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DIE ANTIKEN MÜNZEN

NORD-GRIECHENLANDS

UNTER LEITUNG VON F. IMHOOF-BLUMER

HERAUSGEGEBEN

VON DER

KGL. AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN.

BAND III MAKEDONIA UND PAIONIA

BEARBEITET

VON

HUGO GAEBLER.

MIT 40 TAFELN.

BERLIN DRUCK UND VERLAG VON GEORG REIMER

1906

DIE ANTIKEN MÜNZEN

VON

MAKEDONIA UND PAIONIA

BEARBEITET

VON

HUGO GAEBLER.

ERSTE ABTEILUNG:

DIE MAKEDONISCHEN LANDESMÜNZEN (MIT EINSCHLUSS VON AMPHAXITIS UND BOTTIAIA), DAS PROVINZIALGELD (NEBST BEROIA) UND MÜNZÄHNLICHE GEPRÄGE

MAKEDONISCHEN URSPRUNGS

TAFEL I— V.

BERLIN

DRUCK UND VERLAG VON GEORG REIMER 1906

Die vorliegende erste Abteilung des dritten Bandes der antiken Münzen Nordgriechenlands behandelt die makedonische Landes- bzw. Provinzialprägung von ihrem Beginn unter König Philipp V. bis zu ihrem Erlöschen unter Kaiser Philippus. Diesem Hauptthema sind unmittelbar angeschlossen noch die mit dem Provinzialgeld in engstem Zusammenhang stehenden Emissionen der Metropolis Beroia sowie gewisse münzähnliche Gepräge makedonischen Ursprungs*. Aus der alphabetisch geordneten Reihe der makedonischen Einzelpräggebiete, mit welcher die zweite Abteilung beginnen soll, haben ausser Beroia auch Amphaxitis und Bottiaia bereits hier ihren Platz erhalten** auf Grund der Erkenntnis, dass diese Namen nur unterscheidende Distriktsbezeichnungen für bestimmte Gruppen makedonischer Landesmünze sind.

Für die Anlage und Einrichtung des Werkes kann auf die von Herrn Pick in der Vorrede zu Band I mitgeteilten Einzelheiten verwiesen werden, die, mit unwesentlichen Modifikationen, auch dem dritten Band seine übereinstimmende äussere Gestalt gegeben haben. Bezüglich des inneren Ausbaues dagegen ist zu bemerken, dass die vorliegende Publikation in dieser Hinsicht aus zwei erheblich verschiedenen Teilen besteht. Das gilt zunächst schon für die Anzahl der verwerteten Sammlungen. Während des aus mancherlei Gründen sich in die Länge ziehenden Druckes waren nämlich die Vorbereitungen zu den anderen Bänden des Münzwerkes so weit gediehen, dass deren Bearbeiter mit den notwendigen Reisen beginnen konnten. Herr von Fritze und später Herr Regling hatten nun die Freundlichkeit, an den von ihnen besuchten Orten die makedonischen Provinzialmünzen des 3. Jahrhunderts nebst Beroia regel- mässig mit aufzunehmen, so dass für diese Partie (von n. 288 ab) über 40 Samm- lungen, einschliesslich einiger von mir selbst noch herangezogener, neu hinzutraten. Dieselben sind in der nachstehenden alphabetischen Ubersicht, deren Veröffentlichung unter den obwaltenden Umständen geboten erschien, mit einem Stern bezeichnet, der also zugleich anzeigt, dass die betr. Sammlung für die erste Partie (n. i 287) gar nicht oder nur unvollständig benutzt worden ist.

* Die angeblich aus einem im J. 1902 bei Abukir gemachten Fund stammenden 20 Gold- medaillons werden in den Nachträgen zu diesem Band ihre Behandlung finden. Vgl. vorläufig Bulletin de la socictc nationale des antiquaires de France 1902, 30S fg., und Jahrbuch der Königlich Preußischen Kunstsammlungen 25 (1904), Sp. VIII fg.

** Die dazugehörigen Abbildungen werden später auf den Tafeln VII. XI. XII folgen inner- halb der oben erwähnten alphabetischen Reihe, deren Anfang (Aigai, Aineia) umgekehrt bereits auf der vorliegenden Tafel V zwecks Raumfüllung vorweggenommen werden musste.

VI

VORREDE.

Öffentliche Samm- lungen

*Agram, Nationalmuseum Amsterdam, Akademie Arolsen, Fürstl. Sammlung Athen, Nationalmuseum *Basel, Historisches Museum *Belgrad, Nationalmuseum Berlin, Königliches Münz- kabinett •■'•Bern, Historisches Museum Bologna, Bibliothek Bologna, Universität •^Braunschweig, Herzogliches

Museum '''Brüssel, Königliches Münz- kabinett Budapest, Nationalmuseum •^Bukarest, Nationalmuseum Cambridge, Corpus Christi College (Sammlung Lewis) Cambridge, Fitzwilliam -Mu- seum (Sammlung Leake) *Constantinopel, Russisches archäologisches Institut Dresden, Kgl. Münzkabinett ■'■Florenz, Archäolog. Museum -^'Frankfurt a. M., Stadtbiblio- thek

Glasgow, Universität (Samm- lung Hunter) ■*Ciöttingen, Universität Gotha, Herzogliches Münz- kabinett Haag, König]. Münzkabinett Halle, Universität ^'Karlsruhe, Grossherzogliches Münzkabinett Kiew, Universität Klagenfurt, Städt. Museum Kopenhagen, Königl. Münz- kabinett Kopenhagen, Thorwaldsen-

Museum *Leiden, Universität

*Leipzig, Universität

Linz, Museum

London, British Museum

Mailand, Brera *Modena, Estensische Samm- lung

Moskau, Histor. Museum

Moskau, Lhiiversität

München, Königliches Münz- kabinett

Neapel, Nationalmuseum

Neapel, Sammlung Santan- gelo (im Nationalmuseum)

Odessa, Museum

Odessa, Universität

Oxford, Bodleian Library *Oxford, Christ Church *Padua, Museo Civico

Palermo, Nationalmuseum

Paris, Bibliothe(iue Nationale *Parma, Königliches Museum "•■Philippopel, Nationalbiblio- thek

•■''Rom, Nationalmuseum •''Rom, Vatican St. Florian, Stiftssammlung St. Petersburg, Kaiserliche

Eremitage Sophia, National museum *Strassburg, Universität ■"Stuttgart, Königliches Münz- kabinett ^'Tübingen, Universität '"Turin, Königliche Samm- lung (in der Bibliothek) Turin, Königliches Museum Venedig, Marciana, jetzt im Archäologischen Museum Venedig, Museo Civico e Correr '^Verona, Museo Civico Wien, Münzkabinett des Ah.

Kaiserhauses '"Wien, Mechitaristen Wien, Schottenstift Winterthur, Städt. Museum

Privatsammlungen

'"Abramow, Sophia

Allatini, inzwischen zerstreut

Brüning, Berlin

Bunbury, inzwischen zer- streut *Dimo, Aidin

Du Chastel, jetzt Brüssel Königliches Münzkabinett Fenerly, Constantinopel Froehner, Paris *Gaudin, Smyrna "'Glimenopulos, Athen Greenwell, jetzt grösstenteils Eoston Museum of fine arts •■"Hollschek, Wien Hunter, s. Glasgow Imhoof-Blumer, jetzt Berlin Königliches Münzkabinett '"Jakuntschikoff, St. Petersburg '"Knechtel, Bukarest Leake, s. Cambridge Leopardow, Kiew Lewis, s. Cambridge Löbbecke, jetzt Berlin Kö- nigliches Münzkabinett Mandl, inzwischen zerstreut Meletopulos, Piräus Montagu, inzwischen zer- streut

*Mordtmann, jetzt Freiherr V.Bodman, Constantinopel ■■"Mowat, Paris

Myron, Syra

Oman, Oxford

Peez, Wien *Philipsen, Kopenhagen '"von Renner, Wien

Seitmann, London

Six, jetzt grossenteils Haag Königliches Münzkabinett, das übrige zerstreut *Solon, inzwischen zerstreut *Soutzo, Bukarest

Steffens, Constantinopel

VORREDE.

VII

*Stutz, inzwischen zerstreut Surutschan, Trau,

Tsiburakis, Kanea *Vigan6, jetzt Fr. Rosa, Mai- land

Walcher von Molthein, in- zwischen zerstreut

Ward, jetzt New-York Me- tropolitan Museum *Warren, Lewes *Weber, Hamburg *Dr. Weber, London Weiss, inzwischen zerstreut Prinz Ernst zu Windisch- Grätz, Wien

M ii n z h a n d 1 u n g e 11

Egger, Wien

Fischer, Wien

Hoffmann, Paris

Lambros, Athen

Rollin und Feuardent, Paris

Rusopulos, Athen.

Von noch viel wesentlicherer, fimdamentaler Bedeutung ist aber, dass es gelang, für die genannten Provinzialmünzen und die beroiischen Parallelprägungen das Material bis auf ganz verschwindende Ausnahmen in Abgüssen zu vereinigen, so dass der Katalog hier dem idealen Ziel, die Stempel statt der Münzen zu publizieren, so nahe kommt, als es nach Lage der Dinge überhaupt möglich erscheint. Wenn in dieser Richtung ein solcher Schritt vorwärts getan werden konnte, so gebührt aufrichtigster Dank den Herren Museumsbeamten und Privatsammlern, welche mir immer von neuem Abdrücke, Abgüsse oder die Originale selbst zur Verfügung stellten, und nicht minder Herrn H. von Fritze, der auf zwei kleinen und drei grösseren Reisen mit unermüdlicher Geduld meine zahllosen Desiderata erledigte und dazu eine Fülle neuen Materials durchweg in Abdrücken für mich sammelte.

Bei der Auswahl und Zusammenstellung der Abbildungen, die bereits im Jahre 1895 geschah, hat Herr Imhoof-J>lumer mich vielfach mit freundlichem Rat unterstützt, wie er auch die nachherige Ausführung der Tafeln statt meiner zu über- wachen die Güte hatte.

Berlin, i. Juli 1906.

Hugo Gaebler.

MAKEDONIA.

I.

Wie die autonome Münzprägung makedonischer Städte mit dem Erstarken der Königsherrschaft ihr Ende fand, so steht umgekehrt das Erscheinen autonomer makedonischer Landesmünzen mit dem Niedergang des Reiches in ursächlichem Zusammenhang. Von den Römern be- siegt und in seiner Macht gebrochen, gibt Philipp V. dem ganzen Lande zurück, was die kraftvolle Münzreform Philipps II. den einzelnen Städten genommen. Philippoi allein, durch dessen Eroberung Philipp II. im Jahre 358 vor Chr. zur Verwirklichung seiner Finanzpläne die Mittel gewann, durfte eine Zeitlang eigene Münzen schlagen, und später (um 300 vor Chr.) erhielt nur noch die von Kassanders Bruder Alexarchos gegründete Stadt Ura- nopolis ganz vorübergehend dieses Privi- legium. Sonst war allenthalben in Make- donien die städtische Prägung unterdrückt und das königliche Geld zur einheitlichen Reichsmünze erhoben.

So blieb es bis zum Jahre 185 vor Chr. Um diese Zeit traf Philipp V. die um- fassendsten Vorbereitungen zu erneutem Kampf gegen Rom. Er Hess unter anderem zahlreiche alte und neue Bergwerke in Betrieb setzen und gestattete gegen eine hohe Pacht den Bewohnern der betreffen-

den Distrikte, sich an der Ausbeutung zu beteiligen und den Ertrag durch Prägen eigener Münzen zu steigern.')

Von dieser Erlaubnis machten die Makedonen unter den beiden letzten Kö- nigen ausgiebigen Gebrauch. Es wurde in drei oder vier") verschiedenen Distrikten gemünzt, am stärksten naturgemäss zu Am- phipolis, dem Hauptorte der metallreichen Landschaft Edonis. Die Emissionen dieses Distriktes (n. i n. 69) tragen die Aufschrift MAKE oder MAKBAONON ohne besondere Bezeichnung der Prägestätte, auf welche aber der Kopf des Flussgottes Strymon (n. 34 und n. 49 fg.) deutlich hin- weist. Die Silberstücke, welche, wie die vollkommene Ubereinstimmung ihrer Mo- nogramme und Beizeichen mit denen des Reichsgeldes beweist, zunächst in der königlichen Münze und unter Kontrolle der königlichen Beamten hergestellt wurden, folgen selbstverständlich auch dem gleichen Münzfuss, der sog. leichten attischen Wäh- rung. Zur Ausgabe gelangten in Silber nur zwei kleine Nominale, Tetrobolen und Diobolen; sie bildeten für den Kleinhandel und den Wechsel ausländischen Geldes eine gewiss willkommene Ergänzung zu dem Silber königlichen Schlages, welches, offenbar im Zusammenhang damit, unter Perseus sich auf 4-, 2- und i-Drachmen-

') Hierüber sowie für die folgenden Angaben bis i68 doniens, I., Zschr. f. Num. 20 (1897), 169 192. vor Chr. vgl. H. Gaebler, Zur Münzkunde Make- ^) Vgl. unten S. 2, Anm. 2.

Die antiken Münzen Nord-Griechenlands III. I

2

MAKEDONIA

Stücke beschränkt, während es vorher, unter Phihpp V., bis zur Halbdrachme hinabreichte.

Mit den im Jahre 185 eingeführten Typen, Rundschild Rs. Helm, wurde in der Edonis Silbergeld bis in die erste Zeit des Perseus hinein geprägt, wie die Tetrobolen n. 8 und 9 beweisen, deren Monogramme auf den Silbermünzen dieses Königs wiederkehren. Dann aber hört der enge Zusammenhang der beiden Münz- reihen auf und es tritt zugleich ein Wechsel der Typen ein (n. 16 31).')

Die Bronzeprägung der Edonis ist allem Anschein nach eröffnet worden mit den sog. serrati (n. 32. 33), doch wurde die Randzahnung, die sich von Rom aus etwa um 200 vor Chr. zuerst nach Kar- thago, sodann nach Syrien und also etwa gleichzeitig auch nach Makedonien ver- breitet hatte, hier sehr bald wieder auf- gegeben. Von den nachfolgenden Bronze- münzen mit gewöhnlichem Schrötling ver- dient ihrer Typen wegen Erwähnung die Emission n. 34 (Taf. I, 14); sie zeigt auf der Vs. den gehörnten, schilf bekränzten Kopf des Flussgottes Strymon von vorn dargestellt, auf der Rs. die langgewandete Artemis (Tauropolos) mit Köcher am

1) Dass diese autonomen Silbermünzen neben dem königlichen Gelde in Umlauf waren, bestätigen zwei in ihrer Zusammensetzung; auffallend über- einstimmende Münzschiitze. Der eine ist zu Graninienon (im thessalischen Demos Kastanaia) ausgegraben worden und befindet sich jetzt im athenischen Nationalmuseuni. Er enthält 130 Stücke, und zwar ausser 49 rhodischen Drachmen und 53 Tetrobolen des euboiiscben Histiaia auch I Drachme von Philipp V. und 27 makedonische Tetrobolen der Edonis, nämlich 18 mit Schild Rs. Helm (vgl. n. 1—7), i mit Schild Rs. Schiffs- hinterteil (n. 17,1) und 8 mit Maenadenkopf Rs. Schiffshinterteil (vgl. n. 22 31); vgl. Svoronos, Journal international d'archeol. numism. 4 (1901),

Rücken und einer grossen Fackel in den Händen nach r. stehend.

Zum Unterschied von den Emissionen der Edonis sind die Prägungen der anderen münzberechtigten Distrikte dadurch ge- kennzeichnet, dass sie neben dem Landes- namen oder auch ohne diesen eine beson- dere Distriktsangabe, voll ausgeschrieben oder als Monogramm*), führen. So signiert die Amphaxitis (zu beiden Seiten des unteren Axios) mit

MAKEAONON AM4>AEinN, MAKEAONflN ^, AMcJJAZION,

Das Distriktsmonogramm wird ge- legentlich auch ersetzt durch €E, die Be- zeichnung des Prägeortes Thessalonike (vgl. n. 106 109 und n. 114). An Silber- münzen ist bisher nur ein Tetradrachmon zum Vorschein gekommen (n. 72), während Bronzegeld in ziemlich grosser Anzahl sich erhalten hat (n. 73—114).

Die Emissionen des Distriktes Botti- aia(westlich von der Amphaxitis, zu beiden Seiten des Lydias) sind bezeichnet mit MAKEAONnN "B", BOTTEATflN,

83 fg. Der andere, bei weitem kleinere Fund stammt aus dem an der Stelle des alten Amphipolis gelegenen Dorfe Jeniköi und ist in das Pariser Münzkabinett gelangt. Seine Bestandteile sind 7 rhodische Drachmen und 3 Tetrobolen von Histiaia nebst i Didrachmon Philipps V. und 2 autonomen Tetrobolen mit Schild Rs. Helm (wie n. 2 und n. 7); vgl. Perdrizet, Revue num. 1903, 324 fg. Vgl. auch unten S. 3, Anm. i. •■) Ausser y<^ = AM^AfeiflN] und "B" = B OTT- [EATHN] ist wahrscheinlich auch als Distriktsmonogramni aufzufassen, doch sind, da diese Vermutung sich nicht beweisen lässt, die betreffenden Bronzemünzen (n. 70. 71) einstweilen den Geprägen der Edonis angereiht worden.

MAKEDONIA

3

Die Silberprägung eröffneten hier 5- und 2'/2-Obolen-Stücke der leichten attischen Währung.') An die Stelle des grösseren Nominals (n. 1 1 5. 1 16), welches anscheinend nur spärlich gemünzt wurde, trat später das mit dem Courant der Edonis über- einstimmende Tetrobolon (n. 125. 126). Die Typen des Silbergeldes, Schild Rs. Schiffshinterteil, sind die gleichen, deren sich auch die Edonis eine Zeitlang für ihre Tetrobolen bediente, doch wird die Aufschrift nicht, wie dort, im Feld der Rs., sondern mit sehr kleinen Buchstaben auf dem Münzbild selbst angebracht.

Von den Typen der Bronzemünzen finden wir Zeuskopf Rs. Blitz (n. 139 fg.), Athenakopf Rs. Weidendes Rind (n. 1 3 1 fg.) und Panskopf Rs. 2 Ziegenböcke (n. 153) ebenso auf dem Stadtgeld des Distrikts- prägeortes Pella wieder, wie Dionysoskopf Rs. Ziegenbock (n. 83 fg.) gleichermassen in Thessalonike und der Amphaxitis, Poseidonkopf Rs. Keule (n. 39 fg.) und Strymonkopf Rs. Dreizack (n. 49 fg.) ge- meinschaftlich in Amphipolis und der Edonis.

II.

Die autonome Münzprägung der Make- donen fand mit dem Sturz des Königtums im Jahre 168 vor Chr. ihr Ende. Das Land wurde von den Römern in vier willkürlich abgegrenzte und vollständig voneinander isolierte regiones geteilt, deren jede für sich eine republikanisch- föderative Verfassung erhielt. Diesen vier Eidgenossenschaften, griechisch offiziell

|j.epߣ? genannt,^) gestattete der römische Senat im Jahre 158 vor Chr. die Wieder- aufnahme des seit 168 untersagten Be- triebes der Gold- und Silbergruben und im Zusammenhang damit auch die Prägung eigener Münzen. Von dem letzteren Privi- legium machten, wie es scheint, nur die erste, zweite und vierte [j-spt^ Gebrauch, wenigstens sind Münzen der dritten (mit der Hauptstadt Pella) bis jetzt nicht zum Vorschein gekommen.

Während die TeTocpir^ |i.£pt? (mit dem Vorort Pelagonia) allem Anschein nach ausschliesslich Bronze gemünzt hat (n. 187. 188) und von der Ssutlpct, deren Haupt- stadt Thessalonike war, nur sehr spärliche Tetradrachmen bekannt sind (n. 185. 186), fand in Amphipolis, dem Hauptort der das metallreiche Pangaiongebirge ein- schliessenden upwiT], das Prägerecht eine so überaus rege Betätigung, dass deren Tetradrachmen zu den häufigsten Münzen des Altertums gehören. An ihre Spitze sind ohne Zweifel die Emissionen n. 154. 155 zu setzen, welche sowohl stilistisch wie durch die Wahl der Typen, Zeuskopf Rs. Artemis auf dem Stier, eine Sonder- stellung einnehmen und wahrscheinlich als eine Art Denkmünze die Wieder- eröffnung der Gold- und Silberbergwerke feierten. Die danach folgende Massen- prägung bedient sich einfacherer Münz- bilder. In engstem Anschluss an eine Klasse Tetradrachmen Philipps V. wird als Rs. -Typus die Keule im Eichenkranz, für die Vs. der makedonische Rundschild

') Ein solches 2'/^,-Obolen-Stück (n. 130,4) befand sich zusammen u. a. mit Silbermünzen von Philipp V. und Perseus in dem hauptsächlich aus rhodischen Drachmen bestehenden Fund von Oreos, der nach Svoronos' überzeugender Darlegung um 171 vor Chr. der Erde anvertraut worden ist. Vgl.

Journal international d'archeol. numism. 5 (1902), 318 fg. wie auch oben S. 2, Anm. l. ■) Für diese und die weiteren Einzelheiten bis zum Jahre 31 vor Chr. vgl. H. Gaebler, Zur Münzkunde Makedoniens, III., Zeitschr. f. Num. 23 (1902), 141 189.

I*

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MAKEDONIA

gewählt und nur der Königskopf in dessen Mitte ersetzt durch das Brustbild der Ar- temis Tauropolos.

In Anbetracht des kurzen Zeitraumes von nur 8 Jahren (158 150 vor Chr.), über den sich die Prägung erstreckte, ist die Menge der auf uns gekommenen TrpwT/j- Tetradrachmen als ganz ausserordentlich gross zu bezeichnen. Freilich steht zu der gesteigerten Quantität die Qualität im umgekehrten Verhältnis. Von gutem Stil und sorgfältiger Ausführung sind durchweg die ganz spärlichen Stücke mit dem Stern als Beizeichen der Rs. (n. 156 158). Schon etwas tiefer stehen im Durchschnitt n. 162 175, während die Hauptmasse (n. 159 161 und n. 176 180) eine stetig zunehmende Verschlechterung des Stiles und eine immer roher und flüchtiger werdende Arbeit zeigt. Offen- bar wurden zur Anfertigung der zahllosen Stempel gute und minderwertige Hülfs- kräfte von nah und fern herangezogen. Daraus erklärt sich auch die auffallende Ungleichmässigkeit sowohl des Stils wie des Schriftcharakters. Kleine und sorg- fältige Buchstaben auf dem einen Stück wechseln ab mit grossen und nachlässigen oder unbeholfenen auf einem anderen, und die älteren Formen A, K, M, F, ^, Cl finden sich mit A, A, K, K, M, M, TT, I, n in allen möglichen Kombinationen durch- setzt.') Noch grösseren Schwankungen sind die Monogramme unterworfen. So nimmt das einfache A unter diesen Ver- hältnissen nicht weniger als 8 verschiedene Gestalten an (n. 159. 160), und schier ins

') Erwähnung verdient, dass sehr häufig auf einem und demselben Rs. -Stempel neben gutem Q. in der unteren Schriftzeile ein roh und flüchtig ge- zeichnetes Q. in der oberen erscheint.

-) Es sind daselbst nur alle wesentlichen Varianten

Unendliche geht die Zahl der Abände- rungen und Verstümmelungen, welche z. B. das kompliziertere Monogramm TVE erfährt (vgl. n. 176 fg.). ^)

Eine Folge des Massenbetriebes ist auch die Erscheinung, dass sehr oft Vorder- und Rückseite einer und derselben Münze im Stil merklich voneinander abweichen. Unverkennbar fand zumeist eine Arbeits- teilung in der Art statt, dass den tüchtigeren Künstlern vorzugsweise die Anfertigung der Vs. -Stempel oblag, die geringeren da- gegen in erster Linie mit den einfacheren Rs. -Stempeln betraut wurden. Doch ist nicht etwa durchweg die Vs. stilistisch der Rs. überlegen, sondern es finden sich auch wiederholt Fälle, in denen das um- gekehrte Verhältnis obwaltet, und solche, in denen beide Seiten gleich gut oder gleich schlecht sind. Denn selbstverständ- lich kam es auch vor, dass eine missratene Vs. mit einem wohlgelungenen Rs. -Stempel gepaart wurde oder zwei ungleichwertige Künstler in der Ausführung ihrer ver- schieden schweren Aufgabe das gleiche Niveau erreichten oder endlich, dass Vor- der- und Rückseite von derselben Hand gearbeitet wurden.

III.

Die im Jahre 158 vor Chr. begonnene Münzprägung der getrennten fj-eptSs; war nicht von langer Dauer. Unter Führung des adramyttenischen Walkers Andriskos, der sich Philippos nannte und für einen Sohn des Perseus ausgab, schüttelten die Makedonen im Jahre 150 vor Chr. die

dieses und der anderen Monogramme wieder- gegeben, zwischen denen indes noch zahlreiche belanglosere Abweichungen stehen. Auch auf die letzteren in derselben Weise einzugehen, hat keinen Zweck und ist überdies technisch unmöglich.

MAKEDONIA

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unerträglich gewordene Fessel der gewalt- samen Vierteilung ihres Landes ab. Ein glänzender Sieg über den Praetor P. luven- tius Thalna, der im Jahre 149 mit unzu- reichenden Streitkräften die Erhebung zu unterdrücken versuchte, schien die wieder- gewonnene Freiheit zu sichern, aber schon im folgenden Jahre erhielt sie durch den Praetor Q. Caecilius Metellus den Todes- stoss, und Makedonien wurde nunmehr zur römischen Provinz gemacht.

Der Aufstand des Philippos- Andriskos hat die Reihe der makedonischen Münzen um zweierlei Emissionen bereichert. Zu- erst Hess luventius Thalna, nachdem er sich in den Besitz von Amphipolis und damit auch der nahen Silbergruben ge- setzt hatte, zur Deckung der Kriegskosten Tetradrachmen schlagen (n. 189 194). Sie zeigen die durch die TipoiT/j ein- gebürgerten Typen, tragen aber ausser dem Landesnamen noch das Wappen des Praetors, einen Ölzweig (&aÄX6;) in einer r. Hand, sowie die Signatur des verant- wortlichen LEG[atus pro quaestore]. Nach dem Untergang des Thalna beeilten sich die Makedonen, von ihrem neuen König ermächtigt, wiederum autonome Münzen zu prägen und auf denselben durch einen Lorbeerkranz im Haar der Landesgöttin triumphierend den errungenen Sieg zu verkünden (n. 195 196a). Stilistisch stim- men diese autonomen Tetradrachmen mit den vorangehenden des Thalna so genau überein, dass sie mit Sicherheit denselben Stempelschneidern zuzuschreiben sind. Von den Prägungen der [löpios; dagegen unterscheiden sie sich in dieser Hinsicht aufs schärfste, und es liegt deshalb die Vermutung überaus nahe, dass der Praetor

für seine Zwecke fremde Künstler mit- gebracht hat, die dann nach seinem Unter- gang sich in den Dienst der Makedonen stellten.

IV.

Der makedonische Aufstand unter Philippos-Andriskos bot den Römern den willkommenen Anlass, nach seiner Nieder- werfung auch jene Scheinfreiheit aufzu- heben, welche dem Lande im Jahre 168 vor Chr. noch belassen worden war, und dieses jetzt ohne weiteres als Provinz dem römischen Reiche einzuverleiben. Noch einmal versuchte im Jahre 143 vor Chr. ein anderer angeblicher Sohn des Perseus namens Alexandros vergebens eine Befreiung. Makedonien verliert fort- an jede selbständige Bedeutung und die Römer sind es, welche seine Nord- und Ostgrenze und damit die hellenische Kultur gegen die vordringenden Barbaren ver- teidigen. Erst unter Augustus fanden diese sich immer erneuernden Kämpfe ihren definitiven Abschluss. Wir ver- danken ihnen eine ziemlich lückenlose Kenntnis der republikanischen Statthalter- reihe Makedoniens, während weiterhin nur eine sehr dürftige Fortsetzung des Beamtenverzeichnisses zumeist aus zu- fälligen inschriftlichen Notizen sich ge- winnen lässt. Was das verfügbare Material für die Zeit von 148 vor Chr. bis zur Regierung des Kaisers Philippus, unter welchem die makedonische Provinzial- prägung erlosch, an römischen Beamten der Provinz Makedonien ergibt, vereinigt die nachstehende Übersicht'), in welcher diejenigen durch besonderen Druck her- vorgehoben sind, deren Namen auf make- donischen Münzen erscheinen.

') Die Belege für alle Einzelheiten sind enthalten j doniens« III u. IV, Zeitschr. f. Num. 23 (1902), in den beiden Aufsätzen »Zur Münzkunde Make- [ 156 189 und 24 (1904), 245 251.

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MAKEDONIA

Makedonien von 148 vor Chr. bis 249 nach Chr.

148 146 Q. Caecilius Metellus (Macedonicus) praetor und pro praetore

L. Fulcinnius quaestor

C. Publilius quaestor 146 144 L. Mummius consul und pro consule

143 142 A. Licinius Nerva praetor

L. Trcmellius Scrofa quaestor

142 141 D. lunius Silanus Manlianus praetor

135 133 M. Cosconius praetor')

129 128 Ti. Latinius Pandusa praetor

121 i2o(r) Cn. Cornelius Sisenna (praetor) pro consule 120 119 Sex. Pompeius praetor

M. Annius quaestor

119 M. Annius quaestor pro praetore 119 117 L. Caecilius Metellus (Delmaticus) consul und pro consule

116 114 Q. Fabius Maximus Eburnus consul und pro consule

114 113 C. Porcius Cato consul

113 112 C. Caecilius Metellus Caprarius consul

112 HO M. Livius Drusus consul und pro consule

HO 108 M. Minucius Rufus consul und pro consule

loi 100 T. Didius praetor

? Q. Anchariiis pro quaestore

93—92 L. lulius Caesar praetor

Aesillas quaestor

92 88 C. Sentius Saturninus praetor und pro praetore Aesillas quaestor

Q. Bruttius Sura legatus pro quaestore

M. Fonteius legatus

88 87 L. Cornelius Scipio Asiagenus praetor

87 86 Makedonien in der Gewalt des Ariarathes und Taxiles

86 83 L. Cornelius Sulla pro consule

L. Hortensias, P. Gabinius Capito ]egati

80—78 Cn. Cornelius Dolabella pro consule 78 76 Ap. Claudius Pulcher pro consule

') Dass Cosconius im Jahre 133 noch im Amte war, lehrt ein von Cichorius (Sitz. -Berichte der Berliner Akad. 1889, 367, 2) veröffentlichtes Psephisma der Stadt Kyzikos, auf welches Herr Prof. Münzer

mich freundlichst aufmerksam macht. Vgl. jetzt auch dessen Artikel in Pauly-Wissowas Realency- clopädie der classischen Altertumswissenschaft 4, 2 (1901), Sp. 1669, 8.

MAKEDONIA

7

75 72 C. Scribonius Curio pro consule

72 70 M. Terentius Varro Lucullus pro consule

70—68 L. Rubrius CuUeoIus (ex praetura) pro consule

68 64 Q. Caecilius Metellus (Creticus) pro consule

C. Licinius Sacerdos, L. Valerius Flaccus legati

64 63 L. Manlius Torquatus pro consule 62 60 C. Antonius Hybrida pro consule

P. Sestius pro quaestore

60—58 C. Octavius (ex praetura) pro consule

L. Aemilius Paullus quaestor

58 57 L. Apuleius Saturninus (ex praetura) pro consule

Cn, Plancius quaestor 57 55 L. Calpurnius Piso Caesoninus pro consule L. Valerius Flaccus, Q. Marcius, C. Vergilius legati

55 52 Q. Ancharius (ex praetura) pro consule

52 50 Cn. Tremellius Scrofa (praetorius) pro consule

T. Antistius quaestor

50 49 T. Antistius quaestor pro consule

49 48 Makedonien im Besitz des Cn. Pompeius

48 47 Makedonien im Besitz des C. lulius Caesar

Q. Fufius Calenus, L. Cassius Longinus legati 46 45 Ser. Sulpicius Rufus pro consule 45—44 D. Laelius (legatus) pro consule (?) 44 43 Q. Hortensius Hortalus (legatus) pro consule 43 42 Q. Caepio Brutus (ex praetura) pro consule

Q. Hortensius Hortalus Unterstatthalter (pro consule) L. Sestius pro quaestore

42 31 Makedonien im Besitz des M. Antonius 41 40 L. Marcius Censorinus (praetorius) pro consule

31 27 im Besitz des C. lulius Caesar Octavianus 29 28 M. Licinius Crassus pro consule

27 vor Chr. 15 nach Chr. Senatsprovinz

23 M. Primus (praetorius) pro consule

kurz vor i6 M. LoUius pro consule

16 L. Aelius Catus (praetorius) pro consule

13— II L. Calpurnius Piso pro consule

kurz vor I P. Vinicius (praetorius) pro consule kurz vor I P. Silius (praetorius) pro consule

c. 8 nach Chr. Sex. Pompeius (praetorius) pro consule

14 nach Chr. P. Sextius Lippinus Tarquitianus quaestor

8

MAKEDONIA

15 44 mit Achaia und Moesien kaiserlich 15 35 C. Poppaeus Sabinus legatus Aug. pro praetore 35 44(?) p. Memmius Regulus legatus Aug. pro praetore

Seit 44 wieder Senatsprovinz (praetorii) pro consule

Iv. Baebius HonoratUS kurz vor oder unter den Flaviern

P. (?) Tullius Varro Zeit der Flavier

C. Salvius Liberalis Nonius Bassus unter Domitianus

Q. Gellius Sentius Augurinus )

lunius Rufinus j

P. lulius Geminius Marcianus unter M. Aurelius

P. Aelius Coeranus |

. ( unter Septimius Severus

M. Antius Crescens Calpurnianus )

P. lulius lunianus MartialianUS kurz vor oder unter Severus Alexander

T. Clodius Pupienus Pulcher Maximus unter Severus Alexander

A. Pontius Verus

unter Hadrianus

Cocceius Justus

US Claudianus

. . . . ius

Zeit unbekannt

unter Traianus

legati pro praetore proconsulis

M. Helvius Geminus unter Claudius

C. Eggius Ambibulus Pomponius Longinus Cassianus . . unter Traianus oder Hadrianus

Sex. Tadius Lusius Nepos Paullinus um 240

ius Zeit unbekannt

quaestores pro praetore

L. lulius Marinus Caecilius Simplex unter Domitianus

Sex. Minicius Faustinus lulius Severus A. Platorius Nepos Aponius Italicus Manilianus

Q. Voconius Saxa Fidus unter Hadrianus

L. Novius Crispiniis Martialis Saturninus unter Hadrianus oder Pius

Q. Antistius Adventus Postumius Aquilinus unter Pius

M. Cassius Paullinus \ M. Marius Titius Rufinus I

_„..._, / Zeit unbekannt

L,. bmicius Keginus I

M. Vettius Valens j

procuratores

Quinctilius C. f. unter Pius

C. Vallius Maximianus unter M. Aurelius

L. lulius Vebilius Gratus lulianus unter M. Aurelius (um 176)

C. Sextius Martialis Zeit unbekannt

D. Terentius Gentianus

censitor

unter Traianus.

