Diiij'';da- Imil sie deslcr has gcfasscl wenic. ausleg. DESWiLLEiN 430 Mr ep. vnd t»tu^. wm heiß, ilray hSntge futetc. (1525). Eij^; das ylin (ti r kranckc darnach dcstcr frOlirlior vnd vnersehrockener Irincke. ausleg. der euang. an den für- 'i nmittm fuitn, (1527). Ynij'*; dosier | fleissiger. angUg. ißr CselWn gepolt. (1 5 2 S ) . E5' . tlesier rreUiiger trolxen. etUeh« schöne ^edigten. (1533). Hj«. Bcswillcn } deswegen: Lesclivverc dicli nicht die krancken su besuchen, denn vmb deswillen wirsiu geliebel werden. Sir. 7, 3U. Wfffpfflfh, Ihätig, geschäflUj: Ksau r bei!»äel aufl' deudsch Üieitig odder sclu ltug vnd wacker, «b wir auff vnsere weise sagen dettereich. v^erAtfertleftiieftJfdMe. (1527). Jij'. Bentelei , f. '^inlcrpretamenlum vanum, faUax, perversum' {Frisch 1, 193''>: vnd sihe welche naulallen vnd mvenichti|te nar- ren das sind, die solch (Icutilcy daraus machen; der toxi stphel klar also, es kan goUes reich nietit ererben, das 15. cap. der ersten ep. s. Pauli an die Corinther, (1534). hiiij*; machen aus recht vnrecht vnd aus vnrechl recht mil jrer deulcicy vnd sophiste- rcy. ti^rhr inl''. zumal nennt L. Zwingiis auslegung des abendmalslejcles , wonacli isl so M ni« deuten (A«de«len) Jlsluen soll» eine dentelei: tum andern halte ich begerd, das man vns auch beweisen solle ans der schrifn. Wie das wörllin*isl* so viel biesse als deulel ym abcndroal , denn ich ynu meim bOehhn halte beweiset, das der getst ynn seinen vorigen schrifTlen wol etliche spriiche furel aus der srlirifft, darynnpn ist solle deulel heissen, aber es were sein eigen dunckel vnd hette es noch nicht beweiset, dnitnb hcgerci ich , er solle es noch Ihun vntl seine deuleley beweisen, vom abendmal Christi. (152S). biij'; hkihl an vn^Pr ver- sUaü VQ) erslca abenduial, su kau keine denleley noch teicheley ynn den wortim sein. ebend. f^ij"; hie mil. acht ich. soll dem Ec'olain|»a(l sein Iropus vnd leicheley so gc- wailigticb genomen sein, als dem Zwiogel seine denleley. ebend. oiiij'*. leiteMirfiiig , * einer künstlichen aus- legung bedürftig* (Grimm): vnd biiul hie nicht lunckelc noch dcul<'lihirfTiip;c \gfdr. — drUÜtige) worl, souderu dürre vnd heile. tstempet einen reckten dMttf* Uedk^ s» weihen. (1542). Aiiij'. Dentelmeiiter, m. interpres: also wtl auch ilzl ein i^liclier ein newer deuleimcistcr sein, dieser nympl Daniel, ihener apocalypsia für. der proph. Saehafja, {IbtBU Aij*. 9eutelu, 'uuf gezwungene art anslrgen, den siim kleinlich verdrehen' {ünmm}: gulles wurl lessl sich nicht also inil drelieo vnd deuteln vmbstossen. der 110. jMOlni. (ir);<9). Cj''. n<'u(rltferk> n, deulflei, deulerei, inrer- athlUchem sinn: da uiUäsen wir ia greifleo, das es ein lauter hobmiltige gcspöl scy de» teolTeb, der für grosser aiidierheit vns nerrel vnd cflet mit solchem ranlen deutelwerck vnd gcuckelwon k 'Grimm: iieuchehverk). das diese wori Chrusit nuch fest stehen. (1527^ d ij* ; als were yhre (der cMiM) lere «tel solch deutelwerck (a//e^arten). der prophel Sachnrjri I I ')2S). Aij". Deutvlwert, n. ein tcorl mil figürlicher bedeutung: isl {in das isl mein leih) zum deulelwort machen, das diese wart eie. (1527). dj^ Dcutrn, in mehrfachem sinn. 1 ) ein seichen geben/ gestibussignificare*: ein loser mensch, ein scbedlicfaer man, gehet mil verkeretem munde, winckcl mit angcn, deutet mil filsscn, zeij^el mit fhip'crn. spr. 6, 12. 13; wer mit ileii äugen wincket. ilonckl nicht guls, vnd wer mit dun iippen deulel, vdbringel bOses. 16, 30. 2) »oeft. av^ etwas hinweisen, zeigen: wenn wyr aulT ein ding deuitcTi tii«; fnr vns ist. so uenaen vnd deuUen w^rs eya das, es sey sonst an yhm selbst eyn der odder die. das ander teyl Widder die hjfml. profkelen» (1525). niiij\ 3i an zeigen , voraus verkündigen: das saget er aber zu deuten, Weichs lodes er sterben wdrde. Joh, 12, 33 ; vnd einer vnler jncn mit namen Agabiis stund attlT vnd deulel durch den geist eine grosse ihcwrung, die da konien soll vber den ganlzcn kreis der erden, apost. gesch. 11, 28. 4) austegen: vnd erselet jnen seine trewme, aber da war keiner, der sie dem Ph.irao deuten kundlp. 1 Ufos. 41, 8; Aij". iciter» m« aueleg^rt mhd. diulnre (Ben. 1, 32S I : l)iisze vorktTor vnd deutler. xcidder die Verlierer vnd ffl.srhcr kryserlirh:^ man- dals. (I523j. ihj'; ich will meyu iiniticli- kslb nieynem stand zu dienst deutten , das i priidcnkalb findet* auch wol seinen deuttcr. deuttung der ziro grnrlicht h fijurcn bapst- etels zu Horn vnd munchkaibs zu Freyberg inMeyuen. (1523). nj*" ; wer diesen sprach wolte anirSalomo deuten, der mUsle gar ein! MMtiv illi r dcuter sein, von denjüien vnd jren tufjen. fl543). Oj^ Dentist, m. Zwinglianer (vgl. deulelei): wolan so bleiben wir bey dem vnsem vnd vermanen alle die sich vcmanen lassen wollen, (las <\o sirli fiir «olclien vngewissen, vnbcslendigcn Iropislcn vnd dculisteo hueleu. vom abendmal Chrieti. (152S). ciij'; (Lu- cas) beide lulislen, flguristen vnd deuttstea vnd alle schwernerynn einen haullen schlegt. ebend. Aiij*. Dcntler^ m. was deutelmeister: her zu ybr deutler, deutet vns diesen sprach, dat diese wort etc. (1527). nj''; aber die deutt- ler, die allo yhre kunsi aulT allegorien stellen . . . nicht gros achte, der froph. Sacharja. (1528j. Aiij'. ieatllcb, deutelicb. adj. und ad». 1} verständlich, leicht erkennbar, ge- wöhnlich mit kl;ir verbunden. a) adj.: vnd schreibt drauH' mit deutlichen groben bucbslaben. der prophel Bs^aene* (1526). hj*; eine deutliche rede. 1 Cor, 14. 0. b) adv.: vnd soll aiifr di*? steine alle worl dieses gti<»elzes schreiben klar vnd deutlich. 5 Ifof. 27, 8 ; der heylige geyst Itan feyn, helle, ordentlich vnd deutlich reden, toidder d. hjfml. Propheten. (1525). (Iii]''; da^ worl so Heisch worden ist, od»ler wie wir deut- licher reden mochten, das eingefleischlewort. dae diese toorl ele. (1527). pj^; will ich purh vnd yderman, aufls deutlichst \ iid kliT- ich tfKfpr, Hi«szon nrtickel «largeben. von anbeten des sacramenls. (1522). Aij\ 2) figürUek, Midlich: helle Christus also gesagt *jnn dem brod ist mein l»'ib\ so bet- ten sie viel mfhr schein vnd inoiht«-» für geben, Christus ist ym brod geistlich odiler deutelicb. vom abendmal Christi, (1528). xüij*; das* figürlich, tetchelich vnd douttich genicssen kan ym abendmal nicht sein, ebend. Kij'-. Dculnis, f. bedeulung: Istuael mit der mutter ausgeslossen wird, Isaac aber mil seiner bleibet vnd eri»et, das das die deulnis sey, dns ilic jiiflen, so mil werckcn vmb- gicngen, auRgeworffen werden, weil sie ou glauben sind, die andern aber ym glauben sollen gottes volck bleiben, vber das erste buch Mose. (1527). 7,iij^ vgl. bedeulnis. Denfopfcr^ n. cacri/ictum mysleriale, s, dcnkoprcr. ientsdi (deudsch), adj^undadv.» mhd. diuiisch, diutsch (Ben. 1. 325). ahd. diulisc {Graffö, 130), "i-l - , r fiirr-ii, diots, diol Volk, volksstamm ^ty/. Grimm gr. i*. Digitizcü by DEUTSCH 12)t dah§r w^rämf^dk jwiiflK«» jMpHlam, vulgaris, die Schreibung IcuUch {lischr. 432') ist ebenso unorganisch als deudscli, Ute L. elwa seit 1526 siels schrieb. 1) im eigewUMtntinn, germanus. yerma- nicus, leuionietu: deuUehe nalion. an den thrisll. adel. (1520). Kj"»; an doii 1 m licn adel. anff das vbir christlich Ouch bucks Lmszers. (1521)- Jg**; ich wolle wol allein die seit meiDe* leben» ein sack vol cieoipcl bringen allein aus dcudschcn landen, das ichöne conßtemini. (15301. Eiiij': man sol den dculsciieii narren das goll abiuckern wie man kan. von dm bapthm xu Rom, (1 520 ). Aiiij''; wenn icb uge 'die s[ir.icl)c der deui- sctien' sagel ii li ljnsser*^ilie deulsrlie s|»rn('lio'. austeg. d. ep.vnd Hang, des adufnls. (1522 l. Itßiiij' ; (iic uu^ciciicke tlouilsciie zuiigc. der prophei Jetttia. (1528). 4\ dt'e deuisciie tpr»c\ie wird auch durch dcliUch altein schon bezeichnet: {viel) ^-prrt Iien, ich mach nur klein sexlerlin vnd dcuUsche. predige (j>red^i«ii) für die vngelerten Ivfem. wm den guten «eercJken. (1520)« Alj*; deudsche messe. (1526); «Icudsch calecliismiis. (1521M. auch noch mit dem suhst. folgenden adj.: ,nisz- U'gung deuUcii des valcr vnoscr. litel einer 1518 effeAteAeneii«eAf^; aniwoni denlsch aii!r könig Ilenricbt von Engelland buch. (1522). so auch, wenn das neutr. dex ndj. subslanlivisch steht: vuü sich ergere ya dem schleclilen deutsch, eyn dentecA Ikeologia. (1518)« Aj^; denich deudsch. vom schem hamphoras. (1543). Düj*'; <>h sie plcic Ii jns ilctiilsch verdnhnelschl i?l. der \ i\.psalm. (1530;. Aij'*; Judea heyst auff deutsch he- kenlnisz odder dancksagung. muleg. der ep. vnd euang. vom chrislag etc. (1522). (Jj*; das liciü-t jnid ilniilsch kall vnd wann ans einem nianl blasen, wamunge an s. 1. deudsclten. (1531). DJ* ; kanslu doch schier nit tu deutsch sagen, was du ym syn hast. an den bock zu Leyplzick. (1521). Aij'*. 2) deutsch = deultich, verständlich : u h mcync yhe, ith rede lUl deutsch, von bcydcr ^aloll. (1522). Aiij*; da horeslu, das es klar vnd deulsch gcredl ist. sermon von dem sacramenl des lcil)c< md hluls etc. (1526). BS'; da linlil jr eure alitriinnige, vt*r- laullene kuciten deuüäch (juiig beschrieben. DEl'TLiN'G das 17. eap. JMuumia. (1530). Fiij*. vgL undoulsc'li. Deatsche, der deulsrhe, ein deutscher, dos adj. als subst. gebraucht, Germanus: die Deatscben sieb ^en vnd nerren lassen* von dem bapstum zu Rom. (1520). aiij*; wir Dcudschen hören nicht auIT dem hapsl vnd seinen Walen zu glauben, an den car~ dinal ertzbischoff zu Alentz. (1530). By"; es soll billich einen jglichen Deudacben ge» rewcn, das er deudscb geboren were vnd ein Hp i Udler heissen so . wamunge an s. l. deuäschen, (1531). C welcher Deud> scher versiebet aber das? vorr. dem psalier. Bindieill, 323. Dentschrn, verdeutschen , Sns deutsche üherlrayen : laniiili das liab icii (!(Mi!*;( lii du wirsLurlei ii. deutsch auszleg. des (tl . psalms. (1521). Dj*; also hcist Enosch andi einen menschen, aber ^^oiidcrlich von dem iamer vnd Iicrlzlcid, das der mensch leidet, dss man es dcudsclten möchte 'ein geplagter, elender, bdrObler man vk§r dai erstt buA Mose. (1527). Riiij*; bab ichs nicht reehl u'edeudsolit, so ranchs ein ander besser. VON den jiiden vjk! jrrn lügen. (1543). Xiiij*. DeatschiaQÜj n. Germania: wis der Wal Camiiinus (ab man sagt) ihet, da er in Deudscldaiul gewesen (nicht mit seinem sclindeni vnd an die grentze dei< Imis , fiirlMldo oddcr deutzciclien. das diese irori etc. (1527). II inj*. iiakon, m. diaconus, Üener, hUf$pre- diger: ich hal» fwrn Isptirlt! zwisschen di ni (»rarrlier M Aquila vnd liem Uiacon er Jaroli gcicccn. original^. v,J, 1539 auf der tibi, tu WotfenbüUeL in fotgenäenteUe sind die nach npnst. gpxrh. 7 prirähftrn und einge- setzten aimosenpjU'ger gemi'iiil : die a|>ns(etit sclUs uicltl lliursleii |icrsoneii m diacon eyn- seilen on der gemeyn wissen vnd willen. dat eyn eMitil, versamlung macht habe alle lere zu vrteylen. (1523). I>ij'". — mhd. {mitteld.} diäkeu {UeH. 1, 323), was auch Si. Rolh in iMihan „muteg, der euang. an dm fumtmitlen fMle»'* (1527) P8* braucht. Itirilt nirltf ), <;/)i,«.ewmcii. Üeh. S. 15. mAd. dihte ( Ben. 1 . 329) v. diban gedeihen. Dicht, licht, n. was gedieht: aber die gliissL- ist leiclillicl) widorlcpt. znm rrslrn das jr ei^en licht ist ohne grund. Jen, 1, 505 bei Grimm. VMiUim, I*. ridUiger mtl T, denn mhd. lihlen film. 3. 35i. ahd. tihlAn, dihlAn {Graff 371» I, ai« lat. dirtare. 1 ) Carmen condere, verse machen: mein herts tichtet ein feines lied. pt. 45, 2: sie hahcn niiisicam gelernet vnd geistliche liedcr gelichtet. Sir. 44, 5; niil fremlen vnd Ho- den {Uedem, Grimm leiden) durch Dauidgc- lichlel. 2 chron. 23, IS. 2) «ncA elwtfs In jprota ahftMien heitxl bei L. dichten: hie mil scy geanlwotlei auft alle bücher d. t^,arlst.id^ vom sarrament . da vnd alles lichten vnd Irnchlett jres herlzen nur hi»se war jtiior d.tr, dr» rewel es jn. 1 Mos. 0, 5. 8| 2 1 ; sondern Mod in jrem Dellien eitel worden. Hörn. 1,21; es hilin keyne kunsl, beyne wiixe, keyn lichten Wid- der gott. das ander teyl widder d. hyml. Propheten. (1525^. .Aij'' : weil es nicht mein fedder isl, sondern mein iichlen. ein send' brieff Widder ettliehe roftengeister. (1532). Aij-. Dichter (lichter), m. mhd. lihtsre {Ben. 'M'y). 1 i poeta : vnd (Salomo) war weiser denn alle menschen . auch weiser denn die lichter Rthan, Heman, (Ihalchal vnd Darda. 1 kön. 4. 31; der li iüpo geisi, der höhest vnd hesle poei udder tichler. der III. psalm. (1530). Aij'. 2) Verfasser überhaupt: das miigen mir (loch ja trelTliclie vnd hillich keiserlicho licli- Icr vnd schreiher lieiss;en. auff das vermeint keiserL edict, (1531) Aij "; da haben wir den ohersten tichter dieses edlets. eftend. Aiij* ; der lichter dieses bUchlins. widder den meurhiT zu Dresen. (15311. Aij'. er DU drey lar an gemacht vnd gelichiel hal.i Dicblerei (lichterey), f. erdichtung: ich OtsTS. WartMta«^ 55 Digitizcü by ^(j^j-j.l'^ DICHTING 434 DICKE wil meiacr lichtercy vrsachcii .iiizeigon , ; dicket hagel. Ui'ish. r>, 2H; augeu, il.iinuir sn dickes ffl! gcu.iclist'ii als kein eiclu'ii nihh- isl. von den Juden tnd jren lügen. (154;^j. EiJ"; inn des mOtsen wir leiden, das die laus jn grinde sich dicke ueide. der lOl. ptalm. (1534;. Jj''. nfhrn mas :be Zeichnungen : so waren die maureii fuiiIT^ig schuch dicke (breii, aus- feMml im gegensatt der hohe und linge) vnd xweyhnndeii srhuch hoch, der prophei Habacuc. (152r»). kij*; jre mniirm mnrlifi kir aus eilei wei i k^tflcken , siehenzig eilen hoch vnd drcissig eilen dicke. Jud, 1,2; vier fmger dicke, /er. &2, 21. hei per- gleichungen: neiD kleinesler fingcr sol dicker sein, denn meines valers lenden, 1 kön. 12. 10. 2) uneigentiieh und bitdtiek: on das er damit seine grobe, fette, dicke gedandten anzeigt, vom abendmal Christi. (1528). i üj*". dicke ohren, die nicht hören : verslnckf das herU dieses volcks vnd las jre ohren dicke sein vnd blende jre angen. das sie nicht sehen mit jren aitgen , noch hüren mit jren ohren, noch vcrslehen mit jtom hcrtzf^n Jes. 6, 10; »iha des hcrm hand ist nichl zu kuriz, da^ er nichl heltTcn küonc, vnd seine ohren sind nicht dicke worden, das er nichl lniic. T)!!. t. sicli dick iiiaclitMi, sich brüslen, aufblasen: ider (jntllose) linl*>l('l Mch wie ein fetter wanst vnd aiaihl Mch fett uid dick. Uiob 15, 27. 3) wenn ein rahi dir jnn die schüsscl für 'l'-iiKT naxentliel. dicke vnd iUinup. (tnerda t'i Unna), vnd s|ireciic, ila hastu emen köst- lichen mandellirey. so roflsieslu sagen, du hellest dein lehcnlang keinen bessern brey gesseu. vom schem hamphoras. (1543 i. Cj' . 4) dick dicht: es sey aber ein solcher Strauch , der scer schwinde wcchsl vnd bald s(i grus wird, das er eioe httllen gibt vnd dicken schallen, der proph. Jona. (1526). Kiit^''; was vnscrin gesiclil dick vnd finster ist, als lioltz, stein vnd erlz, das ist eint gHst wie ein glas, vom abendmal Chritti, ( 152S). k j" ; auff den bergen wird das getreide dick stehen, ps. 12, 16; ein cedcrhauni von ^iclMtncn csit'ii vnd dicke von laiih. Ezech. Hl, H; sthwdize dicke woicken. 2 ^om. 22, 12 ; dicker staub. Nßh» 1, 3; dicke finster^ nis. ireisA. 19, 16; ein dicker nebel. Sir. i:^. 21. 5) ton ßmsigen dingen gebraucht, znhp, schwerflüssig, dick wie schnielir. pi. i 1 9, 70; dickes wasser {•qw crcsM). 2 Jfnee. 1, 20. ti I ff'!- mir. hnt. »r/»' in der HHern Schrift- sprache und m der spract^e des lolkes noch heute, bei L. amh noch die bedetUntng von oft, häuflf, deckt wi0 esaeftelnl. nur im aufang , spater nur in solchen schriflen, deren herausgäbe L. nichl selbst besorgte: das er dar pln-ket als dick {so oft) et wil. eyn geystiieh edles buMein. (1516). Aüj'; darum!» heissl dis kindlin Mllidi ein belt* weil CS 'ltM> liiiscii fciiid so nüX vnd dick ge- schlagen, hauspost. Willeub. 1545. festleil 11''; es wird dick vnd oflt erfarcn. Jen. 4, 339*; man isC olil vnd dick innen worden. 4, 349\ ©ick«', f. rrassiludo : fach, uosi^tlli , ye- ruch, schmack, dicke viiiid wcyclic vom brod. «uUwwt deuteeh. ri522). Dy*; ein ge8i»ensl hat Widder färbe, noch dicke, nodi lenge, iinch hrcilc. das diese tcort etc. fl527). Quij'<; seine dicke aber war ein band bretl. 1 kön. 7, 26. d by Google DIE 435 DIESEN mhi. dicke (Ben. 1, 323), ahd. «licclil {GralFb, 112. 113j. Die, s. der. iiebi m. für: slileU {das vieh) Jm aber eindieb, so sol en seiaem herrD beialeo. 2 Mos. 22, 12; ein dieb ist ein schendlici) iWu'^. Sir. T), 17 ; jr soll euch nichl scheue sanik'ii aiifT ei dei), da sie ilie motten vnd der rosl fressen, vnd da die diebc nach graben vnd sielen. Matth. 6, 19. Et heiszt wie ein dieb kommen, wie ein «lieh in der Tiric!it. d. h. plöltUch, unericartel: der tag des iierm wird komcii wie « in dit>h in der nacht. 1 Thes$. 5, 2. 2 Pel. 3/10; so da nicht wint wachen , werde ich vber dich koinen wie ein dich , vnd wirst nichl wis<5f n , wclrlie sttinde ich vber dicli komen werde, offenb. Joh. Ii, 3. tpriekmti: grosse diebe hengeii die kleynen diebe. von kav^tkoM^ung vnd uuchcr. (1521). Üiiij'*. m/tr/. dicp (Ben. 1. 321). aiuL. diup, diop {Gm/}' ö, U7), goüi. [jiuhs. üekcrei, f. mM. diebertc, A'e handlung des Stehlens, sotcohl der einzelne dleftsfoA^ als die häufige Wiederholung desselben: aus dciu bcilzcn komen arge gcdaockeu, mord, eh^rtidi/Tinrerey, diebercy, falsche gezcug- nis. Afallft. 15, 19; ablast ist nil ein goUicbe Iriegprey, s/oiidernn ein liellisch, IculTelisch. endchrisliscii Inegerey, diolierey, rciiherey. grund vnd vrsach. (1520). iiig' ; an dieser vnausspreehlieher dieberejr vimI reuberej des gelis, so iliin hs ablas begangen ist, seid jhr goistlichcu alk' snm])l srtiHlfti^. vernutmu^ an die geisllichen. (1530). Üiiij\ Dlcbebidi^ tt. ich wil das bach offenbar machen for aller wdt, das {äa$x es) ein diebe ImicIi vnd lügenhuch sey, der ^ophet Savhaija. fir)2S). Riij\ Dit'bhaii», n. EisL \, 452*. iicbltch , diehsch , adj. uni adv., furax, rapas, zum stehlen geneigt: eyn solcher ,ij,.I.<, lier krctzmer isl der liapst !t vnn der beicht. (\b2i). aiiij': verlogoiie ilulti'^t he schülkin. de IVetle br. 5, 625 ; der baur lial sehr diebische nigel an den fingern, ebtnd* 731. man sagt vom pfauwr, ila-^z erhab ein engelisch gewand, ein tln luscben g.ing vnd leufeliüchea gcsang [sprichworl). Usciir. 227"; — das heisi diebisch geh'anddt. wenn man einem heimlich sein gul abreissei. der prophet Sarharja. (152S). Rij* ; damit ii li da«: meiQc nichl diebiscli gewinne, eine m> feltige weiM m haen, (1535). Dij '. IlcUich, adv. diebischer. heimlieKer weise: er woll dem bapsl srliuld ;.'i'l»Ln. dns er gtitles elirc dicbUch slcle. das ander legi Widder d. hgml. prophelen. ( 1 525). Lij*". — mhd. dieplich, diepllche {Ben. 1, 325), ahä. diuplicho [Graffi, 98), haute oon diebisch i"errfrrV;((//. Diebsgrüell, m. dieLKsyenune : deine fiJr- sleu sind ablrUnnige vnd diebs geseUeo. Jee. 1, 23. Diebstahl (diebsial), m. teie furtftm in doppelter hfih'nuintf. 1) die hanäiuny des stehlens : sn isl nu das nicht allein ein diebslal, so man su nadita ypn ih'e bcusser bricht vnd eynem das seyne hcymlich bey nachl nyinpi. sondern ein yglicher abbruch odder schade der dn ge- schieht deinem uehislen am gut. ausleg. der xehen gtpot. (1528). H 6* ; raub vnd dieb- slal der gttter. oondM'iwndkeftneMe. (1534). Fiiij*. 2} die gestoMene sache selbst : es »oi aber ein dieb widerslatten ; hat er iiicbts, so ver- keolT man jn vnib seinen diebslal, findet man aber bey jm den diebslal lebendig, es sey o(Mi«;e, eseL oder srlinf, so sol ers /wilVIlig wider geben. 2 Mos. 22, 3- 4 ; al>er wenn geben sie solchen raub vnd diebstal Widdert von der winckelmesse. (1533). Aitj''. mhd. diupi^tal. diiipslälc f. {Ben. 2"^ (JliG), eine susammenseizung mit dem für sich ver^ alteten sUlc, slMa f. {Ben. 2\ 636. Grajf 6, 66Ö). DiebwiUlg; zum .stehlen geneigt: die dieb- willigen vnd rnnlifryni,'f»n herrcn. ein brieff von seinem buch der winckelmesse. (1534). Cij*. Dienen, sertire, mhd. dienen {Ben. 1, .{HS), ahd. dioiinn ^Graffh» 91», V. dio, deo knethl, sclave, daher 1) ursprünglich jemandes kuechl, unter- gebener Stint vnd den gegeneats su herr- schen bildend: es nuis ja alle verniinin, auch wnl ein kind \im sieben jaren sagen, das fic- bielen vnd gehorsam sein sey zwciericy, 66* DIENEN 436 DIENER glcii'h wie aiu'li Iii i I -«rlien vml iliencii /woicr- U»y siinl. der 1 U 1 . psatm. ( 1 534 ). Mj' ; zwey voick ^ind iii deinem luibu , viid zweicrlcy leule worden sich scheiden aus deiDein leibe, vnd ein voirk wird düin niidcrn vberli'gen sein, vnd dor prossor winl diiii klrinrn dir«- n«ii. 1 iHoj». 25. 23; vüh-kcr luiissi-n dir dienen vnd leiite raOssen dir zu fusse Tallen. 27f 29 ; ein voIrk, das ich ntvhl k.-indic, ilie- Ht'l mir. 2 üam. 22 ,11: vnd sollen ;dle vi>h-k«T dienen jni i.SeOuvadnezar) vnd sei- num üon vud i^cinL'^» ^^uns aan, bis das die zcil seines bndes auch kome p denn es sollen jm viel vith'ker viul ;>r(.Hse kdnige dienpn. Jer. 27, 7 ; niemand kan zweien li. rm dienen, (>uLwt!der er wiid eiuen liasi>en uid den an- dern lieben , otler tvird einem anhange» vnd den andern veracbien. Matth, G, 24 ; wenn dein briider veratmel neben dir vnd verkeiiiTt sieb dir. so sidiii jn nirbl bissen dioiieii als einen b ibcigen. 3 Mos. 25, 3'J. nähere be- itimuMMgen werden mit praepo$UioH hiHxU' geßigt: wil dir siben jar vinb Habel dein<- jUngesle Ifieliler 'lieiien. 1 }f<*< '![). IS. 2) ebenso ^oU, Chmlo dienen, ats seine kne^U, mterihoM* *e(nem mllen geaiäti leben, »ieh lAm Mngeben: dein herm ewrni j,'oll si U jr dienen. 2 Mos. 23. 25; ilariiinb werden /eieben vnd vvMndrr .'ni dir m vnd an deiueui i^aiiicii evvigbeii, das (hl dem iierrn dtiincin goll nirbl gedienet hasi mit freiide vnd Inst dciais berlzen. 5 JUus. 2S, 46. 47; vnd du mein son Saloniu eikeniie dtit deines valers vnd diene jm niil ganizeiii lierizen vnd mit williger seelen. 1 chron. 29, 9; jr wieset wie ich alle xeit bin bey eneb gewesen vnd dein berrii gedienet mit aller demnl vnd mit vielen jbrenen. apost. 20, IS. l'J; Cbrislu dunen vnd gull dienen lieirt rurnemheh bey s. Paolo ein Änpl luren, das Christus ybni befolben bat, nomlirb das predigefi ; es t-l ein ilirnst df( s>Ul ('Iili>tO, nielil zu (dirislo gebet, aunieg. der ep, vnd euang. vom aduenl. (152S). G5'\ 3) den gOtzen dienen, neft den falsche» gSUern ergeben: bete sie nicht an vnd diene jncn nielil. 2 Mos. 20, 5; das sey ferne von vns, das wir den iierrn vei lassen vnd andern gSttern dienen. Joe. 24, 16; da ihelen die kindcr Israel vhel für dem herra vnd dieneten Ba.ibin. i IrhI. 2, 1 I ; sebemen niKssen sieli alle die den bilden dteueu vuU sieb der gülzen rbUmen. ps. 97, 7. 4) der sOnde, htfsen Iflslen etc. dienen, ihr sclave sein: das wir binfurl der sunde nielil dienen. Rnnt. (5, V, ; Avun xdi lif dn-npii niebl dem Iierrn Jbestt Cbristo, suiulern jreiu bauche. IC, IS; dienend den Insten vnd mancherl«*}' wollttsten. Tit. 3, 3. 5) inensi bell dienen ohne (jpnide im knevhtsverhültnis zu ihnen zu slehcn. ihnen hilfreich, gefällig sich erweisen, beisiand teiiten: diene einem narren in seiner sache nicbt. Sir. 4, 32; vnd dienet einander ein J; !i 'Im r niit der gäbe, die er enij»ffli!gen bat, als die guten liau^balter der luauoberley gna- den goltes. 1 Pet. 4, 10; es beweiset audi die erfarunge , das die so solchen krancken dienen mit lieb . andacbt vnd ernst , das sie gcnie\ nipli' b belmiei Werden, ob man für dem ilitUtn jUehen muye. (1527j. lÜiij' ; vnd sie war ein scer sehdne dime vnd pllegi lies kunigs vnd dienet jni. 1 Aon. 1,4; aco« |N ln> liics mlntfssus odder lii'fitfi.idis , tief /u gelassen war voib den allar dem priesUr zu dienen, als die denaltarm liebten, liecUi vnd kcrtzcn anzündeten vnd zur messe liulfleo. von der tcinckelmesse. 11534). Oiij\ (1) icozu nülzcn, gereichen: du redest gern alles was zu Verderb« n dienet, ps, 52 . ; der man sucht nicht was lum friede diesem voIck. .sondern was zum vnglflck dienet. Jer. ns. 1; wo zn dienet dieserunr.il.' Matth. 20, b; vvir wissen aber, das denen, die goll lieben, alle ding zum besten dieueu. Röm. 8, 28; die blelter des holtzs dieneten tu der gesuiidbeit der beiden, offenh. Joh. 22. 2. Diener, m. minister, servus, knecht, mhd. diener, dieiiaire (Ben. 1, 371): da inacbl sich Hose auir vnd sein diener Josua. 2 Jfei. 24, 13; vnd der knabe war des lierm die* ner. 1 Sam. 2, 1 1 ; mein kind, wiltu .::">tti's diener sein, so scbickcdicb zur anreeblunge. Sir. 2, 1 ; da für balle vns jederinan, nem- lich für Christus diener vnd bausjialter vber golies gelieiinnis. I Cor. 4, 1 ; vvenn Cbristus selbs odder seine niuttcr itzl elwa krantk lege . da wcre. ein igliclier so andediU^' , das er gerne diener vnd bellTer woU sein, ob man für dm tterbeH fii^e» mSge. (1527). Cj*. Digitized byQ^gglg DIOERIN 437 DIENSTBAR ticHfrin^ ii<>rin nennt Paulus du obrigkeil: willu ilicli altvv nicht riirchleii Tur der oberkcil. sa Ihne gutes. 90 wiretu lob von ilemelbigen haben, denn sie ist gultes (liciierin (gotiiH ilieiieryiiiie. von weltlicher iberkeyt. 152:i. Cij ). Aöm. 13, 4. — mArf. (lii-ncritinc t Iten. l, 371). Pieulich, adv. nulsUch, /örderlich: tu solches grewiichff wesiens besserung dien- lich, an den chrisU. odeL (1520. vt-nn. a«->y.) nach Grhnm tclb. 2. 1114 iioU äus tcurt erst im 11. jh. vorkommen. iicnsi; Ml. «8(A d*n varschiedenen bedeu- tungtm du dienens in mthrfadurantoendumg. 1 ( die zur Verehrung goHes vorgenom- nteiii n hiiudhinyen, Übungen, gebrauche, die vernchiungcn der priemte r , cuilus: .su balil man gotl einen dienst sol Ihun , so feylel 05^ vberall vml wil yedemian vprliun;j;«'rn. rber das ernte buch Mose. { 1 1. Kk iiij'' ; vii^er vieh sul uiil viis gehen vii<) niclil eine kiawc da binden bleiben, ileun von dem vui^crn werden wir nemen snm dienst vnsers gottes des herrn. 2 ifos. 10, 2(*: vnd wenn jr- ia^ land koiuel, »Iri« imicIi der lierr geben wird, wie er gereili luii, su ballet diesen dieusl. 12, 25; die kleider des ampls sum dienst im heiligen. 35, 19; es kompl aber die zeii, djs wer cticli lüdl i wird meinen, er Ihu glitt einen dienst drju Joh. 1 (>, 2. 2} die zu gunslen^ lum nuiun eines an- derK freknlHg «Vernommenen hamdtungen, leistungen, Hne gefälligkeit. woMUuU: wer sieb der meynung besclinyttr, wie er scyn Jiar, barlt odder hull be&ciiijyllc, ycmanti zu liebe vnd dienst, der thet kein innde. ttusleg. der ep. vnd euang. tum chrisU^ efc. (1522). Z/j' ; demnaeli babeii die >neraroenls reiiidr iik IiI vrsrrphf zu rliiliiicii als llielen %vir: jnen zu willen vnd dienst, das wir die eleualiun fallenlassen, k^rtx Mkenfnii. (1544). Hif ; es »ol wissen yderman, ilas ehr (er) mir ki y- ncn dienst dl an lliiil . -i/o er die Ti t iu liscli, ketzerisch, iugenball.ige bulle veraclue. Widder die Man der endehruis. (152ü). Aij'*; au IT das ich meinen einfältigen Ocud- selten einen ilienst dazu tliu, wil ieb kilrlz- lieli .iTi7fMi,'en die Iand'*clinlT\ vml» .Ifni^alciii od>ler Jiid-i gelegen, der prophel Jesaia. der rieiiier, tias i ss lu i t auS ebreisi ii M)iiiel als i'iiicn ziiis tMidcr l'iDn- dit'ust, wie ein bawr odder Iflienman seinem berru seine mess, das ist seinen geburbch sins oder dienst bringet, anmmn det ehri$t{, lebens. (1533). Aiiij"; gicieb wie den leuten geseliiclil. «Iii' iiiil fronen vn«l dit iisten so zu |dagl u urdeu. der propb. Uabacuc. U52ü). k inj* ; vnd man seixtc fronudgte vber sie, die sie mit schweren dienslen drucken selten. 2 Mos. 1.11; aber die IC^'vpler handeilen vns vliel vnd /nitngen vns vnd legten einen harten ilienst aull vns. 5 Mos. 2G, ü. I) dienst amt: eyn iar odder zwey eynen sollt odder mangellt gebe, bis ylm goit mit ( yiii (tit iisl beriete. originatbr,V.j, 1526 im gesamlarchiv zu Weimar. 5) gleich wie jr ewie glieüer begeben hallet SU dienste der vnrein%keil vnd von einer vngereebligkeit zu der andern, also be- gebet auch nii ewre glieder zu tlit>nsie der gerechligkeil. Hörn. (>, 19; itanii auch die creatur frcy wenlen wird von dem diens^t des vergenglirben wcsens. 8, 21. mhd. dienst, dien« st m. und n. (Ben. 1, 'MD. ahd. iliiinnsl n. {(iniff \)'A). Uieu&lag, m. dien Marlis, schrieb L. immer dinstag, 1. b, sinl dinstags kein leyche noch krancker erfunden ist. originalbr. v.j. 1 535 im (jf<. (inhirzu Weintdr S.pag. 109 // 12. I.e. DicDüturbeit, /. knechUarbeil : dir eiste tag sul heilig vnler «ueh heilen, tb ji zu- samcn kompl/ da solt jr keine dieusierbeit lliiin. 3 Mox. 23, 7. S. 21. 25 u. s. w. von L. selbst in der randgL zu 3 Mos. 23. 7 erklärt: das sind die werck. so man an den werckeltagen thul, narung au suchen, da man gesinde vnd vicli zu braucht. D!en>tbar, zum dienst verpflichtet, unter- liiänig, gehorsam: dein sanic wird ein frenibdling sein in einem frembden laude vnd sie wenlen jndienslbarmachen. apotUgeidi, 7, 0; der grüssesl sol dienstbar werden dem kleinen. 9, 12; w. Irin aber gleiibige herrn habeu, sulleu die sellii;;en nicht verachten (152$). i]'; was der fiirsl wil, das spricht I (mit dem scbeinj das sie brader sind, son* Digitizcü by ^(j^j^l'.. DiENSTBARKElT 438 DIESER tiern uAh-u \\A mehr (lietislb.ir sriii. 1 Tim. 6, 2; simi sie (die enyel) nicht alle zu mal dicnsthnre gi'islcr, aiisgesand zum diensl vmh der willi'ii. die ererben sollen die scligkeil? B«ftr. t. 14. — imM. dioneslbiere (Jl«ii. 1« 37 2j mcl der bedeulung zum dienst tüchlig. — 10 Fl i?ip(!*tlt '!• (lax bei Grimm fehlende gleichbetkuiende dicnslberig : den ganlzen mubkr«« der enlen dieiisiporig zu machen. kleylnli ansuchen der ßnff mederöster- reirhischen lande etc. (15101. Miij'. Pifusibarkelt, f. unifrihänigkeH , unlei - ivurnyheil, aüftängigkeil . \m\ wegertuu sich tu hOren vnil gedächten auch nicht an deine wunder, die do an jneii lluUesl, sondern si«- wurden haUlarrig vnd wiiilfen ein hcubl aull', das sie »ieh wendeten zu jrer dienslbarkeit in jrer vngeditlL Neh, 9, 17: disze txwo «viddersienilige reile der ftvyheyt vnd diensU |i;irlieyl zuuornehmcn sollen wir gedcncken, das eyn yglieh Christen incnscli ist tzweyerlfv natur. von der freiheil einiss Christen men- . »ehen. (1520). Aij'-. Dienstbete, m. fawuUtu, Ümter: ehehall otlt'f tlion- hauspost. Wittemb. ir> tri, tcinlerleil 32 ; uiey. dte ander ep. i'eiri. ii524 i. bij' . McMÜMUy n. d^NMia serUMit {Frisch 1, ISS**), «0 wird im a. M«f. Eg^en das dienMhaus der Israelilen genannt. 2 Mos. 13, 3. 2ü. 2. 5 Mos. 5, 6; Jer. 34, \ iicMlktccitf m. «ereits; da$ {die gott um eignen mUsem wiUen lohen) sein cylcU niesrlinfr vml niiflliiifri', dicnslknechl vnnd nil kynder, rrombdling miihI nil erben, das ma- gnifical. (1521). ciiij'; es isl besser das du ein band werck lernest, denn das du ein dienst- knechl werdest, ausleg. der ep, t%d euany. wmadaentelc. (ir>28). Jj''. ilenstlichi aäj, und adv. I J dienstbereit, iienstbeflisMen: wo Adam Jarynne {im Hände der unsehM) blieben wer«, hell er auch solcli«' kinder gezeiu^M'f . vn?t wilcheri kein böse lusl gewesen wcre, sondern weren yedenuan freundlich vnd dienstlich gewesen. 9ker da» erile hud^ Mote. (1527). Piiij^; wie ftYnndlich empfehet die (Hehekka) den frenibdcn knoclit , wie wiHip vnd »ItcTistü-li beul sie sich, das sie yiiiu dienet nach all«?r notlnrin. ebend. Pfij^ 2) dienlich, nützlich, heilstxanm. m. I Sam. S. t bildliche bezeichnung der Stadt liath, die als greni- feste dazu diente , A# b$mad^mii» Ubt^ im iaum s« Kalteu, v^. 1 cAron. 19, 1. Bicscr, Hirse, dies, pron. demonstr. hir, hnfc , hnc , mhd. disiM" {asximilit>rt (lii i <'i, liisiii,
    1. |ip|Iatiun. appellalion. (1520). Aiij"; i\\Hse laslerhiillc. widäer dit buUen 4e* endi^ristM. (1520j. B5''; naeli »bgaiig diste« «ulbaiies. originalbr, v. j. i&n im gesamtarrhir zxt Weimar. .\. lOS. 41 ; (Ii>zc schclzuhj^. t'bend ; \ nti disziMii fall, originaibr. v.j, 1523 im ges. ai th. zu Weimar. O.pag. 14» FP, 2. spSUr begegnet nur dieser, diese : dieser geysl. das ander teyl tcidder d. hyml. Propheten. {\h2b). Aij**; dieser tciiflcl. ebend. Bj''; diese donneraxl. ebend. Gij"; diese ge- ineioscliain. ebend. tiiij*. so auch in der bibel. Das nmUr, lautet anfangs noch häufig (!il2 : dilz isl villeichl ihm h /u fii>-fh vnd vn- geliui el ding, an den christi. adel. (1520}. Jiiij*' ; , diu geicidecbl wirt nicht vorgeheo hisz (las altes geschiebt {Lue. 21, 33). aus- leg. der ep. vnd euang. des aduents. { 1 5221. dilz arm v«dCb alles ynu e. c. 1. g. gnedigs bedendteo. originafkr» 9, j. 1526 im fea. anhh m Weimar {de fVMe hr. 3. 26). //. hrdcHluhij und sleUung. 1 ) es beieichnel einen gegeu*land so ge- nau, ab tOMiM iiwm ^ehhsam mil fingern auf tftn wiete (Adelung): das liei.st ciu pronoiHPH, wenn ''s juilTfin ^()Il(lerlichs zeiget, gleich aU gegeuvvci lig:> vnd dasselbige von allen andern scbeidel ... als wenn luan sagt 'dieser man isl firum, diese fraw isl sttchlig. dis I)rod isl scliüu*. vom abendmal Chrisli. fI52Sj. miij''; deinem satucii wil ich dis iand geben. 1 JUos. 12, 7 ; «ibe ich hab auch io dictem slttck dich angesehen. 19, 21. das dasu geMrige subslantivum kann auch weg- bleiben: wer sind diese bey dir? 33, 5; was soll VHS dieser belffen? 1 Sam. 10, 27 ;i DIESER antworleslii nichts zu dem, was diiese ivider dich ziMi^t'ii? Matth. 26. 62. 2i bezieht es sich auf einen zrilraum , .■so heiszt es gegenwärtig : wir li.'ilien ge.Miii(li|j;('l, mache es nur du mil vns, wie dirs gefellet, allein erretle vns lu dieser seil, riehl. 10, 15; so wil ich mttrgen vmb diese zeit meine knechte zu dir .senden. 1 Aön. 20, 6 ; herr, las jn noch dis jar. Luc. 13, S; vud legten grosse steine für der httle loch, dk) sind noch aulT diesen lag. Jos. 10, 27; (der Herr) ver- warfl* sie niu-li niclil von seinem angpsii-fii bis aulT diese stund. 2 kön. 13, 23; wer vwb jn haddcrl der sul dieses morgens ster- ben. ficAl. 6, 31 ; (er) worlTelt diese nacht geraten aulT seiner lenncn. Ruth 3, 2. 3) seine stelle hat es vor d^m ."iubsl., ebenfo sieht es vor dem dazu gehörigen ad- Jeetivum, leefdbet «iaxn die stJtwache fiexiim vertai^ doch läszt L. auch die starke form folgen: zu aller di«'srrmrrhlij:ri Iiaiid. 5 Mos. 3 1, 1-2; dicM'f luiIhT luiii:!. 2 Sam. Iti, 9; die.>^er liü.sei llaiiiaii. Esüier 1 , b ; dieser giiriiger hohmnt. ausleg. der ep. vnd euang. vom aduent. ( 1 5 2 S ). VpzK 4) des nachdrurkü ircgen rrird es auch manchmal vor das stark (leclierte posses- sivum gestellt: c. k. f. g. wollen diese meine schrilll Air mantel, heinbd oder roch halten. originaibr. v. j. 1537 im ges. archi» mu Weimar O. pag. i n FEE. (ktin wer- den zu mir crab komcn alle diese deine knedite. 2 Ifot. 11, S; gehe hin in dieser deiner krafH. rieht. 6, 14; da kam der zorn vber Juda vnd Jerusalom vii:l> dieser jror schuld willen. 2 rhron. 21, IS; nach dic.ea seinen wenken. ^'eh. 6, 14. 5) e* steht am ende, wenn es sieh auf etwas besieht, das berichtet werden soU: die söne iNo.ili, die au.s tlciii ki««; hcstelie. wider den bapstum zu Horn. (1545;. Tj . vgl. der /, Ufr. 7) das »eiilr. dies, leie das demonstraiiv, »las, auf masr und fem., auf sing, und pl. besagen : (li«^ ist tier Slam iIcs valers Elam. 1 chron. 4, 3 ; (Iis isl eine grosse slad. 1 Mos. 10. 12; di5 sind die fttrslen der lloriten. 36. 29. Diesmal (dilzmal, dismali, adr. nunc, hac vice: das scy dilzmal gniig. au den christl. adeL (1520 venu, autg.) MS*'; das sey diszmal gnug gesajtt. deamagnifical. (1520). liiiij"; ich wil anders dis mal alle meine plage vber dich selhs senden. 2 51. I I ; ver- gebt mir meine sunde dis mal auch. 10, 17. iNi( «oratt^/keiufeni auf: sihe, ieb wil die cinwoner des lande.s aufl* dis in.il vcrsrhleu- dern. ./(T. 10, 18; nlifr h.il sein lio- scticid. liasz nichls draiis wird aui dicszmal {originalbr. dis mal), de Welte br. 3, 76. Mcttelt (disseit), «ide. auf dieser ieite, im gegensalx von jenseit ; das folgende subst steht gewöhnürh im gen.. sp/fi ii im dnl.: die zwey {sacramente ) seynd l»edcul durch das rote mehr vod Jordan vnd durch die xwey lender yhenst dem Jordan vnd disseyi des Jordans, eijn sermon von dem hochufirdigen iacramenl. (1519). cj ' ; disseid des Jordan?. 4 Mos. 32, 19; dissicid der Kinder Israel. Jo$. 22, 11; dissetd des wassers. 1 kSn. 4, 24; disseid dem Jordan. Jos. 22, 7. Wlessell», dasxethe, mit angehängtem ge- Hiiiviichem s: vnd die IMiiiisicr slunden aufl' einem berge jenseids vnd die l!(r.ieiiler auff einem berge disseids. 1 Sam. 17, 3; dis- seitlsden w.ien von nieineni vater. Mallh. II. 27; nach dem fursaU des, der allf ding u'irckcl nach dem ral seinem willens. Kphes. 1,11; vnd trogt alle ding mi( sciTicm kr«>ll\igen worl. Hebr, 1 , 3 ; jr kiiidei , seid gehursam den eitern in allen dingen. Coloss. 3» 20 ; tuin drillen ist eyn weyb gesrhaflen dem man tzu eynem geseliigeii hnllTen yn allen dingen, eyn sermon von dem elichen glanäU Aij' ; also hat er uu die tu l)f gepreiset vber alle ding, so aufferilen mü^t n geiiennet \N erden. eUlich schöne predigten. (1533). Kiij' ; wir sollen goU vIht ;dl(' din;,' filrrfitcn, heben vnd verlrawcn. Jen.b, . es kann aber auch der sing, bei all stehen: er hat mir gegeben gewisse erltenlnis alles clinges. weish, 7,17; die seele kan allis «lifiL"^ ompercn nn da« wnii f'ollis. von der frcyUegt eyniss Christen mensciien. (1520). Aiij". ebenso metm em< vi^nt beseiehnet wird: des dings war gntig zu allerley wen-k ilas zu machen wnr. 2 Jfo.f. 7 ; es isl wel gills dingcs driiiiicn. dif weisltfil Sala- monis. (1529J. Anj' ; es \vd nur jlzt zu vu l ' diogs tufallen. vermanmtg an die geistUehen. ( 1 5.30). Diij'. 2) die bedi'utung wird eine bestimmtere durch ein zu«o/wi. (1530). Fj\ Ii ein ding, aliquid: silic. irli Um ein » diiig tn Israel, das wer das hOren wird, dem w erden seine beiriDgcn cinnn.ler miimsrheni vml Sinti guicr diog. de H'eUe br. 5. 792: vml wenn sie vbel Ibun, sind sie gulerdingdraKer. Jer. II, 15. DingfBi miethen , für lohn in dienst neh- men, bei L. noch, wie in der älteren spräche, schwache flejcion i durch d«n liaiisvaler, der erbeiter ynn »einen Weingarten dinget, vom aktitdmat Christi. (1528). aiij''; vnd dazu wider euch dingcff^n (It'ti Bilonni. r> Mos. 23, 4; sihe, der kiinig Israel lial widcr vns gc- dinget die köoigc der Uelhiier. 2 kSn, 7» 0 ; da kams erfar. das bisschoff Albredit diesen I)eizcl gedingel halle, toider Hans H'brff. ( I 5 1! I. Lij''; vnd haben als die ge«li?v'tc kiiccltle ncrlich yhr hrol dauon. iiurii- hardt briefiß, 19$. mhd. dingen (Ben. l» 337)» ähd, dingftn {Graft 15^^)- Biugleia, n. dimin. von ding: sprach er {der hahn zur perle) 'sihe, du Teines dinglin, Ugsltt hie so jemerlicb'. /«•. 5. 27 0^ Knff ) f. alramenlum, L. tinle (lindle), mhd. tinte, lincte {Ben. 3, 3S), ahd. lincla (Graff b, 437), von liogcre: vielen ist die lindten scbimlidit worden. wigituMr, v. j. 153') im ges. archiv xu Weimar. N. pag, t09 fl. 12. I. e; ich halle encli viel xu schrt'ihoii , ,Tl)cr i( Ii wolle niclil niil bneuen vnd linlen (1522: durch zcddcin vnd lindlen). 2 /oA. 12; so bOre ich wol vjiser glaube stünde aiifT der dinlen vnd Teddern. das ander ttyl Widder die hyml. propheten. (1525). Ciig"; diesen sprucli soll roan vnterziehea mit mtter diDtM. swtlef. der Mftan ^«]>ott. (1528). Cj^ Pintenfasi, n. atramentarium : in mich iiK'vn hndtffnf.isz inagauirdif wovsze Imlipiin. eyn widderspruch. (1520). Aiij'; das ich üolcbe demllliga scbrifll nicbt bette können aus meinem tintenfas bringen, von den eon- citijs vnd kirchen. (1539). Kj\ Üinnrn (tirmeu), darnien, emuecrare: weil vnser Schweriner nicblconsceriem odder darmen. «om e^enämalChriaii. ( 1 528). pj*; vnd schwdrm wo! Pinon ei«! .nifrjrpn rattoii- kunig, es könne niemand on jre messe vnd crescm das sarramenl wandten, odder wie sie sagen tinneo, er sey wie heilig odder gros er wollo. Müder foracfcetaeffe. ( 1 534 ). Kj*. Mmnig) dernnnv.', f. cnnsecralio : vnler iler dyrmunjr. vom (jrewel der slillmeise. (1525). AtiiJ''; ilarnaeh Tolget das aoipl vod dcrnuinge. dendedte müsse. (I526li Dittj*. Dlrni', f. noch mit .schu acherdeclinalion. 1) virgo, Jungfrau, mädchen: vnri >\p {Rebeccai war ein secr schöne dtrne von an- gesirbt . noch eine jungfraw vnd kein man halle sie erkand. 1 Mot^ 24» 16; die kricgt- IcnlP aber in Syrion waren er aus {heraus) gcrallen vnd hallen eine kleine dirne weg- gefflrl aus dem lande Israel. 2 kön. 5.2; {alwM Jbewsl) eta iunge dyme» die vnuemickl vnd nie keins inans schuldig worden isl. das Jhesus Christus eyn gebomer Jude sey. (1523). Bitj''; es geschiclil yln eben als wenn einer dimen roil gewali ybr eine ge- nomcn wird, von eheseäken. 1 1 530). Htj**. 2) merelrix. hure: e-; IiIl'Ui son vnd vaier bey einer dirnen. Amus 2, 7 ; die jüden meinen, sie {Alaria) .scy eine freie dirne. ein Meff an die t» Franeirferi am Jfeyii. (1533). Bij\ mhd. dierne (Hen. 1 . 368), ahd. diorni (Graff 5, 90), aus diu magd. vgl. Grimm gr. 2. 836. UIrnenscbänderj m. der eine dirne zu fall bringt: ilit* heiinliclun licsdilcfrLT vnd »lirnenschoiidci . von ehcsachen.{ 1 5ü0 >. Kiiij". BirnleiHi n. dimiH. von dirne, mhd. du ne- Itn {Ben. 1 , 868): Christus wirt von den verachten stan» von dem geringen armen dyrnlein poporn. dasmagnificat. (1521 ). l>j''. I^iseipelj m. lat. discipulus: wol gieube icb , das er (a. Asilonius) gros sey bey goll gcwest vnd noch» wie viel seiner discipel mehr. «ottd^coitctft^avmtlktrcAeii. (1539). r,ij\ 1 Oisputaliou , /. dispulalio, slreilrede. 'wider Hans WartU (1541). Uiij^ Pii^pntleren, v. dispulare, mhd. disputieren {Den. 1. 307), Un wecJiselrede streiten': jr mUssel die wantager vnd zeichendeuler Tragen, die da schwetiott vnd disputim. Jes. 8. 19; wir wollen disputieren von der kindertauBo vml widerf^M'lmrl. tischr. 10*'; dn wir vns müde mil groszea vnkoslen e. k. f. g. ge- r ÜiSPLTlbllEN 443 ÜOCIi ilisputiret hallen , war es alles tuU einer |»ratwun;t vprsiogell. de Wette br. b, 217. Bisyitierei) ». es gill nicht hey den cliritlCB disptttirens, foncheiis» Ungelos vnd meisten» «ns vnser veraunÄ. ItO. p$alm. (15391. Ciiij*. nispnfferlicb) worüber geslriilen werden kann: ehe denn solch luiickel vnd dbpiiiir- lich recht heHe vnd klar wurde, i» WtU» br. 6, an. Hfsfe!, f. Carduus, bfi L. noch, wie mhd. ir Bolial siiul .ille sanipl wie die ausgeworüen distdn, die man nichl mit lienden fassen Man , sondern wer sie an- greiflen sol, mus eisen vnd spiesslangen in der band haben , vnd wcriU-n mit fow r vor- tirand werden in iler woiiutige. 2 Sam. 23, 6. 7 ; sie scea wcilzen, aher disteln' werden sie emdten. Jtr. 12, 13. mit dem atf/ferle- rendi-n dorn verbunden: verflucht »ey der .ickcr vmli deinen willen, mil kuumier soliii dich draull nceren dein leben lang, dorn vnd disleln sol er dir tragen, t Ifos. 3, 17» 18; ich wil jn {den weinberg) wüslc ligen lassen, das er nicht gcsi Imitten noch gehackt werde, sonib'rn disleln \nil dornen draufl* wachsen. Jes. 5, ü. Uo6. 10, Ö. Uebr. 6. 8. iistdfiremeiif n. (Üf Udere) versahen sich nicht viel ritterlichs karopITs zu jreni newen kOnige (dem esel), es wolle denn fartzens gellen oder ilisieirressens. Eist. I, 422*. iistelkopf , m. Caput eardiU, dh biwme mit der runden tameiUtapeel der Uttel, bild- lich in folgenden stellen: es ist die well » in dislelkopil. wo m.in den selben bin kcrol, so reckt er die slachel vber sich, der 101. jMaAn. (1534). Ifiiij*; es sind kletten Tnd distelnli<"ipn*i> . wie man sio wirfT\, so keren sie die slaclicln vber sich \nil vinb sirli v'id müssen stechen, auff^ den künigs zu Engel- kmd iestertehri/ft. (1527). Bij'. Doch, ttdvertalivee odv. «md eoiij., «M. doch Uten. 1, 375). ahd. doli {Graft 08). I ) dennoch, dessenungeachtei, nichtsdesto- weniger, tarnen: vinl er sähe das der pu.sth mit fewr brandle vnd ward doch nicht ver« zeret. 2 Mos. 3, 2 ; vnd ob jr euch in ewre .•♦ledlc versamlel, wil icli (bicli die peslilentz viiier euch senden. 3 Mos. 2U. 25; wenn jemand schon flrom ist, so gilt er doch nichts bey gott. Uiob 34, 9; wenn sie gleich sind wie eine köstliche a^^■^^ x'v erden sie docli ver- ffi'lM'n. 37, 20 ; jr muad tsl gleUer denn builcr vuü haben doch krieg im sinn, jr wort sind gelinder denn ole. vnd sind doch blosse Schwerter. 55, 22; wenn ewer siinde gleich blutrot ist, sol sie doch schne\^'^i- werden, vud wenn sie gleich isl wie roM(i(arbe, sol sie doch wie iwoNe w«^en« Jet. 1 , 1 8 ; vnd wiewol jr (der /behe) so viel waren, sureis doch das netze nicht. Joh, 21, 11. 2 ) jedochy aber, attamen : vnd lest gnedig zu, das der selben lusl yu solcher Ircw eil- was nach gelassen wirl . . . doch das man sich mil ernste messige. eyn sermon von dt-m dtrhrri flandl. i l 1 0 ). .-Xiij' ; doch denn wollen wir euch zu wiUcJi seu», so jr vns gleich werdet. 1 ifos. 34, 15; so mach dich aulf vnd zeuch mit jnen, doch was ich dir s;igen werde soltu thun. 4 Mos. 22, 20; villi er ibet was dem herrn wolgefiel, doch nicht von gantzein bertzen. 2 ehron. 25. 2 ; sihe da, er sey in deiner hand, doch sclione seines lebeos. Hiob 2, G; mein vatcr, ists * müglich, so gehe dieser kelch von mir, den Ii nicht wie ich wil, sondern wie du wdl. Matüi. 2Ü, 39; wenn die jüdeii gleich die sOnde nennen kOndten, welche sie doch nicht thun können , so ist doch jrer Sachen damit nicht geholITen. ein brieff wider die tabbO' Iher. (153Sj. ßj^ 3) ohne eine beetimmie bexiehung auf das entgegenstehende, in welchem falle doch, dhni' das: der sinn gestört wird, auch weg- bleiben kann: das ist doch bein von meinen beiuen. I Mos. 2, 23; höret, lieher, wa.s mir doch getreumet hat 37, 6; warumh Tragstu nach meinem naraen, der docb wun- dersam ist. ric/i(. 13, 18; vnd die kinder Israel schmückten jr sachen wider den herrn jren gotl, die «hnrh nichl gut waren. 2 kSn* 1 7, 9 ; vnd sie sprachen zu jm ' herr, hat er doch zelirn pfuud'. Luc. 19, 25; brennen sich weysz vnd sagen '^ey ist es doch w.u*'. auszleg. deutsch des v. u. ( 1518|. ilj'^; das bt doch ja die aller groasesl bescheisserey» 56* Dlgitized by Google DOCHT 444 DOHLE die 3uff enii'n komoii ist. die liu/end von s. Johanne Cktysosiomo. (1537). Üiij\ Gern vir4 doch'W efner frage iugeßigl : was sei irli (loch dir nun thun, raein sori? 1 Mos. 27, 37; wns phigpt jr doch meine seelc vnd peiniget mich niil worleo? Uiob 19, 2; warumb geheu doch den gotüoxen BO woi? /«r. 1 2» I ; o du achweri des herm» wenn willu doch aulThören? Jer. 47, ß; jr kleingleuhigen, was liokiimincrl jr euch ilnrli, das jr nicht iiabt hruL iml euch genuuK>u .'| Hotth, 16, 8. Sbmo hei einer bitte, einem tcunsch: das*n.i' hinilen dran (tin hoxinnna] l.nih't (lehlich vnd bedeut ein hcrtzhch l»egir, \va> wir zu dcudsch sagen, ach billT, lieber hillT, hilff doch » gleich wie wir mit dem selbigen ach fldder doch anzeigen vnser nehhch hertz. das schöne conßtemini. (1530). Nij'; kcret doch ein zum hause ewers koecbU. 1 Bios. 19, 2; meine lochtcr, wen gehOresta an? das sage mir doch. 24. 23; las doch die dirne einen tag oder zehen bey vns Ideilien. 24, 55; ah herr, gedem k doch, das ich für dir Irewlicb gewandelt liabe. 2 kön. 20, 3 ; herr, neige deine obren vnd bfire doch, herr, Ihue deine augcn aufT vnd silie docli , iiure doch alle die wort Sanherib. Jes. 37. 17; das doch der herr dein gott hOren wnite die wort des ertzscheneiien. 37, 4; wolt gott wir würden duch zu knechten vnd megden verkaiin'i. KstfirT 1 , 1. 4) in Verbindung mit andern voranstehen- dm Partikeln. a) aber doch s. aber 2> I) so doch, obgieUht iPteieaM; spracht jr zu mir*nieht dti, somlern ein krtnip snl vlicr vns berschen ', so docIi der iicrr ower gott ewr könig war. 1 Sam. 12, 12; wie meine band funden hat die ktfnigreiche der gOlscn, so doeli jre gHtzen storrker waren denn die zu Jonisnlein vnd Saninna sind. Jes. 10, 10; vn;(ern elc. (1527 ). Jj"; als aber Christus das loch auch schier verslopITt, retsset er mir etUicbe Scheiben aus dem fenster dnrch Carl- stad, brauset vnd aanaet, das kb dacht, er wolle lierhl , wnolis vnd Inelii mit einander wej? füren, wider die andjinmer. fl539). Cj^; das zuslos&eo rbor wird er nicht zu- brechen vnd das glimmend locht wird er nicht auslesscben. Jet. 42, 8 ; das sie ver- losscluni ^vi'^ fin (oidit verlesscht. 43, 17» Decke, /. puppe, locke. Doeter« m. tat. doctor, lehrer, ein nUl ier hSduieagHdirtemoMe 5elt/eidefer: doctor der heyligen scbrilTl. trtdfr den falsch ge- nantien geystlichen slnnd. (1522). Aj*": al<0 Ragt man wie ein doctor bab einen küier zu Präge auff der brflcken aus miUelden als vber einen armen leyen gefmgl * lieber man , was f:lrtiltstu ?' ''i'n hrirff an die zu Franckfori am.MeyH. (I533j. 15ij''; er Fabian von Feditz war kein doclor im rechten, aber wenn er eine sache bOrete, riet er bin lu vnd irall den /.weck, tia sonst wol etwa ein dnciitr helte sollen latjsent hlflter vmbsucben vnA dennoch vüleicht das blall kaum treffen, der 101. piaUn, { 1 534). Ciiij' ; ja weil es {ia$ buch von isop) die kinder lernen vnd so gar gemein ist, mus niclit gelten, \nd lessl sirh jderdüncken wol vierduLtor werd.dcr nm li ine eine fabcl drinnen verslanden bat. ebend. Nij'. iocfoflerai, ibe ifociorwilrde ertiUtten; denn wir beschlossen haben , die zween zu diirtoriren ehe s. Michael kompU Burkharii briefvQ. 238. Dectorln, doclcrin, /i. die (vemunfti ist meislerin vnd docteryn. der proph. Saehmrja, (1528). Sij'. Docterfsch , (jeh-hrl: der liiiur isl nicht bäurisch, sondern doctorisch gnug, das seine SU suchen, tfe IKeffe 6r. 5, 731. Doftorlirh, adj. n h hnfTe zugolt, das tch mein d(M'lt'r|irli vnd iircdignmpl so redlich ausgcricht habe, als er sein fürstlich ampt jroer mag ausriciitcu. veranftoor^Miij^ der auffgeUgien ai^rur. (1533). Diiij«. i«ble (dole), dale, /, moneMa: gleich ab Dig1izedJ>y.^^fi|l^lii DOllLENGCtiAKE 44 5 DOMHERR wir ynn vnscrn landen iDOehien s^tfn von den (lolen oder kreyrn , wenn man sif aus vliren neslcri mit vlircii iiin"Pn vorsUiri'l vnd venagl. vier IrosUiche psalmen. (15261. ich acht, der geist balle alle mensehen fiir (Miel gensc vmi dolen. vom abendmal Chrisli. ( ir>'?^>. 1}]^ : die wciber {trelche zum grabe Jesu {/teuifen ihn zu salben) smd rechte iholen (luirm»). kenupoiL Jhena, 1559 »I. 193V die form dahle (ilale) er- srhriut nnrh Jen. 2. 179 und S. 31. Doblrngrgnke) n. dohlengeschrei : t'^i ein (lolen- vnii rabcngcgecke. das man ktn- d$r stur fehnlm AaAen «oKe. (1530). Dj\ Behsn^ difhnen (donen, döncn, dunen), sich ausdehnen , aufschtrellpfi , mAd. donen {Ben. 1. 3SIJ. ahd. donea (Uraffb, 146): mein gned. herr könig Clirisliera , künig zu DcDemarck, nachl mich guter hoBöung so vol des kiinigs zu Engclland liallicn , dns ich gleich tliinclc (Jen. 3, 363 'liifific). au ff den königs zu Engelland ieslerscUnffl. (1527,i. Aiiif' t n'ai ist mir das Rir ein fasten , wenn man des mittags ein mal zurichtet mit köst- lichen fissrlien , auH"^ hpoff« ^n-wflrtzl , mehr vnd herrlicher denn suiisl aull" zwey oder dreymal, vnd das slerckest getrenck dazu, md ein stund oder drey dabey gesessen vnd den wanst gefullel, das er donct? Jen. 5, 407*; nirht wie die thnii, die sich mit fischen vnd dem heslen wein auf einmal, wenn sie faxten, so voll ftillen, das jnen der baach (! [ I. % 329 Ui Grimm, Doli, toll. Dollhcit, f. tolihcit. DviBietücbeii, doimclzenj übersetzen, er- kläre : so mos freylich Lncas tezi eben auch also mit einem ' ist' zu dolmetzcn sein, vom abendmal Chrisli. (1.t2S). ziij*'; das dol- nielzel sich nicht fein, das schöne conßlemini. ( 1 530). Kiij" ; die liiblia ans dem ebreiscben atlfTs Dew zu dolmetzschcn. co» den UUUn xcorten !)autfh. (1513). Aij". das uüi l ist auä dem slavischen i poln. lluroaczyc) aufgenommen. MlieficheM* n. ich habe jm dolmetschen nicht wollen alUu Weil von den ebreischen Worten gehen, das schöne eonfitemini. (1530> ßij". i^MCtichcri dolmatscher, m. «frenefzer. erklären hit eyn iglich frumehristen mensch wolt mich reiht vornhemen vnd «kiiselbfn meynen vnge|t('lt'n ilolmefschem nil mehr dan mir seihs glauben, vnivrricht auff etliche mrlkkt^ (1510). Aj"; s. Panlus wandelt die wert eyu wenig vnnd rolgcl den alllen dol- niat>rhern, die vortzeylleri die hiMien ynn knechisch sprach verwandelt bähen, auszleg. der ep. vni mutng. des adueiOs. (1522). Mj*; sie wüsten aber nicht, das Joseph ver- stund, denn er rodet mit jnen (liircli einen dolmelscher ( erste deuUche bittet: tulmetzer). l Mos. 42, 23. ■vlHcterhiBf» f. üibersHxung : aber disse geyster, die die hymiiscbe slymme alleyne haben, achten In ylich mcyner dohiu-tschung nichts, das ander teyl teidder die hyml. prophetm, (1525). Hj"; die latinschen on alle artickel sagen müssen 'fleisch ist kein nnlze* vnd doch fileidi wol rechte dol- nielscimng haben, vom abendmal Christi. (I52b). mij*'; so were es besser bey der alten dohnelsscbnng blieben, ve» d, lefifen trorlen Dauids. (1543). Ailij**. — ertfe derUsrhr hibel: lulmelziin;;. Dow, »«. cathedralis ecclesia, L. thuni (tum), vcelche sdireibung bis zum 18. jh. dauerte: dis bttcblin von dem bischen blut vnd ahgott jm thum zu Schwerin hab ich lassen ati«:gehen zu loh vnd danrk dem war- liaiAigen golt. vorr. L.'s zu tabri buch von dem fahren blut ete. (1533). Aij'; die hürerey, ehehrecherey vnd vnzuchl so jnn den Ihilinen vnd slilTlen bisher vnd noch geühel sind, warnunge an s. l. deudschen. (1531). Eiij''; ich rede aber hie mit nicht von den alten stillienn vnnd thumen* an den Christi, adel. (I 520). .Iiiij^ . r?)/i(/. tuom (£^en. 3, 1 33), au,? /af. il>>niiK. Dewerci (Ihümerey), f. die mit einem dorn verbundenen pfrimden, eintHufU eie.: es mtfst aber auch nicht mehr sein, das ein per- snn melir denn eine thUmerey vnd |>rrnnd lic'.le. Jen. 1, SlO**; damit endlich .ille his- ihum vnd thumereien gen Horn kumen. 6, 525"; vnd menge nicht das pfarramt voter kl(')sterey und domcrey. de Wette br, % 423*. Domherr (thumherr, IlMimhhcrr), m. Chor- herr an einer hauptkirclie : mas bis^^choiT vnd Cardinal, (bomlierr vnd preist werden. DOMHEIlRLIÜilkElT 446 wndm sMüsiel», (1530). Giüj*; soll man icrliiim ilp[»"nDliir per omne*! pprsoim'^ dcclinierti viiii coihu^utii . wo woit lia|isl. Cardinal, bisclioir viid Uimtierrn bleiben? «ermoniMf an 4U geUlUdien* (1630). Eiij* ; vnd sucbcn, ja brauchen auch solcher fr(>iheil vom bapsl die am aller uieisifn , als bisschoue, fUrsten, Ihurublicren, adel, so andere leule mit grosser gewalt vnter dem bapsl hallen wollen, der 101. pfa/nt. (t534). Lj*; die iiiuniltli<>rrn zu WirUbttrg, Meinlz vn't tischr. 57*. i^omberrlicbkcit, /. wie der ilzi^e legalz mU la Ments seine stHfU soaderiich Magde- burg ausgerressen , ausgesoflten Tod ausge- sogen hat, atilTdas er seine römische thum- berrligkeil mügo mit ehren ballen. Jen. 6, 525*. ^•Misch (IhUraiscb), adj. lassl sie faren die sciu'lmen, sit^ sollen ji:rht liisolioil'lich noch Ihiiinisrh Irlion füren, termanung an die geiaUühen. (1530 . Fiiij^ taikirtlie (thumkirche). f. haupOärche: die grossen Ihumkirrhcn vnd klOslcr. xtpo schöne tröstliche predigt s« SmaUstUden ge- than, (1537;. Diij*. DonpfalT (ihumpralTj, m. domgeUiUther : wie jhener alle ihumpfuff meinete. auff das vermvinl keiserlick edict. (1531). Eiiij''. Domprobst iiliumprnlt). Eiij'. DöneOi s. tönen. Donner, m. lonilrus, mhd, douer (Ben. 1 , 383). ahd. donar {Graff 5, 149). 1) in eigentüeher bedentnng: der herr lies dornif^in einen crn^^scn donner vber die Phi- lister dcssciJjeii lagcs. l Sam. 7, 10; der hübest lies seinen donner aus. 2 Sam. 12, 14; lieber, hOret doch, wie sein, donner zürnet, vnd was für ge.«iprecli von seinem niumto ati<;pnlief. er sihet vnler nllcn bitneln viid sfin blitz scheint aull" die ende der erden, demnacli brttUet der donner vnd er donnert mit seinpin grossen aeball, vnd wenn sein if iiiicr golKhi winl, kan mans t;ir!ii .niff- liaUen. goildounci l mit seinem doutier^'rew- lich vnd thut grosse ding vnd wird doch nicht erkand. fli'oft 37, 2 — S; wie eine stimme eines grossen doiincrs. offenb. Joh. 14, 2. > I m Verwünschungen steht es gewShn- Udi mit blitz zusammen: das dicii der blick vnd donner erschlag vnd alle teufM holen. buUa cene domini. (1522). Ciij'' ; es möchte ji'innml wol gern nnr'icn , das sie der Milz vnd doiiner erschliige. wider das bupstum zu Rom. (1545). Fij\ 3) titdii^: da ich des segens wartet ans Rom, da kam blitz vnd donner vber nirlu tcider Ilatis iVorst. (1541). Liiij''. Donnemit, f. eine ari dounersleine eder der herabfahrende bütatrahl; L. gehraaäd es nur uneigentlieh: das (1 Cor. 10, 16) ist ia, mcync ifli. cyn .sprucli, ia cyn donner- 3x1 aufl (I. Cailstails kopflT. das ander legi widikr die hyml, propheten. ( 1 525). Gij' ; das ist ia nicht ein sclimids hamer, sondern ein donner axt der scIirifTl. eine beriehl cfe. f 1 528 1. rj« ; das ist nu die donneraxt polles da ujil er beide , die ufleuberlicb «Undcr vnd Talschen heiligen, jnn ein haulTen schlagt. artickel, so da hetten sollen etc. (1538). Eij*"; wil er nirlil durch s. Paiiliis donneraxt in gnind der lullen verlhulit vnd gcscUlagen werden, wider Hans Worat. (1541). Kj''. ••■«erfnit» m. taut anmier^ dem iMi* ner ähnlich: er hat gewislich mit grosser macht gedrückt, da« er solchen donn(>rO>rtR heraus gcpausst. u^tder das bapslum su Horn, (1545). Sj*. ionnerkelly m. wie donneraxt : vnd sehen alhie, welch ein irefTliclier, licrrliclier sprurh dis sey, welcher als oin doiinerkeil damder leget alle wei&beit, gerechligkeil, gebot, salzung, auch das gesetx Mosi selbs. Donnern, (nnitruare, mhd. donren, dunren (Ben. I, 3ä3), ahd. donardn {Graffh» 160). 1 j unpersönlich: da spracli das volck das da bey stunde vnd suhoret 'es donnerte'. Joh. 12, 29; ich bin erschrocken vnd mninlc es donnerte so seer. mder das bapsium Rom. (1545). Sj*. 2) inirami. a) eigentlidki der berr lies d by GüOgl 447 tlonnerii einen grossen donner vbcr die Phi- lister. 1 Sam. 7, 1 0 ; der lirrr donnerle vom himel herab. 5ir. 46, 20; Hie wolrken don- nerten vnd die viralen füren da iier. pt. 77, 1 8 ; wenn er yiner plilzel vnd donnerte vml fteslUentx Hesse kommen, nirht auch guis thelf , wdnie vhm ^ r'lcrmaii fcind werdj-n. t Oer da^ erste buch Alose. (1527). X iij^ b) uneigentiicht einen dem donner ähnlichen «cftol/ mm «iejk giki»: vnd Ihnn eben als wenn ich einen grOssel vnd er sich vmhkerel vMfl flonnerle roil seim liindem vnd gieng also dauDii. vom abendmal ChristL (1&28). Diij**. ItDaeni , ». da er dem voicke von Israel das geaelz gah mit donnern vnd plixen. vber das erste hurh Mose. (1527"). Aij ; Ich uil jn liHt miMiii rii (lonnrrn vnd idilzcn olso ziitii grahü li>uleü. wider den meuchle r su Drehen. Ponnersfhlngi m. iclus lonitrui, fulmen, mhd. doncrsljic, (lnnrL'sl.u' (Ben. 2*. 3S2n 1) eigenüich: wollgottich heltc hie eine ffivmiEie wie ein donnersclili^. amleg. der tp. 9m4 euang. vom adueni «le. ( 1 528). Cj*. 2) häufiger bildlich: dicsür Spruch ist cm doniuTst hl.ty Widder des hapsls frcsclz. vber das ersie buch Mose. (1527). Gj ; widder solche donnerscfalege der scbrifll thut er nicht mehr denn seist seinen blossen vnd nacki'len pcifTcr d.dior. rom abenämal Christi. (152S). liij''; sülciier sprOchc vnd donner- schlege sind viel mehrynndcr selbigen epistcK eineberidUete, (1528). Oi»)*; Widder solche leslcrungen stellen wir diese donncrschlege, da Christus spricht 'solchs ihul zu nieinom gedeclilnis'. au ff das vermeint heiifilirh ««KCl. (1531). BijK — die im 1 6. jh. häufm vorkommende nebenform douder für donner zeig{ sich einmal auch bei L. in dondcr- schlag (liindersctilag). der gesang Simeonis. (1520). A7\ innnefschliger i das war dem keiser ein üfhes kricgsvoick vnd nennet sie keraunobu- Ins, il w ]•<{ dontiiTschh^ger. termanvng tum gebet ufiüer d. T. (tö4l)- ItnersbMcr» vtol ^govif^g werden Jacobut «nd Johannes vom Jetui (Marc. :^ n) genannt , entweder wegen ihres fvuer- eifers (vgl. Luc. 9, 54) oder wegen ihrer gewaltigen, erschütternden predigt ngi. L.'s rand^ m Meter ttüte: hnehargem, das ist kinder des donners, bedeut, das Johannes sonderlich das röchle euanpelinm schreiben soll, Weichs ist eine gewaltige predigt, die alles erschreckt, bricht vnd vmbkeret vnd die e r d i! fmchtbar macht). Hennerspmch, m. getealtig erschUUem- der: vnter dem grewlichen doiiiit rsprii« h leben, an die herren deutsüiordtns. { I 52;i ). Q)*; der gressliehen, grewlichen donner Sprüchen sind viel mehr jm geistlichen recht. von den schlüsseln. (153(1». F'j^. Iknncr»!»;;, »«. dies Jons, der fünfte dem gölte Demar geheiligte toodtentag, niM. donerstac (Ben. 3, 5), ahd. loniris tacftfrajf b, ).')<•). L. schrieb, tcie die noch vorhan' denen eigenhändigen briefe bezeugen, steu dut'Dslag. Der grflne donnerstag fgrondomsiag. vn- lerrichl der visilalom. I53S. L.'i'') ist der donnerslag vor oslerv , n elcher als lag der einseUung des heil. abendmahU in derchrist- Ueken kirchv gefeiert wird, ItMerstimme , f. dem donner ^eidte, laute: vnd ich hiiret der vier ihiercr eines s.n^^ni nls Ulli (Miier doimerstim 'kom vnd^sibe zu', vffenb. Joh. 6, I. In^Mnlnhl; m. /Wimen.- vnd schössen (dte rom Mvunel gekommenen männer) pfeil vnd dn nner>tral in di« feinde. 2 Aloee. 10,30. B«|if, m. s. topf. Pöpfer, s. tüpfer. P^dydnpfKd.meei/acft. dnpliu« du^ex: für duppel wahr gibt man hdlu li duppel geh. eine bericht. M 528). Glij"*; cv w»tp d«'nn, das sie allein vnter allen Christen hellen einen dii|)pel Christum, ein duppel sacrament vnd sie duppelchristen heisscn vMdtrn , von Wel- chen golt ni IiIn u. iv Jen. 6, 346*. Boppelchrislen, duppeiclirislen, «. rorAer doppcl. in^kr (ioppeler), m. (6efHi^lfeAer) voürfelspieler : solch wild rcncke vnd aus- fluchtif.'»' Wort, die schrifTl ziiunrslelleu, neniici sancl Paulus aufl' kriegscii kybia vnd panurgia Ephes. iiij. das ist fcauekeley, spiele- rey, doppelercy, darumb das sie die wort gotics nach yhrem nmtwilh'n hyn vn ] her werfTcn, wie die top()c|or die wurlltl vverlfcn. grund vnd ursach aller artickeL (1520). ^ed by CjOOQie DOPPELEREI 448 DORNEN Hj^; VDfl dürllen keiner Iroppeler noch lop- peicr. vom abendmal Christi. (1534). i ij'. mhd. lopelsre {Uen. 3, 48)» von toppein würfeln, B«ppelcniif /l Mf%0r0<. hHtgt.wtfker, iiippclMCSsc, (luppelmessCt f- npUfaehe messe: dieser bisel»oirsi(>i)nt mir nnHirli das maul vRfl lerel mich» das ynn d(>r kiiclicii eücl duppeliiieu«BsiDd.«tMterieiiW.(152$ .Giij'. duppdn, Acptfeare. »erdopjMlii; die wcyl er die niKersle Izal ncmlicli Iniisfiil dupelU vnnd niaDictiAdiligt. deutsch au^zleg. des &7 . psalmen. (1521). Cj' ; dess iterra Christi U»d Wirt geDenoet dbs »impel vnd elntele, als der nur am feile gestorben ist, iIhm \tt<»r tod ist swyfdlig rnd geduppelt. liichr. 7 t)*. i«rf , n. pagus, vicus, ein Ofl ohne ring' mauern mtd itadtttehlet wekher von AaiMm bewohnt icird: da sehet zu. das das dotfT nicht werde angesteckt, predigt von den engein. (1535j. Cij''; das isi das erhteihler kinder Raben vnterjrcn getehlechlen, sledlen vnd dörlTern. Jos. 13» 23; las >io snn dir» das sie Inn gehen vmhiior in die dürlTi r vnd incrckte vnd keufleo jneu hrot. Marc. G, 30. tnkd. dmt{Ben. l, 3S3), ahd. dorf, tliorf {Gtoffbt 224); dM golh. {laArp btdevuuf oekerland. feld. 9ortü\i,m. grober, ungeschlifft'fu'r hauer: vnd liahen die groben, vnadliciic luiiirui^sen» die stad»cb1ttngel vnd die dorflfiltte noch nicht so viel gelernt» das ne voler dem gottes wort das gepredigt wird, vnd der person des Predigers kdndlen vntersciieid tnarhon. an äit pfarherm wider denwucher :u predigen. (1310). fiiij*. Dwrfkäster, m. der kUeter einer dorf- hirrhr: wiewol es eine seer faulo (MMt »'de ist, aucii einem jglichcn dorlTkUstcr wol zu ver- antworten. e6end. Atiij*. Dwrfpfarrer idorrprarhnrri, m. landgeisi- ticher: r :n r (T|t':!r!i''iT zu Collen lii'v Meissen. wider den meuchier zu Dresen. 1531). Aij*; was ihut ein aiuier fromcr duiirprar- herr seinen banm oder jungkbernT das 14. vnd cap. Johiuiii. . (1538). rrriiij'*. Uorfsrhaft, /. die dorfgemeinde , bauer- schafl: dazu mit ganzer dorfsdiafl beweisen will , dast ihn vnrechl geschehe, de Welle 5r. 3» 96 ; so haben mich die dorfschafl ge- beten um den allen schosser dahin sn be- .sliiKiüfti. 370. i^oru, m. spitui, mhd. ahd. doru, pl. dorne, dnrni {Ben, USB4. Graff^, 226). £.bdii^ dem sing* einmal (Micha 7, 4) ein «nfre» rechligles e an, der pl. lautet hei ihm Inr- nen, sutceilen düroea (ddrner erschetal nur in 4en Utekt. d%2*'). 1) sitodkel, teharfe s^lse: wie eine rose vnlcr den dörnon. Hohelied 2, 2; wenn dvr eyn dorn dienet , das du eyn scbwe*T d.imit auflstechest. auileg. der ep. tnd euang. vom ekn$itt§ele, (1522). 2) dornstrauch: dorn vnd Jisleln sol er {der ach er) dir tragen. 1 .I/o?. ?, IS; hah ich seine fruchte vobezslel« ge:>.^üti vnd das leben der acherieuten sawr gemacht, so wachse mir disleln für weitzen vnd dornen fiir gcrslon. lliob 31, 39. 40 ; knn m.in auch d rauben lesen von den dornen? Matth 7. 16; ellicbs ßel vnter die ditrneu, vnd die dornen wuchsen auffvnd ersticktens, 13,7. 3) bildlich: werdet jr aber die einwonor dP5 lanth nicht ^^■^lrt'i!)pn fiir ewrein ange- sichl, so wenicu euch die, so jr vberbleihen lasst, zu dornen werden in ewren äugen vnd zu Stachel in ewra selten. 4 Jfos. 33, 55; es sind wol widerspenstige vnd slachliche dornen bey dir, vnd du wonpst vnter niclil , aber der weg der fronen ist wol ge- bener. spr. 15, 19 Bernreis ^ n. dünner zweig des dorn' etrauehi: dflrre domreisser. dos 14. end 1 5. cap. s. Johannis. ( 1 538). blih j'*. Pernstackel. m. ^spinarum uncinulvs' {Stieler 2l50i: der dornsf rulifl pyncf^c- slochcn isl {var. zu ps. 32. 4j. die »ieben puszpsalm. (1517). Biij*. Dernstag» t. donnerslag. BernsfMini; m. stamm de.i dornslrauches: ein wilder dornslam. das 1 4. t'fid 1 5. eap. s* Johannis, (1538). hbbj*. inrnatruck} m. was dombusch: der dornslrntich der in Lilianon ist , sandle ztira cedern uii Libanon vnd lies jru sagen ' gil> deine locblcr meioem son zum weib', aber das wild sair dem felde im Libanon lieff vber den dornslratich vnd antrat jn. 2Mfit. 14» 9. Dörr, ^■ <}i\rr. U^TTCHflrucken, dürre werden, verdorren, mhd. dorren {Ben. 1, 322), ahd. dorren {Qraff 5, 201). L. gebrawsHt daßr iat sofwl nur framiiive darren : liaw auff den derhern , Weichs dürrel ehe denn es reilT wud. Jes. 37, 27. Nmii Irocke», iftbrenMeAen, hei L. derren (s. d.) und dorren: der osiwind ist der wind so von mor^enwerds her kompl, welchen die bliniscbe bil»el venlum urentem neimel, das isl der do dorret vnd Irockel. der pnpkH Bäbaeue* (1526). ejK in den iischr. dürren: wenn er (der flachs) reiETisl, so reuffiri, rüslel, drtrret, plfwet, prechl, hechelt, spinuel, wircket man jn. 221**. Voflf dewumstratives prommdnalado.t an jenem orte, illic: vnd sprach zu Balac*iritl also bey dein brandopdiT, ich wil dort war- lon*. i Mos. 2,T, 15; ulso werden sie cr- farcii, das ah dtf lierr jr goU bin, der ich Dtvn, WSrtMtaeK sie bab« lassen vnter die beiden wegflfren vnd widerumb in jr land versainlen, vnd nicht einen von jnen dort gcl Marc. 12. 22. Dortwarts, adv. nach jener gegend hin: sihe die pfeile ligen dortwerts fnr dir. 1 Sann, 20. 22. 37. iestblniue (loslblume), f. nfinni L. eine hhtme die niorpen^ mit der sonnen .nilTgeliet, und mit jr wider vnlergehel. Iischr. 2äi^. #ol(dod. dodt), m. paihe: vnd kam in dem bapst gen Horn , der sein dod .\-a%. die lüijt'nd rnti s. fhnjsoslomn. (15:17). Riiij'', am rand: dod, sein pale ; ich bin dein dodt, den du leulTesi. ebend, Ctj\ mhd. Ole (Ben. 3. 52), ahd. toto (firaft 5, 381). Retter, m. eigeib, bei L. noch, wie mhd., statt des weichen niederdeutschen der harte oiiianl; ksn man auch essen das vngesaltten istt Oller wer mag kosten d.ts weisse vmb den toiter? Uiob 6, iUm Ii alls wenn ich w.dit oyer wiegen ynn eyner wage vnd wugc sie nach der schalen alleyn , liesz den lolier vnnd das weysa aussäen, amüeg. der ep. vnd euang. des aduents. (1522). Siiij^ Daftfrweleh, weich tcie der dotier im ei: Vi isl das Itirn nnch lolterweich. Burk- hardt briefw. 289. Drab. m. s. Irab. Drabant. m. s. trahant. Drabfn. .v. iralu-n. Drache . "»• «Iraco, ahd. Iracho {Graff 5, 51 Digitized by Google DRACUENGALLE 450 DRÄNGEN 504), mhd. traclie {Ben. 3, 67), tmd $o auch noch ht'i L. zuiceili-n mii hartem anfaule: Icwcn , trnchon vrid vvihHIcikIo, lliier. das magnificai [\b2\) a\f ', du zcrlreiiiiesl das meer dorch deine kraffl md labrichat die kfiplle der draclien im w,isger. p». 74, 13; aus der wurlzcl der sdilnngen wird eine ba- siliske komen, vnd jre fructit wird ein few- rigcr fliegender dreche (1528: trache) sein. Jes, 14, 29 ; ich mm klagen wie die frechen. Micha 1, S. einigemal xcie im IR. . 17. öfter mit abgeicorfcnem e: vrtfl es orscliieii ein ander zeichen im liiiuel vnd silic ein gros- ser roter drach, der halle sieben heubtervnd sehen hömer vnd aof seinen Letihien sie- ben kroDPti , vn«I sein sclnvnnfz loch den dnllen teil der rstcrnen vnd warlF sie aiifl* die erden . vod der drach irat für das weib. of- fenb. Jök. 12* 3. 4 ; vnd der dradi streit vnd sein« cngel. 12, 7. im n. tesl. bezeichnet draclie den teufet, vgl. nffenh. Juh. 20, 2. Vracbcngaile, /. fei draconis: wer sihcl denn nicht das giftig durch biltert hertz mit drachcngallen. anttcort deutsch. { \ 522).Enj'*. Drechengift, n. virus draconis: jr wein isl Iraclicngift. 5 Mos. 32. 33. Prachcngrimm, m. var. tu 5 Mos. 32, 33. IcMhenlnpf^ m. capnl draemdt: voraei» ten, da die inater da^ jüngste gcrichte male- len, hi!i!i tpn <;ief!ic hfUen einen grossen Ira- chcnkopü* iinl seer weitem raclicn. wider //ans Wont. (1511). Eiiij''. auehabsehelte: wideruml) kan er aiicii wiikT don itMilTt l vml seine s|iii/i^'rii iraciipnkiiiillc sLiclilirlil vnd scImilNoin. d Wt.cap.s.Joh. (K3S). Ddij'. Urachcuniaul) n. das hcllisclie trachcn- maul des bapsts rosledeyet vnd flucht. luUa eene domini. i 1 522). Ciiij' . Drarhensrhwanij m. cfitfff^i (fraronis, bild- lich bei L.: die slarcken, rcrl»len grcwcl vnd tculfeb kttpffe vnd gilTligen , geistlichen dra- chenschwentzet nemlich vnglauhen, murren wiilder golt, golfes hn?!s, 7\veiiioIn, Ifslfrn, gollesverachfiin;,' vnrl
    2. wpn klawen nicht an. das 16. caf. s. Johannis. (1538). Eeiiij''. incheutny «. sein grimmiger dneben» vnd lewenzorn. ebenä. Ff ij". Brarbmni f. eine münze im verth^ von etwa 30 Pfennigen: eine dradima ist fünft' schwerd groschen odder in lewen pfennige. ein widderruff vom f€g0fewr. ( 1 530). A^; vnd si Im kle hcy jncn drcy hiin(l*»rl drach- ni.'is, (Ins man dem Uerculi dauon opfferle. 2 Macc. 4. 19. inlit (dral).ni.M»ammeti9edi^lerdidter faden : wie ein schtislor seiner nadel, aal vnd dral hrauchel zur erheil. deudsch ralechis- mus, (1529). Cij*'; vnd sind zwar bereit der schnsier viel gewesen, so sichs vnlentanden. aber auch vmbsonstgeerbeitet vnd Leide dreth vnd stich verloren, der 110.^01». (}S39). Niiij''. mhd. drät (Ben. l, 3S7). ahd. dril (Graff 5, 239), ven draban, drdllen. Dram, iram (thrain), m. b«lfce; erlegte tliramen (nd. hibel: balcken) aussen am hause vmbher. 1 Aon. 6, G. mhd. drkm, drdine (Ben. l, 391). ifUihicf y m. eht» winsoHe f yh^ gmssin groben eselsköpffc zu Ingolstad setzt die briB :\nfT dip nasen oder verdaw'et doi li vor den güii ri dramynder. widder das blind md toU verdamnts. (1524). BijS BraDi s. daran. Drang, m. bedrängnis, not: warnmb vcr- birgeittu dein andlitz, vergissest vnsei'S dends vud drangs? ps. 44. 25. inige , ad», «n; aneinander ^eMifi.* wie gern bette ich da (xu Rom durch lesen finer messe ) raeine mullt^r ^<-V}^ pemachl, aber es war zu dränge {gedrängt voll) vnd fcnndte nicht tu komen. der 117. psslm. (1 r- .U)]. Aiiij\ — mhd. dränge (Ben. 1, 395). Drangen (drcngcn), dringen mit tt r. vorkummt, denn nütd. dar üze (Ben. 1, 306), ahd. dar «una (Grttfr U 537). t) eigentlich: da nu Harn, Canaans valer, sähe seines vatcrs schäm, saget ers seinen brfl- dern draussen. 1 Mos. 9, 22 ; vnü LaJbau lieffzu dem man draussen bey dembran. 24. 29 ; kom er ein (herein) du gesegneter des herni, uarumb slehestu draussen? 2j, 31 ; da lieitn oder draussen geborn. 3 Hos. I ö, 9 ; sprach Ju> diih zu jrer Duagd, sie soll draussen warten für der kamer Jud. 1 3. 4 ; Petrus aber sass draus- sen impallasl. Matth. 26, 69; Maria aber stund für dem grabe vnd weinet drausen.JoA.20tl 1 ; wdtu rein behalten dein haus, so laste pfaffen vnd mfiuehe draus, von der mneketmeue. ( 1 53 1 ). Gj*. 2) uneigentlich, ausserhalb geistiger ge- meinsciiafl: denn was gelu'n mich die draus- sen {nichtchrialenj m, das icli sie soit ricli- lenf richtet jr niehl die da hinnen sind? golt aber wird die draussen s nd richten. 1 Cor. 5. 1 2. 1 3 ; wandelt weislich gegen die draus- sen sind. Coloss, 4, 5. irilUg (drewung), drawung, f. iMim^. ohd. drawttnga(firpa^5,2't 7): psalmen.da pru- missioues etiuinae, verhoissiingen den fromen vnd drewung vher die (^oidosen , innen sind, vorr. auff den psalter. limdstnl 7,328 ; luau hette in derbiblia trost» lehre, verheisning vnd drewung.lircftr. 1'; grausame drawung. 1 1 3*. Drinwort fdrenworl) . n. dmhuorl: wie sclirccklich aber diese dreuwurl sind, so viel mcchtiger trost ist an der verheissung. deuueh eateekimut. (1529). Cj^; lum an- dern ists .-uieli ein st luecklich dreWWOrt. der b2. psalm. i l530 <. Dreck j m. l) min, excremenlum , mhd. droc (Ben, 1, 388), ahd. dreeh {Gra/f 5, 253 1: gebe daher vnd Itetc an für seinem hindern elten rniii ludi da der dreck liet.ms gebet. verUgung des aicoran. (1542). Lj"; w sind balil geschieden, wie Unreifer dreck vnd ein weil arsloeh. de Wette h, 598 f wenn man ein schün Imcli auffilmi, liaMc so flenhel die Diethe drnull' vnd leulTl uiil dem arsz beruuib, als soll sie sagen 'hie sitze ich vnd iUhier so! ich meinen baisam oder mei- nen dreck her scbmieren** tisehr. 43S''; aber ahn mu< fier le'ifft'l vmer dar ^eiti^^ \vetsheil niil drecke versiegeln vnd stanck Ijuider sich lassen, vom abendmal Christi. (152S). Ciiij*. miteigeiiUieh: denn es ligl mjr die bibol tio- uerdeutschen aufT dem halsz neben andern geschelTlcn, das ich itzt nicht lenger yno Ueyntzen dreck meren kan. antwotl deutsch. ( 1 522) . Fü]** ; die selbigen bencbler sind also geschickt, das sie sich frewcn vnd ein lusi dran haben, das sie von fines andern ehe- hruch odder lasier reden vnd ynn yhres necbslCD dreck meeren uuigcn. ausleg. der evon§. mm oflem. (1527). eiUj^ 2) wie koth ichmuls, unreinigkeit über- haupt, 'iceirhp prdf , der rorn regt-n flüssig gewordene staub auj wegen vnd straszen: iKe *ew wölbtet sirtk nach der schwemme Widder ym dreck, var. xu 2 Pet. 2, 22; wer nicht k;ilck Iiai. der mauret mit drcrk. das diese tcort Christi noch fest Stetten. (1527). hiiij''; do ich geu OrUmunde Hilter seyno Christen kam ans ftlrstlichem befdb» fand ich wol , was er für samen da geseet halle, das ich fro ward, das ich nicht mit sleyiiea vnd dreck ausgewoiflen ward, eyn Meff an die Christen s» Siraspurg. ( 1 525). Ä5*. 3) bildlich hedeuirt es rhr'!s unbedeuten- des, schlechtes: so liürc ich wol. das du myr abermal deynen dunckel an siai gotthcher sefarifft gibst vnd dreck fiir goldt besalesi. das ander teyl widder d. hyml. propheten, (1525). Ciiij*; vnd sclitieszen, das der ehe- stand goUt vnd der gcysllich stand dreck isL doi 7. eapM #. PamU; tu den Corinäm, (1523) . Dij*; was frage ich damadi, dass die wuclierer . . . mich verachlen vnd filr einen dreck halten? iischr. 171'; vnd aclil es für dreck, auU' das ich Christum gewinne. 4) gar nk^ts : vnd stellen sich als geben sie cyncn dreck anlV vhren nahirliclK^n crh- herrn vnd lands furslen. tciUder d. hyml, propheten. (1525). Gj*; wie den papislen uiyitized by Googl DRECKFRESSEB 453 DREHEN bisher an mir so mancher riniia isl zu dreck worilon. Jen. 3, 362^ 5) noch einig f hifdiiche redensarten: man lial mich in dreck gelrellea vnd gleich gcielil dem siaub vnd »eben. Hiob 30, 19; diese Propheten meyneten mit dem tuto bey dem hrod die ganlze wellt vmbzukeren , sahen aber nicht. (ta«i das lulo lif-v dem kilch würde sie augtiiiltUcklich ynn Urcck trellen, das sie nicht mehr kicken ihOrslen. d^ ander teyl «Oidder d. hyml. propheten. (1525). Eij*; aufTdas hie mit d. Carl^t.i ls Ifl^-en ytn dreck ]\^p. ebend. Gij''; vnd ligt abo «las schlesi* sehe lulu ja so lieft ym drerk als das Carl- «tadissche lulo. v. afteiidnial€Skn*«tf.(l 526). ziiii**; eyn solche stad ierlich weyl vber inKi ftt pilldpn ynn den dreck wirlH (unnü(z ausgibt }. der 127. psalm. (1524). Aij*"; wo golt wifckt stellet er sich so nerriseh da- zu, d;is nach der vernunITt gar ynn dreck fel- lel. i bt-r das i-rsli' buch .Vojse. (1527). oj*; slirkrri selijs yiii tlrcck {in der sündc) Iiis ;iti die ulii'Mi. ebend. Hnj . die redensarl den brief mit dreck versiegeln «. wnUr brief 8. BreckfrfHser, m. solche leiite (die ihre tust daran haben, die Sünden anderer zu ertäiUen) sind rechte sew vnd dreckfresser, denn di's nehislm iflnd ist nicht ander» denn katt {koih) vnd dreck, au^eg. der MJken jre- poit. (! "2Si Nij". Drrckfübrer, m. der lenn'ol sähe wol, das dis buch (di6 kirchenposlilie) durch drang allenthalben» drumb ergriff er dasselbige. lud vnd schniirt seinen dreck draufT, vnd n h \o- schnlrÜ^'er niin ntns also de.« liMifTels drcck- furcr sein, ich wolle odder wOlle nicht, das diese worl ChrUtinoeh fnt itehen. (1527). snij*. Dreckhanfe, m. ein gifl\igcr rnlii dor die iniiUi r Christi nicht Marin , sondern Ilaria, stercjuiliuium , einen dreckiiaullen nennet, von den Jüden vndjren lü§en. (1543). dj^ Vrfckifkt, mit kolli beschmuist.imreiH: die dre!V'. Brcckwallj m. erdwall: die maur alhie vnd der dreckwahl wird vns m Witenberg nicht schalten. EM, % 259". Drfckwnrm, *n. vnd ^' •«chicht myr gleich wie den hienen, welilii' orljoylleu vnd ma- chen das honnig, darnach koinen die faulen hummel, die drediwllrme, vnd fressen das honnig. ausleg. der ep. vnd euang. von der hnjl. dr&y könige fest etc. { 1 525). 'j' Brckcn^ lomare, torquere, mhd. didejen, nuvmmengeM. dr»n (llen. 1, 387), oM. drftjan, drihan. {Gruff 5. 238). 1 1 transitiv, a) oy das isl eine k.irlhaun von papir gedrehet, das schöne con/Uemni, (1530). Cij\ b) bUdUeh, 'einer eoehe eine andere riek- lung, geslali, toendung, deutung. auslegung fji'ben , aber gewaltsam und nichl in gutem sinn 1 Grimm wtb. 2, 1 362j : die gewalligen raten nach jrem mulwillen, schaden tu Ihnn vnd drehens wie sie wollen. Micha 7,3; es isl mancher scharffsinnigrr vnd dodi ein sflialrk, vnd kan die sachcn drehen, wie ers haben wil. Sir. 19, 22; es ist der teuflel, der also geuckelt vnd wttrfel spielet mit der scliriffk vnd sie drehet wie er will: das 14. t?nd 15. cap. s. Johannis. fl53S). Xiiij''; wenn sie [die vernunfl) nicht für vber kan» drehet vnd Gddert {sie) gotles worl mit glo- sen. dos 15. e«p. der ersfen ep. «. Pmittam die Cortnther. (1534). Clj^ 2) sich drehen, bildlich,' allerlei versuche matten , etwas zu erreichen, siel* aus einer DUEUEVYEftk 454 DREIFÄLTIG VirUg^nheii, muUchen läge zu ziehen^: wie kan er {der teufel) sidi da ilrohen, sclilciflen, lenckcn vud weinlrii aiiii alle seylcii vnd an aUeu eodeu sich sperreu vntl ynu den weg legen, das ia niemaBd toll« selig werden. das diese %Dorl Chrisli noch fest slehen. ( 1 527 ). aij"; die vcrslocklen inftgcn ^irh ilrelioii viid wendeo, riogen vnd wingeii mit was renckeo sie wollen odder mflgen, so ist jr lie- belff vnd fluchlreile niclils gegen soklic ofTeni- liehe warlioit. wid. d. sabbather. { 1 53S). (j". 3) reüi'Hsarlen. einem eine nase »IreJu'ii, ütn MnterlisUy leuicheu, beirügen: zungen- drescber gehen in der weit fdr den gelehrten, denn sie kOnnen mil ihrem waschen vnd pltKidern den iingelehrten vnd pöhel das maul auUsperrea vuad ein nase drehen, tisdtr, 396^ einer saehe eine nase drehen : wo das wort nicht wil dienen zu yhren hauche , da drehen sie yhm eine nasen. d.is su li il.izii lenckcn miis. vber das erste bnch Mosf. (1527j. Viuj''; also raus man der scimlii eine nasen drehen , das sie sich nach vnsero gedancken deenen lasse, das 17* Mp. Joh. (1530). OjV 711 bolzen drehen s. bei bolze. Brehewerli (drehewerg), n. drechslerar- beitt ttkititMwHt. «nr. aw 1 kon. ü, 29. 35. ifti, Mohtwort, Iret, mhd. m, f, drt, n, driu ißen. ]. 3SS), ahd. An, .Irin. .Irin {(iraff b, 24U^. im notn. und acc. lauten bei L. alle drei geschleckter unfiecliert drey : vnd zeugel drey söne. t Jfo«. 6, 10; da stunden drey menner gcf;on jm. 18* 2; drey reben sind drey tage. 40, 12; vnd zcugcl sieben süne vnd drey löchter. Hiob 1,2: drey ding sind nicht zu sulligcu. spr. 30, 15 ; da hangen ein capitel odder drey an einander. vher das erste buch Mose. (1527). kkj^ dier gen. itrticr steht bei L., tcie mhd., auch noch nach dem artikel ; da er sähe, das kein antwort war im mnnde der dreier menner, ward er zornig. Hiob 32, 5; weh, weh, weh, denen die aiill" erden wonen , für den andern stimmen der poi^aunen der dreier enge), die noch posaunen sollen, offenb. Joh. 8, 13; eyn iglicher diesser dreyer artickel ist abbrüchig den geysiliohen Stenden, eyn rrtff/l der iheohgcn. (1521). Aiiij''. geht keta artikel voran, so ul die fiectierl« form iioeh ftenfe vmeHSwUdn da wU ich meinem segcn vber euch im sechsten jar gebieten, das er sol dreier jar gelroide niaclien. 3 Mus. 25, 21 : aufr das alle saciie bestehe auli / ^\ ?i< r oder dreier zeugen munde. Matth. Ib. ib. ctfMMil ftbraudu er nueh die, leoArac^ain lieh der «dbioodbeit ded^fion der adjeetiva iKirhfj'-bildete , mil dem dal zusammenfai» leiidt; jurm dreien: ault zwey oder dreien zeugen mund. 5 Jfoa. 1 7, 6. m dai. herrsch jetzt die Wi^^ctierte form vor, L. bedietU «cA fast ausschlieszHch der ßeclierlen: in dreien lapen. 2 ^^os. 10. 2."<; naeh dreien tageu. Jos. 3, 2 , für (tor_/ dreien lagen. I Sam. 9. 20 ; dieser geisl (JfiitiMr) hat sieh nu bey dreien jaren trefllich gerhflnici. ein brieffau dt" zu Franckfort am Meyn. { 1 533). Enj* {dagegen bey drey jaren. 2 üacc. 7, 28) ; das heysi fireylieh einen mit der dürren hin- sen vnd mit dreyen erbessen iagen. der pro* phel Ilabacuc, (1526). Ij''; droy sculen aufl dreien füssen. 2 i/o*. 27, 11; mit dreien farreo. l Sam. l. 24 {aber eine krewel mit drey tacken. 2, 13). lircilinchslabfsch , aus drei buchstaben beslfht^tfd : wie diejüden tlinn mil den dreien veiiiieu Mu.si vnd zwcy vnd 2>iebciilzig würter draus uiacheu, «in jgliche mil 3. buchstaben. diese drey buchslabisehe wOrter ii. a. «e. «oas Schern hamphoras. (1513). Diij*. Dreleckft, irianguhis. driuvchig: sie (die Stadt} sey viereckel, rund, dreicckci oder wie sie kan. rmdgl. tu 4 Mo$, 35, 5. Brelerlei, aus drei arten bestehend, mM. diierlei. drier leige (Don. 1, 961); die deut- sche, lateinische vnd kriechische sprachen alle drey reden von allerley dingen auO'dreyer' ley vnlerschied. düs ander fey( widd$r d. hyml. Propheten. (1525). Diij''; die Versu- chung aber oder (wie es vn^ere Sachsen von alters her nennen t l>ekurunge i^l dreierlei d»uUeh aOeehUmut, (1529). Siij\ msA substantivisch: dreierley bringe ich zu dir. erwelc dir der eins. 2 Sam. 24, 12; ein Und wird durch dreierley vnrUgig. spr. 30, 21* vgl. allerlei. •relllMh» tnphsf: das schwert wird iwi- fach, ja dri irach komea. EtHh, 21, 14. irr ifäcbti^, dasselbe: des bapsts dreifieeh- lige kröne, tischr. 237* ; 303^ ilcMilttg» dMfdbe, mM. diivaltie (Ben. d by GüOgl DREIFALTIGKEIT 455 DREIZEHN 233): cia dreifehigA <;clinar retncl nicht h*'\ch\ pnl/wcv. prrd. 4, 12; was ist nu lucDschliche >Yolilial jni gründe, denn ein ili d- feltige vbellhau d.«c^ii«e(ni/il«aijiii.( 1 530). 'ral odder teullel geblewct vnrl pe(lrn«!r|)rn ImIic. amflcg. dir rp. vnd euang. von der heyt. dreykönige fest etc. (1525}. eij''. 3) rtdemarUn. ritten aoFs maul dreschen, zum schxceigen bringen: das» oh sie etliche {artikel) filr kei7«'ri^< h anzeigten, nicht aufls maul gedroschen vini anders erfunden würde. Ja», 1, 362". leeres sirob dreschen, «umiUse, vergebHeh» wbHt thun: so geschieht dem (eulTel eine ^To^vo schalckhoit, rins rrlrer^iro zu dresschen ündei. das schone confiteminü (1530). Jiij''. schon golh. {Miskan, oM. dreskan {6nf 5, 264). mfid. droschon (Ben. 1, 396). ©rfscber, m. (rilurator: es hsi «o)rh« nil eyndrescheroder liirl gesagt, von der begeht. ( 1 52 1 ). a iiij'* ; also gilt ein streich eines dre- scbers in der srheuren als viel for gott, als ein psalter von einem Carlhenaer gesungen. Eisl. I, 29^ mAd. di&dier (Ben. 1, 396> iicschcrifcian , f. rsuAa knti, f» /"ölen- der «/eUe bildlich: die sicher vnd on Atrcbt leben, djp las nur probe dre!5rhprsppi( hezeit sol reichen bis snr weincmdte». 3 Mos. 26, r>. ttresf hwagen , m. ein kleiner wagen m»i gexackUn. niedrigen laafsenrodeni, darren dem sngti^ üiber doi getrtidt im lereit her- umgezogen ward, damit die horner au.« den hülsen fielen, bildlich: ich habe ilicli zutu scharOen newen dreschwagen gemacht, der sacken hat, das du solt berge sndreschen vnd ziimalmen vnd die hflgel wie sprew machen. Jes. 10. 15. ttriu, drinne. drinnen, s. darin. Dringen, praef. drang, pl. druogen. conj, dränge» pmi. prael. gedrungen {mtfangi an- weilen drungen, r. b. der saianas halt tzu seber auir die eyle drungen. ron beider ge^ slalt. 1522. Cij**); nüid. dringen {Ben. \, 393), ahd. dringsn {Graffb, 26t). 1 ) iniriMiltfo. mU Ireidcmiar gewU tieh wohin bewegen a) eigentlich: wenn jr uierrkel, das sie verzagt sein werden vnd die flucht geben, so dringet getrost anlT sie. Jud. 14, 5; lielTmit grosser kunbeil hinzu, drang durch die feinde vnd tüdtel jrfT viel anlFbeiilen «;ei!en. l Macc, 6, 45 ; da Judas sähe, das seiu beer nicht bey einander bleib, vnd doch die feinde anlf jn d by Goqgl DRINGEN 457 DROBEN drungen, ward jti) Imm^'. 9, 7; das volek drang hinzu. Luc. Ii, 29. b; uneiijt nUidt, u) alli'inslehend : Lissel VHS seilen, was dieser lexl sclileusscl od pp- bitge. rieht. vnd er spraeb zu seinen jungem, das sie jm ein schilllin hielien vmb des volcks willen , das sie jn nich drangen. Jforc. 3. 9. b) uneiyentlich , zu ettcas antreiben, no- thigen, zwingen : denn die liebe Chn:ili drin- get vns also. 2 Cor. 5, 1 4 ; die not wird sie dringen, das sie die .slad vbergeben müssen. Jud. 7, 10; dif prntlloscn die das volek dran- gen vom ge.sclx abzufallen. 1 Macc. 3, 5; goll selb«, der vber alle gcwalt ist, hat noch Die keinen menschen n)it gewalt zum glauben wollen dringen, ein brieff an den cardinal ertsbischoff zu .Mmitz. ( Aiij*; sondern sie Wüllen miü von der warlicil zu jrcn lügen vnd greweln dringen , oddcr wollen vns tod haben, ron der winckeimetse, ( 1 533). Aij^ : wir k<>nn«>n mit giitlein t-'owivson au« vnserin beruir nicht Ircllen, biü so lange wir mit ge- wall dauon gedrungen werden, verwkanunff zum f/i'hel u-idcrd. r.(l&.ll) Cj''; XUrbniVt- bebe kau im inanrl gedrungen vnd getwungen werden, tischr. 310'". 3) sieb dringen, wie sieb drängen, a) ei- gentlieh: es begab sich aber, da sieh das volek zu jm drang zu hdren das worl gottes. Luc. 5, I. — b \ unrifjrnlUch : drln^rf ilirh nicht in cmpter für goll vnd ringe nicht nach gewalt beim kOnige. Sir. 7, 5; weiten sich also jnn vnser kircben dringen vnd pOanlzen durch vn.sern eigen mund. warnunge an halben gülden, vber das ente frncA Jfoie. (1527 i. Frij'". Drob, d;i[- anir das .sie Cliri-^to einen ort droben ym bvmel machen, vom abendmal Christi. (1528). sj**; es ist kein gott weder droben im bimel noch blinden atill erden dir gicicli. I ht'in. S, 23; foddfr dir rin /oicIm'ii vom iierrn deinem goll, es soy Ininden in der belle 68 I)K0LL£M 458 ÜRUUKEN oder droben io der hohe. Je$. 7, 1 1 . blosse* drobai btn^eknei den himmel: also iiiiih denn vnscr Herr guU il drubtüi niiis>ig MUen. der H)l,psulm. (153-1). Ug'; viiil denckest nkht ein mal limaufi* gen linnel was du droben su %vanen hast, ein chmtiieh schöner irosl. (1535;. Itj^; svid jr nii n>i( Chrislu auflerslamlen . so snritet was iliolien Iii, da Christus ist, sitzend zu der reciiitu gottes. (raclilel nacb dem das droben ist, nicht nacli dem das auH' erden ist. Coloss. 'A, 1. 2. 2i mit drohen wird auf das vorhergehende in scJtriHen und biichem vertciesen : disze vnecbuld bl droben yni 1 S. versz auüzgelogi. dtr 36. paof«. (1521). Cüij'*; droben bal er eine erfaruiig gesagt von iWt» gorecliten. das er noch nie keinen linb sehen verla^'^f'n vier troslliche psalmen. (I52üj. Cj ; wie droben angezeigt, vermanung an die geisl-' Uehen. (1530 ;. GiiJ''; wir haben drohen he- weisrt , «las beiilc , .lüilni vnd Gnerheri .illc vnler der sdnde sind. Hüm. [i, 9 ; wie ich droben aufls kUrlze^it gesihrieben habe. Drallen , trollen» 'ml kurzen plumpen schrillen i'inhertrafh'n' {Adelung ): darnacli kuuien sie daher getroiiel uiil exeiupehi vii>i mit der tbat. eine dencftl. II52S). I)ii:j da kommet er itfer leufeh mit einem andern pfeile gedroll. lischr. 1 2S''. reßcxiv , sich davon machen, sich fortpacken: igeseU) drol dkl lücii vnd rcum mir aus meinem iicrlzen, ich wii dich darin nicht w issen. wte da* gt- selz vnd euang. su vnterstheiden. f 1 532). biij" ; (In .»rhawer oder seher droU dich ins laiiU Juda. Jen. 3. 25 1^ iMlIgölM itrollgOtzc), tn. bexei^mtng des hapstes: das sey euch papislen zu dienst ge- sagt auITs erst capilel, da habt yhr cwrn ind- gotzen, des tenlFets larueu. buUa cem do- mini. 1 1522^ Ciiij*. •mIIiuuui (Irollmann), m. das ist aber das vngluck, das wir solchs vmbkeren vnd lassen jhii fgott) trnllmans ga^l sein vnd sein worl enhindere setzen, t un der tunde wid- dtr d. keit. g«ut ele. fl534). Ej**. 1 fMimtot f. ». irommete. Prommelrn, tnnnmelen. Driirk. m. bei L. 1 ) t xsrripfin per (f/pos : deiu uji-ii habe icii mir lassen wolgefalleu dis bUchlin magister Caspers Aquila durch den •Itiick itii da» Hecht zu bringen, «orr. i,.*t auf den sermon C. Adlers von atmnsen. f l533j. Aiij''; seiner üuoden sind viel am tage durch den dmek ausgebreit, an dtn kurßrslen XU Sachsen. (1545). Ciij'; nichts mehr schreyben üdder in druck bringen las- sen, nriginalbr. im ges. areiüv tu Weimar. O pag. 7 1. FF. 2. 2 ) da$ gedruckte bwk : es ist ein druck aos> gegangen als von einem gespensle, dem plariier zu Stasfoit ers( hifiiofi. rorr. L 's auf eine warhafftige htisluriu geschehen zu Slasfort. (15301. Aij . irickftfe. drucken, wtkd. drfldten (Ben. I, 4(iOi. ahd. driin han iGraff b. 253). bei L. hnmmi'ii lu idr formen ahn»- unterschied der bedeulaugcu neben einander vor. 1 > im eigentlidien sinn , premere , pret- sen; wenn man das auge drdekt, so j;ehen Ihrenni lietntis. .Sir. 22, 23: mci'ster, das volck drenget vnd drücket dich. Luc.S. 45; wenn man die beer nicht drucket , so behelt eyn ygUclis seyn geslall für sich, eyn «erMo» von der begeht. (1521). Dj''. ?i (///(' Schrift, figuren u. dgl. mittelsl • lurr presse auftragen, für weiche bedeu* tung die jetzige Schriftsprache auss^tUssw* lieh die umlautlose form drucken ^efrraiicM: il.inii! irli vnti meyn anlionger hynfurler ynn heslym|iler zeyt nichts newes sclireyhen noch drucken lassen, ori^xalbr. t. j. 1523 im an^v su Weimar, 0 pag. 74. FF. 2; ge- fallen vns aher die stiilschreiher nicht, so l,is>t vn< Minier, schnilzer vnd (!rflc'kf>rnenifn, (he vns scIiOue concilia malen, schnitzen vnd drflcken. von den eoneiUjs vnd Mrdhen. ( 1 ,").<<);. Eiiij''; das wird gut in ein buch zu «inli ki n. uiih-r llatis WoTSL (1541). Pj*. vgl. auch auldrUekcn. 3) vom auf-, andrücken des Siegels: o das ich kflnde ein schlos an meinen mund legen vnd ein Test Siegel .'mir nn in ni;iul drücken. Sir. 2 2, 33; was der teuUei ihnt. th druckt er atlwegtt (las siegel mit dem hmdcrn draull. tisehr. 287"; Christus ist durch das beschlos- sen grab on alle verleiziiiig der siegel, so an •las ^i.iti pednlckel, herdurch komen. kamt' [tust, sommerleil 2'. 4} uneigentlich, bedrängen, quäitn, pla- Digitized by Google DRUCKER 459 DC gen: o1iüre ich wnl xnscr j:l.niIio stünde ntiffdiT dinten vnti leddi rti. i.t .nilF dem fjutcii u iili n der schreyhcr vnd di licker, ey da sKlride er Teyn. dae ander teyl mdder die hymt. propheten. (1525). Cüij'; maier, schnilzer vnd drdcker. von den nrnriUji tut! hirrhcn. f l.'nDi. Eiiij^. Urackerei^ /. die tcerkslälie des druckers : o wie manch feine etnlelle hab ich yiin der «chriOl gehabt, die ich hab mflasen lassen Taren, w eMic so sif^ ein scliwermer helle ge- liabt . weren yhm freüirh alle driickerey tu wenig gewesen, das ditse trorl Christi noch | fetttt^ten. (1527). eij* ; drttckem, settem, | i correctorn vnd was mil solchem bncflc yn der dnlckerey vuibgehet. von heimliche» vnd gestolen hrieffen. (1529). Cij\ Arackerherr, m. eigenihümer einer buch- Ancfteret : uieyne lidien druckerherrn. «tw- leg. der ep. vnd enang. eon der Aey/. «frcy- könige fest etc. (1525). Aij*. Brückslein, m. die aposlel sollen ein last- slfin odiler tirlickstem sein allen vidi-kern, der pruphvl Sacharja. (152bt. iij'. irabci f. «. truhe. irahci 'drüben), gedeihen, sunehmen, in dem sprichicorl: vnrechl gul drdhel noch erbet uiclil. wider den iruiher zu prrtfifjen. (154(»). Iliiij'. in der ausley. der ep. vnd euang. von oslern elc. '. 1514). Aa ij'' heiest das spridwwt: vnrecht g6( wudelt nichk irnmm, f. trommel, s. irumm. Drummel, f. s. trommel. Drunwer^ s. IrUiuuier. IritttoB (dninden) , adv. infra . gekünt aus darunten, mhd. dar unden (W<>/i. 3, ISO), darunde, dci iiiidcn (Grimm n tb. 2. vnd das beer der .Viidianiter lag drunden für jm im gründe, richl. 7, S ; die helle druuden erzittert für dir. Jes. 14, 9. Brns, driis, drüse, f,faehwür, %äcus, mM. druos, diiiii>o (Ben. 1, 401), ahd. druos, dnio«! ilirnf]' ö, 2y3): vnd frissest dich ein dni<*cliii^e drus oder pesldenlz dahin, eine heerpredigt tvidder den Türeken. (1529). Dj*; ja sie sind gclieder der kirchen, gleich wiespeirbol, rolz, eiter. srliwois... blättern, drtise, franlzusen vmi alle .scuche des leihes gelicdersind. «Im acft9necon/il«iitM.( 1530). Lij** ; wenn in jemands fleisch an der haut eine drils wird vnd widor hfilet, darn;ich an dotusellicn ort etwas weis aufferet oder röt- lich eiicrvveis wird, sol er vom priesler be- sehen werden, wenn denn der priester stbel, das das ansehen tieffcr ist, denn die ander haut vnd Jas bar in weis verwandelt , so sol er jn vnreiu vrleilen , denn es ist gewis ein aussatxmal aus der drtts worden. 3 Afo#. 13, 18 — 20 ; vnd .Tesaja sprach * bringet her ein Stück fcifien', vnd da sie die brachten, legten sie ruil! die drUsc vnd er ward gesund. I 2 kou. 2u, 7. I In j das persSnUehe pronomen der tteei" 58« Digitized by Google DUCKEN 460 ÜUMMKCilN ten person, mkd. ähd, dA {mhä. aiidk »och du), goih. \ni. 1) folgl du dem verbum, so gebrauchi es L. tM$ enkUHseh: wo bistuT 1 Hot. 3, 9; wai unil)iiaslucl4:»gcllian? 3, 13; im Schweis deines angesichlssollu dein brol essen. 3, tO; waruiub crgriinmeslu ? 1,6; s^pesi». 12, 18 ; willu. 13, U;kaDSlu. 15,5; nieiüälu. Ib, 13. 2) ier gtn* deiner begegnel «innutl iti der hibel (5 Mos. 13, 17), regel hl das orga- nische dein [mhd. din): die jiinp:ri.i\v, die tochler Zioö, verachlel dich viul s|miiel d^iii. 2 kön, 19, 21 : denn im tode gedenclit man dein nicht, ps. 6, 6; keiner wird id schän- den, der dein harrel. 25, 3; verpc«st' i< Ii dein, Jerusalt'iii , so werde Kiein(>r reclikii vergessen. 137, 5; iierr, schone dviu selbs. Jfollfr. 16, 22. iickci( Kicken ), sich, sich niederbücken; unei<}enUich für sirh fViijen, demüthigen, «n- lerwerfen: du .<:olll dtdi ducken für deynem OMiivnder soUdeyn herr seyn (var.xu 1 Mos, 3, 16). epislel s. Pelri gepredigt. (1523). Qiij"; dazu befdhl er yhr utem weib) das sie sich fiii- ilrm manne sol (ücken, dns ist niclil ylirus freyen willens leben, vber dag eislt Heh Moee. (1527). Mf. tOcken und bttcken. wiiider d. hyml. pn^eten. (1525). Eiij\ tOcken und di ückon. s. di ficken, mhd. ducken, luckeu, uickcn {Ben. 3, 1 26), von dem ahd. dAhoo, mAd. dinben. «yl. Wei- gand tctb. d. deultdi. synoH. 1, 298. Dnlden^ lolerare, pali, mhd. dullen (Ben. 1, 379), ahd. dullan {Graff 5, \ 1) mil gleichmulh, gelassenheil wiäer- wärtiget ertragen, teiden, trans^ imd ttt> träne»; wie lange sul ich ( (ü h dubicn? Jk/a((A. 17, 17; lipy vjcrzicr j iren lang duldel er jre weise jnn der wüsten, aposi. gesch. 13, 18 ; man verfolget vns , so dulden wirs. 1 Cor. 4, 12; dulden wir, so werden wir mil herr- schon. 2 Tim. 2, 12. 2^ zulassen, geschehen lassen: \\a'< jii Koin oder anderswo gcscliicht odder bebste dulden, syn sermon ton d. abUu* vnd gnade. (1520). Cj*; leyder wol grosser basier sluck vnd luck au^zcn vnd ynnen Rom geduldet werden, ebend. Cj". lamm, mi( loet'cftem niederd, mUauie, bei X. die bis ins 18. jh. übtiehe, KoehdeuUch richtigere Schreibung liimin (ihnm, ihoro), denn mhd. tump tiien. 3. 129), ahd» tump {Graff b, 425), goth. dunihs. t > manget am verstand habend, imge^ lehrt, unwissend: wilcher mensch isl SfO llioui, das t i iiit sehe wie disze worl tzu allen yim gcmeyii geredl werden, ein «•«!- derspruch. (1520). Aiii]*" ; eyu ihummcr cseb- koiiff. onfworl deulstk. (1522). Eij*. tom tHeh gebraucht heiszt es unvernünftig: die jenigen. welche goll vci nrhlcn vnd allein vmli uQzuclil willtfo wetber nenieu wie das tumuic ivieb. Tob. 6, IS. 2) veHtekrtt wnangemessen, falsch: tmh jres (humnien sinncs odder tcuflels lestem w ilten mflsscn wir vnser warheil nicht schwei- fen, äte Id. anlworl. (1533). Eiij''; es mus nichl sein ein solcher tummer sinn, Ihurti vnd trotz, als da ist der tullen kriegsleute. das I I. vnd 15. capHei Johannis. (153$|. Ddiiij''. 3) verdorbent unkräftig : wo nu das salU thum wird, wo mit sol man sallzen? Matth. 5, 13; saUz (las thum ist. randgt. zu Jes. 12, 10. f.Hther selbst erklart ü(i< teort: ihutii sithz iieisl das die zecne vnd scherlle verloren hat vnd nicbl mehr wflrtset noch Ix issd. das 5., 6. vn4 7. cap. s. Matthd. (1532). Miij*. Jonas gehrauchl in seiner Übersetzung der apologia in diesem sinn das taube salz: Christus sagt aber, das das fawbe sallz (sal insipidus) nichts ntttze sey, denn das maus hinweg wcrfle vnd mit fttssen tretle. opol. t ! 53 1 ). Op üj"*. Üumncin (tummeln), 1) für laumeiii: dummelln alls eyn trunckenbold. das ander teyl Widder d. hymi prophelen. { 1 525). Mlj*. 2j ' unruhig sirh hin und her bewegen': warumb dumlcn die leull also? ausleg. der ep. vnd euang, vom ehristag elc. (1522). Mmiiij'', var. xu p«. 2, I, wo die kibel halt: warumb loben die beiden; gilttliche wnrlioyl wil h.Titcn stille lirrlzcn, die da zu liTiri fi ylin lassen sagen, die aber |)olit'rn Mid tum- ien ... die fahen nrmer mefar« ansieg, der ep. vnd euang. vom adventete. { 1 528 ). Og itj*. Dummknhn (iIiiimlNfiin, adj. und ndv.'vn^ verständig und dabri anmaszenä, frech, cer- wegen {Grimm wtb. 2, 1521): Munlierwar ein Ihumküner geist, aber dieser (Ziomyli) ._^ kj o^ -o i.y Google DUAlMKtUNllEIT 4ül nUNKeL ist W so {eben *0) Uniitikane* spcyct oraus, wri* ylim yiis maul fellel. vom abi'uürnaf Christi. (152S). c iiij' ; das isl cm re«iilej golirurcliliger glaube, der nicht lliumküne noch fritch ist. Jen. 3« 430'*; aber wenns aI>o ziigi liet» das ein teil all zu vcrzagl ist vnd fleui lit von spiiifin nrlirslrti in der nnl, das ander teil att zu ttiunikiine vmi nicht liilffl wehren , sondern mehren ^ rfa hat der Icufol gut machen, tbend.; kein harter vnd IhuuihkUner pn-iligl isl dufl" der well nie- mals kommen, denn s. I'nulus piedigi, darin- nen er Mosen uiil seinem gcsclz auflhehel. itlrr cucii .ill(>s %vagen vnd fürnemen thnr. Jen. 4. 355^ iaKer WumHAhnMi, f. verweget^eU: aus lau- ter lliumkdnhcil vnd vcrscumunge hat sie (die pesdienz ) ollirhc, vnd der wenip vpr;.'illi. Jen. 3, 431'; mil grossem dursl vnd limni- ktlnhcit thun. Usdw. 8S^ Dümpfel. dumprel, m. gui fp's : der du die tC'ulT villi <1nmpn(>l des mers iiesclilnsscn vm! deinen h)liliciien naiucn vorlzeichnel hast, ein kuHi vnderweusung ieie man heidHan sol. (1519). Bij^ vor. lu dem gehet Manaese'e V. 3. mhd. lilmf^fcl (Wen. 3, 130), ahd. luo»- philo (Graff 5, 128;, zu dummdn. luta» *. dtthncn. BngCMist, m. misl zum düngen: die weit vnd was nn dir hanget sol mein tungemisl sein zu meinem hohen Weingarten, das 14. vnd 15. cap. Johannis. (1538). Zziij^ MBgM , L. langen» tflogen, mhd. ttrogen (Ben. 3, 130). 1) stercorare: wenn or (der tceinif/ 15. cap. Johannis. (1538). aaaiij*. Bunk, m. pl. dilnkc, persuasio, mhd. dune {Ben. 1, 359): was mehr da bleibt, das isl eitel schäum vnd vngewisse persnasionns od- rhn duncke. doa 16. eap. *. Johannis. (1538). Kiij'. ■nkel» des HcKles ermangetnd, finster» obscurus, mhd. tunke! {Ben. 3, 131, ahd. tiiiikn! {Cniff:,, 434)^ awh L. gektonehi nur den liarlen anlaul. 1 ) tiyenllich: in der demmening amahend des tagcs, da es narbl w,ird vnd tiincke) war. spr. 7, 9; du lOll es auir deine M^hnlter nc« Ilten fnr jren augcn , vnd wenn es tunckel worden isl er aus tragen. Esech. 12. 6; ein finster lag, ein tunckel lag» ein wolckiger lag. ein nehlicher tag. JoH 2, 2; denn des herm l.ig wird ja (insler vnd nicht lierhl sein, inn- I kel vnd riirhl UcWc Amos .">. 20. nm den äugen, dem ge&ichl , gebrauchi heiszt es srAwadi, blöd, hatbblind: vnd es hpgah sich» da Isaac all \v;ir >\oiileii, das seine aiigen Itinrkel worden zu >e|ien. 1 .Mos. 27, 1 ; denn die augcn Israel waren tunckel worden für aller» vpd kund nicht wol sehen. 48, 10. 2) nneigentlieh: nndeutUeht nnltfar, vn* n rü(('indlich, rerhülU: verstand vnd kliiglieit ircwine zu dcnicn, lnnrlurl) vherweldigcn vnd «licke woicken nitiä- seu vLer jm hleihen. Uiob 3. 5; ehe denn ich hin gehe vnd kome nicht wider, nemlich ins land der finslernis vnd des tunckels (in den scheoi). 10. 21 ; er (iUenot dif fiii-'tprn gründe vnd hringt er aus das lunckel an das hcchl. 12» 22. uiyiiizcü üy LiOOQle DÜNKEL 462 D0NKEL6EIST 2) uneigenllicli : miiI du spricbsl'wnN «t-is goil? soll er «las im uinckel (im verborgenen) ist riclUcD künnoii?' 22, 13. ifialcl» «Ittnkel. m. meimung, aiutdkl, opt- flio, tententia, von «lUnken : ilariiinb lial kü- nig fleiiilz hie dio sacli nil wo! angcsflien. das er cyne geslalt vnd menschenlere hat wolll ans der veler schrilll nii'Iil li.ilic. ebend. fij'*; wir mfl^son brechen nicht deuten noch brauelien narii vnserm duuckcl, sondern nach der schrifn brauch, «om obendaMl ChritÜ. ( I&28). Bij'' : in diesen zweien sidrken ist hey niemand kein zwtMMfl. nli Will Mi/i'Ii< he dflnektl siiifl, wenn vnd wo solche sichenzig wochcn eigenthih anfangen vnd volendet sind, von den jiiden mid Jren tSige%. (1543). Viiij'; aber mein volek gehorchet nicht meiner slimnie. vnd Israel wil mein riirlii, so hah ich si<* ^.'«'iTssen in Jrcs herlzen diin« kcl, das sie wandeln nach jrem rat. jw. 81. 12. 13; aber ruchloser dtinckel ist ferne von gnll. ueish. Sat. 1. 3. jipn'r/iiror/ , der dilnekel nineht den tantz gut. vier predigten. (I51G>. t^ij\ von leu- ten gebraucht , loeldke ftliif sein vpotten vnd es nicht sind. Ilunkel«*; das neutrum des ndj. nfs subst. yrhraiK hl : vnd wir^l tappen im iiiin.i?:, wie ein blinder läppet im Uiiukclii. ö i/u^. 2^, 29. uneigenilieh : das predig.unpi vnd goilei« wort sol daher leuchten wie die sonne vnd III. Iii jii) Innckeln schleichen vnd meueliling. das ('». rndl. cap. «. Malthei. { 1 532 1. ttuukelei (tunckelci), f. Verdunkelung, feUehmng, ieuteherei: vnd das sie ia fhre tnnekeley (Je». 3, 412' »lOnekeley) wol ver- ^iir-lieii vnd yhre knn«» hmveiscn, schenck ich villi auch zur gäbe diesen sprach Terlulhani. das diese wort CMiti »oefc fest stehen. ttnukelrr < ImikfliT ) , m. eine r. ilunkrl obscurus gebildete bezeirhnung der mcro' menlsschwermer, weil sie die 'heilen, klaren Worte des übendesals' tu verdsuüteln swAten : las das sehen w»* vnser finsleler vnd tuncke- ler hie wollen machen ynn dirseni liechl. da* diese icorl Christi noch fest stehen. (1527). o ij''. Grimm bfingtdiesestetleunterAanida («. d.), tcogegen schon die Schreibung, mdur noch (h'v :usammt'uhang ^pHchl. Bankier« (iiiiikcli-i, ihlnkler. m. der vor an- dern sich klug dünkt: nu ist keyn gewisser izeyrhendas etlwas von gell »ey» denn sio es wt lilt I Ii ! ^liir den dnnckel isu tncpcn iln' iliiiii kricr e« si>y nil pfwis«ers d-i«; snMt goU nil sey, denn sm es wiildcr yhrn dnnckel ist. ausleg. der ep. vnd euang» vom ehrislag etc. (1522). Xiiij*; eben mit den selbigra rnetsler klUgeln vnd dnnckelern (Jeti. f.. 277" dilncklerni redet hie Dauid. der III. pinil grosse, IreO'luhe vnd recht küutglicbc ' Sprüche wider die naseweisen vnd danckfl* feiner. der 10 l.psalm. (1534). Gj" ; et MO»- ifiiri d. doctori Ilieronymo Schalter ul fihi diceret m»''» nomine ne geutHe ilhid r^Htrum sinas le regere, etsianisi forte aiiquando le tentaritf germaniee voealur diinkelfein, Ute scilicet qui den tanz gut niaehl. de Welte br. 4, (Hi l. vgl. dünke! ende. Bülikelgcislj tn, ijeinbildung: hie ist dem geist nicht von ndten, das er vns anxeige. was liey s. Paulus 'aufl* cnlen * heisi . . . son« dt'rn ransehl vherhin, phimhs daher, wie sie vlir diinckelgeist treibt, vom abendeuä tVimii. (l52Si. fiij*. 2) persSntich, ein mit dünkel behafteter, aufgeblasener mensch ; das niemand dencke d by GüOgl DUI«K£LUf;iT . 463 DÜNKEN ei &ey ein ding das man su bald ausgelerul h«be» wenn man« ein mal (Nliler swey hdrei. wie vnscr v ti u crsteodige Uttglinge vud dunckeU f^nsior d.mon (reumen, da* IT.eap. i/oAaM- iHkclhcH (lunkelhi'iij . f. caligo: vnd von siuuil an fiel auffjn lunckelbeii vnd fln- ^tliTiiis vnd ^ifii^' \itil)lit>r vnd suchte hand- letlt'f. apoil. gfsch. 11. 1iünkt\]iiug,eingi'bUUti Uuy. liadtr. 3^J4. MahclMeistfr (dunkeiineisier), m. 'der sich dünken Itiszl er könne alles' t vgl. L. vorr. auff den proph . Jr.saüis . 11 i u d > lil 1 ('> i : so Ulli» uu .so gehet, was .soll.s «iciin luil dvu sichern , salsameo duuckelineisiero Ibun, die weder kempfen noch hanileln 7 der 117. ptalm. {1530 )- Bij"; sich fnrsolii'n für di-ni ^'illligen geschmeis solcher sicherlieil oder duutk«'!- meiäUr. deu(Uch catechümus. (1530). Aiiij\ tadkcla (tnnkeln), «. verdunke/n, ver- decken: wir hahcn nicht 'miini, miini* ge» sJi^M , noch viiler ilcni liillliu ;j''^[iirl('f , son- dern da slcheü viii,cr lieüe, dürre, frcye vvorl on alles dunckeln vnd mausen, an die su FranekßH mn Meyn. (1533). Cj". Biakcbwelse, adv. Ans aber die gros.M; furcht mofhl \vo\ ein frLfi-n r -«..jn , Iiah ich duückels wcisz (nach ntciuein gulüunkenj^Q- hallen. weisz dasselb widder zu Selsen noch zu Liiivt i/cii. gnmdtmdvnach. (1S20)« cj*. ilunkel>ferk; n. was man seinem gul- ditnlwn nach ihul: da ist kein fasten noch 2üch(i^on oddcr ander duuckchverck, die sie selbe erwelelcn. der prophet Saekarja. (1528^. Xiij'. Dunsen, dünken, glauben, meinen, schei- nen ^ lideri, mhd. durikcn {Uen. I, 3ü'I|. ahd„ dunchan {Gra/fb, 172l. goih. dugkjnn. das organische praet. lauiel bei L. noch dauchlc mhd. dühlc , ahd. di^hla), tonj. deuclito imhd. dinhlc), das pari, praet. ge- dauchl tu/iJ. kndüiilj, nur seilen erscheint das unorgatusehe gedünkt, s. b. vnd hat ein jftlicher ^di rl vnd pegleuhl was ju gut ge- dunkl hat. zwo schöne tröstliche predigt su Smaliialden gelhan. (1537). DJ^ 1 ) darumh das sie niclit ehe wdlJen gieu- ben sie seien erhuret» sie wissen oder (luncken denn, sie haben wirdigUch vnd wol gebeU Jen, l, 90*. 2) unpersönlich, bei L. stets mti dtin acc, mich dunckt, er helle gerne oyn grosz bfich gemacht vnd geprach yhin an kunsl vnnd wortlen. antitori d' ui.^ch. '15221. Mj'': mich dniickt, der IcuU'el versuche seyn hoclisie.s. der proph. Jona. ( 1 52G). Aij'' ; mich dunckl» ich habe mich elwan gegen e. f.g. vorwircki. df Wt ilf hr. G, 17; wie dunckl dich neyber naclibnr) Kridfe« vnd lielier gefalter Peter? das ander Uyi uidder d. hyrnl. prophetcn. (1525). Lüj"; — was donrki dich Simon T itatth. 17, 25; was dünckel euch. 18, 12; 21, 28; jr soll der keins thun, das wir heule alhic Ihun, i iu jglicher wa> jn recht thlnckel. 5 Jfof. 12, b; vnd düncla jn jmer, die zeit seines vnglfleks My furhandcn. Uiob 1 5, 23. es dauchte mich so feyn vnd recht seyn. das ander teyl widder die hrjml. propheten. (,1525). llj'; mich daticliie, wir bundea garben aulT dem felde. 1 Jfos. 37 , 7 : <» dauchle jn»ersehe ein gesiebte, apost.gesch. 12, 9; snichs (l'inliif fronj.) midi eine grosse Zurichtung sein vnd würde viti yr- rungen verkomeit. von ehesachen. (1530}. Biiij*^;— vnaoge«ehett das etütch doctores szo dauchl [gedaucht] hatt. eyn sermon 9011 dem ablast rnnd gnndi'. 'ir>lSi. Aij*; s]irechl durnacli . es iiab euch so gedauciit. eyn vrteyl der Ikeologen. f 1 52 1 j. Dij'' ; das yhn {Jona) gedaucht hat, er Türe hynunlern vnn (he helle, der prophet Jona. (1526). Gilij^ 3j reflexiv, 5ich dünken, sich einbilden, «OH «jM meftteii: er lessil sich duneken» er sey nil ein schlechter fritzsch. von dem Ixtpstum zu Rome. (1520). Iliij''; hie liat iler lawe eine maus gefangen vnd lest sich diincken er habe den lindwurm vherwunden. vier tröstliche psalm. (152G). F7''; gleich wie die Walen .«-iih .^fll's iincli (iilnikcn l.is- sen. »;ie sind .dl» lu nieiiscben. von dt'ii judi n vnd Jreu lugen. (1543). Aiiij''; die vveyber llifiren sieh wol eyne besser lassen duneken deim i! i- ;indt'r. ausleg. der ep. vnd euang, von d''r hi-tfl. drti/ lönlfjf fest etc. (1525). Jiij"; cm laulcr dunckl sich weiser, denn sieben die da eilten leren, ipr. 2ü,:i6; weicher sich vnler euch dunckel weise sein, (ItT werde ein narr in dieser weit. 1 Cor. i3, iS; wer sich lesset dünckeu er stehe. üy Google 464 DUflCU luag wol zusehen , das er niciil falle 10. 12. 4) fotgl ein infin., «o ertcheini bei L noch h>'in rorc/f vf'fr/cs zu : wenn wyr niilT VDszcnii lurii eyii mm sehen, dunckl er mh eyii kinü »eyn. austeg. der ep. vnd «mng. mm chrisiag. ( 1 522). Aaj'; das ist ein gute iiTpyiiini^'c , aber an iliex'iii nrl itiirn-kt sie njieli nirlii ohfii sein, der proph. Sacharja. (iI>2Sj. /'iiij' ; (liuukl «Mich das ein geringes sein, i Sam. IS, 23; ein jgliehen dOncken •eine wege rein sein. spr. 1 6, 2 ; alle zUch- tit;l , dfirn U sie vns Dicht h cudc, souderii Ira^vngkeit sciu. Uebr. 12, 11. 5) einige mat taucht bei L. auch das unorganische praes. »lenchl auf: vnd ge- pielen, dn«s si»- durch sich sclhs odder eynen andern odiler andere Uiüze briotre . . . (zum wenlgslen eyn mal ym iar odder mehr mal, szo sie deucht nudt sein , in ybren kirchen herlich vo; kmi buUa cene domini. (1522). Cj''; nu lurel got nil ausz üissen banden wenns vns deucht nodl seyn. deutsch amieg, des 67. ftedmen, (1521). Aiiij'; also sind auch die tnensrluMi in der hand des der sie gemaHtt h:i(, vml gd)l einem jgliclien wie CS jn gut «teucht. Sir. 33, N. MikcB (duQcken). n. meimtn^, opinio: wenn aher meyncn vnil duncken sollt gellten, woll ii Ii ;iNo tiirviim vn I mich dniu kcii las- sen, das dise |>sahnen ip«:. 120 — I3i) seyen mit hoher slyni gesungen , - gleych wie die knaben odder weyber singen gegen die man slym. der \21. psalm. (1524). Aiiij*; icii hah nipvnsz dritickcns den atlell vnd well mehr slralll denn euch geysllichc». auff das vbinhritlUeh buch bodU Emsxert. (1521). Jij''; gcdenckt aller gebol des lieirn mhI ihiil sie, diiv jr niihl rwrs Iirrtzni (liiiickfn iiarli- rii hl« i noch ewren arigeü nadiliuret. 4 Mos. 3U. Sprichwort: es gehet an düncken vnd gespannen luch viel ab. deudseh eate- chismua. (1530). Aiiij'. Dünn, dünnp. lenuis , gracHis , rarus, schmal, mager, fein, seltm, l ereinzelt, gegen- «als von dick, dicht. L. braucht noch die tolle form dünne, mftd. dttnne [Ben* tt403). ahd. dnntii \Grnff b, 147). 1) eigentlich: der den liimel ausdehnet wie ein dünne feil. Jes. 40, 22; darnach sähe er sieben dflnne vnd versengeie eheni auiTgehen, vnd die sieben mager ehern ver- »liilungcii die sieben dicke vnd volle ehern, l Mos. 41| (i. 7; VQÜ der jirieMer das mal besihet vnd findet das das ansehen tieffer isl denn die ander haut, vnd das har daselbs gülden vnd dünne, so s(,| rr jn vrir^in vrlei- len. 3 Mos. 13, 30; cm diiiiinr Jes. 29, 5; ein dünne lult. uetah. 2, 3. 2) uneigen^eh: wenn aher die person gros isl , ein horr %'nd gewaltig odder mein freiiiiil . . . ila sr-liiiitze ich die Wort dilfilie, machs ghmjdlig, kau wul feder lesen vnd mit der wariieil vnler die banck* der 1 1 2. ptafm. ( 1 526). d 6* ; von den rechten artickeln als fidcs vnd inslific.alio redet er zu dünne vnd zu schwach, von d^n concih'js vnd kirch-m. (153Ü). lliiij ; wo der Luther nicht vvere, die scliwermer sollen gar bald dOnne wer-* den vnd /.II loch kriechen, auff des königs zu Eni/i'lltiltd h-^l-rschriffl. (1527 . Üliij": aber es wil dünne werden vnd stehen nicht grasedicke solche prediger. de Welle br. 4» 2tf2; gedenck nicht vnser vorigen misse- ihat, erbarm dich vnser bald, denn wir sind fast dünne worden, ps. 79, 9; zu der zeit wird die herrligkeil Jacob dünne sein , vad sein fetter leib wird mager sein. Jes. 1*7. 4. Dunst f m. vapor. beleg s. unter dampf. Duplierfn, rrrdoppcln: da der bapsl solte wider ins regiuicnt kommen, so würde er seine tyranuey duplircu vnd zwyrechligen. Usehr, Düppel, s. doppel. Dnppf ImessCj f. s. doppelmesse. Duppelu; s. doppeln. Dnrrh , pracp. und ado. per, mhd. durch {Ben. I. 404 . ahd. durah, duruh {Graff h, 221), golh. |»,iiih. .1. prü Position mil dem acc. I. in ttgentücher bedeulung und ncar 1 ) itttl bexiehung auf den räum bezei^nH es sowohl das gewalUame dringen durch einen festen körptr, dt-r dann tjftröhuUch verletst wird, als das freie hindurchgehen^ hindurch dringen, wobei kein Ufiderstand ist : v nd (Pinduu) durchstach sie beide, den israelischen man vnd das weih, ditrrli jrcu bauch. 4 Mos, 25, 8; vnd schlug jiu d«n Digiti2ey Google, DURCH 465 DURCH «agel dureb seinen schlaft. «iVA(. 4, 2l ; du meiischenkiat), gral)o durrti l»il sol auch durch menschen vergossen werden. 1 Mos. 9« 6 ; durch dfiinen sameo sollen alle vOlcker auir crd«n gescgcnel werden. 22, 18; denn er redi i mit jnen durch einen dolmelsrher 42, 23; man sol das land durcliN- In« teilen. 4 Mos. 26, 55 ; durch eins cselskiiiliacken bab ich tausenl man geschlagen, rieht. 1 5, 16; aber der hcrr anlworld jm iiirht weder durch Irewmc, noch durchs liecbt, noch durch (vroplielen. 1 Sam. 28, 6. Diavs. WSttwVneli. 2) in ShnHeher b€MwMf tfeftf es für einige andere präpoeitionen, a) für ,iiir: zrnm virnienn hat ni:if^istrr Sfiaintiriiis (Inrcli aufgeben lauf den ralh] her Fabian von Feyiilx das vorgeschlagen, origi- imU^. «. /. 1 5 1 9 aufder MbU^lhek t« otiks cod* dktrt. 379 /ol. 2; ich halte mir llDr> genomcn durch rruiner leule angehen c. k. ro. diese vier psalmen zu zuschreiben, vier troitUehe ptalmen. (1526). Aij'; denn zuuor hat der lexl gesagt , w ie Moses durch rad seines schwehrs Jeihio d.is wellliib re- f^inu nt eingesetzt, vberda* erste buchMose, (1527;. Aiij''. b) für unter: durch die prerde verstehen wir alle hirscliafllen. der praphet Sacharja. < 152S). Fiij''; man mus aberdtirdi eins wort 'riegel' nicht allein die ebern riegei, so der schmid machen kau, versieben, /an. 5, 463*. c) /8r von : mit freuden vnd Ueden durch Dauid geilirhiol. 1 chron. 2!^. IS. 3) propii'r, u ff)i-n, halben, um — iciilen: düs gott sein« H) sun Christo durch solche o|ifrer wolle gniidig sein. Jen. 5. IIS. wil- len kann auch phona^tisch zugefugt sein: wenn ich einen menschen bilte dun b seins valers willen, ausleg. (irr ep. vnd euang. vom aduent etc. (l52Sj. Liij*. 4) auti vnd wenn jr durch vnwissenheit dieser gebot jrgcnd eins nicht lliut. 4 Mos. !'», 22; oder schlct^l jn durch feind-^chaÄl mii seiner band, das er stirbt. 35, 21. B. adverbium. 1 ) durch und durch >= durchaus , ganz und gar, von an fang bis zu ende: der rock aber war vngenehel von oben an ge- wirckcl durch vnd durch. Joh. 19, 23; vnd wolt gern allein dnrch vnd durch fhim sein. fjruiifl rnd vrsach. (1520). ciiij*; wie oft sciucylil man den namen ChrisHis mit errossen bnchslaben durch vnd durch, das andfr leyl Widder d. hyml. Propheten. (1525). Ciiij' ; aiill' (Iis alMi (Irr platibe von aufiing der sf liiiH'i (liiich vnd durch gepreiset werde, rorr. (ni([ das o. tent. Uindseil 7. 305. 2) Iii den zahlreichen Verbindungen des dnrch mit verbis itelU es gewShnUeh in be^ Ziehung auf raum und zeit, doch bezeichnet em auch iiftrh ein völliges durchdringen, er' füllen, vnd verstärkt den begriff. 59 L.iyui<.LU Oy VjOOQle OiaCHAtllTEU 466 ÜUKCUFELEUN VircUdlter» m. wrfotger: ich hab an- geschawj'l die durcliecliler vnd venlrosz mich, denn fltync rede IkiHIcii sie iiit. von dfr beycht. (^Iö21j. liij", var.sups. 119, 15S. — «M. ifurclitttiter (ITeti. I, 17). Hrdiarbflteii (diircherhcitcn): «Iko wol- len .'iticli tlimi. viid ilm , dor zum crslcii dif liisluricn gosclirieben hat , dafür sorgen lassen . wie ers alles geredl vnd alle slOi-kc mit fleia durch crbeitel (aMea einxelnt genau behandelt) hohe. 2 Macc. 2, 3i. Grimm be(rnihii'i rin itnlrettiüfares durcbariieilen alji lehleihall. BircbtUi atfr. l)gänxHch,gan::vnd gar, in allen slüchen: vnd sind hicrynn f^anlz durch aus lutherisch, eine beriehl, (152S t. Aiij^ 2) von anfang bis zu ende: vnd er mas die lenge des hauses, die faatle durch aus hundert eilen. Ezech. 41, 13; das capilel Iiandk'l dtircli ans don .nt'ik«! vn^crs pl.iu- bens von der auHerslciiun;; der liulica. das 1 5. cap. der ertten ep, t. Pauli an die Co- rinlher. (1531). Aj ; «lor alcoran liell niclil die weise zu reden wie Jimlfrc hcili;.;!^ sr lirilh, denn er ist durch aus aull fdmwcix' luiot poelisch gc.*lcllcl. Verlegung des alcoian. (1542). Dij\ DurchbfiteB (diirchheissen), mil einer scharfni Ihisziijlifit durchdringen : idh' taufe ist) gleich nie ein köstlicher Iranck, su man eiaem kranckcn zurichtet, welcher ob er w von wasser gemacht , doch so gar mit kü-^t- liriicr wilrlz vnd /m kri diirchheisset ist, das d.uin koin \vas<.rr niclir zu «-rJitnockoii i-st. von dtr heil, laujfe. { l tj . vgl. I>eizeii. DirdUtttra, mlf hiUerkeii erßUen,. durchdringen: wer sihel denn nicht das j^ilT- li;;, durclihittort hcrlz mit drachen i;;dltMt. anlworl deulich. (1522). U,üi \ der (leufei) also jnn der well regieret vnd die hertzen vergilliei vnd durchbiltert mit seinem wttligen hass vviddiT Christuin vnd sein wort, das 11 , cap. Johannis. ( ir>30), Jiüj''; «onil'.-rn woll gerne doiu iieru nul eitel yilK \iid galle durchbtltern. das 14. vnd 15. cap. Johan' nie, it 53S). zzz iij^ ; das die trawrigkeit nicht so gar m\i< durrlshiiiert werden, austeg der ep. vnd euang. von oslern elc. (1544). 05\ Pvchb«hrei, perlerehare, mit einen» bohrwerkseug dwreMS^um, durdutedtent mhd. durchhorn ilten. I, 222), ahd. riurub* hori'n tGraff3, 20.' t: vnd «chltis Sis^era durch sein heuht vnd zui|uil2schel vnd durch- borel seinen schlaff, ridtt, 5, 26 ; sihe ver- lesscslu dich aulT diesen suslossen rhorstah, ;iii(T E,i:Y|.irn, welcher, so sich jemand dratiff lehnoi, wird er jin in die hand gehen vnd sie durchhorn. 2 kön. 18, 21. bildlich: der boaze geysl wütend ist aufT frum. mschuMIg leult, auch yhre gutle sachen trachtet mit hingen spioszcn vnnd kiirlzen detren ilnrfh- poren. auff das vbinhrisUich buch bockt Enuter*. fl52l). Aij'. farrhbösft. mit botheit erßUei : vm >rd' h verzweiuelt, dtin lilulset, d!irphj;in;el, diirrli- tcnfelt ding ists vnib diese jUden. von den jü- den vnd jren lügen. (1543). gj\ IndikricheB , mif gewaH MndnreK' dringen : sie werden durch brechen vihI sim Ii or ,ni^ Ml.! ein ziehen. Micha 1, 13. Durchbrechcr, in. es wird ein durchbrecher [der bahn bvieKl) für jnen her anfl* faren. Micha 2, 13. Durchdringen, penetmre. hindurch drin- (jcti : denn es wird die riilf ^Mn(z diirrli- diiiigeii vihl wol Ireflen. Jes. ö^, 32 ; vnd ist also der tod zu allen menschen durch gedrungen. Rom. 5, 12: der tod helle keloe tri;)elit , fificli reelil , keine «rhnoylc, keine spitze vnd kundc nicht durchdringen , wenn ol vnschuld vnd keine sunde da werr. iKe epitlel des proph. Jesaia. (1526). Cj*; der teullel sähe wol, d.,s dis hiieli (die hirrht'npiiStill'i') durrh drang allenlhaltM ii. das diese worl Chi iiU noch fest stehen. (I527j. siiij". iiKhelBraier (durch einander)* nie, permixte: die elemonl giengcn durch cin- niider, wie die seilen ntiir dem psnller diirrh ejoanUer klingen vnd doch zusammen lau- ten, weidi, 19, 17; er lesxet es wun- derlich durch einander blitten» das steh der himel aufl' Ihut. Sir. 43, 14; da würgt nutn dnrrli einander jtinp vnd all, ninn vnd weil), kiudcr vnd jiiugfraweu. 2 Macc. ^iO, 13. iircbfeMn. l) mir fever dttrehdringen, erfälten: nemel ein ander gleichnis vom eisen« wenn es nne fewer ist, so isU amli ei-sen. wenn es aber gidend gemachl wird, vnd fewcr oder hitze drein kümcl ... so Lsl es uiyiii ^ed by Google Dl'IlCHFtLEULNii 4C7 DÜRCHÜRAUEN wol eisen, «ber es ist so gar durchrcw« 1 1. 1 das vvffin (Im os silic<| odiT aiigrcifTest , il.is du nictii saj^en kanst, as m eisen, sondern du Rllesl cit(*l fewer. Etil 2, 190^ 2) im feuer reinigen äMrchläulem : alle Wort 2folti> simi (fiirrlifon tpü (gedr. durch ferwreUj %nnd eyn stluM allen ili«^ »IrmlTsich vertroäteu. von menschen leren tzu meyden. (1522). B5^ var. xu elbe. Eisl. 2, lOO''. j lircligrabeD, durdMtohren: sie haben 59* uiyitized by Google DUBCHGRÜNDSN 468 OüRCIILCGEN meine hende vii«l fiissc sfii. 1 Macc. 5. 47. i^urciiluafeii , percurrere, gebraucht L. tmeigenUieh ßr iefmeU äfterfrlidken» ßäehUg durchlesen : «o nim Tur dich das register droben geslcllot vnd dtirrlihtifT dn< •^flliif^'c jnn seinen angoxeiglen guten werckeii vnd wundem , so n-irsln sehen vnd finden welch ein rrdmlin vnd kreudin du bist, das man kinder zur scliulcn halten solle, f I 530). Oj'". Burcfaluurt, m. die heu etjuni/ durch einen ort: der «»olbige gang {Jvnas durch ^inive) ist nit ein schnür gleicher durchlaullt» Soo- den eyn vmbgang hin vnd vvidder gewest. ier proph. Jona. fl52(>). ''ij^ BirckUnftig^ durchdringbar: so ist er freylich wo er wil, das fkm alle creatur so durchleufllig vnd gegen werlig sind aU einem andrrri riU|>fi seine leibliche siel odder ort. vom abendmal Christi. (1528). hiiij''; die gültlichc hytnelischc weise, nach welcher frtylich alle creaturn yhm gar viel durch' leulltiger mkI ^o^'cnwertiger :iein mUssen, denn sie siml ikh Ii der aiidcrn wcisp. ebend. i üii*i vud ist yhm alle crealiit durchlcutriiger denn die luOl der slymme ist. ebend. kj''. | Birdilillflni, kmter machen, reini§en: ^ ich rate dir» das du gold von mir keulTesl, ^ (las iiiil f(!wr dtii clileulerl ist. offenb. Joh. '6, Ib'r durchleuterl silber. ps. 12, 1. tM- eigenOkhi vnd werden beide durch Ver- folgung vnd anfechtung der geister wol durch- kniicrl vnd pcfeget. der prophet Sacharja. (152b). Jnj"; des herrn rede sind durclileu- lerL 2 5am. 22, 31 ; alle wort goltes sind danddeutert. ipr. 30, 5. vgl. durchfeuem. Durchlesen» perlegere, von anfang bis zu ende lesen : vnd mt'irhl eyner so lieb eynen weg durch hecken vnd (lOsch brechen als seyne (Caristads) faucher durchlesen, ««jddcr d. hyml. Propheten. (1525). (liij*. Durchlencht) iltustris, das gekürzte parL praet. ton durchleuchten , als ehrenlitel fürstlicher petmonen: durchleuchler hocb- gebomer fursl. «on den guten werdten* (1520). kjf", iTMPohiiltchn'isIdaKhleuchlig (s. d.}. inrchleucktcn I illuminare, iUuslrare, mit Ueht durdidringen, mhd. dnrchliuhlen {Ben. l, 1030), ahd. duruhliuhtan {üraff 2, 1.50), uneigentlich in folgender stelle: wilcher turk vnd bnszlinit h Ii iizi, pot hflff mir, durchleuchten gudiuck. an den cAml- Uehenadel. (1520). Ai^". inrrhlcnchtig, edel, berühmt: durch- Icuclitige, da.s ist die Iiocli hcrumpl vnd für andern eynen grossen scheyn vnd oaraen haben, auszleg. der ep. vnd euang, de» ai~ uente, (1522). Rij*. als ehrenlitel funU liehet personen u n d getcöhnlich der super^ latir dm ( IdiMiciitigst jfi>Arar4r7»l: dnrchicuch- tigster iiu( hgcporocr fdrst, gncdigister herr. originatbr. v. jf. 1519 aujf der bikUothds sn Gotha cod. chart. 379 foL 2; dem durch- Icuchligsteii !i" l u'i'linrnen fiirsten vnd herrn herrn Juhaii.s hurUog zu Sachsen u. s. w. auftchriß eines briefee v. J, 1325 im ges. arvhiv tu H'etmar. O pag, 124. EEB, n. 4. daher Uurcbleuli|;ke{f, f «flinfTtliclic fdrhitfe an churluisdichc durchleuchiigkeit in Sachsen. Jen. 6, 533'. HrieUichert, perforaHue: durchtöcherie misse, tisrhr. Dnrchlügeni mit lügen durchdringen : wie gar schenillich ist doch das alles durch- sluncken vnd durchlogen, ein rndderr^ vom fegefeur, (1530). Bilj*. uiyii ^ed by Googl DUBCHNACHEN 469 DURCHSCSZEN iirchmaehcB, durchdringen, erfüllen: donn alj(; Iit idriix he Iiilclicr sind mit dieser gilft des lüli viici chrcsiK hiTis lmiiIz (hirrh- macheU Jen. 1 . 2üü' im itrmon von ätn gtiten »«rclM». iirchn«rtcra 9 wutriemd durchbohren: wo Clirisln eitt n.ii/fl seine IieniJe oder filsse durchjnarlerl, i»olie»iu ewig :>olclie viid noch erger negel erleiden. Je». 1, 170*. WmrdkmtM§ß»f9trmiHkm: (foM) seinen namen darein {in das wasser der laufe) gc- sleckl vnd geflorhlen hat, da« es mit ilem selben durchaiengcl ist. ron der heil, tauffe. (1535). EJ^ illvfcBagelBy mit einem nagel durch- bohren: sie hahen dnri-ii::i .dien , «spricht er, das i^t !$ie hahen mich gecreutzigel wie einen dieb, dem man hende vnd fasse durchnagcil. Eist. 1, 82\ inrcliqaälev, mit qual erfüllen : hhi das sie die >;cll)t'n mit vhren pifrti;,'pn Irren, vnr- gillUj^tiit viid vorh|ilen |devlen diircli([neiicn. eyn vrteyl der iheologen. (1521). Aij'*. ^■rdbri'tktly ro(A machen: {das wasser 4er taufe soll man nichl halten) fm m hliM-til lailler wasser, sondern als sehun geferhet vnd durchriUet mit dem lewren ruscnfarhen blul des lieben Heilands Christi, awleg. der ep. vnd euang. von ostern etc. ( 1544(. Hiij\ Bnrrh^ahcn , mif stitz dHirhdrinfjcn. durchreibt H, bildlich (ur empfindlich strafen: alles was jnn der well ist vnd fleisch «idder mensch heissl, mus gestraiTl vnd durchsalixcn werden, das 5. <>. vnd 1. cap. s. Matthei. (1532i. Mij'; also mus er {der heil. geist\ auch vnser alle haut wol durchsaltzen vnd plagen. *in9itMn09tiwpredl0,. (1538). Bj*. inrchsäiieni (durchsearen), Ij untrenn- bar, dunh und durch sauer machen: d.i>. hiioelreicli ist einem sawerleig gleich, den ein weil» nani vnd vennengcl jn vnter drey scheilel nieihs, bis das es gar durehsewrl ward. Matth. 13, 33; der s.merleig den leig dtirrh'ipwrt vnd fjcnfre inodil. attahf}. der ep. vnd euang. von ostern. (1544;. Aij'\ 2) trennbar, vSUig sauer «erden: (der häcker) lessi den leig durchseuren vnd anfT- geheii. llos. 7, }. Hwrchsclwucn, pemptcere: wer aber durchschawel in das volkomen geseti der freiheit viid darinnen beharret. Jac. 1, 25. — mhd. dnrchscliüiiwt'n iBen. 2^*, 199)» ahtt dnrnliad y translucidm , durch" ii^Hg: vnd die gassen der slad waren lauter ^'uM ils ein durchscheinend glas. ^ffenh.Juk. 21,21. inrchscliiagenj durchschlahea , m/Hi. durchslahen ( Itoii. 2\ 374>» oM. duruhsUhin {Graff 6. 769). M £. Im fotgenäm «wet *«- deutungen : 1 ) eigentlich, einfn gegenständ schlagend durch etwas treiben: es sulUe eui reinlich kasle seyn Rlr leinen gerlthe drein tu legen» d;i iii< hl eisen durchgeschlagen, de Wette br* 5. 162. 2) uneigentlich, äurchbringen , verlhun: wer kan gniig gehen, leihen oder nemen lassen, was ein bapst , cardinal, bischolT . * . zu seinem stollz, pracht vnd mulwillcn zu viTschlautlern vnd durchzuschlalien hetlarfl ? wider das bapslum zu Horn. (1545,i. Uij''. Nfchapaiteffc«, durehgehen: ein ort vnd strich, den man ym tage mochi durchapaciem. der proph. Jona. (1520.) Jij**. Virrbsteehen ) transfigere, durchbohren: vitd durchstach sie beide, den israelischen man vnd das weib, durch jren bauch. 4 Jffot. 25, S ; da durchstach jn sein knabe vnd er sl.irh. rirhi. !> . 5 } : mit einer pfrimen sein ohr an die prosten der ttiur duich siechen. leMer die tabbaiker. (1538). Uiüj''. bild- lich: (die Prediger) allerley neid, bas, hoo vnd «polt. vnd.iiick, vrmrhttinj: vnd losiernng dazu müssen jnn sich Iresscn, damit jr hertz vnd scelc durclistochcn vud on viilerlas ge- quelet wird, da» 5. 6. md 7. eap; «. Hol- lAei. (15321. Diiij'. mhd. dtrrrliMp. lif n {Ifen. 2^» 623j, ohd, duruhslei-han [(iraff C, G35). VlfehtHalra« mit gestank erfüllen, be- li'ij s. unter durclilOgcn. VnrrhsHrhen. prrsrrulat l, durch forsi hm um ehfdv (iiifzufinden: zur seibigcu i> \[ \\\\ ich Jerusaii'ia mit lalcrnen durchsuciien. Mepht 1, 12. UnrchsiaiciB, mU elkltigkeit erfüllen, durchdringen^ qegensatx von durr liliilfrrn. mhd. durchsücj;eu {Ben. 2*, 754). uneigent- lieh, die frende nichl gar durcfasOssel vnd Digitizcd by Google * miUCirrEUFKLT 470 DÜRFÜN durchzuckert ist. ausleg. der ep. vml euong, VO» oalern etc. (1544). 05*. liirchtfofelt, vom leufel völlig besessen: ein eingeleuffdt, durcliteulTeU» vbi^rtouffelt, Icsterltcli lierls. kuriz bekentnü wm heil, sarrarnenl. 115111. Hiiij*. Ünrrlifrcibcn , titlid. (Iiitrhiriln'n (Ben. 3, S7j, etg. durchwandern, durchstreifen, da- her uneig. aiMtend sieh womit d««dU^- Hffen,gei$ti§dMräwrb€iten, üben {s. irciben) : a[)pr wo (Ii«» sprnrlicn sind, d;« pelie! fiiscli ' vnd stark vud wird die sckritU durchtrieben vnd findel sieh der glaube ymer new durch andere vnd aber andere wort vnd wcrek, diis der 12S. psalm .solioli slinlirn ynn der r-i liriin vergleicht eyner lagcl. an die ratlhi-rrn etc. (1524). Ciiij^; denn das leidende itibeti, d.is da ao versdcheU-nd dttrcfalrieben wird, bringt viel mehr guter werck, kan viel MhalTt n, radlen vnd nndorn nlllze sein, wiklis em i vnerr«irner nictil ifiuii kan. vOer das ersle Vuch Mose. {iiy21). Yiij''. dttrchlrieben sein mit dem fem. oder einer praeposition , er^ fahren, geübt: so sind die zu Ilonie .«(dclier spitzhflliLi cy \rnl schaicklieil im vbcr 400 jai" wol gtiuiil vnd durciitneben. wider das hopstum XU Rom. (154a). ßj'; ein herla das durchtrieben vnnd durchvbet ist im geylz. tridcr den falsch genanUen gegstl. -ytand. (1522). ßiiij', lor. zu 2 Pel. 2, 14. uro L. i'it der biM (acfto» in der ente» ausg. de» n. teat.) Menettthat: ein herlz durchlrieben niit g«Mtz. Durchtrieben, das par(. praet. ilrs corigen verb. als adj., yeubl, erfahren, zumal in üftfem ainn, abgefeimt: es sind, wie gesagt, des keisers Phocas jres sUmers vnd keiserinür- ders iiaclikomfMi, ver/wciuelte, durchlrieben ertzspitzhubcn. wider das bapslum su Rom. (1545). iwchiben, wie dnrchlreiben («. d.). Dnrcbwandeln , durchwandern , durch' zit'ht'n: di'; Luid, dns wir durch wandelt haben zu criuiiiden, ist ücer gut. AMas. 14, 7 ; gehet hin vnd durcbwandelt das land vnd beschreibt es* Jo«. 18, 8 ; wenn der vnsauber geisl von dem monsoben ausgefuren ist, so durchwanitelt er dürre stete, suchet rüge vnd findet sie nicht. Matth. 12, 43. larchwelsifM» dweh und dnsr€h weiis [hell) machen: vnd haben yhren wad ilnnh- wevHsct yni blull des lambs. vor. jkh offeiUt. Joh. 1, 14. Hrehwiflfa« darth und dmrh würzen: das es ein herrlich gros mal bl mit vnaus- sprechlicben gcrichlen , die al>zo durcli wUrIzet vnd zugcricht sind, das es kein ziing ausreden vud kein hcrlz gnugsam begreiffeu kan. MwopredigL (153S}. Ej'*. Dnrchziehen, 1) untrennbar» tala dureh- juatidtlii, durchreisten: also pieiiiren die iiienuer hin vml dutclizogen das laod. Jos. 18. 9; vnd sie {^iengen bin aus vnd durch- zogen die mcrckte. Luc. 9, 6. 2) trennbar, durch einen ort wandern, reisen: vnd als si«? koiiicii w.ircn in das- sclbige land,. zog Abrain durcii bis an die siel Sicbeiu. 1 Jfoa. 12. 6; aberSthon der kSnif zu Ilesbon wolte vns nicht durcli/.irlicn 1 - I n. 5 Mos. 2, 30. einmal, aber fehlerhaft, auch transiliv: diese sind, die der berr aus- gesand hat das land durchzuziehen. Such. 1. 10. Durrhiuekf rn, mit zucker vermischen, nur Inldlicli : ibcr Ine {in der taufe) ist viel ein kuAlbtber waä:>cr. das uiil guttes oainea durch zuckert ist. von der heil» tetufe,. (1535). noeA e; il.irflest. 2 .Wdoc. 14, 35; dios/os licliDen d;)ill bock Eniszer auch iiit. auff das vbirchristl. buch bocke Emseers. (1521). Aüj*; was soll es {das sacrament} bey den frcyen sichern geysten wircken, die sein nit dcHr n nodi begeren ? ein sermon mn dem hodmu dtgtn sacrament. (1510J. ainj' ; es ist aber iKlz gantzcuangelium eyn schlecht leycht historiea . ^ y Google 471 DCßFTIG odd«r gMchiebt, die nit viel auszh^gensz darff. muiug. von ien tehen auszseisigen. (1521). Dj*; fln? I.irtion \i)Irk (larfT kr-ynisz .iiiilorn vorstiin'iis , denn das ni.in '? Malth. 26, 65 ; es jje- manel m'wM eben als wen ein reiclioi' mil li i fursi seine rcichenn schclze aulllhel vnd froy- hcil gebe den armen durffligen zuholuiin was aie durOten. von dem baptUan zu Romr. (1520). Fiij^; solche gcisler {Zwingli elc.) soll man zur schulen ftiren vnd Pelruin Hi- spanuiu kren, das düriUen sio wol. vom abenimal Chmti. (i528V. rij*'; ich hnfiv aber c. w. dUrlTe nicht so grosse, vit>l weni- ger Tiiu li grtkvorf vpn!i.ifiiiM;_'. Jt-n. (), 2 . bei Grimm wird noch ein beleg hierfür am Jen. 3, Gü angeführt, doch hat der ori- ginaldtwk (das ander leyl widder d. hgml. Propheten, \b2^. Dij^) an der enUpreehen- den stelle den genitiv. c) mit folgendem dsNZ : vnd diirflet nicht, das euch jemand lere. 1 Joh, 2, 27; denn was darffs Ahrafaam» das maus schriebe? vber das er^tr buch 3l»se. (jr)27 ) >■ nij : das gesind darll's wol, das man jnca harl »ey. lischr. 30G". 4) vnpersöi^ek: das (dass es) nicht dar ITe Stehens vnd hin vnd widn- i,'i'liens. Such. 9, 8; was «larlFs viel mlciis'.' nun (ihmtlmat Christi. (152S,. riiij''; keiner anlwori dHrlls mehr aulT solche w^frstltche kunst. wider Bans Warst. (1541). Aiij^ 2( brauchen, Ursache, grund haben: da- runili dur(Ti««n sie jr frM nirla \prkeun*en. 1 Uos. 47, 22; doch du daiflfsl hir mir nicht erschrecken vnd meine hand sol dir nicht »U schweer sein. Hiob 33, 7 ; wers vvis'sen wil, d;irffnii lit weil lauften, am f«'ii-i - tage sihct man es wol. Jer. 2, 24; doch hal der TUrcke vnd Soldan tmo/t lengst solchen artickeldesconcilij durch zersUlrange Alexan- (Irie also ansgclef;t vnd ausgelercl, das we- der liapsi noch wir n rh( vns d;irum!» he- komern dilrflun. von den concilijs vnd kir- ehen. (1539). Giif. 3) freih' li , hcfuijnh , recht wozu haben: mmI (Mvr Iviihler heul oder morgen niclit sa- gen dürllcn zu vnscrn kimiern ' jr habt kein teil an dem hürrn.* Jos. 22. 27 ; vnd hat sich niemand wider jn setzen dartfen. I Jfaee. 1, 4; sie wollen jiii l1t'iM !i luitigen, das. er wol essen durfte 2 Murr. H, 21. 4; wagen, sich unterstehen: wie hai)l jr das Ihnn darlTen? 1 Jfos. 44. 15. Dorff; f. not, mangel, armuth: du must derandorn gepi t i-lii>ii vnti ihn fTi dyr zu berlzen lassen gehen, eyn sermon von dem hochwir- digen sacramenl. (1519). biij"; wir wollen satt sein vnd alter ding gnng hal>en. ehe der hunger vnd die noldurll kumpl , vnd vorsor- f^nn vns mit Turrad niiH' i /nkitninigen hunger viid durlll. das mugiuftcal. (1521). iüij*; da musto deine not vnd durflt hedencken. vermanung smm sacrament. (1530). Piiij*; i\ K. f. g. wolltr* rtrsf'Iii ii ^t in crrrxr tirmulh vnd durri, darm er nu iu$ drille jähr liegt. de Wette br. 3, 77. mhd. ditrft und dürfte (Aen. t« 363. 364), ahd. durfl, durufl und dürft! {Graff 5, 208. 210'. goth li.iui ris. Dürftig, mhd. durrtie [Ben. 1, 3ü4 , ahd, durflig {Graff 5, 213). 1) wie bcdOrftig. Iifuölhigt : sie sind nit arm iiorli t/u runVii odder bitten durdtig. die sieben pumpnalm. (1517 ). Bij" ; sie sol- len vnlernander wollhun vnd barmhcrlzig sein, geben, leyben, raten, hellTen, wer es diKlTlig were. der proph. Sacharfa. (1528). Xi'j''; spi'nor In-ilw crliL'.'ii trn.'iden durlHig. ausleg. der ep. ind euang. vom aduenl. (1528). Nij*. 2) arm, mangel leidend: oder ist er so ddrll^i;? arm, dn* er seine nnncn vnd widwen, Waisen vnd frrmlidhng niclil crnei'r«Mi kan, er lasse denn dazu rauben? Verlegung des al~ coran. (1542). Nj*. Sfter subHantiviseh: \si L I iber ein dilrOUger, SO soUu dich nicht sehlairen If-i'ii v[»f»r seiniMii pfand. 5 Jlfos, 24, 12; du soll dem dilrlltigen vnd armen Digitized by Google DURFTLOS 472 ÜCKR seinen lolio nicht vorhalten. 24. 14; die«r> iii< n infJssen jncn wi/iflifii wul lüo ilUrflligcn iml.iiidf müssen sich vpi kricrlicn. //«ob 24, 4. 3) uneigentUch, sciueach, gering: aber gotc bat den leib also vermengel, vod dem dflrffligcn glied am meisten ehre gegeben. 1 Cor. 12, 24; wti» w^nrlft jr euch ilenn vmb, wid«r zu den scIi wachen vuü diirtliigcn (gduslüeeren) saiinngcn, welchen jr von newcs an dienen woU? Gal, 4. 9. Bnrftlos, unbedürfdg : mhI scv zumal durfllosz worden, eyn geysUich edUt buch- lein. (1516). Cij*. lirT) durr, dttire, dtfrre, dorre, adj, vnd adv., mhd. diiin . diirrefJlM. 1,322), M. diirri \ (ira{f ."i, •2iH> t. 1 ) eigenliiche Oedeutungen. a) ausgetrocknet , verdorri, verwelkt, der noiMieken feuehHgkrit toiomnMn ; vnd be« felh dein lieben wind die vlirigen vorgeben Wort, wie die p.ippen bliimen vnd dürren Meiler, eyn sennon von dem ablaaz rnü gnade, (151$). Aiiij'' ; gleych als« wenn goii aiisz eynem dorren blocli eyn newen grünen- den bawn m;ii li)e. ausleg. der ep. rndeuang. vom chrislag elt\ (1522). Kij*; ich wil in dir ein fcwr anzünden , das sul beide , grüne vnd dOn'e bewme venebren. Eseeh. 20, 47 ; denn so man das thut am grümm lioltz, w.i< wil am dürren worden? Luv. 'M ; wiliii %vider ein fliegend blat so ernst sem vnd ein darren halm verfolgen? Wob 13, 25; dOrr slro. Nah. 1, 10; als aber die sonne aulT- girnpr, vcr\vcl('l<''f rs (die aufopgangcne saal). vnd iliewcil es nidil wiiriz.d halle, ward es dürre. Matth. i3, 0; das rauschen einer duiren schweynssblaszen. voreterungeiHehtr arHckel. (1520). Aj". h \ auxlrorh7]eud, diinr verursachend: CS kompl cm dürrer wind vber dem gehirgc her. Jer. 4, 1 1 ; aU aber die sonne aullgegangen war, verscbaffle gotl einen dorren Ostwind. Jona 4, S ; wie ein büser, dürrer, liolerwind, der d.T .lu^trnrkc! vnd vcrsircrcn ninrlii alle bOrne. ausieg, derep.ruä euang. von vstern 0te, (1544). AAiiij". C) diln viiit einem der zur fruchlbarkeit nothigett fi urhdifht it mnonffetndcn linden gebraucht, daher auch io viel als unfrucht- bar, öde : iu eiui trocken vnd dörren lande, da kein wsaser ist. p$. 63, 2 : dennerscbenssl auir für jm wie ein reiss vnd wie eine wnrlzel ans dürrem erdreu li. Je.v. 53, 2; er f.nnl jn in der wüsten, in der dürren einode. 5 Mos. 32, 10; vnd ich sie nicht mache wie. eine wüste vnd wie ein dürres land. Jf mes, dürres inüniilin wie m.i-ivler Phihppus. lisrhr.'^l* «ie lialien tili lits, gehen \nd sehen wie die dUf ieii geislci . Jen. 3. 437'. 2) vneigenUieh und bildti4h. a) diirre berlzen. ep. s. Petri gepredigi. 0 Fj' : die liebe der Izeilbchen dingen, ein bo!«£e> Itnvr, maclil alle creflt der seei doer. ^ »(eben puszpsalm. (1517). EbK b) einfadi, klar, o/fen, unverhiUt: das dürre gollesworl. das ü. cap Ephes. ( 1533^. Diii)''; da stellen vn«er helle, dnrre, freie wnrl. ein briejf an die zu Frankfxtrt am Meyn. (1533). Cj"; sie sollen Amaleh gar vertil- gen, was ym ganlzenland war, dttrrvndreyo rdie, nirhl ein vdie , si'h.ilT, Inns odrirr st.-dl leben Ls.sen. f6er das erste buch Mose. [1527;. Ij^; Paulus sagt ynn den gescbich> DIRKE 473 OURREN ten (apotl. geseh. 17» 26), das er /^otf) einem yglii licu liirscliall'l altzirckt-Il. eben vmi ililne itjt'niiu) :i!imisset wie -^u- r<>t,'if-tPit tbend. II inj' ; so suis doi Ii ii«ir;in liic itl iiiaa- geln, das ieli die warlieil lieU vnd ddrr ^ntig will fiir yhre ;uigeii stellen, das dicst; tcorl ('Uli Ii liofh fps( /(, ,(. (15271. Iij''; Ltjll^tli^ Maltli. 5 Oltenilieli vmi ililrr gepeul, luau Sülle ilcu hüsea uiclil uiddcrslebuu. das eitlem die kinder nur ehe nicht swingen noch hindern sollen. (152l|. Aiij"; diirre vnd Iii'lli' sprirlil ;_:ott S(»!!)s cit) vrtcil dalirr. exemjfel vinen rcihien chnsU. bischo/f zu «peihtffi. (1542). Aiiij' ; es (em aieher ge- wiesen) ssgls dflnre vnd frisch eraus , wie es an yhni sellis ist. das diest tcorl Chri)>U noch fest slehen. 1 15271. <• ij' : ifli wil alter e. f. eben so mebr bey zeit dnrre eraussayen, was ich dencke. de Wette br. 6, 103; vnd sagt dilrre lieraus ^ seliickl luicli jmer vnter die PnitJii hin in-: pralle. ' 2 Mfirc. 1"., 2:5. BÜrrCi /. 1 ) aiulrocknende hilst-: wie die liitie vnd dflrre ibs schneewasser verzerei. Hiob 24, 19; jrc zweige werden fttr darre brechen, das die w«>il)er kotiten vnd fewr da- mit machen werde:i. Jes. 27, II. 2) trockenheil des bodens , (roc/a ne u-tl- teruug: vnd hat dich geleitet durch die grosse vnd grawsaine wusten, da fewrigc schlangen vnd seoriiini! , vnd eitel dürre vnd kein was- ser war. 5 Mus. S, 15; es »ifohet kleu'firh auir dem laude vuil isl zu Jenisaieni eine grosse dflrre. Jee. 14, 2; iih plagt enrh mit dürre, braiidk(»rn vnd iiagel. Hagg.2t 18. 3) irif schuindsuchl, ausiehrttn;/ ; der lierr wird dicii sciilaben mit >rl)wiilst, Ober, hitxe, brunst, üiirri;, ^ilUiger lufl) vnd geelsucht. 5 Jfo«. 28, 22 ; die wassersacht, die dürre, die hlindlieit, die gielit . . . vnd alle die kmiifklicyi die Christus ym euangelio vor- trieben lial. euany. ton den isehen au*s- eeuigen, (1521). Cj''. mhd. ddrrc {Ben. 1. 322 1. Durr<*n, dürre machen: >ieden, koebi n, dürren, lunügl. zuweish. lü, 2'». vgl.donvn. lliirreB) dürrcu, wagen, sich unterstehen, ««cÄ eribüftutfi», mhd. lurren {Ben. 3, 15), bei L. thiiren, IbUren, prae«. sing, ibar, pl. ihUn n, pran iinrj. ihnrsle, pl. thursten (ihür*;tci)». o/i Jiltmml es in der tjedeulung vüt dUrfeii Onrs, WttrtoctaMih. überein, welches in fast aÜM nenereii bib^ ausgaben an seine stelle getreten ist , was allerdings nicht selten zum misverfitändnis einzelner stellen (x. b. Matth. 22, 4Ü. br. Judä 9) anlasz gegeben hai. a) praes. sing.: alsz vorm esz ich michiu hoch, das ich vorachler, Ix'^'elMHT raen^seh solche hnhe vnnd t^Tosse slende lliar >inr( >len. an den chnsü. adel. (152U)- AiJ'; bin icU gerecht , so thar ich doch mein hetibt nicht auflliehen. Hieb 10, 15; wie bistu denn nn szo kiln Eniszer, das du ?;agenn tharist, diszer sehriflliicli syiiii sey lodliidi. auff das vbir- chriitUek buch bocke Bmssere, ( 1 52 1 ). Eij* ; lieber was wird goU daiu sagen, wenn do also iharsl für yhn Ircllen? von dem gretcel der stillmessi'. iir)2.'>i. Ai|'': nn< h tharslu vunersctiaui|iler büsewiclildali vud deine biul- hund schnficken. wider den meuehler eu Dresen. (1531). BÜj' : wie tharstu denn sa- 'ich bin niehl vnrcin'? Jer, 2, 23; nn sage myr, was von ilora geysl sey zu haltten, der eyne solche üelTlichc sacbc ihar wagen on alle uchrillt vnd worl. das ander tejfl Widder d. hgml. prophelen. (1525). Dj'' ; ilr> Iiallien er für dem adel vnd lyrannrn sich ^ UM tVeuibde lurslGiabUiii nicht thar begeben. üi itjtnalbr. v. j. 1526 im gee. ardkir s«t Wei' mar N. fol. 108 (de Wette 3, 76 : dar); der- halben iliar niemand das i-\eni|iel { Soahs Intukenheii) fiir sirli neiiicii muI sein viiUi- j,:eud schützen, vber das erste buch Mose, 1 1527). h iij' ; er ist ein heihMer mm, dem niemand etwas sagen thar. 1 Sem, 26, 17 ; wer thar es v%agen jin zvviseheo die teeoe /.u greill'cn? Uiob 41, 4. praes. pl.: nicht ättein bittet er für ms, sondern gibt auch vos, das wir ihflren vnd kunnen selbs zu gott bitten, der \ psalm. fl53y). h]^; so Ihüren wir aiicli wol sem mit der Ibat gegenwertig. 2 Cor. 10. 11; wie ihart jr sagen 'wir sind die hi' n. hlay. Jer. 4t iä. conj.: wie lbUr:>l ich mein andlitz auir htbea Air deinein bruder ioaUT 2 Sam. 2. 22 ; vmb etwas gutes willen Ihttrsle viu- leicht jemand sterben. Rom. 5, 7 ; die nien- ohelmörder hahen nicht so viel rrdlicht'r hlutslropQen yuo yhrem leibe, das sie yhitr gewali vod weltlicher vberkeil iburslen frey brauchen. Irostunge an diecftmfeii tuHalle. (1527). Aiiij'. Ihthci Bunt, L. Ihursl, yewöhnUch /. seilen m., mhd. lursl {Ben. 3, 16). *die bedeutung geht ton kvÜutheU, «niaeMoatenJM« m edlem sinn über in keckheit, rerwegenheil , frechheiC {Grimm) : meyn hcrtz ersdirickt myrymli yhc für dem lUrsl vnd treuel des meusclien yiiii gOiiliehen saehea. dai ander teyl widder d. hyml. prophelen, (1525). Hiiij''; ach wie woll ich bcyde vnlcr Juden vnd Christen, beyde ym newen vnd alten te^ianionl ntm- |)clu, wenn mir solche thursl gesiaitei wtirde. das di€$t loorl Qiri$H noeA fest etdten. (1527). ciq*; vnd ist ein vnaerscbein|Hc iliiiisl, wo yeinand wolfc ilas nennen gniN Jalitii deuten, das es uu nsdilich dancken, se- gelt odder loben heiase* ebend. oiiy*; demnt vnd nireht in golies worl ist alleseil das rech le zeichen der rechten heiligen kirchen gewesl, tliiirst vnd fretit l In nx iisrhlicher antiachl das rechte zeichen du- h iilel gewest. tcider Hani Weni, (1541). Ilij''; es ist ja eine Ireflb'che kdnheil vand ^rosscT dursl der apDsleln vnd jdnger, das/, sio suh In s am plingslagc predigen dUrflen oirentlich. Uschr. 9ü''. linty «* eiti*. u) sie geben mir galten sa essen vtid »'sx!-,' zn triiicken in meinem gros- sen dursl. ps. ÜU» 22; das alle Ibier aulTdeui felde trincken vnd das wild seinen dnrst le- sche. 104, 11; dem seugling klebt seine zunge an seinem gauinen für dursl. klag. Jer. i, 1 : ilie zween euancrclislcn haben wol- len anzeigen wie die junger allzumal haben auü diesem becber getrunck^ nicht sum diirst. vom abendauU ChrüH, (1528). iijK b) gern stehen hungcr und dursl zvisammeH: vnd wirst deinem feinde dienen in hunger vnd dursl. 5 JUos, 2^, 4S; bis auil diese stund leiden wir bnnger vnd durst. 1 Cor. 4, 11 ; denn welche darnach verlanget, das SIL' gfinc frnniP Christen vnd yhrer siindp Jos wercu vud Irülich gcwisseu iiaben wultcn, die haben schon den rechten lianger vnd durst. das sie nach dem brod schnappen. deudsch cnlccbismus (l.')2n. rerm. amg.}. Vi*', r) voi ifnri dnisl \ ri x liniai liien, sler- Um: müssen iur jreii äugen lur durst ver- scliroachlen vnd jemeilich Vmbkomen. JiUL 7, 34. dafür auefc dursts Bteri>ett wie noch liiiii_'ors sterben: nn :\\>i'y inn^ '»It '!im-k sterben, rieht. 15, \b. häufujet inslrumtu- lal dorsl sterben; das jre ßschc für wassers mangei slinckcn vnd dursl sterben. Je$, 50» 2 : das ieh sie nicht durst sterben lasse. Hat. 2, 3. mhd. ahU. dursl {Heu. 1, 322. OiaU 5» 202). das teon ^«fcon m goih. ^aunsan 4urr sein , beseidwel aiso «rfpr. die frodfeenAeil des '^rh hl Ildes. Ufirstcn f dursl empßnden . dttrst leiden, mhd. dUrslcu, durslcn (Utm. 1, 322j, ahd. durstan (Graff 5, 203 ^ 1) eigentlich. a) sie werden weder Iinnpern mu h dUrsten. Jes.i^, 10; sihe meine knechlc sollen essen» jr aber soll hungern; stbe meine knechte sollen trinken, jr aber soll dttrsten. 65« 13. b) mit der praep. nach : da aber das vnlck daselhs dürstet nach wasser. 2 Hos, 17. 3. c) unpersönlich: gib mir ein wenig was- sers tu Irincken , denn mich dflrstet. rieht. 4, 19; vnd so dich dürstet , so gehe hin sn dem ijefess vnd trincke. Ruth 2. 9; so nu di-incn feind hiin<:4>ri. so speise jn» dürslel jn» SU Irencke jn. Rum. 12, 20. Digitized b9 Google DURSTIG 475 ÜÜTäEN 2) MneigtntHeh» kefUges vtrkmgen wo- nach tmffinden: meine secle lUlrsIct nach soll, uarh dem lebendig«'« m)lt. |>». 42, H; wer von mir triiickel, den tlürslel jmer nach mir. Sir. 2 t, 2!>. ttantig, Ihuraüg, Ihttrsiig, adj. vmd ad». 1) ad;. (Elias) der thilrsligc prophel. ob man für di.'in .^(erben fliehen mugtf. ( 10271. Aiiij'-; es sind gar kt'ckc ihürslige heldeu. auff das vermeint knserlkh eÜei. (1531). Bj*; nu aber sie sehen, das so viel (>ri>arei kill ! ! inil verwarler zndit vnd ehre die han j-rlinicliei) IkiIm ii . . . werden si»' nmüger vnd thnrsligcr werden, vrsach vnd anltcorl. (1523 . Aij'' ; ich «cht, der gcisl für grossem bobmut denckc, es sey keia mensch auirerden. odder halle alle menschen für < il» ! i^cnso vnd dolen, wie wei e es sonsl miiglu h, das er soll so frerli vnd Ihürslig sein, solch grübe nar- heit an log zn geben ? vom abeninuU ChritH. (1528). nij*. 2) adv. (Joseph) gieng Ihnrslig liyneyn zu Pilalo {luly. aud.nler iiilndvii ad 1*.). üfarc. 15, 13 in den ersUn ausgg. des n. te*l., später der wagts vnd gieng hiueio lu Pilalo; ich billc ahci. d.i^ imi niilii nol sey gegeuwcrlig Ihüislig i\\ liandeln vnd dcrkdn- hcil 7,u hraiu hcn, die man mir zumi:iäel. 2 Cor. 10, 2; iiiirrLsch vnd IhUrslig handehi. de WeUe br. 6. 56. tofttlgy 'begierig zu tnndun, nach einem Iranefc lechzend' {Grimm], mhd «Itirslcc (Ben. 1, oM. dnrsUc (Graff 5. 202). 1) eigenllich: das vokk wird buagerig, made vnd durstig sein in der wttslen. 2 Sam, 17, 29; ich hin durslig gewesen vnd jr habt mich gptrrn( kt. Malth. 2r.. ; vnsor dpnd- scher leulel wird ein gtiler weinschlautli sein, viid mus Sauir heissen, das er so dörslig vnd heilig ist der 101. pealm. (1534). Q^iij^ tkbstantimeh: liringet den durstigen Was- ser «Mit<;f g«Mi. Jes. 21, 14. 2) uneigenUich und biUUich: aiachl euch her zu mir jr vnerfameD vnd konipli zu mir in die schule, vnd was euch reilel, das künd jr hie lernen , drtin jr seid gewislich ^< i'i dürstii; {nach Uhre begierig). Sir. 51. 31. 32: (;r setligel die dursüge sede, vnd rullct dir limip'cri^*' scele mil guleni. ps. 107, 1); wi ll M(> ku text wollen anders deuleo, denn die wort lauten, vud vnseru verütand stOrUcn, müssen sie nicht so nackele. bloss«, hungerige vnd durstige glüshn daher setzen, vom odnui- mal Christi. (1528). iurstigkeh , dursligkeit , thürsiigkeil . /. kühnheil, i'eru?eye»i/iW<, wAAturslekeiKBe». 3. 16): der bosewichl Luther gibt recht vnd nimpl kein geld dafür, ist d;is nirlit eine grn i: viiflgifiiuen in dicslad IhUrsligUch {allend.bi' lu'l: konliken) vnd erwürgelenalhiswasmen- ich war. 1 Ifo«. 34, 25 ; vnd toben wider golt thilrstiglich. Uiob 12, (»; on das sio sidi fiir gotl, wie der gollloson nrt ist, nicht fiiidilcn, vnd scyn worlvudwercktiii>ltglichineystern. das ander legt wiMeri. hyml.proph. (1525). Aij"; das gibt der bafisl itzl aller well vnuer* schanipt vnd lUrsliglirh für. ausleg. der ep. vnd cuanrj. mm adrcnl elc. (1528). Urij*; das kau vnd sol nichl anders sein, weil sie so ihiii^tiglich on alle gewissen jnn jrerdleberey forlferel. ein sermon vom zinsgroschen. f ir);?5). Kij"; ach. lichor li' f '• iTutl, wie dflrf- (en wir doch so dürsliglicli vnd froucnlhch in deinem hciligthumb bandeln, tkehr. 3*. •Itter, Mta, fhuter, subttanUvSsch dim- kelhcit, finstemis : wir sind im dttstem wie die Indien. Jes. ttltte(B), m. luamma : da (,a/o e.v tnil golh. daddjan säugen in Verbindung gehrachl wird. Büticn , sicti : das ist noch viel fauler . da sie für solchen texten (m denen gott im j>l«i- raUt von «teft tprieht, wie ». b. l Mos. I, 26 1 nirgen hleibcn mdgen , gehen sie fiir, ^■oll rede von «icli vnd jrze sich von ehren [Wegen, wie die koiiige vnd fürslen ilzt sich 60* I 476 EBEN wirvnd m neoDfln ; denn das ist ein mensch- liche newc weise viid jnn der schrifll von keinem koiiige noch nie t'elir.iiii lil, aueli vnrt nohcn auch goU sich «liilzcl ( im singularis von sich redet\ vimI nicht slels ji^ol jnn der seln ilU -cfiii ini^Uch. die ärey symb«ia. den hetdoiscbeu küuigcti luclii, wie wul da-j(153bj- i^ntj E, etn unmrsprünglicher , im wteniUdtM aus Mwa allM lautem ( dem « oder i) kffrv&rge- gangenfr vucal. 1) den aus a entsprungenen elaul bezrich' nel unsere heutige vertcurrene und verwir- rende Orthographie bald durch fl ( flh j ftald durch G (eb, ee), nachdem, wie man tagt, die erinnerung an die ab»tammung noch vorhanden ist oder nichl; man schreibt z. b. maan mäuner, aber mensch, bahu hühne, ober henne, all Sller, ader eitern «. $, «a. bei L. begegnet für den umlaul des langen tcie kurzen a nur c (ch, cel, kein ä. als be- lege nur einige beispiele aus den von mir bexuizien eigenhändigen brisfen und on- 3) der gebrauch des d^nenden eh Ml bei L. swar von be*chränkterem umfang» nb gegenwärtig, er schreibt noch denen tendere. ncmen, kein rjula, sleU'ti, verheh-n, hegercii, kerea, leren doccre {^lere doclrina , jjelcrl doclM), verzeren, doch begegnen daneben aiicft debo<^n. leimen, »ehnen detiderare (Nehnesitoht i , welii cii di jend' r''. , zumal (ht organisch iantj< 'i >'■ in i-lif conjugium , weh malum, ehre, helir, tneiir, oder une in ge- nehm, febriich ßr mhd. ». 4) -dte gemination ec kommt vor in soe. schucc, seele. hecr ursus, beere barra. Iicer exercilus, nieer mar«;, leer tacuu^, !*eei calü^, neeren nutrire, seene pl. v. sahn, anfangs deren manuscriptüberretten L'e: mhm^er, schrieb L. auch ee (eelich, eelentc), wee, bcgongnis, gor«'tif,'iiis, ji'per, lesleriing, slercke, ' ecr honor (cvrl^v lli^. efrlirh, ecrwirdig'.sleen lageweler, vbdlheler; iieiule, ncfrel, reihe, Stare, in welrlti n y (n t>'rn er später e\\ setzte scckc, siedle, slendc ; aiibcnj^ig. gefellig, giie- (s. vorher ;{ ( ; die Schreibung »chwccr wech- dig, vnlerthenig, bepslUch, febriich, kleriich, schedlich, teglicbp nerriseh ; seherller, (enger, lengsl {comp, und superl. r. Inn::); i^'chcren, scbaieheo, weren durare, zelen t erzielen ); kerne venisli, were [auch weerc) fuislü Einig» toörter, in denen heute nur a gilt, erscheinen bei L. theils regelmäszig , theils schwankend mit dem nmlaut, z. b. ehonlcuer, (ehcnlenerlich, eüenleuern, ebeulcm l erj, er- hell iabeir (eriieilen, erbeiter, erbeitsam), erznci (erzneieu), bcle^em. ^i widtig, olTen- bcrlicb, werlicb. %m(i<-k ) eine besondere eigenheit der spräche L.'.'s i^t e.\ dir ntdunfj^-p der srhirarh"/* praelerita fast durchgängig zu apocopieren. hierfitrnur »Ui paar beispiele aus der bibe^ Verdeutschung: vnd der geisl golles sebwe- bei auir dem weisser, i Mos. 1,2; vnd gol! selzl sie an die To^f.' dos hinirl'^. 1. 17; ;d^n volendel goii .un Nielienden läge seine xvereke die er machet. 2, 2 ; pOantzet. 2. 8 ; ver- sleckt. 3, 8 «I. s. öfter, überhaupt hielt L. iiimmtlirhe endunfjs-e, gleich dem trorfr'.^t'la' (II den psalmcn , für „ überieng " {vgl. EisU 2, 40^). Bbbe^ m. ein kinderteoH sur beteiehnung des Vaters: gleidi wie die kinder jre vsiler chhe heissen. tiuhr. ü;5»;'*. Eben^ planum , «ersiaüt vnd licy vns ists par eliei». lisvhr. 432''. 2 1 häufiger uneigenUich^ in verschieäntm sinn : das mflsi« ja auch ein eben (siemUeh) (»rieslerlin sein , der fiinflkeben oder aeeh* xehtMi guter {{rosser eilen gros oder lang wer»', torr. au ff denproph. Hesekiel. Hin d- $eH 1, 357; es uiUslc niyr aber ein el>eu t nemüeh qnutn ) siedlin seyn , das iwollT odder funlltelien deudsrlu* tueylcn ynn der ririgiuanr' ri l-fiic. der proph. Jona. (ir»2(»). .lij' ; was nu folf^el yni lexl ( l Mos. 32, 1 3 IX.} von deiu geschcncke , wie ers geurdnel lial, isl nicbl viel von xtt reden, on das es anxeigt, das J^K-iil) ein eben (ansehnlich, bedeutendes \ yti! Ii.ii"' il.is n- fUnllerley pf^rhcrirk vorher Iih kl. tber das ersle buch M(n>e. (1527). .1 a iij' ; wer sein band an den (dug legt vond sihet widder bynder sieb* der isl nil • ix ii iyeschiekli dem reich gollis. euang. Vitt den zchnt ntt^setzigen. (1521 j. Kij'' : II h iiuli sm yderiHiin .sihel wie diszer [tf^aUu szo eben (Irtffend) das bapslum abmalet vnd der bapst gleycb thul wie liie gesagt win vird kf'vtuMii ni'tlfni K -iuM-nl von der well aniaiig ü/a> «iben ( yleu h ) sein mag. hulla cene domini. (1522^ K5''; es wusz aber ein biscboir sein ein vnslrelTlicb man, der nur ein weyh habe, wacker, sillig, Izilchlig, gern liprh^rgen, gern |iredi'f.'f>n, nit nin weynseuf- ler, nit ein scheider, nil sclicndlicbs gcuiesz »(Ichtig, sondern ydennan eben (in Jedermafia toeue f tefr iehif^ni). wider den falsch ge- nanttnr (jeysU. utand. (1522). Aui]' . rar. zu I 'i'tm. 3, 2. 3 , tni L. ijclinde uhersetzl hat; weil er {Abraham) ym lande sitzet uius «sr sich yhn dien raachen (eich ihren gewöhn^ heilen anbequemen ) vnd landsMllen hallen, wo es nirlii scbedhi Ii ihkIi sundhch ist. vber das erste buch Mose. (1527). zij"; tsi ein ci^cuipel der liobe, das man aidi nach dem nehisten richte vnd eben mache, ebend.; Hltfh der well bequem vnd eben niaehen. ausleg. di'r rp. rnd euanff. rrm ostem rfr. il541j< Kiiij"; was dem pok-l viul gciia yiieiii dunckel ebüi ist (enl«pnefcl, iusagt . das ander legi widder d. hymt. propheten. { 1525). H'iij' ; ^'»ie sollfii wii d- iiri iiil fiiltMi «-/t) wnl aU cm vugleubigcr bapsl , \\ii> tlem glauben eben f^nn/tea) oder vneben ist. andeneftrisJl. adel. (1520). Biüj' ; sie haben anch sprUche <\or srhrifll mit der vcmunffl yhrem sinn eben gemaclii {angepassi}, vom abembnal Chrisli. (152ä). iij''; ist euch solcher mein rat nicht eben (rechl), so Irefll einen bessern, ron den jüden vnd jren lugen. (1543). fiij*'*, es isl dir nu wol gelegen vnd eben {gefällig) \nd vns zeit, d.is du selb« komesl, denn goli gibt nirht gnade , es wv denn zeit vnd jm eben. Jen. 1. 34''. Vhfny adv., mhd. idiene {Ben. 1, 40S^, ahd. e|(ano Hiraff 1, 90). 1 » accurale, ge- nau, scharf: ob wir den lag nichl so eben (genau) wissen kttnnen. ligl nicht dran. vorr. vber den proph. Daniel, Bindseil 7, 390: (l.inimb Itoschreibcl er in diesen Worten gar eben die arl der guiideit gegen die art der natur. Jen, 1, 40'' ; da sehen wir wie fein vnd eben die propheten reden kOnuen. der prophet llabaeuc. (1526]. ej"; wo er «iichl sond' rlicb bocli were gewesen helle yhn gi'tl nu hl so eben abmalen lassen, vber das erste dnefr If ose. (1527). Siij*; mich dunckl, der meisier er Just Mcnius hab da« i vpocn ewTt'«; licrlzeu ein gros slUck W(d ge- liidlen vnd ewer noldurlTl fein vnd eben ab- geuialel. i?orr. L. auf J. M. oeconomia ehriitiaM. (1529). Aij*; das ich den satan so eben getroffen vnd nicht gcfeilel ImIil. vom abtndmiil Christi. iir)2Si. aij"; j:oUis dienst niemanl so elieneygentaisdtiH lrnsten. von «eeif/idker vfrerhet'l. (1523). Cij''; vnd da ich des mon. 1 Aün. 3, 21; da sähe jn ein magd sitzen bey dem liecht vnd aahe eben auiV jn { aitviauau uvup, Meyer: und ^ali fest auf ihn ) f-iu. 22, 50 ; du ucDschenkiud, i^ihe vnd höre vieisstg zu vnd mercke eben drauff« was ich dir zeigen wil. Eseeh. 40, 4. 2) paritst^ aeque, gleich: ciur r*;de, so zur vnzeil gesdiichl, reimet sm h eben wie ein seilenspiel, wenn einer iraung ist . . . w er einen Marren leret . der flicket scherben zosanicn vnd lltnt eben als W( hm man < ii:>>n aus eiiii'in tirnVii si lil.ifl \vi < Ivt. >7r. 22, ü.7: däs ist nu der gaug des hcrrn Christi von der L.iyui<.LU Oy VjOOQle ! EBEN 478 EBENBILD gebiirt an durch vnser ganUes Id>en, das rr aller ding« eben gclelU vnil gewirckl lial wie wir. von Jhesu Christo. fir»;?:i). Giij*. 3) obea ^ gerade: t.s isi kein kirche aiill erden, da so manchericy vngleicheit vnd weise in golles dienst rrnl in den kirchen ist, als chffi in ilpf römischen kirchcn. kurtz br- kentnis. (1541). Giij" ; es gcscliaeh ji» dien recht. 2 Macc. U, G; eben aoi selben tage gieng Noah in den kästen. 1 Met. 7, 13 ; jlzl werdet jr jn eben antreffen. 1 Sam. 9, Ki; vnti ich gifing hinab in des tH|iirt'iK lian*; vud sihe, er crbcitel eben auii der schcil>cu. /w. 18. 3. 4) vor einem pronomen stehend verleiht (lif'si'm (iemrmslrativc krnft oder verstärkt dieselbe: nu wtis iilli- well, das ymdcudseben 'eben das' nicht ein ariickel, sondern ein gut slarck pronomen ist » das relalivum vnd de- roonstrativum zugleich ist als das idem* tom nbindmal Christi. (1528). niiij ; o lieber e:> ist ein gros vnlerscbeid zwischeu dem 'das flelseh isl kein nittie* vnd dem'dieses Heisch ist kein nOlse' odder eben das fleisch odder dnsselbige fleisch, ebend.; als sey nichts auff erden , d»*s sie '.venipt'r diu HVii , ticnn ebon dieses sncramcnts. rcnndnuny zum sacra- ment. (1530). Aiij'; ich klag eben dasselb in nieinen tiurlilin. von den newen Eckischen bullen vnd lu(feii. fir>"2oi, Aij"; vnd saget zu jin eben die selben woi l. 1 Mos. 39i 17 ; es ist oben das Ihier, da ich sähe am Was- ser Chebar. Aeclb. tO, 15. 5) besonder* gern steht es mit so stram- men, a) f!?pn so - als, tarn quam : (tu wpys- üeät, mein lieber rou)a|iisl, das du in dcrhcy- ligen schriflt eben sooiel kanst ah der esel aiilT der lyrcn. von den newen Ee^schen bullen vnd liiffi'it. (1520). Aiij'; wenn ich soll vnd kiuiite die orealnrcn ausmessen vnd mit Worten ausHlreichcD, soltcstu eben so grosse, ia noch grossere wunder darinne sehen, als ynn diesem sacraincnl. sermon von dem sacramenl des leibes vnd blules etc. (1526). A5''; deui Zwiiigcl eben so iiul Ulut seine deiilelcy ynn Paulo vnd Mose xo beweisen, als ym abendmal. dat diese tvort Chrisli noch fest stehen. (1527). dj' ; ilcnn diis /.wiii^'r'I «apt 'da'« hedctit »inineii leib' ist eben so viel ab das Lculaiupdd sa^l "^das isl neins leibs seichen', ebend. ciiij''; es isl eben so wol nicht geisl am creutzc vnd ym hymcl al< vin nbrntlninl. rom nbendmal Christi. ( 152s;. II j'' ; gotl kan eben so woi durcii wenijj; sieg geben, als 'durch viele. 1 Jfaee. 3» 1$. b) häulig gehraudU L, eben so mehr m (li rhedeutung von clirn -.i gut, chrri so wohl, icorin deutlich das mluL, also uiu*iT iBa%. 2, 09) enthdUen ist: wolan du must ilcnckeu *es sey eben so mehr in die belle gerant als gedrabel*. icider Hans Worst. (1541). Nij'-; sffhfn jiiit'fit ??o!len aiifF diesem steine sein... warumb nicht eben so mehr sieben orcu od- der sieben menlert der proph. Sadurja, 1 152S). Oij**; vnd wenn der Irost vnd glaube soU iiiihis sein, das der selig sey, der ynn Christo sliriil, was isl denn vnser t brisicn glaube? so woll ich eben so mehr ein lürck, jode vnd beide sein, ein widderruff vom fege- fewr, (153<^}. Cy*; wo das eumgelion i I t vnd rein gepredigt wird, da mus eine heilige christliche kirclie sein, vnd wer daran swet- ttdl , der mag eben so mehr attch xweineln an dem euangelion obs goltes wort sey. eon der xcinrhelmesse. (153H). Oj'': denn wozu durfl\en-wir der niflhe, das \vir vns sollen voterwindeu zu predigen , souiel crbcil auff vns laden, vnd druber leib vnd leben vnd al- Icrley fahr wagen , wo es nichts denn ein veffipblich lose vnd vnniltzrr Üiand were? eben so mehr schwiegen wir still vnd licsscn prcdigstul mit der tauff, .sacrament vnd schrtfll stehen. 4a« 15. eap. der erafe» ep. «. AmJi an die Corinther. (1534). Kj**. dies ebenso mehr leht noch heute nicht allein in der Schicvii und Baiem {vgl. Stalder idiol, 2f 192. Sehmeiler wtb.%Wli,»9ndem auch in Hessen, ob^eU^bei Vilmar Hi^ nicht angemerkt. c) so eben ro« der zeit gebraucht hriszl in diesem augenblick^ kurze zeit vorher : da» jr SA eben die abschrifll desselben brieues bekomeii mir suschickt. kurtx frekenlNlf. (15441 Vm-, Ebenbild j cl>tubildc, n. mhd. obcnbildc, ahd. <*|ianpitidi. 1 ) MId, oMUd: da (1 einen altar sähe, der 7u naiitjsco war, sandte derkOnig Ahas des- selben altar« ehenbild vnd gleirhnis zum pricster Uria. 2 kön. 16, 10; denn welche EBENCIIIUST 479 ECKSTEIN er suuor versehen Iml , ilic hat er auch ver- ordnet, das sto ylci< Ii SCHI sollen «leni eben- bilde seines sons. Hörn. 8, 29 ; welcher (Chrislus) ist da:» ebenbildc des vnsiehlbaren goUes. Coloit. 1, IS; die rede ist eyn eben- bihi oddcr controfeyll l)iM des herlzen. ausltfg. derep. r^dettrtnff. vom chri^fag. { 1 522). 2) Vorbild: nil alsz wcrel yhr herrn vbir sie dhz vbir ewr erbgutl, szondern scytl eyn ebenbild der lierde. wider den falsch gc' nantten (jeysÜUhcn ^land. fir>22). Fij'', bei Hindseil ffhlcitdc rar. zu I /Vf. '>, 3. Kbendirist ^ u». jur uebcneiinsl begtynti eUmal in der wdenung eynes gemeinen kasiews. (1523). Biiij''. Ebene, f. planities: alle stcillc iuifT tfnr (•Ix'tte. 5 M(ts. 3, 10; jre gOUer sind berge göller, darumb tudieii sie vb» aegewuiinen, o das wir mit jneit aulT der ebene streiten niiislen, was gilt s, wir wollen jnen angewin- nen? 1 knn. 'l'K ; denn er hatte viel Viehs, beule in den awcn vnd auil den ebenen. 2 chran. 26, 10. Ungleich , etmeimüit {Hönisch 7 S 3 , 39): alszo isis yiin gotl ancli , «la ist >ovn worll ylun s/o ehengleych , das die goltheyl ganlz drynucn ist. ausleg. der ep. vnd euang. vom duriHag eUt. (1522). Qiy^ Ebengnt, n. eine von (irimm wtb. :i, 15 nach Jen. 1, ISO angesetzte, aber Ixi L. nicht vorkommende zusammenaetzung, daher mieft die vntnderU^ etittärvng Grimms a. a. o, s. die betreffende «letfe «nier eben adj "1 '!'i'i-h im anfang. KheiiholK, u. I.. hcitenholz, das steinharte, schwarze hüls des ebenbaumes : die schiflc Hirain bncblen seer viel hebenbolz. 1 kön. 10, 11; oedern, lennen vnd hebenholls. 2 chroH. 2, S. Dbenteaer, s. abenleuer. BbeBtcierUchj s. abenteueriicli. Kbeiteacfly e. abenteuern. EbcBteorer^ ■'> ahenlcurer. Eberschwein, n. aper, mnnnlicfivs trild- Schwein: vnd waruinb hallen wir niciii die vnuernnnfftlgen Ihiere selig, als die hirschen vnd eberschweine in der brunsl. Verlegung des uleoniH. { 1 .' 42). Jj". — irA«I. fiberswln {Ben. 2', 7i>5j. Ebräisdi (ebreiscb), hebraicus : ebrei.scher man. 1 JÜo«. 39, 14; ein chreisth weib. Jud. 10, 13: das cliKisch volck. 10,20: niil ebreischen buchslaheu. Luc. 23, 38; ebrcisch alphabel; ebreisdie spräche. /Ür ebreische spräche ttelU auch dioirs ei>rciscb, wie dculsch für dculM Im- sjirache: d. Cari* sind soll iiivr vfrzf-ylicii . da^^ ich , « i»' wol niebl viel ehreiseb kan, dooii mehr dauon Weys 7.U sagen vnd zn vrteylen denn er. wid- der die hyml. prophelt n. (1525). Giiij''; er [Jesaias] ist t lirt.isi hcn last wol beredt [/fwest. der pioph. Jesaias. (1528). I". Echter, m. pruscripius, s. abcriieliler. die hei Grimm unier echter gelfnukte eielle enu L. ist einer schriftbetpeie £eo JT. enbiomtiieti. Eehien, ächzen, gemere: wir brummen alle wie die bereu vud echsieu wie diu laubeii. Jes. 59, 11. vjf(. ächzen. KdM, f., mkd. ecke (Ben, 1, 409), ahd. ekka {Graff \, 112). 1) angulus, tcinkel: binden an die zwo ecken der wonung. 2 Mos. 2G, 23 ; da kam ein grosser wind von der wCIslen her vnd sties aolT die vier ecken des hauses. Hiob 1, 10; vnd wenn du betest, Sdltii iiii lil stMi! n il- dir liciiclilci', die ilaüf'rno stehen vnd beitjü in lien schulen, vnd an den ecken vnd aulT den ga.ssen , aulT das sie von den leulen gesehen werden. Afafl^. 6, 5. 2) spitze landzunge: von der ecken an dem saltznicer, das ist von der zungen die gegen iniltag werls gehel. Jos. 15, 2. 3) spitze Oberhaupt: die ort odder ecken, die da des altars hOrner lieissen. da»*dkSne confiieiniui. (ir.3(l). Oj\ 4) das äuszerste ende: darnach sähe ich vier cngcl sieben auff den vier ecken der er- den, ojfend. Joft. 7, 1. 5) bildlich: wiesolchi? weis«' yn derschriOk zu reden fast gemoin ist, das mau könige vnd fursleu itennel (eisen odder ecken, der 82. peabn. (1530). Füg*. fiekatcia} m. fajnt angularis: der stein den die bawleulc vcrworlTcii haben, der ist zimi ccksl«'in wnrdoii. Malih. 21, 42; er sol nur nicht die lUcken büsseii. nucli einen füUe- stein geben, auch nicht so geringe sein als ein wercksiih k, sondern ein eckstein sein jm gründe, dos svhöm- ((inßtemiui. f ITi^KM, Mj'' ; hie wd ichs lassen mit den zweyen henbl- stuckcn vnd ecksleioen der schwermer. das Digitized by Go 1 EDEL 480 EFERM dieie m»H ChmH nach fett ttdum. (1527). m üj''. £4cl (cdiiiil i, nuOiUif ingenutu, mhd. cM. edcle {Ren, 1,8), ahd. edili {Graff l, U l). 1) VOM adel, edelgehoren, aätUeh: wid- ilcruiub eyn edle üinptl iijiine auch ey» bur- grr. irfV/jT rfen falsch genanUen fi^yill. stand. 1 1 yi'l). tiiij''j CS ist eyn grosser iicn vnszfr gou, darami) vamt er auch solch edoib, hochgepome , rcyi-hc hcucker viul hmiol lialifii. CO« toelUichi i vlurkeift. ■ ir)53 i. Kj . substantivisch: mx edder (uttt^tonäg iig tiytrr^s) zocb Teiiie in ein laad, das er ein reicli eioneuie. Mmc, 19, 12; «llerley nmtwilic, bcyile vuler baurn vnd cddeleii, i>i aiifls aller hübest komen. der st2. puUm. (1530). Eij- 2) ausgeseuhMt dmrehvortreffUehf eigen' iekaflm, kottbart t^älxentweiih, a) von personen: so isl «t joff wiili r- iiiiib viel zu eddel vnd cckel, das er Riebt wd iiocU kau bcy sulcbeu iiutlerligcii , rbuuirel- Ligen heiligen sein vnd wonen. amteg, 4er tf, vnd euang.von ostem etc. (1 544). aiiij*; bis wiHfkoiu du edler fjist, den KUiider nielil veräcbuiehel b«i»l. WaeliernagellUrdketd. 147. vnd haben szo viel edler g<.ysier den sUnck, nii>( vnd vndaU müssen herbergcii. eyn vr- teyl der Iheologen elc. (I52lj. Diij"; ilic cdlcälen in l.srael sind auflf deiner hübe er- schlagen. 2 Sam. 1, 19. 6j von Sachen: ein eddel land für allen lendeni. Ezech. 20, (i; vnd isl das edle liirut xar wUstuuge gemadil. Sach. 7, 14; den .eddeln stein onix. vherdas enle buch Mose. (1527). Hiüj*; vnd der künig niachl einen grossen sliiel von elüenbein vnd vberzog ju luit dem edelsten irolde. I liön. 10. IS; ir wird 2>ein füllen an den weinsluck binden vnd sftiner eselin son an den edlen reben« 1 Jfoa. 49, 11 ; mein liebm ii.u einen Weinberg an einem feilen (u t vnd ci li il jn vor/eunel vnd edle rebeu drein gesenekl. Jes. 5, 2; edle frttcbte. 5 Jfoa. 33, 13. 14; wir sewc ge- bieten das niemand ballen sol, das musealen edle w(lr(ze sey. auff das vermeint heiser- tich edict. (1531). Ej"; der g« ysl isl das Uocbsie, licile^le, ediiste leil des mensdieu. da* magnifieat, (1521). bij"; also Isl diesze epislel s. Pelri auch der edlislen biicher cyüi vm newen lestament. ep, t. Pelri gepreügt. (1523). Aij\ c) bei t^slritelen wr^Uunffen: abo ist das ersle hdhest vnd dier eddelste guiwerck ynii dies(>m gepoll der glaube ynn gotL ausleg. der Izehen yepot. * I 'i2S). H j'. Kdell^an^ /. femina nobiiis: so babeu wir auch erfaren, wie sie den edelfnwfn wridlieh vnn den kranckfaerten ittoi kirctiuff geliiiiaoti. 1*0« schain hamfhora*, (1543^. Iliij'. Kdelgetiteln , n. lapis preliotus, gemma: viel goUb vnd edelgesteine. 1 kSn. 10, 2; allcrley cdelgesleine vnil mariuelsleiii»-. 1 rhron. 30. 2; nu hab ieli wo! cris(alloi) odder edeigeslein gfseiien. vom abendmal ChrisH. (1528). kj': mit eitel gold vnd edeigeslein prangen, der 1 {O.psalm. {I53'.t). s ij \ - mhä. UHcerbunden edel gesteine l ll«n. 2-, 017). KdellenlCy pl. cit < nobiles : :>olcbe reuU r sind jlxt fasl vnser eddeUeute, die «n ross vnd harniseli müssen geritsiei siuen, daaon sie jr li'In ri^lKer baben. von den cnnridjs vnd ktrrhen. (153!'j. t'n'j*; edelleule, bauwern, bdrger. liacftr. 172*. owd^ nodk getrennt eddel lenle. das man kinder mr srh\>!' u /i rff' /, solle. ( l . (Jij'. bdelniauU; m. vir uobUis: gleich aU vv«>un ein fürsL odder lehcniicrr einem cdelniao eui gut schenekt odder leihet, «oie das getetx I nd t aangelium nt «nleracftetda». (1532). A)aj''; niil der weise so mUslc ich nim<'r tiK'lir keine predigt ibuu . . . kein ed«'lu t. ufern. Digitlzed by C^ogU EFfEN 481 BBB Rf», cieni» cfiMhi «. ifleii, xff«rei, äflisch. KgCi f. occa: aUo tlaitF er aucii keines pHuges noch eg« dasa. das er tos seltige mil weilzen. der XM.psalm. (1532). Dj"; man (Ircscliül die wicken nicht inil cgrn. Jes.2H, 27 , 100 wnUr egen äreschschlitten zu ver- mhen Hni» iie Eüi. ausg. 1 , 380* bietet egde, welche form dem mhd. egede {Ben. \, 41'» ', "hd. pj;iil.i (Gra^ \ , 112) ent.ipriiht. t^eij /. /- <'i^'''l, hirudn, sauguisuya, nUtd. ögele [tien. 1, 411), ahd. egala {Graß" l, 130): die eigel hat swo tOehter» bring her, bring her. tpr. 30. 15. mannich faltig sind die formen, toeUhe die nacMuth. bibet» dieser slelle bielm, so hat z. b. eine frank- furter biM v.j, 1562 ciii,'el, eine Witten- berger v. 1604 figcl, neuere Ub^auegg. haben sogar dor ipnl. Ks;cn, orcare: i\u\a solle |»fl(lgrn vnrl J.irnli eg«Mi. Hut. 10, 11. — mhd, cgeii (lien. 1, 410). Ehe« inlerjeclio irridenlis: ehe, er hat mir keine srhrifTl furhrai-hl. das diese wort Christi noch fest stehfm. (1527). ej^ Ehe, prius, ent nhd. ervenlerte form für eh , mhd. unorganisdie kürtung de* sel- teneren t'r. 1) prius, antea, früher, vormals: es isl wol eile geschehen, das ein wiclcndcr hasz ein inenseheD b»il lohend rund raiend macht (gemaeht), wie die poclcn von der lleciiha Taliulieren. auff das vbirchristlich buch bocks Emszers, (1521). Aiiij''; wer ehe (vorJker) kam der as» ehe, das die hernach kamen nichts funden. wm «Aendmal (^riiti, (1528). Ciiij". 2) potius, [ifber, vielmehr: wir wollen ehe slerlien, d«ini etwas wider vnscr velcr- lich gcsets handeln. 2 Maec. 7,2; Ihuo doch die T irckt.n selbs also, das sie sich ehe vnd liilicr crwtirgcn denn fingen lassen. eine heerpredigt Widder d. T, (1529). £iij''. 3) priusqu(m: Christas foddert hie von aancl Pelro drey mal die lieh, ehe er jm diu srhafl* liefilhel. grund md rr.^nch. (1520). Ij*; p\n musiciis hat ein lied ausgesungen, ciiu der ander sucht vnd ßndct obs ein sul oder h im ctaue sey. wm ien letxlen wor- tem DauOi. (1543). Aiii/; ehe der herr Itaan. waitaftack. SoJoma vnd Goinorra verderlicl war sie wasserreich. 1 Mos. 13, 10; ehe sie sich legten kamen die leule der .slad Sodom. 19, 4; das dich meine seele segene, ehe ich sterbe. 27, 7 ; ^ iwey iar vmb sind. Jer. 28, 3. — flie denn (ahd. h thannc. T. 188. 6): acht ich solche TciDde wie die iungen nisse, wekfae ehe dam lenae draus werden, ledige, diirre bdg« sein mOssen. anriet hönigs i . Engeltand lesterschriffl. ('1527). Ihj*; vml (las voh'k Iniif den rolit'ii leig. ehe denn er versewret war. 2 Mos. 12, 34 ; las ah von mir, das ieh mich erquicke, ehe denn ich hinfare vnd nicht mehr hie MJ* .'^9. 14; rho denn ilor hane zweymal krchci, wirstu auch drey mal verleugnen. Marc. 14, 30. 4) ehe — denn, eher — ak: die zOlner vnd huren in (igen wol che ins himelreich knmen «leim jr. Matth. 21, 3t ; es ist gut /.II rechtti , vveii «lie mJrkle alle zu Leipzig, dass sie ehe tausend exemplal' vertreiboi können, denn die vnaem hundert, de Wette frr. 5, 101 — ehe — ehe, eher — als: dasz ich hinruri wolt radlen, elie ein hyrrie odder sonst werd^man, ehe ein priester odder munch werden, an den christl. adel. (1520 renn, ausg.) Jiiij''; vnd will flie l.is- seii hvmcl vnd pnien vnriielirii , flu' i'vn cyniger lullcl odder buehsiab daiinn verfalle, eyn trete vermantmg. ( 1 522). Aq' ; sie heb- ten ehe den teufel selhi; los gebeten, ehe sie golles son hellen los l.if^ücn sein, randgl. zuMaUh. 27, 16 — nicht ehe — denn bis, nicht ^er — (aU) bii: wo die sande nicht ehe vergehen wenlen, denn Iis sie durch vnspr rrw, hnssc vn ! trnlc werck vberwogeu wenieii, so hab(M) wir gar keiner Vergebung zu holfen. zwo predigt auff der kindertauffe. (1540'. Lj». 5) je ehe, eo prius: aber ehe sie sich vmbsehen stOsl er sie zu boden. vnd gemey- niglich yhe grüsser künigreiclie, yhe ehe. der 127. psalm. (1524). Biüj''; keine lern noch trawm so vngescbirkl kan auitkomen, er finili'l srlmlcr di/ii, vnil yiie vngeschicklor, yhe tlif. das diese tcort ChrisU noch fest stehen. (1527). bj*. Ehe, f, lex, lealaaienlum, nwfnknonltim. 1) dfo hedeuiung lex, tettamentum, be^ 61 Digitized by Google EHEBETT EHEGESTERIf ffegnel hei L. nur noch anfangs : es i>.( .itirli geschrieben vod saul Paulo » Chrisluä uaiu die e« aa lieb, loff das er die, die vnder der ee waren erioszet. ey» gtffttUck eite$ huch- lein. (1516). Ciiij''; voick iler allen ehe, des allen bnndes. 1, 523'' tii der soJbn'/f von der beichl. 2) ehe, puUrimonium: tur eh« greyfTen. ündißherrtnd, ordern. (1523). Cij*; vnd ich nam sie zur ehe vnd sie zeugelcn mir sdn« vnd löchlere. Exech. 23, 4; on che bleiben. 1 Cor. 7. 11. Ehe iH Muntng ßr ce . denn üAd. nur \lien. 1, 450), nhd. ewa {Graff \, 510). die ursprüngliche , jetzt erloschene bedeu- lung geselz scheint sich aus der noch alleren von ewijfiteü , teekhe dem j^ofb. iivs allein eignel, enlwickcH *u haben. Ehebett} ehehellp. n. leclus jugalis: die ehe sol ehrlich gehuUeii werden hey allen da» ehehelte vnlefleckt Uebf. 13, 4; daa iat die schttae deeka ?ber die brautbelle oder ohcbelle gelegt iieo boebteil preüg' ien. ( 1530i. niij'. Khebrechcu, aduitenum jacere: du soll nicht ehebrechen. 2 dfo«. 20* 14; norden, atelen vnd ehebrechen hat vber band ge- nomen. Uus. 4, 2. Ebebrcchef} m. aduller: wer die ehe bricht mit jemands weibe, der sol des teils «terben, beide ehebrecher vnd ehebrechcrin. ^ Mos. 20, 10; die luircr ahcr vnd die ehe- lireclier wird gntl nrlitcn. Ilrbr. 13, 4; reuber odder ebrechcr. wiäüer die verkerer JceyMrJIcb« numdslt. (1523). Oj''. EhebffCeherei; f. aduUerium: wie sie elie- lirecherey gelrieben vnd blut vergossen haben. Eieck, 23. 37; hürerey, ehebrechcrcy vnd vntoeht wmrwmgs «n $, L deudschen. (1531). Eiij>'; UeinU von Wolffenbttltel seine srhcndliclie , vnbusfcrtige , verslocklc che- brecherey vnler dem schrecklifhen vrleil vnd zorn golles schmückel vnd bergeU tetder ITant WwtL (1541). Nj'*. EbebrccbcriB» f- adullera: ein erwcgen rlibreilicryn. wider den falsch genantten geijsü. stand. (1522). fiiiij''; wo sie nu bey einem andern manne ist, weil der man lebet, wird sie eine ehebreeherin geheissen. Rom. 7» 3; jrehebrachcrviidefaebrechmn. Jm.4» 4. Ebebrerherisrb , ehebrecber&cli . adulle- rinus: gehe noch eins hin vod bide vmb das bulcrisch vnd ehebrecherisch wetb. Hos. 3, I; die b9se vnd ehebrechemebe art. MIatih. 12. 3 Ebfbrief, m. tpohl ein bäpsUiches ^rhrei- ben , melches die ehe mtl sonst verboleMu graden gestattet: d« hat er (der kap$t) Idl . . . äililjvhneue, messebriea«, ehebrieue. wider das bapstum zu Rom. (1545). nj\ Ehebrorh , m. aduUerium: dis weib ist begriffen aull' frischer Ihal im cliebruch. Joh. 8,4: haben engen vol chcbrucbs. 2 Pet. 2. 14. Ekedleb, m. wer sie (die ehe) yro winrkel vnd linsiernis siichl odder heimlich annimpt. der i fraw findet, der findet was gols. tpr. tß, 22 : mau sihel auch hernach in allen pro- phelcn, das golt sidi .stellet vnd redet mit den kindcrn Israel als ein man nul seiner ehefrawen. von den jüden vnd jren lügen. 1543). Gij^; buler vnd hamtreiber vngem eherrawcn nenien. «ermaminf m die gtUt^ liehen. (1530). Ehcfruulcin (chefrewlin), n. dim. des co- rigen, usoreuta: ein eheltawlin mus sie bin- dern, ebeni. Fiij^ Ebcgcmahl» n. eonJux, mann «nd frau: die Stück nlicinc scheiden man vnd weib, doch mus es vormals, wie zu reclil f^elnirei, genugsam erwiesen werden , das «hebreche- rey vnd hurcrey geschehen sey, sonst sdllen wol jr viel böses von jren elif^'onialen sogen» diiniit sii' die los Würden. Eial. 1, 215". Ebej«8(ertt| nudius terlius. vorgesiem: deine sooichen sind von Mansfeld gefaren ehegestern. delTcflebr. 5*784; Jaeob sab« an das angesicht Laban, vnd aiho ea «nr Digltized by Coogljj EÜEUAFT 483 EUEMA.NN Bichl ^egen jin wie ge>tpni vod ehegc8l«m. 1 Mos. 31. 2. S. in der ersten deuUchtn bibel fl462) «gestern \gedr. egegcsiern , was tcokl nur Druckfehler ist;, mh4. ^^ter (Betu 1 , 500). «M «gCstere, lrg«stert (GraffA, 27 S). Ekehtft (ofintn), legitimus, rechlmcUiig. reehlsgüliig . mhd. *}iafl {tien. 1, 451): wo ybr aus ebaflW vrsaclien nicbl erscheynen Bttchtel. swiy i^fUHi^ MCin^ vnd Mi^ädemertig* fepoU, (1524). Btj*. er- MCheirtt nur nn dieser s(elle bei L. und nwh hier nur in einem der in der genannten 4thrift abgedmekim ÜMOffr/irften geboie. imgegen gehramki L. ehtm^ iat ff«iek* Ehrhaftig, mhd. phafik (Ben. l, 452): au» solcher ebebafftiger null hat er widder Blich, ahi «jntm goUis priftiter gepurt, •nistreylten furgenomaiM. §ifin wtMer- Spruch. (1521). Aijv Khciialt, m. dtemUtole, bei L. nur in, der haiupotliUe ersehtimend: ein jglkher ehc- hall »der d'mislbol. hauspasl. \Wittenb. 1545), tcinlerteil 52'; man finilel r ehehalleu oder dienslbolen seer wenig. ebend. biK mki, Iball« {Be», U 628), «M. Km i» firUsur als iUtm tfioMct. thatta {Grmff 4, »07). Ebcburcy /. uJTor aduliera : gleich wie eine cliebur« viel irewer rnd gehorsamer isl. aoch viel awbr Ihm vnd kidei vmb dca ehe- brecbers willen tU nn viiiI) jres in.mnes vnd kinilcr willen. rerUnjung des akornn. (1542). ViiJ'' ; so belen sie auch viel, wie die cbebur prouerfa. vtj thul. tkmA. Khekiidy n. in der ehe erzeugtes , proles legitimfi : fll»!:;« Iiurenweih ist seine {Uoscasj recltle redliche eberraw gewesl vnd ital röchle ehekiader mit jr gezeugel. rorr. über dem proph, Botea. Binäseil 7, 400. mhd, ^kinl [Ben. \, 818). Ebclf ate , pt. ronfuges : d.is <;nllen die eeleudl wissen , das sie gou , der chrislen- bcyl» alter weit . . . fceys beaser werch vnd DOts si Ii;inv*n mugen, daoB daa aie ybre kin- der wol aunizyhrn. von dem elichen slandt. (1520). Aitj''; bie (l Cor. 7. 3 f.j vnler- richl s. Paulua die ehelenU wie aie .sich gegcftciRandcr hallten aoHeti der ehepOichl hiilbcn. das 7. cap. s. Pauli xu den Conn* thern. (1523). Dinj'- ; rlit-M' rfrfv njclu wol- len wir beten , darnach Wüllen wir vns iih samcn halten ab eheleuie. Tob. 8, 4. Bhelicfc (eblipb. eaKcb. elich). getraweki L. nur noch in der engeren bedeutung con* Jugaiis: eyn seriiifdi von (h-ui elicken «standl. iitel einer 1519 erschienenen schrifl L.^s; cyn eblich we^b. int 7. cop. «. AraK au den Corinthem. (1523). Biij"*; Xose« dem. 12 eine vertrawele jir/igfriiw eine pliHiehe ( iw nennet, von ehesachen. (1530j. Eiij**. ofl mü werden: stehet die sache eines man- nes mit acinen weihe alao, so iata nidH gnl ehelich wcr.Ien. Matlh. 19. 10; vnd ver- bieten ehdicli zu werden. I 7Vm. 4, 3. sub- sianUvischi den ehehcben aber gebiete nicht ich, sondern der h«rr. 1 Cor. 7, 10; das die eebchen ybre kindcr zyhen. eyn sermsm von dem elichen slandt. (1.^20). Aiii' mhd. i\kU (Ben. I, 452j. ahd. eltch {Graff l, 513). auch no^ mit der urspr. bedsulmng gsuUmäswig, kgithms. Ehelichen (ehlichen), mairimonium Ira- here , heirathen: wenn jemand ein weih nimpi vnd ehelicht sie. 5 Mos. 24, 1 ; mein Schwager wil mich nicht cheKehen. 25. 7 ; daraasx folget, das schwister kinder vnd der siiflVnatter aehwesler fur pott mit truftcm gewissen mngen gechlichl werden, wiiche person verpoten sind tsu ehlichen. ( 1 522). Aj**; da nassen sie die Weyher enttweder lassen odilcr oliliclion. wider den faltdk gs- nanlii^n g^gsll. stand. ( ir>22'. (ij''. Ebelo&j caelebs: ewr newer löblicher eheloBCr stand, itermmmtp an Ss gekt- liehen. (1530). I j' ; ich meine aber nicht den jtzif^en gcisiliclieii sliiiitl jnn klüslern vnd «tiflUcn mit seinem ehelo.sen wesen. das man Jtfnder «wtcAn/e» Aalten salU. ( 1 530). BHf. Ebemals, anlea, quondam, mhd. 6 males, auch h>'i L. getrennt ehe niah : e? h.if wo! ehe iiiJils eyn narr bas zu geraten , denn eyn ganiter radt der klugen, an die mdiberm. 1 1.^)2 l t. Eiif. Ehemaan (• Innan), m. maritus , gälte, mild, eiiiaii (Ben. 2, 39): einem ebnian (^e- bürt] jnns haus zu sorgen vnd schicken, vnd et* Digitized by Google EUEPFAFF 484 EUEVERBIETER niclil der kinder warten, wie das geseU tnd «uangMm xu viU»r$Mien, ( 1 532). Aiij* ; wenn jemand erfunden wird , dor bey einem weibe schleffu die einen eheman hat, so sol- len SIC beide sterben. 5 Mos, 22, 22; nacli dem OfenUieben verlObnis ist er nicht ledig, MHidern ein breutgam vnd eheman. von ehe- sarhfn. fl'i'M)]. Fiiij» ; es ist on rweifel meiii aücullieueriich geschrey für euch komen, als sollt ich ein ehemann worden seyn. de WeUe br. 3. 11. Ehepfaff; m. verheiratheler geistlicher: würgen die ehepfaffen. vfrvmnung an die geisUichen. (1530). Cij". da dies wort ütji 6 rt mm wmenridmtt geblieben Itl, so füge ich noch tunm b^egaw einem Zeitgenossen L.'s bei: M) lit'j'^'Mi wir es euch i»apistpn ein exempcl der aiioslelii sein, welches den ehe- pfaffeu nicbls abetreil, sonder viel mehr euch inwidder ist.. JTyme«« von 4er frieeUer ehestand. (1533). Fiiif. BhepHifhf . f. eheürhi- pßlrht , bcischUif: Bit die worll s. Pauli ^uiü klar guiig viul dfiriTen nicht viel gloszen, so mag ich nicht so lielT hyneyn greyffen vnd vnsauber von der ehe|»llir!!t M'lircyl>en. das! .cap.s. Pauli zu (Ich ConnUu rn. (1523). Cj* ; ich wil der fahr geschweigcD, das man ein weib zwingt tum man yns bette » die ehepflicht zu leisten vnd doch keine zu foddern. wm ehesacken. (1530). Bij^ s. eheschuM. Eber, prius, L. eer, ehr, doch, wie schon mM. £r, fwr ieUen, häufiger ehe (i. d.): auch findt man die zur ehe greyffen vn«l valler oilor inulter werden, eer sie selb bet- ten kuudeu. ron dem eltchen stand. (151 9 1. Aiij'' ; aber ehr sie das thelen, sie licssen disz gewalt viel ehr fallen, von dem bapsium 2« Aome. (1520). Bj"; so sollen sie es docli nicht eher Ihun, meyn .Hiilndhn sey denn da. tvoey keiserliche gepoU. (1524). A2\ Kbcr, f. spieüt e. aber. Ucm» ehrn, aereus, t nn erz (mhd. uhd. h), mM, ahd. £rln {Ben, l, 438. Graff 1. 433). 1 ) eigentlich: iünflzig eherne hefite. 2 Mos. 26» 11; ein ehrn handfas mit ein ehrn fas. 30. 18; ein ehern lopfr. 3 Mos. 6,2$; mache dir eine ebrne schlnnge. 4 Mos. 2 1 , 8; zum ersten mus die schlänge, die Moses aus gottes befelh machen sol. ehernen oder kapITem sein. httu^oH.{Jhena, 1 559). 266^ 2) bildlich: dein himel , der vber dir isl, wird ebrnen sein vnd die erden vnlcr dir eisern. 5 Mos. 2b, 23; denn ich weis, das du hart bist vnd dein nach ist ein eisem ader, vnd deine stim isl eherne. Jee. 48» 4« Ehcsarhe, f. causa conjugalis: wn wir beginnen ricliter ynn ehesachen zu werden, so hat vns das kamprat bey dem ennel er» grilTen. von «Aesncften. (1530). Atj^ Fitif schander , m. conjugii violalor: der ImscIioH ist ein vbergöltlicher man, der kao iiiriii straffen die pfaflen» so frawenreuber» eheschender vnd hurrn ieger sind? eine te- rtcA<. (1528'. Büj''. Elieschelden , n. die not foddert auch et- was zu sagen von «'lit.>scliciden. ron ehe- Sachen. (1530). Jj '; das scheiden von bette vnd liseheein recht ehesdieiden vt» das kein fiiiirkli'in der clie da bledil. ebend. Gj**. Khesrheidung, f. divortium: vnn dem selbigen (sc. geistlichen) recht die eheschci- dung gemeiniglich der massen tu gelassen wird , das sich keins verendem thar. ebend. Gii^ Ehcschald,/. was ehepnichl: sie hat recht vnd macht die ehescbuld von yhip zu foddern ah ein eheweib. ^end. Bq^ Ehestand, m. matrimonium : niemant vnler- windet sich gern solcher luKzen tape, ilanimh schevvel yderman den ehestand. da« 7. tap. f. PnnJisu den Corinthem» (1523). Biitj-; nach der brunsl vnd kiilzel zu rechen . . . ist die iungfrawscbalU vnkeuscher denn der ehestand. ausleg. der ep. vnd euang. ton der heyl. drey könige fest. { 1525). fiiij'. Bhctllftugi f, eoncUiatio malrtMOHä.* vnd sie naroen einen brielT vnd schrieben die ehestilTlung. Tob.l, 10; dasmagwol beii^^en eine grosse herrliche ehestilTlung oder hoch- zeit. steo AocAieil jj/ tdtylen. (1536). Gj*; wt'nii die chestiinung volzogen sol werden. KisL 1, 193\ KhcTcrbirlen j n. solch eheverbieten wird er nicht Ihun aus liehe zur keuscbcil. rorr* v5erdenpro|»ft.l^anle/. Bindteii 7» 380. Ebcvfrbleter, m. also sagt auch s. Pau- lus 1 Tim. 4 das Im* rlicuerbieter ia heuche» ley lUgen reden, ebend. 7» 381. Digitized ^y^jfj^ EREVOLK 485 EHRBIBTDNG EhCTolk, n. conjuges, cheleute: wie eint» selige eiie were das, wu sulciis ulieuotck beysamen wer«, aiuteg. der Z9hen gepoi. (1528). K&*; ein clirisllicli elieuokk. hauxposl. {WiiiftifK, I T) 1 5j tcmlertciV 10')'. Khcwrchitelu, n. aUo iüI es auch s brot, aherein ehew<'d> febet das edle leben, spr. 6, 26 ; jr (der Türken) geselzc zulegst, das einer nag xwelff eheweiber haben. etn$ httrpre- dig(, (1542). Gi^ij^ Ehewille, m. propensio ad connubium: vnd ist die braut liebe oddcr ehewdie cm nalflrlich ding von goii eingepllanlst vnrf ein- geijflten. ron ebesachen, (1530 . r.Üij'-. Khrliar t"«!».')!"). anfnnga aurh wie älter- jthd. [z. lt. bei keisersberg}, erber, mhä. ^rbiere (Iten. 1, 445). gebraucht L. I) ab autMeidutende* epHhei in UMn vornehmer leute, z. 6. dem erbarn, fursii-h- ligen Lassro SiH-nplor, Aor «in«! Ntitndieru' Syndico. das man Hinder zur schuien hallen «olle. (1530). Aij-. 2^ konoralag , angesehen , vomdm: Jo- seph vnn Arimalbia, rin ciliarrr mlsbnt. Marc. 15, 43; die amierbligen vnd erbani weibcr. apost. gesch. 13, 50; nii aber sie sehen, «las ao viel erbarer kinder mil ver- warter luchl vnd ehre die ban gebrochen haben . . . « erden sie mutiger vnd lhurs»iu'<'r. vraach rn'd anticorl. il523). Aij' ; ich itül> selhs viffi reiner erbarer menner gesehen vnd gekand. wenn sie sollen gericlit sitzen vnd rtwn ein b!iitvrl«M| «[irocfim , ^ic dn fiir flohen, sicohochzeitpredtglen. (Ib'rHi). Aiiij'. 3) ron ansländigen sillen, züehlig: die diener solleo erbar aeiit. 1 Tim, 3, 8; was erbar. was gerecht, was keusch, was lieblieh, was wol lautet . . . d»Mn d»'nrket nach. Phil. 4, S ; ein erber fruni christi>n man. ton den newen KekisiAeH bulten vnd lUgen, (1520). Aiiij" ; wjr ists. das Tressen, saulTen vnd voll Beyn solch» erber leben am allernieysleu hyn- derl \nil vorstoret. ausleg. der ep. vnd mang, ritm christag eU. (1522). Cj*; welche al- leyn sehen, auATdaserbarscheinbarlieh leben, denen were es besser, das sie liiirn vnd buben werfn. Jas benediclus. (1525). Fj*. Ehrbarkeit (erbarkeit), f.honestas: vicis- siget euch der chrbarkeit gegen jcderman. BiSm. 12 t 17; es Ist aber sebendlich, das nicht so viel redlickeit vnd ei ha^^keit ynn yhn i:vvt'ivil [lien. 1, 1 lö». Kbrbarlicli terliartich), adv. huneile: las^ set vDs ebriurlich wandeln, ab an tage. Rom. 13. 13; rrtfmlieh vnd erbariicb leben. ntishg. der ep. md euanq, rnn nstem. (1544). N5''; wer lioirerlig ist, da sj)richt man, das ist ein ehrlicher man, der helt sich stadlieh vnd erbarlieh. hauspost. {Jhena l'i'O) 271*': |irics1rr waren hcirlii h , vnd doch cbrb.irlicii gescbrnih kl. randgl. zu Jes. ül, lOj c. w. wird &ich iueiiu christlich vnd ehrbartichtf^issenau hallen. delK«Me6r.4,334. Ehrbietrn, honorem Offerte, venerari, mild, gi'ln'inil t'ii' iiiilcn: wie die bepsl, l>ischoli', ept vnd das vob k sich lassen ehren vnnd ehrliieten mit bicken vnd knyeit. von anbeten des saeramenU, (I523>. Ciij^; hie liillfl ki'iii ilriiidlipon nrnli clnliii-lrn. von /iriinUchen vnd gestoltn briejen. { ir>2D|. Kij\ Khrbicllg (ecrbietig), vcnerabundus, heute ehrerbietig: luni dritten wolt ich ein icedel ausz gehn laszen, eynen ieden zcuuonnanen. il'T runiisclifii Kirrlion fdl^'i n. gehorsam vnnd td luelig zcii sejun. originalbr. v. J. 1519 auf der hibHolhek xu Gotha cod. ehart, 379 foL 2 ; seyl ehrbieiig (1522: eerbietig) gegen ydermnn. 1 Pcl. 2. IT iit dm er.^len nusgg. des n. lest.; das sich der leib züchtig vnd ehrbieiig gegen dem leib vnd blul Christi hell. detfdseA ealecft. (1529). \V* Kfcr|ictng> «ArerMelltny: die ehrbie- tiin^ war den papisten veradil. utifnort deutsch, (1522). Aiiij'': sohlte eiiserliche ehrbietnnge hcysi eygentlicli ynn der schrin anbeten, ron anbetendes eaeraments. { 1 523 ). Ciij**; die aposlel sassen ym abendmal vber Digitized by Go I GHRK 486 BUBEN tiscb vnd bellen Uhrislum oichi m , den sie Mblich ia tktM xahm vad th«lcii;[^iii keine •brliieiung. da* 4i»te «mtI QtrUU »odk fest itehrn. fIo27i. ilj*. Khre (ero, etTC, celirel, /. honor, digniuis. gloria, mhä. ere (Ben. 1, 442 ff.), ahä. era 1) ehre ynn der schrillt heyst nichl alleine »las pul gcril.clile, somlpm die gdter dnuoti das gerflclile erscUallet, als Matlh. 6. ich sage euch, d«s Salomon yDU alle seiner ehre nicht iit bekleydpl gewcsl als der eines» vnd psalm 77. sie wandfllon ylire ehre ynn ein kalbs- hüdp. der Iroslliche psalmen. f lb2ih. (IS*. so goUes elire \a vnti .itiff lalinisch gloria lieyst, aulT di'iUsrh iiicszc hcriickeyl: ebenso hat eine bei Bindsei i fehlende var. lu Luc. 24, 29 (wm ahenimal CkrUH, 1528. hj*) in sein ehre gehen statt zu seiner herrlig- kcil eingehen; gib golt die ehre. Joh. 'J, 24 ; so from isl er nicht, das er goll die chcre kOttde geben vnd sprechen 'ach herre ich habe gesündigt', vber düs mte buch Mose. (ir)27). l.'üf ; wir «scheinen vns dochiurlit frey oilcnllich au Itekennen vnd pnlt die ehre geben, wo wir vorzeiten geirrel haben, das icMne eanfUemM. (1530). Giiij*. 2) ehre, das ansehen, der rufcm, der gute tinme, d^'n hohe stellungf grosse thaten, edle geiiinnung u. c. u>. einem menschen ver- Mdusffii er hat meine ehre mir ausgezogen vnd die kröne von meinem heiibt genonien. Hioh in. 10; lielu-n herrn, wie lange sol meine ehre geschcndel werden? ^.4, 3; niii ehren vml schmück wirslu jn kröoeo. 8. G ; achte ale (df« «eeliMl) liodi. so iriid sie dich erhöhen vnd wird dich tu ebreo machen, wo dn sie tiertzesl. spr. 4, 8; ehe man zu ehren kompl mus man 7i]tinr letdea. 15, 33; zur selbigen zeit kam ich wider ter vernnn0(, anch «n meinen kttniglichen ehm. Dan. 4, 33: so sollen sie doch den Luther» die Lnllieris( Iien lere viii! Irul -i-n hlfvlipn vnd zu ehren komen. eyn chnsil. trosiOrie^ am die mttenh»ff«r, (1524). Biiij'': also hat der kdnig nach der besten netien ge- grilTen, aiifT das er Jn man efsre sacron, p. 2!<. 9; ich nerae nidil ehre von mens^clien. Joh. 5» 41: Ibut ehre jederroan. 1 Pel. 2. 17; vnd sie thetcn vas grosse ehre, aposl. f9Uh.2%t 10. t'hreu, nrnre, s. Sliren. Khrrn , honcmre, ehre erweisen, tnhd. I eren {Ben. 1, 445), aJid. eren , 6rön {Graff 1, 447). l)gDll ehren, adorare, colere: vnd der herr spricht, dariimb das dis \oiuen Up- pen mich ehret. Je*, 29, 13; wer sich des armen erbarmet, der ehret golU «pr. 14, 3i; vnser pnti. den wir ehren, kan vns wol er- relten aus dem glUeoden ofen . . . vad wo Digitized by Goo^l^ EHRENFEST 487 EHRGEIZIG «TS nicht ÜiUD wil, so soltii tleimocli wissen, ulmndan» hmoribus ; es sind aber nu an meiner lere so viel, so eddcl, so hocbgeborne fUrslcu vnd herrn, auch so ebrenreich vnd lobesam, eis herlzog George jlic gewesl. verant%Dortun§ d» wfgti^^ auffruT. (1533). Uiiij'. Khrenrührig, die ehre angreifend, ver- tetsend: vnd die schnUle gcwalliglich be- weisen, des hinAirt niemand kan wider ]n ein ehrenrOnge (wie sie reden) scbriffl stel- len, vnd wenn die sclirifll so lang were, das sie zur weil hinaus rcicliei. kund &te doch nichts ven seinen ehren niren. wt'der Han» Worsl. (1541). AHij*. lihrenvrerth) honore digmts: wo sie anders chrenworih seyn wollen, de iVeltebr. 5, 505. Diirerbietenj was ehrbiclen : dniuib woU ich das wir gedendscht hetlen Rlr das wort anbeten ehererbillcn otUler neygcn. austeg. der euang. an deti fümmUslen festm, (1527). VS^ Bkferhictnng, f. obtervantia : einer komme deiu andern mil ehrerbielung ( rar. ehrbielung) ziiiior. Rom 10; von der lieyligen ehr- oriiu iiin^' I Verehrung), das benedicius. (1525;. Aij'. Ihfgeiii M. mnkitio: es were l«r war woll allisz nach blicbenn, hell nil der neyd- hard vnnd chrgeylz !«irh vormessen an myr eynen preysz erlangen, manusc. der bibt. zu GoAtt cod. eKart. 379 fot. 9; für war ynn dem Josua isl kein hohmiil, noch ehrgeilz, noch Ihursl. der proph. Savharja. (1528). Ntj^; das jnen di r olii^'cilz f»'in ausschwilzeU hausposl. {Wiltenb. \bib) feslteil. 70*. Ihrgciilg, ebrgeltigt ehrgittlg, amHUo* sus: also cehrgillig aber lun ich gewesen. rar. SU Rom. 15, 20; mislrcwipe, eypeii- nüizige» elirgyllige, vcrechlige leule. ausleg. der ep. vnd euang. von d. Aeyl. dreyhönig« fest. (1525). ij'*; solch ehrgcytzige kiiegcr [jlleiilicn iiielit, diis i'<'>\[ mil vm kiiegc i>l vnd sieg gilil. ob kricgileutte ynn sei. Stande seyn künden. (1527). Gj''; nichl wie die miedlingevnd eigennOtaige vnd ebrgeittigen thun. der III. psalm. (1530). Giiij*; die kHiglingo, rlirgriizige vnd rhumrelige bauscn m allen gasscn. tischr. ISlK üek» da» «eAiMmfteii aietfeften geizig, geitig und giltig vgl, geizig. Digitized by Goo^^Ie EHRGEIZIGKEIT 488 EHRUCH F.hrgf Iiigkrit ^ rhrgctti^krit . flir;;ittig- krit) /. ambilio: so ireib auch (Ut kiUisÜer elirgeilzigkeii {in der 1529 erschienenen »pwitUeH mugabe der weiiheU Salommutt: ehrgciligkeil). weish. 14, 18; au szo yhn ihs spiol rniszüngl bin ich für ylinfn df»r ehr- geyizickeil schuldig, grund vnd vrsach. (1520). aij^; ynnwendig yin hertien lind si« voller ehergeyUiykeit. auileg. der eitang. von Ostern etc. f I r)27). rT)'; olirg;oyllirkoyt. ausleg. der ep. vnd euang. von d. keil, drcy köniye fest eic. (1525). dij"; hchvnd er- weckt er mit einer uosinnigen ehrgiaigkeii sein dicner Johann Ecciura. de Weile 1,5! 1. Kkrgierif; (chrgirig), ambitiotus: sie {falsche Uhrer) sind ebrging vud nicht recht- schaffen, randgl. i» ^ <^oem\\iv^i isi. das diese wort Christi noch fest stehen. (1527). h iiij* ; er («in guter pfarrer) kan sie dnrchs wort zu gotl bringen vnd liiclilige geschickte leut dmus marfipn, poUc dienstlich vnd eHr- lich. der S2. psalm. (1530). f^iij* ; damit lieslcligt er zu gleieii aucii alle handwerg, siende vnd hendel , so in solchen wdtliehen herrscbafften sind, sie hcissen wie sie Wüllen, ) f :\Ui'n odder lerer, ein brieff an die zu Franckfort am Heyn. ( 1 533). Dij\ KhnaMbfHy f. w» ehrbarkeil: er (Chri* stus) sol vnd uuis das heubt sein , vnd die kirrhe ist jm (wie s. r.niliis sagt) vnterflian vnd gehorsam mit furcht vnd ehrsamkeit. Jen. 6, t75*. Bhrsicht, f. nimia ambitiot tutht nach ehre: vnd rr Jncnh .ils \nli!rlitig; zun? jircdi- ger, weil er so gröblich ynn h.iss, nfid, ilir- suchl vud stollz erfunden . . . absetzen, ori' ginalbr. o. j. 1539 auff der (iWolAcft s« Wolfenbültel. Khrsüchtig, ehrsüchtig, ambiliosissimus : gleich wie auch disse ehrsuchtige prophcten thun. Widder d. hgml. propheten. (1525). Aiij' ; aus der vrsachen, das sie gemeiniglich sl«)llz, ehrsüchtig vnd küppiscli weren. von den concHijs vnd kirchen. | i539j. Rij^; ein huhmüligcr, ehrsüchtiger, zorniger Christ. ebend. Yij^ Ehrang, f. Verehrung: von der heiligen ehrung. Jen. 6, SSI**, t gl. ' lirorMoion'j Ehrwnrdig (erwirdig ». vencranüus, aU an- rede tnd tUei: erwirdiger lieber herr vnd pa- troo. das schöne confitemini. (1530). Äy"; dem erwirdigen herren Kridrichenahtzusanrt Ilgen zu Nunuherg. ebend. Khnrürdigeii ( chrwirdigcu ) , oenerart, eftrrn, pretsen: vnd die heyd«isehaill wirf eerwirdigcn deinen namen , vnd alle kiinige der erden wnrdfii eeruirdigen ili'in ?;Iorie. var. zu ps. 102, ib in den 7 buj>zpsalmen, (1517). £5**,' ewer licht sol leuchten vor den menschen aulT das sie sehen ewer gutle werck vml nnirdigen ewern valter.'der im hymcl ist. ron den gutten tcercken. (1520). niiij'', var. zu Matth. 5, 16; das sage ich il.irumb, das msn die allergnedigsten ingend u^anna 13; ey hörne dich nicht tu helle, von Jhdmljdloii tmä gettole» brieffen. (1529). Aiiij". 4) derironic, desspottes, derrerarhtung : so höre ich wol vn/ml. pro- pheten, (1525). Ciiij'; cy pfii icnnVl , wie hat sich der b.i|iNlt>sel beschissen, wider das b0p9(Mm XU Rem, (1545). Dilij"; ey was hindt hotte ich hie meih vnd brot. gelt vml ptii^ gniipr. ausleg. der ep* vni euang. von oHlern. (1544). xiij''. Kl, lt. ooiMi; oder so er vmb ein ey bittet, der jm einen scorpion d» hir bietet Imc. 1 1. 12; hie lorct oy dis tnin vnd kachet den liipffer. von der u-iuchclmesxe. (1534). Fij''; das eye aussaulFen. eyn sermon von dem sa- crameM, ( 1 526). Aiij* ; das er bey bann vnd sund gepottlt ellHch tag nit fleysch. eyer, liultcr, dilz vnd das zu eszen. warumb des bapsu bücher vorpranl. (1520). Aiiij**; sihc lieber» wie geht der geyst hie aulT eyern ifn'll leite auf), dae andere feyl lotdder d hynil. Propheten. (1525). Nj". vthd. ei, /)/. cigor (Ben. l, W^). nhd. ei, pl. eigir {iß raff I, 59), landscha/ tlich {s. b. in Hessen) noch mit haftendem kehUaut das ege. Ein (eya), der ertceilerte ausruf pi (s. d.). mhd. eiä: eya das liyn ich gewysz. die sie- ben pusxpsalm. (1517). 115*; eya wie gar fein volgl jr Christo nach, aueteg* dee 109. psalmen. (15181 Biiij''. Fichbaum, m. quercus: inpirip siltid sind eilei vierkleiUerige, grosse eichiieunie. haus- pott. (Writtenb, 1545) aonmicrter^ 74^ VMUff.quereuttUihd. eich (ffon. 1» 414)» Pf vprgrub "ie afid. Pill (Hraflf 1. 127): vn.l die gölzenbitder ) vnirr eine eiche. 1 35, 4 ; bey der hohen eichen» die zu Subctu stehet, ridu. 9. 6; vnter otner eichen. Su- sanna 58 ; ein weidenes odor heseln rütlio kan ich mit pinpiii brotniP^spr ^^' Iiiu'idpn, aber zu einer harten etchen musz man harten, heile vnd exto haben. tUdie'. 37*. Bifhclf f. du fruehi der etehe, ^ane, mhd. eichel ( Ben. 1 , 414), ahd. eichili iGraff 1, t2S'|: Piii sladmaus knn! 711 einer Teldmaus, die Ihet jr gdilich tuiL eicheUij geraten, nOssen. Jen. 5, 272K Klfhen, quemus , mhd. ahd. pIi lim (Ben. 1, 414, Graff I, 128): d.iraufTso dulc> ^«11 gewachsen als kein eichen rinde isU von den jUdem und jren lügen. (1 543). Eij' ; wo bflse kind oder gpsind im hausz ist, das man ein firlicn IniiltTWci kpn (eine ruthe) in die band nriiip villi srlitnin- Jmpii die iiaut wol damiL hausposl. [IVuienb. 1 545) «ointAer(ei7 120*. dem spriehteort eichen laub slinkt gtU L folgende deutung: wio nun pprichi, es ist ein oirhpn nnsi-hl.Tfr, da man sauren n il. p>. i«l ein eygen anschlag, gleich wie man spi K-ht.eiclieo lanb slincht, da nuin sagen wiJ , eigen lob slinokl. der pteph. HeAaeue. (1526). kiiif. Elcb^rnnd, m. cnm nlli.^ querruum: ober Saul villi (lif^ menner Nrncl kamen znsaroen vnd lagerten sich im ea-iigninde. 1 Sam. 17, 2. 21. 9. Kid, m. juramentum, jusjurandum. mhd. eit, gen. pi^'f« (Ben. 1, 426j. ahd. »'id {Graff I, 151), goih. iii}js: sni ein eid geihan wer- den , so müssen zwo pcrsonen dazu komen. eine so den eid ihnt, die andere so den cid pin[if<»lip!, fpüpts nn dpr zwo personen einer, so isl erste buch Mose. (1527). Yyj\ der pl. lautet ei- dam (d. t. eidame ) und eitWa : da gieng Loi hinaus Tnd redet nil seinen eidam, die seine (Ochter neroen soUen. 1 Ifos. 19, 14; da Lolli x iiii- i-id.iin oder lochler tnenner ver- iu;iiit t, w.Mil er vi-fhirlit. hampodt. iJhena 155ÜJ. lÜ*; Lot hat) auch zwcen uyden gehabt, mit den hat ersieh mQssen verlragen. «6er das erste buch Mose. { 1527). AiiiJ^ Eidaiu, mhd. enkui (Ben. \, 41 Ii, nhd. eidem, cidani, cidum {(traff 1, 156j, t*l nach WeigandwA, \, 274 etnn a lannnc« «il mM. eide. ahd. eidt. golk, ii)>ei muMer. im 16. jh. erscheint auch die bei Grimm un- verzetchnel gebliebein'. jt fh'nfalU aui eiihim verderbte [unn euleiuau , i. h. wer bin ich doch? aber was ist mein leben? was ist die freUDdtschaffl meines vettern inn Israel , das ich Tne!ne< kUniges eideman werden sol? Tr eulinger wamung, erinnerung vnd duiiiUehe tmaming. 1547. Aii|'*; Dauid sich SU geringe achtet seines herren vnd fcOnigs eydeman zu werden, ebend. Aiiij\ EIdbrnn,m. Berseba heist anff (If tid^ch schweerhrun odder eydbrun. vber das erste buch Um». (1 527). i iiij* am rand* tgt* auch randgl. xu 1 Mos. 21, 31. Eidechse^ f. taccrla, bei L. die ;iyde\. 3 Mos. 11, 29. und eydex. tUchr. 92^ — mhd, egedelise (Ben. 1,411), ahd. egidshsd {Groff \» 129). öfter de» dttnMen unpfw^g de» tcortes vgl. Weigand lelb, 1, 274. Grimm wlb. 3. 83. 84. KIden, jurar^, mhd. eiden (Ben, 1, 427), ahd. eidun (tiraff 1, 152): vnd die falschen lerer auch drauff stehen, schweri>n vnd eiden, bannen vnil verfluchen, der proph. Sacharja. < I 528). Rij'*; schweren vnd eiden, das die b licken krachen, der liii. psalm. (1534j. Riij^; alles schweren vnd eyden ist hie ver- potlen, das dur uilmiscIi von yhn selber i!miH. ranJgt. zu Mniih. 5, 34. Kidesjjjltiicht, eidspUichl, (, u>oiu man sich durch eid verpßiehttl kat: erxelet er jneti auch, wie die beiden sich verwirekt betten vnd wider jr cides pflicht theten. 2 .Ifocc. 15, lü; zuletzt haben sie »ucb die keisi-r mit eidspflichlen vnlcr sich hrachU wider das bapitum Rom, (1545). Aa^j^ KldgCBMI» m. durcA einen eid verbtm^ dcner genösse: vorlzeilen vnd auch nnch ge-, schülien die vorbunduag durch ein eyl vnd heyssen eydgenoszen. di» Ht^en pu$»psaim, (1517). Pg^ ; wie r^iren itst die »ydgenos- senn? voH dm büptlmm iH Jtoflie. (1520). Bnj'. Kidi>priich, m. ' dictum jurejurando firmo' tum* (Ort mm): vnd fOrwar es bangt die gaiitz bihlia in diesem eidspruch goltes. /an. 1, 464\ Eierbriefi m. bäpstliches schreiben^ wel- che$ dag tiereum gestatUL rnnder das baptlum zu Rom. (1545). Rj^ $. hntlerbrief. Ulerstock, m. ovarium: verhtr damit das f^'uhleti ey mii gau:» vüd eycrslock. de fVeUe br. 5, 5 1 5. Eifer (einer)« m. ammSatio, (^Xo^.* da wird der herr dem niehl gnedig sein » son- dern flenn wini sein lom vad flucr rauchen vber sulchcn man. 5 Hat. 29« 20; herr, wie lange wiltu so gar tarnen? vnd deinen einer wie fewr brennen lassen? pt. 79, 5; so spricht der herr herr, icli hab in meinem fcwrigen einer gcredl, Ezech. 3ü, 5; das gantze laud »ol durch das fewr seines eiuers versehret werden. Zt/h, 1, 18; das eahe Matathias vnd gieng jm durchs herls vnd sein einer enlbrand vmb das gesetz. 1 Macc. 2, 24 i der etuer vmb dein haus hat mich fressen. JolL 2« 17; ich eiuere vber euch mit gtfll- liebem eiuer. 2 Cor. II, 2; sintemal eiuer (1 522 : eyfTer) vnd zanck vnd xwitrachtvnter euch sind. 1 Cor. 3« 3. 62* EirER 492 EIPERN H^e L. dir.ies in der alleren spräche un- erfindliche, nach seiner etymologischen be- ieutmtg nodk tileftt vSiUg av^g^llle tporl 90nt«nden hal, sagt er deulUck in der „aiM- legung über das ander capilel Joannis, ge- predigel anno aS" {Ei*l. 2, 482). hier heisxt e$: was ist das nu geredet , der einer vnib (lein haus hat mich gefressen t «liejfitten als die in (I»!n [^rnphelpn vinl psalnieii lickant waren habfii den sprurli uol verslaiiilcn vnil habet! jit auiT üieüc weise in jrer spräche geredt, trs laut es seltsam dieweil es sieh in vnser sprarh nicht reimet, ich hab aber das worl zclus eiuer vcrdeudsctif . o'm aners zu lin- den , in der lathiischeii sprach bat man auch keins, damit man das worl zclus geben köndte. es bois'srns ein leil aemiilntidiiem , nbs redil oder nicht recht sey. das wd ich diMi grani- iiialicis be(L>lilei). autl deudsL-li aber bcisL ze- lus eigentlich ein freundlicher und doch lieb- licher neid oder zorn, der sich zwischen sol- chen leulen hegihl, die ein niider so liew sind, das eins nicht wolt das dem andern ein leid geschehe, oder das es vbel mit jm zn- gienge. das hab ieh mit einem worl nicht besser können nennen i?rnn einer , wiewol man dasselbe allein \oa man vml weib pflegt zu sagen , das der man dem weihe vnd das weih dem man vergönnet mit andern aisu freundlich vmbzugehen. es sn\ auch ein sol- cher PiMPr vnlpr jnen sein, dns eins anffs an- der ein freundlich auü'sehcn liah vnd cm we- nig neiiHsch mtl scy, doch also das mans nicht zuviel mache . . . also ist der einer ein zornige Hebe o ler neidische liebe, da kein eheman oder ehoweib leiden k.in, das ein ander zu seinem weibe oder ein andere zu jrem manne sich vnsOchtiglich halten wolle . . . also ist der gute eiuer eine köstliche edcle tiigent, wenn einer aus liclie \rn\ frewe einem andern vergUnnet, wenn er vnrcchl thnt Tttd strauchelt . . . dis vergönnen oder freundlicher neid oder lieblicher zorn ist ein hirmhertziger, lieblicher neid, da es vns hcrlzlich leid ist vnd man spricht, ach ich roags nicht sehen noch hören , das man also lebe, das ehies sein eigen sdiadevnd sdiande ist . . . solchs heisst die srhrifTt zeluin, das ich einen eiuer mit einem worl genennel hab. (ihnlich in der ausleg. des propketen Sa- charja. 1528 Giij**: eyucr ist nicht ein bö- ser xom, den die feyndo widdemander haben, sondern isl ein zorn der liebe , ein freund- licher, veicHichor zorn, wie die mit einander zürnen, die sich iieb vnlcmander haben . . . dsrumb pflege ich selinn odder eyner an nennen die somige liebe, hiemaek giU JL als die ur-priingliche befi^'ufung von cif'T .,(/<(■ gebotene liebe d^s einen zu einer, der einen su einein , und der diesem gebole ent- spreeftauls ansjprucA", «sdc^ keieuim^ er dann, jedoch mit beibehallung des grundbe^ griffet, über die grenzen des ehererhätlnis- ses hinaus erweiterte, vgl. Vit mar past. theol. MäUer. 8, t08. Kiferfr, m. aemulator, CrjX(oii^g: goll ist ein eilTerer, uil niiliL leiden , das das herls einen bodetii habe, daranfT es sich verlasse vnd sioue, denn allein auff yhn. vber das mfs frudk Mote, (1527). nnij*; der hm lioissl ein einercr, darumlj das ei ein eiucriger .iioii ist. 2 ^^os. 34, 14; vnd sind .die eiuerer vhcr dem gesclz. aposl. gesch. 21, 2U; ein eiuerer vmfa goU. 22. 3 ; alte menner sind gemeiniglich eilerer gegen jren wetbcni. lischr. .')Ori^. Eifergeistj m. spiriuts zelolypiae: vnd der eiucrgcisl enlzUmlti ja, das er vmb scinweib eiuert. 4 Jtfos. 5, 14. 30. Kifergesets, n. lex zelotypia«: dis isl das eiuergeselz. 4 Mos. 5, 29. Kfferl^ (eiuerig), zetoles: ich der Herr, dein goll, hin ein eiueriger goii {vulg. deus zeloics). 2 Uos. 20, 5. 34, 1 4 ; des eiuerigen nlir liörct alles, iceish. I. 1*'. tifern, «t'nmiari, setan, zinniHSt mupra - Positionen: ich wil nicht eiiicrn, soudeia cm frOlidier mit teiler sein, ioi sriboM wnßB^ mini. (1530). Aij**; das er vmb sein «db ciiiprt. 4 Mos. 5, 11; ich hab geeiuerl vmb den herrn. 1 kön. 1% 10; ich eiuere vbcr eudi mit göttlichem einer. 2 Cor. U, 2: das ist aber das hcrlzeleid, wenn ein weib wider das and^r mierl vnd seh endet sie I - i jederman. Sir. 2H, 8; aber die zwo l'rawen Mahmct . . . begunslen zu eiuern wider die Maria, wrlegvng de$ aköron, (1542). vnd die erlzuetcr nyflerlen widder Joseph, rar. in opotL gesch, 7, 9 ; eiflert aber nach Digiti. EiFKROPiER 493 l^ll^iEN den besten gaben, var. tu I Cor. 12, 31. — sich eifern: ich eiuerc mich scliitr n\ lod vmb dein haus. ps. 69, 10; auQ' üas sie an den selben sich eyfleni sollen. 1 Cor. U.U. tüntffitr, n. saerifidum Mfo^jnae. 4 Uos. b, 15. EifersUdt, f. mi sind ymer dar, wo Chri- stus ist , solche e) ifercr vnd seyne hochzcyl mua «u eyircrslad scyn. ausleg, der ep. vnd euang. von d. heyi, dnff känige fnl ele. (15'25). Miij''. Ligel, /. hirudo, s. egel. Eigen ) proprius, ausiclUiesiUch ange- , hörig. L. Iä«x( eigen gtm unfleetini, wtraus sich viele Zusammensetzungen erhlären , die bei ihm zum Ihcil noch ffelrennt erscheinen. 1 ) eigen von an- und zugehörigen perso- nen^ vMtmmdten« lUMgtn: vnd Tennaoelen, das sie ja woU jrcs nianne.s eitern ehren als jr eigen eitern. Tob. 10, 13; so hüte dit Ii ;iuch für deinen -eigen hindern. Sir. 32, 2b ; welcher auch seines eigen sons nicht bei ver- schonet, sondern hat jn Tur ms aUe da hin gegeben. Rom. H, 32 ; aber vmh der hurc- fpy willen habe ein jglicher sein eigen weih vnd eine jgliche habe jren eigen man. 1 Cor. 7, 2; sie sehenden jre eigene schnür mit al- lem matwlllen» sie notzüchtigen jre eigene Schwestern. Ezech. 22, 1 1 ; dninit er vns ncine zu eigen knechlcu. l Mos. 43, 18; des nienschen feinde sind sein eigen hausge- sinde. JiieAa 7, 6; vnd der herr hat dir heule i^'croill , das du sein eigen voick sein soll. 5 Mos. 2';, IS; diese verklagten Judam vnd jr eigen vokL ! Macc. 7, 6; welche auch den herm Jhesam gelOdtel haben vnd jrt eigen prophelen. l Thess. 2, 15. •2' von geisi, xeelc , leib vnd gliedern des leibes: wtli den lullen proplielen , die jrem eigen geisl folgen. Esech. 1 3, 3 ; der uiund des narren schadet jm selbs , vnd seine lip- pen Ikhen seine eigen seele. spr. 1 8, 7 ; also sollen auch die menner jre weiber liehen als jre eigene letbe . . . denn niemand hat jcmal sein i^n fleisdi gehasset. Sfhu. 28. 29 ; vnd da er {i§rkSnig zu Assur) in seines got- tes haus gicng, felleten jn dascibs durchs Schwert, die von seinem eigen leihe komen waren. 2 cAroit. 32, 21 ; mancher kompl zu grossem vnglOeh durch sein eigen maul. jpr. 16, 26; d«'n menschen feilet seine ei^cn zungp. Sir. 5, I.'): wer pdtics pehot hell, der folget seinem eigen koplF nicht. 21. 12; das sie binfurl uichtü mehr ausz der schrifll, sondern nur ausz yhren eygen hoplTen setzen. von der begeht. (1521). cj''; sehet mit wie vielen worloii hab irh euch ppsrhriebeu mit eigner band {manu propria). Gal. 6. II. 3) von ftesllsAwn aiMser wa: darumh soll jr jnen kein eigen tand geben in Israel. Ezech. 44, 28; es sol auch der rit i licm voIck nichts nemen von seinem erbleil. noch sie aus jren eigen giilern sloHsvn , sondern sol sein eigen gut auff seine kinder erben. 46, 18; es ist besser geringe narung vnlcr einem breiern eifjen darb, denn küsllicher lisch vQicr den frembden. Sir. 29, 29 ; sie zwingen sie <)le tu machen aulT jrer eigen rinilcn vnd jre eigen keller zulrclten. //lod - t, ! ! : mmI (Twilrgel jn mit seinem eigen spie.s. 2 Sam. 23, 21 ; den versigelt der ko- nig mit seinem eigen ringe. Dan. 6. 17; der selb hat jm denn selber einen feind gd^auflt mit seinem eigen gehle. Sir. 29, 8 ; vnd zo- gen jm seine eigene kleider an. Mar(f. 1 h,^ 20 ; das sie luil stillem wesen erbeiten vud jr eigen brot («eoiU eneorbenei ) essen. 2 Thess. 3, 12. 4) eigen von <1^'m gebraucht, das in uns entspringt, von uns ausgeht, von uns beu^irkt wirdt von gedanken, tcorten, werken .- plage dich nicht selhs mit deinen eigen gedancken. Sir. 30, 22; lasset euch niemand das ziel verrücken, der nach eigener walh einher gehet. Coloss. 2, 18; ich woll du bliebst daheymen mit deynen irewnien vnd eygen fundle. au/f das vbirchrisllirh buch bocks Emszers. (152lj. Dj'*; djs nieni;iril dar\*n seynem eygen dunckel folge, ep. *. Petri ge- predigt. (1523). Zij* ; on gebet i:»t guter rat eigen rat, das heissen eigen anschlege. nintf- gl. zu Sir. 37, 10 ; der böse wird gefangen in seinen eigen falsclicn worten. spr. 12, 13; weil sie Daniel ans jren eigen worlen vbcr- weiset halte, das sie &lsehe zeugen weren. Susanna 6 1 ; keine Weissagung in der iichrilft geschieht niis eigener auslogung. 1 PpL 1, 20, 5) was uns betrifft, nutzen, schaden, ehre, .«chande : vnd folget nicht nach andern göl- tem zu ewrem eigen schaden. Jer. 7> 6 ; DIgltized by Google £1GEM 494 EIGENNUTZ zu cwrem eigen vn|;l(ick. 25, 7 ; lu jrcui eigen venlamn». 2 PH, 3t 1 6 ; den vater ehren ist dpin eigen ehre vnd dein miillcr vcrrtrliton ist «Ipiiic eigen sclinnilc. Sir. H, 1 3 ; cllidic raten .lufl'jroa eij/^m nutz. 37, S. die eigne saelie üt die uns btinffende, die pri- vatangelegcnheil : in eigenen s.iclien hin ich plwas schwach, ir aher hclifr/.tpr, dagegen .seid ir in gemeinen suchen gleichwie ich in eigenen saclien. vnd ich hin in gemeinen Sa- chen geainnel wie ir in ewern eigen aaehen, «cAreiM L» de Wette br, 5, 42 an Metaneh- Vton, 6) eines eigen »ein: da brael des herrn eigen war. Jer. 2, 3; ein miedling, de» die Schate nicht vf^i-n sind. Joh. 10, 12; sein eigen sein. v» /?f eigner Herr sein: ein jgliclicr fodderl seinen kiiechl vnd sein inagd wider, tlie jr hallet Frey gegeben , das sie jr selb& e^fen weren {mäg. nt easent liberi et aaae poleslalis). Jer. 31. 16. 7) suhsfnntives eigen: wenn or (der feu- fel) die Uigen redel, so redet er von semein eigen. JoA. 8, 44; das worclui periuxion heisset etwas eygensx wie eyn sonderlicli eypen erhfrnll ndder Imlie besessen wirl. auskg. der ep. vnd euang. vom chrislag elc, (1522). Üiiij'*;da lestersl die apostel, welche im anfang auch kein eigens nicht halten. die kleine anttoort. (1533). Fij*'. auc4 In /II ( igen pcben, zu p\'^*^n haben kann sm6- ilanUves eigen angenommen werden: vnd vril dis land su eigen geben deinem samen nach dir ewiglich. 1 Mos. 48, 4. 2 Mos. 6. S ; vnil soll (Iis ];iiiciid gülden mit einem werck, das nidit gottcs dienst hiesse* son^ dein allein mein eigen niilz vnd niamraon were. das man kinder zur schulen halten solle. il530j. Fiiij»; uiyiiized by Googl EIGENNÜTZIG 495 EIGENWILLE ii^ith»rU «{gen nulz. junger rat. Jerusalem. Tmia, Rom vcrstOret bat. der pxnim. (t^r^l). Pj''. Eigeiinütiig (eigen luii/.jg), den eigenen nuUen suchend: solch heyligen sind nur nimting, lohnauclier vnd eygen nutiigo. ausleg. der ep. vndeuang. vomd^fittaf etc. (!r)2!?i. Kfj' ; (1,18 soliaickliainigpygennulzipc aiige des mensclien das ul vnsetig. das ma- gnifieaU f1521). e ij* ; das sind eygenndtzige kenffe . die vnn landen vnd sledten gar nichl 7u leydon siiul. von kauffshandtung x'nd ufu- cher. (\'^24 . Ciij'. auch II. Sachs hat das bei G ri'mm unbeiegt gebliebene wort: seclil wie pawr«n» bandwereks lettt so aygennatzig »oind vnd zeuclit yeder ib seinen sack, ein dl*t!n(j}if (hs inhalt ein artjumfnt drr riimi- Si hen Wider das christlich heu/lem den geylz etchelrtffend, (1524). Cj\ vgl. auc/ieigcn- nicüzig. Eigcnrfcbtfrrtij;, der seine eigne gerech- tigkeit ( durch werke ) aufrichtet, selbstge- recht, gegenüber dem aus dem glauben recht- ftrUfai: die sdbweiiteii vnd eigenreeiilfer^ tigen kennen nirlii anders denn böss fdr gui wider Jen. I, 26^ ». eigenddnkend. filgen)>€haf(| (. proprietas, qualitas. mhd. «grnacliofk (Bwm. I. 416). ahd. eiginsrnn (GtaffX, 116): daninih iassl vns nn hieraus t\p<. horrn Clu isli i i^'pnsclinni vnt! rorlitr w fM'-r^ loriifMi können, an-^leg. der ep. vnd euang. von oslem elc. ( 1 54 4 j. IC5'' ; so wol- len wir nu alle diese vorigen sprucbe des eiiangelisten verstellen als gemeine eigeni- srliani vnd tilo! Chrisli. ausJeg. der ep, tmd evMng. vom aduent. (1528). VS**. Eigensinn (eigen sinn) , m. OMwmtu ohsti' naht»: das heissl aUes mit gewalt vnd eigen sinn gcrnrr^n. venumimg am He' grittUdte». (15,^0). Aiiij'. Eigensinnig y perlinas, eigenküpfig: da- ronib heisl baeretieus eygen ilich eyn eygen synnigen in gotlidien Sachen, euang. von tlen tzehen ausz.^efiijen. (15*20). Kij^ ; iiti i«l CItrislu.s auch ein wenig eigensinnig vnd zeiget alhie. das er sdiledit wü vngemristcrt vnd aller dinge wgebuiiden sein, vom ver- lomen srhnf. ft533). Aiiij''; (ein bischnf soll seini iiiclil oiprnsinnig. Tit. 1, 7, was L. in der giusse erklärt, der seinen eigen knpfT hat , niemand weichet , man mns jm WcirliL'ii. Eigrnslnnigkeif , f. ^ras oi^cnsinn : r«;mns vns tlit' oUVnllM-lip wart i If rvnis ni;iflii'M vnd nil du' «•ygetisytinickL'iU an den chrtstl. adel. { 1 520. «erm. aueg.) Kiij*. Elgenaöchflg» eelhtUü^Hg, eigennüttig: die niesziinge vnd eygensuchtige sehen kniin vnd scheel » wen sie gewar werden , das sie nil die bohislen' vnd besten smd in den gut- lern, «bis magittfkat. ( 1 521). e]'*; mit krum- men» eygensucbtigen faertzen. von derb^/eht. (1521). ij''. Elgentham » h. proprium , peculium , ei' gener heHiM, 1) an facAen: besibe das land Canaan, das ich den kindern Israel zum eigen- thum gehen werde. 5 Mos. 32, 40; nimpstu einen fremltden zu dir ein. so wird er dir vn- ruge machen vnd dich aus deinem eigentbnm treiben. Sir. II, 35. 2) an leuten : werdet jr nti meiner -silmme geiiorchen vnd meinen hiiml Imlien, «in s-olt jr mein cigenllium sein für allen vulrki'ni, denn die ganlse erde iüt mein. 2 Mo«. 1 9. 5 ; dich hat gotl dein herr erwejet zum volck des eigcntli'Mn*^ ,' Mos. 7, G; d;is wir sein eigenthnin würden. Ephes. I, 14. Eigentltck AoNUNl bei £. nur mU oifo. vor im shme von acrurate, genau^ deultieh, voll- kommen: idi li.ib lii<;7!ier prli.illen. wo mnn etwas mit der srhntri sni liewei eii, iiiusle die seih schrifTl cygenilirh zur sa«-li dieuenn. von dem bapUmm nt Rom, (1520). Dij' ; epl- scopus odder biscbolf beyst eygentlich nicht anders denn ein ampiman. vier trostliche psalmen. ( 1 526). Fiiij ' ; wer des lesens leull- tig vnd Teriig ist, der tenfft vber bin. fasset den synn, vngeacht nh er etliche bucbslaben oder wnri iiirl,r cirfnilicli ansilief. von den ledlen tcorlen Dauids. (1513). Aiij**; in der ii. selirtirt ist kein buch, in weichein so fein md eigentlich beschrieben ist das |irie«ter^ tliumh des berrn Christi als die epistel zun Hettreern. tischr. 73*. — mhd. eigenliclie {Ben. !. 415). Eigenweise, selbtlweite.engl. selfwise : vnd allzeit die eigen weisen einreden vnd widerspre- elii-n den warhalTtipen perfr!i(rn. Jen. 1,25". Eigenwille, f. arbilrium: das sie ralsohe armul vnd gclior^uui wider die warheit des EIGENWILLIG 496 EILEND euaiigelij ticlile i. so es mehr ein fanllicil vn>\ freier e^ienwille ist. Jen, 5. 12*. HgrawUlIg, I) contumax, eigensinnig: wonn jemand pinni figi^nwillijien vn«l vngp- iiorsamen son hat . der seiiKT mutier sliiu nicbl gehorcht. 5 Mos. 21, IS; behOt n» vor allen bSsen, spensligen, hardmaiigen, hnlszstarrken , cI;.'riisiiinii,'on viid ey;;fn\vil- ligcn. eyn kurtze form das palt-r noster su vertleen vnnd su beten, (o. J.). Aiiii*. 2) ein eigenwillige resten. Jen. 1, 168^ üt die ieibstenoählle gegenüber der gebotenen fasten. fcigenwirkiscil I 'operibus pielatem simu- lans* {Grimm): die eigen wirckischen {Jen. 1.365^: cigenwerkiscljen) heiligen, von den guten icercJ:en. fl52n\ Eij'. Eigenwitzr, f eigemceisheit: pochen auff eigcnwiuc vtui luachl. iVittenb. 2, 25S''. EigueO) eigenen, I ) proprium eue^ tu- fcommm, gebühren, womit es gern zusam- mensteht: aiilTdas wir den vnaii-»<'n cygetlt. ausieg. der ep. vnd euung. vom chrislag etc. (1522). tii}^; das derscihig glaube on alle werk gcwislirli uns Chrisldtn also eignet iiml fjiht. wie er f,'I;nilit. d*' Welte br. 2. .175; ilauut war vnler den kimlcni Israel aiiserkorn, wie das feile am opITer gotl geeignet war. Sir. 47, 2. F.llf, f fesfinatio, mhd. il.- (!tni. t, 7 ITl. ahd. ila (Graff \ ,2'M <: fur grosser eyle halt die fedder müssen lautien. originalbr. v. j. 1 522 im get. areJbiv zu IFeimar* N. 1 09. 42; diinimli will ichs ilrl atiH eyn eyle Im- l.i^^son. anhmrt deutsch. (1522). Fiij'*; \\e\\ das scihige jnn eil vnd vuuerseheus so gros worden, der 117. psalm ( 1530;. Aij ; vnd isset flags hinein in einer eile, hausposl. (Jhena 1 559). 171'-; solchs habe itzl ich e. k. f. g. in der eile 7tim trosl geschrieben. de Wette br. 2, 662 ; vnd sie gieng bald hin ein mit eile tum kOnige. Marc. 6. 25; zur wclllirben namng isl yderman itsl iaeh vnd cyli' Ulli sciiKMi kindt'tn. vom Jcriege tcidder d. T. (I52!> i. Kiij**, iro yderman (fer dalte und evle das subst. ist. Ellebentey imperattvaeher name: vnd gieng zn einer propheCinne. die ward schwan- grer vn'l pfhar oirifn üon. vnd dtTlK ir ^pmli zu mir, nenne jn raubebald» eileheule. Jes. 8. 3. BlleMy /e^tiiuire, properare, «M. llen (Jlai. 1, 747). ahd. ilan. illm Graff l, 226 /f.). (j I IM pictilif , wini nicht eilen müssen. var. zu Jes. 2S, 16; man cilele aber uiit dem begrebnist so uid mjfglich war. It'iekr. 3 .Miraham eilet in die hatten i vnd gabs dem knaben« der eilet md bercilets zu. i Mos. IS. 0 7; eile vnd errette dich dasclbs. 19. 21 ; vnd eiloi vnil fjos«? den krug aus in die liencke. 24, 20 u. s. ö/ler. e) eilen mit folgendem fytßnitit oder der vnitjitfii tii)n il.is/. : nioinc stercke eile mir ZU liellFen. ps. 22, 20; eile jrott midi ru er- retten. 70, 2, haben wir dc.slc mehr g(»< ilel cwer angesicht zn aeben* t I%es$. 2, 17; — eilet das wir gehen. 25a». 15» 14; eilet ■Im ll.iman thue was Esther gesagt lial. Eslh 5, r>. l.ili'Utl, feslinanter, cito, schnell: dimli cylend byn wegziben. originedbr. v.f. 1533 im ges. archiv zu Weimar, O. 74. FF. 2; \nil eilend lies sie den knipr erntilfr anlT jre band. 1 Mo4. 24, 18 ; jaget jncn eilend Darb, Digitized by GoQ BILBNDS . 497 EIN ilenii jr werdet sie ergreilTeti. /o«. 2, 5 ; *nd KtlieL ettend hin vm) sagcl es seinen jüngi'i ii. Matth. 2S, 7 ; der ncwiars/. Ui;,' lii-fl cyli-tnl (Jauoii. buUa cene domini. (1522). Aiij'' ; vnd yliu selhsl den hals auüs eylundesl ab- laufTen. der fnnph, Jona, (1536). Aij*'. Klfends^ dasselbe: Ariocb bracht Daniel cikMids hinauir für den künig. Dan. 2. 25; lia ergriiututil der künig vod gebol, loau soll diends pfannen vnd kessel vber das fewr !i«>lzt>n. 2 Macc. 7, 3. Rllf, undecim: die zwo nieffde vtul s. ine oilir kindcr. 1 JVo«. 32, 22; n, vud em mabier samons sol nur einen ^iriit llei g^tien. Jee. 5, 1 0 ; drey eimer weinf . Bei 2. Kimer mit unlerdr^tdtiem lippenlaut aus mhd, i'iiiiht'r, cinbor (Ifen, I, 1121, ahd. eiiubar, eiubar, empar (üraff 'i, 149). einer imammentetnmg aus ein «ml dem vom ahd. tnm, WMmrWek. tragen entsprungenen \>:\t , vgl,Wei- * yandtetb. 1. 276. Grimm wtb.l^ III. KIh; sahlicort und unbestimmtes pron., mhd. ahd. ein {Ben. 1. 416 f. Graff I, 3üS f.}, goth. äiii». i. fiesio*. ohne begleitendes subst. mit starker bie- gung m. einer, f. eine, n. eines oder ein«, während nom. sg. m. und n., gleich den pos- eeetiven, tobald tubstantive tugetettt sind, altes kennzeichens entbehren, selbst dcvi f. enlzit'ht L. nicht setfeit das e der flt-sion, tgi. K 5. die flexion der obliquen casus scheut sich unsere gegenwärtige nhd. spräche zu beeinlrdehtigea uad su kürzen; L» ge- braucht noch häufig eim (s. d.) für einem, seltener dagegen erscheint ein für einen: vnd halle ein ehern heim auü' seinem Ueubl vnd ein icbüppiclil pantzer an. 1 Seaa. 17» 5, 100 Jedoch panier neutrum ist ; were ich bey dyi gewesen, meyn Pcler, iclj \v(»l!t dyr eyn andern gemser halten für gestellt, das ander teyl Widder die hyml. prophelen. (1525). man soll ylin Taren lassen als ein Ver- ls etilen, das diese tvort Christi noch fest stehen. (1527). b j'*. eins /Ür eines ftt^f/p^ne* öfter bei ihm , i. ü. ein bdd eyusz nackten schandparn iiiuglings. witfer den falsch ge^ nanfleA gegtOUdten stand. (1522). Ciij"; rins narren wtiit. kurtz bekentnis. (1544). Kij''; eins viei leil oder halben jars alt. von den jüden vnd jren lügen. (1543). Qij"; eins monden all. 4 JMot. 3t 1&' 16» 16. //. bedeutung und gebrauch. Es ist zunuthst A) die einheit bezeich^ nendes zahl wort. t ) die ZHsammensetsungen einundzwanzig, eitiunddi-eiszig ii. «. w, schreibt L getrennt: bis an den ein vnd zwen/ipstm t.ijr de? mon- den. 2 Mos, 12, 18; das sind ein vnd dreis- sig kttnige. Jos. 12, 24 ; vnd regiert ein vnd vierzig jar. 1 kSn. 15, 10. 2) das vor hundert und lausend heutzU' tage oft überfläszig stehende ein meidet 1^. m der regel: so widlen wir dir gelten em jglictter tan^enl vnd hundfH «ilberlingi*. rieht. 16. 5; der kinder Harens wan n zwi«y (.iiiseiit liuittlerl vitd zwey vnd siflM'uztg. i\eh. 7, ä; tau.send zwey hundert vnd nntti- zig läge. Dan. 12, 1 1, nur 4 Jfos. 2. 24 . 63 Digitized by Google £iN 40$ • GIN begegnH ein liantlerl; ebttuo 26, 61 ein laiisetit. 3) zählendes oin im geleit anderer zahlen: wiltu so wollen wir drcy iiUlleii iiuehen, dir eine, Nosi eine vnd Elias ein«. Jfalifc. 17,4 ; vnd salie :ibcr mal in einem Iraum sieben vlurn nniT »»iiiPin li.iliii wachsen. 1 Mos. 41, 22; wenti jemand einen ochsen oder schaf «tilcl ... der ml fttnlTochsett für einen ochsen wifler geben rnd vier sclief tut ein ichar. 2 -1/o5. 22, 1 ; was ist nirh besser, das sic- liiMi/ig menner vber euch liorrn seien, oder «l.is ein man vber euch herr sey? ricA<. 9, 2} ein lag in deinen vorbaren iat besser denn sonst lauseni. ps. 81. II; mit einem auge pilil f>r, villi mil sieben äugen sihet er, was er dafür kriege. Sir. 20, 1 4 ; so dich jemand nilliget einemeilc. so gehe mit jni xwo. Matth. 5. 4 1 ; — denn wo man was newes Alrfaal, d:i inn-; ilor vier rinrs knmen. Sir. 31, 21. i) ein neben icfirtern der menge und inel- heil: wir sind alle eins mans süne. 1 Mos. 42. 1 1 ; haben wir nivbt alle einen valert MaL 2, 10; nisncl jr nicht, das die so iti den schraiK koii l uiffcn, die l.uiiren alle, aber einer erlangel das kicinod. i Cor. 9, 24 ; 51» aber alle f^ieder ein glied weren, wo bliebe der leib? 12, 19; er spricht niebt dnreh die s;iir.cn als durch violc, somlorn als diirrb einen durch deinen sauien. 6'«/, 3, 16; .-«ft jemand »Ins gattlze gcsclz hell vnd »Undigel aa einem, der isls ganli sdittldig. Joe. 2, 10. 5) ein ordinal im gegensats mu <»nder: ni<>mand kan zweien herrn dienen, enlwecb r er wird einen hassen vnd den andern liehen, oder winl einem anhangen vnd den andci n vmchleu. Matth. G, 24; es giengen zwecn mensclicn liiti.iiifT in den l('m[ii'l zu lielon, einer eui phariseer, iler iinder ein zölncr. Luc. IS, 10; Lamech ;ibcr nam zwey wei- liiT, eine hies Ada, die ander Zilla. 1 Mat. I, 10 ; das eine sey ein sdndopffer. die ander (.w. taube) ein brandopfler, 3 Mos. 14, 22; \iu[ {der kanten) sol drey boden liabco, einen mlen, den andern in der mitte, den dritten in der hübe. 6, 1 6. fi) ein dt iickl das einx gewordene , ver- einte, verftiessende aus: darumb wird ein Hi. ben. 1 Jfot. 24. 55 ; naeh dem der ausge- trieben satan itst eyn tar odder drey ist vmb- ber pelniilFen. ryn hrirff f!7i fh'n fursten zu Sachsen von dem auffrurisrhen geysl. f I 52 } l. Aij' : vnd lliix eyn bauru odder hundert dran gewagt vnd auir die köpITe geschlagen, «y» sendebrieff von dem harten buchlin määer die bnuren. (1525). cj"*; da bangen ein e.i- |)itel odder nn oilcr zcImmt'* Ein'' fftffis- andere, aber yli irhriel sagende redewetse mt es, zahltcort UHdtulist, tsnmiuelbar , d. h. ohne oder auf ein folgen x« Urnen, w^ikt /Mfoeb d«l«fs «m L. selten sind: wciins mit opflcin od'Jer wercken aiis- gericlil wcrc, so bin ich ein kfinig, ich woll la clwa ein zeheu gülden finden, das ich eine kue kettlTel xuro opITer. der tl7. f>MAii. (1530). GHj'*. häufiger in dmii.ulueden: der kurfürst xu Ssirfi'^t'r: li ii ftn -ein laini viul leulc An zwcuzig jun;»i<-u geitug, dargegen musz er wol ein achueheahunderl pfcuriierrn lid»en. Kiebr. 14; w«od wir swenlsig jar all wrnicn, «fo fallen wir oisl an zu arlcilen vnd arheilen jrgpnds ein zoIipti jarp, darnarfi sclilafleu wir d'c andere zeit, tbend. 45''; Cain wird jrgend nach dem fall ein dreissi(! jar geboren seyn. 3S3''. in diesen stellen kann ;V7iacfc ein nur als arükol nufg0fa$»i werden, während es in jenen sähil, B) Kia als pronomen. I) den H^ergang lu fnnommeUer ^Mtoii- tung macht ein mit abhängigem geniliv. a) der gen. geht voraus: Adam isl worden als vnser einer. 1 Mos. 3, 22; ewcr einer iat ein leufei. Joh. A, 70 ; welcher menaeh isivnler euch, der bumleri svhnUi hat, vnd so er der eines vcrieurcl, dor nidil lasse die neun vnd neunlzig in der wtisleu. Luc. 1 5, 4 ; seiner jünger einer. Marc. 13, l ; da lies golt der htrr einen tiefen schlaff faUen avIT den menschen vnd er enUcblicfl vml nain sei- ner rieben eine, l Mos. 2. 21 ; (h r itini^- lioge einer. 1 Sam. 25, 14; da kam dir obersten einer von dersehtile. Jforc. 5, 22 ; vnd es begab sich aull der tage einen. Luc. 8, 22 ; Irat er in der srbiff eins. 5, 3. bj der gen. folgt nach: es ist dir besser, das eins deiner gdicd verderbe. Matth. 5, 29. 89; mache mich als einen deiner lag- lOner. Luc. 15, 19. c) den gen. vertreten praepositionen: ich bin eine von den friedsamen vnd Irewen atedlen in I^rad« 2 Smn. 20, 19; einer von den xwelffien. Jfare. 14, 10; dotTaus i\en zwolflVn. 1 1, 20 . 2) als eigentliches pronnmen heiszt es ir- gend ein, ein gewisser, jemand, ali^uis: sollt eyner doch sehen umI lieber lodl seyn, denn solche leslenwg vnd schmach göUliclicr tnaiesici Imren. :wey keyserliche gepott. { 1524;. denn wird einer seinen hrndor aus seines valers haus crgreiOcn. Jes. 3, (1; itie wini sein , ala wenn einer gflrcldf cin- sainlele in der erndle. 17, 5; so du einen nackel sihest, so kleide jn. 58, 7; vnd ich höret einen niil mir reden. Esech. 43, 0; es entfcret olll einem ein worl vnd meincls doch nicht also. Sir. 19, 16; so einer slirlil viid hat nicht kinder. Matth. 22, 24 ; es snl auch einer nicht zwecn rdcke haben. tAtr. 9, 3. zuweilen wird irgend noch zugefügt: doch kennet kein mensch weder die liebe nocli den hass irgend eines , den er Für sich Iint. pred. 9, 1 ; zum vnlck das greulicher ist (letin sonst irgend ein.s. Jes. la, 2. 3) so ein, also ein (solch ein), welch ein: wie lange willn solcfas reden? vnd die rede deines miindes so einen sinhcn niut haben? Hiob 8, 2; wo ist sd ( in mcchtigcr golt als du golt bist. ps. 77, 14; aber wie kOslIich sind Ihr mir goll deine gcdancken? nie ist jr so ein grosse summa. 139, 17 ; vnd haben so ein weltliche vnd mctisrlilii In- pedancken von goll. vorr. vber das buch iliob. Bind' «est! iikIiI w iildfi- dii' Tilickon kriegen. vom kriege widder d. T. ( 1 529). Aij". daher Einbildung, f. die handlung des einbU" dens: das auch etliche sonst ym glauben bawTclIig durch solche eynbüdung vorursarlil Hercules oder Dauids lugenl von gutt einge- blasen, der 10 1. psalm. (1534). Pij^ 2) wickele vnd seynen rtilizcn vnd trülpen cyn- Itlcwc, (Ins der Lnllicf cliun das lere, 1' r bapsl. das ander leyl widder d. hyml. pro- pheten. (I525<. LiiJ*; das rede ich allr$. Idas uMtts dem jungen voick wnl einbleue. Gop^ cixbueciien 501 CIM»E.NKEf( ^Budteh eaUehismm. (U29). Fiij*; da wid- derfaalK er noch ein mal die wort die er zu- uor angfznppn hat, djs pn? vns jlic wo] f i:i lilcwe. doÄ 17. cap. Johannis. {15:i0|. Kj ; man mus den iungcn groben luulcn niil ccrc- monien vnd einterlicher weise die lere ein- hicwen. das 1 5. cnp. der ersten ep. s. Pauli an die Corinlher. (1531). Xj^; itnniml) müssen sie {die prieslerj gar viel buszcr wuri Widder Christum dissen aumclzigen eiiigc- blewel liaben. euang. von den zehen ausz- selzigen. (1520). Eiiij''; im filnlTli'n buch ( Jlo«ü) scbier nicbls so viel gedacbl vnd ciii- geblowel nird uh di.sz: ii-b der berr bin dein goU , der dich ansz Egypten gerulir«l hal. tischr. \&\ vgl. Iili'iicn. tÜBbrecbcHi irrumpere, tnjiingere. 1 ) MitantiHv, gewaittam emdringen, vom 4ieb, feind, falschen lehrer: wenn ein ilieb ergriiren wird, das er cinlirii Iii. 2 Mos. 22. 2 ; im fliisU^rn bricbl c i uler ehebrecher) zun beuscru ein. mob24, Iii; das fulelernucb wol , das er mit recht nicht viel gewinnen wurde, darurab wil er mit Treuel vnd g<»wall z(i mir einbrecbcn. ron heimlichen vnd ge- slokn brieffen. (152ÜJ. Iliij''; wo das (da« worl goUes) nicbl gehrt, da kan er (der feu« fei) einbrechen wie vnd wenn er wil. das 17. cap. Johannis. floHOi. Kj''; aber c*! gebet also, wie itli \or gos.igl Iinhc, wo die falschen lerer rawni kriegen vnd einbieciien, das man der rechten lere erstlich Nil wird vnd nicbl aclilet. das 15. cap. der ersten tp. s. Pauli an die Corinihrr. (1531). Hj'*. 2) transitiv t infrinyere, niederreiszen : ich wil Samaria sum «teinhanflen im Felde machen . . . vnd in grund einbrechen. Micha 1, 6. Kinbringen, inferre, imporlarc. 1) erzeugnisse des bodens in einen ort MW mtßewalurung bringen, einernten : jr aeei viel vnd bringet wenig ein. Uagg. 1,6; so prboilo jm nu seinen ackcr, du vnd deinn kinder vud knecble, vnd bring es ein. 2Sam. 9, tO; die jn {den mott) einbringen, sollen jn trincken. Jes. 62. 9 ; wenn jr das ein- komen vom lande eingebracht habt» 3 Mos. 23. 39. 2) wie denn fast alle scbrilTt, die von Ghrislus reich reden» mit einbringen, das er got vnd menscht sterben vnd aiiiror<«k>ben sül. die cp. des prophelen Jesaias. t !')2rM. Fiiij''; vnd Itiingel das sniiderlicli iml ein, das goU nicbl rreunllicb sey. vber das erste budi Mose, (1527). Kilij"; bisher haben dir buben also gebändelt, das sie vns irlbiinib. tnii srlii'in dor warboit verderkl, haben ein- br.ichl. Jen. 1. 303'. 3) erteUen, gut machen: darnach körnen sie denn vnd wOllrns mit nie.i»' jttn viisor erhoil Ircllcn vnil .sich oiniirehen, da (da, tco) d.is eiiaiigc- lion aiii^aiigcn «nd durch vr> rawm gemachl ist. 4at 1 5. eap. der erslen ep. *, Pauli an die Corinlher. (1534). Hij" IMnflriiigrn gebrauctu L. für ciuUraa^en, inirudere, 1 ) traneiliv : sie sich aber Lesorgen» nan niüchi jncn einen pfarrherm eindringen. Jen. 4, 318''. 2) refi.: «la clhche faUche hrüilcr üich niil dngrdningen. GaL 2» 4 ; wie gern sie sich bey den hcrrn vnd «delleulcu ciiulringcii. vom srhcm hamphnra$. (154"'). llnj'; füll iiiciil wie die sich sei!»«; /u iprctligi-ni machen vud eindringen, daji 15. vap. der ertim ep. «. Pauti an die CarinUter. { 1 5S4). Giij^; nicnnnds .sol sich in ein ofTenllich ampl ono L'M!(r> iKTufl ciiiilrifigen. Eist. 1, 205*. Eindröckenj eindruckcn.tmpnmeTe : gleich wie eint olch braulteichen ist nil recht an- gepom noch gewaebsten . szondem mit gc- wall von auszen cingciliiiikt. grund vnd vrsach. (1520). ciiij'; als denn sollet jr anlworl knegcn ein voll eiiigedruckl vnd vberbeum mass. Jen, 6. 2*. HlCflcii wie in allerlei, anderlei, heiderlei u. s. w. aneinandergerückte genitive, mhd. einer leige, einer leie (Ben. l, 961), unius generit. 1) einerlei, unut idernque^ triit gewöhn- lich einem subtl. xur seile: ist cinorli y voli k vnd ninpHry »ipr.ich vnler jnen allen, i Aioi. 11,0; ciiifilcv iraum. 1 1, 2ü j ciuer- h'Y rcdiL 8 JVof. 21, 22 ; vnd war einerlr? uiasse vnd einerley launi beider cherubiin. I kön. {]. 25; einerley herlz, 2 chron. :,<», t 2 : IliIiI rinerley sinn vnlernandi'r. Horn, 12. 1 ü ; einerley hoffnung. Epkes. i, 4 ; nii ists ia einerley bindlin, einerley bdUind tnd wird doch zwoierley weise angeMheti. das efjVsc u ort Chrisli noch fest stehen. (1527). i j' : vnd in summa, das ich von dieseiu slUcke koiue, ist mirs ertehrecklich tu bUren. das jim einerley kin lu n oder bey einerley alur sollen heydrr i;fMd einem handel einerley {aliquam) vnlrew udderlüik« zu beweisett. dendaA cattektsmus. { \ 52iM- Jiij* ; des nchtslen weib odder gui hegeren vnd einerley weise { auf irgend einnaeise) (laniatli zu sti-lii'u. elend, Lüj'. Kinemten, meiere: wenn dn dein laud einerntest, soltu . . . nidit allee gnaw mM- samlen. 3 JfOff. 19, 9; denn sie seen wind vnd werden vngevvlifer elnmidlen. Bos. S, 7 ; das wir ierlicli gnug zu seen vnd vieKfl- it^ mehr ein zu emdlen haben, das b., ö. vnd 7. cop.Matthd. (Xhlit). F.iucst. >>•. finst. llinfttr.ll, Simplex: so sie doch sclbssagrn, ein iglich slucke sey das ganlz sacranicnl, haben damit dn vierfoefa sicnnient geaHNlH, vnü wegern vns das einfach gants »acrament. Verantwortung der wffgelagian aufimr. (I5.H3). Eij\ Kiifelli m. gtdoMke, cogHatio: o wie manch reine eiaMln bah irh ynn der schrill ,i;ehabi. das diese vntH QtritU N«dk ftsi stehen. (Ihll <. eij*. Klufallen, in mehrfuhen bedeuiungen. Digitized by Google EliNFALT 503 EINPALTIGKEIT 1) eo/laW« corruere, etn$(Sr»«n: ein »U liaus , ilas sclifcr pinnillcn vml lirüclion wil. predigt von dir zukutiffl Christi. {1532 t. AiiJ" ; ila er erausz kommca ini, sey (Ijü bail- h»w«x eyngerallenn. atule$, der «p. vnd euanp. vom dkrülag ele. (1522). Riij*; die inanr wnr eingpfiilli ii. gpr. 24, 31. 2) irruere: wenn du schon wnl pprfHifl ImsI an ryneiQ orl, so M\H er (der U-uJil} an eynem andero eyn. ep. $. Frtri gepre- digt. (1523). ccj"; fielen auch zu doiii pfai - herr ein mit gcw;i)t. Jfti. 4(>''; (l.ini.'n li al« sie jrcn roulwillen nul dem pfarherr gc- aliet liaUen , fielen «e su dem guten liruder Heinrich eis. tbeiui. 3) in den sinn, in die gedanken kommen : vtul SIC die sitnden) lassen heiohlcir, ih<'%liii zur zcii eynr.illen odHcr hewusl sein, gruiid vnätnodk, (1520). riiij' : wasyhn «ynreli. das tchwetxcnsic. euang. von den zehenaus- setzigen. (1521 .; da wird yhm {Jonas) scyn eyngefalle» allet loy cxempel golles zurns. der proph. Jona, (152G>. Htj'*; die grewel. ilie mir jui lueliey Hnfnllen. vermammg an die geistlichen. {Ih^Oi. mir ofTt sl.if cke (•(•danrkcn "inCallrn. dar prophet Daniel. U530). Aij\ BtMliiU) f. fimplicitMt einfaehhHt, mhd. anvalto {Üen. 3, 232 ^ ahd. cinrallt i (irajT' 1, 320): {Huss) hat aiit Ii pc'^chcn rin nrnics lieurlin hn|i7 zu Iragen vnd niil seniTieiii i<>- rliHn ge.HprucIieo das wort s. llieronymi sanol« simpUrila« , ach du heilige einrali. etliche brifuc Johannis JInss. fir)37). Fij''. .*ie giciificn in jrcr emfalt l ohne arg ) \nd Wilsten niriii.s vnilt die sache. 2Üam. 15, 1 1 ; wir aber wollen jnn der etnfitit de.s g)aul>nis bli»iben. ton Jhesu Christo. (1533). Kij\ ich Inns Moihon vn dfr f hcnhifrischen rinfall vnd der krummen vnd Ihenron wort, so auf der goltwageti ligcn müssen, mich rassem. Burkhardi Mtfw. 362. Kinralteu. in falten legen s. ati^ralicn. Glnfiliig t rinrolii-^;, timplex, nüui. cin- v;mbertxen. vor. XU tceish. Sal. 1. 1. 4) unerfahren, unkundig: aulT das ich meinen einfeltigen deiidschen einen dienil d37ii Ihn. der proph. Jesaia. (152S). hl. 2'; das es die einrehigen, viiprlcrtcn .Tin h hr»«."; verstehen künden, von dem greutl der *ii7- meete, (1525). Aj**; das sey ein vnterricht Tur die kinder vnd einreltigen. deudsch cate- chismus. (1529). Aij'; wenn dein worl of- feabar wird, sn erfrewel es vnd macliel klug die einfeltigen. pg. 119. 130; ein lerer der einfelti^'« u. Rom. 2, 20. Finfälti;, fi(/r. simplicilcr : dariimh sollen wvr die witrll l.ncc aull» .iIUt cvnh-lli^'sl vor- stehen von der tueuscheyll Dhii.sii. ausleg. der ep. vnd euang, v fßen. 3, 233 i: gilil jemand, so gi'lv f r einrvlti^licli. Hörn. 12, S; wir wtnli ii )^ewi>licli l'cylen, wo wir niciit pinfcldjiticlt yhm nach aimciien, wie er vns hir sprich i. vom abey^dmal Christi. (152S). vj';iclisoI cinfelliglich oder ;iiis eiiifflli'p'om liorlzrn leihen, wider den irucficr zupreäigeT^.{ 1 54U). Hij*; sie mflssen »gen. g(»tt sey nicht mehr denn schlecht einfeltiglicb heilig, alier der hapsi ist der ;i1lcr heiligest, ein viädetru/f vom fegi-fiur. {1530). Ciij*. Einfarbig , L. mit d^m umlaui eiurerhig, «m'eolor; was nu bund von dem einferbigen vieh kerne, das solle sein lohn sein, des ward Lahan fro \iid Italic die uaUtr für sich, d.Ti von einferbigen uicbl viel huiidle naiilrlicli komen. randgL ni I Mos. 30, 33. Kinfassen, inelttdere, eingeit'. linschlic- szen: eingefasle steine zum ledirock. 2 Mos. 25. 7; eingefassle ruhin. 1 ciuon. 30, 2; guU gilit vus keiu worl noch gebot Tur, da er nicht ein IriMicli eusserlich ding einfasse vnd vns furhalle. Ahraham gah er das worl, da sein son Isoac cingefassct ward n. s. w. das diese wort Chrisli noch fist stehen. (1527). rj^; weil das recht mas vnd sol ein- feliiglioh mit dttrren kurlzen woru ii bestellet w»'rden, es par iiirlil nüe anfeile vnd hiiideruis mit einrissen, ob knegsleutle auch ynn lel. atonde seyn künden. (1527). HiijV KlMiechten, imptectere: vnd t Judith) witsfh sich vnd salhele sie!] ntil luHiürliem wassi^r. vnd Hnrliln jr li.ii ein. Jud. 10, 3. 10, 10. M*'ii nnDeclilen , imptivare se, sich «wiRil verknüpfen, in engen tusamwusnhang aalzen: deilinlhen er (der teufet) sirh an allen ortfii .i|>o eynilithlel. denn er weis, das seyn slraltV; uiehl ferne ist. swo predigt vber t These. 4 (1525). Biilj^ KInlllclien, sieh, «riesicb eiiiQMilen; die rollen Mid Seelen sieh seer deniilli^lii Ii stel- len vnd l"'v ilen Ir-iHcn t'Mifli''!. »'II 1 , 52S''. KinUiesieii, 1 / iiUiansiitv, hiiteoi/liesien: welchen inund nieioslu? d« die Rtrtteaus farcn, oder da der gute korso cinßeusl. wider das bapstum zu Rom. (1545). Diiij''. 'Ii trausiliv, im sinne von einflöszen, eih' /litszen machen: nu mag keinn nienseh des andern noch seiner eygen seelen den fcbiiben vnd alle syii , -.villen vnd wcrt'k Clinsii ein> Hissen dann allein Christn-<. von dfin bapa- lum zu Rome, (1520). Ciiij*; cm fiirsl des landts einfleusset in »eyne vnierthanen alles was er in seinem willen vnd syn liat. eftend. hierher gehört auch die von (Srimm unter eifilleiszeii o ciuflfiKzet in emlleu.vscL zu andern ist. EiMflesirn, n. nedia inßnendi: also sind wir alle in Adam durch den teolTcl gesrhiagni vttfl Iterauhl vnsers vrsprungs, da^ ist gölte«, von Weichs cinlliesscn wir sollen grünen vnd waehscn. Jen. 1, 33*. Binf Ml, m. mhd. Invlu^ (Ben. 3. 350K 1) das ein fliesten: es isl nil gnng vor- i?i-liitf»i; viid der gnaden einHnsz. wider die • buHen des endchriits. (1520;. U5'; m dyszcm werck rauessen alle werck gan vnd yrcr guilieil einflitsz gleich wii* ein leben von yui entpfangen. von den guUen werdten. (1520). Aiij'. 2) einwirkung: sie safcn, das ein ygiicb zi'yeheii vnd getttirn seinen einflns hahe. son- di-rlieh auff die menschen, vber diu ertte buch Mose. nr>27 >. Fj\ Einfrcsseu, bei L. nur intransitiv, perrv dere: wenn nil nieyne schuldiger nicht talen. so kan ich auch ni« Iii z ilen, so Trist d« r vnrad weyllcreyn. i*on kauf[.-!i ntttlutuj nnl icurher. (1521 j. Dij*; wie ahei ' wenn die lenlc ver- stockt, vnd das hüse so lielT cingeftvssen hetle, das kein busse zu hoffen ifil. r#r- manung zum geht-l wider d. T. (1511). Itiiij''. doch 6 Mos. 13, 55 setzt er: vml sults mit fewr veibrenuen, denn es (das mal) ist lielf eingefrcssen. Kinrührcu (einniteni, mhd. in viiereu (öen. 3, 2()1 ), «/((/. III rni.niii > (i ruß' A. :>[) \ \ 1} invehere, importare: vnd wirsi im alter zu grab koinen , wie garben eingelürt Digitized by Google ElNFlHRER 505 ClNGEBl.NG M erden zu seiner zeii. Hiob 5, 26; ym herbst isl die groslo frcude yni tar, da man ^insclincyl vnd einfurel alkrlcy fruclile vnd ^euies des lan4$. die ep. des proph. Jesaia. <1526). Biij*. 2) introducere, von It uten : vnd fflrpt vns von danncn, nufl (l;is er vns cinfürcl vud gebe vns das land, das er vuscrn veleru geschwo- ren hatte. 5 Mo». 6, 28 ; ats aber Paulus itot zum lager eingefdrel ^vard. apost. gesch. 21, 37. das volk aus- um! cinf llir rti, tinführen: Oer herr der goU vber alles lebeiiüigä Heischs vvull einen man setzen vber die gemeine, der für jneo her aus vnd eingehe vnd aie aus vnd ein- füre, das die gemeine des herrn nicht scy wie «lie schafc on hirb n. 4 Mos. 27, 16. 17. 3) abslracüonen : hastu nicht gesehen, wie sieh Ahab für mir bttcitelT weil er sich nu fnr mir bUckel, aviI ich das vnghi( k uii hl «■iiiniieii Itoy si'iiipm l-Lcn. 1 l.ön. 21, 29; das weih aber ward verfurel vnd lial die vbcrlretung eingefUrel. 1 Tim. 2, 14; der tauflel joier eine kelserey vnd roUen- gcschmcis vbers ander cinfuret. das 6. cap. Ephfs. (1533). vnd nit rinfiirc vns ynn «lie Versuchung oddfr anreciilungen. var. XU JfaflA. 6t 13 (vulg. et ne nos indueas in lenlationcm). •1) anfuhren, anzieh'^n. ciUr'ren: tKis sapo irii vmb der jiidischcu euii uile willen , der sich etliche vleissigen , wollen khig sein vnd vrteilen Pantam, als habe er (AÖm. I, 17) llahacuc vnrecht vnd hey iltti baren mit ge- vvall einjrernrl. der proph. Uabacuc. fl52B). hiiij''; du hast mein huchle vud eingehirele schrilfl, die nym für dich, fure auch schrtlR. av^das vbirchrislUch buch bocks Emszers. (1521). Jüii**; wie droliiMi die eingefürlc Sprüche yioM vnd .leremie zeugen, von den jiiden vnd jren lügen. (1513^ Fj\ Bllfihrtr» m, eilalor: aber die scbriffl auszulegen vnd zu handehi für sich hin , vnd zu streylten widder dii yrrigen einfürer der schriilL isl er zu geringe , das le«set sich on sprachen nicht thun. an die ra^Oterm etc. (Ib24). Ci^\ Eingang» «. introUue, mftd. inganc {Ben. l, 475). 1) die Handlung des eingehens; dein aus» gang vnd eingang mit mir im beer gefeit mir DiSTS, WfirUrlnieK woL 1 5am. 29, 6; der herr LchUle deinen ausgang vnd cingang. ps. 121,S; denn auch jr Wissel von vnserm eingange zu euch, das er nicht vcrgcbhch gewesen ist. 1 Thess. 2, 1 . 2) Mi dei elnfsAmi ; der eingang vnd seine thür inwendig zu dem allerheihgslen. 2 cAron. 4, 22; der ktinig stund an seiner stet im cingang. 23, 13. 3) einMhmg, vmrede: das sey gnug zum eyngang vnd vorrhe lr, nu wollen wyr die f|»i!«lel hören, ep. s. Pt lri ijepredigt. (I523,i. Aij^; das hab ich wollen zu einem cingang ynn Mose reden, vber da» ente buch Moee. (1527). B6\ Eingehen ) 1) inspirare: vnd Juab gab jr ein, was sie r<»don soll. 2 Sam. 14. 3; vnd der satan gab Dauid ein, das er l>rael zelen lies. 1 eftroN. 22. 1; alle scbriin von gott eingegeben. 2 Itm. 3, 16; keyn rOllze ist ilzt so ürroh , wenn yhra was Ircwnu'l nd«lt>r duneket, so mus der hcylig gcysi eingeben haben, eyn brieff an die Christen su Änlorff. (1525). Atj^ 2) tradere, concedere locum, einräumen: als denn soll jr wiileratnb keren in vw r land, das euch älosc der knecbi des herrn (ntige- geben hat su besitsen. Jos. I, 15; der gab jin ein haus vnd narung vnd gab jm ein land ein. 1 kön. II, IS; vnd gab jnen Weinberge vnd dürlDin ein. Jer. 39, 10. Eingeben, n. inspiralio: solt nu yemand ausgesogen sein, so musl es gott tliun durch sonderlich eingeben des heiligen geisls. t &er das erste buch Mose. ri 527). Oiij"; durch eyngeben des teulTels. ausltg. der ep. vnd eua»g. vom ehristag ete. (1522). flfiiij'. Eingeboren, umgenUu»t now^ivf^^i eine berrligkeil als des eingeboren sons vom vatpr. Joh. 1 , 14; der eingehorne soo , der in des vaters schos ist. 1, 1 S. — wM. eioborn ( Ben. 1 , 140), ohd. einporan {Graff 3, 1 42 Eingeboren, ingenilus, von nafur einge- pflantzl: der nani vallcr ist von iialur ein- geboro vnd nalutlicli üu^z. ausziey. deutsch lies«..«. (1518). Aiij''; es war den joden Moses gesell (so lU reden) angeborn, eioge- boro, eintr«»senpet, riiif,'' K ibel vnd eingolebet von jugenl aulf. von den coneilijs vnd kir^ ehen. (1539,. Niiij". Elpg^bugy /*. tluptralto: wo es (die 64 Digitized by Google EINGEDENK EI.\CEVVli\i\E.\ träum«) nicht kompl durch eingebung di s liOhcsten, so halt nichls dauon. Sir. 34, 6; Propheten sind, die am blosser cingebuiig lies heiligeo gcysts predigen, auüeg.derep, tnä eutmg» vom mimma ete. (1528). Zij'; .ms eingcbung oder oinsprechungdet heiligen gei'.lov. Ei<:L 2. 2 I u'. liingeücnk, memor: musziel ihr auch meiDfr person noch mil geschenk eingedenk leben, de IKefle l>r. 5, 120. v^. eindich- lig. f'!TTl''iilv»'n. IIiugcllei.Hcbt, inearnalus: das worl $u fleisch worden ist , odder wie wir deullicher reden mOchlcn, das eingefleiachu worl. dat diese wori Christi noch fest stfhen. (1527). Iij**; empfanf^cn oder loilj angciioiu»'!! , rmH i>roh gcdpudsciil incariialiis oiiigcnejschC. die drey stfmboltt. (1539). Fiij'' am rand. Eingehen, intrare, inire, it^freü, mhd. in gla (i^en. 1, 467), oAd. in gangsn {Graff 4, 80^. 1) intrare, UibUdt«ing^0n: wo sie {der coneilUm «nd voter friefeer) afle hellen sol^ len bleiben, solle >vol niemand weder ein noch au'igfhcn können ftir den büfhprn. Willeub. 1, ♦ij*; ich Inn licnlc hundert vn»i swenzig jar alt, ich kan nicht mehr ans vnd eingehen. 5 Mos. 31, 2; alle, die zu .setner stadtlior ans vnd cinfripnjren. 1 Mos. 2^, 10; da DU Joseph zum hause eingieng. 43, 2ti; Ihs an den lag da Noe Xtt dter archen ein- gieng. Ifaltfb. 24, 38 ; Christas ist nicht ein- gegangen in das heilige, so mit lionden go- niacht Kf . Ilehr. 9, 24 ; gehet ein durch die enge plorlon. Matth. 1, 13. 2) NMlicfte anwendwijr det gehmt: was Sttm munde eingehet, da;* verunreiniget den Tncnrschcn nirlil. MnKh. 15, 11; «iilie doii wein nicht an, das er so rot ist vnd im glai>o so scbün stehet, er gehet glat ein. spr. 23, dl ; lassei meine worl su ewren obren ein- gehen, apost. gesch. 2, 1 4 ; das die vorroa- nung sey de-stc stcroker vnd lieblich eynpehe, braucht er vil hubscher vorblümeler worl. amtUeg, dir ep. vnd euttng. dn adHenfs. (1532). A^; die tnler mdgen glat eingehen, müssen aber rauch '.vi li-r ausf^olirii. wider den bisehoff zu Magdeburg. (15^9). Jij*^'. d) vergehen: das isl der bcrg Sinai, dar- aoff et donnert, blilset, regent» erdenbebet. als wolt h mel vnd erden cirii^Hlif'ti. rON de» letzten tporten Dauidi. \ . \'i<\\ A) etwas eingehen, sich tcosu lerpßch' ten: da gehorchten alle rarsten vnd alles vülek, die solchen bund wrangen waren. Jer. 34, 10. auch noch mil gen. der sache statt des acr. : vnd ah sie alle zu gleich ver-^ williget halten vnd der sach eingangen , smd die bauptleut widder tu Hoae komen. «ntlif . der zeheii gesdiickt diog zu predigen wehren, loider ITana WwH* (1541). Liij ; Christua, das liniipt, wolle aufsehen und den winden und bülü'"" cmhall ihuii. de Weiie br. 5, 708. Linhanen (einhawen), incidere: lieber keret vietss an vnd snebet das yhr das schwerd ia findet, darnach auflT hebet vnd friseh zu (lein kctzer I.mher einliawcU. auff das tbir- chrisUictk buch bocki Emsxers. (1521). Cij^; mit dem karstoder hacken zu jm (dem wei»> efoeic) einhawen. dos 14. vnd 15. eap, Jo- hannis. (1538J. Zzij\ KInhefteu, infigere: wenn du sieben loikc meines heubts flüchtest mit einem flcchlband vnd hefitest (dL i, heftetest) sie mit dnem nagel ein. rieht. 16. 1.?. Einkeimisekj Jomesticus: es sey ein frembdlingpr oder einheimischer im lande. 2 Mos. 12, Iii; wer eiuUeimisch ist in ls> rael, der sol in bubbOlten wonen. 3 Jfbe. 23, 42; diese Satzung sol euch gleich sein, dem frembdcn wie des lands einheimischen. 4 Mos. 9, 14. einheimisch sein iit auch gleiehvM mit zw haute «ei»; n« ist m. Phi- lipps iizt nicht einheimisch, de IFelle br, 5, r>")7. binlicllig) utmontis , übereimtiinmend, mhd, einhiSUcc {^Ben. l, 6S5): das jr eines Sinnes sei«1, gleiche liebe habt, einnmiig vn hereinplumpen: so plumpen sie eynher mit yhrein Irawin. ant' vtorl deiUseh. (1522). CÜj*. KInherprallen y laut daherfahren: der halben soll» «lieh nirhi bald lassen er- schrecken, wenn die rultcngcistcr vnd Ketzer cinfaerfir»l1en 'hie schrifft, hie gottes worl' elc. ztco schöne predigten. (1537). Giiij^ Fitihertraben , tolutim inced&re" [Grimm): vnd warten aufT einen der hoch einer (einher) drabclc als ein hochgelerler Oberster priesterodder mecbtiger kOnig. au*- leg. derep. rndeaang. v.aduent.( \ ^)2S)..Iiij^ Einhorlreten, daherlreten: die tOcIiter trellen ein her im rcgiinent. 1 Hos. 49,22; die Idchtcr Zion trotten einher vnd sehwen- tzen. Jes. 3. I6; hütet euch Ihr den schrifli- gclerien, die da wollen einher tretten in langen kleidern. Luc. 20* 46* Hnhcniehf 1, tneeiiere.* teuch einher der warheil zu guL p«. 45, 5j man aihet gott wie du einher zotirhst , wie du , mein goU vnd kOnig, einher zeuchst iui heiliglhum. 6S, 25. Klihllytm «niro, feMdd wie einher. UaUlAhfcay intrare, dahimfakrem: der bapst feret einhin vnberußen, vnlerwiodct sich aller dinge wie ein gott. an den christ- Hchen adel. ( 1 520). Finj'' ; ^nd wir Jaren ein bin, machen flugs ein gdiol vnd artikd draus aus eigener ihurst. eih wiMem^9om fege fear. rir)30). nj". Eiakinleb^n, dahinleben, in den lag hin- einleben: wer sind sie, die da leben cynhyn alsz die vnnemnnfltigcn thier? wider den. falsch genantten gegelU^wit itamd. (1522). Biiij\ fAuki»flkMdera,dahiHplaudern: so plau- dert man einhin, was ynsi maul CeUeC, das musz erausz. vofi dem bafeiMm in Barn, (1520). Fj'". Elnhinplunipen, irruere, hineinplumpcn, darauffallen: aber ilzl sihel nicniaui an ob es hyndertich oder fiirderlich sey, szondern yderman phimbt ejfnfaynn. auszleg. der ep, vnd eunng. des aduents. (\ ^ll]. Siij''; mit slißcln vnd sporn cynhyn plumpen. ausUg» der ep. vnd eutmg, tem ekrhUsg, (1522). Nn iiij" ; sihe solchs haben die papislcn nie bedacht . pluinpffi f'iiiliin vnd machen eitd wercklMMl:j rii im Imufl. Jen. 5, 324*. Kinhiu^ctireien, in den lag hinein schreien: das man im predigen das wori mit vlets han* dele vnd drauff bleibe, nichl eintiin schreie vnd plaudere, wie die wilden, wüsten scbreier vnd speier. randyl. zu ps. 47, S. Unhlnsplnneft: das .spinnet er jmer ein- hin (daron redteC «r /briindftrend), das er zu dem schönen Icxt kotniil. da mil er be- schliessen winl. das 15. cap. der ersten ep. s. Pauli an die Corinthcr. (Iä34). iiij*. KinhiBveritnraiMi dmmb vordamnen sie einhynn (immer zu), die rienden, blinden Sophisten, wider die buUen dee endchrisU^ (1520). Bij^ Einhlmragen , ändert: vnd wagteus a1s<^ plunipswelse piiiliin. Jen. 3, 295'. Kinhom. n. vierfUsziges thier mit einem hom, monoceros, mhd. einliUrne m. [Ben. U 7 IG), ahd. einhurno m. (GraffA, 103S): meinstu das einhom werde dir dienen. HM 39, 9 ; vnd ist gleich wie ein einhorn , von welchem man sagel, das uvut^ nii-ht kdnne lebendig Taben, eine predigt vom verlornem tehaf. { i 533). Bj* ; seine Areidigkeit ist wi* Digitized by Goo^I ELNUORMG 509 EINJAGEN •int enilionis. 4 Jfot. 29, 22; errette mich voQ den eiahOraern. pt. 22, 22; seine hör- ner sind wie einlHirncrs lnSriMT. 5 Mos. 33, 17* wo dt« ersten amgy, der fünf bücher Wmt ftoM «ÜMet «ettimnai gen, pl. auf -s den gen. sg. eynbomes halten. Einhörnig, unicomis , ein hörn habend: villi süint (tliilie lliier cynliorni^^ , cilidie zvvcyltui uig. üai benediclus. (1525). Bij''. «■Ig, «M. einee (Ben. I. 424). oM. einac {Graff \, 327 ff), gebrowsht L» 1 ) von der einheit des göttlichen tcesens, unus: goU isl einig im vvmn vnd dreifellig 10 personen. verleg^g den^ewran, (1542). Pnij* ; denn wir sagen selbs , ja die beiden auch, (I is .illein ein goU sry, da/u also einig vnd viiztTlcilicti , das niclils eini^MTs soiii könne, ebenä. Ciij'; der lieiT vnsor güU i^i ein einiger iierr. 