MAKEDONIA

9

Aus dieser Zusammenstellung geht zugleich in aller Kürze hervor, welche äusseren Veränderungen die Form der römischen Provinzialverwaltung mit der Zeit in Makedonien erfuhr. Im Inneren bestand die Einteilung des Landes in vier fjLsptÖs? unter Aufhebung der früheren Beschränkungen weiter fort. Die Ver- treter der einzelnen Gemeinden bildeten in jeder ein auvsSpiov. In der Kaiser-

zeit vereinigten sie sich alljährlich in Be- roia zu einem Provinziallandtage, xotvbv MoixeSovcüv, als dessen Schöpfer aller Wahr- scheinlichkeit nach Augustus zu betrachten ist. Die Aufgabe dieses Landtages war in der Hauptsache eine sakrale, nämlich die Betätigung des offiziellen provinzialen Kaiserkultes und im Zusammenhang damit die Verwaltung der gemeinsamen Heilig- tümer der Provinz sowie die Veranstaltung von Festen und Spielen.

Die griechische Halbinsel, südlich vom Olympos, welche seit 146 vor Chr. dem Statthalter Makedoniens unterstand, wurde im Jahre 27 vor Chr. von Augustus als besondere Provinz Achaia eingerichtet. Später, wahrscheinlich unter Antoninus Pius, rückte die makedonische Südgrenze bis an den Oeta vor, indem sie seit dieser Zeit die bisher zu Achaia gehörige Land- schaft Thessahen einschloss. Im Westen reichte Makedonien seit 148 vor Chr. bis an das adriatische Meer. Nach Norden und Osten dehnte sich durch die römischen Eroberungen das Provinzialgebiet all- mählich immer weiter aus, bis mit Ein- richtung der Provinzen Moesien und Thra- kien das dardanische Hochland definitiv Makedoniens Nordgrenze, der Nestos die endgültige Ostgrenze wurde.

Eigene Münzen hat die Provinz Makedonien während der republikani-

schen Zeit nicht prägen dürfen. Dagegen haben aus besonderem Anlass die römi- schen Statthalter gelegentlich den Münz- hammer in Tätigkeit gesetzt. Aus der allerersten Zeit der römischen Provinzial- verwaltung besitzen wir makedonische Bronzemünzen mit dem Namen des Quaestors L. Fulcinnius (n. 197 201). Sie zeigen auf der Vs. den Kopf der Roma in genauester Übereinstimmung mit den gleichzeitigen römischen Denaren, auf der Rs. die vier- oder dreizeilige Aufschrift im Eichenkranz. Aller Wahrscheinlich- keit nach waren diese Bronzestücke, die unter des Fulcinnius Nachfolger C. Publi- lius, teilweise mit Fortlassung des Landes- namens, weitergeprägt wurden (n. 203 206), zum vorläufigen Ersatz der mangeln- den römischen Denare bestimmt und ihnen durch Zwangskurs gleichgesetzt. Sie wur- den, nachdem geordnete Zustände ein- gekehrt und Denare in genügender Anzahl den römischen Kassen zugegangen waren, wieder eingezogen und umgeprägt. Dies geschah unter dem Statthalter D. lunius Silanus (142— 141 vor Chr.), auf dessen cognomen die Silensmaske als Vs.-Typus der Umprägung anspielt, während das D[ecretoj der Rs. zeigt, dass es sich um eine besondere Verfügung handelte (n. 212).

Ausser jenem Nominal mit dem Roma- kopf, das höchstwahrscheinlich der Münz- schmiede zu Amphipolis entstammt, prägte der Quaestor C. Publilius ebenda Bronze- stücke mit Poseidonkopf Rs. Keule im Eichenkranz (n. 202), also Typen, welche der dortigen autonomen Distriktsprägung unter den letzten Königen (n. 39fg.) ent- lehnt sind. In gleicher Weise wiederholen seine aus den Münzstätten Thessalonike (n. 207. 208) und Pella (n. 209 211) hervor- gegangenen Emissionen sowohl die Typen

lO

MAKEDONIA

der entsprechendenDistrikte (n.Sßfg. bezw. n. 131 fg. u. n. 153) als auch die Mono- gramme = AMct)A[Si'u)v] bezw. "B" = BOTT[£aiü)v], deren sich die autonomen Makedonen vor dem Jahre 168 vor Chr. daselbst bedient hatten.

Während auf den Münzen des Publi- lius sich die Einwirkung des lateinischen ■»Gaius quaestor<s. zwar in der Fassung der Aufschrift mehr und mehr bemerkbar macht (vgl. n. 206 u. 209 21 1), die griechi- sche Sprache aber noch einheitHch bei- behalten ist, wird etwa ein halbes Jahr- hundert später von dem Quaestor Aesillas sein und des Statthalters Name und Amts- titel in lateinischer Sprache und Schrift neben das griechische MAKEAONflN ge- setzt und damit die vorübergehend schon von dem LEG[atus pro quaestorej des Praetors Thalna (n. 189 fg.) und dann unter dem Statthalter Silanus (n. 212) an- gewendete Zweisprachigkeit zur Regel er- hoben.

Den Anlass zur Wiederaufnahme der Münzprägung in Makedonien gab ebenso, wie im Anfang der Provinzialverwaltung, der schlechte Stand der römischen Staats- finanzen. Um diesen durch Erschliessung einer neuen Einnahmequelle zu verbessern, wurde der Statthalter L. lulius Caesar (93 92 vor Chr.) angewiesen, die Silber- bergwerke des Landes energisch auszu- beuten. Dies geschah denn auch unter ihm und noch mehr seinem Nachfolger C. Sentius Saturninus (92 88 vor Chr.) so ausgiebig, dass die Tetradrachmen dieser Zeit mit denen der irptuiy) [xspi? an Häufigkeit wetteifern. Der Quaestor Aesil- las, der unter Caesar die Prägung ein- gerichtet hatte (n. 213. 214), blieb auch unter dessen Nachfolger Sentius noch mehrere Jahre ihr Leiter (n. 215 224),

bis sein Amt (um 88 vor Chr.) von dem Legaten Q. Bruttius Sura übernommen wurde (n. 225). Wiederum traten die Münzschmieden der drei Distriktshaupt- städte Amphipolis, Thessalonike und Pella in Tätigkeit, welche vor dem Jahre 168 vor Chr. die autonomen makedonischen Münzen und bald nach 148 vor Chr. das Bronzegeld des Quaestors Publilius ge- liefert hatten. Aber den ersten Rang nimmt jetzt nicht mehr Amphipolis ein (n. 213 und 215 218), sondern das im Jahre 148 zur Provinzialhauptstadt er- hobene Thessalonike (n. 214 u. 222 225), während Pella nur noch eine ganz unter- geordnete Rolle spielt (n. 219 221). Zur Herstellung gelangten hauptsächlich Tetra- drachmen und daneben in ganz geringer Menge auch Drachmenstücke (n. 218 u. 220). Beide Nominale zeigen als gemein- same Typen auf der Vs. den Kopf Alexan- ders des Grossen mit Widderhorn, auf der Rs. in einem Lorbeerkranz die als Landes- wappen geltende Keule des Herakles zwischen den Insignien der Quaestur, (1.) Geldkasten und (r.) Quaestorsessel. Im Anfang nennt sich ausser dem verantwort- lichen Quaestor auch der Statthalter selbst (n. 213. 214); weitaus die Hauptmasse der Emissionen aber ist mit Wcglassung des Statthalternamens geprägt. Den Schluss der ganzen Reihe bilden einige wenige Stücke, auf deren Vs. der Wert des griechischen Tetradrachmons durch die beigefügte Zahl Sl = 16 in römischen Sesterzen ausgedrückt ist (n. 224. 225). Auf dem Stempel, welchem die Exemplare n. 224,1 und n. 225,1. 2 entstammen, hat man augenscheinlich versucht, diese Zahl wieder zu tilgen.

Die vonFriedlaender als makedonische Prägungen des M. Brutus erklärten Bronze-

MAKEDONIA

münzen n. 226 228, welche an dieser Stelle auf Wunsch des Herrn Dr. Imhoof- Blumer verzeichnet sind, haben weder mit Brutus noch mit Makedonien etwas zu tun.

V.

Das Miinzrecht erhielt die Provinz Makedonien unter Kaiser Claudius wahr- scheinlich im Jahre 44 bei ihrem Übergang aus der kaiserlichen in die mit grösseren Lasten verbundene senatorische Verwal- tung. Es war beschränkt auf die Her- stellung von Bronzegeld, wie ja überhaupt in der Kaiserzeit die Gold- und Silber- prägung mit nur wenigen Ausnahmen als das Vorrecht der römischen Regierung erscheint. Die Reihe der von Claudius bis Philippus reichenden makedonischen Kaisermünzen gliedert sich in drei Peri- oden:

1. von Claudius bis Vespasianus

2. von Domitianus bis M. Aurelius

3. von Septimius Severus bis Philippus. Aus dem ersten Zeitraum besitzen

wir Münzen der Kaiser Claudius, Nero, Vitellius und Vespasianus. Zur Ausgabe gelangten zwei Nominale: ein grösseres (c. 30 mm), dessen Rs. unter Claudius einen geflügelten Blitz, unter Nero, Vitellius und Vespasianus den linkshin stehenden Ares (z. B. Taf. III, 19) zeigt, und ein Halb- stück (c. 24 mm) mit dem makedonischen Rundschild als ständigem Münzbild (z. B. Taf. III, 14. 15). Die Aufschrift der Rs. lautet bei dem Ares-Typus MAKEAONflN, bei Blitz und Schild IEBA2T02 MAKE- AONflN, indem hier, wohl aus äusserli- chen Gründen, das letzte Wort der Vs.- Legende auf die Rs. gezogen wurde.

In die erste Prägeperiode gehören

') Hierüber sowie für die folgenden Angaben be- züglich der Kaisermünzen vgl. H. Gaebler, Zur

auch die kleinen Stücke ohne Kaiserkopf (n. 229 235). Sie stimmen in Grösse und Vs.-Typen genau überein mit entsprechen- den Emissionen von Thessalonike und waren allem Anschein nach dazu bestimmt, als gemeinsames kleines Bruchnominal das Provinzialgeld und die Währung der be- deutendsten Stadt des Landes in ein prak- tisches Verhältnis zueinander zu bringen. Derselbe Zweck wurde dann unter Domi- tianus auf einfachere Weise erreicht durch eine Reduktion des Provinzialgeldes. Mit dieser beginnt

die zweite Prägeperiode, welche mit der Regierungszeit des M. Aurelius abschliesst. In ihr sind bis jetzt vertreten Domitianus, Hadrianus, Antoninus Pius, M. Aurelius nebst Faustina iun. und Com- modus Caesar. Der linkshin stehende Ares erscheint nur noch unter Domitianus als Rs. -Typus des nun auf c. 26 mm ver- kleinerten Ganzstückes (Taf, III, 20); an seine Stelle tritt seit Hadrianus wieder der uns von Claudius her bekannte Blitz (z. B. Taf. III, 17. 18) und daneben unter Pius ganz vereinzelt die linkshin thronen- de Makedonia (n. 258). Das auf c. 22 mm reduzierte Halbstück zeigt nach wie vor auf der Rs. ausnahmslos den Rundschild (z. B. Taf. III, 16).

Die Umschrift der Rs. lautet seit Domitianus KOINON MAKEAONflN, d. h. zum makedonischen Landtag (geprägt). Die Provinz machte also von ihrem Münz- recht fortan nur Gebrauch im Zusammen- hang mit den Tagungen des xo-.vov, und ihre Emissionen erhalten so den Charakter von Festmünzen. Für die Vs. erneuert sich unter Hadrianus der bereits bei Nero beobachtete Brauch, dem Kaiser aus- Münzkunde Makedoniens, IV., Zeitschr, f. Num. 24 (1904), 279-316,

12

MAKEDONIA

schliesslich den Titel KAICAP zu geben, und zwar dem Namen vorangestellt, wie z. B. die Schriftverteilung KAICAP AN TCO- N6IN0C beweist. Eine genauere Titulatur wird erst wieder üblich unter Septimius Severus, dessen Regierung

die dritte Periode eröffnet. Dieselbe reicht bis zum Erlöschen der Provinzial- prägung unter Philippus u. schliesst ausser den Münzen der beiden letztgenannten Kaiser auch solche mit lulia Domna, Caracalla, Macrinus, Diadumenianus, Ela- gabalus, Severus Alexander und Gor- dianus III. ein. Von den zwei bisher geprägten Nominalen wird das grössere beibehalten, während das Halbstück mit dem Rundschild nur noch einmal unter Caracalla auftaucht, um sodann definitiv zu verschwinden. An die Stelle des Blitzes, der so lange Zeit hindurch die Rs. des Ganzstückes beherrscht hat, tritt jetzt eine immer mannigfaltiger werdende Reihe verschiedenartigster Typen. Auf Zeus (n. 288 290 sowie n. 295; z. B. Taf. III, 22) und Makedonia (n. 291—294; z. B. Taf. III, 21) bei Severus, Domna und Caracalla folgt unter Macrinus die Figur des Kaisers zu Pferde mit grüssend er- hobener R. (n. 297 299; z. B. Taf. III, 25). Nach Ausweis der römischen Münzen ist dieses Prägbild als ADVENTVS-Darstellung zu deuten. Es berechtigt zu dem Schluss, dass der Kaiser mit seinem Sohne persön- lich in der Provinz Makedonien geweilt hat. Wahrscheinlich geschah dies, als Macrinus nach Beendigung des Parther- krieges sich nach Rom begab; denn wir wissen, dass er bei dieser Gelegenheit in den Donauländern mit den Dakern ver- handelte, und von dort führte die be- quemste und schnellste Fortsetzung seines Weges durch das makedonische Provinzial-

gebiet. Das Wiedererscheinen des Adven- tus-Typus bei Severus Alexander (n. 313) und Philippus (n. 321) darf als Beweis gelten, dass auch diese beiden Kaiser, der erstere im Jahre 233 bei seiner Rijckkehr aus dem Perserkriege, der letztere im Frühjahr 244 nach Gordianus' Ermordung der Hauptstadt zueilend, ihren Weg durch Makedonien genommen haben.

Mit Elagabalus beginnen die Darstel- lungen Alexanders des Grossen. Wir sehen den König bei seinem Abenteuer mit dem Bukephalos (n. 300. 301 sowie n. 309; z. B. Taf. III, 23) und ruhig neben dem gebän- digten Ross stehend (n. 302; Taf. III, 24), späterhin, unter Severus Alexander, auch auf der Löwenjagd (n. 311) oder mit ein- gelegter Lanze rechtshin sprengend (n.308. 312). Des letzteren Regierungszeit be- reichert den Typenkreis ausserdem um das Münzbild der linkshin thronenden Athena mit Nike auf der R. (n. 304. 306. 314) oder einer Schale in der R. (n. 307) und die Profectio-Darstellung (n. 310), welche die Ausreise des Severus Alexander zum Kriege gegen Artaxerxes im Jahre 231 feiert und die Vermutung rechtfertigt, dass der Kaiser mit den in lUyrien gesammelten Truppen auf der via Egnatia weiter durch Makedonien zog. Unter Gordianus III. weist ein Löwe mit Keule darüber (n. 315) auf das bekannteste Abenteuer des make- donischen Nationalhelden Herakles hin, während die übrigen Prägbilder (n. 316 320), wie schon die Elagabalus-Rück- seite n. 303, den Neokorietitel der Um- schrift illustrieren.

Zum ersten Male erscheint dieser Titel unter Macrinus, jedoch nicht auf den Münzen mit seinem Bildnis, sondern auf den ein wenig später und von anderer Hand gearbeiteten Emissionen mit dem

MAKEDONIA

13

Porträt seines Sohnes (n. 298. 299). Er ist überdies unverkennbar auf den bereits fertigen, HOINON MAH^AONON beschrif- teten Stempehi (n. 298,1 und n. 298,2 = 299,2) erst nachträgHch hinzugefügt wor- den. Es kann somit nicht zweifelhaft sein, dass die Mazsoovss sich auf ihren Münzen plötzlich vscuzopoi nennen kraft eines besonderen, von Macrinus der Pro- vinz verliehenen Privilegiums. Im Grunde kommt dieser Ehrentitel nur einer Stadt zu, und zwar darf denselben seit der traia- nischen Zeit offiziell diejenige Gemeinde sich beilegen, welche mit Genehmigung des römischen Senates dem lebenden Kaiser einen Tempel errichtet und zu seinen Ehren einen a-j-wv Espo? gestiftet hat. Trotz dieses rein munizipalen Cha- rakters berührt sich indessen die vsw/opt'a TÜiv Ssßacjrwv in gewissen Fällen mit dem provinzialen Kaiserkult, indem an letzterem selbstverständlich auch derNeokorietempel einer Tzoh.'; veojxopo; beteiligt wird, in welcher derProvinziallandtag sich versammelt. Das makedonische xoivov tagte alljährlich zu Beroia und betätigte daselbst den pro- vinzialen Kaiserkult, dessen Pflege ja seine Hauptaufgabe war, nicht nur in dem, wohl unter Augustus gebauten, Provinzialtempel, sondern seit Nerva auch in dem städti- schen Neokorieheiligtum, welches die Metropolis diesem Kaiser hatte errichten dürfen. Der beroiische Neokorietitel ist es demnach, mit welchem auf Grund be- sonderer Ermächtigung durch Macrinus die makedonischen Provinzialmünzen fort- an geschmückt sind, eine Erscheinung, der in keiner anderen Provinz etwas Analoges an die Seite zu stellen ist.

Die Elagabalus-Prägung (n. 300 303) zeigt ständig ß vsouxopos, und in Überein- stimmung damit sehen wir auf der Rück- seite n. 303 einen Tisch mit zwei Preis- kronen'), welche das Nebeneinander zweier ocYÖivc; hpm andeuten. Es geht daraus hervor, dass Beroia jetzt noch eine zweite Neokorie besass, welche offenbar dem Elagabalus galt. Diese wurde jedoch selbstverständlich aufgehoben, nachdem der Senat die damnatio memoriae über den ermordeten Kaiser verhängt hatte, und so folgt denn auch dem ß vswxopoc, das noch die allerersten Emissionen unter Severus Alexander tragen (n. 304 307), auf dessen weiteren Münzen wieder ein- faches Vcojxopo; (n. 308 314).

Unter Maximinus hat die makedoni- sche Provinzialprägung, wie es scheint, gänzlich geruht. Die Emissionen mit dem Bildnis des Gordianus III. zeigen aus- nahmslos ein abermaliges ß vsouxopoc, das auch unter Philippus bleibt. Es muss demnach Beroia die Genehmigung er- halten haben, dem Gordianus einen be- sonderen Tempel zu errichten, sodass die Stadt sich jetzt wiederum zweier Neoko- rien rühmen konnte. Dies wird auf den Provinzialmünzen illustriert durch die Dar- stellung der beiden Tempel (n. 316) oder den von Elagabalus her bekannten Tisch mit zwei Preiskronen (n. 317 320). Der letztere Typus erscheint einmal in Ver- bindung mit der Beischrift OAYMTTIA (n. 320). So ward prunkvoll das Neokorie- fest benannt, welches die Metropolis Be- roia mit Beteiligung der ganzen Provinz im Spätherbst des Jahres 242 feierte. Zu besonders prächtiger Ausgestaltung

zu C. I. L. 15, 7045 und ausführlicher Zeitschr. f. Num. 24 (1904), 35%. wie auch R. Zahn ebenda 24 (1904), 355 fg-

MAKEDONIA

desselben bildete ohne Zweifel die per- sönliche Anwesenheit des Kaisers den Anlass; Gordianus begab sich, wie wir wissen, im Jahre 242 durch Moesien und Thrakien nach dem syrischen Kriegsschau- platz und hat jedenfalls bei dieser Gelegen- heit auch die Huldigungen der Nachbar- provinz Makedonien entgegengenommen. Anderthalb Jahre später jubelte dieselbe seinem Mörder und Nachfolger Philippus zu, als dieser nach Abschluss des Friedens mit Sapor im Frühjahr 244 durch Make- donien nach Rom eilte, und verewigte das Andenken an die ihm zu Ehren ver- anstalteten Feste auf den Provinzialmünzen (n. 321 sowie n. 827 855) durch die ganz singulare Beischrift der Jahreszahl €0C (275 der aktischen Ära= 15. Oktober 243 bis 14. Oktober 244 nach Chr.).

VI.

In die letzte Periode der makedoni- schen Provinzialprägung gehören ausser den eben betrachteten spärlichen Kaiser- münzen auch die zahlreichen Emissionen mit dem Namen und Bildnis Alexanders des Grossen als Vs.-Typus. Augenschein- lich hat also die Provinz eine Zeitlang das Recht besessen, zu den Landtagsver- sammlungen und den hiermit verbundenen Festen gleichsam autonome Münzen in unbeschränkter Menge je nach Bedarf in Verkehr zu setzen, während daneben die Prägung mit dem Kaiserporträt von den Statthaltern anscheinend immer nur in ge- ringem Umfange zugelassen wurde. Dass es sich um zwei der gleichenMünzschmiede entstammende Parallelreihen handelt, be- weist die jeweilige genaue Übereinstim-

') Vgl. H. Gaebler, Zur Münzkunde Makedoniens, IV., Zeitschr. f. Num. 24 (1904), 316—338 und ders., Zur Münzkunde Makedoniens, V., Zeitschr.

mung ihres Stils und Schriftcharakters, die sich vielfach sogar bis zur Stempel- identität gemeinschaftlicher Rückseiten verdichtet. Auf Grund solcher Beob- achtungen ist es möglich, die Masse der autonomen Provinzialmünzen unter die einzelnen Kaiser zu verteilen und damit chronologisch zu fixieren.')

Nach den Wandlungen der Rs.-Auf- schrift gliedert sich die autonome Prägung in drei Hauptgruppen: I. ohne den Neokorietitel (n. 322 340) II. mit einfachem vetuxopo? (n. 341 458) III. mit B vstuxopos (n. 459 859). Von diesen gehören, wie auf dem an- gedeuteten Wege mit Sicherheit festzu- stellen ist, die beiden ersteren in die letzten Jahre des Severus Alexander, während die dritte ihrerseits in vier Sondergruppen zerfällt, deren jede sich einem bestimmten Kaiser zuteilen lässt, nämlich

lila. (n. 459—491) dem Elagabalus

b. (n. 492 525) der ersten Zeit des Se- verus Alexander

c. (n. 526—825) dem Gordianus III.

d. (n. 826 859). dem Philippus. Chronologisch geordnet erhalten somit die einzelnen Serien nachstehende Reihenfolge :

Illa. (n. 459— 491) Elagabalus

Illb. (n. 492 525) Severus Alexander I. (n. 322—340) II. (n. 341—458)

IIIc. (n. 526—825) Gordianus III.

Illd. (n. 826—859) Philippus, in der es sich empfiehlt sie hier zu be- trachten, während in dem Münzkatalog (unten S. 94 fg.) der praktische Zweck mög- lichst klarer Übersichtlichkeit die äusser-

f. Num. 25, I 38, woselbst die ausführliche Be- gründung für das oben in aller Kürze Vorge- tragene gegeben ist.

MAKEDONIA

15

vielfach mit identischen Stempeln geprägt. Daneben liegen aber in geringer Anzahl auch Halbstücke vor, während solche mit Kaiserporträt seitCaracalla gänzlich fehlen, und in gordianischer Zeit tritt ausserdem noch ein Zwischennominal im Werte von des Ganzstücks hinzu. Der Kopf Alexanders des Grossen, der als Ersatz für das Kaiserbildnis der Vs. sich den Makedonen von selbst dar- bot, erscheint zunächst in fünf verschie- denen Auffassungen:

liehe Einteilung nach den drei Haupt- gruppen erforderte.

Der Beginn der autonomen Provinzial- prägung fällt, wie aus der obigen Zu- sammenstellung ersichtlich, in die Re- gierungszeit des Elagabalus, desselben Kaisers, welchem die Metropolis Beroia ihre zweite Neokorie verdankt. Im Durch- messer und Gewicht stimmen die auto- nomen Emissionen genau überein mit den parallelen Kaisermünzen und ihre gemeinschaftlichen Rückseiten sind sogar

A. mit Diadem im lang herabhängenden Haar nach r.

B. ,, ,, im fliegenden Haar nach r.

C. ,, ,, im fliegenden Haar nach 1.

D. mit Löwenfell nach r.

E. mit attischem Helm nach r.

Zu diesen gesellt sich unter Severus Alexander

F. Brustbild mit Diadem im fliegenden Haar, Panzer und Mantel nach 1., vom Rücken gesehen, an der 1. Schulter der Schild, in der (nicht sicht- baren) R. die Lanze,

während die gordianische Zeit drei neue Typen

G. Kopf mit Widderhorn und Diadem im lang herabhängenden Haar nach r.

H. Brustbild mit Diadem im lang herabhängenden Haar, Panzer und (mit oder ohne) Mantel nach r., die Brust nach vorn

J. nacktes Brustbild mit Löwenfell nach r. liefert und unter Philippus

K. Brustbild mit Diadem im lang herabhängenden Haar und mit Schuppen- panzer nach r., auf der nach vorn gewendeten Brust Gorgoneion, an der 1. Schulter der Schild die letzte Bereicherung in dieser Hinsicht bedeutet.

Mit welchen Rs.-Darstellungen die einzelnen Vs. -Typen in den sechs Serien der autonomen Prägung kombiniert sind, zeigen die nachstehenden Tabellen:

Illa. (n. 459—491) Zeit des Elagabalus

1. Alexander nach r. stehend und den sich bäumenden Bukephalos bändigend

2. 1.

3. Reiter rechtshin sprengend mit eingelegter Lanze

4. zwei Tempelfronten, dazwischen Säule mit Kriegerstatue

5. zwei Tempelfronten A

6. Tisch mit zwei Preiskronen, darunter Amphora A

7. Tisch mit zwei Preiskronen A

8. Tisch mit einer Preiskrone (Halbstücke)

9. Bogen zwischen Keule und Köcher (Halbstücke)

Vorderseite

B

C

D

D

B

C

D

B

C

D

B

B

C

D

1 6 MAKEDONIA

Illb. fn. 492 525) erste Zeit des Severus Alexander ,

\ t;? j ji Vorderseite

1. Atliena Nikephoros nach 1. sitzend mit Lanze im 1. Arm A

2. Reiter reclitshin sprengend mit schrilg abwärts gerichtetem Speer A

3. ,, ,, eingelegter Lanze A

4. ,, emporgestreckter R A

5. Krieger rechtshin stehend und zurückblickend

a) mit Lanze in der R. und Parazonium im 1. Arm

b) mit Parazonium im r. Arm und Lanze in der L A

6. zwei Tempelfronten, dazwischen Siiule mit Kriegerstatue A

7. Tisch, darauf Beutel zwischen zwei Preiskronen A

8. Tisch mit zwei Preiskronen A

I. (n. 322 340) spätere Zeit des Severus Alexander

(231 nach Chr.)

1. Athena Nikephoros nach 1. sitzend mit Lanze im 1. Arm

2. Athena linkshin sitzend mit dem Kabir statt der Nike auf der R A

3. Makedonia nach 1. sitzend und von der gegenüberstehenden Nike den Kabir empfangend A

4. Makedonia und Nike zusammen eine Schale über einen Altar haltend

5. Makedonia mit dem Kabir auf der R. an einem Altar stehend, auf welchen Nike eine

Schale ausgiesst

6. Makedonia nach I. sitzend mit dem Kabir auf der R

7. Alexander nach r. stehend und den sich bäumenden Bukephalos bändigend

8. Reiter rechtshin sprengend mit erliobener R. (Adventus-Typus) A

9. Löwe nach r. schreitend, darüber Keule

ebenso (Halbstücke)

B

D

B

D

B

D

B

B

B

II. (n. 341 458) letzte Zeit des Severus Alexander

(231 235 nach Chr.)

1. Zeus nach 1. stehend mit Blitz und Scepter

2. Zeus linkshin thronend mit Schale und Scepter

3. Athena Nikephoros nach 1. sitzend a) mit Lanze im 1. Arm

b) ohne die Lanze

4. Athena Nikephoros nach r. sitzend

5. Athena mit Schale in der R. linkshin sitzend a) mit Lanze im 1. Arm

b) ohne die Lanze

6. Nike im rechtshin eilenden Zweigespann

7. Olympias auf einer Kline nach 1. gelagert mit der Schlange ihr gegenüber . . .

8. ,, nach 1. thronend und die vor ihr aufgerichtete Schlange fütternd . . . 9- » >. 1-. ,, . . .

10. Alexander nach r. stehend und den sich bäumenden Bukephalos bändigend . . .

11. 1. n n . . ,

12. Reiter mit eingelegter Lanze nach r., von Nike geführt (Profectio-Typus) . . . .

13. Reiter rechtshin sprengend und den Speer abwärts gegen einen Feind richtend . 14- .. .. .. .. » » >. Löwen

15. ,, ,, ,, ,, ,, ,, ,, ,, eine Schlange ,,

16. ,, ,, ,, und den Speer schwingend

17. Reiter mit schräg abwärts gerichtetem Speer nach r. a) sprengend

b) im Schritt

18. Reiter wie vorher, aber linkshin sprengend

19. Reiter mit eingelegter Lanze nach r. a) sprengend

b) im Schritt

B

D

E

B

D

E

B

D

B

C

D

E

D

B

D

B

D

E

B

D

E

B

D

D

B

D

E

B

B

D

B

D

E

D

B

D

E

B

C

D

E

MAKEDONIA

17

Vorderseite

20.

Reiter mit friissen(i erHoliener R nnrh r ^^vpntIIc_T'\'T->^lc^

cij sprengend

A

i\

D

D

TT- Ii.

b) im Schritt

ß

n

u

2 I

D

22.

,, Lanze und Parazonium nach r. sitzend und zurückblickend

B

23-

>> ,1 1, II linkshin stehend und zurückblickend ....

A

C

D

E

24.

II 11 II II 11 rechtshin ,, ,, ....

A

B

D

E

25-

Löwe nach r. schreitend, a) darüber Stern . .

A

B

D

b) darüber Keule

B

D

E

26.

Korb mit hervorkriechender Schlange nach r . . . .

A

B

D

E

27.

Löwe rechtshin schreitend (Halbstücke)

D

28.

Köcher zwischen Bogen und Keule ,,

D

2g.

D

E

IIIc. (n. 526—825) Zeit des Gordianus III.

I.

Zeus linkshin thronend mit Nike und Scepter

A

B

D

G

2.

A

3-

Athena Nikcphoros nach 1. sitzend a) mit Lanze im 1. Arm

A

15

D

A

B

D

4-

Athena mit Schale in der R. linkshin sitzend a) mit Lanze im 1. Arm . . . .

B

A

B

E

5-

Athena nach 1. sitzend mit dem Helm in der R

B

6.

Athena linkshin thronend und die um einen Ölbaum geringelte Schlange fütternd

A

D

7-

Dionysos mit Kantharos u. Thyrsos nach 1. stehend, zu Füssen der Panther . .

E

8.

A

B

E

9-

D

10.

A

D

II.

H

12.

Olympias linkshin thronend und die vor ihr aufgerichtete Schlange fütternd . .