5 Moi. 6» 4; niemand isl gut, (lenti der einige goll. Jlalffti. 19, 17; gotl aber ist einig. Gnl. 3 20. 2) im sinne ton umcus, einzig, alleinig: niro Isaac deinen einigen «m. 1 JfM. 22, 2 ; vnd sie war ein einiges kind, vnd er halle sonst keinen st»n noch torhtcr. rieht. 1 1, 34 ; du hast dich erbannol vhcr ilirse zwoy einige ktndcr. Job. $> lö; der aruie hülle uichls denn ein einiges kleines scheflin. 2 Sam. 12.3; vrem jagsln nach? einem lodlen hund, einem einigen flucli. 1 Sam. 21, 15; du vcr- niagsl nicht ein ciuig!< imr weis vnd schwartz itt machen. Jfaffh. 5, ao ; vnd er knnd alda nicht em einige that ihun. j|fare.6, 5 ; sanct Allgustin w.ir in einer kloynen. vnl)enini[iloii, cyriigcii stad liisclRifT. grund vnnd vrxach. (,1520). atij'; das wort i.nl die eiut^o brück vnd steig, durch wilche der heilige geist zu vns k9mpt. sermon von der heubtsumma gottes gppnts. i l52G). c?"*; alle weit schrey vuü bat vmb ein concilium , dardurch widcr- arob ein einiger bapet wOrde. tsMir da« hapsUm cu Horn. (1545). Aiiij'*. 3) solus , alleinslehend , einsam: sie isl einif^ vnd ihiit dncli alles, wcish. 1, 27; yun dem loben der gottlosen war sonst niemand der mir beystunde. Ich war einig vnd ver- lassen, tier trosüidte ptiUmem, (1526). Eüij*. 4) coneorSt contennens : vud sie der sache i einig waren. 2lfaec; 14, 20; wenn man : nur in der rechten reinen lehre einig ist. tischr. 149''. 5) aliquis, irgend ein: hie sihcstu ia, das Jona nicht verdienet mit eynicbem gulea werck , das er ym Bsehbauche erhalten vnd wichlcr eraua ans bnd braclil wird, der pro- phel Jona. fl52r)). Cii]**; das kansUi nicht leugnen noch einiger papist. vonderwinckei- messe. (1534). Oj'; das mein name nicht mehr sol durch einiges menschen mund aus Jiiila genennet werden. Jer. 44, 26; er ^vird weder frawenliebe noch einiges goltes ach« len. Dan. 11, 37. Klnlgerlel, uUttitModt, ^eneris: eyniger- - ley weysz entweycben. ftnUa cene dmiid. (1522). Bij''; wo einer den andern scbüld^^t villi» einii'hcrlcy vnrcelit. 2 Mos. 22, 9; an uinigcricy ding das von feilen gemacht isl. 3 Jfof. 13, 49; da die gemeinen Christen weder taulTe, sacramcnt, trost, absolutio, predigt odder einigcriey seelsorg noch ampl von haben, von der winckelmesse. (1533). Klafgkfit, f, Midtäs, mM. einecheit (Bern, 1, 421): in der gniihcit ist die höchste einigkeil. hausposl. Jhena f \b7)^} ICl*"; nu ist klar, das die euszerliche emiikeil romi- scher vorsamlung macht nit Christen, «pn dem bapstum zu Rome. (1520). Cj"; christ- liche einikeii slehel ym geist, da wir eines glaubcns, eines synncs, eines muts sind, das dieeewoHduiiHnoehfeititehen. (1527). cj*; hie müssen sie selbs aus becher vnd wein ein new einickeil vnd wesen machen. vom abendmal Chri^sii. (1528). Büj*'; vnd .sul zwisschen vns guter friede vud einigkeil . sein. 1 Jfaee. 13, 40. Fintgwf , f. hat in folgender stelle die bedeulung von solitudo, secessio in locum secretum: nun bei der bapst einen sillen, das er sich oOt vereinet (in die efnaomkeft zurückzog) vnd sein gebet sprach , das Ihet er aber (iterum), vnd da er an der einigung was (ältere form für war), da hürel er ein !«liaiuie jcmmerUchcn schreien, die lügend mmB,J9hmm$ (^fffmUmo. (1537). Aliij*. Einjagen ) subito inferre: soh hc wort haben dem fromen kind ein schrecken ein- geiagt. hüuspost. {IViUenb. 1545) festteil 26^ Digitized by Google EhNkÄUtN 510 EINLEGEN UbIwbci (einkewcu). eigentlich 9pei$m vorkauen und in den muud streichen, bild- lich, wie in folgenden stellen . sehr d&utlich machen: ich miis jmer solch voierscbeid dieser twoer reidi (Amt ffeieüidtm wultvelf- Rieften) einblewen vuil einkcwon , eintreiben vnd einkeilen, der 1 o i jtuüm f 1 ">;M i. Mj' : wir Sehens an den jungen kndlien, wie ollt man jnen ein ding mm «nksweo vnd fur- blewen bis sie et bssen. Aaiiipotl. ( Ulf letik. 1545). tcinlerleil 26\ RinknufeD, emere: der tPXt spricht nicht, das er {Joseph) alleyne hshe ilas korn eyn- • geksofit, sondern habe es eyngeMmlel ynn sto li ii lies königes. von kaufftkttnitttng vnd tcucher. (i:,2 I i. Ciij". Einkebren (einkeren) , dirertere, mhd. in kdrcD (Ben. 1. 796): kerel doch etn «um banse ew«rs knecbls. 1 Jfo«. 19, 2; icknras heute zu deinem hause einkeren. Luc. 10, r> ; da sie das sahen , niurreien sie alle . tl.is er bey einem sttnder einkereU Iii, 7 ; vml ka- men hl das haus euier huren, die hies Rdiab, vnd kereica su jr ein. Jos.2, \; vnd sie kc- relen zum R.ignrl pui. Tob. 7, 1. Einkeilen, runeare, uneigenUich, mii ge- wall einprägm und befestigen: der prophel Esaias wil dievrsach, wanimb ChriHns leide, wo! l iiikeilen in unsere hertzen. hausposl. {Jena 1559) 169'; einlreibeii vnd einkei- len, s. vorhin einkauen. Einkneien, condepfere: vnd halten leig eingekneUct. EUl, 1, 837^ Einkemnen (einkomen), mhd. In komen {Ben I 903). 1 ) inlrare, eimiehen, hineinkommen : die siedle , da wir ein kernen sollen. 5 Hat. \, 22; vnd die sonne war auflgcgangen aiilT erden, da Lot gen Zü.ir cinkim 1 Mos. 19, 23*, da sie zu Beliilehem einkaiacn, reget sich die ganie siad vber jnen. Ruith I, 19; da« geseu abw ist neben ein komen. R9m, 5. 2u. 2) einnehmen: ich rat aber, »Ins man der cardinel weniger mache , oder las sie den bapst von seinem gute neeren, jr were vbrig gnug an 12 vnd ein jgUcher helle dos jars tjiii«»'ni f^;(ll(lcn einziikompn. J^n. !, 3'>'>'". Elnkomnieni was einkommi, in der btbel geicvhnlich gebrtm^t vom ortrag ier euSker mnd wtMer^ : er hdt yhm nicht lassen be> ndgrn an dem biltichcn vnd zymliclKMi eiv- kimi«.'ii \UM laiid viul k-uleu. der proph. Ha- bacuc. { I52t)). k iij*; wenn jr das emkomen vom lande eingebrsdil habt S ßhi. 23, 29 ; einkomnien der scheunen. 4 Mos. 18. 90; cinknmrii der kelter. ebenä.i eiokomen des Weinbergs. 5 Mos. 22, 9. Kinkimmiingf m. 'ein au§ änem andern inNeief ekoMMener ejmeoJkMr' (Adelumfi: ein Trembdling heisst ein einkömling oder auslender, dor an rlfm orl. da er wonet, nicht bUrger ist von ankuntU vnd geburt, sondern anderswoher sein anknnfll bal. AM. 2, 1 87^; rrembdefl einknmlingen . . . sollen die lebcn fursloticr treuliche ronleniiipc Ihun. orde- nwni^ egm gemeynen kaUens. ( 1 523). Dj'. Kinkrämmcn, incurvare, infleeiere, biid" in folgettier «feile: du herts das rieh- !ig ist zu got vnnd nit eyngekrumet aulT sich seil), die sieben puszpsalm. fir>l7*. <"ij'. Einlandiscbjtcasinlündisch : daruiwb ward jm das cinlendische volck seer gram. 1 üftme» 11. 38. Etniassrn , intmmittere . hineinlassen : darumh da^ sie jii nicht wollen pinl.is'!eti. 2 kön. 15, 16; vnd bcgcrte. man »olte jri einladen. 1 Maee. 1 , 31 ; vnd liessen jr ein. 1, 32; wolle ehr mein lebenlang nirlit mehr predigen , ehr ich Mosen w idd<'r ein- lassen wtilt, vnd Christum lassen vns aus dem hertsen reissen. vber doi ertfe biidk Jlfo*v. (IT) 27). Aiiij*. Einlaufen j incurrere, Uithr, 412* tmler den coviposila von laiiren. Einleben, durch leben in einer sache da- mit verwaehten : eingeleibet vnd eingdebet von jugent aiilT. roii den eoMlIIJIl rüid ftir- chen. (1539). Nüij*. Einlegen, mhd, in legen {Ben. 1. 991). 1) sinmUchet einlegen, impoiiere, Mncln* Ifgen, X. b, geld In den koalen; vnd Jhesus splzct sich gegen den pottcskastcn vn«! schawel wie das voick geld emlcple in den goUeskaslen, vnd viel reichen lexleu viel ein. Jlnre. 12, 41 ; da sie das gehl erans namen, das lum hause des hem eingelegt war. 2 chron. 34, 14. 2) ehre einlegen, d. i. ehre, rühm davon ira- gen, «neerben : aeid stSle vml erkennet, das ich Digitized by Google J EINLEIBEN 51 1 EINMAL goU bin^ich wil ehre einlegen vntcr den beiden, ich wil eliro < inlegenaud erden, ps. 4f>, 1 1 ; ich \\ \\ an iln liZulon vnd wil an dir ehre einlegen. Esech. 2S, 22 ; wir wollen, ubgoU wil, heule «lire einlegen vndr«i«h werden. t^krief^mUe amhynmel. stände sein künden. (1 $27 )*6 j* ; ich kenne den slollz >vol cttlicher kOnige vnd fürslen , die gerne wollen , das keyser Carl uiehlB wera, vnd die selbe weren die beiden vnd meister, die widder den Turcken ehre i'inleglen. vom hrieg tcidder d. T. (1529). Giiij''. ebenso iinolire, spoll cinlrpcn: o wilch einen sjiuU liabca Me da eitigelegl. de WetUt 6r. 2. 6 1 ; denn es will sich niebt >o lassen . iir i ii, das wir nnehr einlegen tadclilen. b, ir>. 3) sich Ulli elwas cinlegcu, sich kämpfiich «inlatsen: Ins des der recbte feldlienblman keine vnd sich mit der sunden, lodi vnd (üulTel für vns eiiilo^'t vnd gewönne vtui he- lii)>lt ths rr>M. ^ee^.des prophelen Jesaia. {ib'Hi). Huij*. Einlelbcij tecoi7»Qrare, emeeWet^cn, ver- einigen : das die aposlel werden die beiden durch ylifpn itMin«! mit dem worl rw sich bringen vnd yiui ylii c vorsainlunge oitdtihen. der proph. SadMrja. (152S). 00]**; das die beiden miterbea seien vnd mit eiageleibet vnd iniI|.;eiiiKsen seiner verhcissiing in C.lirislf), Ephi's. 0; durch das worl werden wir Ciiiisio eiageleiht. das 17. cap, Johannis. (1530). Miiij"; das wir durch die tanffe jni (Cbntla) eingelcilil sind, das 15. cap. der ttst^H <■/>. s. Pauli (in die Cnrinlher. (1531 (. Nj' ; lilu i^ilo als rehcn eingelcibl werden. dM 14. vni IS. cap. Juhannis. (153S). Ulanen von seinem neltcslcn oder von seinem brudcr . . . von einem frembdcn magslu es einmanen. 5 Mos. Ib, 2. 3; der bann ist nirgent zu gebrettcbt» denn das man sinse vnd schuld hat dadurch eingemanel. vermil* nuN^ nn die (jinstlirhen. (15301. Ej'*. Einmal j bei L. slels getrennt ein mal, 1) ol$ MohMot^ Anmalt «eniei, a) soldi versttnung sol jerlich ein mal geschehen« 2 Bios. 30, 10; las alle kriof^sniciinnr rings vmb die slad her gehen ein mal. Jos. 6, 3 ; ich bin drey mal gesteupet, ein mal geslei- niget. 2 Cor. 11, 25. b) vnd leret vns bie aber (ilerum) ein mal dieser s^en« daa wir (l.inekl)ar sein f'. Wim 1 , 1 *>, kinualeinSj ade. aliquando: wie? wens niil der seil ein mal eins jnen aneh mil jrer kirehen gewali vnd vveyhe also gehen würde. von der icinchclmesse. fl^^^). Aiij^ tiinmännig, eineit mann habend: Chrislus verschtuchel oichl weder eioweibige , zwcy- weibige tnenner, noch einmeonige» twey- nicnnige wcil»er, wenn sie an jn gleuben. von den conciUjs vnd kirehen. (1539). f iiij*. Einmengem, immiscere: vod des ZwiageU goi«t sonderlich • der viel mit einmenget vom fe^'crewr. vom obeitimal ChritU. (1&2S) ■Tij'; liic reclilcn nieisler Didssni solche liiimpler vnd sfidler leiden , die sich jmer niii ciniuengcn. dag 15. cap. der ersten ep. s. PauU an die Cwhther, (1534). Fiij^ EInmf ssen, messend zulheUtH: WH müssen wir nljer ji; bekennen, das vns vnsCrgoll seer reichlich hat eingcuicssen. hautpott. {Wit- tenb. 1545). tommaiHl 73**. Biamtadig, ado. mit tbum munde : anfi das yhr eynniiilig vntl cyntniindig preyszel goU vnd den valtT viiszers h>^rvn Jiiesii Cliri«;ti. auslefj. der ep. vnd euang. des aduenls. (1522). Bij% «ar. su'lt^jii. 15. 6. Rlnmütbis; ( einmütig), unanimis, mhd. cinmüelec (Ben. 2. 260): so erfüllel meine freude, das jr eines sinnes seid, gleiche hche habt, einmalig vnd eiobeliig seid. Phil, 2, 2. Rtkailhlgt adv. unanimHer: diese alle waren slels hey einander einmütig, apost. gesch. 1, 11; 2, 1'^ ; cvnriiulig vud eynmun- dig. 8. vorher euiiuundig. KliMitbIglicli, dasselbe, mhd. einrafletec- liehc: vnd ^ie schrien zum herrn, dem golt Israel, einmüliglich. Jud. 4, 9; vnd lohelen eiiimUliglich deine sieghaffiige hand. tceish. 10, 20; da tie das hOrelen, hüben sie jre stimme auff einmaiig^ich tu goU. apcst. gesch. 1, 21. Einnähen, insuerc: also müclUen sie nurli jnen {Chrislus) einen tüchcrn oder gelüchei - len, eingewircluen , eing^eten goU leslem« weil er in rock vnd kleider, geneet md ge- wiicl^i, gangen ist. JNirls befteiifiili. (1544). Btiij'. Einnalinie, f. accepium, rediius : nach der rechnungder ausgab vnd einnam (1522: eyn- uam vnd auszgahe). Phil. 4, 15 ; das jhr al- lein die ausjinbe wollet bcreclien vnd die cio- name verschlagen, rermanung an die geitl^ Uchen, (1530j. £iiij\ Bai^Mi (einnemen), mhd. tn nimen {Ben, 2. 367). 1) geld einnehmen, tn empfang nemen, eincassieren : vnd wendet für er mUste renie einnemen. 2 Jtfacc. 3, 8; da sie du geu Ca- pemaum kamen , gicngen ta Petra die den Zinsgroschen einnamen. JfatlA. 17, 24. 2) leuie einnehmen, aufnehmen: nioipsia einen rreintHlL-n zn dir ein, so wird er dir vnriij^e nj.ielien. Sir. 11, 35. 3) ort und räum einnehmen, tn besitz neh' men, besetzen: lasset vns hin aulTtiehen vnd das land einnemen. 4 Mos. 13, 31 ; sihe da, ieli Iiabe euch das Uiiid, flas da für euch ligl, ^'epeben, gehet hin ein vnd nempts ein. 5 Hos. 1, 8; weil wir für jiicn Hieben, soU jr euch aulT machen aus dem hinderhall vnd die slad einnemen . . . wenn jr aber die stad eingenomen habt , so steckt sie an mil fewr. Jos. 8. 7. 8; stehe aulT vod nim eiu den Weinberg Nabotb. 1 Iron. 21. 15; ein edeler zoch von ferne in ein land , das er ein reich einncme. Luc. 10, 12; wdiber {Christus) musdenhimel einnemen bis ntilTdie zeit, da er wider (Aertrtder; bt acbt v\erde alles was goll geredl bat. apast. 3. 21 ; vnd die Gileadilcr namcn ein (besetzlen) die fnrl des Jordans. rirhl. 12, 5; vn ! r-^ wnrd dem Ihdoremi an- gesagt, das die kuider Israel sich rüsteten, vnd wie sie die kMppen am gebirgc einge- nomen Ii eilen. Jud. 5, 1. ancft Aeitxl es ein volk einnehmen für dessen land und gebiet: fiore Israel, tbi wirst betUe vber den Jordan geben , das du eiiikuinesl cnuuncmen die vdlcker, die grDsser vnd stercker sind denn du, 5 Mos. 9, 1 ; diese vDUker, die du ein- nemen wirst, gehorchen den tagewelem vnd Weissagern. IS, 11. A) hiemach einen cinnclimen, occupare, s. b, tton leidensehafien: darnach sich hnlt fnr dem geila, das er vns nicht heimlich er- Digitized by Google 8INNESTELII ElNBBDBIf •chleiche vnd einnehme. dUu 5., 6. tmd 7. e«j». «. MaUkH, (1532). mij''. 5) ciDnehmen mmt su «inne nehmen, auf- ndunen, vemehmm : sondern für Hirli nenicsl das lelzte imcli vun d' H konigon vnd das letzte buch der chronica, dicselbigea wul einnemc«!. «orr. amff dm profifc. JfMai^iii. Btiidte<( 7, 342; ewcr kei. oiai. kiir vnd filrstÜrhp gnaden wollen wo! cittncnien vnd bedcncken, das meiucbUcher nicht alle eioer- lej irt sind. /m. 1, 489'*. ttaiCStcli) infibulare, einhüllen, ein- mummen: wol mir, das ich hrtite mich hart hab eingenestelt , es kaii) mich schon dtr schalTshusl ao. wider dai bapstum zu Rom. (1545). JyK «jrl. aufbextelo. EllMe, f. deserlum, nicht anbaußhige, dürr« gegend , mhd. cinccde {Ben. t, 421), aM.eiii6tli (Graff l, 334;: er fand jn in der wisten, in der dürren eintfde, da es heu- let. hMos. 32, 10 ; die für hunger vnd ku- mer einsam flolien in die einödc. Ilioh 30, 3 ; das er fallet die einödcn vnd wildnis. S, 2 7 . EinpflftDicn^ inserere: es ist eben szo tieff eyngepflanzl der naiar kinder Ueugen abz essen vnd trincken. vcidder den falsch fttuaUlen geystlichen stand. f!522). Hij''; vnd isl die braulliebe . . . von golt einge- pflintzt viid eingegeben, «o» thetaehim. (1530). Giüj^; das wir durch die taufTe jm eingeleibl sind vnd zu diesem arlickel beruf- fcn vnd cingepnanzl , das wir niifrerslchcn vnd leben sollen, das 15. cap. der erslen §p, «. PomU an di$ CMiIfcer. (1534). Nj\ Ui^lir«|iff n, I ) inserere $urculum : denn so dii aus dem olhawtn , der von nalur wilde war, bist ausgehaweo vnd wider die nalur ID den guten olbawm gepfropITei, wie tiel nehr werden die natttriieheo dngepfropiTet in jren cifjen nlhawrn? Rom. 11, 24. 2) einstopfen , x. b. speise: vnd nnrh da- mit noch ymmer einpfroptlet. ausley. der ep. vnd iuang. wm adntnt ef«. (1 528). BBbij^ ÜBlinM (r^inrcumen), 1) /oennicedere: %vf>nTi jlir nn wollcl hoch pollcrn , man fioWc euch die stiflt vnd klüstcr widdcr gcnizen vnd iUei widderfloib einreumen. vermanunjr an a» gtuOiehtn, (1530). Eiiij*: wenn dein brtld der zu seitiiT lialif koinr. 3 .Mos. 25» 25— -27. 2) unriijcntlich, concedere , zugestehen, nachgeben: die doch bekennen mit dein maul, das Chrii>tus sey dieser vcrworflen vnd er- weleter erkstein vnd doch ntehl wollen las- sen jns werck komen vnd mit der that snl( hs cinreumen. das schone confitemini. (1530). Hiij''; sie selber gar viel spreche vnd slflcke haben nflnen nachgeben vnd einrewmen. ein sendbrieff xcidder ettliche rottengeuter. (ir);?2i. Aiij''; wenn sie im geringsten ar- lickol vns wa^ cinreiirnffcn. sn \t\ der bUgel atu kraotz enl^vvey. li^ichr. 3b7'. EimmCB» s. einrunen. ElnrcchcRj «tnrec/inen, rechnend zu- fügen: vnd sol sein laglohn der gantzen zeit nul einiecheo. 3 Mos. 25, 50. 52. Ilucde, f. Ij inkrfatio, zteisehenni«: mein aller bestes buch, das ich yhe gemacht halic, die poslilh-n, hat er {Buccr) mit vor- reden, vtilrrrcdi-n vnd cinrpdrn auch alsn zii- gericht. das diese wart Christi noch fest iUhen. n527j. sti^*. 2) oblocutio, einspräche, gegenrede, toi- dersprurh: am Vierden (capifef) fehel (>r an zu begegnen elliicbeo eynreden vnd an- spmche. «orr. anff die «p. t. PaiUi an dU Römer; wenn meine lieben jnnckem meine scIinlTi nicht SU icmcrlich verachten vnd mochten dioselhigen lesen, so hellen si« aus dm zween sermon so viel woi gefunden, das sie solche einrede niehl wurden za marckt bringen, eine berieht. (1528). Cj**; wiewol es eine seer faule einrede ist, auch einem jg- lichen dorffküster wol zu verantworten. teider den wteher zit predigen. (1540). Aiiij*; ich hab geschwiegen vnd jn {ilinen) nicht einrede ihan. Jen. 1, 25*". Einreden , 1) rinpm etwas einreden, per- suadere, einsprechen: noch stieben diesze brantvortzeichnete blindenleyttervnszzu be- iriegen vnd die selben ergemisz vnd mehrung der sund für ein pulle rcw furzubilden vnd einzureden, grundvndvrtaeh. (1520). eiii/; sibe doch wie lang er stehet vnd treibt auJT einerley ding, als der es gerne wolt wol ein« hlcwen vnd so einreden, das mans halte für jdie höbest« i nötigst«) vnd trOsÜicbsle lere. 86 Digitized by Google EINREDER 514 EINS das n. Johannü. (1530). Rij": hab ich noirs einreden vnd jrofallcn In<;spn diP'^m catalogum oder regisler durrli den druck aii2> ta geben. eauU. oder regUter. (1533). Aij\ 2) üdetfeUare, dMmschen reden j ein- wenden: woll aber ycmaml mir weiter fin- reden, man soll snl« ho losirn r nicht slralTen noch yhn weren. der b2. psalm. (1530). Fi^'; hie wird der bapsl mir eiareden durch seine schreimouler vnd teuflelsreisser« Pau- lus «^fi'^M tlirlit ;ilh'in von pfarrhcrni. den concüijs vnd kirchen. (1539). fij ; kuud er wol deocken , die viel ja» wirden eiaredcn vnd widersprechen, «erfe^nf d$$ afeoron. (1512). Liij'-. Einreder, m. obhcuiur: das er die schwa- chen irOslc vnd erhalitj widdcr die cinreder vnd icbdter* der propk. ffodacuc. ( 1 526 1. g iiij''. ttUfisiCBi in zweifachem sinn, 1) transilir, nicderreiszen, detnoliri: vtuI wil ewre sl«dle wUsle machen vnd ewrs hei- Ugthums kirchen cinreisscn. 3 Mos. 2Q, 3 1 ; vnd das hauswird eingerissen werden. 1 kSn. 9» 8; vnd reis (ritz) ein die mauren zu Jc- n!s:^l»'m. 2 chron. 25, 23; vnd reis die goiztualiar ein. 1 Jtfacc. 5, 68. 2) intranritht irrumpere, ein^re^en. iUtdrmgen, eingang und Verbreitung finden : sihe, so wird der herr vbar sie kernen lassen slarcke vnd viel wasser des siromes . . . vnd werden einreissen in Juda vnd schwemmen vnd vber her geben bis das sie an den hals reichen. Jes. 8, 7. 8 ; da der grosse thani brach vnd gottes wort wc«» war, wie solle da nicht einreissen eitel sindiUit alleriey men- schen lere, wm der Mfmdtelmetie, (1534). Piij'' ; Wucher vnd geitz sind wie eine sinl- fTul einf^erisscn. ariikel, so da hellen sollen elc. (1538;. Aiij' ; wcron im kindcr j^lauben solche wort gebrauelit worden ... so were sUer jamer leichllicb zu vermeiden gewesi, der vnter dem blinden vndendlicbem wori 'lirohp' i«;t eingerissen, von den concilij.s vnd kuchen. (1539 1. dj''. in dieser 6 edeu- Hmg sfebf et muh oft unpersSntieh: da reis- set es denn ein vnd werden gewallige herrn. rfjpr das erste buch Mose. (1 527). Tij' ; denn es zu liefl eingerissen vnd den loiitpn furge- blewet ist. ebend. xij''; zu der zeit keine Orden noch solcbe UOeU»' odef nMnche ge- wesl sind, wie wol es bald vnd schwind her- n.ich cinreis. von den &meiUJs vnd lärtkem. (^1539). FiiqK nudten» intrdire eqvitando, mkd* In rlleu {Ben. 2, 732): u' iin ich gewust helle, das so viel it iillVi auff mich gezilt i hctten alls zigel auff den dechern waren zu Worms, were ich dennoch eyngerilten. eyn brieff oh die /Breien s« Sachten. (1524). Bj*; da er zu Jerusalem einrcil am palmen tage, das .schöne ronfilemini. (1530). Nij' ; wie die küuige vnd fürslen |>Qegen eiszureilen. hau$' post. {Jhena 1559). 137^ f^f. ausreiten. RlnrailOly n. an dem armen eyorejiten Chnsliwar nirlils n-olich nticli dem 1 vpliclien anschr'n. ausleg. der ep. vnd euaivj. ^ ad- uenU. i lü2^j. £j'; dasz s. k. L g. das cin- reileo der edelleute wollt verbieten, de Wette br. 5. 253. Einrichten j instUuere, ordnen, in die richte bringen: sonsl {auszerdem) ist alHiie ein ar- mer burger, der mit seinem weihe cm gans jaltr krank gelten vnd verdorben, vrdche sich nu nicht können widder einricliten svr nahrung. de Wette br. 6, 86. Einrisij m. irruptio (vgl. cinrci-szen 2): das mOchl ein anfang vnd bOser einriss wer" den, die andern gesetz alle auflzuheben. ton dm schlüsseln. 71530). Cij' ; vnd auflsehen auff den listigen einriss des teufeb durch cilcl ehre. Jen. 3, 162*. BtaiiiMr, m. der mü einem roese ßhet, einspänner: { der kaiser ) kan nicht so frer seyn als ein prediger, welcher ist wie ein einrösser, er kan sich bdld wenden, das kau ein regem mil. seinem folgenden seugeo {Grimm ändert in enge) nidit thnn. lis^. 341" Eiurunen hai L. für cuiraunen. insusur- rare: das ich hocr deyu heimlich eynrunen {Jen. I, 29^ einrttnen) 'dir seynd vorgebet dein sund.* dieeiebenpuszpsalm. (1517). Ej*'. Fins , o'tnes, in den älteren Schriften L's auch noch einisp eynisz, mhd. einei^t ahi. einas;, die flecUerte neniratform der einudd. Ij ich habe nicht mehr exemplar, ich Wüllie euch son^t ein* oder drey i;pschickl haben, de Welte br. 4. 140; nocli oynisz wd ich sagen vnd damit eyn ende, auff das vbir- chrittlkhMi baekt Bmteen, (IS21). Jiji^ Digitized by G| ms 515 £imTZUNG 2) eina m> «ntim, idmliseh: idi Tnd der «•Ctr sind eines ( vulg. ego et paler unttm samus). Joh. 10, 30; das sie eines seien gleich wie wir. 17, 11. hiersu vgl, man die amf&uikh« erfclffnm^, tPtlofte L. in äer mutegvng de$ 17. Mp.Veftamiii wm üeter stelle gibt, weil, wie er selbst sagt, im deul- srhrrt das uärtlein "^oines* nicht so klar sei, indem man es „auf betderlei verstand" irandte ttiem^ ßr i^nttiii^ und Hnig). 3) einig: es musz vas die offen iliclie war- heit eynis machen, an den christl. adH. (1520j. Kiij*; wie wollen wir sie « ms ina- cben? ciiifj«^. der ep. vnd enang, vom ad- uent 0le. (1528). B5*; mugen aodi sweeo inil t'inandoi wandeln, sie seien denn eins vnleriiandcr? Arnos 3, 3; wenn IrrHdcr eins sind vnd dte nachbain sicli hebhaben. Sir. 25» 2; (die papisten) sind valemender selbs noch nie eins (.'cwest, werden anch nimer mehr ( ins, w;is tlcr frey wille sey. auff das vermeint keiserlich edicl. (ir»3l). Diiij*; ersüich isl man darin ganlz vnd gar eins, das diese »iebenzig woehea nichl lagewochen, sondern jarwochen sind, von äen jüden vnd jren lügen. fI543). Viiij'; ich ward mil jr eins vmb (uiiltzehen silberhiigu viid ander- halben homer geraten. Ho9. 3, 2 ; bistn nicht mit mir eins worden vmb einen grosschcn ? Matth. 20, 13; die juden sind eins worden, dich zu liiUen. apost. gesch. 23, 2U. auch mit gen. der sacke; des arliekels isl alle weh eins, oon «AeeaeAen. (1S30>. Güij'*; sofern wir sonst der sacben eine werden vnd blei- ben. Jen. 6, 12m Kins — ■ einmal. ti aamei; er {der priesier) opfferl den heim Christum aber eyn mal. der sich nur eyn mal gcnpfferl li;it , wie er nur eynis ge- slothen ist. vom grewel der stilmesse, f 1 5251. üj''; hie koiiijii Peler rUlUe aiier eyns luii seynem laratantara daher, das ander legi wUier d, hymLpnpketen. (1525). Hiij' ; eyn bawr were gnug hnntrla , wenn er zur hochzeyl noch eynä gutlc kleyder trüge, als er leglich ynn seyner erbeyt iregu analay. der ep. «nd etron^. «en der heil, drey konige fest etc. ( t 525). Lj*; vnd ihe- lesl noch «'iii^ smii»') p']t(» 'A'tT' !; i'^ .nlle Car- lheuser, das 5., 0. tnd 1. cap. s. Aiatthei. (1532). Riiij*; gehe noch eins hin. Hot* 3, 1 ; will aber aocfa eyns dramb echreybenn. Je Wette br. C, 17. 2) einmal erscheint eins aucA für aH' fnande, oHm, einet: der alt Adam will seyn leben auch haben bis er eyns ynn die gruben kömpt. da* (enedfeMs. (1525). Cj^ «fl. dermaleins. Einsagen, obloqui. einreden: vnd das alles wider das einsagen der jaden» die nicht w rdmb gangen isL vom uhcndmal Christi. i ir)2Si. yj''; vnd sclienckeül luir vul em. ps. 23, 5; denn der herr hat einen becher in der hand vnd mil sfarckcn wrlw vol eingeschenkt. 75. 9. 2i bildlich: der fierr Im! *-urh einen geisl des harten HcbUiTs eingCM hencki. Jes. 20, 1 0 ; den beschere gou rollMigeister (fie falle, (hu jm jren geisl einschencfcen mit eitel kuffen. das IH. rap. der ersten ep. s. Pauli an die Curinther. (1534). Ihj''; wie vi.-l sie sich herrlicii gemacht vnd jren routvvilicn gohaltl hat, so vid schenckt jr qual vnd leid ein. offenb. Joh. 1 8, 7. FJnsi'hleszen , inspirare: an (ohne) mii- wirrken vnd ynnurlich eynschisseu gullis. Me sieben ptuzpsalm. (1517). Ciij''. XincUaf»> oftdonnifcers: vnd ersehlieff wider ein. 1 Mos. 4t, 5 ; oyn mc seh, wenn rvnsfhh^in, weysz os ml \vi<> vlim geschieht. aiisieg. der ep. vnd euang. vom chrislag. ( 1 622). Ziig* ; vnd dafür nicht kan einschlalTen. aMle§,derep*vnd$¥aHg.vonostem. { 1544). xiiij* ; tili! vfiiT vnscr jriiis hi-Ue gefnllen vnd cmgCäciilaHen. das Iii. cap. Johannis. (1538). Xiiij*. IlBMUagM» £. Modk emitchlahen, mhd. fn slahen (Ben. 2*. 372): vnd vergisset einen keyl einzuschl.ilion tadigere cuneMu). der 101. psalm. 1 1534). Wuij' . RlMcfckkhciy irrepere, Aeintfefc sin- dringen: da etliche Talsche hrildcr sich mit ♦■ingfilninfren vnd nelien f'iii;;.'si lilulion wa- ren. Gai, 2, 4 ; es nius vnser glaube vnd sa- crament nicht aulT der person stehen, sie sey rromodderbttse. beruffenodereragetchlichea. von der winckelmesse. (1534). Liiij'; vnd wisset solrhcs vmb der npwrn fl;>'M'^rL'»>!>.!pr vv tllt u, die sich eindringen vnd ein^cUleiciieQ. Eisl. 1, 295\ EinschllesMl, incfiulsri, mM. b slie^en iBen. 2-, 409): vnd wenn er d.»?« mal sihet, sol ( IS einsohliessen sieben l.ige. 3 Mos. 13, 50. 54 ; wie c. k. f. g. aus seiner bte einge* schloasener (or^. eyngesehlossten) schrill erkennen mag. de H e((e br. i, 339. Kinsrhllngen, hineiHschlingen , mhd. !a >lindcn: dergleichen sUnde ist auch eine, wenn dner vngeferiich ein tropffen wamcn bette eingeschlungen. Je». 2, 21K EkuiduktHim ( einschneiten ) , demetere, vinemten: wenn jr aber fwv l.ind emdict, Süll jrs nicht gar auf! dem lcl>le einschneiten. 3 Mos. 23. 22. einen weiteren beleg s. im- ter cinfilhren 1* — mMU tn sntden mil 4er* selben beientung (Ben. 2^ 439). ElnBfhrrihen, insrnberp: so wissen e. k. f. g., dasz der iand^'raf oluu- das herfur will, und sieh bUrger zu Zurch lassen einschren ben hat. de Wette kr. 4. 203. EiaachMtem, ^volvere.* man sol mostetn« schroten fin den heiler rollen], darnach wird wol wptn darauss. titchr. 42^ vgL ans- Kinscbüren, hoU zur unlerhallut^ des feuert eintfMehen: (Jetut) in seiner jugent holta tragen, cingeschurl, wasscr gebolet vnd dergleirlien andere bausarbeit gethan hat.hausposi. f WiUejib. 1545)«rmler(et749". Klnscgnen, emsegeneo, einweihen: wenn jhr pfalTen weyhet . . keis«> vnd kSoigt salbet, miinclie vnd nonnen einsegenet, ists auch gf'vvis? von den schlüsseln. '1.">30t. Dij*; solch geliol bat der bapst vnsern kin- delbetterin auch auffgelegt, das sie nach den kindelhet sich llllr der kirchen hahen ttOsaca Digitized by EINSEHEN einwgenra hssen. hmupott. { WiUniA. \ 545). tcinterleil 69*. Elusehen, animadveriere, teorauf achten: darumb hie einzusehen Ul, d«isz wir leule rafoiehen, weil wir konteo. de Wette br. 2, 491. Klnsehciij n. animadversio : vnd e. r. g. vntcrthcniglich zu bitten, hierynnoii cyn ornst- lich eynsehen zu haben, ein brieff an die ßrtten tu Sachten. (1524). Aiij''; «. w. woNte doch bie eiDCn chrisUichcn dienst thun vnd einsehen auf eure dnickci hiihon. dt» Welle br. 6, 71. auch, wie bei aufsehen, mit geniiivform; das die notdnrfll erfoddeni wolt nil wolzeytigem bedeneken eynsehens zu- thnn. nriginnthr. im gcs. archiv zu Wei- mar. O. 74. FF. 2. in deniseltien siun ge- brauchte man im lö. jh. auch eiitseliung, doch nicM L* ElBunken, demiUere: vnd sie soncktcn den bleywurlT ein. apofL gf.n kcrker setzen, gefangen setzen: diesen setzet ein in den kercker. 1 kön. 22, 27 ; dam habeich auch allbie nichts gothan, das sie mich eingesetzt haben. 1 Mos. 40, 15; vnü legeten die hende an sie vnd setzten sie ein bis aulT morgen, apost. gesrh. 4, 3. 4) Sachen einsetzen: eddeiätein schneiten EINSIEDEL vnd einselienb 2 Ifoa. 35, 33 ; vnd baweten das schafTlbor, sie heiligeten es vnd seilten seine tfiflr ein. Neh. 3, 1 ; sie decketen es vnd scizclen seine IhUr ein, schlüsser vnd rigel. 3, 3. 6. 13. 5)eiaseizen, instituere, anordnen: ynn den wnrlon isl ciiipi'solzt ilic wrltliche ober- keil, vber das erste buch Mose. M527). aij'*; gott iiub das alle teslaiueiU iiiciil auO' bis er an seine slat das newe testament ein- scUL wm abendtiuU Christi. (1528). bij*; wpnn IUI Clirisfus wolt ein ahcminial ein- setzen, da nicht sein leib vnd blul, sondern gleichnis sein» leibs vnd bluts ynnen were, so bette er billich vns das alte Moses abend- mnl niil (l<^m o>tf tlnmb ^'clnsscni. elend, p iij" ; es ist goU kein srhertz gewest, das er vns menschen di^ säcramenl gestilUet vnd einge- selil hat vermomiiijrstMiMenMieiit. ( 1 537 ). Biiij». ()) siel) oinsolzPTi, !fich fest setzen: es hat sich mit der tzeytl so ticQ' eingesetzt, das man meynett solch geyslUcher stand sey yn der schriflit gegrund. auff das «btrdkfisllfeih burh hnrks Kmszer.i. iir>21). Biij^ Einselscr, in. tn^(iiu(or, vgt. einsetzen 5 : goltes wort stifflcl vnd macht sie (die Obrig- keiten) zu gütlem vnd wirffl alles vnter sie, drumb sollen sie nicht vber dasselliige, das yhr Einsetzer vnd siifller ist, faren. der 82. psalm. (1530). Hiiij*. Kittsetiuug , f. inslilutio : es hat kein ge- weyheier winckelpriesteriburen der gemeine das .sacrament reichen oder predigen, wie es doch Cliristus berdh vnd einsetzung fmldert. von der windselmesse. (^1534). Kij*. da- neben kommt audi, wie tm 16. Jh. oft, ein- satzung vor: wyr Christen sollen vnnd woU len hyrynne mnrht vnd roclil fiibm, ffic pvn- saizuug Christi zuiialten. von begdcr geslait, (1522J. Aij^ , MuleM (elnsidel), m, der oUein iboJU nende, eremita, mhd. elnsidel, einsidele (Ben. 2', 237), ahd. einsidilo iGraff 6, 310 ): zu der zeit hat mUnch geheissen , das wir jtzt kleusner oder einsidd heissen, wie auch das griechisch wort monadius laut, solitariua, das ist ein ein den älteren ausdruck cinsiedel .* vorlzeyllen ynn der \vu- steney liicszcn iVw heyli^Tj» fynstfllfr yhr vbirsten abha {»aler. aualeg. der ep. vnd emnng. wm ehrUtag ele. (1522;. Kkiij''; ich wil gotl dienen vnd ein münch, nonne, pfaff, einsidirr wfrdfn. . sssj*^; Itfinnen nicht heraus iretteo aus der (.ji]np<5p<;.spn lere vni1 gcwoiilieii. ausleg. der ep. vnd euang. vomaduenl e(c. (1528). ElnsnuUs, L. eins maU, mhd. eine» nüles, gen. von ein mal, kommt nur noch in der be» deutung eUiquando, oUm wr: die etwa mcbl gleuhten, da gull eins mals harret vnd gedult liado zu dpfi Zeilen Noe. 1 Pet. 'A, 20; die jüdischen Schreiber sagen, es sey also zu- gangen, das Lemech sey eins mals mit eim knahen auff die iagl gezogen. v6er das erste buch Bfose. (1521). Rj^'; ii li IiaLc jnn mei- ner iiigenl eine historieri ti^ lnirl . wie eins mals der prediger sey plölzlicii kranok wor- den, von der wtnefte/meaae. (1534). Litg^; der seihige bracht eins mals seinen schulge- »elh'ii einen köstlichen rock, das 16. e«f. Johannis. (153S). Einspannen^ 1 ) equos curru jüngere^ an- spannen : einen esel vnd pferd mu^ man ein- spannen vnd sie zeumen, sonst kan man jr nicht brauchen. /iau^pojl.(JAena 1559). 453'. 2) einschränken: das all geselz ist nicht erschollen ynn die ganlze well, sondern bey den jttden ynn yhren schulen gepredigt* aber das euniigi linm sol ni^t also eingespannet sein, ausleg. der evong. von oslem etc (15271. Piuj''. Ein&precben; das vtrbum, begegnet nur einmal Bist. 1, 541'' l. 2, 210\ Eilspraeb, m. einspräche, Widerrede: wer kan nu hie aiitworlcn aufl* sulcheii (refl*- licheo einsprach T das diese toort ChrisU no9h feti sleken, (1527 ). hüij''; irh hab antwort ritiff nieitic cinsinflche vm! mt hr solche kuii:>l vüii yhui hegcrd. vom abendmai ChrülL (1528). ciij'. Clut* einest, ^braudu ime eins sss- tinmal j 1) für semel: ich habe einsl ge- schworen bey meinpr heiligkcit {vulg. seniol juravi in sauclo nieo) , ich wil Oauid nicht tiigeD. p», 89» 36; einen ketier soUu niei~ den , wenn er einsl oder zwier vcriuanel ist. kurti behi'ntnis etc. (1544). Rüj''; wridrl jrs noch eiiisl thun, so wil ich die band an euch legen. Neh. 13, 21; sage ich noch einst* von den' teUten teofien Jtentds. (1544). Niij\ 2i für aliquandü, olim: der IfulTel «'inosl in der kircheu vnler dem hauiteii bt y dem anipt der messe gewesen, eine predigt von den heiiigen engein. |1544). Aiiij-. Einstechen, inßgere: der dornsiacb«chweii li.ib aus seiner scheiden gezogen vnd sol nit hl wider eingesteckt werden. Esed^. 21. 5; sie sind anch die ersten die da fliehen vnd das mpsser pinstecken, ob kriegsleule auch ynn sei. siande sajn künden. (1527). iMij''. mnatclger, m. wer eimieigi, dieb: ubt-r WO eynsteiger seyn. die ein eygne thOr ma- chen, ein eygen loch ... die sind diebc. aus- leg. der evang. von ostem etc. (1527). Yiij'', ElattelleB, l) transitiv, vonleutenge- braucht, eimetten» antietien: derfaalben sind der ralh zu Aldenburg, andi e. k. g. schul- dig 211 weliroii falschen prodigcrii , odt-r je dazu litlfcn oder leiden, dasz ein rechter prediger daselbst eingeslelll werde, de Welle 6r. 2f 192. 2) sieh einstellen, «nr itelle kommen, sich einßnden: er wird freyUch noch für Michaelis sich eiiislcllen. oriqinalhr. V. J. 1 543 auf der landesbibl. lu Cassel. Einstcn, adverbiale fortbildtuig v. einsl EINTRACUT olim: das die lochter sidi noch einsten de- mülig.!. J' -n. 17. IV l'.instininicu, ubereinstimmen, concordare: vmb düs ncweu menschen willen, der dem allen auch feind ist, vnd also mit goilcs ge- richt I iii>iiiumel. Jen. l, 37*. Einstreii-hrn , hinfinsln.'irhen: wie eine muller JrL'm knitie den brey einslreu het (in denmund). Eisl. l, 554*. — mü^d. in ütrichen (Ben, 2^. 685). Kinstürmcn, irruere, hineinstürmen : ider ti'uffel) niil seinen winden vnd iiioers welleu zu dem .scbilTlin einstürmet. n>r predigten, (1546). Ciiij". /II jemanden einstttrmen, mit ungestüm auf ihn eindringen: vnd slflrmtten (•iii!iiiili;,'licli 711 jiii t'iii. (tpnst. gesch. 7, 56. Kiutattchen, inlinyere: der isls, dem ich den bissen einlauche vnd gehe, vnd er laucble den bissen ein vnd gab jn Jude Simonis Iseha- rioth. Joh. 13, 26; taufen heiszct baden oder eintauchm. de Wftte br. 5, 393. Einthrlls (cinicils;, partim, theils: man siht auch tegltch wie grase pein sey, die se1> ben grewliiben schrecken , das einteils gah- lirli ilroli sirrlicn, ellich wansiniiig werden. gnnu.l vnd vrsticfi. fl:'20!. cj**. binthuii, i;includere pinsperren: ich lasz mich einllmn und verbergen, weiss aelb noch nicht wo. de IVeUe br. 1, 58S. 2) eingeben, einräumen : er höret, d.T: il'"^ künigs Demetrij heubllcule mtl einem grossen beer in Kedes in Galilea komen waren, die land einzunemen, die jm der ktfuig eingeihan Iiiillc. 1 Macc. 1 1 , 63 ; i,'!t ich wie ein mensch, dir vber land zog, rüttele seinen knechten vnd Ibel jncD seine gUlcr ein. Matth. 25, 14 ; wie jtxt der Tttrck odder die Venediger einem eine stad odder ein anipl einihun. einepre- digt vom verlornen schaf. (1533). Aiij**; der jti selbs zum konige gekronet. das königreich eingeihan, besleligl vnd erhallen, der 110. psalm. (1539). Bij**; es haben e. ch. gn. lu wlich dem rat zu Wittenberg das barfüszcr klostcr da-r am siebenden tage .- ikiuii :>Lcrbcu. i BSm. 14, 12; Djgitizeci_b^,^|g|g^ EJKTVVEOEH 52J filNWOLLEN am abend kam Jbesus vail trat mitten ein. Joh. 20. 19. 2> uneigen t [ich, kommen: zu «Ion Ugeii vv(!nltni grenlirliti zeylluiig eynlreiu-n. vor. s« 2 Ttm. 3, 1. Kintwcdcr» «. entweder. Kinwarlisen) inolesrprf, inrrfsrcrp: silu; zu, «las (tu •solche pfRil iiiclil sifcken vnd <'ui- wachsen bssesl. da« 5. G. vnd 7. eap. s. jraMM. (1532). Tij^ Bilwägen, pendendo insmnre: du wegcst «lein goltl vikI sill'fr « in , wnnmih wf;^t'slu uH'hi auch (iiiinc worl auU der goiilwage? Str. 2S, 20. lllvcAlg, ein wHh kabeni (mono^aaMw. einweibig. Ätberits dic(* Sj^). betegg. vn- Ifr tMiuD'itini:.'. tilttwrihcn, consecrare: welch» r ••m m-w haus gebawcl hat vnd hals noch mein eiiigc- weihei, der gehe hin vnd bleib in seinem hause, auITdas er nicht >tt'rbe im krieg vnd ein ander vM-ihe es ein. ,") Mos. 20, 5; also weihcten sie das haus des lierrn eiu. 1 kön. S, 63 ; das wir einen hiscboff im slilTi Naum> bürg ordinirl vnd eingeweihel liaben. ettm- peleinmredUen büdioffsu wnUUn, (1542). Aij\ Einweihung, i:un.) sommerteil 0''. Einwickeln , 1 ) sinnlich, involvere, com- plicur«; vud der liiiuel wird eingewiekell werden wie ein brieff. Jes. 34» 4 da ichs (dat meer) mit woicken kleidet, vnd in tun' kc! cinn trkplt wie in windeln. Iliob 3S, 9; vtiil d.is scliwrislucli uieht hry die leuien gelegei . sondern l)C5eits eingewickelt an einen sondern ort. J^. 20, 7. 2) bildlich: die andern feste ym jar winkeln vriscni !iprrn ^'irit rtiijiiri ^cinc wrn'k vnd wun»U r die vi ^elUaii hat. zwo predigt. (1535). Aij*; das sie nicht nul yhm idt'm bapgi) eyngewickelt vnnd vertilget werden. von beider geslall. (1522). Aij'; das and( r, das er {Carfrtnd den Lu(h(»r irtil einwickele vud seinen rultzen vnd irul|ien eynblewe, das der Luther eben das lere, das der hapsl. das ander teyl widder d, fcyml. prapln-irft '1525). Liij'. Einwiegen, durcA «.'le^e« einsvhiäfem: also wieget man dis kiodhn ein. hauspost. {muemb. 1545) wüOerteü 16'. Einwinden, innofoere, einrolUn , zusam» menrollen: so h.nhen sie vor zoitrn ilu* liilrher gemacht, das mau sie eingewunden hat, wie die maier ybre tdcber einwinden, der pmph, Sacharja. (152S). Qriij*. — ahd. inwintan {Graff 1, 7')!). Einwirken, iatexere, eingeben, beleg «. einnähen. BiHW«hMr (ein woner), «. ineola: ein haus, das du kracht vnd knackt, scl:t M iid iagl den oinwoner aus. derproph. Hnüacuc. (1520). Ij'; alle eiuvv(jner der siedle. I JUos. 19. 25; jr habt mir vngliick zugehi'fal, das ich stincke für den einwehnern dieses landes. 31. U. i'flt'l. Einwobuerin, /. mcolu . rliUiue du cio- wunerio zu Zion. Jes. 12» ü. Ilaipnlltcii, nnfrt'friu inditeere: einen ein- gewolckten gotl, weil er in wolekeu gi»n liiniel fuhr, kurtz h-'h- ntnis. HT. 11 . Riiij". EiaweUen , <» den smn wollen : es wil mir nicht ein t das ich mieb so gar soll er- 66 Digitized by Google £mWüR2£LN 522 EINZIG geben aufl die blosse gnade, swnma dm chrisilichen lebenx f 1^:13*. Fij*. Kiiwinellj radicari: ich sähe einen tollen eingewurtidl. Hiob 5, 3; durch die hi'he eingevvttrtieU vnd gegründet werden. Eph. 3. 17. Einxäuncn, inciudere, mii eimtn zäune einMchiiessen : wie soll denn hie die inenscheil ausgedenel odder die goUbeil eingeseunei werden, vom abendmal ChriitL (1528). iij^ Einzeichnen, inscrikere: die ienigen so iDiL ern^i cUristen wollen teyn vnd das cuan- gelioQ mil hnd md nrande bekenn», mittlen mit wunen sich ein seychen ( ßr xeidienen. t^it; rerlifiji /ur rcchcncn, rechm'n) vm! fM \\ n yn eym hauso alleytic sich veriiamleii. deud- che messe. (152(ij. Aiij^ ÜMfl, iinguU», mhd, einzel (Bmt. 1, 425) : also dicncle Jacob vnb Rahel sieben jar vnd (iaiiL'litpn jn ;ils werens cinzdo l-igr, so lieb halte er sie. 1 Mos. 29 , 20 ; es sol kein einzeler zeuge wider jemand aufllreten. 5 Jfof. 19, 15; xeygl dodi des eyneynUe- h>n bucbslaben odder punct. das ander teyl Widder d. hyml. propheten. (1525). Nij''; es gesrhiciU geuiciiuglicb, das goU durch einen eintielen man eim gantien hnd vnd kOnig- reich gUick vnd IhmI gibt, vom kriege widder d. T. (1529). Fif ; das ein einlzelür inünch aus einem loch solch refonnatioa soll furuc- men, sey nichl xa leiden, wider Hom fVorsl. (1541). ij^; wenn swey bey einando* Ugen, wermen sie sieb, wie kan ein einlzcler warm Winten, pred. 4, 11. sonst btgegnet anwei- sen das md. enzel («. d.) ■tneliick, singutaäm: die leai in hin- sein ein jeden einxdich xu berichten, de Welle hr. 5, 226; man soll zuglfich golt fflrcliicn vnd vertrawen, nicht einzelich nach- einander, iischr. IIG'. UiielBy docft nur i» dar voUerem Form einxelen, xwnol iceiiN es adverbial steht: u h hin vnfrucblbar, einzelcn, verliie^MMi vnd Verstössen. Jes. 49. 21} ich rief jui (Abra- kam) da er noch cinxden war. 51,2; ein- xelen nach ein ander wil ich sie für dir er aus stosscn. 2 ifos. 23« 30; das mcpr wird si-yn ( Jonas) todhPHe, das it riius cvnlzelen sterben, der proph. Jonas. (lo2ü). FÜij"; derhalben wirnturxadii» Jesaiam etnixdo (dar originaldruck hat: einlzelcn) aus m lassen, vorr. auff den profiA. Jafninm. Bindseil 7, 340. UmMmi, bmL,in /»^andan fredentaii- gen: 1) ingredi , inirare, in ein Innil, eine sladt, CHI liaus cinzif licii : vnd werdel vr« - slüi et werden von dem land, da du einzeuchül jtzt eittsonemen. 5 Moa. 28, 63; madiet y\\e tlioro weit vnd die tbtlre in der weit lio( Ii, das der könig der ehren einriebe, ps. 24, 9 ; vnd als er zu Jerusalem einzocb, er- reget sich die ganue itad. Jfalllk. 21. 10. 2) geHnglich einxiehen, gef9ngemfiBhime%i nadi r!cm Johanne«: gcfcnglicb eingezogen. hauspoxt. {Wittenberg. 1515) winterldl S'. '6} inserere, comprehendere : darUnib ist ynn diesem gepol (dem ßnßen) nicht einge- zogen (einbegriffeH) gott vnd die Oberkeit. deudsch calechismus. (1529). Giij**; darumb hat er bie die apostel sclbs eingezogen, das 17. cap. Johannis, (1530). riij\ 4) xnHickxMkan, enulalten, ataehafms: zu viel gnade kan man w idor einziehen vnd wenigem , aber dir sirado kan nicht wider zurücke konien. (ier iOi. psalm. (1534). Cj"; SO wil ich sampt den meinen vnser gebet nach gottes berelh auch einziben vnd. wie s. Joli iiHics leret, für din Sünde zum todc nicht bclcu. wamunge an s. l. deudschen. (1531 ). Aij**; man mUsle ia den pracht einziben vud das ausgeben stopITen. emMiiiMti^a nm fride. (1525). ßj**, oder meint einziolim hier nur vermindern l hierher gehört auch die redens- ort: die pfeifen einziehen, sich wovon Mwikisti^en, nachgeben: da sind sie frolich wurden, das sie los rnd frey sind, vnd dio goislliclicn tyrannen die pf»'ilTL-n oiii- zihon {ihre tyrannische lierrschafl einstel' ten) müssen, der 82. j>«aiii». (1530). Aiy*; das die bepate ans dem bind gestoasmi sind vnd die pfeilTen einziehen muslen, nicht mehr tliUren solche bullen vod gebot vitor di«^ engel ausgehen lassen, vorr. tber den proph. Dar ntal. BindaailT, 386. 5) das pari, eingesogen «aiinia tehom ». r)07* avfqe fuhrt. Eintug, m. ingressus, inirotius. nach ein- ziehen 1: ich kenne deineu auszuj^' vnd eiii- xqg. /et. 37f 28; also Imtueht Habacuc hie Digitized by Google EIS 523 EISEBN maler kuast, da:^ er den eiiizu^' der feinde für die «tigen malet, der proph. Btihacmc» (1526). ej"; des henrn Ghrisii cinzug zu Jerusalem. ti'^rhr. ; vv:(s die scliriiri fassoii wil , das frt»sel siQ aJltis auir einen haull'en, das man Bidit d«rff viel au»zuge. sondern nelir ein- tflge macben. vbtr 4a$ artie HA Jfote. (1527). Bbiif. Ria, n. glacies, mhä. k {Ben. 1 , 755): aus vves leib ist das eys gegangen ? Uiob 38, 29 j wenn der kalte Dordwind wehet, ac wird das wasser zu eiss. Sir. 43, 22 ; deine sdnde werden verg'-lnMi wir driN ciss von der sonne. 3, 17. bildlich: eiss der vnbarm- herlzigkeit. kufU bekenlnU. (1544). Biij*. tpridtwihlgr: mao moa die leute ym aawm vnd zwang halten, sonst wenn man er omncs vmbsonsl nccrelo , würde er zu mutwillig vnd gieng aufls eys lanUen. vber das erste diidk Km«. (1527). rrij**; wenn dem eael lu wol ist . so gehet er auffs eysi gompen vnd hrielit f-in Leyn. lischr. 339'". KIsrn, n. ferrum, nüid. Isen {Ben. i, 755), ahd. isan, isarn (Graff 1, 4i>8). 1 ) gold. Silber, ertt, eisen, libn vnd bley. 4 Mos. :n . 22: an land des steine eisen sind. 5 Bios. S, 9 ; «'isen bringt man aus der erden. Hiob 28, 2 ; eyn kelzer meyster, der aicb eyssen so fressen vnd felsien snreyssen vordunckt. eyn sermon «Mm dam ahlat vnd gnade. (1520). Cij''. 2) verarbeitetes eisfn, a) eiserne Werk- zeuge (besonders waffen): des iieweu lesla- menl reysiger taeng vnd streyt soll nil well^ lieh, sonder geystUcb aeyn, nit mit eyszen \ni] !ifirn«z, rosz vnd man. misleg. des G7. p£aim«n. (1 52 l).Bij''; da einer ein hoUz Teilet fiel das eisen ins wasaw. 2 Mh. 6. 5 ; wenn ein eisen stumpf wird, . • mos mana mit tnJclil wider soherfTen. pred. 10, 10. b) eiserne fesseln: sie zwangen seine fUsse im »lock, sein leib muste in eisen iigen. p$, 105, 18: gefangen im zwang vnd eisen. 107, 10. c) voneiner rii fallenen Jungfrau heiszt es. He habe ein c i>t u aligeworfen : da von einem jungfrawenmügdlin , das ein eisen abgewor- fen bat vnd einon andern verlravpet ward, der sie für eine josgfrauw Mm, die rede war. Eisen I ferreus, von eisen, mhd. tsento (Jleii. 1, 757). «aWcAamel^llid^ ittir eise- nen entspricht: so ist nu yhr ander Leslea sKlck dersprucl) .lohrtn. vj.. welchen Ecolam- pad rhUmel, er sey seine eiscne maure. das dfoae worl ChrUH nooft fest stehen. (1527). iiij*; also ligl die eiaene manre mit einem würtlin vnihgeiilascn. ebend. i iiij*' ; steiii- herlzen vnf) eisene seden. von den Juden vnd jren lügen. JiiiJ''. in der bibel sieht eisen mir p§, 107 . 16» sonst immer eisern (*. d.). Elsenfresseri m. einprahler, der f]!ci'-h- sam eisen fressen tu können vorgibt: lue sollt eynn eyszenfresser die Iseen blecken viuid myr eyn kMdi ynn den bamst beyasenn. auff das vbirchristlich buch bocks Emszers. (1521). Hiiij»; da stehet der sprudi, wer nu eyn eyssen fresser ist, der heysse yhm eyne acbartlan. das ander teyl teidder d. Aymt Propheten. (1525). Hj''; solche mech- ligf f is^enfrpsser vnd hellenbrechcr. vom abendmal Christi. (1528). xiij""; die vnver- zaglen beiden vnd manhafiligen eLscnfresser. da* sdOne eonfUmini, (1530). Biiij^; vnd sind küne eiscnfresser mit schweren vnd martern, wider Hans Worsl. (1541). Niij**. Eisenhart, hart tcie eisen: widenirab ists war, das etliche leute so stmll^ f^t vnd mebr denn eisen hart sind, under den Mscbojf Sil Eisenhut, m. pileus ferreus, heim, mhd. isenhuot {Ben. l, 733): die eyszeniiul haben sie an den flisaen, das acbwert aulT dem k(»pfr, schilt vnd krebsz hangen auff dem rurken. «on dem dajislami xu Aom, (1520). BlaCUBfellcht , mocHlos«« ferro, ro«<- fiedsig; es sollte ein rcinliih käste seyn fur leinen gerKthe drein zu legen, da nichl eisen durchgeschlagen das leinen geräthe eiscn- lualichl maclile. de Welte br. 5, 162. Klawwiffc, n. ferramenta: Tnbalkain, den meisler in allcriey ertz vnd eisenwcrck. 1 Bfos. 4, 22; Dan vnd Jauan vnd Mehusal haben auch auff deine inerckle bracht eiscn- wercL Kaacft. 27, 19. Haern, ferreus , mhd. Isem. tsertn (Ben, 1, 757). r. tser ^ eisen, erscheint häufig in der bibel, selten in den übrigen Schriften 66* Digltized by Google EISGRAU L,*», «00 eisen hvwnn»^ uf: sein eisern bt'ti«- i>i alllie tu Rabbaili. '> Mos. 3, 11; villi wird ei» fisprn jnpli aiill' (leinen hals le- .geu. 2S» 18; eisern wa^eu. Joi. 17, ih «. t). a. sl. ; ein eiserne nuiir. «o» äbendmai f^rUU. (1528). iiiij''; mil cyssern giUcr vei Killern, muleg. der xeJken ^epol. (1528). UsgraUj grau wie eis, wetszyrau, mhd. isgri (Ben. I, 566): wie es denn seinem fjrossfii alter vnd eisgraweii ko|iirgeiues war. 2 Macc. G, 2;{ ; linllo vielloii lil ^^o(!aiu ki^ii vuiii vater, das er ein aller man were, einen eiüsgraueo hart helle. EitL 1, 442^. Kitkalty kaU leie ew; Uenciiest du nidiu das CS dich angehe, bist dargegen ganU eis- kalL vier prpdtglen. (1546). Miij*. Eisscilollej m. ( ?) fnulum glaciei, eit- kkmpent wenn der teulTel den ktial jnn der band belle , so müslc nichl allein eitel win- lor viul (wi^tM fro^t Iileiben ...» sondern es tiiüste so liart frieren , das alle menschen uuir einen lag crfrüreu vnd eilel ciitöchoUen wftrden. der 147. jwaim. (1532). Diiq**. EJsnclie} m.sUria: wenn es ^crrcwret su werden ebzaekcn, wie die spitzen an den stecken. Sir. 43, 21. Rftel, mhd. ftel {Ben. 1. 758} , oM. ttal {Graff l, 154), hatte in der Hl leren spräche die bedeulung vacuui , (nanis , leer, ledig, denn so heiszl es z. b. noch in der ersten deutschen bibel (14ü2) 2ilaa-. 3, 21: so jr ausgeel* nieblen geel aus lere oder eytel (vulg. non exihilis vacui, L. nichl leer aus- zielicl) und hir. 20, 1 1 : vml lifssrii in eylel (vulg. dimiseninl itiaiieui, L. vnd iicsscn jn leer vun sich). L. gebravdu es m diesem unprünglichen sinn nichl mehr, sondern nur noch in der ah'Hrariioii jener sinnlichen bedeulung, keine realilnl , keine tresenheil habend, nichlig, grundlos, falsch, unniUs, vergebUdi: was ein eilel ding, Schemen od~ der ßespcnst ist, das kan keine gf stall fassen. das diese wort Christi noch fest stehen. (1527 i. uiiij'; der berr weis die gedauckeii der wenschen, das sie eitel war, nichts) sind, fis. 94, 11; jre güizen sind wind vnd eitel. Jes. 11, 2'J : i>l .illi's ^'nrifz eilel. pred. l, 2; isl llliiiNiiis .ili*r nichl auir«'i >l;iiHlfMi, SU ml ewei glaube eilel. 1 Cor, ii>, 17; EITELEURE lassei vns nichl eiteler ehre geitzig sein. GaL 5. 26. Eitel, H. vanitas : wie liali) jr das eilrl [var. das vuuulze j so beb vnd die lügen so gerne? ps, 4, 3 ; das i«iie ko ein eilel odder nichts ist. diu diese loorl ChrisU mach fett stehen. (1527). niij"; oildoi hal er darilnili das brod %uiii eitel 0(lil<>r zum gespensl des leibes gemachl? ebend. Eitel, a(h. bloix, fonfer, nur, nleMs nlr.* wyr ^vhan ybe ftiraugen, das goti icgiich iiahi cyllel menuer, sondern aucti WL-fber sciialTcl. das 7. eop. s. PauU zu den ( orin- Ihern. (1523). Aüj''; die ebreische spräche hat keyn das, sondern eyid der vnd die. da* ander legi u^idder d. hyml.propl^eten. ( 1 525 ). nüj''; also spirll auch die vorjuinfn iler bbn- iliTi kiie nul güU vnd ibul eylel feyl grille. der pniph. Jona. (1526|. Diiij^ ; ey wie ein freunllicher feiner goll isl das . isl er doch nichts ii(»nn eilel Missipkt.'il vni! gillf". rber das erste buch Mose. ( 1 527 ). Eiij ; jnu des Sichel das bapslum aulV eilel lügen mil sei- nen bindeschlflssdn. von den sdUfistelii. (1530). Aiij''; die (weiber Esaus) niacblen Ijt!i(!c Isaac vnd Itebccca eilel hertzclcid. 1 Mos. 2b, 35 ; vnd war eilel segen des herm in allem, was er hatte zu banse vnd tu reble. 39, 5 ; der. narren ninnd spcicl eitel iianiit ii. spr. 15, 2; — er bal biszhcr tnill inyr alleyne gerungen durch eyllel grobe lülpiscbe küpll. von beyder geslalt. (1522). Aj**; sinds doch eitel verachte leute, verlauf- Tenc buhen vnd bellel voick, so an dieser lere lianpen. das 11. vnd 15. rap. Johanvis. 1 153&J. Ooj"; Uaruuib so cssel kciugocvvri brot, sondern eitel vngesewrt broU 2 Ifos. 12. 2U } widderunib kan es nichieytelsclil)'i Iii IjiuI ibluszes brot, ohne die sacramentlicUr gemeinschalldesletbes t Unsli, nicht „Iroeken brot" tcie Grimm erklärt > seyn. das an- der teyl mdder die Aymi. propAelen. (1525>* Eitelehre j f. ranus houor: ('S Iii manch slrcyl verloren, der sonst gewonnen were, wenn die eytelehre gethsn hette. oft kriegs- leule auch ynn sei. stände seyn künden, 1527 ). Hj' ; da begund jn auclj dit: ' itd- I bre anzurucblcn. Jen. 5, 452*". s. auch einrisz. 524 Digitized by Google EimkElT Ettdktity f.vaiiüas, ftaratoiij^^ tnhd. flelkeii: ich wandle mich vr4 aahe die eiiel- keil viller der sonnen, pred. 4, 7 ; sintemal die crealur vnlerworflVn ist (I»t fiitlkril on Jren willen. Rom. b» 2U ; (Jai> ji tnciii mehr modelt wie die andern heideo wandeln in der eilelkeit jres sinncs. Ephes. 4, 17. Kiter, n. pus, das beim schwären in fäul- iU$ iUtergehende blut: ja sie »ind gclieder der liirciieu gleich wie speichel , rou , eiler ... des leibea gelieder sind, dat tdtSn» wm- ßlemini. (1530). Lij''; kein ineDschlich leich- nam (leHn ist so schon vnd gesund, pehei rolz, i^rind, eiler vud ander viitlai von jui. teider dm kiicho/f zu Magdeburg. (153U). Aitj**; einvleissig woiii isi ein kröne jres man- nes, aber ein vnuleiüsige hl ein eiler in sei- nem gebeine. spr. 12» 4; qeid isl eiter in beinen. 14, 30. mM. ciier », ( Ihn, U 428)» «hd» eiur (Graff \ , 1 58), dodk mir im Hhm von gift, venenum. üitcriieile t f' g^chwuUl mil eilersamm' bmg: wunden, slrimcn vnd eilerbeulen. Jet, 1. 6. Kiterflnsii m. «ine nichigtnau zu bcsiim- mende krankheil, welche 4 üfot. 5» 2 neben dem awssalx genannt wird. HtMl» ptM col^Mv, seftMMireii, eUer ak- selzen: meine wunden slincken vnd eitern {var. sind ütinckend vnd Taul worden), ps. 3S,G; ein LelrUbt odder neidisch herlz macht die beine eylern. der proph. Hnbacue. (1520). oiij*; es eitert vnd schwiert doch jmer wider Tori, da« 16. cop. JoAomMS. (153S). Liij". Kiterqnellj m. fons puris: ein cilcrqucll im gründe des hertsen. hmupott* {Jhena 1 559) 239^ Elterwelsi, weisz leie eiter: wenn einem menschen an der haut seines Uei&ches etwas aufferel oder schebicbt oder eiterweis wird. 3 Mos. 13, 2 ; wenn aber etwas cilerweif ist (b.T liauL seines lli-isclis. 13, 4. Eiterweisz, n. eHerweisze stelle: biciitt aber das cilerweis abo stehen vnd fri^sel Bichl weiter. 3 Jfos. 13, 23. Ikil (ecke!), ». feuUdhm, loedfum, md zwar 1 j leiblicher widertcUie und absehen: da* BKBL rumb wird euch der henr fleisch geben, das jr esset nicht einen tag . . . sondeni einen mondcn lang bis das euch zur nasen ausgoho vnd euch ein ekel sey. 4 Mos. 11, 18 20. 2) geistiger widerwiUe: gleich wie sie lust an jreo sOnde» vnd ekel an »einen reehlen haben, randgl. zu 3 Jfof. 36, 4t; meine scole wird an euch ok'-! Iinhen. 3 Mos. 2(), 30; du soll einen ekel vnd grewel daran ha- ben. 5 Mos. 7, 2G ; darumb halle er einen ekel wider Israel. 1 Icoi». It, 26; bey vnser zeyl ein grosser eekel ist eyne vernickle zu II einen, das eitern die kinder zur ehe nicht iicingen sollen. { i 524 j. Bj*^ es ist der groll vod eckel nalOriicher veronnll, der wil vnd mag dieses aiiiekels nicht, das diese wort f'hrisd nt>rh f si stehen. (1527). fij"; vnd bcgcgnei Uic mil dem eckel vnd ergernis der Juden vnd allen den es grcwell zu hören, das ein mensch rechter gott sey. das »diSne oott> ßlemini. (1530). ^'iüj^ Kkel) faslifiifXft^ , delicatus: du zarte eckele frucht will lieinen goll leren, wie er sieb dir solle leiblich darbieten, dtu diets wort Christi noch fest stehen. ( 1 527). I iij'' ; also ist (Iis Zeichen aueb an yhm selbs Tast vnluäUg den eckelu geistern . den die schrifll nicht schmecket, vber das erste buch Mose. (1527). niiij*; desgleichen sind auch su slraflen die ekelen geister (die tat. über' Setzung hat rirlicali et fastidiusi Spiritus), wclclie wenn sie ein prtKligl udder zwo ge- h (1534). Ej*. einmal mit acc. der person: fnd ekelt mich jr {ihrer) nicht ako, das mit jici ans sein aolt. 8 Jfo«. 26, 44. Utment^ n. elementum: die natflrlichcn vier element, fcwcr, lufH, wasser vnd erdon. ausleg. der ep. vnd euang. vom aduent etc. (1528) . Cciii^; das fenr ist ein slarek ele- ment. iKe €!p. ist jirofihefeii Jesaia. ( 1 526). Dij* ; die elcmont giengen durch eiiinndor, wie die seilen aulT dem psaller durch einan- der klingen, teeish. 19, 17; die element aber werden ftir hitse sdmieltsen. 2 PH. 3, 10. Klcady n. alces, vervjendet L. 5 Sfos. 14, 5 zur Verdeutschung eint"^ dfr schwer zu erklärenden namen reiner ihiere, deren flMitk s» «ttei» ertoudf war. dar noNiedendt welcher unsem heimischen {tnhd. oU-li, ahd. i-l<)ho) völlig verdrängt hat, Uttuieh Grimm siavischer abkunft. Ueid^ n. mhd. eilende, elelende {Ben. l, 937), eUlenti {Grt^% 236), d, I. änderet, frtmdu land. dieser ursprünglichen bedeu- ^imf enlfpreofteiui gebrauäu et L. nocft häufig l) ßr fremde t auümid, «nmI IdiMl der wrbanmmg, uilkm: sie sind vor diesen zcileu offl vertrieben vnd wcpgefürt in frembdc lande . . . aber sie sind neulich widorkomcn aus dem elend danu sie waren. Jud. 5, 19« 20 ; vnd wie er viel leute aus jrem valeriand vertrieben batte, so mustc er aucb selbs im plrn lr «-terhcTi. 2 Macc. 5, 9 ; er (Kain) ist gellolieo vom vater yns elende vnd ynn ein ELEND frembde land körnen, da niemand gewonet hau vber das ersit bmA lfe«e. (1527). Oiiij' ; ich hin aus des vaters haus gcschupfH ... aber ilaROgen hal ini( h polt hie ym elend wachsen la^tseu. ebend. im ij'' ; die jfldeo, als im elende, solten ia gewididi niditB ha- ben . . . noch haben sie vnaer feU vid gnt vHff 'jind damit vnser herrn in vnserm eigen lande vnd in jrem elende, von denjüdm vnd fnHÜgem. (1543). Si|*; die chiMten aber mdssen sich leiden» verfolgt werden, in IbOr- mcn sitzen , ins elend Verstössen werden. tischr. 24''; gotl helfTe vns allen gleicher weise aus diesem sUndiichen madensack zu Ihren, als aus dem elend in vnser reebte bei- mat vnd vaterland. /en. 6, 374^; das er vns hpfifltp an vn<;prm ondo wenn wir heim larn aus diesem elende. Wack$rnag«lkirdMtU. 143. Merher gsMrt auch die redeiiMin; das elend bauen, s. bauen 3. 2) eben so häufig begegnet hei ihm aber auch in der abstracten bedeutung von mi»»ria: daramh daa der herr dein elend er- höret hal. 1 Afot. 16, 1 1 ; ich habe gesehen das elend niein^ vnlcks in Egypten. 2 Mos. 3, 7 ; elend , angsl vnd not. 5 Mos. 26, 7 ; jamcr vnd elend, p«. 25, 18; jenes eusser- lich leiden ist noch kinder werck vnd nur daa abc vom elend vnd leiden der cbristcn. dat 1 5. cap. der ersten ep. s. PavUi an die Co~ rtfUAer. (1534). Kiiij*; daxu iUl durch ab- sterben seine weibs m jamer und elend slediL de Wette hr. 5, 403. 3) bei L. er^rhrinl auch der sonst unüb- liche pl.: { gott hat ] das volck jnn kleinen elenden so herUlich gelroslet. ein brieff wi- dtr die taMflIber. (1538). 1^. Elend, miter. arm, armselig, hülßioi, gt* fing: ich bin arm vnd elend, ps. 40, 18; er bat seine elende magd angesehen {vulg. re> spexit bumilitatem ancfllae, m der ausleg. des magnißeM: geringe magd). Lue. 1, 4S; ich elender mensch , wer Avird mirh erlösen von (lein leihe dieses lodes? Rom. 7, 24; also heisl Enocb auch einen menschen , aber sonderlich von dem jamer vnd bettildd, daa der mensch leidet, das man es deudacben roOchte ein geplagter, cl^^nder, betrübter man. vber das erste buch Mose. (1527). Rü^'; 526 ^ kj i^L,d by Google EL£NDIGUCH 527 EMPFAHfiN o spotie Ba, wer apotien kau, der elenden,! verstockten leule, die solche elonde pHitor haben, das schöne confitemini. (1530j. Hij'; sibe nu wie etynan dapffern sclilappcn gibt dis geben dieem vd -engldieheo, elenden leben. amtkg* deutsch desv. u. (1518). Diij"; ein recht arm Hcn L I r tt! In irlt. drr \ UJ.psalm. (1539). Dj**. eine forlbiläuHg von cimd ist elendig, M Grimtn nur in der bedeulung miseraufgeßhH, äüer nkd. aber audinoeh im ursprünglichen verstand von elend •=» fem von der heimal vorkommend: ich bin fronulc vnd elleiidig bey euch. ersU d. bibel l Mos. 23* 4. Mervmi da$ aio.' flrailgliell , miscre . wo gcrangene ligen in stücken vnd ;;el)un(iL>n mit stricken elen- diglich. Biob 'M>, 8; erstlich sehe man doch an, wie elendiglicli viid küaierlich sein künig- reich «nfieng. der lOl.pfolMi. (1&34). Siij*; endlich kurtz darnach kamen diese cwecri brüder f;ils mutlermördern gebürl) jemcrli» Ii vnd elendighch vmb. vorr. vber den proph. Jhmiel Bindfil 7, 372. Ilcpliaty m. elepAof: vnd zog in Egypten wol gerflsl mil wagen, eleplianlen , reisigen vnd viel scbiflen. 1 Mace. 1, 18. 3,34 u.«.». fiir, s. eiir. IUInib«hl> n. eftur.* vnd der kOnig maeht einen grossen stiiel von elflenbein. 1 kön. 10, 18; .«sein leib ist wie rein cl|ihenbein. kohei. 5. 14; allerley gefess von ellTenbein. 0jfni>. Joh. 18, 12. mu mhd, hClfenbein, aki. hetfentpein, d, i. knnrhrn von dem häifant elephanl. EUbitgen f'-lboc.'cni, n. cubilus, nach dem nd, für das hochdexUichere ellenbogcn (s. d.): so Ung als ein elbogen. der proph. Haftoenc. (1526). kq*; ey das «.Johannes, da er Chri- sto vnn don nrnirn «ins«;, ofw.i mit dem kojifT helle Christum au dca elbogeti gestossen, da er den becher nam. vom a^endmo^ ChrisÜ. (1528). qj'. Klle^ f» ein längenmcuz von 2 fuss : lest man dem sclialck eyne hvindbrcyt, so nympt er eync eile lang, tcidäer ä. hyml. propheten. (1 525). Eij* ; wer ist vnter eueh, Her seiner lenge eine eile zusetzen mtige? llaUfc.6,27 ; futifTzchcn eilen hoch gieiig die gewtBserfber die berge. 1 lUos. 7, 2U. Klienb^ei, m. cubitus, unterarm: ueuu eilen Ung vnd vier dien breit nach eins mans ellenl)0gen. 5 Mos. 3, 11. da er (Simon) das kind Jlipsnm ym lempel nam anff seine einbogen, auakg. der ep. vnd euang. vom «dumU. (1528). Dd5^ eHbogen. Slaebeere, f. in einen» briefe L.'s {de WeUe .3, 12S) heisst e$i mespila minnscnla, teutonicü ebbeer. Elslein (clslin) , n. den lod seiner tochter Hofdalena Mogt L, einen» frernnde mit dm toorien an : gott hat mir ein BUin gennm' mcn. de Wette hr. 6, 9G. Kister, f.pica: wie Petrus spnchl, das anch die dster soUen luletst Wol reden ler- neti , wenn nur gellt furhanden were. auff des königs von BnffdUmd lutendmffL (1527). Aij\ ekler, voc. ex quo l'j'' alster, ist nach Weiffand «mb. l, 288 aeho» mhd, vor- kommende Verkürzung der frikhoren fmm Agelsier, A^'.ilnsirÄ. vgl. nglaster. Klstergesciu*ei, n. des anwalden eblerge- schrey. BuHthmrdi bHe/W. 415. Kliem, parentet! das elltern die kinder znr ein nu ht zwingen noch byndern sollen. lilil einer 1.^24 erschienenen schrift L.'s; die kiudisr werden sicii einpüren wider jre dtem. JTollb. 10, 21 ; jr kinder seifl gehöre sam ewern eitern in dem herm. Ephes. 6. 1. ahd. rlliron. ;)l)iron ((7 raff \, \^.)':,). Utcste^ m. »m n. lest, häuftg vorkommende heMHdmmg der träger des geistlichen amU, n^HfßvTi^; das worl eltesle, griediiMli presbyler, ist ein mal ein nanie des alters, wie man sagt, ein all man, aber liie isls ein nauic des ampts, weil man zum ampt geno- men hat alte vnd erbme lente, itxt heissen wirs prarherr vnd prediger oder Seelsorger. tcider das bapsUm xn Rum, (1545). IJ*. vgL mileileste. K^bieleii <• entbieten. bat «. ameise. Kniperenj s. entbehren. Eapfnhen, emitfangcn, aceiperc, eond- pere, mhd. enpfaitea {Uen. 3, 204). im praes. gebramdu L. nnor mir empfahen, «n df« stelle des praet. empfle Ut jedoch hH ihm schon überall emf&eng getreten s enf pfahen. l) Personen empfangen, ou/neAmen; die Ipriester vnd die eltesien gicngen eraua, jn EMPFÄUIG firiedlich xu empfaben. 2 Sfacc. 7, 83; vnnipHeiig ewern boten t lu lu li. 12, 8; vnd sie kereleo zum Ragucl, vnd Haguet etu- {lüeng sie mit freuden. M. 7, I. 2) häufiger wm iadungebraMehi, gäbe, geschi'nk. lohn, segcn etc. fnipfaDgen: da n li auU'deii berg gegau^'t'u wür ilit^ s((>inerii ta- Telu zu empfahcn. 5 JUon. ^, 9 ; der wird den sBgea vom heim empbhen. jw. 24. 5 ; leiDimpt müsse ein ander empfaben. 1 09, 8 ; wer da scbncil (schneidet) der cmpfebi>l lobn. Joh. 4,36; Vergebung der sUndeii empfabeo. apost. gesch. 1 0, 4 3 ; des sMreneiit empbheii. da» ander teyl widder d. Ayml. propheten. (1525). Mj" ; ilen cid empfaben. s. cu\\ — da k.iniPi) die viiib die eiKTle stunde gtHÜnget wdron, vnd empGeng ein iglicher seinen gro- ichen. Matät, 20, 9 ; de legt» sie die hende euff sie vnd sie empHengen den beiligen geist. apos(. gesch. 8, 17; — die Rubeniler vnd Gaiidiler babeu jr erbleil «mpfangeü. Jtts. 13,8; da Hiskie die briene von den boten eropfengen helle. 2 kön, 18. 14; ich Marti- nus . . . bekenne mil disszer meyner band- scbriin, das i«'h von wegen des pHnrs 7v\i WiUcoberg empbaugen babe . . . lunllzcig rl. gnlden. de Wette frr. 8» 3; e. f. g. neehete scbnffl vnnd gnedigi« Antwort heb ich em- pfangen. H. 15. 3) concipere: wyr dculscben sagen uicbl coocepil, das wcyb ball cmpfaugcn, die pre- diget heben ans dem letin solch deutsch go- maebl. sondern so spricbl der deulscb man vnd muUer tzimf,'p 'das weyb gebet scb wan- ger oder gebet scliweer odder hl scb wanger'. das Jhesiu Christm eyn gebomer Jude tey. (1 523). ßiiij' ; vnd legi die stehe, die er ge- scbelet hatif, in «be IrenrkriniH'n fiir liie herde, die da kuuieo mustcn zu trincken, das sie empfangen sollen , wenn sie su Irinckcn kernen, ako empflengen die herde vhor den sieben vnd bracblen sprenckliche , flcckcle vnd bündle. 1 Mos.'Mt, 38. 39; meine mut- ier hat mieb in sUiideu empfangen, p«. 5 1, 7 ; ehe denn er in muUerleibe empfangen ward. lMe.2f2\ ; darnacb wenn die lusl empfangen hat. iM-l icrt sie die sQnde. Jac. 1,15. Icni|>ra]tiinge des sacn- meuls geballen ist. ebend. Uj*. iMpfUlai, «• enllUkn, Knipfinglidi, u>a* empflbig: solches se- gens isl d;is vitlie vnd i;iltoi iiiehl euipfeng- licli. der st-gen $o man nach der mestespriekL { 1 b'62). Auj' . Empfängnis, f, mdn. eemeeptio: ynn vn* szer frawen empfengnisz. grund vnd vr-:arh. (1520). uij''; alsn li.il er ybrs weyltiseheii lleiscbs vnd leybs gebraucht zur nalUrln-bea gepuri, aber nicht Sur naUlriidien empfeng- ttis. mukg. der ep. vnd enang, vom adment etc. (1528). Kkij'; wie das wnl beweiset sein eui|irL'njj;ni> ynn mullei lcilie. i im abend" mal LhruU. (1528). ij**: ja die frudil isl leiblich vnd doch da neben ein geistlich em- pfengnis neben dem leililiehen. das dwsc tcort Christi noch fi\U slvhni. 1 " 27). Ij*. Kmpfehlcn. dentandare, auj tragen: als er myrs auch etlicher mass empfuten. originalbr, tm jjiesamfardk* s« Wemtw if. 108. 41. — das vorkommen dieses Wortes bei L, wird Grimm ir(b. 3, 424 geleugnet. t.mpäBden, enlfinden, senüre, stnsibus percipere, «Ad. enpUflden <0eii. 3, 3I9)> ahd. inGndan (Graff 3, 535) : wer da seblefH. der .sila-L nocli euipfindt iler diiii^-er «hI '.t guller keynsz , die auü' der wellt viid \mb ybn her sind, ausleg. der ep. vnd euang. de» luinsnls. (1521). Aiq*; da sie aber solche spüllicbe vermannng nicht bewegt , etupfim- den sie die ernste pottes slralTe. weish. i% 26 ; — ein heiliger oder gieubiger meoscb der enipfindt wol in ym die vherlei^ der snn- den. «y» «ermoi» von der swut etc. (1 523?) ÜHipündlicb, sensibilia, empfindbar, fühl- bar, wahrnehmbar, ahd, inlfintlfh (Graff 3, 530): also ist Dil grotier Icyd« ww {4mm) Digitized by Google EMPFliNDUCU 529 £MPORTftETEN empfinüieh leyden des gewissen, üe sieben puszpsalm. (1517). Aiij"; widdcrumb iiitilli«.ii se\n. das ander leyl wid' dtrüehyml. propheten. (1525). Hj"; eni- pOndlicher schmack des leydens Chrisli. ehiml. Niiij'; wo sind mir nn Hie si liw^'nnorlin, ili' treß'iich pochen , das Ohrisius liahe nie kein seichen gelhao, essey sicbtbarlich odder em- pindltchda gestanden, «mnh afreiuiiMl CfuiiU. (152S). Kmpfiiulllrh, adv. sen^ibiliter, mcrlibar/ fühlbar: cbraiis werden reclite tlmsUm, die Christum erkennen vnd empfindlich schmek- ken. Jni. 1, 83^ IlmpfindHrhki'it , f. wahmehmbarhril, mhd. enprinlliclieu (Hen. 3, die cm- pflndhcheyi oyns dinges. die iii^M pusz' p§ahi. (1517). Ciiij*. Kmpfinduig, f. sensua: vinl mnriit dn«: es die (inslprnis ItPf^reilTen miigen, doch iiichl durch vernuntn oddcr cmpfiodung , sondern durch den glauhen. aiMlej^.derep.vntfeKan^. votnodtfcnl. (1528). Vß'. Fm^or, rnipor. adv. in die hUho, bei L. auch noch in der höhet wil ubergang des n tu in ans mhd. enbor» oM. in por. fehler- hafte* enlpor begegnet bei L. nur in Schrif- ten , deren heransfjnhe pr nirht seihst be- sorgte, z. b. sie sind die woU'kpn, die oben yno lullten schweben, syUcn enlpor ynu der kirehen. die aniier ep. ». Petri. (1 524). i iij\ tapilfB« sieb, rrbrllare, sich aufHuu n, erheben: d.is wil ich auch Ihun aller dn-ser bü^en gemeine, die sieb wider mich eiupOret hat. 4 Jfot. 14. 85; die empOreten sich wi- d<^r Mose. 16, 2 ; Seba hat sich empöret wi- der don kiltiig Dilllid. 2 Sam. 20. 21 ; die lindt'r worilpn sich empören wider jre «'llmi. Matlh, tO. 21; es wird .Mcb empören ein volck vber das ander. 24, 7 ; yhr bekennet, das yhr euch rottet vnd empHrct vnd wölk Polchs mit dem euangelio besehenen« *rma- nung mm fride. (1525). Uij*'. EmpOren ist «lo« mM. enbceren {Ben, I, 153), eine XMMnmeneeUwng out ent- f^e* kürzt und einem vom mhd. hnr trotz, widfrsel:licM;eit , abgeleileien basren. vgl. Weigand wlb. l, 2S9. bipwIMkin» in oUn» ferri: das sage ich alles darumb, das man bey den eiareltigett worlon vnd vprstnnd bleibe vnd nicht cmpnr fnre vnd liorli spinulire. vber das erste bui h Mose. (1527). Eiiij*; es wcrel noch ein kleine seit, das sie ( Me kinder und dienw des teufels ) empor Taren vnd so fest sitien kund sie niemand aus dem stiil heben* (ia^ M . cap. Johannis. (1530). Kj*. Empergehen .etnporsdktMften, oben sdbive- ben: recht, recht . recht, das galt vnd gieng f'm|inr. pi/n sendebrieff von dem harten burhlin tn'fldrr die b(turf-n. (1525». aiiij''. KMporbaltea, in die höhe hallen : die weil Hose seine hende emporhielt, siegte Israel. 2 Mos. 17, 11; eine art, die jre äugen hoch (regt vnd jr :iugcnlied empor !ipU. {var. vnd seine augprau in die hohe gericlil). spr. 30, 19. Emporheben, in die höhe heben, erheben: also wurden dii' Midinnitor pcdomfltippt fttr den kindcrn Israel vnd hüben jren kopil' nicht mehr empor, rieht. 8, 2S; wenn die Ihier sich von der erden empor hüben , so hüben sich dir ndtr auch empor, fssdt. 1, 19; Jliesiis aber liiih srine aupen empor. Joh. 11, 41: — das zeigt vns golt so durch man- cherley exenipel , wie er der herr sey, der enbynder wirfit vnd empor hebt» vber das '•r^l:' hurh Mose. (1527). nnj«. Lmporhelfen, aufhelfen: der die nidripeo eriiiihei vnd den betrübten empor bildl. 0106 5. 11. EmptrIiMMiM« «mtfere» in die höhe kommen: wer soit pranget, der verdirbt drft- ber, wer sich aber drUckel, der kompl em- por. Sir. 20, 11. EmporsrJiwebcnj in der höhe, oben schwc' ben: jro wiilrrsiirlinr srlnvehen empor. Ilaj. Jer. l, 5; die cliciiibiii) scliwplilt'ii oinpor, Ezech. 10, 15; beule schwebet er empor, morgen tigt er damidder. 1 Jfare. 2, 63. Emporsteigea, in die hohe steigen: vnd die dornen stiepon empor, rar. suMorc. 4, 7. Emportragen j sursum efferre: vnd die Wasser wuchsen vnd hüben den kästen aulT vnd trugen jn empor vber der erden. 1 Ifoa. 7. 17. Emportreten) auf eine höhe treten: vnd Abjathar trat empor bis das alles volck sur siad ans kam. 2 Som. 15, 24. 67 Digitized by Google EMlHiRCNG 530 EXDCUIUSTISCU Enpormg) f- rebellio, außehnung, auf- n//u :(|pnn wirslrlirn tnder falir, das wir vinl) dieser heuligen empOriing verklaget loOch- ten werden» vnd Horb keine saHie fitrhanden ist, da mit wir vnseeHierautrriiiir enLschul- fliprn nifirhipn. apnst. fjp^rh. i 0, 10; \< riin jr aher lioren werd*l von kru'gen vml imii|i(>- rungen, so enlselzel euch riirhl. lue. 21, 9. 9, empören. iMptnridben, aufwaduen: vnd die dor- nen wuch»en empor vnd erstickten^. Marc, 4, 7. Emperwerfen, erheben: »iddeminh gull mich nicht l<>iden , das sie sich (>m|ior- vvcrlleu vnd andere Icute verdamncn. vber das ente bwh Mote. (\h21). VWy; igolt) wirdt dienten Is.iit(i>'l) vw\*r>r yni huide, das er siilie sittl vud regirt. ebend, llhj^ Kmsig, einer snrhe mit flt-isz und aus- üauer ergeben, eifrig: all*? vvorck soin sie emsig Uli Ihun. tun den guten wercken. (1520). Gj^; liie ist niemaotlt . der für dii> warlieit eins/jg ist. tvidder die bullen des endchristx. f!520<. Aiiij^; ii h liyn doin go(, slarck vnd omsi^'. das mngnifical. (1521). gj*. — inftd. enie/> {Ben. I, 429), ahd. en^lc, ema^U* (Graff U 25;»). doAer rkh- Uger emssig get^Heben. Emsigkeit, /. assiduilas, mhd. ( lu/ichcil ilien. I, -131)1: (lIn iNtüs st-yne \\ ntilci^aflicr ausx Nch^i'irvr cinsztckeyt nennet sclilauj^cn kinder. «yn teudbneff an bapii Lee X. (1520). Aij-'. dB Weile br. U 507. Emsli^lich, a$ndv^: ich hah i^rosz sorg. die hohen srhuh'n s»'in i;ro'änsl tag vnd nacht erasi^lirli. n/Hivf qrsih. 2(», 7. Endcbri&t, cndechrist, m. drr am ende dei 9rUf»ungn^«Men, vor der unederkanß Guieti antretende men«eA - damnen ... so sol niemant dran zweylleln. dor ha|»st sey gotisfeynd» Cliri>Ui> \oiTul.'i'r, der ( lirisipnheil vorslnt-pc mmI dt-r i fcliic end- ciinst. wider die bullen daa endchristSA I 520 1. Ü6* ; ich weysz nit was ich dcncken vnd sa- |ien sol Widder den vnanssprecJihchen grewel des eiidchrisls zu Rom. grund rnd vrsach. (1520). inj'*: Wfin der linp^^t tiii «rn LTf»«- sonn auhaug vnnd scheyn hrtto, szo knnd er nymmer endchrisl seyn. au^ das vhirdkritt' lieh buch bocks Eutszers. i 1521/. Gij**; ich liall den .M.iiiiiii'i nu llt Tiir (\rv. »iidt'. lm'f , rr machls zu \iru\i vnd iiat einen kenUluhea sclnvarlxen teiilli'l. Verlegung des ateoran. |(1542). Xj*; dartimli haben auch alle vorige liTtT diesen Anliochnin eine tifinr des endo- clirisls gciiiMiiirt viid f zu in der ausleg. der ep. rnd eunnfj. des nd- uenls ( 1 522) Kiij* : Johannes nennet hie{ \Joh. 2, ISi den widdercltrisl, den man ilzt lieyst endchrisl ym deutschen, aber aotichristus aiiir krieohisch heyst eyn widderchrisl , der Widder den rcrliton (Ihristum Irn^l viid Uiiitl, darulub hah ichs vurdeulsciit eyneii widder- ehrist, wie es den sotl vonleulscht seyn, dcim piidi Iirist ist nit recht, Endrhristisrli . ctidi c Iii i>-ii^cii , 'nntirhri- sticus' {Alber US diel. ItHiij'); arlickel die do endchristlsch vnd vnclirisilicli sey». ttO' rumb des bapHs bueher «ofpnml. (1520|. Biij*': ahlasz ist nit ein fiotlicho irief^eroy, szondern ein ludlisi h , i( iil!*('h.sch , endchri- sliscii Iriegorey. gynnd vnd vrsoch. (l52Uy. iiiij'*; ynn diszer ergisien endchristisdien Izeyt. ausleg. di r ep. rndevUttl$iWmehristag. (1522). Xij''; «las bapsUim gewislirh J.is recht endchristisschs reginicnt udderdie rctbte widderchrislissche lyranney ist. vom abend* mal (Uuisti, (1 52S). Gj**; so lauge jhr vnser i'he nirhl zu frioden last, seit jlir auch nicht I viel ffpiidn vml ehre von ewer hilrerey vnd endchristi>>clH>r lusschoflerey halten. remM- nung an die geistUehen. (IS30). Giij''; «in [ endchristischer grewel. ebend, fi^*; der ende- Digitlzed by Google ODE 531 fiNDE Christ iiiusciidecliristi.scli sich hatleD. VOM tf^r tcinckelmesse. (1534). FÜü Kadc, n. 'das letzte von etwas m räum oder zeit* (Weigand), ßnig, mhd. eode m. und n. (Ben. 1,430)» ahd. enli m. n. [Graff \, 351), goth. aiideis. der pt. lautet bei L. noch ende: diu zwey ende der zwo kelen. 2 Mos. 28, 25 ; die swey ende des ^Daden- staeb. 97. 7 ; foddere von myr» szo will ich dyr geben die heyden Izu eyticm erbe vnd diti cnd (d.i. ende) der erden (zu deiner liosilzung. ausleg. der ep. vnd euang. vom ckristay. (1522). Oiij'', var, mu j»«. 2, 8; alle ende des erdbodens. var. zu fM^ 2, 8 bH üinäiei/. 1) täuinliih. (i-imiuux. grenze. a} die üussersle grenze ilav weil; ferne von der vvell ende. 5 Mos. 28, 49 ; der herr ivird dich zustrewen vnier aUe vAlcker van eim ende der well bis ans ander. 28, 64; der wtU en«lc sind des herrn. 1 Sam. 2, 8 und öf ier, b) des htmmels : ven «inem ende des fai«' xnels zum andern. 5 Mos, 4, 32; wenn du Lis an der bimcl cm^c verstnsseji werMl, so wird dicii doeii der iierr dein gotl von dan- uen samleu. 30, 4. c) der erde: er sthel die ende der erden. HMf 28, 24 ; der herr der owi^e goll der die ende der erden gpsfh.ifton hat. Jes. 40, 28 ; vnd werdet meine zeugen sein zu Jeru- ealem vnd in ganlz Judea vnd Samaria vnil bis an das ende der erden, aposl.gesch. 1,8. d) des meers: vnd hedeckl alle ende dos lucers. Hiob 36, 30 ; bis ans eude des meci^ Cinuerelh. Jot, 13, 27. e) eines landes: bis an des lands ende. 5 Mos. 33, 17 ; vnd breitet sich aus bis ans ende de»; gnntzpn landes. Dan. 4, 8: an den enden der Lii)iL>n. aposl. gesch. 2, 10. f) einer Stadt: da sie kamen hin ab an der Stad ende. 1 Sam. 9, 27. g) das ende eines Stromes ist dessen mün- dung: von dem sallzmecr an bis an des Jur- dans ende. Jos. 15, 5; oder iHne 4pie{(e: am ende der wasser m Egypten. Jet. 7, 18. h) das ende eines berges, der fusz dessel- ben: batet encb , dn?« jr nicht aufT den berg steiget noch sein ende anrilrct. 2 Mus. 19, 12; vnd gehet erab an des berges ende. Joe, 18, 16. I <) das ende eines buchs, einer schnft: bi» an de- buchs ende. vorr. auff das a. lest. i iUnäseil 7, 306 ; di&zc epistel bricht am ende alzu vntpyttig abe. tmteg. der ep.vnd euang, vom heil, drey kSnige fest. 1 1 525 1. Eij". k} vnd solt zwcen cheruliini tiia( licn zn beiden enden des gnadensluels. 2 .Wo*. 25, 1 8 ; zchen eilen waren von dem ende seines einen flügcls zum ende seines andern flttgels, t kön, 6. 24. /( ende — lo^us : wir glauben dns der einige leib Ciirisii an hundert lauseut enden scy, se viel Itrod gebrochen wird, semum von dem sacrament. (1526). A5''; stercke hin>l Iiie, wie auch fast an allen enden, die luaclil odder gewalt zu regini. tier trostl. psalmen. (1526). CS'; dassclbige blesho odder wOlcklin scheinet als sey es an allen enden des slcines. ront abendmal ChriiÜ, (152S). kj' ; vnd sie kamen zu jni vun allen enden. Marc. 1, 45; vnd machten gesund an allen enden. I«c. 9, 6. 2} teittich. a) vnm weitende, Untergang dertcelt: die well leuHl vnd eilet so irefTlich seer zu ybreni eude. der proph. Daniel. (1530). Aij"; ob wir gleich von anbegynn der wdt bisz ansz cnd predigellon. auff das vbirchristUch buch bnrks Emszers. (1521). Fiij ; so wirds auch am ende dieser well gehen. Matth, 13, 40; Ich bin bey euch alle tage bis an der weit ende. 28, 2^). h) vom !,d)ens»'ud(\ tod des menschen: wem ende werde wie dieser en«le. 4 Mos. 23. 10; bis das mein ende kouipt, wil ich nicht weichen von meiner rrOmkeit. Bi&b 27, 5 ; lasz vns des hcyligen w.iren fronleich- nains Christi an vnscrin Iclzlcn ende iiit be- raubt werden, eyn kuine jurm das paler nosler tu vertteen elc. AiiijK c) ende des jalires: vun anfang des jars bis ans ende. Mos. 11, 12; bis an«; ende des eillUen jars [L.'s manuscripl: iares) Ze-> dekia. Jer. 1, 3. d) Uberhaupl wm wfhSren tfner «acAe, einer thätigkeit oder eines zustandes. woßir bei L. folgende reden^arlen hcgetjui'n: u) das ist das ende vom lied, dabei bleibt et, bewendet es : das ich nichts wisse zu prr^ digen noch zu rhttmen denn dich verworffen 67* Digitized by Google ENDE 532 ENDEN slcin vnd gecrcutziglon goli, da ^ol iriirs hoy MciliL'ti, (Ins >()i das ende vom liedo sein, das schöne confUemini. (1530j. üg*; vnd ist diese« dM ende vom Hede* wmn sie es the- ten oder erleabten, so were es recht, aber weil wirs thuQ vnd erleuben, so isU mreelii Jen. 4, 383«. ß) ohne ende, ohne au(Mrt%: sol denn das schwort on ende fressen. 2 Am. % 26. y) esisi ein keiti) cndp : da alle derkripgs- leiile ein ende war. 5 Mos. 2, IR: wenn Wils denn ein ende sein mil solchen wundern ? Dan» 12, 6; viel bttchermachens ist kein ende. pr«4. 12, 12; jrer schelze ist kein ende . . . jrer wngcn ist kein ende. Jes. 2, 7 ; vnd seines künigreiciis wird kein ende sein. Ine. 1, 33. d) es wird ein ende : bis das ein ende ward alle des ^^eschlcchls. 4 Mos. 32, 1 3 : sihc drein vnd schilt, das des Lronnriis vnd reis- sens ein ende werde, ps. bO, 1 7. c) ein ende haben: die wort Hiob haben ein cnd. üiob 31, 40; die Schwerte dos feindes halien ein ende. ps. f), 7. ^) ein ende uelmien : er wird ein ende nehmen. Bioh 1 5, 32 ; vnd sollen ein jemer- lich ende nemen. ^Imos 6, 10; die unge- rcclilPTi nnnen ein bös ende, \cehh. 3, 19. tj) ein ende gewinnen: igoU) machet, das die Versuchung so ein ende gewinne, das jrs kand ertragen. 1 Cor. 10, 13; damit nudie .sache dcnnocht eyn ende j,'e\wniie. von an- beten des mcramenls. (1528). Aij\ \t) ein ende machen: wenn wolt ji der rede ein ende machen? Biob 18, 2 ; ii-h hali des gesaogs ein ende gemacht. Je«. 16, 10; ich Wils mit allen lieidrn riu rnife maelien, /er. [50, 11 ; vnd (der hcrr) wiid sein it/ei tnemchen der sünde) ein ende machen durch die erscheinong seiner znkunill. 2 Theit, 2,8. 0 zu ende bringen: der man wird nicht rügen, er brings denn heule zu ende fvar. tarn ende). Rmilh 3, 18; mit ntuMen vnd an- halten bringt mans xum ende. ranigU su spr. 21, 5. 3) ende — endztreck , del , ah, dem wescht vnd .illenlliall) klap[ierlienrklin aiiirselilef,'l vnd die aii:;eii liiii \iid lier wirff!. hausposl. {^^illcnb. I54 5j. feslltil 55'. KidcB> finire, whd* enden (Ben. 1, 432). ahd. enton {Graff 1, 359). 1) transitiv, zu ende bringen, vollenden: vnd das ichs ende, auff das rbirchristlich tacft ftodfcf Süsser«. (1521). Cüj*; yhr pa^ pislen soltls nicht enden das yhr fdrhabl. anttcort deutsch. fir>22^. Fiiij*; das wir nu wol nn'ichten wider zu den letzten worlen Dauids vns machen dieselben zu enden, von den leUlen werten Damde, (1543). Hiij^; die sacke mit gotles hülffie enden. 2 Jfaoo. d by GüOgl CNDEftN 533 ENGE 13, t3: wenn *ie jr teugnis geendet haben. offeftb. Joh. 11,7. 2) reß.^ Sil Ii enden, ausgehen, zu ende gehen: von iritleniaclil ist die grenizc Ma- uasi^e am hacl), vnd endet sich am mcer. Jos. 17. 9. 18, 14. 19. 33. 47; es ioOen die 70 woclien anfahen von der ersten Zerstö- rung vnd sich enden in der andern zi>r^t?)- rung Jorusaleni. von den Juden vnd jren lü- gen, (1543J. ZiiiJ*'. Ki^tn, «. andern. Endernng, f. ?. üinl-M-uni'. Kndf artheil, n. endliches, leuies, schUesz~ Uches urlheil: zu dem endeurteil ist gceilcl worden. Jen. 3« 450\ Itaillchi finalis: die gebot an yhncn selbs sollen vns nicht zn schwecr sein , sondern di$ vrsachc oddcr endlich meinung der gelmi »t vns vnleidlicli. eine berieht. (152S). Fj^ wie nij di«! jü>I<'ii solche vrsachen oder end- liclic inoinung (l('r liosi J)ri(Mtttm|j Iinlicii lt- iiaiten, das zeiget die g.inlze sehntll an. ton den jüden vnd jren lügen. (1543). Fj''; goli hat vns die liufTe vnd sacrament sein» leibs vnd hliits vnd die schhlssel gegeben dieser endhcherniemung nd^r rausa finali, das u. schi( klor woltsnrlion nrdrnen vnd zu jrer endschalli bringen künnen, denn die heiligeu gottes. Eist. 1 , 3S9'' ; e. c. f. g. wolle gne- ; enger rock. 2 JMos. 28, 4. 2!>, 5; für einen weiten mantel ein enger sack. Jes. 3. 24. 2) abstracl: reroes auffebreisch heist al- les was da krencht vnd schleicht, Weichs ich gewdrin hcisse, wie wol das worl zu enge isl, aber ich bnlio krin anders, der proph. Habacuc. il52U). fmj''. Enge, f. angusliae: gleich wie die enge odder angst heisst trtfbsal vnd not, also heissl Weiler räum Irosl vnd hUllTe. das schöne conßtemini. (1530). l)j''. Enge, adv. anguste, bei L. häufig die re- BN6EL 534 ENGELPRKOIGT äensarl eni^e s|>ai)n«u , fest und straff an- M'eJhM, be$diränke», eimehrmütan: (J6ra- ham bei der fikräUu ßr Sodom) meyneU er wolle OS yhm enge spannen vnd nur funffzig zeleii. vber das erste buch Mose. (1527 . s itj'' ; es isl eben darüinb gescliriebcn , lUs nicht yeniand deocke, es sey «tnile, ob er mil der braui herlicher ferol, denn tonst yiu gemeinen leben, das inans nirhl so enge spanne, ebend, Frij"; disz weyb bvrürcnha- ]mbii etüieh so enge gc.spanneu » dm sie such weyber hende vnd heutl »idil haben wttllen anrflren, das 7. cap. s. Pauli zu den Co- rinlhern. (1023). Bij''; vnln'^lich vnd grew- licb schaden draiisz folgel, wo man yhr {der cbris^teU) tu weyl räum gibt, vnnd auch Bichl on schaden ist, wo sie zu enge gespan- ncn ist. «0» weWickt vbertuyU: (1523). Dj\ Bigeli m. mhd. cng(.l {Ben. l, 433). ahd. engtl, angil (Grajf 1, 347J« ffoih. .iggilus, entlehnt v. tai.'gr. angdus» §r* ayff^og, daher 1 ) ursprünglichbote, gesauäler uberlmupl : ai^elus, wilchs wyr eyn engel heyssen, ist cygenütch sto viel gesagt als < yn hote. ausz- hg, der ep. vnd euang. des aduenU. ( 1 522 > da sprach Haggai, der eugel des herm, der die botschafll des faerm halle an das vokfc. Hagg. 1» 13; des prieslers Uppen sollen die lere bewaren, das mnn -ins sf^inrtn munde das gesctze suche, >!rTin klt'il$|>i-r«uii anluUci vnil mil yliu» n»del. der proph, SadMrja. (1&28). Hiiij\ EngerOj eng machen, arctnrp. verengrrn . verfliiclil s«?y wer .seines ueiicstcu grenlzc enf;ert. 5 JUos. 27, 17. Rsgllscbt 1) enffvKscht angetieue: iiuU eucli für «len englischen geysilickeyllen. auszleg. der ep. tnd euang» des aduetUs. (1522,1. Cij». 2) angtieutt Eogetljtnder. Kogatea^ s. 4n$tien. Eii;;stcr, .v. üngsler. En£;sti;;, s. üngslig. EngsUicbi s. än^jsilidi. MlMkr» tnhmdere,rece$eim'Albetu$U retrorsum, ein unler nd. einflusze entsprun- genes xoorl. es sieht für das bei L. nur noch seilen vorkommende hinliinler {mhd. liiiihiu- der. ßen* 1,G90, nd. Iienachler. hrein^wtb. 1» 4). He i^kmm§ cn ßr hen wie er ßr her in i r.At, craiiT ti. a. das tc'izt vn«; gotl durch nianchcrlcy exeinpel, wie er der iieir sey, der cnhyudcr wiriU vud emjtur hcbl. vber da$ ente dueft JfoM. (1527). nnj*; sein worl onhytiderc seizi ii. von der sünde wider den hei), fjeist. ( ITiili. Fj' ; (l.iriiin!» solche vuge^chickiikeil enhiiider gelegt, das 16. eap^Jokanmt. {iy^)f). Xiij' ; so ivei»el vnsancli Petrus mehr difttii ein mal enhiii'lci {alle nd. bibel: iho rifp^jo , in ilic schnin. vorr. auf das a. tesl. Üiuäseil 7, '?0:j; Mo^c aller hiilel der .schafe Jethro ;»ein.s scfiwi'hers, des priesters io Mtdian, vnd treili die srlwiTe enhinder (nd. hihd: honachler) in die uiislcn irulg. :id iiili-riora dcscrlij. 2 Mos. 3, 1. neuere bibslattsgg. lilym ent- weder da» en {schon eine Frankfurter bibel' ausg. v,j. 15ti2 hal: hinder in die wüsten i oder sctzpyi ut itor hinein in die wiislo, weicht' letztere jorm dem urspritnglichen sinn am tutehelen kommt. laUBdeni, dasteibe. aber bei weitem häufiger, nd. lniKiflitcm : die well nicht süli'^n wil, das damit der nchislc cnhyndern {zurück) hiachl wird, deudsch catechismus. (1529). Liiij''; vod {ich) thUrslc seinen ulirecklicheu bann beiWn neroen vnd en<' hindern {hintenhin} fdren vnd die nasen dran wischen, ila Adams kinder auff sii/on. ton den schliissein. (I530j. Ilj*; [s. Petrus) eii- hindern (surüek) geliel vnd nfrel ein die hei* lige vorige kirche gottcs. von den COneHijs riiil ]{in-h'-n. (153t)). Nj'' ; ditz nrm volck (Juseph und Maria) hall müssen enfiyndernn ynn eynen slall kriechen, autleg, der ep. vnd euat^, wm eArutajr. (1 522). EHij'*; wollen sie Judu folgen, so müssen sie cnhimlcrn jns alle te.stnmriit. fin ttidderruff vom fegtfeur. (1530> liij' ; weiter cnhindeni zu inoigen werda ligi Assyria. vorr. auf den proph. Je* taia. Bindseil 7» 343« weldte stelle Bw genhagens übertratjutiff ins nd. durch noch belli vordan nha dem oslenweri gibt; was soll vns gluck widderfaren, wen wir szo vorkcrel handeln vnd die biblien t das heylig golis worl, szo enhyndern {hintan) setzen? an den christlichen adet. (1520|. IJij*: das Carlstad moyn goystlith vnd ordenlicli bild abthun eiibyddern seUI. teidd^ d. hyrnl. Propheten. U525). Bij*; es ist des Türcken wri'jc , das er alle, so ehva:? sind oddt i ha- ben, nictil lest bleiben, da sie wonen, son- dern seist sie weil eiihindcrn ynn ein ander land. wm kriege widder d. T. (1529). Gj*; wie aber das war sey, das Christus ym .sa- cr.inienl die silndi n vt-rgelir, Wüllen vvyr l>,r ;?«i(Iirluii utaie^lel worl oflcndich Uu leslern vnd seilen- den, antwori deutich. (1521). E^j^ ich vermag dies teUsaiM loorl so wenig ah f^riinni ZU t'i'fitären. tiiitbcbrcn, carerr, > rmangeln, enlrathen, bei L. meist euipermi, mhd. enhera [Üen. 1, 155), ahd, inperan (GraffS, 145). a) mit persönHehem gen.: man kan jr in der f>l;iil nichl emperen. Sir. 3S, 36: aher das halir nicht , louslc weibs cmpern. nnt heridU, (l&2Si. Tnj' ; isl doch kein dorfr so klein , das eins schreihcrs empcren künde, rorr. auff J. Menü oeconomia ehri- stiana. fl520). Aiij'". b) mit iuchlichem^ gen.: das sie auch in die lufll, welcher sie doch nicht enlberen kundlcn , nichl gern sahen, tceish. 17,9: (die tceltweispn) schon dfii »hhchen stand an als wcre es eyn vbrigo luruitzigc, mensch- liche habe, der man geraten vnd entperen künde, das 7. cap. s. Pauli zu den Corin- thern. (1523). Aiij'; die seele k.in nllis dings eniperen nn dfs wnrls gollis. von der frey- heyt eynisi Christen memchen. (1520). Aiij*; kenlTen vnd verkeuflen eyn notUg ding isi, des man nidil empören kan. ton kauffs- handlung vnd wurhrr. fl.'2rt. Aij'' : lali- nisch müssen die gemeinen plarrher vnd jirc- diger kSnnen vnd mUgen dw nicht emperen, 80 wenig als die gelerlcn des griechischen vnd c1)r('i>rlicn pmpercn sollen, das man lin- der zur sciiulen hallen solle, i 1 530). Diij ; das ich sein gut soU haben viitl meiner kun.st euiperen. ebend. Güij*. e) seUen statt des ffen. der aee,: so sie doch die wfvl selbs wol fdleii , auch gmig- ^um mit iliT ihall Ittnveyszen, (l.is sie wcibt-r liiclil empercu künden, das 7. cap. s. Pauli SU den CorinÜtem, (1523). Aiij^; denn al- les wna jr verlieret oddcr o)ii|ii n n masset villi» des oitanpclij willen, das i>i >ii;icksgott selber jnn seiner person genpIlVi i \nd gege- ben, verantioorlmg der uuffgdegten auff" rur. (1533). Fij". Kntbieten, anfangs hei L auch mibiclcn, mhd. oniiieten {Ben, 1, lS5j, ahd, inpiolao (a,aff 3, 74). 1 ) wie das einfache bieten {vgt, bieten 2) : vnnd emhicle all)ie trotz allen den, die di<;z lcsti'ilii-|i, \r Jo- naihc .seinen grus. 1 Maee. 10, 18; der kO- nig Oemetritts eotbent den jtiden seinen gras. 10, 25. II, 30«. öfter; es sind bey jnen jrc zwfpnc sönr . durch diesclhigen knn<:»u mir entbleie«, was du hören wirst. 2 Sam, 15, 30; vnd sie entboten Iscbcl vnd hessen jr sagen. 1 kön, 21, 14: eben also entbieten wir niK Ii alleo drflckern . . . das sie wissen sollen, das sie vnsern gcslokn brieff bpy sjfh haben, ron heimlichen vnd gestolen brieffen. 1 1 520). Cij" ; nu iyts wahr, ich habe ihm verheiszcn, wo er sich wollte lassen freund- lich weii Ii tMiibielen, offerre se, kommt luebl bei L., sondern in einer schriß d. Ecks vor, tcelche die Jen, amg. der scttriftin LJ*s auf- genonunen hat, BnfUnieij solvere, im anfang auch cm- [liiubni . mhd. enbinden (Bfn. 1. 13(5', nhd. inpinian, tnlbinlan ((irrajf 3, 134). yo^A. and- bindan. 1) entbinden, von fronen, partu sattere: ein weiht weiche nu entbund«! vnd von der £f(TBINOUNG 537 ENTFAHREN gefaurl erlediget ibU hamtpMi. (Jkma 1S59) 221*. 2) von goholon, gcseizeii cnilundon, von der haltung derselben frei sprechen: szo ist er gewistitch empunden von allen gepoUen vnd geseUen. von der freyheiiß tgmtt cftrt- »ten mentch fn. i\ 5 > ( n , A li i] , 3) von (Icu sUiiüen enlbinden , abiolvere, lottptwikmi: tnd bffret dag ylm goU durch ein luensclien von sunden entbindet vnd los- ■]irir l)i. deudMch cad'chismus. (1520. venu, atisg.) P5''; und (Jona) iiekeniiet , das vnib ?eynet willen &olcb wetter kome, eiulitndel damit vnd spricht los alle andere vnd bleybt alleyneeynanndtr. ^^r^^Jona, (1526). Fij'. KnÜiindnugf f. abtoUUo, vgl. vnilnadm 3: eolbindiing oder absolulio. hau4post. {WUlenb. 1645) «o«imrr(«t/ 1 1». Entbitten -= abbitten belegt C ri 3, 498 aus L.'s ausleg. des valerumer. doch der originaldruck dieser schrifl hol abiullen. ElthltenB, ilmiidart, 6loes wuuiktm, «M. <>nbl(e;(i;n (Ben. 1. 213): vnd sol das weib für den berrn sHeUcn vnd jr hcuhl onthlftssen. 4 Mos. 5, 1 S ; enlblüssc den Tus , entdecke den »chenekel. Je«. 47, 2 ; die icham eni- MOsfen. ^«ecA. 16* 36; die stim des hcrrn entblOset die weide, ps. 29, 9. sich ent- blöszen : wie herHicb ist heule der könig von Israel gewesen, der $icb für den niegden sei- ner knechte entbl0«et hat, wie eich die losen levte entblössen. 2 Sam. 6, 20. EntbldsiKB^ , f. nudatio: kan aber ni»»- inand h»» zu nichte werden , denn mit enl- blftssnng »einer tOaden. Jen. 1, 529'. Kniber, s. empor. Knlbrecbcn^ bei L. nur in der redensart enibrocben sein, los und tedig sein: so wil ich enibrocben sein vnd euch alte schuld heimsehieben. hmttpott. {Jkena 1 559) 158*. vgl. Grimm wlb. 3, 502. I. c. Kntbrenneiy praei. enlbrannle (enlbrand), sUkl 1 1 wie mkd. enbreonen , aM. - inbrennan transitiv für accendere, entzünden : wenn je- mand pnllPS Wort lerct, der Iiat f wtf mnii jnn dcudschen landen sagt) den Hein enl- brand. dM schone ctmfUmini. (1530). Gi^ 2) häm(t§er Mfrannllv fibr occenA, meifl Dnm, Wtetoitaek. I NMItcA : sein bertz entbrand jm gegen sei* ncm liruder. 1 !Uos. 4 3, 30; os ist ein gros- ser grimm «h's herrn , der vber Mis enlbrand ist. 2 Aiüa. 22, 13; d« das gott hOrei, ent- brand er. pi, 78. 59; wo einer eine netien sihel. die ybm gddlet, entbrennet er, vnd iraclitet iliig««, wie er die selbige kriege, oon ehesachen. \ lb'Mi\. Fj*. Kafdeckenj detcgere, der 4edt$ betieftnien« aufdedun, entblöszen, 1 ) eigenlUch : eniblösse den fus, entdecke den sdif iii-kt'I. Jes. 47, 2. 2) bildlich: zur zetl deines bobmuls, da deine bosheit noch nicht entdeckt war. fteefc. 16, 57; die bösen praciiken der roiszhräu- c}i)>r kai^. namens zu eoldecken {entkOUet^), de Welte br. 4. 23S. KntiMfaing, f mehHo, defeelto, eni» hüllung: derbalben ich, geneot d. Marlinns Lntlipr, von bertzen erfrewet. mir furgenum- menn, zu weyterer vnlerrichl vnd entdeckung der bischen . geferbelen kirchen die arlickcl attesampt mit grundlieker BcNilll beweyien. grund rnd rrsach. (1'20). aij"; wilcbs ist gpprptliget auU" die nri der eiildeckiingc des g( lH;ymsz. var. zu Hörn. 16. 25 tn der ersten ausg. det n. fesC Kntey f» anas: gleichwie die Wal*>n sieb selbs auch dUncken lassen, sie sind allein menschen, alle well eitel vmmenschen, enten oder meuse gegen sie. von den Jüden vnd jm IgfSM. (1543). Aüij''. redsiuarl, von blauen enten predigen,/a&e(Aa/i(«« vorfrrtnyen: narli dorn tct! des euangfll) foren sie da bin jus bciilaiiratren land, einer jtiedigi aus Ari- slotele vnd den heidnischen bflchera ... ein ander von blaw enten. tfon i«r «smefcetoieMe. ( I "Km. .'lij''. Kntrriicu, exhereüan', mit gen. der suche : will crs alles nehmen, grund vnd boden. vnd ihn der grafeschaft enterben, de ITefie 5r. 5, 453. — mhd. enterben (Ben. 1, 441). Knlfahren (viilhrfn), plölzti'-h > unbedacht «md wider wiUen) herausfahren ^ enlgleiten, emwwche»; wenn eine seele »chweret» das j in aus dem mund enitoel. sehaden oder gnts ziithnn. wie denn einem menschen ein scbwur enlfarcn mag, ehe ers bedechl. 3 Mos. 5, 4 ; denn sie betrübten jm sün heru, das jm et- liche Wort entfuren. m. 106, 33; da ist dem 68 Digitized by Google ENTFALLEN ENTPREMDBrr ininrkonhold oin ntirliiern worl enlfaren. auff das venn^tni keuerlich edict. (1531). Vj**; sie meinen # wenn einent cerdinal ein finiler bombarl entfure . so were den deud- schen ein ncwpr arlickol dos plaubens ge- boren, von den schiüMsetn. (1530). Eiiij'*: wenn ich uu des teuffcls vnd der well zora vngewonel were* seit nur wol etwas entAiren sein für solchem grossen crnsL die M. anf- trorl. (15r^3). Aij\ £nlfiiillen, excidere, elabi, ta den älleren $dtrißen L't noch empraileo, mM. enpfallen {Ben. 3, 2 1 S ) , ahd. inphalleo , infiiltan. int* fallan [Graff 4 59). 1 1 gewöhnlich mit dat. der person , acc. der »ache, a) eigenllieh: vnd bub aulT den mantel Elia, der }ni enilallen war. 2 kSn* 2, 13; das jm das schworl aus seiner band ent- fallen üius. Exech. 30, 22 ; es wird ewer keinem ein liar von dem heubl enlfallen. apost. geseh, 27» 34. b) Mldft'cft: «) das er (Sek) mich vnvor- sehens rysse ynn evn dt'sptifation vnd erprilTo bey cynem worlle von dem bapslum gesag!, dz myr angefehr cmpiallen war {der tat. t€Sl hat: caplans nie in ono verbnlo mihi obiler elapso). eyn sendbrieff an bapsl Leo X. (1520). Aiiij^ ß) da enüici jnen jr licrlz {verloren sie den muih). 1 Ho». 42, 28 ; es enlfiille keinem mensehen das herti vmb des willen. 1 Sam. 17,32; es ist aber eyn grosse scli.inde, d.is dyr das herlz so cnffrllel, nu du CS beweis(>n sollt, das ander Uyi widder hynU, Propheten. (1525). Gij^; furehtm sich alle beiden, die vmb vns her waren» vnd der raut entfiel jnen. Neh. 0. IH. ; ) < s isi mir enlfallea {aus demgedäctUnis tnischwun- den). Dan. 2, 5 ; weil jr sehet das mirs ent- FaDen ist. 2» 8 ; es ist m9 tn bald enlpfallen. rber das erste buch Mon. (1527). Sij^. f wird in die ^niltcn fnllfMi. Jer. 49, 44; seid nu watket allezeit vnd betet, das jr wir- dig werden mflget au enlflieben diesem allen. Luc. 21. .'^B. Eiitfreinden, rntiifrenilulfh, fnlfi t'in!'>!i'ii enlfröinl)den , alienare , abatienare , freaui macAen, entwenden^ entliehen, mhd. enl- vremeden, enpfremden {Ben* 3« 394): «nd sind entfreuilxlet von dem leben das ansgOU i>t. Ephes. 4, 18; denn wio wol ich von (•iilichcnn deyner vuchrisiUciien schmeychler gedrungen bynn mich anff eyn christlich frcy concilio . . . sn heruflen. sso heb ich doch ni(>ynpn nintt nnrh nie niszo von dyr ont- [»fromlxloi \ abgewendet), eyn sendbrieff «n bapst Leo X. (1520). Aij"; da musten sie nu vnternander die fahr stehen, wenn ymand eins andern weih gerne gehabt helle , das '-r yiigend ein vrsach neme, beide sein weih vnn Digitj.;sadLiay.^( &39 ENTGEGENSKIN sich iulha«ii» vnd ]h jplichem sein kind, tochler vnd son , das jlim das selbige nicht jederman enlforen noch enlwenden mflsse. dos maii JUnder zur idimkn halten solle. ( 1 5 3 0 ) . K i ij\ tlntgänicn (eutpenlzen), zerstücken, 'aus der fülle und gamhiii setzen' idrimm), gegensats von ganzen : die kulten am byn- dersten vnd an beynen vnd fornen entgenüei vnd xnrissen ist. deuUung der xtco grew- Hrhen ßgtiren baf Siesels zu Rom munch- kalbs XU Freyberg. {Ib23). Bij'*. heule ver- altet, Knt|(fgctt(enlk^eii, derproph. Sadtarja, 1528. Bij"). praep. und ndr. »hvififti . nd- versus, conira, mit unrichligem guL stall des freieren cn, in, denn mhd. engegen {Ben. l, 493), ahd. ingegin, ingagan, inkakan {6ra^ 4, 137. 138), d. 1. die praep. in mindern arr sinff. eines urspr. ahd. tubsi. gagan. a. Ünmm gr. 3, 154 f. 266. I) als praepotiUm erfonlerl et den da- Üe^ denJL sisls vorausgehen lätxt: vnd da or sie sähe, stund er aiiff jtirn fi;tcr'f!on. 1 Mos. 19, 1 ; da füren die kinder ßeiijaiuui er aus dem volck entgegen, richu 20, 3 1 ; vnd Mose faret das volck aus dem lager goil entgegen. 2 Mos. 19, 17; wir werden so- f,'leitli mit dcnseibigen bin perdckt werden in den wolckeu dem lierrn entgegen. 1 Thess. 4, 17. 2) hSrnf^ erseiftejnf entgegen als adeerb im antdUilsz an verba , wodurch uneigenl- lirhr mmposita nit'ipriiii^en. doch kann bei einigen der nachilehenden iu^ammenseliun- gen wush eeibttändige praep. angenommen werden. Entgegenbleien , offerre. entgeyrnhnUeit : der mensch imis j,'Olles grpJ>ots warneinen vnd jni dasselbe aulFrilcken, dem leufel entgegen bieten vnd also sagen. Jen. i, 270**. Entgegenbringen I obviam ferre: bringet den durstigen wasser enJpegen. Jes. 2!. 14. Entgegenllcben, /^u^iendo occurrere: vnd die Egypter flohen jm (dem «Meretslrom) ent- gegen. 2 Mos. 14, 27. Enlge^rii*eheu, obviam he. ahd. ingagan gang.in ((i raff 4, 71): als er mi widcrkant von der niclilacbl des Kedor Lauuiur, (;iengfu jm entgegen der kVnig von Sodom in das fidd das kdnigstal beissl. 1 Mos. 14, 17; als Martha nii hOret, dasjhesus kompt, gehet sie jm entgegen. Joh. 11, 20. Bnlgcgenfct—Mi, oMnn venire, M. ingegini quCman (6raff 4» 671 ) : wer ist der man. der vns enffretren knmpt aufTdem fehle? I Mos.2'\, 65; sihe, da kam ein jiiiif^er le\v\'-\\ nicht ge- horchen vud mir entgegen wainleio, so wil ich auch euch im grimm entgegen wandeln. 3 JTm. 26. 27. 28. Entgcgenxlehen , obviam procedere : wir kamen zu deinem Lrtider Esnu. vud er zeucht dir auch entgegen mit vierhundert man. 1 Alojs. 32, 6; du soll nicht durch mich liehen, oder ich wil dir mit dem schwerl enigqjen liehen. 4 Jfo«. 20, 18. Entgegen , entgegentreten , L. entgegen für enlf;''t.'<^ncn . ^uhfi. rnpe'jciH'n i Uen. 1, 494), ahä. ingagaiian [Urafj 4, 14 Ij: dieüeu (lim ifHekrem) an entgegen bebet s. Paulua sdn ampt hoch. von. auff die ep. $, Aiiili an die Galater. Bindaeil 7, 4ri2. Entgehen, nihd. eng4n {Ben. {, 47 1), ahd. ingangan, intkan (Graff 4. 85). 1) unpersÖHlich , exire, tgnü: wenn einem man im schlaiT der samen entgehet {unrriUkürlich abgeht). 3 Mos. 15, 16. 2) persönliches entgehen, evadere, effu' grere, enAnteiieii, a) mU dm daUv der ftnmt ^dm Sache: der gerechte entgehet der angst. #pr. 12, 13; ich wil ein vnglück vber sie gehen lassen , dem sie nicht soUen entgehen miigen. Jer. 11. 11; der wird der straft nicht entgehen. jKr. 29» 26; sie suchten aber mal jn zu greiflen, aber rr cnlgieng jnen aus jren henden. Joh. 10, 3U ; wt-r aher dem tod entgangen vmi aus seinen banden isl. das er jn nicht mehr hallen noch ftihen kan. der ist auch dem andern allen entgangen, von JhesH Chriüto. (lo^ii i. Jtiiij''. b ) nhne daliv : vnd hies die da schwmimen kündlen, sich zu- erst in das meer laasen vnd entgehen an das lanri. aposU f«tdk. 27» 43. Batgoilen, «oaCmr*. ewimnwwen, die gm^ len (hoden) atuschneiden : dis conciliuin (zu Sicaea) setzt, da« welche «ich selbs eulgeileu wider die gross« vnleidlldie hranst jrsfleiMhs sollen nicht an deridien «der kirchen ampt gelassen werden, ton den concüijs md kir~ dien, (1539). Guf. Alberus >ii<(. Kiij': Castro, emasculo . . . ich schneid du>£, iie- raub der mannligkejt. idi enigeyl. Memnesh bei Frisch 1, 335'*. Entgclinng, f rnsfrttdr), nümafit\urtt](A(- berüs diel, knj }, gleich dem vorigem :* Grimm «Md. 3, 541 tuu^tulragen : sei denn ein bisachoE «ler prediger in der vn^ leidlichen brunsl stecken Mc lien vnd weder durch die ehe noch enlg il n ^ von solchem ferlichem wesen sich errelica mügen ? elend. Entgelten, Inere, dore poenna, «Ira/e xcoßir leiden, büssen^ mhd. i ngi-Ilcn Ben.l, 520), ahd. ingeltan {Gra/f 4, I ST ), mit gen. der person oder suche, das gegenlheti ton geniesien. a) dort geniessen die büsen der (rumeD, hie müssen die hOsen dos fniiuen endgelten. der proph. Jona, i I52t» ). Kij''; weil wirge- wis sind, das vns niclil allein vnschedlich. sondern anch beilsam ist, wo rmme heSige leute aufl* erden sind, wir wollen derselbiges freylieh nicht entgehen, sondern wol genies- sen. das diese tcorl ChrisU noch fesi stehen. (1527). siij'*; gleich wie man einen vb^e- ler hencket odder kOpffet vmb seiner misse- thal willen, da ein jglicher seiner bosheil odder fromkeit entgilt oiider genetisst. das 15. cap. der erslen ep. s. FauU an die C^' rtelher. (1534). Niüj«. b) md aihe, sie laasen vns des enigeliou. 2 chron. 20, 11; wie wol der vrtt^^r iZ>a*t handlet wie ein schalck, dennoch wd er m es nicht lassen enigehen. vnd thut yhrdie freundschain , das er sie behelt. vber das erste buch Mose. (1527). Rriiij": — ob fr abervnrechl bpfirnden, wilUe er des an(oAfie- alle geuad eutgeiien. von er Leonhard An- acr. (1528). Aiü"; frembder snnde enlgdiea lassen, von ehesachen. (1530). Dij''; vnser veler bn^ien gcsitndict , . , vfui wir müssen jrer misselhat cntgelit ti. klag. Jer, 5, 7 ; vnd jre kinder mttssen jr entgelten. Sir. 23, 34; weil nu wir müssen nein entgelten , so mus er sich widderumb vnacr als seiner gUedor fiNTGENZEN Ö4t ENTHALTEN anMnie«. dat 15. cap. der tnten ep, t. ficnUi a» dU Cotimher» (1534). 8j^ Bitgeiun, 5. cnlgünzen. Entgnhtn, otiUTuhon , exasdare , das grobe entfernen, ver/ einem: ob sie wol den bildern feyod »incl» ist doch tu bMorgvo, sie Heyen noch nicht sn fern entgrobel ... das ■r nichl hauset, hdlTel, esset, trenckcl noch enihalltel. ais«y kcyterUdka gepoil. r 15241. C'}^. 2) schütien, bewahren, erhallen : also halff der herr Hishia vnd den an Jerusalem aus der band Sanbcrib . . . vnd enthielt sie für allpn vnildipr. 2 chron. 32, 22; denn der golUoseu arm wird zubrechen, aber der herr enthelt die gerechten, pt. 37, 17 : igoU) ent- hielt yre kleider vnd schnch, das sie nit tzu- rissen. von den guten wercken. f 1 520). Ji]*" ; goll ists der alln ding schalTl. wirckl vnd ciil- helll dari-ii seine alhuechtige gewali vnd rechte band, «lots difte wort CkritU noe,k fni aeken. (1527). fü^j^ es ealbelt vnd solidtzi villi ri'( l;ts. denn golles wort, vber- doi ersli' hnvh .l/^/sf. fl527). Xxj^ 3) wUertiaiien, venorgen: PloloiueusFiii- bdelphns viel gelerter hwie enthielt, der proph. Daniel. (1530). Dij^; alolemal kein sold vorhrniil'^ti , damit man prediger cnl- halle, de Welle (>r. 2, 381. 4) ahhaUm, MwüdUmUen: enthaltet die zongen für dem fluchen. wM, 1,11; also sol man die wciher vom schmnck enthalten )I(hI r*M(zo[i, diL'wed sie sonsl dazu geneigt suui. Jen. 2, 6b'd^. iL r€ß§a^wr gttrmtd^, 1) Bich aufhalten: da zik ti Abrani Ii in .1» in Egypten, das er sich daseibs als ein frembd- ling enlbielle. 1 Mos. 12, 10; vnd wil dest lages ein sonders Ihiw mit djBOi lande Gosen; da sich mein volck enthalt. 2 Jfe«. 8. 22; vnd als s'io. hin ein kamen, stiegen sie aulT dfi! «^Oller, da denn sif^li ♦nllnell«-» Pelms vnd Jacobus u.a. tc. aposi. getch. 1, 13; alle heidoi vermögen nicbt gen Jerusalem zu komen, odder vnter dem kleinen hauflen der jddensichentliallon. der 1 17. p*a/m.( 1530). Biij"*; da ich zu Wartburg mich enlhiell. liidkr. 205^ ; ich soll« mich in der nebe bey Franls von Sickingen enthalten, ebend. 370*. 2) sich nähren, unterhalten: Jiid;is Mae- eabeus machte sirli daiion mil neun brUdern in die wildois vnd das gebirge, vnd eothieii sich da von den hreutem. 2 Jfoee. 5, 27 ; wiewol ers (CAHsfus) nicbt hestynipt h.it. wie viel man den predigeru sol geben, ImU doch so weit bcfoliieu, das sie sich dauon neeren vnd enthalten kflndeo. vber dos erife buch Mose. (1527). rriij^ 3) sich erhalten: das giftige (hier sal.i- mandra so kalt ist, das es aiu-li im re\vr leben vud sich enthalten kan. ausleg. der tp. t'itd euoii^. von oeiem efe. (1544). Oiij*. 4) absiinere, «e conline r#, ei^vwaetmu fern halten, a) gewöhnlich mit dem geniliv: der sol sich wetas vnd starcks getrencks enthalten. 4 Mos. 6, 3 ; ein jglicher aber der da kempITet t nlhell sirli allc^ lin^-es. 1 Cor. '•, 35: wöl- lei docii euch der lügen enthalten, das dieic Wort Chriali noch fest stehen. (1527). kiij''; Digitized by Google ENTHALTER 542 ENTKLEIDElf 6S sollen sich aucli chewmet* d<)s si( nicht mchcr enthalten I;3n für grosser hiizc yrn tO|tl1'' das magni- (kat. (1521). fj''; da kund sah Joseph niciil lenger enthalten. 1 Mos. 45. 1 (i» erste deutsche bibel hM hier noch enlhahen); aber dif kiinigin von reirharaliiüu sähe nlle wetalttuiSalomo . . . kund sie sich nicht mehr enlhahen. 1 kön. 10, 5; so sie aber sich niehl enthalten, so las sie freien. 1 Cor. 7* 9. Enthalfer, m. der eine person aufnimmt, beherbergt: aber gegen scynen .mitvcrwanlen anhengern, enthaliteni. riirscliicbern,gOnnern vnd nachfoigem sollet yhr disser weys han> dein, zwey keyserHehe gepolL (1524N G2 . finthaltnng, f. 1) alimentum, nahrung : ein natürlichen leib hci!«st s^ic {die heil, schrift) einen solchen leib, wie er aull* erden gchorn vnrA, der da brauchet seiner natürlichen ent* haltung odder nahrung. das 15. cap. der ersten ep, s, PauU an die Coriniher. (15.14 ). fiif. 2) erhaltmg: enihallung in frOllcher hofl- nuttg. Jen. 1, m ; vnil dis ist die einige entbaltniif,^ dieses kaulFs. das er nicht ein Wu- cher sey vnd mehr Ihul» denn alle inleresse. 1. 200^ IM l^e», bei L, nur entheuhlen, mhd, enl^ liiiubclon i Ht'n. 1, 720): vnfl >.rhi< kr! hin vnd cnthi^ublcl Johannes im gerengnis. Mauh. 14, 10; der gicng hin vnd enlhcubte {ent- kanfUHä) jn im gefengnis. Iffsre. 6* 27 ; Je« hannem, den habe ich enlheubtet. Luc. 9, 9. substantivisch, die seeico der entheubla. offenb. Joh. 20, 4. Rafheiligen, profanare. pottnete, entweih hen: wer jn {den sabbalh) entheilig«'i . tl« r sni dt's Unh sterben. 2 Mos. 31. 14; das du nicht eulbeihgst den naroen deines gotles. 3 Mos. IS* 21 ; denn sie legen jre heode au 'seine fHedsameii vnd enihei^^e« scioeabnnd. ps. 55, 21; ich wil mein hciliglhum, ewru IiHchslcn trost, entheili_'t'ii Ezech. 24, 21; {des bapsts) reseruirn oiicr iiuidcii, sein Uxi- ren oder erleuben entheiliget noch heiSgrt dich nicht, von den eoneUip imi kirchen. iir>3!)). rj». sich entheiligen: sonst sol er {der priesler) sich nicht veraurtiuigcn an jr- gend einem der jm zugehürl vnter seinem voick, das er sieh entheilige. 3 Mos. 2t, 4. — ahd. inlheilagun (Graff 4, S71» 5. Knthelfen, 1 \er zu zoll geben, irosiunge an die Christen SU flolfe. (1527). Ciiij"; da der keyaer Jn- liua «na dem aelitlTe aprang vnd aeinen fein- den entkam mit srhwyinmen* der'fTiiph. Sacharja. (1528). Ftiij". Entladen , exonerare , von einer last be- frneHt gtgenMUs von belad«!« mM. entladen {Ben. 1, 92C), ahd. inlladan {Graffi, 1114), mit gen. der sache : niich der marler enlladen sind, $0 genaw alle sunde zu zrli n deudsch eaUeMimitt (1529« venn. amy.j. lü]''; das wir alle der viileidlichen teulTelaehen last der jaden entladen werden, von den jüden. <154:it. fi^j^ Entlanfen» aufugere. davonlaufen, enl- f§hen: ea begab aich aber vber drey jar, daa /.ween knechte dem Simei entlielTen. 1 kön. 2. ; du ,i1k r, der du den Jfiden alles leid aiiiege.sl, soll vn.man(0ni/f2» 1063f, conafmter( L. il) mit acc. der sache. dat. der person. laenn ea im Hnn» von wegn^men, fori' Digitized by Google EiNTPFAUEN 544 EiN TRUSTEN ndtmen , abnehmen sieht : solche sorge n ol ein wi^i!) f!r m itHtiltcr ünlncmen kan, rerma- Hung an äie yeiilUciieu. (i530j. Fiij^; ilicse drey stttek sinil vni no entnomra vnd ge- schenckl. deudsch caleeh. ( I529i eerm. ausg ). Piij'': il.«s kan iii.iii jin riiclilcalncoien. tier predigten. i l54tij. Liiij'". 2> mil acc. der person, gen. der sache, ioetm 9$ üe btättUmf k9fr§hn vom Hwa$ hat: der wellt vnd leiifTels gewalll los vnd fotnomen. da» 17. cap. Johannes. (1530). Sj^; der Ittgeu cnlnoinen vnd Jan die war- h«l komen. «sie äa» g&uu tmd tmangelion *m untencheOen tind, (1532). Cj^ Rnipffthei) enlpfangen, was empralitni. einprangen : was wir liillen, das werden wir enlprahen. von den guHen wercken. (l.'i2U). Aiiij*; das ist das erste stuek, da Petrus an- febet ziischreybeD, was wyr Tur gUller durch «Ion pbwijfn von ifnil li.tbcii entprangen, die ander ep. t, i'eiri geprcütgei. ( 1 52-1 ). a iiij'' ; ich habe meinen herro enipratigf^u. eyn ser- mon von der ^efcf. (1524). CiJ\ Kntpfiiiglirh ) toas ernpütnglich : gleich Mrie das ctiangelium liürcn ein geistliche taair, da wir durch den geisl vnd Tewr geist- lich getaiilll werden, «Hein den gleubigen entpH nf^lich. lalder eltffcfc« roUmigeuler. (1532:. Aüj'. Knl|ifÄNgnlSj f. was emprangniü: wie sie jungfraw wer vor der eDlpfengnis vnd gehurt. vier predigten. (1546). Iiiu\ Entreiszen, effugere: es verdros joen sehr düä teil enlreis. Eisl. 1, 3**. Kntrichtrn^ mhd. entrihten (Jlen. 2. 643), oM. Nitrihlan (Graf 2, 427)» e^. ans der richte, in Unordnung bringen , bei L. häufig in der entgegenstehenden bedeulung in die richte bringen f berichten, bescheiden, enl- «clMdM, id^chten: sthe so hette sie die («ynMtigtt art der spradieti leychtlich können « Mirirliipn. das ander teyl inidder d- himl. propkelen. (1525'. Kiiij'; wir wöUen vn.s aueli entriehten. wm obsmämal Qtristi, (1528). tij*; bOse sachen schlichten, jrriKf gewissen rntrirhten. das man kinder zur schulen halten solle. (1530). Ciij''; wo du der liebe nacii vrleylest, wit^lti gar ieyriil alle Sachen sehenden vnd entrichten on alle rcchtbUcfaer. von leetfffjcfter vkerlteyl.{ 1 52d), FS*"; da werden zween, drey odder wie viel yhr sind eynes vnd machen eyncn htind vber eyncr sachen, so odder so zuenlncliien. der proph. Jmt^, (1526). Eiiij'*; was nebr fcHe kumen mOgen» die hefehl ich rrunion, gott" Türchtigen mennem lu ennn Iii ri, das beste sie inügen, es i^ey nach dem vvcllhchen odder geistlichen recht, von ehesachen. (1530). Giilj* ; denn ich gar ofll gehtfret habe ven beicht vetern klagen, das soKhe chesacbe» Tur sie koinen sind, die vnmüglioli L'ewfii sind zu enlrichlen. ebend. Kij'' ; ich hutt, das aus vorigen md jizigen metoen bodilin, wn- derlichen ans dem newen teslamcnt neulich vcrdciiilsrlil , p. frniipMftiln h .thIIs mehrrr teil dttiser aitickel sich selb eDtnchtcu kan. Eisl, 1, 118''. EatriincSy «««dsre, «fiigwr^ imnh Üe flucht entgehen, entkommen, sinnlich md abstract: so Ei^au kompl auü das eine beer vnd scblcgl as, so wird das vbrige enlrinoea. I Jfe». 52. 8; iMnid aber doh vnd entrann die selbige nacht. 1 Sam. \9, 10; 80 tibel nu hin, die jr dem sehwerl entrunnen seid. Jer. 51, 50 ; wer hat denn euch geweiset, das jr dem zukUnflUgen zorn entrinnen wer- det? J^nlA. 3, 7 ; der helliachen verdannis entrinnen. 23, 33; dem vrtcil gottes entrin- nen. Rom. 2, 3; nn ist er dem fleisch ent- runnen , der weit vnd dem teuflel zu hocii gefaren, das sie jn nimer Taben noch wirgei. das 1 5. cap. der ersten ep, «. JRanü io gebar einen üon . . . vnd jr kind wani enlrückl zu gott vnd seinem sluel. offenb. Joh. 12, 5. 2) praeripere. entraisMen, weg" nehmen : es were denn ynn solchen fall, das oini;r dein nndorn <'in rt-iflir hraiit mit be- lu ndickeit entrilckele. deudsch cateehiem. (1529). Liiif. Kniriitei» «»«eerbare, außrin^em, M&r^ mg maebcn: da aber Seneballat höret» das Digitized by Google « CNTSAtiüN 545 £MTSCIi(;j«DlGli:N wir *di« maurcD baueten, ward er zornig vnd s«er entrUntet. iVeft. 4. 1 ; sie crhiderlen vnd critnlsipfrn seinen heiligen grist. Je». {V,\, 10; noch in den bibelausgg. aus dem anfange des 17. jft., spätere enlscblummert. vgl. schlnnimeni. Batschildigray entschflldigen, «»eutare, von schuld frei sprechen. 1 ) nn»Mi oder etwns entschuldigen : da trat Lysia^^ uilenllich auff vnd ent., 40 ; es hat mird. An- dreas Carlstad ein bttcblin tngererliget, da- rinnen er lieh enlachttldigl des fehrlichen vnd schweren gerflehls als soll er schuldig sein an dem auffrbur. Jen. 3, 105''. 09 Digitlzed by Google BNTSCHULOlGtR 54e EMSITZEN EiiUchiNigfr, in«aB6iifa;f>f;'<'n. appelhilion. { 1 520). Atj^ ; der cardiiial .schlug in sich vud entsetzt sich vor dem wort, das er vom manl liel. doi magtdficaL (1&21)« eg*;«lsowil ich das land wüste machen, das ewre feinde, so drinnen wonen, sich da für entsetzen wer- den. 3 Mos. 26, 32; da Jbe&us diese rede volcndet hatte, entsalzte «ich das voick vber seiner lere. Matth. 7, 28; widderimft en(- solzf i( Ii micli tiit ul» aller bös/heyl des teuf- fels. eyn kui cz form der tzehen gepot. ( 1 52U). Biij\ d) mit infinitiv; das sich dju leute ent« seist haben vber das blnt tn richten, zun» hochseit predigten. (1530). Aiiij ^ 3) sich C!!(<» f7on, sich mderselzm, tcider- stehen, vertheiäigen: vod wie wol ick durch die zwey bllchlin (Mer die MmmUttAen Propheten mi mder die eehwärmer } allen verstendigen Christen gnug gelhan habe, al>o das, wer nicht yrren wil, sich wol damit Widder die Verführer eutsetzca kan. tom abendmal Ckritü, (1528). aij\ Entsetzen, n. Stupor: es war sie zidern villi enlsptzpn ankörnen. Marc. 10, 18; >nil sie wurden vol wundcrns vnd entsetzen^. aposL geeth, 3, 10. Bltwlllleh, achi. horrendump xmm snl- setzen: vnd ein solch arm rrealiir sevnen ?ntt schüpircr szii crschreckitt Ii, grcwlich .iii>ju'yri vud sprüel, das auch entsetzlich ist dauon m hOren vnd reden, mtff da* vbirdmediek buch boeks Bmxere, (1521). 6iiii\ Enlsctinng, f. tote entsetsen In venebif denem tinn, 1 ) excommunicatio, das beissel eobetiuag derselben gemeinschafll, vnd so nennen die gelcrten drii hann. Jen. 1, 238^ 2) Stupor, timor, scheu: wie er denn die decrctn vnd gcystlich gesetz olTentlich zuuer- prennen keyn entsetz ung odder scheuve ft^ hahl h,\l. zioey keiserliche gepod. (I524i. Rij ; iL'ii iiiiib auch il i ^ vol, !; .luATgestamltii vnd kam in eine grosse furclil vnd entsetzung. eine welütehe lügemchrift. (1545). Aüij'. EnlsIttkcM, «todt, enifeMen: wenn w von Jnen hören werden, so werden vns die reiislc entsinck) n ./fr 'v '24 50, 43. EnlsitMn> mUd. cnisitzt'ii [Ben. 2'. 334), ahd. intsisan, antsizan (GraffQ, 28S), Ml. ENTSPINNEN 547 ENTTBAGEN fmr «inem enlsiUen» irolx bieUn, widerstand Mtlen, stmtd hatim: da waren schlOsser vikI lioiiser, t niclu gnug, (Iiis wir Vilser scMuä wol verwaret baluMi, viid dem leulTel enIsiUeii können , sondern auch das wir jn ucgtreihcn vnd zurück si'lilalMn durch golles worU das (i. cap. Mphet. (1533). C»j'»; %ver an jhm (Christo) hüiigel , alle seiner f ffr.? teufeLs ) rnjiclil vnd gewall wol k.iii enlsit/i'ii vinl Imlz Inelpn. ebnud. Uij* ; wer aber dein lotl eitlij.iugen isl, der iüt audi dem andern allen euigangen vnd ein herr vber welli, leulTeU strick, scliwerd, feiir , j.'.i!^'cn vntl alle planen, das er jii (e/j>, nichl Jni) wid kaii eiilsil/en vnd Irotz iiiclni. tun JItesu Chrislo. (l5;S3j. iiiij''; tlci lalu eni.Hiuen. wuteg, der ep. vnd enaiiju von iMfem ete, (1544). Ppij'': 22). Aiij*; sie Ii.ilicrt geliddert« iTili-r, (laniil sie auch den hUcliseii en)|d1iehi'n viiiH'r lial man alle suchen , die sich enl.s|uiiiieu vher dem glauben, zwischen rechter vnd bischer iero auff «in eoncilion ge.scliolien. «6er das erste buch Mose. (1527). Zziij**; so sich ellwas vnirtts vntl vnfjll-s draus ('msjuiniie, eraia- Hunge ^in fride. (152üj. Aij-*. Katelirieeifi« pro^ennlnare; reute in mii- aurh aus den salTI vnd wurlzeln,tlabersolcbe wirckliche sUndeu enls|inessen vnd kom«>ii. Eüi. 2. 102*. Ktttsprlng<'a , mhd. enU|tiingea (lien. 2^ 542) ahd. intstpringan (Graff 6. 39r>). 1) wegspringen, entrinnen: du feliesl jn nitlil uitli'i", ihl darlTesl jni iiii lit ii;H-hl,i(ifrcti. er ist zu lern weg, er i>l en(s|iruiiguu . wie ein rehe aus dem netze. Sir, 27, 22. 2) AercotyeAn, etUslehen : wnrlkriegen. aus uoltheii eiiis|iriiiget neid, baddiT, lesicruiig. J»Osc argwalin. 1 Tiiw. Vt. ■\ ; daraus alle kcLzerey enlspruiigi'ii isl. Jus diese wurt ChrisfjnoeA fesl stehen. (1527). aij'*. Cutftleheu, mhd. culsleu, vuls\.\n{Utn.2*. r)SO I . hat /.. nur in der (nuh iitnuii nriri, Ufiät-n: damit lliclil sihadi; cntsleiii- dem koiiige. jEsh« 4, 22; da« virr künigi eiche aus dem volck entstellen wenh«n. lfciJt.S,22; vtiil au.sgelili;i-l die handschriin, mi wider \ns w II , wpIi Im' durch Satzung enlsluiiil. Colos-,. 2, 11; d.is «liiivh vns cuUlundu die erieucii- liing von der erkenlnis der Uarboii gulles. 2 Cor. 4. ü. Eutsleblen , sich , wegstehlen : hast dich mir etilslolcii. var. su 1 Mus. .'tl, 27. Kntsündigeu , absotcieren , ejcpiare , vom schuld der s&nde befreien, reinigen^ t«n so* chen wie von per^unen: vimI soll den allar i'iilMiiuligtiii. 2 i/oi. 2'J, .'IG ; dazu dif eiiisiludigeii das isl ahsuluu'en vnd Ins sjue- clien; vnd sol al«o das haus eiitsiindigen. 3 Jfos. 14. 52: vnd alle kleider vnd alle ge- relc vii!) rellcii vinl alles pclt/w cirk vnd alles hiill/.i-u gefess »uU jr ciil>Uiidigeii. 4 Mos. 31, 2U ; eiitsandige mich mit isu|ien, ila.s ich reiu wenle. |M. 51,9. MCb ciilsüniligen : viid die levilen ciitsilndigelen sich \iid wusclu-u jre kleider. 4 Mos. S, 21; wct mi jigi-ml einen loUlen uienüLhen auruivl, der wird sie- ben tage vnrciiie sein , der so! sieh hie mit cnlsftndigen. 19, 11. t2. Knlirn^rtl, ire(jlr(t(ji'n, rutut'itiU'ii, bei l.. nocii enlriycii. mhd. culragcii {Hen. 3. 72''i. 4tM. iniragan {Graffit, 497 da kanslu ein iar ein gdlden dreissig odder vierzig vnd mehr enlwcudcn, wcichs so ein ander lieimlirh genniiuMi oddor (-'»ii .i^m-u In-Ue, inust er am strick erwürgen. dii hatte« non helte er jnen tehen gülden ge- schenckt vnd sie springen lauen. Uschr. 207'; anfl den 28. nugii'li Isnin ein schrci- hitn vom lalli zu N., in welcliom nnj,'eTciget ward, wie N. N. von jm enlurlaubl were. ebend. 286^ IptwAaeBj ä5er eltras hinauswachsen: gleich wie ein och^c detn jotii cniwechsl, wenn er (etl vnd slarck wird, das erdas jocli zureisseL randfß, *• Ju. 10» 27. latviUilt abitUen, gegtmmu wm wih* len, erwählen: ists nirhl .infrflhrisch . il.isz die pfarren wollen sfü^-vl pfnrrcr wjllilen und enlwahlen. de Welle ür. 0, tiü. IltweiMr. eintweder, enUwer, entwer» eon L, nur als conjuncUon mit nachfolgen- dem oder gebraucht, in der hibel und den meisten der ton L. seihst besorgten ausg. seiner Schriften fleMmirenlwcder (coLwed- der* der proph. Sadbar/a. 1528 Atj*): heb dich entweder zur rechien oder zur lincken. 2 Sam. 2, 21; niemand kun zweien herrn dienen» entweder er wird einen hassen vnd den andern lieben oder wird einem anliang(>n vnd den andern verachten. MaUh. 6. 24 ; denn da niilssen sie die Weyher cnffwedL-r lassen odder ehlichen. wider den falsch ge- nantten geystl. stand. (1522). Gj**; wer sihet doch hie nicht, daa der elende geist entweder nicht antworten wolle für grossem hohmut , als spotte er vnser frage . oder ist ganlz vnd gar stock slar blind , das er nicht sihet, was man fragt, vom oftendmol Clhiiad'. (1528). aiij^ beüfft für tfe übrigen for- men: denn der zweyer eyns mm gewislic Ii folgen , wo wyr wachen aus vnscrm vcr- traweit, eynlweder vermessenheyl oddcr sorge, der 127.|»iatai. (1524). eynt- weder hie odder am todehet. ausleg. der euonij. von oftem. (1527 ). Liij"; einlw^nlcr sie sind bitter, gifTlig, büsc . . . oder sind gulhertzig vnd ffleiam re^t. von den eon-^ eO^ «Mi ftircheii. (1530). Big*; — ge- schieht«; nn niohi. so werden entzwersi hf lrkc daraus odder die gar verizwcifeln. icie das gesetz vnd enon^. zu vnlerscheiden. (1532). 1$*; entwer. dia «teften fNnapsalm. (1517). D6*. dem entweder können auch zwei und mehr oder folgen: erwele dir entweder dr<*y jar ibewruog oder drey monden flucht für deinen Widersachern . . . oder drcy tage das srhwert des herm. 1 chron. 22, 12; son- dern halten entweder das Tewr, oder u ind, oder schnelle lulft , oder die sierne, oder mechtigs wasser. oder die liechler aiu hi- md, die die weh regieren, für gOller. «eeiah. 13, 2. mhd. r-ntwedcr, eintwi-tli-r (Be» '»4 7 ), luicJi t^ rimm icUl. 3, 332 und Waigand wtb. 1, 295 an« eindeweder eine v«n zvmen entsprungen. Enlwrlchrn , praet. entweich , rffugere. furtyehen , sirh entfernen . mhd. entwicJii n ( £en. 3, ti 1 ö j. aitü. mlwklmi raff i, 7Ut^/: Jothsm floch vnd entweich, rieht. 9, 21; vnd er stund anflT vnd uam das kindhn %'nd ^«•ine muttcr zu der inrhi vnd ent- weich in Egy|)leul.iiui. MauU. 2. 14: vnd entwichen beseils. aposi. geseh. 20. 31. biweihci» profanare: so du mir einen steinern altar wilt machen, sMtu jn nicht von gehawen steinen bawen, denn wo du mil deinem messer drUher ferestj so wirslu jn entweihen. 2 Mo$» 20, 25; der auch vei^ sucht hat den tempel zu entweihen* «fWil. yesch. 2J. (>; wer die selben sleyn vnnd hulu Ulli eynem me.nzer eyna wenig picket der hall die gantz kirch enllweyhelt. aus» Ug.dtr 9p. vnäeuang. vom eMtfaf . (1522). Yiiij" ; mhd. enlwfhen {Ben. 3, 611). Knlweudetti wegwenden, entziehen, ent- fsmen, mhd. entwenden (Ben, 3» 692): also hat gott die gdlcr ewers vaters jm entwand vnd mir gegeben. 1 Mos, 31, 9; es wird (l.i< sce))ier von Jiida nirht entwendet wcnl-'n . . . bis das der hell Lome. 49, 10; ein jj,» lieh weih sol von jrer nacbbartn vnd hana- genossen fordern silbern vnd gUMeo gefeas vnd kleider, die solt jr aufT ewr sünc vnd löchter legen vnd den Ggyptem entwenden. 2 Um. 3, 22; vnd eBlwmdlena den Egfp- tarn. 12, 86» welchen beiden Hellen tnt> ^ DigilizscUDVi^Mpi ENTWER 549 ENTWOHNEN wenden /«tfodk nkfU, wie Grimm wA. 3, 65S annimmt , die bedeulung des „botvcilli- gcn enlfremthM", sieMens hat (vgl. Vil- mar ptut. UieoL 6<. 1» 220 ff.)i darutub wU ich mein korn vnd nosl wider nemm tu sei- ner xeit vnd meine wolle vnd flachs enlweii- den. Uos. 2, ; meine bannlierlzigkeil sul niclil voll jm enlwand werden . wie ich sie enlwaiid habe von Saul. 2Saui. 7. 15. sieh entwenden, «idk äkwendMf mtfemen: dn soll den kneehl nicht seinein herrn vbcrant- wnri«'tf, r von jm stt dir sicb entwand hai. 5 A^o.v. -r.i, 15. ¥,nl^tr, s. entweder. Entverdcn, entgdien, eulkommeuf miul. entwerden (Jen. 3, 733): gleich wie er (j^tt) macht hataUe gottlos« n gcwaliigheh zu «?tra(Tcn viifl kfinnen yhm nicht enlwerdon. vier irosiliche psalmen. (1526). Dii]"*; wenn du auch gleich aus der well lieflesl, so soll du mir nicht entwerden. EUl 1, 505^; eyn kind, das gelaulft isl vnd enlflogcrr allen sim- den, dem icuffel entworden (gedr. enworileni vnd gesetzt aus Adam ynn Cbrislum, wenn es zur vemunirt kompt , so wird es so hald verstrickt vnd ynn yrlhumb gcfurcl. die an- der 9p, t. Petri gepredigt» ( 1 .'i 2 1 1 . h iij\ Entwerfen, delinenre, adtunbrare, ein bild wovon ( in den hauplUnien ) zeichnen, mhd. enlwörfeu {Ben. 3, 736. 737). 1) von Nldem der Malerei «ndMUUkaiier- htHSt: da reiss aUesvoIck seine gülden c^ren- ringt' von jrcn ohrcn vml l>iachten sie zu Aaron, vnd er nam sie von jren henden vnd entvvarfls mit eim gnflci vnd machte ein ge- gossen kalh. 2 Jfo«. 32, 3. 4; in «br ffiotte zu dieser stelle erklärt L. das enl werfen : das ist er ni:ilct *'s jncn für, was sib fur ein bilde machen sollen ; vnd du meusciienknul, nim einen zi^el» den lege für dich vnd enl- wirir drauff die stad Jerosalen. £see^ 4, 1. 2) t on büdem, die durch die sehriß, rede hervorgebracht werden, skizzieren: dis vnd alles ander mus man weiter durch die rhe- inrira aussireichen, so kan man selten, welch ein grewel der bapsl ist» idi entwerffe es jlzt ein wenig . den Danifl zu verstehen, vorr. vber den pmph. Daniel. Bindseil 7,3S9; ytil dis mal diese sacben allein angestochen vnd enlworflien haben , damit iclis nicht ver- jesse. die ^ ^ymhola. (tr>3S). Fj*. 'A) sieli entwerfen, sich bilden, abbilden: wenn ich tihristum höre, so entwirUl sich ynn meym hertsen eyn mens hilde, das am crculzc henget. gleich als sich meyn andlitz ii.ituilich enhvirfn yns wasscr, wenn ich dreyn sehe, utäder d.hyml. propheten. Uiij''. Entwicht, ne^uam, nidUtnutsig: weil, wie ein jeder der allerflbeltheligst, verzweivelieftt und entwielitesl raiilicr diler mörder ist, un- ter seinen fahnlen und p uiM i ii sich versam-* len. Jen. 2, 2SS' bei Grimm. entwicht iH w$ enwicht (Sem. 3, 651) enUtelU und diw* ein wicht enl- sprungen. Kntwirken. loswirken, mhd. cnuvilrken (Ben. a, 5ü2), ahd. intwurchan {Graff 1, 972) , enteliemf M L, nur noeK eineuil rt- ßexivisch: dcrlialben gnediglich hegeret, sie. das capitel, wollen einen andern chrislltclieu man, der dem bapst nichl verwand noch ver- p flieht oder com wenigsten der pflicht steh durch gotles wort entwircki liciie, erwelen. esempel einen rechten chrietl, bisehoff weihen (1512). Ciiij''-. Knlwi^iclieu ( eiiiwUschen j , entschlüpfen, entgehen: vnd ob sie wol fast nach yhr schnappen , wie ein hund nach der fliegen, so cntwüscht sie ylin doch, ausleg. der ep. vnd euang. vom aduent etc. (152Sj. Aaij'. Entwöhnen lenlwooen), desueseeret eich eiUwöhnen, ahd. Intwonen (Graff \, S74): ich hall wol, wo ilis bilchlin zu dieser zeit lesen werden die jcnigen, so zunor vnler des bapslumbs grewel nichi gewesl, oder auch, so des nu mehr entwonct sind vnd vergessen haben, werden sie es für vngleublieli halten. Kirr. L..S au ff der barfüsser mOnche EfUeiii' Spiegel, i 1542). * ij\ Entwöhnen, richtiger bei L, enlwenen (Mtwehnea), mhd. eniwcnen (Ifen. 3. 806), ahd. intwenian {Graß' 1, Sf!!)). 1) a&/ar(are, ron der muUerbrust uh~ setzen, abgewöhnen: vnd das kind wuciis vnd vrard entwenel. 1 Ifof. 21. 8; vnd da sie hatte Loryhamo entwehnel . ward sie wider schwanger. Wo*'. 1, S; — e»" siMipliiiL' uii^l seine last haben am loch der olleru. vinl ein entweneter wird seine hand stecken in die ENTZIBilE.N' 550 ENTZÜNDEN liflie (!«» basiMen. Jea. 11 , S ; «Ich cnl- wplineien von tl*>i' inilr!i , dciieii die von lirUslen aligi'spt/.i sind, 'is, Ii. 2) abgetcülmen ubtrUauiti: das er \m also hat entwcnen ^vOtlen. das wir nicht blulsürtilifT wiirdoti. vber das «rtte burh Ahse. (1527). aj''. Etttficbcil, delraheret abstruhere, sub- tnUure^ nütd, enziehen {Ben, 3, *J27j, ahd. inziohan (Graff 5. 606). 1) mil Imnaitivem accusativ : ciilzriKrli ileinon fiis vom liaiisc deines nolte!«lpn. spr. 25. 17 ; vnd er licü eijiu Uiewruiige ins land komen vnd enuorli allen Vorrat des brols. p«. 105» 16; dem deutschen adel ;iNo das lirol ausz dem ninnl nnl/oi^m. triilti lUe III wen Erkisvhen btitlfn rnä iügen. tlö2l»;. Aij'; was sie yliren |»redi{jera vnd jjfarherni entzogen das sollen sie bruder Veiten , den landskticrliten zu sanien liraelit haben, eine heerpredüfl widderd. T. ( ir»2'n. Kj''; dannilT ward jni die uiilcii uiclit mehr cnUugeu ige- 2) sich entziehen, a) ohne casus: meine nelieslen lialien sich entzogen, vnd meine freunde linftcn mein vergessen. Uiob 19, 11; znuor ehe elluiie von Jacobo kamen , ass er ( Pcfma ) mit den beiden , da sie .iher kamen , ciilsoch er sich vnd sondert si( li. Gal. 2, 12. 6) mil gen. der sacke : sokbti Itiulfur keine rhrislen zu ballen i^ind, die sich so lan^c zeit des Mcramenls eussern vnd entziehen. deudsch calech. (ir>2'J). Yiiij'' ; ich verzeihe viid f'iiziehc inii Ii ;i!l<'s li'ildiilieii Wesens. das 17. cap. Jokanius. (Iö30j. Lij''. e) mit der praepotUitn von: entzeuch dich nicht von denen,, die man wOrgen wil. spr. 24, 11; «in du cinnti nacket sihesl, so kleitlc ju vml cnlzciicii duli nicht von dviueiu fleisch. Jea. 5S, 7 ; >vtr gebieten encb aber, lieben hrdder, das jr euch entziehet von al- h in hruder, der ila vnardig wandelt. 2 Thess. a. ü. d) mU dai. der persün: entziehe sich nicht eins dem andern. 1 Cor. 7, 5. Svliiltern, erzitlern, erbeben: das alle rreaHircn fn werden eiitziltern vnd beben, ein vHlarnchl , wie sich die Christen in Moee eekieken eotle», (152()j. Anj''. EnlMckra, ciiteich#B, entrüeken, pOb- lieh, gewaltsam entziebfn, tcegnehmen. vütä. iwi/.iirkpn (Ben, ) . ahd, inzucchan ((iraff (j22). vgl. zut ken. 1 ) ffon aadken. leefefcer ^roucA Jheufa«- iitije ungewShnlich: darnmb, liidten dcut- sclii ii. Ins«! VMS Iiif dii? atipen üiifniiiin , pnU danckeii Tur das edel kleynod {die sprachrnl vnd fest drob ballten, das vos nicht wider entzuckt werde, an dieradkerm. (1524). ßiiij''; der meiisclt mm gottes wort haben vnd dar."tn Ii.iii;.'i"n mit dftii -rL-Mihen . su hald er yhm im dasseii» entzücken lesset. ^ ist kein hOllTmer da. «6er tfna erale 6Mefc Jfe*e. (1527;. Kiij". 2 ) von dein geistigen enirürken , dem zu- stand der i'xniuaig: ich acht aber es {das würtlein' sela') sey ein Izeychenu desgeyslis, das wo es ym psalter steht, ilas da bcdeul werd ein slyllliallen vnd lieff aufTmercken, da der geysl yemand sonderlich hew»-i;e odilcr entzücke etwas wul Izu bKitachieu. deuUeh avaleg. du 67. fwobnen. (1521). Eij** ; da sie joi aber zubereiteten , ward er enlzückl ( r/imn tn* ni iof l'y.otuotg . apost, fjfsch. In, 10; es gcscliach aher, d.i ich wider gen Jeiusalem kam vnd betet lUl lempel , das ich entzücket ward vnd sähe ju. 22. 17. Entiurknng, cnlztirknny , f. eostasis : ich sprach yn meyuer enlznckung, nu bin uh von deynen augeu furworlTeu. euati;. von den »ehen amiaetsigen, (1521). Ciiij*. vor. zu ps. ,11, 23. ICO die bibel in inenuMii 7.ij>en hat. vnd sähe ynn cyner enlzUckung eyii j;e- sicht, cyn gcfessz eruydUer iareu wie eyu grossz leynen tuch. apost. geteh. 10, 10 In der ersten auig. des n. lest. Kutiünden, incendere , mhd. enziliiüen [Ben. 3, b9U}. ahd. iozunlau {üraff b.aSl\» bei £. UWicfc: vnd der einergei«! cntzflndet jn , das er vnib seb weib eiueri. 1 Mos. 5, 14; vnd sie fürelpn sie hin tu Hnlofernes gezcll . . . vnd da s:ii' Im jii kam. ward er so bald entzündet gegen jr. Jud. 10, 19; da wallet dem HoloCsmes sein hertz, denn er war eniziindel mit bninst gegen jr. 12, 17: Mid dio zun;j<* ist auch ein fewc-r . . . vndzUnitet an allen vnseru vvaodel, wenn sie von der belle enlzOndel ist. Joe. 3 t>; Digitized by ENTZWEI 551 EPISTtLER sali« der UycbNOi folge thno eyoer scelenloA ftriegskuUe auch ynn sei slande seyn die grnRillich rcw hal vnnd enlzundel ist yn der warlieyl, er iiiüsl nchcr d.in yn cyncr sliiml ziifliszcn wie der sclinee. dte jikOcn ptuzpsalm. (I517J. Bj"; die vorgenaiilc noclibleybende suiid nach der ui i!!' Imsi niiin ein Iziinder, diu umb das sie leyciil wirl «•iilziindol zu boszcn gcdancken. widder die bullen des endchrisU. { ir»20j. Bij''; das war «in sonderlkbc bitoe an von stthlangen, wel- che» wenn sie einen mensifaen hissdi. so grosse hilzc viid so grossen vrik'M lilicln 11 dur&l im mendclieo CDlzuadleu, das er tiiu>l daran sterben, autle^. dtr 9p, vnd euang. roH o$tem ele. C1544). b5". Xntewfl, mhd. enzwci (Ben. 3. ^52) tig. in zicei isc. Iheilei, dann zrrbrnchen, zer- ri.sstn ubtrhaupi: der aagel isl «nlzwey. vom abendmal Christi. (1528). fij''; wenn der ring an einem orl enliwey ist, so ist er nicht mehr ein ring, kurtz bekentnis. (1544) Kij»; vnd (^pf Vorhang des lempels ztircis inilten enuwey. Aue. 23, 45 {vgl. Maiih 27, 51. ^are. 15, 38, teo in ewey sldck). ßlr foigend» uneigeniliche zusammen- Setzungen mit enliwci iini mir beUge aus £,, :ur haiid. Entiweiberstrn, disrumpif zerbersten der drache b^rst dauon millcn entxwey. vom draehem xm Hödel. 26; dieser bat sich er» lienckt vnd ist miilen entawey geborsten. apost. gesrh. 1, 18 Enüifcibrccbenj diffringere, zerbrechen: sihe CS wird die zeit kunicn, das ich wil cut- zwey brechen deinen arm. 1 Sam. 2, 31; fiel er ta rück vom Sluel am Ihor vud hrach seinen hals enlzwi'v. 4, 18; der liapst brich die schrifn cntzwey. ein gesichle bruder Clausen. (1528). Biiij", Bnwegj hinuiey, fort, mM. enwüc {Ben 3, 637''). d. in wöc, in, o«/* den weg: on das der es ylzt auir hell musr rnwpi: ili n werden. 2 Thess. 2, 7 in der sepl. ausg des H. Uiiil, v. j. 1522. Eniel, enieln begegnet eimge tnal ß einsei, einzeln: der häufle heberet sich nicht eHt/<'l(^ vnd wenig, welclie goU crwolel, ili komcH wider zu reclit. Jen. 3, 329''; d.is ist eiu slrafTc vber einen uuizeien vbcllheler künden. (1527). Hj ; d.i >\;inl er zornig vnd iiwarlV den krug «ull enizchi slilcken. aus- leg, der ep. vnd euang. vom aduenl elf, (1528\ Niij*; wenn die Teutschcn ein ent» 7.eln worl haht>ii. so Iiahcn sie bcy zwenisig composila. lischr. il2\ ebenso Knillrh für einzellich: diese sonderliche, n/In lic gäbe, tischr. 310». Epiten (ephaw), n. hedera: darnach ist s* lieronymos komen vnd verdohnedscht es Kik.ijon) hedera, das ist ephaw. . . . ephaw, wie es llieronyraif macht , kans nicht wol sein, wie er selbst iiekeunet, wcyl der .«clbig puseh nicht aulTseynem slcngel siebet, wie likaion Ihut, sondern hengei sich an mauren vnd bcwmc. der proph. Jona. (152ti). kiitj". Kpicnreisch j epicurisch , epirurem , nn- gläubig: das ist aller erst der rechte grewcl ... das zur zeit dieses tempels eiüche hohe priesler vnd eine ganlse secten zaduceisch, das ist epicurcisch gowesl sind , die keinen engel, tenfcl, himel, helle oder leben nach diesem iebca gehalten haben, von den Juden vnd jren lügen. (1543). Vj''; sage mir wie viel kan .ViiIiülIius mit seinem abgotl vnd Schweinen lleisch opllcrn or^rr |j;ewo.; wenn die epistel b« y nich gelesen ist. Ci)t. 1, 16. 2) ein zur lecltun an sonn- und festlagen gewöhnlich aus den neulesta- mentUchen briefen yeifiähUer kurxer ab' sehmii: episteler vnd euangelicr waren die so jnu der messe die epislel vnd « uangelion lasen, von der winckelmesse. (1531). Oitj". Epistelcry m. lector der sonniäglivht n epiiteln, a. «orfter epistel 2: aber mit der Izeytl halt man episleler vnd cuangelirr «Irans/, (aus den diakonrn) gemacht, ausleg. ^ der ep, vnd euang. vom chrislag, (1522j. Digitized by Google EPlSTDLSETm 552 ERARNEIV Episfflsetlfr, m. nn tJicscni slück soll der ejiislel&elzcr diese c{)isicl iticlil haben «iiijjC' fangen. MSkg, ier ep. vnd euang. vom ad- nenl Hu, ri62S). D5^ t!r, das männlkhe pronomen der driUen persvn, mhd. i'r, ahd. i'r, ir. Ij in einigen alleren schriflen L. s er- sckeint ten^^denitieh die »ekreibuHg ehr. s. b. Widder diebutten des enächrists > 1 520) Aij*; von thn qulen wercken f!')2(ti Rj" ; das magniftrid iiirdeuhchl il52lj kij'; bvtta eeno'domitU (1522) Üij''; doeh bie^ len sein« eigtnhäHdigen briefe mw er. das» aber L. ihm. ilin. ilir n. s. ic. noch, tnV mhd., ohne dihnrndes ti geschrieben habe, isl ein von üi imm wtb. 3, bS2 vorgetra- gener irrAmm; er «ekrt*«li «fei« yhin, yhn, yhr, welche schreibmtg auch die bis zum jähr 1530 erschicnenrn originaldrucke ha- ben, während die späleren allerdings Jid, jn, jr setum. 2) attefc bei £. erteMnC stupetien der acc. ihnen, eum, z. b. was knii der tntlc mnn iUtu, il.is wir ^'«ijim srv loH vtni lliorieht sitiil \m\ jiieii fiir iiieü.sia ehren, von den Jüden vnd jren lügen. (1543). rfif. 3^ beiepiele des reflexiven gebrauchet de^ dat. ihm » iimen ßr heuUge* sich «. «nler iliin. 4J d/e prmomina er tttulsie p/Ieyi im«ere «pracfce ton eUUr$her substantivisch für mann und wcib, männchen und tveibchen zu gebrauchen, so auch L.: nti liallo er alle thicr geschaffen , beide sie vnd er, da bracht er aHe thicr, »e vod er. lu Adam, aber seine üie odder geferlen fand er nicht, vber das erste buch Mose. (1527). Jiij''; so wird es ynn ihenem leben widder also werden, wie zum ersten , das man nicht sagen wird , sihc das iüt eine sie. das ist ein er. eftend. IQ*. an^re mal gebraucht er hc und sie : gott die mensrhcn ynn die i/\v< \ u \\\ sreicyllol hall, das es luau vnd weyb odUcr cyn he vnil sie seyn soll, vom eeffehen feden. (1522). Aij*. Kf, d^nrnntt«, die schon mhd. vor Mgen- namen und titeln geläufige kürzung von hör, herr (vgl. Ben. 1 . fidll) : er Carol von Miltitz eyn sendbrieff an bapul Leo X. (1520). Bj*; mein lieber er A^sa. ob krie^dmU He* (1527). « Glij''; mein lieber lierr vnd frNnd, er Johann l'Miiicr. ein icidderruff vom fegefncr. ( 153^). Uj*; er Simon Funke, de ^^'elte br. 3, ISS; er Hcnrirh von Cemberg. (i, lol ; auffü erst .sagt myr. er lügcngeysl . wenn haben «yr ytMii ils lihn j:p|ert. das ander legi widder äte hi/iiiL Propheten. (15251. Nii**: flrerbettem gut. von den jüden vnd Jren Ub- gen. (1543). ef. Ernrnen, elabnrarc , mereri, verdienen, erwerben, bei L. häufig, doch nicht mehr das einfache arnen : ich meine ja da:« heissl mtl gottes wort gewOrlTelt, wie die spiu- hüben thun, vnd mit der lieben christenheil vnd den .irmen scclcn ppspielet, als wrn'ns allle karlenbictler, die doch goll selbs so ihcur durch seines li^en sons blut vnd lod eraml hat. von ilenseblisfein. (1530). Riif (Grimm wtb. 1,'503 bringt diese stelle un- ter arnen , dorA hat auch die Jen. ausg. 5. 224^" erarnl); vnd halls warhch Ihcur crarnl, das man jnn der gantsen wdt solch smpt hat. das man kinder zur schulen halten solle. (1530). Biij'': lioHi vnd Iheiir enrnl. ebend. Cj''; wer so g<'>f liickl isl, als du bist, der kan leichUich aiiir sirh alle ehre bringen, die ander redliche Icut« thetr« eraral haben. dir lOl.jMolm. (1534). Jj^; andere leule. - Digitized b!^^l4%git £RAüF 553 EßBÄRMLlCÜ das ist die lutberiadien» «o «olehe freiheii Ihewer prnrnt liahei>, so!l«:n viiler des bapsls zwang IjIciIx'ii. ebend. Lj'; mein Ipib vnd leLeii itiibc ich cucb ge(jel»ei) viul seid mir Ihewr« freunde durch nein blut erarnt vnd erkaufli. 4as 14. md 15. cap* Johannis. (1538). ppptj*; par iheuwer erarnl vnd t r- worlieii. iischr. 125'; Clirislus kelle es (da« frediyiami ) wol mugen behallen vnd nicht ao ifaeur durifen erarnlen (so tMi erarneti). vermanuttfj zum sncrammt. (1530). AiiiT'; mir tst i;i .iiirh leid solcher spali , hnli .uu li deu sciid«lcii wul gefulct, das ich util leib vnd leben gar gerne woU die einigkett wider er- arnten, wo es sein kund. origüuU/br, v. j. 1534 im archiv xu Cassel. tnhd, eraraeu (Ben, 1, 61; , heuia ausge- alorfren. Inuf für herauf, . wie erab ßr herab, eraus für heraus: bringcl jri er auff zu mir niii ileiii l)o(l<\ 1 Suin. 19, 15; wer isl die, die er aull ferel von der wüslcu. hohel. S, 5 ; vnd wil aoela dich eraulf fUren. 1 Jfo«. 46,, 4. lN«br fredye «. unter herauf m»d den da- tntl xmammengeselzlen tcorlern. Krängen (ereugen }, sich . sich zeigen , of- /imtoren, mAd. erougcn {Ben. 2» 453n ahd. irougan, arougan (Oraff 1, 126): da ndien auch viel andrrc mehr viribslcnde vnil anzei- gung sich crcgelen. die kl. anixcort. 1 1 533 . UiJ\ CS pQegl sich on das vmb diese xeil an der jngent sn ereitgen. das man spttren kan, was draus werden viuI wie sie geraten sol. hausposl. (muenb, 1545) mtvteil 48^ vgl. äugen. Rrus hermu: rnd bricbleraus an der seilen Eckron her. Jos. 15. 1 1 ; das sie leuse eraus Ijrctiilcn. 2 J/o,s. 8. IS; viid wenn sie VHS eiilf^'c^i'ii eriiu.s Taren. Jos. b, 5 und öfter, s, die zusammenselzungen mil heraus. Irltcktr, m. *ager herediute acceptus'. 3 Jfof . 27. 28. Frbar, s. ehrbar. firbamett) misereri, „zu thäuyem mil- g$fiMe bewegen " {ti''eigand), ursp. „im dnaen, im ^nertfen beioe^", mhi. erbar- men (Ben. 1, 59). ahd, iriwm^n {li'l \senlt'n. Widder die r erkerer vnd felsciier etc. 1 152.'{ ). Uij>; isb nu nichl zurharmeo, das man aus soldiem nichtigen. Machen gmnde aol leucken die helle wort Cbiisti. vom ßbfndmalCktUlL iir,2S). cilif. 2) mil dem acc. der pwrson des erbar^ mendm: goti erbarm es. ds Wette 6r. 5, 254; es soll einen stein erbarmen, wm abendmal flirixti. i ir)2S'i. pj*. 3} unptrÄÖnlich, mil ijen. des gegenstän- des des erbannens: es erbarmpi mich dein. von den »etaen Eeidteken buUen vnd lugen. (1520). Aiiij''; vnd haben sich dniher ver- lo^^en vnnd verhassci, das michybr erbarmet* anlwort deutsch. (1522). Aj''. 4) reflesiv, Ol mit dem gen.: wem ich aber gnedig hin, ilcin Iiin ich giicilig, vnd wes ich mich erhai iiic. des erbarme ich mich. 2 Mos. ;J3, 19 ; SU Wil d der herr, dein guU, deine gcfengnis wenden, vnd sidt deiner erbarmen. 5 Ifo«. 30, 3; erbarm dich vnser bald. ps. 79, 8; arinen. 5 Mos. 32, 3fj; herr, erbarm dich vbcr meinen son. Aiallh. 17, 15. BrbnnicB, n. tniserieordia: ich bin des erbarmens müde. Jer. 15, f> ; so ligt es nu nichl an jeinands wollen oder hmflen, son- dern an goUes erbarmen. Hörn. 9, 16; so tiehet nu an . . . hertzllchs erbarmen, freund- ligkeil, demul. Col. S. 12. Erbarmer, m.misericors: jr erharmer wird sie füren. Jes. 49, 10; der herr isl barm- herlzig vnd ein erbarmer. Jac. 5f 11. trUnnllch (erbermitch), erbärmlich, mi^ ser, erbarmen erre.jrud . CS war beides er- l)ermlii h , das das vulck vnlcr einander so gdr erschrocken vnd der hobepricslcr so engsUg war. 2 Jllacc. 3, 21 ; deine knechie haben heheglich gcinachl die steyno derselben vnd haben erharndieli {so original und Jen. !. 32") ;;eiuaehl die erden derselben, die sie' ben puszpsalm. (1517). £5**; da sehen wir, wie es erbermlich ding ist gewesen vmb dia 70 Digitized by Google ERBÄRMLICH 554 CRBEBSN juden zu der zeiu Aer proph, Soeharja, (152S). Nj'. - Erbärmlicb, adv. elend, schlecht: wie viel edler seelen mttssen hie so erbermlich er- würgen, ausleg. der ep. vnd euang, «om aduenl elc. fla'iSt. Jiij''; weil ila-^ voick weg gefurl ist, so ist das land wüsle vnd ist kein rechter acfceriiaw noch viehxuchl vod slehel altes erbermlich. der propA. flada* cuc. I 1 'r2*; . o ilj''. Erburmuug, f. miserirordia: unl aitdcrn schendltchcD mOrdeni vmt büswichtcQ hat dennoch beide richier vnd hencker» vnd wer zu sihet, orharminig vnd milloidoii. das 16. cap. Johannis. f153S). fHiij' ; als s. Paul iii der 2. c|iistel zu den Connlitern (2 Cor. 1» 3) schreibet, gehcnedeiel ley gott vnd der vaier vnsers herrn Jesu Christi, der vater der erbarmung (vutg. paler mi^ci iroriliarum) vnd gott des ganlzcn Irosts. EisL l, 17'. - — in/i ilri erkstein ist. Ephes. 2. 20 ; da durch der leib Christi erbawelw^erde. 1, 12. 3J nachkommenschaft erwecken, geben, vgl. hauen 6 : also sol man thun einem jeder- man . der scins brudcrs baus niebl erbawen wiJ. 5 Mos. 25, 9; lege dich zu jr, das sie auir meinen scbos gebere, vuil ich ducb durch sie erbawel werde ( nadtkommnuehaß er* halte . 1 Bfoi. 30, 3: dan ich doch durch sie cili.i\vct werde. (I.is isi, (i;i;7. wir \r.< zicb- ligen vnd mehr wenl« n yiu liaiise. vber das erste buch Mose. (1527;. Yj-. {Qrimm). t JTp«. 23, 4. Krbdürhielnj n/ domuncula*: nachdem er für sein kitullm da< giitlin vnd armes erb- däcblin oder liau>Un bescbickl. de iVeUe br. 5, 107. Erbe, n. heredium, hereditas, mhi. erbe {Ben. 1. 130 ). ahd. erfai, arpi («Srajf I. 405», goth. arbi, steht 1 ) in der bibel häufig für besitz ^ eiget^ thum, sumal an grund und boden: ich vm ciirh ein fniid ziiin crlti' gi'Ix'n , darin milch vn«l hcinig llcii>.si. :\ Hos. 20, 21; nach den namcn der stemme jrer velcr sollen sie erbe nemen. 4 Ifot. 26, 55; wir wollen nicht beim keren bis die kindcr Israel einnemen ein jglifher sein erbe. ^1, IS; ein jglicher vater den knidcrn Israel sol anhangen an dem erbe des Slams seines vaters. 36, 7 ; er sol Israel das erbe anstedcn. 5 Mos. \, 38; nifistor, snge meinem bruder, das er mit mir (las crhv lede. Luc. 12, 13. auch von per- sonen: das du vnscr uiissclhal vnd sUndcn gnedig seiest vnd lassest vns dein erbe «ein. 2 Mos. 34, 9; denn sie sind dein yoUtk md dein erl f. 1 h<'in. S. 51 ; heisscbe von mir, so wd icii dir die beiden zum erbe gciicn vnd der weit ende tum eigenthum. ps. 2, 3. 2 ) eine erklärung des Wortes erbe fni. 5» t steht in der Eisl. awi.j. 2, 30 : das Wort erbe wird oin verstanden lur eine betonun;::. gäbe, fruclil, iiulzbarkeil, als psalm 127: silie, kin- der sind eine gäbe oder erbe des berren (im iritl€» theil des a. test. : die kinder sind dns erbe vom lierrn\ wird dieser psalm aucii genant für das erbe', das ist Tur gäbe oder belohnung^n. Erbe, m. heres, mhd. erbe {Ben. l, 439"'), ahd. aripeo {Graff l, IdOi, golh arlija: mir hastu keinen saraen gegeben vnd sibc, der son meines gesinds sol mein erbe sein. 1 Mos. 15, 3; der man gehört vns su vnd ist mser erbe* Ailik 2, 20; da aber die wcingarlner den son sahen, sprachen sie vntemander, das ist der erbe, kompt lassl vns jn tOdlen vnd sein erbful an vns bringen. JfaMA. 21. 39. Erbeben, i'nfremticere, a) «on personei»: da das die vitleker li«reten, erbebeten sie. 2 Mof!. 1 5, 14. b) von Sachen: soll sich doch der bimel daHir entsetzen, erschrecken vnd seer erbeben, /er. 2, 12; das das Und er- bebe vad erschrecke. 51, 29; vnd die erde Digitized by Google ERBBI 555 ERBGUT «'ibc-bi'le vnd die felscii zunsstfii. Matth. 27, 52; so werden aucli ileiiie maureri erbelieti Air dem getümel deiner rossen , reder vad realer. Ezech. 26. 10. mhd. erbilM-n ( i?cn. I, 115), ahd. irbibön, irbiliön und irbibenöa 3, 21). Erbei ßr herbei: er ist nah erbey, der mieh vorrhedt. «ar. m Mßtlh. 26, 46; da nu (He zeit erbey kam. I Mot. 47, 29. vgl. berbcikomiucn. Erbela (crbesj, /. pisum, erbse. vnd kanst nicht tooderliche slet odder räum geben da allein die scele oti leib als ein kern on die sclinle , o.ldor tbi das fleisch on Hanl als ein erbeys on iitihcu sey. vom abendmal ChrUU. (152S). iij*; das heyst freylieh einen mit der ddrren i»lasen vnd mit dreyen erbeten 'vAg'^u.derproph flabacuc. ( 1 52G :. 1 j''; in L.'s hausrechnung : im i vlich . de Welte br. G, 330. mhd, erbi^, erbei/„ erwei^, areweijj Ben. 1, 56). ahd. arawei:; {Gra^ \, 465), iia- iecUsrh (;. b. in Hessen) erwes. Erbeiühr&he , f. erbsenbrühe : das es cinp grosse uiaUeit were, weoo er sckoa nur ein erbeis brOe oder imckene rinden helle ge- geben, zwo predigt. (1535). Ej*. ^rficit. f. labor, s. arbeit. FrlK'ileH, laborarc, a. arbeiten. LriiCQi herediiare, mhd. ahd. erben {Ben. U 440, ßraff I, 407), gebraucht t, 1) men {gaben *u ksrehenbauten und sur ar- menversorgungi ynn .illen andern Stedten er- bettelt, von kauffshandlwug vnd umehar. (1524). Fiiij». Erbfall; m. to h^U der von geedUeeht XU gesehleeht forterbende fall Adams: (dfo Schultheologen haben gelehrt) das nach dorn eiblall Ade des menschen nalilrhchen krcffte sind gauU vud vuuerderbt blieben, arlickel io da hetten soUen eto. (15381. Diiif ; die selbe {die mensMiche nalur) durch den sel- ben crbfall so gar verdi ibl isl , das sie nicht wil uucli kan gütte gehorsaoi sein, der 1 10. psalm. (153'J). Qiij*. Erbfener, n. ' focus hereditariut* \Grimm): lialen sie doch nicht«: antlers denn eibfciier. de Welle br. ö, sie {die unter Ihanen ) vun ihren erbfeuern vnd gfltlera SU bringen. 5, 437. Erhgcrechllgkeit, f. tfurdt die gebart er» erbte gerechliifkfit . Im »j'^ijen-iatz r« der von goit aus gnaä*in gei,chenl.len: diese auilhch- tickeit war natflrlich an leib vnd seel, vnd wo Adam darynne blieben wero, hetl er auch subbe kiiider gozeugcl, ynn wilchcn kein büse lusl gewesen wcrc . . . da« bette man denn gcheisscn ein erbgcrechlickeit. vber das erste bneh Moee. (1527). P^^ij^ Erbgltf n. heredium^ ererbter besitz, vor» zugsweise wieder, wie erbe , von grund und boden: wenn jemand ein stück ackcrs von seinem erbgnt dem herm heiliget. 3 Jfof* 27, IG; vnd sie {die Leviten) sollen vnter den kindeni Israel kein crbf,nU besitzen. A Hos. IS, 23; gebetil «b'ii kindern Israel, das sie den Leuiten siedle geben von jreu erbgülero. 35, 2; ym Mose ist auch gefasset, das keyner keyn ackcr solt verkeuffen für eyn ewig erbguu egnvnierrivhiangmesiäk 70* Digitized by Google ERBUERR 556 ERBITTEN üe diristen ynti Maten toUen sdikken. (1526). Hj''; wie wir denn auch sehen, das die lande vnd hcmchafl\en, ja auch die heu- ser vod crbgUler sich so wttuderltch vereD- dern. «Mar üe raftfraffcer. (15S8). Giiy''. mhd. «bcguot {Ben. I, 590*). Erbherr, m. dominus kereditaHus, ange- ttanmUr hetr: goU, mache (Uch aull' vod richte das Und, denn du bist erbherr vber alle beiden, p«. 82, 8 ; wer nag tnss denn schaden, nn eyn sniclicr grosser gott vnszcr erlihorr ist. uusleg. der ep. vnd euaug. vom cbrislag elc. (i522j. Diiij'; vndslelleii aidi-, als geben »ie eynen dreek anff ybren nalur^ liclien erbherrn vnd lands rarsten, u^der d. hyml. Propheten. (1525). Gj". mhd. erbchärre (Ben. I. 667*). MMmn, «mw 4at dnkfoK^ bidnea is. d.) «md «ne dieses nidU in «dbri/kni» deren herausgäbe L. selbst besorgte: es mus alles erhidmen vnd erziiinn. ausleg. der evang. von oslem etc. (1527). Xilij**. — nüid, er- bidemen (Ben. 1. 115'). Erbfetflt offerre , bieten, anbieten, mhd. ' crhioten (Ben. 1, 185), oAd, arbiulao, irpio- Ud (GraffZ, 73). 1) ehre erbieten {vgl chrbieten) : wir ha- ben gollcs gebot, der hcisst vns die jttgent zuchl vnd ein e leren vnd den allen , sonder- lich den prii'stern dir crhiolon vnd sich ge- gen sie deiiiUligen. Jen. ü, llti'. 2) dienst, gtlle, freundsehalt erbieten: denn solch vertrauen vnd bcirallcn ist das recht anbeten vnd eigentlich der rei hie got- tcsdieost , als s. Augustin Icret, welcher kei- nercrealnr sol erboten werden, /n. 1, 500*' ; liebe aber beisael aulT dendseh nichts anders denn von hcrtzcn einem gilnstijr vnd liold sein vnd alle pnte vnd frenndschadt crlneion vnd erzeigen, summa des chrisÜ. lebens. (1533). Biüj*. 3) iiab doch , mein vonnngen angesehen, mich alle tzeit Izu geringe errnnden ctwa^ für tzunemen , das wirdig sey e. f. g. izu er- bieten. «Ott den ^nlenwercAen. (1520). Aj^ 4) sich erbieten, o) ohne casus: sey nicht wie die, so sich mit hohen worlen crtiieh ii , vod (hun doch gar nichts dazu. Sir. 4, 34, b) wdt dal. der peraon; so jr die zfleh- ligung erduldet, so eii»eal sieb euch goU als kindern. Ilebr. 12, 7. cji mit auf: diewed sich jene anfT erlienDl* nis erbieten, de iVette br. 3, 467. , d) mll su: Air yhn were meyn trnwer radt, er erbtfte sich mit bescheydenheyt tOB rebeo Wasser (wein) vnd zum fewr, das auss den gepraleo genszcn raucht, de« er bass gewonet eyn sermon von dem aUots. ( 1 520). Cij' ; wenn du sehest das am henger, bdlF- tidl, richler, lierrn oder frirslen raangellf. vnd du (hch pesehickt l'undest, solllisln dtcb dalzu erliieleu. von weltlicher oberkeit. (1528). Biüj*. •) tnil dem infinith: da icb mich erbot vom ald.is slil zu schweigen, von der unn- ckelmesse. ^1534). Aij'; da sey einer körnen 7.U jni vnd habe sich cvbolen Itlr jnen tu pro* digen. ebenä. Mj*; der sich erbeut jedennan schuldiger zinsmnti \i)d lohennisn zu werden. wider den tct^ /ir ; la predigen. i'154^>'i. I^ij' Lrbietrn, n. propusitio , anerbteltH: vod ob durch des bttssen feynds eyngeben dn solch meyn erbieten i(zl wurdist «oraditen» \(ulachen vnd dich da für seinen . . . s/o gcdenck doch, wen die tzeyt vnd nodl kuiupt^ daran, au ff des hoeks su Legpcsitk anlieorf« (1521), bj\ Erbielon;;, f. dasselbe: bitte, wdllet ewr »»rbif'tung gedencken , das yhr euch gerne wüllel mit schriin Idsscn \vt'y!>cn. ermanunge stm fride. (1525). Ej"; e. g. woh yhr mein arme erbietung nicht nach wirdigkeitt son- dern nneh gonst gefallen lassen, austeg. der ep. vnd euang. vom aduenlelc. (1528). üj*. Brblltcn, e«erare, mhd. erbiten (Ben. 172), M. irpiUn, arpilan iGraff 3. 56). Ii etwas erhitten, durch billen erlangen oder :n erlangen suchen: denn er ist aus der slad IS', niil ruten gcsleupt vmb seiner scbakkheit willen, vnd nehrlich erbeten dur^ frumc Icute, d.is er nicht erhengel ist. ron den roncilijs rnd hirrhen. i 1 539). Jü]*" ; lasst sie den herrn Zebaolh erbitten, das die vbri- gcn gefesse im hause des faerm . . . nichl auch gen Babel geRlret werden. Jer. 27, 18. 21 sich erhitten Inssen. die bitte getpäh- ren: Isaac aber bat den lierrn lur sein weih, denn sie war vnfruchtbar, vnd der herr lies sidi erbitten. 1 Ifoa. 25, 21 ; sie schrien zu . — DiQiti2e*by-i BRBITTBRN 557 EBftlllHIlBfl goK im sireil vnd er liessich erbitten. 1 ehron. 6. 20. vgl. attbiUen. > Brfeittcn« tsaeerbofe, tum »cm reistn: darumb httte didi Air seinem angesicht vml gehorche seiner stimme vnd erbittere jn nicht. 2 Mat. 23, 21 ; aber sie erbiUerlen vnd cnl- rflitelen seinen heihgen geisl. Jet. 63. 10; jr veter, erljillerl ewre kinder nicht. Coloss. 3, 2 1 ; (die lieh«) lesiet sich nicht erbiUem. 1 Cor ! ?K 5. Erbkind, n.heies, mhd. erbekuii ^ßen. 1, StS**): »nir das du vom ewigen lod ertOsel, ewighrh selig vnd gntis crbkind werdest. das mnynißcat. il521). biiij'". Krbkönigrcidij n. regnum heredilarium : tm hundert vnd fifnif vnd sedixigstcn jar kam der kdnig Oemeirius in sein erl)küni^reich. 1 Marc. 10, 67; nncli dem mir cllicln? aiifT- niror mein erhkünigreich genomcn haben. 1 b, 3. BrblMily n. lerro AerMKfom, nthd. erbe» lanl (Ben. l, 936"): da« siml die ftlrsten in Edorn, wie sie guwonet liaben in jrem er!»- landc. 1 Mos, 3ti, 43; vod bab Demetnum verj.i(,;t vnd mein erbland wider erobert. 1 Macc. 10, 52. Urblassen , palfrsren' , bhsz tcerden, er- bleichen : tneinestu aber, das deine Weissagung gcwis iüt, so darU'slu nicht erschrecken noch erblasMn. JuA. i\ H er nu die avgen aufThub vnd sähe sie zorniglich an, erblasset die königin vnd sanck in eine onmarht. st. in Eslher 4, 7 ; billF gotl, wie erblassl vnd er- xiltert der geysi fiir diesem donner. da$ an- der leyi uMder d. hynU. propheten. (1 525). Miiij''; wrnn rr ein wenig einen teufft-l hürrl rriiisi Im'm, iMhhisspt vn(! bidmet er. vber das ersle buch Aloise. (Iä27). aaiiij''. figürlich: jr gewissen erblasst dafnr. vom dm fUden vnd jren lügen. (1543). Oiij^ Erblendcn, excaecnri\ hihulmarhi'n, mhd. erblenden {Ben. 1, 2 1 U;, ahU. n j.lenlan [üraff 3, 257): wir müssen bekennen, das wir alle- sampt weit von der taulcrn cnangchscbcn wariteit getreten durch Verachtung d i Ii i( Il- ten iHirdrn Christi, erblendel in vn«crm gut- dünoken. Jen. 2, 52''. BifcUch^ hereditarim: demens iüj das edlebliit, Conradinamt den letzten herlsogen zu sch%v.il>eii vnd erldirlien kiinig zu Neapel, hes mit dein schwt^ri öllentlich richten, tot- der das bapsium zu Horn. (1545). Dj**; also waren anch die raaler ewige vnd erbliche krieger. vondme«meilijs vndkirehen.( 1 539). Fiiij"; diese vnser angeltomn muI ci bliche prieslerschalll wollen wir vugeiioiuen haben. wmdetvein^tHmene, (1534). Jij*; das erb- lich, cngebont vbel. arükel, «o da helim etc. / 1 ' r^Si. Fij^ Crblich) adv. heredilarie : wenn der fdrst seiner söoe einem ein geschenck gibt von seinem erbe, dasselb sol seinen sOnen blei- ben vnd sollen es erblich besitzon. Ezech, 46, IH; It'Iiongüter werden veildion erbheh vnd ewiglich, das isl so lange die guter vnd erben bleiben oder wehren, wider die aad- bather. (1538). Ej\ Erbles, ir/V mhd. frlxdi'is \Ben. 1, 440"), ohne erben, nachkommen: meist <>r. Mnseg hat vns gescliricben, so jcmandsbruder stirbt, der ^in weib bat, vnd stirbet erblo», so sol sein brudcr das weib neroen vnd seinem bru- der einen sämen «Twrckon. Luc. 20, 28. ürbmnrscbnll, m. L. noch erbmarschalck, vgL marsehall: dem gestrengen vnd em- vhesten Hans Ufser, erbmarscbalck lu Sach* spii. (Irr psa!m. Aj". KrhüU^, promplus, paralus, erbielig: so isl viiMT teil dasscibige zu thun allezeit er- bttlig. Jen, 5, 1 1 1^ Krbrechty n. jnt heredilarium: lieber, keulT mr>inf>n ncker zti Analholh, denn da hast erbiecht dazu. Jer. 32, 8. Erbremscn, irriiaret der salan ist gar erbittert, erbremsl vnd erzürnt, tischr. 250'; (Pfitilus) \ w\\ dc>z willtTi, il.isz einer seine sliediniiHi»!' gefreyel li-ille, so rilircinltsl vnd zornig isl. 320'. de Helle br. Ü, 114. SrhrlMMeii. ^/"remere. dies äMtereteel' lene, von Grimm wlb. 3, 737 nur durch eine mhd. stelle heleglc tvort tritt noch ein- mal beiL. auf: also crbnmmclChrislus auch Jobann. am lt. cap. da Latanis lod war. zwo predigt vber der leiehe des kürfursten hrrtzog Johan.^ zu Sarhasen. (1532). Aiij^. man ist versucht, da auch nicht eine einxige Variante der zahlreichen ausgg. des n. iesl, an dar an^Mo^wieis «fell^ {Jitk. 1 1, 38. 38) erbrimmen diefef, Mer du«» dmdk/'eMer ßr UIQliI ERBSBKSITZER 558 erigriiniiicn anzunehmen, tceldie anncUtme nicht wenig durch den umstand HnlerstiUtt wird, dasz schon im ersten iheil der Wittenb. gesamlamg. der deuischen ichriften L.'s (153dj das fibriuitncu des Originals in cr- grimmen gtänieH i$L ia jtiMh frder» oi- täte von bibelslellen bei L. nieht ungewSkn^' lieh -und, auch die gesamtausgg. von L.'s schrillen häufiger abweichungen von den originaldrucken sich erlauben, und über dies du Sinuj^mrger naehirudi dieterzttei pr«- digien, der nicht nur die Orthographie, son- dern auch alle der cha. Lij''. Erbschaff, f. here^tas , mhd. erbeschan {Ben. I, 4;i0^i: vnsfr erhf.clialTl vnd fmidc . . . nicht alleui au hcrlzen uder hull'nung stehet, soudcrn ein llicllich vnd wirckUch erbscham werden mA. ein chrisüidk sekSner trost. (1535). Aiiij"; dieser glaube isl der kästen vnil ^rlncin, so ««nlclicn sch.ilz, Ver- gebung der ^uiide vnd eriischalli des ewigen lebeits bisset, ausleg. der ep. iBnd euang, von Ostern etc. (1544). hü^ Erbsehirblrr; m. hereditalis divisor: mensch, wer hat mich zum rirhler oder erl)- schiehter vber cudi gesetzt? Luc. 12, 14. Erbse, s. crbeis. Erbsede, f. da aber Jhesus anhub zu wun- dern vnd ynsz gesrhrey kam, d.i d.icht Johan- nes, er woU seyne iungcr nu wol von sich 1 woyszcn vnd zu Christo bringen. auCT Jas sie nicht nacb seynem lod eyn erbsecten atilT» richten vnd Johanniter wurden, ausleg. der ep. i'nd eunng. des aducnls. Tij'. Erbsencbej /. morbus hcredUanus , erb- sünde: solche erbseuche reinigen vnd weg» Henien. zwo predigt auff der kindertauffe» (t540j. Fiiij' ; aus der philosophia vnd an» gcborncr erbseuche. tischr. 225". Krbsüunni) m. stirps avita: das tsi die leidige erbsttnde, angeborne phge., einge- wachsne gilH vom erbslam vnd vclerlichem gcbldt Ad.im . da jn der teuflel besriimeisst vtid duniigifftet hat der lOLjwa/m. (1 534). Mij\ . Krbsönde, f. peccatum originale, mhd. eilifsilnilo (Hen. 2'. 734'): die orlnml od- der natur sund. ausleg. der ep. md euang. vomehristag. (1522). Yyiij''; also vcrdamiie ich auch beyde new vnd alte Pelagianer, s» die erbsunde nicht wollen lassen sunde sein. vom abendmal Christi. fl528). Fiij''; es kuuipt aber alles von der leidigen angebornen plage vnd vbel, da« da heisst die erbsQnde. ausleg. der ep. vnd euang. von oslem etc. (15141. Rrf)'"; cllirli li.illi-n, sio {die Jungfrau Maria) sey yun eriisunden empfangen, grund vnd vrsaeh aller artikel. (1520). mj''. IrUkdl (erbtWI), n. pars heredUati», hereditas, mhd. erbeteil {Ben. 3, 22*): vnil Ipst VHS crkfT vnd Weinberge in erbteil ge~ geben. 4 Mos. 16, 14 ; vnd gab jm kein erb» teil drinnen auch nicht eines fiisses breit. apost. gcsch. 7. 5; ich bin aus des vattrs li.iiis*> hii|i(ri, habe kein erbUyl. vber das erste buch Mose. (1527). naij''; wer aber eins krancken warlel vmb gcitss vnd erbteil willen ... da ists aach nicht wander, das er zu letzt vergifTl werde, ob man fwr dem sterben fliehen muge, (1527). Bnij». Erbtbum, n. erbe, erbschnft: das freiUch durch diese deulung der l*a|>s. A, 20. ErdiilRp!rn, sufforarr: iihmik' siimlen er- doropfle. ausleg. der tuang. vom udifrn etc. ErAMWIr ptrftrrt, lurdauen: wenn jm der gemeine man nirh) cffn^iip vnd hnltl were, so küntc ers nichl erdawcn (den hasz der andern fSnten nicht awh^ten). tischr. 343". Erdbeben, n. tirrnf motui: nncli (Ii-m wmilc iiliiT k.mi ein crdbehen, ab<»r der herr vt Hi iiiciil im crdbcUen. I kön. 10, 11; denn «lu wirst vom berm Zebaoih beioigesuchl worden rail weiter vnd erdbehen. Jes. 29, 6 ; vnd sihe, es geschah ein gros erdheben (1522: erdbcbung). Mallh.2S,2, auchm.: einstund drOber ist der erdbeben vnd die finstemis der aonneB komen. hausfotl. {WUteiUt, 1545) sorv.m erteil 1*". tirdbcbaig) f. dasselbe: vnd werden ge- sclu-hon grosse erdbebungc hin vnd wider. Lue, 21, 1 1 ; vod da gesr haben stimmen vnd donner vnd blitaen vnd erdbebung. offenb Joh. 8. 5. Erdbedcn^ m. dasselbe: schnell aber ward eyn grosser erdbeden. opast. geteh. 16, 26 tn der septemberausg. dein, lest. v.j. 1 522. Erdbodrm, eniboden , m. erdobi rßärhe, mhd. l'rlbüdem (Den. 1, 220*'j. Ij orbis terrarum: das mittel mehr heyssen die land tehreyber darumb. das es mitten aulT dem erdpoden ist. atisleg. der ep. vnd euang. vom christag. fl522) bbb mj ; attrh wird das wort eden mehr hernach kouien, das es ein «amen eines Isnds sein mus vnd nieht lier gantze erdbodem. vber das erste buch Mose. (1527). Oj' ; .iiifT d.is same lebendig bleibe aulT dem gaiilzen erdbodon. 1 Mos. 7, 3; vnd hat gemacht, das von einem blut aller menschen geschlecht aulT dem gsntzen eni- boden wonen. apost. gesch. t7, 26; darumb d;is er L-incn Inj? pjfscf?! hnt, anfT welchen er ricliten wil den kreis des erdboden. 17, 31. 2) fohim, hmnuBt erdgmmd: vnser bauch Hebt am erdboden. pt» 44, 26. Erde, f. terra, mhd. Örde [Ben. 1, 441), ahd 4Ti!a f Graff 1,415/. bisweilen erscheint bei L , wie bei Frisius, Maaler u. a. der nem, tg. erden (a. fr. 1 Jfoa. S. 22. Matth. 24, :.5. offenb. Joh. 21. l.). 1 iliT v^llfifirpcr, auf uetrht m u/r uoh- nen, häufig im gegensatz zum himniel: jin anfang schulT gotl himel vnd erden. 1 Mos. 1,1; also ward volendel himel vnd erden mit jrem ganlzen beer. 2, 1 ; vnd {Äb$alom) srhweht zwischen bimcl vnd erdet». 2 Sam. I Ö, 9 ; hitoel vnd erden werden vergehen, aber meine wort werden nichl vergehen. Matth. 24, 35; vnd seien lierhler an der feste des himol>». das sie scheinen aiifT erden, l Mos. l, 15; da sich ab(T dif mmsrhrn begundcn zu mehren auff erden. (>, l u. v. a, H. 2) das feste land im gegensatz zum was- «er (meer*: vnd ^'oll nt'iun't das trockr-n fnle vnd die samhing der wa^slT nennet er uieer. I Ifor. 1, 10; vnd das gewesser verlielTsieh von der erden. 8, 3. 3 i die erdobct fliichi' , dt^r bodi n auf dem wir wandeln: vnd bUckel sich nid«>i niifTdie erden. 1 Mos. 18. 2; vnd ncigete sicii sie- ben mal auir die erden. 33, 3 ; da ftel Sau! zur erden, so lang er war. I Sam. 28, 20; vnd er sltuid aiifl' von der rrdnit, 2S, 23. 4j erde als Stoff, staub, pulvis : Iiis ; koiiffdir einen erdrnen krng vom lOpffer. Jcr. 19, l. jetzt u'den. Ra Erdtibebtty (erra mooef; das ist der berg Sinai, darauff es donnert, blitzet regaal. Google BRDfiMRBIl 560 EBDRÜGKEN cnlonhehet. von den leMen Worten Dauids. (1543). Viiij . BrdcikeM , eseeogitare, autdefdten, enin- nen, mhd. erdrnl . n Ih n. 1, 3 Hi"), ahd. «rdciikaii, irilfiicliaii [Graffh, 15S): aIU'<^ vbeU, tläs luüyn wiüenverligen enlenckcn vnil aunsuiMn mögen. L.'s erzielen. ( l ö20 ). bL 1'*; «oklM «n«lcte alttcke kan allca di« vernniifft cnleneken vnd stifAen. der 117. psalm. (i r. \ :^. Erdcnklosi« m.gleba terrae, erdldumpen: lege du selb» gegen ander ein slück erden vnd ein lebendigen menschen, wie rdmel sich der erden klos zu dem schonen lebendigen bild, d.ts A'l.im ist? das 15. rap. der ersten ep. s. i'uuu an die Corinther. (1534). g inj'* ; vnd gelt der herr machet den menschen ans dem erdenklos. I Mo*. 2, 7 (besser in J>-n ersten üusgg. des a. lext. : aus staub von der erden); i>iiuei AvarlT mit steine» zu jm vnd Sprengel mit erdekldssea (die mir vorliegende dt6e/aii«f.«. 1539^ erden kl(tosen). 2Sam. 16. 13. Krdenkrriü. m. erdkrei^, orbü lerrarum: es ist auszgangen cyn gepot von dem kcyszcr Augttslo , das vortteychnett wurd der ganlz erden kreysz. ausleg. der ep. rnd euany. vom christag. (1522). Kij^'; seine hlixcii haben erleuchtet den crdenkrets. amieg. der ep. «iid euang. vom adment elc. ( 1 528). SB". Krilditea» X. riduiger eriichten (vgl. dichten), 1 ) Carmen condere : erticblel euch lieder, wie Üauid. Arnos (i, 5. 2) eonfingere, aussinnen, erdenke», erfin- den, meisi in üblem sinn : sie ertichlen scbalck- heil vnd hallens heimlich, ps, 64, 7 ; vnd er- iichten nt'we laildel. damit sie sie vordnmp- nen. wiääer die bullendes endchrists. { 1520). Aiiij'; eyne guUe, feyste. alarcke lugm aulT den guleir Benno erliclilet. widder den newen atxjott vnd allen teuffei. (1524). hj'; hab ichs doch auch nicht crlicbl, das er seine huren lesat in sarckcn ab heiligthum mit kerlzen vnd fanen in sein hurhaus Mont»- hurg tragen, wider den bischoff lu Uagde* bürg. (1539). (hiJ"; mit vliron eypen, er- tichlen lügen, auff daa vOirchitJsilich buch bocke Bnutert, 11521). niij\- kennen sie (lalii M f.'i i rollet mit jrer heschneittung vnd andern li'ili,u(^n. [»'sieriictitMi, ci licliten, nirh- ligeii wercken. von den Juden vnd jren la- gen. (1543). (ij^; einen ertichlen gotl. wi- 4er die sabbstther. (133S). r^iq^ Krdlchtois (erlifhlnisz i , f. fietio» erdieh- lung. beleg s. unter ausfliicht. Erdreich f erdi ieh), n. terra, mhd. i^rtdche iüen. 2, G93), ahd. ürdrkhi {Graff i, 392j, in denselben bedeutungen lete ^e* 1) leoAnorf der memchm: das erdreicb inus vergehen, wenn er sich hören lesst. ps. 46, 7 ; vnd die zerstrcwetcn aus Juris zu hauir füren von den vier urlenn des erdreichs. Jos, 11, 12; sehreiea vnd klagen , das jaa himel schallen vod auff erdrich schallen wird. das schöne con filemini, (1530). Gij^; die heiligen hie auff dem erdrich wonend. ESti. 1. 1 16% 2) das festland im gegensaU vom meer: CT rüflet dem wasscr im nieer vnd scbOlteU ."inff il;is crilreich. Arnos 9, 3) erdboden: er scbcussL auff für jm wie ein reis vnd wie eine %vurtzel aus dürrem erdreich. Jet. 53, 2 ; gleich wie das erdreich keine frucht bringen noch tragen kan on den snmon. das \1 .cap. Johannis. i {ri^f^i.Qmj* ; wenn gotl das erdreich wilfruchiiiar machen, so musz er auuor lassen fdrher gehen einen guten platsregen. tisehr, 18S*. FnlringrU; exlundere, durch drängen er- reichen, mhd. erdringen (Den. 1. 391): der leulel woll gern wider zum bapslum oder ein new bapslum erzwingen vnd erdringen. Burkhardt briefw, 263. Erdrückest efimmere. todt drucken: vnd dieaes weibs aon starb in der nacht, denn • Oigitized by,f I EltOlLD£l!( 561 ERFAUaUNG fie halle jn im schltll erdraekt. 1 kSn. 3, 19. 9bensu mhd. erdrücken (Iton. 1, 4Ö0''). lir4«ideB, i'-'h-rarf , perpeli . leiden, er- tragen, geduldig aushalten, mhd. erdulden {Btn. I, 3 SU"): will myr ybc schwer seya . . . das ich solche goUu meyits beim leale> ruri^' erdulden sollt, originalbr. v.j. 1523 im gesammtarchiv zu Weimar. O pag. 74 FF. 2; aber wenn jr vmb woUbal willen leidet vud enlulilel, das »t gnade bey goU. 1 Air. 2» 20 ; jr babt den raub ewer gillcr mil Freuden erduldet. Hebr. 10, 34; gedenikel an den, der ein solcbs wjciersprecben von den Sün- dern wider sieb erduldet bat. 12,3; selig isl der man» der die anfechtung erdnldeU Jttc. 1, 12. Krdiirch für hcrdürch: ein kaiifTuKni ih^r ieuüi vaii rennet die weit bin durcb vud wi- der erdurch vmb gdls vnd guts willen, tin cAliffl. tchöner trosi. ( 1 535). Bij'' ; so macht euch nu aulT vniJ /.lebet durcb den bacli Sa- red, vnd wir zojjea erdurcb. 5 Mox. 2, 13; vud zogen er durcb. rieht. Q, 33. s. iior- durch. Ereilen f „ mit geschwindigkeit einholen" {fVeigand wtb. d. d. synon.): vm! jngnt jm nacb :»iebeu lagereise vud eredet jn auU' dem berge Gilead. t Mot. 31, 23; vnd die Egyp- ler jigitii jucu nach vnd ereiieten sie, da sie steil ^'ti lgen liaden am lueer. 2 Mos. 14, 9. Erdn, häufig für berein: so wird nicbt lange aussen bleiben vnd vuuersebens erciu brechen donner,blix vndalle plage, du 1 5. eap, der ersten ep, S.Pauli an dieCorinther.( 1 53 1). Aiiij''; ujacb mir ein essen, wie icbs gern hahfi vud bring mirs erein. 1 Mos. 27, 4 ; waren die Amalekiler er ein gebilen. t Sam. 30, 1 ; der hm hat mich ereingeruret, das had cin- zunemen. 5 Mos, 9, 4 ; lasst jii er ein gehen. EiUier G, 5: kom er ein du gesegueler des berru. 1 Mos. 24, 31. s. herein. Inrheii als erde erhaltem, «rben: die fronien werden gats ererben, spr. 2S. 10; das ewige leben ererben. Matth. 19, 20; die vugürechlen werden das reich golles nidii «reriiett. 1 Cmr, 6, 9. BraigM» «. erlogen. Erfahren (erfaren), wÄd. crvnrcn (Ben. 3, 247), ahd. irfaran, arf-tran [Graff i, 561 (f.), erscheint bei L. nur noch im sinne von ken- Dartw, WMMtafli. \nen lernen, gewahren, wahrnehmen, inne I werden: ich heb, goU lob, etliche viel siedle erfaren {kennen gelernt), If-r rat nicht wol am worl vnd schulen gewest. dm man kinder sw *ehuten kaUen $oUe. (1530). Aiiij" {Grimm nimmt I» dÜMW siclle die sinnliche bedeulung von erfahren — durcA- fahren, durchreisen, permeare an) ; erforsche wich goll vnd erfare (erkenne) mein herU, prOfe mich vnd erbre, wie tchs meine (oar. erfare meyne gedancken). ps. 139, 23; mus IT i 1 herunler, lieber so schickt ybm doch zuuur etnen vhedhrielT, das er ewern graur' samen zurn vud drewen erfare. ein brieff a» den eardimU trtsbisehoff m Jfenls. ( 1 530). Aii\i'' ; ich hab es selber gesehen vnd erfareu, wlo. doli, rasig vnd vn^inniir sio idie bauern) äiud gewesen, ein vuUrridUung wie siclk die dtriOsn ynn Mosen jeMcke« soUen, ( 1 52G). Cj*' ; aber seine Schwester stund von fcnu', (l.is >ie erfaren (gewahr werden) wolt, wie es jni gehen würde. 2 Mos. 2, 4 ; das jrs erfareu soll, das ich der bcrr bin ewr goU. 6, 7 ; vnd hat niemand sein grab er'- fahren bis aulT diesen heuligen lag. 5 Mos» 34, 6; Eli erfur alles was seine söne Ihele». 1 Sam. 2, 22; das er erfUre, obs Esther wol- gienge. Esüi. 2, 1 1 ; wer das gebot hell, der w ill nichts btfses erfiiren. pred. 8, 5. Erfahren ) perita», experlus, das pari, prael. des vorigen adjecUvisch: schallet her weise, verstendige vud erfarene leule. 5 Mos, I, 13; ein erfarner krieger. 2 Maee, 8, 9. zuweilen mit gen. der suche: die jUden aber waren der ding aller erbrea. r bekercl sey, der falsche lere erfunden bat tfns diese leorl CMsff noeh fett sldbe» (1527 ). bj' ; solch sacranient nicht von men- schen ortichlet noch erfunden ist. wrmtumng zum sacrament, (1530). Bij*. 2) erfinden ^ fMen, beflnäen: a) gleub sidieriich» wir wnrdenn erfinden, das sie allesampt sterckrr wurden drob scyn, das nil golüche Ordnung wcrr. von dem bapslum XU Rome. (1520). Aiiij''; bab uli ynn der warheyt ynn vielen wortenn nlt an- ders erfondenn . . . dann das e. f. g. ym auflii besszie ynn scynem bort7<"n ^riTifl ym def Churfurst von Sacbszea evon belier fürst ist. originalbr, v.j. 1517 m» ^esommkircAiv s* Wemor, N, i08. 41. b) häufig erfunden werden, inveniri: vnd da sie geberen soll, worden zwilling in jrem leihe erfunden. 1 Mos. 3S, 27 ; wenn jemand erAinden wird, der bej einem weihe scbleit, die einen eheman hat. 5 Moi, 22, 22 ; es wnid aber kein schmid im granlren lande Israel erfunden. 1 Sam. 13, 19; ich bm er- funden von denen, die mich nicht gesucht haben. RSm, 10, 20; ea isl nodi kein mensch erfunden, der seinen freien wdlen vber vnd widder dnn lod beweiset helle. auff das vermeint keiserlich edict. (1531). Eij ; sint dinstags kein leyehe noch hrsncher erfunden isl. originalbr. v. j. 1535 im g§t. archiv zu m-imar. .Y. 109. FI. 42. 1. e. C| mit einem adjectivischen pracdirat: weyll ich dich hie ym hewbstuck (sie! ) falsch erlünden» wirstu fceynsz glaubensi werd seynn. anff das vMrduietiid^ knek hodst Emszers. (1521). Kiij*; ihu nii-bls rn sei- nen Worten , das er dich nicht stralie viid werdest IdgenhaflUg erfunden, spr. 30, 6; für jm bin ich vnschillHig erfunden. Dan. 6, 22; it h werde scbarfl' crriindtMi werden im gericiit. weish. 8, 1 1 ; liey dem voick w erde ich gUtig erfunden, b, 15; Noe ward erfun- den vnslrelTlich. Sfr. 44, 17; nu suchet man nicht mehr an den haushaltern, denn das sie trew rrfiinck-n werden. 1 Cor, 4. 2; aulT das cwer glaube rechlscbaffeo vnd viel köstlicher erfunden werde, denn das vor» gengliche gold. 1 Pet. 1,7; die sache nicht so bosc erfunden ist. df Welte br. .'). 603. d) siel) erfinden : ehe er sie beun bnlf f, erfand stcbs, das !»ie schwanger war von dem heiligen geisl. Matth, 1, 18; vnd sieh er* findet, das sie die alte kirche vnd jren alten breulgam al< ei?» ortzteiifelshurc verlassen« wider Uans Worsi. (1541). Eiij^ Kii^ich, er/indibar: d«» aadi vnser widerleil keinen erfindlichen irrlhum darin- nen .ingezeigt. Jen. 5, 111''. F.rfischfn, expiscari, ahd. irliscön {Oraff 3, 510;: da um.sz Petrus greiUeu , er liabs nicht allein erflsehet. Jb4iiM|M»f. {WUfmilb. 1545) «ommerfeil 78*. Qigitizflfl by 563 LKtREUEN ErtMtmtehrtiHL, ßr erforderD {vgl. fotldern). 1) etwas crfurderu, posluiare , exigere, fordern : warumb baslu denn mein gcld nicht in die wecbidbanck gegeben? vnd wenn ich komen were , helle icbs mit wiicher erfod- dert. Luc. 19, 23; die gerechtigkeit \om gesetz erfodderl. Röm, b, 4 ; uu hat je goll durch den propbeten Eieehiel erfodderl« nan eoU sich gegen ihm als eine uiaur seUenfur dasvoick. de Welte br. 2, 149. 2) einen crrorilcrn, berufen: Sani mkd. ervolgen {Ben. 3. 367''). oM. erfolgen «rniif 3» 511), fefträncM L. 1) inIran«, sequi, folgen, die folge sein: ausz dieszcni blindfn frouel ivi!7t , da krehet kein han nich> der IQ \. psaim. 11534). (JiiijV Erfillen. explere, complere, implertf r«- jiler«, voll modken, «ML ervQUeii (Ben. 3» 364*), M. irfttllan, arfnllan (GrafZ, 489>* goth. usfulljnn. 1) einen erfüllen: a) so sagen sie. wir sind geitzig, es kOnne die pfa (Ten niemand er- fallen (Alien genug geben, sie satt machen). Eisl. 1, 501*'. b) vnil soll reden mit allen die eins weisen herlzen sind, die ich mit dem geisl der Weisheit erfüllet habe. 2 Mos. 28. 3 ; Josua aber ward erfdllel mit dem getal der Weisheit. 5 Mos. 34, 9. 2) einen räum erfüllen: seid fruchtbar vnd mehret euch vnd erfüllet das wasser im meer. 1 Jfot. 1, 22; seid frneMbar md mehret euch vnd erfoUet die erde. 9, 1 ; vnd es gescIuK h schnelle ein hrausen vom himei ;ils emes gewaltigen windes vnd erfüllet das gantze haus , da sie sausen, aposl. gesch. 2, 2 ; (Adam) die wdt eHttnet bat mit sttnden vnd tod. euang. der tsehen auszseltigen. (1520). Jiiiij"; wie der bapst d'ir li«: ehe verbieten die well erfüllet hat mit aliein mut- willigem leben vnd grewiichen Oeiscblichen sttnden. ran^L tu 2 Pef. 2. IS. 3) die zeit orfnllon : es sollen nieht mehr da sein kinder, die jre tage nicht erreichen, oder alten , die jre jar nicht erfüllen. Jes. 65, 20; CS begab sieh aber, da die teil er^ füllet war, das er solt von hinnen genomcn werdt n , wendet er sein angesichte stracks gen Jerusalem zu wandeln. Luc. 9, 5 1 ; ab der tag der pfiiigsten erfüllet war. apaei» gesch. 2, 1 ; da aber die seit erfliliet war. Gal. 1, 4 ; s. Paulus redl hie (in der zultlzt angeführten stelle) nach der weyse derschriff^, die da pflegt zu sagen , die zeyt ist erfüllet, wenn sie ein ende hat, als act. ij da die tage der tolliUigen sind erfüllet , das ist da sie aus waren vnd alle herdurch. ausleg. der ep. vnd euang. vom aduenl etc. (1528). Cciiij^ 4) erfhUen »r feieten, g*»8ge Oum: du geselz musz erfüllet werden vnd kein hueh- stab nach bleiben, von dem bapstum zu Rome. (1520). Ej' ; verflucht sey, wer nicht * alle vrort dieses Gesetzes orlUlet. 5 Hot. 27, 26; einer trage des andern last, ao werdet ERFÜLLER 565 ERGEBEN jr daf geieii Christi erfnllra. Gal. 6. 2 ; er- füllet ewr lagwcrrk gleich als da jrstro hal- tet. 2 Uos. 3, 13; wolari jr habt ewor ge- lültd erfüllet vud ewer gclubil geliaheii. Jer. 44. 2S ; als aber Johannct seinen lanff et>- fallet (seinem amt oUaf), »prach er. apott. gesch. 13, 25. 5( erfüllen «-= wahr machen: wenn aber ein prophel von friede weissagt, den wird man kennen, ob jn der h«T warfaaUiig ge- sand hat, wenn sein worl erfdllet wird. Jer. 2*^. 9 ; heute i«t dif^se schrifTi erfüllet für ewcrn obren. Luc. 4, 21; ich musz das »pricbwort errullen, wa« die wdl soschaflen hat. da niuvz ein munch bey sein, am den Chriull. adel. ( l",2ül. W'f. Effilier , m. erfitller de-s ge^elzs ausleg. der ep. %>nd euang. vom adueul etc. (152SJ. BBbiiy*. ErfAIInng. f. impleiio, expUtio, whd. er- vflllunge { Hfn. ?>. ^»",5 ): figur vnnd erfnl- lung der %urenn haben sich kcgen ander wie ein leypiieb vnd geistlich, odder eusserlich vnnd ynnerlich ding, das alles was man in der figur hat mil leyplichcn äugen gesehon, deü erfidlung mnsz man allein mit dem glau- ben scbenn. ron dem bapslum zu Rome. (t 520). DHj'' ; das newe teslament sol eine erfidlung vnd liecht sein gegen das alle testa- menl , aher dit kfrcst es vmh, das das newe teslamenl wol eine ausicning vnd finslernis ist gegen das alle teslament. vom abmAnol ChrüH, (1528). {Hij**; der prophetien er- füllung. von den Juden vnd jren lügen. (1543). Zj": so ist nu die liebe desgesetzcs erfiillung. Mm. 13, lü. Brfir, erfur. oft M L. ßr hervor (c. 4.): nu Ihun sich aller erst die tapffern belte er- fur. ron dem bapHum zu Rome. (1520). Aij" ; noch kumpt die warheil erfur. von den newen BMt^ huUen md lügen. (1520). ly**; sie (dU sonne) gelit erfur Wi«* eyn brettttgam au<7 ^frnor hrniitikamer. ausleg. der ep. cnd euang. des aduetüs. (1522). Bj**; bie tritt fraw Hulde erfur mil d«'r poU- nasaen. amtltg. 4tr ep. vnd mang, vem eJtristag elc. (1522). Ffij''; dieser (2iwiii|'(») bringet kein btirh crfiir, er «rhdt newe yr- thnm aus. vom abendmal Christi. (1528). g üj*"; gearbmilcket vnd erftfr gemntseL das 14. fmd 15. eap. Johannis. (1538). Kkv^-^ da kanis crfilr, das hisscboff Alhrprhl diesen Delzel gedingel Italie. wid^r finm WvrH. (1545). LiJ*'. nichl minder hau/iy in der MM: die erde bringe erftlr lebendige thier. 1 Mos. 1. 24; Melcbisedccb trug brot vnd ^^■oin erfur. 1 !, 1 : or i'it erfur gebrochen von dem berge Paron. 5 Mos. 33. 2 u. v. a. St. Sijgfiniei (ergentaen), ininitgrum reaf^ iuere, ganz machen , gegensatz enlg.'lnzen: der bapst sich rhdmet mil den seinen ynn einer zedel. so gedruckt isl, der keiser werde yhm alles tvidder restituiem vnd crgenlzen. etn brieff a. d. cardinal erlzbischoff zu Menlt. (1530 '. Ihj^; golt ist da, der mit jnen redet 'ich wil jr golt sein', welcbs {sc. wort ) die bescbneiltung in jnen ergentzel hat. von den jüdm vn4 /re» lügen. (1543). Fiiq*. Ergeben, dedere, tradere , mhd. ergi^ben [Ben. 1, 504 t, ahd. irg^ban, arköpan ifitaff 4. 1 15j, goüi. usgiban. 1) fr. ergeben, Mngt^en, überHefem: denn welch volck seinen hals ergibt vnter das jocb des kdniges zu Babel vnd dienet jm. Jer. 27, 11; ergibe deine l'Usse in jre fpsscl vnd deinen hals in jre halscisen. Sir. G. 25 ; es ist der Römer weise nicht, das ein mensch ergeben werde vmb zubringen, ehe denn der verklagte lial»e seine kleger gegenwerlig, vnd räum euipf^he, sich der klage zu vcrantwor* ten. apost. geseh. 25. 16; es ward an die freund bracht, sie sollen bitten, wherr Leon« hard wdrdc jnen ergeben «u dem scbwert. Jen. 3, 451 . 2) refl. sich ergeben, se dedere, a) mit iaL der penen: sondern ergaben sich selbs zu erst dem herrn vnd darnach vns. 2 Cor. 8, .5. besonders heiszl es dem feind, dem Sieger sich ergehen, unterwerfen : es war aber keine stad, die sich mit frieden er- gebe den bindern Israel (anagenomen die Heuilcr, die zu Gibeon woneten). sondern sie gewonnen sie alle mit streit. Jos. 11, 19; das wir vns dem Holoferni williglicb ergeben. Jud. 7, 15. auch ohne den pereÖiUiehen dativ: darnach zog Jonathas mit dem beer fiir A.scalon , da gicngen jm die bilrper aus der stad eraus entgegen vnd ergaben sich. 1 Jfoec. 10, 86. U. 60. Digitized by Google ERGBBSN 566 ERGETZEN b) mit sächlichem dativ: welche niclilos sind vod ergebe» sich der vnxucbt. Ephes. 4» 19. c) mit praepos,: idi habe nie kttottn moi-* sehen leid gelhan , der sich vnter den kOnig Nebucadnczar rrgebcn Iial. Jud. 11. 1 ; Bac- chidcs lies viel Iahen , so zuuor sich an ja ergeben. 1 Mace. 1, 19; die blinden blul- hunde haben sich vom predig ampl jn die lim [i ergeben, das man kinder sur schulen hallen solle. fl530). Ciiij* ; das ich seihst gleube, es sey seyn ernst nicht, sondern habe sieb yno die schanlz ergeben » du er Widder noch goU noch nach menschen fngL itu ander teyl xtidder die hyml. prnpheten. (1525). Ciij*: vrsaoh isl die, das es die vernuiiffl nicht vermag, sich alleiti auif den glauben zu erge- ben. Jm. 3. 286". d) mit dem infin, oder einem abhängigen salz: niieh iliinrkt, d. CarUtad lialn« ich er- geben vnd erwegen zu sein eyii oHeiiUicher feynd gottes. das ander teyl toidder d. hyml. Propheten, (1525). Oiij"; die «ngebrochene blöde nalur sich schwerlich ergibt vnd aulT gol erwöget, das sie gcwarte, das sie nvrr.,,ii,} sihct noch empfindet, vier IrosU. psalmen. (1526). B8\ e) sich ergriten mit gen. ist bei L. nicht, tcie mhd., sich eines dinges hegeben, ent- äusiern, darauf verzichten, sondern hat auch in Meter verbindiMg die bedeutung «on tieh Mn^ie», entoeM^esen m elieas, etwas gefallen lassen : wer sich des ergeben wil. das gollis reych in yn kummc vnd gotlis Wille geschehe, der mache nur nil viel ausz- UQgi*. ausleg. denfieft det v. «. (IS 18). Eüj"; wollen wir aber Christum vnd das euangeliiiiii linfion. so nidssen wir aiidi den gast haben, den teufet mit seinen seliupcn, der vns den schaden Ihut . . . lies müssen wir vns ergeben, ellfehe seMne predigten, (1533). Aiiif. Ergeben , der sich der getoali eines an' dem unterwirft, das pari, praet. des vorigen adfeelMetii: damit habe ich aber nicht gc- lert, das man den gefangenen vnd ergebenen nicht solle harndierlzigkeil beweisen, ein sendebrie/f von dem harten buchUn Widder die bauren. (1525). dij". Brgehcft^ «venire, gutMm» kommen, meifient nnpenönUeh: welche aber mit wercken die stindcn vnd tod letihen wollen, den mus &i von not wegen also ei^gebou Ar 117. peetkn. (1530). Fiij'; wie ervne deutet, so isla ergangen. 1 Jfot. 41, 13; wie dein kneclit gesagt lial, so ists ergangen. 2 Sam. 13, 35; sie gedachten noch daran, wie es ergangen war im elende, weish. 19, 10; dem Unde derSodomo* vnd Gomorrer wird es Ireglicher ergehen am jüngsten ge- riclil denn solcher slad. MiUth 10, 15; ich sehe, das die schiOart wil mit beleidigung vnd grossem schaden ergehen, aposl. getck. 27, 10; nach ergangener atralTe. Bindseil 1, 317; die mengen geschieht vnd vnfdle. ebeud. 7, 4ßS. mhd. ergeu, ergau(Z^en. 1,471). ahd. irgin, ir-,argangan (Graffi, 88 ff.), goth, usgaggan. KrgelitI, dmrdi geix erwerben: es ist ein vernnclitcs pitf , das entweder L'pnubt oder ergeilzlist. ein chrisll, schöner lron.{lbZb)' Hiij". SigcrUch> e. üri^erlicb. Ergern, ärgern. Ergcmls, s. argernis. Ergcrang, s. argerung. Rr^tien, heute ohne nolft nncft ergWsen gesc hl irhrn, welche sehreihwsg togür eintnal bei L iu leg. der zehen gepot. 1528. Mr>' ) vorkommt. mAd. ergelzcn lüen. 1, b4A},ahd. irgezan (G raff 4, 212), factiUv v. <ü^d. ir> ge;;;an, ark<ä;i;an «erjresaen. 1) mit gen. der sache bedeutet es verges- sen machen, etwas ersetzen, wofür ent^rhä- 4igen : welche su hungert vnd durstet uacli der gerecbtigkeit. die sollen g«eltrgl, das ist jres hungcrs vnd dlirsls ergctzet werden. das 5., 6., vnd 7. eap. s. Malthei. <1532). Fij''; das jr des erringen mangels wol vnd vber relcbiich ergeizel werdet, das 14. vnd 15. eap, Jokamne, (1538). Vviiq«; vnd bete vtjb gottes willen, sie wollen jm solche tyrranney vergeben, er wnlb> sie erc.">!/en jres Schadens, jamers vnd Iiertzeleids. mäer den hM/af em Magdeburg. (153U). J>j'; idi bin jr hold vnd wenn ich soll gros vnglüek han, d»ligl nicht an: sie wil mich des ergelsen. iraeicertio^ej, ikircAenfied 146. Oigitized b)r BRGETZLICH 567 EBGRBIPBir 2) ergeizen = laeUficare, deleeiare, er- fmunt ich hat!« viel bekOnmiernisse in mei- nem lierlzen , al)cr deine Iröslung (p/.) er- geUelen 1111,'inc seelc. p«. 94, 19: zilclilige 4einen son, so wird er dich ergeUcn vnd wird deiner seelen sanfft ihuo. spr, 29, 17. 3) re/l. sidi ergclicn, a) mU gen. der sacke wie 1 : da wil ich mich meitier mühe vnd meines hertienleides ergeUen. Jer. S, IS. b) ohne ioldten gen. , sich erfreuen , rer- gnügen: wer hat frühcher gegessen mmI sich er c!?! denn icli? pred. 2, 25; las dich jrc liebe allezeit selligcn \miI ergeize dich alle wege in jrer liehe, spr. ö, 19; jr soll daCur saugen vnd eucli ergeUen von der fülle jror hi rrligkeil. Jes. 66, 1 1 ; darnrnb hies- sen diese btfswichl jr den schleicr wrprnis- sen, damit sie verballel war, aufl'das sie sich «rgetslen an jrer selitfnheil. Siuwma 32; das ich zuuor mich ein wenig mil euch er* geize. Rom. 15, 24; e. l. f. jr. wollt eupnil- diglich annelimcn vnd sich weiter im psalier vnd d«'r heiligen M hnft. die allci ley Irosls voll ist» ergeuen. de WeUe hr. 2, 662. B^flllieh: weil jlzl roagista>N. wider tu <>. f. 7f»iicht, sich er{,'oizlich zu erzeigen (um zu erfreuen), habe ich nicht wollen jo lassen on meine scbrifll komen. Jm.B, 179*. Krgetslichkelt, f. o6teefalio:ich bah keyn ergclzlickeyt vnd erliolirnp, wnnn (denn^ i< li liab dir vrsach fzw izdrn ^'ehen. etpi kuriz vnäerweysung wie man beiclUen ioi. (Ibl^J). Biij% vor. ru gebH Manaue 9, Ergetinng, f dasselbe: vnd erwelet viel lieber mU dem voick goiles vfi_!»eni,ieh zn lei- den, denn die zeitliche crgelzung der äUiitien tu haben* ffe(r. 11, 25 ; wo wolltenn denn die fürstlichen ergeizung bleyben mil lanlzen, iagen, rennen, spielen vnnd w.is der lileyrlien wellllicher rrcnden sind? von welllUcher -vberkeyt. {Lblö). tj". IfgieaiMi» «if^nMbre, Aeroor/Itetsen, mhi. ergiei(en {Bm, 1, 541**). ahd. ir-, argio:;an {Graff 4, 283), aus L. liuzt sich nur der reß. gebrauch belegen: die slrüme werden sich mil dnander befftig ergiessen. weUh. b, 23; nach soksbem gaschrey ergos sich ein gros wn^serstrom ntis einem kleinen bnm. 4t. in Esther 7, 7 ; sihe, er hal wol den fel- sen geschlagen, das waaser flössen vnd beche sich ergossen, jif. 78, 20. ErgoaaCBi effusus, das pari. praeU det vorigen : ich breite aus den frieden bey jr wie einen ström vnd die herrligkeit der hei- den wie einen ergossen (ausgetretenen) bach. Je$. 66, 12. Krgdticn, s. ergeizen. Ergmppcn. ergreifen, enr i.fr/ien . wo wir vns mit jnen vergleichen vnd .sie vns ergrap- pen fcHttdten. L.*$ «orr. auf der barßtser münthf Eulen^gd. ( 1 542i. ist auch bis auil' diesen lag nicht auff gehorel weg/n- schleiden kannen, schusseln . . . vnd w;is ydenuan hal ergrappen können, de Wette br. 6. 325. Ergraaei» bei L, büdiieh für erwrbm: vnd wenn sie gleich was eigens orgra«!en, müssen sie dennoch diimit hie nidden vnler geringen baom oder bürgern bleiben, «raier de» wueker mm predigen» (1540). Jüii**. «yt be''r;i^i'n . Ergreifen ) praet. ergreif, prehendere, comprehenderCf deprehendere, mhd. ergrifen, ergreif (Ben. 1, 572). 1} timUiehee ergreifen, eifaeeeHf fMcken» nehmen, aj mil blossem acc. : da er nach steyn vnd kalck greylT, ergreyff er spynweb vnd aynen. das ander teyi teidder d. hyml. prophetem. (1525). Cij'; wer anssem schiff feilt, der ergreilfl ein brel, daraulf er auszschwimme. Uschr. 15S''; Simson ergreiff beide thUr an der stadthor ... vnd htib sie aus mil den rigeln. ridU. 16, 3 ; ergreilTe den achild vnd Wolfen vnd mache dii h ntiff mir zu helfTen. ps. 35, 2; ergrciffot den hämisch gollcs. Ephee. 6, 17. 6 i da er aber verzog, ergriffisn die nienner jn viid >ein weih vnd seine zwo IHdiler bey der band. 1 Mos. 19, 16; vnd als sich Sa- muel vmb wand, das er weggienge, eigreiff er jn bey eim sipJTel seins rocks. 1 Som. 15» 27 ; vnd da ersieh vber mirb niachel, ergrnlT ich jn bey seinem hart. 17, 35 ; wo wir be- ginnen nchter ynn ehesachen zu werden, so bat vns das kamprat bey dem ermel ergriftn. von ehesachen, (1530). Aij''. 2) erreichm, einholen: auffvnd p^jp den mennem nach, vnd wenn du sie ergreüTest, Digitizcd by Lit.jv.'v ERGRIMMEN 568 ERHALTEN 80 spridl tu jnen. 1 Mos. 44« 4 ; jaget jnen eilend nach, denn jr werdet sie ergreiffeD. Jos. 2, 5. 3) gefangen nehmen: keyser Sicgiuund cr- yreiir jn bapit) vDterwegea vml ward dem pfaUzgnuca befollicn. wUir dat ftap- sium SU Rom. {\M'>k Rj'' 4) ergreifeo, eria^^en 6et (utj etwas: wenn ein dieb ergrilTen wird, das er ein.- lirichl. 2 Jfof. 22« 2; wie sollisiu wicihen vnd »■tiiitken , wen (!ti inil einem bui. hslabeii luicli lapfler ergriUeii heiii^i, wie iclidicli io diser lugcu crgnSeo hab. auff des bocks tu Lejfptneh mlworU (1521). aiij*; aulT das sie als die Öffentlichen hgenerynn yliren eigen worlcn pr^riffeii werden, vom a^end- mtU CkrisU. (152bJ. gij% 5) «ne^milleli und kitdM von seil. tag. feuer, regeo, scbwerl, angsl, Treude, «. «. to. ; mich hat ergrifTen die elende zeit. Biob 30, 1 1) ; seid nicht in der linsternis, das eiu li rier tag wie ein dich ergreifTe. 1 Thess. b, 4 ; wenn ein fewr suskonipt vnd ergretllt die dornen. 2 Mos. 22. 6; spao an vnd fahre hin ab, das dieh der \-oi'p\) niclit orgreiHe. 1 kön, 18. 44; ürey nioudeu Hucbl für dem Schwert deiner feintle, das diehs ergreiffe. 1 dkron. 22, 12; es hahen mieh meine san- den eij^iilTen. ps. 40, 13: dein grimmiger 2ürn erj^-reilTc sie. 69, 25; angst lial uiifli ergnllen. Jes. 21, 3; freude vnd wonne werden sie ergreilTen. 35» 10. KrgrlHHen, tra incendi, ftmtre, früher, wie das mhd. cinfnrhe grimmen, starkfor- wdg, bei L. mit schwachem prael.: da cr- grimniel Kain seer vnd sein geberde verlei- het sich. 1 Jfot. 4* 5 ; meio herr, dein toro ergrimme niehi vlicr deinen kneelit. 11, 18; ah herr, warunib wil dein zürn ergrimmen vber dein voick ? 2 Mos. 32, 1 1 ; da ergrim- met Dauid nil grossem sora. 2 iSam, 1 2» 5 ; ab Jhesus sie sähe weinen • . . ergrimmet er im petsl {irfßQintjOuio zip nyfvf.iaxi, vuig, fremuil spihlu, die vorluih. über- aelswi|fM haben: er griszgrami im geisl). /oA. 11, 33; Jhestts aber ergrimmet aher- mal in jra sclbs. 11, 3S. vgl. erlirimmen. KrgrÖbclB; ergriOil eln , (M'jrrohbeln , was ergrübeln, exquirere, ausspüren: die giff- ligen meidcr, die sich i^eissen, wo sie etwas ergrtfhbeln md erhaschen können {laLven.: expiscenlur et arripiant), am nehi^t^n zu lad- deln. deudsch catech. (1529). Lij\ wer hals yhm bt-fulbeu, sulcbes zu er^robbeUi vnd tu Stelen? von heimlichen vnd getMen brieffen. (1529). Ciiij*; es soft yluii der kOtzel vnd lusl heimliche bnefle vnd rede tu ergrobbeln gebü«sel werden, ebend. Ciiij\ Bigrildci, bi$ auf den grund durth- ' dringen, genau erforschen, mhd. ergründen {Ben. 1, 5S2"), ahJ. .irgrund.in [Ginff \, 332) • e«< i>i tias htrlJ ewi Irulzig vnd \ er- zagt liiug, wer kan es ergründen? ich der herr han das herts ergrOnden vnd die nieren prüfen. Jer. 17, 7. 10. F.rgrOnen, grun werden, fig'ärUch: neue kräfle bekommen, erstarken: das yhr der mal eyns Widder ergmoet scyt von mir lu halten« wie yhr zuuor von myr gehalten habt. P/i'/ I IM in flein n. lest. v. j. 1522. I>rhaben , die urfjaniache form des par(. prael. von erheben, adjecticisch mä der be- deuiung »ubümit, aUu$, hoch: alle hohe vnd erhabene ccdern. Jes. 2, 13; alle erhabene hügel. 2, M ; sähe ich den herrn Mlzen Mift eim hohen vnd erhaben slul. 1 ; der herr ist erhaben, denn er wonet in der hohe. 33» 5 ; alsospricht der hohe vnd erhabene. 57, 15. Erhalten^ in mehrfachem sinn. \) hallen, aufrechl hallen, unterstützen : meme üeele liatigel dir an, deine rechte Imuü ertidt mich. pe. 09, 9 ; die bedttfffen seer wol eines Irösters, der sie slercke vod er> lialle , das sie solchs ertragen vnd ausstehen können, das 14. vnd 15. cap. Johannis. (1538). Ccj'. 2) fsroare, eonsertare, behalten, bewak- ren : das in lielt dns Heisch vnticnves- lieli. randtjl. zu 4 Mos. 18, lü; «letin Mub Dauids willen gab der herr sein goll jiu ein Hecht stt Jerusalem , das er seinen son nach jm erwecket vnd erhielt zu Jerusalem. 1 kön. 15, 1 ; i( h vvd seinen stuel, so lange der hi- mel wehret, erhallen, ps. 89, 30; du er- hdtesl stets friede. Jee. 26, 3 ; wer wü den bey ehren erhalten , der sein amt seihs m- elirel? Sir. 10, 32; wer sein leben erhalten wil, der wirds verlieren. Matlh. 16, 25; heiliger valer, erhalt sie in deinem namen. Jch» 11, tl ; wyr sehen yhe für äugen» daa Digitized by GooR). Hj''. Erhalter, «». senalor: Jnso|ili war ein erhaller seines volclis. Sir. lö, 17; die fui- nemesten Verteidiger vnd erhalter desmamc- lischcn gcsetzes. oerle^m^ des «leoran. (154? . Mm*. Erhaltung, f. vonservalio: des leyhs or- hallungc. ausleg. der ep. vnd euang. vom aiamt ete. (1528). iJi6*; erhaltung der reinen lere, das 16. rap. JoAonnis. (153S). Piiij*; erhalhiiiirr dor pfarn n vml prcdigslU' len. originalbr. v. j. 1525 im ges.-archiv tH IFcmr. 0 pag, 124. E6E. n. 4. lilliBgeB, »ttspendere, außangen, pari, prael. erhiong und orliongfl. d. i. rrhrnpi'h' forlilingtei, pari, erliaii/^cn und crlicnis'Pl (or- hüiiglj: Absalom der sich wider seine« vaior Dauid aufllehnet, erhieng zu lelil an einer eichen, vnlerrichl der visitatom. (1537). nj'- ; meine scele wOndsrhci «^rhr^ngen in sein vnd meine gebcinc den lod. Uiob 1, 15; vnd ndirKch erholen durch fmme ieotc das er nicht orhengol ist. von den eom^^ vnd JUreAtfn. (1539). Jiij''. sich erhXngen , s«m* pendere se : vnd er tiub aivM dauon , gieng hin vnd erhengcl sieh lelbs. JfattJk. 27» 35. mhd. erhllhen (Ben. 1, 610), oftd. iriilhan (Grtiff 705). Erharren, encarlen, gewöhnlich mit ycn. der Sache, selien mit acc: heben brUder, hallt doch gedoll vnd lasst vns noch Itlnff tage der hülfle erharren von gott. Jud. 7, 22; ein dem n liger erharret derzeit, die jn tritslen wird. 6ir. I, 28; sein cuangelion mit macht würde bey euch auITgchcn, wo yhr suuor auslyddet vnd yhm die sache heym ge- bet vnd seiner räche erharret, ermanunge zum friede. (1525). Ciij"; aber es war noch Trüe, das die kinder noch nicht gessen ballen, daramb kdndte ich des Isntxes nicht erhar- ren. Jen. 5. 268*; das wil er vns einbilden, wenn wirs nur kilndlen erharren vnd gedult liai)eu. vber das erste buch Mose. (1527). s(i iiij''. Erhärten« hart werden: darttmb sehen die ellem zn, das sie nach goltes farfdb den kin- drrn wol rui ^tehen, vnd fluchs ynn der erste darzu tiiuu, weil sie sich noch ziehen, biegen vnd leiten lassen , vnd nicht harren bis sie erwachsen vnd ynn yfarem malwillcn erhart- tet werden, aneleg, derM^engeptO. (1528). Liiij'-. Erhaschen^ ergreifen, erwischen: strecke deine band aus vnd erhassehe sie bey dem schwanlz. 2 Mos. 4, 4 ; er {der fOMfo««) lanrcl, das er den elenden (^ilii^-;t'?i»\ vnd er hasschet i buUa cene dotiuni: er derliascht) jn, wenn er jn in sein netze zeucht, ps. 1 0, 9 ; vnd Oositheus . « . erhasschet Gorgiam vnd hicll jn beim manlel. 2 Macc, 12, 35; vnd der wo?^ erhasrhel vn«l rcrstrcwe! tlie .siliafe. Joh. 10, 12; ist der halben dennoch liic anff XU sehen, das sidcher ledige sliffte gnitcr nicht ynn die rappAsso kVmen vnd eyn i^iiclier /n sirli revsse, was er rrha ilir sonne nicht wol dafür bette scheinen können. au ff das vemeim keiserlich edicL (1531 . Aiiij* ; nw machen sie den bapst ein siaihel- ler des erbebten Christi ym hymel. an den ekristl. adel. (1 520). Ciij''. bedeulungen und gebrauch. t) die äugen, die band erheben, aufheben, tu dCe k5he heben . empor richten : du hast drine ntigon erhoben wider den heiligen in Israel. 2 kön. 19, 22; stehe anfT. |ierr goU, erhebe deine band (zur hülfe), ps. 10, 12; zu der seit, da ich Israel erwelele, erfaub ich meine band (um su schtcören) m den aamen des banses Jacob, vnil g.ih iiiirlt jnpn /ii or~ keimen iu Ej^yplenlande . ja ich erhub meine band zu Jnen vnd sprach, ich bin der herr ewr gOtt. Ezecfi. 20, 5. das hau bt eines ge- fnnf^nnrn ct lit'lii'ii , ihn aux ih r hafl i nllas- sen: vImt diev und I'Ii.ir.iM ilt iii ln^iihl erbeben vnd dich wider an dem ampt stellen. 1 Mos. 40, 13; vnd (fftarao) erhnb das beubi lies iil crsten beckers. 40, 20. vgh 2 kön. 25, 27. 2) die stimme erheben, laut werden lau- ten: erii^e deine sttm wie eine posaune. Je», S8« 1 ; da er solcbs redet , erhub ein weib im volck die stimme vnd sprach, Luc. II. 27 : vnd (m hüben jre slimm« vnd spra- chen. 17. 13. 8) die hotte erbeben . danril aufhrei^en xumtoeiferneften: abto erhubAbrani sc i n • 1 1 ii i- len, kam vnd wonet im bayn llamre. 1 Mos. 13, 18. 4) geld erbeben, eineasneren; da lies er mit dem ablas etUc^e beuleldrescher ausgehen, der lente gebl zu erbeben. wiäeriaebapelMm SU Aom. (1545). 5) einen erheben, a) erhöhen, gegensati von erniedcm: darumb das ich dich aus dem staub erbahon habe vnd zum fllrsleu gemarbt. ! kön. IC, 2: wa< hat 711 vii^ern -/oitiii den l)iulseufler Jubum secundum szo buch erha- ben, an den ehrisU, adet, (1520). .\iij^ ; dtsz ander gebeth Ibnt Izwey dingk, eroidert vnnd erhebt vns. austeg. deutet des v. n. (1518). Ci,j' . b) canonisieren , heitigspn chen : wo die walfarUrn nil wollen angehen, hebt man die b«-y1t^'<'M an zurliehi ii , iiit den heiligen zu i'ln i-ii, liie wnl iii \ ci lielieiin jriiU!; geeh- lil wurden, an den chrisU. adel. (1520). Jij ; das man meinet, die seyen alleinc hei- lig, die tod sind odder erhaben «Verden, aics- leg. der ^p. vnd euong. vom adnetU elc. (1528). YylJ^ c) goll, den berrn erbeben, rüAmeii, prei' $en: das ist mein goll. ich wil jn preisen, er ist meines vators goti, i< h wil jn erhehAn. 2 .Wo.s 15, 2: erhebet diii hrrrri viiscrii goll, helel an zu seinem hissclieniel. denn er ist beilig. ps. 9ü, 5. vgl. v. 1); raeine seelc erhebt («11^. magniBcat ) den herrn. Lne, I. 46. Gl erbeben = durchsetzen rollbringen, erreichen: wir haben vns bis da lier allezeit ... gar demUtigUch erboten dem bapst vnd btsschotien, das wir nicht woltcn jr kircben rechte vnd gewall zn reissen , somlern wn sie vns ni«'lif zu voclinstlirhen arlikeln iwiin- gen , gern von jnen gewediel vnd regirl sein . . . , aber wir liabens nicht mttgen erheben noch erlangen, von der tcinckelmesse. (t 533). Ii Ii h.'ilio wol j^ed.irlil diriuiib .mzvspre- cheu , weisz aber nicht . was ich erheben werde, de Wette hr. 3. 425. 7) refl. gebruueh, a] sich erheben, vom Inger aufstehen, sich aufrichten: wenn er ider levialham sirh er- bebt , so enUelzcn sich die slarcken. Utob 41, 16. b) «icfc aufmachen und (jehm : da erhub sieli der enc-el gottcs, der für den: lieer Is- rael Iter 2och, vnd maclit sich hinder sie. 2 Uos. 14, 19. aus einem ort, an einen ort sich erbeben, HeH hegeken: da Jhesus diese rede volcndct halte , erhub er sich aus Gali- lea. JfollA. 19, 1 ; da aber der sudwind webd Digitizcd by G«.j EBHEBEN 571 EtitilMEh . . . erhiiben sie sich gen Assod. opcwl. geteh. 21» 13. c) sich empor heben, in die höhe steigen : da Schwüngen die clierubimjre Uügd vud ei- ImbcQ sich von der erden. Exech. 10, 19; t sieb, wen» teme wel- len hoch gehen: gleich wie sich ein meei < r- hebl mit seinen wellen. Ezech. 3. e) ein rcifh erhebt sich, kompl riupnt\ tcird mächlig . >ein köuig ^vird holier w<;r- den denn Agag, vnd sein reich wird sich er- heben. 4 Jfo«. 24. 7. f) sich wider einen erheben, f endlich ge- gen jemanden auftreten: vud es begab sirh. da sie auÜ" dem leide waren, erhub sich K.iin wider seinen bnider Habel vnd schlug jn lfd. 1 Mos. 4, 8. stoh: Moab inus vertilget w er- den . . . darunab das es >'u:h wiilr-i drn ht'rrn ' vIkiIx ii IkU (vulg. cont)a dominum gloria lus eal). Jer. 48. 42; du Belsazar hasl dim berlz nicht gcdemOtiget , sondern hast dt< I i wider den herm des himels erheben. Dan. 6. 23. g) sich Uber einen, etwas erheben: wa- ninib erhebt jr euch vber die gemeinde des herrn? 4 Jfof. 16r 3; als er nu sähe, dns das vnldi aus der s(ad gieng. erhuh er m h vbof vnd schluf? sio. riebt. 0. 13; nn vokk wird sich erheben vber das ander, vnd ein reich vber das ender. Luc. 21, 10: sind (seit) das bapslvm sich vber das kli^t i ili iui erhaben hat. leamui^e o» s. L ieudschen. (1531). Fj" . h) sich eines dinges erheben , überheben, dmnil ^osxlftun, prahlen: erheb dich nicht deiner Ueider. Sir. It, 4; hcrr, las dem gottlosen sein bcgirde nicht, stercke seinen inutwillcn nicht, sie möchten sirde das gantze klosUr zu Nymplzschen. vrsach vnd antwort. (I523|. Aij'; da snyn sie {die ablaszprpdiger ) wultend aiill' mich erlietit vud nach vielen leslerungeti . . . zu- leUl auch für dem aller heyligsten yn gott vatler Leo dem tzehendon vorklagt, appella- tion. (1520). Aij*; schiiH iclil>'r wilch nn alb^ vrsach anfl mich erliet/ii se\n. egn sende- brieff an bapsl Leo X. (1521). Aij*. BrUBteri glewhyUl mif enhinder [$. ^.), docAieoMnlcAl blosz druckfehler, weilmehr- mals vorkommey}d: der drille «:on aber ist weil erhin ler konicn gegen dem morgen. vber das ersU bneh Jfoi«. (1527). dj"; 72* Digitized by Google EUtllTZeN 572 LHiiOLLiNi. da rureii a\e miclt erhimler jnii;, schlaimflTen- laoil. von dt r lau ff, \h'ih). Hij'". Krkitien, bei L. nur Iraim. caiefacere: web denea «Ii« Ue« morgens früe aulT »inü, d«s nuffim* sich tu vleiMigen, vnd siueii bis in die nacht, das sie der weia erhilzU Jes. !>. 11; auQ das niclil der hlutrecher dcui ludUchlegur uactiidge, weil »eiu hcrU crhiUt ist. 5 Jfot. 19* 6; was hak ich uiisgehandeil oder gesundiget, das du so aufTmich erhitzt bisi? 1 Wos. 31. 3G. Ürböbeu ( crliuiieti ) . exaUart, erheben, uüid. crhwIjiMi (l^eA. 1» 6U8|. ahd. irliohan {Graft \, 781), foth, ushaul^ao. 1 ) ein hauä erhöhen, aufbauen, errichten: vnd erhöhen «hu haus vnsers goUes. üsra 9, 9. 2) all« lal sotlen erhöhet iauit/efuiU) wer- den vnd aile berge vnd hfigel sollen genUlri- get werden. Jes. 40, 4. 3) vnd wie Müm-s iii dir wu^lcii finp üchUuge erhöhet (iü22: ciholiei) lud, al<>u lUMs des menschen son criitthel werden. Joh. 3, 14. I i kiluler mliüheri, fjroszziehen: i« li habe kiiiiler aull'erzugen vnd erhöhet {vulf/. lilios enulrivi et exallavi). Je$, 1, 2. 5) das horn jemandes» 4. 1. tHnenuusht erhüben: der horr winl macht geben seinem köiii^'e, vnd prltttlirn il is liorn seines gesalb- ten. 1 6ain. 2, lU; vad er erhübet das horn seines voicks. pt. 148, 14. 0) aus dem niedem erheben, gegensaU »Tiiiedrigen: erhohen was nydrig ist. das magni/ical. (1521). aüj''; der tierr nidrigel vnd erhöhet, er bebt aulT den dürffligen aus dem staub vnd erhöhet den armen aus dem kül. 1 Sam, 2, 7. 8; der die niedrigen er- liobel vnd den hetrühlnn empor hilfft. Hiob 5, 1 1 ; denn wer sieh seibs erbübet, tier winl emidriget, vnd wer sich selbs emidriget, der wird crhuhel (1522: erhöhet). Matth. 23, 12. 1) würde, hohe sttüutKj ertheilen: nach diesen gescbichlen niaeblu der kümg Ahas- ueros Hauan grusz . . . vnd eriiohel ju vnd seUl seinen stael vber alle Ittrsien. Sstker 3* I ; vnd der könig erhübet Daniel . . . vnd macht jn zum fur«len vber da» gaulze Jand. i>ai<. 2, 48. 8> erfceden, preUen: preiset mit mir den herrn vnd lasst vns mit einander seinen na- uien erhüben, ps. 34, 4 ; ich %\ il dtcli er- hüben, mein goll, du küuig, vnd deinen na- men loben jiner vnd ewiglich. 145, 1. KtMlnig (erhohuttg), f, «JuUtaUo, gtfttH" $atz von erniedriguug : alles was von Chri- stus nydrnng vnnd crholiung nl ges.igt, soll dem menschen Izu gelegt weideiu autkjf. der ep. und €uang. vom dtristag. (1522). Nij*; emidderuog vnd erhöh ung. aasleg. der ep. rnd fVfati;. von oslern ( iTi l 1). hiiij''. Erheleu, nüid. eriiulu [Ben. 1, 703), dy. irholun, arbalon {Graff i, bb'i) , gebraucht L. noeft in mehreren, Jlenle amgettorheMn bedeulungen. 1) xßiederholen : von diesem slUcke . . . habe ich gnugsam geschrieben in einem büch- lin vom tarckenkrieg, das nicht not widerumb zuerbolen. eine heerprtdigi, (1542 u bliiij**. 2) holen, erlangen, ertcerbcn: alsu helle mein bock {Emser ) yuti .iiHicni slucken w ol Hill lusl vnd frenden scli.iud gnug erworben, aber an der warheil must er sie mit grossem Wielen viul Lolii-ii erholen, auff das cbir- chri.^dicli buch bo(l,s Emszers. (1521 . Bj'. 'S) sieh erholen, iw( gen.: wo fuikuuipl lieh, glaub vnd creuti vnd was christlich le- ben belriin, mag sich des yederman aus den vorignn |inslilleu erbuleo vnd erynneru. aus- ley. der ep. i nd euang. vom heil. dr<'y Könige [est etc. (Iü25j. Aüj' ,- was diiriLuh für schände aoflTvos feilet, wollen wir vns des Schadens durch diesen schätz reichlich erho* len. das 17. cap. Johannis. (1530;. kj^'; vnd wiewol ich dieser jrer vntugeud heubt- meister müchte mit recht angreiflen vnd mich meiner ehr an jnen erholen. Jen. 1, 177^ 4) bloszes sich erholen, respiran-, zu neuen hräften hommen: am .siehenden la^ ahi r sollen knccht, (aglüuer vnd allerley cr- hey ler , ia auch pferd , ochsen vnd ander er- hevlsani vtehe ru;;e baheii . . . aulF das sie sich mit rugc widder erholen, auslcg. der zehen gepot. (152S). J5*: viid das er das volck, das sicli kaum ein wenig erholet iiaile, nieht wolle In der verOnchten beiden hende f:el)en. 2 Macc. 13, 11. Krhelnng, /' 1 i consuHatio , ratl** erho- lung: so mögen auch die nawen fursleber, so oA es ynen nodl sein wirdt» hey den al- EHUOHLN 573 fiRINjiERUNG 4«B crholttoge babeD . welch» sich die alilen funUher vmb der ulii e giHle» vnd {gemeines nuUs willen niclil hcscliwerei!, vinclfr liow eii vuleiTicUl vnd ntlU luilleyleu aullea. vrüe- niMjf» eine* gememen katten», (1523). Düj'*. 2) rttpiratio. b«Ug. t, utUtr ergeUlkh- keii. Krhöreu, mhd. «'rlKeien (Ben. l, 713'), l) auiUre, hören: ich meyu aber, das vvir ynwendjg Uehen odder Uwelflt iaren »okh wind, solch rauschen vod bniiuxen gehabt vrul ^'eh«frl haben ... das ich kauinet gl«wl), das tzuuur ylie eyn tzeyl aio gros^^e vund aio viel wind vnd brauszen habe erliorcl. au*«- Ug. iMT «jp. vmi «lonjir. du odiieNl«. ( 1 522 ). Nlij''; vou der weit an isis nicht erhöret, das jenian«! ftnfm geboren Minden die angcii.uifl- gclban habe. Joh. 9, 32 i der glciciien von der wdt her nie erhttret sey. loMfer Ae tab- batker. (1538). Aiij''. 2) exaudire, eine bitle gewähren, sumeiil von goU: darutnb d.is der liei r d«'iii elend erhürcl hat. i Moa. \ 6, Ii, dazu um Uiuael habe ich dich auch erbOret* 17, 20; vnd goii crhürel Lea vnd sie ward achwanger. 30, 17 und in v. a. sl. von menschm : vn;! sandle holen zum k«>uige der Edotuiiei viui sprach 'laa anich durch dein land ziehen', aber der Edomiler kOnig erhOrel sie nicht. rieht. \\, 17; vvirstu heute diesem vulck einen dienst Ihun vnd jnen zu willen sein vnd >ic crhOrca . . . &o werdeu »ie dir viUer» thenig sein dein leben lang» 1 JUw. 12, 7. Erhörun^^ f. wanMUa: hie mOcht man Ciirislu aulirUcken alle die vvorl , d iryn er vcrheisseu hat erhörunge seinen heyligen. ausleg. der ep. vnd euang. vom aduent eU. (1528). JJilij*. Rrbnngcrn^ 1) fr. fame necare: die meo- scIifM ZU crhtmgern vnd vertilgen, der 147. psuim. (1532). Uiij"; das uu aafaheu eUiche junekem, siedle, ia auch kleine dreckaledün, diJrfer daiu , vnd wollen jren pfarberm vnd |trcdigern wehren, das sie niclit sollen :\nff der cantz«»! die stindt; mkI ]ii<\rr sliaHtii, oder wollen aie venagt-n \nd criiuugeru, terma- Hung zum ffebei wider ä. T. (1541). Bj"; «he «ik nnae cardinal vnd prelaten zu süincn bringi', sind sie erhungert, verbrent, crtreiiekt, ermordel. Jen, C, 351*. vgl, aushungern. 2) iftir. fam« ptrire, wrhmgem: gotl lial VHS uu viel jar her reichlich versorget, noch biltlls nicht, ni! i^deichwol jederman erhungern, hausposl. (Willehb. 1545)«ie erinuerl des iciden.N (du i^u. vondertcinrkelmexse. ( 1 534). tiij ' ; vnd euch, mein« liehen herro vnd freunde, so pfarrherr vnd prediger sind, wil ich gantx Irewlich ewers ampls hieniil erinnert haben. VOM den jüden vnd jrf» tü lu üir. 2 i'im. l, 5. BrilMiMBg, f, admmUtio: vnd thet wol vnd fein dran, das er von der anf^er^tellung eine erinneninj; tliel. 2 Mos. 12, 43; {der aposlei) nicht mil gesotten vnd ge^eUen Digitized by Google ERJAGEN 574 KU KENNEN dritin'el uotli lioybcl, sondt^rn reil2(!l vnd hetzet vns diirrlt erynnerunf^i' iler vuauh- sprcchliohon gnade gottcs. ausleg. der ep. Wtdtuang. lomoim^tete. (152b). CCciij*; das wir vds bUlich selbü solleo reitzeii vnd vermancQ an ( nhne } psuliuen vnd freinlulc erynncrungziirdancksdijuug. der 147.p«a/m. (1532). Aüj^ Erjage», nancüci, erUn^n, erwerben, mhd. erjagen {Ben. \, 760*): vnd |«ureleii aull jn vnd suchten , ob sie etwas; »Mjfifon (auffangen) kUmllen aus seineiu munde, das sie eine sache 20 jm betten. 11, 54; wenn du solclis auff vos kandtost bringen, so Ik'Uc deyii hilicr .i^'ifHiiif.T groll ctw.is an VHS erjagt, äaa audvr leyl tciddei d. hijml. prophelen. (1525). Bij ; den rhum yrn te- digen Md eriagen. anlworl äeulsch. (iS22). ßij'' ; vnü sich aua eigener vcnnessenheii vn- terslanden e'mcn rhiin» 7u erta^'cii. 1 Macc. 5, (jl ; ehre eriagen. vorr. auff den psaller. Bin4$eH 7, 327; (ireys eriagen. amleg. der ep. vnd ewtng, wm aditent. (1528). DDd iiij'. Erjähreu, durch Verjährung erwerben: szo hau» yhiu {das grosie gtU dem bapsl) ChristiiB vnd sanct Peler auch nit aufTgeet- bei, szo hals yhm such nicniant geben noch gpüelienn, szo isls aiicli nil ers^'ssrn nodi ericrri. an den christl. adel. (l.*>20 . Euj". Erkalten, kalt toerden, mhd. cikultua (Ben. 1, 779), M ercalUn {Grmff 4, 382). 1) die arme kindelbetterin , wil sie nicht erkalten i erfrieren 1, so mag sie m h mif jrptii mcnldin decken, tuiusposi. {Wittenb. 1545) teinterteü 16*. 2) vnd wird die liebe in vielen efkallen. Matih. 24. 12; erkaltete aander, der 147. psulm 1 f..'s2l. Kiij". Krkargeoi cmnparcere, ersparen: was nicbt taug noch gut ist, das gibt man gott vnd seinen dienern , vnd wils dda erkai^n. randgt. zu 3 Mos. 20. Bugenkngcn in der allen nd. biüel ubersetzt diese stelle : vnde will aldar besparen vnde erkargen. Erftt^reiy erkiafeB (erkenfisn), emere, dwreh kauf erwerben , mJtd. crkoarcn (/fen. t. 868*), aM. archoufan {Graff 4. 374|: e» war aber von aUer»ber eine solche gewon- heit in Israel , wenn einer ein gut niebl be- ! erben noch erkeuflcn w olt ... so sog er seinen schlich aus. HuiU !. 7; .illes was ge- sinds da htini geburu oder crkauUl u»!. 1 Mos. 17, 5 ; jr seid thewer erkauft. I Cor, 6, 20 ; ich habe dich erkaufh vmb die dudaim mei- nes .sons. !jO, Iti; vnd cognoscere . agnoscere, mhd^ erkennen (Ben. I, skS / 1, ahd. ir-, archen- nan {Graff 4, 428 ff.), im prael. schwankt L. swisehen erkantü (erkand) und erkcnnele (erkennet), eftenao im pari, praei. twieeken erkanl (erkand) und erktnnel. 1 ) in weiterem sinn steht es für gewah- ren, merken, inne werden, sei es durch ver- miUelung eine» einne» oder auf rein geitlige arl: mein horr, du erkennest (siehest), das ich zarte kinder Ijey mir Ii.iIh'. 1 Bios. 33. 13; so erkeuutstu je m deinem hertzen, das der herr dein gott dich gezogen hat, wie ein man seinen son zeucht. 5 Mas, 8, 3; vnd Jbesus erkennet bald in veineiii geist, das sie also gedachten bey ^dhs. Marc. 2, S. 2) erkennen ^ 'ketmen lernen, „durch sinnodergeistuMihm^men, daeMnumeeeiet, wer oder wie ein gegensUmd ial*' (IFei- gand): rlie ieli den man erkennet, ein wid- dersprucli. 11520), Aij''; vnd is[ wol war, das icii bcy doctor Paulus Mosshawer euch erkennet habe. Jen. 2, 129*; ewre kinder dauon jr sagetel , sie werden ein raub seiD, die wit i(h hinein bringen, das sie erkennen sollen das land, das Jr verwerlll. 4 Mos, 14, 31. bistoeüe» näher^ sieh die bedeuhmg der von leMererftennei».' vnd als sie Petrus stimme erk.indlc, tli.it sie das thor nicht aulT fnr frcuden, apo.st. tjesch. 12, 11 ;u diesem erkennen fügen sich die praeposilionen bei, an, aus: das «rtrl er bey keynem ding alss weil erkennen, abz bey den werckcn der liebe, euang. von den trehen ausseisigen, (1520). Eij''; wo bey sol ich das erkennen. Luc. 1, 18; an jren TrUchlen soUJr sie er- kennen. Jfallb. 7, 20 ; wie t. k. f. gl aus seiner hie einge^sfhlosx non scfarifl ei^ennen mag. Welle br. 1. 339. 3) zu erkennen geben, kund, su wissen ümm: nu biu ich e. f« g* wollt mein bedenken Dlgitized by Goo itiich jnen zu erkennen in Kgyptoiilande. Ezech. 20, 5; ja sie (tlieweis- heit) begegnet vnd gihl sich selbs zu erken- nen, weidk. 6, 14. c) ^ich wofür erkennen, bei L. bloszvr acc. ohne für: darumb nift«- tri alle heiligen vnd Christen sich sündor erkennen. Jen. 1, Ib^ ; wer steh einen menschen erkennet, der weis, das er nichts vnd eitel i»l lUr goU. 3, 36*. d) beide bekennen, sie iieiicn sich It ililtch erkennet i fleischlich vermischl), von elte- Sachen, (1530). Oij<'. e] in folgender stelle mutz sich erkennen icohl s. V. a. sich erkenntlich zrigcn , für empfangene wohUhal dankbar erweisen hei- sMen: wens aber messbalten vnd rtdas were, da künd man sich erkennen vnd zu danck al- lerley Iit n vml thun. ausleg. der ep. vnd cuaufj. vf»f' (uluntt etc. ^1528?. fcrkeuueu, h. uttheil, nach erkennen 5: so sol man jn vmb geld stralTen ... vnd sols gehen nach der teidingtteute erkennen. 2 Jfoa. 21. i'} Krkeutttlickj erkennbar: es sind etliche sund«, die ein mensch wul kennet vnd faict, das es sunde sind, als mord, ebebrucb . . . die heisset man grobe vnd erkendliehe .sunde. von der sunde widdcr d. heil, geisl. ftr.29). AiJ' ; das ml die art aller sunde, so UJd sie eiiendlich ist. so isl sie auch vcrgelilich. ebenA. Aiiij''; der gleyi-bcn mehr wird mit der zeyl die vbuiig m IIj - k!:n mhI erkendlich machen, vorr. a«^ den psaUer, BinAseil 7, 330. Iritentels (erkentnis). f. vnd n. dasz damit t^in vtitcrsrhied der bedeutungen angedeutet tcerdtu solllc, in der bibr! fi^fr- wiegt die weibliche, in den übrigen schnflen He neufrofe form. 1) scientia, noiHia, «Mften, kenntnis von einer- sachi- ; einsieht, verstand: bäum des erkenlnii gutes vnd böses. 1 Mos. 2.0; \Tid erkenlnis des hciis gebest seinem vulck. Luc. 1,77; durch das geseize kompl erkenlnis der Sünde. Röm. 3, 20 ; wachsei in der er- ki^lnis pottfs. Cf>lo'ii säulen ( pfeiler ) am portal des neuen iempels zu verstehen, ps. 144, 12 werden die töctUer /aroela mit ausgehanenen erkern vtr^iehen. HlfMB» e^are. onaeraeJban, trwShlen, pari, erkorcD, mhd. cikiosen (Ben. \, 824*'), nhd. \r-, archiosan {Graff 4, 512). goth. us- kiusan : an diesem ort redet er von denen, die man erkieset vnd erwelet, das aie solh n fflrstcn , hcnhler vnd also fort an regenten sein. Eisl. 1, ^SS^ es streit fiir viis der rechte man, den gott hat seihs erkoren. WacMernagelkk^Ml, 144. Krkingift, khgen^ ktafentf öffMbaren: hisz hie her hat er seine not crclagt (gehlagt). die sieben puszpsafm. (1517). Fiij* ; nti lie- ber gott, ich hah meinem nehesten für dir meine sflnde erklagt vnd offenbart. Jus. \, 511^ M Grimm. IrUirei (erkleren). \ )e9^ie9re: darnmb mnn ich zuMor erkleroii disTr-ni irrobon hyrn vnd andern, so durch ylin vorlurel, was doch hcysz die Christenheit, von dem bapslum xu Aome. (1520). BNj\ 2) deelarar^' .- wenn du zit Bcihlehem we- resl gewesen. «In hcttpsi <;rin rbon . ?S ; tlio N'tticuiten gnade erkriegen ou gcscu vnd Propheten. 4er proph. Jcma, (1526). Kiij^ Erkrimmea, leie erkratsen, te. «. a. auch IvtnntiiPTi. Erkunden j l cxplorare, t*rfnrschen. er' kundschaften: wie man ein ding kcret, liin- den vnd fom hesihet. das man wil eigentlich erkunden, randg!. ;h ! rhron» 20, 3; semlc mcnner ans, die li.rs land Canaan erk u I n. 4 Jfos. 13, 3; das land zu erkunden vqü zu errorschen. fiem* 1 8. 2 ; besehet md erkun- det alle orler, da er sich verkreucht. I Som» 23, 23; wio viel f»rni h.iftt jr? f:rlu'l hin vnd sehet, vnd da sh* es orkniiiiol halten, spra- chen sie, filnfTc vml zween fisch. Marc. 6, 3S ; wenn es da au kompt, das der mensch sich mil gott bekümmern sol vnd seinen wil- len erkunden wil. das 14* tnd 15. eap,Jo* hannis. (ir)3S). Ouj'". 2) sich erkunden : nach dem ich mich der Sachen allenthalben mit vleis erkandet. mm er Lenhard Keiser. (1528). Aij"; ich habs pnngsim beschrieben ym «crmon von dem wm ber, daraus man dünn sich erkunden mag. ordenung eyns grwrynen iMMfent. (1523). Aiiij"; es wird sich on zwciode.tg.bey denen, so solche aeddel haben angericht vnd bigiiizeo by EftKUNOIGEN 677 ERLASSEN I gereicht wol wissen tu erkunden, wes solche sclirifn spy. von heimHeken vnd geilolen brieffen. (1529). Aif. 3) das wort eTSc^l^eini tdton in der ersten deultehm WM f 1 462 T), wo «• Ar Hnne von verkünden, kund thun gebraut^ uird : einer •liT erkiinllv ein Ir.uiiii s»'im nrtchslen. ricAf. 7. 13 iL.; . Giij' ; es ist die ebretsclie spräche so reiche , das keyne sjtnirk »ii* in.>g gaugsam orUogcn 'S gereclitigkeit nicht. Jes. 59. 9; wer kiliidie sonst wissen, wie man die Weisheit vnd klugheit erlangen soll? Sir. 1,0; ehre erlangen. 4, 14; welche al»ar wirdig srin werden jono wf lt zu erlangen vnd die nufTprstcImng von den todlon. Luc. 20, 35 ; den sieg erlangen (gewinnen), aus» te§, der ep. vnd euung, von 4$r Aeü. irtg köni§» feit. <1525). Tij"; es hat mich der schosser zu Behit/ gebeten, diesen brieres* zeiger, er Stephan üretz, au verschreiben, ilass er die «erledigte pfarr tu Scihwtnheek erlangen mochte, ie IFefle br. 3. 210. 3i für hegreifen, intelligere, mit dem ver- stand erfassen: nli wir gleich niclil erlünf^'en wie es ulles tu gangen ist. vber das erste *iieft Jfof«. (1527). Cf; CS ist ein schleehle hislorien ansuaehen. aber so gewaltig, das niemands gniig erlangen kan. ebend. Xnij'; das isl eine kurtze predigt, aber so reich vnd weit, das aie niemand aulT erden erlangen noch ewiglich auslernen kan. Jtn. 6, S06^ Krlän^cn , länger machen, verlängern: SD hal rii wir die merhtii^ü'n /usagung vnd dun grusücu glauben Abrahams, vnd wie sein vntf seines weihs name vercnderl aind, seiner erlenget vnd yhrer verkürtset. vbw^enU bnrh l^ose. (ir>27). rij\ Krlängern (erlengerm, dasselbe: zu der- selbigen zeit gieng die sonne widi^ aardcke vnd er erlengert dem kttniga das leben. 5lr. 48. 26; vnd die .lelbcn (die Mtägigen fasten) gestreckt jnn virr wochcn, his sie zulctrl fr- lengert isi auli vierzig lüge, das b., ü. vnd 7. ciMp. 9. MmUkH. (1582). kij\ Erlassen ) mhd. erU;;en, orlän {Ben. t, 950), oM. sril^an {Graff 2, 304). golh. usidtan. 1 ) einen erlassen, lo* lauen, befreien, gr- (Sten; dn wobest alle gebogene, bungerige, durstige, nackete, elende widwen , waisen. kranckc vnd betrübte menschen gnediglich Irrsten vnd erlassen. Jen. i, 254^ 2) einen eines diagw eilassca, wovon loa- 13 Digitized by Google ERLASSÜNG 578 BRLBBEN geben, freisprechen: wo abei lu. Paulut» auf betteruBg Wittens wsre bei ihnen su bleiben und e. f. gn. oder die etad SlcUin von der slad Lttnolnirp zu (»Hangen wUstcn , ilas sie m. Pauluui ütiiiier zusage erlieszcn , wit is es vns gar niebl entgegen, ie R'SMte ftr, 5, 62. 3) einem etwas erUasen, rmUien aUem aliquid: wenn einer seinem iichesten etwas borget , der sols jm erlassen , vnd sois nicht eiomaaea. 5 Mos. ib, 2; diese ewer trewe woUmi wir vergehen vod eucb viel bflrden erieasai. 1 Jfoec. 10« 2S; den scilos, den zins tt. 8. tß. erlassen. 10, 29 ; da jamert den herrn desselbigen kneciits vnd lies jn los vnd die schuld erlies er jm auch. Malth. 1 8, 27; wdeben jr die sOnde erlaaset, den sind sie erlassen. Jeh» 20, 23. Erlasiani;, f. remissio, nachlassung: vnd bat vmb eriaäsung der last, die jm Tryphon auflgclegl haue. 1 tfoee. 13, 84. Erlas^ahr (eriasiar) , n. annus remi$$iO' nis, stehl \ ) für feierjahr oder sahbaljahr, ifidas Ite jähr, 5 -I/o.?. 1 5, 1 —3. vgl. '6 Mos. 25, i — 7. 2} für Jubel- oder halijahr. je dte 50tfe /oAr, 3 Moi, 25, 10. eriasiar komnU ent in der mütmrtm bibel v. j. 154 1 vor, die ersten anigy. 4et a. Ief(. und der bibel haben freyar. Brlinbj m, ertonM«; vnd obs vns die eencilia vnd menschen hinfurt erlaoblen vnd ziiliesscn , so wollen wir jr erhiuli niclit ha- ben vnd vmb jrs zulassens willen nichts Vc- der thun noch lassen. Jen, 2, 215' bei 6rimm; noch erger aber ists, das sie einen andere an des verstossenen stet auffstcllen on ewer erlaub, ja «idcrewni wülm. Jen. 5, 327" ; vnd wil euch nicht belJleii , das jr es gethan habt mit meinem rat vnd erlaub, das ist mit goties rat vnd ertaub, den ich aus gdttlicher schriflTt genomen habe. Eist. 1, 270''. de Welte br. 3, 83. vgl. laiihe. Erlanbenj L. crleubcn, mhd. (!rio(ii)i>i! {Ben. 1 , 1 0 1 7)k ahd. arioupan {Graff l. 76j, ffvlh. uHlaiibjan, gulalten, xuloism, gtgm- snl: verbieten: da sie die knechte in d.is ge- mach fdrcn wollen, lial sie, d.is min jr er- Icubele abends vnd morgens beraum zu(,'ciieD vnd jr gebet lo thun. JudW^ 12* 6; herr. erleube mir, das ich hingehe vnd zuuor mei- nen vater b^;rabe. Jfottb. 8» 21 ; der ablas iäL luchl geboten, auch uiciii geraten, sua- dern von der dtnger taell, die Uu gelassen vnd cricubl werden, eyn sermon von dem ablasz vnd fjnade. (l5lSi. .\iij' ; der bapsl den Beiieuieu beyde gestalt erluubt vnd ybr die selbige verbietet, eine berichl. ( 1 528). Giq": die ehe ertenben. vom den «cMiMafa, (1530). Eiiij\ Erlaubnis,/^ L. erleiilmis, venin. Hcentia : diireh liepstliche erleubnis. von ehesachen. (153ÜJ. Jiiij''. ErUnbing, erleubung, f. teoi eiiaub : das er auch mit mir setbs nicht von seinem jrr- thum hat wollen handeln . er bette denn des meines gTiedig«5lcn herrn erlauhunf;. Jen. 4, 374*, de Welte br. 3, 379; erleubung der sttnde. avil^. der ep, md eitanf . «on e«leni efe. (1544). Aai^''. KrUifen , durch laufen erlangen , mhd. cclonfen {Ben. \, 1015' >;yiitemal auch die selben, die alles dings sieb eusscrn vnd lauP- fen, dennoch nicht alle das kleynot ertauffen. anuleg. der ep. «mI emain$» von der h^ß. drey könige fest. (1525). Ziij**; wo er ein gülden damit meinet zuerlaufTen. dettdseh catech. ( 1 529). Fiiij^ ; was man oicbL crUu^ Ten kann, das kann man tuleUl erschleichen. de Welte br. 5. 381. Erleben, vivendo atUngere, t) bis meiner gewissen seit leben : des morgens wirstn sa- gen, all, das ich den abend erleben möchte, des abends wirslu sagen , ah , das idi den morgen erieben m&ehte. 5 Um. 28» 67; dieser palriarclie Sem hat lang gelcbcl, bey riinll hundert lar byuau, das er den puriar- ctitiu Jacob erlebet vnd gesehen bat. vber dos «nie dneft Jfoae. (1 527). d ij* ; der hei* ligc vater Noah hit noch den Abraham ertdil. ebend. eiiij^ I 21 in seinem leben erfahren: meine tage sind schneller gewesen denn ein laufler, sie sind geflohen vnd haben nichts guts erlebt, fiiob 9» 25; wer sein kind lieb bat, der hell es stets vnter der rufpn , das er lieniach freude ;in jni erlelie. Sir. 30, l ; das luili ich neben andern, gottlob, viel erlebt vnd ge- sehen , das vBs«r prophezey vnd predigt ist war worden, das 15. cap. der etilen ep» e. Pamk an die Cmnther. (1534). y üy^ Diqitized EBL£OiG£N 579 eilLEUCHT£N Briedigci, los. freinuuhen, befreien, mhd. «riedigeii {Ben. 1, 958). a) mit btoszem arc. : aiilT das deine IipIkmi erledigt werdfüi. ps. 60, 7; vnd erledigel viel, die zuuur vnlcrdruckl vnd gefangen wa- ren, l Maec, U* 6. b) mU beigefi§lerjMraep9tilMn: goitgebe. das wir zMiinr sainpl allen die vns lieh, in einem guien slüudlin dauoii grfaren, vnd mit Lot aus dem verdatupien Sodom vnd Gomorra erledigt seien, der lOl.ptalm. (1534). Liij*; icb habe sie viel mehr durch mein cuangelion von solchem vnd allem fluch erlediget, von heimlichen vnd gestolen brieffen. (1529). Dj^'; ein w«b, weklie nu entbunden vnd von der gebart erledigetixt. henttpoit, (Jkena. 1559) 221". KrledinHUg, /. befreiuny, loslatsung: zu predigen den gefangenen eine erledigung. Ju, 61, t. Erlegen begegnet ein paar mal in den tischr. in der bedeutung von widerlegen : ich kahc mit dem tcxt alle meine widcrsächcr vberteabet'md erleget. 2*; eo hater jn doch niclil confülicret noch erleget. 292'*. Erleiclltern) leichler machen: vnd (hi sie sal wurden, erleicliterien sie das selufl vnd worflTen das gelieide in da:« ineer. aposi. geeeh. 27» 38. Erleiden, leiden, atusleheHt «mhallen, ertragen, pari. crliMen, geuwhntich criidden geschrieben: niemxUi aber, dein herlx müge es erleiden, oder deine hende ertragen tu der ieit,i%enn ichs mit dir machen werdet Bsech. 22, 14; vnd da er zu letzt den stanrk selhs nicht mehr erleiden knndte. 2 Harr. 9, 12; weil sie bis her so viel gcwait vnd vnrechLs eitidden hatten. 10, 12; vnd da wir gros vngewitter erlitten hatten, apost. gesch. 27, 18: icli halte mehr schlege erliddeii. 2 Cor. 1 1, 23; drcy mal habe ich schiilbruch er- Uddeii. II, 25; sie können vnd wdllen des spida, ao aie an Gostnita erlidden, nicbl mehr gewartcn. ttider das bapstwn xuRom. M 54 5 1. Aiiij''; die burse ist arm vnd hat niclii , i<;(« auch kein lenge der tzcyt . datzu keyne vnser ge- dult oder erleydung. buUa cene domini. (1522). Biiy^ bei Grimm fehlt das wort, D tntler 90* imvMmH «in erleidung. faeUHum, taediw». Erlernen , 1 ) addisrere , lernen : da he- rieff HeriMh's die weisen heimlich vnd erler- net mit vieis von jnen , wenn der siern er- schienen wereT Matth, 2, 7 ; ich wil aber gar kurtzlich zu euch knmen vnd erfemen, ni( hl die wort der nulfgeblasenen , sondern •he krallt. 1 Cor. 4, 19; ich hab erlernet al- lein denen buchcr, die die heiUgen schrifll heisaen, die ehre an thun. grwnitniwiadi aller artickel. (1520). aiiij*". 2) sieh erlernen, sich kennen lernen : das er !^ich seih dran ( am gesetz ) erlerne, aus- le) h;tl Huh auch dein gott . . . niiigcn vuu den Icwcn erlüsen? Dan, 6. 20; der engel, der mich erlütet bat von alleoi vbd« der segeae die knaben. 1 Jlfo«. 48. 16; erlöse vns von dem vbel. Matth. 6, 13; ich f'!f>Mn or- iüset, dem bilfll .derselbige gern dran. Jen. 5. 27 2\ ■rUMr» m. Uberütar^ redtwaor, retter: ich weis, das mein erlOscr lebet. Hiob 19. 25; herr, mein hört vnd mein erlöser. p*. 19. 15; er ist ein erlöser vnd noiheliTiT. Dam. «, 27; den (Ifoteii) saadie goti so einem oberaten vnd eclOs«>. tftL fiieh. 7, 35. Erldsengte). f. tUferatio, redtauio: wir wissen wol, wie gott dem volck Israel das Osterfest gestillt bat« darin« sie sotten ieilich seine wunder preisen vnd Tur die erlösunge. das er sie aus Egypten gefrtrel halle, dancken. der III. psalm. { 1 530 ). Bj* ; vnd gebe sein lebe» tu Äoer erlOsung für viele. Jfollb. 20. 28; tag der erlOsung. Ephes. 4, 30 ; die an- dern ahi^r sind lursi-Iilagen vnd hnben It tne eri^sung (1522: erloszung I ant:enümniL-u. Hebr. 11. 35. — mhd. erluesunge {Ben. 1, 1037*). Krifigen , ementiri, L. erliegen. nAd. er- lif>-rn (Ben. 1, 1025**), ahd. ir-, arliui-'an {Uraff 2. 131): edicl. das sie vnler des kei- tvr» oamen so schendlicb erliege« vnd att»> lassen, auff das rennelnf keiserU^ edict, (1531). tiilij mit der \vei?f liPten dir jvlden «0 viel teuflel, ja so viel lausenl lenil« 1 .»l scbctliicli vnd erlogen, ps. 36, l ; aber es kam ein erlogen geschrey aus. 2 Maec. 5. 5 ; eriogenetitell. «o« biUtr gulmU. r 1522). Aij'' ; erlogene engel. tNMl «ebtfm hampkoras. f\;;\? hr,rian, mhd. ^r- manea {Ben. 2, 54')« ahä. irmanen {Graff 2. 799). 1 1 auffordern, ermuntern, dringend bitten etwa* zu thun: darUmh ist das ein h^yduische vnd nithl eine chrlKlhcfae weise , das kricgs- volek flir der sdibcht xnermanen aulT die webe «. M» w. ob kriegsleute ytm teL tUMie etc. (1527). Gj'; in t!rs ;i!)rr ermanetun jn diff jiinger vnd s|ir3clien 'rabhi. iss.' Joh. 4, 3 1 ; vnd ermanel IMiiltppuni, das er auiUrele. apotl. yefdk. 8» 31 ; icli ermane euch, Kebeo brüdiT, das jr ewre leibe begehet znra npffer. Röm. 12, 1; so ermane ich nii, dns m.Tti fiir allen dingen zu erst ihue bitte , gebet, furbit .vnd dancksagung. 1 Tfm, 2, 1. 21 eiimiem, mtf gen. der ioAe: also er- nianft er vn-; ■^i'hrpnklirhpn zorns, den ilif weit verthenel halle, vber deu ertte buch Mose. ilü27j. aiiij\ wenige seUen vorher Aeissl «a; vnd vna eryimem des grossen torns vnd vneyls, das suuor vhtr die gantse weit g.mgon i^t. 3j emtnahnen, wieder fordern: wie icli aber das geld ennanen sol, das weis ich nicht. Tob. 5, 2. Ermahnen) n. exhortatio: vnd fleheten VHS mit vielem ermaiHMi. 2 Cor. 8, 4; ball an mit lesen, mit nrnianen. 1 Tim. 4. 13. KnnkBang) /. iatielb«: er nam die er- manuniran. 2 Cet. 8. 17; haltet das wort der » rntnntiti'rr 7i! L-itie. Hebr. 13, 22. Krnaunen, mhd. ermannen {Ben. 2, 51"). 1) tr. stärken, aufrichten: wer nit von Christus eygeoi europel erwarmbt, ermannet vnnd gereytzl wirdt , wer will den selbigen rey(7pn vtid aufT bringen, atuxleg. der ep. mid euang. de* aduenU. 11522). Cj**; sibe, wie seit er dich doeb UebHeherermanen vnd ermannen, ebend, Oiij*. 2) reß. wieder zu neuen kräflen kommen, sirh als mann zeigen : aher das volrk iler uiaa {gen. pl. ) von Israel ermannet sich vtid rosteten sieh noeb weiter an streite. rMM. 20. 22: vnd als er mit mir rodet» ermannet ich mich. Dan. 10, 19. £rmarteni) lu tode ««arten»; gleiclt ub wol Joiiepb iitnor stirbt vnd Cbrtstns ennar'- tert wird, amleg. der ep. vnd euang. vom aduent etc. ( ir>2S). F^< P>'. /Syür/tcA: es hat von anfanpr der wpJt nilie kein menschen lere . . . so viel gewissen eriuarlert vnd ermuitlel als des hapsts vnd seiner iunger. efrend. FS*. Brmel. m.mmlea; wo ist nu Müntzer» enncl , d.irynn er woli alle hüchssen sicyn fahen, die widder snu vcdck geschossen wur- den? efoaebrvelc/ieA^eicMeM. (1525). A5>'; (Corliiad) die fursten an Saebssen also an- lasiel, i!as er auch den reym. (Icri sie auf dem erniel mit rtllfTi '^hren Tiirfn , Tiirhl kan vn- uerschiiuptfirt lassen, wiäder d. hymi. prO' pAeien. (1525). Ej"; wie fein siebet ybr glaube aufT peltien ennelnT eäM beridU. (1528). Bij'. mhd. ermel (Ben. 1, 57), ahd, armilo {Graff 1. 426). KnwMCB» vermeUen^ anzeigen, aituwd' .«en: wie denn das die copei in die lenge ff- meldei. de Welle br. 4, 577. Kmesaen. ernenn, ausmessen, mitd. er- 2. 892): aber ob wir das ende nicht können st'hün mich ermessen, so hat er» schön er- messen, das 16. cap. Jokannii. (1538). ^ed by CjOOQle ERMORDEN 582 BRNIEOBR Viij*; will myr yhe schwer «eyn, wie e. c. g. TRil alle chrisllirhc menschen ermcsson kön- nen, das icli sulchc cntii^ irM viis he^rn I»*- steruog erdulden soUl. oriyinalbr. v.j. 1523 IM orcAi« XU Weitnar. 0 pag. 74 FF 2. bH«rii«9 ooddere, iMten, vnArinffen, mhd. ermorden {Ben. 2, 223*) : da sie aber mitten in die stad kamf>n, ermotraiiiir«nj aiere, nuiiire, mil lebensmil- lete venürgen, «mferftoUen, L. emeren und erneeren , nur in den lischr. crnehrcn, mhd. ernern Ben. 2. ^^S l ), ahd. irtu raii (Gnifjf 2» 11U2J: müssen sie doch sonst souii land- knilliBr vnd böser buffeD vnter des bellelnü namen erneren. an den eMail, ädet. (1520). Jiiij"; dauck hah kunig Frantz von Franck- reyrh, das du drr weillt mit szo viel kosten solch lerer erimrisl. eyn vrteyl der iheologen eie. (1521). DJ'*; ist er so dflrAig arm, das er seine armen vnd widwen, weisen vnd frenibdling nicht erneeren kann, er lasse ilenn dazu rauhen? Verlegung des alcoran. (1542). Nj*; gott, der mich mein lohcniaug ernoerel hat bis auir disen tag. 1 ifof. 48, 15; also erncerei er sie mit brol das jar vnib alle jr vieh, 47, 17 ; Hanna aber sein weih, die or- beil vleissig mit jrer band vnd erneerct jn mit spinnen. Tod. 2. 19: eine mandelaber gibt kaum ein schefTel, dauon sich ktn ein mensch nidit das Jahr vlicr ernrhrcn . vnnd werden dorh all«! crnt'lirf't. tüchr. 2S'. liruarren, mlid. crnarren (Ben. 2, 316')» akd. amarrto (ßraff 2. 1094), Mum narren werden, machen: belborcl vnd ernari'et. rorr. au ff das alte lest. Bindseil 7. 315. Kmoi f. mestis, emle: billel den haust- valter, das er werckleuth sende crne (Jen. 1, 84* erndle). auszleg. deuuch des V. u. 1 151S). C,j', vur. zu Matih 38; wyr sollen bitten den bauszvatler, rniil(1ern ), humiliare, aus dem verb. nieciern ( s. d. i mit praeßgiertem er: wer »ich selb eroyüderl, «Itr wiiii t»r- boliet. MaUh, 28, 12 nodk der sepi.-ausy. des n. tesL 1522. KroiedcrMg, f. humiliatiu: ths gein lil isl nil anders, deon das ein uiensdi sich selbs erkeunc, hehle vnd vordauiae vnd dd:> ist war« demuligkeil vnd «eiDt seUrat erny- diTung. aussleg. deutsch des 9, u. (1518). l>ij''; (imMhlcrniig vnd erfiüfmng. ausleg. der ep. tnü euang. von ottem ete. (1544j. hiiij''. «|fi. niederuiig. EnicdrigCD , was erniedem : alle tal «ol- len vül ^^ rdt.'ii vnd alle berge vnd hügel sol- len cruidngcl werden. Luc. 3, 5; wer sich selbs erhöhet, der sol ernidrigel werden, vnd wer sich seUn ernidriget, der sol erhöhet werden. 14, II; oder hab ich gcsiimligel, das ir!i mirli t-niidrigel habe, aufftlasjr er- höhe l wurdet? 2 Cor. 11,8. Erasti m. mhd. irml, Srnesl {Ben. l, 447*), M «raust {Graff t, 429). 1) dte urspr. bedeutung von ernsl « kämpf blickt noch durch in folgenden stel' len: es will cyn ernst seyen, sehe ich wol, weyl die bogen spiesz vnd kurlie degen kunimen» der ich mich bissher, alaz von s. Pnulo vnernennet, nil vorsehen, auff das vbirchrisllich buch bocks Emszers. 1 1 52 1 ). Aij"; (Joab) hat gedacht, ich Itaij guLe alle kri«%ssleule bey mir, die lUttor oA bey dem «rnst gewesen sind, tischr. 331''. 2) sonst bezeichnet erml immer 'dm wirklich gemeinte , wahre, feste vnd eifrige, den gegentau von scherz vnd spasz' (Orimm). a) der gegensals wird ausdrücklich ge- nannt: beszorge mich, szo diszein mittel uicht folge geschieht ... szo wirt das ding aller erst redit erausss bren vand auss dem schimpf*eyn ernst werden, originalbr. auf der bibl. zu Guthn rod. vhart. 37^) fol. 2; woll yhr fa.HiiiacLUpici auüz lieui ernst raa- chen 7 auff das vbirchristlieh buch bochs i Emszers» (1521). iiüj*; obs ernst oderapie- gelferhlcn s den pQegen wir zu irincken, tantsen, vnd frtt- lich sein, nicht streiten noch ernsten, der proph. Sacharja. { \ 528). Fij\ i Kmsthnftig, Severus: sie heuchelt nicht Digitized by Google BMISTHAFTIG 584 BBOPFIfBlt vnd ist urntlbtlllig. itr fraplM Saekofp. (1528). Sj*. rlirials vorftiniiig so grob were, du sie yder- hi.in mnchl mnrrkcn . . . hellen dir proplir- Ipn vrif! apnstF'l vorgebens so viel vnd socrtist- haüiig dauon geschryen vnd geschrihen. tva- ntNift det bapO» Mlervorpranf. (1520). Bij^ Ernsflirh, mhd ernpstlich (Rm i , 417 v 1) serius: das solche hohe geisler, solche hymiiscbe prophetea, ynii soldhen ernsüicfaen •arlien, ab kindisch nama . . . da» iM yhe keyn gUtor ^'ovsl. das ander teyt wüdtr tf. hyml. Propheten. (1525). Biij'. 2) oistäuus: des gerechten gebel vermag viel, wenn et ernstlich ist Joe, 6» 16. Ernstlich, ado. serio, mhd. «rnesüiche iHen. l, 447"): der nach meinen recbtea wandelt vnd meine gehol hell, das er ernst- lich darnach tbue, das ist ein frumer man. EsiA. 18» 9; lasset vns ernstlich sie he- drawen. apoit, gesch. 4, 17; vnd ob ich bi>. Tj\ Enite (emd, erndl«*). f. messis: so lange die erden stehet, sol nicht aulTbtfren samen vnd enid. 1 JTm. 8, 22 ; das fest der ersten crndlen. 2 Mos. 23, 16; die enullc isl gros, itltJT wenig sind der erheiler, danimh billcl den herm der erndle, das er erbeiler in seine cmdte sende. Hiltik. 9, 87. 38. vgi, enie. Rmtcn (erndien), meiere. 1 ) eigentlich, die feldfrnrhtp nnsammeln: wenn du aiiif deinem ackcr gccrndicl hast vnd einer garbcn vergessen hast auff dem scher, so ser «luff den geisl seet, der wird von dem geist das ewige Irben emdien. GaL 6, 7. 8. traten. «. der anls lonflvlwjk gtietMi» m* /in.: vnd sind noch fUnff jar, das kein pfliti^eD noch kein erndlp?) snin wird, l Mos. 45, 6; am siebenden läge soUu feiren, beide mit pflügen vnd mit erndien. 2 Jlof. 34, 31. Ernter (nrndter), m. meuor, schmUer: das ruRcn der erndler ist komen für die ob- ren des herm Sabaoth. Jae. b, 4. «oeo^. inctp. tetU. ante lat. biij** arner. JtttHttifBf eftfbern, erobern, fSjpn^iiflfsv nMmpfn , durch gemaü der waffen in 6c- sitx tcovon kommen, gewinnen: wenn du Tiir einer slad lange seil ligen must, wider die du streitest sie sn erebero, so soltn die bewme nicht verderben, b Mos. 20, 19; vnd pröhcrie alle jre (Icrkon vnr! feste sloille. Jud. 2, 12; vnd eröberi einen grossen rauh, viel gold, »Uber, seiden, purpur vnd gms gut. 1 Jfnoe. 4, 23 ; der sfiracb isl euch abeUnif" fen, dz schlosz ist eniheil. grvknd vndvr» sad^. flfi^^l. kiiij''; »Ins Gideon •^rdchen sieg ynu grosser schwacheil vnd ynkr^iften erobert. Mslef . 4ar avon^. nn dnt /Amo- mUlien fMm. { 1 527 ). J6" ; des wil ich mich pn gotl rhdnien , das ich ynn diesem buch- lin so viel f^rnlifri hahe , das kein Iroptjs könne sein yui abendmal. vom attendmai CMtH. (1528*. Pj^. Eröffnen ) cröflencn, eroflncn, aperire, mhd. erolTen ( Ben. 2, l'-'^l . . aUd. irnfTnnAn \Graff 1, 16S), erscheint bei L. nur in d*tr figürlichen bßdeutung offenbaren, kundthmm: da sie wüsten, daa rr Ooh, bähen sie nurs nicht erOflenet. 1 Smn, 22, 17; der himel wird seine missethai cröfTcnPu. f!iob 20. 27 ; der vns auch crütleuel lial ewre liebe im geiat CoL 1.8; denn ich weis, das ich meine hailiD baM aUisaB nw, wie mir denn «Mh ERQUELLEK 585 EltULGLN vnserberribeBUsChrixiuserftflbethat. 2 fdr. 1, 14; ernlTene ich ineine mctnnn::' mul lmii- rlOnkpii niif ilie artikel. de Wette br. 1, 57 j. einciii »ein iierz crDlTnen, seine yedanken, tnUiegm offtmbaren: als wenn yhr ewer herU «im guten Treiindc ganlz vnil gar er> oiTnet. vier tröstliche psalmen. (ir)2ni. Dj*. refl., il. Eck sich seih in seynen worlleii vnil schreyben einen laudruchligen erlzhigcner eroffViet hal. von den newen Editchen bul- len vnd lügen. (1520). Kiif. Krq Hellen , sralere, hervorquellen : i i.i ni in h ilüncku die weit vberous nerrL«ch sein , das aus tlem verdameten vnd erhencketen men- schen Cbrislo soke der h. geisl komen vnd lehiMi'Iig wasspr rrqripllnii. Eisl. 1, 3S2'*. Erquicken, rivificare , rerreare su fri- schem leben erwecken, mhd. erquicken, er- kacken {Bm, i, S93), M. ir-, arquicchan. arquichan, aucJk irGhacrhen (Graff A, 635). 1 ) mit Irans, nrr..- kompl her zu mir, alle die jr müheseiig vnd beladen sf id , ieb wil euch erquicken. Matth, 1 1, 2S; erquicke mich {vor* mach mich lebend) nach deinem worl. ps. 119, 25; das wird deinem nabel gesund sein vikI »leine ireheine erquicken. 8fr. 3, 8; slerckei die milden hende vnd er- quickt die strattchelenden knie. /et. 35, 3; aulT ilaa ich erquicke den geisl der gedcnid- tlgeten vnd das lieri/ di r zur.seblagenen. 57, 15; der wein erquickt den menschen das le- ben. Sir. 31,32; ein Ihaw nach der hitze, der erqaiclil alles wider. 43, 24; erquieke mich durch deine gnade, ps. 119, 88 ; er- quicke mich mit deiner gereelitic-k- it 119, 40; er erquicket mich mit bluinen. huhelied 2. 5 ; sein geist ist erqnirket an euch allen. 2 Cm*. 7, 13. 2\ mit rcft. acc: anfl" il;is dein dcIi«: vnd esel 1 Ilgen, vnd deiner niajid son vdiI Irembd- - hng sich erquicken. 2 Mos. 23. 12; wenn nu der geisl goiles vber Saul kam , so nam Datlid die harffen vnd spielet mit seiner band, «50 criluickf sich Saul vnd ^^arfl hesser mit jm. I Sam. 16, 23; vnd der kOnig kam hin ein mit allem voick, das bny jm war müde vnd crquicket(e) sich daaclbsT 2 Sttm. 10, 11; Wo die kiielie solle on vnterlas jnii der Neifolguny; steikeii vnd nicht zu weilen ein lülltlin holen vnd !»ich erquicken, wUrde sie Dm», WSftavbMk. endürh i\i mal vnd mncbie follen* 4sr III. psalm. (1530). Giiij\ Erqiicknng, f. recreatio, refectio, mhd. erquickuoge {Ben. 1, 893^: wie der slarck weyn den kindern der lodt ist, also ist ehr (er) den allen erqoickung des lebeos. ob auch yemandt on glawben verstorben selig « errfe?) müge. fl522'. Aiij»; auff das da knrn*^ lt> zeit der erquK knug {vulg. tempora lefrigerii. erfrisehung iureh kSkUn Ai/UWnieA bedmm dat ffr. «oorl). apotU g^tth, 3, 20. Brralken, conßcere, durch rathen heraus- bringen . »fhfj, <>rralen (Ben. 2, 580), ahd. ir-, arrataii (üraff 2, 4öOj: wisset jr nicht das ein solcher man, wie ich hin, erralen kllnde? 1 Mos. 44. 15; ich wil euch ein reizel aiiflgeben, wenn jr mir das errattet vnd irelli diese sieben tage der liochzeit, so wil ich euch drcissig hcmbde gehen. Hehl. 14, 1 2 ; tunckel aprucbe au erralen. Dan, 5, 1 2. Erreger» mwtre, eommover«, indUare, in bewegung telun, enlaleften mashm, htrwr^ rufen. \} l on &achen: vnd goU seliulV grosse wal- liscbe vnd allerlei tbler, das da lebt vnd webt vnd vom Wasser erreget ward (vor. vnd das wns^er erreget 1. 1 Mos. 1,21: die st im de!(<'ii werdeil vnd eine saw inaclicn, ehe er runfl'noleaerreidiLder lOl. ptatm, (15ä4i. 2) wenn wir gleich viel sagen, so können wir» doch iiiclil erreichen. Sir, 43» 29 ; wie .iImt iliT kniii)ifT spy zu jiniif^rn , wpi ili ii wir nn lii Hill Worten »üreyclieii. vber da« erste üuch Mone. ^1027). aaiiij'. vgl. erlangen 3. Kmimi» Mlore, mM. errei|co {Ben. % 675*): doch kerel sich der herr aichl von dem grini soincs grossen 7.i*nis , da mit er viiur Juda crzUrnel war, vmb alle die rei- Uunge wiHen» da mit jn HanasM erreitiel halle. 2 MSn. 23. 26. Erretten ) eripere, tiberare. retten, be- freien, erlösen, mhd. erretten (//trw. 2, 678"», ofcd. ir-, arrelian [Grciff 2, 471). 1 ) mA dem aoe. det Mm rHienden gegen- o) person: du hast dein volrk niclit rrrpi- tel. 2 Hos. 5, 23; «li tm liei herr dein goll wandelt voler deinem Ligor , das er dich er- rette. 5 Moi. 28. 1 4 ; er fclags dem herm, der helfTe jm aus vnd errette jn , hat er tust XU jin. ps. 22, 9; jtzt vergt'ss,n sj.- t-oii» -. der sie dazu mal er rettet, das sciwiie con- filemini. (1530). Biiij*. b) Sache: errette deine sede vnU silir nirlit iiiiidor dielt. 1 Mos. 19, 17; gott hat mich für euch her gesand, das er euch vherig behalte aulT erden vnd ewr leben errette dnrch eine grosse erretlunge. 45, 7 ; da er die Kr'y|)ki pliif^'ot vnd vnser henser errettet. 2 Mos. 12, 27 weil <,ic iiirli! mit vns ge- zogen sind, sol man jnen nichts geben von dem raub , den wir errettet haben. 1 Sam. 30. 22 ; also wurden snne gebeine errettet mitden f,'»'lioiii«'ii dos jitviplu'tcn. 2kön.23, 18. 2) mit praepiisitionen: ai von: etiflli- mich von der band meines bruders, von der band Esau. 1 Um. 32, 11; ein egyptischer man crrcttetfc) vns von den hirlcn. 2 Mos. 2, \'J ; vml ei rettet vnser seelen von dem tode. Jos. 2, 13; der berr der mich von dem tewen vnd beren errettet hat, der wird midi auch erretten von diesem PhiKeter. I toi. 17, 37. b) aus: da das Huben hürel, wolt er jn aus jren headen erretten. 1 Mos. 37. 21 ; vnd ich lieir jm nach vnd achlng jn vnd er^- reitets {dasschaf) .ins seinem maul. I Sam. 17, 35 ; vnser gou k.iii vns wol erretten aus dem gluenden ofen. Dan. 3. 1 7 ; vnd errel- tei ja aus alle seinem trflbsal. n|mtf. feeek, 7, tO. c) vor (für;: vnd sollen frei^son \v,t>; <>u<1i vbcrig vnd errettet ist für dem liagel. 2 Mus. 10, 5. 3) sieb erretten : auff dem berge errette dich , das du nicht vmbkomest. 1 Moi» 19, 1 7 ; ich kan mich nicht aufl dem berge er- retten. 19. 19. RrnttCTi m. ««fMlor, Mftersior, reiler, eHSter: der herr ist mein fels vnd meine burp vnd mein irrptter. 2 Sam. 22, 2. ps. 1 8, 3 ; seine kindcr werden zuschlagen werden im Iber, da kein erreller sein wird, tiiob b, 4. Imttigen) «m« erretten: damitte auch die rrenil)den nicht Irostlosz verillMen vnd Tur schänden vni! uH' ii sunden crrettigcll sein mögen, ordenuny eyns gemeynen kaslens. (1523). Dj''. AntMug, f. ierwUio: vnd ewr leben ei^ rette durch eine grosse' errettunge. 1 Mos. \'>. 7 : li.istu vnser fj"i(( yuscv missetbal ver- sehonel vnd hast vns eine erruttung gegeben. Bsra 9. 13; da« nichts vbrigs noch keine errettunge sei. 9, 14; httlffe vnd mellUDg. Bindseil bihcl 7. 103. Krs « er es : wie en gerne hat. 1 Mos. 27, 9. lisittigei, iätä^, tau machen: wenn das erdreii Ii eitel kuni vnd das wasser eitel wptn vni! die l»erge eitel golil weren, kündten sie doch nicht einen gcilzigen menschen er* setiigen, der 147. fsalm. (1532j. Ciij'-. Inmffmi pmel. ersol^ M £.eiwMiliiocJk ersoTif, part. er?f>fTeii , iu ßüssigkeit umAom- wie», frlrinken, mhd. ersufen (&ei».2% 720'')* ahd. arsuran {tiraff Ü, 110). ._^ kj i^ -o i.y Google ERSÄUFEN' 587 EBSCUALLEN 1) von Menden gesehöpfen und strar von MMHfcAmi toie ÜUeren: wenn du oii aufl den glauben wollest so trotzen vnd nicht vIh t die brücken, sondern aull dem wasser gehen, würdnstu biliich ersauflen. vber das ersle MiMote. (1527). Xtq* ; der kOnig Pharao ersoufl" mit seiiuni voick joi rotoii iiiecr. der \n.psalm. (Iö3ster vnd prophe- leo sind toll von starkem getreucke, siod in {vor, im) wein emollen vnd dauneln von starckeui gctrcnckc. Jet, 28» 7 ; so ists nu liie aouiel gesagt, das der mensch nm anfang geschaflen ist ein bilde, das gott enhtioh war, vol Weisheit, tugeud vnd liebe etc., vnd kuru- Quib ym guten ersoffen vnd on alle bOse Itlst. vUr iae erete Ndk Mose. ( 1 527 j. Fiiij^ ; wir sind so gar ym gut ersofft^n , das man ehe alles yun die schanlze schlecht {»chlägl), ehe yemand etwas Icsaet vmbsonst fiiren. e^end. mHij**; es ist mir selber aus der mas- sen srjiir worden . das ich mich von dfii hi'i- ligen gerissen habe, denn ich vher alle m;)ss(> lieH darionea gesteckt vnd ersoUcu gewcsi bin. ejn eendbrieff von dolnielfeften ele. (1530). Dj ; wie ist der Mahmet in d*'in firawen fli'ix-h ersoffen, verlegwm de* aUo- ran. (1542). kiij''. ErsänfcnCerseufen), prael. ersäufte, pari. enSuft» eneaifen nuneben, erManken, mhd, ersoiifen {Ben. 2', 721"). Ii eigentiich: molstcin soll man an vlu iiclsze hengi>n vnd sie erseulTen, wie Chnslus sie wirdig acblet. euajii^. von dm Ueben ana- »eUigen» (1521 ). Riiij' ; gleich wie das nieer mit aller vntrt'siüinickcyl .lonn prseufTfn wil. der prophel Jona, (1526). Fuij''; icb bin im lieffen wasser vnd die flnt wi) mich er- seuffen. ps. (»9, 3; vnd dii- wasser erseufften jre Widersacher, das nicht einer vberbleib. Iü6, 1 1 ; da aber die Egypler jnen mit jrera gautzen heer oacheilelen, wurden sie alle er- seulit im meer. Jud, 5> 11 ; wie bald knndle ■illes korn jnn der erden verfaulen, erlmren* vt riiioddrrn . von wurmUn gpfrcssen , vom wasser erseufft werden, der 147. ptalm, (1532). Ciiij*; vnd haben alle im rinn dieses schiff SU erseuffen. vier predigten, (1546). Dj^ 2' uneigenllich und bildlich: dnlior isis auih so ein krcflii^ jUiigelbad, das es den menschen new gebirt alle sunde an jm ab- wesclit vnd erseulTl. zwo predigt auff der kindi'riuuffe. (1510). Giiij^; es [das ttasser- {(lu/en) bcdeut das der alte adani in vns durch tegliche rew vnd busse sol erseufll werden vnd sterben mit allen sindeo vnd btfsen losten. Jen. S. 38^i ; da liilfTt denn der leuffel tu- schauben mii aller tiiacht vnd list bis das er sie jn iweiiK 1 vnd traurigkeil erseuife. das schone eonfUemhU. (1530). Dij". ErschafTen, creare schaffen, ahd. ir-, ar- scafaii < Grajf G, 445j: der lierr wirdein newes mi lande «Tsichafreu. Jer. 31, 22. Knchallen , personare , mhd. erschallen (Ben, 2*. 122^). das praet, iavtet kei L, gewöhnlich, une mhd., erscbaO (beitto er- <;('linll), doch begegnet bisweiten auch ei» schwaches erschallet (d. i. erschaUetej. 1) Und erUSnen: vtel aber dOneten mit freuden. das das geschrey hoch erschal. Esra ^. 12; fr wird singen ein lied. des hall er4r)). Hiij*; - vnd da die lade des hunds des lierrn in das lager kam, jauchzetc das gantze Israel mit einem gros- sen jauchzen, du die erde erschallet. 1 5cmi. 4, 5 ; vod das gantxe bans erschall von dem Missen gedöne. Sir. 50, 20 ; seine stimme klinfief so hell, das himel vnd erden danon voll werden vud ersdiallen uius. das 5., ü. vnd 7. eap. e, MeMkei, (1532). Lij*. 2) ruchtbar. kmtd werden: vnd das vrteü ersrhaJI fiir dem pnnt/en Israel. 1 kön. 3, 2Si vud sein gcrUchle erschall in allen len- uiyitized by Google ERSCHEIDEN 588 ERSCHEINUNG (lern. Etthtr 9» 4 ; vnd es iftl bis gen Jeru- saliMii erschollen, das hater komeii aus fernen lamli'n. Jer. 1, Ifi. Erselieidci, ahd. arsceidan ( Graff tj,iZ2), separate, disjungere, in folgenden itelten imM f. «. a. bmmmtnt fnliOMaii er ist erschieden goltis szon {oQio&^yrog xt(>r ^tOVf vulg. praedestinattis vs\ filitts dri) ytiii der krafll. ausxleg. der ep. rnd euang. des miMMl«. (1522). . M Bindteil feh- tende var. su Möm. 1, 4, wo L.h«maeh übersetxle: krefl\iglich erweiset pin songol- les; er isl ersehieden , beschlosszen, angc- noromco vnil gehalten für goUb szoo. ebend. Qiij'>. doi M. gerade m'efti «diene leorf erscheint mhd. vnd «M. fa$t gar nlcftl. Irrt mm bringt nur einen beleg bei. Knckeikeir in conspeclum venire, appa- rere, mm «orfcfteM JkMmieii, titk «eÄen iMM», tiehxei^n, «M. erschtoen (Am. 2*, 143»), ahd. ir-, arsdnan {Graff G. 504). d Miriis itahin. apost. gesch. 27. 20; vnd erleruel mit vieis von jnen, wenn der slem erschienen were? MaUh. 2, 7. elewfo wm kmr: es erschein jnen aber wol ein selb brenend fewr. weieh. 17, ü. 2) häußg von den sichtbaren oßVnba- rungen golles, und seiner engel: da ersctK'iu der berr Abram. 1 Jfof. 12» 7; vnd der engel des herm erschein jm in einer Towri- gen flarnroen aus dem piiscli. 2 Mos. 3, 2; vnd sihe die herrligkeil des herrn erstliieii (tar. erschcyn ) in einer woickcu. 16. 10; sihe, da ersehein jm ein engel des berrn im traam. Matth, l, 20. nicht anders von Christo, xumal nach seiner aufersiehung und Himmelfahrt: ihesus aber, da er anflerslan- den war, erschein er am ersten der Maria Magdalcne. Marc. 1 6, 9 ; der herr isl war- hafflig .uiffi^rstandeii vnd Siincini orsehii-non. Luc. 24, 34 ; der berr hat mich gesand, der dir erschienen islauffdemwcge. apost. geseh. n, 1 7. doch aneik von aemem k&mmen int fleisch , rntt seiver mensch^rrrdung: dazu isl eiücliieueii der son gölten , das er die werck dei teufels zursiörc. 1 Joh. 3, 8; daramb ligt grosse macht daran, ob man j^Ifiilic an den erschienenen oder zuküafltigen ChrisUiui. zwo predigt ati^ der kinderlan^e. (1540;. iliiij'. 3) von wiederkommenden verstorbenen, gespenstern ; vnd silie da erschienen jnen Moses vnd Elias. Matth. 17,3; vnd stunden aufr viel leibe der heiligen , die da scIiliefTen. vnd gicngen aus ülu grebern, vnd kamen in die heilige slad vnd erschienen vielen. 27, 53; es ist ein druck ausgegangen als von •'inoni gcspiinsle. ilcni iir^rhcr zu Slasfurt er- sclaeueu. eine warluifftige historie. (1535). Aij'. 4) erscheinen von menschen, sich adben lassen, sich einstellen : das sie gewislich ge- incinel haben, vn.%t'r leil soll«' ninicr so ki'i k sein, das sie erscheinen würdün \sc. au( dem reidtttag tu Angtburg). tcarnunge an a. f. deudschen. (1531|. Cij*; der kurfursi zu Sachsen der aller er«!'- "t^ihein. ebend.; wie woi mir nicht gebürcl aulF diesen reichstag persönlich zuerscheinen. vermanw^ an die geitUidian, (1530)* Ag*; da erschimen hir jiu die hohenpriesterirnd die rumcmcslen der Juden wider Paulum. apost. gesch. 25, 2; drey mal im jar sollen erscheinen für dem herm dem herrscher alle deine manahflde. 2 Jfoa. 23, 17; vnd das niemand ftir mir lehr «."rschcine. 24, 20. ") ron :i' hen und ztislünden, sich xeigen^ iicJi kund üiun: aber die siindc, aufl das sie erscheine, wie sie stinde ist. Whn. 7, 13; es ist erschienen (he heilsame gnade gottes aih n mensehen. TU. 2, 11 ; daran isl cr- M bleuen die liebe gollcs gegen vns, das gott seinen eingeboren son gesand hat in die weit. 1 Joh. 4, 9 ; daramb hab ich dich erweckt, das meine kraA an dir erscheine. 2 Moi. 9, 16. Ersdicinnngy /. 1) iniif ut'uu, adiennu, kunft. meitt dat iommen GintUam ßngHen tag: bis aufT die erscheinung vnsers herm Jhcsu Christi. 1 7Vm. 6, I 4 ; allen die «icine erscheinung lieb haben. 2 Um. 4, 8; vnd bigiiizeo by LjO^^^C ERSCHEPFEN 589 ERSCHNAPPEN warten aiilT diu selige lioiTnung viid erscliei- nuDg der herrligkeit des grossen goUes. TU, 2, 13. 2) gesichl, visio: daher war ich der hini- hscheu erschciiiimg nicht viigleubig. apost. ^tMch. 26, 19. Erseliepfen, s. erschöpfen. ^Erschiesien, mil einem grxchusz Jas le- ben nehmen: die jdnghnge util iiugrn er- .Hchieüsen. Jes. 13. IS; wer deu l>erg au- rllret, so! gesleinigl oder mil geschos er- schossen wcnlen. 2 Jfo«. 19« 13; Kein snl von Lcmech fui 'mti wiM erschnssPTi «sein. vber das erste buch Mose. (1527). Hj*". " IncUoiUch (erxcliiesliclij. ffwAuosut» uiUis , mU beberxigen , beb«Ddigen und er- sprieshch von L. tUt neuhUdwng tenpaUel. vgl. hehärulipcn. Erschinden^ vi pecunium fxlorquere, nie- i/trUrät^tig erwerben: was sie mit ablas, bul- len, beichlhrielfen, hudorhricfTm vnd andern *'oiiif>sion). 1) erschlagen, fffdlen: Moses lieaa drey liusent vom volek er.-ichlaheri. eyn trete vor- manttrig. ir)22;. Aiiij''; ich hab einen man erschlagen nur zur wunden. 1 Mos. 4, 23; vnd da er sähe, das kein mensch da war, er- schlug er den Egypler. 2 Jfos. 2, 12; wer iber ein vieh erschlegl , der snis bezalcn. 3 Mos. 24, IS; die achzchen, aull" welche der (hunu in Siloha fiel vnd erschlug sie. Ine, 1 3, 4 : das dich ein alte wand erachlahe. der prophet Habaeue, (152f)). Ij'; das sie der blitz mkI (lonner erschlüge, wüer das bapstum iu Rom. (1545). Fij*. 2j frUchlc cr^tchlagen, zerschlagen: wenn der hagel alles getreid erschlagen helte. Jen» 4» 506'. 3) zendUoffen, niedergeeehlage»: mein herlz isl erschlagen in mir. ps. 109, 22; jr seid so gar erschlagen vnd erschrocken vber diesem wort, das 16. aap. Jokaiwü. (151^8^. Jij*; denn w«>il plcuht Tiid wois, das golt beide einen hirael vnd belle hat, er- schrickt er bald for gottes soro vnd wird ein blffde, erschlagen menscii. das 15. eap, der ersten ep, «. PauU an die Cmrinlker, (1534). l.iijV ErschlclchcB) praet, iTschleich {heule er- schlich), niM. ersitchen (Ben. 2^ 398), re- pendo 99tequi, unvermerkt an eluias heran- kommen, schleichend i'rlanijCH : ilun Ii sdialck- heit der menschen vnd teu.scherey, da mit sie VHS erschleichen su verfilren. E^ue. 4, 14; Simsott war ein einig man on allen seng, er- schleych vnd gricff« sie an. vber das erste buch Mose. (1527). vvij*; darnach sich liute Tur dem geilz, das er vns nicht heimlich er- sdileiche vnd einneae. da« 5., 6. vttd 7. cap. t. Mallhei. (1532). mif ; aber wir sollen WiirkiT sein vnd vns flcii fanl'^n ilber- driisz iiichl labi^üU ersohlcicht>ii. de Wette br. 2. 393 ; an dem tUek lies ers nicht giiug sein, gedacht auch das ganlse EgyptenUnd also zu erschleichen. Bindseil bibell i. Erschlindcn, rersrAf/nr/c». mhd. erslmdpn (Iten. 2\ 402''i; du bist mein feisz, daraufl ich stee, das sie (die wuser der anfeektwug) mich nit crseulTen vnd erschlinden (Jen. 1, 21* vei-schlinden). dk*e eieben jnisipfoliii. Erschlingen, dasnelOe: III dem gang isl die sflnd erschlungen in der gerechtigkeit. Eisl. 1, 151*. Rrsrhmürken, schmücken, ausschmücken : s. Paulus von sich römel, das seine rede uit mil crschmuuklen {EieU 1, 1' erschmuckten) vnd vorblnmcten Worten gesciert. eyn denitdt theoloyia. i 1518). Aj\ Krschnnppco , or*» hiavtf mptarf, crtci' sehen, erhassehen: warifi ihkIi yilermaii, ob sie eyn mal mich erschnappon mochten, anff das vbirchristlich buch bocks Emssers. (1521). Bj'; gleich wiest«» da« f(>j:t>fp\vr Ix - slettigcn , wo sie das wort fewr ynn der schriin erschnapfien künden, widder den newe» abgolt. (1524). ciij"; vnd hoPhnng da isl. etlwas zu erschnappen, vier IresUiehe peabemu (lö2(i). Cüy"; vnd, wo es das ERSCHÖPFEN S90 ERSCUREPPEN glack leid«n woll, selbs solche kdaigreiche miu-hi erschnappen vnd einnemen. Jen» 6, 524'. Efschdpfen, />. rtc/i(t|^er ersclicpfcn, mhd. erMheiifKn i Ben. 2*. .66*)» «M. «rscepii.Mi {Onff 6, 449). 