A

B

D

G

13-

Alexander nach r. stehend und den sich bäumenden Bukephalos bändigend . .

A

B

D

14.

Reiter mit eingelegter Lanze im Schritt nach r. und ein Soldat zu Fuss . . . .

A

E

IS-

Reiter rechtshin sprengend und den Speer abwärts gegen einen Feind richtend

D

H

16.

M II II II II II II 1, II Löwen ,1

A

B

17-

,, nach 1. ,, ,, ,, ,, ,, ,,

D

18.

,, rechtshin ,, ,, ,, ,, ,, eine Schlange ,,

A

D

E

19-

mit eingelegter Lanze nach r. sprengend, begleitet von einem Hund . .

A

20.

A

B

21.

A

B

E

22.

nach 1. „II II 1,

D

H

23-

D

24.

A

B

D

E

A

B

25.

Reiter mit grüssend erhobener R. nach r. (Adventiis-Typus)

A

B

D

E

A

E

26.

Krieger mit Lanze und Parazonium linkshin stehend und zurückblickend . . .

A

B

D

27.

,, rechtshin stehend und zurückblickend

A

B

D

B

28.

A

B

D

E

29.

A

D

G

30.

B

E

Die antiken Münzen Nordgriechenlands HI.

i8

MAKEDONIA

Vorderseite

31. zwei Tempel im Profil einander gegenüber, dazwischen S

äule mit Kriegerstatue,

A

ß

E

B

B

H

33. zwei Tempel im Profil einander gegenüber, a) oben

zwei

A

D

b) unten

zwe

Preiskronen . . .

B

c) oben

eine

E

A

B

D

H

A

B

D

E

G

36. Tempel im Profil nach r. und ihm gegenüber Tisch

mit

zwei Preiskronen . .

D

H

37. Tisch, darauf Beutel zwischen zwei Preiskronen . .

A

B

D

A

B

D

E

A

B

D

E

H

B

B

D

E

Zweidrittelstücke

A

A

Halbstücke

B

B

E

D

E

E

E

D

Illd. (n. 826—859) Zeit des Philippus

Emissionen des Jahres 244

D

E

D

D

E

E

5. Reiter mit grüssend erhobener R. nach r. (Adventus-Typus)

D

E

E

B

7. I.öwe nach r. schreitend, darüber Keule A

D

E

E

B

D

II. Tisch mit zwei Preiskronen

D

Emissionen des Jahres 246

3. Schrift im Kranz . .

A

D

MAKEDONIA

19

Der behelmte Alexanderkopf (E), wel- cher anfangs dem Halbstück vorbehalten ist und dessen alleinigen Vs. -Typus bildet (vgl. Illa, 8. 9), erscheint seit Severus Alexander auch für das Ganzstück ver- wendet (vgl. I, I. 6 u. die folgenden Ta- bellen). Ebenso werden die umgekehrt ursprünglich nur für dieses bestimmten Vorderseiten D und B später Gemeingut beider Nominale (vgl. II, 27 29 und IIIc) und mit dem Typus A in der gordiani- schen Zeit sowohl Ganz- wie -/s-Stücke ausgestattet. Der linkshin gewendete Kopf C spielt unter Severus Alexander nur noch eine ganz untergeordnete Rolle, um sodann völlig zu verschwinden. Wie zu ihm das Brustbild F eine Erweiterung bedeutet, so sehen wir in der Zeit des Gordianus A und D vervollständigt zu den Brustbildern H und J, deren ersteres als gemeinsamer Vs. -Typus aller drei Nomi- nale in Gebrauch genommen wird.

Auf der Rückseite der autonomen Pro- vinzialmünzen finden sich aus dem Kreise der Götter dargestellt Zeus, Athena, Dio- nysos und Nike (vgl. z. B. Taf. IV, 20 25). Besondere Erwähnung verdienen hier die unbedeckten Hauptes nach 1. sitzende Athena mit dem Helm in der vorgestreck- ten R. (Taf. IV, 23) sowie das Münzbild, auf welchem die Göttin, nach 1. thronend, die um einen Ölbaum geringelte Schlange aus einer Schale füttert (Taf. IV, 21).

Den makedonischen Nationalheros Herakles zeigt uns ein Stempel beim Kampfe mit dem kretischen Stier (Taf.

') In den obigen Tabellen sowohl wie im Münz- katalog (unten S. 94fg.) ist aus Zweckmässigkeits- gründen die Bezeichnung »Reiter« für den be- rittenen u. »Krieger« für den unberittenen Kö- nig vorgezogen worden. Vgl. auch S. 20, Anm. i. ^'S^- Diodor. XVII, 76, 6: yufj.vö; 5'wv (sc. der Bukephalos) sti töv rtuXoOajj.aaxrjv [ao'vov T:po3-

IV, 32), ein anderer in der farnesischen Ruhestellung innerhalb einer aedicula (Taf. IV, 33), welche auf dem zugehörigen Halbstück (n. 814) fortgelassen ist. Ein Löwe mit Keule darüber (z. B. Taf. V, 8) weist auf des Helden bekannteste »Arbeit« hin, und seine Waffen bilden den bevor- zugten Rs. -Typus des Halbstückes (z. B. Taf. V, 14 u. 15).

Überaus zahlreich sind, wie sich von selbst versteht, die Münzbilder, denen Alexander der Grosse als Vorwurf dient. In heroischer Nacktheit ist der König dargestellt bei seinem Abenteuer mit dem Bukephalos (z. B. Taf. IV, 34). Sonst wird er regelmässig als Krieger charakterisiert. Panzer, Stiefel, flattern- der Mantel und ein Speer in der R. sind die typischen Attribute für seine Wieder- gabe zu Pferde.') So sehen wir ihn auf der Löwenjagd, ferner im Begriff eine Schlange zu erlegen oder begleitet von einem Hunde (n. 560), sowie endlich ohne jedes Beiwerk (z. B. Taf V, 4. 5). Dass auch im letzteren Falle mit dem speer- bewaffneten Reiter Alexander der Grosse gemeint ist, beweist das gelegentlich (n. 563. 566,1-3. 566a. 644—646) durch zwei herabhängende Zipfel kenntlich gemachte Pantherfell (z. B. Taf. V, 4), welches dem Könige ebenso auf den beiden Gold- medaillons von Tarsos (n. 872. 873; vgl. auch n. 724 726) als Schabracke dient und offenbar zu der von Diodor^) er- wähnten ßaaiXixYj axcUT] [regms instratus bei Plinius) gehörte. Ganz ausnahms-

eSs^fexo, tu/_ujv tt;? ßacjiXtx^s a-z-euTj; oüSe ToÜTov £Tt TTfiooteto, (jiovoj Ss 'AÄegdv6puj TiCipiaxaTO xoti a'JY"'ta8f£t xo a(I)|xa Tipö? xr]v ctvdßaaiv. Plinius nat. hist. VIII, 42, 64, 154: neminem hic (i. e. der Buicephalos) alrnm quam Alexandrmn regio instratu oruatus recepit in sedem, alias passim recipiens.

2*

20

MAKEDONIA

weise ist auf einem Rs.- Stempel (n. 707 = n. 729) Alexander behelmt, und in einer stilistisch besonders schönen Darstellung (n. 723), welche unter dem Pferde einen am Boden sitzenden Verwundeten hinzu- fügt, trägt der König am 1. Arm einen Schild, während der Mantel fehlt. Als ruhender Krieger erscheint Alexander der Grosse ganz vereinzelt nach r. oder nach 1. sitzend mit aufgestütztem Speer in der einen und Parazonium in der anderen Hand (n. 393. 393 a). Etwas häufiger ist der Typus des stehenden Kriegers mit Lanze und Parazonium (z.' B. Taf. V, 7), ohne Zweifel eine schematische Wieder- gabc des Standbildes, welches dem Könige zu Beroia auf hoher Säule errichtet war (s. unten S. 21).

Alexanders Mutter Olympias zeigt uns ein Rs.-Stempel (Taf. IV, 35) auf der Kline liegend mit einer auf sie zu kommen- den Schlange. Derselbe Gedanke an die Sage von Alexanders Erzeugung liegt jedenfalls auch dem Münzbild zu Grunde, welches die Königin in dem konven- tionellen Hygieia-Schema nach r. oder 1. thronend und die vor ihr aufgerichtete Schlange aus einer Schale fütternd dar- stellt (z. B. Taf. IV, 26. 27).

Von besonderem Interesse sind die Illustrationen zur Zeitgeschichte. Den Adventus-Typus, der uns bereits auf Münzen des Severus Alexander und des Philippus begegnete (oben S. 12), weisen die autonomen Parallelemissionen nicht nur unter diesen beiden Kaisern auf, son- dern auch in der Zeit des Gordianus

(z. B. Taf. V, 6), wodurch die oben (S. 14) ausgesprochene Ansicht, dass letzterer im Jahre 242 Makedonien besuchte, eine Stütze erhält. Bezüglich der Profectio- Darstellung (Taf. V, i) ist schon anlässlich ihres Erscheinens auf einer dem gleichen Rs.-Stempel entstammenden Münze des Severus Alexander bemerkt worden (S. 1 2), dass sie des Kaisers Auszug in den Perser- krieg feiert. Seinen Sieg über Artaxerxes verherrlicht die Gruppe des einem speer- bewaffneten Reiter') unterliegenden Persers (Taf. V, 3), deren Wiederholung unter Gordianus (n. 705) offenbar mit dessen Feldzug gegen Sapor zusammenhängt.

Hierher gehören auch die OMONOIA- Typen n. 326 336 (z. B. Taf. IV, 28—31). Sie illustrieren eine Einigung zwischen der Provinz Makedonien und der ausser- halb des xoivov stehenden civitas libera Thessalonike, und da diese Münzen den Übergang bilden von gewissen spärlichen Emissionen mit xoivov Maxeoovcuv zu der Prägung mit xotvov Mazaoovtuv vew/opwv, so liegt es überaus nahe, jene OMONOIA und das Wiedererscheinen des Neokorie- titels miteinanderin Verbindung zu bringen. Wenn man beachtet, wie die Makedonen sich unter Macrinus beeilten, den beroi- ischen Neokorietitel, zu dessen Führung der Kaiser sie ermächtigt hatte, schleunigst auf den bereits fertigen Stempeln nach- zutragen (s. oben S. 13), so ist klar, dass sein anfängliches Fehlen auf den Emis- sionen des Jahres 231 einen besonderen Grund haben muss. Offenbar ist also jenes Privilegium, als in dem genannten Jahre

') Von dem oben beschriebenen Alexandertypus unterscheidet sich dieser Reiter nur durch einen Lorbeerkranz im Maar, der ihn als den Kaiser cliarakterisiert. Auf der siiäteren Münze (n. 705) ist wegen ihrer mangelhaften Erhaltung der Kranz

nicht mit Sicherheit festzustellen. Das gleiche trifft für viele Exemplare mit dem Adventus- Typus zu, von welchem indessen anscheinend auch Stempel ohne das genannte Attribut vor- liegen.

MÄKEDONIA

die zugleich mit dem Erlöschen der Ela- gabalus-Neokorie sistierte Prägung auto- nomer Münzen vom Statthalter wieder zugelassen wurde, nicht zur Erneuerung gelangt. Dies geschah höchstwahrschein- lich auf Betreiben der freien Stadt Thessa- lonike, von deren heftiger Rivalität gegen- über der Provinz und ihrer Metropolis uns sichere Beweise vorliegen. Beide Parteien haben dann vermutlich die An- wesenheit des Severus Alexander im Jahre 231 benutzt, um in ihrer Streitfrage eine kaiserliche Entscheidung herbeizu- führen, und diese wird durch die in Rede stehenden OMONOIA-Typen gefeiert. Sie gab der Provinz das Recht zurück, ihre Münzen fortan wiederum mit dem beroi- ischen Neokorietitel zu schmücken, den man denn auch nicht versäumte auf be- reits fertigen Stempeln mit einfachem xotvov Maxsoovtüv eiligst hinzuzufügen (vgl. besonders n. 352; 364,4; 375,1; 389; 417; 425; 444 a).

Es bleiben als letzte Gruppe noch die Neokorie -Typen kurz zu besprechen. Sie finden sich ausschliesslich auf Emis- sionen mit B vswxopoc, also unter Elaga- balus (Illa, 4 8) sowie in der ersten Zeit des Severus Alexander (Illb, 6—8) und dann wieder unter Gordianus (IIIc, 31 40; 4) und Philippus (Illd, 9— 11; 2). Ihr auffälliges Fehlen in der späteren Zeit des Severus Alexander (I. II) hängt vermutlich mit dem Erlöschen der Elagabalus- Neo- korie zusammen, wie umgekehrt ihr starkes Hervortreten unter Gordianus sich ohne Zweifel aus der Verleihung einer Neokorie dieses Kaisers an Beroia und der hiermit in Verbindung stehenden Stiftung der 'OXop-ma erklärt. Der Name des neuen Festes, den wir schon oben (S. 13) auf einer Gordianus - Münze (n. 320) lasen,

schmückt mehrfach auch die autonomen Parallelemissionen (n. 795 800), einmal (n. 801) noch mit dem prunkenden Zusatz 'AXscavopta, aus welchem hervorgeht, dass in Makedonien Kaiser- und Alexanderkult eng miteinander verknüpft waren. Bildlich kommt dies zum Ausdruck in der Kom- position (z. B. Taf. V, 9), welche zu den beiden Ncokorietempeln auf einer Säule die Figur des Königs gesellt, die wir be- reits als selbständigen Münztypus kennen lernten (oben S. 20). Wie bei dem letz- teren der Wechsel des Rhythmus und die gelegentliche Vertauschung der Attribute beweisen, dass es den Stempelschneidern nicht um eine genaue Kopie der Statue zu tun war, so sehen wir auch die Neo- korietempel in freier Variation mit je 7, 6, 5, 4 oder 3 Säulen ausgestattet. Auf die mit den beidenNeokorien verbundenen d^Svss tspoi, deren einer seit dem Jahre 242 den schon erwähnten Namen'ÜAu'j.TTtot führt, weisen die zwei je einen Palmzweig ein- schliessenden Preiskronen hin, welche bisweilen über oder unter den Tempeln hinzugefügt sind. Sie werden gelegent- lich (n. 799. 800) auch allein als Präg- bild verwendet, während ihre Darstellung auf einem Tisch ein besonders beliebter Typus ist, den mitunter ein Beutel zwischen den Kronen oder eine Amphora am Boden (z. B. Taf. V, 12) vervollständigen. Mit nur einer Preiskrone statt der Zweizahl begnügen sich die Halbstücke n. 489. 490 der elagabalischen Zeit sowie drei Stempel eines unter Gordianus beschäftigt ge- wesenen Künstlers, n. 679, n. 680 [= 788, 1.2] und n. 681 [=316], deren zwei letz- tere ausserdem auch den sonst nur ganz vereinzelt (n. 743. 744) wegen Raumman- gels unterdrückten Palmzweig innerhalb der Krone fortlassen.

22

MAKEDONIA

Während für die Reihe der Kaiser- münzen das Philippus-Stück mit der Jahres- zahl €0C (275 der aktischen Ära = 244 nach Chr.) den Abschluss bedeutet, ist die autonome Prägung zwar zur gleichen Zeit eingestellt worden, aber erst zwei Jahre später definitiv erloschen. Ihre letzten Aus- läufer sind die unter n. 856 859 beschrie- benen Emissionen, deren Erscheinen mit der Wiederkehr des Olympienfestes im Jahre 246 zusammenhängt, wie aus der Beischrift OAYNniA -B« auf der Rs. von n. 856 hervorgeht.

Mit den autonomen makedonischen Provinzialmünzen sind in mehrfacher Be- ziehung aufs engste verknüpft

die Prägungen der Metropolis Beroia, weshalb es sich empfiehlt, dieselben an jene unmittelbar anschliessend sowohl im Münzkatalog (S. 189 fg.) zu verzeichnen wie hier kurz zu betrachten. Sie zerfallen in drei stilistisch sich scharf unterscheidende Gruppen, welche ohne verbindende Uber- gänge einander folgen. Die hieraus sich ergebende Vermutung, dass der Metropo- lis nur aus drei bestimmten, je durch ein zeitliches Intervall getrennten Anlässen das Münzrecht vorübergehend bewilligt worden ist, wird in überraschender Weise bestätigt durch die Resultate einer ge- naueren Vergleichung der beroiischen Emissionen mit dem autonomen Pro- vinzialgeld.

Was zunächst die erste Gruppe (n. 860 863) betrifft, so stammt die Vs. n. 860 unverkennbar von der Hand desselben Stempelschneiders wie die Provinzial- münze n. 798a, deren Rs. die Beischrift OAYMTTIA trägt. In dem gleichen Ver- A'. Kopf mit Diadem im lang her

hältnis steht der Vs.-Stempel n. 868 [= 869] der dritten Gruppe (n. 865 871) zu dem- jenigen der Provinzialmünze n. 856 mit OAYNTTIA -B- auf der Rs., während für die zweite Gruppe (n. 864) die beigefügte Jahreszahl €0C analoge Feststellungen erübrigt. Die laut ihrer Rs.-Aufschrift xoivov Maxioovfuv ß vicuxopouv »zum make- donischen Landtagsfest« geprägten Emis- sionen von Beroia verteilen sich also auf drei besonders glänzende Veranstaltungen dieser Art, deren Schauplatz natürlich die Metropolis selbst als der sakrale Mittel- punkt des XOIVOV gewesen ist. Die Stadt erhielt das Münzrecht zum ersten Male im Jahre 242 anlässlich der in Gegenwart des Gordianus gefeierten 'OXu[j.Tria, sodann im Jahre 244 bei Gelegenheit der zu Ehren des anwesenden Philippus ver- anstalteten Festlichkeiten und ein letztes Mal endHch im Jahre 246 zur Wiederkehr der 'OXufjLTTia, deren von der Iterationszififer B begleiteter Name denn auch auf einem Rs.-Stempel (n. 871) beigefügt ist.

ImDurchmesser und Gewicht stimmen diese städtischen Prägungen mit den pro- vinzialen jeweils genau überein. Sie wurden von einer und derselben Stempelschneider- gesellschaft geliefert, die sich mehrfach identischer Vs.-Stempel für beide Auftrag- geber bediente und sogar einen ursprüng- lich für Beroia angefertigten Rs.-Stempel nach flüchtiger Tilgung des Stadtnamens zur Herstellung von Provinzialmünzen (n. 644) weiterverwendete.

Der Kopf Alexanders des Grossen erscheint auf den beroiischen Emissionen in den fünf Variationen (A E), mit denen die autonome Provinzialprägung eröffnet wurde (s. S. 15). Als neu tritt im Jahre 246 hinzu die Vorderseite ahängenden Haar nach links.

MAKEDONIA

23

Mit welchen Rs. -Darstellungen diese 6 Typen in den einzelnen Gruppen gepaart vorliegen, zeigt die nachstehende Tabelle.

I. (n. 860—863), Emissionen des Jahres 242

1. Hygieia linkshin thronend und die Schlange fütternd

2. Krieger mit Lanze und Parazonium nach 1. stehend und zurückblickend

3. zwei sechssäulige Tempel im Profil einander gegenüber

II. (n. S64), Prägung des Jahres 244

4. Jüngling mit Peitsche nach 1. an einem Altar opfernd; links Tisch mit zwei Preis-

kronen und in dessen Hintergrund Säule mit einer Amphora

III. (n. 865 871), Emissionen des Jahres 246

5. Reiter rechtshin sprengend und den Speer schwingend A

6. ,, ,, mit eingelegter Lanze

7. ,, nach 1. sprengend mit abwärts gerichtetem Speer

8. zwei vicrsäulige Tempel im Profil einander gegenüber A

9. zwei Preiskronen A

ebenso (Halbstücke)

Vorderseite D

A'

Das Münzbild i (z. B. Taf. XI, 25) unterscheidet sich von der ganz ähnlichen Komposition auf dem Provinzialgeld (z. B. Taf. IV, 27) dadurch, dass die Schlange sich auf einem Korb emporringelt und die Thronende nicht verschleiert ist. Dem- nach dürfte hier Hygieia gemeint sein, während dort der Schleier diese Deutung ausschliesst und in der Figur vielmehr die Königin Olympias, Alexanders Mutter, erkennen lässt. In genauer Übereinstim- mung mit den Provinzialmünzen stellen die beroiischen Emissionen Alexander den Grossen als Krieger dar, und zwar sowohl ruhig stehend (2) wie auf galoppierendem Pferde (5-7). Auch die Neokorie-Typen (3. 8. 9.) sind Gemeingut beider Münzreihen. Der angesichts der Siegespreise opfernde Jüngling (4) wird durch die Peitsche, die er im 1. Arm hält, als Teilnehmer am Wagenrennen charakterisiert. Es haben

also die im Jahre 244 zu Ehren des an- wesenden Kaisers Philippus veranstalteten Festlichkeiten auch die iTnroopoui'ot einge- schlossen, und die so bedeutsam nicht, wie sonst, am Boden unter dem Tisch, sondern die Kronen überragend auf einer Säule aufgestellte Amphora ist vielleicht der vom Kaiser selbst gestiftete Preis gewesen, welcher dem Sieger in diesem glänzenden Agon winkte.

Dass die beroiischen Münzen auf der Rs. (in verschiedener Abkürzung) die Auf- schrift xoivov Max£§6vü>v B vewxopwv tragen, ist bereits bemerkt worden.^) Sie unter- scheiden sich also von dem Provinzialgeld einzig und allein durch den beigefügten Namen der prägenden Gemeinde. Dieser lautet in der I. Gruppe B€POienN, dage- gen auf dem Rs.-Stempel des Jahres 244 B€PAinN und im Jahre 246 B€POIAinN. Daneben erscheint in der letzten Gruppe

') Auf dem Halbstück n. 871 ist, offenbar nur wegen Raummangels, der sonst nie fehlende Neokorie- titel fortgelassen. Wahrscheinlich indessen sollte das so augenfällig im Feld angebrachte ß nicht nur als zu GAYNHIA gehörig Geltung haben.

sondern konnte in Verbindung mit dem Münz- bild der zwei Preiskronen zugleich auch als Neo- koriezifTer verstanden werden, zumal dieselbe häufig zwecks stärkerer Betonung in dieser Weise von der Umschrift losgelöst zu werden pflegte.

24

MAKEDONIA

auch die Formel CiyB€POIA, die ihre Ana- logie findet in dem sv (IhXin-KrtTzrAti auf den Emissionen, welche die Metropolis der Nachbarprovinz »/oivov Opaxwv 'AXscotv- Spta«, d. h. zu den als thrakisches Land- tagsfest gefeierten Alexanderspielen ver- anstaltete.')

^Vls Anhang zu den eigentlichen Münzen im engeren Sinne sind unter n. 872 902 münzähnliche geprägte Gold- und Silberstücke beschrieben, die, wenn auch vielleicht nicht sämtlich, so doch zum weitaus grössten Teil makedonischen Ursprungs sein dürften. Ihrem Stil nach gehören sie in das 3. Jahrhundert nach Chr., und mehrfach ist ein Zusammen- hang mit dem autonomen Provinzialgeld unverkennbar.

Dies gilt ausser für n. 876 und 884 ganz besonders auch für die grossen Gold- medaillons n. 872. 873. Nicht nur ähnelt die Löwenjagd-Darstellung ihres gemein- samen Rs.-Stempels auffallend der gleichen Gruppe auf der Emission n. 419, sondern auch der Alexanderkopf auf der Vs. von n. 872 mit den wie Kammzinken angeord- neten Lockenspitzen des fliegenden Haares findet eine überraschende Parallele z. B. in dem Vs.-Stempel n. 618, 1-3 [=660 = 667, 1.2 = 694]. Hiernach kann es kaum einem Zweifel unterliegen, dass die Me- daillons in Makedonien, und zwar zur Zeit der autonomen Provinzialprägung entstan- den sind.

Aber es lässt sich noch ein viel enge- rer Zusammenhang feststellen. Der Zweck

') Vgl. z. B. London Cat. Tauric Chersonese etc. 166, 37 fg.

^) Dies hat R. Mowat, Revue num. 1903, 25 fg., richtig erkannt. Die Schlüsse aber, welche er

jener prunkvollen Schaustücke war, bei festlichen Agonen als Siegespreise zu dienen'^), und Typen nebst Beischrift weisen deutlich auf eine dem Andenken Alexanders des Grossen geweihte Ver- anstaltung hin. Nun knüpfte der pro- vinziale Kaiserkult des xoivov M'axEOovcuv an den Kult Alexanders des Grossen an (s. oben S. 21), so dass die beroiischen 'OXoiiTcia geradezu als 'AXscavopia bezeichnet werden konnten, wie ja auch des Königs Porträt der ständige Vs. -Typus der auto- nomen Landtagsfestmünzen ist und seine mannigfachen Darstellungen in ganzer Figur zu deren bevorzugtesten Rs. -Bildern gehören. Man dürfte daher nicht fehlgehen mit der Annahme, dass es gleichfalls das makedonische xoivov-Fest gewesen ist, für welches jene kostbaren Siegespreise be- stimmt waren.

Dass jedoch solch verschwenderischer Luxus alljährlich entfaltet wurde, ist wenig wahrscheinlich. Vielmehr werden wir zu seiner Erklärung nach einem besonderen Anlass suchen müssen. Auch hierfür ge- ben uns die Münzen einen Fingerzeig. Un- verkennbar bildet die Regierungszeit des Elagabalus für die makedonische Provin- zialprägung des 3. Jahrhunderts den be- deutsamsten Wendepunkt, Unter diesem Kaiser beginnt die üppige Reihe der auto- nomen Emissionen und auf seinen Münzen nehmen die Darstellungen Alexanders des Grossen sowie die Neokorietypen ihren Anfang. Ohne Zweifel hängt dies alles zusammen mit der Einrichtung der be- roiischen Elagabalus-Neokorie, deren d-^tuv lepos, wie später die gordianischen 'OXu[i-

aus dem Fundort der Medaillons zieht, sind hinfällig und brauchen nach dem oben Aus- geführten hier nicht im einzelnen widerlegt zu werden.

MAKEDONIA

25

TTtct (s. oben S. 21), mit dem Landtagsfest des betreffenden Jahres verschmolzen wurde und diesem natürlich einen er- höhten Glanz verlieh. Da nun Elagabalus nur 37j Jahre Kaiser war und nach seiner Ermordung der damnatio memoriae ver- fiel, hat eine Wiederholung des ihm ge- weihten pentaeterischen Agons kaum stattgefunden, und so dürften denn jene Goldmedaillons sich mit hoher Wahr- scheinlichkeit der Stiftungsfeier desselben zuschreiben lassen. Bei dieser Annahme findet auch die Wahl des bärtigen Brust- bildes von n. 874, das Th. Schreiber mit Recht als idealisiertes Caracalla- Porträt deutet,') ihre sehr einfache Erklärung. Als angeblicher Alexander redivivus') und Vater des regierenden Kaisers bildet Cara- calla das Bindeglied, welches letzteren mit dem grossen König (n. 872) und noch weiter hinauf mit dem makedonischen Nationalheros Herakles (n. 873) verknüpft, und die Trias der drei Medaillon -Vorder- seiten legitimiert also gewissermassen die Einführung des Elagabalus -Kultes, der

1) Vgl. Abbandlungen der philologisch-historischen Klasse der Kgl. Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften 21, 3 (1903), 190 fg. An Caracalla denkt auch R. Mowat, Revue num. 1903, 22.

-) Vgl. Dio LXXVII, 7, 2: y.od oüoe Taöxa f/evtot oÜTtjj (sc. dem Caracalla) i;Y)p/.eatV, akXä vm

xal x^ ßouXijj eypa'iev Sxt aöjjj.« auOis

fortan offiziell zu der altgewohnten Ver- ehrung Alexanders und seines mythischen Ahnherrn hinzutreten sollte.

Als agonistischer Siegespreis ist mög- licherweise auch dasTaf. IV, i abgebildete Goldmedaillon n. 875 aufzufassen, während die zahlreichen kleinen, zum Teil einseitig geprägten Gold- und Silberstückc wohl als Schmuck'^) oder Talisman zu dienen be- stimmt gewesen sind. Von den gleichzei- tigen Münzen unterscheidet sie das stän- dige Fehlen des Punktkreises und die Be- sonderheit, dass die Aufschrift, soweit eine solche hinzugefügt ist, nicht, wie bei jenen, im Bogen sich um das Prägbild zieht, sondern durchweg geradlinig ange- ordnet steht. Sie hat ihren Platz regel- mässig auf der Rs. und beschränkt sich, von n. 880 mit der Olympias abgesehen, auf den Namen Alexanders des Grossen, im Genitiv oder vereinzelt (n. 872. 873. 875, wo der König selbst dargestellt ist) auch im Nominativ, bei den drei grössten Stücken (n. 872 874) noch mit dem Kö- nigstitel davor.

xoü A'jyo'jaxo'j eJaTjXSsv, ?va, siretSr) (SXi'yov toxe ypdvov Ißi'u). TcXei'ova au9t? oi' Ixefvou Cti^j]. ') Bei einzelnen Exemplaren(n. 878. 881.883.901, 1.2. 902) lässt die Beschaffenheit des Randes noch deut- lich erkennen, dass sie gefasst waren. Auch die auf- fallend häufige, sichtlich vom Rand ausgehende Be- schädigung der Schrötlinge (n. 885 888. 890. 892 894.896.897.899) ist vermutlich auf ungeschick- tesHerausbrechen aus einerFassung zurückzuführen.

Makedonia unter Philipp V. und Perseus

(Prägezeit: c. 185 168 vor Chr.)

I. Ohne Distriktsbezeichnung (P'donis?), Prägestätte vermutlich Amphipolis

1

S15

2

S 15

1*

G 10

2* S 12

MA KE

und dazwischen Keule mit dem

Tetrobolcn (n. i 12)

Makedonischer Helm nach 1. mit herabhängenden Seitenklappen. Im Felde

1.

±

r. AI

Blitz (wagerecht)

Griff nach 1., von einem Linien- kreis umgeben, in der Mitte eines makedonischen Rundschildes, dessen Rand mit (^55 und , sechs- mal abwechselnd, verziert ist

Gewicht: 2,58(2) 2,54(3) 2,52(6.7) 2,50(1, abgenutzt, mit Öse) 2,41 (5, beschädigt) 2,40(8, beschädigt) 2,13(4, beschädigt) I Amsterdam 2. 3 Athen (Fund von Grammenon) 4. 5 Berlin Cat. 9, 3. 4; Zeitschr. f. Num. 20 (1897), 170 fg., VI, 9 (die Rs. von 5) 6 Löbbccke 7 München; Sestini descr. 84,3 (ungenau) 8 Wien. 1| 9 Goltz Graecia XXII, i (die Monogramme ungenau) [Haverkamp algem. historie 2 (1737), XLI, 8; Gcssner num. pop. 291,9, XLI, 9]. (Die Vs. von 6 ist aus demselben Stempel wie die von n. 6, 8.)

Derselbe Helm findet sich auf Bronzemünzen der Amphaxitis, unten n. 111-114.

Ebenso Ebenso, aber als 3. Monogramm

(r.)

Gewicht: 298(1) 2,62 (10, subaerat) 2,57(5) 2,55(7)

2,51(4) 2,46(2) 2,45(3) 2,41(8) 2,37(6)

I Athen Cat. 1222a 2. 3 Athen (Fund von Grammenon) 4 Berlin Cat. 9, 5; Zeitschr. f. Num. 20 (1897), VI, lo (die Rs.) 5 Imhoof 6 Klagenfurt 7 Löbbecke 8 Lon- don Cat. 9, 12 9 Philippopel 10 Wien. (4 und 7 sind aus denselben Stempeln.)

Kopf des jugendlichen Dionysos mit Efeu 1 Kopf eines Silens von vorn im vertieften nach r. I Quadrat

I Pellerin recueil i, 176, XXIX, i (vermutungsweise unter Makedonia) 2 Eckhel cat. 82, i Die Richtigkeit der Zuteilung bezweifelt Eckhel später selbst (d. n. v. 2, 61) und ebenso Sestini class. gen. 2 (1797), 25. Die Münze ist eine kleinasiatische Hekte und neuerdings von Wroth nach Lesbos gegeben worden, vgl. London Cat. Troas, Aeolis and Lesbos 164, 77, XXXIII, 20.

Jugendlicher Kopf nach r. | MA in 2 Feldern eines Rades mit 4 Speichen

I Beger thes. Brand. 1,481 Abb. [Gessner num. pop. 290,5, XLI, 5] 2 Gessner num. pop. 290, 5*, XLI, 5*; Cat. Pfau (1745) S. lo 3 Froelich notit. elem. 143 (nur Rs.) 4 Wise num. Bodl. 6 5 Cat. Bentinck 2, 1007 (sämtlich unter Makedonia) Wie schon Sestini class. gen. 2 (1797), 3. 25 bemerkt hat, gehören diese Münzen nach Massalia.

MAKEDONIA UNTER PHILIPP V. UND PERSEUS

27

[Ohne Distriktsbezeiclmung]

Ebenso Derselbe Helm, im Feld

I. M r. /Vt

± Dreifuss

Abbildung der Vs. (7)

Gewicht: 2,63(1) 2,58(2) 2,53(3) 2,50(14) 2,49(15) 2,48(6) 2,45(7) 2,44(12) 2,40(10) 2,38(5) 2,37(4) 2,34(11) 2,32(13)

Abweichungen: Rs. d;is erste Monogramm (I. oben) unvollständig 13 undeutlich II. 12 das dritte Monogramm (r. oben) unvollständig 5. 8 undeutlich 9 1-4 Athen (Kund von Grammenon) 5 Berlin Cat. 9, 7; Zeitschr. f. Num. 20 (1897), 170 fg., VI, II (die Rs.) 6 Bologna Bibl. 7 Imhoof 8 Kiew 9 Kopenhagen 10 Löbbccke 11. 12 London Cat, 9, 13. 14 13 München; Sestini descr. 84, 2 14. 15 Paris. (Die Vs. von 5 ist aus demselben Stempel wie die von n. 5, i. 5.)

Ebenso Derselbe Helm, im Feld

1. Z r.

± Dreizack (nach I.)

Gewicht: 2,97(23) 2,75(19) 2,69(1) 2,58(8) 2,55(2)

2,51(3) 2,49(9, gelocht) 2,48 (4; 22, gelocht) 2,46(11) 2,40(5.6.13) 2,33(7, beschädigt) 2,30(10.16) 2,27(14) 2,23(17) 2,14(18) Abweichungen: Rs. das dritte Monogramm (r. oben) unvollständig 8. 9. 18 1-5 Athen (Fund von Grammenon) 6. 7 Berlin Cat. 9, i. 2; Zeitschr. f. Num. 20 (1897), 170 fg., VI, 12 (die Rs. von 6) 8 Gotha 9 Haag lo Hunter Cat. 350, 1 11 Im- hoof — 12 Kopenhagen 13 Löbbecke 14 London Cat. 9, 11 Abb.; Num. chron. 1880, 56, IV, 12 (die Rs.) 15 Odessa Univers. 16. 17. 18 St. Petersburg 19 Venedig Museo civico 20 Dr. Weber 21 Weiss 22 Wien. || 23 Bompois Maced. 75, i, I, 4, vielleicht = Cat. Bompois 667 (hier 2, logr angegeben)

Ebenso Ebenso, aber als 3. Monogramm

(r.) ^

Gewicht: 2,60(1) 2,45(2) _ 2,43(4) 2,37(7) 2,25(5)

I Athen (Fund von Grammenon) 2 Mcletopulos 3 Myron 4. 5 St. Petersburg 6 Tsiburakis 7 Windisch-Grätz Cat. 5 (1899), 45, 699. (Die Vs. von i und 5 sind aus demselben Stempel wie die von n. 3, 5.)

Brustbild der Artemis mit Stephane, Kocher 1 MA 1. oben. Hirsch nach r. stehend. I'kr. und Bogen nach r. Pkr. I

I Beger thes. Brand. 1,481 Abb. [Gessner num. pop. 290,26, XL, 26] unter Makedonia Die Münze, jetzt im Berliner Kabinett, hat auf der Vs. A|r und ist von Masikytes in Lykien.

Behelmter bärtiger Kopf nach r. Pkr. M|A zu den Seiten einer Keule mit dem

Griff nach unten. Das Ganze im unten ge- bundenen Lorbeerkranz. Pkr. I Gessner num. pop. 290, 26, XLVII, 39 (unter Makedonia)

Die Münze war jedenfalls nicht gut erhalten; sie hat in Wirklichkeit auf der Vs. den lorbeerbekränzten Kopf des bärtigen Herakles, auf der Rs. A]A und gehört nach Lake- daimon.

28

MAKEDONIA

6

s 15

1

s 15

Taf. I,

8 S 15

9

S 14

[Ohne Distriktsbezeichnung]

Ebenso Derselbe Helm, im Feld

1. E r. AI

i Stern (mit 8 Strahlen)

Gewicht: 2,60(5) 2,59(1) 2, 58 (4, gelocht) 2, 50 (2) 2,49 (3)

2,46(10) 2,36(8) 2,31 (7, Krh. m.) 2,15 (6- Erh. gut, gelocht) I. 2. 3 Athen (Fund von Grammenon) 4 Leake Europ. Gr. 65 5 Löbbecke 6. 7 München, eines davon bei Sestini descr. 84, i ungenau 8 Paris; Mionnet i, 452, 2; Cousincry voyage i, III, 9 (ungenau); Zeitschr. f. Num. 20 (1897), I7ofg., VI, 13 (die Rs.) 9 Parma 10 Ward Cat. (1901) 57, 372, IX, 372. (Die Vs. von 8 ist aus demselben Stempel wie die von n. i, 6; die Rs. von 5 und 8 sind stempelgleich.)

Ebenso Ebenso, aber als 3. Monogramm

(r.)

Abbildung der Rs. (6)

Gewicht: 2,58(2) 2,53(6) - 2,50(7) 2,42(8) 2,35(4)

2,12(11) 1,77(5. Erh. schl.) 1,69(1) 1,35(3- subaerat) Abweichungen: Rs. das erste Monogramm (1. oben) E !• 5 das zweite Mono- gramm (1. unten) l das dritte Monogramm (r. oben) unvollständig 1.4. 5 der Stern mit nur 7 Strahlen I I Athen (neue Erw.) 2 Athen (Fund von Grammenon) 3 Bologna Bibl. 4 Dresden 5 Gotha 6 Imhoof 7 Löbbecke 8 Paris; Mionnet i, 452, i 9 Parma lo Sophia II Dr. Weber. II 12 Sestini mus. Hederv. 92,3

Derselbe Helm, im Feld r. £

Stern (mit 8 Strahlen) 2,12(3) 1,92(4)

Ebenso

' 1. A A\

Gewicht: 2,50(8) 2,43(1) 2,13(2.5) 1.91 (7) 1,85 (6, Erh. schl.)

Abweichungen: Rs. der Stern mit nur 6 Strahlen 3 I Berlin Cat. g, 6 2 Löbbecke 3 London Cat. 9, 15 ungenau 4 Neapel Santang. Cat. 9959 5 Paris; Mionnet S. 3, I, 2 6 Paris 7 Turin Mus. Cat. 2170 Lavy 1109 8 Wien. (Die Vs. von i und 3 sind stempelgleich.)

Dieselben 3 Monogramme mit dem gleichen Beizeichen kehren auf Didrachmen und Drach- men des Perseus wieder; vgl. die Einleitung S. 2.

Ebenso Derselbe Helm, im Feld

1. "fr r. K

A Stern (mit 8 Strahlen)

Gewicht: 2,48(1) 2,20(2, Erh. m.)

I Hunter Cat. 350, 2 2 Kopenhagen 3 Rollin und Feuardent Dieselben 3 Monogramme finden sich vereint auf Tetradrachmen des Perseus.

Die folgenden 3 Münzen (n. 10. il. 12) sind von roherem Stil und weichen von der regelmässigen Prägung ab, indem n. 10 und 11 (mit stempcl- gleicher Vs.) auf der Rs. das Beizeichen im Felde links (statt rechts) zeigen, während bei n. 12 der Typus der Vs. umgekehrt (im Spiegelbild) erscheint; ausserdem sind n. 11 und 12 und wahrscheinlich auch n. 10 subaerat, obwohl bei letzterer, wie mir Herr Dr. Joergensen freundlichst mitteilt, äusserlich nichts davon zu bemerken ist.

UNTER PHILIPP V. UND PERSEUS

29

[Ohne Distiiktsbezeichnung]

Ebenso Derselbe Helm, im Feld

1. X r. A' Stern ±

(mit 4 Strahlen)

Gewicht: 2, 35 (subaerat) I Moskau Mus. (etwas barbarisch). (Die Vs. aus demselben Stempel wie die von n. 11.) Nach Analogie von n. 4 wäre als Beizeichen der Dreizack zu erwarten.

Ebenso Derselbe Helm, im Feld

1. E r. AI

Stern ±

(mit 6 Strahlen)

Gewicht: 1 , 60 (Erh. m.) I Kopenhagen (etwas barbarisch). (Die Vs. aus demselben Stempel wie die von n. 10.)

AM 3>l

und dazwischen Keule mit dem

Derselbe Helm, im Feld 1. E r.

i Stern (mit 8 Strahlen)

(= n. 7)

Griff nach r., von einem Lkr. umge- ben, i.d. Mitte desselben Schildes

Abbildung Gewicht: 1,77 (subaerat) I Berlin Cat. 10, 9 ungenau; Zeitschr. f. Num. 20 (1S97), lyofg., VI, 14 (die Rs.)

Di o holen (n. 13)

n. I, aber ^ und .•. nur fünf- mal abwechselnd

Derselbe Helm, im Feld 1. r. 1:

Ä Kerykeion (nach r.)

Abbildung (i)

Gewicht: 1,23(3) i, 13 (i ; 2, gelocht)

I Imhoof; Bompois Maced. 76, 6, I, 9 2 Karlsruhe; Zeitschr. f. Num. 7 (1880), 4 und 20 (1S97), i7ofg., VI, 15 (die Rs.) 3 Oman. (1-3 sind aus denselben Stempeln.)

= n. I

Abbildung (2)

Gewicht: 2,32(2) 2,10(1, beschädigt)

I Berlin Cat. 9, 8 ungenau 2 London Cat. 9, 16 Derselbe Helm erscheint auf Bronzemünzen der Bottiaia,

Tetrobolen (n. 14 31)

Makedonischer Helm nach 1. mit herabhängenden Seitenklappen und aufwärts gebogenem Nackenstück

e, von einem Linienkreis umge-

Keu

ben, in der Mitte desselben Schil- des, dessen Rand mit <y^ und /., sechsmal abwechselnd, verziert ist

Abbildung (i)

Gewicht: 2,70(1) 2,68(2)

unten n. 149. 150.

MAK E r. von oben

AONfl N 1. von oben in geraden Zeilen, zu den Seiten desselben Helmes; i. F. 1. unten Aphlaston

2,65 (3)

2,57(4)

I Imhoof 2 Lübbecke, vorher Cat. Walcher 933, VII, 933 3 Mailand 4 Paris; Mion- net S. 3, J,3; Bompois Maced. 75,2,1, 5. (Die Vs. von 2 und 3 sind stempelgleich.)

30

MAKEDONIA

[Ohne Distriktsbezeiclinung]

Stern von 6 Sicheln (^), von 2 Li- MAKE oben

nienkreisen umgeben, in der Mitte AONflN unten, dazwischen Schiffs- desselben Schildes hinterteil nach r. mit Andeutung

von Wellen am Kiel Gewicht: 2,29(4) 2,19(6) 2,14(2) 2,12(3)

Abweichungen: Vs. der Siclielstern so ^ 1.2.3.6 unsicher 7; Rs. die untere Zeile nicht erhalten 7

1 Arolsen 2. 3 London Cat. 9, 17. 18 4 Paris; Pellerin recueil i, 177, XXIX, 7; Mionnet i, 452, 4 5 Weiss 6 Wien. |] 7 Sestini mus. Hederv. 92, i. (i und

2 sind aus denselben Stempeln; über die Vs. von 4 vgl. zu n. 17, 2. 3. 5.)

Der Typus der Rs., bisher allgemein als Prora bezeichnet, ist zuerst von Assmann, Jahr- buch des arch. Instituts 7 (1892), 51 richtig erklärt worden.

Ebenso | Ebenso, im Feld r. M

Gewicht: 2,29(4) 2,19(2) 2,16(1) 2,10(3)

Abweichungen: Vs. der Sichelstern so ^ 1.4 unsicher 6 I Athen (Fund von Grammenon) 2 Berlin Cat. 10, 11; Zeitschr. f. Num. 20 (1897), 176, VI, 18 3 Leake Europ. Gr. 65 4 London Cat. 10, 20—5 Walcher Cat. 935 (moderner Guss). II 6 Sestini mus. Hederv. 92, 2. (Die Vs. von 2. 3. 5 sind aus demselben Stempel wie die von n. 16, 4; die Vs. von i und 4 sind stempelgleich.)

Ebenso | Ebenso, im Feld r. P

Gewicht: 2,17(1) 2,07(2)

Abweichungen: Rs. im Feld r. f\ (statt p) 2 I Berlin, vorher Cat. Walcher 934, VIT, 934 2 London Cat. 10, 21 (Rs. etwas verprägt)

Ebenso, aber mit ^ | Ebenso, im Feld r. P

Abbildung (2)

Gewicht: 2,22(2) 2,15(4) 2,14(1.3) 2,13(5) 2,09(6)

Abweichungen: Rs. scheinbar p (statt p) i. 3. 4. 6 I Berlin Cat. 10,12 2 Imhoof 3 London Cat. 10,22 4 Meletopulos 5 Paris. II 6 Bompois Maced. (75,3) 1,6; vielleicht = Cat. Bompois 668 (hier 2,20 gr angege- ben). — (Die Vs. von i. 3. 4 sind stempelgleich, ebenso die Rs. von i. 4 und von 2. 3.)

Ebenso, aber mit und auf dem

Derselbe Typus, i. F. oben acht- strahliger Stern; innerhalb der Rundung des Akrostolion kleines /v

Schildrand und X, sechsmal abwechselnd; doppelter Randkreis

Gewicht: I,68 (Rand sehr beschädigt) I Kopenhagen, vorher Cat. Huber 192

Ebenso, aber mit 4^ Ebenso (mit Stern), aber ohne den

kleinen Buchstaben

Abbildung (2)

Gewicht: 2,26(4) 2,25(2) 2,23(5) 2,19(3) i,95 (6)

Abweichungen: Vs. ,1. (statt V) i _ der Schild mit doppeltem Randkreis 3. 4. 6 mit einfachem Randkreis i. 2. 5; Rs. der Stern mit nur 7 Strahlen i. 4. 6 I Berlin Cat. 10, 10 (sehr beschädigt) 2 Imhoof 3 Leake Europ. Gr. 65 4 Leipzig 5 London Cat. 10,19 Abb. 6 Paris; Mionnet l, 452, 3; Cousinery voyage l, III, 8 (ungenau). (Die Vs. von 4 und 6 sind stempelgleich.)

UNTER PHILIPP V. UND PERSEUS

31

über einem Schiffshinter-

mit Andeutung von

2,16(7) 2,15 (2)

[Ohne Distriktsbezeichnung]

Kopf einer Maenade nach r. mit | MAKE Weinkranz im gerollten Haar, Ohr- AONON gehänge und Perlenhalsband ^^'^ nach r

Wellen am Kiel

Abbildung (Vs. von 7 u. Rs. von 3)

Gewicht: 2,21(8) 2,20(11) 2,18(3.5) 2,14(9) 2,09(1.4) 2,05(6)

I Athen Cat. 1222 y 2 Athen (Fund v. Grammenon) 3 Imhoof; Bompois Maccd. 76,5, I, 8 4 Klagenfurt 5. 6 Leake Europ. Gr. 65 7 London Cat. 10,23 Abb. 8 Paris; Pellerin recueil i, 177, XXIX, 6; Mionnet i, 453, 7 9 St. Petersburg 10 Thorwaldsen Cat. 100, 553 II Wien; Eckhel cat. 82,3. (Die Rs. von 3 und 8 sind stempelgleich.)

MAKE oben

AONON unten, dazwischen dasselbe Schiffshinterteil nach r. (= n. 16) - 2,28(5) 2,15(9.10) 2,00(6)

Ebenso

Gewicht: 2,44(7)

^35(8)

I Athen Cat. 1222 ß 2. 3 Athen (Fund von Grammenon) 4 Kopenhagen, vorher Cat. Huber 192 5. 6 Leake Europ. Gr. 65 7 London Cat. 10, 24 8 Moskau Univers. Cat. 191 1 9 St. Petersburg lo Walcher Cat. 936

Ebenso | Ebenso, im Feld r. M (=n. 17)

Abbildung (9 und Vs. von 5)

Gewicht: 2,41 (7.12) 2,30(8) 2,25 (9.17) 2,24 (6) 2,23 (5.18)

2,18(16) 2,17(11) 2,15(13) 2,00 (19, Erb. Sehl.) 1-4 Athen (Fund von Grammenon) 5- 6 Berlin Cat. 10, 13. 14; Zeitschr. f. Num. 20 (1897), VI, 19 (Abb. von 6) 7 Hunter Cat. 350,3, XXIV, 10—8 Hunter Cat. 350, 4; Combe descr. 179, 10 9 Imhoof 10 Kopenhagen 11 Löbbccke 12 London Cat. 10, 26 13 Mailand 14 München (gelocht); Sestini descr. 84,4 15 Odessa Univers.

16 Paris; Mionnet l, 452, 5 17-19 St. Petersburg 20 Thorwaldsen Cat. 100, 554

Ebenso | Ebenso, im Feld r. P (=n. i8)

Abbildung der Rs. (2)

Gewicht: 2,30(6. n) 2,25 (3) 2,24(12) 2,17 (9) 2, 15 (7) 2,09(10) 2,06(4) 2,05(13) 2,00(2) 1,98(1)

Abweichungen: Rs. p i. 3. 7. 9- 13 fl 4- 6. 10. 11. 15 unsicher 2 I. 2 Berlin Cat. 10, 15. 16 3 Gotha 4 Haag 5 Lübbecke 6 London Cat. 10,27 ; Combe 95,3 7 Meletopulos 8 München 9 Neapel Santang. Cat. 9960 10 Paris

II. 12 St. Petersburg 13 Six 14 Windisch-Grätz Cat. 5 (1899), 45, 698. —II- IS Bompois Maced. (76,4) I, 7. (Die Rs. von 9. 13 sowie von 12. 14 stempelgleich.)

Ebenso | Ebenso, im Feld r. T

Gewicht: 2,14(1)

I Berlin Cat. 10,17 (ungenau, der angebliche Punkt ist zufallig) 2 Six

Ebenso | Ebenso, im Feld r. R

Gewicht: 2,15(1) 2,13(2)

I Leipzig 2 London Cat. 10, 28. (Die Rs. von i und 2 sind stempelgleich.)

Ebenso | Ebenso, im Feld r. P (=n. 19)

Gewicht: 2,34(3) 2,27(1) 2,15(2)

I Berlin, vorher Cat. Walcher 937 2 Leake Europ. Gr. 65 3 London Cat. 10,29

32

MAKEDONIA

Ebenso, im Feld r. 7\

[Ohne Distriktsbezeichnung]

Ebenso

Gewicht: 1,87 (subaerat) I London Cat. 10, 30

Ebenso Ebenso, im Feld r. undeutlicher

Buchstabe (oder Monogramm)

Gewicht: 2,28(1) 1,80(2, subaerat) Abweichungen: Rs. ^ statt A in der Aufschrift 2 I Berlin Cat. 10,20 2 London Cat. 11,31 (etwas barbarisch)

Ebenso Derselbe Typus, im Feld oben

achtstrahliger Stern (= n. 21)

Abbildung (3)

Gewicht: 2,33(3) 2,27(5) 2,26(9-10) 2,22(6) 2,21(2) 2,20(4) 2,16(8) 2,08(11)

I Athen (Kund von Grammenon) 2. 3 Berlin Cat. 10, 18. 19 4 Gotha 5 Haag 6 Imhoof 7 Leake Europ. Gr. 65 -8 London Cat. 10,25; Combe 95,4 9 Meletopulos IG Paris; Mionnet 1,453,6 11 Walcher Cat. 93S. 1| 12 Cousincry voyage i, III, 7- (i und 10 sind aus denselben Stempeln; die Rs. von 2 und 3 sind steinpelgleich.)

Mit gezahntem Rand (n. 32. 33)

Kopf des Poseidon mit Taenie nach r., am Nacken der (geschul- terte) Dreizack

dazwischen Keule mit dem

MAKE AONflN

Griff nach 1., im Feld unten HH iTl; das Ganze in einem 1. gebundenen Eichenkranz

Abbildung (4)

Gewicht: 13,75 (13) 12,71 (i) 12,18(4) 10,70(2.3) 9,58(11)

I. 2 Berlin Cat. 12, 35. 36; Zeitschr. f. Num. 20 (1897), VI, 16 (die Vs. von l) 3 Gotha 4 Imhoof; Bompois Maced. 90,4; Overbeck Kunstmyth. 2, 272, 5, Münzt. V, 5, Abb. der Vs. (ohne den gezahnten Rand) 5 Lewis 6. 7 London Cat. 16, 67. 68 Abb.; Zeitschr. f. Num. 20 (1897), VI, 16 (die Rs. von 7) 8 Meletopulos 9 München 10 Paris; Mionnct S. 3, 2, 8, III, i; Cousinery voyage 1,256, III, Ii; Bompois Maced. 89, i IV, I (die Abb. aber nach einem anderen Exemplar, vgl. zu 14) [.Svoronos, Bull, de corresp. hell. 18 (1894), 126,61 Abb. der Vs.] 11 Paris; Bompois Maced. 89,3 12 Wien 13 Winterthur. 1| 14 Cat. Bompois 684; Bompois Maced. 89,2 (die Abb. IV, i wohl nach diesem Exemplar, vgl. zu 10) (i u. 10 aus denselben Stempeln, ebenso 2 u. 7.) Das Metall dieser Münzen hat bisweilen (2. 3. 6. 10. I2. 14) eine hellere, dem Potin glei- chende Farbe. Über den gezahnten Rand vergl. Zeitschr. f. Num. 20 (1897), 175.

Weiblicher Kopf nach r. mit stilisiertem Lor- MAKFj oben

beerkranz im gerollten Haar und Perlen- AONiiN unten, dazwischen Schiffshin ter- lialsband teil nach r., auf welchem zwei M.änner

rechtshin laufen ; i. F. r. 0 I Goltz Graecia XXII, 6 [Gessner num. pop. 290, 6, XLI, 6]

Es handelt sich bei dieser Abbildung ohne Zweifel nur um unrichtige Wiedergabe einer Münze = oben n. 23 fg. Auf der Vs. ist der Weinkranz verkannt, auf der Rs. ist aus den Wellen am Kiel ein Tierkopf gemacht und die zwei Männer sind entstanden aus den beiden senkrechten Pfosten, Poller genannt. Der Buchstabe U) ist auf keinem anderen ^xemplar nachweisbar.

UNTER PHILIPP V. UND PERSEUS

33

83

K 25

U

K 22

[Ohne Distriktsbezeichnung-]

Ebenso

I MüiK-hcn

Ebenso, aber im Feld unten iTl hH

Jugendlicher gehörnter Kopf des Flussgottes Strymon, mit Schilf bekränzt, von vorn, etwas nach r.

14

MA KE oben

AO NON unten (in geraden Zeilen). Langgewandcte Artemis nach r. stehend mit Köcher am Rücken, in den Händen eine Fackel (fast wage- recht) nach r. haltend; im Feld 1 1. 1^ r. fp\

A i) 1) i 1 cl u n o- (i)

Gewicht: 10,52(3) 9,51(1) 9,40(4) 8,58(2)

Abweichiinoen: Ks. das 1. ■Monogramm über der Fackel stellend i. 2 - unter der Fackel 3. 4 wie es scheint: [><£ 2 I. 2 Berlin Cat. 11,23 (Abb.). 24, ungenau - 3 Haag 4 Paris; Pellerin recueil i, 17S, XXIX, 10; Mionnet i, 454, 27; Bompois Maced. 78, 7, I, 12 ungenau

Über die Deutung der Typen als Strymon und Artemis vgl. von Sallet, Berliner Catalog 2, II zu No. 23. Derselbe Kopf des Flussgottes erscheint unten n. 49 fg. im Profil nacli r. dargestellt. Die Artemis ist wahrscheinlich die in Makedonien und besonders in Amphipolis verehrte Tauropolos; vgl. /u n. ISS-

35

K 18

Taf. I, iS

Kopf des jugendlichen Herakles MAK E

oben und im Abschnitt.

nach r., mit dem Löwenfell be- AONflN

deckt Gezcäumtes Pferd nach r. schrei-

tend; unter dem Leibe tl, unter dem erhobenen r. Vorderfusse f?

Abbildung- (3)

I Gotha 2 Kopenliagen, \orlicr Cat. Welzl 1759 3 Löbbecke

;{(> Ebenso K 18

Ebenso, aber unter dem Leibe fl', unter dem r. Vorderfusse W

37

K 18

I München

Ebenso

Ebenso, aber im Feld r. f (?\ unter dem r. Vorderfusse W

I Mailand

Von dem Monogramm i. F. r. ist nur die linke Hälfte erhalten; ob es zu oder zu ffl zu erganzen ist, niuss unentschieden bleiljen.

38

K 18

oben und im Abschnitt.

Ebenso j MAK E

I AONflN

Pferd ohne Zaum nach r. schrei- tend; im Feld r. (Tl

Gewicht: 5,96(7) 5-55(3) 5- (4) 4,68(0 3,67(6)

Abweichungen: Rs. ohne Bodenlinie i. 5.6. und vielleicht öfter I l.iibbecke 2 Meletopulos 3.4 Münclien s Paris; Mionnet S. 3,4,27 (ungenau) (> Turin Mus. Cat. 2170 = ].av\- IIH) (ungenau) 7 Wien, vorher Cat. Welzl 1757 Die ;intiken Münzen Nord - Griechenlands III, 3

34

MAKEDONIA

39

K 24

Taf. I, 25

40

K 23

41

K 24

Taf. I, 26

42

K 24

43

K 24

44

K 22

45

K23

46

K 21

[Ohne Distriktsbezeichnung]

Kopf des Poseidon mit Taenie MAKE oben

nach r. AONflN unten, dazwischen Keule

mit dem Griff nach 1. , im Feld oben HP ; das Ganze in einem 1. gebundenen Eichenkranz

Abbildiiiig- der Vs. (2)

Gewicht: 12,19(5) 11,18(1) 10,41 (4) 10,30(2) 9,71 (,5)

I Heilin Cat. 12,31 2 Gotha 3 Imhoof 4 Löbbecke 5 London Cat. 14,52 6 Mailand 7 Paris; Mionnet 1, 453, 16 = vS. 3, 2, 10 (ungenau) S Paris; Mionnet S. 3, 3, 12 (ungenau). | g Cat. Bompois 670; Bompois Maced. (76,1) I, lo Der Kopf dieser Münzen (n. 39 48) ist von Overbeck (Kunstmythologie 1,93,20 und 103 fg.) für Zeus erklärt worden. Doch sind seine gegen die Benennung Poseidon geltend gemachten Gründe nicht stichhaltig, was er auch spiiter (Kunstmythologie 2, 400, Anin. 21) selbst zugibt. Uber die Typen vgl. auch unten zu n. 202.

Ebenso

I Dresden

Ebenso, im Feld oben AT, unten T? Ebenso, im Feld oben 'TP, unten AI

Ebenso

Abbildung (2)

Gewicht: 12,18(2) 11,81(1)

i Berlin Cat. 12,32 2 London Cat. 14,51 Abb. (Die Vs. von i und 2 sind stempel- gleich.)

Ebenso | Ebenso, im Feld oben "TP, unten HP

Abweichungen: Rs. oben scheinbar 1^ (vgl. n. 4S) 3 -I Löl)becke 2 München 3 Philippopel

Ebenso j Ebenso, im Feld oben rP, unten M

Gewicht: 12,20(6) 11,25(5) 10,99(2) 10,33(1) 10,12(3)

Abweichungen: Rs. das obere Monogramm fT 3 etwas verrieben 4 I Athen Cat. 1224 (ungenau) 2 Berlin Cat. 12,33 (ungenau) 3 Lambros 4 Leake Europ. Gr. 66 5 Löbbecke 6 Mailand 7 Paris; Mionnet S. 3, 2, 11 (ungenau) S Wien; Mus. Theup. 2, 127S. (Die \\s. von 2. 3. 5 sind stempelgleich, ebenso die Rs. von 2 und 5.)

Ebenso, im Feld oben ßl, unten A/

Ebenso

Gewicht: 7,50 (i) 6,85 (2)

Abweichungen: Vs. mit Pkr. 2 I Athen Cat. 1226 2 München

Ebenso Ebenso, im Feld oben Rl , unten AI

Gewicht: 11,35(6) 11,08(2) 9,82(1) 9,65(4) 9,24(5)

I Berlin Cat. 12,34 - Kopenhagen 3 Mailand 4 München 5 Neapel Cat. 6499 6 Paris; Mioniiet i, 453, 15 = S. 3, 2, 9 7 Wien, vorher Cat. Welzl 1762. ;| 8 Cat. 'J'homsen i, 777

ICbenso ' Ebenso, im Feld oben [S], unten fP

Abweichungen: Rs. ^oNf^ (ohne |M) und oben fZ], unten f-| i I Sophia (barbarisch, 25 mm) 2 Wien

UNTER PHII,IPP V. UND PERSEUS

[Ohne Distriktsliezeichming-]

Ebenso

I Leake Europ. Gr. 66

Ebenso

Abbildung der Rs. (4")

Gewicht: 14,08(1) 12,85(9) 12,10(2) 11,35(4)

Abweichungen: Rs. das untere Monogramm f*p 3. 6. 8. 9 I Athen Cat. 1225 (ungenau) 2 Gotha 3 Haag —4 Imhoof 5 London Tat. 14,53 (ungenau) 6 Meletopulos 7. S St. Petersburg q Turin Mus. Cat. 21S0 l.avy 11 17

JugendHcher gehörnter Kopf des MAKE oben

47

K 22

48

K 24

l'af. I, 25

49

K24-

Taf. I, 23

Ebenso, im Feld oben tSP, unten AI Ebenso, im Feld oben 0, unten 'A'

11,07 (5)

50

K 23-20

51

K 20

K 21

Taf. I, 22

Fkissgottes Strymon nach r., mit Schilf bekränzt; an der Wange leichter Bart

ÄONflN unten, dazAvischen Drei- zack nach r., mit 2 Delphinen verziert; am Schafte oben N< unten "TP

Abbildung der Vs. (7)

Gewicht: 9,70(2) 9,68(1) 7,70(10) 6,90(7) 6,54(6)

I. 2 Berlin Cat. 14, 50. 51 3. 4 Bologna Eibl. 5 Gotha 6 Hunter Cat. 350,5 7 Imhoof 8 Kopenhagen, vorher Cat. Welzl 1754 9 I^öbbecke 10 Tondon Cat. 12,41 II Moskau Univ. Cat. 1913 12 Paris 13 Wien

Der Kopf dieser Münzen (n. 40—63) ist zuerst von Müller (Musee Thorvaldsen 100, 556) richtig gedeutet worden. Die älteren Beschreibungen bezeichnen ihn als Ceres oder als l'an. ^'gl- oben zu n. 34.

Ebenso Ebenso, mit f?

N<

Gewicht: 7,80(1) 7,64(3) 6,93 (2)

Abweichungen: Rs. das obere Monogramm 2. 4 I Berlin Cat. 14,52 2 Hunter Cat. 351,9; Combe dcscr. iSo,2i [Mionnet S. 3, 4, 23] ungenau 3 London Cat. 12,40 Abb. 4 Parma 5 Rusopulos

Ebenso

Gewicht: 8.45

I Berlin Cat. 14, 55

Ebenso

Ebenso, mit "T? Ebenso, mit fT

da-

8,16(4.9) 7-79(0 7.76 (S)

untere Monogramm fXE 4- 7-

6,06 (2)

Abbildung (5)

Gewicht: 8,2or5)

Abweichungen: Rs. angetilich tx!E '4

I. 2 Berlin Cat. 14, 53. 54 3 l'-gger 4 Munter Cat. 350,6; Combe descr. 180,24 un- genau — 5 Imhoof 6 Leopardow 7 Löljiiecke 8 London Cat. 12,42 ungenau; Combe 95,5 9 München; Sestini descr. 85,11 ungenau 10 Paris; Bompois Maced. 78, 6 (die Abb. 1, 15 nach einem anderen Ex., vgl. zu 15) 11 Sophia 12 Wien 13 Windisch-Grätz Cat. 5 (i899\ 45, 701. i 14 Goltz Graecia XXII, 4 [Gessner num. pop. 2<)o, 28, XL, 28] 15 Cat. Bompois 672, wohl = Bompois Maced. 1, 15 (vgl. zu 10)

49*

K III

= n. 4g = n. 40, imo monogrammata

I Mus. Sanclem. i, 230 (irrig Panskopf), nicht in Mailand

Da die Monogramme nicht wiedergegeben sind, lasst sicli die Münze oben niclit einreihen.

36

MAKEDONIA

53

l8

21

iS

K 21

20

58

21

af. I,

24

[Ohne Distrikts! jczeichnung-]

Ebenso Ebenso, mit "TP

Gewicht: 8,29

I Hiintcr Cat. 351, S

Ebenso Ebenso, mit T?

Gewicht: 9,20(3) - 9.19(7) 8,53(6) 7,67(4)

Abweichungen: Rs. das obere Monogramm nicht angegeben c) teren Monogramm ein fünfstrahliger Stern 7 I Munter Cat. 350, 7 2 Lenke Europ. (ir. 66 (irrig Cereskopf) 3 Lübbecke 4 London Cat. 12,43 5 Odessa Mus. 6 Paris; Mionnet i, 454, 30 S. 3, 4, 24 7 l'aris; Mionnet 1,454, 31 8 Peez. 1'— 9 Scstini mus. Heder\ . 92, 14 ungenau

7,58(1) neben dem un-

59

21

00

21

61

21

E b e n s o

Gewicht: 7,97 (2)

I Haag 2 London Cat. 12,44

b e n s o

I Weiss 1^ b e n s o

Gcwiclit: 9,50

I Fmlioof

Ebenso

Ebenso, mit f7

Ebenso, mit f?