1 ) haurire, schöpfen: willu aber iTchlcn li'MJtl vikI rrfude im lif rtzfn PrsrhcpfFfn , so lerne nur solch lieliiicli biUi vti«! worl iie$ euangelij wol einbilden, eine predigt VOM verlornen tchaf. (1533). Füij*; sihe nur xu, (1,1^ f!n DU fffs vonirieses so du von v!)f>*Mi erschciillesl, vbesl dies« lusl. vier tröstliche ptalttien, (1526). A5'. 2) leer ^Mpf^n: ein quell die nicht zu entrticpflen. Aottfpotf. (WiltttfA. 1545) «om- merteil 72''. Krschreckcnj praet. er^scla-ack, pari. vt~ scbroclien, lerreri, eigenU. aufspringen, auf- fahren, zusammenfahren f snhrerken = springen), mhd. erschrecken {Ben. 2*. 210). tthd. ir-, arsoricthan iGra/f 6, 574 i. a) wenn er hürct einen liakken kraclien, üoendirickler. derproph,BalMeme. (1^2%). i}*; da es nu niilternachl ward, ersclmek der man vnd er^rhnttort. Ru(h 3, 8: da kam mich furcbl vnd xiiiern an, vud alle mein ge- beiB enchracken. Wo* 4. 14 ; ich bin er- acbrocken vml meinele Irawen ea donnerte so seer. tcider das bapslum su ttnm. 1 1 5 ir/). Sj*. ersrhmrkfn ^'f \vi>21i. niiij^. ErsrhrcckniS) /. und n. Ifrmr, furcht, mhd. erschrecnis f. [Ben. 2; 212'): ditiuil Türen sie das volek ynn die erachrecluiis« ansleg. der euang. von ostem. ( 1 527). X6* ; seine [;n.idt Nnd liarmhei Izickeit i«;l l-cy denen , die da stehen ynn dem erschreckais des gerichts vnd xorn goltes. ansleg» der euang, an den ßntemislen festen. (1527). v8'': der bann grösser fahr vnd erschreck- nis brin^'i tli iien. die jn treiben, wo sie sich nicht liirsi'iien. Jen. 1, 240\ voller er- schreckms. teetsh. 17. 6isf jil. Erschreckung, f. das erschredten, mhd. erschretkiin-;.- iUfti. 2'. 212*'i: die rurchl vnd falsclie erschreckung der leiite suchen. Jen. 1, 241''; wider aUe erschreckung des gewisscns. 1» 65*. Erschnpfin^ searificare, serschrepfem: die mich an meinem leihe so erschreplleo vnd zumarlerlen. Utchr. 224% Digitized by ' >' ^ EBSCHREPPELN 591 ERSEHEN sammen scharren, frequentaliv von er- schrappen : so kaiislu mit frfilirhpm pp\vt cht ersehen Tur mir zu dieser ?.< i» 1 7, 2 ; wiirdcsln nicht hing das lastnacliLi.piel treiben, sondern für jcderman ein schendlicher bOser neidhard ersehen werden. Jen. 1, 210'* beiQrimm. 4) sich (L. ihm, sibi) ersehen, proridere, ausersehen: gott wird jm ersehen ein schar zum brandopffer. 1 Mos. 22, 8; vnlcr sei- nen Bönen hab ich mir einen kOntg ersehen. 1 Sam. 16, 1. 5) 'Ulf 't ii ersehen, günstige gelegenheil wahruehnun . ein weiser man schweiget, bis er seine zeit crsibet, aber ein jeder narr kan der seil nicht erharren. Sir. 20, 7 ; da ken- nen sie gleich wol schaiilen vnd lauren , bis sie jre zeit ersehen, der lOl.jwalm. (1534). Füi". DIgitized by Google 592 BRSTATTRN Kncsscn, s. crsiizcn. Emufxen, mhd. ersiuflcn (Ben. 2', 722''/ Ij ingemiscere, aufseufzen: da erseufllzel Tobias iteff. Tob, 3. 1 ; da en^uHzetSusanna. iMe. 22 ; da ersttfltzei er yo« seim berlsen. (Ut \ \2. psalm. (1520). aS". 2) geinitihuf: impeirare : Cliri^iimi 'tm-hIUzoii. ausleg. der ep. vndeuan(/. vom aäueni cic. ( 1 528 j. Gg G''. Eniaieiii excogitare, autdenkem, mhd. ersinnen {BeH.2\ 309*): was er damil moine, kan ich nichi enynnfin. wm abendmal Chri- sti. (1528). Eniticn; usueapere, durch hngfähngen besiU erwerbin. eine» beleg *. mnter er- jährpti. Krsolftfn, s. crsniircn. finparcif parcere, comparcere, mhd. er- sparn ( Ben. 2*. 4S6") : denn wer wil aus- sprecben, was der lielio iVidn Tiir ein vnaiis- sprechüclj gnl ist? wie viel er ein j.nr allein beide vnd ersparet? dtu man kinder zur schulen halten solle. (1530). Fj"; wol- an, was sie ersparet, gestolen vnd ^esamiel haben . . . das sollen sie briider Veiten den Iriiulskncrblen zukamen IuMcht h.ihpn. Ptne heerpredigt. (1542). Fj''; was man an Chri- sto erparl. sol man zelienrellig dem leuffel SU tragen, muleg. der ep. vnd euang. vom advrnt rtr. ■ 1 -oSl. EE." ^)^ {".rspriestsllch. gedeihlich, ro« L. al.^ rpm- bildung bezeichnet, deren er sich nicht he- dUnL vgl. erschtcsslieb. Bnt| adv. prlüMfiii, mhd. erst. ahd. erist, ursprünglich acc. neutr. des adj. orslr f.«. d. }. 1) iuersl, am ersten: Ihne ein slUok nach dem andern heraus, vnd «iarflcst nicht druoib losseo , Weichs erkt eraus solle. i?seefc. 24. 6 ; lasset vns jn lieben , denn er hat vns ei^t geliebcf I J'^h. \, l<>. 2) demum, mchl eher : li.ib ich denn heule erst angefangen gott fm jn ai Tragen? 1 Sam. 22. 15; er wird erst aulls fest wider heim komen. spr. 7, 20; im Immlorl vnd sichcn- zigsion j.ii u .ird l"). ojK V/ntMiieUf reddere, supplere, ersetzen, er- gänzen: ich hiUü alter, dasz die kirchen. da er scyn soll, ihm wollte zehrnng schicken, oder wu crs hie aufliorgcn musz. dort wie- der erstatten, de ITelle br. 3, 345 ; vnd ich wil euch die jare erstnlleu (vulg. reddam), welche die liewsrlirei ken , kofer, f^^eschmeis vnd raupen gefressen haben. Joel 2, 25; denn wo ich ewer maiigel hatte, das haben sie erstattet (ear. erfflUet, witg. suppleve- rniit). 1 ffir. 10, 17; vnd erslatte .in mei- nem Heisch, was noch man^Ktlt an tnibsaln in Ciirisln. Col. 1, 24 ; daizu soll eyn sol- cher bischoff mit beten, dienst vnnd hfllff an den .innen erstatten, was er mit predigen nicht aiiszrielit. undcr den falsch genantten gegstl. stand. (1522). Hj''. vy^. wiederstal- ten, wiedererstatten. d by GüOgl ERSTATTUNG 593 ERSTE KnlatUiBg, f- resUMio, enatt: denn es nicht gai wcrc, die bis her gesessen zu Ver- stössen on orslatHiPf^e. Jen. 3, 184"; vn aposlel, auOs ander die prophelen, auffs drille die lerer. I Cor. 1 2, 28. e) für das erste: vnd das soll jr für das ersle wissen. 2 Pel. 1, 20. Krste, f. principium, ahd. eristi (draff 1. 441): diuiinil) schm die elliMn zu, da» sie nach golles beleih den kindera wol fUrstehen 75 ^ed by CjOOQie ERSTECUEN 594 ERSTGEBOREN vivl fluchs ynii der crsle Harzu llitin. weil sie sich noch ziehen , Iiirfjpn vml leil<;n lassen. auiley. der sehen gepol. (152Sj. Liiij' ; inii der erst gchets wol so an , das sie ein ander (wie man sagt) für liehe fressen wollen, das 5., fi. r7ul 1. rnp. s. Madhei. i ir);52\ Tiij*'; denn icfi helle in der erslcn niiC darlbun vnd Wagnis leihs vnd lubcus die nics^se vnd luün- cherey vertheidigt. Ntdbr. 402*. KntcdMMy l)configere,lodl stechen, tn/id. erslSchcn {Ben. 2-, <'2r , ahd. ar^tirliriTi {Graff (i, 035): zeuch dem scüwerl aus vnd erstich mieli daml, das nicht dieae vnbe- iichnittene komen vnd mich erstechen, l Sam. IM, 4; vnd ila er jn also vhen«'(l(>t halle, er- slaoh er jn wider nWe^ rndit. 2 Macc.A,^ \ ; an deiu orl, da er Oniani crsiorhen halle. 4. 38 ; also haben sie bey zwo meilen vm As- schenburg auir den guten ni.ni n ii vnd yhn erslochen. Iröslunrf nn ilir iltri>.lfu zu Halle. i l527). Rj''; das « r (Im; hüsen slratU. als da er Korah lies die erdeu verschlingen, etlich mit feur verbrennen , ellich von schlan- gen ersiochm. der IW.psalm. (1530). Cj*. sii'h erslPt licn : da «t nirrrkl, das er gefangen vverc, woll er sicli seihs crslechen. 2 Macc. 14» 41. 2) durch «tedken erioerften, tmx,b. beim lumiCFe, dnber gewinnen, ver^enen überhanpl: vnd fellel vnler dievndam klini on, hoshafl'u^'eii Israelilen , an denen kein daack zu erslechcn isL Eisl. 1. 293*. BnteckeBy mhd. erslecken (Ifon. 2^ 628*). das iransilivum v, ersticken su/foearit tüio eTStick(*n nutchi n : soiisf wiirrl »«r vn? tnil seinem misi eisteucken vnd erslecken. das 14. vnd 15. cap. Jdtannis. (1538). Zziij' . ml 4U iran*Uivb^ieutv»g mtek a«^ ersti- cken ü6e»i»-a<7en worden, isldas ehemals sehr gebräni hlii lw irort nflmähtirjk «t/msy/i*»/!. E|>üti>tieD , mhü. ersien , eislaii {tim. 2'. 582), ahd. IrslAn (Gtaff 6. 591). 1 ) aus dem grche erslehen , n'surgere^ auferstehn: ersllifli werden die ((»dien er- siehn. i«t?o predigt auff l Thess. \. (152.^). auf'; Christ isl erslanden. tcider das bap- slum SU Rem. <1545). Liij^ 2} oriHt entstehen: krui !i;i|isi , ki in l.i- vfholT niai,' '2n i. Aij''; so isl doch durch solche doinr allcrirt'wisi«' aposlel ein grosz vnlreglicii Mjriaiigen nach diszcr allerhcylig- sten bullen des abenlfressens erstanden, biilfo eene domini. (1522). Aij ,* solcher jaiaer isl aller an« dioscni alu'i-L,'IanIii'fr or^Manden. hauspoKt. I \y iitenb. Ih-lh) aummerleil S**. KrMleigen, praH. orsteig. parL erstiegen, atcMidere, mhd. ersllgen (Jlen. 2*. 631*). ahd. arsligan {Graff ^, 620): vnd die niau- ren fielen uinh , vnd das voick ersteig die slad. Jos. ti, 20 ; so docli Moaü mus ver- sUtrel vnd jre stede erstiegen werden. Jer, 48, 15; vnd als er die raauren mit den si-i- wpw rrstip^'cn vnd die slad erObert hatte. 2 Marc. r». 5. Kruterben j mon, ^terfren, afrsler6«i, mhd. ersterben (Iten. %\ 643), oM. ii^, ant«rbati \Graff 6, 713). 1 1 von metn^rhen : ich gedacht , ich wil in ineiiiein nesl ersterben. Uiob 29, 18; als eyn vntertheniger, gehorsamer son der hey- ligen christlichen kirchcn, der ich voriniliels göttlicher hilKI' ersterben wil. er6t>fen. (I.'i20). b{. l^ 2) vom leib vnd dessen gliedern: sähe auch nicht an seinen eigen leib, welcher schon erstorben war, weil er fast Immlfrl- jcrig war, auch nicht rlf^n erstorben leih der Sara. Rom. 4, 19; da eislarb sein hcriz in seinem leibe. 1 Sam. 25» 37. 3) von gewäehsen: ob seine (des hauimet) wurlzel in der erden veraltet vnd sein slam in dem sfanli erstirbt. Hiob 14. 8 ; kalc vn- rruchli>are bewtnc, zwcy mal erslorl)en vnd aiisgewnrizolt. dr. Jud. 12; es sey denn, das das weitzciikorn in die erden falle vnd ersterbt!, so IdeiliU illeme. wo eisi tihi .- .ilter Jacob !i|irai'b, veHeuflTe mir heule deine erslgeUurt. Eüau antwortet« sihe ich mus doch sterbm, wa» sol mir denn die erstgebnrl? 1 Mos. 25,31. 32; alsrt verachtet Esau «"i^tgcburl. 25, 34 ; wie Esau, der uuib einer s|«eise wil- len seine erstegeburtverkauflte. Bebr, 12, 16. Ersticken ist 1) m(r. suffocari . mhd. rr>Ii( Kfii (Äe«. 2'. H27''), ahd. arsiicchan {Graff <)27): gehen hin vnter den morgen, rcichlhuui vn«t woUnat dieses lebens vnd ersticken. I,«c. 8,11. 2) ir. suffomre . statt des fi-üheven er- sleckt-n (s. d.): vnd dii» (Idnicr uii« b«j*'n ;Hifl' vnd ersticlitens. Malth. 13, 7 ; die >i(»i:ge die- ser weit vnd betrug des reichthums ersticket das wort, 13, 22; er kan mir wol heliren zum eygen todte, als wo or mich erstickt !. ausleg. der ep. vnd euany. von der heil, dret/ könige fest. (1525). Üuij , die ausg. v. j. 1528 hat hier erstecken («. d.). Erstlich) adv. primum, primu. 1 ) erst, zuerst: iiis voick hui tüNtlidi in Mesopoltfiaien gewunet. Jud. b, t>; da er aber sähe, das das voIck eine sckew hatte, sich in das wasser zu begeben, da wagt er sich orstlirli hinein. 1 Marc. 16, H. 2) rrsli'iis , zum ersten : erstlicli ü iebestU burcrey mit den kindern Egypli . . . darnach triebestn hurerey mit den hindern Assur. Esech. 10; 26. 2S; erstlich ist sie dem ge- bot gottes vngehorsam, zuni andern sandiget sie wuier jren mau, zum dritten u. s. w. Str. 23, 33 : erslbdi bl man darin gantz vnd gar eins , das . . . xum andern bt man des an< Ii eins, das u. s. w. von den jUden vnd jren lügen. (1543). Viiij'. 31 vor allen dingen: da s|irachen sie zu jiu Svcr bistu denn?* vnd Jhesus sprach tu jncu *cri»llich der, der icli mit euch rede.* Joh. S, 'l'y, <^r Eij**. ErstHrhrn , dasselbe: hie wird vns crst- lichen ilas wrscn eynes Christen menschen l'iirgebildet. av^leg. der euang. von ostern etc. U827). K8\ ErstlilgyMi. «hM erste ; die wir haben des geUtes erst- ling. RSm. 8. 23. 3) die ersliinge der dUrflligen. Jes. 14, 30 ■ntealiy prtmo, «Ml mttm mal: er (der prophet Arnos) wir! /wey mal im newen leslamt^nt gpftlrl (angefahrt, cilierl). erst- mals aci. vij . . . zum auücrn mal acl. am xv. Bin4teit 7, 402. Krateclici, verstocken: was sollen die laut vbir der chrish iilint vnd glaubenssaehon richten, die vor grussem geyU, gul vnd weltlicher pracht erttockt vnnd vorblend, nu aller erst setseo lUe seel sey vnsterblioh. an den Christi, adel. (!520). Fij"; s. Thomas, der --o lieffviul crslockt für alle iiiitier im vii- giuuijen war. xu>o predigt auff der kinder- iauffe. (1540). Nj«. Krsteaieii, su tode stosxen , tödten , tnhd. crsl62;en (Ben. 2^ 665**): dassjn die such l erslosze. lischr. 294**. Knlrccken. edeiMbr«. ttiM. erstredten (Bon, 2*» 670*), 1) verlängern, der xeit nach: o. c. f. g. wollen yhm gnpdiyiich die steil des s(i|iendri erstrecken. Burkhardi briefw. 2^0. 2) MnantteMeften: derhalbeii jre bitte, den tag (den angeseutvn gerichutag, termini aufl ein iiinn;it zu erstrecken. Jen. 1 19 . 3) berichliyen, bezahlen: auch was des der fürst in vnkost kerne, wolle solche vn- bost die freundachaffi erstreeken. Jen. 3, 449\ Krstrecknig, f. Verlängerung , nach er- strecken 1: nubilter vnteriheniglieh vmb er- strecknng disergnedigen hulf. Burhhardt briefw. 230. Erstreiten , erpugnare , durch kämpf er- ringen, mhd. erslrilen {Ben. 2', 691''): er meynel, er iiabs enthlten, das der bapst der kirehen henpt sey. an^ dat itMrchrüt' Uehbuch bocks Etnsxers, (1520). Oiij''; da mit vvül »T ' ^'aHstad} a\h eyn newer Kri«'i !ie aus der kricchischea spräche erstritten lia- ben, das Christus leyb nicht sey ym sacra- ment. das ander teyl tcidder d. Aymt pro- phnini. (1525). Diij''; nho liiil s. Paulus aus den rcolilon vnd slfrckestcii |innci|>ijs diesen arltkel erstritten, das wer die auffersteliuog der todten wil leugnen , der mus auch leug" nen , das Christus auflcrstandeu ist. das 1 5. cap. der ersten ep. s. Pauli an die Corinther. (1Ö34). JiiJ*; deuhymcl erstreylteu. ausleg. der ep. vnd euantg* vemaieetU ete, (1528>. DDdj\ firstimnpn, nbrnutescere, stumm trerden, verslummen.mhd. ersUimmen [Ben, 2", 70U*j, oM. arstummdn [Graff 6, 681 j: wie ein schaf, das erstummet für seineni seherer vnd seinen tniiiid nicht aufflhut. Jes. 53, 7 ; du wirsi orsiiimmen vnd nicfit reden k(»nn*^n. Luc. 1, 20; du crstumiuist an dicszem stück ahn ein stock, aniwofi dealMck. ). Cij"; da iiiilst ybr ersttunmen vnd ewr Iflsterschrilll vnd lOgen- uiaul strall'un. ebend. Eij"; so hals gotl an die sonno Ih h Iii , das sie müssen ersLiunnicn. wider Hans H orst. ( 1 54 1 ). Pij''. tnlukeni part. praei. von eretbken, bei L, oß in der redeneoH erstunken and erlogen , schändlich erdichtet , zu den unter erlügen gebrachten beispielen mögen noch folgende treten: gleich wie mir gcacbach zu Rom, da ich so ein toller heilige war, lieff durch alle kirchea vnd kluflten , gleubt sUes, w.is dii>t'lli-; erlogen vnd erstunt ken ist. der 1 17. psaim. (1530). Aiij''; »'s scliciiiel lur aller well als erstuncken vnd erlugen, das 14. vnd 15. eap. Johamde, (1538). Pfiiij^; als sey es erlogen vnd erstuncken, was dauon gfrhiimel vnd gos.i-t ist. der 110. psatm. (1539;. Fj^ daruiub isls eylel erlogen, er- stuncken vnd vorfurisch beuchlerey. grund imd vrsach. (1520). fj*; seine decrel als verz« (MMcltt' , erstunckrne lügen verdatnneu. wider das bapstum zu Horn. (1545). N j*. Knicken^ mAd. ersuuchen [ßtrn. 2*, lU^i, M. ir-, arsuocban {€hraff 6, 82), erscAstnf bei L. noch in mehreren , iutn thiii heute nicht mehr gangbaren bedentungnt. l } für das einfache suchen : nu sihc, wie viel der raeosch zu schaffen hab , so er wil gute werck Ihun , die jm alleieil nnl grossen lirnilfcn rurhaiideu ligen, vnd allcnlliiH"»» d;unil vinbringt ist, vnd leider lür biindii*'it sie iesst ligeu vud andere seiucs dUnckcos ^ kjui.od by Google ERSUCHEN 597 ERTRAGEN vihI wolgeMlens ersuebt. /m. I, 264^ in iUe^iL in sinn Steht das part. «'rsurlii gern ad- jectivüch: man sthol wo!, (Jas cvtld i'r>iiihl din;,' ist. das ander icyl tcidder d. hynU. Propheten. (t525). Ciiij''; sihestu aber mal» das eyllel ersucht vnil erficht ding ?nd zuMts Lsl inil dem gcyst? ebmd. V ü]^ ; die durch s'hrc spitze vnd ersurlilo sehcrplle der ver- iiunlil yhu selb« vnd auderii so viel vniiUlzer mflbe vnd f rbeyt machen, ebend. K iiij'. 2) atusuchm, auswählen: wariiml Int er iCarhtafI) nifliJ nrnfer slPlf»» ersucht, da er solche rendie uiohl helte fundeii viid d.i wol ndlter were golls worl zu prcdii^un ? teMMer d,hifml. proph^en, (1525). Füij*; der herr hat jm einen man ersucht nach $ci- ncm Innlren. I Sam. 13. 14. '6 ) besuchen : vnsier alierhcplichsler sclig- macber halt vns aHen geiioien , die krancken zu ersuchen, ein tröstlich büchldn, (1520). Aij'; ich fiin >i !i>v,!ch oder kranck gewesl vnd yr habt nmh tut ersucht, ebend.; were auch gar willig vnd geneigt gcvvest, weil ich heraiusei) bin jnn den landen, stetbst persön- lich euch zu ei^uchen. ein brieff an die ku Franckfort am Metfn. il :);{;<). Eij''. A) rogare, bitten: vuil Üauid ersuchte goll vmb das knebltn. 2Smt. 12, 16; die kinder xutiom seibs yhr eldeni vnd rreünd.«rhalTt nu(!s .illci ilL'iiiiili^'sf crsrichl vnd ^'flit-icu ti;i- lifii Mii'i liulir eraus t/ii knnini. i rsuch nid anlwuri. i I 523). Aiij' ; uii wyr aber vniei vnsem fumlen, herni vnd keysem sind*. . . Bielen Wyr styllo seyn vnd sie dcmiitiglicti ersuch«»n. -snlche hilder aliziiilniii. uiddt i d. hjfml. propheten. (1525). ; vnd ist wai . das mich des sdbigeti briefls h»\hMt gen.inter fürst herlzog George scbrtOllicb ersut hl iiaU voHheinU(^envndge$t^enbrieffen, (1529). Aij'. Ersnehi'U, u. royatns, das bitten, nach ersuchen 4 : on alles ersncben vnd begoren des menschen, eyn Sermon awjf das n. lest. (15201. Aiij'. Krsnchu^j /. scrntalio, nathforschuny : eben so bette ich auch auO die nehesteu er- suchung meines brieffs halbeu yhm wol mit einer soh lten anlworl vber die schnau ■ n zu hauen gevvii>-t , di;; yhm die lusl soKhtt j suchuug sult gebüssel worden scm. voiil heimlieken vnd geetotm brieffen, (1529). Aiij». Ertappen, ergreifen, erhaschen: er (Chri- stus) ist nii atirli vnl)egrcin!iph wr>rden vud wirst yhu nicht ertappen , nb er gleich ynn deinem brod ist das diese teorl Cftrislt nodb feetelehen. (1527). bij^ KrIicbteBy s. erdichten* Erthenem (crlewrn), l ) theuer erwerben ehret seinen sott, das er ptieh durch sein lilul erlhewrel vn. Y ij*" ; hohe vnd crteurle worl. de Wette br. 6, 277. Ertödten, occidere, tödten, tnhd. erto'ton \lien. 3, 07" K ahd. artodaii Grnff 5, ?,M\\: warumb wiltu denn meine seele in das netze ftircn . das ich ertOdtel werde? 1 Sam. 28, 9 : von diesen «Ireicn ward erliidtet ilas drille teil der menschen, offenb. Joh. ü, IS; als die geziichligctcu vnd doch otclil erlödlel. 2 Cor. 'J. Krtrachten, erdenken, ersinnen: vnd dar- aufl hoch benanle slathalter, cbarfurslcn, fursteii vnd steude atid vielgehabt nachden- i'lion vnd crwffjung, gcslall vnd gcirgenhcit allei saclicn diszer zeyt keyn ii östlicher, hoff- I icher mittel haben erlracbten künden , denn das u. 5. IT. originalbr. r. / 1 523 imtttthiv :'i ir«('»i(ir () pufj. 74 FF. 2. — mkd er- irahten {Ifen. 3, b2'';, ahd, irlrahluu (Graff .'» I 5). Rrtragcu , (indet iieh bei £. nur m der bedenlung emtinere, tolerare^ aushalten, er- dulden: vnd das land inochLs niolit erlrn^reii. das sie brv einander woiielen. l Mos. [ A, ♦> : ich vermag das volck nicht allein alles ertra- gen, denn es ist mir tu schwer. 4 Ifo«. 1 1, 14 ; für seinem zorn bebet die erde, vnd die In idiMi küuncii sein drewen nirht erlragen. Jer. lü, 10; welche Verfolgung ich da er- trug. 2 lim. 3, 1 1 ; die beduHTen seer wol eines IrOsters, der sie stercke vnd erhalte, das sie soh hs «Ttragen vnd ausstehen kiui- I iicn. das 1 4. vnd I 5. cap. Johannis. 1 1 53 S). ICcj\ spricliwort: es lutlsteu gar slarcke » EfiTRÄNK£N beyn« sein, die gute Uge ertragen solten. «6er dos erste buch Mose. (15271. vij''. CrträiikfB lerlrenken > rr ilas sicli ellich darflber bencken, ertrencken, crste- chcii. das schöne conßtemini. (1530)« Dg". ErtrilMrn (erlrcumofrl . fingere, commi- ftMct; das aber die jUdeu hofleu, es solle nocb ein ander leibliehe widerkanfh gesehe- ben, da sie alle $am(il wider ins land koioeo . . . das erli'cuuien sif ^ollis vnd isi kein buchslabc d.iiion iti d>'i) |uopiiL-loii imeli in der schriin gcsai^l. vorr. auff den proph. Heidtiel, Btndsatl 7, 353; der du cyitcll lagen vnnd das aller vngeschickisl afl'cn- spiell Inr fregisl amr drynem eygon ko[>n* erlrewuiel. auff das t birchrisll. buch bocks Bmuert, (1521). Kiij'': vud darnach jre er- Ireuiaete geislerey furgd»en. «on der tauffe. (1535). Bj» ; mit eilcl eigen, orlichlcn vnd (arhl vhcr ilicli. Ezech. 7. 6. Erwachsen, (resrerc , mlolescere , auf- wachsen, nütd. «-rwaiisen {Ben, 3, 402';, ahd, irwahsan (Graff 1, 686). 1 ) ton Mennfte» ««4 UUeren .- da er nu erwachsen war, nain er ein weib. Tob. l, *i : darümb sehen die eitern zu, das sie nach goiies befdb den kindem wol Alrsteben vnd Oucbs ynn der erste darxo ifaun . . . vnd nicht tiarrcn !>is sie erwachssen. ausleg. der zehen yepot. (1528). Liiij^; Christus sacra- menl gab eyllel erwachszcu leuLleu. atiUtorl deutet. (1522). Ciij*; erwaehseoemenner. 2 Afaec. 5, 24; — ynn den selbigen lendern t'iii Ianili-i>ohl i^t . il'^- i n s drcy in.il sie (die heuschrecken) ^uucriilgcn mit mans krafli, ein mal wenn sie eycr legen . . . cum dritten wenn sie erwaebsra sind, vter UröeUieAe psalmen. (1526). G 5*. 2) von gewachsen . einen redern dt»r pe- pUanlzct vnd der vom regen erwachsen isl. Jea. 44. 14; wenn es (Am ienßom) aber erwechst . so ist es das grttssesl vnter dem kol. MaUh. 13, 32. .i) erwachsen = enlipi ingen , hervor- gehen: ist doch ausz solchem predigen vud beyehten nit mehr dann eytd hass vnd neyd awisiAen pfaflTen vnd munchen, gross er^er- nisü vniid Itifulcriü^/ f,'enicvuenn voicks iTwacli^ien. an äen chi^U. adel. (15201. G ij*' ; dauon grosz spoii, nachrede vnnd vneer vnnd ergemiss des voicks gegen der romi- schen kirchenn erwachszen ist. originalbr. V. j. 1519 auf der bibl. su Gotha cod. Chart. 379 jui. 2. bwigSB» esBpendere, perpendere, L, riek" tiger erwegen (mhd. erwggen l, welche fflibrti- bung noch im 17. jh. andauerte, das pari., welches vfir erwogen bilden, lautet hei L. noch. Ihhd. erw^gto enispredbend, erwfgeo. soMi aber verMht er dem leorl ^em schicache flexion , namentlich begegnet keim prael. crwap hnhd. eiwac. l) für das tr. erwägen, bedenken, uber^ 598 ._^ kj o^ -o i.y Google ERWÄGEN 599 ERWÄGEN tdb«tiif$ aiieft iiu mM. sich hcwl'goii u. üich erwSgcn (Ben. 3, 631 f. Ct',V.\), in doppilicm sinne, a) zumeist 6e- deutet es iich eines äinyes unterfangen, unterwinden , *ieh worauf gefaszl machen^ gewarten: der gbiih erwiget aich frOlich die rling zu gleuhfii, die fv nicht fiilot. ausleg. dereuang.vonoslemetc. (1527). NO": wi iiit einer schoD keine lusl nach anUachl zum sa- crameiil hat, vnd doch mii ernst sich en^'cgi tiahin m gehen, so ni.K'licii jlmi soh-h ge- «lanckcii villi wrrck nn jlini srll»s .lucli ;in«lnrhl mu) lusl gimg. vermanung iuin aa- cramtnl. (1330). Fiij''. wie gern ersz habe, das man sich frolich «nnd firey erwege auff seyne gute (zit hnwcn, ehe imn die erferet Oller fulet. hat ft liic ^fiug^ain hezeugl. euaag, von den tzehen auszsetzigen. ( 1 52 1). Iliii/; mich dundtt, d. Carlslad habe sich ergelipn vnü erwegen zu seyn eyn oflViil- lichrr royrul gotto*.. das ander leyl xcidder d. hyml. propheteu. (15251. Oüj'': ^ szn meyne lere ausz goi is( ... szti iuu»£ luaii sich des erw^en, das »ie von dem grossernn teil vonlanipl wcrd. eyn vnUrriehtder beichl- kinder. fl52l). aj''; wpr pyn rhrivtni wil seyn , muss sich ilos erwogen , «las er helll ilas creiHz tragen, amleg. der ep.mtdtuang, «(Ml der heU. irey köwige fetu (I52&). Cj^; wenn wir nu anff ordcn leben wollen tnil müssen, so riutsson wir vns :mch drs erwo- gen, «las wir gesie sinil vnd ynn soUhcr her- herge ligen, da der wirl ein scbalckswirl ist. Irostunge an die ehnsten xu HaUe. ( 1 527). Aij**; ilarumh müssen wir vns auch alle des erwegeu, das er vns angreifiet von beiden seilen, ettliche schöne predigten, (1533). Aiiij*; wollet jr meine jttnger sein* so erwe- gel euch des vnd geht euch gilllich drein, das nirlil nndfrs dnnts wird, jr m;iltt vnd niilT pot ••rwc^cl. vier Irusllicly; psaimen. ^152b|. lib'; dir gkiuhe isi alsogelhan, das er sich frey «ull das blosse goltes worl er- wogt", rfter das erste buch Alose. (1527). ij** ; woil luir gotl lessct durch sein wnrt anbie- ten, das er mir van allem vnglUck wolle helf- fen durch den samen der komen sol . so wil ich mich draufl erwegeu mit ganlzer zuuer- sichl. ebend. Pij''; glciilicii heisst eigenllich das für war halten vnd sich von ganlzi-m hertzen darauQ erwegen, so das cuangelium von Christo sagt, amteg, der ep. vnd emn§. von ostern etc. (1544). Tiiij''; sich der gullen tage verzeyhen . . . vnd sich ynti «Üt- ItiK/en tage erwegen. das 7. cap. s. Pauli zu den CoritUkem, (1523). Biiif . b) sich erwegen ^ «ieft w«Ui% begeben, vs preisgeben, darauf verzichten: ctlicln' aber liek-n dahin, das sie sii-h des lehens er- wcgclcn. voeish. 17, 15; also das wir vns auch des lebens erwegen vnd bey vns be- schlossen halten, wir mttssen sterben. 2 Cer. 1, S : dns sie auch Izn Mose <('i ;t( iien. waren nichl grcbcn gnug ynn Egy|»lea elc. so gar hatten sie üeh des lebens erwegen. ausleg. der ep. vnd, eumtg, wm der hegl. drey kö" nige fest etc. (1525). xiiij*; wer si« Ii -dx vnd leyhens erwegl, der inus sich des inii esse zuuor erw^en (darauf rerzichlen). t un kauffskandtung md wueher, (1524). Oig^ c) das part. erwegen adjectivisch, u\ von menschen gebraucht hat es die bedcutung kühn, dreist, frech, verwegen : gleych wie ein erwcgi'u cbbrechcryn die äugen auflk|»erret vnnd mit vollen äugen vmb sich wirfll. eynem ydorman hereylt tzu seyn, alszo ist disz auch nyner ehbreeheryn gleych eyn erwegen voick zur viikeuscheyll. widder den falsch genant- ten get/sil. stand. (1522). Ihiij^; ein htnllen von iuH ii. crwegenen* verruchten hüben. tischr. 427V fi) von Sachen gebraucM: glawb isl eyn lebendfge, erwcgene (feste, unerschütterliche) xunersicht auflT gottis gnade, vorr. ai^ die ep. an die BSwter. Binde eil 7, 437. Krw&g«n (erwpppn) , n. Zuversicht, ver- trauen, nach sich erwegeu o): weil wir hören, das wir Machen gotl haben, der alle dhigschalll vndthut soleichüich, dasjn nichl mclir als oin worl kosl<;l, sollen wir ir» iiii! freuden vndgnoizcin iTwoj^fii jiii fs'fM ix' ir.iwcn voügleuben. der [4kl . psalm. ^1532). ERWlGUrtG 600 ERWARTEN Erwä^MBS (crwc^iinf;) , f. iihprh-guny : aiiir vielgciiübt naciidenckeu viul oi woj,Miiig ^'i"«laU vtld gi'IegoDlieil alJer saviicn. origi- natbr. v. J, 1 523 Mi ge», arc/ki« zu Weimar. O pag. 74 FF. 2. Erwiglieh 5 cnnsidrmndu^ , ' tcas in er- wägw^ 5u ziehen uii [Grimm) : erweglichc Worte 6er Schrine, tischr. 7 1. RnrählCM (erwclon). eligere , auswätiU n, auMueheHt wAd. mvi4n (Bfn. 3» 465**)» ahd. irw.'llan. itwclian Gvaff 1, 835). a» mit blnszemarr.: .Insiia, Mos«' »lioncr, «It-ii ttr tM wclet halle. 4 Mos. 11, 2S; jr li;iltL niicli nicht erwelet, sondern ich halte euch er- WelcL Joh. 15, 10; so gehl vns nii zwct-n rnrrrn, viui I.issl sie orwr-lt^n eitlen Titieii mhI jii ziisiiicken. 1 kön. ih, 2'.i ; mu\ envelf i ei funfl* glatte stein aus dein bach. 1 Sam. 17, 40; an dem ort, den der herr ewr gotl er- welcn wird. 5 Mos. 12, Ti ; Maria hat das gulc fei) orwcloi. [mc. 10, 12. b) mtl acc. und dal.: eivvele vns menner, zeuch aus vnd stretl wnier Auiaick. 2 Mos. 17, 9; da erwelot joi Lot die ganUe gi^end ani Jortl;.n. 1 Jfof. 13, 11; ein Sonderling, der clwas Ix'ssers wcysz , vnd yhi» seih er- welet ein weg zum hyniol. euang. von den Isdken autuetzigen. (1521). Kij'. e) mtl der praep. zu: das volck, das er znm erbe erwelet hat. ps. 33, 12; du hast mieli erwr let zum kOnigc vhcr dein volek. weiüh. 9, 7 ; das euch polf orwelel hat von anfang zur Seligkeit. 2 Tlieiji. 2, 13. d) mit ejtlMS infin. oder einem abhängi- gen »atx: da er mercket, wie sie erweleten oben an zu sitzen. Luc. 14, 7; vnd erwelet viel lieber mit dem volck ;.'ottcs vngemacli zu leiden. Uebr. 11, 25; der iicrr hat dich er- wdet, das do sein eigeothuni seiest. 5 Mos. 14, 2; so erwelet euch heute, welchem ji dienen wolt. Jos. 21. 1 5. e) das part. erwiilili aäj.: seilis erwelete st'haf vnd vogel. AVA. 5, IS; durch selb ei~ weletc geisiligkeit vnd demut. Goi 2, 23 ; mit ybrcii erkoren, erwdelcn^wercken. aus- leg, der ep. vnd euang. vom clirislag. < I r>'i2 ). Ccij'*. «rwelcle kleine Je«. 54, i2 sind kost- bare «Mm. f) gmbaUmiioitth: Saub, des erwdeien (\cy lit-n ii. 2 Sam. 21.6; die andern erwe* b leu. 1 chron. 17, 41. Erwähirn u rwcleu), n. elecUo , eruuJi- Imgt weyl wir alle gleich priester sein, rauss sich nicmandi selb crfur thun vnd sich vnter- winilrn, :iM iohne} vnszer bewilli^pn vriri f^r- welen, das zulhuii, des wir alle gleychen ge- wall habenn. andemi^ristl. adel. ( 152ü). Bj . Ervlhliag (erwelung), f. dauetbe, mkd. erwelunge (Ben. H, 4G6 ;: ibut desle mehr vli'is ewcru benill' \nd erwelun? fcsl ru m:i- ihen. 2 Pel. 1, 10; wer alszo poclit vml sich auir die sacrament stonet, des erwelung vnd Vorsehung wirt sich seih an seyn sorg vnd iiiiilie wull finden, i-yn »ertnon von der hpifi/lung zum sterben. (1519i. Mj*. Erwalleuj in waltung gerathcn, mhd. er- v\ allen iBen. 3, 470^), ahd. arwalleo {Gralf 1, 798): wenn das blut also anhebt zu er- wärmen vnd erwiillen, so wird (ins liecbl ver- dutickeii vnd gedcuipfll, das mau da:» euan- gelium nicht sehen kan. «o» der eOnde wider d. heH.geisl. (I&29). Dg^ Erwnrnen, caleßeri, warm werden, mhd. erwärmen iHen. 3,525 ), ahd. irw;irin.''ii, arwaramen (Graff 1, Ü77J; denn darumb ^^cschicht solche hannbertzigkeyt nicht mit ybncn , sondern das sie dadureb erwärmen vri l inri« starck werden, ausleg. der ep. rnd euang. vum aduent etc. 1152&>. CCeinj'' ; da> iion wflrde das herlz erwärmen vnd cnUän- del werden danekbar zu sein, deudu^ caleck. ( 1 5 2 !i I X iij' . noch einen leetferM beleg s. vorher unter erw.dlen. Erwärmen (erwermen), calefacere, warm madien, ndtd. erwerraen (Ben. 3, 525*): da er von den feilen meiner Icmmer erwormK ward. Iliüh 31. 20; jr kb'i.let eml, uid künd euch doch nieht erwermen. Uagg. i. 6; womit wUiu dich aber widder solchen Trost vnd vnlust erwermen. vermanmif snm s«- cramenl. (1530). Fiiij'. Knrarteni ejcspectare, a) mit gen. der person oder sache: tch wil anir den herm schawen vnd des göltest meines bcils erwarten. Micha 1,1: nu hat der romiseh geyiz vm! miilislul nil mooht«lor zeit erwarUtni. an den rlirisll. adef. (1520). Üij*; des euds ervvaiieu. tber das erste bu£h M999. (1527). Yiiij'. Diqiti?ed by Goo<^I £HVVECUSELN ERWEHREN k) mal aec.; erwarte jrc {var. jrei-j guic IHlchte. Sfr. 6, 19; wol dem, der da erwar- lot vnd erreicht (aiisent drey hiiiiilert viid füll II' V II (I tircissi^ t.ipr. Uan. 12, 12. Erwfchikela, übertragen: üauiii wii erhe- werl haben . das Christus »ein prieslerlumU. als er ^en liiinel gofaren ist» aofT s. I'olcr vml s. Peier aiilT den bnpsl erwechslel lial. Jen. 2, ir tft der sehrifl vom msbrauch der meMten. Bnpcchra, exdfare» aiucitare, mhd, er- wecken (Ben. 3, 451'), ahd. arwecchan {(iraff 1, 675f. gnth. tKvakjan. 1 ) aufwecken, erwachen machen : vnd der engel der mit mir redet, kam wider vitd wecket mirli anfT, wie einer vom scIiUr er- weckt wird. Sach.4, 1 ; vnd kamen, das sie auch Lazarnm sehen (sähen), welchen er von den todten erweckt hatte. Joft. 12, Ii. vgl. aoferweekco. sich erwecken : erwecke dich Herr, wariimh .«rhlefestii? ps. 44, 24. 2) s niM-n. kinder erwecken , nachkommen verschallen; lege dich zu deines hriiders weib vnd nim sie sur ehe , da« du deinem brnder samen erweckest. 1 Moi. 38* S ; so einer slirht vii't h.it nicht kinder, '^n ^tA si'in hnider sein weil» IVripri vnd si-ineni hnider sameu erwecken. Jtialth. 22, 24 ; gott ver- mag dem Abraham aus diesen steinen kinder zu erwecken. 3, 9. ebenso einem einen na- men erwecken ; welch« la>^s «in d.is fehl keuf- fe^it. so uuLslii auch Hulh des verstorbenen weib nemen. das dn dem verstorbenen einen namen erweckest. Rtüh 4. 5. 3) prophoten. richtrr, widers.H her etc. erwecken, aufsle/ni, aufttften, kuvimni las- sen: ich wil jnen enien jiruphelen , %vie dn bist, erwecken. 5 Mm. 18, 18; wenn aber der herr jnen rifhtcr erwecket, rieht. 2, IS ; ich aher wd mir einen Irewen itrit-sfer er- wecken, l^atn. 2. 35; auch erwecket jm gott einen Widersacher. 1 kön. 11. 23 ; h h habe einen helt erweckt, der hellTen sol. pi, 89. 20. 4) erregen, entstehen lassen: nicht das ich lue nnt wülle jemand reitzen noch er- wecken SU solcher gegenwere* wnuntge an s. l. deudschen. (1531). Biij'';ich wil vn- glück vher dii li erwecken ans deinem eigen hause. 2 Sum. 12, 11; ein slollzer erweckt ÜiBTR, Wörlerbacli. zanck. spr. 28, 25 ; aber die jUden erweck- ten eine verfoigunge vfaer Paulitm vnd Bar- n.-ilian. apoxt. gesrh. 13, 50; ich wil einen scliartlen wind erwecken wider ttabel. Jer. 51, 1. Brwegeny «. erwSgen. Enr^Ucby *, erwiglicb, Krweging, s. erw ^ Min- Krwehren (crwerou;, proktbere , defen' dere, mhd. erwern (Ben. 3, 514''), ahd. ir- werjan (Graff 1, 926). 1) abwehren, verhindern, verwehren, a) ohne dalir der pprsnn: vnd tliit d.irtzn keyszcr, furslen, hern vnnd stedt, das der kauir (imakoii^) nur anlT scbirst werde vor- dampt vnd hynfnrt erweret. an den ehruU» adel. (1520. verm. ausg.). Miiij*; ist gnug, das wir erweeren, das sie die heyligen sclirdlt nit mugcn auil yhren daiid reyssen. eyn tcid- dertpruck. (1521). AS**; damit ist erweret, das die ehe nicht eyn sacrament heyst ynn der schrifli. antfport dmtsrh. (1522). Fj'* ; uu 15 is vcrdricsiich einem rechten aposlel vnd bemffen trewen prediger . . . das man das liebe ampt vnd wort also verachtet vnd vhel dahir driiickcl vtnl vberraeisterl , aher wa<; nn] man dazu thnn? es wird nicht anders draus vnd i^t nicht zu erweren, weil es Christus selbs nicht hat können vberhaben sein, das 1 5. cap. der crslcn ep, g. Awfj an die Corinther. fir);Mi. K iij''. 6) mit dal. der person: er kan (ftann, mdU kam,«<« hm Grimm) nicht, gott hat (Jen. 3, 386'' hau) yhm zuuor erweret. doi diese tcorf Christi noch fest stehen f 1 '27 l. oij'; gesegenet seiestu, das dn luii' heute erweret hast, das ich niciii wider hlul konien bin. 1 Sam. 25. 33. 2) reß. a) sich erwehren, skh verihei- digend widerstehen : wer ist dieser, der sol- ches sagen Ihar, das die kinder Israel sich Sölten erwehren wider den kifnig Ncbuoad- nexar vnd sein kriqjivolckT sind es doch eitel nackete leule vnd keine krieger. Jud. 5. 25; daniml) Ihne du iuirli also, das ilii dich erwehrest wider die leidigen gedancken, so dich auflhalten oder abschrecken vom ge- bete. das IG. cap. Johannis. (153S). Zij*. b i häufiger mit dem gen. der sarhe, wo- gegen kämpfend von sieh abhalten: er hat 76 BRWBICHBlf 602. ERWIDERUBIB :\i\rh ein sclnvorl vml nn axle in «Icr li.itid, er kati sich aber der ). vnd die weyl wyr vns sonst der warlieyl nil erwercn niagen , entschlahen wyr vds« docli der eel- lK>n. eifn tnOMeffambofiH LeoX, (1520). Aiij\ Krwelcfcen, emollire, mhd. vxweirXxew ( tien. 3,017 '' j, ahd. irweiclian i Graff 1,714 ), »«r MMKe*; wolen ich achte abemial, das clit sey eyne gälte, feyste, slarcke lAgin eulT den piiif ti Ronno crliclilct , »Icn hapsl zn er- weichen. Widder den newen nbgntt. ( 1 524 ). hj'; wenn man dem groben, harlcn pülel. preiHget, dem mus man es Air mah$n, blawenl vml knwen , vnd alle weyse versuchen , uh m.in sie kiinne erweichen, der proph. FJa- Oacuc. (1526). cj^; danimb, das dein Ihm Iz erweicht ist vber den worlcn, die du geiiörei basl. 2 kon. 22, 19 ; fiir goU sich demütigen vnd hcrlzlich beten , damit sich gotl erwei- chen lasse, verlegwtg des alconm, (1542). Vij", Krweisen, probare, darlhun, beweisen, imief. dei L, iieefc erweiseie, farl. erweisel. a) mit acc.: vnd kreflliglich erweiset ein snri pottes. Röm. 1,4; gleych wie wir den bapst auch des halben {als) den ondo< Ii rist erweysel haben, widder den l^ml. prophe- Un. (1525). J jj*; das ich wolh richter Icy- den vber meyne lere vnd hOren, wo ymand myr eyn yrthnm erwnvszcle (nodtwiete). anlirorl drulxrh. t Hj . b) tuit uachlolyendcm , abhängigen sntz: vnd erwdsete oflcotlich durch die schnlli. das Jhesas der Christ sey. mptut. guek. 18, 28; vnd hrsrlirn, das er Izuuor erweyszete, das man nnlsic nur dos morgens vnnd keyn ander tzeyii im»z hallten, antwttri deutsch. (1522). Ciij»; denn wo nit gewiralteh mit dersrlirilUmag erweys.set werden, das u.s.w. nuff dos vbirchristl. buch bncLs Emizers. (1521). Hiij''; so loli iTwciscl \ uhrrwifsen) wnnle. das ich soll geirrel haben, de y^'etie br. I, 595. limitlich. proMili*, nadnoeUkttr: tt- wcislirhe pxempel. widert digen. (1540). Iliiij\ Enrclsttng} f. ifn^ir^^iuv^ aryumeHlum: welchen er sich nadi seinem leiden lebendig erzeiget hatte durch mancherley erweiMng. aposf. gesch. 1, 3. KnrcKera y weiter machen : du wirst «Us Und erwetten üohcn. Jes. 33, 1 7. KnrcrhcB, dnreh «serbm veradba/fe», er- langen, gewinnen. verdit m'H, mhd. erw. t hm {ften. 3. 72r»), ahd. ailmi-rpan (Graff 4. 1231): ist er arm vnd mit semer band nieht so vid erwirliel. 3 Mat. 14, 21 ; der fan- Icntzer alter Adam, der nicht gerne erbeylei vml» » yii lirud zu erwerben, ron kauffs^ hanälung vnd wucher. (1524). Jij": r< h.it ein taglOncr etwa des lages einen grosschen XU erweriien gehabt, iler 1 4 7 . psalm. ( 1 532). Riiij' ; giii. das sie erworben liaiu n. 5 Mos. 11,(>; frieden erwerben. Jer. 1"). r>; ein geleit erwerben, de Welle hr. 2, G2y ; das dienet nicht gnade xii erwerben, «ondero viel mehr com vnd vngnade. Jvd. 8» 10; als sey p.^ alles vnnaiz , das er daraufT g»»- wand, das ewipe leiten zu erwerben, das \1 . cap. Johannis. |1530). Fij^ ''''^■^■^(«i)» f' acqui$Üio: die erwer- buoge (ac dtt 9mtätw9Tgtkmi$) ist eyn mal geschehen am erenire. dmt ander leyl tcid^ der d. hyml. propheten. ( I 2 f>). N iiij'' ; vinh desto sicherer erwcrhung wiiien der gnaden gottes. 00» keimliehm vnd ^folm bneifen. (1529). Diiij'. Krwfder, /ur lierwidcr, wieder ht-r. ir/f- der zurück , z. 6. erwtderLringen. repur- lare, redueere, wieder xwrüek bringen goti wini Israel erwider bringen mit freuden. Bar. '), 0 ; vnd hrarlit erwider die dreissig siJberling den hidienpriesiem. Malüi. 17, 3 ; welcher mus den hiinei einneinen bis auirdie zeit, da er wider bracht {KerwidergebNuilU) werde alle^, was gotl geredl hat. aposi. gesch. 3, 21 ; (hr'wh fjoidc königreioh vnd prieslcrllium vcrltH-en hat . . . vnd noch jtzl durch so lange atralfe vnd plage nichl er- wider bracht werden m'Jgen. dat idOme ronßtfmini. (1530). Miij*. Krwidrriinih ^ Iierwidernn! ^^i'-th-rum : iaruiiib auch denselben (*<;. giavbfn) n wi- demmb vnan rechnet als eyn grnnd guite. Digitizeo üy Google ERWINDEN 603 KHZ gnug&ain fruuikcit zur salicheit, gnm4 vnd VTsarh. (1520). biij". ürwiuileH zeigt sich einmal bei L. im tiime von erweisen: die seelen ym fegf^wr sein nit ncher yhrer selidieyt von alkn zu reden, es iül auch nil erwunden mil scbrifll oddcr sonst vornuniTl, das sie nil mehr vor- dieueu noch die liebe gottes uiebrcu. gnmd tmd vTioeh. (1520). uiij''; nirgendi atnr gebrauchi er das tcoH m der zu seiner zeit nor/i geläufigen MmUm§ de* f^Uen», er- mangelns. ErwiuHeu» gewinnen, erwerben, uJhL. er- Winnen (Ben, 3* 709*), ahd, arwinn«n {Graff tt 880): daruuib kuuuncn sie zuuurn mil fon-hl viid billcn ilns aho mit dctiiul, das die «Odern oiil beylickoii erwuniit-ii lu hnlien meinen, du Heien pui>zpsalm. (1517). Kij' . Brvlichcaf atr^re» ergniftH, etftMeften» mhd. erwiscbfin {Ui'n. 3, 7(31*'), o) mit per' .sönlirJtem at( . ; vn l ir: erwisch l jn bcy «ei- nem kleid. 1 Moi. 12; vud wo er (der böse geist) jn «nviMchel, so reisset er ju. Jfarc. 9, 18; iiönig Philippus Irachlct jiii (dem bapfst) nnch durch eiii'-n rdlnuinesrr, der crwischl ju zu Anaguina eben in der kauicr, darin er gcborn war. wider das bap- tUmMUtUm, (1545). Piq**; es halmich der teuITcl etliche mal wwissdit, da ich an dishcuhtKtfickiiiclilgedacbl. der in.jMoAn. (1530). iy. b) mU tädUMtm aee.: wenn sie aber sollUn auffden plan treuen vnd solchs be- wryszcn, szo rrwiscben sie das hassen panir. der 'dG. paalm. (1521). Clij»-. c) eine sacl^e t$l subject: wenn eiu lewr auskonipt vod erwuseht die dornen. 2 Jfoi. 22« 6 in den tnten ausgg. des a. lest., die ausgg. der ganzen bihvl hnh> n rru'r<"iin. KrwHcilcrnj durch wuchei erwarben: er- wncherte edter. «puler den «welker tu pre- digen. (1540). Eij*. Erworgea, 1 ) IraiWiiM t* <'r\vijrf,'en , mhd. erw ürgen {Ben. 3, 742j, ahä. ir-, arwurgan (Graff U 981). a) eigenilivh suffocare , erdrasseln, er- stirkt'n. bei />. jed*>rh ht crtrei(f'f h'r ^^•f/^'U- lungf üi umbringen, lüdlen überhaupt: yleich wie der sihaick Cain auch den koplT hieng I vnd sein andliU verslellel, da er seinen bru- meistcr zoch das schwerlaiis vnd wolle sich selbs erwürgen, apnst. gesch. Iii, 27. b) bildlich: aber su bald das kind erwachs- seu isl vnd zur vcrnuufll komcn , habt jrs Ougs erwtli^el durch ewer leidige bnsse vnd • worcklerc. Jen. 5, 84^ 2) intranHtives erwürgen steht für cr- worgeo, mhd. erworgen [Ben. 3, 742**): ver- schlingen sie vns aber , so sol jnen ein bein vber zwercfa in den hals komen, das sie dar- an erwdrgen müssen, dnx Ki. t op. Johannis. fl5,SS l. P^eiij'; wie viel edler seelen mftssen Uie so erbermhcli erwürgen vud ersticken, onsie^r. der ep. tnd emng. vom adnenl. (152S». Jiij*. Krwüschen , fchh rhafle Schreibung für erwischen , begegnet iit der Eist. ausg. der Schriften Lj: damMfa su Greftnlal erwCl^ schetc mich grall Albrecfat von Mansfeld* der lächle meiner roitercy. 1, S*'. Elf, »., aes, meUiUumj im vuc. incip. b iij'* artz, mhd. i^rze {Ben. 1, 43&), ahd. erezi, arisi, an»i {Graff 1. 465). in im ¥BM» wo das wort häufig neben andern metaUen eor* kommt . tat unter er?, .ttets unser kupfer zu verstehen: Tliultalkaiu , den mei.tt batillen erUelet werden, ellicb kel£i tsoh , ellicb vrrtSGh . . . sein, widder die buüen de* endchritts. (1520). Aiij"; iu • diesem stdek sind doch so vi«] vngerejnpler narrcnleidinge , das sio iiiomaud ullc kan er- zelen. vondenconcHijs vndkirchen. (1539). fiiij''; vnd inugeu vUeicht der gleichen schwaeblickeit mehr sein denn ich eneleo k.ui. origituMr„ v. /. 1535 Mi orchiv zu Weimar N pa>j l'Vj H, 42. I. e. 2) narrare, enarrare.mittheilen, verkün- . den: ehe denn ich den chrisllicheu verstand dieses sprnchs anteige, mus icbxuuor diesen schwant k erzelcn. voder das bapslum xu Rom. (lälö). Jiij''; vnd der kncchl erzflct Isaac alle sache, die er ausgericht halte. 1 Um. 24, 66; vnd er haue noch einen Iraum, den erzelet er seinen brüdcrn. 37, 9;' alte gc«;cliit-hte , die wir geliOrl haben vnd wissen vnd vnscr vrrlpr vns er/elol haben. jM. 7$, 3; vnd die d)ioslcl kuiiicu wider vnd enelelMi jm, wie gros ding sie gelhan hal- len. Lue. 9, 10; die himel erzelen die ehre gottes. ps. 19, 2. Knählnng (erzeluDg); f. nurralio: die erzeluDg aber der sundea sei frcy sein eim jedem, was er erzden oder nicht ertelen wd. arUkel, so da heUem wUen elc. ( 1 53S). ü ii)''. iru&Mlrulircr, >n. «ummii« rebellalur: die rechten ertsiullHirer vnd lesterer. «eraal- teorAin^r der «n^gHegten oi^^r. (1533). RiiiJ^ £rtbiscbefi »*. arciuepucopus , obersler bUekof: eigentlich faeisst ein bissehofT ein auflkeber oder visilalor, vnd ein ertzbischolT, der vber die selhig«;n iiulTseher vnd vi."21i inj''. Enbistbnmj h. archiepiscopatus , uüui. enehistaom {Orimm tol^. 3, 1080): bis- thnm, ertsbistumb, bapslom. mm dem dap- slum zu Romc. fir)2n i. Cij''. EribÖSC) sehr böge: vnd ist, sage ich, ein rechte ertzböse tückc des ergsteu tculTel». dos 17. cap. /oAafmis» (1530). Ilj*; eine ertzbüsc hmr. von denjüden tnd jren Ii- gen. (1543). ciij'*. Ersbösewicht , m. homo sceleralistimus : wer Jm selbs sehaden thut , den heissl man biilich einen erlxbOsewidii. «fM*. 24, 8. Eribnbe, m. erzschetm: e) !i < i tzbube vber alle buben. amleg. der ep. vnd c\. :ng. von der heil, drey könige fest etc. (1525). z üj** ; da nam sie den andern, der war auch ein erlS' bub. vber dtis erste buA Moee. (1527). iij^ Eribnbcnstück , n. snmmum ßagiiium: es stehet heiligen leutcn vbei an, solch ertz- bubeostuck vnd tcufflische tücklin dem ne- heslen su beweisen, dat dieee mH QnHeU noch fest stdken. (15271. siitj**; aufTs ander ist dns auch ein recht ertz buben siiuk, vns zu verunglimplTen vod sich mit lisl zu schmu- cken, auf dae vermeint fteiterKeh «diel. (1531). Aiiij". Krsdieb, m. tri für: ein Wucherer ist ein crtzdieb vnd lamireuber, der lidlicli am gal- gen sieben mal hoher denn andere dicbe beu- gen »oll. von den fuden md Jren Uigen. (1543). Z}^; ja hie w ere aoch suschweigeo von gcrinj^rn cinlzelen liehen, wenn man die grossen gewdUigeu crlzdiebc suli angreilTen. deudsch catech. (1529). Ji/. Digitized by^^f^^ £RZEIG£N eaZGÖTZER Kncigea, zeigen, darthun, «noet^m, mhd» eneigen (Bm. 3, 86ü). I \ ml ir. accusalir: Atmiluiin lioscllis iler wieder (widder) erreygl iyeseiyl) ward, vber das erste buch Mose. (1527 j. z iiij'' a»«wid; vnd noch keine not noch nttU ereeiget (ange- zeigt) isl, das sie dryiinen sein raüslen (die trotte das isl mein leib elr. im abendmahh- textu das diese wort Christi noch fest stehen. (1527j. 4 j"; weil goU so hart geboten hat, gehorsam, ehre vnd dienst der oberkeil mit ganlzcni horlzcii zu crzeitM'fi (t'r'r<'isen). rer- anitrortUHfi (Ifv ituffyeleglcn aulfrar. ( 1 533). Aj' ; ilaiick oriejytn. vermanuug sv» «ocro- menf. (t530). Eij'' ; bringet Jn herab «u mir, u li wil jm giiade erzeigen. 1 Jlfo«. 44, 21 ; .-7.spl?.}pr<'n nil beychlen ihre suiid, somieni schlechl sich erzeigen den prieitern. emikg. von de» Uehen MuueUtgm, (1521). B]*" [inderbibel. wie schon in den ernten cimgg. des n. lest, setzt er an den entsprerht'ndi'n stellen [Matth. 8, 4. Marc. 1,44. Luc. 5, 14 J «n^acÄe« zeigen)* 6) dieser vers sagl, wie sich die weit gegen solchem künige vnd priesler erzeiget, der 110. psalm. (1539). diij'-; ich komme frey lieh langsam gnug wil meiner daiikbarkeil, mein lieber guler freund, filr euer gutwil- liges herz, so ihr gegen mir erzeigt habt. de WeUe br. 4. 58ß\ r) d.T nu Nicanor sirli «rzeigcn woll, wie biiier lemd er den jiiilen were. 2 Macc. 14. 39. d} mit einem adjeethiseheH praeücal: crziifjfl dich herrhch an jncn für vnsfrn äugen. Sir. 36, 4 ; welchen er sich nach seinem leiden lebendig erzeiget hatte, apoet, gesch. 1, 3. Erzeigung, f. exhibitio, crirrvAu/iv: Mona heist ein er»eigung. vber dub erste buch Mobs. (1527). ziiij" «im rond; gottes offen- bcriiche erzeignng [manifestatio). wider die sabbnther. ftr>r^S). n iiij^ ; dcrlinlberi bil irli dnnutigpr vnllertenigkeil e. f. g. wollen dyszc meine crlzeigung gncdigermeinuog annemen. von den gutmt werdcen. (1520). Aij^ Krielen, s. erzählen. Krufnsel, »». nrchangelxis, oberster em/rl : Michael der erlzengel. br. Judä U ; demi er selbs der herr wird mit einem feldgestchrey vnd stimme des erizengcls vnd mit der |io- saunrn i;,'oUeä crnidder komen vom himel. triettgcu, producere, hervorbringen , tu folgenden sleUen (/lir geld) anschaffen: die apostel vnd euangdNsten sind villeichl so arm gewesl, das sie nichl haben kund nrzeuf'fn s(i viel cinoltpf nddcr hrcsilipn. il.iiiul ^u; hel- len an den rand ein hcndlin malen, das diese Wort Chrieti noch feut stehen, ( 1 527 ). h üij" ; gegenwÄrliger briefszeiger, er Conrad Leim- I>;h1i . Iiat nur drei jähr von meinem gn. h. herzo- J.dians kurliirsl c. f. gn. valer 24 fl. gehabt, nu woll er gern noch ein jähr voll- end hie studieren, zudem dasz er auch Wid- der (i0«der) Meider noch bnolier liishrr hat mugen f'rzcufien. de WfU'' br. 144. die bedeulung procreare hat das worl bei L. noch nicht» SO venig wie das mhd. ersiugeu (Uen, 3, 920). Krzfcinif m. tnü;uVus capitalis : ich zwar bin dcsbapsl erlzfeind. de Wette In: fi, 210. Erzfliege, f. Sobuh heyssl cync aull" ebreisch, Baal odder Beel eynen man odder oberberrn, wenns nu zu samen kompt Beel- scbubso heyssls eyneertzfliegeod ! i lici>lc lliege odder aiilT -rob deutsch lliegen könig odder grosse liuim In. ausleg. der ep. vnd euang. von der heil, dreykönige fest, (1525). s iij\ ErzgottesUttcitr, m. wms^mtter gottes- lästerer: der bapsl ist der crlzgottcslesterer. EL^l. 1, lOß". Krigötier, m. erzgötzendiener, vgl. gülzer : aljer sie leren hierin als die ertzketier vnd Digitized by Google ERZUIRTE 606 EAZUUTTfifi crbwttUer. wider die 32 articVel der üm- t/ogi-i pinor grossen erlzhurcn. Eseeh. IG, 30; t'hü wyr der selben erUhuren vud leuOels braul anlworien, wollen wyr zuuor viisern glau- ben beweysen. das ander ^eyl lotdder d. hyml. prophelcn. fir)2r)). Fiiij\ des hd- lischcn LuIzcIhts {luciferi crlzlitiieii. taine bericht. (Ib'lbi. Cj^. vgl. augslerzbure. Bnhiiemtirnj f. sihe doch die eiuhum- siym disserbulla. bnUa evMäamiitL (1522). Ciij'. Kriburentreibcr) m. erzhurer: o wie fein lauU, wenn ein bisscholT ciu crUhurnlrcibcr isl vnd heissl einen armen pfaflen keusch leben, auff doi verneint keiierUih ediet. (1531). Fj". Knielicn^ edueare, aufiielien, mkd. cr- aiehen (Jim. 3» 927^), akd, anioban (Graff 5» 606). 1 ) zumeist von manschen , kindern ge- braucht: so zihc ifli ki itic jilnslinfiL' vnU crziiie i^eiiie junghaweii. Jas. 23, 4 ; die ich cmeerel vnd erxogen habe» die hal der feind mbbrachl. klag. Jer. 2$ 22; vnd er kam gen Nazarclh, «1 ' <■! »-r/of^r-n war. Luc. 4, IG. 2) von ihieren . waruuib li^l deioe luullcr die lewinne vnter den lewinnen vnd erzeuchi jre jungen vnter den jungen lewenT Kgech, in. 2; CS war nit eync beszondere escllynnc (Im- cliaull crlzogen were , wif nnrli ^ewnn- lieyl des landi» die reylt cseli erlzogen wer- den. mUMUg, der ep. vnd euang. de» ad^ uenia. (1522). E^j^ 3) von pflanzen: iili bin aulTgewruIistni wie ein palmbaum aiii wassor vnd wie die ruseuslückc, so man zu liieiiclio erzeucht. Sir, 24, 18. Bflittcriy eontremere, erbeb in: Herr, da du von Scir ;iMtm4ichen geMhleebl» gewe$t ist. wm dm ßUkn vnd frm ^IgrnK (1543). Tij*. Ertiarr, n. homo inepUsmn%is : dasz itisz Imch uiusz cuUwcder eyn crUnarr oddcr der sich selb klug helll, geschrieben haben. atUwort deutsch. (1522). Ciiij'-; der nrit ist aiicli ilzl ilcr pri/n:in Jolnnv Srimnil von Cosliiilx. das 7. rap. l'auü zu den Co- tüHhem. (1523). AiiJ". Kniel, f. f. srtnei. Erinelen, s. nrznpien. ]lJt$Mthlli\k, m. nvbulo. erzfichrhu : cm »tI/.- »cbalck vnd golLsvcrrliüler. iwo preäigl auff der Umäertauff«. (1540). Kif. EnscbanilbBch, n. ein rcclil erizschand-, scbmacli- vml Itfgenbiinh. n r><"»S'. BnsdlW4'raier^ m. vornehm^ier «thwer- mer; ia es sind rechte ertssehweniMr. «er« mon mm dem sacrameiU. (1526). R 6*. Enspldbabf) m. was erzdieli: es sind v»«rzweitifltp , ilnrrlilrinben erlz«:pil5fJnihon. wider das bapslum zu Horn. (1545). Üj' ■ Cnt^ n. Hm mtdk l»et* £. «l. (las sie die alte birche vnd jren alten fareulgam ;ils ( in erlztcurelslinrc verlassen, «pider tfaiw Erzliirklein, n. ätmtn. von (T/.iii<-kc: ich meine, das sey'etii reohl erlzliii-kUn vnd das anerpeyasif^ slifcfclln* des kSm§» wm Sngeltand leitertckriffl. (1527). Mii] . da erzliicki- zwar ron Grimm ^erzeirhnr! . aber unbeLegl gcbliebeH ist, so lasse ü h hier noch «AiM beleg dazu folgern erlzlUcken, fUe wie grosse baleken auu snnen lamsich- tigon aiigon boiTtir kikcn. herzog Joh. Fried- rich Verantwortung wider herzog Heinrich V. WolffenbüUel. (1541). Btiif. Inn, /Sr henu: solche gesellen werden dem lieben euangelio gar bald vnd wAidNch hirtitnlcnt lielflcn viid die letzlo iinsicrni-' eilend ersu bringen, der lOl.fsaim. (1534j. Ltj*; feret «Htn vnd willanlfrahr anrichten. eyn Irew vormanung, (1522). Bj\ Kriürnen, mhd, cr/.nrncn {Ben. 3. 908*'). alut. irzunian (draff 5, ü94). 1 j tr. in zom bringen , zornig machen : gedeneke vnd vergis nidil, wie du den lierm (l) iifen ;;otl or/.nrnetesl in «lerwdslen. 5il/oS. 9, 7 ; ieli inusz yhn die srbellen vnllfinl an- schürUen vond dun leufl'ct noch basz ertzur- nen. tttOwoH devUA. (1522). Diiij*; ich meyne nit das ich nieyn gnedigsten herm ylin erzcurnpt li;ibo. miginalbr. r. j. 1517 im archiv zu iVfimar I\\ 108. 41. de W'ctU br. 1,77; vnd die elcpbantcn mit rnlen wem vnd maulheersalR besprfltxen sie an su brin- gen vnd EU erzdrncn. 1 Macc. 6. 34 ; durcli die grewel hal er jn igotl) erzfimel, 5 Mns. 32. 16; vbcr einem vnuerstendigeu volok >vil ich ench erzürnen. RSm, 10, 19. 2) f^. ertame dich ntehl vber dieliOscn. ps. 37, 1 ; erzürne diob nielil vber den, dem sem mnlwille gldrklieb fori pvhf\. 'M . 7. 3) tnir. in zorn geralhen, zornig werden . vnd seid heute abtrOnnig worden von dem herm, das er beule oder morgen vber die ganlzc gemeine Israel er7flrne. Jn<; 22, 18; vnd sihcsl, das der kOnig erzüntcl. 2 Sam. 11, 20; da crzüroel Nacman vnd zocb weg. 2 kSn, 5. 1 1 ; da eretfrnet der grim des herrn vber Usa. 1 chron. 14, 10. Enmitfr, m. patriarrha : jr menner . lie- i»en bnlder, la»!tet mich frey reden zu euch von dem etixiiaier Danid. «petl. geei^. 2. 29 ; crtsuetter vor vnd nach der sindflut. Ksdkr* 202 V Kriwacken, surripere: orkrnlzrn, orsclim- tlcn vnd erzwacken, ausleg. der tp. vnd euang» von Mtem etc. (1544). Aaij^ Rnwerki n. opus aerarium: der war ein nir'isitT im erlz, vol weisboit , verrinnt! vnd kun.Hl zu erbeilcn alleriey crlzwcrck. 1 kön, 7, 14. EmrldtrlMfcTi m. wehiinutbaptnla : das sind die widerlculTer aufls ncwc vnd wJI- ton »mh Ii jinor niil zu dio rii) t i- zwinget siclis aberinal . das ynn di*r golllicit mehr denn eine person sein müsse, vber dus erste bwhMote, (1527). Pilj*; darnmb er- zwingt es sieht das die muller niriii von «ineui man nius seil wanger sein, ebend. ('cijv mitd. erlwingen {Ben. Ii, IG^'j. ahd. in- duingan {Oraff 5, 273}. Gnwokllhnt. f. hauplwoMtiiat, grSszle woMUmI: vn«l nllimcl Ihuu^ diese erlzwol- (hal vher alte wolüiau der 147. ptatm. (1522). Fj". b, mhd. ^, oM. i:;, goth, ila. fiom. und acc. sing, des sächUehen pronomens dritter petifoH. ..diemeärltein «-s ^rfUlU heute, gleich dem aritliel, unsere gemmmie rede und ist atteMkalhenttnnareff'en** (Grimm), nicht anders hei weäkUb lUer üe anßUtrung von nur venigen beispielen, die aus der groüsm massf von sit lten, in welchen es die btbeUerdeulschung bietet, leicht vermehrt werden können, genügen mag. L der nominativ es. 1) am wenigsten bedarf es vieler belege für den persönlichen gebrauch: was isl demvo]ck, das es weiucl? l Sam. 11, 5; vnd der herr schlug das ktod. das es lud kranck ward. 2 Sam. 12, 1.'); vn.l webelen die winde vnd sliessen an das haus, da fiel es. ilatth. 7, 27. 2) unpersdnliehet es, a) neben impersonaOen , die naturereig' nisse, erschallende laute u. dergl. bezeich- nen: es donnert, blitzet, repenl. niu den letzten uiorten Dauids. (^1543;. V iiij*; reeke deine hand aulTgen bimel, das es hagele vber gantz Egyplenland. 2 Mos. 9, 22; es müsse weder ibawen noch iPL;<'iM'n aud euch. 2 Sam. 1,21; es rausst lu i als wolU seer regen iregnen). I ikon. 18, 41 ; wenn es aberlange duhnen wird. 2 Mos. 19, 13; in der dfnren einiidr. il.i i> Im'hIoI. fi .Vo«. 32, 10; »'« krytiiincU vnd wymniell. der prophel llubacuc. (ir)2r»|. fiiij''. b) bei impersonalien, welche ge fühle, m- pßndnn^ «. s. w. eutedrOeken, a) m ^ leit des dal. eines persönlichen pronomens: es hat ylini genlinet. ttustunge an die Chri- sten zu HalUs. (1527). Bj*; es bat vns ge- iretimel. I Jtfo«. 40, 8 ; es zimpl dir nicht das lit'lte zu tragen. Joh. 5, tO; es ekelt mir. von der winkelmesse. (1534). Ej*. ß) mit acc: er bat golt verlrrtwet, der erbtse jn nu, lUstcls jn. Mallh. 27, 43; da rcwel es jn, das er di« menschen gemacht hatte ant < ril*'ii. vnd es bekilinert jn in seinem herlien. 1 Mos. (■», G; IS (1 l),'irni|it niicb dein, ron den newen eckischen bullen. (1520 f. Aiiij'; es jamert mich des volcks. Matth. 15, 32 ; es ilauelite mich so Teyn vnd recht seyn. das antler teyl widder d. hgml. propheten. (1525). Hj*; es genianel tu'wh. ebend. r.iij". 3 1 CS als Vorläufer des mbjects : es isl schon die axt den bewmen au die wurlzel gelegt. MaUh. 3, 10; es war ein man im lande Uz. Hiob 1, l ; es wonel(e) aber ein altPi- prnpbel zu Helbel. I kön. 1 3, t I : woneicn zu der zeit die Cananiter im lande. I Jfoa. 12, r>; es begruben jn seine sOne Isaac vnd Ismael. 25, 9. Ih der aee%$ativ es. • 1) ich wil es leiden, ein chrislUrh schö' ner (rnsl. (1535). Diuj'; vnd n|ieu will mein Kethe sejbs füren, den sie mus ein scheunitn bawen. de Wette br. ti, 318. nAd» nur ;is[)C (Ih-n. 1, nn' i, ahd. o luUiilcslu Nagen, du hellest dein lebcalin^ keinen besseni brcy gesMO. tom $€hem ham^nu. (1543). Cj*': haslu niclil gcsseu von dem bawiu, da von ich dir gebul, du soUesl niclil ih von c«&eu ? 1 Mus. 3, 11 ; ich hab von allem gesMB , ehe du kämest. 27, 33 ; die aber geuen hallen , der waren bey fflnS tansenl man. Mallh. 11, 21. oder auch ohne syn- cope gecssen: yhr ^iifhel inicli , utl datumb das yhr zeichen gesehen, a/uiideru da:» yhr geessen vnd gcselligl scyl. iat magnificiü. (1521). cij**; Cbriillis leib wird nicht Tur vtiser sunde geessen. vom abendtnal Christi. (1528). cu/^michvcrdreussluidiUsu hoch, als das er vtts hat lassen Treund sein, mtil vns gfllaicht, geessen, vnd so vnredlicb. verreüfcr- lich seine reitidschal1\ wider vns verborgen. de Welle br. C. 249; «his lleisrli dos lob- upffcHi sol desselben lages geessen werden. 3 Mc8*l, 15. dod% begegnet veninseU auch schon die hevtUge form gegessen: denn wer lial frülicher gegesseil \ .sieh crgelzl, deuii u li? pred. 2, 25; gegessen vnd gcglcubu äoi diese toorl Christi noch fest stehen. (1527). i|ij\ 1 ) ohne ofr/eettCMiM; ich wil nicia c^m n, das ich zuaor meine sache gcw orheu liabe. I Mos. 24, 33 ; da iuis vnd Irauck ei . 24. 54 ; da macht er juen ein mal vnd sie assen vnd truurkcn. 20, 30; «■ Iwt jn aber der pba- riseer einer, das er mil jm esse (eimj.). Lue. 7. 36. 2) nui paiUUvem genitiv: wenn jr ins Uiod komet, darein ich euch bringen werde, das Jr esset des brols im lande , soll jr dem herru ein he I m ;_'f 'hen. 4 Mos. 15, 10; wenn du gleich uiieii Ine hellest , so esse ich ilocli deiner speise nicht, riclu. 13, 1 Ü ; uemel au meine gnade vnd kumpl /.ii mir er aus, so so! ji;(leriii.ui sPiiics wciiintucks seitis leigcnhawuis essen vnd semes bruuueus tnii- cken. 2 fcffji. 18. 31; finslu honig, so is» sein gnng. apr. 25, 16; mein freund kunic in M'inen garlcn vnd esse seiner edlen hilch- len. hoht'l. 1, 17. 3) statt dieses gen. die praep. von: du soll essen von alürley bewme im garten. I Mos. 2, IG ; setze dich vnd iss von meinem wililhiel. 27, 10; d.T ^i'^ \nn dem gemiis«: asscii. 2 liÖH. 4, 40; >u ulU jr von «heseni hrol cssel vnd von diesem kelcli Irinckcl. 1 Cor. 1 1 , 26. 1) tnil accusaliv: v!)d soll das kraul ;iiiir ileiii feldc essen. 1 Mo$. 3, 18; itlUin essel das Heisch nicht, das noch iehl in seiueiii blut. 9. 4; sieben läge soll jr vngeseiiii hrol essen. 2 Mos. 12, 15. vonlhicn n: auir deinem bauch soltu gehen vnd erden essen dein lohen laug. 1 Mos. 3, 14; lew eii werden blioU essen wie die uchscu. Jes. 1 1, 7 ; die ochsen vnd fttllen werden gemen- gel fttlter essen. 30,24. Essen , n, dtr inf, des vorigen verb. als Substantiv, \) cibus, speise; vnd salzle jm essen für. l Mos. 24, 33; mach mir ein essen, wie idis gern habe. 27, 4; bringe das ossen in die luiiiicr. 2 Sam. 1 3, 1 0. 2} prandium, mahlzeil: da das der ph«- riseer sähe, verwunderte er sich, das er sidi nichl vor dem essen gewasschen helle. Mmc. II, 3S; c> ist nu zeit cssetis Ihaia jn-nn- diij. Susan. 13. aucA mit auslasAung dt:, nomens 'zeil', wovon der gen. abhängt: ja das müsle man yhm bestellen bald noch für cssens. t^on heimilcften'viul ^ealoIsH 6riejf«i«. (1529). Biif. h»tüai€ii,f.ieildeses6ens: wem esiscu^- xeil ist, so ma^ dich hie kenn vnd iss des brols. ibsA 2, 14; vndb cssenszeit. vbcr das i'rstr buch Mose. (1527). siij*. Esser, m. wird aber jeiuniid :mi drillen läge da von essen , so ist er em grewcl . . . vnd derselbe esser mtA seine misselhat tra- gen. 3 Mos. 19, 7. 8. Essrrlkh. >. e>seüch. Essetsg, m. dies cibi: dris maiicheiu ein solcher laslen U|j lieber were deuu sein Digitized p^f g|C KSSKi 013 KTLICII L'itseidg. zwo predigt Sm^aUeH ge^au. (1537). Aiiij'. KsiiH^m. acelum: i$h lic:» liruls viul Uiiale clettten bissen in den esrig. Ruth 2, Ii; wie der esstg denxcencn viuldcr rauch den augcii Ihul, so lliul der faulo lUiieii, die jii simhIoii. spr. 10, IV)', wer cim bü>cii IilmIzcii licdcr siiigol, das lüt wie ein zurissuu kleid im Win- ter vnd essig aulT der kreilen. 25» 20 ; vod bald lioiriMiicr viilcr jnen, nam einen scliwaui vnd fiillci ja mil essig ... vnd irenckcl ja. Matth. 27. 48. koekdm^eh richtiger wäre essich , oder noefc dester eszich, denn mhd, e^kh {Ben, l, 452'-), ahd. c^kh, e^ih [Graff 1» 541) für ^:hi7,. golh. Essigknig, »< uceiabulum: zwccn rubiu wie die es8i{,'krngc gros, etner «ms den hohen arUckeln des atlerheitüjetteit bepitUehen ytaubens. (]7>'M). Aiiij'' rnnd. Rsierden» m. soldi lifvligen haben auch essen, Irinckeu, bchlaUcn vnd kleydt'i ^ehalil, were es nu nit auch eyn nieynung, wyr rich- leu aufl* CYii usszorden , Irinckordcn, schlafT- orden vnd 1 1 y 1 rnrt!< ii ' ausleg. der ep. vndeuang. ivmckmiag de. i l&22). eeeiiij\ Etka, paler, s. abba am eni/e» Ktlkfc (ctllich), qU^hU, qwUUm, nonnnl* 1 ) diesei ftenle fa»t ganz durch einig verdrängte adjecdvpronomeh ersrheint bvi L. noch häufig {die bibei allein bietet meh- rere hwndert beitfiele) und «war, wie mhd. üteltcb (Ben. 1» 449*)» ahd. elalih. cllalih iGraff 1, 11 Ol, im ay. und pl. n \ siny.: mhI \ber etlielic /.eil hernach s( rillen die kindct Amiiiuu mil Israel, richl. 11, 4; das yerichl wird iiacii etlicher seit geschehen. Dan. 1 0, 14; eUidier sehwdget , darumb das ei sich iiichl kan verarUwdrJcn, ellicher aher schw ei- get vnd wat lei seiner üeil. Sir. 2U, 5. b ; vnd in dem er seel, liel elUclis an den weg . . . ellichs fiel in das sleinichle . . . etlicbs liel vufcr die dornen . . . clliehs fiel auH'ein •.'ui l.iiid vnd trug fruehl, ellichs hunderl- l'ellig, ellichs sechzigfeUig , ellichs dreissig- fdlig. MaUh. 13. 4 — 8. pt.: es begab sich aber nach eüichen lagen. 1 Mos. 4, 3 ; vnd <.HScii etliche tafie im fTefoii^Mii!?. 10, ] ; nim elhche eilesleu mjh Israel iniL dir. 2 iloa. 17, 5; etliche lose leule. 1 Sum. io, 27; als aber Christus das loch auch schier ver^ sto|dl"l, reissei er mir eltlichc M hcihiMi dem fenslcr durch Carlslad. uider die anli- nomer. (t53Uj. Cj' ; ellich sagen, es heyssz ein vherwcsenlich hrolh , etlich ein anszer- welcl vnd besonders hiol, eüich ein niorf^en- hi Dl. ausleg. deutsch des v. u. (151b). Fj''; ellltcli vugehewrerheylen vnd haben duchkaum brod lu essen, der 1 27. ptalm. ( 1 524). B ij*. 2) mit dem gen. pt. eines persönlivhen pronomens »dfr eines anderen snbsdinti- vums verbunden : vnd jrcr eüiche waren he- slellel vber die gefess vnd vber alles heihgu gerele. 1 ehra». 10, 29; vnd idi "wil ein zeichen vnter sie geben, vnd jr eÜich die er- rellcl sind, senden zu t\en fi(»id<'ii. Jcs. fiO, 1 9 ; wolan ich wil cwer eüiche vberig he- balten. Jer. 15. 11; — vnd da die menner der slad eraus Helen vnd slrillen wider Joab, fielen eüiche des voliks. 1 Sam. 11. 17; in .leru«(i3 ) : warumb triuckel er itzt weyn, der ellwa die Isitsen Mg? «mfoMrt dSiUfdk (1582). U ij' ; (Bucer) »chrelbt firey erans, Piiilippus inüge ifzi i^leuben was er wölic, aber elwa hahc ers ^'(jwislich auch gelerel, das (iilcl luod ym ahendiuiil sey. da* diese tcoH ChrisU noch fut stOtm. (1527). 8iiij<>; das er jnan hrechtc ins laud Juda die gefesse des haiises des herrti, die ohva nijs dem lempel wpggre- nouen waren. ifarucAl, S; Tryphon, ein henhtmau, der etwa des Aleiandri fireuud ge- wesen war. 1 Jfoee« 1 1, 39 ; ich aber lehele etwa (var. etwan) 00 gesetse. Ami. 7, 9. *. etwan. 3) irgend wohl, vieUeichl, forte, in wei- thtm «Imie «• §et £. häufig ist: auch so kompls Wol widdcruuh , 1" Im A yuc uiuhe ettwa zu wenig netue2>t. von kauff«- handlung vnd to«cAer. 1 1524). Bj'; das i:il wol billich , wo etwa ein flirst , kUmg odder lu'ir wansynuig wflrde. das man denselbigcu abselzi vnd verwaret. ob kriegsleule eic. (1527). Büy''; ich helle wol lieber heint- lidi tnd mit meiner handschrifll diesen hffiefl an e. k. f. g. geschrieben , so besorget ich mich dieser sclivvindon zeit, das er mOcht elu M verrth k! ntiskomen. an den cardinai erizüuchuj zu Menlz. (1530). Aj*, es bat ein taglttner elwa des la|^ einen grosschen zu erwerben gehabt, (i^r 147.fwalNi. (1532). Biiij* ; ja^'t- jui ii.icl, , d.ts ««r ttiHil etwa fui j»ich feste siedle iiude. 2 Üam. 2U, 6 ; du basl elwa deinem hruder ein pCaud geoomcn on vrsaeh. Hiob 22, 6; aufi das du nicht etwa deinen fns an einen stein sUlssesL Uk. 4, 11. 4) etwa — elwa, iheiis — theiis: {das rSmkchß reieh) sol ein solch zertheflet reidi sein, das es etwa mccblig, etwa schwach sey. der proph. Danid. (ITiSO). Bij\ f^twRn, adi. mhd. (^leswenae, doch nur m dti iweilen bedeuiung. 1 ) fort9: ob das ba|»stnm wol vnter dem teuDel clwan ist , szo sein docb vnlcr yUin n-um chrislf'ii allzeit blichen, von dem bap- slum zu Rome. (1520). Üj''; das e. k. T. wollen seinen sween sOneu gnVdiglich elwaoa ein geistlich leben suwerfen. de WelU kr, 5, 725. 2) aUquan^, olim, vonnak: ii Ii aber lebete ellwan on gesetze. var. zu Horn. 1, 9 in den enien a%Lsgg. die» %. Mt.» tpäler elwa; etwan hat man laug gelebt, eher das erste buch Mose. <1527). yij* am rand; dis buch id. aposi. gesch.) sol mau lesen vnd auhcheii nicht wie wir elwan gelhan haben. Bin da« 1*1 7, 430; es ward einmal ges^ dasz man clwan viel gelesen vnd geschrieben liab on allun vorstand, tischr. S*; clwan s( hümele viiiid schcwele man sich Chrislum auflm predig Sinei su nennen, «band. 95''; etwan ist eine alle gewonheit gewesen. ebend. 145^ Etimi, aiiquid, mhd. »*i.swa/, , Clesw^r {Ben. 3, 567'*), ahd. äddeshua:^ {.(^raff 4. 1192). BTWO 615 KU 1) allein siehend: wenn tut das abiaszl gleich eltwai vnd gut were» mIi es dennoch vmlisonst yedeim.in geben werden, wider den falsch yennnUen geyiü. $tand. (1522). Diij^; soll dem Herrn etwas vnroUglich sein? 1 jfof. 18. 14 ; vnd soU nichu diuon vber- lasien bis oioiigm» wo eher etwes vberbleibl Iiis morgen, soll mit fewr verlireniieii. 2 Mos. 12, 10; alles gerele, da mit man elwas scbalfet. 3 Mos. 11» 32 ; wenn du im etwas deinem nehesten verkeufflsst, oder jm etwas abkeuffesl. 25, Hu.«, to. 2) neben einem davon abhängigen genitiv, a) des Substantivs: so sicli etiwas vnrals vnd vofalls draus cnlspiiliine. ermanunge sum fride. (1525). Aij*; so er doch wol ander ding vnd grossere stacli helle kflnnen finden, flio fhvas ansehens hellen, vber das erste buch Mose. (1527J. Qqiiij*; niemand mey- net, das44was Irosto de sey. etend. ppj*; das ich euch mitteile etwas geistlicher gäbe. RiSm. 1. 11. b) des adj. : wenn «ine socle elwas vnrei- nes anrürei. 3 Mos. 5, 2 ; wenn ich elwas flilsches gethan hetie. 2 Som. 18, 18; da- rumb das etwas gnls an jm erfunden i.sl. l Mm. 11, 13; 90 sie elwas lödlichs Irin- cken. wirdsjnennichl schaden. Marc. 16, 18; es (sl aber (tierum) elwas news auffden plan kunmien. «oittfsmba^limiMAoMe. (1520). Ay. fkr den gen. dieser adjective tprkht schon die analogie der suh.it. unter a, mehr noch die ahü. mhd. Schreibung guolcs . Im- dM, ninwes, mldiev (ffzfif^pn irird, z. b. breulig.im, eu^bn, heuf- Im, reumen, sclieumen, lenteni, reacbeiti, gleubig, beuriscb elc. 2) oß Aal L. aucA da den mnteiil, «eo «r heute unterbleibt, obgleich seine bedingung in der älteren spräche vnrhanden ist; so schreibt er x. b. stets heuhl capul {ahd. houbit, goth. haubif), doeA mAd. gewSkiUidi nichtumhu(cnd liouliet, houbt.cf/lenhiMihet, heubel, heublj, beubtbar, benbtman, heubl- Digltized by Google EUCH 616 Emu sUfl, bcublwasser u. v, a, xusamMmeUw^ gen mil heubl, ferner vrleuboii , glciiben, iviifeii, Iciifcn igofh. tislmiltjati , galatihj.in, raii|ijaU( (lau|»jau, aAd.arloub.iii, galoub»n, rouniiit loufon» mhd, erkutieu, gcloiibcu, roiiren, loufen, doch teigen skh auch ipwen des Umlaufs), auch kciiron neben kaufen; sodann zcubcin, zeuberer. zeuberey, geuk- Icr, klcdsuer. 3) wieäerhoU begegnet pfreumle für |trt-ih)ile (z. b. an den chrisü. adel. ir>20. V'\\ K'f ; rffi.v man kindtr zur schulen hal- len soll. üij'". Diij"), wie umge- kehrt U (uj für cu, b. Trund (die sieben pui^^alm. 1517. Biij"; emmrUyl ierAea- (ogen, 1521. Dij'), rriintlich, riHiulIicIi (n/)! sprmnn ron der hereylung zum sterben. ir>iy. aj"*; an die radiierrn. 1524. Aij*), Mlfflxcn (vfter äat ent$ &iuh Mo$e, 1527. llj'') für freund , rreundltch, seuPten. Kllt'h , dal. und acc. pl. des sub.'ituHlivi- schen pranonim- ilci- zwfiien pcr-ion, mhd. noch in in {dai.} und luoh {acc.}, ahd. in u. hiwili getehUden* 1 ) dal. : ich richte mil euch einen bunil iiiifT vnd niil ewrom snmoji nach cucli. 1 Mos. U, 9 ; das isl aber mein biiiid. den jr hallen soll «wischen mir vnd euch. 17, 10; wenn wir angebelei haben, wollen wir wider su ench konien. 22, 5 u. s. w. 2) rtrc. : daran wil irfi dich {»rufen. 42, 1 5 ; vorsündigel euch nicht .in dem knabcu. 42, 22} sihe ich bab heut gekaulll eaeh vnd owr feld dem Pharao. 47, 23 ; ich wil euch vn iirLMMi. 50. 21 tt. *. IT. Kucr (ewci i, (jehiirzt piir (cwri, gen. pl. des subslanUvischen pronomens der zweiten jimoi», mhd. ittwer, ahd. iuwar* 1 ) neben verben : mich jainerl ewr soer. Ruth 1,13; M) wil ich auch lachen in cwrem vnlal vnd ewer spotten, spr. I. 20; das er sich ewr erbario«. Jes. 30. 18; ich wil ewr nicht httlen. 5adk. 11,9; ich kenne ewer {neuere bibeln euch) nicht. Matth. 25. 12; der salanas bat ewer hegen. Luc. 22. .31 ; das ich on vnlerla» ewer gedencke. Röm. 1, 9; ich verschonet aber ewr genip. t Cor. 7. 28. 2) nehen zahlen: ewor filnnf solNn hun- dert jagen, vnd ewr liundcrl »ollen zcben tausent jagen. 3 Jfo«. 26, 8; ewer einer wird tausent jagen. Jos. 23» 10; ewer einer il. Hj''; seid rrucht- l)iir vnd mehret euch vnd reget euch atilV eiden, das ewer viel drauff werden. 1 Mo*. 9, 7 : vnd wird ewr wenig pttbel» vberhiet- ben. 5 Jfot. 28* 62; vnd solche sind ewr cllich gewesen. 1 Cor. 6, 11; das ewer 'jglicher denselbigeu vieis beweise. Hebr, 6, 11. 4) swey teil ewer aller. 2 kSn. 11, 7; t wer aller halben. RSm. 1, 8. Korr ffwer, ewr), aus dem vnrherqfh*'^- den gen. pl. euer entsprungenes Possessiv- pronomen, mhd. iuwerp iwer, «erfeirst inr [Ben. 1. 752"), ahd. iuwar, iwar {Graff I. jTü). am MEt^len Isl bei L, die kiirxmtg ewr. 1h betreff der fiesion isl zu bemerken, dats L. biüd das ente, bald da* sieeito , ja m'cAUe/leii beide e uni<>rdHidkl; «o be^gmei z. b. ganz gewöhnlich der gen. sing. m. «. ewrs, seltener ewers. ebenso der acc. sg. m. ewni neben cwren. der dat. sing. m. u. »ehwaakt swis e/ken ewrem nnil ewenn , nie- mals aber st^mnl ewerer oder ewrer (nom. wi., gen. u. dat. f., gen. pl.) vorzukommen. 1) mit folgendem subsl.: ewr glaube vnd knnst steht anff eym ammecbtigen. vngewis- $en punckt vnd bnohsiahcn. das ander leyl tridder d. hyml. prophelfu. ri52ö\. Hj''; ich wil auch ewrs leibs Idiii rccIicn. 1 Mos. i*, b) kercl doch ein tnm hause ewer-s knechts. 19. 2: jr wisset, das ich ans alten meinen krelTlcn ewrein valer gedienet habe. 31, 6; jr hnl'l nriilcr-. I;f!n<^n lohn lif^y ewprni vater. Matth. 0. I ; seiitl«>i eiiicii vnier eiirh hin, der ewm bruder hole. 1 Mo». 42. 16; bringet cwren jüngsten bruder sn mir. 42* 20; — alles w,i< sich reget vnd lebet, ; nl^-n li.nt t\4» ersle buch Mose faüi eiU'l f iciupel des glaubons . . . vnd bt fc^ ein euangelisch buch. Bind* eil 7. 305; darnnib ist sancl Jacobs epistel eyn rechte slmcrn epistel gpgpn sii« , «Ifiin sie dorh keyn euangelisch art an yhr hai. ebend. 7, 42'J: die euange- lisscbe warheyt. orlglnolbr. «. J, 1523 t'm archiv zu Weimar O pag. 74. FF. 2; seyne {Johannes des tau fers) Irre mnsi cytp} nnw teslamcnlisch vnd eiiangelissich sein, von weUllicher vberkeit. ( 1 523). Cj'*; das freye euangelisch leyhen. wm kaii^ehmtdhng mi tcucher. (1524). Cj**; was sind myr das für Christen, die vmbs euangelinn willen reuher, diebe vnd sclielcke werden vnd sagen dar- nach, sie sind euangelisch? erMamm^ sms friäe. ( 1 525). D iiij" ; vnd ist ynn Sonderheit verdrießlich, ilas sdlilie vii-^ovclilifTon , vn- rhri*i!licbc worl die rcih-n, so f^anlz niaii^'P- lisch sein wollen, das man kinder sur «c/tu» len hauen «olle. ( 1 530). G iiij'* ; dem btschof zu Mrns an geblhtn ist er baptstisch , dem l.tnit^'raiipn xTt gnhilcn iat'' cr euangelisch. de Welte br. (i, 377. Erangelisch, adv. : gib di« wdl innor voll rechter Christen, ehe du sie christlich vnd fiiniir^cliscb regirsl. von toeiUlichervberkeylt. (1523). Bij'; mit der Hiai vml il« r w.Tiheyl euangelisch leben, eyn Irostbneff an die ekrieten Mm Äugspurg. (1523). aiij^ Krangelist ; m. evangelisla. I) verkün- digcr des rvnngeUumji : ^ T^Il Tiengen in das haus Fhilippi iIps eu.Tngeli>lcu. apost. geseh. 21,8; vnd er hat etliche zu aposlel gesetzt, etliche an hirten vnd lerer. Sj^et» 4* 1 1 . Luther nennt sich selbst ccclesiasl vnd cuaii- geiist zu Willeroberg, eyn brieff an die 76 Digitized by Google EVAN6EU8TISCH 618 EVANGEUDM cMitm XU Slraspurg. (1525). Aij\ 2) rer- fa$ier einet der vier etangeHen: lanei Jo- hannes der euangelist. lischr. 381*; Johan- nes gar wenig wcrck von (iliristo, aber gar viel seynur predigt schreybl, widderuinb die andern drey puangelbteti vid seyoer werck, wenig scyner wortbcichreyben. Bindseil 7,420; die vier ennngelistcn. ebend. 7. 127. Kfangelistisdi : a niu!>z eyn aposloltscher odder cuangelisUscher geysl hie scyn. ausleg. ier ep» vnd euanff. «omeftiitfdf. (1522). eee iij\ EYAngcIiuin , n. fvrtyyhXiDv. mannigfal' tig sind bei L. die fiexiumenäungen diese* gr^UU, worUi, nom. imi ßec, sg, enM^ tum m den firiükeren «dM/toi. mU der kA. eiidung um , an deren stelle kcU 1 522 die gr. endung on IriU (woM zuersl in der ersten amg. des it. iest., sodann aber auch in den i^brigen eehriften), wekhe ertt in den lefs- len bibelausgg. und schrißen {seit 1541 etiPo) wieder durch um verdrängt wird {ver- einzelt begegnet selbst noch später euange- Uon. s. b. in der 1542 erschienenen schriß: etempH einen redUen difitUidten MrcAÖl^ xm weihen, Dj*; teährend von L. nicht be- sorgte auf!}nmmlarchiv zu Weimar 0 pag. 74. FF. 2. in der vor. auf das n. test. v,J. 1522 [Bindeeil 7, 423. 429] ßndet sieib oweft der nom. e§, euangeli)« oder deiifteft : cu.ingclinns (selbstverständlich nur in sol- chen schrißen, welche den nom. eiiangeiion haben), seltener ohne fiexionjsendung : cuan- gdion (tffl. Bindseit 7. XLVtt). der doL sg. lautet in der regel ciiangclio, nicht selten jedoch fiurh ynil beibehallung der unminalie- form eiiangoliüii. nom. und acc. pl. haben bald die igr.) tat, endung bald die deutsche cn (oß dMU neben einander), der doL pi, hott ebenfalls is wnd en* der gen. pl, dagegen nur en* 1) «Im erkUurung , was tmler evwgdtam •m allgemeinen su verstdien seit emhäH die vorr. auf das neue testament {Bindseil 7, 424): euaiigeliiiin i'?! ein griechisch worl vnd heissel auIT dcud.sch gute Imtschaflt, gute mehre, gute newezettnng, gut gcschrey, da- uon man singei, sagci vml Ti ülich ist. ah da Daiiiil (ien grossen Goliath vberwand kam ein gut geschrcy vnd tröstliche newezcilung vuter das jadische voick , das jr grewlichcr reind erschlagen vnd sie erlöset, tu frende vnil Triede gestellct wcren» davon sie sangen vnd Sprüngen vnd Frölich waren, also ist das euangeliuro golles vnd iiew lestaraenl ein gute mdire vnd gesshrey m alle weit erschol- len durch die apostel von einem rechten Dnuid, der mit der sflndc, lod vnd tenfol g«^- stnllen vnd vberwunden habe, vnd dninii allo die , so in Sünden gefangen , niii dem to«lo geplagel« vom teafel vherweldiget gewesen, on jr verdienst erlöset, gerecht, i* liendig vnd selig gemacht hat, vnd da mit zu friiilt^ ge- stcllel vnd gott wider heimbracht, eine ähn- liche, noek ausführlichere, zumal den unter' sdued twisdken gesels und evangdium dar- legende erklärung gibt L. in der ausleg. des evangeliums am 3. sonntag den ndreni<;. die hier nur im auszug milgeüteilt werden soll: hie müssen wir wissen was das euangülion sey, drumb ist wol vnd mit vieis zu mercken, ihs gnl zweyorlcy wort odder predigt ynn die WfU hal von aultegin alle zfit gi'sandt: gcsclz vnd euangclion . . . das ander wort gottes ist nicht gesetx noch gcpoi, fodderl auch nichts von vns, sondern wenn solchs (hirchs erste worl, des gcsetzs , ge ^^hi tipn, vad der elende iamcr vnd armut ym iteiUen zugerichi ist, so korapl er denn vnd bent mi sein lieblich, lebendig wort, vnd verheyst, zusagt vnd vcrpilicht sich, gnnde vnd hfllfl* zu gehen, da niii wir ans sobhem iamer komcn sollen vutl alle sundc nicht allein ver- geben, sondern auch vertilget, dazu lieh vnd Inst zur ruilungdesgesetzsgeben sein sollen* siho, ^nlch gfiiilirh zii^agtuig seiner gnado vnd Vergebung der sunde , heysi eygenllicli cuaugelion, vnd ich sage noch ein mal vnd aber mal, das du euangdion ia nicht andm verstehest , denn gOttlidie zusagnng seiner gnade vnd vei^gebung der smde . . . flenn Digitized by EWIG 619 EWIG euangdioo ist kriechisch vnd lieyst aiifT deydsch ein früticliu bülscliain, darunib das daryiinen verküiuligt wird die Im-vIstui*! lere des Icbcns vou gütlicher zusa^utigcn viid an- gcboUeowird gnade vnd vci gebung der sundc . . . mochtestu aber si^cn, sind doch ynn den euangcUen vnd cpisleln Paoli viel gesclz, widderutnb ynn Moses vnd prophclen bilclipt viel zusagung gotlcs. anlworl, c& isl kein bucb yan der biblien , daryniien sie nicht bey- deiiey sind, gou bat sie all woge bey eiD- and«'!" gt'selzt , Iteydo gpsctr vm! znsngtinfr, denn er lerel (liirchs j^csclz was zu iliiiii i>l vnd durch die xusaguiig wo iiiaiiH neiueu sul. das aber ^s newe testameal Airnemlich euangelion genenncl wird ftorandcrn bUcbern, geschieht darumli, das ps nach riirisliis zn- kunlll geschrieben ist , wilcher die göttliche susagung erhiUet, gebracht vnd oflcnlljcb durch mündlich predigt ausgebreyttct hat» wilche 7111101 verborgen war ynn »Icr scIirilU. ausleg. der ep. vnd euang. vom aduenf au elc. (152S). J5^ — Kj'. nach diesen eHtlänmgen kann e$ nicht b9 fremden, da$i L. .sriue lehre {d. i. die von ihm erlebte göU- lirhr thn(:. ; Johannis euangelion iist) ths cynipo r.nrlle recht hcwbl euangelion vnd den andern dreyen weyt , weyt für sn siben vnd hoher /.II heben. Bindseil 7, 429; auch sanctPan- liis vnd rV'lnis (!|iis[t;lln wcvt vher ilin dn^v euangelid Uatlhct, Slarci vnd Luce hirgeJicn. ebend. ; die vier euangeVen. von den emi- cilijs vnd kirchen. (1530). Yiij'*. 3) abschnitt aus der t'vtinrjrHschm gc- schichte zum vorlesen und erklären an den sonn- und festlagen: das cuangehum ajii ersten sontag des aduenls; das euang. ynn der cbrislnicss ; das cuang. am tage der hcy- drey kilnigc u. s. f. ; .ius7.I(»f:[iing der o|iisic-ll vnndcuungcli desaducnts; auszlegung d«>i ejtisieUn vnd euangeliea, die nach brauch der kit<;h(>n gel<»Ben werden vom cbrisiag Itisz auil den sonlag nach cpiphanie. Ütedi der 1522 erschienenen postiUen. Kwig, aeiemus {für uevitcrnusj, nütd. 4wec, £wic (Ben, l, 451)» ahd, twic, Awtg (Graff U 507), mUlelst- k (ig) v. ahd. iwa (iPiittw. ewig geht sowohl auf die endliche als endlose zeit , von L. als das menschliche (zeitliche) und das göllliehe ewig (ameh das recht ewig genamu) unterschieden, 1) von gott gebraucht heiszt es „ohne anfang und ende": gell, der da recht ewig ist. wider die sabbalher. (1538). Ej*; der herr, der ewige |,oit, der die ende der erden geschaffen hat. Jes. 40, 28; am Lcfeih des ewigen güttes. Rom. lü, 26; der ewig goll erleuchte vnd siercke e. c. g. hertzc. origi- nalbr. v. j. 1523 im gesammtardUv zu Weimar O pag, 74 FF* 2. auch subslanli^ visch: der ewige. Bar. 4, 10; ich wil schreien zu dfm ewigen fiir vm! für. \, 20. 2) von dingen die swar einen anlang in der xeitf aber ftefn ende haben, die über diese xeHUehkeU hinausgehen : die seele des isclion ist oyti owig ding. Jas eyn christ- liche vcrsamlung macht habe de. (1523). a ij'* ; vnd sie werden in die ewige pein gehen, aber die gerechten in das ewige leben. MaUh» 25» 46; ewige Seligkeit. Hebr. 5, 9; denn vnser iriibsat, die zeitlich vnd leichte isl, schaflTcl **inc ewige vnd vbcr alle nias wich- tige herrligkcit. 2 Cor. 4. 17 ; wo golt von ewigen dingen redet, da ists auch das rechte ewige ding , denn er vcrmags ewig zu machen, wie Dauids stuel , Messias vnd der ewige sagen I den er vus verlornen menschen bracht hat. wider die sabbalher, (153S). Ej*; Daniel am siebenden von Hes^a saget , seine gM die iauer ton äerbeichaf^enheU des gegenständes abhängt : vnler dem baf*>>(nm sint! viel ewiger befjong- iiis lur diu lodlen gesiltin, da& isl üo lange es wercn kan. ebend. Ej*. 4) ewig — »tttijf, unaußtärHeh» fm- wSltnnd: das claeisrhe worl olani heisl das wir sagen zu tloiulst li jmprwigo {Graff 1, 508); deoa der herr isi freundlich vnJ seine gnade weret ewig, vnd seine warheil fur vud für. ps. 100, 5; die auff den herrn hoflSen , die werden nicht fal- len, sondern ewig bleiben» wie der berg Zion. 125, 1 ; der da aber ewig Idtot , mIU s was der niaclit, das ist volkomuti. Sir. IS. 1. auch verstärkt immer und ewig: der herr wird kdnig icin jmer vnd ewig. 2 Mot. 15. 18; gotl, dein sluel bleibt jmer vnd ewig. ps. 46, 7. hänfner steht ewiglich. Kwighans, n. so neiincl auclt Snlumo ecd. 12. das grab ein ewighaus, daruiub das die todleu jmer bleiben in einerley weise, randgl. SM Sxeeh. 26, 20. Ewigkeit, f. aetemiias, M/anjf« auch noch ewicbrif (z. 0. die sieben pusspsalm. 1517. E5''j, vihd. ewichcil {Ben. 1, 451'), ahd. ewicheit. ßwigbeil (Graff 1, 5ü9j. (ite «orateUwif dar ewigkeit «oioeiU wf vtrgangeiäuit als xukunft. 1) glcidi wir ein (rnplllin wasscrs gegen das nieer , vnd wie ein körulin gegen dem sand am meer, so geringe sind seine jarc gegen die ewigkeit. S(r. 18, 8; vnd mOslen da selbs dran gewesl sein . oder dazu golliau bnlirn, fl.is ♦ s {das jüdiivhe gesetz) diefunlT- zehen liuinli t i jar nicla gefallen noch »ufT- gehiHret vnd abo seine cwigkcil {beständige dauer) nicht verloren bette. wUbtr dfo Mft* bather. [\W.\S). l>iij\ 2) ^on ewigkeil: ich bni fiugei»eUl von ewigkeil, vor anfang vor der erden. $pr. S> 23; mein lieiliger, der du von ewigkeit her bist. üab. 1. 12. .3 ) in ewigkoil, auf ewifjf, für immer, für und ßr, ewiglich: du hast dir dein volck Israel zubereilet dir zum volck in ewigkeit. 2 Sam. 1, 24; der herr bleibt ein könig in ewigkeit. ps. 29, 10; ich wil dir daneken in ewigkeit. 30, 13. 4) von ewigkeit zu ^lai ewigkeil : eh«! denn die berge worden vnd die erde vnd die weit geschatlen wurden, hislu gotl von ewigkeit in ewigkeil, ;)*•. 90. 2; die gnade des herrn weret von ewigkeit zu ewigkeit. 103, 17; gelobet sey der name goUes von ewigkeit an ewigkeit. Dan. 2, 20 ; der da Idliet von ew^- keit zu ewigkeit. offenb. Joh. 1, 9; vnd der rauch jrer qual wird aufTitteigeo von ewig- keit zu ewigkeit: 14, 11. 5) von nun an bis in ewigkeil: gelobet sey der herr der goii Israel von nu an bis in ewt;:l.;.Ml, ps. 41, 14. 11. 2. 11 r,. IS. twiglicil (ewigklich). auf twig, immer- dar, für und für, perpetuo, mhd. öwicliche, emcilcben [Ben, 1, 451). ea fteauAl thh nach maszgabe des adj. 1) auf einen endlichen Zeitraum: leben- güler wenlcu veihtteu erblich vnd ewif^ch, das ist so lange die güter vnd erben bfoibon odt'r wclin n. wider die sahhalher. (153$|. Ej*; vnd las jii ewiglich { lebenslänglich j deinen kncchl st iii. "j 3/os. 15, 17; bis der knabe cnlwüiiul werde so wil ich jn bringen, das er für dem herrn erseheiBe vnd bleibe daselbs ewiglich. 1 Sam. 1, 22; der kieeht aber bl(!ilH-t nirlit cwiglu h im hause, derson bleibet ewiglich. Joh. S, 35. 2) auf dt« endlose xeit, in «aelelber baden- usng es den ^^«naafstfo» seitlich bitfaf ; isla biUich, das alle seclen ermordet werden ewig- lich aulT «las »liszer liirin i! IroydlH li prangen rugclich bleybe? wider den faUcU genanUen geyslliehen Stand. (1522). Aiiij* ; vnd götl- heb leben, liie tettlich vnd dort ewiglich. Jen. 8. nsr.'. ^) iiiimer nnd ewiglich ; jren nainen ver- lilgeslu jiuer vnd ewiglich, ps. 9, 6; der L.iyui<.LU Oy VjOOQle BW16VATER 621 EXEMPLAR herr ist küDig jmer md ewig^ieh. 10« 16; er bitlcl dich vmbs leben , so gibstu jm längs leben jmer vnd ewij^licli. 21, 5; darum wer- den dir danckea die vOlcker jiuer vnd ewig- lich. 45. IS. Ewigrateri m. var. sw Jet. 9, 6. Buillllcttl> amforschen, prüfen: fra- gen vnd exaniiniren. ep. ». Pelri gfprediget. (1523). bbij''; icli hüre wunder »ageu» wie «chimpftich die veiirifrar «nlT dein ratluiise XU Leipsigk sind aDgehaEen mil jrem exa» niinirn. verantworttmg der m^geleglm auffrur. (l.-.;H3>. E]\ EieciUtB^ /. esacuUo: die execuUun tler vornianbrieir, ladbrieir. . . «•rhyndero. kutla cene domini. (1522). Biiij*. KlCfUtlonbrieffj m. vorpielbrn tV, initirl- brieif, execuUoabrieff vnd ander a|)06luU!»che briefle. ebend. llMiptl>ii. esBemphm, 6cupiel: so bdien die propheien das exempel (von Sodom und Gomorru] atigciogcii vtid wo! gcbknvet vnd furgehaiteu . das sie die ieule ynn goUes- furdit bebteilen, «fter daa ml« bifdb Mose. (1527). vij*; tttu drilten lesen wyr Hosen von wegen der scbtfnen exempel des glaw« bens, der liebe vnd des crcuizcs ynn den lielicu heiligen vntorn. ebend. I? '> ' ; exenipel des vngeliorsams. von der miide widder d. heyl. geUl. (1521>). DJ'*; vn^nenu uehesleu zum guten exempel. twmauMmg tum ioera' menl. (1S30). Büg^; den bösen excni|tfln vnd ergernisaen widerauslelien. Bin 4» eil 7, 331. Isempelbncbj n» icb halt aber, das kein feiner exempelbucli oder, legenden der hei« ligen aiifTenieii koinen soy udor ktiincii mUge, (leiin ilrr psaUer ist. BinUseii 7, 'Ml. txcmpelweisc. adv. btUpieUweise : nierck aber weiter, das dieses albie nur exempel' weise von Dauid allein gesagt \%{. Eul. 2» 84'. Eiemplar, n. 1) zum druck bestimmtes schriflstück : mich wundert, warum Hanns Weiss den psalni nicht hat angenoiuuiea. ich hett nicht gemeint* das er so evkel were« ists doch ein koellieb exemplar. ie Welte 6r. 6, 122. 2) einzelner ichriflabdruck : ich habe nicht mehr exompbr* ich wollte euch sonst eins oder drey geschickt haben, ehend, 4* 140. F. l) während npi yulh. 1 und v Unüiii h von einander abziehen, indem dieses d*e spouns, jenes die aspiratm 4er üppmlmla kexeSA- nel, kai eiek oM., «odUmi w diesieUe «ler labialen spirans eingenommen, die aus- spriirlke des v dem Maul so sehr (jenähert, dasi ailmählich beide mil einander iu wech- sein beginnen, mhd» an- und Mengend v sogar die regel bildet. «Ad. dagegen hai f wieder die oberhaud erlangt und v behauptet sich nur noch in wenigen wörtem. auch bei L. herrscht f, docA bietet er in einigen fällen nach V. wo später c6en/allt f dmrekgednn^ gen ist. so schreibt er x. b. zievUich con- stant vicisz (v|ci^;t, vloissfii, Lcvlcissen, vleis- sig (docA einmal vbertleiszig), vicissigeo, be- vleissigen, vhede, vhedbrief, bevheden, aocA verse (versehe, jieben ferse), v>oneben ver- einzelt, besonders in den früheren sein ifun. noch vastea, vasz« vel«l, vills (viiuhutj vor-^ kommt, Vfie umgekehrt in diesen zuweUen auch {für V [z. b. Uhc [uiastüchj. fogel. fof- teil , forne) begegnet, inlautend eradteua v iL» seAreiM u) fBr f norA Ai einer, eiuem, zweiuel ineben eiffor, einem, zweifToli, {^raiit n ( Ixirggra ueo, Uttdgraueo, marggraueü), brieue ^biifue.s). 2) ßr b «fsAl f (IT) tu buffe (mtr im den früheren tchriften L's), höftl (holTiI). hOdeln (ungehOflell) , pÖfcl. rrht harhdeul- sches b hat sich dagegen bei ihm noch be- hauptet in haber (haherkaslen . habersack, doeA in X.'a AoutrecAiiiMif de WeUe 5r. 6, 330 hauer, vgt, «mA haferkttrnlin), schwe- bel u. a. 3) die geeUnation fl' verwendet L. aus- iantend trie inUuUend wiekt oUem mwA kur- zen, aoMkni «HeA «acA tenfen «oealsn, diphlhongen und consnnanten ; er hat z. b, .schaff Ovis, scUair40fliiii(a,iidiIatt'ea, slrjSiTen, Digitized by Google FAB£L 622 FAUEN aufT» knauff , tauff, hanffen, lauffcn , crgrcifT, [iff iffe , k (Ml Ifen , loulTol, liripfT, ticfr, vorliof- fen , erlir, zwclll, IiclUcii . fiinH', vt'ni>iniri. scIiarlT, tapircr, ojitter, stumptl u. j». u;. in den apdUer«» aehn/lM »^windet naar dU lästige verdopfeku^ ÜieHwei.si\ nie z. b. nach langem rnml, von L. srlbsl aber ivurde sie, wie seine eigenhändigen briefe beweisen, audi in diesem fall, bis an sein ende bei- 4) die laiHMrMiidiHifm pr umd ph $. unter p. Vtbel, /. fabuia, mhd. Tabcle, favele {Oen. 3, 199*'). 1) tnäMimgt gerede der leule, gegenständ der Unterhaltung überhaupt: vnd Israel wird cm spricliw ori viul fahil sein vnter allen vül- ckern. 1 kön. 0, 7 ; lias »le »olleu zu schän- den werden , cum aprichwort , «ur fabel vnd zum fluch. Jer. 24, 9. 2) erdichtung: aiit h niclil acitl hettoii .uilT diu fabeln. 1 Tim. 1. 4 ; der vugeisUicben abervodallucUcUchenfdwln entsehlalMdklL 4, 7 ; die jfldiachen fabeln. TU. t,iA; ich hab dis bucb darürob rurtreiioinmfii , d is * nicbl not spy f.ilirln vnd incrhii zu j)i (!iligeii. vber das erste buch Mose. (1527 J. fiiij*. Iabelif/aftiifairi,/injrer«: vnd laue andere Jabeln vnd achwatien, was sie wollen, ser- mon von cf-m snrmmenl etc. (152(;). C7''. m dei' Wiltenb. ausg. 2, 120* steht an der betreffenden stelle: diclilen vnd schwalzen. Mler» n, foJMtHiaT: das enangelion daa wyr veriumdig«!» beben \vyr niclu aus den lingcrn t^osogen odilcr sscr Stern vuiu liiuiei, tler brandle wie eine fackel. o|f«Rb. Jek. 8, 10 ; anr Mein. Stusk, 12, 6; \ nd es waren viel fackeln auR dem söller, da sif« versainlcl waron. apost. gesch. 2ct : da nii Judas zu sich hatte gcnomen die m vnd der hohenpriesler vnd phariseer knecbie, kompt er da hin mll fackeln, lampen vnd mit warten. Joh. 1 S, 3. — mhd, vackel \Betu a, 2nni. ahd. farrhal.i {Graff;\, Vadc«, faden j m. ^um, nü^ü. vadciu {Ben. 9, 20t*), ahd. M»m, fadum (Graf 3, ! 1 1 I CS ist ein kleyd vnd doch nicht eincrlc} I i lcuis oddor farb»>. vber das erste buch Mose. ^1527j. hhj'; paiiiuui ist ein henlfen oder Oechscn faden, under das bap- ihm tu Barn, (1545). Zj^; vnd als sie jtst gebar, Ihat sich eine band heraus, da nam die welimuller vnd band einen roten faden darumb. 1 Uos. 38, 28 : vnd schlug das gold vnd schncils su faden. 2 Mo». 39, 3. redaat^ art: aber Ahram sprach tu dem kdnige vnn Sodoiii , itli liobe nu'ino Iion. der ersUn pp. s. Pauli an die Corinther. (1531). Tiiij*. I'adenrcckt, schnurgerade: sie künnpns niehl allaeil also scbnniigleich Irelfen vnd fb- dcn recht machen, tischr. 33 1^ Kaken, fav^tn. rapere, praet. fieiiL' /»firt. praet. gefangen, mli4. vibeu, iusiunmenges* Digitized by Gq^^ FÄHEN m FlHIO Tin, j^aei. vie «tMl vteng (0«fi. 3, 201 if.)> «Ad. rAhaii, prael. fic und (lang (trfOjf 3, 386ir.). die hi'Hir h,>rrsi kende praesensfnrm fangen erschtint Lei L. nur seUen iz. b. Vol. 2. 20. 2 ifacc. 12, 35J. vyi. anfallen, eui- phben . umfiibeii. 1) mcnsrlion , Icnle fallen: von nu an wirsUi menschen faiien. Lucht 10; als die jaden Ghristtmi wollen fiihen« slelll er (Frlfi») sich so b.ilil zur gcgenwcre. das 14. rnd t.'. c«;). Johannis. fir)38). Aj'' ; null liiosc roilo wcnlc icli nu andoio sciiwcrincr kriegen, tlie uiicli Iahen wollen, dos üete wort ChrttU noeft fett «leiben. (1527). hj''; zum andern isl yhr (der fal- »ehen lehrer) arl, (bs ^jn ilns voick schlcclil zu knerlilcn machen, lalien sie mit geselzen vad werck leren ynn yhrero gewissen, aiu- Ug, der epw vnd «utatg. «on 4er ftiyl, 4rey könige fest elc. (1525). dij^; er fehel die woispn in jrpr listigkeil. Hiob 5, 13; da nu Gideon widcrkam vom slrcil, fieng er einen kneben aue den lenlen zu Sneolh. ndkl. 8, 14 ; Jiiria» der ein furgenger war dere. die Jliestim liengcn. apost. gesch. 1, tO. 2) lliiort' r.ihcii : so nim nu deiiioii zciiir, kücher vnd hogen vnd gehe aulls fehl vnd falie mir ein wüabret. 1 Jfo«. 27, 3 ; vnd iat gleich wie ein einhom, von welcliom man saget, ni.in« nicht ki'mnf! k-boiidip falicn. eine preüigi vom verlornen schaf. (1533). Bj'; der mensch hal mancherlcy gezcug die lissvhc xtt Taben, der pmjiAef Botaene. (1526). riii]**; wenn man wilvicl rolkelclicn vnd vo- gcl fangen, rnu^ man das kdizliii odor oino eule auff den kioben oder IcimnUen »clzen. VOM den eemeüij» vnd lärehen. (1539). Ziitj*^; ich weyss yhc. das eyn kaiz mcusz fehel, wenn sie sali isl, das oyn tialiicli iTji|)- htmor fehel vnd szd fori au. ausleg. der ep. tnd exMTig. vom chrislag. (1522). dddiij ; meister. wir haben dicgantie nacbigeerheitet vnd nichts gefangen. Luc. 5, 5. 3) seHnn fnhcn: sihe irli wil an pwr küs- sen, da mil jr die seclen fahcl vnd verlriislct, vnd wil sie von ewren armen wegrcissen vnd die seclen, so jr fahel vnd vertrustet, los >iiaoli(Mi. Ezech. 13, 20; diszoi ding reyohct lieyBiss biaa an die seclen , sie zu befreyben oder fahen. «en der freyheyi eynUx ehntten metischen. (1520). Aiij". 1) wo ist nu Müntzers ermcl, darynn er woii alle bilchssen sleyn hhen . ilic widdcr sein voIck geschossen wurden l etfn schreck* Uch getehidu, (1525). A 5^; wer eine solche memine i^t, das er alle wort wil audahen vnd sucht nrsachc, dpr wil den wind '.•fui'.Iich Ulli dem niantel fahen. ob kriegsleule elc. (1527). Ej^ 5) ram fahen , sorde ge mamtSare: »an soll sich nidil an alle kossol rt'ihon, man fcliet snnsl rani isprichwori). ausleg. der zehen gepoi. (152^). C5''; so sol sich (ob gott wil) jre hohe kunsl an den alten kessel rei- ben vnd den rechten ram llihen. exempel einen rechten bischoff zu weihen. (1542). Diiij''; ich meine, er .soll anlauflcn vnd rliam fahen. vonden jüdenvnd jrenlügen. (1543). 6) gedancken, lehre, warbeil fahen: nein solche gedanrken fehel er nicht aus dem e%r- empel. dasscMne confUemiHi. (1530). Oij^; das ein mensch die tarle warheil fehel vnd preiset, de Wette 6r. 2. 162; wer meine lere mit rechtem lierzcn folirt. 2, 213. 7) re/7. ; da giUs scIiuiMgens , flatldcriis, iui|d!'ens OiUler widder sich selbs reden vnd sich jnn eigen worlcn fahen. wm aheMtaial ChrisU. (1534). tq^i slellfallen . da die sec- len sich ynnen fahen. bvMa eene dmmni, (1522). Sj ttdu kern acc. dabei, so wird die be* deutung ieUnnrilh: die jngenl ein sundel ist, diT scer bald fehel. hauspost. f Wittenb. \b \b). fesUeil SO**: mninr r.'/lc iL-hol nicht ierale amgg. nicUls) vntcr euch. Joh, 8, 37. Fähig (fehig), capax: also anch sollen sie allo arm werden, die das euangelion IiOreten« aiilV das sie d(?s fdiig wurden, amleg. der ep. vnd euang. vom adnent elc. (152^1. k j'' i so isl er {der mammoHsdienerj vngleU' big, kan die Vergebung der aunden. die gnade Christi vnd gemoinschallt der heiligen nicht linbrn noch der selben fehig sein, wider den tcucher. (1541). Eiiij"; warurob erwelen sie nichl einen , der des schütz fehig wcrc. exempel einmreehten ckristUehen bisehoff tn weiTieH. (1542). nij\ G rimm teib.2. 1'238 wird beroorki: „bei Luther erscheinles nicht,** I FAHL 624 FAHREN Mi (Mh). iKilli*M.> rad ieh sähe ein falli pftTtl (mily. «füllt pallidu.'si vn<1 der ilmnfr sns5, (Ins namc hiett lod. offenb, Joh. tt, 8. EUL 1. 429'; fahd. mhd, t«l ^en. vahves (ßen. 3, 213')» oAd. flilo. ralawes {ßraffi» 468). falb. Fahne frane), f. vexillum, mhd. van (Ben. 3. 234). a/id. f;.no {Grnff^, r,20i, fc^dem.; itcm nach pflegt iiians(di£ tidUenjahrt ChrisH) auch also an die wende tn malaif wie er himinler Torct mit einer clioi kappen *nd mit rinerrnlincn jnn dor linnd. mn Jffsu Christa. (1533). II r»j» ; wie mans inalol , das er mit der fahn hinunter fcret. ebend. Hiiij''; so Iftnd ieh oueh wol seltertten vnd fragen, «es er tnr eine fiihne gehabt, oh sie von liich odiler papir f»ewest sev. ebend. i'f; tafol, kerlzcn vud fanen. vermanung zum sacru- ment. (1530J. Dij^ fihnleln (fenlin). n. 1) vexillum: also worden sit» aiicli das fonlin nieht auff den inasiliatiiit niissicckon, Jes. 33. 23; vnd sind garvnler jrem fenlin. das 1 5. cap. der erslen tp. i. Anitf an die CoKnIlker. (1584). Sj*. 2) dKe WÜfr einer fahnB vtreiniglf schar hrieger: de mililia, das ist vnn flrdcnlii hen kriegen, da ein fürst, künig oder kciscr frey mit seinem fenlin xu Felde ligt. von 4m eon- len solch schrecken vnd fahr vnd iamer ley- den. der proph Jnnn. (152fi). Eiij"; die lieben velcr die «.clinlTl ofll vnd on fahr aa vneben ort, docli ynn gutem md nfltilichem verstand gefbrl haben. vemodenAnnlChrötf. (152S). Aiiij'; in fahr des lohens. gnl oder ehre sfohen. doi 14. vnrf 1 ^. eap. Johan- nis. (153S). eeeiJj*; vod ist wol die fahr dabey , wo die herm vnd vberherm aotdiee krancklic-itiMi nicht mit emst vnd allerley '•rtrney helHVn mhI steiiren werden, sfdt n ! ein land sterben drans werden, originalbr. v.J. 1535 im ges.-archiv su Weimar N. pag, 109. ff. 42. 1. e; es ist üriede vnd hat keine fahr. 1 Sam, 20, 21 ; wer sich gern in fahr gibt, der verdirbt drinne. Sir. 3, 27 u. ößer, den pl. fahre bietet Jen. 3. 373*. aueh Bin4teil 7, 881: denn preisen, leren, kircheodienen , hat vid mühe, fiibre vnd vdIusI. Fahre, f. iu/n«, fahrgleis: anf das damit etn anTang werd, den ganzen zinskauf zu rechte vnd in »eine bilUehe bhre ra bringen mit d. r ich. de Wette 6r. 2. 521. Pahren ihren'», praet. fuhr(f«r. fu^D, w^'/ varn, vuor {Ben. 3, 242 (f.), ahd. faraii. hm {GraffZ, 548). goth, faran, fir. 1) im oifpenwMien deseleAnee «a eine schnelle, heftige bewegung mn einem orte zum andern , und xeird sofnthl mn heften* digen als leblosen dingen gebraucht. a) von pertonen .* da baten Jn die leolM vnd sprachen, wiltu vns .iiistrcilxn . so er- leube vns in die herd sew zu faron. Matth. S, 31; vnd ich sähe einen engt ! vom hiuiel farcD (erste ausgg. steigen), offenb. Joh. 20, I ; da die enge! von jnen {Stm Mtrm) gen himel füren. Luc. 2. 43; Christ für (1534: fner) gen hymel. row abendmat Christi, (1528). pj'; darein bewilligt u«. doeh mit dem bedinge, das der eme sie Icrat in den hiroel faren, der ander, das sie «Mtr herab faren kftndo. rerlegung des aicora*. iir>(2). Kj'; iJona) ppdancht hat.erfure Itynuiiler ynn die belle, da er dem fisch yon den bauch für. der proph. Jhiui. (1SM|. (iiiiji>; also Hobe er {Jacob) vnd alles was Spin war, machte sich aiilT vrid ftrfir v|>pr«l» Wasser. 1 Ifoe. 31, 21. insonderheit wird Digitized by Ct._^ J tTABBSM WAHREM der yauy aus üiese$H leben durch falux-ii aiM9«iirtt«llcf ; lierr. nu lesseMu deinen Aener im Triede Taren, wie iltt geaagl hast. Lue. 2, 2M; mi*I (Iii soU faren tu ileinen velern niil fiieden vnti in gulcin aller begraben werden. 1 Mo*. 1 5, 1 5 ; ich wenlo ntl leide liinunler faren in die gruben su meinem lon. 37, 35; der tod vbereile sie vnd müssen Ifliendig in die belle fiiren. p.?. 55, Hi; wpnii wir heim Türen aus diexein elende. iV aekernagel Hnhenl 143. 1^) vonthieren: da die (hier miUt stf riimi. weish. 17, ; ' 'il»cr I'.miIhs eiinMi ImMnVn rcisser ziisamcii riiilell . . . kiun ein ulier %uu derbiue und Tubr Paulo an seine band. apo$i. fttck, 28, S ; vnd mag jr Ussen die weil eine niegen ins maul Taren, exempel einen duisU. bisehoff zu ivtihen. (1542). Kij'*. cj von ieblosen dingen: vnd ein Tewer- Oamnien fnlir xwi«icben den stocken hin. 1 Jfoif. 15, 17; Mxl der berr lies donnern vnd baprln, if I is few r aiilT ili»; erden schos. also lies der lierr luij^-cl regen [regnen) vber k^gyplenbud, deinen) iielieslcn iii ilen w.ild gienge hotu an bauen, vnd holet mit der band die ast aus . . . vnd das eisen fiirt» \mn stiel. Mos, 1 f), 5; 0 (In srliwerl dcv lu rtn uotifi wiUu doeli auilburen? Tare dueli ui deine scheide. Jer. 47. 6; — die bla:«ze Iure! anff dem Wasser, frultoisene A»mml.( 1 522). Diitj'* ; dasderkastcauddein wasserTubr.llfo«.?, I S. d) redensarten : wenn ein mal ein fielier küm{)l, das vber drey tage wcret, sii uil er ans der band bren. muleg. 4»r «eJken gepoi. (1528). U7S Aber die acbnur faren. da« wiast iihfnrhn'ilpn: wenn man ein wenif^ zu viel laeliet, vnd %ber die scbnnr ferel, so .se:bnurren vnd juirren .sie. vber das erste tncfc Ifof e. ( 1 527 ). Dd iij* ; wie nu die natOr- • lirhen meyslei geineyniglicli vlier die scbnuer faren vnd aus der natilrliiiieu kuu»t zewbcrey DuTZ. Wörtoibadi. vnd segnerey matlien. ausleg. der ep. nid euaim, vom SMhiMl. ( 1 528). P|> j*. einem Ohm maul bhren, ihn mH derbm warten zurück' weisen : waruinb Ircgslns nicbl Tiir ördeii- licbe t jeliier? ja ich kaus uicbl üfleuLltdi be- zeugen , so mtebt man mir villeiitbt vbers maul foren vnd vbel ahweiseii. 4eiidtek katedt» (1520). Kiij''. 2* in t'iigcrer bfdeulung heis:l es auf ei- nem jahruierkzeuge sich fortbewegen: die mil scbiflisn «uff dem meer faren. ps. 107, 23; sibe, do kompt einer, der foret auR einem ^1 ri'r-M'u. Jes. 21, 0; sonst sind die jungen lieneii Trüblicb, fahren zusaaien milden nar- renglocklinauf sdiUtten. de Wette &r.&,792. 3) fahren — «erfahren, kandetn: a) wie e. k. f. g. damit will fahren odder baren, soll es gescbeben. fJ^ Welte br. 3, 09; der d. hyml. propheten. ( 1 h2b). J j*; das der boslicil gesteuert wenle, nulT das sie nicbl eraus luddern thUren vnd nach ybrem willen Taren, ttrmon wn der henbUumma ete. f 15261. c5^; yon solchen sachen haben sie niclil j,'t fiircn iiaHi menseben dUmken. vber das erste buch Mose. (1527). Ooj"; das beissl alles mit Gewalt vnd eigen siun geTaren. vermanung an die geiiUidien. (1530). Aiiij*. b) die Tiircbt goiles lerel klüglich fiiren in allem liandel. Sir. 10, IS; iiti wew? nit, was ich dencken vnd sagen sol widder dea vnaussprechlichen grewel des «iitebrisla in Hitm. der mil deinem wort nit allein nerriscb, szondern audi gleich spollicb Terct. alsz were es T.is/iiaebsehim|dr. grund vnd rrsarh aller artickel. (1520). mj'*; Tart schon {schön), Tart schon, lieber rottengeysi, wens lastnach- spiel were. gienge der bosse wol byn. wid- der d. hyml. propheten. f 1525h Hj*; faret mir seuberlidi mil dem knaben Absalom. 2 Sam. 1^,5; es sey ein biller vulck , das ist ein bjfse befflig voick , das aorniglieb vnd ty- rannisch mil land und leuienfare. derfrofh, Habaeuc. (1526). diij*. 19 FÄHRGELD G26 FAtlAÜUlk£lt 4) Ikhran lassen* tofloMm, an/j^istoi, Mn^ geben, schwinimt kmen, a) von personen : lassei siti faren, sie sind blind vnd blinüe- leiler. MaUh. 15, 11; lasset ab von die- sen menschen vnd hsset sie Ikren. apost. ftfch. 5, 3S; we aber yenunds so hals- starrig vnd slürrig wcrc, der sicli nichl woU l:iss('i» wßysen , den «eHiif»'» l.is man faren. Warnung sich zu verhulen elc. { I ä2ä). D ij'' ; SO wil ich den Ecohinipad auch bienit faren hsson. vom abendmal Christi. (1528). siij'*; solche spoller las faren bis sie atisirf-^i nurt haben, das 14. vnd 15. eap. JohanRis. (153S). eecij*. 6) von «acAen; vnd es war ein jdngling, der Rnlgete jm nach, der war mil linwand bekleidet aufl* der blossen haut, vnd die jüngiinge grieflcn jn. er aber lies den linwand fareu vnd Hohe blos von jnen. Jforc. 14, 51. 52 ; gut, ehre» leÜ» vnd leben Aren lassen, äteep.d. proph.JetMUL, (1536). D Ij'' ; sie müsspt) alte suh tic sprUche Taren lassen, «larann'sie bis her so freuelich gelroUl haben. vom abendmal ChrisU. (152S). gii*"; hab ich meine garstige vnd scbnOde poelerey odder ßeii« ht lassen Aren, der III. p«a{m.(15d0). Aij' . I is t!i(> narn'v vnd geucherey faren. von Uen judtiH vnd jren ^ü^eii. (1543). B]'*; denn SM) hat des faerm wort veracblel vnd sein gebol lassen fliren. 4 Jfoa. 15, 31 ; vnd wini iiiirb verbisson vnd den bunil rnron lassen, den icli mit jm geniacbl bübe. 5 ^os. 31, Iti; gedeuckc an das ende vnd los die feind- scliallt faren. 5ir. 28, 6; wena einem vollen mflnch der bauch kurret odder einen UxiUn wind faren lies, ein tcidderruff vom fcyefeicr. (1530). £j* ; sü gar einen grossen scheus- lichcn fortz der bapslescl hie lies faren. wider 4tu topffwn I« Horn. (1545). Sj*. 5) transitives fahren, vehere : wer wil vns in' den binid faren? 5 Mos. 30, 12; wer Wil vns vber das iiiüer faren? 3U, 13. fibrietd (felirgeld). n. nanlnm, leJbn ies tdäffer* ßr die ü^/Mrf: vnd da er ein si-hilTfand, das nnfs mnor wolt faren, gab er fchrfjcld vnd Iral drein. Jon. 1, 3. t'ührlicb (fcbrheli, ferliclij, pericuhnus, gefähiiieh, «Ad. vaerlich (Bern. 8* 271"): so ist al»er da die kl;igo, es sey fchrlirh vnd nicht sirhiT. tcidi'v (Ins hapxtum zu Rom. (1i»4'»K Ciij'; vnser anscidegc smd lehHn li. weish. 9, 14 ; es ist ein fehrlich ding m einem regi- inenl vnib einen schwelter« Sir. 0. 25; yn disict fcrlichen tzcyt. von beider yeslali. (1522). Aij*; sind nicht fer lieber zeit giuig ilzi. dkl wol bedürffin emer redlichen» ade- lichen rdslungen an alten orten T tndsrdm meuchler zu Dresen. ( 1 y.\ 1 ). Aiiij^ ; in diesen grewlicben, fehHichen leußlen. eineheerpre- digl. (1542). Ai^**; es ist dem Iruffel aur drnmb i« ihnn , das er vns ynn disser fer- licheti iiai lii die äugen von vnser loeem Wende. eyn brieff an die Christen :u Straxpurg (1525). AS**; auch ist eyn ferhdi ge»uchr ynn diesem kaufT. von kattffshandlung rnd wwsker. (1524). Jif; diese aUe sampl siad ynn fehrlichein stände, denn sie gleuhen niriK an gotl. ob kriegsleulte elc. ({'tili. Guj ; ich bin ynn ferlichem kriege, war- nunge an $. I. dmiscken, (1531). Bij**; so viel der streit ferlicher ist vnd sawrer wird, yhe üfMiflier vnd frOliclier der >ieg. die ef. des proph. Jesaia. (1526). Biij"; vnd das- selb yhr eygcn wolgefalien vnd inwendiges rnmen . brachten vnd preisaen ist yhr grostcr feiürhster schad. MU^eg. dtuUdk dei e. n. (1518). Büj^ Fahrlicb, adi*. periculose, mkd. vaerliche, v;erli(lieri ilfrn. 'A , '211'): \\n uh k.iri vlicr ejne brUtkcn gelicn , miI icjj mich nicht fer- lich wagen vnd waten in ein wa&set» da ich ersanlTen mOchl. wtder den bUehof an Mif- deburg. (153«)). niiij\ er feilet ferlirher durch solche rede, denn so er vom sätttr fiele. Sir. 20, 20. Vahrliebiirit (bei L. anfangs ieriickeit. später ferligkcil , wie freundligkoit , lieniq^ keit«. a.), f, peHen/um» fefahr, mM. fir- hchkeit (Ben. 3, 272*): ich achl.s nit. h< eynigc ferlickeit gt'l , tceU ficr früher zur Jagd gebraucht wurde : viid werde ein ighcber auch ein faicke, der sich jnn die habe schwinden luUgc jnn solrhor not. das schöne cnnßtemini. (1530 , l)i]\ mit einem tudleii i'.ili;k('n baylzeu. an kurßrslen zu Sachsen. (lOlOj. Mij'". — inAd. valkc {Ben. a, 216'), ahd. falcbo (Grnjf 3. 498), ans lat. falco. tnWftn.mhd \a! (/Am. 3, 221), ahd. al {Graff 3, 4U2j, in mehrfachem sina> 1) rulnOy «Itirs: da nu ein pUlsregen fiel vnd kam ein gewessor vnd webeten die winde vnd sliessen an das \m\<^ , da fiel es vml tliet einen grossen fall. Aiatlh. 7. 27; kom Wid- der vnd bringe slrüem siotxel. damit er sol^ eben fall aulTrichle. das diese worl Chriili fest siehe», iiyn). tii iij'*, häufig abslrael: alici .Mic'lial, Saiils loclilor, iiallc den Dauiil beb , da das Saul angesagt ward , sprach er, das ist recht, ich wil sie jm geben, das sie jm zum Tall t^oratc. 1 Sam. 18, 21 ; slollzer null kniii|)i liir «l<'iii fall. spr. IG, 18; frcwe dich des lalics deines Tuiudus nicht. 24, 17 ; ab, tvie entsetilen skHi die insttlen vber deinem fall. Eseeh. 26, 18; o das idi kunde ein si'blus an meinen rniind legen vnd ein Test sieget aulF mein utaul drücken . das ich da dun li nicht zu fall kerne. Sir. 22. 33. 2) lapsm, /ehUriU, sündenfall: das weih must nirbt goUea wort one mittel hVren, sondern von Adam lernen , also das auch für dem Tall das rcgimcnt vnd obirkcil hey der nienlicbeu person gewesen ist. vber das erste buch Mose. (1527). Jj'': Ualn wird jrgend nach dem fall ein dreissig jar geborn seyn. tischr. SSS"*; der leufel vcrrun-t sie {Eva) Mul bracht sie zu fall, steo AocAseits- predigten. (1536). Gij''. 3) casus, ereignis, Vorfall: es hat myr er Nicolans von Amssdorif licentiat, meyn sonderllHier Trcund, von ewr gestrengheit ein solclicn fall orzclol. ein sendbrieff an Jhnn von Schleinils. (1523). Ai''; d. Mariuius Luth. crzchlet einen fall, der sich za Crilbrt hatte angetragen. Heehr. 160*; solcher vngc- schicklcr Mh' lic^oluni sich wol mehr, von ehesachen. (1530). Bij' . Falle, f decipula, mhd. vallc {Ben. 3. 223'). oAd. falla {Graff 'i, 464): sein strick ist gelegt in die erden vud seine falle auflT seinem gang, fftoft. IS. 10; die holTertigen legen mir stricke ... vnd stellen mir fallen an den weg. ps. 1 10 , (i ; denn man lindcl vnter meinem volck gottlosen, die den Icutcn stellen vud fallen suriditen sie au fahen, wie die vAgeler thun mit Uoben. ier. 5, 26 ; alles was ausz der laniTkomi'l, wensz prosz Wirt, szo feilet es in di«zo lullen vnd laur- slcllc. buUa cene domini. (1522}. Eiij*. 19* Digitized by Google FALLÜIN 628 FALLEN Mira, taätre, teH, j^fmI. fiel. wM. N,vll(-ii viel ilten, 3, 217), flM. fallan fial (Cr«/r 154). A) sinnliche bedeulunyen. 1) stünen, umfatlen, niederfallen, sinken: a) gleiten vnd fallen, /ar. 23, 12; wenn du deines bruilcrs esel oder nolisfn sihest fallen aufl* doin wege. •^oHii lirli mchi \oii jm eniziohcn, sondern sulijui autUiellien. 5 Mos. 22, 4 : wenn der bawm feilt . er falle grgen mittag oder millcrnacht. au IT welchen orl er fclk'l, Ja wird er ligcn. pred. 11.3; vnd der sirom /ii jin zu vnd es {das haus) Hei haUi. Luc. G, 49; wciiii die thflrme fallen werden. Jet. 30, 25: — thaw der friie feUet. Hos. 13, 3; vnd wird dicker liagel fallen, weish. 5, 23; da nu ein platz- regen Hei. Mallh. 7, 27 ; — vnd die wasser Helen («an&en wieder). 1 Ifo«. 8 , 1 ; dar- nach lie» er eine tauben von aieh ansiliegen, aulf das er crfUre , ob das gcwes^or prf.illen were auff erden. 8, 8; P"^ l)richl L'in sol( hör bach erfUr, das die druiiib wnnen, den weg daselbs verlieren, vnd fdit wider vnd seheaaal da bin von den leuten. Htod. 28. 4.. b) mit praeposidonen: vii-l in dem er seel. fiel eliiches a n den weg. Matlh. 1 3, 4 ; ' — vnd ein grosser bage) fiel vom hiromel auff die nenseben. offenb. Joh, 16, 21 ; da fiel da» bans anff die fdrsten. WdU. IG. 30; vnd das geuogel fiel aud die ass. 1 Hos. 15, 1 1 i da Gel Abram auff sein angesicbU 17,3; vnd ; lionn isl aulTdie erden gefallen {unerjuili geblteben), das der berr geredet bat wider das baus Ahah. 2 Rom. 10. 10; on vier hunderl jdnßlinge, die li»'k-n ('carfen sich) anff die kaoiclen und flohen. 1 Sam. 30, 17 ; — iicbmetiite eine sebwalbe ans jrem nest. das fiel jm ahi) Ihms in dio äugen, daiion ward er blind. Tob. 2, 1 1 ; hawe mir nil zn «rhcr Uber di{ Ii , die span werden dir mil hanflen ynn die äugen bllcn. auff des bocks zu Leffptridt antwwL (1 521 ). a iit]^ ; was nur ynsz iii.iiil rdlel, das musz eraiiss. oon dem bapstum zu Rome. (1520). Fj''; was soltistu guliis schreyben , wenn du szo vnulcyssig. vnbedechtig ausser (Aeruu) speyest. was dyr ynsz maull fettet anjf diu vbirduntOkh buch bnchs EwMzers. fir)2l). Jij' ; es wini aber der zweige einer von jrem Slam aulT- komcn, der wird komen mil heerskram vnd dem kttnigc gegen mittemaebl in seine feste fallen. Dan. 11, 7: er feilt ofH ins f«\vr vnd olfl ins w<>;«fr Uatlh. 17, 15; es sey denn, das da;» weiLzenkorn in die enien falle vnd ersterbe, so bleibts alleine. Jo^ 12, 24; He NldUeJke redentaH in die ascbc fallen *. unter a.«clie 4 ; — wenn einem pfalTen seync inajrd frllcl vh er den scbusselkorpp vml hncht ynn izwey stück, das man cyn leyll mos« tsnr tauflle tragen, trid^r den falsch genanKen geystl. stand. (1522). nij''; vnd da er jn sähe, liel er v mh seinen hals, l Bfnx. 4H, 20; ctJiclis Mcl vnlcr die dürncr. Alailh. 13, 7j es war ein menseb, der fiel vnter die roörder. Lue, 10. 30; — wie faul, wormstichig vnd verdorben oIk von Ii<>iimpn foilct. das 14. rnd 1 5. rap. Johannis. (153SJ. Nnj"; ja hcrr, aber doch essen die httndlin von dim brosaamlen, die von jrer herm tisch fallen. MalA. 15. 27; di(! krono dor horrlipkrit ist enrh von ewrein lioiiiil [,'rralloM. Jer. 13, 18; vml Rrhera hnb jre äugen aull' vnd sähe Isaac. da tiel sie vom kamel (sprang teHnelf herab ^ v^l. t>or- her auf die kamele fallen), l Mos. 24 . 64 ; — vnd Helen r.w gnind wio die steine. 2 Mos. 15, 5 ; vnd er {der phitister) zur enlen fiel auif sein angesichU 1 Sam. 17. 49; da> rOber sie gar in boden fieU fisei^r. 229*; vnd trat zu jm ein mensch vnd ßel jm au rns>;en. Matth. 17, 14, da das Simnn Petrus sähe. Hol er Jhcsu zu den knien. Luc. 5, 8. 2) fallen, «mfcoNMien.* wo der recht bewblslreylt angehet mnssen wyr gewarten. das nncli iho fallen, die it/.l die spitzen furrn. von beider gestaH. (1522). Aij*; vnd fid FALLEN 629. PÄLLI» ^\ps l.i^^fs von» voick ilrcy t^uscnl innn. 2 JUos. 32, 28; das voIck isl gellotien vom «treit vnd i»i viel volcka gefallen. 2 Sam. 1, 4 ; WH> siiiil die hcMcn so gcrnllon im streit. 1. 2.'! ; «iurclis seh wert (allen. 4 Mos, 14, 3. 43. 3) fallen, nasci, gebonu «MrA« ; wm nu bundl vnd flecket CiHen wird . das sol mein lohn sein, t Mos. 30, 32. 4) f.ilk'ti lassen: aber da ün.in wii«?!»', das der samc nichl sein eigen sttin s
      33). Rj*; der sieh mit Luelfer anmast vberseyn stand vnd ampt ynn gottes gerichl zu fallen, egn vnfprrirhl di'r bfichtkindfr. f 152 Ii. aij''; ynn die stralf vnil vrteyll fallen (vt>r« faltm). appellation. (1520). Aij''; — vnd Del eine fareht vber sie alle, apöit, getch. 19, 17; — vnd seid von der gnade gcfidlen. dal. ') , 1 ; diejenigen , so nicht vom tcxt fallen , sondern bleiheu bey dem le.xt. von den jüden vn4 jren lügen. (1543). LHj*; wo mm einmal vom rechten verstand der sdirifil fellel. ebend. 3) fallen lassen, fahren lassen, aufgeben: da mus sich die pfawcnfcder niddcrschlagen vnd yhren stotls lassen follen. aennoi» von der hewblsunima. (I52B). dj**; ich httre sag''?) . (las eitlichß daraus bewogen sind tu dericlion, wir seien niil den »chwermern eins, das wir in vnsem kirchen die eleaation haben fallen nnd anstehen lassen, kuris be- kentnis. (1541). Fü]*"; so bitte ich noch- mals, wollet die saclica lassen fallen. Burk' hardl brieftt. Ib7. Vtitei, «. liipfKf; ja so gehets, wenn man anfehel zu fallen von Christo vnd ins fallen kompt, so kan ni^in ni« Iil auf!' liOrcn. von den eoncilijs vnd kirchen. (1539). aj*; wo dir denn im fallen ein forlz ontfaro, «o wflrcle doch alle weit dein lachen, toider das bapstum zu Rom. (ISIT)). Diiij". I'ällpn (feilen), caedere, fallen machen, mhd. Vellen {Ben. 3, 225''). ahd. fcllan, fallian {Graff 3. 465). 1) hols. bSume fallen: vnd werdet feilen alle gute hewme. 2 kön. 3, 19 ; vnd da einer ein holtz feilet , fiel das eisen ins wa.sscr. 6, 5 ; zu einer harten eichen niiisz man harten, heile vnd exte haben , man kao sie dennoch kaum feilen, tischr. 37*. '2 > von personen, u) lödlen: vnd wil jn durchs schwcrl i llen in seinem lande. 2tUfn. 19, 7; die gottlosen ziehen das schwcrl aus vnd spannen jren hngen . das sie feilen den elenden vnd arnie.n. ps. 37, 14. 6) abslract, stürzen, verderben, üfter- ip:M). C.ij'': il;is rcrlilc falhhcl. cbend.; vnd nach liem er das faivbet oder die fallende seuehe halle vnd steU damider fiel. Ver- legung des alcoran. ( 1542). Xiiij*. ralseh, falsus, mhd. valsdi [Ihn. '^, 227' ). das falsche isl dem wahren, rechten, echten, enlgegengesetil. 1) vo» penonm; vnser veler halwn fiil- sehe vnd nicbligegüiicrgehabu Jer. 16, 19; denn os werilcn fiil^i hf Christi vnil fal.sc!ie |)t u|>licleii auiFsleheii. Alallh. 24, 24; falsche aposicl. 2 Cor. 11, 13; faUche brader. Gai, 2, 4 ; (iilsiAer Christ, von de» eon^J$ vnd kirchen. (1539). Zij''; die olTonberlicheii Sünder vnd fabchcn heiligen, arükel, so da hetlen etc. (1538). Ey''; ich wil ausgehen vnd wil ein falsebtr getst sein. 1 kSn, 22, 22 ; falsche lerer (irrlehrer), dai magnifi' cal. (1521). Ciij"; falscher zeuge, 2 Mos. 23, 1; vnd machl goll tu einem rolsclipii gelzeugen.t'on dem bapstum xu ltotne.{ 1 52ü). Biiij^; falsche niVntser (/olfcftmfltiscr) ver^ brennet man, aber schrimfelscher beissl man heilige lerer, das diese worl Christi noch fest stehen. (1527J. DÜij»; — errette mich, von deB'filbchen vnd bttten leuleft. ps, 43, ' I ; also thul ein falscher mcn!»ch mit >einem ni hinten, spr. 26, 19; kinderdie uicbllaUcb sinii. Jes. 63, S. 2) ton tathm: falsche wage. spr. 11,1; vnrechte wage vnd Talsche gewichte. Mie^ (», II; falsclier pottositieiisl. JfcT. 8, 5; die falschen wirck. der III. psnim. (153U). Güj''; die falsche kirche. cbend. ; diso lere isl rechlschalfen, dise ist falsch, itp. «. JMri gepredigt. (1 523). Ciji>; bisher hat maa alle sarhcn, lüc sich entspinnen zwischen n-cliipr vuil falschcrlere, aufl einconrilion^^eschuUeu. vber dat erile bnek Mo»«, ( 1 527). Ziiij' ; falsche liebe, «y» Mtrmon von 'dem n, l««f. (1520) Ail'; liie hritlit ;i(isz yhre falsche dcmull. aussleg. der ep. vnd euang. des ad- uenU. (1522). BBiiij''; ä\si {also) isl yhr gewissen audi nit ausz gnaden erwachssen, szondemn mil lalsrheu. crtichtcn gedanckcn ertzwungcn vnd zuhereit. grundrnd vrsadi, (I52ü). eiiij"; was sptegellirhi er denn mit seinen falschen , ertichleo wortlcn. an den ehrielUehen adel. (1520. vom. amg,). M i/ ; man drUckc die leuto mit arbeit, das sie an- schalTcn haben, vnd sich nithi kercit an falsche rede. 2 Mos. 5, 9; du soll kein falsch xeugnis reden wider deinen neheslen. 20, 1 6 ; du soll falscher anklage nicht gleu- 1)01). 2.) , 1 ; viid leugnet solches mil einrni iaischcn cid. jVos. (>, 3; silic zu, das driiie gollcs furchl u)ciil heucheley sey. vnd diene jm nichl mil fabcbem herlaen. Sir, 1» 34. VaUck> adv. falsa: falsch schwenni ipO' jerare). 3 Jlfo«. 19, 12; falsch weiaau'v. f 1 53S). Hj"'. Valscbbeit (ralschcil), f. faUilas, fallacia, mhd, vafacbeit (Ben. 3, 228^): deine lunge ln>ilil lalscIit iL ps. 50, 11); nli wo kompl diu'Ii das liüse iliitg lior, das alle \vi Ii so vnl ralüchcii ist. Sir. 37 » 3; das die bnslicil seinen verstand niehl vmbwendct noeli fal- sclieil seine serle beiriege. tar. xu weish. 4 , 11: rnil Ifignn vnd Talsclieil vmbgelicn. das (i/p«f woii etc. (1527). cj*". Falftcbiicrtig, ein falsches herz habend: vnser goll hilOt den anffriehligen von berlzen, vnd nicbl den Taliirhlicrtzigcn. von heimlichen vnd gestolen brieffen. (1529). Kij''. Ifälscblirb (rdst-hlieh), adv. falsa, falla- ciler: fclsctilicli liandctn. 3 Ho«. 19, 11; denn jr deulcia fidscblich. fliob. 1 3» 4 ; vnd whwerel nicht felscbtirh. ps. 24, 4 ; er Icii-t sie rdsoliüH) an. rom abondmnl Christi (1534). oiij"; wir .sollen golt ffirciiten vnd lieben» das wir vnsem nebelten nicht felsch- li« li iM'liegon. Jen. 8, 3S3''; wie sie felscli- liili irriij- ItnflVii. Bindseil 7, .^57. yai.<«rhiiHlig, fraudulenlus : was sott man nii( sult'hni raUcIdisligon lirrzcn vnd zungcn giiis ausrichlcn. de Welte br. 1* 31 1. Falscbrcdrr, m. lügenreder: rar. zu I Tim. 4. 2 in der gehriß va» menschen leren zu meiden. MicUichM, falachtarkbtf'.bervnd bosz- guter wil {ufitte). onttieg, deuttf^ des t. (1518). Bj^ VäUf blingj /. corrupUo : die relschung dor brieffl amieg, der acJken gepot. (152S). Kalle, f. plica: das li.ir .iiiffdiMnrm benbl isl wio die purpnr dos königs in fallen g«- hiindcn. hohelied 7,5. — mhd. vatde, valle f., s^tener valt bi. {Ben, 3, 231*). vhd. nur vald m. {GraffS, 514). ». fallen. Vnltcn, plicare , mittelst übereinander-' hiegung zitsammeniegen , z. b. die iiüiido fallen aU gebärde deegebeU: da ligl nu kein grosse macht an, ob man {beim beten) siebe, knie oddcr niderfatle , denn es sind leihiit he weise, wider {tceder) verworffen noch gc- holcn ah nOlig, wie auch andere mehr, heubl vnd atigcn gen himel heben, die hen'de falllon, aulfdic brnsi schlagen, doe M.eap. Johannis. (I5.30j. Bj'. dasJes. 11. 14 ror- knmmende fallen der hcnde ist jedoch ge^ bürde der vnierwürßgkeil. vgl. das hände- faiiem der Iduuleute gegeniUter den Muu» herm als zeichen der Huldigung. Grimm rechtsalterthümer 139. mhd. wtb. 1. ^.2S^ — mhd. vaUien {Ben. 3, 230), ahd. fahlan {Graff i, 513). goth. fal)ian, mü starker biegung, wnon als rest nod^ fwiaeUen «loa pari, gefallen erscheint» Kangen, s. fahen. Fänger, m. captor: mach dich aulT itarnk vnd fange deine fenger {eig. flihre gefangen deine gefangenen), rieht. 5, 12* Knnfai^lcrrn , raniislcrrn , ersinnen, er- träumen: wie kan der tculfcl szo visirheh fantisirn. anfwort deutseK. (1522). Ei'; solch leppisch ding haben sie fanlasiert* hauspost. {Wittemb. 1545) triN(, ahi, Faro (GraffZ% 700) la^Uend, erscheint bei L. noch in Zusammensetzungen stnd des ab- geleiteten farbig (ferbig), *. 6. hunilarh, ro- senfsrh (rosin färb). Karbf (fnrb), f. rolor, mhd. varwe tBen, 3, 241''), oM. farawa (GraffS, 703). FARBEN 032 FARZEN 1) färb, gestallt, genidi» sehmacft;, dicke vnd weyclie vom brod. anlivorl deulich. ( 1 522). U ij** ; f'in gespensi lial witlder faihe, noch dicke noch leug« uoch breil«. das diese wort CkrüH noch fui Heho», (1527 ). n iiij* ; VD ersle buch Moie, (t527j. Ilii]''; sihe also gehels den vnforsicli- ligen g«islem, wek;he ine3fnen, wo si« an eirtein ort yhrem duiickel können eine färbe machen, so scy es allciiilialhnn wol geniiicht. vom abtndtnal Chruu. (152b). zütj*; wer ein soleh herli sehen kaa, der hsn ^iiie färb {Vorstellung) haben, Wif> ein fruiner engel sey. Jer. 5, 337*; ein fjlsi lii r mIhmu vnd färbe dps ^lawbens. summa des chrisU. IcbeHS. {lb'6'6). £üj*. 3) färbe — Huit da kttmpt sn blnt oder wie es die küche nennen färbe, von den con- cilijfi vnd kirchin. (1539). Kj\ 4) redensart, larbe ballen, Intu, beständig mn: vnd blieben alleine diese sviiMne be- aiendig, die hallen nocb färbe vnil lielea niolU Zill itr kf Eial. 1 . 37 1 . Farben, farbitj: sclntiH' kituler, wie die sind , SU man von giileoi lucii i'urlien , buud vnd mil gesclmiide macht, der Hl. ptahn. (1530). Diiij". Vürben (fprli der schnee, das sie k»'iii ferber auff erden kan «ii wpi>; tiiaclien. Marc. 9, 3; beim acker de.s lerbers. Je*. 7, 3. FarehMlItnr, f. i^fa: ich muss knmen vnd der fan lininllcr auf der kaiizel die bor- sten krauen. Jf Weile br. 4 , G35. — zu- aammeHUt'tz. tiul larcb ferkel, scKwetn, mhd. varcb {Ben. 3. 272*;. ahd. färb, farah {Graff 3. 691). Nrre, farr (p* ^''i m. taurus. stier, bes. jüngerer f in frischer krafIfüUe ulehett- der (Eist. 2, ST: fanen, junge ochsen, suchtoebsen) : ein fsrre, der eine kue belle ein kalb zu zeugen. Verlegung des alcoran. (1512). Kiij'*; grosse farre» haben mich vuibgeiien. ps. 22. 13. im a. test. war der farre ehu der vomehmiten opferthiere: vu'l sandle hin jilugling aus den kindem Israel, das sie brandojiirt'i draiifr opflei'ten vnd danckopnVi dem lieiiu von farren. 2 Wot. 24 , 5 ; dei :>ul rui seine sUnde , die er ge- ihan bat, einen jungen farren bringen, der on Wandel sey. dein heriii zum sUndopfler. 3 Mos. 4, 3. dalifi tropisch für opfer iiber- kaupi: vergib vns alle .^unde vnd Ihu vus wol , so wollen wir vpllcrn die farren vnser lippeu. Jfof. 14, 3. mhd. varre (Uen. 3, 236'), ahd. farro \Graff 3, ()<)3). neben dem storkbiegenden mhd. var, ahd. far. ftnOkt pedere (für perdei e, gr. ntQÖ(tv) : kacken, speien, rarlzen.tMllerdie 32. urtickeL ( 15151. .\iiij''; der hapslcsel will in der kir- clieii iierr sein, ob er wol kein Christ ist, nichts gleulil, nichts mlier kan, denn farlzen wie ein esel. urider das bapslmm tu Rom. (1545). Viiij^; was wir esei fartzen vnd ii!f)f?eii, ili)s müssen die lM".tiefi \\..| fijp aiitckel ballen, ebeud, Ziiij"; im ba^siuui da Diniti?ed bv Goo<^I PARZEN 633 PASSEN haben wir d«D teafd htfren massen vni schier aiigchctct , was ein jcdtu- inflin.Ii , inil vrlmil», gefistcii vnd gfliirlzoL hat. hauspüst. {Jhena, 155^). 314'*; wir scblafleu, teisleii, rartsen vns su tod«. tUekr. 54*; ein Jurist »ol liie niclii ehe reden, ee ftrtie denn ein aaw. fht'ud. iu<;''. nach Wt- igand iclb. I, 324 durch dag md. aus nd. farlen mil {auch sonsl vorkom- memlMii) a statt de* ftocM. ifaim mM. vi^rzcu, varz (Ben. 3, 328"), ahd. fpnan. farz (Graff 3, "oS'i t rn {Ben. 3, 2S3), ahd. rrii lionden fassisl. an den bock Uu Leyptzck. i I 'i'l 1 l Viij''; aber l< Itii ('tv';r-| den bogen vnd sclios Juram zwist^hen den DtSTZ, WuiUrbudi. armen. 2 kön. 9, 24 ; vnd er Tassel die zwo mittel soulen, aufT welchen das liatis gesetzt WH- vnd drauir sich hielt, eine in seinr m lue vnd diu ander in seine linke band; ruht. Iti, 29 ; Adonia gieng hin vnd Itoet die hOmer des altars. 1 kön. 1, 50; jre (Inger fassen die v]tin(!<'l. spr. ^1, 19; da fasset l).iuid seine klenicr vnd zurcis sie. 2 Sam. 1,11; aber Belial sind alle sampt wie die ausgc- worffen distdn, die man nicht mit henden fassen {angreifen) kan. 23, 6. belege für die redcn^nri : oinßu zwischen die Sporen fassen a\ uniei s|iorn. 2) einfassen, einedUietMms er (goU) ist nicht ynn sylber odder gold geschmidet odder gefasset, der proph. Habaruc. (I52C). m iiij'* ; vnd solls {das amlschildlein) füllen mil vier rigcn vol stein ... in gold sollen sie gefiisset sein in allen rigen. 2 Jfot. 28, 20 ; vnd sie machten zween onirherslein, vmbher gerassol mit gold. 39, 6 ; zu seiner zeit war der hrunnen verfallen, den fasset er mil kupller. Sir. 50, 3; durch sein wori die Wasser stunden , als waren sie gefasset. 39, 22; gleich wie man eyn wild bdsze thier mit kelcn vnd banden fasset, das es nit bcys- seu noch rcysseii kan. von weltlicher vber^ keil. (1523). Bj''; wie ein westerhembd oder windet, darin man das kindtin fasset lur laufT«. von dei»eoneil(/(s vndktrdten. (1539). k ijv 'S) umfassen: wor misset die wasser mit der faust vnd Asset den himmel mil der spannen? Jn. 40, 12. 4) zusammenfassen: ;ilsi) tluii auch Pau- lus f\öm. 13, da er alle gepoi Moni ynn die liebe fasset. Widder A, hyml. propheten. (1525). Dij*; wetehs aUes anhaulT gefasaet vnd geliolen ist ynn dem sprach psdm 50. deudarh catech. (ir)29). diiij*'. üj in £1» gefäsz füllen: (uw muisen) ncw fas« machen ehe die weynernd angehet vnd der most gefasscl werde. VON beyder geetaU. (ir)2'2). Biiij''; man fasset auch nicht mosi ni nlie scblcucbe. Math. 9, 17; fasse meine tiircnen in deinen sael. ps. 50, 9. ß) SU ehren fassen , auribttt pereipere: wirst» der slini des Iierrn di'incji gotles ge- horchen vihI zn (tlircii f.issen sein pebot , so II. s. u». 2 Hos. 1 5, 26 } fasset jr zu cwren 60 Digitized by Google FASSEN 634 FAST obren dieie rede. JCite. 9 » 44. «6eiuo su herten Cumh: so fasset nu diese woric zu licrlzcn vnd in cwrc sccie. 5 Mas. 1 1 , IS; ilii liast «oIpIh bisher noch nicht zu hertzen gefmel. Jes. 47, 7. aucA ins herz fassen: hVre das geseta von neineiB munde ond fasse seine rede in dein hcrtz. Hiob 22, 22. 7) einen Irunk fassen. Aun: gestern hatt ich einen bösen iruuk gefassei. de Welle br. 4, 553. 8) eine geilalt faeun, atmehmm: was ein eitel ding, schemcn oAAo.r gosponst ist, (Ins kan kein'" trt>«inU fassen, das diese wort CkrüÜ noch fesi stehen. (1527). niiij*. 9) holTarl, han fiusen ; durch die lere der demut nur eyttel hoflart fassen, von dem hnrtni hurhlin etc. (1525). aij"; das kriegs- volck einen hass wider den künig Demetrium gefasscl halle. 1 Maec. II, 39. einen dOn- ekel fassen, moo f elUPne jprMl^leii. (1537). Cij». 1 0 ) niuth, ein herz, eine mannheil fassen, uMimum redpere: von diesem trosl kriegl das voick wider ein herU vnd fasset einen miit. 1 Jfacc. 13, 7; da durch ward sie so mutig, (h^ sin oinpn son nach dmi andern attfT jrt! s|ira<'li 'rti^iif^t vnrl fn-^spt pin nion- licl) lierlz. 2üucc. 7. 21 ; da kan das herlz nicht SU viel muls kriegen , das es ein man- heit fasse widder ein solch gorinj.'c rauschend blau ober das ertU buch Mose. (1527). Ciij*. 11) fassen, andiM comptäkmiere, inlel^ lijferSt te^rd/lm: der geyst ist das höchste, liefleste, edlislc teil des mensrhen , damit er geschickt ist, vnbegreillich, vnsichtige, ewige ding zu fassen, das magnificat. (1521J. by* ; er iCartstad) kan nichts ordenliehs fassen odder begrcylTen. das ander leyl widder d. hyml. Propheten. ( 1 525). Piij* ; ist aber noch not, das luans gar wnl blewe bis mans fasse. vber das erste buch Mose. (1527). x hieraus kan nu em iglicher den propbeten (Jesaias) leichllicli fassen, der proph. Je- saia. (152S). M, iiij": wenn irli das worl hOre lauten als von oben herab, so gleubc ich«, ob ichs wol nicht kan fassen, vnd nicht verstehen noch jnn meinen koplT wil, wie ich das kan fassen, d.is zwey vnd funde sind sieben, von Jhesu Christo, (1533). Bij^ i 12) fassen = wrfasiem, •bfassen: ich hah einen semon gefasset an die prediger, das sie die lentc vcrmanen , jhre kinder im scIinliMi zu hallen, das man kinder zur schulen hallen solle. (153U). Aij'; eine hislorien von den gewegeneslen saehen fas- sen. AMforta Galeatij. (1538). Aiij^;diaie wort sind wol vnd ordenllirh gefassot. ron Jhesu Christo. (1533). OiiiJ^ aiicA aufs papier fassen, tdeätndsrtiBbm: beh dartb« meine gedancken anlb papir gebsseL das schöne ronfitemini. (ir)30). Aij"; es ist leichllicli geschehen, das sie anflVpirhncn vnd aulTs papier fassen , worin vnd waruuib ich geiiret habe. Jen. 1, 190*. 13) fassen festsetien, bestinmen: rna Mose lucfi (TP^s^ei, das keyncrkeyn :1r^;or soll verkcutreu für ein ewig erbgul. et/n vnterrichtung. (1526). Bj^ 14) i niocljiig in der samlun^e dnr beiligCD. ps. 89, 8; wie solche weise ya der schrillt lu reden fasl gemein ist. der 82. fft^m, (1530). Fiiij*; es ist zu weilen der law wiod r,T;t Vall. der liT.psalm. (1532). E ; (ßie brüderhäuser) weder deiu |iiarr-> herr, noch dem kirchspiel scliüdlicli, sondern fast ntitilich vnd besserlich sind, de WbUb •r.,4, 334. c) neben andern adv, zu deren Verstärkung, a) fasl sehr: wiewol ich euch Tasi secr liebe. 2 Cor, 12, 15; wir bitten ( vnd nachl fast seer. 1 Thess. 3, 10; crsilicli so lohl er [Mahomel) wol Clirisltun vnd Mariain fasl seer. vom kriege utider d. T. (1520). Uiiij*; vnd {hab) wich hcinl vuib zwey sehr gebrochen, de Welle W. 5, 330. fi) fast wohl: ich weis fast wol, das also ist. Biob 9, 2; ich kenne den flUclitigcn, «^chcwt n vnd sdilipfferigen leuflel fasl wol. das diese Marl CMff noA fut «IsAen. (1527 ). ä uj' ; ich gan ylm der ehren fasl wol. vom kriege Widder d. T. (1529). Giiij''; sie sein Tast wol geruslel. ton dem bapslum zu Rome. (152U). Aij*. fa^l uijül: es vcrdreusl sie fast vbel. «om akcnAnaf ChrtM. (1528). sj". ^^ fast viel: was haben denn die Juden vorlcil>? oder was ndlzct die Lesclmeilung? zwar fasl viel. Rom. 3, 1. 2, e) fasl wenig: auch ist cyn ferUch gesuche ynn diesem kaulf, des ich besorge» niemant odder fast wenig keulfer on sind, von kauffshandlung. (1524). Jij*'. C) fast gerne: ich aber wil fast gerne darli^en. 2 Cor, 12> 15. fasl nahe, ganz nahe: denn es ist das wort fast nahe bey dir. in deinem munde vnd in deinem herlzen. 5 Wo«. 30, 14. nu für ich mit dem ver- lluL-iiicn grewel am ersten fa?«t senfü vnnd luysie vnd scJion. antwori deuUch. (1522). d) neben praepositionen^ conjunclionen : u) zu fast, nimis: da schnarckl der ii.ntrli izu fast nach dem bcychlpfemiig. euang, von den IxAen anastels^gwn. (1521). Cij**; ob iiic jemand wird sagen, ich werife zu fasl mit bulieii miiIi mich, teamungf an x. l. deudschen. (1531). Fiiij''. ^ so last, so sehr ; vnd ist doch ilxt km stuck das sie so fMl treiben, sorgen vnd aohalicn. dai diese iporf etc. (1527). biij*; weil aljiT die inetze ihn {iic!) so fast geHlIlol. de H'tiie br, 5, 187. nicht fast: ynn der hebret^chen sprach lautten die tzwey wortt arm vnd senfflmutig nit fast vngleych. aussleg. der ep. vnd ^'unntf. des aduinls. ( ir)22). Ej*'. 2) hin und wieder zeigen' sich aber auch teKon bei L. spuren von der btiet^ung (ere, heinahe: am folgenden sabbalh aber kam au- samcn fast die gantzc stad. aposl. grxch. 13, 14; weil er fas! Itnnderl jerig war. Rom. 4. 19; wenn maus wil rechnen, so hal er {der lod) die weit schon fast auffgerieben. das 1 5. cap. der ersten ep, s. Patdi M He Corinther. ( 1 533). 0 ij* ; eben als wenn man den wein fasl gar gelesen lial. ebend. Oij''; last 35 jar lur Auguslini gehurl. von den eoNcilf/« vn4 Jkfrehen. (1539). Dj*. Faste, fattely f- jejunium, mhd. vastc (Ben. 3, 277*), ahd. faslÄ {Graff 3. 275). der nom. sg. faste erscheint bei L. selten {s. b. Saeh, 8, 19: die bete, kebr» ois. imig, i^miihm, abo nidbl f I. , wie From» mann vorsckUge i» 23 omüimU), gewöhn- lieh lasten. 1 ) die handlung des enthaltens von aUer speise, wofür häufig doi nenfrole verAol- «nttfmtfe: die fasten soll frcy. wilkorig sein. von menschen Irren zu meiden. (1522). Aij^; lassl ctac laslcu aussclireien. t kön. 21, 9 (v. 12 dagegen: vnd Hessen ein faslen aus^ schreien, doth hai He Hhel9.j, 1539 auch hier eine fasten); Josaphat lies eine Tasten ausruflcn vnter gantz Juda. 2 chron. 2<>, 3; es begab sich aber im fUnlllen jar Juiakun ... das man ehie fasten verkOndigi für dem herm. Jer, 36, 9 ; heiliget eine faslen. Joel 1, I I; zwcierley gute b<\on licll vns die sein Ith fnr, eine die man williglich annympt da> lleisch ym geisl zu dcmpflcn ... die ander, die man dulden mos vnd doch wOlig- licb annympt Ihr mangel vnd armut. ausleg. der ep. vnd emm^. vom adueM etc. (1528). UUhiij^ 80* Digitized by Google FASTCLER 636 PASTNAGflT ' 2) die »rit der enAaltmug , tetond&r* die 40 tage unmiUelbar vor ostem: das auch die faslpn -t lion für vbcrwar, apost. gesfh. 27, 9 ; (iis eunugolion (Matth, i) wird heute gelesen yni anfange der fasten» das nan das cxempel Christi den Christen eynbilde vnd dif! fasten Iialllc. ausleg. der ep. vnd euang. von der heyl. drey könige fest elc ( 1 525). uij''; der erste sonlag in der fasten; der ander soniag in der faslen u. s. w* Vasteler, fastler, m. JefuMUmr: daninih predigt aucli Josaias 58, wie gcsngl, wiililer solche verkerete fasteler vnil heiligen, der pro^. Sacharja. (152S). Xj''; daher heis- sen wir auch dirisles» das wir jn (CShrwIitm) haben mit alle seinem verdienst vnd gUtern, nicht von vnscnn lliun vnd werckcn, welche wol einen heihgen carllieuser, franciscer oder augastiner mOnch» einen gehorsamen vnd fastler otc. machen, aber nimermehr (.'inen cliiisleii grbon kÜiintMi. nusleg. der ep, vnd euang. von ottem elc, (1544). Xs ij*. MelMld« m. menti» jtjmdi: gotl hat vns gesÜBlel ... den fostelniond der Sarr i cenen. Verlegung des aleorofi, (1542). Miij**. vgl. fastmond. rnsteltag, m. diei Jefmü, faeUag: aro fssleltage. Jet. 36, 6; fistd- vnd fsirtage. das 5. 6. i'«^ 7. cap. s. Mailhei. küi]*"; faslcllago vnd fcirlago. xcider Hans Worst. (I54i). tlij". auch bei Alber us diei. BBij*. oAd. bsUlac (GraffZ, 725); das d ist nd. o^f. fiistenlig, fastUig. Fasten fv:tvtoi,. eyn semton von dein (th- lasz vnd gnade. [1518]. Aj'*), jejunare, sich der speise enthaUen^ mhd. vastcn (Ben. 3» 278^), ttkd. bsilQ (ßralF 3» 726), #01*. fostan. mii fest MMommeniban^eNd. s. We i- gand wtb. 1, 326. Grimm ttib. 3, i:<'>! ea musi eyn schcUm seyn der scynen herm sibet ftatcn itrnd hnnger leyden . . . vnd er woUl schlemmen vnd temmen« aMX- leg. der ep. x-nd euang. des a(1urnts. (\ 522). Cj''; da zogen alle kinili r I^ratl hm aulT vnd alles volck vuU kamen zum hause gottes vnd bsleien den tag bis tu abend, ridu, 20, 26 ; was ist das für ein ding, das du thusf? da das kind lebt, fastcstii (f. fasictcstu) vnd weiuet^l, du es aber gestorben ist, stcbestu aulTvnd isseslt 2 Sam. 12, 2t ; vnd da er vierzig tag ^ nd vierzig nacht gefastet hatte, hungert jn. Mntfh. 4. 2. Vastcn^ n. subslantivischer Infinitiv: soll das ein fasten sein, das ich erweleo ad. Jes. 58. 5 ; diese art ferct nicht ans, denn durch licien vnd fasten. Matth. 17, 21; die k.im ninier vnin teni|ir-I, dionet polt mit r.istcn vnd beten lag vuü uaclil. Lmc. 2, 37; das jr zum fasten vnd beten müsse habt. 1 Cor. 7. 5 ; htc antwortet er auflT die Irage »o ym anfaiijj; des capitcl furgclrapcn ward von dem fasleu vnd züchten, der proph. Sacharja. (152S). Ziij"; vergesset ewrs fastens vod leydM. ebend, fnstentag ) m. fasltag: das manchcnuetn solcher fnstenl.ig lielnM- were, denn sein wse- tag. zwo schöne tros litt he pre^t. (1537). Aiiij* ; die viertzig fastcntage. efteiuL AHj*. vgl. fastlag. fastmond, m. icas faslclniond : wie dilnckl dich aber vtnb vnscr lerer, die an diesem orl diesen sprucii von den vier lastmunden haben gezogen anffdie vier weichfaaten odderqoat- t' lulier? der proph. Sacharja. (1528). Ziij''. I'astnarht, f. selten fn.tznaeht (auff des bocks zu Leiptsick anltBort, 1521. bj**), fassuacbl (von den eewUifi vnd IMan. 1 639. Eiiij*) , der Imeäge, mtf oHerlsi eptet begangene tag vor dem beginn der fatten- zi'tt : es »relK'i fiir diser laslnacht wol liynn. aufj das riiiichriiÜich bwh bocks Emsicrs, (1521). Cij**: wenn narren ynn der fast- nacht so gangcllen gicnge es wol hyn. dat andertnjl wulderd. hyml-prophelen.{\h2hy Biij' ; Wullen also narren vnd die«5c fastnarhl ynn solcher mumerey mit lau'ficn. da« &est W9H ChrieU nMh feei etehen, (1527). I j*; wie man einem zu gefallen zur faslnaeht jnn der mumerey Ieufl\. das 5. H. vnd 7. rap. s. Matthei. (1532). Pnij*. der herrn fasl- nachU awleg. der ep. vnd enmg, eem ed/^ tietif efe. (1528). GGgiij^ m( 4er tOMiMf quinquagesimae . das tcort Imiirt mhd. gexcöhnUeh vas-, vasenachl {vgl. mhd. wlb. 2, 301''), vsidialb einige (Sehw^ellerwlb. 1,569. Wneker' nagel toth, 324*. IKe i ^ a n d wlb, 1, 326) die ableitung von fasle beztreifdn vnä an einen zusammenheMg mit vosen denken. vgL Digitized^j^^Hlpi FASTNACRTBUTZE 637 PASZ dagegen Xarnke imiithd.wörlerh. 2, 301*' witi Grimm wlb. 3, 1354. in der kuri- schen mundnrf fflH mir rn^^rnacht» WtUmuh Alberui; ih'-t. h I ■ lii't/eijHfl. y«slB«ci)UiHtiej m. larva: wenn ein Eso- l»us oder dergleichen liinia oder Taslnachl- puls Alrgestellel wird. im. 5 , 269*. vgf, auch !)iit7.p, ifo ein be/^j/ /ur rasznaclilsbulzc, Fastnarbd^icti, horribHis. fratzenhaft: {der bap$l\ hat Chrisiiiiii voriagl \n(\ ausgetrieben vnd sich an si'iiie ^lal genaiil als ein lierr « vod bal Itir das priesterüiumb des geisies ein kindisches vrul nislnnrhtisch priesterlhumb auffgoriclit. Jen. 2. 'MV'. Vastnachtsblschef j m. unärhtpr bischof: gleich SMC LT selhs ein faslnaiiasiiischofT vnd UfueiiU vfNiiier«piiiefcilNM«e. (1533). Jj^ iMlHwItaclilHpf (fassnaelilscIiiiDpf), ». fastnachlschers, faslnachtspan: der end- chrisl zu Rum mit deinem Wort nit allein nerrisch, szoodern aucli gleich spollich Terel. alss wert es ftnnachUrhiropflr. grund vnd «FSoM. (1520). mj^. Fastiachtslarre , f. aueh fasznachtslarve (*. bulzc) : wie künden myr hübscher fast- nachUlaruen hcgcgcn dan soh Ii hndisynnigp, lieffsichtigc prophctcn. vorderuny etlicher arUekHi, (1&20). Aiij**: mich wundert, das solch sUrck, klare sprnch Christi sio gar für fastiiar(i(«il.trupn gehalten werden, von dem bapitum iu Rome. ( 1 520J. Biitj" ; vnd kurtz vmb alle ewn memeben lere, die yhr für heyligthttm ballet» da sdtl^ ich mich mit %mh des reyncn glaiilicns willen , euch die raslnachlshinicn ntiizulzihcn. auff das vbirchrisUich buch Lacks Emsxers. (1521). hatBMbtspfaff, m. adMii^lttcA«r, /M- icher geisilicher: ich sage aber mal, wo wir «iclil vorhin on bisschofT vnd crrspm reclilc prafleo sind, so wird vos der bisschoQ vnd sein cresem nimer mehr au pfolfen ma- chen, laruen vnd raslnachlspfaflen mag er wol aus vns machen, von dar «finek«Unet*9. (1533). Jf. Itatenebtsplel , rasoachtspicl . fessntfcbt- sptd, n. woU yhr rastnaditjspiel ausz dem ernst inni lirn? auff das vbirchrisllich buch bodu Emsiert, (1521). Jiiij*; wens fasl- nacbtsspiel wer«, gienge der bosse wol hyn. iraidsr 4. hyml. propheten. (1525). Ilj*; da«< wir goll selhs nicht so Imrh gefurcht vnd geehret haben, als dicso jrc nichtige laruen vnd faslnaciilspiel. von der winckel- metae. (1533).- üj^; di's leben auff erden ist ein lauter rasnachlspiel. Hn ^nistl. schö- ner trnnt. f ] ^^T)). Ej*; was hatf der iniflfd sonst zu schatten auff erden, denn das er mit seinem votck also gauckele vnd fasznacht- spiel treybe? von ipe{{jtrAer«fterk«yf.( 1523). Eiij'; die Vciiodifjjcr Hessen ein fasznachtspiel ni.i'MiPn zur vcnirhiiing des keyscrs Maii- uiiliaiii. lischr. 4 39''. f astnachtäirBbm , m. vnd ist ciu rechter raslnachlsmm, das sich einer ramen tbar, es sey yhm blieben beslcndiglich , das er noch nio gehabt hat. von dam bapttmm xn Aome. (1520) . FjV Vastnaciitsweihnug. /. hic ist nicht anzu- sehen die faslnachlsweihunge ob er priesler, diiiL-nii odder sonst ein heiligen orden habe, es ist gauckelwerk mit dt n wryhen. ausleg. der ep. vnd euang, vom aduent. (1528). Ss G*. Eist. 1, 76\ fliteftcbtaicU, f. es wem scbadi gewesen, wo dye uedel uur ander, lian bstnacbaieyt wcrc nus gaogeu. anlworf «tijf iU liedel. (1521) . Ailj^ Vasttag, m. dies jejunii : solt das ein fast- lag Iieissen vnd ein angenemer lag des herrn ? derproph. Sadkavju, (1528). Xj^, vor. tu Jes. 5S. 5 ; fastagc, fcicri.ige von den con- dlijs vnd in. (15391. faslag /«r fasttag, wie chrislag für cliri&llag. Fast (vasz), n. vas, gefäss, mhd. var, {Ben, 3, 280^). oM. (GraffS, 727). der pl, lautet bei L. noch gewöhnlich ^ taia fliM* ahd., fasz, fasse, seltener fc«ispr. t) vas, gefäsx, behällnis überhaupt: so nim nu zu dir weilzen, gerslen, bonon, lin» sen • hirs vnd speit md Ihu es alles in ein fass: Esech. 4,9; wenn er ein erden ge- fcss anrörel, das sol man ziil'rerlion , pthc.r das hülUen fass sol man mit vvasscr spulen. 8 Um. 15, 12 ; bat nicht ein tOpfler macht, aus einem klumpen au machen ein Tis zu clircn vnd das ander zu ynolircn'' ll'!m. 0, 21. 1 Som. 10, 22 sUht das worl (die Digitizcü by ^(j^j-j.l'^ FAUL 638 FAUL ras.s , pl.) ßr das reiseffepäck 4M W Jli^a xusammengpkommenen voUu. 2} dolimn, fasz im geiBÖknlichen sinn: glaidi als eia vm, das man hyoQ vd4 her roUeil. (He sieben punpsalm, (15L7). C5' ; rin fis? jin (oAnt') wpyn , ein lasch an gelll. eyn sertnon von dem n. lest. (1520). Biij'"; wo naan njost tu alle i>d.o wird niehl viel drinien sfiti. ledige re.sscr klingen WOl. tfllüdbefeMlie predigten. (i:)33). Bij^ 3j bildUch: vnd ein j^^licher wisse sein f»a stt behallcB im heiligung vad ehren. 1 J%esM. 4i 4 ; M na jemand sich reiniget von solchen Icuten , der wird ein gohctligct Tas sein SU den ehren, dem hausbcrm brcuch- lieh vnd su allem guten wercke bereitet. 2 fKm. 2, 21 ; Paulus das ansserwaleie vasx. eyn vrteyl der theologen. (1520). Aij'. 4) oft gebraucht L. die red^-nsart i\cn\ fanz den boden aussloszen , einer sache mii ßinm mal« «in tni» machen, vgL boden 4 : s. Paulus selbs nkhl sagt 'allein der gind»^, sundern sobffltets wol prübcr crmis vnd slös- set dem f.is den boden aus vnd sprichi "^on des geseUü werck'. ein sendbneff von doi- UMfMlkeii. (1530). Cij^; darftlu sagen, das goll nicht golt sey vnd die aposlcl vnd chri- »tenlifil nirfü rerlii lere noch gleiibe, so haslu gut tiiun vud nicht besser» denn stoüse mut vdHend dem fass den boden aus vnd sage, daa kein aulTerslehungp kein binel noch heU, kein IcufTtd nocli lud nocli sünd scy etc. das 15. cap. der ersten ep. s. Pauli an die €o- riniher. (1534). Jj^ er wird so lange au den reiffen UopITea» das eins nuds dem fas der boden ausspringen wird, verantworiung der auffgeleglen auffmr. Id 4'. wolan last mir das eiucu weisen, seniUen, gedulligcn fursten sein, ein ander bette sich SB de» biiicboueB geei|^ vnd das fas in einen hauffen gcstosscn. von 4ni COMÜ^ vndkirchen. (1539). Kj^ Fnnl, comp, lauler vnd feiUer, in dßff^el- 1 ) in Verwesung sich auflös verfault, morsch, verdorben, schlecht. a) ein fauler bombart. von den schliuseU. (1530). Eiiij**; einen faulen wind faren las- sen, ein teidderruff vom fegefeur. (1530). Kj' ; wo er (der rabe) :iuf!' rin r,iiil ns«; binipt. sitzt er drauff vnd fn&sci. vber das erste buch Mose. (1527). YHij**; der ich doch wie ein faul ass vergebe vnd wie ein kleid das die motico fressen. Hiob 13, 28; vnd er {Simon) fand o'mon r.-iulen eselskinbacken. rieht. 15, n {das hebr. bedeutet: einen frischen e3>ei:>- kinnbackm); die bolAning dca verachlert anr zeit der not ist wie ein fauler san vnd glei^ ti n lrr fiis. $pr. 25, 19; ein ftul sawer bier. posi, 0 528). Ji 5\ b) von holz, bäum, fruehl: er achtet eisen vrie alro vnd erli wie Eni bolts. JKob 41, 18; des gleichen thut, der da schifTen wil vnd durch wilde fluten 7iirarcn gcdencket vnd rttfl'et an viel ein feulcr holtz , denn da« »chiff ist darauif er fecet. toeisA. 14, 1 ; eia jglicfaer guter bawm bringet gute Mebie; nbcr ein fauler bawm bringet arge frücfate. Matth 7, 18; setzet einen faulen b^iutn, so wird die Irucht faul. 12» 33; faule, wonn- Stichige cpITel. efflidka mUm jnnedi^fM. (1533). DiJ''; faul» WormsUchig vnd ver- dorben ubs. das 14. «ml 15. €a§, Mimmk. ( 153S). Nnj\ c) abslracl, nichutaugenä, unnüli, schlecht, «cAol; lasset kein faul gwdiwett aus ewrem munde gehen. Epktt, 4, 29 ; faul, lam, scbd geschwelz. das diese wort Christi noch fest stehen. (1527). iij'': auffda^ ich nicht auch zum aehwomer werde vber ao losen, finden ftalsen. abend, inj*; aulTdaa idi nicht den lescrn mil solchen f.'iulen, In^rnn Izoltcn die (zeyt ver:;pldjch raube, das Jhesus ein ge- liorncr jude seg. (1523). AiJ*; da gdtets wol bin, daa ein gut geset mil faulen besiaa den andern vmb sehen oder /w i nuig nüsse efTe vnd nerre. tcider dini bischoff zu Mag- deburg. (1539). Ciiij*; {der teufet) lur groaaer Sicherheit vn& nerret vnd eflelvK solchem faulen dentelwerek vnd geackd- werck. das diese wort ete. (1527). dij'; was aber diese faitle folge ventiA?, die liie Ecülauipad uiachl . . . hab ich droben dem Zwingelgoug gezeigt. «omobandiMlClrML PAOI. m PAULBHZBN (152S). qüj*; voU ob sie wolleo eine fawle gloM rorg«b«p. d» wUdemiff vom fege- feuT. (1530). Gij*; wie wol es eine »cer f nilf ("inrcdn ist. vsider den wucker z\t pre- digen. ( 1 540). Aiiij*; dnrumb ist diese auä- fluclil der jaden faul vnd dazu ganlz icslcr- lich. von den jüden vnd jren lügen. ( 1 543). Ljiij*: es gillt hie nit losze, faule, vnge- grondle auszrcde tichlcn. ausleg. der ep. vnd euang. vom chrisUag. (1522). qqqiiij'*; lierliog Georgens «ntiiHiOldigung ist aus der massen kalt , faul vnd lose, von heimKchen vnd gettolen brieffen. (1520). Pj''; dein liloszc mltones wil ti-li nuch 862^; dergtnUen weh narren, fus- schemel vnd asschenprodcl sein, dns ihtil auch wehe vnd faul, austeg. der ep. vnd evuing, von ostem etc. (1544). OG''; es that fiinl seine ifinde bekennen. (Mr. 104"; — dl müssen sie schamrot für werden vnd thui jhn (ihnen) faul, da^ «ie mit nlTcntlicher schrifll vnd golles wort für den kopff ge* slossen werden. «eranlieorlNn^ ier auffge- tegUh aMÜfriir. (1533). Bj^; nu wils vns faullhan, das ntirli Ix'sc zeit vnd vnfricde kihiipt. eine heerpredigt. (1542). Fij' ; las es dir nicht faul thun, das du auch ein ivlein slOek solehes leidens jm nach tregst. ausleg. der ep. vnd euang. (1544). Lj**; solchs plfifliTii^^ deutet nn Christu!* aulT vns, das wir vns nicht lassen vcrsdimahen noch faul Ihim f ob wir vmb seinen willen vnd mit jm jnn der weh mOasen clwas leiden, ioi 14. vnd 15. cap. Johannis. (1538). uuuiiij*; es wurde den hofjunckern sehr faul Ihun vnd sie hart verdriessen. tisciw. 177'. 2) ^glmvm, segnis, iräge, «ddk« Aed^ lung jedach ahd. noch nicht vorkommt : a) eilet vnd seid nicht (anl zu »eben, das jr komplda.s Jand ciuzunemen. n'cAl. 18,9; alle jre wechlerslnd bünd . . . sind fsal, liegen vnd schlaffen gerne. Jes. 5G , 10; ein fauler mensch ist gleich wie ein i in , di r im kot ligt. Sir. 22, 1 ; die Crclcr sind jnier lüge- ner, büse tbier vnd faule beuche. Tit. 1. 12; warumb leiden sie solchs von einem faulen wansl? tm'der dtiul\i)ig • f luIliMilzeii yin bclt vnii kamerri vnii ^cyi vnzUciiUg seyn, da« wl des fleischs wolliut vnd kflUel sucbes mit lang schlafTen , mil faulen luntzen , mit allerley vn/ndit vnd schanilparkeyl. amhg. der ep. vnd euang. vomaduenl etc. (ID2bj. AG"; Tressenn vniid sauflcn , rawUnUeen vnd geylleD. omMhg. 4tr tp. md euan§, des aduenis. (1522). Biiij'; vniiUlze leule, die wi(l«lcr zu wehren nocli zu neeren difMiPii. soodern nur zeeren, fauleuUen vnii mUssig gehen können, ob kH9§9lMU$ «le. (1527). Pj*; silzcn sie (die Jvdtn) die weil hinter dem ofen , fanleiitzen , pompcn vnd brat<»n birn. com de« jüden vnü jren lügen. (15 IH). ej*; da heim aiitTiu polsler siueu vnd faul- lenlten. randgi, mu RMh 2* 7. fMdemer. m. homo itgiiU: derfaiilenitcr aller adain , der nicht -gerne erboxoi vnib «^pyn brud zti rrwerbcn. von kauffdULnd' lung vnd Wucher. (1524). Jtj*. VanlfrÄsiigj faul und gefräszig: ja mii der weyse warde keyn bendel eulT erden hteilMsn , wurde eym IgUcbeu das seyne ge- nomen odder abgcborget werden, vnd den böspn f.inirrpssippn die thür aungptlian .illes zu neiiien. vbt-nd. Biiij''; ein mdssiger faui- fressiger bmder. die hi. onftoorf. (1533). Fiij'': die bunicln, das vnlüchtig, faulfrossig vnziter. der 101. psalm. (iri31). Jf; die rcgiraent wollen nii lil and dem |>olsler ligen vnd rügen, uder liinder dem ufen filzen, wie ein faolltessiger, achlefTeriger rttdde. ebend. Qiij''; wider eines solchen gewaltvnd maclil sind wir volle leiitschen faulfressige seuwc. lischr. 420''. . ^MlglMkig: also isl diese predigt ge- sehehen, das sie gesand wurde gen Babel tu vermancn die vngloubtgen odder faulglpu- liigcn \nd lM'iiloj.«heit zum sacramcnL vermanung zum sncrament. (1537). Biij''. Fänliglick, ade. piyre, van fjulig au» nuUicfa, tnJUL vftUleb: die wissen vnd deo- cken nicht« wie ein hoher goUes dienst es isl, den sie so schändlich vernctilen od'f'r so feuligbch verlassen vnd verseunien. «umwu des duülL htm». (1533). Aiiij''. rnnlkclt» f. was faulheit. «M. vAlkeit (Hen. 3, nr)"): das nlles werel yhm wo! die fauikeit. der i 12. psalm. (152G). biiJ^ Vulrcgcn, m. ein verderblicher regen: gehorsam ist aller lugend kröne vnd ehre, aber wenn faulwilz drinnen erfiltulen wifd, so bat sie der inellliaw , oder wie es Jesaias (18, 4) nennet, der faulregen venlerbeU der 101. jwa/m. (1534). GiiiJ". Nidtbitigf fthf^yoff arbeilhatseitd: wir II men. elenden, schwncbgleubigen vud leider roditp fni^ioiL'i, (h-; ist fanithptlige chnsles. von den cmcilijs vnd kirchen. (1&39). biüf. Faulwifs , m. polypragmosyne: es ist da gemein lasirr Mid schedbcho vnlugent in aller well . . . vnd heissl aull grieciiiM h [>oly- pragmosync. viel zu schaffen haben, da iiithi.< befeJben ist, vnd da lassen, da vid befelhei ist, die latinsrlicu heissens Toris sapere. deni de?5ipere, ich wils die weil fnnhvifz nennrn. der 10\. psahn. (1534J. (iij' ; jiingker faul- wilz gar klug i%l vnd viel tu schafTcn hat. da jm niclils berolhen isl. aber was in ke- ftdhcn ist, das slinckl vnd ekelt jni. ebend. Giij; er HMiKvii? ;H-hi''( seines ilmns vnd Ut- felhs niclil vu«! itci^uiticrl su Ii für grosser klugheit mit andern sachen. efremL Gii^ vgl. verfautwitsen. VmsI, f. pugnus, die geballte hand, mhd. vi\sl {Ben. 3, 44S''), ahd. lOsi {Graff X 726): daruiub soll cyn fursl al>zi) seyueo gewallligen verlrawcn vnd sie lassen schifte» das er dennoch den zauin ynn der faust hf- hallte, von vcelilicher vberheyt. (1523). Kij* \ vnü nanicn das scbwerd cur faust, tUs yhn nicht gebflret, ein eemdehri/^ftem im harten buehUn. (1526). cj*; dantmb autf Hanid nicht rdlcin ein kflncrhell sPin gewMt nnl der lausi, sondern aiicli ein freier kerl»" niil der zungen. der 101. pMaim. {\b3ih Sj'' ; wenn sieh menner mit einander hadtfs Digitized by Google FAUStHAMMGR 641 mnTBtt vnd eitler schiebt ilr n andern mit einem slein oder mit einer tau.st. 2 Mo*. 21 , 18; da speiclensie aus in sein angeiiehtvnd lehlugen jn mit feusten. Matth. 2G, 67 ; gelobet sey der herr inoin hört, der meine fn iide Jerel streiten vnd meine feuste kriegen, ps. 144, 1 ; wenn wir von jnen hören werden, »o werden VHS die feuelr entsincken {wutih und Jfcro/k swr gegeuwehr schtcinden). Jer. 6, 24. re- äentarten: in kriegs- leuUeric, (1527). Aij». liialMbirert, n. sein (CAris fj) relcb nichl DwTx, WOfUrblick. ein faiistschwert ist, sondern ein schwert des gelstes vnd muttdes. Eisl. 2, 473*'. Vtntotange, f. md die btlrger in Stedten Israel werden er aus gehen vnd fewr machen vnd verhrcnnpn die wollen, schild, tartschen. bogen, pfeil. fauststangen (vulg. baculus manuum) vnd lange spiesse. XimA. 39 , 9. fMhc!> t. firehel. fechten j pugnaref praet. bei L. noch facht für focht (rucher. ri524). Fj''; ^vyr fechten nichl mit fleysch \nd hlut, sondern mit den geystlichen bdswichlen yn der hitl'i. das ander teyl urid- der die hyml.pl uijUeien. (1525). Bj*; wies. Paulus mit dem leuffel kempfet vnd ritterlich facht, die ep. des proph. Jesaias. (1526). Pj''; habich menschlicher meinung zuEpheso mit den wilden thieren gefochlen? 1 Cor. 15, 32; hat er dennoch sein leben langk mit dyszem lasier Ixu fechten, von den guten tcercken. (1520). WW'}*", — worauf? antwort nu der geist oder Widder wen licht er ?meimttu auch, das er bey synnen sey, der Widder Luther fechten wil vnd fichl widder niemand? vom abendmal CAmli.(1528). c ij '• : crhinlH mit dem kopll an jn vnd fichi lialsslar- i iglich wider jn. üiob. 15, 26; was ist dann, das man wider den ström fechten wil. de Wen» kr. 2, 674. _> I sflien transitiv im sinne von anfechten, bekämpfen : das fechte ich , das d. Csrlslad solchs alles nicht alleyne on allen grund der schrüft vnd text an diesem ort seist, sondern will auch durch so!chen hohen geystlichen sf!ip%ri ilpfi rpchlen ^-chrillHii'hpn veslfand Ulli gewall demjitten. das ander legi widder 1. hyml. proph(Bten. (1525). Jij^ l^htcr, m. gladUaor,p»gnaU»r, k^mpfer, 61 Digitized by Google FECHTIIEIsm 642 FEGEFfiUKB «MTvehUere (Ben. 3. 312*), akd. föbliri ißrait* 8» 445): sibe «U, no gebt es de« trtincken fechtern, die das sdiwerd hcy der schnpyilpn vnd den spiesz bei «Icr spitzen fas»€Q. au ff das vbirchrulUdi buch bodu Smtstr». (1521). Cj*; wie butu »so ein leyiier rechter? wiebaslu szo ein fcyn gengle th;ni mit rirm honim|>len Fechter, ebend. Fiiij * CerbtMf.ister, m. lanisla, lehret der ft chi- kuMl: er schUUel seiae kuosl nicht autl wmA heiraii wie jeur fechtneiiter iliet. hauspoU, (Aeiw, 15591. 458*. Fedfr , penna, mhd. veder, vMerc {Ben. 3, 287 ahd. fttdera (Grafl 3» 448)» L. 1 ) alt kSrperiMse dtrvöiH: die feddera lies prawen sind schöner denn die flügel vnd Teddern des storcks. Hiob 39, 13; ein grosser adeler mit grossen Uügeln vnd vielen finldeni. Jteee^ t7, 7. Merker gtkSfim folgenit t^UMarien: federn geben* wie haare lassen, v^luxt leidfn, xui(Kaden kom- men; vud sie besorgen doch, wo es zum coacilio kerne, sie mttssten fedder geben oder bar lesien. tatM§g §bu mtuehmi, ( 1 538). Aij*. federn lesen, schmeicheln: ein vber- trelter vnd schaicksheilige hat solche fahr nicht, sondera kan fedder lesen vnd obren krawen, reden vnd .lbon, was man gern blfret. iler 101. psalm. ( 1 534). Jiij **; szo wollen sie nur die feddern j.'*»lf"!r.en haben vnd milfuchs- scbwenlzen vbirwetldell seyn. atisleg. der ep. vnd euang. vom d^rislag tic. (1522j. nnnii^^^ die federn niedencfalagen, sieb ilmfllb^fen: vnd müssen alle für gott die fpdd»'rn nidderschlagen vnd fm werden, da^ wir zu der Vergebung kommen, deudsch coieeb. (1529). Sij*; lieber berr, fOr der weit bin icb wol vnschaldlg . . . aber fnr dir mtiü ich warlich die feddera niderschlahen vnd niicti selbst aller dinge Siir schuld be- kennen. Jen. a, 41'*. 2) alt sdireibwerkxeftg , nim^ftier: wilebs mir nie yiin synn noch fedder gefallen ist. grund md ersach. (1520). ni ij' ; irh wolle lucht mit linlcn vnd feddern zu dir schreiben. 3 Joh. 13; so bOre icb wol, MMor glaube «lOode aufl der dinlen vnd fed- dern. das ander teyt widder die hytnl. pro» pheten. (1525). Ciig**; damit icb du oicbl geaclKel werde, als wolle icb solchen friiie odder vertrag mit auinen tomigen bnebitabai hindern, wil icb meine gescherOle feddem die weil bey da? linlrnfas nider legen kl. antuMtrl. ( 1 533). Aij ; der leufl'el hat cm« harte fedder vnd seersebarfe Unten, ^die* logus» (1545). Aij ; icb kenne meine raucb« feddern also, das ich sei» dcmiitige scbriHl im lii helle können aus meinem tiulenfas hnn- gen. ton den concilijs vnd kirchen. (l 539). Kj* ; elliicbe den grind an derfJt WeUikr.i, 611: dm) feddera, ettiiche die gicbl aa kriegen, originaJbr. v.j. 1 f);^r> im gesamml- archiv iu Weimar N.pag. 10^1/. 42. I. e. Vedcrbana, n. damb ist die Utcb cfa mundbawu, nii cyn fedderiiawss , demiiri Christus Iziikimfn ist das cuangelinm münd- lich predigt, das tzuuor schrifftlitii ynn Afi\ buchen) vorporgen lag. aussleg. der ep. enong. ist «Aienlt. (1522). Fiij*. PcMta»|if, m. federkrieg, seriplonm certamen: vnd wolt nicht p:rrn , das e. f. g. Sölten mit mir ynn den feüderkampf komeD. de WeUe br, 6, 274. MflrMi (feddeflin), n. Uefae ftdtr: ob mein fedderiin oder zaipfennig nicht so IrelTlich pleii^sen \v*inle für der wellt, ab yhcner. der U2. psalm. (1530). Hij*. ffiem (feddern)» xitr /Mar greifen, schreiben (T): weil sie denn dis alles aieue furhitt licgorn vnd ich geneigt hin. wo es so frniiidli h vnternander fiirgenomen wird, i» ieüdern, sobill icUu.s.u). Burkhardt 121. elneinulertSiell^ftfingf firlnini «mltrdi^- sem worU ems de Welle br. 2 , 337 , wo je- doch das original foddem (d. i. fordern ^ hnU Vedcrwnt (federwad), f, federgeuani, fe4»Mf*: da (fo ttolie m BtUMtm) wird weder spond, leinlacb, politeri kmaea, noch federw.id [jcwrst sein. hau^^tU {WUi' ienb. 1545). tctnierteil 16*. lederwisch (federwasch). m. ein tum obwiMben Ebnender §ämiefiUgel: das niaa mit einem fedderwüscb hiaa^b keren kündif. irider das bapslum zu Rom. tt54'»). Vj', t^egffener, fegfeucr (fegiemj, n. pur- galoriwn, nätd, vegeviur {Uen. 3, 3S3)> ein widderuir vom fegefenr. Ülel eiMr 1 530 erschienenen schrifl. in der schrift selbst, bemdbl, me amek m omieni Schriften Ii, Diqitized by Google FtÜfcN 643 FEIBR A'e tekrd^nmg fogfeur; midi halt ich be- schlossen, es sey oin fpgfewr, kan aber kei- nen andern ak/*> tu ;>chliesseD. ^rund i'nc vrfooA. (1520). u ij ; die Seelen ym fegfewi «da ml tielMr xhrar seliefccyt. von allen u reden. «MI. o ^^^ fpgen , purgnrf, ^rhön, glänzend, imtber machen, mhd. vcgen {Ben. 3, 288 1 ; das sch wert fegen , polieren , blinkeRd madun: das scbwert isl gcscherfll vnd ge- fegt* es ist geseherill, das es sdilachten sol, CS ist gefegt, das es blincken sol. KiseJk. 2 1 , 9. 10. 2) gold fegen, läutern, reinigen: vnd wil dasselbige drille teil durchs fewr führen vnd lentern» wie man stiber lealert» vnd fegen wie man gold fegeU Soeft. 13. 9. 3) das licht fegen vnd hülsen, ierfnfh. Sacharja. (152S). OÜ'. 4) die ohren, das liirn fe^'en, reinigen, säubern: wenn Christus redet, so sol man beyde obren fegen, läeftr. 87 ^ ; heysse yhn iiyessworU ncmen» damit er das gehyrn fege. ep. 9. Pelri gepredigt. (1523). Kj''; uiau würde gewuslicb Hysze wortz den gc- pielern an danck schenken, das sie das hyrn fegten. «onweflifefterv^erMI. (1523). D^K 5) den ufen fegen : er (der topf er) mus dcnckcn, wie ers fein glasurc vnd früo vnd i»pat den ofen f^en. Sir. 38, 34. 6) die tonne fegen : er wihi seine tenne legen. Mauh. 3, 12. £tie.d, 17. 7) a>rlir r»«gen, kehren, icegtrisrhen: sie sollen auch die aschen vom altar fegen. 4 Mos. 4, 13. 8) vnd fegete die sUlIk vnd pfamn von solchem ireudel marckt. vermanung an die geistii i hen. ( 1 530 j. Bij * ; darnach wil ich aacli rcuchcrn, die luflt belflen fegen. Jen. 3, 430 aus der visachen haben wir vns dis bttcii* (di§ fab§Ui Auapi) llligeiiomeB tu fegen. Jen, 5 , 269 ** ; was sonst nutz vnd nifht schedliche fabeln sind Wüllen wir mit der zeit auch, so goU wU, Iculcm vud fegeo. 6, 270-: 9) sich fegen, sieh reinigen: es {^'hiwel vnd glinl/i noch tiil alles, es fegt sich al>cr allesz. grund vnd rrsach. (1520). c iiij ''. fegen > n. subslanUvitcher inf.: wyr • fdurden sokbs fegens vnd creutzs tcgiich - wo!, ep. «f. petri fjepredifjl. (1523). Ciiij*. f egfeariscil I purgalorius: wenn sie an - deo fegfeurischeo messenjarmarckl abgetbaa I baben. wrtiM, to da heUmu (lb38). Q*. Pegopfer, n. piaculum: fluch vnd fege- . opfler. das IQ. cap. Johannis. (1538). Pj'; wir sind stirls als ein fluch der well vod ein regopdier aller leute. I CSsr. 4,13. in der randgl. xu dieser sleUs mtklärl L.: Ilncii, aufl' griechisch kathnrma, fegopfer, peri>- pscma, latinrscl) |iiaculiim, hies ein mensch, der ein solche büse thal bcgaogeu iiatte, das man msiMt, gott wOrde law! vnd'hale darumb verflochen vnd verderben, danimb wenn sie dcnselbigen abthetcn, tneinelcn sie, sie helteu den fluch woggelhao vnd da^ land gcreittignt. ankber flndi wir der prophel Jonas , da er ins meer geworfen ward, au weilen nanipri sie auch einen vnscIiuKligcu menschen, wenn grosse (»läge im lande war, vnd meinclco, sie fegelen das land von solcher plage mit solebem tod oder opfl'er, wurflcn jii ms nieer vnd spnehen, du seiest vnser fegopffer, das wir genesen vnd erlöset werden. Ifegseele, f. eine im ferner vtrweümde: dieser arückcl Ist falsch, vncbrisllieb, den fegseelen tzu nahe vnd kelzrisch. eyn vritjß der iheologen etc. (1521). Cij*. fehdebrief (vhedbriefi)» *<*• schrifUiehe ankündigung der feitiiidMft: mns er ia herunter, heber so scbidkt yhm doch snnor einen vhedbriefl*. das er ewcrn gr^iii-iiinoii Tarn \ nd i!rcw(»n rrf.iro. ef/n brieff an den cardtnai cnbuchoff. ( iöJUj. Aiiij ' . fehl , m. i, ML Pehlen I s. feilen. Pehler (Feier), m, error: so ists auch eiu feler, wo es schuu wurde der uiassen angennuimcn. de WeUe br* 6, 127« »Bier, finr, Cure, f. mhd* ftre (Am. 3, 325"). ahd, ffra {Graf 3, 683), m» Inl. ferii (feriac) l)ofttMi, ruhe: hye musz luan wismCO, das sabbat anlf bebrebiBh heysset feyer oder rüge. VON den guten werken, (1520). Jj"; saballi, das ebreisrli worl , !ieyst rugc odder feyer. vhrr dnaf'rfle f>urh Mose. (1527). Uj*; die feir des lands. Ö Mos. 25, 6; weon jr 81* L/iyiu<.Lu üy Google reiEBABEÜD 644 FEIG ins land kniii|)t, das ich cucli gelten wenlc, so sol ))as Itirid seine foire dem lierrn feiern. 25.2 ; im siebenden jar sol das land seine grosse feier (1530; feire) r>. :s ; vnd du soll sden solcher feiriar sie- liiMj. 25 . 8. Feierklrld. n. veifi« «olcMnu, lumca, «loto: vnd gab jnen allen einen ji^cfaen ein Teierkleid, aber Benjinnin gab er drey hundert silberlinp vnd TflnH' feierkleider. 1 Mos. 45, 22; drcissig feirkleider. riehL 14, 12. 13. ftk/m, fsiren. mhd. viten (0«n. 8. 326*). M. ftr6n (Gmff 3 , 666). leU, feriari. 1 ) intr. ran arbeit ruhen : feyren , das ist milssig 'sfp{jf>ii von der erbeit. deud'^ck ea- tedt. (1j2Hj. Dij' ; vnd doch zuweilen des heupts znneiMbonen mit der grosaern erbeit, die Propheten voHend sauerdendschen, rügen vnd feiren mti«. das schöne confUemini. (1530). Aij* ; sihe des volcks ist schon zu viel im lande vnd jr wollt sie noch fetren heisaen von jrem dienet* 2 Mos. 5. 5; spclis Inge «nltTi cr?)pilen, am si(»I)<'iiden tage soltii fpirf^n, beide mit pllilpreii vnd niii rrndleo. 34, 21 ; ja denn wird das land Icioten vnd jm seine feier gefallen laseen, eo lange es wOste ligt. darumb das es nielii feieren kund, da jrs snlllpt ffirrcn b<;<;rn. 3 Jfo;. 20. 35; war das siebend jar, darin man die felder muMte feiren lassen. 1 Jfnee. 6, 49. nicht feiem drifeki ifetto sitMitr rtuihn iMtf^ keit ans: die soimo r^^yfpt gar keinen tag nichl. rfter das erste buch Mose. (1527). Hj'" ; er (der leufel) feyerl nichl vnd schlefll nicitl. dof dleee teorf Chrwft nodk fut «f«*en ri527). aiiij»; der leuifel meinet esmilr rn i vnd trit weHicli aiiff die lioinr vnd \IT, feyerl nicht vnd i&l niclit iaiil /n vprd»'rben. der proph, Stuttarja. ( 1 528). Miij* : wo er (der (et^el) nn gewinnet mit der Ingen . da fr-vrf'i vnd seumet er nirlii, orfnL' 1 mii dem monl hinnacb. vom kriege widder d. T. (1529). Dj'' ; der glaub rugcl vnd fciret nichl. «ondcnlelafenieorlenDaift'dff. (1543). Ki^ 2) If. a) einen lag, ein fest feiern, !#• geh^n: vnd solt diospn tag haben rwm ge- dechtnis vnd soll jn feiren dem herrn zojb fesU 2 JfM. 12 . 14; jr haltet janeite vnd feiret feste. Je«. 29, 1 ; dasz ohngeübr eia hrfeM komm scy, die aposteltage sQ feyn». de Welle ftr. 3 . 445. b) eme person feiern, erheben, verherP' Heften: also geloben wir jnn der taufe « das wir ien herm Christum wollen ehren, loben, feiern vnd anbiMop. der f^^.p^nlm. (1534). Biij'' ; das ist gelles ewigs vnd leglichs lob, das er sich der armen vnd nidrigen anoimpt vnd nicht die grossen bansen vnd stdliea lyrannen feiret, wie sie doch meinen. «i«r (rosUichepsttlmen. ( 1 526). G iiij'' ; wmnirM lesen wii , der lasse es hegen . ich bitte vsd feycr niemand dmmb. efnaendfrnV/frondtf* meischen. (1530). Aiij''; das heisst eine heil* nisrhf* woltbat , daniinl) eim ni dtpnpn. iIj'« m.in dir dafür danrken vnd dich feiren mflsse als einen guu. Jen. G, 52''. Feierttkgf feirtag, m. mhefojF. MttfmiMi der sonlag heyst ruheiag ader feyrtng. to* den gutenwerken. (1520^. Jj': nun seiowir mit vilen feyrlageu geplagt, ebend. Jj'; so man die feiertage vad andere mflssige tage abrecbneu der 147. paohn. (1532). KO^r: du soll den foyertag heiligen, deudsch <*«- tech. (1529). Ay^; haltet meine feiertage. 3 Mos. 19. 3. frig« feige, tfinidna, /Mklsom, ttft, muthlos: wer mich feyg machen wil, mu» nif mit higen mich angreiÜen. auff des boeks Izu Leyplzik antwort. ( 1 52 1 ). a iij' ; ^ erschracken die forsten Bdom . zittern kM die gewaltigen Moab an, alle ein woner Gaeaae Dig'itlzedjj^^gggll FEIGE 645 FKIL iviiHen feig. 2 Möt, 1 5, 1 5 ; ganU PhiliMer- lanH isl fcigr. Jes. 14. 31; denen, Hie von euch vlu^rhlpihpn. wtl irh Hn fcip; herz machen in jrer feinde land, das »le sol ein rauschend Mal jagen. 3 Jfot. 26. 36; wekhw iich rürchlel vnd ein veriagls herU bat, der gebe hin vnd hlf il» <1a beiino . aiiff das er nichl auch fieifict hrüder herU feige mache, wie sein herU isl. 5 Mos. 20, 8. mhd. vcige {Ben, 3. 289"), «M. feigi {GroffZ, 432), dwsh mit anärer beMmg flArf. n^niCrnff 3. 427); vii.l sie (diekund- srhaffler) kaiacn bis an bach Escol vnd schnilleu daseihs eine rcben ab mit einer weindraiibeti vnd liessen sie tw«ene aun < i n • m «lecken tragen, dnzu ;mrb granatei>frel vnd feigen. 4 Mos. 13. 14: kau man auch drau- hen lesen von den dorutn? oder feigen von den disleln? MM. 7, 16 J gule feigen, böse feigen; die ersieo reiffen feigen. Jer. 24, 2; wdsche feigen, de Wetle hr. 4, 494. redensari: finoni flf fcifrcn weisen, ihn mit einer obscöncn geüurde [bei gescidosse nt-r Jausl die spitze des iUmmilU MwUt^tn zeige- uni mUelfinfftr durehtUeUH als nwiyo v%ävae} verhöhnen, rt'rxpntten: das man aurli yhi ider lyrauneni dmu spollel vud lachet mit s|uUeo vnd bunilica liüiiiscben werten 'wo bial« nu junckcr? wo i»l dein sornT* korlx man weiset yhn die feigen, der proph. Habacuc. ( 1 52G). i iij' ; icb eise jlin die feigen vnd spioclic "^lieber polzman fris mich nicht*, das schöne conßemini. (1530). Diiij*; wer diese kunst wol künde, dem were CS snmnl eine leichte sacke, dem leufi-l mii allen meinen lückcn vnd listen die feigen zu weisen, der sprvch s. Pauli Gai. l. (1538). Ciij*. redeiwarl und gebäri^ «lammen aus PelgrabMm, m. (ieus arbor, mhd. vigen- boum, vicboiim (Ben. l. 229*').- da sprachen die hcwnie zum feificnbnwm 'kom du vnd scy vnser künig.' richl. y, iO; einen feigen- iMiiim wolte iehverdencken, wenn er dornen trtige. au/T dM vermeint keiserUeh eäict. (1531). ffigfliWttt, «• joli""' ßä: villi flochten fogenlilelter zusameu vnd machleu juen schürl7.en. 1 Mo«. 3. 7; die schände mif reygenbletlern /u decken, iridder ^e hgml. prophelen. (1525). Bj*. reigengnrten, m. wie wol viel mehr ner- richlsmd vnvernünfl\ige dings drinnen Um koran) stehet, als das gott schwere! bcy der gcirewenstad, bcy dem feigcngarlen vnd ole- garten . Verlegung de» ülMran. ( 1 542). J ij». rdgeakiMb, m. sihe der heir xeiget mir zwocn feigenkOrhe. Jer. 21, 1 feigwnw, f- feigenähnliches geschwür: der herr winl «lieh Schlahe» mit drttsen Egypti, mit feigwartaen, mit grind vndgreU. 5 Mos. 28. 27. Feil, m. fehl, fekfer. mhd. v;.'l. xcl {Ben. 3. 2 1 5" I. />. ^ebrauc/i( das usort sehr &än- fifj . auch in der bibel , wo 99 jedbdk «euere ausgg. 1» fehl (to «»« Frankfurter bibelavuf, V.J. 1562) oder fehler geändert haben. 1 ) leiblicher mangel, gebrechen, macula : jr soll aber ein solch lamh nemen, da kmn feil an ist 2 Jfoe. 1 2, 5 ; wens aber einen feil hat. das (das: es) hincket oder Mirtd isi, oder »;onst jrpend ein hiisen feil, so sollu es mchl opflern. 5 Mos. 1 5, 21 ; von seiner fasssolen an hi« anlf seine seheitel war nichl ein feil an jm. 2 Sam. 1 4. 25 ; 2) geistiger mnnfjel , error, mendum, culpa' thjhcium: helle er (Bueer) feyl au meiner ausicguiig gehabt, bette er mich wol wissen «n finden mit schrillten, das diese worl Christi noch fest stehen. ( 1 527 ). s li ij' ; (Up prlrilH!", ^)ie ylzl zuzoicn gehen, haben gemcjniglich drey feyl. vber das erst« bnek Mose. (1527). Pb iij"; es mag wol ein tveibisdier feyl gewesen sein (dasx Rahel diegotzen ihres vaters stahl), doch lipt nicht macht daran, ebend. Xx j"; doch verdamme ich auch beyde new vnd alle Pelagianer, so die erbsunde nicht wellen lassen sunde sein, sondern solle ein gebrechen oddcr ffvl sein. vom nbendmal Christi. (1529). Fiij''; ver- zeihe mir die verborgen feile, ps. 19, 13; so jr den menschen jre feile vergebet, so wird euch ewer hfanttscher vaier auch ver- geben. Matth. 6 . 1 4 ; es ist schon ein feil vnter euch, das ji mii einander rcchlel. 1 Cor. 6,7; lieben brüder. so ein mensch eiwa von einem feavhereilet warde, so heilR Digltized by Google 646 FBILBN jm wider zu rechl niil saiifniinlligr;in geist. Gal. t), I ; einen feil Iieissi ci eine solche suude, die mehr aus gubrecliligkeii udder vnwisMBbeit guschicbl, denn •«> botheit. 4ath.Q.vnäl.cap.t.MlaUhei. (1532). i ij''. Feil, feile, venalis, tu kaufe, mkd. veil, veile (ll«n. 3, 2UI), ahd. feili, feli. fall (Irtwjf 8» 495). Gfimm Mtauplung, ian L, veil iehnibe, um u von feil {feM) zu scheiden , kanji sii'h nur auf rinige bH' spiele solcher schriflen slülzen, äervn Ortho- graphie nichi VQH L. herriUiri'j in üen nur votUegenien e^eMuMgm bri9feml,'$ finde ich nur die sthreibung feyl. 1 1 l>il •.(•in: was norh nichl feil i^^l, wenn bilion baiir gcU da km aiemanii kcutfen. wider den wueher su predigen, (1540). Gj'; alles was Ml ist auff demfleiscbiiWNkt, das esset. 1 Cor. 10, 25; da ahcr Jacob sähe, das gelreiüe in Egypten veil war. 1 Mos, 42, I. 2) feil sieben: ich mOcbt leiden, das sie {L'i bücher) alle schon weren vnlcrgangen vud solcher holier gcisk-r srhrifft (eil stfinrien jnn allen htichladen. wider die anlinomer. (1539). Biij'. 3) refl haben: eyn kanlhnanbatt wurlsmd luch feyle, die bischoit' müssen hiirDlIeysch feyl ImIhmi. widder den falsch genanlten geitU, siand. (1522). Uij**; wenn ctwo ein kram were, der sdMmrot feil bette, ttm denjaden9n4jrmlii§«n, (1543). Rg«; vnd fand im tnmpcl <;itzcn, die da ochsen, schaf vnd tauben veil hallen. Joh. 2 , 11; messe veyi haben, auff das vermeint keuerüch eüet* (1581). Fiiij* ; ein geugler , der äffen veylhal. der III. psalm. (1530). Dlij^ 4) r»')! iMf len ■ beut feil das sKlek fcKls, das Vilsers bruilcrs war Elimelech. Ruth.4, 3. l'ellMid, m. wir haben erlebt, das aus jren beüand jnen (dm pajrfflen) ein feilend ist worden . . . sollen wir denn nicht viel mehr getrost vnd frülidi sein aulT vnscni rechten heiland, der es nichi allein theur vnd hoch verbelssen bat in kernen vnd vns zu helffen, sondern kan es vnd wils gewis- lii'!i thtin vnd nicht rm Triland sein, .iIs »Irr jhe noch nie kein mal geleilet noch gelogen hat 7 predigl von derxuitunfft CluiiU. (1532). Biij*. tdtQ 9om ttSm, fälm, wi$ beilawll t. Ih ilrn , «iebf enlslellmf des allen valenl, daemo n . VeUbautt, m. e^rcoauniuitcalio faUa: wenn nun iden feilbann fnrcbtcn nras, ae bat er nicht gefeilet, warumb sollt man sieb sonst für vnrechlem hünn furehten, wo er ni<>;cfi ftu feilbille lliiiii. Marc. 6, 26, wo der iext hat: ovx r^d^^tjotr oj^cr^aof m^n^r, en^. noluil eam contrislare. feile, f. lima, mhd. vilc {Ben. 3 . 315 », ahd. ßhila, fihala {Graff 3, 433); seine {goUes) gewall ist oiclit ein beyl, axl, s^ee odder fey len , dadurch er wircbe. das diue worlChrisli noch fest stehen. (1527). g ij*. Feilen, fehlen, mhd. vwlen. md. vlIeD, vollen {Ben. 3, 214*'), erscheint, tcie nhi. Wbwkavpi, m twH htmpIlMeiUimtgemt des irrens «mI maHgebu. I) errarf , irren, nirhl treffen, verfehlen. tt) alleinstehend, ohne andere easns: was yhri eyiifell, das sdiwetzen sie, es treff odder feyle. 0ium§. von dtm fsebeii ms- setxigen, (l^il). Ciiij*; Iridis sotrifTb, fcilts so feilts. von den sdtlHnseln, flF»30). liijf'; ehe sie (die papisten) wollen einen oienscbee feilen lassen, wtHk» tfe Heber sagen, dss gott feile jnn seinem wert vnd werdu «lend. Fj*; ich hJirel ein mal von einem weisen man, der sfirach clauis non errat, sed papa crral, der Schlüssel feilet nicht, aber der bapst feilet woL eleiul.; Abrabam bat die ziL^agung, das von seinen lanen das kind soll gehnrrn wTnIeii, von welchem alle well soll gesegnet werden, nu kund er oicfal wissen, wie es zu gehen mllssle, seines letbs halben war er sicher, aber das wdb wMMe er nicht, er meynete wol, es soll Sara sein vnd harrele sechs zchen iar, ward aber ntrhls draus, da gedacht sie, sie were es nicht ,\'ad gab yhm yhre magd, die Inig einea aen. da meynele sie gewis, er seit es sein, feyliien aber beide, rfcer das erste buch Mose. (1527) NiiJ": h.iar aber vnd Esan nieyneleu sie wureu der äaclie gewis, darüfub fayieo aie aueb. edeml. ii ij*^ ob noan nOaie nHch Digitized by Google raruN 647 FEILGEDAITRE an^reiflen vml itMiIUeln, der icii zu weilen jßM Her dobneUebong geMIet helto, das wil ieh mit danck annemen , ilenn wie ofH hat Hieronymnsgefcilel. vom srhpm hamphoras. (1543/. (iiij''; der glauli aufl Clirisliis »zusa- gen gegrunül Ireugt nil. Teyll auclt nit. eyn 9tmam «m 4m n. UtL (I520K DUij*; bi« sttbct die verheissung , die nicht Iciigt noch feilet, das 14. vnd 15. eap. JohntmiH. (1538). Rr. ij**; der böge Jonathan liai nie ge- UakL 2 5wii. 1 » 22 ; seine pfeile sind wie eines gulen kriegen» der nicht Teilet. Jer. 50, 9; wrrVnn niprckcn , wie oft er feilel isündigel). ps. ] 9, 1 3 ; wir feilen allenunch- felligUch. Jac. 3 , 2. h) ml §m, dar ptnm vier $adt*: das recbt» so jn straffen lOlt wird sein nicht feilen. %oeish. 1,8; wenn man gotl will eine färbe anmalen, das er so vnd so gesyn- net sey , wie wir meynen , so bat luan sein gefeyleU vier d» «rate Neb Mwa. (1527). II üj**; dem jüdischen königreirh waren alle Heiden vmb vnd vnih vber alle niassen gram, griffen zu vnd zwacktens auch tu allen seilen, wo sie kmidteD. sonderlicb an Davids leiten, aber David feilet jhr auch wldderunili nicht. das schöne confilemini. ( 1530). rij**; ich suche dich von gantzero hertzen, las mich nicht feilen deiner gebot, pt, 119, 10; du zu- iriitest alle die deiaer reobt« feilen. 119, 1 18 ; dea wegea Mlea. klagl Jer. 3,11; daruinh baben wir des rechten weges ge- feilet, weish. 5, 6; vnd feilen des glaubens. 1 Tkm. 6> 21 ; welebe der wahrtieil gefeilet haben. 2 2. 18; wm* die aprache nicht verstellet . der mus (?es Verstands feilen, das 14. vnd 1'). cap. Johannis. (1538). Y ij"; ein kempiTer , der zur seiten neben ausleulU. dee sieb moa feilen. rsndS^I. x« 1 Oer. 9, 36. e) nnl dal. deryerieii: da habe ich sein Wort vnd verheissung, das kan mir nidil l'eylen, wenn alle ander ding ireugt. vber das crsfe bncblfoffe. (1527). q üj' ; ich wil sie es redlieh niil jren eigen worten vnd wcrrkcn vbcnreugcn vnd sol mir nicht feilen. die kleine anlworl. (1.^)33). Hüj'; da« liatvns bisher nicht gefeilet, sol vns auch ttoch nicht feilen, spamiinfe m a. I. dendiebeii. ( 1 53 1 ). Aiij*; da haben wir starke verlieiaannge, so vna nicbi liegen noch feilen kan. von dar Münde toidäcr deu keü. geisl. (I534j. Anj'; deinen feinden wirds feilen. 5 Ifot. 33. 29 ; .Hihc, seine hoflhung wird Jin feilen (fehl» schlagen). Hiob 40, 28; den frciii IcTi 1 In- dern hats wider mich gefcilcl. 2 Sam. 22, 45 ; da zu das jr gcdenckl, wir wollen thun, wie die beiden ... das sol euch fvUcn. Ezech, 20. 32. 2) deessp , d^ßrere, mangeln, gebrechen: das habe u Ii allen gehalten von meiner jugent auir. was feilet mir noch? JfflIfJk. 19, 20; iie aber wandten jr andlitz vmb vnd sprachen zu Mirhn 'wns i'it dir, (Ins du abo ein gc- schrey machst?' er anlworlel 'jr )]r\h\ meine gOtler genommen . . . vnd jr iraget noch, was mir feile V rieftl. 1 8» 23. 24 ; ao baM man gott ein dienst sol thntt, so feylet es vber- all vnd %vil yederman verhungern, vber d(ts erste buch Moie. (1527). kk inj' ; es fcyiet allein am glauben, ebend, GiiiJ*; wenn wir gleich das beste thun, feilel es ms dennoch ynn vielen slückcn. ronehesachen. (1530). £]•*; es {fleisch vnd bluO 22). D5''; iilso s|iielt auch die verntinfll dfr hlindou kiie mit rott vnti thut eytei leyl grül'c. der proph. Jonas. (1536). Diii^ Felllaif, relllauri, m. fehllauf: en diesp nicht vns das ziel scheudlicU verruckt? das wir habeo mflsien eitel vergebiiciie vnd feil- iaollte ihttn. EM, l, 260\ Peilsacraacit, n. ein reilsacramenl vnd ti offsncraiueAU von den schlüsseln. (1530J. Liy. fdla^iuel. m. elavie errans» das ist ein feilschlüsscl odder irrend sctildsstl , als wenn der hapsl j^m^Mnl binHcl rxMcr li.uHi»'!, der doch für goll iiichl gebunden ist. ebmd. Giij*; beide feilschlOssel vnd treflscfalflssel. ebeni. Güij^ Fellschisi, m. fehlschusz: doch ^ird der zweck von jhnen allen vnpelroflen bleiben vod mtUsen eitel feibchUs.se thun nuch vber vnd neben den wall hin. wOerU tjumj tic. (1535). Alf. i^eilspnrh , m. wenn man aber also mit vugewissen gründen vnd feylsprdchen den glawben schützet, an die radherren etc. (1524). Ci^ Peilstrelch , n. vanus ictus , lufuireitk: das ybr Verfolgung doch foylt^n vnd vnilisonst toben mus, vnd nichts ausrichte, denn das man yhrer feilstreich lache, im proph. Sacharja, (1518). Gg iij^ vgl. muh noch eillauf. I^iltanfc, f. vnd ist nicht xu leiden, das man wolle sweieiley tanft machen, eiiie treinaufle vnd fefltaufle. vorn im acMgisdn. (j':^oi. Kij'. leilwerk^ n. opiu inane. beleg s. unler t'eiUaul. Pete, pthd. fin, vhi (Em. S, 3 1 7^), ams dm romanischen zugeführt, kommt bei L.noeh nirhl in dem heuft' rnrhtTrschendeu sinne von dünn, subtil, sondtm in der jetit frei- Ifcft nleftl erlofclkeneii, aber maAr unmgmit- Heh angewindleH btdeuUmg «m sduSn, mu' gezeichnet vor. 1 ) von goll gebraurht • ey wie ein freunl- i lieber feiner gott ist da^, ist er doch nicht» denn eitel a Oseiekeit vnd gOle. ifberdsu mnU buch Mose, (1527). Giij*; das mus doch ein feiner jrottsrin, der ans ilfn: fmlifn wüitf-r, so schon lebendig diag uiaclicu kann, dat 15. cap. der ersten ep. s. Pauli an die Canmher. (1534). 4 iij*. 2) von feMle«, schön, kdrperUeh wie geistig ausgezeichnet • das weil) ward schwan- ger vnd gebar einen son , vnd da sie sähe, das {das z es) ein fein (wrMh* biMn: achOn) kind war, verbarg sie jn drey monden. 2 Jfot. 2, 2; ewre feineste jftnglingc wird er {der könig) iieuien. 1 Sam. 8, lü; vnd .sie war eiue schüne vnd feine (rar. hübsche i dime. Esther 2 , 7 ; ein fein , schönes jungfrewlia. wider die antinomer. (1530). Bj'*; das sied .liier ft vnc leult, die alle ding zum bestea aussiegen, ep. s. Pelri gepredigt. (Iä23)< Sij* : feine kriegsleute. wm keiege wSHtr d. r. (1529). Btj^; also hab ich diese be- kenntnis des feinen , werden m^nnes Lasari Spenpelerv lassen ausgehen, bekenndnit Lazari Spengler. (1535). Aij''; Piolemeu« IMiiladclphtts war sonderlich ein feiner kSaif» der in frieden vnd allcrley kunsi Inst hille- der proph. Daniel. (1530). Uij'' ; die zu Bran- denburg haben vns einen feinen caplan mit hoher bitte abgedrungen. Burkhard hriefko, 375. • 3) von thieren : feync rinder vnd feysl von leilte. 1 Mos. 41 , 2 in den früheren aiagg. , später schöne fette rinder, sulelst scbttne fette kfle; feine hcehtlin. Iiaeftr. 1 80 bei 6 rimm, •1) von Sachen : wie fein sind deine hüften. Jacob {vulg. «{uani pukhra laberoacula tuaj. Digitized by Google vm 649 rstND 4 Um. 24, 5; d«iiie nMurca werden sie eb- brechr n vnd deine feine henser mibreissen. Etech. '2ü, 12; grossi» vnd ffine stcdte. 5 Mo», 0, 10; die guiiloscn gehcii zwar aufl' «inem feioen pflasler, des «ide der lidkn abgrundist. Är.21, 1 1 ; feine leinen kleider. Ezech. 16, 10; vnd soll sie mil fpinem {lau- terem) trold vberzielien. 2 lUox, 25, 11. öj ab!>tract: eyn feyne bundlarhe rede. uuixteg. der ep. vnd wang. de» aiiiienft. (1522). Aij*; ein fein ^'leichais ist das. vier trott.psalmen. (152() i. Aiiij*; erbraiicbl liic ein rein cbreisch worl. ebend. A6* ; aus diesem Uxi {Jes. 9, 6) ist das feine lied genomen, das men xu wygenacht singel, ein kindelin 80 lobelich. die ep. des proph. Jesaieu, (1526). Diij'; die srhrifH siraflel das, das er [Emu) die erste gepuri veracülel vnd ynn wind schlug, welch« doch eine feine gäbe von golt war. vber das eriU hwh Mote. (1527|. -Jiij''; darunil) li.ihen sie (die engel) «iiicli einen fouu'n narnen , das 9-\p hci'ssen angell, eine predigt von den engein. { I D35^ C^'; der goiüsdiensl, der ilzl allenthalben gehet» hatl eyn cbrisllichc foync ankunifl. von ordenunfjgntiis dienst. ( 1 523). Aij' ; das ist ein feine kliij^heil. ps. Iii, 10. 6) AöAnttcfc, spöttisch: sihe da die feyne ansaleger der heyligen. an^ 4wr «fterdbrisl- lieh buch bocks Emsxers. ((521). Dij"; 0 feine lerfr, o ne ricbler, di»« alle well zwingen zu gleubcn vnd Ihüren nicht an tag geben, was es sey, das man gleuben «ol. wamunge an s. l. deudschen. (1531)« Cj*. 7) CS ist fein, nicht fein: abciits worc (•^ fem , das man drey vcsper psahnt'ii siinge. vnterricht der viiitatorn. ( \ 537). kij ; sihe, wi« fein vnd lieblich ists, das brader ein- trechtig bey einander woncn. p«. 133. 1 ; es ist aber tiiclil IViii , das tln geth; es ist nicht lein, das man den kindem jr brot neue vnd werff es lur diehvnde. MoMk. 15. 26. 8) fein, gesund: m. Pliilipps ist widerumb fein worden, de Welle br. 5 , 2 US. Vclttf adv, 1) ytfwöknUch neben einem «erbwn m der bedeiifitnjf von Mtidb» reeht, 100/ ; das CS fein anlige aulTdem leibroek. 2 Mos. :^9, 19; jr füret ewer aiupt nicht fein, weish. 6, 5; er mus dencken, wiei Danz, WOrt«tbach. ers fein glasure. Sir. 88, 34 ; jr liefet fein {vulg. currehatis bene). (ra/. 5, 7 ; mit diszen woriitii halt s. Pauhis feyn vergeystett das gülden reucbfassz. ausleg. der ep. imd euan^. de» aittents, (1522). ZiiJ'; die wort kan er feyn sagen. widiiv! , i!2r»i kiiij''; dei) phf !i»*nii vml pre- digen! sind sie ieind. wider den wucker zu predigen. (1540). KiJ ' ; FCiHidie leute , die dem geitz feind siod. 2 Mo$. IS, 21; der gcrccfite isl der Iflgeii Uhu], spr. H , 5 ; meine socio ist fciud cwren ncn iiMUKlrn vnd jarzeilen. Jes. 1,14; — da wurden sie jm noch feinder. 1 JIm. 37* S ; vnd (haben) doch damit nichts ausgericht, den {denn) das wirnur sind erger vnd diesem i,?- ff^ifnlor worden, das 1 5. cap. der ersien ep. s. Pauli an die Corinlher. (1534). Nij* ; das hülfle sie es, das man jr sieben mal feinder were denn einer freien, onenllichcn luircn. von den jiiden vnd jren lügen. ft:"i]:^i flij''. fttiuAt», hassen: darnadi sic-jruianit lieben oder fcinden.M«lorta0afealt;Capt>//e.( 1538). Aitj**; feinden vnd vcrßuchen. Jen. 3, 187^ felndesbrlef , m. fehdebriff: da nun der hprtirog zu iirun!>chwig nietichhngs, jiIntHtrli vnd vnersehen^ war angezogen vnd l^eiii feindesbriene ausgeachicltl vnd zu felde daher fiilir. an kurßntm m Saeftaen He. (1545). Biij". Feindin, f.iHimica, gegnenn: Irewe dich nicht meine feindin, das ich darnider lige. Jffefta 7.8; gleich als wenn du ein weib nah rat fragest, wie man jrer fdndin freund» lieh sein >ol? Sir. r?7. 12. Veindlicli, hosUlis, mhä. vienllii'h {Ben. 3, 305). ahd. ttantllh {Graff 'i, liäS): ist das nicht ein hessige, feyndUche, vordricsz- liche boaxbeyt. fruMa cene domim. ( 1 522). Dj'. fcindiicb, adv.mhd. vlvntllchc (Ben. 3, 305"), aki. itanlNeho («ra/T 3, 883), hei L. Mir im sinne von vehenunleft talde, zur Verstärkung des begriff s: wenn sie denn nii eynen spruch der vetter widder mich auif- hringen, szo lauten sie alle glocken, aehlahen alle druminen vnd schrcycn reyndüchanC Att vberchrislUch buch bocks Ein.» ^ 7; wiwet jr nicht, das der well freund.sclinlll gndes feindschafll ist? Jat. 4.4. Feindselig, odiosus, verhoixl, «focAat* würdig : wenn jemand swey welber bat, eine die er lielt ImI vnd einf die er hasset, vnd sut jni kinder '-.'»'hrren , beide die liehe vnd A» leindselige. 5 Mos. 21 . 15; wer viel {dau- dert, der macht sich feindselig. Sir. 20. 8: nicht allein vcrachl wird er {der lyramij, sonil III ft iodselig , dem niemand bobl vnd ydernian fciiid wird, der proph. Uabaeuc. (1526). i ij" ; du feindseliger Luther, vom ^bfnimal CMüL (1528). 1 c« sind hessliche, feindselige Ihiere, die sich seHw vnlernandcr würgen, von er Lenhard Keiser. (1528) . Fij^; ein bchellnis aller vnreioer, feindseliger vogel {vulg. enstodia omnis v»- lucris inimundae ei odibilis). offenb. Joh. IS, 2; vnd hra 'Ilten da bin jre reiii'lsfbge pabeii. Ezfch. 20, 2S; feindselige ahgöUe- rey. Uqs. ü, 7 ; wie wol der selb zinsiaiiS nu Ml hesteijget als eyn lierolicher kauf md zugelassener handel, so isl er doch hessig vnd feyndselig. von knu ff s Handlung rnd u>%tcher. (1524). Giiij' ; i&u nu nicht cid feindselige lere vnd verdriesliche plage? ist 15. eap. ier entern ep. «. FamH «n düe rinther. (1534). Eilij**; ich mus hieseine« filtzirbten , feindspligen deiidsches hraiifhe». vom abendmal Lhristi. (lb2S). ciiij": die twhreiberfy so feindselig («crlufiO F£JST 651 bey fielen baDseo. Au num kimder mr $^Ü9n htUUH $ol. (1530). Gj"; jr wisset wie ffiiuiselig mein iianir dem tcufTL'I viul seinen p.tpislen ist. L.'s votr. auff einen sermoH C. Gütiela. (1541). Aij*. ftHA, erasMtu, pinguU, feU, HeMger rci>/t {doch schon in der ersten deuliehen bibel f('i>t), denn mhd, vc'r/l, vei/.et (Hrn. H, 293 ). ahd. fer^il {Graff 'i, 73bJ, ursprung- Ueh pari. preM, t) ieisl vom HMMehm; der bapsl sokbs (das heirathen) nil macht hat zupiellea , als wemj; als er macht hat /imnrpielen essen, iriticlien viniden nalurlichuiiii üuszgaug, oddcr Teysi werden, am 4em difiiUMkem adet. (1520). Ilij'; Reheca.das ist gemeslele oddcr eine ft'Ystc pti'intz'ii h vnd dicke protzcl. vber das erste buch Mose. (1527 ). (jg ij*. 2) häu/^er von Ikieren: der woUl kau wol leyden , das die achalT gAUe weyde ha- ben, er- hat sie desle lieber, das sie feysl sind. ep. s. Petri gepredi<:t. ( 1 523). aa {üj**; leiste wider vod burke. 5 Mos. 32, 14; feislft rinder. 2ormil, das dis sey eyne gulle, feyste, starcke lugeu auU den guten Benno erlichtet. totcMer den «cwm altgaU. (1524). bj*; eine seer gute vnd reiste Id^'en. auff das «ermainl Mier- lich edirr (1531). Üj'". Vcist f u. adeps, fett, inhd. vuii^l (Uen. 3, 293) ; gleich Wiedas fewr attssseugt als {rhnhel lialie, £zecA. 17, 24. 31. 15. Fcldblumr , /. fios eampestris : im»vn l»l<>- der vud anner geyst hat müssen Ircy flehen »Iis eyne felllblume. eyn Meff an die fit' sten zu Sachsen. (1524). Bj\ yrldfläcbtig, profugus, kampfscheu, ver- :nfjt: also hicyben sie faul«, ia fcltnudilige aime niler, die nil angefocbteu noch »treytten wollen, muhp. dendseft des v. «. (1518). Hiij'*; als ein feldduchtiger gaial» der nicbl tharscim gpgenihcil ricbtifi vnier äugen gehen. vom abendmal Chrisli. (1528). e iü!*; vnd mos mich wundeim dea feUlflchligea tenlieb. edend. l iiij*; dieser venagier schclm vnd feldilüchtige merome thuts alles meuchlings, trider Hans Warst. (1541). Niij*; wer da meuchelt, der ist gewis ein feltaachüger Helnit vnd vemgter frawee- hut. ebend. Qj*. ffldgelstj m. daemon campestris: feld- gcister werden da hupffen. Je*. 13, 21. vgl. feldteufel. PeMgcechfely n. domor Mifen«; weaa man das halliars horn biesct ... so soll das gantze voick ein gros feldgeschrrv In n. Jes. 6 , 5 ; vnd er seJbs der herr wird luit einem feUgescbrey vnd stimme des erl»* engels . . . emidder komeu vom biwL I The SS. 4 . 16. l'eldgewächse) n. herbae arvenaes: i»i feldgewechse des erdbodens. lischr. 70^ Veldgleehe, f. der galgen: Mttppel ii die feldglockcn. de Wette ftr. 4 . 5S6. Fcldgras, n. herba campi: vnd werden zu feldgras vnd zu ghineui kraut. Jes. 37, 27. Prldhanptlentc, pl. des folgendem: tbew die reissigen odder feldbeubtleute? da« an» kinder zur schulen halten solle. (1530). Piüj'. PeldhaiptMann , m. L. fcIdhnibimJTi, praefeclus miiitaris : i'hicliol sein feldiicnl^l- man. t Jfoe. 21, 22; sein feldbeabUBU war Sissera. ncAl. 4, 2; bis dm der rechte fcldheiil)tmaii keine vnd sich inii i^t ^iMnIpn. todt vnil teunt'l für vns rinlcgi. rite ep. Propheten Jesaia. (1526). Uuij'. 1 Dig'^z^gUygllpä F£LDHUBE 653 FELS ftAUkmrt, auf frdem fdd hmnni trei- bende (jt'tneine petsom, uider Bmu Wont. (lö-lli. Frj'. I'eidkircbe^ /. im freien feld erbaute: das die wilden Capellen vnd fcllkirchcn wurden lu poden rorstoreU an dU «hrt$Ü, miel. (1520). Jj*. KeIdkIos(<»r, «. gegensalz »v»m städUnrhen . auirs erni wcre wui gult» das kcyii felilklosler als Benedicler, Gislercer, Celeeliner vnd der Itleiehen yhe aolT erden limnen wei-e. orde- nung eijns gemeynen kajttens. fir>23). Aij''. t^rldnans, f. tnus rusUcus: von der slad viid leidauiUii. Jen. b, 272^. PeldMiwIcli (feldmeosiin), «. HwUh, des vorigm: ich wil ein armee feldmeualiD h\e\hpn Jen. r> , 27 2^ leldrc^nf nt . n. darnach lies Judas das «rok'k susamen ruffen mit der posannen vnd madila ein feldregimenl» obersle, heubdeule vnd weibrl. t Macc. 3 , 55. Fcidschlacht , /. proelium: meine seelc hürel der posaunen hail viid eine feldschlachl. Jer. 4, 19; mit dem wort ktkg mit vnge- .sUlm nialei er ab vnd slellet gleich eine feit- 9rli]:icii( riir die nuy;en. Ü» ep. des proj^. Jesaia. { 1526). Dtj*. Veldütift, n. wie l'eldkloslcr: die Wilsten »her «ind die walfarlen vnd feldslillle. nmigl. sn Math. 24, 23. Ffldtpnfpl , m. was fHdgeisl: ein Mil- teuttel Wild dem andern begegnen. Jes. 34. 14. tffentfUtfMftewrdlniivtfer rehltcnfel In der «eAile (3 Jfae. 17. 7) i»i ein «on den Egyptern überkommener bocksdiensf , r!"r auch später von Jerobeam neben dem egyp- iischen stierdienst im zehnstämme reich ein- gefShrl worden m eeia jekeinl (vgl. 2 ckro«. U . 1 5i. Veldthier^ n. besda campi . irilrtcK thifr. im gegematx xu dem zahmen hausUuer: wolauir vnd samlet ench alle feldlbier, koniet vnd fresset. Jer. 12, 9. Feldwegs, feld wegcs, ein weitenmasz, steht bei I \) für das griech. Stadium von 600 griech. fusz = '/40 geogr. meile: Emmahus war von Jerusalem sechraif feldwegs weit {d.i,\^i7meilen). />ur. 21. 13; nclluma aber war nabr bei Jenifuilpm bei ttinl)'x»^li<^n I» 1 1 Weges 1=7» ^oA. 11, 18. 2j in einigen altteeL stellen (1 Jfos. 35, 16. 4S, 7. 2 kön. 5 , 19) wl e» eine nicÄl gS' nnuer zu bestimmende Wegstrecke , die von den LXX. durch hi;i6df}0ftng {pferdelauf, d. i. so weit ein pferd bis zur ermüdung iaafen kann) erfttöfl wird* Frldieichen, n. Signum mtitare, panier: iiierckl diese wnri , ob ir nicb! aiieh d.n iinicr f,'e- liürel vnd deren eiuct- s«>id, die vnler der .sUnder fdlzeiehen liegen vnd kriegen. EisL i, 4 18^ Velge, f. absis, mhd. v«lge (llen. 3, 215^, ahd. l<'Ij.M (Gritjf 3, 504)." vn«l waren rcder wie wapenreder, vnd jr acbsen, nabrn, .Speichen vnd feigen w.ir alles grgu.ssen. 1 Mn, 7, 33. feW. n. pellis, mhd. völ {Ben. .3. 293'*). ahd. (V|(^ra/f3, 1'"''' nofh. tili, />i der alten spräche sowohl von der meH*chliehen wie thierisehen kaut' gebraust 1) für die mensdUi^ hatU iokne veräeikUiehen nebenbegriff) steht feil noch in folgender stelle: wir liabens ans miitlfr leibf» gebracht vnd i8t vns durch feil vnd ileisch, marck vnd bein vnd durch alle ädern durch vnd durch gezogen. au$i^, der sehen gebot. (1528). MijV snnst vertrendet schon L. nur haut. 2 i lell von der ihierixeben haut gebraucht : vnd gotl der licn luacbf l Adam vnd seinem weihe rAcke von feilen. 1 Mos» 3* 2 1 ; der erst der eraus kam, war rtfÜichl, ganlz rauch wie ein feil. 25, 25; die feil von den l- x klin. 27, 16; des farren fleisch, feil vnd niisl. 2 ifo«. 29 . 14 ; di« längerer schreyben . es {der pardel) sey ein ihicr das viel flecken auiT dem feil habe, der propAk. Habaetie. (1526). diiif. 3) feil auf dem auge: der ein feil aiiH dem augc hat. 3 Ifoe. 2 1 , 20 ; äugen, daranff so dickesfell gewachssen als kein eidicn rinde ist. r^'v den jüden vnd jren lügen» (1543^ Fellen, s. fallen. Vellwcrk, n.o|>u« pelUcum, was von feiten gemaeht istt vnd sol das kteid verhninnen oder den werflft oder den «intrachl ; . . oder allcrlrv Mlwt^rir. Mos. 13. 52. ".3. 57. 58. l'el», m. rupes , pelra, miid. ^6i< oder vels {Ben, 3. 295**). ahd, felis (ffra|f. 3. 4tni. mit vorherrschend starker biegung. .•■rfiu-nnkl ztcisrhen stnri.cr und .v.s l iiinisrli htiissl juirdeuilscii lels. wider das bapsium tum Horn. (1545j. Lüj'; voü die kiiidcr Ju4a fiengen jr leben Uutead le- bendig, die Ittrelen sie aufl die sptUen eines fels«>s viifl sl(ii'lzt?l(Mi sie vom (It'f s|iitzpn ifts It'lses. 2 thron. 2."), 12; li.nvo liciu hcrrn deioeiu goLl oben aulf linr hulie dieses fclscu einen alter, ridbf. 6 , 26 ; sihe, ich wil da- srll t' lM'ii liii dir ;iull cincio feb laHoreb» da Miliii 1' II Fl i^ ^'1llahen, so wird wasscr rr aus laullcu. 2 AJos, 17. 6; vnd {h 4 ; eyri keiiei- iney.sler, der &icb eyszeti au fressen vnd fetsien xvreysaen verdunckl. eyn sermonvon dem ablas vndgnad. (I520j. Cij' ■ 2) bililliih u ird gott als unsre höchsU' Zuflucht in aller nolh Ms , auch Ms des heils geuaniU, z. b. 2 Sam. 22, 2. ps. 1 N, ^ ; 42, 10; 71,3. 5 Mee, 32, 4, s« weleher tteile Lt amdrücklich bemerkt : die cbreisclie sprach hrist i-ttit pinoii IV'ls. das ist ein Irolz, Irosl» horl vnd stcherung, allen die sieb anfr Jn verlttten vnd jm verirawen. fclacr » M. fHietmann: d« bist Pelms, das isl ein fclser. tn'der das bapstum zu Rom. (1545). Liij\ EüL 1. 382*. M U, Müller erquirkat. 375: relsencr. Mtkippej/. fcisspitse, summUae $asi: vnd schlaehtet die kindcr an den bechen vnler dfii rL'lski|i|«Mi, Jeif "7, :\ im die spalcrt^n ausgaben {so z. b. schon eine Frankfurier bibel V. j. 1563j fcbkbppen setzen, kippe isl die ni. foren /Vr da$ «onal «o» L. ge* brnuch(e hochd. kipfe (s, d.). Vehklmtif f. faux saxi : wmn denn nii mein lierrligkeil für vbergehet, wil icli dielt in der relsklullt lassen stehen. 2 Mm. 33, 22; das er inOge in die sicinritxe vnd fels klülAe krt- chen für der furcht ttcrrn. Jes. 2, 21. Fclslorh , n. '^forawm }iftrae\ intiiic lüulie lu den fclslüclicru. hohelied 2, Ii. Fenster, n. fenestra, m^d. vi«nster (Ben. 3, 298''), ahd. Mnlar Uiraff :\ , fiU» 1) ein fonstcr Mdlii dirr.Tin(>nl sey. wider die 'A2 artickel. (1545). Aiiij''; >a- cranienl der fenninng (sie), vermammg an Um ^lltdkM. (1680). Hüj^ vgL ßrme- lunp , rn niüng. fttm, fenif . ferr, nimji. Terner, superl. Femast (femist), ni^. «md od», dm füWM oder derzeit nach bedeutend wovon geltenntt gpgensatz von nalic A)adj. longinquui : die fr<>mbdcn, die aus fernen landen konien. 5 Jfos. 29, 22 ; deine knechte sind ans seer fernen lande« komen. Jns. 9, (i; der ninn ist nir lii dii heinie . er isl einen frnit ii wv<; (.'ozogpii. spr. 7, H* ; sondern iiasin dem hause deine.s kncchts noch von fernen zukftnffligem geredt. 2 Som, 7, 19. H] ndr. procul , lofifff. l } aUetmlehenä ^ a) neben dem verbum subst.: wo nicht, so schickt er botschslil, wenn jener noch ferne ist. Luc. 14* 82; denn cwer vnd ewcr kinder isl diese Aer- lieissung vnd aller dio f<'rne «sind, wflche gotl vnscr herr erzu rulten wird, apost. gesch, 2, 39; wenn golt scheyoet am femislen seyn» sco ist er am nehisten. euang. von den tzehen anszetzigen. (1521). Piiij^; cwr ri( htpi isl iiil leniP. au ff das vbirchristlich buch bocks Emsiers. (1521). Diiij*; er weis, das aeyn stralTe nicht ferne isl. neo 'prediglauf l Thes. 4. (1525) Biiij"; weil gott solchs leiden kan. mns der (jüngste) lag nicht fern sein, ron den eoncilijs vnd kirehen, (1539j. Bf ; da sie das hOrelen. sprachen sie, das sey ferne (ft^ //>i«f ro. das geschehe nicM). Luc. 2(> , Iß. 6) ne6en anderen rerben: mein orc liürels ferne, so liOrets ciliar gassen weil, vom abendmal ChrisH, (1528). riij*; seine (des adiers) ,111^'t'n sf lu'M ferne. Hiob 39, 29; vhcr alle siedle im lande Moab, sie liegen fem rutor nahe. Jer. 4S, 24; der herr wird dtP loule ferne wcglhun. Jes.6, 12; darumb i»l auch das recht tnrflck gewichen vnd gerechtigkeit ferne getreten. 59, 14; was aber die gewall vnd vbirkeyl römisches stucls vorma«r vnd wie ferne sich dieselb streckt, lasz die ge- lenen ansfechlen. vnltrrüki anjf elücA« arUM. (1519). Aiiij'. 2) mit darauf folgenden praepnsilionen. a) von : isl aber dir siol fern von inMnd den Pitniigt>!isten fragen, wiediszc aiiszsotzigc von foriio gestanden vnnd yhre stymm itIil-IjI haben, ituang. von den Uehen ausseUigen. (1521). Dj% 4) SU, so fcrno : darumh das der ort dir zu ferne ist. 5 Afos. 14. 24; macht pueh aber nictil all zufarne von der &tad. Jos. 8, 4 ; — weil der weg so ferne ist. 5 Mos. 1 9» 6 ; es ist aucli ob mein bedencken vnnd rad- schlagen s?o frnie kuraen. eyn trete vor- manung. (1522). Biij'; wie wnl ich be- sorge, das meyoeiu radt wenig folgen werden, wenn es so ferne kompl. writmung eyns ge- meynm lwten$. (1523). Aij*; es ist. gutt lob, so ferne komcn. das man mcyn nicht besonderlich darfl*. das ander teyl widder d. hyml. Propheten. (1525). Aij**; (tcA 6tn) durch die sehreibfedder so fem komen, das ich jtzt nicht wolt mit dem tUrckisschen keiser beuten, das man kindtr zurschiUtn hallen toUe. (1530). G iiij*. 5) so fern» wtmw.imofmm: «cum ersienn wolt ich vorheysten diesser materien hyn- fiirtor still zpiislecn . . , szo ferrn der wiildiM - part auch srfnvpviTP. uriginulbr. v. j. 15 1 U auf der bibi. zu iiolha cod. chart. fol. 2 ; da ich mich erbot vom ablas etil sn schweigen, so fem die andern auch von mir still sehwi- gen. votf ih-r uHHclu-lmcsse. (1534). Aij*. C) dtf golh. form dieses Wortes ist fairra {nur adv.)f ahd. laulei das adv. iürvo (fl'rno Gnf 3 . 660 Ml «inaiefter) . 4a$ adj. fern (GrafX (>56 (T), mhd.vitneiBen. 3, 300 /f.), neben welchem vürne nur selten erscheint, dieses mhd. vürre dauerte noch lange im 16/A. fort, L. jedo^ bieM nur anfange einige n^al ferr : das voick cret micli mit dem rtitintit, ;ilnM- yhr hcrtz ist fftr von mir. nux- lf|if'n, Hi>hr. II, Fernig , vetus , vorjährig : las deine krie (sein) wie guter wein, der meinem freund« glal eingehe vnd rede von fernigem, höht' lied 7,9; kh linb dir beide heorige vnd fernigr (früchte) liehallen. 7, 13. Fern» (lernis), procu^, öfter von L. ia der twrMidunjf*vonferns'fe5miieAl: Petras aber folgcle jm nach von fems (1522: ft-rnis». Mattli. "iB, fiS; mhI es waren v»d weiber ila , die von ierns zusalien. 27, 55; da er aber Jhesum- sähe von fern«, lielf er tu. tfnre. 5, 6. »«r eAi« «leUe petsdM blosses 'ferns': da nu das wasscr yn der n.isclioii all'? war, warfTsie d»'ii Inalien vnler « iiM'ii Strauch vnd gieng ityn vnd :>al2t »icb gog< n vber feros ein armbmst scbos wmU var. SU t Ifot. 21. 16 tu den predigten vier das erste buch Mosf (\:i'2~i die ausgg. der bibel haben an der eHtipre- chenden stelle ' von lern»'. Digitized by Google 9m 657 fcrr, *. fern C, Vene (vene. thtmal auek mit der md. nicht selUnen Wandlung des rs in rsrli ver- sehet, rn(x- vrnl ich wil feindsoliaflt selzeii iwiäciitu «Iii vikI tleui weibe . . . der &elb mI dir den kopfT xotrfttten vnd du wirst ja m die venu-hen stechen (in4e» «nfm am§g, der fünff bücher Mon» und den predigten über das erste buck Hose: ynn tüf vimsoii beyssen). i Mo«. 3, 15; Dan win) eine irhlange werden aulT dem wcge . . . vnd das pFcnl III die veraeii betssen, 49, 17; zu band (Inrnacli kfini nm (heraus) se'tn bruder, der hielt mil .seiner iiand die fersen des Esaii vod hiessen jn Jacob. 25, 26; Jarob aber bat den nanen von der versen odder fiissolen . . . darunib das er seinen bruder hif Iit'v der fprscn lu ll, vber das erste buch JUose. (1527;. iij'-. uoäi •timge buandert redeiuttrien: ftonsl Ihui Olira sanift :t'iilnMsser . der leufel, wil niohl rugpii, noch seinem kopfllrellcr frieden lausen, so wil der knpiftreller, vnser herr. soleben fersenhei^sct nicht leiden, die drey symbola. Cij**; wenn die Christen mit dem leiifel oder ferseubeisser nicht im kampITsind, so isis kein gut zeichen, denn es hedeui , das der fersenbeis-^er friede vnd seinen willen hat. ebmi, Ciii]*. VmragcM, n, im der gekom mkd, ge» brauchte redenxarl fersenneld gehen , flie- hen: d.) n«M«rh. itul vnd leufel Ihelien vml PiBTZ, W«rt«rbach. fersengeld flehen mU&scu. de Welle br. 3. 888 ; die Tonischen haben die Behemen ellicb mal mit fersen^elt geschlagen {vor ihnen die flucht ergriffen), tische. :< 7 7'" yersenriticr. m. der grosze ieiM'unuer (herxog Bdmrieh von Btamtedtweig ist ye> metni) ergriff das basenpanier gar bald, de Welte 6r. 5. 273. Ytvt. im vorigen jähre, mitd. \i^r\ f Hen. '.i, H02' j, gern dem heuer eulgegengeseut : sie leren vnd komen ybm selbs nicht nach, bley- b«'ii hcMii als ferl. ausleg. der ep.%md euang. von der heil, dretff nnitje fest. (1525l. 1' j'' ; wenn daü jar vmi* ist, konneu sie (die Mur aus gewohUteU mr predigt k&mmen) h^wer souiel ab ferl. dendscft cateeh. (1529). Ej% Vcrtlg. paratus, gebraucht L. I ) im «inn« von vollendet, :u ende gebracht: vnd die iii.iun- ward fertig im fUnlT vnd zwenzigslen tage des monden elol. JVe/k. 6, 1 5 ; vnd ward also das baus fertig. 1 kön. H. 25; da die kin lip geweih«'t vtuf t\iT iciupcl fertig ward. 2 Macc. 2,9; ihn« h den glauben uiercken wir, das die well durch goltes wort fertig ist. Betr. 11,3, teotu L, in einer gtoete bemerkt: fertig, das ist sie ist in schwang ^'fhi ,11 iit. das sie gehol vnd stehet nach gotles wort on vnterlas, vngobioderl vnd oo aufT- bOn^n. Binde ein, 566. 2) getddekt, gewandt: er ist ein IreR- litiuT man, in ilci luMli^'i-n silirifH f'-rtig, behende vnd leulflig, wie eine kile aiiT ilt'm nusbawm. »Pider Hans Warst. ^ 1 54 1 ). Hiij^. ale ade, espedüe, gediufig: vnd der Stammeiden zunge wird fertig vnd reinlich reden. Jes. 32 , 4. mhd. vt riec (Ben. .'i. 258"), ahd. ferttc, fartlc tGruff 3, 585), r. fari fahrt, daher eig. zur fahrt bereit, gerÜtM. I'er(ls;en . fertig machen, mhd. vevlh^tnx {Ih n. :\. 2'>0'), eneheint bei L. in folgenden bedeutuuyß^n: 1) abfert^eut enteendent exfedhe: also fertiget Isaac den Jacob , das er in Mesopn- tamian rog. 1 ifios. 28, 5 ; wir haben dies- mal den boten nicht können so eilend fertigen, de WeUe kr. 3, 272. 2) verfertigen , bereiten , machen : das bemmi'rn schb'trt jtu {dem ichmid) die uhrrn vol, vud sibet Urauli; wie er da» werck recbl 83 FESEH 658 FEST mache, vmi raus denckeii , wie crs ferlige. 5lr. 38* 31 ; der welel ein hoUt, dai nicht foulet vnd suchet einen klngcii lueisiei- «iazti. der ein liiM ferlige. Jes. 40, 20; vnd will » aisu meucliliiiges seyne sühanU gcferligl haben, ehe mans solle innen werden« toüdder die hynU, Propheten, 1525). Cij*; solche vnterrichl , mein lieber er Assa , suU ic!i h'npt'st Iiriticn golVi ligl. ob kri>'gi sere läge in deinem friede ferligesi. Jon. 2, 50*2*. wohl s. V. a. beendigen, beschlieazen. 4) «ien weg (die reise) ferligcn, befördern. nnlcrafttlsen: der hcrr wird deinen weg fer- tigen, var. EU 1 itos. 24. 40, wo die bibel hat: vnti tjnnd 7.11 dninor reise grlitMi ; haslii meynen weg gelerligel. rar. zu 1 Mos. 24, 42. 5) .sich fertigen: vnd ferligcn {frühere Usartx rerligeten) üinh durch den Jordan {giengen hindurch) {nr diMii küni;:e her vnd machten die fiirt. 2 Sam. IM 17. frscr, m. rebzweig, besonäi-rf; der junge rebzweig als eeisling, propaga, germen: deit herrn zebaoih Weinberg aber ist das bans Israel vii*I die menner Jtula seine zarte fcser (nd. bibel v. j. l 'vi I wyuryser). Je*. 5,7; der weinslock y.ii Sibma ist ver- derbt, die herrn vnter den beiden haben seine edle reben /nscblagen ... jrc leser sind zuslrewt't. Ii;, S; daninibw i in lii. stets vliesi (pj/. ehrcnfe-;ij: »leia gestrengen vnd vhcslen Hans l.osier m l'i eiiscb, erbmarschaick. das l.cap. s. Paiäi SU den Cmrinthem, (1523). Aij*; dem ge- strengen vnd vlicsLen Caspar von KukeriU. der III. psalm. ( 1 530 ). Aij^ ; dem freiiii^ Mel fests' grast weeen. Um, m der redene- an*viel fesls machen*: da hastu wol ange- zeigt, wie Moses ein vnnOtzer wescher ist, das er von vnnülzcn sachcn souicl fesls macht. vber deu enie Mo$e. (1527). Kk j'> : od«ler \v.i> ists für ein gros ding, das erdauon predigt vmI -uhip! I'c>t> drflbcr machet, wrr weis das vorhin nicht ? das n.cap.Johatuä*. (1530). Tj\ imdk es hebt (erfteftl) sieb viel fcsts: da hchrt sirli viel fesls mil dorn weihe Isnar«; . das fiir iIit vii iiiiiilTt nii/.iiM'lM'n ist, äl- in ilic gttU nyltd nai renlcyding. vber das eraie buch Mose. (1527). Hh i/. mhd. fest (Ben. 3, 304''), «. dem gteiek' bed. lal. festuro. Keste, /., mhd. vostc (üen, 3. 274. 275), ahd. fesli (Graff 3, 716). 1 ) /Irmoiiieiifnni : vnd gott sprach, es werde eine feste awisehen den wassern. 1 Jfna. 1,6; ''tili ^'oll nennet dit^ foslcn hiniel. I, 8; \ i/iiiid ;tliergrei(U er miUün drein vnd srln'vdiM die wasscr yuu zwey teil, hehell eine oben, das ander vnten, mitten hineyn macht er ein ring, den wir den hymel hcyssen, vod nennet yhn fin IV's!«', darftnib «las er nicht so wanrket, hyn vnd her ferel vnd vnslet ist . . . sondern stehet feste, vber das erste buch Mose. 11527). I)iüj^ 2) munitio, feslung: die feslc stehet elend vnd ist ziihssen. Jer. 48, 1 ; daligel wnll ich gern sagen, aber ich bin neweo wtf riern gram, wn den lettten Worten Ek^nide. (1543). Bij\ FP!»(i;;kri( fTesiickeil) , f. ßrmitcLs: das stehen ist di«; i'e.slirkeit vnd anfl'nrhtickeit Widder den tzweilTel. euan. von den Uehen muMMteteigen. (1521). Dij\ Fcstigllch. firmiter: vnd bleybl resliglieh slflien, das dif PMan;,'''lf; Ins dpineii kiieclil dein gebot restiglich Tur dein wort halten. 119, 38. — mhd. veslediche (Ben. 3. 276^). Fetlnls» f, i)firmHat, festigkeit: dilz vormiigen die wen-khetlipen nil . da ist kern festnisz, szondpm ryliel beygcn vnd vuler- hgen. autleg. der ep. vnd emmg»9om ofcri- «iof. (1522^ Cci^ij^ 2) mwufio ; h«len \nd fpstnisse. var. tu fidtL 6, 2; die fest- nis. 9. ID. bei Grimm nur ein beleg für festnus mu- nitio, im mkd. wA. fektendt ahd. feslnissa {in unfestnisse GfOff 3 , 719). festopfer, n. es spy ein hrandopffpr oder ein o|ill'rr zum iiesondern gelühd , oder ein freiwilhg oidler, oder ewer feste oplTcr. 4 Mos. 15. 3. Festtag, m. dies feitut: darnach auch die teglichen hrandopRer vnd der newmonden EU teglichem brandofvffer des sabbathi, d« ncwnjonden vnd festlagen. JVefc. 10, 33. FeMnng, f. \) (vrmamenlum , festigkeU: die fe.vtuiig {attQfot^tu) ewrs glawbens u Chrisluni. rar. tu Cotoss. 2, 5 ; golt nennet die hymell firmamenl, dat iitt feslung. Mit- leg. der ep, vnd etumg» det adtuMt, (1522). Niiij«'. 2) befestigter oH: ob sie in gezellea oder feslitngen wonen. 4 Ifee. 13, 20; httee vnd fealnngc. ro hi. n, 2; vnd besaUteedie frsiungen auWchn l-i imn. Jud. 4, 3. mhd, vcstunge (Ifen. H, 27ti'') ohne bek§. feti , pinguis , ein unhochdeulsches , ew dem nd, dmrd^ L. eing^tUutet woH, «fett des hd. feisz . welches in der form feist 6m L. noch daneben fortdauert. t) fetl von menschen: i^glou aber » pheten das volck nur so aussogen vnd an leih, j;iit vnd si>fl verderliii iMhcn, vn l sie d^moo sind TfUe wensle worden, vber das ersU buch Mose. (1527). Vy ij^'; noch »ind di« kindlin so feit ab die sehneelien. der 147. psalm, (1532). ßiiij\ 2 t von thieren: vnd sehe aus dem wasser steigen sieben schOne fette k'ie.' I Mos.il,2i ein feil sehai 2 ß. 1 3 ; feile ochiea. pe. 22» 13. 3) von spn.ip: vnn A-^^'t kompl tiii Mt hrot. ! Mos A\K 2. •1) feil, von land, weide, wohnung: du wirst eine lltlte wohnung haben aut eidei. 1 JTos. 27 , 39 ; vnd fundcn fett fod gale weide, l chrou. 5, J(1; vnd sie ijewonnei lesle stedte vnd ein feil tand. AeÄ. y, 2ä; gut ist aber der acker, wenn er nicht aHea feyn vnd glefcb da ligl, sondern aneh ielt vnd fruchtbar, clas er eiiifn friittcn \}oitn hat. awleg. der ep, vnd enan$. vom nieeeL (1528). FFfiy''. 5) atefraetioneii ; eytlel sOsse. fetle gnadt. epistel t, iVfri gepredigt. (1523). Juj'; gute, feile, * law des himels vnd von der feuigkcil der erden. 1 Mos. 27, 28. Petfeln : ein sicher gewissen, ilns der s.irhen gewis isl, (ilzell vnd fetzell nirhl also, es sagts darre vn, ahd. ii\Uii{Ora(f 3, 445): kan auch die schliff autTwachsen , wo sie nirht feucht slehel? Hiob St 1 1 ; vnd wenn sie glcicli secr feuchl vnd am waxsrr sldnden. Sir.iO, M] \ Wasser kall vnd fcnchi ist. ausl. der ep. vnd emang.fMmaiveHt. (1528). Mm iiij''; fcnchl land. der proph. Satharfa. (1528). Oij*. Feuchte, f. humor, feurhdglieit , mhd. vinhle (Ben. 3, 331'). ahd. fiihii iÜraff 3. 446): auü dürrer erden, da kein feiichle noch safftisl. iirpropktiSaeharja. (1528). Oij*. Venchtfu, feuchlmachen, befeuchten, mM. viiihlen (Ben. 3, 33,'^ i , ahd. frthlan [Graff 3, 446); ein nchel gieng aulf von der erden vnd feuchlcl alles land. 1 Mos. 2, 6 ; du treuckesl aetne furchen vnd feuchtctl sein gepllnglcs. Ps. 65, II; du fcnchtcsl die hcrge von ohen her. 104, 13 ; ich der hcrr bebttle jn (den voeinberg) vnd leuchle jn beide, /et. 27 , 9. reuchtigen. dasselbe: die kirche wirtl durrh der rlirislen blul hesprenget, gefeuch- ligrt vnil gewesserl. Eisl. I , 285*. Feuer, n. ignis, bei L. noch fciir (fewr). mM. viur (0«n. 8, 331^), ahd, fiiir {Gtai . 674). lautverscho^ «tt inm gUkM§4* gr. 7s9q stimmend. t ) feuer als Uucktendes und wärmendes, aber auek verbremnenäM , «erseftrendea, zerstörendes element: das feur isl ein slarck etement. die ep. des propheten Jean im. (1526). Dij': es wdrdc freilich kein uicn^cli einen rechten winler ausleben können, wo er soll on feur vnd winue sein* der 147. psalm. (15321. Diij"; er hrcilcl eine woicken ans xnr decke vnd fewr des nachls r.u leuch- ten, ps. 105, 39; vnd vnler sich sähe ichs wie fewr glentsen. £seeft. 1 , 27 : vnd er M.ilio. das der pusch mit fewr hrandte vnd warti do«h nichl vemerrt. 2 .Wo«. 3,2; wo aber elwas vberbleihl bis morgen , soll jrs mil fewr verbrennen. 12, 10; dazu fuhr das fewr aus von dem herm vnd frass die zwcy hundcrl vod funffzig menntr* 4 Mos. 1 al. .Sir. 2. 5. teHcreifer, m. ira: ein schreck- lich ivarleo iles gericbles vnd desfewcreiuera, iti'i >lio widerwertigen Tencreti wird. Hebr. 10. 27. ^«■crflainme . f. fhimmu : vnd ein fewer- flaiiuneu fuhr zwischen den stücken hin. 1 Um. 15» 17; der d« machest deine pngel zu winiliMi vnd deine diener lU Fewrllainnien. ps. M) t , 4 ; sein sluel war eild fewrOammeti. Dan. 7, 9. Venerglani, m. splendor igni*: fewer- glantz der da brenne des nachts. Jes, 4 , 5. feierktUc, f, earbo: die Tewerkolen aber ist die flancksagiiog vnd erzelung der wollhal yiu f,'i'pel, posUUe. (152S). Liij''. Keuerlfln. h if/nkulus: ist j^rtmp wenn du ein stuck Uder eui halbes kansl kriej^en, daran dn jnn deinem bertzen ein fenrlin kan»l auflltchiaben. mite einfettige weüe iu beten. (1535). Diiij* ; hie wollten e. f. g. helH'en , iMsz nicht ein feurlein aiifpelie. de Welle 6r. 5, 197. m/trf. viwcrlin (Grimm wtb. 3, 1596). fesrnnrnr (fcwnncur), f,schomslein: wie der mucli viut ili r fewrmeur (nd. bibel: äcliorslenc). //u». 13, 3. pL fuuruieurcn. de WeUebr,^, 271, Hmn, feHfig, gUthend ad«, wJtd. viurcn (Ben. 3, 333*>)» ahd. Gnrin {Graff 3. f.TTlr rirt. ,M^."tt fiMverl. Eüsl. 2, 190''. I'enerofen , m. ciiimmts: du wirst sie machen wie einen lewrufen. ps. H, 10; vnd werden Me in des fewrofen weKfen. Hfddh. 1 :! . r\ l'i'Uf rpfcilrr , m. rolumna ignis: -tm andlitz (war) wie die sonne, vnd seine liisse wie die fewrpfeiler. offuib. Jofc. iO» 1. Penerrttb. ruiUu.s, mhd. viurröi (Ben,i, 770*:) einer wird sich für dem .indem enl- scUen, lewrrol werden jr angcsidil sein. Jes, 13» 8; abbald aie von den acUaogco angohauebet Mfurden, ward jnen die baat fewiTiül. hauiposl. {Jhi>na. 1 559). 266''. h'aersäule, /. columna ignis: vnd der herr zuch für jnen her» des lagcs io atoer wolckaeiilen . . . vnd det nachts in einer fewrsenleii. 2 Jfos. 13. 21; als nu die inorgenwaehe k.ini , s( !i;inft der licrr aulT der Egyplcr licer au:» der fewrsculco »od wulckcu. 11, 24. I^icntilte» f. foeutt fmtntelU, JUrd^.fto- min, mhd. viurslal ( Ben. 2*, 602' ) : er zeigt die .isschcn an, welch"? eine fpiirstet i^l. da es [»flcjjt wdrm XU sein, der 147. psalm. ( 1 532J. Ej'. rtMffttehi . m. pyrtfes. 2 Moee, 10. 3. Venerwerk (few-rwerg), n. alimentim f'giiis , b rennmale rial : er gcfiol frix h dnn viili'r den lunvMicn ini waldc , da> er reden* abhdwc vnd neiuti buchen vnd eichen, ja einen cedem der gepOantset vnd der vem regen erwachsen ist* vnd der den lenlen fcwrwerck gibt, dauon man ninipt, das man .sich dabey werme. Ja». 44, 14. 15; eyn ynnutz gehecke vnd nar znm fewrwerg lodh lig. an di« radkerm, (1524). Büj^; wana ein herr viel buUwcrcks vnd zcunc vmb sein sclilos ntachtc , las ybu baweii , es wini pit fewrwerg wnfke) fewrig. 2 Mos. 40, 38; vnd da sie mil ein- ander giengen vn«! er redel, «ike da kam ein fewriger wagen mil fewrigen rossen. 2 kön. 2, II; "^ii" linlli'n fcwrip'«'' vnd vinl scliwefelielie pantzer. offenb. Joh. U , 17, ergreilfcl den Schill des gluuliens, mii wet- cben jr aualeMchen kttml alle fewrige pfelle de» bftsewiehles. Ephes. (>, H>; feurig spi4>s7.. vber das vbirchritU, buch boeks Kmssers. (1521). Aiij*. 4) das er aber so sprjcbt 'heihger vaier' . gebet an« graaser mecbtiger bfuiMl eine!« feurigen heruens. ilot 17. eap. JüktumiS' Hbrl, /. abereburh: soll denn ineyn glaube auf dem donal odder Abel stehen . mo »teilt er werlich vliel. das ander lntwi4d«r die hyml. prophelen. iir)'2r)). Kiij". das toorl, welchen zuersi in den vorabu- larien des Ib. jh. begegnet ^ hält Grimm ßr 9ime €nt$t»lhm§ de* «norlM bibel, ITet- §an4t»tb. 1 . 338 teilet es ab r. lat. lilmla ktammer zHmrersrhlusse (Ir'f Imrh^s, wetcher heffrifj dann auf den des buche» selbst über- gegangen Mri, nbelist. ßbntisl, m. abeeetchükr: wellen nie {die pajiisien) vns aher nicht gnedig vn«! harmliiTi/i:j sein, so mdsscn wir sie lassen engel sein viid im paradis vulcr cilel hlumen tantien, ah die den glauben lengest an den M*hiihi*N ziiri-ti^en «'nd in jrer liiiuelissrhen bciligkeil keine anfecblung %veder vom lenlfelt lieisch noch well hahen , wir aher vus im aeblam vnd kot erbetlen vnd auddeln, aht die im glauhen fasl arme lihelislen vnd anfallende seliiiler, niclil küiinen solche hohe duetores vnd lueisler im glauhen sein, von den ron- rilijs vnd kirehe». (1539). Cj'; der rü- misclie stiitl sidi niebl vnbiltich magislram fidi i rlifimet , dus ist ders hesser wissi> vnd Dijflio, \v*'(l(T (üirisMi-; s«'lhs vnil «fer lit ilip- geiäl, die M'.itiv: armc lihulislcn sind, vcider ioi bapittm tu Rom. (1545). Sij*. Fiebte. /. {liiius abies: wie hey vn« das hartz aus den kilteni . lirhicii oili-r lli.inneii neust, ausleg. der euang. an den furne- mislen festen. (1527). Yiij ; ergrunelaher Winter» vnd «ommem, wie cNe lannen, ficblen vnd huchshawm. der pn^. Sadtarja. (ir>2S;. Kij''. richtiger tiechte, ufie s. b. Dasypo- dius Nodk BcJtrrtblf denn «M. viebie {Bom. 3, 300 ). ahd. hehla. fiubla {Graff X 451). Fidfl (fuldel), /. (frige, rialine, doch, wie es scheint, schon zur zeit //.« rnrzufjuireise in teräclulid^em sinn gebraucht, da er das I S«m. 18, 6 ai^iutgs verwandtti ßddeln «pok ter dwreh geigen eraefzie. vv.'ili rend Huge n- hngen in dfr allen nd. bibcl vr-dcin heibe- hieit. — heule gewöhnlich iiedel geschiieben, doch mhd. videle (Ben. 3, 305' ;, akd, fididi {Graff 3 . 451 ) . attt «II. viUibi , vidnia. Fideler (fiddoler), m. geigenspieler. (igel- lalor, mhd. \id(d,Tro (/Im. 3, jHzi gewöhnlich (iedeler, liedler: sie haUcns am grille wie die Ibbleler. da» tiMne eon/ile- nrini. (1530). Eij'-; Paphnulius musle lernen. \s-fr>- f'inem fiddeler gleich , der ein iniir- ilei gewesi war. ro» den concilijs vnd kirehoH. (1539). Züj'. FMcl« (fiildeln), geigen, gMehfaU» mU übler nebenbedeulung : es ist dieselhe geige, da raiilf PI I T/jr /«lad) ymer liddeli. widder d. hyml. prupheien. ( 1 525). Kiiij — mhd. videlen {Ben. 3 , 306*). Pidera (ftddem), heute nur fieilern . aber mhd. videren {Ben, 3, 2SS' i, uhd. Iltl. riin [draff 3, 440), eig. mit fedtrn irrst-fwn f^r^i.genedcrlj, in folgenden stellen figürlich . weil aie {dievernmnß) sdhel« da» »Agar widder jren versl.uid viid .die sinne vnd fiileii ist, vnd Widder erfarung daxu, so fellel sie dauon FIDERiG 664 Flu I vnd leugoels gar, odder wenn tie nicht für vbcr kau. dreliel viul fiddert gotlns worl mit glosstin , «las sii lis iloch miis auirjn'ii vvr- »lauü ruiuieu. da« 15. cap, der ersien ep. $. PüuH am Üe CorhUher. (1534). Cij'; \V(>r lit^gcii wil, der soh iiichl m krinn ilirlicii, ilainil vr< dik Ii liilMuc» künne. wider dt-n bischof iu Magdeburg. (153U). Fij*. ¥i4erl$ (fidderig) , mil federn venehe», ftfbe^rtt Odderig gmiOgd. vor. sh jm. 78. 27. Fieber (Uber), n. febrU: ich wil euch heimsuchen mit sehrecken, schnttlsi vnd fieber. 3 Mo»» 26, IC; für hunger suUcii sie verMshmacbten vnd verseret werden vom über. 5lfot. 82. 24; vnd Jhesiis kam in Peters haus vml sah«*, ilas seiiie srliwi^'fr lag vnd halle tias li«,-ber, 38). Lj\ fignr, f. figura. I) bild, nhhihhauf: w«d wir d\e ligur [die abbilduiig dfi bei Ü9tM^ betdirMmtem lempeik de.) nicht wissen aulTs papir bOMer zu gehen, haben wir sie lassen nnstehon. H i » tl :< r i l 7, 350. 2) hdu^er in mehr abxtraclem iinne /ur tgonos, gleichni», bild, Vorbild: ligura ist ein dunckel vnd wanekel wort, er {Ecolampad) wolts wol gerne also deu- ten, das CS hiesse ein gleichnis, fnrbilde odder deulzetchen , gleich wie man die ge- Schicht im allen testament figureo nennet des newen, wie Adam ein tigur odder fiirliiiile Olirisii, wie eine braut der Christen- heit rurlMUio o«l(l<-r iigitr heisst. aber hgiira uoch {naih) laiitiischer sprachen art solche fnrbiUe nieht heisst, sondern des wofdia figura vvini dabin missebraucht. . . . Tertul- lianus des worts figura nach rechter art der latinischeii spräche braucht, da es heist eine Tonn odder gestall , mathemaliee . das lin^', dick, breit, rund, weis, schwartz ist, dai» niai! ^i Im'U, fulen , liandeln kan. das diese wiirl Chriili noch fest stehen. { 1 527 n itj''. der weiuslock isl ein gleicuts odder figw ChrisU. VOM aben*nnf CkniU. (16»). p ij**; Elias ist eine figur odder gleichnis Jo< hannis. ebend. -, (igur vnm? erfullun}; dprlij;u- renii haben steh kegen ander wie ein leyplich vnd geistlich odder ensieriich vnnd fnnölick ding, das alles, was man in der figur bat mit ley|>Ii('liL'ti angen gesehen, des erfulluog ntus man allein niil dem glauhen sehenn. von dem bapatum su Rome. (1520^. l)ilJ^ «oben mkd. figure (ffen. a, 309*). fignrifffB) im bild darsMten, vorbilden: alles was ym alten hohen priesler i oM. übt {Gra/f 3. 519), tcofür mir jetoA kein beleg au« L. x*r band ist» 2) deslo häufiger erscheint en bildlich Uj für einen biiurischen ^ unyeschitffeni:», groben menschenj weil tiauern sich mit gro" Digitized by Google F1LZ£R£1 665 PINOBM bem, ramhm filte bekieiden: d«r grobe Qliz, rulls TDd (ttipel, der «sd aller ctel in Wolflen- biUtel. %eider Hans Wortl. (1541). Gj»*; m;Mi vvol cllirhe rdltzen vii»l (ü^o vnler d^iu atlol. J«ti. 4, 386* ; jutu ker vilu TBd knebel. iai 5. 6. vnA 7. eop. t. JfaltA«t. (1532). cc iiij'. 6) für den kargen, zähen gcizhals: von PinoHi k.iriji'n liltie redcl cli»^ gnnlze slad vbei. .Sir. Jl. 29; wenn man von einem fcaigen man spriehl, «r ist ein Irand, hie hctst hüttd den k.-ir^'Pii fillz {L's. manuscr. fifllz). vom abendmal Christi. fir)2S). biiij*; so du ein solcher iiiu bist, der du oicbt einen groselran tu meiner narung, oder eine* amien menschen notdurlll tu vns setze.«!. vriäer den wuchrr zu predigen. ( 1 540). Eiij^ c) als derber verweis: g.ib also heimlirh vnd vberquer dem ralh ein fillz vrab der MdillMigkeit willoi. Hicht. 60^ IIImWCI, f. lölpelei: ich meyn es sey vil- Uerey vnd dein Arislülelle ein (gedr. in) ertzstullus. ou/f das vberchrisU. bwh bocks Emszers. (1521). Giij''. niililt, ni. hu wm ß%: vnd Iregl doch eynen grawen rock vnd fillsknl ftir grosser demiil. uüilder d. hyml. prophflfn. { [f>1 'i . Diij*; wiliu ylini nicht gleuben, so glenhe doch seynem grawen rock rnd fillthot, da- rynnen der heylig geyst aeyn rona. tkend. ; wie die jacobsmosrlipllpn an den vilizo- hulpn. gmnd vnnd vrsach. (1520). f iij*. ViUlcJlt, cvaciaiis, verworren: ich mus hie seines (Zwinglis) lltlsichlen» reiadseligcn deud.ij'; wie das einer, bapsl Clemens genant, nn vnser tulhun, wissen oder willen, sich anai cygenem flümenien vnd dursi zum regiment in vnscr heyligen cbrisUichen kir- UlKTi, Wörterbudk eben durch simonien , mit geldc, beymiicben listen, aUerlej BnantteUj» hftsen tacken md ansrhlegen on alle schäm, schendllich einge- knnfTt. niievQnu^ xuxcoy *uer*t dmth fynantter und erMlMe in einer randgtotBe: fynantter die viel newer Aindle aulHiringen als vnter kauflleuten. Juristen vnnil hnffsrhraolzen gesehen wird ; mit hof- schranzen bringt L. das toort auch in fol- gender $Mt§ Mmammem: die horesehrantien vnd Tynantter» wenn .si<> nur sehen, wai ilcn filrslcn vnd hcrrn gf^felll vnd 1 ifliiiing da isl, elwas zu ctsoliiiappcn , Ihuen vnd reden sie gelro^tl, was sie dtlnckl es gefalle. vier »mO. puOmen. (1526). Vilij*. HnMieKi. f. betrug j beitechung : wenn < iner gerne ein schlos, st.id, graffschafn oan. I. formen. 1 J der pl. des prät. laulei bei L. noch äterall fhnden : da sie nn zogen gern (so in allen bibelausgg. für gegen dem) morgen, ftMulen sie ein ohen laml irn lande Sinear. 1 Mos. 11, 2; auch griitxMi Isaac knechte im gründe vnd luiiden daselbs einen brun Idiendiges weasera. 26, 19; vndgiengenin das haus vnd Tunden das kindlin mit Maria seiner motter, Matth. 2, 1 1 u. öfUr» 84 L.iyui<.LU Oy VjOOQie FINDEN FINDEN 2) dmgemäsx im conj, fUudc: vnil der herr macht ein zoidicii nii Rain, das jn nie- juaiicl orsehlüge, wer jn fUnde. 1 Mos. 4, 15; wenn icli ou luo gieoge von dir, so wttrde dich der gebl des Iterrn wegnemeo. weis nichl wo hin « vnd ich denn kerne vnd sagets Ahab an, vnd Tünde dich niclil, so erwürgele er mich, l kön. IS. 12; wo er «ie nn nicht jungfraw fUade. von den con- emjseut, (1539). güu*. 3) das pari, praet, entbehrt, wie in der iiUerev j^pra' he . in der regel des gc: fdr den tiicusctieti ward kein gehüille fuHdeu. 1 Mot. 2 t 20; wir heben wesser fnnden. 26. 32; dieeen haben wir fanden. 37 , 32 u. s. f. nur selten erscheint gefunden: vm] \ni!) die cscIiniKMi , dio du für dreien topen verluren liasl, bekümmere dich jlzl nichl, sie sind gefunden. 1 Sam, 9* 20; er sagt vns, das die csdinnen gefunden wcrcn. 10, 10 ; nach dem der ausgelrielicri satan ilzL cyn iar oddcr drey ist vmhher gelaulluu durch dttrre stelle vnd rüge gi^ucht vnd nicht gebinden, bat er eich gen e. f. g. für- slenlhum nydergethan. eyn brieff an die fürslen zu Sachsen. (1524). Aij**. II. bedctUung und gebrauch* 1) ßnden. antreffen, auf etwu kommen^ siofien, und zwar a) unabsidtUkh, wage- fähr, zufällig: so wird mirs pehcn, das mich todäciilage, wer mich Undet. 1 Mos. 4, 1 4 ; da fand jn ein man, das er jrre gieng auH dem fdde. 37 , 15; wenn, du aulT dem wegc fitidcgl eia Vogelnest. 5 Mos. 22, 6 ; wenn du jl/.l von mir gcliest, so wirslu rween iiienncr finden bei dem grabti Rakel. 1 Sam. 10, 2 ; gib deinen knechten vnd deinem son Dauid, was deine hand findet (ipm üirwtr die band liommt, teas du willst). 25, 8; so ihu mit jm, wie es deine liand liiidcl iwas du vermagst), richl. 9, 33. öj nach vor- hergegangenem tndtm, nad^ortdun: stt> chct, 80 werdet jr finden. üaUhw 7, 7; sie hallen sie c<^-n<'ltL aull allen Strassen vnd doch nicht lunden. Jos. 2, 22; vnd sie suchten jn (Saul^ , aber sie funden jn nicht. 1 Sam. 10» 21 ; forschet vleissig nftcb den kindlin vnd wenn jrs findet, saget mii*» wider. Matth. 2,8; man sagt, wer das »r^ir tu»! gen Rom gehl, der suchl einen schulck, imu andern mal fynd er yhn , xnm drillen brioftl er yhn mit eratisr. an den chri$tl. aiel. (1520). Gj"; aeh du iDncliter dieb, willu bcy linster uactii etwas iiieriii tinden vnd ich han bey iiechlem tage nichts htnhoi findea. das schone confitemini. (1530). Jiiij*. 2) beifall, rccitt, gnade etc. finden, erlan- gen: dartunb feret er zu, vnd weil er bey seinon vater nicht recht noch beifal findet, nid schlagt seinen bruder selbe lod. aMdt§.dtr ep. vnd euang. von ostem etc. (1514). y ij' ; Noah fand gnade fur dem heri n. 1 MosJ',.S: las deine magd gnade finden fut •leinen mi^nu l Sam, 1 , 18; vnd die dirne gefiel jm vnd sie fand barmherlzigkcit für jm. Esth. 2, 9; 'l'T herr gehe euch, das jr rn;,'e findet eiiif» jgliciie in jrcs inans haiise. HulU 1, *J. eine basonders anzuführende redensart ist iiocA: sein hers fiadm mmth, tmenidu fr* tcinnen. 2 S&m, 7 , 27. 3) finden, Wf(hm''hmpn . erkennen, rn- gnoscercp in folge ange*l«Uier uHlertuchuttgi wenn der priester benhel vnd findet, das das mal ist in weis verwandeil , sol er jn ran vrleilen. 3 Mos. 13, 17. 4J linden, erßndtn , erdichten: dt'i bapsl hat das sacramcnt nichl geslitlklnoch funden. ikttria delrenfnw. (1544). Bij* ; oder wird es funden, das hl crtiehteL «ei^ dM Wucher. (154" V C-iu]'. 5) was die (ügung angehl, so geseilt sich zu finden a) häufig ein accusativ. hinrei' eftende batapiefc Mer/Hr Wefe» iKs iPerMi £tt 11, t tt. 2 angeführten ftflsfrteflen. b) ein- mal begegnet auch noch pardtirer qpn. (vgl. mhd. wtb. 3, 319*); so wuU icii lurwarmirh der demvt haben finden lassen vnd sie nah httin vnd beysland gebeten, ein «endlrwf von dolmetschen. fl530). Aiij**. c) adjecliva oder pariicipia bei linden: wenn du sehest, das am henger, bottell. lichter . . . mangdt, vnd dn dich geschieht rundest, soiltistu dich dalzn erbieten. t«m icelllicher vberkeit. (1523). Uiiij';somaa jn barmberizig findet. IJiob 37, 13; vnd er kam zu seinen jüngern und fand sie acidaf« fend. MaUh» 26, 40; selig sind die knecfaic die der herr, so er kompt, wachend fiadet. inr. 12 , :^7. U) der in/, neben butieu: da der eiii- FINDLING 667 FINGER scheocke wider kam» fand erden kOnig su As- »yrien streiten wider Libna. Jes. 31 ,S; da knmcn tliosc nipnner lipufli}} vntl riintloii Hanicl beleii vijil tkiieti fdr seinen goll. Dan.d, 1 1. e) stall der parlicipien und des inf. ein 4MUbi§iffer»ats: vad sie gieng hin in jr haus vriil faml, das der leufcl war aiisgiTarcn. Marc. 7, 30 ; diesen finden wir, da« er das voick uhwendcl. Luc. 23. 2. (i) reflexivei sich 6nden. a) iwMtUrii da fand sich der becher in B(M)janiin<; "sark. l Mos. 44, 12. h) sich linden, an den lag kommi'n , sich zeiyen, sich heraussltllen : wenn tcli l.si'del heilen wil, so findet sich erst die sttnde Kphnim. Ho$. 7,1; was einer für ein man gcwest scy , das lindci sicli an seinen nacli- kumen. iiir. il, 29. 0) sich finden, diwlellon; da es morgen ward . . . findet sieh Anus seitKeh (sn%) niii seinem anhang. sieo frtdigl. (l&Zh). Uiiij'. • gehen Uusen: vnd das volck im lande durch die finger sehen wflrde dem menschen , der seines snmens dem raolorli fregeben hal, das es jii niclil iddtct. 3 Mo^. 2ü, 4; dieszc leslerliclie buherey wcrel der bapst nit. sehenn all durch die finger. von dem haptUan SU Rome. (1520). Aiiij''; wer nicht kan durch die finger sehen, der kan nicht regircn {Sprichwort). von teeltUcher vberkeil, (1523). Ftij*'; gott aihel durch die Onger. öfter dM erste AtieA Jfiwe. (1527). Tiij^ es isl zu hoch versuchet vnd vbermarbei, das er nicht kan noch sol diirch diu Iinger sehen, das n . cap. Johannis. (1530). Tij*. aus den lingcrn saugen, «rdicAlcn: das euan- gelion, das wir verkOndigen, haben wyr nicht aus den finireni :,'(»sogen odder selbs erdacht, dt«; ander ep.i. Petri. (1524). ciq^ keinen finger regen , mil keinem Iinger an- rflbren , mcAf dos jrmnflle Ihun: Christus lest den teure! mil der stlndo vnd dem tod an sieh hnfTen vn 1 stossen, vnd reget nicht einen tingcr. Aao<^. (Jhena, 1559)188"; sie binden schwere vnd vnlrcgUehe barden vnd legen sie den menschen. aiilT den hals dier sie \\i'!lr-:i i!ic Sellien nicht mit cinern fassen die Spindel, spr. 31, 19; eben zur jünger regen. Matth, 23, 4; jr beladet die ' 84* FINCERBUT 66S FINSTSK menichea mit vntreglifibeii lasten md jr rürel sie nicht mit einem finger an. Lue. 1 1, 46; die hofcchrc, wirdc, gowalt vnn. wider den bisclwff «u Magdeburg. (153if). Eiij' ; es gilt hie nicht , so vnter dem hütlin spielen vnd im finsteni mausen, ein krieff an die :u Frankforl am Main. (1533). Hj*. "2 I nhilracle (inii r>nlini(j : aiill (las fs sey iinster. anstieg, der ep. rnd euang. des aduenh. (1522). Jiiij*; ilalicr kompls, das sind der apostet zeyl die ächriOl so iinsler isl blieben vnd nyr- gent gewisse, bestendige andegiinge drdber geschrieben sind, an die radherm eic. (15211. (liij'; isl der spriirh .iiirli finster? das diese uori thrisü noch fest stehen. (1527). n ij"; die veriieisunge stehen hie, sind aber noch finster, so lang bis es dahin könipt , (!s .illc.*« t'irillb'i vml geschehen isl. vber das i-rsie buch Hlose. (1527). n j* ; stsUc es gleich dahin , das vnser texl vnd verstand auch vngewia odder finster sey. vom abt ndmal Chrisü, (1528). x ijV Vinsler, adv. dunkel, unrr'r^^tändlich : ich hab aber so weyllcunig vnd uiil vielen wurlen daiton gcredl, das ichs ia liccht vnd Mar aiaeble, daa d. Carlstadl so finster vnd vnördig .sclireybt. das ander leijl wOder 4ie hifwU, Propheten, (1525). Fuj*. rinalerberg, m, du hoysi xalmon eyn berck, danon jndic. 0 stet geschribcn, der wnr mit gnissofn dicken holl/ Iicivarhsen, d.is er moi lii aiilT deutsch genenn«t werdon eyn schwartzwalt, eyo Huslerwall oder sehwartiberg oilder finsterberg. deitU^ austeg. des Gl. ps. (1521). Biiij^ l in.'^f fTlIng , adv. im ßnstem . mhd. vin- sierlingeii (Ben. 3. 324*): er sagts zu mir, der Steg vnd weg bei lag vnd nachl tinsler* Nng treffen kan. EiiL t, 419*. de. Wim br. 3, 357. rinsleni, mM. vinslern (Ben. 3, 324. (thd riristar.tti (draffS, 517), in ztcei bedeulungcn: Ij intr. nigrescere, caligari: darumb das keyn gollrs gnade noch gUte vlicr sie (He Juden) scheinet, sondern eytel wctler vnd wyrbel des gOlUichen zonis v|»pr Sil n nsiert. ep. des proph, Jeeaiae* U i>2ü). Auj''. 2} tr. obscurare, verfinstern: diosc edle, klare ausli'giing deuten vnd finsleni sie mit einer andern glose. Jen. 1, 192*. fiasternis, f. und n. (zuweilen beideg dicht neben tinander, s. b. 1 Mos. 1, 4. 5.* da scheidet goli das liechi vom Uuslerni.s vud nennet da« liecbl lag vnd die Uoi^lf mis nacbt), lene^TM, mhi, viaslemisse (Xen. 3, 324), ebenfalls sunschen f. und n. schieankend, ahd. fioslar^issi, tinalaroessi , ». (6'rajf 3, 547). uj beispiele für das f.: schrecken vud grosse finstemis vbarflel jn. 1 Ifoa. 15, 1 2 ; CS ist kein (inslernis da, die jn verdecken möchte. Hiob 20, 26; die linsternis hl vergangeii \nd das wäre liecbt scbemct jtzl. 1 Joh. 2.8; dn finslerais strafft die ander nicht, vom abendmal Christi. ( 1 528). b ij'* ; - CS mii*i ylic das licclil dio rinslcrnis .sli nfTcit. ebend.; ich bin der hcrr vnd koim-r mehr, der ich das liecbl mache vnd schalle die liu- stemis. *i«t. 45, 7; vnd die menschen lie- belen die iinslemis mehr denn das liecht. Joh. 3. 19 ; — ins land der liusternis. Hiob 10, 2t; die ihor der Unslernis. 38, 17; luachl der Unslernis. Lue. 22, 53 ; die werck der finstemis. HSm. 13, 12; — die stim aus der finstemis. 5 Mos. 5, 23; das liccht scheinet in der finstemis. Jist warlicii recht ym linsternis sitzen, vom ^endmat (^risH. ( 1 528). o iiij^; vnd mauset jm rinstcrnis. von den scMüsseln. (\ r),in). nij'"; wolan, so bleihc sie {die con- julattWi im linsternis, wie sie ist, vnd sol auch im c^Yigcn hcUischcn linsternis dazu bleiben. wimnngB an «* I. deudithen, (15.31). Ciiij*. r) für den pl. bietet L. fin^stornissc : wnn- dell dicwcil jr das licciil habt, das euch die finsiernisse nicht vbeifallen. Jah* 12, 35; d/tor finslernis: die fioslemis heben seine BUfjen voiMoiidcl. 1 Joh. 2,11; finslernis milgen mich dfckmi. ps. 139, 11; in Ls vorrede auf der barfüsser münche Eulen- spiegel. (1542). * iij'' begegnet sogar: fürst der finsternissen* Ffnstrmlslfhrfr. m. Iiülct euch fllr den Jioslerni'5lerern. Jen. (1573). 3, 437^ Firlefanien. firlefenzen, inepUre: wie sollt eyn arm man thnn , der gern schreiben wolt vnd kund nichts? er musr. yhe szo fir- h'fenlzon {Jen. 2, liib-fantzen) vnd luil Worten vmbher sdiweylleii, das die leult dencken, er wolle eyn buch sehreiben, anlteori deutsch. (1522). Bij^ eine deu- lunfj des ersten Iheils diexer rnmposiliou s. Grimm tctb. 3. 1572 unter UricfaQz; xu Tanzen, fenzen vgl. aii'anzen. Flranmenl. n. /frmamenlmi, Aimmeis- feste {vgl. Teste 1 ): es lenchl auch das gtniz himhscit beer in der höhe am firaament. Sir. 43, 9. Firmeln, con/lrmare; die liyndcr firmeln. wider dm fMk jrenanll«» ^eyttl. sland. (1522)' Bj*; ists doch nicht not gewest zu iirmelu. EisL 1,271''. «f<. fermeln. whA. firmen {Ben. 3. 327), oJM. firmln t^rajf 3» 695). aus lal. ürmare. Firmeln, n. dfr subslnndrisrh gfbrauchk inf. des vorigen: vn^cr cnanf^clia wisHti mciits von jhrcm firroein vnd salben, aujf dMwrmdnikeitmrHehediet, (1531). Düij«; was weiter das edict von firmdn vnd olungea zu h.ilicn ^(oltoiii, T.m irh vmb der kflrttt wdlen anstehen, cbend. FirBClimg, f. eonfirmatio: der apostrl von dem aaeramenl der firmelnng nidila weys. ausJeg. der ep. vnd euang. vom ad- uenl etc. (1528). 05''; tlor m.in «ölHio ergernis durch die Ünnelung anrichlei. tisL 1,271'*. fennelung. Firmlirh, n. ein drei finget breites md einigt' eilen langes, fringnrtbtes leiniuth welches der pathe dem su ßrmenden itm^it- dei, auch ünnbinde genannt: die weyl ab«r ybr voriger man diszem gesellen das fyr»- ittch vmbgebnnden , »o hat der pfarrer sie nicht durfTen vtnir.ivvon noch zu saraen .^e- ben. ein scndeOnelf an Jhan von Schkn niU. (1523). Aj''. Firman^, f, t. fermd. Firn, firne, all, vorjährig, mhd. vimr. {Ben. 3, 302"), ahd. linii iGraff S, 662». goih. fairnis: vnd solt von dem iirnen esseo, vnd wenn das newe bompt, das flmen (le. rar. Tomen) wegthnn. 3 Mos. 26. 10. Firn Ii» . TT! vcrnir, L. lirneis, miCei — mhd. i, denn mhd. viriii/,, vi^rnb; (B«ii. 3. 303''): ich wil yhiu den lirneys abströitea vnd*die färbe nemen. der proph. Sadmje. (1528). Riij". First, m. fnstigittm, giebel, mhd. virst {Ben. 3, 327). ahd. lirsl (Graff 3, 698).- vom ym first. de IFelfe br. 6, 271. Fiscal, m. öffentlicher ankläger; duwA /.iili.inil ist der fiscal herTQr komen. eenir Keiner . (1528). Dif. Vikch, m. piscis, mhd. visch {Ben. 3, 326*), ahd. fisc {Gralf 3, 708), jrolb. fisls: aber der herr verschaffte einen grossen heb. Jon.i THMPr^rhhngen , vnd .Inna wir im leih des tisches drey lag vnd drey nacht. Jo*- 2, 1 : die da herrschen vber die fisch m raeer. 1 Jis«. 1, 26; wir gedencken lissche, die wir in Egypten vmb aoesl issce. UlTo«. U, 5. I « Digitized bjjfj^gj^ FISUIAAU 671 PlTtlCU HMhaar, m. fitekadlert meeroHer: vd«I «Iis soll jr schewen vnler den vogelii, das jrs nicht cssr't , den adrlcr. dpn liahiciil, den Uscliar. 3 Afoa. 11, la. 5 Mos. 14, 12. Pisekiigel. m. htunnt : denn gehet» gleich wie Ulli oineiii ariiH ii würmlcin, daSM einem lis. linii-el klel)l. Jusl. 1 . 363\ t'iticbbinrh, m. venltr piscU : Iiic siliesUi ia, das Jona niclil verdienet luil eyoiclicni guten werck, das er yu fischbauclie erba|ten vnd Widder ernus ans land bracbt wird* der prophet Jona. (152G.) f^üj''. fiscben, piscari, fische fangen, mhä. viMhen (Ben. 3, 328''), oM. «»kAn {Üra/f 3« 710), j^offc. iiskun : sielic, ich wil viel ßschcr aussentlct) , spricht der herr, die sol- len nie Ü'^cIm'ii {im manuscr. tisschen). Jer. l ü, 1 0 ; ich wd hin ll»chcu geben. Joh. 21,3; das sagen sie selbs, die RVmer, die grossesten krieger auft' erden, das kriogen nn not sey mit fintMn frnlilon liiiiinn lisclit-ii. derS2.psalm. (1530J. Uij''. vor dem garn, liainen fischen kritzt verk^rteSf vngenmUet unternehmen : darumb acblicbs, es sey vor dem garn geBssebt, so man umb Verteidigung willen dc> oii^ngelj sich wiiit r (lit> (ilierk*'il legt. Jsn. (1568). 6, 3''. \yeUe Or. 3, Ö62i da^z s. f. g. oicbl su sehr eile vnd sofobe gottliche millel niehi verjetfcbe vnd lurslreue wie man pQegl für dem hamcn zu lischen. de WrUe br. 3, 335*; da mögen wir wol /lisclicii , sonst lischeu wir Zur dem hauten. lUchr. 22b". nwher, m. pweafor, mM. vischof« {Ben. 3 . 32S. 329J, ahd. fiscÄri 3, 710): vnd die lissdier werden Innvren, vnd alle die so aogel ins wasser werfl'eu werden klagen. Jet. 19, S; die fiscber aber waren ausgetreten vnd wuschen jre netse. Imc, 5, 2. Fischeranit, n. fischerberuf: {Petrus) n.icli dem aposlelanipl widderimib hscherampl braucht, von den concilijs vnd kirchen. (1539). PiiijK Hsrbfrei, f. piscatio, piscatura: das sagen sie m !! *^ , die rOmer, das kriegen on not stty Ulli einem gülden harnen Hachen, welcher su er verloren würde, su kündle yhn die fischerey nicht beulen, der 82. jitolM», (1530). nij'-. Pisehcrntnnn , m. fischer: Ps hat sich ein armer lischorman vcrgrilTcn vud einmal nur meinem gnedigen herm lu nahe gefischet. Eist. 1 , 105". Flnchgalrede . f. ßschgallerle : nnissvu auch die ILschgalrcden von karpen meiden, von dem eonettfjf vnd kirehen. (1539). Ei*. Fitehart eehreibi fischgalrei , a. gal- rcilf. Viscbgarit, n. fi'icknelz: m cincni wclird im meer, dartHill man die tisschgaru anlUpan- net. ßseeh. 26, 5. Flschhaklein (lisohhciklin). n, d^lni. v. fiselili.ikeii : <•.■< koii)|)t dir* zpit. dais mnn Piu-h wird eraus rücken mit angidu vnd ewcr nach* komen mit fisdihecklin. jlmos 4 > 2. PIsehketael, m. akenum pUearnan: jnn lisch kosschi wogiragon. var. zu Arnos. 1, 2. FIscbIcin (lischliti t , n. pi.^riruhts , fisch-- chen : vud ballen cm wenig iisc h Im. ifarc. S.7. fischrenae, ntuta: kanslu das netze füllen mit seiner haut, vnd die tisclireusen mit sfiinr»m kopfr? Hiob 40 , 26 ; die bellel- ürden sind nur tischreuseo vnd bummeln. tischr. 265*. nachrettileltt, n. darumb stehet Job am 41., das dpH drnrhen hcubl soll ko inen in ein kl<'in>< li>-r|ir('iisl('iii. Eisl. 1, Of)'". VIscbtkchupi»«, f.squama: das schrecklich ihier. das die Tyber tu Rom tod answaHT Tur kurtzcn iaren, wilcbs hatte einen esels^ ktipIT, eine frauenbrust vnd bauch, einen eiepiianlfuss an der rechten band vnd lischuppen an ilen licyncn. ausleg. der ep. md emng. vom aduent ete, (1528). P5^ FIscbtai;, m. bexeichmng der altkirch' Iahen icörhfnUirhrn fasdage i miHtrDrh n freilag) , an weichen stall des fleisihes nur fiseh gegessen werden ditrße: fleyscb zu essen auff eyncn fischtag. dne ander teyl icidder d. ht/ml. prophelen. (1525). Biiij*. VisrJiing, m. caplura piscium: il'-nn «-> war jn ein «»cUrecken ankörnen, vud alle di«; mit jin waren» vber diesen fischzug. den sie mit einander gethan hatten. Luc. 5. u. Kittich, m. ala , ungut auch liiiip, rirh- tvjtr feit ich, wie noch aller nhd. igi-kürzt ielci) dialeclisch noch heule), denn mhd. vetich, veiech* v«ach (Ifen. 3. 238*). ahd» föUh, r.(l;ih {Craff 44U), nach Grimm aus ahd. l^arah (Graff 3 , 4i8) enUlelU, gekürzl. FITZKLN 672 FUDEl^WCiUEft I) $igmUUh: alles was fli^e» kund vnd alles ilii Ii hatte. 1 Mos. 7, 14: ein groKi^er ailelti mii gros5:cn Hiigeln vnd l;u>g<>n üuithen. £2ech. 17» 3; sie scharren vnd saunen auch mit jhreo ffilüehan. dot fclU»iw eanfilemmL (1530). Füij*. 2\ bildlich werdm dem icindf litlii ln' zu- geschrieben: er schwellt üuir ticti tiltigt-n iiesk wintls. 2 Sam. 22, II. ps. 18. 11; vnd gehest auff den fitticheii des windes. p$» 104, 3. auch gotl werden liUicli«, u if fliigel, beigelegt: Wh wtl woneii in ihincr iiüllcn ewiglich vnd Uawea voler deinen ÜUigcn. p«. 61 , 5. 3) fittich -=» MiffU emet gewoMda: aiwicb zu jnen , das sie jnen lepphn machen an den iilligen jrcr kleiden. 1 Mos. 15, 39: du soll dir leplin machen an den vier Iilligen deines nantels. h Mos. 2i, 1 2. Fitida. s. feUeln. rinrh, planus, mhd. vlach {Bern. 8, 334*). ahd. n.tli ifirafl 3, 75.')). 1 ) planus , eben : Sinear ial gcwcsl ein plals odder Dach feld. vHr 4m erttt huh Mose. (1527). diiij*. v^^ blacb. 2) die flache h.ind, palma: da sie aher hin giengen sie {Isebel) zu hegrahen, fundcM sie niehls von jr, denn den scliedcl vnd fUise vnd jre flache hende. 2 kSn» 9* 85. flach, seicht: ein sprunck vhcr cynen iLii hen sürom. der proj^et Jörn* (152t»). Fiij^ n&che, f. 1) planiiies, ebeiu: las ms zusamen koroen in ticr lleche 0«o. ffeh. 6, 2. 2)superficies: vnd er lies atifl die llfiche der seihen NfiUn vmi Ifisltn ^'rahen chernhim, Icwen vnd p^inicnhewiit. 1 köu. 7, 30. NachgelfhH, wm a»f ier oAar/läe*e haftender, nicht tief gehemdergeUiunamkeil : 0:\r]v^f']prif. srhwct7.i»r. rorclerung eüichei arlickel. (1520). Aj^'; hurell mir ducii zu yhr armen flacbgelerlen papisleo. au/f das vbirdmamek huek, (1521). Jiüj*; die grossen flactigolprlen von der hohen schulen lau Parisz. btUla cene doauni. (1522). Fliebi» m, Unum: hat doch gel vns. wie andern landen, gnug geben wollo, har. ilaclisz vnd allis daM zur zyinlichcr, crlii Ii r kicydung dienet, an den chrisll. adel. (1520;. Mj* ; sie (die hauiftwt) gebet mit woHe vad flachs vmb. apr. 31. 13; die gerrte halte geschossct vnd d»T flachs knoten gewonnen. 2 Mot. 9,31. mhd. vlahs {Ben. 3 . 335'i, ahd, Habs ((iraff 'A, 771). Fllcbaca, flechsen. Uneus, von fittdu: pnlliiiiii ist ein IicnfTcii odor flcchsen faJpn. wider das bapsiujn zu Horn. (1545). l^^; eine flrchsen schnür, rieht. Ift, 9. IlMhafMeB» m. ßhm Uiä: so ihewr ba der allerbeiligsl valer zu Rom (Icichsfadco ider sonst kan'ü '^'•i-hs pfennig wcrd ist) ver- keuffcn. wider Uans Worst. (151h. Lij*. yiacbistengcl , m. calamus Uni: sie iba lies sie aulT das dach steigen vnd verdedcl sie vnler die nachssicngel, den {in neuem bibeln unnöthig in 'A'w' geändert, si? jr aoff dem dach ausgehreitet iiatte. Jos. 2. 0. ntMwgeisl. f. flaltergeist. Fiiddern , s. flauern. Klade "der n.-xfen (nur das oblique HaJen. nirhl der nom. begegnet), m. dünntr, ßacher kuchen: d.irnacb sollu neinen einen ildJm aus dem korbe. 2 Mot. 29, 23; vnge- sewrle Dadon. 3 Mos. 2 . 4 : am ostertag. da mnn nmli dl»! fLidin, fleisch, eyer e\c. (zu kirclicn ire^i vnnd weyhen lessei. ey» sermon von dem n. lesU (1520). Ciiij*. xtMpntoi kommen ftadea und kui^en neka et Mmief 9or, x,b,inder mndgi, *n 3 Jfai. 7. II. mhd. vladi' {Ben. 3, 334"). ahd. Oado (Oraff 3 , 7 71). nüch Grimm mU amefatt dee kehUtMUi C aus htt. plai-enta herrorgt- gangen. L. sieht darin , n ie /olgende stelle seigt, eine Verkürzung von uhlaJe: das hcisHl er, recht sUssc hrot vnd obiacen oder fladen essen, wie «ir Deulacbea di» Wort aus der kircheii gennnen» aber ver- VHrzl \m\ für nld.ilcii iLidcn grpm,Tflii. aHf- ieg. der ep. vnd euang. ton ostern. (1544). Aj''. WaiMWaif , n. das leibliche, eusscr- lichc o-^lrrfrsl , d.i sie mit fladpn essen fri»- lich sind, das schöne ronßtemini. { 1530). Nj' VlMlenwcihcr. m. consecralor plaunte- rn«, M L. acMle der MseM»/e: weaa einer 16001*1* da kein pcrson were, touflen liessp, odder wenn ein fladen wem eine gloeken leuflele , die nicbl sein kao die Digitizedjj^^lllgi^ FUDERHOLZ 673 FLECHTEN penton, so feUnffl mag werde», lieber, sage mir, wprc das auch oine tfiiffe? von der winkehnesse. (1533)- 'iiij*; solch wasser- leuflen hab icli , noch kein mensch , 9elb er- welet, wie die lenberer odder bepütiiicbe fladenweilier. der htU, laufft. (1535). Ciij". VUderlieis . n. acer : soichs kesUin ist nu nicht schon geschmückt . . . oder ton kosl- Uchem fladderhoU gemacht. BUl. 1 , 294*. gemma-gem, • iij': acer ein fladerholu oder reyilholu. Hadern, acemus, maserig: sie haben alle deine taffelwercli «ras flsdemholtt (1539 : fladern hollz) gemacht. Ezech. 27, 5. mhd. vledprin {Ben. 3. 331), v. dem erst spät ' mhd. vorkommenden vlader = hin und htr Im^endt Aote-, sIetnaA»-. fllaiBf , m. /lomlrenslt: die Pleminger sind verscbmitate vnd listige kttpffe. tütAr. 41 r,' liawue, f. flamma: .ein filnckhn odder flamme. wm^btndmatChntti. (1528). Citi*; wenn ein liechl oder strohalm gar ausge- brnnd, ilzl vcrlosdiPn uil, so gibls eine ilanuue von sich, als wolls aller er^l rpchl anbrennen, der proph. Daniel. (1530). Aij*: wie eine Hamme lodderl im slro. Joel. 2,5; vnd sende Lazarum , das er das eus- sersle seines lingers ins wa^^ior laiich** vnd kOle meine zungen , denn ich leide pein in dieser flammen. Lue. 16, 24 ; md ia* fewr vermocht mit keiner maclit jnen Sil leuchten, noili die hellen flammen der slcrno knnH(en die elende nacht liecht maclien. weish. 17, 5. mhd. vlam, vlamme m. und f. {Ben. 3, 336). Flasche, /". lagena, mhd. vl.isriic (ßen. 'S, 337*). ahd. n.iska ((.r,i(T 3, 774): da stund Abraham des morgens frtle aufl vnd naro brot vnd flassche mit wasser vnd legts Hagar anlf jre schulder. 1 Mos. 21, 14; da nu das wasser in der flassclien aus war. 21, 15; mit einer flasxchen weins. 1 Sam. 1, 24 ; der drille {Irägl) ein flasschen mit wein. 10, 3« IfaUtcrgelst (lladdergeisl). m. homo va- unbeslend>(fer , unstrher hin und her fahrender, bald au/ Uteses bald auf jenes faUenitr nienscA» hei L. MumtU he«efehnu/i^ Ihent WSiltttai^ der sacramentssektcärmer : ich hasse die fladdoriieisler tvar. wehlinge) vnd Iii !)e dfiii gesetze. ps. 119, 113. tcas er am rand erklärt: lladdergeihler heiüt^eii hie die vnhc- slendigen geister, die immer eltvas newes Huden vnd Ibmemen.. wie ketzer pllejzen zu lliiin : da wil keiner herxu , da sind< »mIc! ilUthlige fladtler gcisier. vom abeiidmal Christi. (1528). I ij ; wie die fladdtr geisler vnd scfawermer ihun. dae 1 6. eap. Johmni». fl53S). Oj*; die fiaddergeister vnd schwer- mer verstehen nichts in ilersehrilTt. lischr 2\ Flnttern , L. fladdern , nuch im 17. Jh. fladem, «Ifa pteiMbre, voUtare, fliegen, 1) e^mHUeh; fleddernde kefer. J§r, 51, 27. 2) die kleinen diebe aber, so kaum zchen groscbcD Stelen , die mflasen flatlern , kom- men an den gaigen* Jen* 4, 527\ 3) häufig abstracl: nu sihe mir auch nicht allzu genaw zu , wie ich wil so sduverme- risch springen vnd fladdern. das diese toorl Christi noeh feil slehen. ( 1 527). e j"; ich kenne solche geister wol, hah .< h Ii ylir viel für mir prlinl t. wie sie schli|»fern hin vnd her fladdern. ebend. miiij''; darumh sey aber mal gewarnel für diesem schewteuffel , der so fleucht vnd fleddert, das er nii*ht richtig aiil-worlen wil. vom abendmtU Christi. (152S). biij**; hie sind vns erst genomen vnd gcwerel die klugen gedancken , da mil die vemnnA gen himel fleddert, wm Jhetu Christo. (1533). Cij'; Flattern flatternd: vnJ sihe. zwey weilier piengen eraus vnd halten iladdcrne flügel. Such, b, 9 nach der ausg. v.J. 1528, in der muie§, fladdeme odder auügHirelle flugel; vnser schweruier haben den sehwin- del vnd fladdern geisl. eoiSI Odsadmal ChrisU. {l'2S). 1 iii]'. riechtband, n. laenin: wenn da sieben locke meines heulis flöchtest mil* einem ni'cfitliiiiid vnd lii'fllest sie mit einem nagcl ein. rieht. 16. 13: vnd zog die geflochten locke mit nagel vnd flechtband eraus. 16. 14. fifchtei* pUetere, praet. eehen Hovht iJud. in. 10 «oflfar flochlt), conj. fltfcbie. (richl. IC). 13), mhd. vleluen vlaht {Ben. 8, .14 1), ahd. a«hlan flahl {Graff 3. 770). 1) eiwriieh: vnd flochten feigenbletler 86 FLECK 674 PLKGfiL zusamenvnd mnclilen jucn srliflrlzt'. 1 Mos. 3, 7; vo(i not liicii eine (lürnen kröne vnil samen sie aull smi iicubi. UaUh. 27 , 29 ; kiindtn mit den inan) gcUsirick It«cbtoii. vm 4Bm iopftm m» Jtome. (1520). Uj* ; einen solchen sc^xUnm sirocrn barl Hechten. das schöne conßeniini. (1530). Gj*; jr Wissel auch was mir geschehen isl, das ich meinw ineliM in die tttplfe gcdochten bin {Grimm: nicht aus den banden meiner ge- liebten komme]. Eist, t , 217*. de Wette br. 3. U i behul got für dein bock die gcysse, die ybr Mlrnir in sejden geOochlen tragen. an den boak w Leyptxik. (1521). Aij*. 2) abstract: merck abnr vml vergis iiiohl, das ich oben angezeigt habe, wie Christus Jon diesem sprucb [Joh, 17, 3) sein vnd des vaten ttrfcendaia jn eimuider flicbut md bindet, das 17. cap. Johannis. (1530). Eiij*; vnd dnrh , das man seine ticwcisung nichl mOge taddeln, fcrel er zu vnd macht das argumenl starck. Aichtal vnd knflpflReC die hcweisung jnn einander, daa es gewaliig- hch ^rlilcns^ci. das 15. cap. s. Pauli an die (.'nnuUier. (1534). Iliiij''; ilas wir nls« vnser gebet in seines Qechleit. das Hi.cap.s. Johanni$, (1538). Ccij'. 3) sich Hechten: kein kriegsman dicht sich in hend«l der naning. 2 Tim. 2, 4; doch menget vnd ihchtci er sich jnu das- salbiga einige goUiche wasen» macht vnd krallt das 17. eop, Jahmit. (1530). Diij-. fleck, llL'cko, n»Tk('ii, m. mhd. vh*«r, vlSre (ßen. 3, 33Sj, cüid. Ilticcho {Graff 3« 767). 1) mocttto; wirds aber noch gesehen am kU'id ... so Isis ein Het k. 3 Mos. 43, 57 ; wo ein flecke daran isl, sircichl ers zu. toauft. 13, 14; die nicht hab einen decken oder mnlxel. Eph»^ 5, 27; schafe, die weisse oddcr schwartzc mal vnil Hecken, doch sonst eine f.irbe li.ilit'ii. vberdas erste buch Mose. (1527). Ti inj> ; ein Ihier, das viel flecken aufl dem feil habe, der proph. Habacuc. (1526). d iiij\ ■2] virus: das eyn y^'hche slad vnd flegk ybr|a<»sen. tcanun^ Mt,L deudschen. (\yM). CjV Flegel, m. iribula, slab mtt ktopjd i*» mwinMafeit des gelreides, oüui. vlegel (Ja» 3, nM. flegU {QtntfZ, 769). mK d by GüOgl FLSU£ 675 FLEISCH Idkm an« ka. flagdlun: also bill idi, d«* meiichf»! HeioUe aicbt so kaue werc. das er f>iiM'ni Inwrn Üidrsl einen zann aiiMason, wtiiiii ci wuste, ilas ein Qegel Itintier der ihUr »lUode. wiätr Han» Wbrst, (154 U. QJ^; er wOrde die feracD gar maotich auff- hehen als sclitieicl es mit flegeln liiiulerjm her. ehend. Oj'"; das man Jon jiinprn si.ir- ken JilitiMi vod judin in die liand gehe ili*gei, ait, karül . • • vnd lasse sie jr brot verdienen. vondenjüäenmdjrenlUgn, (I543i. rij'. Nebe , f. supplicatio , preces , dringlirhe bitte: die kinder sollen wissen, das jre heim- liche Verlöbnis ntclils ist . es sey denn , das sie es von jren ellem mit demnilger bille vnd flehe hernachmals erlangten. Jen. 2, 10*. — mhd. vlöhe, viege (Hen. 3, 3 39). ahd. ilelia (Graff 3, 756J; heute erloscJim. fldn. iitppliear«, preearir 4ringend bitten, mhd. \IoIiim) und vItgen {Ben, 8» 33S">. ahd. Hrlion (Groif 3. 755), golh, mit \tl (ur 11 , |)kiili;in. 1 ) ü6er die bedeulung des worles heiixt es SR der t^rifl von onbefeniet toeniinenl«. (1523). Ciij': flehen ist, wenn ich gotl yni ^('(»♦•ii vnd vhcr der Lille crmnne durch elw.is, doj» grosz für yhm gill. als durch seya liatm- berUtckeyU, oamen, ehre, warheyl. oddcr durch Christum etc. , und in der mutkg. der euang, an dtn fümeviisicn ft:ille dringe odder Ircibc. also das ich etwas anzeige, vmb wild» willen ich bitte, als wenn icb tu einem sage, ich bitte dich nmh gölten \vil!l, so wer- det jrdie Iflato dei fleiiches nicht volnbriogeu. £fa(. 5, 16; das fleiacli gelüstet wider den geist vnd den geist wider das fleisch. 5, 17. tgl. dazu noch die erkiärnng des Wortes Ueisch in der vorrtde uuj die ep. s. i*auii on He Affmer. BlndteU 7, 438. 4j l Mos. 6, 13. 17. 7,15. 21. ps. 136, 25 rt ö. steht aUea fleisch ßr alte bende geschöjffe. 5) lur btsHdmtng gleicher abstaimmung (bhitaveneandtocJka/l) diene» che forwtdn fleisch vnd blnt. fleisch vnd hein: er ist vnser bruder. vnser Heisrh vnd blut. 1 Mos. 37, 27 ; du bist mein bcin vnd fleisch. 29, 14; jr seid meine brader. mein bein vnd mein fleisch. 2 Sam. 19. 12. 6) fleisch euphem (ur die männliche echam: jr soll aber die vorbaut an ewrem fleisch beschneiten. 1 Jfee. 17, 11; ent- lieh Iriebeatn hnrerey mit den hindern Egypti, deinen nachbam, die Krot fleisch hatten. Exech. 10, 20. Fleiscbbank. f. laniena. macellum: er folget jr beide nach, wie ein ochse snr fleischbanck gefan wird. «pr. 7,i22; welch viehe man niestet, die zeuf ht ninn nicht rnr last odder zum brauch , wundern ynn die kuchen zur fleysehbanck. der proph. Haka- eue, (1526). g j*; darumb ist mein rat. das man die rUstung nicht so geringe anschlahe vnd vnser armen Deudschen nicht ^nd die fleischbanck opflere. vom kriege widder d. T. (1529). üj"; vnd nichts damit ausgemhl wdrd, denn das man vnservolck verr' t c r- räth) vnd «inlT die fleyscli? .^n k opITeri vod vnnUtzlich blut vergeust. ebend. Hij**; vod müsse euch geben, wie es vns Üendschen gieng, da wir wider s. Johannes Hus anek anGengen den friede zu breclu ti vnd die B<- hcmen heknegten, vnd vns der bapst auch auQ die fleisch bauck opfferle, das wir jia seine lust hassen musten mit vnserm bhit vnd kÖpfTen. irarmnijfe an t, L deudsi^M. (1531). Bij". einen tut flr tscfihank liauen. ihn um ehre und glimpf bringen [vgi. zur bauk bauen s. 205): es sind rohe, bittere, vergiffte herlsen, die alleyn haben eya scbwartse veiyiflte tmgen, kdraen yedn^ man zur fleysehbanck hawen. q^prsüff vnd Warnung. (1525). Dj». Vlelscbbrieff, m. bäpstUches schreWenf wridut das fieisthegeem in 4er fulmMA gestattet, wider dß» haptUm m last. (1545). RjV flelschhrnnstig: ein bessiger, Qeisch- brün»tiger, vermessener, falscher Christ. vondmemeU^vndkMmt. (1539). Zij^ fldschJl^, «. das sind nicht brod-, fleisch- noch kleider diebe. «ff» iftwoa en|f Matth. 22. (1535). Ej\ Fleischer, m. meUger, in L's hausre^ nung {de Wette br. 6, 330): fleischer sa schlachten. ffldichcra , eine mtrbeiL. eridhemmd« Verbalbildung , nach art des ßeisches tlut»: liebe Kethe, bt'd"nf k dooli, wo sie (L's lochlff Magdalena) hm komyi . . . aber Ueisch vod rLBiSGHlBN «77 FLEISCHTAG blut fleiscliert vnd blutel, Ihul wie seine art isl. der geisi lebel vnd ist willig. iUehr, 352*; denn so .du mein ileisch crgreiflesi, »0 ergiriffcsl du uicht schlechl fleisch vnd hlul. sondern issest vni! Irinckesl fleisch vnd biui das güllerl, das isi gibi die arl vnd krallt der gottheil, es fleischert oder Uttterl nicht, sondern es bat die art vnd krafft so goU h-A[. Kisl. 2 , l')n\ ClfischerB. carncus: vnd wil das sleinern heiu wegnemen aus ewrem leibe vnd ein Qeisehem herlx geben. Bx€eh. lt. 19; niebl in steinern laOeln, sondern in Heischern laffielndes liorlzcn. 2 Cor. 3, 3; {Ecoiampad) Uttsem gott beissl den gebacken goll, den brOdlem golt, den fleischern gott. 4ai dk'eae wari CAnitf noch fest stehen. ( 1 527 ). fij* ; es wird freilich auch einen flcispliorrn, ja papipm bapst . . . zuschlahen können, exempel einen rechten buchcff zu weihen. (1542). Ciij^ llf iMbtsbrnt (fleisebsbrotl, ». panit eni^ neut: es (das brot des abendmahls) isl nu nicht m<>lir m hl'ü hl brod ym backofen, son- dern Ueischsbrod odder leibsbrod, das isl ein brod so mit dem leibe Christi ein sacrament> j lieh Wasen vud ein ding worden ist. vom oben dm a l Ch lit Ii. x j ' . Heischeslust . /. cupidiiai camis: flei- scheslusl [SO in der bibel v. 1 539 , in der amg. v. 154& fleiscbea last) ist burerey. randgl. zu 1 Joft. 2> 16. rieischessen . n. usus carnium: vnd ist solchs werck ein sonderlich werck der iiebe, das wol auch jUl von nOten isl , da man mil fleischessen vnd ander freibeil frech vnd rauch ou alle not die scIi wachen gewissen zurUUell. Bindseil 7. 116; wir sind Christen, leider I uiil bildbieeheu, lleisch- essen vnd andern aasaeriichen dingen, de Welle br. 2, 18». f lehfhfre^sff , m. carniplviqus, beseich- nung der iulheraner seitens der reformirten : vnd spullen vns darnach, wie sie gelastet, das wir fleiscbfresser vnd blntsenffer sintI iamon «O* dem sacrament etc. (1526) Aii]'; er so! ein capernait, Alreiis , Tiiyesle vud fleisch fresser sein, das diese wort ChrUH noch fest Stehen. (1527). riij*; wir armen elenden fleischfressar< Ileisch fresser , blulseuUer. anihropophagos, capemailen. kwU bekentnU. (1544). llellcUnmr (fleisekhawer) , m. melsger, fleischer: lassen auch nicht alt l»is der llfisch- hawcr vber sie komc vnd niaclie worsle draus, der 147. psa/m. (1532). Cij* ; sie weiden eben die schaff gleich wie die fleischbawer am osUFsbend Ibun. EitL 1, 32^. rielschlich, (arnalis, mhd. vlcischlich [Ben. 3, 340'). ahd. Ileiscllh [Graff ?,, 776): d^nn Wir wjssen, das das geselz geislhch isl, ich bin aber fleischlich, vnier die sdnde ver- kaulll. Ji^a«. 7, 14 : vnd ich, lieben brUder, kund nicht mit cneh reden als mil geisllichen, sondern als mit üeischlichen. 1 Cor. 3 , 1 ; das wir nicht in fleischlicher weislieil , son- dern in der gnade gottes aulT der weit ge^ wandelt haben. 2 Cor. 1 . 12; oder sind meine ansrhlegc fleischlich? 1,17; diewafl'en vnser ritterschaifi sind nicht lleischlicU. 1 0, 4 ; vnd isl on sacbe auffgeblasen in seinem fleischlichen sinn. Col.2, 18; enlhallel euch von fleischlichen Kisten. 1 Pel. 2 , 1 1 ; wie der bripsl durch eite verbieten die well er- 1 füllet hat mit allem uiuivvdiigem leben vnd grewiieben fleischlichen sOnden. nmdt. a« 2 Pet. 2, 18; buellieder vnd fleischliche ge- senge. Jen. 8, 392' ; m\ jm ist ein fleisch- liclier arm . mil vns aber isl der herr vnser goll. 1 thron. 32, 8; fleischliche äugen. Hioh 10, 4. flelaefcitck, camaliten wenn jrgend eins mans weih sich verlletl ... vnd jenian*^ si*« fleischlich beschlelTl. 4 Alo*. 5, 13; denn die da fleischlich sind, die sind fleischlieh gesinnet, die aber geistlich sind, die sind geistlich gesionel. aber fleischlich gesinnel sein ist der lod. Rom. 8,5. 6; fleisehlicli gesinnet sein isl, das man nichts nach goll fraget, oder sein nicht achtet vnd nichts da- uon verstehet, jilosaa tu Rom. 8,6; ein ander mal [der HO. psalm.' 1539. Qüj*) erktär^ L. fleischlich oder nalttrkcb gesinnet sein. Ileiscbmarkl, m. mace//wn: alles was feil Ist auir dem fleischmarckt («or. fleyscba marcki und fleyscb marck), das esset. 1 Cor. 10. 25. armen elenden Qeischfresser. vwnoMMmat » Onatf. (1528). liij^; vus bieasen sie| Hclicbtag, m. Ukg, an loelcAem ßetsah Digltized by Google FL£1SGUT0PF 678 FLEISZIG ZH ««M» erfattM Ut: wenn dyn raff eynen fleyüchtflg gepotcn wQrde. das ander leyl wid^l^'r dif hyml. Propheten. (1525). Biifj*. fleischtopf. m. olla carnium: da wir bey deu fleischlüpfen Sftssen vnd hallen die fülle brod stt oHen. 2 Mot, 16. 3. FleUl, tn. diligentia, Studium, eifer, mhd. vH/ (ffev. 3, 332'), ahd. üb, (GraffZ, 780), bei L. meist vkU {anfangs auch vleisz), selten fleis (fleisz) geschrieben, 1) es gchörcl viel erbeil vnd grosser \leis dazu. 2 -Ifarc. 2, 27; dasselbige das jr güUiicli st'nl hririlbel Worden, welchen vicis hat es in «itch gcwirckct. 2 Cor. 7 , 11; goU ley aber danck, der iolch«ii vleis an euch gegeben hal in das hertz Tili. 8, 16. 2) lleisz Iinben: also auch die lischor vnd ziiiimerleuic, die Ug vnd nachl erbeilen, vnd vicis haben mancberley ert»eit su machen. Sir, 38. 2$; ich gebe jin zeugnis, das er grossen vleis (var. eiflcr) hal mb euch. Col. 4.13. 3) fleisz tliun : da der kiinig solcbs hOrel, ward er seer betrabt vnd tbei grossen viets, das er Daniel eriöseie. Dan. 6 . 14; so du aber mil deinem Widersacher für den fUrsten gebest, so Ihuc vleis aufl dem wege, das du sein los werdest. Lue. 12, 58: thue vleis« das du vor dem winter komest. 2 Tim. 4, 2 1 ; daniiiil), liehen brüder, ihul ilesle mehr vleis, ewcrn lierufl vnd erwelung fesl zu mnclieii. 2 Pel. 1, 10; wie er denn grossen vleis thnl, b0te deudscfa su raden. es« aAMAmki Christi. (ir)2S). bif)^ 4) fleisz .inki'hren, ;nnvf>n<1pr!, ftirwenden : doclorEck ynn scyner dispulauoii allen vleysz ankeret hall, mich vnd meyn malery hcsszig «eu machen. 4» Hielte kr. 6, 18; so wendet allen owren vleis dar;in. 2 Pet. 1,5; alleti vlcys fiirwenden. originalbr. v. j. 1523 m archiv iu Weimar, 0. pag. 74. FF2. 5) mit fleiss: thtistu das mit fleyss» so biss gewiss* da bist der besten slreyter vnd herlrn:^ pyner. von den guten wereken. (1520J. Hiiij**; darumb sollen wir vns mit allem vleis gewenen, diese sacbea mit des glanbens ittgen aDiuseben. preHt^ av4f der kindertauffe, (1540). Eüif ; vnd kuckl mit grossem vleis der saw vnler dem pirtzci ^uu den tlialuiud hinein, vom schem Aant- pharoi. (1543). Eiij*; aber verwarel eiM& mil vleis, das jr sie nidtl bekrieget. 5 Jfot. 2. 4 ; das flu nni vleis hallest vnd ihiisl altr^ das dich die pricaler leren. 24 . 8 «. öfter. Flelsscn. conlendere, studere, wnhd. (Bm, 3, 3S1), Chi. ffl^an (Graf 3, 7781. bei L. nur reß. sich flciszen. vgl. heflcisxen. a) mit infin.: denn wie jr euch i'enlKsrn habt von gott abzuweichen, also Uckirel euch nn vnd vieissigel euch sehen mal mriir den herrn zu suchen. Barueh 4 , 2S ; wie- wol iil» ein mrrlilijror köuif; bin, hab icJi doch mich meiner gewail nicht wöllcn vbrr- hebcn, sondern mich geulissen gncdigbdi vnd sanfll so regieren. «I. im Eeiher I, 2. b) mit abhängigem sals: darumb soll yhr eilcli vleysseti, d-K jr j;i vnslrffnieh vnd vn- Uiddeiich Icbl. die ander ep. Pelri. (1524^. k j* ; vleisl sich , das seine sache rerbl^ schaflen sey. der 112. psalm. (1526). d 5"; die Juden vliesscn sich (l.iinil, das sie fast alle uianslulder vntcr ylin anzcichnplen. sermon von der hauptsumma. { 1 526). Aü^; die giflUgen meuler, die sich vlciiscB» «a sie etwas ergriibbeln vnd erhasdiett hOnnM. deudsch calerh. fI529i. l.ij\ ! c) mit gemtiv: doch ums er des sich auch vlebsen ; Jen. 6, 40 ; vicysset eneh dsr ehr- barkeil gegen jederman. var. sm RSwt, 12. 17; vnd dafür mich kriegcns vnd wellliili- srhwenls gevhsseii. vom kri^gp tridder d. 1. (I529j. Bj"; ein Irefflicher mau, der sich von jugent soll aller lugend gevliaaan hatte. 2 Mace. 15, 12. Vleisilg, diligens, mhd vliirec {Ben. 3, \ 352'*) ; ein wacker vleissig mensch, der 101. p \j\ Vleitcnwerck, n, orgetpleijen mU flöten- ton: ich wolt nicht das du mir em orgeln mit viersehen rcgisier vnd zehn fach fleulten werck mechlcsf. (jhv/, (/ ff r ep. vml euang. vom aduenl elr. (152b). C-j''- Heute ist nd. fonn {tyi. Umm. wlb. l , 417) ßr das hä. (lote, mkd. floile, vloite (Bern, 3, 863^), aus dem Dies tctb. 117. Iflcntle(tt> n. kleine fiöle: es war auf ein seit ein fiaeher, der mit einem flenllein den rischcn einen tans. de WtUebr. 5« 257. Plirken , sarcire, reparieren, {durch auf- setzen P!Hi-f ßt'rkesj schadhnfle stellen aus- bessern, mild, viickcn {Ben. 3, 338*). 1 ) seid jhr da zurissen , lieben papislen, so flicke euch der leuHSd. ei» Widdern^ vom fegefeur. (1530). Diii]**; hie hallen die theologcn zu flicken vnd zu läppen, von der winkelmessen. (1534). Eiij''. 2) kleidcr flicken : uiemaud Ilickl ein all kleid mit einem läppen von newem tuch. Matäk. 9| 10 ; niemand flicket einen läppen von newem tuch an [Luc. 5, 36: auf) ein all klcid. Marc, 2, 21 ; aber die schwermer g.iuckeln also yhren Itteberten -pells damit »u flicken, vom adendmal Christi. (1528). hl"; ein alter ziirissener peltz, daran man jmer plcizen vqU flicken mus. der 110. jm« (1539). Df. 3.) netze flicken: vnd da er von dannen liirbas gteng, sähe er sween andere hrlder. das sie jre netie flickten. MaUh, 4» 21; Jtfarc. 1,19. 4) am srhiepe! Ilicken : wollen aber solch vnrechl nicht widderruflen noch bussen, he- hen an am schlegel su flicken, «emuntim^ zum sacram/nd, (1530). DiiiJ^; sie haben liio viel inarterns jnn diesem sprueh, wie sie jun alten andern haben vnd künnen doch nichts schaQen , on das sie jiner am schlegel flicken vnd eine logen mit sieben Jflgen gern wollen wahr machen, vom schem AamjlAo- ras. (1543). Nij''. vtjl. sddcgcl. 5) vnd weun der artzl schon lange dran {am leib iet meneeken) flickt, so gehet« doch endlich also 'heute Ittfnig, norgmi lod*. Sir. 10. 11. 6) armi« gloslin, die d. Carlstad vber dem kilche Uickt vnd läppet, das ander legi Wid- der d. hyml. prophelen. (1525). Gj'*; nim beide tcsiament für dich, des Luthers vnd des Sudlers, halt sie gegen ander n wirslu sehen, wer jnn allen beiden der tiuiinelscher sey, deun was er jnn wenig orlen geflickt L/iyiu<.Lu üy Google FLICKEREI 6S0 FLIEGEN vml gcenderl hat (wie wol mirs nicht allofi gi'fellei * . so kan ichs ilocli woJ leiden vnd scbadel mir sonderlich nichts, so viel es den t«xt betrifll. ein tendbfieffwMdoimeti^eH. (1 530). Aiiij*' ; es finden sieh lufeilige neben luMiilelchcri firies odor zwoy, die aiirh wollfn Hiilgcnn kl oder vcn iclil sein, von d$H COn- cUijs vnü htrchen. (1539). Kiij\ 7) sagt dem guted geadlen, das sicIm so wird flicken lassen fitr goU vttd in gewissen. Jen. 4, 35 1^ 8) häußg gebrauchl L. ein refl. sich flicken : der glawb nit bedarfTdcr spiialischcu gerecbtickeit, die sich mit menschen ge- setzen odder werck flicket, der 36. psalm. (1521). Ciiif ; d. tarlstad sirli liie Hnkt nul eyner glui>e. das ander teyl tcidder die hjffiA, Propheten. (1525). Fij**; alle yhrc frsgeiappen,da .sie sich so bclteliüch mit plelzcn vih! nirb'ii. das diese rrarl Christi noch fest- slthen. (1527). m iiij"; sihesKi wip rf>in diiig CS ist, steil so mit buchslahen tlKkcii \iid plefsen? iHMiafren4mal OtrüU. ( 1 52S). e ij' ; wie denn alle die thun> so büsc Sachen haben, vnd sich so jemorlioli lln kf ii \iid allcricy rencke suchen . das jre Ijoüc baclieu ja nicht ans Uechl kome, wamunge an s. l. deud- sefce». (1681). Di"; also kandlen wirs iheologen helfen für golt verleidigen als eine not$:.ichc . die >:ich mit Mosi exemplo flicken luuste. de iVeite br. 6, 265. Plickcrei . f» mit dickerey einer gleissen- den rcrormaiion sti bessern. Jen. 3» 182^ Flickwerk, n. opus rcconrinnatum : dnn was sie mit ablas . . . haben in allen landen gestolen, noch sielen vund erschinden, acht icb als sls flickwerck. an den chHsiL adel. (1520). Eij*; das ist hcUcIey vnd flickwerck. 4er 10\. psalm. (1531), Eij'; pt-lifii nur mit flickwerck uroh, das siejrirrlhum he- sebflnen. Ii$d»r, 8*. fllagc» f* mÜMca, mhd. vliege (Ben. 3* 343"), ahd. fliogA. fiiagSi (G raff 3 , 762): wo man aber goft gehorsam sein soll.da hindert vus eine fliege jeusL dem Kein. Jen. 6, 347* ; sehub heysst eyne flieg« solT ebreisch. nnss- leg. der ep. vnd euang. von d. heyl. drei/ könige fett. (1525). s üj""; es ist vicbe vnd slal, sprach der leufel vnd treib seiner muller eine, fliegen in den hindern, mder Hans WorH. (1541). lliij''; vnd iBS|ir lassen die weil eine fligcn ins matd faren. exempel einen rechten bischoff zu iceiku. (1542). Fij'' ; also haben die gdeitcn «scb eine ^cichnis von eym beitler. der vol «rua» den war, vnd sassen viel lliegen drynoea, die ylin sogen vnd sloelicn. ob kriegi- ieutte. (1527). Ciij'"; ein corporal ilur kein Christen weih wasscben , vnangesehca, das es sonst wol die fliegen , so doch vnge- weyliei >.irid, besclimcissen ibüren. ton den schlüsseln. (1530). Jtj^; also verderben die schedlichen fliegen gute salben, pred. 10. L fliegtlp volare, mhd, vliegen (Ben. 9. 342*) , ahd. fliogan {Graff 3.761). d»> 3. pers. sg. ;>r'kehrt kommt aucft fleugt ^fleucbl vor, s. hernach fliehen. 1) alles was fliegen knnd vnd alles was fillich halte. I Mos. 7 , 14 ; vnd lasse dea lelicndigen vogel ins frey feld fliegen. 3 Mos. ! 4 , 7 : fleuget der hahicht durch deines verstand ? Uiob 39 , 26 ; fleuget der adeler aus deinem befelh so hoclit 38* 27; wie ein adeler fleagt. 5 Afo«. 28 , 49 ; wie eit adeler flptipt nir speise. Uiob 9. '2»< : — dir wird keine gebralene taube ynn da> maul (liegen, ausleg. der sehen gepot. (I52S). 6ü*. 2) Seraphim stunden \ber jm, ein jglif her hatte sechs fldgcl. niil zween deckten sie jr audlilz, mit zween deckten sie jre füsse Tnd mit iween flogen ste. Jes. 6* 2; da flog der Seraphim einer zu mir. 6,6; vnd icb sähe \nd börel einen engd fliegen mitten dordi den liirnel. offenb. 8, 13. 3) lur den pietlen, die des tages flieget* bigiiized by Google FLIEGfiNKÖfüG 081 FUEHSN pwim 9i, 5; wer sind die, welche fliegen wie die woldtcn. /m. 60t S. 4) wiUö wider ein flii geiifl Mnt so ernsl sein. Hiob 13, 25; ein flicgemicr brieifp. Sack, b, 1 ; dazu auch den fliegenden licoh- tern TPd jrrwissehr n gegleubl htt, ein wid- demijf «ONi f§gefe»r. (1530). Eij*; vnd füre vns mit soynen fliegenden brendm vntl Iieclilern niis der ban. lyn brieff an die Christen zxt Slraspurg. (1525). A5'*. Fliegenkönig, m. fliegenktfnig odder grosse humele. ausleg. der cp. vnd euang. rnn d. heyl. drey köniye fest. ( irr2'>v .siij' . FUegeitMaiiB, tn. abo nenneien die juden den abgoii Accaron zur scboiach Beelzebub, flicgeninan, th der ein omechtigcr man were, der kaun wirdig wero zu Iial)en «in fliegen tum wdbc* wider den falsch genantten geystl. stand, (1522). Cii bei Grimm, Fllegniwedel» ». imtteariiiiii: «idlen ia einer narren kappen mit einem lliegenwedel. widrr Uant fVorst. (1541). Nü". Fliehen, fugere, mhd. vlielien (Ben, 3, 345"), ahd. Ütutiaa (Graff 3, 764>, yuih. ^hnhan. Urtia sg. praet» fleucht, tmmal fleuhet {Jac. 4.7; mML vliuhcl . ahd. fliu- hil), imp. neueli , prael. noch floch \fuhd. vlochj neben Höh. llnlie. trie nielieii /lir fliegen, so erscheint, wenn aucU seltener. fliegen /lir fliehen, i. b, denn der heilige geisi, sozilehligmachl, flcugt(1545 : fleucht) die falschen . vnd weichet von den frechen gedancken. die weish. Salomonix. (1529). by ; solche ausflUchlige rede zeigen an , das man daa Keclil aehewel vnd die warheit fleugt, auff das vermeint keiserl. edici. (1531). l'iii'' avrh tri rd wohl hierher genom- men werden mutsen Jes. 2S, 1 6 : wer glewbi, der fleugt nicht» laleteolU Fr om mann vw$eiUäg0 f. 78 flengl ^ flicgl wegen der glosse zu dieser stelle {esthalten mnchlp. 1) die andern alicr hallen, rann miige wol fliehen, sonderlich die so niehl mit cnip- len verhaftet sind, oh man für dem «lernen /lieftei» miiye. (1527 t. Aij'*; waa gemeine [ir r nnen sind, aufT sold vnd lohn gedingt . . nUiuen nidil (liehen, ebend. Aiiij" ; darumh 8cy alter mal gewarncl für diesem schew- tenflel, der ao fleucht vnd fladdert, daa er nicht richtig antworten wil. «om oftanAMil ChrUa. (152S). b iy"; da ich aber woH anflaitacD, floch daa thier. vHiegung dar alcoran. (1542). Oiij'' ; also stal Jacob dem Laban das hcrlz , da mit das er jm nicht an- saget, das er flöhe. 1 Mos, 31, 20; wa- nimh haatu heimlidi geflohen vnd hast dich weggeslolen. Bi , 27 ; meine tage sind sfliiieller gewesen denn ein ItufTer, sie sind geflohen yqU haben nichts gula erlebt, ifieb y, 25. 2) praeposUionen hH fliehen. o) für (vor): Mose floh (1539 : noch) für Pharao. 2 Mos. 2. 15; da ward er (der Stab) zur schlangen vnd Moüe floh (IF)39: floch) für jr ; 4, 3; fleuch für der suiutt.' wie Air einer schlänge. Sir, 21,2. 6) von : da sie im S irai woll demütigen, flöhe sie von jr. 1 Mos. 1 6 , R : vnd sie giengen schnelle er aus vnd flohen von dem grabe. Jfore. 16. 8; daruinb. meine liebe- aten, fliehet von dem gOlsendienau 1 Cor. 10, 14. c) aus: ich bin heule tm« dem beer ge-> Hohen. 1 Sam. 4. 16; fliehet aus «lein miller- necht lande. SacA. 2. 6. d) gen: vnd da Saul angesagt ward , das Daiiid ;.M'n (]a[h geflohen wero» auchl er niel.[ iiielir. 1 Sam. 27 , 4. e) in: wer uu vnter den knechten Pharao des herm wort flürefatol, der lies seine knecliie vnd vieh in die hoiuer fliehen. 2 Mos 0. 20; dor