Ebenso, mit

Ebenso, mit iTl

Abbildung der \'s. (il)

Gewicht: 8,95 (3) 8, 12 (u) 7,46 (2) 7,22 (4) 6,66 (9. Lrii. sohl.)

Abweichungen: Rs. tlas obere Monogramm fp\ 3 I Amsterdam 2 Berlin, vorher Cat. Walcher 945 (ungenau) 3 Gotha 4 London Cat. 12,45 ,S- 6 Meletopulos 7 Neapel Cat. 6500 8 St. Petersburg ^- 9 Turin Mus. Cat. 217S = Lavy 1115 (ungenau) 10 Weiss i.i Wien; Eckhel cat. 82,4

Ebenso, aber ausserdem unten am Rande B

Ebenso

Gewicht: 6,83 I Imlioof

Ebenso 'Ebenso, aber am Rande A

Gewicht: 7,00(1) 6,80(2)

I. 2 Ihmtcr Cat. 351, 10. 11; Combe descr. iSo, 23. 22 (ungenau)

Ebenso Ebenso, aber am Rande H

Gewicht: 6,82 (i)

I -Miinclien 2 ()dessa Mus. 3 Paris; Mionnet S. 3, 4, 25; Homijoi-, Maced. 78,8,

II, 17- 4 Paris. (Die Vs. \iin i und 3 sind stempelgleicli.)

UNTER PHILIPP V. UND PERSEUS 3 7

[Ohne Distriktsbezeiclinung;]

^t»enso Ebenso, aber am Rande |-P

I Tli()rw;ildsen C;it. 100, 350

^-^^"so I Ebenso, aber am Rande N

Gewicht: 9,80(2) 9,20(4) 7,40(3)

Abweichungen: Rs. die Monogramme ffl lYE i angeblich ff] ^E 5 I Bologna Bibl. 2 München 3 Paris; Mionnet l, 454, 32 ^- 4 Winterthur. 5 Wic/.ay 2576; Sestini mus. Hederv. 92, 13 - 6 Cat. Thomsen l, 779

Stern von 7 (?) Sicheln, von 2 Linien- MAkE , , ,

I i_ ■,,«•• AAi rih "1 euiem 1. gebundenen

kreisen umgeben, m der Mitte ni t-- 1 t

AOWnM Eicnenkranz emes makedonischen Rundschil- "^'^^^'^

des, dessen Rand mit und /.(r),

sechsmal abwechselnd, verziert ist

I Paris; Bompois Maced. 81,17 (ungenau)

Die Münze ist leider so schlecht erhalten, dass auf der \ s. die ICin/.clheiten der Ornamente sich niclit genau feststellen lassen.

Achtstrahliger Stern, von 2 Linien- MAKE

kreisen umgeben, in der Mitte des ebenso Schildes, dessen Rand mit ^ AONON und :, sechsmal abwechselnd, ver- j ziert ist j

Abl)ildung

Gewicht: 2,20

I Imlioof

Ebenso, aber auf dem Rand & MAKE ^ , j

r-TT- in einem unten gebundc-

und sechsmal abwechselnd ^ ^ x;:^u,.,^u^^„^

AONON Hicnenkianz

Gewicht: 2,94(1)

Abweichungen: Ks. das erste Monogramm angeblich 2 I Berlin Cat. 15,65. 2 Wiczay 2375; Sestini mus. Heder\-. 92, 4

Ebenso Ebenso, aber in der Mitte 1: fp

Gewicht: 3,28(2) 3,12(4) 2,95 (y> 2,25(1)

Abweichungen: Rs. mit « zwischen den Monogrammen i; dicker Schrötling 4 I Berlin Cat. 15,64 2 Ootha 3 IIolTmann 4 Kopenhagen 5 München

Ebenso Ebenso, aber in der Mitte fP S

Abbildung (3)

Gewicht: 2,20(1.3)

Ab weicliu ngen: Rs. das zweite Monogramm ^ 4 I Inihoof 2 l.eake Europ. Cr. 65 3 Münclieii; Sestini descr. 84,5 4 Rollin und Kcuardent

Ebenso

I Berlin Cat. 15, 66

Ebenso, aber die Monogramme zerstört

38

maki-:üuxia

K 24-

Taf. I,

19

71

K 17

Taf. 1, 27

T. VII, 21

[Ohne Distriktsbezeichnung (?)]

Die folgenden Münzen (n. 70. 71) sind von etwas abweichender Fabrik und gehören vielleicht einem besonderen Distrikt an, dessen Name in dem Monogramm der Rs. enthalten ist; vgl. die Einleitung S. 2 nebst Anm. 2.

MAKE

oben

AONflN unten. Lyra; im Feld 1. Bogen (senkrecht), r.

Kopf des Apollon nach r. mit Lor- beerkranz im langen Haar, das hinten aufgerollt ist und in 3 lan- gen gedrehten Locken (i vor dem Ohr, 2 im Nacken) herabhängt

Abbildung (Vs. von 7 und Rs. von 12)

Gewicht: 10,50(3) 9-76(2) 9,75(1) 9.06(7) 8,10(6)

Abweicliungen: J\s. das Monogramm 6. S. i6. 19 uuvollstiindig 4

undeutlich 14. 15 gar nicht angegeben 23 1.2.3 Berlin Cat. 11,25-27 4 Gotha 5 Haag 6 Hunter Cat. 351, 12; Corabe descr. 180,25, XXXIV, II 7 Imhoof 8 Kopenhagen 9. lo Leake Europ. Gr. 66 II Lübbecke 12 London Cat. 14,54 Abb. 13 Mailand 14 München 15 Neapel Santangelo Cat. 9963 16 Odessa Univers. 17 Oxford 18 Paris; Pellerin recueil i, 178, XXIX, Ii; Mionnet S. 3,3,20; Bompois Maced. 77,5 (die Abb. I, 14 nach einem anderen Exemplar, vgl. zu 24) 19 Paris 20 Walcher Ciit. 941 21 Wien; Eckliel cat. 82,7. ]\— 22 Mionnet 1,454, 26 (nicht mehr in Paris, durch 19 ersetzt) 23 Sestini mus. Hederv. 92,12 24 Cat. Bompois 671, vielleicht = Bompois Maced. I, 14 (vgl. zu 18)

MAKE oben AONON unten, dazwischen Keule mit dem Griff nach r. , im Feld unten /^; das Ganze in einem

Kopf des jugendlichen Herakles nach r. , mit dem Löwenfell be- deckt

unten Gebundenen Lorbeerkranz

•Abbildung I Oxl'ord; Wisc num. Bodl. 2 (ungenau)

II. Distrikt Amphaxitis {y^) Präge-stätte Thessalonike ((E)

a. Mit vollem Distriktsnamen

Stern von 6 Sicheln, von zwei Linienkreisen umgeben, in der Mitte eines makedonischen Rund- schildes, dessen Rand mit W) und achtmal abwechselnd, ver- ziert ist

Abbildung

MAKEAGNON oben AMcJJAZinN unten, dazwischen Keule mit dem Griff nach 1., im Feld oben AI ± Das Ganze in einem 1. gebundenen Eichenkranz; am Rande 1. Blitz (?)

Gewicht: 16,97

I Paris; Millingen sylloge 50, I, 24; Bompois Revue num. 1S6I), X, 11 und Hennin manuel (1872), XN'III, 7

i8b7, 99;

UNTER PHILIPP V. UND PERSEUS

39

73

K 22

T. VI 1,22

K23

Al)bildung (7)

Gewicht: 8,99(2) 8,64(6)

I Athen Cat. i253|3 2 Berlin Cat. 34,1 -

[Distrikt Amphaxitis]

Kopf des jugendlichen Herakles AMcJJA

nach r. , mit dem Löwenfell be- ZIHN und dazwischen Keule mit deckt I dem Griff nach 1., im Feld oben

I Fl, unten "R ±; das Ganze in einem 1. gebundenen Eichenkranz

8,15 (3) 8,06(4) 7,85 (I) Gotha 4 London Cat. 42,3; Combc gi), i

5 Odessa Univers. (> Paris; Pellerin recueil i, l8o, XXX, 20 (die Monogramme un- genau); Mionnet l, 462, 100 7 Rollin und Feuardent 8 St. Petersburg. \\ 9 Mus. Arigoni i, urb. 11, i<S; Sestini catal. cast. 20 lo Cat. Bentinck, Suppl. 171 (die Mono- gramme nach Pellerin, vgl. oben 6) 11 Wiczay 2003; Sestini mus. Ilederv. 96,1 (das letzte Monogramm ungenau). Hierher wohl auch 12 Sestini descr. 88 (»per aream varia monogrammatav.') von Ainslie, vgl. n. 78, 2

Dieselben 3 Monogramme kehren \crcint auf n. S5 wieder; \gl. auch n. 83 fg. und n. 100.

Ebenso A/A4>A

ZlflN und dazwischen Keule mit dem Griff nach 1., das Ganze in einem unten gebundenen Eichen- kranz; unterhalb der Kranzschleife /?\

Gewicht: 11,63(51 10,00(4) 9.74(2) - 9.73(6) 8,97(3)

Abweichungen: Rs. das Monogramm /S\ lo /V\ 4- 5- 8 zerstört 2. 3 nicht angegeben (wohl nur verrieben oder nicht zur Ausprägung gelangt) 11

I -Vthen (neue Erwerbung) 2 Berlin Cat. 34, 2 3 Hunter Cat. 351, i ; Combc descr. 23, i

4 Imhoof 5. 6 London Cat. 42,1 (Abb.). 2, ungenau 7 Mailand; Mus. Sandern, i, 143

8 O.xford 9 Paris; Mionnet i, 462, 98 10 Turin Kgl. Slg. j| Hierher wohl auch

II Cat. Billoin (1886) 325. (Die Rs. von i. 6. 7. 9 sind stempelgleich, ebenso die Rs. von 3 und 5.J

K 2-

76

K 23

K 22

T.VII, 23

Ebenso

I Löbbecke 2 Wien

Ebenso, aber oben über dem Kranz t><], unter der Schleife AI

Ebenso ELbenso, aber oben feC], unten f

I (iotha; Liebe 158 Abi.., ungenau 2 Kopenhagen --- 3 Paris; Mionnet 1,462,99

Das untere Monogramm ist nur bei 2 vollständig erhalten; es kehrt auf Tetradrachmen des Perseus wieder.

Ebenso

AMct)A

HON und dazwischen Keule mit dem Griff nach rechts, im Feld unten P; das Ganze im unten gebundenen Eichenkranz

Abbildung

Gewicht: 8,57

I London Cat. 42,4

40

[Distrikt Amphaxitis]

78 Ebenso Ebenso, aber im Feld unten

K. 22 I Hiinter Cat. 351,2; Combc dfscr. 23,2 2 München; Sestini dcscr. 88 (zugleich von

Ainslie, vgl. n. 73,12) 3 Wien, vorher Cat. Welzl 1832. (Die Rs. \on i, 2 und 3 sind stempelgleich.)

Dasselbe Monogramm kelirt auf n. 90.93.98 u. loi wieder; \gl. auch 11. 102 und n. 109.

V,)

K 2:

Taf. I, 17

80

K 19

81

K 17

8-2

K 17

'l'af. I,

16

b. Mit DistriUtsbezeichnung- im Monogramm

Kopf des Poseidon mit Taenie nach r. , im Nacken der (geschulterte! Dreizack

MAKE oben AONflN i. A. Gezäumtes Pferd nach

r. schreitend; i. F. 1.

Abbildung (l)

A I) \v e i c h u n gc n : Vs. angeblich Zcuskoiif mit Lorbeer 2; Rs. keine Monogramme angegeben 2

I München. Hierher wohl auch 2 C'at. Suljhy Facha 523 [Bompois Maced. 77,3] Die Münze ist auf der Rs. stark korrodiert und etwas verrieben, so dass die Monogramme nur ganz schwach sichtbar sind.

Kopf der Athena mit korinthischem Helm nach r.

Gewicht: 6, 44

I München

MAK E oben

AONON i.A. Gezäumtes Pferd nach r. springend; i. F. oben Spuren von Monogrammen, unter dem Leibe ^

Ebenso

I Leake .Suppl. 131 2 München Bei dieser und der folgenden Münze (n. S

MAK E oben

A ONHN unten. Ebenso; i. F r? Z^, unten am Rande

oben

felilt, wie es scheint, das Distriktsmonogramm ; doch wird ilire Zugehörigkeit zur Amphaxitis bewiesen durch die Typengleichheit mit n. 80 und die Wiederkehr der gleichen Monogramme auf sicheren Münzen dieses Distriktes.

Ebenso

Ebenso, aber i. F. oben

unten am Rande ?

Abbildung

I Kopenhagen; wohl dieses Exemplar vorher Wiczay 2373 [Mionnet S. 3, 4, 26; Bompois Maced. 79, 1 1]; Sestini mus. Hederv. 92, n

Die folgenden Münzen (n. 83 96) zeigen in Grösse und Stil erhebliche Verschiedenheit. Die Stempel erforderten, um vollständig zur Ausprägung gelangen zu können, einen Durchmesser des Schrötlings von etwa 24 mm. t^inen solchen haben jedoch nur sehr wenige Exemplare, bei der Mehr- zahl beträgt er nur 21 mm und darunter. Infolgedessen sind auch selten alle 4 bczw. 3 Monogramme zugleich vollständig ausgeprägt. Mit der Abnahme des Durchmessers verschlechtert sich auch der Stil; am rohesten sind n. 92. 94. 95 und 96, wie schon die Entartung des Distriktsmonogramms zeigt. Über die Typen vgl. auch unten zu n. 207.

UNTER PHILIPP V. UND PERSEUS

41

•^Distrikt Amphaxitis]

83 Kopf des jugendlichen Dionysos MAK E oben

K 26-21 nach r. mit Binde um die Stirn AON HN unten. Ziegenbock nacli

und Efeukranz im Haar, das hin- r. stehend; i. F. oben ± D

ten aufgerollt ist und im Nacken 1. |^ r. lang herabhängt

Tiif. I, 15 Abbildung (3)

Gewicht: 11,19(1) 9,88(2) 9,78(3) 9,65(8) 6,71(4)

Al)\voichung-en: Rs. das 2. Monogramm oben 4. 5. 7 ^ 3 oben abgL'- schnitten cS 1. undeutlich 4. 5. 10 I. 2 Berlin Cat. 12, 37. 39 (ungenau) 3. 4 London Cat. 11, 32 (Abb.). 33 5 Mailand 6 München 7 Oxford 8 l'aris ; Mionnet i, 4.54, 29 (ungenau) 9 Parma 10 St. Petersburg

84 Ebenso Ebenso; i. F. oben ± r. /Jk K 24-22 i. A. K

Gewicht: 11,89(1) 10,44(3)

Abweichungen: Rs. oben abgeschnitten 2 I Berlin Cat. 12,38 (ungenau) 2 Meletopulos 3 iMünclien

85 Ebenso : Ebenso, aber i. A. 1<

K 21 I London Cat. 11,35 ( ungenau)

8G Ebenso ; Ebenso, aber i. A. T

21 Gewicht: 7,04

I Berlin Cat. 13,40

87 Ebenso Ebenso, aber i. A. ? 21 Abweichungen: Rs. die oberen Monogramme unvollständig 1.2

I Bologna Eibl. 2 Paris; Mionnet S. 3, 5, 33; Bompois Maced. 80, 15, II, 20 (ungenau)

88 Ebenso Ebenso, aber i. A. T

18 I Leakc ICurop. Gr. 66 2 London Cat. 11,36 (ungenau). Die beiden Münzen sind etwas Ijarbarisch und die verwilderten oberen Monogramme deshalb nicht ganz sicher.

81) Ebenso Ebenso; i. F. oben ± r.

K. 22 Abweichungen: Rs. oben MAKE i l. Monogramm un\ olIst:indig 2

I l'aris 2 Wien (etwas barbarisch), vorher Cat. Welzl 1701

90 Ebenso ' Ebenso; i. F. oben KT Ä^, r.

1^-3"-' A b w e i c Im n ge n : Rs. das I.Monogramm unvollständig l

1 London Cat. 11,34 ^ 2 Paris; Mionnet i, 454, 28; Bompois Maccd. 80, 14, II, 21

91 Ebenso Ebenso; i. F. oben A, r.

19 Gewicht: 8,56

I Athen Cat. 1231. Dicker .Schrotling.

92 Ebenso Ebenso; i. F. oben r?, r.

K 18

Abweichungen: Rs. /w\|< ; . oben, ^OV\ unten I Haag (barljarisch)

42

MAKEDONIA

93

K 22

9^

K 20

[Distrikt Amphaxitis]

Ebenso | MAKE oben

A ONON unten. Ziegenbock nach I r. stehend; i. F. oben InJ"

1. Stern (mit 7 Strahlen), r. Abweichungen: Ks. A 0Ni2 N l das obere Monogramm undeutlicli i I Athen (neue Erwerbung) 2 Palermo

Ebenso MAKE oben

AONO N unten. Ebenso ; i. F. 1. nichts, r. ^

95

K 17

90

K 19

Gewicht: 8,94

I Berlin Cat. 13,41 (ungenau)

Ebenso

Gewicht: 5,48

I Berlin Cat. 13,42

Ebenso

Gewicht: 7,90

I Imboof

[MJAKEN (so!) oben

AONH unten. Ebenso; i. F. r. I

Ebenso; i. F. r.

97

k 22-20

Bei den folgenden Münzen (n. 97 iio) stehen die Monogramme am Rande ausserhalb der Aufschrift und zwar so, dass sie in gleicher Richtung wie diese zu lesen sind, also bei senkrechter Stellung des Dreifusses gleichsam liegend erscheinen. Der Schrötling ist meist zu klein und die Monogramme sind infolgedessen selten ganz vollständig.

Kopf des Apollon nach r. mit Lor-

beerkranz im langen Haar

oben oben

in geraden

Taf. I, 21

98

K 20

MAKE r. von AONflN 1. von

Zeilen). Dreifuss mit 3 Henkel- ringen und einem Aufsatz (oÄ|ioc), der mit 3 Lorbeerzweigen besteckt ist; i. F. 1.

Abbildung (lo)

Gewicht: 8,67^2) 8,48(13) 8,21(4) 7,80(5) 7,50(3)

Abweichungen: Ks. das Monogramm ^ 4. 12 unvollständig 5 I Amsterdam 2. 3 Athen Cat. 1228. 1229 4. 5 Berlin Cat. 14,50 und 62 6 Gotha

7 Hunter Cat. 351, 3; C'onibe descr. iSl, 26, XXXIV, 12 8 Klagenfurt 9 Lübbecke 10. 11 London Cat. 11,37 (Abb.) und 12,38; eins davon Combe cat. 95,6

12 Mailand; Mus. Sandern. l, 230 (ungenau) 13 Mandl 14 München 15 Oxford

16 Paris; Mionnet i, 453, 20 17 Turin Mus. Cat. 2175 == Lavy 1113 18 Wien.

|j 19 Cat. Bentinek 2,1007 20 Cat. Thomsen 1,778. (Die Vs. von 4 und 5 sind stempelgleich.)

Ebenso 1 Ebenso:

F

Gewicht: 8,30(2; 6,84(1)

I Athen Cat. 1230 2 Wien

r. NT 1. ^

UNTER PHILIPP V. UND PERSEUS

43

IM)

K 20-18

100

K 20

101

K 20

102

K 20

loa

K 20

m

K 20

Distrikt Amphaxitis]

Ebenso Ebenso; i. F. r. C

i 1. <4.

Gewicht: 8,94(9) 8,34(11) 8,07(4) 6,50(5) 5.57(0

Aljwcichungcn: Rs. das Monogramm i. F. r. uuvollstaiulig l. 3. 7. 8. 9. 11. 12 die Monogramme i. F. 1. unvollständig 4. 6. 10. 1 1 I Kerlin C"at. 14,57 2. 3 Haag 4 Hunter Cat. 351,4; Combe descr. 181,27 5 München 6 Oxford 7 Paris; Mionnet I, 454, 25 (ungenau); Bompois Maced. 77. 5i Ii 13 8 Paris; Mionnet S. 3, 3, 18 9 St. Petersburg 10 Weiss U Wien; Mus. Tlieup. 2, 1278. 12 Wiczay 2574; Sestini mus. Hoderv. 92,9 (ungenau)

Ebenso Ebenso; i. F. r. P i

1.

Gewicht: 7,68(1) 6,36(4)

-Abweichungen: Vs. undeutlicher ( Jegenstempel 2; Rs. die Monogramme i. F. 1. nicht sichtbar i. 2. 4

I üerlin Cat. 15, 60 - 2 Paris; Mionnet 1, 454, 23-3 l'aris; Mionnet S. 3, 3, 21 4 St. I'etersburg

Ebenso

Ebenso; i. F. r. Er O

1. r<r

Gewicht: 10,50(3) 8,15(6) 7,51(2) 7,30(1)

Abweichungen: Ks. die Monogramme i. r. abgeschnitten l. 4 I Berlin Cat. 15,61 2 Imhoof 3 Mailand 4 Paris; Mionnet 1,454,21 5 Paris; Mionnet S. 3, 3, 15 (ungenau) 6 St. Petersburg

Ebenso'

I Gotha

Ebenso

Ebenso; i. F. r. ? <:

Ebenso; i. F. r. Er 1^ i 1. A /4>v

Gewicht: 8,47(2) 8,38(4) - 7.52(0 6,05(3)

Abweichungen: Rs. die Monogramme i. F. r. unvollständig 4 nicht angegeben 5 die Monogramme i. F. 1. unvollständig 2. 3 abgeschnitten l 1 Berlin Cat. 15, 58 (ungenau) 2 Haag 3 Löbbecke 4 Turin Mus. Cat. 2176 = Lavy 1114. 5 Wiczay 2571; Sestini mus. Hederv. 92,7. (Die Rs. von 2 und 4 sind

stempelglcich.)

Ebenso

i Ebenso; i. F. r. Ä I Berlin, vorher Cat. Walcher 943 2 Dresden (sehr dick) 3 Leake Europ. Gr. 66

105

K 20

Taf. I, 20

Ebenso Ebenso; i. F. r. Fl H

1. wie vorher

Abbildung (3)

Gewicht: 9,48(2) 9,45(3) 9,30(0 8,95(4) 8,33(6)

Ab wei c Ii un gen : Rs. das I.Monogramm i. F. r. undeutlich 6 I Imhoof 2 Kopenhagen 3 Tambros 4 München 5 Paris; Mionnet 1,454,22 (ungenau) 6 Turin Mus. Cat. 2177. (FJie Rs. von i und 6 sind stempelgleich.)

44

MAKEDONIA

[Distrikt Ampliaxitis]

Auf den folgenden Münzen (n. lo6 -log) ist das Distriktsmonogramm er- setzt durch 6E, das Monogramm des Prägeortes Thessalonike. Dieses stellt bei n. 107 und 108 hinter dem E der Aufschrift, bei n. 109 rechts unterhalb desselben.

106 Ebenso K 20

Ebenso; i. F. r. rp AI (E

Gewicht: 8,96(4) 7,20(1) 6,20(3)

I Abweichungen: Ks. die Monogramme i. F. r. unvollständig 2. 4

(wohl nur verrieben oder nicht zur Ausprägung gelangt) 5 I lierliji Cat. 15,59 2 Leal^e lÄuop. Gr. 66 (ungenau) 3. 4 München. 5 Goltz Graecia XXII, 3 [Gessner num. pop. 290, 27, XL, 27]

107 Ebenso Ebenso; i. V. r. FT A

K 20 ^

; 1. wie vorher

Gewicht: 8,25(3) 8,20(1)

Abweichungen: Rs. i. F. r. TP AI "-tatt der Monogramme 3 I Irhhoof 2 Klagenfurt 3 Paris; Mionnet S. 3, 3, 19

108 Ebenso Ebenso; i. ¥. r. ÄP AI

K 20 <E

1. wie vorher

Abweichungen: Rs. die Monogramme i. F. r. unvollständig 4 das 3. Mono- gramm r. nicht angegeben 6 das Monogramm i. F. 1. unvollständig 2. 3. 5 I Haag 2 I.eake Europ. Gr. 66 (ungenau) 3 Mailand 4 Paris; Mionnct 1,454,24 5 Paris; Mionnet S 3, 3, 16 (ungenau) 6 .Steffens

109 Ebenso Ebenso; i. F. r. ? r

K 20 ^

1. Zsß t^'"

I Paris; Mionnet S. 3, 4, 22 (ungenau)

110 Ebenso Ebenso; die Monogramme zerstört

K 20 I Ivopenhagen 2 Palermo 3 Parma. 4 Mionnet S. 3, 3, 17 (nicht in Paris)

110^ = n. 97-110 = n. 97-110; i. I'. A/ pfl

'■^ "I I W'iczay 2572; Sestini mus. Hederv. 92, S

HO** Ebenso Ebenso; i. F. $

" f I Sestini mus. Hederv. 92,10

Münzen mit diesen Monogrammen haben sich nicht nachweisen lassen. Da die Mono- gramme jedenfalls unrichtig wiedergegeben sind und auch ihre .Stellung nicht genauer be- zeichnet ist, können diese Stücke oben nicht eingereiht werden.

III* = n. III i= n. Iii; i. F. K B

^ I Mionnet S. 3,241,560 (als Ka^sander) von La Goy [Bompois, Revue num. 1866,296,3]

Dieser Beschreibung liegt ein \'er~,clien Mionnet's /-u Grunde, der für die Vs. irrtümlich inonogr. jgg du Sappl, statt 200 citiert in Verwechselung mit Supiil. 3, 2, 4 (vgl. n. 111,2), wo umgekehrt 200 statt igg angegeben ist. Durch Vertauschung der Ijeiden Monogrammcitate ergibt sich für die Pariser Münze (n. 111,2) die richtige Besehreibung und für das vorliegende Stuck von La Goy, dass es sich um eine (schlecht erhaltene) Königsmünze wohl mit Kcrykeion (das irrig für ein Monogr. angesehen ist) im Schild handelt, wie z. B. Mionnet 1,584,888 u. S. 3,244,590.

UNTER PHILIPP V. UND PERSEUS

45

m

K i6

112

K i6

113

K i6

VaL I, 4

114

K i6

[Distrikt Amphaxitis]

1^, von einem Linienkreis umc^eben, i Makedonischer Helm nach 1. mit

?oo du Sappl, statt 3 l'ompois, Rcvuo

in der Mitte eines makedonischen i herabhängenden Scitenklappen; Rundschildes, dessen Rand mit i. F. r. unten

und sechsmal abwechselnd, | verziert ist

I London Cat. 12,39 2 Paris; Mionnet S. 3, 2,4 (irrig inoitogr. ig<p, vgl. zu n. III*); Bompois Maccd. 81, 19, II, 25 (ungenau). num. 1866, 2()3, X, 2; Cat. Bompois 676

Das Monogramm der Vs. ist schon \ on Scstini (descr. 84, 6) riclitig als MAKEoovwv auf- gefasst worden. Bompois (Revue ninn. 1866, 296 fg.) wollte es MEAEAFpo; deuten, liat aber, von Müller (Revue num. 1867, 193 fg.) belehrt, seine Krkhirung später selbst als un- haltl>ar verworfen (Maced. 81). Der Schild gleicht genau demjenigen der Silbermünzen oben n. ifg. , ebenso der Helm auf der Rs.

ICbenso Ebenso; i. F. 1. [5] r. C

I (Jotha 2 Paris 3 Wien; vorher Cat. Welzl 1742. 4 Wiczay 3019; Sestini mus. Hederv. 92,5 unil 141 ungenau, Ijericlitigt castigationes S. 26. (i und 3 sind aus denselben Stcmi>eln.)

Ebenso

Ebenso; i. F. 1. H r. PI ± A

Gewicht: 3,80(2)

Abbildung (2) l Budapest 2 Imhoof. -

Ebenso

3 Sestini descr. 84,6 von fousini'ry (nicht in München)

Ebenso; i. F. 1. rP r. AI

Gewicht: 4,80(2) 3,95(3) i Lcakc Europ. Gr. 66 2 München 3 Winterthur

Über das Fehlen des Distriktsmonogramms und dessen Ersatz vgl. die Bemerkung vor n. loG.

III. Distrikt Bottiaia (¥) Prägestätte Pella

115

S 18

'I". \ii, I

a. Mit vollem Distriktsnamen

l^entobolen (n. ll^- 116)

Stern von 6 Sicheln (5^), von zwei Linienkreisen umgeben, in der Mitte eines makedonischen Rund- schildes, dessen Rand mit sechs verziert ist

.\bl)ildung (i)

Gewicht: 3,60(4) 3-57 (3) 3.54 (2) 3,53(1)

I Berlin Cat. 68,1; Zeitschr. f. Num. 20 (1897), fg., VI, 20 2 Bompois Cat. 723 (un- genau) — 3 Brüssel 4 Imhoof; Monn. grecques 66,28. (Die Vs. von i. 2. 3. 4 sind stempelgleich, l. 4 mit leichter, 3 mit sehr starker X'erprägung.)

B'TTEATflN auf einem nach r. ge- wendeten Schiffshinterteil mit Andeutung von Wellen am Kiel; im Feld oben 4>l imten AI

46

MAKEDONIA

116

S i8

r. XU, 12

117

S 13

118

S 13

119

S 13

120

S 13

121

S 14

122

S 14

[Distrikt Bottiaia]

Ebenso, aber der Stern mit nur BoTTEATflN ebenso; im 5 Sicheln {f^) und das Randorna- oben HP (unten nichts) ment siebenmal

Abbildung (i)

Gewicht: 3,50(2) 3,11 C'. beschädigt)

I Imhoof 2 im Handel: Iinhoof nionn. grecques 67,29

Feld

2'/2-Oholen-Stiicke (n. 117 124)

Stern von 5 Sicheln (■^), von zwei [B»]TTEAT«N auf einem nach r. ge- Linienkreisen umgeben, in der

wendeten Schiffshinterteil mit

Andeutung von Wellen am Kiel

Mitte des makedonischen Schil- des, dessen Rand mit sechs <s~i> verziert ist; doppelter Randkreis I Gewicht: 1,77(1)

1 Paris. 1 Hierher oder zu einer der folgenden n. auch 2 Cat. Bill

(i8S6) 332

Ebenso, aber der Sichelstern ohne B»TTEAT»N ebenso Punkt in der Mitte (^) und auf dem Schildrand sechsmal

Gewicht: l,8o (5) 1,74(2) 1,63 r.V) 1,58 (6, Erh. schl.)

Abweichungen: \'s. Stern mit 7 Sicheln i. 2 - - mit 6 (?) Sicheln 7 unsicher 6 der Schild mit doppeltem Randkreis 4. 5. 7 mit einfachem Randkreis i. 2. 3. 6 I (iotha 2 Huiiter Cat. 352,1; Comlie descr. 179, 11, XXXI\', 9 [Mionnet S. 3, I, i] ungenau: berichtigt von Sestini lett. 5 (1794), 68,41 = 5 (1S21), 63,53; descr. 99,3; class. generales 2 (1797), 25 fg.; vgl. Imhoof, Zeitschr. f. Num. i (1874), 325 3 Kopenhagen 4 Leake Europ. Gr. 30 ungenau 5 Löbbecke 6. 7 Wien (Erh. schl.). (Die Vs. von i. 2 sind stempelgleich und die Vs. von 4. 5 aus demselben Stempel wie die von n. 120, l. 2. 3. 4; ausserdem sind auch die Rs. von i. 2. 5. 6. 7 stempelgleicli. )

= n. 117, aber mit 6 Sicheln Gewicht: 1,65

I I,eake Europ. Gr. 29

[B.TJTEATON ebenso

= n. 118; doppelter Randkreis BoTTEATON ebenso

Gewicht: 1,70(5-6) 1,69(2) 1,59(4) 1,48(1)

I. 2 Berlin Cat. 68, 4. 5; Zeitschr. f. Xum. 20 (1897), 18S fg., M, 21 (Abb. von i) 3 Leake Europ. Gr. 30 ungenau 4 London Cat. 64,1 Abb. 5 München; Sestini lett. 5 (1794), 68,42 = 5 (1S21), 63,54; descr. 98,1. 2 6 Nea|)el Santangclo Cat. 99S0. (Die Vs. von i. 2. 3. 4 sind aus demselben Stempel wie die von n. 118,4. 5; ausserdem sind die Rs. \on i. 3. 6 sowie die Rs. von 2. 4 stempelgleich.)

= n.ii7, aber auf dem Rand sechs- B'TTEATHN ebenso; im Feld un-

mal ^; doppelter Randkreis

Gewicht: 1,57 (o.xydiert) I Berlin Cat. 68,2

n. 117

Gewicht: 1,75

I Imhuüf; Monn. grecques 67,31 ungenau

ten HP

Ebenso; im Feld unten AT

UNTER PHILIPP V. UND PERSEUS

47

[Distrikt Bottiaia]

123 = n. 117 Ebenso; im Feld unten OE

^ Gewicht: 1,80(3) 1,70(2) 1,65(4) i,6o(i) 1,49(5)

I Berlin Cat. 68,3 2 London Cat. 64, 3; Num. chron. iSSo, IV, <S (Vs.) - - 3 München 4 Paris; Mionnet 1,470, 167 [\um. chron. 1S74, 223,1] 5 Windisch-Griifz Cat. 5 (1899), 47. 730. (Die Vs. von 2. 5 sowie die Ks. von 1-5 sind stempelgleich.)

124- Ebenso, aber mit ^ und auf dem Ebenso; im Feld oben Ä S ^4 Rand sechsmal unten 0 (.-)

I Athen (neue Krwerbung)

T et ro holen fn. 125. 126)

125 Stern von 6 Sicheln (^), von zwei B'TTEATflN auf einem nach r. ce- Linienkreisen umgeben, in der wendeten Schiffshinterteil mit Mitte eines makedonischen Rund- Andeutung von Wellen am Kiel. Schildes, dessen Rand mit ^ Im Feld oben Keule mit dem und sechsmal abwechselnd. Griff nach 1.

verziert ist (= n. i6 fg.) \ GewiCjht: 2,85(2) 2,70(5) 2,50(1, Erh. sohl.)

I Gotlia 2 Löhljecke 3 Mandl 4 Myron 5 Paris; Mionnet S. 3,50, 329 [Bompois, Xum. chron. 1S74, 223, i]. (Die Vs. von 1,2 und 5 sind aus demselben Stempel wie die von n. 126, i. 2; ausserdem sind die Rs. von i und 5 stempelgleich.)

120 Ebenso Ebenso; ausserdem im Feld unten I

^ I Gewicht: 2,85(2) 2,75(1.3)

I Fischer; Zeitschr. f. Num. 20, i<S8 fg., VI, 22 2 Kopenhagen 3 Paris; Imhoof monn. grecques 67,30. (i. 2 aus denselben -Stempeln; übet die Vs. vgl. zu n. 125.)

I 2'/o -01)olen-Stücke (n. 127 130)

127 Ebenso, aber auf dem Rand «=5 Ebenso; im Feld oben AA

^ ^3 und .%, sechsmal abwechselnd . 1 (unten nichts)

Gewicht: 1,81(2.4) 1,75(5) i, 52 (3, Erh. schl.)

Abweicliungen : Rs. Sclirift verrieben 3 I Atlien (neue Erw.) 2 Imhoof 3 Linz 4 London Cat. (14, 4. 5 Bompois Cat. 724. (Die \'s. von 2 und 4 sowie die Rs. von i, 2 und 4 sind stempelgleich.)

128 Stern von 5 Sicheln {^), von 2 Li- ' Ebenso; im Feld oben Kerykeion ^ ^3 nicnkreisen umgeben, in der Mitte j aufrecht stehend

j eines makedonischen Rundschil- des, dessen Rand mit >5^i' und •*», fünfmal abwechselnd, verziert ist

L. XII, 14 1 Abbildung

Gewicht: 1,67

I Kusopulos; Imhoof monn. grecques 67,32

129 Ebenso Ebenso; im Feld oben Dreifuss ^'3 Gewicht: 1,81(2)— 1,48(3)

Abweichungen: Vs. der Sichelstem angeblich i I Egger 2 München; Sestini descr. 99, 3 [Mionnet S. 3, 50 330] 3 St. Petersburg; Zeitschr. f. Xuni. 20 (1S97), 18S fg., VI, 23

48

MAKEDONIA

130

S 13

[Distrikt Bottiaia]

Stern von 4 Sicheln mit je einem BoTTEATflN ebenso; im Feld oben Punkt dazwischen ('jf?), von 2 Li- Dreifuss nienkreisen umgeben, in der Mitte eines makedonischen Rund Schil- des, dessen Rand mit ^ und :, j siebenmal abwechselnd, verziert ist

Gewicht: 1,68(1) 1,51(2) 1,30(3, Erh. Sehl.) I Kopenhagen 2 London Cat. 64,2; Num. chron. 1880, IV, 9 (Vs.) 3 München 4 Kund von Oreos: Journ. intern. 5, 324, 37, XI, 6. (Die Vs. von i. 2 stempelgleich. 1

m

K 22

T. XII, 16

K 22

m

K 18

Kopf der Athen a Parthenos nach r. mit Ohrgehänge ; der attische Helm j hat einen dreifachen Busch und ist mit einem nach r. eilenden Pegasos und vier (oder fünf) Pferde- vorderleibern verziert

Abbildung (4)

Gewicht: 10,39(1) 9,36(4)

BOTTE oben

ATflN im Abschnitt.

Weidendes Rind nach r. Feld

konkav

8,70(3) 8,58 (5) - 7,87 (2)

Abweichungen: Rs. Schrift im Abschnitt nicht erhalten 3. q. 11 I. 2 Berlin Cat. 69,10. ii (ungenau, die angeblichen Buchstaben im Feld sind O.xyd) 3 Imhoof 4. 5 London Cat. 64, 5 (Abb.). 6; Conilie 1)7, i 6 Neapel Cat. 6531 7 Paris; Pellerin reeueil 1,182, XXXI, 32 [Eckhel d. n. v. 2.70; Mionnet S. 3, 50, 333; Hompois, Nuni. chron. 1S74, 223, 4] ungenau, berichtigt schon von Sestini descr. 99,4 und class. gener. 2 (1797) 26; dasselbe Stück Mionnet 1,470,170 [Bompois a. a. ü. 223, 2] ; Lenormant, Revue num. 1852, 324, X, 3 [Bompois a. a. O. 223, 3] ungenau; vgl. Imhoof monn. grecques 67 8 Paris; Mionnet 1,471, 171 9 Thorwaldsen C"at. loi, 565 10 Walcher Cat. 969 11 Wien 12 Winterthur

Der Athenakopf der \'s. ist genau dem Parthenoskopfe der gleichzeitigen athenischen Tetradrachmen nachgebildet; die Einzelheiten sind wegen der Kleinheit des Massstabes und der meist schlechten Erhaltung der \'s. selten ganz deutlich. Vgl. aucli n. 209 fg.

Ebenso j Ebenso; im Feld r. I^T

Abweichungen: Rs. das Monogramm undeutlich 2.3.4 I Athen (neue Erw.) 2 Berlin Cat. 69,9 3 Kopenhagen 4 München; Sestini descr. 99,4 5 München 6 St. Florian

Ebenso BOTT oben

i. Abschnitt. Derselbe Typus;

i. F. oben r. hinter der Schrift Q

1 Paris (nicht melir vorhanden); Pellerin reeueil 1,181, XXXI, 30 Eckhel d. n. v. 2,70; Mionnet S. 3, 50, 332; Bompois, Num. chron. 1874, 219, l; ungenau; dasselbe Stück Mion- net I, 470, 169 [Bompois a. a. ü. 220, 2] ungenau; vgl. Imhoof monn. grecques 67.

2 Cat. Bentinck, Suppl. 173 (offenbar nach Pellerin)

Das scheinbare Monogramm ist vielleicht nur ein verquetschtes oder durch Stempel- verletzung entstelltes E, was die mir vorliegende Schwefelpaste zu entscheiden nicht ge- stattet. Dann wäre die Münze n. 131. Dass die Lesung BOTTAIflN '-"^i Pellerin und Mionnet irrig und damit Bompois' Hypothese einer Prägung der ,,Botticens de la Thrace l'^pictete" liinlidlig ist, hat bereits Imhoof a. a. O. bemerkt.

UNTER PHILIPP V. UND PERSEUS

49

[Distrikt Bottiaia]

b. Mit Distriktsbezeichnung im Monogramm

MA KE oben

AONON i. A. Nackter Jüngling auf einem nach r. schreitenden Pferde,

Kopf des jugendlichen Herakles nach r., mit dem Löwenfell be- deckt. Pkr.

mit der R. einen Kranz über den Kopf des Tieres haltend; der 1. gebogene Arm ist hinter dem Rücken sichtbar. Im Felde r. "B^ Feld konkav

Gewicht: 9,08 (4) 8,84 (5) 8,36 (i) 8,20(8) 7,98 (9)

I Berlin Cat. 15,63 Abb. 2 Budapest 3 Haag 4 Lübbecke 5 Neapel Sant- angelo Cat. 12290 ungenau 6. 7 Paris 8 St. Petersburg 9 Winterthur. 1| 10 Pellerin rois 25, II, 9; recueil 1,177, XXIX, 5 [Eckhel d. n. v. 2,63]; Mionnet l, 457, 63 = S. 3, 4, 28 [Lenormant, Revue num. 1852, 324, i; Bompois, Num. chron. 1S74, 224, 8]; Bompois Maced. 80, 13, II, 19 (nur /vi/\ K sichtbar, jetzt in Paris ausgeschieden). Hierher oder zu n. 138 auch 11 Cat. Thomsen 1,782

Der Kranz in der R. des Reiters ist sehr dünn gezeichnet und sieht meist nur wie ein kleiner Strich aus; oft ist er gar nicht 7,u sehen. Eckhel las mit Pellerin statt des Monogrammes auf der Rs. ^ als Zahl und hielt diese Münzen deshalb für Prägungen der zweiten Eidgenossenschaft (AEYTEPAi vgl. unten n. 185 fg.); schon Sestini descr. 86 und class. gen. 2 (1797), 25 vermutet, dass das Monogramm vielmehr BOTTEATflN bedeutet.

Ebenso. Pkr.

A b I) i 1 d u n g ( l ) I London Cat. 13,47 Abb.

Ebenso, ohne Pkr.

Gewicht: 5,33

I Löbbecke

2 München

Ebenso, aber unter Y noch ein Stern

Ebenso, aber "B unter dem erho- benen r. Vorderfusse des Pferdes (ohne Stern)

Ebenso. Pkr.

Gewicht I Bologna Bibl.

Ebenso, ohne Pkr.

Gewicht: 6,30 (3)

MAK E oben

AONON i. A. Derselbe Reiter nach r., unter dem Leib des Pferdes 'S

8,60(2)

2 Inihoof 3 Leake Europ. Gr. 66

I Ebenso, aber ^ r. im Felde 5,42 (2) 5.34(1)

I Imhoof 2 Kopenhagen 3 München; .Sestini descr. 86,1 [Mionnet S. 3, 4, 29] 4 Paris; Mionnet S. 3, 5, 30; Bompois Maced. 79, 12, II, 18 (mit unrichtigem Citat)

Kopf des Zeus mit Lorbeerkranz \ MAKE oben

nach r. Pkr. AONON unten Geflügelter Blitz

nach 1., i. F. 1. unten (über AO) F Feld konkav

I Bologna Bibl. 2 Klagenfurt 3 Paris; Bompois Maced. 77, 2, I, 11 4 Six Die antiken Münzen Nord-Griechenlands III. 4

50

MAKEDONIA

140

K 22

141

K 22 T. XII, 17

143

K 24-20

143

K 23

144

K 21

T. XII, 17

145

K 21

146

K 21

[Distrikt Bottiaia]

Ebenso MA KE oben

AO NON unten; derselbe Blitz; im Felde 1. unten (am Rande) "B" Gewicht: 11,17(2) 10,70(3) 9.64(0 9>4i (s)

Abweichungen: Rs. das Monogramm undeutlich l. 4 gar nicht angegeben 8 I Berlin Cat. 13,48 2 Gotha 3 Imhoof 4 Moskau Univ. Cat. 1912 5 Neapel Santang. Cat. 9961 (ungenau) 6 Paris; Mionnet 1,453, 13 7 Thorwaldsen Cat. 100, 555- !! S Mus. Arigoni l, urb. XIV, 142; Sestini cat. cast. 20

Kopf des Zeus mit Eichen kränz Ebenso nach r. Pkr.

Abbildung der Rs. I London Cat. 13,48 Abb.; Combe 95,7 (ungenau)

Kopf des Zeus mit Lorbeerkranz nach r. Pkr. (= n. 139)

MA KE oben AON HN unten; sonst alles ebenso Gewicht: 10,24(5) 10,04(13) 9,98(6) 9,89(2) 9,77(1)

Abweichungen: Vs. der Pkr. nicht angegeben l. 3. 4. 7. 8. 9. 11. 12. 13 fast wie ein Lkr. aussehend 2; Rs. das Monogr. 5. 9 nicht angegeben 16 I Athen Cat. 1223 2 Berlin Cat. 13,44 3.4 Haag 5 Hunter Cat. 352,2; Combe descr. 180,12 6 Kopenhagen; Ramus cat. i, 115, l -7 Löbbecke 8 Mailand 9 Meletopulos 10 München; Sestini descr. 86,2 [Mionnet S. 3, 5, 31; Lenormant, Revue nuni. 1852, 326, 2; Bompois, Num. chron. 1874, 223, 6] ungenau; vgl. Imboof nionn. grecques 67 11. 12 Paris; Mionnet l, 453, 14 13 Turin Mus. Cat. 2172 = Lavy im 14. 15 Wien. 'i 16 Wilde num. sei. 87, X, 58 [Gessner num. pop. 290, 30, XL, 30]

Ebenso Ebenso, aber i. F. unten r. noch

ein achtstrahliger Stern

Abweichungen: Vs. der Pkr. nicht sichtbar 2 I Athen (neue Erw.) 2. 3 Berlin Cat. 13, 43 und 46 (ungenau) 4 Gotha 5 Leake Europ. Gr. 66 = Addenda i6i 6 London Cat. 13, 50 7 Turin Kgl. SIg. 8 Walcher Cat. 942 (ungenau). !; 9 Cat. Thomsen 1,780

Ebenso Ebenso, aber i. F. r. unten Mond-

sichel (statt des Sternes)

Abbildung der Vs. (2)

Gewicht: 9,63(8) 8,29(2) 8,05 (10) 7,52(4) 7,5i(9)

Abweichungen: Vs. der Pkr. nicht angegeben 3. 5. 10; Rs. das Monogr. 10 I Bologna Bibl. 2 Hunter Cat. 352,4; Combe descr. 180, 15 3 Klagenfurt 4 London Cat. 13,49 5 Mailand 6 München; Sestini descr. 86, 3 [Mionnet S. 3, 5, 32; Lenor- mant, Revue num. 1852, 326 Anm. 2] ungenau 7 Paris; Mionnet l, 453, 12 8 Turin Mus. Cat. 2171 = Lavy 11 10 9 Turin Mus. Cat. 2173 (ungenau) 10 Wien; Eckhel cat. 82, 5 (6 ausgeschieden) 11 Wien; vorher Cat. Welzl 1743 fg.

= n. 141 I Ebenso

Gewicht: 8,92(2) 7,80(1)

I Berlin Cat. 13, 47 (ungenau) 2 Windisch-Grätz Cat. 5 (1899), 45, 700 (ungenau)

Kopf des Zeus mit Lorbeerkranz! Ebenso, aber die Mondsichel i. F. nach r. Pkr. (= n. 139) | oben

I Hunter Cat. 352,3; Combe descr. 180, 14

UNTER PHILIPP V. UND PERSEUS

51

[Distrikt Bottiaia]

Ebenso Ebenso, aber i. F. oben ^

unten ^

Abweichungen: Rs. an "ß" oben 1. ein schräger Strich (gewiss nur zufällig) 2 I Leake Europ. Gr. 66 (ungenau) 2 Paris

Ebenso Ebenso, aber i. F. oben M

unten ¥ N<

Gewicht: 9-2 5 0) 7.97 (0 6,35(2)

Abweichungen: Rs. AO^NflN 2 oben [2] l das l. Monogr. unten "g I I Berlin Cat. 13,45 (ungenau) 2 Hunter Cat. 352,5; Combe descr. 180,13 (ungenau) 3 Münclien; Sestini descr. 86, 4 [Mionnet S. 3, 2, 6; Lenormant, Revue num. 1852, 326, i; Bompois, Num. cliron. 1874, 223, 5] ungenau

Stern von 6 Sicheln {'^), von einem Linienkreise umgeben, in der Mitte eines makedonischen Rund- schildes, dessen Rand mit 455 und siebenmal abwechselnd, verziert ist

MA KE r. von oben AONflN 1. von oben (in geraden Zei- len). Makedonischer Helm nach 1. mit visierartigem Ansatz, herab- hängenden Seitenklappen und lan- gem, aufwärts gebogenen Nacken- stück. Im Felde 1. unten "B"

4,86 (I, Erh. Sehl.) 3 Klagenfurt 4

Löbbecke

5 Six.

Abbildung (2)

Gewicht: 6,00(2) 5,46(4)

I Berlin Cat. 10, 22 ungenau 2 Imhoof

[j 6 Bompois Maced. 81, 18, II, 24 (nicht das Pariser Ex.) ungenau. (i. 3. 4 sind aus denselben Stempeln," ausserdem sind die Rs. von 2 und 5 stempelgleich.)

Der Helm dieser und der folgenden Münzen (n. 150) stimmt in allen Einzelheiten mit dem der Silbermünzen n. 14. 15 (Tafel I, 5. 6) Uberein.

Ebenso, aber auf dem Schildrande 1 Ebenso <^ und sechsmal abwechselnd

Gewicht: 6,20(4) 6,05 (2) 5,95(1) 5.65 (5)

Abweichungen: Rs. MAKiE 3-4 I Athen Cat. 1232 2 Gotha 3 Leake Europ. Gr. 65 4 Löbbecke 5 München.

II 6 Cat. Bompois 674, wohl dieses Ex. Revue num. 1S66, X, 10 und 1867, 89 (un- genau). — (i. 2. 5 sind aus denselben Stempeln; ausserdem sind die Rs. von 3 und 4 stempelgleicb.)

Ebenso, aber auf dem Schildrande MAKE «iS und : sechsmal abwechselnd AONON

Makedonischer Helm wie vorher,

aber mit kurzem, geraden Nacken- stück. Im Felde I. unten ¥

Abweichungen: Rs. MAKE "»d AONf2|N i I Klagenfurt 2 Paris; Mionnet l, 453, 11 [Lenormant, Revue num. 1852, 326, 3; Bompois, Num. chron. 1874, 224, 7]

ebenso.

148" I Kopf des Zeus mit Lorbeerkranz nach r. Pkr. | .MAK oben. Geflügelter Blitz nach 1.,

^5 j (= n. 146-148) I im Feld 1. unten

I Berlin Cat. 14, 49

Die Münze hat die Aufschrift [SE]AE[TKEü]N und gehört nach Seleukeia in Syrien.

4*

52

MAKEÜONIA UNTER PHILIPP V. UND PERSEUS

MA KE r. von oben,

AON HN 1. von oben (in geraden

Zeilen). Derselbe Helm nach 1.,

im Feld 1. "d

[Distrikt Bottiaia]

Derselbe Sichelstern, aber von zwei Linienkreisen umgeben und auf dem Schildrande und «*•, sechsmal abwechselnd Gewicht: 6,32

Abbildung I Berlin Cat. lo, 2 1

Von dem Distriktsmonogramm auf der Rs., das liier ausnahmsweise in gleicher Richtung wie die Buchstaben der Aufschrift dargestellt erscheint, hat auf dem zu knappen Schröt- ling nur der obere Teil Platz gefunden, der noch erkennen lässt, dass es die etwas sel- tenere Form "g (mit erhöhtem X) hatte, welche sich auch auf n. 136, n. 142, 5. 9, n. 144, 10, n. 148, I, n. 153, 3. 7. 13 sowie n. 209, 2. 7. 11 und n. 210, i. 5. 8 u. s. w. findet.

E" über dem Rücken zweier neben- einander nachr. liegenden Ziegen- böcke; das Ganze ii\ einem 1. ge- bundenen Eichenkranz

Unbärtiger Kopf des Pan mit kurzen Hörnern nach r., um den Hals die Nebris, im Nacken das (geschul- terte) Pedum

Abbildung (Vs. von 7 und Rs, von 6)

Gewicht: 9, lo (6) 8,92 (7) 8,35 (4) - 7-79(3) 7>ii (2)— 5,67(0.

Abweichungen: Vs. angeblich ohne Nebris 14; Rs. das Monogr. "g 3. 7. 13 I Athen Cat. 12S0 2. 3. 4 Berlin Cat. 68, 6-S 5 Gotha 6. 7 Imhoof 8. 9 Leake Europ. Gr. 30 10 London Cat. 13,46 Abb. 11 München; Sestini descr. 86, 5 12 Paris; Mionnet S. 3, 51, 334 13 Walcher Cat. 970 (ungenau). 1| 14 Sestini descr. 86, 6 [Mionnet 8. 3, 51, 336] von Cousinery, nicht in München 15 Mionnet l, 5S6, 912, berichtigt ,S. 3, 51, 335 [Lenormant, Revue num. 1852, 324, 2; Bompois, Num. chron. 1874, 224, 9; vgl. Imhoof monn. grecques 67] nicht in Paris

Dieselben Typen Imden sich auf Münzen von Pella und von Philipp V. Vgl. auch unten n. 211.

MAKEDONIA IN VIER EIDGENOSSENSCHAFTEN GETEILT

53

Makedonia in vier Eidgenossenschaften geteilt

(Prägezeit: 158—150 vor Chr.)

Erste Eidgenossenschaft (Hauptstadt Amphipolis)

Tetradrachmen (n. 154 180)

Kopf des nach r.

Zeus mit Eichenkranz

MAKE AONON oben, FPflTHI unten. Langgewandete Artemis Tauro- polos auf einem nach 1. springen- den und den taeniengeschmücistcn Kopf nacli vorn wendenden Stier rechtshin sitzend, in jeder Hand eine kurze Fackel; am Rande unten lÄl At

Gewicht: 16,57

I Berlin Cat. 18, 23, I, 1 1 ;

Fricillaeiitler, Zeitscbr. f. \um. 4 (1877), 16 Abb.; Friedlaender u. von Sallet, das Königl. Mtinzkaljinet (1877) 121, 393 Abb.

Ebenso (derselbe Stempel) | Ebenso, am Rande unten -g^ \M

Abbildung (i)

Gewicht: 16,50(1)

I Neapel Cat. 6506; Millingen syliogc 49, III, 23; Bompois, Revue num. 1S66, X, 12 und 1867, 99 Anm. 3; Bompois Maced. 31 u. 85, III, l; Imhoof monn. grecques 126 Anni. 13, Taf. I), II ; Svoronos, Bull, de corresp. hell. 18 (1894), 126, 63 Abb. der Rs. 1| 2 (wohl = l) Goltz Graecia XXII, S [Spanheim de jiracst. 1,651 Abb.; Gessner num. pop. 290,7, XLI, 7, wo irrig Heger statt Spanheim citiert ist]

Der Zeuskopf dieser beiden Münzen (n. 154. 155) ist dem Poseidonkopf der Tetradrachmen des Antigonos Gonatas nachgebildet. Die Göttin auf der Rs. ist die in Amphipolis besonders verehrte Artemis Tauropolos, die ähnlich (aber ohne Fackeln) auf zahl- reichen Bronzemünzen dieser Stadt erscheint. Eine abweichende Darstellung wohl derselben Artemis (stehend mit einer grossen Fackel in den Händen) ist oben n. 34 beschrieben und Tafel I, 14 abgebildet. Vgl. auch die Einleitung S. 3 u. Zschr. f. Num. 23 (1902), 144.

MAKEAGNON oben

nPflTHl unten, dazwischen Keule mit dem Griff nach 1.. i. F. oben AI, unten AA, das Ganze in einem 1. gebundenen Eichenkranz.

Am Rande 1. achtstrahliger Stern

Makedonischer Rundschild, dessen Rand mit und siebenmal abwechselnd, verziert ist. In der Mitte, von einem Pkr. und einem Lkr. umgeben, Krustbild der Ar- temis Tauropolos mit Stephane und Gewand nach r., im Nacken Köcher und Bogen

Gewicht: 16,60(1) 16,48(2)

Abweichungen: Rs. der Stern abgeschnitten i I München 2 Schottenstift

Das Brustbild auf der Vs. dieser Münzen (n. 156 -186) sowie der ähnlichen späteren (n. 189— 196a) bedeutet die Artemis Tauropolos, die in ganzer Figur oben auf n. 34 und n. 154 fg. dargestellt ist.

54

MAKEDONIA

[Erste Eidgenossenschaft] Ebenso

Abbild u n g

Gewicht: i6,66

I Imhoof; Bomi)ois Maced. 87,2,111,2

Ebenso

Gewicht; 16,7g

I Wien

j Ebenso; im Feld oben AAi I unten AI

Ebenso; im Feld oben T?!

unten nichts

Die vorstehenden Tetradrachmen mit dem Stern als Beizeichen sind durch- weg von gutem Stil und sauberer Arbeit. Von der folgenden Reihe (mit dem Blitz als Beizeichen) kommen ihnen nur wenige gleich, z. B. n. 172, 1.3 (Taf. II, 3). 6 und n. 173, während die Hauptmasse an Roheit des Stiles und Flüchtigkeit der Arbeit stetig zunimmt.

Ebenso j Ebenso, aber am Rande 1. Blitz

1 (statt des Sternes); i. F. oben Ä Gewicht; 17,04(41) 16,96(33) 16,93(28) 16,92(27) 16,89 (6) 16,85 (16) 16,80 (5- 14- 21) 16,78 (19) 16,75 (20) 16,71(2)— 16,70 (15. 22) 16,68 (4) 16,65 (17) 16,63 (34) 16,49(11) 16,48(8) 16,16(25) 16, I 5 (12, subaerat) Abweichungen: Vs. mit ührgeliängc 4.6. 15; Rs. MAKEAONfiN 2 das Mono- gramm 7. 16. 17. 19. 20. 22. 25. 27. 29. 30. 31. 38. 39. 40 10. II. 12. 27 32; Stil gut 27 mittel 2. 4. 5. 15. 19. 20. 22. 28. 29. 31. 32. 33 schlecht 6. 14. 30. 34 .sul)acrat 12. 13 I Amsterdam 2. 3 Athen (neue Erw.) 4-6 Berlin Cat. 17,2-4 7 Budapest 8 Gotha 9 Greenwell 10-13 Haag 14 Hunter Cat. 354,2; Cinnlje descr. 179,6 15 Indioof 16. 17 Klagenfurt 18 Lewis 19. 20 I^öbbecke 21 London Cat. 7,2; Combe cat. 95,2 22 Mailand 23. 24 München 25 Neapel Santang. Cat. 9966 26 Oxford 27 I'aris; Mionnct 1,456,48; Cousinery voyage 1,251,111,1 28 Paris; Mionnet 1,456,49 29. 30 St. Florian 31 St. Petersburg 32 Stuttgart 33. 34 Wien.

Ii 35 Duelius excerpt. geneal.-historic. (1725) 340 fg., antiq. tab. XI, 44 (Abb. ungenau)

36- 37 Cat. Bentinck 2,1006 und Suppl. 170 38. 39. 40 Wiczay 2584. 2585; Sestini mus. Hederv. 93,22 (tripkx) 41 Cat. Carfrae (1894) 122. (4 und 6 sind aus denselben Stempeln.)

Ebenso | Ebenso; im Feld oben Ä

Gewicht; 17,05(2)— 17,00 (13) 16,83 (7) 16,74 (8) 16,69 (4) 16,68(3) 16,50(1) 16,40(5) 15.37(9)

Abweichungen: Vs. mit Ohrgehänge 5. 13. 16; Rs. das Monogramm 5 I. 2. 4. 6. 8. 9. 13. 16 /fij 10. II. 12. 14; Stil gut I. 6. 16 mittel 2. 3. II. 12 schlecht 4. 5 I Athen Cat. 1236 2 Herlin Cat. 17, i (ungenau) 3. 4. 5 Berlin Cat. 17, 5. 6. 7 6 Dresden 7 Kopenhagen; Ramus cat. 1,115,5 8. 9 Moskau Univers. Cat. 1914. 1915 10 Parma 11. I2 St. Petersburg - 13 Walcher Cat. 946, VII, 946. —|| 14 Capellus rariora Becceleriana (1684) 2, I, 5 15 Cat. Thomsen I (1869), 785 16 Cat. Billoin (1S86) 319, II, 319

IN VIER EIDGENOSSENSCHAFTEN GETEILT

55

[Erste Eidgenossenschaft]

Ebenso | Ebenso; im Feld oben Ä

Gewicht: 17,11 (10) 16,94(13) 16,70(12) 16,65 (5- gelocht) 16,63(24) 16,56(11) 16,52(17)— 16,49(19) 16,48(26) 16,30(8) 16,23(23) 16,17(2) 16,15(4) 16,00(27)

15,90 (22, Erh. schl.) 15,48 (9, Erh. sclü./g'.) 13,95 (3, Erh. schl./g.) Abweicliungen: Vs. mit Ohigehiinge 4. 5. 10. 13. 17. 19; Rs. MAKEAONJ2N 4- 24 das Monogramm /K 3. 5. 8. 9. 14. 20. 21. 22 4, 12 10. 23 6. 25. 30 A 31 A 24; Stil gut 6 mittel 7. 17. 21. 23 schlecht 2. 4. 5. 10. 12. 19. 24. 28. 29 durchlücht 5. 20 I Amsterdam 2 Athen Cat. 1235 3 Athen (neue Erw.) 4. 5 Berlin Cat. 17, 8. 9

6 Budapest 7 Dresden 8. 9 Gotha 10 Hunter Cat. 354, i ; Combe descr. I97>7 II Klagenfurt 12 Lübbecke 13 London Cat. 7,1 14 Meletopulos 15. 16 München 17 Neapel Cat. 6504 (mit drei leichten Einhieben auf der Rs. ; vgl. zu n. 1S2) 18 Neapel Santang. Cat. 9967 19 Paris; Mionnet i, 456, 47 20 Parma 21 St. Petersburg 22. 23. 24 Six 25 Thorwaldsen Cat. 100, 558 26. 27 Turin Mus. Cat. 2189. 2190 = Lavy 1130. 1131 28. 29 Wien 30 Winterthur. ; 31 Haver- kamp algcm. liist. 2 (i737), XLVHI, 7

Ebenso | Ebenso; im Feld oben hP

Gewicht: 17,03(2) 16,90(3) 16,65(1)

Abweichungen: Vs. ohne Gewand 1.4; Stil mittel i. 2 I Berlin Cat. 18,13 2 Paris; Mionnet 1,456, 51; Hennin manuel XVIII, 4 3 Paris.

|j 4 Gronovius thes. gr. ant. 6 (1735), 2908,(1), 12

Ebenso | Ebenso; im Feld oben S

Gewicht: 17,12(2) 17,07(4) 16,90(1) 16,25(5)

Abweichungen: Stil gut 1.4 schlecht 5 I Berlin Cat. 18,14 2 Leake Europ. Gr. 65 3 Myron 4 Paris; Mionnet 1,456,57

5 Wien. (i und 4 sind aus denselben Stempeln.)

Ebenso Ebenso; im Feld oben N<

unten hP

Gewicht: 16,99(1) 16,82(5) 16,73(3)

Abweichungen: Stil gut 1.3 mittel 5 I Athen Cat. 1238 ß 2 Oxford; Wise num. Bodl. 5,111, 10 3 St. Petersburg 4 Stuttgart 5 Wien (mit einem von der Rs. aus eingehauenen Spalt; vgl. zu n. 182)

Ebenso Ebenso; im Feld oben l-P

unten N<

Gewicht: 16,68(3) 14, 33 (2, beschädigt)

Abweichungen: Stil mittel 1.2 I Budapest 2 Paris; Mionnet 1,456,58. H 3 Combe descr. Hunter. 179,3 (nicht mehr vorhanden) 4 Cat. Bentinck 2,1007 ungenau

Ebenso

Gewicht: 1 6, 46

I Turin Mus, Cat. 2iqi

Ebenso; im Feld oben N unten hP

56

MAKEDONIA

[Erste EidgenossenschaftJ

Ebenso | Ebenso; im Feld oben HP

I unten N

Gewicht: 17,08(6) 16,98(8.9) 16,96(12) 16,83(20)

16,80(7) 16,60(1) 16,59(2) 15,41(13, Erh. gut) Abweichungen: Rs. der Blitz geflügelt i. S und vielleicht öfter das obere Monogr. ungenau i8; Stil gut 2. 3.4. 7. 12. 14. 15 mittel i. 16. 17 1 Arolsen 2 Athen Cat. 1238 a 3 Budapest 4 Bukarest 5 Bunbury; vorher Cat. Thomas 886 6 Gotha 7 Imhoof 8. 9 London Cat. 7, 4. 5 Abb. 10 München n Oxford 12 Paris; Mionnet 1,456,52 13 Paris 14. 15 St. Petersburg 16 Wien 17 Windisch-Grätz Cat. 5 (1899), 461 703- 18 I^i' Choul discours de la religion (1556) 175 (i 580) 191 Abb. (irrig als Bronze bezeichnet) 19 Haverkamp algeni. hist. 2 (1737), XLVIII, 8 20 Comlie descr. Hunter. 179,4 (nicht in Glasgow) 21 Mus. Sanclcm. 1, 229 (nicht in Mailand) 22 Wiczay 2592; Sestini mus. Hederv. 93,24

Ebenso Ebenso; im Feld oben Ä

unten X E

Gewicht: 16,91(10) 16,80(4) 16,69(1) 16,63(9) 12,63

(6, nach Mionnet: gegossen) Abweichungen: Stil gut 7. 8 mittel 1.6 schlecht 2.4

I Berlin Cat. 18,12 2 Dresden 3 Lewis 4 Mailand - 5 Oxford 6 Paris; Mionnet 1,456,59 7. 8 Philippopel 9 Six 10 Turin Mus. Cat. 2192. |j

II Wiczay 25S9; Sestini mus. Ilederv. 93,21

Ebenso Ebenso; im Feld oben AP

unten HP W

Gewicht: 16,87(3) 16,57(2) 15,31(4)

Abweichungen: Rs. das 2. Monogr. unten i- 3- 5; Stil gut i mittel 4 I Budapest 2 I,ondon Cat. 7,3 3 Paris; Mionnet 1,456,50 4 Wien. j| 5 Wiczay 2588; Sestini mus. Hederv. 93,23

Ebenso Ebenso; im Feld oben /p

unten W HP

Gewicht: 16,90(1) 16,68(4) i6,6j (2)

Abweichungen: Stil gut 1 mittel 3. 4 I Athen Cat. 1234 2 Kopenhagen; Haverkamp algem. hist. 2 (1737), XLVni,9 (un- genau) — 3 Oxford 4 Wien

Ebenso; im Feld oben E?

unten [

Ebenso

Gewicht: 16,47

I Imhoof. Stil gut.