        .si. Sir. 9, 3 ; fliehet die hurercy. 1 Cor. G, 1 8 ; fleuch die Idf le der jngent. 2 lYiii. 2 , 22. fllesMM (fliesscn), fluere, mhd. vlie/en ftffn. 3, * nhd Ilio/an {GruffW. 7i(M. 3. per». HHy.praes. nochmil cu (ffi/t<^. o/üi. itt) llcimel «md lletisst. 1) das eral (wauer) heissl Pisun, das ne05sel vni1> das gnnize land licuda. 1 Mos. 2, n ; vnd warü' (l(>n stnuh in den harh, der vom iierge fleusst. 5 Mos. 9, 21 ; iu ein land« darinneii milch vnd honig fleuMt. 2 Mot. 3,8. 3 Mos. 2 lassen bnlion , lliesscn vnd hrennrn? ausleg. äer ep. vnd euang.vom chrisiag elc. (1522). 4) fliessen , folgen, «nUprin§en : solcher vnrat fleusst aller daher, das man C!hris|um verleugnet hat. von den schUhiseln. (1530). Bij"; darau» die weisbeit geflossen ist. Sir. 24 , 34 ; daraus der verstand geflossen ist. 24, 36. fHesiead, ßuens: am fliessenden wasser. 3 Mo«. 14, 5 ; vnd sol das haus enlsiindii.H>r lirnlit-flimnrk in der eislen ausg. dir prophelen übenelUe Liat hebr. wort durch slortzschleier. floh, m. pultSt L. flocb» infcd* vIMi. ahd. floh {Ben. 3. 353". Graff 3, 760): wem jagstu nach ? einem todten hund. pinem emigen florh ? 1 Sam. 24 , 15; leuse vnd flAbe. mm fege fear. (1530). Dij\ — ttar den tmtmmenKang mü fliehen «yl. Grimm ic(b. 3, IS! 3. Floren, m. porin, gülden: denn sif md X. floren ntchl können hoch farcn. wider dM lemAer. (1540). Kiij*; ein eeutiier isc. Silbers) ist hey 1000 floren. randgl. zu ] rhron. 23 , 14 , 100 dit oAe nd. Md gilhlc hal. Horcniiscb: eitel wdsche hocbzeit vnd florentsische brente bey yhn sind, «esi krieg» mlddtr d. T. (1529 i. Giij*; zu dna wollen wir ciirh rwer rüinisch«» sodonu, wellschc hochzeit, venedisclie vnd lUrcktacbe breute vnd florenUische breaigam also aus- sireichen , das jlir sehen soll vnd greifin, das sirli vnspr elic an ower ohrlosen keiiscli- eil reillirh gerochen habe, vermanung an die gnslUchen. (1530). Giij'*. florcouscbe brliiligame imdkrinte alMl4£siii mmuMrii' eher tmzuchi dieiK^ndenfcnabenimd mädchen. Flösie, ralii> , :nm ^rnffrführtn auf dem tr asser zusammengefugie baunulämme: meine knechte .sollen sie (die cedem) von Libanon bin ab bringen ans rneor, vnd «ü sie in fliissen legen lassen aofl dem taeer. 1 knu. ."), 1); so Wüllen wir das hollr bawen auiV dem Libanon, wie viel es not ist, vnd Wüllens aaflT flttssen bringen im meer gea Japhn. 2 ehren. 2, 16. Vlosifeder, f. pinna : alles was flosredderti vmf schuppen hal in^vassem, im mper vud iicchen, solt jr essen. 3 Mos. 11,9. 5 Moi. 14, 9; ci^ifl^jn (dien fitch) hey den fle»* feddei n vnd zeuch ju heraus. Tob. 6, 4. VloMlein, n. rn ultis: danimb soll m.in geschrichenc rt'L-lil vnlcr der vernuufl\ baU- len, darjusx sie doch gequollen sind, alt aust dem reeblsbrunnen, vnd nü den bnnn an seyiic floszlin hynden. «on »aftitfribw o^erfcayl. (1523). Digitized by C^ßgl^ PLÖTZEN 683 FLUCHT nilm » flössen : wasscr wcschct steine weg vnd die Iropflen fltflzen die erden weg. Uiob 14, 19. flieh» M. «M/e^elie, verwüMthuny, mM. vitweb {Bern. 3, 355*), M, fluob ( firalf 3, 75S) : malediclio Iliicli. vom schein hamphoras. (1513). Kiij* ; so mochle vip- li'M'iil tiiciri v»liT iiiK'ii iicgrt-incit wid würde für jiii goachl, als ich jn betriegen woU vnd brachte ^Im t midi einen llueli vnd nichl einen sogen. 1 Mos. 27 , 12; silie ieli lege tii< h Kenie für den sogen vnd den lluch. 5 Mos. 11, 2ü; des valurs segen bawct den kindcm hettsert aber d«- maller fluch reissetsie oie- der. Sir. 3,11; wenn eine üccIc sündigen vvilrde, das er einen ilurli liürcl . . . vnd nicbl ansagt« der i«l einer niis»eUial schuldig. 3 Jf««. 5*1; denn üb lies meinen mnnd nichl eündigon, das er wilndschete einen fluch seiner sprien. Hio!) 31, 30 ; ein vnucrdienci flucli Irifn nicbl. spr. 2Ü, 2; darumb isls III* hl ein guter (luc-li, wenn mau spricht, das dich eine alle wand erscblahe. der pmph. Habacuc. (1526). bj*; das mns mir ein i;:Iiclicr Deudselicr zeugen, das ynn deud- scher spräche «Iis tiii llucii ist, wenn ich .nage, gol seilende, vnd, ab leh achte, der aller grewlicbsl fluch, so ynn deudseher spräche isl. von heimlichen und geslolen brifffm. (15201. Dij' ; hey limi jilden ein ilurli ist, gull gehe dir einen bti.ten nachbar. tfer Wl.psalm. (1532). Biiij''; ach das den hüben die peslilenU, veilslanli vnd alle flöehe bestehen, vier lro$lL psalmen. (l52Gj. C6''; — der herr sclze ilich zum fluch vnd sunt schwur unter deinem vuick. 4 ifo«. '5, 21 ; vnd wird das weib em fluch sein vnler jrem volck. 5 , 27 ; wir sind sicis als ein Huch der weit. 1 Cor. 4, 13 {vgl. dazu die schon unter fegopfer gebrachte glosse); t^hristus aber hat vns erlüsel von dem lluch des geselses , da er ward ein fluch fttr vns. dal. 3. 13. Fliirhbnilii, f. die nui-li h>iV:\ , so man jfrlich zu Rom am grünen dorasla^ ausrufft, irifll sie auch alles, was sie verilucht. von AmedUiiwefo. (1530). Dj^ Plirhen, mnledicere, böses wünschen, mhd. vltiociion (ßen.S, Zbb^), M, QuohbÖn a) scgeii (segnen) heissct eigentlich etwas giils ulind^chen vnd fluchen etwas v!>oI> wiiiidscheit. vber das erste buch Mose. (1527). Nn iiij''; llucheu ist eygenüich ett> vras böses wundschen, das vber yemand körnen solle, ausleg. der ep. vnd euang. von der heil, drey konige fest. (1525». liiiij''; dergieug craus vnd fluchet(c). 2secraUones Jactans' (Grimm): was der bapst mit seinem vollem fluchmaul suche. buUaeene dominu (1&22). Fjj ; der halben mus eyn Christen mund cyji segeu umud, nicht eyn fluchmaul seyn , isis aber ein fluchmaul, so ists nicbl eyn chnsieu round, «uslsf. der ep. vnd «mng. «m dem heil, drey kÖnige fest. (1525). Hi^Q^ Flecbs , slaiim s. flugs. Vlncht, f. [uga, mhd. vluht (Ben. 3, 346"), ahd. fluht (Graff 3. 767). t ) erwele dir entweder drey jar thewrung, oder diey montlen flucht für deinen Wider- sachern. 1 chrou. 22. 12; bittet aber, das ewre flucht nicht geschehe im winler oder 86* Digitized by Google FLÜCHTIG 684 * FLOGG •m nbbaUi. MaUH. 24 . 20 ; «lie jnen den wpg vnd die fluchl verranl hallen, von den jüden vnd jren lügen. (1513). O'j'"- 2) die flufht geben , fugere: riisiel euch vttd gebl d«ch die flocht. Jn. 8,9; wi«> koropta aber, das ich sehe, das sie verzagt sind vnd die flucht geh n Jer. 46, 5; alle kriegsleule galten die (l icht. 52, 7. 3i in die flucht geben : ich wil dir geben alle deine feinde in die fluchl. 2 Jfe«. 23, 27 ; du ^ihst mir meine feinde in die flucht. 2 Sam. 22, 41. 4) in di<> flucht schlagen, treiben: dir könig von Sodom vnd Gomorra wurden da- aelbs in die flacht geachtagen. I Jfoa. 14, 10; man hat seine söne in die fluchl ge- schbgen. 4 Mos. 21 , 2*>; vnd trieben die andern alle in die flucht. 2 Macc. II, 12. &) tich in die flacht wenden , die flacht attcben: da wandle aich Goi^ias voick un- UPrselicns in die fliiclit. 12. 37; da aber die schifflouto die Iluclil suchten aua dein sclitlT. aposl. geach. 27, 30. S| flucht mU gmUh : wenn icJi denn sol- chen tzag vnd flucht des lichts spur, auff das vbirchrisMeh hvi^ boekt EwuMen. (1521). Ciij^ Flüchtig, fugax t fugiUvm, mhd. vliiiilec (Ifen. 3. 347^). «M. flahtic(4^ir3, 767). 1) ich fcoine den fluchtigen, schewen und scliIipnVsrigen teufl*el f.isi wo), das diese vDOrt ChrisH noch fest stehen. (1527). s iij" ; bü jhr flUclitigs . verzagtes gewissen wol andere weia. amffint wmeHUkHtert, edict. (1531). Bf. 2) fl(l»"lilig sein oder werden; vnslet und flUclilig 5oilu sein aufl' erden. 1 Mos. i, 12; md schossra fifril vnd donfterslral in di^ feinde, das sie geblendet vnd fliicliii^' wurden. 2 Macc. 10. 30; (Petrus) hatte den herrn verleuRnel vnd vprschworen vnd sieh selb«« verflucht, vnd diu andern waren alle ntldi- tig vnd eblranig an jm worden* eine acMne Oiterpredigt. (I53S). Aiiij^ 3) flüclilig ntachon: wie gehets zu, das einer wird jr tausenl ju;,a>u vnd zween wer- den zehen lauscnt flüchtig machen? 5 Mos. 32. 30. 4) ivbstanliviich : die flüchtigen zu Eph raim» riehi, 12« 4} verbirge die verjagUn vnd Ddde die flOchtigen nicht. Je*. 16, 3; bietet hrot den flüchtigen. 21, 14. Kluchfrede, f. ausflucht- so ist jr hebcllf vnd Üucbtrede oiclits gegen solche oifenilicke warheit wider dfe smhbaOker. (1538). Cj* ; damit jr .sie aber mal jnn oflienberiicher Iti; spflr»; -finden knn, denn er rept vnd sclilcgl in die leicble luflt, treibt vaJ zuteilet sie mit seinen schw^ebenden flOgeb. vnd darnach findet man kein seichen aelcba fluges darinnen, weish. 5 , 11; oder ab wenn ein pfeil abgeschossen wird zum liel, da die zuleitete luffl bald wider zusameo reit, das man aeinen Aug da durch nicht sparen kan. 5,12. im flug. raptim, schnell : kififiel nddcr kdndelin. der alles kan vi^l allp^ jiTi Hm- (einet, der 1 17. psalm. (1530). Jj"*. üUdiich: die andern werden im ersten flug meisler vber goltes wert, iler 11t. psalm, (1530). Hiij*. Flügel, ni. ala, mhd. vlOgel (Ben, 3, 344''). 1) das ßugglied der vögel: vnd solseiae flogel spalten, aber nicht abbrechen. 3 Hbf. 1, 17 ; die feddern des prawen sind schüner denn difi flügel vnd feddern des slorcks. üiob 39, 13; der tauben Uilgel, die wie Silber vnd gold aehimmern. p«. 68, 14; wie eine henne versamlet jre kOchlin valcr jre (lugel. Mallh. 23. 37. 2) nn^s'el der engel: \Tid die cberabim sollen jre flUgel ausbreiten oben vber her, das sie mit jren flagein den gnadenslnel be> decken. 2 Jlfo«. 25, 20: scrapliini sliindeii v)>er jm. ein jglicher hatte sechs flOgd. Jes. 6.2. 3) flügel des windes: der wind mit seiaan riogeln wird sie gebunden treiben.. Jfei. 4, 19. flfigcl (Ili- morgenrOthe. p«. 139, 9. 4) bildlich für schütz : es bittet abermal die gute frawe, so vor drey jarn vmb des euangelii willen aus herlzog Georgen laade vertrieben vnd vnler e. c. f. g. flflgel komei. Burhhardi briefw. 274. FlAggf maluriM: meines bedunckens bilt FLUGS 685 FLUTH ich, er sey noch nit flugg noch leitig. de Wen» 2f 521. Hochdeutsch richtiger fldcke. mhd. vlarke. ahd, fluccbi {Ben. 3, 344^ 3, 7ü3 i. VlagSj Hux, aucA iluchs (aua/t>^. dtir selb«!» gepot 1528 Liiij< ), eelwifw» etatim. der adverbial gebrauchte gen* sg. von t\»n, mhd. vliifjrs. im Jen früh^rf'n r^rhriftf'n herrschl die Schreibung üux, in den späle- ren, wie auch in der bibel v, 1545, flugs: vnd flox dranfr sagt, da» ander tegl vidier d. hyml. prophelen. (1525). Eüij»; Ilux ilrtnll fulgoie. ebend. Eiiij''; nu. nu lesterl nii\ lieben lurrn. ermanunge zum friede. ( lü2ö). Aij ' ; flux eraus damil vnd firey be- kand. der profh. Jona, (1526). Pif ; vnd zwar sausen auch dem Zwingel sdioii solche humpln vinh »len kopfTvnd stpclicri flux ao. das diese wort Christi etc. (1527). iiiij''; gleich al« wenn eine mutter einen knabea aeugete, der flux an ein weih nemen vnd kinder zeugen kilmlte. der proph. Sn- charja. (152S). Cciij'; diese soclen fltix ym anfang so viel rollen vnd hculiler liai. vom abendmal Chrieli, (1528). a iij*; flux (IrauiT. ebend. s iiij' und zwei zeilen loeiter flugs drauU'; was alter niclil foi l kan , fliiiis ersinclicn, vom kriege tcidder d. T. { i i>2\i). Giiij^; ujachen flugs ein gebot vnd artikel draus, «in widderrttf vem fegefmw. (1530). Bj*; da kam auch flugs darauffdie rule. vprmnnung an die geistüchen. ( I 530). Aiiij' ; so sclilegl flug$ eilel glück zu. der 147. psalm. ( i 532). Oij* ; d«in sie wurden darnrab also geatrafll und flugs wider ge- hcilct. toeish. 16. 11; selze dich und schreib flugs fiinfTzip:. Luc. 16, 6. fluiy m. fluvius, fiusuSf mhd. vlii7, (Ben. 3. 3S0*), ahd. fin {Graft 3» 744). 1) fteidm, flumen: (Ins in Egypt«'"- Arnos 8. 8 ; ellluli meer vn l fl iese rauschen. ausleg. der ep. vnd euang. des aduenls. (1522). iNiij''; wer lu mich glaubt, von sei- nem leybe sollen fliessen flusse (n. t, «. /. 1522: flusi) des lebendigen wasscrs. eyn sermon v. dem n. lest. (1520). C^i''» var. tu Joh. 7 , 38. 2) flusz, ßuenium: trineke wasser ans deiner gruben vnd flösse aus deinen brun- nen. »fr, 5, 15. 3) üvMtßnxn», a) mmMlUekert aueAferanfcJba/lerblutflnss der weiber: wird sie aber rein von jrem Hus, «;n sol sip sieben läge zelen, darnach sol sie rvin sein. 3 Mos, 15, 28; es ist eben fzo tieft eyngopflanlal der natur, kinder tzeugen olsf essen vnd Irinckeo. darumb hall gott dem leyb die gelide, oddern, flusz vnd alles was dal?« djpnel geben vnd cyn','o^ot7t. Widder den falsch genantlen geysU. stand. (l 522). Hij"; wenn mens hyn vnd her ke- ret. so sind wir geschaOen frucht SU sengen vnd zn trnpen, dazu hat er vns gegeben ge- lietler, ädern, fllfssp, Iiliit vnd fleisch, vber das erste buch JUose. (1527). hh iiij''. b) gimorrhoea öder bUnnorrhoea der männer: wenn ein man an seinem Heisch einen Hus bat, der selb ist vnrein. 3 Mo», 1 5, 2 IT. c) fontanell : vnser inl meinen , wo ich den flusx im linken beio , so bisher gewesl, oflen behalten kdnnl, so solle dem banpt lüsung geben, de Wette br. 6, 144. Fliisilein, n. hteiner ßusz: man mus die quelle des prewels slopffen , sonst werden die llüäsbn vnd becblin nicht vertrocken. Jen. 3 , 183*. Hlth (flut), f, (wogende) wa»»ermenge. mhd. vluoi {Ben. 3. 356'), «M. 1imi{Graff 3. 740). goth. flodus. 1) well«, woge des meeres: wie ein scbiil auffden «ass«wogen dabin leulft, wdches man so es furvber ist, keine spür finden kan , noch dcssclhij,'en bau in der flul. weish. fS, 10; des gleichen ihul, der schiften vvil, vnd durch wüdc fluten sufebrcn ge- (lencket. 14.1; dureh dein blasen Ibetea sieh die Wasser aufl vnd die Hut (LXX xvfta, vulg. unda) stunden aufl* häuften. 2 Mos. 15, 8; du warfest mich in die tiefte miilen im meer. das die flut ipl.) mich vmgaben, alle deine wogen md wellen giengen vber mich. Jon, 2, 4. 2) inundatio aqttarum, diluvium: es koinuien wasser heraufl" von millernacht, die eine flut machen werden, vnd beide land vnd was drinnen ist, beide stedte vnd die so drinnen wonen. wegreissen werden. Jer. 47 , 2 ; ich wil eine grosse flul vber dich Dlgitized by Google POCKEE m FO0OEBM kAOMii Inses, das dick groMe waaaer decken. Esech. 20, 10; »l;is einende oemen wird, wie iliirc'li citii' fliil. Dan. 0, 26. Packer, m. einige mal bei L. begegnende 94, form pir äag hd, facker (f. 4,) : hebt er BW an solche seine bendel snuorsetsen vnd vorkaufTi'ii drm forlcrr zu Aiigspurg. an d. christl. adel. (l.'i'iO verm. ausg.\ Eij ' ; da erfaod nu der bis&ciiofl' dis fündiiti vDd gedeckt dM paUiQBi den fockcra sn be- zalen (denn die ketten das gelt fflrgestreckti mil des gcinciacn inans beulet, letder Hon« WorsL (1511). 'Lif. Pedier — forder, weUtf: bitte derfaelben e. k. f. gn. wolle ein ckrfollieb werk thun vnd eine furschrifl Tiir den gefangen vns zu- fugoii, die sollen wir fodder scbaffea. 4e WeUe ör. 3, lOS. PMMcr^ forder, prior: damit ich müge das. so mir gestern vnd am foddern lag filrgchallen ist, vi rnTiiwrirlnn. Jen. 1, 115'. Jen. 5. 70" auch der superl. (liiMTsl, wo- für jedoch dtr originaldr. an der enUpre- dienäen elelle Alrderst hat, ««fekekrl aleAl in der schrift vom schem hamphoras (15431 Dij'' rrifdprhnü f'<.ler«t, voährtnd Jen. 8, 125' nur lurderttl bielel. Pdddcrer, m. föriertr, frimetor : födde- rer (/en. 3, 349^: tör^ent) vnd belokner. ob kriegsleutte etc. ( 1 527). Bj\ Podderllek, ro.l. 6) wie d.i*- (Irr liramli >ntl Im l "^ttle fofl- dert. awileg. lier t'/j. vnd euang. von dtr heil, drey hvnige jcst. (1525). Kiiij* ; allci was das gesets foddert. vherdae «nfeM Mose. ( 1 527 ). Nn iij' ; das man alles thne, was die lic)»»> foddert, ebend. I ij*; die iioi foddert aucii etwas zu sagen von ehescheid«n. «on ekeiaeken. (1530). Ji%- denn selcb« foddert die Ordnung, das 1 5. cap. der er$tfH pp. s. Pauli an die Corinlher. tn'lt ; u if> ihn Ii \nser ampl foddorl. vcmu' nung :um sacrament. (1537). Auij'. c) ou( folgendem dasz : vnd foddertcn, das er sie ein leiehe d vom himel seben lietM> A#«fllk. 16, 1; vnd fodderten, das erge- creutsiget wflrde. 23. 23. 2) jemandes blul foddern . etne an ihm begangene bhuchuld rächen : ich wUl ewr blul, daryn ewr tieel ist, von aller thierei hend foddern. iNir. m 1. Jfoe. 9, 5. »• die ktkef hui: ich wiU auck ewrs leibe Mit reeben vnd wils an allen ihieren rechen: diese 'r' ; wenn man aber ia der caplaa odder seekorgef begerd. das man sie foddtre odder latst di« krancken ansagen, b«T leil wd y» Mlmge, ab« dt« krandieit vlicrhand nympt. ob man für dem sterben fliehen muge. l'!}7i Ciiij"; goU Adam nicht woll verdaiiiiuüti, <>he cryhn furgericlil Ibdderu vb^r dw mte Mi Mm$. ( 1 527 ). Hi'j" ; wie di« radberrn foddarn jr genetBC aiiffs ralliaus. vermanunj zum saerament. (1637). t1 j"; er lege liiiflV auf! , das die zn Orlamiinde yhn Iiabeu von VViiiemberg ge- ffddert viut sey niebt idb« hyn gclaoHM. wMdfr d. hyml. propheten. ( 1 525). Fiiij'' ; denn also bin ich bericht, d.is nr sey aus der meuchelmörder anschlag «Itircli hisscholT* lieh« brieuc aus Halle gen Asscheiiburg ge- Ibddarl. in§lmii§ an ekrirtm m BalU, (1527). Bj«. 4)5cl7t; ilicli her i» vns vnd berlrhie vns, weil dich gott zu solchem hchlcrampt fod- derl. Atfonna 50; ÜMts war von golt da- Uu gefodderi md baroffen, daa er du volck soll aus Egypiea fotaa. Me amUr ;h Ii sf\h vorlügen vnd gollis worlt vnnd seyu vulek our fuddernn müssen, ausleg. der 9p. vnd mumg, ooai ehriitag e(c. ( 1 522 j. bbb iij^; nym N. das salls der wayahayll, die dich foddcre zum ewigem leben, das taufbut'hlein verdeutscht. (1525). -liij»; beyde jüdisch vnd hoydnische gepiirt odder wesien niehu hynderl nocb fodderl fnr god, sondern der glaube alleyne. das 7. eap. s. FamU Mu 4m CoruHbani. (1623). 0]*$ es hindert nodi fodderl biedte Vergebung ntcbts, sterblich odder vnslerblicb aeyn. das ander teijl Widder d. hyml. propheten. (] 52')). Oij*; man mus go'tls worl, gericlil viul werck heUTen foddern. ein sendbrieff vom harten buMn, (1525). a iiij«: icb wU ancb gerne dem kOnige gehorsam seyn, ybm dienen, sein bestes suchen vnd fo der besten buchten eyns, das zu foddc- rung goitis ehren wol dienet. Widder 4m blind vnd toll verdweuä», (1524). Ay*; I die Ordnung aoUaa an foddaniag dea glan« Diglized by Google FOGEL 6bS FOLGEN bens md der liebe dienen. Smiitehe mute, (1526). Fiij''; zu melirer fodderung de« pvanpplinn polirs. de Welle br. 2. 491; so biiie ich wollet yhm gohsligUch foderung (X. «eftrt«b wohl fndderung) tbnn. Burk* Jkar4f 223: (Carlsiad) halle mehr fodde- ning vom cliurfurstcn denn viel andere. Widder d. hyml. prophelen. (1525). Fiij'. vgl. Forderung. f«gel, m. Witt «• vogel. Fabrc» f. pinus sylveslris, mit vor dat r gelrelenem h , denn tnhd. vorhe {Ben. 3, .184''), ahd. forh«, forahä {GraffZ, 678). in folgender stelle ist nach dem hebr. der tcadinhtmmf^mtiHt: ich wil in der wfltten geben ceJorn, fOhem» nifrten und kyTorn. Jes. 41 , 19, it>o spätere a\if,gahfn foliren (1562. 1604j, foliren (1664) *c/*re*6e».— Mnb, ptnetti; fluiebet eine lade von foern (d. i. fohem) boh. 2 Mot» 25» 10. 26, 15. 27, 1. Felge» f. mhd. volge {Ben. 3, 366"), bei £. In folgenden bedmtimgtn: 1) folge, ordo: weyl Christus das brod ynn die !t tu 1 riympt, danckl vnd brichls, gibts scyiien jiingorn vnd spricht 'nemel hyn vnd eääeL' vnd ilux draufTsagl oii « >. Bj^ goit, andern güttera folgen, ümen, dienen, ergeben tem: alle, die dem baal Peor folgeten. 5 Jfot. 4» 3; las vns sb- dcrn gütlcrn folgen. 13, 2; jr soll dem lierrn ewerm gott folgen. 13, 4; ich aber fuigele dem herrn meinem golL irewlieb. Jot. 14, 8. b) mU dativ der tadtes vnd der hauffe folget der lade des herrn. 6, 13. c) ohne rasus: Petrus aber folgeie von fer- nen. Luc. '22, 51 ; Petrus aber wandte sich vmb vnd i^alie den jUoger folgen, welchen Jhesns Heb halle* /ob. 2t, 20. 2) folgen , sich nach eistem, nach etteett richten: ich folge Iiyrynn ?. Bernhard ynn seyncm buch zu dem bapst Eugcnium. eyn sendbrieff an bapsl Leo X. (1520). Biij'; folget mir, lieben brflder. Mtf. 3, 17; propbeien, diejrem eigen geisl folgen. Kieek, 13» 3; das ist nu von dem gemeynen regi* Digrtized by Google FOLGEN 689 F0L6EBEI meDl gesagt, du niemant daryii seynem «ygtttt dHnckd folge, ep. s. Petri g&prtdigt. (1523). Zij*; wie wol ich besorge, das nipyneiii radl wenig folgen vvonlpn. orde- nung eynes gemeynenkaslens. (\i}2'6f' Aij^; Herodes Agrippa , der folgele s«ines anhemi vnd Vellern excmpei. hausposl. ( WiUemb. 1545.) feststen 48^ gehorchen: litlxs kini) , wüiü folgten , so wirslu weisü. Sir. t>. Mi ; geliorcliel ewren lereru vnd folget joen. Ileftr. 13, 17. 3) folgen, ttoe/blftun. nachahmen, mit acc: tlidrcn wir tlorft iiiclit das wogen, das wir alle w«rck vnd worl vnsers herrn ChrisU folgen mbchlen. d» viädtruff vom fege' fem-, (1530). Diiif. Gr t mm lad«« dieten aec. 4 1 in der reihe toigeii : di«: <«tuck on alle miüel folget dem ersten also, das auch nicht ejrn 'nid* dazwisscheii slehel. dae ander tiyl ioidder d. hyml. proph. (1525). Fij^; es ist viuh ein kleines srhrndlsinndlin zu (btiii , daniadi werden eitel ehr iare folgen. eine chnsU. schnjfl an Wolffgang Hßisen- hnuh» (1525). Atij''; darnach folget daa ampl vnd dermunge. dembehe messe. (1526). Diiij*; darunib nni^^sen wir nicht aiisehun, wie vngerue wtr sterben , son- dern dagegen die freud vnd lust jnns hertx bilden, so hernach folgen wird jnn jenem leben, das 1 cap. der ersten ep. s. Pauli an die Corinlher. (1534). Oiiij' im folgende (r fölgergeisl haben vmbgcslossen. vom abendmal Christi. (152S). lüj". Ftlgcrkaaatj fdlgerkuost, /. syllogistik': aber da trilll er den Lotber aller erat recht, da er seine fölgerkunsl beweiset vber dem Spruch Christi, wo ich bin, da solt yhr anch sein, ebend. 1 ij'' ; wie solten yhn die hosen slinckeD vnd yhr folger kflnst so rot werden. HtM berieht. (1528). Bij". folgern j fiilgem , arffummtari : was ists flen nu gered, das sie folgern vtul striiliesseii wollen, sie gleuben nicht alle, darumb kuiuu der glaube nicht durcha wort, iat 17. cap. Jchamiii. (1530)* Qüij"; er schleust vnd folgert daher, vom abendmal Christi. (1528 ). 1 j'' ; »0 wolt ich nu auch wol aus der Zwing- lischcn kunst fölgern vnd gauckeln. ebend. Ij**; mich wundert, das er nicht auch also! fSlgem mag, weil wir sind, wo Christus ist, so mdssoTi wir auch alle gott vnd mensch sein, ebenä. i ij''. Feigem , n. 4er inf. tuhitantMtek: wo wirs nicht wollen gleub^i, wird ers vns uiit fölgern aufdringen, ebend. I ij''; was sOlch folgern mit sich bringe ist iUt gesagt, eine bericht. (1528). Giiij*'. .ftlglg, obeälenit folgsam: wenn er in vnsregirl «lurch den ^aben vnd wir gflasseti fol^ig sind. Jen. 1, 5F>3". — mhd. in diestm sinn gevolgec (Ben. 3, dSS**), ahd. gifolgic (Grajf 3. 512). ' Ptlgredcj f. coKcfw^o, argwnmu, folge- rung : gleiche folgrede könd jr aus Paulo Gal. 4 schliessen. Jett. 4, 377''; solche folgrede solt jr beweisen. 4, 379'': darurob weun mich das gesetz beschuldiget . . . mus ich bekennen, es sey alles war, «her die folgrede, danimb bistu verdampt, mos ich nicht einrpinnoii. Jen. h, 175". Folten, torquere: das ist nu eines stock- tneisters ampt, der den dieb ynn den kercker steckt, zeucht yhn herflbw, foltert yhn. der gesang Simeonis. (1526). A6\ Forchtj f. timor. diese alte mhd. voi litt'. ahd. forabta entsprechende sdireibung für «M. birebt hegegmet nur iiocA in den /VM«- remtdMßenL's: an (ohne) forcht vnd demut mag gel niemand behagen. d. ahd. lordoro (Graff^, 630): der kan auch wol sagen, das sein hinter maul das fOrder maul sey. vom eekm ton* phoras. (1513). Cj**; vnd sties ja nil den fördern zweyen ffisscn. 2 Maee, 3. 25 ; vnd das forder teil bleib feste steba vnbeweglich , aber das hinder teil nbrsck ogNMf. 998ds. 27, 41 ; dem es war auf- gericht das forder teil der hütten. Bthr. 9,2; das etwas besonders odifcr anheogig des fordern gered wurde, vom abevdmal OHstf. (1528). mij*. Mlierklage, /. 'ooriElafs, fuertle ts antecessum^ [Grimm): sn n ortipn imi auf fDrderkUge vielleicht die sache an vuiieni Digitized p^^^}^ FÖRDERUCU 691 FORü£itüNG gn. herm gebngeo lauen, äe fKelle br. 4, 527. Fttrilfrlirb , förderlich, wit rudtlerlich. 1 j cotnmodui : dan eusserlich gebet müssen wir auch Uu seiner Izeit vben, souderlicli in def messe . . . TBd wo es forderlich ist Itu dein ynnerlichen gebet, von 4t» gulten wercken. (152f>). Oiij'; jhener Mim glau- ben , diszer aber zum vnglaubeu fördeflicb itl. Amt 7. cap. t. P»%M mh den CbWnlfteni. (t523). Oij*; belffen vnd förderiich sein. deadich catech. (1529). Lij*; damit ein iglicher deai andern diene vnd forderbrh sey. ton ehesachen. (1530). Uiiij*. vjf/. furder- Uch. 2)eUuMi sendet aiifl' das fördertielisl je- mand 7>i V,,.. 2 Macc. 11. 3R. Vordern, nütd. voidern {Ben. 3, 381), ahd. fordarön {Graff 3, t)3 M> ^( ^(^< ^. 1) wrwie^nA üe Meutung de« Keuligen lördcrn, juvare , promovere: kein eusser- lii Ii ftiiig fordtMl udilcc iiiim VHS fiir gotl. vber das ersle buch Mose. (1527j. ee ij*"; sein (deii nächsten) gut fordern, bessern vnd wo er aol leidet, hellTen. itndeeh eole- chUmus. (1529). Kj*; eben die fili*sten vnil herren . so da?« wort goitcs sollen fnrdf'ni, die weren, verbieten \tui vcrlulgens am aller meisten, der ^2. psalm. (1530). Ej*; vnd doeb so from ist, das er golles wort vnd dien- stp fordtTt sfil ethallcn liilfH. von dem keublman zu Capernaum. ilä3.>). Hij' ; schulen, kiichen vnd jre diener verstugeii, schtttsen vnd fordern, vermanung x, gebet wider d. T. (1541). Bii]**; on das sie jre sache teglich erger vnd meine (das ist potles) Sache fordern vnd be.s!«er machen. u>id&r Hans Worsl, (1541). Aij^ ebenso in der 1545: sie schmOcken sich vnlernan- der aeihs » du sie ^ bOs« sache fordern. ps. 36, 3 ; von dem berrn wird solches mans gang gefordert ti539: gefördert, var, ge- foddert). 37 , 23 ; vnd der herr vnser goit sey vns freundlieh vnd fordere das werck vnser honde bcy vns, ja das werck vnser hendc wnll (!r fordert! i l539: forderen). 90, 17: gerechligkeii iurderl zum leben, aber dem vbd nacfaiagen fon^ sum lod. ip. 11, 1 9 ; alter die speise fordert vns furgott nicht. I Cor. 8* 8. 2) postidare, poeeere: gleich als wenn eynem baffen wurden lausenl gülden he* scbeyden, so wiird er nit sie fordern aiisz .seinem vordieusl ad ir wirdigkeit. egn sermon v. d. netten lest. (1320). Biiij"; goU wird seines Stands vnd ampts rechensehafll von ybm fordern, das magnifical. (1521). lij''; das sind fiu nichl j^epnt, fordern auch niolils von vns, das wir etwas thuen udder lassen sollen, vber dae erele Iiieft Jfott. (1527 ). Bij**; goU, woU Adam auch nicht verdammen, er fordert jn zuuor zur antworl. wamunge a.s.l. Deudschen. (1531). Biii^"*; Ihue was deiQ.amjit oder stand fordert, das 14. vnd 15. eap. Joftonni«. (1538). Piif. einige^ mal anek m der bibel v. 1545, während frühere ausgaben no h f »Idwii haben : das eine jglirho von jrer iiei»e.>lin silhern vnd gülden gefes:> fordere. 2 Mos. 11, 2; da sie einioch ward jr geraten , das sie ford^ soll einen acker von jrem vater. rieht. 1, 14. Fördern begegnet in IJs schriflen nur seilen, und zwar wiederum, wie foddeni, fordern , in doppeller bedeutung. 1) poelnUetre: wir aber» so solche gute werek leren vnd fdrdern nach Christi Worten, mflssen heissen, die da ^niie werck verbieten. wider d. wueher SU predigen. [IbiO). Fiiij\ ' 2) juvare, promovere: arme leut schttttl vnd fordert, wider den bischoff zu Magde» bürg. / ir)3i>i. Wj' \ las der gottlosen hos- heii ein emle werdeu vnd fordere die ge- rechten, ps. 7, 10. 3) sieh Ittrdem, beeUvn: dammh lUrdert euch vnd sendet etliche, das wir wissen, jr ^' nnct seid. 2 Ifacc. 11, 37. forderst, förderst, primus: da brach erfur ein ander klein horn, fnr welchem der fordersten hOmer drey ausgerissen wurden. Dan, 7, S; da qu solches also zugericht war, giengen die priesler allezeit in die för- dersleo hüllen (var. ersten hUUen). Uebr. 9,0; also hüidet auch eine braut jhrem breot» gam den krants das forderst vnd hinderst su samen. das süiöne conßtcmini. (1530). Oij* ; die priesler rnusteo zur zeit des krie^s die fOrderslen im beer sein, rani^l. su 1 chron. 27. 6. fvritnag, f, ßrderung , adjumentum: das ist nur mehr sor forderung des euaogelg Digilized by Google FORH 692 FORN geraten. Phil. \. 12: mehr liindiTiiisz denn rttrderiing der s\ uollti dit>ü»'iii Cuiiiz l'feilscbniiü gousligliciie forderung«- encigcD. BMrkkardi briefw. 269; DMn doch annen widwen solle mehr fordo- rung denn hindcriing Ihiin. 406. Pom, forme, f, forma, nUtä, fornie {Ben. 3, SS?*»). 1) forni , gesioH: die gesUdt odder forme. ier proph. Satharja. (1528). Piiij''; ein hilde oder forme, mm srhem hamphoras. ( 1 543). Gij' ; das .sacraiiii'iU odder eiiszerlicli Izeychen sleel yn der form vud gcsUdl de« brols vnd weyns. ey» sermon mm 4em hm^ueMIt^ ioenmeiU. (1529). lij*; ein bildtnacher eben yn dem er wpi^nymet vnd liawel, was am hnltz Izum bilde nit sali, yn dem furdcrl er auch die form des büdes. He Hebe» putfsatm. (1517). Oilj\ 2 ) form , worin oder wonaeh etwa« ge- hi!:otz, h(isl im alUest. gesets den rprhttn grundrisz, einen vollkommenen abrim aller erkenntnii. BSm, 2, 20. Htmhmmf getialten, büäeu: er mus mit seinen armen aus dem thon sein gefess formiren. Sir. 38» 33. Ifonnllch: wir sagen widder heyile teil, das so man anlT die taube seigl , recht vnd wol spricht , das Lst der heilige geist . vmb des willen, das hie die r.wey vntersfliipdlirhe w«>sen, als geisl vnd taube, etlicher massen aneh einerley wesen , nicht natOrlich odder personlich, wolan sie heisse gleich förmliche einiclvt'it , il.inunli das der heilige geisl sich ynn .solcher form hat olTettbareo wollen. roiw abendmal Chriili. (1528U viij', — mhd. formlich, forraelich iBen. 3. HST' Vorn , fnrne , fornen, a fronte , gegrttsal: von hinten. gettöhnUch vom raumgei/raudn, $eUen, wie in folgender SteUe, mit btsiüim§ auf die zt-ii . nach . Fj*; — sie rlmmcii forn an jm edicl. auff das vermeitU kei$erlich eücL (1531). Aij'' ; vnd &tellel die mcgdc uiil jna kindem vorne an. 1 Jfoe. 33. 2; vodsol des blHls vom fiuren nemen vnd mit scioeiu ftni^er pepcndem ^nadenstuel sprengen fornen au. 3 JUos. lö. 14; wir aber wüUea \t» rasten forn an fnr die kinder IsraeU 4 Üm. 32, 17; vnd forn an aulf allen stnstei bnwctcstn deine bergallar. Esech. 16, 25: iltc aber forne an gicngen, bcdrauetcn jo. Luc. 1 8, 3'J ; — vnd lagerten sicli in Eiliam forn an der wdslen. 2 Ifoa. 13, 20; md snlts hellten an eine gete schnür fomeii aa den hiU. 2^, 'M ; fornen nm hi iil>t. 3 J/o<. 13, 41; vnd stelle ein zetchcu lorn an den weg zur stad. Ezech, 21, 20. h) auf: vnd ligen die steine des heilig- thiims fornen auff allen gassen serstrewt. klagl. Jer. 1. l. e) aus: vnd gaben fnr, sie wolten il« ancker ferne aus dem schiffe lassen, «poit' gesth. 27, 30. dl gegen: forne gegen de« -n.i>len«ttirl B Mos. 1 f.. 1 r. ; ilif">rll)ipe stund forne gejjeu dem cusscni vorhof. Esech. 40, 31. e) her: die Syrer fornen her vnd die Phi' lister von binden zu. Jes. 9, 12; ob er gleich forne her i rsilieh geheul* teHer dir iabbtuher. (1538). (üj*. « Dlgitized by Google FORSCUfiN 693 FORT f) in : wenn jr komet forn ins wasaer des Jordans. Jos. 3 , ^. g) unter: sie nilll in Arr tliiii' »in thor forDcii vnlcr dem voick. spr. i, 21. h) vor, für: vnd der alUr slund eben fome vor dem tempel. Ezech. 40 , 47 : vnd ilii' fnrnR vor gii'iijs'pn vnd die liernarli fnl- geleii, schrien vml >.(ir i«chen. Marc. 11, !) ; vnd da er hin iws (gangen war aulTdeu weg, Heff einer fome fttr. 10,17. 3) fornen vnd hintiMi: wu alier inangcl war, hynden vml fornen anstund, der ist oiclil from. ausleg. der sehen gepot. { 1 52S ). fiij^; kucken vns hmden vnd fornen ein. ati/f da$ vBimehU heuert. 0äici. (1531). Piiij"; als ein ercutz, dns mnn l>inilrn vml fornen vbrrdif rasfl worllcu kau. wiü^ rdas Inip.stum XU Horn. 1^545). Zj' ; da nu Joah sähe, das der streit aulT jn gestellet war fornen vnd hihden, erwelct er aus aller jungen man- Mdiafll in Israel. 2 Sam. 10, 9; da sieh mi Jiida vmbwand, sihe da war fornen vnd hioleu slreil. 2 chron. 13, 14; vol augun fernen vnd binden, offmb. Jo^ 4, 6. Versehen, scrutnri, mhd. voi^rlM n itien. 3. 38S'*). ahd. forston {Graff 3. b«J7). 1) ohne obiect: forselie vnd siehe, aus Gatilea alebet kein {irophel aufl. Jofc. 7, 52. 2) mUprMpotiUtm»m: ' a> nach: der man fiii>( lici •^n ^cnaw nach vns vnd vnser freiinilsrliadi. I Mos. 43, 7; sie werden forschen na:h dem wege gen Zioo. Jer. 50 , 5 ; tiehei hin vnd forschet vieiasig nach ilem kindlm. .VaUh. 2, S; nacfi welrhcr sfItLrkrit halicn f,'t'sii21). a ij ; Fraj^e «lif vni i- gen gesrlilerhte vn«l nini dir für zu forschen jre velcr. Hiob S, b. b) der soehe: vnd aalxten sich am ersten tage des zehenden mondcn zu forsehen diese ^ailicii. Rsra 10, 16, da fiir^rhel er von jnen die stunde, tu weiclier es besser U)il jm worden war. JiA. 4 . 52 ; der aber die hertsen forschet, der weis, was des geistea sinn sey. Rom. S . 27 ; sind wir nicht so gelerl vtnl Iicilig als sie, so haben wir den- uocli Hucii gewissen, die vns bewegen vnd treiben die warbeil zu forschen, dat dEieae wort CkrüH noch fest alaAen. (1527). I» iiij''. l^orticker, m. scrulalor: er (goU) ist «-in furseher der iiiercn vnd der bertzeu. eiu mterrieht der beiehtkiHier. (1521). aij'; den lerern vnd forschem der scbrim. Jen. s , I l'.l . I'arscknngi /. scruialio , erlurschung, mM. vorschnuge (Jfen. 3 . 3S9 ): das er in diszem fal seyn äugen tzuthut vnd eynfol- ti(kliihen solicher forschung abstehet, ob t/f'tnand nn glauben verstorben etc. (!523). Aij ; nach geschehener forcichung. var. su aposL 25, 26. Nnlf «. uMüd: es geHellelen sich ein l ind, ziepen vnd schaf zum lewen vnd zogen mit einander aufl* die jaget in einem forsl. Jen. 5, 271". geeehidUe mi elumologie ie» worlea #. bei Grimm wtb. 4, 3 f. Nrtf m. vadum > rm t. Vortj adv. porro, prorsus, protinus, mhd. vort (Ben, 3 , 380"), Mnweüen bei L. weh nocA diu urapHin^jlcftere fort fortan, furtgehen, forthin). 1 nhimlich : fort, an der rige her. Rro- laa)|MU uuis auch für s. Lucas riuhUtuel mit seiner teicbeley. vom abendmal Chritti. ( 1 52S). z iiij'' ; die bälgen walchcn >ieh ynimer fort vnd TitI sie an ila< vfor komen. au»kg. der euang. von oslem etc. (1527j. Digitized by Google FORTAN 694 FORTtiEUEN mehr Mj>Me itei rämmHehm fort s. hamaeh «nter «tni «ne^enliieAm nuommen- setsungen. 2} zeitlich, weiter, fortan: es eiierl vnd Schmarl doch jmer wider fori« Au 16. eap. JthamuB. (1538). Lüj*; sind auch werd» das man jnen in keinen andern LUchern noch Sachen gleube , \v(mI sie jmer fori vnd fort solche bticher tUrbringen, die sie seltis nicht gleuben. von dm eomdUji vnd Mrdum. (1539). Hj^; wenn du den acker hawen wirsl , so) nr ihr fort sein vermiii; '!! niolit geben, l Mos. i, 12; so wartet nu des diensls des hviiigihuuis vnd des dieusls des «Hart, das fori nieht mehr ein waten kome vber die kinder Israel. 4 Mos. IS, 5 ; irli bin fort nicht mehr werd, dii^ t -Ii kin snn heisse. £«e. 15» 19; wir gleuben nu l'uM nicht vrob deiner rede willen. Joh. 4,42. «nd so noch oß in der Udol. * iorUn (fort an), deinde, femer, anfangs bei L. noch ftirl an: adeli lieb*; Hnii) , sliiuk furt an was da slini kt. eyn sendbrieff an ^apttLeoX. (1520). Aiiii** ; md so ftirl an, niid so weiter, von «MlltfcAer vbwkeyU. (1523). Biiij''; im .ilttMi t^sl.inicnt losfti wir aiiHi , wie S.inmt'l jlzt zu Kani.i , jl/l zu Nobe, jut XU Galgai, vnd so furt an . . . vmbber socb. vnUrri^ der vtiifafom. (1537). Aij*; es verliefT aber das gcwcsser fort an vnd natu .ibo. I Mos. 8, FMidriBgM) tiSfMe «lyare. wdtor drln> gen: wenn er anhebt zu geissein, so drin^at er fort bald zum lud. IJiob 9, *2.'l: d«r leuifel weis seine argument wol an zuselwB vnd fort SU dringen, oen dier wki3Mmi$i§, (1534). Aii^^ Fortril, n. ulilitas, s. vortheil. Kortfabreii conlmnarej fortfahren etieat zu, Uiun. ■ a) vnd Hiob für fort vnd ball an lenie Sprüche. Uiob 27 , 1 ; vnd die band dtr kiiiiU'! Lm.'K'I fiir furt vnd \\ai. Et]'. Vohfjtm^f m. yrogressus: auÜ das die seichen vnd wnmler ein forigang betten. Jen. 2, 32**. . Fort jpbf n , weif fr fjt-h^n, porro darf. diesselbcn gabens (da^ g^iä} fort den zimmer- leulen vnd bawiculen. 2 cAron. 34, II. hrtgchnif 1) progredi, weiter gehen: ich wil euch ein bissen hrots briiiLMMi . das jr ewr herti labet, darnach soll jr fort gehen. 1 Mus. 18, 5 ; vnd sprach tu seinem knabcn , gebe fort, das wir hinsn komen an einen ort vod vbpr nacht zu fiibea oder zu Rama Mpüit n. rieht. \*K 13. bildlich: da er seuieo zoro lies fortgclieu, ihm freien lanfUeu. p*,lS, 50. 2) proeeders, fortgangt erfolg haben, ge- lingen : das ftrangelinm miisz yiu\ s(d fiirtgahn rundem bapslum iu Rome. i 1520}. Bj'; soll yhr schwermerey fort geben, das Chri- sttts fleisch kein ntttze sey, weiden bsM Manicheus, Valentin komen. 4ae 4kse worl Chriiti ele, (1527). mij*; es aol fortgehea Digitized by Google PORTHAUEN 695 FOIIZ viid g^lingPD , was er thut. der proph. Sa- cÄar/rt. (I52H). Vj ; al.er Ahilophel sähe, «las sein r«il iiiclil l'orl gofrangcn war. 2 Sam, 17, 23; erzUroe dlcli luchl vber den, deA stm mulwille glücklich fort gehet ff. 37, bellh dem herrn deine werck, 80 werden deine anschlege Tort gehen, ipr. 16» 3; vad der herr gibl gnade datu, da^i sein ril vnd lere fortgehen. Sir. 39, 10; verteilen da kh jung war. wolti mit mir nii lit fortgehen, wenn irh solle weih vnd kiud kleiden, so hatte ich kein geld. tischr. 53". 3)a6)re, weggihen: aber Judith betet vnd gieng fort mit jrer magd Arba. Jud. 10, II. f «rlteicn, forlu^titeu, sttneAmen .• fort- Ii Mif II yni glanben. die ander ep. Pctri ge- liredigl. (1524). kij**; vnd Jhesns htcl» fort au wetsheii, aller vnd gnade beyguU >iid den menschen. vor.sM£iie.2. &2. tmehitäMUhe Übersetzung des griechischen nQOH67nitr, l'orthin (fort hin. Tun hin), ron jetzl an, fernerhin, in poslerum : das ist sinl der zeit vnd fort hin in Israel ein sille vnd rocht worden. 1 Sam. 30 » 35 ; aulT das sich fort hin kein bawro aui wasscr seiner htfbc er- hebe. Ezech. 31, II; i< )i vvit meine sch.ife errellen aus jreni maul , das sie sie fori bin nidil mehr fressen sollen. 34, 10;daniinbbit-> ten wir, jr wolt also forlhia Irewlich an mir halten. I Macc. 10, 27: das geselz Mose gehet die jüden an, wilchs vns forlhyn (ye- druekt ist furbyo) nicbl uieiir bindet, t-ber dM erf le IhieJÜ Ifote. (1527j. Aiiij'; er haljnen gnugsam verkündigt vnd gesagt, wie es jnrn fotlfiiii };elu'ii solle in der weil, das 16. cap. Johannia. (lr);iS|. Ii"; förUii isl abgeredl, ila.sz die liäuscr, so jelzn an kirchen vnd schulen gebracht werden* forlhm bey den schulen vnd kirchen bleiben sollen, de Fonkonnien , proficere, gedeihen: vnd treibet die natur jmerdar solche neben zweig- lin vnd wilde reblin » so da wollen mit aaff- wacbson, vnd den rechten rebenjren safll vntl kl -^fVi neinen, d.r? sie nicht kotinoii f-Ti- kuuiuicu. das 14. t*nd 15. cap. Joltannui. (1538). dddiij\ fordeben, weiler Üben: vnd werden dtMiic worl boren, iiljcr nicli4s darnach Ihtin, sondern werden dich anpffeiffen vnd gleich wol fort leben nach jrem geiti. Xsedk. 33. n Vortmüiuieu , loncärls getrieben werden, ohne widerstand leisten zu können: da er den teiiOel so wejt zu gefattern gebeten hatte, das der pofel on ordenliche gewalt die hilder sollt sIHrnien, als durch golios <»c- pot gebeyssen, da musle er fori vnd das neben gepoi, das dran bieng. auch trejben vnd heyssen die lente morden, wiäir üe hjmi. prophHen. (152.5). Eij'". Fertpflsnzen, propagarc: docli isl die kirche aulls bliil gegründet, wirt auch mit blut begossen, beschneitelt, forigepnantset. tischr. 251'*. Ferlreden, weiter reden: wcnti ich fori rede, \vr>rden sie die heode aufl jren mtind legen, weish. S , 12. Ibliftiiai» abnUen, wgreiien: darnach reiset er fort bey nacht 1 Macc. 5, 29; mit einem solchen mut reisete der gantse zeug fori. 2 Macc. 11, tO. Fertücbllfen , tpetler schiffe»: vod sie schiflten fort in die gegend der Gadarener. Luc. 8 , 26. Nrtselxen: wie du sngst, das euangeliuin würde dadurch fortgesati^l, wenn man grossen herm etwas zu gut hielte , durA die inger sxhe, irer verscbonete. Jen. 1, 558^ dei Grimm, welcher erktäri: das ev. fortsetzen, es weiter verbreiten. forttreiben 9 pro}>e(/ere; vnd Judas ireib {trieb) das voick fort, das sich dt binden seiimet. 1 Macc. 5, 53. Fortwollen , in der negativen unpersfin- licUen redenxarl nicht forlwollen, non suc- ceäere , keinen guten [ortgang haben : c, 2S. ffllf m. crepitiis «snfrts .- Ja wcdos der uiyitized by Google FRAGE 696 FRAGEN Heyden Priapus wer«, der Hesse vielleicht eineu forU fnr . solch lmii Ircfllifhcn scfirprken. das ander leyl wiäder d. hyml. propheten. (1525). Mij*; wer einen fortz im korhemhd lesst. a«jf das vermeiM keiswUeh ediel. (1521j. Eiij'; wenn sie eiiieii jilileii liöroti eiiiett füi lz lassen, ton den jüden vnd fren lügen. (1543;. c iij* ; su {^ar einen f;t-osseu scheoslichen forU der bapstesel liie liet>faren. wider das bap8lHin zu Rom. (1545). Sj'; wo dir ticiiti ini r^illen ein fort/. »Mifrilr«'. tbend. iMiij^ ; des leuflVh lorlzr. i'benä. VlUj ; ein forU von einer «illfii sdw. wider ffaH$ WbnU (1541). Oiji^^ v§t. tun. Frage, f. quaesUo, mhd. vr;^gi' iBen. 3, ;{!»0). ahd. fraga (ü raff 3. Sl.> : hapsl vnd roiuanisien nit niugen leyden frag vnod er- forscbung des grnnds bepallicher gewall. vof» «Mn ^opf fwn tu Jtome. (1520). Bj^; vwr fraj;e, .so yhr anher gen Willemberg zu VHS geschiekl habet, nrmlicti nIt citn Christen menscheu gezyme zu Ihehen yiui slerhens leulllen, haben wir langst emprangcn. ob man für dem sterbett flielUnmSiffe. (1527). Aij* ; il.i k.iiii der schwermer abgoi zu ylir > eben luil dieser frag»* vnd s|)r.irh , wiiniinl» hat goll daä geboten ? das dietie worl ChrUti eU. { 1 527 1. q ij' ; da erhub sich eine frage vntcr den jdogem Johannis sainpt der. jiulen vber die reinipunp. Jo/i. 3, 2."); wnl es aber eine frage ist von der lere, apost. gesch. 1 B , 15; der törichten vnd vnoaiien fragen enUchlahe dich. 2 Tim, 2, 23; darumb bit ich ynn Christo, ewer prediger wollten sich der fragen \<>ii d'-n li-vligen yin hviud vnd von denlodicii enisclil.ilien. ep. an die kirch tu Brffordf, (1522). Aij'. einen zur frage setzen , ihm fragen , zur rede stellen : er wit goll nicht vnibcirckcin odder zur fragen setzen, warumb, wozu, ans wns nol , er iolchs hei.^.se ndder befellie. das diese wort Christi. (1527). qij\ Frngela|l|M , m. ^ questionum cenlo' (Grimm\: .ilie yhri* fra};e läppen, d.i >ic soibeUcIisch unt plelzen vnd flicken, ebend. m Vf. ftaigMl> tMf erro^re, pMtrere, praet, friigle, L. auch noch fraget, d. i. fragele, mhd. vrägen, vniuM ie {Ben. 3, 391*), ahd frigÄn frigäla [Graff 3, 811). ^ I l)ier frage «ufopncM die miwori , dsm 'irs en das antworten: frage ich aber, so huitworlcl jr nicliL Luc. 22, Ü8; ich frag«- sie, aber da antworten ne nichts. /e«.4 1, 2S ; soll ich denn jnen antworten, wenn sie mich fragen? Ezech. 1 4, 3 ; wenn man mich fraget, "o antworte ich also. I Cor. *> . 3. 1) die person, weicht- gefragt utrd, mteht m aee.: vnd sie gieng bin den berro tu frag eil. l Mos. 25, 22; frage deinen vater, der wird dirs verkOiidigcn. 5 Mos. 32 . 7 ; icli wÜ dich fraf,'pn, lere niicli. Uiod 3b, 3; vnd sie fragten jn. Matth. 12, 10; da^ er jnen snbfirete vnd sie fragete. Imc. 2 , 4 der (weder) nach goU uoch nach menschen fragU das ander teyl teidder d. hyml. pro- fJketen. (1525). Ciij'i e& ist beides ein wiM reuhiseh volck» dn nicht nach heusem finget t sondern wie du vibe wonen «ie ynn hatten, das 38. vnd 30. cap. Uesekiel. (1530). Aij''; {der vceihbUchof) fragt ktin bissen darnach, wie vnd was uiau predigeii ■olle. vermamNife an ü» gtUlUchm. (1530). Gj*; endlich thet jn der bajmt in den bann . da fraget er nichts nach, wider das baptium zu Rom. (1545 . I>ij''; da fragen wir nichts nach, von den ieizien wortmDoMidt, (I54S). Jj*. b \ von etwas fragen, «m etmu «r- Huiulirjfn: \v>mh! ili»^ leule am seihen ort frayleu vuu seiuem \Yt'ibe, so sprach er, sie ist meine schwester. 1 Mos. 26, 7; gotl wird sie von diesen stadten nicht fragen am jOngstentag, sondern von den kindem, die er jn befoUieii hat. Jen. 4 . 524'. c) fragen uui (vinb) etwas: lia mügen .sie kuaben von »id»en laren vmb fragen, das ditta worl Christi nocft /aa t «faftan. ( 1 527). ciiij'; das voick kouipt zu mir vnd fragen gott vmb rat. 2 Mos. 18, 15; frage docli heule vmb das wort des lierrn. l kön. 22, ä \ frage die priester vmb das gesell. Hagg. 2, 12; da er von dem volck ins haus kam, fragten jn seine jttngei vmb diese gleichni»?. Marc. 7,17. 5 ) fMl f olgendem direclen oder indireclen fragegtUs : Pharao fiaget Jacob, wie all bistn ? 1 Mos. 47, 8; fragt jn Micha, wo kon | in her? rieht. 17, 9: vnd da Eh das laut schreien höret, fragt er, was ist das für ein laut gelOmel? l Sam. 4, 14; auch fragten wir, wie sie hiessen. Etra 5, 10; vnd ich fraget sie, wie es den jflden gienge? Neh. 1,2; vnd fragten jn , wie das ttigangen were, waromb jn die Assyrer gehengt, bet- ten? JuA. 6, 9; vnd fraget, ob es abo wäre, oiter nicht? 2 Jfoee. 3, 9. dUsem fall verbindet sich gern sprechen mit fragen : vnd Jacob fraget jn vnd spracli. 1 Mos. 32, 29 } da fand jn ein man , das er jrre gieng anff dam fdde, der fraget jn vnd sprach, wen sttchesttt? 37, 15; fkagal er aie vnd sprach. waruuib seid jr heute so traurig? 40, 7. 6) unperOnU^, es fragt sich, i$t die frage, ist noch zweifelhaft: es wird sich fioilicli fia^Tii, uh wir hierin rfclii \iul fug geiiabl liaben. exempel einen rechten christl. Schaff ut weihen. (1542;. Aiij''. 7) rmlenaorl: wer viel fragt, wird vnge< nein, das dit'Ät worl Christi. (1527 ). eilj'. t'riigf iisMcise , in fragform: vnd mag dudi uiii frageiiswey&e gelesen werden. der proph. ifatocuc. \152C). ij''; er redet fragen» weyse mit goll. ebend. Praser. m. wer fragt: «if die lni^.^olllal lies ri.i^t'i> , also sdl .nirli >eiii die misselhal des proheteii. Ezvch. 14, 10. die hub«», «jtt «miten JIAetn imd Main $e$thafler deutscher rolksstamm, dessen spracht' L. in den tischreden 432* a(a grob vnd viigfliörtel bezeichnet. Vraukfurl , stadt am Main , entsleUt au* Frankenfurt, d. i. der Franken furl, tthreiht L. Franckfort. ebenso frauckforler etott frnnkftirl<'r , 6. fi anckforier messe, ein btieff an die zu Frankfort. (1533). Aij ', «ou- fOr in den Usehr. 129* franckfurlische messe. Prankisek, frenkiseh, francieus, mhd. vrenkiHch (Ben. 3, 395"), ahd. frenkisg [Graff ?> . S2>jj: wie wir sagfn , die Stadl lät kuifuisliseii , Jiszü ist bertzogisch, die ist frankisch, von dem hoftttm s« Aome. (1529). Qj''; der frenckisch adel. obknegs- leutle elc. (1527). Üij*; er woU pcni nicht viel k()>i lasüoii drnufi' gehfii , damit i r nichl crgcriicli were den frenckisciieit knalieti vnd knappen. Burhhardtt hriefv. 151. franse (fransze), /. 'faden-, troddd- saum' i Weit/ and ulb. I, !J(i2(, in folgen- der üielie bildiich: du iier sind komen szu viel parleycu vnd izipflel vnd franszen der slifll vnd klosler ynn der weilt, aurieg, der fp. vnd euang. des aduents. (1522). Kq*. — ror. incip (cut. ante lal. güj''. fransen redimculum. atw /rani. frange, itai. frangia. Fnuuwa, m. fhmeo^aliiia : vomher^og der Atrsl von Venedig, darnach folgte der Frantzosz. iMcAr. 439''; nu aber, weil er {der bapsl) sihet , dasz der keiser für jn slreilet, üeubei ers coucihum, macht jm eine s wickmOhle awiscben dem keyser vnd frantto- sen. ak«Hi. 249^ — mhd» Franzois» Fran- Digitized by Google ■ 698 FfiAU teya (Bm. 8, 395*), «w frM». Fran- die Vrauosea, morbtts galUms . tmt- ieuche: franUosen, leuse vnd aiidur krdiii'k- heit iuii. ebend, Innsosiseh, dottelbe.* weoii yrgcnd ein weltlicher herr were, der sich so ÜeiT herun- ter liesse , d,)s er zu eynem «liebe , ruUWv mörder oddcr rranlzosischom iiipnsi lien &a- gete, du bi$l mein brudcr. das were gar eyu gros ding, üusteg, der evKmg. von oafem. (1527). Aiiij**; woiin ich riiliter were, so WoU itb eine sulclic l'raiilzoj^isrlio (Jen. 1 17'' französiclilei Inn«' redcni oder odeni la!i»en. iischr. 325'; iränlzüi»i»ch vnd auh- selzig. W\ e^. rranzOaichl. Frnsi, ^fras), m. in doppeller bedeuiung: 1) da.i fressen, die fresserei: dis wcnk der kcusciu-il sul bestehen , i)U U eibl a> zu vielen aoderq guten wercken, zum fasten vnd nestigkeil mnder den frtss vnd iraacken- heil. Jen. I , 286" ; darumb sage ich noch, das ich jnn dem gaolzen bapslam meia leb- tage nie keine fieleB gesehen habe, die redit chrisllieh gerastet were, sondern eitel schand ft\s\en vnd fr.H :iti si.it dcsTastens. das 5. 6. vttd 1. cap. s. Mallhei. (1532). k iij^; jr benchler. die jr die becher vnd schflss^ aus- wendig' rcinbcb haltet, inwendig aber iaU vol raul)C8 viul Trasses {erste ausgg. des n. (i'st. vnreynes). Matth. 23, 25, wozu L. in der glosse bemeiki: wil sagen, wie sie alles SU sich gerissen vnd im sause gdebt haben, iiichls darnach f^'etraget, ohgolt oder die s»'t li'ii lilirlion , dn' s: fressige, seufferische, vn- zuchlig brudersehafIL eyn sermon v. d. hocfnrrrdi);en sacrarhent. f 1 5 1 9). c ij'' ; ein fre>Mj,s Icwr. var. zu b Mos. 4, 24 , wo die bibel hat ein verzehrend fewr ; drobeu hat er golt geoennet ein fressiges fewer. BiH. 1 , 500*. Fratie , f. posse . albernes gerede : vnd spcrl dem vulck das maul auil mii ^^olciieu fawlen fratzen. vom der deloM* (1521;. f ij^; das sie yhrer tyranney mit faulen losten fralzen belflen wollen, von menschen leren zu meiden. (1522). Ctj'': lame, schale fratzen. eyn schreckUch geschieht vnd ge^ riekt.i 1 5 2 5). Aiiij'' ; aufi das ich nicht auch itim Stil Weimer werde vbcr so losen faulen fratzen. dan diese icort Christi. 1527 ) i ii/; wo d( i (^irdinal seiner htnilii arguiuent sich zu u Osten wüste, würde er sidt solcher faulen fratzen gescbemct beben, leuler Ambisefto/f zu Magdeburg. 1 1539t. Ciiij*. Kran (fraw^, f. domina, femina, mhd. viüuwe {Ben. 3, 4 Ib ahd. frouwa {(iraff 3 , 805). L. hat neben fraw noch oft den nom.ig, frawe («. b. die frawe. 2 5m». 20, 17 ; eine .>chiM|ie ttfrichte frawe. vou ä«n Jüden mdjrenin0tn* 1543. üüj*; die gute Digrtized by Google FRAUENBALG ' 699 FRAUENLEIB frawp Hanna. Bnrkhardi M*fw. 274); die obliquen casm hir-hni stPt\' schwaches frawen. — über den ei^mologisi hen Zusam- menhang des Wortes mU froh vgl. Grimm myOud. 191. 277. bedeutungen. 1) domina, herrin: S;»r,i .ihor iK'issfl ^in noch mrini' n^iicdiVrr fraw were. vnil icli \v iliciien ransic imii-sie). Verantwortung der außgelegten aujjrur. (1533). EHij"; vnd brachten jn zu der kOni- g\n llalani, die zu «ler zeit das land Israel jnnf fi.'tUi', viid spracluMi zu jr. gneg iiJ^ 2)faltfl•, fl^e/ro«, lUBor: eyn edellman feinen feynd Heng, da kam die fraw dee ge- fangenen vtiren man zn lOszen. von irrltt- licher rhi'rheyit. ( I523(. F5'' ; 'irr di iiif .son von d(;r andern frawen ist uiil Ual/oii, springen vnd hofieren vmbgangen. vbwdas I. buch Ufo.so. { 527 ). Rj* ; Caleb zeugel mit ( niil fehlt tu der amg.vA 5 1 5 1 A si 1 1 >;i s c i i n • r fr .twov. 1 chron. 2, \H : vnd er {Saiomo) haUc moIm ii hnnderlweibcr zu frawen. 1 fco'n.l | , 3. lieher giArawM L. In diesem rinne weih (a. d.) 3| einf etvtodisene person weiblichen geschlechts : ok t'ohet mir nnch doi* fr.'iwfn weise. 1 Mus. 35; es isi kein zorn hfter als der frawen lorn. Sir. 25, 21. Franeabilgy m. wie mag eyn reychoi frawenkremcr seyn in drr wfllt , denn t vn bischofl? wer wollt nu die geystlichen vellcr (väter) verdenckcn, da« sie hurerey 110 lassen vmb gellt, vnd lebendige frawm belcke verkannVn n I die efalichen wcvImm verpi' tcii. Im \ lin nirlii i,'«dlt tragen "? widder d.faUch genannten geystl. stand. ( 1 522j. <>ij''. Vitncnbaif h, m. sind das nit edle thewre frawnrihf-iK ho . dio man tzweymal des iaras kennen mii--z. ehmd. Giij'. Frauenbrusl; f.mamma mulierum: wilchs ((Aier) hatte einen eselskopff, eine frawen^ hmst . . . ausleg. der ep. vnd euong. vma aduent. (152Si. F'.'. Pruenfleisck, n. wie ist der Mahmel in ( fiii fciw onhut, stehen III cmer ii.irri'iik,i|»|ien mit einem nifsrrnwpitel Mid der frawen hüten, wider Hans ^orst. <1541). Nlij"; ventagler frawenbul. ebeiul. Fraaenkloster , n. monasiprium ffmina- luth: ich hynn, gottlob, diszc drei lar ynneo worden, was ynn der wellt ausser dem Be- stand ftlr keuscheylt sey, aueh beyde ynn man- vnd frawcnklostcrn. das 7. cap. s. Pauli zu den Corinthem. ( I 52^^ i. Vii Frauenkrämer , m. der mit frauen han- delt: dem allerheiligslen vater, dem papst, stdlin ihr peld gegeben haben, und demselben liMucnkriiiD'T •>;(>li-ln' riiuic ;ili^'<'k,-infl viid lit^- zahlet liahen. de Welte br. 3, b'S. s. auch frauenbalg. FnraettIcAy m. vielleicht gedenckt er mit s*-vn*'ii iMidiii.il''ii , wcyl das ablasz abgebet villi vipj melif nlilinirlis geschieht dem aller hcyligsten siuel zu Kern, wolle er frawen 88« Digitized by Google PRAUENLIBBE 700 PRAtlBNZIMIIBB Irvbp desi.- iliewrcr verkeiifen. ein sendbrieff an Jhnn mti Srhleinitx. (1523)- Aij**. Fraueuliebej f. kann sowohl die Uebe det weiMidun jpmidUedkf« tu dam mätm- tiehen. als auch die des männlichen zum weiblichen geschlechl a%isdrücken . irh 1i.i1>p grosse freude \m\ wonne an rtii g«>h:ilii, deine liebe hl mir sondeiiidier gewesen iteiiii frawcnliebe inl {wUg* «tnahilis super arnnrom mulienim'. 2 Sam. 1. 20; »n win! werler frawenli>'hf' nocti {Mni?«"^ uniics aclitrn. Dan. 1 U 37. mü ^t'xu^ au/ {/i^sf .vie/^e .vayf L. Ir 4tr verr. . Pnineiinst. f. dolus, aslulia muliebris : es ist kt'iiif Ü-! ■ lit'r frawen list. Sir. 25. 10. Vrfteeniesi , aielebs . ehelos : denn dei - selbige prophet ( Üaniel) spricht, das der cnde- chrtsl solle stehen «uff den sweien sUlcken abgalt vnd fraweidöt Wesen. Jen. ß. 177"; das frawenloit «resen oder ehelnjt leben, ti. 177\ Vniueunenu, m. yvyutxnxQUTOVjntyo^, em an da» leetdÜeAe fetehUeM hingegeke' ner: W9» sollt ein bild eyn^z nackten schanilp.nrn iunirlinp"; a»i«l-^r-< deuten, donn eynen lauUern man lallen vnnd vnzüchtigen liniwen man? leMer den f«U»eh genonUen gegaÜ,9tand. (1522). Ciij''; wenn ein man hingienge vnd wüssrh^ . Yij\ Vrauenräaber, m muKerum raplor: die [•faffen, so frawen reuher, ebeschender vnd hurnieger sind, eine bericht. (1S2S). Biij' ; frawen reuher vnd megdescbender. wnr, L't mtf die schrift Klingebetlt vorn priexier ehf. f152S). Äiiij'' Vruenrecbl, n. privilegta muU^t-um: mansreeht vnd frawennH^l. da» 5. 6. tmd 7.eap.».MaUk»i. (1532). fj^; baustrecbt, fr,iw»>nrt'rlil . lorhtrrrorhl . Eisl. 1, 493''. I^rancnscbänder. m/qui ft-miitis siupntm afferC (Grimm): Mahmet aber ist ein ab- gftlüscher, ein mSrder, rrawenschender, reuher vnd aller lasier vol gewest. verisy. iJfs iilroran. (1542). Rij". Krauenstand. m. malrimonium : aber nichts deste weniger ist frawenstand, knecbt vnd magd stand vnd alle anipt glttcb wol goiies stifll werck vnd Ordnung, das man kinder rar «dbulen kaUea »alt», (1530). Gij'-. rnuiensnchtigt «ultcreraa; ob sie idi» rendimUenen t eumuAen) wol vntffciilig sind Izur pIio , szo sind sie doch büszer lusl nicht losz vnd worden fraw^ensuchtiger denn vorhyn vnd gantz weybiscb. tom etlichen leben. (1522). Atiö". Frenenvolk. n. se^cM» mvliebris, da» toeibliche geschlechl: vnter dem frawen voick sind vnser aller mflKer, sohwesler. weiber, töchter . . . antii begriQen. ron ehe- •aeften. (15^). Giij"; xulelBt ist «ach hie das frawen voIck mit jrer nerricbter kinder hoffart. ausleg. der ep. vnd fuang von oslemelc. (l.'S44). m ij": da gibti^ vud le>:«et .sich scbindea. sonderlich wenn es frawen volek isL amieg. der ep. tmd emaag. «mi aduent etc. (1528). F5". Primenwlrlh , m. leno, huretnrirth • wa- rnndi sehen die gemeyuen frawen wirti ml gern, das iunge knaben eblicb werden TwMer den faUeh genantten gegtlU «land. (1522). traiieniimmer . ». bezeu hnei hei f. I i das frauengemach: vnd der i^oaig be- stelle scbawer in allen landen seines fcdMg- reichs. das Sie allerley jinige schüne jung- frawen /nv:imf>!^ bringen gen schlos Su»an ins frawenziinnier. Esther 2, 3; vnd er ibel sie mit jren dirnen an den besten ort itu FRAULEIN 701 FREI fniiraihDintr. 2* 9 ; giftiefa wi« im fnwen- zimer aUes eitel gold vnd seiden ist. gl. zu ps. 45, 14 : oin rhri«tlirh still frawenzimor, ila» €ineti) kloster (wie man zu rhUmen pflegt) gleich isl. md«r Hans Want. 41541). Miij"; der ihiirf'ilr^l hat •Tsllich spin gciiiüliel, (farn.-)«-)i etliche fUmlin ioi fritwcnziiniiKM . itsrhr. 3 I 2*. 2) die in iUe$em wohHende» (vauen die VftiMidM ümundMß, da» gefolgt der furstim: keine keiserin inii jicm gatitzen frawenzimer. das 5. 6. ttnd 7. cop. «. Mal- ihei. (1532). siiij'v FrailelB (frewliuj, n. 4Mi. tu frau, mhä» frauwelln {Ben. 3, 425'), gtgentau V. mannlein. t ) eine person weiblichen gcschtechts : vnd schufT sie ein menlin vnd frewlin. 1 Mo». 1 . 27 ; aber von anfang der crcalur hat sie goll geacbaflen ein menlin vnd frew- lin. Marc. 10, 6; vnd villeyrhl besser weie, (las uienhn helt Izu weylcn eyn frewlin vnd das frewlin eyn hüben bey sieb, ausley. der »p. vnd »mng. 99m ^mtag. (1522). qqi| ÜQ* ; sind es flieht rechte maulaflen? was können «sip , denn nur fiflti<;rh fienp^r vnn<1 feyne frewlin reytlen? wider den falsch ge- nanUen geysü. Bland. (1522j. Cj*. DwmthUrweibdun: vnd du soll in den kästen thun allerlttjf Ihier von allem fleisch, ja ije) fliii p.tr, mpnlin vnd fimvlin. das sie lebendig bleiben bey dir. 1 Mos. (i, 19; aus aHerley reineoi vieh nim in dfar. Ja aieben vnd sieben, das menlin vnd sein frewlin. 7 2. Fraulieb, femineus. mhd. vruuweiicb, vröulich, vrouwenUch {Ben. 3, 425''); fs bat c. b. r. g. gesehrieben der herrog au» Preusxen fur die gote fran Rasiiien Axt. wie Ernst von Sehönfeld ihr brudcr muthwillig- lich ihr furhäU ihr tochterlichr* oder frauliche gebühr ierbtheil). de Welle br. 5, 290. Vrccb (vrecb), andaat» ptoenx. mhd. vrteh (Ben. 3, 396), ahd. fröh {Graff?,. 79v^) , gnih. frik^ 'in h\h'i\h-\k^ yeldgiinhji wahrend mhd. die günstige bedeuiung - kühn, mMhig, tapfer] vorKtrr»^ Ub»n»iegl nhd , aneh M L., iNe iUtU bedeiUtmg (verwegen, allsu frei, schamlos j: du fredicr, vnfeyger helt. aii^ d«f bock» tu LeypUick «aUworL (1521). bi)'; wenn golt nicht zumet noch strain, sondern piht gnutr vnd thiit vns wol. so sind wyr so frecli . kiltie , stoltz vnd thürstig. das niemand Itan mit uis aus komen. der proph.Jona. (1526). Giij^; nur das man nicht »icher vnd frech werde, vber das erste buch Mose. (ir)27). v iiij* ; ein frech volck. das nicht ansihoi die person des allen. 5 Mos. 28, 50; es sind eitel ehebrecher vud ein vrecber baaffe. 9,2; vreche hurerey. 13, 27; nach diesen kOnIgreichen . . . wird aufllomen ein frecher vnd tückischer könig. Dan. 8. 23 : denn es sind viel frechen {var. widderspcnstigc) vnd vnnlitie achfvetxer vnd verfarer. TVf. 1 . 10; falscher sauge, derfirech lugen redet, spr. 6, 1 9 ; wer lügen frech (var. frey) redet . .vird iii« Iii enlnnnen. 19, ü: ist deine tochter nicht scliamhafllig so hall sie hart, anfl das sie nicht jren mutwillen treibe, wenn siesofrey ist ; wenndtt merckest, (1.1s : . goih. hn^. \) frei, unabhängig f selbständig, unge- bunden, los, im gegensalz de» »daven, leibeignen t untergebnen, gefangnen. II wenn ein man bei einem weihe ligt villi sie hrM-MpH"! , dir .-■inc leibeigen magd ist . . . das sol gcstralU werden, aber sie sollen nicht serhen , denn sie ist nicht frey gewesen. 3 Jfo«. 19, 20; bistu ein knecht heruffen, sorge dir nicht, doch kansl du fi »^y werden, so brauche des viel lieber. 1 Cor. Digitized by Google FREI 702 FREI 7> 2t ; «lenn wiewnl ich frey hin vmi jeden* man* hah ich doch mirh sflhs jodcrnrnn zum knpchic gcmaclil. 9, 19: dio hnfcjunrkern vml amplleute sind gerne frey vnd wollen li<>ber s^»«r kerrn in lande «hu. dCsr 1 0 1 . ptolm, ri534). Pü]**; er (gotij ixt frey vnd vngobiindpn allenlhallirn wo er ist. dos dier, dii* jr Imftel frey siegehen. das sie jr Relbs eigen wcrcn, 31 . 1(5; vnd jre inagd Abra machet sie frey. Jud. 1 6, 2S : SO ench nn der son frey maehel, 50 seid jr recht frey. JoJb. 8, 86. d) siiftsfiinth-isch : wer ein freier herulTen ist, der isl cm knechl Chrsiti. I Cor. 1. 22; hie ist kein knechl noch freier. Gal. 3, 2S ; denn es stehet geschrieben» das Abraham 7.wen sOne halte, einen von der m.igd, den andern von der frrirn. 4, 22; .iN dif Trcien. vnd uichl ab hellet jr die freiheit znm deckel der bosbeiL 1 fVI. 2, 16. 2) frei sein, «fieerp/lieftlel. tmrerdtmden xein zu einer dienstleislung , abgäbe Mr.: wenn jemand newiirli rin n-rili LTnomcn Ii.tI, der sei nicht in M. 3 ' frei, i*jf/i/ eingeschiossen, offen, aper- tus. palena. a) vnd lasse den lebendigen vogd ins frey fehl fliegen. 3 Mos. 14,7; opffer . die «ie anfl dem freien fehl npffem wollen. 17. .'); vnd er fürel jn auö einen freien platz aulT der bnhe Pisga. 4 Jfoa. 23, 14: einfroer ranm. Ezfch. 40, 2. b 711 (Ir-r Zeil wird d.is h.ltis ftauid Ii-' bflrKcr m ieriisalein einen fr»'v nHencn Iwn haben wider die sUnde vml vnremigk»'iL Sarh. 1 .3 , 1 , «eoaii e« in äer mi$te§. dkm propifcefen hehzt: es sol ein frey ofTener bom -^r>}fi . vderman dnr c^'^^-I'Hn /nm b.ide vnd wasschen, otchlmil «lern vorhofe versclirencil win der priester wasschfa.« yra alten ^pseit. ier pnph. Sai^wrfa. ri52S>. HhiiJ'. 4) in freier traft/ und willkühr nlfhend, ungeztcungen • ;)hI,T.- i«! frrv vnil >v»lli-ng idas lösen desset^fen steht in juicrmans freier traJU tmd witlkihr). mterridU 4er heirhtkinder. (1519). Aij-; ich lass yhfl die frev uale. ron dem bapstum zu ftnnf. (15201. H:' : f! K fff^f» niangehsch levhHi. ron kavffuhatKiiuHy rnd tcueher. (1521)- ('j^ ; eusserlicbe freie siadte. ron dm een- rilijs rnd kirchen. (1539). kj*; ewre freie geldbde, t . Sj'* ; mfllige vnd freie herlzeri. J»'n. ;i , '.'>2^'. 6} neben ^eser edlen bel. eyn sermon von ä. ti. le^l. (152U). Diij^; es hat zu weilen ein frey weih üulclic gute, art an sich , als sonsl kaum zehen elir^ liehe matronen haben, vom kriege widder d. T. (1529). Diiij*; der TiinUfn ehe fast gleich üihel dem zilchligen leben so kriegs- koecbl füren mit yhren freyen dirnen. ebend. Diij**; die jaden meinen, sie {Maria) sey eine freie dirnc. ein hrieff an die zuFranch- forl. (1533). Rij* ; so f?ar keine zuchi oilci ehelicher stand bey den Mahiuetislcu, sondern eitel frey huren leben da ist. vefUg. des akaran. (1512). Vij''. 7 ) noch ein paar besondere In'isjiielt' des grbi auch» von frei a) jiebi'n einem subsl. : ton dem bei gebun thriUi J^n weisen er- tthiencnen stem «a^I L, n $ey eyn freyer Stern pweeteii, der j^iuh heben vnd sencken, ynn allr urll wencken hall inugen. ausleg. der ep. vnd euang. vom rhrisllag. (1522). hhh ij '. — die für&iea und jilende des reiüis begdtrten «om dajwt ein frey, christlich con- ciliuni, und L, erklärt dat loorf frei Jen. S, 231*: das im . oncilio die znnfjeti und nhren frey sein sülleu. ila.s ein jederinan frey niügen sagen, klagen vnd antworten, was zur Sachen dienet ... in Sonderheit aber vnd für allen dingen, das golles worl oder die heilige schriin frev vnd vntierlnindfn jn-n f^.'uip vnd recht habe. — ein frey sicher geieil. 2 Äfacc. II, 30. b) neben dem verbum: da ward Jonathan vpd Saol irolTen , aber das voick gi«9g frey aus. I Sam. 14, 41 ; wer hal das wild so frey U»vn ürlicii? Jfiob 39, .ilicr du Icssesl SIC frey gelicn wio srhafr. Jer. 12, 3 ; mein blöder vml armer gcy^l hat müssen frey stehen alls eyne feilt blume. eyn brieff an die /tirsfen an ^odUen. (1524). Bj«. S) in beiug auf die ßgiu^ if( nocb mu bemerken , dasz a) frei nur noch seilen den gen. neben sidt hat: also ist ein Christen seinet h^bcn aUes dings frey. gl. Sil MaUh. 17 , 26. b} ofler tcird dieser gen. durch praepo- siiionen ersetzl: das sie vnler euch frey sv'wn für dem blulrechcr. Jos. 20, 3. belege jur die terwendung der praep. von tfttrtfen schon oben 1, b gebracht. Yrtl, ndl. tibcrr , unbehindert, offen, ohne rüclihalt, ohne scheu, wf^für in der äUeren spräche nur vriüche, frilicho vor- kommt: wer warhalllig ist, der saget frey was recht ist. spr. 12, 17; niemand aber rcilcl frey von jin, vmb der furchl willtii fm den jUdcu. Joh. 7, 13; bislu Christ, su sage es vns frey her aus. 10, 24; vnd er war bey jnen, vnd i^eng aus vnd ein su .lonisalcm vnd prediget den namcn des herrn frey. apost.9, 2S; wo vr {der glaube ) aber ist, üa machl er kun vud turstig, das der mensch frey tbar sein nodt got furiegen. euang, von den Heiken auisetzigen . (1521). Iij' ; (lux craus damit vnd frey bekand. der proph. Jona. (t.^2C»i. Fij*; wir scIiciihmi vns doch nicht frey otieiiilH'h zu bekennen vnd golt die ehre geben, wo wir vorzeiten geirret haben, dae edißne etntfUemni. {\:>:\0:. Giiij . Ireibofk, tu. rar. zu 3 Wo*. IC, S. 10. 2b; der bei der ftivr des veisöhnungslages mit den Sünden dee voüu dm isasei SMj^e- schichlr bock. I'reidig, mhd. mlIcIlc (Ben. 3, 397). ahd. fieidic, freidac (Graff 6, 792. 793) urspr.^ flürhlig, abtrünnig ^ dann über- miUhig, keek, tei^teimiiff, ffekrouehi, L, häufig, und zwar in der seihon mM. for* handenen ht di ulung kühn , mnlhig , dreist, iUversichHich. wie schon im l^. jh. freide K wmI iinitig machen , wie man »iliel au i>t>uicu lyrautieu vnd rollen, welche siud allzu freidig vud trotiig. dM 14. mtd 15. Jotomiiff. (1538) . Dd iiij^; weil der haulTe vnd anhang gros vnd sie pdf vud gut, land \nt} Ictiic, hämisch vnd wehre gnug haben, das inacket sia kecke, slolU vnd freidig. der im. ptaim. (1539) . Fiij^; der baroster erwürget das grosse pferd , es sey so freudig . reisig oder beissig als es wölle. tischr. 5S\ b) freidige lewen. weish. Ii» 18; eiu matiger, ft-eydiger mm. «tn« heerfredigi. (1529). Ciiij'; vnd werden iO stolze , frei- dige geisler draus, die niemand \Nciilitn, norli fineii meislor leiden. ettUcht schöne predigten. i;15H3j. Aiij'' ; die kun^l kau er rder lotf), das er die aller stoUiesten vnd freidigslen vtnagl vnd feig machet, das 1 5. eap. der ersten ep. s. Pauli an die Cftrinther. (1534). Yiiij''; runi bann gebcircn feine gc- hertzle, freudige vud verslendigc {jfarrhcirn. Utekr. 178"; das «nacht ein thOrstig vnd freydig herlz für gotl. vier tr9tU* psalmen. <\ 526) rTÜii' ; die jfUlen hatten eine freidige zuuersithl zum lierrn. 2 Macc. 1 0, 2b; mit frei- digeoiaufllhttnoiehies munde*, ^pftet. 6, 19. 2) freidig alt adn,: denn der kdnig weis seklis wol> lu welchen ich lirtidig rede.l ojpoff. 26» 26; auff das ich darinnen fireidig handeln möge. Eph. 6. 20 ; freidig trotzen. ettliche ichöne prediglvn. i lf>3.'?). Hj\ da« mau vun dem lieihgen geist nicht so trotze vud freidig poche, ausleg. der ep.vnd euang. voHOBUm. (1544). Ziij". Dwcn FreMIgkeh. f audacia. kUhnheit, muth, freimüthigkeit, dreistigkeit, luversichi. mhd. vreidicheil (J^en. 3, 397'): seine freaUgkeii ist wie eins einhom. 4 Jfoi . 23 . 22 ; sie »ahen aber an die freidigkeit Petrt vnd Jo- hannis, apost. gesch. i, 13; vnd redeten das wort gölten» mit freidigkeit. 4. 31; ich rede mit grosser freidigkeit za euch. 2 Cor. 7 . 4 ; so vns vnser herti nicht v«r- (Uimpt, so haben wir eine freidigkeit zu ^'olt. 1 Joh. 3, 21 ; darumbdass sie grosse schlachte gelhau. viel ermordet vnd yhre manlieii vnd freidigkeit mit sUeileu redlich beweiset ha» ben. der 82. paolrn. (1530). Diiij«; es mus nicht sein ein szM'n*i , vom tod .lulTcrwpcki , von snndcn gcfreyel. vom abendmal ChrisU. (1528). Fiiij''; was sind aller well scheue gegen diesem sehals, der da heisat vergebnng der sundcn , dadurch du von des tcußels, lods vii] der lu'llon i-fvv.ill vvirsl gefftMcl. sulo predigt auff der kinderlauffe. (154Uj. Kiij'* ; von allen gesetsen gefreiet Freien (freihen. doa T, eap. s. Pauli an die Corinlher. 1523. Bj'). heiriilhen , so- tcohl von (Ifr (ran für nubere , als rnn dem manu /ur uxorem äucere gebraudU: las aie (die fffefcter Idaphekad) freien, wie es jnen gefeit, allein das sie freien vnterdem ;,'rsrlilf!rhi des stams jrs valers. 4 Jlft nichts anders ist, denn das ampt eines Freiers, swo hochzeitpredigten, (1536). Diij' ; dis senden der aposlel isl nichls an- d«r$, denn A»* wir antTdeudsch sagen, freier ans Mrhicken . die vmb die braut werben . Fiij\ 3) prtvUegium: diese ewt'r Irewe wollen wir verb«Hcn vnd euch viele bürden erlassen vnd mehr freilieil gehen vnd- gnaden Uiun. 1 Jllacc. 10, 2S; es sol der Icmpel auch diese froilioil hahon, vvor in inciiu'ui ^anl7.en kiinigreicli eine strall'e vcrwirckl hat vnd lliehet in den temi>el, der sol dd sicher sein. 10. 43; des ehret sie Antiocho« hoch vnd gab jnon gros gut vnd viel freihcllun. vorr. vber den probtet DameL ßindseil 7, 373. 4) tcktUxart, asyl: ds das Onias erfur. begäbe er sich an einen befreieten ort zu D.iplmo vnd slralfot jn ( Menelaus), aber .Me- ' ncjaus kam zu Aiitlrunico allein vnd ermanrl ju , das v.r Onuin fallen soll, das ihel er, vnd gieng zu jra vnd beredet jn mit listen, das er .ms der freiheit au ju kam. 2 Jfoce. 4 p 33. 34. 80 Digitized by Google FllElllEKH 706 FREMD Prtlhcrr* m« baro, mM, vrtherre (Ben, 1, 6(57' i: er iii;i-s ii.irh iteincfm Willen vnie li;»ii2cn bis autts frey- jar. Ksech,4G,n. vgl. atteh eri»&i}ahr. freilich, 4hI«. uUque, amnino, aUerdinge, gewislieh, iichertich: a) jr wenlet freilich zu jiiir sagen clis spricliworl , arUl liilifdir seliier. Luc. 4 , 2a ; «ilier Uiesü geysl«r at'liten freyliclt roeyner dolmelschung nichts. Widder d. hymt. prophvlen. (1525). Hj*; r< k.iii rii'yii«.li di"* w.iKisches raclipn iiiclit aii(li'i>.: ilt'iin eyii sihifi klicli hilde gcwcscii sejii. der proph. Jona. (Iö26j. Fiiij''; darUmb tarn Lemeeii fireilicli eine grosse bossheit an ylim begangen haben , weil es ilie scliriri ^0 aiiirmutzet. vber das erste buch Muse. ( 1527J. Hij*; seine liebe mutier, ilie heilige iungfravv, würde sich freilich niclit eben zu dieser' stunde ta yhm ge- nüliget haben, wo sie nicht etwa eio ernste ^)'li<> bette anzutragen gehabt, von der suitäe Widder d. heil, geist. (1529). Dj\ — b) isl golt aHeine der Juden gott? ist er nkht auch der beiden gotlt ja freilich auch der beiden goll. Rom. 3. V.). Vrcisladt (freie Stadl), /. 1) eine der sechs levitenslädte, in wtldicn der unschul- dige mörder eehute gegen den bbUrädter fand, usyl: die freislad {var. freie slad) tier ludscideger. Jos. 1\ , \2 \ ilit? ficislaill fiir «lie lodschleger. 21, 27; wtnl iilter der loilüchlcger aus seiner freienslad greulze gehen. 4 Mos» 35, 26; denn er soll in seiiier freienslad bleiben. 35, 28; vnd vnter den Stedten, die jr tlea leoiten geben werdet. sollet jr sechs Treistedte geben , ilas da bia i'iii (liehe wer einen lodsclilag gethao hst 35, 0. 2) aposl. gescii. 10, i2 heiszi dte siaäl PhUiffi in MneedmUen eine freicsUil, ä. k. eine mit besonderen vorreelUen OMsgeeiaUete römische colonie. Vreitttg, tn. dies Venetts: jnn der worhcn sul man predigen am miUuucli vnd ireii^g. tnterridU der visitaloren. (153S). Kij-; fireytags nach dem pfingstag. originatbr. im ges. arc/üv. zu Weimar. üpag.H. FF. 2. Frelwllle, frrit i willi', m. Ufu^rct rolun- las: vernunill, ualur, Ireywill« elc. wct» nichts von guttes gnaden vnd werden. randgl. zu Joh. 3, 2 ; solche geiecliligieit kan n.itiir, Iriicrwille vnd vnser krelUe nichl zu wegen bnugcn. Uindseil 7. 137. VrciwlUig. colunlarim: a) mein hertz ist wol an den regenten , die freiwillig «iad vnter dem voIck. rieht. 5,9; wer ist im freiwillig (bereitieillig) sritio band lieulr tlnii herrn zu füllen? 1 chron. 3U, 5; da waren die forsten der veter . . . freiwillig vnd gsbra zum ampt im hause goltes fttnlT tausend cen* Icner golds. 30, 6; vnd das votck segnet alle din mcnner, , 25; eigenen berulf lassen vnd frembden wiTikiMi anhangf'i) nusleg. dfr rp. rtjf/ cuciiKf. vom rhristag. (1522). Ooj''; «In liclilesl eync Ircmbde lere ynn vns an. da* andtr tegl triider d. iü/wU. propheien. (1525). Niii**; frembd gut. von heimUfAe» vnd gfstnlen hrieff>'n M Ailij''. 4) fremd, unbckannli IVcnilHlc s])raclie. ps.Sl, 6 ; eine frcmbde rede vnd vnbckandlc spräche. Bte^. 3, 5. 5) freiMl, fem sein : das jr 7ti derselbigen zeit wäret on Christo . . . viul frcmlHle von den (cslamcnlen der vcrheissung. Eplies. 2, 12 ; der canonislcn facultel were frembdo von alten kfinslen. Usehr. 270''. C)] gerc (kühe) frassen die '■ithen schönen feHc kfic. 4 t, 4 ; wer vnn Jerobeam stirbt in der sldd. den sollen die Hunde fressen, wer aber auff dem felde slirbl, den sollen die vogel des himels fressen. 1 kön* 14t H; ein klciiK 'lin inMiioii iVr>;<*'n. Hieb 13, 28. 2 } von mensciien nur in üblem sinn : ist denn Christus leib an allen enden, ey so w il ich ybn fressen vnd sauflen ynn allen wein- hcusern aus allen .sclnisseln , glesern vnd k.innrn. das diese icorl Christi noch ffsl stehen. (1527). U i sui (NebukaUuczar} frass gras wie ochsen. Dan. 5, 21 ; iss wie ein menscb« taas dir furgesetzi ist, vnd friss nicht 7.11 seer. Sir. 31 , 19; vberfulle dicb nicht mit nllt r ley niedlicher spcise vad friss nicht zu gui|j. 87 , 32. 3) häufig von toMosen üngen, a) vom fnur: da tn Aifar das fewr aus vnn dem herrn vnd frass die /.wcy Imnderl vnd funOxig meiiner. 4 Mos. 16. 35; da tiel das fewr des berm erab vnd frass brand- opfTer, holis. stein vnd erden. 1 jUFn. 13» 38; fressend fewr gebet fnr jm her. fs. 50. 3. b) vom schwerl: sol denn das seh wert on ende fressen? 2 Sam, 2. 26; denn das Schwert Iris^el jtst diesen jtzl jenen. 1 1 , 25 ; das fressund in vnf(irsllirh vn«l vnf,'esi liickle aniwoii auü ineiu hertzlich de- miitigs schreiben nichts gesntwortet, son- dern mil hoher gcihiM ynn mich gefressen. vonheiKiMekemmdgt$i9iptbnBßfm» (1529). Aiij\ 5) sich mit elwss fressen, plagen, qMlen^ kämpfen: denn daa dn viel benlen vnd wei- nen will, vnd dich lange noii dem tnibsal beyssen vnd lifsscn . . . damit komstn nicht Heraus, sondern tiefl'er drein, höre wie Jona tbut, er bat aicb auch lange mit angst gefressen, ehe er geni0Mi bat. ier jw«fib. Jona. (1526). Gij>'; das 'machet alles, das sie sich selbs mit jren eigen pi dancken l>pi27). b ij*. IftSlUlg, WLgulo: was wollen sie hie Istt sagen? die lieben beuche vnd fresztmge. Wang, von den zehen ausselzigen. (1521). Ciiij"; iiiilssi'rc frfsziinge vnd bauohlinge. von anbeten des sacramenls. (1523). D6* ; üinle fresslinge vnd massige masl §ew ynn den kirehen, stiflien vnd MOst<'m gewpydoi werden, widder den newen abgotl. (1524). a ij' ; die Uaiichdiener vnd freii»linge ... die durch da^ predigen nichts suchen, denn das sie genug haben vnd yhren wansl Rillen. vber das erste buch Mose. (I527i. Yiiij'*; wenn man nicht kinder zeucht zur lere vnd kunst, sondern eitel freslinge vnd sewferckel machet, die allein nach dem folter trachten» wo wil man pfarfaer, prediger vnd ander per«:oncn nemen. oeeonouH« duriHuma. (1. 's '>•»). Viij\ Yreszplatfe, m. vnd ist vater vnd mutter frolich gewesen, das >ie einen son sum mus- eigen, reuten, vnnfliaen messpfalTen oddt>r fresspfafren haben pt/o^en. das man kinder iur schulen halten solle. 1 1530). Dj*. fresilng. m. gegenüber dem fasllag: zu eioem Ibslage gehArlen drey Iresslage. tisehr . 262''. FreHZTolk, n. bei L. bezeiehnung der monche: aber auf das derselb zins nit ab- g»>hp, . . . muss die beiclit von gott geboten aein und i>in geschrei unter un» erhebt wer- den , das die heiligeo diener des bauchs vnd das xarte lireMvoIck durch die bneht armen sttnder aeligheil suchen, d» WtUe br. 2 . 58 ; das Izarte fressvolck. euangelium von den zehen nusscizigen. (152!). Aiiij*. VresiWWrm. »>. vnd üind nicht viel grusser hemi vnd forsten schelse je mal wol ange- legt, sondern gemeiniglich durch kriege ver- hciTfil , odder durtli solciie lose rrpsswdmie HufVgettizel. das 5. 6. vnä 7. cap. s, Mat- ihei. (1532). m üij*. fntera» M L, mr im thtM wm frt$$€H madben, /Bllem, mnänntk, gäbUdet von fressen, »^»V oiren von essen: wer mi lusl hat, solche gültige schlangen vnd junge teulel ... XU faerbergen , zu rretzeo vod su ehren, der Issse jm diese joden treulich he* Mhcn sein, oo» imßldm tndjrm llfm. (1543). giijV fiWiit, f. gauäium, sowohl das gefuht, tfe tetsenmf du frokiein», off mieb ilos^ was froh maehtf mhd. vrcude, vnhide [Ben. 3 , 4 Ul ' ) . ahd. frewida, frowida (Graf 3, 803), V. freuen. 1) denn es war eine freude in Israel. 1 ehren. 1 3. 40 ; Air dir ist fk-eude die fdUe vnd lieblii'li wcsen zu deiner rechten ewig- hch. J7V 1 fr , 11; ein weiser son ist spinp« vaiers frcude. spr. 10, 1 ; so es [das tanzen) züchtig OD schandpare weise, werten odder geperde nur snr flneude geschieht, ists nicht >zu verdammen, vber das erste buch Mose. (1527). Ff ii''. CS heiszt froiidv haben, machen, geben : so lange jhr vaser che nicht SU IHcden last, sott jhr auch nicht viel l^nde vnd dire von ewer hürerey haben, verma- nung an die geistliehen. (1530). rriij^; die elenden werden wider freude hahrii am herm. Jes. 20, 19; vnd erkennest, das ich keine freude habe an der ehre. «C tn Bttker 3 , II; denn gott liaüe jncn eine grosse frvirtlp gemacht. Nfh. 12, 1!?; vm! machton grosssc freude allen brUdern. aposl. gesch. 15, 3 ; denn der herr hat jnen eine freude gegeben an jren feinden. 2 dkron. 20, 27 ; dem menfthen. der jm gefeit, gibt er Weis- heit, vernunlft vnd freude pred. 2, 2B. 2) gern steht freude mit wunne xiwam- men: da ward freude vnd wonne vnter den jtiden. Afher 8, 17 ; gott, der raeine freude vnd wonne iit. ]m. 43» 4; du wirst des Digilized by Google FRKÜDEBAUM 710 FREUDIG Treudc «nd woone haben. Lite. 1 , 1 4 u. Sfter noch m der 3) der frcudo sieht das leid, die Iraiior gegenüber: nacli fler freude kompl leid. «|rr. 14, 13; ich wil jr trawren lu fretidc verfceren. Jer. 3t, 13; denn die freude dvr mensclicn ist zum jamer worden. Joel 1, 12. 1 1 frctide im pl. : a) lanlzen, iagen, rennen, spicicn snnd was der glnychen welUlicliei IVcuden sind. von weUUicher vberkeii. (1523). Fj''; du macliest der tieiden viel, damit macheslu der freuden nidit viel. Jes. 9, 3. b) mit freuden: da ^ieng er hin vnd hulel die lade goUcs aus dem liau»c Obcd Edum er auflTin die slad Oauid mit rreuden. 2 Sam. G , 1 2 ; das sie laut sdngen vnd mit freuden. I chrnn. IG, IG; wenn jcrnaml das wort hürel vnd das sciiiige hald auUmmpl nul freuden. MaUh, 13, 20; wir soUen goii 'den valcr aller barmhcrtiiglteit mit allen freuden inltcii d.uickon. von den CON- ciUjs vnd kirrhcn. (15;i9). Aiij\ C) vor (filr; iVeuden: vnd weinclen beule für freuden. Tob, 11, 11; vnd gieng hin für freuden vberdem selbigen. Matth. 13.44; n.niid ersiumuiel vnd »tvI irret fUr freuden. von den'ielzlen tcorten Dauid. (1543). Giij' . FreidebMBi, m. 6aiMi unter welchem sieh gefreM wird: die linden ist bey vns ein fridu vnd frewdebawni. dtr^rofh, Saehtuja. (1528). Fij'«. Freideklcid, n.yegeHsalzvon Irauerkleid : ich habe mein f>eudekleid ausgezogen vnd das irawrideid angesogen. Bar, 4 , 20. Frendengesang , m. jubilum : vnd sol vou dannen heraus gehen loh vnd freuden.7»'>;Tnr; Jer. 39, 19 ; es hiesse sonst nicbl heil odder sieg, were auch nicht solch freudengesang da. das schöne confUemini. (1530). Hiij'*. Frendcngcschrei , n. damor laetm: da selbs hub sicli ein gios IVeiuleii geschrey. Ezech. 23, 42 ; da:» \sl dd^ freuden geschrey vber den gefallen hapst. gl. zu offemb, Joh. 18» 2. Frendeiihans , n. domus laelitiae: denn CS werden aufl dem acker luemes vfdcks dornen vnd hecken wachsen, dazu vber allen freudenheusem in der frOlidien slad. Jet, 32. 13. Frendenlied, n. was freudengesang: wie laut denn das freudenlied vnd lobesaog der gerechten? das scfuine confitemini. (153fl). tili]'' ; nu folget Mosi vnd der kinder krsd freiideiilietl. Ei^l. 1 , SGO^'. Frendcnöl, n. d^rumb bat dich golt. Avia golt . gesftlbet mit freudenflle (vulg, olc« l;iLca vod siegen, efrend. Nij^ Imdig^ i, freidig. Digitized by Google FREUDIGKEIT 71 rre«4lgkeit, f. enUeMipß einmal ßr fr<'i«ligkeil in der seplemberausg. des n, tesl. r. lf>22 1 Joh. 2. 2S. ebenso MielU «s ßr rrt'ttlijgkeil lischr. 87*. Vreidleli, n. Meine freuie^ mhd. vrüu- ilelin ilien. lt. 119'): mit elUcben lial ^oLt jncii ein wenig jr frciidlui hissen .ingeheii. ausletj. der ep. tnd euang. von o»lem etc. (1511). Oüj". VremM (frewen)» gauiere, taefari, ndtd. vreuwcn, vrOuwen {Ben. 3. 415' ), uhi!. fr«wnn, frnwan {(iraff 3, 7!)S). :» Inili. bei L. erscheinl überall nur reßexive» sich rreueii , dem «snni «« A<»if(: frewen vnd frülicli inassen sein an dir, die niicb dir fra- gen. pÄ. 70, 5; lassei vns frewen vml frü- licli sein, iiff^nh. Jiih. Ul, 7, so inl neben dem inf. sii lt und uns ausgelassen. a) wenn er dich sihet, wird er sidi von licilzcn Trcwcu. 2 Mos. 4, 14; da Uiram aber höret die worl Salomo. fnnvci er sich hoch. 1 kÖH. 5, 7 ; jr wenlel wniipn vnln leulen. 140, 2; ein frcuel liöW mensch. 140. 12; fireii«! regimenl. Amot 6. 3; dai er inusic von .seinem frciieln rnrneinen ali- »Ichen. 2 Marc, f), IS; mit froiirlor tliiii>l nidderslrehen. buUa cene domini, (1522j. Cij* ; vnib des gotüs worlt willen , welches si« mil yhran freueln lestermaul ybl liuhe- rische lere heyssen. ein Iroslbriefjf an dir MiUenbf^rger. fir)21i. n ij' : snpridi aber mal, die gewissen ircy zu hallen int freuel geseUen vnd erliebten snnden. Nid- der die hymlischen prupheten. i tr)25). dij' ; (lii'scr f;f'i>l t'iiii'i IVoiirl l)iil»erey braiK Iii. vom abfudmai Chriili. il52S). dj'';ahcr luller vnd freueler folge liab ich nie gchürl, als dieser geisl macht, efrend, n ij* ; freuele gewalL von ehesachen. (1530). Hj" ; ich heisre es <\ps. tcufels bann vnd niflii •^ti\io< bann, da man die leule bannet mil Ireiielcr Ihal, ehe sie offeatlich .«berzeugl sind für der gemeine, vom den tMUtün. ( 1 530). Jiij*. mhd. vrevel , vrävcl i Hi-u. 'A , liiii'), ahd. IVavali {Graff 3 , 823 ). ikber die herieilung des wertes «. Grimm «Iii. 4 , 171* frifcl» adv. vermcsteii; vnd isl ganlz freuel gerpil, so jemand on j^riind der .scbridl woll brechen m viel heissen als creuuigen oddertüdlen. vom abendnuU Christi. (152S). iniii**. gewöhmUther frevelich. 10. tu. «. Vlfvcly m, protervia, temeritas, mhd. vre- vel, vrevelf tn. und f. f7ffn. 2, lOO''!, ahd. fravall f. {tiraff 3, 824 j: aber die erde war verderbet für goUcs äugen vnd vol freuels. 1 Jfof . 6, 1 1 ; vnd sogen an den frenel, an densiebenzigsou('ri.l(>riihaai begangen, rieht. *J, 24 ; frnicl soll man niebl widderslehcn. vüH weUUeher tberkeyt. (1523). Ej*;meyn bertt erschriekt myr ym leybe für dem tünti ¥nd freuel des mensdien ynn gttitlicben sachen dos ander teyl widdtr d. Ayml. jNHjtpftefen. (152.5 ). Üiii]'' ; vnd wirfsren ein hin, madien flugs ein gebot vnd arlickel draus aus eige- ner Itiiirsl. fieii(!l vml iiinl willen, fimridder- ruff roni ffgefeur. (1530!. Mj* ; fifnel vnd gewaii. äcudsch catech. {iblii). iiiuy. fraveler» m. Aomo proeax, mahfiew: ein freueler locket seinen »ehesten vnd fdret jn aufl ki'inrn piitfn weg. spr. IG. 29; errettet «icii licraiiblcn au.s des freuelers band. Jer. 21, 12; soli'he freueler, leslerer vnd jmcher werden gott ploUtlicb der mal eins erwecken. der 147. psalm. (1532). Cij^ t^rrvelgfifit, m. isl das niclil oyn vcrdrics- tich ding von dem frcuel geysl. das ander ieyl teüMerd. hyml.prophelen. (1525). Bij*. fWf9\Mkt «du. prolerve, fernere, riM^ '/» r frevellich , mhd. vrevelUchc (Ben. 3, 100*). ahd. frav.nlllcho (draff 3. 824) r vnd musz ergerlich, freuelich vnd kclzerlicb han- deln, wer nil an ybren sdilechlen worlten bcntigt. von dembapstum tu Bome. (1520). Ilj''; il;i niii >ir niirli von den rnnrfjln olTonf- lM;h vnd freuelii li eyncn keUer anszgcrunVn. appellaiion. (1520). Aij* ; sie müssen alle selche Sprüche faren lassen, daranlT sie bisher so freuelich gelrolzl haben, vom abendmal ( hn.r sliiben dennfirh sich des euangelij hallen in gülles naroen, md jnen die stifllkircben als ürenelrenbero bissen mit dem tenid drinnen. Jen. 3, 1Q5*. FriTclIhäntig, /recMfiftn : freuelttiUrslige, M Digitized by Google FREVEXÜCIl 7 14 FRIEDE vniicrschample vcrsiockle küpfTc. wükr Am bapstum zu Rom. (1545). Kij'*. frfrcnllrh. *rtiv fr> v<>!Iirh. dpnn frpv«>n = frovel : i|.iruuil> isi dei dnll, vierte vnil rünlll «riikd des pfarrers vodirifdieb and fW»«iilich gestellet. de WeUe ör. 2, 419: freueiiliche iiirsi. Eist. 2. 330^ Kr^-rrnlHch, dasselbe, mit misxbräuihlich tiiiyelreienem i, wie bei eigentlich, llchenl- licli u. s. w.: ach lieber hcrr gott, wie dUrf- tttn wir doch so dfintiglish vnd freii«ntlich in ileinem heiligthmnb handeln. Htdtr. 8*. Vriedbreeher. fricdehrechcr, m., violator j»ßrj.«;; \v»n i(t>r scIircyhsUi , frtmipr man, ich wolle «lea Ii ulbrechern vnnil monier» räum machen, von den newm Seki$ehm bullen. (1520). Aiij'; vennaledciet sind die fried- hrerher. Jen. 8, \V'; vml Mir vn^nrn fiir .•»iifTnlriscfit' vrnl fneilpliiocher oflenllicii «lai- gehcn. wider den meuchler zu Dresen. Biif. (1531). nhA. vridelirilche (ffen. U 242"). Mcdbrtcfcig. rt'heliam er wil ein solch liertx haben, ilas nieiil vii)iL(li>lh«r. rarhpiri|(, noch Tridbrechig sey. das 5. 0. vnd 7. cap. $,M0Ukei, (1532). Zf. Fridie* (fride), m. pox, mM. vride, gen- vt iiles (Ben. 3, 404), ahd. frido, fridu (Graff 3. 7*^*^'. auch biü L. , (h'r lange noch friilc {häufig gekürzl hal) schrieb, bildei die aUe starke biegung friede, gen. fricdes (friedis, trMi9)iie reget; m» mtnahrnnftiieenAemt der gen. friedoftS (x. b* Imc, I, 79 in der vrslen ausg. des n. lest.; fricdens hnlhen. von heitnUchen vnd gestolen biieffen. 1529. Aiij* ; «chon o/ter fbr «MC. frieden : las die berge den frieden bringen vnter das vnlck. ps. 72, 3; vnd kein fleisch friden haben wird. Jer. 12. 12: wer wird denn hingehen vnd dir frieden erwerben? 15, 5; wer kan lenger frieden haben, denn sein nacbbar wil. dar 1 10. jwnlm. (1539). Ciij": sihc- stu nu schier, du nHMichler, wer ^if sind, die .infahen kriegen \nil nicht frieden hallen wol- len 1 wider den meuchler zu Ihesen. ( 1 53 1). Bit]'', ebeneo der dal. IKeden: von dem (ri» den VI) 11 ^olt lukben wir droben gehüroi. ausleg. der ep. rnd mang, vom aduenl. (152bj. CCc Ö*; sie sind im frieden begra- ben. Sir. 44. 13. «fl. aMcA^AcnuMÜ M frieden , mit rrip If Ti. 1) dcnn wer vviJ aus.sjjjeciicii, wasdorhi"!»«' fride für ein vnaussprcchUch gut ist? diu mtm Minder awr adlnlew i^nften aolte. (1530). Fj"; vnd der reiitpc reil hin jm fnlpcirfii vnd sprach, so sagt der künig *isl> Iritule?' J^-Iin sprach, was gehet dich der fried an? 2 kön. 9. 18. 19; ehre sey gott in der hOht^vad friede auff ^en vnd den menschen ein wol- gefallcn. f.ur. 2. 11: jagf nher nach dm glanbeii, der lielic. dom l'nede. 2 Tim. 2, 22; der herr des friedes. richi. C, 24; kind des friedes (1522 t frids). Ine. 10. 6: die zween tilel gehören eigcnthch Chrisiu zo, (I.t; pr ist beide ein kdni^' tirr i-r-i «'diiickfii vnii ilps frids. rber das etsle buch Mose. (1527). Iii ij'. guade vnd fride (frid. friedj ynn Christo üt der in L'$ briefen geutShUkk vorkommende Hngongsgruss. 2) ri>r/)^e . ron wekken der nee. friede f frieden j abhängt, a) anbieten: wenn dnfnr eine Stadl machst sie EU bestreiten« so söhn jr den friede an> bieten. 5 Jfos. 20. !0. b) anfri< lilon: vml der k«)nig schicket zu jiien, emen fried«»!! mit jnen aufzurichten. 1 jtfacc 6, ÖO. c) geben: ich wil fried geben in ewren lande. 3 Mos. 26, f> ; meinen frie ; lassfll sie oiil frieden. JUarc. 11,(>; d.iiiiinl) >ol iuan die leut mil fridon l.i^M'ri. grund vnd vrsach. (1520). fiiij' ,' — Itab ich httoes vergolten, denen «o mich zu friede liesuten. «ar. jw p«. 7, 5 ; sey nu wider zu frieden meine seele. ps. 1 IC, 7 ; also schweige seine muUer :>liUe vnd gah sieh zu fncilen. Tob. 5, 2U i HO lauge jhr va«er ehe nicht zu frieden last» soll jhr «luch nicht viel fkvude vnd ehre von ewer hiirerey hibeu. verma- nunrj an lUf tp ii^ilichen. (1530). Giij'*. Kried« liHijiii, m. s. freudebaum. friedebreilier, m. s. fricdbrecüer. iriniehnr;;; / arx paeu; wol isU fein vnd auch not, das man widder die fein frstc slinlle vnd schlüsser, «^tilcti liariis(!i vnd wofl'en habe, aber nichts isU, «>u tuau:» liieher recbent, da ein für.sl eine friedcburg bawet, da» wl der lu«l zu frieden hat vnd frieilen bey den seinen handhabt, der 82. psalm. fir)30l. Hij''. I'riedcfirsty fricdlurst. m. princtp* pa- a$: WS ist ein kind geboren, ein son ist vns gegfben , welchs herrschalll ist aulT :»eiiier schulder viid er hci^i wunderbar, rat. ki.illt. hell, ewig valtr, IViiiltursl (so bei liind- seilt andere aunyg. haben fi iedefUrsI ). Jes. 9> 6: das heist ein rechter frideherr odder fridefumt. 4ieep. detprofh.Je»aia, (t52Gj. Piiij*. Vriedchurr, m. dumelbit. belaj s. vorher. Frlcdesklnd, n. kind des friedens : w tnn der aposlel gras vnd ürid« etwa jnn einem hause nicht stat noch frideskinder fand » sn soU sich jr fride widdpr zu jn lenken, war- nunge an s. L Dewitchen. \ib'ii^. Aiij'. friedfertig) paci^us : selig sind die fried» ferligen. Matth. icozuL. in der gtnsse bemerkt: itie tncdfertigen üad mehr denn friedsamen . nemlich die den friede machen, fordern vnd erhalten vnler andern. Friedförst, m. s. friedcfürsl. Friedlich (riidlich), ). Fj"; wer was stilles vnd iiiedbchs sehen wUp der darir kejrm kriege zu sehen. die ep. des proph. Jesaia.{ lb2{i). Uiy - fasten, nu ss lialtcn vnd liören machen kein friedlich {ruhig) gewissen. Eisl. 2, Sl*'. Vriedllchy odn. qmiele, pacifice, mhd. vri- deltebe (ITen. 3. 40&*')t hab ich bifses ver- golten, denen so friedbch mit mir lebten. jM. 7, 5; vnd mc «'mpfingen vnd .s|)raclien ein- ander frieditcli an. 1 Macc. 7, 2U; uuch iharstu vnuersehanipter bifsewichl dich vnd deine hhithund schmdckeu, das sie friedlich handeln \nil nicht kriegen, trider (h nvu uch- ler zu Drusen. 11531 Riij''; wiltu ein gast sein . »u itiusiu dich auch friedlich vnd gasl- lieh halten, ontle^. der ep. vnd tuang. von ustern. (1544). N5''. Frlf'd»j»fer. » in der ersten ausg. d^ r fünf t/iicher Mo.sts luikominende verdeuluchung von c-iurvs njT , i. 6. 2 Jfo». 20, 24. 3 Ifof . 3*, 9. tpäUr dankopfer (s. d.). f riedreirh, pacis plenus : es ist vnseglich. wie geil vnd ktilzcl di»' Icnvrii itzt worden sind durch diese hidieiche zeit ettlichc iar daher, der 147. psalm. (1532). Cij\ Friedsan, pacatws, friedliebend, mhd. vridi sam ( Ben. 3, 400'), ahd. fridus:ini i f!raff 3, 702): Salmiio heisst fncdsnMi oili r fiicd- hcli. rundgl. iu i thron. 23, ^> ; diese leule sind friedsam bey vns. 1 Jfoa. 34, 2t ; seid friedsam, so wird golt der liebe vnd des frie- des mit euch sein. 2 Cor. 13, 11 ; vnd seid friedsam mit jncn. 1 Thess. 5, 13; denn sie legen jre heude an seine friedsamen, ps. 55, 21 ; vnd Senya war ein friedsamer fllrst. Jer* 51, 59; ein fiidsamor man vnd regenl. stt»o predigt au ff 1 Thess. 4. (1525). Aiiij"; ich bm eine von den friedsamen vnd trcwcu 00* Digilized by Google FKibDSTANO 716 FiUSCUHElT Stedten io Israel. 2 Sam, 20* t9 ; sie leren an kcynem ort, wie man doch solle der siln- den los werden , gut gewissen kriegen vnfl eyn ft ieüsam {zufrieden, rukigi, frölich herlz zu gou gewyonen. dhw onäer teyl widder 4. AyMl. proptuUH, (1525). Püj«. Medstind, m.mduetae : weltliche Ittnigu, fiirslcn vnd herrn , wen» sie sich nWIde pe- kriegel haben, so machen sie em an- vnud friedstand etliche jar. Ijscftr. 149''; lassl vns beten vnd wachen in diesem friedstand. 238". MerfB, getare , gclasei't e : iiiusle harl frieren, das alle meiisclieii auil einen erfroren, dar 147. jMaAn.( 1532). Düij^; ists Hoch wynler vnd harl gefrürn? das ander teyl icidderd.hyml. Propheten O'^l')). Ej''; das eis ist dis jar seer glal gcrrureii. icider das bapslum zu Rom. (1545). biii]\ ty/. ge- frieren. — mü r au$ s » imm wiM. vr iesen (Äen. 3,413'), ahd. friosan ((iraff 3, 82S). lyrisch) recens, frigidus. mhd. \ri>>cJi f ßm. 3, 407''), ahd. frisc {Graff 6, b62). die ttffmok^ vnuieher, vgl. Grimm wid. 4, 204. I i rii>cli, fr'njidus, kühl: er weidet iiiicli anW einer griliicn a%vcn vnd fdrel mich zum frisschen wasser. ps. 23, 2 ; wie der birsch schreiet nach frisehem wasser, so schreiet meine seele gott zu dir. 42, 2. 2) unverdorben: ;i!^n ist itzl vnser jM.'sli- lenU hie m Wiiteinhciy alleme ;uis j;e- :>chmeysse herkuiiten , die iulTl ist gnu lub noch firisch vnd rein, ob man ßr dem $ter» ben fliehen müge. (1527). V.ü}\ 3) frisch, reren-f .• rriselu! hntter. ohkriegS' leuie eic. { 1527). Ej"; dis vnser lirol . . . war noch Crissch , da wir aufzogen zu euch, nu aber sihe, bt es hart vnd schindicht* Jos. 9, 12; frische kese (var. weyche kese). I Sum. 17, 18: er sol weder frissche noch dürre weinbecr essen. 4 Mos. 6, 3; seile von frisachem basi, die noch nicht verdorret sind, rieht. 10, 7 : es mag sein, das er die narbcn von seinem leiden in benden vnd sei- teo habe behalten, aber ob sie noch frisch, offen vnd roll sulien gewesl sein, wie die maler malen , lasse ich andere tfrtem. «wo freUgt au/f der kinderlau ff9, (1540). Nj'*; dazu ist er (Joi^h) ein iunger geselle vnd frissches geblttts. vber dos ertto buch Mose. (1527). kkiiij*; doch dilz isl viHeiclit norh zu frisch (nt'u) vnd vngeborcl dircj an dnt chrisU. adel. (1520). Jiiij*'; ich liah des ein frisch gul gedecbluisz. auff det bodu m leypCatfc onliMrl. (1521). aij*. die IHadie Ibal ist die eben ersl begangene: dis weib i^l begriffen anfl* frisi lier i.h.ii im ehehnirli. Joh. 8, 4 ; diese sind yuij ins^cber Ibal vn- ter dem auffHirischen hauffen fmden. o( Megsieule etc. (1527). Bij*. 4) frisch, mulhig, keck: sey nur h\ie ia keck vnd fn^eh mache aozufahen. der proph. Sacharja. (1528). Mj"*. 5) frisch, gesund: vnd fand sie beide ge- sund vnd fHsch« 7o6. 8, 15; gesund vnd frisch sein isl besser denn gold. 5tr. 30,15: bille },'i»tl, ihm er vns frisch vnd gesund lieimbruige. de Welle 6r. 4, 342; wir Mod Alle, goli lob. ziemlich frisch vnd gesund. 4. 419. Vrlsrh, udv. rorzugsweise nach der riur- ten bedeutung des adjeclivs, rüslig, munter, keck: der konig Hchabeaiu üleig [slieg)irisc\x auf einen wagen, das er Rohe gen Jerunlen. 1 kSn, 12» 18; ^nd das werek geliet rrisscb von slatleii viiler jrer band. A'sra 5, 8; lie- her kerct vieisz an vnd suchet ... das vhr • das sciiwerd la iiiidel, dariiacii aull hebelvnd frisch zu dem ketser Lother einhawett. nn^T das vbirchristl.buchboektSmgurt. (1521). Cij*"; si> h.Thl sie hi'rpn evnen pretliger, der sie lerel stille vnd der uberkeyi gehorsam seyo, den beysseu sie frisch eiuea fadkS' schwentser vnd lünlenheuchler. Mtfder d. hyml. Propheten, (ir>25). Fij"; es were viel henser, das sie frisch die lieben vetcr ver- leuckelen. das diese tcorl Christi noch (rst steKen, (1527). oij''; cssagtsdflrrevndlHfch eraus. cbend. cij"; wenn keiser Karolu^ \^»•» nier odder eins fdrsten zu felde isl, dilmire ein i^lischt r irisch vnd friilicb vnter sein panier, vom kriege widder d. f. (1529). Biij^ rrischhelt (frischeil)» f. wridHoi: wo sie Irnngm^che umd mmgtee §tuk»iüe) PRISÜHLING 717 FRÖHLICH eynn mall gefassol werdeoo, xo kreudit die vorgiOl weyUer vod die frischeit der chrisl- liclien lere vortirbl« eyH vrieyl i/tr Ouolo- gen. (1521). Aij". VrlMlllinf j m. junges schwein: ich billc auch ganlz demtitig. wo e. f. g. so viel vbrigs hellen, %voUt>ii mir ein frisschling oder Schweins kopff scfaeocken. de WelU br. tt. 217. mit eiHgeirelentm [ für mhä. vrischiiic (BeH. 3» 408*). Frist, f. spalium temporis, mrf$ekübt Ver- zug : ich wil jiicn frist ^(^hm hundert vnd zwanzig jar. l Mos. ii, 3 ; wer ein wonhaus verkcufll in der slad n)auren, der hal ein ganlz jar frisi dasselbe wider xu Ideen. 3 Mo«. 25. 29 ; \v;ir)ich ich mercks, das jr frist suchet. Dan. 2, 8 , da gieng f>aniel liin aiilT vm! tiat den künig , das er jm Irist gehe. 2, 1 b : e. k. f. g. wolllen ihm doch des korng halben goKdige Trist md bexahlung stimmeD laMen. de Wetle hr. 5. 185. — mhd. vrist (Ben. 3. 408h. ahd. Irisl {Graff 3, 834). Vrislcu, mhd. vrislea {Ben. 3, 40»^). ahd. fristan {Graff^, 838). 1) servare , erhalti'n: der mich nu yns drille im hall wiililoi yhren willen vnd vlu i alle^mcynt; ImHiuni^' lohondig bchalllcn, kaii wich auch wul leiigvr irisleu. zwey keysur- Heh gepot. ( 1 524). Aij* ; vnd mein leben so eine kleine zeit, die ich noch zu l(!lt(!n habe, also frisle, das wer«» mir eine ewi^c scliamlt'. 2 Macc. 6,25 : lieber herr Dhrisle, IVisl inir mein leben. Uschr. 2G7''. sich Trislen : sie glanbeos ie so wenig ah wir» allein das sie sich rristen ein wenig, eint terieht* { 1 528). Hij'. 2) sich eines diuges frisleu, eiilhallen: vnd mus sieh also allein des seuflftsens cnl- halien vnd fristen. * da« 15. e«j». der ersten ep. s. Pauli an die Corinther. (1534). Oj''. Ifristnig, f. dilatio: es gehel aber eben aolT die fristung der lar, die guU der weit zur besseruii^' geben hal. bis xar sindflul. vber Am erste buch Mose. ( 1 527 ). Tiij''. frllisch, m. gleichviel mit Frilz : « i lossil sich duncken, er sny nil ein sihlpchlci Fritzsch. von dem bapslumzu Rome. i 1520;. flsij^ Iktk (fro)» laelw, mkd, ytt (Ben. 3, 414')> ahd, fru {Graff 3. tdi). aUHbu- fives fiäetierUt froh «eAeiiil bn L. nicAl vor* zukommen. a) Zion hürels vnd isl fro. ps. 97, S; vnd meine nicrea »ind fro. spr. 23. 16; mein hertz ist fro vnnd danckl gott. eyn vrteyl der theologen. (1521). Diij*j — da Wiiiil ili.T kiiiiij,' st.'cr Tro. Dan (>. 23; da sii> (las hüreleu wurden sie fro. Marc. 11, 1 1 ; vnd dein valer wird wider sehend vnd seer fro werden. Tob. 11» 8. b) mit gen. des gegenständes der freude: de.s bin ich fro. ps. HO, S; — seine güler werden andern, das er der nicht fro wird. Uiob 2Ü, 18 ; wird der suuoeu nicht fro. pred. 6, 5 : sie werden jret einkomens nicht fro werden. Jer. 12, 13. f) mit der praep. liber: dein Ik-iIz sey hl fro vber seinem vuglUck. spr. 24. 17. d) NWl Hnferireordiiefeai eofs: ich bin fro vmh ewren willen» das ich nicht da gewesen bin. Joh. 11,15; Abraham ewer valer ward fro, das er meinen lag sehen soll. 8. 5('»: da wurden die jünger fro, das sie Uea iienn üahen. 20. 20. fröhlich (Irülich, frolicb), laetus^hilaris. mhd. Md'Iirli iBen. 3. 4 IS*), ahd, froUh» frawaHI. le(j. der tp.vndeUitMg, vom oduent. ^]^^'22|■ Vij'; (>in frölirhcr g«-- licr , der gern und freundlich gibt. 2 Cor. 9, 7 ; ich wil niciil eyuem, sondern ein frö- licher mitteiler sem. dtuteMne eon/ilemtm. (1530). Aij^ Digilized by Google KHUilLlCH 718 KKOiliNLElCUiNAM 2) praedkath: md solt rieben tage CpÖ- liuU sein für dem herni. 3 Moi, 23» 40 ; mein herlJ! ist fnUich in dem herrn. 1 San». 2, 1 ; (las fcld sey frülicli vnd aUes was drauir isL 1 eftron. 1 7, 32 ; las micb hdren fireude vnd wonoe, ilas die gebeine frttlidi werdeD, die du zeschlagen hast. ps. 51, 10; der keiser war nu frOlicb vnd hoflcl «Jcr ^acllen gul endschaffl. von den concilijs vnd kir- eheu, (1539). Kj''; mit essen, irincken, bul- schalft kann man das bcriz rrölich machen. hausposl. (Jhena, 1 ")")*»*. 2.')''. Fröhlich, frohliclieii , adv. lacU-, hilari- ler, mhd. vrujlichen {lien. 3, 41 5 j: das e. k. m. solle fKseh vnd frolich anbatten , das heylige goUs worl ynn llungcruland zufod- dem. vier IrosH. psalmen. (1526). Aij«; Christus, vnser herr, slerckc vnd hall euch bis auir jhcnen. lag, da wir vus, ob goll wii, frolicben sehen werden, das män kiwder zur schulen haUen solle. (1530). Aiiij^ l'rohlorken (fruhirki'n ) , juhilare , fsul- lare gauäio, plaudere: a) das sich nicht frewen die lOcbler der Philister , das mebt Arolocken die tUchter der mbeschniuenen ivulg. ne cxtiltcnt filiac inrircumcisorum). 2 Sam. 1, iU; die wasserslrnme frolocken (lar. klappen mil henden) \tu\ alle lierge seien frttlich. p». 98. 8 ; jr ltcrg*> Trolockel mit jauchUen, der wald vnd alle hcwnic drin- nen. Jcs. 41.23. Ii] mit persönlichem dü' lir : lassl VHS dein liiTr i) rrolockcii. ps. 75, 1. c) mil praep.: da wil icli denn uiil mei- nen henden drob frolocken. Et*eh,2\t 17. die etymologie VM froldocken, welches zuerst tnhd., doch nur seilen, vorkommt, ist noch^ unsicher, während Grimm totb. 4, 229 geneigt ist den zweiten theil des Wortes vom lecken springen t^ziUeUe», sieM IKel- gand wlb. I, 370 darin unser locken, des- sen ahd. form \<>rr]u\v. luclinn suerst die be~ U*:mung: 'mit ßacUer hand klopffe» oder aftwcftedt* hat. VrthlMlien» n. JiMhtm, dat verb, tub' slantivisch: ich wolt jxonie liin flohen mit dem haiinVü vud mit jncii \vnl! ii zum hause golles Ulli Irolocken vnd daucken. ps. 42, 5; kompl Ihr sein angesiebt mit frolodten. 100» 2. FlMhlicknig» A daueUt«: der prophet nachdem er elliche wunder crsdet bat, macht er eine Trolockung zu gotL der pr&ph, Bth bacuc. ( 1 ö'iü). n iiij''. Vrohndienst (frondicuslj , m. angaria: das worllio mesa, so von den aposleln her genomen seheinet, heistauffdireisch sowd als einen zins odder rroitdienst. summa des rhrisll. lebens. (1533). Aiiij"; d,is man dein bapst g^orsam were als mit einem fron- dienst. vermdmif^ tnm iocrammU, (1530). Ilij'. frohne, Dröhne (frone, früne und. mit ab- (jeicorfenem e, friin). f. dasselbe, mhd. vroD« {lien. 3, 425' ), kein vrotue: gleich \«icdco leoten geschieht, die mil fronen vnd «fienstcn so zu plagl werden, der proph. Uabaeue. fl'i"2»!i. k iiij''. häufiger mit dem umUiul: Alan iiichl LenUgvl, vberrumpelt li iht-rz«^ Georg v, Sachsen) den lObliciieu frumen karfOrsten su Sachsen, wil dareh den selbi> gen , schier als durch teinoi armen knechl. sein reuhiscli Toddcirn an mir a(isrirht(*ti, ;ils scsse der kUrfürsl da zur frün vud dieu^it. vmh*imHeKmimdg«HQU»Meffen. ( 1 529). Biij*; aber das ist ein schweer vnd selliani leihen, das ich sol einrelliglich oder aus ein- fcltigeni hertzen leihen, nichts dafür zur frön Legern, wider den wucher zu predigen. (1540). Ilij* ; vnd machten jnen jr lebensanr mil allcriey frünen {alte nd. bibel: hane- dt'ttsfc) ntir drill rdik'. 2 Mos. 1, 14. tröbnen i fronen), st-rvire: so ffchd nu hin vnd iVunel. 2 Mus. 5, IS; vod wd euch erretten von ewrem frönen. 6, 7 ; wie eia hawr odder lehcnman seinem herrn seinea geburlioh zins oder dienst ! rinL'cl oMcr seinem furslcn frünct. summa des christi. lebens. (1533). Aiiij*. fMbafitttoa (fronftsten), ßfmtim fnn- tuor temporum, quatembcrf asten : wie maa bisher vier weyh odder iVon f ielen bat ge- halten, das 5. 6. vnd 7. caj>. s. MaUhei. i 1 532). k iiij'*. «oc. ex fno: dye fier fitee l'iislen. Frohuicib (rronkibi, m. corpus Christi, zumal itn heil. abentUnahl : das fest Acs froo- leibs hat vnter allen den grostco vnd schön- sten schein. Hsekr. 250*. glekkMMteni, aber üblicher ist das folgende. MnkBMmkmut (fronletdinam)» ai. mhd. Digitized b^^i^^g^ FROUNLEUTE 719 (runlicham {Ben. 1, 971*): magstn (bapsi) jtichr gnljpn vnn dem froulcirhnnm Christi, lienn vriszer capcllan? ffrund vnd mach. ( t520J. hj*;Ia:iz vns des heyligen waren rrooleichnams ChrbU «n vnsemi letsten ende nil [»craubl werden, «yn htrlMB form «fe. {1520) Anij''. vgl. leichiiam. yr«liBt ^txuogf inleger, jtMm: Noah war'dn fram man. 1 Jfpt. 6. 9; da BU die knaben gros wurden, ward E?;nn o'\n jeger vnd ein arkprni.iTi, Jncol» nber cm froni in.iri. 25, 27; vml linl) f,MHiie froiiio «liener. ps. lol, (j; iiir war, dieser isl ein ffomer mensch gewesen. Mme. 23, 47 ; — der lierr ist gut vnd froro. ps. 25, 8 ; Jo- seph aber jr man wnr froni. Matth. \, 19; sie waren aber allo IkmiIo Irom für goll. Luc. 1, ti; vnd der selb mensch war frum vnd gottltlrchlig. 2, 25 ; ~ der gerechte md frome nius verlachet sein. Hiob 12, 4 ; frc- wel euch des Iiprrn vnd seid fr2 I i. Aij'" ; nu sagi^ inyr eyn fruiuer lesev. widäer d. kyml. Propheten. (1525). Gj'*; nusihestu was nntz ein frnmer rechts kttndiger odder Jurist tbun kan. das man kinäer MW schulen hal- ten solle. (1530). Fj*; mnrirhorsirb lesset so blenden, der ein recht slIkiii tnim weih hat. dos 5. 6. vmI 7. eap. t. MatlKei, (1532). Tj''; — weder golt nocli dem keiser das seine £,'fb(»M. vufl (lorli sH Ii Inüf Ihirnon vnd from iiinclion. fin strmon auff Matth. 22. fl53rj). Cj' ; wekben lias recht verurteilt vnd ver- dampt einra schaick vnd mordbrenner, den kan der keiser vnd bapsi nicht from sprechen. tcider //ans Ifor.^f. Cirill). Oiij''; — goll so frum vnil rcrht ist, das er das los niclil lest yrren. der proph. Jona. (1526). tj''; es mtts vnser glaube vnd saerament nicht aulT der pcrsnn sieben, sie scy from odder biSse. von der ipinkelmetsf. i \k Itiij': lfm nu der teuHcl odder int nscb, euiscliakk odder fromer. eftend. Mj** ; diese wdt taug nicht, der buhen isl zu viel vnd der fromen »i we* nig drinnen, der H)\. pxalm. (1534). Sj"; hosten viii! rntiiii«;(('n. auszlt'g dpr fp. tnd euang. vom aduent. (1522;. Niiij '. auch ein (Mar, weleib«« ffcnf » wu et eoU, wird fromm genannt : du bist nicht werd , das du ein kuhe, esel oder ochse weresl, welche vn- vernünfTlige Ibicr doch tbun , was sie sollen Üiua, eine kuhe isl doch from, frisl niclii sdbs die mOeh , bringet sie nicht vmb, sau- get Ii [ii(-Jii niis, frist das kalb, so sie Iregt, nicblselbs, sondern tregl das k.ilh, die milch, kese vnd butlcr den menschen zu gut. vier predigten. (1546). Kj^ in semer urtprüng- Ueken Meutmtg *hrmidibar, nSlMUek* ueht fromm noch in folgender stelle : gleich wie dir Inimeln alles nnlhrssen, was die frnincn bienlin machen, der 1 u i .psalm. ( 1 534). Jj\ die belege zeigen, dost bei L. die hevtefaet ausschlieszlich geltende bedeutungi deum eo- i' n v, pius noch nidu enUehieden dimthge- drungen isU Digilized by Google FROMHCHEN 720 PRAMIIUCH KrdninrheB, frönldicii) n. frömmling. Hcbeinheiliger , „ein mensch . der sich ehr- bar nuKtt;lU, aber ausschweilenä lebt" {Vii- mar pasl. lAeof. M. 8» 107): liierattü wird sich« finden, wns diT bap«t Air ein frömclion ist. wider das hapstum zu Rom. (1545). Kiij''; (Ijp pa|»isi(Mi , (Ül- Iriinjirlipn. die kl. UHlwoi i. (1533). fciiij'' ; wai>!>ieke(£eri:>cli vml (eulTdisch leren , des geben sie vns schuld, vnd was wir chrisllich leren, rliUmen sie sich. ili<» zarlon frömichon. wider den wurher zu predigen. (1540). Fiiij' ; ja man (indcl frü- iiiiclieii die reclilen mit den cUern vmb die gaier. EisL I, 519*. Krommc^n), rnimmcn, m. utitilas, nutzen, mild. MiMiif, vrnmc, m. und f. {!ien.3, i29. 43U), ahd. Inima f, (GraffS, 64HJ: da ver- Kleliel man was schaden vnd frunmen sey. an die roikertn. ( 1 524). Aiij'' ; bey den ehristen weis mnii wnl ilio fniolil vnd benjHi«S|walm. (1517). Biiij'*; ich weil auch, das das worltio justiut, iustiiia. ynn der schrifll noch nie were yiiris? drntsrlt auir den lirauch braciit, das es gereciiiu-kcyii hiesse, denn es hcyst cygcniiich frum vnd friinikcytt. auszleg. der ep. vnd euang. iet aduenls. i ir)22). Eij*; er {Paulus) nitlnif- mant /.um glauben noch frumkcyl gedningeii haben, das l. 'cap. s. Pauli zunCorinthtm, (1523). 6iij^; damit der bosibeyt gesleorM vnd rriin)kcyi [geschützt werde, vm weltli' eher vherliL'U. (1523). Ciiij* ; nh vpmand wolle aiiO' seine froiukeil hoclicn. deuäscb ealedk. (1529). Sij'; bosheil odderfrom- kdl. da$ 1 5. cop. ier erUm ttf, $, Am// an die Corinlher. (1534). Niiij*. Frömmlfln ffriinilin, fromlin), n. teas frömmchcn: so wirslu sehen vnd tioden. weldi ein frtfmlin vnd krenllin du bist #» man kinder sur aebulen Jla{(en solk. ( 1 530). Dj' ; nii Iiiillr pcpm . vnscr jlzii i- fn i !i'<^r, die / iricn fromitn. ein sermon auff Mailh. 22. |1535> Cj\ . ff tomlich (framlicfa), adj. gut, infiUck: hiu aber g. h.» sso derPfcflmgor dasaiisirieh- len sali , da.«z er »»ss? mit der tliatt vnnd nil mit frumlicher zusaguug auszrichte. ongi* nalbr. v. j. 1517 im ges. archiv :u H'inMv. N. los. 41. Vrömmlicb, arfr. jusle, pie: der mich tu diesem geschein i^cselzl , ^(MtirTi bffeiü aus zu richten y der hat mich geheissen frwiuhcJi FRON 721 FAUCUT vnd eiiiarticb in «liesein wirUbauü leben, einem gasl gebürt. atulag. der ep. vnd euang. von o»(frTi. (1544). N 5'' ; also Ifn l vus Paulus, Wir vor uiUssva glduUeii viiii darnach frUmlich leben. Eiii» l, 29''; alle die in Chrislo früniltcb (2 Tim* 3,. 12: ($oU- selig) leben wollen, die niuaaeik veirfolguii(: lei(I4''. Iruu, iroue, fruhne. MmMj a. friJhnen. FrMcb) m. rana: gunst vnd liebe fellel szo schic-r aiiir den rroscli als auH'tlic ptU |Mii- (»prichtoort). amletf. disr ep. vnd euuny. vom chrittag, (1522). Oouij'; wo du dicli des wegertl, aihe, so wil ich alle deine grenize luii fröschen plagen. 2 Mos. 8, 2 ; das der slrom sul von iröschcn wiintnolti. 8, ^ i vud &olleu üt« frische auU dicli vud auff dein volck kriechen. 8, 4 «. «. «0« «Ite «rsK» anugg» de« allen te*L habtn hier den frosch, l'roüctic. mhd. vrosch, pl. vrosclie und \i'>Mlie (BtH, 3, 427), ahd. ko&c, pl. fr«)äi:.i \6ta// 3, 61). iunkier herhmft. Flr4scblcin(rroikchltu), n. ranunculm: «las ist niclil L'iii scliloclil albcr schlengeliii fiosr!i!in IVi^Nel. von den leUlen tcvtlen Uauidji. (^154^/. ^tj" ; druuib gcscbichl yUu wie dem alten frosch, dem das iuBg fröschlin Uagl» wie ein grosz ihier ein ochsz were kuniuien vnti hvitc ;•!!»' rrtf^dilin yu Uxii l'»'- Irellou. uujl dan vOnchruilich Ouch (tocki Emszers. (1521). Ciij''. VfMtf m., friguSt geht, einmal aueh {Jer. 3Ü. 3U) mhd, vrosl (J^en. 3. 414 ). ahd. iVusl {Graff 3, S29): so lauge die erden äleliel, sol nicbl aull lidren sanien vnd ernd, froat vnd hiU. 1 Jfot. S. 22 ; des tages ver- »chnadil ich für bitze vud deü nacbts für (rost. 31. 40; zu der zcil wird kein liecht sein, sondern kelle viul frosl. Such. 1 1, ij. biidiicli: was das auden», denu dj:> du dich kall vnd vnlttstig findest zu glenben, tu dancken vnd zu denckcn an deinen lieben bei- land ... wo niil willu dich alior widder sol- vlifM frusl vnd vulusl erwenueu ? lerma- nung zum »acranmil. (153UJ. Füij'. ffiMhIy f* /VuelM. mhd, vmht {Ben. 3. 421^, ahd. {seUeni fruhl (Graff 3, 819). der pL lautet TrUcbie» doch tttgtgnei einige Ums*, YliaUu^mek. mal (4 Jfas. 13, 21. heheUed 4, 17. klagt. 4, '.)) der gen. pl. frilcblen, sowil der früelUe {i.b.b Mos. 1 , 25. 2 Tim. 2, 6 ), aller rriicliie (iSeh. Ii), i'o), ihrer frUulUe (6tr. U, 2ü). 1) fruebt de« feUn, aeJIcer«, ^iretde: gleich wie das erdireich keine fruebt bringen iiui li tragen kan on den saineii. dat n.cap. Johannis. fl5;iü). U"'J'; ''^ begah sirli, da» Kam deiu Imirtt upller l>iachl vuu den frflebten des fddes. 1 Jfo«. 4,3; aeehs jar . soltu dein Und beseen vud seine frdchte ein- saiiden. 2 J#o«. 23, 10; es war ein reiciur mensch, des fold halle wo! getragen, vud er gedachte bey jm selb» vnd sprach , wa» üoI ich Üiun T ich hibe nicht da ich meine Trachte bin samle. Lue. 12> 16. 17; es sey denn das das vvcilz»'nkuni in die erden fallt; vud ersterbe, su i)leii)U alleiue. wo oä aber er- tlirbet, so bringet» viel fracbte. M. 12,24. 2) der kSwme und reften: welcher bawni nicht gute fruchl bringet, wird abgehawen vnd iiiv fcwr k'oworllen. Matlh. 10; wei- ther bavvuj Uiclit gute frücble bringet, wini abgehawen «. «. «e. liec. 3, 9; gleich wie der rel>e kau keine fruchl bringen vuu jm selber, er bleibe denn am weinstuck. Joh. 15,4; welcher jillanizei eintn Weinberg vnd tdtöel uichl von seiner iruchl? 1 Cor. 9, 7. 3) frachl mm menadken und Ihmn^ fe~ lus, partm: wenn mans hyn vnd her keret» so sind wir gcschaflen frnolil zu ztMi^mi vnd lu tragen, vberdas erste buch Mose. (1527). hhiiij''; die weibliüie ehre gebet bey vn» vhcr alle lyncht de» letbes. von chesacfte n. (1530). Siij''; bin ich doch nicht gott, der dir deines leibcs frilchle nicht geben wd. 1 Moii. 30, 2; weuu sieb uieuuer hadderu vnd verletstti ein schwanger weih, das jr die fruchl abgehet. 2 Jfo«. 21, 22; vnd winI diefnit hl deines leibs segeiien, vnd die früchl tli iin r kühe vnd die frttchl deiner scbafe. ö Moi, 7, 13> 4) erzeugnvs ü^erhm^: die biene ist ein kleins vügelin vnd gibt doch die aUenttsseste frucht. Sir. 11,3. 