Ebenso Ebenso; im Feld oben FFE

unten wie vorher

Abbildung (3)

Gewicht: 17,07(4) 17,00(5) 16,90(6)— 16,76(8) 16,42(7)

Abweichungen: Stil gut 1. 3. 6 mittel 2. 4. 7. 8 I Budapest 2 Bukarest 3 Du Chastel 4 Hunter Cat. 354, 5, XXIV, 12; Combe descr. 179,5 ^ 5 Kopenhagen 6 Paris; Mionnet 1,456,53 7 Schottenstift

8 Wien

IN VIER EIDGENOSSENSCHAFTEN GETEILT

57

[Erste Eidgenossenschaft]

Ebenso Ebenso; im Feld oben FPE

unten \Ä?

Gewicht: 17,15(3) 16,27(4) 13, 52 (i, scheint gegossen) I Bologna Univcrs. 2 Fenerly 3 Löbbcckc 4 Paris; Mionnet 1,457,60. (Die Rs. von I und 4 sind stempelgleich). Stil gut.

Ebenso

I Surutsclian. Stil schlecht. Ebenso

Ebenso; im Feld oben fPE unten V

I Ebenso; im Feld oben lYI i unten k E

Abweichungen: Rs. das 1. Mouogr. unten |< 3; Stil mittel 3 I. 2 München 3 Wien

Die folgenden Tetradrachmen (n. 176-180) sind weitaus die häufigsten der ganzen Reihe. Der anfangs leidlich saubere Stil, den einige Stücke dieser Massenprägung zeigen, schwindet schnell und macht einer immer roher und nachlässiger werdenden Arbeit Platz. Dementsprechend er- fahren auch die drei Monogramme mancherlei Abänderungen und Verein- fachungen oder Verstümmelungen. Vgl. hierüber die Einleitung S. 4.

Ebenso

Gewicht: 16,91(2) 16,90(6.19) 16,82(5) 16,79 (iS) " 16,78(7) 16,68 (22. 42) 16, 65 (4) 16,63 (21) - 16,42(34)— 16,40(10.43) 16,07(14)

Ebenso; im Feld oben ^tP

unten "Kp TfE

16,89(46) 16,85(20) 16,74(3) 16,70(33-40

- 16,58(47) 16,55 (12)

14,39(15. subaerat)

Abweichungen: Rs. das obere Monogr. verwischt 31 das i. untere Monogr. "pj 22. 53- 54 "R 32. 45 das 2. untere Monogr. ffE 5. 9. 10. 12. 17. 30. 31. 41.

42. 43. 48 1. 6. 14. 15. 16. is. 36. 37. 44. 54 1^ 13. 22. 24. 33. 34

28. 29 TVE 32- 51-53 WE 7 T?T 45 IVt I 'luf der Rs. ein Palm- zweig eingekratzt 22; Stil mittel 3. 4. 6. 7. 12. 17. 18. 19. 20. 24. 30. 33. 36. 38. 47. 48. 49. 50 schlecht 5. 16. 21. 37. 39. 44 barbarisch 40 I Amsterdam 2 Athen Cat. 1237 3. 4. 5 Berlin Cat. 18,15-17 6 Berlin Cat. 18, 18; Friedlaender u. von Sallet, das Königl. Münzkabinet (1877) 121, 392 (ungenau) 7 Berlin Cat. 18,22 (ungenau) 8. 9 Bologna Bibl. 10 Bologna Univers. 11 Bunbury 12 Gotha 13 Greenwell 14. 15 Haag 16. 17 Halle (17 gegossen); Agnethler numoph. Schulz. I (1746), 23, 39. 40 = Beschr. des Schulzischen Münzkab. i (1750), 6, 39. 40 18 Hunter Cat. 354,4; Combe descr. 179,1 19-21 I.öbbecke 22 London Cat. 8>7 23. 24 Mailand (23 von Este) 25-27 München 28. 29 Moskau Univers. Cat. 1916. 1917 30. 31 Neapel Santang. Cat. 9968. 9969 32 Oxford Christ Church 33 Paris; Mionnet 1,457,61 34 Paris 35 Parma 36. 37 St. Florian 38-40 St. Peters- burg — 41-43 Six 44 Stuttgart 45 Trau 46 Turin Mus. Cat. 2187 47 Walcher Cat. 947 48 Ward Cat. (1901), 57, 373, IX, 373 49. 50 Wien. 1|— 51 Beger thes. Palat. 264 Abb. = thes. Brand. 1,481 Abb. [Haverkamp alg. hist. 2 (1737), XLVIII, 5 ; Montfaucon l'ant. expl. 3,1, CXV, 5 ; Gessner num. pop. 291,8*, XLI,8*] nicht in Berlin 52 Wiczay 2586; Sestini mus. Hederv. 93,25 (quintiiplex) ungenau 53 Luy- nes choix IX, 3 [Baumeister, Denkmäler 952,1104] 54 Bompois Maced. (86, i), III, i

58

MAKEDONIA

[Erste Eidgenossenschaft]

Ebenso Ebenso; im Feld oben ^tP

unten 1<P TYE

Gewicht: 17,06(4) 16,85(7) 16,72(6) 16,70(5)— 16,65(1)

16,60(3) 16,56(2) 16,48(11) 14,88(12, Evh. g./m)

Abweichungen: Rs. das obere Monogr. l das i. ui\tcre IMonogr. 1<3 3 ■]< 12 das 2. untere IMonogr. fYE ^4 TVE 2. 7 lyE 4 I2;

Stil mittel 1.3 schlecht 14 etwas verprägt i I T?erlin Cat. 18,20 2 Haag 3 Imhoof 4 Klagenfurt 5. 6 Kopenhagen; Ramus cat. 1,115, 4. 6 (7 als Dubl. entfernt) 7 Meletopulos 8. 9. 10 München 11 Paris; Mionnet I, 456, 56 (durch ein liesseres Ex. ersetzt) 12 Rollin u. Feuardent 13 Thor- waldsen Cat. 100,557 14 Wien; Mus. Theup. 2,1278 [Gessncr num. pop. 291,8**]

Ebenso Ebenso; im Feld oben ^fP

unten "Rp fYE

Gewicht: 17,04(5) 17,01(9) 16,96(10) 16, 92 (l, scheint ge- gossen. 4) 16,84(11) 16,77(3) 16,75(8) 16,72(13)

Abweichungen: Rs. das i. untere Monogr. "p^ i. 5. 7. 11 das 2. untere Mon. IVE 4- 6. II. 13- 15 IVE I- 9- 16 lYE 5- 7; -'^til mittel 4. 6. 9. 1 1 . 1 3. 1 5

schlecht 3. S. 14

I Arolsen 2 Athen (neue Erw.) 3 Berlin Cat. 18,21 4 Ilimter Cat. 354,3; Combe descr. 179,2 5 London Cat. 8,6; Akerman, Num. chron. 9 (1S47), 27 Abb. 6 Mailand (von Este) 7 Oxford 8 Paris; Mionnet 1,456,54 (mit Druckfehler: mon. 66c) statt sög) 9 Paris; Mionnet 1,456,55 10 Paris 11 Six 12 Trau 13 Turin Mus. Cat. 2188 = Lavy 1129 14. 15 Wien. |! 16 Wiczay 25S7; Sestini mus. Hederv. 94,26 (ungenau)

Ebenso j Ebenso; im Feld oben ^^f

I unten "Rp WE

Gewicht: 16,94(6) 16,67(2) 16,60(4) 1 5,05 (5, Erh. schl.)

Abweichungen: Rs. MAKEAOHN 7 ~ MAKEAONßl/l 9 «■'•'»s obere Monogr. ^4>P 7 das 2. untere Monogr. fy^ 3. 8 2. 6. 9 "IV^ 4. 11. 12;

.Stil mittel 3. 6. 8 schlecht 2. 4. 9 überpriigt auf ein ähnliches Stuck 2 1 Athen (neue Erw.) 2 Berlin Cat. 18,19 3 Budapest 4. 5 Gotha 6 London Cat. 8,8; Head guide (1881) 96, 10, LIV, 10—7 Trau 8 Wien 9 Windisch-Grätz Cat. 5 (1899), 46, 704. }[ 10 Patin thes. (1672) 18,1 Abb. (die beiden unteren Monogr. übersehen) 11 Maverkamp alg. bist. 2 (1737), XLVIll, 4 (nicht mehr in Kopenhagen)

12 Haverkanip a. a. O. XLVlII, (> von Mazzolcni

= n. 159-1S0 I = n. 159-180, i. F. oben TVTi unten cjj

1 Goltz Graecia XXn,2 [Ilaverkamp alg. hist. 2, XL'Vlir,3; Gessncr num. pop. 29l,8,XLI,8] Ebenso | Ebenso, i. F. und /|\

2 Cadalvene recueil 52

Stücke mit diesen Monogrammen haben sich nirgends nachweisen lassen. Ebenso Ebenso, die Monogramme nicht wieder-

gegeben

I (Schachmann) Cat. raisonnc 65,2 2-7 Eckhel cat. 83, 10- 15 (die Identität mit den oben verzeichneten Wiener Exemplaren ist nicht festzustellen) 8 Cat. d'Ennery 78, 142

9 Num. Zeitung 33 (1866), 81 fg., mit Stempelfehler (oder infolge Doppelschlages?)

Da die Monogr. dieser Stücke unbekannt sind, lassen sich die Münzen oben nicht einreihen.

IN VIER EIDGENOSSENSCHAFTEN GETEILT

59

[Erste Eidgenossenschaft]

Ebenso

Gewicht: 16,56(4)

Abweichungen: Rs. das i.

1- 4- 5 2; -

Ebenso; im Feld oben ^

unten T<P tfE

16,54(3) 15,14 (2, gelocht)

untere Monogr. "1<;| 3 "J< 4 das 2. untere Mon. - Stil schlecht 3. 4

I Athen (neue Erw.) 2 Leake Europ. Gr. Addenda 161 (mons. loj. 10b. 107 ist Ver- sehen für loj. 104. foj) - 3. 4 Wien. 1|— 5 Gronovius thes. gr. ant. 6, 3456, II, 3 Rs. [Gessner reg. Maced. 29, V, 13] fälschlich als Vs. mit einer Rs. von Amyntas III. verbunden; die zugehörige Vs. ist a. a. O. I, S [Gessner num. pop. 290, 25, XL, 25] als Rs. mit der Vs. derselben Amyntasmünze vereinigt

Barbarische Nachprägungen

Tetradrachmen (n. 181-1S4)

Ebenso Ebenso, aber mit MAKEAOAnH

i. F. oben A (vgl. n. i6i)

Gewicht: 13,38 (subaerat) I München

Ebenso Ebenso, aber mit WKEAOl/lQH

npniHZ

i. F. oben M (vgl. n. 161) Gewicht: 16,97(2) 16,19(3) 15, 97 (4) 15-95 (0

Abweichungen: \'s. mit Ohrgeliange 1.2.3.4 I. 2 Berlin Cat. 17, 10. 1 1 3. 4 Wien. !'— 5 Neumann num. vet. 2,137 Abb. d. Rs. ; Wiczay 259'» ^1 221; Sestini mus. Hederv. 94,27 (mit Druckfehler TTPßHTHZ sonst ungenau). (i. 2. 3. 4 und wohl auch 5 sind aus denselben Stempeln.)

Alle fünf Exemplare (und ebenso n. 183 und n. 184,1) siiul durch einen mit einem scharfen Instrument auf die Vs. (l) oder Rs. (2. 3. 4. 5) geführten Hieb nach dem Rande zu auf- gespalten (l)ei n. 182,1 ist der Spalt modern zugelotet), wohl um festzustellen, ob diese fremden Ursprung verratenden Stücke im Innern vollwertig sind.

Ebenso Ebenso, aber die verwilderte Auf-

schrift rückläufig und die ganze Darstellung mit Vertauschung von I. und r. gleichsam im Spiegelbild; i. F. unten )^ Gewicht: 15,72

I Wien. Mit einem von der Vs. aus eingehauenen .Spalt; vgl. zu n. 182.

Ebenso I = n. 176-180 mit verwilderten Mono-

I grammen

Gewicht: 16,55(2) 16,00(3) 1 5, 20 (i, subaerat) Abweichungen: Rs. MAKEAONßN 3 Aufschrift ganz verwildert 2 I München 2 Paris; Muret u. Chabouillet Cat. des monn. gaul. 227,9666; de La Tour Atlas de monn. gaul. XLIX, 9666; vgl. Melanges de num. i (1875), 300 fg. 3 St. Petersburg. Ü 4 Wiczay 2590 (nicht bei Sestini mus. Hederv.) Das Exemplar i ist durch einen mit einem scharfen Instrument auf die Vs. geführten Schlag nach dein Rande zu aufgespalten und weist ausserdem in der Mitte des Rs. -Feldes einen etwa 9 mm langen, nicht durchgehenden Einhieb auf; vgl. zu n. 182.

6o

MAKEDONIA

[Erste Eidgenossenschaft]

Die völlig barbarischen Gepräge, z. B. mit dem verwilderten Reiter nach 1. auf der Rs. (Hunter Cat. 376, i, XXV, 12; Combe descr. 179,8, XXXIV, 8 [Bompois Maced. 100, V, 4]) und ähnlichen Typen sind hier übergangen. Einige moderne Fälschungen sind am Schluss dieses Bandes verzeichnet.

Zweite Eidgenossenschaft (Hauptstadt Thessalonike)

T c t r ad r a eil m 0 n (n. 1S5. 1S6)

Makedonischer Rundschild mit ver- 1 MAKEAONON oben ziertem Rand und dem nach

r. gewendeten Brustbild der Ar- temis Tauropolos in der Mitte. (= n. 156)

AEYTEPA2 unten, dazwischen Keule mit dem Griff nach 1., i. F. oben fTI< , das Ganze in einem 1. gebundenen Eichenkranz. Am Rande 1. Blitz

Abbildung (l)

Gewicht: 16,83 (4. bcsciuidigtj 16,80(3) iö,75(') 16,72(2,

gelocht) 16,26 (5) Abweichungen: Rs. infolge Doppelschlagcs scheinbar AEYHEPAZ 3 I Allatini 2 Athen Cat. 1239 3 Imhoof; Bompois Maccd. 87,3, 111,4 Abb. der Rs. 4 Paris; Pellerin rccueil i,i77; Sestini lett. 7,13, 1,20; Mionnct 1,437,62; Cousinery voyage 1,251,111,3 5 Seitmann. jj— 6 Spanheim de praest. et usu i (1705), 652 [Gcssner nuni. pop. 290, zuXLI, 7]; G. Cuperus de elephantis innummis obviis(i7i9) 150 Abb. [Eckhel d. n. V. 2,63]; Spanheim Orbis Roman. (1728) 198; Cuperus lettres de critique (1742) 306. 500. (Die Vs. von i. 3. 4. 5 sind aus demselben Stempel; auch die Rs. von i. 3. 5 sind stempelgleich.)

Das Pariser Exemplar ist auch erwähnt bei Pellerin rois 25. Diese Stelle hat Eckhel d. n. V. 2,63 missverstanden, indem er de la sccoiiJe irrig mit II. foruiac übersetzt, wahrend dort proviiice zu ergänzen ist.

Ebenso | Ebenso; im Feld oben

I unten Gewicht: 16,95(3) 16,72 (2, gelocht) 16,67(1)

Abweichungen: Rs. der Blitz nur zum Teil ausgeprägt 2 nicht angcgctjen 4 I Berlin Cat. 19,1, II, 12; Friedlaender u. von Sallet, das Königl. Miinzkab. (1877) 122, 394

2 London Cat. 8,9 Abb.; Akerman, Num. cliron. 9 (1S47), 28 Abb. 3 Paris; Bompois Maced. 87,3, 111,3 Vs. u. Rs. [Svoronos, Bull, de cotr. hell. i8 (1894), 126,62 Abb. der Vs.].

II 4 Sestini mus. Ilcdcrv. 94,28. (Die Vs. von I. 2. 3 sowie die Rs. von 2 und 3 sind sfcmpelgleich.)

Dritte Eidgenossenschaft (Hauptstadt Pella)

Von der dritten Eidgenossenschaft sind Münzen bis jetzt nicht zum Vor- schein gekommen.

IN VIER EIDGENOSSENSCHAFTEN GETEILT

6i

Vierte Eidgenossenschaft (Hauptstadt Pelagonia)

1S7

K 20

Kopf der Athena mit langem Haar und korinthischem Helm nach r.

Taf. II, 5

188

K 24-2 1

Kopf des Zeus mit Lorbeerkranz nach r.

Taf. II, 6

MAKBAONON oben im Bogen, TETAPTHI im Abschnitt. Die Dioskuren mit spitzer Mütze, flatterndem Mantel u. eingelegter Lanze nebeneinander nach r. galop- pierend; i. F. unter den Pferden Feld konkav

Abbildung (i)

Gewicht: 7,81

Abweichung-en: Rs. die obere Schriftzeile nicht ausgeprägt 2 I Imhoof, vorher Cat. Bompois 683: Bompois Mactd. 8S,6, 111,6 2 Leake Europ. Gr. 65 [Bompois Maccd. 87,5] ungenau

MAKBAONON oben, TETAPTH2 unten, dazwischen Keule mit dem Griff nach 1., i. F. oben unten AK, das Ganze in einem 1. gebundenen Eichenkranz. Feld konkav

Ab bild ung (Ys. von 3 Rs. von 2)

Gewicht: 12,60(13) 10,55(12) 9,90(3) 9,87(11) 9,20(5) 8,92(10) - 8,79(15) ^ 8,37(7) 8,36(2) 8,10(6) -

7,54 (4, Erh. schl.)

Abweichungen: Rs. das obere Monogramm undeutlich 2.6.8 zerstört 16 das untere Monogramm scheinbar ^J< 2. 6. 8. 14. 16 zerstört 13. 17 beide Monogramme verwischt 9 I Athen (neue Erwerbung) 2. 3. 4 Berlin Cat. 19,1 (ungenau). 2. 3 5 Gotha 6 Im- hoof — 7 Kopenhagen 8 Leake Suppl. 131 9 Leake, vorher Cat. Northwick 583 10 Löbbecke 11 London Cat. 8,10 Abb.; Akernian, Num. chron. 9 (1847), 28 Abb. 12 München 13 Paris; Cadalvene recueil 55; Lenormant, Revue num. 1852, 321, IX, 5; Bompois Maced. (87,4), 111,5 14 S*- Petersburg; Sestini lett. cont. 5,4, 1,5; mus. Chaudoir 49,1 (mit Verwechselung von supra und infra) 15 Wien; Froclich animad versiones (175O 36, II, 1 1 [Gessner num. pop. 291, 8''*]; Froelich notit. elem. 143, VII, 10; Eckhel cat. 83,16 [Mionnet 1,457,65]. ['— 16 Sestini mus. Hederv. 94,29 (mit Verwechselung von supra und infra, vgl. zu 14) 17 Cat. Grenu iioo. (Die Rs. von 5 und 7 sind stempelgleich.)

62

MAKEDONIA

Makedonia im Aufstand unter Andriskos

A. Prägungen des römischen Feldherrn (P. luventius Thalna, 149 v. Chr.)

189 Makedonischer Rundschild, dessen S 30-2 S j^anj mit und " , siebenmal abwechselnd, verziert und mit einem Pkr. abgeschlossen ist. In der Mitte, von einem Pkr. u. einem Lkr. umgeben, Brustbild der Arte- mis Tauropolos mit Stephane, Ohrgehänge und Gewand nach r., im Nacken Köcher und Bogen

LEG oben

MAKEAONflN unten, dazwischen Keule mit dem Griff nach 1., i. F. ganz oben rechte Hand mit Öl- zweig nach 1.; das Ganze in einem 1. gebundenen Eichenkranz (mit Eicheln). Am Rande I. Blitz (eigen- tümlich stilisiert)

Abbildung (6)

Gewicht: 16,87(1.5) 16,86(4) 16,85(2)— 16,61 (3)

Abweichungen: Rs. [L]EG 2 der Blitz nicht ausgeprägt i. 2. 3. 4. 6 I Berlin Cat. 21,2; Zeitschr. f. Num. 23 (1902}, 149, c Abb. der Rs. 2 Gotha; Sestini lett. 9,20 [Mionnet S. 3, 6, 37 und diesem folgend Boutkowski dict. 1238, 2142 mit Unrecht als »med. siispectv, vgl. Friedlaender, Zeitschr. f. Num. 3 (1S76), iSo Anm. i] 3 Kopen- hagen, vorher Rollin u. Feuardent; Bompois Maccd. 83, 2, II, l 4 Lübbecke 5 Rollin u. Feuardent. 1| 6 Cat. de D.""" (1889) 46, 1,46. (1-6 aus denselben Stempeln.) Über das Brustbild auf der Vs. vgl. zu n. 156. Zur Herstellung des Rs.- Stempels dieser Münze (n. 189) ist der Rs. -Stempel eines Tetradrachmons von Philipp V. benutzt worden, vgl. Zeitschr. f. Num. 23 (1902), 148 fg. Der Stempel, dessen erste Form nach der Umarbeitung n. 189,2 zeigt, hat sich augenscheinlich beim Prägen sehr schnell ab- genutzt und ist zweimal durch ziemlich rohes Nacbgravieren (bes. an den Fingern der Hand und am Ölzweig) für die weitere Prägung (n. 189,3.6 u. sodann 1.4.5) wieder brauchbar gemacht worden. Vgl. zu n. 196 und auch Zeitschr. f. Num. 24 (1904), 290.

Ebenso (derselbe Stempel) ^ Ebenso, aber die Hand i. F. r.

neben LEG

Gewicht: 16,95 Cs) 16,85 (7- §) 16,80 (2) 16,76 (3) 16,70 (i)

Abweichungen: Rs. mit A statt A 2. 5. 7. 8 der Blitz nicht ausgeprägt l. 2. 3. 7 I Athen Cat. 1240 2 Brüssel 3 London Cat. 17,69 Abb., vorher Cat. Borrell 26: Head guide (1881) 96, 12, LIV, 12 4 London, vorher Cat. Montagu 2 (1S97), 149, II, 149; Zeitschr. f. Num. 23 (1902), 154, /Abb. der Rs. 5 München; Cousinery voyage I, 252, III, 2 Abb. der Rs. (ganz ungenau) 6 Paris, vorher Cat. Thomas 884. 1| 7 Cat. Carfrae (1894) 124, V, 17 8 Cat. Bunbury (1896) 652, V, 652. (Die Rs. von I. 3. 6 sowie die Rs. von 2. 5. 8 sind stempelgleich.)

Ebenso, aber nur mit Pkr. um das Ebenso, aber die Keule mit Riemen Brustbild und auf dem Schildrand umwunden; i. Y. unten IRsE siebenmal \ Gewicht: 16,80

I Wien; Zeitschr. f. Numismatik 23 (1902), I47, b Abb. der Rs.

Das Ohrgehänge des Artemiskopfes auf der Vs. stellt, wie es scheint, einen kleinen Vogel mit ausgebreiteten F"lügeln (von vorn) dar. Vgl. zu n. 193.

IM AUFSTAND UNTER ANDRTSKOS

63

Ebenso (derselbe Stempel) | Ebenso; i. F. unten A

Al)bildung (i)

Gewicht: 16,94 (0 16,05 C^)

Abweichungen: Rs. infolge Düppelschlags LEEG "»'1 MAKEEAONfiN 2 der Blitz niclit ausgeprägt l. 2 I Imhoof 2 London Cat. 17,70; vorher Cat. Borrell 27 [Lenormant, Revue num. 1852, 333; Bompois Maced. 19, Anm. und 84,3 (mit Druckfehler 16,70 statt 16,07)]; vgl. Friedlaender, Zeitschr. f. Num. 3 (1876), 180, Anm. i. (i. 2 aus denselben Stempeln.)

Ebenso, aber die Randornamente , Ebenso; i. F. unten f^J: (= n. 191) nur sechsmal | Gewicht: 16,96(3) 16,94(1)

Abweichungen: Rs. infolge Doppelschlags scheinbar MAKEAONIßN ' der Blitz geflügelt I. 2 nicht ausgeprägt 3 I Brüssel 2. 3 Trau. (Die Vs. von i. 3 sind aus demselben Stempel wie n. 194, 1-5.) Das Ohrgehänge des Artemiskopfcs auf der ^'s. stellt eine kleine (nach r.) schwebende Nike dar. Vgl. zu n. 196a.

Ebenso | Ebenso; i. F. unten A (— n. 192)

Gewicht: 16,93(6) 16,92(3) 16,86(2) 16,80(5)— 16,75(7)

16,71(4) 16, 00 (l, etwas beschädigt) Abweichungen: Rs. der Blitz geflügelt I. 2. 3. 5 und wohl auch sonst nicht ausgeprägt 4

I Berlin Cat. 21, l; vorher Sestini mus. Fontana 2, 11, II, 9 [Cavedoni spicilegio 47] = 3, 12, I 2 Lambros; Bompois Maced. 83, I, II, 2 Rs. 3 Lübbecke 4 Paris, vorher Cat. Greau 91, 1098, II, 1098; Froehner, Annuaire de num. 3 (1868/70), 46, 26, IV, 26 5 Walcher Cat. 948, VII, 948 6 Dr. Weber. 1|— 7 Cat. Bompois 677. (Die Vs. von I. 2. 3. 4. 5 sind stempelgleich (vgl. zu n. 193,1. 3), ebenso die Rs. von 4. 5.)

B. Prägungen der aufständischen Makedonen (149/148 vor Chr.)

195 ' Makedonischer Rund Schild, dessen ! MAKE oben S 30 Rand mit Clsl und ^A^, siebenmal

abwechselnd, verziert ist und mit einem Pkr. abschliesst. In der Mitte, von einem Pkr. umgeben, Brustbild der Artemis Tauropolos wie vorher, aber mit Eorbecr im Haar

Taf. II, II Abbildung (3)

Gewicht: 17,15(2) 16,92(1) 16,83(3-4)

Abweichungen: Rs. der Blitz nur zum Teil ausgeprägt i. 3. 4 I Berlin, vorher Rollin und Feuardent ; Bompois Maced. 74, 3, I, 2 Abb. der Rs. ; Zeitschr. f. Nuin. 23 (1902), 147, a Abb. der Rs. 2 Lewis, früher Lambros; Bompois Maced. 74, 4 und 5, I, 3 Abb. der Rs. 3 Montagu Cat. I (1896), 264, V, 264, vorher Hoffmann; Bompois Maced. 74, 2; Cat. Bompois 666. [j 4 Cat. of the coli, of Greek coins of a late collector (1900) 223, V, 223. (Die Vs. von l. 2. 3. 4 sind stempelgleich, ebenso die Rs. von I. 4 und die Rs. von 2. 3.)

AONflN unten, dazwischen mitRiemen umwundene Keule mit dem Griff nach 1., i. F. r. oben neben der Schrift [AE, das Ganze in einem 1. gebundenen Eichenkranz (mit Eicheln). Am Rande 1. Blitz

64

MAKEDONIA IM AUFSTAND UNTER ANDRISKOS

Taf. II, lo

Das 3. Exemplar ist von Bompois versehentlich an das Londoner Stück (unten n. 196, 2) angereiht mit y>le mcme »lonograi/iiiieK. Das von Bompois a. a. O. 74,5 angeführte Exemplar aus Athen existiert dort nicht, vgl. Postolakka Synopsis 28 Anni.*; es ist vielmehr identisch mit dem aus l.ambros' Besitz an Lewis übergegangenen (n. 195, 2), das Bompois mit un- genauer Gewichtsangabe als No. 4 aufführt.

Uber die Prägezeit dieser Münzen (n. 195 -196a) und den Lorbeeikranz ihres Artemis- brustbildes vgl. Zeitschr. f. Num. 20 (1897), I77fg. Zur Herstellung des Rs.-Stempels von n. 195, 1.4 ist der Rs. -Stempel eines Tetradrachmons mit LEG (wie oben n. 191 oder 193) benutzt worden, woraus sich die Datierung der voranstehenden LEG-Serie ergibt; vgl. Zeitschr. f. Num. 23 (1902), 147 fg.

Ebenso (derselbe Stempel)

Ebenso; i. F. r. oben neben der Schrift AI

AI) bil dun g (3)

Gewicht: 16,90(3) 16,85(1) 16,72(2)

Abweichungen: Rs. das ^ der Aufschrift aus /v^ korrigiert 3 der Blitz nicht ausgeprägt l. 2. 3

I Löbbecke 2 London Cat. 16, 66 Abb., vorher Cat. Borreil (1852) 25; Bompois Maced. 73, I, I, i; Head guide (18S1) 96, ii, LIV, 11 3 Paris. (Die Vs. von i. 2. 3 sind aus demselben Stempel wie die von n. 195,1. 2. 3. 4; ausserdem sind die Rs. von 1 und 2 stempelgleich.)

Die 7 Exemplare dieser und der vorhergehenden Münze (n- 195. 196) stammen sämtlich aus dem gleichen Vs. -Stempel. Die kleinen Abweichungen, welche n. 195,2. 3 und n. 196, 1.2 übereinstimmend gegenüber n. 195,1.4 und n. 196,3 zeigen (z.B. an der Diadem- spitze, im Lorbeerkranz und in der Randverzierung), sind angesichts der sonstigen völligen Gleichheit aller Einzelheiten ohne Zweifel daraus zu erklaren, dass der Vs. -Stempel, dessen ursprüngliche Form n. 195,1.4 und n. 196,3 wiedergeben, sich beim Prägen sehr schnell abgenutzt und beschädigt hat und durch Nachgravieren der verletzten Stellen für die weitere Prägung (n. 195,2. 3 und n. 196,1. 2) wieder brauchbar gemacht worden ist. Vgl. die Bemerkung zu n. 189 sowie auch Zeitschr. f. Num. 24 (1904), 290, woselbst zu be- richtigen ist, dass es sicli hier bei n. 195. 196 um nur einmalige Nachgravicrung zu handeln scheint.

MAKE

AONflN, sonst ebenso

Ebenso, aber auf dem Schildrand und l»^, siebenmal ab- wechselnd I Gewicht: 16,87

I Brüssel

Das Artemis-Brustbild auf der \'s. stimmt im Gesamtcharakter sowie in gewissen Einzel- heiten (vgl. z. B. das eine kleine Nike darstellende Ohrgehänge) mit dem der LEG-Tetra- drachmen n. 193. 194 so auffallend überein, dass beide mit grösster Wahrscheinlichkeit als Arbeiten desselben Stempelschneiders zu betrachten sind. Vgl, Zeitschr. f. Num. 23 (1902), 152 u. 155.

MAKEDONIA ALS RÖMISCHE PROVINZ

65

Makedonia als römische Provinz

(seit 148 vor Chr.)

Lucius Fulcinnius, Quaestor

197 [ Kopf der Roma nach r. mit Hals- IC 23-21 , band, Ohrgehänge u. geflügeltem Helm, der mit Kopf u. Stachel- kamm eines Greifs verziert ist. Pkr.

MAKEAONnN TAMIOY AEYKlOY clJOAKlNNlOY

im 1. gebundenen Eichenkranz

Gewicht: 10,33(6) 8,76(1) 8,69(4) 7.80(5) 7.50(7)

I Berlin Cat. 23, l 2. 3 Leake Europ. Gr. 65 [Hompois Maccd. 93, 9] 4 London Cat. 19, 79 Abb. 5 Mailand 6. 7 St. Peterslnirg. 1|— 8 Wilde nuni. sei. 88, 60, X, 60 [Gessner nuni. pop. 290, 3, XLI, 3; Eckbel d. n. v. 2, 62, 5] 9 Hoffmann le numismate 1166 [Bompois Maced. 93, 9] ungenau. (Die Vs. von l ist aus demseliien Stempel wie die von n. 198, i.)

Der Kopf dieser Münzen (n. 197 ffj.) ist genau dem Romakopf der gleicbzeiligcn römischen Denare nachgebildet. Halsbantl und Ohrgehänge sind wegen der meist schlechten Er- haltung der Vs. oft nicht sichtbar und sind vielleicht auch nicht immer dargestellt ge- wesen, während sie auf den späteren Prägungen (n. 203 fg.) ganz fehlen. Über die Da- tierung des Fulcinnius und seines Nachfolgers vgl. die Einleitung .S. 9 und ausführlicher Zeitschr. f. Numismatik 23 (1902), 157 fg.

Ebenso MAKEAONHN

TAMIOY AEYKlOY (JJOAKiNNlOY

im 1. gebundenen Eichenkranz Gewicht: 9,88(7) 9-03(0 8,35(10) - 7,90(4) 7.75(6)

I Berlin Cat. 23, 2 2 Braunschweig 3 Haag 4 Imhoof 5 Lübbecke 6 München 7 Paris; Hardouin luimmi ant., add. 579 = opera sei. 99 [Spanheim de praest. 2, 165]; Mionnet 1,455,42; Lenormant, Revue num. 1852,320, l, IX, 4; Bompois Maeed. 93, 8 (die Abb. von einem anderen Ex., vgl. zu 12) 8 Parma (dick) 9 St. Petersburg 10 Walchcr Cat. 940. 1| 11 Mus. Arigoni 4, fam. Rom. XIV, 10 un- genau; Sestini cat. cast. 20 12 Cat. Bompois 689, wohl = Bompois Maced. (93,8), IV, 8 (vgl. oben zu 7). (Die Vs. von i ist aus demselben Stempel wie die von n. 197, i.)

Ebenso | Ebenso; im Feld oben /vt

Gewicht: 9,88(1) 7,90(2) _ 7,77(4) 7.02(3)

I Berlin Cat. 23,3 ungenau 2 l'avis; Mionnet 1,456,44 3 Wien; Mus. Theup. 2,1278 4 Wien; Eckhel d. n. v. 2,62 ungenau. (Die Vs. von i ist aus demselben .Stempel wie die von n. 201, i.)

Ebenso | Ebenso; im Feld oben T<

Gewicht: 9,67(3) 8,20(2) 7,63(1)

I Athen Cat. 1244 2 Hunter Cat. 356,9; Combe descr. 180,17 3 London Cat. 19,80

Ebenso | Ebenso; im Feld oben 1S1<

I Paris; Mionnet 1,455,43 ungenau. (Über die Vs. vgl. zu n. 199,1.)

Die antiken Münzen Nord-Griechenlands III.

5

66

MAKEDONIA

Gaius Publilius, Quaestor

I. Ohne Distriktsbezeichnung (Edonis?)

202

K23

Taf. II, 7

203

K 28-21

Taf. II, 8

204

K 22

205

K23

Kopf des Poseidon mit Taenie nach r.

MAKEAONnN'oben

TAAAIOY TAIOY , j 1 noHAIAlOY dazwischen

Keule mit dem Griff 1.; das Ganze im 1. gebundenen Eichenkranz

Abbildung (2)

Gewicht: 9,70(4) 9, 14(0 8,62(3)

I liunter Cat. 355, 3; Combe de?cr. 180, 19, XXXIV, 10 [Mionnet S. 3, 6, 38; Lenormant, Revue num. 1852, 320, 3, IX, 3] 2 Lewis, vorher Cat. Bompois 686; dies Ex. Bompois Maced. 91, i, IV, i (irrig: Paris) 3 London Cat. 17, 71 Abb. 4 Müncben; Sestini descr. 85, 1 5

Die Typen dieser Münzen (n. 202) sind der autonomen Prägung offenbar des gleichen Distriictes (oben n. 39 fg.) nachgebildet, vgl. zu n. 207 und n. 209.

maKeaonon tamioy taioy fofaiaioy

im 1 Eichenkranz

gebundenen

11,67 (4) - 11,50(3)

Kopf der Roma nach r. mit dem geflügelten Greifenhelm, wie bei n. 197. Pkr.

Abbildung (13)

Gewicht: 12,97(15)— 12,44(10)— 11,86(1)

11,05(33) 10,58(5) 10,56(11) - 10,45(36) - 10,27(2)

1-5 Berlin Cat. 21, 1-5 6 Dresden 7. 8 Gotha 9 Haag 10 Hunter Cat. 355, 4; Combe descr. 180, 16 11 Hunter Cat. 355, 5 12 Kopenhagen 13. 14 Leake Europ. Gr. 65 15 Löbbecke 16 London Cat. 18, 72 Abb. 17. iS London Cat. 18, 73. 74; Combe cat. 95, 8. 9 19. 20. 21 Meletopulos 22 Moskau Univ. Cat. 1922 23. 24 München, eines davon Sestini descr. 85, 14 [Mionnet S. 3, 6, 39] 25 Neapel Cat. 6503 26 Paris; Patin thes. iS, 2 Abb. [Gessner num. pop. 290, 32, XL, 32]; Hardouin nummi ant., add. 579 [Spanheim de praest. 2,165] = opera sei. 99; Mionnet 1,455,37; Lenormant, Revue num. 1S52, 319, i, IX, i; Bompois Maced. 91,2, IV, 2 27 Paris; Mionnet 1,455,38

28 Paris 29 St. Petersburg 30 Thorwaldsen Cat. loi, 562 31 Turin Kgl. Slg.; Mus. Arigoni l, urb. XIV, 141 [Gessner num. pop. 290, 32]; Sestini cat. cast. 20 32 Turin Kgl. Slg. 33 Turin Mus. Cat. 2184 = Lavy 1121 34 Wien; Eckhel cat. 83, 9; d. n. V. 2, 62, I 35 Wien, vorher Cat. Welzl 1778 36 Winterthur. j| 37 Spanheim de praest. 2, 165 Abb. [Gessner num. pop. 290, i, XLI, i] von Dr. A. Picenninus Rhoetus

38 Cat. d'Ennery 99, 282 39 Wiczay 2581; Sestini mus. Hederv. 93, 17 40 Cat. Bompois 687. (Die Vs. von 3. 5. 18 sind stempelgleicli.)

Über den Kopf dieser Münzen (n. 203 fg.) vgl. zu n. 197.

Ebenso | Ebenso; i. F. oben unten

Gewicht: 12,40(1) 11,25(3)

I Lübbecke 2 'l'urin Kgl. Slg.; Mus. Arigoni 4, fam. Rom. X, 99 (ungenau); Sestini cat. cast. 19 3 Turin Mus. Cat. 2183 = Lavy 1120 (ungenau)

Ebenso | Ebenso; i. F. oben A, unten 1<

Gewicht: 12,75(2) 10,18(3)

I Amsterdam 2 Imhoof 3 Kopenhagen 4 Parma

ALS RÖMISCHE PROVINZ

67

[Gaius Piiblilius, Quaestor]

Ebenso

MAKEAONnN TAMIOY TAIOY im 1. gebundenen

Eichenkranz; i. F. oben A, unten 1<

Gewicht: 13,40

I Mailand

Der Quaestor ist auf dieser Münze (sowie n. 211) nur mit seinem praenomen genannt.

Ebenso

TAIOY TAMIOY FOFAIAIOY

im 1. gebundenen Eichenkranz

■Gewicht: 12,57(9) 12,32(2) 11,80(7) ii,55(6) 10,89(1)

I Hunter Cat. 355, 6; Combe descr. 180, iS 2 Kopenhagen (dick); Ramus cat. i, 115, i 3 Laake Europ. Gr. 65 4 Löbhecke 5 Meletopulos 6 München 7 Paris; Mi- onnet 1,455,39; Cousinery voyage i, III, 12; Lenormant, Revue num. 1852, 320, 2, IX, 2; Bompois Maced. 92, 3, IV, 3 Vs. (Abb. nach andeiem Ex.) 8 Turin Kgl. Slg.; Mus. Arigoni 4, fam. Rom. X, 100; Sestini cat. cast. 20 9 Wien (dick). 1| 10 Wilde num. sei. 88, 59, X, 59 [Gessner num. pop. 290, 2, XLI, 2] irrig noTTIAAlOY ^'gl- Eckhel d. n. v. 2, 62 Die auffallende Einschiebung des TAMIOY zwischen praenomen und nomen findet sich auch bei n. 209. Vgl. Zeitschr. f. Num. 23 (1902), 159.

II. Distrikt Amphaxitis {/^)

Kopf des jugendlichen Dionysos TAMIjOY

nach r. mit Binde um die Stirn TAIOY oben

u. Efeukranz (= n. 83) nionAIA|IOY unten. Ziegenbock

nach r. stehend, i. F. r.

Abbildung (4)

Gewicht: 9,69(7) 9. 52(0 - 7.71(4) - 7.60(2, E. m.) - 7,52(3)

I. 2 Berlin Cat. 22, 6. 7 3 Hunter Cat. 356, 7 4 Imhoof 5 Kopenhagen 6 Lübbecke 7 London Cat. i8, 73 Abb. 8 München; Sestini descr. 86, 20 9 Paris; Mionnet i, 455, 41, berichtigt S. 3, 7, 45; Lenormant, Revue num. 1852, 322, i; Bompois Maced. 92, 6 (ungenau) 10 .St. Florian 11 St. Petersburg 12 Wien, vorher Cat. Welz! 1780. II 13 Cat. Thomsen i, 784 (ungenau)

Die Typen dieser und der folgenden Münzen (n. 207. 208) sind der autonomen Prägung des Distriktes (oben n. 83 fg.) entlehnt, vgl. zu n. 202 untl n. 209.

Ebenso TAAM|OY

TAIOY oben. Ziegenbock nach

r. stehend; i. F. 1. "R, r. C^, unter

dem Leibe

Gewicht: 9,86(3) 9.57(0 9.30(0 8,05(5)

Abweichungen: Rs. das 1. Monogr. nicht sichtbar 6 das r. Monogr. p§f 5 I Berlin Cat. 22, 8 ungenau 2 München; Sestini descr. 85, 19 (ungenau) 3 Paris; Mionnet S. 3, 7, 46; Cousinery voyage l, III, 13 (ganz ungenau); Lenormant, Revue num. 1852, 322, 2, IX, 6 (irrig: ine'Jite); Bompois Maced. 93, 7, IV, 5 4 St. Florian 5 St. Peters- burg — 6 Venedig Mus. civico. 1|— 7 Eckhel d. n. v. 2, 62, 4 ungenau 8 Wiczay 2582 [Mionnet S. 3, 7,44]; Sestini mus. Hederv. 93, 20 (ungenau)

Der Name des Quaestors, der auf diesen Münzen (n. 208) fehlt, ist aller Wahrscheinlichkeit nach in dem i. F. r. stehenden Monogramm enthalten, vgl. zu n. 210.

68

MAKEDONIA

T. XII, 20

[Gaius Publilius, Quaestor]

III. Distrikt Bottiaia CB")

Kopf der Athena Parthenos nach r. TAIOY TAMIOY oben

mit Olirgehänge (?) u. verziertem TTOFAIAIOY i. A. Weidendes Rin d attischen Helm, wie bei n. 131 fg. j nach r., unter dem Leibe "B"

Gewicht: 10,68(2) 10,54(10) 10,03(6) 8,65(4) 7,32(5)

Abweichungen: Rs. 2. 7. ii I Amsterd.im 2 Berlin Cat. 22, 16 3 ]?iu1apest 4 Gotha 5 Kopcnliagcn 6 Löbbecke 7 München; Sestini descr. 85, 16 8 Paris; Mionnet i, 455, 40 berichtigt S. 3, 6, 41; Lenormant, Revue num. 1852, 322, i, X, i 9 St. Petersliurg 10 Turin Mus. Cat. 2185 = Lavy 1122. 1| II Mus. Sancleni. l, 164 (nicht in Mailand) 12 Wiczay 2583, X, 220 [Mionnet S. 3, 6, 40]; Sestini nius. Hederv. 93, iS Die Typen dieser und der folgenden Münzen (n. 209. 210, sowie 211) sind der autonomen Prägung des Distriktes (oben n. 131 fg. u. 153) nachgebildet, vgl. zu n. 202. Für die Einzel- heiten des Athenakopfcs trifft das oben zu n. 131 Hemerkte in noch erhöhtem Masse zu.

Ebenso TAIOY oben

TAMIOY i.A. Weidendes Rind nach r., unter dpm Leibe "B^

10,32(5) 10,00 (14- 3«) 9,29(6) -- 8,93(8)

- 8,75(13) - 8,66(3) 8,25(2) - 7,91(4) - 6,89(37)

Abweichungen: Rs. die Schrift i. A. verwildert l unter dem Leibe 1.5. 8. 11. '3- 17- 30. 33- 40- 41- 42 verwischt 36.45 oben I^J 2 5-8. 10-13. 21. 25. 26. 27. 31. 40-43 etwas verwildert l. 17. 22. 33. 35 undeutlicli 30. 36

gar nicht sichtbar 4. 16. 23. 28. 32. 44. 45. 46 I Athen (neue Erw.) 2-8 Berlin Cat. 22,9-15 9 Kroehner 10. 11 Gotlia 12 Haag

13 Hunter Cat. 356, 8 I4 Imhoof 15 Kopenhagen; Ramus cat. l, 115, 2 (3 als Dubl. entfernt) 16 Leake Europ. Gr. 86 (unter Pella) 17 Löbbecke 18. 19. 20 London Cat. 18, 76-78 21. 22. 23 Mailand 24. 25. 26 München; Sestini descr. 85, 17. iS 27. 28 Odessa Mus. 29 Oxford 30 Paris; Mionnet l, 456, 45 = S. 3, 6, 42; Bonipois Maccd. 92, 5, IV, 6 31 Paris; Mionnet l, 456, 46 = S. 3, 6, 43; Lenormant, Revue num. 1852,322,2, X, 2 ; Bornjicis Maccd. 92, 4, IV, 4 32 Paris; Mionnct 1,481,242 (l'ella); l?ompois Maccd. 92, 5, IV, 7 (Rs.) 33 Paris; Mionnet S. 3, 51, 337 [Bompois, Num. chron. 1874, 224, 10]; Cousinery voyage l, III, 10 34. 35 Paris 36 Thorwaldsen Cat. loi, 563 37 Turin Mus. Cat. 2x86 = Lavy 1123 38 Turin Mus. Cat. 2317 (Pella)

39 Walcher Cat. 950 (ungenau) 40. 41. 42 Wien 43 Windisch-Grätz Cat. 5 (1899), 47i 731 (ung.). II 44 Wilde num. sei. 89, 61, X, 61 (Vs. missverstanden) [Gessner num. pop. 290, 4, XLI, 4; Eckhel d. n. v. 2, 62, 3 und genauer 2, 64; Mionnet i, 457, 64] 45 Mus. Arigoni 4, fam. Rom. XF, loi ; Sestini cat. cast. 20 46 Sestini mus. Ilederv. 93, 19 Auch hier ist, wie bei n. 208, der Name des Quacstors vermutlich in dem (hinter dem pracnomen stellenden) Monogrannn enthalten. Bei der folgenden Münze fehlt auch dieses.

Abbildung (14)

Gewicht: 12,58(7)

Unbärtiger Kopf des Pan mit kurzen Hörnern nach r., um den Hals die Nebris, im Nacken das (ge- schulterte) Pedum (= n. 153)

Abbildung

Gewicht: 7,57

I Herlin; H. Dressel, Zeitschr. f. Num. 21 (1898), 212.

Ziegen-

rAllOY oben TAMIOY unten. Zwei

böcke neben einander nach r. liegend, i. V. oben "B^ (vgl. n. 153)

Über die Typen vgl. zu n. 209.

ALS ROMISCHE PROVINZ

69

D

MAKE AONON

in einem unten gebundenen Efeukranz

(D. lunius Silanus Manlianus, Praetor 142 141 vor Chr.)

Bärtige, efeubekränzte Silensmas- ke V. vorn mit Glatze u. Schweins- ohren, hinter denen die beiden Schliessbänder herabhängen. Pkr. j

Alibildung (13)

Gewicht: 13, 10 (0) 1 1, 57 (13) 11,15(5)- 11,09 (4) - 9,85 (12) 9,14(43) - 9,07 (i'J - 8,90(14) - 8,60(15) - 8,26(3)

Abweichungen: Rs. das D wie p aussehend 38 teilweise zerstört 7. 15. 43 undeutlich 17. 36 nicht angegeben 44. 50. 52. 53 I Amsterdam 2 Arolsen 3 Athen Cat. 1227 (ungenau) 4. 5. 6 Herlin Cat. 11,28,

I, 10; II, 29. 30—7 Bologna Eibl. 8. 9 Gotha 10 Haag 11 Hunter Cat. 356,10; Combe descr. 180, 20 12 Hunter Cat. 356, 11 13 Imhoof; Hompois Maced. 79, 10,

II, 16 (ungenau; nicht ein Pariser Ex.) 14 Imhoof, vorher Cat. Bompois 673 15 Imhoof 16 Klagenfurt -- 17. 18. 19 Kopenhagen 20. 21 Leake Europ. Gr. 66 22. 23 Löbbeckü 24-27 London Cat. 14, 55 (Abb.). 56. 57. 58 2S Mailand 29. 30 München; Sestini descr. 85, 9. 10 [Mionnct .S. 3, 3, 14] 31. 32 München 33 Neapel Santang. Cat. 9962 34. 35 Oxford 36-39 Paris; Mionnet i, 453, 17. iS. 19; S. 3, 3, 13; eines davon (37) Pcllerin recueil l, 176, XXIX, 2, ein anderes Hennin manuel .Will, 5 40 Paris 41. 42 Parma 43 Turin Mus. Cat. 2174 = Lavy 1112 44 Walcher Cat. 939 (ungenau) 45 Wien; Mus. Theup. 2, 1278 ~ 46-49 Wien. 1| 50 Wilde num. sei. 86, 57, X, 57 [Gessncr num. pop. 290, 31, XL, 31] 51 Mus. Arigoni i, urb. XIV, 140; Sestini cat. cast. 19 52 Cat. d'Ennery 100, 2S3 53 Wiczay 2570; Sestini mus. Hederv. 92, 6 54 Cat. Thomsen i, 781

Der Zweck dieser Emission mit D(ecreto) war, wie es scheint, die Einziehung und L'm- priigung der Quacstorenmünzen mit dem Romakopf; n. 212, 32 ist überprägt auf ein solches Stück des Fulcinnius (= n. 199), n. 212, 9 auf eins des Publilius (= n. 203 fg.), nicht zu entscheiden ist es bei 6. 13. 15. 16. 24. 25. 41. 50. Ausserdem ist Überprägung festgestellt bei 3. 4. 5. 8. II. 14. 18. 19. 23. 28. 38. 39. 42. 51 und wahrscheinlich auch bei allen übrigen Exemj>larcn anzunehmen. Vgl. die Einleitung S. 9 und Zcitschr. f. Num. 23 (1902), I59fg.

Aesillas, Quaestor

A. Mit dem Namen des Praetors L. lulius Caesar

(93/92 vor Chr.)

CÄ- PR MAKEAONnN 1. u. unten im Bogen. Kopf Alexanders des Grossen nach r. mit Ammons- horn und fliegendem Haar

AESILLAS

Q darunter mit Riemen um- wundene Keule mit dem Griff nach oben zwischen (1.) rundem Geld- kasten mit Deckel u. Bügel und (r.) Ouaestorsessel; das Ganze in einem unten gebundenen Lorbeerkranz Gewicht: 16,88(2) 16,82(3) 16,15(4) 15,48(1)

I Bunbury Cat. (1896) 651 2. 3 Gotha 4 Paris; Mionnct S. 3, 5, 35 [Boutkowski dict. 1237, 2140]; Bompois Maced. (96, 6), V, 5 Abb. d. Vs.

Über die Datierung des Aesillas vgl. zu n. 224 sowie Zcitschr. f. Num. 23 (1902), 171 fg.

70

MAKEDONIA

[Aesillas, Quaestor]

Ebenso, hinter dem Kopfe O ] Ebenso

Abbildung der Ys. (3)

Gewicht: 16,72(7) 16,65(1) - 16,53(3) 16,20(6) 16,14(3)

16,05(8) 15,67(2, beschädigt) Abweichungen: Vs. die Schrift unvollständig 1.5; Rs. die Enden der Kranz-

bindc oben 00 6 abgeschnitten 5. 8; Stil mittel l. 2. 3. 5 I Athen Cat. 1243 2 Berlin Cat. 21, i, II, 13 3 Imhoof; Bompois Maced. 96, 6 4 München (gelocht); Sestini descr. 85, 13 5 Paris; Pellerin recueil l, 176, XXIX, 3; Mionnet i, 455, 36; Cousincr)- vovage i, 254, III, 5 \'s. 6 St. Petersburg 7 Turin Mus. Cat. 2181 = Lavy 11 19 8 Wien. (Die Vs. von i. 2. 5 sind stempelgleich.) Das Q auf der Vs. dieser Münzen sowie n. 222-225 bedeutet höchstwahrscheinlich den Prägeort T h e s s a 1 o n i k e , während ß- u. 8 auf n. 219-221 wolil als Bezeichnungen der in der Bottiaia gelegenen Münzstätte zu erklären sind. Es liegt dann nahe, bei den Stucken ohne solche Bezeichnung (n. 213. 215-218), zu denen die schönsten der ganzen Reihe gehören, an die Prägestätte Amphipolis zu denken, analog den autonomen Münzen (n. i fg.) und denen des Quacstors Publilius (n. 202 fg.). Vgl. die Einleitung S. 10.

B. Ohne den Namen des Praetors

I. Prägestätte Amphipolis (n. 215 21S)

Ebenso, über der Kranzspitze A (= n. 222)

MAKEAONnN unten im Bogen. Kopf Alexanders des Grossen wie vorher

Abbildung (i)

Gewicht: 16,84(1) 16,45(2) 16,39(3)

I. 2 Imhoof; Bompois Maced. 95, V, 5 Rs. (von 2) 3 Ward Cat. (1901) 57, 374, IX, 374 Rs. (2 und 3 sind aus denselben Stempeln). Stil mittel.

Ebenso | Ebenso, über der Kranzspitze A

Gewicht: 16,79

Abweichungen: Vs. die Schrift unvollständig [MAKEAON]ßN >" Stil gut I Berlin Cat. 20, 6, vorher Cat. Borrcll (1852) 28 [Boutkowski dict. 1238, zu 2140]; Fried- laender, Zeitschr. f. Num. 3 (1876), 179; vgl. Bompois Maced. 95 Anm. i, wo dieses Stück irrig mit einem Londoner (unten n. 222, i) identifiziert ist. (Die Vs. ist aus demselben Stempel wie die von n. 217, 3.)

Ebenso | Ebenso, über der Kranzspitze nichts

Gewicht: 16,90(7)— 16,82 (i) -- 16,81 (2) 16,79(10) 16,76(3) 16,69(14) 16,65(5) 16,63(4) 16,18(8) _ 15,74(13)

Abweichungen: Vs. die Schrift unvollständig 2. 6. lo nicht angegeben (wohl ab- geschnitten) II mit mehreren, von Stempelverletzung herrührenden, geraden Strichen l. 3; Stil vorzüglich 2 gut l. 3. 4. 5. 6. 14

I Bologna Biljl. 2. 3 Brüning 4 Hunter Cat. 355, i, XXIV, 13 5 Imhoof 6 Leipzig 7 Löbbeckc S London Cat. 20, 85 9 München 10 Wien. 1|

II Patin thes. Mauroc. 14 12 Terrin, dissert. sur une med. des Macedoniens , in: Memoires de Trevoux 171 1, 484 fg. 13 Pembroke (1746) 2, LIV; Cat. Pembroke (1848) 141, 631 [Boutkowski dict. 123S, zu 2140] 14 Cat. of the coli, of Greek coins of a late collector (1900) 225, V, 225; vorher Cat. Carfrae 123. (Die Vs. von 5. 6. 14 sowie die Rs. von 2 und 3 sind stempelglcich; über die Vs. von 3 vgl. zu n. 216.)

Die Vs, des Exemplars 2 ist von aussergewöhnlich schönem Stil; vgl. oben zu n. 214. .

ALS RÖMISCHE PROVINZ

71

[Aesillas, Quaestor]

Ebenso (Drachme) | Ebenso

Abbildung (3)

Gewicht: 4,22(1) 3,99(4) 3,9^ (?') 3>7S(2. gelocht)

Abweichungen: Vs. die Schrift unvollstilndig 2. 3; Rs. AE[SILL]AS i die Enden der Kranzbinde oben 00 l. 3. 4 abgeschnitten 2; Stil gut l. 2 mittel 3. 4

I Bologna Bil)l. 2 London Cat. 20, <S6 Abb.; Bonipois Maced. 96, V, 7; Head guide (1881) 112, 9, LXV, 9 3 Paris 4 im Handel (1902). (3 und 4 sind aus denselben Stempeln.)

II. Prägestiitte Pella (n. 219 221)

Ebenso, vor dem Halse B- ] Ebenso

Abbildung der Vs. (2)

Gewicht: 16,72(1) 16,50(2) 16, 32 (3, gelocht)

Abweichungen: Vs. die Schrift unvollständig l; Rs. die ICnden der Kranz- bindc oben 00 3; Stil schlecht 2. 3 I Athen Cat. 1241 2 Imhoof; Bompois Maced. 95, 4, V, 3 Vs. 3 Paris 4 Rollin und Feuardent. (Die Vs. von 2 und 3 sind stempelgleich.)

Ebenso (Drachme) | Ebenso

Gewicht: 3,94

Abweichungen: Vs. die Schrift unvollständig; Stil schlecht I Berlin Cat. 20, 8 ungenau. (Das S am .Schluss des Quaestornamens ist aus Raum- mangel vom Stempelschneider fortgelassen worden.)

Ebenso, hinter dem Kopfe 8 (vorn Ebenso nichts)

Gewicht: 17,12(3) 16,88(4) 16,65(2) 16,54(1) 16,08(5)

Abweichungen: Vs. die Schrift unvollstilndig i; Rs. die Knden der Krnnz- binde oben 00 i. 6. 7 abgeschnitten 3. 5; Stil gut i. 2. 3 I Berlin Cat. 20, 7; vgl. Friedlaender, Zeitschr. f. Num. 3 (1876), 179 2 Bologna Bibl. 3 Lambros; Bompois Maced. 95, 3, V, 4 Vs. 4 Löbbecke 5 München; Cousinery voyage 1, 254, III, 4 6. 7 Rollin und Feuardent. (i. 3 sind aus denselben Stempeln.)

III. Prägestätte Thessalonike (n. 222 224)

Ebenso, hinter dem Kopfe O | Ebenso, über der Kranzspitze Ä

I (=n-2i5)

Gewicht: 16,46(1)

Abweichungen: Vs. die Schrift unvollständig 2; Stil mittel l I London Cat. 19, 84 Abb.; Bompois Maced. 94, 2, V, i (über S. 95 Anm. i vgl. oben zu n. 216, i); Head guide (1881) 112, 8, LXV, 8 2. 3. 4 Rollin und Feuardent

MAKE|A|ÜNQN unten im Bogen. Unbärtiger I ASYAQN oben. Keule mit dem Griff nach Kopf nach r. mit wallendem Lockenhaar ' oben, 1. Altar mit Bukranion darauf, r.

Tisch mit Stern darüber; das Ganze im I unten gebundenen Lorbeerkranz I Goltz Graecia XXII, 5 [Gessner num. pop. 291, 10, XLI, 10]

Wie schon Sestini classes generales 2 (1797), 25 erkannt hat, ist diese Münze von Goltz nach dem A'orbild eines Aesillas-Tetradrachmons (n. 215 fg.) erfunden.

72

MAKEDONIA

[Acsillas, Quaestor]

Ebenso | Ebenso, ohne das Monogramm

Gewicht: 16,85(45) - 16,80(46)— 16,75(19) - 16,74(5)— 16,73(2)

16,67(22) 16,61(26.47) 16,60(27) 16,56(20) 16,50(86) 16,49(25) 16,46(15) 16,45(6.62.64) 16,41 (48) 16,38 (II) 16,37 (I) 16,34 (63) 16,30(4. 28) 16,25(23) 16,24(3) 16,22(7) 16,20(9) 16,08(29) 16,00(16) 15,98(10) 15,95(21.49) 15,92(30)— 15,80(24)

15,71(44) 15,13(8) 14-96(17) 14,90(31) 14,79(68,

gelocht) 13,93 (12, subacrat) 13,67(69, subaerat) Abweicliungen: Vs. MAKEAOHßH 12 MAKEAOHQM 69 die Schrift unvoll- ständig 3. 4. 27. 39. 40. 50. 51. 63. 64. 68. 74. 76. 77 fehlerhaft Q statt Q 12. 62. 63. 69. 74(0- 75 (•)• 8i- 83; Rs. die Enden der Kranzbinde oben 00 2. 5. 7. 16. 21. 41. 49. 63. 70. 71. 75. 86 und vielleicht noch öfter c*3 64. 69 abgeschnitten 3. 4. 6. 24. 62. 74. 77 mit etwas Doppelschlag 2. 64. 73; Stil mittel I. 2. 5. S. 16. 21. 24. 64 schlecht 3. 4. 6. 7. 12. 62. 63. 69 subaerat 12. 67. 69 und wohl auch 62. 63. 81 von Bronze (Kern einer subaeratcn Münze) 83 I Athen Cat. 1242 ungenau 2 Berlin Cat. 20, l; Friedlaender und von Sallet, das Königl. Münzkab. (1877) 122, 395 (irrig 17, 73 gr. statt 16, 73) 3-6 Berlin Cat. 20, 2-5

7. 8 Bologna Bibl. 9. 10 Dresden 11 Gotha; (Schachniann) Cat. raisonne 65, i 12 Gotha 13. 14 Haag 15 Hunter Cat. 355, 2; Combe descr. 179, 9 16 Imhoof

17 Klagenfurt 18 Kopenhagen 19. 20 Leake Europ. Gr. 65 21 Leipzig 22. 23 Lübbecke 24. 25. 26 London Cat. 19, 81-83; 81 = Head guide (1881) 112, 7, LXV, 7; 82 = Combe cat. 95, i 27 Mailand (von Este) 28-31 Moskau Univ. Cat. 1918-1921 32-36 München 37. 38 Neapel Cat. 6501. 6502 39. 40 Neapel Santang. Cat. 9964. 9965 41 Odessa Mus. 42. 43 Oxford 44. 45 Paris; Mionnet l, 455, 33. 34 46-49 Paris; eines davon Lenormnnt galerie m3tliol. 128, XXXVI, 15; ein anderes Lenormant, Revue num. 1852, 327, X, 5 (im Text Vs. ungenau = n. 214 angegeben) 50. 51 Parma 52-63 St. Petersburg 64 Six; Imhoof monn. grccques 60, Anm. 3 65. 66. 67 Thorwaldsen Cat. loi, 559-561 68 Turin Mus. Cat. 2182 = Lav\' 1118 69 Walcher Cat. 949 70 Wien; Mus. Theup. 2, 1278 71 Wien (gelocht); Eckhel cat. 83, 8 72. 73 Wien. 1| 74 Montfaucon palaeogr. Graeca (170S) 122 Abb. (vgl. 130) von Baudelot 75 Haym treas. i (1719), 63 = tesoro i, 131 Abb. [Haverkamp alg. hist. I, XXV, 9; Gessuer reg. Macctl. 30, V, 22] = thesaur. l, 138, XII, 9 76 Haverkamp alg. hist. l, XXV, 10 aus seiner Sammlung 77 Gessner reg. Maced. 30, V, 23 78 Cat. Bentinck 2, 1006 79-83 Wiczay 2577-2580; Sestini mus. Hederv. 93, 15 (quattuor). 16

84 de Witte, Cat. Greppo (1856) 61, 452 [Boutkowski dict. 1238, zu 2140] 85 Cat. Thomsen i, 7S3 86 Cat. Bompois 691 87 Cat. Billoin 320. (Die Vs. von i u. 64 sind stempclgleich. Das angeblich auf ein Tetradrachmon des -Sura überprägte Stück der Sammlung .Six (64) ist ein Exemplar mit etwas Doppelschlag auf der Rs., nicht überprägt.)

;i ^ = n. 22 ;

MAC unten, derselbe Kopf nach r., 1 =

dahinter 0 (wohl = n. 222. 223) I

I Mus. Sanclement. i, 230, IX, 70 [Mionnet S. 3, 5, 36; Lenormant, Revue num. 1852, 327 Anm. I, vgl. Friedlaender, Zeitschr. f. Num. 3 (1876), 179 Anm. l; Boutkowski dict. 1238, 2 141] nicht in Mailand

Die (unvollständig ausgeprägte) Aufschrift der Vs. ist ohne Zweifel, wie andere Einzel- heiten, ungenau wiedergegeben. Auf der Rs. ist in Abb. und Text aus dem Q ein simptihim gemacht. Mionnet und Lenormant halten die Münze für einen Abguss in Bronze; doch ist es auch möglich, dass sie der Kern eines subaeraten Tetradrachmons war, vgl. oben n. 223, 12. 67. 83.

ALS RÖMISCHE PROVINZ

73

[Aesillas, Quaestor]

Ähnlich wie oben bei n. 176-180 zeigt sich auch hier, dass bei so massenhafter Aus- prägung der Stil sich sclmcll verschleclitert. Die meisten Stücke sind ziemlich roh und flüchtig gearbeitet und stehen z. B. hinter n. 216. 217 weit zurück. Der Schrötling, dessen Durchmesser bei den besseren Stücken 27 bis 29 mm beträgt, wird mit der zunehmenden Verschlechterung des Stils immer grösser (bis 34 mm) und dünner. Mehrfach finden sich subacrate Exemplare (12. 67. 69 und wohl auch 62. 63. 81, vgl. 83 und n. 223*); dieselben haben auf der Vs statt Q fehlerhaft O

Ebenso, hinter dem Kopfe O, vor | Ebenso dem Halse Sl 1

Gewicht: 16,67(1)