5) unfiytnllich und bildlich: l'ruclit de^ munden. «/>r. 12, 14. 13, 2; frucht der lip- peu. JeM. 57, 19. He^r. 13. 15; sie wird gerhUmbl werden von den früchten jrer bende. «jn*. 31*31; sehet zu, ibul recht- V»l uiyitized by Google 722 FROH sdMflim« rruehl ,'el , p«ii«t fiiliel diu erden. \Mos. 1,28; da aber der herr sähe» das Lea Ynwenl war» uiacht er sie fruchtbar vnd Rahd vnfrucht- b.if. 29, 31. 4J goll hat vns viel guts getlian vnd vom himel regen vnd fruchtbare zeitung {lempora fneüftra) gegeben. e^MUgnth, 14, 17. 5) das fruchtbar (nMiMkfmgtndt) , edle ImitIiIm \\m romanislPM von f.pyptzick. von d^m bapsium zu Home, (152U^ Bj'*. 6) bildüdk: das jr wandelt wirdiglich den herm lu idlem gefallen vnd fruclitbar seid in allen g'Uen werckon. Col. I, 10. I^rnchtbarlich , adv. saluiarilfr , nutz- bringend t wui ntUien: man ziehe denn die ieute aulT» so nach vns konien sollen, vnd ynn vnser anipt vnd werk Iretten, auff das sie aut li yliie kiniliT friirlilliailicfi (tat. ed. Iicnc jr ';;ilnianter) erziflifii. üeud.sch caifch. (l^lii). 2 5"; iho suUen wn die projdieten vns natae machen» so werden sie fruchtbar- lieh gclfsiii. vorr,9Uf die Propheten. Bind' ifil 7. 337; Jona so fruclitbarlich |>redigel bcy den lieiden. 7, 405; ich weiN aber, das dis den pa|)i!jten vherau.s misfallcn vnd sie verdriessen wird» da frag ich nichla nach, wenn ich nur den armen gewissen damit nulzbarlich vnd fmehlharlich «Uenen kdndc. Jen. 2, 31' ; fttrwar ich wollt mit gotüichcr hulfl* mein lare frUchlparlieher gehandelt haben, manuscr. der Ml, xn Gotha , eoi. Chart. 379, j^o^. 9. Frichlereicb, tM m früdum: m den ist. das euangelinm auch frttcbtenach. BiA. I'ruchtleitt (frUchilm i , n. bÖ$er mensck: das müchl den bapst, das llorcnlzi&ch frUcbt- lin , frfflidi machen* ein htioff on den tor* din9l erfiMsiAojf. (1530). Bij"; ih- wir sehen was die verbItMi'!(i>n fiir Inh liilin sind, von den jitden vnd jreti lügen. H 543). Niij''; ewcr frUchlün vod kreutUn zu Halle hat nu ausgeheachelt. Jen. 6, 171*. Frübi IMhC) adf. L. frOe, mhd. vnjowid viif^jc (Ben. 3, 433. 434), ahi. fruo»fri \irraff'St 655). 1 ) dteiifOp «Mie» m im ertleii taftt' «eil: a) frde, wen» liecht wird. Ifidk. 3, 1 : vfid k-inirn zum gnlio .m oinera sa?)- bather scer IrUe, da die sonne auflgieog. Jfarc. 16, 2 ; vud Josua macht sicli frile auf. Joe. 8, 1 ; vnd (5omti«i wmI Soul) stunden fhic niiir. 1 .Vrir/i. M, 26; es ist vmb soasL das jr Irilo .luffstehet vnd hernarh l.ing sjliet. p*. 1 27, 2 ; Ihaw der früe feilet. Uos. 1 3. 1 ; b ) oft in verbindva^ mit utoi^en : Abraham aber macht steh des morgens frtie auf. 1 Uns. 19, 27 : da sititul Abimeicch des morgens frile aulT. 2o, 8 : a i Ii denen, die des morgens fnle aulT sind, des .sautfens sich xu vlei»sigen. Jes. 5» 11 «. öfter oimA ohne orfikef mortem frde oder frOe morgens, mtek frtte atorgen: so stehet jr morgens frfie aulT vnd ziehet ewr Strasse. 1 Mos. 19, 2; da war der künig morgens früc auif, vor tag. 1 ifocc. 6. 33; das der ktfnig Israel frfle morgen« vateigdic. Ho». 10. 15; vnd da sie früe morgen den liprt; fiinnii gi«'ng. Jud. 10, 12; vml iiri«- • (lipct jitcn von l'nii' morgen an Ins an den abend, aposl. ytsch. 28, 23. anders mor* gen frae -» m 4ar erale» $eU de$ Metern taget : vnd der herr sprach zu Mose , mach frfle anfr vm'I iritt fiir Pharao. 2 Mui. S, 20. 9, 13; so mach dtcit nu mor- gen frue aufl. 1 JSam. 29, lu. e6eiuo heule früh '^i» der morgental de$ gegentpäni- gem läget: ich l»be heitle frfih von «< fc* f> Digrtized byJ5,QpgIe * FRÜHE 723 FUCUSIIECUT g. das reich g«8ch«icfc empfaogen. i$ W0IU br. 5, 767. c) früh und spät fspal): er(der landmann^ miiss spal vnd frUe «ien kilcn fiil- ler geben. Sir. 38, 27 ; also auch die lischcr vBd zimmerieule , . . nttsieo frfl« md spat dran sein, das lie es volenden. v. 28. 2) in der ersten zeit des jahres: irli lieissc sie .scliückelfesl , da jcriich der osler- Uig Ulli .seiueu anhangenden feslcn sich en- derl, jUl friic, jlzt spat ins jar kompl. von den coHcilijt vnd kirchen. (1539). Lij*. 3) übt'rhaupt beizeiten, bald: Ullk vns früß iQil tJ( iiier gnade, ps. 90, 14 ; las mich frUe hürcn deine guadc. 113, S. 4) SU frflhM«or der seif: er (derafoiUl Awiltf) nennet sich aber mit verblümcten wnripn eine vrizoiiige geliurl, das ist ein kind das zu frU i^ehurn ist, ehe es gar vülhg vnd reiff ist. da« 1 5. eap. der erslen ep. s. PauH im die CorintKer. (1534). Pij*. Frohe (frUe), f. die erste morgenxeit: vnd niachlen sich in der früe aulT, das sie ztitn beer der Syrer keoieu. 2 kön. 7, 5; vnd flohen in der frfle. v, 7* Mhgehety n. morgengtbel: Hahnet eines tags soiii fr(Iiei> diifang erkenne, vnd flu(js denn die eyer des vnzifcrs iui neste, ehe die mittags sonne rauppen draus macht, vertilge, sonst, wo sie dio frurslundc ver- «■■fMair*-!! , vv(M(lcn jnen ilic lieinlel zu dicke vud zu gros, der 101. psalm. 11^34). Sij*. Frnmm, fmmMei, frarakcil, frnmm- UAf «. fromm, frommen, fhimmkeil, fromTnlirli. Fucbs, m. vulpes, mhd. vuhs (Ben, ^, 360'-). ahd. fubs {Graff 3, 431). 1 ) da« bdsatnUe rmibUiier: vnd Simeon gieng hin vnd licng drey hundert fflchse. rieht. 15,4; las sie nur bauen, wenn fnrhse hm aiilT ztijren, die znrissen wol jrc steinerne liiauren. AV/t. 4,3; sie werden ins schwerl fallen vnd den füchsen zu teil werden p», 63, 11. 2) von einem listigen, schlauen, verschla- genen menschen: gehet hin vnd saget dem- selben fuchs {der könig UerodeeAiaifae ist gemdni). Im» 13, 32; der bapsl ist cttvas furcht>am, hält hinter dem berge vnd deckt den fiuli<. tischr. 254''. Fnchsisch (fUchsiscb), in folgender stelle «. 9. a. AeHcMerMCih, /aboh: welcbs gew is- lieh nur falsche, fuchsische (Jen. 8, 274*: fü«"hsis( lie I Itiisse sein wiinlc. ankurfursten zu Sachsen. (1545). Aij'\ rnn der busze des gefangenen herzogs i . braunschweig. FttiisrCf ht| n. 'dofel wil mit gt»- wall regirl seyn , das vviistc goll wol , da- romb gab er der Oberkeyt m<^t eynen fnchs- schwantz, sondern eyn schwcrd ynndichand. ein sendbrieff von dem Aarf*«n büchlein. (1525). cij*. häufig bitdlicii fiir geUnde strafe: alM ivenn er igou) siralTt, soHen wir wiiwen , daii e« nur ein nichsschwanlz 'wU donn es wird vn>i niihl der hunderte Ipyl vergnltm, wio wir wol verdienten, auslrg. der zehen gepol. (152S). fiS"; ey lieb«?r, CS ist nicht» den itterhen. e« iftt allein ein velerlirhe rnle, es ist nicht torp, hu i$t der fnrhsschwanlz. dax xchnm confUemini . (l.'S!^Oi. Kiij*; es mmhlo jimanil wol gorn durhen . das sie der blitz vnd donner er- schlage .... aber * Atn sind eitel fachtn scinventze, vnd gnti isi langest zunorkomcn vnil lint sip Miit vii'l '^•r-'U'^or plage gestrafft. tcider das hapstum zu Rom. (1545). Fij^; mit fbcbsschwentsen vhirweddeln , sehr ge- Utkd «8dlf^f«ii. anuUg, 4er tp. xmd tfMM§, vom ehristag. ( ! T» 2 2 ) . ii n n iiij''. fichssfbwanieln , heucheln : also halu n sie jlzt aber ein ranck erdacht von der gan- zen kirchen reformation , wie dis hflchlin fncbüschwentzeli, aulTdas, so man solcher Idprn f;I.iiib''l . hiiifiirf koins fonciliums not sei. raUchlni} eim awtschus. i 1 5?1Hi. Fnchsscbwänicn, dasselbe: mulwilhgtich hencheln vnd fnchsschwentien. titefcr. 129". f HchsHcbwlMitfl, n.ktvehlerisrh*' schnuH- r.helei: siehp nnr die verzwcMH-lffri Im- b»>n an , wie sn* nnt fuchsschweiilzcn die kirchen rcfonnirn. wo es den bapst vnd cartlinete trillt, dsi geben sie dem bapst alles, »nd hat weder Itapst noch cardinal nie nichts bitses gelhan. ratschlag eins aus- schus. (153S). Atiij''; den hund verdros dss gltick vbel, aber viel mehr, das der r*l«rhe rnchs mit seinem ftichsschwentzen den baulTen also narrete. EM. U 422% Nchaedir&iiMr j m. fteneMer, sdmukk- ler: so bald sie hiSrcn eyncn [irediger. der sio Icrft »itillo \n(l der ohcrkrvi pohonum Sayn , d^^n licyssrn sie frisch f yti<'n fuchs- schwenlzer vnd furslenhcuchler. widder^ hymL Propheten. (1525), Ffj'. FackssehwintIclMi n. dim. von fuchs- srliwnnz , im sinne rnn gelinder straft: Hn< er nn gefangen vnd aus seinem furstenlhum geslossen, sol er nicht deuten, das csseydie rechte slaiipe, so er verdienet, sondere ein fuchsschwcntsliQ» damit er senberiich gni''li'^'!i('h vermanrt i«l zur hiisse. mdM kur(üri>ten zu Sachsen. (1515). Ciij*. Fieker^ m, em kttufmann, befowdw» rfa HrrotxlUbidler, öfter auch mit ier 9Mm nebendeutung von Wucherer: hie musl man wfrlich auch den fiickern vnd ih-r gTt'y('li*^n {nichl geistlichen xcie bei Grimm nacA et'neni tutdUkucke) geselschafflen ein sawm ynsz maul legen, an den ehrisUichen aiel (1520). Miiij"; es {goU) ist oin ;,'iiicr kyif- man vnd gnediger hendler. der vns leben »mli tod, gercchtigkeil vmh sünde verkeuOl, vnd dafnr eine kranekheit oder two eins augea* blicks lange zur zinse auflieget, zum zengnis (fas or nnlftMl'^r ^'ilil vnd rreiiiidlirfi(^r [»nr^cl. dcini tUe lurket vnd liendler auil erden Ihun- Jen. 6» 292*; er {galt) ist nicht ein kremer noch fttcker. ßM, 2, 45*; das wissen die fucker vnd franckfiirtische messen wol , wir wir das vnsere vernarren vnd versckleildem. iwcAr. 429*. rgl. auch focker. faier (fudder), ii. vefcoe, wagenladuH§. wa^enloef, mhi, vooder (Ben. 3, 443*). nUL fiiodor {Haupt r^ßl"): mit fiidder vol schiiinrli wiMi vl>prs(lirit. dait nnd*r teifl Widder ä. hymi. p rophelen . ( I ."> 2 5 ). Dij' ; da vberschmten wir yhn mit ganlirn Mtn Scheltwort, der 112. psalm. i I :.2fi). dß': »*ini tninrkt''n man sol .mrli ein fiiddrr h«w aus ilem weg« gehen {sprichworl t. derpropk. Habaeuc. (1526). raj*; eyra truncken b>m soll eyn fndder baw weichen, eraiaawiy zum fride. ( 1 525), Aüii^ «dlMiaf erscheint auch die nd. form fodd»'r- n'it "r"- len mich erstlich gen VViitemberg aulTineyn eUenleur widdenimh gefugt habf ftriginalbr. V. j. 1 523 im ges. archiv zu Weimar. O pag. 74 FF. 2. Plggt> f. HdU woM fUf Alge in fügender sielle: wollet bey den herrn Nürnberg guter fn'_'L'f «f'Vfi (fit*- ije^riiijenheit haben zu bC' wirken) . dasz er ins liindlihaus moehl ver- sehen werden, de Wette kr. 5, 402. Fugll^, figlich, aij. passend, angemet' scn : '^\eWh wie kh \on der taulT gesagt, das (dasz ^ f"^ rntflidier were ynsz wasser tzu tauchen, dau da uiil begisseu vmb der geutze vnd volkommenheyt willen des leycbens. etn sermon von dem hochirirdSffen Sacra- menl. (1519). aij'; \nd wie wol! solrhs oplfer auch aussen der niesz geschieht vnd geschehen sol, denn es nit nOtlich vnd we- ssenUeh sur mess gehört, wie gesagt ist, sio ist» doch köstlicher» fn^cber« stercker vnd Digitized by Google FUüUUl 726 FÜHLEN auch attgeubetiMr, wo es mil dem hauffen vnd in der samliin^' ^'lm liichl. eyn sermon VOH dem n. le.cit wyr gewarten. das auch die fallen, die iltt die spitzen ftiren. von beider getUUt. (1522). b) mit einem zweüen acc, : vnd lobet deo hcn n. ilcn gou meines* herm Abraham, der iitich den recliinn weg gefdrct li.it. l JItos, 24, 48; weil du dcfui wider idk Ii l 7; vad fOre vns nichl in Versuchung. Matlh. 6, 13; damil furt'fi Mr \nlck vim die erschrecknis. auiU'g, der t'uany. von oslem. (1527). Xti"; Yud baleu unclt , ich soll den ordeu nicht ja schänden fttren {hringen), dat idiön§ eon- lUemini. (1530). Eiiij'-. — vttd (Jaeob) stund aufl* in der ruirlii vnd nani seine 7wcy weiber vud die xwu uiegde vod Keine eillt kinder ... vnd Tubret vber das wasser. 1 Jfof. 32* 23; vnd Jesu« sprach» ab herr herr, waruuib liasiu dis voick vber den Jor- dan p'-riiri. Jos. 7,7. — villi soll Aaron vnd seilte äuue für [vor) die lliUr der hUlteii des slillks füren. 2 Jfot. 29, 4 ; vnd Alrelen jn für den ricbtstuel. aposl. gud^ 18, 12. — das er gleich die seelenn luil grossen haufTcn zum teuflel fnn'f. an den chrisll. adcl. (ld2Üj. Biij'; buiciie gelüler sult man zur schulen füren vnd Pelnun Hispanum leren, das dürfllen sie wol. vom abenimal Qtrüti. (152S/. rij'', dir rfdeiisart einen lur schule führen empfängt auch den sinn „ihn schul- meislem, üin mii iaätl üvltthren": aull'das wir den heiligen geisl vad Ghrisluni ein mal zur schul furetm vnd eyncn guten Schilling geben, das sie sxo vorgessen {vergetten) vn ) seuinig gewesen sein, grund vud vrsacJi. ( 1 52 1 j. i iiy*. noch mag hier «ine redews- arl eine aleJI« findm, die henüi tmter hier hätte angeführt werden sollen, dort aber übersehen vcar: so sol denn etwa von Rom ein vunUtzer wesscber (ein legat woll ich sagen) komen, vnd des reichs stende verma- nen vnd hetzen widder den Turcken mit an- zeigen , wie der Feind des chrisüiehen glau- ben« SD 1,'rossüii sdiaJi'ti der ( lirisleiilieil gelb;iu hübe, der keiser ab vugl der kircUen vnd bescbirmcr des glaubens solle iUia lliuu etc. gerade aU wercu sie selbs gar grukse freunde des christlichen glaubeus. ich spredie aber su yhm, sie haben dir dein mutterswa hier gefurt, du auuueclitiger plauderer. vom kriege widder die Türcken. ' ir>29i. Eiij*. was *oU dies heissen / Wag and eriiiurl in Grmms «sib. 4, 436 einem die nHiler zum hier fuhren mil ^mum einen pomn spielen", welche erklärung jeduch dtrm :«- sammenha^e der HeUe nichixueHUprecken scheint. d) mil «iiiem parUcipium: auff das* se « etliche diese:» wcges fünde» meoner vnd Wei- ber, er sie gebunden fürele gen Jerusalem. apoil. gesch. 9, 2; n jffzelei vier htindert lausenl man, die das sctivvert filreK^n. richl. 20, 1 7 ; was slrcilbar incnDcr waren . die achtld vnd «chwert faren vnd bogen spannen kitndlen. t chron, 6» 18; starcke iirlden vnd kriegsliMile, die schilt vnd spies TUrelcn. 13. S; wie die kiuder Ephraim so gchar- niscbt den bogen fUreten. jw. 78. 9; es wird ein volcfc komen von mittemMhl vnd pin gros voick wird sich erregen harl an vn- 'icrm landf, f.'i- menl nicht mcer thul . tlnin das jr schindet vnd sehatsl , ewem prachl vnd hohmnl in fflren. ermanunge ttm fride. (1525). Aij*. 4) ali ab:eichen (ragen: de r .uicl gemey- niglicli lewen, bereu, wolfTe vnd andere wilde ihier ym schilde füret, der proph. Oabacuc. (1526). diiij\ 5) tttsuf etwas, das handlang ist oder handlung enthäH, foriiji's>'izip (häliykt'ii »ende»/' wer sol vnter vns dou ki leg fiii en wider die Cananiler? Hthl. 1 . t ; krieg sol man mit vernunlfll faren. ipr. 20, 18. ein anit fuhren , es «eneallen» die damil ver^Miideiiett amtikanttttmgen verridHen: vnd sollen nicht zu mir nahen priesterampl 7.n fftren. Ezech. 44, 13; jr fürel ewrami nielit fem. weish. G, 5 ; welcher auch vns tüchtig gemacht hat, Aai ampt zu fUren des newen lest (1522). 2*C!»r. .3, 6. (■iiu> -iache führen, dafür eintretend wif betreiben: rirlitf niiih gott vnd füre mir meine .«acbe wuter das vnheiiige volck. ps. 43. 1. das worl fuhren , „reden beim absieht- liehen schweigen des oder der andern" ( Weiy n n d bei Grimm) : vnd npnnoten B.ir- naham Jupiter vnd Faulum Mcrcuruis, die- weil er das worl ftfrel. apost. gettii, 14, 12. aloll das worl fiilircn heisit et auch (!n>; redrri führen: darüinli {die heiden) •iiich yhrem Mercurio, dn- d.is reden filr»'t. titliche angcmalel haben, iber das erste buch Mose» (1&27). Oij\ dagegen bodmUet viele woric fahren, «tele leorle «Mhe». ^- hrauchen : des miis man gewonen, wer ynn Mose liest , das er feindlich viel worl füret, damit er ymer ein lUng treibt, ebend. Yij'. eine klage fahren. Uagins heimlich magstu seufllzen, aber keine todleaklage Ol- ren. Eiech. 2 1. 17. ein leben fuhren, aa oder so leben: die weil er (ffenoeJb) ein gtttllieh leben faret« nam jn golt hin weg. 1 Mos. 5, 24 : wer aber ein beilig leben für» !, der isl golt nahe. weish. 6, 20; daher iln .wich die vn^orech- len , so ein vnuerstendig leben fUreten , mit jren eigen grewelen qndelesl. 12* 23; ^e sollen nicht bisschofDich noch thflmiseh le- ben füren, rt'rmanung an die geisth'rhen. M530) Füij''. eftpMÄo eitlen Wandel fuhren : diewcil et {Uenoch) einen göttlichen wän- de! fOrel. var. tu I Jfo«. 5. 24; so fdret cwrcn Wandel , so lange jr hie wallet , inil fiirrhton. 1 PtH. 1,17; vnd füret ''itini i^:it(eii Wandel vnter den beiden. 2, 12. oder auch eine weise, ein wesen rühren; oiüncb, der eine sonder strenge weise fflrel. wm dm eoncilijs md kirchen. (1539). Zij*; die cnrdinel vnd ileines hofcs piist^rnn vnd her- mapbrodilen Türen ein solch grewiich wesen. das bimel vnd erden daßlr beben vnd aittem. wider dßt bapstum su Rom. (1545). FjK einen stand . einen orden fähren , m iÄm »2 Digitized by Google FCHHEN 730 FUHRWERK UUUif/ Mm» iH iftm Mm: der orden oder sUiiiI , den der bischofT füret , ist für goll nicht gri}ssr»r, denn den oin schlechter man füret, der stand, den die nonne füret, ist MMb bemr, denn den ein eheUcb weib Turel. Jm. 2» 356^ ; das (da#s) solchen «Und [den stand der welllichen obrigkeit) ein Christ, wo er dazu ördentlich heniffen wird, one achaden vnd fahr seines giaiibens vnd seiner seeleo Seligkeit wol ßren oder darin- nen dienen mag. 5, 16*< Nffirift führen, zum betreise, zum hehge rorbringeH, überhaupt vorbringen, an- führen , citieren : du baxt mein büchle vnd Aingeftarete «chrilft, die nym für dich, fore aiifli \)i{ilc iürei er ausz der schnitt, das er >iich gründet vnd wich stortzct. anfieort dtfiMM*. (tS22). Dnij*; es flickt sich nicht so, lieber lügen geyst , inusl scbrilft vnd !♦ vt fiircii. das ander teyi widder d. hyml. ^tfopkt'ien. (1525). Fiij**; so mus er [Varl- itad) gdr mechtige sprüche md teil lüreii, das wyr yhra ^ieubeo. ^enä, Hij^; der s|irUclie sind viel yni allen leslainenl. wilchc die heiligen a}»os[»'l <»fli fürten vnd .inzügen. i'ber das ersle buch JUose. (1527). Büj"; solche weise die schrillt xh Airen heisst kau<,*hresi8 , abuxivus modus loquendi, ein misversland. ein n'iddrrruff roi» frtjf- feur. (1530). Hiij- ; t^i tder proph. Amos\ wird zwey mal im iiewen lestaiucnl gcHirL. vorr. ««/f den propJk. Arnos. Bindseil 7, 402. II. reflexives sich tnlin-n er scheint nur selten bei L. ; iNir stehen aui meinen schrif- len nur für folgende twei bedeuUmgen be- legHellen an fabele: I ) ,,sich bringen in einMt, durch sein thuH in einen nicht beabsichtigten zustand yerailken" : bis sie »ich selb» in solchen vn* rat vnd beachwerung gefart haben , da« sie darob mit landen vnd leuten verarmen vnd verderben müssen, ausleg. der ap. vnd euang. von ostern elc.i ! ' 1 1 1 r n''. 2) „jsich mit etwa^, indem ^u/< Atnn und UMigkeit darauf^ wenden, heeehäftigen, sirh mit einem gegenstände hefasien" : man fiiret sich noch mit eyui buch vom endchrist hyn vnd her. die ander «p. t. IVfri jfepridi|l. (1524). if. III. scheinhnr . nicht wir!;!}rh. iu tran- sitiv gebrauchtes führen begegnet in fol- genden «teUffi; die pfone ist enge . vnd der weg ist sehnalb, der tum leben Ifirei. MetA. 7, 11; vnt! kamen zu Aei oisenitii Ihijr, welche ^iir si;i haflig waren, haben wir vns nidit wollen ia das Wasser tdie übergetretene Salt) begebai vnd gol! vt rsiirhpn. de Wfitte br. 5. 790. hibrwrrk, n. nur in der bedeutung „S^- riA nm fahren üufdemlande, emeeUfir sich als auch mtl dem dazu gehörigen su§- vieh, der bespnnnung" iWeigand bei Grimm): ilannu sagt aucli der |>roj)het Ha- bacui: Iii st'iiieui gesang, deine jifvrd vnd wa- gen (spricht er) hdsscn wol glflekaeUg nd haben sieg , aber sie gehen in tiefem mew vnd im achlam vieler waaner. nokbem Digrtized by Cpogle FÜLLE 731 FÜLLE ^ch^r vnd ruiwerck wird verglekliei Her rlinsUMiheil regiinenl , (h wagen vnd jiTfril muss liurch ».'itel in'lle pliiUdii zilieii. da» 16. cap. JohannU. (ib'.ib). ViiiJ''. , Filk (ruHe) , mhd. vulle {Bau 3» 364% ahd. fulli (Graff 3» 484)* am an« xwei v«r- 4Chiedetif>t hiMangen entsprungenes wort. 1. aU aüleiluny von dem udj. voll steht tt bei L. in folgenden bedeutui^en: 1) die goHMheUf wMnänil^teit : denn es i>l das wolgefallen gewesen , das in jm (in Christo) alle fülle [d. i. die ganic warhnf- tige goUheit) woueu aolLe. Col. 1, 19 } üeuii in jn wonet die gintie fttlle dfcr gollfaeil (nSy nX^^fta t^s t^f07i7TO(^ leibhaftig. 2, 9. 2j überflusx: u) also aucli vnn .lilcu atiilvru ilingeii nacht er aus der n< ygc die (teile, aus armul reichtuiub. der proph. Sacharja. (1528). Nij' : vnJ nach den >(»ll)en {den sifhen frurhl- haren jähren) wrrdi'n sirijrn jar llicwrc/cil kouien, das luau vergessen wird .iller »ulclier imiie in Egypienlande. 1 Mae, 4 1 » 30 ; reich- thoni vnd die fillle >\ ird in jreiu hausu sein. ps. 1!2, :\ ; darumli das seine scclt- gcer- beitci hat wird er seine lusl sehen vnd die fülle haben. Jes. 33, 11, welche stelle L. in iier a«sfaf . dmee eap. eHUäH: die falle haben ist, das er aller dinge vnd gQler gutle% %verde mcclitip- vnd fj:ewahi^' sein, das 53, eap. des proph. Jesaia. (1539> HijK b) mit gen., der das beeeidwei, worin die ßUe heUekis gotl gebe dir . . . kom vml weins die fülle. I Mos. 27, 28; der herr wird eiirli nm alunid lleiscii zu essen g»dirn vnd am morgen brots die fiiüe. 2 Mos. 1 1>, 8 ; vnd sollet brots die falle haben. 3 Moe. 26, 5 ; goltes brflnlein hal wasaers die fillle. ps. 65, 10; also {,Mii«'>tii diesen wassors die lüUe. (152^1: UiWn vninTsphens. wrish. II, 8. 0(1 und aber dem von fülle a6> hängigen gen. mämUieher oder nentroier Substantive die flexionsendung entzogen: wie viel laglüner lial mein vater, die brot die fülle (1522 : fülle) haben. Lue. 15. 17 ; vnd hatten die fülle brol zu essen. 2 Mos. 16, d( IM eing, dm femimnmte bteibi ee mngewiip o6 der gen. oder aee. gemeint ist . er sandle jnen speise die fülle, pe, 78. 25. ebenso im pl. aller j^tfefttodkler: die da kin- det die fülle haben ps. 17, 11; wer nii solchs nifhl wil anneuteii noch achten, drni beschere guli roUeugeister die fiili«'. du* « 15. eof. der ereten ep. *. Aiirff an die Co- riniher. (1534). Hlj'-. r{) itn a. lest, auch der üherflus: 'f/« v gelreides und weines), imoft'rn dieser a/.s zehnten oder erstlingsgabe dargebracht teurde: deine fflile vnd ihrenen »oitu nicht verziehen. 2 Mos. 22.29, wozu L. am rande bemerkt: f'illo hoissii n allo liarl«* früchlG, als da sind kuru, gersten, eplfel, bim, da man speise von machet, thrwnm heissl er alle weiche frfichle, da man sallt vnd Irauck von machet, als da sind wein- drauben, f'Me; vnd solt solch ewr hebopfler achten , al.s gebt jr korn 'n :u könnm . in welcher bedeutung das wort gern mit huUe eneaemenetehi: derhalben selten wir auch dencken, das einem inenM hon nichts besser isl denn armiil, d.TS wir rnrhl \ li«'ilt>ng hiihi n, soiidt'in nur hidte vnd fiiiie {kleiduny und nahrung). iber das erste buch Mose. il527j. V ij** ; well es ist allen Christen gesagt, nem- lich, ih< wir jm brauch nicht mehr von allen gfllern liaben künncn, d^'nn füllen vnd hiil- len , einer so woi als der ander, daran ein jglichcr jm solle gnUgen lassen , ob die fttlte vnd bulle nach der person vngleicheil vn- gleich sein muss. widT den wurhpr su pre- digen, (1640). Fiy''i dergeilz vnd wucher Digitized by Google FÜLLEN 732 FÜLLEN scharre! vml «atniel . . noch mos er ni<'Iil wfhr (Ifiin f'ttler vnd ilt^rkn Hanon hr>l>on, vnd bleibt aller menschen reym , füllen vnd hüllen, mh md an, damit dauon. «ftmd. ' f iltci (füllen). voU machen, nü^d. vnllen Ben. 3, 364'''. ahd. rnlt.in (Gmff 3. 486). golh. iulljan, von d^m adj. voll, es suhl 1) (rantiltv und zwar «) Mlf fttotsMi 000. . waleAM' den ^e^en- afaiidL den räum beseiehnet. äergefl^wird: die ff?<»ft*'cra) sleij: hin nh mm hninnen vnd fiillet den krug. I Mos. 24, 16; der prie- ster aber in Miüiait halle sieben löchtcr, die kain«ii wasser su »chepITeii vnd funeten die rinnen, das (dasz) tie jres valers addire frrnrkefpn. 2 M<>s. *> . dlpse wrin- schlfiuche ffilirton wir new vnd silie, sie »ind zu rissen. Jos, 9. 13; vnd al« bald hefblh Ragnel daa sie das grab wider fttUeten , ehe es lag wMrde. Tob. 8. 19; da bedeckt eine wolfkc >]\'' Inittc flp«? stifll» vnd die herrlipr- keil des licn n foltcl die wonung. 2 Mos. 40r 34; ieK aahe den herm sitten aulTeim bohen ^-nd erhaben sluel vnd $ein umm fallet •Icn tpinpt^l. Jes. R. 1 ; vnil pnll fnilel dem berm . ircttri hinzu vnd bringfl her dir' optT'-r mkI lobopfTer snm haose det henn. 2 rhmn 29. !n . b) mii einer praep. zur angäbe dessen, womit ffoßUU wir4: da gieng sie (ff^par) hin vnd fallet die llaasebe mit waaser. t M' < 21. IH; «o vage jnen nn norf, «o^prvlii »Icr herr, der gott Israel, e;« s(dlen alle Ifgel mit wein gefallet werden, so werden sMto dir Mgen, wer weis das nicblf das man alle legel mit wein füllen «ol* Jer. 13. 12: fftUo d*»in bom mit öle. l Sam. I B. I : vnd verstoptTlen alle brUnne . . . vnd fillleleß sie mit erden, t Ha«. 26, 15; seine baten fflllel er (der lötce\ mit raub vnd seinr wonunn: mil ilein, das er zuri'^scn hatto. .Va/>. 2. \ wir wollen vnser heiiser mil raube füllen. xpr. 1,13: vnd er begcrte .seinen bauch zu füllen mit trebem. £«c. 15, 16; wie naa sagt von vnnutsen lentten« man riolli eiowrbr niil «chiiizcn oder hos^ wcgp damit foUea. von der beichl. ( I .'>2 1 ). k iiij''. 2) reflexiv: a) was helle sonst goltge* macht, wenn es.nicbt anders soll sein, dem das sich der mensch jmer mil seinem wanst vnd stanck«:ack tragen vnd sich ewig ffll- icn solle? das 15. cap. der ersten ep. f Pauli an die Corktlher. { 1534). ej*. b) mr wollen vns mit dem besten wein vad salha« filü'^Ti u t i^h. 2. 7. I^nllen l lullenl. a. das junge vompjerit, esei, kamel, mhd. vüln {Hen. 'S, 3B6*). «W. folin (GraffB, 476): vnd baldc werdet jt eine eselin linden angebunden vnd ein füllen h.'v jr. Matth. 21. '* 'mrrhrürdig isl ('in'' hei dieser stelle von üt ndseil gebrachtf var. eine füllen) ; die ochsen vnd füllen ( 1 528: füllen), so den ackerbawen, werden gemengei futter Jes. 30, 24; dreissig seugende k.imei uiit jren (tlllen . . . zwenxig eselin «H zehn lullen. 1 Mos. 32, 15. « DigitiZL ■ FOlXEOPPER 733 FUNDGßl'BER nileopfer, n. im «Ifen !«*<. ein sur prie- ttenceike dar^radUMt opfer (widder der fülluiig] . rnt} trpfrhetn die altarstücke dem priosler tn die hunde gelegl , aeine kände damt gefüllt wurden ivgl. (Meu 1, a, a): CS ist ein ftllleopITer sum sflssen geruch. 3 Hot. 8> 28; von dem widder des nillc- opITers. u. 2f>: vnd «loU in sieben lagfti nit lit au!»gehen, mmi ilcr llin. noch eimn ffllloslein •rolion. das schöne ron- fitemini. (1530). MJ' ; umi darfl* der fnll- steine an einem gebew mehr denn der (|nn- dralen. lischr. 1S1''. Ffillnng, f. Iii ^oli .ih^r nem*»» tlon wider der fultnng vnd sein ileisch an eini heiligen orl kochen. 2 Mos. 29, 3 1 ; wo aber etwas vberbleibt von dem Qeiscb der (killiing. v.34. tgt. füllen 1, a, n) und fülleoprcr. Pinid, m. mhd. vunl iBen. 3, 320' ). 1 j er- findung: est ist ein menscbenn fuiid ferne mensehHehe erfindung) das bapsluro, da gnii nichts von wem., grund vnmd vnaeh. ( 1 52 1 ). nniij'. irh «»cliwcig der newen fdml (erßn- duufjrn) als iHjchdrflPkon , b!lrh«>n vml an- der kriegshendei. ausieg. der ep.viideuang. voMMhiMif. (1528). Fiij'. 2) sodann besonders etwas mit litt aus- fpdnrhles, ein Kunstgriff, hniff', schlich: vnd h.Ti vliir die annatcn vnd monal ein solch fund erdacht. Q»sg.). nij* : das allf^ /»'irliiMi swA nncr vpr5tagt«?n sach vnd vcrzwciiiellen handeis, der. mit gc- srhrey vnd solchen bttsen flinden sich stercken ttnsst. Vi wid CatUtaä'M anlieorf anfd. BtHumvUimS^ an \» Friedrich. Jen. l, 1 56\ Nideling, s. flilllig. fflndelilinil. n. infans expositus, ein aus- gesetztes und dann auf(jrfitndpnes kind : sol- len derhalbe» frolicli ^olt [oin-n vnd dancken, das wir, so von arl vnd nalur nicht kinder, sondern fflndeling, fOndeUtinder sind, durch jn zu solcher gewalt vnd herrligk^il komen Eisl. 2. 43fi". die Schreibung filn U Ikin-I welche auch in den tisch, [i^** vorkommt, Ml die ursprüngliche und aüein richtige, da der erste AeU de$ woHet da$ «ow fund wvU- telst der enämg -d t^kgeleUete ftlndel ». ßlndling ist. Fnndgrnbc^ f. vaput fodtnarum, ein nach Weigand (m GrMt iMk. 4. 540) früh im 1 6. ß. aufgtkemmener bergmanneam- druck, welcher von L. öfter bildlich ange- wandt wird: alszo haben wyr uw liic ynn Mose die recht güldene fund gruiic . darausz genummen ist jdss (aUes) was von der goll> heil Christi jm newen testament geschrieben ist. nusleg. der ep. vnd evang. vom chris- lag etc. ( ir)22). Oij''; projdielen haben ynn diszer fundgruben fast gcerbcyl vnd yhren schalt erausigraben. ebeml. ; das ist der treffliche kilstlirlit- srli.iiz vnd oiii Itrun- *[\\c]\ , j.i die rechte fiimignibe aller giUt- lichen güter, lebens, Irost vnd Seligkeit, wer es nur .glauben künde, das ll.cap.Jo- heMHie. (1530). Riij^; es ist jnn diesem vers, da er jn nennet priesier ewiglich oder ewiger pnf»sler, ein grosser rfiflifr Imm, ja srhaf? vnd fundgruhe aller christlichen lere, diji 110. psatm, (1530). aüj"; wo der bapsl dts sUick solt hallen, lenffel, welch ein armer heller soll er wrrtlen niil iIIim) kliistrrn. wenn «!olcli bertrwprck . fiiml!.'nil) vnd haii- del, ncmhch fegfewr, messen, vvalfarlen, Hiilllen . . . mflsien zu gmnd gehen, wm den rn)irilij.<; vnd Kirchen. (1539). Fj**; ilarumb las dein dünckel vnd ffllon faren vnd halte von dieser schrifH ;ils \on dem aller« höheslcn, edleslen heiligllium. als von der allerreicbsten Aindgruben, die nimer mehr gniig ausgngrflndet werden mag. voiT. auff das alle ft i u d s eil 1. 3 < 1 1 . Fundgraber, m. einer der berulsma.szig den hergbau treibt, ein bergmann, in /bl« gender aleito woh( eo viel olt st^etUgräier: daromb geschieht den trawlossen vnd vn« Digilized by Google PUNDGRUBNER 7 gleiibigeii gleich wie den vnseligen fundgru- liem. euang. von den Uehan ouuatMigen. (1521). Fiiif. ^ btium, mMtgaiäidt§m n, ahfdeUel vom riiiiiignibe, wie gürliier von g.iiie, i,'Iückiier von glorko u. a. m. il.i i^fallh. (J, lf>) gibt er den sciiulxeii aitll « i «Ion drey ruiidgnit>iioi , ticnilich rotl, noiien vnd diebe, das sioil ja schendlicha haier, wenn man sie vherschrtzc sc tzpt. da« 5. 6. vnd 7. caji. t, MaUhei. (1532). iiiiijv FÜndlc (fuiidle), H. ditn. tun liuid ur- ßndmtg, fein ausgeiadUer hi^Mgriff, kmiff, AiAer Metner kunstgriff^ lUmner jbtjf, fei' ner listiger antchlag: seynd das iiil vf»r- dricsxliehe leiifTolisoh«! riindle. an den chrisU. adel. (1520). Oij''; hlixcu viid ditnucr, ver- inaledeyenn, vordampnen vnd was der fundle inehrsein. ebend. Iliiij" ; ich woll du Idiebsl daheymeii inil ilcynon IrewmPii viid eygen funüte. au/f du^ vbirchritU. buch bochs Emner», (1521). Dj''; denn sie habeo ym gewissen widder geselle noch euangelion ifdit, soniltrn yhrc eigon fundle viubs hauclis willen, der proyh.Sarharja. (152St. Slij**; denn vus verfUren nicht su der nienschüu bttie ffUndle. wewA. 15» 4. häufiger ist dßs gteichbedeiOende Fünfllein, n. oder, wie L. ijfu'olmlich noch mi( uui'titfalleli'm i hat, rilndliii, eben- falls ditn. von iund: da einer den andern . .. mit behendickeil vnd sellsamen fynantten odder geschwinden fiindlin vbcrforteylt. deudsch rateeh. (ir)20 . .! ij" : >iichen vnd diohlen so bellende iiindliii sml schwinde griflc. ebend. Liij''; vnd lindcl :iicli aho, das heiligen dienst sey ein lavler menschen tband vnd ein eigen iülndlin {eine eigne er- findung). ein sendbrieff von dolmetschen. (1530). DJ'; das iUl nichts so geiaeto isl, ak das rechl vnrecht, vnd aus vnrecht nsdit machen nll atierley geschwinden iQndlin vnd si'ltzamoii rtMidcn. das 5. (i. und 7. cap. s. Matlhei. (1532). aiiij»; da erfand nii der bischoff das fündlin vnd gedachl das paliiuro den f ochem xu bezalen mit des mens beotel. leider das bapstum zu Rom. (1545). Lij**; bemühe dich nichl reich m worden, vnd las ab von deinen fündlin. spr. Hai, 23» 4. U FÜNF Vindlibsu* n. teas fiindelhaus: vnM jjoy den Iktph zu Nflriiherg guKerfuggcseyn, dasz er ins iündlihauä niovlil versehen wer- den, de WeUe 5, 402. fMUl, *. randlein. Findling, m. was fUndclkind: wio riwrt ein arinei »'IfiKlt-r w.iisen . hurkind oilcr liindling Voll vuii;ii) iroiuen man zuiu son an* genommen wird. atiUeg. der ep.vndeiienf. von ostern etc. (1544). Ci*5'. auch dis form fiiiiih'liii^' hegeffnet. s. fiind«»Ikind. Ffindliuhnuti) n. tco« fundclhnus. tmr etn- ma/ (ier p/. fUndlinheuser. Usdn. 143^ 9M (funlT)» fütM^ue» mhd. vftnf (0m. 3. 43()"), ahd. finf (6'ra/f 3. 541), goth. fiinf. 1) slfhl riiiif hi-s-fimmi-nd vor ' intern fiabst., SU findet keine fiestun stall, z. b. tiiiil) jai. 1 Mos, 45, ü; fUiill feicrkleider. 45. 22: funlT eilen lang. 2 Jfot. 27, 1 ; funff elko hoch. 38. 18; fttolT widdti . fiinirböcke mA fflnff jcrigc lemmer. 4 Mos. 7, 17 ; ich habe noch filnlT briider. Luc. IG, 2S u. §. w. 2) aUekuiekemi begegnen die fieeHerten fofmen: »om. «. oee. filnlTe» doL filnlen. aber kein gen. fünffer, «ondem wiederum fiinfl'e , z. b. wolllestu denn die gantze stad verderben vtub der fuoflc willen? 1 Mos. 18, 28; fiinffe (te. teppisAe) soitu an eia- ander fUgen. 2 Mos. 28, 9; vnd soll riegel nmclicti von foern liolU, ftinfle zu den brr* Ich ;ni(r »'iiier seilfti der wt>nnnge vnd funife Mi den brelen auli der ander seilen der wo- nunge vnd flraATstt den hreien binden an der wonungc gegen dem abend. 26, 26 ti. 27; vier kiinige (rüsteten sich xu strHfrn) mit fünifen. 1 Mos. 14, 9; ja für fiiullen werde! jr alle Hieben. Je«. 30, 17. häufig unterbleibt je- datA ÜB fUseem auth hei ohtointer ttettemg: fUnfT vntcr jnen {den zehn Jungfrauen) «airn liirirht vnd fiiijff wrircn klug. Matth. '2h. 2 . denn von nu an werden fünlT in einem haiivr vndns sein. Mmc. 12, 52; finJT sind gefal- len, offenb. Jeh, 17» 10* 3 | reden.'iarten. nicbl fünf zahlen k'^nnpri. nehr besrhrankt , geistesarm. '■infällitj sein: man liudet einen der from ist, kan doch kaum fttnflTe seien. amleg.ierMdungepot. (1528). C5*. seine fönf sinne haben. Uu§, verstän- dig, tüchtig sein : wie er jnii dem bflcUeia I von geslolen bneuen (mein» achlea»)» wo er bigiiized by Google, anders sein« lÜDlTsynne helle, «leudlidi vud greiSlich gaug solt goruinieii haben. Verant- wortung der auff gelegten auffruv. il533! * 2'" : herzoi; Johanns Fri»Hlrich chm fiirsl von Sadiüeo ... läl Teubchiaiides heil, ein goU- fdrehtiger vnd vcntendiger fam, er b«l fdBff sinn, golt «rbalte jn Nage seit. amen, tischr. 34t)'' bti Grimm sack» fünf zipfc! tiabeii wollen . mi/o stm wollen als an- dire: «ye klttglinge. ehrgciuige vnd rhum- relige HanMD in allen gassen» die desx sack$ Wüllen fünir zipfTrl haben vnd alles regieren, |as. v^/. aucA dreieckel, viereckel. Viiferlei, quinque genenm, gleich atter^ lei, beiderlei, •dreieriei u. a. OM AM «mandei gerückten genifirfn fnisprungen: sie scbrey- heii in der selben luillcii, das die arlikel, szo da aiiir einen bauU'en urlzelel werden, eüicb ketimeh, ellicb yrrisch, eüieh ergeriich, eüicb vorfuriach» eClIich für cbristlirben oren vnleydcnlicb sfiti, vti-l iK/n rmillViti's ulickel machen, wiädei äte bullen dei endchrists. (I520J. Aiij\ JiidfffiiiMiffjf flft : vnd ist lu mercken, das der ganizc psalter fUnfferley handell. vorr. auf den fuUltr. Bini»9il 7, 328. FinfhMdcrt (funllhuiulcrlj, quingenU: vnd lebet darnach liinfhiuidert jar. t Jfoi. 11, 11; fanffhttndert sekeL 2 Met. 30, 23 ; fünflliundprt nienncr. 1 rhron. f>. 12. öfter steht unxusamtnengerüvlu rilnll hniiderl: Noah war funif hundert jnr all \nil zeuget Sem, Harn vnd Japheth. 1 Mm. 5, 32; aeina vielis war . . . fttnll hnmlorl joch rinder vnd fUnflr hundert eselin, Fliob 1,3; ein«r war äcbtlMig fiinff hnnderl grosscben. Luc. 7, 41. auch mit dem daL hunder leu: ja (je) von fSnflr hunderten eine seele. 4 Mo$, 31, 28. füunnuil , fininquies: vnti man lini; jut ii essen für vuu seniem Usch, aber dem Ben- jamin ward ffinff mal {in den predigten lifrer 4at enU kuckMiw. fnnflteal) mehr denn den andern. 1 Jfoi. 43> 34 ; von den jOden FÜNFTEN habe ich f&nff mal empfangen viertig «Ireifh weniger eine.s. 2 Cor. 11, 24. Kftnffüusend, quinque millia, bei L. stets uuzusaminengerückt ninfT laiisenl : .il>pr anfT derselben Strassen schlugen sie iiinll lauseul man. ridU. 20, 45 ; daa gewicht seines pan- tzers war fiinff tausCBl sekel erlu. 1 Sam. 17,5 u. öfter. Finfte (funflVc), die ordinaliahL von funi, mM. nlnfte (J^en. 3, 436' j, ahd. finflo. fimfto (Graft 3, 543). da» leorf tidM 1) adjectivisch : da ward aus abend vud morgen der ftinfTle \ti<;. 1 Mas. 1, 23; vnd ( Lea) gebar Jacob den lünllU>u suu. 30, 17; das rUnUte teil. 3 JFof, 5, 16 ». «. /l 2) substantivi$iA d& fünfte» eine oAgahe des fünften theiles von naturerzeugnisxen : vnd scbalfe, das er amptleult- verordne im lande, vnd uewe den ItinlTlcii in Egypieu- lande in den sidben reichen jaren. 1 He«. 41, 34 ; vnd von dem getreide soll jr den liinllien Pharao pHipn , vier teil sollen ewer .sein. 47, 24; wil aber jemand seinen z«-- bendcn lüscn, der sol den luiiUlcu drüber geben. 3 Mo*. 27, 31. 3) adoerbMUÄ: (b MUille Saneballal zum riinfl\(>n mal zu mir seinen knabeii mil einem offenen brieue in seiner band. i\eh, C, 5. 4) redenaarle»; diss bapatumb ist der kir- chen eben szo nutz , alsz daz funlTl radl am \vat,'en. grund vnd ursach. (1521 j. Ij''. den funneii zipfei am sacke suchen, eineM vorait^ vor andern gieü^tberechiigien hea»- spruchen: also ihul herliog Georg auch» er suchet den ründlen zipfFpl am sacke, er wil den Norziig vnd preri)}^ative haben, da doch vnser ciiui-rüi^l gleich recht vod gerechlig- keit mil jm hat. tUehr» 337 ^ «fl. 4fe re- densart: des sacks fünf zipfei haben wollen unter fÜTi!' 'A \. Vünflen. su gerüstet 2 Mos. 13, IS be- merkt L. am rande: ebreisch gcfünil'ict. was das sey, lassen wir andere suchen, obs sey. das sie bcy fünff haulSm getogen, oder liey fiinflen neben ander gangen sind, oder was solch fünffe «ey. denn von der fuuflleu rieben, so das banilsch erreicht am leibe (wie die jöde hie klttgehi) verstellen wir nichts. Digitized by Google 736 PIJNKELX ^Mfichci , ^'ndeetM: ruiifrzelien ^ Icnge, fiiiiirzig elleii dit* weile, vnd drcissig eilen die hohe. 1 Mos. ii, 15; e« mik-iiten vieUeichl fnnirzig gerechten in der tdad s^/ 18,. 24; viidsollfuiiffzig güldene hcfTli' tiiachcn. 2 Mos. 2G, ti ; vinb funflsig gerechter wiUen. t Jfmr. 18. 24. üf dagegen kann es alitiHStehend fleclierl werde«!, x, b* bin ich ein man goties, so vile Tewr vam faimel vnd fresse dich vnd deine funfTzige. da fiel fewr vom liimcl vnd fräs jn vud »eine funtTxi^jc. 2 kön. 1 , 1 (* ; ebenso V, 12; vnd er sandle hin zu jm einen beubl- man vber funflsig sampl denselbigen raalT- xigeii. 0. U ; sam|i( seinen fuiilTzigen. r. 1 1 u. 1 3 : niil jren funirzigcii. r. 14;cins(iick \un tuulTzigeu. 4 Jfojf.31,47 ; duuiaugulie.'«, las meine seele vnd die seele deinerknechle, dieser fiinlTzigen, für dir elwan gellen, ff. 13. fnnfiiggte, quinquagesimus, die nrdinai- zahl des vorigen . vnd jr soll das runfTzigsl jar heiligen. AMos. 25, 10; denn das fuufl- sigst jar ist ewr halliar. 1. 1 1 ; hi» in» funlT- zigsl jar. 4 Mos. 4, 3. I'nnke, m. scinliUa, mhd. Miiike tHen. V 436',), ahd. funcho tfira/f i, 527): «4ci lunckc seines fcwrs wird uichl leuchlen. Wob 18, 5; aus einein funckeii winl ein gros fewr. Sir. II, 34 ; aus seinem munde fareu fackeln vnd fewrige funfketi scliiessen her aus. Uwb 10; grausame funckcn aus den aug«*n blickelen. weish. 11. lü. cinmai auch der pl. füncken : es xiHen vntt müssen doch die {lapisieu vndjrgoü, der leuffbl. mit jreui wülen vnd loben nicbi»at- ders Ibun, denn jua die asscheu blaseu, lU« {dasz) jnen die füncken vnd .is>clit'ii Ju ilir .iiigcn stieliL-n. mrr. auf die schrijl irk. Heg ius wtdei die goilioseH OlutdttrsligtH faulüen ele. (1&4!). Aüj". «M^entiM und bildiich: vnd Wüllen meinen fuackw (den Itlzlen sprosz meines gcschlrchls) ao»- lesciieii. der noch vbrig isl, das oieineni oiaa kein nauic vnd niclils vbrigs bleibe aufferdta. %Sam. 14, 7 ; so ist kein funekenoehlropitB rliri.silicher gedancken jnn dem selbigen Iier- tzen. rermanun^ zum rament. > 1 D^t)'« Bij'; eui iuncke vemuulli ta« den juäen vnd jren lügen. (1543j. Aiij*. Vmkel , m. tcas funke, ffON wkkm n abgeleitet : widder sdicfi .cwcnm«; dicszes christlichen arückels lialK-ii meiii*- widderparl duch nil eiu luUei der iiciiiiin noch ein funckei d^r vomunfll fnr yhre mvf' nung. grund vnd vrsach. (1521). bii^'; es geschi« Iii auch, das j-ulcht; f.ilM'hc [»itsjfr ynn hetiaclil yhrci isiind widdcruiub (»ir I \\o\ liell yiu herUeii) eiuplindeu Oaiutucn vnd funckeii der iust voriger sund. ebend, t iiichl ein freundlicher blick oder gut' dig gesichi, sondern ein sawr aomig ansehen, darob sich die siiru runUdl, ,dle nnse im' |>fel vnd die augen rot vnd glw funckleu. auHleg. der ep. vnd euang. nm ostem. il544). Aij"; er wird aber fori fareii »uJ mehr arlickel angreyffen , wie er schon f^ ckeli (Jen. 3, 97^*: fiinckelM mit denaugtt, das diu lauife, fHiMind. ()liri>lii> niohu »f». das diese warl Christ* noch fest tiehen. (1527). anj''; uiein Widersacher fuockelt iQil seinen engen anlfmich {vig. schirfl seine augen gegen mich , d. i. wirft schneidnit hlicke mir zu), tiioh IC, 'J ; der iirv.J wis/ >(.'ineni gesichl gleich firai vnd fuuckeil iiu grosser boszheil. auff des bock* zu ISM* ontoorf. (1&21). aif ; vnd wte«il die vnmessige gäle seiiic> ^ütilichen willeu« dem allen Adam zu h«t li vihI In f '♦Tl-urgfen isl . . , so habejj wir doch >eu> hedi^es bigitized by ^[dfifiS^^ FtlNKLElN 737 PCR gcwiise« wort, Hm vm solchw verliorgenen willen anxägcl vn-l ia das gleubige hcrir fiiuckHl, «Ja er .illonihallion in rffr v<-liii(li vtis <;.i|?t^n es sey mchl zorii, »omleiii «nel griail, wenn er die kinder »traffet. Jen. 6 374*» das wort kommt erst nhd. vor ( zuerst erscheint es in flrt\ focabuluricn des 15. j/i.j; mhd. QiU dafür viipkcn (Uen.'A, 43B' ). roMkieia, fiukliD, n.Uleinerfunke, fünk- chen, MMUMa, mhd. vttnkcltn {Ben. Z, 43$**). Um» von funke. t) eigentlich 1 1 seslu ins füncklin. so wird ein f,'ros fewr .iraiis. siH'icsUi ahpr ms füncklin, so vcilesschl es. Sir. 2b, 14; {er mtl) aus dem kleinen angehenden filDcklin hron, dem son Zohar. 23, 8; laut tos fliehen von Israel . der herr streitet für sie wider die Egypler. 2 Mos. 11,25; so blind macht der hass diese geysid . das sie nicht müjrpn vmb sich sehen was vorher odder hernacii gehl bey diesen Worten, sondero fallen drauir, wir q .im rixien blick dunckl für mc seyn. das ander lei/l ttiddrr d. byml. pro- pheten. (1525). I'j ; betten die schwerraer so viel teils für sich, wie wir hie haben, wie ollen sie trotzen vnd pochen? vo» abeni- mal Christi. . Fij'-. den gegemau ;tt für in diesem sinne bildet wider: « r nicht wider vns ist, der ist für vds. lUan. 40 ; ist gotl für vns, wer mag wider vu sein. Röm. S, 13. r) an die ffcdemunt/ der Stellvertretung nthl sich aber auch andrerseits die der gleichen ffeltmtg, all; weil wir in diesem elend sein müssen vnd noch nicht daiMioi sind, so mii';i kein wort. 2 Macc. 3, 29 ; weil sie . . . yhren hciichel- stand vnd werckc für das volkoineusle leben gerhamet vnd ausgesdiryen. denM eaL (1529). Ilij"; du sihesl die schatten d« hi'V'^p fiir Iciite an. rieht. 9. 36; die ge- rechnet wurden für man&bilde. 2cAroii.31, 1 6 ; schreibet an diesen man für einen ver- dorben. Jer. 22, 30; wir bflren dich prei- se - für einen trefflichen man. I Mace. 10. 19. Irn rhi r gehören noch beiionden die Verbindungen halten für, hallen für: wo ich yhm aber wurd tzu wenig ibun, wolttstfar gut haben , irii wils ein ander mal beasm. hulla i i-ne domini. f 1 522). Aiij''; heisl das nicht Christum für ein kind odder narren halten, das diese tcorl Christi noch fest stehen, (1527). h iiij^; die Walen vns Deud- schen nicht für menschen, sondern für eitel ^liilscn odder scheinen hnlti^n. von den schttK- seln. il530j. Eiüj^ mehr belege s. unter haben «nd halten. d) gegenleiekmg, Vergeltung, eniuhää- ijun;/ bf:, ichnend: ich komme freylich lan^«- saiii i'riM^ mit meiner dankh.irknl , mm lie- ber guler freund, für euer gulwilbges herz. de Wette br. 4, 586 ; nim von mir da$ geld für den acker. 1 Jfo«. 23, 13; mit dem gcide fiir d.is f^oircide. 44,2; \y) jrruiraber solches nicht wider zustellen wolt. üo gebet mir für die siedle fünll hundert ccnlner sil- Dig'itizer 739 PCR bcrs vnd für den scLailen vmi sclios aiicii lÜnS bniiderl centHer. 1 Jfaer. 15. 3t. e) besekränkung einen gef/tnisiaud mit aussrhfiisz jedes andern nusili iirlimd : (icnii fnr mn'h (u?ax mich betriff svAtv. u:hs III keinen iwcitel. de Welle hr. 4, 317; ich bek«tniie fnr mich {fSarmtine ftrson), (}.is ich den Zwinge! Tür einen Tnchnsien li.illc. rorn abendmal Vhrifili. ( I 52S k iiij''; ein jgliclicr nainle iIcs {manna) so viel er für sich (er aUein) essen mag. 2 Um. 16, 16. «wr vertlärkimjp iM'ni noeik sdbs {selbst) zugesetzt: denn jr lirod niilssen sie für sich sei!« e«.sen. lins. 9, 4 ; (!orli wie gros der sclialz für sicii selhs {an und für tUh) ist , 90 mu» er ynn das wort gefassei vnd vns f^ercichi werilen. dßttiieh eatec/i. (1529). Yij'. f) endlich bezieht es sich auf die zatU und oidnuny: vnd das ^»h jr l'ur das erste wissen, das keine Weissagung in der schrifll gesc!iichl aus eigener auslegung. 2 Pal. l. 20. B) driickl für ruhe aus, so regiert fs, lols nftd. vor, ahd» fora , golK faüra , an denen eleUe ee gelrelent den datw tmd Hehl wie dieses 1 I räumlich und zwar sotrohl in hr- zii'lmuy auf persotien {coram} als andcn- (jfjjenetSnde (anle), a) anl«, der Vorderseite V9n, vom in der richtung mn oder zu : voraclile mir nicht die ^'escüen, dir liii diT llmr panrii: jM'opler deum sagen, das man kinder zur scftuien Aalfen toMe. (1536). Giiij*; wenn du froin bist, so bislu'nnj;reneni( . Msiu a!)er niclil froni, so rngel die sdnde fnr der l!iür. 1 Mos. 4 , 7 ; da lies er die liamel si(*!i lagern ausi^en für der stad. 24, 11; vnd lag ein grosser stein fnr dem loch des bnins. 2!>, 2 ; Maria aber stund fnr dein pralle. Joh. 20, 1 1 ; vnd solt jn idm rnuchaHar) setzen für den furhang. der fiir der laden des Zeugnis hangt, vnd für dem gnadenstnel der aolT dem zengnis ist. 2 Jfo«. 30, 6; vnd rielilcl die senlen anü fnr deiii fenipcl {auf dessen Vorderseite). 2 rhran. A, 17. 6) coram, in cunspeclu, in gvyenwail vorn: vnd die forsten des Pharao sahen sie {Sara) vnd preiseien sie für jm. 1 Jfo«. 12, 15; da v^einel Simsons weil» für jm. rieht. 14, 16 ; last Simsen holen, das er für \Ms spiele. 16, 25; las meine Schwester Tli.imar koniPM. d.is <\>' mich c^tp vnd mnrhc für mir ein essen, da.s idan} ivh zusehe vnd von jrcr liand esse. 2 Sam. 13, 5; lassl ewer Hecht leuchten für den leuten, das sie ewre gute werck sehen. Matth. 5, 16; da aller llerodcs spinon ii!-'>Lr hegieng, da tanlzle die loi liii i- yWv h(Modtas für Jnen. 14, 6. häufig Un golt, für dem herm: Noah fand gnade für dem herm. 1 Jfos. G, S ; vnd (Nimrod) war ein gewaltiger jeger fiir dem herrn. 10, 9; da kam Aaron vnd alle elteslcn in Lsracl mit Moses schweher das brat sn essen für golt. 2 Jlfos. 18. 12; Mose aher niht i fnr dem hcirn seinem golt* 32, 1 1 ; si«' i /.nrharlas und Elisabeth) wa- ren aher alle beide Irum für guil. Luc. 1. 6. als besondere redensarl ist hier noc/t ansu- ßhren für jemand stehen, aetn diener sein: JoäUa der son Nun, der fnr dir siebt, rar. SU 5 Mos. l, 38, wo die btbel hat: der dein dicucr ist; vnd es sprach Elia der Thisbtler ans den bflrgem Gilead zu Ahah : so war der herr der gott Israel lebet , ftir dem ich stehe. 1 Aon. 17, I ; ich bin Gab- riel, der fnr frntt sidn-i. Luc. 1,19. Iwute ist dieses für in der schriflspracJie erloschen und, dem mM. M. entepreehend , wieder vor an seine stelle getreten , tiXM «erafnaelf auch L. hat, z. Ii. wir niiissrn vn.^ wchrpii, ih«'U ( i! wir doeh nichl entrinnen künnen, dtiui (Vir haben feinde vor vns vnd hinder vns. I Jfaec. 9, 45. mehr »teUen a. «nfer vor. 2i in bezietiung auf die zeit mit der bedeutung: eher als, frülker als, „in der zeit riUkw&iie von", es geht für diser fast- nacht wol hynn. au ff da» vbirdtrisU, bu^ borks Emszers. (1521). Cij''; also haben sie vrTfolf^el die pr'>i'1»"'ir.ii'l waren lunckul wor, () ; hüU'.l nu ll für dem gfiLi. Luc. 12, 15; «lie liültzern, vbcrsilberlc vn«l vergiildete götzen kdnnen sieb nicht sehfilses für dieben vnd reubern. Bar. 6, 56. C) trie mhd. vor {s. Un\. :V '.M'S^i hat auch Uir einige mal den gen. sich: vod das mecr kam wider für morgens in sei» nen Strom. 2 Jfos. 14. 27; for abends. 5 Mos. 23. 1 1. docft slelU andre male vor, z. h. hnri vor morgens. rUihi, 19. 26. ii. fiii als adverb. I ) häufig i$l bei L, die noch Aeitle fr- läufige Verbindung für und für tm sinne rm perpctim, immerdar, fort und fort: das el»- rt'isclio wurl ohim lipi' die hernach folgende versetchnung derselben xeigt , die «tl im adv. fflr sutammenge- «ef eleu Wörter, In lAeldken dmee^ aU enles irort iteht, doch ist bei den meisten dersel- ben heule vor an die stelle des für getreten, als ziceiles usort erscheint t'Ur in dafür, er- fttr für herfar» hinfttr, w. m. «. VifkiM (furbas). aäv. weiter, weiter fort, mhd. vürl).i7. iDcn. 1, IM'l. n/ul. fmhxr. {Graff 4, 222), »tehi bei L. nur ton der fortbewegung im räume : vnd wenn du dich von dannen fiirbas wendest, so wirstu komen zu der eichen Thalior. 1 Sam. 10t 3 ; vnd ila er von dannon fiirh-T< «.Montr. Matth. 4, 2 \ ; vnd gieng ein wenig t'urlias. Marc. 14» 35. f niMadit, vordedaeAl, vorfter beia^ Ali pari, von vorbedenken ai^ecHoisch : also zeigt er, lias er auch sein ampl nicht von jm selhs frononien norh nrdaclil, sondern gehe aus des vnters furhedachtom, beschlos- aenem ral. «loa 16. eap. a. Jo/bannlf. (1 533). Bb Forbebalt, m. vorbehält: mit itt in rm- i)ehalt vnd mcinung. ausleg. der ep. vnd euang. vom advent. etc. ll52Sj. Ssiij' . f Übtfhniteif vorde^o. Aij" ; d<>r liapsl ist got- les gerichl türbeliallen. tischr. HÜi^'. sich ftlrbefaalten : ynn dem attenn lestamenl goli yhm ausitsng vnd furbehill alle erste men« lichf prpp'irl. ron der frcyheyt eynisz rhri- stenmenschen. ( 1 r)2ii i. Bij*. vgl, vorbelialitit. Vnrblld, bei L. auch noch unverkürzt fafUMt, n. Iffpus, vwbüd, eigentUeh Mn4 MldKnft; winiebdirein fnrbtldedci \miiiiiiil,'< vnd alles seines gercles zeig»>n wt rn. widder den meuchler zu Drest-n. (153!» I^ j' . 6) „voraus im bilde vor auytn oder darstellen" : liic wird deni drillen palriar- chen Christus verhetssen , der faeiUod aller well, vihI das kilniAige euangetiuni von Christfi in .illcn landen zu predigen durch die engel auü der leiler furgebtidel. gl. su 1 Jfoa. 28, 13; so baslu gehfirt» das die schriin allenthalben Airgebildet die iwo pre- digt, des gesclzs vnd (Miangelions. tbtr das erste buch Mose. f!527). p j'*. 2) reflexiv: nui oli ich einem wuliro liellc gutiiildet vnd geschworen, der «ich vnter der schar^baut mir rurgchildcl hcttc als ein reehler hirte. exempel einen rechtett christl. bischoff zu weihen. ( I 512*. Fj\ in folgender sielte s. V. a. sich einbilden: was hUlITs, das du dirfarbildesi vndgleubesl, dtesündo. der lod, die helle der andern sey m ChriNio vlierwiindon, wenn dti nichl auch gh'ultpvr, das deine süudc, dein tod, detue belle dir da vberwiinden vnd vertilgt sei. /m. 1, 184*. tirUMaog» f. etwag doM ats vorbild, beispiet hin- oder dargestelil ist : darumb inus sie (die demüthigen t jjnti jin selb vor- bchalleu zu rrkunnen vnd ansehen, vnd sie für vns bergen mit fflrbildnng vnd vbungcn der geringen dingen, hi y wriehon wir vur- gesven vns spII» anzusehen. Jen. 1. löS'. Vürbitte (lurbiU) , f. eine bitte die zu gunsten , zum besten jemandes geschieht : so ermane ich nu, das man fnr allen dingen zu erst Ihne bitte, gebet, forbit vn 287 ; etliche scbiinpr- lich reden von der heyligen furiiil {4er ßr» biUe der heiligen), vnterrtiht auff eüick arUekei* (1519). Aj*^; also blind und freiiel sind die papislen , wo sie das w i I hey- liijr rmil'ii , Wnli(>n sir- gf>rnf der ii."vli_'i ii elire vnd iiti ttiU gründen, widder den neuen abgott. (1524j. c iij\ PirhMe», fürbiue einlegen : er were wol wenl Wagens vnd für bittens gegen goti, aber irli lt liitlerin anruflen. das 14. «id 15. cup. * Johannis. ( I 53S), Oj', Vürblauen, gewöhnlicher FirUema (Rlrlilewen)» bei L. käu/ig in der bildlirhiu beilcuiuug : wiederholt und dawiU '■indringlich , d. h. zu besxerrr nuffassung, vorsagen" : sie {die priester^ iiali»^ti ilcii .irnj> ii Icuttcn (den zehn aussätzigen) für gehlcwei. wie sie nitl sollen glewben, das (dan) Chri- stus sie gereinigt hette. euang. von den zphen aus^etzigen. (1.^21). Cij**; so hsl"»» Vits viiserc bliudenleyter furgeblewel, tnansol den bapst noch die geistlichen nicht schel- ten, vber das ersle buch Mose. (1527). biiij''; was ljoII zusagt vnd gelobt kan man vns nicht gniii: einhildmi vnd rnrlilewfn, das wirs feste gleuhcn. ebend. \\ j' ; man mits ia dem pSbel solch knrts ding ymer for- Idcwen , als vater vnser , zeben gebot vnd glauheu. der prophtt Sarharja. ! l."2'>)- Aiij''; wir scIhmis an Iimi juiii^üii kn.ibi'n, wie oill mau jiien ein «liitg uius einkevveo vnd fnrblewen bis sie es fassen, heuitpott. {muemb, 1545} winterteil 28\ eim Digitized bj, rORBOTE 743 FURCHT beleg für die umlatUlose form furblauco« ffurblawen) t. unter erweichen. Firb^le^ m. vorbotCy praenunlius. so heiszt Johannes d. Utufer, der Vorläufer Jesu thrislt, cyii furbole. dajs benedictus. (1525). Fij\ mhd. faxhoie {Ben. l, t S4 j. f irirtehtig» «ieft »tolx herwiMend: er Itnistcl sich vnd war fuiLrctliliy, lliell sich erl'ur, wnr otwas sonderlich vor allen, macht sich brcyll und hoch, der ^^.psalm. (1521 1. Ciiij''. auch m vier trcsü. ptalmen. ( 1 526j. Cj*. tro rurbrecbiig. VÖrbrilgeil, vorbringen, mlid. vflrbrinf^en (Ben. \, 251*). ahd. lurihnngan [Graff 3. 198): vnd liicIl des andern lages gcrichtc vDd hies den man forbringen («oifSAren). apost. gesch. 25. 17; vnd du soll für dis voick nicht hillen, vnd soll fur sie kein kl i-i' noch gehet furbringen. Jer. 7, 16; ehe, er hat mir keine schriffl furhrachl (tum beweise bHgetroM). dtu die$$ worl CSurisU noch feststehen. <1527). ej**. neben dem pari, praet. fiirhrarlti c^t Iftzten stelle, tcie es allerdings dem mhd. vurbrähl, ahd. furi- )>i/dil gemäss ist, begegnet M L» audb de* teits eUe form mit ge : weil jr gebet gleich nufT eine /.eil fiir (J«'ni Ihtiii rflrü"'l)t .n'Iil \v.ir«l. Tob. 3, 2'^. s. auch das einfaihf Illingen, wozu ich hier noch einige das pari, praet. gebracht betegenie ttelten nadh trage: Jacob hat alle vnscrs valers gut tu sich gebraclil , vinl von vnsers vnters jriil hat »T f^oli la' reichlhum zu vvege gebraclil. 1 Mos. 31,1; vnd man gab jnen das geld, das zum hause golles gebracht war. 2«i^Km. 34. 9; vnd da die zeit vmb wäre, die der k(»ni£r [x slimpt hatte, das sie sollen hinein gebracht werden. Dan. \, IS. dieser nach- trug «cAls» nöthig, danieht aUein Orimm 2, 884 bekmiptet, iasx bei L. nur bracht. Acemgehrachl.^e/te, sondern auc/( Weigand die.s'' hi'hauplung wtb. 4, (>7 I wiederholt. Furbund, m. eigentlich, wie ausbund, das dem feilyeMtene» etüt^e seug torgebuH' iene schauende» der sehaufalt . dann . da dieses immer an dem sl'ürhc das beste lu sein pflegt, etwas vorzitgiiches, ausgezeich- netes: der furbuud, der auszbund, der kern, dermarck, der grund, vnd wie kau ieb yhr eheriiche ttttel alle erUeleo. ausleg, der ep. vnd euang. vom advenl. [1^22)' Bj*; d. Caspar iCreuxiger) in der iheologie su lesen ein fililHiiiiI ist. de Wette br. 5, 220, lurbündig, was .Mivlr.inili;? f>. d ), aus- gezeichnet, vortrefflich: also lindel man jnn allcriey Stenden au weilen rurbuudigc ge- schickte roenner fur allen andern. <(er 101. l)salm. ;l')34), Ciiij''. Furche, /. mlrn$: dip pllüger haben aufl" uieifieni rücken geackuil vnd jre furche [Mush dem keri) lang gezogen, ps. 129, 3 ; kanstu jiii(dem einAom) dein joch ainknUpflen dii' fulclion 7tt machen. Uiob 3t), 10; du (iiMit seine furchen vnd feuchle.st sein gepllUgles. ps. G5, 11; es isi viel speise in den furchen der armen, spr, 13,23* «eften diesem schwachen pl. furchen erscheint ein- mal auch der pl. niiclic, wie er dem mhd. pl. vilrche , ahd. furabi allein gemusz ist : wird mein laiid wider mich schreien vnd mit einander seine flirche weinen. Hiob 31, 38. i'eber die abstammung des Wortes furche. mfid. vurch {Ben. 3, 117't. ahd. furh, furah {Graff '6, tiS4), s. Weigand^ bei Grimm 10(6. 4, 673. Furrbt, f. Ümor, mhd. vorble [Btu. 3. 384' ), ahd. forhla. forahta i Graff 3. 68 r>). in dm friiheren Schriften L.'s begegnet hin und wieder noch die dem mhd. ahd. eni- sprechende form forcht (f... 3S H. 7. 13. dasstihi- icaa für mit dem dat. nd-'r die füguttg mit dem gen. ausdrucken, kann ttueh dvreft ein paueuiv autgei/rikkt mr- dt n : t wer furchl (die fkrdU vor eud^l vnd scIirf^'i'kiMi sey vber nllr ilutr iiifT rr- den. 1 Mos. 'd. 2 ; vnd niemand kuixl jiieo {den Juden) widcrsicben, denn irc fordil (die furcht «or timen) war vber aUe v9ldter komen. Esth. 9,2. d} furchl in besonderen Verbindungen: furcht und entselzung, s. cntselzung; turcbl vnd schrecken. 1 Ifot. 2, 9. 5 Jfo». 11, 25; furchl vnd zittern. Hiob 4. 14. ps. 55, 6. 2 ..die aus dem bi'tru.iUcin des gtiing^r- sein-i hervorgehl' nde serlenreyung der pßuM und rückiicht gegenüber einem höheren [er- habenen) wesen oder überhtmfit hBherm**» scheu . ehrerbietung , ehrfwrtht, so häufig in der bibel , zumal gott gegennh^'r, al?i> niiis man die furcht ynn der ^>Jh^i)t ver- stehen, das CS uicbl deute auff furcht odder schrecken, so ein augenbück wer^ sondern das es sey das gantze leben vnd weseo. das da gehet ynn »'Ihch vml .srhew far ffolt. vber das erste budt Mose. (1527J. geteShuOM^ mit dem gen* die furcht goUes, die furchl des herrn: denn er hatalhie {der aposiel Johannes in seiner X.ep. cap. \, ! S gar nicht ftfrgenonien zu reden von deni was wir beisseii nach der sclirilU die furcht goltes, welche ist eine gale Ulblichefarehl, nicht ein schrecken noch sagen, soodere eine srJipw , die goll in ehren hat. J'fi ^^ (il''; die Itircbl des lierrn ist der wpiilieii anfang. ps. III, 10; die furchl dei» hemi hasset das arge. «pr. 8. 1 8 ; durch die fnrckl des herrn meidet man das böse. 10, ^: ''^ ist keine furcht goltes für jren äugen. Hm. 3, Ib. lUerher gehört auch der biblische amdntdt; die furcht Isaac. 1 Jfot. 91. 42, u'oxu £. am rande bemerkt: Jacob neiinel Iiic ;.'ntl ^aacs furchl. dammli d;i> /«■^^'* goll fUrchUg war vntl goUes dtencr, w^din Diglized by Google t KCHCUTEN 745 FÜRCHTEN der ausUff. Meter sUU» in lim frBÜgien ito* das erste buch Mo$9 iagl er: itarüuil) . iims er (goU) hie den narnen hahoii , das oi Isaais furcht heikel, das ist, dcu Isaac für iiugcn gehalten vnd sich fiir ykm gc- sehewet» hat gelhan vod gelassen was yiini gefallen bat. menschen gegenüber: so ^ebol nu jeder- mann, was jr schuldig seid, schos, dem der adios geburt, zo\, dem der lol gebttrt, furcht, dem die furcht gebQrl, ehre, ftem die ehre gehurt. Rom. 13, 7. Ffirrhlen (fincliicni, limeri', anfangs bei L. auch noch iorchteii {s. d.), mhd. vUrh- len {Ben, 3, 886*), oM. fiirhlan, farablan (Graff a, 689), golh. fadrhljan. das praet. iauiet bei L. , dem mhd. ahd. gemäsz, furchte, heute filix litolo, dns pari, prael. in der regel gefurcht, seilen, wie heule, ge- fürchtet (x. d. ilenlfe* eatenjk. 1529. Büiji'). die angegebene bedeutung des Wortes schei- det sich nach den unter furcht dargvleyit n zwei riehtungen , die hier aus einander zu AttUen mmSUng eneheiM, mehr daran ge- fafm ivi, üt wnchieienen fUgungen «or- zufuhren , in itnen L, dat wari brawdU, diese sind: Ij mit dem acc. und zwar: o) derpersm: ich fnrchte (furdiM«) das volck vnd gehorchet jrcr stini. 1 Sam. 15, 24 ; sihe Adoni.i fiirchk'l tieii kiinig S;iloiiio. 1 hön. 1, 51 ; Herodes aber furchte {fütrhtete} Jo- hanncio, denn er wusle, das er ein Immer vnd heiliger man war. Man, 6, 20 ; das weib ahcr fiiri hle den man. Ephes. 5, 33; ein jglichcr füfclilo seine multn vml si incn vatcr. 3 Hos. i'J, 3. vor allem häufig ist in der bibel gott fürchten, den hcrrn Türch- ten» ie«w £» etnma^ erktörf ; gott fhrchten jm ehreischen heisat eigentlich das , so wir Deudschen heisscn gott dienen, das schöne conlUemini. (1530). Ciij''; denn nu weis ich« das du gott farehtcsL I Hot. 22, 12 ; woil jr tebeut so ihut abo, denn ich Ittrclite gott. 42, 18; nlipr die wchmüttcr furchten gott vnd thotf'i) nicht wie der ki5i)iL' /u Egypten jnen gesagt halte, sondern iiesscii die kinder leben. 2 Jfo«. 1, 17; vnd das voldt fürchtet den herrn vnd glettbten jm vml seinem knecht Mose. 14, 31 ; sondwn soll Oom, WMtrlnKh. den hcrrn deinen gott fQrchten vnd jm die- nen. 5 Mos. 6, 13. ft) der sacht-: flci- ifufTcl fiirclil das üri lii vnd wil vns mit jtullern »ciiweigcn. vom abendmal Christi. (152SJ. siij''; o wie bal d. GarlsUd den sprnch (1 Cor, 10, 16) ge> furcht? das ander legi widder die ligml» Propheten. fir>2r»i. Gij"; vnd ob ioli schon wandert im lin>>torn tal, fürchte ich kein vnglück. ps. 23, 4 ; furchte d«i tod nidit* Sir. 41, 5; durch den glauben verlies er (Moses) Ki;yi)ion vnd furchte nicht des ko- nifjfs f^i iiii ( rar. den grym des konigs). Hebr. 11. 27 ; nu iind man schochicr küoige vad furslen , die* solch vermaledcyung lünditen. wider den ftdmh geiuaMm ftgiU, aAmA (1522 . nij'. 2) niil dem gen., in weichein fall fuich- leu inlraiiüiliver steht {G i imm gr.4,112). dieser ist wiederum a) ein gen. der person, wegen deren man furcht oder besorgnis hat: or (Abraham) war ein frembdUug ym lande vntcr seinen feinden vnd des lebens nicht sicher, musle semes weibs auch fürchten. «6er das erne buch Mose. ( 1 527 ). g iiij\ h) der sarhe, für die man furcht empfin- det oder besorgt ist : es isi deinen knechten angesagt, das der herr dein gott, Mose, sei- nem knecht geboten habe, das er euch das gntilzo laiid geben vnd für euch her alle Liiiwühner des landcs vertilgen wülle, da furchten wir vnscrs lebens für euci» seer. Joe. 9» 24. öfter der redensaH: der baut ftlrchten, ßbr dae Mm fürchten, in besorgnis sein , es sm verlieren : etliche fiirrhlen auch der haut, sorgen, sie niüssca leih vnd gut darüber verlieren, der 82. fMaAn. (1530). Cij*. s. muh noeh haut, sie furcht jres hauscs nicht rnr dem schnee. denn jr ganltes haus hat zwifache kleider. spr. 31, 21. :j) mit eSium oMan^r^^ «afse iter aü objeet encheitU. derseihe ist angefügt a) durch die conj. dasz: daht i icli furcht, (Iiis itzf ynn der rhrislenheyt mehr aiigottc- ley durch \Ue messen geschehen, dan yhe geschehen ist vnler den Juden, eyn eermon von dem m, leil. (1520). Biij'*; so lasset vns nu furchten (beeorgt aefn), das wir die 04 Digitized by Google PORCHTEN 746 FORCHTIG vcrheiMung. eiRzukoni« sii seiner rage. Hiebt veneumen. ffeM*. 4, 1. der conj, (iasz geht ein acciualivUch stehendex niclils voraxis: ich fitrcht^' nirhls so hoch, liciiii das tiichl iler tcuici vmb euch bule vnd euch von Christo reisse. svoo ktH^xeUpre- digten, (1536). Gij' . nach da.oz kann auch die Verneinung folgen, ohne dasz dies im sinne des salzes etwas änderte: ich fürchte aber, das nicht wie die schlänge licua ver- fUrele mit jrer tchaickheit, also audi ewre sinne verrücket werden von der einfelUgkeit in Christo. 2 Cor. 11.3. b) ohne dasz : mancher leihet vngerne aus keinerbOsen mwniuig» sondern er rans durch* len, erkome vmb das seine. Sir, 29, 10; wir ftirchten, es (das schiff) müchte iri die syilcii r.'illt'ii. apo.sl. gesteh. 27, 17. 4) mit dem inj. mit zu: vnd den niaicsie- len filrchlen sie niclil Izu niissbieten. «eider den falsch genantten geystL tta$i4* (1522). iiij ' , bei Bindaeit fehlende tar. su 2 1^1. 2. 10. 5) endlich gebraucht L. Idrclileu auch häufig refhmvt doch nleM Meftr (einige stellen ausgenommen, die hernach unter b) mitgethi'fh simh mii di tn orgnnisrht'n dat.. der IM der schnjluyrache bis in das 11. jh. danerle, sondern mit dem den refleMven daL Uberhanpt verdrängenden nee,, x, Ii. ich hörcte deine .stimme im g:ittr>r) vnd furchte mich, denn icli hin nackct. 1 Mos. 3, 10; fürcble dich nicht* Abrain, ich bin dein schilt vnd dein seer grosser lolin. 1 5, 1 ; dn leugnete Sara vnd s|ir;icli ich habe nicht grl.irli. i . (Iniii .sie furcht sich. IS, 15 u. öfter. Üiese* reflemve fürchten hat nun bei sich n) die praep. ftir (vor) mtl dem dat.: erreite mirli von der band meines brudcrs, von der hniul B.sau , denn ich TiiM hio tiiii h für jni. 1 Mos. 32, 11; du solt dicii iur deinem goll furchten. 3 Mos. lU. 14; ich Airchte mich fnr dem zorn vnd grira, da mit (Ii I Iiorr vber euch crzdrnet war. h Mos. U, i;t; fflrclitc dich nicht für den worlen die du gehöret hast. 2 kön. IM, 6; für solchen scheisbannen darffeslu ahd. forhlic {Graff 3, 688). L. gebraucht das leorl , das jetzt in der schrißsprache erloschen ist, zwar an mehreren stellen is den ergten aueg. des n. lesl.. in denen er et Jedoch epäter wieder tUgle: vnd sie (dis jünger) waren seer furcbtig. Jfarc. 9, 6i spiiter : denn sie waren versttirtzt; denn sie waren Turcbtig. 16, später: denn furchten sich; vnd die andern wurde» lareb- tig. offenb. Joh. 11, 13, e^er: vnd iif andern erschrecken, imeft in ««wen dftn^ Digitized by Google FüUUirLlCH 747 FüUUEltN sthriftm kommi e$ nmr mocJ^ «jto» wr: ist aber yeniand Mhwach vnd fiirclilig . der i\\vh^ vtn n;»m«'n golU's. ob jemand fur dem si^ri/LH lUehen müge. (1527). AS*"; ich bin fOrchlig vml zHterii. «MAy, d§r fMm ge- pol. (1528). 1)5-. yurclitlirh, adr. timide, mit furcht, mit üng!>lUrfUifH, tnhd. fot lillSrbo ( Hen. 8, 3b5''), a/tii. forabilicbo iGraff A,^}b^) : iknii dauon mus mso die augen nbkeren vnd fiirchdicb warten, was goU daunn hdt. Jen. 1. 29" {die xichcv fins:psalmen , wi> vielleicht forc'lillu li sifht, wie forobl /lir fiircbl). firdiUaii, bisvoeUen bei L. noch Turcbl- «am («. 4.). mM. vorhtaam (Ben. 3, 3S5''), in doppoUer hedeutung : 1) furchtbar, furcht bewirkend: e. T. g. sol das bedencken, daH goU in der ganUen schrillt keinen beidniitcliett kOnig noch Itir- slen je hat basen toben, ro weil vnd lang die well g«\>i('ri , «las int ein ^^ros furch ts.irii bild allen oberberrn. Jen. l, 474"; darunib wehe allen denen , die sich nicht Alrchten vnd jre aUnde nicht fulcn vnd sirher einher gehen gegen dem fiircbtsamen {Jen. 1 , 1 5*' : foreblsamen) gerichl gotles, Tür welchem doch kein gut wcrck gnugsam sein kan. Jen. 3, 2*. 2) tnr furcht geneigt, von furektb^angen, furcht habend : jr kU'i»K'!<^iiIii;4fn . waninili seid jr so furchlsani? Mailh. S, 20 ; wie seid jr so rurdilsam? Jlaro. 4,40; dammb sind aokhe fnrchtaam lentl la neher bey yhrem heyl, denn die rauchloszen, barlsynnigon. aussleg. der ep. md mang, dm aduenls. (1522)* Oiiij"; blüde furchtsame gewissen. da» 17. eop. e. Johamdi. (1530). (iiij\ fkirchlsam machen, «on /yreftf befangen machen, furcht einfloszm: vnd sie rieffen mit liiulei' sliinme antF jiitliscb zum volrk zu JertiHalem , das aufl* den roanrcu war , sh* ftirchlsani lu machen vnd sn erschrecken. 2 chron. 32, 1 8 ; denn sie alle weiten ms riirchisam machen. Neh. G. 9. Virdcekc, f. wo» vordecke («. d. l, decke vor ekooi: Moses fnrdecke ist auf! jhrem (der Juden) Herlsen, der Iii. psahn, Virder (furder). auch flrter (furler), 6et L. meht selten ert^etnemde nehenformen des adv. fonler, fiJrder (.v. d.), weiter, /er- ner, mhd viirdpr und. sich enger an vorl ifort) anJidUieszend, fUrlcr {Ben. 3, 382'). 1 ) ränmM im eftme wm vor^eäHs, «eet- ter foH: vnd das voick toch nicht fflrder bis Mirjam aufTgenomen ward. 4 3/"«. 12. 15; vnd er s{i>!|pf sirh als woll er filrder geben. Luc. 24, 23. den slab l'iirder setzen, weiter reiten: sondeni weil wir ja aiilT erden leben müssen, das wir also essen, ir iiickcn, freien, |in.Tnf7,en, bawen, brms vn«l bofTvnd was gotl lu'sclierel. haben vnd brauchen als frembd- lingc vnd ge.stc in einem frembdcu lande vnd im gasthofe. die solches alles gedenken /II lassen vnd jren Stab fürder tuselsen. tisl. 2. 1 38\ 2) seitlich in dem sinne: fortan, ferner- hm: aber die kind«r Israel Ihelen furter vbels fur dem herrn. n'eftl. 3, 12; ebenso 4, 1, tro Hirler, vnd 10, 6, tro (UrAcr steht ; vnd Samuel sähe Saul fUnler nicht mehr. 1 Sam. 15. 35; vnd der gcisl des herro geriet vber David von dem lag an vnd fttrder. 16. 13; das er den vater anch fttrder ver- klerc. 4ai 17. eaji. f. Jokannü. (1580). F iij^ Virdcrliek (furderlich), was fördcrUch, fortgang bewirkend, dienUeh, nfilsfiefc; dem , der on glauben ist , ist kein glitt wprck, fiinlcilicli /.iii fi iimkcvl vnd seligkeil. t'Oft der fteyheit eynisz christenmemchen, (1S20). Cj*'; aber itsl sihel niemand an, ob es hynderlieh oder furderlich sei. muleif, der ep* md euwug, des adventi, (1522). s iij^ Ordern (ruidern), eine von L. nur an- langs gcbraudUe nebenfotm wm ford^, Hirdern i tr. m. «.). undxwar vrie diese 1) im sinne von poxtutarr : wer firs 1( hens satt ist vnd des lod<'s licf^'oerl. als Daiiid vnd Abraham vnd Paulus, die werden hyngenomen am ende yrer läge, dan sie haben dem leben eriaoh geben vnd Turdern dtMi lod. dir sieben puszpsalmen. (1517). KG*": der glaub erwiri>el, was das; gcsclz Turdcrl. ebend. G 5^. 2) Im J-2r>). Rj'. j Fnrfnhren; vürjuhren: zwo liawcn wur- den for gefbrt, das sie jre sftne beadraiUen hatten. 2 Jfaee. 6, 10. Fnrgnn^ 'f'ir^Mnp), m. I) mrgang, vor- tritt, Vorzug, mhd. vdrganr iltm. 1, 470''): aulT das er (Christus) in allen dingen den furgang habe. CM. 1, 18; wie s. Paulos aurh sagt, das der friedr solle vber alles d«»n fdrsnnt' Ii iIhmi der 82. psalm. (1530). Eiiij'*. 2) sodann auch s. v. a. forlgang: ich hoffe aber nnrh fest, es sol keinen fütits^ 0(1(^1 jr- k iti' ri liesland haben. Eiil. Vürgängcr (furgenger). m. roryänger. 1) der vor einem andern, vor andfrn kergekl, vorUtmfer: das wird thun der CfU- engcl mit einem vnzeblirbnn baiiflen eogd, die seine vnrdralifr odiler fflr*,'*'n'r»'r toin w«rden. zwo predigt auff der leicht iti kurfürsten, (1532). Fij*. 2) der andern vorgdu, mm sie m» /SMtea» ßihrer, das: Jiid;i, der ein furgenger war, dere, die Jlicsiiin li»se gnimpen («. d.) for, wie ers gesehn, ge- boret habe vnd aller dinge gcwis sey» so n. s. *e. ron ehesachen. (lo.T*'» n-irb sind es solche ICMpd vnd kucbel, da« l tiiclil midir für handiMi . Simpnn ist niciit melir lur banden, Benjamin wolt jr hin nemen. 42, 3Ö; vnscr veler hal>oi gealindigt vnd sind nicht mehr farbaadia (smdnMU mdwam leben), klatjl Jn-.b.l. 6) von Sachen: Hiskia aber w.ir fnilich mit jnen vnd zeiget jnen das gantze schalzhaiH , . . vnd alles was in seinen sclicuen für- banden war. 3J(fin.20, 13; vnd farelea weg alle habe die furbanden war im hewe des k()niL'»^'i. 2 cAron. 21, 17; w»>nn nur gellt fuihajulen were. auff des kontgt ;« Eugelland leetereehriß. (1527). Aij\ 2) seitlich: vnd dlinckl jn jmer, die Mit soinos vn^In« ks soy fiirhandnn. Hiob 15.23; (he zeit nieiiieH abscheidtn« riirhanden. 2 Tim. 4, G ; das der lag Chnsii furlianden {nahe ftevorafdkend) sey. 2 llbeM. 2. t; weil der wtll ondc fürbanden ist. eine heer- predigt. (If/iU). Aiij'-; lieber mrn^. h. die zeit ist nu lur banden, da du .sicrlxii soll. zwo predigt auff der kinderlauffe. (1540). Kij*. otMA^ancAlef £./8rbevoff«tdhMd iiberhaupt : darurab ist noch eine rqge fei^ banden di in voick got(t'<. Hebr. 4. n 3) unangemessen steiu furbanden m der bedeutung „vor iU Ami", wie et in f praeeurrere, vorAer, vor- «tu lamfen: ?Dd er {Zaehäus) lieff für bin vnd steig aulT einen inaiillieetlinuiii, aulT das er ju iJtmm) sidic f>ur. l'J, 4. Vurhinseia, vorüber sein: luvh •!<'[ Iicr- lickcil, das isl^ liinden liernnch. wenii «lie herlickeit furhin ist. der prophet Soeharja. (1528). Kij. Firjagen, verjagen, fortjagen: zuvor soll man furjagcn au^«z deiilsrlien landen di - bepsllichcn holsolidfUco. an den chrisil. adeL (1520). Kj\ Firlumeif ftirltcwcB, «orkonen, dpem- Uch und bildlich: man mus vns ansingen vnd anblasen, das wir den lierrn sollen prei- sen vnd dazu auch das worl ftirkcwen vnd jnn den mund slreicben. der i n.psatm. (1532). Aiij^; vber das haben wir die po- aliUeo . . . darinnen vns die episteln vnd cuangelia durch jar deudlich vnd lUstiglich zugerichl vitil wie ichs reden mag , furge- kewet sind wie die multer jrem kindlin den brey für kewet. OMsleg. der ep. tnd eututg. twn osttirn etc. (IM l). Aiiij\ einen beleg für die form furkauea (furkawen) s. UHier erweichen. fmAummtm (furhomen). tarkmMn^ vorkomment mhd. viirkomen {Ben. l, 9if7l^^), ahd. fiiriqiifiii^n iOrnff 670). 1) einem furkuumeo, tu gesteht kom- men, vor die hani koMmen, begegnen: (da) sehlug ein jglicher wer jm für kam. 1 kon. 20, 20; vud als er aufieng zu rechnen, kam jm einer für, der war jm zebea tausenl (>fund sdiOldig. Jfallk. 18, 24; sie sein rast wol gerttstet, das mir gleichen Bit «ein rurkummen. vom dtm bapttum mu Jlome. (1520). aij\ 2) zu ohren kommen^ kund toerdem als dem kitnige solebes fhrkam, gedacht er gantz ,Imlea würde von jm abfallen. 2 Ifocc. 5,11; tlenn mir i-u, sagen, verkündigen : Mose kam vnd ludilerl die elteslcn an volck vnd legt jnoQ alte diese wort for» die der herr geholen halte. 2 Mos. 10, 7; dis sind die rechte die du jnen soll furleppn. 21, 1; (W ist das geselz, das Hose den kindern Digitized by Google FÜBLBSBN 752 PORNKHHEN Israel furiegele. 5 Mos. 4, 44; er leget jncn « in ander gleirliiiis für. Mallh. 13,21. 3j eine mche zur hrurlht ilung vorlegen: vnil da öic viel läge »Jasclbs gewesen waren, leget Fe»tus dem Idnige ilen haodel voo Panlö fur. apost. g(-sch. 25, M ; oiii rälhiicl vorlegen, aufgeben : du in»Mis( liciikiiid, löge dem hause Israel cm rcUel Tur. JSieck. 17, 2. 4) MT leoM vorleben: sihe, ich habe dir heule furgelcgl das leben vnd das gulc, den lod vnd das böse. 5 30. 15; ich habe euch leben vn Johannis. (1538). Aa ij^; isl einer furin iar ülollz vnd geiUig gewesen, so ist er heuer viel geilxiger vnd stoltzer. deuäich eatech. (1529) . Xij*. Peraislee, vormaten: malen jlircri tgolt) also für alle worl vnd werk darnacli er sich bellen würde. 4at §dlSn§ confUemini. (1530) . Hiiif . teeilere btUg« «« «Hier an- bilden und erweich eil. Furmund, furmunde) m. rormunä, aä- vocatus, tulor, mhd. vonnunl und voruiuruic {Ben. 2, 237'), ahd, foramundo {Graff 2, 814). der pl. lautet bei L., der das wort • schwach decliniert, fnmiiinden. ist der fur- niund des bsiiohs , iiim ker j,'eilz , nil ein listiger schalck ? euang. von den sehen auS' setwigem, (1521). Cif ; weil er denn bicr- rinn nicht das seine gesucht, sondern seines niimdüns nuliirft als ein Irewcr riirmunde. Burkhardt briefw. 191; der löbliche kürfarst zu Sachsen isl von goltes gnaden noch wol so klug ... das er hertzog Georgen zum riirmuudcn odder zum rechl Sprecher »ein land vnd leuie «i regieren nicht be- darff. von hemUdsen v»i getlolen Mefen, (1520). Ciij*'; wo nu nichl ist valer vn: ji) (den kirchenräuber Ljfiiwmckm) nut reclti für. 2 Macc. 4. 43. 6) mit acc. der sache : etwas fumebnien. vor Me KtmA nehme», on/iiMfen sieh mU etwas zu beschäftigen, dam .ütei^anfl sirh mit etwas beschäftigen, etwas thwi: zuui Vierden sol man beten, aicbl wiege- wonhell ist vfl Uetler tder korale tseiea, sonder elUche anligeiide nodl furnemen. von den gutten tcerrken. (I520i. Kiiij''; lue soll alter aus dem allen lestamenl eyn buch nacli dem andern furgeuoiuen werden (ZU lese» «md amuMmlegea). vom or4twam§ gottis dienst. (1523). Aiij*; ich hab db biieli ( \. buch Moses) darttmb furge- noinen {m-inUr.h aw^zuhgen) , das nirhl not sey , fabeln vnd luerUu zu predigen, tber dat ertu back Jfose. (1527). f üq*; des last vns die geschieht der Christen zum t v nipel fiir ncmcn. das diese wort Christi noch fest stehen. (1527). a ij*; aber das ein eintscier mönch aus eineud loch solche reformalion soll lUmemen, sef nichl tn leiden, irider Hans Worsl. (1511). Jj'": denn so redet man deudscb, du must ia Digitized by Gopgli FÜRNeUMBN 753 PÜRNEHMEN etwas furnemen, das (dass) du nicht inUssig gclii'sl, sftnl muI rtirnemliclien man. von den letzten Wurlrn Danids. (1543*. Niiij"; aus jglichetii >iaiii jrer vcler einen fürneui- lichen man. 4 Uo», 1 3, 3 ; die alle filrnem- liche nienncr waren, v. 4. substantivisch: das ist der Dallian vnd Abiratii, (!it^ furnein- lichen (var. dt« beruiupleu) m der gemeine. 2ü, 9. nraeMIdi (furnemlich}, odv.vomeikm- lich, praeäpue: deudsch bucber sind fur- nofnlirh dem gj'nu'iiipn ni;t!i s:emaohl jin hause zu lesen, das man lunäi r zur schulen Aoifeii soüe. (1530). Aiij**; es {doi etange- Umh) ist eine kralll gelles die da selig machet alle die daran gleuheii, die Jüden furnemlich vnd atirh dl»« Gri^'flion. Röm. l, IG; aber darumb ist mir barniberltigkeil widerfaren, aulTdas an mir fumemlicb Jhesns Christas encigele allegediiU. t Tim, 1, 16. f&mehaist ifurtipmst, furncmr^t, rtirnr- mist), der supni. von [ilruelim, tnhd. vilr- na'iue {ben. 2, 371^^), praecipuus, „weit Über andern (seiner nrl) dmth w«rÄ vnd aiuehen, tcorin dieteoMch bestehen*' (IFet« gandwlh. d. d. sf/non. 3. lfl5St. a) von personen: der selb cardinal yhresx Ofdens vnd vorslauds der furaelunisl {ange- sel^nsl«) war. L.*9 apptlkuUm, (1520). Aij''; d;is simi die füneuicsicn der gemeine, dif ficiihlhMiic viiliT den .sü-muien jrcr vctpr, die da hcubier viid fiirslcn in Israel waren. 4 Mos. 1, 16; Michael der fumemesten fuTsten einer. Dan, tO» 13; dotftor Eck, freilich jr ftirnomstf^i (lorzüglirhster, bester) ral^elu' eiiifr. wuruuHje an s. l. Deud- sdien. (,l531j. i'ij '; vnd liiell jn lur »einen fnrnemesten freund. 1 Mau, 1 1, 27; denn das ist je gewislich war vnd ein tbewer werdet wort, das Christus Jhesus komen ist in die weit, die sflnder sdig in machn, vnier welchen ich derfumemest(der^rfoiiil bin I 7Vm. 1,15. von öüchen: dis ist das rurnenie«( vnd grOsle gebot. JTalA. 22. 3S: mildeoflf- nemsten (sc. büehem in einer MWioAel] solllen seyn die chronicken vnd hisloriea. an die radherm. (1521. Eij''; die fiir- Dcmesle vnd fast die erste kirche wiifr den heiden« da sanet Paulus am lengsies gepredigt hatte, flugs als er den mdm Wendet jnn s(il( In> mtierei zulrennf^t v\ir!. daa 15. cap. der ersten ep. s. Pauli an dir Corintl^er. (1534J. Aiij" ; als das wir im nur von ilen grdssesten vnd fUmeoestea hindcrnisHen sagen, das 16. cap. Johannis. (1.038*. Xij'"; ich habe aucli ..:f'|in'i!irt vmi gcschnbcn, das (daszj für alten dingeo soll das fUrncmcsle sein, das (dass) man die pfarren vnd schulen wol versoigete. vlir das erste buch Mose. (1527). rriiij*. Vorplaudern , rrirplaudcm : sollen die historieuächreiber des bapsts nicht so raucK vnd vnbebawen scbreibcn. noch jr eigeo worl vns forplaudern. von den eaneUip vni kirchen. (1. Vj . Farpri'digen, i Drprt'digen : darünib iliuen wit diiü vieis, den caiechisiuum olli furiu- predigen, deudtth eateeh, (15291. AiiijV Vnrmtl, m. «orfaCs, enfielUiu:: zum prsten snlli n ilip rtint sa^rrmierrt nil g>hn. die yn oÜcntlirben sunden vnd büszeui für- satz liegen, eyn sermon von der wirdige» empfahn^det «aeramenCs. (1521). Af: vnd bleiben auIT solchem fursaü fest, var- minge an s. l. Deudsrhen. (1531). Hiii]': welcher glaube wirkt guten fursatz. int^r- richi der vititatom. (1537). G/. in fol- genden bibUseken Stetten üt forsaU dw von ewigkeit her gefaszte gfiadenrathschlus: gotti'ff, in Christo Jesu selig zu machen aüe, die an ihn glauben: wir wissen aber, da» denen, die gott lieben, alle ding snin besim dienen, die nach dem fursals berulTen siad. Rom. S. 2S ; iinch dem fiir>atz von ih'T wll h^r. Kphcs.',iA\. ; der vns h.il >t'Iig :.M fnaclii vnd bcrullen mit einem bedigeii rutl, uahl nach vnsem wercken . sondern nach aciiMa fursats vnd gnade. 2 Tim. 1,9. mhd» vflrsati {Ben, 2\ 344^). FURSGULAG 755 FÜRSfiTZEN Fwtcllag^m. l)vorteh(ay. pi oposilio : furscbtag des frids. eyn brieff an bapit Leo X. (1520!. V.y. 2 tmschlag: xw^it fiirschlfge vnd j^'cd.iMkt ti gar niclils gelli ii. vtitr dai erUe buch Alose. (1527). kkij' . Findiltgcii, fmcklaheij wrtdtlagen, mhd. varsbhen {Ben. 2\ 373). 1 ) vor ettras schlagen , um es zu ver- decken, diese bedeutung scheint das wort in folgender stelle zu haben: der Lapsl tnil all«a seinen buben were lengUx ein betler, wenn or nil liet Chrisluin zuuorkeunVn vnd allen seinen lurkon (dicken) furizuschlahen. grund vnd ursach. (1521). i iäj'\ 2) vmnietten, proponere: es gilt aber nicht, das (da$z) man yhm (gott) furschlage, Sonden« er wil tncisler sein, vber das erste buch Mose. (\h21). II ij" ; er (gnll) soUe es macheu durch Mo^en, wie sie es jni fur- sehlugen. antUg, 4er ep. vh4 «uang. von ostem etc. (1544), Ddj^ Fnrsrlireiben , vorschreiben . 1 ) vor je- manden iUnscht fiben , sei es tum bioszen lesen oder tum ab-, nachschreiben : so gehe nu bin vod »chreibs jnen für auff eine lafel. Je«. 30, 8; abents wenn die kinder au haus gehen, sol man jn {ihnen) ein srntnnlz ans einem )>oelcn o 18; jr aber scliPi euch für, denn sie wonfen euch vberantworlen für die ratheuser vnd schulen. Marc. 13, 9; vgl. v. 23. b) mU der praep. für {vor} : so sehet euch für für eurem geisl. Jfaf.2,15; sehet euch für für den falschen prupheten. Sfnttfi. 7, 15; seilet oiich für für dem sawerteig der phan.seer. Marc. S, 15. c) mit abhän^gem «Alse: szo soll nu eyn yglicher sich fursehen, das er nil eynen trawm vml ■ifiidit an st.it (!r> fzlnilifiis vm lii'il/.en habe, euotiij. von den zthcu aus- seizigen, (1521). Kij" ; hiille deinem nehe- slen ans, so viet^dn kanst, vnd sibe dich für, das du nicht selbs drüber zu schaden kompsl. ilir. 2!>, 27: -^ohet euch für, das wir nicht verlieren, was wir ererbeilel lia- beu. 2 Joh. S. FifMbrng, f. vonehungt prwridemtia» vorhere^mng: vnd ob der spräche mer wurden atilTlrraclil, imlssen alle der massen verstanden werden, sonst were dye goUiche fursehung (Jen. 2, 268*: Vorsehung) vnd erwelung von ewickeytt nichts, darauff doch s. Paulus harrte dringt, ob auch yemand on glauben ele. (1523). Aiüj*. vgL ver- sehuog. FinetiMi (forsetzen), «ortelsen, mhd. vtirsetzen (Ben. 2*, 351''), ahd. furisaien {Graff 6, 3üüj. 1) vor etirn.^ sefzcu: ich halie den herrn ailezetl lurgeselzl lur mein augesichte, apost. gesch^2, 25. 2) einem etwas vorsetzen, ^ speUe oder trank zum yenusse vorsetzen : vnd er {Abraham) trug aufT hutter vini milch vnd von dem kalbe, das er zubereit hatte, md satsts jnen für. 1 JVo«. 18, 8; vnd saUte jm essen für. 24, 33 ; ich wil dir 95* Digitized by Google PUBSETZIG 756 FÜBSINGEN einen bissen brots furseuen. 1 Sam. 2S. 22 ; seUe joen brot ¥nd «asscr for. das sie essen viul trincken. 2 kön. 6. 22; wie man den lodlen oplfer ftirx i/ci. als jneii {den göizen) uucU lur. ihir. 6, 2(>. In diesem sAin sleAl ane/k Moeses furselzen : sie haben die kuclien vnd keller besser 1 1 1 - slellt l , denn wir, vnd können vns vol .luff furselzen vnd lierrlicli s}»eison. von den leizten toorleri Dauids. (1543;. Hiij*. 3j steh (ihm) furseUen, MHdibetehiie' tMm, $ieh vornehmen: der nien^cli ^v[/a jm wol für im herlzt n, alter vom lu irn kompt was die zuuge reden so), spr. 1 b, I . dos wo« flion «ic^ vorseM, irüdd ein athoHg^er tatx oder «in mf. mit su ans: ich hab mir für gesetzt, das mein mund nicht sol vbcrlreUen. ps. 1 7, 3; aber Dani» ) suUl jiu für in seinem lierizcn , das er sich mil des königs speise vnd mil dem wein» den er scibs trnnck . nichl verunreinigen woll. Dan. 1, S; das ausgericlitet salzte jm Paulus für im gciste, diin li .Mace- donian vnd Achaian zu reisen, aposl. gesch. 19, 21; ich wil euch aber nichl verhaken, lieben brfider, d.is ich mir ofll habe furge- setJl. /II *'urli 211 komm. Rnm. 1, 1^. Vlirselsig, adj. vorseiziich : ein (»oshail- ligcr, furseUiger hass vnd ncid. ein brieff an üe MuFrankfoH am Mein, (1533). Bj*. Fnrsefsiglick, adi\ vorsetxUeh, mit vor- saU: ohs (das evangelium) jncn pleich ge- sagt wird . . . wollen sie es nicht sehen noch wissen» sondern Airselziglich in jrer blindheit bleiben, da« Ifi.eap. «,Jchanni«. (153S). Knj\ VürseUlich } adv. mil vorsatz : wenn jemand seinen uehestcn schlcgl niclil iUr- seUtich. 5 Jfös. 19, 4 ; wenn man sidi gleich wil lurseUlich ila für hUelen. von den lelzteu \cnrten Dauids. {15tn). Aiiij'. Fnrsicbtf f. vorsieht, beleg s. unter be- dachu Ffirttehllg (farsichlig), vonichtig, provi' dens , providu-i. piudens, mhd. vtlrsihlec (Ifen. 2^ 286'): das die albern witzig vnd die jUnglinge veruUnfllig vud filrsiehtig {vulg. intellecins) werden* «pr. 1.4; wenn die herrn vcrndnirUg vnd fiirsichlig sind. Sir. %h 7 ; vnd achtel der hoehgelart« fursich- tigcr neydhard , ich so! es nil mercken. «o» dem bapttum tu Jtome. f 1 520). Aij'' ; sih« In wie kundig mity es furstchligkeil. das sie nicht betrugen werden, aber fursichtigkeil sihel anlT die /ufellige fahr, vnd thul SO viel, das sie gewis spy vnd ni fit helrogen werde. EisL 1,62''. I^öirsichliglichj adv. was nirsichtig: es isl der witzigen kröne f Ursich liglich hSD- tieln. «pr, 14, 18; Jonalhas eilet jm nark gen Asdod vnd zog daher fursiditiglich. 1 Macc. 10, 7S; so sehet du zu, wie jr rursichliglirh wandelt. Ephes. 5, 15. ynraingcn^ vorsingen, praednem md Mirjam sang jncn für. 2 Jfos. 15, 21; vxi gleich wie den kindem ein lied, das sie kr- bigiiized by Gopgl( PÜRSPANNElf 757 rüRST .sollen, fiir .singe, der 111. psalm. (1530). Aij^ lAnpinraf vorspanne», i) Wir ettcas spannen, i. b. vor einen wagen: ilas jr lidlfle siicliel iiml für M|i;innot vmi ,ill(> ein ander helflel mil schreien vud rufTcn, den wagen keben mil Mhieb«n. das Ift. cap. $. Ji^immis, (1538). Xj**. 2) vor etwas her- spannen, awispann^'n : {der leu/el) lial ein nc>U/urgeii|)aiil. wie das gesels vnd euang. ftt «ntertcfteide». (1532). Bf. Finfarra, auftjwren, außeban, hetooh- rm: des sündcrs gut wird dem gerechten fiirpesparl. spr. 1.3, 22. fün^tlf n. torspiel, praeludium: dis tsl der lieoblsprficrh einer, darin Mose zeo- gel, das {dasz) sein ref^imcnt Bolle auflhurcn, vnd nicht das m;hle endlirli wcson, sondern oin f(lrl>ildf» vnd rurspicl sein des n-i (^iit i<.U. randgl. zu 2 H'n. 2;i, iL — »titd. vorspil (Ben, 2\ 504*). Hrsprfch, m. für Sprecher^ der f Ur- sprache einlpgl, besutidrrs rcrfrt'tt'r r(tr geruht, rechlsbeislund , advocalin» , mhd, vilr>iit iichc {Ifen. 2^ 534'% oM. fiirisprehlio (Graff fiy 390): wer seyn (des «Amandaf) hrauihl «ler vnkciischeyl zu weren, hallt ich, der hnlif Iii«- s. I'auliis zum für!si»rf'( Iien vnd schulzhcrrn. das 7. cap. s. Pauli zu den Cbrui(A«m.(1523). Cj' ; hie fragistu weyller, ob denn auch die hoUel* hencker, Juristen, fursprechen vnd wns das gesinds isl , cliri- slen seyn imij^'on. von wpUlicher obcrkryt. (1523;. Cmij ' ; nchter, fursprechen, jiola- rios. das man kinda ntr tekaten haUm $oUe. (1580). £^iij^ Fursprerhfn ffurspreclifut, vorspr'^rlwn, zum nachsprechen vorsagen: wir wtütlen gcwi&lich fcylcn, wo wir nichl eiorelliglich yhm nMhsprecben I wie er vn« for spricht, vom abendmal Christi. (1528). vj*. noch einen beleg s. unter forlhringcn. F&rsprcchcry m. was fttrsprech: para- detua heiaset ein aduocat, fursprecher oder bcyaiand Air geriehl, der den schtJidigen tröstet, ster( kt vnd hilfTl. randgl. zu Joh. 14, 16; iler heilige gcist ein inistcr vnd fursprecUer ist, der die süude für guil eni- Nchaldigl. der prophet Soiharja. (1528). Hg*; vnd ob jemand sOndigel» schaben wir einen fUrsprecher (m den ernten uusgg. des n. lest.: fursprechen) bey dem valer, Jhe> snni Christum, der gerecht ist. 1 Joh. 2, t ; vmh Chrisfrts vnsers hlrsprcchers vnd mit- lers willen. Kinds. 7, 430. Vürkprecherin, f. die fiirsprache einlegt, einen l^teg «. tmter farbiiiffrin. Hnpnig) m. vorspruny, hier bildlich für Vorzug: «lirtimh wollen die wcrrk- iieiligen auch allezeit einen fUrsprung haben, sie wollen in der weit die erstm vnd besten sein. Mis{. l, 34 8^ Kfirsl fftirst), m. piinceps, bisweilen auch noch die rolle form fUr>i<' ':. b. Ezerh. 45, 17, Joh. 14, 30; der olicrste fürste. Bindseil 7, 398), mhd. vflrele [Ben. 3, 378*). ahd, furislo (Graff ?i, G25), d. i. der vorderte, erste, ftöchsU- , denn Hinsio ist die xchirnrhe munnliclii- form des von dem ahd. ade. iuri entup ringenden Super- lativs furist. vy/. Wei§and wiK 1, 378. der gen. des sonst schwach declinierenden irortcs lautet einigemnf t'iirsions-. z. h. uu isls nicht eins fürstcns oddcr keisers son- dern der hohen maiestet worl. deudsch cat. (1529). Yj*; der selbige hertsog Johanns ist von gottes gnaden rurslens genug herlzog Oor;.;*'!! vnd yderman rechts zu pflegen, von heimlichen vnd gestoien brieffen. (1529)i niiij^ rarst, naeh L.'s aiudriicfc „nichl ein name dernalur odderdea wesens, sondern des ampts'* {einf predigt von den engein. 1 f>3 1 . r.ij'), ist hiernach ein allgemeiner litet für jeden, der eine höhere Stellung im volk oder sUuOe HmiimmL überaus häv^ be- gegnet das »ort in der bibel vnd es genSgt daher nur ^jns- ihr einteloe steUen austn^ heben, es steht dort 1 ) «on den familien- und siammeshäup- tenh famtienjwiUn, stammflbrsten: sweUT fursten wird er (Jsmael) zeugen. 1 Mos, 17, 20; das sind dio rün^trn vnli r den kin- dern Esau. 36, 15; da optierten die Tursten Israel« die heubler waren in jhrer veler heuscr. 4 Mos, 7, 2; sage den kindem Isr.'icl \iid nim von jnnn zw el(T stccki'ri, von ji;lii lM III nirslci) seins valers haus einen. 17, 2 tt. öfter. 2) von kriegsobersten, aMfrShrem: da Ihetjn (David) Saul von aich vnd äetsljn Digitized by Google I FCRSTECKEiN 758 PÜRSTENBISCUOP sum fönten vber Uusenl man vnd er toch aus vnd ein für dem volk. 1 Sam. 18, 13; die dursten vber Inusent vnd vLer hundert. 1 chron, _2U, l. Oberhaupt von hohen afaattbeamteut magnuten, hofieuien: vnd diefursleo des Pharao sahen sie (SaroA. Abra- hams tceib) vnd preiselen t^'iv fur jm. l J/os. 12, 15 ; iVh wil dich ht'Uff /m losten siad, zur eisern seule, zur eherngi maureu machen im gaiiUen lande wider die kdnige Juda, wider jre filrslen , wider jre priester, wider das volrk itu l;iui!e. Jer. 1, 18; Z-'dckia sanipl seiiii>n iürslen. 24, 8 ; da wird denn jr köuig santpl seinen fUrstcn gefangen weggefurl werden. Ämot 1, 15. 3) von vor$lehem überhaupt: fürst vber rli.-» «!fJif>(7.e. 1 chnm. 27, 21 ; die ffirstcn vber die guter vod vieli de.s kunigs. 2U, 1 ; die Alrstcn vber des kttnigs gcschefile. 30, 6. vgL haustflrsl, holzfarsl. 4) als allgemeiner atudntcU für honiy: d.1 nnri! Samuel ein Öl»>f;!as vnd gos aulF sein {Sauii) heubl vnd küsset jn vnd sprach: siheslu, das dich der herr lom fürslen vber sein erhteil ;;csalhel hat? 1 Sam. 10, 1 ; ich hab dicii crluihrn rms dem volrk vnd zum rilrsteri vlui mem vulck Israel ge- setzt, l kön. 14, 7 u. öfter. . 5) vom Aohenpriesler, der ein fflrst im hause gottcs genannt wird, l chron. 10, 1 1. 2 chron. 31, 13. auch von di'n priestern überhaupt: Jes. 43, 28, wo sie lUrslcn des liciiiglhums iyiisxen. 6) von gott vnd ChritUu : vnd wird sich anfflebnen wider den fürsti-n ;illpr füistiMi, d. i, gnU. Dan. 8, 25; bis auil Cliii^iiim den türmten. 25 ; den fürslea des iebens habt jr getudiei. apMt. B, 15. 7) VON den engelßnten, «rtatgün: ich bin ein fürst vhi'i il;is beer des herin. Jax. 5, 14; Mirhnv] {der erzengpi Michael) der funieuiesleii lürsten emer. Dan. 10, 13. 8) vom teufet, dem ftfrst dieser weit. Jofc. 12. 31. 14, IIO. 16, 11 ; dem fürslen der in der lulfl herrsche l. Fphi-, 2, 2. 9) bildlich: il<'r tilrsl des In«)«; ^ schreclUichsle krankheil, liiob ib, 13. f intedtea, vortuekm : haben ybni einen rigtd furgesteckt. post. (1528). Qqülj'*. VintnhcB (fursleben), wtrst^o», frae' esse^ admuUtfraref ngertt 'nihi, verstan (Ben. 2*. 576*), ahA. foraslln (0n^ 6. 593;, hei L. 1 ) von personen : vnd sprach zu seioeiB ei testen knrchl seines haoses, der allen seinen gilU-in fursinnd. 1 Mos. 24. 2; Jo[fi,iiii alicr >f IM son stund des kunig^ hause lur. 2 chron. 20, 21 ; so nhcr jemand sei- nem eigen hause nicht nci» furzu^leticu. wie wird er die gemeine gotles versorgen? 1 Tim. 3, 5 ; dahlmb sehen die eileni zu, lins sie iiacli golU'^ lnTi'lti dfii kiiiiiern wo! hirstehcn. amleg. der selien gt bol. fl52Sj. Liitj**; wo fürstcn vnd herrn jrem rcgimenl trewiich furslOnden, soworde wo] meiUerqf, krieg, auffruhr vnd ander vnglück auflhOren. der psalm. (1534). Bj*; dase. c. f.g. auch das weillliche regiuieut visilirn üesse, vnd wie reihe ynn Stedten vnd alle ander anipUeute regierten vnd dem geneynen nQU furstunden. originalbr. v. j. 1525 im gef. archiv zu Weimar. Opag. 121. EKE. n. 4, 2) von Sachen : der grosse liechter ge- macht hat . . . die sonne dem tage fnr tu* stehen . . . den mood vnd sternc der nacbl für zustellt n. p^. 130,7 — 9. eh ensn ü be- setzte L. 1 Mos. I, 16 zuerst : vnd gott machet zwcy grosse licchter, ein gros liecbt das dem tage furstiiode (fiintMe) vod ein klein li(;cht das der nacht forsinnde. Fürslehrr, m. rtirstehcr: vnd wd uiacheii. das dt;iuc Itirsteher friede leren sollen. Jet. Gü, 17; Verweser vnd fursleher. jNMi (152S). Hj*. a. Vorsteher. VnrsteHM (forslellen), vorslelten, l 'rfiinon vorstellen, prndiirere: vnd ga4j.üiiij';;illt' reiclisiäiii', fUrslenhttfe schreiben nach der süchsischcn vnil vnsers fürsten canlzley. tischr. 412'. Fnrfltentsg) m. conventns prinripum: il.-r Turslcntag zu Zerwesl (Zerbsl). Iturkhardl briefw. 208. FintMithM ( fumlenthum , fursten* thiimb). n. mhd. vUrsienliioin (Ben. 3» 979*), ahd. aber in eigentlicher xusammenxelzung rumlluoDi {Graff 3, (327). der pl. lautet bei L. noch rüräleuthurae, Airslenlbllnie, «hmai a«tefc fareUMithamen (Col. 1, 16). Ij stand, würde eines fürsten, principa- tus: denn .liid t der nieciilig war vnfer sei- nen lirüdtiii, dciu ward das lurätenllumi für jm gegeben. I ehron. 6» 2 ; or hat Juda erwelci zum funttenlhnm. 29, 4. auch von einer höheren gctralt oder stufe in der engelwelt: aucli iln' en?''), die jre furslen- Ihum (vu/|/. |irMK-ipi)liiiu, de Welle; würde) nicht behielten, sondern vfriiesaeu jre be- haiiitun^. Iial < r 1u liallon zum gericlile. br. Judas Ü; den fiirsicnlhilmen vnd herr- srhalTlen in dem Ihiik I. Ephes. 3, 10. vgl. noch Col. l, \ V>. 2, 10. 15. 2) land, ^edlef eine» fürsten: nach dem der ausgclricben ^alan itzl eyn iar uddur drey ist vnibhf r gclauflen durch ddrre slelle vnd rüge gesucbl vnd niclil gefunden, lial er sidi ynn e. f. g. liDrsteathiim nydergctiian ▼nd XU Alstelt eyn nest gemacht, ejfn brieff an die fürsten zu Sachsen. (1524). Aij*"; wie gros wpre :^h('r (Ins , so ein köni^ nder fihsl einem arnHii lietiler ein graltscliafll oder farslenthum »chcnckete. das. 14. vnd 15. cap. S.Johannis. (153S). 000!]*^; des- halben er für dem adel vnd tyrannen sich ynn frembde farstenlhflm nicht thar bege- ben, originalbr. v. j. 1526 im ges. archiv zu Wi-imar N. fol. 108; mich wunderl, das herlzog Georg ein solch schendlich liigcnbuch zu Drescn leidet, der doch so frum sein vril, das er auch jnn frembden n I Mibumen kein bOse buch leiden wil. iriil( r den meuchler zu Prfsrn, M f^S 1 •. Hiii»', (ürstentefhler, f. fiiia principis: wie sehttn ist dein gang in den schuhen, da fdr- sicn loehler. ht^Ued 7. 1. F&rstin, f pHncep^-, princcpx [pinina. mhd. vjiisiiiiiio \IUn. 37*^" ; wfiiii ein rurst oddcr iiirsliii eni tii.tl yiiri i iii ^^\\3^ gienge. der 82. psolm. (1530). Ciiij^; rifi luisi iider hcrr vnd sara ein Ttirslin oder Iraw heisst. Bindseil 7, IS2; die eine nirälin vnler den beiden vnd em kOiiigin m den lendern war. mus nu dienen, klagl. Jer. 1. I ; die fflrstinnen in Fersen vnd Heden. Esther l, 18; bawers vnd bürgcrs Trawen sind heuligs lags slfiltzor dftm pielin vnd fürstin (|>(.). hauspost. {Jhena, 1551»). 487*. Fintllch (fürstlich), prindpaUs. nAd. vttrstUch, vürstelich {Ben, 3, 379*1: mein recht war mein fürslücher hui. Uiob 20, 11 ; aber die fürsten werden fiirNllii lic go- dancken haben. Jes, 32, S ; wo wotllen denn die fiirstlichen ergetxnng hicyben. von teell- lirher oberkeyt. (1523). Fj*; aus fürst- liciiem befell). an die Christen zu Straspurg. M525). A5'; es ^itid k0nij.'lirfip vnd fflrsl- liciie Lossen, aujf des köntys vonl^ugelland lestersehHß. (1527). Aiij\ Fürstlich, adü.principaliter. aufeinedem fürsten geziemende tn-isp: ich sorcrp, yhm werde nicbl zu woren seyu, die fdrslen stellen sich denn fürstlich vnd fahen widder an mit vemnnfft vnd seuberlich zu regirn. VOM weltlicher oberkeyt. (1523). Eiij". Fürstreckf n, vorstrecken , vorschieszen, leihen: denn die idie fucker) hallen das gelt fürgestreckt, wider Bant Witrst. (1541). Lij"; ich bedarfTl wol, das du mir zehen oder zwenzig gülden fürstreckest, vier predifjten. ( I 54H). Jj"*. Fort (ton Eisl. 1, 355'), m. und /.. t-a- tfum* mhd. vurt m. [Ben. 3, 447^, ohd. furt {Gtaff 5S0): vnd zoch an den fort laboc. 1 Jlfo«. 32, 22; vnd gewannen die Digitized by Google FÜilTRABEH 760 FUKCltl^HliEUEN Furt um Jonlau. richl. 3. 28 ; an den furt tlcs Joiilans. r>, 0. hildlirh: .ils/o \s\ vnsz das sacraiuciil eyn lurl» cyii brück u. w. eyn »ermtM wm den hoehuirdigen taeramenU (1519). bilij". Furiraber (furdrabcr). m. voriraber, Vor- läufer: er ' Christas f wird s«?llM'r herab kouicn uircuiiicii viul sicbUglidi ynn wutkcn , , . vnd nicht on eynen fartraber vnd tra- b8nt6il, wie für den königcn hrilaiifTei). swoprcdiyl. (15251. Ciiij''; sein furdrabcr, die slym des crlzeng»'ls wird riilTen. ebtud. Dj^; vnd saudlesl für her deine iurdrübcr. weUh. 12, 8 iti der amg. v. 1529* die bibel hat: vordraber. fartragen < nirtniftcn). «orlraymi, tnAd. vürlragen {Ben. 3, 72' ). 1) speisen furlragen, auftragen, vor- aeUen: vnd man trug jncn esaen für. 1 Hos. 43, 34; vnd hallen ein wenig fiscbltn. vnd er danckt vnd bics die selbigen auch fttr- tragen. JUarc. S, 7 ; eüäet was euch wird furgflragen. Imc. 10» 8. 2) in warten vot^rvitgen: er {der leufel) |]»ft. SadUtrja. (1528). Rij'; das valer vn5er siebennerley notl furtregl. ausleg. der euang. von oslern. (1527). Oij''; ^« in. ! »undeu siud viel am lagu durch den iiru< k attsgebreit auch für dem keiser «u Regcns- burg fiirgelragen. an den fduurflhnten su Sachsen. (1515). Ciij'. Purtrüsiirh f furlroghch), dien!h:h. nütz- liclkt förderlich, zuträglich, von iiirUagcn, Hütten, ßrdem : liesz sich dunken es soll yhin nil wenig datzu furtreghch seyn , wo er doclor Luthern yin lictTscbihU furel. eyn scndbrief an bapst Leo X. (152U). A iiij^. Fnrtrefflichi adj. vortrefflich, vor au- äerm nek onexeMmend, mM, füriNilTenlich tBen. 3, Ol'']: ob sie auch in bischollUcbor konyghcher, konigyitnisrher oddfr wih hor- ley wirden, es sey ^eyslUcii odder well- lich, fut tn rnich weren. Mla cene domürf (1522). Bij'. hier iroh( r n angpfi'hm, Iwchangesehen , in welcher bedeutung et s. b. aueh L.*$ »e^enotte J. Jona* in fü- gender stelle gehrauelU: sind nidil die philosophi vnd wei.scn ynn kriucheii vud sondcrhch zu Afhon hohe, furtrcfllicbo leule gewesen? das der freie wUle nichts seg. (1526). PÜj*. FirfreteTy m. Vertreter, vicarius: denn so nalur mn^' gnade rliTiirpti ist Cliri^lns kein not zu einem liitiieittT vnd miiler. umleg, der ep. md euaug. vom aduenl. (1528). Hh5^ l'nrAbcr (für vbcr), adv. vorüber, „von di r zu jenrr scite eines dinges fort und dahin*', aus dem älteren vor — ul)er {vgl. hemadi furübergeheu 1 ) emoaimei^^ bei L, ereth^Mt es in folgenden uneigent- lichen Zusammensetzungen : Fttrtibfrfahffn fntvlioi raren i, vorüber- fahren, vorbei und dalUn fahren: es isl alles dahin gefaren wie ein sdialte vod wie ein geachrcy das ftirvber ferei. weitk. 5, 10. Fnrübf rfiicszen (ftir vberdicszcti * , tf r- überflieszen, praeterjluere : wie die waaäcr- siröme für vberflieasen. Hlod 6, 1 5. Nrfikeischci (für vber gdien), voriiter- geht-ti. 1) raumlich: wenn denn im mein berr- ligkeil für vbergchel, ^vü ich dich in der felsldnfft lassen aiehen vnd meine band «4 üb dir halten, bis ich für vbergehe. 2 Jfo«. "VA, 22; Hoas gieng hin aulT ins thor vnd ^ai7.i sich daselbs. vud sihe, da der erbe für vber gieng, redet Boas uiii jiu. Rnlh 4, 1; die aber für vber giengen leslertoi je. Uatlh. 27, 39; es Iiejinl) sieh -iher on pe- fehr, ellii^e >lr3>>ie ino ab zoch» vnd dn er jn [den von den mvrdcm halb lodi getehlagenen Samariter) sähe, gieiif^ er für vber. Loo, 10, 31; da lie$ Isni fiii vliergehen S.mnna. 1 Sam. 9; cgi. dagegen da hcs isai seine sieben süne für Saumel vbergchen. v. 10. ebenso hcrr, hai) ich gnade funden fnr deinen äugen, so gehe nicht fnr deinem kncchl vbcr. 1 Hos. IS, 3 ; vnt! da iler herr für seiiifin an^csicbl vbcrgicug. 2 Mos. wofür heute lieber Digitized by Gopgle FÜRÜOEAKOMHGN 761 FÜRWENDEN gesagt toM: vor seinem angesiclil vorüber gieng. 2) zeiÜirh : vnlff «Irni srii.iltnn ilrinrr fliignl halii^ ich ziUhiclii Iiis il.is {äaszi il.is vnglUck liir vhor gehe. ps. 5 7. 2; vcrbirye dicli ein klein augenblick Iii» der xom far vber gehe. Jes. 2C. 20; bis die «eil für Vnrüberkonncn (lur vbcr korocu), vor- überkommen, 1) räumst: da ich ein wenig far vber kam. uh antzyhc vnd sulclie vngleidiige werck furwirff, schuldigen sie mich , ich vorhieie gute werck. wmdmfvMmwnitm. (1520). Aiij'*; das nutligeri vnd zwingim (sc. zur beichte) furwirlT ich. euang. von den z^hfn ausselsigem. (1521). Aij''; nu bin icii von deynen aogen AirwoHlcn. eAeMl. Güij*. fiirweik, n. vorwerft» pfwikm : an den- selbigen drtern aber halte der (dM-rsit* in der insuien, mit nnraen Poblius, ein furwerck. af>ns(. qf^ich. 2i>, 7. tfnrwerklin^ n. dim. üei vorigen: mit einem fUrwerklin lies klosters Buche auf drcy jar begnadet. Burkharil örie/to. 27 1. I'urwpsfo, rorsirhen, ahd. fornwi'san, d.i. vorwesen ^ vorsein, pravessv : gib mir mein hcrr vnd vattcr, da.s {dam) ich deinm volck mnge nirwesicn. dos moffni- ßcat. (1521). liij*. fttrweHer, m. vorstehen gedenckt ;i» ewr furwei^zi-T , wiicher ende sehet an. aitfsi^. ifor ep« tnd mMM^r. vom airnnt. (1522). niiij', rar. zu Hehr. 13. 7. wo die ersten ausgg. ^Iff n. te$L furgenger. dk spiUeren Icvi'v kabni. fibrwill (furwitz), anfangs noch f., später nur m., vorwits, nmgier . curiontat: das I man die u.dr.irlfn pon Hoiii .diPtlirt r\p|brn {die klüglinge) scheu den ehlicben stand an als were es eyn vbrige, für witzige, mensrh- liehe habe, das 7. eap. i. Pünü an den Corinthem* (1528). Aüj'; damit sie nichts thun, denn «perren dem l!ir\v(izii;en pidt)- Aij ; viel aber die da farwitzige knnsl ge* trieben hatten« apost. geseh. 19» 19; nicht allein aber sind sie faul , sondern auch schweizig vnd fnrwilsig. 1 lüm. 5» 13. bigiiizea by <^oo^b 4 PURZ 76S FUSZ IwdbKden begepiMie nebenform von U>n {$. d.): 50 weise ninn jrt {den leitffel} ilu^s iiiil rincm furlz ah. tisvJir. Förilehen (fiirzilicn). voriiehen, den vor- sug geben, mhd. vUrxieben {Ben. 3, 925"): maclil en beMcr, wanimb solt man yhin ntclil myr funihen ? vorr. auf das a. lest. Bindseil 7. 31'); jt »ichl vnreclil bantleln am gericlii, wnl ^uli nichl furziclicn den geriuijeD. 3 itfo*. 19, 15; wie lange woll jr ynrecht richten vnd die pcrson der g;onlo«cii fiirziflhen. p«. 82. 2. icozu L. in der ausleg. dieses psatmes vrkUirt : ilns Itcisi Ine der vers pcrson fQrzichcD odiler pcrson anscliea, wo man die lere nicht aus lieb der warheitt sondern aus luat der person gegen auiler erwelet. Vineg) m. vorzug, von-nng, mhd. vfirzoc (Öen. 3, 934'): denn soll In«' ilis lleisclics aiiselieo gellen, so wcre es ja lechl vnd liil- lich» das dieser leiblicher vnd crslgeporner son Isinacl den fürzog vnd segen bchallon belle, vber das erste buch Mose, (1527). llbj". Fmsi (fubs, fus), B*. pfi, inliä. vuü4 (lien. 6, Iii), ahd. fuü% {GraffS. 733), goUi. fötus, iautcersehoben siimmend «» lal. I>cs pedis, gr. novü noÖQi, das wort be- teichnel 1 ' dfH unlersien iheil des gehegliedes. a) Oll mensciien: UaiL yeiuand der flisz wee, ia das cleynisl tzinleyn , sto sieht da» aug damadi, greilFen die linger, rumpdel sieh das angesiiiil vii.l tlcr ^miiIz rori>er hügel >ii Ii sers bnugen vud ewre füsse waschen, l Hof. 19, 4; «euch deine schnch aus von deinen fassen. 2Mos,Z, 5; vnd soll jn (den widder] srhla< liifn vnd sein hluls nemcn vnd Aaron vinl st iiuMi sonen ... ault den groriscu icbe jre> reebleu fusscs Ihun. 29. 20; auch halte Jonathan der son Saul einen son, der war lahm an ftis-^en. 2 SoM, 4, 4 ; md es war ein man lu Ly- stra, der muste siizen , denn er hatte bttse fasse, apnst. gesch. 11, s. hierher gehörige besondere reäensarlen. es heiszl zu iu^^e {in Tulszcn) geben, zicben, (liehen elc. im gegensats des reüMi oder fahrens: ChrisUis vnnd sanel Peler giengen 7ti fu'üsen atiff il;»s vIik; stiilhaltcr desie mebr zu pracblen vnd prangen bellen, an den chrisüiehen adel. (1520). Dij'*; vnd der kttnig gi^sg au fttssen hin aus. 2 Sam. 15, 16; icli subc knecbte aufl rossen vnd fürslen zu fuss gehen wie knecble. pred. lU, 7 ; vnd er wolle zu fusse gehen, aposl. gest* 20, 13; wir wollen nichts denn nur zu fusse hindurch sieben. 4lfo«. 20* 19; (las Sissera von seinem wagen sprang vnd floh zu fiissen. rirhi 1, 15. auf seine fiisze Irelen, sich auj nduen: iril aulF deine füsse, so wil ich mit dir reden. JBxeeft. 2» 1 ; siebe aulf vnd iril auff deine fUsse. aposl. gesch. 26. Iß. die fiiszc aufbeben, sich zum gehen anschicken : da liub Jacob seine liissc auff vod gicog in das laod das gegen morgen ligt. 1 Hos. 29, 1. einem auf dem fusse folgen, unmiUelbar, sehf nahe nachfolgen: der mir atifTm fu-«se folf^el. xwo predigt auff der kindertaujfe. 1 15411). 0]''; also das ylim {Johasmes dem lauf er} der herr selbs aulf dem ftiss nach kompl. ausleg. der ep. vnd euang. von oslem. (152S). Kiij'*; ein fursl durlll sich nichl so scer furchten für denen, so fern von jm wcren, als für denen, so jra aulT dem fusi nachgeben, nmdgl. *« sl. m Esth. 6, 2. SU jemandes ftlszen sitxen, set» Zuhörer . schüler ■ künig vnd fiel jiii /.iiit fiHspfi villi lli lict jn. Esih. S, 3; vnd als Pclrus )ini ( III k.im, p^ieiig jirHlui iioliiH oiU- gegeo vtiii lit'l m ^eiiieu füssen viitl lielel jti an. apoiU geti^ 10« 25. «ioea, etwas mit füsivK Irelcn, schimpflich und verächllich ({('handeln: der mein l>rol i'isci. der Iril mich uiil füssen. Joh. 13, Ib, inderparal- leMeUe ps.il, 10: vnler die füsse; der den «OD gotlei mit Ittssen triu i7«6r. 10, 29; Vilser mussig genger, die alle heubt- snrhrn des chri.sli ii ^laiilions selb mit f(l*«scti Iretlen. von detn bapUum lu Rome. ( 1 520 ). Aiij** die fflsze decken fHne noütiurfi wrrk^en «.»deckeii 1). beUg« ßhr die redensari : weder hittde noch fösse haben .s, HHier band. b) bei Ihieren: da aber die taube nicbt fand da jr fiiss rügen kund. 1 Moi. 8» 9 ; da rasselten der pfcrde fiissp. rieht. 5, 22; denn da tnii;,'Pt jr die füsse der ocb vnlen tialten, j;i f/'') 7\veen Hisse vuter jgliclieni bret. 2 Mos. 2i), 19; du soll aacli ein ehrn baudfas macbcn mit eioi ehm fus. 30» 18; aas den hundert L't'iitiHTn Silbers gos man die füsse des iMMli^ihuma Tttd die ffisae'ües furhangs. 3% 27. PisshMik, f.teaheUumpedum: so spricht der herr: der himel ist mein stoel vnd die erde meine fusbank. Jes. 66, 1. I'nsiciscni n. murr'x, fuszangel: büll dicli für des Lultiers beimli« licn briefTcn, sie sticken vol faseisen vnd strieke. «oti hnm- lichcn vnd geslolen brieffen. (1529). Big*. Vu8xen , dvn fusz wohin setzen, festen fus: fassen: vnd der uiensch nirhl weis, wu bin er den ersten inll setzen odder ftissen vnd vber nacht bleiben s(d. 4at 17. cmp, i, Johannis. (1530). Sj^ auf etwas fuszen, mil den füszi'n auf eltra^ stehen: vnd eine ieiler fussel anll der erden, du: gen bimel reicbet. Eisl. 2, 170*'. dann bUd- lieh, fe$t auf elwoi «leAen, sieh «mf eliwu atfilztfn» verlassen: duriimb müssen wir fassen auffdas wort 'heiligen geisi*. dmäteh ca^. (1520). Oj''; so tsts iiiclit müglich, d.is er gewis dniiifT füssen vnd ;.;kMili!n miige, wasjbm .der scldü»sel znsa^'i. »t»« den schlüsseln. (1530). Eif ; auf diesem Stück mlist jr nu fassen, «iitfer die stMor ther. (153S). fiij'; sie baben einen grund daraiiff sie fassen, wider das bapstum vs Rom. U515). Diij*; suslanlivisch: vnd müssen von dem gewissen vfer dieses lebeos hynuber springen ynn den ahgrund, da keyn fulen, nocli selten, nocb fassen, nocb stdoea ist. der prophel Jona. (152»» * Fiij'*. Fnsxgängcr (fus^enger), m. wer su fuiu geht, ptdes^ viator: so wird dich das araint vbereilen wie ein fusgcngcr. spr, 6, II; wie ein fussgenger» der durstig ist, Icchlact sie. Sir. 20, 15. fasxkaecht, m. juszsoldat: das bcist aufl schweizerisch den Luther gcsclibgeo, das nicbt ein fusknecbl vberbleibl. vom abend- mal Christi. M'2S). nj**; die fii4Ti< )it oder fusv(dck. von den concilijs vnd kinhcü. (1539). Fiij''; Maccabeus aber ordnet seia vohsk vnd zoch wider Timotheum, welcher bundcri vnd zucnzig lausent fusknecht vnd funflzebeu hundert reisigen brv sieb hatte. 2 Macc. 12, 20; der begegnet jnen mil drey tausenl fuskoedilen vnd vier kuDdect reisigen. 33. Pnaikiissen) n. osculalio pedum: zum eylfltcn, das {dasz) das fuszkussen des bapsls auch nil mcbr geschehe, an den duisü. M, (1520). Füij". Viailcta (fiissliB)p n. dte. von fusz: vnd die Seiten, daran die Icwcn vnd utli-cn wa- ren, Ii.iaeii leisten oben vnd voleu vnd füss- lio dran. 1 kön. 7, 29. fUBilMNid» m. wu fuszbank: ein fus- Schemel den füssen unsers gottes. 1 chron. 29, 2; vn.i dor stuel Imtlc scdis >lu(rcn vnd oincM gülden fusscheuiel au sluel. 2 chron. 9, 18. FlUMhl (ftissol), fluiNUe, f.flum, whd. vnos^sol (Ben. 2\ 466'): ekel tieisl ein fnssol. vber das erste buch Bfo^e. (I527j. Mmij''; alle ürter, darauffewr fus- solen Irit. 5 Mos. II, 23; von seiner fus- sölen an bis aulT seme sclieilel war nicht ein feil an jm. 2 Sam. 1 4, 25 ; von defifussden bis aulTs heubl. Jes» 1» 6. Digitized by Gppgle PUSZSTAfi 765 FUTTER VisigUpfe^ fttllBUppe, m. wsliglum, futzlrilt, fustspur, mhtl \tio7,slaphe (Ifen. Vf 55G'J. L. schreil/l ius<>ia|tfle, fusstappc, MMä (Mit wfimi leigen. p«. 17. 5; der tenfel ist vnsers harn got« tes alle . er hat neben dem gebeneten wege vnd der landslrasse des götütehen worts alloseit seine holtswege vnd fussteige , da- durch er die leute verlöret. JSifi. 1, 493*. Fnsitapfe» Awlaife« m. «. ftiststapfe. fisitrittj m. gretsvu: frcucl soll man nicht widderstclion, ^niulern lovdon, man soll yhn aber niciil liiiiiciicn noch dalzu die- nen oder folgen oder gehorchen mit ejm rusziritl odder mit eynem finger. von welt- licher oberheit. (1523). Ej\ Vnsstnch, n. „Unteum ad abuteryondot pedes" {Frisch 1, 310*): es isl nicht wcrd des hcrrn Christi fusluch zu sein, das 17. eap. a. Johwnam, (1530). Pj*; wer ein Christen ist, der mus sich aller weit gonsl, giinde, Sicherheit, f^iotniicli vnd nigc verzeihen vnd des leutlcis lus luch sein, eftemt. Sj"; m thul wehe, sidi lassen jnn kercker werffen, stttcken vnd plttcken, alles raren lassen \nd jcdermans fusluch sein. das 11. vnd 15, rap. s. Johannis. (1538). Liiiij'*; man sdict viid erfercl Icgiich, wie die tnmtn geplagt vnd verfolget werden viid müssen der weit Ibsluch sein, ausleg. der ep. vnd mang, von ostem etc. (1511) iniiij''; {sio i,'(>li('n mit vns \m\i als mil fiisstücheni. aualeg. ät i ep. vnd euang. ton der Aejft drey hönige fest. (1525). diij', Fusivolk , ». pediles, Infanterie, im ge- geimalit zur reiterei: vnd Isaschar war wie Barak im gründe gesand mil seinem fuss- uolcb. rieht. 5, 15; vnd es war ein aeer grosse Schlacht, da aus Israel fielen dreissig lauscnl man fusuoicks. 1 Sam. 1, 10; vnd lies zusawcn foddern seine fiirslcn vnd lieublleute vber das fusuolck vnd vber die reisigen. 1 Jfooo. 6. 28; vnd ordnet die reisigen neben das fassuolck. 16, 7. Vnsswasrhen^ n. dicso Iiisinria von dem fü-^7was( lH'ii lintli't man allem in .lolianne. hau^pusl. {Witlemb. 1545) winlerteil 102% gemeiia ist die Jeh. 13 enähUe fnu- waschung, welche der herr nach der pas~ snhmahli^ mil seinen jimgem vornahm. Ntterj n. wie mhd. vuoter (Ben. :{,443'' u. 444"), ahd. fiiotar {GraffZ. 378 u. 379) in doppelter hedeutung: 1) jMsbnlum, nahrm^^ und smsr a) fte- «omiers fUr dß$ vtcft; da aber einer semeo Digitized by Google PUTTBR 766 KCTTERüNfi sack aullUiet, das er »einem esd fuUer gehe. 1 Jfat. 42, 27 ; der oclisc lilückel nicht, wenn er »ein ftitlfr Iiat. Iliob 6, 5; 'Ii r liem vich sein fuUer gihl. p*. 147, 9. b) doch auch für den menst^ent speise: ila» heytit recht faslen, das maA dem Icyli nicht mehr fuller gii>(, nn yhai noll ist die gcsiindhcyll zu erhallen, pp. Pclri gepredigt, (1523). Eiiii'; uius doch eyn afkeritaeeht fitttor vnd lohn von seyncs er- heyl haben. vo%,kmi^Mhandlung rnduwcAer. (1524). Aiiij"; wenn wir .iher futler vml >iync . . . sondern t. 7" kann ich jetzt zu ;ilicii«l»'s.«rn nach- tragen, dost mir das wori zwar immer noch nicht bei L., wohl aber and&rwüru im der ftMlMAMi^: pheU, iAendmohi** U- gegnel ist. üh ßhre kUr nur eine tieUe au< forvinus kurze auslegunge der ep. tuä eaang. (1539) bl, XIX*' an: vvpiin ich jnn ilem abcDt^sscn nicht aulT den bcfehl Clirisli vnil verheissung sühe vnil intl glaii» licn hrrzii komn, so ist mir d.is essen vnd liimkrn dfs ]nh^ unt\ hluls (llirisli niclil allein kein nüizc, sondern aiirli vordamlich. «. 1 2' fehlt Abcitckickei (ahc er»dirc- ken), alisitltrccken. «ar. zu HM 31, 34. s. 13" s. 3 V. n. Het: part. jmicl. ab- gefciinl. s. 18'' z. 13 V. u. füge hmzu: sh U ali- hall«n, enthalten: wie die nasarcr sidi hei- Iif^ iiit nach akscIiaiVen «tiisi^e» da« dawn abgeleitete subst. UmAt9n§f f. obrogatio, beseiliyung : des httscn ahscIialTung. van den eaneUiJ» undkirehen. (I539J. Yg^ *) p/r uichl ii'fjii^ f ih-r »iichs.li licuiliti berichtigungeH grbiihrt hervn dr. J''rom- mann in Nürnberg »«/it rftmA, den ich hiermit gern abetaUe, «. 30* M, 26 V. 0, Ue* i wirdigcr >t. 3 S'' «erdienei» tMcfc etntf« belege en ach mit gen. nachgetraf/en :w werden ■ nch smcv srlifpfllirlirn vrrHiirlilrii jiiij' ach des Chrislus und des knnigs von Israel, «ar. zu Marc. 1 5, 33 ; ah meyns leids. «ar. w ps. 120, 5. s. 45* X. 7 V. u. /iVx: dicnel «.47 tsl SM aflerreden olsfretimders/it- gnng nmdmtretgm otnem »ftcrreden : wer seinem bnidcr afTlorredel vnd vrloilrl seinen Iinider, der .iflfnrfilot dem geaclx vnd vrlci- lel das geselz. Jac. 4, 11. t. AB*" s. 13 «. o. fae«: diel. Eej'') geläu- figes wortf V. fiO" (rage nnrh : Aid<'\ (;iy(l<;\ i, /. *. oiderbse. Ain (nyn), f. s. ahne. s. s. 20 V. o. tie§: A» 18. ns' isi nacha\lerscbXhuleinm$^tnÜen: Allerseits^ adr. ubirumqw: das oin jod^r- man sonderlich die vcrordenl werden zu reden» hüreo vnd iiandeln aUcrseils frey mtigen sagen, klagen vnd antworten, was zur Sachen dienet, wider dat hopatum tu Rom. (1515). Biij\ s, 64*" mag zu aitarslein noch jolgender beleg nachgelraycn werden: denn ilarnoib Stehen taulTstein, allarälcin vnfl predigslnl da. von der heil, tau ^e. (15:^5). 0\\ s. 66'' ist durch ein versehen folgender arlikel ausgefallen: AhmI, f. merula, mhd, anisel (Heu. 1 31), ahd. ams;ila, amisala {Graff K 254), als er fast nahe su konipt, fragt er den knechl : Digitized by Google 768 vNACiiTnAOK mu Iiastn die kue fnnd«nt nein, sprach der knci'lil, sondrrn icli lialie ein lin.ss<;rs fiin- ilen. was hasiu denn fiintne t. 91* füge nodb anlegen ein: Allcgnng, f. die handinmg de$ aiUegens : anlc^'iing der kicydcr. rar. zu l Pet. 3. 3. s. 108'* z. 25 V. Ii. lies: mhd. anczichcn s. llV' ist zu arbcil als dritte bedeutung noch naduutroffen: »da» dureJk AäUj^seil henergekrachte werk." Ezech. 27, 16«. 18. s. 113" z. II i\ 0. lies: nach Vorgang s, WA" z. 25 V. o. lies: Jes. statt Jen. t. 116* 2. 9 o. «. fte#: AraaeUgkeit 9, 116* s. 17 «. «. Ket; AnckhuuMl s. 1 1 (•'* s. 23 V. o» Uest offmb, JoJk st. apost. ge.fih. *. IIb' trage nacA; Arliiel» m. au» dm laL dm. trlieulas, gUed. absatz. 1 ) abfichnill als glied eines srhrift- sifirkFs: woian so wollen wii- ymi poiics udimni mr sadien greidcn vnd solc-lie iimm roeinnnff vnd rat ynn etliche artickel vnd Stück fassen, von ehesachen (1530) Aig**. 2) da» getehleelUiwart: hie kein prono- BERICIITIGÜNGEN men, sondern ein artikel stehet, vom oten^ mal Christi. (1528). miij''; bat er solchs ans Cyrillo, (Iliriso«;|f>mn vnd Ern.<; t.His rss s' l"2(V fehlt nach .iiirciifli.Tlt , m. AafcBtiitlhciij sich, . tragen : AnfcrwefkoHg, f. excHatio: dem heiligen gcistwinizugccigeul die auOerweckung vom tod. der acs^ «o nimi »aelb der mme aprtchl. (1532). Biij>>. s. 131* fehlt Anlhang, m. = Vorhang, welches wort als var. zu 2 Mns. 27. fl. 1 1. 12. 14; 37, 17; 38, 16elc. i» den ersten au»§$. des a. te»t. eri^heimL im der WW fikeraelxl L. das hebr. durch vnihhan^. s. 132' ist am sehlutse de» arläteit aut- hehcn nachzutragen : 13) aullicbcn ~ anlteben. beginnen: vnd er (Bileam) hnb anlT seine spmch (pL). var. zu 4 Mos. 24, 3. ebenso v. 15. 20. 23. Hiob 2n. 1. an \>3eiehen sieUea die bibel anhchea /miI. ^ s. 133'' kann als tt.iterer beleg su auf* her (attfler) ^ herauf noeh die M Bind' seil mitgeAe^, aber als druck fehler be- zeichnete var. SU hohelied 3, 6: .iiifTorgehel » heraufgehet angemerkt werden, ebenso ist aulThin, die wRafeUw^ wn hinanf, cen mir ödeneften «oenlen, wMh«l5 iek die be- treffende stelle hier nachtrage : vnd i?i»^ng<'n neben jnen rtnflT den stufTcn zur sind Pimid die maurcn aidl hm zum hause Dauid Inn ao. Neh, 12, 37. s. 1 36* f . 1 tt« 2 V. 0. lies : Unsen V. frage nach niifmcrkcn n. nach: Aufmerknng, f. das.seibe: es darfT ntdit viel spilzigffr vnd ."»charpf^r tracbtung. son- dern nfir eynfeliigc schlechte aafmercknag anfl* die worl. ausleg. der epw vnd eMMf. ilea odnefif«. (1528). Tif. Digitized by GßOgle NACIlTHAdi:; UND BEKICHTIGUNGEN'. 769 V 1 12' Irage nach: Aafs (autlsj steht t) für auf das. belege s. unter auf i/. 2) ßr auf des: auifs kciscrs erkentnis. «yott ftm^. 25, 21 ; auffs priestere frage. raikdgl. XU 4 Mos. 27, 21. s. 152'' X. 2 r. n /»e<: ziehen s. 159 (rflfiff muh: AMbcickkn, herausbeichten: wenn wir rurDemeti alle 5önde rein ausxubeichten, Ihmi wir nichts anders , denn das wir der Kötllii licn liiM iiiIioii/i^kcil wollen nicht las- sen, das sie vergebe. Jen. \, 381''. s. Ib'l' X. 25 V. 0. lies: auserschollen «. 169*' f. 3 V, u. Un: mhd, ft; gleiten. «. 172 X. 10 V. u. füge hinzu: aber auch SPitgennssen L. gebraucht n tins icort aus- lage im sinne von ausleguny, tnlerpretatio. wie folget^ stelle seigi : vnd «eind nit ge- Dugig an austlag der schrillt, sondern ma- chen ncw crklcrung. ü odenstfin wn beiden gestaldtcn. (1521). Dj' . «. 173'' ist zu :m 'nssen nachzutragen. üj auslassen, wt\ tapsen, fehlen lassen: die ander vntugenl, so er mir aulHegl isl, da» ich süt den lexl nicht rcchl verdcudsclit hnlicn (Heisch isl kein riit/' » yni grie- chischen siehe, das fleisch ü^l ketti uüU vud ich das würüin 'das* ausgelassen habe, «om abenämßl ChH$H. 1528). mj*; vnd kan niemand gewisse mas noch rcgel slellen, wenn «ie (die arlikr > ausgel isscn oddcr da bcy in scUcii sind, ebend. inj'. merken, dasz das subst. au5S|).1her bei Burkhardt briefw. 87i) vorkommt, s. 188" trage nach: AiaWiclMn, 1 ) hervorwa^m : es wird ein tweig auswachsen aus dem stani Jesse. vom schein harn j)h() ras. (ll"> ir?). Aiiij''. 2) heranwachsen, ,,zur rechten grosze erwachsen" : das wil ein hepsUin werden wens nu ausgewechst («o *UM ausgewach- sen), wider das baptiMm %• Jlom. (1545). J iij '•. X. 192' 1. 30 V. 0. lies: Aisweissagen . . . weistagen s, ISS'' s. 12 V. «. ß^e hhisu: wrgl. Schmid schw. wtb. 529. s. 195" 15 V. u. lies: Marc. s. 197" 5. 4 V. u. lies: ü/, ziehen X. 198** s. 27 «. 0. He»: hewcn #. 199*' t. 38 V. 0. fitge hinsu: so bei L. selbst in (inwrexen {baueraxtenK eyn vrinjl der ihtohgen. (1521). Kiij', wcl' ches wart s. 2 1 5" nachzutragen ist. s. 199'* Itage naek: RachsUult) f' vDohl s. V. a, Stadl an einem docfte; sun bachstedlen. Jos, 17, 9. und Bachstein, m. ein stein am odtr an einem baeKe: dein wesen isl an den glallen bachsleinen. Jes. 57 s. 200* s. 24 V. o. Iiv6: 12, 39. X. 203'' trage als belege für den nom. balke nacft: dis isl der baicke. randgl, xu MsMk. 7. I ; ein halcke isl in deinem angc. , . Matth. 7, 4. ßr den gen. hnlkcn; des s. 177'' füge zu aum-chiien noch /o<- , i»,ic|jen. La«. 6, 4 1 ; jres balcken. gl, su genäe üe form ausrechen belegende stelle: \ ^ ^ wer kan es ausrechen, was vnclirc goit vnd J 205<' iroj^e naeft: Banketicrer (pankciirer), m. conviraton vnd geschieht solchen panketirern kaum I recht, sie Kilndcn fein messig zeren vnd leben, hauspoiit. (Wiltemb. 1545j «omnier- ij''. s. 22V' ^. 17 V. u. lies: u. so ö/(er in der 6idtl, aber nirgend bedrtncn (bedrcwen), welches in der semptemberausg. des n» UM, f. j. I'i22 hin und wieder eracAetnl» x. b. Marc. ;i, 12. 8, 30. s. 231" z. 32 V. o. lies : begie7,en s. 235'' z. 13 t\ 0. lies: bchülscn t, 236** acftalte nacft Bebeme BehnüsAy hSkmiittk: es mag aber auch %voI seyn, wie die cwern sagen, das ewr tling gar viel h.i*^ yiiri cwn- lichcnii-- lirr sprach lauUe, denn yhr.s /m idüii ^obeu kün- det. WM wfijb^m des tacrem/enU. {1522j. D5''. s. 237« 22 v. o. lies: 12. 7. s. 237' z. 32 V. 0. lies: I.-23 st. 1524. s. 246'' 3. 6 V. o. lies: jühdu «I. jaliea a. 248'' trage nach: BeMecl(€B> Ae/fecjken, fteacAnnMaen.- halte dich von jra, das du nicht in einen scinveis gefUrt vnd von seinem voflal beklecltl wer- dest. Sir. 22, 15. *. 249' s. 23 V. o. füge hinzu: bildlich: ich hab newlich ein buehlin vb«r den C&vij l>s;i!ni I i n ausgehen» aber weil das selbige jnn t il vtid vriiiprschons sn pros worden, dazu mit einem gering« ii niisflitn . hin«; vnd nackel ausgangcu ist, iiab ichs widcriimb von newen jnn die esse gesUiasen vnd (wie wo! nicht viel ) gebessertp damit es ein wenig bas bekleidet, nngenemer werden vnd mehr Trucht schallen mitohl. der 117. psalm. (1530). Aij'. t. 250- s. 21 «. o. U«s: Behrlftisnng Ä. 252'' trage nach: ielferlcii (peluerlin), n. kleiner fumdi gott wird auch newe pelnerlin vnd hMnUin schaffeß. (iidbr. 358*. s. 252** 2. 1 1 V. II. lies: mhd. beliegeo s. 254' z. 2 V. 0. lies: 12, 3. s. 255" 2. ti V. tt. lies: bequasme a. 255** s. 28 v.ü.Ues: Joe, sk iei. a. 204'- 6 v. o. lies: BetchMM s. 2C7'' 2. 20 «. «. äss: praek scar schor V. scJ'ran, s. 2G9' z. 2G V. 0. lies: rtUid. be$li'7,i'n a. 269'* s, 34 e. o* ifl nach „Crnntker» ausgefallen: (1534). ef*. s. 272" r. 24 r. o. lies: 4 Vo* «. 275* im durch ein versehen folgender artikel ausgefallen : •icsetiug) f. praesfOurn, besaisttng: tmI fürten den hauffen etliche die aulT der burf in der lio«(^iziiiif:; [gelegen waren. I Maec. 4, 2 ; viid Irgc'i kricg«tioIck darem in Hie beseuung. y, 5 1 ; da lies er einen hauiTen kricgsookk darin anr besetsung. II. 3. a. 285* a. 15 V. «. lies : •encbiig s. 2S(i^ z. 23 «. 0. Jlia: mtf das a. lest, ji. 28!)*^ z. 24 r. o. musz en hn$zen: pl. lautet bei L. anfangs noch belle: die bette vnd lustige lager. die sieben jMii" psaim. (1517)1. Bj*; a|Milar betten. s. 291'' 2. 21 r. 0. lies: 9. 34. s. 292' trage nach: Bcttwerki n. linlea, bettseug, L bell- werg. 2 Smn. 17» 28. s. 300" ist aw beteugen 4) eüs Mne te- sondere fügung noch nnchzulragi'n : rm^n eines dinge» bezeugen, uberfutiren: auch ein autlrhttrischer mcusch, den uiaa des be* zeugen kan, schon in goUea md keiserifcher .lebt ist. Jen. 3» 129 . < 309* trage nach: Bisij n. => gebisz: ich wil nit iru ii niiind bowaren mit eynem bis«, rar. zu ps. 39,2. s. 313^ ist nachsntragen: ilecktly adj, wird in der ^, aw 3 ifat. 21. IS neben kmm «mI schartig als «tj^fn- srh(if( eines unf)t's(nlteten mnulrs genannt und soll damit jedmtfalis ein solches be- zeichnet werden , welches die zähne gern blicken tässt. vgl, blecken, bUeken, ir- scheinen, sehen lassen, s. 315" trage nwsh: Digilizeo by Google NACHTRÄGE UND BBiUCHTlOUIVGl». 771 Bif^lebC) f. gt lsuchl: hrunsl, «lurrc vnA 1>I< i' li''. i n» , zu :> Mos. 2S, 22. ebenstr HWihaUf H. '=p richlsdieit: ricblsclieid oder bleiholtz. $L xu Saelb. 4. 10. s. 317° 26 V. o. Un: 2, 5. s. 321" trage nach: BIm!« adv. allein^ nur: wie er sicli an goltes wort blos hell. gl. xu 2 Mos. 14, 15. i, 325^.* BIllTergiesiHBg, f. effutio sanguinis: zu hat er erlehcn vnd mit •lugea sebeo müsssen . . . viel grossoii jamer vnd blutvergiessung. vorr, mf den proph. Jenrnio. Bind» tili, 3iS, }t. 32(;* z. 5 V. Q. ßlge kinsu: vgt, ghtte SU Ezerh. 4, 2. s. 332" 1. 13 t;. o. lies : böser wichi st. böserwieht s. :Va:>*' Utnach brachen n(icAzii(nii|reii* Braehaoniii (brachmond), m. derwunuU jwni. gl. SU 2 Mos. 23, 14. t. 345" trage nach: ifcimri M. htcamu tenm, Mruhkäfer. $1.3m2M0S* 8, 2\.rgl. Grimm mylh. 167. s. 357" r. 1. 2 r. u. lies: a!lr obliquen casus gehen schwach, nur im gen. wecitseln biichstaben (i* b» des bucbsiaben. auff das ' vherdtfüa, buch kodu Mxen, 1521.1 Eiiij") und buchslabeas (i. K des buchsta- bcns. 2 Cor. 3, fi). *. 37 2* :. 10 i'. o. lies: 5, 21. «. 396* *, 2 V. o. He«: 30, 5. ». 404" fehlt : BtrerMetfn, darhicien: alle dio s'u ]i wil- lig dar orhoton ... zu erbeileo an deo) wercke. 2 ilfo«, 3H. 2. «. 407'' s. 20 V. 0. He«: 2 k^. «. 437'' (ro^lMcA: j Bienstaaitj " "ff^cium: der erstlich .«ein dieni^tampt .soll weidlich vnd wol ausriehten vud verseben, das h'Ä.cap. Jesaia. (1539). Bj*. s. 438" fehlt nach dicnslknecbl: Bienstleute, pl. von (lien.simann : daher so grosse klag ist vbcr geüind vnd dienst- leule ynn der weit, vbw da* erste buch Jfeee. (1527). yiij*. *. 442" z. 5 r. u, lies: consecrare. mhd. lärmen, tirmeo {Ben. 3, 31'% aus dem kU. lerniinare : s. 443" s. 20 V. u. liea: Hebr. 6.8. T. 450'* z. 23 v.o. lies: von ah. u. lies: Jer. st. Jes. 9, 474'' s. 24 «. «et.* 7, 14. s. 476' s. 19 o. «. b'et: kerne vemreN» wcre (aucÄ wcere) essem. s. 47«; rar. zu Hörn. 11,11 Sl. 1 Cor. 11,11. 9, 496*' z. 15 V. «. Hes: 22 «I. 21. ■r. u»r,'' /-p^ff ,• lUlend. adj. ffstinm, prvpems: die sache des kOnigs war eilend, 1 Sam. 21, 8; jr fasse sind eilend blol suuergiessen. BSm, 3, 15. y. !S(M'' trar/e nach: Elut'ormig, einfach: aber die comment vnd seilen muslcn abcthan vnd gleich wie Ciceronis rbetorica on comnenl vnd selten, .so tadl Aristoteles logkt einförmig on solch grosz comment geleszen werden, an den Christi, adel. (1520). Lj^ Sf 505* trage nach: Blaini, f, — 9in;fiihfws: eyn eynfort einer bessern boHnnng. var. zu J7e^. 7> 18. s, 508' trage nach: Digitized by Goo^^Ie 772 liAGUTRÄGE UND BfiBICUTItiUlIGfiN. UiherwMkieltt , mm einhergehen. var. zu Rom, 4, 12. *. 520* z. 4. V. M. lies: 2 Mos. s. r>20'' z. 1 V. u. Ues: kön. sl. Hörn. s. b2'S" z. 11 v. o. lies: eisen nur l hon. 6, 7. 2 ehrm, 30, 2. |w. 107, 16. Arnos 1, s. r>25'' t. 11 f. 0. !i'-s 11, 25. «. 527* lÜ f. u. ; m. jrl. n. 528" X. 1 V. 0. : 1 Macc. 9, 529** X. 10 «. «t. Um: ilface.«l.#arc. «. 529** «. S f. 11. lie$: Marc. st. Macc. s. 537 ** füge zu enlderkpii 2i noch fal- gende steei belege: auff das da entilcckl werden gedancken aus vieleo herlsen. past. (1528). Beij**; das nu solche blindbeil vnd liiistprnis >o onenllicli entdeckt, doa 16. cnp. s. Juhannis. (1538). (iinj''. s. 53b'' z. 12 V. o. lies: hütfukeu $. S3d* z. 10 «. o. fügehinzu! sicli enl- fr«D)Jen. rar. zu pt. 58, 4. s. 510" z. 25 V. 0. It'ei; 16,8. «. 517'* fohlt: I KBbttfldwat»»erj n. aqua luslrationis : du soll entsundwasser aulT sie sprengen, vor. zu 4 Mos. H, 7. V ' frffr/f :»« f/»'?! uneigentUchen su- \ sammi'nsvizungen mil entzwei noch nach: EntiwcireUun« tNlemmtpeiv, snrtw- Mtn: ein drdfeUige schnür reissei nichl leichl enizwry. pred. 1. 12. Knttwcispnltcn, äif^dere : vnd "i7*' frrt : 77<>*).« 1. 667' :. 10 V, u. lies: Jen. s. 704* z. 28 V. o. /ies; wacbel a. 707'* a. 21 v. «. intfre: en^nemdcn ■ St. cnlfromdon «.719" z. 27. r. o. lies: ^Uaiog. s. 735'* z. 2.^. u. (te«.* jUdcu. a. 736** 1. 6. V. «. Ha: prant a. 741" a. 21 «. o. fiar; NiMncht s. 741':. 22 v. o. lies; pwi. V9n fOrbe- denken, vorbedenken. s. 741* z. 2S V. 0. lie*: rnrheiwU «. 741* t. 7 0. «. Ji«a: NiblM s. 741" a. 16 «. 0. U9*: KlUUk» (furw bilden I. s. 747'' z. \Av.u.Ues: Mardern Itmlrrn^, s. 7 48* 2. 20 V. 0. lies: Fürdringen a. 746' a. 14 v. n. Um: ilifbliini s. 748* z. 10 V. u. lies : FirfnhftB Ä. 741»" z. 13 r. »I /t>.